https://www.paulcraigroberts.org/2018/09/20/putins-hesitation-has-lost-syrias-idlib-province/

 

Putins Zögern führt zum Verlust der syrischen Provinz Idlib

 

von Paul Craig Roberts, 20.09.2018

 

 

Die Provokationen, die Putin zugelassen hat, eskalieren jetzt. Peter Ford, ehemaliger britischer Botschafter in Syrien, weist darauf hin, dass Washington die Zögerlichkeit Putins in Syrien schnell ausgenutzt hat, um die Vorwände zu eskalieren, unter denen Washington einen militärischen Angriff auf die syrischen Streitkräfte starten wird. Früher war Washingtons Vorwand ein False Flag "Chemiewaffenangriff", der Syrien angelastet werden sollte. Washingtons neuer Vorwand schließt die Befreiung von Idlib aus, da Washington erklärt hat, dass jeder Versuch einer Befreiung der Provinz von Washingtons terroristischen Verbündeten zu einem US-Militärangriff auf Syrien führen wird. Tatsächlich gilt selbst eine Flüchtlingswelle, unabhängig davon, ob sie durch einen syrischen Angriff verursacht wurde oder nicht, als eine "humanitäre Angelegenheit", die einen militärischen Angriff der USA auf Syrien rechtfertigt. Der Sondergesandte von Präsident Trump für Syrien, James Jeffrey, hat gerade angekündigt, dass die Vereinigten Staaten einen Angriff nicht tolerieren werden.
(„Idlib: Die Ruhe vor dem Sturm“)
https://www.strategic-culture.org/news/2018/09/19/idlib-lull-before-hurricane.html

 

Es liegt auf der Hand, dass die syrisch-russische Befreiung Idlibs von den Terroristen Washingtons jetzt nicht stattfinden kann, es sei denn, Putin ist bereit, eine solche Luftüberlegenheit über Syrien herzustellen, unterstützt durch russische Waffen, dass die USA nicht in der Lage wären, einen Angriff zu starten. Washingtons Eskalation der Provokationen bedeutet, dass Putin das Risiko eingehen müsste, alle US-Angriffskräfte zu zerstören, die leichtsinnig genug wären, die Verteidigung zu testen.

Ein weiteres Rätsel ist Putins Entscheidung, Erdogan zu befrieden, indem er eine entmilitarisierte Zone in Idlib einrichtet, anstatt die Provinz zu befreien. Wie kamen Putin und Erdogan zu der fantasievollen Einschätzung, dass die USA und ihre terroristischen Verbündeten in der Provinz Idlib mit ihrem Entmilitarisierungsplan zusammenarbeiten würden? Hat sich die russische Außenpolitik in Selbsttäuschung aufgelöst?
(„Video: AlQaeda-Milizen weisen das Abkommen zur Entmilitarisierung in Idlib zurück“)

https://www.globalresearch.ca/video-al-qaeda-militants-reject-demilitarization-zone-agreement-in-idlib/5654577

 

Wir beobachten, wie sich meine Sorge entfaltet, dass die Akzeptanz von Provokationen zu mehr Provokationen führt und dass die Provokationen in ihrer Gefahr eskalieren. Was wird Putin jetzt tun? Wenn er sich wieder zurückzieht, kann er mit einer noch gefährlicheren Provokation rechnen, bis die einzige Wahl Kapitulation oder Atomkrieg ist.

Washingtons Provokationen hätten nicht die heutige Intensität erreicht, wenn Putin vor den vielen Provokationen mit der Faust auf den Tische geschlagen hätte. Tatsächlich wäre die gesamte syrische Krise vorbei gewesen, wäre da nicht das wiederholte Zögern und der vorzeitige Rückzug der russischen Streitkräfte gewesen.

Versteht die russische Regierung nicht, dass Washington einen Krieg gegen Russland und nicht gegen Terroristen führt?

 

 

 

 

Paul Craig Roberts (geb. 1939) ist ein amerikanischer Ökonom, Kolumnist, Blogger und ehemaliger Staatsbediensteter.

 

Er war 1981 stellvertretender Finanzminister für Wirtschaftspolitik unter Ronald Reagan. Nach seiner Zeit in der Regierung wandte er sich dem Journalismus zu. Er war Redakteur und Kolumnist für das Wall Street Journal, Kolumnist für Business Week, Skripps Howard News Service und Mitarbeiter des Harper's Magazine.

 

Er war Professor für Wirtschaft an der George Mason Universität und für 12 Jahre Chefdozent für Politische Wissenschaften am William E. Simon Institut an der Georgetown Universität.

 

Von 1993 bis 1996 war er Mitglied des Cato Instituts. Und er war Mitarbeiter der Hoover Institution.

 

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