Valdai Disussion Club Oktober 2017

 

http://en.kremlin.ru/events/president/news/55882

 

Auf der oben zitierten Seite findet man die komplette Umschrift der letzten Plenarsitzung beim 14. Jahrestreffen der Valdai International Discussion Club 2017 auf Englisch. Ansprachen unter anderem von Putin, Karzai und Jack Ma. Anschließend Q&A. Sehr interessante Sachen dabei. Vor allem die Frage des Norwegers Asle Toje zur Ukraine und Wladimir Putins ausführliche Antwort dazu.

 

Hier der Link zum Video über die Ukraine mit englischen UT:

https://www.youtube.com/watch?v=mpZiYeLxCKA

 

 

Ich will hier nur die Frage von Sabine Fischer von der SWP (Stiftung Wissenschaft und Politik) und die Antwort von Wladimir Putin übersetzen:

 

Sabine Fischer: Herr Präsident, Sie waren über die Politik des Westens bezüglich der Beziehungen zu Russland sehr kritisch. In der Tat, viele Aspekte, die Sie angesprochen haben, verlangen nach einer gründlichen, kritischen Diskussion. Gleichzeitig, und wir kennen das aus jeder Beziehung – sei es zwischen Ländern oder zwischen Menschen – machen beide Seiten Fehler. Daher eine Frage: Welche politischen Fehler hat Russland Ihrer Meinung nach in seiner Beziehung zum Westen in den letzten 15 Jahren gemacht und was muss getan werden, welche Schlüsse müssen für die Zukunft dieser Beziehungen gezogen werden?

 

Wladimir Putin: Unser größter Fehler in den Beziehungen zum Westen ist, dass wir euch zu sehr vertraut haben. Und euer Fehler ist, dass ihr dieses Vertrauen als Schwäche angesehen habt und es missbraucht habt. Daher ist es notwendig, das hinter uns zu bringen, eine neue Seite aufzuschlagen und weiterzumachen, unsere Beziehungen auf eine Basis von gegenseitigem Respekt zu stellen und uns gegenseitig als gleichwertige Partner von gleichem Wert zu behandeln.

     


 

https://consortiumnews.com/2017/10/20/clinton-assange-and-the-war-on-truth/

 

Clinton, Assange und der Krieg gegen die Wahrheit

 

Australiens öffentlicher Rundfunk gab Hillary Clinton die Gelegenheit, Julian Assange von WikiLeaks als „Werkzeug des russischen Geheimdienstes“ zu diffamieren, ohne ihm die Gelegenheit zu einer Antwort zu geben.

 

von John Pilger, 20.10.2017

 

 

Am 16. Oktober hat die Australian Broadcasting Corporation (ABC) ein Interview mit Hillary Clinton ausgestrahlt: eines von vielen, um ihr Abrechnungs-Buch zu bewerben, warum sie nicht zur Präsidentin der Vereinigten Staaten gewählt wurde.

 

Sich durch das Clinton-Buch What Happened zu arbeiten ist eine unangenehme Erfahrung, wie Sodbrennen. Anschuldigungen und Tränen. Drohungen und Feinde. „Sie“ (die Wähler) bekamen eine Gehirnwäsche und wurden gegen sie zusammengetrieben, durch den anrüchigen Donald Trump, in Zusammenarbeit mit finsteren Slawen, die aus der als Russland bekannten großen Finsternis geschickt wurden, unterstützt von einem australischen „Nihilisten“, Julian Assange.

 

In der New York Times gab es ein bemerkenswertes Foto mit einer weiblichen Reporterin, die Clinton tröstet, nachdem sie sie interviewt hatte. Die verlorene Führerin war, vor allem, „absolut eine Feministin“. Das Leben der Tausenden Frauen, das diese „Feministin“ während ihrer Amtszeit zerstört hat – in Libyen, Syrien und Honduras – interessierte niemanden.

 

Im New York Magazin schrieb Rebecca Trainster, dass Clinton schließlich „ihre gerechten Zorn ausgedrückt hat“. Sie konnte kaum lächeln, „so sehr schmerzten ihre Gesichtsmuskeln“. Zweifelsohne, schloss sie, „wenn wir den Ressentiments der Frauen den gleichen Stellenwert geben würden wie wir es dem Groll der Männer erlauben, dann würde Amerika gezwungen sein, mit der Tatsache zu rechnen, dass all diese wütenden Frauen recht haben könnten.“

 

Solches Geschwafel , das den Kampf der Frauen trivialisiert, bildet die Heiligsprechung Hillary Clintons durch die Medien ab. Ihr politischer Extremismus und ihre Kriegshetze haben keine Konsequenzen. Ihr Problem, so schrieb Trainster, war eine „schädliche Verblendung mit der E-Mail-Geschichte“. Soll heißen, mit der Wahrheit.

 

Die durchgestochenen E-Mails von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta haben eine direkte Verbindung zwischen Clinton, ihrer Stiftung und der Finanzierung von organisiertem Dschihadismus im Nahen Osten und dem Islamischen Staat (bekannt als ISIS, ISIL oder Daesh) enthüllt. Die ultimative Quelle für den meisten islamischen Terrorismus, Saudi Arabien, war der zentrale Pfeiler ihrer Karriere.

 

Eine E-Mail, die kurz nach ihrem Rücktritt als US-Außenministerin von Clinton an John Podesta geschickt wurde, enthüllt, dass der Islamische Staat von den Regierungen Saudi Arabiens und Katars finanziert wird. Clinton hat für die Clinton Foundation von beiden Regierungen riesige Spenden angenommen.

 

Als Außenministerin hat sie dem weltgrößten Waffendeal mit ihrem Wohltäter Saudi Arabien zugestimmt, im Wert von mehr als $80 Milliarden. Ihr haben wir zu verdanken, dass sich der US-Waffenverkauf an die Welt – Waffen, die in geplagten Ländern wie dem Jemen eingesetzt werden – verdoppelt hat.

 

Das wurde von WikiLeaks aufgedeckt und von der New York Times veröffentlicht. Niemand zweifelt daran, dass die E-Mails authentisch sind. Die darauf folgende Kampagne, um WikiLeaks und dessen Chefredakteur Julian Assange als „Agenten Russlands“ anzuschmieren, hat sich zu einer spektakulären Fantasie namens „Russiagate“ ausgeweitet. Die Verschwörung soll von Wladimir Putin höchstpersönlich unterschrieben worden sein. Dafür gibt es nicht den geringsten öffentlichen Beweis.

 

Anschwärzen und Weglassen

 

Das Interview von ABC Australia mit Clinton ist ein hervorstechendes Beispiel für Diffamierung und Zensur durch Weglassen. Ich würde es ein Paradebeispiel nennen.

 

Niemand“, sagte die Interviewerin Sarah Ferguson zu Clinton, „konnte in dem Moment (bei der Amtsübernahme von Trump) den Schmerz in Ihrem Gesicht übersehen … Erinnern Sie sich, wie schmerzhaft das für Sie war?“

 

Nachdem man Clintons emotionales Leid herausgestellt hatte, fragte Ferguson nach „der Rolle Russlands“.

 

CLINTON: Ich denke, dass Russland die Wahrnehmung und Sichtweise von Millionen Wählern beeinflusst hat, wir wissen das jetzt. Ich denke, dass ihre Absichten von ganz oben kamen, von Putin, der mir schaden und Trump helfen wollte.

 

FERGUSON: Wie viel davon war ein persönlicher Rachefeldzug von Wladimir Putin gegen Sie?

 

CLINTON: … Ich denke er will die Demokratie destabilisieren. Er will Amerika sabotieren, er macht Jagd auf die atlantische Allianz und wir betrachten Australien als eine Art … eine Erweiterung davon...

 

(Das Gegenteil ist wahr. Es handelt sich um eine Massierung westlicher Armeen an Russlands Grenzen, wie es sie seit der russischen Revolution vor 100 Jahren nicht gegeben hat.)

 

FERGUSON: Wie viel Schaden hat Ihnen (Julian Assange) persönlich zugefügt?

 

CLINTON: Nun, ich habe eine gemeinsame Geschichte mit ihm, denn als ich Außenministerin war, als – äh – WikiLeaks eine Menge sehr empfindliches Material veröffentlichte – äh – Informationen aus unserem Außenministerium und unserem Verteidigungsministerium.

 

(Was Clinton nicht sagt – und ihre Interviewerin nicht fragt – ist, dass WikiLeaks 2010 enthüllt hat, dass Außenministerin Hillary Clinton eine verdeckte Geheimdienstkampagne anordnete, die die Führung der Vereinten Nationen zum Ziel hatte, darunter den Generalsekretär Ban Ki-Moon und die ständigen Vertreter aus China, Russland, Frankreich und UK im Sicherheitsrat. Eine als geheim eingestufte Direktive, unterzeichnet von Clinton, wurde im Juli 2009 an US-Diplomaten weitergereicht. Darin werden kriminaltechnische Details über die Kommunikationssysteme hochrangiger UN-Beamter verlangt, unter anderem deren Passwörter und persönliche Verschlüsselungsdaten für private und kommerzielle Netze. Das wurde als Cablegate bekannt. Es war gesetzlose Spionage.)

 

CLINTON: Er (Assange) ist ganz eindeutig ein Werkzeug der russischen Geheimdienste. Und er – äh – erledigt ihr Geschäft.

 

(Clinton liefert für diese schwere Anschuldigung keine Beweise, und Ferguson hat nicht nachgefragt.)

 

CLINTON: Wir sehen nicht, dass auf WikiLeaks irgendwelche schädlichen negativen Informationen über den Kreml herauskommen. Davon wird nichts veröffentlicht.

 

(Das ist falsch. WikiLeaks hat eine riesige Anzahl an Dokumenten zu Russland veröffentlicht – mehr als 800.000, das meiste davon kritisch, vieles wurde in Büchern verwendet und als Beweis vor Gericht.)

 

Ein „nihilistischer Opportunist“

 

CLINTON: Daher denke ich, dass Assange zu einer Art nihilistischem Opportunisten geworden ist, der das Geschäft eines Diktators besorgt.

 

FERGUSON: Viele Menschen, auch in Australien, denken, dass Assange ein Märtyrer für Meinungs- und Informationsfreiheit ist. Wie würden Sie ihn beschreiben? Nun, Sie haben ihn gerade als Nihilisten bezeichnet.

 

CLINTON: Ja, gut, und ein Werkzeug. Ich meine, er ist ein Werkzeug der russischen Geheimdienste. Und wenn er so ein – äh – Märtyrer der Meinungsfreiheit ist, warum veröffentlicht dann WikiLeaks nichts aus Russland?

 

(Nochmal: Ferguson sagt nichts, um das zu anzuzweifeln oder sie zu korrigieren.)

 

CLINTON: Es gab eine abgestimmte Aktion zwischen WikiLeaks und Russland und sehr wahrscheinlich in den USA, um diese Information zu einer Waffe zu machen, um sich Geschichten auszudenken … um Trump zu helfen.

 

FERGUSON: Nun, zusammen mit diesen hanebüchenen Geschichten gab es Informationen über die Clinton Foundation, die Sie zumindest in den Köpfen einiger Wähler mit …

 

CLINTON: Ja, aber das stimmt nicht!

 

FERGUSON: …mit der Manipulation von Informationen...

 

CLINTON: Das war eine Fälschung! Das war völlig falsch!

 

FERGUSON: Verstehen Sie, wie schwierig es für einige Wähler war, die Geldsummen zu verstehen, die die (Clinton) Foundation erhoben hat, die Verwirrung über die Beratung, die ebenfalls Gelder eingetrieben hat, die Geschenke und Reisen und so weiter für Bill Clinton, dass sogar Chelsea etwas damit zu tun hat?...

 

CLINTON: Also weißt du, tut mir leid, Sarah, ich meine, ich kenne die Fakten...

 

Die „Ikone“ einer Generation

 

Die ABC-Interviewerin lobte Clinton als „Ikone ihrer Generation“. Sie hat sie nichts über die enormen Summen gefragt, die sie bei der Wall Street absahnte, etwa die $650.000 für eine Rede bei Goldman Sachs, eine der Banken im Zentrum des Crashs von 2008. Clintons Gier hat jene Wähler tief verärgert, die von ihr als „deplorables“ (die Erbärmlichen) verspottet wurden.

 

Eindeutig auf der Suche nach einer billigen Schlagzeile für die australische Presse fragte Ferguson, ob Trump „für Australien eine eindeutige und präsente Gefahr darstelle“. Und sie bekam die absehbare Antwort.

 

Diese hoch gehandelte Journalistin hat Clintons eigene „deutliche und präsente Gefahr“ für das Volk des Iran nicht erwähnt, dem sie einmal mit der „totalen Zerstörung“ gedroht hat. Oder die 40.000 Libyer, die in dem Angriff auf Libyen starben, den Clinton inszeniert hat. Ganz rot vor Aufregung gackerte die Außenministerin über den grausamen Tod des libyschen Führers, Oberst Gaddafi.

 

 

Libyen war Hillary Clintons Krieg“, sagte Julian Assange in einem Filminterview mit mir letztes Jahr. „Barack Obama war ursprünglich dagegen. Wer war die Person, die dafür geworben hat? Hillary Clinton. Das ist ihren E-Mails dokumentiert … es gibt mehr als 1.700 E-Mails in den 33.000 E-Mails von Hillary Clinton, die wir veröffentlicht haben, die sich nur um Libyen drehen. Nicht dass Libyen billiges Erdöl hätte. Sie hat die Absetzung von Gaddafi und den Umsturz des libyschen Staats als etwas gesehen – das sie als Kandidatur für ihre Wahl zur Präsidentin benutzen konnte.“

 

Da gibt es ein internes Dokument von 2011, Libya Tick Tock genannt, das für Hillary Clinton produziert wurde, und das ist die chronologische Beschreibung ihrer zentralen Rolle bei der Zerstörung des libyschen Staats, die mit dem Tod von 40.000 Menschen in Libyen endete. Dschihadisten machten sich breit, ISIS kam dazu, und das hat zur europäischen Flüchtlings- und Migrantenkrise geführt.“

 

Die Menschen sind nicht nur aus Libyen geflohen, die Menschen flohen aus Syrien, die Destabilisierung anderer afrikanischer Länder durch die Waffenschiebereien, aber der libysche Staat war nicht mehr in der Lage, die Wanderungsbewegungen der Menschen durch Libyen zu kontrollieren.“

 

Das war die Story – nicht Clintons „emotionaler“ Schmerz bei der Niederlage gegen Trump oder ihr eigennütziges Gequassel in ihrem ABC-Interview. Clinton trägt die Mitverantwortung für die massive Destabilisierung des Nahen Ostens, die zu Tod, Leid und Flucht Tausender Frauen, Männer und Kinder geführt hat.

 

Ferguson hat das mit keinem Wort erwähnt. Clinton hat wiederholt Assange diffamiert, der nicht verteidigt wurde oder das Recht bekam, auf dem Sender seines eigenen Landes eine Antwort zu liefern.

 

In einem Tweet aus London zitiert Assange die eigenen Verhaltensregeln der ABC, in denen es heißt: „Wenn Vorwürfe gegen eine Person oder Organisation erhoben werden, so sind angemessene Anstrengungen zu unternehmen, um eine angemessene Gelegenheit zur Beantwortung zu geben.“

 

Putins Schlampe“

 

Nach dem Interview von ABC hat Fergusons ausführende Produzentin Sally Neighbour Folgendes retweetet: „Assange ist Putins Schlampe. Wir alle wissen das!“

 

Die Beleidigung, die mittlerweile gelöscht wurde, wurde sogar als Link zu dem ABC-Interview benutzt, mit der Überschrift „Assange ist Putins (sic) Sch.... Wir alle wissen das!“

 

In den Jahren in denen ich Assange kennenlernen durfte, habe ich eine persönliche Schmähkampagne erlebt, um ihn und WikiLeaks aufzuhalten. Es war ein Frontalangriff auf das Whistleblowing, die Meinungsfreiheit und freien Journalismus, alles steht jetzt unter einem anhaltenden Beschuss durch Regierungen und private Internet-Kontrolleure.

 

Die ersten ernsthaften Angriffe auf Assange kamen vom Guardian, der sich wie ein verschmähter Liebhaber gegen seine belagerte ehemalige Quelle gewendet hat, nachdem sie mächtig von den Enthüllungen WikiLeaks profitiert haben. Nicht ein Penny ging an Assange oder WikiLeaks, ein Buch des Guardian führte zu einem lukrativen Hollywood-Vertrag. Assange wurde als „kaltherzig“ und „geschädigte Persönlichkeit“ bezeichnet.

 

Es war als könnte eine zügellose Eifersucht nicht akzeptieren, dass seine erstaunlichen Errungenschaften in deutlichem Kontrast zu denen der bösen Zungen in den „Massen“-Medien stehen. Man sieht den Wächtern (guardians) des Status Quo, egal wie alt, dabei zu, wie sie sich abstrampeln, echten Widerspruch zum Schweigen zu bringen und die Entstehung von etwas Neuem und Hoffnungsvollen zu verhindern.

 

Heute bleibt Assange ein politischer Flüchtling des kriegführenden Dunklen Staats, dessen Karikatur Donald Trump und dessen Verkörperung Hillary Clinton ist. Seine Widerstandskraft und sein Mut sind erstaunlich. Im Gegensatz zu ihm sind seine Quälgeister Feiglinge.

      


 

https://www.paulcraigroberts.org/2017/10/23/american-left-rip/

 

Die amerikanische Linke: Ruhe sanft!

 

von Paul Craig Roberts, 23.10.2017

 

 

Es war einmal, da setzte sich der linke Flügel des politischen Spektrums für den Fortschritt der Arbeiterklasse und deren Schutz vor politischem und ökonomischem Missbrauch durch die Besitzer der Produktionsmittel ein. Folglich war der linke Flügel politisch mächtig und erreichte seinen Höhepunkt, als Henry Wallace von Franklin D. Roosevelt in dessen dritter Amtszeit als Vizepräsident auserkoren wurde. Trotz seines Reichtums durch die Firma, die er gegründet hatte, stand Wallace für die Bauern und die Arbeiterklasse ein.

 

Die Machtspieler der Demokratischen Partei weigerten sich, Wallace als Vizepräsident zu akzeptieren, bis FDR damit drohte, er würde die Präsidentschaftskandidatur ablehnen.

 

Wallace war die Wahl von Roosevelt und den demokratischen Wählern als Vizepräsident für Roosevelts vierte Amtszeit. Aber Wallace's progressive Ansichten hatten die Parteibonzen vergrault, die Wall Street Banker, die Gewerkschaftsgegner und Amerikas britische und französische Alliierte, weil er Gewerkschaften, Frauen, Minderheiten und die Opfer des Kolonialismus unterstützte. Als er dazu aufrief, dass sich die Kolonien emanzipieren sollten und für eine Zusammenarbeit mit der Sowjetunion im Dienste des Friedens und für Gerechtigkeit für die Arbeiterklasse eintrat, da hatte er sein Schicksal besiegelt. Trotz einer Gallup-Umfrage, die während des Parteitags der Demokraten im Juli 1944 veröffentlicht wurde, die zeigte, dass Wallace bei 65% der Wähler beliebt war und trotz der Ankündigung Roosevelts, wenn er Delegierter wäre, dann würde er für Wallace stimmen, so wählten die Parteibosse Harry Truman aus, der nur von 2% der demokratischen Wähler bevorzugt wurde.

 

Das war ein Wendepunkt in der US-Politik und in der Weltgeschichte. Wenn sich die Menschen gegen die korrupten Bosse der Demokratischen Partei durchgesetzt hätten, dann wäre statt Truman Wallace der erste Nachkriegspräsident der USA geworden. Sehr wahrscheinlich hätte es dann keinen Kalten Krieg gegeben, keinen Koreakrieg, keine NATO, und keine Jahrzehnte gegenseitigen Misstrauens zwischen den USA und Russland, was heute das Leben auf Erden bedroht.

 

Darüber hinaus gäbe es statt der heutigen einseitigen Verteilung von Einkommen und Reichtum zugunsten der ganz reichen Fraktion des Einen Prozents eine gleichmäßige Verteilung, die einen starken Verbrauchermarkt unterstützen würde, anstelle von schwindenden Realeinkommen, die das Wirtschaftswachstum, die Geschäftsgewinne, die Arbeitsplätze und die hohen Aktienkurse gefährden.

 

Oliver Stone und Peter Kuznick haben in ihrem Bestseller The Untold History of the United States die Korruption der Demokratischen Partei im Stile Clintons beschrieben, die benutzt wurde, um Wallace als Vizepräsidentschaftskandidaten zu blockieren:

 

Partei-Insider stellten sicher, dass sie einen eisernen Zugriff auf den Parteitag hatten. Aber die einfachen Demokraten wollten nicht so einfach klein beigeben und zettelten auf den Fluren des Parteitags eine Rebellion an. Die Unterstützung für Wallace bei den Delegierten und Teilnehmern war so groß, dass trotz des Würgegriffs der Bosse über die Verfahren und der brutalen Taktiken die Unterstützer von Wallace beinahe eine überwältigende Demonstration für Wallace auf dem Parteitag zustande brachten. Inmitten dieser Demonstration erkannte der Senator aus Florida, Claude Pepper, dass, wenn er an diesem Abend Wallace's Namen in die Nominierung einbrächte, Wallace den Parteitag für sich gewinnen würde. Pepper kämpfte sich durch die Menge und kam bis auf zwei Meter an das Mikrophon heran, als der nahezu hysterische Bürgermeister von Chicago, Kelly, so tat als gäbe es einen Feueralarm und den Vorsitzenden, den Senator Samuel Jackson dazu brachte, den Parteitag zu vertagen. Hätte Pepper die zwei Meter zum Mikrophon noch geschafft und Wallace vorgeschlagen, bevor die Bosse gegen den Willen der Delegierten den Parteitag vertagten, dann wäre Wallace 1945 Präsident geworden und den Verlauf der Geschichte hätte sich dramatisch verändert.“

 

Am nächsten Tag entschuldigte sich Senator Jackson bei Senator Pepper: „Ich hatte strikte Anweisung von Hannegan, dass der Parteitag letzte Nacht nicht den Vizepräsidenten nominiert. Daher musste ich den Parteitag schonungslos vertagen.“

 

So groß war die Macht der Interessensgruppen über die Demokratie vor 73 Jahren, als es noch eine Presse gab, die gelegentlich für die Menschen sprach. Dave Kranzler und Brett Arends beschreiben die Macht der Interessensgruppen und die Degeneration der heutigen Medien:

 

Es war seit circa 2003 meine Ansicht, dass (die Oligarchen) das System mit gedrucktem Geld und Krediten am Laufen halten, bis der letzte Krümel des Reichtums der Mittelschicht von Tisch und in die Taschen derer gelangt, die sich durchsetzen.“

 

Obama hat nichts von seinen Wahlversprechen erfüllt. Er wollte die Wall Street „reformieren“. Aber das Prinzip des „Too Big to Fail“ wurde unter Obama umgesetzt und die Anklagen/Strafverfahren gegen die Wall Street sind im Gegensatz zu seinem Vorgänger dramatisch gesunken.“

 

Obama ging aus dem Amt und betrat eine Welt mit hohen sechsstelligen Summen für von der Wall Street gesponserte Reden und er lebt in einem $10 Millionen-Anwesen auf Hawaii, das die Elite von Chicago bezahlt (Pritzker usw.). Jetzt erhält Obama zig Millionen Dollar für seine Rolle, dass er bei der Umschichtung von Billionen von Dollar von der Mittelschicht zu den Eliten mitgeholfen hat. Schaut euch Bill und Hillary an – muss ich noch mehr sagen? Trump hat seine Wahlversprechen doppelt so schnell wie Obama gebrochen. Nach seiner Antrittsrede ist Trump fast über Nacht zu einer kriegshetzenden Marionette für die Sumpfbewohner des Tiefen Staats geworden.“

 

Die Medien haben bei diesem Possenspiel bereitwillig mitgemacht. Ich war völlig schockiert, als Brett Arends einen Kommentar auf Marketwatch veröffentlichte, in dem er als Insider vor den Medien warnt:

 

'Wollt ihr wissen, welcher Mensch den besten Reporter abgibt? Ich werd's euch sagen. Ein Mensch an der Grenze zum Soziopathen. Jemand der schlau ist, neugierig, stur, desorganisiert, chaotisch und in einem ständigen Zustand köchelnder Wut über das Versagen der Welt. Es war einmal, da sah man solche Menschen in jedem Nachrichtenstudio des Landes. Sie hatten oft ein chaotisches Leben und starben früh an Zirrhose oder einem Herzinfarkt. Aber sie waren zäh, zornige Hurensöhne, und sie produzierten großartige Storys.'

 

Wollt ihr wissen, welche Art von Menschen heute in den modernen News-Organisationen befördert werden und erfolgreich sind? Soziale Aufsteiger. Netzwerker. Herdentiere, die den herrschenden Konsens „schlucken“, die mitmachen um mitzukommen und nicht zu viele heikle Fragen stellen. Sie sind flexibel, gut organisiert und mit ihrem Leben glücklich. Und das sieht man.'

 

Deshalb sind so viele Reporter glücklich zu berichten, dass die US-Konzerne in ausgezeichneter finanzieller Verfassung sind, auch wenn die ansteigende Schulden haben, oder dass einen ein „diversifiziertes Portfolio“ aus Aktien und Anleihen auf alle Fälle schützt, selbst wenn das nicht der Fall ist. Oder dass der Verteidigungshaushalt gekürzt wird, selbst wenn das nicht stimmt, oder dass die US-Wirtschaft solche Rivalen wie Japan um Längen schlägt, wenn das nach den Schlüsseldaten gar nicht so ist. Oder dass die Firmen ihren Vorständen Fantastilliarden zahlen müssen, damit die Top-Talente bleiben, obwohl sie das gar nicht tun müssten und das Ganze nur ein Raubzug ist.“

 

Der linke Flügel Amerikas wurde verwandelt. Die Linke, die früher für „Frieden und Brot“ stand, steht heute für Identitätspolitik und Krieg. Die Arbeiterklasse wurde in „Trumps Verachtenswerte“ umdefiniert und in verschiedene „Opfergruppen“ aufgespalten – Frauen, ethnische Minderheiten, Homosexuelle, Transgender. Die Unterdrücker sind nicht länger die Oligarchen, die die Produktionsmittel besitzen. Der Unterdrücker ist der Sexist, der Frauenfeind, der Homophobe, der Heterosexuelle, der Faschist, der rechtsradikale Mann aus der Arbeiterklasse.

 

Der Aufstieg der Identitätspolitik hat eine politisch kontrollierte Sprache mit sich gebracht. Vor allem Weiße, insbesondere heterosexuelle weiße Männer sind dieser Kontrolle unterworfen. Ihre Grenzen der Meinungsfreiheit werden immer enger, und niemand muss sich sorgen, dass weiße heterosexuelle Männer durch beleidigende oder bedrohende Rede beleidigt werden. Weiße Männer kann man alles Mögliche nennen und das wird gemacht.

 

Indem man die Arbeiterklasse in Opfergruppen aufspaltet, hat die Identitätspolitik den Widerstand gegen Krieg und Einkommensungleichheit unmöglich gemacht. Anstelle von Einheit hat die Identitätspolitik die Arbeiterklasse zerlegt und deren Energie in innere Zwistigkeiten gelenkt. Jetzt habe wir im Hyde Park in London Faustkämpfe zwischen radikalen Feministinnen und Transgender-Aktivisten.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-4891484/Fists-fly-politically-correct-rally.html

 

Diana Johnstone hat gezeigt, wie Antifa, der gewalttätige Arm der Identitätspolitik, den linken Flügel in einen Unterdrücker der Meinungsfreiheit und einen Unterstützer für Krieg verwandelt hat. Siehe:

https://www.counterpunch.org/2017/10/09/antifa-in-theory-and-in-practice/

und

https://www.paulcraigroberts.org/2017/10/23/harmful-effects-antifa-diana-johnstone/

 

Eine aufgespaltene Gesellschaft kann ihre Unterdrückung durch eine herrschende Elite nicht erkennen und keinen Widerstand leisten. Feminismus verwandelt Frauen und Ehemänner von Ergänzungen in Rivalen. Ja, Sarah Knapton, die Wissenschaftsredakteurin des Londoner Telegraph, berichtet über den Anstieg inniger Männerbeziehungen („bromance“), der starken emotionalen Beziehung zwischen heterosexuellen Männern. Feministische Angriffe auf Männer und die politische Korrektheit haben die Beziehungen der heterosexuellen Männer der Millenial-Generation zu Frauen auf den Sex reduziert. Das sieht nicht wie ein Sieg für die Frauen aus.

 

Die Kultivierung der Hyper-Empfindlichkeit für politische Korrektheit, die aus der Identitätspolitik entspringt, zerstört die Sprache, die Geschichte und die Meinungsfreiheit. Die britische Regierung ist gegen den Begriff „schwangere Frau“, denn das könnte Transgender-Menschen ausschließen und beleidigen.

 https://www.ndtv.com/world-news/uk-government-opposes-phrase-pregnant-woman-to-include-transgenders-1765718

 

Die British Medical Association hat Richtlinien herausgegeben, dass Ärzte für schwangere Frauen nicht das Wort „Mutter“ benutzen sollen, denn der Begriff könnte Transgender-Menschen beleidigen. Stattdessen sollte der Begriff „schwangere Person“ benutzt werden. Das hat zwischen Feministinnen und Transgendern zu weiteren Konflikten geführt. Feministinnen sehen darin den Versuch, das Wort „Frau“ unbenutzbar zu machen. Ärzte des britischen NHS sollen den Begriff „werdende Mutter“ nicht mehr benutzen, denn der sei „nicht-inklusiv“.

 

Die Identitätspolitik, zusammen mit dem Aufstieg des amerikanischen Polizeistaats, haben den Ersten Verfassungszusatz so gut wie zerstört. Ein Professor an einer amerikanischen Forschungsuniversität hat mir erzählt, dass er von einem Dekan zur Schnecke gemacht wurde, weil er vor einer Klasse das Wort „Mädchen“ benutzt hatte und sich eine Frau beleidigt fühlte. Google hat einen seiner führenden Software-Ingenieure entlassen, weil der ein Memo verfasste, dass Männer und Frauen verschiedene Fähigkeiten haben, die sie für verschieden Arbeiten geeignet machen. Diese Äußerung des gesunden Menschenverstands hat dem Ingenieur wegen „Geschlechter-Klischees“ die Kündigung eingebracht.

 

Der Wirtschaftskommentator Marc Faber wurde aus dem Beirat der Investmentfirma Sprott ausgeschlossen und von den Sendern CNBC und Fox Business Network verbannt, weil er seine Ansichten über die Entfernung von Denkmälern ausgedrückt hat und dass die Amerikaner beim Aufbau einer Wirtschaft einen besseren Job gemacht haben als Zimbabwe.

http://www.zerohedge.com/news/2017-10-17/sprott-demand-marc-fabers-resignation-after-racist-diatribe

 

Meinungsfreiheit sollte sich nicht auf die Worte beschränken, die Niemanden beleidigen. Was diese Definition der Meinungsfreiheit erreicht, ist die Eliminierung jeder Kritik an falscher und krimineller Aktivität und jeden Widerspruchs gegen Krieg, polizeiliche Brutalität und politische, soziale und ökonomische Programme. Mit anderen Worten: politische Korrektheit bringt eine Bevölkerung zum Schweigen. Zum Schweigen bringen ist erlaubt, egal ob die „beleidigende“ Äußerung wahr ist oder falsch. Alleine das Aussprechen der Wahrheit kann die Karriere eines Menschen zerstören, wie bei dem Google-Ingenieur. In so einem System gibt es keine Freiheit. Wie George Orwell sagte: „Wenn Freiheit irgendeine Bedeutung haben soll, dann bedeutete sie das Recht, Menschen das zu sagen was sie nicht hören wollen.“

 

Selbst die Universitäten, die traditionell von der Meinungsfreiheit abhängen, verbannen jetzt ihrerseits die Meinungsfreiheit. Umstrittenen Rednern, die eine „Opfergruppe“ beleidigen könnten, wird ganz einfach das Rederecht an Universitäten entzogen. So werden Redner, die für Multikulturalismus sind, willkommen geheißen, selbst wenn ihre Reden jene beleidigen, die glauben, dass die USA eine weiße, christliche Gesellschaft sind. Aber ein weißer Rechtsradikaler, dessen Rede an der Universität von Florida man nicht verhindern konnte, veranlasste den Gouverneur von Florida dazu, den Ausnahmezustand zu verhängen.

https://www.theguardian.com/us-news/2017/oct/17/florida-governor-state-of-emergency-richard-spencer-white-nationalist-speech

 

Es scheint eigentlich ganz einfach zu sein: Wenn jemand nicht von einem Redner beleidigt werden will, dann geht man einfach nicht zu dessen Rede. Andererseits, wenn jemand erfahren will, was die Opposition zu sagen hat, warum soll man sich die Gelegenheit entgehen lassen? Letzten Endes geht es bei politischer Korrektheit darum, zu regulieren was gesagt werden darf und die Sichtweisen zu kontrollieren. Und nicht darum, die Hyper-Sensiblen vor verletzenden Worten zu schützen.

 

Was die Identitätspolitik und die politische Korrektheit tun: Sie verteufeln weiße Menschen und heterosexuelle Männer. Nur weiße Menschen sind Rassisten. Nur heterosexuelle Männer – im Grunde weiße Gojim, außer Bill Cosby und Harvey Weinstein – begehen sexuelle Gewalt. Wie David Rosen in CounterPunch schreibt: „Männliche sexuelle Gewalt: so amerikanisch wie Kirschkuchen“

https://www.counterpunch.org/2017/10/20/male-sexual-violence-as-american-as-cherry-pie/

 

Rosen definiert sexuellen Missbrauch als „ein Art sexuellen Terror, ein männlicher amerikanischer Alltagssport“, der „so alt ist wie das Land.“ Mit anderen Worten: Alle oder die meisten männlichen Amerikaner praktizieren gegen Frauen sexuellen Terror. Wir haben den Punkt erreicht, an dem Frauen, die sich über ihre Ehemänner ärgern, diesen der Vergewaltigung bezichtigen und ins Gefängnis bringen können. Das ist weit davon entfernt, als Mann und Frau juristisch als Einheit gesehen wurden und nicht gegeneinander aussagen konnten. Wenn die intimsten persönlichen Beziehungen Gegenstand einer Einmischung von Außen sein können, wie soll da eine Ehe gedeihen?

 

Das funktioniert nicht. Nach Angaben der American Psychological Association „trennen sich etwa 40 bis 50 Prozent aller verheirateten Paare in den Vereinigten Staaten. Die Scheidungsrate für nachfolgende Ehen ist sogar noch höher.“

 

Wenn Ehemann und Ehefrau, Mutter und Vater, nicht zusammenbleiben können, wie soll da eine Gesellschaft zusammenbleiben?

 

Wie soll eine Gesellschaft zusammenbleiben, wenn Identitätspolitik Hass lehrt und soziale Spaltung befeuert?

 

Wie soll eine Gesellschaft zusammenbleiben, wenn Schurken, die behaupten, sie würden beleidigt, wenn sie andere verletzen, indem sie historische Denkmäler zerstören, die mit dem Gedächtnis oder der Identität anderer verbunden sind?

 

Wie soll eine Gesellschaft zusammenbleiben, wenn ihre Geschichte ausradiert wird, ihre Schulen, Straßen und öffentlichen Gebäude umbenannt werden? Wie George Orwell sagte: „Der effektivste Weg um Menschen zu zerstören ist, deren eigenes Verständnis ihrer Geschichte abzuleugnen und zu zerstören.“Die nächsten Monumente, die entfernt werden, sind jene der Gründerväter, alles Rassisten, die eine Verfassung geschrieben haben, die Sklaverei erlaubte, eine vererbte Institution, die sie nicht reformieren konnten.

 

In den Vereinigten Staaten wird die Geschichte umgeschrieben und die Sprache korrumpiert, um den Hass gegen den weißen „Unterdrücker“ zu kultivieren, insbesondere gegen weiße heterosexuelle Männer.

 

Da verwundert es kaum, dass Russland auf die Aggressionen Washingtons diplomatisch reagiert. Man muss nicht mit gleicher Münze antworten, wenn sich ein Feind selbst zerstört.

     


 

https://www.nationofchange.org/2017/10/16/dead-nation-walking/

 

Amerika: Die lebenden Toten

Über den Einsatz von Propaganda, um Angst zu verbreiten und die öffentliche Meinung zu manipulieren

 

von Philip A. Farruggio, 18.10.2017

 

 

Es gibt einen Begriff für jene, die im Todestrakt auf ihre Hinrichtung warten, die „Dead Men Walking“. Nun, das trifft auch auf einen großen, zu großen, Teil unserer amerikanischen Bevölkerung zu. Man muss nur zuerst den brillanten Aufsatz von William Hartung lesen: „Wie der militärisch-industrielle Komplex die Truppen ausplündert.“

http://www.tomdispatch.com/post/176336/tomgram%3A_william_hartung%2C_how_the_military-industrial_complex_preys_on_the_troops/

 

Seht es euch an und erfahrt, was mit euren Steuergeldern geschieht!

 

Die armen Menschen in Puerto Rico suchen verzweifelt nach Trinkwasser in giftigen Brunnen. Während ich hier schreibe, haben 86% der Insel immer noch keinen oder wenig Strom … Wochen nach dem Hurrikan! Wo zum Teufel ist das Geld, das für die Hilfe dieser Opfer benötigt wird? Oder das für Houston oder Florida oder für die von Waldbränden geplagte Westküste und anderswo? Hartung weiß es: Im Fiskaljahr 2016 hat das Pentagon $304Milliarden an Konzerne vergeben, nahezu die Hälfte des mehr als $600 Milliarden-Budgets in dem Jahr. Fünf Firmen haben fast $100 Milliarden von diesen Geldern erhalten (Lockheed Martin @ $36,2 Mrd.; Boeing @ $24,3 Mrd.; Raytheon @ $12,8 Mrd.; General Dynamics @ 12,7 Mrd. und Northrop-Grumman @ $10,7 Mrd.) Die Chefs dieser fünf größten Konzerne haben im letzten Jahr zusammen $96 Millionen verdient .. von EUREN Steuergeldern! Dazu kommen die anderen hochbezahlten Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder, die ebenfalls an unserer Steuerzahler-Zitze nuckeln.

