Archiv Juli 2017

 

 

 

  1. Die Hexenjagd auf Donald Trump übertrifft die Hexenprozesse von Salem, PCR 31.07.2017

  2. Washington drückt Russland weiter in die Ecke, PCR, 31.07.2017

  3. Während Deutschland gegen das Washingtoner Sanktionen-Regime Sturm läuft, plant Frau Merkel da eine Finte? Peter König, 30.07.2017

  4. Exklusive Auszüge aus Hillary Clintons neuem Buch „Was ist passiert? Sie haben ihn uns gestohlen, mein Schatz“ Satire von Rob Slane, 30.07.2017

  5. Die Chinesen haben erkannt, dass Washington das Böse ist und vom Bösen beeinflusst ist und dass das Leben auf Erden auf dem Spiel steht , PCR 28.07.2017

  6. Das neue Russland-Sanktionsgesetz ist Washingtons Denkmal für die eigenen Kriminalität, PCR 28.07.2017

  7. Wie Kiew Kurt Volker zum Narren hält, von Scott Humor, 27.07.2017

  8. Trump wird zur Seite geschoben, damit der Konflikt mit Russland weitergehen kann, PCR, 26.07.2017

  9. Die BBC nimmt die Steuerzahler aus und macht sich über unabhängigen Journalismus lustig, von Russell Bentley, 24.07.2017

  10. Armageddon ist zweieinhalb Minuten entfernt, PCR, 25.07.2017

  11. Die EU steht vor einem Dilemma: Standfest sein oder niederknien, von Alex Gorka, 25.07.2017

  12. Das Imperium der Jammerlappen, von Pepe Escobar, 23.07.2017

  13. Das V.I.P.S.-Memo an den Präsidenten

  14. Die Herrschaft der Propaganda, PCR, 20.07.2017

  15. Sensationeller Bericht: Ist Russiagate ein von Wladimir Putin angeordneter Schwindel? Satire von Rob Slane, 22.07.2017

  16. Das amerikanische Imperium und seine Medien, von Swiss Propaganda Research, 18.07.2017

  17. Wenn wir nicht mehr die Wahrheit sagen können... von Charles Hugh Smith, 21.07.2017

  18. CNN: „Russland ist ein Feind, die Ukraine nicht.“ von Gary Leupp, 17.07.2017

  19. Soros – das gesponserte Einwanderungsnetzwerk in Italien, von GEFIRA.org 13.07.2017

  20. Der Sonnenkönig und der amerikanische Freund, von Pepe Escobar, 17.07.2017

  21. Die Weltwirtschaft verherrlicht Abfall, Ausbeutung, Schulden, selbstsüchtige Berechnung und magisches Denken, von Charles Hugh Smith, 16.07.2017

  22. Die Nachrichten sind ohne Inhalt, von Charles Hugh Smith, 11.07.2017

  23. Die Zukunft der künstlichen Intelligenz, 16.07.2017

  24. Warum Palästina immer noch ein Thema ist, von John Pilger, 10.07.2017

  25. Ein Vergleich der „Staatsstreiche“: Der von Macron ist einer, der von Maduro nicht, von Ramin Mazaheri, 11.07.2017

  26. Und noch mehr offizielle Lügen aus der US-Regierung , von PCR, 10.07.2017

  27. Trump kann die Beziehungen zu Russland nicht verbessern, wenn Trumps Regierung und die US-Medien gegen eine Verbesserung der Beziehungen sind, von PCR, 09.07.2017

  28. Wie Russland mit dem „Pilban-Syndrom“ (PBS) umgehen sollte, vom Saker, 09.07.2017

  29. Putins Einschätzung über Trump beim G20 wird unsere Zukunft bestimmen, von PCR, 07.07.2017

  30. G20 – Wird der Westen von Psychopathen regiert? Von Peter Koenig, 07.07.2017

  31. Die arglistige Täuschung der Weißhelme, von Philip Giraldi, 04.07.2017

  32. Konzernmedien sind nicht „die Presse“ und sie verdienen keine Sympathie, von Caitlin Johnstone, 03.07.2017

  33. Ich hoffe natürlich, dass ich falsch liege, aber... vom Saker, 03.07.2017

  34. Die Gestapo ist wieder da, von Daily Bell, 01.07.2017

  35. Früher wurden nur Schwarze versklavt, jetzt wir alle, von PCR 02.07.2017

  36. Die gefährliche Welt der westlichen Klischees, von Timothy Bancroft-Hinchey, 01.07.2017

 

 

 


http://www.paulcraigroberts.org/2017/07/31/witch-hunt-donald-trump-surpasses-salem-witch-trials-1692-93/

 

1. Die Hexenjagd auf Donald Trump übertrifft die Hexenprozesse von Salem 1692-93

 

von Paul Craig Roberts, 31.07.2017 (leicht gekürzt)

 

 

Uns sollte himmelangst sein, dass Sally Q. Yates 27 Jahre lang als Staatsanwältin im Justiz (sic) Ministerium gedient hat. In der New York Times stößt sich Sally sehr daran, dass Trump seinen Justizminister Sessions kritisiert hat und verwandelt Trumps Enttäuschung über Sessions in einen Angriff Trumps auf den Rechtsstaat.

 

(„Sally Yates: Schützt das Justizministerium vor Präsident Trump“)

https://www.nytimes.com/2017/07/28/opinion/sally-yates-protect-the-justice-department-from-president-trump.html

 

Sally verdreht die Dinge. Der Rechtsstaat wird durch die Ernennung eines Sonderermittlers angegriffen, der etwas über Trump herausfinden soll, in Abwesenheit irgendeines Beweises für ein Verbrechen.

 

1940 warnte Justizminister Robert Jackson Bundesanwälte davor, „einen Mann auszusuchen und dann die Ermittler einzusetzen, um ihm irgendein Vergehen anzulasten. In diesem Bereich – wenn sich der Staatsanwalt eine Person heraussucht, die er nicht leiden kann oder die er beschämen will, oder sich eine Gruppe unbeliebter Personen herauspickt und dann nach einem Vergehen sucht – liegt die größte Gefahr für einen Missbrauch der Macht zur Strafverfolgung. Hier wird die Rechtsdurchsetzung persönlich und das wirkliche Verbrechen wird das, was bei der herrschenden oder regierenden Gruppe unpopulär ist, es wird an die falschen politischen Ansichten gebunden oder wird ... für den Staatsanwalt selbst schändlich.“

 

Robert Jackson hat eine treffliche Beschreibung dessen geliefert, was mit Präsident Trump in den Händen des Sonderermittlers Robert Mueller passiert. Trump ist beim herrschenden Establishment äußerst unbeliebt, bei den Demokraten, beim Militär/Sicherheitskomplex und ihren gekauften Senatoren. Und bei den Medien, weil er die Vorhersagen all der klugen Leute widerlegt hat, dass Hillary die Wahl mit einem Erdrutschsieg gewinnen würde.

 

Vom ersten Tag an gab es die Intrige, Trump loszuwerden. Und sie haben diese Aufgabe, Trump in eine Falle laufen zu lassen, an Mueller übertragen. Ein ehrlicher Mann hätte diesen Job als oberster Hexenjäger, und das ist Muellers Job, nicht angenommen.

 

Der atemlose Presserummel über eine nicht existierende „russische Einmischung“ ist seit Monaten auf den Titelseiten, trotz der Tatsache, dass niemand, nicht die CIA, nicht die NSA, nicht das FBI und auch nicht der Direktor der Nationalen Geheimdienste ein Fitzelchen von einem Beweis finden können. In ihrer Verzweiflung haben drei der siebzehn Geheimdienste eine Handvoll Angestellter, denen es an Loyalität fehlt, ausgewählt und einen unbestätigten Bericht gefertigt, ohne jeden Beweis, in dem die handverlesene Handvoll meint, dass es eine Verschwörung gegeben haben könnte. Auf Grundlage welcher Beweise, das sagen sie nicht.

 

Das etwas mit so wenig Substanz zu einem Sonderermittler geführt hat, das zeigt wie völlig korrupt die Justiz in Amerika ist.

 

Darüber hinaus ist die haltlose Anklage selbst eine Absurdität. Es gibt kein Gesetz, das einer neuen Regierung verbieten würde, sich mit anderen Regierungen zu unterhalten. Ja, Trump, Flynn und wem auch immer sollten Orden verliehen werden, weil sie die Russen beruhigt haben, die von den rücksichtslosen Regimen von Bush und Obama verärgert worden sind. Für wen soll etwas Gutes dabei herausspringen, wenn man ständig den nuklearen russischen Bären provoziert.

 

Das neue Russland-Sanktionen-Gesetz des Kongresses ist eine unverantwortliche und idiotische Tat. Es wurde beschlossen ohne Europa zu konsultieren, das den Preis für das Gesetz zahlt und es vielleicht ablehnt. Das würde Schockwellen durch das zerbrechliche amerikanische Imperium jagen.

 

Das gedankenlose Gesetz des Kongresses ist eine Verletzung der Gewaltenteilung. Außenpolitik ist das Spielfeld der Exekutive. Der nichtsnutzige Obama hat mit den Sanktionen begonnen. Wenn ein Präsident Sanktionen einführen kann, dann kann ein Präsident die Sanktionen doch auch wieder abschaffen.

 

Trump sollte diese Sache dem amerikanischen Volk vorlegen, nicht via Twitter, sondern mit einer großen Ansprache. Fox News und Alex Jones, jeder von denen hat ein größeres Publikum als CNN und die New York Times, würden Trumps Rede übertragen. Trump sollte argumentieren, dass der Kongress seine verfassungsmäßige Autorität überschreitet und auch eine Verringerung der gefährlichen Spannungen zwischen Nuklearmächten verhindert. Trump sollte das amerikanische Volk direkt fragen, ob es in einen Krieg mit Russland getrieben werden will, durch eine grundlose Provokation nach der anderen. Aufgrund der Macht, die Bush und Obama gedankenlos der Präsidentschaft verliehen haben, kann Trump einen nationalen Notstand ausrufen, den Kongress außer Kraft setzen und jeden verhaften lassen den er will. Die presstituierten Medien würden natürlich alles Mögliche versuchen, um das Volk und das US-Militär gegen den Notstand aufzuhetzen. Aber wenn es wirklich eine „russische Verschwörung“ gegeben hätte, dann würde Trump Putin dazu veranlassen eine große Krise auszulösen, die das Volk und das Militär auf die Seite Trumps bringen würde. Dass so etwas nicht passieren wird ist der endgültige Beweis, dass es keine „russische Verschwörung“ gibt.

 

Sogar die Washington Post, ein Initiator und Anführer der atemlosen Lüge einer „russischen Verschwörung“, hat jetzt einen Artikel veröffentlicht („Die Jagd nach einem Beweis für eine Verschwörung bricht zusammen“), der zu dem Schluss kommt, dass die ganze Inszenierung ein Schwindel ist.

https://www.washingtonpost.com/blogs/post-partisan/wp/2017/07/27/the-quest-to-prove-collusion-is-crumbling/?utm_term=.2b3c36d57dba

 

Wie es in dem Artikel der WaPo heißt: „Die Story die es nie gab, sie passiert nicht.“

 

Die große „Supermacht Amerika“, das „außergewöhnliche und unersetzliche Land“, hat also sieben Monate mit einem Schwindel über die neue Präsidentschaft vergeudet, anstatt die Beziehungen zu Russland und China zu kitten, die von den kriminellen Regimen Bushs und Obamas ernsthaft beschädigt wurden. Wer sind die Obernarren, die das Denken des amerikanischen Establishments ausmachen? Warum wollen diese Schwachköpfe Spannungen mit den beiden Mächten, die die Vereinigten Staaten und ihre impotenten europäischen und britischen Vasallen innerhalb weniger Minuten vom Antlitz der Erde tilgen können? Wer hat etwas davon? Was ist los mit dem amerikanischen Volk, dass es nicht verstehen kann dass es in die Zerstörung getrieben wird? Sorgloses Amerika ist sicher nicht der ausreichende Ausdruck dafür.

 

Zurück zu der lächerlichen Sally Q. Yates. Sally ist eindeutig die Verkörperung des sorglosen Amerikaners. Sie sagt, sie habe 27 Jahre als Staatsanwältin im Justiz (sic) Ministerium verbracht. Dennoch ist sie in der Lage, diesen kompletten Schwachsinn zu schreiben: „Ich weiß aus erster Hand, wie ernst die berufenen Staatsanwälte und Agenten ihre Verantwortung nehmen, um faire und unparteiische Entscheidungen zu treffen, die ausschließlich auf den Tatsachen und dem Gesetz basieren, und nichts anderem.“

 

Wo war Sally Q. Yates, als der US-Staatsanwalt Rudy Giuliani die presstituierten Medien benutzte, um Michael Milken und Leona Helmsley hereinzulegen?

 

Heute glauben dank der korrupten amerikanischen Medien 99% der Menschen, die sich an den Fall Milken erinnern, dass Milken wegen Insiderhandel verurteilt wurde, ein Vorwurf, für den nie ein Beweis präsentiert wurde und der in dem erzwungenen Gerichtsdeal völlig fehlte, den sich Giuliani mit Hilfe der Medien sicherte.

 

 

Welchen Fall des Justiz (sic) Ministeriums man auch betrachtet, er stinkt zum Himmel. Es ist extrem schwer, in Amerika irgendwelche Gerechtigkeit zu finden.

 

Aber Sally ist sich sicher, dass Präsident Trumps Kritik an seinem schwachen Justizminister das Ende des Rechtsstaats in Amerika bedeutet. Wie viele von den Linken sagen würden: die USA hatten nie einen Rechtsstaat. Sie haben einen Machtstaat. Wie sonst können wir die enormen Kriegsverbrechen des Clinton-, Bush- und Obama-Regimes erklären? Und die Kriegsverbrechen des Trump-Regimes oder dem nachfolgenden Pence-Regime, die nie in Nürnberg angeklagt werden?


http://www.paulcraigroberts.org/2017/07/31/washington-pushes-harder-russia-paul-craig-roberts/

 

2. Washington drückt Russland weiter in die Ecke

 

von Paul Craig Roberts, 31.07.2017

 

 

Einige Historiker glauben, dass die Ursache für den 2. Weltkrieg die Beschwichtigungspolitik des britischen Premierministers Chamberlain zu Hitlers Wiedergewinnung deutschen Territoriums war, das durch den Vertrag von Versailles anderen Ländern übertragen wurde, gegen das Versprechen des US-Präsidenten Woodrow Wilson an Deutschland, dass es keine Reparationen und keine Gebietsverluste geben würde, wenn Deutschland einem Waffenstillstand zur Beendigung des 1. Weltkriegs zustimmen würde.

 

Dem stimme ich nicht zu. Die Fakten scheinen klar. Die Ursache für den 2. Weltkrieg war die willkürliche und nicht durchsetzbare Garantie von Chamberlain an die polnische Regierung, dass, falls Polen sich weigere, deutsches Gebiet und Bevölkerung an Deutschland zurückzugeben, Großbritannien Polen zu Hilfe kommen würde. Als Deutschland und die Sowjetunion einen Vertrag zur Aufteilung Polens unter sich schlossen und angriffen, da hat Großbritannien wegen seiner dummen „Garantie“ Deutschland den Krieg erklärt, aber nicht der Sowjetunion. Da Frankreich aufgrund von Verträgen mit Großbritannien alliiert war, musste Frankreich auch den Krieg erklären. Wegen der Herrschaft der Propaganda im Westen weiß das kaum jemand, aber der 2. Weltkrieg begann mit der britischen und französischen Kriegserklärung an Deutschland. Dennoch wurden die überlebenden Mitglieder des deutschen Regimes in Nürnberg von den USA, UK, Frankreich und der Sowjetunion vor Gericht gestellt, weil sie einen aggressiven Krieg begonnen haben.

 

Obwohl es die allgemeine Meinung ist, dass Chamberlain durch das Fehlen einer britischen Antwort Hitler zu immer aggressiveren Taten ermuntert habe – warum weist niemand darauf hin, dass das Fehlen einer Antwort der russischen Regierung auf Washingtons aggressive Taten Washington ermutigt, immer aggressiver zu werden? Auch das führt zu Krieg.

