https://sputniknews.com/columnists/201709291057805864-brexit-trump-afd/

 

Brexit, Trump, die AfD und die „Neue Weltordnung im Einsatz“

 

von Neil Clark, 29.09.2017

 

 

Seid ihr von dem Brexit-Votum in Großbritannien überrascht? Vom Sieg Donald Trumps und dem starken Anschneiden der rechten AfD bei den Wahlen in Deutschland?

 

Nun, ihr wärt es nicht, wenn ihr das sehr zum Nachdenken anregende neue Buch von Takis Fotopoulos gelesen hättet: Die Neue Weltordnung bei der Arbeit, Globalisierung, die Brexit-Revolution und die 'Linke' („The New World Order in Action, the Brexit Revolution and the 'Left'“)

https://www.amazon.co.uk/New-World-Order-Action-Globalization/dp/1615779353

 

Der linke, griechische, politische Philosoph und Ökonom behauptet, dass solche Phänomene Ausdruck einer öffentlichen Gegenbewegung gegen das sind, was er als die „Neue Weltordnung der neoliberalen Globalisierung“ bezeichnet – ein Projekt, das von denen angetrieben wird, die er „transnationale Eliten“ nennt (ein miteinander verbundenes Netzwerk von Eliten hauptsächlich aus den G7-Ländern), die jede wirtschaftliche und nationale Souveränität zerstören und der Menschheit eine neue Form der Niedriglohn-Sklaverei aufzwingen wollen.

 

Die drei Phasen

 

In Kapitel eins gibt uns Fotopoulos einen kurzen geschichtlichen Abriss und unterscheidet zwischen den drei Hauptphasen bei der Entwicklung der heutigen kapitalistischen globalen Ökonomie.

 

Es gab im 19. Jahrhundert eine liberale Phase, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem gescheiterten Versuch der Globalisierung führte.

 

Dann gab es eine „statische“ Phase, die nach dem 2. Weltkrieg im Westen verallgemeinert wurde, in Form der Sozialdemokratie und dem Wohlfahrtsstaat.

 

Dann begann in den 1980ern mit der massiven Ausweitung der transnationalen Konzerne (TNCs) und der Deregulierung der Finanzdienstleistungsindustrie die gegenwärtige neoliberale Phase. Der Beginn dieser Periode fällt nicht zufällig mit dem Zusammenbruch des „real existierenden Sozialismus“ in der Sowjetunion und Osteuropa zusammen, fügt Fotopoulos hinzu. Was nämlich passierte war, dass die TNCs und das Monopol-Finanzkapital so groß wurden, dass alternative Wirtschaftsmodelle, basierend auf nationalen Märkten, aufgelöst wurden.

 

Diese Zeit der neoliberalen Globalisierung – eingeführt von Mrs. Thatcher und Ronald Reagan – und vorangetrieben von den TNCs und den Banken/Finanzeliten, die sie finanziert haben, hat zu einer „nie dagewesenen Konzentration von Einkommen und Reichtum“ geführt, so sehr, dass ein Oxfam-Bericht von 2016 zeigt, dass das Netto-Vermögen der 62 reichsten Menschen zusammen dem Vermögen der Hälfte der Menschheit gleicht.

 

2017 deckte Oxfam auf, dass gerade mal 8 Menschen so viel besitzen wie die (ärmste) Hälfte der Menschheit – wie 3,6 Milliarden Menschen. 

 

Das ist schockierend, aber kein Zufall, denn so funktioniert das System. Die gegenwärtige Zeit ist auch von endlosen Kriegen geprägt, denn die transnationalen Eliten zielen auf die Zerstörung unabhängiger, rohstoffreicher, strategisch wichtiger Länder ab, die sich der Kolonisierung zu widersetzen versuchen, etwa Jugoslawien, Irak, Libyen und Syrien. Diese Kriege – der Öffentlichkeit regelmäßig als „humanitäre Interventionen“ verkauft – haben wiederum zu riesigen Flüchtlingskrisen geführt, was dann die einheimische Opposition gegen die Globalisierung verwirrt und spaltet.

 

Fotopoulos lästert ziemlich darüber, wie die „Linke“ im Westen entweder bei dem elitären, globalen Projekt mitgespielt hat oder nicht verstanden hat, mit welcher „Bestie“ sie es zu hat.

 

Tweet von Will Davies @davies_will:

Jene Menschen, die die Unterstützung für Brexit nicht verstehen, sind die selben, die die Existenz des 'Neoliberalismus' abstreiten.“ – Sep 23, 2017

 

Das Thema „Austerität“

 

Fotopoulos bemerkt, dass viele selbsternannte Progressive die „Austerität“ nur als eine „schlechte“ Entscheidung von „schlechten“ Politikern betrachten, dabei ist sie ein Hauptmerkmal der neoliberalen Globalisierung. Er zitiert einen 6.000 Worte-Artikel von Paul Krugman 2015 im Guardian, in dem der amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger die Worte „neoliberal“ und Globalisierung“ nicht einmal verwendet. Und er ignoriert die Tatsache, dass die „Austerität“ in der EU und in allen US-Regierungen seit Reagan Politik ist.

 

Es ist das Scheitern zu verstehen, dass Austeritätspolitik die unvermeidbare Folge der „Abwärtsspirale“ der neoliberalen Globalisierung ist – und nicht nur die Politik von ein paar fehlgeleiteten Politikern, die zu dem Fiasko geführt haben, wie wir es mit dem Ausverkauf des griechischen Volks durch die „Anti-Austeritäts“-Partei Syriza gesehen haben.

 

Um die Austerität zu beenden hätte Syriza einen klaren Schnitt mit dem Status Quo machen müssen – und das hätte bedeutet, nicht nur zum Euro und der EU „antio sas“ zu sagen, sondern auch zu den, wie sie Fotopoulos nennt, „anderen transnationalen Institutionen der NWO (WTO, IWF, NATO und so weiter).“ Aber als Partei der globalistischen, „reformistischen“ Linken hat Syriza nichts davon gemacht und folglich hat sich das Leid der griechischen Bevölkerung nur verstärkt.

 

Der Aufstieg der Neo-Nationalistischen Rechten

 

Es war das Versagen – oder die Abneigung – der großen Linksparteien, die moderne Globalisierung richtig zu verstehen, argumentiert Fotopoulos, die zum Aufstieg der neo-nationalistischen Rechten geführt hat. Die vielen Opfer des gegenwärtigen Systems wurden von den pro-globalistischen Parteien links und Mitte-links größtenteils ignoriert. Und daher konnten populistische Parteien der radikalen Rechten – die sich mit Besessenheit auf die große Einwanderung konzentrieren (was selbst nur ein Symptom der neoliberalen Globalisierung und des freien Kapitalflusses und der Kriege der transnationalen Eliten ist) – diese Lücke füllen.

 

Die zunehmende Unterstützung für UKIP in Großbritannien 2014-2015, die zum Brexit-Referendum führte und zu er Wahl, die EU zu verlassen, der Aufstieg des Außenseiters Donald Trump, das starke Abschneiden der AfD in Deutschland und des Front National in Frankreich kann man als Ausdruck dessen sehen.

 

Die faule Antwort der Progressiven– so notiert Fotopoulos – war allzu oft, die Wähler solcher Parteien und Personen als „Rassisten“ zu bezeichnen, anstatt sich auf die eigentlichen Ursachen dieser wachsenden öffentlichen Unzufriedenheit zu konzentrieren. Nämlich die neoliberale Globalisierung und die ökonomische Zerstörung und Verlagerung, die das ausgelöst haben.

 

In seiner Arbeit bezieht sich Fotopoulos stark auf die Forschung von Professor Steven Hall u.a., die argumentieren, dass „Der Aufstieg der Rechten“ direkt von den großen Linksparteien verursacht worden ist, die den Neoliberalismus umarmt haben und Eliten-freundliche Positionen zur Globalisierung eingenommen haben. (Meine Besprechung des Buches „The Rise of the Right“ könnt ihr hier lesen: https://sputniknews.com/columnists/201702021050271445-far-right-liberalization-lessons/ 

 

Fotopoulos argumentiert wie Hall et al, dass die Linke nur durch eine komplette Ablehnung des Neoliberalismus und eine Rückkehr zur traditionellen Arbeiterklasse Erfolg haben kann. Jeder Versuch, die Misere der Opfer der Globalisierung innerhalb des momentanen TNC-freundlichen Rahmens verbessern zu wollen, ist zum Scheitern verurteilt.

 

Die bittere Schlussfolgerung nach dem Lesen seines Buchs ist, dass wahrhaft progressive Parteien im Westen, die echten Wandel wollen, nicht nur dafür werben müssen, dass ihre Länder aus der EU austreten, sondern auch aus allen anderen transnationalen Organisationen der NWO, da diese Institutionen unreformierbar sind. In seinen Seiten gibt es wichtige Lektionen für die britische Labour-Partei – und ihren Anführer Jeremy Corbyn, der an der Schwelle zur Macht steht – und der diese Woche auf dem Parteitag zu „einem neuen Modell des Wirtschaftsmanagements“ aufrief, „um die gescheiterten Dogmen des Neoliberalismus zu ersetzen.“

 

Jeder der Corbyn kennt und ihm Glück wünscht, sollte ihm mit Eilpost (oder einer sehr großen Brieftaube) eine Kopie des Buches zukommen lassen.

 

Soziale Befreiung und nationale Souveränität

 

In Erinnerung an die anti-faschistischen/Anti-Nazi Widerstandsbewegungen des 2. Weltkriegs ist Fotopoulos' radikale Lösung der gegenwärtigen Krise, dass sich in den Ländern rund um die Welt „nationale und soziale Befreiungsfronten“ bilden, um die neoliberalen Globalisten zu besiegen. (Anm.d.Ü.: mit diesem Namensvorschlag schießt er in Deutschland schon mal ein Eigentor) So wie die Anti-Globalisten auf der neo-nationalistischen Rechten verstehen müssen, dass es ohne soziale Befreiung keine nationale Unabhängigkeit geben kann, so müssen auch die Anti-Globalisten auf der Linken verstehen, dass es ohne Wiederherstellung der vollen nationalen Souveränität keine soziale Befreiung geben kann.

 

Das vorgeschlagene Langzeitziel von Fotopoulos im Schlusskapitel seines Buchs wäre, sich von der heutigen krass ungleichen NWO zu verabschieden – und zu einer demokratischen Gemeinschaft souveräner Länder zu kommen. Das würde zu einer Welt echter internationaler Solidarität führen, und nicht einer Welt, in der ein paar reiche Länder andere dominieren wollen, so wie es heute der Fall ist.

 

Das hört sich nach einer großen Herausforderung an, und das ist es ohne Zweifel. Die Ideologie der neoliberalen Globalisten ist kulturell einheitlich geworden. In der Tat ist es schwer – wenn nicht gar unmöglich – in der Kunst, in der Ökonomie, im Verlagswesen, in Sendern oder im Lehrbetrieb des Westens heute eine hochrangige Position zu erreichen, ohne sich der dominanten Ideologie zu verschreiben. Selbst der zuvor unpolitische Eurovision Song Contest wurde als Forum dazu missbraucht – wie Fotopoulos auf Seite 63 einen Artikel dazu von mir zitiert.

 

Tweet von Neil Clark @NeilClark66:

Die AfD bekommt bei den deutschen Wahlen 13%. Schaut zu, wie die Kommentatoren des Establishments dafür Russland beschuldigen werden, so wie sie es schon gemacht haben beim Brexit, Trump, den Unruhen in Katalonien...“ – Sep 24, 2017

 

Ausufernde politische Korrektheit und das Werben für Identitätspolitik sind nur zwei der Methoden von jenen, die von der neoliberalen Globalisierung profitieren, um uns zu teilen und abzulenken. Der Russia-Gate-Schwindel – die 2017er Version der Angstmache „der Irak hat Massenvernichtungswaffen“ – ist ein weitere Methode.

 

Die neoliberalen Globalisten beschuldigen gerne andere des Rassismus, aber wenn es darum geht, Russland und die Russen zu beschmutzen, dann ist alles erlaubt. Der „Internationalismus“, den sie bejubeln, ist natürlich eine Heuchelei. Denn er gilt nur für die Länder, die sich der Autorität der transnationalen Eliten unterwerfen. Länder, die das nicht tun und ihre Unabhängigkeit behalten wollen, werden sanktioniert und mit Krieg bedroht.

 

Man muss nicht allem zustimmen was Takis Fotopoulos sagt und jedem Urteil in seinem Buch mit 122.000 Worten, um ihm zuzustimmen, dass dringend etwas getan werden muss, um die Ungerechtigkeit – und die Gewalt – des gegenwärtigen Systems zu beenden.

 

Wir warten gespannt auf den zweiten Band seiner Serie New World Order in Action.

     


 

http://thesaker.is/unravelling-the-riddle-of-the-kurds-iraqi-pipedream/

 

Die Auflösung des Rätsels um das (ölige) Luftschloss der irakischen Kurden

 

Masoud Barzani hat zu hoch gepokert – keine Regionalmacht wird der Teilung des Irak zustimmen

 

von Pepe Escobar, 29.09.2017 für Asia Times:

http://www.atimes.com/article/unravelling-riddle-kurds-iraqi-pipedream/

 

 

Der gerissene Clan-Chef Masoud Barzani, Präsident der kurdischen Regionalregierung (KRG), hat verkündet, dass das „Ja“ beim nicht verbindlichen Unabhängigkeitsreferendum am Montag gesiegt hat. Jetzt wo die Zeigefinger mit der dokumentenechten blauen Tinte aus dem Weg sind, kann die echte Schlacht zwischen der KRG und Bagdad beginnen. Der irakische Premierminister Haider al-Abadi und der Oberste Gerichtshof des Irak haben das Referendum als „verfassungswidrig“ bezeichnet.

 

Etwa 22% der irakischen Bevölkerung von 32 Millionen sind Kurden. Sie sind zumeist sunnitisch und sprechen eine indoeuropäische Sprache, die mit Farsi verwandt ist. Die irakischen Kurden genießen eine bedeutende Autonomie, seit Daddy Bush 1991 nach der Operation Desert Storm über dem Nordirak eine Flugverbotszone einrichtete. Sie haben bei Shock and Awe 2003 mitgeholfen und die Peshmerga (das stehende Heer der irakischen Kurden) sind de facto US-Alliierte, die nach dem Kollaps der irakischen Armee und der verlogenen Eroberung Mosuls durch das Kalifat 2014 den Islamischen Staat bekämpfen – mit US-Luftunterstützung. Ihre Abspaltungsträume vom Irak stehen seit fast drei Jahrzehnten auf der Tagesordnung.

 

Dennoch ist die KRG nicht auf weichen Bergblumen gebettet. Der entscheidende Riss besteht zwischen Erbil und Sulaimaniya, Erbil, das auf Stämmen beruht, wird vom Barzani-Clan regiert. Sulaimaniya, das wesentlich kultivierter ist, wird von Talibani-Clan regiert, und dessen Patriotische Union Kurdistans (PUK) hat enge Beziehungen zum Iran. Masoud Barzani wird in Sulaimaniya nur als ein grober Opportunist angesehen.

 

Das Referendum wurde in den drei KRG-Provinzen abgehalten – Erbil, Sulaimaniya und Dohuk – aber auch, und das ist wichtig, in dem ultimativen Pulverfass-Gouvernat Kirkuk, dem Ölmekka des Nordirak, das aus einer gemischten Bevölkerung aus Kurden, Arabern (Sunni und Schia) und Turkmenen.

 

Barzanis Timing war extrem schlau. Seit 2014 sind mehr als drei Millionen Nicht-Kurden aus Kirkuk und Umgebung geflohen und machten sich auf den Weg in die Türkei und nach Syrien, da Barzani mit den Kampf gegen ISIS die Provinz annektieren konnte und seine eigene „sanfte“ Art der ethnischen Säuberung durchführen konnte. (Anm.d.Ü.: Thilo Jung könnte mal den Vertreter der Bundeswehr in der PK dazu befragen, warum die Bundesregierung so etwas mit Waffenlieferungen und Ausbildung der Peshmerga unterstützt – ach so, geht ja nur um den Kampf gegen den IS, schon klar...)

 

Es geht ums Öl, Dummkopf

 

Die Kurden stellen auch 20% der türkischen Bevölkerung von 75 Millionen. Da sich die Peshmerga nie mit den Kräften in Bagdad angelegt haben, hat sich Ankara nie über die KRG hergemacht. Das Referendum jedoch hat den türkischen Präsidenten Erdogan dazu veranlasst, den Einsatz dramatisch zu erhöhen. „Unser Militär ist nicht ohne Grund an der Grenze,“ sagte er. „Wir könnten plötzlich eines Nachts da sein.“

 

Dieses Klopfen an der Tür bringt uns zum Allerheiligsten: dem Erdöl. Wie Erdogan betonte: „Schauen wir mal, über welche Kanäle die Regionalregierung im Nordirak sein Öl verschicken wird oder wo sie es verkaufen werden. Wir besitzen den Hahn. Und wenn wir den Hahn zudrehen, dann ist es vorbei.“

 

Erdogan hat sicher nachgerechnet, wie eine unabhängige KRG unter einer Drohung aus Ankara überleben könnte, mit einem Ölpreis unter $60 pro Fass und unter dem Gewicht ihrer eigenen Militärausgaben, Korruption und Inkompetenz.

 

Nawzad Adham, der Generaldirektor des Handels- und Industrieministeriums der KRG beziffert die Geschäfte mit der Türkei und dem Iran auf über $10 Mrd. pro Jahr. Die KRG muss nicht weniger als 95% ihrer Agrargüter aus der Türkei und dem Iran importieren. Und ich wiederhole, die KRG ist für den Export von 550.000 Fass Erdöl pro Tag völlig von Ankara abhängig.

 

Bagdad betrachtet dies Exporte als völlig illegal. Nach einem Deal mit Exxon Mobil im Oktober 2011 (als der US-Außenminister Rex Tillerson noch Vorstandschef von Exxon war), einen Deal, den Bagdad nicht abgesegnet hat, Hat Total in das Shaikan Ölfeld investiert. Rosneft hat einen Multi-Milliarden-Vertrag zum Bau einer neuen Gaspipeline unterzeichnet – und hätte das sicher nicht ohne Sicherheitsgarantien aus Ankara gemacht. Und auch die britische Gulf Keystone Petroleum mischt sich in das Geschäft ein.

 

Aber der wahre Königsmacher ist immer noch die türkische BOTAS Petroleum Pipeline Corporation. Und Erdogan hat Recht: es braucht nur einen Zeigefinger, um den Ölfluss zum Mittelmeerhafen in Ceyhan völlig zum Erliegen zu bringen. Erdogans Hauptforderung an die KRG nach dem Referendum ist nicht verhandelbar: keine Unabhängigkeitserklärung.

 

Und was ist mit den syrischen Kurden?

 

Barzani hat groß rumgetönt, dass die „Partnerschaft“ der KRG mit Bagdad vorüber ist. Damit hat er es geschafft, die Tatsache zu verschleiern, dass die KRG die Provinz Kirkuk nur übernehmen konnte, weil die irakische Armee davonlief, als sie im Juni 2014 mit ISIS konfrontiert wurde. Und er hat sogar die ISIS-Besetzung von Mosul gelobt, weil er darin den perfekten Einstieg zu einer Teilung des Irak sah. (Anm.d.Ü.: mehr zu dem irren Barzani Clan in dem erhellenden Artikel auf Moon of Alabama: „Von Israels Gnaden – Der Barzani Clan und die kurdische „Unabhängigkeit“: http://www.moonofalabama.org/2017/09/by-the-grace-of-israel-the-barzani-clan-and-kurdish-independence.html

 

Mustafa Barzani (der Vater von Masoud) mit einem Oberstleutnant des israelischen Mossad

 

Dennoch waren es die Iraker – und vor allem schiitische Milizen (die Popular Mobilization Units PMU) – die danach zurückeroberten, was ISIS zuvor eingenommen hatte. Die Kurden kümmerten sich nur darum, das Territorium der KRG zu verteidigen. Und Teheran hat Recht wenn es darauf hinweist, dass eigentlich die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) die Kurden vor ISIS gerettet haben: die PMUs wurden schließlich von iranischen Beratern aus der Eliteeinheit Quds Force bewaffnet und unterstützt.

 

Auch wenn die Ölfelder von Kirkuk derzeit von den Peshmerga kontrolliert werden – Barzani wäre nie so dumm, sich wegen Kirkuk auf einen Krieg gegen Bagdad einzulassen, vor allem wenn die PMUs darin verwickelt wären. Das würde aus praktischen Gründen auch Krieg gegen den Iran bedeuten.

 

Als ob das nicht schon gefährlich genug wäre: man mische noch dazu, was die syrischen Kurden vorhaben. Abdul Kader Hevidili, der stellvertretende Kommandant der von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Streitkräfte SDF schwört, dass die syrischen Kurden Barzanis Streben nach einer totalen Unabhängigkeit voll und ganz unterstützen.

 

Dadurch ermutigt, dass sie gegenwärtig 25% des syrischen Gebiets kontrollieren und womöglich 40% der Öl- und Gasfelder – wenn sie es schaffen, die Energie-reiche Provinz Deir Ezzor zu halten (was nicht sicher ist) – streben die syrischen Kurden selbst nach einer Föderation, bevor sie es wagen, von einem eigenen Staat zu träumen. Der unvermeidliche – tödliche – Gegenschlag wird eine Allianz Damaskus-Ankara sein, da eine nach Unabhängigkeit strebende Achse aus syrischen Kurden und KRG für Erdogan der Albtraum schlechthin ist.

 

Somit ist Teheran sowohl mit Bagdad als auch Ankara in dem Wunsch verbunden, eine Teilung des Irak zu verhindern, was der westlichen Achse sehr missfällt.

 

Barzanis Karten sind eigentlich alles andere als gut. Die einzige echte und praktische Chance der KRG für ein wirtschaftliches Überleben liegt in einem Deal mit Erdogan, damit die Ölexporte ruhig weiterfließen. Aber was Erdogan als Gegenleistung möchte ist völlig undenkbar – dass die KRG die PKK in der Türkei und die YPG in Syrien zwingt, die Füße still zu halten. Für die PKK ist Barzani nichts weiter als ein Gangster.

 

Also heißt es nicht „Bye Bye, Sykes-Picot“. Weit davon entfernt – selbst wenn sich der Irak weiter aufteilen wird. Bagdad wird eigentlich stärker – als Teil des „4+1“ (Russland, Syrien, Iran, Irak plus Hisbollah), die nach allen praktischen Maßstäben den Krieg in Syrien gewonnen haben. Keiner dieser Teilnehmer – oder die Türkei, die in die Astana-Verhandlungen eingebunden war – will eine Teilung von Syrien oder dem Irak.

 

Darüber hinaus ist Russland zurück als Militärpartner für den Irak und verkauft „eine große Anzahl“ von T-90-Panzern für eine Milliarde US-Dollar – was zu einer stärkeren irakischen Armee führt, die gegen die Teilung kämpft.

 

Das gute alte Projekt einer Balkanisierung von „Syrak“ mittels ISIS hat sich gerade verabschiedet, nur um als kurdischer Separatismus verkleidet wieder aufzutauchen. Pech gehabt! Es ist nicht nur die gesamte nicht-kurdische arabische Bevölkerung dagegen, sondern auch jene Mächte, die in Bagdad, Damaskus, Teheran, Ankara und Moskau das Sagen haben. Mit schweren Turbulenzen ist zu rechnen.

     


 

https://consortiumnews.com/2017/09/28/the-slimy-business-of-russia-gate/

 

Das schmierige Geschäft mit Russia-Gate

 

Spezial-Bericht: Die US-Regierung spendiert zig Millionen Dollar, um „russische Propaganda zu bekämpfen und das Resultat ist eine ganze Latte neuer „Studien“ von „Gelehrten“ und „Forschern“, die sich um die Beute bewerben, berichtet Robert Parry.

 

von Robert Parry, 28.09.2017

 

 

Der „Feld der Träume“-Slogan sollte für die amerikanischen NGOs lauten: „Wenn ihr dafür bezahlt, dann kommen wir.“ (Anm.d.Ü.: In dem Film mit Kevin Costner lautete der Slogan: „Wenn du es baust, kommt er zurück.“) Und siehe da, zig Millionen Dollar fließen in Nichtregierungsorganisationen, wenn sie die These über russische „Einmischung“ in den demokratischen Prozess der USA unterfüttern – egal wie schlampig die „Forschung“ und wie absurd die „Ergebnisse“ auch sein mögen.

 

Und wenn ihr glaubt, dass die Säulen der US-Massenmedien – die Washington Post, die New York Times, CNN und andere – irgendeine Qualitätskontrolle betreiben, dann habt ihr letztes Jahr nicht aufgepasst. Die MSM (Anm.d.Ü.: die Mainstreammedien) sind genauso unethisch wie die NGOs.

 

Wir befinden uns jetzt also in einer Phase von Russia-Gate, in der „Gelehrte“ von NGOs Vorurteils-triefende Berichte verfassen können und wo ihr Unsinn als Meldung für die Titelseite und als Thema für ernsthafte Diskussionen quer durch den Mainstream taugen.

 

Dennoch gibt es sogar ein implizites Bekenntnis dazu, wie krank ein Teil dieser „Forschung“ ist, indem sie für ihre „Ergebnisse“ schwammige Phrasierungen benutzen, auch wenn die zweideutigen Aussagen den meisten ahnungslosen Amerikanern entgehen und zugunsten einer deutlicheren Sprache fallengelassen werden, wenn die Geschichte in den folgenden Tagen in den Zeitungen oder im „Lauftext“ eines Kabelsenders zusammengefasst wird.

 

So hat etwa eine Titelgeschichte der Times am Donnerstag darüber berichtet, dass „ein Netzwerk aus Twitterkonten, das unter dem Verdacht russischer Verbindungen steht, zu beiden Seiten des Themas (NFL-Spieler knien während der Nationalhymne) mit Hashtags Verbindung zu haben, etwa #boycottnfl, #standforouranthem und #takeaknee.“

 

Diese Geschichte, die schön in das Propaganda-Mem passt, dass die russische Regierung irgendwie die amerikanische Demokratie untergräbt, indem sie innerhalb der USA Zwietracht sät, hat sich schnell auf andere Nachrichtenmedien ausgebreitet und wurde zum jüngsten „Beweis“, dass Russland gegen Amerika „Krieg“ führt.

 

Bevor wir jedoch die Nuklearsilos leeren und das Leben auf dem Planeten auslöschen, sollten wir uns doch kurz diesen Satz der Times anschauen: „ ein Netzwerk aus Twitterkonten, das unter dem Verdacht russischer Verbindungen steht.“

 

Die vage Formulierung besagt nicht einmal, dass die russische Regierung involviert ist, sondern präsentiert uns eine unbewiesene Behauptung, dass irgendwelche Twitterkonten im Verdacht stehen, irgendwie Teil eines „Netzwerks“ zu sein und dass dieses „Netzwerk“ irgendeine schlecht definierte Verbindung – oder „links“ – zu „Russland“ haben könnte, einem Land mit 144 Millionen Einwohnern.

 

Das Kleine-Welt-Phänomen“

 

Es ist wie mit dem alten Gesellschaftsspiel „six degrees of separation“ mit Kevin Bacon. Ja, vielleicht sind wir alle irgendwie mit Kevin Bacon „verbunden“, aber das beweist nicht, dass wir Kevin Bacon kennen oder ein Teil von Kevin Bacons „Netzwerk“ sind, das eine große Verschwörung ausführt, um Unzufriedenheit zu säen, indem man gegensätzliche Haltungen zu fragen einnimmt und das dann rumtwittert.

 

Das ist jedoch die zugrundeliegende Absurdität des Times-Artikel von Daisuke Wakabayashi und Scott Shane. So dämlich dieser Artikel auch sein mag, so heißt das nicht, dass er nicht gefährlich ist. Die hochtrabende Behandlung dieser hauchdünnen Vorwürfe durch die Times stellt für die Welt eine riesige Gefahr dar, weil sie eine wachsende Hysterie in den Vereinigten Staaten anfeuert, man befinde sich mit dem nuklear bewaffneten Russland „im Krieg“. Irgendwann fängt jemand an, diese unheilverkündende Rhetorik ernst zu nehmen.

 

Ja, ich verstehe, dass viele Menschen Präsident Trump hassen und Russia-Gate als eine einmalige Gelegenheit zu seiner Amtsenthebung sehen. Aber das rechtfertigt nicht, dass man schwere Anschuldigungen mit nahezu null Beweisen macht, vor allem wenn das Ergebnis ein thermonuklearer Krieg sein könnte.

 

Aber mit den ganzen Dollar-Millionen, die auf der NGO-Welt und in der westlichen Akademiewelt versenkt werden – um „Studien“ zu finanzieren, die Russland schlecht aussehen lassen sollen – da finden sich sicher einige Abnehmer. Und daher können wir bald neue „Ergebnisse“ wie diese erwarten, die die bisher beweislosen Verdächtigungen über eine Russland-Trump-Verbindung ersetzen, sie hätten Hillary Clinton die Präsidentschaft gestohlen.

 

Wenn man die Times-Geschichte genauer liest, dann bekommt man einen Geschmack davon, in welche Richtung Russia-Gate als nächstes steuert und wer dahinter steckt.

 

Seit letztem Monat haben Forscher der Alliance for Securing Democracy, einer überparteilichen Initiative des German Marshall Fund, einer öffentlichen Politikforschungsgruppe in Washington, öffentlich 600 Twitterkonten verfolgt – menschliche Benutzer und auch vermutete Bots – die sie russischen Einflussoperationen in Verbindung bringen. Das waren jene Konten, die gegensätzliche Botschaften über die NFL und die Nationalhymne verstärkt haben.“

 

Von 80 Storys, die letzte Woche über diese Konten verbreitet wurden, hatten mehr als 25 Prozent 'Anti-Amerikanismus zum Hauptthema', fanden die Forscher heraus. Etwa 15 Prozent waren kritisch gegenüber Hillary Clinton und beschuldigen sie fälschlicherweise, linke Antifa-Demonstranten zu finanzieren, bringen sie mit dem tödlichen 2012 in Benghazi (Libyen) in Verbindung und diskutieren den Twittergebrauch ihrer Tochter Chelsea. 11 Prozent beschäftigen sich mit dem Abhören in der Bundesuntersuchung zu Paul Manafort, Präsident Trumps ehemaligem Wahlkampfleiter, die meisten davon sehen diese Nachricht als Freispruch für Präsident Trumps frühere Vorwürfe über Abhöraktionen.“

 

Und wieder mal die Neokons!

 

Also halten wir inne und dröseln diesen Times-Bericht auf. Erstens ist diese Alliance for Securing Democracy keine neutrale, wahrheitssuchende Organisation, sondern ein von Neokonservativen dominierter Laden, der in seinem Beraterstab so berühmte Neokons wie Mike Chertoff, Bill Kristol und den ehemaligen Freedom House-Präsidenten David Kramer hat, zusammen mit anderen anti-russischen Hardlinern wie dem ehemaligen stellvertretenden CIA-Direktor Mike Morell und dem ehemaligen Vorsitzenden des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, Mike Rogers.

 

(Anm.d.Ü.: Wer wissen will, welchen Schwachsinn die „alliance for securing democracy“ verbreitet, der kann sich das hier auf Deutsch antun: http://dashboard-germany.securingdemocracy.org/

 

Wie viele von diesen Kerlen, glaubt ihr, haben uns 2003 versichert, dass der Irak damals Massenvernichtungswaffen versteckt hat?

 

Diese Gruppe kocht eindeutig ihr eigenes Süppchen, besitzt eine Latte aus Täuschungen und hat viele Gönner im Militär/Industriellen Komplex, die Milliarden Dollar an Profiten aus dem Neuen Kalten Krieg schlagen.

 

Diese Neokons haben es auch seit Jahren auf einen Regimewechsel in Russland angelegt, denn sie sehen den russischen Präsidenten Wladimir Putin als Haupthindernis für ihr Ziel, Israel zu dem gewünschten „Regimewechsel“ in Syrien zu verhelfen und eine Gelegenheit für ihr Bomb-Bomb-Bomb Iran. Russia-Gate kommt den Neokons sehr gelegen, um Demokraten, Liberale und sogar Progressive auf die Seite der Neokon-Pläne zu ziehen, denn Russia-Gate wird als eine mächtige Waffe im Anti-Trump-Widerstand verkauft.

 

Der Times-Artikel hätte auch erwähnen können, dass Twitter 974 Millionen Konten hat. Daher ist der Aufstand über 600 Konten für eine Titelstory in der Times etwas unverhältnismäßig, meint ihr nicht?

 

Und dann gibt es da das Definitionsproblem, was in einem Nachrichtenartikel mit „Anti-Amerikanismus“ gemeint ist. Und was bedeutet es, „mit russischen Einflussoperationen verbunden zu sein“? Sind damit auch Amerikaner gemeint, die nicht im Gleichschritt mit der einseitigen Sichtweise des Außenministeriums zu den Krisen in der Ukraine und in Syrien marschieren? Jede Abweichung vom Gruppendenken des Offiziellen Washingtons macht dich zu einem „Agenten Moskaus“.

 

Und ist es ein Verbrechen, „kritisch“ gegenüber Hillary Clinton zu sein oder anzumerken, dass die US-Medien Trumps Behauptungen über Abhöraktionen gegen ihn abgeschmettert haben, nur damit wir später herausfinden, dass das FBI offensichtlich seinen Wahlkampfmanager abgehört hat?

 

Solche Fragen werden jedoch nicht gestellt werden, wenn man so ein massives Gruppendenken zu Russia-Gate hat, das nicht nur das offizielle Washington beherrscht, sondern den Großteil der politischen Landschaft Amerikas und quer durch die Europäische Union.

 

Warum diese Einseitigkeit?

 

Neben der offensichtlichen politischen Motivation für diese Einseitigkeit haben wir auch die Beigabe von riesigen Geldsummen, die aus der US-Regierung, der NATO und europäischen Institutionen ströme, um das Geschäft mit der „Bekämpfung russischer Propaganda“ zu beflügeln.

 

Beispielsweise hat Präsident Obama letzten Dezember ein „Gesetz zur Bekämpfung ausländischer Propaganda und Desinformation“unterzeichnet, das einen Finanzierungsmechanismus über $160 Millionen beschlossen hat. Aber diese Summe ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, wenn man bedenkt, was bereits an westlichen Propaganda-Projekten gegen Russland existiert.

 

Wir haben es also mit einem Kampf zu tun, in dem vorgeblich akademische Modelle „beweisen“ sollen, was westliche Autoritäten beweisen wollen: dass Russland an so gut wie allem Schuld hat was an Schlechtem auf der Welt passiert, insbesondere die Entfremdung vieler Menschen aus der Arbeiterklasse von den Eliten aus Washington und Brüssel.

 

Es darf einfach nicht wahr sein, dass die Politik des Establishments dazu geführt hat, dass massive Einkommensunterschiede entstanden sind und die arbeitende Bevölkerung ums Überleben kämpfen muss und dass sie Schuld sind an den hässlichen politischen Entscheidungen – von Trump über den Brexit bis zur überraschenden Unterstützung für Deutschlands rechte AfD. Nein, Russland ist schuld, Russland, Russland! Und auf dem Bett liegt eine Menge Geld um das zu beweisen.

 

Und dann ist da die Tatsache, dass die großen westlichen Nachrichtenmedien tief in das Einprügeln auf Russland verstrickt sind und auch in die damit zusammenhängende Verachtung für Trump und dessen Anhänger. Diese beiden Vorurteile haben alle professionellen Standards vernichtet, die man normalerweise anwenden würde, um die Nachrichten bezüglich dieser mangelhaften „Studien“ zu überprüfen.

 

Am Donnerstag hat die Washington Post ihre eigene Titelgeschichte gebracht, die auf den selben dünnen Anschuldigungen basiert, die die Neokon-geführte Alliance for Securing Democracy brachte, aber dieses Mal wird als Urheber der Senator James Lankford aus Oklahoma genannt. Die Schlagzeile lautet: „Russische Trolle heizen NFL-Streit an, sagt ein Senator“

 

Der von Lankfords Büro genannte „Beweis“ war ein „Twitter-Konto, das sich Boston Antifa nennt und das in Wladiwostok, Russland verortet wurde“, berichtet die Post.

 

Twitter hatte das Boston Antifa-Konto bereits am Donnerstag gesperrt, aber Anfang des Monats berichtete Dan Glaun, ein Reporter für Masslive.com, dass die Leute hinter Boston Antifa „ein Paar anti-linker Witzbolde aus Oregon sind, die Boston Antifa als eine Parodie auf tatsächliche anti-faschistische Gruppen gemacht haben.“

 

In einer E-Mail vom Donnerstag an mich zitiert Glaun ein Interview, das die Boston Antifa-Schelme im letzten April mit dem rechten Radio-Moderator Gavin McInnes gemacht hatten.

 

Und übrigens: es gibt eine App, mit der man seine Geodaten auf Twitter manipulieren kann. Oder man kann auch glauben, dass die hochprofessionellen russischen Geheimdienste nicht gemerkt haben, dass sie ihre Meldungen aus Wladiwostok gesendet haben.

 

Hirnloses Einprügeln auf Russland

 

Ein weiteres Beispiel für das hirnlose Einprügeln auf Russland gibt es gleich unter der WaPo-Geschichte zu Lankfords Bemerkungen. Eine Seitenkolumne der Post zitiert eine „Studie“ von Wissenschaftlern eines Projekts über computerisierte Propaganda der Oxford Universität, die versichert, dass auf Twitter „Junk News“ „in einem Dutzend umkämpfter Staaten (der USA) in den Tagen unmittelbar vor und nach der Präsidentenwahl 2016

 

heftiger unterwegs waren als im gesamten Land, was vermuten lässt, dass koordinierte Bemühungen um die entscheidendsten Wähler gemacht wurden.“ Zeit für etwas unheimliche Boris und Natasha Musik!

 

 

Natürlich kann euch jeder Amerikaner, der in einem „umkämpften Bundesstaat“ wohnt, sagen, dass er mit jeder Art von Wahlkampf-“Müll“ zugeschüttet wird, einschließlich negativer TV-Werbung, hässlichen Radio-Clips, unheilverkündenden E-Mails und lästigen Roboter-Anrufen zum Abendessen. Daher nennt man es auch „umkämpfte Staaten“, Sherlock!

 

Aber was an dieser „Studie“ besonders beleidigend ist, dass sie unterstellt, dass die an der Macht mehr tun müssen, um das zu eliminieren, was diese „Experten“ für „Propaganda“ und „Junk News“ halten. Wenn man die Story genauer liest, dann entdeckt man, dass diese Forscher eine sehr subjektive Definition davon haben, was „Junk News“ sind, d.h. Informationen, die diese Forscher nicht mögen, auch wenn sie wahr und berichtenswert sind.

 

Dieser WaPo-Artikel von Craig Timberg, der Russia-Gate offenbar benutzt, um sich von den Wirtschaftsseiten in den nationalen Stab hochzuarbeiten, besagt, dass „die Forscher Junk News als 'Propaganda, ideologisch extrem, hyperparteiisch oder als verschwörerische politische Nachrichten und Informationen' definieren.“

 

Die Forscher haben auch Berichte aus Russland und einen von WikiLeaks – die beleidigende Meldungen über die Demokratin Hillary Clinton aufgrund der Hacks von E-Mails ihres Wahlkampfmanagers veröffentlichten – zum Zweck ihrer Analyse als 'polarisierenden politischen Inhalt' eingestuft.“

 

Diese „Studie“ vermischt also „Junk News“ mit treffenden und berichtenswerten Informationen, d.h. den Enthüllungen von WikiLeaks über die echten E-Mails, die so wertvolle Nachrichten wie den Inhalt von Clintons Reden für die Wall Street enthalten (die sie vor ihren Wählern verbergen wollte) und auch die Beweise für unethisches Taktiken der Demokratischen Parteiführung, um Bernie Sanders Wahlkampf zu sabotieren.

 

Dann werfen die Forscher in ihren Schmutzkübel der „Desinformation“ noch „Berichte aus Russland“, als ob alles was aus Russland kommt an sich schon „Junk News“ wäre.

 

Und was – nun sagen Sie es schon! – sind „verschwörerische politische Nachrichten“? Ich möchte behaupten, dass das letzte Jahr mit den Beweis-armen Anschuldigungen über „russische Einmischung“ in den US-Wahlkampf, begleitet von haltlosen Verdächtigungen über eine „Verstrickung“ mit den Wahlkampf Trumps „verschwörerische politische Nachrichten“ darstellen. In der Tat, ich würde sagen, dass die Oxford-“Studie“ aus „verschwörerischen politischen Nachrichten“ besteht und dass Timbergs Artikel als „Junk News“ durchgeht.

 

Ein vorhersehbares Ergebnis

 

Wenn man die eingebaute ideologische Einseitigkeit dieser „Forschung“ bedenkt, dann wird es euch sicher nicht überraschen, dass der Autor des Berichts, Philip N. Howard zu dem Schluss kommt, dass „die Junk News aus drei Hauptquellen stammen, die die Oxford-Gruppe verfolgt hat: Russische Agenten, Trump-Unterstützer und aktivistische Teile der Alt-Right.“ so schreibt die Post.

 

Ich vermute, da ein Teil der „Methodik“ war, „Berichte aus Russland“ als „Junk News“ zu definieren, dass das Auftauchen „russischer Agenten“ keine Überraschung ist, aber der ganze Vorgang stinkt nach politischer Einseitigkeit.

 

Was das Ergebnis weiter verdreht ist, dass der Bericht Informationen aus „professionellen Nachrichtenorganisationen und politischen Parteien“ von „gewissen 'Junk News'-Quellen“ trennt, so schreibt die Post. Mit anderen Worten, die „Forscher“ glauben, dass „professionelle Nachrichtenorganisationen“ an sich schon verlässlich sind und dass Nachrichten außerhalb des Mainstream „Müll“ sind – trotz der langen Bilanz der MSM, große Storys falsch berichtet zu haben.

 

Der wahre „Müll“ ist diese Art von akademischer oder NGO-Forschung, die mit einer Schlussfolgerung beginnt und dann eine „Studie“ so verpackt, dass die vorgegebene Schlussfolgerung garantiert ist. Oder wie das alte Sprichwort lautet: „Wo man Müll hineinsteckt, kommt auch Müll heraus.“

 

Es ist jedoch auch klar, dass, wenn man „Forschung“ erzeugt, die die hungrige Bestie Russia-Gate füttert, man auch eifrige Spender findet, die Dollars verteilen und ein sehr williges Publikum in den Massenmedien finden.

 

An einem Ort wie Washington werden täglich zahlreiche, wenn nicht Hunderte von Berichten erzeugt und nur ein kleiner Teil erregt die Aufmerksamkeit der Times, der Post, von CNN usw., oder gar dass sie in Artikeln veröffentlicht werden. Aber „Studien“, die die heutige anti-russische Sichtweise verstärken, die sind sichere Treffer.

 

Also, wenn jemand eine neue NGO aufmachen will, oder wenn man ein obskurer Akademiker ist, der nach lukrativen Regierungsgeldern fischt und nach schmeichelhafter Berichterstattung in den Massenmedien, der sollte beim neuen Goldrausch über das Gejammer „russischer Propaganda“ mitmachen.

 

 

 

 

Der Investigativ-Reporter Robert Parry hat in den 1980ern viele der Iran-Contra-Storys ans Licht gebracht, für die Associated Press und Newsweek. Sein neuestes Buch heißt America's Stolen Narrative.

     


 

https://consortiumnews.com/2017/09/26/the-rise-of-the-new-mccarthyism/

 

Der Aufstieg des Neuen McCarthyismus

 

von Robert Parry, 26.09.2017

 

 

Macht euch nichts vor: die Vereinigten Staaten sind in eine Ära eines neuen McCarthyismus eingetreten, der fast jedes politische Problem auf Russland schiebt und sie beginnen jetzt damit, amerikanische Bürger anzugreifen, die bei dieser Propaganda des Neuen Kalten Kriegs nicht mitmachen.

 

Ein Unterschied zum McCarthyismus der 1950er ist jedoch, dass dieser neue McCarthyismus wegen ihrer Abscheu vor Donald Trump auch Demokraten, Liberale und sogar Progressive beinhaltet; die 1950er-Version wurde von Republikanern und der Rechten betrieben und ein großer Teil der Linken war auf der Opfer-Seite, die von Gestalten wie Senator Joe McCarthy als „unamerikanisch“ und als „Gefolgsleute“ des Kommunismus verleumdet wurden.

 

Die echten Gewinner dieses neuen McCarthyismus scheinen die Neokonservativen zu sein, die den demokratisch/liberalen Hass auf Trump benutzt haben, viele von der Linken in die politische Hysterie zu treiben, die die Kontroverse über eine angebliche russische, politische „Einmischung“ als eine Gelegenheit sehen, „Trump zu packen“.

 

Die Neokons und ihre Verbündeten haben das anti-russische Gezeter bereits ausgenutzt, um zig Millionen Dollar mehr aus den Steuerzahlern zu pressen, für Programme „gegen die russische Propaganda“ u.ä., für die Finanzierung von Nichtregierungsorganisationen und „Gelehrten“, die sich über abweichlerische Amerikaner hermachen, die die Rechtfertigungen für diesen Neuen Kalten Krieg anzweifeln.

 

Die Washington Post, die seit Jahren als Flaggschiff für Neokon-Propaganda dient, steckt mal wieder den neuen Kurs für Amerika ab, in etwa so wie sie die amerikanische Öffentlichkeit hinter die Invasion in den Irak 2003 gebracht hat und wie bei der Sympathie-Erzeugung für erfolglose „Regimewechsel“-Projekte gegen Syrien und den Iran. Die WaPo hat damit begonnen, nahezu jede unerfreuliche Entwicklung auf der Welt auf Russland! Russland! Russland! zu schieben.

 

Zum Beispiel hat ein Kommentar der WaPo am Dienstag die Schuld für den blutleeren Sieg der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und für die überraschende Stärke der rechtsextremen Alternative für Deutschland (AfD) von Merkels Austeritätspolitik, die für viele in der Arbeiterklasse Belastungen brachte, oder von ihrer offenen Tür für Flüchtlinge aus dem Nahen Osten, was einige Arbeiterviertel destabilisiert hat, auf wen geschoben? – ihr ahnt es – auf Russland!

 

Die Beweise sind, wie üblich, vage und eigennützig, aber sie werden bestimmt von vielen Demokraten und Liberalen geschluckt werden, die Russland hassen, weil sie es für Trump verantwortlich halten, und von vielen Republikanern und Konservativen, die noch aus den Zeiten des Alten Kalten Kriegs einen hartnäckigen Hass auf Russland haben.

 

Die Post zitiert das Digital Forensic Research Lab des Atlantic Council, das viel von der Hysterie über angebliche russische Aktivitäten im Internet angeheizt hat. Im Grunde ist der Atlantic Council der Denkpanzer der NATO und wird mit Geldern aus der US-Regierung, den Öl-Golfstaaten, den Militärunternehmen, globalen Finanzinstituten und vielen anderen Quellen finanziert, die direkt oder indirekt von der Ausweitung des amerikanischen Militär-Haushalts und der NATO-Interventionen profitieren.

 

Russland die Schuld geben

 

 

In diesem Neuen Kalten Kriegs werden die Russen nicht nur dafür beschuldigt, dass sie einige „Regimewechsel“-Projekte der Neokons gestört haben, etwa den Stellvertreterkrieg in Syrien, sondern auch für politische Entwicklungen im Westen, etwa für die Wahl Donald Trumps und den Aufstieg der AfD in Deutschland.

 

Das Digitallabor des Atlantic Council behauptete, so sagt der Kommentar der WaPo, dass „in den letzten Stunden des (deutschen) Wahlkampfs Online-Unterstützer der AfD begonnen hätten, ihre Basis vor möglichem Wahlbetrug zu warnen, und die Online-Warnungen seien 'von anonymen Troll-Konten angetrieben und von einem Bot-Netz in russischer Sprache verstärkt worden'.“

 

Natürlich liefert die Post keinen Beweis, der irgend etwas davon mit der russischen Regierung oder dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Verbindung bringen würde. Es liegt in der Natur des McCarthyismus, dass tatsächliche Beweise unnötig sind, es reichen Schnappatmung und finstere Verdächtigungen. Für jene von uns, die Webseiten betreiben, sind „Trolle“ – einige Freiwillige und einige Professionelle – zu einer allgemeinen Belästigung geworden und sie repräsentieren viele politische Ansichten, nicht nur russische.

