http://www.alt-market.com/articles/3707-the-delusional-futurism-of-liberal-world-order-academics

 

Die Akademiker der „liberalen Weltordnung“ und ihr wahnhafter Futurismus

 

von Brandon Smith, 03.04.2019

 

 

Vielleicht ist dies eine zu breite Verallgemeinerung, aber ich denke, es gibt ein fast universelles Gefühl in der Öffentlichkeit, dass da etwas Nervendes an der akademischen Welt ist. Die Ursache dieses Ärgers steht zur Debatte, aber ich glaube, sie ergibt sich aus dem Bild, das Akademiker mit ihrem persönlichen Charakter und ihren Absichten auf die Realität projizieren. Ein durchschnittlicher, von der Universität anerkannter Akademiker wird sagen, dass einige Leute sie widerwärtig finden, weil sie "so klug" sind, und das mache andere neidisch. Ich würde genau das Gegenteil sagen – der durchschnittliche Akademiker ist eigentlich ziemlich ignorant, trägt aber ein falsches Bild vor sich her, er sei ein Genie. Deshalb bezeichne ich sie oft als "akademische Idioten".

Fingierte Intelligenz und gefälschte Weisheit sind wie Schleifpapier für die blanken Nerven der Menschen, und die durchschnittliche Person ist nicht so dumm wie Wissenschaftler denken.

An der Spitze des betrügerischen akademischen Totempfahls stehen, wie ich sie nennen würde, die "akademischen Philosophen". Die Torwächter, jene Menschen, die regelmäßig über den Sinn des Lebens und der Gesellschaft predigen und gleichzeitig das faszinierendste Leben führen, das man sich vorstellen kann. Das sind Menschen, die in den meisten Fällen aus der Oberschicht kommen. Für jeden wachen Moment ihrer Existenz wurde vorgesorgt. Sie haben sich auf dem Weg zum Erfolg jede Tür von jemand anderem öffnen lassen und in ihrer gesamten Zeit auf dieser Erde wenig bis gar keinen Kampf oder Leiden erlebt. Und doch halten sie sich irgendwie für so kompetent und qualifiziert, das menschliche Dasein zu kommentieren.

 

Es sollte nicht überraschen, dass die Ideen, die diese Wissenschaftler entwickeln, dazu neigen, die konkrete Realität zu leugnen. Sie wollen Pläne umsetzen, die bestenfalls unrealistisch sind und letztendlich destruktiv wären, wenn sie jemals in der realen Welt angewendet würden.

Ich finde, dass dies bei vielen Philosophen der Fall ist, nicht nur heute, sondern im Laufe der Geschichte. Der verehrte Platon war ein solcher Mensch; der jüngste Sohn wohlhabender aristokratischer Eltern, der in seinen frühen Jahren nur sehr wenig tun musste, außer nachdenken. Abgesehen von den Widrigkeiten um seinen Freund Sokrates hat Platon nie die Vorstellung einer elitären Herrschaft über die Gesellschaft aufgegeben. Platons Politeia (der Staat) ist ein Schrein für das elitäre Modell und stellt sich eine Welt vor, die im Wesentlichen von Akademikern regiert wird – Menschen, die mit überlegenen intellektuellen Fähigkeiten geboren wurden und dazu bestimmt seien, als wohlwollende Halbgötter über den Rest von uns zu regieren.

Es ist ein lustiger Zufall, dass vermeintlich objektive elitäre Wissenschaftler immer zu dem Schluss kommen, dass SIE die am besten geeigneten Menschen sind, um die Gesellschaft zu managen.

Die akademischen Intrigen sind jedoch nicht ganz naiv. Sie haben im Laufe der Zeit erkannt, dass ihre Verkaufsmasche als einer intellektuellen Priesterklasse und utopischer Schneeballsysteme nicht sehr effektiv ist, und sie haben sich entschieden, das Narrativ zu wechseln. Das neue Narrativ ist eines von Unvermeidlichkeit; die Unvermeidlichkeit des Sozialismus, die Unvermeidlichkeit des Globalismus und die Unvermeidlichkeit der algorithmischen Automatisierung.

