Es geht um Klaus Schwab, den Gründer und geschäftsführenden Vorsitzenden des Weltwirtschaftsforums (WEF) – Die Vierte Industrielle Revolution (4IR) – COVID-19 und den "Great Reset"

 

"Euer Ratgeber für den 'Großen Neustart'" -- so heißt es bei James Corbett

in seinem großartigen, 70-minütigem Video:

 

Im off-guardian beschreibt es WinterOak noch drastischer:

https://off-guardian.org/2020/10/12/klaus-schwab-his-great-fascist-reset/

 

Klaus Schwab & sein großer faschistischer Reset

 

von Winter Oak, 12.10.2020

 

 

Klaus Schwab, geboren 1938 in Ravensburg, ist ein Kind aus Adolf Hitlers Deutschland, einem Regime eines Polizeistaats, errichtet mit Furcht und Gewalt, mit Gehirnwäsche und Kontrolle, mit Propaganda und Lügen, industrieller Revolution und Eugenik, mit Entmenschlichung und „Desinfektion“, mit einer fröstelnden und grandiosen Vision einer „Neuen Ordnung“, einem Tausendjährigen Reich.

 

Es scheint als habe Schwab sein Leben der Neuerfindung dieses Albtraums gewidmet, und er versucht das nicht nur für Deutschland, sondern für die ganze Welt in die Realität umzusetzen.

 

Schlimmer noch, wie seine eigenen Worte ein ums andere Mal bestätigen, ist seine technokratisch-faschistische Vision auch verdreht transhumanistisch, wobei Menschen und Maschinen vermischt werden, in einem „kuriosen Mix aus digitalem und analogen Leben“, wenn unsere Körper mit „Smart Dust“ infiziert werden, und wo die Polizei offensichtlich unsere Gedanken lesen kann.

 

Und wie wir sehen werden, benutzen er und seine Komplizen die Covid-19-Krise, um demokratische Rechenschaftspflicht zu umgehen, sich über Opposition hinwegzusetzen, ihre Agenda zu beschleunigen und sie dem Rest der Menschheit gegen unseren Willen aufzuzwingen, er nennt das Ganze „The Great Reset“.

https://www.weforum.org/agenda/2020/07/klaus-schwab-nature-jobs-great-reset-podcast

 

Schwab ist natürlich im klassischen Sinn kein Nazi, er ist weder nationalistisch noch antisemitisch, das sieht man schon an seinem mit $1 Million dotiertem Dan David Preis, den er 2004 in Israel bekam.

https://www.dandavidprize.org/laureates/2004/present-leadership-changing-our-world/dr-klaus-schwab

 

Aber der Faschismus des 21. Jahrhunderts hat verschiedene politische Formen gefunden, mit denen er sein Kernprojekt von der Umformung der Menschheit fortsetzen kann, dem Kapitalismus mit unverhohlen autoritären Mitteln angepasst.

https://orgrad.wordpress.com/articles/liberalism-the-two-faced-tyranny-of-wealth/

 

Dieser neue Faschismus wird heute unter dem Deckmantel von „Global Governance“, Biosicherheit, der „Neuen Normalität“ und der „Vierten Industriellen Revolution (4IR)“ vorangetrieben.

 

Der 82-jährige Schwab, geschäftsführender Vorsitzender des World Economic Forum, sitzt im Zentrum dieser Matrix, wie eine Spinne auf einem gigantischen Netz.

 

Beim original faschistischen Projekt, in Italien und Deutschland, ging es nur um die Fusion von Staat und Unternehmen.

 

Während sich der Kommunismus eine Übernahme von Unternehmen und Industrie durch die Regierung vorstellt, die – theoretisch! – im Interesse der Menschen handelt, ging es beim Faschismus einzig darum, den Staat dazu zu benutzen, die Interessen der reichen Elite zu schützen.

https://winteroak.org.uk/2020/07/26/fascism-newnormalism-and-the-left/

 

Schwab verfolgte weiter diesen Ansatz in einem entnazifizierten WW2-Kontext, als er 1971 das European Management Forum gründete, das im Schweizer Davos jährlich Treffen abhielt.

 

Hier warb er für seine Ideologie vom „Stakeholder“ Kapitalismus, wo die Wirtschaft zu einer engeren Kooperation mit der Regierung gebracht wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stakeholder

 

(Anm.d.Ü.: Stakeholder = Anspruchsberechtigte/Interessenten. Im Gegensatz zu Shareholder = Aktionär)

 

Das Businessmagazin Forbes beschreibt „Stakeholder Kapitalismus“ als:

 

Die Vorstellung, dass sich eine Firma darauf konzentriert, die Bedürfnisse aller Anspruchsberechtigten zu bedienen: Kunden, Angestellte, Partner, die Stadt/Gemeinde, und die Gesellschaft als Ganzes.“

 

Selbst im Kontext eines bestimmten Geschäfts ist es dennoch ein leeres Etikett. Wie der Artikel von Forbes anmerkt, bedeutet es eigentlich nur, dass „die Firmen weiterhin privat Geld an ihre Aktionäre und Vorstände schaufeln können, während sie gleichzeitig eine öffentliche Fassade von exquisiter sozialer Sensibilität und beispielhafter Uneigennützigkeit aufrechterhalten.“

 

Aber in einem allgemeinen, gesellschaftlichen Kontext ist das Stakeholder-Konzept noch ruchloser, denn es verwirft jede Idee von Demokratie, von Herrschaft durch das Volk, zugunsten einer Herrschaft durch Unternehmensinteressen.

Die Gesellschaft wird nicht mehr als eine lebendige Gemeinschaft betrachtet, sondern als ein Unternehmen, dessen Rentabilität das einzig gültige Ziel der menschlichen Tätigkeit ist.

Schwab legte diese Agenda bereits 1971 in seinem Buch "Moderne Unternehmensführung im Maschinenbau" dar, wo er mit dem Begriff "Stakeholder" den Menschen nicht mehr als Bürger, als freie Individuen oder Mitglieder von Gemeinschaften, sondern als zweitrangigen Teilnehmer an einem massiven Wirtschaftsunternehmen neu definierte.

Das Lebensziel eines jeden Menschen sei es, "langfristiges Wachstum und Wohlstand" für dieses Unternehmen zu erreichen – mit anderen Worten, den Reichtum der kapitalistischen Elite zu schützen und zu vermehren.

1987 wurde das Ganze noch deutlicher, als Schwab sein Europäisches Managementforum in Weltwirtschaftsforum umbenannte.

Das WEF beschreibt sich selbst auf seiner eigenen Website als "die globale Plattform für öffentlich-private Zusammenarbeit", wobei Bewunderer beschreiben, wie das WEF "Partnerschaften zwischen Geschäftsleuten, Politikern, Intellektuellen und anderen Führern der Gesellschaft“ schafft, um 'Schlüsselfragen auf der globalen Agenda zu definieren, zu diskutieren und voranzubringen'".

https://www.weforum.org/about/history/

Die "Partnerschaften", die der WEF schafft, zielen darauf ab, die Demokratie durch eine globale Führung handverlesener und nicht gewählter Personen zu ersetzen, deren Aufgabe nicht darin besteht, der Öffentlichkeit zu dienen, sondern dieser Öffentlichkeit die Herrschaft des 1 % mit so wenig Einmischung durch den Rest von uns wie möglich aufzuzwingen.

 

In den Büchern, die Schwab für die allgemeine Öffentlichkeit schreibt, drückt er sich mit doppelgesichtigen Klischees aus: mit Konzernpropaganda und einem grünen Mäntelchen.

Immer wieder werden dieselben leeren Begriffe aufgetischt. In „Die Zukunft der Vierten Industriellen Revolution gestalten: A Guide to Building a Better World“ spricht Schwab von "der Einbeziehung von Interessengruppen und der Verteilung des Nutzens" und von "nachhaltigen und integrativen Partnerschaften", die uns alle in eine "integrative, nachhaltige und wohlhabende Zukunft führen werden!“ [1]

Hinter diesem Getöse sind Profit und Ausbeutung die wahre Motivation hinter seinem "Stakeholder-Kapitalismus", den er noch an der WEF-Konferenz 2020 in Davos unerbittlich propagierte,.

So schreibt Schwab in seinem 2016 erschienenen Buch The Fourth Industrial Revolution über die „Uberisierung“ der Arbeit und die sich daraus ergebenden Vorteile für Unternehmen, insbesondere für schnell wachsende Start-ups in der digitalen Wirtschaft:

 

Da menschliche Cloud-Plattformen Arbeiter als Eigenständige einstufen, sind sie – momentan – frei von Anforderung wie Mindestlohn, Arbeitgebersteuern und Sozialleistungen.“ [2]

 

Die selbe kapitalistische Abgebrühtheit scheint bei seiner Haltung gegenüber Menschen durch, die sich dem Ende ihres Arbeitslebens nähern und eine wohlverdiente Pause brauchen:

 

Die Alterung ist eine wirtschaftliche Herausforderung, denn wenn das Rentenalter nicht drastisch angehoben wird, damit ältere Mitglieder der Gesellschaft weiterhin ihren Beitrag zur Arbeitswelt leisten können (ein wirtschaftlicher Imperativ, der viele wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt), sinkt die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zur gleichen Zeit wie der Prozentsatz der abhängigen Älteren steigt". [2]

 

Alles in dieser Welt wird auf wirtschaftliche Herausforderungen reduziert, auf wirtschaftliche Zwänge und wirtschaftliche Vorteile für die herrschende Kapitalistenklasse.

 

Der Mythos des Fortschritts wird seit langem vom 1% benutzt, um die Menschen davon zu überzeugen, jene Technologien zu akzeptieren, die uns ausbeuten und kontrollieren sollen, und Schwab spielt damit, wenn er erklärt, dass "die Vierte Industrielle Revolution eine bedeutende Quelle der Hoffnung für die Fortsetzung des Aufstiegs der menschlichen Entwicklung darstellt, die seit 1800 zu dramatischen Steigerungen der Lebensqualität für Milliarden von Menschen geführt hat." [2]

 

Er ist begeistert:

 

Auch wenn sie für diejenigen von uns, die täglich eine Reihe kleiner, aber bedeutsamer Anpassungen im Leben erfahren, nicht als bedeutsam empfunden werden mag, so ist sie doch keine geringfügige Veränderung – die Vierte Industrielle Revolution ist ein neues Kapitel in der menschlichen Entwicklung, auf Augenhöhe mit der Ersten, Zweiten und Dritten Industriellen Revolution und wieder einmal getrieben von der zunehmenden Verfügbarkeit und Interaktion einer Reihe außergewöhnlicher Technologien.“ [1].

 

Aber er weiß ganz genau, dass Technologie ideologisch nicht neutral ist, so wie manche gern behaupten. Technologien und Gesellschaften formen sich gegenseitig, sagt er.

 

Schließlich sind Technologien an das gebunden was wir wissen, wie wir Entscheidungen treffen und wie wir über uns selbst und andere denken. Sie sind mit unseren Identitäten, Weltanschauungen und möglichen Zukünften verbunden. Von Nukleartechnologien bis zum Weltraumrennen, Smartphones, sozialen Medien, Autos, Medizin und Infrastruktur – die Bedeutung von Technologien macht sie politisch. Selbst das Konzept einer "entwickelten" Nation beruht implizit auf der Übernahme von Technologien und darauf, was sie für uns wirtschaftlich und sozial bedeuten.“ [1].

