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Im MH17-Schauprozess geht es nicht um Gerechtigkeit oder eine Lösung des Falls, sondern um einen Informationskrieg

 

von Andrew Korybko, 11.03.2020

 

 

Die Tragödie um MH17 ist wieder in den Schlagzeilen, nachdem der Schauprozess in den Niederlanden begonnen hat. Dabei geht es nicht darum, die mutmaßlichen Täter der Gerechtigkeit zuzuführen oder den Familien der Opfer dabei zu helfen, einen Abschluss zu finden. Es geht um einen Informationskrieg gegen Russland, den Versuch, die Schuld für dieses Verbrechen „endgültig“ seinen angeblichen „Proxies“ in der Ostukraine in die Schuhe zu schieben, damit die internationale Reputation von Präsident Putin ein für alle mal ruiniert ist.

 

Wieder einmal redet die Welt über die MH17-Tragödie, nachdem dazu in den Niederlanden dieser Schauprozess eröffnet wurde, in dem vier der angeblichen Täter wegen Mordes angeklagt sind. Es ist unwahrscheinlich, dass sie vor Gericht erscheinen werden, somit geht es in dem ganzen Prozess mehr um Show als um Substanz. Falls sich der Leser nicht genau daran erinnert, was sich an diesem verhängnisvollen Sommertag am 17. Juli 2014 abgespielt hat, empfiehlt der Autor die Lektüre seiner jüngsten Analyse aus diesem Jahr: „Latest MH17 Documentary By SBU Whistleblower Shares Some Shocking Truths“

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Darin wird über das berichtet, was der Autor für die überzeugendste Version jener Ereignisse hält, die sich unmittelbar vor, während und nach dem Abschuss des Passagierjets über der Ostukraine abgespielt haben. Kurz gesagt: Das herkömmliche Narrativ, dass die mit Russland verbündeten Rebellen verantwortlich seien, wird als eine bequeme Vertuschung für die Schuld Kiews entkräftet, was wiederum auch die westlichen Unterstützer dieser Regierung indirekt verantwortlich macht – und nicht Russland. Daher ist es verständlich, dass viele einflussreiche Mächte daran interessiert sind, ihre fabrizierte Version der „Wahrheit“ zur „offiziellen“ Version zu machen. Daher dieser Schauprozess, der nichts anderes ist als der Versuch, die Schuld für dieses Verbrechen „endgültig“ Russland und dessen angeblichen Stellvertretern in der Ostukraine in die Schuhe zu schieben.

 

Bevor ich weitermache, muss gesagt werden, dass die Familien der Opfer jedes Recht haben, über das Geschehene empört zu sein, und dass jeder ihr Recht respektieren sollte, ihre eigenen Schlussfolgerungen über das Geschehen zu ziehen, selbst wenn man selbst nicht mit ihnen übereinstimmt.

 

Der Autor glaubt nicht, dass Russland oder die ostukrainischen Rebellen verantwortlich waren, aber er akzeptiert, dass einige der Opferfamilien das anders sehen, vor allem nachdem einige von ihnen vor der Russischen Botschaft in Den Haag über das Wochenende einen stillen Protest veranstaltet haben.

Niemand sollte die Familien der Opfer kritisieren und es ihnen noch schwerer machen, damit umzugehen. Aber es ist auch nichts falsch daran, darüber zu reden, wie ihre Reaktion auf diese Tragödie von denen ausgenutzt wird, die sich darauf versteifen, andere davon zu überzeugen, dass ihre Interpretation der Ereignisse die einzig richtige sei. Das Leid unschuldiger Menschen zu politisieren ist falsch, egal wer das tut und warum, daher ist es moralisch verwerflich, dass andere sich ihrer bedienen, unter dem Vorwand „ihnen eine Stimme zu geben“, damit sie ihr Narrativ einem größeren Publikum vermitteln können. Im laufenden Prozess geht es nicht darum, die angeblichen Täter der Gerechtigkeit zuzuführen, oder den Opferfamilien zu helfen einen Schlussstrich zu ziehen. Es geht um einen Informationskrieg gegen Russland, und der Zweck ist, seine internationale Reputation und die seiner Führer ein für alle mal zu ruinieren.

 

Präsident Putin wird im Westen allgemein verachtet, aber von den nicht-westlichen Ländern geliebt, für seine Erfolge in den letzten 20 Jahren im Inland und in der Außenpolitik, die viel dazu beigetragen haben, das Entstehen einer multipolaren Weltordnung zu ermöglichen. Sogar seine Kritiker erkennen an, dass er eine epochale Figur ist, deren Vermächtnis mir Sicherheit für viele Generationen von Menschen auf der ganzen Welt studiert werden wird. Sie betrachten halt Russlands Rückkehr auf die internationale Bühne als nachteilig für die Interessen ihrer eigenen Länder.

 

Dennoch sind sie auch klug genug um zu verstehen, dass "Soft Power" in der heutigen vernetzten, globalisierten Welt wichtiger denn je ist, insbesondere nach der Revolution der Informationskommunikationstechnologie Anfang der 2000er Jahre. Daher haben sie eine treibende Motivation, den russischen Führer bei jeder Gelegenheit zu diffamieren. Bedauerlicherweise wird die Tragödie von MH17 zynischerweise als "perfekte Gelegenheit" angesehen, sein Erbe zu ruinieren, indem man ihn für immer mit dem Geschehenen in Verbindung bringt, obwohl er bei diesen Ereignissen überhaupt keine Rolle spielte, ebenso wenig wie seine Landsleute. Alles, was für die "Wahrnehmungsmanager", die dieses Narrativ zu einer Waffe umfunktioniert haben, wichtig ist: Dass der anhaltende Verdacht einer möglichen Beteiligung von Präsident Putin "glaubwürdig" besteht, was die Bedeutung des Informationskriegs im laufenden Schauprozesses für die angebliche "Bestätigung" dieser Tatsache erklärt.

