https://www.truthdig.com/articles/the-coming-collapse/

 

Der kommende Zusammenbruch

 

von Chris Hedges, 20.05.2018

 

                                                                                             Cartoon von Mr Fish

 

 

Also zunächst einmal – die Trump-Regierung ist nicht wie eine Venus in der Muschel aus dem Meer aufgestiegen. Donald Trump ist das Ergebnis eines langwierigen Prozesses des politischen, kulturellen und sozialen Niedergangs. Er ist das Produkt unserer gescheiterten Demokratie. Je länger wir die Fiktion aufrechterhalten, dass wir in einer funktionierenden Demokratie leben, dass Trump und die politischen Mutanten um ihn herum irgendwie eine absonderliche Abart wären, die wir bei der nächsten Wahl beseitigen können, desto mehr werden wir in Richtung Tyrannei stürzen. Nicht Trump ist das Problem. Es ist das politische System, das von den Konzernmächten und den Mandarinen der zwei großen politischen Parteien dominiert wird, in dem wir keine Rolle spielen. Wir werden die politische Kontrolle zurückerobern, indem wir den Konzernstaat zerlegen, und das bedeutet massiven und anhaltenden zivilen Ungehorsam, so wie ihn dieses Jahr die Schullehrer im ganzen Land gezeigt haben.

https://ballotpedia.org/Statewide_public_education_strikes,_2018

 

Wenn wir nicht aufbegehren, dann werden wir vor einem neuen finsteren Zeitalter stehen.

 

Die Demokratische Partei, die dabei mitgeholfen hat, unser System des umgedrehten Totalitarismus aufzubauen, wir wieder von vielen als die Retterin der Linken hochgehalten.

https://www.truthdig.com/articles/sheldon-wolin-and-inverted-totalitarianism/

 

Aber diese Partei hat sich hartnäckig geweigert, die soziale Ungerechtigkeit anzusprechen, die zur Wahl von Donald Trump und dem Aufstand von Bernie Sanders geführt hat. Sie ist gegenüber dem echten ökonomischen Leid, unter dem das halbe Land leidet, vollkommen blind, taub und stumm. Sie wird nicht dafür kämpfen, dass die Arbeiter einen anständigen Lohn bekommen. Sie wird sich nicht gegen die Pharmaindustrie und die Versicherungsindustrie wenden, damit alle eine Krankenversicherung erhalten. Sie wird den unersättlichen Appetit des Militärs nicht bändigen, der das Land entkernt und für weitere sinnlose und kostspielige Krieg im Ausland wirbt. Sie wird unsere verlorenen Bürgerrechte nicht zurückbringen, das Recht auf Privatsphäre, den Schutz vor Überwachung durch den Staat und ein geordnetes Rechtsverfahren. Sie wird das Geld der Konzerne und das Schwarzgeld (https://www.opensecrets.org/outsidespending/nonprof_summ.php) nicht aus der Politik heraushalten. Sie wird unsere Polizei nicht demilitarisieren und das Gefängnissystem nicht reformieren, das 25% aller weltweit Gefangenen beherbergt, obwohl die USA nur 5% der Weltbevölkerung repräsentieren. Sie beschäftigt sich mit Randthemen, insbesondere in der Wahlsaison und sie weigert sich, inhaltliche politische und soziale Themen anzugehen und konzentriert sich stattdessen in unserer absonderlichen anti-politischen Gattung auf enge kulturelle Themen wie Schwulenrechte, Abtreibung und Waffenkontrolle.

 

Das ist eine zum Scheitern verurteilte Taktik, aber sie ist verständlich. Die Parteiführung, die Clintons, Nancy Pelosi, Chuck Schumer, Tom Perez sie sind Geschöpfe der Amerikas der Konzerne. In einem offenen und demokratischen politischen System, einem ohne Dominanz durch Parteieliten und Konzerngeld, wären diese Leute nicht an der politischen Macht. Und das wissen sie. Lieber würden sie das gesamte System zum Einsturz bringen als ihre privilegierten Positionen aufgeben. Und ich befürchte, dass da geschehen wird. Der Gedanke, die Demokratische Partei sei ein Bollwerk gegen die Despotie, widerspricht den letzten drei Jahrzehnten ihrer politischen Aktivität. Sie ist ein Garant für die Diktatur.

