https://stevenguinness2.wordpress.com/2020/06/14/an-insight-into-how-globalists-think-courtesy-of-the-trilateral-commission/

 

Dank der Trilateralen Kommission bekommen wir einen Einblick in das Denken der Globalisten

 

von Steven Guinness, 14.06.2020

 

 

Wenn von alternativen Analysten der Begriff „Globalisten“ benutzt wird, dann reagiert die Mainstream-Presse darauf für gewöhnlich mit dem Vorwurf, das sei ein antisemitischer Ausdruck, der sich auf den Glauben konzentriere, dass eine erwählte Gruppe mit jüdischem Glauben – die „Elite“ genannt – die Welt aus dem Hintergrund regiere. Wenn das nicht gelingt, dann ordnen es die Medien als einen abstrakten Ausdruck ein, der keine festgelegte Definition habe.

 

Der Grund dafür, warum die Medien sich nicht mit dem Konzept des Globalismus auseinandersetzen wollen, ist genau die Wahrheit, dass man sowohl die Institutionen als auch die Individuen definieren kann, die im Globalismus zuhause sind.

 

Um das zu illustrieren, lasst uns die Trilaterale Kommission als spezifisches Beispiel nehmen.

 

Ich schrieb zuletzt im Februar über die Trilaterale Kommission, als ich erörtert habe, wie die Organisation dabei war, sich selbst zu reformieren.

https://stevenguinness2.wordpress.com/2020/02/28/the-trilateral-commission-using-crisis-as-an-opportunity-to-reform/

 

Im Sommer 2019 veröffentlichten sie eine Broschüre mit dem Titel „Demokratien unter Stress: Die Erneuerung der Trilateralen Kommission zur Revitalisierung unserer Demokratien um die regelbasierte internationale Ordnung aufrecht zu erhalten“. In dieser Broschüre reden sie von einer „Neuentdeckung ihrer Wurzeln“, „Schärfung“ ihres Auftrags und dem Bedürfnis, ihre Mitgliedschaft zu „verjüngen“. Das Ganze basierte auf dem Ziel, die „regelbasierte globale Ordnung“ aufrecht zu halten und den „Herausforderungen“ des 21. Jahrhunderts zu begegnen.

 

Etwa zu jener Zeit Mitte Juni hielt die Trilaterale Kommission in Paris ihre Plenarsitzung 2019 ab. Während dieser Veranstaltung sprach die Nordamerika-Vorsitzende der Kommission, Meghan O'Sullivan (die auch im Vorstand des Council on Foreign Relations sitzt) ein paar Minuten über die Institution und die Rolle, die sie ab jetzt zu spielen gedenke.

 

Hier ein Zitat aus O'Sullivans Monolog, den man auf dem YT-Kanal der Trilateralen Kommission ansehen kann:

Wir sind eine Organisation von Menschen, die enge Verbindungen zu nationalen Regierungen haben, und oft bestimmen die Ideen, die wir im Privaten diskutieren, unsere eigene Sichtweise und fließen in unsere Diskussionen und Beratungen und Gespräche mit Menschen in Machtpositionen ein. Das wird immer noch so sein, aber heute müssen wir darüber nachdenken, wie wir Einfluss auf die breitere Debatte nehmen können. Wir leben nicht mehr in einer Welt, in der die Regierungen die einzigen sind, die die Zukunft beeinflussen können. In der Tat müssen wir in zunehmendem Maße über andere Einheiten als die eigentlichen Motoren des Wandels nachdenken, seien es Unternehmen oder Universitäten oder sogar Einzelpersonen. Wir müssen darüber nachdenken, wie wir das Gespräch gestalten können, wie wir diese Gruppen einbeziehen können, in die wir investieren und uns für Lösungen einsetzen können.“

 

Und O'Sullivan schließt mit diesen Worten:

 

Und wir müssen vorankommen, unabhängig davon, ob wir unsere Regierungen dazu bringen können, unseren Rezepten und Empfehlungen zuzustimmen oder nicht.“

 

Das passt zu dem, was UN-Generalsekretär Antonio Guterres beim World Economic Forum im Januar 2020 sagte. Als er über seine Überzeugung redete, dass globale Probleme mit globalen Lösungen beantwortet werden müssen, sagte Guterres:

 

