https://www.zerohedge.com/news/2018-12-06/msm-getting-weirder-more-frantic-and-more-desperate-day

 

Die Massenmedien werden von Tag zu Tag seltsamer,

verkrampfter und verzweifelter

 

von Caitlin Johnstone, 06.12.2018

 

 

Wenn sogar die Washington Post sagt, dass dein Artikel über Russiagate schlechter Journalismus ist, dann ist dein Artikel über Russiagate wirklich sehr schlechter Journalismus.

 

WikiLeaks@wikileaks:

Eine Woche nach der Veröffentlichung einer erfundenen Story auf der Titelseite, die mit einer Geheimdienstagentur verbunden ist, muss die Chefredakteurin des Guardian @KathViner immer noch auf Fragen antworten, darunter von dem Journalisten, der der Zeitung den einzigen Pulitzer-Preis besorgt hat – die Frage, warum sie das getan hat:

Glenn Greenwald@ggreenwald:

Die @washingtonpost zitiere ich mit einer altbekannten Ironie, warum ich die Zeitungen so verachte: „Es ist ironisch, dass jene Institutionen, die von anderen Offenlegungen fordern, selbst am wenigsten dazu bereit sind, transparent zu sein.“

 

In einem Artikel mit dem Titel "The Guardian bot eine Bombengeschichte über Paul Manafort an. Sie ist aber immer noch nicht detoniert.“ weist der WaPo-Autor Pul Farhi darauf hin, dass es eine Woche her ist, seit der Guardian eine Behauptung veröffentlicht hat, dass der ehemalige Trump-Wahlkampfmanager Paul Manafort sich wiederholt mit dem WikiLeaks-Gründer Julian Assange getroffen habe, ohne Beweise, die die Behauptung untermauern, unter Verwendung ausschließlich anonymer Quellen, und trotz der Behauptungen, die den bekannten Aufzeichnungen über Assanges Gäste der ecuadorianischen Botschaft widersprechen. Die Kritik und der Wunsch nach Antworten wurde sowohl von Freunden als auch von Feinden von WikiLeaks immer lauter, wobei sich in der Story des Guardian täglich neue Handlungslücken öffneten und der Skandal nun in das allgemeine Bewusstsein rückt.

Und der Guardian schweigt, so wie dessen Chefredakteurin Katharine Viner, die sich die ganze Zeit weigert, auch nur eine Ton zu ihrer Verteidigung zu sagen. Der einzige Kommentar, den die Publikation abgegeben hat, wurde Tag für Tag wörtlich in jeder Nachrichtenagentur wiederholt, die über dieses bizarre Ereignis schreiben: "Diese Geschichte stützte sich auf eine Reihe von Quellen. Wir haben diese Behauptungen sowohl Paul Manafort als auch den Vertretern von Julian Assange vor der Veröffentlichung mitgeteilt. Beide haben nicht geantwortet und abgestritten dass die Besuche stattgefunden haben. Wir haben die Geschichte seitdem aktualisiert, um ihre Weigerungen wiederzugeben." Was im Grunde genommen nur bedeutet, dass sie jeden verleumderischen Unsinn über jeden drucken können, wenn die Dementis nicht rechtzeitig an die richtige E-Mail-Adresse gesendet werden.

Das ist natürlich völlig Banane.

 

 

Caitlin Johnstone @caitoz:

Erkennen diese Schmierenhändler des Establishments nicht, wie gruselig, verzweifelt und krampfhaft sie sich selber aussehen lassen, wenn sie diese Hetzartikel über anti-imperialistische Stimmen raushauen? Dieser Redakteur bei der HuffPo schriebt diesen Imperiums-Schmutz die ganze Zeit und merkt gar nicht, wie freakig das aussieht.

Chris York @ChrisDYork:

Jemand der objektiv sein sollte und Propaganda verbreitet, ist selbst ein Propagandist.

 

Die Huffington Post hat gerade ein weiteres dreistes Hetzstück über den Professor Piers Robinson von der University of Sheffield veröffentlicht. Und wenn ich dreist sage, meine ich wirklich dreist. Der gesamte Artikel besteht aus nichts anderem als dem leitenden HuffPo-Redakteur Chris York, der akribisch die Tatsache dokumentiert, dass ein Universitätsprofessor "sehr kritisch gegenüber westlichen Regierungen und Medien" ist, der Skepsis gegenüber Narrativen des Establishments zu 9/11, Syrien und Russland äußert. Und er deutet an, dass es für eine Universität schlecht und falsch sei, jemanden mit abweichenden Ansichten anzustellen.

Selbst für ein Hetzstück fühlt sich der Artikel unglaublich gezwungen, tollpatschig und verzweifelt an. Beim Lesen hat man das Gefühl, als ob York in deine Privatsphäre eindringt, sein Gesicht gegen dein Ohr drückt und sagt: "Du sollst nicht an die Dinge glauben, die der schreckliche Mann über das sagt, was in deiner Welt passiert. Ich werde Dir sagen, was du von diesen umstrittenen Ereignissen halten sollst: Big Brother ist dein Freund. Du liebst Big Brother."