 

Trump hat den Hass angezapft, den große Teile der amerikanischen Öffentlichkeit für das politische und wirtschaftliche System hegen, das sie betrogen hat. Er mag unfähig sein, degeneriert, unehrlich und selbstverliebt, aber er hat geschickt das System lächerlich gemacht, das sie verachten. Seine kruden und herabsetzenden Angriffe gegen Regierungsbehörden, gegen die Gesetze und die etablierten Eliten finden bei jenen Menschen Widerhall, für die diese Behörden, Gesetze und Eliten zu feindlichen Mächten geworden sind. Und für viele Menschen, die in der politischen Landschaft keine Verbesserung für ihr Leid sehen, sind Trumps Grausamkeiten und Schmähungen zumindest reinigend.

 

Trump hat wie alle Despoten keinen moralischen Kern. Er wählt seine Verbündeten und Ernennungen nach deren persönlicher Loyalität und ihrer Unterwürfigkeit ihm gegenüber. Er wird an jedem Verrat begehen. Er ist korrupt und scheffelt für sich selbst Geld – allein mit seinem Hotel in Washington D.C. hat er letztes Jahr $40 Millionen gemacht – und für seine Verbündeten in den Konzernen. Er zerlegt Regierungsinstitutionen, die einst etwas Regulierung und Aufsicht ausgeübt haben. Er ist ein Feind der offenen Gesellschaft. Das macht ihn gefährlich. Sein Rundumschlag gegen die letzten Bastionen demokratischer Institutionen und Normen wird dazu führen, dass es in Kürze keinen Schutz mehr gegen den Totalitarismus der Konzerne geben wird, nicht einmal dem Namen nach.

 

Aber die Warnungen der Architekten unserer gescheiterten Demokratie gegen den schleichenden Faschismus, darunter Madeleine Albright, sie sind lachhaft. Sie zeigen, wie abgehoben die Eliten mittlerweile vom Zeitgeist sind. Keine dieser Eliten besitzt Glaubwürdigkeit. Sie haben das Gebäude der Lügen, der Täuschung und Konzernplünderung errichtet, das Trump möglich gemacht hat. Und je mehr Trump über diese Eliten herzieht, und je mehr sie wie Kassandras rumschreien, desto mehr rettet er seine katastrophale Präsidentschaft und desto mehr erlaubt er den Kleptokraten die Plünderung des Landes, das sich allmählich zerlegt.

 

Die Presse ist einer der Hauptpfeiler von Trumps Despotismus. Sie plappern ständig wie Hofleute des 18 Jahrhunderts am Hof von Versailles über die Schwächen des Monarchen, während den Bauern das Brot fehlt. Sie brummen in einer Tour ständig über so belanglose Themen wie russische Einmischung oder die Schweigegelder für eine Pornodarstellerin, die überhaupt nichts mit der tagtäglichen Hölle zu tun haben, die für viele Amerikaner das Leben ausmacht. Sie weigern sich, den Missbrauch der Konzernmacht zu kritisieren oder zu untersuchen, der unsere Demokratie und Wirtschaft zerstört und den größten Transfer an Reichtum nach oben in der Geschichte Amerikas ermöglicht hat. Die Konzernpresse ist ein verkommenes Relikt, die im Austausch für Geld und Zugang kulturellen Selbstmord begangen hat. Und wenn Trump sie wegen „Fake News“ angreift, dann drückt er damit den tiefen Hass all jener aus, die von der Presse ignoriert werden. Die Presse verehrt den Götzen Mammon genauso sklavisch wie Trump. Sie liebt die Reality Show Präsidentschaft. Die Presse, vor allem die Kabel-Nachrichtensender, halten die Scheinwerfer drauf und lassen die Kameras an, damit das Publikum sich an die neuzeitliche Version des „Das Kabinett des Dr. Caligari“ heftet. (Anm.d.Ü.: Seehofer und Merkel lassen grüßen!) Das ist gut für die Einschaltquoten. Das ist gut für die Gewinne. Aber es beschleunigt den Niedergang.