 

Mit anderen Worten, der Globalismus wird der Höhepunkt der sozialen Struktur sein, und die künstliche Intelligenz wird die täglichen Machenschaften dieser Struktur bestimmen, unabhängig davon, was die Öffentlichkeit will. Die Eliten werden die Welt nicht direkt regieren, aber ihre Sorte wird die Algorithmen und Politiken schaffen, die die Welt kraft der sozialen und technologischen Evolution regieren werden. Wie in Jean-Luc Godards französischem New Wave-Film Alphaville geht es darum, dass sich die Eliten einfach zurücklehnen und die dunkle "Logik" der algorithmischen Rgierungsführung die Drecksarbeit machen lassen können. Denn wie können wir uns schon mit einem Computer streiten?

Ein Beispiel für einen der akademischen Elitisten, von denen ich spreche, ist Yuval Noah Harari. Seine Leitartikel werden in letzter Zeit in den Mainstream-Medien immer beliebter und konzentrieren sich auf die Notwendigkeit des Globalismus sowie die Notwendigkeit, dass sich die Menschen schnell an die Technokratie anpassen müssen, damit sie sich nicht unnütz fühlen. Harari ist ein prototypischer akademischer Philosoph, der alte Konzepte von Aristokratie und Feudalismus wieder aufleben lässt, die dünn in futuristische Bilder gehüllt sind. Seine Argumente sind von jener Sorte, die andere weniger bedeutende Akademiker aufnehmen und endlos nachplappern, als ob sie tiefgründig wären.

Für diejenigen, die mit den Ideen des Futurismus nicht vertraut sind, empfehle ich, meinen Artikel "The Meaning Of Good And Evil in Perilous Times" zu lesen.

http://www.alt-market.com/articles/3468-the-meaning-of-good-and-evil-in-perilous-times

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Futuristen konsequent die Vorstellung vertreten, dass alte Methoden beseitigt werden müssen, um Platz für neue Methoden zu schaffen. Traditionen und Ideale der Vergangenheit gelten als Gefängnis, das die Menschheit vom Fortschritt und einem besseren Morgen zurückhält. Sie sind der Ansicht, dass die Lösung für die Ungleichgewichte und Tragödien von heute darin besteht, das bestehende System aggressiv zu demontieren und auf eine neue und originelle Weise wieder aufzubauen. Dazu gehören Moral und Leitsätze, die sie als erstickend und relativ betrachten.

Der Futurismus wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa mit Schwestergruppen in Russland gegründet und gilt als Vorläufer der frühen sozialistischen Bewegungen, einschließlich Faschismus und Kommunismus. Zur Verdeutlichung: Es gibt keine neuen Ideen unter der Sonne, nur alte Ideen mit einem etwas anderen Spin. Der Sozialismus geht dem Globalismus voraus, der eine der ältesten Ideen ist; die Idee vom totalen Imperium.

 

Wie die meisten modernen akademischen Philosophen zeigt Yuval Harari Futurismus und Globalismus im Überfluss. Er ist Mitglied des globalistischen Carnegie Council For Ethics In International Affairs. Einst bekannt als die Church Peace Union, half die Gruppe, Woodrow Wilson dazu zu bringen, die USA in den Ersten Weltkrieg einzubeziehen, und trug auch zur Förderung der Gründung der UNO bei.

 

Harari ist ein adäquates Modell für meine Entlarvung dessen, was diese Menschen oft als "liberale Weltordnung" bezeichnen, die nur eine weitere Form des Futurismus ist. Als Bezugspunkt verwende ich zwei Artikel von Harari, einen aus dem Guardian über die Zukunft der Automatisierung und der Roboter, die die Menschheit verdrängen, und den anderen für das Rothschild eigene Magazin The Economist über die Notwendigkeit von Globalisierung und das Ende des Nationalismus. Ich werde seine Argumente und Ansichten zusammenfassen, aber ich heiße die Leser willkommen, seine hier verlinkten Artikel zu lesen.
https://www.theguardian.com/technology/2017/may/08/virtual-reality-religion-robots-sapiens-book

 

https://www.economist.com/open-future/2018/09/26/we-need-a-post-liberal-order-now

 

Dann wollen wir mal...

 

Künstliche Intelligenz (KI) wird die meisten Menschen ersetzen... und das ist eine gute Sache

 

Dies wird aus einer Reihe von Gründen zu einem tragenden Narrativ des globalistischen Establishments und seiner akademischen Welt. Das Argument, dass die KI-Dominanz eine Unvermeidlichkeit ist, ist ähnlich wie das Argument, dass der Globalismus eine Unvermeidlichkeit ist; beide basieren auf einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung.