 

Egal wer unser Präsident ist, von welcher der zwei „Kriegsparteien“, die Ausgaben für das Militär schießen durch die Decke. Unter der Bush/Cheney-Intrige erreichten sie 50% aller Steuergelder des Bundes. Unter Obama überschritten sie die 50%-Marke. Gerade hat Trump, der sich mit einem (sogenannten) nicht-interventionistischen Programm um die Präsidentschaft bewarb, einer Budgeterhöhung von $54 Milliarden zugestimmt, während der Senat im kürzlich verabschiedeten National Defense Authorization Act eine Erhöhung um $90 Milliarden befürwortete. Die fünf zuvor genannten Konzerne haben, so schreibt Hartung, zusammen mit ihren Kumpels in der Verteidigungsindustrie seit 2009 $65 Millionen an Beiträgen an Wahlkampfspenden gezahlt. Man könnte argwöhnen, dass „freie Wahlen“ doch nicht so frei sind. Als Entgegnung an die Befürworter dieser verrückten und obszönen Ausgaben, die sagen, die „Militärausgaben würden Arbeitsplätze schaffen“, weist Hartung darauf hin, dass eine Studie von 2011 von Ökonomen der Uni von Massachusetts das Gegenteil besagt. Ihre detaillierte Studie zeigt, wie die Militärausgaben der schlechteste Weg zur Schaffung von Arbeitsplätzen sind. Würde man das gleiche Geld in andere Bereiche stecken – von Infrastruktur über Transportwesen und alternativer Energie bis Krankenversorgung oder Bildung – so würden DOPPELT so viele Arbeitsplätze entstehen als wie bei den Militärausgaben.

 

Man fährt mit seinem Auto durch die Gegend und sieht die Nummernschilder vieler seiner Nachbarn. Da gibt es Schilder, die für die Marines werben, für die Navy, die Air Force und die Armee. Schaut man sich irgendeine Sportveranstaltung an, im Fernseher oder Live, und man erlebt die Zeremonien vor dem Spiel mit den gigantischen Flaggen und den Ehrengarden .. als wären wir tatsächlich im Krieg. Als ich das letzte Mal nachsah, da war der letzte Krieg, bei dem tatsächlich „der Krieg erklärt“ wurde, der 2. Weltkrieg. Alles andere waren Versuche des militärisch-industriellen Imperiums, unsere Soldaten in verschiedene „Hornissennester“ zu schicken, für ihre eigenen geopolitischen Zwecke. Diese neue Orwellsche Taktik, die schon zu lange dauert und von dem großen, verstorbenen Gore Vidal „der endlose Krieg“ genannt wurde, ist dieser Krieg gegen den Terror. Ich vermute, wenn man in eine andere souveräne Nation einmarschiert, ihre Infrastruktur zerstört und sie besetzt, während man viele ihrer Menschen tötet, dann ist das die Definition von Terrorismus. Und wenn ihre Menschen und die in den benachbarten Ländern, einige davon unschuldig und andere fanatisch, auch mit dem Töten anfangen, dann...

 

Meine amerikanischen Landsleute sollten sich alle die Zeit nehmen und entweder das Buch lesen oder zumindest den Film von Orwells 1984 ansehen. Der Einsatz von Propaganda und Hurra-Patriotismus zur Kontrolle und Manipulation der Bevölkerung ist furchterregend … und man glaubt es kaum, das geschieht schon seit einiger Zeit. Wir haben die Baby-Boomer, die sich daran erinnern, wie sie in den 1950ern und frühen 60ern unter ihren Pulten „Duck and Cover“ übten, während der Luftalarmübungen. Damals wurde jeder Widerspruch von wahren und echten Patrioten als „Kommunisten-Freunde“ bezeichnet. Nachdem uns die Bush/Cheney-Bande in den schrecklichsten Akt unserer Nation seit den zwei Atombomben von 1945 gelogen hat, da wurde jeder Abweichler als „Terroristen-Freund“ bezeichnet. Und wenn ihr das nächste Mal eine Menge bei einer Veranstaltung seht wo wieder „USA,USA“ gebrüllt wird, dann schaut euch die Aufmärsche bei den Reichsparteitagen in Nürnberg an und erfahrt, was aus unserer Kultur geworden ist.


 

https://www.globalresearch.ca/organized-chaos-and-confusion-as-political-control/5613518

 

Organisiertes Chaos und Konfusion als politische Kontrolle

 

von Edward Curtin, 16.10.2017

 

 

There's something happening here

but what it is ain't exactly clear“ – Buffalo Springfield 1967

 

Es soll auch nicht klar sein, nicht damals und nicht heute. Wenn du von den Nachrichten, die du hörst, verwirrt bist, dann soll das so sein. Sie wollen es so. Sie versuchen dich zu verwirren. Aber das muss nicht so sein.

 

Wer sind „sie“? „Sie“ sind die Konzern- und Massenmedien (MSM), die als Lautsprecher für die Machteliten dienen, die durch ein verschachteltes System aus Institutionen und Vereinen verbunden sind, offene und geheimnisvolle. Sie betreiben die Show, die die Medien für die Massen produzieren. Um den berühmten amerikanischen Propagandisten Edward Bernays zu umschreiben: es ist die Herstellung von Konsens für die ungebildete Herde durch die wenigen Klugen.

 

Dass das schon seit langer Zeit so läuft ist offensichtlich. Dass diese Propaganda heute im Surround-Sound läuft ist eine Tatsache. Sie ist total und endlos. Selbst ihre Kritiker werden oft verführt, weil sie geschockt sind.

 

Aber ich bringe das Offensichtliche vor, um das Dunkle zu erforschen. Vor allem die Art und Weise wie die Eliten versuchen, die öffentliche Meinung durch verwirrende Widersprüche, Halbwahrheiten, multiple und widersprüchliche Erzählungen und Offenbarungen zu managen, die dazu dienen, die tiefgründigeren Tatsachen zu verbergen.

 

Das Grundprinzip, wie das Denken der Menschen heute kontrolliert wird ist, sie zu verwirren und einen dauernden Zustand eines geistigen Schwindelgefühls zu verursachen. Durch Doppel-Sprech, unlogische Berichterstattung und ein kaleidoskopisches Karussell aus widersprüchlichen Berichten, benebelt und durcheinandergebracht, wird ein Durchschnittsmensch zu einem geistigen Wrack reduziert.

 

Für den Durchschnittsmenschen, der sich informiert halten will“, schreibt Jaques Ellul in Propaganda, „entsteht eine Welt, die erstaunlich unzusammenhängend, absurd und irrational ist, die sich schnell und ständig verändert, aus Gründen, die er nicht verstehen kann.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Propaganda_(Ellul)

 

Nehmt Donald Trump. Ständig wird er von den Medien für seinen endlosen Twittersturm und sich widersprechende Aussagen gegeißelt. Man nennt ihn einen Idioten, geistig instabil und einen Clown. Aber was diese Kritiker nicht begreifen ist, dass er sie in ihrem eigenen Spiel durch das Säen von Konfusion schlägt. Er ist unser moderner, geheimnisvoller Johnny Apfelkern, der wild mit seinen Samen des Irrsinns um sich wirft um aufzustacheln und zu verblüffen. Er ist keine Anomalie. Er ist aus der Celebrity-Reality-TV-Welt herausgetreten, um die Aufgabe der Medien fortzuführen, die Orwell einst eine notwendige Aufgabe der Führer in einer totalitären Gesellschaft nannte: „Das Gefühl für die Realität zu verrücken.“

 

Die Massenmedien tun das jeden Tag. Denkt an ihre Berichterstattung über die letzten Ereignisse und fragt euch, was sie eigentlich gesagt haben – Russia-Gate, das Iran-Abkommen, das Las Vegas-Massaker, Katalonien, Krankenversicherung usw. Kauderwelsch über Kauderwelsch, das haben sie gesagt. Ein Eintopf aus widersprüchlichem Geschwätz, das eine halbwegs vernünftige Person staunend und kopfschüttelnd zurücklässt. Oder ratlos, jedem Sinn für Wahrheit beraubt.

 

Während der krasse Harvey Weinstein, der Kumpel der demokratischen Politiker, die riesige Summen aus seinen tiefen Taschen erhalten haben, das Rampenlicht der MSM dominiert, als wären seine Heldentaten aus dem Nichts aufgetaucht, ist der US-Krieg gegen Syrien und so viele andere Länder „nicht passiert“, wie Harold Pinter in seiner Nobelpreisrede es formulierte.

(Anm.d.Ü.: Ich empfehle wärmstens diese Übersetzung von Pinters Nobelpreis-Rede:

http://www.poetenladen.de/harold-pinter-nobelpreisrede.html )

 

Als er sagte, dass die systematischen Verbrechen der Vereinigten Staaten hinter einem „äußerst erfolgreichen Akt der Hypnose“ verschwunden sind. Die nuklearen Drohungen gegen Russland und China sind nicht passiert. Momentan spielt es eh keine Rolle. Vielleicht kommen wir darauf nächste Woche oder nächstes Monat zurück, wenn wir bis dahin mit Weinstein fertig sind, oder wenn Stephen Paddocks Autopsiebericht aus Stanford zurück ist, wo man sein Hirngewebe studiert, um die Ursache und die Art seines Todes herauszufinden – ihr wisst, welche tiefen Geheimnisse ein Hirngewebe enthüllen kann. Und ja, wir werden eine Frage eines brillanten Reporters untersuchen, der die Behörden in Las Vegas fragte:

 

Glauben Sie, dass Paddock das getan hat weil er es konnte?“

 

2003 hat die Bush-Regierung frech über Saddam Hussein gelogen, er würde Massenvernichtungswaffen besitzen. Damit man einen barbarischen und kriminellen Krieg gegen den Irak führen konnte. Dann schwebte Obama ein, auf den schwummrigen Fantasien der Liberalen, den selben Leuten, die 1999 Clintons Verwüstung von Serbien unterstützt haben. Er lächelte und lächelte und redete sprachgewandt über die Notwendigkeit von Krieg, Drohnen-Morden, die Rettungsschirme für die Wall Street und die großen Banken, über die Notwendigkeit, Russland zu konfrontieren, wegen des von seiner eigenen Regierung inszenierten Coups in der Ukraine, und über das Durchgreifen gegen Whistleblower. Jahrzehntelang haben die Medien die Täuschungen dieser Männer nachgeplappert. Von raffiniert über offensichtlich bis aalglatt ging die Propaganda. Und dann der Schock und das Jammern über die Wahl von Mr. Trump. Wie sollten sie mit einem aus ihren Reihen umgehen, einem, der aus dem Entertainment-Medien-Nachrichtenkomplex entsprungen ist? Trump hat sie beschuldigt, sie würden Fake News fabrizieren. Er hat sie schonungslos angegriffen, so als wollte er sagen: ihr Heuchler, ihr beschuldigt mich für das was ihr selber tut? Und dann twittert er weiter seine Botschaften um zu verwirren und anzustacheln. Er macht mit seinen Äußerungen weiter, die sich dann widersprechen. Was sollen die armen Medien schon tun außer ihn übertrumpfen? Das haben sie geschafft.

 

Wir haben jetzt eine neue Phase der Propaganda betreten, in der das Säen von Massenkonfusion zu jedem Thema rund um die Uhr das Mittel der Wahl ist.

 

Aber darin liegt auch die Hoffnung, an die wir uns klammern können, wenn wir Oscar Wildes paradoxe Äußerung verstehen:

 

Wenn sowohl der Redner als auch die Zuhörer verwirrt sind, dann war es eine tiefsinnige Rede.“

 


 

https://consortiumnews.com/2017/10/13/the-legacy-of-reagans-civilian-psyops/

 

Das Vermächtnis von Reagans psychologischer Kriegsführung („PSYOPS“)

 

von Robert Parry, 13.10.2017 (Anm.d.Ü.: unterstrichene Stellen sind Verknüpfungen im Original)

 

 

Freigegebene Aufzeichnungen aus der Präsidentenbibliothek von Reagan zeigen, wie die US-Regierung zivile Agenturen mit psychologischer Kriegsführung beauftragt hat, um Informationen als ein Mittel zu benutzen, um das Verhalten eines anvisierten ausländischen Publikums und zumindest indirekt auch der amerikanischen Bürger zu manipulieren.

 

Ein gerade freigegebenes Anwesenheitsprotokoll über ein Treffen eines Agentur-übergreifenden „PSYOP“-Komitees am 24.Oktober 1986 zeigt Vertreter der Agentur für Internationale Entwicklung (USAID), des Außenministeriums und der US Informationsagentur (USIA), zusammen mit Beamten der Central Intelligence Agency und des Verteidigungsministeriums.

 

Einige Namen von Beamten aus der CIA und dem Pentagon sind auch drei Jahrzehnte später immer noch geheim. Aber die Bedeutung dieser Dokumente ist, dass sie aufdecken, wie Agenturen, die traditionellerweise mit globaler Entwicklung (USAID) oder internationaler Information (USIA) zu tun hatten, in die Strategien der US-Regierung zur psychologischen Kriegsführung in Friedenszeiten eingemeindet wurden, in eine Militärtechnik, die den Willen eines Kriegsgegners durch das Verbreiten von Lügen, Verwirrung und Terror brechen soll.

 

Im Grunde spielt die psychologische Kriegsführung mit den kulturellen Schwächen einer anvisierten Bevölkerung, damit diese leichter kontrolliert und besiegt werden kann. Aber die Reagan-Regierung hat dieses Konzept aus den traditionellen Grenzen der Kriegsführung herausgelöst und wendete die PSYOPs zu jeder Zeit an, immer wenn die US-Regierung behauptete, Amerika sei bedroht.

 

Diese Enthüllung – untermauert durch andere Dokumente, die Anfang des Jahres von Archivaren der Reagan-Bibliothek in Simi Valley, Kalifornien herausgegeben wurden – ist für die heutige Aufregung über angebliche „Fake News“ und Anschuldigungen über „russische Desinformation“ von großer Bedeutung. Jeder wird daran erinnert, dass die US-Regierung auf dem selben Gebiet tätig war.

 

Natürlich ist der Einsatz von Desinformation und Propaganda durch US-Regierungen nichts Neues. So hat die USIA in den 1950ern und 1960ern regelmäßig unter falschen Namen wie Guy Sims Fitch Artikel in freundlich gesonnenen Zeitungen und Magazinen veröffentlicht. (Anm.d.Ü.: sehr lesenswerter Artikel über das Phantom) 

 

Jedoch haben in den 1970ern der blutige Vietnam-Krieg und die Enthüllungen der Pentagon-Papiere über die Täuschungen der US-Regierung zur Rechtfertigung des Kriegs bei den amerikanischen Propagandisten eine Krise ausgelöst, sie haben beim amerikanischen Volk Vertrauen verloren. Auch einige der traditionellen Quellen für US-Desinformation, etwas die CIA, sind stark in der Achtung gesunken.

 

Dieses sogenannte „Vietnam-Syndrom“ – eine skeptische Bürgerschaft gegenüber den Behauptungen der US-Regierung über ausländische Konflikte – hat die Bemühungen von Präsident Reagan unterwandert, seine Interventionspläne in laufende Bürgerkriege in Mittelamerika, Afrika und anderswo zu verkaufen.

 

Reagan betrachtete Mittelamerika als „sowjetischen Brückenkopf“, aber viele Amerikaner sahen hochnäsige mittelamerikanische Oligarchen und ihre brutalen Sicherheitskräfte, die Priester, Nonnen, Gewerkschafter, Studenten, Bauern und Eingeborene abschlachteten.

 

Reagan und seine Berater erkannten, dass sie diese Wahrnehmung ändern mussten, wenn sie eine weitere Finanzierung für das Militär von El Salvador, Guatemala, Honduras erreichen wollten – und für die Contra-Rebellen in Nicaragua, die von der CIA organisierte paramilitärische Kraft, die im links-regierten Nicaragua marodierte.

 

Wahrnehmungsmanagement

 

Somit wurde es zu einer hohen Priorität, die öffentliche Wahrnehmung in den anvisierten Ländern neu zu formen, aber noch wichtiger die im amerikanischen Volk. Diese Herausforderung brachte die Reagan-Regierung dazu, die Methoden zur Verteilung von Propaganda und zur Finanzierung freundlicher ausländischer Operateure wiederzubeleben und neu zu organisieren. Etwa durch die Erschaffung des National Endowment for Democracy (NED) unter seinem neokonservativen Präsidenten Carl Gershman.

 

Eine weitere Einheit in diesem Prozess war das Psychological Operations Committee, das 1986 unter Reagans Nationalem Sicherheitsrat geformt wurde. Seit dieser Zeit hat die US-Regierung, ob Republikaner oder Demokraten, viele dieser PSYOP-Prinzipien angewendet, Rosinenpickerei oder manipulierte Beweise, um Gegner zu unterwandern und die amerikanische Öffentlichkeit für die Unterstützung von Washingtons Politik zu gewinnen.

 

Diese Realität – dass die US-Regierung ihre eigene falsche Realität kreiert, um das amerikanische Volk und das internationale Publikum zu manipulieren – sollte Journalisten im Westen dazu verpflichten, alle Behauptungen aus Washington mit einer großen Prise Skepsis zu behandeln.

 

Stattdessen sehen wir jedoch bei den führenden Nachrichtenmedien ein Muster, dass sie einfach das verstärken, was auch immer die US-Agenturen über den ausländischen Gegner versichern, während die Skeptiker als Übermittler von „Fake News“ oder feindlicher „Propaganda“ verunglimpft werden. Im Grunde können wir den Erfolg der psychologischen US-Kriegsführung daran messen, wie sich die westlichen Massenmedien als Verstärker-Mechanismus hervortun, um die Konformität zu den verschiedenen Informationsthemen und Sichtweisen der US-Regierung sicherzustellen.

 

So wird zum Beispiel jeder Zweifel an der Sichtweise der US-Regierung zu, sagen wir, dem gegenwärtigen Syrien-Konflikt, oder dem Staatsstreich 2014 in der Ukraine, oder dem russischen „Hacking“ der US-Wahl 2016, oder zu Irans Status als „führender Sponsor für Terrorismus“ von den großen westlichen Nachrichtenmedien als Beweis dafür verwendet, man sei zumindest ein „nützliches Werkzeug“ für eine ausländische Macht, wenn nicht gar ein vorsätzlicher „Propagandist“ des Feindes, der einer fremden Macht gegenüber loyal ist, somit ein Verräter.

 

Die führenden Massenmedien und die vom Establishment für gut befundenen Webseiten tun sich jetzt mit Google, Facebook und anderen Technologiefirmen zusammen, um Algorithmen zu entwickeln, um Internet-Inhalte zu vergraben oder zu löschen, die nicht im Gleichschritt mit dem als wahr angesehenen marschieren, was einfach oft dem folgt, was die Agenturen der US-Regierung als wahr ansehen.

 

Die dokumentarischen Belege sind jetzt jedoch eindeutig, dass die US-Regierung eine deutlich definierte Strategie unternommen hat, um auf der ganzen Welt über westliche Nachrichtenagenturen psychologische Kriegsführung zu betreiben, die über Ereignisse in den betroffenen Ländern berichten, die diese Propaganda und Desinformation wie einen Bumerang über das amerikanische Volk bringen.

 

Während der letzten Regierungen wurden Euphemismen eingesetzt, um den eher abschätzigen Begriff „psychologische Kriegsführung“ zu verhüllen – etwa „öffentliche Diplomatie“, „strategische Kommunikation“, „Wahrnehmungsmanagement“ und „smart power“. Aber der ernsthafte Drang zur Ausweitung dieser Propagandafähigkeiten der US-Regierung lässt sich auf die Präsidentschaft von Reagan zurückführen.

 

Der Strippenzieher

 

Walter Raymond Jr., ein CIA Propaganda- und Desinformations-Spezialist, der Präsident Reagans PSYOPS und Wahrnehmungsmanagement im Nationalen Sicherheitsrat beaufsichtigte. Raymond ist von Präsident Reagan teilweise verdeckt, neben ihm sitzt der nationale Sicherheitsberater John Pointdexter.

 

Über die Jahre habe ich einen Haufen Dokumente erhalten, die mit PSYOPs und verwandten Programmen zu tun haben. Sie stammen aus „obligatorischen Überprüfungen zur Deklassifizierung“ von Akten, die zu Walter Raymond Jr. gehören, einem leitenden Spezialisten der CIA für verdeckte Einsätze, der 1982 zum Nationalen Sicherheitsrat Reagans stieß, um die Kapazitäten für PSYOPs, Propaganda und Desinformation wieder aufzubauen.

 

Raymond, der mit einem Charakter aus einem John LeCarre-Roman verglichen werden kann, der plötzlich auftaucht, hat seine Jahre im Weißen Haus von Reagan als ein finsterer Strippenzieher verbracht, der sein Bestes tat, um keine öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen oder vermieden hat, dass es ein Foto von ihm gibt – so scheint es.

 

Aus Zehntausenden von Fotos von Treffen in Reagans Weißem Haus habe ich nur zwei gefunden, die Raymond zeigen – und da sitzt er in einer Gruppe und ist teilweise von anderen Beamten verdeckt.

 

Aber Raymond scheint seine wahre Bedeutung bewusst gewesen zu sein. In seinen NSC-Akten fand ich das Gekritzel eines Organigramms, das Raymond ganz oben zeigt, wie er etwas hält, das wie das Kreuz aussieht, das Marionettenspieler benutzen um ihre Puppen zu kontrollieren. Die Zeichnung passt zur Realität von Raymond als dem Akteur hinter dem Vorhang, der die verschiedenen Einsatzgruppen kontrollierte, die zur Umsetzung der PSYOPs und der anderen Propagandastrategien verantwortlich waren.

 

In Raymond Akten fand ich einflussreiches Papier vom November 1983, geschrieben von Oberst Alfred R. Paddock Jr mit dem Titel „Militärische Psychologischer Kriegsführung und die US-Strategie“. Darin heißt es: „die geplante Verwendung von Kommunikation zur Beeinflussung von Einstellungen oder Verhaltensweisen sollte, wenn sie richtig angewendet wird, jeder Anwendung von Gewalt vorangehen, sie begleiten und ihr folgen. Anders ausgedrückt: Psychologische Kriegsführung ist das einzige Waffensystem, das in Friedenszeiten, während eines Konflikts und in der Folge eines Konflikts eine wichtige Rolle spielt.“

 

Paddock weiter: „Militärische psychologische Kriegsführung ist ein wichtiger Bestandteil der 'Gesamtheit von PSYOP', sowohl im Frieden als auch im Krieg … Wir benötigen ein Programm für psychologische Kriegsführung als integraler Bestandteil unserer nationalen Sicherheitspolitik und Programme … Die Kontinuität eines ständigen übergreifenden Ausschusses oder eines Ausschusses, der die notwendigen Koordinierungsmechanismen für die Entwicklung einer kohärenten, weltweiten Strategie für psychologische Kriegsführung bereitstellt, wird dringend benötigt.“

 

Ein als „Top Secret“ eingestuftes und freigegebenes Dokument in den Akten Raymonds – datiert auf 4. Februar 1985, vom Verteidigungsminister Caspar Weinberger – drängt auf eine größere Umsetzung von Präsident Reagans nationaler Sicherheitsdirektive 130, die am 6. März 1984 unterschrieben wurde, und die die psychologische Kriegsführung in Friedenszeiten genehmigt, indem die PSYOPs über die traditionellen Grenzen aktiver militärischer Einsätze auf Situationen in Friedenszeiten erweitert werden, wenn die US-Regierung behauptet, es wären nationale Sicherheitsinteressen in Gefahr.

 

Diese Genehmigung kann Impulse für den Wiederaufbau einer notwendigen strategischen Fähigkeit liefern und die Aufmerksamkeit auf psychologische Kriegsführung als nationales – nicht nur militärisches – Instrument lenken und sicherstellen, dass PSYOPs vollständig mit der öffentlichen Diplomatie und anderen internationalen Informationsaktivitäten koordiniert werden“, heißt es in Weinbergers Dokument.

 

Ein Komitee aus verschiedenen Agenturen

 

 

Diese breitere Verpflichtung zu PSYOPs führte zur Gründung des Psychological Operations Committee (POC), dessen Vorsitz ein Vertreter aus dem Nationalen Sicherheitsrats von Reagan hatte, einem Stellvertreter aus dem Pentagon und mit Vertretern aus der CIA, dem Außenministerium und der USIA.

 

Diese Gruppe ist verantwortlich für die Planung, Koordination und Durchführung psychologischer Operationen zur Unterstützung der Politik und der Interessen der Vereinigten Staaten im Bezug auf die nationale Sicherheit.“ So heißt es in einem „geheimen“ Zusatz zu einem Memo vom 25. März 1986 von Col. Paddock, dem Sachwalter für PSYOP, der zum Direktor für psychologische Kriegsführung in der US-Armee ernannt wurde.

 

Der Ausschuss wird den Schwerpunkt der Koordination zwischen den Behörden für die detaillierte Notfallplanung für die Verwaltung der nationalen Informationsressourcen während des Kriegs und für den Zeitraum zwischen Frieden und Krieg legen“, heißt es in dem Ergänzungspapier. „“Das POC stellt sicher, dass in Kriegszeiten oder während Krisen (die als Perioden akuter Spannungen definiert werden können, in denen das Leben amerikanischer Bürger bedroht ist oder ein Krieg zwischen den USA und anderen Ländern bevorsteht) die internationalen Informationselemente der USA bereit sind, besondere Verfahren einzuleiten, um eine politische Konsistenz, eine zeitnahe Antwort und ein rasche Antwort des beabsichtigten Publikums sicherzustellen.“ (Anm.d.Ü.: Wie ich diese Behördensprache hasse!)

 

Mit anderen Worten: Die US-Regierung kann PSYOPs praktisch jederzeit einsetzen, denn es gibt immer „Perioden akuter Spannungen, die das Leben amerikanischer Bürger bedrohen“.

 

Das Psychological Operations Committee wurde durch ein „geheimes“ Memo von Reagans Nationalem Sicherheitsberater John Pointdexter am 31. Juli 1986 formell beschlossen. Die erste Sitzung fand am 2. September 1986 statt, und die Tagesordnung konzentrierte sich auf Mittelamerika und „wie die POC-Agenturen die Programme des Verteidigungsministeriums in El Salvador, Guatemala, Honduras, Costa Rica und Panama unterstützen und ergänzen können.“ Das POC wurde auch beauftragt, „Nationale PSYOPS-Richtlinien zu entwickeln“, um „die nationalen PSYOPS-Programme zu formulieren und umzusetzen.“

 

Raymond wurde Co-Vorsitzender des POC, zusammen mit dem CIA-Beamten Vincent Cannistraro, der stellvertretender Direktor für Geheimdienstprogramme im NSC-Stab, so steht es in einem „geheimen“ Memo des stellvertr. Verteidigungsministers Craig Alderman Jr.

 

Das Memo spricht auch davon, dass zukünftige POC-Meetings über PSYOP-Projekte für die Philippinen und Nicaragua unterrichten werden, letzteres Projekt trägt den Codenamen „Niagara Falls“. Das Memo spricht auch von einem „Project Touchstone“, aber es ist unklar, worauf sich dieses PSYOP-Programm bezieht.

 

Ein weiteres „geheimes“ Memo mit Datum 1. Oktober 1986, mitverfasst von Raymond, berichtet über das erste Treffen des POC am 10. September 1986 und merkt an, dass „das POC sich bei jedem Treffen auf ein Einsatzgebiet konzentrieren wird (z.B. Mittelamerika, Afghanistan, Philippinen).“

 

Das zweite Treffen von POC am 24. Oktober 1986 – für das soeben die Anwesenheitsliste herausgegeben wurde – konzentrierte sich auf die Philippinen, so besagt ein Memo vom 4. November 1986, mitverfasst von Raymond.

 

Aber die Hauptaufmerksamkeit der Reagan-Regierung lag weiterhin auf Mittelamerika, darunter „Project Niagara Falls“, das gegen Nicaragua zielende PSYOPS-Programm. Ein „geheimes“ Pentagon-Memo vom stellvertr. Minister Alderman vom 20. November 1986 umreißt die Arbeit der 4th Psychological Operations Group zu diesem PSYOP-Plan, „um bei der Demokratisierung Nicaraguas zu helfen“, worunter die Reagan-Regierung „Regimewechsel“ versteht. Die genauen Detrails von „Projekt Niagara Falls“ wurden in dem freigegebenen Dokument nicht enthüllt, aber der Codename deutet auf eine Kaskade von PSYOPS.

 

Präsident Ronald Reagan trifft sich mit dem guatemaltekischen Diktator Efrain Rios Montt, der später beschuldigt wurde, Völkermord an der eingeborenen indianischen Bevölkerung im zentralen Hochland begangen zu haben

 

Schlüsselpersonen

 

Carl Gershman

 

Andere Dokumente aus Raymonds NSC-Akte werfen ein Licht darauf, wer die anderen Schlüsselfiguren in den PSYOPS- und Propagandaprogrammen waren. Beispielsweise zitiert Raymond in undatierten Notizen über Versuche zur Beeinflussung der Sozialistischen Internationalen, darunter die Sicherstellung der Unterstützung der US-Außenpolitik durch sozialistische und sozialdemokratische Parteien in Europa, die Bemühungen von „Ledeen, Gerhsman“, ein Hinweis auf den neokonservativen Akteur Michael Ledeen und auf Carl Gershman, einen weiteren Neokon, der seit 1983 als Präsident des von der US-Regierung finanzierten National Endowment for Democracy (NED) fungiert.

 

Der damalige Vizepräsident George H.W. Bush mit CIA Direktor William Casey im Weißen Haus, 11. Februar 1981

 

Obwohl aus technischer Sicht NED unabhängig von der US-Regierung ist, so erhält es doch einen Großteil seiner Gelder vom Kongress (derzeit etwa $100 Mio. jährlich). Dokumente aus dem Reagan-Archiv machen auch deutlich, dass NED als Ersatz für einige verdeckte politische und Propaganda-Operationen der CIA organisiert worden war, die in den 1970ern in Ungnade gefallen war. Zuvor veröffentlichte Dokumente aus Raymonds Akten zeigen, dass CIA-Direktor William Casey zur Gründung von NED drängte und dass Raymond, Caseys handverlesener Mann im Nationalen Sicherheitsrat, Gershman regelmäßig Ratschläge und Anweisungen erteilt hat.

(Siehe: https://consortiumnews.com/2015/01/08/cias-hidden-hand-in-democracy-groups/ )

 

Während die Initialen USAID das Bild von wohltätigen Amerikanern erwecken, die in verarmten Ländern Brunnen bohren, Schulen und Krankenhäuser errichten, so ist USAID auch dabei hilfreich, freundliche Journalisten rund um den Globus zu finanzieren.

 

2015 veröffentlichte USAID ein Datenblatt, in dem ihre Arbeit zur Finanzierung „journalistischer Erziehung, dem Aufbau von Medienunternehmen, Kapazitätserweiterung für unterstützende Organisationen und die Stärkung des juristisch-regulatorischen Umfelds für freie Medien“ zusammengefasst wurde. USAID schätzte sein Budget für die „Medien-stärkenden Programme in über 30 Ländern“ auf $40 Mio. jährlich, darunter die Hilfe für „unabhängige Medienorganisationen und Blogger in über einem Dutzend Ländern“.

 

Vor dem Umsturz in der Ukraine 2014 hat USAID Training in der „Handy- und Webseitensicherheit“ angeboten, was sich ein wenig nach einer Operation anhört, die Aufklärung örtlicher Regierungen zu behindern. Eine ironische Haltung, wenn man bedenkt, wie versessen die USA mit der Überwachung sind, einschließlich der Verfolgung von Whistleblowern, weil die mit Journalisten redeten.

 

USAID, die mit der Open Society von Milliardär George Soros zusammenarbeitet, hat auch daqs Organized Crime and Corruption Reporting Project (OCCRP) finanziert, das „investigativen Journalismus“ betreibt, der sich für gewöhnlich über Regierungen hermacht, die bei den Vereinigten Staaten in Ungnade gefallen sind und danach mit Anschuldigungen wegen Korruption aufs Korn genommen werden.

 

Das US-finanzierte OCCRP kollaboriert auch mit Bellingcat einer investigativen Internet-Webseite, die vom Blogger Eliot Higgins gegründet wurde, der jetzt ein nicht ständiges leitendes Mitglied des Atlantic Council ist, einem Pro-NATO-Denkpanzer, der Gelder von der US-Regierungen und alliierten Regierungen erhält.

 

Higgins hat im Internet Falschinformationen verbreitet, einschließlich entkräfteter Vorwürfe, die syrische Regierung sei in den Sarin-Angriff 2013 verwickelt gewesen. Und er hat ein australisches Filmteam zu einem Ort dirigiert, der anscheinend die falsche Stelle für ein Video über eine BUK-Flugabwehrbatterie war, die sich angeblich nach dem Abschuss von Malaysia Flug 17 am 17. Juli 2014 auf den Weg nach Russland machte.

 

Trotz seines zweifelhaften Rufs über seine Genauigkeit wurde Higgins in den Massenmedien gelobt, teilweise, weil seine „Ergebnisse“ immer zu dem Propaganda-Thema passen, das die US-Regierung und ihre westlichen Alliierten verbreiten. Zwar werden die meisten echten unabhängigen Blogger von den Massenmedien ignoriert, aber Higgins wurde für seien Arbeit in der New York Times und der Washington Post gepriesen. Und Google hat Bellingcat in seine First Draft-Koalition aufgenommen, die bestimmen soll, welche Nachrichten echt und welche falsch sind.

 

Mit anderen Worten: Die US-Regierung hat eine robuste Strategie zur Einsetzung von direkten und indirekten Einfluss-Agenten, die jetzt beeinflussen, wie die Titanen des Internets ihre Algorithmen strukturieren, um günstige Informationen hervorzuheben und ungünstige Informationen verschwinden zu lassen.

 

Die Lügenerbschaft

 

Im ersten Kalten Krieg haben die CIA und die US-Information Agency die Kunst des „Informationskriegs“ verfeinert, darunter erstmals einige der derzeitigen Funktionen wie vordergründig „unabhängiger“ Einheiten und Ausschnitte, die die amerikanische Propaganda einer zynischen Öffentlichkeit präsentieren, die viel von dem ablehnt was die Regierung sagt, die aber „Bürgerjournalisten“ und „Bloggern“ vertraut.

 

USIA, die 1953 gegründet wurde und in den 1980ern unter dem von Reagan ernannten Direktor Charles Wick wieder zum Leben erweckt wurde, sie wurde 1999 abgeschafft. Aber ihre Propaganda-Funktionen wurden größtenteils in das neue Büro des stellvertr. Außenministers für Öffentliche Diplomatie und Öffentliche Angelegenheiten übernommen. Dort ist sie zu einer neuen Quelle für Desinformation geworden.

 

Zum Beispiel hat Obamas Minister für Öffentliche Diplomatie, Richard Stengel, 2014 eine Reihe von Unwahrheiten und Falschinterpretationen über Russlands RT-NEtwork verbreitet. Zum Beispiel behauptete er, dass RT die „lächerliche Behauptung“ aufgestellt habe, die USA hätten $5 Milliarden in das Regimewechsel-Projekt in die Ukraine investiert. Aber das war eine offensichtliche Anspielung an eine öffentliche Rede der stellvertr. Außenministerin Victoria Nuland am 13. Dezember 2013, in der sie sagte, dass „wir mehr als $5 Milliarden investiert haben“, um der Ukraine bei dessen „europäischen Hoffnungen“ zu helfen.

 

Bildschirmfoto der stellvertr. Außenministerin für europäische Angelegenheiten Victoria Nuland bei ihrer Rede vor amerikanischen und ukrainischen Geschäftsleuten am 13. Dezember 2013, einem Ereignis, das von Chevron gesponsert wurde, das Logo an ihrer Seite

 

Nuland war auch die führende Vertreterin beim ukrainischen Umsturz, sie hat den Anti-Regierungs-Randalierern persönlich zugejubelt. In einem abgehörten Telefonat mit dem US-Botschafter in der Ukraine, Geoffrey Pyatt, hat Nuland diskutiert, wie man „diese Sache zusammenklebt“ und „Hilfestellung leisten kann“, und wer der neue Führer sein soll. Sie hat Arseniy Yatsenyuk auserwählt – „Yats ist unser Mann“ – der schließlich nach dem Sturz von Victor Yanukowitsch Ministerpräsident wurde.

 

Trotz all der Beweise für einen US-gestützten Coup hat die New York Times die Beweise einfach ignoriert, unter anderem das Nuland-Pyatt-Telefonat, und hat verkündet, es habe keinen Coup gegeben. Die Hörigkeit der NYT zur falschen Geschichte des Außenministeriums ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich das Vermächtnis von Walter Raymond, der 2003 starb, bis in die Gegenwart fortsetzt.

 

In den letzten Jahren hat sich der Sprachgebrauch des Programms vielleicht gefälligeren Euphemismen zugewandt. Aber die Idee ist die selbe geblieben: wie man PSYOPS, Propaganda und Desinformation benutzt, um Zuhause und im Ausland die US-Politik zu verkaufen.


 

https://www.paulcraigroberts.org/2017/10/14/unraveling-americanrussian-relations-paul-craig-roberts/

 

Der Zusammenbruch der amerikanisch-russischen Beziehungen

 

von Paul Craig Roberts, 14.10.2017

 

 

Liebe Leser,

ich stimme zu, dass die offizielle Las Vegas Story anscheinend zusammenbricht. Eine öffentliche Massenschießerei sollte transparent sein, nicht undurchsichtig. Ich glaube, wir haben die Geschichte lange genug erforscht um zu erkennen, dass wir ohne Kenntnis über die Tatsachen nicht mit fester Überzeugung zu einer Erklärung kommen können.

