Archiv Juni 2017

 

 

  1. Die Täuschung innerhalb der Täuschung: Der angebliche Saringasangriff, von PCR, 30.06.2017

  2. Washington befindet sich seit 16 Jahren im Krieg, von PCR, 29.06.2017

  3. Es sind die Presstituierten und nicht Russland, die sich in die US-Präsidentenwahl eingemischt haben, von PCR, 28.06.2017

  4. Alter Hund, alte Tricks: Die USA beginnen mit der Bewaffnung der Taliban, von Maria Sacharowa, 22.06.2017

  5. Die jüngste Eskalation in Syrien – was geht wirklich vor sich?, vom Saker, 23.06.2017

  6. Die Welt geht mit Trump unter, von PCR, 23.06.2017

  7. Saudische Heuchelei, von Golem XIV, 23.06.2017

  8. Der Saudi-Katar-Zwist – Ein Angebot zum Ablehnen, von MoA, 23.06.2017

  9. Befinden wir uns im Endstadium? Von Peter König, 22.06.2017

  10. Der Kriegsmaschine des amerikanischen Imperiums geht der Dampf aus, von James Holbrooks, 19.06.2017

  11. Ein weiterer Schritt zu einem verheerenden Krieg, von PCR, 19.06.2017

  12. Die Menschen gehen zurück zu Degeneration und Gewalt, von Michael Krieger, 19.06.2017

  13. Geistesgestörtheit und Gefahr am Potomac, von Davis Stockman, 16.06.2017

  14. Nobel Lecture in Literature, von Bob Dylan, 04.06.2017

  15. Der Zickenkrieg twischen Katar uns Saudi Arabien enthüllt die „westlichen“ terroristischen Propagandaklitschen, von MoA, 16.06.2017

  16. Bereitet euch auf das Weltwahrheitsministerium und das Unvorstellbare vor, von Phil Butler, 14.06.2017

  17. Deutschland und Österreich verurteilen die US-Sanktionen gegen Russland und warnen vor einem Zusammenbruch der Beziehungen, von Tyler Durden, 15.06.2017

  18. Fake News? Keiner schlägt die westlichen Medien! Vom Saker, 13.06.2017

  19. Wladimir Putin: Die mächtigste Person der Welt, von PCR, 12.06.2017

  20. Die Katar-Krise, vom Saker, 10.06.2017

  21. Moby Trump, von Jim Kunstler, 09.06.2017

  22. Die amerikanische Katastrophe, von PCR, 08.06.2017

  23. London, Manchester, Paris usw. – Staatlich gesponsterter Terror, immer wieder? Von Peter König, 06.06.2017

  24. Wie man der Öffentlichkeit auf die Tränendrüsen drückt – die psychologische Operation mit dem kultigen „Syrien-Boy“, von Ceribalius, 05.06.2017

  25. Die von den Saudis angeführten GCC-Staaten werden in der Vergessenheit verschwinden“, von MoA, 05.06.2017

  26. Theresa May sagt „genug ist genug“ --wir stimmen zu – vertreibt sie aus dem Amt, von MoA, 04.06.2017

  27. Theresa May sagt uns wohin die Reise geht, Video, 04.06.2017

  28. Trump und die Luftblasen aus einer versunkenen (alten) Welt, vom Saker, 02.06.2017

     

     

 


http://www.paulcraigroberts.org/2017/06/30/deception-inside-deception-alleged-sarin-gas-attack/

 

1. Die Täuschung innerhalb der Täuschung: Der angebliche Saringas-Angriff

 

von Paul Craig Roberts, 30.06.2017

 

 

Seymour Hersh, Amerikas berühmtester Investigativ-Reporter, ist im amerikanischen Propagandaministerium, das sich als Nachrichtenmedium darstellt, aber nur zum Schutz der Kriegslügen der US-Regierung dient, zur unerwünschten Person geworden. Zu den vielen Erfolgen Hershs gehört die Aufdeckung des amerikanischen My Lai Massakers in Vietnam und des von den Amerikanern im Irak betriebene Foltergefängnis Abu Ghraib. Heute müssen seine Investigativ-Berichte im London Review of Books und in den deutschen Medien veröffentlicht werden.

 

Aus Hershs neuestem Investigativ-Bericht erfahren wir, dass Präsident Trump Kriegsentscheidungen trifft, nachdem er inszenierte Propaganda im Fernsehen angesehen hat. Die Weißhelme, eine Propaganda-Organisation für Dschihadisten und die „syrische Opposition“, fanden für die Fotos und Videos von angeblichen Opfern eines Saringas-Angriffs der Syrischen Armee auf Zivilisten in Khan Sheikhoun eine leichtgläubige Aufnahme in den westlichen Medien. Trump sah die Fotos im Fernsehen, und obwohl ihm durch US-Geheimdienste versichert wurde, dass es keinen syrischen Saringas-Angriff gegeben habe, befahl er dem US-Militär, einen syrischen Stützpunkt mit Tomahawk-Raketen anzugreifen. Nach internationalem Recht war das ein Kriegsverbrechen, und es war die erste direkte Aggression gegen Syrien durch die USA, die vorher über Stellvertreter namens „syrische Opposition“ ihre Aggression betrieben haben.

 

Hersh schreibt gemäß Berichten seiner Quellen: „In einer Reihe von Interviews habe ich erfahren, dass der Präsident von vielen seiner militärischen Berater und Geheimdienstbeamten völlig entkoppelt ist, so wie auch von Offiziellen vor Ort in der Region, die ein völlig anderes Verständnis über die Natur des Angriffs auf Khan Sheikoun in Syrien haben. Man lieferte mir Beweise für diese Abkoppelung, mittels Umschriften über Echtzeit-Kommunikation, direkt nach dem syrischen Angriff am 4. April.“

 

Der Glaube, dass bei dem Angriff Saringas benutzt wurde, entstand anscheinend durch eine Gaswolke. Hersh wurde von US-Militärexperten informiert, dass Sarin geruchlos und unsichtbar ist und keine Wolke bildet. Was anscheinend geschah: Die Explosion durch den Luftangriff auf ISIS hat eine Reihe von Sekundärexplosionen verursacht, die durch Düngemittel und chlorhaltige Desinfektionsmittel, die in dem getroffenen Gebäude gelagert waren, eine giftige Wolke gebildet haben.

 

Beamte der USA haben mit Hersh gesprochen, weil sie darüber verstört sind, dass Präsident Trump eine Kriegsentscheidung aufgrund von TV-Propaganda getroffen und sich geweigert habe, den detaillierten anderslautenden Einschätzungen seiner Geheim- und Militärdienste zuzuhören. Eine Quelle im nationalen Sicherheitsapparat erzählte Hersh: „Jeder in seinem näheren Umfeld kennt seine Neigung zu spontanen Entschlüssen wenn er die Fakten nicht kennt. Er liest nichts und er hat kein wirklich historisches Wissen. Er will mündliche Briefings und er will Fotos. Er geht Risiken ein. In der Geschäftswelt kann er die Folgen einer schlechten Entscheidung akzeptieren; da verliert er nur Geld. Aber in unserer Welt kostet es Leben und für unsere nationale Sicherheit bedeutet es einen langfristigen Schaden wenn er sich irrt. Ihm wurde gesagt, dass wir keinen Beweis für eine syrische Beteiligung haben und trotzdem sagte Trump: 'Macht es.'“

 

Es bestehen Bedenken über Trumps rein emotionale Reaktion auf TV-Propaganda. Hersh berichtet, dass ihm ein hochrangiger nationaler Sicherheitsberater sagte: „Die Salafisten und Dschihadisten haben alles bekommen, was sie mit ihrer hochgejazzten syrischen Nervengas-Masche erreichen wollten.“ (Das Aufflammen der Spannungen zwischen Syrien, Russland und Amerika.) Die Frage ist: was passiert, wenn es einen weiteren False Flag Saringas-Angriff gibt, der dem verhassten Syrien zugeschrieben wird? Trump hat den Einsatz erhöht und sich mit seiner Entscheidung für ein Bombardement in eine Ecke manövriert. Und glaubt nicht, dass diese Jungs keine weitere gefälschte Attacke planen. Trump wird keine andere Wahl haben als erneut zu bombardieren, und zwar härter. Er ist nicht in der Lage zuzugeben dass er einen Fehler begangen hat.“

 

Wie wir wissen, hat das Weiße Haus bereits eine Stellungnahme herausgegeben, in der angekündigt wird, dass Assad einen weiteren Chemie-Angriff vorbereitet, für den er „einen hohen Preis zahlen wird“, so verspricht das Weiße Haus. Eindeutig ist ein False Flag-Angriff unterwegs.

https://www.strategic-culture.org/news/2017/06/30/washington-new-threat-against-syria-russia-iran-invitation-false-flag-operation.html

 

Lesen Sie auf alle Fälle den Bericht von Hersh:

https://www.welt.de/politik/ausland/article165905578/Trump-s-Red-Line.html

 

Er enthüllt einen Präsidenten der überstürzte Entscheidungen trifft, die womöglich einen Krieg mit Russland verursachen.

 

Ich zweifle nicht an der Integrität von Sy Hersh. Ich akzeptiere, dass er korrekt berichtet was ihm von US-Vertretern erzählt wurde. Meine Bedenken über diese Geschichte haben nichts mit Hersh zu tun. Sie haben mit dem zu tun was man Hersh erzählt hat.

 

Hershs Bericht setzt Trump in ein sehr schlechtes Licht, und setzt den Militär/Sicherheitskomplex, von dem wir wissen dass er Trump zerstören will, in ein sehr gutes Licht. Darüber hinaus scheint mir die Geschichte mit dem nachfolgenden Angriff auf den syrischen Kampfbomber durch das US-Militär nicht schlüssig. Falls der Tomahawk-Angriff auf den syrischen Stützpunkt nicht gerechtfertigt war, was rechtfertigt dann den Abschuss eines syrischen Kriegsflugzeuges? Hat Trump auch diesen Angriff angeordnet? Wenn nicht, wer tat es? Und warum?

 

Falls die nationalen Sicherheitsberater Trump so ausgezeichnete Informationen über den angeblichen Saringas-Angriff gegeben haben, warum hat man ihm dann so schlechte Ratschläge zum Abschuss eines syrischen Kriegsjets gegeben? Oder geschah das außerhalb der Befehlskette? Das Resultat des Abschusses ist eine Erhöhung der Chance auf eine Konfrontation mit Russland, denn Russlands Antwort war offensichtlich die Ausrufung einer Flugverbotszone über dem Gebiet, in dem die Russen und Syrer operieren.

 

Woher sollen wir wissen, dass das was man Hersh erzählt hat die Wahrheit ist? Was wenn man Trump ermutigt hat, den Tomahawk-Angriff anzuordnen um die USA direkt in den Konflikt zu ziehen? Sowohl die USA als auch Israel haben starke Gründe dafür, Assad zu stürzen. Jedoch wurde ISIS, das man zu diesem Zweck hineingeschickt hat, von den Russen und Syrern geschlagen. Solange Washington nicht irgendwie direkt verwickelt werden kann ist der Krieg vorbei.

 

Die Geschichte, die man Hersh erzählt hat, dient auch dazu, Trump zu verurteilen und die Geheimdienste freizusprechen. Trump bekommt die Schuld, die USA direkt in den Konflikt zu verwickeln.

 

Hershs Geschichte liest sich gut, aber es könnte leicht eine gefälschte Geschichte sein die man ihm verkauft hat.Ich sage nicht dass die Geschichte falsch ist, aber solange wir nicht mehr wissen, könnte es so sein.

 

Was wir dagegen wissen ist, dass die Hersh durch nationale Sicherheitsbeamte vermittelte Geschichte nicht zur Ankündigung des Weißen Hauses am 26. Juni passt, dass die USA „mögliche Vorbereitungen für einen weiteren Chemie-Angriff durch das Assad-Regime“ identifiziert hätten. Das Weiße Haus hat nicht die Fähigkeiten, seine eigenen geheimdienstlichen Ermittlungen im Ausland durchzuführen. Das Weiße Haus wird durch die nationalen Sicherheits- und Geheimdienstagenturen informiert.

 

In der Hersh vermittelten Story sind diese Offiziellen fest davon überzeugt, dass die chemischen Waffen aus Syrien entfernt wurden. Und auch davon, dass Assad sie nicht einsetzten würde oder dass Russland ihren Einsatz erlauben würde, selbst wenn er welche hätte. Noch dazu berichtet Hersh, dass ihm gesagt wurde, dass Russland die USA umfänglich im Vorhinein über den syrischen Angriff auf ISIS informiert habe. Die Waffe war eine Lenkbombe, die Russland an Syrien geliefert hatte. Daher kann es keine Chemiewaffe gewesen sein.

 

Da amerikanische nationale Sicherheitsbeamte Hersh klar gemacht haben, dass sie nicht glauben, dass Syrien Chemiewaffen eingesetzt habe oder einsetzen werde, was ist dann die Quelle der Ankündigung des Weißen Hauses, dass Vorbereitungen für einen weiteren Chemie-Angriff durch das Assad-Regime identifiziert wurden?

 

Wer hat die UN-Botschafterin Nikki Haley und den britischen Verteidigungsminister Michael Fallon in Stellung gebracht, damit sie ihre unterstützenden Stellungnahmen für das Weiße Haus ankündigen? Haley sagte: „Jeder weitere Angriff auf das syrische Volk wird Assad zur Last gelegt werden, aber auch Russland und dem Iran, die ihn bei der Tötung seines eigenen Volkes unterstützen.“ Fallon sagte, man würde zukünftige US-Aktionen als Antwort auf einen Einsatz von Chemiewaffen in Syrien „unterstützen“.

 

 Wie deutlich muss eine Inszenierung werden, damit die Menschen in der Lage sind, diese Inszenierung zu erkennen?

 

Die Geheimdienste verbreiten über Hersh die Story, dass es keine Chemie-Angriffe gegeben habe. Als von welchen Angriffe spricht dann Nikki Haley?

 

Eine denkbare Schlussfolgerung ist, dass Washingtons Plan, ISIS für den Umsturz in Syrien zu verwenden und dann mit dem Iran weiterzumachen, durch die Erfolge des russischen und syrischen Militärs gegen ISIS vereitelt wurden. Dann haben die USA versucht, Syrien durch die Besetzung von Teilstücken zu zerteilen, aber auch da wurden sie von den Russen und Syrern ausmanövriert. Damit blieb als Alternative zu einer Niederlage nur noch eine direkte US-Einmischung. Diese direkte US-Militär-Einmischung begann mit dem US-Angriff auf den syrischen Militärstützpunkt und es folgte der Abschuss eines syrischen Kriegsjets. Die nächste Stufe wird ein von den USA inszenierter False Flag Chemie-Angriff oder eine angebliche chemische Attacke sein, und diese False Flag wird, so wie angekündigt, der Vorwand für eine breitere US-Militär-Aktion gegen Syrien sein. Wenn Russland Syrien nicht aufgibt, dann wird das einen Konflikt mit Russland, dem Iran und womöglich China bedeuten.

 

Das US-Militär wurde in Alarmbereitschaft versetzt: Russischer Senator sagt: Washington 'warte auf eine Ausrede' für einen Angriff auf Syrien“:

http://russia-insider.com/en/politics/us-military-put-alert-washington-waiting-excuse-attack-syria-russian-senator/ri20238

 

Die neue Welle von anti-syrischen Provokationen richtet sich ebenso gegen Russland“, sagt Sacharowa“:

http://www.fort-russ.com/2017/06/new-wave-of-anti-syrian-provocations.html


http://www.paulcraigroberts.org/2017/06/29/washington-war-16-years/

 

2. Washington befindet sich seit 16 Jahren im Krieg. Warum?

 

Von Paul Craig Roberts, 29.06.2017

 

 

Seit sechzehn Jahren befinden sich die USA im Nahen Osten und in Nordafrika im Krieg, haben Billiarden von Dollar ausgegeben, unzählige Kriegsverbrechen begangen und Europa mit Millionen Kriegsflüchtlingen belastet. Und gleichzeitig behaupten sie, dass Washington seinen Sozialversicherungs- und Gesundheitskosten nicht nachkommen könne, oder keine landesweite Krankenversicherung wie jedes andere zivilisierte Land finanzieren könne.

 

Wenn man die enormen sozialen Bedürfnisse bedenkt, die aufgrund der gewaltigen Kosten für diese inszenierten Kriege nicht eingehalten werden können, dann möchte man denken, dass das amerikanische Volk Fragen zum Zweck dieser Kriege stellen würde. Was wird mit so gigantischen Kosten erreicht? Die einheimischen Bedürfnisse werden missachtet, damit sich der Militär/Sicherheitskomplex an den Kriegsprofiten satt fressen kann.

 

Der Mangel an Neugier von Seiten des amerikanischen Volks, der Medien und des Kongresses über den Zweck dieser Kriege, die nachweislich komplett auf Lügen basieren, ist merkwürdig. Was erklärt diese verschwörerische Ruhe, dieses erstaunliche Desinteresse an der Verschwendung von Geld und Leben?

 

Die meisten Amerikaner akzeptieren diese inszenierten Kriege anscheinend irgendwie als Antwort der Regierung auf 9/11. Das vergrößert nur das Mysterium, denn es ist Tatsache, dass der Irak, Syrien, der Jemen, Afghanistan und der Iran (der Iran wird noch nicht direkt angegriffen, außer mit Drohungen und Sanktionen) mit 9/11 nichts zu tun hatten. Aber diese Länder haben eine moslemische Bevölkerung, und das Bush-Regime und die presstituierten Medien hatten damit Erfolg, 9/11 mit den Moslems allgemein in Verbindung zu bringen.

 

Wenn die Amerikaner und ihre „Repräsentanten“ im Kongress verstehen würden, worum es in diesen Kriegen geht, dann würden sie aufstehen und dagegen protestieren. Daher werde ich euch sagen, worum es in Washingtons Krieg gegen Syrien und Washingtons geplanten Krieg gegen den Iran geht. Seid ihr bereit?

 

Für Washingtons Krieg in Syrien gibt es drei Gründe, es ist nicht Amerikas Krieg, denn Washington ist nicht Amerika.

 

Der erste Grund hat mit den Profiten für den Militär/Sicherheitskomplex zu tun.

 

Der Militär/Sicherheitskomplex ist eine Kombination aus mächtigen privaten und Regierungsinteressen, die eine Bedrohung brauchen, um ein jährliches Budget zu rechtfertigen, das das Bruttoinlandsprodukt vieler Länder übersteigt. (Anm.d.Ü.: So entspricht etwa der Energieverbrauch des US-Militärs in etwa dem Energieverbrauch von ganz Schweden!) Krieg liefert dieser Kombination aus privaten und Regierungsinteressen die Rechtfertigung für ihr gigantisches Budget, ein Budget, dessen Last die amerikanischen Steuerzahler tragen, deren mittleres Haushaltseinkommen seit zwei Jahrzehnten nicht gestiegen ist, während ihre Schuldenlast zur Aufrechterhaltung ihres Lebensstandard gestiegen ist.

 

Der zweite Grund hat mit der neokonservativen Ideologie einer amerikanischen Weltherrschaft zu tun. Gemäß den Neokonservativen, die in keinster Weise etwas mit konservativ zu tun haben, bedeuten der Zusammenbruch des Kommunismus und des Sozialismus, dass sich die Geschichte für den „Demokratischen Kapitalismus“ entschieden hat, der weder demokratisch noch kapitalistisch ist. Er ist das sozio-ökonomisch-politische System für die Welt und es ist die Verantwortung Washingtons, den Amerikanismus auf die gesamte Welt zu übertragen. Länder wie Russland, China, Syrien und der Iran, die die amerikanische Hegemonie ablehnen, müssen destabilisiert und zerstört werden, denn sie stehen dem einseitigen Handeln Amerikas im Weg.

 

Der dritte Grund hat mit Israels Bedürfnis nach den Wasserquellen im Südlibanon zu tun. Zweimal hat Israel die vielgepriesene israelische Armee zur Besetzung des Südlibanon entsendet und zweimal wurde die vielgepriesene israelische Armee von der Hisbollah vertrieben, einer Miliz die von Syrien und dem Iran unterstützt wird.

 

Offen gesagt benutzt Israel Amerika, um die syrische und die iranische Regierung zu vernichten, die der Hisbollah militärische und wirtschaftliche Unterstützung gewähren. Wenn die Versorger der Hisbollah von den Amerikanern vernichtet werden können, dann kann Israels Armee den Südlibanon stehlen, so wie sie Palästina und Teile Syriens gestohlen haben.

 

Das sind die Tatsachen: 16 Jahre lang hat die sorglose amerikanische Bevölkerung einer korrupten Regierung in Washington erlaubt, Billiarden von Dollar zu vergeuden, die zuhause gebraucht werden, aber stattdessen den Profiten des Militär/Sicherheitskomplexes zugeschlagen werden, zu Diensten der neokonservativen Ideologie einer US-Weltherrschaft und zu Diensten Israels.

 

Zweifelsohne ist amerikanische Demokratie ein Betrug. Sie dient jedem, nur nicht Amerikanern.

 

Was wird die wahrscheinliche Folge dessen sein, dass die US-Regierung nicht-amerikanischen Interessen dient?

 

Das bestmögliche Resultat wird Armut für die 99 Prozent sein. Das schlimmstmögliche Resultat wird ein nukleares Armageddon sein.

 

Washingtons Einsatz für den Militär/Sicherheitskomplex, für die neokonservative Ideologie und für Israel lässt überwältigende Tatsachen völlig außer Acht.

 

Israels Interesse an einem Umsturz in Syrien und im Iran steht in völligem Widerspruch zu Russlands Interesse, den Import von Dschihadismus nach Russland und Zentralasien zu verhindern. Aus diesem Grund treibt Israel die USA in einen direkten militärischen Konflikt mit Russland.

 

Die finanziellen Interessen des US-Militär/Sicherheitskomplexes, Russland mit Raketenbasen einzukreisen, stehen in Widerspruch zu Russlands Souveränität. Genauso wie der Nachdruck der Neokonservativen zu einer US-Weltherrschaft.

 

Nicht Präsident Trump kontrolliert Washington. Washington wird vom Militär/Sicherheitskomplex kontrolliert (schaut euch auf YouTube Präsident Eisenhowers Beschreibung des Militär/Sicherheitskomplexes als Bedrohung für Amerikas Demokratie an: https://www.youtube.com/watch?v=Jib1B2cyWpE), von der Israel-Lobby und von den Neokonservativen. Diese drei organisierten Interessensgruppen haben das amerikanische Volk ausgebootet, welches machtlos und an der Entscheidung über seine Zukunft nicht beteiligt ist.

 

Jeder US-Abgeordnete und US-Senator, der Israel die Stirn geboten hat, wurde bei seiner Wiederwahl von Israel geschlagen. Das ist der Grund dafür, dass, wenn Israel etwas will, beide Häuser des Kongresses einstimmig zustimmen. Wie Admiral Tom Moorer, Chef der Navy Operations und Vorsitzender der Stabschefs, öffentlich sagte: „Kein amerikanischer Präsident kann Israel die Stirn bieten.“ Israel bekommt was es will, egal was die Folgen für Amerika sind.

 

Admiral Moorer hatte Recht. Die USA geben Israel jedes Jahr genug Geld um unsere Regierung zu kaufen.Und Israel kauft unsere Regierung. Die US-Regierung ist Israel weitaus rechenschaftspflichtiger als dem amerikanischen Volk. Das Stimmverhalten des Kongresses beweist das.

 

Washington kann sich nicht mit dem winzigen Israel messen und denkt, es kann Russland und China einschüchtern. Dass Washington weiterhin Russland und China provoziert ist ein Zeichen für Wahnsinn. Anstelle von Intelligenz sehen wir Selbstüberschätzung und Arroganz, die Kennzeichen der Narren.

 

Was der Planet Erde und seine Geschöpfe mehr als alles andere brauchen, das sind Führer im Westen, die intelligent sind, ein moralisches Gewissen haben, die die Wahrheit respektieren und die in der Lage sind, die Grenzen ihrer Macht zu verstehen.

 

Aber die westliche Welt hat keine solchen Menschen. 


http://www.paulcraigroberts.org/2017/06/28/presstitutes-not-russia-interfered-us-presidential-election/

 

3. Es sind die Presstituierten und nicht Russland, die sich in die US-Präsidentenwahl eingemischt haben

 

von Paul Craig Roberts, 28.06.2017

 

 

Im Gegensatz zu Oliver Stone wusste Megyn Kelly nicht, wie man Wladimir Putin interviewt. Daher hat sie sich zum Narren gemacht, es war nicht anders zu erwarten.

 

Jetzt haben sich die gesamten westlichen Medien wie Megyn zum Narren gemacht, so scheint es nach einem Bericht auf RT. James O'Keefe hat den leitenden CNN-Produzenten John Bonifield auf Video, wie er O'Keefe erzählt, dass es bei der antirussischen Berichterstattung von CNN nur um die Einschaltquoten geht: „Das ist momentan zum größten Teil alles Mist. Wir haben nämlich nicht einen großen Beweis.“ CNNs Bonifield hat angeblich weiter gesagt, dass „unsere CIA stellt die ganze Zeit Mist an, wir sind da draußen um Regierungen zu manipulieren.“

https://www.rt.com/usa/394233-russia-cnn-ratings-veritas/

 

Und natürlich das amerikanische Volk und die europäischen Völker. Und die Regierungen der USA und Europas werden auf die „Russland war's!“-Geschichte konditioniert, um Russland zu misstrauen und jede gefährliche und unverantwortliche Politik gegen Russland zu akzeptieren, mit der Washington als nächstes daherkommt.

 

Wird die antirussische Propaganda von den Einschaltquoten angetrieben, so wie Bonifield angeblich berichtet, oder sind die Einschaltquoten der Deckmantel für die Medien-Desinformation der Neokonservativen und des Militär/Sicherheitskomplexes, welche die Spannungen zwischen den Supermächten erhöht und die Grundlage für einen Nuklearkrieg bereitet?

 

RT gibt zu Bedenken, dass die ganze Geschichte nur eine weitere Falschnachricht sein könnte, denn das ist alles wofür die westlichen Medien bekannt sind.

 

Wie auch immer, was wir wissen ist, dass die Berichterstattung falscher Nachrichten zur angeblichen Einmischung Russlands in die US-Präsidentenwahl gehört. Angeblich wurde Trump durch Putins Einmischung in die Wahl gewählt. Diese Behauptung ist absurd. Aber wenn man Megyn Kelly ist, dann hat man nicht den IQ um das zu sehen. Stattdessen verdrehen die Presstituierten eine unsinnige Geschichte zu einer echten Geschichte, obwohl jeglicher Beweis fehlt.

 

Wer hat sich tatsächlich in die US-Präsidentenwahl eingemischt? Putin oder die Presstituierten selbst? Die Antwort ist klar wie Kloßbrühe. Es waren die Presstituierten, die es vom ersten Tag des Präsidentenwahlkampfs auf Trump abgesehen hatten. Es war der CIA-Direktor John Brennan, der alles in seiner Macht stehende tat, um Trump als eine Art russischen Agenten zu brandmarken. Es war der FBI-Direktor Comey, der das gleiche tat, indem er eine „Untersuchung“ fortsetzte, von der er wusste dass es eine Nullnummer war. Jetzt haben wir einen ehemaligen FBI-Direktor (Robert Mueller), der die Rolle eines Sonder-Ermittlers zur Untersuchung von Trumps „Behinderung der Justiz“ spielt, obwohl es keinen Beweis für ein Verbrechen gibt, das behindert wurde! Was wir erleben ist eine andauernde Einmischung in die Präsidentenwahl, eine Einmischung, die nicht nur die Demokratie zum Gespött macht sondern auch den Rechtsstaat.

 

Die Presstituierten haben sich nicht nur die Präsidentenwahl gestört; sie stören jetzt auch die Demokratie selbst. Sie versuchen die Wahl des Volks zu kippen, indem sie den Präsidenten der Vereinigten Staaten verunglimpfen und jene die ihn gewählt haben.

 

Die Demokratische Partei ist Teil dieses Angriffs auf die amerikanische Demokratie. Es ist das Präsidium der Demokratischen Partei (DNC), das darauf besteht, dass eine Putin/Trump-Verschwörung Hillary die Präsidentschaft gestohlen habe. Es ist die Position der Demokraten, dass es zu riskant ist, dem amerikanischen Volk – den Bedauernswerten – ein Wahlrecht einzuräumen. Es ist die Haltung der Demokratischen Partei, dass, wenn man die Amerikaner wählen lässt, sie einen Putin-Troll wählen würden und Amerika von Russland regiert würde.

 

Viel fragen sich, warum Trump nicht seine Amtsmacht benutzt um das Killerkommando anzuklagen, das ihn erledigen will. Es gibt keinen Zweifel, dass eine Jury aus den Bedauernswerten Brennan, Comey, Megyn Kelly und all die anderen anklagen würde. Andererseits ist es vielleicht Trumps Sichtweise, dass es sich die Republikanische Partei nicht leisten kann mit ihm unterzugehen und, da er durch die Republikanische Mehrheit geschützt wird, es deshalb die beste Strategie sei, wenn sich die Demokraten und die Presstituierten in den Augen von „Fly-Over“-Amerika selbst zerstören.

 

Unser Überleben als Amerikaner hängt davon ab, wie die russische Sicht auf diesen Konflikt ist, zwischen einem Präsidenten, der vorhatte, die Spannungen zwischen den Nuklearmächten zu reduzieren und jenen, die vorhaben, die Spannungen zu erhöhen. Das russische Oberkommando hat bereits seine Schlussfolgerung kundgetan, dass Washington einen nuklearen Überraschungsangriff auf Russland vorbereitet. Eine gefährlichere Schlussfolgerung ist gar nicht denkbar. Bisher hat sich niemand in Washington oder irgendeine europäische Regierung bemüht, Russland davrin zu versichern, dass kein solcher Angriff vorbereitet wird. Im Gegenteil, es wird nach einer weiteren Bestrafung Russlands und noch mehr Spannungen gerufen.

 

Dieses absolut außergewöhnliche Versagen zeigt, dass sich der Westen komplett von der Realität verabschiedet hat.

 

Man sich sich schwerlich eine gefährlichere Situation vorstellen als den sorglosen Westen, der Russland davon überzeugen will, dass der Westen nicht zu einem vernünftigen Verhalten in der Lage ist. Aber genau das tut der Westen.


4.

Alter Hund, alte Tricks: Die USA beginnen mit der Bewaffnung der Taliban

(Old dog, old tricks: US begins arming Taliban (June 2017))

 

https://www.youtube.com/watch?v=pZUjeV-zecc

 

 

Maria Sacharowa, Sprecherin des Russischen Außenministeriums, am 22. Juni 2017:

(Video beginnt bei 1:45)

 

...kommen wir zu einer anderen Region, die nicht weniger problematisch ist...Afghanistan. Wir haben Nachrichten bekommen, dass Rebellen des afghanischen Zweigs von ISIS, zusammen mit Waffen, in nicht identifizierten Hubschraubern transportiert werden.

 

Am 14. Juni konnten Rebellen einen großen Teil der strategisch wichtigen Tora Bora Höhlen nahe Pachir Aw Agam im Distrikt Nangarhar einnehmen – kurz zuvor wurden mahr als 50 bewaffnete Rebellen von nicht identifizierten Hubschraubern in das Gebiet geflogen, um die Offensive der Extremisten zu verstärken, es wurden auch Container mit Waffen zu ihrer Versorgung transportiert...

 

Ein Mitglied des afghanischen Parlaments, Mr. Qadir, der Oppositionskräfte vertritt, die den Höhlenkomplex bewachen, hat öffentlich ausgesagt, dass die erwähnten Militärhubschrauber den USA gehören...

 

Darüber hinaus wurde in der Woche der Kampfhandlungen jenen Kräften, die Tora Bora verteidigen, keine Unterstützung von der Regierung oder ihren westlichen Alliierten angeboten.

 

Offenbar konnten weder die afghanische Regierung noch die Vertreter der NATO im Land die zunehmenden Bewegungen nicht identifizierter Luftfahrzeuge in verschiedenen Regionen Afghanistans erklären, die ISIS unterstützen – ich betone, ISIS!

 

Diese Art des Schweigens wird zunehmend aussagekräftiger... ich möchte insbesondere die westlichen Medien darauf aufmerksam machen, besonders die USA, die vor kurzem Material über eine angebliche Unterstützung Russlands für die Taliban und Extremisten auf afghanischem Territorium veröffentlicht haben. Wir haben mehrfach bekundet, dass solche Anschuldigungen haltlos sind. Ich würde gerne sehen dass diese 'nicht identifizierten Hubschrauber' nicht nur in Afghanistan auftauchen, sondern auch in den Blättern der westlichen Massenmedien.

 

Liebe Journalisten, ihr habt alle Gelegenheit dazu, Fragen an das US-Außenministerium zu stellen, und auch an das Pentagon und das Weiße Haus. Ich verstehe, dass ihr schwer damit beschäftigt seid nach russischen Hackern zu suchen, aber bitte kümmert euch um die Helikopter, die selbst Afghanistan als amerikanisch betrachtet. Und die nicht irgendeine 'moderate' Opposition unterstützten, sondern ISIS-Terroristen.“

 

Q: „Frage von RIA Novosti... (Mikro-Probleme) …“ Sacharowa: „...das sind die Hacker.“ Q: „...(unverständlich)...“ Sacharowa: „Wer hackt da die Mikrophone des Russischen Außenministeriums?“

 

 

Bericht von RT:

 

Nachrichtensprecher: „Einer der US Kommandeure der Allianz behauptet weiterhin, dass Russland die Taliban unterstützt.“

 

(Schlagzeilen)

The Guardian: „US-Kommandeur fordert mehrere Tausend neue Truppen“

General Nicholson sagt, er stehe vor einem Mangel an Truppen zur Ausbildung afghanischer Kräfte und warnt vor einer zunehmenden Unterstützung Russlands für die Taliban“

 

(Nicholson vor einem Senatsausschuss mit McCain):

Das russische Eingreifen in diesem Jahr ist schwieriger geworden...“

 

(The Washington Post):

Hochrangiger US-General bestätigt: Russland schickt Waffen an die Taliban“

 

(Nicholson): „Wir bekommen weiterhin Berichte über diese Unterstützung...“

 

RT: Psychologische Projektion?

 

Aber...

 

(Reuters): „US-Verteter: Keine objektiven Beweise dass Russland Waffen an die Taliban gegeben hat“

 

(General Stewart, DIA): Ich habe keine objektiven Beweise gesehen, dass Waffen oder Geld übergeben worden ist.“


http://thesaker.is/the-latest-escalation-in-syria-what-is-really-going-on/

 

5. Die jüngste Eskalation in Syrien -- was geht wirklich vor sich? (AKTUALISIERT)

 

vom Saker, 23.06.2017 für Unz Review http://www.unz.com/tsaker/the-latest-escalation-in-syria-what-is-really-going-on/

 

 

Inzwischen haben die meisten von euch die jüngsten schlechten Nachrichten aus Syrien gehört: am 18. Juni hat eine US F/A-18E Super Hornet (1999) mit einer AIM-120 AMRAAM (1991) eine Su-22 (1970) der syrischen Luftwaffe abgeschossen. Zwei Tage später, am 20 Juni, hat eine US F-15E Strike Eagle eine iranische IRGC Shahed 129-Drohne abgeschossen. Beide Male war die benutzte Ausrede, dass das eine Gefahr für die USA und für die von den USA unterstützen Kräfte gewesen sei. Die Wahrheit ist natürlich, dass die USA ganz einfach versuchen, den Vormarsch der syrischen Armee zu stoppen. Dies war somit ein typische amerikanisches „Demonstrieren von Stärke“. Außer dass natürlich der Abschuss eines 47 Jahre alten Su-22 Kampfjets aus Sowjetzeiten kaum eine beeindruckende Leistung ist. Genauso wenig wie der Abschuss einer unbemannten Drohne. Es läuft natürlich nach einem bestimmten Muster ab, und dieses Muster ist, dass alle Aktionen der USA bisher nur eine Show waren: die im Grunde gescheiterte Bombardierung des syrischen Fliegerhorsts, die Bombardierung einer syrischen Armee-Kolonne, der Abschuss des syrischen Kampfbombers und einer iranischen Drohne – diese ganzen Aktionen haben keinen echten militärischen Wert. Sie haben jedoch einen provokativen Wert, da sich danach jedes Mal die Augen gen Russland richten um zu sehen ob die Russen antworten oder nicht.

