https://off-guardian.org/2019/06/05/youtubes-latest-purge/

 

Die jüngsten Säuberungen auf YouTube

Die Video-Plattform setzt neue Regeln gegen „extremistische Inhalte“ durch

 

von Kit Knightly, 05.06.2019

 

 

YouTube hat gerade angekündigt, dass sie ihre "Community-Standards" geändert haben, um "extremistische Inhalte" auf ihrer Plattform zu bekämpfen. Dies ist nur der jüngste Schritt im Kampf gegen die freie Meinungsäußerung im Internet.

 

Kein Wunder – die Presse legt seit Wochen, ja sogar Monaten die Grundlagen dafür.

 

Vor drei Wochen berichtete Buzzfeed, dass die monetarisierten Chats von YouTube "Erzeuger zu extremeren Inhalten drängt", und erst gestern wurde berichtet, dass der von YouTube empfohlene Algorithmus von YouTube "Kinder sexualisiert".

 

Man kann sich gar nicht retten vor Geschichten darüber, wie schlecht YouTube ist.

 

Angesichts dessen ist es nicht verwunderlich, dass die Mainstream-Medien diese letzte "Säuberung" feiern. The Guardian berichtete:

 

YouTube sperrt Videos, die Nazi-Ideologie verbreiten“

 

Und die Financial Times titelte so:

 

YouTube sperrt rassistische Videos“

 

Diese beiden Schlagzeilen sind überaus ungenau, spielen sie doch absichtlich die Extremismus/Rassismus-Karte, in der Hoffnung, dass die Menschen das gutheißen und nicht mehr weiterlesen.

 

Vox war in seiner Schlagzeile etwas wahrheitsgemäßer und berichtet:

 

YouTube sperrt endlich Inhalte von Neo-Nazis, Holocaust-Leugnern und Sandy Hook-Skeptikern“

 

Der Independent ebenso:

 

YouTube löscht Tausende von Konten, nachdem man Rassisten, Verschwörungstheoretiker und andere 'schädliche' Nutzer sperrt“

 

Doch selbst diese Schlagzeilen – wenn auch ein wenig näher an der ganzen Wahrheit – lassen einige wirklich wichtige Informationen aus (ich bin mir sicher, ganz zufällig).

 

So sehr die Medien auch die Neonazi-Hassrede-Karte spielen, es steckt sehr viel mehr dahinter.

 

Um wirklich herauszufinden, was das bedeutet, müssen wir die Medien ignorieren und direkt zur Quelle gehen. Dies ist YouTubes offizielle Erklärung zu diesem Thema, die auf ihrem Blog veröffentlicht wurde: https://youtube.googleblog.com/

 

Bei den Verboten geht es, im Gegensatz zu den Schlagzeilen der Medien, nicht um Rassismus. Sie sind viel inkohärenter als das – es geht um "rassistische Inhalte".

 

YouTubes wunderbar vage Beschreibung davon lautet wie folgt:

 

Videos, in denen behauptet wird, dass eine Gruppe überlegen ist, um Diskriminierung, Segregation oder Ausgrenzung aufgrund von Eigenschaften wie Alter, Geschlecht, Rasse, Kaste, Religion, sexueller Orientierung oder dem Veteranenstatus zu rechtfertigen.“

 

Ehrlich gesagt, damit könnte man jedes Video – das eine politische Haltung ausdrückt – so verdrehen, dass es in diese Beschreibung passt. Aber damit hört es nicht auf:

 

Und schließlich werden wir Inhalte beseitigen, die leugnen, dass gut dokumentierte gewalttätige Ereignisse wie der Holocaust oder die Schießerei von Sandy Hook Elementary stattgefunden haben.“

 

Was bedeutet "gut dokumentiert"? Das ist eine absichtlich mehrdeutige Phrase.

 

Die genannten Beispiele, Holocaust und Sandy Hook, werden wegen ihrem Schockwert ausgewählt – aber es sind nur Beispiele: "Wie der Holocaust".

 

Welche anderen Beispiele könnte es noch geben? Der Gasangriff von Douma vom letzten Jahr? Die Vergiftung von Sergei Skripal?

 

Man kann den Leuten nicht das Recht verwehren, einfache Fragen zu stellen. "Ist das wirklich passiert?", "Sagt die Regierung die Wahrheit?"

