https://consentfactory.org/2021/06/20/manufacturing-new-normal-reality/

 

 

 

Die Herstellung von „Realität“ (Neuer Normalität)

 

 

 

von C.J. Hopkins, 20.06.2021

 

 

                                             Photo: “Coronavirus Covid-19 Face Masks,” License: CC0 Public Domain

 

 

 

Das endgültige Ziel jedes totalitären Systems ist die Herstellung völliger Kontrolle über die Gesellschaft und jedes Individuums, um eine ideologische Gleichschaltung zu erreichen und jedwede Abweichung davon zu eliminieren. Dieses Ziel kann natürlich niemals erreicht werden, aber es ist die Existenzberechtigung aller totalitären Systeme, egal welche Form sie annehmen und welche Ideologien sie verfechten. Man kann den Totalitarismus in von Hugo Boss entworfene Nazi-Uniformen stecken, in Mao-Anzüge oder medizinisch anmutende Gesichtsmasken – der Herzenswunsch bleibt der selbe: Die Welt nach seinem eigenen paranoiden Bild neu zu formen... die Realität durch seine eigene „Realität“ zu ersetzen.

 

 

 

Wir befinden uns gegenwärtig mitten in diesem Prozess, darum fühlt sich alles so vollkommen bescheuert an. Die globalen, kapitalistischen Herrscherklassen führen eine neue offizielle Ideologie ein. Mit anderen Worten: eine neue „Realität“. Denn darum handelt es sich bei einer offiziellen Ideologie. Das ist mehr als eine Reihe von Überzeugungen. Soll doch jeder die Überzeugungen haben die er will. Deine persönlichen Überzeugungen stellen keine „Realität“ her. Damit deine Überzeugungen zur „Realität“ werden, braucht man die Macht, es der Gesellschaft aufzuzwingen. Man braucht die Macht der Polizei, des Militärs, der Medien, der wissenschaftlichen „Experten“, der Universitäten, der Kulturindustrie, die gesamte ideologische Fabrikationsmaschine.

 

 

 

An diesem Vorgang ist nichts Dezentes. Eine „Realität“ durch eine andere zu ersetzen, das ist ein brutales Geschäft. Gesellschaften gewöhnen sich an ihre „Realitäten“ Die geben wir nicht aus freien Stücken und leicht auf. Normalerweise braucht es dazu eine Krise, einen Krieg, einen Notstand, oder.... ihr wisst schon, eine tödliche, globale Pandemie.

 

 

 

Während des Wechsels von der alten „Realität“ zur neuen „Realität“ ist eine Gesellschaft gespalten. Die alte „Realität“ wird aufgelöst und die neue hat sich noch nicht etabliert. Es fühlt sich nach Wahnsinn an, und irgendwie ist es das. Eine Zeit lang ist die Gesellschaft entzweit, während die beiden „Realitäten“ um die Vorherrschaft kämpfen. Da die „Realität“ nun mal ist was sie ist (d.h., monolithisch), handelt es sich um einen Kampf auf Leben und Tod. Am Ende kann sich nur eine „Realität“ durchsetzen.

 

 

 

Dies ist ein kritischer Zeitraum für die totalitäre Bewegung. Sie muss die alte „Realität“ verleugnen, um die neue durchzusetzen, und mit Argumenten und Fakten kann sie das nicht tun, also benutzt sie dazu Angst und schiere Gewalt. Sie muss die Mehrheit der Gesellschaft in einen Zustand hirnloser Massenhysterie terrorisieren, die man gegen jene verwenden kann, die der neuen „Realität“ widerstreben. Es geht nicht darum, die Menschen zu überreden oder zu überzeugen, damit sie die neue „Realität“ akzeptieren. Es ist mehr wie das Steuern einer Viehherde. Man schreckt sie soweit auf, dass sie sich bewegen, dann steuert man sie in jede beliebige Richtung. Das Vieh weiß nicht oder versteht nicht wohin es trottet. Es reagiert ganz einfach auf physikalische Reize. Fakten oder Argumente haben damit nichts zu tun.

