http://thesaker.is/when-exactly-did-the-anglozionist-empire-collapse/

 

Wann genau begann das AngloZionistische Imperium einzustürzen?

 

Vom Saker, 26.10.2020 (geschrieben für die Unz Review)

 

 

Ich erinnere mich an einem Abend im weit entfernten Jahr 1991. Ich saß mit ein paar Freunden in der SAIS-Cafeteria und diskutierten die Zukunft der Vereinigten Staaten mit ein paar sehr klugen Studenten, darunter ein Oberst der pakistanischen Armee, ein US-Hauptmann, der auf Flugzeugträgern gedient hat, und ein spanischer Diplomat: wir waren uns einig, dass „das System“ sozusagen perfekt war und dass die USA nur kollabieren würden, wenn sie von einem starken externen Schock hart getroffen würden. Wir waren uns alle einig, dass die Kombination aus der besten Propagandamaschine der Geschichte, der Verdummung durch stundenlangen Konsum der Mattscheibe und schließlich ein sehr effektiver Unterdrückungsapparat eine quasi perfekte Diktatur ergeben würde: jene, die nur eine Illusion von Demokratie und Volksmacht erwecken würde.

 

Später, im Jahr 2017 habe ich J.M. Greers brillantes Buch „Twilight's Last Gleaming“ gelesen, über das ich eine Buchbesprechung machte: https://www.unz.com/tsaker/book-review-twilights-last-gleaming-by-j-m-greer/

 

Ich möchte sagen, dass dieses Buch eines der besten ist, das über den zukünftigen Zusammenbruch der USA geschrieben wurde, auch wenn es nur ein (sehr gut geschriebener) Roman ist. Weil es brillant die Geisteshaltung illustriert, die eine angebliche Supermacht in eine sehr schlechte Situation bringen kann.

 

Für mich hat das Ganze absolut Sinn ergeben, aber nur weil meine SAIS-Freunde und ich nicht einmal in Betracht gezogen haben, dass die US-Nomenklatur nationalen Selbstmord begehen und damit das AngloZionistische Imperium zu Fall bringen würde.

 

Aber genau das ist passiert.

 

Nun, wann hat das Ganze angefangen?

 

Es gibt viele mögliche Antworten auf diese Frage. Manche sagen, mit der Ermordung Kennedys. Andere weisen auf Clinton hin, dessen Präsidentschaft eine Politik aus bewaffnetem Imperialismus über die Welt brachte; diese Administration war auch die erste, die ein großes „Coming Out“ der Neokons erlebt hat (viele von denen hatten die Republikanische Partei bereits unter Reagan infiltriert). Dann gab es 9/11 mit dem folgenden Global War on Terror (GWOT). Wie gesagt, das sind alles berechtigte Kandidaten, und es gibt viele weitere.

 

Meine persönliche Sicht ist, dass der große Beginn des Zusammenbruchs unter Barack Obama geschah, einem wahrlich schwachen Präsidenten, der ein hervorragender Gebrauchtwagenhändler geworden wäre, der aber als Präsident die Kontrolle über sein eigenes Land und sogar seine eigene Administration verlor. Unter Obama haben wir dieses Vakuum an der Spitze erlebt, was dazu führte, dass verschiedene Behörden (DoS, DoD, CIA, Pentagon usw.) alle ihre eigene „Außenpolitik“ entwickelten, was an der außenpolitischen Front zu einem totalen Chaos geführt hat. Überflüssig zu sagen, dass die Beteiligung solcher Furien wie Hillary Clinton, Susan Rice oder Samantha Power nicht hilfreich war.

 

[Nebenbemerkung: Was hat es mit diesen westlichen Frauen auf sich, dass sie noch kriegslüsterner sind als Männer, wenn sie in Machtpositionen kommen?! Sieht man sich Frauen wie Thatcher oder Hillary an, dann frage ich mich, ob diese Frauen nicht sorgfältig genau wegen ihres fiesen Charakters ausgewählt wurden, und sie sich gegenüber Männern als „gleichwertig“ beweisen müssen, indem sie noch fieser und mörderischer sind als männliche Politiker...]