 

Das sind die grundlegenden Fragen des Journalismus. Man kann Geschichte nicht einfach als "gut dokumentiert" weitergeben und außer Frage stellen. Lasst sie nicht den Holocaust als Beispiel nennen, um euch zum Schweigen zu bringen. Die Meinungsfreiheit gilt für alle Themen und alle Meinungen, egal wie "gut dokumentiert" sie sind.

 

In einer zunehmend gefälschten Welt, in der Regierungshandlungen routinemäßig eher Narrativ- als realitätsbezogen sind, ist die Fähigkeit, Äußerungen wie "Das ist nicht passiert, das hast du erfunden!" zu verbannen, unglaublich mächtig.

 

Und auch damit ist es nicht getan. "Gewalttätige Ereignisse" sind nur der Anfang. Es gibt andere Arten von "schädlichen Inhalten":

 

schädliche Fehlinformationen, wie etwa Videos, die gefälschte Wundermittel für eine ernsthafte Krankheit bewerben, oder die Behauptung, die Erde sei flach.“

 

Beachtet auch hier die Verwendung von Extrembeispielen – flache Erde und "Wundermittel". Es ist eine Manipulation. Wovon sie sprechen, ist "gut dokumentierte" Wissenschaft. Sie meinen die großen Drei: Klimawandel, GMO-Pflanzen und Impfungen. Das Hinterfragen eines davon wird als "schädlich" eingestuft werden.

 

Diese Leute werden sagen: "Offensichtlich sollten die Leute die Impfung nicht in Frage stellen dürfen", aber sie liegen falsch. Die Menschen sollten – die Menschen müssen – alles in Frage stellen dürfen. Das ist es, was freie Meinungsäußerung bedeutet. Stellt euch vor, vor siebzig Jahren war der Konsens der Unternehmen, dass Rauchen gut für euch sei. Studien, die etwas anderes sagen, wären als "schädliche Fehlinformationen" beschrieben worden, die „das Vertrauen der Öffentlichkeit in unsere Branche erschütterten".

 

Ob das Zensieren von Lügen oder der Wahrheit, die Zensur dient der gleichen Agenda – dem Schutz der Autorität. Was sind "schädliche Inhalte"? Schädliche Inhalte sind alles, was den "gut dokumentierten" offiziellen Konsens angreift.

 

Was ist eigentlich Hassrede? Die Phrase wird in der Aussage ein halbes Dutzend Mal verwendet, aber sie kann alles Mögliche bedeuten.

 

Kritiker, die zu Star Wars: The Last Jedi und dem Ghostbusters Remake schlechte Kritiken verfassten, wurden als "Frauenfeinde" bezeichnet, nur weil die Hauptfiguren Frauen waren. Wird die schlechte Rezension von Filmen mit einer Frau oder ethnischen Minderheit als Hauptfigur auch Hassrede sein?

 

Dies mag ein triviales Beispiel sein, aber es überträgt den Filmstudios enorme Macht, negative Meinungen über ihre Filme zu unterdrücken, und Hollywood ist ein riesiger Propagandamarkt für Mainstream-Ideologie. Außerdem ist die Trivialität der Punkt.

 

Dieser Sammelbegriff kann überall angewendet werden, und mit dem immer hysterischeren Ton der Identitätspolitik könnte fast alles als "Hassrede" bezeichnet werden.

 

Wie wir schon oft gesagt haben, ist "Hassrede" ein Begriff, der bedeuten kann, was immer sie wollen. YouTube erweitert das jedoch und kreiert eine ganz neue Kategorie namens "fast wie Hassrede".

 

Ja, du musst nicht einmal mehr die Regeln brechen:

 

Zusätzlich zur Entfernung von Videos, die unsere Prinzipien verletzen, werden wir auch die Verbreitung von Inhalten reduzieren, die nahe an diese Linie herankommen“

 

Siehst du? YouTube wird Kanäle sperren oder zumindest Kreative unterdrücken, die "an diese Linie herankommen".

 

Das heißt, selbst wenn du unglaublich klug bist und ernsthaft daran arbeitest, all das auszuschließen, was ein unehrlicher Kopf möglicherweise in "Hassrede" verwandeln könnte, wird man dich trotzdem verbannen und behaupten, du hättest "fast Hassrede" begangen.

