https://www.zerohedge.com/geopolitical/us-slap-russia-new-sanctions-thursday-report

 

Umfassende Sanktionen:

Biden nimmt die russischen Staatsanleihen aufs Korn

und weist 10 Diplomaten aus.

 

Von Tyler Durden, 15.04.2021 ZeroHedge

 

 

Update (0938ET): Russland hat nicht lange mit Drohungen gewartet, dass zügige Vergeltungen folgen werden. Das Geplänkel nimmt wieder einmal zu, während die Ukraine auf Messers Schneide steht. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, sagte: „So ein aggressives Verhalten wird ohne Zweifel eine resolute Vergeltung auslösen.“

 

Sie verkündete, dass das Ministerium den US-Botschafter nach Moskau einbestellt hat, für eine „harte Unterhaltung“. Details über die Art der Gegenmaßnahmen gab sie nicht bekannt.

 

Washington sollte zur Kenntnis nehmen, dass es für die Verschlechterung der bilateralen Beziehungen einen Preis bezahlen wird“, sagte Sacharowa. Sie versicherte, dass „die Verantwortung dafür voll und ganz bei den Vereinigten Staaten liegt.“

 

Währenddessen sind die Hoffnungen auf ein persönliches Treffen, das Biden vorschlug, dass sich er und der „Killer“ Putin bei einem Gipfel „in einem Drittland in den kommenden Monaten“ treffen, definitiv tot...

 

EILMELDUNG: Der Kreml sagt, dass „in der nahen Zukunft“ kein Gipfeltreffen zwischen Wladimir Putin & Joe Biden stattfinden wird.

 

Diese Meldung kommt, nachdem US-Medien berichten, dass die Amerikaner Sanktionen gegen Russland beschließen werden.

 

Update (0853ET): Wie erwartet sind die heutigen Aktionen des Weißen Hauses und des Finanzministeriums gegen Russland umfassend und haben ziemlichen Biss. Die USA werden zehn russische Diplomaten aus der Botschaft in Washington ausweisen, es heißt, darunter seien Geheimdienstmitarbeiter.

 

Darüber hinaus werden die USA amerikanischen Banken untersagen, ab dem 14. Juni neue russische Staatsanleihen zu kaufen. Das Informationsblatt des Weißen Hauses listet detailliert die vielschichtigen Details von Bidens Executive Orders auf:

 

Das Finanzministerium hat eine Direktive herausgegeben, die es US-Finanzinstituten verbietet, sich am Primärmarkt für auf Rubel oder Nicht-Rubel lautende Anleihen zu beteiligen, die nach dem 14. Juni 2021 von der Zentralbank der Russischen Föderation, dem Nationalen Vermögensfonds der Russischen Föderation oder dem Finanzministerium der Russischen Föderation ausgegeben werden, und der Zentralbank der Russischen Föderation, dem Nationalen Vermögensfonds der Russischen Föderation oder dem Finanzministerium der Russischen Föderation Rubel- oder Nicht-Rubel-Gelder zu verleihen.

 

Die Richtlinie betont ferner die "Autorität für die US-Regierung, angemessene Staatsschulden-Sanktionen gegen Russland zu erweitern." Die Maßnahmen lösten einen Ausverkauf in russischen Vermögenswerten aus, der Rubel fiel um 2,2% im frühen Handel und pendelte bei 1,5% nach unten, Stunden später handelte er zu 76,89.

 

Wie wir bereits früher voraussagten, hat das US-Finanzministerium des weiteren sechs russische Technologie-Firmen im Zusammenhang mit dem SolarWinds-Hack benannt und 32 Einheiten und Personen sanktioniert, wegen „Einmischung“ in die Präsidentenwahl 2020.

 

Und dann ist da noch der berüchtigte Vorwurf über die „Afghan Bounties“...

