https://kunstler.com/clusterfuck-nation/good-trouble-and-not-good-trouble/

 

Guter Ärger“ und nicht so guter Ärger

Über den Parteikonvent der Demokratischen Partei

 

von James Howard Kunstler, 21.08.2020

 

 

Und so hat die Partei der Résistance ihren feierlichen viertägige Plausch beendet und ihren genialen Edelmann von la Mancha, Joe Biden, auf seinem humpelnden Pferd aus Plattitüden ausgesandt, gepanzert mit den Hosiannas der Nachrichtenmedien, mit einer farbigen Heiligen an seiner Seite, die ihm beistehen soll, der sich mit seiner Lanze der moralischen Belehrung nach vorne beugt, um Liebe, Hoffnung und Licht in eine Welt zu bringen, die durch den Schatten von MAGA-Diablo, Trump dem Schrecklichen, verdunkelt ist. Außerdem versprach Joe, Covid-19 aufzuhalten und Krebs zu heilen.

 

Die Organisatoren des Kongresses hatten für Donnerstagabend einen Zeitplan ausgearbeitet, der Herrn Biden erst um elf Uhr vor die Kameras brachte, und zwar mit einer Parade seiner ehemaligen Rivalen bei den Vorwahlen und seinen Familienangehörigen, die sich zu einem klimpernden musikalischen Soundtrack mit einschläfernden Lobeshymnen begaben – anscheinend mit dem Ziel, so viele Zuschauer wie möglich vor der Rede in den Schlaf zu wiegen. Doch schließlich tauchte der Kandidat aus dem Studionebel auf und der schaffte es, von dem Jumbotron-Teleprompter abzulesen, während seine Betreuer in kleinen Pfützen aus Angstschweiß hinter der Bühne standen.

 

Die Rede selbst war gänzlich eine Anrufung der Rechtschaffenheit – im Gegensatz zu dem offenkundigen Übel, wie es der gegenwärtige Bewohner des Weißen Hauses darstellt. Die Frage ist: Wie viele Wähler glauben das tatsächlich, wenn die Partei des Widerstands stillschweigend Plünderungen, Schießereien und Brände im ganzen Land unterstützt? Zu Beginn dieses Tages machte sich der Trump der Schreckliche auf teuflische Weise zu Joe Bidens Geburtsort Scranton in Pennsylvania auf, wo er gegen "die Verrückten auf der anderen Seite" wetterte.

 

Da hat er nicht unrecht. Die Demokraten sind verrückte Leute mit einem zumeist verrückten politischen Programm – das eine große Zahl von nicht verrückten Amerikanern tatsächlich als das sieht, was es ist: das Verlangen, Amerika mit purem Zwang zu regieren, die angeblich Unterprivilegierten gegen die angeblich Überprivilegierten auszuspielen, allen zu sagen, was sie denken sollen, und alle nicht korrekten Denker zu bestrafen. Der Haken an der Sache ist, dass das Leben in diesem Land für alle wirtschaftlich sehr viel härter geworden ist, und schon bald könnte die Lage ziemlich verzweifelt werden. Werden also die vor uns liegenden Monate und Jahre zu einem Kampf um die Reste des Banketts des vergangenen 20. Jahrhunderts werden, mit schrecklichen rassistischen Untertönen, randalierenden Mobs und Kämpfen auf den Straßen?

 

Die Demokraten haben ihre Kriegshunde nicht zurückgerufen, und wirklich jeder ist sich dessen bewusst. Antifa-Krawallmacher haben die öffentliche Ordnung in Portland, Oregon, seit etwa achtzig Nächten verletzt, während der demokratische Bürgermeister Ted Wheeler und die demokratische Gouverneurin Kate Brown absolut nichts dagegen unternehmen. Ähnliche Kampagnen gegen die öffentliche Ordnung werden von den demokratischen Bürgermeistern Lori Lightfoot in Chicago und Bill deBlasio in New York City in einem Maße geführt, dass diese Orte vielleicht nie wieder zur alten Normalität zurückkehren werden.