 

Kommen wir zu einem weiteren Zusammenbruch – dem der amerikanisch-russischen Beziehungen. Dieser Zusammenbruch ist wesentlich ernster, da er das Leben auf der Erde bedroht. Ich habe vor den Konsequenzen gewarnt, wenn Washington die Sicherheit Russlands bedroht, indem es ein Abkommen nach dem anderen bricht, Raketenbasen an der Grenze zu Russland stationiert, anti-russische Umstürze in den früheren Sowjetprovinzen inszeniert und ständig Breitseiten falscher Anschuldigungen gegen Russland abfeuert. Es gibt keine rücksichtslosere und unverantwortlichere Tat, als einer Nuklearmacht Angst vor einem atomaren Schlag einer anderen Nuklearmacht einzujagen.

 

Aufmerksame Beobachter sind sich der wachsenden Gefahr bewusst geworden. Der kanadische Professor Michel Chossudovsky schreibt, dass Washington einen Nuklearkrieg von einem hypothetischen Szenario zu einer realen Gefahr gesteigert hat, die die Zukunft der Menschheit bedroht.

https://www.globalresearch.ca/towards-a-world-war-iii-scenario-breaking-the-big-lie/5348384

 

Michail Gorbatschow, der Sowjetführer, der mit Präsident Ronald Reagan an der Beendigung des Kalten Kriegs und der Gefahr eines atomaren Armageddon arbeitete, hat an Präsident Trump und Präsident Putin appelliert, ein Gipfeltreffen zu vereinbaren und die wachsenden Spannungen zu beenden. Gorbatschow schrieb in der Washington Post, dass es „sehr ungewöhnlich ist, dass sich die Präsidenten zweier großer Nuklearmächte nur am Rande einer internationalen Konferenz treffen.“ Das trifft vor allem dann zu, wenn „die Beziehungen zwischen den beiden Ländern in einer schweren Krise stecken.“

http://www.informationclearinghouse.info/48004.htm

 

Diese Warnung Gorbatschows könnte eine Untertreibung sein. Letzten März hat General Viktor Poznikhir, der stellvertretende Kommandeur des militärischen Einsatzkommandos, seine Besorgnis ausgedrückt, dass Washington einen atomaren Überraschungsangriff auf Russland vorbereiten könnte.

 

Wäre so eine Stellungnahme aus dem russischen Oberkommando irgendwann im Kalten Krieg des 20. Jahrhunderts erschienen, dann hätte der Präsident der Vereinigten Staaten sofort den sowjetischen Führer kontaktiert und versichert, dass es keinen solchen Plan oder eine solche Absicht gegen Russland gibt. Soweit ich sehen kann, hat das Weiße Haus diese unheilvolle Stellungnahme kommentarlos verstreichen lassen. Wenn dem so ist, dann muss das eine Bestätigung für die russische Schlussfolgerung sein.

 

Schon seit einiger Zeit weise ich darauf hin, dass der gesamte Westen, die USA und ihre Vasallenstaaten, weiterhin die sehr deutlichen Warnungen Russlands ignorieren. Gilbert Doctorow hat die gleiche Aussage getroffen:

https://www.strategic-culture.org/news/2017/10/10/deaf-ear-dire-russian-warnings.html

 

Die deutlichste Warnung von allen war vermutlich Putins öffentliche Äußerung, dass „Russland nie wieder einen Krieg auf seinem eigenen Territorium kämpfen wird.“ Wenn Washingtons EU-Vasallen diese deutliche Warnung nicht gehört haben, dass sie ihre eigene nukleare Vernichtung huldigen – vor allem die Polen und die Rumänen, die gedankenlos US-Militärbasen stationieren – dann sind sie genauso taub wie dumm.

 

Ein russischer Offizieller hat der idiotischen britischen Regierung ins Gesicht gesagt, falls die britische Drohung über einen Ersteinsatz von Nuklearwaffen gegen Russland gerichtet ist, falls so etwas versucht wird, dann wird Großbritannien vom Antlitz der Erde verschwinden.

 

Es gibt keinen Zweifel, dass das der Fall sein wird.

 

Also warum markieren Washingtons impotente Vasallen gegenüber Russland den starken Max, gegenüber einer Regierung, die nur Frieden will und Großbritannien in keinster Weise bedroht hat? Und auch nicht Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Griechenland, Spanien, Portugal, die Niederlande, Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland oder irgendeinen der ehemaligen osteuropäischen Vasallen der Sowjetunion, die ihre Geiselhaft in der Sowjetunion gegen die Geiselhaft Washingtons eingetauscht haben?

 

Die Antwort lautet: Geld. Die Vasallen werden bezahlt, damit sie bei den Lügen mitmachen. Wie Alain de Lille schon vor langer Zeit im 12.Jahrhundert sagte: „Nicht Gott, nicht Cäsar, sondern Geld ist alles.“

 

Welche Kräfte treiben Washingtons Provokation gegen Russland an? Es gibt drei davon, und sie sind zusammen eine riesige Verschwörung gegen das Leben auf Erden.

 

Da sind die Neokonservativen. Die Neokonservativen sind durch den sowjetischen Zusammenbruch überzeugt worden, dass die Geschichte nicht das Proletariat, sondern den amerikanischen „demokratischen Kapitalismus“ als das soziale, politische und wirtschaftliche System für die Welt auserwählt hat. Und dass diese historische Wahl Amerika den Status verleiht, ein „unersetzliches, einzigartiges“ Land zu sein, ein Status, der Amerika über alle anderen Länder und über das internationale Recht stellt, ja sogar über Amerikas eigene Gesetze.

 

Amerika ist so außergewöhnlich, dass es Menschen foltern darf, unter völliger Verletzung des amerikanischen und internationalen Rechts. Die Regierung in Washington darf, allein auf Verdacht und ohne juristische Beweise und Verurteilung, US-Bürger unbegrenzt verhaften, sie die ganze Zeit foltern und sie nach Belieben ermorden, ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Das ist die Definition für eine totale Polizeistaats-Tyrannei. Trotzdem präsentiert Washington Amerika als eine „große Demokratie“, deren endlose Kriege gegen die Menschheit „Demokratie in die Welt bringen“.

 

Amerika ist so außergewöhnlich, dass es andere Länder unterschiedslos bombardieren kann, ohne mit diesen Ländern offiziell im Kriegszustand zu sein.

 

Amerika ist so außergewöhnlich, dass die in der Verfassung vorgeschriebene Gewaltenteilung von der Exekutive völlig ignoriert werden kann, da der Präsident, so behaupten die Neokonservativen, „einzigartige Macht“ besitzt, die nicht durch die Verfassung eingeschränkt sei, was natürlich nur eine weitere Lüge ist.

 

Russland, China und der Iran sind die Ziele der Neokonservativen, so wie es der Irak, Afghanistan, Libyen, Somalia, Syrien, der Jemen und pakistanische Provinzen waren, denn diese Länder haben/hatten eine unabhängige Außenpolitik und sind/waren keine Vasallen Washingtons.

 

Die neokonservative Doktrin besagt, dass es das „vorderste Ziel“ der US-Außenpolitik ist, „den Aufstieg Russlands oder eines anderen Staats zu verhindern“, der für Washingtons Unilateralismus ein Hindernis sein könnte.

 

Die New York Times erklärte unter der folgenden Schlagzeile am 8. März 1992 die Wolfowitz-Doktrin:

 

Ein Strategiepapier der USA fordert die Versicherung, dass keine Rivalen eine „One-Superpower-Welt“ entwickeln

http://work.colum.edu/~amiller/wolfowitz1992.htm

 

Spezialbericht an die New York Times

 

WASHINGTON, 7. März

In einer großen neuen, politischen Stellungnahme, die in ihrer endgültigen Abstimmungsphase ist, bringt das Verteidigungsministerium zum Ausdruck, dass es Amerikas politische und militärische Aufgabe in der Ära nach dem Kalten Krieg sein wird, sicherzustellen, dass in Westeuropa, Asien oder auf dem Gebiet der früheren Sowjetunion keine rivalisierende Supermacht entstehen darf.

 

Ein 46-seitiges Dokument, das seit Wochen in den Chefetagen des Pentagon umgeht, und das der Verteidigungsminister Dick Cheney Ende diesen Monats vorlegen will, besagt, dass es Teil des amerikanischen Auftrags sei, potentielle Konkurrenten davon zu überzeugen, dass sie nicht nach einer größeren Rolle streben oder eine aggressivere Haltung zum Schutz ihrer legitimen Interessen verfolgen dürfen.

 

Das als geheim eingestufte Dokument plädiert dafür, dass die Welt von einer Supermacht dominiert wird, deren Position durch konstruktives Verhalten und ausreichende militärische Macht zur Abschreckung einer jeden Nation oder Gruppe von Nationen, die Amerikas Vorrangstellung herausfordern will, verewigt wird.

 

Jeder Staat mit einer unabhängigen Außenpolitik ist für Washington ein Hindernis, insbesondere Staaten mit nuklearen Fähigkeiten wie Russland und China.

 

Eine zweite Gruppe, die ein Interesse an einer Provokation Russlands hat, ist der Militär/Sicherheitskomplex. Präsident Eisenhower, ein Fünf Sterne General, hat die Amerikaner 1961 davor gewarnt, dass der „militärisch-industrielle Komplex“ eine Gefahr für Amerikas Demokratie sei. Heute ist der Militär/Sicherheitskomplex mehr als nur eine Gefahr für Amerikas Demokratie. Er hat bereits die US-Regierung und die Trump-Administration übernommen, wird von Generälen regiert und bedroht jetzt das gesamte Leben auf Erden.

 

Der Militär/Sicherheitskomplex hat einen Haushalt von 1.000 Milliarden Dollar. Diese Summe ist größer als das Bruttoinlandsprodukt aller Länder zusammen, außer einer Handvoll Länder. Ein so enormer Haushalt mit so viel Macht benötigt zur Rechtfertigung dringend eine gefährlichen Feind. Russland ist diese Rolle zugewiesen worden. Bedenkt man die Macht des Militär/Sicherheitskomplexes, so kann die Russland zugewiesene Rolle nicht durch russische Diplomatie abgemildert werden. Noch dazu stimmen die Interessen des Militär/Sicherheitskomplexes und der Neokonservativen überein.

 

Die dritte mächtige Interessensgruppe, die zu einem Konflikt mit Russland führt, ist die Israel-Lobby. In Washington ist die Israel-Lobby extrem mächtig.

 

Wenn die Israel-Lobby dem Kongress einen Gesetzesvorschlag oder eine Resolution vorlegt, dann wird das nahezu einstimmig beschlossen, denn jeder der dagegen stimmt, wird bei der nächsten Wahl eliminiert.

 

Die Israel-Lobby ist eng mit den Neokonservativen liiert, deren bedeutendste Figuren zionistische Juden sind, die eng mit Israel verbündet sind. Einige haben die doppelte US/israelische Staatsbürgerschaft. Der israelische Einfluss in Washington ist so stark, dass der Vizepräsident der US Federal Reserve Bank der frühere Vorsitzende der israelischen Zentralbank ist. Israel ist in Washington so mächtig, dass es sogar die Wirtschaftspolitik der USA bestimmt.

 

Die Zionisten in Israel wollen sich ausbreiten. Ihre Doktrin lautet: „Vom Nil bis zum Euphrat“. Das ist der zionistische Anspruch auf das Land, das Gott dem Auserwählten Volk gegeben hat.

 

Zur Verfolgung dieses Ziels hat Israel zweimal die israelische Armee in den Südlibanon geschickt, um diesen Teil des Landes zu besetzen, um den Fluss Litani zu konfiszieren, eine Wasser-Ressource, die Israel begehrt.

 

Zweimal jedoch hat die Hisbollah-Miliz die vielgepriesene israelische Armee vertrieben. Jetzt hat Israel Angst davor, die Armee noch einmal hinzuschicken. Stattdessen benutzt Israel seine Macht über die Regierung in Washington, um das US-Militär zu benutzen, damit es Syrien und den Iran in dasselbe Chaos stürzt wie Libyen und den Irak. Der Grund ist, dass Syrien und der Iran die Unterstützer der Hisbollah-Miliz sind. Ohne diese Unterstützung kann Hisbollah von Israel geschlagen werden.

 

Es ist Israel und nicht per se die US-Regierung, das die USA in einen Krieg gegen den Iran hetzt. Israel, das in Washington fast immer bekommt was es will, steht vor Schwierigkeiten. Washingtons EU-Vasallen sind gegen einen erneuten Konflikt mit dem Iran. Europa ist mit Problemen überlastet, viele davon sind durch Washingtons Kriege verursacht und sie können keinen Krieg gegen den Iran gebrauchen. Das US-Militär auch nicht, das in Syrien besiegt wurde und nach 16 Jahren in Afghanistan nicht gegen ein paar Tausend leicht bewaffnete Taliban gewinnen kann. Washingtons Niederlage in Afghanistan und zuvor die Niederlage in Vietnam haben jede Furcht vor Washingtons konventionellen Streitkräften beseitigt. Aus diesem Grund erwarten Russland und China, dass der nächste Krieg nuklear sein wird.

 

Darüber hinaus, wenn Russland schon nicht den Washingtoner Umsturz in Syrien toleriert, dann wird Russland mit Sicherheit keinen Washingtoner Umsturz im Iran tolerieren. Und es ist unwahrscheinlich dass China das toleriert, da China Berichten zufolge 20% seines Erdöls aus dem Iran bezieht. Ja, die russischen und chinesischen Interessen am Iran sind so stark, dass es unerklärlich ist, dass die Israel-Lobby denkt, sie wäre so stark, dass sie Washington in einen Krieg mit dem Iran treiben könne. Die Selbstüberschätzung und die Arroganz der Neokonservativen und der Israel-Lobby sind das größte, was die Welt seit dem Einmarsch Hitlers nach Russland erlebt hat.

 

Wenn die Knallköpfe in Washington diese Narretei wiederholen, dann werden auf der Erde die Lichter ausgehen.

     


https://libertyblitzkrieg.com/2017/10/13/war-with-iran-was-planned-decades-ago/#more-48162

 

Der Krieg mit dem Iran wurde schon vor Jahrzehnten geplant

 

von Michael Krieger, 13.10.2017

 

 

Letzte Nacht habe ich über meine dreiteilige Serie nachgedacht, die mit kühnen Vorhersagen gespickt ist. Und ich habe mich gefragt, ob ich nicht zu negativ war. Nachdem ich heute Trumps Iran-Rede gehört habe, da bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass alles, was ich dazu geschrieben habe, Hand und Fuß hat.

 

Die Ansprache war einfach nur erschreckend und hat meine schlimmsten Befürchtungen darüber bestätigt, was im Nahen Osten los ist. Es ist unmöglich, diesem unaufrichtigen Wortschwall zuzuhören und nicht zu erkennen, dass er nicht bereits zu einem Krieg mit dem Iran entschlossen ist. Als nächstes werden von den USA gesetzte rote Linien und Forderungen kommen, die der Iran irgendwann angeblich verletzen wird, und dann werden die USA mächtig eskalieren.

 

Ich erwarte, dass sich die miserabelsten Kretins in Amerika hinter die kommenden Kriegsbemühungen stellen werden, einschließlich der Konzernmedien. Wir haben dazu heute schon etwas gelesen:

 

 Tweet von Michael Krieger@LibertyBlitz:

Was habe ich euch gesagt? Die größten politischen Schmierfinken in Amerika kriechen hervor und feuern diesen Irankrieg an.“

Antwort auf einen Tweet von Howard Dean@GovHowardDean:

Eine seltene Zustimmung zu Trump. Die IRGC sind tatsächlich eine terroristische Gruppe.“

 

Viele von euch werden mich beschuldigen, ich würde ungerechtfertigtes Vertrauen darüber zur Schau stellen, wohin sich das alles bewegt. Aber das ist es nicht. Der Grund, warum ich so sehr zu dieser Voraussage stehe, ist, dass der Krieg mit dem Iran schon seit Jahrzehnten geplant ist.

 

Schaut euch zum Beweis diesen Video-Klassiker mit General Wesley Clarke an, wie er die außenpolitischen Pläne des Establishments nach 9/11 erläutert: 

 

Die heutige Rede von Trump hat mich nur noch mehr in dem bestätigt, was ich in den vergangenen Tagen geschrieben habe. Falls ihr die Serie verpasst habt, ihr findet sie hier:

 

https://www.theblogcat.de/übersetzungen/trumps-kriege-teil-1/

 

https://www.theblogcat.de/übersetzungen/trumps-kriege-teil-2/

 

https://www.theblogcat.de/übersetzungen/trumps-kriege-teil-3/


 

Donald Trump: „Die Zeit ist gekommen, dass uns die ganze Welt in der Forderung beisteht, dass die iranische Regierung ihr Ziel von Tod und Zerstörung beendet.“

 

http://thesaker.is/trump-goes-full-shabbos-goy/

 

(Anm.d.Ü.: Shabbes-Goy ist der Nichtjude, der am Sabbath die Arbeit erledigt, die ein Gläubiger nicht tun darf)

 

Trump macht voll einen auf Shabbes-Goy

 

vom Saker, 13.10.2017

 

 

Ich hab überhaupt keine Lust darauf, das zu diskutieren, was Trump heute gesagt hat, denn sein Gerede verdient dies Aufmerksamkeit nicht. Ich will nur kurz darauf hinweisen, dass Trump gestern die USA aus der UNESCO abgezogen hat, im Interesse Israels. Heute hat er im Grunde einen lauwarmen, möglicherweise einen heißen Krieg gegen den Iran erklärt. Ich bin versucht zu sagen „was gibt’s sonst noch Neues?“ Nichts, in der Tat, gar nichts.

 

Dieses Thema, die AngloZionistischen Kriegspläne gegen den Iran waren es, die mich vor zehn Jahren veranlasst haben, meinen allerersten Beitrag auf meinem neu geschaffenen Blog zu veröffentlichen. Heute will ich diesen Beitrag wiederveröffentlichen. Das ist er:

http://vineyardsaker.blogspot.de/2007/05/where-empire-meets-to-plan-next-war.html

 

Wo sich das Imperium trifft, um seinen nächsten Krieg zu planen

 

Ratet mal: wo würden sich wohl die Puppenspieler des Imperiums treffen, um ihre Pläne für einen Angriff auf den Iran zu beschließen und zu koordinieren?

In Washington? New York? Im NATO-Hauptquartier in Brüssel? Davos?

 

Nein.

 

In Herzlia. Nie davon gehört?

 

Die israelische Stadt Herzlia ist nach Theodor Herzl benannt, dem Vater des modernen Zionismus, und sie war über die vergangenen Tage Gastgeber für ein Treffen des Who is Who des Imperiums: die Jahreskonferenz des Herzlia Institute for Policy and Strategy. Für eine Zeitlang wurde Herzlia wirklich zum Sitz des inneren Kerns der Schwergewichte des Imperiums. Zu den „nicht-israelischen“ Rednern gehörten:

 

Jose Maria Aznar (ehemaliger Premierminister Spaniens), Matthew Bronfman (Vorsitzender der Budget- und Finanzkommission des World Jewish Congress und Mitglied im Leitungsgremium des WJC), Botschafter Nicholas Burns (Minister im US-Außenministerium für politische Angelegenheiten), Prof. Alan Dershowitz (Felix Frankfurter Lehrstuhl für Jura an der Harvard Law School), Senator John Edwards (Vorsitzender des One America Committee und 2008 Kandidat für die Präsidentschaft der Demokraten), Gordon England (stellvertr. US-Verteidigungsminister), Dr. Marvin C. Feuer (Direktor für politische und Regierungsangelegenheiten, AIPAC), Newt Gingrich (ehem. US-Sprecher des Repräsentantenhauses), Rudolph Giuliani (ehem. Bürgermeister von New York und 2008 republikanischer Präsidentschafts-Kandidat), Charles Guthrie, Baron Guthrie of Craigiebank GCB LVO OBE (ehem. Stabschef und Chef des Generalstabs der britischen Armee), Botschafter Richard Haass (Präsident des Council on Foreign Relations), Stephen E Herbits (Generalsekretär des World Jewish Congress), Botschafter Dr. Robert Hunter (Präsident der Atlantic Treaty Association und ehem. ständiger Vertreter der USA bei der NATO, Senior-Berater bei der RAND Corporation in Washington, er dient auch als Vorsitzender des Council for a Community of Democracies und ist Senior International Consultant für Lockheed Martin Overseas Corporation), Botschafter Dr. Richard H. Jones (US-Botschafter in Israel, war Senior-Berater und Koordinator für Irak-Politik für den US-Außenminister), Dr. Eran Lerman (Direktor des Israel und Nahost-Büros des American Jewish Committee, diente über 25 Jahre im Geheimdienst-Direktorat der IDF), Christian Leffler (stellvertr. Stabschef des EU-Kommissars für auswärtige Beziehungen und Direktor für den Nahen Osten und südl. Mittelmeer der Europäischen Kommission), Peter Mackay (kanadischer Außenminister), Senator John McCain (rep. Senator für Arizona und 2008 Präsidentschafts-Kandidat der Republikaner), Dr Edward L. Morse (Chefvolkswirt für Energie bei Lehman Brothers), Dr. Rolf Mützenich (SPD-Mitglied des Bundestags und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags und Beirat der „Deutsch-Iranischen Gesellschaft“), Torkel L Patterson (Präsident von Raytheon Int.), Richard Perle (ständiges Mitglied im American Enterprise Institute, ehem. Vorsitzender des verteidigungspolitischen Ausschusses und stellvertr. US-Verteidigungsminister für internationale Sicherheitspolitik), Botschafter Thomas R. Pickering (ehem. stellvertr. US-Außenminister für politische Angelegenheiten, diente zuvor als Vizepräsident von Boeing), Jack Rosen (Vorsitzender des American Jewish Congress und Mitglied im Exekutivkomitee von AIPAC und im Council on Foreign Relations), Stanley O. Roth (Vizepräsident für Asien und internationale Beziehungen bei der Boeing Company und Mitglied im Council on Foreign Relations), James Woolsey (ehem. Direktor der Central Intelligence Agency) und viele Andere.

 

Nahezu das gesamte israelische „Verteidigungs“-Establishment (warum nennt es niemand „Aggressions“-Establishment?) war anwesend.

 

Nicht schlecht für eine Konferenz, oder?

  

Natürlich war das Hauptthema der Konferenz der kommende Krieg mit dem Iran. Richard Perle, der „Prinz der Finsternis“, lieferte die Hauptrede und die Schlussfolgerung: „Wenn die israelische Regierung zu dem Schluss kommt, dass es keine andere Wahl hat als in Aktion zu treten, dann wird die Reaktion der USA der Glaube in die Kraft sein, dass diese Aktion erfolgreich sein muss, selbst wenn die USA mit Israel unter der gegenwärtigen US-Regierung handeln muss.“

 

Was an diesen Worten seltsam ist? Die „einzige Supermacht der Welt“ wird den „Glauben“ an die Aktionen eines regionalen Landes haben und falls nötig mit ihm handeln. Nicht umgekehrt. Da fragt man sich, wer von den beiden die einzige Supermacht ist, oder?

 

Egal – falls noch irgendjemand IRGENDWELCHE Zweifel hat, dass das Imperium den Willen des amerikanischen Volks ignorieren wird, wie es das mit der Wahl und beim letzten Angriff auf den Iran zum Ausdruck gebracht hat, so wird diese Konferenz alle Zweifel beseitigen. Daneben gibt es andere Hinweise und Warnungen. Neben zwei Flugzeugträgergruppen vor den iranischen Küsten werden AWACS-Flugzeuge und militärische Ausrüstung in die Türkei verfrachtet und eine Luftbrücke aus C-17 Frachtern liefert Waffen an die Siniora-Regierung im Libanon und in den Irak werden Streitkräfte gebracht, die die eingegrabenen US-Streitkräfte vor einer schiitischen Revanche verteidigen sollen.

 

Wie sieht es mit der Mehrheit der Demokraten im Kongress aus? Nancy Pelosi, die Sprecherin im Repräsentantenhaus, räumte alle Zweifel über ein Handeln aus, als sie bei der AIPAC-Konferenz 2006 sagte:

 

Die größte Bedrohung für Israels Existenzrecht kommt heute aus dem Iran, mit der Aussicht auf verheerende Gewalt. Zu lange haben die Führer beider politischer Parteien in den Vereinigten Staaten nicht annähernd genug getan, um die Russen und die Chinesen zu konfrontieren, die den Iran ausgerüstet haben, der mit der Entwicklung seiner Nuklear- und Raketentechnik weitermachte. Die Weiterverbreitung stellt für Israel und Amerika eine eindeutige Gefahr dar. Sie muss durch eine internationale Koalition gegen Weiterverbreitung konfrontiert werden, mit einem Engagement und einer Koalition, die so stark ist wie unser Engagement für den Krieg gegen den Terror.“

 

Übrigens – Hillary Clinton, die Kandidatin für die Präsidentschaftsnominierung der Demokraten, ist mehr Neokon als manche Republikaner, was den Iran anbelangt:

 

Machen wir uns über die heutige Bedrohung nichts vor: Ein nuklearer Iran ist eine Gefahr für Israel, für seine Nachbarn und darüber hinaus. Die pro-terroristische, anti-amerikanische und anti-israelische Rhetorik unterstreicht nur die Gefahr die sie darstellen. Die US-Politik muss eindeutig und einstimmig sein. Wir können und dürfen dem Iran nicht erlauben, Nuklearwaffen zu bauen oder zu erwerben. Um das zu verhindern, brauchen wir kräftigere und öffentliche Unterstützung aus China und Russland, und wir müssen so schnell wie möglich Sanktionen durch die Vereinten Nationen beschließen. Und wir dürfen keine Option ausschließen, um eine klare Botschaft an die iranische Führung zu senden – dass ihnen nicht erlaubt werden wird, Nuklearwaffen zu erwerben.“

 

So viel zum Willen des amerikanischen Volks. Wie Justin Raimondo in seinem jüngsten Artikel auf antiwar.com über den kommenden Krieg ausgerufen hat – ist Demokratie nicht wunderbar?!

 

Rechnet also mit einem weiteren imperialen Aggressionskrieg, einem Erdölpreis von über $100 und Ölknappheit, einer explodierenden Inflation, Arbeitsplatzverlusten, stagnierenden Immobilienmärkten und Börsen und Staats- und Regierungsschulden, die sogar Reagan stolz gemacht hätten. Und viele tote Amerikaner (von den Iranern reden wir ja gar nicht, oder?) Aber keine Sorge: es wird genügend in China hergestellte US-Flaggen zum Wedeln geben!

 

Und da sind wir jetzt, zehn Jahre später. 10 Jahre habe ich gedacht, dass meine Vorhersage über einen US-Angriff auf den Iran mein größter analytischer Fehler meiner Karriere gewesen sei. Jetzt hoffe und bete ich, dass das so bleibt und ich nicht recht bekomme. Aber es sieht ganz so aus, als würde sich meine Vorhersage bestätigen.

 

Zwei Monate nach meiner Warnung über das Risiko einer US-Aggression gegen den Iran habe ich einen anderen Artikel veröffentlicht, in dem ich zeigen wollte, dass der Iran so viele „asymmetrische Optionen“ besitzt, dass sie einen Krieg gegen den Iran nicht gewinnen können. Dieser Artikel ist jetzt überholt, aber wen es interessiert, er ist hier:

http://vineyardsaker.blogspot.de/2007/07/irans-asymmetrical-response-options.html

 

Lasst mich nur meine Schlussfolgerungen wiederholen:

 

Abschließend erkennen wir, dass der Iran gar nicht groß handeln muss, damit das Imperium für einen kurzen und begrenzten Angriff bezahlen wird. Den Angriff auszusitzen und die Neokons den politischen Preis für ihre Narretei bezahlen zu lassen, das wäre die wahrscheinlichste Antwort des Iran. Im Fall eines längeren und größeren imperialen Kriegs gegen den Iran könnte der Iran aus einer breite Palette an „asymmetrischen“ Optionen auswählen, nichts davon beinhaltet eine Sperrung der Straße von Hormus oder die Jagd auf US-Flugzeugträger im Persischen Golf.

 

In jedem Szenario würde die Zeit für den Iran arbeiten, während dem Imperium sehr schnell die Optionen ausgehen würden, um ein annehmbares Ergebnis zu erzielen.

 

Dieser Mangel an machbarer „Exit-Strategie“ würde das unter Zeitdruck stehende imperiale Oberkommando ganz rasch dazu bringen, den Einsatz von Nuklearwaffen in Erwägung zu ziehen, damit man nicht in eine sich rapide verschlechternde Situation gerät. Jeder tatsächliche Einsatz von Nuklearwaffen würde in einem allgemeinen Zusammenbruch des gesamten Neokon-Imperiums münden, in einem Ausmaß, wie wir es 1991 beim Zusammenbruch der Sowjetunion gesehen haben. Mit anderen Worten: es gibt keine möglichen Sieger-Szenarien für eine imperiale Aggression gegen den Iran.

 

Wie schon erwähnt, dieser Artikel ist überholt. Er ist überholt, weil der Iran seit 2007 nur stärker geworden ist, während die USA viel, viel schwächer geworden sind. Die USA wurden nicht nur in Syrien besiegt, aber die Wahl von Trump hat zum jetzigen Zeitpunkt eine solche innere Krise in den USA ausgelöst, dass sie gar keine Außenpolitik mehr haben und die verschiedenen Abteilungen der US-Regierung tun im Grunde was sie wollen. Was Trump anbelangt, der ist zum „billigen Flittchen“ („punk-ass bitch“) von AIPAC geworden (entschuldigt meine Kraftausdrücke, aber mir fallen keine Wörter ein, die den Status von Trump besser ausdrücken könnten).

 

Somit ist die große Frage offensichtlich: Ist das nur Heißluft, oder wird es Krieg geben?

 

Auf die Gefahr hin, dass sich meine vielleicht falsche Prognose von 2007 verstärkt, sage ich ja, die USA werden den Iran wahrscheinlich angreifen. Da die Chance gleich NULL ist, dass der Iran auf die jüngsten US-israelischen Drohungen nachgibt, wäre ein Nichtangriff auf den Iran ein großer Gesichtsverlust und eine Erniedrigung für Trump uind seoine Neokon-Herren. Daher werden die USA wieder einmal in den Krieg ziehen, nicht aus vernünftigen Gründen, sondern nur weil Bibi Netanyahu Trump „in der Tasche hat“ und Israel die USA „in der Tasche hat“. Ja, meine lieben Amerikaner, weit davon entfernt, das „Land der Freien und die Heimat der Tapferen“ zu sein, sind die USA eine untertänige Kolonie eines winzigen Staats im Nahen Osten, der gleichzeitig auch der letzte offiziell rassistische Staat auf dem Planeten ist. Was euch weder tapfer noch frei macht. Bedaure!

 

Die einzige gute Nachricht ist, wenn die Neokons einmal gescheitert sind, dann werden sie einen höllischen politischen Preis dafür bezahlen. Schon klar, ihr Plan ist ja gar nicht zu gewinnen. Was sie wollen: Dem Iran so viel Schaden zufügen wie möglich (so wie sie es mit dem Libanon und Gaza gemacht haben), so viele Iraner wie möglich zu töten, so viel der iranischen Infrastruktur zu zerstören wie sie können, bevor sie Trump fallen lassen und ihm die ganze Schuld geben. Ihre Hoffnung ist, dass die US-Ziomedien dann Trump aufknöpfen, weil der einen nicht gewinnbaren Krieg gegen den Iran angefangen hat, während sie, die Neokons, sich heimlich davonstehlen und Trump alles abbekommt. Trump wird abgesetzt werden, wandert womöglich ins Gefängnis, während Bibi Netanyahu entweder wiedergewählt wird oder seinen Nachfolger ernennt. Sollen sich doch die Goyim gegenseitig umbringen, während wir die Ernte von all dem einstreichen.

 

Tob shebbe goyim harog, stimmt's? („Töte die besten Nicht-Juden“)

 

Wird das funktionieren?

 

Vielleicht. Ich werde nie den Fehler begehen und die Dummheit und Ignoranz der hirngewaschenen Menschen unterschätzen, die unsere Gesellschaft so wunderbar züchtet. Aber ich möchte hinzufügen, dass dieser Plan auch ein großes Risiko birgt: wenn im Zeitalter des noch nicht ganz von Big Brother kontrollierten Internets das amerikanische Volk schließlich die Punkte verknüpft und herausfindet, dass sie für eine kleine Clique rassistischer Zionisten, die sie verachten, viele Krieg gefochten und verloren haben, dann gibt es die reale Möglichkeit einer riesigen Gegenreaktion gegen die passend als Zionist Occupation Government (ZOG) bezeichnete Regierung, was wiederum eine Pandorabüchse an Fragen öffnen könnte, darunter, was am 11. September wirklich geschah.

 

Aber das ist höchstens eine weit entfernte Möglichkeit.

 

Was wir gegenwärtig sehen, ist eine langsame aber stetige Bewegung hin zu einem US-Angriff auf den Iran.

 

Was die Iraner anbelangt, mein Herz ist bei ihnen und ich tröste mich mit der Tatsache, dass religiös sind und verstehen, dass es weitaus wichtiger ist, wie man lebt und wofür, als wie lange man lebt. Ich habe gesehen, dass Präsident Rouhani gelassen erklärte, dass Trumps Rede „ein Haufen von Kraftausdrücken und wahnhafter Vorwürfe“ war. Er hat recht.

 

Kein Land ist jemals bereit für Krieg. Außer man ist der Aggressor, natürlich. Aber der Iran ist heute in sehr viel besserer Verfassung als vor 10 Jahren, nicht nur sozial, politisch, ökonomisch und militärisch, sondern auch aus strategischer Sicht: die USA haben gerade in Syrien verloren und niemand im Nahen Osten glaubt noch die Mär von der „unbesiegbaren Supermacht“, genauso wenig wie an das Märchen von der „unbesiegbaren Tsahal“ (Anm.d.Ü.: die israelischen „Verteidigungs“-Kräfte).

 

Hassan Nasrallah hat jenen Juden, die erst vor kurzem nach Israel gezogen sind, empfohlen, so schnell wie möglich zu verschwinden bevor der nächste Krieg ausbricht. Auch er hat recht. Die Iraner sind nicht dumm, sie wissen, dass der bevorstehende US-Angriff auf den Iran von Israel angeordnet wurde. Das ist kein großes Geheimnis, die Israelis betteln seit Jahren danach. Ein iranischer Gegenschlag auf Israel ist daher nur logisch.

 

Die unvermeidliche US-Niederlage gegen den Iran wird die Niederlagen in Syrien, Afghanistan und im Irak wie kleinere Enttäuschungen aussehen lassen. Wenn ihr es noch nicht gelesen habt, besorgt euch eine Kopie des Romans „Twighlight's Last Gleaming“ von J.M.Greer, das ich hier besprochen habe ( https://thesaker.is/book-review-twilights-last-gleaming-by-j-m-greer/ ). Darin wird ausgezeichnet und auf unterhaltsame Weise erklärt, wie ein ausländisches militärische Desaster den völligen Kollaps des AngloZionistischen Imperiums verursachen kann und sogar das Auseinanderbrechen der Vereinigten Staaten.

 

Heute Abend bin ich traurig, angewidert und, ja, verängstigt. Es besteht immer noch die Möglichkeit, dass es sich hier nur um die alltägliche Überheblichkeit handelt, verbunden mit der typischen zionistischen Arroganz, die weltweit berühmt ist. Aber Wort und Gedanken besitzen ihre eigene Macht und heute Abend hat Donald Trump mit Sicherheit eine lange Liste von Kraftausdrücken und Wahnvorstellungen ausgekotzt. Von dieser jüngsten Liste an Drohungen Abstand zu nehmen, das wird außerordentlich schwer sein, besonders wenn man kürzlich von den Nordkoreanern so lächerlich gemacht und schlimmer noch ignoriert wurden, die Trumps „mächtige Armada“ (aus guten Gründen) nie richtig ernst genommen haben.

 

So will ich auf meine eigene Art enden, was ich als eine Warnung an die Zionisten bezeichnen möchte: Bevor ihr euch mit den Persern anlegt, denkt sehr sorgfältig darüber nach, mit wem ihr euch da anlegt! Schaut euch an, was iranische Rapper über ihr Land zu sagen haben und versucht euch vorzustellen, was die Mitglieder der iranischen Streitkräfte und der Islamischen Revolutionsgarden über eure Drohungen denken. Seid ihr wirklich so sicher, dass ihr mit denen kämpfen wollt?!

 

Der Saker

 

 

Hör zu. Ich will dir meine Absicht mitteilen

Sie wollen meine Identität auslöschen

Die Geschichte des Landes der Arier

schreit solange bis wir kommen

Und jetzt ist die Zeit zum Zuhören gekommen

 

Der Iran ist mein Land

das Land, das nach 7000 Jahren

immer noch existiert

Und die Herzen der Iraner – so wie das Meer

Hört das, meine iranischen Landsleute, von YAS

auch ich stehe für mein Land wie ein Soldat

halte den Iran in deiner Hand wie einen Edelstein und sage

meine Klage wird wie ein Schuss losgehen

stehen wir zusammen und singen wir unsere Hymne

 

Meine Schwestern, meine Brüder, meine Iraner

Irans Zivilisation ist in Gefahr

Wir sind alle Soldaten unter einer Flagge

Wir erlauben keinem, über uns zu lügen

Für uns Iraner ist es unser Ruf

das Symbol von Farvahar um unseren Hals zu tragen

Unsere Einheit gegen den Feind ist der Grund für ihre Sorge

Irans Name ist eine Ehre für uns

und unser Respekt dafür ist wie ein Dorn in Auge derer

die ihn verletzen wollen

  • Wie der Durst des Weizenkorns nach Wasser

  • Wie die Feuchte des Regens, der Geruch der Erde

  • Wie du, reines Auge, wie das Gefühl seiner Erde, für dich

  • mein Land. Für dich zu singen liegt mir am Herzen

  • über mein Land zu singen, das ist mein Gefühl

  • Meine Liebe, die Erde diese Landes, der Iran!

