http://charleshughsmith.blogspot.com/2020/11/what-we-dont-elect-matters-most-central.html

 

Was wir nicht wählen (dürfen), das ist am wichtigsten:

Das Zentralbankwesen und die Permanente Regierung

 

von Charles Hugh Smith, 04.11.2020

 

 

Wenn wir unsere Augen von der Wahlschlacht auf dem blutgetränkten Sand im Kolosseum abwenden und hinter den Vorhang schauen, dann sehen wir, dass die entscheidenden Kräfte nicht gewählt sind: Unsere Federal Reserve, die im Besitz einiger großer Banken ist und von einer Handvoll Technokraten geführt wird, und der enorme Nationale Sicherheitsstaat, auch bekannt als die Permanente Regierung. Diese Einheiten betreiben das Imperium, das zur Unterhaltung und Ablenkung der Öffentlichkeit die Wahlkampfspiele abhält.

 

Die Regierungsmaschinerie, die von gewählten Repräsentanten kontrolliert wird, ist bei dem, was sie tun und was sie nicht tun darf, strikt limitiert. Sie kann nichts dagegen unternehmen, die Entwertung der Währung aufzuhalten, die völlig vom Politbüro der Fed kontrolliert wird. Und sie kann auch nicht viel tun um das imperiale Projekt einzugrenzen, außer hie und da etwas Wohlfühl-Propaganda.

 

Der Präsident besitzt umfassende Befugnisse, aber selbst der Präsident ist machtlos, die Entwertung der Währung und die Bereicherung der Banker, Finanziers, Konzerne usw. aufzuhalten, die die Wahlkampagnen der Gladiatoren – sorry, der Politiker finanzieren.

 

Wenn wir den Begriff Tiefer Staat beiseite legen und es einfach die nicht gewählte Maschinerie des Regierungswesens (Permanente Regierung) nennen, dann bekommen wir ein schärferes Bild von dessen Ausmaß und Macht. Präsidenten, Senatoren und Repräsentanten kommen und gehen, aber die Maschinerie des Imperiums läuft weiter, Jahrzehnt für Jahrzehnt.

 

Sehr viele Menschen und Orte in den USA spielen für die Fed oder die Permanente Regierung keine Rolle, und so wurden sie ihrem Schicksal überlassen. Die Lieblinge der Fed und des Imperiums drängeln sich in Silicon Valley und anderen urbanen Stützpunkten, wo die technologische und finanzielle Maschinerie der globalen Vorherrschaft erzeugt und gepflegt wird.

 

Jene, die weit von diesen Zentren des Bankwesens, der Finanz und des Big Tech entfernt sind, haben wenig bis keinen Anteil als Besitzer eines bedeutenden Kapitals. Ihnen bleibt nur der Verkauf ihrer Arbeitskraft, und die verliert seit Jahrzehnten ihre Kaufkraft, da Finanzialisierung und Globalisierung das ländliche Amerika geplündert und die Banker, Finanziers und Spekulanten bereichert haben, die der Fed und der nicht gewählten Permanenten Regierung dienen.

 

Die Fed und die nicht gewählte Permanente Regierung waren zu einigen Wenigen sehr gut, auf Kosten der Vielen. Seht euch den Chart unten an, zu Amerikas völliger Dominanz, wenn der wachsende Reichtum seiner Top 1% Machtelite gemessen wird: Wir sind die Nummer Eins beim Reichtum, beim Einkommen und der ungleichen Verteilung der Macht, ein Hoch auf die Fed und das Imperium! Und wir müssen sie gar nicht wählen – sie wählen sich selbst.

 

Kommentare: 2
  • #2

    michel neland (Freitag, 06 November 2020 19:32)

    Zudem verlagern sowohl die gewählte Regierung wie auch die nichtgewählte permanente vieles in andere Rechtskreise und Nichtregierungsorganisationen, treten darüber hinaus Souveränität ab.

  • #1

    Dude (Freitag, 06 November 2020 12:04)

    "aber selbst der Präsident ist machtlos, die Entwertung der Währung und die Bereicherung der Banker, Finanziers, Konzerne usw. aufzuhalten"

    Das stimmt so nicht.

    Theoretisch könnte der US-Präsident - wenn er denn wollte, was bei beiden Puppen sicher nicht der Fall ist - die FED komplett entmachten indem er...
    1. das FIAT-Geld der FED für ungültig erklärt und es durch eine United States Note - gern auch Gold-gedeckt - ersetzt.
    2. Bundestruppen die FED-Zentralen stürmen lässt um alle Server und Akten zu beschlagnahmen und das Gesindel dort in tiefe Kerker schmeissen oder gleich standrechtlich erschiessen lässt.

    Aber selbst wenn er da wollte - wir wissen was mit Kennedy passiert ist. Und die zig Mordanschläge, teils erfolgreich, im 19. Jahrhundert auf verschiedene Präsidenten, die dem FED-Kartell keine Macht geben bzw. ihm diese entziehen wollten zeigen auch klar, dass es sich hierbei erst recht in heutiger Zeit nur um Theorie handelt und die praktische Umsetzung sagen wir mal etwas kompliziert wäre...