 

Harari stellt sich vor, was er eine "Welt ohne Arbeit" nennt, eine Entwicklung, die nur 20 bis 30 Jahre in der Zukunft liegt, in der algorithmische Maschinen den Menschen als Hauptquelle der Arbeit ersetzen. Diese Propaganda hat zwei Seiten: Erstens soll sie die Öffentlichkeit erschrecken, indem sie Zentralisierung und Global Governance (eine globale Regierung) fordert. Harari behauptet, dass die KI ohne Global Governance und "universelles Grundeinkommen" die meisten Menschen ohne technologisches Wissen umgehend zu Sozialhilfeempfängern machen wird, die er "die nutzlose Klasse" nennt. Und hier erkennen wir den Trick.

 

 

http://www.alt-market.com/articles/3674-the-real-reason-why-globalists-are-so-obsessed-with-artificial-intelligence

 

Wie ich in meinem Artikel "The Real Reason Why Globalists Are So Obsessed With Artificial Intelligence" („Der wahre Grund, warum Globalisten so besessen von der Künstlichen Intelligenz sind“) dargelegt habe, gingen globalistische Organisationen wie DARPA, die UNO und das Weltwirtschaftsforum sehr aggressiv dabei vor, die KI an die Spitze des Mainstreams zu pushen und haben Werbekampagnen durchgeführt, um dem öffentlichen Misstrauen gegenüber der Technologie entgegenzuwirken. Gleichzeitig argumentieren diese globalistischen Organisationen, dass ohne ihre verstärkte Aufsicht die KI von Nationalstaaten missbraucht werden könnte oder ganze Volkswirtschaften zerstören könnte.

 

Somit sagen euch die Globalisten, dass die Dominanz der KI eine unvermeidliche Folge des Fortschritts ist, während sie riesige Summen an Kapital und Arbeitsstunden aufwenden, um ihre Vorhersage Wirklichkeit werden zu lassen. Und dann erzählen sie dir, dass die KI eine Bedrohung für deinen Lebensunterhalt und den Lebensunterhalt deiner Kinder sein wird. Dann sagen sie dir, dass die einzige Antwort darin besteht, ihnen mehr Macht zu geben, um das Problem zu regeln, das sie geschaffen haben.

 

Der zweite Teil dieser Propaganda ist die Behauptung, dass die Gefahren der KI in utopische Vorteile umgewandelt werden könnten. Wenn die "Welt ohne Arbeit" die Peitsche ist, dann ist das universelle Grundeinkommen das Zuckerbrot. Das Phantasie-Versprechen der Futuristen geht auf die Anfänge des Kommunismus zurück und beinhaltet immer ein Tomorrow-Land, in dem alle Menschen ein gemütliches Dasein führen werden; eine Gesellschaft, in der alle Notwendigkeiten ohne Arbeit gedeckt werden. Normalerweise werden dort irgendwo fliegende Autos und schwimmende Städte angeboten.....

 

Harari deutet in seinem Artikel für den Guardian an, dass Faulheit für die meisten Menschen ein natürlicher Zustand ist und dass die Mehrheit der Menschen sich geistig wohl fühlen würde, wenn sie keinen Sinn im Leben hätten, solange sie eine virtuelle Existenz als Mittel der Ablenkung erhielten. Er zitiert das Beispiel der im Keller lebenden erwachsenen Kinder, die, wenn sie dürfen, von der Großzügigkeit ihrer Eltern und einem Leben mit Videospielen leben. Aber anstatt darauf hinzuweisen, dass es destruktiv ist, ein solches Verhalten zu fördern, schlägt Harari vor, dass dies ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft sein sollte.

 

Was Harari ignoriert, ist eine Schlüsselfrage, warum sich viele Menschen mit einem solchen Leben zufrieden geben. Es liegt nicht unbedingt daran, dass sie es genießen, Teil der "nutzlosen Klasse" zu sein; viele von ihnen wollen verzweifelt einen Sinn für Zweck und Leistung finden, da dieser Wunsch in der Psyche der meisten Menschen von Geburt auf verankert ist. Es ist nur so, dass sie keine Ahnung haben wie. Und in einer Umgebung gelebt haben, die zunehmend darauf ausgelegt scheint, ihre Unabhängigkeit zu beeinträchtigen.