 

 

 

Und das ist es, was für jene von uns, die gegen die Ausbreitung der „Neuen Normalität“ sind, so unglaublich frustrierend war. Ob es um die Entzauberung des offiziellen Covid-19 Märchen geht, oder um „Russia-Gate“ oder den „Sturm aufs Kapitol“ oder irgendein anderes Element der neuen offiziellen Ideologie (und ja, das ist alles eine Ideologie, weder „Kommunismus“ noch „Faschismus“ oder eine andere Nostalgie – sondern die Ideologie jenes Systems, das uns derzeit beherrscht: der supranationale globale Kapitalismus. Wir leben im ersten wahrhaft global-hegemonialen ideologischen System der Menschheitsgeschichte. Wir leben dort schon seit 30 Jahren. Wenn euch der Begriff „globaler Kapitalismus“ widerstrebt, dann nennt es einfach „Globalismus“ oder „Nepotismus“ oder „Korporatismus“ oder was auch immer. Egal wie man es nennt, es wurde zum konkurrenzlosen, global-hegemonialen ideologischen System, nachdem die Sowjetunion in den 1990ern kollabierte. (Ja, es gibt ein paar Stellen internen Widerstands, aber keine äußeren Gegner, daher ist das Vorrücken zu noch offener totalitären Strukturen logisch und völlig vorhersehbar.)

 

 

 

Wie auch immer: Was so unglaublich frustrierend war, ist, dass viele von uns unter der Illusion litten, wir seien in eine rationale Debatte mit Fakten engagiert (z.B. den Fakten zu Russia-Gate, Literal Hitler-Gate, 9/11, Saddams Massenvernichtungswaffen, Douma, den „Aufstand am 6. Januar usw.) Aber so läuft das nicht. Fakten haben für die Anhänger totalitärer Systeme keinerlei Bedeutung.

 

 

 

Man kann den Neuen Normalos so viele Fakten anbieten wie man will. Man kann ihnen die getürkten Fotos toter Menschen auf den Straßen Chinas vom März 2020 zeigen. Man kann ihnen die gefälschten projizierten Todesraten zeigen. Man kann ihnen erklären, wie die gefakten PCR-Tests funktionieren, wie gesunde Menschen zu medizinischen „Fällen“ wurden. Man kann ihnen die ganzen Studien über die Wirkungslosigkeit von Masken zeigen. Man kann ihnen die gefälschten „Krankenhauseinweisungen“ und „Todes“-Zahlen zeigen, ihnen Artikel über die unbenutzten „Notfall-Hospitäler“ schicken, die unauffälligen, dem Alter und der Bevölkerung angepassten Todesraten, die Überlebensrate für Menschen unter 70 Jahren zitieren, die Gefahr und Sinnlosigkeit der „Impfung“ von Kindern. Nichts davon wird den geringsten Unterschied machen.

 

 

 

Oder man kann, wenn man das Covid-19 Märchen geschluckt hat, aber seine grauen Gehirnzellen noch nicht ganz aufgegeben hat, das tun, was in letzter Zeit Glenn Greenwald tat. Man kann zeigen, wie die Konzernmedien absichtlich gelogen haben, immer wieder, um eine Massenhysterie über „einheimischen Terrorismus“ aufzupeitschen.

 

 

 

Man kann den Menschen Videos von den „gewaltbereiten einheimischen Terroristen“ zeigen, wie sie – nachdem sie von der Polizei des Kapitols hereingelassen wurden – gemächlich in einer Reihe ins Kapitolsgebäude wandern, wie eine Besuchergruppe eines Gymnasiums. Man kann den berüchtigten „Mord mit dem Feuerlöscher“ an Brian Sicknick zerlegen, der niemals wirklich geschah. Man kann darauf hinweisen, dass der Glaube, dass ein paar hundert unbewaffneter Menschen, die im Kapitol rumlaufen, als ein „Aufstand“ oder ein „Umsturzversuch“ durchgehen, so irrsinnig ist, dass es an Wahnsinn grenzt. Auch das wird nicht den geringsten Unterschied machen.

