https://www.zerohedge.com/news/2018-08-29/senator-masquerading-gas-station

 

Ein Senator, der sich als Tankstelle tarnte“

 

von Dmitry Orlov, 29.08.2018

 

 

John McCain ist tot, und viele Menschen feiern, wo sie doch traurig sein sollten. Er war kein Freund der Menschheit – er war ihr Feind, und ein ziemlich übler dazu. Aber bei so grob inkompetenten Feinden – wer braucht da schon Freunde?

 

 

McCain hat viel getan, um Amerika zu zerstören. Er hat sein ganzes Leben der Zerstörung Amerikas gewidmet. Zunächst einmal war er als Protestler gegen Amerikas Völkermordkrieg gegen das vietnamesische Volk sehr effektiv. Andere Amerikaner marschierten nur unwirksam herum, mit winkende Bannern und Antikriegsparolen schreiend, aber nicht McCain! Sein eigener Vater hatte viel damit zu tun, diesen Krieg zu beginnen, aber McCain machte das wieder wett, indem er 26 amerikanische Kriegsflugzeuge zerstört hat. Das ist schon was! Wenn jeder amerikanische Flieger so viele Flugzeuge abstürzen würde, wären unzählige unschuldige Menschenleben gerettet worden.

 

Natürlich hätte er es noch besser machen können - und er hat es versucht. Er hat es fast geschafft, den US-Flugzeugträger Forrestal zu versenken, indem er ihn in Brand gesetzt hat. Um seine illustre militärische Karriere abzurunden, ergab er sich dem Feind und verbrachte fünf Jahre in einem vietnamesischen Gefängnis. Das machte ihn zum Helden - nur in den Augen der Amerikaner, während der Rest der Welt in ihm einen Mörder vietnamesischer Kinder sah.

 

Sein "Martyrium" als Kriegsgefangener ebnete ihm den Weg zu einer politischen Karriere, zuerst im Kongress, dann im Senat. Während seiner obszön langen Karriere in der nationalen Politik tat McCain was er konnte, um die amerikanische "Demokratie" wie einen kompletten Witz aussehen zu lassen und den Zusammenbruch Amerikas zu beschleunigen. Das war übrigens kein großer Auftrag: Die amerikanische "Demokratie" war schon lange Zeit eine Jauchegrube - ein Spielplatz für Lobbyisten und politische Technologen, der auf einem völlig manipulierten System gefälschter Wahlen basierte. Aber er hat sein Ding gemacht und ist deshalb doppelt so heldenhaft.

 

In die Güllegrube der amerikanischen Politik zu scheißen, ändert nicht viel an dessen chemischer Zusammensetzung, aber McCain hat auch hier die Grenzen überschritten. Wenn nur er und das einheimische Genie Sara Palin die Präsidentschaft gewonnen hätten! Das hätte sicherlich den amerikanischen Zusammenbruch um einiges beschleunigt und sein Lebenswerk verwirklicht. Das war vielleicht sein größtes Versagen: Er erwies sich als Verräter seiner eigenen Freunde und als treuer Diener seiner politischen Feinde. Er hat seinen Wahlkampf zwei Wochen vor der Wahl eingestellt. Dann tat er alles, was er konnte, um Obama zu küssen und half mit, die Aufhebung von Obamacare zu zerstören. McCain verdient es, einen gigantischen wurstförmigen Obelisken zu seinen Ehren errichten zu lassen, der aus demselben klumpigen, braunen Material besteht, von dem er während seiner gesamten politischen Karriere so voll war.

 

International war McCain ein hervorragender Darsteller, wenn es darum ging, sich in die Angelegenheiten anderer Nationen einzumischen, oft in einer Weise, die dazu beitrug, das Ansehen Amerikas in der Welt zu untergraben. Immer wenn er ein fremdes Land besuchte, stieg die Wahrscheinlichkeit eines Bürgerkriegs um eine Stufe, manchmal um zwei. In seinem Herzen hatte er immer einen warmen Platz für Terroristen - seien es die ukrainischen Neonazis oder die mörderischen Wahnsinnigen des islamischen Kalifats (auch bekannt als ISIS). Er schaffte es, obwohl er nicht sehr klug war: im Jahr 2013 veröffentlichte er einen Artikel auf der Website Pravda.ru, weil er dachte, es sei Russlands wichtigste Zeitung (die zu diesem Zeitpunkt seit zwei Jahrzehnte stillgelegt war).