 

Dieses Mal hat Russland geantwortet, aber in einer sehr zweideutigen und falsch verstandene Art. Die Russen haben neben anderen Maßnahmen angekündigt, dass ab jetzt „jedes Flugobjekt, einschließlich Flugzeugen und Drohnen der (US-geführten) internationalen Koalition, die westlich des Euphrats aufgespürt werden, von russischen Boden- und Luftverteidigungskräften verfolgt wird“. Ich habe das so berichtet: „Das Russische Verteidigungsministerium erklärt, dass es jedes Flugzeug, das westlich des Euphrats fliegt, abschießen wird.“ Ich habe zwar das genaue russische Zitat wiedergegeben, aber ich habe nicht erklärt warum ich die russischen Worte auf meine Art umschrieben habe. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt um das zu erklären:

 

Zunächst einmal der genaue russische Originaltext:

 

 «В районах выполнения боевых задач российской авиацией в небе Сирии любые воздушные объекты, включая самолёты и беспилотные аппараты международной коалиции, обнаруженные западнее реки Евфрат, будут приниматься на сопровождение российскими наземными и воздушными средствами противовоздушной обороны в качестве воздушных целей»

 

Eine wortwörtliche Übersetzung wäre:

 

In Gebieten der Einsatzmission der russischen Luftstreitkräfte im syrischen Luftraum werden alle Luftfahrzeuge, einschließlich Flugzeugen und unbemannten Drohnen der internationalen Koalition, das im Westen des Euphrat-Flusses entdeckt werden, von den russischen Boden- und Lufteinheiten zur Luftverteidigung als Luftziel verfolgt.“

 

Und was genau bedeutet das aus technisch-militärischer Sicht?

 

 

Ein kurzer Blick in das Cockpit eines US-Kampfjets

 

Wenn eine F/A-18 über Syrien fliegt, so informieren die an Bord befindlichen Sensoren (Radar-Warnempfänger oder RWR genannt) den Piloten über die Art des Radarsignals, das auf das Flugzeug trifft. Über Syrien bedeutet das, dass der Pilot jede Menge Suchradars sieht, die in alle Richtungen blicken um ein komplettes Bild über das Geschehen im syrischen Luftraum zu bekommen. Der US-Pilot wird darüber informiert, dass eine bestimmte Anzahl syrischer S-300 und russischer S-400 Batterien den Himmel absuchen und ihn wahrscheinlich sehen. So weit so gut. Wenn es Deeskalationszonen oder irgendwelche bilateralen Abkommen gibt, um sich gegenseitig über geplante Einsätze zu informieren, dann sind diese Art der Radarstrahlen keine große Sache. Ebenso suchen US-Radars (Boden- See- oder Luftgestützt) den Himmel ab und „sehen“ die Flugzeuge der russischen Luftwaffe auf ihren Radarschrimen und die Russen wissen das. In so einer Situation behandelt keine Seite jemanden als „Luftziel“. Wenn eine Entscheidung gefällt wurde, ein Objekt als „Luftziel“ zu behandeln, dann kommt ein völlig anderes Radarsignal zum Einsatz, und es wird ein wesentlich gebündelterer Radarstrahl auf das Ziel gerichtet, das jetzt verfolgt und angegriffen wird. Der Pilot wird darüber natürlich sofort informiert. Ab diesem Zeitpunkt befindet sich der Pilot in einer sehr unbequemen Lage: er weiß dass er verfolgt wird, aber er kann nicht wissen, ob auf ihn bereits eine Rakete abgefeuert wurde oder nicht. Abhängig von einer Reihe von Faktoren könnte eine AWACS in der Lage sein, einen Raketenabschuss zu orten, aber das könnte nicht genug sein und es könnte auch zu spät sein.

 

Der Raketentyp, der aus S-300/S-400-Batterien abgefeuert wird, ist extrem schnell. Über 6.000 km/h, d.h. eine Rakete aus 120 Meilen Entfernung abgeschossen, erreicht dich in zwei Minuten oder eine Rakete aus 48 Kilometern erreicht dich in einer halben Minute. Und was die Sache noch schlimmer macht: die S-300 kann einen speziellen Radar-Modus einsetzen, genannt „track via missile“ (TVM) (Kurs über Rakete), bei dem das Radar einen Impuls auf das Ziel aussendet, dessen Reflektion (Radarecho) nicht nur von der Radarstation sondern von der schnell anfliegenden Rakete selbst empfangen wird, die dann dieses Signal an die Bodenstation schickt und die schickt Lenkkorrekturen zurück an die Rakete. Warum das für das Flugzeug schlecht ist? Weil sich aus den Radarsignalen nicht ableiten lässt, ob eine Rakete abgeschossen wurde und sich bereits mit 4.000 mph nähert oder nicht. S-300 und S-400 haben auch andere Methoden, darunter die „Seeker Aided Ground Guidance“ (SAGG), wobei auch die Rakete eine Lenkhilfe errechnet (und nicht nur die Bodenstation) und dann diese beiden verglichen werden. Und einen Home On Jam-Modus (HOJ), wobei die gejammte Rakete direkt auf die Störquelle (etwa einen an Bord befindlichen Störsender) zufliegt. Darüber hinaus gibt es andere Methoden wie das Ground Aided Inertial (GAI), das die Rakete in die unmittelbare Nähe des Ziels führt, wo die Rakete kurz vor dem Eintreffen am Ziel auf ihr eigenes Radar umschaltet. Schließlich gibt es ziemlich gute Beweise dafür, dass die Russen ein komplexes Datalink-System perfektioniert haben, das es ihnen erlaubt, alle von ihren Raketen, Flugzeugen (Kampfjets, Abfangjäger oder AWACS) und Bodenstationen empfangenen Signale zusammenzufassen. Und das bedeutet, dass theoretisch ein US-Flugzeug außerhalb des Erfassungsbereichs (Reichweite) einer Boden-Luft-Rakete liegt, aber die empfangenen Signale der Bodenstation dazu benutzt werden können um eine Luft-Luft-Rakete auf ein US-Flugzeug abzufeuern. (Wir wissen dass ihre Mig-31 eine solche Aufgabe erfüllen können, daher sehe ich keinen Grund, warum die viel jüngeren Su-30/Su-35 das nicht können sollen.) Das würde das Lagebewusstsein eines Piloten weiter verkomplizieren, denn eine Rakete könnte buchstäblich aus jeder Richtung kommen. An diesem Punkt wäre es für den US-Piloten die einzig logische Reaktion, seine Vorgesetzten zu informieren und so schnell wie möglich zu verschwinden. Natürlich könnte er theoretisch auch einfach seine Mission fortsetzen, aber das wäre sehr schwierig, vor allem wenn er vermutet, dass die Syrer vielleicht andere, mobile Luftverteidigungssysteme auf seinem Weg oder in der Nähe zum Ziel haben.

 

Stell dir einfach mal vor: du fliegst völlig rechtlos über feindlichem Gebiet und bereitest einen Zielanflug vor, wenn plötzlich dein Radarwarnsystem anschlägt und dir mitteilt: „du hast 30 Sekunden (oder weniger) um zu entscheiden, ob ein 150kg Sprengkopf mit 6.400 km/h auf dich zukommt oder nicht.“ Wie würdest du dich in dem Cockpit jetzt fühlen? Würdest du noch an die Ausführung deines geplanten Angriffs denken?

 

Die normale US-Strategie ist, die sogenannte „Luftüberlegenheit/Hoheit“ zu erreichen, indem man die feindliche Luftverteidigung komplett ausschaltet und die Kontrolle über den Luftraum übernimmt. Wenn ich mich recht erinnere, dann haben die US-Jets zuletzt in Vietnam in einem umstrittenen Luftraum gekämpft...

 

Übrigens ist diese Technologie nicht einzigartig russisch, sie ist im Westen gut bekannt, beispielsweise benutzt auch die Patriot SAM das TVM-System, aber die Russen haben es sehr schön in ein einziges beachtliches Luftverteidigungssystem integriert.

 

Kurz und gut: Ist ein US-Flugzeug erst einmal „als Ziel markiert“, dann weiß es nicht, ob die Syrer oder die Russen nur frech sind oder ob der Pilot nur noch Sekunden zu leben hat. Anders gesagt: „Wie ein Ziel behandeln“ ist die Entsprechung zu jemandem, der dir eine Pistole an den Kopf hält und dich raten lässt, ob und wann er abdrückt.

 

Also ja, die russische Stellungnahme ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine „Drohung mit Abschuss“!

 

 

Als nächstes ein Blick auf die russische Seite der Gleichung

 

Um zu verstehen, warum die Russen die Worte „als Luftziel behandeln“ gewählt haben, anstatt einem „wir werden abschießen“, muss man daran denken, dass Russland hier immer noch die schwächere Partei ist. Nichts ist schlimmer als seine Drohung nicht in die Tat umzusetzen. Hätten die Russen „wir werden abschießen“ gesagt und dann nichts unternommen, dann hätten sie eine leere Drohung ausgesprochen. Stattdessen sagen sie „als Luftziel behandeln“, denn das lässt ihnen den „Spielraum“ für ein Nachgeben. Für den US Navy- oder Airforce-Piloten sind solche Überlegungen irrelevant wenn ihm seine Sensoren mitteilen dass er von einem Erfassungsradar markiert wurde!

 

Damit haben die Russen die US-Crews ziemlich in Aufregung versetzt, ohne tatsächlich jemanden abschießen zu müssen. Kein Zufall dass die Amerikaner fast augenblicklich aufgehört haben, westlich des Euphrats zu fliegen, während die Australier offiziell entschieden haben, ganz von weiteren Lufteinsätzen Abstand zu nehmen.

 

Man kann es nicht genug betonen: Das letzte was die Russen brauchen ist der Abschuss eines US-Flugzeugs über Syrien, denn das ist genau das, was einige Elemente im Pentagon anscheinend wollen. Russland ist nicht nur die schwächere Seite in diesem Konflikt, aber die Russen verstehen auch die breiteren politischen Konsequenzen dessen, was passieren würde, wenn sie den dramatischen Schritt zu Abschuss eines US-Flugzeugs unternehmen würden: Ein wahr gewordener Traum für die Neokons und eine Katastrophe für alle anderen.

 

 

Ein kurzer Blick auf das amerikanische Neokonistan und die Jagd nach einem „lauwarmen Krieg“

 

Die Dynamik in Syrien unterscheidet sich nicht wesentlich von der Dynamik in der Ukraine: Die Neokons wissen, dass sie ihr ursprüngliches Ziel nicht erreicht haben: das Land zu kontrollieren. Sie wissen auch, dass ihre verschiedenen damit verbundenen finanziellen Pläne zusammengebrochen sind. Und schließlich wissen sie ganz genau, wem sie diese Niederlage zu verdanken haben: Russland und insbesondere Putin.Also sind sie auf Plan B ausgewichen. Plan B ist fast genauso gut wie Plan A (volle Kontrolle), denn Plan B hat breitere Auswirkungen. Plan B ist auch sehr einfach: zettle mit Russland eine größere Krise an, aber lass es nicht zu einem heißen Krieg kommen. Plan B kreist um eine „resolute“ „Reaktion“ auf die russische „Aggression“ und um eine „Verteidigung“ der US-“Alliierten“ in der Region. Praktisch bedeutet das ganz einfach: bringe die Russen dazu, dass sie offen Streitkräfte nach Novorossia schicken oder bringe die Russen dazu, dass sie militärisch gegen die USA oder deren Verbündete in Syrien einschreiten. Hat man das erst einmal verstanden, dann kann man ganz leicht erkennen, dass die jüngsten US-Angriffe in Syrien einen kleinen örtlichen Zweck haben – die Syrer zu ängstigen oder zu behindern – und einen großen globalen Zweck – die Russen in einen Einsatz von Gewalt gegen die USA oder einen Alliierten zu locken. Man muss es nochmal wiederholen: was die Neokons wirklich wollen ist ein „lauwarmer“ Krieg mit Russland: eine Eskalation der Spannungen, wie er es nicht einmal im Kalten Krieg erlebt haben, aber auch keinen ganz „heißen“ 3. Weltkrieg. Ein lauwarmer Krieg würde wenigstens der NATO wieder so etwas wie einen Zweck geben („unsere europäischen Freunde und Alliierten“ vor der „russischen Bedrohung“ zu schützen): die bereits jetzt hoffnungslos rückgratlosen EU-Politiker würden alle in einen noch fortgeschritteneren Zustand der Unterwürfigkeit gebracht werden, der Militärhaushalt würde noch weiter steigen und Trump könnte sagen, er habe „Amerika“ wieder „groß“ gemacht. Und wer weiß, vielleicht würde sich das russische Volk endlich gegen Putin erheben, man weiß nie! (Das würden sie nicht – aber die Neokons haben sich von so irren Theorien noch nie durch so nebensächliche und insgesamt unbedeutende Dinge wie Fakten oder Logik abhalten lassen.)

 

(Nebenbemerkung: Ich habe immer wieder bemerkt, dass jedes Mal, wenn die USA Russland in eine harte Reaktion locken wollen und Russland den Köder nicht schluckt, dann löst das sofort eine Reihe von Kommentaren aus, die sich vehement darüber beschweren, Russland benehme sich wie ein Weichling, dass Putin eine Fälschung sei, dass er mit den USA und/oder Israel „unter einer Decke stecke“ und dass die Russen schwach seien oder dass sie sich haben „kaufen“ lassen. Ich bekomme das Gefühl, dass wir es hier mit bezahlten US PsyOp-Bediensteten zu tun haben, deren Auftrag es ist, die Sozialen Medien zu benutzen um den Kreml mit diesen endlosen Anschuldigungen über Schwäche und Ausverkauf unter Druck zu setzen. Da ich kein Interesse daran habe, dies Typen auf irgend eine Weise zu belohnen, schicke ich ihre Anschuldigungen dorthin wo sie hingehören: auf den Müll.)

 

 

Funktioniert die russische Strategie?

 

Um darauf zu antworten, seht euch nicht an, was die Russen als unmittelbare Reaktion auf eine US-Provokation tun oder nicht tun. Betrachtet es von einer höheren Warte und schaut, was auf mittlere oder lange Sicht passiert. Genau wie bei einem Schachspiel ist die Annahme des Gambits nicht immer die richtige Strategie.

 

Ich schlage vor, dass ihr euch zur Bewertung, ob Putins Politik effektiv ist oder nicht, ob er sich „verkauft“ hat oder „eingeknickt“ ist, anschauen müsst, wie beispielsweise die Situation in Syrien (oder auch der Ukraine) vor zwei Jahren aussah und ihr sie mit der heutigen Lage vergleicht. Oder schaut euch auch die heutige Situation an und dann betrachtet sie in sechs Monaten wieder.

 

Ein riesiger Unterschied zwischen der westlichen Kultur und der Art wie die Russen (oder auch die Chinesen) Geostrategie betrachten der ist, dass die Westler immer auf die kurzfristigen und taktischen Aspekte schielen. Das ist im Grunde der Hauptgrund warum Napoleon und Hitler ihre Kriege gegen Russland verloren haben: ein nahezu ausschließlicher Fokus auf Kurzfristiges und Taktisches. Die Russen sind im Gegensatz dazu die unbestrittenen Meister der Operationskunst (im rein militärischen Sinn) und so wie die Chinesen tendieren sie dazu, ihre Augen immer auf den langfristigen Horizont zu richten. Seht euch nur den türkischen Abschuss der russischen Su-24 an: alle haben über den Mangel einer „kräftigen“ Reaktion aus Moskau gejammert. Und jetzt, sechs Monate später – was sehen wir? Genau.

 

Die moderne westliche Kultur kreist um verschiedene Formen einer sofortigen Belohnung, und das gilt auch für die Geopolitik. Wenn ein andere Kerl etwas tut, dann kommt von den westlichen Führern immer eine „starke“ Antwort. Sie senden gerne „Botschaften“ und sie glauben fest daran, dass etwas zu unternehmen, so symbolisch es sein mag, besser ist als den „Anschein“ von Untätigkeit zu erwecken. Was den Anschein der Untätigkeit betrifft, das wird allgemein als Zeichen der Schwäche interpretiert. Russen denken nicht so. Ihnen ist eine sofortige Belohnung egal, ihnen geht es nur um eines: den Sieg. Und wenn man dafür schwach aussehen muss, dann ist es auch recht. Aus russische Sicht sind das Aussenden von „Botschaften“ oder das Ausführen symbolischer Handlungen (so wie alle vier jüngsten US-Angriffe in Syrien) keine Zeichen von Stärke, sondern Zeichen der Schwäche. Im Allgemeinen mögen die Russen keine Gewalt, sie betrachten sie als zutiefst gefährlich. Aber wenn sie müssen, dann drohen oder warnen sie nicht, sie schreiten sofort und pragmatisch (nicht symbolisch) zu Taten, die sie näher an ihr definiertes Ziel bringen.

 

 

Zusammenfassung

 

Die russische Reaktion auf die jüngsten US-Angriffe auf Syrien dient nicht dazu, die Zustimmung der vielen Internet-Schreibtischstrategen zu maximieren. Sie dient dazu, das Unbehagen in der US-geführten „Koalition“ in Syrien zu maximieren und gleichzeitig die Risiken für Russland zu minimieren. Es ist genau die undeutliche Sprache, die Zivilisten auf die eine Art interpretieren und das Militär auf andere Art, die die Russen für die Planung der US-Lufteinsätze in Syrien als ein sehr störendes Element der Unberechenbarkeit einsetzen.

 

Auch die Russen haben ihre Schwächen und schlechten Gewohnheiten und sie machen Fehler (die Anerkennung der Ukronazi-Junta in Kiew nach dem Coup war wahrscheinlich so ein Fehler). Aber es ist wichtig, zwischen ihren wahren Schwächen und Fehlern und ihren sorgfältig geplanten Strategien zu unterscheiden. Nur weil sie nicht so handeln wie ihre angeblichen „Unterstützer“ im Westen handeln würden, bedeutet das nicht, dass sie „eingeknickt“ seien, „nachgegeben“ hätten oder irgend so einen Unsinn. Der erste Schritt um zu verstehen wie Russen funktionieren ist damit aufzuhören zu erwarten, dass sie einfach so wie Amerikaner handeln würden.

 

Der Saker


http://www.paulcraigroberts.org/2017/06/23/world-going-trump/

 

6. Die Welt geht mit Trump unter

 

von Paul Craig Roberts, 23.06.2017

 

 

Am 21. Juni hat die Redaktionsleitung der Washington Post, schon lange ein Propaganda-Instrument, das mit der CIA und dem Tiefen Staat unter einer Decke stecken soll, zu mehr Sanktionen und zu mehr Druck auf Russland aufgerufen.

 

Eine Sekunde Nachdenken reicht um zu erkennen, wie schlecht dieser Ratschlag ist. Die orchestrierte Verteufelung Russlands begann im Spätsommer 2013, als das Britische Parlament und russische Diplomatie die geplante Invasion Syriens durch das neokonisierte Obama-Regime blockiert hatten. An Russland musste ein Exempel statuiert werden, bevor andere Länder anfangen sich gegen Washington zu erheben. Während sich die Russen auf die olympischen Winterspiele in Sotschi konzentrierten, hat Washington in der Ukraine einen Umsturz inszeniert und die gewählte demokratische Regierung mit einer Meute aus Neonazi-Bandera-Gangstern ersetzt, deren Vorfahren im 2. Weltkrieg für Hitler kämpften. Washington behauptete, es hätte Demokratie in die Ukraine gebracht, indem man Neonazi-Verbrecher in die Regierung einsetzt.

 

Die Gangster Washingtons begannen sofort mit gewalttätigen Angriffen auf die russische Bevölkerung in der Ukraine. Sowjetische Kriegerdenkmäler wurden zerstört. Der russischen Sprache wurde ihr offizieller Status aberkannt. Umgehend begannen in den russischen Teilen der Ukraine Separatistenbewegungen. Diese Teile wurden der Ukraine durch Sowjetführer zugeschlagen. Die Krim, seit dem 18. Jahrhundert eine russische Provinz, stimmte mit überwältigender Mehrheit für eine Loslösung von der Ukraine und bat um eine Wiedervereinigung mit Russland. Das gleiche passierte in den Regionen Lugansk und Donezk.

 

Diese Unabhängigkeitsbewegungen wurden von Washington und den Presstituierten, die sich für Washington zur Hure machen, falsch als eine „russische Invasion“ dargestellt. Trotz aller gegenteiligen Tatsachen dauert diese Fehldarstellung bis heute an. In der amerikanischen Außenpolitik sind Tatsachen kein Teil der Analyse.

 

Die wichtigste Tatsache, die von der Washington Post und den russophoben Mitgliedern der US-Regierung übersehen wird, ist, dass es Wahnsinn ist, gegen ein Land mit einem mächtigen Militär und nuklearstrategischen Fähigkeiten zu noch mehr Bestrafung und noch mehr Druck aufzurufen, dessen militärisches Oberkommando und die Regierung zu dem Schluss gekommen sind, dass Washington sich auf einen nuklearen Überraschungsangriff vorbereitet.

 

Wollen die Redakteure der Washington Post ein nukleares Armageddon herbeischreiben?Wenn es in er Washington Post noch einen Funken Intelligenz geben würde, dann würde die Zeitung darauf drängen, dass Präsident Trump sofort Präsident Putin anruft um ihm zu beschwichtigen und die nötigen Treffen zu arrangieren um die Situation zu entschärfen. Stattdessen verlangen die vollkommen verblödeten Redakteure Schritte, die nur die Spannungen erhöhen können. Sogar den Trotteln in der Washington Post sollte offensichtlich sein, dass Russland nicht rumsitzen und sich in die Hose machen wird und auf den Angriff Washingtons warten wird. Putin hat viele Warnungen zu der wachsenden Bedrohung des Westens für die russische Sicherheit abgegeben. Er hat gesagt, dass Russland „nie wieder einen Krieg auf seinem eigenen Territorium ausfechten wird“. Er hat gesagt, dass die die Lektion die er gelernt hat ist, „wenn ein Kampf unausweichlich wird schlage zuerst zu.“ Er hat auch gesagt, dass die Tatsache, dass niemand seine Warnungen hört, die Lage nur noch verschlimmert.

 

Was erklärt die Taubheit des Westens? Die Antwort lautet Arroganz und Selbstüberschätzung.

 

Da die presstituierten Medien zu Vernunft nicht in der Lage sind, werde ich ihre Aufgabe übernehmen: Ich rufe zu einem sofortigen Vier-Augen-Gespräch zwischen Trump und Putin in Reykjavik auf. Der 2. Kalte Krieg, angefangen von Clinton, George W. Bush und Obama, muss sofort beendet werden.

 

Und, wo ist Präsident Trump? Warum ist der Präsident der Vereinigten Staaten nicht in der Lage, diese Herausforderung anzunehmen? Warum ist er nicht ein Kerl wie Ronald Reagan? Liegt es daran, dass, wie David Stockman sagt, Trump zu nichts anderem fähig ist außer zu twittern?

http://www.informationclearinghouse.info/47310.htm

 

Warum hat Präsident Trump nicht schon vor langer Zeit angeordnet, dass alle gesammelten und abgefangenen russischen Gespräche entklassifiziert und veröffentlicht werden? Warum hat Trump keine Strafverfolgung gegen John Brennan, Susan Rice, Comey und den ganzen Rest des Killerkommandos in Bewegung gesetzt, die ihn zerstören wollen?

 

Warum hat sich Trump durch eine Regierung entwaffnet, die von Russland-Hassern und Israel ausgewählt wurde?

 

David Stockman schreibt, dass Trump „gegen eine Vefogung durch den Tiefen Staat/Neokons/Massenmedien steht“ und er „keine Chance zum Überleben hat wenn er nicht eine aggressive Offensive beginnt“, gegen jene die an seiner Zerstörung arbeiten. Aber es kommt keine Trump-Offensive, denn „der Mann hat keine Ahnung was er im Weißen Haus tut und er wird von einer kakophonen Seilschaft aus Amateuren und Einfaltspinseln beraten. Daher hat er keinen Aktionsplan außer dass er spontan seinen Twitteraccount betätigt.“

 

Unser Präsident twittert, während er und die Erde selbst in eine Zerstörung getrieben werden.


http://www.golemxiv.co.uk/2017/06/saudi-hypocrisy/

 

7. Saudische Heuchelei

 

von Golem XIV, 23.06.2017

 

 

Erstaunliche Heuchelei! Die Saudis und ihre Kollegen verlangen ein Ende der Unterstützung des Terrorismus während sie selbst seine größten Finanziers sind. Ihr Forderungskatalog, wie er vom Guardian berichtet wurde, sollte so übersetzt werden:

 

  1. Die Einschränkung der Beziehungen zum Iran = Keine Gespräche mit schiitischen Moslems

  2. Der Abbruch aller Beziehungen zu Terror-Organisationen = Erklärt die Moslem-Bruderschaft zu Terroristen, die empfinden wir als interne Bedrohung. Und nur die Saudis dürfen entscheiden, welche Terror-Organisationen finanziert werden. Nicht ihr.

  3. Schließt al-Jazeera = Wir erlauben keine Pressefreiheit und ihr sollt sie auch nicht haben. Vor allem keine die uns kritisiert. Schließt eines der besten Medien (bei allen erheblichen Fehlern) der Welt.

  4. Beendet jede katarische Finanzierung anderer Medien = Nur saudische Propaganda ist erlaubt. al-Jazeera hat viel zu großzügig über die Regierungsrepressalien während des Arabischen Frühlings berichtet. Also Schluss mit allen nicht von den Saudis kontrollierten Medien.

  5. Schließt die türkischen Militärbasen in Katar = Katar darf keine eigenständige diplomatische Souveränität haben.

  6. Hört auf jene zu finanzieren die von den Saudis als Terroristen bezeichnet werden = Hört auf damit, jene zu finanzieren, die gegen das saudische oder andere undemokratische Regime im Nahen Osten sind. Demokratische Abweichung ist nicht erlaubt.

  7. Überstellt die terroristischen Personen = Übergebt uns alle Dissidenten die wir einsperren oder köpfen wollen.

  8. Mischt euch nicht mehr in die Angelegenheiten anderer Länder ein = Überstellt die Personen die wir nicht mögen, die in Katar Zuflucht gefunden haben. Wir mischen uns ein – nicht ihr (sie Forderungskatalog)

  9. - 12. Macht euch zu einem Vasallenstaat der Saudis, bezahlt uns, wir übernehmen die Kontrolle eurer Finanzen und Außenpolitik und stimmt all dem SOFORT zu. Sonst... werden euch die Saudis und ihre Zwerge, die USA und Israel als Teil einer neuen Achse des Bösen bezeichnen.

 

Ach ja, übrigens – Erdöl ist klasse! Und nicht das Erdgas, das ihr und der Iran verkaufen wollt!

 

Der Große Erdas-Krieg wird zunehmend zu einer größeren Eskalation. Die Nordfront in der Ukraine ist verstummt. Oder es wird nicht mehr darüber berichtet. Aber die Südfront von Syrien bis Jemen, von der Türkei bis zum Iran heizt sich auf.


http://www.moonofalabama.org/2017/06/saudi-qatar-spat-an-offer-to-be-refused-.html#more

 

8. Der Saudi-Katar-Zwist – Ein Angebot zum Ablehnen

 

von b, 23.06.2017 Moon of Alabama (zahlreiche links im Original!)

 

 

Heute hat der saudische Herrscher ein Ultimatum an Katar abgegeben, das geschrieben wurde um abgelehnt zu werden. Das ist schon einmal passiert und man sollte nicht die Lektionen vergessen, die man daraus gelernt hat.

 

Nachdem der Kronprinz der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, der Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajewo erschossen wurde, da hat die österreichische Regierung drei Wochen gewartet bevor sie Serbien, das man für den Vorfall verantwortlich machte, ein 10 Punkte Ultimatum vorlegte. Mindestens drei dieser Punkte betrafen die Unterdrückung von „Propaganda gegen Österreich-Ungarn“ und die österreichische Monarchie durch Privatpersonen und staatliche Einrichtungen. Eine Antowrt wurde innerhalb von zwei Tagen verlangt:

 

Sir Edward Grey, der britische Außenminister, kommentierte, dass er „niemals zuvor eine staatliche Depesche an ein anderes unabhängiges Land von so furchtbarem Charakter gesehen habe.“

 

Das österreichische Ultimatum war ein Angebot das man nur ablehnen konnte. Aber Serbien tappte nicht in diese Falle. Man gab in allem nach, außer zwei weniger wichtigen Punkten. Aber das war vergebens. Die Fragen und Pläne Österreichs drehten sich nicht um die Ermordung des (ungeliebten) Franz Ferdinand oder die Forderungen in dem Ultimatum. Zwei Tage später erklärte Osterreich-Ungarn Serbien den Krieg. Die Alliierten sprangen auf den jeweiligen Seiten bei. Der 1. Weltkrieg hatte begonnen.

Die jetzt offiziellen Forderungen Saudi Arabiens, der Vereinten Arabischen Emirate und einiger kleinerer Golf-Scheichtümer gegen Katar haben einen ähnlichen Beigeschmack. Auch sie sind „ein Angebot zum Ablehnen“.

 

Die Forderungen kommen spät, drei Wochen nachdem Saudi Arabien Katar zum ersten Mal der „Unterstützung von Terrorismus“ bezichtigte, drei Wochen nachdem man die Grenzen geschlossen und eine Blockade über das Land verhängt hatte.

 

(Katar ist mit Sicherheit ein „Unterstützer des Terrorismus“. Das sind auch die USA – die "US-Citizenship & Immigration Services "haben gerade einen Asylantrag abgelehnt, weil die fragliche Person Beziehungen zur Freien Syrischen Armee (FSA) unterhält, die vom C&I Service als eine „nicht designierte terroristische Organisation“ betrachtet wird. Die CIA hat die FSA aufgebaut und unterstützt sie. Gemäß der US-Regierung ist die US-Regierung ein staatlicher Sponsor des Terrorismus. Aber der größte terroristische Sponsor von allen sind und bleiben die Saudis.)

 

Streitereien zwischen Mitgliedern des Gulf Cooperation Council (GCC) werden für gewöhnlich durch die US-Regierung geschlichtet. Aber ohne irgendwelche Forderungen gegen Katar gab es nichts zu schlichten. Vor drei Tagen hat das US-Außenministerium schließlich eine ziemlich verärgerte Stellungnahme zu Saudi Arabien abgegeben:

 

Wir rätseln darüber, dass die Golf-Staaten weder der Öffentlichkeit noch gegenüber den Kataris die Details veröffentlicht haben, die sie gegen Katar vorbringen,“ erklärte die Sprecherin des Außenministeriums Heather Nauert am Dienstag.

Momentan haben wir nur eine sehr einfache Frage: Waren die Maßnahmen wirklich wegen ihrer Bedenken über Katars angebliche Unterstützung für Terrorismus, oder geht es um die lange schwelenden Missstände zwischen und unter den GCC-Ländern?“ fragte Nauert.

 

 

Für Saudi Arabien geht es in Wahrheit um die Unterstützung der Moslem-Bruderschaft (MB) durch Katar. MB bietet ein Alternativmodell islamischer Regierung gegenüber den Erbmonarchien der Scheichs vom Golf. Sie sind für die saudische Herrscherfamilie eine Gefahr. (Anm.d.Ü.: Sind sie das nicht auch für Katar?) Ein zweiter Punkt sind die relativ guten Beziehungen Katars zum Iran, dem äußeren Feind, den die saudischen (und israelischen) Herrscher brauchen, um ihre Bevölkerungen auf Linie zu halten.

 

Die „Terrorismus“-Anschuldigungen waren nie des echte Thema. Was die Saudis verlangen ist die Unterwerfung. Eine Zusammenfassung des 13 Punkte-Ultimatums:

 

Im Grunde verlangen Saudi Arabien, die UAE, Ägypten und Bahrain von Katar die Übergabe der Kontrolle seiner Außenpolitik an sie. Diplomatische Beziehungen zum Iran werden nicht erlaubt und Kontakt mit dem Iran beschränkt sich auf Handel und Wirtschaftsbeziehungen „im Einklang mit den amerikanischen und internationalen Sanktionen“. Katar wird der Kontakt mit politischen Oppositionellen in Saudi Arabien, den UAE, Ägypten und Bahrain untersagt – auch wenn andere Länder (einschließlich westlicher Länder) das regelmäßig tun. Zusätzlich wird von Katar verlangt, dass es alle Dokumente über diese Oppositionsgruppen übergibt.

Von Katar wird auch verlangt, dass es „die Einmischung in innere Angelegenheiten souveräner Länder beendet“, während Saudi Arabien, den UAE usw. anscheinend unbegrenzte Einmischung in Katars eigene Angelegenheiten gestatte wird. Katar muss sich nach diesem Forderungskatalog „militärisch, politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich an den anderen Golf-Staaten und arabischen Ländern ausrichten“.

 

Dann ist da die Schließung des katarischen Fernsehsenders al-Jazeera. Offensichtlich mögen den die Saudis, die Emiratis usw. nicht... Katar wird auch mitgeteilt, dass es die Finanzierung anderer Nachrichtenorganisationen, einschließlich von Middle East Eye und al-Arabi al Jadeed (Auch auf Englische verfügbar als The New Arab) einstellt.

Schließlich wird von Katar verlangt, dass es einen Blanko-Scheck unterschreibt, der „die Entschädigungen und Kompensationen für den Verlust von Leben und anderen finanziellen Verlusten“ abdeckt, die „durch Katars Politik in den vergangenen Jahren entstanden sind.“

 

 

Das saudische Ultimatum endet am 3. Juli, dem Jahrestag des saudisch gesponserten Militärputsches gegen die von Katar unterstützte Regierung der Moslem-Bruderschaft in Ägypten.

 

Das Ultimatum wird wahrscheinlich abgelehnt werden. Katar wird einfach nicht antworten, bis die Saudis und andere ihre Blockade des Landes aufheben. Wenn die Saudis einen Krieg anfangen wollen, dann sollen sie das gleich tun, denken sich die katarischen Führer. Doha ist sich sicher, dass die USA das nicht erlauben werden. 10.000 US-Soldaten sind in Katar stationiert. Es beherbergt eine große US-Luftwaffenbasis und das wichtige Central Command, das den Krieg gegen ISIS und Syrien anführt. Katar hat gerade für $12 Milliarden amerikanische Kampfjets gekauft und bietet eine Beteiligung in Höhe von 10% an American Airlines an.

 

Türkische Soldaten sind zum Schutz des Scheichtums angekommen. Eine unerwartete saudische Forderung ist, dass alle türkischen Truppen Katar verlassen. Die Erdogan-Regierung, ein Zweig der Moslem-Bruderschaft, hat mit einer schnippischen Bemerkung geantwortet: „Dann versucht es mal“:

Der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik wies die Forderung zurück und sagte, jede Forderung zur Schließung der Basis stelle eine Einmischung in Ankaras Beziehungen zu Katar dar. Stattdessen deutete er an, dass die Türkei ihre Anwesenheit erhöhen könnte.

 

Im saudischen Ultimatum gibt es kein „sonst...“. Der saudische Herrscher, der Clown-Prinz Mohammad bin Salman, ist kein Stratege. Wahrscheinlich hat er nicht durchdacht, was er tun könnte falls Katar zu ihm „Nein“ sagt.

 

Die Trump-Regierung erwägt zur Lösung des Konflikts ein Gipfeltreffen a la Camp David:

 

Der Präsident will alle Hauptbeteiligten nach Washington bringen“, sagte er. Sie müssen Gruppen wie der (Moslem) Bruderschaft abschwören um im Nahen Osten allgemein Stabilität zu bringen. Es geht nicht nur um katarische Elemente die die Bruderschaft finanzieren, sondern um das Abschwören von Extremismus allgemein“, sagte (ein Beamter des Weißen Hauses).