 

Darüber hinaus ist es heutzutage zu einer Standard-Prozedur geworden, dass bei Wahlen an ihre Unterstützer Last-Minute-Warnungen über möglichen Wahlbetrug herausgegeben werden um Zweifel am Ergebnis zu wecken, sollte das Ergebnis enttäuschend werden.

 

Die US-Regierung benutzt genau diese Strategie rund um die Welt, pro-amerikanische Parteien beschweren sich nicht nur über Wahlbetrug, sondern gehen auch auf die Straße und demonstrieren gewalttätig, um die Legitimität von Wahlergebnissen anzufechten. Diese US-Strategie wurde in der Ukraine angewendet (die orangene Revolution 2004); im Iran (die grüne Revolution 2009), in Russland (die Schnee-Revolution 2011); und an vielen anderen Orten.

 

Alarme vor einer Wahl sind auch bei US-Wahlen zu einem Markenzeichen geworden, sogar 2016, als sowohl Donald Trump als auch Hillary Clinton Fragen über die Legitimität der Abstimmung aufwarfen, wenn auch aus verschiedenen Gründen.

 

Aber anstatt das AfD-Manöver als einen typischen Trick einer relativ kleinen Partei abzutun – und das Ergebnis der Wahl in Deutschland als eine verständliche Reaktion unzufriedener Wähler und Überdruss wegen Merkels dreier Kanzlerschaften zu betrachten – sehen der Atlantic Council und die WaPo unter jedem Bett Russen und vor allem Putin.

 

Die Liebe zum Putin-Hass

 

In der Welt der Neokon-Propaganda ist Putin zur großen schwarzen Bestie geworden, denn er hat eine Reihe von Plänen der Neokons durchkreuzt. Er half mit, 2013 einen großen Militärschlag gegen Syrien zu verhindern; er half Präsident Obama, 2014-2015 einen Nukleardeal mit dem Iran zu erreichen; Putin widersetzte sich und durchkreuzte – in gewissem Maß – den von Neokons unterstützten Umsturz 2014 in der Ukraine; und schließlich gewährte er 2015-2017 Luftunterstützung in Syrien, die die von den Neokons unterstützten „Rebellen“-Kräfte besiegten.

  

 

Daher wollen die Post und die Neokons, dass Putin verschwindet – und sie haben dünne Vorwürfe über „russische Einmischung“ in die US-Wahlen und in andere Wahlen benutzt, als neues Propaganda-Thema, um Russland mit Wirtschaftssanktionen zu destabilisieren und, wenn möglich, ein weiteres „Regimewechsel“-Projekt in Moskau anzuleiern.

 

Und das alles ist nicht einmal ein Geheimnis. Carl Gershman, der Neokon-Präsident des von der US-Regierung finanzierten National Endowment for Democracy (NED), hat öffentlich in einem Kommentar in der Washington Post das Ziel eines Sturzes von Putin ausgerufen und schrieb:

 

Die Vereinigten Staaten haben die Macht, diese Gefahr einzudämmen und zu besiegen. Die Frage ist nur, ob wir den Willen dazu aufbringen.“

 

Aber so funktioniert die Neokon-Propaganda: die USA und ihre Alliierten sind immer die Opfer eines heimtückischen Feindes, der in die Schranken gewiesen werden muss, damit all das Gute in der Welt geschützt wird. Mit anderen Worten: auch wenn NED und andere US-finanzierte Operationen Putin und Russland ins Visier nehmen, müssen Russland und Putin in Aggressoren verwandelt werden.

 

Mr. Putin würde nichts lieber tun als rund um den deutschen Pfeiler Europas Zweifel, Nebel, Risse und Ungewissheit zu erzeugen,“ steht in dem WaPo-Kommentar. „Er genießt es, Chaos und Unheil in die offenen Gesellschaften zu infiltrieren.In diesem Fall ist die Unterstützung für die rechtsextreme AfD besonders zynisch, wenn man bedenkt, wie viele Russen sterben mussten, um vor sieben Jahrzehnten die Faschisten zu besiegen.“

 

Ich will nicht auf diesem Punkt rumhacken, aber es gibt keinen glaubwürdigen Beweis, dass Putin irgend etwas davon getan hat. Es gibt die Behauptung des scharf anti-russischen Atlantic Council, dass irgendwelche „anonymen Troll-Konten“ irgendwelche Beschwerden der AfD über möglichen Wahlbetrug verbreitet hätten und dass das von „einem Bot-Netz in russischer Sprache“ aufgegriffen worden sei. Selbst wenn das wahr wäre – und der Atlantic Council ist weit davon entfernt, eine objektive Quelle zu sein – wo ist die Verbindung zu Putin?

 

Nicht alles was in Russland geschieht, einer Nation mit 144 Millionen Menschen, wird von Putin angeordnet. Aber die WaPo will es euch glauben machen. Es ist das Kernstück dieser Verschwörungstheorie der Neokons.

 

Widerspruch zum Schweigen bringen

 

Auf ähnliche Weise wird jeder, der diese Propaganda in Frage stellt, sofort als „Handlanger des Kreml“ oder als „russischer Propagandist“ abgekanzelt, noch so eine hässliche Kampagne bei der die WaPo die Federführung hat. Nochmal, es ist kein Beweis nötig, es reicht irgendeine Analyse, dass das, was man sagt, irgendwie nach Putin klingt.

 

Am Dienstag wurde ein begleitendes Stück an den Kommentar angehängt, ein Artikel der Post, der wieder einmal unbewiesenen Verdächtigungen über „russische Agenten“ verbreitete, die von 2015 bis 2017 für $100.000 Facebook-Werbung gekauft haben sollen, um angeblich US-Politik zu beeinflussen. Nochmal, Beweise sind nicht nötig.

 

In diesem Artikel erinnert die Post ihre Leser daran, dass Moskau eine Vergangenheit darin hat, sich auf soziale Ungleichheit in den USA zu konzentrieren. Das bringt uns wieder zurück zu den Vergleichen zwischen dem Alten McCarthyismus und dem Neuen.

 

Ja, es stimmt, dass die Sowjetunion die Rassentrennung in Amerika verurteilt hat und sie zitierte diese hässliche Eigenschaft der US-Gesellschaft, um ihre Solidarität mit der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und nationalen Befreiungskämpfen in Afrika auszudrücken. Es stimmt auch, dass amerikanische Kommunisten mit der einheimischen Bürgerrechtsbewegung zusammenarbeiteten um Rassenintegration zu fördern.

 

Das war ein Hauptgrund für J. Edgar Hoovers FBI, um Martin Luther King Jr. und andere afroamerikanische Führer ins Visier zu nehmen – wegen ihrer Verbindung mit bekannten oder vermeintlichen Kommunisten. (In ähnlicher Weise hat sich die Reagan-Regierung geweigert, Nelson Mandela zu unterstützen, weil sein Afrikanischer Nationalkongress kommunistische Unterstützung in ihrem Kampf gegen das rechtsradikale Regime der südafrikanischen Apartheid kommunistische Unterstützung akzeptiert hat.)

 

Interessanterweise war eines der Argumente der liberal-nationalen Demokraten gegen die Rassentrennung in den 1960ern, dass die Unterdrückung der amerikanischen Schwarzen die US-diplomatischen Bemühungen behindern würde, in Afrika Verbündete zu gewinnen. Mit anderen Worten: sowjetische und kommunistische Kritik an Amerikas Rassentrennung half eigentlich mit dieses beleidigende System zu überwinden.

 

Trotzdem blieb Kings Verbindung mit angeblichen Kommunisten weiter ein Thema für die beinharten Anhänger der Rassentrennung, sogar nach seiner Ermordung, als sie sich in den 1980ern dagegen aussprachen, zu seinen Ehren einen Nationalfeiertag einzuführen.

 

Diese Parallelen zwischen dem Alten McCarthyismus und dem Neuen McCarthyismus werden in dem WaPo-Artikel vom Dienstag bedingungslos anerkannt. Darin wird Putins Kritik an der Tötung unbewaffneter schwarzer Amerikaner als Beweis zitiert, er würde sich in US-Politik einmischen.

 

Seit seinem Amtsantritt hat Putin immer wieder versucht, auf die Rassenspannungen in den Vereinigten Staaten hinzuweisen um damit die Wahrnehmung in der amerikanische Gesellschaft zu formen,“ heißt es in dem Artikel. „Putin hat sich 2014 in die Rassendebatte eingebracht, nachdem in Ferguson, Mo., Proteste ausbrachen wegen der Erschießung von Michael Brown, einem Afroamerikaner, durch einen weißen Polizeibeamten.“

 

Glauben Sie, dass aus dem Blickwinkel der Demokratie in den Vereinigten Staaten alles perfekt ist?“ fragte Putin in '60 Minutes' bei CBS. „Wenn alles perfekt wäre, dann gäbe es das Problem Ferguson nicht. Dann gäbe es keine Übergriffe durch die Polizei. Aber es ist unsere Aufgabe, all diese Problem zu sehen und entsprechend zu antworten.“

 

Das spekulative Argument der WaPo scheint zu sein, dass Putins Antwort darin besteht, dass „russische Agenten“ ein paar Anzeigen auf Facebook kaufen, um diese Rassenspannungen auszunutzen. Aber es gibt keine Beweise, die diese Verschwörungstheorie unterstützen.

 

Und während sich diese anti-russische Hysterie ausbreitet, könnten wir jedoch bald erleben, dass Amerikaner, die ebenso gegen die Tötung unbewaffneter Schwarzer durch die Polizei protestieren, als „Putins Gefolgsleute“ denunziert werden, so wie King und andere Bürgerrechtsanführer als „kommunistische Tölpel“ verleumdet worden sind.

 

Das Ignorieren der Realität

 

Also: anstatt dass die Demokraten und Kanzlerin Merkel in den Spiegel schauen und die wahren Gründe erkennen, warum viele weiße Wähler der Arbeiterklasse sich „populistischen“ und „extremistischen“ Alternativen zuwenden, beschuldigen sie ganz einfach Putin und machen mit der Bekämpfung von Internet-basierten Einwänden weiter, da es das Werk „russischer Agenten“ ist.

 

 

Unter dem Deckmantel, man würde „russische Propaganda“ und „Fake News“ bekämpfen, haben Goolag, Farcebook und andere Tech-Giganten bereits damit begonnen, Algorithmen einzuführen, um Nachrichten zu marginalisieren und zur Strecke zu bringen, die die offizielle Sichtweise der US-Regierung zu heißen Fragen wie der Ukraine und Syrien herausfordern. Nochmal – es braucht keine Beweise, nur die Tatsache, dass Putin etwas Ähnliches hätte sagen können.

 

Während Demokraten, Liberale und sogar einige Progressive an dieser Russia-Gate Hysterie teilnehmen – angetrieben durch ihren Hass auf Donald Trump und seine angeblich „faschistischen“ Tendenzen – sollten sie vielleicht überlegen, mit wem sie da ins Bett steigen und was diese Neokons in der Zukunft vorhaben.

 

Falls der Faschismus oder der Totalitarismus in die Vereinigten Staaten kommt, dann kommt er wohl eher unter dem Deckmantel einer „Verteidigung der Demokratie“ gegen Russland oder einen anderen ausländischen Gegner als von einem Reality-TV-Clown wie Donald Trump.

 

Der Neue McCarthyismus mit seinen Algorithmen a la Orwell mag wie ein cleverer Weg aussehen um Trump zu neutralisieren (oder ihn gar aus dem Weg zu räumen), aber eine Struktur, die den Neokons und den Massenmedien erlaubt, die politische Debatte in Amerika zu monopolisieren – lange nachdem Trump weg ist – könnte eine weitaus größere Bedrohung für die Demokratie und den Frieden sein.


http://thesaker.is/how-the-bbc-spreads-lies-how-to-read-propaganda/

 

Wie die BBC Lügen verbreitet – Und wie man Propaganda richtig liest

 

von Eric Zuesse, 26.09.2017 (zahlreiche Links im Original)

 

 

Propaganda maskiert sich regelmäßig als „Nachrichten“. Der relevante Hintergrund einer „Nachrichten“-Geschichte muss verstanden werden, damit der Leser oder Hörer in der Lage ist, etwas von der Wahrheit in der Propaganda zu erkennen, anstatt sich zum Narren halten zu lassen (was die Absicht der Manager und Redakteure der falschen „Nachrichten“-Berichte ist, wozu sie „Reporter“ anheuern, um es ihrem Publikum zu vermitteln). Der hier präsentierte Artikel beginnt daher mit dem wichtigen Hintergrund zu dem BBC „Nachrichten“-Bericht vom 25. September 2017, bevor ich den BBC „Nachrichten“-Bericht selbst präsentiere, der diesen wichtigen Hintergrund vollkommen ignoriert. Eine solche Präsentation wird den Unterschied zwischen „Nachrichten“ und der Realität klar machen:

 

Zeid Ra'ad Al Hussein ist der Kronprinz von Jordanien – der erste in der Thronfolge nach König Abdullah II bin Al-Hussein, der gegenwärtig Jordanien regiert. Am 4. Dezember 2003 gab US-Präsident George W. Bush im Weißen Haus eine Pressekonferenz mit König Abdullah II bin Al-Hussein, um dem König für seine Führung der Araber zu danken, die unsere Invasion in den Irak unterstützt haben.

 

Jordanien ist ein amerikanischer Vasallen-Staat, der im Gegensatz zur Saud-Familie, die Saudi Arabien besitzt, nicht fundamentalistisch sunnitisch (salafistisch oder wahhabitisch) ist, der aber die Kriege der Herren Amerikas unterstützt – der Saudis und der israelischen Aristokraten, beide Gruppen sind mit der amerikanischen Aristokratie verbündet, kontrollieren aber auch teilweise die US-Regierung – gegen den schiitischen Islam und gegen den führenden schiitisch-islamischen Staat, den Iran.

 

Bereits seit 1744 sind die Sauds durch einen Schwur dazu verpflichtet, die Schiiten zu erobern; und in den letzten Jahrzehnten betrachtet die Saud-Familie den schiitisch kontrollierten Iran als eine „existentielle“ Bedrohung: „entweder wir oder sie“, sagen sie. Jordanien ist zu 92% sunnitisch, aber die fundamentalistisch sunnitische Theokratie/Aristokratie Saudi Arabiens weigert sich, in ihren Volksbefragungen die religiöse Zugehörigkeit anzugeben. Jordanien dient sich jedoch mehr der amerikanischen Aristokratie an als der Saud-Familie. Dennoch hatte die Saud-Familie in den letzten Jahrzehnten mehr Kontrolle über die US-Aristokratie und Regierung als die US-Aristokratie und Regierung über die Saud-Familie hatte. Und daher ist Jordanien auch strikt anti-schiitisch.

 

Auf alle Fälle ist Jordaniens Königsfamilie ein Agent der US-Regierung. Am 9. Dezember 2012 berichtete CNN, wenn auch nur Online, dass die USA in Jordanien Anti-Assad „Rebellen“ trainieren. CNN hat nicht darüber berichtet, dass diese „Rebellen“ kämpfen, um Syriens säkulare, mit Russland und dem Iran verbündete Regierung zu stürzen und durch eine Regierung zu ersetzen, die stattdessen mit dem fundamentalistisch-sunnitischen Saudi Arabien und der US-Regierung verbündet sein wird. Aber immerhin hat CNNs Online-Nachricht erwähnt, wenn auch nur nebenbei, dass die US-Regierung in Jordanien Anti-Assad „Rebellen“ trainiert (Söldner – bezahlt von der saudischen Regierung, aber bewaffnet und ausgebildet von der US-Regierung).

 

Am 25. August 2013 titelte das Wall Street Journal: „Ein altgedienter saudischer Machtspieler arbeitet an der Unterstützung für einen Sturz von Assad: Beamte innerhalb der CIA wussten, dass es Saudi Arabien ernst meint mit dem Sturz des syrischen Präsidenten Bashar Al-Assad, als der saudische König den Prinzen Bandar bin Sultan al-Saud ernannte um dies zu leiten.“ In dem WSJ-Bericht heißt es: „Prinz Bandar – der mehr als zwei Jahrzehnte lang als saudischer Botschafter einer der einflussreichsten Unterhändler in Washington war, aber dann größtenteils aus der Öffentlichkeit verschwand – nimmt jetzt wieder seine Rolle als geopolitischer Spieler auf. Dieses Mal um das oberste Ziel des saudischen Königreichs voranzutreiben, den syrischen Präsidenten Assad und seine iranischen und die Hisbollah-Verbündeten zu schlagen.“ Was WSJ nicht berichtete: Bandar ist jene Person, die nicht nur über eine Million Dollar seines eigenen Geldes spendete, um AlQaeda vor 9/11 zu finanzieren, sondern er und seine Frau haben auch in den Monaten vor den Anschlägen Zehntausende von Dollar direkt an Personal der saudischen Botschaft gezahlt, die zumindest 15 saudische 9/11-Dschihadisten finanziert haben (für Miete und Flugstunden), die unter den 19 Dschihadisten waren, die die 9/11-Anschläge durchgeführt haben.

 

Jedoch sagt der WSJ-Bericht: „Jordanien bestreitet, dass in seinem Land ein Training oder eine Bewaffnung syrischer Rebellen stattfand.“ Während der WSJ-Bericht das berichtet, sagt er auch, dass „Geheimdienste aus Saudi Arabien, den USA, Jordanien und anderen verbündeten Staaten in einem geheimen, gemeinsamen Operationszentrum in Jordanien arbeiten, um handverlesene syrische Rebellen zu trainieren und zu bewaffnen, so sagen gegenwärtige und ehemalige Offizielle aus den USA und dem Nahen Osten.“ Und noch das: „Prinz Bandar hat seinen jüngeren Halbbruder und damaligen nationalen Sicherheitsberater Salman bin Sultan geschickt, um die Operation in Jordanien zu überwachen.“ Es wurde berichtet, dass John McCain und David Petraeus besonders wild entschlossen für den Bandar-Salman-Plan waren.

 

Am 26. Juni 2016 berichtete die New York Times, dass „Waffen, die von der Central Intelligence Agency und Saudi Arabien nach Jordanien geschickt wurden und für syrische Rebellen vorgesehen waren, systematisch von jordanischen Geheimdienstmitarbeitern gestohlen und an Waffenhändler auf dem Schwarzmarkt verkauft wurden, so sagen amerikanische und jordanische Beamte.“ Wenn Untergebene wissen, dass die Leute an der Spitze Gauner sind, dann machen sie es ihnen nach.

 

Während das saudische und israelische Hauptziel die Eroberung des Iran ist, so ist das Hauptziel der US-Aristokratie die Eroberung Russlands. Aber die gesamte saudisch-israelisch-amerikanische Allianz der Aristokratien ist gleichzeitig anti-schiitisch und anti-russisch. Die drei Aristokratien haben zwar verschiedene Prioritäten, aber dabei sind sie sich einig. Und Jordanien ist mit ihnen verbündet, es ist offen mit den Sauds und den USA verbündet und hat sogar einen Friedensvertrag mit Israel. Darüber hinaus stimmt Jordanien bei der UNO auch für die USA und seine Alliierten, und gegen Russland und dessen Alliierte. Es verstärkt nicht nur den Krieg zwischen Sunniten und Schiiten; es verstärkt auch den Krieg zwischen den USA und Russland. (Was sehr gut ist für Lockheed Martin und die anderen amerikanischen Waffenhersteller, die kürzlich für $350 Milliarden Waffen an die Sauds verkauft haben.)

 

Von allen islamischen Ländern – einschließlich Jordanien, Ägypten, Palästina, Libanon, Tunesien, der Türkei, Pakistan, Indonesien, Malaysia und Nigeria (alles sunnitische Länder) – hat die Öffentlichkeit in Pakistan von der führenden sunnitischen Nation Saudi Arabien den höchsten „Beliebtheitsgrad“ (95%), aber als zweites kommt die Öffentlichkeit in Jordanien (88%). Das stammt von einer Pew Global-Umfrage, die Länder ausschloss, in denen die Schiiten dominant oder gleichwertig sind (Iran, Irak und Syrien). Pew, ein Handlanger der US-Aristokratie (die den Iran und die Schiiten für „radikalen islamistischen Terror“ beschuldigt und nicht eine sunnitische Nation – bis die Saudis selbst 2017 neben dem Iran zusätzlich Katar beschuldigten), war nicht daran interessiert, über die Meinung der Schiiten zu berichten (die sich übrigens nicht am Terrorismus beteiligen, außer – zusammen mit Sunniten – an Terrorismus gegen die jüdisch-theokratische Apartheid-Nation Israel).

 

Soweit der wichtige Hintergrund.

 

Und hier der BBC „Nachrichten“-Bericht:

 

(Anm.d.Ü.: Auf Deutsch habe ich bisher nur den Bericht von msn (Microsoft News) gefunden, aber das reicht vollkommen um zu erkennen, dass auch Microsoft „verfault“ ist: http://www.msn.com/de-de/nachrichten/internationalnews/un-prangern-menschenrechtsverletzungen-russlands-auf-der-krim-an/ar-AAsrPGr

 

Die BBC titelte am 25. September 2017: „UN prangert Menschenrechtsverletzungen Russlands auf der Krim an“ und sagt:

 

Russland begeht auf der Krim „schwere Verstöße gegen das Menschenrecht“, so heißt es in einem Bericht der Vereinten Nationen.

 

Das UN Menschenrechtskommissariat sagt, man habe willkürliche Festnahmen, Folter und mindestens eine außergerichtliche Exekution in der Region dokumentiert.

 

Es muss dringend Rechenschaft abgelegt werden,“ sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra'ad Al Hussein.

 

Russland hat die Halbinsel von der Ukraine Annektiert, nachdem der pro-russische Führer des Landes 2014 gestürzt wurde.

 

Von russischer Seite gab es auf die Vorwürfe des Berichts keine sofortige Antwort.

 

Schwere Menschenrechtsverletzungen wie willkürliche Festnahmen und Inhaftierungen, Verschleppungen, Misshandlungen und Folter und mindestens eine Hinrichtung ohne Gerichtsverfahren wurden dokumentiert“, heißt es in dem Bericht...

 

Und zum Ende heißt es:

 

Mr. Hussein beschuldigt Russland, die angeblichen Menschenrechtsverletzungen nicht zu untersuchen.

 

Er sagte: „Das Versäumnis, diese Taten zu verfolgen und Rechenschaft abzulegen, hat den Opfern eine angemessene Abhilfe verweigert und stärkt die Straflosigkeit, was eine fortgesetzte Täterschaft von Menschenrechtsverletzungen möglicherweise ermutigt.“

 

Nirgendwo wird erwähnt, dass „Mr. Hussein“ der jordanische Kronprinz ist, und auch kein anderer Kontext, der darauf hinweisen würde, dass er eine Marionette der USA ist (und in zweiter Linie der Saudis und Israels).

 

 Wenn man die BBC fragen würde, warum sie nicht einmal erwähnen, dass er Teil der jordanischen Herrscher-Familie ist (tatsächlich der Kronprinz), dann würde die BBC vielleicht antworten, das sei im „Journalismus“ so üblich (zum Beispiel hält sich der britische Telegraph in ähnlicher Weise an diese propagandistische Konvention – aber der Independent nicht), oder dass die UN-Regeln vorsehen, dass ein UN-Offizieller nur mit seinem UN-Titel zu nennen ist und als „Mister“ oder sonst als „Ms.“ Aber sie hätten immer noch die Wahl gehabt, ehrlich und aufrichtig zu sein, damit man wichtige Fakten nicht vor den Lesern verbirgt, damit eine „Nachrichten“-Story nicht bloß Kriegs-Propaganda ist (in diesem Fall gegen Russland).

 

Kronprinz Hussein ist ein starker Kritiker von Donald Trump, Geert Wilders und anderen hetzerischen oder gar rassistischen nationalen Führern, denn der Prinz ist ein Liberaler und kein Konservativer. Aber er hält sich an die Grundregeln, was bedeutet, dass er (wie alle Aristokraten der US-Allianz) ein Neokonservativer ist, ein Unterstützer des amerikanisch-britischen imperialen Systems, das es seit über einem Jahrhundert juckt, Russland zu erobern und das immer noch will. Als wahrer Aristokrat weiß „Mister“ Hussein, dass eine öffentliche Verurteilung von jemandem der eigenen Seite völlig akzeptabel ist. Sie wissen alle, dass die Veröffentlichung von Uneinigkeit innerhalb der Aristokratie dazu beiträgt, die Öffentlichkeit zu täuschen, damit sie glaubt, dass die eine oder die andere Seite der Aristokratie die Interessen der Öffentlichkeit vertritt – und dieser Glaube ist falsch.

 

Ihnen allen ist Demokratie fremd. Sie erkennen noch nicht einmal die Souveränität der Öffentlichkeit an – nirgendwo. Für sie sollte die Aristokratie – ihre Aristokratie – jedes Land kontrollieren, einschließlich Katalonien, einschließlich Schottland, einschließlich der Krim – selbst wenn eine Unabhängigkeitsbewegung (wie auf der Krim) aus einem Umsturz entsteht, der einen demokratisch gewählten Präsidenten, für den 75% oder gar 90% der Öffentlichkeit in der Separatisten-Region gestimmt haben , wie auf der Krim oder im Donbass, die sich von der Ukraine losgesagt haben, nachdem ein blutiger Umsturz des US-Präsidenten Barack Obama den Präsidenten gestürzt hat, für den sie überwältigend gestimmt hatten und der durch rassistisch-faschistische Führer ersetzt wurde, die rabiat gegen ethnische Russen vorgehen (sprich gegen Menschen, die russisch redeten, wie es diese Menschen eben taten und tun). Wenn die USA ein Land teilen wollen, etwa den Irak oder Syrien, indem sie dort ein „Kurdistan“ erschaffen, dann ist eine Unabhängigkeitsbewegung „gut“. Aber wenn die USA eine Eroberung der Ukraine vollständig haben wollen, indem sie die zum Großteil pro-russischen Regionen zwingen wollen, unter einer Regierung zu bleiben, die jetzt von den Feinden dieser Regionen kontrolliert wird, dann ist eine Unabhängigkeitsbewegung „schlecht“. „Mister“ Hussein ist eine flexible Person: er kann „beide“ Seiten repräsentieren.

 

Die UNO hat keine moralische Autorität, wenn sie eine Person wie diese US-saudisch-israelische Marionette als UN Hochkommissar für Menschenrechte einsetzt. Und die BBC hat keine journalistische Autorität, wenn sie diese Tatsache versteckt. Aber schaut euch an was einer wissen muss, damit er in der Lage ist zu erkennen, wie verfault das Ganze wirklich ist, ganz oben – auch bei der BBC und der UNO. 


 

http://www.paulcraigroberts.org/2017/09/25/washington-initiated-military-conflict-russia/

 

Washington hat einen militärischen Konflikt mit Russland begonnen

 

von Paul Craig Roberts, 25.09.2017

 

 

Russland hat Beweise vorgelegt, dass Washington bei den Angriffen auf russische Kräfte mit ISIS kollaboriert.

http://russia-insider.com/en/politics/breaking-russia-presents-satellite-proof-us-troops-collaborating-isis-syria/ri21030

 

In einem von Washington gelenkten Angriff hat ISIS versucht, 29 russische Militärpolizisten gefangenzunehmen. Russische Spezialkräfte haben sich jedoch an dem Gefecht beteiligt und das Ergebnis waren spektakuläre Verluste für ISIS.

http://russia-insider.com/en/military/us-secret-services-tried-nab-29-russian-troops-syria-and-got-their-butts-kicked-russian

 

Bei einem weiteren von Washington gelenkten Angriff wurden der russische General Valery Asapov und zwei russische Colonels getötet, in einem Angriff, der Abkommen verletzte.

(„Syrien – Das US CENTCOM erklärt Russland den Krieg“)

http://www.moonofalabama.org/2017/09/syria-us-centcom-declares-war-on-russia.html#more

 

Früher oder später wird es der russischen Regierung dämmern, dass Washington keine vernünftige Regierung ist, mit der man Diplomatie üben, Frieden anstreben und Abkommen erzielen kann. Früher oder später wird es der russischen Regierung dämmern, dass Washington nicht rational ist, sondern eine kriminell irre Ansammlung von Psychopathen, die dem Militär/Sicherheitskomplex hörig sind, der wiederum Sklave seiner massiven Profite ist.

 

Mit anderen Worten: Für die mächtigen Interessensgruppen, die die US-Regierung kontrollieren, ist Krieg eine Profit-Quelle. Keine noch so große russische Diplomatie kann etwas gegen diese Tatsache unternehmen.

 

Es ist ein Unglück, dass die russische Regierung nicht erkannt hat, womit sie es zu tun hat. Wenn die russische Regierung nicht ihre eigene Vernunft auf Washington projiziert hätte, dann wäre der Krieg in Syrien schon vor zwei Jahren zu Ende gewesen. Stattdessen machten die Russen ein Kommen und Gehen, in der Hoffnung auf eine Einigung, was Washington die Zeit gab, sich von dem Schock der russischen Einmischung zu erholen und Pläne für eine Teilung Syriens umzusetzen, um den Konflikt auf ewig am Leben zu halten. Nachdem man in der Hoffnung auf eine Einigung Zeit vertrödelt hat, ist die Gefahr, vor der uns der Saker warnt, real:

http://thesaker.is/very-dangerous-escalation-in-syria/

https://www.theblogcat.de/übersetzungen/sehr-gefährliche-eskalation-in-syrien/

 

Die Proteste von schwarzen Football-Profis, sich für die Nationalhymne zu erheben, kommen zu einem unglücklichen Zeitpunkt. Das spielt dem Militär/Sicherheitskomplex in die Hände, der Präsident Trumps laute Kritik am „Anti-Amerikanismus“ benutzt, um das patriotische Fieber anzuheizen. Es ist erstaunlich wie die Menschen immer wieder darauf hereinfallen. Der Militär/Sicherheitskomplex und ihre Presstituierten erzeugen eine patriotische Wut auf jene, die „unser Land angreifen“. Diese Wut wird sich von schwarzen Football-Spielern auf Russland verlagern.

 

Mit der Öffentlichkeit in der Tasche wird der Militär/Sicherheitskomplex seine rücksichtslosen Provokationen gegen Russland erhöhen bis wir alle tot sind.


 

https://consortiumnews.com/2017/09/20/more-holes-in-russia-gate-narrative/

 

Noch mehr Lücken in der Russia-Gate Geschichte

 

von William Binney und Ray McGovern, 20.09.2017

 

 

Es ist kein Geheimnis, dass unser VIPS-Memo an den Präsidenten vom 24. Juli mit dem Titel „War das 'russische Hacking' das Werk von Insidern?“ zu einigen Fragen und Kontroversen geführt hat – und es war auch keine Überraschung, dass es in den Massenmedien mit nahezu völligem Schweigen quittiert wurde.

(Anm.d.Ü.: siehe Archiv Juli, Nummer 13): https://www.theblogcat.de/archiv/juli-2017/

 

Die fortdauernde Medien-Kampagne gegen Russland war so effektiv, dass ansonsten intelligente Menschen nicht in der Lage waren, auch nur in Erwägung zu ziehen, dass sie von der Geheimdienstgemeinde hinters Licht geführt worden sind. Das letzte Mal passierte das 2003, nach einem Jahr solcher Propaganda, als die USA den Irak überfielen, aufgrund gefälschter – und nicht „irrtümlicher“ – Aufklärung.

 

Da wir den Widerstand derer voraussahen, die allergisch gegen ein Überdenken dessen sind, „was eh jeder über die russische Einmischung weiß“, haben wir unsere VIPS-Analyse auf kriminaltechnischen Untersuchungen basiert, die das FBI seltsamerweise unbedingt vermeiden wollte. Mit anderen Worten: wir haben uns auf die physikalischen Grundsätze verlassen und auf die bekannten Kapazitäten des Internets im Juli 2016.

 

Wir stehen zu unserer grundsätzlichen Schlussfolgerung, dass die Daten aus dem Eindringen in die Computer der Demokratischen Partei am 5. Juli 2016, für den „russisches Hacking“ verantwortlich gemacht wurde, kein Hack war, sondern ein Download/Kopie auf ein externes Speichermedium, durch jemanden, der physikalischen Zugang zum DNC hatte.

 

Dieses grundsätzliche Ergebnis beruht vor allem auf der Geschwindigkeit, mit der diese Kopie gezogen wurde – mit einer Geschwindigkeit, die viel höher ist als das Internet zu jener Zeit erreichte – oder, so scheint es, sogar heute. Diese Schlussfolgerung wurde angezweifelt – oft von jenen, die ihre Experimente in ihren geschlossenen Laboratorien durchführen. Daher haben wir zusätzliche Tests zur Bestimmung der Geschwindigkeiten, die man jetzt erreichen kann, durchgeführt und dokumentiert, über ein Jahr später.

 

Zur Erinnerung: Wir haben in dem VIPS-Memo gesagt, dass am 5. Juli 2016 ein Computer, der direkt mit dem DNC-Server oder dem DNC Local Area Network verbunden war, eine Datenmenge von 1.976 Megabyte in 87 Sekunden auf ein externes Speichergerät herunterlud. Das lässt sich auf eine Transfer-Rate von 22,7 Megabyte pro Sekunde umlegen.

 

Neueste Tests

 

In den letzten Wochen haben wir drei Tests durchgeführt um zu bestimmen, mit welcher Geschwindigkeit man Daten aus den USA ziehen und über den Atlantik nach Europa transferieren kann.

 

Als Erstes benutzten wir eine 100 Megabit pro Sekunde (mbps) Leitung, um Daten aus einer 1 Gigabyte Datei nach Amsterdam zu übertragen. Die Spitzengeschwindigkeit betrug 0,8 MBps.

 

Als Zweites benutzten wir eine kommerzielle DSL-Leitung (Digital Subscriber Line), um die gleiche 1 Gigabyte Datei auf eine kommerzielle DSL in Amsterdam zu übertragen. Die Spitzengeschwindigkeit betrug 1,8 MBps.

 

Als Drittes haben wir die gleiche 1 Gigabyte Datei über ein Datencenter in New Jersey zu einem Datencenter in Großbritannien gejagt. Die Spitzengeschwindigkeit betrug 12 MBps.

 

Keiner dieser Versuche kam auch nur annähernd an die durchschnittliche Übertragungsrate von 22,7 Megabyte pro Sekunde heran, wie sie am 5. Juli bei dem Download/Kopie beim DNC geschah. Tatsächlich ist das die typische Geschwindigkeit für einen Transfer auf ein USB-2 externes Speichergerät. Wir denken nicht, dass das ein Zufall ist. Eher ist es ein zusätzlicher Beweis für einen Download vor Ort.

 

Wir bereiten für die nächsten Wochen weitere transatlantische Tests vor.

 

Einige Forscher haben darauf hingewiesen, dass eine Partitionierung der Daten in den USA passiert sein könnte, was eine Übertragung über das Internet in der festgestellten Geschwindigkeit erlaubt habe, und dass das einen Hack von jenseits des Atlantiks möglich gemacht hätte. Einer unserer angeschlossenen Ermittler hat einen Weg gefunden, diese Art von Daten-Partitionierung und einen anschließenden Transfer zu erreichen.

 

Theoretisch wäre das eine mögliche Art, einen solch großen Datentransfer zu erreichen, aber wir haben keine Beweise, dass etwas in der Art tatsächlich passiert ist. Noch wichtiger, in diesem Fall hätte die National Security Agency die genauen Belege davon, denn so ein Hack würde Software enthalten, um die Partitionierung und den anschließenden Datentransfer durchzuführen. Die NSA gibt der Sammlung von „Execution-Software“ höchste Priorität.

 

Müssen Amerikaner, anscheinend auch Präsident Trump, zu dieser wichtigen Frage in einer „Russland-war's-oder könnte-möglicherweise-vielleicht-haben-sie's-gemacht“-Stimmung verharren? Eine Stimmung, die benutzt wurde, um das Eis des Kalten Kriegs in die Beziehungen zu Russland zu streuen? Die Antwort lautet: absolut nicht. Im Gegenteil: definitive Antworten liegen auf der Hand.

 

Warum wir so zuversichtlich sind? Weil NSA-Gelehrte, die jetzt aktiv bei Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS) mitarbeiten, ganz genau die Fähigkeiten und Praktiken der NSA kennen bezüglich Massenabgriff und Speicherung von Glasfaser-Kommunikation. Zwei von uns haben tatsächlich diese Systeme, die noch in Gebrauch sind, ersonnen und Edward Snowdens Enthüllungen haben die restlichen Lücken gefüllt. Heute ist die NSA in der Lage, jede und alle Fragen über den Eingriff in das DNC zu klären.

 

Alles in allem sind wir sicher, dass man die Wahrheit über das was wirklich geschah – und was nicht geschah – in den Datenbanken der NSA finden kann. Wir haben versucht, das Präsident Barack Obama in einem VIPS-Memo vom 17. Januar zu erklären, nur drei Tage bevor er aus dem Amt schied und haben angemerkt, dass die bekannten Programme der NSA völlig in der Lage sind, alle elektronischen Daten-Transfers abzugreifen – und das in Verbindung mit anderen Geheimdiensten auch tun.

 

Unser Memorandum von 17. Januar enthielt diese Mahnung: „Wir raten Ihnen dringend, die NSA zu fragen, ob sie irgendwelche Beweise hat, die darauf hinweisen, dass die Ergebnisse des russischen Hackings an WikiLeaks weitergegeben wurden“ … „Wenn die NSA Ihnen diese Informationen nicht geben kann – und zwar schnell – dann bedeutet es vermutlich, dass sie keine hat.“

 

Wir haben Obama auch darum gebeten, in seinen letzten Amtstagen die Chefs von NSA, FBI und CIA ins Weiße Haus zu bestellen, damit sie ihre Karten über „russisches Hacking“ auf den Tische legen und ihm zeigen, welche greifbaren Beweise sie eventuell haben – und nicht bloß ihre „Einschätzungen“. Wir haben hinzugefügt: „Wir nehmen an, dass Sie nicht wollen, dass ihr Nachfolger durch Vorwürfe behindert wird, die einer genaueren Betrachtung nicht standhalten.“ Als wir das sagten, da waren wir bereits zu der Vermutung gekommen, dass es keine echten Beweise gab um die „Einschätzungen“ („assessments“) zu unterstützen.

 

Das FBI: tatenlos

 

Das FBI könnte sich noch rehabilitieren, wenn es tun würde, was es sofort nach der Behauptung des DNC hätte tun sollen, dass es „gehackt“ wurde. Aus Gründen, die der ehemalige Direktor James Comey am besten weiß, hat das Büro versäumt, sich irgendeinen richterlichen Beschluss zu besorgen, der zur Beschlagnahme der DNC-Server und Computer nötig gewesen wäre, um sie genau zu untersuchen.

 

In einer Aussage vor dem Geheimdienst-Komitee des Repräsentantenhauses hat Comey vor sechs Monaten zugegeben, dass „der beste Weg um Zugang zu bekommen, der ist, die Maschinen selbst zu bekommen.“ Und dennoch hat er sich nicht dafür entschieden. Und seine Entscheidung kam während rasender Vorwürfe hochrangiger US-Beamter, dass Russland „einen kriegerischen Akt“ begangen habe.

 

Aber ist es nicht bereits zu spät für so eine Untersuchung? Wir hoffen, dass zu diesem Zeitpunkt die Antwort ein glasklares „Nein“ ist. Nein, es ist nicht zu spät. Alle Daten, die das FBI benötigt, um einen anständigen Job zu machen, liegen in den Datenbanken der NSA – einschließlich der Daten, die über das Internet in die DNC-Server gelangten und dann in ihren Netzwerk-Logs enthalten sind.

 

Wenn Präsident Trump die Wahrheit erfahren will, dann kann er das FBI anweisen, seinen Job zu machen und die NSA zur Kooperation auffordern. Ob die beiden und die CIA solche Befehle befolgen ist eine offene Frage, wenn man bedenkt, wie tief alle drei Behörden in ihrer Beweis-armen Geschichte über das „russische Hacking“ stecken.

 

Schließen wir mit den Offensichtlichen. Allen drei Agenturen war von Anfang an bewusst, dass die NSA diese Daten besitzt. Man fragt sich, warum sie einen Präsidentenbefehl brauchen, damit sie sich mit diesen Daten befassen und zu Schlussfolgerungen kommen, die auf Tatsachen beruhen – im Gegensatz zu „Einschätzungen“.

 

     

Bill Binney arbeitete 36 Jahre für die NSA und trat 2001 als Technischer Direktor für weltweite Militär- und Geopolitische Analyse und Berichterstattung in den Ruhestand; er entwickelte viele der Sammelsysteme, die noch immer von der NSA genutzt werden.

 

Ray McGovern war 27 Jahre lang Analyst für die CIA; von 1981 bis 1985 unterrichtete er für das tägliche Präsidenten-Briefing für Präsident Ronald Reagan die höchsten nationalen Sicherheitsbeamten.

     


https://medium.com/@caityjohnstone/hackinghoax-share-this-nation-article-every-day-until-the-intel-community-addresses-it-97971ba90450

 

#HackingHoax – Verbreitet diesen Artikel aus dem „Nation“ so lange bis die Geheimdienstgemeinde darauf antwortet

 

von Caitlin Johnstone, 10.08.2017 (die Unterstreichungen sind die Links)

 

 

Ein neuer Bericht wirft große Fragen über den DNC-Hack vom letzten Jahr auf

Ehemalige NSA_Experten sagen dass es überhaupt kein Hack war, sondern ein Leak – ein Insiderjob einer Person mit Zugang zum DNC-System

von Patrick Lawrence

 

Es gab am 5. Juli letzten Jahres keinen Hack des Systems des Demokratischen National-Komitees (DNC) – nicht von den Russen oder sonst wem. Exakte Wissenschaft zeigt nun, dass es ein Leak war – ein Herunterladen mittels eines USB-Sticks oder einem ähnlichen tragbaren Datenspeicher. Kurz gesagt: Es war ein Insiderjob einer Person mit Zugang zum System des DNC. Das wirft erhebliche Zweifel über den ursprünglichen Hacking-Vorwurf auf, der im letzten Sommer zu der Veröffentlichung einer großen Menge an Dokumenten durch WikiLeaks geführt hat.“

 

So steht es in einer extrem gut geschriebenen und sorgfältig verfassten Kolumne von Patrick Lawrence im The Nation über Nachforschungen der Veteran Intelligence Professionals for Sanity. Der Artikel enthält eine erleuchtende Aufschlüsselung der öffentlich verfügbaren Informationen darüber was VIPS aufgedeckt hat, sowie Material basierend auf Interviews mit Mitgliedern des Teams und was vielleicht am wichtigsten ist, es kommt einer Mainstream-Berichterstattung über das VIPS Memo am nächsten. Wenn wir diesen Artikel so aggressiv wie möglich in das Scheinwerferlicht des Mainstream zerren, dann haben wir eine sehr gute Chance, die Geheimdienstgemeinde und die Medien des Establishments dazu zu zwingen, die möglicherweise explosiven Fragen zu beantworten.

 

Und macht euch nichts vor: die von VIPS veröffentlichten Resultate sind riesig. Die geachteten und gut ausgebildeten Veteranen der Geheimdienste haben herausgefunden, dass es physikalisch unmöglich war, dass Guccifers 2.0 NGP-VAN-Archiv von Hackern aus dem Ausland in der Zeit heruntergeladen wurden wie die Metadaten zeigen. Und dass die Übertragungsgeschwindigkeit viel besser zu einem Insider passt, der mit einem USB-Stick die Daten herunterlud. Wenn das stimmt, dann bedeutet es, dass es ein Leak eines Insiders war, wie schon viele behauptet haben, und kein Hack. Und was noch mehr zu verurteilen ist: sie haben Beweise gefunden, dass die Metadaten für die Guccifer 2.0-Dateien absichtlich „russifiziert“ worden sind, mit Fingerabdrücken russischer Hacker. Russland wurde hereingelegt.

 

Nun, es ist technisch möglich, dass es eine durchaus gute Erklärung für die Informationen gibt, die die VIPS und andere Ermittler entdeckt haben. Und dass hinter diesen erstaunlichen Enthüllungen weitere Enthüllungen stecken, die direkt zu Boris und Natasha führen.

 

 

Wenn das der Fall ist, dann muss sich die Geheimdienstgemeinde zeigen und erklären, am besten durch die Chefs einer jeden beteiligten Agentur, oder wenigstens eine offizielle und ausführliche Stellungnahme des Direktors der National Intelligence Dan Coats. So schreibt Lawrence:

 

Es ist unter keinen Umständen akzeptabel, dass die betroffenen Behörden – die National Security Agency (NSA), das Justizministerium (über das FBI) und die Central Intelligence Agency (CIA) – diese neuen Ergebnisse unbeantwortet lassen. Auf jeden Fall nicht glaubwürdig. Kriminaltechnische Ermittler, darunter auch Leute mit jahrzehntelanger Erfahrung in den oberen Rängen dieser Institutionen haben eine Beweisakte auf den Tisch gelegt, der bisher leer war. Sollte das Schweigen andauern, dann kann man es zwar nicht als Eingeständnis eines falschen Spiels bewerten, aber es kommt dem sehr nahe.“

 

Sie müssen antworten und wir müssen solange lautstark sein bis sie es tun. Ich wünsche mir dass jeder, der das liest, den Artikel von Lawrence im Nation mit dem Hashtag #HackingHoax jeden Morgen weiterleitet, wenn's sein muss den ganzen Tag. Etwa so:

 

Tweet von Caitlin Johnstone @caitoz

Tag1: Ich werde diesen Artikel jeden Tag teilen, bis er eine Antwort der Geheimdienstgemeinde erhält. #HackingHoax https://www.thenation.com/article/a-new-report-raises-big-questions-about-last-years-dnc-hack/

 

Verbreitet es auf Twitter, Facebook und was auch immer die Jungen heutzutage benutzen und lasst jeden daran teilhaben, denn wir brauchen jeden. Sagt es euren Trumpster-Freunden, euren libertären Freunden, erzählt es euren aufgeweckten linken Freunden, euren unabhängig kritisch denkenden Freunden. Beteiligt euch an den Online-Communities und lasst sie wissen, was wir mit dem Hashtag und dem Nation-Artikel tun. Wenn wir dies Sache so fest wie möglich in den Mainstream drücken, dann wird das Establishment gezwungen sein zu antworten. Dann können wir ihre Antworten einem Faktencheck unterziehen und mit denen der unabhängigen Experten wie von VIPS vergleichen und herausfinden, ob sie eine stichhaltige Erklärung geliefert haben oder ob sie noch mehr Löcher in dem Drehbuch mit der russischen Story aufdecken. Falls sie antworten, dann sollten sie aber mit etwas besserem kommen als die von CrowdStrike veröffentlichte Stellungnahme, dieser höchst suspekten Privatfirma, deren Expertenzeugnis die Grundlage für die Hacking-Geschichte des DNC bildete. Nochmal Patrick Lawrence:

 

Wir halten weiter an unserem Bericht fest,“ sagte CrowdStrike, nachdem sie die Kopie der VIPS-Untersuchung gesehen hatten. CrowdStrike argumentiert, dass bis zum 5. Juli sämtliche Schadsoftware aus den Computern des DNC entfernt worden sei. Aber die Gegenwart oder Abwesenheit von Schadsoftware ist zu jenem Zeitpunkt völlig irrelevant, denn die Ereignisse des 5. Juli stellten sich als Leak heraus und nicht als Hack. Wenn man bedenkt, dass Schadsoftware nichts mit einem Leak zu tun hat, so dreht sich die Logik von CrowdStrike im Kreis.

 

 

 

Wenn das ein Hinweis auf die Art der Ausreden ist, die wir von der Geheimdienstgemeinde sehen werden, dann wird bald ein großes und helles Licht auf die Sache scheinen. Indem wir das US-Machtestablishment zu einer Antwort drängen, können wir sie dazu bringen, sich bei der Zurückgewinnung der Deutungshoheit zu weit nach vorne zu lehnen. Und wie jeder gute Kämpfer weiß: wenn man seinen Gegner dazu bringt, sich zu weit nach vorne zu lehnen, dann eröffnet das eine große Chance für einen K.O.-Schlag.

