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Kritisches Denken war nie wichtiger als jetzt

 

von Michael Krieger, 24.02.2020

 

 

Es gibt mehrere Gründe, warum ich so viel Zeit mit der Diskussion und Analyse des gegenwärtigen Zustands verbringe. Der wichtigste Grund ist – neben dem Drang, meine persönliche Meinung zu verbreiten und Aufmerksamkeit zu erregen – die Menschen zum kritischen Denken zu ermutigen. Ich will gar nicht, dass die Leser mit allem übereinstimmen was ich sage. Ich will, dass die Menschen angeregt werden selbst nachzudenken.

 

Die herrschende Klasse will nicht, dass ihr eigenständig denkt. Sie wollen, dass ihr einfach die unsinnigen Geschichten akzeptiert, die sie euch erzählen. Dagegen will ich nicht, dass der Leser blind alle meine Schlussfolgerungen akzeptiert. Eher möchte ich, dass meine Arbeit eine Fallstudie ist, wie man unabhängige Logik anwendet und Einsicht zu verschiedenen Themen und Situationen erlangt.

 

Ich habe zwar den Präsidentschaftswahlkampf 2020 hier wenig diskutiert, aber auf Twitter habe ich dazu einiges kommentiert, und die Leute fragen mich oft, warum ich den Zirkus überhaupt diskutiere. Der Grund ist nicht, dass ich erwarten würde, dass ein Politiker daherkommt und uns retten wird und alles in Ordnung bringt. Sondern weil die Antworten des Establishments auf „populistische“ Kandidaten so aufschlussreich sind.

 

Auch wenn Trump wenig getan hat, um die grundlegenden Probleme unserer Nation anzusprechen; etwa das Justizsystem mit zwei Klassen, die Macht der Zentralbank, den finanziellen Feudalismus, den aggressiven Militarismus/Imperialismus, die wild gewordenen Geheimdienstagenturen, den Missbrauch der Bürgerrechte und die Zensur der Tech-Giganten; sein unerwarteter Sieg über die auserwählte Hillary Clinton hat nichtsdestotrotz viele Personen und Institutionen als den Betrug entlarvt, der er ist. Bernie Sanders Kandidatur tut das selbe. Man muss die einzelnen Politiken von Trump oder Sanders nicht mögen, um zu genießen, wie jeder Kandidat mit etwas Grassroots-Populismus die „Eliten“ in Panik versetzt.

 

Trumps Kandidatur hat die Massenmedien als die Scharlatane enthüllt, die sie sind. Bei Bernie geschieht das selbe.

Alles gut. Diese Lektion brauchen wir und wir müssen aufhören, wie Kleinkinder zu sein, die so tun als wären diese Sender irgend etwas anderes als Propaganda.“

--- Michael Krieger (@LibertyBlitz) 22. Februar 2020

 

Es ist wichtig zu verstehen, dass die herrschende Klasse Trump oder Sanders nicht persönlich fürchtet – mit einer einzelnen Person kann man fertig werden. Was sie wirklich fürchten, das seid ihr. Sie haben Angst, dass sich die Menschen um nicht genehme Kandidaten scharen und dann über Dinge reden, von denen das Establishment nicht will, dass darüber geredet wird. Das ist der Hauptgrund, warum das ganze Russia-Gate-Märchen gegen Trump aufgetischt wurde und von den Massenmedien hysterisch aufgeblasen wurde.

 

Indem man sicherstellte, dass „der Widerstand“ gegen Trump sich um ein erfundenes Narrativ der Geheimdienste drehte, konnte die Machtstruktur verhindern, dass eine große Anzahl an Menschen vier Jahre lang über keine echten oder wichtigen Themen redete. Auch wenn es Trump nicht aus dem Amt entfernt hat, so hat es doch bisher erfolgreich die Menschen in emotional gebrochene geistige Zwerge verwandelt.

 

Aus diesem Grund wurde soeben die genau gleiche Taktik gegen Bernie Sanders gestartet und Jeff Bezos' Washington Post hat eine Tag vor dem Nevada Caucus berichtet, dass Russland angeblich auch Sanders hilft. Das ist lächerlich, aber man muss die Strategie dahinter verstehen. Wenn man Sanders nicht an der Nominierung hindern kann, dann braucht das Establishment einen Plan B, und dieser Plan sieht wie ein weiteres Russia-Gate aus. Diese Leute sind nicht sehr erfinderisch.

 

Als klar wurde, dass Trump nicht aufzuhalten war, da wurde er als ein Werkzeug der Russen beschimpft, und die selben Samen werden jetzt rund um die Sanders-Kampagne gepflanzt. So absurd es auch sein mag, das wichtigste Ziel ist, dass niemand über irgend etwas Wichtiges redet. Ohne Russland-Hysterie würde ein Match Sanders gegen Trump schnell zu einer Schlacht darüber, wer der populistischere ist und Themen, die die sogenannte Elite unruhig werden lassen, würden überall diskutiert. Die herrschende Klasse will nicht, dass die Öffentlichkeit über solche Dinge redet, also müssen sie die Wahl in einen völligen Zirkus verwandeln, falls Sanders nicht verhindert werden kann. Anstatt über wirtschaftliche Unsicherheiten zu diskutieren, über Gesundheitsversorgung, Studienkosten und Kriege für das Imperium, lautet das Ziel, Sanders und Trump den gesamten Wahlkampf damit zu verbringen, darüber zu diskutieren wer Russland mehr hasst.

 

Die wichtige Lehre hieraus ist, wie komplett verängstigt und heruntergekommen die herrschende Klasse diese Landes wirklich ist. Sie haben zu keinem wichtigen Thema irgendein Argument oder eine Philosophie. Und so ist ihre einzige Taktik, die Öffentlichkeit mit Unsinn und erfundenen Narrativen zu überwältigen, um die Massen zu spalten, zu verwirren und zu kontrollieren, während sie die imperiale Oligarchie genauso am Laufen halten wie es schon seit Jahrzehnten geschieht. Hat man das Spiel einmal durchschaut, so kann man das nicht mehr rückgängig machen. Und die gute Nachricht ist, dass wir alle selbst die Macht besitzen, die sie am meisten fürchten. Die Macht, selbst zu denken und die lächerlichen Lügen zurückzuweisen.

 

Daher müssen wir auf diese Leute unablässig Druck ausüben und nie damit nachlassen. Wenn sie sich unter Druck fühlen, dann bekommen sie Angst. Wenn sie Angst bekommen, dann werden sie verzweifelt. Wenn sie verzweifelt werden, dann machen sie Fehler. Und wenn sie genug Fehler gemacht haben, dann werden wir gewinnen.

 

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