Manchmal erreichen wir etwas, manchmal scheitern wir, aber über eines können Sie absolut sicher sein – wir werden nicht ruhig dasitzen und auf einen Konsens der internationalen Gemeinschaft zur Lösung der Probleme warten, die wir diskutiert haben.“

 

Die Konsequenzen der Worte von O'Sullivan und Guterres lassen vor allem eines vermuten, nämlich dass die Organisationen, die sie vertreten, nicht ewig darauf warten werden, dass die nationalen Gesetzgeber Lösungen für globale Krisen umsetzen. Was sie zu sagen scheinen, ist, dass, wenn Regierungen nicht durch die Ratifizierung von Gesetzesinitiativen wie den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) (auch bekannt als "The Green New Deal") zum Handeln bewegt werden können, die einzige andere Möglichkeit darin besteht, es selbst in Angriff zu nehmen.

 

O'Sullivan meint, dass die Regierungen nicht mehr die einzigen Organe sind, die "die Zukunft beeinflussen" können, und dass jetzt der Moment gekommen ist, in dem "andere Instanzen als die wahren Motoren des Wandels" in Betracht gezogen werden müssen. Ihrer Meinung nach könnte dies eine Mischung aus Unternehmen, Universitäten und Einzelpersonen sein.

 

Zunächst einmal sind Unternehmen und Universitäten den Wählern gegenüber nicht rechenschaftspflichtig. Aber Institutionen wie die Trilaterale Kommission sind stark von Galionsfiguren der Konzernmultis und dem Bildungssektor bevölkert.

 

Hinter den Kulissen helfen sie bei der Formulierung der Politik mit dem Ziel, dass diese zur Umsetzung an die nationalen Verwaltungen weitergeleitet werden. Für einen Überblick über die Arbeitsweise der Kommission empfehle ich die Lektüre von "Trilaterals Over Washington", einem zweibändigen Buch, das Ende der 1970er Jahre von den Forschern Antony Sutton und Patrick Wood geschrieben wurde. Hier beschreiben die Autoren die Zusammensetzung der Kommission und gliedern die Machtstruktur in drei Teile: Die Operateure, die Propagandisten und Techniker, und die Machthaber. Ich habe jeden Prozess in einem bereits 2018 veröffentlichten Artikel kurz beschrieben (Order Out of Chaos: A Look at the Trilateral Commission).

https://stevenguinness2.wordpress.com/2018/06/12/order-out-of-chaos-a-look-at-the-trilateral-commission/

 

O'Sullivan stellt klar, dass die Trilaterale Kommission "enge Beziehungen" zu den nationalen Regierungen unterhält und dass die private Debatte innerhalb der Kommission sowohl deren eigene Sichtweise als auch "unsere Diskussionen und Beratungen und Gespräche mit Menschen in Machtpositionen" beeinflusst. Dies wird sich fortsetzen, aber es reicht nicht mehr aus. Jetzt wollen sie beginnen, einen größeren Einfluss auf die "breitere Debatte" auszuüben.

 

Mit „breiterer Debatte“ würde ich meinen, dass O'Sullivan damit dich und mich meint. Der nächste logische Schritt wäre für die Trilaterale Kommission, zu versuchen, eine mehrheitliche Zustimmung zu jenen Reformen zu erreichen, die sie in Kraft setzen will.

 

Wie können sie damit beginnen, dies zu tun? Lasst uns klarstellen, dass die Mitgliedschaft in der Kommission für Politiker, die in der Regierung sind, nicht erlaubt ist. Als der Mitbegründer der Institution, Zbigniew Brzezinski, 1977 in die Verwaltung von Jimmy Carter eintrat, verzichtete er auf seine direkte Zugehörigkeit zur Kommission. Das bedeutete jedoch nicht, dass Brzezinski mit den Zielen der Gruppe nicht mehr weitgehend einverstanden war. Tatsächlich kehrte Brzezinski nach seinem Ausscheiden aus dem offiziellen Amt in die Reihen der Kommission zurück.

 

Wie ich bereits erwähnt habe, ist der derzeitige Führer der oppositionellen Labour-Partei im Vereinigten Königreich, Keir Starmer, laut der Mitgliederliste vom Juni 2020 ein aktives Mitglied. Dies ist eine Tatsache, die weder auf Starmers eigener Website noch auf seiner offiziellen parlamentarischen Webseite oder in den nationalen Medien erwähnt wird.

