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Das schöne Leben am Strand, bis der Tsunami kommt:

Vier Wellen, um die sich bisher niemand kümmert

 

von Charles Hugh Smith, 09.10.2021

 

 

Vier Monsterwellen bauen sich vor der Strandparty der Zentralbank auf und werden die ahnungslosen Feiernden davon schwemmen.

 

Heh, zieht sich das Wasser aus der Bucht zurück? Egal, die freien Drinks gehen aufs Haus der Federal Reserve! Feiert weiter, das Leben am Strand ist schön, Vermögensblasen werden niemals platzen, wir haben keine Sorgen. Natürlich nicht. Die Fed ist allmächtig und wird niemals zulassen, dass eine zerstörerische Welle all unseren wertvollen Phantom-Reichtum in zerbrochene Trümmer haut.

 

Das Wasser zieht sich rasch zurück und man kann die Welle schon sehen, wenn man hinschaut. Aber niemand schaut hin. Wen juckt's? Die Fed ist unbesiegbar, mehr muss man nicht wissen, um noch mehr Reichtum herauszuschlagen.

 

Nur damit das Leben weiter interessant bleibt – schauen wir trotzdem mal hin.

 

Gordon Long und ich diskutieren vier Monsterwellen, die bald die Strandparty der Zentralbank zertrümmern und die ahnungslosen Feiernden davon schwemmen werden:

 

1. Abnehmende Liquidität: Da sich alle auf die ständig wiederholten Beteuerungen der Fed konzentrieren, dass der Geldhahn niemals geschlossen wird, nie, nie, niemals. Also feiert weiter, Vermögensblasen werden niemals platzen, nie, nie, niemals. Andere Zentralbanken haben bereits begonnen, die globale Liquidität zu reduzieren, während im Inland das Finanzministerium (die Finanzkasse) Liquidität absaugt, um die öffentliche Verschuldung der Bundesregierung zu finanzieren.

 

2. Abnehmendes weltweites Wachstum: Lange bevor im Jahr 2020 die Pandemie ans Ufer rauschte, ging das globale Wachstum in die Knie: Der Wirtschaftszyklus wurde nicht abgeschafft, trotz der Versicherung der Fed, dass sich das Wachstum und die Vermögensblasen weiter ausdehnen werden – bis sie Alpha Centauri erreicht haben (der DAX steht bei einer Billion, yippie, Leute!), das Wachstum ist nach allen konventionellen Maßstäben (PMI Einkaufsmanagerindex, ISM-Index, Industrieproduktion, globale Handelsströme usw.) stagniert oder umgekippt.

 

Die Profite haben Höchstniveau erreicht und die Ausweitung der Fremdkapital-Schulden fängt an zu wackeln. Daher die irre Freigabe einer Repo-Flut Ende 2019, um den widerlichen Gestank der rasch verfaulenden Schulden zu überdecken.

 

3. Globaler Nachschub-Schock: Wie wir alle wissen, die globalen Nachschubwege, von denen jeder annahm, sie seien unzerstörbar robust, haben sich als extrem zerbrechliche, eng verbundene Systeme endloser, von einander abhängiger Ketten erwiesen, die in Stücke zerfielen, sobald irgendein Glied riss.

 

4. China und der Schock über die Kredit-Impulse: Während sich ganz Amerika auf die Beteuerung der Fed konzentriert, man könne übers Wasser laufen, und dem Anspruch unendlicher Macht, um die Vermögensblasen auf ewig auszuweiten, da hängt im Rest der Welt das Leben vom Kredit-Impuls Chinas ab, der seit langem ein zuverlässiger Indikator für globale Ausweitung oder Kontraktion war.

 

Aus verschiedenen Gründen weitet sich Chinas gigantische Kreditblase nicht mehr aus. Somit wird China die Welt vor einer Rezession und platzenden Vermögensblasen nicht retten.

 

Es wäre leichter, sein Vertrauen in die unbegrenzte Macht der Fed zu setzen, die Vermögensblasen weiter auszuweiten, wenn die Menschen hinter dem Schirm nicht hoffnungslos durch eigennützige Korruption kompromittiert wären. Aber leider sind sie korrupt und eigennützig, und ihre Beteuerungen über unbegrenzte Macht, die Vermögensblasen auf ewig auszuweiten, werden vor einer Prüfung stehen.

 

Die Wellen, die die Strandparty überschwemmen werden, kann man nicht durch Wegschauen verhindern.