https://consentfactory.org/2020/06/10/the-worst-literal-hitler-ever/

 

Der schlimmste Hitler aller Zeiten

 

von C.J. Hopkins, 10.06.2020

 

 

Nun, der Minneapolis-Putsch des GloboCap-Widerstands scheint wohl nicht ganz nach Plan verlaufen zu sein. Wieder einmal hat Trump nicht den vollen Hitler gespielt, trotz all ihrer Versuche, ihn dazu zu bringen. Aber sie haben ihr Bestes gegeben. Es war mehr oder weniger eine Regimewechsel-Operation nach Drehbuch, oder eine „Farb-Revolution“, oder wie man es nennen will. Alles wichtigen Teile waren vorhanden. Alles was sie brauchten war, dass Trump sich selbst zum Diktator ernennt und das Kriegsrecht einführt, damit die Generäle einschreiten und ihn aus dem Amt entfernen konnten.

 

Zum Leidwesen der Resistance hat Trump das nicht getan. Stattdessen hat er das getan was er normalerweise so macht, nämlich sich selbst im internationalen TV zum Affen zu machen. Okay... das war zum Gruseln, aber es hat der GloboCap-Bande nicht ganz den Vorwand geliefert, den sie gebraucht hätten, um ihn mit Schimpf und Schande aus dem Oval Office zu verjagen. Unnötig zu sagen, aber das war unglaublich frustrierend. Nach vier Jahren eines Propaganda-Vorspiels haben wir da endlich den Moment der Wahrheit, und Adolf steht da und kriegt keinen hoch.

 

Dieser Kerl ist der buchstäblich schlimmste Hitler aller Zeiten.

 

Dennoch gebe ich, was Regimewechsel-Operationen angeht, und wenn man bedenkt, dass es eine inländische Operation war, also heikler als die üblichen ausländischen Versionen, dem Widerstand für ihre Bemühungen dafür eine 2+.

 

Also bevor meine „Verschwörungstheoretiker“-Leser zu aufgeregt werden, wohin ich mit dieser Kolumne steuere... Nein, dies war kein „Fake“ Aufstand. Im Zentrum des Ganzen stand ein authentischer Aufstand. Im Zentrum jedes Regimewechsel steht ein authentischer Aufstand, oder zumindest jene Sorte, die der GlobCap zuletzt ausgeführt oder versucht hat. Tunesien, Libyen, Ägypten, Syrien, die Ukraine, Bolivien, Venezuela; diese Dinge laufen ziemlich nach einem Schema ab.

 

Hier eine kurze Zusammenfassung wie das funktioniert.

 

Als Erstes braucht man einen zivilen Aufstand, Demonstrationen in großem Maßstab, Aufruhr, Plünderungen, willkürliche Gewalt und so weiter. Jedes „auslösende Ereignis“ reicht aus um das anzuschieben. Ist es einmal so weit, dann kann man es wachsen lassen und sich darauf konzentrieren. Ein großer Teil dieses Aufstands muss authentisch sein, also führt man am besten eine langjährige Propagandakampagne durch, um das Ziel zu delegitimieren und zu verteufeln, als eine Art verräterisches Hitler-Monster, das der für jedes größere Problem im Land verantwortlich ist. So wird es immer seine Schuld sein, egal welches auslösende Ereignis die Dinge ins Laufen bringt.

 

Man wird wollen, dass die örtlichen Regierungsbehörden diese zivilen Unruhen bis zu einem Punkt zulassen, an dem Randalierer und Plünderer durch die Stadtkerne ziehen und sowohl Luxusläden der Konzernketten und die örtlichen Kleingeschäfte verwüsten und ihre wehrlosen Besitzer brutal angreifen. Das muss nicht bedeuten, dass die örtlichen Behörden ihre Polizisten zurückpfeifen oder abziehen müssen. Im Gegenteil. Man will, dass sie ihre Cops loslassen, auf die Demonstranten, die Randalierer und auf Fernsehreporter (wenn möglich während einer Live-Übertragung), und ganz allgemein jeden verprügeln, der im Weg steht. Das Ziel ist, so viel Hass wie möglich gegen das Regime zu produzieren, das man beseitigen will. Und das erklärte Hitler-Ziel dazu zu zwingen, seine Geduld zu verlieren und überzureagieren. Man will also, dass die Dinge richtig hässlich werden.

