https://medium.com/@caityjohnstone/twelve-tips-for-making-sense-of-the-world-43348077cf80

 

Zwölf Tipps, um der Welt einen Sinn zu geben

 

von Caitlin Johnstone, 12.06.2018

 

 

In einem Umfeld, das mit Propaganda der Massenmedien durchtränkt ist, kann es schwierig sein herauszufinden wo oben ist, ganz zu schweigen davon herauszufinden, was in der Welt vor sich geht. Hier sind ein paar Tipps, die ich gelernt habe und die mir eine große Einsicht verschafft haben, durch den Nebel aus Verdrehung und Verwirrung zu blicken. Wenn man sie einzeln betrachtet, dann sagen sie einem nicht so viel, aber zusammengenommen ergeben sie ein sehr nützliches Bild der Welt und warum sie so ist wie sie ist.

 

1. Letztendlich geht es immer darum, Macht zu erlangen

 

Auf der Suche nach der Antwort darauf, warum Regierung sich so irrational verhalten, warum teure, sinnlose Kriege gefochten werden, während Wohnungslose mittellos auf den Straßen sterben, warum Millionäre und Milliardäre immer reicher werden, während alle anderen darum kämpfen, ihre Miete bezahlen zu können. Warum wir die Umwelt zerstören, die wir für unser Überleben benötigen, warum ein gewählter Vertreter mehr oder weniger die gleiche schädliche Politik und Agenda vorantreibt wie seine Vorgänger, dann kommen Menschen oft mit Erklärungen daher, die nicht wirklich stimmig sind.

 

Die häufigste Erklärung ist wahrscheinlich die Vorstellung, dass all die Probleme durch den schädlichen Einfluss der einen oder der anderen politischen Partei zu erklären sind. Und wenn nur die andere Partei die Lage kontrollieren würde, dann würden alle Probleme verschwinden. Andere Erklärungen beinhalten den Glauben, dass die Menschheit einfach an sich schlecht ist, es werden Minderheiten wie Juden oder Einwanderer beschuldigt, es wird dem Rassismus oder dem Rechtsextremismus die Schuld gegeben, oder man geht soweit und verirrt sich in den wilden und verwinkelten Kaninchenbau mit Theorien über reptilische Geheimgesellschaften und Baby-fressende pädophile Umtriebe. Aber in Wirklichkeit kann man alle grundlegenden menschlichen Impulse damit erklären, dass sie Macht anhäufen und über ihre Mitmenschen Einfluss ausüben wollen, zusammen mit der Tatsache, dass Soziopathen dazu neigen, an die Schalthebel der Macht zu gelangen.

 

Unsere evolutionären Vorfahren waren Rudeltiere, und die Fähigkeit, im sozialen Rang eines Rudels aufzusteigen, wurde durch entscheidende Fragen bestimmt, etwa ob man beim Fressen zuerst oder zum Schluss drankam, oder ob man sich vermehren konnte. Dieser Drang zum Aufstieg im Rudel ist tief in unserem evolutionärem Erbe verankert. Aber wenn dieser Drang durch einen Mangel an Empathie ohne Kontrolle bleibt, und wenn er auf das weltumspannende 7,6 Milliarden-Rudel ausgedehnt wird, dann kann das zu Individuen führen, die immer mehr Macht anhäufen, bis sie über ganze Gruppen von Nationen einen enormen Einfluss ausüben.

 

2. Geld belohnt soziopathisches Verhalten

 

Die Bereitschaft, alles zu tun um voranzukommen, sich den Weg an die Spitze zu erkämpfen, wenn nötig jeden zu betrügen oder den Wölfen zum Fraß vorzuwerfen, über jeden im Hamsterrad hinwegzutrampeln, diese Bereitschaft wird in unserem gegenwärtigen System belohnt. Die Bereitschaft, Angestellten zu wenig zu bezahlen, das Rechtssystem zu betrügen und Gesetzgeber zu beeinflussen, sie wird um ein vielfaches mehr belohnt. Menschen mit einem Gefühl der Empathie sind oft nicht bereit, solche Dinge zu tun, aber Soziopathen und Psychopathen schon. Etwa vier Prozent der Bevölkerung sind Soziopathen und etwa ein Prozent sind Psychopathen, und zwischen fünf und 15 Prozent sind irgendwo auf der Kippe. Je weniger Empathie man besitzt, desto weiter wird man gehen und desto höher klettert man auf der Leiter.

