http://thesaker.is/banana-follies-the-mother-of-all-color-revolutions/

 

Banana-Gaga: Die Mutter aller Farbrevolutionen

 

von Pepe Escobar, 06.11.2020

 

 

Aus einer großen Denkfabrik der imperialen Lande sickerte eine Planübung zu einer perfekten, einheimischen Farbrevolution durch, Codename „Blau“. In diesem Think-Tank wurde auch als erstes der Begriff „Farbrevolution“ erdacht.

 

Nicht alle hier veröffentlichten Informationen über das Planspiel „Blau“ wurden freigegeben. Das könnte durchaus eine harte Reaktion des Tiefen Staates hervorrufen, auch wenn von einer Gruppe namens Transition Integrity Project bereits ein ähnliches Szenario durchgespielt wurde.

 

Beide Szenarien sollten sich als vorausschauende Programmierung erweisen – wobei der Deep State die Öffentlichkeit im Voraus darauf vorbereitet, wie sich die Dinge genau abspielen werden.

 

Nach den Standardregeln des Drehbuchs für Farbrevolutionen beginnen sie in der Regel in der Hauptstadt eines Nationalstaates X während einer Wahlkampfsaison, wobei um die Freiheit kämpfende „Rebellen" volle nationale und internationale Medienunterstützung genießen.

 

Bei „Blau“ handelt es sich um eine Präsidentschaftswahl innerhalb des Hegemons. In der Spielübung wurde der amtierende Präsident mit dem Codenamen „Clown“ rot markiert. Der Herausforderer mit dem Codenamen „Leichnam“ wurde blau markiert.

 

Blau“ – die Übung – ging eine Stufe weiter, denn im Vergleich zu den Vorgängern war der Ausgangspunkt nicht ein bloßer Aufstand, sondern eine Pandemie. Nicht irgendeine Pandemie, sondern eine wirklich ernste, hoffnungslos schlimme globale Pandemie mit einer explosiven Infektionssterblichkeitsrate von weniger als 1%.

 

Durch einen glücklichen Zufall ermöglichte die tödliche Pandemie den Betreibern der blauen Partei, Briefwahl als das sicherste und sozial distanzierteste Abstimmungsverfahren zu bezeichnen.

 

Dies war verbunden mit einer Serie von Umfragen, die einen fast unvermeidlichen Wahlsieg der Blauen vorhersagten – sogar eine Blaue Welle.

 

Die Prämisse ist einfach: die Wirtschaft zu Fall bringen und einem amtierenden Präsidenten, dessen erklärte Aufgabe es ist, eine boomende Wirtschaft voranzutreiben, die Luft abzulassen. Gleichzeitig muss die öffentliche Meinung davon überzeugt werden, dass es ein Gesundheitsrisiko ist, tatsächlich zur Wahl zu gehen.

 

Der Spielausschuss der Blauen geht kein Risiko ein und kündigt öffentlich an, dass man jedes Ergebnis anfechten würde, das dem fertig verpackten Ergebnis widerspricht: der endgültige Sieg der Blauen in einem schrulligen, anachronistischen, gegen die direkte Demokratie gerichteten Gremium namens "Wahlkollegium".

 

Wenn Rot irgendwie gewinnt, würde Blau warten, bis jede Stimme ausgezählt und ordnungsgemäß vor Gericht durch jede Instanz getrieben worden ist. Unter Berufung auf massive Medienunterstützung und Social-Media-Marketing, das bis zur Sättigung vorangetrieben wird, verkündet Blau, dass Rot "unter keinen Umständen" den Sieg erklären dürfe.

 

Countdown zur magischen Abstimmung

 

Der Wahltag kommt. Die Auszählung der Stimmen läuft reibungslos – Auszählung der Briefwahlstimmen, Auszählung am Wahltag, minutengenaue Auszählung – aber die meisten Stimmen werden zugunsten der Roten ausgezählt, vor allem in drei Staaten, die für die Übernahme der Präsidentschaft immer entscheidend sind. Rot ist auch in den so genannten "Swing-Staaten" führend.

 

Doch dann, als ein Fernsehsender vorzeitig einen vermeintlich sicheren roten Staat für Blau ausruft, stoppt die Stimmenauszählung in den großen städtischen Gebieten in den wichtigsten Swing-Staaten mit blauen Gouverneuren vor Mitternacht, mit Rot in Führung liegend.