 

Ich möchte darauf hinweisen, dass Eliten in der Aristokratie jahrhundertelang die Krücke des universellen Grundeinkommens als Mittel zur Kontrolle des Verhaltens ihrer Kinder ausgenutzt haben. Die Nachkommen der Eliten wurden oft als Eigentum behandelt und durch Infantilisierung und Einkommensabhängigkeit in Schach gehalten. Für diese Kinder war es fast undenkbar, einem persönlichen Traum zu folgen oder sich auf den Weg zu machen, weil sie von allen praktischen Fähigkeiten isoliert waren. Sich vom System zu entfernen, bedeutete, Armut und möglichen Tod zu riskieren.

 

Also der Plan ist folgender: Verhindere, dass Menschen selbstständig werden, stelle sicher, dass du ihre einzige Einkommensquelle bist, und dann herrsche über sie, indem du dieses Einkommen benutzt, als ob sie dir etwas schulden würden, so wie ein Kind einem Elternteil etwas schuldet. Harari fordert diese Art von Kontrollmaßnahmen für die ganze Welt.

 

Menschliche Erfahrung existiert nur in unseren Köpfen und bedeutet nichts.

 

Ähnlich wie Aldous Huxleys Schöne Neue Welt verlässt sich Hariris "Welt ohne Arbeit" auf Opiate, aber in diesem Fall auf die technologischen Opiate der virtuellen Realität. Er behauptet, dass dies nichts Neues sei und dass Menschen durch ihre Teilnahme an einer Religion sowie durch den Erwerb von Eigentum längst an Virtual-Reality-Spielen teilgenommen hätten. Ich kann die Logik in seinem Vergleich nicht erkennen, und es scheint, dass er diesen seltsamen Vergleich nur als Gelegenheit nutzt, sich einem wenig originellen atheistischen und sozialistischen Geschwätz zu widmen.

 

Dieses Geschwätz gibt uns jedoch weiteren Einblick in ein anderes globalistisches Propaganda-Mem, nämlich dass jede Erfahrung eine Frage der Wahrnehmung ist und dass alle Schlussfolgerungen relativ sind, einschließlich moralischer Schlussfolgerungen. Ich habe Dutzende von Artikeln über das Thema Globalismus und moralischer Relativismus geschrieben und warum es auf Lügen und Desinformation aufbaut. Ich denke, es ist eine der wichtigsten Debatten unserer Zeit oder jeder anderen Zeit, weil es das Überleben unserer Menschheit bestimmt.

 

Für jemanden, der alle Erfahrungen als ein sinnloses Spiel betrachtet, das die Menschen erfinden, um sich selbst zu unterhalten, bis sie schließlich sterben, scheint Hariri sicherlich übermäßig besorgt darüber zu sein, wie wir alle regiert werden, während wir uns durch die Existenz LARPEN (Anm.d.Ü.: Live Action Role Playing). Wenn es keinen Sinn macht und es keinen Plan für das Universum oder die Menschheit gibt, warum dann überhaupt der Versuch, die Kontrolle über das Spiel zu zentralisieren?

 

Natürlich ist das elitärer Unsinn, und ich bin mir nicht sicher, ob sie überhaupt dem Müll glauben, den sie verkaufen. Wie ich in früheren Artikeln angemerkt habe, haben zahlreiche Wissenschaftler beträchtliche Beweise für die inhärenten menschlichen psychologischen Qualitäten vorgelegt, einschließlich des angeborenen Gewissens und des moralischen Kompasses, sowie archetypische Dualitäten, die uns das inhärente Geschenk der Wahl geben. Von Carl Jung über Joseph Campbell bis hin zu Steven Pinker, etc...., ECHTE Wissenschaftler und Forscher haben jahrzehntelang experimentiert, Daten gesammelt und beobachtet, um ihre Schlussfolgerungen zu untermauern. Das ist etwas, wovon akademische Philosophen wie Harari keine Ahnung haben. Sie denken, dass, wenn sie einen Standpunkt mit genug arroganter Angeberei vertreten, dies alles ist, was sie bräuchten, um ihn als Tatsache zu erhärten.

 

Der Grund, warum insbesondere Globalisten das Relativismus-Narrativ so sehr mögen, liegt darin, dass es ihr Verhalten bei der Verfolgung ihrer Zentralisierungsziele rechtfertigt. Dieses Verhalten basiert in der Regel auf einem "der Zweck rechtfertigt die Mittel"-Ansatz und steht im Widerspruch zu unserer inhärenten Stimme des Mitgefühls und Gewissens. Wenn menschliche Erfahrungen alle eine Frage der Wahrnehmung und Illusion sind, dann spielt es keine Rolle mehr, wie die Eliten andere Menschen missbrauchen oder unterwerfen, um ihre eigene virtuelle Realität zu subventionieren.