Ihr wollt sagen, dass wir von Generationen von Barbaren abstammen?

Dann schaut euch mal Takht Jamshid an!

So zeigt ihr den Namen Iran

Damit ihr euren groß auf das Cover einer DVD schreiben könnt?

Ich schreibe meine Gedanken in mein Buch

ich weiß, warum ihr den Film „300“ gemacht habt

ich weiß, dass euer Herz aus Stein und Blei ist

 

Anstatt die Kunst zu benutzen, um eine Kultur des Friedens zu machen

in dieser empfindlichen Luft und vergifteten Atmosphäre

wollt ihr in trüben Gewässern fischen (profitieren)

Aber das sag ich euch in meiner Sprache

der Iran wird nie vergeudet und aufgeben

Gott hat euch zwei Augen zum Sehen gegeben

Schaut und lest die Bücher von

Saadi und Ibn-e-Sina, Ferdosi, Khayam oder Molana Rumi

die ganze Geschichte hindurch waren wir oben

Aber jetzt kann YAS nicht ruhig dasitzen und zulassen,

dass der Name Irans von ein paar Halunken beschmutzt wird

ich werde eure Absichten mit dem „Rasiermesser der Hoffnung“ zerfetzen

Wer seid ihr, das ihr über die Geschichte des Iran reden könnt?

 

Es war Kyros der Große, der den Frieden begann

und die Juden aus der Gefangenschaft Babylons befreite

Kyros der Große schrieb die erste Menschenrechtsverfassung

Darum schätze ich mit großem Stolz

den Iran. Die Geschichte meines Landes

Für die Erde dieses Landes, aus dem mein Körper stammt

In welchem Teil der Erde ihr auch leben mögt, meine Iraner

Und solange Blut durch eure Körper fließt

Gebt euch nicht zufrieden damit

dass euch jemand über euer Erbe zum Narren hält

Die Geschichte des Iran ist meine Identität

Iran – deinen Namen zu schützen ist meine gute Absicht.


http://stephenlendman.org/2017/10/nyt-american-pravda/

 

Die New York Times: Eine amerikanische Pravda

 

von Stephen Lendman, 12.10.2017

 

 

Amerikanische Pravda - so hat Project Veritas (PV) die NYT charakterisiert. PV ist eine Organisation, die öffentliches und privates Fehlverhalten aufdeckt.

 

Sie sagen, dass die NYT so arbeitet wie damals die sowjetische Pravda arbeitete (nicht wie ihr heutiges Gegenstück), sie bringt die ganze Zeit nichts als Propaganda und Fake News zu Fragen von größter Bedeutung, sie unterdrückt wichtige Wahrheiten und dient den imperialen und finanziellen Interessen.

 

Das selbsternannte „Leitmedium“ ist eine nationale Schande – es betrügt die Leser anstatt sie zu informieren.

 

PV hat ein heimlich gedrehtes Video produziert, das den Video-Redakteur für Zielgruppenstrategie der NYT präsentiert, Nick Dudich. Darin gibt der zu, dass die „Qualitätszeitung“ Inhalte manipuliert. Der Kommunikationsdirektor von PV sagt:

 

Das sind nicht unbedingt neue Erkenntnisse, denn ich denke wir wissen alle, dass so etwas geschieht. Es gibt Absprachen zwischen den sozialen Mediennetzwerken und den großen Medienfabrikaten.“

 

Dudich hat zugegeben, dass er seine Macht als Torwächter benutzt, um „auszuwählen, was rausgeht und was nicht“ und damit seine Freunde in Silicon Valley zu schützen und fügte hinzu:

 

Angenommen, wir würden etwas Negatives über Facebook schreiben … Wir haben tatsächlich gerade ein negatives Video über Facebook gemacht, und ich habe entschieden, es dort zu platzieren wo es nicht so schadet.“

 

Wir haben sie (die NYT) dabei erwischt wie sie es zugeben,“ sagt PV. „Wenn sie sich mit YouTube (absprechen) … dann ist das uneheliche Kind dieser Beziehung Fake News. Wir werden über die NYT noch mehr erfahren.“

 

Earnest Pettie von YouTube spricht sich mit Dudich ab, 'wir treiben ihre Videos nach oben,' sagte er. „Ich denke, er ist einer der Leute, die mehr Wissen über YouTube haben als wahrscheinlich alle anderen die ich kenne.“

 

Die NYT profitiert von der Beziehung mit YouTube, ihre Videos vervollständigen ihre Berichterstattung.

 

Der Gründer von Project Veritas, James O'Keefe, stellt die Frage, welche Nachrichtenquellen YouTube als „legitim“ betrachtet und sagt:

 

Falls der Konzern als Nachrichtenfirma arbeitet, dann „muss er die Vergehen „seiner“ Nachrichtenpartner beantworten.“

 

Ein weiteres heimlich gedrehtes Video von PV zeigt Dudich wie er sagt, dass er für Hillarys Wahlkampf gearbeitet hat und fügt hinzu, dass er nicht zur NYT gegangen ist „um objektiv zu sein“.

 

In ihrem Bericht über die amerikanische Pravda beschuldigt PV das Qualitätsblatt, soziale Medien auszunutzen und die Nachrichten zu manipulieren.

 

Für die regelmäßige Leser meiner NYT-Kritiken kommt das nicht überraschend. Aufgabe der Medien ist es, die Konsumenten umfassend und akkurat über die wichtigen internationalen und nationalen Themen zu informieren.

 

Die dauerhafte Desinformation der NYT, ihre Fake News und die Großen Lügen verletzen die Kernprinzipien des Journalismus. Verlässliche unabhängige Medien sind die einzige legitime Quelle für die wahren Dinge.

 

Die New York Times und andere Medien-Schurken führen eine Krieg gegen die Wahrheit, verteidigen das nicht zu Verteidigende und unterstützen das, was verdammt werden sollte.

 

Sie sind Instrumente der Staatspropaganda, gewissermaßen die Hausorgane Washingtons, Lügenmaschinen.

 

Die NYT arbeitet als eigentliches Propagandaministerium, verdreht die Realität, führt einen Zeitungskrieg gegen Russland und andere souveräne, unabhängige Nationen und unterstützt die imperialen Kapitalverbrechen.

 

Project Veritas wird neue Sachen bringen, darüber wie dieses Druckerzeugnis seine Leser betrügt.


 

https://libertyblitzkrieg.com/2017/10/12/empire-destroying-wars-are-coming-to-america-under-trump-part-3/

 

Unter Trump kommen Kriege nach Amerika, die das Imperium zerstören werden – Teil 3

 

von Michael Krieger, 12.10.2017

 

 

 Mark Aurel: „Das Universum ist Wandel, das Leben ist Einbildung.“

 

 

Die ersten beiden Teile dieser Serie konzentrierten sich darauf, wie Trump-spezifische Faktoren das amerikanische Imperium in eine weitere Serie närrischer und zerstörerischer Kriege führen könnten. Teil 1 diskutierte meine Besorgnis bezüglich der Anerkennung des Iran-Deals und auch Trumps zunehmende Behaglichkeit mit Senator Tom Cotton, dem anscheinend beim Einsatz von Gewalt einer abgeht. Teil 2 hat betrachtet, wie Trump womöglich seine Krieg mit der Schaffung eines Umfelds aus geiferndem und künstlichen Patriotismus verkauft. Und ich habe darüber spekuliert, dass die Konzernmedien sich hinter Trump versammeln könnten, wenn das Ziel seiner Aggression der Iran ist.

 

Der heutige Beitrag ist etwas anders. Die vorherigen Beiträge konzentrierten sich auf Trump-spezifische Betrachtungen darüber, wie sich Amerikas kommende militärische Fehler entwickeln könnten, aber ich will eines klarstellen. Trump trägt zwar für die militärischen Abenteuer im Ausland seine eigenen Risiken, aber das Ganze ist viel größer als Trump.

 

In dem Schlamassel nach der Finanzkrise bin ich zu dem Schluss gekommen, dass sich das US-Imperium niemals aus eigener Kraft reformieren wird. Es steht einfach zu viel Geld und Macht auf dem Spiel und wir wissen bereits, dass die Oligarchen über dm Gesetz stehen, es gibt ein Zwei-Klassen-Justizsystem. Die größten Finanzkriminellen einer Generation sind mit ihren Taten nicht nur dem Gefängnis entgangen, sie wurden sogar reich dafür entlohnt. Die Wall Street hat schon die Obama-Regierung bestimmt und sie bestimmt jetzt die Trump-Regierung. Mir ist klar geworden, dass diese gesetzlosen Elite-Gauner und ihre Handlanger mit ihrer irren und unterdrückerischen Politik weitermachen werden bis das ganze Ding zusammenbricht. Ob Trump, Pence oder Hillary dieses Possenspiel anführen, es ändert nichts an der Richtung dieses Zuges. (Anm.d.Ü.: Volker Pispers lässt grüßen!)

 

Ich sage das weil ich nicht will, dass die Leute glauben, ich würde meinen, alles wäre in Ordnung wenn Trump nicht an der Macht wäre. Unsere Gesellschaft ist außerordentlich korrupt, wahnhaft und systematisch missbräuchlich. Die Öffentlichkeit hat kein Vertrauen mehr in unsere Institutionen und das aus gutem Grund. Unsere Institutionen existieren nur noch als Torwächter, um die räuberischen Gauner vor den Konsequenzen ihrer Taten zu schützen.

 

Der Grund, warum ich mich auf den Krieg konzentriere, der zu einer gefährlicheren Phase des imperialen Zusammenbruchs führen wird, ist, dass ich glaube, dass es wahrscheinlich so enden wird. Wenn ich mir so anschaue, wer in den USA an der Macht ist und Einfluss hat, dann sehe ich keine Menschen, die etwas aus den Lektionen Irak, Libyen und jetzt Jemen gelernt haben. Stattdessen sehe ich einen fortdauernden Konsens der Interventionisten, die nie damit aufhören, nach dem nächsten Ort für ihre Bomben zu suchen. Somit ist wahrscheinlich, dass sie sich für den falschen Kampf entscheiden und danach wird alles ziemlich schnell zerbröseln.

 

Ich denke, dass das wahrscheinlichste Ziel für eine solche Aggression unter Trump der Iran sein wird, aber dieser Zug wird nicht so laufen wie beim Irak-Krieg. Damals, 2003, hatte die US-Führung noch etwas Ansehen in der Welt und bei den eigenen Menschen. Nur zwei Jahre nach 9/11 wurde die amerikanische Regierung in der Welt von vielen noch als eine positive Macht angesehen. George W. Bush und seine Kumpel haben diesen guten Willen benutzt um ein Land zu zerstören, das uns niemals angegriffen hat und sie haben dabei Hunderttausende getötet. Noch schlimmer – die ganze Sache basierte auf Lügen und der Propaganda der Medien. Eineinhalb Jahrzehnte später sind die USA in zahlreiche andere ausländische Katastrophen verstrickt, aber keine davon so groß wie der Irak. Jeder neue größere Konflikt würde in einer Welt geschehen, in der die USA viel mehr verachtet werden als 2003.

 

Traurig das sagen zu müssen, aber im Verlauf des 21.Jahrhunderts hat sich die US-Regierung als ein korrupter Raufbold herausgestellt, nicht nur in der Welt draußen, sondern auch im eigenen Volk. Darüber hinaus sehen die an der Macht und mit Einfluss in Amerika nicht diese Realität, oder es ist ihnen egal. Es ist diese Art der abgehobenen Überheblichkeit, zusammen mit grassierender innerer Korruption, die der wahre Friedhof für Imperien ist. Ich denke, dass sowohl die Verbündeten als auch die Feinde genug davon haben und bei der richtigen Gelegenheit werden sie die USA absaufen lassen.

 

Wie ich in meinem Aufsatz „Bereitet euch auf den Aufprall vor – Dies ist der Anfang vom Ende des US-Imperiums“ erklärt habe:

 

Wie wird sich das alles abspielen? Offensichtlich weiß das niemand bestimmt, aber ich denke wir haben eine neue Periode der amerikanischen Geschichte betreten. Ich denke, dass es im Grunde für das amerikanische Imperium ein Überschreiten des Rubikon ist. Persönlich erwarte ich in naher Zukunft keine starke und sichtbare militärische Antwort Russlands. Ich glaube nicht, dass Putin den US-Medien und dem frisch ernannten Neokon Donald Trump einen Vorwand bieten wird, damit die irgend etwas echt verrücktes anstellen, etwas das sie im Gerichtshof der öffentlichen Meinung den Russen in die Schuhe schieben können. Ich denk Putin ist dafür viel zu gescheit. Ich denke eher, dass er hinter der Bühne alle möglichen Schritte unternehmen wird um Amerikas wirtschaftliche Macht zu schwächen. Und gleichzeitig wird er kleinere Provokationen machen, damit die Schwachköpfe in der US-Außenpolitik im Ausland weitere Fehler begehen, und die werden das mit Begeisterung annehmen.

 

Mit anderen Worten: Russland wird versuchen, die USA weiter in einer Region zu engagieren, wo echte Erfolge nicht möglich sind und während sich gleichzeitig die amerikanische Wirtschaft weiter verschlechtert. Denkt daran, dass die gegenwärtige sehr schwache wirtschaftliche „Erholung“ seit fast einem Jahrzehnt andauert. Dieser Zyklus ist in die Jahre gekommen und Russland muss sich eigentlich nur zurücklehnen, ein paar Schritte hinter dem Vorhang unternehmen und warten bis die USA unter ihren eigenen Überheblichkeit und Dummheit zusammenbrechen. Ich denke dass genau das passieren wird.

 

Die US-Führung ist so irre und ganz ehrlich dumm, dass sie denkt, dass die Antwort auf schwere Bedrohungen aus dem Ausland noch mehr Aggression ist. Das genaue Gegenteil ist richtig. Ich bin der Ansicht, dass China und Russland sich zurücklehnen und nur darauf warten, dass die USA im Ausland etwas historisch Blödsinniges unternehmen.

 

Viele Amerikaner haben Trump in der Hoffnung gewählt, dass er so ein Szenario vermeiden würde, aber dieser Optimismus sieht zunehmend unangebracht aus. Und so erwarte ich in den kommenden Jahren einen großen militärischen Fehler, der eine Kettenreaktion auslösen wird, die am Ende dem US-Imperium einen riesigen und sehr öffentlichen Schlag versetzen wird. Mit anderen Worten: wer noch zehn Jahre zu leben hat, der wird eine Periode des rasanten Niedergangs des Landes erleben wie wir es kennen.

 

Wenn ich auch glaube, dass so ein Zusammenbruch extrem wahrscheinlich ist, so bedeutet das nicht, dass die Antwort darauf ist, sich verängstigt in die Ecke zu kauern wenn es losgeht. Besser ist es, die Risiken zu verstehen, dann ist man besser vorbereitet, um die kommende Zeit zu überstehen und damit eine Grundlage zu schaffen, um eine chaotische und gefährliche Situation in etwas Positives zu verwandeln.

 

Darum sei ein besserer Mensch. Versuche denen zu helfen die es nötig haben. Verbreite die Ideen zur Dezentralisierung und wirb für eine weltweite Bewegung, weg von den zentralisierten, autoritären Strukturen, wo immer und wann immer möglich. Die Zukunft ist das was wir daraus machen und die Zukunft kann sehr vielversprechend sein. Um eine bessere Welt zu schaffen, brauchen wir eine Bevölkerung bei Besinnung, die auf anständigem Benehmen beruht. Und es gibt keine besseren Ort dafür, als bei sich selbst anzufangen.


https://libertyblitzkrieg.com/2017/10/11/empire-destroying-wars-are-coming-to-america-under-trump-part-2/#more-48040

 

Unter Trump kommen Kriege nach Amerika, die das Imperium zerstören werden – Teil 2

 

von Michael Krieger, 11.10.2017

 

 

KRIEG ist ein verlogenes Geschäft. War es schon immer.

 

Wahrscheinlich ist es das älteste, mit Leichtigkeit das einträglichste und mit Sicherheit das bösartigste. Es ist in seinem Umfang das einzige internationale. Es ist das einzige, wo die Profite in Dollar gemessen werden und die Verluste mit Leben.

 

Ein verlogenes Geschäft lässt sich am besten dadurch beschreiben, so glaube ich, dass es etwas ist, was für die Mehrheit der Menschen nicht als das erscheint was es ist. Nur eine kleine Insider-Gruppe weiß um was es geht. Es wird zum Nutzen von sehr Wenigen durchgeführt, auf Kosten der Vielen. Ein kleiner Haufen Menschen zieht aus dem Krieg riesige Reichtümer Generalmajor Smedley Butler, War is a Racket (1935)

 

In meinem gestrigen Beitrag „Empire Destroying Wars are Coming to America Under Trump – Teil 1“ habe ich meine Sicht erläutert, dass Präsident Trump trotz seiner Wahlkampf-Slogans von „America First“ die Nation wahrscheinlich in große neue Krieg verwickeln wird, die einem chaotischen und gefährlichen Kollaps des US-Imperiums vorausgehen. (Anm.d.Ü.: siehe: https://www.theblogcat.de/übersetzungen/trumps-kriege-teil-1/ )

 

Meine Sicht basiert auf seinen Handlungen seit er ins Amt kam und auch auf den blutrünstigen Kriegsfalken, die er zunehmend um Rat bittet, der Senator aus Arkansas, Tom Cotton, ist dabei der am beunruhigendste. Der heutige Beitrag wird sich damit beschäftigen, wie Trump versuchen wird, diese Kriege zu verkaufen. Und er wird auch die Rolle der Konzernmedien ansprechen, die sie wahrscheinlich bei der Rechtfertigung zukünftiger zerstörerischer Flächenbrände spielen.

 

Um zu verstehen, wie Trump versuchen wird, seine Basis für einen weiteren idiotischen Auslands-Konflikt hinter sich zu versammeln, muss man sich nur seine jüngste Besessenheit mit der Aufstachelung von falschem Patriotismus mit der Kontroverse über die Nationalhymne bei der NFL ansehen. Wie ich kürzlich in einem Beitrag angemerkt habe: Gedanken zu Trump, falschem Patriotismus und dem „Hinknien“:

 

Wenn ich mir Trumps Kommentare und Tweets zusammen anschaue, dann wird eine Sache glasklar: Trump versucht, Amerika neu zu definieren und was es aus künstlicher und hurrapatriotischer Sicht bedeutet, ein Patriot zu sein. Im Grunde bringt er seine Unterstützer dazu, zu denken, dass die Anbetung eines Stück Stoffs jene, die das Land lieben, von denen unterscheidet, die es hassen und zerstören wollen. Dass er das an einem Symbol festmacht, anstatt an den Ideen, die dieses Symbol repräsentiert, das erlaubt es seinen Anhängern zu glauben, sie seien Teil des „wir holen uns Amerika zurück“, während sie nicht im Entferntesten verstehen, worum es in dem Land eigentlich geht. Es ist wie beim Gewicht abnehmen: man darf alles fressen, man muss hernach nur alles rauskotzen. Trump konditioniert eigentlich seine Unterstützer, ihm zu folgen, während er die Verfassung wiederkäut, denn solange sie einem Stück Stoff oder einem Lied treu bleiben, solange ehren sie das Land. Patriotismus leicht gemacht.

 

Und deshalb ist das, was Trump hier tut, die gefährlichste Sache seit er Präsident geworden ist. Er benutzt eine Auseinandersetzung, die bereits existierte und spaltete, als ein Mittel um zu definieren, was Patriotismus in Amerika bedeutet. Es geht nicht mehr um Meinungsfreiheit, das Recht auf Privatsphäre und den ganzen Rest, sondern der Patriotismus dreht sich jetzt um ein Lied und eine Flagge. Es ist die gesellschaftliche Umarmung dieser Art von falschem Patriotismus, in der schreckliche Dinge passieren. Und ich hoffe, dass die meisten Trump-Wähler schlau genug sind um das zu erkennen.

 

Falls ihr es nicht bemerkt habt, Trump lässt diese Sache mit der NFL nicht los, und das macht mich nur überzeugter, dass ich auf der richtigen Spur bin. Wenn er seine eingefleischten Unterstützer und andere Teile der US-Bevölkerung davon überzeugen kann, dass Patriotismus so einfach ist wie die Flaggenverehrung gegen das Bekenntnis zu unseren Gründungsprinzipien, dann kann er sie sicher davon überzeugen, einen weiteren dummen Krieg zu unterstützen. Denn es wäre unpatriotisch, das nicht zu tun.

 

Genau aus diesem Grund habe ich mich vor zwei Wochen auf die NFL-Frage konzentriert. Ich halte es überhaupt nicht für ein Ablenkungsmanöver. Im Gegenteil, ich halte es für eine viel größere Kampagne, um Präsident Trump als Schiedsrichter dafür zu akzeptieren, was patriotisch ist und was nicht. Heute ist es das Aufstehen für die Nationalhymne, morgen geht es darum, ob du für oder gegen ein neues verrücktes Militärabenteuer bist. Er konditioniert vorweg seine Groupies, damit sie ihm in eine Katastrophe folgen und dabei auch noch ihrer eigenen Vernichtung zujubeln. Mike Pence war am Wochenende mit seiner billigen Nummer beim Spiel der Colts ein williger Teilnehmer an dieser Herstellung von falschem Patriotismus.

 

Tweet von Michael Krieger@LibertyBlitz:

Ersetze Flagge durch Verfassung, und du hast tatsächlich etwas mit Substanz gesagt“

 

Tweet von Michael Krieger@LibertyBlitz:

Diese Werbung für künstlichen Patriotismus ist sowohl widerlich als auch gefährlich“

 

Das wird Trumps Spiel sein. Bedenkt man seinen clownhaften und unleugbaren Betrug wenn es um wirtschaftlichen Populismus geht, so wird er sich zunehmend auf den Kulturkrieg konzentrieren und zuletzt auf echten Krieg.

 

Um einen Krieg erfolgreich zu verkaufen, wird Trump zusätzlich zur passiven und geifernden Basis aus falschen Patrioten noch etwas anderes benötigen. Er wird auch die Konzernmedien brauchen. Ich weiß, ich weiß, die Medien hassen Trump, stimmt's? Sie werden auf keinen Fall einen Krieg unterstützen den Trump auslöst, hör ich euch sagen. Leider muss ich hier widersprechen.

 

In der Kriegsfrage haben sich die Konzernmedien als feige, blutdürstige Kriecher vor dem Establishment der Außenpolitik erwiesen, egal wer im Oval Office sitzt. Ich befürchte, dass das auch so sein wird wenn es um Trump geht, vor allem wenn der Iran zum Hauptziel hirnloser imperialer Aggression wird.

 

Um zu verstehen, wie schamlos und unehrlich die Konzernmedien Kriege unterstützen, die auf totalen Erfindungen basieren, schaut euch ein paar Kommentare von Chris Hedges in einem Interview an, das ihr unbedingt lesen müsst:

https://www.truthdig.com/articles/elites-no-credibility-left-interview-journalist-chris-hedges/

 

Während der Vorbereitung zum Irak-Krieg war ich im Investigativ-Team der New York Times. Ich war in Paris stationiert und berichtete über AlQaeda in Europa und im Nahen Osten. Lewis Scooter Libby, Dick Cheney, Richard Perle und vielleicht jemand aus einem Geheimdienst würden jede Story bestätigen, die die Regierung voranzutreiben versuchte. Die journalistischen Regeln der Times besagen, dass man etwas mit nur einer Quelle nicht bringen kann. Aber wenn man drei oder vier angeblich unabhängige Quellen hat, die die gleiche Sichtweise bestätigen, dann kann man es bringen, und so haben sie es gemacht. Das Blatt hat keine der Regeln verletzt, die man an der Columbia Journalistenschule lehrt, aber alles was sie geschrieben haben war eine Lüge.

 

Das ganze Vorgehen war eine Farce. Das Weiße Haus würde eine erfundene Geschichte an Judy Miller oder Michael Gordon durchsickern lassen, und dann geht das in die Talk Shows und es heißt: „wie die Times berichtete...“ Das gab diesen Lügen einen Anstrich von unabhängigem und seriösem Journalismus. Das war ein massives institutionelles Versagen, eines wie es das Blatt noch nie erlebt hat.

 

Haben wir irgendeinen Beweis dafür, dass sich die New York Times oder die Washington Post geändert haben? Ich sage nein, und ich wäre in keinster Weise überrascht, wenn sie sich zum Iran kriegstreibend hinter Trump stellen. Unterm Strich sind sie gar nicht so sehr gegen Trumps Politik, eher gegen seinen persönlichen Stil und sein Gebaren. Sie hätten für den Status Quo lieber einen aalglatten Verkäufer wie Barack Obama im Weißen Haus – einen charismatischen Vollstrecker, einen Mann, der am einen Tag die Wall Street-Vorstände als überbezahlte Topmanager bezeichnet und am nächsten Tag freizügige, Billionen-schwere Rettungsschirme aufspannt. Dem Establishment der Außenpolitik läuft seit Jahrzehnten das Wasser im Mund zusammen, wenn der Iran an der Reihe ist, und wenn Trump da rein geht, dann vermute ich, dass die Konzernmedien ihm enthusiastisch jubelnd in die Schlacht folgen werden.

 

Der heutige Beitrag hat diskutiert, wie Trump meiner Meinung nach seine Krieg verkaufen wird. Und er erläuterte die Möglichkeit, dass die Konzernmedien ihm letztendlich dabei folgen werden. Der morgige Beitrag wird sich damit beschäftigen, warum ich glaube, dass alle größeren Krieg unter Trump einen Zusammenbruch des US-Imperium beschleunigen werden. Ein Niedergang, den wir als äußerst wahrscheinlich und gefährlich akzeptieren müssen, aber auch als etwas, das einmal in einer Generation Gelegenheiten für einen sinnvollen und positiven Wandel bieten könnte


https://libertyblitzkrieg.com/2017/10/10/empire-destroying-wars-are-coming-to-america-under-trump-part-1/

 

Unter Trump kommen Kriege nach Amerika, die das Imperium zerstören werden – Teil 1

 

von Michael Krieger, 10.10.2017

 

 

Es gibt eine Reihe von Gründen, warum Trump-Unterstützer im November so gewählt haben, aber ein Grund, den viele so anziehend fanden, war der Gedanke, dass seine Administration von dem Leitsatz „Amerika zuerst“ angetrieben wird. „Amerika zuerst“ bedeutete für viele Menschen verschiedene Dinge, die ganze Skala vom wirtschaftlichen Populismus und der Einwanderung bis zur Vermeidung barbarischer und kostspieliger Kriege in Übersee. Der Teil mit dem wirtschaftlichen Populismus war vom ersten Tag an eine große Sache, ein Betrug, der nicht zu leugnen war (so wie wir es unter Obama erlebt haben), sobald er damit anfing, lebenslange Sumpfbewohner, Milliardäre und Goldman Sachs-Partner in seine Regierung aufzunehmen. Ganz gleich wen man wählt – Wall Street regiert das Imperium, Trump hat das wieder einmal bewiesen.

 

Die massive Hinwendung zu den zerstörerischen Kriegen im Ausland dauert etwas länger, aber die Anzeichen dafür sehen wir schon seit längerer Zeit. Ich habe mehrere Artikel dazu veröffentlicht, der populärste dazu trug den Titel „Prepare for Impact – This is the Beginning of the End for U.S. Empire“

(Anm.d.Ü.: „Bereitet euch auf den Aufprall vor – Dies ist der Anfang vom Ende des US-Imperiums“ siehe Archiv April, Nr.19): https://www.theblogcat.de/archiv/april-2017/

 

Hier ein Auszug:

 

Das ist nicht die Art von Dingen, die man in einer selbstbewussten, tapferen und zivilisierten Nation sieht, es sind die Sachen, die man an ihrem Ende erwartet. Es sind die Dinge der feigen Kriegshetzer, der verlogenen Feiglinge, einer völlig durchgeknallten und sehr gefährlichen Presse. Die Zeichen sind überall: der imperiale Niedergang wird sich in den kommenden Jahren rasch beschleunigen...

 

Ihr könnt mehr davon erwarten, da das US-Imperium in seine verheerendste Phase des Zusammenbruchs eintritt. Denkt darüber nach, was das für euch und eure Familien bedeuten wird und bereitet euch entsprechend vor.

 

Wenn ich vergleiche, wen Trump zur Zeit als Berater hat und an wen er sich annähert, dann lässt die Zukunft nichts Gutes ahnen. Das trifft besonders auf das iranische Nuklearabkommen zu. Egal was man von Außenminister Rex Tillerson und Verteidigungsminister James Mattis hält, die beiden sehen wie die vernünftigsten Menschen auf Erden aus, verglichen mit den Anderen, denen sich Trump zuwendet. Ich habe das gerade auf Twitter angedeutet:

 

Tweet von Michael Krieger@LibertyBlitz:

Ihr glaubt, Tillerson und Mattis sind schlecht? Wartet, bis Cotton und Haley Verantwortung tragen. Es kommen Kriege, die das Imperium zerstören werden. – Oct 10, 2017

 

Ich glaube, dieses Schlüsselereignis wird die Grundlage für eine desaströse Konfrontation mit dem Iran bilden, es wird Trumps mit Spannung erwartete Ankündigung sein, dass das iranische Nuklearabkommen gegen US-Interessen verstößt. Das wird nicht sofort das Abkommen beenden oder zu neuen US-Sanktionen führen, aber es wird der erste Schritt in diese Richtung sein. Eine Richtung, die nach meiner Meinung letztendlich zu einer ähnlichen US-Aggression gegen den Iran führen wird wie gegen den Irak. Nur dass diese Fehlkalkulation noch desaströsere Folgen für das amerikanische Imperium haben wird.

 

Bevor wir damit weitermachen, ist es wichtig zu verstehen, was im Bezug auf den Iran vor sich geht und wer Trump jetzt in der Außenpolitik ins Ohr flüstert. Fangen wir mit einer Melodie aus einem kürzlichen Artikel in der New York Times an:

 

Präsident Trump wird voraussichtlich seine obersten Nationalen Sicherheitsberater überstimmen und die Bestätigung des iranischen Nuklearabkommens ablehnen. So heißt es von Personen, die über die Angelegenheit informiert wurden. Eine Entscheidung, die wieder eine offene politische Debatte über den Iran öffnen würde, die aber vermutlich den von der Obama-Regierung ausgehandelten Meilenstein-Deal an Ort und Stelle belassen würde.

 

Sollte er sich weigern, die Befolgung durch den Iran anzuerkennen, dann würde Mr. Trump im Grunde die Sache an den Kongress übergeben, um zu entscheiden, ob wieder wirtschaftliche Strafsanktionen eingeführt werden. Selbst unter Republikanern scheint es, zumindest für den Moment, darauf keine große Lust zu geben.

 

Wenn Trump nicht auf Tillerson und Mattis hört, auf wen hört er dann?

 

Der Kongress wird entscheiden müssen, ob wieder Sanktionen beschlossen werden, was das Abkommen zunichte machen könnte. Oder mit der Aussicht darauf, den Iran – und die anderen Vertragspartner – zu zwingen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und Änderungen zu dem Abkommen zu beschließen.

 

Das ist der von Senator Tom Cotton (Republikaner aus Arkansas) favorisierte Ansatz, der sich zum führenden Hardliner gegen den Iran entwickelt hat und eng mit dem Weißen Haus in der Ausarbeitung seiner Strategie zusammenarbeitet. Am Donnerstag traf sich Mr. Cotton mit Mr. Trump, um über den Iran und andere Fragen zu reden.

 

Der Kongress und der Präsident arbeiten zusammen und sollten festlegen, wie der Deal verändert werden muss, und wenn nicht, welche Konsequenzen der Iran tragen muss“, sagte Mr. Cotton in einer Rede am Dienstag vor dem Council on Foreign Relations. Eine Wiederaufnahme der Sanktionen wäre ein 'Schritt in die Vergangenheit'.

 

Der Vertrag ist auch innerhalb der Regierung umstritten. Außenminister Rex W. Tillerson und Verteidigungsminister Jim Mattis haben Mr. Trump dazu gedrängt, nicht aus dem Vertrag auszusteigen, zum Teil deswegen, weil das dem Iran erlauben würde, sofort mit der Produktion von Uran und Plutonium zu beginnen, und nicht erst nach 13 Jahren, wie in dem Vertrag festgelegt.

 

Aber Mr. Trump, der den Vertrag bereits zweimal bestätigt hat, hat seine Berater gewarnt, dass er das nicht noch einmal tun werde. Das Ergebnis ist, dass die Regierung nach Wegen sucht, dem Iran vorzuwerfen, dass sie den „Geist“ des Abkommens verletzen würden, selbst wenn sie die Inspektionskriterien erfüllt haben. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA sagte, dass der Iran die Bedingungen erfüllt. Wenn es zu kleineren Verstößen kam, so wurde das schnell abgestellt.

 

Tom Cotton ist einer der gefährlichsten Kriegsfalken, die es heute in Amerika gibt. Ja, der Kerl ist so verrückt, dass ich schon seit Jahren auf Twitter vor ihm warne. Da die meisten von euch das vermutlich nicht mitbekommen haben: nehmt euch die Zeit und lest den folgenden Artikel, der 2015 in Alternet veröffentlicht wurde: „10 erschreckende Tatsachen über den GOP-Senator Tom Cotton“

https://www.alternet.org/news-amp-politics/10-horrifying-facts-about-gop-senator-tom-cotton

 

Eigentlich sollten wir weitermachen und diese Liste erweitern, denn damals wurde noch gar nicht erwähnt wie Cotton behauptet hat, dass die USA ein Problem mit „zu wenig Inhaftierten“ habe, selbst wenn die USA nur 5% der Weltbevölkerung haben, aber 25% aller Gefängnisinsassen. Was für ein pfundiger Typ.

 

Scherz beiseite, Tom Cotton ist vielleicht die gefährlichste Person im gesamten US-Senat (was viel bedeutet). Daher ist die Tatsache extrem gefährlich, dass er mit Trump bei der Außenpolitik auf einer Linie liegt. In der Tat ist er so einflussreich geworden, dass Politico vor kurzem ein ausführliches Interview mit ihm gemacht hat, in dem er seine Positionen verdeutlicht hat. Hier ein paar Höhepunkte:

 

Dies ist ein Moment der Wahrheit für Präsident Trumps nationales Sicherheitsteam. Er ist dazu bereit, diese Woche den Außen- und den Verteidigungsminister im iranischen Nuklearabkommen zu überstimmen, zu erklären, dass es nicht mehr im „nationalen Interesse“ der USA liegt, ganz im Gegenteil zu deren öffentlicher Position. Und wenn ihnen das nicht gefällt, so sagt Senator Tom Cotton, dann sollen sie gehen.

 

Cotton, der in den letzten Tagen Trump persönlich zu der neuen Iran-Strategie beraten hat, die er in dieser Woche bekanntgeben will, wollte nicht explizit sagen, dass entweder Außenminister Rex Tillerson oder Verteidigungsminister Jim Mattis tatsächlich zurücktreten sollten. Aber seine Bemerkungen waren nichtsdestotrotz ein schlagendes Eingeständnis über den gigantischen Riss, der sich im Team Trump zur Außenpolitik aufgetan hat.

 

Das Interview mit Cotton fand vor dieser jüngsten explosiven Wendung statt, aber schon da war klar, dass sich innerhalb der republikanischen Welt der Außenpolitik ein bedeutender Spalt aufgetan hatte.Ich habe mich am Donnerstag mit Cotton unterhalten, einen Tag nach Tillersons ungewöhnlicher Pressekonferenz, in der er Presseberichte dementierte, dass er an Rücktritt denke. Und nur wenige Stunden nachdem Cotton ins Weiße Haus zitiert worden war, um mit Trump in einem privaten Treffen im Oval Office die Iran-Strategie zu diskutieren. Im Interview hat Cotton nicht wirklich versucht, den Riss zu beschwichtigen oder die üblichen Versicherungen abzugeben um die Risse zu übertünchen. Als ich ihn direkt danach fragte, ob es Rücktritte geben würde, da sagte Cotton nicht, dass es keine geben würde, sondern nur dass er nicht glaube, dass das „unmittelbar“ bevorstehe.

 

Weil Cotton einer der wenigen republikanischen Senatoren ist, die die Außenpolitik genau verfolgen, die noch immer da sind, um Corkers ursprüngliches Engagement mit Trump mitmachen. Er beharrt darauf, dass es sich mit substantiellen Änderungen im Denken Trumps bezahlt gemacht hat, zu verschiedenen Themen wie dem Umgang mit Russland und der Fortsetzung des Krieges in Afghanistan.

 

Bis jetzt hat sich Trump davor gescheut, eine direkte Konfrontation mit den erfahrenen Köpfen einzugehen, die seine nationale Sicherheitspolitik managen. Aber der Iran-Deal scheint jetzt endgültig einen öffentlichen Bruch erzwungen zu haben.

 

Cotton, der sich in den letzten Tagen wiederholt mit Trump und anderen hohen Beamten im Weißen Haus beraten hat, scheint auf der Gewinnerseite zu stehen und schiebt Trump zur Annahme der Formel, die seine Administration jetzt beschlossen hat, nämlich sich zu weigern, den Iran-Deal im Kongress zu bestätigen, aber vorerst den Kongress nicht zu bitten, ihn durch die Einführung neuer Sanktionen zu sprengen. „Der Präsident macht sich über den Iran momentan Gedanken, wahrscheinlich mehr als über alles andere“, sagte Cotton und er sagt, dass er glaube, dass Trump den Schritt der Nicht-Bestätigung unternehmen wird, um damit „ein sehr wichtiges Signal an den Kongress und unsere EU plus Drei-Partner und den Iran zu senden, dass dieser Präsident diesen desaströsen Nuklear-Deal nicht hinnehmen wird.“

 

Cotton hielt vor dem Council on Foreign Relations eine längere Rede, am selben Tag an dem Mattis mit einer Aussage eine gegenteilige Meinung vertrat – und bald wurde dazu ein Tweet von einer anerkannten Hardlinerin in der Regierung verlinkt, der UN-Botschafterin Nikki Haley.

