https://caitlinjohnstone.com/2019/03/08/meghan-mccain-is-a-fake-blubbering-asshole/

 

Meghan McCain ist eine falsche, heulende Arschkuh

 

von Caitlin Johnstone, 08.03.2019

 

 

Es gibt den Spruch, dass Kinder zu haben dasselbe ist wie Unsterblichkeit zu erlangen. Im Fall von Meghan McCain ist der Apfel gewiss nicht weit vom kriegstreiberischen Psychopathen gefallen.

 

The View ist eine amerikanische Talkshow am Morgen, in welcher von einer Frauenrunde mit radikal unterschiedlichen politischen Ansichten – das reicht vom Neokonservatismus der Demokratischen Partei bis zum Neokonservatismus der Republikaner – aktuelle Ereignisse diskutiert werden. Innerhalb dieses mikroskopischen Overton-Fensters aus öffentlicher Debatte ging es zu Beginn der heutigen Show um eine Parlamentsdebatte, in der es um eine Resolution ging, die Kritik von Ilhan Omar über Amerikas Verwicklung mit der israelischen Regierung zu verurteilen.

 

(„Die Israel-Lobby weist Omars Behauptungen über deren enormen Einfluss zurück, indem man enormen Einfluss ausübt“)  https://medium.com/@caityjohnstone/israel-lobby-refutes-omars-claims-about-its-immense-influence-by-exerting-its-immense-influence-2997d343377e

 

Und das brachte Meghan McCain zum Heulen.

 

 

Joy Behar stellte das Thema vor und ihr einziger Kritikpunkt an der Schmutzkampagne gegen Omar war, dass die Demokraten ihre eigenen Leute angreifen anstatt Trump. Abby Huntsman schaltete sich ein uns sagte, dass es „schockierend“ sei und „nicht gut aussieht“, dass die Abgeordneten nicht sofort eine Resolution gegen Omar beschließen konnten. Und sie könne mit Nancy Pelosi mitfühlen, dass die sich mit „diesen extremeren Stimmen in der Partei“ herumschlagen müsse.

 

Von da ab ging es bis zur ersten Werbepause in der Show um John McCains Tochter.

 

"Ähm, dieses Problem ist ein wirklich intensives für mich", begann McCain. Sie fuhr fort, Omars völlig legitime und wahrheitsgetreue Beobachtungen über den Einfluss der israelischen Lobby auf die US-Politik und die Loyalität der US-Politiker aller Glaubensrichtungen gegenüber der israelischen Regierung zu kritisieren, indem sie alle ihre Argumente auf die nicht in Frage gestellte Annahme stützte, dass diese Beobachtungen an sich antisemitische "Sprachbilder" und "Verdächtigungen" seien, obwohl sie sich überhaupt nicht an Juden richteten.

"Wir können den ganzen Tag Gespräche darüber führen, wie du über die palästinensische Politik denkst, wie du über die israelische Politik denkst, wie du über Netanyahu denkst (McCain hat es "Netanyatoo" ausgesprochen), aber genauso wie ich fürchte, was mit Corbyn in Großbritannien passiert, fürchte ich, dass es seinen Weg hierher in die Vereinigten Staaten findet."

Wie wir kürzlich besprochen haben, sind die Vorwürfe des Antisemitismus gegen Jeremy Corbyn völlig grundlose Schmähungen, die erst aufkamen, als das britische Establishment vor der sehr realen Aussicht stand, eine Regierung unter der Führung eines populistischen Linken zu haben, der an wirtschaftliche Gerechtigkeit glaubt, Kriege beenden will und die palästinensischen Rechte unterstützt. Mit Omar wird die gleiche Hetze benutzt, um eine unverblümte Mainstream-Stimme zu marginalisieren, die die US-Außenpolitik nicht nur in Bezug auf Israel kritisiert, sondern auch mit Zielen für einen Interventionismus des US-Regimewechsels wie in Venezuela. Entgegen den herablassenden Behauptungen ihrer liberalen Kollegen hat Omar ihre Argumente meisterhaft vorgebracht, ohne jemals versehentlich irgendwelche tatsächlich antisemitischen Bilder voranzutreiben; die Anschuldigungen resultieren ausschließlich aus vorsätzlichen Verzerrungen ihrer tatsächlichen Worte.