 

3. Reichtum tötet Empathie

 

Als wäre das noch nicht schlimm genug, so zeigen Studien, dass die Kontrolle großen Reichtums tatsächlich das Gefühl von Mitleid für seine Mitbürger zerstört. Wenn man seinen Reichtum dazu benutzen kann, von der Sicherheit über die Loyalität bis zu persönlichen Beziehungen alles zu kaufen, dann muss man sein Empathiezentrum in seinem Gehirn nicht mehr bemühen, auf das der Rest der Menschheit angewiesen ist, um herauszufinden, was genau die Leute in seinem Umfeld beschäftigt. Die meisten Menschen müssen sich ständig um ihre Familien, Mitarbeiter, Arbeitgeber, Freunde und Bekannte kümmern, um ihre eigene Sicherheit, soziale Stellung und Sicherheit zu gewährleisten, während wohlhabende Personen sich diese Dinge einfach kaufen können. Wenn man mit Reichtum aufgewachsen ist oder ihn schon lange besitzt, dann kann das das Gefühl von Empathie verhindern und ist nicht mehr so stark wie im Rest der Bevölkerung.

 

4. Geld ist Macht

 

 

Ein Princeton-Studie aus dem Jahr 2014 zeigt, dass der gewöhnliche Amerikaner überhaupt keinen Einfluss auf die Politik und das Verhalten seines Landes besitzt, egal wie er wählt, während wohlhabende Amerikaner großen Einfluss besitzen. Denn die Fähigkeit zum Einsatz von Konzern-Lobbying und Wahlkampfspenden kommt praktisch der Bestechung von gewählten Offiziellen gleich, was bedeutet, dass sich Geld direkt in politische Macht umsetzen lässt. Das erzeugt eine herrschende Klasse, die auf natürliche Weise dazu angestiftet wird, ihren Einfluss zu benutzen, um ihren eigenen Reichtum zu vermehren während der von allen anderen abnimmt. Denn da Macht relativ ist, hat die herrschende Klasse umso mehr Macht, je weniger Geld alle anderen besitzen.

 

Aus diesem Grund horten die Milliardäre immer mehr Reichtum und benutzen gleichzeitig legale Bestechung, um eine wirtschaftlich gerechte Gesetzgebung zu unterdrücken. Nicht weil sie sich Tausende von Luxuswagen oder Dutzende Privatjets kaufen wollen; sie können auch nur einen auf einmal benutzen. Sie horten den Reichtum, damit ihn der Rest der Bevölkerung nicht bekommt. Denn Geld ist gleich Macht. Denn den Reichtum zu verteilen, das würde jeden zum König machen, und weil Macht relativ ist, würde das bedeuten, dass keiner König ist.

 

Herrscher haben in der Geschichte ihre Macht nie leicht aufgegeben, und diese elitäre wohlhabende Klasse macht da keine Ausnahme. Daher all ihre aggressiven Versuche, jede Bewegung der ungewaschenen Massen gegen den Status Quo zu unterdrücken.

 

5. Die gleiche herrschende Klasse kontrolliert die Medien

 

 

Es ist ja allgemein bekannt, dass die meisten Medien von Plutokraten kontrolliert werden, seien es die alten Geld-Plutokraten, die die alteingesessenen Medien kontrollieren, oder die neuen Geld-Plutokraten aus dem Silicon Valley, die einen Großteil der neuen Medien kontrollieren. Die Medienkontrolle ist ein essentieller Bestandteil der Herrschaft; das war schon immer so, seit der Zeit als Könige angeordnet haben, Bücher zu verbrennen und Bischöfe abweichende Prediger zu Tode gefoltert haben. Das ist der Grund, warum ein neuer Plutokrat, sobald er ein gewisses Maß an Reichtum erreicht, anfängt, Einfluss auf die Medien zu nehmen. So wie Jeff Bezos es tat, als er 2013 die Washington Post kaufte. Bezos hat die WaPo nicht gekauft weil er ein dummer Geschäftsmann ist, der denkt, dass die Zeitung eine lukrative Renaissance erleben wird, sondern weil er ein brillanter Geschäftsmann ist, der weiß, dass der Status Quo, auf den er sein Imperium aufbaut, eine Propagandafirma benötigt, der die Öffentlichkeit vertraut und glaubt.

 

6. Menschen manipulieren sich immer gegenseitig

 

Ein akutes Bewusstsein dafür zu entwickeln, wann man manipuliert wird und zu erkennen, ob jemand dafür ein Motiv hat, das ist ein wichtiger Bestandteil um den Sinn der Welt zu begreifen.

