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Die Politik der Heuchelei: Der Status Quo ist das Problem, aber den darf man ja nicht anfassen

 

von Charles Hugh Smith, 08.06.2018

 

 

Letzten Endes stehen alle dem Untergang geweihten, herrschenden Eliten vor dem gleichen Problem: Es gibt nicht genug Geld, um ihre Herangehensweise zu finanzieren und die riesige Machtmaschine anzutreiben.

 

Die Politik der USA lässt sich auf eine fortgesetzte Täuschung reduzieren: Politiker erhalten Wählerstimmen, indem sie versprechen, jene Probleme zu lösen, die das direkte Problem unseres aufgeblähten, korrupten und unhaltbaren Status Quo sind. Aber ihre Wahlkampagnen finanzieren sie dadurch, dass sie Insidern und egoistischen Eliten versprechen, dass sie ihren Status Quo aus Selbstbedienungsladen, Macht und Privilegien nicht antasten.

 

Das ist natürlich eine Politik des Scheiterns: Indem sie die verfilzten, eigennützigen Eliten – einschließlich der politischen Klasse selbst – schützt, verurteilt die politische Klasse den Status Quo zur systemischen Implosion.

 

Die politische Klasse ist die Dienerin des Status Quo, die mit all in ihrer wunderbaren Macht unternimmt, jede Herausforderung abzuwehren, die den Raubzug der privilegierten Insider gefährdet. Im Grunde tut die politische Klasse das, wofür sie bezahlt wird (mittels zig Millionen Dollar an Wahlkampfspenden): den Status Quo mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen.

 

Durch die ganze Geschichte hindurch zerstörte sich der herrschende Status Quo selbst , indem er sich geweigert hat, sich den verändernden Umständen anzupassen. Die echte Welt ist nicht statisch, aber jene an der Macht baden so gründlich in der Selbstüberschätzung und der Illusion von Macht, dass sie sich nicht auf eine schmerzvolle Anpassung konzentrieren, sondern auf die Maximierung und den Schutz ihrer Selbstherrlichkeit.

 

Am Ende stehen alle dem Untergang geweihten, herrschenden Eliten vor dem selben Problem: Es gibt nicht genug Geld, um ihre Herangehensweise zu finanzieren und die riesige Machtmaschine anzutreiben. Ihre Problemlösung ist immer die selbe: anstatt schmerzvolle Opfer zu bringen und sich einzuschränken, „drucken“ sie auf die eine oder andere Art Geld; sie reduzieren den Silbergehalt der Münzen, geben Papiergeld heraus, erzeugen über die Zentralbanken „Anreize“, und so weiter.

 

Dieser eigennützige Mechanismus höhlt die Wirtschaft aus und korrumpiert sie. Folglich wird die Ökonomie immer zerbrechlicher. Die Stabilität des Systems (ihre Puffer und die Fähigkeit, schnell und wirksam auf Krisen zu reagieren) schrumpft auf nahezu null, und die eine oder andere Krise, die man in der Vergangenheit bewältigen konnte, bringt das ganze verfaulte Gebäude zum Einsturz.

 

Hier sehen wir das Zweiparteiensystem in seinen Grundzügen:

Die Machtelite spricht mit einer Stimme, aber aus zwei Mündern: der eine Establishment-Demokrat, der andere Establishment-Republikaner

 

Hier demonstriert unsere „Führungsklasse“ ihre eigennützigen „Führungseigenschaften“:

 

Wie lautet das alte Sprichwort? Folge dem Geld:

 

Der philanthropische Spezl-Kapitalismus ist eine bevorzugte Heuchelei der egoistischen Eliten: die Dinge können natürlich schief laufen, wenn der Raubzug extrem wird....

Und heute reden wir über – hähä – die Ausschaltung von Spezlwirtschaft und Korruption“ (Clinton Global Initiative: Ihr globales Hauptquartier des philanthropischen Spezl-Kapitalismus)

 

Also denkt daran, wenn ihr dieses Jahr zur Wahl geht: Man wird euch „Wandel“ versprechen, aber echter Wandel ist unmöglich, denn zuerst kommt der Schutz des egoistischen, korrupten, aufgeblasenen und unhaltbaren Status Quo, mit allen verfügbaren Mitteln.

 

Man wird euch das sagen, was ihr hören wollt: Die Probleme werden alle innerhalb des existierenden Status Quo gelöst werden. Aber der existierende Status Quo ist die Quelle des Problems. Vorspiegelung erzeugt Verblendung, und die garantiert den Zusammenbruch.

 

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