 

Und das Ganze wird sich bald mit einem finanziellen Kollaps vermischen. Die Wall Street Banken haben seit der Finanzkrise 2008 von der Federal Reserve und vom Kongress einen Rettungsschirm in Höhe von $16 Billionen erhalten, mit nahezu Null Prozent Zinsen. Sie haben dieses Geld – und das gesparte Geld durch die Steuererleichterungen letztes Jahr – dazu verwendet, Aktienrückkäufe zu tätigen, die Gehälter und Boni ihrer Manager zu erhöhen und die Gesellschaft noch tiefer in eine unhaltbare Verschuldung zu treiben. Allein Sheldon Adelsons Casino-Geschäft hat durch die Steuergesetze 2017 $670 Millionen gespart. Das Verhältnis eines Vorstandsgehalts zu einem durchschnittlichen Arbeiter beträgt jetzt 339:1, und der höchste Unterschied liegt bei 5.000:1. Diesen Geldkreislauf zum Machen und Horten von Geld nannte Karl Marx „fiktives Kapital“. Die ständige Zunahme der Staatsschulden, der Konzernschulden, der Kreditkartenschulden und der Studienkredite wird laut Nomi Prins letztendlich „zu einer entscheidenden Wende führen – wenn das Geld, das zur Verfügung steht oder geborgt wird, ganz einfach die Zinszahlungen nicht mehr deckt. Dann werden Schuldenblasen platzen, beginnend bei den Anleihen mit den höchsten Renditen.“

 

Eine Wirtschaft die sich bei ihrem Wachstum auf Schulden verlässt, führt dazu, dass unsere Zinsen auf 28 Prozent hochschnellen, wenn wir bei unseren Kreditkartenzahlungen in Verzug geraten. Es führt dazu, dass unsere Löhne der Kaufkraft nach stagnieren oder schrumpfen – wenn wir ein ausreichendes Einkommen hätten, dann müssten wir uns zum Überleben kein Geld leihen. Aus diesem Grund sind die Universitätsausbildung, die Mieten, die Arztrechnungen und die Nebenkosten so teuer. Das System ist so angelegt, dass wir uns nie aus unseren Schulden befreien können.

 

Der nächste finanzielle Crash wird jedoch nicht wie der letzte sein, so beschreibt Prins in ihrem Buch „Verschwörung: Wie Zentralbanker die Welt manipuliert haben“. Und zwar deshalb, weil es, wie sie sagt, „keinen Plan B gibt“. Die Zinsen können nicht tiefer sinken. In der Realwirtschaft gab es kein Wachstum. Das nächste Mal gibt es keinen Fluchtweg. Sobald die Wirtschaft zusammenbricht und die Wut im ganzen Land in einem Feuersturm explodiert, werden die politischen Freaks auftauchen und sie werden Trump klug und freundlich aussehen lassen.

 

Also, was muss getan werden? – um Wladimir Lenin zu zitieren.

 

Wir müssen unsere Energie in den Aufbau paralleler, populärer Institutionen stecken, um uns zu schützen und der Macht eine Gegenmacht entgegensetzen. Diese parallelen Institutionen, einschließlich Gewerkschaften, kommunalen Entwicklungsorganisationen, örtlichen Währungen, alternativen politischen Parteien und Lebensmittelkooperativen, sie müssen Stadt für Stadt aufgebaut werden. Die Eliten werden sich in stürmischen Zeiten in ihre bewachten Anwesen zurückziehen und wir müssen uns selbst um uns kümmern. Basisdienstleistungen von der Müllabfuhr bis zum öffentlichen Verkehr, Lebensmittelverteilung und Gesundheitswesen werden zusammenbrechen. Massive Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung, die zu sozialen Unruhen führen, werden nicht mit staatlichen Beschäftigungsprogrammen angegangen werden, sondern mit der Brutalität einer militarisierten Polizei und einem völligen Aufheben der Bürgerrechte. Kritiker des Systems, die eh schon an den Rand gedrängt wurden, sie werden zum Schweigen gebracht und als Staatsfeinde angegriffen werden. Die letzten Spuren von Gewerkschaften werden gezielt ausgelöscht werden, ein Vorgang, der sich bald beschleunigen wird, wenn man die bevorstehende Entscheidung vor dem Obersten Gericht bedenkt, die die Fähigkeit der Gewerkschaften des öffentlichen Sektors, Arbeitnehmer zu vertreten, lähmen wird. Der Dollar wird nicht länger die Weltleitwährung sein, was zu einer heftigen Abwertung führen wird. Banken werden schließen. Die globale Erwärmung wird immer kostspieliger werden, insbesondere für die Bewohner an den Küsten, für die Farmer und die Infrastruktur. Kosten, die die ausgelaugten Bundesstaaten nicht mehr aufbringen werden. Die Konzernpresse wird, so wie die herrschenden Eliten, von einer Parodie ins Absurde abgleiten, die Rhetorik wird so offensichtlich fiktiv werden, dass sie, so wie in allen totalitären Staaten, von jeder Realität befreit ist. Die Medienfabrikate werden so albern klingen wie Trump. Und „auf den Straßen werden die kleinen Kinder sterben“, um W.H. Auden zu zitieren.