 

Als er sich im Februar 2020 als Chef für die Labour-Partei bewarb, wurde Starters Verbindung zur Kommission weiterhin unterdrückt. Der Beweis dafür kam Mitte Februar, als sein Wahlkampfteam gezwungen war, zu leugnen, dass man illegal auf die Mitgliedsdaten der Labour-Partei zugegriffen hatte. Die Angelegenheit wurde in einer von Victoria Derbyshire moderierten Live-Debattensendung der BBC zur Sprache gebracht, in der ein Mitglied des Studiopublikums darauf hinwies, dass der Grund dafür, dass Starmer nicht mit einer offiziellen Untersuchung konfrontiert wurde, seine Mitgliedschaft in der Trilateralen Kommission war. Starmer wies die Behauptung sehr schnell zurück, und Derbyshire ging ebenso schnell zu einem anderen Mitglied des Publikums über.

 

Dies war eine ideale Gelegenheit, Starmer zu seiner Beteiligung an der Kommission zu befragen – zu fragen, worum es sich dabei handelt und wie dies seine politischen Überzeugungen und Motivationen beeinflussen könnte oder auch nicht. Stattdessen beschloss die BBC, das Thema zu ignorieren.

 

Starmer mag zwar in der Opposition sein, aber seine Mitgliedschaft ist relevant, weil die Kommission die Debatte durchdringt und versucht, die nationalen Verwaltungen dahingehend zu beeinflussen, dass sie global konzipierte Initiativen ergreifen. Starmer ist Teil dieses Prozesses.

 

Und es sollte noch einmal betont werden – von den 650 Parlamentsmitgliedern ist Starmer der einzige, der in die Kommission eingeladen wurde (die Mitgliedschaft erfolgt nur auf Einladung). Vielleicht liegt dies an seinen juristischen Fähigkeiten, denn von 2008 bis 2013 war er Direktor der Staatsanwaltschaft, der dritthöchste Staatsanwalt von England und Wales.

 

Sollte Starmer es jemals bis zum Premierminister schaffen, wird er seinen Posten in der Trilateralen Kommission aufgeben. Was er wahrscheinlich nicht aufgeben wird, ist seine Loyalität gegenüber der Trilateralen Sache.

 

An diesem Punkt stellt sich die berechtigte Frage, welche Autorität die Trilaterale Kommission besitzt, die es ihr erlaubt zu glauben, dass sie nationale Regierungen bei der Verfolgung globaler Ziele umgehen könnte. Schließlich handelt es sich um eine Kommission, die nicht gewählt wird, sondern in ihren Reihen Männer und Frauen hat, die auf nationaler Ebene gewählt werden. Es handelt sich um eine Kommission, die von Unternehmensinteressen dominiert und privat finanziert wird. Bei einer Sonderveranstaltung im Jahr 1998 anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Trilateralen Kommission wurde eine Liste der finanziellen Unterstützer von 1973 bis 1998 veröffentlicht, auf der Namen wie Exxon Corporation, AT&T Foundation, The Coca-Cola Company, The First National Bank of Chicago, Morgan Stanley & Co und Goldman Sachs aufgeführt sind. Eine Liste für den heutigen Tag ist nicht ohne weiteres verfügbar.

 

Aus der Analyse der Mitteilungen der Kommission ergibt sich für mich die Sorge, dass sich die Sprache nun von der Konzentration auf die nationalen Administrationen zur Durchführung von Reformen hin zu den globalen Institutionen verlagert hat, die versuchen, dies selbst zu tun. Das ist praktisch Global Governance.

 

Mit dem Beginn von Covid-19 hat sich die Rhetorik über die Notwendigkeit, dass Regierungen sich hinter Initiativen wie den Zielen der nachhaltigen Entwicklung zusammenschließen und diese in nationales Recht umsetzen müssen, erheblich verstärkt. Und wenn sie das nicht tun? Nun, dann wir werden versuchen, es ohne euch zu tun, lautet die Botschaft. Wie Meghan O'Sullivan einräumt, "müssen wir vorankommen, unabhängig davon, ob es uns gelingt, unsere Regierungen dazu zu bewegen, unseren Rezepten und Empfehlungen zuzustimmen".

 

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