 

Für die Kapitalisten, die dahinter stecken, war Technologie noch nie für das soziale Wohl da, sondern rein für den Profit, und Schwab macht ziemlich deutlich, dass das gleiche für die Vierte Industrielle Revolution gilt.

 

Er ist begeistert:

 

Die Technologien der Vierten Industriellen Revolution sind wirklich einschneidend – sie stellen die bestehenden Methoden der Wahrnehmung, des Rechnens, Organisierens, Handelns und Ausführens auf den Kopf. Sie stellen völlig neue Möglichkeiten der Wertschöpfung für Organisationen und Bürger dar." [1]

 

Für den Fall, dass die Bedeutung des Begriffs "Wertschöpfung" nicht klar war, nennt er einige Beispiele: "Drohnen stellen eine neue Art von kostensenkenden Mitarbeitern dar, die unter uns arbeiten und Aufgaben ausführen, an denen früher reale Personen beteiligt waren" [1] und "der Einsatz immer intelligenterer Algorithmen steigert die Produktivität der Mitarbeiter rapide, z.B. durch den Einsatz von Chat-Bots, die die 'Live-Chat'-Unterstützung für Kundeninteraktionen erweitern (und zunehmend ersetzen)" [1].

 

Schwab geht ausführlich auf die kostensenkenden, gewinnbringenden Wunderwerke seiner schönen neuen Welt in der Vierten Industriellen Revolution ein.

 

Er erklärt:

 

Früher als die meisten erwarten, wird die Arbeit so unterschiedlicher Berufsgruppen wie Anwälte, Finanzanalysten, Ärzte, Journalisten, Buchhalter, Versicherungsexperten oder Bibliothekare teilweise oder vollständig automatisiert..."

 

[…]

 

"Die Technologie schreitet so schnell voran, dass Kristian Hammond, Mitbegründer von Narrative Science, einer Firma, die sich auf die automatische Generierung von Erzählungen spezialisiert hat, prognostiziert, dass bis Mitte der 20er Jahre 90% der Nachrichten durch einen Algorithmus generiert werden könnten, das meiste davon ohne jeglichen menschlichen Eingriff (abgesehen natürlich vom Design des Algorithmus).“ [2]

 

Es ist dieser ökonomische Imperativ, der bei Schwabs Begeisterung für „eine Revolution“ durchdringt, die „fundamental die Art und Weise unseres Lebens, unserer Arbeit und unseres Umgangs miteinander verändert.“ [2]

 

Schwab predigt lyrisch über die 4IR, von der er behauptet, sie sei „etwas, das die Menschheit noch nie erlebt hat.“ [2]

 

Es strömt aus ihm heraus:

 

Man bedenke die unbegrenzten Möglichkeiten, Milliarden von Menschen über mobile Geräte miteinander zu verbinden, was zu beispielloser Rechenleistung, Speicherkapazität und Wissenszugang führt. Oder denken Sie an das erstaunliche Zusammentreffen neu aufkommender technologischer Durchbrüche, die sich auf so unterschiedliche Bereiche wie künstliche Intelligenz (KI), Robotik, das Internet der Dinge (IoT), autonome Fahrzeuge, 3D-Druck, Nanotechnologie, Biotechnologie, Materialwissenschaft, Energiespeicherung und Quantencomputer erstrecken, um nur einige zu nennen. Viele dieser Innovationen stecken noch in den Kinderschuhen, aber sie erreichen bereits einen Wendepunkt in ihrer Entwicklung, da sie aufeinander aufbauen und sich gegenseitig verstärken, in einer Verschmelzung von Technologien quer durch die physische, digitale und biologische Welt.“ [2].

 

Er freut sich auch auf mehr Online-Bildung, die "den Einsatz virtueller und erweiterter Realität" einschließt, um "die Bildungsergebnisse dramatisch zu verbessern" [1], auf Sensoren, die "in Wohnungen, Kleidung und Accessoires, Städten, Verkehrs- und Energienetzen installiert werden" [2] und auf intelligente Städte mit ihren wichtigen "Datenplattformen" [2].

 

"Alle Dinge werden intelligent und mit dem Internet verbunden sein", sagt Schwab, und dies wird sich auch auf Tiere erstrecken, da "im Vieh verkabelte Sensoren über ein Mobilfunknetz miteinander kommunizieren können" [2].

 

Er liebt die Idee von "intelligenten Zellfabriken", die "die beschleunigte Generierung von Impfstoffen" [1] und "Technologien mit großen Datenmengen" [2] ermöglichen könnten.

 

Diese, so versichert er uns, werden "neue und innovative Wege liefern, um Bürgern und Kunden zu dienen" [2], und wir werden aufhören müssen, Einwände dagegen zu erheben, dass Unternehmen von der Nutzung und dem Verkauf von Informationen über jeden Aspekt unseres persönlichen Lebens profitieren.

 

"Es wird von entscheidender Bedeutung sein, Vertrauen in die Daten und Algorithmen zu schaffen, die zur Entscheidungsfindung verwendet werden", betont Schwab. "Die Sorgen der Bürger um die Privatsphäre und die Schaffung von Verantwortlichkeit in geschäftlichen und rechtlichen Strukturen werden Anpassungen im Denken erfordern"[ 2].

 

Letzten Endes ist klar, dass sich all diese technologische Begeisterung nur um den Profit oder den "Wert (Value)" dreht, wie Schwab es in seinem Konzernneusprech des 21. Jahrhunderts formuliert.

 

So wird die Blockchain-Technologie fantastisch sein und "eine Explosion der handelbaren Aktiva provozieren, da alle Arten des Werteaustauschs auf der Blockchain stattfinden können"[2].

https://www.youtube.com/watch?v=JzrFAHwrhVc

 

Der Einsatz der dezentralen Ledger-Technologie , fügt Schwab hinzu, "könnte die treibende Kraft hinter massiven Wertströmen bei digitalen Produkten und Dienstleistungen sein und sichere digitale Identitäten bieten, die neue Märkte für jeden zugänglich machen können, der an das Internet angeschlossen ist". [1]

 

(Anm.d.Ü.: Hier sind meine IT-Kenntnisse schon zu Ende. Kann es sein, dass das hier gemeint ist? https://help.sap.com/saphelp_me60/helpdata/de/8a/4fd7531a4d424de10000000a174cb4/content.htm?no_cache=true ,oder das hier ?https://en.wikipedia.org/wiki/LedgerSMB )

 

Im Allgemeinen besteht das Interesse der 4IR für die herrschende Wirtschaftselite darin, dass sie "völlig neue Wertschöpfungsquellen schafft" [1] und "Ökosysteme der Wertschöpfung hervorbringt, die mit einer in der dritten industriellen Revolution festgefahrenen Denkweise unvorstellbar sind". [1]

 

Die Technologien der 4IR, die über 5G eingeführt werden, stellen eine noch nie dagewesene Bedrohung für unsere Freiheit dar, wie Schwab einräumt:

 

Die Werkzeuge der Vierten Industriellen Revolution ermöglichen neue Formen der Überwachung und anderer Kontrollmittel, die einer gesunden, offenen Gesellschaft entgegenstehen.“ [2]

 

Aber das hindert ihn nicht, dies in einem positiven Licht darzustellen, wenn er etwa erklärt, dass „öffentliche Verbrechen wegen der Konvergenz von Sensoren, Kameras, KI und Gesichtserkennungssoftware wahrscheinlich abnehmen werden.“ [1]

 

Genießerisch beschreibt er, wie diese Technologien „in die bis dahin privaten Bereiche unserer Köpfe eindringen, unsere Gedanken lesen und unser Verhalten beeinflussen werden.“ [1]

 

Schwabs Prophezeiung:

 

In dem Maße, wie sich die Fähigkeiten in diesem Bereich verbessern, wird die Versuchung für Strafverfolgungsbehörden und Gerichte zunehmen, Techniken zur Bestimmung der Wahrscheinlichkeit krimineller Aktivitäten, zur Schuldfeststellung oder möglicherweise sogar zum Abrufen von Erinnerungen direkt aus den Gehirnen der Menschen zu verwenden. Sogar das Überschreiten einer Landesgrenze könnte eines Tages einen detaillierten Gehirn-Scan erfordern, um das Sicherheitsrisiko einer Person einzuschätzen". [1]

 

Es gibt Zeiten, in denen sich der WEF-Chef von seiner Leidenschaft für eine Science-Fiction-Zukunft hinreißen lässt, in der "lange Weltraumreisen und die Kernfusion alltäglich sind" [1] und in der "der nächste Geschäftsmodell-Trend" darin bestehen könnte, dass jemand "den Zugang zu seinen Gedanken gegen die zeitsparende Option eintauscht, einen Social-Media-Beitrag allein durch Gedanken zu schreiben" [1].

 

Das Gerede vom "Weltraumtourismus" unter dem Kapitel "Die Vierte Industrielle Revolution und die letzte Grenze" [1] ist fast schon komisch, ebenso wie sein Vorschlag, dass "eine Welt voller Drohnen eine Welt voller Möglichkeiten bietet"[1].

 

Doch je weiter der Leser in die Welt vordringt, wie sie in Schwabs Büchern beschrieben wird, desto weniger scheint alles zum Lachen zu sein.

 

Die Wahrheit ist, dass diese höchst einflussreiche Figur, die im Zentrum der Neuen Globalen Ordnung steht, die derzeit aufgebaut wird, durch und durch ein Transhumanist ist, der von einem Ende des natürlichen gesunden menschlichen Lebens und der Gemeinschaft träumt.

 

Schwab wiederholt diese Botschaft immer und immer wieder, als wolle er uns versichern, dass wir gebührend gewarnt wurden.

 

Die unglaublichen Innovationen, die durch die Vierte Industrielle Revolution ausgelöst wurden, von der Biotechnologie bis zur KI, definieren neu, was es bedeutet, Mensch zu sein" [2]

 

Die Zukunft wird unser Verständnis dessen, was es bedeutet, Mensch zu sein, sowohl vom biologischen als auch vom sozialen Standpunkt aus herausfordern." [1]

 

Schon jetzt zwingen uns die Fortschritte in den Neuro- und Biotechnologien dazu, zu hinterfragen, was es bedeutet, Mensch zu sein." [1]

 

In Shaping the Future of the Fourth Industrial Revolution [1] erläutert er es detaillierter:

 

Die Technologien der Vierten Industriellen Revolution werden nicht aufhören, Teil der physischen Welt um uns herum zu werden – sie werden Teil von uns werden. In der Tat haben einige von uns bereits das Gefühl, dass unsere Smartphones zu einer Erweiterung unserer selbst geworden sind. Die heutigen externen Geräte – von tragbaren Computern bis hin zu Virtual-Reality-Headsets – werden mit ziemlicher Sicherheit in unseren Körper und unser Gehirn implantiert werden können. Exoskelette und Prothesen werden unsere körperliche Leistungsfähigkeit erhöhen, während Fortschritte in der Neurotechnologie unsere kognitiven Fähigkeiten verbessern werden.