 

Die russische Regierung hat wie die von Chamberlain nicht auf Provokationen geantwortet, weitaus gefährlichere als die vor denen Chamberlain stand, denn so wie Chamberlain will die russische Regierung lieber Frieden als Krieg.

 

Die Frage ist, ob die russische Regierung mit ihrer Nicht-Antwort auf illegale Sanktionen und propagandistische Beschuldigungen und Dämonisierungen einen Krieg vermeidet oder fördert. Russland hat Washington sogar erlaubt, an seinen Grenzen zu Polen und Rumänien ABM-Basen zu errichten. Das ist als würden die USA Russland erlauben, Raketen auf Kuba zu stationieren.

 

Russland ist im Nachteil, denn im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten ist Russland eine offene Gesellschaft und kein Polizeistaat wie die USA, wo Widerspruch kontrolliert und unterdrückt wird. Die russische Regierung ist durch ihre Entscheidung gehandicapt, ausländische Eigentümer eines Teils ihrer Medien zuzulassen. Sie ist durch ihre Entscheidung im Nachteil, Hunderte amerikanisch und europäisch finanzierter NGOs zu akzeptieren, die Proteste organisieren und ständig falsche Beschuldigungen über die russische Regierung bringen. Die russische Regierung lässt das zu, weil sie fälschlicherweise glaubt, Washington und seine Vasallen würden Russland als tolerante Demokratie betrachten und in der westlichen Familie der Nationen begrüßen.

 

Russland ist ebenso im Nachteil durch seine gebildete Oberschicht, Professoren und Geschäftsleute, die zum Westen neigen. Die Professoren wollen zu den Konferenzen der Harvard-Universität eingeladen werden. Die Geschäftsleute wollen in die westliche Geschäftswelt integriert werden. Diese Leute kennt man als „Atlantische Integrationisten“. Sie glauben, Russlands Zukunft hänge von der Akzeptanz durch den Westen ab und sind dazu bereit, Russland für diese Akzeptanz zu verraten. Einige in der russischen Jugend glauben sogar, in Amerika sei alles großartig und die Straßen seien mit Gold gepflastert. Und einige russische Medien lassen sich von den westlichen Presstituierten beeinflussen.

 

Für die russische Regierung ist es eine schwierige Lage. Die Russen haben irrtümlich geglaubt, dass der Untergang der Sowjetunion uns alle zu Freunden machen würde. Es scheint als hätte nur Gorbatschow verstanden, dass der sowjetische Zusammenbruch alle Hemmnisse eines hegemonialen Verhalten Washingtons beseitigt hat. Wenige in Russland scheinen zu verstehen, dass das enorme Budget und die Macht des Militär/Sicherheitskomplexes, wovor Präsident Eisenhower 1961 warnte, zur Rechtfertigung einen Feind benötigt, und dass der sowjetische Zusammenbruch diesen Feind beseitigt hat. Sobald Russland für seine nationalen Interessen eintrat, da hat Washington die dringend benötigte „Feind“-Kategorie mit Putins Russland ersetzt.

 

Die russische Regierung und die Oberschicht waren extrem langsam dabei, das zu erkennen. Ja, nur einigen geht ein Licht auf.

 

Trotz der Zeichen an der Wand hat Russlands neuer UN-Botschafter Vasily Nabenzya am 29. Juli erklärt, dass Russland keine Alternative dazu habe „unter allen Umständen Brücken zu bauen. Wir werden kooperieren. Die Amerikaner können nicht ohne uns, und wir, wir können nicht ohne sie. Das ist eine objektive Realität.“

 

Das ist eine russische Kapitulationserklärung.

 

Auch Russlands stellvertretender Außenminister Sergey Ryabkow weigert sich, die Zeichen an der Wand zu erkennen. Er denkt, Washington und Moskau müssten „den Teufelskreis aus Vergeltungen durchbrechen und von Neuem beginnen.“

 

Am 30.Juli hat Russlands Präsident Putin endlich auf Obamas inszenierte Ausweisung russischer Diplomaten aus Washington letzte Weihnachten und die Beschlagnahme russischen Regierungseigentums in der Nähe Washingtons geantwortet und weist 750 „amerikanische Diplomaten“ aus. In Wahrheit sind das Agenten, die an der Untergrabung der russischen Regierung arbeiten. Putin hätte sie genauso gut verhaften lassen können. Es hat nur sieben Monate gedauert bis Russland auf Washingtons feindselige Taten gegen russische Diplomaten geantwortet hat.

 

Manchmal zeigt die russische Regierung etwas Aufmerksamkeit dafür, dass sie permanent als Washingtons Feind Nummer Eins bezeichnet wird. Putin erklärte die verspätete Ausweisung von US-“Diplomaten“ folgendermaßen: „Wir haben ziemlich lange gewartet, dass sich etwas zum Besseren verändert, wir hatten die Hoffnung, dass sich die Lage ändern würde. Aber es sieht so aus als würde sie sich in naher Zukunft nicht ändern... Ich habe entschieden dass es für uns an der Zeit ist zu zeigen, dass wir nicht alles unbeantwortet lassen.“

 

Nachdem er das gesagt hatte, nahm Putin alles zurück: Das wichtigste ist, dass wir auf auf vielen Gebieten vielfache Kooperationen haben. Natürlich hat Moskau viel zu sagen und es gibt eine Vielzahl von Bereichen, die wir möglicherweise kappen könnten und die für die US-Seite empfindlich wären. Aber ich denke wir sollten das nicht tun. Ich hoffe dass es nicht wo weit kommt. Momentan bin ich dagegen.“

 

Eine realistischere Antwort kommt von Dmitry Suslov, dem stellvertretenden Direktor des Russischen Rats für Auslands- und Verteidigungspolitik und Programmdirektor von Putins Valdai Discussion Club. Suslov versteht, dass die neuen illegalen Sanktionen gegen Russland, neben ihren Vorteilen für US Energiekonzerne auch ein Akt der Aggression gegen Russland sind, deren Zweck es ist, eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen zwischen den USA und Russland unmöglich zu machen. Suslov sagte: „Es ist bereits heute klar, dass die USA unser Feind sind und für lange Zeit unser Feind bleiben werden. Russland muss sein staatliches Waffenprogramm anpassen um auf die unvermeidliche militärisch-politische Konfrontation mit den USA zu reagieren. Es muss Investitionen in die strategische Abschreckung geben, bei der Aufrechterhaltung des Systems garantierter gegenseitiger Zerstörung.“

 

Suslov fügt hinzu: „Vielleicht wäre es interessant, die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten auf jenen Gebieten auszusetzen, die zuvorderst für die USA nötig sind. Beispielsweise sind die USA auf dem Gebiet der Raumfahrt von Russland abhängig. Vielleicht sollte man da einige Anpassungen vornehmen und Teile der Zusammenarbeit aufgeben. Es ist interessant, über eine verstärkte militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und dem amerikanischen Kontinent nachzudenken – ich meine vor allem eine Kooperation mit Venezuela.“

 

In Washington würde jeder, der sich so weit wie Suslov von den Wahnvorstellungen entfernt hat, die die russische Entscheidungsfindung behindern, gefeuert werden. Es wird interessant sein zu sehen, ob Suslov mehr Realität als erlaubt in das russische Bewusstsein eingeführt hat über die Bedrohung, die aus Washington auf Russland zukommt.


 

http://www.globalresearch.ca/germany-up-in-arms-against-washingtons-sanctions-regime-is-madame-merkel-up-for-a-ruse/5601629

 

3. Während Deutschland gegen das Washingtoner Sanktionen-Regime Sturm läuft, plant Frau Merkel da eine Finte?

 

Von Peter König, 30.07.2017

 

 

Jeder mit gesundem Verstand läuft gegen die jüngsten Sanktionen des US-Kongresses gegen Russland Sturm, Sanktionen – wie immer – wegen nichts, nix, null – da Russland nichts von den Dingen getan hat, für die es von Washington und seinem untertänigen Westen beschuldigt wird, etwa eine Einmischung in die US-Wahl (US-Geheimdienste haben wiederholt gesagt, dass es dafür überhaupt keinen Beweis gibt), eine Einmischung in die Ukraine (Washington/NATO/EU haben den blutigen Umsturz im Februar 2014 angestachelt und bezahlt), oder eine Annexion der Krim (überwältigende 97% der Krim-Bewohner waren für eine Rückkehr zu Russland – das ist ihr gutes Recht gemäß der UN-Charta). Selbst wenn Russland es wollte, es könnte keinen seiner „Fehler“ korrigieren. Die sind alle erfunden.

 

Keine der Anschuldigungen besitzt irgendeine Substanz. Aber die westlichen Presstituierten hämmern sie weiter in die unterbelichteten Hirne ihrer Bevölkerungen. Wir können nur Joseph Goebbels, Hitlers Propagandaminister zitieren: „Lasst mich die Medien kontrollieren und ich verwandele jede Nation in eine Herde Schweine.“ Nun, die westliche, anglozionistische Propagandamaschine hat die westlichen Zivilisationen (sic!) erfolgreich in eine Herde Schweine verwandelt.

 

Sind alle Mitglieder des US-Kongresses wirklich so dumm, dass sie beispielsweise an eine russische Einmischung in die US-Präsidentenwahl glauben? – Oder glauben sie einfach „Wir, die US of A und Meister des Universums, wir tun das andauernd, daher muss es auch Russland tun“?

 

Obwohl Präsident Trump anscheinend den Senat komplett ablehnt – seinen Senat – der dem Repräsentantenhaus gefolgt ist und mit überwältigender Mehrheit für neue „Sanktionen“ stimmte – hat Der Donald das letztlich unterschrieben. War seine Ablehnung nur ein weiterer Schwindel?

 

Frau Merkel läuft anscheinend auch „Sturm“ gegen die neuen Sanktionen – die übrigens Russland nichts antun werden. Russland ist weit davon entfernt, von Wirtschaftssanktionen betroffen zu werden, denn seine Wirtschaft ist zu weiten Teilen vom Westen entkoppelt. Russland und auch China, und die gesamte Shanghai Cooperation Organization (SCO) haben schnell gelernt.

 

Präsident Putin muss wohl, während er angesichts weiterer dummer Sanktionen keine Miene verzieht, über die Ignoranz des Westens kichern, der immer noch glaubt, es sei das Recht des Meisters des Universums, seine „Untertanen“ zu bestrafen wenn sie sich nicht benehmen – auch wenn die Züchtigung auf kompletten Lügen basiert. Dabei bestrafen diese anti-russischen Sanktionen Europa dafür, dass sie blöde Vasallen sind. Sehr amüsant, sie würden beispielsweise europäische Firmen für die Teilnahme an gemeinsamen russisch-europäischen Pipeline-Projekten bestrafen.

 

Also, warum gehen die „Sanktionen“ weiter? – Es ist Propaganda, Dummkopf! – Der Rest der Welt soll glauben, dass Amerika das Größte und Mächtigste ist und die Welt nach seiner Lust und Laune kontrollieren kann. Das ist Washingtons oberstes Mittel um zu überleben – ein Gespinst aus Lügen, verhüllt in massiver Propaganda – genau nach dem Patent Goebbels.

 

Was unser westliches System an den Punkt völliger Gesetzlosigkeit, bar aller Sitten und Moral bringt – ein „Alles ist möglich“-Neoliberalismus, der sich in Neofaschismus verwandelt. Täuscht euch nicht – öffnet eure Augen – falls ihr es nicht bemerkt habt: das ist es, worin wir heute leben. Die Zerstörung alter Zivilisationen; Griechenland, die Wiege heutiger westlicher Kultur, gnadenlos zerstört; Syrien, der Irak und nahezu der gesamte Nahe Osten in Flammen – und niemand sagt ein Wort. Das ist der neue Normalzustand. Die kranke westliche Gesellschaft säuft Bier und schaut Fußball. Eine umfassende, leichtfertige und selbstsüchtige Proletarisierung des Westens.

 

Aber Frau Merkel fällt nicht unter die Kategorie „dumm“ – sie will nur unbedingt gewählt werden. Oder besser gesagt: sie hat vom Tiefen Finsteren Staat den Befehl, am 24. September 2017 wiedergewählt zu werden. Daher muss sie das tun was sie zuhause populär macht, selbst wenn das scheinbar eine Verschlechterung ihrer Beziehungen zu Washington mit sich bringt. Trump ist übrigens auch nur ein Lakai des Tiefen Finsteren Staats und muss deren Ansagen bedienen. Er weiß es, sie weiß es. Ein kleiner vorgeschobener Zwist zwischen den beiden spielt keine Rolle. Es ist nur ein Spiel, um die Bevölkerung weiter in die Verwirrung zu treiben und glauben zu lassen, dass Europa endlich ein souveräner Kontinent werden könnte. Dank der scheinbaren Führungskraft von Frau Merkel, die sich von den Atlantikern abwendet und Verantwortung und Souveränität zurückholt. Nicht zu vergessen natürlich ihre Komplizen, die beiden anderen „M“s – Macron und May – die nach ihrer Pfeife tanzen. Daher wird schon Alles gut werden.

 

Frau Merkel singt mit im Chor jener, die die „Sanktionen“ verurteilen – und sagt genug ist genug. So ähnlich hat sie sich beim letzten G20-Gipfel in Hamburg geäußert – „wir müssen eigene Verantwortung übernehmen“ – womit sie im Grunde zugibt, dass sie und die anderen EU-Vasallen die Verantwortung in den blutigen Klauen Washingtons belassen haben.

 

Die gesamte Hamburger G20-Konferenz war eine inszenierte Farce, ein Testlauf für Schlimmeres, viel Schlimmeres. Es war ein Trainingsgebiet für Polizei und gekaufte gewalttätige Demonstranten. Es ist Teil der urbanen Kriegsführung – so wie sie etwas stiller in Sachsen-Anhalt vorbereitet wird, wo die Bundeswehr und die NATO eine ganze Geisterstadt errichten, in einem der modernsten militärischen Übungsgebiete in Europa, in dem Militär und Polizei für die Unterdrückung von Volkswiderstand gegen die kommende faschistische Tyrannei und Austerität trainieren.

 

Das sind die Anzeichen dessen, was in der nahen Zukunft kommt. Denn der Tiefe Finstere Staat denkt, er sei nahe an der NWO (Neuen Weltordnung) – Full Spectrum Dominance (Dominanz auf allen Gebieten). Wacht auf, Leute. Es ist nie zu spät – bis sie jede Straße deiner Stadt militarisiert und euch die mageren Überreste eurer Bürgerrechte weggenommen haben. Das Kriegsrecht wird bald in die Verfassungen der EU-Mitgliedsstaaten übernommen werden, den Anfang macht Frankreich. Das ist mit Sicherheit geplant und wird kommen. Die drei „Ms“ (Merkel, Macron und May) arbeiten hart daran dass das kommt. Und wenn das die drei Großen tun, dann glaubt der NWO-Clan daran, dass die anderen EU-Vasallen nachziehen werden. Und so könnte es kommen – denn die kriminelle Propagandamaschine beschießt die westliche Öffentlichkeit mit tödlichen Lügensalven.

 

Frau Merkels „Verantwortung zurückholen“ und ihre Empörung über neue US-Sanktionen gegen Russland sollen sie wieder populär machen – sie wieder wählbar machen – erneut, in weniger als zwei Monaten. Das ist es was das deutsche Volk will, zumindest die überwiegende Mehrheit, ein unabhängiges und souveränes Deutschland und Europa, eines ohne die Diktatur von Brüssel-NATO-Washington.

 

Die Menschen haben die Schnauze voll von der Anti-Russland-Debatte, die Geschäftswelt noch mehr. Sie wollen Frieden und normale Beziehungen zu Russland; normale Beziehungen von Nachbarn, so wie sie für Jahrhunderte existiert haben, bevor das Anglo-Imperium jenseits des Atlantiks aufkam. Wohlgemerkt, das neue Anglo-Imperium besteht aus europäischen Deserteuren – und skrupellosen Kriegern, die sich zwischen zwei großen Ozeanen viel sicherer fühlten, anstatt sich eng an den Konflikt-beladenen alten und despotischen Kontinent zu binden. In der Zwischenzeit ist das neue Imperium durch den Tiefen, Finsteren und unsichtbaren Staat verseucht worden.

