https://www.unz.com/freed/big-orlys-diary-and-the-crumpler-report/

 

Der Blick aus einem kleinen Bergtal

 

von Fred Reed, 17.08.2020

 

 

Sei's drum, ich mach es. Bin eh nur ein Bursche aus West Virginia, meistens barfuß, und ich hab nicht viel Verstand, sagen viele Leute. Vielleicht sollte ich nicht die Welt erklären. Aber die Welt ergibt noch weniger Sinn als ich, also steche ich mal da rein.

 

Manchmal geh ich das Tal rauf, um meinen alten Schullehrer zu besuchen, er heißt Entropy McWilliams, und wir sehen uns Sachen im Internet an. Seit einiger Zeit geht’s da vor allem um Menschen, die zutiefts erschüttert sind, wegen Minneapolis, das in Kalifornien oder Alaska liegt, glaube ich.

 

Schwer vorstellbar. Wir sahen diese ganzen Leute, die Schaufenster einschlugen, weil sie Soziale Gerechtigkeit haben wollen. Und die gibt es anscheinend in Geschäften in Minneapolis. Wenn sie das hier täten, dann würden sie sehr schnell Soziale Gerechtigkeit erfahren. Zu diesem Zweck gibt es einen Strick. Aber es wurde gejohlt und gebrüllt, als wäre Reverend McBilly Osfeisers Best Jesus Revival and Donut Social hinter Großmutters Sozialversicherung her. Wie auch immer, jene Leute, die die Schaufenster einschlugen, sagen, dass das Ruinieren von Geschäften jenen Schwarzen hilft, die dort leben. Nun, vielleicht, aber ich denke, dass nur ein verdammter Idiot wieder ein Geschäft aufmacht, nur damit es wieder geplündert wird. Und wo sollen die Schwarzen dann ihr Zeug kaufen? Jeder mit Geld oder dem Verstand eines zurückgebliebenen Opossums wird woanders hinziehen. Und dann wollen diese Schwachmaten die Bullerei loswerden, damit diebische Halunken in den Geschäften leichter nach dieser Sozialen Gerechtigkeit suchen können. Für mich sieht es so aus, als würden sie den Unterschied zwischen Sozialer Gerechtigkeit und einem TV-Bildschirm nicht kennen.

 

Ich vermute, ein Typ mit einem Großkaliber könnte den ganzen Mist in fünf Minuten aufräumen, oder mit zehn Magazinen, je nachdem was schneller geht, aber niemand versteht die Flachländler.

 

Als nächstes fand ich diese schwachköpfig klingende Frau, oder eine Art Frau, heute weiß man das nicht mehr so genau, mit einem dieser Doppelnamen, ich denke es war Ophelia Langrangian-Peritonitis, oder so. Egal, sie polterte lautstark über Kulturelle Aneignung. Ich werde nervös, wenn ich so große Worte höre, aber Mr. McWilliams hat es mit erklärt. Er sagte, das klinge besser als die Aneignung eines TV-Geräts aus jemand anderen Geschäftes. Trotzdem ergibt das genauso wenig Sinn wie Radmuttern auf einem Geburtstagskuchen.

 

Es bedeutet: Wenn Halloween ist und man als Indianer rumläuft, vielleicht mit einem Tomahawk und ein paar Plastik-Skalps aus einem Billigladen, dann hasst man Rothäute und will sie berauben und auf ihnen rumtrampeln und wer weiß was noch. Ergibt das für euch einen Sinn? Wenn man als Bugs Bunny geht, dann würde garantiert irgendeine verdammte Karnickel-Lobby klagen, womöglich mit Ms. Lagrangian-Peritonitis als Sprachrohr. Man kann nichts mehr tun, was andere Menschen schon vor einem getan haben, ohne diesen Lumpen zuhören zu müssen.

 

Wenn jemand nicht als Bugs Bunny rumlaufen darf, dann kann niemand als irgendwas rumlaufen. Gleiches Recht für alle. Wenn sich also deine kleine Schwester als Aunt Jemima verkleidet, die Pfannkuchen bäckt, dann werden die BLM-Banditen versuchen, sie zu lynchen.

 

Ich meine, dass die Schwarzen etwas stiller sein sollten. Da sie nicht das Schreiben erfunden haben, oder das Lesen, oder Mathe oder Elektrizität oder Kleidung oder überhaupt irgendwas, begehen sie jedesmal, wenn sie diese Dinge benutzen, Kulturelle Aneignung. Das sagt der gesunde Menschenverstand.

 

Natürlich könnte das auch eine Chinese behaupten, wenn Weiße Papier und Schwarzpulver benutzen. Ohne das hätten wir keine Bomben und Raketen und keine neunseitigen Bundesformulare, die seit Adams Zeiten kein Mensch versteht.

 

Nun, was ich denke ist, dass die Beschuldigung Schwarzer und Indianer und aller für jede weiße Erfindung, die sie benutzen, eine schweinslange Liste werden würde, die mehr Papier verbraucht als das Essen eines McDonald Hamburgers. Da käme es reichlich zu dem, was die Wall Street Zeitung Kreuzverträge nennt, sagte Mr. McWilliams, und der weiß alles. Was einen ganzen Rattenschwanz von Anwälten für ewig im Geschäft hält, anstatt dass man sie ertränken würde, was besser wäre. Ich meine, man könnte ein Fünferl berechnen, jedesmal wenn Lateesha oder Deewan oder Lasagna ein Buch liest, was einem pro Jahr 12 Dollar einbringen würde. Oder eine Smith and Wesson benutzen, für Güterzüge voll Dollar. Vielleicht wäre es am Einfachsten, die gesamte Dreckszivilisation mit einer einzigen Lizenz zu mieten, so einfach wie Autofahren.