 

Ich habe als Auslandskorrespondent über einstürzende Gesellschaften berichtet, unter anderem aus dem früheren Jugoslawien. Jede dem Untergang geweihte Bevölkerung kann unmöglich abschätzen, wie zerbrechlich ein heruntergekommenes finanzielles, soziales und politisches System kurz vor der Implosion ist. Alle Boten des Zusammenbruchs sind sichtbar: zerbröselnde Infrastruktur; chronische Unterbeschäftigung und Arbeitslosigkeit; der hemmungslose Einsatz tödlicher Gewalt durch die Polizei, politische Lähmung und Stagnation; eine Wirtschaft, die auf einem Gerüst aus Schulden aufgebaut ist; nihilistische Massenschießereien in Schulen, Universitäten, Arbeitsplätzen, Einkaufszentren, Konzerten und Kinos; ein Opiatmissbrauch, der jährlich etwa 64.000 Menschenleben kostet; eine Selbstmord-Epidemie; eine nicht aufrecht zu haltende militärische Expansion; Spielsucht als verzweifeltes Mittel zum wirtschaftlichen Vorankommen und als Regierungseinnahmen; die Machtübernahme durch eine winzige und korrupte Clique; Zensur; die physische Verwahrlosung öffentlicher Einrichtungen wie Schulen und Büchereien bis zu Gerichten und medizinischen Einrichtungen; das unablässige Bombardement durch elektronische Halluzinationen, um uns vom deprimierenden Anblick ablenkt, was aus Amerika geworden ist und uns in einer Illusion gefangen hält. Wir leiden unter dem üblichen Krankheitsbild eines bevorstehenden Todes. Ich wäre froh wenn ich falsch liege. Aber ich habe es schon erlebt. Ich kenne die Warnzeichen. Ich kann nur sagen: Bereitet euch vor.

 

Kommentare: 6
  • #6

    wolfgang fubel (Montag, 09 Juli 2018 12:52)

    Wir sitzen Alle in der Systemfalle!. Selbst wenn Wir Uns daraus befreien könnten.würde das zu kaotischen Gesellschaftlichen Verwerfungen führen, mit Bürgerkriegen den Zusammenbruch jeglicher Ordnung und grauenhaften Zuständen!
    Die Wenigen Die Alles haben,werden, wenn Sie es für Nötig halten die Halbe Welt
    vernichten,um Die zu vernichten ,Die nichts haben! Nur um nichts zu verlieren.!
    Da ein Umdenken der Besitzenden unmöglich erscheint, wird der Große Knall kommen. Das ist so Sicher wie das Beschissene Amen in der Kirche!
    Eine Reinigung der Welt in der Wir leben, ist längst überfällig!!

  • #5

    jaja so siehts aus (Montag, 09 Juli 2018 12:04)

    Ich bin ein fleissiger ehrlicher selsbtkritischer hinterfragender Mensch. Mit jedem Jahr verringert sich mein Wohlstand (Das Geld was ich bekomme wird weniger, was ich brauche oder mir genommen wird, wird mehr. Ich habe keine Schulden.
    Ich bin um die 30 Jahre alt und finde in einer großen Messestadt immer schwerer Arbeit. Teilweise werde ich nach kurzer Zeit entlassen.
    Ich beherrsche meinen technischen Beruf, aber ich bin immer "nicht schnell und gut genug".
    Ich habe mich mit Themen wie Obdachlosigkeit befasst und bereits mit meinem Leben abgeschlossen.
    Da ich single bin und nur sehr wenig besitze, habe ich nicht viel zu verlieren.
    Ich bin in einer Situation, auch privat, die mir jeden Tag Magenkrämpfe und phasenweise auch mal Stress beschert.
    Ich sehe keinen Ausweg mehr.
    Ich habe keinerlei Kontrolle über mein Schicksal und lebe im Grunde nur noch in den Tag hinein.
    Ich versuche Jobs zu halten, aber habe im Hinterkopf immer, das ich bisher immer wegen irgendwas wieder entlassen wurde.
    Komischerweise bekomme ich aber immer sehr gute Zeugnisse (Ich kenne die Zeugnissprache).