 

Sehr selten begegnet man jemandem, der nicht versuchen würde, einen in irgendeiner Weise zu manipulieren. Im allgemeinen werden Menschen, denen man so im Leben begegnet, versuchen, die Art und Weise zu beeinflussen, wie man sie wahrnimmt und welche Beziehung man zu ihnen hat. In manchen Fällen wollen sie einen für sich gewinnen und in anderen Fällen ausschließen, manchmal für ihre persönlichen Pläne und Ziele gewinnen und so zu formen, dass sie in ihr Bild passen. An diesem Verhalten ist an sich nichts Bösartiges, so handeln Menschen nun mal und haben es immer schon getan. Menschen sind nun mal soziale Wesen und wir tun was wir können, um unsere Position innerhalb unserer sozialen Kreise zu erhöhen.

 

Das große Problem ist, wenn geschickte Manipulatoren ihren Weg in Positionen mit hohem Einfluss finden, etwa in die Regierung oder die Medien. Leider sind das die Typen, die in der Regel auf solche Positionen befördert werden, denn sie können sich ihren Weg hinein manipulieren und in der Regel tun sie das aus Gründen persönlicher Ambitionen anstatt aus Nächstenliebe. Diese geschickten Manipulatoren bilden eine wichtige Streitmacht loyaler Diener der herrschenden Klasse und sie sind die Gehirne hinter den Narrativen des Establishments, die sich in den Denkpanzern, in den Medienplattformen und den Establishment-Lakaien auf dem Capitol Hill ausbreiten.

 

7. Die Gesellschaft besteht aus Narrativen

 

 

Der Großteil der menschlichen Erfahrung wird durch mentale Geschichten gefiltert, durch unser Selbstgefühl, von unseren Ideen darüber wer wir sind, von unserem Glauben darüber, wie wir uns in der Gesellschaft zu verhalten haben, darüber was Geld ist und wie es funktioniert, wo Macht existiert und wem wir gehorchen sollen. All diese Dinge sind rein gedankliche Konstrukte, die nur im Reich der Gedanken existieren. Ein „Dollar“ existiert nur soweit wie wir alle darüber einstimmen so zu tun als sei er ein reales Ding und dass er eine gewissen Kaufkraft besitzt. Wir könnten jederzeit kollektiv entscheiden, die Spielregeln darüber zu ändern wie Macht funktioniert oder was Geld ist und wie es funktioniert, und die Regeln der elitären Klasse würden sich sofort ändern, ohne dass ein Schuss abgefeuert werden müsste. Es wäre wirklich so einfach.

 

So mächtig ist das Narrativ der Macht, dass die herrschenden Plutokraten sehr hart darum kämpfen, uns davon abzuhalten, die Kontrolle darüber zu übernehmen. Deshalb werden Whistleblower und Medien wie WikiLeaks von den Konzernmedien so aggressiv und permanent beleidigt und verteufelt. Wenn sie die Verbreiter von Wahrheit unter Verdacht stellen können, dann können sie sie unglaubwürdig machen und somit erreichen, dass ihnen nicht geglaubt wird. Dieses Werkzeug wurde benutzt, um die Auswirkungen von allem zu minimieren, etwa den Berichten vor Ort über das Geschehen in Syrien bis zu den geleakten Geschichten von Edward Snowden; wenn man nur genug Verdächtiges über jemanden produzieren kann, dann spielt es keine Rolle ob er zu 100 Prozent die Wahrheit sagt; niemand wird ihm glauben, und folglich bleibt das dominante Narrativ bestehen.

 

Das Bewusstsein aufrecht zu halten, dass es stets einen endlosen Kampf um die Kontrolle des Narrativs gibt und es zu manipulieren, um plutokratische Interessen zu fördern, das ist ein wesentlicher Teil des Verständnisses der Welt.

 

8. Die Grenzen zwischen den Nationen sind imaginär

 

Jene Linien auf den Landkarten zwischen Ländern sind auch nur ein reines Narrativ. Sie sind nur so real wie die kollektive Öffentlichkeit darüber einstimmt so zu tun als wären sie es. Die herrschenden Eliten wissen das und nutzen es aus. Sie denken nicht in Begriffen wie Nationen und Regierungen, sie denken in Begriffen wie Individuen und Personengruppen.

 

Eine strategische Schlüsselregion im Nahen Osten? Nicht nötig, das ganze Land zu übernehmen, flute es einfach mit extremistischen Gruppen, die loyal zu deinen Plänen sind und kontrolliere ihre Ölfelder. Ein 1A Marine-Grundstück in der südlichen Hemisphäre? Nicht nötig, es zu annektieren und die Flagge deines Landes darauf zu pflanzen. Sichere dir einfach genug Einfluss über die wichtigen Teile, mittels Konzernverträgen, mit Handelsabkommen, Militär- und Geheimdienstverträgen und geheimen Deals, und du kannst es benutzen wie du willst.