Was auch schon ohne die Tatsache schräg genug wäre, dass York in diesem Jahr Robinson und andere antiimperialistische Stimmen immer wieder mit identischen Hetzartikeln persönlich ins Visier genommen hat. Ein leitender HuffPo-Redakteur hat Hetzartikel um Hetzartikel gegen eine kleine Gruppe von Akademikern und Reportern veröffentlicht, die im Vergleich zu einem Massenmedienunternehmen sehr wenig Einfluss haben, aber einem giftigen Wachposten des Imperiums wie York ist das immer noch viel zu viel.

 

 

Noam Chomsky hält Andrew Marr eine Standpauke:

 

 

Und das ist genau das, was heute passiert. In den letzten zwei Jahren hat sich die Massenmedienmaschine sehr, sehr seltsam verhalten, und es wird nicht besser, es wird immer schlechter. Seit dem Vorlauf zur Invasion im Irak haben wir so etwas nicht gesehen, wie die Mainstream-Medien versuchen, uns Narrative so verzweifelt und aggressiv in den Hals zu schieben, und selbst dann taten sie es für einen ganz bestimmten Zweck.

Diesmal sind die Dinge weniger klar. Ich schließe mich nicht dem Glauben an, dass die Veränderung im Verhalten der Medien auf einen Hass des Establishments auf Trump zurückzuführen ist; trotz der Rhetorik und der Erzählungen hat Trump die Interessen der Establishments genauso zuverlässig geschützt wie seine Vorgänger, und jeder, der etwas über Russiagate weiß, weiß, dass es nie zur Entfernung von Trump aus dem Amt führen wird. Eine viel logischere Erklärung ist die Notwendigkeit, die geopolitische Agenda der Isolierung Russlands zu unterstützen und es von der Weltbühne zu verdrängen, um es davon abzuhalten, Chinas Aufstieg zum Supermachtstatus zu schützen, und im Kalten Krieg wird die Verwendung von Propaganda noch wichtiger als im heißen Krieg. Aber ich denke auch, dass es mehr als das ist. Ich denke, ein großer Teil der hektischen Dringlichkeit, die wir von der Propagandamaschine des Establishments sehen, ist nichts anderes als ein Versuch, die Kontrolle über das Narrativ zurückzuerlangen.

Im Jahr 2016, zum ersten Mal überhaupt, liefen einige Dinge nicht so, wie sie für die Propagandisten und Manipulatoren geschrieben wurden, die die Öffentlichkeit dazu bringen sollen, den Plänen von Menschen zu folgen, die man nicht gewählt hat. Weit verbreiteter Internetzugang, alternative Medien, WikiLeaks und Unzufriedenheit mit dem Status quo haben sich vermengt und tanzten 2016 so, dass eine große Anzahl von Menschen erkannt hat, dass sie von den Talking Heads auf ihren Bildschirmen ständig belogen wurden. Eine unannehmbar große Anzahl von Menschen.

 

Das Ende der Könige:

 

Wer das Narrativ kontrolliert, kontrolliert die Welt. Die nicht gewählte Machtinstitution, die über uns herrscht, ist von der narrativen Kontrolle abhängig, um zu regieren, und wenn die Menschen den Talking Heads der Plutokraten, die ihnen sagen, welche Narrative sie glauben sollen, nicht trauen, kann es keine Kontrolle geben. In Frankreich haben wir unkontrollierbare Demonstranten aus dem gesamten politischen Spektrum gesehen, die "Wir haben Köpfe für weniger als das abgehackt" in Graffiti auf dem Arc de Triomphe schreiben. Ihr könnt sicher sein, dass sich die plutokratischen Augen auf der ganzen Welt geweitert haben.

 

Und das ist, glaube ich, der Grund, warum sich die Massenmedien so seltsam verhalten. Seit zwei Jahren greifen und lehnen sie sich überall hin und versuchen, die Kontrolle über die Geschichte wiederzuerlangen, wie ein Anfänger, der versucht, das Gleichgewicht wiederherzustellen, aber dabei kommen sie ihrem Fall nur näher. Das macht den gegenwärtigen Moment wahrscheinlich zur perfekten Zeit, um ihnen einen guten Schubs zu geben. Verbreitet die Wahrheit über die Täuschungen der Massenmedien wie die PsyOp des Guardian gegen WikiLeaks, weckt die Menschen darüber auf, was sie zu erreichen versuchen, indem Sie Menschen in parteiische Echokammern treiben, indem sie Assange verhaften, das Internet zensieren und alternative Medien, die dissidente Geschichten liefern, marginalisieren.

 

Das Einzige, was die Vielen davon abhält, sich wie Löwen gegen die Wenigen zu erheben, um eine neue Welt zu schaffen, die allen zugute kommt, ist die Propagandamaschine des Establishments, und im Moment ist sie wild aus dem Gleichgewicht. Schiebt fest und hör nicht auf zu schieben, bis es umfällt.

 

 

 

Anm.d.Ü.: Ein weiterer ausgezeichneter Artikel über den Guardian hier:

https://www.zerohedge.com/news/2018-12-06/guardians-reputation-tatters-after-forger-revealed-have-co-authored-assange-smear

 

Die Reputation des Guardian liegt in Trümmern, nachdem ein Fälscher aufgedeckt wurde, der das Schmierstück über Assange mitverfasst hat

 

Der Guardian hat seine Reputation zerstört und dabei die Verzweiflung des Establishments aufgedeckt, wenn es um Assange geht.“

 

Kommentare: 0