 

 

Behar und McCain unterhielten sich ein wenig darüber, warum Omar sich so sehr auf Israel konzentriert, und nicht zum Beispiel auf die Menschenrechtsverletzungen im Iran, und ignorierten dabei völlig die offensichtliche Tatsache, dass Israel ein enger Verbündeter ist, den die USA militärisch unterstützen und mit Dutzenden von Milliarden Dollar jährlich unterstützen, während der Iran ein langfristiges US-Ziel für einen Regimewechsel ist.

Nur einer der vier Diskussionsteilnehmer kam einer Verteidigung von Omar nahe. Sunny Hostin wies darauf hin, dass sie erst kürzlich die glühende Israel-Verteidigerin Bari Weiss auf Sendung hatten, die ihnen versicherte, dass es in der Tat akzeptabel sei, über die Politik Israels zu sprechen, ohne als antisemitisch bezeichnet zu werden.

"Wo es die Grenze überschreitet, ist, wenn man sagt, dass Israel kein Existenzrecht hat", sagte Hostin. "Dort ist die Grenze überschritten. Omar hat nie gesagt, dass Israel nicht das Recht hat zu existieren."

Hostin kritisierte des weiteren die Republikaner für Heuchelei, Omars Kommentare nur als "Keil" zu verwenden, wobei McCain versuchte zu unterbrechen und sichtbar unruhiger wurde.

"Darf ich jetzt auch etwas sagen? Sind wir damit einverstanden, dass ich jetzt widerspreche?" fragte Meghan über den Applaus des Publikum für Hostins Kommentare. "Nun, sie hat auch gesagt, dass Israel die Welt hypnotisiert habe, und sie deutete an, dass Juden in Israel US-Politiker gekauft haben, 'All about Benjamins' ('Es geht nur ums Geld – die 100 Dollar Scheine'), impliziert, dass amerikanische Juden eine gespaltene Loyalität hätten und es für Menschen in Ordnung sei, ihre Loyalität einem fremden Land zu schenken."

Das ist Quatsch. Ich wiederhole, Omar hat diese Klippen so geschickt umschifft, dass man ihre Bemerkungen nur dann als antisemitisch erscheinen lassen kann, wenn man sie absichtlich verzerrt. AIPAC, die Lobby-Gruppe, die von Omar kritisiert wurde, ist eine amerikanische Lobby-Firma, die von Menschen aller Religionen gegründet wurde, darunter viele fundamentalistische Christen. Und Omar hat nicht annähernd angedeutet, dass „amerikanische Juden“ gespaltene Loyalitäten hätten.

 

(Glenn Greenwald: Die „Rüge“ der demokratischen Abgeordneten ist aus vielen Gründen ein Betrug, auch die wilden Verzerrungen ihrer Kommentare):

 https://theintercept.com/2019/03/05/the-house-democrats-rebuke-of-rep-ilhan-omar-is-a-fraud-for-many-reasons-including-its-wild-distortion-of-her-comments/

 

Mdan Rand @DanBoeckner: "Unglaublich tapfer von Meghan McCain, dass sie hier den Antisemitismus erwähnt!"

 

"Ich nehme das sehr persönlich," sagte McCain, und ihre Lippen begannen zu zittern. "Ich würde sogar sagen, dass ich wahrscheinlich auch eine Zionistin bin. Aber ich sage, dass ich keine jüdische Familie habe, aber Joe Lieberman und Haddassah Lieberman sind meine Familie. Und ich nehme die Hassverbrechen, die in diesem Land zunehmen, sehr ernst, und ich denke, was in Europa passiert, das ist wirklich beängstigend."