 

Wir werden besser in der Lage sein, unsere eigenen Gene und die unserer Kinder zu manipulieren. Diese Entwicklungen werfen tiefgreifende Fragen auf: Wo ziehen wir die Grenze zwischen Mensch und Maschine? Was bedeutet es, Mensch zu sein?“

 

Ein ganzes Kapitel seines Buchs ist dem Thema „Veränderung des menschlichen Wesens“ gewidmet. Hier begeistert er sich für „die Fähigkeit neuer Technologien, buchstäblich Teil von uns zu werden“ und eine Cyborg (Menschmaschinen) Zukunft heraufbeschwört, mit einem „kuriosen Mix aus digitalem und analogen Leben, das unsere eigene Natur neu definieren wird.“ [1]

 

Er schreibt:

 

Diese Technologien werden innerhalb unserer eigenen Biologie arbeiten und die Art und Weise verändern, wie wir mit der Welt in Kontakt treten. Sie sind in der Lage, die Grenzen von Körper und Geist zu überschreiten, unsere körperlichen Fähigkeiten zu verbessern und sogar einen dauerhaften Einfluss auf das Leben selbst zu haben" [1].

 

Für Schwab, der von "aktiven implantierbaren Mikrochips, die die Hautbarriere unseres Körpers durchbrechen", "intelligenten Tätowierungen", "biologischem Computing" und "maßgeschneiderten Organismen" träumt, scheint kein Verstoß zu weit zu gehen [1].

 

Er freut sich, berichten zu können, dass "Sensoren, Speicherschalter und Schaltkreise in gewöhnlichen menschlichen Darmbakterien kodiert werden können"[1], dass "Smart Dust, Anordnungen von vollständigen Computern mit Antennen, jeder viel kleiner als ein Sandkorn, sich nun selbst im Körper organisieren können" und dass "implantierte Geräte wahrscheinlich auch dabei helfen werden, Gedanken zu kommunizieren, die normalerweise verbal durch ein 'eingebautes' Smartphone ausgedrückt werden, und möglicherweise unausgesprochene Gedanken oder Stimmungen durch das Lesen von Gehirnströmen und anderen Signalen". [1]

 

"Synthetische Biologie" steht in Schwabs 4IR-Welt vor der Tür und gibt den technokratischen kapitalistischen Herrschern der Welt "die Fähigkeit, Organismen durch das Schreiben von DNA anzupassen" [2].

 

Der Gedanke an Neurotechnologien, bei denen dem Menschen vollständig künstliche Erinnerungen ins Gehirn implantiert werden, reicht aus, dass sich einige von uns leicht krank fühlen, ebenso wie "die Aussicht, unsere Gehirne durch kortikale Modems, Implantate oder Nanobots mit VR (Virtueller Realität) zu verbinden" [1].

 

Es ist wenig beruhigend zu erfahren, dass dies alles – natürlich! – im größeren Interesse der kapitalistischen Profitmacherei liegt, da es "neue Industrien und Systeme der Wertschöpfung einläutet" und "eine Gelegenheit darstellt, in der Vierten Industriellen Revolution ganz neue Wertesysteme zu schaffen" [1].

 

Und was ist mit dem „Bioprinting organischer Gewebe" [1] oder dem Vorschlag, dass "Tiere potenziell für die Herstellung von Pharmazeutika und anderen Formen der Behandlung manipuliert werden könnten"? [2]

 

Hat jemand ethische Einwände?

 

Das alles ist offensichtlich gut für Schwab, der sich freut, dies mitteilen zu können:

 

Der Tag, an dem Kühe dazu gebracht werden, in ihrer Milch ein Blutgerinnungselement zu produzieren, das den Bluterkranken fehlt, ist nicht mehr fern. Forscher haben bereits damit begonnen, die Genome von Schweinen zu verändern, mit dem Ziel, Organe zu züchten, die für die Transplantation beim Menschen geeignet sind" [2].

 

 

Es wird noch beunruhigender. Seit dem finsteren Eugenikprogramm in Nazi-Deutschland, in das Schwab hineingeboren wurde, gilt diese Wissenschaft in der menschlichen Gesellschaft doch als jenseits des Erlaubten.

 

Aber jetzt ist er offensichtlich der Meinung, dass die Eugenik eine Wiederbelebung verdient, was er im Hinblick auf die genetische Bearbeitung ankündigt:

 

Die Tatsache, dass es jetzt viel einfacher ist, das menschliche Genom innerhalb lebensfähiger Embryonen präzise zu manipulieren, bedeutet, dass wir in Zukunft wahrscheinlich Designer-Babys sehen werden, die bestimmte Eigenschaften besitzen oder gegen eine bestimmte Krankheit resistent sind" [2]

 

In seinem berüchtigten transhumanistischen Traktat „I, Cyborg“ von 2002 sagt der Autor Kevin Warwick voraus:

 

Der Mensch wird sich weiterentwickeln können, indem er sich die Superintelligenz und die zusätzlichen Fähigkeiten, die die Maschinen der Zukunft bieten, zunutze macht und sich mit ihnen verbindet. All dies deutet auf die Entwicklung einer neuen menschlichen Spezies hin, die in der Science-Fiction-Welt als "Cyborgs" bekannt ist. Das bedeutet nicht, dass jeder ein Cyborg werden muss. Wenn Sie mit Ihrem Zustand als Mensch zufrieden sind, dann soll es so sein, Sie können bleiben, wie Sie sind. Aber seien Sie gewarnt – so wie wir Menschen uns vor Jahren von unseren Schimpansen-Cousins getrennt haben, so werden sich auch Cyborgs von den Menschen trennen. Diejenigen, die als Menschen bleiben, werden wahrscheinlich zu einer Subspezies werden. Sie werden effektiv die Schimpansen der Zukunft sein.“ [3]

 

Schwab scheint auf die selbe Zukunft mit einer „überlegenen“, verbesserten, künstlichen, transhumanen Elite hinzudeuten, die sich vom natürlich geborenen Pöbel abtrennt.

 

So in dieser besonders erdrückenden Passage über die 4IR:

 

Wir stehen an der Schwelle zu einem radikalen Systemwandel, der eine kontinuierliche Anpassung der Menschen erfordert. Infolgedessen werden wir möglicherweise Zeuge einer zunehmenden Polarisierung in der Welt, gekennzeichnet durch diejenigen, die den Wandel befürworten, und diejenigen, die sich ihm widersetzen.

 

Dies führt zu einer Ungleichheit, die über die zuvor beschriebene gesellschaftliche Ungleichheit hinausgeht. Diese ontologische Ungleichheit wird diejenigen, die sich anpassen, von denen trennen, die sich widersetzen – die materiellen Gewinner und Verlierer in allen Bedeutungen der Worte.

 

Die Gewinner können sogar von irgendeiner Form radikaler menschlicher Verbesserungen profitieren, die durch bestimmte Segmente der Vierten Industriellen Revolution (wie die Gentechnik) hervorgerufen wurden und die den Verlierern vorenthalten werden. Dies birgt die Gefahr von Klassenkonflikten und anderen Zusammenstößen, wie wir sie noch nie zuvor gesehen haben.“ [2]

 

Schwab sprach bereits 2016 von einer "großen Transformation"[ 2] und ist fest entschlossen, alles in seiner nicht unbeträchtlichen Macht Stehende zu tun, um seine von der Eugenik inspirierte transhumanistische Welt der Künstlichkeit, Überwachung, Kontrolle und des exponentiellen Profits zu verwirklichen.

 

Doch wie aus seinem obigen Verweis auf "Klassenkonflikte" hervorgeht, ist er eindeutig besorgt über die Möglichkeit eines "gesellschaftlichen Widerstands" [1] und darüber, wie er vorankommen kann, "wenn Technologien in der Öffentlichkeit auf großen Widerstand stoßen". [1]

 

Schwabs jährliche WEF-Rallyes in Davos werden seit langem von antikapitalistischen Protesten begleitet, und trotz der gegenwärtigen Lähmung der radikalen Linken ist er sich der Möglichkeit einer erneuten und vielleicht breiteren Opposition gegen sein Projekt bewusst, mit dem Risiko von "Ressentiments, Angst und politischen Gegenreaktionen." [1]

 

In seinem jüngsten Buch liefert er einen historischen Kontext und stellt fest, dass "die Antiglobalisierung im Vorfeld von 1914 und bis 1918 stark war, dann weniger stark in den 1920er Jahren, aber in den 1930er Jahren als Folge der Großen Depression wieder auflebte". [4]

 

Er stellt fest, dass in den frühen 2000er Jahren "die politische und gesellschaftliche Gegenreaktion gegen die Globalisierung unerbittlich an Stärke gewonnen hat" [4] und sagt, dass "soziale Unruhen" in den letzten zwei Jahren in der ganzen Welt weit verbreitet waren, und zitiert unter anderem die Gilets Jaunes in Frankreich und beruft sich auf das "düstere Szenario", dass "das Gleiche noch einmal passieren könnte".

https://winteroak.org.uk/the-gilets-jaunes/

 

Wie soll also ein ehrlicher Technokrat ohne die Zustimmung der Weltöffentlichkeit seine bevorzugte Zukunft für die Welt ausrollen? Wie können Schwab und seine Milliardärsfreunde dem Rest von uns ihre bevorzugte Gesellschaft aufzwingen?

 

Eine Antwort ist die unerbittliche Gehirnwäsche-Propaganda, die von den Massenmedien und der akademischen Welt, die der 1%-Elite gehören – sie bezeichnen das gerne als „Narrativ“.

 

Für Schwab spiegelt der Widerwille der Mehrheit der Menschheit, an Bord seines 4IR-Expresses zu springen, die Tragödie wider, dass...

 

...der Welt ein konsistentes, positives und gemeinsames Narrativ fehlt, das die Chancen und Herausforderungen der Vierten Industriellen Revolution umreißt, ein Narrativ, das unerlässlich ist, wenn wir eine vielfältige Gruppe von Individuen und Gemeinschaften stärken und einen Rückschlag der Bevölkerung gegen die laufenden grundlegenden Veränderungen vermeiden wollen." [2]

 

Er fügt hinzu:

 

Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass wir Aufmerksamkeit und Energie in die Zusammenarbeit mehrerer Interessengruppen über akademische, soziale, politische, nationale und Branchengrenzen hinweg investieren. Diese Interaktionen und Kooperationen sind notwendig, um positive, gemeinsame und hoffnungsvolle Narrative zu schaffen, die es Einzelpersonen und Gruppen aus allen Teilen der Welt ermöglichen, an den laufenden Veränderungen teilzuhaben und davon zu profitieren." [2]

 

Eines dieser "Narrative" beschönigt die Gründe, aus denen die 4IR-Technologie so bald wie möglich überall auf der Welt installiert werden muss.

 

Schwab ist frustriert darüber, dass "mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung – rund 3,9 Milliarden Menschen – noch immer keinen Zugang zum Internet hat"[1], wobei 85% der Bevölkerung in den Entwicklungsländern offline und damit unerreichbar bleiben, im Vergleich zu 22% in der entwickelten Welt.