 

Der Gedanke dabei ist natürlich, endlich die Wahrheit darüber offenzulegen, was diese Bastarde die ganze Zeit vor uns verheimlicht haben und dies dem Mainstream-Amerika zu vermitteln. In dieser Russland-Geschichte sind jetzt viel zu viele Löcher und Lawrence merkt in seiner Kolumne zu Recht an: „Alle Seiten stimmen darin überein, dass die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland jetzt so delikat sind wie in manchen der schlimmsten Momente des Kalten Kriegs. Die Vermutung, dass ein militärischer Konflikt zwischen zwei Nuklearmächten immer näher rückt, kann nicht mehr als Übertreibung abgetan werden.“ Dies ist zu wichtig, um es noch länger den geheimen Schatten der Geheimdienstgemeinde anzuvertrauen.

 

Vom Zwischenfall im Golf von Tonkin bis zur Falschaussage von Nayirah bis zum erstaunlichen Netzwerk der Lügen über Saddam Hussein bis zur „humanitären Intervention in Libyen bis zu der unverschämten PsyOp mit Bana Alabed in Syrien: Die US-Regierung hat eine lange Geschichte, ihr Volk zu belügen, um für militärische Eskalationen mit anderen Ländern zu werben. Jetzt tun sie das anscheinend mit einer nuklearen Supermacht und unsere gesamte Spezies muss dagegen kämpfen. Wir können mithelfen das zu erreichen, indem wir mit diesem neuen Nation-Artikel so viel Aufmerksamkeit auf die klaffenden Löcher in der Russland-Story erzeugen, bis sie es nicht mehr ignorieren können.

 

Die gesamte Russland-Geschichte geht von der Annahme aus, dass Russland die DNC-Mails gehackt hat und sie an WikiLeaks weitergab. Und bis zum heutigen Tag bleibt das der einzige Punkt auf der Liste. Die Emails von John Podesta wurden nicht durch einen Hackerangriff gefischt und es gibt guten Grund anzunehmen, das sie nicht einmal durch ein Phishing erhalten wurden.

 

Es gibt den weit verbreiteten Glauben, Podesta hätte das Wort „p@ssword“ benutzt, bevor WikiLeaks an seine Emails kam. Aber das war nur ein vorübergehendes Passwort, das man ihm gab, nachdem er Anfang 2015 aus Schlamperei sein Handy in einem Taxi liegen ließ. Ein zu wenig bekanntes WikiLeaks-Dokument enthüllt, dass Podestas Passwort in Wahrheit „Runner4567“ war. Und aus dem Zusammenhang der Emails scheint es so, als wäre es unter seinen Bürohilfen allgemein bekannt gewesen. Man sieht wie er seine Assistentin Eryn Sepp fragt, ob sie sein Passwort kennt, und sie sagt es ihm „falls Milia es dir noch nicht gesagt hat (sic)“, das bezieht sich auf die Podesta-Assistentin Milia Fisher. Das blieb viele Monate lang sein Passwort und wurde auch nicht geändert, als WikiLeaks mit der Veröffentlichung seiner Emails begann. Das war ziemlich sicher der Grund, warum einer der Lausejungs von 4chan in der Lage war, Zugang zu Podestas Twitter-Konto zu bekommen und diesen Tweet abzusetzen:

 

JohnPodesta@johnpodesta

Ich habe das Team gewechselt.Wählt Trump2016.Hi pol

 

Der Twitterhack wurde vom Wahlkampfteam Clintons bestätigt und seither hatte Podesta mit seinem Konto keine Probleme mehr. Dieser schelmische /pol/anon konnte sich einklinken, weil Podesta nicht nur dieses sehr schwache, leicht zu merkende Passwort über Monate benutzte, sondern auch für alles andere benutzte, etwa seine Apple ID.

 

Und wir sollen wirklich glauben, dass dieser Kerl, der nicht einmal weiß, wer in seinem Büro sein schwaches Passwort kennt und sein schwaches Passwort für alles benutzte, von russischen Agenten gehackt oder gephisht werden musste, damit diese Emails ihren Weg zu WikiLeaks fanden? In so einer Umgebung könnte jeder, der eine Zeit in seinem Büro verbrachte, Zugang zu diesen Emails bekommen haben – lest das Drama um Podestas Taxi-Fahrt, um ein klares Bild davon zu bekommen, wie involviert seine Assistenten mit seinen Passwörtern und technologischem Zugang waren. Jeder mit irgendeinem Insiderzugang könnte Podestas Emails an WikiLeaks geleakt haben, und der WikiLeaks-Verbündete Craig Murray pocht darauf, dass es genau so passiert ist. Die Sicherheit von Podestas Emails war so löchrig wie ein Sieb, daher gibt es keinen vernünftigen Grund, ihre Veröffentlichung durch WikiLeaks speziell Russland anzuhängen.

 

Man erzählt uns in einem zunehmend autoritären Ton, dass man die Geschichte einfach nicht anzweifeln darf, dass Russland die Emails der Demokratischen Partei gehackt hat und sie an WikiLeaks weitergab. Und dass es viel Gründe zu der Annahme gibt, dass Trump dabei mitgemacht hat. Dies wurde dazu benutzt, um Unterstützung für einen neuen Kalten Krieg zu bekommen, mit der einzigen anderen nuklearen Supermacht auf dem Planeten. Die arroganten und eingebildeten Leute, die diese Eskalation steuern, können unmöglich all die unzähligen beweglichen Teile kontrollieren. Und es könnte leicht sein, dass jemand in der ganzen Verwirrung, dem Chaos und der Spannung einen Atomwaffe einsetzt. Wir haben nur knapp den letzten Kalten Krieg überlebt, und das nur aus reinem Dusel. Wir sollten das Schicksal nicht schon wieder herausfordern. Wir sollten das beenden.


 

http://thesaker.is/very-dangerous-escalation-in-syria/

 

Sehr gefährliche Eskalation in Syrien

 

vom Saker, 25.09.2017

 

 

Mittlerweile müssen viele von euch die Neuigkeit mitbekommen haben: ein russischer Generalleutnant (Valery Asapov) und zwei Colonels wurden bei einem anscheinend sehr präzisen, gezielten Granatenangriff getötet. So wie im Fall der russischen Militärpolizei-Einheit, die kürzlich in der Nähe von Deir Ezzor angegriffen wurde, beschuldigen die Russen die Amerikaner dafür, hinter dem Angriff zu stecken. Um die Sache noch schlimmer zu machen, beschuldigen die Russen jetzt die Amerikaner offiziell, aktiv mit ISIS zusammenzuarbeiten:

 

Einheiten der US Special Operation Forces (SOF) ermöglichen es US-unterstützten Einheiten der Syrischen Demokratischen Streitkräfte (SDF), ungestört durch ISIS-Formationen vorzurücken. Ohne Widerstand der ISIS-Milizen rücken Einheiten der SDF entlang der linken (Anm.d.Ü.: östlichen) Seite des Euphrats auf Deir Ezzor vor. Die Luftaufnahmen wurden vom 8. bis 12. September über ISIS-Stellungen gemacht und zeigen eine große Anzahl von amerikanischen Hummer-Fahrzeugen, die von den amerikanischen SOF betrieben werden. Die Aufnahmen zeigen eindeutig die Einheiten der US SOF bei Befestigungen, die von ISIS-Terroristen ausgehoben wurden. Dennoch gibt es keine Anzeichen für Anschläge, Kämpfe oder irgendwelche Luftangriffe der US-geführten Koalition, um die Militanten zu vertreiben. Obwohl sich die US-Befestigungen in ISIS-Gebiet befinden, gibt es von ihnen keine Aufklärungspatrouillen. Das legt nahe, dass sich die US-Truppen im terroristisch kontrollierten Gebiet sicher fühlen.

 

Hier die von den Russen zur Verfügung gestellten Karten und Luftaufnahmen (für höhere Auflösung hier: https://colonelcassad.livejournal.com/3701634.html 

 

Worauf das alles anscheinend hindeutet ist, dass sich das Pentagon jetzt offensichtlich dazu entschlossen hat, die russischen Kräfte direkt anzugreifen, wenn auch inoffiziell. Aus der Sicht des Pentagon ergibt das (nahezu) Sinn.

 

Erstens ist es mittlerweile verdammt klar, dass die „guten Terroristen“ und die „schlechten Terroristen“ den Bürgerkrieg in Syrien verloren haben. Einfach gesagt: die USA wurden geschlagen, Syrien, Russland, der Iran und Hisbollah haben gewonnen und die Israelis flippen jetzt aus.

 

Zweitens: der amerikanische Plan B, die Teilung Syriens, ist jetzt durch die syrischen Militärerfolge direkt in Gefahr.

 

Und zu guter Letzt sind die Amerikaner nun zutiefst erniedrigt und wütend über den russischen Erfolg in Syrien.

 

Daher haben sie jetzt anscheinend die Entscheidung gefällt, das russische Militärpersonal direkt unter Beschuss zu nehmen und sie benutzen dazu ihre beträchtlichen Aufklärungskapazitäten in Verbindung mit den US Spezialkräften am Boden, sie arbeiten Seite an Seite mit „guten“ und „schlechten“ Terroristen, um russisches Militärpersonal aufs Korn zu nehmen und anzugreifen.

 

Das ist übrigens nicht das erste Mal. Es gibt ziemlich gute Beweise, dass ein russisches Militärhospital in der Nähe von Aleppo mit Mitteln angegriffen wurde, die den örtlichen Daesh-Ablegern nicht zur Verfügung standen. Diese Mal jedoch versuchen die Amerikaner es gar nicht, sich zu verstecken. Die Botschaft scheint der amerikanische Evergreen zu sein: „Und was wollt ihr dagegen machen?“

 

Die Russen können dagegen tatsächlich viel machen. Ich habe darüber in meinem Artikel „Using plausible deniability against a systematically lying adversary“ geschrieben:

https://thesaker.is/using-plausible-deniability-against-a-systematically-lying-adversary/

 

Wenn die Leute bei CENTCOM wirklich glauben, dass ihre Generäle alle in Sicherheit und außer Reichweite seien, so haben sie sich stark getäuscht. Im Gegensatz zu russischen und mehr noch iranischen Generälen vermeiden US-Generäle das Risiko und sind in Syrien schwer beizukommen. Aber wer sagt dass die Russen sich in Syrien rächen müssen? Oder überhaupt, dass Russland russische Kräfte zur Vergeltung benutzt? Ja, Russland besitzt Spezialeinheiten, die in der Ermordung hochrangiger Ziele in feindlichen Ländern geschult sind,aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie sich für deren Einsatz entscheiden. Unfälle können überall passieren und die Straßen im Nahen Osten sind berüchtigt gefährlich. Warum ich das erwähne? Um zu zeigen, dass Russland Optionen hat bevor es offen in den Krieg zieht.

 

Natürlich könnten die Russen ganz einfach ein paar Kalibr Cruise Missiles auf eine der in den Fotos gezeigten ISIS-Stellungen abfeuern und sagen „Hoppla, ihr hattet Personal in diesen ISIS-Stellungen? Wirklich? Das haben wir nicht gewusst, gar nicht“. Syrien besitzt auch ein ganz schönes Arsenal an taktischen ballistischen Raketen. Die Syrer könnten versehentlich so eine ISIS+US-Stellung treffen und ihre Verwunderung über die Gegenwart von amerikanischem Militärpersonal mitten unter den Terroristen ausdrücken. Und dann ist da auch Hisbollah, die in der Vergangenheit israelische Soldaten jenseits der Grenze aufgegriffen haben und die sich dazu entschließen könnten, selbst ein paar US SOF-Typen zu fangen. Und vergessen wir nicht die Iraner, die schon seit Jahren nicht mehr die Gelegenheit hatten, endlich US-Militärpersonal in die Finger zu bekommen.

 

Die drei Hauptschwächen des Gebarens der US-Kräfte in Syrien sind: erstens, ihre eigenen Truppen in Syrien sind zu klein um einen Unterschied zu machen, aber groß genug um ein lohnendes Ziel abzugeben und zweitens sind alle bedeutenden Truppen vor Ort gegen sie (Syrer, Iraner, Türken, Hisbollah und die Russen). Und schließlich sind die zwei einzigen echten Verbündeten der USA in der Region zu feige um dort ihre Truppen zu stationieren: Israel und die Saudis.

 

Unterm Strich heißt das, dass falls die Amerikaner glauben, dass die Russen und deren Alliierte keine Optionen hätten, dann täuschen sie sich gewaltig. Sie sollten auch ernsthaft die Folgen bedenken, wenn sie US SOF in vorgezogenen Stellungen haben. Die Syrer kommen rasch näher und das ist vielleicht nicht der beste Zeitpunkt, um russisches Militärpersonal zu jagen.

 

Bisher haben sich die Russen nur darauf beschränkt, zu protestieren und ihre Empörung auszudrücken. Das war eindeutig keine sehr effektive Strategie. Die Russen realisieren offenbar nicht, dass das sehr wenige kümmert und je mehr sie sich beschweren, umso unglaubwürdiger klingen ihre Warnungen. Das ist keine nachhaltige Vorgehensweise und daher werden die Russen „etwas dagegen tun“ müssen, um den amerikanischen Ausdruck zu verwenden.

 

Die Dinge könnten sehr gefährlich werden, sehr schnell und sehr bald.


 

https://www.strategic-culture.org/news/2017/09/23/people-ignore-facts-that-contradict-their-false-beliefs.html

 

Die Menschen ignorieren jene Fakten, die ihren falschen Überzeugungen widersprechen

 

von Eric Zuesse, 23.09.2017

 

 

Je mehr Menschen es gibt, die Fakten ignorieren, die ihren Überzeugungen widersprechen, desto wahrscheinlicher entsteht in dem entsprechenden Land eine Diktatur. Hier zeige ich, wie Aristokratien durch alle Zeitalter die Massen kontrolliert haben, indem sie die weit verbreitete Tendenz der Menschen ausgenutzt haben, nämlich dass sie widersprechende Fakten ignorieren:

 

Was Sozialwissenschaftler einen „Bestätigungsfehler“ (kognitive Verzerrung) nennen und den sie immer wieder weit verbreitet gefunden haben (siehe Anhang unten), das führt dazu, dass die Öffentlichkeit leicht manipuliert werden kann. Und dadurch wurde die Demokratie zerstört, indem Berichterstattung durch Propaganda ersetzt wurde – durch „Nachrichten“ die falsch sind – in einer Kultur, in der die Lügen, die die Agenda der Mächtigen antreiben (einschließlich der Lügen, die von den Milliardenschweren Besitzern der großen „Nachrichten“-Medien und der Medien die sie besitzen) so gut wie nie bestraft werden (und oftmals nicht einmal abgestritten werden). Daher sind diese Lügner fast immer erfolgreich mit der Versklavung der Gedanken von Millionen Menschen, damit die glauben, was die obere Wirtschafts- und Machtklasse will, was Millionen Menschen glauben sollen – egal wie falsch es tatsächlich ist.

 

Kürzlich entdeckte ich ein besonders krasses Beispiel dafür. Am 15. September wurde ein Artikel von mir, den ich für Strategic Culture Foundation (SCF) geschrieben hatte (und der eine wahre Aussage als Titel trug, die ich erst kurz zuvor als richtig erkannt hatte), auf einer News-Seite wiederveröffentlicht, die ich für eine der besten halte, „Sign of the Times“ oder kurz SOTT. Und dort hat ein Leser-Kommentar ganz einfach die Titelaussage und den gesamten Artikel zurückgewiesen, weil es dem widersprach was diese Person glaubt. Dieser Kommentator hat die Beweise für die Richtigkeit der Titelaussage, die ich in diesem Artikel nenne, einfach völlig ignoriert.

 

Egal wie unumstößlich die Beweise sind – die meisten Menschen weisen alles zurück was ihren tief sitzenden Überzeugungen widerspricht. Und dieser Leserkommentar hat für mich dieses Phänomen des „Bestätigungsfehlers“ auf den Punkt gebracht – das Phänomen, Beweise zu ignorieren, die den Überzeugungen widersprechen.

 

Jener Artikel trug den Titel „Der Liberalismus respektiert die Souveränität einer Nation nicht“. Diese Tatsache kannte ich nicht bevor ich darüber nachgeforscht hatte. Aber ich habe herausgefunden, nachdem ich der Geschichte zu der Sache nachgegangen bin (und mein Artikel zitiert die Schlüsseldokumente dazu), dass es tatsächlich so ist: Dass der Liberalismus (wie er von den Gelehrten zu der Sache verstanden und definiert wird und wie er auf den wichtigen prägenden Dokumenten über die historische Tradition zum „Liberalismus“ gründet) die Souveränität einer Nation zurückweist. Diese Tatsache hat mich so geschockt, dass ich einen Artikel schrieb der das dokumentiert, und SCF hat ihn akzeptiert. Danach wurde er auf mehreren anderen Seiten veröffentlicht, unter anderem auf SOTT.

 

Der Leserkommentar bei SOTT, der für mich den Bestätigungsfehler personifiziert, lautete (komplett):

 

Das ist eine ziemliche neue Verdrehung, um Liberale für die Invasion anderer Länder zu beschuldigen. Ich habe den Liberalismus immer mit dem linken Flügel und Demokratie, mit progressiver Politik in Verbindung gebracht. Ich habe immer den Konservatismus mit dem rechten Flügel, dem Big Business, mit Militarismus und dem Einmarsch in andere Länder in Verbindung gebracht. Versucht hier jemand die Spielregeln verändern?“

 

Diese Person hat nie auf die Verlinkungen geklickt, die den Fall dokumentieren, ja noch nicht einmal die Zitate von John Locke und Adam Smith in dem Artikel selbst gelesen, die die Hauptgründer jenes „Liberalismus“ waren mit dem wir es heute zu tun haben. Stattdessen hat er alle diese Beweise ignoriert und behauptet – völlig ohne jeden Beweis – dass ich (und SOTT und SCF, weil sie es veröffentlichten) „versuchen würde, die Spielregeln zu verändern“.

 

Ich (ein Bernie Sanders Wähler, ein lebenslanger Progressiver und Gegner des Konservatismus) „versuche die Spielregeln zu verändern“ - wie? Indem ich auf die künstliche Heuchelei des „Liberalismus“ hinweise? Indem ich auf eine wichtige Art hinweise, wie der Liberalismus von seinen aristokratischen Sponsoren (in diesem Fall jene Aristokraten, die Locke und Smith sponserten) als eine Ideologie ersonnen wurde, die Eroberungen und das Imperium ermutigt und Demokratie entmutigt (die auf der Unverletzlichkeit der nationalen Souveränität basiert – die darauf basiert dass niemand eine Regierung bestimmen kann, der nicht Einwohner des Landes ist)? Ich zeige, dass der Liberalismus für das Imperium ersonnen wurde und nicht für die Demokratie. Dieser Leser hat sich einfach geweigert, die Beweise zu überdenken.

 

Menschen die darauf bestehen, sich selbst zu täuschen, widern mich an. Jeder, der die wichtigen Schlüsselfakten abblockt und weiter darauf besteht, die Lügen zu glauben mit denen er aufwuchs oder zu dem Glauben verführt wurde, schadet mit den Lügen, die er glaubt, nicht nur sich selbst; sie wählen auf der Grundlage dieser Lügen die sie glauben, und daher zerstören diese Menschen, die sich weigern, offen zu denken, die Demokratie. Und sie laden zur Kontrolle der Nation die Aristokratie ein (die die Befürworter dieser Lügen sponsern). Menschen die sich weigern, ihre eigenen Überzeugungen in Frage zu stellen, werden zunehmend zu schlammigen Tümpeln ihrer eigenen falschen Überzeugungen, die durch die ständige Wiederholung von den Medien und den Lobbyisten der Reichen und Mächtigen geschaffen, genährt, gepflegt und zu immer größeren Lügentümpeln werden, damit die Ausbeuter die Massen versklaven können, mittels ständig wiederholter und verzierter Lügen.

 

Solche sich selbst rechtfertigende Narren, die sich weigern, ihre gedanklichen Tümpel zu reinigen, die zunehmend durch Lügen verschmutzt werden, sind Feinde der Demokratie. Egal wie sehr sie sich selbst auch als „Liberale“ betrachten. Sie wissen noch nicht einmal, was der Liberalismus in Wirklichkeit ist. Eines was er bestimmt nicht ist (wie mein Artikel dokumentiert), ist Progressivismus (der sich völlig gegen Eroberung wendet und gegen das gesamte imperiale Projekt einer verordneten Herrschaft, unabhängig davon, ob es eine direkte Invasion oder sonst ein Umsturz ist).

 

Damit haben wir zwei dominante Ideologien gegen den Progressivismus: die eine ist der Konservatismus, von dem jeder weiß, dass er gegen Progressivismus und für das Imperium und ständige Eroberung ist, für profitablen Krieg für die Waffenhändler und für die Besitzer der „Nachrichten“-Medien, die auch vom Anstacheln des Invasionsfiebers profitieren, nicht wie es einst nur William Randolph Hearst war, sondern wie es heute alle tun. Die andere ist der Liberalismus, der verbirgt, dass er eigentlich konservativ ist – es damit verbirgt, dass er ach so nett zu bestimmten Ethnien oder anderen Gruppen ist, die im Inland unterdrückt werde. Und durch die lautstarke Verurteilung der Konservativen für das, was eigentlich nichts anderes ist als eine offensichtliche Vetternwirtschaft des Konservatismus gegenüber der Aristokratie.

 

Eine authentische Demokratie kann nicht auf einem „Demos“ (einem Staatsvolk) beruhen, das sich überwältigend aus Trotteln zusammensetzt – manipulierten Narren. Nur durch die winzige Aristokratie plus der riesigen Masse an Trotteln verkommt eine Demokratie zu Faschismus. (Zum Beispiel kann so etwas wie der Obamacare-Zirkus von jener politischen Partei, die den US-Senat, das US-House of Reps, die Hauptstädte der einzelnen Staaten und die Gesetzgebung und das Weiße Haus beherrscht, in dieser „demokratischen“ Nation überwältigend unterstützt werden – „demokratisch“ gemäß der Propaganda. Aber wenn es wirklich eine Demokratie wäre, dann wäre keiner dieser Politiker in der Lage, ein öffentliches Amt zu gewinnen.)

 

-------------------

 

Anhang: Eine gut etablierte Feststellung der psychologischen Forschung zu „Bestätigungsfehlern“ oder „motiviertem Denken“ (zwei Begriffe, die sich auf die Neigung der Menschen beziehen, das zu glauben was sie glauben wollen, unabhängig von irgendwelchen gegensätzlichen Tatsachen) ist, dass Individuen das, was sie lesen oder hören, nach ihren bereits vorhandenen Gedanken zu einem gegebenen Thema bewerten. Insbesondere haben Psychologen festgestellt, dass Menschen dazu neigen, dem Aufmerksamkeit zu schenken, was ihre vorhandenen Gedanken bestätigt, und sie neigen dazu, das zu ignorieren, was auch immer den vorher festgelegten Überzeugungen widerspricht.

 

(Anm.d.Ü.: folgender Anhang gekürzt)

 

Motivated Skepticism in the Evaluation of Political Beliefs“ in American Journal of Political Science, Juli 2006

 

Lies of Mass Destruction: The same skewed thinking that supports a Saddam-9/11 link explains the power of health-care myths (suc as that Obama's health plan had 'desth panels')“, von Sharon Begley in Newsweek, 25. August 2009

 

There Must Be a Reason: Osama, Saddam and Inferred Justification“ in Sociological Inquiry, Mai 2009

 

Framing Motivated Reasoning, and Opinions about Emergent Technologies“ von James N. Druckman, 2009

 

Motivated Reasoning with Stereotypes“, Psychological Inquiry, Januar 1999

 

The Undeserving Rich: 'Moral Values' and the White Working Class“, Sociological Forum, Juni 2009

     


 

https://journal-neo.org/2017/09/23/western-propaganda-in-southeast-asia-a-true-success-story/

 

Westliche Propaganda in Südostasien – eine wahre „Erfolgsgeschichte“

 

von Andre Vltchek, 23.09.2017

 

 

Es geschieht alles am helllichten Tage. Jene, die nicht Teil dieser Welt sind, können nicht einmal von so einem „perfekten“ Design träumen.

 

Man geht in seinen Klub, in meinem Fall den Foreign Correspondent Club of Thailand (FCCT), und umgehend streckt sich einem der lange Arm der Indoktrination entgegen.

 

Man setzt sich auf eine bequeme Couch und kurz darauf bekommt das volle Programm. Man bekommt Anweisungen, man sagt einem was man denken soll und wie man seine Gedanken formulieren und abändern soll.

 

Von Zeit zu Zeit werden Videos gezeigt über die „Korruption und Sittenlosigkeit“ in China. Man wird ermutigt, sich an irgendeiner öffentlichen Diskussion zu beteiligen, die unter anderem über den anti-westlichen Präsidenten der Philippinen herzieht.

 

Seit kurzem wird auch der Nahe Osten, insbesondere Syrien, in den Mittelpunkt gestellt.

 

Natürlich ist fast alles, was an Orten wie dem FCCT angeboten wird, die westliche Sicht, genauer gesagt eine Ansammlung an westlichen Sichtweisen, die von konservativ bis „liberal“ reichen. Der Klub befindet sich in Asien, im Herzen Südostasiens, aber es werden sehr wenige Asiaten eingeladen um zu sprechen, außer den wenigen Thais, die mit der westlichen Art des Denkens vertraut sind. Oder westliche Agenten wie der Dalai Lama, natürlich – solche Personen dürfen jederzeit kommen! Man wird hier nie auf Redner stoßen wie etwa kommunistische Denker oder Autoren vom Festland China, oder Pro-Duterte Akademiker oder Aktivisten von den Philippinen.

 

Die meisten der Thais, die wir im FCCT erblicken, sind eigentlich solche, die für die westlichen Gurus der Massenmedien Dienstleistungen bieten: Übersetzer, Mittelsmänner, Kellner und auch etwas Personal von behördlicher Seite.

 

Das ist kein Ort für Asiaten, um den Westlern etwas über Asien beizubringen; hier erzählen Westler den Asiaten, wie sie allgemein zu denken haben und was sie insbesondere über ihre eigenen Länder denken sollen.

 

Auf dem selben Stockwerk wie der FCCT liegen gleich am Ende des engen Teppichgangs die Büros der BBC, von NBC und etliche andere Klitschen der westlichen Massenmedien. Das „Penthouse“ des Maneeya Center Building in Bangkok ist im Grunde ein eigenständiger Propaganda-Komplex.

 

Und heute Abend gibt es eine Gratis-Vorstellung (gratis für die Mitglieder) eines US Dokumentarfilms mit dem Titel Salam Neighbor, über Jordaniens riesiges Flüchtlingslager Za'atari, in dem geschätzte 80.000 Flüchtlinge nur ein paar Kilometer von der syrischen Grenze entfernt untergebracht sind.

 

Auf dem Flyer des FCCT steht ganz offen: „In Partnerschaft mit der US-Botschaft in Bangkok und dem American Film Showcase.“

 

Ein Vertreter der US-Botschaft stellt den Film vor. Der Film wird auch (offen) vom US-Außenministerium gesponsert.

 

Das FCCT ist rammelvoll. Das Bier fließt. Menschen klatschen gehorsam nach den Eröffnungsreden. Niemand scheint die Ironie wahrzunehmen: Das Außenministerium des Imperiums ist Gastgeber für eine Vorstellung im Klub der Auslandskorrespondenten in der wichtigsten Stadt Südostasiens. Es werden keine Witze gemacht, es gibt keinen Sarkasmus. Die Menschen der westlichen Medien sind gut diszipliniert. Vergesst „Salvador“ von Oliver Stone – dies sind ganz andere Zeiten.

 

Das alles fühlt sich leicht peinlich an. Hier erlebt man niemals eine feurige ideologische Konfrontation. Die Leute wissen wo sie hingehören. Ihnen ist sehr bewusst was sie sagen sollen und wie sie sich zu benehmen haben. Aber am wichtigsten: sie wissen was sie schreiben sollen.

 

------------------

 

Es ist ein kurzer Film, so um die 75 Minuten, und er ist vollkommen vorhersehbar. Er ist nicht direkt schlecht. Die Bildführung ist gut und er enthält wenige faktische Fehler, vielleicht auch nur weil er wenige Fakten anbietet. Die Filmemacher sind „politisch korrekt“. Gelegentlich brechen sie in Tränen aus, vor allem wenn sie sich mit einigen Flüchtlingskindern auseinandersetzen.

 

Er ist voller Klischees, zum Beispiel: „...die Einwohner des Lagers öffneten uns ihre Herzen und Wohnungen.“

 

Aber es gibt auch einige eindeutig vorhersehbare Szenen, die mit schöner Regelmäßigkeit auf den Monitoren in allen Ecken des FCCT erscheinen. Hier ist eine als Beispiel: Kinder spielen gewalttätige Video-Kriegsspiele. Ein Kind sagt plötzlich:

 

Ja, und das ist die Flagge des Assad-Regimes … Sie geben mir Munition und Waffen...“

 

Man füttert uns mit leiser und gut gefilmter Propaganda mit „guten Absichten“. Nicht ein Wort zu der essentiellen und monströsen Rolle des Westens im Syrien-Krieg. Da gibt es nichts über das Za'atari Lager als eines der Trainingslager für die extremsten pro-westlichen und Pro-Golf Terroristenorganisationen.

 

Nach dem Ende des Film entschied ich mich, an der Fragerunde teilzunehmen.

 

Leicht sarkastische gratulierte ich den beiden Filmemachern, die auf US-Steuerzahlerkosten nach Thailand geflogen wurden. Ich erwähne, dass ich selbst einige Filme in Flüchtlingslagern gedreht habe, darunter das berüchtigte und brutale Dadaab an der kenianisch-somalischen Grenze. Dann frage ich ganz direkt:

 

Wusste ihr, dass den syrischen Flüchtlingen nur erlaubt wurde, eine Seite der Geschichte zu erzählen? Ich weiß sehr gut über das Za'atari-Lager Bescheid. Dort, und auch in den Lagern für syrische Flüchtlinge in der kurdischen Region des Irak, werden Syrer ausgesiebt und wenn sie sich nicht gegen Präsident Assad aussprechen, dann haben sie keine Chance, dass sie vermittelt werden und Unterstützung erhalten.“

 

Die verärgerten Gesichter der altgedienten westlichen Propaganda-Fabrikanten starren mich jetzt direkt an. Die Apparatschiks der US-Botschaft wahren ihre Haltung. Diese Leute sind Profis und sie verlieren fast nie die Ruhe.

 

Aber die Medien-Leute sind in Aufruhr. Ich übertreibe meinen russischen Akzent und erwähne, dass das südamerikanische TeleSur einer der Kanäle ist, für die ich Filme gemacht habe. Wie kann ich es wagen?! Weiß ich nicht Bescheid? Ein Nicht-Westler erzählt westlichen Meinungsführern etwas über die Welt!

 

Zum Schluss sage ich:

 

Die meisten der Flüchtlinge fliehen nicht vor der Regierung. Sie fliehen vor den Schrecken des Kriegs, der vom Westen und seinen Alliierten vom Golf und anderswo angezettelt und weiterbetrieben wird.“

 

Jetzt herrscht völliges Schweigen.

 

Dann tritt eine junge Thai-Dame ans Mikrophon, offensichtlich aus der oberen Mittelschicht und im Westen erzogen und fragt mit einem netten Kichern:

 

Ich will nächstes Jahr das Za'atari-Lager besuchen. Ich weiß nicht, da ich nichts über den Nahen Osten weiß … aber vielleicht kann ich etwas für die Flüchtlinge tun, nicht? Und vielleicht lerne ich etwas dabei?“

 

Und vielleicht kannst du ein paar Selfies machen,“ denke ich bei mir.

 

Kurz darauf wird mir schlecht und ich flüchte buchstäblich von diesem Ort.

 

---------------

 

Das gesamte Südostasien ist in der engen Zwangsjacke westlicher und japanischer Propaganda gefangen. Die Massenmedien und die Art wie sie westliche Propaganda verbreiten ist jedoch nicht das einzige Beispiel dafür, wie diese Zwangsjacke funktioniert.

 

Nahezu alle seriösen und großen Buchhandlungen (zumindest jene, die auch Bücher in Englisch verkaufen) wurden bereits von Kinokunya „besiegt“, einem japanischen Mega-Händler. Kinokunya ist für den Buchverkauf in Südostasien das, was Carrefour im Lebensmittelgeschäft ist. Sie operieren in Indonesien, Malaysia, Thailand und Singapur, und ihre Läden sehen elegant und schick aus. Aber wenn man etwas anderes als Massenware haben will, dann wird man herb enttäuscht, ja geschockt, über das was man in den Regalen findet (oder nicht findet).

 

Unnötig zu sagen, dass in diesen Läden Hunderte von widerlichen Büchern mit anti-sowjetischer Propaganda finden kann, etwa von der Literaturnobelpreisträgerin Svetlana Alexievich. Aber versucht mal, ein Buch der großen, kultigen mexikanischen Autoren wie Elena Poniatowska zu bekommen, und ihr werdet nichts finden! Und vergesst es, dass ihr eine Arbeit von so herausragenden (aber kommunistischen) Denkern wie Jose Saramago, Dario Fo und Harold Pinter finden werdet (alle drei wurden ebenfalls mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet). Wenn man Glück hat, dann findet man ein oder zwei Bücher von ihnen, aber nicht mehr.

 

Vielleicht findet man auch ein oder zwei Stücke von Bertolt Brecht. Ich habe in Bangkok danach gesucht und habe nur eines gefunden – Galileo.

 

In den Buchläden Südostasiens bekommt man anti-chinesische, anti-kommunistische Propaganda, so viel man will, aber außer Mo Yan nicht ein Buch von einem der wahrhaft großen chinesischen kommunistischen Romanautoren oder Poeten.

 

Natürlich sollte man erst gar nicht versuchen, „beleidigendes Material“ zu finden, und mit beleidigend meine ich sarkastisch das Kritische über das, was der Westen in diesem Teil der Welt eingeimpft und verteidigt hat – Religion, Neokolonialismus, Monarchismus oder gar die örtliche feudalen Strukturen, die sich oft hinter solchen Begriffen wie „Kulturen“ verbergen...

 

In Indonesien ist die Lage am lächerlichsten. Dort sind alle vernünftigen Buchläden, die nach dem Rücktritt von Suharto aus dem Boden geschossen sind, praktisch verschwunden. Danach hat Kinokunya sein Geschäft „entwickelt“ und verkauft gegenwärtig nur Pop-Fiction, einige Penguin-Klassiker und ähnliches Mainstream-Zeug.

 

Mr. Ariff, ein Verkaufsmanager bei Kinokunya in Paza Senayang in Jakarta, erklärte:

 

Die Auslage in den Regalen muss die selbe sein wie in unseren Läden wie in Singapur, aber das indonesische Management entscheidet, was dort verkauft wird.“

 

Und sie entscheiden es! Wie zu erwarten, viele Bücher über Adolf Hitler (eine sehr populäre historische Figur in Indonesien), einschließlich seines Bestsellers „Mein Kampf“ (zumindest in Jakarta). Gleich daneben sind ein paar Regale gefüllt mit anti-kommunistischer Propaganda der übelsten Sorte.

 

Indonesien war seit 1965 immer ein südostasiatischer Spitzenreiter beim Hirnwaschen seiner Bevölkerung.

 

Jemand könnte natürlich auch behaupten, dass es ein paar örtliche Buchhandlungen gibt, die Bücher ausschließlich in den Sprachen der südostasiatischen Länder verkaufen. Das Angebot ist jedoch sehr beschränkt. Offen gesagt gibt es keine Kultur von qualitativ hochwertigen Übersetzungen von Büchern in diesem Teil der Welt und die Anzahl der Titel, die in den örtlichen Sprachen übersetzt werden, ist relativ klein. Sogar der bekannteste indonesische Romanautor Pramoedya Ananta Toer hat mir einmal gestanden, dass er für die Übersetzung von Maxim Gorkis „Mutter“ in die indonesische Sprache („Ibunda“) die holländische Übersetzung benutzte, und auch seine „Intuition“, während er durch den russische Originaltext ging (er spricht nicht wirklich russisch, wie er mir gestand).

 

-----------------------

 

Nach Jahrzehnten großer Anstrengung ist die westliche intellektuelle Indoktrination von Südostasien nahezu vollständig.

 

Zum Teil geschieht das durch „Erziehung“, durch die Bezahlung von Stipendien für Studenten und das bedingte Finanzieren für Indonesier, Thais, Malaysier und anderer „Gelehrter“ und Professoren.

 

Die westliche Propaganda verbreitet sich auch „erfolgreich“ durch die „Kultur“. Westliche „Kulturelle Zentren“, die oft (bizarrer Weise) die einzigen Orte sind, die in den meisten örtlichen Städten „High Art“ anbieten, unterstützen eindeutig ihre europäische und amerikanische imperialistische Agenda. (das beschreibe ich farbig in meinem jüngsten Roman „Aurora“).

 

Die Eliten hier sind nahezu vollständig im Dienste ausländischer Geschäfte und politischer Interessen. Patriotismus ist nur ein Schlagwort, ohne jede Substanz dahinter.

 

Kein anderer Teil der Welt ist so von der ideologischen und physischen Opposition zum westlichen Imperialismus abgetrennt wie Südostasien.

 

Die Folgen der totalen westlichen Gehirnwäsche sind verheerend: Der gesamte Koloss Südostasien ist nicht in der Lage, große Denker, Schriftsteller, Filmemacher oder Wissenschaftler hervorzubringen. Es gibt nur ein paar kleine Ausnahmen in Thailand (darunter den wichtigen Romancier Chart Korbjitti) und in Indonesien (der politische Maler Djokopekik, ein ehemaliger Gefangener des faschistischen Suharto-Regimes, der von meinem australischen Freund, dem Künstler George Burchett als 'eine explosive örtliche Mischung aus Diego Rivera und Picasso' beschrieben wurde).

(Anm.d.Ü.: siehe: https://www.google.de/search?biw=839&bih=785&tbm=isch&sa=1&q=diego+rivera+paintings&oq=diego+rivera+Paintings&gs_l=psy-ab.1.0.0j0i30k1l3.5219.9053.0.10646.10.10.0.0.0.0.227.1623.0j3j5.8.0....0...1.1.64.psy-ab..2.8.1615...0i67k1.0.3N_GnCT2TZA

 

Andere arme, verwüstete und komplizierte Teile der Welt bringen ganzen Armeen aufregender Schriftsteller, Filmemacher und Intellektueller hervor: von Nigeria bis Libanon, vom Iran bis Mexiko.

 

-----------------------

 

Mit der Ausnahme von Vietnam (und in gewissem Maß Laos) hat der Westen buchstäblich alle kommunistischen und sozialistischen Arten des Denkens entwurzelt – und auch den Internationalismus. Das geschah mit Gewalt, durch orchestrierte Massaker und Reinigungen. Hunderttausende von Linken, vielleicht Millionen wurden nach dem Umsturz 1965 allein in Indonesien getötet. 30% der Bevölkerung wurde von Suhartos Militär in Ost-Timor getötet, nachdem die linke FRETLIN-Bewegung die Unabhängigkeit von Portugal gewann und danach in freien und fairen Wahlen die Macht übernommen hatte. In Thailand wurden Kommunisten bei lebendigem Leib in Ölfässern verbrannt. Das Töte und Beseitigen von Kommunisten geschah in Malaysia, Singapur und den Philippinen.

 

In mehreren Ländern, einschließlich Indonesien, ist die „kommunistische Ideologie“ immer noch offiziell verboten.

 

Nachdem der Internationalismus, der Anti-Imperialismus, der Kommunismus und der Intellektualismus zerstört waren, wurde Südostasien von außerhalb mit konservativen Formen der Religion, mit Konsumismus, „traditionellen Familienwerten““ und grotesk extremem Individualismus geimpft.

 

Gleichzeitig wurde dieser Teil der Welt seit Jahren und Jahrzehnten zu einem wirklich berühmten, ja berüchtigten Ort für Sex-Tourismus und ganze Armeen von Aussiedlern, die auf der Suche nach einem billigen und bequemen Lebensstil sind. In dessen Verlauf formen sie die örtliche „Kultur“ und verblöden diesen Teil der Welt. Während Peking und Tokio wie Magnete zahlreiche ausländische Gelehrte, Denker und kreative Menschen anziehen, wird Südostasien allgemein von einer anderen Art von Ausländern belagert, um es milde auszudrücken. Warum fühlen sie sich dort so wohl? Es ist wegen ihres „großen Respekts“, den sie in Südostasien genießen, nur weil sie weiß sind, egal was sie in ihrem Leben erreicht haben. Dieser Respekt kommt von der eindeutigen Indoktrination der Ansässigen, von der krassen Lüge, die tausendfach wiederholt wurde (zumeist indirekt), dass die westliche Kultur überlegen sei und eigentlich die Beste der Welt sei.

 

Und damit sich die Europäer und Nordamerikaner noch besser fühlen: In Südostasien werden nahezu alle grundsätzlichen Doktrin, die von der westlichen Propaganda verbreitet werden, genauso wie die primitivsten Anschauungen über Kapitalismus und rechtslastige Ideologien, historisch akzeptiert, toleriert und sogar pflichtschuldigst nachgeahmt.

 

----------------------------

 

 

Für die örtliche Akademie zählt nur das westliche (oder japanische) Gütesiegel. Infolgedessen hat Südostasien vergessen, woraus patriotische und unabhängige Gedanken wirklich bestehen.

 

Die meisten der südostasiatischen Zeitungen haben in den entfernten Gebieten keine „Auslandskorrespondenten“. Fast all ihre internationalen Nachrichten kommen von westlichen Mainstream-Agenturen wie Reuters, AFP oder AP. Es gibt anscheinend keine Schlupflöcher, durch die sich irgendwelche alternativen Informationen der Opposition mogeln könnten, um die Massen zu beeinflussen.

 

Wenn man auf den Straßen Bangkoks, Jakartas oder gar Kuala Lumpurs nach einer „Süd-Süd-Kooperation“ fragt, dann erntet man hohle Blicke. Dann vermuten sie vielleicht , dass man über eine neue Handy-App spricht oder über eine Fast-Food-Kette. Und was ist BRICS, oder Freimaurerei?

 

Während die Buchläden praktisch am Ende sind, bieten die kommerziellen Kinos extrem sorgfältig selektierte (je hohler um so besser) Hollywood-Blockbuster und örtliche Horror-Filme.

 

Örtliche Kunstformen, darunter das traditionelle politische Theater in Indonesien (ketoprak) sind seit neuestem „aus der Mode“; soll heißen: and den Rand gedrängt, völlig irrelevant, zum Schwiegen gebracht.

 

Die wenigen Klubs mit Kunstfilmen, wie etwa der in der River City in Bangkok, haben Aufkleber amerikanischer oder europäischer Kulturinstitutionen (Sponsoren“), die den Eingangsbereich „dekorieren“.

 

Ein frecher Kunsthändler, hat es jüngst in einer Galerie nahe dem River City Film-Klub gewagt, ein Gemälde von Obama aufzuhängen, mit zwei anstößigen Raketen zwischen seinen Beinen. Aber er wurde anscheinend gebeten, seine provokative Kunst zu entfernen, kurz bevor eine offizielle Filmvorführung stattfand, die von der türkischen Botschaft gesponsert wurde und von mehreren westlichen Diplomaten besucht wurde. „Komm mit in mein Lager und ich zeig sie dir“, flüsterte er mir zu, als ob er mit pornografischem Material oder mit Drogen handeln würde. 

 

----------------------

 

Vielleicht eines der besten Beispiel, wie „die Dinge erledigt werden“, erlebte ich vor einigen Jahren auf dem Gelände des Goethe-Instituts in Jakarta. Die Kuratoren hatten sich entschieden, einige alte Fotografien aus den polnischen „Solidarnosc“-Tagen zu zeigen, als während der Proteste in Danzig Sicherheitskräfte auf die Demonstranten feuerten.

 

Die Ausstellung wurde ganz frech in der Hauptstadt Indonesiens zusammengestellt, wo der „Kommunismus“ offenkundig verboten ist, wo Millionen während des von den USA gesponserten Umsturzes 1965 massakriert wurden und wo das gesamte Archipel von multinationalen Konzernen und örtlichen Bergbauunternehmen und Holzkartellen unumkehrbar geplündert und verwüstet wurde. Der albtraumhafte, ultra-extreme Kapitalismus hatte Indonesien für Jahre und Jahrzehnte beherrscht und ruiniert, aber es war Danzig, das die Deutschen dem indonesischen Publikum zeigen wollten!

 

Es wurde einer Handvoll von den Kommunisten vor Jahrzehnten in Polen getöteter Menschen gedacht und dem indonesischen Publikum präsentiert. Natürlich würde das deutsche Kulturinstitut nicht einmal im Traum daran denken, eine Ausstellung zu arrangieren, die an die Massenabschlachtung von Kommunisten durch indonesische, pro-westliche Kräfte erinnert.

 

----------------------

 

Südostasien weiß jetzt nahezu gar nichts über Russland und fast gar nichts über China (außer dem, was die westlichen Demagogen wollen dass es weiß). Afrika, einschließlich Südafrika, befindet sich auf einem anderen Planeten, ebenso wie Südamerika. Nur örtliche Eliten können es sich leisten, in weit entfernte Gebiete zu reisen, und diese Menschen sind loyal zu ihren westlichen Herren und den offiziellen Doktrin; sie würden niemals die Wahrheit erzählen, niemals das Boot der Desinformation zum Schaukeln bringen.

 

Die örtliche Bevölkerung weiß im allgemeinen mehr über nordamerikanischen Pop oder europäischen Fußball als über ihre Nachbarländer. Die Armen Südostasiens werden über die lateinamerikanischen Versuche, eine gerechte und egalitäre Gesellschaft aufzubauen, unwissend gehalten. Sie wissen so gut wie gar nichts über Kuba, Venezuela oder Ecuador.

 

Natürlich gibt es nicht die geringste Möglichkeit, in Südostasien über die jüngste Wiederwahl der MPLA in Angola zu diskutieren (ein Ereignis von außerordentlicher globaler Bedeutung, da Angola eines der Symbole für die westlichen kolonialen Verbrechen gegen die Menschheit und auch für die neo-koloniale Ausbeutung ist). Es gibt keine Möglichkeit, hier über Kuba und seinen Internationalismus zu diskutieren, oder über die Koalition jener Länder, die sich stolz und fest gegen den westlichen Imperialismus stemmen.

 

Und wie sieht's mit dem Nahen Osten aus? Das beschränkt sich auf die palästinensische Frage, und auch die wird nur in den vorwiegend moslemischen Ländern Indonesien und Malaysia diskutiert. Ein weiteres nahöstliches „Glied“ ist der unnatürlich eingeimpfte Hass gegen Präsident Assad, den man beschuldigt, er sei zu „säkular“ und zu „sozialistisch“ (natürlich sind das hier große „Verbrechen“, die man nicht loben darf).

 

-----------------------

 

In Südostasien ist der Westen auf dem Siegeszug. Er hat erfolgreich diesen riesigen (und früher vielfältigen) Teil der Welt „neutralisiert“, „befriedet“, indoktriniert und intellektuell versklavt.

 

Hoffentlich dauert dieser Zustand nicht ewig an, und nicht für allzu lange Zeit.

 

Die Philippinen und Vietnam kehren rasch zur Vernunft zurück und sind zunehmend entschlossen, nicht das Diktat des Westens zu übernehmen.

 

Aber Indonesien hat einen großen Rückschlag erlitten, nach seinem „legalen Umsturz“ nach traditioneller Art gegen den progressiven Gouverneur Jakartas, „Ahok“, der angeschwärzt und dann wegen vollkommen irrationaler und bizarrer Anschuldigungen eingesperrt wurde, er hätte „den Islam beleidigt“ (Vorwürfe, die so bizarr sind, dass ihn sogar örtliche Linguisten verteidigt haben, aber das Urteil war „politisch“ und hatte nichts mit Gerechtigkeit zu tun). Seine wahre „Sünde“: Ahok hatte versucht, wenigstens einige Elemente von Sozialismus in diesem immer noch hoffnungslos faschistischen Land einzuführen. Er scheiterte. Andere könnten bald neue Versuche starten.

 

In der Zwischenzeit machen China und Russland große Fortschritte in der Region. Die örtliche „Creme de la Creme“ verfolgt das aufmerksam. Der Großteil der südostasiatischen Eliten war immer käuflich, seit Jahrhunderten, natürlich mir Ausnahme von Nordvietnam.

 

Während die anti-imperialistische Koalition immer stärker wird, könnte es in absehbarer Zukunft tatsächlich zu einigen ernsthaften Meinungsänderungen an der Spitze einiger südostasiatischer Länder kommen. Sogar der Kommunismus könnte wieder legalisiert werden, aber nur wenn er etwas Finanzierung, Stipendien und substantielle Geldgeschenke verteilt.