 

Ich bin froh, dass Nikki Haley erwähnt wird, denn sie ist eine richtig hochgradige Fanatikerin und ein blutrünstiger Neokon. Sie ist schon in der UN gefährlich genug, aber es geht das Gerücht um, dass sie am Ende Tillerson als Außenminister ablösen könnte. Jede Kombination von Cotton und Haley in noch höheren Ämtern im Einflussbereich von Trump garantiert mit Sicherheit weitere desaströse Krieg im Nahen Osten.

 

UN-Botschafterin Nikki Haley legt mit Drohungen nach, Kritik an Israel zu bestrafen

 

Die Stunde hat geschlagen und es steht euch frei, das zu ignorieren – auf eigene Gefahr hin. Jenseits dessen was ich in diesem Aufsatz erläutert habe, lautet eine Schlüsselfrage, wie Trump seiner Basis die kommenden Konflikte verkaufen wird. Und was werden die endgültigen Konsequenzen der kommenden Krieg sein? Ich habe vor, diese beiden Sachen morgen anzusprechen.

     


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Olivia Solon in bester Gesellschaft

 

Eva Bartlett antwortet auf eine Interview-Anfrage zu einer „Story“, die die Retter AlQaedas loben soll und Eva anschwärzen soll.

 

Hier die Korrespondenz:

 

Von: Olivia Solon <olivia.solon@theguardian.com>

 

Gesendet: 6. Oktober 2017

 

An: evakbartlett2017@gmail.com; evabartlettt@hotmail.com

 

Betreff: Interview-Anfragge – The Guardian

 

 

Hallo Eva,

 

ich habe von dir noch keine Antwort erhalten und wir planen, unsere Story am Montag, 9.Oktober zu veröffentlichen, über die Leute, die glauben, dass die White Helmets Terroristen (oder zumindest mit Terroristen verwickelt) und Propagandisten sind, die eine imperialistische Agenda verbreiten.

 

Du wirst in der Story erwähnt und ich hätte gerne deine Stimme dazu. Ich füge die Hauptteile der Story, in der du erwähnt wirst, unten ein. Es wäre großartig, wenn du darauf bis Sonntag, 8. Oktober 2017 18Uhr PT (in zwei Tagen) Punkt für Punkt antworten würdest. Wir werden sicherstellen, dass jeder deiner Kommentare sorgfältig in Erwägung gezogen wird. Solltest du bis Sonntag Abend nicht auf die einzelnen Punkte antworten, so werden wir auf der Grundlage weitermachen, dass du keinen Kommentar abgeben willst.

 

1.Dass du Teil einer Truther-Kampagne bist, die aufdecken will, dass die White Helmets Verbindungen zu Terroristen haben und ein Propagandagefährt sind, um eine US-imperialistische Agenda voranzutreiben – sie sind deiner Ansicht nach Teil einer Bewegung, die die syrische Regierung dämonisieren und destabilisieren will.

 

2.Dass du ein großes Online-Publikum anziehst, verstärkt durch hochgestellte Persönlichkeiten aus dem rechten Flügel und mit Auftritten im russischen Staatsfernsehen.

 

3.Die Syria Campaign (die die Arbeit der White Helmets bewirbt) behauptet, dass deine Arbeit Teil einer „Desinformationskampagne“ ist, die das Leben „friedlicher Menschenhelfer“ aufs Spiel setzt.

 

4.Du glaubst, dass Kinder in den Bildern der White Helmets recycelt werden (etwas, das Channel 4 News und Snopes angeblich widerlegt haben). Glaubst du das immer noch?

 

5.Dass die Kampagne gegen die White Helmets von einer von Russland unterstützten Propagandamaschine unterstützt/beworben wird, die dabei hilft, die öffentliche Wahrnehmung zugunsten von Assad zu formen und die Fragen über die Chemiewaffen-Angriffe stellen.

 

6.Dass du glaubst, dass Assad von den USA dämonisiert wird um einen Regimewechsel zu erreichen.

 

Ich habe auch einige Fragen an dich:

 

1.Hast du von Russland oder Syrien jemals eine Finanzierung oder Bezahlung in Form von freien Reisen oder Geschenken erhalten? (Evas Anmerkung: Nein. Habt ihr von den Establishment-Medien oder den staatlichen Medien, für die ihr gearbeitet oder mitgearbeitet habt, etwas erhalten?)

 

2.Glaubst du, dass Assads Armee (Anm. Eva: es ist die syrische Armee, nicht die von Assad.) Kriegsverbrechen begangen hat/chemische Waffen gegen sein eigenes Volk eingesetzt hat und Hilfskonvois bombardiert hat -- so wie der UN-Sicherheitsrat das glaubt? (Anm.Eva: Anschuldigungen, die wiederholt widerlegt worden sind. Du klammerst dich an Strohhalme.)

 

3.Selbst wenn du glaubst, dass die White Helmets Propagandisten sind, glaubst du, dass sie mit der Rettung von Zivilisten auch gute Arbeit machen? Oder ist das nach deiner Meinung alles ein Betrug? (Anm.Eva: Nein. Aber frag nicht mich. Verlass Kalifornien und geh nach Syrien um mit Zivilisten zu reden, die nicht von den Rettern AlQaedas gerettet wurden.)

 

4.Könntest du kurz deine Ausbildung als Investigativ-Reporterin beschreiben? (Anm.Eva: Könntest du kurz die Quellen für deine „Story“ vorlegen, die nicht von AlQaeda oder ihren Ablegern stammen?)

 

Du kannst mich gerne über mein Handy oder hier über E-Mail kontaktieren.

 

Beste Grüße

 

 

Hier die Antwort von Eva Bartlett:

 

Betr.: Interview-Anfrage – The Guardian

 

Danke, Olivia, aber nein, Danke. Ich habe kein Interesse daran, an deiner ziemlich offensichtlich bereits fertigen „Story“ teilzunehmen (von einem Journalisten eine seltsame Definition für einen Artikel).

 

Du sagst, dass ich in deiner „Story“ erwähnt werde, und mit ist wohl bewusst, dass du ein Zitat von mir brauchst, damit deine „Story“ legitimer aussieht. Und dass du dir aus jeder Antwort, die ich auf deine manipulierten Fragen gebe, nur die Zitate herauspicken würdest, die deinem vorher festgelegten Drehbuch dienen, für deine „Story“.

 

Dir sollte bewusst sein, wenn ich in deiner „Story“ beleidigenden Inhalt finde, dann werde ich eine Gegendarstellung an den Guardian verfassen, von der ich nicht erwarte dass sie ganz oder überhaupt veröffentlicht wird und in diesem Fall werde ich gegen den Guardian eine Beschwerde einreichen.

 

Guten Abend.

 

Eva

     


http://www.unz.com/article/autopilot-wars/

 

Kriege auf Autopilot

16 Jahre – aber wer zählt da schon mit?

 

Von Andrew Bacevich, 08.10.2017

 

 

Beachtet bitte diese beiden unbestreitbaren Tatsachen: Erstens, die Vereinigten Staaten sind heute mehr oder weniger permanent in feindseligen Handlungen nicht nur in einem weit entfernten, sondern in mindestens sieben Ländern engagiert. Zweitens, die große Mehrzahl des amerikanischen Volks schert sich überhaupt nicht darum.

 

Man kann auch nicht behaupten, dass wir uns nicht darum scheren, weil wir nichts davon wissen. Schon richtig, die Regierungsbehörden halten bestimmte Aspekte der fortlaufenden Militäroperationen zurück oder veröffentlichen nur die ihnen genehmen Details. Dennoch sind die Informationen, die das Tun (und das Wo) der US-Truppen beschreiben, leicht verfügbar, auch wenn das in der letzten Zeit unter einem Sperrfeuer präsidialer Tweets verborgen ist. Wen es interessiert, hier die Presseveröffentlichungen des US-CENTCOMS nur von letzter Woche:

 

19.September: Militärschläge gegen ISIS-Terroristen in Syrien und im Irak dauern an

 

20.September: Militärschläge gegen ISIS-Terroristen in Syrien und im Irak dauern an

 

Irakische Sicherheitskräfte starten Offensive auf Hawijah

 

21.September: Militärschläge gegen ISIS-Terroristen in Syrien und im Irak dauern an

 

22.September: Militärschläge gegen ISIS-Terroristen in Syrien und im Irak dauern an

 

23.September: Militärschläge gegen ISIS-Terroristen in Syrien und im Irak dauern an

 

Operation Inherent Resolve Opferzahlen

 

25.September: Militärschläge gegen ISIS-Terroristen in Syrien und im Irak dauern an

 

26.September: Militärschläge gegen ISIS-Terroristen in Syrien und im Irak dauern an

 

Seit die Vereinigten Staaten ihren Krieg gegen den Terror gestartet haben, gab es eine Flut von militärischen Presseveröffentlichungen. Und das ist nur der Anfang. Um Nachträge zu den verschiedenen Feldzügen des US-Militärs zu liefern, erscheinen Generäle, Admiräle und hochrangige Verteidigungsbeamte in schöner Regelmäßigkeit vor den Kongressausschüssen oder informieren die Mitglieder der Presse. Vor Ort bieten Journalisten oftmals Neuigkeiten an, die zumindest einige der Details auffüllen – über zivile Todesopfer zum Beispiel – was Regierungsbehörden lieber nicht aufdecken wollen. Autoren für die Kommentarspalten der Zeitungen und „Experten“ in den Nachrichtensendungen der TV-Sender, darunter eine Menge pensionierter Offiziere, liefern Analysen. Und danach kommen die Bücher und Dokumentationen, die die Dinge in einen breiteren Zusammenhang stellen.

 

Aber die Wahrheit ist: Nichts davon spielt eine Rolle.

 

So wie Verkehrsstaus und automatische Werbeanrufe fallen Kriege in die Kategorie jener Dinge, die Amerikaner zwar nicht mögen, sich aber damit abgefunden haben. Im Amerika des 21. Jahrhunderts ist Krieg keine große Sache.

 

Während seiner Zeit als Verteidigungsminister in den 1960ern hat Robert McNamara einmal darüber sinniert, dass der „größte Beitrag“ des Vietnamkriegs vielleicht gewesen sei, dass er ermöglicht hat, dass die Vereinigten Staaten „in den Krieg ziehen können, ohne damit den öffentlichen Volkszorn auszulösen“. In Bezug auf den Konflikt, der einst allgemein als McNamaras Krieg bezeichnet wurde, hat sich seine Behauptung als grotesk voreilig herausgestellt. Aber ein halbes Jahrhundert später ist sein Wunsch Wirklichkeit geworden.

 

Warum zeigen heute die Amerikaner so wenig Interesse an den Kriegen, die in ihrem Namen und zumindest dem Namen nach für sie geführt werden? Während sich unsere Kriege immer weiter dahin schleppen, warum erweckt die Ungleichheit zwischen Aufwand und Nutzen nicht mehr als vorübergehende Neugier oder milde Äußerungen einer Betroffenheit? Warum – kurz gesagt – kümmert es uns einen … (Kraftausdruck gelöscht)?

 

Vielleicht versetzt uns das Stellen einer solchen Frage sofort in das Reich des Unbeantwortbaren. So wie herauszufinden, warum Menschen Justin Bieber vergöttern, gerne auf Vögel schießen oder im Fernsehen Golf anschauen.

 

Ohne irgendeine Erwartung, unsere kollektive Langeweile tatsächlich zu durchdringen: lasst mich einen Versuch machen zu erklären, warum es uns @#$%&-egal ist! Hier sind acht unterscheidbare, aber sich gegenseitig verstärkende Erklärungen, beginnend mit dem blendend Offensichtlichen und endend mit den eher Spekulativen.

 

Die Amerikaner scheren sich nicht um die andauernden amerikanischen Kriege, weil:

 

1.Die Opferzahlen der USA sind gering. Mit der Verwendung von Stellvertretern und Söldnern und dem starken Gewicht auf die Luftwaffe waren Amerikas Kriegsmanager in der Lage, die Anzahl der getöteten und verwundeten US-Truppen niedrig zu halten. Im Jahr 2017 gab es in Afghanistan zum Beispiel insgesamt 11 tote und verwundete Amerikaner – etwa so viele Tote wie durch Schießereien in Chicago in einer durchschnittlichen Woche. Ja, in Afghanistan, im Irak und anderen Ländern, in denen die USA in Feindseligkeiten verstrickt sind, werden jede Menge Nicht-Amerikaner getötet und verstümmelt. (Die geschätzte Zahl der getöteten irakischen Zivilisten beläuft sich allein in diesem Jahr auf über 12.000) Aber diese Opfer machen so gut wie keinen politischen Eindruck, was die Vereinigten Staaten anbelangt. Solange sich das nicht auf die Militäroperationen der USA auswirkt, zählen sie buchstäblich nicht (und werden im Allgemeinen nicht gezählt).

 

2.Die wahren Kosten von Washingtons Kriegen werden nicht dokumentiert. In einer berühmten Ansprache zum Anfang seiner Präsidentschaft sagte Dwight D. Eisenhower: „Jedes Gewehr, jedes Kriegsschiff das hergestellt wird, jede abgefeuerte Rakete, ist im Endeffekt ein Diebstahl von denen, die hungern und nichts zu essen haben, von denen, die frieren und keine Kleidung haben.“ Dollars, die für Waffen ausgegeben werden, so sagte Eisenhower, sind direkt dafür verantwortlich, dass keine Schulen, Wohnungen, Straßen und Kraftwerke gebaut werden. „Das ist überhaupt keine Art zu leben, in keinster Weise“, sagte er. „Das ist die Menschheit, die an einem eisernen Kreuz hängt.“ Mehr als sechs Jahrzehnte später haben sich die Amerikaner schon lange an dieses eiserne Kreuz gewöhnt. Viele sehen es sogar als einen Segen, eine Quelle für Konzerngewinne, Arbeitsplätze und, natürlich, für Wahlkampfspenden. Und somit wenden sie ihre Augen von den Opportunitätskosten unserer unendlichen Kriege ab. Die Dollars, die für unsere Konflikte nach 9/11 ausgegeben wurden, gehen in die Billionen. Stellt euch vor, was man mit diesen Summen für die Erneuerung unserer Infrastruktur hätte anstellen können. Aber verlasst euch nicht auf unsere Führer im Kongress und andere Politiker, oder jeden anderen, der dieser Verbindung folgt.

 

3.Wenn etwas mit Krieg zu tun hat, dann hören die Amerikaner nicht mehr zu. Andere haben darauf hingewiesen, dass es das Selbe ist wie zur Weihnachtszeit „Rudolph the Red-Nosed Reindeer“ zu hören. Aber es ist es wert, das zu wiederholen: Das amerikanische Volk hat sich verpflichtet, im engsten vorstellbaren Rahmen „unsere Truppen zu unterstützen“, und vor allem dafür zu sorgen, dass eine solche Unterstützung keine Opfer erfordert. Die Kongressmitglieder unterstützen diese zivile Gleichgültigkeit und unternehmen gleichzeitig Schritte, um sich vor der Verantwortung zu drücken. Im Grunde sind sich die Bürger und ihre gewählten Repräsentanten in Washington einig: die Truppen zu unterstützen bedeutet, dem Oberbefehlshaber zu folgen, ohne zu fragen, ob das, was er mit den Truppen macht, irgendeinen Sinn ergibt. Ja, wir stellen unser Bier zur Seite und applaudieren denen in Uniform und buhen jene aus, die sich weigern, bei den vorgeschriebenen Ritualen des Patriotismus mitzumachen. Was wir nicht verlangen: irgendetwas zu verlangen, das nur im Entferntesten einer wirklichen Rechenschaft gleicht.

 

4.Terrorismus wird künstlich stimuliert und stimuliert und noch mehr stimuliert. Während der Terrorismus kein belangloses Problem ist (und Jahrzehnte vor 9/11 nicht war), so stellt er nicht annähernd eine existentielle Bedrohung für die USA dar. Ja, andere Bedrohungen wie die Auswirkungen des Klimawandels stellen für das Wohlbefinden der Amerikaner eine viel größere Gefahr dar. Seid ihr besorgt über die Sicherheit eurer Kinder und Enkel? Die Opiat-Seuche stellt eine unendlich größere Gefahr das als die „islamische Radikalisierung“. Man hat den Bürgern zwar ein schönes Gesetzespaket über den „Krieg gegen den Terror“ verkauft, das für den „Schutz Amerikas“ wichtig ist, aber der gewöhnliche Bürger lässt sich leicht dazu überreden, dass die Verteilung von US-Truppen rund um die Welt und das Abwerfen von Bomben auf die Bösen diesen Krieg zum Erfolg führt und gleichzeitig garantiert, dass wir „geschützt“ sind. Diese Behauptung in Frage zu stellen gleicht der Vorstellung, dass Gott Moses nicht zwei Steintafeln übergeben habe.

 

5.Gebrabbel verdrängt Substanz. Wenn es zur Außenpolitik kommt, dann ist der öffentliche Diskurs in Amerika – um es milde auszudrücken – nichtssagend, geistlos und hirnlos wiederholend. William Safire von der New York Times hat einmal die amerikanische politische Rhetorik als BOMFOG charakterisiert, dass jene, die sich um hohe Ämter bewerben, ständig über die „Bruderschaft der Menschen“ („Brotherhood of Man“) und die „Vaterschaft Gottes“ („Fatherhood of God“) posaunen. Fragt einen Politiker, ob Republikaner oder Demokrat, was er über die Rolle dieses Landes in der Welt denkt, und macht euch auf eine Variante des WOSFAD gefasst. Denn die Redner werden darauf bestehen, dass es unsere Aufgabe als „einzige Supermacht der Welt“ („World's Only Superpower“) ist, „Freiheit und Demokratie“ („Freedom and Democracy“) zu verbreiten. Es werden Begriffe wie Führung und unersetzlich eingeführt, zusammen mit einer Warnung vor den Gefahren des Isolationismus und der Beschwichtigungspolitik, eingehüllt in vage Anspielungen zu München. Eine so grandiose Haltung macht es unnötig, zu tief in die tatsächlichen Ursprünge und Zwecke der amerikanischen Kriege einzudringen, die vergangenen oder die gegenwärtigen, oder die Wahrscheinlichkeit, dass die andauernden Kriege in so etwas wie einem Erfolg münden. Das Hurra-Geschrei ersetzt ernsthafte Gedanken.

 

6.Und überhaupt – wir sind zu beschäftigt. Betrachtet dies als eine Begleitung zum fünften Punkt. Auch wenn die gegenwärtige politische Szene in den USA Figuren wie die Senatoren Robert La Folette oder J. William Fulbright beinhaltet, die schon vor langer Zeit vor den Gefahren einer Militarisierung der US-Politik gewarnt haben, so haben Amerikaner womöglich nicht die Fähigkeit, sich solchen Kritiken zu widmen. Auf die Herausforderungen des Informationszeitalters zu antworten, ist für tiefe Gedankengänge nicht förderlich, so stellt sich heraus. Wir leben in einer Zeit (so sagt man uns), in der das hektische Multitasking zu einer Art Pflicht geworden ist und in der Über-Verplanung schon fast obligatorisch ist. Unsere Aufmerksamkeitsspanne sinkt und mit ihr unser Zeithorizont. Die Dinge, denen wir uns zuwenden, sind jene Dinge, die erst vor Stunden oder Minuten geschehen sind. Aber so wie die große Sonnenfinsternis 2017 – sehr bedeutend und sofort wieder vergessen – werden diese Dinge innerhalb von Minuten oder Stunden von einer anderen Entwicklungen verdrängt, die kurzzeitig unsere Aufmerksamkeit erregt. Ein Resultat ist, dass eine schwindende Anzahl von Amerikanern – jene, die nicht zwanghaft ihre Facebook-Seiten und Twitterkonten checken – noch die Zeit oder die Lust dazu hat, über Fragen nachzudenken wie: Wann wird der Afghanistan-Krieg enden? Warum dauert er schon fast 16 Jahre? Warum kann die feinste Streitmacht der Geschichte nicht gewinnen? Lässt sich die Antwort nicht in 140 Zeichen packen oder in einen fürs Fernsehen gemachten 30-Sekunden-Clip? Tja Schnarchnase, dann wird dir auch niemand zuhören, was du zu sagen hast.

 

7.Wie auch immer, der nächste Präsident wird uns retten. In schöner Regelmäßigkeit geben sich Amerikaner der Fantasie hin, wenn wir nur die richtige Person ins Weiße Haus bringen, dann wird alles gut. Ambitionierte Politiker sind schnell dabei, diese Erwartung auszubeuten. Präsidentenkandidaten kämpfen darum, sich von ihren Konkurrenten zu unterscheiden, aber alle versprechen auf die eine oder andere Weise, reinen Tisch und Amerika Wieder Groß zumachen. Die historische Bilanz gebrochener oder unerfüllter Versprechen und dass sich Präsidenten als Menschen mit Fehlern herausstellen und keine Gottheiten sind, das wird ignoriert. Und Amerikaner – vor allem die Mitglieder der Medien – tun so als würden sie das Ganze ernst nehmen. Die Wahlkämpfe werden länger, teurer, ähneln immer mehr einem Zirkus und werden immer substanzloser. Man möchte meinen, dass die Wahl Donald Trumps eine kritische Überprüfung der überzogenen Erwartungen veranlassen würde, ob ein Präsident alles richtig macht. Stattdessen ist das Loswerden von Trump (Verdunkelung! Korruption! Behinderung! Absetzen!) besonders im Anti-Trump Lager zum bestimmenden Tenor geworden. Dabei wird wenig Wert darauf gelegt, die von den Autoren der Verfassung vorgesehene Balance wieder herzustellen. Der Witz, dass Trump jene Kriege endlos fortführt, die er zuvor rundweg kritisiert hat und sie den Generälen in die Hand gibt, die keine Idee haben wie man sie beendet, das ist ihnen fast komplett entgangen.

 

8.Unser kulturell progressives Militär hat sich größtenteils gegen Kritik immunisiert. Noch in den 1990ern richtete sich das Establishment des US-Militärs auf die rückschrittliche Seite der Kulturkriege aus. Wer kann die Kontroverse um die Schwulen im Militär vergessen, die Bill Clinton in den ersten Wochen seiner Amtszeit gebeutelt hat, als die führenden Kommandeure ihrem Oberbefehlshaber widersprachen? Diese Zeiten sind schon lange vorbei. Kulturell haben sich die bewaffneten Streitkräfte nach links bewegt. Heute scheuen die Streitkräfte keine Mühen, um ein tolerantes Image abzugeben und ein Bekenntnis zur Gleichheit in allen Dingen, die mit Rasse, Geschlecht und Sexualität zu tun haben. Als nun Präsident Trump seinen Widerstand gegen Transgender-Personen im Militär ankündigte und twitterte, dass das Militär „nicht mit den enormen medizinischen Kosten und den Störungen, die Transgender im Militär auslösen würden, belastet werden könne“, da haben hohe Beamte höflich aber bestimmt widersprochen und zurückgerudert. Angesichts der Überlegenheit kultureller Themen, die sich ganz oben auf der politischen Agenda der USA befinden, hilft die Vielfalt des Militärs dabei, es vor Kritik zu isolieren und für eine weniger als ehrenvolle Leistung im Krieg verantwortlich gemacht zu werden. Einfach gesagt: Kritiker, die früher vielleicht militärische Führer für deren Versagen beim erfolgreichen Beenden von Kriegen angegangen wären, halten sich zurück. Dass Frauen eine Ranger-Schule absolvieren und Marines kommandieren, das ist mehr als ein Ausgleich für nicht gewinnen.

 

Eine kollektive Gleichgültigkeit gegenüber Krieg ist zum Wahrzeichen des zeitgenössischen Amerika geworden. Aber erwartet nicht, dass eure Nachbarn oder die Redakteure der New York Times deswegen schlaflose Nächte haben. Schon dass sie das bemerken, würde von ihnen – und von uns – verlangen, dass es sie kümmert.

     


https://medium.com/@caityjohnstone/learning-to-fly-my-take-on-humanity-in-general-31367193a627

 

Learning To Fly – meine Ansicht über die Menschheit im Allgemeinen

 

von Caitlin Johnstone, 03.10.2017

 

 

Dutzende Tote, Hunderte Verletzte bei einer Massenschießerei in Las Vegas. Zuletzt hörte ich von 58 Toten, aber bei so vielen Verwundeten wird diese Zahl fast sicher steigen. Die spanische Regierung greift in Katalonien Unabhängigkeitswähler an und Tom Petty ist entweder tot oder liegt im Sterben.

 

Ich weiß echt nicht, was ich dazu sagen soll.

 

 

Der Vegas-Schütze war ein alter weißer Mann namens Steve, anscheinend, und sonst weiß man zu diesem Zeitpunkt nicht viel mehr über ihn. Menschen von allen Seiten versuchen, dieses winzige Stück Information dazu zu benutzen, irgendwelche politischen Argumente vorzubringen, aber die meisten Menschen fragen sich ganz einfach, was zum Teufel mit dieser Gesellschaft nicht stimmt.

 

Ein Mensch zu sein ist schräg, Mann. Tage wie dieser machen es noch schräger. Man kommt aus dem Mutterleib, ahnungslos und schreiend, ein paar Erwachsene bringen einem bei, was sie von Erwachsenen gelernt haben, die vor ihnen da waren und bevor man sich umsieht läuft man auf seinen Hinterbeinen herum, angetrieben vom Geschlechtstrieb und mit einem Studienkredit belastet. Und dann erzählen dir Moderatoren im Fernsehen: „Heh, manchmal drehen Menschen durch und schießen auf Hunderte andere Menschen und wir wissen echt nicht warum oder wie wir das beenden können.“

 

Man wird nach seinem ersten Tag hier auch nicht viel weniger ahnungslos und wird diese ersten, orientierungslosen Schreie nie wirklich los. Es stellt sich heraus, dass unser neu entwickeltes Primatengehirn extrem nützlich ist, um Dinge zu tun wie Krankheiten zu heilen und eine Waffe zu konstruieren, die viele Kugeln mit rasender Geschwindigkeit abfeuern kann. Aber für die Beantwortung der großen Fragen des Lebens ist es nicht arg hilfreich.

 

Was tun wir hier? Worum geht es eigentlich? Warum erfahre ich etwas anstelle von nichts, und wie soll ich darauf reagieren? Unsere Gattung hat die Fähigkeit zum abstrakten Denken nicht dazu entwickelt um solche Fragen zu beantworten, sondern um uns beim Überleben zu helfen und andere konkurrierenden Organismen zu überflügeln.

 

Und dabei waren wir erstaunlich erfolgreich. Unsere alten nichtmenschlichen Raubtiere sind ausgestorben oder nahezu ausgestorben, Viren und Bakterien haben es viel schwerer als früher, uns zu töten und wir sind ziemlich gut darin geworden, einen Haufen Nahrung für uns zu produzieren. Das gefährlichste Raubtier, mit dem es irgendein Organismus auf diesem Planeten zu tun bekommt (und das schließt andere Menschen mit ein), ist ein Mensch. Wir sind Primaten – soziale, stammeszugehörige Kreaturen von Natur aus – und wir sind alle in diesen Kolonien zusammengepackt, in denen wir herausfinden müssen, wir wir miteinander auskommen können, damit wir nicht einsam werden, während wir gleichzeitig mit der Realität zurechtkommen müssen, dass wir alle von den gefährlichsten Raubtieren auf dem Planeten Erde umgeben sind.

 

Wie gesagt, Mann. Das ist schräg.

 

 

Ich weiß jetzt nicht auswendig, was das erste fliegende Wesen auf dem Planeten war. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das (für wen auch immer) am Anfang eine ganz leichte Sache war. Diese ganze Sache mit den Flügeln evolutionär hinzubekommen, das muss eine riesige Aufgabe gewesen sein und es dann über unzählige Generationen durch natürlich Selektion zu verfeinern, da jeder, der es nicht auf die Reihe bekam, immer wieder der Schwerkraft zum Opfer fiel. Das muss für alle unangenehm gewesen sein. Der Übergang zum Flügelflug muss eine Zeitlang ziemlich albern gewesen sein.

 

Ich denke, dass wir Menschen uns in einer ähnlich peinlichen evolutionären Übergangsphase befinden. Diese massiven Großhirnrinden entwickelten sich in unseren Schädeln relativ schnell und wie ein pubertierender Junge, der noch nicht herausgefunden hat, wie er seine längeren Gliedmaßen und seine zusätzliche Muskelmasse elegant einsetzen kann, haben wir den Dreh noch nicht ganz heraus. Unsere geistige Kapazität hat uns zur dominanten Art auf dem Planeten werden lassen, aber sie kann unsere Existenz auch so unangenehm werden lassen, dass wir Suchtverhalten entwickeln oder Selbstmord begehen – oder gar mit automatischen Waffen in eine Menschenmenge feuern – in einem verzweifelten Versuch, unsere Schmerzen loszuwerden. Unsere Gehirne sind so weit entwickelt, dass wir sie aus unseren Schädeln blasen können, mit den Waffen, die das Gehirn erfunden hat.

 

Es tut weh, menschlich zu sein. Und deshalb tun wir uns und unserer Umwelt im Grunde so schreckliche Sachen an. Gedanken dominieren unsere Erfahrung, wir werden allgemein zum Autor, Regisseur und Hauptdarsteller der Show, anstatt zu dem nützlichen Werkzeug als das es gedacht war. Wir versuchen, unsere enorme Macht des Denkens zu nutzen, um das Leben so zu manipulieren und zu kontrollieren, damit wir uns wohl fühlen. Aber wir haben unsere Fähigkeit zum Denken nicht dahingehend verändert, dass wir uns Okay fühlen, daher funktioniert es nicht. Wir machen uns mit den Denkmustern, die wir herstellen und mit Glauben durchtränken, immer elender. Und wir verletzen jene, die uns umgeben, umso schlimmer, je größer das Elend wird.

 

Und das ist meiner Ansicht nach die Krux des momentanen Menschheitskampfes: wir sind auf einem Gesteinsbrocken gefangen, mit siebeneinhalb Milliarden der tödlichsten Raubtiere aller Zeiten, und wir versuchen alle, uns gut zu fühlen und scheitern dabei. Auch wenn wir technisch alles besitzen, was wir zum Überleben und Gedeihen als Organismus benötigen, so brüten unsere Gedanken ständig diese unzufriedenen Geschichten über mögliche Gefahren für unser Wohlbefinden aus. Wir versuchen, unsere tödlichen Raubtier-Nachbarn zu kontrollieren und zu dominieren, mit Geld, Macht und Manipulationen, damit wir uns geschützt und sicher fühlen. Und wer bei diesem Spiel der Beste ist, der wird verantwortlich sein. Ganz allgemein: Je mehr man bereit ist, auf anderen Menschen herumzutrampeln, die Umwelt zu zerstören und alles niederzuknüppeln was im Weg ist, desto besser ist man in diesem Spiel.

 

Und aus diesem Grund werden wir heute alle von Soziopathen regiert.

 

 

Was natürlich die nächste evolutionäre Hürde ist, die wir als Spezies überwinden müssen, damit wir diese peinliche Übergangsperiode überleben und nicht wie die Dinosaurier landen. Um der Ausrottung durch nuklearen Holocaust oder ökologischen Selbstmord zu entgehen, müssen wir in nicht allzu ferner Zukunft diese Bereitschaft überwinden, den ganzen Planeten durch einen Holzhäcksler zu jagen, nur damit wir uns gut fühlen. Diese Welt ist zu klein und zu zerbrechlich als dass wir weiter versuchen können, unsere Mitmenschen zu überleben und zu übertrumpfen und damit das Ökosystem, in dem wir uns entwickelt haben. Wir werden stattdessen lernen müssen, mit allen in eine kollaborative Beziehung einzutreten.

 

Aber bevor wir das tun können, muss es zu einem fundamentalen Wandel in der Beziehung unserer Gattung zum Denken kommen. Solange wir all diese aufwühlenden Sichtweisen in unseren Köpfen glauben, die uns mit Gier und Furcht erfüllen, damit wir unser mentales egoistisches Konstrukt schützen und sichern können, solange spielen wir das selbe Spiel, das die Oligarchen spielen und führen unermüdlich Krieg gegen uns selbst und gegen unser Ökosystem. Nur damit wir versuchen, uns gut fühlen.

 

Damit wir uns aus unserer gegenwärtigen, alles mordenden Flugbahn lösen können, müssen wir lernen zu fliegen. Wir werden lernen müssen, wie wir mit unseren Brüdern und Schwestern zusammenleben und mit dem Ausreichenden zufrieden zu sein. Der weitaus größte Teil der menschlichen Kreativität und Erfindungsgabe richtet sich derzeit darauf, auf anderen Menschen herumzutrampeln um weiterzukommen. In Richtung Krieg, Waffen, unnötiger Industrie, Medienmanipulation, Werbung usw. Wir tun das trotz der Tatsache, dass eindeutig genug für alle da ist. Stellt euch vor was wir tun könnten, wenn wir siebeneinhalb Milliarden menschliche Gehirne darauf ausrichten könnten, eine gemeinsame Anstrengung zu unternehmen, die beste Welt für uns alle zu schaffen. Die Tatsache dass das nicht passiert, ist das Einzige, was zwischen unserer gegenwärtigen Zwangslage und dem Himmel auf Erden steht.

 

Ich weiß nicht wie das geschehen kann, ich sehe uns nur sehr schnell auf einen Punkt zusteuern, wo wir alle sterben werden wenn es nicht geschieht. Es ist möglich, dass das durch etwas so Einfaches geschehen könnte wie wenn ein großer Teil der Bevölkerung auf einmal erkennt, dass sie ihr gesamtes Leben lang belogen worden sind. Es könnte so etwas profanes sein wie eine große Offenbarung, die dem Westen zeigt, dass ihre Netzwerke aus Regierung, Medien und Nachrichten zusammengearbeitet haben, um sie über Russland zu belügen. Die Auswirkung der Erkenntnis, dass jeder sie getäuscht hat, dem sie vertraut haben, und dass alles, was sie dachten, dass sie über ihre Regierung, ihre Welt, ihre Gesellschaft und sich selbst wüssten, ein Meer aus Täuschung ist, das könnte genügen, das menschliche Bewusstsein so tief und in einem solchen Ausmaß zu erschüttern, dass die alten Gedankenmuster so weit zerschlagen werden dass sie sich nicht wiederholen.

 

 

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Realität nur einen winzigen Lichtblitz braucht, wo sich ein Wort einschleicht, um die Dinge für immer drastisch zu verändern. Wir sind in einer Zeit des „entwickle dich oder stirb“ und die Menschheit war nie mehr bereit für Vernunft als sie heute ist. Es wird nicht viel brauchen, um uns zu einer radikal beispiellosen Denkweise zu bringen, die wir uns im Moment gar nicht vorstellen können. Alles was wir an diesem Punkt als Individuen tun können: so offen wie möglich gegenüber der Wahrheit zu sein, unsere Wahrheit laut und furchtlos auszusprechen und für den Sprung bereit zu sein, wenn die Zeit zum Fliegen gekommen ist. Wenn diese Zeit gekommen ist, dann werden wir herausfinden, in welchem Tom Petty-Song wir uns befinden.


https://www.strategic-culture.org/news/2017/10/08/us-public-dont-care-if-newsmedia-lie.html

 

Die US-Öffentlichkeit kümmert es nicht, wenn die „News“-Medien lügen

 

von Eric Zuesse, 08.10.2017 (zahlreiche Verknüpfungen im Original)

 

 

Zu sagen, dass es die US-Öffentlichkeit nicht kümmert, wenn die „Nachrichten“-Medien lügen, ist schockierend, aber ich werde hier Beweise vorlegen dass das wirklich stimmt – nicht nur theoretisch, sondern mit empirischen Fakten.

 

Ein typisches Beispiel dafür, dass sich Amerikaner nicht um die Aufrichtigkeit, ja nicht einmal die Ehrlichkeit ihrer Quellen zu angeblichen „Nachrichten“ kümmern, ist, dass es in dem Zeitraum vom 3. - 5. Oktober zwei Berichte gab, die beide richtig waren, die aber zusammengenommen die totale Entfremdung zwischen der Ehrlichkeit der Nachrichtenmedien einerseits und dem Vertrauen des amerikanischen Volks in die „News“-Medien des Landes andererseits zeigen.

 

Eine dieser beiden Nachrichten wurde am 5. Oktober veröffentlicht, von einem anonymen Blogger, der unter jenen Lesern, die den Krieg in Syrien verfolgen und erforschen, zur vertrauenswürdigsten Quelle geworden ist. Der Artikel trug die Schlagzeile „Russland gibt eine dritte Warnung gegen eine Zusammenarbeit der USA mit den Terroristen heraus“.

http://www.moonofalabama.org/2017/10/syria-russia-issues-third-warning-against-us-cooperation-with-terrorists.html#more

 

Darin liefert er die Links zu jedem der drei jüngsten Vorfälle, in denen die US-Regierung mit ISIS kooperiert hat, um Syrien und dessen Verteidiger Russland zu besiegen – in Syrien. Er beschreibt im Überblick die Art und Weise wie die USA entblößt wurden (aber nicht von den US-“News“-Medien), wie sie wichtige Aufklärung und andere wichtige Hilfe an ISIS weitergegeben haben, damit ISIS die bestehende syrische Regierung (unter Bashar al-Assad) stürzen und beseitigen kann. Dieser Bericht sollte von jedem gelesen werden der hier weitermachen will, denn er deckt Ereignisse auf, die mit Sicherheit von höchster internationaler Wichtigkeit sind und die sogar ein Vorläufer für eine Krieg zwischen den USA und Russland sein könnten, die aber in den US-“News“-Medien wenig bis gar nicht berichtet wurden. Natürlich wäre es für die US-“News“-Medien sehr schlecht, wenn sie zulassen würden, dass die USA in einen Nuklearkrieg mit Russland verwickelt werden und es vor der amerikanischen Öffentlichkeit verborgen bliebe, dass Provokationen der US-Regierung einen solchen Krieg ausgelöst haben.