 

Das eigentliche Ziel der 4IR ist es, diese Bevölkerungen über den globalen Techno-Imperialismus gewinnbringend auszubeuten, aber das darf natürlich nicht in dem zum Verkauf des Plans erforderlichen Propaganda-"Narrativ" geäußert werden.

 

Stattdessen muss ihre Mission, wie von Schwab selbst, als ein Versuch dargestellt werden, "Technologien und Systeme zu entwickeln, die dazu dienen, wirtschaftliche und soziale Werte wie Einkommen, Chancen und Freiheit an alle Beteiligten zu verteilen." [1]

 

Er posiert fromm als Hüter der liberalen Werte der Wokester und erklärt:

 

Inklusives Denken geht darüber hinaus, Armut oder marginalisierte Gemeinschaften einfach nur als eine Verirrung zu betrachten – etwas, das wir lösen können. Es zwingt uns zu erkennen, dass 'unsere Privilegien auf der gleichen Landkarte liegen wie ihr Leiden'. Es geht über Einkommen und Ansprüche hinaus, obwohl diese nach wie vor wichtig sind. Stattdessen erweitern die Einbeziehung von Anspruchsberechtigten (Stakeholders) und die Verteilung von Leistungen die Freiheiten für alle." [1]

 

Dieselbe Technik, ein gefälschtes "Narrativ", mit dem wohlmeinende Bürger zur Unterstützung eines imperialistischen kapitalistischen Plans verleitet werden sollen, wurde in Bezug auf den Klimawandel ausgiebig angewandt.

 

Schwab ist natürlich ein großer Fan von Greta Thunberg, die nach ihrem Ein-Mädchen-Protest in Stockholm kaum vom Bürgersteig aufgestanden war, bevor sie zum WEF in Davos für ein Grußwort geschleppt wurde.

Greta Thunberg mit Jane Goodall, man beachte den Schriftzug "The Fourth Industrial Revolution"

 

https://winteroak.org.uk/2019/12/20/the-acorn-53/#2

 

 

https://nodealfornature.wixsite.com/english

 

https://voicefortheplanet.org/info/

 

https://www.globalshapers.org/

 

Er ist auch ein Befürworter des vorgeschlagenen globalen New Deal for Nature, insbesondere über Voice for the Planet, das 2019 von den Global Shapers beim WEF in Davos lanciert wurde, einer 2011 von Schwab gegründeten Jugendorganisation, und vom Enthüllungsjournalisten Cory Morningstar treffend als "groteske Zurschaustellung von unternehmerischem Fehlverhalten, getarnt als das Gute" beschrieben wurde.

http://www.wrongkindofgreen.org/2019/02/24/the-manufacturing-of-greta-thunberg-a-decade-of-social-manipulation-for-the-corporate-capture-of-nature-crescendo/

 

In seinem 2020-Buch legt Schwab tatsächlich dar, wie gefälschter "Jugendaktivismus" benutzt wird, um seine kapitalistischen Ziele voranzutreiben.

 

In einer bemerkenswert freimütigen Passage schreibt er:

 

Der Jugendaktivismus nimmt weltweit zu und wird durch soziale Medien revolutioniert, die die Mobilisierung in einem Ausmaß erhöhen, das vorher unmöglich gewesen wäre. Er nimmt viele verschiedene Formen an, die von nicht-institutionalisierter politischer Beteiligung bis hin zu Demonstrationen und Protesten reichen, und befasst sich mit so unterschiedlichen Themen wie Klimawandel, Wirtschaftsreformen, Geschlechtergleichstellung und LGBTQ-Rechten. Die junge Generation steht fest an der Spitze des sozialen Wandels. Es besteht kaum Zweifel daran, dass sie der Katalysator für den Wandel und eine Quelle kritischer Impulse für den Great Reset sein wird.“ [4]

 

Tatsächlich ist natürlich die ultra-industrielle Zukunft, wie sie Schwab vorschlägt, alles andere als grün. Nicht die Natur interessiert ihn, sondern „natürliches Kapital“ und „Schaffung von Anreizen für Investitionen in grüne und soziale Grenzmärkte." [4]

 

Verschmutzung bedeutet Profit und eine Umweltkrise ist nur eine weitere Geschäftsmöglichkeit, er führt das in „Die Vierte Industrielle Revolution“ aus:

 

In diesem revolutionär neuen Industriesystem verwandelt sich Kohlendioxid von einem Treibhausschadstoff in einen Aktivposten, und die Ökonomie der Kohlenstoffabscheidung und -speicherung wandelt sich von einer Kosten- und Verschmutzungsbelastung zu profitablen Produktionsanlagen für die Kohlenstoffabscheidung und -nutzung. Noch wichtiger ist, dass es Unternehmen, Regierungen und Bürgern dabei helfen wird, sich Strategien zur aktiven Regeneration des Naturkapitals bewusster zu machen und sich stärker dafür einzusetzen, so dass eine intelligente und regenerative Nutzung des Naturkapitals ermöglicht wird, um nachhaltige Produktion und nachhaltigen Konsum zu steuern und der biologischen Vielfalt in bedrohten Gebieten Raum zu geben, sich zu erholen.“ [2]

 

Schwabs „Rezepte“ für den herzzerreißenden Schaden, der unserer natürlichen Welt durch industriellen Kapitalismus zugefügt wurde, beinhaltet nur mehr vom selben Gift, nur noch schlimmer.

 

Das Climate Engineering ist einer seiner Favoriten:

 

Zu den Vorschlägen gehören die Installation gigantischer Spiegel in der Stratosphäre, um das Sonnenlicht zu reflektieren, das chemische Impfen der Atmosphäre um den Niederschlag zu erhöhen und das Aufstellen großer Maschinen zum Entfernen des CO2 aus der Luft.“ [1]

 

Und noch das:

 

Derzeit werden durch die Kombination von Technologien der Vierten Industriellen Revolution, wie Nanopartikel und andere fortschrittliche Materialien, neue Ansätze erdacht." [1]

 

Wie alle Unternehmen und prokapitalistischen NGOs, die den bedrohten New Deal for Nature unterstützen, ist Schwab völlig und zutiefst ungrün.

 

Für ihn schließt die "ultimative Möglichkeit" einer "sauberen" und "nachhaltigen" Energie die Kernfusion[1] ein, und er freut sich auf den Tag, an dem Satelliten "den Planeten mit Kommunikationswegen überziehen werden, die helfen könnten, die mehr als 4 Milliarden Menschen, die noch keinen Online-Zugang haben, miteinander zu verbinden"[1].

 

Schwab bedauert auch sehr die ganze Bürokratie, die den ungehinderten Vormarsch gentechnisch veränderter Lebensmittel verhindert, und warnt, dass...

 

... die globale Ernährungssicherheit jedoch nur dann erreicht wird, wenn die Vorschriften für genetisch veränderte Lebensmittel so angepasst werden, dass sie die Realität widerspiegeln, dass die Genbearbeitung eine präzise, effiziente und sichere Methode zur Verbesserung von Nutzpflanzen bietet." [1]

 

Die neue Ordnung, die Schwab ins Auge gefasst hat, wird die ganze Welt umfassen, und daher ist eine globale Regierungsführung (Global Governance) erforderlich, um sie durchzusetzen, wie er wiederholt erklärt.

 

Seine bevorzugte Zukunft "wird nur durch eine verbesserte Global Governance zustande kommen"[4], darauf besteht er. "Eine Form effektiver globaler Regierungsführung" [4] sei notwendig.

 

Das Problem, das wir heute haben, ist das eines möglichen "globalen Ordnungsdefizits" [4], behauptet er und fügt unwahrscheinlich hinzu, dass die Weltgesundheitsorganisation "durch begrenzte und schwindende Ressourcen belastet ist"[4].

 

In Wirklichkeit will er damit sagen, dass seine 4IR/Great Reset-Gesellschaft nur funktionieren wird, wenn sie gleichzeitig überall auf dem Planeten durchgesetzt wird, sonst "werden wir bei unseren Versuchen, globale Herausforderungen anzugehen und auf sie zu reagieren, gelähmt." [4]

 

Er gibt zu:

 

Kurz gesagt, globales Regierungshandeln steht im Zentrum all der anderen Themen.“ [4]

 

Dieses allumfassende Imperium hängt sehr davon ab, ob eine bestimmte Bevölkerung sich demokratisch entscheidet, einen anderen Weg einzuschlagen. Diese "laufen Gefahr, von den globalen Normen isoliert zu werden, wodurch diese Nationen Gefahr laufen, zu den Nachzüglern der neuen digitalen Wirtschaft zu werden" [2], warnt Schwab.

 

Jeglicher Anflug von Autonomie und Graswurzelbewegung wird aus Schwabs imperialistischer Perspektive als eine Bedrohung angesehen und soll unter der 4IR ausgerottet werden.

 

Er schreibt:

 

Früher identifizierten die Menschen ihr Leben am stärksten mit einem Ort, einer ethnischen Gruppe, einer bestimmten Kultur oder sogar einer Sprache. Mit dem Aufkommen des Online-Engagements und der verstärkten Auseinandersetzung mit Ideen aus anderen Kulturen sind Identitäten heute austauschbarer als früher... Dank der Kombination aus historischen Migrationsmustern und kostengünstiger Konnektivität werden Familienstrukturen neu definiert...“ [2]

 

Echte Demokratie fällt für Schwab im Wesentlichen in die gleiche Kategorie. Er weiß, dass die meisten Menschen solche Pläne, die ihr Leben zerstören und sie einem globalen techno-faschistischen Ausbeutungssystem unterwerfen, nicht bereitwillig mitmachen werden.

 

Deshalb war das "Stakeholder"-Konzept für Schwabs Projekt so wichtig. Wie oben erörtert, handelt es sich dabei um die Negation von Demokratie, mit der Betonung stattdessen darauf, "mit Stakeholder-Gruppen nach Lösungen zu suchen." [1]

 

Wenn die Öffentlichkeit, das Volk, in diesen Prozess einbezogen wird, dann nur auf einer oberflächlichen Ebene. Die Tagesordnung ist bereits im Voraus festgelegt und die Entscheidungen sind hinter den Kulissen bereits getroffen worden.

 

Das gibt Schwab im Grunde zu, wenn er schreibt:

 

Wir müssen den Dialog zwischen allen Stakeholdern wieder aufnehmen, um ein gegenseitiges Verständnis zu gewährleisten, das eine Kultur des Vertrauens zwischen Regulierungsbehörden, Nichtregierungsorganisationen, Fachleuten und Wissenschaftlern weiter aufbaut. Auch die Öffentlichkeit muss berücksichtigt werden, denn sie muss sich an der demokratischen Gestaltung biotechnologischer Entwicklungen beteiligen, die die Gesellschaft, Einzelpersonen und Kulturen betreffen.“ [1]

 

Die Öffentlichkeit muss also "auch" berücksichtigt werden, als nachträglicher Gedanke. Nicht einmal direkt konsultiert, sondern nur "berücksichtigt"! Und die Rolle der Menschen, der Gemeinschaft, wird lediglich darin bestehen, an der "Gestaltung" biotechnologischer Entwicklungen "mitzuwirken".

 

Die Möglichkeit, dass die Öffentlichkeit die Idee biotechnologischer Entwicklungen tatsächlich ablehnt, wurde dank der bewusst eingebauten Annahmen der Stakeholder-Formel völlig ausgeschlossen.