 

Dann entfesselt man die Macht der Medien, um die Leute in hirnlose Rage gegen den auserwählten Hitler zu versetzen. Und ihre „renommierten“ Experten veröffentlichen Artikel, die fordern, ihn aus dem Amt zu jagen. Man bringt das Militär (und ehemaliges Militär) dazu, sich lautstark darüber zu äußern, dass dieser Hitler außer Rand und Band ist und kurz vor dem Faschismus steht. Dann wartete man darauf, dass dein Hitler überreagiert und versucht, das Militär zu rufen und eine Art von Kriegsrecht ausruft. Und an diesem Punkt kann man ihn beruhigt absetzen und so tun, als hätte die Demokratie an diesem Tag gesiegt.

 

Und an diesem Punkt sind die Medien, denn man muss die Mehrheit der Öffentlichkeit (d.h., nicht nur die Demonstranten und die Randalierer) davon überzeugen, dass die Dinge so außer Kontrolle sind und dein imaginierter Hitler so gefährlich geworden ist, dass ein Militärputsch die beste Lösung ist.

 

Und so sieht man Schlagzeilen wie diese:

 

Wir stehen am Rande einer Diktatur“ – CNN

 

Die Worte eines Diktators: Trumps Drohung, das Militär einzusetzen, erweckt den Eindruck von Faschismus“ – The Guardian

 

Donald Trump versucht, einen Rassenkrieg anzufangen“ – Rolling Stone

 

Setzt Trump jetzt ab“ – Slate

 

Die Trump-Präsidentschaft ist vorüber“ – The Guardian

 

Trump muss abgesetzt werden“ – The Washington Post

 

Und während die Medien ihr Spiel treiben, sollen ehemalige Mitglieder der Geheimdienstgemeinde (oder der Geheimpolizei) öffentliche Äußerungen wie diese abgeben:

 

Es sollte in der amerikanischen Gesellschaft – noch weniger in der Regierung – keinen Platz geben für jene Verkommenheit, wie sie täglich von Donald Trump zur Schau gestellt wird. Mitglieder des Kabinetts, die so etwas ermöglichen, verraten ihren Amtseid, indem sie einen zunehmend verzweifelten Despoten unterstützen.“ – John Brennan, ehemaliger CIA-Direktor

 

Dann bringt man die Politiker und das Militär ins Spiel. Worte wie diese sollten genügen:

 

Die faschistische Rede, die Donald Trump soeben abgeliefert hat, grenzt an eine Kriegserklärung gegen amerikanische Bürger. Heute Abend fürchte ich um unser Land und ich werde nicht aufhören, Amerika gegen Trumps Angriff zu verteidigen.“ – Senator Ron Wyden

 

Dies sind keine Worte eines Präsidenten. Das sind die Worte eines Diktators.“ – Senatorin Kamala Harris

 

'Es ist ein schmaler Grat zwischen der Toleranz des Militärs für fragwürdige parteiliche Schritte der letzten drei Jahre und dem Punkt, an dem das unerträglich wird', sagte ein pensionierter General.“ – The New York Times

 

Wir müssen jene im Amt zurückweisen und verantwortlich machen, die unsere Verfassung lächerlich machen... Wir können uns ohne [Trump] vereinen und die unserer Zivilgesellschaft innewohnende Stärke nutzen. Das wird nicht einfach, wie die letzten Tage gezeigt haben, aber wir schulden das unseren Mitbürgern; den vergangenen Generationen, die dafür geblutet haben, unser Versprechen zu verteidigen; und unseren Kindern.“ – General James „Mad Dog“ Mattis, ehemaliger Verteidigungsminister

 

Sobald die Generäle zu murren begannen, konnte man die Medien dazu bringen, das aufzubauschen, und zwar hart. Schlagzeilen wie diese bekommen die Aufmerksamkeit der Menschen:

 

Der Aufstand der Generäle“ – The Washington Pos

 

Der Aufstand der Offiziere“ – Slate

 