 

Wenn dem so wäre, dann könnten die eintönigen Debatten im FCCT in Bangkok endlich lebhaft und divers werden.

 

Der Westen wird natürlich hart daran arbeiten, das zu verhindern.

     


Der Regisseur Ken Burns

 

http://www.unz.com/article/the-killing-of-history/

 

Die Ermordung der Geschichte

 

von John Pilger, 22.09.2017

 

 

Auf dem Sender PBS (Anm.d.Ü.: Public Broadcasting Service, ein „unabhängiger“, non-profit Sender) hat eines der hochgejubelsten „Ereignisse“ im amerikanischen Fernsehen begonnen, The Vietnam War (Anm.d.Ü.: bei uns auf ARTE: Vietnam – neunteilige Dokumentarfilmreihe). Die Regisseure sind Ken Burns und Lynn Novick. Burns, der für seine Dokumentationen über den Bürgerkrieg, die Weltwirtschaftskrise und die Geschichte des Jazz gerühmt wird, sagt über seinen Vietnam-Film: „Das wird unser Land inspirieren, auf völlig neuen Art über den Vietnam-Krieg zu reden und zu denken.“

 

In einer Gesellschaft, der oft das historische Gedächtnis abhanden gekommen ist und die der Propaganda über ihre „Außergewöhnlichkeit“ hörig ist, wird Burns' „völlig neuer“ Vietnam-Krieg als ein „episches, historisches Werk“ präsentiert. Die breite Werbekampagne nennt den größten Unterstützer, die Bank of America, dessen Gebäude in Santa Barbara, Kalifornien, 1971 von Studenten niedergebrannt wurde, als Symbol des verhassten Kriegs in Vietnam.

 

Burns sagt, er sei „der gesamten Bank of America-Familie“ dankbar, die „seit langem unsere Veteranen unterstützt“. Die Bank of America war ein Konzern-Werkzeug für eine Invasion, die bis zu vier Millionen Vietnamesen getötet und ein einst reiches Land verwüstet und vergiftet hat. Mehr als 58.000 amerikanische Soldaten wurden getötet und man schätzt, dass sich etwa die gleiche Anzahl das Leben genommen hat.

 

Ich habe mir die erste Folge in New York angesehen. Von Anfang an lässt sie keinen Zweifel an ihrer Absicht. Der Sprecher sagt, dass der Krieg „in guter Absicht von anständigen Menschen begonnen wurde, aufgrund fataler Missverständnisse, amerikanischer Vermessenheit und Missverständnissen des Kalten Kriegs.“

 

Die Unehrlichkeit dieser Aussage überrascht nicht. Die zynische Fabrikation von „False Flags“, die zur Invasion Vietnams führten, ist nachweisbar – der „Zwischenfall“ im Golf von Tonkin, den Burns als wahr hinstellt, war nur einer davon. Die Lügen ziehen sich durch eine ganze Reihe offizieller Dokumente, hervorzuheben sind die Pentagon Papers, die der großartige Whistleblower Daniel Ellsberg 1971 veröffentlicht hat.

 

Es gab keine gute Absicht. Die Absicht war verfault und ein Krebsgeschwür. Für mich – und so muss es auch für viele Amerikaner sein – ist es schwierig, den Wust an Karten mit „roter Gefahr“, die unerklärlichen Interviewpartner, die unpassenden Archiv-Schnipsel und die weinerlich sentimentalen amerikanischen Schlachtszenen des Film zu betrachten.

 

In der Pressevorstellung der Serie in Großbritannien – die BBC wird sie zeigen – gibt es keine Erwähnung der vietnamesischen Toten, nur der amerikanischen. „Wir suchen alle nach einem Sinn in dieser schrecklichen Tragödie“, so wird Novick zitiert. Wie überaus post-modern.

 

Das alles ist denen vertraut, die beobachtet haben, wie das amerikanische Medien- und Popkultur-Monster das große Verbrechen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts umgeschrieben und bedient hat: Von „Die grünen Teufel“ über „Die durch die Hölle gehen“ bis „Rambo“, und sie haben damit nachfolgende Aggressionskriege legitimiert. Der Revisionismus (Anm.d.Ü.: das Umschreiben der Geschichte) hört nie auf und das Blut trocknet nie. Der Eindringling wird bemitleidet und von Schuld gereinigt, während man „nach einem Sinn in dieser schrecklichen Tragödie sucht“. Stichwort für Bob Dylan: „Oh, where have you been, my blue-eyed son?

 

Ich dachte über den „Anstand“ und die „gute Absicht“ nach, als ich mich an meine ersten Erfahrungen als junger Reporter in Vietnam erinnerte: wie ich hypnotisiert beobachtete, als die Haut von Bauernkindern nach einem Napalm-Angriff wie Pergament abfiel, wie der Bombenhagel die Bäume versteinerte, verziert mit menschlichem Fleisch. General William Westmoreland, der amerikanische Kommandeur, nannte die Menschen „Termiten“.

 

In den frühen 1970ern ging ich in die Provinz Quang Ngai, wo in dem Dorf My Lai 347 bis 500 Männer, Frauen und Kinder von amerikanischen Truppen ermordet wurden (Burns bevorzugt den Begriff „getötet“). Damals wurde das als ein Ausreißer präsentiert: eine „Amerikanische Tragödie“ (Newsweek). Man schätzt, dass allein in dieser einen Provinz während der Zeit der amerikanischen „Feuer Frei-Zonen“ 50.000 Menschen abgeschlachtet worden sind. Massenmord. Das war nicht in den Nachrichten.

 

Nördlich davon, in der Provinz Quang Tri, wurden mehr Bomben abgeworfen als im 2. Weltkrieg auf ganz Deutschland. Seit 1975 haben Blindgänger mehr als 40.000 Todesfälle verursacht, zumeist in „Südvietnam“, jenen Teil, den Amerika angeblich „retten“ wollte und zusammen mit Frankreich als einen einzigartigen imperialen Schwindel ersann.

 

Der „Sinn“ des Vietnam-Kriegs unterscheidet sich nicht vom Sinn des Völkermord-Feldzugs gegen die eingeborenen Indianer, vom kolonialen Massaker auf den Philippinen, von den Atombomben auf Japan, vom Plattmachen jeder Stadt in Nordkorea. Das Ziel wurde von Oberst Edward Lansdale beschrieben, dem berühmten CIA-Mann, den Graham Greene als Vorlage für seinen Hauptdarsteller in „Der stille Amerikaner“ verwendete.

 

Robert Tabers The War of the Flea zitierend, sagte Lansdale: „Es gibt nur ein Mittel, ein aufständisches Volk zu besiegen, das nicht kapitulieren will, und das ist Auslöschung. Es gibt nur einen Weg, ein Territorium zu kontrollieren in dem sich Widerstand regt, und das ist, es in eine Wüste zu verwandeln.“

 

Nichts hat sich verändert. Als Donald Trump am 19 September vor die UNO trat – eine Organisation, die gegründet wurde um die Menschheit vor „der Geisel des Krieges“ zu retten – da erklärte er, dass er „bereit, willens und in der Lage sei“, Nordkorea und seine 25 Millionen Einwohner „vollständig zu zerstören“. Die Zuhörer hielten den Atem an, aber Trumps Sprache war nicht ungewöhnlich.

 

Seine Rivalin für die Präsidentschaft, Hillary Clinton, prahlte damit, sie sei dazu bereit, den Iran „vollständig auszulöschen“, eine Nation mit 80 Millionen Menschen. Das ist der American Way; nur fehlt heute die Schönfärberei.

 

Zurück in den USA bin ich verblüfft über das Schweigen und die Abwesenheit einer Opposition – auf den Straßen, im Journalismus und in der Kunst, als hätte sich der einst im „Mainstream“ tolerierte Widerspruch in ein Dissidententum zurückverwandelt: in einen metaphorischen Untergrund.

 

Da gibt es viel Bohei und Wut gegen Trump den Anrüchigen, den „Faschisten“, aber so gut wie nichts über Trump als Symptom und Karikatur eines fortdauernden Systems aus Eroberung und Extremismus.

 

Wo sind die Geister der großen Anti-Kriegs-Demonstrationen, die Washington in den 1970ern beherrscht haben? Wo ist das Gegenstück zum (Nuclear) Freeze Movement, das in den 1980ern die Straßen von Manhattan füllte und von Präsident Reagan den Rückzug der nuklearen Gefechtsfeldraketen aus Europa forderte?

 

Die schiere Energie und das moralische Standvermögen dieser großen Bewegungen hatte größtenteils Erfolg; 1987 hatte Reagan mit Michail Gorbatschow einen Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (INF) ausverhandelt, der praktische den Kalten Krieg beendete.

 

Heute steht dieser lebenswichtige Vertrag, so besagen geheime NATO-Dokumente, die die Süddeutsche Zeitung erhalten hat, womöglich vor dem Aus, da „die nukleare Zielplanung erhöht wird“. Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel hat davor gewarnt, „den schlimmsten Fehler des Kalten Kriegs zu wiederholen … Alle guten Verträge über Abrüstung und Waffenkontrolle durch Gorbatschow und Reagan sind in akuter Gefahr. Europa ist wieder einmal davon bedroht, zu einem militärischen Übungsgelände für Nuklearwaffen zu werden. Wir müssen unsere Stimme dagegen erheben.“

(Anm.d.Ü.: siehe: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Reden/2017/170906-BM_Conventional_Arms_Control.html

 

Aber nicht in Amerika. Die Tausende, die für Senator Bernie Sanders „Revolution“ im vergangenen Präsidentenwahlkampf Stimmung gemacht haben, sie alle zusammen schweigen über diese Gefahr. Dass der Großteil der amerikanischen Gewalt rund um die Welt nicht von Republikanern oder Mutanten wie Trump begangen wurde, sondern von liberalen Demokraten, das bleibt ein Tabu.

 

Barack Obama liefert das Sinnbild, mit gleichzeitig sieben Kriegen, ein präsidialer Rekord, einschließlich der Zerstörung Libyens als modernen Staat. Obamas Umsturz der gewählten ukrainischen Regierung hatte den gewünschten Effekt: die Massierung amerikanisch geführter NATO-Streitkräfte entlang jenem russischen Grenzgebiet, über das die Nazis 1941 einmarschiert sind.

 

Obamas „Schwerpunkt Asien“ von 2011 signalisiert den Transfer der Mehrzahl der amerikanischen See- und Luftstreitkräfte nach Asien und in den Pazifik, zu keinem anderen Zweck als einer Konfrontation und Provokation Chinas. Der weltweite Feldzug mit Ermordungen durch den Friedensnobelpreisträger ist wohl der größte terroristische Feldzug seit 9/11.

 

Was in den USA als die „Linke“ bekannt ist, hat sich im Grunde mit den finstersten Nischen der institutionellen Macht verbündet, vor allem dem Pentagon und der CIA, um einen Friedens-Deal zwischen Trump und Wladimir Putin zu verhindern und Russland als Feind wiederzubeleben, auf Grund keiner Beweise für deren angebliche Einmischung in die Präsidentenwahl 2016.

 

Der wirkliche Skandal ist die hinterhältige Machtübernahme durch finstere, Krieg führende Interessen, für die kein Amerikaner gestimmt hat. Der rapide Aufstieg des Pentagon und der Überwachungsdienste unter Obama repräsentierte einen historischen Machtwechsel in Washington. Daniel Ellsberg nannte es zu Recht einen Coup. Die drei Generäle, die Trump steuern, sind der Beweis.

 

All dies dringt nicht durch zu den „liberalen Gehirnen, die in das Formaldehyd der Identitätspolitik eingelegt sind“, wie es Luciana Bohne so schön formulierte. „Diversität“, kommerzialisiert und Markt-getestet, ist die neue liberale Marke, nicht die Klasse, der Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer Hautfarbe dienen: es ist nicht mehr die Verantwortung aller, einen barbarischen Krieg zur Beendigung aller Kriege zu verhindern.

 

Wie zur Hölle konnte es dazu kommen?“ fragt Michael Moore in seiner Broadway-Show „Terms of My Surrender“, eine Varietee für die Unzufriedenen, vor einer Kulisse von Trump als Big Brother.

 

Ich habe Moores Filme bewundert, Roger & Me, über die wirtschaftliche und soziale Verwüstung seiner Heimatstadt Flint, Michigan. Und Sicko, seine Recherche über die Korruption im amerikanischen Gesundheitswesen.

 

An dem Abend, an dem ich diese Show sah, da jubelte sein fröhliches Publikum über seine Beteuerung „Wir sind die Mehrheit!“ und über die Aufrufe „Setzt Trump ab, den Lügner und Faschisten!“ Seine Botschaft schien zu sein, wenn man sich nur die Nase zugehalten und für Hillary Clinton gestimmt hätte, dann wäre das Leben wieder berechenbar.

 

Vielleicht hat er Recht. Anstatt nur die Welt zu beschimpfen, so wie es Trump tut, hätte die Große Vernichterin vielleicht den Iran angegriffen und Raketen gen Putin geschickt, den sie mit Hitler verglichen hat: eine besondere Obszönität, wenn man bedenkt, dass 27 Millionen Russen während Hitlers Invasion gestorben sind.

 

Hört zu“, sagte Moore, „abgesehen davon was unsere Regierung tut, so werden die Amerikaner doch von der Welt wirklich geliebt!“

 

Das war es still.

     


http://thesaker.is/russian-special-forces-repel-a-us-commanded-attack-in-syria-denounce-the-usa-and-issue-a-stark-warning/

 

Russische Spezialkräfte schlagen einen von den USA geplanten Angriff in Syrien zurück, beschuldigen die USA und geben eine ernste Warnung heraus

 

vom Saker, 21.09.2017

 

 

In Syrien ist gerade etwas ziemlich Einmaliges passiert: von den USA unterstützte „gute Terroristen“ haben einen Überraschungsangriff gegen syrische Regierungskräfte versucht, die nördlich und nordöstlich der Stadt Hama stationiert sind. Was diesen Angriff so einmalig macht ist, dass er an einem Ort innerhalb einer sogenannten „De-Eskalationszone“ passierte und eines der Hauptziele des Angriffs war anscheinend, mit einem Zangenangriff einen Zug russischer Militärpolizisten einzukreisen und dann gefangenzunehmen, die dort stationiert sind, um den speziellen Status dieser Zone zu überwachen und zu sichern. Die russischen Militärpolizisten, hauptsächlich Soldaten aus der Kaukasus-Region, kämpften gegen weitaus größere feindliche Kräfte und mussten Unterstützung anfordern. Zum ersten Mal wurden, zumindest offiziell, russische Spezialkräfte eingesetzt, um ihre Kameraden zu retten und in Sicherheit zu bringen. Gleichzeitig schickten die Russen eine Anzahl von Bodenkampfflugzeugen, die nach Angaben mehrere Hundert „gute“ Terroristen töteten und den Angriff zurückschlugen (Russische Quellen sprechen von 850 zerstörten Kämpfern, 11 Panzern, drei Infanterie-Transportern, 46 bewaffneten Pickups, fünf Granatwerfern, 20 Lkws und 38 Munitionslagern; Fotos der zerstörten Kämpfer und Ausrüstung kann man hier sehen):

https://colonelcassad.livejournal.com/3693287.html

 

Was dieses Ereignis auch so einzigartig macht ist die offizielle Reaktion der Russen auf dieses Ereignis.

 

Der Chef der Einsatzleitung im russischen Generalstab, Generaloberst Sergei Rudskoi erklärte:

 

Trotz der am 15. September in Astana unterzeichneten Abkommen haben bewaffnete Kämpfer von Jabhat al-Nusra und ihnen angeschlossenen Einheiten, die sich nicht an die Bedingungen der Waffenruhe halten wollen, um acht Uhr morgens am 19.September einen großangelegten Angriff auf Stellungen von Regierungstruppen nördlich und nordöstlich von Hama innerhalb der De-Eskalationszone Idlib gestartet. (…) Gemäß verfügbarer Daten wurde die Offensive von amerikanischen Geheimdiensten ausgelöst, um ein erfolgreiches Vorrücken von Regierungstruppen östlich von Deir Ezzor aufzuhalten.“

 

Heute haben weitere russische Vertreter diesem Vorwurf eine unverhüllte Drohung hinzugefügt. Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konashenkov, hat erklärt:

 

Russland hat den Kommandeuren der US-Streitkräfte auf der Al Udeid Luftwaffenbasis (Katar) unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass es einen Beschuss aus Gebieten wo die SDF stationiert ist, nicht tolerieren wird (…) Ein Beschuss aus (von der SDF kontrollierten) Gebieten wird mit allen nötigen Mitteln unterbunden.“

 

Das ist in vielerlei Hinsicht einmalig. Zum einen glauben die Russen eindeutig, dass dieser Versuch, eine Einheit der russischen Militärpolizei zu töten oder gefangenzunehmen, von den Vereinigten Staaten geplant wurde. Die Tatsache dass sie diesen Vorwurf öffentlich machen, zeigt das Ausmaß an Irritation der Russen über die Doppelzüngigkeit der Amerikaner. Zum anderen ist dies meiner Kenntnis nach das erste Mal, dass russische Spetsnaz-Kräfte eingesetzt wurden um eine eingekesselte russische Untereinheit zu retten. Alle Spetsnaz-Mitglieder haben überlebt, aber drei von ihnen wurden bei der Operation verwundet (die Russen sagen nicht wie schlimm). Die Nahkampf-Unterstützung durch tieffliegende SU-25 wurde offenbar von vorgelagerten Ziellotsen koordiniert und hat womöglich den Ausschlag gegeben. Mit anderen Worten: es war knapp und hätte viel schlimmer enden können (man stelle sich nur vor, was die irren Takfiris einem gefangengenommenen russischen Soldaten angetan hätten – auf Video!) Und schließlich hebt ein organisierter Angriff auf ein eigentlich als „De-Eskalationszone“ eingestuftes Gebiet und der Versuch, russische Soldaten gefangenzunehmen, die amerikanische Doppelzüngigkeit auf ein völlig neues Niveau.

 

Die große Frage lautet: „Meinen es die Russen ernst?“ oder klagen sie nur mit echter Entschlossenheit, wenn nötig zuzuschlagen?

 

Es gibt dabei ein paar Probleme. Erstens ist das russische Kontingent in Syrien objektiv betrachtet winzig im Vergleich zu der immensen Macht des CENTCOM, der NATO und den stets präsenten Israelis. Nicht nur das, aber in jeder Konfrontation zwischen den USA und Russland ist Russland als Land objektiv nach allen Kriterien die schwächere Seite, außer bei einem kompletten nuklearen Schlagabtausch. Die Russen sind also nicht in einer Position der Stärke. Darüber hinaus sind die Russen aus historischen und kulturellen Gründen viel stärker besorgt über ein Auslösen eines Zwischenfalls, der zu einem offenen Krieg mit den Amerikanern führen könnte, die ihre Kriege immer in fremden Ländern führen. Das mag paradox erscheinen, aber die Russen fürchten den Krieg, sind aber dazu bereit. Und die Amerikaner fürchten keinen Krieg, sind aber auch nicht bereit dafür. Das bedeutet praktisch, dass eine amerikanische Fehlkalkulation sehr leicht zu einer russischen militärischen Antwort führen könnte, das würde die Amerikaner verblüffen und sie dazu zwingen, in eine Eskalationsspirale einzutreten, die niemand kontrollieren könnte.

 

Ihr erinnert euch wie Hillary versprochen hatte, dass sie einseitig eine sogenannte „Flugverbotszone“ über Syrien einrichten würde? Sie versprach nicht nur die Stationierung von US-Flugzeugen über den russischen Streitkräften in Syrien, sie versprach auch, dass sie die russischen Luftstreitkräfte aus dem syrischen Himmel vertreiben würde. Gott sei Dank wurde diese irre Hexe nicht gewählt, aber es scheint, als seien die Leute mit den gleichen arroganten und offen gesagt völlig unverantwortlichen Ansichten unter Trump wieder zurück an der Macht.

 

Meine Befürchtung ist jetzt, dass diese inkompetenten, arroganten, nicht allzu hellen und allgemein unwissenden Kommandeure im Pentagon und der CIA die klaren Warnsignale der Russen ganz einfach ignorieren werden. Einschließlich der öffentlichen Ankündigung, dass der Kreml den örtlichen Kommandeuren in Syrien die Vollmacht erteilt hat, zum Schutz des russischen Personals Gewalt anzuwenden. Auf gut Deutsch bedeutet das, dass die Russen in Syrien, sollten sie angegriffen werden, nicht mit Moskau Rücksprache halten müssen, bevor sie Gewalt anwenden um sich selbst zu verteidigen. Übrigens sind solche Einsatzregeln ziemlich normal, das ist nichts Erschütterndes. Aber dass diese Tatsache öffentlich gemacht wurde, ist erneut eine Botschaft an die AngloZionisten und die „guten“ Terroristen, die sie beim Versuch zur Eroberung Syriens benutzen.

 

Dieses Mal hatten wir (die Welt) Glück. Die Syrer kämpften hart und die „guten“ Terroristen waren wahrscheinlich überrascht von der rabiaten Entschlossenheit der Einheit der russischen Militärpolizei (in Wahrheit hauptsächlich tschetschenische Spezialkräfte) und der Spetsnaz-Kräfte. Gegen syrische Wehrpflichtige zu kämpfen ist das eine, aber gegen kampferprobte Krieger sieht es schon anders aus. Aber beim nächsten Mal kann es ganz anders ausgehen.

 

Auch das größere Bild macht mir einige Sorgen. Die Syrer haben mit der Hilfe der Iraner, der Hisbollah und der Russen Deir Ezzor befreit, den Euphrat überschritten und bewegen sich weiter nach Osten. Auf gut Deutsch bedeutet das, dass die USA und Daesh den Krieg verloren haben und dass die letzte Region Syriens, von der die AngloZionisten eine Teilung des Landes erhoffen (ihr gegenwärtiger Plan „B“) und wo sie eine permanente Militärpräsenz einrichten können, durch den syrischen Vormarsch gefährdet ist. Die Entfernung zwischen den im Nordosten Syriens stationierten US-Kräften und den syrischen, iranischen, Hisbollah und russischen Kräften wird mit jedem Tag geringer. Ich kann mir gut vorstellen wie etwa iranische Kräfte oder Hisbollah, die die nahe Gegenwart von US-Kräften bereits „riechen“ können, hungrig nach dem Moment lechzen, wenn sie endlich ihren alten und am meisten gehassten Feind packen können. Mir tut die erste US-Einheit, die Kontakt mit den iranischen Kräften oder der Hisbollah hat, echt leid.

 

Momentan verstecken sich die Amerikaner hinter den Kurden, aber früher oder später werden die Iraner oder die Hisbollah sie finden. Für die Kurden ist ihre Situation im Irak (Anm.d.Ü.: ich denke, der Saker meinte Syrien) gelinde gesagt prekär: Sie sind von allen Seiten von den Türken, den Syrern und den Iranern umzingelt und ihre einzige mehr oder weniger stabile Kontrollzone liegt im Irak. Die Amerikaner wissen das nur zu genau, daher ihre verzweifelten Versuche, die Syrer aufzuhalten.

 

Das ist eine sehr gefährliche Situation: auch wenn CENTCOM und die NATO bei weitem die „stärksten Kerle im Viertel“ sind, so sind die Amerikaner in Syrien in der Ecke und ihre Ecke schrumpft geschwind und es bleibt völlig unklar wie dieser Vorgang gestoppt werden kann. Daher der Angriff auf die De-Eskalationszone, die wir gerade erlebt haben.

 

Ich hoffe, dass die Amerikaner letztendlich das tun, was sie in Al-Taif getan haben: einpacken, sich zum Sieger erklären und verschwinden. Das wäre das einzig Vernünftige. Aber nachdem ich Trump vor der UNO gehört habe, bekomme ich nicht das Gefühl, dass Vernunft auf der US-Prioritätenliste weit oben steht. Das ist alles ziemlich beängstigend.


https://journal-neo.org/2017/09/20/kurdistan-and-the-veil-of-lies/

 

Kurdistan und der Schleier der Lügen

 

von Gordon Duff, 20.09.2017

 

 

Bei dem kommenden kurdischen Referendum sind ein paar Dinge klar, so „klar wie dicke Tinte“, wie das Sprichwort heißt. Schließlich liebt jeder die Kurden, das warmherzigste Volk der Erde. Ist das der Grund, warum die Türken sie abschlachten oder warum Bagdad einen Schreikrampf bekommt oder warum der amerikanische Präsident George Herbert Walker Bush, wenn wir einen Blick zurück werfen, einem geschlagenen Saddam Hussein erlaubt hat, 30.000 Kurden mit der stillschweigenden Zustimmung Amerikas zu vergasen?

 

Vielleicht geht es gar nicht um das kurdische Volk an sich, sondern um etwas anderes. Sehen wir uns einmal die kommende Abstimmung an und jene, die darin involviert sind. Lasst uns anfangen.

 

Das kurdische Referendum ist wahrscheinlich das am schlechtesten berichtete und falsch interpretierteste Ereignis der jüngsten Zeit. Für die Konsumenten der Fake News streben die Kurden nach einer eigenen Regierung, die nicht länger unter der Kontrolle Bagdads stehen wollen. Das stimmt natürlich, auch wenn es mit alternativen Fakten, Verdrehungen und Spekulationen getränkt ist. In Wahrheit ist er der Beschiss des Jahrhunderts.

 

Gehen wir gleich in medias res und verlieren wir keine Zeit. Die neue kurdische Nation wird ein „Hans Dampf in allen Gassen“ sein, für all jene Klienten, die das kurdische Volk als Marionetten für ihre oligarchische Herrschaft benutzt haben. Ja, wir reden von riesigen schweizerischen Bankkonten und vielen Jahren einer Beziehung mit israelischen, amerikanischen, türkischen und saudischen Geheimdiensten.

 

Das kurdische Volk selbst, vielleicht eines der anständigsten und versöhnlichsten Völker der Erde, bewohnt vielleicht eines der wertvollsten Grundstücke der Erde. Sie sitzen auf oder nahe riesiger Öl- und Gasreserven, Pipelines und vielleicht am wichtigsten, könnten in eine Schlangen-gleiche Nation verwandelt werden, die sich von Nahe der syrischen Mittelmeerküste in Syrien über ihr Gebiet durch den Irak bis in den Iran ans Kaspische Meer erstrecken könnte.

 

Die Kurden, die nur ihr eigenes Land wollen, die über den ganzen Globus verstreut sind, wollen zuhause Sicherheit und Stabilität, sie werden sich wieder einmal „in der Bredouille“ befinden. Schaut, es gäbe keine ISIS im Irak, wenn es nicht einen Deal zwischen Saddams früheren Baathisten, der von General Petraeus errichteten Armee, zusammen mit saudischem Geld, Training der CIA und einer Armee israelischer Berater gegeben hätte.

 

Die Hotels in Erbil, und es gibt da ausgezeichnete Hotels, nicht mehr nur das einsame „Erbil International“ wie vor einem Jahrzehnt, sie sind jetzt seit Jahren die Heimstatt für ISR-Teams (Intelligence/Reconaissance and Surveillance), die ISIS zu einer Kraft gemacht haben, mit der man rechnen muss.

 

Erbil mit seinem internationalen Flughafen war das echte Hauptquartier für ISIS. „Geschäftsmänner“, die für imaginäre Ölfirmen arbeiteten, ginge ein und aus, Sicherheitsagenturen begleiteten sie an „die Front“, ihr Sachverstand, ihre Hightech-Ausrüstung, ihre Augen, Ohren und strategische Planung für den Islamischen Staat, al Nusra, die Free Syrian Army und für Dutzende andere Gruppen.

 

Schweres Gerät, das von der CIA geliefert wurde, bezahlte Verräter in der irakischen und syrischen Armee, die Milliarden an militärischer Hardware an Terroristen verscherbelten und über dunkle Kanäle in Akaba in Jordanien, Israel, und Saudi Arabien, aber hauptsächlich aus dem Balkan über die Türkei flossen. Alles von Giftgas bis zu modernen Panzerabwehrraketen (TOW Missiles).

 

Hinter dieser Geschichte stecken nicht nur 20 Jahre, sondern Tausend Jahre und mehr, als ein Reich nach dem anderen den Nahen Osten malträtiert hat, Hauptdarsteller wie Ägypten, das persische Reich oder das osmanische Reich und die „Eintagsfliegen“ wie Frankreich, England und jetzt die Amerikaner. Kurdistan war einst Sumer, Chaldäa, Ur und Ninive. 6.000 Jahre Geschichte, bevor die Entstehungsgeschichte der Neuankömmlinge der Israeliten begann.

 

Wir erkennen die Kurden seit dem 15. Jahrhundert als eine Ethnie an, als ihre schwierige Beziehung mit den osmanischen Türken begann, eine, die 500 Jahre später auf den Schlachtfeldern in Nordsyrien ausgefochten wird.

 

Als der Westen den Nahen Osten zum Ende des Ersten Weltkriegs aufteilte und solche Staaten wie die moderne Türkei und das Königreich Saudi Arabien erschuf, da gab es für die Kurden keine Heimat, ein Volk wurde in der Geschichte vergessen, genauso wie die Palästinenser nach dem 2. Weltkrieg. Während die Palästinenser vertrieben und marginalisiert wurden, existierten die Kurden als Stachel im Fleisch des türkischen Militärapparats, bis die CIA entschied, dass es an der Zeit sei, sie gegen Saddam einzusetzen.

 

Bis dahin hatte die CIA die kurdischen Regionen im Iran infiltriert und Zwietracht gesät, nach der islamischen Revolution 1979, die so schlecht für die amerikanischen Interessen ausging.

 

Israel benutzte die Kurden um den Irak zu infiltrieren, das Waffenprogramm Saddams auszuspähen und kaufte sich die Gunst abtrünniger Stämme, die eine Schlüsselrolle spielen sollten, falls Saddam einmal verschwinden sollte. War es Israel, das Saddam nach Kuwait manövrierte, die amerikanische Zustimmung für Saddams Eindringen vorgab, die zumindest am Anfang die volle Zustimmung von Bush 41 hatte?

 

Ist das eines der frühen Ereignisse, wo der israelisch-saudische Knoten des Unheils sein hässliches Haupt erhob? Könnte das auch ein Anzeichen gewesen sein für die saudisch-israelische und türkische Durchdringung des US-Außenministeriums und die Kaperung der Außenpolitik durch die CIA? Ist der Aufstieg der Neokons während der 1990er ein weiteres Beispiel? Wie sieht es mit 9/11 aus?

 

Die heutige „kurdische“ Situation könnte auch einfach eine „Rückzugsposition“ für die bevorstehende Niederlage von ISIS sein. Wenn Trump schon von einem ausländischen Geheimdienst kontrolliert wird, ist es dann nicht eher Israel als Russland? Ist der amerikanische Schachzug, die Kurden nach Deir Ezzor zu schieben und in eine direkte Konfrontation mit der Syrisch Arabischen Armee und Russland zu treiben, ein Dienst an den israelischen Interessen? Ist das gleichzeitige Angebot Saudi Arabiens, seine „guten Dienste“ zur Entschärfung der Erbil/Bagdad-Angelegenheit anzubieten, nicht auch etwas zu offensichtlich?

 

Wenn Amerika unter Trump ein israelisch-saudischer Satellitenstaat ist, so wie viele vermuten, wäre dann sicher, dass Saudi Arabien, Israel und die USA noch größere Anstrengungen unternehmen, einen kurdischen Staat als Grundlage für Schritte gegen den Iran und für einen aufflammenden Terrorismus in der Region zu unternehmen?

 

Wird die Türkei unter Erdogan dem ganzen zusehen, von einer EU-Mitgliedschaft ausgegrenzt, minimiert und blockiert? Oder wird sich eine neue Allianz bilden? Wird sich Pakistan, das jetzt mit den USA über Kreuz liegt, dann vielleicht von Saudi Arabien lösen und die Rolle dieses Landes in Afghanistan erkennen und welche negativen Auswirkungen es auf die Sicherheit Pakistans hat?

 

Wenn wir die nationalen Interessen und die historischen Bezüge studieren, ignorieren wir da nicht zu oft die gewöhnliche Bestechung und Erpressung, und die Rolle, die diese Bemühungen heute auf der Weltbühne spielen?

 

Viel von dem „Zauber“ hinter dem Erfolg des Islamischen Staats war genau das: Bestechung und Erpressung, irakische und syrische Kommandeure, oder sogar ganze Regierungen in Washington, Erbil und Ankara. Ohne einen größeren „Werkzeugkasten“ könnte das bevorstehende Referendum gut zur Kulisse für eine Generation des Gemetzels werden, und das ist das letzte was die kurdische Volk will.

     


 

http://www.paulcraigroberts.org/2017/09/19/thoughts-trumps-un-declaration-war-iran-north-korea/

 

Weitere Gedanken zu Trumps UN-Kriegserklärung gegen den Iran und Nordkorea

 

von Paul Craig Roberts, 19.09.2017

 

 

Trumps UN-Rede macht deutlich, dass die Präsidentschaft Trumps, was seine Wahlversprechen anbelangt, Washingtons Rückzug als „Weltpolizist“, den Abzug aus dem Nahen Osten und die Reparatur der beschädigten Beziehung zu Russland, zu Ende ist. Die CIA und der Militär/Sicherheitskomplex haben die volle Kontrolle über die US-Regierung. Hat hat seine Gefangenschaft und seine Rolle als Vollstrecker von Washingtons Hegemonie über alle anderen Länder akzeptiert. Washington über alles ist die einzige Außenpolitik, die Washington verfolgt.

 

Vor der UNO hat Trump tatsächlich damit gedroht, Nordkorea vom Antlitz der Erde zu wischen. Zu dieser Drohung fügte er Drohungen gegen Venezuela und den Iran hinzu.

http://stephenlendman.org/2017/09/trump-threatens-venezuela/

 

Er verteufelte diese Länder als „Schurkenstaaten“, aber es ist Washington, das diese Rolle spielt. Washington hat in diesem jungen 21. Jahrhundert acht Länder ganz oder teilweise zerstört und hat es auf weitere drei bis fünf abgesehen.

 

Eine Frage lautet: Warum hat das UNO-Publikum Trump nicht niedergebrüllt, einen Mann, der sich vor sie hinstellt und ihnen offensichtliche Lügen erzählt? Die Antwort lautet natürlich: das Geld. Die US-Steuerzahler bezahlen etwa ein Viertel des jährlichen UNO-Budgets und überlassen den anderen mehr als 130 Ländern eine leichte Last. Washington hat Erfolg dabei, die Welt ins Armageddon zu treiben, denn die Führer der Welt bevorzugen Geld gegenüber der Wahrheit, der Gerechtigkeit und dem Überleben. Die UNO-Diplomaten sehen in ihrer Zusammenarbeit mit Washington die Gelegenheit Geld zu machen, indem sie bei der Ausbeutung ihrer eigenen Länder durch den Westen mitmachen.

 

Washington hat, da es mit den Bemühungen zur Zerstörung Syriens beschäftigt war, die Zerstörung des Jemen den saudi-arabischen Marionetten überlassen. Die saudische Autokratie, neben den USA ein Hauptsponsor des Terrorismus, hat gute Arbeit geleistet, dank der US-Waffenlieferungen und der US-Luftbetankung für die saudischen Kampfflugzeuge. Dieser völlig unnötige Krieg hat mitgeholfen, die Profite des amerikanischen Militär/Sicherheitskomplexes zu maximieren, eine Ansammlung des Bösen wie sie auf der Erde noch nie dagewesen ist. UNICEF berichtet, dass eine Million jemenitischer Kinder Opfer des „amerikanischen Mitgefühls“ sein werden, von dem Trump in der UNO-Rede der CIA geprahlt hat.

 

Man fragt sich, ob die Russen und Chinesen so damit beschäftigt sind, so reich zu werden wie das Eine Prozent Amerikas, dass sie nicht mitbekommen, dass sie auf der Liste jener Länder stehen, die eliminiert werden, weil sie die Vorherrschaft Washington nicht akzeptieren. Ja, wo war die russische Regierung, als Washington die ukrainische Regierung gestürzt hat? Sie war bei einem Sportereignis. Und ich nenne die Amerikaner sorglos. Wo war die russische Regierung? Wie konnte sie davon nichts wissen?

 

Ich will offen sein. Der Punkt ist der: Wenn Russland und China nicht die USA aus dem Spiel nehmen, dann werden die USA Russland und China aus dem Spiel nehmen. Fragt sich nur wer zuerst zuschlägt. Der einzige Weg um das zu verhindern ist, dass Russland und China kapitulieren und die Vorherrschaft Washingtons akzeptieren. Das ist der feste und unverrückbare Pfad, auf den die Neokonservativen, die CIA und der Militär/Sicherheitskomplex die Vereinigten Staaten gesetzt haben. Bei Nordkorea geht es einzig und allein um US-Atomraketen an der Grenze zu China. Beim Iran geht es einzig und allein um US-Atomraketen an der Grenze zu Russland.

 

Soweit ich sehen kann ist kaum jemandem bewusst, dass Armageddon vor der Tür steht. Es gibt keinen Protest von den Presstituierten des Westens, einer Ansammlung von Huren. In den USA gibt es nur Proteste gegen uralte „Bürgerkriegs“-Denkmäler, von denen das ignorante Gesindel behauptet, das seien Symbole der schwarzen Sklaverei. Es gibt keine Friedensbewegung und keine Friedensmärsche. In London protestieren transgenderte und radikale Feministinnen gegeneinander und liefern sich im Hyde Park Faustkämpfe. Niemand scheint irgendeine Aufmerksamkeit zu haben.

 

In den USA bewerben Propaganda-Webseiten wie Americans for Limited Government – Wer finanziert das? Wem dienen sie? – Trumps destabilisierende UNO-Rede als eine Nicht-Gefahr für den Frieden:

 

Präsident Trump hat der Welt eine vernünftige und inspirierende Verteidigung für Amerika und des amerikanischen Verfassungssystems der Regierungsführung geliefert, nicht als lästige Pflicht, sondern als ein Beispiel dem man folgen sollte, während er gleichzeitig die Souveränität anderer Länder respektierte. Allerdings hat der Präsident jenen Nationen, die die Menschheit mit nuklearer Zerstörung drohen (was Washington Nordkorea und dem Iran klargemacht hat) klar zu verstehen gegeben, dass sich die USA nicht als Geiseln halten lassen und wenn sie auf diesem Weg weitermachen, ihre Vernichtung garantieren. Während sich viele auf Trumps Bedrohung für Nordkorea und den Iran konzentrieren, so ist der eigentliche Fokus seiner Rede, dass sie ein Aufruf an alle Nationen ist, ihre eigene Souveränität wahrzunehmen, ohne den Weltfrieden zu bedrohen.“

 

In meinem langen Leben habe ich noch nie so eine falsche Interpretation einer Rede gelesen. Die Vereinigten Staaten sind zu einem vollkommenen Propagandastaat geworden. Da taucht keine Wahrheit mehr auf.

 

Es ist nur die US-Regierung, und die ist keine Regierung des Volkes, die jemals einem anderen Land mit totaler Zerstörung gedroht hat, so wie Trump es Nordkorea in der UNO-Rede der CIA angedroht hat.

 

Das war noch nie da. Das übertrifft Hitler. Die USA sind zum Vierten Reich geworden. Es ist fraglich, ob die Welt die Außenpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika überleben wird.

      


 

http://stephenlendman.org/2017/09/trump-threatens-venezuela/

 

Trump droht Venezuela

 

von Stephen Lendman, 19.09.2017

 

 

Am Montag Abend in New York, bei einem Abendessen für rechtsextreme lateinamerikanische Vertreter, hat Trump Venezuela gedroht.

 

Zu den Eingeladenen gehörten Brasiliens Umsturz-Präsident Michel Temer, der kolumbianische Drogen-Terroristen-Präsident Juan Manuel Santos, der panamaische Konzern-Präsident Juan Carlos Varela und die Vizepräsidentin des faschistischen argentinischen Präsidenten Mauricio Macri, zusammen mit deren Außenministern und anderen Vertretern.

 

Die Lage in Venezuela sei „völlig inakzeptabel“, tönte Trump und fügte hinzu: „Wir fordern die volle Wiederherstellung der Demokratie und der politischen Freiheit in Venezuela und wir wollen, dass es sehr, sehr bald geschieht.“

 

Er droht mit nicht genauer definierten Aktionen, zuvor hatte er schon „eine mögliche Militäroperation“ angedroht. Schandhaft beschuldigte er Nicolas Maduro, der würde „seinem eigenen Volk die Stirn bieten“, nannte dessen Führung „desaströs“ und ließ anklingen, dass weitere feindliche US-Aktionen folgen.

 

Fakt ist: Venezuela ist das Demokratiemodell der Hemisphäre, das genaue Gegenteil von Amerikas Phantasie-Version.

 

Fakt ist: Washington führt einen wirtschaftlichen und politischen Krieg gegen das Land und will, dass sie bolivarische Sozialdemokratie zerstört wird und Venezuela zu seinen schlechten alten Tagen zurückkehrt. Dass Amerika die Kontrolle über die riesigen Erdölreserven gewinnt, die größten der Welt, der nicht genannte, heißbegehrte imperiale Preis, zusammen mit der Verwandlung des Landes in einen weiteren Vasallenstaat der USA.

 

Der Drogen-Terrorist und faschistische kolumbianische Führer, der US-Liebling Juan Manuel Santos sagte grotesker Weise: „Was wir alle für Venezuela wollen ist, dass es wieder zu einer Demokratie wird und wir üben jeden möglichen Druck aus, damit es dazu kommt.“

 

Unter seiner unterdrückerischen Herrschaft und der seiner Vorgänger ist Demokratie in Kolumbien verboten. Amerikas feindliche Pläne gegen Venezuela zielen darauf, die Wirtschaft zu ersticken, den Menschen das Leben zu erschweren, Knappheiten für lebenswichtige Güter zu erzeugen, die Zahlungsbilanz des Landes zu verschlimmern und dessen schnell wachsende Inflation anzutreiben – eine Verletzung internationaler und US-Gesetze.

 

Während einer Senatsanhörung letzte Woche beschuldigte der ehemalige US-Botschafter in Venezuela, jetzt stellvertretender Außenminister im Büro für internationale Drogen- und Strafverfolgungsangelegenheiten, William Brownfield, fälschlicherweise die Maduro-Regierung, sie würde den Drogenhandel fördern.

 

Aber deren Politik ist genau das Gegenteil, man geht das Problem verantwortungsbewusst an, ganz im Gegensatz zu Amerikas verlogenem Krieg, der genau das unterstützt was man angeblich ablehnt.

 

Im Februar hat Trump gesetzeswidrig den venezolanischen Vizepräsidenten Tareck El Aissami sanktioniert – mit erfundenen Vorwürfen wegen Drogenhandels.

 

Der wies die feindlichen Angriffe auf seine Integrität zurück und sagte: „Als ich von 2008 bis 2012 die Sicherheitsbehörden meines Landes geleitet habe, da hat unser Kampf gegen die Drogenkartelle die größten Fortschritte der gesamten westlichen Hemisphäre erzielt, sowohl gegen den internationalen Drogenhandel als auch gegen deren logistische Strukturen.“

 

Während dieser Zeit haben die venezolanischen Anti-Drogenbehörden unter meiner Führung 102 Köpfe der kriminellen Drogenhandel-Organisationen verhaftet und vor Gericht gestellt, und auch den Justizbehörden anderer Länder ausgeliefert, in denen sie gesucht wurden.“

 

Venezuela bekämpft erfolgreich den illegalen Drogenhandel. Amerika hat eine lange, verkommene Geschichte bei der Zusammenarbeit mit Drogenkartellen, hervorzuheben sind die CIA und große US-Banken, die von der Geldwäsche profitieren.

 

Operationen der US Drug Enforcement Agency (DEA) in Venezuela „stehen mit kriminellen Drogenorganisationen in Verbindung“, erklärte Aissami und bezeichnete den illegalen Drogenhandel als „grenzüberschreitendes Verbrechen gegen die Menschheit.“

 

Amerikas Krieg gegen Venezuelas Sozialdemokratie ist erbarmungslos. Trump verfolgt ihn noch brutaler als Obama. Welche neuen Taktiken er vorhat, das wird sich noch zeigen.

 

 

 

Stephen Lendman wurde 1934 in Boston, Massachusetts, geboren. 1956 machte er seinen Magister auf der Harvard Universität. Dann folgten zwei Jahre Militärdienst bei der US Army, dann graduierte er 1960 als Betriebswirt auf der Wharton School bei der Universität von Pennsylvania. Nach sieben Jahren als Analyst für Marktforschung trat er 1967 dem Familienunternehmen Lendman Group bei. Dort blieb er bis zu seiner Pensionierung 1999. Seine Kommentare zu nationalen und internationalen Fragen begannen 2005. Anfang 2007 folgte ein Radioprogramm. Jetzt ist Lendman dreimal die Woche Gastgeber der Progressive Radio News Hour beim Sender Progressive News Radio mit bekannten Gesprächspartnern. Man kann live zuhören oder die Archive nachhören. Es werden nationale und internationale Fragen diskutiert. Lendman war 2008 Preisträger von Project Censored und 2011 Preisträger für internationalen Journalismus des Mexican Journalists Club.

     


 

http://www.paulcraigroberts.org/2017/09/19/54625/

 

Trumps UN-Rede

 

von Paul Craig Roberts, 19.09.2017

 

 

Ich habe mir heute Morgen einen Teil von Trumps UN-Rede angehört. Ich musste mich so für ihn und mein Land schämen dass ich ausschalten musste.

 

Ich frage mich, wer auch immer die erbärmliche Rede schrieb, ob er die Absicht hatte, Trump zu blamieren und gleich noch unabsichtlich Amerika dazu. Oder ob der/die Redenschreiber derzeit so besoffen von der neokonservativen Arroganz und Scheinheiligkeit ist/sind, dass der Redenschreiber ganz einfach blind war für die außerordentlichen Widersprüche, die wie Fremdkörper aus der ganzen Rede ragten.

 

Ich werde nicht alle beschreiben, nur ein paar Beispiele.

 

Trump hat viel darüber geredet, wie Amerika die Souveränität eines jeden Landes und den Volkswillen eines jeden Landes respektiert und wie die USA trotz ihrer überwältigenden Militärmacht niemals versuchen würden, irgendeinem Land ihren Willen aufzuzwingen. Was hat sich die Administration dabei gedacht? Oder kann sie überhaupt denken? Wie war das mit Jugoslawien/Serbien, Afghanistan, dem Irak, Libyen, Somalia, Ägypten, Syrien, Jemen, Pakistan, der Krim, der Ukraine, Venezuela, Honduras, Ecuador, Bolivien, Brasilien und Argentinien, um nur die Länder zu erwähnen, die im 21. Jahrhundert von US-Militärangriffen, Regierungsumstürzen und der Beseitigung politischer Führer betroffen waren, die nicht mit den US-Interessen konform gingen?

 

Handelt es sich um Respekt vor der Souveränität von Ländern, wenn man sie zur Unterstützung von US-Sanktionen zwingt, gegen den Iran, Russland, China, Nordkorea und Venezuela? Handelt es sich um Respekt vor der Souveränität von Ländern, wenn man ihnen Sanktionen auferlegt? Wenn das nicht das Aufzwingen von Washingtons Willen gegenüber anderen Ländern ist, was dann?

 

Handelt es sich um Respekt vor anderen Ländern, wenn man sie informiert, dass, wenn sie nicht tun wie man ihnen sagt, „wir sie in die Steinzeit zurück bomben werden“?

 

Ich hörte wie sich Trump beklagte, dass in der UN Menschenrechtskommission Länder Mitglied sind, die die schlimmste Menschenrechts-Bilanz unserer Zeit hätten, und ich habe mich gefragt, ob er über die Vereinigten Staaten redete. Es ist klar, Trump, der/die Redenschreiber, das Außenministerium, der Nationale Sicherheitsrat, die US-Botschafterin bei der UNO, ja die gesamte Regierung, glauben nicht, dass das endlose Gemetzel, das Verstümmeln, das zu Waisen und Witwen machen und Millionen von Menschen in vielen Ländern die Heimat zu rauben und damit Flüchtlingswellen zu produzieren, zu Menschenrechtsverletzungen zählen.

 

Die durch Trumps Rede übermittelte Arroganz ist beispiellos.

 

Nach der Versicherung, dass Amerika jeden respektiert, machte Trump eine Forderung und eine Drohung nach der anderen gegen die Souveränität des Iran und Nordkoreas und verlangte vom Rest der Welt, ihn zu unterstützen.