 

Die gleiche Botschaft findet sich in der Überschrift von Schwabs Schlussfolgerung "Shaping the Future of the Fourth Industrial Revolution": "Was Sie tun können, um die Vierte Industrielle Revolution zu gestalten"[1] Die Techno-Tyrannei kann nicht herausgefordert oder gestoppt, sondern nur "gestaltet" werden.

 

Schwab verwendet den Begriff "Systemführerschaft", um die zutiefst antidemokratische Art und Weise zu beschreiben, in der das 1% uns allen seine Agenda aufzwingt, ohne uns die Möglichkeit zu geben, "Nein" zu sagen.

 

Er schreibt:

 

Bei der Systemführerschaft geht es darum, eine gemeinsame Vision für den Wandel zu kultivieren – gemeinsam mit allen Interessengruppen der globalen Gesellschaft – und dann danach zu handeln, um zu verändern, wie und für wen das System seinen Nutzen bringt. Systemführerschaft erfordert das Handeln aller Stakeholder, einschließlich Einzelpersonen, Führungskräfte aus der Wirtschaft, soziale Influencer und politische Entscheidungsträger." [1]

 

Er bezeichnet diese vollständige Kontrolle von oben nach unten als "das Systemmanagement der menschlichen Existenz"[1], obwohl andere den Begriff "Totalitarismus" bevorzugen könnten.

 

Eines der charakteristischen Merkmale des historischen Faschismus in Italien und Deutschland war seine Ungeduld mit den lästigen Beschränkungen, die der herrschenden Klasse ("der Nation" in faschistischer Sprache) durch Demokratie und politischen Liberalismus auferlegt wurden.

 

All dies musste aus dem Weg geräumt werden, um einen Blitzkrieg der beschleunigten "Modernisierung" zu ermöglichen.

 

Wir sehen denselben Geist in Schwabs Forderungen nach einer "agilen Regierungsführung" wieder aufleben, in denen er behauptet, dass "das Tempo der technologischen Entwicklung und eine Reihe von Merkmalen der Technologien die bisherigen politischen Entscheidungszyklen und -prozesse unangemessen machen"[1].

 

Er schreibt:

 

Die Idee der Reform von Governance-Modellen zur Bewältigung neuer Technologien ist nicht neu, aber die Dringlichkeit, dies zu tun, ist angesichts der Macht der heutigen aufkommenden Technologien weitaus größer... Das Konzept der agilen Governance versucht, der Wendigkeit, Fluidität, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Technologien selbst und der privatwirtschaftlichen Akteure, die sie übernehmen, gerecht zu werden" [1].

 

Die Formulierung "Reform von Governance-Modellen zur Bewältigung neuer Technologien" verrät hier wirklich alles. Wie im Faschismus müssen die gesellschaftlichen Strukturen neu erfunden werden, um den Anforderungen des Kapitalismus und seiner den Profit erhöhenden Technologien gerecht zu werden.

 

Schwab erklärt, dass seine "agile Regierungsführung" die Schaffung sogenannter „Policy Labs“ umfassen würde – "geschützte Räume innerhalb der Regierung mit dem ausdrücklichen Mandat, neue Methoden der Politikentwicklung unter Verwendung agiler Prinzipien zu erproben" – und "die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Regierungen und Unternehmen, 'Entwicklungs-Sandkästen' und 'experimentelle Testbetten' zu schaffen, um Regulierungen unter Verwendung iterativer, sektorübergreifender und flexibler Ansätze zu entwickeln." [1]

 

Für Schwab besteht die Rolle des Staates darin, die kapitalistischen Ziele voranzubringen, nicht darin, sie irgendeiner Form von Kontrolle zu unterwerfen. Während er die Rolle des Staates bei der Ermöglichung einer Übernahme unseres Lebens durch Unternehmen befürwortet, ist er weniger an einer Regulierungsfunktion des Staates interessiert, was den Zufluss von Profiten in private Hände verlangsamen könnte, und so stellt er sich "die Entwicklung von Ökosystemen mit privaten Regulierern vor, die auf Märkten konkurrieren." [1]

 

In seinem Buch von 2018 erörtert Schwab das Problem lästiger Vorschriften und wie diese Grenzen" im Zusammenhang mit Daten und Privatsphäre am besten überwunden werden können.

 

Er unterbreitet den Vorschlag von...

 

„… Vereinbarungen über den öffentlich-privaten Datenaustausch, die "im Notfall die Glasscheibe des Alarmknopfs einschlagen". Diese kommen nur unter vorher vereinbarten Notfallumständen (wie einer Pandemie) zum Tragen und können dazu beitragen, Verzögerungen zu verringern und die Koordination der Ersthelfer zu verbessern, indem sie vorübergehend einen Datenaustausch ermöglichen, der unter normalen Umständen illegal wäre". [1]

 

Lustigerweise gab es zwei Jahre später tatsächlich eine "Pandemie", und diese "vorher vereinbarten Notstandsbedingungen" wurden Realität.

 

Dies sollte für Schwab keine allzu große Überraschung gewesen sein, denn sein WEF hatte im Oktober 2019 die berüchtigte Konferenz Event 201 mit veranstaltet, die eine fiktive Coronavirus-Pandemie modellierte.

 

 

Und er verschwendete wenig Zeit mit der Herausgabe eines neuen Buches, „Covid-19: The Great Reset", das er zusammen mit Thierry Malleret verfasste, der das sogenannte Monthly Barometer herausgibt, "eine prägnante vorausschauende Analyse, die privaten Investoren, globalen CEOs und Meinungs- und Entscheidungsträgern zur Verfügung gestellt wird" [4].

 

Das im Juli 2020 veröffentlichte Buch soll "Hypothesen und Ideen darüber vorantreiben, wie die Welt nach einer Pandemie aussehen könnte und vielleicht auch sollte". [4]

 

Schwab und Malleret geben zu, dass Covid-19 "eine der am wenigsten tödlichen Pandemien ist, die die Welt in den letzten 2000 Jahren erlebt hat", und fügen hinzu, dass "die Folgen von COVID-19 in Bezug auf Gesundheit und Sterblichkeit im Vergleich zu früheren Pandemien mild sein werden". [4]

 

Sie fügen hinzu:

 

(Das Virus) stellt keine existentielle Bedrohung oder einen Schock dar, der sich für Jahrzehnte auf die Weltbevölkerung auswirken wird.“ [4]

 

Unglaublicherweise wird diese "milde" Krankheit jedoch gleichzeitig als Entschuldigung für einen beispiellosen sozialen Wandel unter dem Banner "The Great Reset" präsentiert!

 

Und obwohl sie ausdrücklich erklären, dass Covid-19 keinen großen "Schock" darstellt, verwenden die Autoren immer wieder diesen Begriff, um die weitreichenderen Auswirkungen der Krise zu beschreiben.

 

Schwab und Malleret stellen Covid-19 in eine lange Tradition von Ereignissen, die plötzliche und bedeutende Veränderungen in unseren Gesellschaften ermöglicht haben.

 

Sie berufen sich ausdrücklich auf den Zweiten Weltkrieg:

 

Der Zweite Weltkrieg war der Transformationskrieg schlechthin, der nicht nur grundlegende Veränderungen der Weltordnung und der Weltwirtschaft auslöste, sondern auch einen radikalen Wandel gesellschaftlicher Einstellungen und Überzeugungen mit sich brachte, was schließlich den Weg für radikal neue Politiken und Sozialvertragsbestimmungen ebnete (wie den Eintritt von Frauen in die Arbeitswelt, bevor sie zu Wählerinnen wurden).

 

Es gibt natürlich grundlegende Unterschiede zwischen einer Pandemie und einem Krieg (auf die wir auf den folgenden Seiten näher eingehen werden), aber die Größenordnung ihrer transformativen Kraft ist vergleichbar. Beide haben das Potenzial, zu einer transformativen Krise von bisher unvorstellbaren Ausmaßen zu werden." [4]

 

Und sie gesellen sich zu vielen zeitgenössischen „Verschwörungstheoretikern“, indem sie direkte Vergleiche zwischen Covid-19 und 9/11 anstellen:

 

Dies geschah nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Überall auf der Welt wurden neue Sicherheitsmaßnahmen wie der Einsatz von weit verbreiteten Kameras, das Erfordernis eines elektronischen Personalausweises und das Ein- und Ausloggen von Mitarbeitern oder Besuchern zur Norm. Damals galten diese Maßnahmen als extrem, aber heute werden sie überall eingesetzt und als 'normal' betrachtet". [4]

 

Wenn ein Tyrann das Recht erklärt, über eine Bevölkerung zu herrschen, ohne ihre Ansichten zu berücksichtigen, rechtfertigt er seine Diktatur gerne mit dem Anspruch, dass er moralisch dazu berechtigt sei, weil er "aufgeklärt" ist.

 

Dasselbe gilt für die von Covid angeheizte Tyrannei von Schwabs Großem Reset, was das Buch als "aufgeklärte Führung" einstuft:

 

Einige Staats- und Regierungschefs und Entscheidungsträger, die bereits an vorderster Front im Kampf gegen den Klimawandel standen, möchten den Schock, den die Pandemie verursacht hat, vielleicht nutzen, um langfristige und umfassendere Umweltveränderungen durchzuführen. Sie werden die Pandemie in der Tat 'gut nutzen', indem sie die Krise nicht im Sande verlaufen lassen". [4]

 

Die globale kapitalistisch herrschende Elite hat sicherlich ihr Bestes getan, um "den durch die Panik verursachten Schock auszunutzen" und uns allen seit den allerersten Tagen des Ausbruchs versichert, dass aus irgendeinem unergründlichen Grund nichts in unserem Leben je wieder so sein könne wie zuvor.

 

Schwab und Malleret sind unweigerlich enthusiastisch bei der Verwendung des Framings „Neue Normalität“, obwohl sie zugegeben haben, dass das Virus immer nur "mild" war.

 

"Das ist unser entscheidender Moment", krähen sie. "Viele Dinge werden sich für immer ändern". "Eine neue Welt wird entstehen". "Der durch COVID-19 ausgelöste gesellschaftliche Umbruch wird Jahre und möglicherweise Generationen andauern".