 

Seit seiner Wahl ist es populär geworden, Donald Trump für alles die Schuld zu geben, was unter seiner Präsidentschaft schief gelaufen ist. Und ja, es gibt viel, für das man ihm die Schuld geben sollte. Aber was so viele Menschen übersehen, ist, dass nahezu alles, was unter Trump schief gelaufen ist, mit Obama begann! Wenn Trump sagt, dass er ein schreckliches Durcheinander geerbt hat, dann hat er absolut Recht. Aber das entschuldigt nicht seinen eigenen Beitrag zu Chaos und Kollaps!

 

Und in Wahrheit ist der größte Unterschied zwischen Obama und Trump, dass Trump keinen richtigen Krieg angefangen hat. Ja, er hat einer Reihe von Ländern mit Mililtärangriffen gedroht (was selbst schon unter internationalem Recht ein Verbrechen ist), aber er hat noch keinen Befehl zu einem bedeutenden Angriff gegeben (er hat nur ein paar hoch symbolische und völlig unwirksame Angriffe auf Syrien versucht). Ich wiederhole – der Mann ist einer der wenigen US-Präsidenten, der nicht das Verbrechen einer Aggression begangen hat, das größte mögliche Verbrechen nach internationalem Recht, noch vor Verbrechen gegen die Menschheit und gar Völkermord, weil das Verbrechen der Aggression „in sich das gehäufte Böse beinhaltet“, um die Worte des US-Chefanklägers (und Richter am Obersten Gerichtshof der USA) bei den Nürnberger Prozessen zu verwenden. Ich schlage vor, dass schon aus diesem Grund jede anständige Person ihn Biden vorziehen sollte (der eh nur ein Platzhalter für Präsidentin Harris und eine Marionette der Clinton-Bande ist) Entweder das, oder gar nicht wählen, wenn es dein Gewissen nicht zulässt, für Trump zu stimmen. Aber für Biden zu stimmen, das ist für jede ehrliche Person undenkbar, zumindest nicht nach meiner bescheidenen Meinung.

 

In den Jahren unter Trump ist etwas absolut erstaunliches geschehen: während Trump und seine Administration im Ausland eifrig das Imperium zerstörten, haben die Dems all ihre Energie und Ressourcen darauf verwendet, Trump zu zerstören. Da möchte man ein Zitat des russischen Autors Zinoviev paraphrasieren: „Sie haben auf Trump gezielt, aber die Vereinigten Staaten getroffen.“ (Zinovievs Zitat dreht sich um die angeblichen Anti-Sowjets: „Метили в коммунизм, а попали в Россию“, das man etwa so übersetzen kann: „Sie haben auf den Kommunismus gezielt, aber Russland getroffen“.)

 

Was als nächstes geschah, ist das, was meine SAIS-Freunde und ich uns niemals vorstellen konnten: Dass die herrschenden US-Eliten kollektiven Selbstmord begehen würden.

 

Selbstmord spielt sich für gewöhnlich in drei Phasen ab: die Entscheidung, Selbstmord zu begehen, die Tat selbst und dann der Tod. Wenn wir akzeptieren, dass die Entscheidung zu so einem Verhalten, das man nur als selbstmörderisch bezeichnen kann, irgendwann zu Zeiten Obamas gefällt wurde, dann stellt sich die Frage, wo wir jetzt stehen. Mit anderen Worten: Ist das Imperium bereits tot oder liegt es noch im Todeskampf?

 

Ich habe mir selbst neulich diese Frage gestellt, als ich plötzlich erkannt habe, dass ich den genauen Zeitpunkt bestimmt haben könnte, an dem das Imperium zusammenbrach: der 8. Januar 2020.

 

Was geschah an diesem Tag? Nach dem Mord an Generalmajor Qasem Soleimani durch einen Drohnenangriff (am 3. Januar 2020) haben die Iraner mit Raketen eine Vergeltungsaktion auf mehrere US-Basen im Irak gestartet. Nach US-Angaben gab es geringe Verletzungen, was sehr wahrscheinlich ist, da die Iraner über verschiedene Hintertürchen die USA gewarnt hatten, dass sie das vorhatten. Dieses Argument wurde von Trump und seinen Unterstützern benutzt um zu sagen, dass die iranische Reaktion lau gewesen wäre, ineffektiv und man sie total ignorieren könne.

 

Meiner Meinung nach war dieser Moment, als die Trump-Administration diese Äußerung machte, der Totenschein für das Imperium. Warum?

