https://wallstreetonparade.com/2020/06/blackrock-authored-the-bailout-plan-before-there-was-a-crisis-now-its-been-hired-by-three-central-banks-to-implement-the-plan/

 

Wenn der BlackRock-Bock zum Gärtner wird

 

BlackRock hat den Bailout-Plan autorisiert, bevor es eine Krise gab – und jetzt wurde BlackRock von drei Zentralbanken angeheuert, um den Plan umzusetzen

 

von Pam Martens und Russ Martens, 05.06.2020

 

Die BlackRock-Autoren von „Going Direct“

(l.o. Stanley Fischer, r.o. Philipp Hildebrand,

l.u. Jean Boivin, r.u. Elga Bartsch)

 

Es nennt sich „Going Direct“. Das ist der finanzielle Bailout-Plan, der von ehemaligen Zentralbankern entworfen und formuliert wurde, die jetzt auf der Gehaltsliste von BlackRock stehen, einem Investment-Manager mit $7 Billionen an Aktienfonds und Anleihen. Der Plan wurde im August 2019 beim G7 Gipfel der Zentralbanker in Jackson Hole, Wyoming bereitgestellt – Monate bevor die Öffentlichkeit etwas von der Finanzkrise ahnte. Einen Monat später, am 17. September 2019, startete die Federal Reserve ein Repo-Notfall-Programm, mit Hunderten Milliarden Dollar pro Woche an Anleihen, die direkt (Going Direct“) in die Handelshäuser der Wall Street wanderten.

https://wallstreetonparade.com/2020/01/federal-reserve-admits-it-pumped-more-than-6-trillion-to-wall-street-in-recent-six-week-period/

(Die Federal Reserve gibt zu, dass sie in den vergangenen sechs Wochen mehr als $6 Billionen in die Wall Street gepumpt hat)

 

Der BlackRock-Plan fordert die Verwischung der Linien zwischen öffentlicher Finanzpolitik und der Geldpolitik der Zentralbanken – genau das, was das US-Finanzministerium und die Federal Reserve heute tun. BlackRock wurde jetzt von der Federal Reserve, der Bank of Canada und Schwedens Zentralbank, der Riksbank angeheuert, um Schlüsselpunkte des Plans umzusetzen. Drei der Autoren des Plans von BlackRock haben zuvor als Zentralbanker in den USA, Kanada und der Schweiz gearbeitet.

 

Die Autoren schrieben in dem Weißbuch, dass "in einem Abschwung die einzige Lösung in einer formelleren – und historisch ungewöhnlichen – Koordinierung der Geld- und Fiskalpolitik besteht, um wirksame Impulse zu geben".

Wir verstehen jetzt, warum der US-Kongress zum ersten Mal in der Geschichte der Fed Steuergelder in Höhe von 454 Milliarden Dollar übergab, ohne eine sinnvolle Debatte zu führen, um Verluste auf toxische Vermögenswerte der von ihr beaufsichtigten Wall-Street-Banken aufzufressen. Die Fed plant, die 454 Milliarden Dollar in einen Rettungsplan in Höhe von 4,54 Billionen Dollar zu investieren und mit Rettungsaktionen direkt („Going direct“) in den Markt für kommerzielle Papiere, Geldmarktfonds und eine Reihe anderer Märkte zu gehen.

(Anm.d.Ü.: Hier erkennt man schön die Wirkungsweise des “fractional banking“, des Mindestreservensystems, wenn sich eine Einlage in einen verzehnfachten Kredit verwandelt)


Der BlackRock-Plan erklärt auch, warum die Fed BlackRock zum ersten Mal in der Geschichte beauftragt hat, "direkt" zu gehen und 750 Milliarden Dollar sowohl in primären als auch in sekundären Unternehmensanleihen und Anleihe-ETFs (Exchange Traded Funds) aufzukaufen, ein Produkt, bei dem BlackRock einer der größten Anbieter der Welt ist. Was noch mehr Empörung hervorruft, ist die Tatsache, dass das von BlackRock durchgeführte Programm 75 Milliarden Dollar der 454 Milliarden Dollar an Steuergeldern erhält, um die Verluste aus den Käufen von Unternehmensanleihen aufzufangen, zu denen auch die eigenen ETFs gehören, die die Fed im Rahmen des Programms kaufen darf.

Hubschraubergelder sind auch im BlackRock-Plan aufgeführt, was erklärt, warum gleichzeitig mit den 454 Milliarden Dollar, die der Kongress im Rahmen des CARES-Gesetzes für die Fed bereitgestellt hat, auch "direkt" fiskalische Anreize gewährt wurden, und zwar in Form von 1200-Dollar-Schecks und direkten Einzahlungen an die kleinen Leute in Amerika sowie Darlehen und Zuschüsse im Rahmen des Paycheck Protection Program an kleine Unternehmen.