 

Viele von uns denken darüber nach, wann die Dinge wieder zur Normalität zurückkehren. Die kurze Antwort lautet: Nie.“

 

Sie gehen sogar soweit und schlagen eine historische Einteilung in „ein Zeitalter vor der Pandemie“ und „eine Welt nach der Pandemie“ vor. [4]

 

Sie schreiben:

 

Es kommen radikale Veränderungen von solcher Tragweite, dass einige Experten von einer Ära "vor dem Coronavirus" (BC) und "nach dem Coronavirus" (AC) sprechen. Wir werden weiterhin sowohl von der Schnelligkeit als auch von der unerwarteten Natur dieser Veränderungen überrascht sein – da sie miteinander verschmelzen, werden sie Folgen zweiter, dritter, vierter und weiterer Ordnung, Kaskadeneffekte und unvorhergesehene Ergebnisse provozieren. Auf diese Weise werden sie eine "Neue Normalität" formen, die sich radikal von jener unterscheidet, die wir nach und nach hinter uns lassen werden. Viele unserer Überzeugungen und Annahmen darüber, wie die Welt aussehen könnte oder sollte, werden in diesem Prozess zerschlagen werden.“ [4]

 

Schwab blickte 2016 nach vorne, auf „neue Wege beim Einsatz von Technologie zur Verhaltensänderung“ [2] und sagte voraus:

 

Das Ausmaß und die Breite der sich entfaltenden technologischen Revolution werden wirtschaftliche, soziale und kulturelle Veränderungen von solch phänomenalen Ausmaßen mit sich bringen, dass sie kaum vorstellbar sind". [2]

 

Ein Weg, wie er hoffte, dass sich seine technokratische Agenda vorantreiben ließe, war, wie wir gesehen haben, mittels der heuchlerischen „Lösungen“ des Klimawandels, vorgeschlagen von falschen grünen Kapitalisten.

https://winteroak.org.uk/climate-capitalists/

 

Unter der Überschrift „Umwelt-Reset“ sagen Schwab und Malleret:

 

Auf den ersten Blick mögen die Pandemie und die Umwelt nur wie zwei entfernt verwandte Cousins erscheinen; aber sie sind viel enger und stärker verknüpft als wir denken.“ [4]

 

Eine der Verbindungen ist, dass sowohl die Klima- als auch die Virus-"Krise" vom WEF und ihresgleichen benutzt wurden, um ihre Agenda der globalen Regierungsführung voranzutreiben. Wie Schwab und sein Koautor es ausdrückten, "sind sie globaler Natur und können daher nur in einer global koordinierten Weise richtig angegangen werden." [4]

 

Ein weiterer Zusammenhang besteht in der Art und Weise, wie die "Wirtschaft nach der Pandemie" und die "grüne Wirtschaft" [4] massive Gewinne für weitgehend die gleichen Sektoren des Großkapitals mit sich bringen.

 

Covid-19 war offensichtlich eine großartige Nachricht für jene Kapitalisten, die hoffen, von der Umweltzerstörung zu profitieren, wie Schwab und Malleret berichten:

 

Die Überzeugung, dass ESG-Strategien (Anm.d.Ü.: ESG = Environmental, Social and corporate Governance) von der Pandemie profitiert haben und höchstwahrscheinlich noch weiter profitieren werden, wird durch verschiedene Umfragen und Berichte bestätigt. Erste Daten zeigen, dass der Nachhaltigkeitssektor im ersten Quartal 2020 eine bessere Performance als konventionelle Fonds erzielt hat." [4]

 

Die kapitalistischen Haie des sogenannten „Nachhaltigkeitssektors“ reiben sich vor Freude die Hände wegen der Aussicht auf das ganze Geld, das sie mit dem großen faschistischen Reset unter dem Covid-Vorwand machen können, und der Staat wird instrumentalisiert, um ihre heuchlerischen Geschäftemacherei zu finanzieren.

 

Man beachte Schwab und Malleret:

 

Der Schlüssel, um privates Kapital in neuen Quellen naturfreundlicher wirtschaftlicher Werte zu bündeln, wird darin liegen, wichtige politische Hebel und Anreize für die öffentlichen Finanzen als Teil einer umfassenderen wirtschaftlichen Neuausrichtung zu verschieben" [4].

 

Ein von Systemiq in Zusammenarbeit mit dem Weltwirtschaftsforum erstelltes Grundsatzpapier schätzt, dass der Aufbau einer naturfreundlichen Wirtschaft bis zum Jahr 2030 mehr als 10 Billionen Dollar pro Jahr ausmachen könnte... Die Wiederherstellung der Umwelt sollte nicht als Kosten, sondern vielmehr als eine Investition betrachtet werden, die wirtschaftliche Aktivität und Beschäftigungsmöglichkeiten schafft". [4]

 

Angesichts der von Schwab dargelegten Verflechtung von Klima- und Covid-Krise könnte man spekulieren, dass der ursprüngliche Plan darin bestand, die Neuordnung der Normalität im Zuge der Klimakrise durchzusetzen.

 

Aber offensichtlich hat die ganze Publicity für Greta Thunberg und die von der Grossindustrie unterstützte Extinction Rebellion nicht genug öffentliche Panik ausgelöst, um solche Maßnahmen zu rechtfertigen.

https://winteroak.org.uk/2019/04/23/rebellion-extinction-a-capitalist-scam-to-hijack-our-resistance/

 

Covid-19 dient Schwabs Absichten perfekt, denn die unmittelbare Dringlichkeit, die es darstellt, erlaubt es, den gesamten Prozess zu beschleunigen und ohne gebührende Prüfung durchzupeitschen.

 

Dieser entscheidende Unterschied zwischen dem jeweiligen Zeithorizont einer Pandemie und dem des Klimawandels und des Naturschadens bedeutet, dass eine Pandemiegefahr sofortiges Handeln erfordert, dem ein rasches Ergebnis folgt, während Klimawandel und Naturschäden ebenfalls sofortiges Handeln erfordern, das Ergebnis (oder die "künftige Belohnung", im Jargon der Ökonomen) aber erst mit einer gewissen Zeitverzögerung folgen wird.“ [4]

 

Für Schwab und seine Freunde ist Covid-19 der große Beschleuniger für all das, was sie uns seit Jahren unterjubeln wollten.

 

Die Pandemie verschärft und beschleunigt eindeutig geopolitische Trends, die sich bereits vor Ausbruch der Krise abzeichneten". [4]

 

Die Pandemie wird einen Wendepunkt markieren, indem sie diesen Übergang beschleunigt. Sie hat das Problem deutlich gemacht und eine Rückkehr zum Status quo vor der Pandemie unmöglich gemacht". [4]

 

Sie können kaum ihr Entzücken über die Richtung verbergen, die die Gesellschaft jetzt einschlägt:

 

Die Pandemie wird die Innovation noch mehr beschleunigen, indem sie bereits eingeleitete technologische Veränderungen katalysiert (vergleichbar mit der Verschärfung der Auswirkungen, die sie auf andere zugrunde liegende globale und nationale Probleme hatte) und ein 'Turbolader' für jedes digitale Geschäft oder die digitale Dimension jedes Unternehmens ist.“ [4].

 

[…]

 

Mit der Pandemie hat die "digitale Transformation", von der so viele Analysten seit Jahren sprechen, ohne genau zu wissen, was sie bedeutet, ihren Katalysator gefunden. Ein wesentlicher Effekt der Eingrenzung wird die Ausweitung und Weiterentwicklung der digitalen Welt auf entscheidende und oft dauerhafte Weise sein.

 

Im April 2020 beobachteten mehrere Technologieführer, wie schnell und radikal die durch die Gesundheitskrise geschaffenen Notwendigkeiten die Einführung einer breiten Palette von Technologien beschleunigt hat. Innerhalb nur eines Monats zeigte sich, dass viele Unternehmen in Bezug auf die Einführung von Technologien um mehrere Jahre vorauseilten.“ [4].

 

Das Schicksal meint es offenbar gut mit Klaus Schwab, denn diese Covid-19-Krise hat glücklicherweise so ziemlich jeden Aspekt der Agenda, für die er sich über die Jahrzehnte eingesetzt hat, vorangebracht.

 

So berichten er und Malleret mit Genugtuung, dass "die Pandemie die Einführung der Automatisierung am Arbeitsplatz und die Einführung von mehr Robotern in unserem Privat- und Berufsleben vorantreiben wird"[4].

 

Lockdowns in der ganzen Welt haben den Unternehmen, die Online-Shopping anbieten, natürlich einen großen finanziellen Auftrieb gegeben.

 

Die Autoren berichten:

 

Die Konsumenten brauchen Produkte, und wenn sie nicht einkaufen können, werden sie unweigerlich dazu übergehen, sie online zu kaufen. Wenn sich die Gewohnheit einstellt, werden sich Menschen, die noch nie online eingekauft haben, damit anfreunden können, während Menschen, die vorher Teilzeit-Online-Käufer waren, sich vermutlich mehr darauf verlassen werden. Dies wurde während der Lockdowns deutlich.

 

In den USA stellten Amazon und Walmart insgesamt 250.000 Mitarbeiter ein, um mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten, und sie haben eine massive Infrastruktur für die Online-Bereitstellung aufgebaut. Dieses beschleunigte Wachstum des E-Commerce bedeutet, dass die Giganten des Online-Einzelhandels wahrscheinlich noch stärker aus der Krise hervorgehen werden, als sie es in der Zeit vor der Pandemie waren.“ [4]

 

Sie fügen hinzu:

 

Da immer mehr und vielfältigere Dinge und Dienstleistungen über unsere Mobiltelefone und Computer zu uns gebracht werden, werden Unternehmen in so unterschiedlichen Sektoren wie E-Commerce, kontaktlose Transaktionen, digitale Inhalte, Roboter und Lieferungen mit Drohnen (um nur einige zu nennen) florieren. Es ist kein Zufall, dass Firmen wie Alibaba, Amazon, Netflix oder Zoom als "Gewinner" aus den Lokdowns hervorgegangen sind.“ [4]

 

Folglich könnte man meinen, dass es "kein Zufall" ist, dass Regierungen, die dank des WEF und anderer vom Großkapital gefangen genommen und kontrolliert wurden, eine "neue COV-Realität" eingeführt haben, in der die Großunternehmen die "Gewinner" sind...

 

Die von Covid inspirierten guten Nachrichten hören für alle Wirtschaftszweige, die von der Vierten Industriellen Repression profitieren werden, gar nicht auf.

 

(„Wehrt euch gegen die Vierte Industrielle Repression!“)

https://winteroak.org.uk/2020/04/17/resist-the-fourth-industrial-repression/

 

Die Pandemie könnte sich als ein Segen für die Online-Bildung erweisen", berichten Schwab und Malleret. "In Asien ist die Verlagerung hin zur Online-Bildung besonders bemerkenswert, mit einem starken Anstieg der digitalen Einschreibungen von Studenten, einer viel höheren Bewertung für Online-Bildungsunternehmen und mehr verfügbarem Kapital für 'ed-tech'-Start-ups... Im Sommer 2020 scheint die Richtung des Trends klar: Die Welt der Bildung wird, wie für so viele andere Branchen auch, teilweise virtuell werden.“ [4]

 

Auch der Online-Sport hebt ab:

 

Eine Zeitlang könnte das soziale Abstandhalten die Ausübung bestimmter Sportarten einschränken, wovon wiederum der immer mächtiger wachsende E-Sport profitiert. Tech und Digital sind nie weit entfernt!“ [4]

 

Ähnliche Nachrichten kommen aus dem Bankensektor:

 

Die Transaktionen im Online-Banking sind während der Krise von 10% auf 90% gestiegen, ohne Einbußen bei der Qualität und mit einer Zunahme an Zustimmung.“ [4]

 

Der Covid-inspirierte Umstieg auf Online-Aktivitäten begünstigt Big Tech, das aus der Krise enorme Profite zieht, wie die Autoren beschreiben:

 

Der kombinierte Marktwert der führenden Technologieunternehmen erreichte während der Lockdowns einen Rekord nach dem anderen und stieg sogar wieder über das Niveau vor dem Ausbruch... dieses Phänomen wird wahrscheinlich nicht so bald nachlassen, ganz im Gegenteil". [4]

 

Aber es ist auch eine gute Nachricht für alle jene Unternehmen, die keine Menschen mehr bezahlen müssen, um für sie zu arbeiten. Bei der Automatisierung geht und ging es immer darum, Kosten zu sparen und damit die Profite der kapitalistischen Elite zu steigern.