 

Aus diesem Grund lehne ich solche Argumente wie „Israel kontrolliert Amerika“ oder „Amerika kontrolliert Europa“ ab. Es gibt kein „Israel“ oder „Amerika“; das sind erfundene Ideen, die Herrscher einst als real betrachtet haben. Aber in der modernen Zeit der staatenlosen Plutokraten ist das nicht mehr so. Es gibt Individuen, es gibt Konzerne, es gibt Fraktionen und Gruppen, und damit beschäftigen sich die herrschenden Eliten. Regierungsstrukturen sind nur Werkzeuge, die von den herrschenden Eliten zum Zweck der Manipulation, Kontrolle und der militärischen Gewalt benutzt werden, und sie tun das nur solange wie es nützlich ist. Der Gedanke von wirklichen Nationen und Regierungen ist ein putziges Märchen, das den Massen verkauft wird, damit sie die Manipulationen nicht erkennen.

 

9. Die machtvollen Kräfte streben ganz natürlich zu einer Kooperation für gegenseitig nützliche Interessen

 

 

Man kann ein kleiner Millionär sein und immer noch wie ein relativ normaler Bürger leben. Aber wenn man erst einmal riesige Mengen an Reichtum kontrolliert, dann muss damit anfangen, mit den existierenden Machtstrukturen zusammenzuarbeiten, oder sie werden einen beseitigen, um zu verhindern, dass man ihr Boot zu sehr schaukelt, denn, ich wiederhole, Geld ist gleich Macht. Aus diesem Grund hat Jeff Bezos Verträge mit der CIA und sitzt in einem Beratergremium des Pentagon, und aus diesem Grund arbeiten Facebook und Google intensiv mit Regierungsbehörden zusammen; man hätte ihnen niemals erlaubt, so groß zu werden wenn sie das nicht getan hätten. Plutokratische Dynastien, die lange vor Amazon, Facebook und Google existierten, haben das vor vielen Generationen herausgefunden und sie sind sich darin einig, in eine Richtung von gegenseitigem Interesse voranzuschreiten, das den Status Quo nicht tangiert, auf dem ihr Reichtum aufgebaut ist.

 

 

 

Das gilt vor allem für den Westen, wo durch eine komplexe transnationale Allianz aus hauptsächlich westlichen Plutokraten ein effektives Imperium geschaffen wurde, aber das gilt auch außerhalb dieses Imperiums; überall wo es Macht gibt, gibt es auch Machtallianzen.

 

 

 

10. Es gibt ein enormes Ausmaß an Reichtum, das man sich im Chaos von Krieg und Konflikt schnappen kann

 

 

 

 

Auf die selbe Weise wie existierende Machtstrukturen dazu drängen, eine jede aufsteigende Macht zu zerschlagen, die ihren Status Quo gefährden könnte, so drängen Allianzen aus Machtstrukturen danach, andere nicht willfährige Machtstrukturen auf der ganzen Welt zu zerschlagen. Wann immer man die enge westliche Allianz und ihre Medienpropagandazweige sieht, wie sie die Interessen Russlands, Chinas, Syriens, Irans, Venezuela usw. angreifen, dann sieht man eine Allianz aus Machtstrukturen, die daran arbeiten, die Interessen anderer Machtstrukturen zu stören, um deren Vermögen zu absorbieren.

 

Die chaotische Wild West-Umgebung, die durch diese Konflikte erzeugt wird, ermöglicht ein verdecktes Rauben und Plündern, das man in seinem eigenen Land nie durchziehen könnte. Auf die selbe Art und Weise, wie die früheren Kolonialisten und Eroberer niemals das Gold, das Land und die Sklaven anderer Europäer in Madrid oder Rom hätten rauben können. Aber in der Neuen Welt hatte das keine rechtlichen Konsequenzen. Die Kolonialisten und Eroberer drängten unter dem Vorwand nach Amerika, Afrika und Asien, sie würden das Christentum und die Zivilisation verbreiten. Die heutigen Eroberer drängen unter dem Vorwand in die nicht gefügigen Machtstrukturen, sie würden Freiheit und Demokratie verbreiten, das ist genau das selbe.