 

Die Regierung reagiert auf die Berichte, wonach Russland die Taliban zu Angriffen gegen das Personal der USA und der Koalition in Afghanistan ermutigt hat, auf der Grundlage der besten Einschätzungen der Intelligence Community (IC). Angesichts der Sensibilität dieser Angelegenheit, die die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Streitkräfte betrifft, wird sie über diplomatische, militärische und nachrichtendienstliche Kanäle behandelt. Die Sicherheit und das Wohlergehen des US-Militärpersonals und das unserer Verbündeten und Partner ist eine absolute Priorität der Vereinigten Staaten.

 

Und mehr noch, die USA machen nun definitiv den russischen Geheimdienst für den SolarWinds-Hack verantwortlich – aber immer noch kein Hinweis auf besondere "smoking gun"-Beweise...

 

Heute benennen die Vereinigten Staaten offiziell den russischen Auslandsgeheimdienst (SVR), auch bekannt als APT 29, Cozy Bear und The Dukes, als Täter der breit angelegten Cyberspionage-Kampagne, die die SolarWinds Orion-Plattform und andere Informationstechnologie-Infrastrukturen ausnutzte. Die U.S. Intelligence Community hat großes Vertrauen in ihre Einschätzung der Zuordnung zum SVR.

 

Die Kompromittierung der SolarWinds-Software-Lieferkette durch den SVR gab ihnen die Möglichkeit, mehr als 16.000 Computersysteme weltweit auszuspähen oder potenziell zu stören. Das Ausmaß dieser Kompromittierung stellt ein Problem für die nationale und öffentliche Sicherheit dar. Darüber hinaus stellt sie eine unangemessene Belastung für die meist privatwirtschaftlichen Opfer dar, die die ungewöhnlich hohen Kosten für die Behebung dieses Vorfalls tragen müssen.

 

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Quellen berichten Reuters, dass die Biden-Administration sich darauf vorbereitet, bereits am Donnerstag eine Reihe von Sanktionen gegen Russland wegen der Wahleinmischung und des angeblichen SolarWinds-Hacks anzukündigen. Dies geschieht auch, während Russland Zehntausende von Truppen in der Nähe der ukrainischen Grenze und Konvois von Panzern sammelt, da ein Aufflammen der Spannungen in der Ostukraine unmittelbar bevorstehen könnte.

 

Es wird erwartet, dass mehrere russische Beamte in einer neuen Runde von Sanktionen mit der Ausweisung aus den USA rechnen müssen. Es wird erwartet, dass etwa 30 Unternehmen wegen der Wahlbeeinflussung und des angeblichen SolarWinds-Hacks mit Sanktionen belegt werden. So viele wie zehn russische könnte ausgewiesen werden, so die Quellen weiter.

 

Das Ganze geschieht, während sich an Europas Ostflanke Sturmwolken zusammenbrauen.

 

Am Sonntag sagte US-Außenminister Antony Blinken zu NBCs „Meet the Press“, dass Russland vor „Konsequenzen“ steht, sollte es irgendwann „aggressiv“ gegen die Ukraine handeln.

 

Ich muss Ihnen sagen, dass ich echte Bedenken wegen der russischen Aktionen an der Grenze zur Ukraine habe“, warnte Blinken. „Deshalb stehen wir in engem Kontakt, in enger Koordination mit unseren Verbündeten und Partnern in Europa. Wir alle teile diese Sorgen.“

 

Präsident Biden war dazu sehr deutlich. Sollte Russland rücksichtslos oder aggressiv handeln, dann wird das einen Preis haben, es wird Konsequenzen nach sich ziehen“, sagte der Außenminister weiter.

 

Aber als er zu möglichen militärischen Optionen gefragt wurde, antwortete er: „Ich werde keine Hypothesen behandeln.“

 

Die Biden-Administration scheint ihre Vergeltung gegen Russland wegen dem angeblichen SolarWind-Hack und der Wahleinmischung zu planen.

 

Wir würden vermuten, wenn die USA morgen offiziell die Sanktionen ankündigen – ein "Tit-for-tat"-Sanktionskrieg würde folgen, der die Beziehungen zwischen Washington und Moskau weiter belastet, während die Gefahr eines Krieges an der Grenze zur Ostukraine steigt.