 

Die Kultur der faschistischen Neuen Normalität wird auch lukrative Spin-off-Vorteile für bestimmte Wirtschaftszweige wie die Verpackungsindustrie bringen, erklären Schwab und Malleret:

 

Die Pandemie wird unseren Fokus auf die Hygiene sicherlich noch verstärken. Eine neue Sauberkeitsbesessenheit wird insbesondere die Schaffung neuer Verpackungsformen nach sich ziehen. Wir werden ermutigt werden, die Produkte, die wir kaufen, nicht anzufassen. Einfache Freuden wie der Geruch einer Melone oder das Ausquetschen einer Frucht werden verpönt sein und vielleicht sogar der Vergangenheit angehören." [4]

 

Die Autoren beschreiben ebenso, was sehr wie eine technokratische, profitbezogene Agenda hinter dem „sozialen Abstandhalten“ klingt, was echt ein Schlüsselelement des Covid-“Resets“ war.

 

Sie schreiben:

 

In der einen oder anderen Form werden sozial- und physisch distanzierende Maßnahmen wahrscheinlich auch nach Abklingen der Pandemie selbst fortbestehen, was die Entscheidung vieler Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen rechtfertigt, die Automatisierung zu beschleunigen. Nach einer Weile wird die anhaltende Besorgnis über technologische Arbeitslosigkeit zurückgehen, da die Gesellschaften die Notwendigkeit betonen, die Arbeitsplätze so umzustrukturieren, dass der enge menschliche Kontakt minimiert wird.

 

In der Tat eignen sich Automatisierungstechnologien besonders gut für eine Welt, in der Menschen sich einander nicht zu nahe kommen können oder bereit sind, ihre Interaktionen zu reduzieren. Unsere anhaltende und möglicherweise anhaltende Furcht, mit einem Virus (COVID-19 oder einem anderen) infiziert zu werden, wird somit den unaufhaltsamen Vormarsch der Automatisierung beschleunigen, insbesondere in jenen Bereichen, die am anfälligsten für die Automatisierung sind.“ [4]

 

Wie bereits erwähnt, ist Schwab seit langem frustriert über all diese lästigen Vorschriften, die die Kapitalisten daran hindern, so viel Geld zu verdienen, wie sie möchten, indem sie sich auf wirtschaftlich irrelevante Belange wie die Sicherheit und das Wohlergehen der Menschen konzentrieren müssen.

 

Aber – Hurra! – die Covid-Krise hat die perfekte Entschuldigung dafür geliefert, große Teile dieser veralteten Hemmnisse für Wohlstand und Wachstum zu beseitigen.

 

Ein Bereich, in dem die lästige Bürokratie aufgegeben wird, ist die Gesundheit. Warum sollte sich irgendein rechtschaffener Interessenvertreter vorstellen, dass sich eine besondere Sorgfaltspflicht auf die Rentabilität dieses speziellen Wirtschaftssektors auswirken darf?

 

Schwab und Malleret sind überglücklich festzustellen, dass die Telemedizin vom Covid-Notfall "erheblich profitieren" wird:

 

Die Notwendigkeit, der Pandemie mit allen verfügbaren Mitteln zu begegnen (und, während des Ausbruchs die Notwendigkeit, das Gesundheitspersonal zu schützen, indem es ihm erlaubt wird, aus der Ferne zu arbeiten), beseitigte einige der regulatorischen und legislativen Hindernisse im Zusammenhang mit der Einführung der Telemedizin". [4]

 

Die Aufgabe von Regulierungen ist unter dem globalen Regime der Neuen Normalität ein generelles Phänomen, darauf weisen Schwab und Malleret hin:

 

Bisher haben die Regierungen das Tempo der Einführung neuer Technologien oft durch langwieriges Nachdenken darüber verlangsamt, wie der beste Rechtsrahmen aussehen sollte, aber wie das Beispiel der Telemedizin und der Drohnenlieferung jetzt zeigt, ist eine dramatische, durch die Notwendigkeit erzwungene Beschleunigung möglich.

 

Während der Lockdowns kam es plötzlich zu einer quasi globalen Lockerung von Vorschriften, die zuvor den Fortschritt in Bereichen behindert hatten, in denen die Technologie seit Jahren verfügbar war, weil es keine bessere oder andere Wahl gab. Was bis vor kurzem undenkbar war, wurde plötzlich möglich... Neue Vorschriften bleiben bestehen.“ [4]

 

Und sie fügen hinzu:

 

Der gegenwärtige Imperativ, die 'kontaktlose Wirtschaft' auf jeden Fall voranzutreiben, und die daraus resultierende Bereitschaft der Regulierungsbehörden, sie zu beschleunigen, bedeutet, dass es keine Einschränkungen gibt". [4]

 

"Keine Einschränkungen". Täuscht euch nicht: Dies ist die Sprache, die sich der Kapitalismus zu eigen macht, wenn er seinen Anspruch auf liberale Demokratie aufgibt und in einen vollständig faschistischen Modus wechselt.

 

Aus dem Werk von Schwab und Malleret geht klar hervor, dass eine faschistische Verschmelzung von Staat und Wirtschaft zum Vorteil Letzterer ihre große Neuausrichtung (The Great Reset) untermauert.

 

Seit Beginn der Covid-Krise sind phänomenale Geldsummen aus der öffentlichen Kasse in die prall gefüllten Taschen der 1% überwiesen worden, wie sie einräumen:

 

Im April 2020, gerade als die Pandemie die Welt zu verschlingen begann, hatten Regierungen auf der ganzen Welt Konjunkturprogramme in Höhe von mehreren Billionen Dollar angekündigt, als wären acht oder neun Marshallpläne fast gleichzeitig in Kraft getreten.

 

[…]

 

COVID-19 hat viele der Spielregeln zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor neu geschrieben [...] Die wohlwollende (oder anderweitige) stärkere Einmischung der Regierungen in das Leben der Unternehmen und die Führung ihrer Geschäfte wird Länder- und Branchen-abhängig sein und daher viele verschiedene Formen annehmen.

 

[…]

 

Maßnahmen, die vor der Pandemie undenkbar erschienen, könnten durchaus weltweit zum Standard werden, da die Regierungen versuchen, zu verhindern, dass die wirtschaftliche Rezession in eine katastrophale Depression umschlägt.

 

[…]

 

In zunehmendem Maße wird der Ruf nach der Regierung laut werden, als 'letzte Auffanginstanz' zu handeln, um die durch die Pandemie ausgelöste Welle von Massenentlassungen und Unternehmenszerstörungen zu verhindern oder einzudämmen. All diese Veränderungen verändern die „Spielregeln“ der Wirtschafts- und Währungspolitik.“ [4]

 

Schwab und sein Koautor heißen die Aussicht auf eine zunehmende Staatsmacht willkommen, dient es doch dem Hochpäppeln der Geschäftemacherei von Big Business.

 

Sie schreiben:

 

Eine der großen Lehren der letzten fünf Jahrhunderte in Europa und Amerika lautet: Akute Krisen tragen dazu bei, die Macht des Staates zu stärken. Das war schon immer der Fall, und es gibt keinen Grund, warum es bei der COVID-19-Pandemie anders sein sollte." [4]

 

Und:

 

Mit Blick auf die Zukunft werden die Regierungen höchstwahrscheinlich, aber mit unterschiedlicher Intensität, entscheiden, dass es im besten Interesse der Gesellschaft ist, einige der Spielregeln neu zu schreiben und ihre Rolle dauerhaft zu stärken." [4]

 

Die Idee, die Spielregeln neu zu schreiben, erinnert wiederum sehr an die faschistische Sprache, ebenso wie natürlich die Idee, die Rolle des Staates bei der Unterstützung des privaten Sektors permanent zu erhöhen.

 

Es lohnt sich in der Tat, Schwabs Position in dieser Frage mit der des italienischen faschistischen Diktators Benito Mussolini zu vergleichen, der 1931 auf die Wirtschaftskrise reagierte, indem er ein spezielles Notfallgremium ins Leben rief, L'Istituto mobiliare italiano, zur Unterstützung der Unternehmen.

 

 

Mussolini erklärte das zu...

 

... einem Mittel, um die italienische Wirtschaft energisch in ihre korporative Phase zu führen, d.h. in ein System, das Privateigentum und Privatinitiative grundsätzlich respektiert, sie aber eng an den Staat bindet, der allein sie schützen, kontrollieren und nähren kann." [5]

 

Die Vermutungen über den faschistischen Charakter von Schwabs großem Reset werden natürlich durch die polizeistaatlichen Maßnahmen bestätigt, die weltweit eingeführt wurden, um die Einhaltung der "Notfall"-Maßnahmen wegen Covid zu gewährleisten.

 

Die schiere und rohe Gewalt, die nie weit unter der Oberfläche des kapitalistischen Systems liegt, wird immer sichtbarer, wenn es die faschistische Bühne betritt, und dies ist in Schwabs und Mallerets Buch sehr deutlich zu erkennen.

 

Das Wort "Gewalt/Zwang" wird im Zusammenhang mit Covid-19 immer wieder verwendet. Manchmal geschieht dies in einem geschäftlichen Kontext, wie etwa bei den Aussagen, dass "COVID-19 alle Banken gezwungen hat, die digitale Transformation zu beschleunigen, die nun von Dauer ist", oder dass "der Mikro-Reset jedes Unternehmen in jeder Branche dazu zwingen wird, neue Geschäfts-, Arbeits- und Betriebsweisen auszuprobieren". [4]

 

Aber manchmal wird sie direkt auf Menschen oder "Konsumenten" angewendet, wie Schwab und seinesgleichen lieber über uns denken.

