https://www.theburningplatform.com/2020/07/03/the-new-party-overalls/#more-220607

 

Die neue Partei-Kleidung

 

von Eric Peters, 03.07.2020

 

 

Der gegenwärtige Trend, Gesichtswindeln zur Pflicht zu machen, wird wahrscheinlich über die Zukunft dieses Landes entscheiden. Über die Freiheit zum Widerspruch in diesem Land.

 

Das hört sich vielleicht übertrieben an, aber bedenkt Folgendes. Wenn sie eine universelle Maulwindel-Pflicht durchsetzen können, dann haben sie es geschafft, die Möglichkeit zum Widerspruch zu zerstören – bis auf den in deinem Kopf, genauso wie bei den Menschen in Orwells 1984.

 

Da trugen alle die selben Overalls der Partei. Alle äußerten die selben Parolen.

 

Alle sahen gleich aus, was einen die Seele zerstörenden Anblick universeller Konformität mit der Parteilinie schuf.

 

 

Widerspruch – außerhalb deines Kopfes – war undenkbar. Oder eigentlich unsagbar.

 

Das führte zu dem Anschein, dass niemand widersprach. Was wiederum zu dem Anschein führte, dass alle zustimmten.

 

Und dass jeder andere verrückt war.

 

Das bricht den Willen. Es führt dazu, dass das Individuum seine eigene Vernunft in Frage stellt.

 

Wie wird sich unsere tatsächliche Welt von Orwells fiktiver Welt unterscheiden, wenn man nicht die Erlaubnis hat (ein hinterhältiges Wort: Wie ist es nur so weit gekommen?), sein Haus ohne Maulwindel zu verlassen, was einem seine Individualität nimmt und dich sichtbar zu einem Mitglied der verängstigten, gehorsamen Herde macht?

 

Dein Gesicht wird sich nicht mehr von anderen Gesichtern unterscheiden. Niemand wird wissen, ob du lächelst oder mürrisch bist.

 

Vor allem wird niemand wissen, dass du gegen die Verordnung bist, denn du wurdest zur Unterwerfung genötigt. Da jeder zur Unterwerfung genötigt wurde.

 

 

Die universelle Maulwindelpflicht eliminiert jeden sichtbaren Beweis von Widerspruch und lässt den Widerspruch an sich als abnormal aussehen.

 

Wohin man auch geht, herrscht der Eindruck von Übereinstimmung, was die Legitimität (die Vernunft) der Sache selbst beinhaltet.

 

Das das Ganze ohne Übereinstimmung verordnet wurde, ist ohne Bedeutung.

 

Du wirst erfahren, dass dein scheinbar isolierter Widerspruch keine Bedeutung hat – gerade weil man ihn nicht ausdrücken darf. Gerade weil man niemanden anderen sieht, der seinen Widerspruch ausdrückt.

Du wirst dich allein und in der Unterzahl fühlen – weil es so erscheint.

Das wird die Windel-Dissidenten demoralisieren - diejenigen, die nicht daran glauben (genau das richtige Wort, denn die gegenwärtige Plage der Krankheitspsychose ist eine religiöse Manie, die nicht auf der Grundlage von Fakten, sondern eher von endzeitlichen Gefühlen gebildet wird), dass es vernünftig sei, darauf zu bestehen, dass jeder wie ein eitriger Leprakranker aussieht und sich so verhält.

 

Und deshalb ist das – vom Staat erzwungene – universelle Vortäuschen aus der Sicht derer, die das Windeltragen vorantreiben, so entscheidend wichtig. Es ist ihnen bereits weitgehend gelungen, die Menschen zu demoralisieren, weil sie etwas Konträres sagen, um den Eindruck zu erwecken, dass alle mit den Rechtgläubigkeit der Partei übereinstimmen.

Jede Orthodoxie muss öffentlich bestätigt werden – was erreicht wird, indem ihnen nicht öffentlich widersprochen wird.

Wenn man seine Meinung nicht sagen kann – außer im gedämpften Flüstern mit einigen wenigen vertrauenswürdigen Mitverschwörern – ist es dann wichtig, was man auf dem Herzen hat? Deine Gedanken sind isoliert – und damit auch du.

 

Phase Eins, wenn man so will.

 

 

Wenn man seinen Widerstand gegen die Krankheitspsychose – oder besser gesagt, gegen die Psychotiker, die die Angst vor der Krankheit nutzen, um sich zu Herren über uns alle zu machen – nicht zum Ausdruck bringen kann, indem man nicht so tut als wäre man ein Teil davon, ist dein Widerstand dagegen ebenso irrelevant.