 

Erstens ist die niedrige Zahl der US-Opfer (die wahrscheinlich höher ist als die offizielle Zahl, da die US-Soldaten in mehreren Ländern behandelt wurden) nur darauf zurückzuführen, dass die Iraner hervorragende Strategen sind: Sie haben erkannt, dass die Tötung vieler US-Soldaten Trump zu heftigen Vergeltungsmaßnahmen zwingen würde, also haben sie sich entschieden, sie nicht zu töten. Stattdessen hielten sie ihnen kollektiv eine Waffe an den Kopf. Und wie?

 

Denkt darüber nach: Der iranische Gegenschlag hat der ganzen Welt etwas gezeigt, was den meisten Menschen nicht bewusst war: Die iranischen Raketen (ballistische und Marschflugkörper) waren viel genauer als bisher angenommen. Tatsächlich verfügen sie eindeutig über eine Art von Zielführung. Einfach ausgedrückt: Die Iraner haben bewiesen, dass sie einen Sprengkopf mit mehreren hundert Pfund Sprengstoff sehr präzise an so ziemlich jeden Ort im Nahen Osten bringen können. Auf dieser Seite könnt ihr euch ein Bild von ihrer derzeitigen Reichweite machen: https://missilethreat.csis.org/country/iran/

 

Es lohnt sich, dies zu wiederholen: Die Iraner haben jetzt bewiesen, dass sie mehrere hundert Pfund Sprengstoff überall im Nahen Osten mit einem CEP (Streukreisradius) von etwa 3-5 Metern platzieren können!

 

Erinnert ihr euch an den Bombenanschlag auf die Khobar-Türme? Ja, das war eine LKW-Bombe mit viel mehr Sprengstoff als eine Rakete tragen kann (um mindestens das zehnfache), aber dieser LKW war auch weit entfernt von den Türmen geparkt! Dennoch starben an diesem Tag knapp 500 Menschen.

 

Es gibt viele ähnliche US-Militäreinrichtungen im Nahen Osten, viele Gebäude, in denen Hunderte von US-Soldaten untergebracht sind. Stellt euch vor, was passiert wäre, wenn die Iraner beschlossen hätten, so viele Menschenleben wie möglich auszulöschen, und ein paar ihrer Raketen direkt auf, sagen wir, 10 solcher Einrichtungen platziert hätten – stellt euch nur vor, was das an Menschenleben gekostet hätte!

 

Aber die Iraner sind klug, und sie haben sich für eine viel klügere Vorgehensweise entschieden: Sie haben ihre Raketen im Wesentlichen dazu benutzt, Onkel Shmuel dort zu treffen, wo es weh tut, aber sie haben vor allem ihre Fähigkeit demonstriert, in nur wenigen Minuten Tausende von US-Opfern zu verursachen.

 

Eine weitere, inzwischen nicht mehr zu leugnende iranische Möglichkeit ist die Fähigkeit, jede Gas- und Öleinrichtung in der Region sofort zu zerstören: Bohrlöcher, Verarbeitungsanlagen, Terminals – ganz gleich, was es ist: Wenn es wichtig und teuer ist, können die Iraner es zerstören.

 

Die Iraner sind auch in der Lage, die Straße von Hormuz zu sperren und sogar Schiffe der US-Navy anzugreifen, möglicherweise auch Flugzeugträger.

 

Und nicht zuletzt bringt diese nun erwiesene iranische Fähigkeit jedes Regierungsgebäude und jede wichtige Einrichtung in Gefahr (Dimona?).

 

An diesem Punkt des Gesprächs werden alle gut eingenordeten, fahnenschwenkenden Idioten sofort aufstehen und etwas in dieser Art verkünden:

 

"Na und?! Wenn diese Sandnigger die rote Linie überschreiten, wissen sie, dass wir sie massiv bombardieren können! Verdammt, wir können sie sogar in die Steinzeit zurückschicken! Sollen sie es doch versuchen, dann werden sie sehen, was der Zorn der mächtigsten Nation der Welt, mit dem gewaltigsten Militär der Geschichte, mit einem Haufen halbgebildeter Bauern anrichten kann, LOL! Mal sehen, ob ihr "Allah" sie retten wird!"

