https://caitlinjohnstone.com/2019/12/29/narrative-managers-claim-white-helmets-founder-was-driven-to-suicide-by-syria-skeptics/

 

Narrativ-Manager behaupten, der Gründer der Weißhelme wäre durch Syrien-Skeptiker zum Selbstmord getrieben worden

 

von Caitlin Johnstone, 29.12.2019

 

 

Imperialistische Faktenverdreher versuchen sich an einem neuen Syrien-Narrativ, das so atemberaubend dumm ist, dass es seinen eigenen Artikel braucht, allein schon um sich darüber lustig zu machen.

 

Am Heiligen Abend brachte PBS einen bizarren Beitrag über den Tod von James Le Mesurier, den früheren Militärgeheimdienstoffizier, der das extrem zwielichtige Propagandakonstrukt namens White Helmets gründete. Der Beitrag appelliert schonungslos und plump an die Emotionen und versucht sogar, die Weißhelme mit dem Tag des Waffenstillstands (Anm.d.Ü.: 11. November 1918) in Verbindung zu bringen, mit wehmütigen Kameraschwenks über Mohnfelder und nebligen Kriegerdenkmal-Kunstexponaten, aber der bei weitem Grütz-hirnigste Teil ist die wiederholte Andeutung, Le Mesurier habe sich selbst getötet, weil ihn Menschen beschuldigt hätten, er sei ein Propagandist gewesen.

 

Und jetzt eine Geschichte einen Menschenfreund, der versucht hat, Syrien zu helfen: der verdächtige Tod von James Le Mesurier in der Türkei im letzten Monat, dem Mitbegründer der Rettungsorganisation der Weißhelme in Syrien," eröffnet Judy Woodruff ´von PBS News Hour. "Freunde und Kollegen befürchten, dass er vielleicht ermordet oder durch eine Rufmordkampagne in den Selbstmord getrieben wurde."

 

 

Was auch immer der Grund dafür war, Le Mesurier war Opfer eines sehr modernen Krieges", stimmt feierlich der Erzähler des Specials an. "Im Cyberspace gibt es kein Versteck. Le Mesurier war im Epizentrum eines Propagandakrieges, und seine Freunde sind entsetzt über das, was sie als eine Rufmordkampagne ansehen."

"Die Menge an Missbrauch, die Menge an schlecht vermittelter Propaganda, an Desinformationen, die in sozialen Medien und im Internet von russischen Bots und aus Syrien, dem syrischen Regime und anderen ausging, war unerträglich", trauert Oberst Hamish de Bretton-Gordon.

Dieses lächerliche Märchen wurde von syrischen Narrativmanagern auf Twitter aufgegriffen und weitergeführt.

"Über tödliche Desinformation - ein Thread", twitterte der virulente syrische Narrativmanager Idrees Ahmad. "Dies ist ein beunruhigender Bericht von Malcolm Brabant über die tödlichen Folgen von Verschwörungstheorien. Er zeigt, wie Verleumdung und Desinformation James Le Mesurier, einen der feinsten Humanisten, in den Tod getrieben haben könnten. Der Bericht hebt die verhängnisvollen Lügen hervor, die von der selbsternannten 'Arbeitsgruppe für Syrien, Propaganda und Medien' ausgehen, einer kleinen Gruppe von Akademikern, von denen keiner auf Syrien oder den Nahen Osten spezialisiert ist, die sich mit einer Gruppe kremlfreundlicher Trolle wie Vanessa Beeley und anderen verbündet hat".

 

Es stimmt, dass sowohl Beeley als auch die Arbeitsgruppe für Syrien, Propaganda und Medien Le Mesurier beschuldigt haben, eine Propagandaoperation im Namen westlicher Regierungen mit westlichen Regierungsgeldern durchzuführen. Aber wenn Ahmad wirklich glaubt, dass der Vorwurf, Menschen der Propaganda zu beschuldigen, sie dazu veranlasst, sich selbst zu töten, dann sollte er sich wegen versuchten Mordes stellen, denn er beschuldigt die Menschen ständig, Propagandisten zu sein.

Hier ist ein Link zu Ahmad, wie er den Journalisten Max Blumenthal als "Propagandist für Maduro" bezeichnet. Hier ist ein Link zu Ahmad, wie er Beeley eine "Propagandistin für das Regime" nennt. Hier ist ein Link zu Ahmad, wie er den preisgekrönten Journalisten Jonathan Steele "einen Schwindler und Propagandisten" nennt. Hier ist ein Link zu Ahmad, wie er den CIA-Whistleblower John Kiriakou "einen Propagandisten für Putin" nennt.

Lass uns über "tödliche Desinformation" sprechen, Idrees.

 

@caitoz: Alexander „Ich steh so weit links, dass ich Mike Pompeo in jeder außenpolitischen Frage zustimme“ Reid Ross versichert uns auch, dass das Anzweifeln des Syrien-Narrativs tatsächlich Menschen tötet.