 

Der Trump-Regierung geht es in Wahrheit um eine geschlossene Haltung des GCC zu ihren Plänen gegen den Iran. Dass das erreicht wird hat nur eine geringe Chance. Iran ist ein wichtiger Handelspartner für Kuwait, Katar, die UAE und den Oman. Diese Länder haben in einem Krieg gegen den Iran nichts zu gewinnen.

 

Bisher ist der Iran der einzige Gewinner in dem GCC-Zwist. Sollte die saudische Blockade Katars andauern, dann werden die iranischen Bauern pro Jahr über 400.000 Tonnen Nahrungsmittel an Katar verkaufen. Stahl und Beton sind andere mögliche Exportartikel durch den Iran. Der lukrative Luftverkehr im iranischen Luftraum hat seit der saudischen Blockade zu Durchflügen von Qatar-Airways durch ihren Luftraum um 17% zugelegt. Der Iran wird mehr Erdgas verkaufen falls Katars Gasexport geschädigt würde.

 

Sowohl Saudi Arabien als auch Katar sind wahhabitisch extremistische Staaten. Beide geben ihre riesigen Ressourcen aus um ihre tödlich religiöse und rassistische Ideologie zu verbreiten. Katars ideologischer Export wird von al-Jazeerah Arabic verwaltet, der für seine ekelhafte Religiosität und Unterstützung von ISIS und al Qaeda bekannt ist. Die Saudis finanzieren überall auf der Welt extremistische Moscheen und Madrassen (Koranschulen). Sollen sie sich gegenseitig bekämpfen und ihre Ressourcen gegeneinander ausgeben. Die Welt kann davon nur profitieren.

 

Aber in diesem Kampf liegt auch eine Gefahr. Wie das historische Beispiel Serbien zeigt, springen dann auf jeder Seite die Alliierten bei, alle mit ihrer eigenen Agenda. Und das könnte das Feuer weit über einen lokalen Konflikt hinaustragen. Was wenn Pakistan den Saudis zu Hilfe kommt und Indien, das etwa 90% seiner Erdgas-Importe aus Katar bezieht, den Kataris beisteht?

 

Die Saudis und Emiratis haben sicher nicht daran gedacht, als sie ihre kriegerischen Pläne begannen. Sie hatten gehofft, Katar würde innerhalb von ein oder zwei Tagen einknicken. An einen echten Kampf oder eine mögliche Eskalation über einen örtlichen Konflikt hinaus haben sie nie gedacht. Da beide Seiten jetzt verhärtete Positionen einnehmen wird es schwer sein, sie wieder von der Palme herunterzuholen. Jetzt wird es ein oder zwei Jahre dauern, wenn nicht länger, um diesen Konflikt zu beenden.


http://thesaker.is/are-we-in-the-final-phase/

 

9. Befinden wir uns im Endstadium?

 

Von Peter König, 22.06.2017 via The Saker

 

 

Es vergeht kaum ein Tag ohne einen Terroranschlag irgendwo auf der Welt, mit Betonung auf westlicher Welt. Drei aufeinander folgende Terroranschläge in Großbritannien in weniger als drei Monaten, einer in Manchester, zwei in London, wobei alle „Terroristen“ getötet wurden – die alle rein zufällig Allahu Akbar (Gott ist groß) riefen als sie ihre abscheulichen Taten begingen. Keiner ist mehr für eine Zeugenbefragung am Leben. Danach gab es einen weiteren (Anschlag) vor einer Moschee im Norden Londons. Gestern hat jemand in einem Brüsseler Bahnhof eine Bombe explodieren lassen und Leute hörten ihn Allahu Akbar rufen. Das ist Non-Stop-Terror. Wir gewöhnen uns besser daran. (Anm.d.Ü.: An diese Non-Stop-Phony-Fake-Terror-Show)

 

In Afrika herrscht der Terror jeden Tag, in Zentralafrika, im Kongo, Burundi, Nigeria – wo auch immer. Der Islamische Staat kämpft auf den Philippinen. Sie kämpfen einen Stellvertreterkrieg für Washington gegen den widerspenstigen Präsidenten Duterte, der sich mit China und Russland verbünden will. Aus geographischer, wirtschaftlicher und politischer Sicht eine logische Wahl. Von den Presstituierten wird darüber kaum berichtet. Und wenn doch, dann ist es verdreht und in ein Getöse aus Lügen verwandelt. Terror ist die Furcht der Stunde und Terror ist ein Zweig des US-Militärs – eine in eine Waffe verwandelte Strategie zur Eroberung der Welt mittels Furcht. Und als Konsequenz daraus mittels Militarisierung. Die Menschen verlangen danach, nach Schutz. (Anm.d.Ü.: nicht Schulz!)

 

Terror wird durch Washington und das Pentagon genährt, ausgebildet und bewaffnet. Die Anzahl der Anschläge nimmt täglich zu. Wir fragen uns nur noch wo er morgen zuschlägt. Die Frage „wann wird das aufhören?“ steht gar nicht zur Debatte. Es wird nicht aufhören. Es ist Teil des Kriegsspiels.

 

Auf der anderen Seite der Gleichung strangulieren die globalisierte Wall Street, die Fed und internationale Finanzinstitute arme Länder mit Schulden in die Unterwerfung, insbesondere jene mit Bodenschätzen wie fossilen Brennstoffen, Regenwäldern, Gold und Diamanten. Alles mit Blut befleckt. Aber damit hört das Finanzwesen nicht auf. Es macht sich über das Individuum her und digitalisiert das Bargeld. Macht uns zu einer bargeldlosen Gesellschaft. Das ist gut für euch. Man muss kein Geld mehr mit sich herumschleppen. Ist sowieso nichts wert. Indem wir digital werden können wir euch kontrollieren – und ihr seid sicher. Der Staat wird niemals euer Geld stehlen. Sie könnten es, aber sie werden es nicht tun. Moral. Es nennt sich Moral. Und wir vertrauen dem. In God We Trust – und Gott ist das Geld, genauer gesagt – der US-Dollar.

 

Im Nahen Osten köchelt eine ernste Konfrontation zwischen den USA und Russland, weil Russland immer noch an die unterzeichneten Abkommen mit Washington glaubt, trotz der fortwährenden Täuschungen. Beim letzten Zwischenfall, angeblich beim Kampf gegen ISIS, hat eine amerikanische F-18 ein syrisches Flugzeug im Kampf gegen ISIS abgeschossen. Natürlich versehentlich. (Anm.d.Ü.: die offizielle Ausrede lautet: "eine Gefahr für die USA und von den USA unterstützte Kräfte") Das Russische Verteidigungsministerium hat sich deutlich ausgedrückt: „In Gebieten in denen die russische Luftwaffe im syrischen Luftraum Einsätze fliegt, wird jedes Flugobjekt, einschließlich Jets und Drohnen der internationalen Koalition, von der russischen Luft- und Bodenverteidigung als Luftziel verfolgt.“ Mit anderen Worten: sie werden abgeschossen. Ist es das, was die finsteren Mächte hinter Washington wollen? Eine tödliche Provokation?

 

Möglich. Denn die US-Wirtschaft basiert auf Krieg – und die europäische (Wirtschaft) folgt in diesen blutigen Fußspuren dicht dahinter. Wir leben in einer zerstörerischen Wirtschaft, nicht einer des Aufbaus, des zuträglichen Auskommens, einer Solidarität unter den Menschen und Gesellschaften. Unsere Wirtschaft ist jetzt auch ein Kriegswerkzeug – sie verarmt die Massen und bereichert die Wenigen. Sie spaltet die Menschen, die Länder, die Kontinente – um sie zu erobern. Jene, die die Wirtschaft kontrollieren, sind auch jene, die das westliche Währungssystem kontrollieren, die betrügerische, privat organisierte und im Privatbesitz befindliche Schulden- und Zinsmaschine; die Dollar-Pyramide, von der jede andere westliche Währung abhängt. Diejenigen, die diesen unaussprechlichen Betrug kontrollieren, werden am Ende eine geteilte Welt kontrollieren. Eine Welt aus menschengemachtem, ewigen Chaos.

 

Für die Meister des Kriegs – und die Möchtegern Meister des Universums spielt es keine Rolle ob wir alle draufgehen. Sie denken noch immer, dass „der Krieg“, sogar nuklear, an weit entfernten Orten ausgefochten wird – etwa in Europa oder im Nahen Osten. Die May-, Macron- und Merkel-Marionetten, die das zulassen indem sie mehr als ein Jahrzehnt lang die NATO gefüttert haben, sie hoffen, dass sie rechtzeitig nach Miami oder in die Karibik „evakuiert“ werden wenn Europa brennt – zum dritten Mal in 100 Jahren.

 

Die Propaganda sagt uns wie sollen wachsam sein, die Russen kommen, und danach die Chinesen. Wir werden euch schützen; wir werden eure Länder militarisieren und wir werden sicherstellen dass euer Geld sicher ist, daher wird es digitalisiert. Und jede Explosion die ihr seht oder hört – sie gilt nicht euch. Das geschieht in entfernten Ländern.

 

Leute, es gibt keine Hoffnung mehr im Westen. Das könnte es sein. Das Finale. Und du und ich, wir sind mitten drin – wenn wir nicht JETZT aussteigen. Wir haben zu lange an die Betrügerei Washingtons geglaubt, an die falschen Versprechen, die endlosen Lügen, die als steter Tropfen unser Selbstwertgefühl und unsere Selbständigkeit ausgehöhlt haben. Und wir haben es „demokratisch“ zugelassen, dass diese Washingtoner Banditen und die kriminelle Vereinigung, die sie hinter dem Vorhang dirigiert, die Selbstbestimmung unserer Nationen gestohlen haben.

 

Wir sind verloren. Der Westen ist verloren. Der Westen befindet sich im Endstadium eines erbarmungslosen Selbstmords durch nackte Gier und monströse Aggressionen und eine endlose Flut aus Lügen. Wir sind im Arsch. Endgültig, jenseits aller Wiederkehr. Die einzige Hoffnung, für jene von uns die überleben, ist der Osten. China, Russland und die Shanghai Corporation (SCO) bieten eine Friedenswirtschaft. Sie bieten der Welt, einschließlich dem Westen (für jene von uns, die sich nicht scheuen, den schwächelnden Klauen Washingtons zu entfliehen), ein enormes wirtschaftliches und wissenschaftliches Entwicklungsprogramm – die Neue Seidenstraße, oder OBOR – One Belt One Road, oder kurz OBI. Die One Belt Initiative – eine Wirtschaft aus Frieden und Wohlstand, die der Welt von Chinas Präsidenten Xi angeboten wird. Wacht auf, Leute, wacht auf! Und verlasst den Orbit der westlichen Kriegstreiber!


http://theantimedia.org/american-empire-war-machine/

 

10. Der Kriegsmaschine des amerikanischen Imperiums geht der Dampf aus

 

von James Holbrooks, 19.06.2017

 

 

Jahrelange komplizierte Operationen und die fortwährenden Anforderungen an unsere Truppen vor Ort bereiten den Streitkräften Schwierigkeiten, sowohl die Einsatzfähigkeiten als auch den hohen Einsatzgrad aufrecht zu halten, so steht es in einem kürzlichen Bericht des Government Accountability Office (GAO).

 

So lautet der erste Absatz eines Artikels im Business Insider von letzter Woche. Das Stück mit dem Titel „Wie das US-Militär darum kämpft, all seinen Aufgaben nachzukommen“ hätte genauso gut heißen können: „Das Amerikanische Imperium ist überdehnt“. (Anm.d.Ü.: oder auch „Hey Boss, ich brauch' mehr Geld!““) Es listet detailliert die Einschätzung des GAO über den gegenwärtigen Zustand der US Kriegsmaschine auf.

 

Nicht nachlassende Anforderungen der Regional-Kommandos für bestimmte Streitkräfte behindern die Besetzungs-, Ausbildungs- und Ausrüstungskreisläufe“, schreibt der Bericht und listet auf, wie jede Branche des Militärs im Grunde überlastet ist und nicht auf die Erfüllung ihrer nationalen Sicherheitsaufgaben vorbereitet ist.

 

Beispielsweise berichtet die US Air Force, dass weniger als 50% ihrer Kräfte auf einem akzeptablen Bereitschaftsstand sind. Zusätzlich sagt diese Branche, dass ihr 1.500 Piloten und 3.400 Wartungskräfte fehlen.

 

Auch dem Marine Corps gehen die Ressourcen aus, 80% der fliegenden Einheiten fehlt die Mindestanzahl an Flugzeugen für das Flugtraining – der selbe Trend gilt für die Anzahl der Flugzeuge, die für den Kriegseinsatz bereit sind. Die Navy leidet gemäß dem GAO unter dem hohen Einsatztempo und hat zu wenig Mittel für die Wartung.

 

Was die Armee betrifft, so hat das GAO herausgefunden, dass der Einsatzgrad im Allgemeinen gut ist, jedoch steigt der Grad mit dem die Einsatzbereitschaft abnimmt. Das liege großteils an ständig wachsenden Anforderungen des Weißen Hauses. (Anm.d.Ü.: will man damit auch noch schnell Trump ans Bein pinkeln?)

 

In seinem Bericht über die Auswertung des GAO weist Business Insider darauf hin, dass die Kritik zur Einsatzbereitschaft des US-Militärs nicht nur aus den Büros von Washington kommt, sondern auch von Kräften vor Ort.

 

Ein ehemaliger Ausbilder des Joint Multinational Readiness Center in Deutschland, Captain John Metz, schrieb in einem im Frühjahr veröffentlichten Papier, dass „viele unserer multinationalen Partner auf Kompanie-Ebene und darunter taktisch geschulter sind als ihre amerikanischen Kollegen.“

 

Der Hauptmann schreibt, dass „einige von denen wesentlich besser für einen Krieg vorbereitet sind als wir“, und berichtet detailliert darüber, wie der Mangel an Grundausbildung an den Heimatstützpunkten, bevor die Soldaten nach Übersee geschickt werden, möglicherweise zu fatalen Fehlern im Kampfeinsatz führen kann:

 

Sie halten sich lange Zeit mit minimaler Verteilung in offenem Gelände auf. Sie setzen auch die abgesetzte Infanterie nicht effektiv ein und erlauben ihnen zu lange den Aufenthalt in den Fahrzeugen, was die Gefahr erhöht mit dem Fahrzeug getötet zu werden. Sie setzen auch die taktischen Formationen zu wenig ein und nutzen das Gelände nicht zu ihrem Vorteil.“

 

In Zusammenfassung des GAO-Berichts schreibt Business Insider, dass die Wurzel des Problems des US-Militärs ist, dass es langsam – aber sicher – an Schlagkraft verliert:

 

Obwohl die bewaffneten Streitkräfte der USA bei der Technologie, Ausbildung und Fähigkeiten definitiv Vorteile gegenüber ihren Partnern und anderen Kräften besitzen, haben die Jahre des Einsatzes und – nach Einschätzung von vielen Beamten – die Reduzierung der Finanzen die Fähigkeiten des US-Militärs gefährdet, Gegner zu besiegen und ihre Aufträge zu erfüllen.“

 

Und während sich viele über die Nachricht freuen, dass der amerikanischen Kriegsmaschine der dampf ausgeht, so ist es doch wichtig daran zu erinnern, dass solche Berichte wie der vom GAO als Rechtfertigung herhalten müssen, um genau diese Maschine mit Nachschub zu versorgen.

 

Und das ist im Grunde das Argument, das der Chef des Generalstabs diesen Monat vor dem Verteidigungsausschuss gebrauchte:

„Wenn wir nicht unsere Ziele ändern, dann werden wir in wenigen Jahren unsere qualitativen und quantitativen Vorteile verlieren“, sagte General Joseph Dunford und fügte hinzu, dass das US-Militär „nachhaltige, ausreichende und vorausplanbare Finanzierung“ benötige. Sonst würde man die „Fähigkeit zur Machtprojektion“ verlieren.


http://www.paulcraigroberts.org/2017/06/19/another-step-toward-devastating-war/

 

11. Ein weiterer Schritt zu einem verheerenden Krieg

 

von Paul Craig Roberts, 19.06.2017 (Dies ist eure Seite. Unterstützt sie. Anm.d.Ü.: Funktioniert mit Stripe ganz einfach: http://www.paulcraigroberts.org/pages/donate/)

 

Ein amerikanischer Idiot/Pilot hat ein syrisches Kampfflugzeug abgeschossen das ISIS angriff. Und damit bestätigt, dass Washington nicht gegen ISIS kämpft, wie Washington behauptet, sondern ISIS schützt, seine Agenten, die von Obama und Hillary nach Syrien geschickt wurden um die syrische Regierung zu stürzen. General Michael Flynn hat in einem Fernseh-Interview dargelegt, dass Obama und Hillary, entgegen seinem Einspruch als Direktor der Defense Intelligence Agency (DIA) die „absichtliche Entscheidung“ getroffen haben, ISIS nach Syrien zu schicken.

 

Washingtons Heuchelei, dass Washington ISIS bekämpfte, anstatt es zu unterstützen, ist die Ausrede für Washingtons illegale Anwesenheit im Syrien-Konflikt. Russland und der Iran sind legal in Syrien, eingeladen von der gewählten Regierung. Die Amerikaner halten sich dort ungebeten als Kriegsverbrecher auf. Nach internationalem Recht, von den Amerikanern selbst festgelegt, ist es ein Kriegsverbrechen, gegen ein Land eine Aggression zu beginnen, das nicht die Faust gegen einen erhoben hat.

 

Um sich also in Syrien aufzuhalten, muss Washington so tun als würde es „Terrorismus bekämpfen“, anstatt ihn zu unterstützen. Diese Lüge wurde zu dieser Behauptung schon oft abgegeben, aber jetzt wo ein amerikanischer Pilot bewiesen hat, dass die USA in Syrien sind um ihre ISIS-Agenten zu unterstützen, da kann nicht einmal eine Presstituierte wie Megyn Kelly ernsthaft behaupten, sie würde daran glauben dass Washington ISIS bekämpft. (Anm.d.Ü.: Hier wahlweise den Namen einer hiesigen Presstituierten einfügen)

 

Die Russen, die Syrer und die Iraner haben das von Anfang an gewusst. Jedoch sind diese offiziellen Quellen in den Augen der presstituierten westlichen Medien allesamt suspekt. Und so hat mit der Komplizenschaft der Presstituierten die Lüge Washingtons überdauert – bis der amerikanische Idiot/Pilot die Lüge vom Himmel holte, zusammen mit dem syrischen Fighter und seinem Piloten.

 

Washington wird natürlich das Blaue vom Himmel lügen. Das ist das Einzige was Washington kann. Washington wird behaupten, es sei ein „Flugzeug der Koalition“ gewesen, soll heißen, jemand anderes sei die US F-18 geflogen. Wir waren's nicht. Oder sie werden behaupten, der syrische Fighter habe (Anm.d.Ü.: womöglich mit Fassbomben) Frauen und Kinder angegriffen, oder eine Transgender-Einrichtung oder ein Frauenhaus für von Assads „brutalen Soldaten“ vergewaltigte Frauen. Washington wird es so hindrehen, dass ein aggressives Kriegsverbrechen sich in eine heldenhafte Verteidigung einer Opfergruppe verwandelt.

 

Eine Frage bleibt: Hat das der idiotische US-Pilot auf eigene Faust gemacht, ein Hitzkopf der Top Gun spielen wollte? Oder war es eine geplante Provokation des Militär/Sicherheitskomplexes, außerhalb der Kanäle, um einen Konflikt zwischen den USA und Russland anzufangen, der Präsident Trump jeder Möglichkeit berauben sollte, sein Ziel von der Entschärfung der hohen Spannungen mit Russland zu entschärfen? Eine Billion Dollar, eintausend Milliarden an Militär/Sicherheitshaushalt stehen auf dem Spiel, bezahlt von den amerikanischen Steuerzahlern.

 

Wir wissen nicht ob der Pilot selbst oder auf Befehl gehandelt hat.

 

Was wir wissen ist, dass das bei den Russen nicht gut ankam. Das Russische Verteidigungsministerium hat heute gesagt, dass es die Entscheidung „des US-Kommandos als eine absichtliche Verletzung der US-Verpflichtungen“ betrachtet, „gemäß dem Übereinkommen zur Vermeidung von Zwischenfällen und zur Sicherheit der Luftfahrt während Operationen in Syrien, unterzeichnet am 20. Oktober 2015“.

 

Welch eine Überraschung! Die Amerikaner haben wieder mal ein Abkommen gebrochen das mit Russland geschlossen wurde.

 

Wie viele Abkommen mit Russland muss Washington noch brechen, bis die Russen endlich verstehen, dass ein unterzeichnetes Abkommen mit Washington bedeutungslos ist? Werden es die Russen je kapieren? Die amerikanischen Indianer haben es nie kapiert. Es gibt dieses bekannte amerikanische T-Shirt: „Sicher kannst du deiner Regierung vertrauen. Brauchst bloß einen Indianer zu fragen.“

 

Vielleicht haben die Russen endlich gelernt, dass jegliches Abkommen mit Washington bestenfalls wertlos ist und schlimmstenfalls ein Todesurteil. Das Russische Verteidigungsministerium hat heute angekündigt, dass Russland jede Zusammenarbeit mit den USA bezüglich dieses Abkommens zur Vermeidung von Zwischenfällen über Syrien einstellt. Zusätzlich sagte das Russische Verteidigungsministerium, dass russische Flugabwehr jedes Flugzeug im Einsatzgebiet der Russischen Luftwaffe in Syrien abgefangen werde. Und: „In Gebieten, in denen die russische Luftwaffe im Luftraum Syriens Einsätze fliegt, wird jedes Flugobjekt, einschließlich Jets und Drohnen der Internationalen Koalition, das westlich des Euphrat entdeckt wird, von der russischen Luft- und Bodenverteidigung als Luftziel verfolgt.“

 

Mit anderen Worten, typisch russisch dezent: Russland hat über jenem Luftraum in Syrien, in denen syrische und russische Streitkräfte operieren, eine Flugverbotszone erklärt. Jeder Eindringling in dieses Gebiet wird vom Himmel geholt. Amerikaner, Israeli, wer auch immer, wird bald vom Fenster weg sein.

 

Da es Russland und nicht Washington ist, das über Syrien die Lufthoheit hat, braucht es nur noch einen hirnlosen amerikanischen Piloten, dem der blöde Hintern vom Himmel geholt wird, und die Ober-Schwachmaten in Washington werden den Schwanz einziehen oder einen Fehler machen müssen. So doof wie Washington ist und so voll wie es mit Überheblichkeit ist, werden die Hirnis eine Fehler machen.

 

In Washington gibt es keine Intelligenz. Nur Arroganz und Überheblichkeit. Das Viertel Jahrhundert, das ich dort verbracht habe, war das mit den allerdümmsten Menschen des gesamten Planeten.

 

Ich erwarte dass Russland gewinnt, denn Russland hat eine intelligente Führung, und Washington nicht.

 

Nichtsdestotrotz beschuldige ich Russland dafür, dass es die Syrien-Krise zugelassen hat (vielleicht habe ich Unrecht, niemand kann alles wissen). Russland und Syrien haben den Krieg schon lange gewonnen, nur hat Russland immer den Sieg zu früh verkündet, hat sich zurückgezogen, musste wieder zurückkommen, stets mit der Hoffnung auf ein Abkommen mit Washington. Ja, ein Abkommen mit Washington war der russischen Regierung wichtiger als den Krieg oder sonst was zu gewinnen.

 

 Trotz der Beweise wollte die Hoffnung der russischen Regierung einfach nicht sterben, dass Russland und Washington gemeinsam ein Abkommen zur Bekämpfung des Terrorismus erreichen könnten. Was für ein ausgemachter Blödsinn. Der Terrorismus in der russischen Provinz Tschetschenien wurde von Washington angestiftet. Die russische Regierung will nicht verstehen, dass es keine unabhängigen Terroristen gibt. Terrorismus ist eine Waffe Washingtons. Wie soll also die russische Regierung einen Pakt gegen Terrorismus schließen mit einem Land, das den Terrorismus als Waffe gegen Russland verwendet?

 

 Was glaubt Russland, wozu der Plan der Neokonservativen zur Eroberung Syriens und des Iran dient, wenn nicht dazu um mehr Terrorismus nach Russland zu bringen?

 

Wladimir Putin ist ein sachkundiger, starker und fähiger Führer eines Landes. Vielleicht der einzige außerhalb von China. Im Westen gibt es eindeutig keine, das ist eine Führungs-Wüste.

 

Es gibt kaum einen Zweifel, dass Putin ein Führer mit Moral ist, der gegen Krieg ist und der für alle Länder das Beste will. Er opfert jedoch jedes Mal, wenn er gewinnt, seinen Vorteil der unsinnigen Idee, ein Abkommen mit Washington zu schließen aufgrund Washingtons Schwäche.

 

Washington glaubt, Putin sei einfach eine weitere Person, über die Washington hinweg gehen kann. Das ist eine Fehleinschätzung, und sie wird zu Krieg führen. Es wäre besser wenn Putin die Samthandschuhe ausziehen würde und es ganz klar sagen würde: „Wenn ihr Krieg wollt, dann ist er in 30 Minuten da.“ Plötzlich würde Russland ernst genommen werden.

 

Ich bewundere Putin. Aber er spielt das falsche Spiel. Anstatt Washingtons Aggression auszuweichen sollte er aggressiv sein und Europa und Washington zwingen, dass sie zu ihm kommen für ein Lösungskonzept.

 

Putin, der Führer der freien Welt, sollte gegenüber einer bankrotten, zweitklassig miesen und erledigten Regierung in Washington, die sich im Bösen suhlt, nicht in der Defensive sein.


https://libertyblitzkrieg.com/2017/06/19/people-are-devolving-into-degeneracy-and-violence-dont-join-the-club/

 

12. Die Menschen gehen zurück zu Degeneration und Gewalt

 

von Michael Krieger, 19.06.2017

 

 

Der Wanderer,

er entdeckte den Weg zur Wahrheit

und war erstaunt.

Denn der Pfad war dick mit Unkraut überwuchert.

Ha“, sagte er,

ich sehe dass schon lange niemand mehr

hier vorbeigekommen ist.“

Später sah er, dass jedes Unkraut

ein scharfes Messer war.

Nun“, murmelte er schließlich,

zweifellos gibt es andere Wege.“ – Stephen Crane, Der Wanderer

 

Wenn die Zeiten hart werden, dann stehen die Menschen zusammen und verteidigen sich gegen einen gemeinsamen Feind. Oder sie können dahingehend manipuliert werden dass sie sich gegenseitig bekämpfen. Leider ist letzteres auf allen Seiten zunehmend modern geworden, in einem zunehmend gestörten, pubertären und kontraproduktiven politischen Umfeld.

 

Währenddessen sind die wahrhaft mächtigen Menschen, die Oligarchen der Industrie und ihre gekauften politischen Lakaien, diejenigen die tatsächlich profitieren. Der Hauptgrund dieser Webseite war es von Anfang an herauszustellen, wie Macht im imperialen Amerika wirklich funktioniert. In der Hoffnung, dass sich Menschen über das gesamte politische Spektrum vereinigen könnten und sich gegen die verantwortungslosen und Rendite-suchenden Praktiken eines gemeinsamen Feindes zu wehren. Sieht so aus als wäre ich außerordentlich naiv gewesen.

 

Wenn ein Autor und Denker gezwungen ist, so wie ich, einen Fehler einzugestehen, dann ist das eine sehr bittere Pille. Das Schreiben dieses Blogs ist in vielerlei Hinsicht eine undankbare Aufgabe. Im Grunde leiste ich Tag für Tag Freiwilligenarbeit, weil ich leidenschaftlich an die Ideen glaube, die ich veröffentliche. Und wenn ich sehe, dass sie wenig oder gar keinen Effekt auf die öffentliche Debatte haben, dann kann das sehr deprimierend sein. Anstatt zu sehen, dass sich die menschlichen Wesen zusammentun um die räuberischen Ketten loszuwerden die sie fesseln (wie ich gehofft habe), sehe ich Menschen, die sich eigentlich zusammentun sollten, wie sie auf den Straßen aufeinander einprügeln und sich anschreien – und das an einem guten Tag. An schlechten Tagen werden Menschen erschossen oder überfahren, von Virginia bis London. Wenn ich dabei zusehen muss wie sich der ganze Irrsinn entwickelt, während sich die wahren Mächtigen zurücklehnen und grinsen und sicherer auf ihren Posten sitzen als jemals zuvor, dank des sich gegenseitig bekämpfenden Pöbels, da würde ich manchmal lieber mit der Schreiberei aufhören. Was soll das Ganze überhaupt?

 

Aber ich weiß es besser. Ich weiß dass sich das Karma, oder die Tat, nicht um die Früchte deiner Arbeit dreht, sondern dass die Tat selbst alles ist. Ich habe diesen Gedanken ausführlich in dem Artikel „Do Ends Justify the Means?“ („Heiligt der Zweck jedes Mittel?“) diskutiert. Hier ein Auszug:

 

Leider haben viele Menschen von Grund auf gar keine Prinzipien und verbringen ihr Leben einfach mit der Jagd nach ihren eigenen oberflächlichen, materialistischen oder egoistischen Zielen. Das ist jener Typus Mensch, der oft nach dem Motto „der Zweck heiligt die Mittel“ vorgeht. Genau aus diesem Grund müssen jene von uns, die Prinzipien haben, diese Denkweise ablehnen und nach einer bedachteren Art zum Erreichen unserer Ziele streben. Wenn das bedeutet, dass wir unsere Ziele nicht in unserem Leben erreichen, dann ist das etwas das wir akzeptieren müssen.Die Mittel, die wir benutzen, klingen für ewig im Universum nach und werden der Welt dienen, egal ob wir jetzt auf endgültige Resultate hinweisen können oder nicht.“

 

So sehr ich auch das oben Gesagte als wahr erkenne, es macht es für mich nicht leichter, auf die Welt um mich herum zu starren. Es gibt mir jedoch die moralische Festigkeit, an meinen Prinzipien festzuhalten, selbst wenn niemand zuhört oder sich kümmert.

 

Wenn euch irgendetwas von dem anspricht, was ich bisher geschrieben habe, so will ich mit euch ein paar Gedanken teilen, die ich neulich nachts aufgeschrieben habe, während ich über die wachsende Verkommenheit geklagt habe, die sich in der Gesellschaft allgemein ausbreitet.

 

Was ich da draußen sehe ist hässlich. Wirklich hässlich und es kommt von allen Seiten. Es gibt da anscheinend diese pervers zunehmende Philosophie (wenn man es so nennen will), so verdorben zu handeln wie sein vermeintlicher Feind. Ich meine, dass das die schlecht möglichste Antwort ist und nur zu einem führt: Noch mehr Verdorbenheit.

 

Ich selbst halte mich nicht für besonders erleuchtet, aber ich bin zu ein paar Erkenntnissen gekommen. Und die vielleicht wichtigste von allen ist, immer zu versuchen, besser zu sein. Suche nach deiner besseren Natur und versuche ihr zu folgen.Sicher erfülle ich in meiner Sprache oder Kommentaren nicht immer alle Standards, aber ich verstehe, dass, wenn man gegenüber seinem besseren Selbst treu bleibt, man viel glücklicher und zufriedener ist. Es ist besser für einen selbst, es ist besser für deine Beziehungen und es ist besser für die Welt.

 

Viel Leute verlieren anscheinend den Überblick über das große Ganze und konzentrieren sich auf kleinliche Argumente und den Weg zum Ruhm.

 

Auf anderen Menschen herumzuhacken ist einfach, an sich selbst zu arbeiten ist wesentlich schwieriger. Aber es ist um Vieles wichtiger.“

 

Diese Notiz habe ich sowohl für mich als auch für meine Leser geschrieben. Ich hoffe dass es einige von euch anspricht und euch hilft, an eurer besseren Natur festzuhalten, denn die Dinge um uns werden hässlicher. Die gesunde Antwort darauf, dass andere schlechter werden, ist nicht sie zu imitieren, sondern zu versuchen besser zu sein.


http://ronpaulinstitute.org/archives/featured-articles/2017/june/16/derangement-and-danger-on-the-potomac/

 

13. Geistesgestörtheit und Gefahr am Potomac

 

von David Stockman, 16.06.2017

 

 

Die grausame Schießerei auf dem Trainingsplatz des Baseball-Teams der republikanischen Abgeordneten geschah gestern in der Früh, aber das war noch nicht das Ende des Mittwoch-Wahnsinns am Potomac.

 

Wie sich herausstellt, war das anscheinend ein weiterer zufälliger Ausbruch eines amerikanischen gestörten Einzeltäters – ein Wicht in der selben Liga wie der South Carolina Church-Killer Dylann Roof. Der hat zwar die untersten Schubladen des Internets mit rassistischen Beschimpfungen verpestet und der andere war anscheinend ein engagierter Niemals-Trump-Linker, aber keiner von beiden stellte für den Gleichmut der Nation eine echte Gefahr dar – auch wenn sie einen wilden Gewaltregen über jene unglücklichen Menschen gebracht haben, die sich in der direkten Schusslinie befanden.

 

Nicht so für die 325 Millionen amerikanischen Bürger, auf die im Verlauf des Tages von den angeblich „vernünftigen“ Offiziellen der Imperialen Stadt, die in Amerika das Sagen haben, eingeschlagen wurde.

 

Insbesondere denken wir da an Janet Yellens grässliche PK, in der sie „Auftrag ausgeführt“ verkündete und dass die amerikanische Wirtschaft mit „soliden Grundpfeilern“ gesegnet sei, die sogar noch stärker würden. Und mit der gleichen Irrealität kam kurz danach die 97 zu 2 Abstimmung im Senat, die dem Donald vor den Latz geknallt wurde und die noch mehr Sanktionen gegen Russland vorsieht, was die Nation wieder einen Schritt näher an einen Krieg bringt und in den Bankrott führt.

 

Dröseln wir das mal auf. Das amerikanische Volk wird durch drei Institutionen in den Ruin getrieben, die eine tödliche Gefahr für die Freiheit und Wohlstand sind. Nämlich die Federal Reserve, der Militär/Industrie/Überwachungskomplex und die Frühstücksdirektoren im Kongress, die eine ungeborene Generation in Schulden ertränken – auch wenn sie sich frömmelnd anmaßen, sie würden das Werk Gottes verrichten, indem sie den Lobbyisten in Washington dienen, von denen sie dafür ewig im Amt gehalten werden.

 

Zu Letzteren muss man noch einmal an Folgendes erinnern: Ein amtierendes Kongressmitglied hat bei einer Wiederwahl ein geringeres Risiko seinen Sitz zu verlieren als ein Politbüromitglied in den Hochzeiten der Nachkriegs-Sowjetunion.

 

Daher ist es kein Wunder, dass der Kongress voll ist mit lebenslangen Kriegsstaatlern wie dem Senator John McCain. Dieser senile alte Narr scheint zu glauben, dass er eine Art Prokonsul in den letzten Tagen des Amerikanischen Imperiums ist – der durch Washington spaziert und kriegerische Lügen und krasse Übertreibungen über Washingtons selbsternannte Feinde verbreitet.

 

So hilft McCain, die Imperiale Stadt für die Verteidigungsunternehmen und die Militär- und Geheimdienstbürokratien zu begeistern, die er aus reinem Machtwillen und wütendem Blutrausch anpreist.

 

Es ist daher keine Überraschung, dass diese Woche McCain einer der führenden Autoren und Verfechter hinter diesem Anfall anti-russische Hysterie war. Das Gesetz würde Russland neue Sanktionen auferlegen „als Antwort auf die Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine und der Krim, ihre unverfrorenen Cyber-Angriffe und die Wahleinmischung, und ihre fortgesetzte Aggression in Syrien,“ so die Befürworter des Gesetzes.

 

Diese Beschuldigungen sind natürlich allesamt radikale Lügen. Russland ist auf Wunsch der verfassungsgemäß eingesetzten Regierung in Syrien; es sind die CIA und ihre Lakaien in den Golfstaaten, die die Kopfabschneidenden dschihadistischen Radikalen mit Waffen und Milliarden versorgen, sie sind die wahren Aggressoren in diesem jetzt desolaten Land aus Ruinen und Flüchtlingen.