 

Während der Lockdowns waren viele Verbraucher, die sich zuvor nicht allzu sehr auf digitale Anwendungen und Dienste verlassen wollten, gezwungen, ihre Gewohnheiten fast über Nacht zu ändern: Filme online anschauen statt ins Kino zu gehen, sich Mahlzeiten liefern lassen statt ins Restaurant zu gehen, mit Freunden aus der Ferne sprechen statt sie persönlich zu treffen, mit Kollegen per Monitor sprechen statt an der Kaffeemaschine zu plaudern, online trainieren statt ins Fitnessstudio zu gehen, und so weiter

 

[…]

 

Viele der technischen Verhaltensweisen, zu denen wir während der Einschränkungen gezwungen wurden, werden durch Gewöhnung natürlicher werden. Wenn die soziale und physische Distanzierung fortbesteht, wird die Abhängigkeit von digitalen Plattformen, um zu kommunizieren, zu arbeiten, Rat zu suchen oder etwas zu bestellen, nach und nach gegenüber früher eingefahrenen Gewohnheiten an Boden gewinnen.“ [4]

 

In einem faschistischen System wird den Individuen keine Wahl angeboten, ob sie sich den Forderungen fügen wollen oder nicht. Schwab und Malleret machen das bezüglich des sogenannten Contact-Tracing ziemlich deutlich:

 

Keine App zur freiwilligen Ermittlung von Kontaktpersonen wird funktionieren, wenn die Menschen nicht bereit sind, ihre eigenen persönlichen Daten der Regierungsbehörde, die das System überwacht, zur Verfügung zu stellen; wenn eine Person sich weigert, die App herunterzuladen (und damit Informationen über eine mögliche Infektion, Bewegungen und Kontakte zurückzuhalten), wird jeder nachteilig betroffen sein". [4]

 

Das ist ihrer Überlegung nach ein weiterer großer Vorteil der Covid-Krise gegenüber der Umweltkrise, was man zur Umsetzung der Neuen Normalität benutzen kann:

 

Während bei einer Pandemie die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger der Notwendigkeit von Zwangsmaßnahmen eher zustimmen wird, werden sie sich im Falle von Umweltrisiken, bei denen die Beweise bestritten werden können, gegen einschränkende Maßnahmen wehren". [4]

 

Diese "Zwangsmaßnahmen", die von uns allen erwartet werden, werden natürlich ein unvorstellbares Maß an faschistischer Überwachung unseres Lebens mit sich bringen, insbesondere in unserer Rolle als Lohnsklaven.

 

So schreiben Schwab und Malleret etwa: "Die Bewegung der Unternehmen wird in Richtung einer stärkeren Überwachung gehen; im Guten wie im Bösen werden die Unternehmen das beobachten und manchmal aufzeichnen, was ihre Belegschaft tut. Der Trend könnte viele verschiedene Formen annehmen, von der Messung von Körpertemperaturen mit Wärmekameras bis hin zur Überwachung über eine App, wie die Beschäftigten die soziale Distanzierung einhalten", schreiben Schwab und Malleret. (135)

 

Zwangsmaßnahmen der einen oder anderen Art werden wahrscheinlich auch eingesetzt, um die Menschen zur Einnahme der Covid-Impfstoffe zu zwingen, die derzeit in Vorbereitung sind.

 

 

Schwab ist dieser Welt zutiefst verbunden, mit Bill Gates "duzt" er sich und von Henry McKinnell, dem Vorstandsvorsitzenden und CEO von Pfizer Inc, wird er als "eine Person gefeiert, die sich echt einer wirklich edlen Sache verschrieben hat".

 

So ist es nicht überraschend, dass er mit Malleret darauf besteht, dass "eine vollständige Rückkehr zur 'Normalität' nicht ins Auge gefasst werden kann, bevor ein Impfstoff verfügbar ist." [4]

 

Er fügt hinzu:

 

"Die nächste Hürde ist die politische Herausforderung, weltweit genügend Menschen zu impfen (wir sind kollektiv so stark wie das schwächste Glied) und trotz der Zunahme an Impfgegnern eine ausreichend hohe Compliance-Rate zu erreichen.“ [4]

 

Damit reihen sich die "Anti-Vaxxer" in Schwabs Liste der Bedrohungen für sein Projekt ein, zusammen mit Anti-Globalisierungs- und antikapitalistischen Demonstranten, Gilets Jaunes und all jenen, die sich in "Klassenkonflikten", "gesellschaftlichem Widerstand" und "politischer Gegenreaktion" engagieren.

 

Die Mehrheit der Weltbevölkerung ist bereits durch den Mangel an Demokratie, den Schwab durch seine stakeholderische Konzerndominanz, seine "agile Regierungsführung", sein totalitäres "Systemmanagement der menschlichen Existenz" akzentuieren will, von Entscheidungsprozessen ausgeschlossen.

 

Doch wie stellt er sich vor, mit dem "düsteren Szenario" umzugehen, dass sich die Menschen gegen seinen großen Reset der Neuen Normalität und seine transhumanistische Vierte Industrielle Revolution erheben?

 

Welchen Grad an "Gewalt" und "Zwangsmaßnahmen" wäre er bereit zu akzeptieren, um den Anbruch seines technokratischen neuen Zeitalters zu gewährleisten?

 

Die Frage ist erschreckend, aber wir sollten auch das historische Beispiel des Regimes des 20. Jahrhunderts bedenken, in das Schwab hineingeboren wurde.

 

Hitlers neue Nazi-Normalität sollte tausend Jahre dauern, brach aber 988 Jahre vor dem Ziel zusammen.

 

Nur weil Hitler mit allem Vertrauen auf die Macht sagte, dass sein Reich ein Jahrtausend dauern würde, bedeutete dies nicht, dass es so war.

 

Nur weil Klaus Schwab und Thierry Malleret und ihre Freunde sagen, dass wir jetzt in die Vierte Industrielle Revolution eintreten und unsere Welt für immer verändert werden wird, heißt das nicht, dass es so ist.

 

Wir müssen ihre Neue Normalität nicht akzeptieren. Wir müssen uns nicht mit ihrer Angstmacherei abfinden. Wir müssen ihre Impfstoffe nicht nehmen. Wir müssen nicht zulassen, dass sie uns Smartphones implantieren oder unsere DNA verändern. Wir müssen nicht mit einem Maulkorb versehen und unterwürfig direkt in ihre transhumanistische Hölle laufen.

 

Wir können ihre Lügen anprangern! Wir können ihre Agenda aufdecken! Ihr Narrativ ablehnen! Wir können ihre giftige Ideologie ablehnen! Widerstehen wir ihrem Faschismus!

 

Klaus Schwab ist kein Gott, sondern ein Mensch. Nur ein älterer Mann. Und diejenigen, mit denen er arbeitet, die globale kapitalistische Elite, sind nur wenige. Ihre Ziele sind nicht die Ziele der großen Mehrheit der Menschheit.

 

Ihre transhumanistische Vision ist für fast jeden außerhalb ihres kleinen Kreises abstoßend, und sie haben keine Zustimmung für die technokratische Diktatur, die sie uns aufzwingen wollen.

 

Das ist schließlich der Grund, warum sie sich so viel Mühe geben mussten, um es uns unter der falschen Flagge des Kampfes gegen ein Virus aufzuzwingen. Sie haben verstanden, dass wir ohne die "Notfall"-Rechtfertigung niemals mit ihrem krummen Plan einverstanden sein würden.

 

Sie haben Angst vor unserer potenziellen Macht, weil sie wissen, dass wir sie besiegen werden, wenn wir aufstehen. Wir können ihr Projekt zum Scheitern bringen, bevor es überhaupt richtig begonnen hat.

 

Wir sind das Volk, wir sind die 99%, und gemeinsam können wir unsere Freiheit aus den tödlichen Klauen der faschistischen Maschine zurückerobern!

 

 *

 

 

Quellennachweis:

 

[1] Klaus Schwab with Nicholas Davis, Shaping the Future of the Fourth Industrial Revolution: A Guide to Building a Better World (Geneva: WEF, 2018), e-book.

 

[2] Klaus Schwab, The Fourth Industrial Revolution (Geneva: WEF, 2016), e-book.

 

[3] Kevin Warwick, I, Cyborg (London: Century, 2002), p. 4. See also Paul Cudenec, Nature, Essence and Anarchy (Sussex: Winter Oak, 2016).

 

[4] Klaus Schwab, Thierry Malleret, Covid-19: The Great Reset (Geneva: WEF, 2020), e-book. Edition 1.0.

 

[5] Benito Mussolini, cit. Pierre Milza and Serge Berstein, Le fascisme italien 1919-1945 (Paris: Editions de Seuil, 1980), p. 246.

 

 

 

Kommentare: 5
  • #5

    lex (Samstag, 24 Oktober 2020 11:06)

    Ich saß als Student mal mit einem aus dem Vorstand von Bayer zum Essen. Ich fand den Typen abgrundtief ekelhaft. Ein widerlicher überheblicher arroganter Vollidiot. Der hetzte damals gegen Gentechnikgegner, gegen Kommunisten (jeder der nicht CSU war) und gegen jede Art von Kontrolle der Industrie. Gleichzeitig blubberte er aber wie ernst die Industrie doch die Umwelt nehmen würde.
    An den Typen muss ich bei dem Bericht wieder denken. Nach meiner bisherigen Beobachtung macht die sogenannte obere Schicht aus, dass sie sich einen Scheiß um "unwerte" Menschen kümmern. Nur die Elite ist wichtig. Alle anderen sind unwichtig oder Balast, den man nur aus Mitleid durchzufüttern bereit ist.
    Bei diesem Kerl oben kommt noch die "Wir sind fast Gott"-Komponente dazu. Echt was ein blasiertes Arschloch. Dem kann man echt nur übles an den Hals wünschen. Das ist genau die Sorte Mensch, die der Kapitalismus nach ganz oben spült und es sit genau die Sorte Mensch, die das Leben der meisten Menschen verschlechtert. Gleichzeitig denkt der Kerl auch noch er würde Gutes machen.

  • #4

    rose (Mittwoch, 21 Oktober 2020 18:49)

    Nun, ihr wißt, worauf es hinausläuft!?! Der AntiChrist (Malzeichen: MicrochipImplantat) kriegt Macht für 42 Monate...Offenbarung 13

  • #3

    m. neland (Dienstag, 20 Oktober 2020 13:03)

    Dies gibt es alles schon als Scifi.
    The circle, in time, ex machina, total recall, gattaca, elysium, equilibrum, the 6th day, 1984, they live, demolitian man, matrix, hot fuzz, shaun of the dead, the world's end, truman, 12 monkeys, idiocracy, the giver, fahrenheit 45l, vendetta, nerve und einige andere.

  • #2

    Christoph Becker (Samstag, 17 Oktober 2020 21:28)

    Die Nazis und die mit diesen verbündeten italienischen Faschisten sind an Energiemangel gescheitert ( www.freizahn.de/2017/09/blut-fuer-oel/ ). Diese schöne neue Welt des Klaus Schwab und seiner Fans wird ebenfalls an Energiemangel scheitern. Siehe dazu z.B. auch verschiedene Artikel von Gail Tverberg auf ourfiniteworld.com.
    Dieser Klaus Schwab ist ähnlich wie Angela Merkel "energieblind". Die begreifen nicht, dass ihre Ziele und Visionen die Existenz oder Entdeckung von extrem billigen, extrem hochwertigen und zugleich extrem ergiebigen Energiequellen voraussetzen, die es nicht gibt.
    H.C. Fricke hat mit limitstogrowth.de/2020/10/05/neue-deagel-liste-fuer-2025-covid-krise-als-lebensverlaengerung-des-sterbenden-westlichen-systems-mittels-great-reset/ einen guten Artikel zu diesem Thema geschrieben, den man am Besten vielleicht zusammen mit Gail Tverbergs ourfiniteworld.com/2020/10/15/fossil-fuel-production-is-reaching-limits-in-a-strange-way/ und dem Disclaimer und einigen Länderdaten der von Fricke verlinkten Deagel-Liste liest.

  • #1

    Dude (Samstag, 17 Oktober 2020 17:24)

    Uff, wiedermal ein Buch? ^^ ;-)

    Also wer den https://www.globalresearch.ca/great-reset-revisited/5723573 kennt, braucht das wohl nicht zu lesen, denn König hat da alles wesentliche deutlich gemacht zum Thema.