 

Beide Länder sind keine Gefahr für die USA. Im Gegensatz zu den USA und Israel war Korea seit 1953 nicht im Krieg. Der letzte Krieg des Iran war in den 1980ern, als der Iran vom Irak angegriffen wurde. (Anm.d.Ü.: mit freundlicher Unterstützung der USA und einiger europäischer Länder) Dennoch haben es beide Länder mit permanenten Drohungen aus den USA zu tun. Vor der UNO drohte Trump Nordkorea mit Zerstörung und Washington erzählt weitere Lügen über den Iran, um eine Militäraktion zu rechtfertigen.

 

Das sagte der ehemalige Außenminister Colin Powell darüber, wie behutsam Washington über andere Länder nachdenkt:

 

Wir dachten wir wüssten, was in Libyen passieren würde. Wir dachten wir wüssten, was in Ägypten passieren würde. Wir dachten wir wüssten, was im Irak passieren würde. Und wir haben uns getäuscht. In jedem dieser Länder müssen wir bedenken, dass es dort eine Struktur gibt, die die Gesellschaft zusammenhält. Und wir haben gelernt, vor allem in Libyen, wenn man die Spitze beseitigt und das ganze Ding auseinanderfällt … dann bekommt man Chaos.“

 

Das ist es was Washington macht. Man bringt für zig Millionen Menschen Chaos, zerstört deren Leben und die Aussichten für ihre Länder. Das ist das Verhalten, das Trump als das amerikanische Mitgefühl für Andere beschreibt. Das nennt Trump den Respekt für Andere und die Souveränität ihrer Länder. Washington verkleidet seine Verbrechen gegen die Menschheit als „Krieg gegen den Terror“. Die zig Millionen abgeschlachteten, verstümmelten und vertriebenen Menschen sind nur ein „Kollateralschaden“.

 

Aus diesem Grund werden die USA als die größte Bedrohung für den Frieden betrachtet. Internationale Umfragen zeigen, dass die Welt die USA als eine viel größere Bedrohung empfinden als Nordkorea und den Iran. Dennoch beschreibt Trump die USA, die als die größte Bedrohung für die Welt angesehen werden, als den größten Bewahrer des Friedens. Hat es jemals einen größeren Störenfried gegeben?

 

Man fragt sich, ob der Rest der Welt, insbesondere Russland und China, Washingtons Botschaft verstanden haben. Der Plan Washingtons zu einer „Reform“ der UNO ist ein Plan, um die Organisation in ein weiteres Instrument der US-Außenpolitik zu verwandeln, so wie die NATO und die EU. Die von Trump an die UNO übermittelte Botschaft lautete, dass von der UNO ab jetzt erwartet wird, die außenpolitische Agenda Washingtons zu unterstützen. Gegner von Washingtons Kriegspolitik sollen isoliert werden und kommen in den Topf mit den schlechten Ländern, wie sie von Washington definiert werden.

 

Mit anderen Worten: Washington akzeptiert keine Grenzen für seinen Unilateralismus. Das bedeutet für jedes Land Krieg, das die Vorherrschaft Washingtons nicht anerkennt.


 

http://thesaker.is/letter-to-my-american-friends/

 

Ein Brief an meine amerikanischen Freunde

 

vom Saker, 16.09.2017

 

 

Vorwort: Während meiner kürzlichen Evakuierung aus Florida hatte ich das Vergnügen, ein paar gute alte Freunde zu treffen (weißrussische Emigranten und amerikanische Juden, die sich jetzt als Amerikaner fühlen und die voll und ganz die offizielle Propaganda über die USA geschluckt haben), die sich ernsthaft als Liberale, Progressive und Anti-Imperialisten betrachten. Es sind nette, anständige und ernsthafte Menschen, aber während unseres Treffens machten sie einige Aussagen, die ihren professionellen Ansichten völlig widersprachen. Nachdem ich diesen Brief an sie verfasst hatte, habe ich erkannt, dass es da draußen noch viele von ihnen geben könnte, die wie ich selbst verzweifelt versuchen, Gutes zu erwecken, aber die die Menschen über die Wirklichkeit eines Imperiums völlig in die Irre führen. Ich teile diesen Brief in der Hoffnung dass er ein paar nützliche Kernthemen für andere liefert, um ihren Freunden und Verwandten die Augen zu öffnen.

 

Liebe Freunde,

 

Während unserer Unterhaltung habt ihr Folgendes gesagt:

 

  1. Die USA brauchen ein Militär

  2. Einer der Gründe, warum die USA ein Militär benötigen, sind Regime wie das nordkoreanische

  3. Die USA haben das Recht, sich außerhalb ihrer Grenzen einzumischen a) aus pragmatischen Gründen, b) aus moralischen Gründen

  4. Während des 2. Weltkriegs haben die USA „Europa gerettet“ und das moralische Recht erworben, andere Freunde und Alliierte „zu beschützen“

  5. Die Alliierten (UdSSR-USA-Großbritannien) waren den Nazis moralisch überlegen

  6. Die Amerikaner haben Friede, Wohlstand und Freiheit nach Europa gebracht

  7. Ja, es wurden Fehler gemacht, aber das ist kaum ein Grund, das Recht auf Intervention aufzugeben.

 

Ich glaube dass alle sieben Thesen beweisbar falsch sind, Fehlurteile, die auf grundlegend falsch verstandenen Annahmen basieren und dass man sie alle durch gesunden Menschenverstand und unleugbare Fakten widerlegen kann.

 

Aber zuerst möchte ich mich mit der Maxime „Erkenne dich selbst“, der Inschrift auf dem Apollotempel in Delphi beschäftigen, denn ich betrachte sie für unsere Diskussion als zentral. Trotz all unserer Unterschiede denke ich, dass es eine Reihe von Dingen gibt, die ihr übereinstimmend als grundsätzlich wahr betrachtet, einschließlich dem, dass Deutsche, Russen, Amerikaner und andere in etwa die gleiche Intelligenz besitzen. Sie sind alle auch in etwa des gleichen kritischen Denkens fähig, der persönlichen Erforschung und Erziehung. Richtig? Dennoch werdet ihr auch zustimmen, dass während des Nazi-Regimes in Deutschland die Deutschen sehr wirkungsvoll mit Propaganda überzogen wurden und dass die Russen in der Sowjetunion von ihrer eigenen Propagandamaschine ebenso wirkungsvoll propagandiert worden sind. Richtig? Gibt es irgendeinen Grund zu der Annahme, dass wir irgendwie schlauer oder besser sind als diese propagandierten Deutschen und Russen und dass wir an ihrer Stelle sofort die ganzen Lügen durchschaut hätten? Kann es sein, dass wir heute auch nicht die Lügen durchschauen, die man uns erzählt?

 

Ebenfalls ist unbestreitbar, dass die Geschichte des 2. Weltkriegs von den Siegern des 2. Weltkriegs geschrieben wurde. Das gilt für alle Kriege – geschlagene Regime dürfen ihre Version der Geschichte nicht frei erzählen. Hätten die Nazis den 2. Weltkrieg gewonnen, dann bekämen wir eine dramatisch andere Sichtweise des Geschehens präsentiert. Ganz wichtig, hätten die Nazis den 2. Weltkrieg gewonnen, so gibt es überhaupt keinen Grund anzunehmen, dass das deutsche Volk viel Skepsis über die in den Schulen verbreitete Version der Geschichte gezeigt hätte. Nicht nur das, ich möchte sogar behaupten, dass die meisten Deutschen auch glauben würden, dass sie ein freies Volk seien und dass das Regime, unter dem sie lebten, ein wohlwollendes sei.

 

Ihr bezweifelt das?

 

Denkt nur an die Anzahl jener Deutschen, die erklärt haben, dass sie keine Ahnung hatten wie schlecht das Nazi-Regime wirklich war. Sogar Hitlers persönliche Sekretärin Traudl Junge hat diese Ausrede benutzt um zu erklären, wie sie so viele Jahre mit Hitler arbeiten konnte und ihn sogar sehr mochte. Es gibt dieses amerikanische Sprichwort „wo ich sitze, da stehe ich“. Nun, darf ich fragen – wo sitzen wir und sind wir so sicher, dass wir eine unabhängige Meinung haben, die nicht davon bestimmt ist wo wir sitzen (geografisch, politisch, sozial und sogar beruflich)?

 

Ihr fragt vielleicht zu den Opfern des Nazi-Regimes, wären sie nicht in der Lage, ihr Zeugnis über das deutsche Volk und Leute wie Traudl Junge abzulegen? Natürlich nicht: Tote reden nicht und ihre Mörder auch sehr selten (wenn sie nicht auch tot sind). Ja sicher, es gäbe alle möglichen Dissidenten und politischen Aktivisten, die die Wahrheit kennen würden, aber der „Mainstream“-Konsens unter einem siegreichen Nazi-Deutschland wäre, dass Hitler und die Nazis Europa von den judeo-bolschewistischen Horden und den angelsächsisch-freimaurerischen Kapitalisten befreit haben.

 

Das gilt übrigens nicht nur für Deutschland. Wenn man die heutige russische Bevölkerung betrachtet, so gibt es weitaus mehr Nachkommen von Henkern als Nachkommen von hingerichteten Menschen, und das ist kaum eine Überraschung, denn tote Menschen vermehren sich nicht. In der Folge ist die moderne russische Geschichtsschreibung stark davon beeinflusst, dass die sowjetischen Verbrechen und Gräueltaten reingewaschen werden. Zu einem gewissen Grad ist das eine gute Sache, denn es begegnet der jahrzehntelangen anti-sowjetischen Propaganda der USA, aber oft geht es zu weit und endet in der Verharmlosung der tatsächlichen menschlichen Kosten des bolschewistischen Experiments in Russland.

 

Wie lassen sich also die USA in diesem Zusammenhang mit Deutschland und Russland vergleichen?

 

Die meisten Amerikaner vertrauen jener Version der Geschichte, die ihnen von ihrem eigenen „Mainstream“ präsentiert wird. Warum? Wie unterscheidet sich ihre Situation objektiv von der Situation eines siegreichen Dritten Reichs? Unsere moderne Geschichte des 2. Weltkriegs wurde auch von Siegern geschrieben, Siegern, die eigennützige Gründe dafür hatten, alle anderen Seiten zu dämonisieren (die Nazis und die Sowjets), während sie uns eine heldenhafte Fabel einer Befreiung präsentierten. Und hier kommt die Frage, die uns des Nachts den Schlaf rauben sollte: Was wäre, wenn wir nach der Niederlage der Nazis nicht als Russen und Juden geboren worden wären, sondern nach einer alliierten Niederlage im 2. Weltkrieg als Deutsche? Wären wir in der Lage gewesen, genug Skepsis und Mut zu beweisen, um die Mythen anzuzweifeln mit denen wir aufgewachsen wären? Oder wären wir auch super-gut-meinende kleine Nazis, die alle glücklich und stolz darauf sind, die bösen judeo-bolschewistischen Horden und die angelsächsisch-freimaurerischen Kapitalisten besiegt zu haben?

 

Ja sicher, Hitler betrachtete Juden als Parasiten, die verbannt und später ausgelöscht werden mussten und er sah die Russen als Untermenschen, die für die deutsche Herrenrasse arbeiten sollten und deren Intellegentsia auch ausgelöscht werden musste. Kein Wunder dass wir, die Juden und Russen, keine Sympathie für diese Art von völkermordenden rassistischen Ansichten hegen. Aber bestimmt können wir menschlich sein, bevor wir Juden und Russen sind. Und wir können akzeptieren, dass das, was für uns schlecht ist, nicht unbedingt für andere schlecht sein muss. Sicher, Hitler war für Juden und Russen eine schlechte Nachricht, aber war er wirklich so eine schlechte Nachricht für „reine“ (arische Germanen) Deutsche? Noch wichtiger: Wären wir als „reine“ Deutsche geboren worden, würden wir uns viel um Juden und Russen scheren? Ich hoffe es, aber ich habe meine Zweifel. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemand von uns viele Tränen über den Vielfach-Völkermord (der Poly-Genozid – meine Wortschöpfung für ein einzigartiges Phänomen in der Geschichte, nämlich der Völkermord an allen Ethnien auf einem gesamten Kontinent!) an den Indianern vergossen hätte! Ich wage zu behaupten, dass wir viel leichter über den „Holocaust“ oder den „Stalinismus“ jammern, auch wenn uns keines von beiden persönlich betroffen hat (nur unsere Familien und Ethnien), als über den Poly-Genozid an den Indianern. Ich bezweifle sehr, dass unser Jammern das Gleiche wäre, wenn wir Lakota oder Comanche wären. Nochmal, ich hoffe das ich mich irre, aber ich bin mir nicht sicher.

 

Wie auch immer, ich will auf Folgendes hinaus:

 

Man hat uns eingeimpft, leichtgläubig zu sein und die Dämonisierung der Nazis und Sowjets unkritisch zu akzeptieren weil wir Juden und Weißrussen sind. Vorsicht – ich sage NICHT, dass die Nazis und die Sowjets nicht böse waren – sie waren es mit Sicherheit – aber was ich sage ist, dass wir, Juden und Russen, viel eher bereits sind, jede Version der Geschichte zu akzeptieren und für gut zu befinden, die die Nazis und die Sowjets zu einer Art außergewöhnlich schlechter Menschen macht und dass wir im Gegensatz dazu sofort jede Andeutung zurückweisen, dass „unsere“ Seite (in diesem Fall meine ich „eure“ Seite, die amerikanische, denn ihr betrachtet euch im Gegensatz zu mir als Amerikaner) genauso schlecht war (wenn auch nur weil eure Seite nie Juden und Russen ermordet hat). Sehen wir uns also für ein paar Minuten dieses „eure/unsere Seite“ an.

 

Als die USA in den 2. Weltkrieg eintraten, da hatten sie bereits das schlimmste Verbrechen der Menschheitsgeschichte begangen, den Poly-Genozid an einem gesamten Kontinent, gefolgt von der völlig illegalen und brutalen Annektion des von den Indianern gestohlenen Landes. Fürwahr, Hitler wäre stolz gewesen. Aber das war noch gar nicht alles. Die Anglo-Invasoren machten dann mit einem weiteren illegalen und brutalen Annektionskrieg gegen Mexiko weiter, denen sie einen riesigen Teil des Landes stahlen, darunter das moderne Texas, Kalifornien, Nevada, Utah, Arizona und New Mexico! Ja, dieses ganze Land wurde von eurer Seite illegal besetzt und gestohlen, nicht einmal, sondern ZWEIMAL! Und muss ich überhaupt noch die Schrecken der Sklaverei erwähnen, um sie dem moralischen Kerbholz eurer Seite hinzuzufügen, als die USA in den Krieg eintraten? Ich denke dass es hier bereits genug Beweise gibt, dass eure Seite moralisch schlimmer war als die Nazis und die Sowjets. Die gesamte Geschichte der USA ist eine endlose Abfolge von Gewalt, Plünderung, Scheinheiligkeit, Ausbeutung, Imperialismus, Unterdrückung und Krieg. Endlose Aggressionskriege. Keiner davon auch nur annähernd defensiv. Das ist in der Menschheitsgeschichte ziemlich einmalig. Fällt euch ein bösartigeres, blutrünstigeres Regime ein? Mir nicht.

 

Muss ich überhaupt noch das britische „Gräuel-Kerbholz“ erwähnen, das von den Opiumkriegen über die Erfindung der Konzentrationslager und der Einrichtung der Apartheid bis zu den Schrecken der Okkupation Irlands reicht, usw. usf.?

 

Ich höre euch auch sagen: ja, das war schrecklich, aber das ändert nicht die Tatsache, dass die USA im 2. Weltkrieg „Europa gerettet“ haben. Aber ist dem wirklich so?

 

Um meine Position zu untermauern, habe ich extra eine PDF-Sammlung zusammengestellt, mit 5 Quellen, 3 davon in Englisch und 2 in Russisch. Ihr könnt sie hier herunterladen:

https://drive.google.com/file/d/0ByibNV3SiUooWExTNGhMTGF5azQ/view

 

Ich habe die Kernaussagen der russischen Quellen übersetzt und präsentiere sie hier zusammen mit den Kernaussagen der englischen Quellen. Bitte seht euch diese PDF an und lest wenn möglich die ganzen hier zitierten Originalartikel. Die Kernaussagen dieser Quellen habe ich fett rot markiert. Ihr werdet feststellen, dass es bei den Zahlen ein paar Abweichungen gibt, aber die Schlussfolgerungen sind unbestreitbar, denke ich. Die historische Bilanz zeigt:

 

  1. Die Sowjetunion hat etwa 80% der Militärmaschinerie der Nazis zerstört. Entsprechend kann man den USA-UK etwa 20% der alliierten Kriegsbemühungen zuschreiben.

  2. Die Größe und das Ausmaß der Schlachten an der Ostfront lassen die größten Schlachten an der Westfront verblassen. In den Schlachten im Westen kämpften Divisionen und Brigaden, im Osten kämpfen Armeen und Armeegruppen. Das ist der Größe nach ein riesiger Unterschied.

  3. Die USA sind erst ein Jahr nach Stalingrad und der Schlacht von Kursk in den Krieg eingetreten, als absolut klar war, dass die Nazis den Krieg verlieren würden.

 

Die Wahrheit ist, dass die Amerikaner erst dann in den Krieg eintraten als klar war, dass die Nazis geschlagen werden. Und ihr wahres Motiv war nicht die „Befreiung des unterdrückten Europas“, sondern die Sowjets daran zu hindern, ganz Europa zu besetzen. Die Amerikaner haben sich nicht um den Massenmord an Juden und Russen geschert, das einzige was ihnen wichtig war, war (wieder einmal) ein massiver Landgewinn. 

 

(Nebenbemerkung: Nicht dass ihr meint, ich würde behaupten, dass nur Amerikaner so handeln, hier ein paar interessante Daten:

 

Die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki: 6. und 9. August 1945

 

Die strategische Offensive der Sowjetunion in der Mandschurei: 9.-20. August 1945

 

Wir sehen hier eindeutig das selbe Muster: Die Sowjets haben gewartet bis absolut klar war, dass die USA das japanische Imperium besiegten, bevor sie selbst angriffen. Es ist auch bemerkenswert, dass die Sowjets nur 10 Tage benötigten, um die gesamte Kwantung-Armee, die Parade-Armee des japanischen Kaiserreichs mit über einer Million gut trainierter und gut ausgerüsteter Soldaten zu besiegen! Das sollte einem etwas sagen über die Art der Militärmaschinerie, die die Sowjetunion im Verlauf des Kriegs gegen Nazi-Deutschland entwickelte. (Hier eine ausgezeichnete US-Studie über diese Militäroperation:

 

http://usacac.army.mil/cac2/cgsc/carl/download/csipubs/LP7_AugustStormTheSoviet1945StrategicOffensiveInManchuria.pdf ))

 

Haben die Amerikaner Frieden und Wohlstand nach Westeuropa gebracht?

 

Nach Westeuropa in gewissem Maß ja. Und zwar weil es leicht für sie war: Sie haben den Krieg nahezu „frisch“ beendet, ihre (gestohlene) Heimat musste nicht unter den Schrecken des Kriegs leiden und ja, sie konnten Erdnussbutter, Zigaretten und andere materielle Güter liefern. Sie haben auch sichergestellt, dass Westeuropa zu einem enormen Markt für US-Güter und Dienstleistungen wurde und dass europäische Ressourcen für das US-Imperium zur Verfügung standen, insbesondere gegen die Sowjetunion. Und wie haben sie diese „Großzügigkeit“ finanziert? Indem sie die sogenannte Dritte Welt nach Strich und Faden ausraubten, mehr nicht. Kann man darüber stolz sein? Hat nicht Lenin bereits 1917 gewarnt, dass der „Imperialismus die höchste Stufe des Kapitalismus ist“? Der Wohlstand Westeuropas wurde auf der erbärmlichen Armut von Millionen Afrikanern, Asiaten und Lateinamerikanern aufgebaut.

 

Aber wie steht es um die Zukunft Europas und der europäischen Völker?

 

Es gibt eine Reihe von Dingen, auf die sich die Anglos und Stalin zum Ende des 2. Weltkriegs geeinigt haben: Die vier „D“s (Anm.d.Ü.: funktioniert nur im Englischen): die Entnazifizierung, Entwaffnung, Demilitarisierung und Demokratisierung eines vereinten Deutschlands und Reparationen zum Wiederaufbau der UdSSR. Ja, Stalin wollte ein vereintes, neutrales Deutschland. Sobald der Krieg zu Ende war, haben die Anglos diese Versprechen jedoch gebrochen: sie haben ein schwer bewaffnetes Westdeutschland geschaffen, sie haben sofort Tausende von hohen Nazi-Beamten für ihre Geheimdienste rekrutiert, für ihr Raketenprogramm und zur Unterwanderung der Sowjetunion. Noch schlimmer: sie haben umgehend Pläne zu einem Angriff auf die Sowjetunion entwickelt. Bereits zum Ende des 2. Weltkriegs hatten die Anglo-Mächte mindestens DREI Pläne zu einem Krieg gegen die UdSSR: Operation Dropshot, Plan Totality und Operation Unthinkable. Hier ein paar einfache Erinnerungen von Wikipedia zu diesen Operationen:

 

Operation Dropshot: Beinhaltete Einsatzprofile mit dem Gebrauch von 300 Atombomben und 29.000 hochexplosiven Bomben auf 200 Ziele in 100 Städten, um mit einem Schlag 85% der sowjetischen Industrieproduktion zu vernichten. Zwischen 75 und 100 der 300 Atombomben zielten auf sowjetische Kampfflugzeuge am Boden.

 

Plan Totality: Markierte 20 sowjetische Städte zur Zerstörung in einem Erstschlag: Moskau, Gorki, Kuybyshev, Sverdlovsk, Novosibirsk, Omsk, Saratov, Leningrad, Baku, Tahskent, Chelyabinsk, Nizhny Tagil, Magnitogorsk, Molotov, Tiflis, Stalinsk, Grozny, Irkutsk und Yaroslavl.

 

Operation Unthinkable: Sah einen Überraschungsangriff von bis zu 47 britischen und amerikanischen Divisionen im Gebiet von Dresden vor, mitten durch die sowjetischen Linien. Das stellte etwa fast die Hälfte von 100 Divisionen dar(ca. 2,5 Millionen Soldaten), die die britischen, amerikanischen und kanadischen Hauptquartiere zu jener Zeit besaßen. … Der Großteil der offensiven Operationen wäre von amerikanischen und britischen Kräften ausgeführt worden, und auch polnischen Kräften und bis zu 100.000 Soldaten der deutschen Wehrmacht.

 

(War euch das bewusst? Wenn nicht, fragt ihr euch dann warum nicht?)

 

Ich denke mir das nicht aus, ihr könnt es selbst nachsehen, auf Wikipedia und anderswo. Das ist die Anglo-Idee, wie man mit den russischen „Alliierten“ umgeht: man erdolcht sie hinterrücks mit einem nuklearen Überraschungsangriff, vernichtet die meisten ihrer Städte und hetzt die Nazi-Wehrmacht auf sie.

 

Mit der Schaffung der NATO will ich mich gar nicht erst beschäftigen (bevor die WTO als Antwort entstand – im Westen als Warschauer Pakt bekannt). Oder so kleinen Verbrechen wie False Flag-Terrorismus (Operation Gladio).

 

Habt ihr schon von Operation Gladio gehört? Oder dem „Massaker von Bologna“ im August 1980, dem Bombenanschlag auf den Bahnhof in Bologna durch geheime terroristische Kräfte der NATO, einem terroristischen False Flag-Anschlag (mit 85 Toten und über 200 Verwundeten), um die Kommunistische Partei Italiens in Verruf zu bringen? Wenn nicht – fragt ihr euch nicht, warum ihr nie davon gehört habt?)

 

Die traurige Wahrheit ist, dass die US-Intervention in Europa ein simpler Landraub war, dass der Kalte Krieg ein Geschöpf der Anglos war, so wie die Teilung Europas und dass Europa seit dem 2. Weltkrieg von den USA immer als eine Kolonie behandelt wurde, von der aus man die „kommunistische“ Bedrohung (d.h. Russland) bekämpfen konnte.

 

Aber nehmen wir einmal an, dass ich völlig falsch liege, nur um der Diskussion willen. Nehmen wir einmal an, dass die gutherzigen Amerikaner nach Europa gekommen sind um die europäischen Völker zu befreien. Heldenhaft haben sie Hitler besiegt und (West) Europa Frieden, Wohlstand, Freiheit, Glück usw. gebracht.

 

Gibt diese gute Tat den USA die Lizenz für zukünftige Interventionen? Ihr habt beide den 2. Weltkrieg als ein Beispiel angeführt und als Rechtfertigung dafür, dass die USA ein Militär benötigen, das groß genug ist um solchen Regimen wie Nordkorea zu begegnen, richtig? Daher will ich noch mal fragen:

 

Rechtfertigt die Tatsache, dass die USA ganz uneigennützig, netterweise und heldenhaft Europa sowohl von den Nazis als auch von den Sowjets befreit haben, jetzt die moralische Legitimierung von weiteren, folgenden US Militärinterventionen gegen andere abscheuliche, aggressive oder böse Regime/Länder?

 

Wenn ihr mit Nein antwortet – warum habt ihr es dann als Rechtfertigung angeführt?

 

Wenn ihr mit Ja antwortet – dann verzeiht mir die begriffsstutzige Frage, wie lange diese „Lizenz zur militärischen Intervention“ gültig ist? Ein Jahr? Fünf Jahre? Vielleicht zehn oder gar 70 Jahre? Oder vielleicht gilt dieses moralische Recht der USA für ewig? Ernsthaft, falls die USA Europa befreit haben und Frieden und Glück gebracht haben, sollen wir annehmen, dass das für immer und überall gültig ist?

 

Ich will euch auch Folgendes fragen: Angenommen, um der Argumentation willen, die moralische Lizenz durch die Teilnahme am Krieg in Europa gilt wirklich für immer. Nur angenommen, okay? Ich frage euch: kann man die Lizenz aberkennen (moralisch, konzeptionell)? Sagen wir mal, die USA haben in Europa etwas absolut wundervolles gemacht. Wie sieht es mit dem folgenden Horror in Südostasien, Lateinamerika und im Nahen Osten aus? Wie viele ermordete, verstümmelte, besetzte, terrorisierte, zerbombte und sonstwie völkergemordete „Nicht-Westeuropäer“ braucht es, um die angeblich „glücklich befreiten“ Europäer zu übertreffen, die eurer Meinung nach den USA die Lizenz zum intervenieren geben? Selbst wenn die USA in Europa nur nobel und rein waren, zählen die folgenden 70 Jahre mit üblem Massenmord weltweit nichts? Oder kommt irgendwann der Punkt, wo es „genug ist genug“ heißt und die Lizenz, moralisch gesehen, widerrufen wird, von Menschen wie uns, wie euch?

 

Darf ich euch darauf hinweisen, dass eure Worte zur Verteidigung einer angeblichen Notwendigkeit für die USA, ein Militär zu erhalten, das zu überseeischen Operationen fähig ist, stark darauf hindeutet, dass ihr glaubt, dass die USA ein moralisches Recht (wenn nicht die Pflicht!) zur Durchführung solcher Operationen haben? Was bedeutet, dass das Kerbholz der USA an Grausamkeiten nach dem 2. Weltkrieg eurer Meinung nach nicht ausreicht um eine „genug ist genug“-Reaktion hervorzurufen. Seid ihr sicher, dass ihr euch mit dieser Haltung wohl fühlt?

 

Theoretisch könnte es einen weiteren Grund geben, um so eine moralische Lizenz zu widerrufen. Schließlich kann jemand das moralische Recht besitzen etwas zu tun, aber nicht unbedingt die Fähigkeit, es zu tun. Wenn ich jemand in einer Flut ertrinken sehe, dann habe ich sicher das moralische Recht, ins Wasser zu hüpfen und zu versuchen, diese Person zu retten, nicht wahr? Das bedeutet aber nicht, dass ich die Kraft und die Fähigkeit habe es zu tun. Stimmt's? Wenn ihr also sagt, dass die USA ein Militär erhalten müssen, das in der Lage ist, seine Freunde und Alliierten vor wild geworden und gefährlichen Regimen wie Nordkorea zu schützen, dann geht ihr auch davon aus, dass neben dem Recht zur Erweiterung dieses Schutzes die USA auch die Fähigkeiten und das Können dazu besitzen?

 

Echt?

 

Und wo ist der Beweis dafür, wenn ich fragen darf?

 

Ich habe euch gefragt, mir eine einzige erfolgreiche US Militärintervention seit dem 2. Weltkrieg zu nennen und ihr konntet keine nennen. Gut! Ich stimme euch zu. Die Realität ist, das jede einzelne US-Militär-Operation seit dem 2. Weltkrieg zu einem Desaster auf entweder humanitärer, politischer oder militärischer Ebene geführt hat (oft eine Kombination aus allem). Selbst Grenada war ein (militärischer) Fehlschlag! Und seht euch an wer heute im Weißen Haus sitzt. Wollt ihr wirklich, dass der Donald für den Schutz „unserer Freunde und Alliierten“ verantwortlich ist und traut ihr ihm zu, dass er die Fertigkeiten besitzt um das kompetent zu erledigen? Oder meinetwegen auch Hillary? Selbst Sanders hat eine Bilanz bei der Verteidigung katastrophaler militärischer Operationen, etwa die israelische Invasion in den Libanon 2006, die – ihr habt es erraten (oder auch nicht) – in einem totalen Scheitern der Israelis mündete und zu unsäglichem zivilen Leid im Libanon geführt hat. Aber vergesst den Präsidenten, seht euch die US-Generäle an – erwecken sie in euch den Glauben, dass sie die Art von Menschen sind, denen man vertrauen kann, dass sie eine durch Moral inspirierte Militärintervention durchführen können?! Wie sieht es mit den „Personen im US-Kongress“ aus? Würdet ihr denen vertrauen? Also wo seht ihr in der US-Politik ehrliche und kompetente „Retter anderer Menschen“?

 

Habt ihr bemerkt, dass es vor der US-Invasion in den Irak keinen Islamischen Staat gab? Oder habt ihr bemerkt, dass seit der Kriegserklärung der USA an ISIS die nur immer stärker wurden und mehr und mehr Länder übernommen haben? Ja, natürlich, seit sich die Russen eingemischt haben, hat ISIS eine Niederlage nach der anderen einstecken müssen, aber alles was Amerikaner zu der russischen Intervention sagten, war eine Ablehnung und die Weissagung, dass sie scheitern würden. Also warum sind die Russen so gut im Kampf gegen ISIS und die Amerikaner und ihre Alliierten so schlecht? Wollt ihr wirklich, dass die Amerikaner für die Weltsicherheit zuständig sind, wenn ihre Bilanz so schlecht ist?

 

Ist nicht die Definition von Irrsinn, dass man immer wieder das Selbe tut und immer verschiedene Resultate erwartet?

 

Jetzt höre ich eure Antwort auf mein Argument. Ihr habt gesagt: „Ja, es wurden Fehler gemacht.“

 

Fehler?!

 

Ich denke nicht, dass Millionen ermordeter Menschen, darunter Hunderttausende Kinder, „Fehler“ sind. (Wie würdet ihr reagieren, wenn jemand zugeben würde, dass Hitler und Stalin „Fehler“ gemacht haben?) Aber da ist noch etwas Heimtückischeres in diesem Gedanken an „Fehler“.

 

Wie würdet ihr „Erfolg“ definieren?

 

Angenommen, die Streitkräfte der USA wären nicht nur gut beim Töten von Menschen (das sind sie) sondern auch beim Gewinnen von Kriegen (sind sie nicht). Angenommen, die USA wären nicht nur erfolgreich beim Einmarsch in den Irak und nach Afghanistan, sondern auch bei der vollständigen Befriedung dieser Länder. Angenommen, die Aufstände im Irak und in Afghanistan wären erfolgreich bekämpft worden, ihre Wirtschaft hätte sich erholt und es wären demokratische Regime an der Macht: überall Kapitalismus, 100 Kanäle auf jedem Fernseher, McDonalds in jedem afghanischen Dorf, Gay Parades in der Innenstadt von Kabul, Geschlechter-neutrale Toiletten in jeder Moschee, Wahlen alle vier Jahre oder so und kein einziger Schuss mehr, keine einzige Bombe mehr. Wäre das ein „Erfolg“?

 

Ich bete zu Gott und hoffe mit ganzem Herzen, dass ihr auf diese Frage mit „Nein!“ antwortet. Denn wenn ihr mit „Ja“ antworten würdet, dann wärt ihr wahrhaft messianische, völkermordende Imperialisten. Ja, das meine ich so. Warum? Denn eure Vorstellung von „Erfolg“ wäre der spirituelle, psychologische und kulturelle Tod einer alten Zivilisation und das machte euch ziemlich buchstäblich zu einem Todfeind der Menschheit insgesamt. Ich kann mir so einen Horror gar nicht ausmalen. Daher bin ich mir sicher, dass ihr mit „Nein!“ antworten würdet, so wie jedes anständige menschliche Wesen, richtig?

 

Was ist dann aber „Erfolg“? Sicher meint ihr nicht den Erfolg, wie er von euren Führern definiert wird (die würden so ein Ergebnis enthusiastisch unterstützen; ja – sie versprechen es sogar immer wieder!). Aber wenn deren Vorstellung von „Erfolg“ nicht die eure ist, und wenn ihr niemals wollt, dass irgendeine Nation, ein Volk oder eine Ethnie jemals Opfer einer solchen „erfolgreichen“ Militärintervention wird, warum wollt ihr dann, dass eure Führer mit ihrer teuflischen Vorstellung von „Erfolg“ die Mittel haben, in Zukunft „erfolgreich“ zu sein? Und das trotz der Tatsache, dass ihre historische Bilanz zeigt, dass sie nicht einmal irgendeinen „Erfolg“ erzielen können, selbst nach ihrer eigenen Definition, geschweige denn nach eurer?!

 

Habt ihr bemerkt, dass ich in meinen Argumenten nirgendwo die Tatsache erwähnt habe, dass die USA niemals die Menschen befragt haben (im Gegensatz zu ihren örtlichen Kumpel-Eliten), ob sie von Uncle Sam gerettet werden wollen oder nicht? Sie befragen auch nicht das amerikanische Volk, ob es in den Krieg ziehen will, daher auch die gut bekannten False Flags von „Remember the Maine“ über den Untergang der RMS Lusitania, nach Pearl Harbor zum „Zwischenfall im Golf von Tonkin“ bis zum 11. September: jedes Mal musste eine Lüge herhalten um das amerikanische Volk davon zu überzeugen, dass es in den Krieg ziehen muss. Ist das wirklich die Macht des Volkes? Ist das Demokratie?!

 

Gibt es da draußen Menschen, irgend jemanden, der wirklich für US Militärinterventionen ist? Ja, ich vermute es gibt sie. So wie die Kosovo-Albaner. Ich vermute, dass die afghanischen Tadschiken und Hazara ziemlich glücklich darüber waren, dass die USA den Taliban den Arsch weg gebombt haben. Es gibt also einige Beispiele. Oh, ich vergaß unsere baltischen und ukrainischen Freunde (aber die waren auch glücklich als die Nazis kamen, also sind sie kein so gutes Beispiel). Aber man kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass in Wirklichkeit niemand von Uncle Sam befreit werden will, daher der weltweite Gebrauch des Slogans „Yankee go home“.

 

Dieser Brief ist bereits viel zu lang, und so verzichte ich auf eine Aufzählung all der Gründe, warum die USA so ziemlich überall auf dem Planeten gehasst werden, natürlich nicht von den herrschenden Eliten, aber von den einfachen Menschen. Und wenn ich „die USA“ sage, dann meine ich nicht Paul Newman, Mark Twain, Miles Davis, Quentin Tarantino, James Taylor oder die Bill of Rights, oder das wunderschöne Land, das sich „die USA“ nennt. Aber das Regime, im Gegensatz zu einer bestimmten Regierung oder Administration in Washington, es ist das Regime, das wirklich universell gehasst wird. Ich habe noch nie irgendwelchen Anti-Amerikanismus gegen das amerikanische Volk gesehen, nicht in Frankreich, Griechenland oder Lateinamerika. Aber der Hass auf das Imperium ist mittlerweile praktisch universell. Nur die politischen Eliten, deren Status, Macht und Wohlbefinden vom Imperium abhängen, unterstützen tatsächlich das Imperium und wofür es steht. Alle anderen verachten, wofür die USA heute stehen. Und jede Militärintervention macht es nur noch schlimmer.

 

Und ihr wollt sicherstellen, dass das so weiter geht? Wirklich?

 

Momentan versuchen die USA verzweifelt, AlQaeda (alias IS, ISIS, Daesh, al-Nusra usw.) vor einer Niederlage in Syrien zu retten. Das ist mal eine moralische Haltung nach 9/11 (das gilt, falls man die offizielle Sichtweise zu 9/11 akzeptiert; wenn man versteht, dass 9/11 eine kontrollierte Sprengung war, bei der Al-Qaida-Sündenböcke als Ablenkung benutzt wurden, dann ergibt es sogar Sinn).

 

Nebenbei – wer sind gegenwärtig die Alliierten, denen die USA jetzt so eifrig helfen?

  • Das Wahhabi-Regime in Saudi Arabien

  • Das Nazi-Regime in der Ukraine

  • Das letzte offiziell rassistische Regime auf dem Planeten in Israel

Haltet ihr das für Alliierte, die eine Unterstützung wert sind?!

 

Und was bekommt das amerikanische Volk dafür? Nichts als Armut, Unterdrückung, Schande, Hass, Furcht und unsägliches körperliches, psychologisches und moralisches Leid.

 

Das sind die Früchte des Imperiums. Jedes Imperiums, Immer.

 

Ihr habt erwähnt, dass ihr jedes Mal, wenn ihr einen Veteranen seht, ihm für seinen Dienst dankt. Warum? Glaubt ihr wirklich, dass er in einem gerechten Krieg gekämpft hat, dass sein Dienst etwas ist, worauf er stolz sein kann? Hat er für sein Volk gekämpft? Hat er die Unschuldigen verteidigt? Oder war er Besatzer in einem fremden Land und falls er in einem Kampfeinsatz war, hat er nicht Menschen getötet, die ihr eigenes Land verteidigt haben, ihre Familien und ihre Art zu leben? Wofür genau dankt ihr diesem Veteranen? Dass er Befehle befolgt hat? Aber ist das nicht etwas, das die Nürnberger Gesetze ganz besonders verurteilen, als amoralisch und illegal?

 

Erinnert ihr euch, wie ihr mir erzählt habt, dass die Frau des Marines xxxx in einem hübschen Haus lebt und man sich um ihre materiellen Bedürfnisse kümmert? Und ihr habt hinzugefügt: „Vergleich das mal mit einem russischen Soldaten“. Nun, ihr habt eindeutig keine Ahnung, wie russische Soldaten heutzutage leben, unter dem von euch verhassten Putin, aber darum geht es nicht. Die Frage, die ich euch damals stellen wollte und die ich euch heute stelle: Ist der komfortable Lebensstil eines US-Marines Grund genug um ein Marine zu sein – sprich ein Teil der Ersten zu sein, die zum Morden unschuldiger Menschen und zur Invasion von Ländern geschickt werden? Wisst ihr überhaupt, was die Marines kürzlich in Falludscha angestellt haben? Wie viel ist eine menschliche Seele wert? Und denkt ihr wirklich, dass es ein ehrenwerter Lebensstil ist, ein bezahlter Killer für ein Imperium zu sein? Und wenn ihr glaubt dass ich übertreibe, dann lest bitte den berühmten Aufsatz „War is a Racket“ von Marine Brigadier General Smedley Butler, der zu seiner Zeit die höchsten Orden bekam, die ein Marine bekommen kann und der der höchstdekorierte Marine der Geschichte ist. Wenn Krieg ein Drecksgeschäft ist, macht das nicht Marines zu professionellen Halsabschneidern, zu bezahlten Gangstern, die als Vollstrecker des regierenden Mobs handeln? Fragt euch selbst: Was wäre in Nazi-Deutschland oder im sowjetischen Russland ungefähr das Gegenstück zu einem US-Marine? Um euch bei der Beantwortung dieser Frage zu helfen, hier ein kurzes Zitat aus Wikipedia über das Marine Corps:

 

Das Marine Corps wurde als Infanterie-Einheit auf Marineschiffen gegründet und war für die Sicherheit des Schiffs und seiner Crew bei offensiven und defensiven Einsätzen während des Boardings verantwortlich und zur Verteidigung der Schiffsoffiziere vor einer Meuterei. Zu letzterem Zweck waren ihre Quartiere häufig strategisch zwischen den Offiziersunterkünften und dem Rest des Schiffs platziert.“

 

Hilft das bei der Identifizierung ihrer Gegenstücke bei den Nazis und Sowjets?

 

Von allen Menschen, sollten nicht wir, die Juden und Russen, die Fallen eines Imperiums und die ganzen Erklärungen zur Rechtfertigung des untertänigen Dienstes am Imperium erkennen und kategorisch zurückweisen?

 

Ich denke dass die Geschichte zweifelsfrei zeigt, dass alle Imperien böse sind, an sich und grundlegend böse sind. Daher sind sie auch alle gleich böse. Soll ich erklären warum?

 

Wisst ihr, welche Verbrechen nach internationalem Recht die ultimativen, höchsten und übelsten Verbrechen sind? Es ist nicht der Völkermord oder das Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Nein, das ultimative Verbrechen ist das Verbrechen der Aggression (das macht nebenbei bemerkt jeden einzelnen US-Präsidenten nach internationalem Recht zu einem Kriegsverbrecher, denkt mal darüber nach!) Nach den Worten des Chefanklägers von Nürnberg, Robert H. Jackson, ist das Verbrechen der Aggression das ultimative Verbrechen, denn „es beinhaltet in sich das gesammelte Böse“ aller anderen Arten von Kriegsverbrechen. Nun, um Jackson zu interpretieren, beinhaltet der Imperialismus in sich das gesammelte Böse aller Imperien. Guantanamo, Hiroshima, Falludscha, Abu Ghraib, Gladio und der ganze Rest, das „gehört einfach dazu“, sie sind keine Ausnahme, sie sind die Regel.

 

Das Beste was diesem Land und seinen Leuten passieren könnte wäre der Kollaps dieses Imperiums. Die Unterstützung für dieses Imperium, selbst die stillschweigende und passive durch Menschen wie euch, verzögert nur dieses Ergebnis und erlaubt es dieser Abscheulichkeit, noch mehr Elend und Schmerz über Millionen unschuldiger Menschen zu bringen, einschließlich Millionen eurer amerikanischen Landsleute. Dieses Imperium bedroht jetzt auch mein Land, Russland, mit Krieg und möglicherweise Nuklearkrieg und das bedeutet wiederum, dass dieses Imperium das Überleben der menschlichen Spezies gefährdet. Ob das US-Imperium das schlimmste aller Zeiten ist, darüber lässt sich streiten, aber Tatsache ist, dass es bei weitem das gefährlichste ist. Ist das nicht Grund genug für euch zu sagen „genug ist genug“? Was braucht es noch damit ihr die Seite wechselt und zum Rest der Menschheit stoßt, im Kampf um das Überleben unserer Spezies? Oder braucht ihr einen nuklearen Winter um euch die Augen zu öffnen über die wahre Natur des Imperiums, das ihr gegen alle Beweise anscheinend immer noch unterstützt?


http://www.moonofalabama.org/2017/09/syria-summary-the-plan-to-eliminate-isis-remains.html#comments

 

Kurzdarstellung zu Syrien – Die Eliminierung der Überreste von ISIS

 

von b, Moon of Alabama, 17.09.2017

 

Die letzte Zusammenfassung zu Syrien trug die Überschrift „Im Osten Syriens droht ein neuer Zusammenstoß“. Darin hieß es:

 

Wichtige Ölfelder liegen nördlich und östlich von Mayadin. Das Ölfeld Omar im Osten ist das größte Ölfeld Syriens. Die USA wollen, dass es unter ihrer Kontrolle steht, damit sie die kurdischen und arabischen Stellvertreter im Nordosten Syriens finanzieren können. Die syrische Regierung braucht das Ölfeld um das Land wieder aufzubauen. Sollten die von den USA unterstützten Kräfte versuchen, das Gebiet zu annektieren, dann werden wir wohl einen direkten Konflikt zwischen ihnen und den syrischen Regierungskräften sehen. Werden die USA und Russland in diesen Kampf einsteigen?

 

https://www.theblogcat.de/übersetzungen/die-lage-in-syrien/

 

 

Gestern kam es zu einem ersten Zusammenstoß. Spezialkräfte der syrischen Regierung und Russlands (rot) haben bei Deir Ezzor den Euphrat überschritten, um in dem Gebiet Aufklärung über die nächsten großen Schritte zu betreiben. Ein größeres Übersetzen in den Norden des Euphrat und östlich von Deir Ezzor wird in den kommenden Tagen erwartet. Das russische Militär hat die USA über das Operationsgebiet informiert. Trotzdem haben ehemals mit ISIS verbündete Stammeskräfte, die jetzt unter dem Etikett SDF von den USA bezahlt werden, versucht, ihr Gebiet nördlich von Deir Ezzor zu erweitern (blau). Sie erhielten in Form eines kleinen Luftangriffs einen „Schuss vor den Bug“. Mehrere „SDF“ wurden verwundet, die sie begleitenden und befehlenden US Spezialkräfte wurden nicht getroffen.

 

Das russische Militär stellt die Frage, wer diese Kräfte wirklich sind:

 

In den letzten Tagen konnten russische Kontroll- und Aufklärungseinheiten östlich des Euphrat nicht ein einziges Gefecht zwischen Terroristen des Islamischen Staats und bewaffneten Vertretern einer „dritten Kraft“ ausmachen. Daher können nur die Vertreter der internationalen Koalition die Frage beantworten, wie es „Mitglieder der Opposition“ oder „militärische Berater der internationalen Koalition“ geschafft haben, in die vom IS besetzten Gebiete östlich von Deir Ezzor vorzurücken, ohne einen Schuss abzufeuern.“

 

Südliche des Flusses konsolidieren die syrischen Regierungskräfte ihre Positionen rund um jene zwei Drittel von Deir Ezzor, die jetzt unter ihrer Kontrolle stehen. Um unnötige Opfer und Schäden zu vermeiden, drängen sie die Kämpfer des Islamischen Staats aus den dicht besiedelten Gebieten anstatt sie sofort zu umzingeln und zu belagern. Sie werden in den weniger besiedelten ländlichen Gebieten leichter zu vernichten sein. Der Feldzug südlich des Euphrats wird östlich und westlich entlang der von ISIS besetzten Gebiete weitergehen.

 

Eine zweite Gruppe syrischer Regierungskräfte naht vom jordanisch-irakisch-syrischen Grenzdreieck und schreitet entlang der syrisch-irakischen Grenze auf al-Buqamal/Qaim am Euphrat vor. Eine irakische Einheit arbeitet sich parallel auf der irakischen Seite der Grenze voran.

 

Während der nächsten Monate werden sich wahrscheinlich drei syrische Regierungseinheiten dort treffen, wo der Euphrat in den Irak fließt. Eine Gruppe bewegt sich jetzt nach Norden entlang der syrisch-irakischen Grenze, eine kommt von Deir Ezzor auf der Südseite des Flusses und eine wird sich bald nördlich des Euphrats einrichten, um auf die Ölfelder weiter im Osten vorzurücken. Irakische Kräfte sollen diese Bewegungen auf der anderen Seite der Grenze spiegeln. Zum Ende dieser Operationen wird kein Gebiet in Syrien und im Irak mehr unter der Kontrolle der ISIS-Organisation stehen. (Isolierte ISIS-Rückzugsräume östlich von Homs und im Irak stehen unter Belagerung und werden bald gereinigt sein.)

 

Es gibt keinen Anlass mehr für irgendeine US-Intervention, um den totalen Sieg über den Islamischen Staat zu erreichen. Während der US-Präsident erklärt hat, dass sein Land in Syrien keine weiteren Interessen außer dem Sieg über ISIS hat, so haben andere Kräfte innerhalb der herrschenden US-Struktur vermutlich andere Ideen. Wir können mit einigen Operationen rechnen, etwa von „unabhängigen“ US-Stellvertreter-Kräften oder „versehentlichen“ Bombardierungen, um die Pläne der syrischen und irakischen Regierung zu behindern.