 

Ich schätze, wir nehmen genug Geld ein, um ausreichend Raketen zu kaufen, damit wir Tausend Hochzeiten und kleine Kinder in Afghanistan in die Luft jagen können und vielleicht ein paar Kindergartenkinder in Venezuela – wo immer das auch liegt. Dann würden sie alle die amerikanischen Werte besitzen und uns lieben.

 

Aber wir müssen uns noch mit anderen Nachrichten beschäftigen. Ständig lese ich über dieses Mädchen Rachel Tension (Anm.d.Ü.: Verballhornung des Begriffs Racial Tension – Rassenspannung) und wie sie jede Menge Zorn verursacht, auch bei Oprah. Bei Rachel weiß ich es nicht, aber Oprah ist ganz dünnhäutig geworden, und ich schätze, das bringt sie dazu, über das, worüber sie nachdenkt, ein großes Buhei zu machen. Oprah war mal richtig fett und sah wie 300 Pfund Rückenspeck auf Beinen aus, und wenn man eine Ölquelle besitzen würde, die man verschließen will, dann hätte man sie als Stöpsel verwenden können. Ich höre, dass jetzt von Oprah jedoch nicht mehr so viel da ist. Mehr vertrage ich eh nicht.

 

Wie auch immer, heutzutage ist ihr Thema, wie kriminell und brutal die Weißen sind und dass sie mit ihren Gefühlen in Einklang kommen sollten, damit könnte ihre Freundin gemeint sein oder ich weiß nicht was – aber sie mag sie nicht. Die Weißen, meine ich. Also ich vermute es. Aber ich stelle mir vor, wenn sie in ein Mikrophon jault, das vielleicht Abraham Lincoln oder Moses oder sonst wer erfunden hat, dann wäre das auch wieder Kulturelle Aneignung und sie würde Geld schulden. Ich meine, ohne dieses Mikrophon müsste sie Rauchsignale oder Trommeln benutzen.

 

Jedenfalls übernehmen die Frauen alles, und die meisten sind verrückt. Neben Rachel Tension und Oprah haben wir diese Clinton-Frau, die noch älter ist als Ann Coulter und vermutlich den ganzen Tag in einer Höhle schläft, kopfüber an ihren Zehen hängend. Und Elizabeth Warren, die mal Indianerin war, aber mit einer DNA-Impfung geheilt wurde. Und jetzt haben wir Joe Biden, der nichts anderes als eine Hillary ohne Titten ist, an Tagen, an denen er sich erinnert, wer er ist. Und den Rest der Zeit so gut wie gar nichts ist. Was ein guter Grund sein könnte, ihn zu wählen. Wir hatten eine lange Reihe an Präsidenten, die wussten, wer sie waren, und das war nicht wirklich zufriedenstellend.

 

Und nun ist die ganze Welt verrückt geworden, so wie Aunt Minnie, die Opa in seinem Speicher verwahrte. Ich hab grad gesehen, dass Walt Disney, von dem ich dachte, dass er schon tot sei, einen Film über Peter Pan drehen will, und er will Mike Tyson in der Rolle von Tinker Belle. Die ist so eine Art Glühwürmchen in einem grünen Kleidchen und sprüht überall mit ihren Funken herum. Also wenn ich mich recht entsinne, dann wiegt Mike Tyson nackt so um die 240, wenn er einem Heliumballon in der Hand hält. So ist schwer vorstellbar, wie er in der Luft rumflattert und wie eine 50 Cent-Taschenlampe mit einem Wackelkontakt flackert, aber ich versteh nicht viel von Filmen.

 

Auf jeden Fall war da diese Frau, ich glaube ihr Name war Lupita Marimacha oder so ein meksikanischer Name, die im Namen von Mr. Disney sprach, von dem ich dachte, dass er tot sei. Sie sagte, wir leben in progressiven Zeiten, was so viel wie weiche Birne bedeutet, und wir könnten nicht mehr heteronormativ oder chromopejorativ sein, und wir müssten Gender-flüssig sein. Ich war mir nicht sicher, welche Genderflüssigkeit sie meinte, aber ich wusste, dass ich nicht darüber nachdenken wollte. Ich schätze das bedeutet, dass wir uns Mike Tyson ansehen sollen, wie er in einem Mädchenkleid durch die Luft schwebt, was für ein Mädchen okay wäre, aber Mike mit diesen Kleidern, das bereitet mir Sorgen. Und Mike wahrscheinlich auch.

 

Nun, das ist so ziemlich das, was ich an einem Tag an Nachrichten aushalte. Ich schnapp mir meine Freundin Jiffy Lube, die heißt eigentlich Jennifer Imidazole Fergweiler, aber wir nennen sie Jiffy Lube, weil sie, nun, echt freundlich ist, und wir besorgen uns ein Weckglas voll mit diesem Schädelsprenger-Schnaps, den Onkel Hant da draußen in den Bergen brennt, und wir liegen dann auf dem Rücken und beobachten die Bussarde, wie sie nach toten Tieren Ausschau halten.

 

 

Kommentare: 2
  • #2

    Josch (Sonntag, 30 August 2020 11:07)

    Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Auf jeden Fall herzerfrischend, dieser Text. Danke.

  • #1

    Ines (Sonntag, 30 August 2020 07:57)

    genial