 

Aber natürlich glaubt niemand wirklich, dass die Anschuldigungen, Propaganda zu betreiben, Menschen tatsächlich in den Selbstmord treiben. Wenn das so wäre, hätten sich Leute wie ich vor Jahren von einem Gebäude gestürzt.

Ich werde fast täglich beschuldigt, ein Propagandist zu sein. Auf dem Höhepunkt der Russland-Hysterie passierte das mehrmals täglich in meinen Blog-Post-Kommentaren und Social-Media-Benachrichtigungen. Je nachdem, was in den Nachrichten steht und wie ich darauf reagiert habe, wurde ich aus dem Stegreif beschuldigt, bezahlte Propaganda für den Kreml, für Assad, die iranische Regierung, Palästinenser, Pjöngjang, Peking, Maduro, die Alt-Right, George Soros und WikiLeaks zu schreiben.

Jeder Anti-Imperialist, Anti-Interventionist und Anti-Kriegs-Aktivist mit irgendeiner Art von Plattform hat diese Erfahrung gemacht. Seitdem der neue McCarthyismus der vom Establishment getriebenen Russland-Hysterie in Gang gekommen ist, ist es im politischen Diskurs zur Norm geworden, Menschen, die imperialistische Narrative in Frage stellen, zu beschuldigen, PsyOps für ausländische Regierungen zu führen. Es hat ein extrem feindseliges und giftiges Umfeld geschaffen, in dem produktive Gespräche verschwindend selten sind.

Wo ist unser PBS-Special? Interessiert das jemanden? Gibt es irgendein Mitgefühl dieser die Hände ringenden Loyalisten des Establishments für die Tatsache, dass Vanessa Beeley und die Mitglieder der Arbeitsgruppe für Syrien, Propaganda und Medien Tag für Tag von den Narrativ-Managern des Establishments und ihren gehirngewaschenen Anhängern mit dem Vorwurf gejagt werden, Propaganda zu verbreiten, Völkermord zu unterstützen und Kriegsverbrechen zu begehen? Ich weiß, dass über mich noch nie ein herzerweichender Idrees-Ahmad-Thread über die Sorge um mein psychisches Wohlergehen geschrieben wurde, und ich wurde im Laufe der Jahre von mehreren Online-Belästigungskampagnen ins Visier genommen.

 

 

Die Menge an hasserfüllter Giftigkeit, die den Menschen entgegengebracht wird, nur weil sie sich gegen den Imperialismus stellen, weil sie Frieden wollen, ist wirklich erstaunlich. Nur weil man sagt: "Hey, hier sind einige Gründe, warum wir vielleicht noch einmal über den Sturz einer weiteren Regierung in einer weiteren nahöstlichen Nation nachdenken sollten" wird völlig Fremde dazu bringen, euch alle möglichen Namen zu geben, euch widerlich zu nennen, euch böse zu nennen, euch ein Monster zu nennen. Für die Unterstützung des Friedens.

 

Es gibt alle Arten von Menschen auf der Welt, die harte Worte verdienen. Mächtige Ausbeuter, Unterdrücker und Manipulatoren. Menschen, die die Umwelt für Profit zerstören. Menschen, die sich mit dem Verkauf von Kriegswaffen bereichern, während sie Politiker und Think Tanks bezahlen, um die Sache des Krieges voranzutreiben. Kriegsverbrecher, die nie vor Gericht gestellt wurden. Bei all den Menschen auf der Welt, über die wir uns einig sind, dass sie schrecklich sind, sollte man nicht denken, dass Friedensaktivisten auch nur annähernd an der Spitze der Liste stehen sollten. Aber das tun sie. Denn Kriegspropaganda ist eben einflussreich.

 

Und natürlich interessiert es niemanden. Keinen dieser Narrativmanager interessiert es, welche psychologische Belastung sie den Menschen auferlegen, indem sie ihren Zuhörern versichern, dass es völlig normal und vernünftig ist, jeden zu verfolgen und zu schikanieren, der die imperialistische Propaganda in Frage stellt. Ihre Sorge ist und war nie um die psychologische Gesundheit von jemandem. Ihr Anliegen ist es, die Narrative so zu handhaben, dass sie das US-zentralisierte Imperium, dem sie dienen, begünstigen.

 

 

 

Ich weiß nicht, was den Tod von Le Mesurier verursacht hat; in irgendeiner Weise darauf zu vertrauen, dass ein bekannter Geheimdienstler überhaupt Selbstmord begangen hat oder von Russen ermordet wurde, ist absurd. Vielleicht hat er sich umgebracht, weil er es versäumt hat, auf das Sprichwort zu hören: "Bevor Sie bei sich selbst eine Depression oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizieren, vergewissern Sie sich zuerst, dass Sie nicht nur von Arschlöchern umgeben sind.

Was ich absolut weiß, mit absoluter Gewissheit, ist, dass nur Idioten daran glauben, dass eine Skepsis gegenüber westlichen Regimewechselplänen im Nahen Osten Menschen tötet.

 

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Danke fürs Lesen!

 

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