https://caitlinjohnstone.com/2019/10/18/peace-expert-george-w-bush-says-isolationism-is-dangerous-to-peace/

 

Der Friedensexperte George W. Bush sagt, dass „Isolationismus“ gefährlich für den Frieden ist

 

von Caitlin Johnstone, 18.10.2019

 

 

Bei einer kürzlichen Tagung des NIR School of Heart bekam die Menschheit eine wichtige Lektion in Sachen Frieden. Es traten auf: Ellen Degeneres BFF und der weltbekannte Friedensexperte George W. Bush.

 

Ich denke nicht, dass die Iraner glauben, ein friedlicher Naher Osten wäre in ihrem nationalen Interesse“, sagte der frühere Präsident. Das berichtet Josh Rogin von der Washington Post, dessen kurzer Tweet über die Sache anscheinend die einzige Online-Aufzeichnung irgendwo zu der Bush-Rede ist.

 

Eine isolationistische USA ist auf der ganzen Welt destabilisierend“, sagte Bush während dieser Rede, und das war laut Rogin ein Seitenhieb auf den amtierenden Präsidenten. „Wir werden isolationistisch und das ist gefährlich für den Frieden.“

 

Für jene unter euch, die die Sprache der Neokonservativen nicht fließend beherrschen: „isolationistisch“ bedeutet in diesem Zusammenhang jeden noch so kleinen Schritt, der von einer fortgesetzten militärischen Expansion in den letzten kleinen Winkel der Erde abweicht. Und „wir werden isolationistisch“ bedeutet: „Wir haben Hunderte von Militärstützpunkten rund um den Globus, unser Militärhaushalt steigt beständig in Richtung eine Billion, und wir engagieren uns in zahllosen, nicht erklärten Kriegen und Regimewechsel-Operationen auf der ganzen Welt.“

 

Josh Rogin: Präsident George W. Bush heute Abend bei einem Treffen der NIR School of Heart: „Ich denke nicht, dass die Iraner glauben, dass ein friedlicher Naher Osten in ihrem nationalen Interesse ist.“

 

George W. Bush greift Trump direkt an: „Isolationistische Vereinigte Staaten sind auf der ganzen Welt destabilisierend. Wir werden isolationistisch und das ist gefährlich für den Frieden.“

 

Es ist nicht ganz klar, warum Bush sich selbst als einen friedlicheren Präsidenten als Trump darstellt, wo er doch in seiner Amtszeit zu diesem Zeitpunkt nicht nur eine, sondern zwei volle Bodeninvasionen gestartet hatte, deren Auswirkungen den Nahen Osten bis heute verwüsten. Noch dazu wenn man bedenkt, dass beide Präsidenten in außenpolitischen Dingen wie dem Iran in vollster Übereinstimmung sind. Aber so ist das nun mal.

 

Von einem bestimmten Standpunkt aus ist schwer zu sagen, wer seltsamer ist: (A) ein Kriegsverbrecher mit einem blutgetränkten Erbe aus Massenmord, Folter und militärischem Expansionismus, der von Trump sagt, dass er mit seinem "Isolationismus" den Frieden gefährdet, oder (B) die Behauptung, Trump sei überhaupt "isolationistisch". Wie wir bereits besprochen haben, bestand Trumps sogenannter Isolationismus bisher darin, Zehntausende von Venezolanern mit Hungersanktionen zu töten, um einen Regimewechsel in der ölreichsten Nation der Welt herbeizuführen, eine Regimewechseloperation im Iran durch Hungersanktionen, verdeckte CIA-Einsätze und rücksichtslose militärische Eskalationen voranzutreiben, das saudi-geführte Gemetzel im Jemen weiter zu ermöglichen und Waffen an Saudi-Arabien zu verkaufen, die Aufblähung des ohnehin schon wahnsinnig aufgeblähten US-Militärbudgets, um mehr weltweiten Militärexpansionismus zu ermöglichen, die Zahl der pro Tag abgeworfenen Bomben gegenüber der vorherigen Regierung stark zu erhöhen, Rekordzahlen von Zivilisten bei Luftangriffen zu töten, für die er die militärische Verantwortung reduziert hat, und natürlich viele, viele neue Eskalationen des Kalten Krieges gegen die atomare Großmacht Russland voranzutreiben.