 

Im Nordwesten Syriens hat AlQaeda immer noch die Kontrolle über die Provinz Idlib. Letzte Woche haben sich Syrien, der Iran, Russland und die Türkei darauf geeinigt, dieses Gebiet gewaltsam zu befrieden. Ein jeder Staat wird die Kontrolle über eine „Deeskalationszone“ innerhalb Idlibs übernehmen. Zu der Ankündigung des Abkommens gibt es keine Details. Es ist noch unbekannt, wer welchen Teil von Idlib übernehmen wird und wie die Koordination des Projekts aussehen soll. Verschiedene geleakte Karten, die eine Aufteilung des Gebiets zeigen sollen, stammen von türkischen Quellen und geben wahrscheinlich nicht die tatsächlich ausverhandelten Linien wieder.


https://www.rt.com/op-edge/403134-north-korea-nuclear-containment-john-pilger/

 

Die nordkoreanische Lösung hängt von der „Eindämmung der USA“ ab

 

Niemand will einen nuklearen Krieg, aber das ist die Richtung, die die USA und die NATO nicht nur gegenüber Nordkorea, sondern möglicherweise auch gegen China und Russland einschlagen, fürchtet der Journalist John Pilger. Mehr noch, er sagt, dass die Krise zu Nordkorea nur eine „Nebenveranstaltung für den Hauptauftritt ist“.

 

Am Dienstag sprach der Investigativjournalist und Dokumentarfilmer John Pilger mit Natasha Sweatte von RT America über die anscheinend eskalierende nukleare Lage auf der koreanischen Halbinsel.

 

Interview mit John PIlger, 13.09.2017

 

 

RT: Was sind Ihre Gedanken zu dem was der nordkoreanische Botschafter in Russland heute sagte, dass keine Sanktionen Nordkorea dazu veranlassen würden, seine Politik zu verändern, und hinzufügte, dass Nordkoreas Nuklearprogramm dazu beiträgt, dass sein Land mit der „feindlichen Politik“ der USA fertig wird? Glauben Sie nicht, dass das nur eine Ausrede für Kim Jong-un ist, sein Arsenal aufzubauen?

 

John Pilger: Schauen Sie, das Problem ist nicht Nordkorea. Das Problem ist nicht Russland. Das Problem ist nicht China. Das Problem sind die Vereinigten Staaten.

 

Es gab in der Vergangenheit eine Reihe von Abkommen, 1992, 1994, zwischen Nord- und Südkorea, um Korea atomwaffenfrei zu machen. Das Problem sind die Vereinigten Staaten, und man muss das auf breiterer Basis betrachten. Das Problem für den Rest der Welt ist jetzt eigentlich die Eindämmung der Vereinigten Staaten. Die USA haben während des Ersten Kalten Kriegs dauernd von der Eindämmung der Sowjetunion gesprochen, aber nein. Es geht um die Eindämmung der Vereinigten Staaten und offen gesagt war es schon immer so.

 

Ja, es ist ein unberechenbares Regime, aber es gibt überhaupt keinen Zweifel, dass Nordkorea angegriffen worden wäre wenn es keine Nuklearwaffen besitzen würde. Oder mit Nordkorea wäre etwas ähnliches oder das gleiche passiert wie mit Libyen und dem Irak und Syrien und Afghanistan.

 

RT: Wird China bei der Umsetzung der UN-Sanktionen mithelfen und glauben Sie, dass sich das Land über die jüngsten Aktionen aus Pyongyang alarmiert fühlt?

 

JP: Nein, China ist vor allem über die Vereinigten Staaten alarmiert, nicht über Nordkorea. Es gab schon immer die Besorgnis, dass Nordkorea die Vereinigten Staaten provozieren könnte, aber selbst diese Sanktionen, die der Sicherheitsrat beschlossen hat, die Sanktionen der UNO, China kann das immer umgehen. Sie verwenden die chinesische Währung, chinesische Firmen, daher funktioniert das sowieso nicht. Chinas größte Sorge ist, dass Pyongyang die USA provozieren könnte und das war schon immer aus historischer Sicht Chinas größte Sorge.

 

RT: Wenn wir von den Sanktionen reden, warum denken Sie, dass die Vereinten Nationen einige der größten ausländischen Einnahmequellen des Landes angreifen, aber das Erdöl außen vor lassen, das sie eindeutig für ihr riesiges Militär benötigen?

 

JP: Ehrlich gesagt, ich weiße es nicht. Und ich denke es spielt auch keine Rolle. Denn diese Sanktionen gegen Nordkorea werden einfach nicht funktionieren. Nordkorea hat über die Jahre einen Lebensstil entwickelt, eine Entwicklung genommen, eine Art, strategische Waffen zu entwickeln, in dem Bewusstsein, dass es nahezu ständig unter einer Art Belagerungszustand lebt. Daher glaube ich, dass diese Sanktionen überhaupt keine Rolle spielen.

 

Wie gesagt, Nordkorea wird in der Lage sein – sie haben Öl eh schon eingeschränkt – aber Nordkorea wird von China unterstützt werden. China macht es auf eine andere Art. Anstatt mit Koreanern handeln sie mit chinesischen Geschäftsleuten in Korea. Daher gibt es, wie bei allen Sanktionen, Wege, sie zu umgehen.

 

Sanktionen sind bei dieser ganzen Debatte auf gewisse Weise irrelevant. Es braucht einen Friedensvertrag mit Nordkorea, zwischen den Vereinigten Staaten und Nordkorea und der Regierung in Seoul.

 

Aber das Beunruhigendste an dem Ganzen ist, worauf es hinausläuft. Soweit ich sehen kann, wird darüber in den Vereinigten Staaten nicht berichtet: Eine Forschungsgruppe in Deutschland und verschiedene deutsche Zeitungen haben ein NATO-Dokument veröffentlicht, das besagt, dass die wichtigste Frage ist, ob die NATO tatsächlich ihre Nuklearwaffen aufstockt.

 

Und was das Dokument besagt ist, dass es der Anfang vom Ende des INF-Vertrags (Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme) ist. Das ist der wichtigste Vertrag des alten Kalten Kriegs. Wenn der erst einmal gebrochen ist, dann hat man die echte Bedrohung durch einen Nuklearkrieg zwischen den großen Mächten. Daher ist Nordkorea nur ein Nebenschauplatz. Das ist die das große Spiel.

 

RT: Und jetzt gibt es Gerüchte, dass Präsident Trump im November China besuchen wird und Sie wissen, er hatte Präsident Xi Jinping nach Mar-a-Lago eingeladen und ein paar nette Worte über den Präsidenten gesagt. Warum, glauben Sie, hat China bisher nicht richtig interveniert und mitgeholfen, die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea zu entschärfen? Steht für China in Nordkorea finanziell zu viel auf dem Spiel?

 

JP: Ich denke dass China dazu beigetragen hat, die Spannungen zu vermindern. China und Russland haben einen strategischen Plan, den sie den USA vorgelegt haben und er wurde sofort zurückgewiesen. Darin heißt es, falls die Vereinigten Staaten und die Regierung in Südkorea die provozierenden Militärmanöver stoppen, die, wie sie es nennen, eine „Enthauptung“ des Regimes in Pyonyang beinhalten, falls sie diese provozierenden Übungen stoppen, dann wird Nordkorea auch mit den gegenwärtigen Tests aufhören.

 

China und Russland haben also tatsächlich positive Vorschläge unterbreitet. Wie ich schon eingangs sagte: Das wahre Problem bei all dem ist die Eindämmung der größten Nuklearmacht der Welt, den Vereinigten Staaten.

     


 

https://sputniknews.com/columnists/201709161057451619-us-alien-peace/

 

Warum der Friede den USA wesensfremd ist

 

von Finian Cunningham, 16.09.2017

 

 

Man müsste lachen – wenn es nicht so traurig wäre. Die Trump-Regierung sagt, dass ihr für eine diplomatische Lösung der Koreakrise die Geduld ausgeht.

 

Diese falsche Frömmigkeit kommt von einer US-Regierung, die sich ständig weigert, in direkte Verhandlungen mit Kim Jong-um zu treten, dem Führer der Demokratischen Volksrepublik Korea (DPRK).

 

Also wie können die USA sagen, dass sie die diplomatischen Bemühungen satt haben, wenn sie noch nicht ein ehrliches Wort der Diplomatie geäußert haben – obwohl sie von Russland, China und anderen Weltführern dazu gedrängt wurden?

 

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron war der letzte Weltführer, der in einem Telefonat mit Russlands Wladimir Putin Moskaus Aufruf zu Verhandlungen über die Koreakrise unterstützt hat.

 

Russlands Botschafter bei der UN, Vassily Nebenzia, wies darauf hin, dass die jüngste Resolution zu Nordkorea vom 11. September im besonderen alle Parteien, auch die Vereinigten Staaten, dazu aufruft, Verhandlungen zu beginnen und eine friedliche Lösung zu finden.

 

Aus diesem Grund, durch die Nichterfüllung der diplomatischen Verantwortung, verweigern sich die USA der UN-Resolution.

 

Nach einem weiteren ballistischen Raketentest durch Nordkorea am Freitag, unter Missachtung der UN-Resolution, behauptete Präsident Trumps Nationaler Sicherheitsberater General HR McMaster, dass den USA auf der Suche nach Diplomatie der Geduldsfaden reißt.

 

Wir haben das Problem immer vor uns hergeschoben und jetzt geht uns der Raum aus“, sagte McMaster zu Reportern, nachdem Nordkorea eine ballistische Rakete abgefeuert hatte, die über Japan hinwegflog. Die zurückgelegte Entfernung – 3.700 km – würde das US-Territorium von Guam in Reichweite bringen.

 

Trumps oberster Sicherheitsberater fügte dann mit der bekannten finsteren Note hinzu: „Für jene, die das Fehlen einer militärischen Option kommentiert haben – es gibt eine militärische Option.“

 

Währenddessen tourte der amerikanische Präsident durch die Anderson Airforce-Base bei Washington, wo er wieder einmal von der „überwältigenden“ Militärmacht prahlte, um Nordkorea auszulöschen.

 

Russland und China haben wiederholt die USA und Nordkorea dazu aufgerufen, in Gespräche zur Lösung der Sicherheitskrise einzutreten – eine Krise, die zu einer globalen Krise mit einem Nuklearkrieg führen könne, wie Präsident Putin jüngst warnte.

 

Für die jüngste UN-Resolution (UNSC 2375) haben Moskau und Peking ihre Unterstützung gegeben, basierend auf der Verpflichtung zu multilateralen Verhandlungen, so wie es der Text vorsieht.

 

Die Resolution fordert auch eine Reduzierung der Ölexporte an Nordkorea von bis zu 30% (und nicht das völlige Verbot, wie es die USA haben wollten).

 

Wenn jedoch die USA nicht gewillt sind, die in der Resolution vorgesehenen diplomatischen Maßnahmen umzusetzen, warum sollen dann China und Russland die Sanktionen zum Ölhandel umsetzen?

 

Aber wie immer will Washington alles auf einmal haben. Die USA verlangen von Russland und China, „direkte Aktionen“ gegen die Wirtschaft Nordkoreas zu unternehmen, aber Washington zeigt keine Anzeichen, seine Seite des Handels umzusetzen und eine diplomatische Kommunikation aufzunehmen.

 

Trump und seine höchsten Beamten drohen weiter mit „alle Optionen sind auf dem Tisch“ – was einen präventiven Militärschlag gegen Nordkorea bedeutet, einschließlich dem Einsatz von Nuklearwaffen.

 

Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass Nordkoreas Atomprogramm und die Raketenstarts nur zur Abschreckung dienen. Kim Jong-un hat nach dem letzten ballistischen Test wiederholt, dass Pyonyang nach einem „militärischen Gleichgewicht“ zu den USA strebt, um sie von einem Präventivschlag abzuhalten.

 

 

 

Neben Russland, China, Deutschland und Frankreich und anderen, die zu diplomatischen Gesprächen aufrufen, gibt es auch innerhalb der USA vernünftige Stimmen, die das selbe fordern.

 

Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter, der Nordkorea dreimal besuchte, hat ganz offen geäußert, dass sich Washington zum Frieden bekennen und mit Pyonyang Gespräche beginnen muss.

 

Auch die in den USA beheimatete National Campaign to End the Korean War wirbt für direkte Verhandlungen zu einer friedlichen Lösung. Die Organisation sagt, dass der Schlüssel zu einer erfolgreichen Diplomatie sei, dass die USA mit Nordkorea einen formellen Friedensvertrag schließen.

 

Es ist erstaunlich: 64 Jahre nach dem Ende des Koreakriegs (1950-1953) weigern sich die USA, einen Friedensvertrag zu unterzeichnen. Technisch gesehen befinden sich die USA mit Nordkorea immer noch im Krieg und halten sich in dem Konflikt nur an einen Waffenstillstand. Mit ständigen Militärmanövern rund um die koreanische Halbinsel wird dieser Waffenstillstand nur dünn kaschiert.

 

Aus nordkoreanischer Sicht könnten die USA jederzeit wieder einen richtigen Krieg anfangen. Militärische Übungen und eine kampfeslustige Rhetorik mit „Enthauptungsschlägen“ und „allen Optionen“ alarmieren Nordkorea zutiefst, wenn man das enorme Leid bedenkt, dem sie während des Kriegs von 1950-53 ausgesetzt waren.

 

Wenn es Washington mit einer diplomatischen Lösung in Korea ernst meinen würde, dann würde man das angebliche Streben mit der Unterzeichnung eines überfälligen Friedensvertrags mit Nordkorea bestätigen. Dann sollten die Parteien, wie von Russland und China gefordert, in umfassende Gespräche zu den Sicherheitsfragen eintreten.

 

Aber das ist die Krux der ganzen Angelegenheit: Washington will keinen Frieden mit Nordkorea.

 

Spannungen, Konflikt und eine Kriegsgefahr sind für eine US-Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum unabdingbar. Das erlaubt es den USA, Nordkorea als „Buhmann-Gefahr“ für die amerikanischen Alliierten in Südkorea und Japan hinzustellen, was wiederum den massiven Verkauf von Waffen erleichtert, die für die US-Wirtschaft so wichtig sind.

 

Erst letzte Woche haben die USA weitere Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) Abwehr-Raketen an Südkorea verkauft, obwohl der südkoreanische Präsident Moon Jae-in zuvor gesagt hatte, dass er gegen die Stationierung solcher Waffen sei. Auch Japan denkt über den Kauf weiterer „Made in USA“ Aegis Abwehr-Raketensysteme nach.

 

Darüber hinaus liefert die Eskalation der militärischen Kräfte der USA im pazifischen Asien – angeblich zur „Begegnung der nordkoreanischen Bedrohung“ – Washington eine bequeme Ausrede zur Ausweitung seiner strategischen Reichweite über China und Russland – den beiden Nationen, die das Pentagon wiederholt als seine größten globalen Gegner bezeichnet hat.

 

China und Russland haben gegen die US Raketensysteme im asiatischen Pazifik ihren Missmut ausgedrückt und sagen, das würde die strategische Balance stören.

 

Nichtsdestotrotz machen die USA mit ihrer militärischen Aufrüstung weiter, denn sie benutzen die Nordkorea-Krise als einen politisch akzeptablen Deckmantel.

 

Die nackte Wahrheit ist, dass die Führer der USA und ihre vom Militär getriebene Wirtschaft keinen Frieden in Korea wollen. Daher weigern sie sich gegen die Unterzeichnung eines Friedensvertrags oder dagegen, der Diplomatie eine Chance zu geben. Der Konflikt mit Nordkorea ist für den Konzern-Kapitalismus der USA einfach lebenswichtig, genauso wie er es den USA erlaubt, ihre militärische Macht gegen die vermeintlichen Rivalen Russland und China zu projizieren.

 

Die wirklich verwerfliche Angelegenheit ist, dass der Weltfriede in Gefahr gebracht wird, um die selbstsüchtigen strategischen Interessen von amerikanischen Führern zu befriedigen. Internationales Recht, UN-Resolutionen, Appelle an die Vernunft und Diplomatie werden von einem wild gewordenen Regime in Washington, das es nach Krieg juckt, empört zurückgewiesen.

 

Und da hat Washington die Unverfrorenheit zu behaupten, dass ihre Geduld für Diplomatie zu Ende gehe. Das einzige was zu Ende geht ist die Geduld der Welt für dieses kriegerische und arrogante Verhalten der USA.

 

Es geht nicht nur um Korea und den asiatisch-pazifischen Raum. Der Nahe Osten und Nordafrika, Südasien, die NATO-Erweiterung in Europa, die Ukraine und der Balkan, Venezuela, Kuba und Lateinamerika. Die Konflikte in jedem Teil der Welt, vergangene und gegenwärtige, hängen mit Amerikas Sucht nach Krieg zusammen. Denn Friede ist für die US-Herrscher ein Tabu.


http://www.paulcraigroberts.org/2017/09/13/economic-lesson-china-russia/

 

Wirtschaftsunterricht für China und Russland

 

von Paul Craig Roberts, 13.09.2017

 

 

Jahrelang gab es militärische Drohungen gegen Russland – denkt an den stellvertretenden CIA-Direktor Mike Morell, der im Fernsehen sagte (Charlie Rose Show), das die USA anfangen sollten, Russen zu töten, um ihnen eine Botschaft zukommen zu lassen. Und den Stabschef der Armee Mark Milley, der drohte „wir werden euch härter schlagen als ihr jemals zuvor geschlagen wurdet.“ Jetzt bedroht der US-Finanzminister Steven Mnuchin China. Wenn sich China nicht an die Sanktionen Washingtons gegen Nordkorea halte, dann werden die USA „ihnen (den Chinesen) zusätzliche Sanktionen auferlegen und sie daran hindern, dass sie Zugang zum amerikanischen und internationalen Dollarsystem erhalten“, sagte Mnuchin.

https://www.rt.com/usa/403118-usa-china-sanctions-north-korea/

 

Da haben wir eine bankrotte US-Regierung mit $20 Billionen Staatsschulden, die Geld drucken lassen muss um ihre eigenen Anleihen zu kaufen, und man bedroht die zweitgrößte Weltwirtschaft, die unter Berücksichtigung der Kaufkraft größer als die US-Wirtschaft ist.

 

Denkt einmal kurz über Mnuchins Drohung gegen China nach. Wie viele US-Firmen sind in China? Es sind nicht nur Apple und Nike. Würden Sanktionen gegen China bedeuten, dass diese US-Firmen ihre in China hergestellten Produkte nicht mehr in den USA oder sonstwo auf der Welt verkaufen könnten? Glaubt ihr, dass die globalen US-Konzerne das hinnehmen würden?

 

Was wenn China mit der Verstaatlichung aller US-Fabriken und aller in westlichem Besitz befindlicher Banken in Hong Kong und China antwortet?

 

Mnuchin ist wie die schwachsinnige Nikki Haley. Er weiß nicht wem er da droht.

 

Bedenkt Mnuchins Drohung, China aus dem internationalen Dollarsystem auszuschließen. Nichts könnte den USA mehr schaden und China mehr nützen. Ein riesiger Anteil der wirtschaftlichen Transaktionen würde sich einfach vom Dollarsystem abwenden und dessen Reichweite und Gewicht vermindern. Und das Wichtigste dabei: Es würde den Regierungen Chinas und Russlands endlich dämmern, dass es eine massive Hypothek ist, Teil des Dollarsystems zu sein, ohne Vorteile. Russland und China hätten schon vor Jahren ihr eigenes System erschaffen sollen. Teil des Washingtoner Systems zu sein macht es Washington leicht, Drohungen und Sanktionen auszusprechen.

 

Der Grund warum Russland und China gegenüber dieser Tatsache blind sind ist, dass sie dumm genug waren, Studenten in die USA zu schicken um Wirtschaft zu studieren.Diese Studenten kehren völlig hirngewaschen mit neoliberaler Ökonomie zurück, Michael Hudson nennt es „Schrott-Ökonomie“. Diese amerikanische Wirtschaftslehre macht russische und chinesische Ökonomen de facto zu amerikanischen Handlangern. Sie unterstützen eine Politik, die Washington dient und nicht ihren eigenen Ländern.

 

Wenn China und Russland eigenständige Länder sein wollen, dann müssen sie dafür beten, dass der schwachsinnige Mnuchin sie von dem Dollarsystem abschneidet, das sie ausbeutet. Dann müssen Russland und China ihr eigenes System entwickeln und echte Ökonomie lernen, anstatt einer Propaganda die sich als Wirtschaft tarnt, die den Interessen Washingtons dient.

     


http://www.theblogmire.com/the-lights-go-out-in-washington-as-the-swamp-creatures-become-comfortably-dumb/

 

In Washington gehen die Lichter aus, denn die Kreaturen aus dem Sumpf verlieren langsam den Verstand

 

von Rob Slane, 13.09.2017

 

 

Die Geschwindigkeit, mit der die US-Eliten weiter im Irrsinn versinken, ist nur noch staunenswert. Ihre Arroganz, an die man sich schon einige Zeit gewohnt hat, wird jetzt von einem Ausmaß an Dummheit erreicht, das einem wirklich den Atem raubt. So sieht das jetzt aus:

 

Anfang des Jahres bekam eine Person namens Steven Mnuchin irgendwie den Job als US-Finanzminister. Ich sage irgendwie, denn als ehemaliger Goldman Sachs Banker und dann Manager von George Soros Hedgefund SFM Capital Management schien er eine unwahrscheinliche Wahl für einen Präsidenten, der weitestgehend auf der Grundlage gewählt wurde, dass er ein völlig anderes Amerika versprach als den Goldman Sachs/George Soros-Sumpf. Aber dann haben aufmerksame Beobachter darauf hingewiesen, dass Mr. Trump als Präsident schon lange vergessen hat, was Mr. Trump als Kandidat versprochen hatte. Stattdessen hat er sich in eine Kreatur verwandelt, die man jetzt als Donald J. Swamp kennt.

 

Wie auch immer, Mr. Mnuchin hat als US-Finanzminister in einem Interview Anfang dieser Woche auf eine Frage geantwortet, zu den jüngsten einstimmigen Beschlüssen des UN-Sicherheitsrats über neue Sanktionen gegen Nordkorea – eine Entscheidung, die nur nach einer Reihe von Zugeständnissen an China und Russland zustande kam. So fing er an:

 

Wir haben mit der UN sehr eng zusammengearbeitet. Ich bin mit der gerade beschlossenen Resolution sehr zufrieden. Das sind einige der stärksten Beiträge. Wir haben jetzt mehr Werkzeuge in unserem Werkzeugkasten und wir werden sie weiterhin benutzen und Nordkorea zusätzliche Sanktionen auferlegen, bis sie mit diesem Verhalten aufhören.“

 

Aber dann hat ihn Andrew Ross Sorkin von CNBC damit konfrontiert:

 

Aber wir waren nicht in der Lage, mit dem Finger auf China zu zeigen, das in dieser Sache anscheinend die wahre treibende Kraft ist, das in er Lage wäre, den richtigen Druck zu erzeugen. Was, glauben Sie, ist dabei die Frage? Wo liegt das Problem?

 

Darauf antwortete Mr. Mnuchin:

 

Ich denke wir haben absolut mit dem Finger auf China gedeutet. Ich denke, dass das was gestern erreicht wurde, historisch war. Ich möchte auch sagen, dass ich einer großen chinesischen Bank Sanktionen auferlegt habe. Das wurde zum ersten Mal gemacht. Und wenn China diesen Sanktionen nicht folgt, dann werden wir ihnen zusätzliche Sanktionen auferlegen und sie daran hindern, Zugang zum amerikanischen und internationalen Dollarsystem zu erhalten. Und das ist ziemlich bedeutsam.“

 

Hmm? Du willst also das kleine alte China vom Dollarsystem abschneiden? Sonst noch was? Anscheinend schon, denn er fügte hinzu:

 

Ich habe deutlich gemacht, was der Präsident stark in Betracht zog, und wir haben jedem, der mit Nordkorea Handel betreiben will, die Botschaft geschickt, dass wir in Betracht ziehen, nicht mit uns Handel zu treiben. Wir können Wirtschaftssanktionen verhängen, damit sie aufhören, Handel zu treiben.

 

Wenn es eine Richter-Skala für Arroganz gäbe, dann würde das etwa 9,5 entsprechen. Da haben sie sich gerade mit den Chinesen zusammengesetzt um eine Resolution auszuarbeiten, die sie auch unterstützen können. Und was unternehmen die USA als nächstes? Weiter mit ihnen als Partner zusammenarbeiten, um das Problem auf der koreanischen Halbinsel zu lösen? Nö! Sie machen weiter mit ihrem Weg des „Bedrohen wir sie mit einem wirtschaftlichen Armageddon“.

 

Meine Kenntnis über chinesische Staatskunst ist sehr beschränkt, aber ich habe gehört, dass sie es nicht so gerne haben, wenn man sie bedroht. Ja, soweit ich weiß sind sie von dieser Art von Dingen nicht erbaut und lassen sich vermutlich nicht einschüchtern oder beeindrucken.

 

Aber abgesehen von der offensichtlichen Arroganz ist das wirklich Erstaunliche an den Aussagen von Mr. Mnuchin, dass sie verblüffend dumm sind. Mehr als dumm. Taubdumm.

 

Da bedroht er also China damit, sie vom Dollarsystem abzuschneiden. Weiß er es nicht? Hat er es nicht gehört? Die Chinesen haben in den letzten Jahren im Stillen und entschlossen daran gearbeitet, sich aus dem Dollarsystem zu verabschieden. Weiß er nicht, dass sowohl Russland als auch China ihre eigene Alternative zum SWIFT-Bezahlsystem zu entwickeln? Als Vorbereitung auf den Tag, an dem sich beide vom Dollar-Hegemon verabschieden. Hat er nicht gehört, dass die Regierungen beider Länder Gold horten als gäbe es kein morgen, um ihre Länder für diesen Fall vorzubereiten? Hat er nicht gehört, was Präsident Putin beim jüngsten BRICS-Gipfel sagte:

 

Wir sind zu einer Zusammenarbeit mit unseren Partnern bereit, um Reformen der Regeln für internationale Finanzen voranzutreiben und die übertriebene Dominanz der begrenzten Anzahl an Reservewährungen zu überwinden.“

 

Und was am allerwichtigsten ist: Hat er nicht gehört, dass die Chinesen in Kürze einen „Terminkontrakt für Rohöl starten, der in Yuan gehandelt wird und mit Gold gedeckt ist“ und damit den Ölhandel in Dollar umgehen?

 

Wenn er all das nicht weiß, dann zeigt das nur, dass in Washington D.C. die Lichter wirklich ausgegangen sind und dass wir es mit einem Sumpf voller Kreaturen zu tun haben, die so von ihrer permanenten Propaganda aufgeblasen sind, dass sie buchstäblich nichts hören können, was damit nicht übereinstimmt. Wie das Kind, das sich die Ohren zuhält und schreit: „Ich höre nicht zu. Ich höre nicht zu. Ich kann dich nicht hören.“

 

Andererseits, wenn er all das weiß, dann hätte er, während sein Maul diesen irrsinnigen Schwachsinn äußert, Folgendes tun sollen: Seine Finger wie ein Kind zu einer Pistole formen, nach unten zielen und „Peng!“ rufen und dann rumhüpfen und seinen „verwundeten“ Fuß greifen. Denn was würden die USA am Ende erreichen wenn sie China vom Dollarsystem abschneiden? Natürlich das Ende des globalen Dollarsystems!

 

Man droht also den Chinesen, die dazu entschlossen sind, sich aus dem Dollarsystem zu verabschieden, mit dem Ausschluss aus jenem System, aus dem sie sich verabschieden wollen. Das ist ein bisschen wie ein Gefängniswärter, der einen Gefangenen erwischt, wie er ein Tunnel gräbt, und ihm damit droht, ihn in die Freiheit zu entlassen, wenn er nicht mit dem Graben aufhört.

 

Aber was ist mit dem anderen Teil der Drohung? Mit der Drohung, dass die mächtigen USA damit drohen, den Handel mit dem kleinen alten China aufzuhören? Vor ein paar Wochen hat Präsident Swamp die gleiche Drohung in einer seiner Twitter-Schwätzereien ausgestoßen. Das hat er gesagt:

 

Die Vereinigten Staaten ziehen neben anderen Optionen in Erwägung, jeden Handel mit jedem Land zu beenden, das Geschäfte mit Nordkorea betreibt.“

 

Als ich das sah, da kam mit sofort etwas von der Art in den Sinn: „Oh Mann, seine Betreuer haben ihn heute aber von der Leine gelassen, was? Und jetzt müssen sie ihn zur Seite nehmen und ihm erklären, dass die USA mit China jedes Jahr Handel im Wert von 650 Milliarden Dollar treiben und dass es nicht gerade die klügste Idee ist, ihnen mit dem Ende des Handels zu drohen.“ Aber jetzt erfahren wir, dass es nicht nur ein Twitter-Ausrutscher war. Die Äußerungen von Mr. Mnuchin scheinen zu bestätigen, dass der Geistesblitz von Präsident Swamp tatsächlich US-Politik ist. Es könnte natürlich auch nur eine leere Drohung sein. Aber was sind das für Leute, die meinen sie könnten dem Land mit der zweitgrößten Weltwirtschaft damit drohen, jeden Handel zu beenden?

 

In Washington sind die Lichter ausgegangen und die Kreaturen im Sumpf verlieren langsam den Verstand. Dass die mächtigste Nation der Welt von einigen der dümmsten Menschen der Welt regiert wird ist mit Sicherheit nichts was auf Dauer tragfähig ist.

       


 

http://www.paulcraigroberts.org/2017/09/12/behold-pale-horse-rider-death/

 

Da sah ich ein fahles Pferd und der, der darauf saß, heißt „der Tod“

 

von Paul Craig Roberts, 12.09.2017

 

 

Zwei der bevölkerungsreichsten Staaten der USA, Texas und Florida, liegen nach den Hurrikans in Trümmern – und Washington zettelt neue Kriege an.

 

Die Staatsschulden der USA liegen jetzt über $20 Billionen – und Washington zettelt neu Kriege an.

 

Die gesamte Welt hilft Washington dabei, Kriege anzuzetteln – darunter auch zwei Länder, die selbst auf der Abschussliste stehen, Russland und China. Beide helfen Washington dabei, neue Kriege anzuzetteln. Glaubt es oder nicht, aber sowohl Russland als auch China haben im UN-Sicherheitsrat mit Washington gestimmt, um Nordkorea weitere und härtere Sanktionen aufzuerlegen, einem Land, das sich keine andere Schuld zukommen ließ als den Wunsch, sich vor den USA zu schützen und nicht zu einem weiteren Opfer Washingtons zu werden wie Afghanistan, Irak, Libyen, Somalia, Jemen, Syrien, Serbien und die Ukraine, gestürzt nach einem US-Staatsstreich und in Armut versunken.

 

Ich habe einmal geglaubt, dass Russland und China ein Gegengewicht zu Washingtons Unilateralismus seien. Aber das sind sie anscheinend nicht. Beide Regierungen wurden von Washington untergebuttert und beide haben für eine Bestrafung Nordkoreas gestimmt, weil es sich ausreichend bewaffnen und seine Souveränität vor Washington schützen will.

 

Warum wiederholen Russland und China den selben Fehler wie damals, als sie Washingtons Flugverbotszone für Libyen unterstützt haben, eine Resolution, die Washington und die NATO auf den Kopf gestellt haben als sie ihre Luftangriffe starteten, die den von der CIA organisierten „Dschihadisten“ dabei halfen, Libyens progressive Regierung zu stürzen und Gaddafi zu ermorden?

 

Russland weiß, dass es von amerikanischen Nuklearwaffen und Stützpunkten umzingelt ist. Ebenso China. Die Frage ist: haben Russland und China aus Furcht kapituliert? Oder ist ihre Zusammenarbeit mit Washington eine List, während sie ihren eigenen Schlag gegen Washington vorbereiten? Oder versuchen die beiden schlecht beratenen Regierungen, mit Washington via Sanktionen zusammenzuarbeiten um nicht auf einen US Militärangriff auf Nordkorea antworten zu müssen?

 

Es erfordert einige Tüchtigkeit um dem Bösen zu begegnen und vermutlich gibt es in Washington mehr Böses als in Russland und China Tüchtigkeit, zwei Länder, denen reich zu sein mehr bedeutet als der Preis, den sie für ihre Souveränität und Existenz bezahlen müssten.

 

Wenn man sieht, wie zwei potentiell so mächtige Länder wie Russland und China im UN-Sicherheitsrat unter dem Druck Washingtons kollabieren, dann fragt man sich, ob die verschiedenen Analysen über die vielen Schwächen Washingtons echt sind. Und falls sie echt sind, ob sich Russland und China dessen bewusst sind.

 

Wie soll man erklären warum zwei Länder, deren Souveränität Washingtons Weltherrschaft im Weg steht, ihrem eigenen Feind dabei helfen, ein weiteres kleines Land zu schikanieren, vor allem eines, das in ihrem eigenen Einflussbereich liegt? Wie kann sich Russland über Sanktionen gegen Russland beschweren, die auf nichts anderem als der Propaganda Washingtons basieren, wenn Russland Sanktionen gegen Nordkorea unterstützt, die auf der Propaganda Washingtons basieren?

 

Russland und China müssen sich nicht vor den Nuklearwaffen Nordkoreas fürchten. Ja niemand, außer ein Land das Nordkorea angreift. Was ist die Erklärung dafür, dass sich Russland und China hinter die Außenpolitik Washingtons gegen Nordkorea stellen, wo doch Russland und China wissen, dass die Außenpolitik Washingtons gegenüber Russland und China feindlich ist?

 

Erst vor kurzem hat Washington angekündigt, dass es seine Patrouillen mit Kriegsschiffen im Südchinesischen Meer erhöht, damit China nicht auf den Gedanken kommt, dass das Südchinesische Meer chinesisch ist, sondern amerikanisches Territorialgewässer. Erst vor kurzem wurden gegen Russland weitere Vorwürfe einer Wahleinmischung erhoben. Dieses Mal war Facebook das Mittel mit dem Russland die US-Präsidentenwahl gestohlen habe.

 

Diese Einstellungen Washingtons sind absurd. Dennoch werden sie zur Realität. Die erschreckende Entwicklung ist, dass die gesamte Welt, die Gesamtheit der UN und des Sicherheitsrats jetzt von Washington in der Matrix gefangen sind. Es schient so als könnten nicht einmal Russland und China ihre eigenen nationalen Interessen mehr erkennen.

 

Russland und China arbeiten mit Washington Hand in Hand an ihrem eigene Untergang.

 

Es wird biblisch. Der Antichrist Washington zerstört alle Gute auf Erden.

 

Da sah ich ein fahles Pferd und der, der darauf saß, heißt Washington.

     


http://www.moonofalabama.org/2017/09/syria-summary-a-new-clash-looms-in-syrias-east.html#more

 

Kurzdarstellung zu Syrien – im Osten Syriens droht ein neuer Zusammenstoß

 

von b, Moon of Alabama, 11.09.2017

 

 

Als die IS-Belagerung von Deir Ezzor durch die Syrisch-Arabische Armee durchbrochen wurde, da fragten wir:

 

Wird die SAA den Euphrat bei Deir Ezzor überqueren, um die wertvollen Ölfelder östlich davon wieder einzunehmen? Oder wird sie südlich des Flusses bleiben und diese Ölfelder den kurdischen Stellvertretern der USA im Norden überlassen? („Syrien – die Befreiung von Deir Ezzor“ – 05.09.2017)

 

Den Fluss zu überqueren ist sicher wünschenswert aber auch kontrovers.

 

Seither wurden auf der Straße nach Deir Ezzor mehrere Konvois mit Brückenlegegerät gesichtet. Es ist jetzt klar, dass die SAA den Fluss überqueren (alle normalen Brücken wurden durch US-Bombardement zerstört) und bedeutende Kräfte übersetzen wird. Die neuen Fragen lauten jetzt: Wann, wo und mit welchem Ziel?

 

Sobald die Absichten der Regierung klar wurden, haben die USA ihre örtlichen Stellvertreterkräfte dazu gedrängt, sofort die von ISIS besetzten Ölfelder einzunehmen. In weniger als zwei Tagen sind sie mehr als 30 Kilometer tief in das von ISIS besetzte Gebiet nördlich des Euphrats vorgerückt. Es ist offensichtlich, dass solche Fortschritte nicht möglich gewesen wären wenn sich ISIS verteidigt hätte. Ich halte es für wahrscheinlich, dass zwischen beiden Seiten ein Deal geschlossen wurde.

 

Der mit dem Job beauftragte US-Diplomat Brett McGurk hat sich vor kurzem mit örtlichen Stammesführern getroffen. Es wurden Bilder des Treffen veröffentlicht. Mehrere Leute haben darauf hingewiesen, dass die selben Stammesführer zuvor abgelichtet wurden, wie sie ihre Verbundenheit zum Islamischen Staat beschworen haben.

 

 

Ähnlich wie beim „Anbar Awaking“ im Krieg gegen den Irak bestechen die USA örtliche Radikale, zeitweise die Fronten zu wechseln. Das hilft den USA bei ihrer Behauptung, sie würden ISIS bekämpfen. Aber sobald die Zahlungen aufhören, kehren die selben Kräfte zu ihrem alten Spiel zurück.

 

Ursprünglich hatten die USA geplant, dass ISIS Deir Ezzor übernimmt. Zweimal haben sie in dem Gebiet syrische Regierungskräfte angegriffen, wobei mehr als Hundert von ihnen ums Leben kamen. Das hat es ISIS ermöglicht, große Teile der Regierungsenklave einzunehmen und den Flughafen außer Gefecht zu setzen, der für den Nachschub benötigt wird. 

 

Nachdem russische Unterstützung für die SAA das Machtgleichgewicht verändert hatte, und nach der Wahl Donald Trumps, mussten diese Pläne überarbeitet werden. Syrien und seine Verbündeten schufen vor Ort Fakten und hat jetzt wieder die Kontrolle über das Gebiet, das man an ISIS verloren hatte. Man wird auch den Rest der Stadt befreien.

 

Hier eine momentane Lage des Gebiets des ostsyrischen Euphrats: 

Die SAA (rot) hat Teile der Stadt und den Flughafen befreit. Die Straße von Damaskus nach Deir Ezzor ist völlig unter der Kontrolle der SAA. Die Bevölkerung, die unter der Belagerung von ISIS fast verhungert wäre, erhält Lebensmittel, andere Güter und medizinische Betreuung.

 

Die schraffierten Gebiete auf der Karte zeigen die möglichen weiteren Ziele für die Feldzüge der Stellvertreter der USA (gelb) und der syrischen Regierungskräfte (rot) in ihrem Kampf gegen ISIS und gegeneinander (grau).

 

Wichtige Ölfelder liegen nördlich und östlich von Mayadin. Das Ölfeld Omar im Osten ist das größte Ölfeld Syriens. Die USA wollen, dass es unter ihrer Kontrolle steht, damit sie die kurdischen und arabischen Stellvertreter im Nordosten Syriens finanzieren können. Die syrische Regierung braucht das Ölfeld um das Land wieder aufzubauen. Sollten die von den USA unterstützten Kräfte versuchen, das Gebiet zu annektieren, dann werden wir wohl einen direkten Konflikt zwischen ihnen und den syrischen Regierungskräften sehen. Werden die USA und Russland in diesen Kampf einsteigen?

 

Die Gebiete im Nordwesten und Südwesten Syriens waren relativ ruhig. In den vergangenen Wochen gab es keine bedeutenden Positionsveränderungen. Im südöstlichen Dreieck entlang der syrisch-jordanisch-irakischen Grenze hat die syrische Regierung einige Grenzposten zurückerobert. Dieser Schritt folgte nach einem Abkommen zwischen Russland, den USA und Jordanien, das der syrischen Regierung dieses Gebiet zugestand. Die „Rebellen“ in diesem Gebiet wurden durch die CIA finanziert, haben aber jetzt kein Einkommen mehr. Sie erhielten von ihrem Meistern den Befehl, sich nach Jordanien zurückzuziehen, aber einige Gruppen weigerten sich. Die syrische Armee und Luftwaffe wird sich ihrer annehmen.

 

Die syrische Regierung hat nochmals darauf hingewiesen, dass die US- (und türkische) Kräfte in ihrem Land nicht eingeladen wurden und dass ihre Gegenwart illegal ist. Der russische Außenminister hat heute auf einer PK das gleiche betont. Gestern sagte der türkische Präsident, dass „wir ausländischen Kräften nicht erlauben dürfen, sich für ihre eigenen Interessen in Syrien zu intervenieren.“ (Anscheinend gibt es in seinem Palast keine Spiegel) Das sind klare Signale an die USA, dass ihre Präsenz und die von US-Stellvertretern in Syrien nicht geduldet werden.

 

Präsident Trump hat eindeutig gesagt, dass sein einziges Interesse in Syrien die Vernichtung von ISIS ist:

 

     „Was Syrien betrifft, so haben wir sehr wenig mit Syrien zu tun, außer dem Töten von ISIS.“

 

Aber Trump ist jetzt unter dem Einfluss (oder der Kontrolle?) des US-Militärs. Das Pentagon und jene Kräfte, die es beeinflussen, haben vielleicht ihre eigenen Pläne. Der Krieg ist zum größten Teil gelaufen. Die syrische Regierung wird siegen. Aber der Krieg ist noch nicht vorbei. Von den USA und anderen interessierten Seiten könnten noch unerwünschte Überraschungen kommen.

 

Zusatz: Mehrere kürzliche Gerüchte über Zwischenfälle in Syrien waren und sind offensichtliche Fälschungen. Seid vorsichtig mit der Verbreitung wilder Behauptungen, wenn diese nicht von mehreren Quellen verifiziert wurden. Fakt ist: Östlich von Deir Ezzor gibt es KEINE Deeskalationszone. Die SAA hat über dem Libanon KEINEN israelischen Jet abgeschossen. KEIN US-General hat gesagt, dass die syrische Armee bombardiert wird falls sie den Euphrat überquert. Es gab heute KEINEN Angriff der US-Luftwaffe auf einen Konvoi der SAA.


https://medium.com/@caityjohnstone/never-forget-the-us-government-has-a-known-history-of-using-false-flags-1e08d6543d0c

 

Vergesst es nie: Es ist allgemein bekannt, dass die US-Regierung False Flags benutzt hat

 

von Caitlin Johnstone, 11.09.2017 (Unterstrichene Stellen sind Verknüpfungen im Original)

 

 

Was 9/11 anbelangt, so gibt es zwei Sorten von Menschen: Jene, die nicht genau wissen was passierte und jene, die es inszeniert haben.

 

Nahezu jeder gehört in die erste Kategorie, aber eine Menge Leute tun so als wüssten sie haargenau, was an diesem verhängnisvollen Tag 2001 vor sich ging. Spöttische Anhänger der Massenmedien tun gerne so, als wären sie sich sicher, dass die offizielle Sichtweise korrekt ist. Aber sie sind sich nicht sicher. Eine Menge hartgesottener Verschwörungsanalytiker tun so, als würden sie die wahre Geschichte kennen. Tun sie aber nicht. Es gibt einfach nicht genug öffentlich verfügbare Informationen für alle, um genau zu wissen, was an jenem Tag passierte. Alles was wir mit Sicherheit wissen ist, dass (A) die offizielle Geschichte mit logischen Lücken durchsiebt ist und (B) das amerikanische Macht-Establishment eine breite und gut dokumentierte Geschichte über ihren Einsatz von False Flags und Propaganda hat, um die Öffentlichkeit zu manipulieren, damit die ihre Missetaten militärischer Einmischung unterstützt.

 

 

Wenn einer glaubt, er wüsste tatsächlich, dass die offizielle Story über das Geschehen am 11. September die wahre Schilderung ist und dass alle Verschwörungstheorien „entlarvt“ worden sind, dann ist er ein Ignorant. Wenn einer glaubt, er kenne die genauen Details darüber, was abweichend von der offiziellen Story passiert sei, dann hat er zu viel Zeit in den Tiefen des Kaninchenbaus der Verschwörungstheorien verbracht und sollte weniger Gras rauchen. Man sollte nicht zu abwehrend sein und sich auf eine steife Doktrin der Bestimmtheit verlassen, wenn sich das US-Machtestablishment bereits so gründlich blamiert hat. Es ist nicht nötig, so tief in eine Theorie einzutauchen, wenn die Bilanz dieser Leute bereits so gut nachgewiesen wurde.

 

Hier nur ein paar Beispiele der US-Regierung, von denen man weiß, dass sie die Wirklichkeit der Ereignisse verzerrt haben, um eine öffentliche Unterstützung für eine Militärintervention herzustellen, was per Definition eine False Flag ist:

 

Die Falschaussage von Nayirah

 

Am 10. Oktober 1990 machte ein 15-jähriges Mädchen namens Nayirah eine Zeugenaussage vor dem Menschenrechtsausschuss des Kongresses. Über die schrecklichen Dinge, die irakische Truppen dem Volk von Kuweit angetan haben. Ihre Zeugenaussage, dass Hunderte von Babys aus ihren Brutkästen entfernt und sterbend auf den Fußboden zurückgelassen wurden, wurde von Amnesty International, den Massenmedien, zahlreichen Senatoren und Präsident H.W. Bush als Tatsache wiederholt. Das drückte bei den Amerikanern auf die Tränendrüsen und erzeugte die Unterstützung für amerikanisches Handeln im Golfkrieg. (Anm.d.Ü.: Nicht nur Amerikaner. Ich schäme mich noch heute, dass ich diese Lüge geglaubt habe)

 

Es war eine Lüge. Nayirah war in Wirklichkeit die Tochter des kuweitischen Botschafters in den USA und ihre TV-taugliche Zeugenaussage „Babys wurden aus Brutkästen gerissen“ war falsch. Es war nie passiert.

 

 

Der Zwischenfall im Golf von Tonkin

 

 

2005 enthüllte eine freigegebene historische Studie der NSA, dass einer der zwei Zwischenfälle, die Amerika in den desaströsen Krieg mit Vietnam schickte, nicht so geschah wie er Berichten zufolge geschehen sein soll, und der zweite Zwischenfall war gar nicht passiert. Die Anschuldigung, es hätte am 2. und 4. August 1964 im Golf von Tonkin „absichtliche“ und „nicht provozierte“ Angriffe auf die US Navy gegeben, wurde von Präsident Johnson feierlich verkündet, was zur zügigen Umsetzung der Golf von Tonkin-Resolution führte, die dem Präsidenten Vollmacht erteilte, die US-Militärmacht auf die vietnamesische Intervention anzuwenden.

 

In Wahrheit war der Zwischenfall am 2. August in keinster Weise „unprovoziert“. In Wahrheit hat die amerikanische USS Maddox zuerst auf nordvietnamesische Boote gefeuert. Am 4. August gab es überhaupt keine Auseinandersetzung zwischen Schiffen, und Johnson gab ein Jahr später privat zu, dass „nach allem was ich weiß hat unsere Navy da draußen auf Wale geschossen.“

 

Die USS Maine

 

 

Aber als sich der Pulverdampf verzogen hatte, die Toten beerdigt waren und die Kosten des Krieges in Form von höheren Preisen und Mieten auf die Menschen zurückfielen – als wir uns von unserem patriotischen Gelage ausnüchterten – da dämmerte es uns plötzlich, dass der Grund für den Spanisch-Amerikanischen Krieg der Zuckerpreis war.“ – Emma Goldman

 

Das reicht weit zurück. Das obige Video beschreibt, wie der Spanisch-Amerikanische Krieg durch eine Explosion auf der USS Maine ausgelöst wurde, während sie 1898 vor dem Hafen in Havanna vor Anker lag. Zusammen mit den anti-spanischen Geschichten der damaligen von Plutokraten kontrollierten Zeitungen. Wie alle US-Kriege war auch dieser extrem profitabel und nutzte den sehr Reichen.

 

Diese Tradition, Lügen zu verwenden um die ungewaschenen Massen hinter militärischen Abenteuern zu versammeln, zugunsten der Reichen und Mächtigen, das geht wahrscheinlich schon seit den frühen Zeiten der Zivilisation so. Und nur die Tüchtigkeit der Menschheit zum Bilden von Netzwerken und zum Teilen von Informationen hat es uns ermöglicht, langsam die täuschenden Manipulationen jener Menschen zu verstehen die uns regieren. Unsere Geschichtsbücher sind ohne Zweifel voll mit unzähligen Ungenauigkeiten über die wahren Gründe hinter den gewaltsamen Konflikten zwischen Königreichen und Parteien. Denn die paar des Schreibens Mächtigen, denen gestattet wurde, die offiziellen historischen Schilderungen aufzuschreiben, hatten zu der Zeit die volle Kontrolle über das Narrativ.