 

Die USA haben ISIS dabei geholfen, in Syrien russische und syrische Soldaten zu töten, die versuchen, ISIS und alle anderen dschihadistischen Gruppen (einschl. AlQaeda) dort zu vernichten. Es ist klar, ISIS ist in der amerikanischen Öffentlichkeit nicht beliebt; und während die Vereinigten Staaten in der Öffentlichkeit ständig ISIS verdammen und gleichzeitig heimlich ISIS dabei unterstützen, russische und syrische Truppen in Syrien zu töten (dessen Regierung die Russen in dem Krieg um Hilfe gebeten hatte, um das Gemetzel von ISIS und anderen von den USA unterstützten fundamentalistisch-islamischen, dschihadistischen Gruppen zu überleben, die auch von Saudi Arabien und ein paar anderen fundamentalistisch-islamischen, sunnitischen Regierungen unterstützt werden --neben der US-Regierung), dann würde das amerikanische Volk das nicht gutheißen, wenn sie darüber informiert werden würden. Einige Amerikaner wären sogar über die Erkenntnis verstört, dass die USA und ihre Alliierten in Syrien allesamt Eindringlinge sind, ganz im Gegensatz zu den russische Truppen, denn die russischen Truppen sind Alliierte der bestehenden Regierung – alle anderen sind Eindringlinge (so wie die USA und ihre Alliierten dort). Einige Amerikaner haben nicht nur etwas gegen ISIS, sie sind auch gegen Invasoren und Invasionen, aus prinzipiellen Gründen. Aber Amerikas „News“-Medien sind sehr für die Invasionen der US-Regierungen – Irak, Libyen, Syrien usw. Also das ist ein sehr wichtiger Bericht über sehr wichtige Angelegenheiten, die von den US-“News“-Medien vor der US-Öffentlichkeit verborgen werden.

 

Die andere Nachricht stammt von Reuters, so wie sie am 3. Oktober titelte: „Die Presse, von Trump als „Feind“ gebrandmarkt, gewinnt in der Öffentlichkeit zunehmend mehr Vertrauen: Reuters/Ipsos-Umfrage“

https://www.reuters.com/article/us-trump-effect-media-poll/the-press-branded-the-enemy-by-trump-increasingly-trusted-by-the-public-reuters-ipsos-poll-idUSKCN1C813L

 

Der Bericht über die drei Warnungen aus Russland beweist (wie so viele andere Beweise) die Täuschung, das selektive Verbergen wichtiger Fakten durch die US-Presse. Es ist keine „Presse“ im demokratischen Sinn, sondern stattdessen eine Pro-Invasions-Propaganda – es ist ein Propaganda-Feldzug (wie der Bericht vom 5. Oktober zeigt, und ich habe es vielfach dokumentiert). Dennoch berichtet Reuters, dass „die Umfrage von mehr als 14.300 Menschen zeigt, dass der Anteil der Erwachsenen, die 'großes' und 'etwas' Vertrauen in die Presse besitzen, von 39% im November auf 48% in diesem September gestiegen ist.“

 

Wie viele krasse Lügen wurden in diesem Zeitraum über die amerikanische Presse aufgedeckt (aber nicht von der Presse berichtet)? Ich und viele andere, die nicht der Presse angehören oder nicht mehr in der Presse sind, haben über zahlreiche Lügen berichtet (so wie ich sie hier verlinke und wie sie in anderen Artikeln über die skandalöse amerikanische Presse-Institution verlinkt wurden). Hier sind einige meiner letzten Berichte über den wichtigen Zusammenhang, wie man diesen Reuters-Artikel akkurat interpretiert, was von Reuters absichtlich nicht erwähnt wird (sondern stattdessen verheimlicht wird):

 

In einem, nur vor wenigen Wochen, wird unter dem Titel „USA sind im Vertrauen in die News-Medien fast am Tiefpunkt“ berichtet:

http://rinf.com/alt-news/newswire/u-s-near-bottom-public-trust-newsmedia/

 

Gemäß der umfangreichsten Studie, die je über den Gebrauch und das Vertrauen der Öffentlichkeit in die News-Medien ihrer Länder gemacht wurde – eine Studie, die (von Ende Januar bis Anfang Februar) wissenschaftlich Tausende Personen in jedem der 36 verschiedenen Industrie-Länder umfasste – kamen die USA auf Platz 28, das ist in den unteren 22% aller 36 Länder, was das Vertrauen der Öffentlichkeit in die News-Medien anbelangt.“

 

Diese Studie wurde vom Reuters Institute unter dem Titel „Reuters Institute Digital News Report 2017“ durchgeführt. Dieser Titel wurde von mir in meinem Bericht zitiert. Somit sollte mein Artikel über den „ Reuters Institute Digital News Report 2017“ bei einer Google-Suche für „ Reuters Institute Digital News Report 2017“ erscheinen. Aber das tut er nicht (was die Frage zu der Suchmaschine aufwirft). Jedoch erscheint ein anderer News-Report zu „ Reuters Institute Digital News Report 2017“ in der Google-Suche unter dem Titel: die Irish Times titelt „Bericht zeigt, dass in Irland das Vertrauen in Nachrichten höher ist als der internationale Durchschnitt“, und er beginnt so:

 

Iren unter 35 Jahre zahlen eher für Online-Nachrichten, so besagt der heute veröffentlichte Oxford Reuters Digital News Report. Der Bericht merkt an, dass trotz dem Aufwachsen mit freier Online-Unterhaltung jüngere Menschen die Gewohnheit entwickelt haben, für bestimmte Medien zu bezahlen. In Irland bezahlen die Altersgruppen zwischen 18 und 24 und jene zwischen 25 und 34 am ehesten für Online-Nachrichten, 12 Prozent bzw. 13 Prozent. Die Iren haben ein starkes Interesse am Nachrichten und haben ein höheres Vertrauen in die News-Medien als der internationale Durchschnitt, sagt der Bericht.“

 

Darüber hinaus bringt eine duckduckgo.com-Suche für den Reuters-Titel „Reuters Institute Digital News Report 2017“ einen Artikel mit der Schlagzeile „Media Coverage for the Digital News Report 2017“. Das ist ein Bericht, der vom Reuters Institute selbst herausgegeben und veröffentlicht wurde, und darin kann man die Überschriften der Nachrichtenberichte darüber sehen, was Reuters selbst über ihre eigene Geschichte gefunden und berichtet haben. Und keiner dieser Berichte ist für die allgemeine Öffentlichkeit von Interesse, alle diese Titel wurden nur in der Fachpresse für die Journalismus-Branche und für die Werbe-Branche veröffentlicht (was im Grunde eine Branche ist). Der Bericht, den ich dazu veröffentlicht habe, ist nirgendwo zu finden, aber es war der einzige Bericht von allgemeinem Interesse, der auf dieser großen Studie des Reuters-Institut basierte, der einzige Bericht, der sich darauf konzentriert, was darin von allgemeinem Interesse ist. Der Rest der „News“-Medien hat ihn völlig ignoriert, und obwohl ich meinen Bericht allen zukommen ließ, den einzigen Bericht über die Ergebnisse in dem „ Reuters Institute Digital News Report 2017“ von allgemeinem Interesse, an alle US „News“-Medien von allgemeinem Interesse, so waren die einzigen Medien, die ihn veröffentlicht haben: washingtonsblog, informationclearinghouse, off-guardian, greanvillpost und rinf, plus Mirrorseiten davon (und die sind alle kleiner als die anderen). Wenn also jemand diesen Seiten nicht folgt, dann erfährt der Einzelne nichts über die wichtigen Ergebnisse in dieser massiven Reuters-Studie.

 

Und mein Bericht weist darauf hin, dass die Reuters-Studie zeigt, dass bei Amerikanern das Vertrauen in die „News“-Medien weit unter dem internationalen Durchschnitt liegt. Aber wenn Reuters nur ein paar Monate später eine Story bringt, die zeigt, dass das Vertrauen der Amerikaner in die „News“-Medien gestiegen sei, dann verdient diese Reuters-Nachricht eine Erwähnung in der allgemeinen Presse. Obwohl ihre globale Studie nur wenige Monate zuvor veröffentlicht wurde (und die das weit verbreitete Misstrauen der Amerikaner in die „News“-Medien im Vergleich zur Öffentlichkeit in anderen Ländern zeigt), informiert Reuters nur Werbe (PR)-Firmen und „Journalismus“-Konzerne und Professoren über diese Studie und ohne jeden Hinweis für jemanden darauf, dass das Misstrauen der Öffentlichkeit in die Presse in einigen Ländern, etwas Frankreich und Amerika, sehr hoch war (und dass es in Griechenland und in Korea astronomisch hoch war – nur 23% vertrauten darauf).

 

Offensichtlich veranstaltet die Presse eine große Vertuschungsaktion über ihre eigene Verdorbenheit, die institutionell ist und nicht nur „ein paar faule Äpfel“ beinhaltet.

 

Andere News-Berichte von mir darüber beinhalten beispielsweise eine Bericht darüber, wie die Presse vor der Öffentlichkeit die Tatsache verbarg, dass George W. Bush am 7. September 2002 sagte, die IAEA hätte herausgefunden, dass Saddam Hussein nur sechs Monate von einer Atombombe entfernt sei. Die Presse verschwieg der Öffentlichkeit die prompte und wiederholte Stellungnahme der IAEA, dass sie niemals ein solches Ergebnis oder ein Bericht der Art herausgegeben hat. Die Invasion beruhte auf solchen Lügen und Vertuschungen. Warum erkennt die US-Öffentlichkeit nach diesen häufig wiederholten Fällen, die seit so vielen Jahren andauern und immer noch verbergen, dass die US-Regierung lügt, um in ein anderes Land einzudringen, warum erkennen sie nicht, dass die US-Presse das ist, was man in einer Diktatur findet, als was sich die USA herausstellen, und überhaupt keine authentische journalistische Institution. Wenn die Griechen und Koreaner 23% Vertrauen in ihre „News“-Medien haben, ist dann der einzige Grund, warum Amerikaner 38% Vertrauen haben, dass die US-Medien bei der Täuschung der Öffentlichkeit effektiver sind?

 

Dieser Nachrichten-Bericht wird (so wie ich es regelmäßig tue) an alle nationalen US-“News“-Medien zur Veröffentlichung geschickt. Was meint ihr, wie viele werden ihn veröffentlichen? Und wie viele davon sind große „News“-Medien? Googelt einfach nach der Schlagzeile „US Public Don't Care if 'News'media Lie“, um herauszufinden, wer die paar ehrlichen sind. Aber traut auch Google nicht. Das gesamte Medien-Wesen ist verdorben. Und das sind nicht nur Fehler. Es liegt an den systematischen Lügen und Vertuschungen und das fördert Dinge, die eine Ideologie unterstützen, die sich in der Wirtschaft „Neoliberalismus“ nennt und in der Außenpolitik „Neokonservatismus“. Früher hieß das ganz einfach „Imperialismus“. Es ist die moderne Ideologie der Diktatur. Es ist die Ideologie der amerikanischen Presse und das ist eine bestens dokumentierte Tatsache – nicht bloß eine Hypothese.


https://www.globalresearch.ca/the-six-secret-tactics-of-empire/5612349

 

Die sechs „geheimen“ Taktiken des Imperiums

 

von Caoimhghin O Croidheain, 07.10.2017

 

Die sechs „geheimen“ Taktiken des Imperiums sind Strategien, die von den Regierungen zu Veränderungen benutzt werden. Für gewöhnlich verdeckt, um politische und militärische Ziele zu erreichen, die für die Bevölkerung im allgemeinen nicht akzeptabel wären. Es sind folgende Strategien:

 

  1. False Flag-Anschläge

  2. Zwangsweise erzeugte Migration

  3. Farbrevolutionen

  4. Humanitäre Interventionen

  5. Stellvertreterarmeen

  6. Fake News

 

Die Beziehung des Staates oder einer politischen Kraft zu den verschiedenen Strategien hängt vom politischen Ziel ab. Manchmal gibt es eine direkte und offen zugegebene Beziehung zu der Strategie und manchmal wird sie vehement abgestritten. Das Resultat einer jeden dieser Strategien ist nie garantiert und ja, manchmal haben sie sogar den gegenteiligen Effekt des Beabsichtigten.

 

Das macht die Veränderungsstrategien zu hochriskanten Abenteuern, sowohl für die Beteiligten als auch für jene, die von den Strategien zu profitieren hoffen. In einigen Fällen scheint man die Veränderungsstrategien als den einzigen Weg zur Änderung einer Situation zu sehen, oder zumindest als den schnellsten. Ihre Aufgabe ist es, die öffentliche Meinung über eine bestimmte Regierung zu manipulieren, über einen bestimmten Staat oder über eine entstehende politische Bewegung, damit sie den Handlungen, Gedanken oder Wünschen einer anderen inneren oder äußeren Kraft entspricht. Wie ein guter Magier muss der Täter der Strategie den Menschen bewusst machen, was die Ziele sind, aber nicht die Mittel. Wenn die Menschen ein durch Veränderungsstrategien verwandeltes Umfeld unterstützen, ohne das Wie oder Warum zu erkennen, dann kann man das Ergebnis als „erfolgreich“ einstufen.

 

 

False Flag-Anschläge

False Flag Attack

Trytich -Oil on Canvas (60cm x 180cm)

False Flag-Anschläge sind Taten, die verdeckt ausgeführt werden, so als wäre eine andere Gruppe, Nation oder Staat dafür verantwortlich. Während theoretisch False Flags geheim sind, haben einige öffentliche Personen offen zu False Flag-Operationen aufgerufen um sie als Basis für einen Kriegsgrund gegen ein anderes Land anzufangen, das als Feind wahrgenommen wird. Die Geschichte der False Flags ist jedoch kein Geheimnis und Informationen über viele vergangene erfolgreiche und vorgeschlagene Anschläge sind frei im Internet verfügbar.

 

 

Zwangsweise erzeugte Migration

Blue Skies, Blue Seas, Blue Gloves

Tryptich - Oil on Canvas (60cm x 180cm)

Zwangsweise erzeugte Migration ist eine Strategie, die dazu dient, die Fähigkeit eines anderen Landes zur Bewältigung eines großen Zustroms von Flüchtlingen oder Migranten zu überwältigen. Dieser Druck kann die widerstreitenden politischen Interessen beeinflussen und dadurch das Verhalten des Landes verändern.

 

Farbrevolutionen

 

 

Colour Blind: Orange Revolution -Ukraine, Green Revolution - Iran

Jeans Revolution - Belarus

Tryptich - Oil on Canvas (60cm x 180cm)

 

Farbrevolutionen sind eine Form des gewaltfreien Widerstands, die soziale Medien, Demonstrationen und Streiks als Protest gegen Regierungen verwenden, insbesondere um die geopolitische Richtung von der in der Vergangenheit radikal zu verändern. Viele Nichtregierungsorganisationen (NGOs) waren in die Organisation kreativen gewaltfreien Widerstands verwickelt und verwenden für gewöhnlich eine Farbe oder eine Blume als Symbol für ihre Bewegung.

 

 

Fake News

Green Screen

Tryptich - Oil on Canvas (60cm x 180cm)

Fake News sind eine Form von Nachrichten, die oft Desinformation einsetzen, um Ideen zu einem politischen Vorteil durch Nachrichtensender oder sozialen Medien übers Internet zu verbreiten. Sie werden benutzt, um eine ehrliche Berichterstattung über ein Ereignis zu diskreditieren. Zum Beispiel wurde von einem Nachrichtensender Videomaterial über Unruhen in einer Stadt dazu benutzt, um eine Stadt in einem völlig anderen Land in einem negativen Licht zu präsentieren.

 

 

Humanitäre Intervention (R2P) (Anm.d.Ü.: Responsibility to Protect = Schutzverantwortung)

Humanitarian Warfare

Tryptich - Oil on Canvas (60cm x 180cm)

Humanitäre Kriegsführung ist ein ironischer Begriff um eine militärische Intervention zu beschreiben. Sie gibt Menschenrechte als Grund für ihre Aktionen vor, um eine Bevölkerung vor Völkermord, Kriegsverbrechen, ethnischer Säuberung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu schützen.

 

 

Stellvertreterarmeen

Proxy Army

Tryptich - Oil on Canvas (60cm x 180cm)

Eine Stellvertreterarmee ist eine Armee, die von einer ausländischen gegnerischen Macht finanziert und bewaffnet wird, die aus inneren politischen oder sozialen Befindlichkeiten nicht direkt mit dem Land kämpfen kann, gegen das sie Krieg führt.

 

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Caoimhghin O Croidheain ist ein irischer Künstler, Dozent und Autor. Seien Kunst umfasst Gemälde mit zeitgenössischen geopolitischen Themen und auch irische Geschichte und Landschaften von Dublin. Sein Blog mit kritischen Schriften zu Kino, Kunst und Politik, zusammen mit der Forschung auf einer Datenbank zu realistischer und sozialer Kunstform rund um die Welt kann Land für Land hier eingesehen werden: http://gaelart.blogspot.ie/

 

Alle Gemälde stammen vom Autor


 

http://www.paulcraigroberts.org/2017/10/06/russiagate-ciamedia-invention/

 

Russia-Gate war eine CIA/Medien-Erfindung

 

von Paul Craig Roberts, 06.10.2017

 

 

Die Untersuchung zur angeblichen russischen Einmischung in die US-Präsidentenwahl 2016 wird endgültig zeigen, dass „etliche“ Nachrichtenmedien Storys gebracht haben, die nicht den Tatsachen entsprachen, sagte der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Richard Burr.

 

Senator Burr sagte, dass sein Komitee zwar nicht zu den Nachrichtenorganisationen ermitteln werde, aber man plant, der Öffentlichkeit Informationen zu liefern, damit man sie für ihre Berichterstattung zur Rechenschaft ziehen kann.

 

Wir werden keine Untersuchung zu den Nachrichtenorganisationen durchführen, aber wir werden die Ergebnisse unseres Berichts dazu benutzen, dass das amerikanische Volk jede Nachrichtenorganisation dafür zu Rechenschaft ziehen kann, was sie als Tatsachen dargestellt haben, in vielen Fällen ohne Quellen – zumindest keine Quellen, die das zugeben würden.“

 

Werden wir erleben, dass diese Nachricht von den presstituierten Medien berichtet wird? Vergesst es!

 

https://www.rt.com/usa/405874-russia-probe-fake-news/

     


 

http://geopoliticsalert.com/french-terrorism-law-state-emergency-permanent

 

Die neuesten französischen Terror-Gesetze werden den Ausnahmezustand dauerhaft machen und Bürgerrechte schleifen

 

von Jim Carey, 08.10.2017 via AntiMedia (leicht gekürzt)

 

 

Paris (GPA) – Weniger als 24 Stunden nach der Messer-Attacke in Marseille hat die Nationalversammlung das neue französische Terror-Gesetz verabschiedet.

 

An diesem Montag gab es den jüngsten Terror-Anschlag in einer ständig wachsenden Reihe auf französischem Boden, angeblich von Anhängern des Islamischen Staats (Deash) ausgeführt. Dieser Anschlag führte zum Tod zweier Frauen: eine 17-Jährige und eine 20-Jährige. Der französische Präsident Emmanuel Macron nannte es eine „barbarische Tat“.

 

(Anm.d.Ü.: Hier kann man sich die schmierige Inszenierung ansehen: 

 

Es begann im November 2015 mit der Einführung der nationalen Notstandsgesetze, als Antwort auf mehrere Selbstmordattentate und den Anschlag auf das Bataclan-Theater.

 

Dieser Ausnahmezustand besteht seither und hat enormen öffentlichen Missmut ausgelöst, unter anderem zu Demonstrationen, die ein Ende dessen verlangen, was die französischen Bürger als eine illegale Ausweitung der staatlichen Befugnisse betrachten. Neben den französischen Soldaten auf den Straßen hat der Ausnahmezustand die Macht des Staates zum Ausspionieren seiner Bürger ausgeweitet und illegale Maßnahmen eingeführt, um juristische Vorgehensweisen zu umgehen, die die Rechte von Angeklagten zu einem ordentlichen Gerichtsverfahren gewähren sollen.

 

Vielleicht sieht man jetzt weniger französische Soldaten auf den Straßen und die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und Versammlungen könnten aufgehoben werden. Aber es scheint so als würden die schlimmsten Missbräuche des Ausnahmezustands jetzt für ewig weitergehen. Diese Befugnisse sind jetzt anscheinend auf dem Weg, in Gesetz gegossen zu werden und der französischen Regierung für immer und ewig diese „Ausnahmebefugnisse“ zu erteilen.

 

Diese in Gesetz gegossenen Politik beinhaltet, dass der Staat das Recht hat, verdächtige Terroristen in ihrer Bewegungsfreiheit einzuschränken, Gebetsstätten zu schließen, die der Hasspredigt beschuldigt werden, willkürliche Identitätskontrollen durchzuführen und privates Eigentum mit minimaler richterlicher Anordnung zu durchsuchen. Die durch das neue Gesetz geschützten Durchsuchungen werden wahrscheinlich so aussehen wie unter dem Ausnahmezustand, als es zu militärischen Razzien von Tausenden Wohnungen kam. Die Anzahl dieser paramilitärischen Razzien betrug allein zwischen November 2015 und Juli 2016 circa 3.600 – wobei es nur in 400 Fällen zu Hausarrest kam und insgesamt 6 Anklagen wegen Terrorismus durch die Staatsanwaltschaft.

 

Viele Bürgerrechtsgruppen, die schon zuvor wegen der französischen Antwort auf die Terroranschläge besorgt waren, sind jetzt noch besorgter, da die missbräuchlichen Praktiken jetzt in Gesetz gegossen werden. Neben der Illegalität dieser neuen staatlichen Befugnisse befürchten zahlreiche Bürgerrechtsgruppen, dass diese Gesetze auf die Minderheiten in Frankreich zielen.

 

Die letzte Abstimmung zu den neuen Gesetzen gab es am Dienstag und wurde von der Nationalversammlung mit 415 zu 127 Stimmen angenommen. Sie gehen jetzt zur Beratung in die Ausschüsse. Wenn sich der gegenwärtige gesetzliche Trend fortsetzt (zusammen mit möglichen weiteren Terroranschlägen), dann werden die Beratungen wahrscheinlich zu noch mehr Befugnissen der Behörden führen, wenn es in den kommenden Wochen zur endgültigen Abstimmung kommt.

 

Macron steht voll hinter dem neuen Gesetz und verkauft es zur Zeit als den einzigen Weg, „den Ausnahmezustand zu beenden“, wenn auch nur technisch gesehen. Der offizielle Ausnahmezustand mag vielleicht an dem Tag enden, an dem diese neuen Gesetze in Kraft treten, aber sein Vermächtnis wird fortdauern und womöglich auf weitere Bereiche der französischen Gesellschaft angewendet. Denn Macron will dem Land seine Pläne aufzwingen.

      


 

https://www.armstrongeconomics.com/international-news/politics/spain-is-only-the-blueprint-for-how-all-governments-will-act/

 

Spanien ist nur die Blaupause für das Handeln aller Regierungen

 

von Martin Armstrong, 07.10.2017

 

 

Was in Spanien passiert, ist der Plan dafür was andere Regierungen tun werden. Das spanische Volk außerhalb Kataloniens ist selbst tief gespalten. Viele sehen es als eine Beleidigung und andere sehen die Regierung als eine Beleidigung. Wir sehen auch dem Auseinanderbrechen der USA zu und und vergessen nicht, wie der Bürgerkrieg den Separatismus in Amerika verhindert hat. Das eigentliche Thema ist, dass sich Menschen verbünden, um eine Gesellschaft und eine Zivilisation aufzubauen und dass dann die Regierung ihre Macht missbraucht und dann der Verfallsprozess beginnt. Das zieht sich durch die gesamte Geschichte und es spielt keine Rolle in welcher Kultur oder in welchem Land. Es ist überall das Selbe.

 

Das spanische Verfassungsgericht und die Marionette Rajoy haben am Donnerstag angeordnet, dass das katalanische Regionalparlament am Montag seine Sitzung absagt. Rajoy demonstriert damit, dass die Regierung einen Machtverlust nicht tolerieren wird. Man kann immer ein Gesetz schreiben und behaupten, dass eine Abspaltung verfassungswidrig sei. Das macht es aber nicht legal, moralisch oder ethisch.

 

Reuters berichtete: „Der Befehl zur Suspendierung verschlimmert eine der größten Krisen, die Spanien seit der Einführung der Demokratie 1975 nach dem Tod von General Francisco Francos trifft. Aber Spaniens Märkte stiegen in der Erwartung, dass die Anordnung eine völlige Unabhängigkeitserklärung verhindern könnte, zumindest für den Moment.“

 

Die Struktur der EU würde zur Föderalisierung Europas eine einheitliche Staatsverschuldung benötigen. Das haben sie bisher nicht geschafft und jetzt haben sie einen halbgaren Kuchen. Deshalb haben wir in Europa derzeit diese Probleme. Aber täuscht euch nicht, das ist ein politisches Problem, und was in Europa geschieht ist eine Seuche wie 1931. Das wird vermutlich auch in den USA große politische Probleme verursachen.

 

Den Bundesrichter Scalia habe ich sehr bewundert.

  

Aber sein Schreiben zu der Separatistenbewegung in den USA besagt, dass der Bürgerkrieg entschieden habe, dass es kein Recht zu einer Abspaltung gibt. Ich widerspreche dieser Meinung, aber das ist meine Meinung.

 

Da sind auf der Seite von Madrid jene, die meinen Schriften zu Katalonien widersprechen. Es gibt eine Liste mit hässlichen, an mich persönlich gerichtete Schimpfwörtern und sie sagen, dass ich nichts über Spanien weiß. Sie machen den selben Fehler wie die Regierung. Sie gehen davon aus, dass die Regierung und Rajoy Spanien sind. Das Volk ist der Souverän Spaniens – nicht Rajoy oder sein Verfassungsgericht. Wenn sie nicht erkennen können, dass die Regierung vom Volk „gewählt“ wird, dass die Regierung nicht Herrscher über das Volk ist wie ein König, dann haben sie den ganzen Witz der Geschichte nicht kapiert. Ihr könnt mich hassen wie ihr wollt, aber es ist euer Leben (und das Leben eurer Nachkommen), das ihr der Regierung ausliefert.

 

Wir haben eine Wahl. Entweder verstehen wir, dass eine Regierung ohne Schranken zu weit gehen wird und wir wie die Schafe kapitulieren werden, oder wir erheben uns und versuchen, die Zukunft für unsere Nachkommen besser zu machen.

 

Ich rate dringend dazu, „Common Sense“ von Thomas Paine zu lesen.

 

(Thomas Paine: „Common Sense – Über den Ursprung und Zweck der Regierung im allgemeinen, nebst einigen kurzen Bemerkungen über die englische Verfassung“)

http://www.gleichsatz.de/b-u-t/begin/paine.html

     


 

http://stephenlendman.org/2017/10/britain-criminalize-reading-online-extremist-content/

 

Großbritannien wird das Lesen von extremistischen Inhalten unter Strafe stellen

 

von Stephen Lendman, 07.10.2017

 

 

So wie in Amerika kann man auch in Großbritannien nicht mehr vernünftig und sicher leben – beide Länder sind Polizeistaaten, dienen ausschließlich den privilegierten Interessen, sind in einem Krieg DES Terrors auf mehreren Schlachtfeldern alliiert und schaffen die fundamentalen Freiheiten in der Heimat ab.

 

Der jüngste Missbrauch kommt von der strammen Innenministerin Amber Rudd. Sie ist die Vorreiterin einer Kampagne der Tories (Anm.d.Ü.: die britische CDU/CSU), das Lesen sogenannter extremistischer Inhalte Online unter Strafe zu stellen – mit bis zu 15 Jahren Haft.

 

Das selbe gilt für jeden, der Inhalte verbreitet, die von den Tories als extremistisch bezeichnet werden, insbesondere über das britische Militär, die Geheimdienste und die Polizei, alles was man als Vorbereitung für terroristische Anschläge betrachten könnte.

 

Ich will sicherstellen, dass jene, die sich im Internet widerliche terroristische Propaganda ansehen, darunter dschihadistische Webseiten, rechtsextreme Propaganda und Anleitungen zum Bombenbau, die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen“, trötete Rudd und fügte hinzu:

 

Momentan gibt es eine Gesetzeslücke über Material, das im Internet betrachtet wird, ohne dauerhaft heruntergeladen zu werden.“

 

Das ist ein zunehmend übliches Mittel, mit dem Material für kriminelle Zwecke online zugänglich gemacht wird und ein besonders verbreitetes Mittel, um extremistisches Material wie Videos und Webseiten anzusehen.“

 

Eine Analyse des Innenministeriums zeigt, dass im Verlauf eines Jahres Tausende von ISIS-Tweets und anderes Material im Internet auftauchen.

 

Nicht erwähnt wurde die Unterstützung der USA und Großbritanniens für terroristische Gruppen, die Rekrutierung, Bewaffnung, Finanzierung, das Training und die Anleitung ihrer Kämpfer, die sie als imperiale Fußsoldaten in Syrien, im Irak und anderswo einsetzen.

 

Die beste Art sie nicht länger zu unterstützen ist, den extremistischen online-Inhalt von ISIS und verwandten terroristischen Gruppen zu beenden, ihre Kämpfer zu bekämpfen anstatt sie zu benutzen.

 

Am wichtigsten ist die Beendigung der von den USA angeführten imperialen Kriege auf den zahlreichen Schlachtfeldern. ISIS und die verwandten terroristischen Gruppen wurden dazu geschaffen, als die imperialen Bodentruppen zu dienen, unterstützt vom Pentagon-geführten Terror-Bombardement.

 

Die von Rudd vorgeschlagenen Gesetzesänderungen zielen auf eine Stärkung der britischen Terrorgesetze von 2000. Sie erlauben der Polizeimacht, bürgerliche Freiheiten zu zerstören, einschließlich repressiver polizeilicher Kontrollmaßnahmen, die vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte als illegal bewertet wurden.

 

Das kriminalisiert die Mitgliedschaft, die Unterstützung oder das Tragen von Kleidung, die den Verdacht auf eine Verwicklung mit einer der genannten Gruppen erweckt. Von den mehreren Dutzend sind nahezu alle moslemisch.

 

Die gegenwärtigen britischen Gesetze gelten nur für heruntergeladenes und gespeichertes extremistisches Material. Die Änderungsvorschläge kriminalisieren das Lesen online.

 

In einem Kommentar zu den vorgeschlagenen Maßnahmen sagt der Jura-Professor Jonathan Turley, dass „zivile Libertäre davor gewarnt haben, dass sich Großbritannien in einem freien Fall von der Kriminalisierung der Meinungsfreiheit zur Ausdehnung auf einen Überwachungsstaat befindet.“

 

Den Tories „reicht die ständige Ausweitung der Kriminalisierung der Meinungsfreiheit nicht. Jetzt wollen sie das Betrachten von Internet-Seiten kriminalisieren.“

 

Wie immer versuchen die Behörden der Öffentlichkeit im Grunde mitzuteilen: 'vertraut uns, wir sind die Regierung'.“ Die Kriminalisierung des Lesens von online-Inhalten gleicht einem „Feldzug gegen bürgerliche Freiheiten.“

 

Ein früherer Artikel diskutierte den Wunsch der Premierministerin Theresa May, größere Regierungskontrolle über das Internet zu haben. Wenn das Lesen von Material, das die Tories für nicht tragbar halten, kriminalisiert wird, was kommt dann als Nächstes?

 

Die Gedankenkontrolle? Die Kriminalisierung legitimer Kritik an der Regierungspolitik? Öffentlichen Protests gegen die Regierungspolitik? Die freie Meinungsäußerung zu jedem Thema im Internet oder im öffentlichen Raum insgesamt?

 

Turley zitiert aus Orwells 1984 folgendes:

 

Wir unterscheiden uns von den Oligarchen der Vergangenheit, da wir wissen was wir tun. Alle anderen, sogar jene die uns ähnlich sind, waren Feiglinge und Heuchler.“

 

Die deutschen Nazis und die russischen Kommunisten kamen unseren Methoden sehr nahe, aber sie hatten nie den Mut, ihre eigenen Motive zu erkennen.“

 

Sie taten so, vielleicht glaubten sie es sogar, dass sie die Macht unwillig und für eine begrenzte Zeit übernommen hatten und dass gleich um die Ecke ein Paradies liege, wo die Menschen frei und gleich sein würden.“

 

Wir sind nicht so. Wir wissen, dass niemand die Macht mit der Absicht übernimmt, sie herzugeben. Macht ist kein Mittel, sie ist ein Zweck.“

 

Man errichtet keine Diktatur um eine Revolution sicherzustellen; man macht eine Revolution um eine Diktatur zu errichten. Das Ziel von Verfolgung ist die Verfolgung. Das Ziel von Folter ist die Folter. Das Ziel von Macht ist Macht.“

 

Amerika, Großbritannien und andere westliche Länder steuern auf die Einrichtung einer voll entfalteten Tyrannei zu.

 

Vielleicht wird ein weiteres staatlich gesponsertes 9/11 das sicherstellen.

     


 

http://www.paulcraigroberts.org/2017/10/07/las-vegas-final-comment/

 

Mein endgültig letzter Kommentar zu Las Vegas

 

von Paul Craig Roberts, 07.10.2017

 

 

Liebe Leser,

 

einige von Euch drängen mich zu einer Erklärung über die Ereignisse in Las Vegas. Ich habe keinen Kontakt zu Menschen, die in verdeckte Operationen der USA verwickelt sein könnten. Einige von Euch meinen, da ich „bei Ronald Reagan dabei war“, wüsste ich alles was in einer Regierung vor sich geht. Das trifft für niemanden in einer Regierung zu.

 

Wer von Euch so an Las Vegas interessiert ist, der muss es schon selbst für sich herausfinden. Denkt daran, dass es im Internet genauso viele Fake News gibt wie bei CNN usw.

 

Ich kann Euch ein paar Ratschläge geben, wie Ihr das das untersuchen könnt, um zu einem Schluss zu kommen. Es wird Fotos vom Tatort geben, die Blutspuren und Blutlachen zeigen – außer es wird keine normale polizeiliche Untersuchung geben. Der Tötungsbereich sollte zu der angeblichen Position des Schützen passen. Kugeln im Boden sollte den Einschusswinkel und die Richtung der Kugeln zeigen.

 

Wenn keiner dieser Beweise verfügbar ist, so sollte man zu den verfügbaren Beweisen greifen. Zeigen die Videos der Kauernden und Flüchtenden irgend jemand der getroffen wurde? Hört man Rufe wie „Ich wurde getroffen, helft mir!“? Wenn nicht, warum nicht? 573 Opfer sind eine große Zahl.

 

Befragt Sanitäter, wie man Verwundete versorgt und vergleicht es mit dem, was man aus diesem Video lernt, das angeblich zeigt wie Verwundete in ein Krankenhaus gebracht wurden:

https://www.youtube.com/watch?v=ki__BdeRIjc

 

Beachtet die Abwesenheit von Sanitätern und medizinischem Personal. Beachtet die unsachgemäße Weise, wie die angeblich Verwundeten von Menschen in Straßenkleidung getragen werden, das sind eindeutig keine Profis. Beachtet das Fehlen von Blut. Nichts auf den Bahren, nichts auf den Opfern, nichts auf den Menschen die die Opfer tragen, nichts auf dem Fußboden. Keine Anzeichen von Schock.

 

Fragt Euch, wie die Verletzten in die Hände von Konzertbesuchern gelangen konnten, die vor dem Tatort geflohen sind. Sind Konzertbesucher zurückgekehrt, um die Verwundeten zu bergen? Warum sollte sie dieses Risiko auf sich nehmen oder warum hat man es ihnen erlaubt? Es dauerte eine Stunde, bis die Polizei zu dem Hotelzimmer gelangte, wo angeblich die Schießerei stattfand. Warum sollte die Polizei, die Ambulanzen oder das medizinische Personal untrainierten Personen erlauben, die Verletzten zu versorgen?

 

Ich erinnere mich vor Jahren, dass sich ein guter Samariter, der einer verletzten Person helfen will, persönlich haftbar macht. Es gab Fälle, da haben Menschen versucht, einigen Verletzten nach einem Unfall oder einer Schießerei zu helfen. Sie wussten nicht, wie man Verletzungen erkennt und wie man eine verwundete Person sachgemäß transportiert. Und das führte zu einer Querschnittslähmung oder zum Tod der Person, der sie helfen wollten. Die angeblich Verwundeten in diesem Video werden grob behandelt. Wenn zum Beispiel eine Kugel nahe an der Wirbelsäule steckt, so könnte das eine Querschnittslähmung zur Folge haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man gewöhnlichen Menschen gestatten würde, die Verletzten in ein Krankenhaus zu schleppen. Das Video sieht für mich so aus als würden Krisenschauspieler an einer Übung teilnehmen. Es gibt Berichte, dass vor dem Ereignis Krisenschauspieler für eine Übung in Las Vegas in Annoncen gesucht wurden. Und hier ein Bericht, angeblich Chefarzt des Krankenhauses, der sagt, dass das Krankenhaus nach der Schießerei oder der angeblichen Schießerei eine „Katastrophenübung für einen Massenunfall“ aktiviert habe.

https://www.intellihub.com/chief-m-d-vegas-hospital-says-mass-casualty-incident-disaster-drill-was-initiated-after-massacre-took-place/

 

Wenn ja, wie konnte das Krankenhaus die Krisenschauspieler so schnell zusammenstellen?