 

Dieses Chaos erfordert keinen direkten militärischen Konflikt um profitabel zu sein. Die unkritische Feindseligkeit gegen Russland, die die westliche Plutokratie mit ihrer Medienkontrolle hergestellt hat, erlaubt es ihnen, Russland für alles zu beschuldigen, von den belastenden WikiLeaks-Dokumenten bis zum privaten Raubzug der ukrainischen Oligarchen. Fragen werden dazu nicht gestellt. Jeder der schon mal persönlich mit einem Soziopathen zu tun hatte weiß, wie sehr sie die Grauzonen lieben, die ihnen diese chaotischen Situationen geben. Und geopolitische Konflikte erzeugen eine ganze Menge solcher Situationen.

 

11. Die Neokons liegen immer falsch.

 

Das ist wirklich einfach. Wenn man bei einer außenpolitischen Debatte auf der richtigen Seite der Geschichte stehen will, dann sieht man sich an, was PNAC-Neokons der Bush-Ära wie John Bolton und Bill Kristol dazu zu sagen haben, und dann nimmt man die gegenteilige Haltung ein. Die Neokon-Vordenker liegen seit dem Beginn des Jahrhunderts bei allem vollkommen und katastrophal falsch, von Afghanistan über den Irak und Libyen bis zu Syrien. Und sie werden auch jetzt nicht recht haben.

 

12. Der Weg zur Wahrheit beginnt immer bei einem selbst.

 

Erfahrene Manipulatoren kann man nicht ausmanövrieren. Der größte Fehler, den die meisten Menschen machen, wenn sie sich mit Soziopathen auseinandersetzen ist, sie zurück manipulieren zu wollen. Versucht es erst gar nicht. Sie haben einen jahrelangen Erfahrungsvorsprung, denn sie haben buchstäblich nichts anderes getan. Während ihr gelacht und geweint habt, euch Sorgen gemacht habt und euch mit Menschen auseinandergesetzt habt, da haben sie herausgefunden wie man Menschen benutzt, so wie Garry Kasparow herausgefunden hat wie man Schach spielt. Und wenn man buchstäblich Teams von Soziopathen hat, die zusammenarbeiten um Macht anzuhäufen, dann hast du keine Chance, mein liebes Kind. Spiel nicht deren Spiel. Du wirst verlieren.

 

Die einzige Art auf die man gewinnen kann ist, wenn man seinen Kompass kompromisslos auf „Wahrheit“ einstellt. Sei immer ehrlich zu dir selbst. Finde die unterschiedlichen Möglichkeiten wie du andere manipulierst und erkenne sie und akzeptiere sie. Finde dein loyales Umfeld und deinen Wunsch danach, richtig zu liegen und zieh den Hut vor ihrer Existenz. Je selbstbewusster wir sind, desto weniger Hebel gibt es, mit denen man uns manipulieren kann. Wenn man zu einer bestimmten Fraktion blind parteiisch oder loyal ist, dann wird man anfällig für Propaganda, denn dann kommen dein Wunschdenken und Rechthaberei ins Spiel. Sei ehrlich zu dir selbst und darüber wer du bist und was du willst, und du wirst zu einer Schachfigur, die man nicht herumschubsen kann.

 

Wenn wir diese Bastarde nicht mit der Wahrheit besiegen können, dann haben wir den Sieg nicht verdient.

 

Kommentare: 2
  • #2

    Propapanda (Samstag, 16 Juni 2018 02:39)

    @Thomas HH,

    "Spiel nicht deren Spiel, sondern bleib bei Dir selbst und verpflichte Dich der Wahrheit." - Genau das würde den Artikel als Beruhigungspille enlarven, aber darum geht es dem Autor nicht, es geht darum ein "loyales Umfeld" zu finden und die unterschiedlichen Gewürze auf dem allgemein verdaulichen Brät zu akzeptieren. "Je selbstbewusster wir sind", oder je vereinter wir sind - ohne die Ränkespiele oder kleinen Stichelleien - desdo geschlossener können wir auftreten.

    Eines der besten Beispiele wie man es nicht macht, war der Parteitag der "die Linke" in Leipzig - und genau deswegen kommen die auch seit Jahren nicht aus dem "Knick".

  • #1

    Thomas HH (Freitag, 15 Juni 2018 12:50)

    Es ist eine seltene Fähigkeit, scheinbar Komplexes mit wenigen einfachen Worten in einem strukturierten Text auf den Punkt zu bringen ... und damit zu erhellen. Das ist hier gelungen, ohne das oft gelesenen Gejammer, die Ohnmachtsanfälle oder Wutausbrüche. Respekt vor dem Autor! Der Leser wurde auch nicht am Ende mit all diesen Einsichten zurückgelassen, sondern es ging eine Tür auf, auf der steht "Was ist zu tun": Spiel nicht deren Spiel, sondern bleib bei Dir selbst und verpflichte Dich der Wahrheit. ..... Gut so!