 

 

Das ist der Grund, warum wir von den herrschenden Machtstrukturen gegenüber den alternativen Medien eine zunehmend offene Panik erleben, Wer das Narrativ kontrolliert, der kontrolliert die Welt. Nur durch einen allgemeinen gesellschaftlichen Konsens existiert Macht dort wo sie existiert, funktioniert Geld dort wo es funktioniert usw. Die Öffentlichkeit könnte jederzeit aufhören, die existierenden Machtstrukturen anzuerkennen und ein völlig anderes Modell für sich entwickeln. Sie könnte entscheiden, die Ressourcen und die Verantwortlichkeiten so zu verteilen, dass sie mehr Menschen dienen als in dem gegenwärtigen System. Nur durch ihre Fähigkeit zur Manipulation und Kontrolle der gängigen Sichtweise waren mächtige Menschen in der Lage dass das geschieht.

 

Wenn die Machteliten zum Herrschen das Einverständnis der Öffentlichkeit nicht benötigten, dann müssten sie nicht ständig über die Gründe für ihre Kriege lügen. Die Öffentlichkeit würde niemals den militärischen Interventionen zustimmen, wenn Politiker bei CNN auftreten und sagen dürften: „Nun ja, Amerika ist zur Hochburg der mächtigsten Plutokratie in der Geschichte der Zivilisation geworden und es muss seinen Status als einzige Supermacht der Welt erhalten, damit die Investitionen dieser Plutokratie geschützt werden. Aus diesem Grund müssen wir die Grundfeste der Unterstützung für Russland und China weiter erschüttern und deshalb bekomme ich Millionen an Wahlkampfspenden für eine Wiederwahl.“

 

Meine pessimistischeren Leser hören das zwar nicht gerne, aber die Wahrheit ist, dass Amerikaner im Grunde gute Menschen sind, die eigentlich nur das Beste für die Welt wollen. Wenn nicht, dann müsste das nicht gewählte Macht-Establishment nicht dauernd solche Lügen wie die Babys in Brutkästen erfinden und den Schutz ihrer Familien vor Massenvernichtungswaffen, um die US-Vorherrschaft zu sichern. Wenn sie der Öffentlichkeit jemals die Wahrheit sagen würden, dann würden sie es mit Hunderten von Millionen schwer bewaffneter Amerikaner zu tun bekommen, die ihnen sagen würden, sie sollen mit ihren soziopathischen Ärschen verschwinden.

 

Tweet von Caitlin Johnstone @caitoz

Obama drängte Trump dazu, die neokonservative Außenpolitik fortzusetzen“

https://medium.com/@caityjohnstone/obama-urged-trump-to-continue-neoconservative-foreign-policy-417e1a1f66d2

 

Das bedeutet, dass jene von uns, die anstatt endlosem Krieg und wirtschaftlicher Unterdrückung für Amerika und die Welt das Beste wollen, notwendigerweise mit der Plutokratie und ihren Statthaltern in einen Medienkrieg verstrickt sind. Die populistischen alternativen Medien, die von gewöhnlichen Menschen betrieben werden, sind der natürliche Feind der plutokratischen Massenmedien, deren Aufgabe es ist, die herrschende Machtstruktur mit Establishment-Propaganda zu päppeln. Unsere Fähigkeit, diesen Medienkrieg zu gewinnen, steigt mit der zunehmenden Vernetzung und Internetfähigkeit unserer Gesellschaft. Aus diesem Grund arbeiten die Oligarchen Tag und Nacht daran, uns mit Konzernzensur auszuschalten.

 

Es gibt keine Grund, das zu glauben was einer dieser lügenden Soziopathen sagt, besonders wenn es so einer bedeutenden Rolle bei ihrer offen geäußerten Agenda dient, nämlich mit ihrer militärischen und ökonomischen Macht die US-Herrschaft über die Welt zu sichern. Wenn man den extrem einflussreichen neokonservativen Denkpanzer Project for a New American Century ansieht, der im September 2000 sagte, dass es ein „neues Pearl Harbor“ bräuchte um diese Agenda voranzutreiben, und dann ein Jahr später genau diese amerikanische Tragödie bekommt, die dazu benutzt wurde, um eine Unterstützung für einen riesigen, ausgeweiteten US-Militär-Interventionismus zu bekommen, dann gibt es keine Grund, das alles mit einem „Ja, das hört sich legitim an“ hinzunehmen.

 

 

Diese Menschen sind Lügner und sie sind verkommen. Sie haben kein Problem damit, Lügen zu benutzen um zur Durchsetzung ihrer Pläne eine Million Iraker und Tausende US-Soldaten zu töten, und es gibt keinen Grund zu glauben, dass sie nicht auch US-Zivilisten töten würden. Es schadet nicht, sich mit den ganzen Details über die verschiedenen Verschwörungstheorien zu 9/11 zu befassen, aber eigentlich muss man nur wissen, dass diese Menschen bekannte Lügner sind, die kein Problem damit haben, zahllose Menschen zu töten, um ihre Agenda der globalen Dominanz durchzusetzen. Es gibt keinen Grund ihnen zu glauben und viele Gründe es nicht zu tun. Ende.

     


 

26 Fragen, die sich getäuschte Menschen stellen müssen

 

wakeupfromyourslumber

 

 

(1) Wusstet ihr, dass am 11.September ein Drittes Hochhaus des World Trade Centers einstürzte? Das WTC-Gebäude 7 (WTC 7) war ein 47-stöckiger Wolkenkratzer mit Stahlrahmenkonstruktion, einen ganzen Block von den Zwillingstürmen entfernt und wurde nicht einmal von einem Flugzeug getroffen. Trotzdem stürzte es mit nahezu Freifallgeschwindigkeit am selben Nachmittag um 17:20 in sich zusammen.

 

(2) Wusstet ihr, dass der Besitzer von Gebäude 7, Larry Silverstein, sagte:“ Wir hatten so schreckliche Verluste an Leben – vielleicht ist es das Klügste, es zu 'entfernen' (to pull) (WTC 7) – und sie haben diese Entscheidung getroffen – es 'zu entfernen' – und dann sahen wir beim Einsturz zu.“? Aber der 9/11 Commission Report hat Gebäude 7 nie erwähnt. („Pull“ ist ein Fachbegriff für eine kontrollierte Sprengung.)

 

(3) Wusste ihr, dass „Lucky“ Larry Silverstein für die Twin Towers, die er nur sechs Wochen zuvor von der Port Authority of New York geleast hatte, Versicherungsansprüche in Höhe von $4,68 Milliarden zugesprochen bekam? Die Port Authority hatte es zuvor abgelehnt, viele Millionen auszugeben, um den Asbest aus den Türmen zu entfernen, damit sie den Gesetzen entsprechen.

 

(4) Wusstet ihr, dass in der Geschichte der Architektur ein Feuer noch niemals ein Gebäude mit Stahlkonstruktion zum Einsturz brachte, außer als am 11. September drei Wolkenkratzer mit fast Freifallgeschwindigkeit einstürzten? Trotz der Tatsache, dass es Unmengen an massiven Stahlsäulen im Kern eines jeden Zwillingsturms gab?

 

(5) Wusstet Ihr, dass viele der Stahlsäulen und -balken des WTC rasch recycelt oder nach Übersee verschifft wurden – bevor eine unabhängige Untersuchung stattfinden konnte? (Das war ein einmaliger Vorgang und widerspricht den Bundesgesetzen zur Spurensicherung, demnach wäre Bürgermeister Rudy Giuliani nach diesen Gesetzen anzuklagen.)

 

(6) Wusstet ihr, dass Kampfflugzeuge regelmäßig Alarmstarts durchführen, wenn ein Airliner den Kontakt mit der Flugsicherung verliert oder von seiner Flugroute abweicht? Und dass die Kampfflugzeuge nur 20 Minuten brauchen um in der Luft zu sein?

 

(7) Wusstet ihr, dass es in den Monaten vor 9/11 im Luftraum der USA 67 Alarmstarts von Abfangjägern gab und dass jedes Jahr durchschnittlich 100 durchgeführt werden?

 

(8) Wusstet ihr, dass der Secret Service Protokolle verletzt hat, als man Präsident Bush erlaubt hat, mindestens acht Minuten bei einem wohlbekannten Fototermin in einem Klassenzimmer zu bleiben, nachdem ihm mitgeteilt worden war, dass „Amerika angegriffen wird“? (Als ihn Andy Card informiert hatte, dass das zweite Flugzeug den zweiten Turm getroffen hat.)

 

(9) Wusstet ihr, dass die Börsenaufsicht SEC nie die Identitäten jener Aktienspekulanten veröffentlicht hat, die mit Leerverkäufen von Aktien der Fluggesellschaften American und United Millionen verdient haben, deren Flugzeuge angeblich in die Anschläge verwickelt waren?

 

(10) Wusstet ihr, dass es vor 9/11 aus mindestens 11 Ländern unzählige Warnungen vor einem „bevorstehenden Terrorangriff“ gab und dass die Gefahrenstufe für einen solchen Anschlag „blinkendes Rot“ war, so der Direktor der CIA, George Tenet?

 

(11) Wusstet Ihr, dass Justizminister John Ashcroft, der Bürgermeister von San Francisco Willie Brown, der Schriftsteller Salman Rushdie und (so sagt newsweek) eine Gruppe hochrangiger Generäle im Pentagon davor gewarnt wurden am 11.9. zu fliegen? Die Identität jener die gewarnt hatten wurde nie preisgegeben.

 

(12) Wusste ihr, dass im September 2000 eine neokonservative Gruppe aus Republikanern, bekannt als The Project for a New American Century (PNAC – viele von denen wurden ein Jahr darauf Schlüsselfiguren in der Bush-Regierung), geschrieben hatte, dass ihre vorgeschlagene massive Aufrüstung nur langsam vorangehen werde „wenn es nicht zu einem katastrophalen und beschleunigenden Ereignis kommt – etwa einem neuen Pearl Harbor“?

 

(13) Wusstet ihr, dass mindestens sechs der angeblichen Entführer nach Angaben der BBC und britischer Printmedien in den Wochen nach 9/11 noch am Leben waren?

 

(14) Wusstet ihr, dass das FBI sagte, dass es keinen Beweis dafür gibt, Osama bin Laden mit 9/11 in Verbindung zu bringen? Und dass bin Laden nie auf der Liste der Zehn Meistgesuchten Flüchtigen für die Verbrechen von 9/11/01 stand?

 

(15) Wusstet ihr, dass der führende Gelehrte zur Untersuchung von Osama bin Ladens Leben (Bruce Lawrence) ausgesagt hat, dass die Geständnisaufzeichnung vom Dezember 2001, mit der das Weiße Haus von Bush protzte, eine Fälschung war?

 

(16) Wusstet ihr, dass Außenminister Colin Powell im Jahr 2001 ein Weißbuch versprochen hatte, das beweisen sollte, dass Osama bin Laden und AlQaeda für 9/11 verantwortlich sind – es aber nie vorgelegt hat?

 

(17) Wusstet ihr, dass sich die Bush-Regierung 441 Tage lang gegen die Einsetzung einer 9/11 Kommission sperrte? Oder dass ähnliche Untersuchungen, etwa die zu Pearl Harbor, zur Ermordung von JFK und den Space Shuttle-Desastern alle innerhalb einer Woche begannen?

 

(18) Wusstet ihr, dass die „Jersey Girls“ – vier mutige Witwen von 9/11-Opfern – schließlich die 9/11 Kommission erzwungen haben und viele Fragen stellten und dass 70% der Fragen von der Kommission ignoriert wurden? Oder dass unter Führung eines Insiders der Bush-Regierung, Philip Zelikow, der Schlussbericht keinen der Beweise, die auf eine offizielle Mittäterschaft hinwiesen, erwähnt? (Und dass die 9/11 Kommission nie ein Wort zu WTC 7 sagte?)

 

(19) Wusstet ihr, dass keine offizielle Behörde (die Flugsicherung, das FBI oder die Airlines) jemals eine Passagierliste der 9/11-Passagiere veröffentlicht hat – einschließlich der Namen der angeblichen Entführer – aber dass nur Stunden nach den Anschlägen das FBI eine definitive Liste der 19 sogenannten Entführer veröffentlichte?

 

(20) Wusstet ihr, dass für den Morgen des 11.9. mehrere Luftverteidigungsübungen (Kriegsspiele) geplant waren und dass diese Übungen nur ein paar Jets für den Schutz des US-Verteidigungssektors Nordost übrig ließen, was Washington D.C. und New York für Angriffe aus der Luft verwundbar machte?

 

(21) Wusstet ihr, dass es von dem angeblichen Absturz von Flug 93 bei Shanksville PA keine Flugzeugtrümmer gab? Es gab nur ein kleines rauchendes Loch im Boden, wie ein Bombenkrater, mit einem Haufen platziertem Schrott, aber dass 8 Meilen entfernt bei New Baltimore Flugzeugteile gefunden wurden? Und dass der Bürgermeister von Shanksville, Ernie Stull, bei drei verschiedenen Gelegenheiten in Interviews gesagt hat (zuletzt 2003 für eine deutsche Dokumentation), dass da „kein Flugzeug“ war?

 

(22) Wusstet ihr, dass Büromöbel bei einer niedrigen Temperatur von 600 bis 800 Grad Fahrenheit brennen und dass Jettreibstoff (Kerosin), ein gewöhnlicher Kohlenwasserstoff, eine maximale Temperatur von 1200 Grad Fahrenheit erreicht, aber dass Stahl nicht einmal zu schmelzen beginnt bevor es eine Temperatur von 2750 Grad erreicht?

 

(23) Wusstet ihr, dass Tests gezeigt haben, dass Handygespräche – damals 2001 – über einer Höhe von 8.000 Fuß nicht über eine signifikante Zeit gemacht werden konnten und dass sich, noch bedeutender, United Airlines Flug 93 nachweislich auf 35.000 bis 40.000 Fuß befand als die angeblichen Gespräche geführt wurden? (Anm.d.Ü.: hier muss man auch die Geschwindigkeit bedenken, den Wechsel von Funkzelle zu Funkzelle)

 

(24) Wusstet ihr, dass in unteren Stockwerken des Nordturms Bomben hochgingen, ein paar Sekunden bevor das erste Flugzeug einschlug – so die Zeugenaussage von Willie Rodriguez, einem Hausmeister, der als „der letzte Gerettete“ bekannt wurde und von Präsident Bush mit einer Medaille für seine Tapferkeit bei der Rettung von Dutzenden Menschen aus dem Nordturm ausgezeichnet wurde, bevor der einstürzte? Rodriguez hat bezeugt, dass er und seine Mitarbeiter mehrere Explosionen gehört haben, die aus verschiedenen Orten in den Stockwerken über ihnen kamen.

 

(25) Wusstet ihr, dass der angebliche Entführer Hani Hanjour von seinen Fluglehrern als unfähiger Pilot bezeichnet wurde, er aber dennoch angeblich eine einmalige 270 Grad-Kurve mit 850 km/h hinbekam, dabei in weniger als drei Minuten 7.000 Fuß sank und dann angeblich in den am wenigsten bevölkerten und am stärksten geschützten Teil des Pentagons krachte?

 

(26) Wusstet ihr, dass der weitaus größte Teil der Massenmedien in den USA im Besitz und unter der Kontrolle von fünf oder sechs großen Konzernkonglomeraten ist, die Beziehungen zum Militär/Industrie/Kongress-Komplex haben? Und dass es zu 9/11 keine ehrliche Berichterstattung der alternativen Ansichten gab, die den offiziellen Bush White House-Verschwörungstheorien widersprechen? Jedes Mal wenn die Frage 9/11 aufkommt, dann beschuldigen die MSM den Fragesteller, ein Verschwörungstheoretiker zu sein oder – was noch schlimmer ist – ein Verräter.

     


 

 

Lachend auf dem Weg ins Armageddon

 

von Paul Craig Roberts, 08.09.2017

 

 

Die Vereinigten Staaten zeigen der Welt so ein lächerliches Gesicht, dass uns die Welt auslacht.

 

Der letzte Dreh zu „Russland hat die Wahl gestohlen“ lautet, dass Russland Facebook benutzte um die Wahl zu beeinflussen. Den Frauen bei NPR hat es gestern den Atem verschlagen.

 

Wir waren zehn Monate lang der Propaganda über eine Putin/Trump-Wahleinmischung ausgesetzt und es gibt immer noch nicht die Spur eines Beweises. Es ist längst an der Zeit, eine nicht gestellte Frage zu stellen: Wenn es Beweise gibt, warum dann der ganze Aufstand? Alle möglichen Interessensgruppen versuchen, das Wahlergebnis zu beeinflussen, inklusive ausländischer Regierungen. Warum ist es in Ordnung wenn Israel die US-Wahlen beeinflusst, aber für Russland nicht? Warum glaubt ihr, dass die Waffenindustrie, die Energieindustrie, die Agrarkonzerne, Wall Street und die Banken, die Pharmafirmen usw. und so fort riesige Geldsummen bereitstellen um Wahlkämpfe zu finanzieren, wenn sie nicht die Absicht haben, die Wahlen zu beeinflussen? Warum schreiben die Redakteure Kommentare, die für den einen Kandidaten werben und den anderen verteufeln, wenn sie nicht die Wahlen beeinflussen wollen?

 

Was ist der Unterschied zwischen der Beeinflussung einer Wahl und der Beeinflussung einer Regierung? Washington ist voller Lobbyisten aller Sorten, einschließlich Lobbyisten fremder Regierungen, die rund um die Uhr daran arbeiten, die US-Regierung zu beeinflussen. Mit Sicherheit kann man sagen, dass die am wenigsten repräsentierte Gruppe in der Regierung die Bürger selbst sind, die überhaupt keine Lobbyisten haben, die für sie arbeiten.

 

Die inszenierte Hysterie über einen „russischen Einfluss“ wird noch absurder wenn man den Grund für die angebliche Einmischung in die Wahl bedenkt. Russland bevorzugte Trump, weil der der Friedenskandidat war, der versprochen hatte, die großen Spannungen mit Russland zu verringern, die durch das Obama-Regime und seine Neokon-Nazis Hillary Clinton, Victorias Nuland, Susan Rice und Samantha Power geschaffen wurden. Was stimmt nicht mit Russland, dass es einen Friedenskandidaten einer Kriegskandidatin bevorzugt hat? Selbst das amerikanische Volk bevorzugte den Friedenskandidaten. Russland stimmt also mit dem Wahlvolk überein.

 

Die nicht mit dem Wahlvolk übereinstimmen, das sind der Militär/Sicherheitskomplex und die Neokon-Nazis. Sie sind die Feinde der Demokratie, die die Wahlentscheidung des amerikanischen Volks kippen wollen. Es ist nicht Russland, das die Wahl des amerikanischen Volks missachtet; es sind das durch und durch korrupte Nationalkomitee der Demokraten und seine verschiedenen Identitätspolitiken, der Militär/Sicherheitskomplex und die presstituierten Medien, die die Demokratie untergraben.

 

Ich denke es wird Zeit, das Thema zu wechseln. Die wichtige Frage lautet: wer ist es, der so hartnäckig versucht, die Amerikaner davon zu überzeugen, dass ein russischer Einfluss über uns herrscht?

 

Verstehen die Idioten, die diese Ansicht vertreten, wie impotent das eine angebliche „Supermacht“ aussehen lässt? Wie können wir die hegemoniale Macht sein, wie die zionistischen Neokons behaupten, wenn Russland entscheiden kann, wer Präsidenten der Vereinigten Staaten wird?

 

Die USA besitzen einen massiven Spionagestaat, der sogar die privaten Handygespräche der deutschen Kanzlerin abhören kann. Aber diese massive Spionageorganisation ist nicht in der Lage, die Spur eines Beweises zu produzieren, dass Russland sich mit Trump verschworen hat um Hillary die Präsidentenwahl zu stehlen. Wann werden die Schwachsinnigen erkennen, dass sie die Vereinigten Staaten dumm, närrisch, inkompetent und über alle Maßen blöd aussehen lassen, wenn sie Vorwürfe machen, für die sie keine Beweise produzieren können?

 

Länder sollen Angst vor der amerikanischen Drohung haben, dass wir sie „in die Steinzeit zurückbomben“, aber der Präsident Russland lacht uns aus. Kürzlich hat Putin die völlige Abwesenheit von Kompetenz in Washington beschrieben:

 

Sich mit Menschen zu unterhalten, die Österreich und Australien verwechseln, das ist schwierig; das ist das Niveau der politischen Kultur im amerikanischen Establishment. Was das amerikanische Volk anbelangt, Amerika ist wahrlich eine große Nation, wenn die Amerikaner so viele politisch unzivilisierte Menschen in ihrer Regierung aushalten können.“

 

Das sind niederschmetternde Worte von Putin, denn die Welt weiß, das sie stimmen.

 

Denken Sie an die Idiotin Nikki Haley, die von Trump in einem Anfall geistiger Umnachtung zur US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen ernannt wurde. Diese dumme Person droht ständig Russland mit ihrer Faust und faselt dabei irgendwelche unbegründeten Anschuldigungen. Sie sollte vielleicht mal Mario Puzos Buch „Der Pate“ lesen. Jeder kennt den Film, aber wenn ich mich recht erinnere, dann sinniert Puzo irgendwo im Buch über das Verhalten zorniger amerikanischer Autofahrer, die ihre Faust heben und anderen Fahrern den Vogel zeigen. Was wenn der andere Autofahrer ein Kapo der Mafia ist? Weiß der Idiot, der die Faust schüttelt, wen er anpöbelt? Nein. Weiß dieser Schwachkopf, dass das Ergebnis eine brutale Tracht Prügel oder sein Tod sein kann? Nein.

 

Versteht die schwachsinnige Nikki Haley, was das Ergebnis ihrer Unfähigkeit zur Kontrolle sein kann? Nein. Jede gebildete Person die ich kenne fragt sich, ob Trump die schwachsinnige Nikki Haley der Welt als US-Botschafterin präsentierte um die Russen zu verärgern.

 

Fragt Napoleon und die Deutsche Wehrmacht nach den Folgen wenn man die Russen verärgert.

 

Seit 16 Jahren ist die US-“Superpower“ nicht in der Lage, ein paar Tausend leicht bewaffnete Taliban zu besiegen, die keine Luftwaffe haben, keine Panzerdivisionen, keinen weltweiten Spionagedienst. Und die irre US-Regierung in Washington liebäugelt mit einem Krieg mit Russland und China und Nordkorea und dem Iran.

 

Das amerikanische Volk ist in seiner Sorglosigkeit wirklich plemplem. Die Amerikaner streiten sich untereinander über „Bürgerkriegs“-Statuen, während „ihre“ Regierung ein nukleares Armageddon hofiert.

 

Die Vereinigten Staaten besitzen eine UN-Botschafterin, die keine Spur von Intelligenz zeigt, die sich aufführt wie Mike Tyson oder Bruce Lee im fünften Quadrat und die das genaue Gegenteil einer Diplomatin ist. Was sagt uns das über die Vereinigten Staaten?

 

Es zeigt, dass sich die USA im Stadium eines römischen Zusammenbruchs befinden, wenn der Kaiser Pferde zu Senatoren ernennt.

 

Die Vereinigten Staaten haben ein Pferd, ein unzivilisiertes Pferd als Diplomatin für die Welt. Der Kongress und die Exekutive sind ebenfalls voller Pferde und Pferdescheiße. Die US-Regierung ist völlig ohne Intelligenz. In der gesamten US-Regierung gibt es nicht ein Anzeichen von Intelligenz. Oder von Moral. Wie Hugo Chavez sagte: Satan ist hier; man kann den Schwefel riechen.

 

Amerika ist ein Witz mit Atomwaffen, die größter Gefahr für das Leben auf der Welt.

 

Wie kann man diese Gefahr einpferchen?

 

Das amerikanische Volk müsste erkennen, dass es auf die Schlachtbank geführt wird. Von den zionistischen Neokon-Nazis, die zusammen mit dem Militär/Sicherheitskomplex und Wall Street die US Außenpolitik kontrollieren, in Komplizenschaft mit Europa und Großbritannien, die unbedingt ihre CIA-Subventionen behalten wollen. Und mit den Straßendirnen, aus denen sich die westlichen Medien zusammensetzen.

 

Sind Amerikaner in der Lage das zu verstehen? Nur ein paar sind aus der Matrix entflohen.

 

Die Folge ist, dass Amerika in einem Konflikt mit Russland und China gefangen ist. Es besteht keine Möglichkeit, dass Washington in eines der Länder einmarschiert, geschweige denn beide. Also wird der Krieg atomar sein.

 

Wollen die Menschen Amerikas, dass uns Washington so ein Resultat beschert? Wenn nicht, warum sitzt dann das amerikanische Volk herum und nuckelt am Daumen und unternimmt nichts? Warum sitzen Europa und Großbritannien herum und lassen zu, dass sich ein nukleares Armageddon entfaltet? Wer hat die Friedensbewegung ermordet?

 

Die Welt und das amerikanische Volk müssen dringend die kriegstreibenden Vereinigten Staaten einhegen, oder die Welt wird aufhören zu existieren.

 

Es muss ein Internationaler Gerichtshof zur Rettung des Lebens auf Erden eingerichtet werden. Die US-Regierung und die ihnen dienenden Kriegsinteressen müssen angeklagt werden, verfolgt und entwaffnet werden, bevor ihr Böses das Leben auf Erden zerstört.


 

https://consortiumnews.com/2017/08/20/truth-and-lives-vs-career-and-fame/

 

Wahrheit und Menschenleben gegen Karriere und Ruhm

 

von Ray McGovern, 20.08.2017

 

 

Vor 50 Jahren hätte ich helfen können, den Vietnamkrieg zu beenden, aber mir fehlte der Mut. Am 20. August 1967 haben wir bei der CIA ein Telegramm aus Saigon erhalten, welches dokumentarische Beweise enthielt, dass der US-Oberbefehlshaber Gen. William Westmoreland und sein Stellvertreter Gen. Creighton Abrams über ihre „Erfolge“ im Kampf gegen die vietnamesischen Kommunisten gelogen haben. Ich muss heute noch mit dem Bedauern leben, dass ich keinen Alarm schlug als ich dazu die Gelegenheit hatte.

 

(Darüber habe ich vor zwei Jahren geschrieben: „Der bleibende Schmerz aus dem Schweigen zu Vietnam“):

https://consortiumnews.com/2015/05/01/the-lasting-pain-from-vietnam-silence/

 

Warum ich das Thema jetzt aufbringe? Weil sich Präsident Donald Trump mit von Sternen geblendeten Generälen umgeben hat (oder Generälen, die fest ihre Karriere im Blick haben). Und er scheint nicht die leiseste Ahnung zu haben, dass die ihre vielen Sterne in einem System erworben haben, in dem das Motto der Armee „Pflicht, Ehre, Vaterland“ heute als ebenso „altertümlich“ und „hinfällig“ einstufen werden kann, wie das die Bush-Cheney-Administration mit der Genfer Konvention getan hat. Allzu oft steht die Anzahl der Bänder und Orden auf der Brust der US-Generäle (man denke nur an den mit Lametta behangenen Gen. David Petraeus) in direktem Zusammenhang mit den Lügen, die sie mit zackigem Gruß erzählen und mit denen sie die unrealistischen Erwartungen ihrer politischen Meister bedienen (und sich damit einen weitere Stern dazuverdienen).

 

In meiner folgenden Verteidigungsrede liegt der Schwerpunkt auf den Verbrechen von Westmoreland und der Generation aus Karrieregenerälen die ihn nachgeäfft haben. Hier ist nicht genug Platz um all diese kriecherischen Offiziere zu beschreiben (oder auch nur aufzuzählen).

 

Leider gab es weitaus weniger hochrangige Offiziere die eine Ausnahme bilden, die das echte Interesse des Landes vor die eigenen Karriere gestellt haben. Die Liste jener im Generalsrang mit Integrität – die extreme Ausnahme von der Regel – ist noch kürzer. Auf Anhieb fallen mir da nur drei ein: zwei Generäle und ein Admiral, alle drei wurden abgesetzt weil sie ihren Dienst mit Ehrlichkeit erledigt haben. Was sie erlebt haben war lehrreich und ist es bis heute.

 

1 – Drei Wochen vor dem Angriff auf den Irak, am 25. Februar 2003, warnte der Stabschef der Armee, Eric Shinseki, den Streitkräfteausschuss des Senats, dass man im Irak nach dem Krieg „etwas in der Größenordnung von mehreren Hunderttausend Soldaten“ benötigen würde. Sofort wurde er von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und seinem Stellvertreter Paul Wolfowitz verhöhnt, er würde den Bedarf übertreiben. Shinseki reichte ein paar Monate später seinen Rücktritt ein.

 

2 – Der Armeegeneral David McKiernan war aus den selben Holz geschnitzt. Als Präsident Obama übernahm, da war McKiernan für den Krieg in Afghanistan zuständig. Bereits vor der Wahl Obamas hatte McKiernan offen und stark dagegen Stellung bezogen, die bescheuerte „Aufstockung“ der Streitkräfte wie im Irak auch auf Afghanistan anzuwenden. Er betonte, dass Afghanistan „ein wesentlich komplizierteres Umfeld ist als das was ich im Irak vorgefunden habe“. Dort hatte der General den Befehl über die Bodentruppen.

 

Für Afghanistan verwende ich das Wort 'Aufstockung' nicht,“ sagte McKiernan auf einer Pressekonferenz am 1. Oktober 2008. Er warnte, dass man für einen sinnhaften Erfolg einen breiten, militärisch nachhaltigen Aufbau bräuchte. Und was für das Washingtoner Establishment noch schlimmer war, McKiernan brach ein weiteres Tabu – er sagte, dass man für etwas, das auch nur annähernd ein befriedigendes Ergebnis bringen würde, ein Jahrzehnt benötigen würde, vielleicht sogar 14 Jahre. Stellt euch vor!

 

Für seine politischen Bosse war dieser vorsichtige Realismus zu viel. Am 11. Mai wurde McKiernan von Verteidigungsminister Robert Gates, den Obama von seinem Vorgänger geerbt hatte, entlassen. McKiernan war weniger als ein Jahr verantwortlich. Gates hat ihn durch den draufgängerischen General Stanley McChrystal ersetzt, einen Schützling von General David Petraeus (dem späterem CIA-Direktor).

 

Heute, mehr als acht Jahre später – der amerikanische Blutzoll hat sich seit dem Beginn der Obama-Administration fast vervierfacht (jetzt über 2.400), mit einem weitaus größeren Blutzoll unter afghanischen Zivilisten und mit einer noch heikleren Lage des US-Militärs – bekommt Präsident Trump Ratschläge, mehr US-Truppen zu stationieren.

 

3 – Der Admiral William J. („Fox“) Fallon, einer der letzten aktiven Veteranen des Vietnamkriegs, der noch bis spät in die Administration von George W. Bush Dienst tat, übernahm am 16. März 2007 den Oberbefehl über das Central Command. Fallon stand bereits unter heftiger Kritik aus dem neokonservativen American Enterprise Institute, er sei nicht scharf genug.

 

Fallon hatte sich auch gegen den Wunsch von Vizepräsident Dick Cheney aufgelehnt, US-Truppen für einen weiteren Krieg im Nahen Osten bereitzustellen, mit dem Iran. Als Fallon sich darauf vorbereitete, am 16. März 2007 den Posten als Chef der US-Truppen in der Region zu übernehmen, da erklärte er, dass das „unter meiner Aufsicht nicht geschehen wird“, so sagte der pensionierte Armee-Oberst Patrick Lang der Washington Post.

 

Fallons Ungeduld mit den Ja-Sagern stellte sich als ein weiterer bürokratischer schwarzer Fleck gegen ihn heraus. Mehrere Quellen haben berichtet, dass Fallon von David Petraeus' früherer, salbungsvoller Anbiederung angewidert war, wie er sich an Fallon (der leider für zu kurze Zeit sein Vorgesetzter war) heranzuwanzen versuchte. Von Fallon heißt es, dass er über die blumige Ansprache von Petraeus und den ganzen Lobhudeleien so angepisst war, dass er Petraeus ins Gesicht sagte, er sei ein „Arsch küssender kleiner Feigling“ und hinzufügte: „ich hasse solche Menschen“.

 

Fallon hielt sich nicht einmal ein Jahr. Am 11. März 2008 verkündete Gates den Rücktritt von Fallon als CENTCOM-Kommandeur, aber Fallons Widerstand gegen einen Krieg mit dem Iran verschaffte der Geheimdienstgemeinde genug Zeit, sich darüber einig zu werden, dass der Iran sein Nuklearwaffenprogramm schon vor Jahren aufgegeben hatte. Damit war die vorgesehene Ausrede Präsident Bushs für einen Feldzug geplatzt.

 

Eine beunruhigende Botschaft

 

Leider ist jedoch für aufstrebende Militärkommandeure die Botschaft dieser Geschichte, dass es persönlich wenig zu gewinnen gibt, wenn man das Beste für das amerikanische Volk und die Welt tut. Die Beförderungen und das Prestige gehen normalerweise an jene Karrieristen, die sich den selbstverherrlichenden Realitäten des offiziellen Washington beugen. Sie sind es, die normalerweise zu den geschätzten „weisen Männern“ werden, so wie Colin Powell, der sich mit den politischen Winden drehte (von seiner Zeit als junger Offizier in Vietnam bis zu seinem Amt als Außenminister).

 

Jemand muss Präsident Trump erzählen, was die Veteran Intelligence Professionals for Sanity Präsident George W. Bush in einem Memorandum am 5. Februar 2003 sagten, direkt nach Powells täuschender Aussage, mit der er den UN-Sicherheitsrat zu einer Unterstützung für eine Invasion in den Irak drängte. Was wir damals sagten, das scheint heute genauso drängend:

 

Nachdem wir heute Minister Powell gesehen haben, sind wir davon überzeugt, dass es Ihnen gut täte, die Diskussion zu erweitern, über … jenen Kreis der Berater, die eindeutig zu einem Krieg neigen, für den wir keinen überzeugenden Grund sehen und von dem wir glauben, dass die unbeabsichtigten Folgen katastrophal sein könnten.“

 

Und auf die Gefahr hin, dass Präsident Trump für solche Ratschläge taub ist, lasst mich an das Gewissen jener im System appellieren, die Mitwisser dieser Art von folgenreicher Täuschung sind, die sich in der US-Regierung so sehr verbreitet hat. Es ist an der Zeit Alarm zu schlagen – jetzt.

 

Nehmt es von Jemandem, der mit dem Bedauern leben muss, nicht die richtigen Schritte gemacht zu haben als es einen Unterschied gemacht hätte. Nehmt es von dem Wahrheitsverkünder der Pentagon-Papiere, Daniel Ellsberg, der oft sein Bedauern ausgedrückt hat, dass er nicht früher etwas gesagt hat.

 

Nehmt es von Dr. Martin Luther King Jr. aus einer Passage, die witzigerweise oft von Präsident Obama zitiert wird: „Jetzt stehen wir vor der Tatsache, dass das Morgen zum Heute geworden ist. Wir werden mit der bitteren Eile des Jetzt konfrontiert … es gibt so etwas wie ein Zuspätkommen.“

  


 

Endlich ist die Identität des Mannes hinter den Entscheidungen der US-Außenpolitik enthüllt

 

 

 

http://www.theblogmire.com/us-foreign-policy-in-the-hands-of-tinpot-bandits/

 

Die US-Außenpolitik ist in den Händen von Westentaschenbanditen

 

von Rob Slane, 06.09.2017

 

 

Wenn ich so über die US-Eliten und deren außenpolitische Entscheidungen nachdenke, dann fällt mir immer das Bild von Yosemite Sam ein. So wie Yosemite glauben sie, dass sie Chef im Ring sind. Der Welt, meine ich. So wie Yosemite wollen sie für ihre Feinde eine Falle nach der anderen aufstellen, nur um hernach festzustellen, dass jeder Plan spektakulär nach hinten losgeht. Und wie Yosemite hüpfen sie dann mit kaum verborgener Wut im Quadrat, nachdem alle Pläne gescheitert sind, Rauch steigt aus ihren Ohren empor und dann widmen sie sich ihrem nächsten teuflischen Plan, um jemandem irgendwo eins auszuwischen, nur um zu zeigen wer der Boss ist.

 

Da gräbt also Yosemite ein Loch, deckt es sorgsam mit einem Netz ab und versteckt sich mit einem zufriedenen Kichern bei dem Gedanken, wie sein Feind daherkommt und in die Grube fällt. Aber natürlich macht der Feind einen Bogen um die Grube, und in seiner Wut vergisst sich Sam, rennt schnurstracks drauflos und – PLUMPS! – fällt selbst hinein. Dann legt er einen Rechen auf den Boden und denkt, dass sein Feind draufsteigen wird. Aber nachdem er sieht, dass der Feind den Rechen komplett verfehlt, da rennt er drauflos und – ZACK! – haut es ihm den Griff ins Gesicht. Dann sieht man ihn, wie er eine ausgeklügelte Konstruktion aus einem Brett, einem Lager und einer Kanonenkugel bastelt. Aber als er auf das Brett hüpft, während sein Feind daher kommt...ihr kennt die Geschichte. „WUMMS! – sein Feind geht völlig unversehrt vorbei und die Kanonenkugel fällt von oben auf seinen Kopf.

 

Und so ergeht es den US-Eliten. Wie sie heimlich kicherten, als sie dachten, sie könnten in der Ukraine einen Regimewechsel durchführen, ihre Schiffe in Sewastopol parken und ein Land umzingeln, von dem sie aus irgendwelchen Gründen glauben, sie müssten es zerstören. PLATSCH! – da ging der Plan dahin und spektakulär nach hinten los, während der Feind sich die Halbinsel schnappte, nachdem die Leute für eine Abspaltung gestimmt hatten, sie kamen und parken jetzt dort ihre eigenen Schiffe, auf permanenter Basis.

 

Junge, das hat sie verrückt gemacht. Also haben sie eine weitere Falle aufgestellt. Dieses Mal war es eine Sanktion nach der anderen, sie wollten damit die Wirtschaft des Feindes zerstören, ohne den sie nicht leben können. KLATSCH! – Der Feind nutzte ganz einfach die Sanktion als eine Gelegenheit zum investieren und diversifizieren, insbesondere in der Landwirtschaft und Produktion. Und ihre Wirtschaft erfreut sich jetzt einer Periode steigenden Wachstums, sehr zum Erstaunen der US-Eliten. Aber darüber hinaus haben sie es geschafft, wo sie doch eigentlich ihre Macht und Weltdominanz demonstrieren wollten, dass Russland, China und andere damit beginnen, sich langsam aber sicher aus dem Dollarsystem zu befreien – der treibenden Kraft hinter der US-Hegemonie. Da fallen einem die Worte „spektakulär“ und „nach hinten“ ein.

 

Und dann war da Syrien. Wisst ihr noch, dort wo sie den den teuflischen Plan ausgeheckt haben, dschihadistische Söldner zu bewaffnen und zu bezahlen, damit die das einst friedliche Land zerlegen und dessen Führer enthaupten? Und es lief alles so schön, bis sich – WUMMS! – ihr ewiger Feind in das Schlachtgetümmel warf um zu verhindern, dass sich ein weiteres Land in ein chaotisches, terror-verseuchtes Höllenloch verwandelt. Mr. Obama, zu jener Zeit die präsidiale Marionette, sagte blasiert und verärgert, dass sich die Russen in einen Sumpf begeben würden. Aber heute bin ich glücklich zu sagen, dass die syrische Armee und ihre Alliierten kurz davor stehen, die AlQaeda- und ISIS-Verseuchung komplett aus ihrem Land zu tilgen. Die Welt sollte sich freuen. Aber weil die Massenmedien das komplett ignorieren werden, was nach aller Erkenntnis monumentale Ereignisse sind, werden die Westler davon nichts mitbekommen.

 

Und dann ist da der Propagandakrieg. Wahrscheinlich der bösartigste, verlogenste und ausdauerndste Propagandakrieg, den die Welt je gesehen hat. McCarthyismus auf Anabolika, wo jede Stimme als russische Propaganda gebrandmarkt wird, die vom Gruppendenken aus Washington und dessen Armee aus gehorsamen Stenographen abweicht. Funktioniert es? Funktioniert es? UMPF! Nicht wirklich. Viele glauben noch daran, natürlich. Aber jeden Tag wachen mehr und mehr Menschen wegen der Tatsache auf, dass die einzige Verbindung zur Wahrheit ist, dass sie eigentlich gar keine enthält.

 

Und dann gibt es natürlich noch das Thema „Die Russen haben unsere Wahl gehackt“. Ein Vorwurf, der nicht einmal einen Beweis in der Größenordnung eines Barthaares einer Mücke enthält. Jeder der noch dran glaubt, sollte automatisch als Jurymitglied disqualifiziert werden. Fast das ganze Jahr lang hat man es Tag und Nacht rauf und runter gespielt, hat vielen Leuten zu viel Geld verholfen und rief Präsident Donald J. Swamp wie ein braves Hündchen bei Fuß. Aber da ist wieder dieser Rechen – ZACK! Denn wenn man eine Behauptung aufstellt und darauf besteht, sie ohne jeden Beweis und ohne Unterlass zu wiederholen, dann werden sich sogar die unterbelichtetsten Menschen irgendwann Fragen stellen.

 

Man könnte noch viele Beispiel geben, aber das jüngste und schönste Beispiel, wie Uncle Yosemite Sam und seine Armee aus Westentaschenbanditen den Rechen in die Fresse bekommen, ist die außerordentliche Entscheidung des Außenministeriums, anscheinend mit ausdrücklicher Genehmigung von Präsident Swamp, konsularisches Eigentum der Russischen Föderation zu beschlagnahmen und zu durchsuchen. Das ist natürlich nach der Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen illegal. Dort steht:

 

1) Die Räumlichkeiten der Mission sind unverletzlich. Vertreter des Empfangsstaats dürfen sie nur mit Zustimmung des Missionschefs betreten.

 

(2) Der Empfangsstaat hat die besondere Pflicht, alle geeigneten Maßnahmen zu treffen, um die Räumlichkeiten der Mission vor jedem Eindringen und jeder Beschädigung zu schützen und um zu verhindern, dass der Friede der Mission gestört oder ihre Würde beeinträchtigt wird.

 

(3) Die Räumlichkeiten der Mission, ihre Einrichtung und die sonstigen darin befindlichen Gegenstände sowie die Beförderungsmittel der Mission genießen Immunität von jeder Durchsuchung, Beschlagnahme, Pfändung oder Vollstreckung.

 

Ziemlich eindeutig, oder? Aber die vielleicht schockierendste Sache in der ganzen Angelegenheit ist, dass man im Grunde die Regeln der Diplomatie zerrissen hat und tatsächlich so handelt als befinde man sich im Krieg mit Russland. Ich habe nicht einen Pieps des Protestes von einem führenden US-Politiker gehört. Sie finden es wohl in Ordnung, dass sich ihre Regierung wie Westentaschenbanditen aufführt? Ich vermute es. Es gibt nur eine mögliche Erklärung für dieses nahezu unerklärlich krasse Verhalten, und das ist das gute alte „Wir müssen ihnen zeigen wie stark wir sind“. Aber was ist das? ZACK! Sind sie schon wieder in einen Rechen gelatscht? Sieht so aus. Gerade als die US-Eliten dachten, sie hätte es ihnen mit ihrer Banditentat „gezeigt“, da haben die Russen geantwortet und ganz ruhig verkündet, dass sie die Sache vor ein Gericht bringen werden. Kein internationale Gericht jedoch, sondern ein amerikanisches. Also das wird interessant. Es gibt keinen Zweifel über die Illegalität der Razzien auf die diplomatischen Gebäude, und daher wird sich das befasste Gericht in der unangenehmen Lage befinden, sich entweder auf die Seite des Gesetzes zu schlagen, was zugunsten des russischen Außenministeriums und gegen das US-Außenministerium bedeutet. Oder sie zeigen, dass Gesetze und Eigentumsrechte insgesamt für die USA nichts mehr bedeuten.

 

Das Erschreckendste daran ist vielleicht, dass trotz seiner dämlichsten und kontraproduktivsten Außenpolitik aller Zeiten der alte Yosemite immer noch herumrennt und glaubt ihm gehöre die Welt. Er glaubt immer noch, das er qualifiziert sei, den kleinen Verrückten drüben auf der koreanischen Halbinsel in Schach zu halten. Glaubt ihr das auch? Dass er das schafft, ohne eine große Katastrophe und Massenmord? Sehen wir uns das Team Yosemite einmal an.

 

Sie haben einen Verteidigungsminister, der den Spitznamen „Mad Dog“ hat. Der versucht anscheinend sein Bestes um beruhigend zu klingen, aber am Ende hört er sich an als wäre der Name Mad Dog etwas zu brav:

 

Wir wollen nicht die totale Vernichtung eines Landes, nämlich Nordkoreas, aber wie gesagt, wir haben viele Option es zu tun.“

 

Ja toll. Und dann ist da die US-Botschafterin bei der UN, Nikki Haley, die behauptete, dass der nordkoreanische Führer Kim Jong-un „um einem Krieg bettelt“, bevor sie im Plenum den Vogel abschoss und den lustigsten Witz erzählte, der je bei einer UN-Sicherheitsratssitzung erzählt wurde:

 

Krieg ist nie etwas was die Vereinigten Staaten wollen. Wir wollen ihn jetzt nicht. Aber die Geduld unseres Landes ist nicht unbegrenzt.“

 

Und wen das noch nicht beruhigt, der hat immer noch Präsident Swamp höchstpersönlich, der anscheinend noch nie den Ausdruck gehört hat: „Halten Sie ihre Karten bedeckt“. Und der anscheinend glaubt, dass „hitzige und zornige“ Twitterkommentare die beste Art sind, das heikelste Problem der Welt zu lösen.

 

Nein, Yosemite und sein Team aus Westentaschenbanditen haben nicht die Kompetenz, dieses Problem zu lösen. Oder überhaupt irgendein internationales Problem. Ja, solange sie nicht einen langen und genauen Blick auf sich selbst werfen und erkennen, dass sie sich trotz all ihrer Behauptungen von Außergewöhnlichkeit, Unersetzbarkeit und Unbesiegbarkeit nur selbst zum Kasper machen, solange werden sie weiter Fallgruben ausheben und selbst hineinfallen. So ergeht es jedem Imperium. Gott lässt sie aufsteigen, und wenn ihre Arroganz ein unerträgliches Ausmaß erreicht, dann bringt er es zu Fall und lässt sie oft in ihre eigene Grube stürzen: 

 

Die Heidenvölker sind versunken in der Grube, die sie gegraben haben; ihr Fuß hat sich gefangen in dem Netz, das sie heimlich stellten. Der HERR hat sich zu erkennen gegeben, hat Gericht gehalten; der Gottlose ist verstrickt in dem Werk seiner Hände!“ (Psalm 9:15-16)

 

Vor dieser Wahl stehen heute die Westentaschenbanditen der US-Eliten: Entweder damit aufzuhören, die Welt herumzukommandieren und stattdessen ihren Platz in einer auf Gesetzen basierenden, multipolaren Weltordnung zu akzeptieren, oder Gott wird sie weiter in die Grube stoßen.


Verschont mich mit der Empörung über DACA

 

von Karl Denninger, 05.09.2017

 

 

Ob es jetzt von der Linken kommt oder von der Rechten, von CEOs (die billige Arbeitskräfte wie verrückt lieben) oder von Anderen – erspart mir eure Tränen, okay?

 

Ich lasse mich nicht von der Behauptung umstimmen, die betroffenen Kinder seien schuldlos. Das spielt keine Rolle; Tatsache ist, dass sie Zugang zu Diensten dieser Nation hatten und konsumiert haben, zu denen sie in den vergangenen Jahren nicht berechtigt waren, und niemand verlangt, dass sie die Kosten dieser Dienstleistungen zurückzahlen.

 

Diebstahl durch Umwandlung ist immer noch Diebstahl. Ja, wenn jemand zu der Zeit nicht einsichtsfähig war war (weil er ein junges Kind war), dann kann er für den besagten Diebstahl nicht verantwortlich gemacht werden. Aber es bleibt eine Tatsache, dass er die Vorteile erhalten und nichts dafür bezahlt hat.