 

Ist die Behauptung des Krankenhauschefs ein Weg, um die Abwesenheit von Blut und die unsachgemäße Behandlung der Verwundeten zu erklären, indem man das Ganze zu einer Übung erklärt und nicht als Beweis für eine Schießerei? Wenn ja, wo sind dann die Beweise für die in Krankenhäuser gebrachten Verwundeten?

 

Verantwortliche öffentliche Behörden, denen die wachsende Skepsis der Öffentlichkeit und die Zuflucht zu Verschwörungstheorien bewusst ist, würden alles unternehmen, um die offizielle Story mit harten Beweisen zu untermauern. Bei 573 Opfern muss es eine Flut von Beweisen geben. Wo sind sie?

 

Ich kann diese Sache nicht für Euch aufklären. Ich bin weitaus mehr über den Konflikt mit Russland, Iran und China besorgt, in den uns die Neokonservativen, der Militär/Sicherheitskomplex und die Presstituierten treiben. Wenn so ein Konflikt ausbricht, dann werden die Opfer um eine Million oder viele Millionen größer sein als die angeblich 573 Toten und Verwundeten von Las Vegas. Ich wünschte ich könnte die Amerikaner dazu bringen, darüber so besorgt zu sein wie über Las Vegas.

     


 

http://cluborlov.blogspot.de/2017/10/by-their-fruits.html#more

 

An ihren Früchten...

 

von Dmitry Orlov, 03.10.2017

 

 

Wenn man in der mittlerweile fast hermetisch abgeriegelten Gedankenwelt der westlichen Massenmedien lebt und wenn man aber auch die Wahrheit erfahren will, dann muss einem das Leben zunehmend unfair vorkommen – weil man nicht gewinnen kann. Denn seit Jahrzehnten ist die Vorgehensweise so: Egal welche Partei im Kongress die Mehrheit hat oder die Präsidentschaft kontrolliert: die immer gleiche, in Washington versteckte, nationale (und zunehmend transnationale) Elite legt die Agenda fest und drückt sie durch, mit allen nötigen Mitteln, ob legal, illegal oder schlichtweg kriminell (in zunehmendem Maße Letzteres, da eine nationale Pleite droht und Verzweiflung einsetzt). Ihre Handelnden stellen sicher, dass es über das Geschehene keine echte Untersuchung gibt. Alle westlichen Medienberichte, die der offiziellen und lügnerischen Sichtweise widersprechen, werden unterdrückt. Jede unabhängige Anstrengung zu einer Untersuchung und zum Auffinden der Wahrheit wird als „Verschwörungstheorie“ lächerlich gemacht – ein herabsetzender Begriff, der von der CIA genau zu diesem Zweck erfunden wurde. Alle nicht-westlichen Medienquellen, die es wagen, der offiziellen, lügnerischen Sichtweise zu widersprechen, werden ignoriert, persönlich angegriffen und allen möglichen falschen Verdächtigungen ausgesetzt. Und wenn das alles nichts hilft, verbannt man sie ganz einfach (so wie es gegenwärtig dem Satellitensender Russia Today ergeht).

 

Wenn das die vorherrschende Methode zur Kommunikation mit der Öffentlichkeit ist (davon bin ich überzeugt, und ihr solltet euch auch davon überzeugen, indem ihr eigene Nachforschungen betreibt, wenn ihr der Meinung seid, dass dem nicht so ist), welche Chance haben wir dann, die Wahrheit zu unserer Zufriedenheit herauszufinden? Normalerweise erwarten wir, dass man uns ein paar, möglicherweise widersprüchliche Versionen von Ereignissen präsentiert. Und nach etwas Sondierung und Überlegung kämen wir zu einem Urteil und würden es untereinander austauschen, um zu einem Konsens zu kommen, der wiederum zu einem Stein in dem Gebäude unserer einvernehmlichen Realität wird. Das ist eine Aufgabe mit hoher Priorität, denn der Erhalt eines Gefühls von Konsens-Realität ist wichtig: Sie erlaubt uns, das Vernünftige vom Irren zu unterscheiden und sie ermöglicht es uns, es den jungen Menschen mitzuteilen, deren Köpfe zu unreif sind, um zu eigenen Schlussfolgerungen zu gelangen, ohne zu unbegründeten oder extremistischen Ansichten getrieben zu werden. Das was für sie sicher ist zu denken. Wenn wir unserer Fähigkeit beraubt werden, ein Gefühl der einvernehmlichen Realität zu bewahren, dann verlieren wir das Gesicht vor unseren Mitmenschen (und vor unseren Kindern) und unsere Selbstachtung leidet, weil wir uns sozial nicht mehr angemessen fühlen.

 

Aber welche Wahl haben wir?

 

Wenn wir die offiziellen Lügen schlucken, die man uns erzählt und wenn wir ganz genau wissen dass es Lügen sind, dann fühlen wir uns wie Idioten. Wenn wir uns weigern, sie zu schlucken, dann müssen wir entweder eine alternative Interpretation oder Sichtweise als wahr akzeptieren, selbst wenn alle Fakten fehlen, die wir zum Beweis der Sache bräuchten – denn niemand wird sie uns geben – und damit riskieren wir Entfremdung und Marginalisierung. Oder wir nehmen einen unwissenden Standpunkt ein und erklären, dass wir zwar nicht in die Wahrheit eingeweiht sind, aber genug wissen um zu sagen, dass die offizielle Geschichte ein Netz aus Lügen ist. Die beiden ersten sind eindeutig schlechte Züge, während das letzte eine Weigerung zum mitspielen ist und daher zum Scheitern verurteilt ist; somit sind alle drei Niederlagen. Es gibt hier keinen Sieg-Zug.

 

Aber es ist noch schlimmer als das; nicht nur gibt es keine Sieger-Strategie, sondern wir finden uns auch in einer Verlierermannschaft, die nicht weiß wie man spielt und die mit sich spielen lässt. Wie vor kurzem Ron Unz, der Herausgeber von unz.com, schrieb:

 

Ich habe manchmal mit anderen Leuten Witze darüber gemacht, was passieren würde, wenn plötzlich die Besitzer und die Kontrolle unserer Fernsehsender und anderer großer Medien wechseln würden, dass das neue Informationsregime nur ein paar Wochen konzertierten Einsatz brauchen würde, um all unsere berühmten 'Verschwörungstheorien' in den Köpfen unserer leichtgläubigen amerikanischen Öffentlichkeit total umzudrehen. Die Vorstellung, dass 19 Araber mit Tapetenmessern mehrere Airliner entführen und unser NORAD Verteidigungssystem umgehen und mehrere Wahrzeichen in Trümmer legen konnten, das würde bald weltweit als die absurdeste 'Verschwörungstheorie' verulkt werden, die direkt aus einem Comic-Buch stammt und in die Köpfe von geistig Verwirrten gelangte, was leicht die absurde Theorie vom 'Einzelschützen' bei der Ermordung von JFK übertrifft.“ (Anm.d.Ü.: Als Reaktion auf die Kritik zum Warren-Bericht zur JFK-Ermordung hat die CIA in einem Traktat zur Bekämpfung der Kritik die Einführung des Begriffs „Verschwörungsgstheorie“ ins Spiel gebracht.)

 

Nehmt das Beispiel der unglückseligen US-Invasion in den Irak: 4.801 tote US-Soldaten, 1.455.590 tote Iraker, ein einst wohlhabendes Land zerstört und in einen Spielplatz für Terroristen verwandelt, mit einer schwachen Regierung, die mit dem Iran verbündet ist, Waffen aus Russland kauft und gegenüber den USA zunehmend feindlich ist. Der Krieg wurde der US-Öffentlichkeit mit einer Technik verkauft, die „Beweis durch Nebeneinanderstellung“ genannt wird und die so funktioniert: Man zeige immer wieder ein Bild von Bob neben einem riesigen Haufen aus Leichen und erwähnt nie die Tatsache, dass Bob höchstens ein halbes Dutzend Menschen getötet haben könnte, und alle bis auf einen in Selbstverteidigung oder durch Zufall. So hat man es mit Saddam Hussein gemacht (der nebenbei bemerkt Osama bin Ladens Erzfeind war, der wiederum für die CIA gearbeitet hat). Und bis 2003 hatte man 70% der Amerikaner dazu gebracht zu glauben, dass Saddam Hussein für die Zerstörung des World Trade Centers verantwortlich war.

 

Und der „Beweis durch Gegenüberstellung“ funktioniert bei den TV-benebelten Zombies in den USA prima. Aber für den Rest der Welt, so wie er im UN-Sicherheitsrat vertreten ist, musste man ein festeres Lügennetz spinnen – man benutzte gefälschte „Geheimdienstbeweise“ über irakische „Massenvernichtungswaffen“. Die Welt knickte ein und versäumte es, ihr Veto gegen eine Resolution einzulegen, die den Einsatz von Gewalt gegen den Irak erlaubte. Die vermeintlichen Waffen wurden nie gefunden und die Geheimdienstaufklärung, die dazu benutzt wurde, um die Welt von deren Existenz zu überzeugen, stellte sich als Lügengeschichte heraus.

 

Das ist wirklich eine sehr große Sache, denn die Reputation, die Wahrheit zu sagen, kann man nur genau einmal verlieren, und ab dem Zeitpunkt wird die Verwendung des Begriffs „US Geheimdienstquellen“ zu einem Synonym für „eine Verschwörung von unverschämten Lügnern“. Und die Standardantwort auf Vorschläge, die auf „US Geheimdiensterkentnissen“ beruhen, lautet dann in etwa so: „Du kannst mir den Buckel runterrutschen!“ Aber es hat einige Zeit gedauert bis der Groschen fiel. Das letzte Land, für das die USA aufgrund von falscher Aufklärung (über ein humanitäres Desaster) die UN-Erlaubnis zum Angriff erhielt, war Libyen. Dmitry Medwedew, der zu jener Zeit gerade russischer Präsident geworden war, versuchte immer noch, sich dem Westen anzubiedern und hat es versäumt, die Resolution zu blockieren – eine Entscheidung die er später bedauert hat. Die Verzögerung bei der Verarbeitung der Tatsache, dass sämtliches Vertrauen weg ist, und der daraus resultierende zusätzliche Tod und die Zerstörung sind beklagenswert. Aber jetzt liegt das Urteil vor und es gibt keine Berufung. Wenn der letzte Absatz etwas verärgert klingt, dann ist das vermutlich angemessen; all die ungerechtfertigten Toten, die durch die erfundenen „Tatsachen“ gerechtfertigt wurden, sollten auf dem Gewissen von jemandem lasten – hoffen wir, dass es nicht meines oder deines ist.

 

Zurück zur Ausgangsfrage: Wie sollen wir spielen, damit wir dieses Spiel gewinnen? Ausgehend vom oben Gesagten ist die Grundannahme, dass das dominante, offizielle westliche Narrativ ein Netz aus Lügen ist, eine gute – egal worum es geht. Egal welche Botschaft Washington und die westliche Massenmedien durchzudrücken versuchen: Eine perfekt stichhaltige Antwort ist, immer darauf hinzuweisen, dass sie in der Vergangenheit gelogen haben und eine einfache Frage zu stellen: Wann haben sie mit dem Lügen aufgehört? Da es sehr schwer ist, auf diese Frage vernünftig zu antworten, sollte man alle westlichen Regierungen und Medien als verdächtig einstufen.

 

Wenn die offizielle Sichtweise fallen gelassen werden muss, dann wird eine Öffnung für alternative Sichtweisen geschaffen. Die kann aus mindestens drei Arten bestehen. Da gibt es die Strohmänner, die man absichtlich aufstellt um sie abzufackeln, zusammen mit jenen die auf sie hereinfallen: Wenn sie dich nicht von der falschen Sichtweise A überzeugen können, dann versuchen sie dich von der falschen Sichtweise B zu überzeugen (die erscheint dir attraktiv, denn es lässt sie schlecht aussehen). Damit können sie dich als „Verschwörungstheoretiker“ bezeichnen und dich von der Straße und in einen Graben schubsen. Und dann ist da noch das falsche Narrativ C: Gegennarrative, die von anderen Nationalstaaten ersonnen werden – von geopolitischen Gegnern (wie Russland, China, Iran) oder von ausgestoßenen Staaten (wie Kuba, Venezuela und Nordkorea). Hier riskiert man, als Handlanger ausländischer Einflüsse gebrandmarkt zu werden (wenn man darauf hereinfällt) oder man verfährt sich in einem geistigen Niemandsland (wenn man nicht darauf hereinfällt).

 

In jedem Fall kann man die Situation retten, indem man die Frage „Cui bono?“ stellt. Bei Fälschung A sind die Nutznießer die US-Elite, die Oligarchen, der Tiefe Staat usw.. Das gleiche mit der falschen Sichtweise B, einziger Unterschied ist das Muster „sie gewinnen oder du verlierst“. Das gleiche mit der falschen Sichtweise C, nur sind hier „sie“ ausländische Lügner anstatt der einheimischen. Aber selbst wenn man weiß, wer einen belügt und warum, so kann man immer noch nicht gewinnen, denn man kommt der Wahrheit nicht näher.

 

Aber man kann gewinnen – indem man die Resultate betrachtet. Man sucht nach regelmäßigen Mustern des Scheiterns. Schaut, wer andere belügt der neigt auch dazu, sich selber zu belügen. In einer großen Menschengruppe können nur wenige leistungsstarke Soziopathen andere ständig belügen und gleichzeitig in ihren eigenen Köpfen ehrlich und wahrhaftig bleiben; für alle anderen ist die Erfahrung, in einer Schlangengrube aus Lügen gefangen zu sein, geistig so zersetzend, emotional verstümmelnd und so demoralisierend, dass sie ihre Pflichten wahrscheinlich nicht mehr angemessen ausüben können. Ich habe mit Soldaten und Offizieren, die viele Einsätze im Irak und in Afghanistan hatten, so manches Bier gekippt und mir ihre Leidensgeschichten genau angehört. Selten hat ihre offizielle Indoktrination den Kontakt mit „dem Feind“ überlebt. Leider ist der emotionale Schaden, der durch diese Erfahrung angerichtet wird, oft dauerhaft.

 

Jenseits des emotionalen Einflusses der Lügen gibt es die praktische Auswirkung von Beeinträchtigungen bei den Herrschenden. Lügen führen zu weiteren Lügen und schon bald sind unvoreingenommene Informationssammlung, rationale Analyse und ordentliche Einsatzplanung nicht mehr möglich. Das garantierte, wiederholbare Ergebnis ist ein Fiasko. Schaut euch den Kosovo an: ein gescheiterter Drogenstaat, der von der Mafia regiert wird. Schaut euch Afghanistan an: die Taliban sind zurück, stärker und besser als je, und das Heroin-Geschäft blüht. Schaut euch den Irak an: ein Tummelplatz für Terroristen und näher am Iran. Schaut euch Libyen an: ein zerstörtes Land, das ein Spielplatz für islamistische Milizen ist und ein Umschlagplatz für Einwanderer nach Europa. Schaut euch Syrien an: die Syrer und die Russen haben es zum größten Teil von den Terroristen zurückerobert, die von den USA bewaffnet und ausgebildet werden. Schaut euch die Ukraine an: zerteilt, der beste Teil der Bevölkerung ist nach Russland geflohen und sie liefert eine eindrucksvolle Studie für alle fünf Phasen des Untergangs. Sucht nach Gegenbeispielen für dieses Muster – ihr werdet kaum eines finden.

 

Jene, die unter dem Banner der Wahrheit in die Schlacht marschieren, werden weitaus wahrscheinlicher siegen als jene, die sich mit dem Feigenblatt der öffentlichen Täuschung auf den Weg machen. Vielleicht kann man die Inschrift des Banners nicht genau entziffern, aber man kann es mit Sicherheit erkennen, wenn die Herbststürme das Feigenblatt weggeweht haben. Dann „werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen“.

 

 

 

 

Dmitry Orlov kam als Kind nach Amerika und lebt in der Nähe von Boston. Er ist einer der besser bekannten Denker, die The New Yorker in einem ausgezeichneten Profil 2009 als „die Dystopier“ bezeichnete (zusammen mit James Howard Kunstler). Diese Theoretiker glauben, dass die moderne Gesellschaft auf ein scharfes und schmerzhaftes Auseinanderbrechen zumarschiert.

 

Am bekanntesten ist sein Buch von 2011, in dem er den sowjetischen und den amerikanischen Kollaps vergleicht (er glaubt, dass der amerikanische schlimmer wird).

(„Reinventing Collapse: The Soviet Experience andd Amerivan Prospects“)

https://www.amazon.com/dp/0865716854/ref=asc_df_08657168545188945?smid=A2MZ8HVFN1VFRJ&tag=shopz0d-20&ascsubtag=shopzilla_mp_1475-20;15072986266976243683910080302008005&linkCode=df0&creative=395105&creativeASIN=0865716854

 

Er ist ein produktiver Autor mit einer weiten Bandbreite an Themen und man findet seine Sachen bei Amazon.

 

Er hat im Internet (http://cluborlov.blogspot.de/2017/10/by-their-fruits.html) eine große Gefolgschaft. Unterstützt ihn bitte auf Patreon (so wie ich).


http://www.unz.com/jpetras/how-billionaires-become-billionaires/

 

Wie Milliardäre zu Milliardären werden

 

von James Petras, 04.10.2017

 

 

Amerikas hat die größten Unterschiede, die höchste Sterblichkeitsrate, die rückläufigsten Steuern und die größten öffentlichen Subventionen für Banker und Milliardäre von allen entwickelten kapitalistischen Ländern.

 

In diesem Aufsatz sprechen wir über die sozio-ökonomischen Ursachen der Ungleichheit und der Beziehung zwischen der Konzentration des Reichtums und der abnehmenden Mobilität der arbeitenden und angestellten Klassen.

 

Wie die Milliardäre zu Milliardären wurden

 

Eine der wahrscheinlichsten Ursachen für milliardenschweren Reichtum ist die Steuervermeidung in all ihren Verkleidungen und Formen.

 

Im Gegensatz zu der von der Wirtschaftspresse verbreiteten Propaganda hatten zwischen 67% und 72% der Konzerne nach Krediten und Ausnahmen gar keine Steuern zu zahlen … während die Arbeiter und Angestellten zwischen 25 und 30% Steuern zahlen. Der Steuersatz für den kleineren Teil der Konzerne, die überhaupt Steuern zahlten, betrug 14%.

 

Nach Angaben der US Steuerbehörde IRS trägt die Steuervermeidung der Milliardäre jedes Jahr mit bis zu $458 Milliarden zu öffentlichen Mindereinnahmen bei – nach vorsichtigen Schätzungen sind das alle zwei Jahre fast eine Billion Dollar.

 

Die größten US-Konzerne schützen über 2,5 Billionen Dollar in überseeischen Steueroasen, wo sie keine oder einstellige Steuersätze zahlen.

 

Gleichzeitig erhielten US-Konzerne in der Krise über 14,4 Billionen Dollar (Bloomberg forderte 12,8 Billionen) an Rettungsgeldern, aufgeteilt zwischen dem Finanzministerium und der Federal Reserve, größtenteils von US-Steuerzahlern, die zum überwiegenden Teil von Arbeitern, Angestellten und Rentnern stammen.

 

Die empfangenden Banker haben ihre zinslosen oder niedrig verzinsten Rettungsgelder und Milliardenprofite investiert, das meiste davon stammt aus den abgewickelten Hypothekenpleíten der arbeitenden Haushalte.

 

Mit günstigen Gerichtsurteilen und ungesetzlichen Pfändungen haben die Banker 9,3 Millionen Familien vor die Tür gesetzt. Über 20 Millionen Menschen haben ihr Eigentum verloren, oft durch illegale oder betrügerische Schulden.

 

Eine kleine Anzahl der finanziellen Betrüger, darunter Vorstände von Wall Street Banken (Goldman Sachs, J.P.Morgan usw.), haben Strafen bezahlt – aber nicht einer wanderte für den gigantischen Betrug, der Millionen Amerikaner ins Elend getrieben hat, ins Gefängnis.

 

Es gibt andere finanzielle Betrüger wie den gegenwärtigen Finanzminister Steve Mnuchin, der sich mit illegalen Zwangsvollstreckungen Tausender Hausbesitzer in Kalifornien bereichert hat. Einige mussten vor Gericht erscheinen, alle wurden freigesprochen, Dank dem Einfluss demokratischer Parteiführer während der Obama-Jahre.

 

Silicon Valley und seine erfinderischen Milliardäre haben neuartige Wege gefunden um Steuern zu vermeiden, indem sie ausländische Steueroasen und einheimische Abschreibungen benutzt haben. Sie steigern ihren Reichtum und die Konzerngewinne, indem sie ihren örtlichen Mitarbeitern und dem Servicepersonal Armutslöhne bezahlen. Die Vorstände von Silicon Valley verdienen das tausendfache ihrer Produktionsarbeiter.

 

Klassenunterschiede werden durch ethnische Teilung weiter verstärkt. Weiße, chinesische und indische Multimillionäre beuten afroamerikanische, lateinamerikanische und philippinische Arbeiter aus.

 

Die Milliardäre in den kommerziellen Konglomeraten wie Walmart beuten die Arbeiter aus, indem sie Armutslöhne zahlen und wenige bis gar keine Sozialleistungen bieten. Walmart verdient pro Jahr $16 Mrd., indem sie ihren Arbeitern zwischen $10 und $13 Stundenlohn zahlen und sich auf örtliche und Bundeshilfe verlassen, um den Familien ihrer verarmten Arbeiter mit Krankenversicherung und Lebensmittelmarken beizustehen. Der Amazon-Plutokrat Jeff Bezos beutet die Arbeiter aus, indem er ihnen $12,50 Stundenlohn zahlt, während er gleichzeitig $80 Milliarden an Profiten angehäuft hat. Der UPS-Vorstand David Albany bekommt jedes Jahr $11 Millionen und beutet seine Arbeiter mit einem Stundenlohn von $11 aus. Der Vorstand von Federal Express. Fred Smith, bekommt $16 Mio. und zahlt den Arbeitern $11 pro Stunde.

 

Ungleichheit ist nicht das Ergebnis von „Technologie“ und „Bildung“, sowie liberale und konservative Ökonomen und Journalisten gerne behaupten – es sind zeitgenössische Euphemismen für den Überlegenheitskult der herrschenden Klasse. Ungleichheit ist das Ergebnis niedriger Löhne, basierend auf riesigen Profiten, finanziellem Betrug, öffentlichen Rettungsschirmen in Billionenhöhe und Multimilliarden Dollar Steuervermeidung. Die herrschende Klasse hat die „Technologie“ zur Ausbeutung des Staates zur Meisterschaft getrieben, mit ihrer Plünderung der Finanzkassen und der arbeitenden Bevölkerung. Die kapitalistische Ausbeutung unterbezahlter Produktionsarbeiter liefert zusätzliche Milliarden für die „menschenfreundlichen“ Familienstiftungen der Milliardäre um ihr öffentliches Image aufzupolieren – wobei sie einen weiteren Steuer-vermeidenden Trick anwenden – die selbst-glorifizierenden „Spenden“.

 

Die Arbeiter zahlen überproportionale Steuern für Bildung, Gesundheit, soziale und öffentliche Dienste und Subventionen für Milliardäre.

 

Die Milliardäre in der Waffenindustrie und den Sicherheits/Söldner-Konglomeraten erhalten über $700 Milliarden aus dem Bundeshaushalt, während über 100 Millionen US-Arbeitern eine angemessene Gesundheitsversorgung fehlt und ihre Kinder in verrottenden Schulen zwischengelagert werden.

 

Die Arbeiter und die Bosse: Die Sterblichkeitsraten

 

Milliardäre und Multimillionäre und ihre Familien genießen ein längeres und gesünderes Leben als ihre Arbeiter. Sie brauchen keine Krankenkasse oder öffentliche Krankenhäuser. Vorstände leben durchschnittlich zehn Jahre länger als Arbeiter und genießen 20 Jahre mehr gesundes und schmerzfreies Leben.

 

Private und exklusive Kliniken und erstklassige medizinische Betreuung beinhalten die fortschrittlichste Behandlung und sichere und bewährte Medizin, was den Milliardären und ihren Familien ein längeres und gesünderes Leben gewährt. Die Qualität ihrer medizinischen Versorgung und die Qualifikation ihrer medizinischen Dienstleister steht in krassem Gegensatz zu der Apartheid der Gesundheitsversorgung, die den Rest der Vereinigten Staaten charakterisiert.

 

Die Arbeiter werden vom Gesundheitssystem behandelt und misshandelt: Sie bekommen unzureichende und oft inkompetente medizinische Behandlung, flüchtige Untersuchungen durch unerfahrene medizinische Assistenten und sind Opfer der weitverbreiteten Überverschreibung von süchtig machenden Schmerzmitteln und anderen Medikamenten. Die Überverschreibung von Narkotika durch inkompetente „Lieferanten“ hat wesentlich zum Anstieg vorzeitiger Todesfälle unter Arbeitern geführt, zu den außer Kontrolle geratenen Überdosierungen von Opiaten, Arbeitsunfähigkeit wegen Sucht und dem Abstieg in Armut und Obdachlosigkeit. Diese unverantwortlichen Praktiken haben für die Elite der Versicherungskonzerne zu zusätzlichen Milliardenprofiten geführt. Sie können die Renten- und Krankenversicherungspflichten reduzieren, da die verletzten, behinderten und süchtigen Arbeiter aus dem System ausscheiden oder sterben.

 

Die verkürzte Lebenserwartung für Arbeiter und ihre Familienmitglieder wird in der Wall Street und in der Finanzpresse gefeiert. Zwischen 1999 und 2015 wurden über 560.000 Arbeiter durch Opioide getötet, was zur Verringerung der Lebenserwartung der Durchschnittslöhner geführt hat und die Pensionsverpflichtungen der Wall Street und der Sozialkassen reduziert hat.

 

Ungleichheiten sind kumulativ, Generationsübergreifend und multisektoral.

 

Die Familien der Milliardäre, ihre Kinder und Enkel erben und investieren Milliarden. Sie haben privilegierten Zugang zu den namhaftesten Schulen und medizinischen Einrichtungen, und verlieben sich passenderweise in die selben privilegierten, gut verknüpften Partner, um ihren Reichtum zu teilen und sogar noch größere finanzielle Imperien zu bilden. Ihr Reichtum erkauft sich günstige, ja jubelnde Berichterstattung in den Massenmedien und die Dienste der einflussreichsten Juristen und Buchhalter, um ihre Betrügereien und Steuerhinterziehung zu decken.

 

Die Milliardäre heuern Erfinder und buckelnde Betriebswirte an, um noch mehr kreative Wege auszuklügeln, wie man die Löhne drückt, die Produktivität erhöht und sicherstellt, dass sich die Ungleichheit noch weiter verstärkt. Milliardäre müssen nicht die klügsten oder erfinderischsten Menschen sein: solche Leute kann man sich kaufen oder auf dem „freien Markt“ anheuern und nach belieben wieder feuern.

 

Die Milliardäre haben Joint Ventures gekauft oder gegründet, um ineinander verschachtelte Abteilungen zu schaffen. Banken, IT, Fabriken, Lagerhallen, Lebensmittel und Haushaltsgeräte, Pharmazeutika und Krankenhäuser sind direkt mit den politischen Eliten verbunden, die durch die Drehtüren im IWF, der Weltbank, dem Finanzministerium, den Banken der Wall Street und der renommierten Anwaltskanzleien wandeln.

 

Die Folgen der Ungleichheit

 

Als erstes und vor allem dominieren die Milliardäre und ihre politischen, juristischen und Geschäftsverbündeten die politischen Parteien. Sie bestimmen die Führer und Schlüsselpositionen und stellen damit sicher, dass die Budgets und die Politik ihre Profite erhöhen, die Sozialleistungen für die Massen aushöhlen und die politische Macht populärer Organisationen schwächen.

 

Zweitens wird die Last der Wirtschaftskrise auf die Arbeiter verlagert, die gefeuert werden und danach als Teilzeit- oder Gelegenheitsarbeiter angestellt werden. Öffentliche Rettungsschirme, von den Steuerzahlern zur Verfügung gestellt, werden zu den Milliardären geleitet, unter dem Motto, dass die Wall Street-Banken zu groß zum Scheitern sind und dass die Arbeiter zu schwach sind, um ihre Löhne, Arbeitsplätze und Lebensstandards zu verteidigen.

 

Die Milliardäre kaufen die politischen Eliten, die wiederum die Vertreter der Weltbank und des IWF nominieren, die mit der Aufgabe betraut sind, die Politik der stagnierenden oder sinkenden Löhne einzusetzen, die Verpflichtungen der Konzerne und der öffentlichen Krankenkassen zu zerschlagen und die Profite durch die Privatisierung öffentlicher Unternehmen zu erhöhen und den Konzernen die Verlagerung in Niedriglohn- und Niedrigsteuerländer zu erleichtern.

 

In der Folge sind Lohnarbeiter und Angestellte weniger organisiert und haben weniger Einfluss. Sie arbeiten länger für weniger Geld und erleiden weniger Arbeitsplatzsicherheit und mehr Verletzungen – körperlich und geistig – erleben Abstieg und Arbeitsunfähigkeit, fallen aus dem System heraus, sterben früher und ärmer und liefern damit der Milliardärsklasse unvorstellbare Gewinne. Sogar ihre Sucht und ihr Tod leifert noch Gelegenheiten für riesige Profite – die Sackler-Familie, der Hersteller von Oxycontin, kann das bezeugen.

 

Die Milliardäre und ihre politischen Gefolgsleute argumentieren, dass regressivere Besteuerung die Investitionen und Arbeitsplätze erhöhen würde. Die Daten sprechen eine andere Sprache. Der Großteil der zurückfließenden Gewinne wird in Aktienrückkäufe geleitet, was die Dividenden der Investoren erhöht. Sie werden nicht in die produzierende Wirtschaft investiert. Niedrigere Steuern und höhere Profite für die Konzerne bedeuten mehr Firmenübernahmen und einen größeren Abfluss in Niedriglohnländer. In Wirklichkeit betragen die Steuern bereits weniger als die Hälfte des Basissatzes und sind ein wichtiger Faktor, der die Konzentration von Einkommen und Macht erhöht – sowohl Ursache als auch Wirkung.

 

Die Konzerneliten, die Milliardäre des globalen Silicon Valley-Wall Street-Komplexes, sind relativ zufrieden, dass ihre gelobte Ungleichheit garantiert ist und unter den demo-Republikanischen Präsidenten ausgeweitet wird – die „guten Zeiten“ gehen weiter.

 

Neben der „Milliardärs-Elite“ werben die „Außenseiter“ – die einheimischen Kapitalisten – für größere öffentliche Investitionen in die Infrastruktur, um die einheimische Wirtschaft anzukurbeln, für niedrigere Steuern, um die Gewinne zu erhöhen und für staatliche Subventionen in das Gesundheitswesen und die öffentliche Bildung. Sie erkennen die Widersprüche nicht.

 

Mit anderen Worten: Die kapitalistische Klasse, die globalistische genauso wie die einheimische, verfolgt die selbe regressive Politik und wirbt für die Ungleichheit, während sie sich um die Profite zanken.

 

150 Millionen steuerzahlende Arbeiter und Angestellte sind von den politischen und sozialen Entscheidungen ausgeschlossen, die direkt ihr Einkommen, ihre Anstellung, den Steuersatz und ihre politische Vertretung betreffen.

 

Sie verstehen, oder erfahren zumindest, wie das Klassensystem funktioniert. Die meisten Arbeiter wissen über die Ungerechtigkeit der falschen „Freihandels“-Abkommen und des regressiven Steuersystems, die die Mehrheit der Arbeiter und Angestellten schwer belasten.

 

Die Feindseligkeit und Verzweiflung der Arbeiter richtet sich jedoch gegen „die Einwanderer“ und gegen „die Liberalen“, die den Import billiger und halb ausgebildeter Arbeitskräfte unter dem Deckmantel der „Freiheit“ unterstützt haben. Dieses „politisch korrekte“ Bild von importierter Arbeit verdeckt eine Politik, die niedrigeren Löhnen, Sozialleistungen und Lebensstandards für amerikanische Arbeiter dient, egal ob in der Technologie, dem Bauwesen oder der Produktion. Auf der anderen Seite sind reiche Konservative gegen die Einwanderung, unter dem Vorwand von „Recht und Ordnung“ und wegen der niedrigeren Sozialausgaben – trotz der Tatsache, dass sie alle importierte Kindermädchen, Lehrer, Krankenschwestern, Ärzte und Gärtner für ihre Familien benutzen. Die kann man immer noch abschieben falls nötig.

 

Die Frage für oder gegen Einwanderung vermeidet das Grundübel für die wirtschaftliche Ausbeutung und den sozialen Abstieg der Arbeiterklasse – die milliardenschweren Besitzer arbeiten mit der politischen Elite Hand in Hand.

 

Um die regressiven Steuerpraktiken und die Steuervermeidung umzukehren, den Kreislauf niedriger Löhne und die außer Kontrolle geratenen Todesraten durch Narkotika und andere vermeidbare Ursachen, von denen die Versicherungskonzerne und die pharmazeutischen Milliardären profitieren, müssen Allianzen geschmiedet werden zwischen Arbeitern, Konsumenten, Pensionären, Studenten, den Behinderten, den gepfändeten Hausbesitzern, vertriebenen Mietern, Schuldnern, Unterbeschäftigten und Einwanderern – als eine einheitliche politische Kraft.

 

Leichter gesagt als getan, aber es wurde nie ausprobiert! Alles steht auf dem Spiel: Leben, Gesundheit und Glück.

     


 

http://www.paulcraigroberts.org/2017/10/04/las-vegas-shooting/

 

Die Schießerei in Las Vegas

 

von Paul Craig Roberts, 04.10.2017

 

 

Liebe Leser,

 

ich weiß Euer Vertrauen sehr zu schätzen. Ihr fragt mich in Euren E-Mails nach meiner Meinung zu der Schießerei in Las Vegas. Viele von Euch vermuten einen weiteren False Flag-Anschlag und Ihr fragt mich nach den Absichten.

 

Ich weiß nicht ob es eine False Flag ist und wenn ja, von wem und zu welchem Zweck. Ich erwarte nicht, es jemals zu wissen. Von offizieller Seite und den Medien wird eine Geschichte konstruiert. Die einzige Art es jemals zu wissen, wären persönlich Nachforschungen. Man müsste nach Las Vegas fahren, den Schauplatz untersuchen, dem Hotel Fragen stellen, die Antworten (so man welche bekommt) untersuchen, angeschossene Konzertbesucher finden und interviewen, die Beerdigungen besuchen und die Leichen der Getöteten sehen, mit ihren Familien reden, sich über die angeblich benutzten Waffen informieren, herausfinden wie es ist, auf Ziele so weit entfernt und unterhalb zu schießen, die Anzahl der Opfer mit der aufgezeichneten Schussdauer vergleichen, und so weiter. Mit anderen Worten: wir müssten die Arbeit machen, die in früheren Zeiten die Presse gemacht hat, aber jetzt nicht mehr macht.

 

Es scheint fast so als würde uns die Geschichte vorenthalten. Zum Beispiel erfährt man in den Medien, dass das Ereignis gleich jenseits der Straße des Hotels stattfand. Ich wusste nicht, dass „jenseits der Straße“ eine Entfernung von ca. 350 Metern war.

 

Da ich nicht erwarte, über das Geschehen jemals eine gesicherte Meinung zu haben, kümmere ich mich nicht so sehr um diese Massenschießerei, oder sollte ich angebliche Schießerei sagen? Es ist so wie Dmitry Orlov sagt:

 

Lügen führen zu weiteren Lügen, und bald wird eine unvoreingenommene Informationssammlung, eine rationale Analyse und eine ordentliche Vorgehensweise unmöglich.“

„ … den Ruf, die Wahrheit zu erzählen, kann man nur einmal verlieren und ab dem Zeitpunkt wird die Verwendung des Begriffs 'US Geheimdienstquellen' zu einem Synonym für 'eine Verschwörung von unverschämten Lügnern'.“

Egal welche Botschaft Washington und die westlichen Massenmedien durchdrücken wollen: Es ist jedes Mal eine perfekt gültige Antwort, darauf hinzuweisen, dass sie in der Vergangenheit gelogen haben und sich eine einfache Frage zu stellen: Wann haben sie mit dem Lügen aufgehört?“

 

Die offizielle Erklärungen von Ereignissen wie Las Vegas, Sandy Hook und so weiter lassen immer die Alarmglocken läuten, da die offiziellen Erklärungen gegenteilige Zeugenaussagen und andere Beweise immer gezielt ignorieren. Und es gibt auch oft nicht einmal Handy-Videos der toten und verwundeten Menschen. So weit ich sehen kann, fehlen in den Videobeweisen von Las Vegas die Körper der 573 toten und verwundeten Menschen. Wenn man den Argwohn bedenkt, den solche Ereignisse auslösen, dann würde man meinen, dass die Behörden besondere Anstrengungen unternehmen würden, die Toten und Verwundeten zu zeigen. In anderen Fällen von Chaos sehen angebliche Körper wie Attrappen aus oder sind abgedeckt und können alles mögliche sein. Die Anwesenheit von Krisenschauspielern wie beim Boston Marathon Bombing wirft weitere Fragen auf. Ich weiß noch wie ich erwartet habe, dass die Polizei und die Medien alle Beweise untersuchen und jeden Widerspruch beseitigen würden. Aber alles was wir jetzt bekommen, ist eine sofort zurechtgelegte und von den Offiziellen und den Medien endlos wiederholte Story. Das an sich lässt schon Verdacht aufkeimen.