 

Zurück zu Frau Merkel. Was wenn ihr Bedauern über die jüngsten Sanktionen nur eine Finte ist, eine Manipulation der öffentlichen Meinung für ihre Wiederwahl? Und wenn sie wiedergewählt ist, wird sie dann Putin wieder den Rücken zukehren und Trump die Hand schütteln? Alles ist möglich. Es ist eine Blaupause für typisch neoliberales Chaos und Verwirrung. Versetze die Menschen in ein Delirium und dann kannst du mit ihnen machen was du willst. Eines ist sicher – die große, fiese Bulldogge wird nicht eher los lassen bis sie ihr Ziel erreicht hat, in diesem Fall das PNAC-Ziel – die Dominanz auf allen Gebieten. Das setzt eine Unterwerfung Russlands und Chinas voraus, einer Allianz aus Stahl.

 

Jedoch könnte die Bulldogge gegen diese Allianz aus Stahl verlieren, weil ihr die Luft ausgeht und die Energie. Diese neue Allianz, auch SCO genannt, die Shanghai Cooperation Organization, bietet neue und echte wirtschaftliche Perspektiven, die Neue Seidenstraße, auch One Belt One Road (OBOR) genannt oder One Belt Initiative (OBI). Präsident Xis OBI nimmt rasant an Fahrt auf und gewinnt Alliierte, an Stärke und Anziehungskraft für all die westlichen Nationen, die schon immer von dem verachtenswerten westlichen Diktat abrücken wollten, sich aber nie trauten.

 

Und ja, man kann es nicht oft genug sagen – Die Zukunft liegt im Osten. Der Westen ertrinkt langsam aber sicher in seiner blutgetränkten Gewalt und Lügenpropaganda. Frau Merkel, es wäre besser Sie würden das zur Kenntnis nehmen.

 

 


http://www.theblogmire.com/exclusive-excerpt-from-hillary-clintons-new-book/

 

4. Exklusive Auszüge aus Hillary Clintons neuem Buch „Was ist passiert? Sie haben ihn uns gestohlen, mein Schatz“

 

von Rob Slane, 30.07.2017

 

 

Kaptiel 1 – Wie ihr Recht zu regieren gestohlen wurde

 

Die Kreatur Rodham hat einmal von sich geglaubt, sie besäße einen heimlichen Schatz, der seit langer Zeit ihr Geburtsrecht sei: das Recht sie alle zu regieren. Das war die eine Sache die sie liebte, ihren „Schatz“, und sie hat oft darüber nachgedacht und darüber geredet, selbst als er nicht bei ihr war.

 

Und just in dem Moment wo sie dachte dass er in Reichweite liegt, da wurde er ihr verwehrt. Denn es war mehr als nur eine Macht am Werk. Gerade als sie ihre Hand ausstreckte um ihn zu berühren; gerade als sie ihn fast spüren konnte und ihn sogar schmecken konnte, da wurde er ihr von der unwahrscheinlichsten Person weggenommen die man sich vorstellen konnte: Trump aus dem Tower! Sie hat ihn verloren, er war weg, und als ihr das Geschehene dämmerte, da konnte man sie im ganzen Land kreischen hören: „Diebe, Diebe! Trump! Wir hassen es auf ewig!“

 

Der Verlust ihres Schatzes war zu viel für Rodham, und es fraß sie auf. Sie erhob ihren Kopf, blinzelte die Realität an und schloss schnell ihre Augen 

 

Wir hassen es,“ zischte sie. „Scheußliche, scheußliche, fröstelnde Realität. Es hat uns betrogen, mein Schatz – es hat uns große Ungerechtigkeit beschert und es verletzt unser armes Ego.“

 

 

Danach verbrachte sie eine Zeit lang wandernd in der Einsamkeit, jammerte ein wenig über die Grausamkeit der Welt und beschäftigte sich murmelnd mit der Unbilligkeit des Ganzen. Sie verschwand sogar im Wald und drehte Felsen um, um jemanden zu finden, dem sie die Schuld für ihren Verlust gebe konnte:

 

Wo ist es, wo ist es: mein Schatz, mein Schatz? Er gehört uns, jaja, und wir wollen ihn. Die Diebe, die Diebe, die garstigen kleinen Diebe. Wo sind sie mit meinem Schatz? Verflucht sie! Wir hassen sie.“

 

Und als sie wieder aus den Wäldern auftauchte, nach fast einem Jahr weit weg vom Rampenlicht, da hatte sie eine lange Liste jener, die sie für den Verlust ihres Geburtsrechts beschuldigte:

 

Es waren die Russen, mein Schatz. Und Putin. Betrüger sind sie. Sie haben ihn uns gestohlen, das haben sie, und wir wollen ihn zurück. Und Comey. Und das FBI. Warum, mein Schatz? Warum waren sie so hässlich zur armen kleinen Rodham.“

 

Mit der Zeit wurde die Liste immer länger:

 

Republikaner. Demokraten. Assange. WikiLeaks. Dreckige kleine Verschwörer. Frauenfeindlichkeit. Frauenfeinde. Hässliche Menschen. Hassen arme Rodham, jawohl. Hacking. Unsichtbare Wand. Sexismus. Sexisten. Schreckliche Sexisten. Und Rassisten. Viele Rassisten, mein Schatz. Und die Miserablen in ihren garstigen kleinen Körbchen. Immer gegen uns sie sind. Wir hassen sie. Rodham, Rodham.“

 

Und anstatt zu akzeptieren dass Menschen Wahlen verlieren, und anstatt zu fragen, ob nicht vielleicht ihre Lügen, ihre Korruption und psychopathischen Neigungen der Stimmungskiller waren, drehte die Kreatur Rodham durch und suchte nach Prügelknaben für ihr eigenes Versagen.

 

Aber sie war nicht damit zufrieden, sich selbst anzumurmeln und entschloss sich, alle anderen verrückt zu machen, auch mit einem Buch und Auftritten in Talkshows um allen zu erzählen, wie Diebe ihr weggenommen haben, was ihr gehört – das Recht sie alle zu knechten:

 

Wir haben nachgedacht, ja ja, nachgedacht. Spaziergänge im großen Wald. Aber dort werden wir nicht mehr hingehen, nein nein! Wir müssen jetzt zurückbekommen was uns gehört. Jaja, das müssen wir, nette Medien. Wir lieben nette Medien. Medien sind nett zu uns, jaja. Aber der Haufen Miserabler, und Putin und Trump und Comey und WikiLeaks und Eiferer und Extremisten und Sexisten und unsichtbare Wände hassen uns. Sie haben uns den Schatz gestohlen, aber wir müssen Widerstand leisten. Wir sind der Widerstand, Rodham, Rodham.“

 

In Kürze:

 

Kapitel 2 – Wie Trump aus dem Tower den Schatz gestohlen hat

 

Kapitel 3 – Wie die betrügerischen Russen Trump aus dem Tower halfen, den Schatz zu stehlen

 

Kapitel 4 – Wie hässliche Frauenfeinde und Sexisten mit den Russen zusammenarbeiteten um Trump aus dem Tower dabei zu helfen, den Schatz zu stehlen

 

Und so weiter und so fort, bis zum Erbrechen.


http://www.paulcraigroberts.org/2017/07/28/chinese-realized-washington-evil-influenced-evil-life-earth-stake-2/

 

5. Die Chinesen haben erkannt, dass Washington das Böse ist und vom Bösen beeinflusst ist und dass das Leben auf Erden auf dem Spiel steht

 

von Paul Craig Roberts, 28.07.2017

 

Gestern wurde ein auf einer chinesischen Webseite ein Artikel von mit veröffentlicht:

http://www.sinopolitico.com/2017/07/27/how-information-is-controlled-by-washington-israel-and-trolls-leading-to-our-destruction/

 

Ihr könnt sehen, dass die Chinesen intelligent sind und wissen worauf es ankommt:

http://www.paulcraigroberts.org/2017/05/06/information-controlled-washington-israel-trolls-leading-destruction/

 

 

Wie die Informationen durch Washington, Israel und Trolle kontrolliert werden und zu unserer Zerstörung führen

 

von Paul Craig Roberts, 06.05.2017

 

 

Verehrte Leser,

 

ich bedanke mich für die Unterstützung, die Ihr mir mit Euren Emails zeigt. Selten bekomme ich von Euch eine unverschämte Email, und wenn, dann hat es für gewöhnlich nichts mit dem Thema zu tun. So wie etwa ein über Israel verärgerter Leser, der sich bei mir mit der Anschuldigung beschwert, ich sei ein Feigling und ein „Juden-Freund“, weil ich nicht genug täte um die Verbrechen der Juden offenzulegen.

 

Eine solche Anschuldigung amüsiert mich immer, da mich die ADL (Anm.d.Ü.: die Antidiffamierungsliga in New York, die gegen Diskriminierung und Diffamierung von Juden eintritt) als einen Antisemiten listet, weil ich gelegentlich eine völlig gerechtfertigte Kritik der israelischen Misshandlung der Palästinenser und des übermäßigen israelischen Einflusses auf die US-Außenpolitik vorbringe, so wie viele hervorragende Professoren wie etwa John Mearsheimer und Stephen Walt und selbst viele Juden.

 

Meine Freunde finden meine Einstufung als Antisemit durch die ADL köstlich. Die Person, die ich als meinen Stellvertreter im US-Finanzministerium ausgewählt habe, ist ein Jude. David Meiselman, mein Freund und Mitverfasser einer wichtigen Studie für das Congressional Budget Office (Anm.d.Ü.: US-Behörde für die Prüfung und Schätzung der Haushaltsausgaben) ist ein Jude (verstorben). Ich ging nach Oxford mit der ausdrücklichen Absicht, unter Michael Polanyi zu studieren, einen Juden, der seinen wissenschaftlichen Posten in Deutschland verlassen musste um den Nazis zu entkommen. Milton Friedman, ein früher Unterstützer des Institute for Political Economy, ist ein Jude (verstorben). Als mein Buch (1971) über die sowjetische Wirtschaft 1990 wiederveröffentlicht wurde, ohne eine einzige Änderung, da hat ein Jude die Einleitung dazu geschrieben. Er fragte: „Warum war Roberts der einzige der Recht behielt?“

 

Ich hatte Israelis als Hausgäste.

 

Und die ADL tituliert mich als Antisemiten. Ganz klar, dieser Begriff hat keine Bedeutung mehr.

 

Ich mache Israel und die Israel-Lobby verantwortlich, so wie ich die Reagan-Regierung verantwortlich mache, die George H.W. Bush-Regierung, das Clinton-Regime, das Obama-Regime und das Trump-Regime. (Ich unterscheide zwischen Regierung und Regime, je nachdem ob der Präsident noch eine bedeutsame Kontrolle über die Regierung hat. Wenn der Präsident noch etwas Kontrolle hat, dann hat er eine Regierung.)

 

Nach der Logik der ADL bin ich sowohl Anti-Reagan als auch antiamerikanisch. Aber die Leser halten mich für einen wahren Patrioten und Reagan-Hasser sehen mich als einen Reagan-Fürsprecher. Mit der Logik der ADL stimmt eindeutig etwas nicht.

 

Offensichtlich hat die Israel-Lobby die Bedeutung des Begriffs „antisemitisch“ zerstört. Mit ihrer Bemühung, die Erklärung des israelisch-palästinensischen Konflikts zu kontrollieren, hat die Israel-Lobby „antisemitisch“ in einen Ehrentitel verwandelt.

 

Die Kontrolle über die Erklärungen ist für das zionistische Israel wichtig. Wenn man die Amerikaner davon überzeugen kann (und viele hat man), dass die Palästinenser Terroristen sind, die alle Juden töten wollen, dann ist Israels Diebstahl von Palästina und die Misshandlung der Palästinenser nicht das Thema das es sonst wäre. Die Israel-Lobby arbeitet auch hart daran zu kontrollieren, welche Stimmen akzeptabel sind und welche nicht. Beispielsweise darf niemand den Holocaust untersuchen. Einige europäische Länder haben ein Gesetz gegen Holocaust-Untersuchungen, und es wurden Historiker ins Gefängnis geworfen, die die offizielle Erklärung anzweifelten, deren Verwendung bindend vorgeschrieben ist.

 

In den USA kann die Israel-Lobby sogar Entscheidungen über akademische Lehrstühle überstimmen. Beispielsweise wurde dem hervorragende Professor Norman Finkelstein, einem Jude und Kritiker Israels, ein Lehrstuhl an einer katholischen Universität verweigert, nur weil die Israel-Lobby Widerspruch einlegte. Ich finde es erstaunlich, dass nicht einmal eine katholische Universität der Macht der Israel-Lobby widerstehen kann. Das Lehrstuhl-Komitee und die Fakultät stimmten für Finkelsteins Anstellung und die Israel-Lobby intervenierte beim Präsidenten der Universität und der blockierte es.

 

Ähnlich erging es Steven Selaita, ihm wurde eine Lehrstuhl an der Universität von Iilinois in Urbana-Champaign angeboten. Er akzeptierte, kündigte sein Lehramt bei der Virginia Tech, verkaufte sein Haus und zog mit seiner Familie nach Illinois. Aber da hatte der Präsident der Universität von Illinois illegalerweise seine Anstellung gekündigt, anscheinend auf Anweisung der Israel-Lobby. Selaitas Einstellung zu Israel war für Israel nicht akzeptabel.

 

Die Israel-Lobby hat mit Erfolg zwei herausragende Gelehrte aus dem amerikanischen Lehrbetrieb eliminiert und damit die zionistische Kontrolle über die israelisch/palästinensische Erklärung durch die Eliminierung alternativer Erklärungen ausgeweitet. Soweit ich weiß hat keiner der Professoren die Verleumdung überstanden und eine akademische Anstellung erhalten. Das ist ein großer Verlust für die Studenten und den Lehrbetrieb.

 

Wenn ein Autor auch nur diese Tatsachen berichtet, dann wir der Autor durch die Israel-Lobby als antisemitisch gebrandmarkt. Früher bedeutete Antisemit, dass eine Person Juden hasste. Aber jetzt ist es ein jeder, der auch nur milde Kritik an der Politik Israels gegenüber den Palästinensern vorbringt, deren Land Israel besetzt und stiehlt. Ja, von Palästina ist eigentlich nichts übrig außer dem Gaza-Ghetto, das von Israel vollständig kontrolliert wird. Alle Bewegungen von Gütern und Menschen hinein und hinaus werden von Israel kontrolliert. Im Grunde ist Gaza das Warschauer Ghetto.

 

Das sind einfache, unwiderlegbare Tatsachen. Jede aufgeweckte Person weiß das, aber wenn man es sagt oder schreibt, dann ist man ein „Juden-Hasser“.

 

Viele Juden wurden so konditioniert, dass sie glauben, dass jede Kritik an Israel, egal wie gerechtfertigt, antisemitisch sei. Sogar Israels Freund, der frühere US-Präsident Jimmy Carter, wird von der Israel-Lobby als Antisemit geschmäht. Carter warnte Israel vor der Misshandlung der Palästinenser und wurde sofort als „Juden-Hasser“ gebrandmarkt. Die Juden im Vorstand des Carter Center traten zurück.

 

Wie soll man die riesige Lobby-Macht einer fremden Macht erklären, deren gesamte Folgen für die Welt einzig uns allein von der Unterstützung durch Washington abhängen? Wie kann ein abhängiges Land die Politik Washingtons im Nahen Osten kontrollieren oder – wenn kontrollieren zu stark ist – so sehr beeinflussen, mit dem Ergebnis von Millionen toter Moslems und der Zerstörung ganzer Länder? Und auch noch die Anstellungsentscheidungen katholischer und staatlicher US-Universitäten überstimmen? Wenn die USA eine Supermacht sind, dann ist Israel eindeutig eine Hypermacht.