 

Dass es deine Eltern waren, die schwarz gearbeitet haben (und damit Steuern hinterzogen haben), oder schlimmer noch, die Identität von Jemandem gestohlen haben (und damit sowohl eine kriminelle Handlung begangen und jemand Anderem direkte Kosten auferlegt haben), das spielt keine Rolle. Du warst der Nutznießer dieses Verhaltens – sowohl direkt in deinem Zuhause und indirekt durch deinen Zugang zu Schulen, Infrastruktur, Krankenversorgung, Arzneikosten und mehr, die du sonst nicht gehabt hättest. Du hast über all die Jahre sehr davon profitiert.

 

Darf ich euch daran erinnern, dass Präsident Obama zugegeben hat, dass er keine gesetzliche Grundlage dazu hatte, als er dieses Programm angekündigt hat. Der Kongress hätte in der Zwischenzeit das Gesetz ändern können, auch schon vor dieser Zeit, aber das tat er nicht.

 

Paul Ryan (Sprecher des Repräsentantenhauses) mit seinem schönfärberischen Unsinn ist noch schlimmer, er hätte das besagte Gesetz einbringen können, tat es aber nicht. Er ist die schlimmste Art von Heuchler und Trottel, indem er sich einen schönen Namen macht mit seinen Lobhudeleien für den Rechtsstaat – bis zu dem Punkt wo er umgesetzt werden soll.

 

Dann verwandelt er sich in Jemanden, der stattdessen diesen Diebstahl rechtfertigt.

 

Leute, DACA ist illegal. Es geht nicht um Mitgefühl, es geht um den Rechtsstaat. Wenn es jemand schafft, jeden Tag eine Bank zu berauben und $20 zu stehlen, ohne dass er jahrelang oder gar Jahrzehnte lang nicht erwischt wird, so verändert das nicht die grundlegende Natur seiner Tat. Und auch nicht die Tatsache dass es illegal ist. Nur weil man mit einer ungesetzlichen Tat davonkommt macht es sie nicht legal. Es bedeutet nur, dass man, besonders wenn es offen und notorisch geschieht, die Bullen ausreichend bestochen hat.

 

Ich darf daran erinnern, dass Letzteres eine weitere und schwerwiegendere Straftat ist, denn die Korruption des Rechtsstaats wird für gewöhnlich als schwerwiegender betrachtet als ein gewöhnlicher Rechtsbruch.

 

Nein, das Hochhalten von süßen Babys in die Kamera wird meine Meinung nicht ändern. Und auch keine Appelle an meine „gütigere Seite“. Tatsache ist, dass die Einwanderungsgesetze unserer Nation so sind wie sie sind. Und jene, die absichtlich besagte Gesetze gebrochen und/oder davon profitiert haben, dürfen dafür nicht belohnt werden indem man ihnen die Möglichkeit zum Bleiben gibt, ein permanentes Aufenthaltsrecht oder schlimmer noch, die Staatsbürgerschaft.

 

Nein, Nein und nochmal Nein. Diese ganzen DACA-Leute haben eine Nation – aber es sind nicht die Vereinigten Staaten. Sie sind Staatsbürger eines anderen Landes, dahin müssen sie zurück. Und wenn sie das getan haben, dann können sie, wenn sie wollen, einen Antrag auf Einreise in die Vereinigten Staaten stellen, für ein Aufenthaltsrecht, mittels der gültigen und gesetzlichen Wege. Und sie sollten all ihre unrechtmäßigen Wohltaten zurückzahlen – mit Zinsen.

 

Wenn sie sich hier Fähigkeiten und Bildung erworben haben, dann haben sie nach einem Punkte-System sogar einen Vorteil beim Antrag auf legalen Status – vom Land ihrer Staatsbürgerschaft aus.

 

Aber nicht während sie hier sind – hier sind sie illegale Eindringlinge. Ob sie das Gesetz wissentlich oder nicht gebrochen haben, ob ihre Eltern/Elternteil es waren oder sich auf eigene Faust durchgeschlagen haben.

 

Das Gesetz muss für alle gleich gelten, oder es ist bedeutungslos. Der Kongress hat weder das Recht noch eine Verpflichtung, diese Fakten nachträglich zu ändern – nur für die Zukunft. Die Regierung hat für ihren Teil die Verpflichtung, dem Gesetz Geltung zu verschaffen – keine Wahlmöglichkeit für das eine oder das andere, wie Präsident Obama behauptet hat. Diese Verpflichtung ist einer der Grundpfeiler unserer Verfassung und ist sogar ausdrücklich Teil des Amtseids des Präsidenten und für jene in der Exekutive und Legislative, die einen Amtseid ablegen müssen, bevor sie das fragliche Amt bekleiden.

 

DACA muss aufhören und jene, die für etwas anderes werben, müssen aus dem Amt und den Vorstandetagen gejagt werden, in denen sie sitzen. Jene Firmen, die von der absichtlichen Verletzung des Bundeseinwanderungsgesetzes profitieren und sich dafür einsetzen, jene Firmen und die verantwortlichen Führungskräfte müssen als Helfershelfer und Anstifter angeklagt werden und ihre Firmen müssen ihre Betriebserlaubnis verlieren und aufgelöst werden.

      


Putin: „Mit Menschen zu arbeiten, die Austria und Australien verwechseln, ist schwer.“

 

vom Saker, 05.09.2017

 

 

Es ist schwer, mit Leuten zu sprechen, die Österreich und Australien verwechseln. Aber dagegen können wir nichts tun; das ist das Niveau der politischen Kultur in einem Teil des amerikanischen Establishments. Was das amerikanische Volk angeht: Amerika ist wahrhaft eine große Nation, wenn die Amerikaner so viele politisch unzivilisierte Menschen ertragen können. – Wladimir Putin

 

Wow. Auch wenn ich gerade einen Kommentar über das Ausmaß der Frustration und, offen gesagt, der Verachtung geschrieben habe, die die Russen gegenüber ihren amerikanischen Gegenstücken hegen, so sind diese Worte von Wladimir Putin ein echter Schlag ins Gesicht, den man noch lange rund um die Welt hören wird, auch wenn die imperialen Konzernmedien eine weitere übermenschliche Anstrengung unternehmen werden, es nicht zu bemerken. Ich kann nur wiederholen was ich in meinem vorherigen Artikel gesagt habe: ich habe noch nie auch nur annähernd solche Worte gehört, wie sie heute aus Russland kommen.

 

Übrigens bestätigt Putin das was ich gestern geschrieben habe, wenn er sagt: „Die Amerikaner hatten das Recht, die Anzahl unserer diplomatischen Büros zu reduzieren. Auf einem ganz anderen Blatt steht, dass sie das auf eine Art und Weise getan haben, die absolut unzivilisiert ist.“ Hätten die Amerikaner einfach eine Reiher von Diplomaten ausgewiesen oder russische Diplomatenmissionen geschlossen, dann hätte die Russen das als „ein Spiel nach den Regeln“ akzeptiert. Aber Trump und die intellektuellen Zwerge um ihn herum haben sich entschlossen, Russland öffentlich zu erniedrigen und sich damit letztendlich selbst lächerlich gemacht. Gestern hat ein weiterer bekannter russischer Politiker, Sergei Markov, die amerikanische Führung als „unmoralische Pygmäen“ bezeichnet!

 

Zu sagen, dass die Russen von Trumps rücksichtslosem Verhalten unbeeindruckt sind, ist eine Untertreibung.

 

Putin hat der Trump-Regierung auch eine Falle bereitet als er sagte: „Ich werde unseren Außenminister bitten, eine Klage einzureichen. Wir werden sehen, wie effektiv das viel gelobte amerikanische Rechtssystem arbeitet.“ Das ist ein hinterhältiger Zug, denn er versetzt die USA in eine Lose-Lose-Situation: sollten die Gerichte für die Russen entscheiden, dann steht Trump wie ein unzivilisierter Schurke da. Sollten die Gerichte für die USA entscheiden, dann wird die die weltweite Reputation eines angeblich unabhängigen Rechtssystems auf der Strecke bleiben.

 

Und zu guter Letzt hat Putin Trump noch eine weitere Falle gestellt: er sagte, er würde eine UNSC-Resolution vorschlagen, die die Stationierung eines UN-Kontingents zum Schutz der OSCE-Friedensmission entlang der Demarkationslinie zum Donbass genehmigt, aber nur nach „einer Trennung der Parteien und einem Abzug des schweren Geräts. Dass kann nicht ohne direkte Gespräche mit den Repräsentanten der selbsternannten Volksrepubliken von Donezk und Lugansk geschehen.“ Wenn die Amerikaner Nein sagen, dann sehen sie wie Scheinheilige aus, aber wenn sie Ja sagen, dann stimmen sie einem Prozess zu, der die gegenwärtige Demarkationslinie in etwas ähnliches wie die Quasi-Grenze zwischen dem türkisch besetzten Teil und dem Rest von Zypern verwandelt. Etwas, das für die Neokons und ihre verbündeten Ukronazis in Kiew total inakzeptabel ist.

 

Aber die wirkliche Neuigkeit ist der veränderte Ton in der russischen Rhetorik. Den Westlern wird das völlig entgehen, denn sie haben schon lange aufgehört, das ernst zu nehmen was ihre Politiker sagen und die an alle möglichen Mätzchen ihrer Führer gewöhnt sind. Aber in einer Kultur, in der Worte noch etwas gelten (und das beinhaltet übrigens ganz Asien), da wird dieser veränderte Ton sofort als das verstanden was es ist: ein mittelalterlicher Schlag ins Gesicht, ein absichtliches Zeichen von Missachtung und gar als Zeichen totaler Verachtung und Abscheu.

 

Trump könnte leicht als der Präsident in die Geschichte eingehen, der eine historische Gelegenheit versaut hat, unseren gesamten Planeten zum Besseren zu wenden und der stattdessen durch sein komplettes Fehlen von Mut und Ehre, seinem totalen Fehlen von politischer und diplomatischer Erziehung und seine kriecherische Unterwürfigkeit gegenüber dem „Sumpf“, den er auszutrocknen versprach, am Ende genauso erbärmlich ratlos dastehen wird wie Obama.

     


 

http://thesaker.is/make-no-mistake-the-latest-us-thuggery-is-a-sign-of-weakness-not-strength/

 

Täuscht euch nicht: Das jüngste rücksichtslose Vorgehen der USA ist ein Zeichen der Schwäche, nicht der Stärke

 

vom Saker, 03.09.2017

 

 

Seit einiger Zeit schon haben russische Diplomaten offen gesagt, dass ihre amerikanischen Kollegen „nicht verhandlungsfähig“ sind. Das Ganze begann unter Obama, als Kerry zu Lawrow flog und „A“ verkündete. Dann flog er zurück nach Washington D.C. und sagte „B“. Dann gibt es da die Vorkommnisse in Syrien, als die USA einem Abkommen zugestimmt haben, nur um dieses Abkommen 24 Stunden später zu brechen. Da begannen die Russen offen darüber zu reden, dass ihre US-Kollegen widerliche Amateure seien, denen sogar die einfachste Professionalität fehle um etwas zu erledigen.

 

Jetzt sind die USA sogar noch tiefer gesunken: die Russen sprechen von „teuflischem Affentheater“ und „dämlichem, rücksichtslosen Vorgehen“.

 

Wow!

 

Für die normalerweise hyper-diplomatischen Russen ist diese Art des Redens unerhört, das ist noch niemals zuvor passiert. Man könnte sagen dass die Russen naiv sind, aber sie glauben, dass ihre Diplomaten stets, nun, diplomatisch sein sollten und dass eine öffentliche Äußerung der Empörung etwas ist was ein Diplomat nicht macht. Noch bezeichnender als die Amerikaner „bösartig“ oder „doppelzüngig“ zu nennen, ist die offene Äußerung von totaler Verachtung für sie, sie seien dämlich, inkompetent, schlecht erzogen und ihre Handlungen gesetzeswidrig. (Lest Maria Sacharowas Äußerungen dazu auf Facebook)

 

Deshalb will ich erläutern was hier passiert, wie die Russen das jüngste rücksichtslose Vorgehen der USA bezüglich des russischen Konsulats in San Francisco und den diplomatischen Bereichen in Washington und New York interpretieren.

 

Erstens: Die Russen haben natürlich erwartet, dass die Amerikaner nach der russischen Ausweisung von diplomatischem Personal der USA aus Russland zurückschlagen würden. Das ist an sich nicht das Problem. Die Russen verstehen, dass Trump ein in die Ecke gedrängter und schwacher Präsident ist und dass er zeigen muss wie „stramm“ er ist. Sicher, sie lächeln, aber sie halten das für ein „faires Spiel“. Die Russen wissen auch, dass ein Land wie die USA die größte Reduzierung von US-diplomatischem Personal in der Geschichte nicht ohne weiteres hinnehmen würden. Nochmal, es gefällt ihnen vielleicht nicht, aber sie halten das für ein „faires Spiel“.

 

Wisst ihr was die Russen wirklich geärgert hat? Die Tatsache, dass die Amerikaner ihnen nur 2 Tage Zeit gegeben haben, die Räumlichkeiten zu räumen und sie dann übernehmen und dass sie eine bizarre Durchsuchungsaktion organisierten. Ich will hier gleich erklären, dass dies für die Russen kein Fall von Panik ist, überhaupt nicht. Aber so würden sie darüber denken:

 

Warum geben sie uns nur 2 Tage? Glauben sie wirklich, dass die Räumlichkeiten nicht wenn nötig innerhalb von 60 Minuten von sensiblem Material gereinigt wären? Oder versuchen sie tatsächlich, unserem Personal Unannehmlichkeiten zu bereiten? Wenn ja, glauben sie echt, dass wir in Hysterie ausbrechen würden? Glauben die Amerikaner wirklich, dass sie etwas finden würden? Was? Papiere die beweisen, dass Trump unser Agent ist? Vielleicht eine versteckte Nuklearwaffe? Oder die Computer, die wir zum hacken eines jeden Servers in den USA benutzt haben? Für einen Russen können diese Fragen nur eine Antwort haben: natürlich nicht. Also was geschieht hier? Und so bleibt nur eine mögliche Erklärung übrig:

 

Wir haben sie in Syrien besiegt, wir besiegen sie in der Ukraine, sie haben Afghanistan verloren, sie haben den Irak verloren, ihre Navy weiß anscheinend nicht wie man ein Radar bedient, ihre Soldaten machen sich die Hosen voll wenn sie gegen jemanden kämpfen sollen der Widerstand leisten kann. Sie haben darin versagt, nicht nur China einzuschüchtern, sondern sogar die Nordkoreaner, die sie offen auslachen. Die Hisbollah lacht sie aus. Sogar Venezuela weigert sich, sich zu erschrecken! Die Iraner drohen ihnen offen mit Konsequenzen, sollten sie aus dem von ihnen unterzeichneten Vertrag ausscheren. Sogar Pakistan äußert offen seinen Missmut über die USA. Das gleiche gilt für die Türkei. Himmel – die Amerikaner verlieren an allen Fronten und das Beste was ihnen einfällt damit sie sich besser fühlen, ist, dass sie unser diplomatisches Personal illegal schikanieren! Kranke, lahme Loser!“

 

Und sie haben zu 100% Recht.

 

Das jüngste rücksichtslose Vorgehen gegen russische Diplomaten ist so dumm wie sinnlos. Ich denke dass US-Diplomaten aus der Ära von James Baker absolut beschämt darüber sind, mit welcher Art von Idiotie sich ihre Nachfolger beschäftigen.

 

Das ist auch das Ende von Rex Tillerson. Der arme Mann hat jetzt nur noch zwei Optionen: zurückzutreten (das wäre das Anständige) oder zu bleiben und ein weiterer kastrierter Eunuch zu werden, der nicht einmal mit Gestalten wie Nikki Haley umgehen kann, geschweige denn mit den Nordkoreanern!

 

Ein „Sprecher“ des Weißen Hauses erklärte, dass Trump persönlich die jüngste Schurkerei angeordnet hat. Okay, das bedeutet eines von zweien: entweder ist Trump so schwach, dass er nicht einmal einen lügenden Sprecher feuern kann, oder er ist jetzt so tief gesunken, dass er das „Schurken“-Verhalten des Außenministeriums anordnet. In jedem Fall ist es eine Schande.

 

Und es ist wirklich beunruhigend. Die Kombination von auf der einen Seite rückgratloser Kriecherei vor den Neokons mit intellektueller Mittelmäßigkeit, einem krassen Fehlen von Professionalität und einer Art von kleinlichem, rücksichtslosen Vorgehen, wie man es normalerweise mit Straßengangs in Verbindung bringt, und Nuklearwaffen auf der anderen Seite ist sehr beunruhigend. In der Zwischenzeit haben die anderen nuklear bewaffneten Irren gerade erklärt, dass sie ihr eigenes thermonukleares Gerät besitzen, das sie anscheinend gestern getestet haben, nur um ihre Verachtung für Trump und seine Generalzwerge zu zeigen. Ich denke nicht, dass sie eine Wasserstoffbombe haben. Ich denke nicht, dass sie echte Interkontinentalraketen besitzen. Ich glaube nicht einmal, dass sie wirkliche (einsatzbereite) nukleare Sprengköpfe besitzen. Aber was wenn ich mich irre? Was ist, wenn sie viel von dem besitzen was sie jetzt behaupten – etwa die Raketenmotoren – von den Ukros?

 

In der einen Ringecke der Hervorragende Führer, der Brillante Genosse, der Junge Meister und Große Nachfolger, Kim Jong-un. Und in der anderen Ecke The Donald, pack' sie bei der xxxxx und Make 'Merica Great, der Große Covfefe Donald Trump. Beide mit Atomwaffen bewaffnet.

 

Sehr gruseliger Scheiß. Echt furchteinflößend.

 

Aber noch furchteinflößender und deprimierender ist, dass der Stärkere von den beiden Männern ohne jeden Zweifel Kim Jong-un ist.

 

Im Weißen Haus sehe ich nur Schilder mit der Aufschrift „Zimmer frei“. 

     


 

https://journal-neo.org/2017/09/04/we-told-you-so-google-is-nsa/

 

Da haben wir's: Google ist NSA

 

von Phil Butler, 04.09.2017

 

 

Google will das Auge von Big Brother sein. Alle unsere Internet-Gurus wussten das, bevor man die NSA überführt hatte, dass sie alle ausspionieren. Aber jetzt sind die Jungs von Mountain View entschlossener denn je, eure Informationen zu filtern und jeden Anschein von Wahrheit zu zerschlagen, der die Menschen erreichen könnte.

 

Hätte ich so einen Artikel vor fünf Jahren begonnen, dann wäre ich sofort als „Verschwörungstheoretiker“ bezeichnet worden, oder schlimmer. Und wie sieht's mit dem Leser aus? Wollen euch die Technokraten und ihre fetten Geldsäcke verrückt machen? Ich wollte das nicht glauben. Aber wenn man mehr als einen Beweis braucht, dann sagt einem das 160-seitige Handbuch von Google genau, dass sie uns nur „ihre“ Nachrichten einspeisen wollen. Das langatmige Handbuch ist für eine Durchschnittsperson schwer zu lesen, aber das Buch schildert eine Orwellsche Machenschaft, wie es sie seit der Propagandamaschine der Nazis unter Hitler nicht gegeben hat. (Anm.d.Ü.: die Quelle zu dem Handbuch ist verschwunden: Error 404)

 

Achtet genau auf die „Anweisungen“ auf Seite 108, wo Google diktiert, wer die Bewertungskriterien erfüllt und wer nicht. Der Abschnitt mit den Nichterfüllungen (FailsM) ist eine Dampfwalze für die freie Presse und schlägt vor, bestimmte Seiten zu verbergen:

 

Seiten, die in Widerspruch zu gut etablierten historischen Tatsachen stehen (z.B. haltlose Verschwörungstheorien) es sei denn, die Abfrage zeigt deutlich an, dass der Benutzer einen alternativen Blickwinkel sucht.“

 

Wie üblich hat Google seine wahren Absichten verschleiert, mit der Idee eines supergescheiten Algorithmus, der Resultate „filtert“ oder „lernt“, die euer Leben besser machen sollen. Wieder einmal schlägt Google vor was „gut für euch ist“, indem es bestimmte Quellen zerstört und andere hervorhebt. Mit dem Gebrauch von Begriffen wie „Bewertungsrichtlinien für die Qualität der Suche“ und „Bewertungsrichtlinien für die Seitenqualität“ liefern die kleinen Machiavellis bei Google die Rechtfertigung für die Kontrolle dessen, was man im Web sieht und liest. Die Zensur und Monopolisierung von Internet-Informationen und Geschäften – das ist jetzt die Anklage gegen die Jungs von Mountain View.

 

Dann gibt es da den Abschnitt indem es darum geht, wie Google die besten der besten Nachrichtenseiten einstuft. Der nennt sich „ein hohes Maß an Kompetenz/Autorität/Glaubwürdigkeit (EAT)“. Schon die Abkürzung sollte einem sagen, dass Google-Search-Benutzer mit irgendwelchen Müllwahrheiten abgespeist werden. „Seiten mit hoher Qualität“ bedeutet für die Google-Oligarchen, dass der Seiteninhaber entweder Google direkt bezahlt, oder dass die fragliche Seite den Herren von Google zu Diensten ist – Punkt. An der Spitze dieser Matrix der Quellen stehen Zieutngen wie die Washington Post und die New York Times (High News 1), gefolgt von den Artikeln in diesen Zeitungen (High News 2). Es folgt eine Liste von autoritären Seiten der Regierung wie das US-Außenministerium und das Weiße Haus und dann Seiten mit (kaum zu glauben) „Großem Humor“. Somit hat Google die Relevanz von Wahrheit oder gar der Wichtigkeit einer Nachricht ausgeschlossen, zugunsten von „wer“ die Story schrieb und welche „Realität“ euch Google nahebringen will – das Netzwerk von Big Brother – mehr ist da nicht.

 

Melissa Dykes von Truth Stream Media hat ein Video über die Anstrengungen des neuen Big Brother gemacht:

http://truthstreammedia.com/2017/08/09/googles-new-policies-straight-orwells-1984/

 

Und auch Government Slaves hat sich darüber hergemacht:

(Anm.d.Ü.: der link ist verschwunden. Vielleicht meinte Butler das hier:

http://www.govtslaves.com/2017-09-02-google-hates-you-stop-using-their-search-engine-use-these-instead.html

 

Und Letzterer schlägt sogar vor, Alternativen zur Google-Suche zu benutzen, die sich den totalitären Tendenzen widersetzen, die wir in der heutigen Zeit auf uns zukommen sehen. Für Menschen, die das kommende Übel mit Yandex und DuckDuckGo boykottieren. Government Slaves listet auch 400 Seiten für unabhängige Nachrichten auf, die außerhalb der Google-Matrix sind. Mein Ratschlag an alle ist, sich jetzt von Google und Facebook abzuwenden. Meine eigene weitreichende Erfahrung mit diesen Tech-Leuten hat gezeigt, dass diese Menschen überhaupt kein Moral besitzen. Es sind Menschen, die zu allem bereit sind um ihre Dominanz in der digitalen Welt zu behaupten. Google hat das Leben von Millionen Menschen zerstört, seine eigenen Regeln verletzt, mogelt sich mit Anwälten um Kartellrecht und Regeln für faire Praktiken herum, vermeidet Steuern und verschwört sich mit den Geheimdiensten gegen dass amerikanische Volk. Diese ganzen Einschätzungen sind nicht nur das Gemaule diese Autoren. Schon 2014 schrieb John Whitehead über die NSA und Google in der Huffington Post:

 

Seht euch einfach mal um. Es ist bereits passiert. Dank einer heimtückischen Partnerschaft zwischen Google und der National Security Agency (NSA), die mit jedem Tag immer umfangreicher und raffinierter wird, sind „Wir, das Volk“ zu nichts anderem als einer Handelsware aus Datenkonsumenten geworden, gekauft, verkauft und immer weiter verkauft.“

 

Am 29. August hat der allgemein bekannte Schöpfer von ZeroHedge, Tyler Durden, einen Artikel mit dem Titel „Why Google Made the NSA“ verfasst. Darin deckt er ein Projekt mit dem Titel INSURGE INTELLIGENCE (Anm.d.Ü.: Nafeez Ahmed) auf, ein Crowd-finanziertes Journalismus-Projekt, das eine Story darüber veröffentlicht hat, wie die Geheimdienstgemeinde der Vereinigten Staaten Google finanziert, genährt und ausgebrütet hat, als Teil einer Dominanz über die Welt mittels Informationskontrolle.

https://medium.com/insurge-intelligence (Anm.d.Ü.: auf medium.com findet man auch Caitlin Johnstone)

 

Ihr habt richtig gelesen. Meine früheren Vermutungen, dass Sergey Brin und Larry Page von ungeahntem Geld „emporgehoben wurden“, waren vermutlich korrekt. Während ich vermutete, dass George Soros oder Rockefeller dahinter standen, ist es vorstellbar, dass Uncle Sam der Poltergeist war. Die ZeroHedge-Geschichte taucht tief in den „Tiefen Staat“ ein, den wir uns in unseren schlimmsten Albträumen nicht so vorgestellt haben. Der Bericht enthüllt, wie das Pentagon Highland Forum mehr oder weniger Technologie-Giganten wie Google übernommen hat um Massenüberwachung zu erreichen.

(Anm.d.Ü.: leider ist auch der link zum Highland Forum tot. Honi soit qui mal y pense!)

 

Darüber hinaus zeigt der Bericht, wie die Geheimdienstgemeinde eine Schlüsselrolle in den heimlichen Bemühungen zur Manipulation der Medien und der Öffentlichkeit gespielt hat. Die endlosen Krisen und Kriege, in denen wir uns befinden, gibt es hauptsächlich wegen der Bemühungen von Google und den anderen technokratischen Institutionen. In einem Abschnitt schildert der Autor, wie die Obama-Regierung diese „Big Brother“-Kontrolle verstärkt hat:

 

Unter Obama hat sich der Nexus aus Konzern-, Industrie- und Finanzmacht, vertreten durch die Interessen, die am Pentagon Highland Forum teilnehmen, in einem nie dagewesenen Ausmaß verstärkt.“

 

Diese Menschen bezeichnen sich selbst als die „Torwächter“. Ihre Arroganz wird nur von ihrer amoralischen Unwissenheit übertroffen. Die Erfolge des Informationszeitalters, die zweifelhaften Bonanzas des Risikokapitals in Silicon Valley, die mysteriösen Wege auf denen ziemlich normale Erfinder ins Rampenlicht gerieten, all das sollte eine Warnung vor dem Sumpf sein, den Donald Trump beschrieben hat.

 

Aber es ist das ungeheure Ausmaß dieses Netzwerks, das uns interessieren sollte. Und jetzt stellt euch vor, ein neuer Präsident kommt ins Amt und möchte versuchen, die Angriffe so gut wie möglich abzuwehren, nur um festzustellen, dass die gesamte Maschinerie der US-Regierung unter einem solch kontrollierenden Einfluss steht. Wenn man all das weiß, dann kann man sich leicht vorstellen warum Trump in so vielen Dingen ein Kehrtwende gemacht hat. Er muss überwältigt worden sein. Oder er war von Anfang an Teil des Plans.

 

Wenn wir zum Schluss diese Nachrichten ausweiten und andere Technokraten wie Bill Gates oder Jeff Bezos einschließen, dann wird das Verständnis für die Krisen der Welt durch eine schlechte US-Politik viel leichter. Es ist eine Firma – alles ist eine Firma für Krieg und Spannungen. Bezos neben dem ehemaligen Marine-General und gegenwärtigen Verteidigungsminister „Mad Dog“ Mattis ist symbolisch. Das Posen von Trump mit Israel und den Saudis, ja auch bei der Inlandspolitik, verraten uns, dass die Wahlversprechen im Kielwasser eines Tiefstaatsdampfers untergegangen sind, der mit vollem Dampf vorausfährt. Wenn wir Google und anderen Akteuren erlauben, weiterhin ungebremst fortzufahren, dann...

 

Nun, ihr seid genauso gut wie ich in der Lage, diesen Satz zu vervollständigen. Ich bete nur, dass es nicht zu spät ist. 


 

 

http://www.unz.com/article/the-united-states-of-manufactured-hysteria/

 

Die Vereinigten Staaten der fabrizierten Hysterie

 

von C.J. Hopkins 01.09.2017

 

 

Dankt Gott für die Nazis von Charlottesville! Einen Moment lang sah es so aus, als könnten wir ein paar Tage innehalten und über den Zustand Amerikas nachdenken, ohne irgendeiner neuen Form von fabrizierter Massenhysterie ausgesetzt zu sein. Im Ernst, erst vor ein paar Wochen schien es, als würden die lächerlichen Versuche der ständischen herrschenden Klasse endlich einschlafen, die Welt davon zu überzeugen, Donald Trump sei eine Art russischer Schläfer. Eine wachsende Anzahl linker Typen begann sich zu fragen, ob die Tatsache, dass die Regierung der Vereinigten Staaten vielleicht, nur vielleicht, von einer globalen Konzern-Plutokratie kontrolliert wird, die sich keiner Nation oder keinem Volk verpflichtet fühlt, oder jemandem außer sich selbst, und die dabei ist, einen gewählten Präsidenten zu verteufeln und womöglich zu entsorgen … dass das vielleicht etwas ist, worauf man schauen sollte, nicht ausschließlich, gar nicht, aber neben anderen wichtigen Fragen wie der Verteidigung der Rechte von Transgender-Drohnenpiloten und die Reinigung des Wörterbuchs mit unterdrückerischen Fürwörtern.

 

Glücklicherweise ist dieser gefährliche Moment des Zweifelns Dank der Nazis von Charlottesville vorüber. Wenn man am 11. August genau hingehört hat, dann konnte man aus den Widerstandsvierteln eine kollektiven Seufzer der Erleichterung hören, wie einen einschläfernden Idiotenwind, als etwa einhundert weiße Rassisten mit ihren Petroleumfackeln in die Stadt marschierten, NSDAP-Slogans brüllten und sich auch sonst zum Kasper machten. Die Apparatschiks der Konzernmedien, die Mandarine der Internet-Linken, professionelle und Hobby-Nazilogen und sonstige Nazi-Experten haben sofort den höchsten Alarmzustand ausgerufen und warnten vor einer bevorstehenden Invasion der Nazis. Fotos glubschäugiger, Fackeln tragender Nazis, ihre Münder mitten im Nazi-Geschrei weit geöffnet, mit hervorstehenden Adern auf ihren Nazi-Nacken wurden in der Öffentlichkeit verbreitet und machten die Runde. Millionen hin und her gerissener Linker (viele von ihnen fühlten sich unwohl bei der Zusammenarbeit mit der Konzern-Plutokratie bei den Bemühungen zum Anschwärzen von Trump) reagierten beim Anblick der farbigen Hochglanzbilder mit diesen Nazis, die man ihnen vor die Nase hielt, wie jeder Gute Amerikaner, der seit seiner frühesten Jugend auf eine bestimmte Reaktion hin konditioniert wurde. Sofort haben sie ihre kritischen Fähigkeiten abgeschaltet und haben den 2. Weltkrieg nachgespielt … oder besser gesagt die mystische Version, in der die USA die Nazis besiegt haben – einer von Amerikas Lieblingszeitvertreiben.

 

Schaut, ich will mich nicht über Charlottesville lustig machen. Wir reden hier von echten Neonazis, mit echten Nazi-Flaggen und Haarschnitten, die echte Nazi-Parolen schreien, und dem Ku Klux Klan, und schwer bewaffneten Milizen, und einem Allerlei aus rassistischen Hinterwäldlern … sie alle sind seit Jahrzehnten und länger ein Markenzeichen des amerikanischen Lebens. Aber hier ist nicht die Zeit um über Geschichte zu reflektieren oder die Dinge in eine Perspektive zu rücken. Und einer dieser Nazi-Schwachköpfe hat am nächsten Tag mit seinem Auto Menschen überfahren, eine Frau getötet und zahlreiche andere verletzt, was jeden kritischen Gedanken über die tatsächliche Größe der Nazi-Bedrohung (die lächerlich klein bleibt, wie immer) problematisiert oder die Motive der Konzernmedien, das Ganze maßlos als Nazi-Sympathie zu übertreiben, und ich habe jetzt schon genug Sorgen damit.

 

(Anm.d.Ü.: ich halte den Car-Attack von Charlottesville für eine Inszenierung und auch den Großteil der Naziversammlung)

 

Hinzu kommt, dass Charlottesville nur der Anfang war … eine Art Tet-Offensive der Nazis. Nur eine Woche später haben am 19. August buchstäblich 40 bis 50 Nazis (ganz clever als Trump-Unterstützer, Libertäre und rechte Spinner verkleidet) einen öffentlichen Pavillon in Boston besetzt und wollten gerade den sie umzingelnden Polizisten virulente Nazi-Ansichten kundtun. Zum Glück ist gerade noch rechtzeitig ein Kontingent von ungefähr 40.000 Mitgliedern des anti-faschistischen Widerstands erschienen, um ihnen diese Bühne zu verwehren und jeden zu jagen und anzupöbeln, der eine von diesen MAGA-Kappen trug (Make America Great Again).

 

Man möchte meinen, dass die Nazis diese Botschaft kapert haben … aber nein, am letzten Sonntag, dem 27. August, haben weitere zehn bis elf Nazis ganz frech versucht, sich in Berkeley zu versammeln (viele von ihnen posierten als „Trump-Unterstützer, als ob sie das nicht zu Nazis machen würde; einige von ihnen gingen sogar so weit und versuchten, sich als „Latinos“ auszugeben). Der Widerstand war mit ihnen dieses Mal gnadenlos. Tausende friedlicher Gegendemonstranten haben die Nazis schnell in die Flucht geschlagen, dann haben Gruppen maskierter Anti-Faschisten jeden nach Nazi aussehenden Nachzügler gejagt, die „angeblichen Alt-Righters“, und neugierige Fotografen, und haben ihnen den leibhaftigen Hitler ausgetrieben. Das hat den liberaleren Widerstand alarmiert, der die Anti-Faschisten als „einheimische Terroristen“ bezeichnete, die jenen Leuten die Scheiße aus dem Leib prügelten, die die Liberalen als Nazis bezeichnet haben.

 

Überall in Amerika haben Mitglieder des Widerstands mit Begeisterung Denkmäler der Konföderierten gestürmt, die plötzlich völlig untragbar geworden sind. Und sie suchten online im Branchenbuch nach jedem der Robert E. Lee heißt, oder nach Pferden, die nach dem Pferd von General Lee benannt wurden, oder nach den Pferden anderer rassistischer Nazis. All das, und die hastige Organisation eines bevorstehenden Marsch gegen den Rechtsextremismus (vermutlich um den Marsch auf Washington 1963 nachzuäffen), und langatmige Schriften über das Übel des Rassismus, des Rechtsextremismus und alle anderen Formen von Nazismus, die mit Donald Trump zusammenhängen … und ansonsten die Menschen mit sprudelnder Raserei aus Nazi-Hysterie aufzupeitschen.

 

Also das muss man dem falschen Widerstand lassen … diese Nazi-Hysterie ist für jeden gut. Nicht nur weil sich das besser verkaufen lässt als dieser lächerliche Unsinn mit dem russischen Hacking (weil Trump wirklich ein Rassist ist, natürlich). Aber weil es etwas ist, das die breitere Linke umarmen kann, denn es knüpft direkt an die Identitätspolitik an, denn das ist so ziemlich alles, was wir heute noch haben.

 

Schaut, bisher standen wir vor dem Dilemma (zumindest einige von uns), wie man auf die orchestrierte Kampagne des herrschenden Establishments reagieren soll, um Trump einen „Regimewechsel“ zu verpassen. Auf der einen Seite ist Trump die lebende Verkörperung von allem was die Linke ablehnt. Auf der anderen Seite bedeutet eine Jagd auf Trump, dass man dem falschen Widerstand zu Diensten ist, nämlich der globalen Konzernherrschaft (was nebenbei bemerkt nicht „die Juden“ bedeutet. Ich füge das immer gern ein um meine antisemitischen Leser zu ärgern). Das war einigen von uns etwas peinlich und hat unseren Drang, es Trump zu zeigen, zurückgehalten (zumindest zu jedem Thema das der Widerstand derzeit verbreitet). Wenn wir das täten, dann würden wir uns mit den Versuchen des herrschenden Establishments gemein machen, einen amerikanischen Präsidenten zu verteufeln und am Ende zu entsorgen, der nicht anständig nach ihrer Pfeife tanzt. Wenn wir gegen Regimewechsel in anderen Ländern sind, sollten wir dann nicht auch Zuhause dagegen sein? Oder bekommen die herrschende Klassen dieses Mal eine Freibrief weil Trump so ein außergewöhnliches Monster ist? Aber Moment mal .. war nicht Saddam ein Monster? Und Gaddafi? Und all die anderen „Hitlers“, die nicht mit der Konzernherrschaft mitspielten? Und Assad? Ist der nicht auch ein Monster?

 

Man sieht, wie verwirrend das alles wird … wenn man versucht herauszufinden, wie man sowohl die supranationale Konzernherrschaft ablehnt, die als Hegemonialmacht über souveräne Nationen herrscht, als auch die Gegenreaktion der Neo-Nationalisten, die im Grunde faschistischer Natur ist und von der Konzernherrschaft gleichfalls abgelehnt wird … und die verzweifelt will, dass man ihr dagegen hilft, indem man ihr die fabrizierte Hysterie über Russen oder Nazis abkauft, oder welches furchteinflößende Monster auch immer, das sie einem vor die Nase halten. Nach kurzer Zeit bekommt man Kopfschmerzen und man will nur noch, dass die Dinge einfacher wären.

 

Und da kommen die rettenden Charlottesville Nazis! Wie viel einfacher kann es noch werden? Konzernherrschaft? Welche Konzernherrschaft? Die verdammten Nazis kommen vom Dachboden! Rassistische Nazis! Konföderierte Nazis! Nazi-Versteher! Nazi-Sympathisanten! Jetzt ist nicht die Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, wer tatsächlich die politische Macht innehat, oder wie sie Hysterie herstellen und auch sonst die Menschen manipulieren (dich nicht natürlich … nur die anderen). Nein, was wir jetzt tun müssen: das Internet zensieren. Und andere Orte für die Hassreden der Nazis. Und wir müssen diese ganzen rassistischen Nazis fangen und sie einer Anti-Nazi-Therapie unterziehen, oder einem anti-rassistischen Empathie-Programm. Oder sich einfach gegen sie verbünden und sie bewusstlos prügeln.

 

Ja, sicher, das hört sich extrem an, oder autoritär, oder einfach nur gruselig. Aber denkt daran, dass das NICHT NORMAL IST! Und Rassismus und Nazismus ist sehr sehr schlecht. Und Love Trumps Hate! Und Listerine tötet Keime! Und wir haben eigentlich nie geglaubt, dass Trump tatsächlich ein russischer Agent ist oder so. Vergesst jetzt den ganzen Russland-Scheiß. Trump ist Hitler. Trump war immer schon Hitler. Amerika war immer im Krieg gegen Hitler. Amerika wird immer gegen Hitler Krieg führen.

 

Ach ja, beinahe hätt ich's vergessen. Die heutige Versammlung zu Zwei Minuten Hass beginnt in circa 15 Minuten. Bitte versammelt euch an den üblichen Orten. Vielen Dank für eure Mitarbeit.


 

https://sputniknews.com/columnists/201709011056994575-korea-crisis-orwellian-west/

 

Die Koreakrise zeigt den Orwellschen Westen

 

von Finian Cunningham, 01.09.2017

 

 

Die westlichen Medien wollen uns glauben machen, dass Nordkorea und sein Nukleararsenal die Bedrohung Nummer Eins für die Welt sind. Die kontinuierliche Darstellung eines „Schurkenstaats“ in den westlichen Medien spielt der US-Agenda in die Hände, für einen präventiven Angriff auf Nordkorea.

 

Lasst uns etwas klarstellen. Nordkorea besitzt eine geschätzte Anzahl von 10 bis 20 Nuklearsprengköpfen, so berichtete der letzte Jahresbericht des renommierten Stockholm International Peace Research Instititute (SIPRI). Das ist ein winziger Anteil – etwa 0,1% – am weltweiten Arsenal aus Atomwaffen.

 

Die Vereinigten Staaten besitzen ein Nukleararsenal von etwa 5.000 Waffen – mehr als das 300-fache von Nordkorea. Die USA besitzen zusammen mit Russland (ebenso 5.000 Sprengköpfe) 93% des gesamten Bestands an Nuklearwaffen weltweit.

 

Was die USA unterscheidet, sind die folgenden hartnäckigen Fakten (auch wenn diese Fakten in der westlichen Nachrichtenberichterstattung selten bis überhaupt nicht vorkommen).

 

Sie waren das erste Land, das eine solche Massenvernichtungswaffe entwickelte, 1945. Russland, das zweite Land, entwickelte seine erste Atombombe vier Jahre später, 1949.

 

Die USA sind das einzige Land, das Nuklearwaffen eingesetzt hat, indem sie zwei Atombomben auf Japan abwarfen – nur drei Wochen nach dem erfolgreichen Waffentest in der Wüste New Mexikos am 16. Juli 1945. Die Angriffe auf Japan töteten mindestens 200.000 Zivilisten. Die offiziellen Rechtfertigungen mit einer raschen Beendigung des Kriegs im Pazifik gegen Japan sind zweifelhaft und angesichts der unmoralischen Barbarei irrelevant.

 

Seit dem Ende des 2. Weltkriegs haben sich die USA in Dutzenden Ländern mit Dutzenden Kriege eingemischt, die gemäß dem respektierten Historiker William Blum zu einem Todeszoll von 20 Millionen Menschen geführt haben. Seit dem Ende des Kalten Krieges mit der Sowjetunion befinden sich die USA seit zwei Jahrzehnten im permanenten Kriegszustand und führen in bis zu sieben Ländern gleichzeitig Bombardements aus der Luft durch. Die offiziellen US-Rechtfertigungen für diese Kriege sind zweifelhaft, wenn nicht verachtenswert.

 

Die unbestreitbare Tatsache ist, dass die USA der größte Serienverletzer des internationalen Rechts ist, an ihren Händen klebt das Blut von Millionen von Zivilisten. Man kann behaupten, dass das nazideutsche Dritte Reich durch ein Viertes Reich der USA abgelöst wurde.

 

Die USA haben vielleicht seit der Massenzerstörung 1945 in Japan keine Nuklearbomben mehr benutzt. Aber trotz der abscheulichen Schande ihrer einzigartigen Kriminalität behalten sich die amerikanischen Führer immer wieder das Recht vor, andere Nationen mit nuklearer Vernichtung zu bedrohen. Die oft gebrauchte Phrase „alle Optionen liegen auf dem Tisch“ ist jene Orwellsche Sprache, die die USA benutzen um auf ihr selbsternanntes Recht zum Einsatz von Atomwaffen hinzuweisen, kodifiziert in ihrer „Erstschlag-Doktrin“.

 

US-Präsident Donald Trump weckt regelmäßig die verhüllte Drohung mit einer nuklearen Vernichtung gegen Nordkorea.

 

Seine Warnung „Feuer und Zorn wie es die Welt noch nicht gesehen hat“ ist ein schauriger Hinweis. Während Trumps hochrangige Regierungsbeamte versucht haben, seine Kommentare vage mit einem Gerede über mögliche Diplomatie zu mildern, haben andererseits auch sie offen die Drohung benutzt: „Alle Optionen liegen auf dem Tisch“.

 

Nordkoreas trotzige Tests mit Mittelstreckenraketen werden in den westlichen Medien falsch dargestellt, da sie den wichtigen Zusammenhang völlig isolieren, nämlich dass die Vereinigten Staaten regelmäßig Pyongyang mit einem Präventivkrieg drohen.

 

Sowohl China als auch Russland verurteilten die USA für ihre gegenwärtige Zurschaustellung militärischer Stärke mit ihren jährlichen „Kriegsspiele“ auf der koreanischen Halbinsel als destabilisierend. Aber mit unverbesserlicher Arroganz besteht Washington auf seinem Recht zur Durchführung solcher „defensiven“ Manöver, und die westlichen Medien üben bei dieser irrationalen Verzerrung große Nachsicht.

 

Seit dem Ende des Koreakriegs 1950-53, als es gegen einen US-gestützten Süden kämpfte, war Nordkorea mit keinem Land im Krieg. Im Gegensatz dazu haben die USA Kriege gegen Dutzende Länder angefangen, unter verschiedenen Vorwänden. Und sie halten einen Krieg gegen Nordkorea offen indem sie sich weigern, einen Friedensvertrag zu schließen. Wenn es daran liegt dass Kim Jong-un ein „Diktator“ ist, was ist dann mit Saudi Arabien?

 

Fast 50 Jahre nach der Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrags (NPT), der Staaten mit Nuklearwaffen zur Abrüstung verpflichtet, sind die USA dabei, ihr Nukleararsenal zu erneuern, mit $400 Milliarden über die nächsten 10 Jahre, oder mindestens $1.000 Milliarden über die nächsten 30 Jahre, so sagt SIPRI. (Dieser finanzielle Aufwand wird die Überlebenden des Hurrikan Harvey bestimmt jubeln lassen.)

 

Von den 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen sind vermutlich nur 9 im Besitz von Atomwaffen. Die USA; Russland, China, UK, Frankreich, Indien, Pakistan, Nordkorea und Israel. Sie alle sind dabei, ihre atomaren Waffenlager zu erneuern und nicht abzubauen.

 

Russland hat, als Top Nuklearmacht neben den USA, die beschwerliche Verantwortung, die Welt zu einer atomaren Abrüstung zu führen.

 

Aber es gibt einen riesigen Unterschied zwischen Russland und den USA. Die Bilanz zeigt, dass Russland kein kriegstreiberischer Staat und auch kein systematischer Verletzer von internationalem Recht ist, der Aggressionskriege gegen andere Länder führt. Im Gegensatz zu Washington hat Moskau noch nie jemand anderem mit einem nuklearen Erstschlag gedroht.

 

In der gegenwärtigen Krise zwischen den USA und Nordkorea hat der russische Außenminister Sergei Lawrow diese Woche wiederholt, das Diplomatie und Dialog die einzig zulässige Option seien. Lawrow machte diese Äußerung einen Tag nachdem US-Präsident Trump die finstere Bemerkung gemacht hatte: „Reden sei keine Lösung“.

 

Es ist die Aufgabe der westlichen Nachrichtenmedien, die Welt in einer Form darzustellen, die für die westliche Regierungen günstig ist. Weniger taktvoll ausgedrückt ist es die Funktion der westlichen Medien, die Welt auf so eine Weise zu verzerren, dass ein Verhalten westlicher Regierungen gerechtfertigt wird, das ansonsten wegen der empörenden Verletzung des internationalen Rechts einen Aufschrei erfahren würde.

 

Zwei solche Vorfälle sieht man in der Weise, wie die USA und die NATO-Partner unter gefälschten Vorwänden den Irak und Afghanistan überfallen und zerstört haben. Ein weiterer Vorfall ist die Art, wie die USA und ihre NATO-Partner versucht haben, Syrien mit einem verdeckten Krieg aus Regimewechsel zu zerstören, einschließlich dem Sponsoring von terroristischen Stellvertretern.

 

Auf alle Fälle verzerren und zensieren die westlichen Medien das kriminelle Verhalten ihrer Regierungen.

 

Die Krise mit Nordkorea ist ein weitere klassischer Fall, wie westliche Medien die Realität verzerren und heimtückisch das Problem auf den Kopf stellen.

 

Die objektiven Fakten zeigen eindeutig, das die Vereinigten Staaten bei weitem die größte Gefahr für die Sicherheit der Welt sind – vielleicht sogar für das Überleben der Welt – mit ihrer Rekordbilanz aus Kriegsführung und systematischer Dezimierung des internationalen Rechts.

 

Jedem vermeintlichen nuklearen Sprengkopf Nordkoreas stehen in den Vereinigten Staaten nahezu 333 Waffen gegenüber, jede davon um ein Vielfaches zerstörerischer als jene die auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden.

 

Die USA pochen jedoch beharrlich auf dem Recht, Nuklearbomben auf Zivilisten abzuwerfen. Die USA veranstalten massive Militärmanöver an der Grenze Nordkorea ab, nicht umgekehrt. Sie weigern sich, Gespräche zur gegenseitigen Abrüstung zu führen.

 

Nur in einer Welt, die eine ordentliche Gehirnwäsche a la Orwell erhalten hat, so wie es die westlichen Medien veranstalten, kann Nordkorea als eine „Bedrohung“ gesehen werden.

 

Was noch schlimmer ist: so eine verdrehte Sicht auf die Welt macht einen katastrophalen Krieg nicht nur wahrscheinlicher, sie schließt auch die moralisch vernünftige Option von diplomatischen und friedlichen Gesprächen aus.