 

Abgesehen von all den ignoranten Klischees, die typischerweise von diesen Leuten verbreitet werden, liegt dieser "Logik" (ich verwende den Begriff großzügig) ein großer analytischer Fehler zugrunde: Die Iraner haben seit 1979 mit dieser Bedrohung gelebt und sind daran gewöhnt. Nicht nur das, sie wissen auch ganz genau, dass es sich um leere Drohungen handelt. Sicher, die USA können mit dem Iran das tun, was "Israel" im Libanon während des "Göttlichen Sieges" 2006 getan hat, oder was die NATO mit Serbien während des Kosovo-Krieges (1998-1999) getan hat: Zivilisten töten und die Infrastruktur des Landes zerstören, um diese Zivilisten dafür zu bestrafen, dass sie die "falsche" (d.h. nicht von den USA gebilligte) Regierung unterstützt haben. Aber wenn Onkel Shmuel mit dem Iran das macht, was Israel mit dem Libanon gemacht hat, wird das Ergebnis dasselbe sein: Die Iraner werden wieder aufbauen (darin sind sie sehr gut) und sie werden doppelt so stark zurückkommen. Je mehr Märtyrer es gibt, desto stärker wird der Widerstand des iranischen Volkes (siehe diesen Artikel eines iranischen Gelehrten, der in ausgezeichnetem Englisch die Wurzeln des einzigartigen Ethos des schiitischen Islam erläutert: https://thesaker.is/every-day-is-ashura-every-land-is-karbala/ ).

 

Zu guter Letzt sind sich die US-Präsidenten und ihre Berater des derzeitigen Zustands des US-Militärs durchaus bewusst: Es ist ein Militär, das nicht einmal einfache Konflikte gewinnen kann, ein Militär, das durch wahnsinnige liberale Ideologien hoffnungslos ausgeweidet ist, ein Militär, dessen gesamte Überwasserflotte durch Hyperschallraketen veraltet ist (an denen auch die Iraner zu arbeiten scheinen!) und ein Militär, dessen Luftwaffe absolut obszöne Summen für die Entwicklung eines angeblichen Kampfflugzeugs der "fünften Generation" ausgegeben hat, das den US-Flugzeugen der vierten Generation in vielerlei Hinsicht unterlegen ist!

 

[Nebenbei bemerkt: Das wirft die Frage auf, was im US-Militär noch funktioniert. Meiner Meinung nach ist die US-U-Boot-Flotte immer noch sehr schlagkräftig, und die nukleare Abschreckung der USA ist immer noch solide. Und sonst? Pfff...]

 

Fazit: Die Argumente, dass die USA keine Vergeltungsmaßnahmen ergriffen haben, weil es ihnen egal war, oder dass es ihnen egal ist, weil "wir sie mit Atomwaffen vernichten können", sind typischerweise ziviler Unsinn, der keinerlei Bezug zur realen Welt hat (man stelle sich nur einmal die politischen Folgen für die ohnehin schon äußerst unpopulären USA nach einem Atomschlag vor, insbesondere gegen ein Land, das keine Atomwaffen besitzt).

 

Okay, aber warum haben die USA dann keine Vergeltung geübt?

 

Ganz einfach, weil Onkel Shmuel nicht das Zeug dazu hat, es mit dem Iran aufzunehmen. Verdammt, Onkel Shmuel kann es nicht einmal mit Venezuela (!) aufnehmen, einem extrem geschwächten Land, das direkt vor der Haustür der USA liegt. Ehrlich gesagt, wenn dieser oder der nächste Präsident beschließt, dass die USA "ein beschissenes kleines Land angreifen und es gegen die Wand werfen müssen, nur um zu beweisen, dass wir es ernst meinen", dann empfehle ich Grenada. Ich weiß, dass Grenada 1983 im Grunde unverteidigt war (hauptsächlich von ein paar leicht bewaffneten kubanischen Ingenieuren), und es bedurfte der 82. Luftlandedivision, um die völlig unterlegenen und ahnungslosen US-Spezialeinheiten zu retten, die unter Beschuss geraten waren, aber ich denke, dass das Pentagon seit 1983 Zeit hatte, einige "Lektionen zu lernen", und dass die USA inzwischen wahrscheinlich in der Lage wären, diese winzige Insel erneut zu erobern, ohne eine der schlimmsten Katastrophen der Militärgeschichte zu wiederholen.