 

Ihr müsst euch schon selber Gedanken über Las Vegas machen. Hier einige der berichteten Fakten, die es zu bedenken gilt:

 

Die Anzahl der getöteten und verwundeten Opfer beträgt insgesamt 573. Das ist die Größe eines Militärbataillons. Es ist sehr schwierig, ein ganzes Bataillon mit kleinen Feuerwaffen in Opfer zu verwandeln, selbst in einer heftigen Gefechtssituation. Ich weiß nicht ob das jemals passiert ist. Kann ein Mensch ohne militärisches Training, der vom 32. Stock herunterschießt, was aus einer Entfernung von 350 Metern (das ist die Länge von vier Fußballfeldern) besondere Zielkenntnisse erfordert, in ein paar Minuten 573 Menschen treffen? John Rappaport glaubt es nicht:

(„Es gab in Vegas mehr als einen Schützen“)

https://jonrappoport.wordpress.com/2017/10/03/more-than-one-vegas-shooter-the-evidence-builds/

 

Und auch der progressive Steve Lendman nicht:

(„Gemetzel in Las Vegas“) http://stephenlendman.org/2017/10/slaughter-las-vegas/

(„War Las Vegas schon wieder eine False Flag?“) http://stephenlendman.org/2017/10/las-vegas-another-false-flag/

 

Es gibt Berichte über mehrere Schützen.

 

Es gibt Berichte über Mündungsfeuer aus dem vierten Stock.

 

Die Fenster in dem Hotel lassen sich nicht öffnen und man müsste sie zertrümmern.

 

Stephen Paddock passt nicht in das Profil eines Psychopathen. Es wird berichtet dass er ein Multimillionär mit Flugzeugen und eigenem Piloten war. Er genoss das Leben. Sein Bruder ist verwundert und sagt, es ergäbe keinen Sinn dass Stephen die Schießerei begangen habe.

 

Das Mandalay Bay Hotel ist ein Casino. Wenn ja, dann hängen da überall Sicherheitskameras. Warum gibt es keine Videos mit Stephen Paddock, wie er die Koffer mit 23 Gewehren und Munition transportiert? Wie können die Reinigungskräfte in dem Raum drei Tage lang 23 Gewehre und die Munition übersehen? Das ergibt keinen Sinn.

 

Warum 23 Gewehre? Diese Anzahl ist vollkommen überflüssig. Die große Anzahl deutet fast darauf hin, dass das ganze Ereignis als ein Vorfall zur Waffenkontrolle erdacht wurde. Die riesige Anzahl an Gewehren, die riesige Anzahl an Opfern. Jetzt hat man – endlich – genug „Waffengewalt“, um Waffenkontrolle zu bekommen.

 

Skeptiker warten darauf, von den Behörden zu erfahren, wie eine Person aus so großer Entfernung es schaffte, so viele Menschen in so kurzer Zeit zu erschießen und mit welchen automatischen Gewehren und welchem Kaliber die Tat ausgeführt wurde. Da dieser Teil der Story besonders schwer zu glauben ist, werden wir dazu womöglich keine Erklärung bekommen.

 

Und es sind nicht nur die Behörden und die Presstituierten, die gegen die Wahrheit kämpfen. Es gibt auch einen Mangel an Integrität bei Menschen, die ein Hühnchen zu rupfen haben. Zum Beispiel schreibt Paul Street in CounterPunch: „Das Las Vegas Massaker ist nur das jüngste in der langen Geschichte von terroristischen Anschlägen der Waffenlobby auf amerikanischem Boden.“ Der Artikel trägt den Titel „The NRA's Latest Terrorist Attack on U.S.Soil“. Man kann ihn hier lesen:

https://www.counterpunch.org/2017/10/04/the-nras-latest-terrorist-attack-on-u-s-soil/

 

Die Lobby zur Waffenkontrolle hat ein massives eigenes Interesse an der offiziellen Story. Man kann sein Leben darauf verwetten, dass die Lobby zur Waffenkontrolle jedes einzelne Problem im Zusammenhang mit der offizielle Story ignorieren wird. Diese Story ist genau das, was sie zur Durchsetzung ihrer Pläne wollen. Die Kampagne läuft bereits:

(„Massenschießereien sind ein amerikanisches Problem. Es gibt eine amerikanische Lösung.“) https://www.washingtonpost.com/opinions/mass-shootings-are-an-american-problem-theres-an-american-solution/2017/10/02/ac934588-a7ac-11e7-850e-2bdd1236be5d_story.html?tid=ss_tw&utm_term=.60c647df119e

 

Da Paddock ein reicher weißer Mann ist, passt die Story auch in die Identitätspolitik. Paddock ist ein weiteres Beispiel für den bösen weißen Mann. Hier die Verbindung zur Identitätspolitik, wie sie von der WaPo serviert wird: „In ganz Amerika verwandeln sich weiße Männer, eine davon jung, andere mittleren Alters, in Wölfe. Nach jeder ihrer Terrortaten stellt sich heraus, dass diese Täter gar keine Männer waren. Es waren Bestien, hirnlose Monster , deren Böses abstrakt und kalt und schrecklich war.“

(„Wenn sich weiße Männer in einsame Wölfe verwandeln“) https://www.washingtonpost.com/blogs/compost/wp/2017/10/02/when-white-men-turn-into-lone-wolves/?utm_term=.538d683e0cc7

 

Die Menschen sind mehr daran interessiert, ihren Glauben und ihre Vorurteile bestätigt zu bekommen, als an der Wahrheit. Wäre Paddock ein Moslem, dann würden sich die islamophoben Menschen an die offizielle Sichtweise klammern.

 

Die Wahrheit erfordert, dass Menschen mehr an die Wahrheit glauben als an ihre eigenen Vorurteile und Gründe. In den Vereinigten Staaten sind solche Menschen zunehmend seltener.

 

Denkt immer an die römische Frage: „Cui bono? – Wer hat etwas davon?“ Dort findet man die Antwort.

 

UPDATE: Paddocks Freundin beschreibt ihn als „netten, fürsorglichen, ruhigen“ Mann, mit dem sie sich eine „ruhige Zukunft“ vorgestellt hat. Eine Frau kennt ihren Mann. Ihre Beschreibung ist nicht die eines Psychopathen.

 

Ich habe mit erfahreneren Menschen gesprochen, die man als Experten einstufen kann, darunter Scharfschützen der US-Marines. Sie glauben nicht ein Wort der offiziellen Story. Wird man diese Experten wieder einmal loswerden, indem man sie als „Verschwörungstheoretiker“ verleumdet, so wie man es mit den 3.000 Architekten und Ingenieuren getan hat, die die offizielle Story zu 9/11 anzweifeln?

 

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Nachtrag zu Las Vegas von PCR am 05.10.:

http://www.paulcraigroberts.org/2017/10/05/las-vegas/

 

Las Vegas

 

Liebe Leser,

 

um es nochmal zu wiederholen: Ich weiß nicht, was in Las Vegas geschah und erwarte nicht, es herausfinden zu können. Ich verstehe, dass ihr daran ein Interesse habt, aber ich habe keine Erklärung für euch. Meine Meinung ist die: sollte es eine inszenierte Operation gewesen sein, dann werden die verantwortlichen Behörden viele verschiedene Erklärungen im Internet verbreiten, damit die Skeptiker in ihrer Auswahl der Erklärung gespalten werden. Mit anderen Worten: mehrere Verschwörungstheorien werden die Einheit der Skepsis töten und es damit unmöglich machen, einen kompletten Bericht zu erstellen.

 

Alles was ich sagen kann: ich habe einen Scharfschützen der US-Marines und einen Polizei-Veteranen mit 27 Jahren Erfahrung um Rat gebeten, die viele Untersuchungen durchgeführt haben. Sie sagen, sie würden gern Tagesaufnahmen des Tatorts auf dem Gelände sehen, die Blutspuren und Blutlachen zeigen und sie würden gern die Untersuchungen zu den Geschossspuren auf dem Boden sehen, die die Eintrittswinkel und die Richtung(en) der Kugeln zeigen. Sie stimmen mit mir überein, hätte es so ein Massaker gegeben, dann gäbe es überall Beweise. Warum sehen wir sie nicht? Die Verdächtigungen sollten mit den zahlreichen Beweisen zerstreut und nicht durch das Zurückhalten der Beweise geschaffen werden.

     


https://journal-neo.org/2017/10/02/new-energy-vehicles-can-china-break-big-oil-s-global-order/

 

New Energy Vehicles“ – Kann China die globale Ordnung des Big Oil aufbrechen?

 

Von Caleb Maupin, 02.10.2017

 

 

In den Vereinigten Staaten konnten die Plantagenbesitzer im Süden vor dem Bürgerkrieg ihre Macht halten, weil es immer noch die Wirtschaftsordnung mit dem Namen „Cotton is King“ („die Baumwolle ist der König“) gab. In der heutigen internationalen Ordnung hält eine kleine Clique westlicher Monopolisten die Macht, weil „Öl der König ist“. Chinas neue Vorschriften, die das Elektroauto vorantreiben, bilden jedoch für diese globale Aufstellung eine zunehmende Herausforderung.

 

Der größte Automarkt wird elektrisch

 

Die westliche Wirtschaftspresse ist geschockt, jetzt wo China seine neuen Vorschriften für die Automobilindustrie angekündigt hat. 2019 muss jeder Autohersteller, der mehr als 30.000 Autos nach China importiert oder in China produziert, sicherstellen, dass 1 von 10 Autos ein Elektroauto ist. Diese Quote wird 2020 auf 12% erhöht und in dem Jahr wird der Staat auch Strafen über Firmen verhängen, die sich nicht daran halten.

https://www.chinadaily.com.cn/bizchina/motoring/2017-09/29/content_32626296.htm

 

Diese Ankündigungen haben die Welt schockiert, da China der größte Automarkt auf dem Planeten ist und dort 2016 weit über 28 Millionen neue Autos verkauft wurden. Jetzt wird die staatliche Einmischung in die Wirtschaft die Anzahl jener Fahrzeuge, die die Chinesen offiziell „New Energy Vehicles“ (NEV) nennen, stark erhöhen und die Benzinfahrzeuge werden abnehmen. Britische und amerikanische Politiker (Anm.d.Ü.: in Deutschland ist es nicht anders) reden zwar endlos über den „Klimawandel“ und die „fossilen Energien“, aber sie hätten sich niemals träumen lassen, dass es so schnell geht.

 

Die neuen Regeln treten erst 2018 in Kraft, aber Elektroautos sind in China bereits auf dem Vormarsch. Der Staat hat die Firmen dazu veranlasst, dies zu produzieren und hat heftig in die Forschung und Entwicklung investiert um sie effizienter zu machen. Das ist Teil ihres Fünfjahresplans. Der chinesische Verband der Autohersteller berichtet, dass auf dem chinesischen Festland im Monat August circa 68.000 Elektroautos verkauft wurden. 2017 wurden bereits 320.000 verkauft und die Anzahl soll bis Jahresende mehr als 700.000 erreichen.

 

Als Ergebnis der bewussten Anstrengungen der Führer der kommunistischen Partei zur Forschung und Entwicklung steigt auch die Effizienz der chinesischen Elektroautos. 2016 brauchten chinesische Elektroautos durchschnittlich alle 164 Kilometer eine Aufladung. 2017 fährt das durchschnittliche New Energy Vehicle in China 252 Kilometer bis zur nächsten Aufladung.

 

In den westlichen Medien jammert die Wirtschaftspresse, die sich um die Wall Street konzentriert, und die liberalen Umweltschützer jubeln, während im Vorbeigehen gegen China in anderen Fragen gestichelt wird. (Anm.d.Ü.: da fällt mir eine Radiomeldung von letzter Woche ein, in der der europäische Verband der Fahrradhersteller Strafzölle auf chinesische Elektrofahrräder forderte.) Aber die wichtige Frage wird nicht gestellt: Was veranlasst China dazu, so drastische Maßnahmen zu ergreifen, um die Rolle des Erdöls zu reduzieren?

 

Ein Imperium der Armut und Tyrannei

 

Wenn man fragt, wer im internationalen Finanzsystem die Macht hat, dann lässt sich diese Frage mit zwei Worten beantworten: die Ölbanker. Die vier Super-Ölfirmen Chevron, BP, Royal Dutch Shell und Exxon-Mobil werden als die größten Machtblöcke in der westlichen Welt angesehen.

 

JP Morgan Chase, das kombinierte Finanzimperium der Morgans und Rockefellers, kontrolliert Exxon-Mobil, den mächtigsten Ölkonzern in der westlichen Welt. British Petroleum, der Ölgigant, der von Mächten in der Wall Street und der London Stock Exchange regiert wird, ist fest mit dem Finanztitan namens HSBC Bank verbunden.

 

Das Haus Saud mit seinem barbarischen, wahhabitischen politischen System wurde im 19. Jahrhundert von der britischen Erdöl-Elite ausgewählt und hochgepäppelt. Die saudische Königsfamilie hat seither die Arabische Halbinsel als Vasall regiert. 1945 folgten die amerikanischen Ölmagnaten ihren britischen Gefolgsleuten und haben das Königreich Saudi Arabien umarmt.

 

Im ganzen Nahen Osten sitzen verschiedene autokratische Monarchien wie in Katar, Kuweit, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und anderswo als Außenposten der westlichen Finanzmacht. Diese Regime kümmern sich nicht um Menschenrechte und foltern, enthaupten, benutzen Terror und peitschen jene aus, die sie vielleicht herausfordern könnten. Diese primitiven Regime der arabischen Welt herrschen über unterentwickelte Gesellschaften mit Tausenden von Gastarbeitern, die als Sklaven des 21. Jahrhunderts leben. Die westlichen Superkonzerne fördern freudig das Erdöl und verkaufen ihnen Waffen. Es ist kein Geheimnis, dass viele dieser Regime Verbindungen zu terroristischen Gruppen in Syrien, Libyen und anderswo haben.

 

Aber das Imperium der Ölkartelle reicht über den Nahen Osten hinaus. Afrikas Hauptexporteur für Erdöl ist Nigeria, ein Land in dem die durchschnittliche Lebenserwartung 53 Jahre beträgt und die Alphabetisierung unter 60% liegt.BP, Shell, Exxon-Mobil und Chevron fördern im Nigerdelta Erdöl und bereichern sich, während die Menschen in diesem afrikanischen Land immer wiederkehrende Ernährungskrisen erleiden. Nach Angaben des CIA Welt-Faktenbuchs sind mehr als 19% der nigerianischen Kinder unter fünf Jahren untergewichtig.

 

Gleichzeitig waren die meisten Ziele der Außenpolitik der USA und der NATO unfolgsame Erdöl-produzierende Länder, die willfährig unterentwickelt bleiben, während ihre Ressourcen abgeschöpft werden. Der Irak war ein Haupt-Erdölexporteur, angeführt von einer baathistischen sozialistischen Regierung, bevor er durch die US-Invasion 2003 in Trümmer zerlegt wurde. Libyen, dessen staatlich kontrollierte Erdölressourcen die Grundlage für Entwicklung und die höchste Lebenserwartung auf dem afrikanischen Kontinent bildete, wurde von NATO-Bomben zerrissen.

 

Vor 2011, als der Bürgerkrieg begann (Anm.d.Ü.: Caleb, es ist kein Bürgerkrieg!) und die NATO-Staaten Anti-Regierungs-Terroristen finanzierten, war Syrien dabei, eine Ölpipeline zu bauen, um seinen Nachbarn, die Islamische Republik Iran mit dem Mittelmeer zu verbinden. Damit wurde es zum Ziel von US-Sanktionen und Drohungen (Anm.d.Ü.: die EU hat mitgemacht und Syrien wurde gleichzeitig aus der Arabischen Liga ausgeschlossen). Syrien ist ein weiterer unabhängiger Erdölexporteur, wo ein staatlich kontrollierter Erdöl-Apparat mit westlichen Konzernen konkurriert.

 

Ebenso ist Venezuela ein großer Erdölexporteur und Konkurrent westlicher Erdöl-Monopole. Kein Wunder, dass seine sozialistische Regierung, die das Erdöl auf dem globalen Markt verkauft, Ziel von wirtschaftlicher Sabotage und Drohungen einer Militärintervention ist.

 

Angola, ein großer Erdölexporteur im Süden Afrikas, hatte seit seiner Unabhängigkeit 1975 kaum einen Moment Frieden. Die MPLA-Regierung hatte mit Terrorismus und Gewalt zu tun, oft von Kräften, die von den Vereinigten Staaten unterstützt wurden und das hielt das Land in Armut und machte es von westlichen Erdölförderern abhängig. Erst 2002 wurde endlich ein Friede erreicht und Angola konnte sich mit chinesischer Hilfe langsam entwickeln.

 

Das Erdöl hält die Geschichte auf

 

Die Islamische Republik Iran besitzt eine Wirtschaft, die sich um öffentlich kontrollierte Erdölressourcen dreht, aber das hat sie nicht daran gehindert, bei alternativen Energiequellen voranzugehen. Die iranische Regierung ist im Grunde auch eine der größten Unterstützerinnen der Forschung zur Fusionsenergie. Trotz der Feindschaft zwischen den beiden Ländern haben iranische Wissenschaftler sogar mit amerikanischen Wissenschaftlern beim Ziel der Fusionsenergie zusammengearbeitet.

 

Warum sollte der Iran die Forschung nach alternativen Energiequellen finanzieren, das seinen größten Exportzweig eliminieren würde? Der Grund ist, dass der Iran versteht, dass die große Abhängigkeit vom Erdöl eine Schwäche ist. Eine Wirtschaft, die sich nur um ein Gut dreht, ist anfällig für Preisverluste. Auch Sanktionen, die den Iran beim Export einschränken, können ihn schädigen. Der Iran hat eine eigene Autoindustrie, Stahlfabriken und andere Produktionen entwickelt. China hat eng mit dem Iran zusammengearbeitet um andere Teile seiner Wirtschaft zu entwickeln und es weniger anfällig für Turbulenzen auf dem Ölmarkt zu machen.

 

Venezuelas gegenwärtige politische Krise ist zu weiten Teilen ein Resultat des Verfalls des Erdölpreises seit Beginn 2014. Die von der Vereinten Sozialistischen Partei aufgelegten Sozialprogramme, die Hugo Chavez und seinen Nachfolger Nicolas Maduro so beliebt gemacht haben, wurden durch die Öleinkünfte finanziert. Der Verfall der Ölpreise war der Hauptgrund für die gegenwärtigen wirtschaftlichen Leiden und die daraus resultierenden politischen Unruhen.

 

Obwohl China ein Ölimporteur und nicht auf dem globalen Markt verkauft, ist es der globalen Erdölordnung ausgeliefert. Chinas riesiger Produktionsapparat ist von Ölimporten abhängig. China produziert die Hälfte des weltweiten Stahls, neben einem großen Prozentsatz des weltweiten Kupfers, Aluminium und anderen Rohstoffen. China verkauft auf der ganzen Welt Autos. China besitzt auch den größten Telekommunikationshersteller des Planeten, Huawei.

 

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde könnte jedoch zu einem abrupten Stillstand kommen, sollte irgendwann der Erdöl-Versorgung abgeschnitten werden. 57% des nötigen Erdöls, das China für seine boomende Industrie benötigt, wird von außerhalb importiert.

 

Der Grund warum das Südchinesische Meer ein Raum für militärische Spannungen zwischen China und den USA ist: Die überwältigende Mehrzahl der chinesischen Erdölimporte erreicht das Land über die Häfen in Shanghai, Guangzhou und Hong Kong. Das Südchinesische Meer abzusichern ist lebenswichtig für China, und die Präsenz des US-Militärs stellt eine gefährliche Blockade-Gefahr dar.

 

Für Länder die nach Unabhängigkeit und Entwicklung streben, seine sie Erdöl-Importeure oder -Exporteure, ist die Tatsache, dass die Weltwirtschaft zum Großteil auf Erdöl basiert, ein großes Problem.

 

Es ist im Interesse Chinas und auch vieler anderer Länder, dass sich die Menschheit über die gegenwärtige Phase einer auf Erdöl basierten Weltwirtschaft hinwegsetzt. Das kann nur mit technologischen Durchbrüchen erreicht werden, indem man zu höheren Formen der Energie gelangt.

 

Oil is King“ – aber wie lange noch?

 

In den Südstaaten der USA vor dem Bürgerkrieg von 1861 haben jene, die die Wirtschaft verstanden, oft gesagt. „Die Baumwolle ist der König“. Die Ökonomien von Louisiana, Mississippi, Georgia und Alabama basierten vollständig auf der Produktion von Baumwolle, die nach Britannien und andere Länder verkauft wurde, wo sich die Textilindustrie entwickelte.

 

Auch wenn die Weltgemeinschaft erkannte, dass die Sklaverei eine widerliche, völkermordende Verletzung der Menschenrechte war und der Aufstieg der industriellen Produktion die Sklaverei ineffizient machte, wollten die Sklaventreiber nicht freiwillig aufgeben. Die gesamte Grundlage ihrer Macht hing von der Plantagenwirtschaft rund um „König Baumwolle“ ab.

 

Jedoch haben sich jetzt die Räder der Geschichte gedreht. Die Besitzer der Sklavenplantagen wurden besiegt. Die Praxis, menschliche Wesen zu besitzen, wurde in den Vereinigten Staaten vollständig eliminiert, da sich eine höhere Form der Produktion gewaltsam durchsetzte, die von Marxisten als die „Zweite Amerikanische Revolution“ bezeichnet wird.

 

Heute gibt es auf der Welt eine ähnliche Auseinandersetzung. Die Technologie schreitet voran. Die Macht um die kleine Clique westlicher Finanzoligarchen hängt davon ab dass Erdöl zentralisiert bleibt. Der Vorrang des Erdöls macht unabhängige Länder von einem internationalen Markt abhängig, der zum größten Teil von einer kleinen Clique westlicher Banker dominiert wird.

 

Während China und andere Länder mit staatlich kontrollierten und zentral geplanten Ökonomien aufsteigen und sich auf der Weltbühne entwickeln, kämpft die Erdöl-Ordnung um sein Überleben. Chinas riesige Investitionen in neue Technologien wie Künstliche Intelligenz, zusammen mit einem staatlich Antrieb weg von einer auf Erdöl basierenden Produktion, stellt für die alteingesessenen globalen Mächte eine ernste Herausforderung dar.


 

https://www.globalresearch.ca/the-end-of-empire/5611808

 

Das Ende des Imperiums

 

von Chris Hedges, 01.10.2017

 

 

Das amerikanische Imperium neigt sich dem Ende zu. Die US-Wirtschaft wird durch die Kriege im Nahen Osten und die ausufernde militärische Expansion rund um den Globus ausgesaugt. Sie ist mit wachsenden Defiziten belastet, zusammen mit den verheerenden Auswirkungen der Deindustrialisierung und der globalen Handelsabkommen. Unsere Demokratie wurde von Konzernen gefangen genommen und zerstört, die ständig weitere Steuersenkungen fordern, weitere Deregulierung und Straffreiheit für massive finanzielle Betrügereien. Und gleichzeitig plündern sie in Form von Rettungsschirmen Billionen aus dem Staatshaushalt. Die Nation hat die Macht und den Respekt verloren, ihre Verbündeten in Europa, Lateinamerika, Asien und Afrika für ihre Zwecke einzuspannen. Nimmt man noch die zunehmende Zerstörung durch den Klimawandel hinzu, dann hat man ein Rezept für eine kommende Dystopie (Anm.d.Ü.: auch Anti-Utopie genannt, eine Zukunft mit negativem Ausgang). Die Aufsicht über diesen Niedergang in den höchsten Rängen der Bundes- und Staatsregierungen hat ein zusammengewürfelter Haufen von Schwachsinnigen, Hochstaplern, Dieben, Opportunisten und kriegstreibenden Generälen. Und um es klarzustellen, ich rede hier auch von Demokraten.

 

Das Imperium wird sich weiter schleppen und ständig an Einfluss verlieren, bis der Dollar als Weltleitwährung fallengelassen wird, was die Vereinigten Staaten in eine lähmende Depression stürzen wird und sofort eine massive Schrumpfung seiner Militärmaschine erzwingen wird.

 

Wenn nicht ein plötzlicher und breiter Volksaufstand kommt, der unwahrscheinlich scheint, dann ist die Todesspirale wohl unaufhaltsam, was bedeutet, dass die Vereinigten Staaten, wie wir sie kennen, in einem oder höchstens zwei Jahrzehnten nicht mehr existieren werden. Das globale Vakuum, das wir hinterlassen, wird von China ausgefüllt werden, das sich bereits als ein wirtschaftlicher und militärischer Monstertruck aufstellt, oder vielleicht wird es eine multipolare Welt geben, die aus Russland, China, Indien, Brasilien, der Türkei, Südafrika und ein paar anderen Staaten entstehen wird. Oder vielleicht wird die Lücke von etwas gefüllt, das der Historiker Alfred W. McCoy in seinem Buch „Im Schatten des Amerikanischen Jahrhunderts: Der Aufstieg und der Fall der globalen US-Macht“ als eine „Koalition aus transnationalen Konzernen, multilateralen Militärmächten wie der NATO und einer internationalen finanziellen Führung, die sich selbst in Davos und bei Bilderberg kürt“, die „einen supranationalen Kern schmieden werden, der jeder Nation oder jedem Imperium vorsitzt.“

 

Auf jedem Gebiet, vom finanziellen Wachstum und Infrastrukturinvestitionen bis zu fortschrittlicher Technologie, einschließlich Supercomputern, Weltraumwaffen und Cyberkrieg, werden wir zügig von den Chinesen überholt.

 

Im April 2015 ging das Landwirtschaftsministerium davon aus, dass die amerikanische Wirtschaft über die nächsten 15 Jahre um fast 50% wachsen wird, während China sich verdreifacht und 2030 Amerika fast überholen wird,“ sagt McCoy.

 

China wurde 2010 zur zweitgrößten Weltwirtschaft und im gleichen Jahr wurde es zum größten Produzenten der Welt und hat die USA verdrängt, die ein Jahrhundert lang die Weltproduktion angeführt haben. Das Verteidigungsministerium (DoD) hat einen ernüchternden Bericht mit dem Titel „Auf eigene Gefahr: DoD Risikoeinschätzung in einer Welt nach der Vorherrschaft“ veröffentlicht. Er kommt zudem Ergebnis, dass das US-Militär „nicht mehr eine unangreifbare Position gegen staatliche Konkurrenten genießt,“ und „nicht mehr … automatisch den Spielraum für eine konsistente und nachhaltige lokale militärische Überlegenheit herstellen kann.“ McCoy sagt voraus, dass der Kollaps 2030 erfolgen wird.

 

Imperien im Niedergang suchen fast absichtlich den Selbstmord. Geblendet von ihrer Überheblichkeit und dem Unvermögen, sich der Realität ihrer schwindenden Macht zu stellen, ziehen sie sich in eine Fantasiewelt zurück, in die harte und unangenehme Fakten nicht mehr eindringen. Sie ersetzen Diplomatie, Multilateralismus und Politik durch einseitige Drohungen und das plumpe Instrument des Kriegs.

 

Diese kollektive Selbsttäuschung hat zum größten strategischen Patzer in der Geschichte der Vereinigten Staaten geführt, einer der die Totenglocke für das Imperium eingeläutet hat – die Invasion in Afghanistan und im Irak. Die Kriegs-Architekten im Weißen Haus von George W. Bush und das Aufgebot der nützlichen Idioten in der Presse und im Lehrbetrieb die dafür die Cheerleader waren, wussten sehr wenig über die überfallenen Länder, waren unglaublich naiv über die Auswirkungen der industriellen Kriegsführung und trugen Scheuklappen gegen die wütende Rache. Sie behaupteten, und haben es vielleicht sogar geglaubt, dass Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen besitze, obwohl sie für diese Behauptung keinen gültigen Beweis hatten. Sie bestanden darauf, dass in Bagdad die Demokratie Einzug halten und sich im ganzen Nahen Osten verbreiten würde. Sie versicherten der Öffentlichkeit, dass die US-Truppen von den Irakern und Afghanen dankbar als Befreier begrüßt werden würden. Sie versprachen, dass die Erdöleinkünfte die Kosten für den Wiederaufbau decken würden. Sie beharrten darauf, dass ein kräftiger und schneller militärischer Schlag – „shock and awe“ – wieder die amerikanische Hegemonie in der Region und die Dominanz auf der Welt herstellen würde. Das Gegenteil ist eingetreten. Wie Zbigniew Brzezinski anmerkte: „Dieser einseitig entschiedene Krieg gegen den Irak hat eine weit verbreitete Delegitimierung der US-Außenpolitik herbeigeführt.“

 

Die Historiker der Imperien nennen diese militärischen Debakel, ein Kennzeichen aller späten Imperien, Beispiele für „Mikro-Militarismus“. Die Athener betrieben Mikro-Militarismus, als sie während des Peloponnesischen Kriegs (431-404 v.Chr.) in Sizilien einmarschierten und dabei 200 Schiffe und Tausende Soldaten verloren und im gesamten Imperium Unruhen auslösten. Den Briten erging es so, als sie 1956 Ägypten in einer Auseinandersetzung wegen der Verstaatlichung des Suezkanals angriffen und sich erniedrigt zurückziehen mussten und nationalistische arabische Führer wie Gamal Abdel Nasser gestärkt und die britische Herrschaft über die wenigen verbliebenen Kolonien beendet haben. Keines dieser Imperien hat sich je erholt. 

 

Während aufsteigende Imperien oft abwägend, ja rational sind bei der Anwendung bewaffneter Gewalt zur Eroberung und Kontrolle überseeischer Gebiete, so neigen absteigende Imperien zu unüberlegtem Machtgehabe und träumen von kühnen militärischen Geniestreichen um irgendwie das verlorengegangene Prestige und die Macht wiederzugewinnen,“ schreibt McCoy. „Oft sogar aus imperialer Sicht irrational, können diese mikro-militärischen Abenteuer zu ausblutenden Unternehmungen oder erniedrigenden Niederlagen führen, die den bereits bestehenden Prozess nur beschleunigen.“

 

Imperien benötigen mehr als Gewalt, um andere Nationen zu dominieren. Sie brauchen einen geheimnisvollen Nimbus. Dieser Nimbus – eine Maske für imperiale Plünderung, Unterdrückung und Ausbeutung – verführt einige einheimische Eliten, sie werden zu willfährigen Handlangern der imperialen Macht oder bleiben zumindest passiv. Und es liefert für jene zuhause einen Anstrich von Zivilisiertheit und gar Edelmut, um den blutigen Preis und das Geld zu rechtfertigen, um das Imperium zu erhalten. Das parlamentarische Regierungssystem, das Britannien dem Anschein nach in den Kolonien reproduzierte, und die Einführung britischer Sportarten wie Polo, Cricket und Pferderennen, zusammen mit den kunstvoll uniformierten Vizekönigen und dem Prunk der Royalität wurde unterstützt von dem was die Kolonialisten die Unbesiegbarkeit der Marine und der Armee nannten. England konnte sein Imperium von 1815 bis 1914 zusammenhalten, bevor es zu einem ständigen Rückzug gezwungen wurde. Amerikas hochtrabende Rhetorik über Demokratie, Freiheit und Gleichheit, zusammen mit Basketball, Baseball und Hollywood, neben unserer eigenen Vergötterung des Militärs, hat in der Folge des 2. Weltkriegs einen Großteil des Globus gebannt und eingeschüchtert. Hinter den Kulissen hat die CIA natürlich ihre schmutzige Trickkiste benutzt, um Umstürze zu orchestrieren, Wahlen zu manipulieren und Ermordungen durchzuführen, schwarze Propagandakampagnen, Bestechung, Erpressung, Einschüchterung und Folter. Aber nichts davon funktioniert mehr.

 

Der Verlust des Nimbus ist niederschmetternd. Das macht es schwer, reichhaltigen Ersatz zu finden, um das Imperium zu verwalten, wie wir im Irak und in Afghanistan gesehen haben. Die Fotos über körperlichen Missbrauch und sexuelle Erniedrigung an arabischen Gefangenen in Abu Ghraib haben die moslemische Welt entflammt und AlQaeda und später den IS mit neuen Rekruten gefüttert. Die Ermordung von Osama bin Laden und einer Reihe anderer dschihadistischer Führer, darunter den US-Bürger Anwar al-Awlaki, haben offen das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit verhöhnt. Die Hunderttausende Tote und Millionen Flüchtlinge, die vor unseren Debakeln im Nahen Osten geflohen sind, haben uns zusammen mit der nahezu ständigen Bedrohung durch militärische Drohnen als Staatsterroristen entlarvt. Wir haben im Nahen Osten mit unserer Neigung des US-Militärs zu weitverbreiteten Gräueltaten, willkürlicher Gewalt, Lügen und tollpatschigen Fehlkalkulationen Taten begangen, die in Vietnam zu unserer Niederlage geführt haben.

 

Die Brutalität im Ausland geht mit einer zunehmenden Brutalität zuhause einher. Eine militarisierte Polizei schießt zumeist unbewaffnete, arme schwarze Menschen über den Haufen und füllt ein Gefängnissystem, das sagenhafte 25 Prozent der weltweiten Gefangenen beherbergt, obwohl Amerika nur 5% der weltweiten Bevölkerung ausmacht. Viele unserer Städte liegen in Trümmern. Unser öffentliches Transportsystem ist ein Saustall. Unser Erziehungssystem ist im freien Fall und wird privatisiert. Opioid-Sucht, Selbstmord, Massenschießereien, Depression und krankhafte Fettleibigkeit plagen eine Bevölkerung, die in tiefe Verzweiflung gefallen ist. Die tiefe Desillusionierung und Wut, die zur Wahl von Donald Trump führte – eine Reaktion auf den Staatsstreich der Konzerne und auf eine Armut, die mindestens die Hälfte des Landes betrifft – haben das Märchen einer funktionierenden Demokratie zerstört. Präsidiale Tweets und die Rhetorik feiern den Hass, den Rassismus und Fanatismus, und sie verhöhnen die Schwachen und Verletzlichen. Der Präsident hat in einer Ansprache vor den Vereinten Nationen damit gedroht, ein anderes Land in einem Akt des Völkermords auszulöschen. Wir sind weltweit zum Ziel von Spott und Hass geworden. Die Vorboten der Zukunft zeigen sich in der Flut dystopischer Filme. Kinofilme, die die amerikanischen Tugenden und den Exzeptionalismus gar nicht mehr aufrechterhalten, oder den Mythos vom menschlichen Fortschritt.

 

Der Abgang der Vereinigten Staaten als die vorherrschende globale Macht könnte viel schneller kommen als sich jemand vorstellt,“ schreibt McCoy. „Trotz der Aura der Allmacht, die Imperien oft vorgeben, sind die meisten erstaunlich zerbrechlich und lassen die innere Stärke sogar eines gemäßigten Nationalstaats vermissen. In der Tat sollte uns ein Blick auf ihre Geschichte daran erinnern, dass die größten von ihnen anfällig sind, aus verschiedenen Gründen zusammenzubrechen. Dabei ist der finanzielle Druck für gewöhnlich der Hauptfaktor. Für den größeren Teil zweier Jahrhunderte war die Sicherheit und der Wohlstand der Heimat das Hauptziel für die meisten stabilen Staaten, was ausländische oder imperiale Abenteuer zu einer überflüssigen Option machte, für die in der Regel nicht mehr als fünf Prozent des Haushalts. Ohne die Finanzierung, die fast organisch in einer souveränen Nation entsteht, sind Imperien in ihrer unerbittlichen Jagd nach Plünderung und Profit berühmt für ihre Raubzüge – Zeugnisse sind der atlantische Sklavenhandel, die belgische Gier nach Gummi aus dem Kongo, der Opium-Handel von Britisch Indien, die Vergewaltigung Europas durch das Dritte Reich oder die sowjetische Ausbeutung Osteuropas.“

 

Wenn die Einkünfte sinken oder zusammenbrechen, dann „werden Imperien morsch“, betont McCoy.

 

Ihre Ökologie der Macht ist so störungsanfällig, dass Imperien, wenn die Dinge wirklich anfangen schlecht zu laufen, regelmäßig mit heilloser Geschwindigkeit zerfallen: nur ein Jahr bei Portugal, zwei Jahre bei der Sowjetunion, acht Jahre für Frankreich, elf Jahre beim Osmanischen Reich, 17 Jahre bei Großbritannien und aller Wahrscheinlichkeit nach nur 27 Jahre für die Vereinigten Staaten, wenn man ab dem bedeutenden Jahr 2003 rechnet /als die USA in den Irak einmarschierten),“ schreibt er.

 

Vielen der geschätzt 69 Imperien, die durch die Geschichte hindurch existierten, fehlte in ihrem Niedergang eine kompetente Führung. Die Macht wurde Monstrositäten wie den römischen Kaisern Caligula und Nero übertragen. In den Vereinigten Staaten könnte die Autorität der Macht in den Händen eines Ersten einer Reihe von verkommenen Demagogen liegen.

 

Der Mehrzahl der Amerikaner werden die 2020er wahrscheinlich als ein demoralisierendes Jahrzehnt steigender Preise, stagnierender Einkommen und schwindender internationaler Konkurrenzfähigkeit in Erinnerung bleiben,“ schreibt McCoy.

 

Der Verlust des Dollar als globale Leitwährung wird dazu führen, dass die USA ihre riesigen Defizite nicht mehr mit Staatsanleihen bezahlen können, die dann drastisch an Wert verlieren werden. Die Importkosten werden massiv ansteigen. Die Arbeitslosigkeit wird explodieren. Innere Zusammenstöße wegen „belangloser Fragen“ (wie es McCoy nennt) werden einen gefährlichen Hypernationalismus befeuern, der sich in einen amerikanischen Faschismus verwandeln könnte.

 

Eine diskreditierte Elite, die in einem Zeitalter des Niedergangs argwöhnisch oder gar paranoid ist, wird überall Feinde wittern. Das Instrumentarium, das für die globale Dominanz geschaffen wurde – allumfassende Überwachung, die Abschaffung von bürgerlichen Freiheiten, ausgefeilte Foltertechniken, die militarisierte Polizei, das massive Gefängnissystem, die Tausende militarisierter Drohnen und Satelliten – sie werden in der Heimat eingesetzt werden. Das Imperium wird kollabieren und sich zu unseren Lebzeiten selbst auffressen, wenn wir nicht jenen die Macht entreißen, die den Konzernstaat regieren.