 

Israel verdankt viel von seinem Einfluss den Milliarden Dollar an US-Steuergeldern, die Washington jedes Jahr an Israel überweist. Geld ist austauschbar und es kommt in die USA in Form von Wahlkampfspenden zurück, um die Freunde Israels zu unterstützen und die Kritiker Israels zu schlagen. Es kommt zurück als Unterstützung für freundliche Medien, Akademiker und Universitätsbehörden.. Es beeinflusst die Unterhaltung und manche sagen auch Gerichtsfälle, nicht indem Richter gekauft werden, aber durch die Beeinflussung der Deutung des Falls. Und so weiter. Mit anderen Worten: Das Geld der US-Steuerzahler wird verwendet, um einer ausländischen Regierung mehr Kontrolle über die USA zu geben als die US-Bürger besitzen.

 

Unter den europäischen Bevölkerungen und den Moslems gibt es eine große Feindseligkeit gegen die zionistische Regierung. Aber diese Feindseligkeit richtet sich nicht gegen alle Juden. Die Menschen sind in der Lage, zwischen den Verantwortlichen und den Ohnmächtigen zu unterscheiden.

 

Nicht alle Juden sind Israelis und nicht alle Israelis sind Zionisten. Einige Israelis beschweren sich, dass die zionistische Regierung die Tugendhaftigkeit aus der israelischen Bevölkerung verbannt, und sie zahlen einen hohen Preis wenn sie so etwas sagen. Israelis, die sich zu Protesten gegen die israelische Politik gegenüber den Palästinensern organisieren, wie etwa Jeff Halper, der Koordinator des Israeli Committee Against Home Demolition, werden von der zionistischen Regierung als „sich selbst hassende Juden“ gebrandmarkt.

 

Wenige Amerikaner wissen, dass die israelische Regierung ganze palästinensische Dörfer beschlagnahmt und palästinensische Behausungen abreißt. Dazu werden spezielle von der amerikanischen Firma Caterpillar entworfene Gerätschaften eingesetzt und Häuser für Israelis gebaut. Die Israel-Lobby wird das leugnen, trotz der Tatsache, dass israelische Bürger eine Organisation gegründet haben, die das mittels der Gesetze und israelischer Gerichte verhindern will. Westliche Regierungen und Presstituierte haben kein Interesse daran, was aus den vertriebenen Palästinensern wird.

 

Halper ist jüdisch, aber die Palästinenser hassen ihn nicht. Er kann nach Gaza gehen, ohne Angst vor den Moslems. Die einzige Gefahr droht ihm von der israelischen Regierung, die ihn inhaftiert hat weil er nach Gaza ging. Ja, geachtete Israelis wie Gilad Atzmon und Ilan Pappe haben Israel zu ihrer Sicherheit verlassen und gingen nach Europa. Beide werden von der Israel-Lobby verteufelt. Wenn man das zionistische Israel verstehen will, dann lese man Atzmons Buch „The Wandering Who?“ Zu Palästina lese man Pappes Bücher.

 

Denken Sie darüber im Größeren nach. Da Moslems seit sehr langer Zeit unter fremder Besatzung standen, ist ihnen bewusst, dass sie über „ihre“ Regierungen keine Kontrolle haben. Einigen von ihnen ist bewusst, dass Europäer und Amerikaner auch über ihre Regierungen keine Kontrolle haben. So wie Moslems in Palästina Halper nicht für die mörderische Politik Israels gegen die Palästinenser verantwortlich machen, welchen Sinn macht es da, dass Moslems ahnungslose Europäer und Amerikaner für die böse Politik der amerikanischen und europäischen Regierungen verantwortlich machen sollten?

 

Wenn man darüber nachdenkt, dann kann man erkennen warum es verdächtig ist, dass „moslemische Terroristen“ Anschläge nur gegen Unschuldige durchführen, die keinen Einfluss auf die Regierungspolitik haben. Warum nicht gegen die verantwortlichen Regierungsvertreter?

 

Wenn moslemische Terroristen so gescheit sind und Ereignisse wie 9/11 und den Nizza Truck-Attack ausführen können, dann sind sie auch klug genug um zu verstehen wer ihre wahren Feinde sind. Sie wissen, dass ihr Feind nicht der Franzose ist, der einen Abend auf einer französischen Straße feiert.

 

Wie ich früher schon angemerkt habe, sind die Haupt-Neokonservativen durch ihre hohen Positionen in den Regimen von George W. Bush und Obama bekannt. Ihre Verantwortung für die Jahre der US-Invasionen, Bombardierungen und Zerstörung Millionen moslemischer Menschen ist bekannt. Keiner der Neokonservativen hat irgendwelchen Schutz. Dennoch gab es nie einen terroristischen Anschlag gegen einen von ihnen.

 

Bedenkt man, dass die angeblichen moslemischen Terroristen so rücksichtslos mit ihrem eigenen Leben umgehen, dann hätten sie leicht den früheren Vizepräsidenten Dick Cheney beseitigen können, der nur minimalen Schutz hat. Bedenkt, das es keinen einzigen moslemischen Terroranschlag auf einen ungeschützten US-Senator oder Abgeordneten oder Presstituierten gegeben hat, die zwei Jahrzehnte lang glühend den mörderischen Krieg gegen Moslems unterstützt haben. Bedenkt, das die USA und Europa jetzt voll mit moslemischen Flüchtlingen aus den Kriegen Washingtons sind, und die terroristischen Ereignisse (die wahrscheinlich False Flags sind) sind selten.

 

In einer echten Demokratie mit echten Medien und einer echten Opposition würde man diese Fragen untersuchen und sie wären Teil einer öffentlichen Debatte, und würden nicht als „Verschwörungstheorie“ abgekanzelt. Wie ich in einem früheren Artikel berichtet habe, sind CIA-Dokumente aufgetaucht, die zeigen, dass die CIA den Begriff „Verschwörungstheorie“ erfunden hat, um eine echte Untersuchung über die Ermordung von Präsident John F. Kennedys zu verhindern.

 

(„Bist du ein Gedanken-kontrollierter CIA-Büttel?“)

http://www.paulcraigroberts.org/2016/08/31/are-you-a-mind-controlled-cia-stooge-paul-craig-roberts/

 

Um auf den eigentlichen Grund meines Briefs zurückzukommen, nämlich mein Dank für eure Unterstützung. Ich stimme mit den zahlreichen Lesern überein, die mir schreiben, dass sie ihre Zeit nicht mit dem Lesen der Kommentare vergeuden, wo der Großteil eh nur narzisstische Idioten und bezahlte Trolle sind und wo anonyme Kommentatoren nicht nur den Kolumnisten sondern sich auch gegenseitig beleidigen. Leser raten mir, die Kommentare einfach abprallen zu lassen.

 

Ich habe nicht aus Dünnhäutigkeit protestiert. So wie ich es sehe, finanzieren viele Regierungen, Regierungsbehörden und private Interessensgruppen und Individuen mit einem Plan, so wie Monsanto und George Soros, Trolle, um Internet-Autoren anzugreifen, die ihren Plänen kritisch gegenüberstehen. Andere Berichte besagen, dass Google bei der Regierungskontrolle über die Erklärungen mitarbeitet, indem sie das Auffinden von echten Geschichten erschweren. Andere Berichte besagen, dass Twitter und Facebook zensieren, was gepostet werden darf.

 

Der Vorgang zur Verunglimpfung von wahren Geschichten spielt sich folgendermaßen ab: Ein Autor liefert eine Erklärung, die von der offiziellen Erklärung abweicht. Auf ihn oder sie stürzen sich selbstverliebte Narzissten und Trolle.

 

Sein oder ihr Argument wird falsch dargestellt. Er oder sie wird als „Verschwörungstheoretiker“ gebrandmarkt, als „Büttel Putins“ oder „russischer Agent“, als „Antisemit“, als „anti-amerikanisch“, als „Reagan-Fürsprecher“. Wenn diese Kommentare erst einmal gepostet sind, dann verbreitet es das Troll-Netzwerk in den Sozialen Medien, in der Absicht den Autor zu verunglimpfen und seine oder ihre Motive und seinen oder ihren Geisteszustand mit Argwohn zu überziehen. Da die meisten Menschen schlecht informiert sind und Schwierigkeiten haben, zwischen der Matrix und der Realität zu unterscheiden, können die Trolle die Leserschaft dieser Autoren erfolgreich schmälern.

 

Es geht nicht um „Dünnhäutigkeit“ wenn man einen Vorgang ablehnt, der diejenigen diskreditiert, die wahre Informationen zur Verfügung stellen. Wenn der Zweck der Diskreditierung der Schutz der offiziellen Desinformation ist um die Erklärung zu kontrollieren.

 

Ständig fragen mich Leser, was man tun kann um die Kontrolle über die Regierung wiederzuerlangen.Meine Antwort lautet, dass man nichts tun kann solange die Menschen die Lage nicht verstehen. Ohne gute Informationen können sie die Situation nicht verstehen. Narzissten und Trolle arbeiten daran, die Menschen über legitime Quellen konfus zu halten.

 

Wenn die Kommentarspalten echte Namen und echte Email-Adressen verlangen würden, dann wären die Kommentare weniger schädlich für die Wahrheit, da die Kommentatoren weniger dazu neigen würden, unverantwortlich und boshaft zu schreiben.

 

Überall in der westlichen Welt, und das beinhaltet die asiatischen Provinzen des Amerikanischen Imperiums, ist es nahezu unmöglich akkurate Informationen zu erhalten. Der einzige Zweck der Informationen aus Washington und von den Druck- und Fernsehmedien und dem NPR ist es, die gefangene Bevölkerung dazu zu bringen, die offizielle Sichtweise (die der herrschenden Agenda dient) zu akzeptieren. Diejenigen die echte Nachrichten bieten, wie etwa RT, werden als Quelle von „Fake News“ angegriffen. Mit anderen Worten: Für Washington ist die Wahrheit ein Feind. Wie George Orwell sagte: „In Zeiten der universellen Täuschung ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt.“

 

Der Saker sagt, dass wir unser Hauptaugenmerk auf die „AngloZionistische Agenda“ einer US/israelischen Herrschaft richten müssen. Die bestimmende Tatsache unserer Zeit ist, dass jedes Land, das der US/israelischen Herrschaft im Weg steht, für eine Zerstörung vorgesehen ist.

 

Das ist unsere Realität.

 

Russland und China haben endlich kapiert, dass die demokratische Rhetorik, die aus Washington kommt, ein Tarnmantel für das Böse ist, das in der US-Regierung die bestimmende Kraft ist.

 

Werden Russland und China diese Herrschaft des Bösen akzeptieren oder nicht? Es ist eine sehr ernste Angelegenheit, dass Washington die russische und die chinesische Führung davon überzeugt hat, dass Washington einen nuklearen Erstschlag gegen sie vorbereitet. Das ist extrem besorgniserregend und nichts mit dem Narzissten und Trolle herumspielen sollten.

 

Für Alle, die fragen was man tun soll: Äußert euch lautstark gegen Washington, dass es alles Leben aufs Spiel setzt, wenn es Russland und China davon überzeugt, dass Washington ihre atomare Vernichtung vorbereitet. Um zu verstehen wie ernst die Lage ist: Stellen Sie sich die Frage, warum man in den westlichen Zeitungen und TV-Medien keine Proteste gegen eine solche Provokation Russlands und Chinas hört, nichts vom US-Senat, nichts vom Abgeordnetenhaus, nichts von den europäischen Führern, von kaum jemandem.

 

Die Abwesenheit von Protesten sagt den Russen und Chinesen, dass das Amerikanische Imperium einen Erstschlag für gut befindet. Wo ist die Stimme Merkels? Wo ist May? Wo sind die Stimmen der anderen Führer?

 

Die Abwesenheit von Protesten sagt Russland und China, dass die Entscheidung gefallen ist.


http://www.paulcraigroberts.org/2017/07/28/new-russian-sanctions-bill-washingtons-monument-criminality/

 

6. Das neue Russland-Sanktionsgesetz ist Washingtons Denkmal für die eigene Kriminalität

 

von Paul Craig Roberts, 28. 07.2017

 

 

Der Kongress der Vereinigten Staaten hat in beiden Häusern nahezu einstimmig deutlich gemacht, dass der Kongress lieber den Präsidenten der Vereinigten Staaten zerstört und die Gefahr eines Nuklearkriegs erhöht als einen Konflikt mit Russland durch die Normalisierung der Beziehungen zu vermeiden. Die Abstimmung für die neuen Sanktionen macht es für Präsident Trump sinnlos, gegen das Gesetz sein Veto einzulegen, denn es hat in beiden Kammern weit mehr als die erforderliche Zweidrittelmehrheit um ein Veto des Präsidenten zu überstimmen. Das einzige was Trump mit einem Veto erreichen würde, ist die falsche Behauptung zu belegen, dass er mit Wladimir Putin gemeinsame Sache macht.

 

Das neue Sanktionsgesetz schließt die Möglichkeit aus, die wachsenden Spannungen zwischen den beiden Nuklearmächten zu reduzieren. Es zeigt auch, welche Interessen – wenn überhaupt – der Kongress zur Reduzierung der Kriegsgefahr und zur Vermeidung der Spaltung mit Europa wegen der Sanktionen auch hat, der Kongress ein viel größeres Interesse daran hat, dass die Wahlkampfspenden des mächtigen und reichen Militär/Sicherheitskomplexes weiter fließen und und den wachsenden Hass auf Russland zu pflegen, der von den US-Medien ermuntert wird.

 

Diese rücksichtslose und unverantwortliche Handlung des US-Kongresses zeigt eindeutig, das Washington absichtlich den Konflikt mit Russland als Hauptelement amerikanischer Außenpolitik gewählt hat. Vielleicht gibt jetzt die russische Regierung ihre geliebte Illusion auf, dass man mit Washington zu einer Übereinkunft kommen könne. Wie ich schon des Öfteren geschrieben habe: Der einzige Weg, wie Russland mit Washington zu einer Übereinkunft kommen kann, ist die Kapitulation und Anerkennung amerikanischer Hegemonie. Jeder weitere Leugnung der russischen Regierung dieser offensichtlichen Tatsache würde eine gefährliche Illusion seitens der russischen Führung zeigen.

 

Das Feigenblatt, das der Kongress für seine Verletzung diplomatischer Protokolle und internationalen Rechts gewählt hat, ist die unbewiesene Behauptung über eine russische Einmischung zugunsten von Trump in die US-Präsidentenwahl. Eine Organisation ehemaliger US-Geheimdienstoffiziere hat vor kurzem angekündigt, dass eine forensische Untersuchung über das angebliche russische Computer-Hacking durchgeführt wurde. Und die Schlussfolgerung ist, dass es kein Hacking gegeben hat; es war eine interne undichte Stelle und der Leak wurde auf ein Medium kopiert und mit russischen „Fingerabdrücken“ versehen.

http://www.paulcraigroberts.org/2017/07/24/conspiracy-remove-trump-presidency-paul-craig-roberts/

(Anm.d.Ü.: siehe die Übersetzung des PCR-Artikel als Anhang zu dem V.I.P.S.-Memo an Trump:

Die Verschwörung, um Trump von der Präsidentschaft zu entfernen“

https://www.theblogcat.de/übersetzungen/memo-des-v-i-p-s/

 

Alles erstunken und erlogen, und jeder, der russisches Hacking behauptet, weiß das. Es gibt keinen Unterschied zwischen der Behauptung russischen Hackings und Hitlers Behauptung von 1939, dass „letzte Nacht polnische Truppen unsere Grenze überschritten haben“. Das war Hitlers Feigenblatt für seine Invasion Polens.

 

Dass der Kongress eine krass offensichtliche Lüge benutzt, um seine Verletzung internationalen Rechts zu rechtfertigen und absichtlich die Beziehungen sowohl mit Russlands als auch mit der EU zu verschlechtern, das beweist, wie entschlossen Washington ist, den Konflikt mit Russland zu intensivieren. Rechnet mit weiteren falschen Behauptungen, noch mehr Verteufelung, noch mehr Drohungen.

 

Mit Krieg ist zu rechnen.


http://thesaker.is/how-kiev-takes-kurt-volker-for-an-idiot/

 

7. Wie Kiew Kurt Volker zum Narren hält

 

von Scott Humor, 27.07.2017

Was auch immer der neue US-Sondergesandte für die Ukraine, Kurt Volker, von sich hält: in der Ukraine hat man ihm einen Bären aufgebunden, ob er nun wollte oder nicht.