 

Die blauen Spieler hören mit der Auszählung auf, um zu prüfen, ob ihr Szenario für einen Sieg der Blauen ohne Briefwahlzettel auskommen kann. Ihr bevorzugter Mechanismus besteht darin, den "Willen des Volkes" herzustellen, indem sie eine Illusion von Fairness aufrecht erhalten.

 

Dennoch können sie sich – Plan B – immer auf urbane Briefwahlzettel verlassen, sie heiß und kalt anzapfen, bis Blau in zwei besonders wichtigen Swing-Staaten, die Rot bei einer früheren Wahl erobert hatte, vorbeizieht.

 

Und genau das passiert. Ab 2 Uhr morgens und später in der Nacht kommen eine Reihe "magischer" Stimmen in diesen beiden Schlüsselstaaten herein. Die plötzliche, vertikal nach oben gerichtete "Anpassung" umfasst den Fall eines Stapels von mehr als 130.000 pro-Blau-Stimmen, die in einem Bezirk zusammen mit nicht einer einzigen pro-Rot-Stimme abgegeben wurden – ein statistisches Wunder von Heilig-Geist-Ausmaßen.

 

 

Das Füllen der Wahlurnen ist ein typischer Betrug, der bei der Deklination der Farbrevolutionen in Bananenrepubliken angewandt wird. Die blauen Spieler benutzen jene bewährte Methode, die auf dem Goldterminmarkt angewandt wird, wenn ein plötzlicher Fall von Leerverkäufen den Goldpreis nach unten treibt und so den US-Dollar schützt.

 

Die blauen Spieler wetten darauf, dass die konforme Allianz aus Mainstream-Medien und Big Tech nicht in Frage stellen wird, dass die Abstimmung aus heiterem Himmel mit einer Marge von 2 zu 3 oder 3 zu 4 in Richtung Blau gehen würde.

 

Sie wetten darauf, dass nicht in Frage gestellt wird, wie sich ein positiver Wahltrend von 2% bis 5% zugunsten von Rot in einigen wenigen Staaten bis etwa 4 Uhr morgens in einen Trend von 0,5% bis 1,4% zugunsten von Blau verwandelt.

 

Und dass diese Diskrepanz in zwei Swing-Staaten fast gleichzeitig auftritt.

 

Und dass einige Bezirke mehr Präsidentschaftsstimmen abgeben, als sie Wähler registriert haben.

 

Und dass in den Swing-Staaten die Zahl der zusätzlichen, geheimnisvollen Stimmen für Blau die Zahl der Stimmen für die Senatskandidaten in diesen Staaten bei weitem übersteigt, obwohl die Aufzeichnungen zeigen, dass die Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen traditionell sehr gering ist.

 

Und dass die Wahlbeteiligung in einem dieser Staaten soll 89,25% betragen soll.

 

Am Tag nach dem Wahltag gibt es vage Erklärungen, dass es sich bei einem der möglichen Stimmhaufen nur um einen "Schreibfehler" gehandelt habe, während es in einem anderen umstrittenen Staat keine Rechtfertigung für die Annahme von Stimmzetteln ohne Poststempel gibt.

 

Die blauen Spieler entspannen sich, weil die Allianz aus Mainstream-Medien/Big Tech jede einzelne Beschwerde als "Verschwörungstheorie" zermalmt.

 

Die rote Gegenrevolution

 

Die beiden Präsidentschaftskandidaten sind für ihre eigene Sache nicht gerade hilfreich.

 

Codename „Leichnam“ hatte in einem Freudschen Versprecher enthüllt, dass seine Partei das umfangreichste und "vielfältigste" Betrugsschema aller Zeiten in die Wege geleitet hatte.

 

Nicht nur „Leichnam“ steht kurz davor, wegen eines zwielichtigen computerbezogenen Datenbank untersucht zu werden. Er ist ein Demenzpatient im Stadium 2 mit einem rasch zerbröselnden Profil – gerade noch funktionsfähig gehalten durch Medikamente, die nicht verhindern können, dass sich sein Verstand langsam abschaltet.

 

Codename „Clown“ geht, seinem Instinkt getreu, vorbeugend vor und erklärt die ganze Wahl für einen Betrug, ohne jedoch einen eindeutigen Beweis anzubieten. Er wird von den Mainstream-Medien und der Big-Tech-Allianz gebührend vorgeführt, weil er "falsche Behauptungen" verbreitet.

 

All dies geschieht, während eine gerissene, alte und verbitterte Spielerin nicht nur erklärt hat, dass das einzig zulässige Szenario ein Sieg der Blauen sei. Sie hat sich bereits für einen Top-Security Job positioniert.