 

Anm.d.Ü.: Paul Joseph Watson: „New York City is a Sh*thole“:

 

Bürgermeister Jacob Frey ließ zu, dass Mobs der "sozialen Gerechtigkeit" Minneapolis niederbrannten, was den Stadtrat dazu veranlasste, logischerweise die Abschaffung der Polizeikräfte der Stadt vorzuschlagen. Das demokratische Regime in Kalifornien nutzt Horden psychisch kranker Obdachloser, um seine produktiven Bürger zur Flucht aus dem Staat zu bewegen. Baltimore, Philadelphia, St. Louis, Richmond, Louisville – alle geben der von der Demokratischen Partei inspirierten Gewalt und Anarchie nach.

 

Für Mr. Biden, den Don Quijote der Partei, und seinen Schildknappen Kamala Harris, wird der gestrige Tag mit all seinem Werbeglanz der Höhepunkt der Kampagne sein. Die Antifa verspricht zum Ende der Woche einen großen Samstagabend mit "schönem Ärger" in Portland. Die schwarze paramilitärische NFAC-Bande verspricht beim auf den 5. September verschobenen Kentucky Derby auf der Rennstrecke von Louisville einen bewaffneten "Widerstand". Als die Gruppe das letzte Mal Ende Juli herauskam, erschoss sie versehentlich drei ihrer eigenen Truppen. Nur eine Woche vor dem Parteitag der Demokraten kündigten Plünderer auf Chicagos nobler Michigan Avenue an, dass ihre Überfälle als "Reparationen" für die Sklaverei abgeschrieben werden sollten. Mr. Biden und Ms. Harris haben kein Wort darüber verloren. Die Wähler sollen es nicht bemerken oder sich nicht darum kümmern.

 

Persönlich verstehe ich nicht, wie dies auf eine Strategie zum Gewinnen von Wahlen hinauslaufen soll. Und die Demokraten selbst vielleicht auch nicht. Vielmehr kann es ihr Ziel sein, so viel Unruhe wie möglich durch den Wahlprozess selbst zu erzeugen, um die Regierung der USA auf allen Ebenen zu lähmen und Mr. Trump als Ober-Pumuckl hinzustellen, um ihre Hetze am Laufen zu halten: die Einschüchterung Amerikas. Es ist ein wirklich dummes und rücksichtsloses Spiel, und es wird einem Land, das in einen vollständigen wirtschaftlichen Zusammenbruch taumelt, eine ganze Menge nicht so guten Ärger bringen.

 

Kommentare: 6
  • #6

    Dude (Mittwoch, 26 August 2020 23:22)

    Etwas tolldreiste, doch auch unterstützenswerte Einstellung. ;-)

  • #5

    Anarchosurrealist (Mittwoch, 26 August 2020 16:29)

    Ich wohne in Berlin Mitte. Wir haben hier am Wochende einen kleinen Event, bei dem von mir aus ruhig etwas von dem alten morschen Holz verfeuert werden darf. Hätte nix dagegen. Warum auch sollte ich mich vor Schwierigkeiten fürchten, wenn ich doch in Schwierigkeiten sitze?

  • #4

    m. neland (Dienstag, 25 August 2020 11:14)

    Es muss ja keinen großen Knall geben, kontrolliertes Abfackeln reicht.
    Wenn des Nachbar Hütte brennt, könnte das Feuerchen auch leicht überspringen.
    Einige größere Staatsmänner wissen das und agieren mit Bedacht.

  • #3

    Dude (Dienstag, 25 August 2020 10:07)

    @Surrealist

    Achtung mit der Freude. Das Feuerchen könnte auch ganz schnell übern grossen Teich springen.

    Ps. https://dudeweblog.wordpress.com/2016/01/20/ueber-brenndende-haeuser-brandstifter-und-die-ungehoerten-rufe-der-warnenden/

  • #2

    Propapanda (Dienstag, 25 August 2020 02:51)

    "Wen die Götter vernichten wollen, den machen sie zuerst wahnsinnig."

  • #1

    Anarchosurrealist (Montag, 24 August 2020 16:12)

    Herrlich. Ich habe lange darauf gewartet die verfluchten Staaten brennen zu sehen.
    Und sollten die im Bürgerkrieg versinken, dann können wir problemlos mit den verdammten Transatlantikern abrechnen. Zeit wird's.
    Und wenn es richtig gut für mich läuft, dann brennt auch Kanada. Habe da in Edmonten noch eine offene Rechnung.