Eine Maßnahme des BlackRock-Plans, die in den USA mit Sicherheit einen breiten öffentlichen Widerstand erfahren wird, ist der Vorschlag, dass die Zentralbanken Aktien (Aktien) kaufen. So schreiben die Autoren

 

"Alle zusätzlichen Maßnahmen zur Stimulierung des Wirtschaftswachstums müssen über den Zinskanal hinausgehen und 'direkt' gehen – [mit] einer Zentralbank, die privaten oder öffentlichen Konten direkt Geld gutschreibt. Auf die eine oder andere Weise wird dies eine Subventionierung der Ausgaben bedeuten – und eine solche Maßnahme wäre von vornherein eher fiskalischer als monetärer Natur. Dies kann direkt durch die Fiskalpolitik geschehen oder durch die Erweiterung des geldpolitischen Instrumentariums um ein Instrument, das fiskalischer Natur sein wird, wie z.B. die Krediterleichterung durch den Kauf von Aktien. Dies impliziert, dass ein wirksamer Stimulus eine Koordinierung zwischen Geld- und Fiskalpolitik erfordern würde – sei es implizit oder explizit.“

 

In den Vereinigten Staaten befinden sich etwa 85 Prozent des Aktienmarktes im Besitz der reichsten 10 Prozent der Amerikaner. Der Kauf von Aktien würde die Vermögens- und Einkommensungleichheit, die bereits auf dem höchsten Stand seit den 1920er Jahren ist – einer Zeit, in der die Wall Street auch große Einlagenkreditinstitute besaß – nur noch vergrößern und beschleunigen.

Die Schweizerische Nationalbank, die Zentralbank der Schweiz, bei der einer der BlackRock-Autoren zuvor gearbeitet hat, verfügt bereits über massive Bestände an Einzelaktien, darunter 94 Milliarden Dollar an öffentlich gehandelten Aktien in den USA, wie aus ihrem Bericht vom 31. März 2020 hervorgeht, der bei der Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht wurde.

Die BlackRock-Autoren des "Going Direct"-Plans sind:

Stanley Fischer: Fischer war von 2002 bis 2005 stellvertretender Vorsitzender der Citigroup. In der Finanzkrise von 2007 bis 2010 erhielt Citigroup die größte Rettungsaktion in der Geschichte des globalen Bankwesens, indem sie insgesamt 2,5 Billionen Dollar an revolvierenden Krediten von der Fed und weitere Milliarden von den Steuerzahlern erhielt. Fischer wechselte von der Citigroup, um von 2005 bis 2013 als Gouverneur der israelischen Zentralbank (Bank of Israel) zu dienen. (Er besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft in Israel und den USA.) Ein Jahr später wurde Fischer Gouverneur im US Federal Reserve Board und avancierte am 16. Juni 2014 zum Vizepräsidenten. Am 13. Oktober 2017 trat er von seinem Amt bei der US-Notenbank zurück und kam im Januar 2019 als Senior Advisor zu BlackRock.

Philipp Hildebrand: Hildebrand war von 2010 bis zu seinem abrupten Rücktritt Anfang 2012 Vorsitzender des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank. (Es gab einen Skandal, weil seine Frau, eine ehemalige Hedge-Fonds-Händlerin, mit Währungen handelte, während er Insider-Informationen über Zinssätze hatte). Hildebrand ist jetzt Vizepräsident von BlackRock und Mitglied des Global Executive Committee des Unternehmens.

https://www.reuters.com/article/us-switzerland-hildebrand/swiss-central-bank-chief-quits-over-wifes-currency-deal-idUSTRE8080RK20120109

Jean Boivin: Boivin ist der Leiter des BlackRock Investment Institute. Er kam 2014 zu BlackRock. Bevor er zu BlackRock kam, wurde Boivin im März 2010 zum stellvertretenden Gouverneur der Bank of Canada ernannt, wo er zwei Jahre lang tätig war. Boivin verließ die Bank of Canada im Oktober 2012, um stellvertretender Vizeminister im Finanzministerium zu werden und als stellvertretender Finanzminister Kanadas bei der G-7, der G-20 und dem Financial Stability Board zu dienen.

Elga Bartsch: Elga Bartsch leitet die Wirtschafts- und Marktforschung am Blackrock Investment Institute. Bevor sie zu BlackRock kam, war Bartsch Global Co-Head of Economics und Chief European Economist bei Morgan Stanley in London. Laut der Regierungsprüfung der Rettungsprogramme der Fed während der Finanzkrise 2007-2010 war Morgan Stanley nach der Citigroup der zweitgrößte Empfänger der Rettungsprogramme der Fed und erhielt insgesamt 2,04 Billionen Dollar in Form von revolvierenden, unter dem Marktzins liegenden Krediten.

Am 15. Mai kündigte die schwedische Zentralbank, die Riksbank, an, dass sie BlackRock beauftragen werde, um "eine Analyse des schwedischen Marktes für Unternehmensanleihen und eine Bewertung möglicher Gestaltungsoptionen für ein mögliches Programm zum Erwerb von Vermögenswerten aus Unternehmensanleihen" durchzuführen.