Zurück zum Schauprozess selbst. Es ist vorhersehbar, dass die Angeklagten wahrscheinlich aus den oben genannten politischen Gründen "schuldig" befunden werden, da man die Schuld an dieser Tragödie ausschließlich Russland und den ostukrainischen Rebellen zuschreibt, um von den "unbequemen" Fakten abzulenken, die inzwischen ans Licht gekommen sind und in die Kiew und seine westlichen Unterstützer verwickelt sind, was in der Analyse des Autors, die er im einleitenden Absatz dieses Artikels zitiert hat, erläutert wurde. Die Gesamtauswirkungen dieser scheinbar unvermeidlichen Schlussfolgerung werden jedoch wahrscheinlich minimal sein, da sich die meisten Menschen bereits eine Meinung darüber gebildet haben, wer wirklich verantwortlich ist. Diejenigen, die davon überzeugt sind, dass Russland eine Rolle gespielt hat, werden sich durch das erwartete Urteil "bestätigt" fühlen, während diejenigen, die die ganze Zeit über skeptisch geblieben sind, die neu gewonnene Aufmerksamkeit für diesen Fall nutzen könnten, um die "unbequemen" Beweise, die gerade erst berührt wurden, mit anderen zu teilen. Die Erkenntnis aus diesem ganzen "Justiz"-Drama ist, dass Tragödien fast immer zu Zwecken der Informationskriegsführung politisiert werden, insbesondere wenn man sich irgendwie darauf berufen kann, dass Russland oder einer der anderen geopolitischen Rivalen des Westens auch nur eine indirekte Rolle bei dem, was sich ereignet hat, gespielt haben könnte. Diese Länder sollten sich darauf einstellen, in Zukunft mehr solcher Schauprozesse zu erwarten, und sie sollten Schritte unternehmen, um sicherzustellen, dass ihre Seite der Geschichte von so vielen Menschen wie möglich gehört wird.

 

Kommentare: 1
  • #1

    Klaus-Peter Kostag (Montag, 16 März 2020 12:06)

    Sofort nach den allerersten Berichten über das Unglück gab es im Web und in Zeitungen Bilder zu den Trümmern von der Absturzstelle. Ein Foto zeigt einen Streifschuss über einen Tragflügel hinweg offensichtlichst Richtung Cockpit. Dazu muss man selbst Heute nicht lange suchen: Bei anderweltonline.com lassen sich sowohl der Lagebericht als auch das Foto blitzschnell findenj, abrufe und privat sichern. Danach hat ein deutscher Ermittler, Herr Privatdetektiv Resch, zusätzlich die Ursache, einen ABSCHUSS durch ein Kampfflugzeug, per ausgesetzter Millionen-Prämie bewiesen gefunden und alle seine Beweise der niederländischen Lügen-Kommission angeboten. Alles ist im Internet beleg- und abrufbar. Auch der Versuch, seine Beweise zu beschlagnahmen. Jegliche andere Absturzursache ist somit ausgeschlossen. Entsprechende und zahlreiche Augenzeugen-Aussagen über mindestens ein Kampfflugzeug im Luftraum über der Abschussstelle liegen zusätzlich vor. Dieser Lügen-Show-Prozess wird vermutlich das größte Selbsttor der Welt-Gerichtsbarkeit, ähnlich dem JewSA Abschlussbericht zum 11. September ohne jegliche Erwähnung eines dritten Hauseinsturzes (WTC 7). Ich war einst Kriminalist, wusste also damals Stunden nach dem menschengemachteN Unglück bereits Grundsätzliches zur Täterschaft. Über 5 Jahre danach soll ich jedoch Russland/Rebellenrepublik Donezk als schuldig vorgeführt bekommen. Aber in Deutschland lebend müsste ich sogar stets und ständig monatlich schlappe 20 €uro für ein mich Belügenlassenmüssen durch meinen Meinungsfabrikationsstaat bezahlen. Und gezielte Informationsunterdrückung. Und Berichte über den "täglich grüßt der Einzelfall" - Zufall. Und die Berichte über einen BND freien NSU, über Täter die die Flinte, mit der sie sich angeblich selbst umbrachten auch noch ordentlich der leeren Patronenhülse entsorgt hätten. Passiert mir hier, aus Pflegegründen in Pattaya aufhältlich, wesentlich weniger, dass ich mein Verarschtwerden auch noch monatlich selbst bezahlen müsste. Oder eine tollkühne Energiewende ins Nichts. Oder eine "CO2-Straf-Steuer" für einen behaupteten Erde-Wärmetod-Vernichtungs-Schaden durch das Spurengas, andererseits unersetzbar unverzichtbar verantwortlich für mein persönliches Überleben durch unersetzlich unverzichtbar notwendiges tierisches und pflanzliches Leben. Oder Selbstfinanzierung der steten Informationen über eine AfD-Sippenhaft. An Deutschland als Land bindet mich alles, an den verachteten Staat Deutschland jedoch nur eine Spur tätiger Reue: Der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages hatte mir mitgeteilt, dass nach Kriegsende 1945 immerhin über viereinhalb Millionen von jüdischen Antragstellern für erlittenen NAZI-Unbill durch das Bundesministerium der Finanzen finanziell entschädigt worden sind. Ich las gestern etwas für mich Harmlosen ziemlich Unfassbares, ein früheres deutsches "Heimtücke-Gesetz". An was Heutiges nur erinnert mich das? Meine Demenz deckt vermutlich einen hilfreichen Mantel über mich.