McCain war nicht weit davon entfernt, Joe Lieberman als Familie zu beanspruchen. Und sie hat gesehen, dass Lieberman und ihr Vater bekanntermaßen an Kriegsplänen arbeiteten, und dass Salon einmal einen Artikel mit dem Titel "McCain, Lieberman and Graham" veröffentlichte: Die drei kriegsverrückten Amigos im Senat". Das kommt einem Eingeständnis von McCain ziemlich nahe, dass diese herzzerreißende Nummer über Ilhan Omar nichts mit Antisemitismus zu tun hat und alles mit Unterstützung für eine kriegerische US-Außenpolitik. In ihrem tränenreichen Klagelied über den Antisemitismus in Europa erwähnte sie nicht, dass ihr Vater beim von den USA unterstützten Putsch in der Ukraine 2014 aktiv mit Neonazis zusammengearbeitet hatte.

"Es tut mir leid, wenn ich emotional werde", sagte McCain mit ihrer zitternden Stimme, aber ohne sichtbaren Tränen. "Aber die Idee, dass das politisiert wird, ich bin wirklich nicht – ich war sehr nervös, darüber in dieser Show zu sprechen, weil ich dachte, dass es politisiert würde, und das sollte wirklich nicht so sein. Es sollte von beiden Seiten benannt werden. Und nur weil ich technisch gesehen keine jüdische Familie habe, die mit mir blutsverwandt ist, bedeutet das nicht, dass ich das nicht so ernst nehme. Und es ist sehr gefährlich, sehr gefährlich. Was Ilhan Omar sagt, ist für mich sehr beängstigend und für viele Menschen sehr beängstigend. Und ich denke nicht, dass man jüdisch sein muss, um das zu erkennen."

 

Ich wiederhole: Meghan McCain ist sehr emotionell über Dinge, die Ilhan Omar nicht gesagt hat, weil ihr Vater und Joe Lieberman zusammen Kriegspläne geschmiedet haben. Darüber hinaus glaubt sie nicht, dass Kommentare, die ausdrücklich und ausschließlich über politische Einheiten und politische Vorgänge gemacht wurden, politisiert werden sollten.

 

 

Das Ganze geschah nur ein paar Wochen nach dem Auftritt der Kongressabgeordneten Tulsi Gabbard auf The View, wo McCain Gabbard ins Gesicht sagte, sie sei eine "Assad-Apologetin" und sie beschuldigte, "Propaganda aus Syrien zu verbreiten". Und da weißt du einfach, dass Daddy McCain so stolz war und zu ihr von seiner höllischen Folterbank aufblickte.

 

Man könnte denken, dass es ein Glück sei, dass Meghan McCain nicht ihrem Vater in das politische Leben gefolgt ist, aber denkt daran, dass Joe Scarborough einmal einen einfaches Angebot für einen US-Senatssitz abgelehnt hat, weil er entschied, dass er als populärer Morgenfernsehmoderator mehr Einfluss auf die allgemeine Politik haben könnte, als es einer von 100 Senatoren haben könnte. Der Kern der realen Macht liegt nicht in der Politik, sondern in der Kontrolle des Narrativs, und Meghan McCain hat sich direkt an einen Ort mit starkem narrativem Einfluss gesetzt.

 

Jedes Mal, wenn sie ihren purpurroten Mund öffnet, um die giftigen Ideen ihres Vaters auszuspucken, dringen sie von Küste zu Küste in die Gehirne wahlberechtigter Amerikaner, und diese Gedanken haben einen Einfluss. Ihr könnt damit rechnen, dass McCain jedes Mittel verwenden wird, das ihr zur Verfügung steht, einschließlich Krokodilstränen, um die gewalttätigen Interessen des US-zentralisierten Imperiums so lange voranzutreiben, wie sie im Fernsehen ist.

 

Kommentare: 1
  • #1

    lex (Sonntag, 10 März 2019 08:58)

    Es scheint doch ein vererbbares Arschlochgen zu geben ..