    Der Zusammenbruch der Gesellschaft, der Welt, all das ist mir schnuppe!
    Es gibt eine Handvoll Menschen, die mir wichtig sind und sehr am Herzen liegen.
    Ich befinde mich aber in einer Ohnmacht, wo ich teilweise durch Videospiele nach jedem Arbeitstag mich berauschen muss, um diesen Zustand zu ertragen und etwas positives in meinem Leben, auch wenn es virtuell ist, zu erhalten.

    Stellen sie sich mal vor, wie es sich anfühlt, wenn man im Berufsleben ein Heiterleben vorheucheln muss, weil man sonst nicht geeignet ist, mit all den Problemen!
    Wie man diverse private Probleme während der Besprechungen ausblenden muss, als wären sie nicht da.
    Und dann wird man gleichzeitig behandelt, als wäre man ein Stück Dreck.

    Ich kann über diesen wahnsinnigen Drecksstaat und seinem Dreckssystem nur fluchen, er soll zur Hölle fahren, und all die Leute die mir jeden Tag das Leben versauen, während ich die Beine breit mache (teils aus Not, oftmals teils als Freundlichkeit) und für meine Wohltaten (Arbeit, Geld, Zeit, Energie, gebe genug, bekomme nix) auch noch bestraft werde, diese Leute sollen mit in die Hölle fahren!

    Ich bin nicht in der Lage mich vorzubereiten. Selbst wenn es so wäre, so würde meine Wohnsituation mir garantieren, das ich sehr schnell , sagen wir, erleichtert werde.
    Ich lebe schon schlimm genug, ich werde mir das letzte wenig Freude nicht verderben, indem ich soweit wie möglich versuche, mich vorzubereiten!
    Es trifft mich als Mensch ganz unten eh in voller Härte!
    Und je eher alles vorbei ist, desto besser!

    Mit dieser Menschheit habe ich nichts gemein, sie ist mir auch egal.
    Bis auf ein paar Leute kann die Mehrheit gerne auf den Boden der Tatsachen heruntergeholt werden, damit die Leute mal wissen , wie es ist, wenn man mit leeren Magen arbeiten muss und zuhause dann psychostress durchmachen muss.
    DIe Mehrheit soll es ruhig mal erleben, wie sich das anfühlt, wenn man sich minimal ernährt, also so wenig Energie hat, das man den Rest des Tages durchschlafen muss.

  • #4

    FritztheCat (Mittwoch, 04 Juli 2018 11:10)

    Lieber Willi,
    danke für den Hinweis! Wurde korrigiert.

  • #3

    willi uebelherr (Mittwoch, 04 Juli 2018 03:58)

    Lieber Friedrich
    "$16 trillion in bailouts" sind im deutschen $16 Billionen (10e12)

  • #2

    Aletheianoesis (Mittwoch, 04 Juli 2018 02:47)

    Großartiger Kommentar, der Westen ist im Zerfall, aber keiner merkt es so richtig. Und herrscht Wirtschaftsfaschismus.
    China und Russland wissen es, daher decken sie sich mit Gold ein um ihre Währung zu decken, beide Länder haben kaum Auslandsschulden.

  • #1

    Propapanda (Dienstag, 03 Juli 2018 17:41)

    1. Ausbeutung der ganzen Welt durch das betreffende Land;
    2. seine Monopolstellung auf dem Weltmarkt;
    3. sein Kolonialmonopol.
    Wirkungen:
    1. Verbürgerung eines Teils des englischen Proletariats;
    2. ein Teil des Proletariats läßt sich von Leuten führen, die von der Bourgeoisie gekauft sind oder zumindest von ihr bezahlt werden.