 

Unter der eingeborenen Bevölkerung des Dreiecks Kiew-Dnepropetrovsk-Tel Aviv ist eine bevorzugte Masche der Immobilienbetrug.

 

Und der geht für gewöhnlich so: wir zeigen dir ein großartiges Grundstück mit Meerblick und du bezahlst uns Geld; nachdem wir das Geld erhalten haben verschwinden wir und du kannst dich dann mit dem rechtmäßigen Besitzer streiten.

 

Und so haben sie es mit Kurt Volker gemacht.

 

Am 24. Juli 2017 hat der US-Sondergesandte für die Ukraine, Kurt Volker, den Donbass in der Ostukraine besucht, um die „Lage“ in der Konfliktzone zu betrachten.

 

Die „Schwarzmarkt-Immoblienhändler“ aus Kiew, die sich als ukrainische Regierung tarnen, haben Mr. Volker bei seinen ahnungslosen Armen gepackt und ihn direkt in eine Stadt gebracht, die Bühne und Produktionsset für zahlreiche gefälschte „Dokumentationen“ über Kiews „Krieg mit Russland“ war.

 

Ein sehr ungewöhnlicher Krieg, der sich da in den letzten drei Jahren in einer Stadt abspielte mit dem Namen Avdeevka oder Avdiivka, je nachdem welchen Geisteszustand und Alkoholpegel man hat.

 

Hier in dieser Stadt, von der wir so viele Videos gesehen haben, beobachtet ein amerikanischer Diplomat das, was er später „die Front in Avdiivka“ nennt, so berichtet es der Fernsehsender UATV (UA/TV – Auslandssender der Ukraine), der staatliche ukrainische internationale Kanal.

 

Ukrainian International Broadcasting Channel UATV

 

(„UATV erweitert sein Sendegebiet auf Dänemark und Israel“)

http://usa.mfa.gov.ua/en/press-center/news-from-ukraine/1256-ukrajinsykij-kanal-inomovlennya-uatv-poshiryuje-movlennya-na-izrajily-ta-daniju

 

Nach Angaben der wahren Regierung der Ukraine (angesiedelt in den USA, siehe obigen link): „Der Start der internationalen Broadcasting Multimedia Platform der Ukraine (IBMPU) erfolgte am 1. Oktober 2015. Im Rahmen der IBMPU ersetzte der Sender „UATV“ den Satelliten-Sender „UTR“. Jetzt wird auf drei Satelliten gesendet: Amos 3, Azerspace 1 und Galazy 19, aber auch über Kabelnetzwerke in bestimmten Ländern, insbesondere Polen und Aserbaidschan.“ Hinzu kommt Dänemark und Israel.

 

Man sieht diesen Regierungssender und man erwartet dass die Berichterstattung wahr ist, wenn auch etwas langweilig. Zu unserem Glück ist das nicht der Fall. Stattdessen zeigt man uns einen brillant offenen Immobilienbetrug.

 

Urteilt selbst:

Bei 0:17 sagt die Moderatorin: „Ihm (Kurt Volker) wurde auch ein mehrstöckiges Wohnhaus gezeigt, das von russischen Hybrid-Kräften in der Ukraine zerstört wurde.“

 

Ich habe zweimal über diese inszenierte Provokation durch ukrainische Streitkräfte und TSN-Journalisten geschrieben, in den Sitreps am 13. und 15. März. Ich habe gewusst, dass sie dieses Gebäude wieder benutzen würden.

 

Letzten Frühling habe ich mehrere Videos eingestellt, die zeigen, wie ukrainische Streitkräfte mit ihrem Panzer dieses Gebäude beschossen haben.

 

11.März, Donbass, die Stadt Avdeevka, im vom ukrainischen Militär besetzten Gebiet.

 

Ukrainische Streitkräfte veranstalten eine Provokation, schießen auf ein 9-stöckiges Gebäude aus nächster Nähe, während Journalisten des Senders TSN filmen.

 

Video 11.03.2017 Eigenbeschuss durch UAF auf Avdeevka

(„13.März 2017: Der Kanal TSN fälscht für einen lebhaften Bericht über angeblichen Beschuss Avdiivkas durch die DNR dieses Video.

Ein zufälliger Augenzeuge macht jedoch eigene Aufnahmen, die zeigen, dass ein ukrainischer Panzer direkt auf das Hochhaus in der Stadt feuert.“)

 

Die Stimme in dem Video sagt: „(Sie) schießen direkt auf das 9-stöckige Gebäude, bei der Erweckungskirche. (Die Erweckungskirche ist eine Kirche an der Kathedralstraße in Avdeevka.) Das Gebäude wurde mehrfach getroffen. Ja. Das Gebäude wird direkt beschossen. Das ist verrückt.“

 

Und in meinem Artikel vom 15. März 2017 „Give the falling CIA APUSH“ schreibe ich:

 

Avdeevka, dort wo das ukrainische Militär ein 9-stöckiges Gebäude als Zielübung benutzte, bekommt Unterstützung."

 

Ein Propagandasender aus Kiew kam nach Avdeevka und hat Menschen interviewt.

 

Diese Interviews liefen aber nicht so wie geplant:

 

Interview mit Bürgern in Avdeekvka 

 

Ein ukrainischer Journalist: „Der Schrecken ist nach Avdeevka zurückgekehrt, als am helllichten Tag Rebellen eines der Hochhäuser beschossen haben. Viele Menschen mussten ihre Appartments verlassen.“

 

Andriy Tsaplienko: „Avdeekvka ist nicht nur irgendeine Stadt, sie liegt an der Front. Die Stadt hat mit diesen Wunden in ihren Steinkörpern zu überleben gelernt. Ich glaube dass der Frieden hier über den Krieg siegt.

 

Der 9. März war Taras Shevchenkos Geburtstag, aber man findet hier kaum Freunde von Kobzars poetischen Schöpfungen. Leicht findet man dagegen solche die nicht einmal das Wort 'Ukraine' ertragen können.“

 

Ein Mann in Blau: „Ich hasse euch. Ich hasse sogar das Wort 'Ukraine'. Ich hasse dieses Land und ich hasse seine Flagge.“ 

 

Andriy Tsaplienko: „Liebst du die Ukraine?“ 

 

Ein Mann in einer schwarzen Windjacke: „Warum sollte ich die Ukraine lieben? Sollte ich die Ukraine lieben wegen der VSU (Streitkräfte der Ukraine), die Dörfer und Städte beschießen?“

 

Andriy Tsaplienko: „Du glaubst also, dass die ukrainischen Streitkräfte Avdeevka beschießen?“

 

Der Mann in der schwarzen Windjacke: „Natürlich! Jede alte Frau kann dir hier sagen, dass die ukrainischen Streitkräfte die Stadt beschießen.“

 

Andriy Tsaplienko: „Sie wiederholen Wort für Wort die russische Propaganda. Das ist das Ergebnis des Kiewer Informationskriegs. Ihr Wissen (der Menschen im Donbass) über die Realität ist so verdreht, dass sie sich weigern, die einfache Tatsache zu verstehen, dass die Terroristen aus der besetzten Stadt Yasinovataya feuern.“

 

 

Der Kern der Geschichte ist, dass die Bewohner tatsächlich sehen können wie die ukrainischen Streitkräfte auf Gebäude in Avdeevka schießen, so wie es in dem Video über den Beschuss gesagt wird.

 

Wie man in all diesen Videos sehen kann, wurde Kurt Volker genau das selbe graue Ziegelgebäude gezeigt, dass von dem Panzer der ukrainischen Streitkräfte zerstört wurde und von den Bewohnern verlassen wurde.

 

Man sieht dass das alles ein Betrug ist. Wenn Kurt Volker dieses Gebäude als Vorwand benutzt, um der Junta in Kiew Millionen für den Kauf tödlicher Waffen zuzuschanzen, dann wird er zu einem Mitverschwörer. Er betrügt aktiv sein Wahlvolk.

 

Mit dem Wissen, dass jene Leute, denen Mr. Volker Geld für Waffenkäufe geben will, gegenwärtig von einer russischen Untersuchungskommission untersucht werden und einige von ihnen von russischen Gerichten wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt worden sind, sollte Mr. Volker darüber noch einmal nachdenken bevor er sich einmischt. Jemand muss die Reparationen für das Volk im Donbass bezahlen und es könnte sein dass er es ist.

 


http://www.paulcraigroberts.org/2017/07/26/trump-moved-aside-conflict-russia-can-proceed/

 

8. Trump wird zur Seite geschoben, damit der Konflikt mit Russland weitergehen kann

 

von Paul Craig Roberts, 26.07.2017

 

 

Was hat der Kongress mit seinem dummen Gesetz vor, das weitere Sanktionen vorsieht und die Macht von Präsident Trump einschränkt, die Sanktionen zurückzunehmen, die Präsident Obama beschlossen hat?

 

Der Kongress tut zweierlei. Zum Einen bedient der Kongress seine Spender im Militär/Sicherheitskomplex, indem man härter zu Russland ist und damit die orchestrierte Bedrohung am Leben erhält. Damit Amerikaner, denen man eine Krankenversicherung vorenthält, nicht auf das massive Militär/Sicherheitsbudget schauen, wo man das Geld für eine Krankenversicherung finden könnte.

 

Zum Anderen wird Trump in eine Zwangslage gebracht. Wenn Trump sein Veto gegen diese Einschränkung der präsidialen Macht einlegt, dann werden der Kongress und die presstituierten Medien das Veto als den endgültigen Beweis präsentieren, dass Trump ein russischer Agent ist und mit seinem Veto Russland schützt. Wenn Trump das Gesetz nicht ablehnt, dann hat Trump kapituliert und akzeptiert, dass er die gefährlichen Spannungen mit Russland nicht verringern kann.

 

Anders ausgedrückt: Das Gesetz ist für Trump eine Lose-Lose-Situation. Sogar Republikaner unterstützten das Gesetz und sabotieren damit ihren Präsidenten.

 

Gestern habe ich auf NPR (öffentliches Radioprogramm) ein orchestriertes, inszeniertes „Interview“ zwischen zwei Frauen in der Sendung „All Things Considered“ gehört (auf NPR wird nie alles in Betracht gezogen). Es war eine Propagandaschau mit Schwerpunkt auf Trumps Enttäuschung über Jeff Sessions, den Trump dummerweise zu seinem Justizminister ernannt hatte.

 

Als Trump Sessions nominierte, da drehten die Demokraten und die Presstituierten durch. Sessions sei „unqualifiziert“, ein „Rassist“, bla bla. Aber jetzt ist Sessions der Held der Presstituierten und der Demokraten. Sie lieben ihn, denn er hat Trump in der Frage verraten, ob eine Untersuchung über Trump als vermeintlichen „russischen Agenten“ gerechtfertigt ist – durch einen unabhängigen Ermittler, der zufällig ein Mitglied des herrschenden Anti-Trump-Establishments ist.

 

Mit anderen Worten: Sessions, der zuvor vom Establishment verprügelt wurde, hat Angst davor, seine Arbeit zu tun.

 

Mit anderen Worten: Trump hatte, wie ich vorausgesagt habe, keine Ahnung als er seine Regierung zusammenstellte.

 

Und jetzt leidet er unter seiner Unwissenheit.

 

Worum ging es in dem inszenierten NPR-Interview der beiden Frauen? Es ging darum, dass Sessions, im Gegensatz zu Trump, das Gesetz beachtet, während Trump das Gesetz beugen will um sich selbst zu schützen. Das Interview so war inszeniert, die zwei Frauen mussten es gar nicht sagen, dass Trumps Ärger über Sessions als Beweis für Trumps Schuld in irgendeiner ungesetzlichen „russischen Verbindung“ daherkam.

 

Mit anderen Worten: das war eine sorgfältig konstruierte Anspielung. Wer hat diese Anspielung konstruiert? Die Frauen bei NPR haben nur ein Manuskript abgelesen.

 

So weit ich sehe, gibt es in Trumps Regierung nicht einen, der loyal zu Trump ist oder der bereit ist Trumps Bemühungen zu unterstützen, dass die Provokationen gegenüber den Russen aufhören und für Israel im Nahen Osten nicht länger die Militärmacht zu spielen. So weit ich sehe, unterstützt nicht nur die Demokratische Partei sondern auch die Republikanische Partei die linke Ansicht, dass die Wahl von Trump nicht legitim war, denn er wurde durch die Stimmen illegitimer Menschen gewählt – den „Miserablen“, um Hillarys Ausdruck zu verwenden.

 

Wer sind die „Miserablen“? Sie sind das Überbleibsel der amerikanischen Arbeiterklasse. Es sind die Menschen, deren Jobs von den globalen US-Konzernen nach Asien verlagert wurden, damit die Aktieninhaber und die Vorstände aus den niedrigeren Arbeitskosten höhere Gewinne abschöpfen können. Es sind die Menschen, die sich, um sich über Wasser zu halten, wegen des fehlenden Einkommens verschulden mussten, und deren Schulden jetzt so hoch sind, dass sie kein verfügbares Einkommen mehr haben. Ein riesiger Anteil der amerikanischen Bevölkerung ist nicht in der Lage, $400 aufzubringen ohne persönlichen Besitz zu verkaufen.

 

Mit anderen Worten: Sie sind die Flüchtlinge einer zerstörten amerikanischen Mittelschicht.

 

Trump hat sich für sie eingesetzt, gegen die Reichen die sie ruiniert haben. Und jetzt ruinieren die Reichen Trump.

 

Das wird eine Lektion sein. Ab jetzt wird es in den Vereinigten Staaten niemand mehr wagen, sich für das amerikanische Volk einzusetzen. Amerika ist für die Amerikaner nicht mehr als die Welt für die Völker der Welt. Amerika und die Welt sind für das Eine Prozent da. Und sonst niemanden. Russland, China und der Iran stehen dem im Weg und daher stehen sie auf der Abschussliste Washingtons.

 

Es ist herzzerbrechend mitanzusehen, dass die Russen immer noch glauben, dass sie mit Washington einen Deal erreichen können, obwohl ihnen eine Lektion nach der anderen das Gegenteil zeigt. Diese unrealistische Hoffnung wird Russland zerstören. Die russische Regierung greift weiterhin nach Strohhalmen und wird kalt erwischt werden.

 

Es ist äußerst erstaunlich, dass die russische Regierung glaubt, dass irgendein Abkommen mit Washington irgend etwas wert sei. Und das nach der umfangreichen Geschichte von gebrochenen Abkommen Washingtons.

 

Vielleicht ist sich Russland über das Böse bewusst, das sie in Washington vor sich haben. Vielleicht ist die russische Betonung der Diplomatie nur ein Weg um Zeit zu gewinnen, um sich auf den Krieg vorzubereiten, den Washington über sie bringen will.

 

Es gibt wenig Zweifel: das große und wunderbare Leuchtfeuer der Demokratie in Washington, auch bekannt als die Regierung des „einzigartigen“ Volks und des „unverzichtbaren“ Landes, hat sich in Selbstüberschätzung und Arroganz verirrt und wird das Leben auf Erden zerstören.


http://www.fort-russ.com/2017/07/bbc-trounces-taxpayer-while-belittling.html

 

9. Die BBC nimmt die Steuerzahler aus und macht sich über unabhängigen Journalismus lustig

 

von Russell Bentley, 24.07.2017

 

 

Heute morgen bin ich mit Sam Brights BBC-Schmähstück über Journalisten im Donbass aufgewacht, die zur Unterstützung ihrer Arbeit Crowdfunding benutzen.

 

(„Der kommunistische Soldat, der Wohltätigkeitsseiten benutzt um seinen Krieg zu finanzieren“

http://www.bbc.com/news/blogs-trending-40647061

 

Das kam nicht unerwartet, aber es war schlimmer als erwartet. Mit „schlimmer“ meine ich, dass es erbärmlicher, einseitiger und verfälschender war als ich erwartet habe. Aber man kann daraus einige wichtige Lehren ziehen, über Propaganda, Meinungsfreiheit und Pressefreiheit und wie „Presstituierte“ wie Bright, King und die BBC das genaue Gegenteil von dem geworden sind was sie vorgeben.