 

Fazit

 

Das Imperium starb an dem Tag, als die Iraner diese US-Einrichtungen angriffen und die USA absolut *nichts* unternahmen. Und was haben wir seit diesem Tag gesehen?

 

Die Iraker vertreiben langsam aber sicher die US-Streitkräfte aus dem Irak.

 

Die Zahl der Angriffe auf die US-Streitkräfte im Irak hat stark zugenommen, einschließlich der Angriffe auf den massiven US-Bunkerkomplex, der als "Grüne Zone" bekannt ist, die jetzt überhaupt nicht mehr "grün" ist.

 

Die Iraner machen sich weiterhin fröhlich über Onkel Shmuel lustig.

 

Die USA sind im UN-Sicherheitsrat mit der Erneuerung der Sanktionen gegen den Iran gescheitert, und Russland hat sich bereits bereit erklärt, S-400 an den Iran zu verkaufen. Auch China kann man zu diesem großen Waffenmarkt zählen.

 

Die USA sind auch in Syrien auf dem Rückzug, wo die Angriffe gegen die USA immer gefährlicher werden (und auch die regelmäßigen Zusammenstöße mit den Bodentruppen der russischen Einsatztruppe in Syrien werden zu einem potenziell sehr gefährlichen Phänomen).

 

Im Jemen haben die vom Iran unterstützten Houthis den Krieg im Grunde gewonnen und sowohl die Saudis als auch die USA besiegt.

 

In Afghanistan sind die USA und ihre "Koalition der Verlierer" sogar noch länger geblieben als die Sowjets und haben außer einer totalen und äußerst demütigenden Niederlage nichts erreicht. Der Kontrast zwischen der Leistung der sowjetischen 40. Armee (schlecht ausgerüstet und durchschnittlich kommandiert) aus Wehrpflichtigen und dem, was die üppig ausgerüsteten (aber ebenfalls schlecht kommandierten) US-Profikräfte erreicht haben, ist auf allen Ebenen absolut erstaunlich. Aber am aufschlussreichsten ist, wie viel die Sowjets in Afghanistan tatsächlich aufgebaut haben (sogar Einrichtungen, die die USA noch immer jeden Tag nutzen!), Onkel Shmuel hat nur alles zerstört, außer den Opiumhandel...

 

Mit anderen Worten: Alles läuft genau nach dem angekündigten iranischen Plan, die USA vollständig aus dem Nahen Osten zu vertreiben. Ich weiß, das scheint im Moment undenkbar zu sein, aber macht bitte eine Liste all der vermeintlich "undenkbaren" Dinge, die seither passiert sind, und ihr werdet sehen, wie gefährlich es ist, anzunehmen, dass etwas nie passieren wird.

 

Als Georgien die russischen Friedenstruppen in Zchinwali angriff, gab es auch nur wenige Opfer, aber Russland hat sofort einen Gegenangriff gestartet und das georgische Militär in drei Tagen besiegt, und das, obwohl es zahlenmäßig unterlegen war (zumindest in der Anfangsphase des Gegenangriffs) und zu langsam reagierte (eine typische russische Schwäche). Und die Botschaft des russischen Gegenangriffs war einfach: Greift einen russischen Stützpunkt an oder tötet russische Soldaten, und ihr werdet getötet: Jedes Mal, wenn ein russischer Soldat in Syrien getötet wurde, schlugen die Russen mit starken Raketen und Luftangriffen zurück. In anderen Fällen töteten russische Spetsnaz-Einheiten gezielt Takfiri-Befehlshaber. Und alle haben es "kapiert", sogar die Türken, die die Russen nicht davon abhalten konnten, ihre Kontrollgebiete in Syrien auf einen Bruchteil dessen zu reduzieren, was sie einmal hatten.

 

Wohlgemerkt – Russland hat nicht den Wunsch, ein Imperium oder gar eine Supermacht zu werden (die Russen wissen, wie schlimm jedes Imperium für das Land ist, das es beherbergen soll: Sie haben über 300 Jahre lang unter diesem giftigen Status des "Imperiums" gelitten und haben genug davon! Nur die dumme Hillary und der noch dümmere Brzezinski dachten immer noch, Russland wolle "die UdSSR wieder aufbauen", während Putins Politik in Wirklichkeit darauf abzielte, sich von der ehemaligen russischen Peripherie zu lösen und zu trennen, die nur immense russische Ressourcen verschlang und Russland nie etwas Nützliches brachte (ganz zu schweigen von der Organisation des Warschauer Vertrages, die ebenso ressourcenverschlingend und nutzlos war wie die Peripherie). Alles, was sie wollen, ist, ernst genommen und mit Respekt behandelt zu werden, und zwar nicht als Supermacht, sondern einfach als eine wichtige, aber wirklich souveräne Macht.