 

Ebenso war es im Februar 2014 die Aggression Washingtons – mittels finanzieller und politischer Unterstützung – die auf den Straßen Kiews zu einem Staatsstreich geführt hat und einen ehrlich gewählten Präsidenten stürzte. Der hatte den „Fehler“ begangen und die NATO und die EU verschmäht, zugunsten eines ansprechenderen Wirtschaftsdeals mit Moskau – seinem historischen Protektor.

 

Zudem war es der virulent anti-russische Neonazi-Putsch – handverlesen vom amerikanischen Botschafter in der Ukraine – der in den historisch russischsprachigen Gebieten des Donbass und auf der Krim zu einem Volksaufstand gegen das Kiewer Regime geführt hat. Und in Letzterem in einem Referendum zu einer 90% Zustimmung zu einem Wiederanschluss an Russland, dem sie nach 1783 für über 160 Jahre bereits angehört haben.

 

Und zur russischen „Einmischung“ in die amerikanische Wahl 2016 – schon der Gedanke ist aberwitzig. Die überwältigenden „Einfluss“-Quellen in das amerikanische Wahlgeschehen sind die jeweiligen politischen Parteien, die Heerscharen an eigennützigen Lobbyisten und PACs (Anm.d.Ü.: die politischen Aktionskomitees, sprich die Mega-Spender), und die Massenmedien und Kabelsender, die zum allergrößten Teil und ganz irrational Anti-Putin sind.

 

Also woher kommt diese ruchlose „Einflussnahme“? Aus dem Sender RT?

 

Also bitte! Euer Verfasser kann bestätigen, dass er in dem Sender mehrere Male zu Wort kam und und einigermaßen engagiert die oben erwähnten drei verrotteten amerikanischen Institutionen erwähnt hat – die Fed, den Militär/Industrie/Sicherheits-Komplex und den Kongress.

 

Aber nicht einmal haben wir von den Russen Instruktionen erhalten, wie wir unsere Breitseiten formulieren sollen. Das haben wir alles ganz alleine ausgeheckt!

 

Noch wichtiger – wir haben noch nie einen einzigen amerikanischen Zuschauer erlebt. Vielleicht liegt das daran, dass RT anscheinend in den USA weniger als eine Million Zuschauer pro Tag hat.

 

Die ganze Aufregung dreht sich anscheinend um billige Cyber-Angriffe, die das Werk der russischen Regierung sind – oder auch nicht.

 

Was soll das? Auf der Welt gibt es pro Jahr ein massives 200 Milliarden Dollar Geschäft mit der Internetsicherheit, weil das Internet aufgrund seiner Natur ganze Heerscharen von Hackern, Dieben und bösartigen Trollen anzieht.

 

Diese Hacking-Operationen werden für Profit und aus Bösartigkeit überwiegend privat ausgeführt. Aber es gibt einen gigantischen Staatsakteur, der zum Zweck der politischen Einflussnahme und der Einmischung in die Angelegenheiten fast jeden Landes auf Erden handelt.

 

Wir reden über die massive, Multi-Milliarden Dollar Hacking-Operation bei der National Security Agency (NSA), Tailored Access Operations (TAO) genannt (Anm.d.Ü.: der „maßgeschneiderte Zugang“). Dieses Programm hat Milliarden ausgegeben um nicht nur jede Agentur und Behörde der russischen Regierung zu trollen – und die französische Regierung und die kanadische Regierung auch, neben anderen – sondern sich auch in weltweite Cyber-False Flag-Operationen engagiert hat, um russischen oder anderen ausländischen Behörden „Fingerabdrücke“ anzuheften, die Washingtons eigene Betrügereien zu verschleiern.

 

Und das ist nur die NSA. Die CIA betreibt eine vergleichbare Operation im weltweiten Hacking-Geschäft, und das ist vielleicht nur die Spitze eines Eisberges. Schließlich beträgt das bekannte Gesamtbudget für die 17 Agenturen der „Geheimdienstgemeinde“ (IC) über $75 Mrd. Oder fast 50 Prozent mehr als der gesamte russische Militärhaushalt, inklusive Flugbenzin, Soldatenlohn und Ersatzstiefel.

 

Selbstverständlich hören die selbsternannten imperialen Prokonsuln wie McCain gar nicht auf damit zu fragen, ob Washingtons massive Cyber-Kriegsführung vielleicht zu Gegenreaktionen jener auf Washingtons Feindesliste führen könnten, oder noch wichtiger, gar zu etwas noch Heimtückischerem.

 

Dabei wissen McCain und seine Kriegspartei vom Capitol Hill noch nicht einmal mit Sicherheit, ob „fancy bear“ und andere Schurken im russischen Staat mit Codenamen, die in den Massenmedien rauf und runter gejagt werden, nicht doch nur ein paar Fettwanste an ihren Schreibtischen im NSA-Hauptquartier in Ft. Meade sind, die False Flag Cyber-Angriffe verbreiten.

 

Auf alle Fälle war Senator McCain sehr zufrieden mit seiner wöchentlichen Arbeit. Die Zusätze erlauben „breitere neue Sanktionen gegen Russlands Wirtschaft, darunter Bergbau, Metalle, Schiffstransport und Eisenbahn“. Und sie gestatten eine „robuste Hilfe zur Stärkung demokratischer Institutionen und zur Abwehr von Desinformation in zentral- und osteuropäischen Ländern, die für russische Aggression und Einmischung verwundbar sind.“

 

Diese neuen Sanktionen würden auch „korrupten russischen Akteuren“ und jenen auferlegt, die „in ernste Menschenrechtsverletzungen verwickelt sind“. Das betrifft auch jene, die Waffen an die syrische Regierung liefern oder die mit der russischen Verteidigungsindustrie zusammenarbeiten, sowie „jene, die im Auftrag der russischen Regierung schädliche Cyber-Aktivitäten ausführen.“ Und solche „die in die korrupte Privatisierung von Staatseigentum verwickelt sind.“

 

Kurzum: Am Mittwoch Nachmittag ist der US-Senat völlig durchgedreht und greift eine großteils nicht existente Gefahr an, die aus einem Würstchen-Land kommt, das ein BIP von sieben Prozent der USA besitzt und sonst überhaupt keine Kapazitäten hat – außer einem rauchenden, 40 Jahre alten Flugzeugträger und einer Flotte aus Ruderbooten – damit werden sie die Küste von New Jersey angreifen und jeden anderen Ort der USA.

 

Aber diese Realitäten halten einen McCain nicht davon ab, ausgiebig über seine gefährliche Handarbeit Heißluft abzulassen:

 

'Wir müssen in diesem Kampf auf unserer Seite stehen. Nicht als Republikaner, nicht als Demokraten, sondern als Amerikaner', sagte Senator John McCain (R-AZ) vor der Abstimmung. 'Es ist an der Zeit, auf die russischen Angriffe auf die amerikanische Demokratie mit Stärke, mit Entschlossenheit, mit gemeinsamen Zielen und mit Taten zu antworten.'

 

Die Wahrheit ist, dass Russland die amerikanische Demokratie genauso wenig angegriffen hat wie die Nordvietnamesen im Golf von Tonkin oder die Spanier und das Schlachtschiff Maine 1898.

 

Und was noch wichtiger ist: Niemand auf der Welt denkt, dass Russland eine ernste Gefahr darstellt – außer den Bürokraten bei der NATO, die ihren Lebensunterhalt mit der Erfindung solcher Gefahren verdienen; und einigen wirren nationalistischen Politikern in Osteuropa, die nicht müde werden, bei ihrer Sucht nach Macht und Aufmerksamkeit die russische Karte zu spielen.

 

Sogar Donalds eigener Außenminister hat Anfang der Woche folgendes bei einer Kongressanhörung gesagt:

 

'Ich warte noch auf jenes bilaterale Gespräch, unter vier Augen, vertraulich, in dem ein einziger Kollege in irgendeinem Land, sei es Europa, Naher Osten, ja Südostasien, nicht zu mir sagt: Bitte, gehen Sie ihre Beziehungen zu Russland an, das muss besser werden.' So sagte Tillerson am Dienstag, bei einer Aussage vor einem Senatsunterausschuss zum Budget des Außenministeriums.

 

Leute, die Sache ist ziemlich einfach. Solange nicht Washingtons aufgeblasener und verschwenderischer Haushalt von $700 Mrd. für die nationale Sicherheit drastisch zurückgestutzt wird, friert eher die Hölle zu als dass fiskalische Disziplin einkehrt. Solange die Falken in der Republikanischen Partei und die Kriegsbefürworter bei den Demokraten diese massive Finanzierung in den Tiefen Teil des Sumpfes pumpen, wird es auch keine Einschnitte bei den Mittelzuweisungen im Inland und keine Subventionsreformen geben.

 

Ja, seit Ronald Reagans zaghafte Angriffe auf den Sozialstaat im Frühjahr 1981 durch den Capitol Hill (Kongress) entschieden zurückgeschlagen wurden, seitdem ist die „Waffen- und Butterkoalition“ Herr im Haus.Und diese niederträchtige Koalition hat seitdem die Staatsverschuldung von $1 Billion auf $20 Billionen erhöht – und sie mit einem automatischen Wachstum bis ins Jahr 2027 auf $30 Billionen, oder 140% des BIP festgesetzt.

 

Das ist auch der Grund, warum der Tiefe Staat und Washingtons überparteiliche Kriegspartei nicht nachgeben werden, bis der Donald aus dem Amt entfernt ist. Und das wegen der unaussprechlichen Sünde dass er vorschlug, dass eine Verständigung mit Russland und Putin mehr Sinn macht als der Weg in einen Krieg und ein bereits heute stattfindender finanzieller Bankrott.

 

Selbstverständlich kann die Hölle selbst nicht wüten wie die Aussicht auf einen Weltfrieden und auf die Zerlegung des zerstörerischen globalen Reichs des imperialen Washington. Ein winziger Schritt in diese Richtung war alles, was General Mike Flynn mit seinen berüchtigten Gesprächen mit dem russischen Botschafter Ende Dezember unternommen hat – eine willkommene Initiative für die er ohne viel Federlesen gefeuert wurde und jetzt unter ständiger Verfolgung leidet.

 

Aber es kommt noch schlimmer. Nach neuen Leaks an die Washington Post ist jetzt klar, dass der Tiefe Staat die Flynn-Affäre und des Donalds naive Bitte an den ehemaligen FBI-Direktor Comey, er möge Flynn „mit Nachsicht behandeln“, als Vorwand benutzt, um Vorwürfe der Justizbehinderung gegen den Präsidenten selbst zu erheben:

 

Der Sonderausschuss, der die Untersuchung der Rolle Russlands bei den Wahlen 2016 beaufsichtigt, befragt hochrangige Geheimdienst-Vertreter als Teil einer erweiterten Untersuchung, die jetzt eine Untersuchung darüber beinhaltet, ob Präsident Trump versucht hat, die Justiz zu behindern,' sagten Offizielle.

 

Der Schritt des Sonderermittlers Robert S. Mueller III., Trumps eigenes Verhalten zu untersuchen, markiert einen bedeutenden Wendepunkt in der fast ein Jahr dauernden FBI-Untersuchung, die sich bis vor kurzem auf die russische Einmischung während des Präsidentenwahlkampfs fokussiert hat. Und darauf, ob es eine Koordinierung zwischen dem Wahlkampfteam Trumps und dem Kreml gegeben hat. Die Ermittler haben auch untersucht, ob es Beweise für mögliche finanzielle Verbrechen bei den Trump-Verbündeten gab, sagten Offizielle.

 

In Anbetracht dessen ist es wirklich erstaunlich, dass die „Märkte“ noch nicht aus ihrem Rausch erwacht sind. Der Eifer zur Amtsenthebung des Donalds wird die Imperiale Stadt während des Machtvakuums in unregierbares Chaos stürzen – das bedeutet eine unendliche Krise über Schuldenobergrenzen, fortdauernde Resolutionen und Verwaltungsstillstand.

 

Dennoch, vielleicht kann angesichts des heute blutroten Meeres der Hammer, den Yellen gestern bei ihrer PK losgelassen hat, endlich fallen.

 

Unsere ratloses Murmeltier der Keynesianischen Schule behauptet nicht nur fälschlich dass der „Auftrag ausgeführt“ wurde und dass die US-Wirtschaft auf dem Weg in das gelobte Land aus permanenter Vollbeschäftigung und nie dagewesenem Reichtum sei. Sie behauptet auch, dass die Fed bald mit der Normalisierung ihrer Bilanz beginnt, indem sie $50 Mrd. pro Monat an Anleihebeständen abgibt (d.h. im Grunde Anleiheverkäufe) – damit will sie ihren Bestand um $2 Billionen verringern – und dass das kaum zu negativen Verwerfungen führen wird.

 

Wir werden bald mehr darüber berichten, denn der erste Teil von Yellens Verkündigung ist eine lachhafte Lüge. In der industriellen Produktion hat es seit September 2007 keinen Nettozuwachs gegeben. Keinen Nettozuwachs bei den Broterwerbsjobs seit Januar 2001. Und bei den mittleren Familieneinkommen null Gewinn seit 1989. Und das soll permanenter Vollbeschäftigungs-Reichtum sein?

 

Aber der echte Hammer war ihre Versicherung, dass die Normalisierung der Fed-Bilanz nicht aufregender sei als „Farbe beim Trocknen zuzusehen“.

 

Wie bitte?

 

Sicher meint Yellen damit nicht, dass die Gesetze von Angebot und Nachfrage auf dem Anleihemarkt außer Kraft gesetzt sind – dass $2 Billionen an Extra-Nachschub überhaupt keinen Einfluss auf die Preise und Renditen von Regierungsanleihen hätten. Und schließlich, wenn das für den Verkauf von Anleihen durch die Fed gilt, warum hat das nicht zuvor gegolten als sie sie mit vollen Händen gekauft hat?

 

Ja, nach den eigenen Angaben der Fed über ihre $3,5 Billionen Bilanzausweitung nach der Finanzkrise sind die Anleiherenditen um mehr als 100 Basispunkte gesunken – und wir glauben, dass das die Sache schönredet, weil es die „Front Runner-Effekte“ nicht abdeckt.

 

Das heißt: Die Anleihenkäufe durch gewerbliche Spekulanten in Höhe von Hunderten Billionen, die über Nacht 97 Prozent ihrer Investitionen gratis finanzieren konnten, um genau jene Anleihen zu kaufen – die exakt gleichen WKN-Nummern – deren Kauf die Fed angekündigt hatte.

 

Anders gesagt: Was war der Zweck des QE (Anm.d.Ü.: die Geldmengenausweitung), wenn nicht die Verfälschung und Absenkung der Renditen, um die Wirtschaftsaktivität anzukurbeln – selbst wenn dieser „Stimulus“, wie geschehen, nie wirklich die Schluchten der Wall Street verlassen hat?

 

Gleichermaßen: Warum um alles in der Welt würde Yellen erwarten, dass die Front Runner, die die Anleiheblase während des QE angeheizt haben, es jetzt nicht rentabel finden würden, Leerverkäufe auf das zu tätigen was die Fed verkaufen will, sobald ihre Bilanzschrumpfungskampagne losgeht.

 

Unnötig zu sagen, dass ein Anstieg von 100 bis 300 Basispunkten bei 10-jährigen Anleihenrenditen, was das Ergebnis der Fed-Verkäufe und der Anhäufung durch Spekulanten wäre, die gesamte globale Anleiheblase implodieren lassen würde und die gesamte ökonomische Fäulnis, auf der es aufgebaut ist, zerschmettern würde.

 

Wie lange würde beispielsweise unter einem solchen Regime der $2,5 Billionen Schrottkredit- und Schrottanleihenmarkt überleben? Bedenkt man, welchen manischen Sturmlauf nach Renditen die Aktionen der Fed verursacht haben, dann ist der damit verbundene Schaden unvorstellbar.

 

Tatsache ist: wenn es keine neuen Broterwerbsjobs gibt, dann gibt es keinen Zuwachs beim Lebensstandard oder dem echten Wohlstand. Ja, Janet Yellen hat in einem Keynsianischen Rätselpalast die Orientierung verloren – und das sind extrem schlechte Nachrichten für die Kasino-Spekulanten, die sich immer noch weigern, das Offensichtliche zu erkennen.


14.

https://www.youtube.com/watch?v=6TlcPRlau2Q&t=289s

 

(Anm.d.Ü.: Unbedingt anhören, 27 min die sich lohnen!)

 

2016 Nobel Lecture in Literature Bob Dylan

 

4.Juni 2017, Los Angeles, CA

 

 

Als ich den Nobelpreis für Literatur erhielt, da habe ich mich gefragt, welchen Bezug meine Lieder zur Literatur haben. Ich wollte darüber nachdenken und herausfinden wo die Verbindung liegt. Ich werde versuchen, euch das verständlich zu machen. Das wird sich wahrscheinlich auf Umwegen bewegen, aber ich hoffe, dass sich das was ich sage lohnt und zweckvoll ist

 

Wenn ich an die Anfänge zurückkehren müsste, dann müsste ich wahrscheinlich mit Buddy Holly anfangen. Buddy starb als ich etwa 18 war, und er war 22. Schon vom ersten Mal an als ich ihn hörte, fühlte ich mich ihm ähnlich. Ich fühlte mich verwandt, wie wenn er ein älterer Bruder sei. Ich dachte sogar er sähe mir ähnlich. Buddy spielte die Musik die ich liebte – die Musik mit der ich aufwuchs: Country Western, Rock'n'Roll und Rhythm and Blues. Drei verschiedene Musikstile, die er in eine Gattung verflocht und vermischte. Eine Marke. Und Buddy schrieb Lieder – Lieder mit wunderbaren Melodien und einfallsreichen Versen. Und er hatte eine großartige Stimme – er sang mit mehr als einer Stimme. Er war das Urbild. Alles was ich nicht war aber sein wollte.

 

Ich habe ihn nur einmal gesehen und das war nur ein paar Tage vor seinem Tod. Ich musste hundert Meilen reisen um ihn zu sehen und ich wurde nicht enttäuscht. Er war überzeugend und elektrisierend und eine eindrucksvolle Erscheinung. Ich war nur zwei Meter entfernt. Er war faszinierend. Ich beobachtete sein Gesicht, seine Hände, wie er mit dem Fuß mitklopfte, seine große schwarze Brille, die Augen hinter dieser Brille, die Art wie er seine Gitarre hielt, wie er stand, seinen sauberen Anzug. Alles an ihm. Er sah älter aus als 22. Etwas an ihm schien von Dauer zu sein und er hat mich überzeugt. Und dann geschah plötzlich etwas Unheimliches. Er sah mir direkt in die Augen und er hat etwas übermittelt. Ich wusste nicht was. Und es ließ mich frösteln. Ich glaube, einen oder zwei Tage später stürzte sein Flugzeug ab. Und irgend jemand – jemand den ich noch nie gesehen hatte – gab mir eine Leadbelly-Platte mit dem Song „Cotton Fields“. Und diese Platte hat genau damals mein Leben verändert. Sie hat mich in eine Welt versetzt, die ich nie gekannt habe. Es war als wäre etwas explodiert. Als wäre ich durch die Dunkelheit gewandert und ganz plötzlich wäre die Dunkelheit erleuchtet. Als hätte sich jemand an mir vergriffen. Ich muss die Scheibe hundert Mal gehört haben. Von der Plattenfirma hatte ich noch nie gehört und innen steckte ein Booklet mit Werbung für andere Künstler des Labels: Sonny Terry and Brownie McGhee, The New Lost City Ramblers, Jean Ritchie, Streichergruppen. Ich kannte keine von denen. Aber mir dämmerte, wenn die auf dem Label mit Leadbelly sind, dann müssen sie gut sein und daher musste ich das hören. Ich wollte alles darüber wissen und diese Art Musik machen.

 

Ich spürte noch die Musik mit der ich aufwuchs, aber jetzt hatte ich sie vergessen. Habe nicht mal daran gedacht. Im dem Moment war das lange vorbei. Noch war ich nicht von zuhause ausgezogen, aber ich konnte es kaum erwarten. Ich wollte diese Musik lernen und die Menschen treffen die sie spielten. Schließlich zog ich weg und habe gelernt diese Lieder zu spielen. Sie waren anders als die Lieder im Radio, die ich die ganze Zeit gehört habe. Sie waren lebhafter und näher am Leben. Bei den Songs im Radio hatte ein Künstler vielleicht einen Hit, mit etwas Glück. Aber in der Folk-Welt hatte das keine Bedeutung. Alles war ein Hit. Alles was man brauchte waren gute Zeilen und man musste die Melodie spielen können. Einige dieser Lieder waren einfach, andere nicht. Ich hatte ein natürliches Gespür für die alten Balladen und Country Blues, aber alles andere musste ich von der Pike auf lernen. Und ich spielte vor wenigen Leuten, manchmal nicht mehr als vier oder fünf Menschen im Raum, oder an einer Straßenecke. Man musste ein breites Repertoire besitzen und man musste wissen, wo man was spielt. Einige Lieder waren zart, bei anderen musste man schreien um gehört zu werden. Wenn man den frühen Folk-Künstlern zuhört und ihre Lieder selbst singt, dann lernt man den Dialekt. Man verinnerlicht es. Man singt es als Ragtime Blues, Arbeiterlieder, Seemannslieder aus Georgia, Balladen aus den Appalachen und Cowboy-Lieder. Man hört die feineren Spitzen und man lernt die Details. Man weiß worum es geht. Die Pistole ziehen und sie wieder in die Tasche stecken. Sich durch den Verkehr prügeln, im Dunkeln zu reden. Man wusste dass Stagger Lee ein Schuft war und dass Frankie ein gutes Mädchen war. Man wusste dass Washington eine spießige Stadt ist und man kannte die tiefe Stimme des Propheten Johannes (John the Revelator) und man sah wie die Titanic in einem sumpfigen Bach versank. Und deine Freunde mit dem wilden irischen Streuner und die wilden Kolonial-Burschen. Man hörte die gedämpften Trommeln und leise gespielten Querpfeifen. Man sah wie der lüsterne Lord Donald seiner Frau ein Messer hineinstach und viele deiner Kameraden wurden in weiße Leinentücher gehüllt.

 

Ich hatte alle Dialekte drauf. Ich kannte die Sprache. Nichts war mir zu hoch – die Instrumente, die Techniken, die Geheimnisse, die Rätsel – und ich kannte auch all die verlassen Wege auf denen die Sprache wanderte. Ich konnte alles in Verbindung bringen und mit der Zeitströmung reisen. Als ich begann meine eigenen Songs zu schreiben, da war die Folk-Sprache das einzige Vokabular das ich kannte. Und ich habe sie benutzt. Aber ich hatte noch etwas anderes. Ich hatte Prinzipien und Empfindungen und einen informierten Blick auf die Welt.

 

Und das hatte ich schon eine Weile. Habe das alles auf dem Gymnasium gelernt. Don Quijote, Ivanhoe, Robinson Crusoe, Gullivers Reisen, Eine Geschichte aus zwei Städten und all das – typischer Lesestoff auf dem Gymnasium, der einem einen Blick auf das Leben gab, ein Verständnis für die menschliche Natur und einen Standard um Dinge zu beurteilen.

 

All das habe ich mit mir genommen als ich anfing Lyrik zu komponieren. Und die Themen dieser Bücher haben sich in viele meiner Songs geschlichen, entweder bewusst oder unabsichtlich. Ich wollte Lieder schreiben, die niemand zuvor gehört hat, und diese Themen waren fundamental. Bestimmte Bücher, die ich seither immer bei mir habe, seit ich sie damals im Gymnasium gelesen habe. Ich will euch von dreien von denen erzählen: Moby Dick, Im Westen nichts Neues und die Odyssee.

 

Moby Dick ist ein faszinierendes Buch, ein Buch voll mit hochdramatischen Szenen und dramatischen Dialogen. Das Buch verlangt einem etwas ab. Die Geschichte ist unkompliziert: Der mysteriöse Kapitän Ahab – der Kapitän eines Schiffs mit Namen Pequod – ein Egomane mit einem Holzfuß auf der Suche nach seinem Erzfeind, dem großen weißen Wal Moby Dick, der ihm das Bein genommen hat. Und er verfolgt ihn den ganzen Weg vom Atlantik um Afrika herum bis in den Indischen Ozean. Er verfolgt den Wal auf beiden Seiten der Erde. Es ist ein abstraktes Ziel, nichts Konkretes oder Definitives. Er nennt Moby den Imperator und sieht ihn als die Verkörperung des Bösen. Ahab hat zuhause in Nantucket Frau und Kind und erinnert sich von Zeit zu Zeit an sie.

 

Man ahnt was passieren wird. Die Schiffsmannschaft setzt sich aus verschiedenen Rassen zusammen, und derjenige von ihnen, der den Wal sichtet, bekommt zur Belohnung eine Goldmünze. Jede Menge Symbole der Tierkreiszeichen, religiöse Allegorien, Stereotypen. Ahab trifft andere Wahlfangschiffe und will von deren Kapitänen mehr über Moby erfahren. Haben sie ihn gesehen? Es gibt da auf einem dieser Schiffe diesen verrückten Propheten Gabriel, und der weissagt Ahabs Untergang. Sagt, dass Moby die Inkarnation eines Shaker-Gottes sei, und dass ein jeder Umgang mit ihm in die Katastrophe führt. Er sagt das zu Kapitän Ahab. Der Kapitän eines anderen Schiffs, Käptn Boomer, hat einem Arm an Moby verloren. Aber er toleriert das und freut sich dass er überlebt hat. Er kann Ahabs Rachegelüste nicht akzeptieren. Diese Buch erzählt, wie verschieden Menschen bei der selben Erfahrung auf verschiedene Weise reagieren. Viel Altes Testament, biblische Allegorien: Gabriel, Rachel, Jeroboam, Bildah, Elijah. Auch heidnische Namen: Tashtego, Flask, Daggoo, Fleece, Starbuck, Stubb, Martha's Vineyard.

 

Die Heiden beten Idole an. Manche verehren kleine Wachsfiguren, andere Holzfiguren. Manche beten das Feuer an. Pequod ist der Name eines Indianerstamms. Moby Dick ist eine Seefahrergeschichte. Einer der Männer, der Erzähler, sagt: „Nennt mich Ismael.“ Jemand fragt ihn wo er herkommt und er sagt: „Es ist auf keiner Karte verzeichnet. Echte Orte sind nie verzeichnet.“ Stubb gibt gar nichts eine Bedeutung und sagt dass alles vorherbestimmt sei. Ismael war sein ganzes Leben auf einem Segelschiff. Er nennt die Segelschiffe sein Harvard und Yale. Er hält sich von den Leuten fern. Ein Taifun trifft die Pequod. Käptn Ahab denkt das sei ein gutes Omen. Starbuck hält es für ein schlechtes Omen und denkt daran Ahab zu ermorden. Kaum ist der Sturm vorbei, da fällt ein Crewmitglied vom Schiffsmast und ertrinkt. Eine Vorahnung auf das was kommen wird. Ein pazifistischer Quäker-Prediger, der in Wahrheit ein blutdürstiger Geschäftsmann ist, erzählt Flask: „Einige Männer, die Verletzungen erleiden, werden zu Gott geführt, andere werden in die Bitterkeit geführt.“ Alles wird hinein gerührt. Die ganzen Mythen: die judäo-christliche Bibel, Hindu-Mythen, britische Legenden, der Heilige Georg, Perseus, Herkules – alles Walfänger. Griechische Mythologie, die blutige Arbeit einen Wal aufzuschneiden. Viele Fakten in diesem Buch, geografische Kenntnisse, Walöl – geeignet für die Krönung eines Monarchen – die Patrizierfamilien in der Walfangindustrie. Walöl wird zur Salbung von Königen verwendet. Die Geschichte der Wale, Phrenologie, klassische Philosophie pseudowissenschaftliche Theorien, Rechtfertigungen zur Diskriminierung – alles kommt vor und nichts davon ist wirklich rational. Intellektuelle, Banausen, die Jagd nach Illusionen, die Jagd nach dem Tod, der große weiße Wal, weiß wie ein Eisbär, weiß wie ein weißer Mann, der Imperator, der Erzfeind, die Verkörperung des Bösen.

 

Der schwachsinnige Kapitän, der vor Jahren bei einem Angriff mit einem Messer auf Moby sein Bein verlor. Wir sehen nur die Oberfläche der Dinge. Was darunterliegt können wir auf jede beliebige Art interpretieren. Matrosen laufen auf dem Deck herum und lauschen nach Meerjungfrauen und Haie und Geier folgen dem Schiff. Sie lesen in Totenschädeln und Gesichtern so wie man ein Buch liest. Hier ist ein Gesicht, ich stelle es dir vor. Versuch daraus zu lesen. Tashtego sagt er sei gestorben und wiedergeboren. Seine zusätzlichen Tage sind ein Geschenk. Er wurde jedoch nicht durch Christus gerettet, er sagt er sei von einem Kameraden gerettet worden, noch dazu von einem Nicht-Christen. Er parodiert die Wiederauferstehung.

 

Als Starbuck dem Kapitän sagt, er solle die Vergangenheit ruhen lassen, da blafft der wütende Käptn zurück: „Sprich nicht von Blasphemie, Mann, ich würde die Sonne angreifen wenn sie mich beleidigt.“ Auch Ahab ist ein redegewandter Poet. Er sagt: „Der Weg zu meinem bestimmten Schicksal ist mit Eisenschienen ausgelegt, auf denen meine Seele dahingleiten muss.“ Oder folgende Zeilen: „Alle sichtbaren Objekte sind nichts weiter als papierene Masken.“ Zitierbare poetische Sätze, die unschlagbar sind.

 

Schließlich sichtet Ahab Moby und die Harpunen werden gezückt. Boote werden zu Wasser gelassen. Ahabs Harpune wurde in Blut getauft. Moby greift Ahabs Boot an und zerstört es. Am nächsten Tag sichtet er Moby wieder. Wieder werden Boote zu Wasser gelassen. Moby greift Ahabs Boot erneut an. Am dritten Tag geht ein weiteres Boot verloren. Weitere religiöse Allegorien. Er ist auferstanden. Moby greift noch einmal an, rammt die Pequod und versenkt sie. Ahab verheddert sich in den Harpunenseilen und wird aus dem Boot in sein nasses Grab gerissen. Ismael überlebt. Er treibt auf dem Meer auf einem Sarg. Und das war's ungefähr. Das ist die ganze Geschichte.

 

Dieses Thema und alles was es andeutet, hat seinen Weg in mehr als ein paar meiner Lieder gefunden.

 

So wie auch das Buch Im Westen nichts Neues. In Westen nichts Neues ist eine Horror-Geschichte. Mit diesem Buch verliert man seine Kindheit, seinen Glauben an eine Welt mit Bedeutung und seine Anteilnahme für Individuen. Man ist in einem Albtraum gefangen. Man wird in einen rätselhaften Wirbel aus Tod und Schmerz gerissen. Man verteidigt sich selbst gegen die Auslöschung. Man wird von der Landkarte getilgt. Du warst einmal ein unschuldiger Jugendlicher mit großen Träumen, der Konzertpianist werden wollte. Du hast einmal das Leben und die Welt geliebt, und jetzt schießt du sie in Stücke. Tag für Tag stechen dich Hornissen und Würmer lecken an deinem Blut. Du bist ein in die Ecke gedrängtes Tier. Nirgendwo gehörst du dazu. Der Regen fällt monoton. Diese unaufhörlichen Angriffe, Giftgas, Nervengas, Morphium, brennende Fontänen aus Benzin, man kratzt und schürft nach Essbarem, Grippe, Typhus, Ruhr. Das Leben um dich herum zerfällt und die Granaten pfeifen. Das ist der Abgrund der Hölle. Schlamm, Stacheldraht, Ratten-verseuchte Schützengräben. Ratten, die die Eingeweide toter Männer fressen, Gräben, die mit Unrat und Exkrementen gefüllt sind. Jemand ruft: „He, du da! Bleib da und kämpfe!“ Wer weiß wie lange der Mist noch dauert. Krieg kennt keine Grenzen. Du wirst vernichtet und dein Bein blutet zu stark. Gestern hast du einen Mann getötet und zu seiner Leiche gesprochen. Du hast ihm erzählt: wenn das vorbei ist, dann wirst du dich den Rest deines Lebens um seine Familie kümmern.

 

Wer profitiert hier? Die Führer und Generäle bekommen den Ruhm und viele andere profitieren finanziell. Aber du machst die Drecksarbeit. Einer deiner Kameraden sagt: „Moment mal, wo gehst du hin?“ Und du sagst: „Lass mich in Ruhe, ich bin gleich wieder da.“ Dann gehst du in den Wald der Toten und jagst nach einem Stück Wurst. Du kannst nicht erkennen wie jemand im zivilen Leben irgendeinen Sinn sehen kann. Ihre ganzen Sorgen, ihre Wünsche – du kannst es nicht verstehen. Noch mehr Maschinengewehrfeuer, noch mehr Körperteile hängen über den Drähten, noch mehr Armteile und Beine und Schädel, auf deren Zähnen sich Schmetterlinge niedergelassen haben, noch mehr schreckliche Wunden, Eiter kommt aus allen Wunden, Lungenverletzungen, gasgefüllte Kadaver, und Tote machen würgende Geräusche. Der Tod ist überall. Sonst gibt es nichts. Jemand wird dich töten und deinen Leichnam zum Übungsschießen benutzen. Und die Stiefel. Sie sind dein wertvollster Besitz, aber sie werden bald an den Füßen eines anderen sein. Da kommen die Froschfresser durch den Wald. Gnadenlose Bastarde. Die Granaten gehen zur Neige. „Das ist nicht fair dass sie jetzt schon wieder kommen“, sagst du dir. Einer deiner Kameraden liegt im Dreck und du willst ihn zum Feldlazarett bringen. Ein anderer sagt: „Den Weg kannst du dir sparen.“ „Wie meinst du das?“ „Dreh ihn um und du siehst was ich meine.“

 

Du wartest auf Neuigkeiten. Du verstehst nicht warum der Krieg nicht zu Ende geht. Die Armee ist so knapp mit Ersatztruppen, dass sie junge Kerle einziehen, die militärisch wenig nützen, aber sie werden trotzdem eingezogen, weil ihnen die Leute ausgehen. Krankheit und Erniedrigung haben dein Herz gebrochen. Du wurdest von deinen Eltern betrogen, deinen Lehrern, deinen Pfarrern und sogar von deiner eigenen Regierung. Der General mit seiner gemütlich gequalmten Zigarre hat dich ebenfalls betrogen – und dich in einen Schurken und Mörder verwandelt. Wenn du könntest würdest du ihm eine Kugel ins Gesicht schießen. Und auch dem Kommandanten. Du stellst dir vor, wenn du Geld hättest, dann würdest du eine Belohnung aussetzen für jeden Mann, der ihn um die Ecke bringt, mit allen Mitteln. Und wenn er dabei sein Leben verlieren sollte, dann würde das Geld an seine Erben gehen. Und auch den Oberst, mit seinem Kaviar und dem Kaffee – er ist auch so einer. Verbringt seine ganze Zeit im Offiziersbordell. Auch ihn würdest du gerne gesteinigt sehen. Noch mehr Tommys und Johnnys mit ihrem Whack fo' me Daddy-o und ihrem Whiskey in the Jars. Du hast 20 von ihnen getötet und 20 werden an ihre Stelle treten. Es stinkt in deiner Nase. Du lernst die ältere Generation zu verachten, die dich in diesen Wahnsinn geschickt hat, in diese Folterkammer. Um dich herum sterben die Kameraden. Sterben durch Bauchschüsse, doppelte Amputationen, zerschossene Hüften und du denkst: „Ich bin nur 20 Jahre alt, aber ich könnte jeden töten. Sogar meinen Vater wenn er auf mich los ginge.“

 

Gestern hast du versucht einen verwundeten Meldehund zu retten und jemand rief: „Sei kein Narr!“ Ein Franzmann liegt röchelnd vor deinen Füßen. Du hast ihm einen Dolch in den Bauch gerammt, aber er lebt noch. Du weißt dass du ihn töten solltest, aber du schaffst es nicht. Du hängst an einem echten Eisernen Kreuz und ein römischer Soldat tränkt deine Lippen mit einem Essigschwamm. Monate vergehen. Du bekommst Fronturlaub. Du kannst dich nicht mit deinem Vater unterhalten. Er hatte gesagt: „Wenn du dich nicht einschreibst, dann bist du ein Feigling.“ Mit deiner Mutter auch nicht. Als du gingst, da sagte sie: „Und sei vorsichtig mit den französischen Mädels.“ Noch mehr Irrsinn. Du kämpfst eine Woche, einen Monat und du kommst zehn Meter voran. Und im nächsten Monat geht es wieder zehn Meter zurück.