 

Globalismus gut, Nationalismus schlecht

 

Die globale Zentralisierung bekommt von elitären Akademikern viele Namen: Die neue Weltordnung, die multipolare Weltordnung, der globale Neustart, das globale Gut, die liberale Weltordnung, usw. Globalisten verbringen die meiste Zeit damit, zu versuchen, das Marketing hinter dem Globalismus neu zu verpacken, um ihn für die Massen schmackhafter zu machen. Dies ist in der Regel ein unehrlicher Prozess, weil es von ihnen verlangt, die Mängel des Globalismus fälschlicherweise auf freie Märkte und Nationalismus zurückzuführen.

 

Harari legt Wert darauf, die "liberale Weltordnung" über mehrere Generationen hinweg als wirtschaftlichen und geopolitischen Erfolg bei der Verbesserung des Planeten zu bezeichnen, argumentiert aber dann, dass Nationalstaaten beginnen, diese Stabilität zu "untergraben". Wir hören auch ständig von Globalisierern, dass der "Kapitalismus" die Ursache für die meisten Übel der Welt ist, aber die Wahrheit ist, dass die Einmischung im sozialistischen Stil den Korporatismus und die Unterdrückung der freien Märkte im vergangenen Jahrhundert geschaffen hat.

 

Der Globalismus hat uns also vor dem freien Marktkapitalismus bewahrt, aber der Kapitalismus zerstört alles? Wie können beide Dinge wahr sein?

 

Dies ist das übergreifende Drehbuch der Globalisten von heute – dass der Globalismus funktioniert, Nationalismus und unabhängige Ökonomien nicht, und einen Schritt zurück zu gehen, das sei Selbstmord. Das heißt, sie betrachten die "populistischen" Bewegungen von heute als selbstmörderischen Rückschritt.

 

Was akademische Eliten wie Harari übertünchen, das sind die zahlreichen Probleme, unter denen unsere Welt heute aufgrund von Interdependenz und Zentralisierung leidet. Er stellt stolz fest, dass jede Nation, die versucht, außerhalb des globalistischen Systems zu funktionieren, in wirtschaftliche Unordnung geraten würde, räumt aber nicht ein, dass die Welt 2008 in Unordnung geraten ist, gerade weil die Nationen viel zu sehr voneinander abhängig waren, wobei die Handelsmechanismen so tief verwurzelt sind, dass der Zusammenbruch einer großen Wirtschaft die nächste nach unten zog, und die die nächste. Dies war eine krebsartige Schwäche, die durch den Globalismus ausgelöst wurde, nicht durch Isolationismus oder Nationalismus. Und es ist eine Schwäche, die auch 2019 anhält.

 

Doch die Lösung ist immer die gleiche – mehr Globalismus. Der Mangel an Selbstversorgung und Redundanz in den Volkswirtschaften ist nicht etwas, das gefeiert werden sollte, sondern etwas, das korrigiert werden sollte. So muss es nicht sein; die Globalisierer haben es so gemacht.

 

Die Massen verarschen, damit sie den Globalismus lieben

 

Wie Harari in seinem Artikel für The Economist feststellt, muss es nicht schwierig sein, eine "globale Identität" zu schaffen, in der die Massen die Loyalität einer Nation oder eines Stammes durch eine Loyalität zu ihrer Spezies und zur Erde ersetzen. Alles, was wir brauchen, ist ein gemeinsamer Feind, und welcher bessere Feind als die Bedrohung durch einen Atomkrieg, die Bedrohung durch den Klimawandel und die Bedrohung durch Künstliche Intelligenz?

 

Die Verwendung von externen Bedrohungen (einige von ihnen gefälscht), um die Öffentlichkeit zu einer beabsichtigten Denkweise zu bewegen, ist das Alltagsgeschäft der Eliten. Der vom Menschen verursachte Klimawandel stellt eine gefälschte Bedrohung dar, die konsequent entlarvt wurde und die Daten so manipuliert werden, dass sie vorbestimmte Ergebnisse liefern. Die KI ist eine Bedrohung, die Globalisierer aktiv in Angriff genommen haben (DARPA ist eine Hauptquelle). Die Gefahr eines Atomkriegs besteht seit Jahrzehnten, und ich erwarte kaum, dass die globalen Eliten solche Waffen demontieren, sobald sie die globale Regierung in die Finger bekommen.