Aber diese falschen Warnungen vor einer gefährlichen, nicht existierenden Gefahr des Isolationismus sind für Dubya nichts Neues. In seiner Abschiedsrede an die Nation sagte Bush folgendes:

 

Angesichts der Bedrohungen aus dem Ausland mag es verführerisch sein, sich nach innen zu wenden. Aber wir müssen den Isolationismus und seinen Begleiter, den Protektionismus, ablehnen. Sich hinter unsere Grenzen zurückzuziehen, das würde die Gefahr nur einladen. Im 21. Jahrhundert hängen Sicherheit und Frieden zuhause von der Ausweitung der Freiheit im Ausland ab. Wenn Amerika nicht die Sache der Freiheit anführt, dann wird diese Sache nicht geführt.“

 

Wie wir kürzlich besprochen haben, ist die Verwendung des Schlagworts "Isolationismus" aus dem Winterschlaf nach Bush wieder auftaucht, als populäres Ein-Wort-Totschlagargument gegen jede Opposition gegen einen fortgesetzten US-Militärexpansionismus in alle Richtungen, und es ist in mindestens dreifacher Hinsicht betrügerisch.

 

Erstens verwechselt die Art und Weise, wie es verwendet wird, konsequent Isolationismus mit Nicht-Interventionismus, das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

 

Zweitens ist keiner der Mainstream-Politiker, die konsequent mit dem "isolationistischen" Schimpfwort belegt werden, in irgendeiner Weise Isolationist oder gar richtiger Nicht-Interventionist; sie alle unterstützen viele interventionistische Positionen, gegen die tatsächliche Nicht-Interventionisten Einspruch erheben.

 

Drittens: Jemanden, der sich gegen die endlose Kriegstreiberei wendet, als "Isolationisten" zu bezeichnen, macht genauso viel Sinn wie jemanden, der gegen Vergewaltigung ist, als eine prüde Person zu bezeichnen; die Ablehnung einer an sich bösen Tat ist nicht dasselbe wie der Rückzug aus der Welt.

 

Der ewige Krieg ist so normal geworden, dass eine Ablehnung jetzt „Isolationismus“ ist.

 

In unserem gegenwärtigen Klima des Orwellschen Doppelsprechs, in welchem der ewigen Krieg die neue Normalität ist, ist das Gegenteil von Krieg nicht mehr Friede, sondern Isolationismus.“ #war #peace

 

Niemand glaubt tatsächlich, dass die US-Außenpolitik von etwas bedroht ist, das im Entferntesten an Isolationismus erinnert. Der eigentliche Zweck dieses Schlagworts ist es, den ewigen Krieg zu normalisieren und das Overton-Fenster so weit in Richtung gruseliger Angriffslust zu ziehen, dass das Gegenteil von "Krieg" nicht mehr "Frieden", sondern "Isolationismus" ist. Durch diesen netten kleinen Trick haben die Propagandisten der Politik-/Medienklasse erfolgreich endlosen Krieg wie eine ganz normale Sache erscheinen lassen, und jeder kleine Versuch, ihn einzuschränken, wird als seltsam und freakig dargestellt, wo doch die Wahrheit genau das Gegenteil ist. Krieg ist seltsam, freakig und schrecklich, und Frieden ist natürlich normal. Das ist die einzige gesunde Art, die Dinge zu sehen.

Es wäre eigentlich toll, wenn George W. Bush für immer seine Fresse halten könnte, idealerweise eingesperrt in einer Zelle, nach einem öffentlichen Kriegsgericht. Andernfalls sollten die Menschen zumindest aufhören, ihn als einen kuschelig wuscheligen Teddybären anzusehen, mit dem es Spaß macht, eine Loge in einer Sportarena oder ein Stück Bonbon zu teilen oder Medaillen für seine Behandlung von Veteranen zu verleihen. Dieses massenmordende Monster ist in letzter Zeit bei Demokraten immer beliebter geworden, nur weil er manchmal milde Kritik an Trump liefert, ebenso wie Kriegsschweine wie Bill Kristol und Max Boot und sogar John Bolton aus dem gleichen Grund, und das muss aufhören. Und im Namen einer Million toter Iraker: bitte fangt nicht an, diesen Mann in Friedensfragen zu konsultieren.

Kommentare: 1
  • #1

    DAS BÜRGERKOMITEE BRD (Donnerstag, 24 Oktober 2019 12:40)

    Mord, Drogenhandel, Zwangsprostitution Das sind die meistgesuchten Verbrecherinnen Europas
    Europol veröffentlicht Fahndungsliste voller Frauen
    Renata Lorinc, Kristi Amberg und Elizabeth Dizon Honrada gehören zu den GesuchtenFoto: www.europol.europa.eu
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    veröffentlicht am 21.10.2019 - 18:05 Uhr
    Verbrechen hat kein Geschlecht: Europol sucht mit einer Grusel-Liste nach den gefährlichsten Straftäterinnen Europas!
    Auf der Webseite der EU-Polizeibehörde sind Namen, Bilder und Geschichten etlicher Schwerverbrecherinnen veröffentlicht worden. Unter dem Motto „Crime has no gender“ (deutsch: Verbrechen hat kein Geschlecht) will Europol auch für von Frauen begangene Verbrechen sensibilisieren.

    ++ DAS BÜRGER TEL: 0511+484129 ++