 

Die ganze Kultur von vor tausend Jahren, die Philosophie, die Weisheit – Plato, Aristoteles, Sokrates – was ist damit passiert? Sie hätte das verhindern sollen. Deine Gedanken wenden sich in die Heimat. Und du bist wieder ein Schuljunge, der unter den hohen Pappeln spaziert. Das ist eine angenehme Erinnerung. Aus den Luftschiffen fallen noch mehr Bomben auf dich. Du musst dich jetzt zusammenreißen. Vor lauter Angst kannst du gar niemanden ansehen, dass etwas Unberechenbares geschehen könnte. Das Massengrab. Es gibt keine anderen Möglichkeiten. Dann bemerkst du die Kirschblüten und erkennst, dass die Natur von all dem nicht betroffen ist. Die Pappeln, die roten Schmetterlinge, die zerbrechliche Schönheit der Blumen, die Sonne – du siehst wie gleichgültig das Ganze der Natur ist. Die ganze Gewalt und das Leid der ganzen Menschheit. Die Natur bemerkt das gar nicht. Du bist so alleine. Dann trifft dich ein Granatsplitter seitlich am Kopf und du bist tot. Du bist ausgeschieden, ausgekreuzt. Du wurdest ausgerottet. Ich habe das Buch hingelegt und geschlossen. Ich wollte keinen weiteren Kriegsroman mehr lesen und habe es auch nie getan.

 

Charlie Poole aus North Carolina hatte ein Lied, dass das alles in sich hat. Es heißt „You Ain't Talking to Me“ und die Worte gehen so:

 

Einmal spazierte ich durch die Stadt und sah in einem Fenster ein Plakat.

Geh zur Armee, sieh die Welt, war was es sagte.

Du wirst spannende Orte erleben, mit einer vergnügten Truppe,

du wirst interessante Leute kennenlernen und lernen wie man auch sie tötet.

 

Oh, du sprichst mich nicht an, du sprichst mich nicht an.

Ich bin vielleicht verrückt und so,

aber ich bin noch bei Verstand.

 

Du sprichst mich nicht an, du sprichst mich nicht an.

Das Töten mit einer Knarre klingt nicht wie das Wahre

Du sprichst mich nicht an.“

 

 

 

Die Odyssee ist ein großartiges Buch, dessen Themen sich in vielen Balladen vieler Liedermacher wiederfinden: „Homeward Bound“, „Green Green Grass of Home“, „Home of the Range“ und auch in meinen Liedern.

 

Die Odyssee ist eine seltsame und abenteuerliche Erzählung über einen erwachsenen Mann, der nach dem Kampf im Krieg nach Hause zurückkehren will. Er ist auf dieser langen Reise in die Heimat und sie ist mit Fallen und Tücken gepflastert. Er ist zu einer Irrfahrt verdammt. Immer wieder verschlägt es ihn aufs Meer und immer geht es knapp her. Riesige Felsbrocken schütteln sein Boot. Er verärgert Leute die er nicht verärgern sollte. In seiner Mannschaft sind Störenfriede. Verrat. Seine Männer werden in Schweine verwandelt und danach werden sie in jüngere, attraktivere Männer zurückverwandelt. Ständig versucht er jemanden zu retten. Er ist ein Reisender, aber er hat viele Aufenthalte.

 

Er strandet auf einer verlassenen Insel. Er findet verlassene Höhlen und er versteckt sich darin. Er trifft auf Riesen die sagen: „Dich fresse ich am Schluss“. Und er entkommt den Riesen. Er versucht nach Hause zu kommen, aber wird von den Winden hin und her gebeutelt. Rastlose Winde, kühle Winde, unfreundliche Winde. Er reist weit und dann wird er wieder zurückgeworfen. Er wird ständig vor dem Kommenden gewarnt. Er berührt Dinge die er nicht berühren sollte. Es gibt zwei Wege, und beide sind schlecht. Beide gefährlich. Auf dem einen kann man ertrinken und auf dem anderen verhungern. Er fährt in die Meerenge mit den schäumenden Wirbeln die ihn verschlucken. Er trifft sechsköpfige Monster mit scharfen Reißzähnen. Blitze schlagen auf ihn ein. Er springt auf überhängende Äste um sich vor einem tosenden Fluss zu retten. Göttinnen und Götter schützen ihn, aber einige andere wollen ihn töten. Er wechselt seine Identität. Er ist erschöpft. Er schläft ein und wird durch Gelächter geweckt. Er erzählt Fremden seine Geschichte. Zwanzig Jahre ist er schon weg. Er wurde irgendwohin fortgetragen und dort zurückgelassen. Kräuter wurden in seinen Wein gemischt. Es war eine schwerer Weg.

 

Auf vielfache Weise sind einige dieser Dinge auch dir passiert. Auch dir hat man Drogen in den Wein gemischt. Auch du warst mit der falschen Frau im Bett. Auch du wurdest von magischen Stimmen verzaubert, von süßen Stimmen mit seltsamen Melodien. Auch du bist so weit gereist und wurdest so weit zurückgeworfen. Und auch du hast knappe Sachen erlebt. Du hast Leute verärgert die du nicht hättest verärgern sollen. Und auch du bist durch dieses ganze Land gezogen. Und auch du hast die bösen Winde gespürt, die einem nichts Gutes wollen. Aber das ist noch nicht alles.

 

Als er nach Hause kommt stehen die Dinge nicht besser. Schufte sind eingezogen und nutzen die Gastfreundschaft seiner Frau aus. Und es sind zu viele. Und obwohl er größer ist als sie alle und der Beste in allem – der beste Zimmermann, der beste Jäger, der beste Tierbändiger, der beste Seemann – sein Mut würde ihn nicht retten, wohl aber seine Listen. Diese ganze Bande wird dafür bezahlen müssen, dass sie deinen Palast entweiht haben. Er wird sich als schmutziger Bettler verkleiden und ein einfacher Diener stößt ihn eine Treppe hinunter, aus Arroganz und Dummheit. Die Arroganz des Dieners macht ihn wütend, aber er kontrolliert seinen Zorn. Er ist einer gegen Hundert, aber sie werden alle fallen, sogar die Stärksten. Er war eine Niemand. Aber schließlich und endlich, als er zuhause ist, da sitzt er bei seiner Frau und erzählt ihr die Geschichten.

 

Nun, was bedeutet all das? Ich selbst und viele andere Komponisten wurden von genau den gleichen Geschichten beeinflusst. Und es kann etwas ganz Verschiedenes bedeuten. Wenn dich ein Song bewegt, dann zählt nur das. Ich muss nicht wissen was ein Song bedeutet. Ich habe alles mögliche in meine Songs hineingeschrieben. Und ich mache mir darüber keine Gedanken – was das alles bedeutet. Als Melville seine ganzen alttestamentarischen und biblischen Bezüge, die wissenschaftlichen Theorien, protestantische Lehren und das ganze Wissen über das Meer und Segelschiffe und Wale in eine Geschichte packte, ich denke nicht, dass er sich darum Gedanken gemacht hat – was das alles bedeutet. Auch nicht John Donne, der metaphysische Dichter, der zu Zeiten Shakespeares lebte und diese Worte schrieb: „The Sestos and Abydos of her breasts. Not of two lovers, but two loves, the nests.“ Auch ich weiß nicht, was das bedeutet. Aber es hört sich gut an. Und du willst dass sich deine Lieder gut anhören. Als Odysseus in der Odyssee den berühmten Krieger Achilles in der Unterwelt besucht – Achilles hatte ein langes Leben voller Frieden und Zufriedenheit gegen ein kurzes Leben voller Ehre und Ruhm eingetauscht – da sagt Achilles zu Odysseus, das sei ein Fehler gewesen. „Ich bin einfach gestorben, das ist alles.“ Da war keine Ehre. Keine Unsterblichkeit. Und wenn er könnte, dann würde er zurückkehren und auf Erden für einen armen Bauern den einfachen Sklaven machen, anstatt das zu sein was er ist – ein König im Reich der Toten – dass, was auch immer die Mühsal im Leben sei, es dem an diesem toten Ort vorzuziehen ist.

 

Und so ist es auch mit Liedern. Unsere Lieder leben im Reich der Lebenden. Aber Lieder sind nicht wie Literatur. Sie wollen gesungen werden, nicht gelesen. Die Worte in Shakespeares Stücken wollen auf der Bühne gespielt werden. So wie Lyrik und Lieder gesungen werden wollen, und nicht auf Papier gelesen. Und ich hoffe dass einige von euch die Gelegenheit bekommen, diese Liedtexte so zu hören wie sie gedacht sind: Im Konzert, oder auf Schallplatte oder wie auch immer heute die Menschen die Songs hören.

 

Ich kehre noch einmal zu Homer zurück, der sagt: „Sing in mir, oh Muse, und erzähle durch mich die Geschichte.“ 


http://www.moonofalabama.org/2017/06/qatar-saudi-catfight-unveils-western-terrorist-propaganda.html#more

 

15. Der Zickenkrieg zwischen Katar und Saudi Arabien enthüllt die „westlichen“ terroristischen Propagandaklitschen

 

von b, 16.06.2017 MoA (zahlreiche weitere links im Original!)

 

 

Die Auseinandersetzung zwischen Saudi Arabien und Katar liefert gute Unterhaltung. Beide Länder haben Milliarden ausgegeben um Zehntausende brutaler Takfiris zu bewaffnen und auszurüsten, die die syrische Regierung und das syrische Volk bekämpfen. Sie haben auch Millionen ausgegeben um den einen oder anderen „westlichen“ Denkpanzer und/oder Autor einzukaufen. Und während die zwei wahhabitischen Diktaturen sich gegenseitig bekämpfen, da schwärzen sie sich auch gegenseitig über ihre schändlichen Taten an. Verschiedene „westliche“ Denkpanzer und Medien, die eifrig Al Qaeda, ISIS und andere Kriminelle in Syrien unterstützt haben, werden in diesem Kampf zum wohlverdienten Kollateralschaden.

 

Hier ein Beispiel:

Bilal Abdul Kareem verifizierter Account @BilalKareem:

Ein Stück, das ich mit CNN gedreht habe (Undercover in Syria), hat den Overseas Press Club & Peabody Award gewonnen, aber CNN hat „vergessen“ mich zu erwähnen. Aber ich lächle!

4:24 PM – 16 Jun 2017

 

Bilal Abdul Kareem 2hrs 

 

Ein Stück, das ich mit CNN gedreht habe (Undercover in Syria), hat den Overseas Press Club & Peabody Award gewonnen, aber CNN hat „vergessen“ mich zu erwähnen. Hochachtung vor der CNN-Korespondentin Clarissa Ward dass sie mich erwähnt hat, auch wenn das CNN nicht getan hat.! Alhamdulillah, ich habe einen weiteren Preis von einigen gutherzigen Syrern bekommen, das ist mehr wert als alle anderen zusammen. Seht es euch an!

 

Max Blumenthal verifizierter Account @MaxBlumenthal:

In saudischen Medien wird der „unabhängige Journalist“ @Bilal Kareem so identifiziert: er ist 2012 dem syrischen Zweig von Al Qaeda beigetreten“

 

https://english.alarabiya.net/en/News/middle-east/2017/06/07/Al-Nusra-religious-leader-Kuwaiti-radical-preacher-defend-Qatar.html

 

Al Arabiya, Huda al-Salih – June 7 2017 – Der religiöse Anführer von Al-Nusra und prominente ISIS-Unterstützer verteidigen Katar

 

Am 29.Oktober 2014 hat das Brookings Doha Institute ein Forum organisiert, in dem die Zukunft der dschihadistischen Gruppen im Irak und in Syrien diskutiert wurde. An dem Forum nahmen teil: Richard Barrett, erster Vizepräsident der Soufan Group, Charles Lister, Gastprofessor beim Institut, und auch einer der Kämpfer von Nusra und einem ihrer Medienzweige, der Amerikaner Bilal Abdul Kareem, der später auf Bildern mit (dem Al Kaida-Ideologen) Muhaysini auftaucht.

 

Bei der Diskussion sagte Abdulkareem: „Die Bildung eines Islamischen Staats ist der Wunsch der Dschihadisten.“

 

Interessant dabei ist, dass Abdulkareem zu dem Forum in Doha aus der syrischen Stadt Aleppo angereist ist. Er ging nach Doha, obwohl er 2012 al-Nusra beigetreten ist.

 

Abdulkareem wird als der Publizist der Extremisten beschrieben und seine Interviews mit ausländischen und arabischen Kämpfern in Syrien und mit Mitgliedern von Al Kaida wurden stets auf dem TV-Sender Al Jazeera gesendet.

 

Abdulkareem, der einmal gesagt hat, dass die Beteiligung am Kampf in Syrien eine religiöse Pflicht sei und dass die syrischen Kämpfer „die erste Verteidigungslinie“ im Kampf gegen die Schiiten sind, wurde am 17. Dezember 2016 von dem Al Jazeera-Programm „News Race“ mit 53 Prozent der Stimmen zur einflussreichsten Person gewählt.

Die saudische Zeitung Al-Arabiya identifiziert Kareem als ein von Katar unterstütztes Al Kaida-Mitglied. Katar anzuschmieren ist derzeit die Lieblingsbeschäftigung der Saudis. Dass Kareem ein Al Kaida-Mitglied ist, das ist für jene, die mehr als CNN und andere Massenmedien lesen, nichts Neues. Schaut euch einfach dieses Interview (Video) mit dem Chefideologen von Al Kaida in Syrien an und ihr wisst worum es geht:

 

https://www.youtube.com/watch?v=Fa7JdNY747c

 

Richard Barrett und vor allem Charles Lister waren seine Gesprächspartner – alle stimmten überein dass „Assad gehen muss“ und Platz machen muss für die Al Kaida-“Rebellen“. Lister und Barrett sind seit langem als (gut bezahlte) Propagandisten für Al Kaida bekannt. Das Brookings Institut mit seiner von Katar bezahlten Tochter in Doha schrieb die US-Strategie zum Umsturz der syrischen und iranischen Regierungen (mit Hilfe der Dschihadisten):

 

(„AUF WELCHEM WEG NACH PERSIEN? Optionen für eine neue amerikanische Strategie zum Iran“)

 

https://www.brookings.edu/wp-content/uploads/2016/06/06_iran_strategy.pdf

 

CNN hat das Propaganda-Stück für die „syrischen Rebellen“ (auch als Al Kaida bekannt) produziert, mit der Hilfe von Al Kaidas Bilal Abdul Kareem und mit Clarissa Ward in einem Al Kaida Brautkleid – oder einem Sack. Ihre Sympathien liegen bei den Terroristen. 

 

Clarissa Ward sprach bei einer UN Sicherheitsratssitzung zu Aleppo. Sie spuckte reinste anti-syrische Propaganda aus – keine Überraschung.

 

Das Kostümfestival hat Preise gewonnen. Aber CNN hat nie die Hilfe erwähnt, die man von der Terrororganisation und ihrem Medienfrontmann Bilal Abdul Kareem bekommen hat. Schämen sie sich dafür oder haben ihre Manager Angst, dass man sie wegen offensichtlicher Unterstützung einer terroristischen Organisation ins Gefängnis wirft?

 

Es fliegen einige Torten in Gesichter die es verdient haben.

 

Verschiedene Denkpanzer schlagen sich gegenwärtig auf die eine oder andere Seite in diesem Katar-Saudi-Streit. Wir haben da den zionistischen Propaganda-Laden „Washington Institute“, der Katar der Finanzierung von Al-Nusra/Al Kaida in Syrien beschuldigt. (Israel ist gegenwärtig mit Saudi Arabien alliiert.) Unerwähnt bleibt natürlich die Rolle der CIA bei der Verteilung der Gelder aus Katar und Saudi Arabien in Form von Bargeld oder in Form von Waffen und Munition, die türkische Rolle als Transit- und Rückzugsland für die Dschihadisten und Israels eigene Unterstützung mit Artillerie, Luftangriffen und medizinischer Versorgung für Al Kaida in den Golanhöhen. Die saudische Finanzierung des Islamischen Staats, wie sie von mehreren US-Vertretern und in WikiLeaks-Dokumenten behauptet wird, das wird überhaupt nicht erwähnt.

 

VP Biden in Video: https://www.liveleak.com/view?i=879_1477402880

 

Hillary in geleakter Email: http://dailycaller.com/2016/10/10/hillary-in-leaked-email-saudi-arabia-and-qatar-are-funding-isis/

 

 

Aber in den kommenden Tagen und Wochen wird noch mehr von den Dreck ans Licht kommen, da sich Katar und Saudi Arabien weiter gegenseitig der Unterstützung des Terrorismus beschuldigen werden. Sie müssen das nicht einmal selber machen. Mehrere „Denkpanzer“ in Washington und London stecken schon lange in ihren Taschen.

 

Hier ist ein Spickzettel, welcher „westliche“ Denkpanzer von welcher Seite in diesem GCC-Krach finanziert wird:

https://bahrainwatch.org/blog/2017/06/12/qatar-gcc-think-tank-cheatsheet/

 

Damit kann man die verschiedenen Leitartikel einordnen, die von diesem oder jenem Gulf-finanzierten Propaganda-Büro geschrieben werden.

 

Die Katar-Saudi-Krise wird uns wahrscheinlich noch einige Zeit begleiten. Je länger sie dauert desto besser für Syrien. Und umso schlechter für all die Propagandisten in Washington und London, die sich an diese Staaten verkauft haben und für die Terroristen die sie unterstützen, indem sie diese schädlichen Sachen über Syrien schreiben. Ihre Schmutzwäsche wird überall zu sehen sein.


http://journal-neo.org/2017/06/14/get-ready-for-the-world-truth-ministry-and-the-unimaginable/

 

16. Bereitet euch auf das Welt-Wahrheitsministerium und das Unvorstellbare vor

 

von Phil Butler, 14.06.2017

 

 

Was als Deutschlands sogenanntes „Wahrheitsministerium“ begann, hat sich jetzt auf eine weltweite Spionage, Zensur und Überprüfung von Bürgern erweitert. Wenn „Big Brother“ nicht all seine Macht-Register zieht, dann hat er seine beste Chance verpasst, jemals die ganze Show zu spielen. Hier habt ihr das letzte Teilchen in dem Puzzle „Bürger-Kontrolle“, so wie es George Orwell prophezeit hat.

 

Als ich darüber schrieb, wie Facebook neue Zensurwerkzeuge testet, während und nach den französischen Wahlen, da haben das nur ein paar Tausend Leser bemerkt.

 

http://journal-neo.org/2017/05/01/if-france-elects-rothschild-s-manservant-president-2/

 

Der Hauptgrund dafür, warum die Öffentlichkeit so uninteressiert scheint, ist, dass die Sensationsnachrichten und Ereignisse, ob gefälscht oder echt, sie seit vier oder fünf Jahren betäuben. Als Edward Snowden veröffentlichte, dass die NSA jeden ausspioniert, da hat das Nachrichtenkarussell schnell unsere Aufmerksamkeit von der Tatsache abgelenkt, dass Obamas White House die US-Verfassung schreddert.

 

Mein oben erwähnter Bericht, zum Teil durch Stefan Franks Geschichte im Gatestone Institute beeinflusst, liefert Beweise, dass Bemühungen Deutschlands und/oder der EU Facebook dazu zu zwingen die Wahrheit zu filtern, bereits auf dem Weg sind. Diese Geschichte ist aber nur eine Fortsetzung früherer Berichte wie „The News Doctors“ vom Februar 12016 und später eine Story vom Februar 2016 über die Konzern/Regierungskontrolle über die Medien und Googles „Digital News Initiative“, gefolgt von unseren Tipps und Storys auf Sputnik und anderen Medien über die sogenannte „EU Counter Propaganda Unit“. Sie zeigen die Fortschritte bei den Mechanismen zur Kontrolle der Botschaften, die momentan eingeführt werden.

(Anm.d.Ü.: wenn man bedenkt, dass europäische Steuerzahler für so etwas aufkommen müssen, dann wird einem nur noch schlecht:

https://en.wikipedia.org/wiki/East_StratCom_Team

 

Zur Zeit erleben wird die Einführung der letzten Phasen der Gedankenkontrolle, wenn wir erfahren, dass die USA Visa nur dann gewähren, wenn die Antragsteller ihre Social Media-Geräte und Konten offenlegen.

 

Heute dient der London Bridge Terror Attack Theresa May als Entschuldigung für Forderungen nach strikterer Internet-Regulierung, sie sagt, sie will damit „sichere Häfen“ für Terroristen eliminieren. Mit den echten Menschen, die von echten Autos und Lastwagen überfahren und mit Messern erstochen wurden, hat uns die Angst vor den sozialen Medien und den freien Stimmen in die bereiten Arme von Big Brother und 1984 getrieben. Wer das mittlerweile nicht mitbekommt, der ist absolut blind, blöd, oder arbeitet für den „Boss“. Und das hat uns May als Warnung mit auf den Weg gegeben:

 

Wir dürfen dieser Ideologie nicht den sicheren Raum gewähren, den sie zum Brüten braucht. Jedoch ist das genau das, was das Internet und die großen Firmen liefern, die die Internetdienste bereitstellen. Wir müssen mit verbündeten demokratischen Regierungen zusammenarbeiten um internationale Abkommen zu erreichen, die den Cyberspace regulieren um die Verbreitung von extremistischer und terroristischer Planung zu verhindern.“

 

Wenn man liest was die Europäische Kommission zur Cyber-Propaganda zu sagen hat, dann wird klar, dass die Verursacher der echten „Fake News“ vorhaben, die Schuld den Gegnern in die Schuhe zu schieben, jenen die irgendeine Opposition äußern. Jene Parlamentarier, die das Steuergeld aufsaugen und absolut nichts lösen, sie wollen jetzt eine weitere Bürokratie einrichten, die uns die Fake News „erklären soll“. Ich zitiere aus einer Kommissions-PDF:

 

 „Jüngste Studien weisen zwar darauf hin, dass eine Mehrheit der Menschen Schwierigkeiten hat zu bestimmen was Fake News sind, aber die Schritte der EU zur Begegnung dieser wachsenden Informationsherausforderung sind zögerlich.“

 

Wenn man zwischen den Zeilen liest dann kann man wohl feststellen, dass die Brüsseler Genies anscheinend zu engstirnig waren um die Fake News und die sozialen Medien von Anfang an zu fürchten. Und jetzt betteln sie um schärfere Kontrollen über das, was die Menschen sehen, hören, lesen und glauben sollen. Weiter unten in dem Dokument wird unsere grundlegende Dummheit sichtbar:

 

US-Forschungen haben gezeigt, dass die meisten jungen, digital kenntnisreichen Schüler und Studenten Schwierigkeiten haben, Fake News zu identifizieren.“

 

Im Grunde heißt das: wenn man nicht an ein Smart-Gerät gefesselt ist, dann ist man eine noch anfälligere Putin-Marionette. Die oben zitierte Studie stammt von brillanten Stanford-Studenten, die „zu ihrer Verwunderung“ herausgefunden haben, dass die selbe Altersgruppe, die den ersten Präsidenten der USA nicht kennt und Kanada nicht auf einer Karte finden kann, auch nicht Wahrheit von Fiktion unterscheiden konnte. Die Stanford History Education Group (SHEG) hat wieder einmal einen überflüssigen Bericht veröffentlicht, darüber wie lahm amerikanische Studenten heutzutage sind. Interessanterweise hat auch eine der liberalsten und antitrumpischsten Publikationen der Welt, „The Atlantic“, die Niederlage Hillary Clintons gegen Trump auf den Mangel an bürgerlicher Erziehung geschoben. Bildungsberichte, die bis ins Jahr 2000 zurückreichen, zeigen, dass 65% der „college seniors“ (in etwa Abiturienten) an einem Oberschüler-Test in amerikanischer Geschichte scheitern. Und eine jüngste Studie der National Association of Scholars (NAS) zeigt, dass das Wissen über die westliche Zivilisation und das sogenannte „größere Bild“ praktisch verschwunden ist. Und da braucht es Stanford-Studien um zu beweisen, dass die Jungen nichts unterscheiden können?

 

Leute, war wir gerade erleben, das ist nicht unsere gewählte und ernannte Führung, die uns vor den Russkies oder Chinesen schützt, und besonders nicht vor mit Messern fuchtelnden islamistischen Extremisten die uns ermorden wollen. Was wir erleben ist Big Brother, der geschwind und verzweifelt mit seinen großen schwarzen Lederstiefeln all die kleinen Waldbrände aus abweichenden Meinungen niedertrampelt. Gleichzeitig werden Wladimir Putin und seine neuen Sowjets für alles beschuldigt, vom giftigen Unkrautvernichter Roundup bis zur Ermordung JFKs. Und die erneuerte Nazi-Bedrohung kommt im Gänsemarsch daher und trampelt den Rest der Freiheit nieder. Darüber läst sich schon kaum mehr streiten und es wird zu einer schrecklichen Wahrscheinlichkeit. Ich schlage vor dass ihr gut aufpasst und euch auf das Unvorstellbare vorbereitet.


Neue Sanktionen gegen Russland

 

Der größte Neokon im Senat, John McCain, war von dem Ergebnis begeistert: „Wir müssen in diesem Kampf unsere Seite vertreten. Nicht als Republikaner, nicht als Demokraten, sondern als Amerikaner,“ sagte Senator John McCain (R-AZ) vor der Abstimmung. „Es ist an der Zeit, auf die Angriffe Russlands auf die amerikanische Demokratie mit Stärke, Entschlossenheit, gemeinsam und mit Taten zu antworten.“

 

http://www.zerohedge.com/news/2017-06-15/germany-austria-slam-us-sanctions-against-russia-warn-collapse-relations

 

17. Deutschland und Österreich verurteilen die US-Sanktionen gegen Russland und warnen vor einem Zusammenbruch der Beziehungen

 

von Tyler Durden, 15.06.2017

 

 

Weniger als einen Tag nachdem der US-Senat mit überwältigender Mehrheit neue Sanktionen gegen den Kreml beschlossen hat, haben am Donnerstag Deutschland und Österreich – zwei der größten europäischen Energie-Kunden Russlands – die jüngsten US-Sanktionen gegen Moskau kritisiert und sagen, dass das die europäischen Geschäfte im Zusammenhang mit den russischen Erdgasleitungen beeinträchtigen könnte.

(Der US-Senat hat am Mittwoch mit großer Mehrheit (97 zu 2) neue Sanktionen zur „Bestrafung“ Russlands beschlossen

http://www.zerohedge.com/news/2017-06-14/senate-overwhelmingly-approves-new-sanctions-punish-russia?page=1 )

 

Kurz nach der Senatsabstimmung am Mittwoch, die Schlüsselsektoren der russischen Wirtschaft wegen der „Einmischung in die US-Wahlen 2016“ und der Aggression in Syrien und der Ukraine neue Sanktionen auferlegt, haben in einer gemeinsamen Erklärung der österreichische Kanzler Christian Kern und der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel erklärt, dass das Senatsgesetz dazu diene, die amerikanischen Jobs in der Energiewirtschaft zu sichern und die russischen Gaslieferungen nach Europa zu verdrängen.

 

Gabriel und Kern haben die USA auch beschuldigt, sie würden aus niederen Beweggründen eine Energieblockade vorantreiben, wonach sie versuchen, den amerikanischen Lieferanten von Erdgas auf Kosten ihrer russischen Rivalen zu helfen. Und sie warnten davor, dass eine Strafandrohung für europäische Firmen, die bei dem Nord Stream 2-Projekt teilnehmen „eine völlig neue, sehr negative Dimension in den europäisch-amerikanischen Beziehungen einnehmen könnte.“

 

In ihrem starken Aufruf haben die zwei Vertreter die Vereinigten Staaten dazu gedrängt, die Situation in der Ukraine nicht damit zu vermengen, wer Europa Gas verkaufen kann. „Europas Energieversorgung ist eine europäische Angelegenheit und nicht der Vereinigten Staaten von Amerika,“ sagten Kern und Gabriel. Der Grund warum die Europäer sauer sind: Einige osteuropäische Länder, darunter Polen und die Ukraine, fürchten den Verlust von Durchleitungsgebühren, wenn das russische Gas nicht mehr durch ihr Gebiet strömt sondern über die neu gebauten Pipeline.

 

Zwar sagten die Diplomaten, dass es für Europa und die USA wichtig sei, eine gemeinsame Front in der Ukraine-Frage zu halten, aber „wir können nicht hinnehmen, dass es Drohungen illegaler und außerstaatlicher Sanktionen gegen europäische Firmen gibt.“ Die zwei Vertreter warnten vor Teilen des Gesetzes, die die USA dazu auffordern, weiter gegen die Nord Stream 2-Pipeline zu kämpfen, die russisches Erdgas über die Ostsee nach Deutschland pumpen würde. AP berichtet, dass die Hälfte der Kosten für die neue Pipeline durch den russischen Energieriesen Gazprom bezahlt würde und die andere Hälfte würde durch eine Gruppe getragen, zu denen die britisch-holländische Royal Dutch Shell, der französische Versorger Engie, die österreichische OMV und die deutschen Uniper und Wintershall gehören.

 

Diese Bedenken wurden von dem russischen Energiegiganten Gazprom wiederholt, dessen stellvertretender CEO Alexander Medvedev sagte, dass der Plan des Senats für weitere Sanktionen zu dem Nord Stream 2-Projekt ein Weg sei, um amerikanisches LNG (Flüssiggas) nach Europa zu transportieren. Er sagte auch, dass das Projekt nach Plan verläuft und dass man bereits eine Milliarde Euro von den Nord Stream 2-Partnern erhalten habe, der Großteil davon von Deutschland und Österreich.

 

Wenn man den Medienaufstand in den USA bedenkt, dann ist es unwahrscheinlich, dass der Senat seine Entscheidung zurücknimmt. Es sei denn man beschuldigt ihn, er sei von KGB-Spionen unterwandert und würde mit Putin zusammenarbeiten.

 

Und in der Zwischenzeit kam das frisch hinzu:

 

DER SENAT HAT EINEN GESETZESVORSCHLAG VERABSCHIEDET MIT WEITEREN SANKTIONEN GEGEN RUSSLAND UND DEN IRAN


http://thesaker.is/fake-news-nobody-beat-the-new-york-times-or-the-financial-times/

 

18. Fake News? Keiner schlägt die westlichen Medien!

 

Vom Saker, 13.06.2017

 

 

Ich lieb die westlichen Ziomedien. Nicht für das was sie schreiben, aber weil sie ihr wahres Gesicht zeigen. Endlich. Nachdem sie jahrzehntelang so getan haben, als hätten sie hohe professionelle oder ethische Standards, nach jahrelangen pseudo-objektiven Berichten, haben diese Leute endlich ihre Masken fallen lassen und zeigen ihr wahres Gesicht. Wir haben bereits die hysterische, wahrhaft manische Hasskampagne gegen Trump erlebt (und die ist bei weitem noch nicht vorbei) und wir haben die atemberaubend unehrliche Dämonisierung von Putin und allem russischem erlebt. Nun, ich habe ein wunderbares Beispiel dafür.

 

Seht euch dieses Foto an:

Was ihr hier seht ist eine historische Rekonstruktion eines Festivals mit dem Namen „Zeiten und Epochen“, wo Historien-Fans alle möglichen historischen Ereignisse nachstellen. In diesem Fall sieht man eine Panzersperre aus dem 2. Weltkrieg (im russischen 'Igel' genannt) und Sandsacksperren. Sieht gut aus, oder?

 

Nun ja, nicht für die russischen „Demokraten“.

 

Es begann mit einem Kerl namens Aleksei Venediktov, einem der führenden „Demokraten“ und „Liberalen“ in Russland. Das hat er auf seinem Twitter-Account gepostet: „Die Tverskaia-Straße ist jetzt bereit für den Russland-Tag.“

 

Ein sehr geschickter Zug seinerseits, denn er unterstellt, wenn auch nicht offen, dass diese Barrikaden durch das „Regime“ aufgestellt wurden, gegen das „Volk“, und, logisch, die westliche Propagandamaschine hat es genau so aufgenommen:

 

Andere haben es sofort aufgegriffen:

 

 

(„#Eilmeldung! #Moskau Polizei errichtet Sandsack-Barrikaden um den #Kreml. Bein den Anti-Regierungsprotesten am 12. Juni ist mit Gewalt zu rechnen.“)

 

Und danach haben sowohl die New York Times und die Financial Times diese Lüge wiederholt.

 

Schließlich mussten einige ihre Anschuldigungen zurücknehmen:

 

 

Aber natürlich war der Schaden bereits angerichtet.

 

 

 

Einige haben jedoch mit Humor geantwortet:

 

(„50 Dollar, dass CNN & WaPo dieses Bild als einen verfolgten russischen Oppositions-Aktivisten darstellen werden bevor der Tag vorbei ist.“)

 

Und hier folgt die wahre Geschichte:

 

Die Organisatoren der Proteste haben die Genehmigung erhalten, ihre Demonstration auf dem Sacharow-Platz abzuhalten. Aber einen Tag zuvor haben sie plötzlich angekündigt, dass ihre Lautsprecheranlage nicht gut sei und dass sie ihre Demonstration auf die Tverskaia-Straße verlegen wollen. Ich will hier das Ganze nicht wiederholen und lieber auf einen Artikel von Anatoli Karlin verweisen, der die Strategie der Organisatoren hier erklärt:

(„Wie man Putler mit Nawalny bajonettiert“)

http://www.unz.com/akarlin/bayonetting-putler/

 

Kurz gesagt: Da die Demonstranten wussten dass sie nur eine Kleine Menschenmenge anziehen würden, haben die Organisatoren sich entschlossen, das historische Fest in der Altstadt buchstäblich zu „überrennen“. Das machten sie aus zwei Gründen:

 

  1. Das Fest zieht in der Regel große Menschenmengen an, wer weiß da schon ob nicht alle zum „protestieren“ gekommen sind, nicht wahr?

  2. Da ihr Vorhaben illegal war, wussten sie dass sie verhaftet werden würden.

 

Zur großen Enttäuschung der Ziomedien waren alle Verhaftungen friedlich und ordentlich (besonders im Vergleich zu den üblichen Orgien der Gewalt, die amerikanische oder französische Polizisten gegen eine jede illegale Demonstration anwenden.) Ein Polizist erlitt ein brennendes Auge (er wurde von einem „friedfertigen“ Demonstranten mit Pfefferspray traktiert). Trotzdem hatten die westlichen Reporter die Gelegenheit, die „Unterdrückung“ zu beobachten (Zum Beispiel hier die Fotos des Guardian):

(Anm.d.Ü.: Link leider verschwunden...)

 

Aber am Ende des Tages, und wenn man das Ausmaß an Gewalt berücksichtigt, das von den prowestlichen Organisatoren der Proteste erhofft wurde (beachtet den Kokcharov-Tweet oben), dann war das Ganze am Ende der übliche Dünnschiss.

 

Die westlichen Reporter in Russland tun mit echt leid: Ihre Bosse verlangen Bilder von Protesten, Gewalt, ja Zeichen eines möglichen Zusammenbruchs des „Regimes“ (was haltet ihr von all den (Google-Suche) „putin feeling the heat“-Protesten?). Aber das russische Volk versagt ein ums andere Mal. Sie erscheinen zahlreich bei Sportveranstaltungen, Konzerten, Festivals, religiösen Feierlichkeiten usw. Aber nicht für die Randale, die von der winzigen CIA-gesteuerten russischen „Anti-System-Opposition“ organisiert wird. Schlimmer noch, trotz all dem Propaganda- und Wirtschaftskrieg ist die Beliebtheit Putins immer noch im gewohnten mehr als 80%-Bereich und die meist geachtetste Institution im Land ist das Militär. Anscheinend „kapieren“ es die Russen einfach nicht.