 

Sam Bright ist ein freischaffender Autor mit Verbindungen zur BBC, einem staatlichen Propagandaladen, der von der britischen Regierung kontrolliert wird. Bright ist ebenso der journalistische Arschkriecher eines Pro-Nazi-Propagandisten namens Alex King, der auf einem YouTube-Kanal und auf Twitter nachweislich Falschinformationen produziert. Bright und die BBC haben mit der Veröffentlichung dieses erlogenen Berichts jeden Anspruch verloren, dass sie irgend etwas mit journalistischer Integrität zu tun haben. Der einzige Zweck ist, die Finanzierung von echtem und unabhängigem Journalismus im Donbass abzuwürgen, der den blanken Lügen der Propagandisten und von Quatschköpfen wie King, Bright und der BBC entgegentritt.

 

King, der seine „Arbeit“ ebenfalls mit Spenden finanziert, wurde durch einen erfolgreichen Crowdfunder beunruhigt, den ich zur Veröffentlichung eines Buches über meine ersten sechs Monate als Soldat in der novorussischen Armee im Donbass gemacht habe. Also hat er sich bei Indiegogo beschwert, der Plattform, die ich zur Finanzierung meines Buches benutzte. Die haben ihn mit einem Lachen abgefertigt und so hat er seine hirnlosen Zwerge auf Twitter losgeschickt, die sich bei Indiegogo beschwerten, ich sei ein „Terrorist“, „Kindsmörder“, „russischer Söldner“ und „illegal in der Ukraine“.

 

Das ist natürlich alles Quatsch und Indiegogo hat es nicht abgenommen. Sie haben gelacht, die Kampagne geht weiter. Auftritt Arschkriecher Bright und BBC.

 

Die haben jetzt einen Artikel veröffentlicht, der genau Null mit englischen Nachrichten zu tun hat und voll ist mit Lügen, von der Überschrift bis zu praktische jedem Satz in dem Artikel. Und was es dabei am wichtigsten zu bedenken gibt ist die Motivation und das Timing dieses Mumpitz, den sie als „News“ verkaufen wollen.

 

Dieser Artikel von Bright und der BBC, auf Geheiß von King, ist in Wahrheit ein Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit, und ein Angriff auf die Wahrheit. Von Presstituierten, die sich als Journalisten ausgeben, aber die tatsächlich Propagandisten und Lügner sind, die versuchen, die Wahrheit zu unterdrücken. Denn was sie verkaufen, das sind Lügen...

 

Alex King aus London begann auf Twitter mit der „Free Savchenko“-Kampagne. Nadja Savchenko ist eine verurteilte Mörderin zweier russischer Journalisten im Donbass, eine wütende Psychopathin, ein Neonazi, und mehr Manns als King und Bright zusammen. Und King verlangte für seine Heldin „Gerechtigkeit“. Aber Gerechtigkeit war es nicht. Weniger als zwei Jahre nach ihrer Verurteilung wurde sie bei einem Gefangenenaustausch für Kriegsgefangene des Donbass aus Russland entlassen. Zwei Jahre für Mord? Soll das Gerechtigkeit sein?

 

King bittet jetzt seine mehr als 3.000 Follower um Geld, damit man „Satellitenbilder kaufen kann, die 'beweisen', dass die russische Armee die Ukraine überfallen hat“. Dabei spielen die Fakten keine Rolle, dass die EU, ukrainische Regierungsvertreter und sogar der ICJ in den Haag offen kundgetan haben, dass es KEINE „russische Invasion“ gegeben hat. King bekommt immer noch Geld von seinen idiotischen „Followern“ um seine offensichtlich falsche Propaganda zu finanzieren. Aber ich denke dass er nicht viel bekommt. Er bedankt sich bei einem seiner leichtgläubigen und schwachsinnigen Spender für 10 englische Pfund und sagt: „Mit 100 könnte ich mehr tun.“ LOL. Der Fundraiser für mein Buch hat seit sechs Wochen durchschnittlich $1.000 pro Woche, King bettelt für umgerechnet $130. Bettelt. Und will hinterhältig meine breite und erfolgreiche Unterstützung abwürgen. Jetzt mit Hilfe der BBC.

 

Das Crowdfunding für mein Buch ist in keinster Weise illegal. Was King und seine Lakaien und Follower sagen – ich sei ein „Terrorist“, „Söldner“, „Krimineller“, „Kindsmörder“, „von Moskau bezahlt“ – das sind alles Lügen. Aber dennoch versuchen sie und die BBC – zu ihrer ewigen Schande – die Finanzierung abzuwürgen, nicht nur für mich, sondern für alle unabhängigen Journalisten, die nicht den selben Scheißdreck wie sie über die Neonazis in Kiew und den Krieg im Donbass verkaufen.

 

Das ist buchstäblich ein Angriff auf Redefreiheit, Pressefreiheit und die Wahrhheit, durch lügenden Abschaum, die sich selbst „Journallisten“ nennen, aber in Wahrheit die Verkörperung des Wortes „Presstituierte“ sind. Für Geld verkaufen sie Lügen und wollen jenen Menschen die Grassroots-Finanzierung abschneiden, die ihr Leben vor Ort riskieren um die Wahrheit zu berichten. Wenn die Leute uns und unsere Arbeit nicht unterstützen würden, dann würden sie uns kein Geld schicken um weiterzumachen. Aber das tun sie, und zwar freiwillig. Und diese Nazis wollen sie abschalten. Sie wollen EUCH abschalten.

 

Die gottverdammte BBC verlangt von den Briten jährlich eine Fernsehgebühr. Das ist vorgeschrieben. Was ich und andere Journalisten hier machen, das erhält die Unterstützung von Menschen die wissen, dass wir die Wahrheit sagen. Es ist freiwillig, dennoch tun es viele Menschen, mit Tausenden von Dollars. Denn sie respektieren und schätzen unser Risiko und unsere Arbeit. Und die Wahrheit. Was die BBC, King und Bright machen, das ist der Versuch, die Wahrheit, die Meinungsfreiheit und die Pressefreiheit zu unterdrücken. Sie wollen die Menschen daran hindern uns für diese Aufgabe zu unterstützen. Das ist Die Große Lüge, großgeschrieben. „Die Miniwahrheit“, das betreiben sie (King, Bright und BBC), nicht wir.

 

Die gottverdammte BBC bekommt jährlich $4,8 Milliarden USD, um ihren Quatsch und ihre Lügen zu verbreiten. Ich versuche $9.000 aufzutreiben, damit ich ein Buch über meine eigenen Erfahrungen veröffentlichen kann, die ihre Lügen kontern. Und die BBC arbeitet jetzt mit und für professionelle Lügner und Pro-Nazi-Propagandisten wie Alex King, um mich abzuwürgen. Hier gibt es etwas zu lernen, wer etwas lernen will.

 

Wenn ihr die Meinungs- und Pressefreiheit unterstützt, wenn ihr die Wahrheit unterstützt, dann könnt ihr zum Crowdfunder für mein Buch beitragen:

https://www.indiegogo.com/projects/lucky-man-the-book-about-texas-in-donbass-war-adventure#/

 

Es bleiben noch 9 Tage und ich stehe bei $5.528, das sind 61% meines Ziels (Anm.d.Ü.: jetzt 7 Tage und $6.708, jetzt 75%). Der beste Weg wie man professionellen Lügnern wie King, Bright und der BBC den Mittelfinger zeigt, ist jene zu unterstützen, die deren Lügen und ihre Kampagnen zur Unterdrückung der Wahrheit und der Freiheit des Denkens, der Rede und der Presse aufdecken.

 

Feiglinge hassen die Tapferen, Narren hassen die Weisen und Lügner hassen die Wahrheit. DARUM geht es hier. Wir oder sie, und es liegt an euch herauszufinden, wer wer ist. Und auf welcher Seite ihr steht.

 

Graham Phillips und Donbass Rose sind Journalisten denen ich hier im Donbass traue, unterstütze und respektiere. Ich bin jederzeit bereit mit ihnen zusammenzuarbeiten, um der Pro-Nazi-Propaganda von Abschaum wie King, Bright und der BBC zu entgegnen. King, Bright und die BBC gefährden das Recht der Menschen, unsere Arbeit zu unterstützen.

 

Lasst diesen Angriff nicht unbeantwortet. Tut euren Teil. Unterstützt die Meinungsfreiheit gegen ihre Feinde. Wenn ihr könnt, tragt dazu bei.

 

Setzt ein Zeichen für die Wahrheit und die Freiheit der Gedanken, der Rede und der Presse. Lasst uns die Versuche dieser Clowns zur Unterdrückung der Pressefreiheit zu einer Lektion für sie werden. Bedanken wir uns bei diesen professionellen Lügnern, dass sie meinen Crowdfunder veröffentlicht haben. Das ist journalistisches Judo, lasst uns ihre Macht gegen sie verwenden.

 

Beteiligt euch wenn ihr könnt. Für die Wahrheit. Sie ist heute ein seltenes Gut...

Anm.d.Ü.: In der Zwischenzeit hat Indiegogo den Crowdfunder für Bentley zurückgezogen und eingestellt. "Saubande"!


http://www.paulcraigroberts.org/2017/07/25/armageddon-two-one-half-minutes-away/

 

10. Armageddon ist zweieinhalb Minuten entfernt

 

von Paul Craig Roberts, 25.07.2017

 

 

Seid ihr bereit zu sterben? Du und ich, wir werden sterben, aber nicht an Altersschwäche, denn unsere amerikanischen Mitbürger sind so doof, unwissend und hirngewaschen, dass sie die Lügen glauben, die uns in unsere sichere Zerstörung führen werden. Das ist das, was uns die Atomwissenschaftler sagen. Und sie haben Recht.

http://www.globalresearch.ca/the-doomsday-clock-two-and-a-half-minutes-to-midnight-ever-closer-to-nuclear-war/5600715

 

Versteht ihr die Absurdität? Präsident Trump steht voll unter Beschuss durch den Militär/Sicherheitskomplex, die presstituierten US-Medien, die Demokratische Partei und viele Republikaner, wie etwa den Republikanischen Senator Lindsey Graham aus South Carolina und den Republikanischen Senator John McCain aus Arizona, nur weil Präsident Trump die gefährlichen Spannungen zwischen zwei großen Nuklearmächten reduzieren will.

 

Was erklärt den vollständigen Mangel an Besorgnis um ihr eigenes Leben bei den Menschen in South Carolina und Arizona, die immer wieder zwei Schwachsinnige in den Senat entsenden, die dazu entschlossen sind, einen Krieg zwischen den USA und Russland zu provozieren?

 

Es sollte einem die Haare aufstellen, dass man diese Frage in allen 50 Staaten stellen kann, und in fast jedem Wahlbezirk.

 

Die gleiche Frage kann man dem Bordell stellen, das sich „amerikanische Medien“ schimpft. Es wird keiner mehr am Leben sein um die Schlagzeilen über den Krieg zu formulieren oder zu lesen, den sie fördern helfen.

 

Die Vereinigten Staaten und mit ihnen der Rest der Welt, zusammen mit allem Leben auf Erden, werden durch das totale Scheitern amerikanischer Führung ins Grab geschickt.

 

Was stimmt nicht mit den Amerikanern, dass sie nicht verstehen können, dass ein jeder „Führer“, der einen Krieg mit einer großen Nuklearmacht provoziert, sofort als kriminell Verrückter eingeliefert werden sollte?

 

Warum sitzen Amerikaner Abend für Abend vor der Glotze und saugen die Lügen auf, die sie ohne jeden Zweifel zum Tode verurteilen werden?

 

Amerika hat sich selbst und die Welt im Stich gelassen.


https://www.strategic-culture.org/news/2017/07/25/eu-faces-dilemma-stand-tall-or-kneel.html

 

11. Die EU steht vor einem Dilemma: Standfest sein oder niederknien

 

von Alex Gorka, 25.07.2017

 

 

Das Weiße Haus hat angedeutet, dass Präsident Donald Trump weitreichende Sanktionsmaßnahmen gegen Russland unterzeichnen würde, die der Kongress schon am 25. Juli beschließen könnte. Das würde ihn dazu verpflichten, die Erlaubnis des Kongresses einzuholen, bevor er wirtschaftliche Maßnahmen gegen Russland aufheben oder verringern will. Sarah Sanders, die Sprecherin des Weißen Hauses, verkündete am 23. Juli, dass die Regierung die neue Formulierung des Gesetzes unterstütze und deutete an, dass Präsident Trump es unterzeichnen würde. Die Strafmaßnahmen gegen Russland sind Teil eines Countering Iran's Destabilizing Activities Act (Gesetz über Maßnahmen gegen die destabilisierenden Aktivitäten Irans), das nicht nur den Iran sondern auch Nordkorea ins Visier nimmt. Die Maßnahmen sehen neue Sanktionen gegen wichtige Teile der russischen Wirtschaft vor.

 

Alle Versprechen und Zusicherungen sind vergessen, und die USA haben eine einseitige Entscheidung getroffen und missachten die Meinung der europäischen Partner. Im Gegenzug bereitet die EU Gegenmaßnahmen gegen die USA vor, falls die neuen Russland-Sanktionen, die europäische Geschäfte treffen würden, umgesetzt würden. Die Europäische Kommission, die Exekutive der EU, hat zu einer dringenden Überprüfung von Vergeltungsmaßnahmen aufgerufen. Sie glaubt, dass Brüssel „innerhalb weniger Tage bereit sein sollte“, falls die US-Maßnahmen „ohne die Bedenken der EU beschlossen werden sollten“. Zu den Antworten könnte die Einschränkung der US-Rechtsprechung über EU-Firmen gehören.

 

Nach Angaben der Financial Times beinhalten die in der Stellungnahme der EU enthaltenen Optionen den Einsatz europäischer Gesetze, um US-Maßnahmen vor der „Anerkennung und Umsetzung“ in Europa zu schützen und die Vorbereitung „WTO-gemäßer Gegenmaßnahmen“. Wie Politico zitiert, schlägt das Memo vor, dass Brüssel eine „öffentliche Erklärung“ der Trump-Administration will, dass sie keine neuen Sanktionen anwenden, die die europäische Interessen betreffen. Die europäischen Maßnahmen könnten Folgendes beinhalten:

 

  1. Eine öffentliche Erklärung der US-Regierung, dass gegen europäische Firmen keine willkürlichen Maßnahmen angewendet werden.

  2. Der Einsatz der „EU Sperrklausel“, eine EU-Regulierung (Council Regulation 2771/96), die besagt, dass keine Entscheidung, die auf extraterritorialen US-Gesetzen basiert, in der EU durchsetzbar ist.

  3. Mögliche Gegenmaßnahmen gemäß der Welthandelsorganisation WTO.

 

Deutschland hat bereits vor möglichen Gegenmaßnahmen gewarnt, sollten die USA deutsche Firmen sanktionieren, die beim Bau einer neuen baltischen Pipeline für russisches Gas beteiligt sind.

 

In Europa wird allgemein vermutet, dass die Strafmaßnahmen der USA sich weit über das Nordstream 2 Gas-Projekt erstrecken und auch die Pipelines beinhalten könnten, die durch ukrainisches Territorium führen, sowie Pipeline-Projekte in der kaspischen Region und die Erschließung des Zohr Gasfelds vor der Küste Ägyptens. Daneben könnte das Gesetz „eine potentiell große Anzahl europäischer Firmen betreffen, die legitime Geschäfte nach den Regeln der EU mit russischen Firmen betreiben, unter anderem Eisenbahn, Finanzen, Schifffahrt oder Bergbau.“

 

Im Juni haben Deutschland und Österreich scharf den US-Senat für die Verschärfung der Sanktionen gegen Russland kritisiert (siehe https://www.theblogcat.de/archiv/juni-2017/ Nummer 17). Sie werfen den USA die Gefährdung der europäischen Energieversorgung vor.

 

Die russische Antwort auf die westlichen Sanktionen 2014 haben die europäische Wirtschaft am stärksten getroffen. Letztes Jahr schätzte das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung, dass der Handelskrieg die EU über 100 Milliarden Euro und bis zu 2,5 Millionen Arbeitsplätze kosten wird. Im Gegensatz dazu haben die USA die Handelsbeschränkungen kaum gespürt. Wirtschaftsverbände in Deutschland, Italien, Griechenland und in anderen Ländern der Europäischen Union haben öffentlich gegen die Fortsetzung der Sanktionen protestiert.