    Der Imperialismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat die Aufteilung der Welt unter einige wenige Staaten zu Ende geführt, von denen jeder gegenwärtig einen nicht viel kleineren Teil der "ganzen Welt" ausbeutet (im Sinne der Gewinnung von Extraprofit) als England im Jahre 1858; jeder nimmt eine Monopolstellung auf dem Weltmarkt ein dank den Trusts, den Kartellen, dem Finanzkapital und dem Verhältnis des Gläubigers zum Schuldner; jeder besitzt bis zu einem gewissen Grade ein Kolonialmonopol (wir sahen, daß von den 75 Mill. Quadratkilometern aller Kolonien der Welt 65 Mill., d.h. 86% in den Händen von sechs Mächten konzentriert sind; 61 Mill., d.h. 81%, sind in den Händen von 3 Mächten konzentriert).
    - Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus(1917)

    Acht Milliardäre besitzen genauso viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Oxfams aktuelle Studie zeigt: Die Lücke zwischen Arm und Reich ist größer als bisher angenommen. Wir brauchen endlich eine Politik, die Menschen statt Profite in den Mittelpunkt stellt!
    - Oxfam(2017)

    Der Imperialismus bedeutet eine ungeheure Anhäufung von Geldkapital in wenigen Ländern, das, wie wir gesehen haben, 100 bis 150 Milliarden Francs in Wertpapieren erreicht. Daraus ergibt sich das außergewöhnliche Anwachsen der Klasse oder, richtiger, der Schicht der Rentner, d.h. Personen, die vom "Kuponschneiden" leben, Personen, die von der Beteiligung an irgendeinem Unternehmen völlig losgelöst sind, Personen, deren Beruf der Müßiggang ist. Die Kapitalausfuhr, eine der wesentlichsten ökonomischen Grundlagen des Imperialismus, verstärkt diese völlige Isolierung der Rentnerschicht von der Produktion noch mehr und drückt dem ganzen Land, das von der Ausbeutung der Arbeit einiger überseeischer Länder und Kolonien lebt, den Stempel des Parasitismus auf.
    - Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus(1917)
    [Als Rentner sind Personen gemeint, die eine Rente nach, "regelmäßige Zahlungen, die jemand aus einem angelegten Kapital, aus Rechten gegen andere, als Zuwendung von anderen o. Ä. erhält" (Duden, Rente 1.b), beziehen.]

    Für Arme verringerten sich die Chancen auf einen Aufstieg beträchtlich, hat Dorothee Spannagel vom gewerkschaftsnahen WSI-Institut untersucht. Dagegen nahmen in der oberen und unteren Mittelschicht die Abstiegsrisiken zu. Vor allem aus der unteren Mitte steigen deutlich mehr Personen zu den Armen ab als in den 80er Jahren. Freuen können sich nur reiche Haushalte: Sie steigen seltener ab.
    - Zeit Online(2017) - Die Mittelschicht schrumpft, die Politik schaut zu

    --
    Das könnte man beliebig fortführen, faktisch befinden wir(„der Westen“) uns in einem Stadium des Faschismus(neukapitalistische Wortprägung:Neoliberalismus). Jeder der es sehen will, der kann es sehen, seit Jahren werden größtenteils Gesetze beschlossen, die einer kleinen Geldelite zu gute kommen, Gewerkschaften wurden weitestgehend entzahnt und die Löhne der Arbeiter stagnierten oder wurden über div. Mechanismen(Outsourcing etc.) gedrückt. Steuergelder werden für unfähige Banker geopfert, Konzerne können betrügen und „unsere“ Medien marschieren im Gleichschritt.

    Was Chris Hedges den Demokraten in den USA bescheinigt, ist zweifelsohne auf alle sog. sozialen Parteien im „Westen“ - einschließlich der deutschen sPD - übertragbar.

    'Parteien mit sozialistischer und sozialdemokratischer Bezeichnung und Rhetorik setzten die „Jobrevolution“ politisch durch und fassten sie in Gesetze: in Deutschland die SPD unter Kanzler Schröder mit der „Agenda 2010“, in Frankreich die Sozialisten unter Präsident Hollande mit dem „Loi Travail“, in Italien der „Job Act“ unter der Regierung von Matteo Renzi.'
    - Hintergrund.de - Die „Amerikanisierung“ der europäischen Arbeitsverhältnisse(https://www.hintergrund.de/wirtschaft/weltwirtschaft/die-amerikanisierung-der-europaeischen-arbeitsverhaeltnisse/)

    So genug für jetzt, sonst versaue ich mir noch den Abend...