 

Dieser bedauernswerte Zustand zwingt einige Reporter dazu kreativ zu werden. Beispielsweise schrieb ein Typ namens Wladimir Kozlovskii auf der russischsprachigen Webseite der BBC eine Artikel mit dem Titel „Wie ich beim Anhören der Unterhaltung zwischen Oliver Stone und Wladimir Putin eingeschlafen bin“.

http://www.bbc.com/russian/features-40262981

 

Was ihm an dem Interview nicht gefiel? Stone hat nicht die harten Fragen gestellt! Als ob die Journalisten im Westen ihren Politikern harte Fragen stellen würden! Und wen interessiert es schon, wann und wo Mr Kozlovskii einschläft? Aber da das Anti-Putin war, und Anti-Putin ist laut Definition gut, wurde dieser Artikel von der (ehemals) angesehenen BBC trotzdem veröffentlicht.

 

Wie auch immer, zum Schluss eine Warnung: Die Stadt Moskau hat entschieden, eine große Anzahl von Appartmentblöcken in der Stadt aus der Chruschtschow-Zeit zu renovieren. Wer dort lebt wird umgesiedelt und bekommt für die unvermeidlichen Unannehmlichkeiten eine Entschädigung. Einige sind aber nicht glücklich. Es gab und es wird wahrscheinlich dazu weitere Proteste geben. (Man denke nur an den Quadratmeterpreis irgendwo in Moskau!). Es gibt auch Versuche, eine Kampagne zu Demonstrationen gegen die Korruption aufzubauen (die in Russland immer noch vorhanden ist). Nochmal: Demonstrationen sind wahrscheinlich. Und es gibt, so wie der „Russland-Tag“, in diesem Sommer verschiedene Termine, an denen die Menschen Moskaus und in anderen russischen Städten auf die Straße gehen. Manche werden mit gewaltsamen Ausschreitungen einhergehen (wie etwa beim Tag der Luftlandetruppen am 2. August, wenn die Ex-Fallschirmspringer zu viel trinken und sich manchmal wie Arschlöcher aufführen und mit der örtlichen Polizei zusammenstoßen). Die westlichen Medien werden all das als Proteste, Aufstände, einen „russischen Maidan“ und anderen eingebildeten Unsinn darstellen. Um euch also die Anstrengung zu ersparen mache ich euch diese Versprechen: wenn es je zu „echten“ Protesten kommen sollte, die bei den Menschen ankommen, oder wenn es „irgendein“ Anzeichen einer Krise oder eines „Regimewechsels“ in Russland geben sollte, dann werde ich euch sofort informieren.

 

Aber wenn ich nichts schreibe und die westlichen Medien wider einmal durchdrehen, dann spült einfach eure mentale Toilette und genießt den Sommer!

 

Macht's gut!

 

Der Saker


http://www.paulcraigroberts.org/2017/06/12/vladimir-putin-powerful-person-world/

 

19. Wladimir Putin: Die mächtigste Person auf der Welt

 

von Paul Craig Roberts, 12.06.2017

 

 

Es muss herrlich sein, Wladimir Putin und die mächtigste Person auf Erden zu sein. Und wenn man es nicht einmal selbst sagen muss. Die Demokratische Partei der USA sagt es für Putin, zusammen mit der Gesamtheit der westlichen presstituierten Medien. Und die CIA und das FBI sagen es auch. Die russischen Medien müssen nicht mit Putins Macht prahlen. Megyn Kelly, die westlichen Presstituierten und westliche Führer erledigen das für sie: Putin ist so mächtig dass er in der Lage ist, seine Wahl für den Präsidenten der Vereinigten Staaten ins Amt zu heben.

 

Im ernst, wow! Was für eine Macht! Die Amerikaner haben einfach nichts zu melden. Die Amerikaner sind, trotz eines massiven Geheimdienstbudgets und 16 eigener Geheimdienste, zusätzlich zu denen der NATO-Vasallen, überhaupt kein Gegner für Wladimir Putin.

 

Im ernst, echt! Wozu haben wir die CIA? Wozu haben wir das FBI? Wozu taugt der Rest der Dienste? Die Amerikaner täten besser daran, diese inkompetenten, aber teuren „Intelligence-Dienste“ aufzulösen und das Geld als Schmiergeld an Putin zu zahlen, damit der nicht unseren Präsidenten bestimmt. Vielleicht sollte die CIA auf die Knie gehen und Putin bitten, dass er aufhört den Präsidenten der Vereinigten Staaten auszuwählen. Im ernst, wie erniedrigend. Ich halte das kaum aus. Ich dachte wir sind die „einzige Supermacht der Welt, die eine Macht, das exzeptionelle und unverzichtbare Volk.“ Dabei stellt sich heraus, dass wir ein Gratis-Volk sind, regiert vom Präsidenten Russlands.

 

Als die Demokraten, die CIA und die Medien sich dazu entschlossen, ihre PR-Kampagne gegen Trump zu starten, da haben sie nicht erkannt, wie inkonsequent das die Vereinigten Staaten aussehen lässt, wenn man Amerikas Demokratie in die Hände Putins legt. Was haben sie sich dabei gedacht? Gar nichts. Sie waren nur darauf fixiert sicherzustellen, dass Trump nicht den massiven Haushalt des Militär/Sicherheitskomplexes gefährdet, indem er normale Beziehungen zu Russland herstellt.

 

Es gibt kein Anzeichen dafür, dass amerikanische Führung auf irgendeinem Gebiet des Denkens fähig ist. Seht euch die Wall Street und die Führung der Konzerne an. Um die Aktienkurse nach oben zu treiben, zwang die Wall Street alle Konzerne dazu, ihr Heimatland zu verlassen und die Produktion von Gütern und Dienstleistungen für Amerikaner ins Ausland zu verlagern, wo die Arbeits- und Betriebskosten niedriger sind. Die niedrigeren Kosten haben die Profite und Aktienkurse steigen lassen. Wall Street drohte widerspenstigen Konzernen mit Übernahmen der Firmen, wenn sie sich weigerten ins Ausland zu gehen um ihre Profite zu erhöhen.

 

Weder Wall Street noch die Aufsichtsräte und die Vorstände waren klug genug um zu verstehen, dass die Arbeitsplatzverlagerung auch das US-Konsumenteneinkommen und die Kaufkraft ins Ausland verlagert haben. Mit anderen Worten: Die Finanz- und Geschäftsführung war zu blöd um zu verstehen, dass ohne das Einkommen aus hochwertigen und hoch produktiven US-Jobs die amerikanischen Konsumenten nicht das nötige Einkommen haben um ihre Rolle als Schwungrad für die Wirtschaft fortzuführen.

 

Die Federal Reserve hat den Fehler der Wall Street erkannt. Um den Fehler auszugleichen hat die Fed die Kredite ausgeweitet und ein Ansteigen der Konsumentenkredite erlaubt, damit die Wirtschaft mit Kreditkäufen weiterläuft. Wenn jedoch die Schulden der Konsumenten im Vergleich zum Einkommen hoch sind, dann verschwindet die Fähigkeit zum Kauf weiterer Sachen. Mit anderen Worten: Eine Kreditausweitung ist keine permanente Lösung für das Fehlen von Einkommenszuwachs bei den Konsumenten.

 

Ein Land, dessen Finanz- und Geschäftsführung zu dumm ist um zu verstehen, dass eine Bevölkerung, die zunehmend in Teilzeit-Mindestlohnjobs beschäftigt ist, keine Bevölkerung ist die auf großem Fuß lebt, das ist ein Land dessen Führung versagt hat.

 

Es ist schlicht und einfach unmöglich, die Profite durch Arbeitsplatzverlagerung (Offshoring) zu erhöhen ohne gleichzeitig das US-Konsumenteneinkommen zu verlagern. Daher sind die Profite durch Offshoring nur temporär. Wenn erst einmal genug Jobs ins Ausland verlagert sind, dann ist die gesamtwirtschaftliche Nachfrage gesättigt, die einheimischen Märkte stagnieren und dann schrumpfen sie.

 

Wie ich so oft und seit Jahren gezeigt habe, so wie auch John Williams (shadowstats.com): Die Arbeitsmarktberichte des US-Amtes für Arbeitsstatistiken sind Unsinn. Die Arbeitsstellen in der angeblichen Erholung seit 2009 sind größtenteils Niedriglohn-Dienstleistungsjobs und das Ergebnis eines theoretischen Geburten/Todesmodells. Die angebliche Erholung nach der Finanzkrise 2007-2008 ist die erste Erholung in der Geschichte, in der die Erwerbsquote (Anm.d.Ü.: Anteil der arbeitenden Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung) gesunken ist. Die Erwerbsquote sinkt, wenn die Wirtschaft wenig Arbeitsplätze bieten kann, und nicht wenn die offenen Stellen steigen.

 

Was wir über US-Jobs wissen: die Jobs sind zunehmend Teilzeit-Mindestlohnjobs. Gemäß einem Nachrichtenbericht der Presstituierten (der stimmen mag oder auch nicht) gibt es in den gesamten Vereinigten Staaten nur 12 Gemeinden, in denen sich eine Person mit Mindestlohn eine Mietwohnung mit einem Schlafzimmer leisten kann.

https://www.theguardian.com/us-news/2017/jun/08/minimum-wage-affordable-housing-rentals-study

 

Als Antwort auf diesen Bericht hat ein Professor der Virginia Tech vorgeschlagen, dass die Regierung höhere Mietzuschüsse anbieten sollte und Programme wie den National Housing Trust Fund (der in bezahlbaren Wohnraum investiert) verstärken sollte.

 

Mit anderen Worten: Der Steuerzahler soll die Kosten für diese Amerikaner übernehmen, weil die US-Konzerne den US-Arbeitsmarkt im Stich lassen. Jene Amerikaner, die noch ein Mittelschichteinkommen besitzen, sollen besteuert werden um das verlorene Einkommen zu ersetzen, das die Offshore-Konzerne und Wall Street den amerikanischen Arbeitern gestohlen haben und sich jetzt keine eigene Wohnung mehr leisten können.

 

Mit anderen Worten: Der Kapitalismus hat bei seinem Verfall jenen Punkt erreicht, wo er ohne öffentliche Subventionen für jene Menschen, die vom Kapitalismus enteignet wurden, nicht mehr existieren kann.

 

Bei zahlreichen Gelegenheiten habe ich darüber geschrieben, wie viele Produktionskosten auf Dritte verlagert werden, etwa auf die Umwelt. Ein beträchtlicher Prozentsatz der Profite der kapitalistischen Konzerne stammt aus der politischen und legalen Möglichkeit, ihre Produktionskosten auf Dritte zu verlagern. Mit anderen Worten: Der Kapitalismus macht Geld, weil er seine Produktionskosten auf die Umwelt und auf Menschen, die nicht von den Profiten profitieren, abwälzen kann. Dafür habe ich viele Beispiele geliefert, insbesondere für das Gebiet der Immobilienentwicklung. Die Bauherren sind in der Lage, einen großen Teil ihrer Kosten auf andere zu verlagern.

 

Diese Kostenverlagerung hat jetzt ein Ausmaß erreicht, das einen an Armageddon denken lässt. Es gibt das Bestreben Trump des Amtes zu entheben und den Kriegshetzer Vizepräsident Pence als Präsidenten einzusetzen. Da Trump mit der Normalisierung der Beziehungen zu Russland Wahlkampf führte, wäre eine Niederlage für den Abbau der Spannungen eine Bekräftigung für die Schlussfolgerung des russischen Militär-Oberkommandos, dass Washington einen nuklearen Erstschlag gegen Russland plant.

 

Das ist das Risiko vor dem die gesamte Welt steht, weil die Macht und der Profit des US-Militär/Sicherheitskomplexes von Krieg und Feinden abhängig sind.

 

Mir anderen Worten: Es gibt nur noch einen Grund für das Bestehen der Vereinigten Staaten von Amerika – das Interesse des Militär/Sicherheitskomplexes – und diese Interessen benötigen einen mächtigen Feind, ob real oder erfunden.

 

Der frühere CIA-Beamte John Stockwell schrieb: „Es ist die Aufgabe der CIA, die Welt instabil zu halten und Propaganda zu treiben und dem amerikanischen Volk beizubringen zu hassen, damit wir dem Establishment ermöglichen, jeden denkbaren Betrag für Waffen auszugeben.“ Der Hass und das Misstrauen gegenüber Russland, mit dem der Westen gegenwärtig zwangsernährt wird, reflektiert die Enthüllung Stockwells. So wie auch der orchestrierte Hass und das Misstrauen gegenüber Moslems, der bei Washingtons kompletter oder teilweiser Zerstörung von sieben Ländern und Billionen Dollar neuer US-Kriegsschulden mitgeholfen hat.

 

Globalisierung, das heißt Arbeitskostenunterschiede über nationale Grenzen hinweg, und die Finanzialisierung, die Umleitung von Konsumenteneinkommen hin zu Zinsen und Gebühren der Banken, hat die US-Wirtschaft zerstört. Die „Gesellschaft mit den Aufstiegsmöglichkeiten“ ist verschwunden. Kinder haben schlechtere wirtschaftliche Aussichten als ihre Eltern. Die Verlagerung der Produktion und der professionellen Dienstleistungsjobs wie in der IT-Branche und im Software-Engineering hat die Gesamtnachfrage in den USA einbrechen lassen. Die Kreditausweitung der Federal Reserve war nur eine zeitweilige Galgenfrist.

 

Vormals blühende Gebiete sind zu Ruinen geworden. Die Budgets und Pensionssysteme des Staates versagen. Eine Hochschulausbildung ist nicht mehr bezahlbar. Die wirtschaftlichen Aussichten der Amerikaner sind durch die Globalisierung ausradiert worden. Wenn man weiterkommen will braucht man Beziehungen wie früher in den aristokratischen Systemen. Die hohe Konzentration an Einkommen und Reichtum hat die Demokratie zunichte gemacht. Die Regierung ist nur noch den Reichen verantwortlich.

 

Die amerikanische Führung in Politik und Business hat nicht nur das Bild der US-Souveränität zerstört, indem sie Amerikas Demokratie in die Hände Putins gelegt hat, sondern sie hat auch die ehemals lebendige amerikanische Wirtschaft zerstört, einst von aller Welt beneidet.

 

Wo können die Amerikaner Führung finden? Sicherlich nicht in der Demokratischen Partei, auch nicht in der Republikanischen Partei, auch nicht in den Medien oder in der Unternehmensgemeinschaft. Wie sonst können die USA mit Russland und China konkurrieren, zwei Ländern mit einer guten Führung? Ist Krieg die einzige Antwort auf diese Frage?


http://www.unz.com/tsaker/the-crisis-in-qatar/

 

20. Die Katar-Krise

Ein weiterer stümperhafter Versuch der drei wild gewordenen Staaten zur Schwächung des Iran

 

vom Saker, 10.06.2017 (links im Original-Text fett markiert)

 

 

Zunächst einmal wer wer ist

 

Wir werden wahrscheinlich nie herausfinden, was wirklich zwischen Trump, den Saudis und den Israelis diskutiert wurde, aber es gibt kaum einen Zweifel, dass der jüngste Schritt der Saudis (KSA) gegen Katar das direkte Resultat dieser Verhandlungen ist. Woher ich dass weiß? Weil es Trump selbst so gesagt hat! Wie ich in einem vergangenen Artikel erwähnt habe, hat Trumps katastrophale Unterwerfung unter die Neokons und deren Politik ihn an das KSA und Israel gefesselt, zwei weitere wild gewordene Staaten, deren Macht und offen gesagt geistiger Gesundheit von Stunde zu Stunde schrumpft.

 

KSA und Katar hatten in der Vergangenheit ihre Schwierigkeiten und Probleme, aber dieses Mal ist die Größenordnung der Krise viel größer als alles in der Vergangenheit. Hier ein vorläufiger und notwendiger grober Abriss, wer wen unterstützt:

 

Die Unterstützer der Saudis (laut Wikipedia):

UAE, Bahrain, Ägypten, Malediven, Jemen (sprich die pro-saudische Exilregierung), Mauretanien, Komoren, Libyen (die Tobruk-Regierung), Jordanien, Tschad, Dschibuti, Senegal, USA und Gabun.

 

Die Unterstützer Katars (nach meiner Einschätzung):

Türkei und Deutschland.

 

Fragen, sehr viele Fragen

 

Die Lage ist sehr instabil und das kann sich bald ändern. Aber habt ihr das Seltsame in der obigen Liste bemerkt? Türkei und Deutschland unterstützen Katar, obwohl die USA die Saudis unterstützen. Das sind zwei wichtige NATO-Mitglieder, die eine Haltung gegen die USA einnehmen.

 

Dann schaut euch die Liste der Unterstützer der Saudis an: Außer den USA und Ägypten sind alle anderen militärisch ohne Bedeutung (und die Ägypter werden sich militärisch sowieso nicht einmischen). Bei denen die gegen die Saudis sind ist das anders, insbesondere Iran und die Türkei. Und wenn das Geld auf Seiten der Saudis ist, die Feuerkraft ist hier auf der Seite Katars.

 

Und dann, Gabun? Senegal? Seit wann sind die beiden in die Politik am Persischen Golf involviert? Warum schlagen sie sich in diesem entfernten Konflikt auf eine Seite? Ein kurzer Blick auf die 10 Forderungen der Saudis an Katar hilft auch nicht weiter:

  1. Die sofortige Beendigung der diplomatischen Beziehungen zum Iran,

  2. die Ausweisung aller Mitglieder der palästinensischen Widerstandsbewegung Hamas aus Katar,

  3. das Einfrieren aller Bankkonten von Hamas-Mitgliedern und die Beendigung sämtlicher Kontakte mit ihnen,

  4. die Ausweisung aller Mitglieder der Moslem-Bruderschaft aus Katar,

  5. die Ausweisung aller Anti-GCC-Elemente,

  6. die Beendigung der Unterstützung für „terroristische Organisationen“,

  7. Schluss mit der Einmischung in ägyptische Angelegenheiten,

  8. die Einstellung des Senders Al Jazeera,

  9. eine Entschuldigung an alle Regierungen am (persischen) Golf für den „Missbrauch“ von Al Jazeera,

  10. eine Garantie, dass (Katar) keine Handlungen unternimmt die der Politik des GCC widerspricht und dass sie sich an ihre Charta halten.

 

Die Saudis haben auch eine Liste von Personen und Organisationen überreicht, die sie verboten sehen wollen.

 

Sieht man sich diese Bedingungen an, dann wird schnell klar, dass der Iran und die Palästinenser (insbesondere Hamas) weit oben auf der Liste stehen. Aber warum sollte dass Gabun oder den Senegal interessieren?

 

Noch interessanter: warum ist ISRAEL nicht auf der Liste der KSA-Unterstützer?

 

Wie immer sind die Israelis selbst viel offener in ihrer Rolle in dem Ganzen. Nun, sie sagen zwar nicht: „wir waren's“, aber sie schreiben Artikel wie „Fünf Gründe warum Israel über die Katar-Krise besorgt sein sollte“. Darin werden alle Gründe aufgezählt, warum die Israelis erfreut sein sollten:

  1. Es schadet Hamas

  2. Es bringt Israel näher an Saudi Arabien, Ägypten und den Golf

  3. es zeigt, dass der US-Einfluss in der Region zurück ist

  4. es delegitimiert den Terrorismus

  5. es kräftigt allgemein die Rolle Israels und insbesondere die Rolle der israelischen Regierung.

 

Diese Ehrlichkeit ist irgendwie erfrischend, auch wenn sie zuvorderst für den inneren israelischen Gebrauch bestimmt ist. Ein rascher Blick auf eine palästinensische Quelle – jawohl, die Israelis unterstützen KSA. Das ist keine Überraschung, auch wenn die westlichen Konzernmedien versuchen, das zu missachten.

 

Wie steht's mit den USA? Profitieren sie wirklich von der Krise?

 

Die USA haben womöglich in Katar die größte USAF-Basis weltweit, die Al-Udeid Air Base. Darüber hinaus ist auch das vorgeschobene Hauptquartier des US CENTCOM in Katar stationiert. Zu behaupten das wären wichtige US-Infrastrukturen ist eine Untertreibung – man könnte behaupten, das seien die wichtigsten US-Militäreinrichtungen außerhalb der USA. Daraus könnte man logisch schlussfolgern dass die USA auf keinen Fall wollen, dass irgendwo in der Nähe solcher Einrichtungen eine Krise oder Spannungen entstehen. Und doch ist es klar, dass die Saudis und die Amerikaner im Einklang gegen Katar handeln. Das ergibt keinen Sinn, stimmt's? Richtig. Aber jetzt wo die USA auf eine vergebliche militärische Eskalation in Syrien setzen, sollte es keine Überraschung sein, dass die zwei größten Alliierten der USA in der Region das selbe tun.

 

Und überhaupt, hat es in der Politik der Trump-Regierung im Nahen Osten je etwas gegeben das einen logischen Sinn ergeben hat? Während des Wahlkampfs war das, sagen wir mal, 50/50 (ausgezeichnet gegenüber ISIS, vollkommen blöd gegenüber dem Iran). Aber seit dem Coup gegen Flynn und Trumps Kapitulation gegenüber den Neokons haben wir nur eine ahnungslose Dummheit nach der anderen gesehen.

 

Objektiv gesehen ist die Krise um Katar gar nicht gut für die USA. Aber das heißt nicht, dass eine Administration, die von Erz-Ideologen übernommen wurde, einer obejektiven Realität zugänglich ist. Wir haben es mit einer sehr schwachen Administration zu tun, die ein zunehmend schwächelndes Land regiert und verzweifelt versucht zu beweisen, dass sie noch etwas zu sagen hat. Und wenn das tatsächlich der Plan sein sollte, dann ist es ein sehr schlechter Plan, einer der zum Scheitern verurteilt ist und der eine Reihe unbeabsichtigter Folgen haben wird.

 

Zurück in die reale Welt

 

Wir haben es hier mit einem ernsten Fall von Spiegelfechterei zu tun und was wirklich vor sich geht ist ein weiterer plumper Versuch der drei wild gewordenen Staaten (USA, Saudi Arabien, Israel), den Iran zu schwächen.

 

Natürlich gibt es hier auch andere Faktoren, aber die große Sache, das Kernproblem ist das, was ich die rasch wachsende „Gravitationskraft des Iran“ nennen möchte und die damit verbundenen „engeren Umlaufbahnen“ der gesamten Region näher und näher an den Iran. Und was die Dinge noch schlimmer macht: die Drei Schurkenstaaten verlieren sichtbar und unvermeidlich ihren Einfluss auf die Region: die USA im Irak und in Syrien, Israel im Libanon und Saudi Arabien im Jemen – alle drei haben sich auf militärische Abenteuer eingelassen, die als totale Pleiten endeten und die gezeigt haben wie schwach sie wirklich sind, anstatt die Macht ihrer Länder zu demonstrieren. Noch schlimmer ist die Tatsache, dass Saudi Arabien vor einer wirtschaftlichen Krise ohne Ende steht, während Katar das reichste Land des Planeten geworden ist, vor allem dank der gigantischen Gasfelder die Katar mit dem Iran teilt.

 

Es könnte so aussehen als wäre Katar keine so große Bedrohung für Saudi Arabien, schließlich ist es – im Gegensatz zum Iran – ein weiteres salafistisches Land. Aber in Wahrheit ist genau das Teil des Problems: in den letzten Jahrzehnten sind die Kataris zu der Überzeugung gekommen, dass ihnen ihr neuer Reichtum Mittel verleiht, die in völligem Gegensatz zu ihrer Größe stehen. Sie haben nicht nur das einflussreichste Medienimperium im Nahen Osten geschaffen, Al Jazeera, sondern sie haben sich sogar auf eine Außenpolitik eingelassen, die sie zu Schlüsselfiguren bei den Krisen in Libyen, Ägypten und Syrien gemacht haben. Und ja, Katar wurde zu einem Hauptunterstützer des Terrorismus, aber das sind die USA, Saudi Arabien und Israel auch. Das ist also nur ein schaler Vorwand. Das wahre katarische „Verbrechen“ war dass sie, aus rein pragmatischen Gründen, nicht auf den massiven anti-iranischen Feldzug aufgesprungen sind, der der Region durch Saudi Arabien und Israel auferlegt wurde. Im Gegensatz zu der langen Liste jener Länder, die ihre Unterstützung für die saudische Position erklären mussten, hatten die Kataris die Mittel um einfach „Nein“ zu sagen und ihren eigenen Weg zu gehen.

 

Worauf die Saudis nun hoffen ist, dass Katar den Drohungen nachgibt und dass die saudisch geführte Koalition obsiegt, ohne einen „heißen“ Krieg mit Katar. Wie wahrscheinlich ein solches Ergebnis ist, das bleibt fraglich, aber ich persönlich bezweifle das (mehr dazu später).

 

Wo stehen die Russen in dem Ganzen?

 

Die Russen und die Kataris hatten schon viele Meinungsverschiedenheiten, besonders zu Syrien und Libyen, wo Katar eine extrem giftige Rolle als Hauptfinanzier der verschiedenen takfirischen Terrorgruppen gespielt hat. Dazu ist Katar Russlands größter Konkurrent auf vielen LNG-Märkten (Flüssiggas). Es gab auch andere Krisen zwischen den beiden Ländern, unter anderem die angebliche russische Ermordung des tschetschenischen Terroristenanführers Zelimkham Yandarbiyev und die anschließende Folter und Verurteilung zweier russischer Botschaftsangehöriger, die der Beteiligung an der Ermordung beschuldigt wurden (sie wurden zu lebenslänglich verurteilt und schließlich nach Russland zurückgeschickt). Dennoch sind die Russen und die Kataris sehr pragmatische Menschen und die zwei Länder halten im Großen und Ganzen aufrichtige, wenn auch vorsichtige, Beziehungen, die sogar einige gemeinsame wirtschaftliche Programme unterhalten.

 

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Russland direkt in diese Krise eingreifen wird, außer natürlich der Iran wird direkt angegriffen. Die gute Nachricht ist, dass so ein direkter Angriff unwahrscheinlich ist, da keiner der Drei Schurkenstaaten wirklich den Mumm hat sich mit dem Iran (und der Hisbollah) anzulegen. Was Russland tun wird: seine sanfte Macht einsetzen, politisch und wirtschaftlich, um langsam zu versuchen Katar in den russischen Orbit zu ziehen, gemäß der halb-offiziellen Strategie des russischen Außenministeriums, die lautet: „Feinde in Neutrale verwandeln, Neutrale in Freunde und Freunde in Alliierte.“ Genauso wie mit der Türkei werden die Russen gerne helfen, vor allem seit sie wissen, dass diese Hilfe ihnen sehr wertvollen Einfluss in der Region bescheren wird.

 

Das wahre Ziel des Ganzen: der Iran

 

Die Iraner sagen jetzt offen, dass der jüngste terroristische Angriff in Teheran von Saudi Arabien angeordnet wurde. Technisch gesehen bedeutet das, dass sich der Iran jetzt im Krieg befindet. In Wahrheit handelt der Iran, als die wahre örtliche Supermacht, natürlich besonnen und zurückhaltend: die Iraner verstehen voll und ganz, dass dieser jüngste Terrorangriff ein Zeichen der Schwäche ist, wenn nicht der Verzweiflung, und dass die beste Reaktion ist so zu handeln wie die Russen nach der Bombe in St. Petersburg: konzentriert, ruhig und fest zu bleiben. Genauso wie die Russen haben die Iraner jetzt angeboten, Nahrungsmittel nach Katar zu senden, aber es ist unwahrscheinlich, dass sie militärisch einschreiten, es sei denn die Saudis drehen komplett durch. Und nachdem bald türkische Streitkräfte in Katar stationiert sein werden, haben die Iraner keinen Grund militärisch Stärke zu zeigen. Ich möchte behaupten, dass die einfache Tatsache, dass weder die USA noch Israel seit 1988 (seit dem Abschuss der Iran Air 655 durch die US Navy) gewagt haben den Iran direkt anzugreifen, der beste Beweis für die wahre iranische Militärmacht ist.

 

Wohin bewegen wir uns?

 

Das ist wirklich unmöglich vorauszusagen, vor allem weil man die Handlungen der Drei Schurkenstaaten kaum als „rational“ beschreiben kann. Dennoch ist mein persönliches Gefühl – vorausgesetzt keiner dreht durch – dass Katar obsiegen wird und dass der jüngste saudische Versuch, zu beweisen wie stark das Königreich immer noch ist, scheitern wird, genauso wie die vorangegangenen Versuche (Bahrain 2011, Syrien 2012 oder Jemen 2015). Auch die Zeit spielt nicht für die Saudis. Was die Kataris anbelangt, sie haben bereits deutlich gemacht, dass sie nicht kapitulieren werden und dass sie kämpfen werden. Die Saudis haben bereits die empörende Entscheidung getroffen, einem benachbarten moslemischen Land während des heiligen Monats Ramadan eine Blockade aufzuerlegen. Werden sie jetzt tatsächlich weiter eskalieren und während dieses Monats eine Aggression gegen ein benachbartes moslemisches Land begehen? Vielleicht, aber es ist schwer zu glauben, dass selbst sie so ignorant gegenüber der öffentlichen moslemischen Meinung sind. Aber wenn sie es nicht tun, dann wird ihre Operation viel an Schwung verlieren, während die Kataris Zeit gewinnen, um sich politisch, wirtschaftlich, sozial und militärisch darauf vorzubereiten. Katar mag klein sein und die Kataris sind nicht besonders zahlreich, aber ihre prall gefüllten Taschen erlauben es ihnen, schnell jede Menge an bereitwilligen Lieferanten und Dienstleistern anzuwerben um ihnen zu helfen. In diesem Fall werden die berühmten „Marktkräfte“ zugunsten von Katar arbeiten.

 

Der katarische Außenminister wird Samstag in Moskau erwartet (10.Juni) und es ist offensichtlich worum sich die Gespräche drehen werden: Russland wird zwar nicht sein ganzes politisches Gewicht zur Unterstützung der Kataris in die Waagschale werfen, aber der Kreml könnte sich als Vermittler zwischen KSA und Katar anbieten. Wenn das passiert, dann wäre das höchst ironisch: das Ergebnis der saudisch-israelisch-amerikanischen Operation wird Russland zu einem noch einflussreicheren Spieler in der Region machen. Was Katar anbelangt, so könnte man das Ergebnis der Krise mit einem Nietzsche-Zitat zusammenfassen: „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.“

 

Schlussfolgerung

 

Ich sehe diese jüngste Krise als einen weiteren verzweifelten Versuch der drei Schurkenstaaten, um zu beweisen, dass sie immer noch die schwersten und gemeinsten Jungs im Viertel sind. Und so wie die vorangegangenen Versuche denke ich wird auch dieser scheitern. Zum Beispiel sehe ich nicht, dass die Kataris al-Jazeera schließen werden, eine ihrer mächtigsten „Waffen“. Ich sehe auch nicht, dass sie die diplomatischen Beziehungen zum Iran komplett abbrechen werden, denn die beiden Länder sind siamesische Zwillinge was das gigantische Erdgasfeld South Pars anbelangt. Der enorme Reichtum der Kataris bedeutet auch, dass sie weltweit mächtige Unterstützer besitzen, die in diesem Moment, während ich hier schreibe, Telefonate mit einflussreichen Menschen machen und ihnen mit klaren Worten zu verstehen geben, dass man sich mit Katar besser nicht anlegt.

 

Wenn überhaupt, dann wird diese Krise nur dazu dienen, Katar weiter in die herzliche Umarmung anderer Länder zu treiben, inkl. Russland und Iran, und es wird die Saudis weiter schwächen.

 

Die Drei Schurkenstaaten haben alle ein gemeinsames Problem: ihre militärischen Fähigkeiten zum Drohen, Einschüchtern oder Bestrafen sinken rapide und immer weniger Länder fürchten sie. Ihr größter Fehler: Anstatt ihre Politik den neuen Gegebenheiten anzupassen, entscheiden sie sich immer wieder zur Eskalation, auch wenn sie jedes Mal scheitern. Was sie noch schwächer aussehen lässt und ihre ursprüngliche Zwangslage nur noch verschlimmert. Das ist eine sehr gefährliche Abwärtsspirale und dennoch sind die Drei Schurkenstaaten anscheinend nicht in der Lage eine andere Politik zu entwickeln.

 

Ich möchte diesen Artikel mit einem Vergleich der Präsidenten Trump und Putin beenden, was die beiden dieser Tage tun. Denn ich finde diesen Vergleich hoch symbolisch für die neue Zeit in der wir leben.:

 

Trump hat, nachdem er ein paar „Gerätschaften“ (Allrad-Fahrzeuge mit Mgs) und Lkws bombardiert hatte, getwittert, dass Comey eine Lügner und Geheimnisverräter sei.

 

Putin hat beim letzten Treffen der Shanghai Cooperation Organization (SCO) teilgenommen, dort wurden Pakistan und Indien als Vollmitglieder aufgenommen. Die SCO repräsentiert jetzt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung und ein Viertel des Welt-BIPs. Man kann sie als „die anderen G8“ betrachten, oder die „G8 mit Bedeutung“.

 

Ich meine dass dieser kurze Vergleich der Agenden wirklich alles sagt.

 

Update1: Außenminister Rex Tillerson hat den Saudis jetzt gesagt, sie sollen sich „beruhigen“. Der saudisch.israelische Plan beginnt zu zerbröseln.


http://kunstler.com/clusterfuck-nation/moby-trump/

 

21. Moby Trump

 

von Jim Kunstler. 09.06.2017

 

 

Letzten Frühling schoss er in den Rossbreiten des Großen Politischen Ozeans hoch und hat mit seiner mächtigen Flosse sämtliche kleineren Wale getötet. Aber jetzt hat die Demokraten- Pequod mit ihrer diversen und inklusiven Mannschaft geschworen, ihn ans Ende der Welt zu verfolgen, bis er schwarzes Blut spuckt und tot auf dem Rücken liegt. Da, Moby Trump! Macht die Augen auf, Männer! (und Frauen, und intersektionale, nicht binäre Wesen!) Seht Ihr die Bitcoin, die da drüben an den Mast genagelt ist? Derjenige bekommt sie, der mir diesen weiße Privilegien-Wal erspäht!

 

Und wer ist in dieser Geschichte der Ahab? Natürlich die New York Times, wer sonst. So groß ist ihre fromme Besessenheit von der kosmischen Boshaftigkeit des Moby Trump, der bei der letzten Fahrt der Pequod Ahabs Schenkel – liebevoll Hillary genannt – abgerissen hat. Mit Jim Comey als Starbuck, dem stets aufrichtigen Quäker-Jungen, kaltblütig, unnahbar, in Rechtschaffenheit gereift, aber tödlich mit seiner Harpune.

 

Und so entwickelt sich auf C-Span die große Amerikanische Tragödie.

 

Vergesst nicht, dass in der Originalgeschichte, geschrieben von dem Versager Herman Melville (der nie einen Pfennig verdiente), der weiße Wal mit einem letzten verzweifelten Aufbäumen aus Rache die Pequod versenkte, während Ahab sich in den eigenen Harpunenseilen verhedderte und auf dem Rücken seines unergründlichen Jagdobjekts ertrank. Und ich allein kann Euch davon erzählen...

 

So viel zu den seltsamen literarischen Einfällen – Kompliment an Bob Dylan, dass er uns daran erinnert, wie viel uns der Weiße Wal bedeuten sollte:

 

Bob Dylan – Nobel Lecture, 04.06.2017   (Anm.d.Ü.: unbedingt anhören! 27 lohnende Minuten)

https://www.nobelprize.org/nobel_prizes/literature/laureates/2016/dylan-lecture.html

(Anm.d.Ü.: siehe auch meine Übersetzung)

 

Doch in diesem öden und kitschigen Zeitalter von inhaltslosem Kardashian-Schund sind tatsächlich kosmische Geschichten verborgen, so wie diese Saga von Moby Trump eine Tragödie ist, die die Republik wahrscheinlich gar nicht mit ansehen kann: nämlich wie wir uns selbst zerstören.

 

Die Frage ist, was wird von der amerikanischen Politik noch übrig sein, wenn der mächtige Trump erst einmal harpuniert, gehäutet und auf seine wertvollen Öle eingekocht ist? Ein großes und böses Vakuum, sage ich voraus, etwas in der Art von Melvilles legendenumwobenem Norwegischen Malstrom. Und darin wird alles und jeder im Tiefen Staat als hohl und geisterhaft enthüllt werden, bloße Wiedergänger unserer geliebten Institutionen, einschließlich des Rechtsstaats.