 

Die Bank of Canada gab im April bekannt, dass BlackRock als Berater für ihre Programme zum Kauf von Geldmarktpapieren, Provinzanleihen und Unternehmensanleihen eingestellt wurde.

https://www.bankofcanada.ca/2020/04/bank-canada-introduce-corporate-bond-purchase-program/

 

Die Federal Reserve hat BlackRock einen Vertrag ohne Gebot für die Verwaltung all ihrer Unternehmensanleihenprogramme erteilt.

 

Peter Ewart, ein in Prince George, Britisch-Kolumbien, ansässiger Schriftsteller, schrieb in der Prince George Daily News Folgendes über die Rolle von BlackRock bei der Durchführung von Zentralbankaktionen:

 

"Die Situation zeigt auch, dass das Wirtschaftssystem sowohl in Kanada als auch in den USA kein klassischer Kapitalismus ist, sondern ein Staatsmonopolkapitalismus, in dem Riesenunternehmen regelmäßig mit öffentlichen Geldern unterstützt werden und die Grenzen zwischen dem Staat und der Finanzoligarchie praktisch nicht vorhanden sind.“

 

In den USA schrieben 30 gemeinnützige Organisationen, darunter Friends of the Earth, U.S. Greenpeace, Public Citizen, Rainforest Action Network, der Sierra Club und Take On Wall Street, am 27. März einen Brief an den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell über die Rolle von BlackRock bei der Rettungsaktion. Die Gruppen riefen die Fed wie folgt auf:

 

"Indem die Fed BlackRock die volle Kontrolle über dieses Schuldenaufkaufprogramm überträgt, vermengt sie die Rollen von staatlichen und privaten Akteuren weiter. Dadurch macht sie BlackRock noch systemrelevanter für das Finanzsystem. Dennoch unterliegt BlackRock nicht der regulatorischen Kontrolle noch kleinerer, systemrelevanter Finanzinstitutionen".

 

Die Gruppen attackierten die Fed auch wegen ihrer "an keine Bedingungen geknüpften" Aufsicht darüber, wie BlackRock das Geld ausgibt, und schrieben:

 

"Soweit öffentlich bekannt ist, gibt es keine Bedingungen oder Einschränkungen dafür, welche Schulden gekauft werden oder was Unternehmen tun müssen, um sich für Schuldenkäufe außerhalb ihres Kreditratings zu qualifizieren. Dies könnte bedeuten, dass diese Unternehmen Aktienrückkäufe tätigen oder enorme CEO-Vergütungspakete bereitstellen könnten, obwohl diese Praktiken die Ungleichgewichte in den Unternehmensbilanzen verschärfen und ein wesentlicher Grund dafür sind, dass diese Unternehmen so anfällig für die gegenwärtige Krise sind. Das bedeutet auch, dass Industrien, die dem Klima – und damit auch dem Finanzsystem – aktiv schaden, bedingungslose Unterstützung erhalten könnten...".

 

BlackRock ist nicht nur ein bedeutender Vermarkter von Unternehmensanleihenprodukten. Seine Marke iShares umfasst eine riesige Liste aktienbasierter ETFs. Der Vorsitzende und CEO von BlackRock ist Laurence (Larry) Fink. Reuters berichtete im vergangenen Juli, dass Fink der Europäischen Zentralbank vorschlug, dass sie "Aktien kaufen müsse, um die europäische Wirtschaft anzukurbeln, und dass die Führungskräfte Wege finden sollten, um die Anleger dort zu einer 'Aktienkultur' zu bewegen".

 

"Aktienkultur" ist der Code für das, was Senator Bernie Sanders als "Sozialismus für die Reichen und einen rauen 'ihr seid auf euch allein gestellt'-Individualismus für alle anderen" bezeichnet.

 

Kommentare: 3
  • #3

    White (Mittwoch, 17 Juni 2020 06:31)

    Einfach BlackRock Aktien kaufen. Warum auch nicht. Wer hier mit Moral arbeitet, kann den Gewinn dann später in seine Projekte investieren. Außerdem werden die Aktien am Markt nur noch zwischen den Aktionären gehandelt. Das Unternehmen erhält davon nichts. Bei der erstmaligen Ausgabe von Aktien erhält das Unternehmen den Verkaufserlös. Genauso ist es mit Rüstungsaktien, dessen Kursgewinn Sie ja den Friedensinitiativen spenden können.

  • #2

    Dude (Montag, 15 Juni 2020 22:08)

    Auch noch interessant zu wissen über diesen satanoiden Gestörten mit Faible für Insiderhandel:
    Ausserdem war er Mitglied des Verwaltungsrats der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel. Seit 2008 ist er Mitglied der Group of Thirty[7]. Hildebrand hat auch enge Verbindungen zur US-amerikanischen Notenbank Fed.

    Beinah ein Wunder war er nicht mehr der SNoB als die Eurodeckelung im Januar 2015 aufgehoben wurde - aber der schleimigen Kabalenzöglinge die nur auf solch Pöstchen warten gibt es ja genug.

  • #1

    Dude (Montag, 15 Juni 2020 22:01)

    Ja schau her, der Kabalen-Zögling und Mustermann-Satanoid Hildebrand, Ex-SNB-Chefverbrecher, jetzt bei Blackfuck tätig - passt perfekt!