 

Vergleicht man dies mit der einzigartigen Mischung aus stratosphärischem Größenwahn, narzisstischer Selbstanbetung und krasser Ignoranz der führenden Politiker der USA, so erkennt man sofort, dass das Imperium nicht mehr im Sterben liegt, sondern bereits tot ist und das schon seit vielen Monaten.

 

Was kommt als Nächstes?

 

Nun, die Wahl natürlich. Ich behaupte, dass die nächste Regierung unter keinen Umständen in der Lage sein wird, diesen Kurs umzukehren und das Imperium irgendwie auf wundersame Weise wieder auferstehen zu lassen. Imperien können nicht wiederauferstehen. Das wurde in der Vergangenheit schon versucht (sogar von Napoleon), und es hat nie funktioniert. Sobald ein Imperium an Schwung und vor allem an ideologischer Glaubwürdigkeit verliert, ist es vorbei. Sicher, ein toter Körper kann noch eine Weile Wärme abstrahlen, einige Organe oder sogar Zellen können noch eine Weile arbeiten, aber tot ist tot. Tote Körper blähen sich meist auf und stinken, was auch für tote Imperien gilt.

 

Das soll nicht heißen, dass das Ergebnis keine Rolle spielen wird, das wird es – aber nur für die Zukunft der Vereinigten Staaten selbst. Einfach ausgedrückt: Die bevorstehende Abstimmung ist entweder eine Abstimmung für die Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung in den USA oder für den totalen Nihilismus. Auf einer tieferen Ebene ist es eine Abstimmung für oder gegen die USA: Die Demokraten hassen alle dieses Land und seine "Deplorables"; sie hassen auch fast jeden Aspekt der US-Geschichte (umgestürzte Statuen sind nur Symbole dieses Hasses) und sie hassen das, was sie als "rassistisches System" bezeichnen, obwohl die wirklichen Ursachen der Rassenspannungen in den USA sehr wenig mit dem "System" und alles mit den einzigartigen Problemen der Schwarzen in einer Kultur mit hauptsächlich europäischen Wurzeln zu tun haben.

 

Das Imperium ist tot. Und ich hoffe und glaube, dass sein Tod die Wiedergeburt der Vereinigten Staaten als "normales" Land einleiten wird (was mit allen anderen ehemaligen Imperien geschehen ist).

 

Bis dahin können wir zumindest sicher sein, dass dieses erstaunlich böse Imperium endlich gestorben ist, auch wenn das nur wenige bemerkt haben.

 

Der Saker

 

 

PS: Während ich diese Kolumne schrieb, dachte ich an Generalmajor Qassem Soleimani, der von Trump feige ermordet wurde (er war in diplomatischer Mission unterwegs). Ich stellte mir vor, was er gesagt hätte, wenn ihm jemand folgenden Deal angeboten hätte: Hadsch Qassem - würdest du dich von den modernen Kreuzrittern ermorden lassen, wenn dein Martyrium der "Strohhalm" wäre, der dem Imperium das "Genick" brechen würde? Ich denke, er würde mit Freudentränen in den Augen antworten: "Gepriesen sei Gott, dass er mir diese große Ehre und Freude zuteil werden lässt und dass er mir erlaubt, ein Schahid (Zeuge Gottes) zu werden!" Soleimani war ein echter Soldat, kein verkleideter Geschäftsmann oder Politiker, und er wusste, dass er buchstäblich jeden Moment seines Lebens sterben konnte. Er starb als General, der für das Korps der Islamischen Revolutionsgarden und dessen Elitetruppe Quds Force verantwortlich war. Für mich sieht es so aus, als hätte Trump in seiner ignoranten Arroganz Soleimani den besten Tod beschert, den er sich hätte wünschen können. Möge dieser große Mann in Frieden ruhen!