 

Blau spekuliert auch damit, dass Rot sofort einen zielstrebigen Weg einschlagen würde: eine Armee von Anwälten zusammenstellen, die Zugang zu jeder Wählerregistrierungsliste verlangen, um jeden einzelnen Stimmzettel zu säubern, zu überprüfen und zu verifizieren, de facto eine kriminaltechnische Analyse.

 

Dennoch kann Blau nicht vorhersehen, wie viele gefälschte Stimmzettel bei der Neuauszählung aufgedeckt werden.

 

Während „Leichnam“ kurz davor steht, den Sieg zu verkünden, blickt „Clown“ auf das lange Spiel, das bis zum Obersten Gerichtshof gehen wird.

 

Die Rote Maschine hatte es bereits durchgespielt – denn sie wusste genau, wie Operation Blau vorgehen würde.

 

Die Rote Konterrevolution hat das Potenzial, Blau strategisch Schachmatt zu setzen.

 

Es handelt sich um einen dreigleisigen Angriff – wobei Rot den Justizausschuss, den Senat und den Generalstaatsanwalt einsetzt, die alle bis zum Tag der Amtseinführung unter dem Kommando von Codename „Clown“ geführt werden. Das Endspiel nach einem erbitterten Rechtsstreit ist die Niederlage von Blau.

 

Die Top-Operateure von Rot haben die Möglichkeit, auf Ersuchen des Justizausschusses eine Senatskommission oder einen Sonderberater einzusetzen, der vom Justizministerium zu Ermittlungen gegen „Leichnam“ ernannt wird.

 

In der Zwischenzeit sind zwei Wahlkollegiums-Abstimmungen im Abstand von einem Monat erforderlich, um den Gewinner der Präsidentschaft zu bestätigen.

 

Diese Abstimmungen werden mitten in einer und vielleicht zwei Untersuchungen stattfinden, die sich auf den „Leichnam“ konzentrieren. Jeder Staat, der im Wahlkollegium vertreten ist, kann gegen die Ernennung von „Leichnam“ Einspruch erheben, wenn gegen ihn ermittelt wird; in diesem Fall ist es für diesen Staat illegal, seinen Wahlmännern zu gestatten, die Präsidentschaftsergebnisse des Bundesstaates zu bestätigen.

 

Nach dem 25. Zusatzartikel kann „Leichnam“ aufgrund seines irreversiblen geistigen Verfalls sogar von seiner eigenen Partei abgesetzt werden.

 

Das daraus resultierende Chaos müsste vom Rot tendierenden Obersten Gerichtshof aufgelöst werden. Nicht gerade das von Blau favorisierte Ergebnis.

 

Das Haus gewinnt immer

 

Der Kern der Sache ist, dass dieses Think-Tank-Spiel sowohl Rot als auch Blau übertrifft. Es dreht sich alles um das Endspiel des Deep State.

 

Es gibt nichts Besseres als eine massive PsyOp, eingebettet in ein WWE-Spektakel im Zeichen von "Divide and Rule" (Teile und herrsche), um den Mob gegen den Mob aufzuhetzen, wobei die Hälfte des Mobs gegen das rebelliert, was sie als eine illegitime Regierung wahrnehmen. Die 0,00001% betrachten das nicht nur metaphorische Gemetzel bequem von oben.

 

Auch wenn der Tiefe Staat mit seinen blauen Lakaien niemals zugelassen hätte, dass sich Codename "Clown" durchsetzt, könnte auch hier wieder das innenpolitische „Teile und herrsche“ als das am wenigsten katastrophale Ergebnis für die Welt insgesamt angesehen werden.

 

Theoretisch lenkt ein Bürgerkriegskontext den Tiefen Staat davon ab, weitere Breitengrade des globalen Südens in eine dystopische "Demokratie"-Scharade zu bombardieren, so wie es derzeit durchgesetzt wird.

 

Und doch könnte ein innerstaatlicher Stillstand des chaotischen Imperiums durchaus weitere ausländische Abenteuer als notwendige Ablenkung fördern, um den Raum zusammenzuhalten.

 

Und das ist das Schöne an Planübung „Blau“: Die Bank gewinnt, so oder so.

 

Kommentare: 1
  • #1

    m. neland (Samstag, 07 November 2020 23:03)

    Die Bank gewinnt, so oder so.
    https://www.globalresearch.ca/israel-wins-u-s-election/5728428