 

Ein Amtsenthebungsverfahren ist etwas, das etwas über und außerhalb des Gesetzes schwebt. So wie es ist, gründet es auf der vagen Vermutung von Hochverbrechen und Fehlverhalten – was für Parteien, die dermaßen entschlossen sind es anzuwenden, wirklich alles bedeuten kann. Der tölpelhafte Trump hegte die Hoffnung, dass eine zwielichtige FBI-Untersuchung gegen General Flynn wegen dessen Unterhaltung mit dem russischen Botschafter (was, er hat mit dem Gesandten eines fremden Landes geredet?) zur Seite gelegt werden könnte. Nun, das könnte ausreichen, so meint Jeffrey Toobin von CNN, dem juristischen Lautsprecher des „Widerstands“.

 

Ich gestehe, dass ich nie geglaubt habe, dass Mr. Trump – oder den Goldenen Groß-Golem, wie ich ihn gerne nenne, – ein Pferd ist, das die Ziellinie nie erreicht. Nach der Wahl habe ich vorhergesagt, dass er innerhalb von ein paar Monaten mit aller Gewalt aus dem Amt entfernt wird. Ich gehöre zwar nicht zu seinen Kontrahenten, aber ich halte ihn nicht geeignet für den Job, den er in einer entwürdigenden Wahl gegen eine widerliche Gegenkandidatin gewann. Es scheint als wüsste er einfach nicht was er tut, und das ist angesichts der momentanen Geschichte furchteinflößend. Wenn die Nation am Rande eines finanziellen Riesenschlamassel steht, das den Untergang des Römischen Imperiums wie einen kleinen Geschäftsbankrott aussehen lassen wird. Und das anscheinend unbemerkt von den Lieferanten der „Nachrichten“ und den unzähligen Faktoten in der Regierung – von den madenähnlichen Agenturschreiberlingen über die sich gegenseitig putzenden wichtigen Ochsenfrösche (Poobahs) im Kongress bis zu den Pläne schmiedenden, technokratischen Overlords der Intel-Matrix.

 

Und währenddessen könnt ihr dabei zusehen, wie eine giftige politische Flutwelle die Fundamente eines zweihundertjährigen Experiments in ziviler Ordnung hinwegfegt. In sechs Monaten wird niemand irgendjemandem oder irgend etwas vertrauen. Und wir könnten leicht erleben, dass in der tosenden und wütenden Konfusion heftig aufeinander eingeprügelt wird, etwas worauf wir uns so freudig eingelassen haben.

 

 

 

Anm.d.Ü.: Da mag man sich gar nicht ausmalen, was das Imperium in seiner „tosenden und wütenden Konfusion“ zur Ablenkung im Ausland anstellt.


http://www.paulcraigroberts.org/2017/06/08/the-american-catastrophe/

 

22. Die amerikanische Katastrophe

 

von Paul Craig Roberts, 08.06.2017

 

 

Dies ist mein vierteljährlicher Aufruf um finanzielle Unterstützung. Denkt daran, dies ist eure Webseite.

 

Diese Webseite wurde vor fünf Jahren und vier Monaten an Silvester 2011 gestartet. Hier der Eröffnungsartikel „Der Ausblick auf das neue Jahr“:

http://www.paulcraigroberts.org/2011/12/31/the-outlook-for-the-new-year/

 

Der Eröffnungsartikel ist immer noch eine akkurate Beschreibung der amerikanischen Katastrophe.

 

Laut AWeber (der Dienst, der die Ankündigung neuer Artikel verschickt) wurden in den fünf Jahren und vier Monaten 1.840 Ankündigungen neuer Artikel verschickt. Das macht 345 pro Jahr, also praktisch jeden Tag.

 

Das ist viel Arbeit. Es erklärt auch, warum ich nicht auf all die vielen Anfragen antworten kann, Bücher zu lesen und zu kommentieren, Artikel, USB-Sticks und Lösungen für Probleme die ihr mir zuschickt. Oder Ratschläge zu geben, als Aktivist oder Redner an Veranstaltungen teilzunehmen, oder jede Bitte um ein Interview anzunehmen. Ich kann für euch schreiben, oder ich könnte mich als finanzieller Berater betätigen, oder als Herausgeber und Literaturagent. Oder ich könnte auf Rednertournee gehen. Aber ich kann nicht alles gleichzeitig machen.

 

In den Vereinigten Staaten, ja allgemein in der westlichen Welt, sind jene Teile des Rechtsstaats eingestürzt, die die Freiheit geschützt haben. Diese Geschichte habe ich schon oft erzählt, genauso wie John Whitehead, hier ein Beispiel:

http://www.paulcraigroberts.org/2017/06/07/think-free-american-constitutional-protections-read/

 

Wie Larry Stratton und ich in unserem Buch „The Tyranny of Good Intentions“ (Die Tyrannei der guten Absichten) dokumentiert haben: Die Veränderung der Gesetze als Schild des Volkes zu einer Waffe in den Händen der Regierung begann mit der Jagd auf die Teufel, etwa die Gangster, Drogenhändler, Kinderschänder und die Terroristen. Die schützenden Klauseln in den Gesetzen wurden niedergemäht, um jene leichter zu verurteilen die man auf dem Kieker hat. Die Jagd auf die Teufel wurde von der linken Identitätspolitik um die Erfindung der Hassrede, des Hassverbrechens und des Gedankenverbrechens erweitert. Wie Gilad Atzmon in seinem kürzlich erschienenen Buch Being in Time schreibt: „Die Freiheit, laut zu denken und sich offen zu äußern, ist eindeutig nichts weiter als ein nostalgischer Gedanke.“

 

Viele Amerikaner, wahrscheinlich die meisten von ihnen, verwechseln noch immer den Patriotismus mit der Unterstützung für die Regierung. Zumindest auf dem Feld der „Nationalen Sicherheit“, und nicht bei der Verteidigung der US-Verfassung. Die Liberalen und der linke Flügel sind hauptsächlich damit beschäftigt, für „Opfergruppen“ (die von der Identitätspolitik definiert werden) neue Rechte in der Verfassung zu verankern. Diese neuen Rechte/Gesetze legen natürlich jene Rechte lahm, wie sie in der „Bill of Rights“ garantiert werden, die als Verfassungszusätze (Amendments) in die Verfassung aufgenommen wurden. Beispielsweise setzt das Recht einer bevorzugten Minderheit, nicht beleidigt zu werden, die Meinungsfreiheit außer Kraft. Während die Regierung Habeas Corpus (unverzügliche Haftprüfung, mehrtägiger Freiheitsentzug nur mit richterlichem Erlass) und rechtsstaatliche Verfahren zerstört hat, hat der linke Flügel die Meinungsfreiheit zerstört. Beide zusammen haben uns den Polizeistaat beschert.

 

Die Rechenschaftspflicht der US-Regierung ging ebenfalls an mächtige private Interessen verloren. Dazu sagte der ehemalige CIA-Mitarbeiter John Stockwell: „Aufgabe der CIA ist es, die Welt instabil zu halten und dem amerikanischen Volk einzutrichtern und beizubringen wie man hasst, damit wir dem Establishment erlauben können, beliebig viel Geld für Waffen auszugeben.“

 

Stockwell kündigte wegen seiner Bedenken über die Methoden und Ergebnisse der geheimen CIA-Kriege, nachdem er Washingtons trügerische Beteiligung am angolanischen Krieg managte und im Kongo und in Vietnam als paramilitärischer CIA-Mitarbeiter diente und mit der Verdienstmedaille der CIA (Intelligence Medal of Merit) ausgezeichnet wurde. Er schrieb das Buch In Search of Enemies (auf der Suche nach Feinden) und erschien im Fernsehprogramm 60 Minutes, wo er enthüllte, dass CIA-Direktor William Colby und der Nationale Sicherheitsberater Henry Kissinger den Kongress systematisch über die Geheimoperationen der CIA in die Irre geführt haben. Die CIA rächte sich mit einem Rechtsstreit, der Stockwell in den Bankrott getrieben hat, dann ließen sie die Klage fallen.

 

Stockwell kam mit einem blauen Auge davon, vergleicht man es mit späteren Whistleblowern wie John Kiriakou (Warnung! Der deutsche „Schnellbildung“-Eintrag ist purer Orwell!), der ins Gefängnis gehen musste, weil er die Wahrheit sagte, trotz der Gesetze zum Schutz von Whistleblowern. Ein weiterer Hinweis darauf, dass Amerika von der Macht und nicht vom Gesetz regiert wird. Die Gleichgültigkeit der juristischen Fakultäten, der Rechtsanwaltskammern, der Bundesgerichte, des Kongresses und der amerikanischen Bevölkerung gegenüber den Polizeistaat-Praktiken, die heute die US-Regierung charakterisieren, das ist der Beweis dafür, dass in den Vereinigten Staaten keine Freiheit mehr gibt.

 

Trotz der massiven Beweise können viele, wahrscheinlich die meisten Amerikaner immer noch nicht glauben, dass ihre Regierung absichtlich etwas Falsches tun könnte. Ja, es passieren Fehler, aber muss man da gleich das Kind mit der Wanne ausschütten?

 

Diese gleichgültige Haltung, die die amerikanische Bevölkerung definiert, erklärt, warum die Amerikaner Wissenschaftler, Experten und Verkünder der Wahrheit lieber als „Verschwörungstheoretiker“ abtun als zu akzeptieren, dass ihre Regierung an False Flag-Attacken Schuld hat.

 

Die leichtgläubige und naive Bevölkerung hält an diesem absurden Glauben fest, obwohl Operation Gladio, Operation Northwoods, der gefälschte Zwischenfall im Golf von Tonkin und so weiter vollständig dokumentiert sind. Eine der frustrierendsten Erfahrungen ist, wenn Amerikaner sagen: „Wenn es eine Verschwörung wäre, dann hätte jemand geredet:“ Aber ja, sie reden, aber das hat keinerlei Wirkung.

 

Beispielsweise ist Israels Angriff auf die USS Liberty vor genau 50 Jahren, bei dem 35 amerikanische Matrosen ums Leben kamen und 174 verwundet wurden, immer noch eine offizielle Verschlusssache, trotz der kompletten und vollständigen Aufdeckung durch Admiral Tom Moorer, den Vorsitzenden der Stabschefs, Konteradmiral Merlin Staring, der Generalrichter der US Navy, James Akins, dem Botschafter in Saudi Arabien, General Ray Davis, dem Co-Kommandanten der US Marines, Hauptmann Ward Boston, einer der Marine-Offiziere, dem die Verschleierung angeordnet wurde und von jedem überlebenden Besatzungsmitglied der USS Liberty. Und gemäß Zeugenaussagen israelischer Piloten, die in den Angriff auf die USS Liberty involviert waren. All das Gesagte hat keine Auswirkungen auf die offizielle Verschleierung, die immer noch das gültige Wort ist.

 

Das gleiche gilt für die Ermordungen von John F. Kennedy und Robert Kennedy. Die Beweise von Augenzeugen, Filmen, Autopsien und Expertenaussagen sind schlüssig, dass die Ermordungen von JFK und RFK Verschwörungen waren.

 

Was 9/11 anbelangt: Mehr als 100 Ersthelfer (Feuerwehr und Polizei) und Wartungspersonal des WTC, die in den Zwillingstürmen waren, haben bezeugt, dass sie vielfache Explosionen innerhalb der Gebäude hörten und spürten, bevor sie gerade noch mit ihrem Leben davonkamen. Wartungspersonal hat bezeugt, dass die ersten Explosionen in den Untergeschossen stattfanden, bevor die Flugzeuge die Türme getroffen haben. Sprengmeister haben bezeugt, dass die Gebäude ohne Zweifel mit kontrollierten Sprengungen zu Fall gebracht wurden. 3.000 Architekten und Ingenieure haben gesagt, dass die offizielle Geschichte nicht möglich ist. Unabhängige Wissenschaftler haben ihre Resultate veröffentlicht, dass in den Rückständen der Türme reagiertes und nicht reagiertes Nanothermit enthalten war. Aber dieses ganze Gerede hatte keine Auswirkungen auf die offizielle Verdunkelung. Die Experten werden als „Verschwörungstheoretiker“ abgelehnt, ein Begriff, den die CIA in den politischen Diskurs eingeführt hat um jene zu verleumden, die die Verdunkelung über die Ermordung von Präsident Kennedy aufgedeckt haben.

 

Jedes Mal wenn ich jemanden sagen höre „Jemand hätte doch geredet“, wo doch in Wahrheit Unzählige geredet haben, dann rutscht die Hoffnung für mein Land weiter nach unten. Wenn ihr wollt, dass ich weiter die Sorglosigkeit und Unwissenheit konfrontiere, die uns in ein Desaster führen, dann müsst ihr diese Seite unterstützen.

 

Die übrig gebliebene Kräfte für das Gute haben anscheinend eine Anhörung im Repräsentantenhaus am 14. Juni arrangiert, zur Wiedereinsetzung des Glass-Steagall-Acts (Anm.d.Ü.: Clinton war der Verbrecher), dessen Abschaffung 2007-2008 die Finanzkrise verursacht hat, die durch die US-Steuerzahler und die Federal Reserve gerettet werden musste und im Grunde die Wirtschaft Amerikas zu einer Wasserleiche gemacht hat, wenn auch aufgehübscht mit gefälschten Arbeitsmarkt- und Arbeitslosenberichten. Möglicherweise werde ich eine schriftliche Stellungnahme für die Kongressanhörung abgeben. Das wäre meine 31. Aussage vor dem Kongress, eine ziemliche Leistung für eine Person, die gemäß der mysteriösen Webseite PropOrNot ein „russischer Agent“ ist.

 

Wenn ich in der Zeit hier nicht so viel poste, dann wisst ihr dass ich an meiner Aussage arbeite. Unterstützt in der Zwischenzeit diese Seite. Wenn man im heutigen Amerika die Wahrheit ausspricht, dann ist das der sicherste Weg um einen Rufmord zu erleben. Ich verbrauche mein Leben in einem ständigen Konflikt mit der Macht, die nach meiner Einschätzung vielleicht sogar mächtiger als die Feder ist.

 

Anm.d.Ü.: Ein ausgezeichneter Videobeitrag (26 min.) von „HowISee TheWorld“ zur USS Liberty und den Staatsterroristen (auch McCain kommt vor, und auch sein Vater)

 

https://www.youtube.com/watch?v=f0udKoaHR9g

 

Must See!!


http://www.globalresearch.ca/london-manchester-paris-et-al-state-sponsored-terror-again-and-again/5593545

 

23. London, Manchester, Paris usw. – Staatlich gesponserter Terror, immer wieder?

 

Von Peter König, 06.06.2017

 

 

Und wieder einmal sind die drei angeblichen Attentäter, wie bei den vorangegangenen Anschlägen, praktischerweise von der Polizei erschossen worden. Tote können nicht reden. Das gleiche Muster, immer wieder.

 

In Manchester, in London, Paris, Nizza, Brüssel, Berlin, München, Stockholm, Orlando, San Bernadino – wo auch immer sie zuschlagen, werden die angeblichen Schuldigen getötet. Und praktischerweise hinterlassen sie für gewöhnlich ihre Ausweispapiere. Tote Terroristen können nicht aussagen. Sie können die Erzählweise der Polizei und der Behörden nicht bestätigen. Diese Geschichten werden ohne zu hinterfragen zur Wahrheit.

 

Übrigens, hat schon mal jemand einen dieser toten Terroristen gesehen? Irgend jemand, ich meine außer der Polizei? Jemand neutraler, glaubwürdiger? – Oder werden diese toten Terroristen vielleicht erfunden, um die wahren Schuldigen hinter diesen entsetzlichen Verbrechen an der Gesellschaft zu verstecken? – Schreckliche Verbrechen am eigenen Volk einer Regierung, mit nur einem Zweck – überall auf der Welt mittels militärischer, finanzieller und propagandistischer Aggression Kriege weiterzuführen und anzuzetteln. Um zu erreichen, was Washingtons Bibel, PNAC (Project for the New American Century), als das endgültige Ziel vorgibt: Full Spectrum Dominance?

 

Wir sind fast soweit. Wenn wir nicht aufpassen und bald aufwachen, die Neue Weltordnung (NWO) hackt bereits auf uns herum, sie wird uns bei lebendigem Leib verschlingen, so wie eine Python ein Okapi verschlingt.

 

Solche Staatsverbrechen, wie jüngst die Morde in Manchester und London, und alle anderen zuvor, sollten vor den höchsten Gerichten, a la Nürnberg, abgeurteilt werden. Heute ist so etwas unmöglich. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag ist kein unabhängiger Gerichtshof mehr. Seit langem schon wird er von Washington und Brüssel und von jenen blutigen Fingern dirigiert, die die Fäden in diesen kranken Machtzellen ziehen. Gerechtigkeit ist nicht mehr das Recht der westlichen Bürger. Das Recht wurde außer Kraft gesetzt, gekauft und durch Macht und Drohungen übernommen. Gerechtigkeit ist zu einem Hirngespinst geworden. Sie hat das selbe Schicksal erlitten wie schon vor Jahrzehnten die Demokratie. Aber eine ahnungslose Bevölkerung, besoffen von der Propaganda, fantasiert noch immer von Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit.

 

London und Manchester sind geplante, staatlich gesponserte Terrorakte um verschiedene Ziele zu erreichen. Die konservative Theresa May muss am 8. Juni die Wahlen gegen den Labour-Führer Jeremy Corbyn gewinnen, der selbst nach dem zweckdienlichen Staatsverbrechen in Manchester nicht an Beliebtheit verloren hat. Im Gegenteil, es ist zu einem Kopf an Kopf Rennen geworden. Er ist in der Tat zu einem großes Risiko für die tiefe, finstere, zionistisch-freimaurerische Elite geworden, die die Welt in eine Neue Weltordnung manipuliert.

 

Diese staatlich gesponserten Attacken sind auch ein Gladio 2.0 auf vollen Touren; sie enthaupten eine neu aufsteigende europäische Linke, die Corbyn in UK und womöglich Melonchon in Frankreich und auf dem „Kontinent“ anführen könnten. Corbyns Wahlkampf ruft offen zu einer Rückkehr zu sozialer Gerechtigkeit auf, zu sozialer Krankenversorgung, einschließlich Altenpflege, einem reformierten und kostenfreien Bildungssystem und nicht zuletzt zu einer Rückkehr jener Arbeiterrechte, die in vielen Jahren durch neoliberale und Tory-Führer schwer dezimiert worden sind.

 

Im Gegensatz dazu ruft das Wahlprogramm von Theresa May, das nur wenige Tage vor dem Schrecken in Manchester verkündet wurde, nach neuen und extrem unpopulären Sozialeinschnitten – etwa dass Ältere, die Pflege brauchen, erst ihr Erspartes ausgeben müssen bevor der Staat für die Kosten ihrer Pflege einspringt. Man will sie erst in die Armut stürzen und erst dann hilft man ihnen, einen allmählichen Tod im Elend zu überleben. Dieses Wahl-“Versprechen“, das sie dann doch zurückzog, war ein Fehler, der Madame May viel Unterstützung kostete, die sich auf die Seite ihres sozialistischen Gegners Jeremy Corbyn geschlagen haben, auch wenn sie ihn nicht besonders mögen.

 

Als Theresa May im April 2017 die vorgezogenen Neuwahlen ankündigte, da hat sie die Welt überrascht. Damals dachte sie, sie weiß was sie tut. Sie hatte und hat eine Parlamentsmehrheit von nur 17 Sitzen, aber einen riesigen 24-Punkte Vorsprung vor ihrem Konkurrenten Corbyn. Sie hoffte darauf, ihren Vorsprung auf 50 bis 100 Sitze zu erhöhen, damit sie auf ihre Weise ohne Mühen BREXIT, die unpopulären Sozialeinschnitte und die Militarisierung durchdrücken kann.

 

Aber Corbyns entspannte, zurückgenommen Art, mit der er für mehr soziale Gefälligkeit und Souveränität der Briten warb, das hat ihn rasch zu einem ernsten Herausforderer für Premierministerin May werden lassen. Und deshalb war es an der Zeit für eine inszenierte ISIS Terrorattacke, wie in Manchester, mit dem üblichen zurückgelassenen Ausweis für alle Zweifler. Das sollte das Schlimmste verhindern, nämlich einen Corbyn-Sieg. Eine Wahlverschiebung wäre noch schlechter gewesen, denn mit jedem Tag würde Corbyn mehr Boden gutmachen.

 

Mit einem allerletzten Rettungsversuch, einem schnell organisierten Amoklauf in London, sollte Mays Wahl gesichert werden. Wird es das tun? – Auf den ersten Blick sieht es so aus, als würden sich die Briten nicht so leicht überzeugen lassen. Vielleicht riechen auch sie langsam den Braten. Zwei aufeinander folgende Terrorattacken, ein Massensterben kurz vor den Wahlen, beide angeblich auf das Konto des Islamischen Staates (IS) und ausgeführt von Islamisten, die nach dem eigenen Eingeständnis von MI5, Scotland Yard und Frau May den Behörden bekannt waren – wer würde diese Schmierenkomödie nicht durchschauen?

 

Ein sozialistischer UK-Führer könnte nicht nur auf dem Schiff der finanzielle Oligarchen für Unruhe sorgen, den Rothschild-Rockefeller-Clans, den Paten der Bank of England (britische Zentralbank), jenen, die 1913 die US-Zentralbank als eine private Institution (die Federal Reserve Bank, FED) erfunden und eingeführt haben, aus dem der betrügerische Dollar entsprungen ist, eine ungedeckte, stellvertretende Weltwährung und später als Ableger der ebenfalls ungedeckte, falsche und trügerische Euro. Der US-Dollar flutet die Welt mit unzähligen Hunderten von Billionen, dank der ungesetzlichen Deals Anfang der 1970er mit den Anführern der OPEC, den Saudis, dass alle Energiereserven in US-Dollar gehandelt werden müssen.

 

Damit wurde der US-Dollar einfach so (ohne irgendein schriftliches Abkommen) zur Weltleitwährung und hat dadurch ganze Kontinente, Länder, Gesellschaften und Völker übernommen. Und durch illegale Schulden, auch „odious debt“ genannt, und durch eine widerliche, nicht nachhaltige Ausbeutung nicht nachwachsender Rohstoffe, sogar Mutter Erde selbst. Während es stetig an Schlagkraft verliert, bewegt sich dieses Monster des legalisierten Betrugs immer schneller auf eine totale finanzielle Herrschaft der Welt (durch die westliche Elite) zu.

 

Aber der Weg der Täuschung, auf dem sich das westliche Währungssystem bewegt, löst sich zunehmend auf. Aus diesem Grund ist staatlich gesponserter Terrorismus, die Verbreitung von Furcht, die Förderung faschistischer Regierungen mit einer faschistischen Wirtschaft – gemäß den selbsternannten Herrschern – schon das Opfer von ein paar unserer Bürger wert, um die abscheuliche westliche Irrfahrt zu verlängern.

 

Sollte Corbyn gewinnen, so könnte er diesem Rad der Zerstörung Sand ins Getriebe steuern, der nicht in Frage gestellten Bombardierung des Nahen Ostens Einhalt gebieten, die Militarisierung Britanniens und in Folge Europas beenden. Und er könnte die Zusammenarbeit Londons mit Frankreichs Rothschild-Präsidenten Macron neu bewerten, dessen neoliberale Politik der Todesstoß für ein souveränes Europa und für souveräne Staaten ist.

 

Sollte Corbyn gewinnen – wahrscheinlich ein größeres Wunder (vor allem bei all der aktuellen Wählermanipulation und Betrügerei, die die westlichen Mächte seit Dekaden praktizieren) – dann könnte er genug europäische Beliebtheit erreichen um die Wahlen in Deutschland im September zu stören, die bereits auf einen vierten „Sieg“ von Frau Merkel zusteuern. Deutschland beherbergt eines der größten und modernsten Militärlager Europas, wo deutsche und NATO-Truppen bald mit dem Training für den Häuserkampf in europäischen Städten beginnen – d.h. europäische Bürger zu bekämpfen, die gegen ein neofaschistisches wirtschaftliches Gemetzel a la Griechenland protestieren.

 

(„Deutschland und Europa bereiten sich auf eine faschistische Repression in Europa vor“)

http://thesaker.is/germany-and-nato-preparing-for-a-fascist-repression-in-europe/

 

Dieses typische, finanziell räuberische Vorgehen der Bankster-Oligarchen wird wahrscheinlich auch anderen europäischen Ländern auferlegt, bei denen man noch Billionen an staatlichem Vermögen rauben kann. Betrachtet Griechenland einfach als einen Trainingsplatz.

 

Das ist eindeutig das, was Emmanuel Macron mit einem teuflischen Lächeln ankündigte, als er über eine größere „europäische Integration“ und „Sicherheit“ als seine Hauptprioritäten sprach. Er wurde von der Finanzmafia trainiert um eine rasche Privatisierung der Staatsvermögen durchzusetzen. Und von der NATO, um sicherzustellen, dass ein militarisiertes Europa keine sozialen Proteste gegen die harten Maßnahmen zulässt, gegen die „soziale Enthauptung“ die Europa droht. Mit einer solchen Geschwindigkeit, dass der Durchschnittsbürger den Raubzug gar nicht mitbekommt – bis es zu spät ist. So etwas nennt man wirtschaftlichen Faschismus. Die Rechte der Bürger auf soziale Leistungen zu unterdrücken, die mit Generationen-langer harter Arbeit erwirtschaftet wurden, für ein Europa ohne Krieg, darauf zielen die Herrscher des Universums ab.

 

Ein Europa nicht für Frieden sondern Krieg – Krieg mit dem Osten – dem Osten, wo die Zukunft der Welt liegt – gefördert und provoziert vom Westen. Als eine Allegorie auf Leonard Cohen: „First we take Moscow, then we take Beijing“. Das ist zumindest „ihr“ Traum. Und auf dem Weg dorthin wird zerstört, was von Europa nach dem dritten Mal in Hundert Jahren noch übrig ist. Die tiefen, finsteren Illuminaten-Meister ziehen ihre Strippen aus sicheren Häfen rund um den Globus. Aber das Imperium von Wall Street und die Massenvernichtungswaffen und ihr Sumpf des korrupten Washington soll verschont bleiben. Wird es das?

 

Und so marschiert man weiter auf eine Full Spectrum Dominance zu, unter dem Diktat einer US-Dollar-Herrschaft. Darum geht es bei Manchester, London, Paris, Brüssel etc. Das Ganze nur als „False Flags“ zu bezeichnen ist eine Beleidigung der Menschheit. Es handelt sich um orchestrierten Mord, ausgeführt von klugen und hoch trainierten westlichen Geheimdiensten.

 

Leute, wacht auf! – Wenn die Hilfeschreie aus Manchester und London nicht stark genug sind, was soll uns und unser tief vergrabenes Gewissen dann noch aufwecken? Wir das Volk?

 

Den Mord an sieben Menschen und mehr als vier Dutzend Verwundete als „False Flag“ zu bezeichnen ist eine Untertreibung? Ist es ein staatlich gesponsertes Verbrechen?


Für Tilo und Stefan und das klasse Aufwachen #209!

https://www.youtube.com/watch?v=Svw9rH4pCMY

 

http://www.oye.news/news/psychological/propaganda/pull-heartstrings-public-iconic-syrian-boy-psyop/

 

24. Wie man der Öffentlichkeit auf die Tränendrüsen drückt – die psychologische Operation mit dem kultigen „Syrien-Boy“

 

von Ceribalius, 05.06.2017 OYE.NEWS

 

 

Erinnert ihr euch an Omran, den syrischen Jungen, der bei einer weiteren syrischen Bombardierung im letzten August verletzt wurde?

 

Nun, er ist heute wieder in den Nachrichten, aber nicht aus den Gründen warum wir das hier schreiben.

 

Die meisten der Massenmedien haben heute aktuelle Fotos von dem Jungen veröffentlicht, voll erholt und gesund aussehend. Ich denke wir sind uns einig dass das eine großartige Nachricht ist. So schreibt der Telegraph:

 

Von Omran Daqneesh sind neue Fotografien aufgetaucht, dem kleinen syrischen Jungen, dessen Bilder rund um die Welt als ein Symbol für das Leiden in Aleppo angesehen wurden. Der dreijährige Omran wurde letzten August zu einem Kultbild, nachdem seine Heimat in den letzten Monaten der Belagerung von Aleppo durch russische und syrische Regime-Kräfte bombardiert worden war.“

Was uns die Medien aber nicht erzählen, das sind die Umstände rund um das Zustandekommen der Kinderfotos. Ob der Junge nun verletzt wurde oder nicht, das ist unbekannt und spielt keine Rolle. Er war so oder so ein Opfer.

 

Aber wie man in dem dazugehörigen Video sehen kann, wurde der Junge für die Fotos so hergerichtet, dass die Situation möglichst dramatisch aussah. Wenn das Kind wirklich so verletzt war wie man uns glauben machen will, dann ist das nur ekelhaft und die beteiligte Presse sollte sich schämen. Wenn die Verwundungen des Jungen gefälscht waren und der Junge nur zur Herstellung eines Szenarios (Gedankenbildes) benutzt wurde, das man in die Köpfe der Weltbevölkerung hämmern will, dann ist es ebenso ekelhaft.

 

https://www.youtube.com/watch?v=3le3Jc8cCHo

 

Von 21st Century Wire:

 

Raslan lieferte eine herzerweichende Schilderung seiner Rolle bei der Rettung von Omran und der Aufnahme des ergreifenden Bildes:

 

'Während ich das Foto machte und den Jungen anschaute, da musste ich weinen, während ich gleichzeitig zufrieden war, meine Arbeit zu leisten und ein wirkungsvolles Foto zu machen. Ich wollte dass das Bild scharf wird. Wo ich wirklich schluchzen musste, das war als ich die achtjährige Schwester von Omran sah. Seine Schwester war genauso ruhig wie er und sie hatte eine ähnliche Verletzung am Gesicht und am Auge. Sie brachte mich 10 mal mehr zum Weinen. Wir sind menschlich, wir sind Menschen. Ich weinte um die Kinder und hatte die Furcht, dass meine Tochter vielleicht die gleiche Erfahrung machen könnte'.“

 

Der gleiche Mahmoud Raslan, der von seinen emotionalen Momenten bei den Fotos von Omran spricht, wurde auch auf einem Foto entdeckt, dass ihn zusammen mit den Verantwortlichen für die Enthauptung eines palästinensischen Jungen Ende letzten Jahres zeigt.

21st Century Wire weiter:

 

Raslan ist weit davon entfernt, ein unschuldiger Beobachter der Not eines Kindes zu sein. Er wurde rasch als Unterstützer und Selfiemacher zusammen mit Syriens militanter Extremistengruppe Nour al Din al Zinki identifiziert, berüchtigt für deren brutale Folter, Erniedrigung und öffentliche Enthauptung des 12-jährigen palästinensischen Jungen Abdullah Issa.

 

Was man in den vom Westen unterstützten Medien nicht sehen wird, das sind die Bilder der durch amerikanische und britische Bomben verstümmelten, brutal verwundeten oder getöteten Kinder. Aber ihr dürft damit rechnen dass es viele davon gibt und sie benötigten keine falschen Fotoshootings um die Öffentlichkeit zu schockieren!

 

Das Omran-Foto war das zweite seiner Art, das durch die Medien ging und die Emotionen der westlichen Weltbevölkerung richtig intensiviert hat. Das erste war das Foto des ertrunkenen syrischen Kindes Aylan:

 

Aber auch diese Kind wurde positioniert, in diesem Fall bereits tot, zum Wohle der Dramatisierung des Bildes für einen maximalen Effekt, wie die folgenden Bilder anscheinend zeigen:

Ruhe sanft, Aylan. Und jedes andere Kind, das als direktes Resultat auf die paar Bösen, die diese Welt regieren, leiden und sterben musste.

 

 


http://www.moonofalabama.org/2017/06/the-gcc-states-led-by-saudi-arabia-will-collapse-into-oblivion.html#more

 

25.Die von den Saudis angeführten GCC-Staaten werden in der Vergessenheit verschwinden“

 

von b, 05.06.2017 MoA

 

 

Durch US-Unterstützung ermuntert, hat Saudi Arabien einen Feldzug begonnen, um aus Katar endlich einen Satellitenstaat zu machen. Dieser Plan hat jetzt einen Höhepunkt erreicht. Vor ein paar Stunden haben Bahrain, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) und Saudi Arabien alle Verbindungen zu Katar gekappt.

 

Sämtlicher Wasser- und Luftraum wurde für katarischen Verkehr geschlossen und die Landwege gekappt. Alle Kataris müssen binnen 14 Tagen ihre Länder verlassen. Katarische Diplomaten haben nur 48 Stunden bekommen.

 

Die unmittelbaren Auswirkungen sind gewaltig. Circa 37 Millionen Passagiere benutzen jedes Jahr Doha. Aber jetzt muss Katar Airways durch iranischen, irakischen und türkischen Luftraum fliegen um nach Europa zu gelangen. (Wenn diese Situation andauert, dann wird Emirates Airways, im Besitz der UAE, wahrscheinlich einen Haufen neuer Flugzeuge bestellen.) Die Hälfte der Nahrungsmittel in Katar kommt über Saudi Arabien auf dem Landweg über Katars einzige Landgrenze. 600 bis 800 Lkws pro Tag können nicht mehr passieren. Die 19 Flüge pro Tag von Doha nach Dubai sind abgesagt. Die Erdölpreise stiegen um etwa 1,6% und die katarische Börse brach ein.

Die Gründe für diesen augenblicklichen Zoff sind mannigfaltig. Mit dem Iran hat es nur wenig zu tun.

 

Die Saudis beschuldigen Katar der Unterstützung von Terroristen. Das ist als würden die Briten die USA des Imperialismus beschuldigen. Oder wie wenn die Mafia ihre Verbindungen mit dem organisierten Verbrechen wegen Gangstertum einstellen würde. Wie Joe Biden noch als Vizepräsident anmerkte, haben die beiden wahhabischen Länder Katar und Saudi Arabien den Terrorismus in Syrien, im Irak und anderswo finanziert und angefacht.

 

(Das Video dazu hier: https://www.youtube.com/watch?v=SOf7jzc7faY&feature=youtu.be )

 

Aber die saudische Sichtweise ist, dass das „liberalere“ Katar einfach die „falschen“ Terroristen unterstützt.

 

Die katarische Regierung und ihr Lautsprecher Al-Jazeera hatte die Regierung der Moslembruderschaft (MB) in Ägypten eingesetzt und finanziert. Die Saudis haben diese Regierung durch die Finanzierung eines Militärputsches zu Fall gebracht. Katar unterstützt die MB-Regierung in der Türkei. Es unterstützt die palästinensische Hamas, ebenfalls eine Tochtergesellschaft der MB. Katar finanziert verschiedene mit AlQaeda verbündete Gruppen in Libyen, Syrien und Afghanistan. Die Taliban haben in Doha ihre einzige diplomatische Botschaft. Bis vor kurzem haben die Saudis ISIS finanziert. Jetzt finanzieren sie hauptsächlich wieder verschiedene andere Dschihadistengruppen in Syrien, die unter CIA-Kontrolle stehen. Die UAE sponsern in Libyen den General Haftar, der die von Katar gesponserten, mit AlQaeda verbündeten Gruppen bekämpft. Die Saudis wanzen sich an Israel heran und haben kein Interesse für die palästinensische Sache, die von Katar unterstützt wird.

 

Bei den Energie-Rohstoffen gibt es unterschiedliche Interessen. Katar ist der größte Exporteur von Erdgas – eine ernste Konkurrenz für die saudischen Ölexporte. Die Beziehungen zu anderen Produzenten und Kunden in der Golfregion und darüber hinaus wurden vor kurzem verstärkt.

 

Zu den Zankereien auf örtlicher und persönlicher Ebene gehören die vielen Heiraten untereinander und die Konkurrent zwischen saudischen und katarischen Stämmen und Familien. Es gibt Gerüchte, dass bedeutende Stammesgruppen in der saudischen Najd-Wüste, allen voran die al-Tamim, ihre Verbindungen zu Katar unter dessen momentanem Emir Prinz Tamim Bin Hamad al-Thani erneuert haben. Das war für alle al-Sauds ein „Schlag ins Gesicht“.