 

Eine weitere Möglichkeit, wie sie all diese "gefährlichen Fehlinformationen" bekämpfen, besteht darin, "autoritative Quellen zu stärken":

 

Zum Beispiel, wenn ein Nutzer ein Video sieht, das nahe an die Verletzung unserer Prinzipien herankommt, so könnten unsere Systeme in der „Nächstes Video“-Rubrik mehr Videos von autoritativen Quellen (wie Top News Kanäle) beinhalten.“

 

Wenn man also z.B. ein alternatives Video mit Vanessa Beeley ansieht, dann wird dein nächstes „empfohlenes Video“ ein Stück aus den Mainstream-Nachrichten (der westlichen Propaganda) sein, von einer autoritativen Quelle (mit massiven Konzerninteressen), die dir sagt, all das, was du gerade gehört hast, zu ignorieren, und Beeley eine „Leugnerin von Kriegsverbrechen“ zu nennen.

 

Das ist ein wunderbares System, echt. Sehr effizient und überhaupt nicht Orwellisch.

 

Aber mach dir keine Sorgen, du darfst die Plattform weiterhin benutzen, solange dir Google vertraut:

 

Zu guterletzt ist es wichtig, dass unser Monetarisierungssystem vertrauenswürdige Erzeuger belohnt, die YouTube einen Mehrwert verschaffen. Wir haben seit langem Werbe-freundliche Richtlinien, die Werbung auf Videos verbieten, die hassvolle Inhalte enthalten und wir setzen das strikt um... Bei Hassrede stärken wir die Umsetzung unserer existierenden Prinzipien im YouTube Partner Programm. Kanäle, die wiederholt gegen unsere Richtlinien zur Hassrede verstoßen, werden aus dem YouTube Partner Programm ausgeschlossen. Das heißt, sie können keine Werbung auf ihren Kanälen schalten oder unsere Finanzierungsmöglichkeiten wie Super Chat nicht mehr nutzen.“

 

Siehst du? Wenn du ein „vertrauenswürdiger Erzeuger“ bist, dann bekommst du deine Werbegelder. Wenn du die Regeln brichst – oder auch nur nahe daran kommst, die Regeln zu brechen, dann hört der Geldfluss auf.

 

Es geht darum, eine Umgebung frei von Hass herzustellen, und es geht NICHT darum, einen staatlich unterstützten Konsens durchzusetzen, indem man vage das finanzielle Wohl der Menschen bedroht. Schäme dich, wenn du was anderes denkst!

 

Also, wie wird YouTube entscheiden, welche Story „nahe herankommt“ oder „Fehlinformationen verbreitet“ oder „Hassrede“? Wie wird festgelegt, welche Nutzer „vertrauenswürdige Erzeuger“ sind?

 

Nun, einfach gesagt, die Regierung wird es ihnen sagen. YouTube gibt das freimütig zu. Abgesehen von ihren WischiWaschi Definitionen, ihren unglaublich vagen Stichwörtern und ihren mit Plattitüden gefüllten „Zusicherungen“, ist der wichtigste Teil in der Stellungnahme von YouTube dies hier:

 

Wenn wir das tun, arbeiten wir eng mit Politikern und der Bürgergesellschaft rund um den Globus zusammen, um die Verbreitung von gewalttätigem und extremistischem Inhalt zu begrenzen.“

 

Die enge Zusammenarbeit mit Politikern“ bedeutet: „Zusammenarbeit mit der Regierung“, im Grunde ein Eingeständnis, dass YouTube alle Videos entfernen wird, die der Staat entfernt haben will.

 

Etwas, das wir bereits wissen, aber es ist erfrischend, wenn sie das so zugeben.

 

Somit stellen sich einige Fragen:

 

  • Ist das der Tod von YouTube als irgendeine Form alternativer Information?

  • Was wird als „Verschwörungstheorien“ eingestuft werden?

  • Wie sieht es aus, wenn Menschen zum Beispiel die offizielle Story des „Douma-Angriffs“ hinterfragen? Oder MH17?

  • lange wird es dauern, bis es eine Massenabwanderung zu alternativen Plattformen geben wird?

- Wird man erlauben, dass diese Plattformen existieren?

 

Wenn ihr erfahrt, dass gute Kanäle angeschaltet werden, dann lasst es uns wissen und wir werden zusehen, dass wir eine Liste erstellen.

 

In der Zwischenzeit schlagen wir vor, dass ihr auf andere Video-Plattformen wandert, etwa d.tube ( https://d.tube/ ) oder bitchute ( https://www.bitchute.com/ ). Wir werden, wann immer möglich, nicht-YouTube Videos verwenden oder auf diese verlinken. Wenn ihr andere Plattformen kennt, die man empfehlen kann, so schreibt sie in euren Kommentaren und wir werden auch diese Links hinzufügen.

 

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