http://thesaker.is/a-short-commentary-on-the-expulsion-of-russian-from-the-next-olympics-games/

 

Ein Kommentar zum Ausschluss Russlands von den Olympischen Spielen

 

vom Saker, 05.12.2017

 

 

Nun hat das Warten endlich ein Ende und das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat das Olympische Komitee Russlands (ROC) von den Olympischen Spielen 2018 ausgeschlossen. Man hat beschlossen, dass „saubere“ russische Athleten im Februar in Südkorea nur unter einer neutralen Flagge antreten dürfen. Da ich sicher danach gefragt werde, will ich euch hier meine Reaktion auf diese jüngsten Entwicklungen geben.

 

Erstens: Ich kümmere mich nicht wirklich um Sport oder die Olympischen Spiele. Ich will es so formulieren: Ich mag Sport, aber nicht das Mega-Geschäft um das Sportgeschehen. Zweitens sehe ich nicht wirklich ein, warum Athleten ein Land vertreten sollen, dieser billige „ich fühle mich wie ein Sieger“ Pseudo-Patriotismus ist nicht mein Ding. Drittens: Ich bin nicht so naiv und denke, dass die umfassende Korruption in Russland nicht auch russische Athleten beeinflusst und dass es nicht unwahrscheinlich ist, dass irgendeiner von denen verbotene Substanzen benutzt. Jedoch ist für mich ebenfalls offensichtlich, dass

  1. das IOC ein Werkzeug des AngloZionistischen Imperiums ist um Russland zu erniedrigen

  2. es überhaupt keinen Beweis dafür gibt, dass das Doping in Russland schlimmer sei als in jedem anderen Ländern oder dass das ROC oder die Behörden irgendwie das Doping russische Athleten organisiert und gemanagt hätten

  3. das IOC und deren Bosse in Wirklichkeit versuchen, Russland als Ganzes und alles Russische zu stigmatisieren, indem man nicht einzelne überführte Athleten herauspickt sondern allen russischen Athleten eine Kollektivstrafe aufbrummt.

Des weiteren denke ich, dass die Reaktion des Kreml die Dinge nur schlimmer macht: Peskov hat gerade verkündet dass Putin persönlich entschieden hat, die Olympischen Spiele nicht zu boykottieren. Das ist eine extrem unkluge Entscheidung, nicht nur weil es Russland schuldig und schwach aussehen lässt, sondern weil es die Verantwortung der Entscheidung über ein aktive Teilnahme an der Erniedrigung Russlands einem jeden russischen Athleten individuell überträgt. Sehr schlechte Entscheidung! Ich befürchte, dass die meisten von ihnen aus mehr oder verständlichen Gründen dabei sein werden, und sie werden es wahrscheinlich bedauern. Schließlich sind Athleten in ihren Sportarten trainiert und nicht in den politischen Folgen ihrer Taten.

 

Sicher werden Viele nicht meiner Meinung sein, aber ich glaube, dass ein totaler Boykott der nächsten Olympiade die am wenigsten schlechte Entscheidung wäre. Ich möchte sogar vorschlagen, dass der Kreml einen Wettbewerb in Moskau organisiert. Nicht um es dem enormen kommerziellen, sozialen und politischen Ausmaß der offiziellen Olympiade in Seoul gleichzutun, sondern damit die russischen Athleten nicht nur ihr Bestes geben, um den Bastarden vom IOC zu zeigen, das die den Sport nicht „besitzen“.

 

Nichts davon wird geschehen, ich weiß.

 

Schaut euch in der Zwischenzeit mal die Hauptsponsoren des IOC an:

 

 

Und um ein vollständiges Bild zu erhalten ist hier die Liste der Leute, die gegenwärtig das IOC bilden:

 

 

Thomas BACH, Deutschland

 

Zaiqing YU, China

 

Juan Antonio SAMARANCH, Spanien

 

Prof. Ugur ERDENER, Türkei

 

Anita L. DEFRANTZ, USA

 

Gunilla LINDBERG, Schweden

 

Gian-Franco KASPER, Schweiz

 

Angela RUGGIERO, USA

 

Sergey BUBKA, Ukraine

 

Ser Miang NG, Singapur

 

Willi KALTSCHMITT LUJÁN, Guatemala

 

Robin E. MITCHELL, Fiji

 

Nicole HOEVERTSZ, Aruba

 

Denis OSWALD, Schweiz

 

 

Mit Ausnahme des einsamen Chinesen (weiß jemand wie er abgestimmt hat?) kommen die restlichen Repräsentanten aus dem Imperium oder dessen Kolonien. QED.

 

Mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Ich kann gar nicht sagen wie angewidert ich bin, hauptsächlich durch die tosende Stille einer Welt, in der Russland fürwahr wenige Freunde hat. Passt schon – das sind wir gewohnt. Aber es ist trotzdem widerlich.

 

Der Saker

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Opa Jürgen (Mittwoch, 06 Dezember 2017 21:57)

    Stimme ihrer Einschätzung zu. Auch ich hätte mir gewünscht, daß Rußland eigene Spiele gestaltet. ( sehe immer noch das Video mit der Sportlerin Issimbajewa vor mir, wie sie beim Empfang von Putin in Tränen ausbricht ).
    Lassen wir die russischen Athleten entscheiden, sie wird für jeden einzelnen schmerzlich sein.
    Dennoch Rußland wird auch in diesem Fall siegen, so oder so.

  • #2

    Helmut Nater (Donnerstag, 07 Dezember 2017 09:52)

    Auch ich hätte den Boykott vorgezogen.Ich kann aber auch Präsident Putin verstehen der seinen Sportlern die Chance nicht verbauen will.Schwere Entscheidung.Am Ende wird das Gute siegen und das ist nicht im Westen!

  • #3

    Lulu (Samstag, 09 Dezember 2017 00:35)

    Die Entscheidung einer Teilnahme sollte man immer den Sportlern überlassen. Es sind ihre Spiele!
    Nachdenkenswerter sind da Putins Äußerugen im Vorfeld der westlichen Hetze vor (und während) Brasilien, wo er eigene "russische Spiele" angedacht hat.
    Also sowas, unter welchem Namen auch immer (z.B. "Jugend"; "Studenten"; "No Commerz"), verbunden mit dem zunehmenden Einfluß der multilateralen Politik :)
    ... da helfen den Hetzern auch keine WADA Ausnahmegenehmigungen mehr :D
    Für welche Teilnahme würde sich wohl ein ehrlich trainierender Sportler entscheiden?
    Aber so etwas braucht halt Zeit (Einsicht wächst langsam ... Werte auch ...)
    "The Name" steht aber jetzt schon fest:
    Kuhumschubser vs. Schachspieler

    (Merkst? Die Kommentare sind mehr geworden. Trotz "Jimdo")