 

Oman und Kuwait haben in dem Streit keine Position bezogen und versuchen zu vermitteln. Die Türkei ist mit Katar alliiert, blieb aber verdächtig still. Es gibt ein neues Verteidigungsabkommen zwischen Katar und der Türkei, das türkischen Beistand verspricht, sollte Katar angegriffen werden. Das türkische Militär hat in Katar einen Stützpunkt mit etwa 600 Soldaten. Ein großer Teil der Auslandsinvestitionen in der Türkei stammt aus Katar. Die türkische und die katarische Regierung koordinieren eng ihre gemeinsame Unterstützung für AlQaeda und andere Takfiris im Krieg in Syrien.

 

Die momentan verfahrene Situation zwischen Katar und anderen arabischen Ländern im GCC wurden durch die Trump-Regierung ermöglicht:

 

https://www.washingtonpost.com/news/monkey-cage/wp/2017/06/01/whats-going-on-with-qatar/?utm_term=.f65cdec8346d

 

Während die Obama-Regierung ein US-Engagement mit dem GCC als Ganzes wollte, konzentriert sich Trump stattdessen auf Saudi Arabien und die UAE als den Doppelpfeiler für seinen regionalen Ansatz. Berichten zufolge haben sich zwischen Trumps Berater und Schwiegersohn Jared Kushner und Mohammed bin Salman in Saudi Arabien und mit Yusuf al-Otaiba, dem einflussreichen UAE-Botschafter in Washington entwickelt.

 

Schlüsselfiguren in der Trump-Regierung, etwa Verteidigungsminister James Mattis und CIA-Direktor Mike Pompeo, vertreten zum Iran und der Moslembruderschaft Ansichten, die sich praktisch nicht von denen in Riad und Abu Dhabi unterscheiden lassen.

 

Trump ist in eine saudisch-israelische Falle getappt. Die Falken im Pentagon haben von einer „arabischen NATO“ im Kampf gegen den Iran geträumt. Die erträumte „arabische NATO“ könnte schon bald ihren ersten Krieg haben, aber es geht gegen eines ihrer Mitglieder. Die (nicht satanische) „Orb“-Show (der Reichsapfel/die Kugel) und die unbegrenzte US-Unterstützung für Saudi Arabien hat die Risse im GCC vergrößert und wird jedes gemeinsame Vorgehen behindern.

 

http://www.moonofalabama.org/2017/05/the-orb-wahhabis-and-zionists-urge-trump-to-regime-change-syria-and-to-fight-iran.html

the orb rules them all

 

Das US.Militär hat riesige Interessen in Katar und anderen Ländern am Golf. Al-Udeid in Katar ist der größte US-Luftwaffenstützpunkt im Nahen Osten. Es ist auch das vorgeschobene Hauptquartier des US Central Command mit etwa 10.000 US-Soldaten und führt den Kampf gegen ISIS an. Die Fünfte Flotte der US-Navy ist im nahen Bahrain stationiert, das jetzt einen Kalten Krieg gegen Katar ausgerufen hat. Ein Zank oder Zwist zwischen Ländern am Golf behindert auch die Militäroperationen der USA.

 

In Washington gibt es schon seit Monaten eine intensive Lobby-Kampagne der Saudis und der UAE gegen Katar. Ein saudischer Lobbyist drohte dem katarischen Herrscher mit „dem selben Schicksal wie Ägyptens Mursi“. Als Vergeltung wurden vor kurzem gehackte Emails zwischen dem UAE-Botschafter Yusuf al-Otaiba und israelischen Lobbyorganisationen in Washington veröffentlicht. Die Dokumente zeigen, dass die zionistische Lobbyorganisation „Foundation for the Defense of Democracy“ die Diktatur der UAE darüber berät, wie man die Diktatur von Katar bekämpft.

 

Am Ende der „Orb“-Show wollten die Saudis und die USA ein Dokument durchdrücken, das verschiedene Organisationen und den Iran zu „Unterstützern von Terroristen“ erklärt. Katar hat seine Unterschrift verweigert. Saudische Kleriker haben daraufhin erklärt, dass die katarischen al-Thani-Herrscher nicht länger als „Teil des Abdel Wahhab-Klans“ betrachtet werden. Das nimmt den wahhabischen Herrschern ihre religiöse Legitimität.

 

Katar hat versucht, die Situation zu beruhigen. Es hat verkündet, dass sechs ihrer Soldaten verwundert wurden, als sie für die Saudis im Jemen kämpften. Man hat ein paar Hamas-Anführer des Landes verwiesen. Ein Vermittler wurde nach Kuwait entsandt – bisher ohne Erfolg.

 

Die extreme Einschüchterung Katars durch die Saudis und die UAE, mit der kompletten Sperrung aller Grenzen, soll eine sofortige Kapitulation erzwingen. Bisher bleibt Katar auf Kurs, aber letzten Endes werden sie wahrscheinlich einknicken. Sie werden ihre Unterstützung für den „Terrorismus“ – sprich die Moslembruderschaft – einstellen müssen. Ein anderes Szenario ist ein Putsch in Doha, der eine vorbereitete saudische Marionette übernehmen lässt. Sollte das keinen Erfolg haben, dann könnte ein militärischer Schritt folgen. Katar hat wenig Möglichkeiten, einer potentiellen saudischen Invasion zu widerstehen.

 

Für den Iran ist es eine Gelegenheit den GCC weiter aufzuspalten, indem er seine Beziehungen zu Katar verbessert. Die Nahrungsmittelexporte in das Land könnten erhöht werden und man könnte Qatar Airline Flugrechte geben. Im Austausch für einen katarischen Rückzug aus Syrien. Der US/saudische Plan zur Konfrontation mit dem Iran mittels des GCC wäre damit völlig in Gefahr.

Der Imam sagt: "Mehr Popcorn, bitte!"

 

 

Wie auch immer der Zank mit Katar endet: die Einigkeit des GCC wurde (wieder einmal) als ein Witz entlarvt. Da gibt es nichts zu kitten. Die saudische „Führung“ ist einfach eine brutale Einschüchterung und wird auf Widerstand stoßen. US-Pläne für einen einigen GCC unter saudische Führung und US-Kontrolle liegen in Trümmern.

 

Dreh- und Angelpunkt des Ganzen ist der saudische Krieg gegen Jemen. Die Saudis unterstützen im Jemen die Marionettenregierung von Hadi und haben vor zwei Jahren die anderen Golfstaaten, inklusive Katar, auf Linie gebracht um gegen die Houthis im Nordjemen zu kämpfen. Sie beschuldigen die Houthis, sie würden iranische Unterstützung erhalten. Für diese Behauptung gibt es null Beweise. Der Krieg und die Koalition sind gescheitert. Der Widerstand der Houthis hält unvermindert an. Dank der saudischen Grenzblockaden versinkt Jemen in einer Hungersnot und eine Cholera-Epidemie greift um sich, daher muss der Krieg zu Ende gehen. Kuwait, Oman und Katar führen mit den Houthis in Sanaa Gespräche. Letzte Woche haben Truppen der UAE Hubschrauber eingesetzt, um von Saudis unterstützte Milizen am südlichen Flughafen von Aden zu bekämpfen. Die USA Und die Briten drängen darauf, dass der Krieg beendet wird und drohen hinter verschlossenen Türen damit, ihre Unterstützung einzustellen. Die Saudis überschätzen unter ihrer neuen Führung ihre Fähigkeiten. Indem er ihre Rolle überhöht, ergeht es Trump nicht anders. Die saudischen „Affen mit Macbooks“ haben nicht die nötigen Fähigkeiten für einen ernsthaften politischen Akteur auf dieser Welt. Ihr Geld kann das nur eine gewisse Zeit lang überdecken.

 

All das oben Gesagte erinnert an eine Vorhersage, die vor fast zwei Jahren ein jemenitischer Rechtsanwalt gemacht hat:

@Bafana3

Am Ende dieses Kriegs gegen #Jemen werden die von den Saudis angeführten GCC-Staaten in der Vergessenheit verschwinden. Ich weiß nicht was sie ersetzen wird.“

9:29am – 15 Aug 2015

 


http://www.moonofalabama.org/2017/06/theresa-may-says-enough-is-enough-agree-with-her-remove-her-from-office.html#comments

 

26. Theresa May sagt „genug ist genug“ – wir stimmen zu – vertreibt sie aus dem Amt

 

von b, 04.06.2017 Moon of Alabama

 

 

Einige Links zu Britannien – die Terrorattacken und die bevorstehenden Wahlen:

 

BBC: Britische Rebellen greifen Theresa Mays Hochburgen in London an“

 

So hätte eigentlich gestern und heute die Schlagzeile der BBC lauten sollen. So haben sie nämlich getitelt, als die „Rebellen“ „syrisch“ waren und die Angriffe in Damaskus stattfanden. War das nicht objektiv? Warum jetzt auf einmal anders?

 

http://www.bbc.com/news/world-middle-east-20238859

BBC: Syrische Rebellen greifen Assads Hochburgen in Damaskus an (06.11.2012)

 

Im Bezug auf den Angriff in Manchester fragte John Pilger: „Was wusste die Premierministerin?“

https://www.theblogcat.de/übersetzungen/terror-in-großbritannien/

 

Er weist, so wie wir, darauf hin, dass Theresa May Innenministerin war, als die Meldeauflagen aufgehoben wurden und den libyschen Takfiris erlaubt wurde, von Britannien nach Libyen zu reisen um das Land zu zerstören. Die Hälfte davon ist zurückgekehrt, gut trainiert, und einer davon hat in Manchester 22 Menschen getötet. (Anm.d.Ü.: Manchester war ein Riesenschwindel) Ein Bumerang für Mays persönliche Entscheidung, wohlbekannte Terroristen in britische Stellvertreterkriege zu schicken. Jetzt sagt sie, es gäbe „zu viel Toleranz für Extremismus“? Wer hat das denn toleriert?

 

Die gegenwärtige Innenministerin ist nicht besser:

 

Amber Rudd hindert einen unabhängigen Kandidaten daran, Fragen zu den Waffenverkäufen an die saudischen Sponsoren des Terrorismus zu stellen“

(Anm.d.Ü.: mit sehenswertem Video!)

https://www.craigmurray.org.uk/archives/2017/06/amber-rudd-prevents-independent-candidate-questioning-arms-sales-saudi-sponsors-terrorism/

 

Das ist die typische Antwort autoritärer Herrscher, wenn ihre finsteren Deals öffentlich diskutiert werden und ihre Kompetenz in Frage gestellt wird: noch mehr Zensur:

Theresa May ruft nach den London Bridge Terrorattacken Internetfirmen dazu auf, die 'sicheren Zonen' für Extremismus auszuschalten“

 

Ist die London Bridge ein Webserver? Wurden die „sicheren Zonen“ im Internet dazu benutzt um sie anzugreifen? Oder sind die „sicheren Zonen“ jene Zonen, die benutzt werden um Britanniens und Mays lukrative Liebesaffäre mit Terroristen in Frage zu stellen, die in Saudi Arabien und Katar wahhabische Irre finanzieren?

 

https://twitter.com/Hayder_alKhoei/status/871229800261857281

 

Wer noch tiefer eintauchen will, der lese:

Man kann ISIS nicht verstehen, wenn man die Geschichte des Wahhabismus in Saudi Arabien nicht kennt“

http://www.huffingtonpost.com/alastair-crooke/isis-wahhabism-saudi-arabia_b_5717157.html

 

Mays Zusammenarbeit mit den Terrorsponsoren darf öffentlich nicht bekannt oder diskutiert werden:

 „Das Innenministerium legt wohl einen Bericht über Terroristenfinanzierung nicht vor, während Gerüchte umgehen, dass es vor allem um Saudi Arabien geht“

http://www.independent.co.uk/news/uk/home-news/home-office-terrorist-funding-report-saudia-arabia-focus-not-publish-conservatives-government-a7766381.html

Es heißt die Untersuchung konzentriere sich auf Saudi Arabien, dem das Vereinte Königreich kürzlich Lizenzen für Waffenexporte im Wert von 3,5 Mrd. Pfund genehmigt hat.

 

Es wäre schlecht für's Geschäft, wenn die wahren Quellen des Takfiri-Terrorismus öffentlich genannt würden. Hie und da werden ein paar Dutzend Briten sterben müssen, in Manchester und London, damit die Aktieninhaber von BAE Systems und anderen britischen Waffenproduzenten glücklich bleiben. Jeremy Corbyn würde das wahrscheinlich ändern. Er hat zu einem Waffenembargo gegen Saudi Arabien aufgerufen.

http://www.bbc.co.uk/news/amp/39485083

 

Die London-Attacke: Theresa May sagt 'die Dinge müssen sich ändern'. Premierministerin Theresa May: 'genug ist genug'.“

http://www.bbc.com/news/av/uk-40150162/london-attack-theresa-may-says-things-need-to-change (Mit Video)

 

Wir hoffen dass die britischen Wähler ihr zustimmen. Die Dinge müssen sich ändern. Genug ist genug. Wählt May ab. Schluss mit den kuscheligen Beziehungen zu den mittelalterlichen Diktaturen auf der Arabischen Halbinsel.

 

Ein britischer Regierungswechsel ist gut möglich, wenn die jungen Labour-Wähler in großer Zahl wählen. Jene Briten, die ein Ende des Terrors gegen andere und gegen sich selbst wollen, müssen dabei jetzt mithelfen.


 

https://www.youtube.com/watch?v=V7mtGIIJBMc

 

27. Theresa May sagt uns wohin die Reise geht

 

Theresa May, 04.06.2017 (im Video ab 2:50)

 

Diese Ideologie zu besiegen ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Aber sie kann nicht allein durch militärische Intervention besiegt werden. Sie wird nicht durch die Aufrechterhaltung einer permanenten, defensiven Anti-Terror-Operation besiegt werden, egal wie tüchtig die Führer und Praktiker auch sind. Sie wird nur besiegt werden wenn wir die Gedanken der Menschen von dieser Gewalt abbringen und ihnen zu verstehen geben, dass unsere Werte – pluralistische britische Werte – allem überlegen sind was die Prediger und Unterstützer des Hasses anzubieten haben. (Anm.d.Ü.: Also entweder Umerziehungslager oder zwangsweise 24 Stunden am Tag ARD/ZDF)

 

Zum zweiten dürfen wir dieser Ideologie nicht den sicheren Raum gewähren, den sie zum Brüten braucht. Jedoch ist das genau das, was das Internet und die großen Firmen liefern, die die Internetdienste bereitstellen. Wir müssen mit verbündeten demokratischen Regierungen zusammenarbeiten um internationale Abkommen zu erreichen, die den Cyberspace regulieren um die Verbreitung von extremistischer und terroristischer Planung zu verhindern. Und wir müssen zuhause alles unternehmen um das Risiko von Online-Extremismus zu verhindern...“

 


http://thesaker.is/trump-and-the-bubbles-from-a-sunken-old-world/

 

28. Trump und die Luftblasen aus einer versunkenen (alten) Welt

 

vom Saker 02.06.2017 für Unz Review (zahlreiche Links im Original!, hier fett markiert)

 

 

Als erstes ein Eingeständnis: Ich weiß echt nicht, was die Konzernmedien über den Trump-Trip zur NATO und G7 berichtet haben. Ehrlich gesagt ist mir das egal – ich habe schon vor langer Zeit aufgehört, diesen imperialen Tröten zuzuhören. Es besteht ein Risiko sie komplett zu ignorieren, und das Risiko besteht darin „weiß“ zu sagen, wenn alle anderen „schwarz“ sagen. Das ist ein geringes Risiko – und ehrlich, wen kümmert's? – aber heute gehe ich es wieder ein und werde meine eigene Ansicht über die Reise von Trump nach Europa zum besten geben: Ich denke die Reise war ein voller Erfolg. Aber nicht unbedingt für Trump, sondern ein voller Erfolg für die Feinde des Imperiums, so wie für mich. Hier folgt meine Interpretation über das Geschehen.

 

Erstens, Trump war durchweg unhöflich. Ich kann nicht beurteilen ob dieser Mangel an Manieren der echte Trump ist oder ob Trump eine nonverbale Botschaft aussenden wollte. Auf jeden Fall kenne ich nur eine einzige Person, die persönlich und privat mit der Trump-Familie zu tun hatte, und dazu gehört der Donald höchstpersönlich, und nach seinen Worten ist Trump eine makellos höfliche Person. Wie auch immer, ob das nun seine Natur ist oder ob es eine nicht so versteckte „Botschaft“ war: Trump hat sich selbst übertroffen. Er hat ganz unprotokollarisch den Premierminister Montenegros zur Seite geschoben, (der es voll und ganz verdient, dass man ihn mit höchster Geringschätzung straft). Dann hat er Angela Merkel während des offiziellen Fotoshootings verdeckt). Er ließ die G7 über eine Stunde lang warten und er weigerte sich, zu Fuß zu den anderen Fototerminen zu gehen. Er hat nicht einmal seinen Übersetzungs-Kopfhörer aufgesetzt als die anderen sprachen und – das größte der Verbrechen – er sagte den NATO-Mitgliedern, sie sollten gefälligst mehr bezahlen und gleichzeitig hat er nicht einmal den Artikel 5 erwähnt. ( Anm.d.Ü.: Vergesst den deutschen Wiki-Eintrag zu Artikel 5. Das englische Original ist pures Gold: Der Nordatlantikvertrag: Kernstück des Vertrags ist der Artikel 5. Der Bündnisfall. Er verpflichtet jedes Bündnismitglied, einen Angriff auf eines der Mitgliedsländer, sei es in Europa oder Nordamerika, als einen Angriff gegen alle zu betrachten.)

https://en.wikipedia.org/wiki/North_Atlantic_Treaty

 

Schwer zu sagen was der Rest der versammelten Politiker wirklich dachte (Prostituierte sind gut im Verbergen und Verheimlichen ihrer wahren Gefühle), aber Merkel war eindeutig sauer und frustriert. Offensichtlich hasste jeder Trump, vielleicht mit Ausnahme Macrons (aber der ist eine Edelnutte). So wie Obama immer der Charmeur war, so gefällt sich Trump in der Rolle des Rüpels. Aber das Wichtigste: Trump behandelte die EU/NATO-Gauner mit der Verachtung die sie verdienen, und das finde ich offen gesagt erfrischend. Warum?

 

Die hässliche Wahrheit über die NATO: Die Euroweicheier und die Euroblödmänner

 

Was ist die NATO? Ursprünglich war die NATO eine Militärallianz gegen die sowjetischen Streitkräfte und später gegen den Warschauer Pakt. (Anm.d.Ü.: Der Saker verwendet hier natürlich die korrekte Bezeichnung „Warschauer Vertrag“, man könnte noch hinzufügen „Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand“ – aber im Westen hat sich jemand das wunderbare Mem „Pakt“ einfallen lassen.) Jetzt wo es beide nicht mehr gibt, da hat die NATO keinen echten Auftrag mehr. Aber was die NATO noch hat: eine riesige Bürokratie. Mit der NATO lässt sich viel Geld machen: Gehälter, Verträge, Investitionen usw. Zur Hölle – die Jungs haben sich gerade ein neues und gigantisches Hauptquartier gegönnt, wahrscheinlich um „die russische Aggression abzuschrecken“, stimmt's? Die NATO ist auch riesiger bürokratischer Lift, der Leute an die wahren Machtzentren befördert, einschließlich finanzieller Macht. Darüber hinaus ist die NATO eine Bande von Menschen, die die NATO benutzen um ihre kleinkarierten Karrieren oder politischen Ziele durchzusetzen. Im besten Fall ist die NATO ein gigantisches Feigenblatt, das die Verdorbenheit des westlichen Imperialismus bedeckt.

 

Eines ist die NATO nicht: eine nützliche militärische Allianz. Schon klar, die Amerikaner können die NATO benutzen um die Europäer dazu zu zwingen, amerikanische Militärausrüstung zu benutzen, das stimmt. Aber sollte ein Krieg ausbrechen, besonders ein „echter“ Krieg gegen Russland, dann würden die Amerikaner die ganzen Euroweicheier zur Seite schieben und 90% oder mehr alleine kämpfen. Die meisten NATO-Armeen sind sowieso ein Witz. Und selbst die, die etwas besser sind, sind voll auf die USA als Unterstützer angewiesen (Aufklärung, Nachschub, Transport (Anm.d.Ü.: wie geht’s eigentlich der A400?), Kommunikation, Navigation usw.).

 

Und dann ist da das „Neue Europa“: Die Irren in Polen oder dem Baltikum, die einen irren Aufwand betreiben um das „Alte Europa“ (das den riesigen Fehler begangen und sie in die NATO aufgenommen hat) auf einen Kollisionskurs mit Russland zu steuern. Aus pragmatischer Sicht hätten die NATO-Staaten die „Neuen Europäer“ NIEMALS in ihre Allianz aufnehmen dürfen. Dasselbe gilt natürlich für die EU. Aber in ihrem Größenwahn und kleinkariertem Revanchismus haben sie sich entschlossen, dass ein „echtes“ Europa eine Vereinigung mit dem „Neuen Europa“ bräuchte. Und jetzt bezahlen sie den Preis für diesen strategischen Fehler kolossalen Ausmaßes. Natürlich sind die Amerikaner Drecksäcke, dass sie die Euroblödmänner in ihren wahnsinnigen Träumen bestärkt haben, aber jetzt wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, tun die Amerikaner das einzig Rationale und Vernünftige: Die Euroblödmänner sollen sich mit ihren eigenen Fehlern herumschlagen. Das zeigt sich am besten in Trumps neuer Politik zur Ukraine: es ist ihm scheißegal.

 

Logisch, er sagt etwas über das Minsker Abkommen, vielleicht erwähnt er die Krim und sagt sogar etwas über eine russische Bedrohung. Aber dann dreht er sich um und geht. Und die Euroblödmänner erkennen nicht, was sie von Anfang an hätten vermuten sollen: Die Ukraine ist jetzt „ihr“ Problem, die Amerikaner kümmert es nicht, denn sie haben nichts zu verlieren und auch nichts zu gewinnen. Und so werden sie außer leeren Worten nichts anbieten. Noch viel schlimmer ist die Tatsache, dass es so aussieht als werden die Europäer das meiste für den Wiederaufbau der Ukraine bezahlen müssen, wenn das gegenwärtige Nazi-Regime endlich beseitigt ist (aber das ist ein Thema für einen weiteren Artikel).

 

Hier ist die Gerechtigkeit als Karma unterwegs: Die ganzen Euroblödmänner können sich jetzt mit den Nebenwirkungen des totalen Zusammenbruchs der Ukraine auseinandersetzen, aber die ersten werden die Polen sein, die so hartnäckig versucht haben, die NATO und das echte Europa in ihre rachsüchtigen Pläne zu verwickeln. Nebenbei ist es nicht nur die gerechte Strafe für die Polen, die seit Jahren über ein russische Bedrohung jammern und die seit Jahren nationalistische und sogar Neonazi-Bewegungen unterstützt haben und jetzt vor einer ganzen Reihe von Problemen mit „ihren“ Ukrainern stehen (sozial, politisch, wirtschaftlich usw.), während die Russen den ganzen Sauhaufen vom Osten aus betrachten, geschützt durch zwei novorussische Republiken und ausgezeichnete Nationalgarden und Grenzschützer. Wie die meisten Russen wünsche ich den Europäern „viel Vergnügen“ mit der kommenden Welle ukrainischer Flüchtlinge und den „europäischen Werten“ die sie mit sich bringen.

 

(Nebenbemerkung: Würden die Russen mit den Flüchtlingen besser zurechtkommen? Absolut! Warum? Weil die Euroblödmänner nicht nur Euroblödmänner sind, sondern auch Euroweicheier. Wenn sie es mit einer Flüchtlings-bedingten Kriminalitätswelle zu tun haben, dann knicken sie ein und streiten alles ab. In Russland wird so einer Kriminalitätswelle mit aller Macht und auch staatsbedingter Gewalt begegnet. Schaut euch diese Jungs an:

...und stellt euch vor wie die auf Ereignisse reagieren, wie sie kürzlich im „alten Europa“ passiert sind. Versucht mal deren Frauen zu vergewaltigen!)

 

Die traurige Wahrheit ist, dass die NATO und die EU es nicht verdienen, mit irgendwelchem Respekt behandelt zu werden. Trumps Herablassung haben sie voll verdient. Noch schlimmer: Die Amerikaner müssen nicht einmal so tun als würden sie die Europäer noch ernst nehmen, denn seit einem Jahrzehnt haben Letztere die lächerlichsten und selbstzerstörerischsten Befehle der Amerikaner wie die Schafe befolgt.

 

Fürwahr, Victoria Nulands berühmte Worte über die EU haben irgendwie das amerikanische Verständnis über den Alten Kontinent ausgedrückt.

 

Die G7: „Luftblasen aus einer versunkenen Welt“

 

Luftblasen aus einer versunkenen Welt“ stammt nicht von mir. Das stammt von dem russischen Autor Ivan Solonevich, als er über die aristokratischen Exilrussen schrieb, die immer noch dachten, dass sie eines Tages all ihr von den Sowjets beschlagnahmtes Eigentum in Russland zurückbekommen würden. Genauso gut gelten diese Worte für die G7-Führer, die sich mit viel Pomp treffen und so tun als wären sie wichtig. Aber in Wahrheit sind sie das nicht. Es gab mal eine Zeit da waren sie es, aber jetzt ohne China und Indien und mit Russland ausgestoßen, sind die G7 zu einem Kaffeeklatsch für hässliche reiche Menschen verkommen. Eine Gelegenheit um sich an die guten alten Tage zu erinnern als Europa noch von Bedeutung war.

 

In Wahrheit sind die G7 natürlich, so wie die EU und die NATO, ein anachronistisches Überbleibsel längst vergangener Tage. G7-Länder sind einfach nicht jene Länder wo heute die echte Action abgeht. Was noch schlimmer ist ist die Tatsache, dass die G7-Führer unter der gleichen senilen Demenz leiden wie die Führer der EU und der NATO, was keine Überraschung ist, da es mehr oder weniger die gleichen Menschen sind. Sie haben nichts originelles oder neues zu sagen, auf jeden Fall nichts wichtiges. Sie haben überhaupt keine Visionen, sehr wenig Legitimität und noch weniger Glaubwürdigkeit. Ja, schon klar, in Frankreich hat Macron gewonnen, aber nur weil sich das französische Establishment zu einem massiven Propagandafeldzug zusammengeschlossen hat um Marine LePen zu schlagen. Aber wenn man bedenkt, dass in der ersten Runde nur etwa 20% der Franzosen für Macron gestimmt haben und dieses ziemlich jämmerliche Ergebnis mit der vollen Unterstützung des französischen Establishments zustande gekommen ist, dann erkennt man wie unpopulär dieses Establishment bei den Franzosen wirklich ist. Während die Rothschild Propagandamaschine versuchte, Macron als eine Art de Gaulle zu präsentieren, haben ihn die meisten Franzosen als das durchschaut was er ist: Eine hohle Puppe in den Händen der transnationalen Plutokratie. Dennoch ist Macron von all den G7-Führern ohne Zweifel der dynamischste, nicht nur wegen seines jungen Alters, sondern weil er nicht wie ein Fossil aus einer entfernten Vergangenheit daherkommt.

 

Man erzählt uns, dass sich die G7 aus den sieben entwickeltsten Volkswirtschaften des Planeten zusammensetzen (Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, das Vereinte Königreich und die Vereinigten Staaten), aber die einzige wahre Macht auf dieser Liste sind die USA. Dann käme Deutschland, aber Merkels Einwanderungspolitik hat zu einem EU-weiten Desaster geführt und sie steht ziemlich unter Druck. Sie ist auch eine Hauptschuldige des ukrainischen Fiaskos. Dann käme UK, aber UK hat gerade die EU verlassen und May führt den Vorsitz über einen Prozess, den sie selbst, genauso wie die britischen Eliten, ablehnt. Bleiben noch Japan, Italien und Kanada. Japans einstige wirtschaftliche Macht wird von Chinas immenser Wirtschaft überschattet, während auf politischem Gebiet Japan nur ein stimmloser Subunternehmer der USA ist. Italien sollte nicht einmal Mitglied der G7 sein, zumindest nicht nach wirtschaftlichen oder politischen Kriterien, denn Italien ist viel näher an seinen mediterranen Nachbarn Spanien und Griechenland und wird daher von den „Nordländern“ mit Verachtung gestraft, insbesondere aus Deutschland. Bleibt noch Kanada, wahrscheinlich das unbedeutendste und kriecherischste Land von allen (wann hat Kanada zum letzten Mal irgend etwas von Bedeutung zu irgendeinem Thema gesagt? Genau.) Im Endeffekt bedeutet das: Aus wirtschaftlicher Sicht wurden die G7 so ziemlich durch die G20 ersetzt und aus politischer Sicht sind die G7 eine leere Hülle. Das ist Trump völlig bewusst und daher versucht er nicht einmal mehr höflich zu ihnen zu sein.

Trump und die Eurozwerge

 

Obama war der geborene Gebrauchtwagenverkäufer. Er konnte zu jedem charmant und höflich sein. Trump hatte es nie nötig so aufzutreten und im Fall der Europäer versucht er es gar nicht erst.

 

Trumps Verachtung für die europäischen Führer ist zweifelsohne undiplomatisch und zeigt eine schlechte Kinderstube, aber es bleibt eine Verachtung, die sich die europäischen Führer redlich verdient haben. Und während es stimmt, dass das AngloZionistische Imperium versinkt, so versinkt der europäische Teil wesentlich schneller als der amerikanische. Das ist keine Überraschung, denn die USA sind wahrlich ein sehr einzigartiges Land.

 

Der Amerikanische Sonderfall

 

Beim Schreiben dieses Artikels habe ich der PK von Donald Trump im Rosengarten des Weißen Hauses zugehört, als er der Welt erklärte, dass die USA jetzt aus dem Pariser Abkommen ausscheiden werden. Ich will nicht über die Verdienste dieses Abkommens oder die Gründe für Trumps Entscheidung diskutieren, aber ich will hervorheben, dass die USA damit in totalem Gegensatz zu 195 anderen Ländern stehen, die diesen Vertrag unterzeichnet und erwartet haben, dass sich die USA an die Bedingungen halten werden.195 Länder sind eigentlich der gesamte Planet. Und trotzdem fühlt sich Trump so sicher, dass er es sich leisten kann einen anderen Weg einzuschlagen und der Rest der Welt soll die Klappe halten.

 

Trump hat recht. Die USA sind ein „Sonderfall“

 

Der Rest der Welt hat absolut keine Mittel um die Vereinigten Staaten daran zu hindern, dass sie sich aus diesem oder jenem Abkommen zurückziehen. Den besten Beweis für diese Tatsache (Fakt) sieht man in der mehr oder weniger offiziellen US-Position, dass man keinen UN-Sicherheitsrat benötigt um gegen andere Länder Sanktionen, Drohungen militärischer Aggression oder auch Krieg gegen sie anzuwenden. Zur Zeit haben die USA bereits mehrmals Syrien angegriffen und innerhalb Syriens sind US-Truppen stationiert und das kümmert anscheinend niemanden. Das ist schon witzig, wenn man bedenkt wie viele Rechtsanwälte es in den USA gibt, und noch mehr im Kongress. Und trotzdem akzeptiert jeder wie ein Schaf, dass die USA, aus irgendwelchen Gründen, über dem Gesetz stehen, dass Gesetze für „andere“ da sind, aber nicht für die „unersetzliche Nation“ mit ihrer „Verpflichtung“ und „besonderen Verantwortung“ zur „Weltführung“ (sorry, ist ein bisschen viel, aber ich liebe diese imperialistische Sprache!)

 

In der Politik ist Macht nicht absolut, sondern relativ. Ja, das US-Militär ist im Grunde funktionsgestört und scheint nicht in der Lage zu sein, jemanden auf der US-“Feindesliste“ zu erschrecken. Aber im Vergleich zu Europa sind die USA ein Kraftpaket. Was die Europäer anbelangt: Sie hängen von den USA von so ziemlich allem Wichtigen ab. Trump versteht all das und er scheint mehr Respekt vor Kim Jong-un zu haben als vor Angela Merkel. Ich kann ihm das nicht vorwerfen, denn ich fühle genauso.

 

Die vielen süßen Ironien des Ganzen

 

Es war schon immer die traditionelle britische Außenpolitik, in Europa Krieg anzuzetteln, damit jede Art von kontinentaler Einheit verhindert wird. Für die USA war das Hauptziel schon immer „die Amerikaner drinnen zu halten, die Russen draußen und die Deutschen am Boden“. Und jetzt sehen wir die Briten aus der EU austreten und auch einen Rückzug der Amerikaner, vielleicht nicht aus Europa „an sich“, aber aus Europas meisten Problemen. Also warum ziehen sich die Anglos zurück? Ist das nicht ein eindeutiges Anzeichen für Europas Schiffbruch?

 

Einer der Lieblingsslogan der Ukronazis lautet: „Ukraina – tse Evropa“ (die Ukraine ist Europa). Leider ist, wie ich einem früheren Artikel (http://thesaker.is/європа-це-україна/ )schrieb, Europa zu einer (wie eine) Ukraine geworden: arm, korrupt, angeführt von heuchlerischen Ideologen, die komplett von der Wirklichkeit abgekapselt und vor allem total auf eine eingebildete Bedrohung fixiert sind. Der einzige Unterschied zwischen den EU-Führern und ihren Ukraonazischen Kollegen ist, dass Letztere erklärt haben, dass sie bereits gegen eine russische Invasion kämpfen, während Erstere sich nur dagegen vorbereiten. Sonst nichts. Ansonsten sehe ich keinen Unterschied, wenigsten keinen bedeutenden. Ach, beinahe hätte ich die Amerikaner vergessen: sie kämpfen nicht gegen die Russen (noch nicht?), aber sie „verteidigen“ ihr Land vor dem Gemetzel der russischen Hacker und vor pro-russischen Maulwürfen im Umfeld von Donald Trump. Brillant.

 

In dieser verrückt gewordenen Welt versuchen nur die Russen mit Geduld, ihre westlichen Partner zu überzeugen, zu etwas ähnlichem wie Vernunft zurückzukehren. Aber ehrlich gesagt glaube ich nicht dass sie viel Hoffnung haben. Sie sehen wie der sogenannte „Westen“ zerfällt, wie die herrschenden Eliten des Westens anscheinend auf Teufel komm raus eine Selbstzerstörung wollen und sie fragen sich: warum sind die westlichen Eliten so darauf aus, ihre eigene Abdankung herbeizuführen und warum beschuldigen sie uns für das was sie sich selber antun? Und sie lachen auch oft über die paranoiden Irren im Westen, die den Russen quasi-magische Kräfte andichten. Ein hochrangiger US-Beamter, James Clapper, ehemaliger Chef der Geheimdienste, glaubt sogar, dass die Russen „nahezu genetisch dazu getrieben werden etwas zu vereinnahmen, einzudringen, einen Vorteil zu erlangen, was auch immer, das ist eine typisch russische Technik“, um die Demokratie zu untergraben (Ich kann mich nicht entscheiden: klingt er mehr wie ein Nazi-Rassist oder wie ein Clown? … Wahrscheinlich ist er eine Mischung aus beidem). Wie gesagt, die Russen lachen darüber meist. Aber um sicherzugehen, dass die Dinge nicht hässlich werden, stellen sie ihre berühmten „Schock-Armeen“ wieder auf (darunter mindestens eine Panzerarmee) und verdoppeln die Größe der russischen Luftlandetruppen, stocken sie auf 72.000 Soldaten auf und bereiten sich allgemein auf den 3. Weltkrieg vor.

 

Aber gegenwärtig ist Krieg wesentlich unwahrscheinlicher als mit Hillary. Was wir erleben ist Trump, wie er „Amerika wieder groß macht“ indem er auf den Alliierten in Europa herumtrampelt und den Rest der Welt herablassend missachtet. Diese Art arroganten Größenwahns ist sicher kein schöner Anblick – aber um Längen besser als ein 3. Weltkrieg. Und „besser als ww3“ ist alles worauf wir in absehbarer Zukunft hoffen dürfen.