 

Er war einer der Hauptarchitekten der "Anti-Terror-Operation" der ukrainischen Regierung gegen ihre eigenen Bürger im Osten des Landes. Seine Aktionen halfen, die amerikanische Niederlage und den syrischen Sieg in Syrien zu sichern und die ukrainische Regierung, die er 2014 mitinstallierte, auf Selbstzerstörungskurs zu bringen. Russland schuldet ihm Dank für die Wiedervereinigung mit der Krim nach zwei verlorenen Jahrzehnten in der ukrainischen Wildnis. Er war auch ein Verfechter der Selbstzerstörung Amerikas durch Staatsbankrott, immer zugunsten seiner verschwenderischen, phantastisch korrupten und ansonsten unwirksamen Verteidigungsausgaben.

 

Seine Krönung war sein erfolgreicher Einsatz für antirussische Sanktionen. Sie machten es den russischen Regierungsbeamten sehr schwer, ernsthaft zu erscheinen und dem Drang zu widerstehen, zu sagen: "Können wir bitte noch mehr Sanktionen haben?" Dank dieser Sanktionen hat sich Russland rasch in Richtung Ernährungssicherheit bewegt und ist zu einem der größten Agrarexporteure der Welt geworden; man hat in der Verteidigung und in vielen anderen Industriesektoren eine vollständige Selbstversorgung erreicht oder wird dies bald tun; und man ist weit davon entfernt, sich vom US-Dollar und von den westlichen Finanzen unabhängig zu machen.

 

Der Effekt der Sanktionen, die gleichzeitig sowohl den Rubel als auch den russischen Aktienmarkt nach unten treiben, hat es der russischen Regierung ermöglicht, Dollar hoch zu verkaufen und russische Industrieaktien niedrig aufzukaufen, wodurch die russische Industrie effektiv zu Schnäppchenpreisen renationalisiert und der Anteil ihres Staatseigentums von rund 16% auf mindestens 65% gesteigert wurde, während die westlichen Finanzinteressen hinausgedrängt wurden. Die Gewinne, die sonst von westlichen Investoren eingesteckt worden wären, fließen nun in die russische Staatskasse, um für Gesundheit, Bildung, Wohnen, Straßen und Brücken usw. ausgegeben zu werden. McCain, du Sozialist!

 

McCain hatte auch ein wunderbares Talent dafür, nicht nur falsch sondern absolut daneben zu liegen, das genaue Gegenteil von richtig. Er nannte Russland "eine Tankstelle, die sich als Land verkleidet". Das war großartig für Russland, denn Russland war damals ein Land, das sich als Tankstelle verkleidete, um sich die Zeit zu verschaffen, die es für den Wiederaufbau und die Wiederbewaffnung brauchte. Jetzt, da sie es getan hat, kann die Maske abgenommen werden, und Russland ist McCain sehr dankbar dafür, dass er ihr gerade zu dem Zeitpunkt, als sie es am meisten brauchte, viel Deckung gegeben hat.

 

 

Es ist ein trauriger Moment, dass McCains vorzeitiger Tod ihn in die ewige Hölle geschickt hat, weil er sein Lebenswerk nicht beenden konnte: die Vereinigten Staaten zu zerstören. Dennoch sollten wir es eine gute Arbeit nennen, denn der Kurs, auf dem er das Land mitgestaltet hat, ist jetzt unumstößlich. Selbst wenn er auf seinem Senatssitz von jemandem ersetzt wird, der tatsächlich kompetent und in der Lage ist, im Interesse seines Landes zu handeln, wird dies nicht viel am Kurs ändern und sicherlich auch nicht rückgängig machen. Lassen Sie uns nun eine Schweigeminute zu Ehren von John McCain einlegen, denn nach seinem Tod hat die Amerikanische Partei des Zusammenbruchs einen wahren Führer verloren.

 

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