Präsident Trump steht vor einem unerhörtem Aufstand des Elite-Korps aus Ex-Militärführern und Präsidenten...“ – CNN

 

Der Wunsch des US-Präsidenten, den starken Mann zu spielen, wirft dringende Fragen auf, die amerikanische Generäle, die Wähler und die Verbündeten beantworten müssen.“ – Das Redaktionsteam des Guardian

 

Wenn möglich, dann ist es immer schön, wenn man... nun, sagen wir, 280 ehemalige Beamte der Nationalen Sicherheit zusammentrommeln kann, die sehr besorgt sind über den Zustand der Demokratie und „den Missbrauch des Militärs für politische Zwecke“, und sie spontan dazu bringt, sich gegenseitig anzurufen und gemeinsam einen Brief zu verfassen, in welchem euer Hitler beschuldigt wird, „die Amerikaner zu spalten“, was dann die Medien wiederum weit verbreiten können.

 

Und natürlich braucht man für die „gebildeten Klassen“ einen offiziellen Propagandisten wie Franklin Foer (der 2016 die Riesengeschichte über den nicht-existenten „Trump-Russland-Server“herausbrachte und für seinen Dienst am GloboCap mit einem lukrativen Autorenposten beim The Atlantic belohnt wurde), der jetzt daherkommt und erklärt, dass das, was passiert, eine lupenreine Regimechange-Operation ist (denn die „gebildeten Klassen“ muss man nicht übers Ohr hauen, die meisten sind eh schon auf deiner Seite). Etwas in der Art:

 

"Die Entscheidung von Twitter, die Beiträge von Trump als irreführend zu kennzeichnen, war ein entscheidender Moment ... sobald Twitter seine Regeln auf Trump anwendete – und für seine Entscheidung Anerkennung erhielt – setzte es versehentlich einen Präzedenzfall ... ein Kreislauf der Nicht-Kooperation wurde in Gang gesetzt. Lokale Regierungen waren die nächste Schicht der Elite, die sich Trumps Befehlen widersetzte. Nachdem der Präsident darauf bestanden hatte, dass die Gouverneure in seinem Namen die Straßen "dominieren", weigerten sie sich rundheraus, ihre Reaktion zu eskalieren. In der Tat lehnten New York und Virginia eine Bundesanfrage ab, Truppen der Nationalgarde nach Washington, D.C. zu entsenden. Sogar der Vorort Arlington, Virginia, zog seine Polizei ab, die zur Kontrolle der Menschenmenge am Lafayette Square ausgeliehen worden war. Als jede Elitegruppe Trump ablehnte, wurde es für die nächste schwieriger, sich guten Gewissens zu fügen. In der Taxonomie von Sharp hängt die Machtübernahme des Autokraten vollständig von der Loyalität der Streitkräfte ab. Wenn die Streitkräfte die Zusammenarbeit verweigern, ist der Diktator am Ende.“

 

Wie gesagt, es lief ziemlich genau nach Drehbuch.

Nach vier langen Jahren offizieller Propaganda, die darauf abzielte, die westlichen Massen davon zu überzeugen, dass Donald Trump buchstäblich Hitler ist, taten GloboCap, der liberale Widerstand und die Unternehmensmedien ihr Bestes, um die authentischen Proteste und Ausschreitungen, die routinemäßig nach der Ermordung eines unbewaffneten Schwarzen durch die Polizei auftreten, zu nutzen und ihn damit aus dem Amt zu entfernen. Es wäre eine spektakuläre Katharsis gewesen, ein passender Höhepunkt im Krieg gegen den Populismus, aber Trump weigerte sich, seine Rolle zu spielen ... also, OK, vielleicht ist er doch nicht so dumm, wie ich dachte, oder zumindest nicht völlig selbstmordgefährdet.