Es entsteht eine "neue Normalität", in der sich alle darin einig zu sein scheinen, dass alle todkrank sind oder sein könnten – weil alle, die man sieht, in Gesichtswindeln gewickelt sind. Der Eindruck zementiert sich, dass andere Menschen eitrige Leprakranke sind – und man selber auch. Es wird zur "neuen Normalität", sich vor allen anderen zu fürchten – und dass alle tun, was ihnen gesagt wird.

Phase Zwei.

Man kann sich vielleicht vorstellen, was Phase Drei mit sich bringen wird.

Autoritären Kollektivismus – ob im Namen der Arbeiterklasse, der Rasse, der Siiiiicherheit oder (derzeit) der Gesundheit auferlegt – erfordert die Unterdrückung des Individuums. Die Unterdrückung individueller Gedanken und der individuellen Person.

 

 

Die Gesichtswindel erfüllt den selben Zweck wie ein Halsband.

 

Sie ist das Sinnbild des Wesens der Beziehung.

 

Wie der geheime Ketzer Winston Smith in Orwells Buch ist der einzige sichere Raum in deinem eigenen Kopf, und diese letzte Zuflucht muss streng mit Schleiern vorgetäuschter Konformität bewacht werden, selbst in dem Maße, was man trägt und wie man sich bewegt.

 

Aber es ist ein trauriger Raum. Ein einsamer Raum. Ein hoffnungsloser Raum.

 

Orwell hat dieses kranke Kabuki-Theater unserer Zeit vorweggenommen. In seiner imaginären Dystopie von Ozeanien wurden die Menschen nicht nur zum Gehorsam, sondern auch zur Vortäuschung gezwungen. Ihre Rolle in einer kranken Oper des kollektiven Autoritarismus zu spielen. Die Agenten von Goldstein waren überall, wie ein Virus.

 

Es war mehr als nur die Overalls, die alle tragen mussten. Alle mussten auch die gleichen Mienen tragen – grausamer Jubel während des Zwei-Minuten-Hasses, ein fades Lächeln der Zustimmung, wann immer der Name des Großen Bruders erwähnt wurde.

 

Das war ihre Windel – und niemand wagte es, keine zu tragen.

 

 

Der grundsätzliche Horror von Orwells Roman ist nicht die Schilderung physischer Unterdrückung, sondern vielmehr das Eindringen in die Köpfe der Menschen – die Ausweidung ihres Verstandes. Es war nicht genug, Big Brother zu gehorchen.

 

Es war notwendig, ihn zu lieben.

 

Wenn wir gezwungen werden, eine Windel zu tragen, lernen wir, ihn auch zu lieben. Und zeigen, dass wir es tun.

 

Das erzwungene Windeltragen ist ein Wendepunkt. Wenn das zur neuen Normalität wird, wird Dissens zu einer Art bedauernswerter Unlogik. Wir werden akzeptiert haben, dass es vernünftig ist, so zu tun, als ob jeder krank ist oder es für immer sein könnte.

 

Und uns allem zu unterwerfen, um dies zu verhindern, auch für immer.

 

Wir stecken hier alle zusammen drin. Jedenfalls diejenigen von uns, die anderer Meinung sind.

 

Der diesjährige 4. Juli ist vielleicht die letzte Gelegenheit, dies zum Ausdruck zu bringen. Darum ist es so wichtig, genau das zu tun, indem wir uns friedlich zusammenfinden, ohne die Windeln zu tragen. In Gruppen von Menschen, die sich freiwillig und frei zusammenschließen.

 

Merkt euch das.

 

Unser Kollektiv ist nicht autoritär – im Gegensatz zu ihrem. Wir, die wir anderer Meinung sind, fordern nicht, dass diejenigen, die an Gesichtswindeln glauben, nicht das Recht dazu haben.

 

Wir fordern lediglich, dass sie unser Recht respektieren, sie nicht zu tragen.

 

Kommentare: 7
  • #7

    Heli (Samstag, 18 Juli 2020 07:02)

    Das Gute an der Sache:
    Es werden Stimmen laut, die auf Mißstände in der Gesellschaft hinweisen, die dringend geändert werden müssen (und können)!

    Pflegenotstand, Schulpflicht, Zwangsbehandlungen in Psychiatrie, Polizeigewalt und -willkür...uvam.

  • #6

    Dude (Freitag, 10 Juli 2020 11:14)

    Dumme Frage: Als gutes Beispiel vorangehen und die neue Parteikleidung VERWEIGERN! Was sonst???