 

Deutschland, Europas größte Wirtschaft mit den meisten Handelsbeziehungen zu Russland, hat am meisten unter den Sanktionen gelitten. Bis zu 30.000 deutsche Firmen haben in Russland investiert, damit stehen etwa eine halbe Million Arbeitsplätze auf der Kippe und es drohen Einnahmeverluste von €30 Mrd., so das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung. Eine der größten Oppositionsparteien Deutschlands, die AfD, verlangt sogar ein Ende der Sanktionen, die dem Land Baden-Württemberg großen Schaden zugefügt hätten. Das Bundesland mit seiner hoch entwickelten Wirtschaft beheimatet über 900 Firmen mit Niederlassungen in Russland.

 

Das Gesetz fördert offen die US-Interessen der amerikanischen LNG-Lieferanten um mit der russischen Gazprom zu konkurrieren. Washington kann hinter verschlossenen Türen Druck auf die Entscheidungen der EU ausüben, da es der dominante stille Partner der Union ist. US-Gesandte nehmen regelmäßig an den Treffen des EU-Ausschusses der ständigen Vertreter (Botschafter) teil. Daneben kann sich Washington immer noch auf die UK und einige andere EU-Länder wie Polen, Rumänien und die baltischen Staaten verlassen.

 

Die USA kümmern sich nicht um die europäischen Alliierten, denn sie wissen, dass die EU durch schwere Zeiten geht und die Mitglieder tief gespalten sind. Innere Spaltungen stellen ihre Zukunft in Frage. Es gibt eine ganze Reihe von Problemen die gelöst werden müssen. Das erlaubt es Washington, sein eigenes Süppchen zu kochen. Die russischen Raketentriebwerke RD-180 und RD-181 sind von dem Gesetz ausgenommen um die Interessen der NASA zu erfüllen, aber europäische Projekte für Pipeline-Konstruktionen werden betroffen sein, wenn das Gesetz kommt.

 

Ein weiteres Beispiel: Der National Defense Authorization Act für das Fiskaljahr 2018 beinhaltet die Entwicklung von Boden-Mittelstreckenraketensystemen, in Widerspruch zu Artikel VI des INF-Vertrags (Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme). Der einzige Ort an dem die Raketen stationiert werden können, ist Europa. Das Gesetz sieht die Entwicklung von Waffen vor um die Europäer zu schützen – ohne deren Einwilligung! Russland wird darauf mit der Stationierung eigener Mittelstreckenraketen antworten müssen. Infolgedessen werden amerikanische Verbündete in Europa zum Ziel werden, was angeblich die Sicherheit der USA erhöht, indem sie dem Militär die Möglichkeit bieten, einen Erstschlag gegen die strategischen Kräfte Russlands zu führen, wobei das strategische Arsenal der USA intakt bleibt. In Wahrheit werden die USA ihre Erstschlag-Fähigkeit erhöhen und dabei gleichzeitig die europäische Sicherheit untergraben.

 

Bisher hat Europa darin versagt, dem amerikanischen Druck zu widerstehen. Dies ist ein weiterer Versuch, standzuhalten und Washington zu trotzen. Die Europäische Kommission wird die nächsten Schritte am 26. Juli gleich nach der Abstimmung des US-Kongresses diskutieren. Das bedeutet nicht, dass endgültige Entscheidungen getroffen werden, falls die USA die Maßnahmen bewilligen (was erwartet wird). Aber es wird der Beginn einer ernsthaften Debatte über Sofortmaßnahmen sein, die ohne viel Verzögerung beschlossen werden müssen. Alle 28 EU-Mitglieder müssen zustimmen. Das Ergebnis wird eine Bewährungsprobe für die Einheit Europas sein, um zu zeigen ob der Block tatsächlich eine mächtige Allianz der Länder ist, bereit, seine Interessen zu schützen. Oder ob er nichts weiter ist als eine Marionette an Fäden, die nach der US-Pfeife tanzt.


https://www.opednews.com/articles/1/Empire-of-Whiners-by-Pepe-Escobar-Empire_Hegemony_Iran_Korea-170723-851.html

 

12. Das Imperium der Jammerlappen

 

von Pepe Escobar, 23.07.2017 from Sputnik

 

 

Es gibt einen neuen Bericht des Army War College, der den Verlust der „US-Vorherrschaft“ rund um die Welt nachzeichnet, und er schlägt mehr vom Gleichen vor: Propaganda, Überwachung und Krieg.

 

Es ist allgemein bekannt, dass die Vereinigten Staaten aus der Sicht des Pentagon vor fünf existentiellen Bedrohungen stehen: Russland, China, der Iran, Nordkorea und der Terrorismus, in dieser Reihenfolge. Jenseits aller Rhetorik sollten alle Aktionen des Pentagon in diesem Rahmen verstanden und analysiert werden.

 

Jetzt hätte die öffentliche Meinung Zugang zu einem sogar noch faszinierenderem Dokument; eine neue Studie des Army War College mit dem Titel „At Our Own Peril: DoD Risk Assessment in a Post-Primacy World“ („Auf eigene Gefahr: Risiko-Einschätzung des Verteidigungsministeriums in einer Welt nach der Vorherrschaft“) Der Leser wird ermutigt, es herunterzuladen und das Kleingedruckte zu studieren.

 

Der Wissenschaftler Nafeez Ahmed hat einige hilfreiche Dekodierungen dieser misslichen Lage in einer „Post-Vorherrschaft“ vorgeschlagen. Man hat praktisch 10 Monate gebraucht, um das Dokument zu fertigen.

 

Die intellektuelle Feuerkraft dafür stammt aus allen auf der Welt verstreuten Abteilungen des Pentagon, sowie von der Defense Intelligence Agency (DIA), dem National Intelligence Council, und die sprichwörtlich neokon-lastigen Denkpanzer wie das American Enterprise Institute (AEI), das Center for Strategic and International Studies (CSIS), die RAND Corporation und das Institute for the Study of War.

 

Und das alles wozu? Um das Offensichtliche zu verkünden – dass die USA ihre „Vorherrschaft“ verloren haben; und um mehr vom Gleichen vorzuschlagen, so wie die Orwellsche Überwachung; „die strategische Manipulation der Wahrnehmungen“, sprich Propaganda; und eine größeres und flexibleres Militär, so wie in noch mehr Krieg.

 

Wenn das alles ist, was die US-Militär-“Intelligenz“ zu bieten hat, dann können sich die stärksten Konkurrenten Russland und China gleich einen Gin Tonic schnappen und am Swimmingpool relaxen.

 

Oh, ihr verdammten Revisionisten

 

Die Studie ist ein klassisches Stück kurzsichtigen Exzeptionalismus – die wenigstens ein bisschen Unterhaltungswert hätte, wenn sie mit etwas rhetorischem Pfeffer präsentiert worden wäre.

 

Russland und China werden pflichtbewusst als „revisionistische Kräfte“ beschrieben (hört sich das nicht nach Mao in den 1950ern an?), die man daran hindern sollte, dass sie ihre eigenen legitimen, nationalen Interessen verfolgen. Warum? Weil das eine Gefahr darstellt, die die US-Hegemonie untergräbt.

 

Leser der Studie sollten nicht versuchen, irgendwelche konkreten Beweise zu finden, dass Russland und China eine ernste Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstellen. Sie sollten sich auf die US-Konzernmedien verlassen, die diese ganzen „Gefahren“ jeden Tag 24 Stunden lang hinausposaunen.

 

Wenn es um den Iran und Nordkorea geht, wird die Sache immer kurioser – beide werden ebenfalls unablässig von den Medien und dem US-Denkpanzerland dämonisiert. Das Problem ist nicht, dass sie eine nukleare Bedrohung darstellen würden; das Problem ist, dass sie Hindernisse für eine schleichende Erweiterung der „US-geführten Ordnung“ sind.

 

Parallel dazu stören sich die US-Militär-Geheimdienste an den „undurchsichtigen, weniger offensichtlichen Formen staatlicher Aggression“. So wie die „Gefahr“ durch Sputnik und RT, zum Beispiel.

 

Tatsachen“, jede echte Tatsache, die die Rechtmäßigkeit des Hegemons in Frage stellt, wird von der Studie als Hauptgrund für den Niedergang der USA angesehen. OK, das Pentagon betreibt keine Ironie, also darf man nicht erwarten, dass irgendein Experte anerkennt, dass diese echten Tatsachen gleichzeitig die Aktionen des Imperiums enthüllen und ihre Rhetorik entlarven.

 

Die Zirkelschluss-Logik der Studie ist eine Geisel der imperialen Logik – was sonst. Die Militärmacht der USA wird im Grunde als ein Werkzeug zum Gängeln und Zwingen anderer Nationen beschrieben, damit die den Diktaten des Reichs folgen.

 

Sogar progressive US-Analysten kapieren immer noch nicht, warum nach kurzen 70 Jahren Vorherrschaft das amerikanische geopolitische Primat in Eurasien am Ende ist. So sehr der interne Krieg zwischen Trump und dem Tiefen Staat diesen Vorgang beschleunigen könnte: hier geht es immer noch um die Welt nach 9/11.

 

Was diese „Experten“ dazu führt, das Konzept der Verteidigung in Stücke zu schlagen – und in eine Offensive zu verwandeln. Das Imperium behält sich immer das Recht vor, auf Heavy Metal zu machen, wann immer ihm danach ist. Wenn ein Akteur dieses souveräne imperiale Recht anzweifelt – zum Beispiel wenn Nordkorea eine Rakete abfeuert oder wenn China Tatsachen im Südchinesischen Meer schafft – dann wird das zu einer Bedrohung und muss beseitigt werden.

 

Die Abenteuer der Kriegspartei – von Afghanistan und dem Irak bis Libyen und Syrien; die erstaunlichen und unbezahlbaren Schulden der US-Regierung; die ständige Erosion des Petrodollar; der unaufhaltsame Marsch der eurasischen Integration – das spiegelt sich in der Besessenheit des US-Militärs mit den drei Hauptvektoren China, Russland und Iran.

 

Das sind nur einige der verwickelten Faktoren.

 

Peking und Moskau muss man nicht mit Studien an das wahre Spiel erinnern – die US-Stellvertreterkriege von der Ukraine bis zum Südchinesischen Meer, mit dem ultimativen Ziel, die Top-Story des 21. Jahrhunderts zu vereiteln: die eurasische Verbindung.

 

Dasselbe gilt für Teheran, das sehr wohl die vielfachen Machenschaften erkennt, die Instrumentalisierung der Petrodollar-Bande des GCC, mit dem Ziel, einen sunnitisch-schiitischen Bruderkrieg zu verewigen.

 

Was uns zum „nächsten Krieg“ führt, der die Gerüchteküche im Beltway beharrlich in Beschlag nimmt. Wenn die US-Regierung dumm genug wäre, einen Krieg gegen den Iran zu provozieren, dann wegen der Gedankenwelt des Exzeptionalismus; eine Wirtschaft, in der Krieg das einzige Werkzeug ist um das BIP anzufeuern und die Schulden zu bezahlen; die Vorherrschaft des Tiefen Staats; und die ewige Rückkehr der lebenden (Neokon) Toten im Denkpanzerland, die CIA und das Pentagon.

 

Nach der Vorherrschaft“? Das war noch gar nichts. 


13.

http://www.washingtonsblog.com/2017/07/u-s-intelligence-officials-computer-expert-dnc-emails-leaked-not-hacked.html

 

NSA-Beamte und Computer-Experten sagen: Forensische Beweise belegen, dass die E-mails des DNC GELEAKT wurden, nicht gehackt

 

WashingtonsBlog, 24.07.2017

 

 

MEMORANDUM AN: Den US-Präsidenten

 

VON: Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS)

 

BETREFF: War das „russische Hacking“ das Werk von Insidern?

 

 

Einleitende Zusammenfassung

 

Forensische Studien des „russischen Hackings“ in die Computer des Democratic National Committee (DNC) vom letzten Jahr ergeben, dass am 5. Juli 2016 Daten von einer Person mit physischem Zugang zu Computern des DNC geleakt wurden (und nicht gehackt), und dann wurden an ihnen gebastelt um Russland anzuschwärzen.

 

Nach der Überprüfung der Metadaten des „Guccifer 2.0“-Eindringens in den Server des DNC am 5. Juli 2016 kamen unabhängige Cyber-Ermittler zu dem Schluss, dass ein Insider die DNC-Daten auf ein externes Speichergerät kopiert hat und dass „Anzeichen“ für eine Verwicklung Russlands eingefügt wurden.

 

Hauptpunkt unter den Ergebnissen der unabhängigen forensischen Untersuchung ist das Ergebnis, dass die DNC-Daten mit einer Geschwindigkeit auf ein Speichermedium kopiert wurden, die weit über einer Internet-Rate für einen entfernten Hack liegt. Von gleicher Bedeutung ist, dass die Forensik zeigt, dass das Kopieren und Manipulieren an der Ostküste der USA passierte. Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben die Massenmedien die Ergebnisse dieser unabhängigen Studien ignoriert. Siehe:

http://disobedientmedia.com/2017/07/new-research-shows-guccifer-2-0-files-were-copied-locally-not-hacked/

und

https://theforensicator.wordpress.com/guccifer-2-ngp-van-metadata-analysis/

 

Der unabhängige Analyst Skip Folden, ein pensionierter IBM Programm-Manager für US-Informationstechnologie, der die jüngsten forensischen Ergebnisse untersucht hat, ist Co-Autor dieses Memorandums. Er hat einen ausführlicheren technischen Bericht mit dem Titel „Cyber-Forensic Investigation of 'Russian Hack' and Missing Intelligence Community Disclaimers“ geschrieben und an die Büros des Special Counsel und den Justizminister gesandt. Das VIPS-Mitglied William Binney, ein früherer Technischer Direktor bei der National Security Agency, und andere hochrangige NSA-„Ehemalige“ im VIPS haben die Professionalität der unabhängigen forensischen Ergebnisse bestätigt.

 

Die jüngsten forensischen Studien füllen eine kritische Lücke. Warum sich das FBI geweigert hat, irgendeine unabhängige Forensik über das „Guccifer 2.0“-Material durchzuführen, das bleibt ein Rätsel – so wie das Fehlen eines jeden Anzeichens, dass die „handverlesenen Analysten“ des FBI, der CIA und der NSA, die die „Einschätzung der Geheimdienstgemeinde“ vom 6. Januar 2017 verfasst haben, der Forensik irgendeine Aufmerksamkeit geschenkt haben.

 

ANMERKUNG: Es gab eine so große Vermengung der Vorwürfe über das Hacking, dass wir ganz klar machen wollen, was der Schwerpunkt dieses Memorandums ist. Wir konzentrieren uns spezifisch auf den angeblichen Guccifer 2.0 „Hack“ auf den DNC-Server. In einem früheren VIPS-Memorandum haben wir das Fehlen eines jeden Beweises für eine Verbindung des angeblichen Guccifer 2.0 Hacks mit WikiLeaks hingewiesen. Und wir haben speziell Präsident Obama gebeten, irgendwelche Beweise offenzulegen, dass WikiLeaks DNC-Daten von den Russen erhalten habe. Siehe:

https://consortiumnews.com/2017/01/17/a-demand-for-russian-hacking-proof/

und

https://consortiumnews.com/2016/12/12/us-intel-vets-dispute-russia-hacking-claims/

 

Bei seiner letzten Pressekonferenz (18.Januar) hat er diesen Punkt angesprochen und die „Schlussfolgerungen der Geheimdienstgemeinde“ als „nicht eindeutig“ beschrieben, obwohl die Einschätzung der Geheimdienstgemeinde vom 6. Januar die „feste Überzeugung“ ausgedrückt hat, dass russischen Geheimdienste „Material, das sie vom DNC berorgt haben … an WikiLeaks weitergegeben haben.“

 

Obamas Eingeständnis hat uns nicht überrascht. Wir uns war schon lange klar, dass der Grund, warum der US-Regierung schlüssige Beweise über einen Transfer eines „russischen Hacks“ an WikiLeaks fehlen, der ist, dass es keinen solchen Transfer gegeben hat. Hauptsächlich basierend auf der zusammengenommen einzigartigen technischen Expertise unserer Ex-NSA-Kollegen sagen wir seit fast einem Jahr, dass die DNC-Daten WikiLeaks über eine Kopie/Leak von einem DNC-Insider erreicht haben (aber nahezu sicher nicht die gleiche Person, die DNC-Daten am 5. Juli 2016 kopiert hat).