 

Und hier entdecken wir den zugrunde liegenden Irrtum von Hararis Debatte und die globalistische Position im Allgemeinen. Die Eliten beschwören schreckliche Visionen herauf, was passieren wird, wenn Nationalstaaten und Stammessysteme weiter existieren dürfen, aber die Katastrophen, die sie voraussagen, einschließlich Krieg, genetischer Manipulationen, Bewaffnung von KI, Masseneinwanderungskrisen, wirtschaftlicher Zusammenbruch – all diese Dinge werden bereits von den Eliten verursacht. Und nichts würde sie davon abhalten, auch in Zukunft solche Probleme zu verursachen, wenn sie das bekommen, was sie wollen, nämlich eine totale Global Governance.

 

Ich verstehe nicht, warum globalistische Institutionen als vertrauenswürdiger angesehen werden sollten als nationale Regierungen, geschweige denn lokale Stämme. Harari ist ein israelischer Professor, der offensichtlich vom Stammessystem dieser Kultur profitiert hat und sie gleichzeitig geißelt. Globalisten tun so, als wären sie der Menschheit treu, aber sie sind wirklich nur ihrer eigenen parasitären Ideologie und ihrem eigenen Stamm treu – dem globalistischen Stamm.

 

Um den Globalismus zu etwas mehr religiösem als nur einer politischen Philosophie zu erheben, zieht Harari eine letzte klassisch utopische Erscheinung aus seiner Trickkiste: das Versprechen der Göttlichkeit. Diese Idee wird in seinen Büchern stärker hervorgehoben als in seinen Artikeln, aber sie bestätigt den Verdacht, den ich in meinem Artikel "Luziferianismus" diskutiert habe: „Ein weltlicher Blick auf ein zerstörerisches globalistisches Glaubenssystem“.

http://www.alt-market.com/articles/3651-luciferianism-a-secular-look-at-a-destructive-globalist-belief-system

 

Nämlich, dass der Globalismus auf einem Fundament beruht, das der luziferischen Ideologie sehr ähnlich ist, und dass die globalistische Technokratie durch die Obsession narzisstischer Soziopathen motiviert ist, göttlich zu werden.

 

 

Sie verkaufen diese Zukunft als Köder an die Öffentlichkeit, aber ich schätze, dass die liberale Weltordnung der "nutzlosen Klasse" nicht den Gottheitsstatus verleihen wird. Wie in jeder elitären Vision dürfen nur die Eliten Herrscher und Götter sein. Der Rest von uns darf, wenn wir Glück haben, Zahnräder in der Maschine sein, und wird, wenn wir Pech haben, als entbehrlich angesehen werden.

 

Kommentare: 2
  • #2

    Jokerin (Sonntag, 07 April 2019 10:47)

    Zu den "akademischen Philosophen": es gibt mindestens 1 rühmliche Ausnahme dieser Spezies und er macht Hoffnung - der italienische Philosoph DIEGO FUSARO. Wird seit einiger Zeit immer mal wieder im Propagandamelder verlinkt.

  • #1

    novize (Samstag, 06 April 2019 09:41)

    Ich mag KI, zum beispiel den KI schachspieler als gegner, und finde KI gesteuerte avatare als nachrichtensprecher faszinierend. Das ist ja das interessante an menschen und gesellschaftlicher organisation: Es wird etwas in die welt gesetzt, was ohne menschliches zutun natürlicherweise nicht entsteht: Der mensch ist ein schöpfer.
    Das schlimme menschen-und gesellschaftsbild der globalistischen zukunftsphilosophen wird hier im artikel aber hervorragend herauskristallisiert.
    Das sind diener der satanisten (siehe Ruptly video) und verfechter des welt-imperiums mit weltwährung im Orwellschen sinne.
    Die frage lautet: Zwingt uns der technische fortschritt dazu, allgemeine menschliche moral und allgemein gültige menschliche freiheitsrechte (Kindererziehung,waffenbesitz,privateigentum, eigener körper, mobilität, unabhängige,unbeobachtete kommunikation...) aufzugeben? Ich lasse mir das nicht weismachen.