  • #5

    Sarah Lopar (Donnerstag, 09 Juli 2020 16:07)

    ich komme aus Frankfurt, was kann ich machen????
    ���

  • #4

    Dude (Dienstag, 07 Juli 2020 16:32)

    Bravo von Rothenberg!
    Gehen sie weiter als gutes Beispiel voran, auch wenn das den systemkonformen, obrigkeitshörigen Biozombie-Arschlöchern der terrorhelvetischen Diktatur gar nicht passt und sie allfällig mit Gängeleien seitens faschistoider Staatsgewalt zu rechnen haben.
    Wäre ich nicht per se total anti-komplett-verstrahlt-und-total-überteuerte-Nichtraucher-Terror-BS-ÖV und daher individuell mobil, würde ich genauso agieren.
    Beste Grüsse von einer der anderen Ausnahmen der Wenigen.

  • #3

    Von Rothenberg (Montag, 06 Juli 2020 22:21)

    Zur Schweiz:
    Am Sonnstag waren noch sehr wenige mit Maske im Zug zu sehen. Heute Montag, nach Einführung der Windelpflicht, habe ich niemanden mehr - ausser mir - ohne Maulkorb wahrgenommen. Nun zeigen tatsächlich alle ihr wahres Gesicht! Und ob jetzt ich übergeschnappt bin oder die Anderen spielt keine Rolle mehr, weil ich jetzt nicht mehr viel zu sagen habe.
    Übrigens: Es gibt keine Busse! Erst wenn man sich bei Aufforderung weigert, eine anzuziehen, kann es sein, dass man als renitent eingestuft wird, und man dann deshalb aussteigen muss und eventuell gebüsst wird. Wohlverstanden: nicht weil man keine Maske trug, sondern weil man renitent war.
    Wer aus gesundheitlichen Gründen kein Maulkorb tragen kann, der muss das auch nicht. Von einem erforderlichen Attest steht aber nichts in der Verordnung.
    Vom Staatsfernsehen wurde die Einführung gefeiert, als habe man die Menschheit gerettet...

  • #2

    Canned Beat (Sonntag, 05 Juli 2020 19:38)

    Die Maskenpflicht ist der größte Blödsinn seit der Pflicht zum Hitler Gruß. Die Maskenpflicht hat allerdings den gleichen Unterwürfigkeits-Effekt.

  • #1

    Dude (Samstag, 04 Juli 2020 21:28)

    Sehr gut!! Danke für den Hinweis und die Übersetzung!

    Ps. Kleines Anekdötchen dazu von meiner kürzlich erfolgten Reise aus GR nach CH:
    Der Flug war herrlich - wohl der Beste seit jenen im letzten Jahrtausend, in welchen ich zumeist mit zwei Pack Zigis und ner Buddel Rum bewaffnet ohne Theater reinlief und mich auf weit weniger eng gestuhltem Platze hingeflätzt hatte.
    Fast leer, ergo gratis Notausgangplatz. :) Zum Glück, wie mir die nette Stewardess mitteilte, war der Hinflug ca. 65% ausgelastet, sonst wäre der garantiert annuliert worden. War der einzige ohne Maulkorb, was aber niemanden gestört hat, im Gegenteil, hatten die Stewardessen sogar sichtliche Freude an den geführten, humorvollen Plaudereien. :)

    Die Insulaner von meiner Abreise-Destination sind noch herrlicher. Inselweit interessieren sich ja nur noch Einzelne für diesen Maulkorb-Quatsch. Am Flughafen, obwohl eigentlich vorgeschrieben, wie man einem Zettel am Eingang entnimmt, und auch von einer Durchsage der Luftfahrtbehörde erfuhr, waren im Hauptbereich auch etwa die Hälfte ohne Maulkorb unterwegs. Hinter der Sicherheitskontrolle war der Anteil der Unterwürfigen etwa 80%.
    Ermahnt wurde ich nur einmal, direkt vor Einstieg in den Bus. Habe dann für zwei Sekunden mein T-Shirt hochgezogen, und Sache erledigt.
    In ZRH angekommen war der Flughafen so gut wie leer, und einer Durchsage entnahm ich, dass Masken nur dann obligatorisch sind, wenn der Sicherheitsabstand umständebedingt nicht eingehalten werden kann. Anteil der Unterwürfigen die es lustig finden mit Gesichtswindel rumzuwuseln - und CO2 rückzuatmen um daran hoffentlich zu ersticken - war aber höchstens 40%. Erstaunlich für die ansonsten dermassen obrigkeitshörigen und systemgläubigen, terrorhelvetischen Hirngrillzombie-Sklaven!