Wie dem auch sei, es ist immer noch ein großer Sieg für GloboCap. Trump gewaltsam aus dem Amt zu entfernen, ist und war schon immer ein Traum. Das Hauptziel des Krieges gegen den Populismus ist es, ihn und alle, die für ihn gestimmt haben, zu delegitimieren und zu dämonisieren (und Jeremy Corbyn und sogar Bernie Sanders und alle, die für sie gestimmt haben). Trump ist schließlich nur ein Symbol. Es ist die Unzufriedenheit mit dem globalen Kapitalismus (und seinen lächelnden, fröhlichen, wertlosen Werten und seiner post-ideologischen Ideologie), die der GloboCap mit aller Gewalt zerschlagen will, damit sie sich wieder der unerledigten Aufgabe zuwenden können, den gesamten Nahen Osten und alle anderen Länder, die nicht mitspielen, umzustrukturieren, das aufzulösen, was von der nationalen Souveränität übrig geblieben ist, und die Welt in einen großen Marktplatz zu verwandeln, wo es keine Faschisten geben wird, keine bösen Russen, keine religiösen Extremisten, keine rassistischen Statuen, keine anstößigen Filme oder Bücher oder Kunstwerke, keine unautorisierten Arsch-Clown-Präsidenten mehr, und jeder wird mit seinen digitalen Gesundheitszertifikats-Implantaten "kontaktverfolgt", und die Kinder werden in ihren kleinen "sozial distanzierenden" Boxen und Kreisen stehen und in der Schule durch ihre Anti-Virus-Masken das Coca-Cola-Titellied singen ...

Tut mir leid ... ich bin da etwas aus der Spur geraten. Ich habe vergessen, dass es hier ausschließlich um Rassismus und Polizeibrutalität geht, und um nichts anderes. Ich werde versuchen, mich von nun an an das Drehbuch zu halten, aber das könnte schwierig werden, angesichts meines "Privilegs". Vielleicht würde mir es helfen, wenn ich mich in ein Kente-Tuch wickeln und in der Öffentlichkeit auf die Knie gehen würde, meine Meinung zu korrigieren. Oder, ich weiß es nicht. Wie denkt ihr darüber?


Kommentare: 3
  • #3

    Qanon D (Samstag, 13 Juni 2020 12:59)

    Vielleicht hätte in dem Artikel noch aufgeklärt werden, daß Trump nur den Elefant im Porzellanladen hier spielt. Und was er für die Zukunft der Menschheit bedeutet. Ohne Trump Qanon und deren Allianz würden alle!!! Menschen auf der Erde innerhalb der nächsten Jahre versklavt werden. Und wenn Trump nicht Präsident geworden wäre, dann hätten wir längst einen Krieg mit Russland mit Hilfe der Ukraine ausgelöst. Wo wir dann wären dürfte so jedem klar sein.
    Trump und Putin wollen einen Weltfrieden, und das passt vielen natürlich nicht. .

  • #2

    michel neland (Samstag, 13 Juni 2020 11:51)

    ,,Vielleicht würde mir es helfen, wenn ich mich in ein Kente-Tuch wickeln und in der Öffentlichkeit auf die Knie gehen würde, meine Meinung zu korrigieren. Oder, ich weiß es nicht. Wie denkt ihr darüber?"

    Es wäre die Öffentlichkeit, die auf die Knie gehen müsste.

  • #1

    Dude (Freitag, 12 Juni 2020 18:02)

    "Es ist die Unzufriedenheit mit dem globalen Kapitalismus (und seinen lächelnden, fröhlichen, wertlosen Werten und seiner post-ideologischen Ideologie), die der GloboCap mit aller Gewalt zerschlagen will, damit sie sich wieder der unerledigten Aufgabe zuwenden können, den gesamten Nahen Osten und alle anderen Länder, die nicht mitspielen, umzustrukturieren, das aufzulösen, was von der nationalen Souveränität übrig geblieben ist, und die Welt in einen großen Marktplatz zu verwandeln, wo es keine Faschisten geben wird, keine bösen Russen, keine religiösen Extremisten, keine rassistischen Statuen, keine anstößigen Filme oder Bücher oder Kunstwerke, keine unautorisierten Arsch-Clown-Präsidenten mehr, und jeder wird mit seinen digitalen Gesundheitszertifikats-Implantaten "kontaktverfolgt", und die Kinder werden in ihren kleinen "sozial distanzierenden" Boxen und Kreisen stehen und in der Schule durch ihre Anti-Virus-Masken das Coca-Cola-Titellied singen ..."

    Göttlicher Satz!