 

 

 

Ich könnte weitermachen, und ich werde das sicherlich tun, während die Ideologie der „Neuen Normalität“ im Lauf der nächsten Jahre zu unserer neuen „Realität“ werden wird. Mir geht es im Moment darum... es geht nicht um Debatte. Die global-kapitalistischen Herrscherklassen, die Regierungsspitzen, die Konzernmedien und die Massen der Neuen Normalität, die als Werkzeug benutzt werden, sie debattieren nicht mit uns. Sie kennen die Fakten. Sie wissen, dass die Fakten ihren Narrativen widersprechen. Es ist ihnen egal. Warum auch? Es geht nämlich nicht um Fakten. Es geht um Macht.

 

 

 

Ich will nicht sagen, dass Fakten keine Rolle spielen. Natürlich tun sie das. Uns sind sie wichtig. Ich will sagen: Lasst uns erkennen worum es geht. Es ist keine Debatte oder eine Suche nach der Wahrheit. Die Neuen Normalos zerlegen die eine „Realität“ und ersetzen sie durch eine neue „Realität“. (Ja, ich weiß, dass Realität in gewissem fundamental ontologischen Sinn existiert, aber das ist nicht jene „Realität“, von die ich hier rede. Also schickt mir bitte keine wütenden Emails, in denen über Foucault und den Postmodernismus geschimpft wird.)

 

 

Der Druck, sich der neuen "Realität" anzupassen, ist bereits intensiv und wird noch schlimmer werden, wenn Impfpässe, öffentliches Maskentragen, periodische Lockdowns usw. normalisiert werden. Diejenigen, die sich nicht anpassen, werden systematisch verteufelt, gesellschaftlich und/oder beruflich geächtet, ausgegrenzt und anderweitig bestraft. Unsere Meinungen werden zensiert werden. Wir werden "gecancelt", deplatformed, dämonisiert und anderweitig zum Schweigen gebracht. Unsere Ansichten werden als "potentiell schädlich" bezeichnet. Wir werden beschuldigt, "Fehlinformationen" zu verbreiten, "rechtsextrem" zu sein, "Rassisten", "Antisemiten", "Verschwörungstheoretiker", "Anti-Vaxxer", "anti-global-kapitalistische, gewalttätige inländische Terroristen" oder einfach nur "sexuelle Belästiger", oder was auch immer sie glauben, was uns am meisten schaden wird.

Dies wird sowohl im öffentlichen als auch im persönlichen Bereich geschehen. Nicht nur Regierungen, die Medien und Unternehmen, sondern auch eure Kollegen, Freunde und Familie werden dies tun. Fremde in Geschäften und Restaurants werden dies tun. Die meisten von ihnen werden es nicht bewusst tun. Sie werden es tun, weil eure Nonkonformität eine existenzielle Bedrohung für sie darstellt ... eine Negation ihrer neuen "Realität" und eine Erinnerung an die Realität, die sie aufgegeben haben, um ein "normaler" Mensch zu bleiben und die oben beschriebenen Bestrafungen zu vermeiden.

Das ist natürlich nichts Neues. Es ist die Art und Weise, wie "Realität" hergestellt wird, nicht nur in totalitären Systemen, sondern in jedem organisierten sozialen System. Die Machthaber instrumentalisieren die Massen, um die Konformität zu ihrer offiziellen Ideologie zu erzwingen. Der Totalitarismus ist nur seine extremste und gefährlichste Form von Paranoia und Fanatismus.

Also, klar, postet weiter und verbreitet die Fakten, vorausgesetzt, ihr könnt sie an der Zensur vorbei bringen. Aber machen wir uns nichts vor, womit wir es zu tun haben. Wir werden die New Normals nicht mit Fakten aufwecken. Wenn wir das könnten, hätten wir das bereits geschafft. Dies ist keine zivilisierte Debatte über Fakten. Dies ist ein Kampf. Handelt entsprechend.