 

Nach den verfügbaren Informationen kommen wir zu dem Schluss, dass derselbe inside-DNC, Kopie/Leak-Vorgang bei zwei verschiedenen Gelegenheiten von zwei verschiedenen Personen für zwei ganz verschiedene Zwecke benutzt wurde:

 

  1. Ein Insider-Leak an WikiLeaks, bevor Julian Assange am 12. Juni 2016 ankündigte, er hätte DNC-Dokumente und wolle diese veröffentlichen (was er am 22. Juli tat) – der mutmaßliche Zweck war es, die starke Parteilichkeit des DNC für die Clinton-Kandidatur zu enthüllen; und

  2. Ein separates Leak am 5. Juli 2016, um präventiv alles zu beflecken was WikiLeaks womöglich später veröffentlicht, indem es „zeigt“, dass es von einem „russischen Hack“ kommt.

 

* * *

 

Mr. President:

 

Dies ist unser erstes VIPS-Memorandum an Sie, aber wir haben schon in der Vergangenheit US-Präsidenten wissen lassen, wenn wir denken, dass unsere früheren Geheimdienstkollegen mit etwas Wichtigem falsch liegen und warum. Zum Beispiel warnte unser erstes Memorandum, ein Kommentar an Präsident George W. Bush wegen Colin Powells UN-Rede am 5. März 2003, davor, dass die „unbeabsichtigten Folgen wahrscheinlich katastrophal sein würden“, sollten die USA den Irak angreifen und den Krieg mit Geheimdiensterkenntnissen „rechtfertigen“, die wir pensionierten Geheimdienstoffiziere leicht als gefälscht erkennen konnten und die von einer Kriegsagenda angetrieben wurden.

 

Die „Einschätzung der Geheimdienstgemeinde“ vom 6. Januar durch „handverlesene“ Analysten des FBI, der CIA und der NSA scheint in die gleiche Agenda-getriebene Kategorie zu passen. Sie basiert großteils auf einer „Einschätzung“, von keinem offensichtlichen Beweis unterstützt, dass eine zwielichtige Einheit mit dem Tarnnamen „Guccifer 2.0“ im Auftrag russischer Geheimdienste in das DNC eingedrungen ist und die DNC-E-Mails an WikiLeaks weitergegeben hat.

 

Die jüngsten, oben erwähnten, forensischen Untersuchungsergebnisse haben dieser Einschätzung eine große Delle zugefügt und werfen ernste Zweifel auf das Fundament der überaus erfolgreichen Kampagne, der russischen Regierung die Schuld für das Hacking zu geben. Jene Experten und Politiker, die mit dem Vorwurf über russische „Einmischung“ in die US-Wahlen vorgeprescht sind, werden vermutlich versuchen, Zweifel über die forensischen Ergebnisse zu säen, falls diese jemals in den Massenmedien auftauchen sollten. Aber die Grundgesetze der Physik lügen nicht; und die technischen Grenzen des heutigen Internets sind allgemein anerkannt. Wir sind bereit, alle substantiellen Herausforderungen zu beantworten.

 

Vielleicht fragen Sie ihren CIA-Direktor Mike Pompeo, was er darüber weiß. Unsere eigene langjährige Geheimdiensterfahrung lässt uns vermuten, dass weder der ehemalige CIA-Direktor John Brennan noch die Cyber-Krieger, die für ihn gearbeitet haben, zu ihrem neuen Direktor bezüglich des Geschehenen ganz offen waren.

 

Kopiert, nicht gehackt

 

Wie oben bereits erwähnt, hat sich die unabhängige forensische Arbeit ganz auf die kopierten (nicht gehackten) Daten einer zwielichtigen Person namens „Guccifer 2.0“ konzentriert. Die Forensik reflektiert, was anscheinend ein verzweifelter Versuch war, „die Russen zu beschuldigen“, drei Tage vor dem Parteitag der Demokraten letzten Juli hoch peinliche E-Mails des DNC zu veröffentlichen. Da der Inhalt der DNC-E-Mails nach einer Parteilichkeit zugunsten Clintons stinkt, sah ihre Wahlkampagne die dringende Notwendigkeit, die Aufmerksamkeit vom Inhalt auf die Herkunft zu lenken – etwa: wer hat diese E-Mails des DNC „gehackt“? Diese Kampagne wurde enthusiastisch von den fügsamen „Massen“-Medien unterstützt; und sie haben damit immer noch Erfolg.

 

Die Russen“ waren der ideale Sündenbock. Und nachdem der WikiLeaks-Herausgeber Julian Assange am 12. Juni 2016 ankündigte: „Wir haben E-Mails über Hillary Clinton, die vor einer Veröffentlichung stehen“, hatte ihre Kampagne mehr als einen Monat vor dem Parteitag Zeit, ihre eigenen „forensischen Tatsachen“ einzufügen und die Medien darauf einzuschwören, dass sie die Schuld einer „russischen Einmischung“ zuschieben. Mrs. Clintons PR-Chefin Jennifer Palmieri hat erklärt, wie sie ein Golfcart benutzte um auf dem Parteitag Runden zu drehen. Sie schrieb, das es ihr „Auftrag war, dass sich die Presse auf etwas konzentriert, das selbst wir schwierig verarbeiten konnten: die Aussicht, dass Russland nicht nur die E-Mails des DNC gehackt und gestohlen haben, sondern dass sie das taten um Donald Trump zu helfen und Hillary Clinton zu schaden.“

 

Unabhängige Cyber-Ermittler haben jetzt jene forensische Arbeit erledigt, die die Geheimdiensteinschätzung nicht erledigt hat. Seltsam, die „handverlesenen“ Geheimdienstanalysten haben sich mit dem „einschätzen“ dieses und dem „einschätzen“ jenes zufrieden gegeben. Im Gegensatz dazu haben die Ermittler tief geschürft und haben überprüfbare Beweise in den Metadaten aus den Aufzeichnungen des angeblichen russischen Hacks gefunden.

 

Sie haben herausgefunden, dass der behauptete „Hack“ durch Guccifer 2.0 in den DNC kein Hack war, weder von Russland oder sonst wem. Stattdessen stammt er von einer Kopie (auf ein externes Speichermedium – z.B. einen USB-Stick) eines Insiders. Die Daten wurden geleakt, nachdem an ihnen mit Cut and Paste herumgedoktert wurde, um Russland hineinzuziehen. Wir wissen nicht, wer oder was der undurchsichtige Guccifer 2.0 ist. Vielleicht wollen Sie das FBI dazu fragen.

 

Der zeitliche Ablauf

 

12.Juni 2016: Assange kündigt an, dass WikiLeaks vor der Veröffentlichung von „E-Mails zu Hillary Clinton“ steht.

 

15.Juni 2016: Der DNC Vertragspartner Crowdstrike (mit einer zweifelhaften professionellen Bilanz und zahlreichen Interessenskonflikten) verkündet, dass auf dem DNC-Server Schadsoftware gefunden wurde und behauptet es gäbe Beweise, dass sie von Russen eingeschleust worden sei.

 

15.Juni 2016: Am selben Tag bestätigt „Guccifer 2.0“ die Äußerung des DNC; übernimmt die Verantwortung für den „Hack“; behauptet, eine WikiLeaks-Quelle zu sein; und stellt ein Dokument online, von dem die Forensik zeigt, dass es synthetisch mit „russischen Fingerabdrücken“ verseucht wurde.

 

Wir glauben nicht, das das Timing 12.Juni und 15.Juni reiner Zufall war. Eher lässt es vermuten, dass es der erste präventive Schritt war, alles was WikiLeaks veröffentlichen könnte, mit Russland in Verbindung zu bringen und zu „zeigen“, dass es von einem russischen Hack stammt.

 

Das Schlüsselereignis

 

5.Juli 2016: Am frühen Abend Ostküsten-Sommerzeit (EDT) arbeitet jemand in der EDT-Zeitzone mit einem Computer, der direkt mit dem DNC-Server oder dem DNC Local Area Network verbunden ist und kopiert 1.976 Megabyte an Daten in 87 Sekunden auf ein externes Speichermedium. Diese Geschwindigkeit ist um ein Vielfaches höher als es physikalisch mit einem Hack möglich ist.

 

Daher scheint es, dass das angebliche „Hacken“ des DNC durch Guccifer 2.0 (die selbst behauptete WikiLeaks-Quelle) kein Hack durch Russland oder sonst wen war, sondern eher eine Kopie der DNC-Daten auf ein externes Speichergerät. Darüber hinaus ergab die Forensik zu den Metadaten, dass es eine nachfolgende künstliche Einfügung gegeben hat – eine Cut and Paste-Arbeit mit russischen Vorlagen zu dem eindeutigen Zweck, die Daten einem „russischen Hack“ anzuhängen. All das wurde in der Zeitzone der Ostküste vorgenommen.

 

Verschleierung und Entschleierung“

 

Mr. President, die unten beschriebene Enthüllung könnte damit im Zusammenhang stehen. Selbst wenn nicht, so ist es doch etwas von dem wir meinen, dass Sie es in diesem Zusammenhang erfahren sollten. Am 7. März 2017 begann WikiLeaks mit der Veröffentlichung einer Schatzgrube voller original CIA-Dokumente, die WikiLeaks mit „Vault 7“ bezeichnete. WikiLeaks sagt, dass es den Schatz von einem früheren CIA-Vertragspartner erhalten hat und beschreibt sie in Größe und Bedeutung vergleichbar mit den Informationen, die Edward Snowden 2013 an Reporter weitergegeben hat.

 

Niemand hat die Echtheit der Originaldokumente von Vault 7 bezweifelt. In ihnen wird ein breites Feld an Werkzeugen für einen Cyberkrieg enthüllt, die, wahrscheinlich mit Hilfe der NSA, von der Engineering Development Group der CIA entwickelt worden sind. Diese Gruppe war Teil des ausgedehnten CIA Directorate of Digital Innovation – eine Wachstumsindustrie, die 2015 von John Brennan gegründet wurde.

 

Kaum vorstellbare digitale Werkzeuge wurden darin beschrieben– etwa die Kontrolle über dein Auto zu übernehmen und es auf über 150 km/h zu beschleunigen, oder das ferngesteuerte Ausspähen mittels eines TV-Geräts – und es wurde darüber auch den ganzen März in der New York Times und anderen Medien berichtet. Aber der dritte Teil von Vault 7, am 31.März veröffentlicht, der das „Marble Framework“-Programm enthüllte, wurde als zu delikat eingestuft um als „news fit to print“ durchzugehen und wurde aus der Times herausgehalten.

 

Ellen Nakashima von der Washington Post hat „das Memo anscheinend nicht rechtzeitig erhalten“. Ihr Artikel vom 31. März trug die fesselnde (und richtige) Schlagzeile: „Die jüngste Veröffentlichung von WikiLeaks über die Cyber-Werkzeuge der CIA könnte den Hacking-Operationen der Agency den Deckmantel entreißen“.

 

Die WikiLeaks-Veröffentlichung deutet darauf hin, dass Marble dazu entworfen wurde um flexibel und leicht „Verschleierung“ zu betreiben und dass der Marble Quellcode einen „Entschleierer“ enthält, um die Text-Verschleierung der CIA umzukehren.

 

Noch wichtiger: Berichten zufolge hat 2016 die CIA Marble benutzt. In ihrem Bericht in der WaPo hat Nakashima das weggelassen, aber es beinhaltet einen weiteren wichtigen Punkt von WikiLeaks: nämlich dass das Verschleierungswerkzeug dazu benutzt werden könnte um ein „Doppelspiel forensischer Zuordnung“ oder eine False Flag-Operation zu betreiben, denn es enthält Testproben in chinesisch, russisch, koreanisch, arabisch und in Farsi.

Die Reaktion der CIA war neuralgisch. Direktor Mike Pompeo schlug zwei Wochen später um sich, nannte Assange und seine Kollegen „Dämonen“ und beharrte darauf, dass „es Zeit wird, WikiLeaks das zu nennen was es wirklich ist, ein nicht-staatlicher Geheimdienst, oft angestiftet von staatlichen Akteuren wie Russland“.

 

Mr. President, wir wissen nicht, ob das Marble Framework der CIA oder ähnliche Werkzeuge eine Rolle in der Kampagne zur Beschuldigung Russlands für das Hacking des DNC gespielt haben. Auch wissen wir nicht, wie offen die Bewohner des CIA-Digital Innovation Directorate zu Ihnen und Direktor Mike Pompeo waren. Dies sind Bereiche, die von einer frühen Überprüfung durch das Weiße Haus profitieren könnten.

 

Putin und die Technologie

 

Wir wissen auch nicht, ob Sie mit Präsident Putin im Detail Cyber-Angelegenheiten besprochen haben. In seinem Interview mit Megyn Kelly auf NBC schien er sehr willig – sogar versessen – Fragen bezüglich der Art von Cyberwaffen wie sie in den Enthüllungen von Vault 7 aufgedeckt wurden, zu besprechen. Womöglich auch nur um anzudeuten, dass er darüber unterrichtet worden ist. Putin verwies darauf, dass die heutige Technik es Hacks ermöglicht, „in so einem Ausmaß maskiert und verhüllt zu werden, dass niemand den Urheber (des Hacks) ausfindig machen kann … Und umgekehrt ist es möglich, dass man eine Einheit oder eine Person hereinlegen kann, weil jeder denkt, dass sie genau die Quelle des Angriffs sind.“

 

Hacker können überall sein“, sagte er. „Es könnte übrigens Hacker in den Vereinigten Staaten geben, die sehr geschickt und professionell den Schwarzen Peter an Russland weitergegeben haben. Können Sie sich so ein Szenario nicht vorstellen? … Ich schon.“

 

Ganz ehrlich: Über die vergangenen Jahrzehnte ist das Ansehen unserer geheimdienstlichen Arbeit in den Augen der Öffentlichkeit so weit geschrumpft, dass man sich eine Agenda-freie Analyse gar nicht mehr vorstellen kann. Daher fügen wir diesen Hinweis an, der für alles gilt, was wir bei VIPS sagen und tun: Wir haben keine politische Agenda; unser einziger Zweck ist es, die Wahrheit zu verbreiten und wenn nötig unsere früheren Geheimdienstkollegen zur Rechenschaft zu ziehen.

 

Wir sprechen und schreiben ohne Furcht oder Neigung. Folglich ist jede Ähnlichkeit zwischen dem was wir sagen und was Präsidenten, Politiker und Experten sagen, reiner Zufall. Die Tatsache, dass wir es für notwendig empfinden, diesen Hinweis anzufügen, spricht Bände über diese hoch politisierten Zeiten. Dies ist unser 50. Memorandum seit dem Nachmittag von Powells Rede vor der UN. Live Links zu den vergangenen 49 Memos findet man bei:

https://consortiumnews.com/vips-memos/

 

Für die Lenkungsgruppe der Veteran Intelligence Professionals for Sanity

 

(Anm.d.Ü.: Mitgliederliste im Original)


http://www.paulcraigroberts.org/2017/07/20/the-reign-of-propaganda/

 

14. Die Herrschaft der Propaganda

 

von Paul Craig Roberts, 20.07.2017

 

 

Wenn die Wahrheit eine Chance haben soll, dann in einem anderen Land als Amerika.

 

Die Meister der Propaganda, von ihrem Erfinder, dem jüdischen Public Relations-Experten Edward Louis James Bernays, bis zum Nazi-Minister für Propaganda, Paul Joseph Goebbels, stimmen darin überein, dass eine Lüge durch ständige Wiederholung in eine Wahrheit verdreht werden kann.

 

Je reiner die Lüge, desto vollständiger ist der Erfolg, wenn man sie in die Wahrheit verwandelt. Lügen, die zum Teil auf Fakten basieren, oder Halbwahrheiten, öffnen sich einer sachlichen Herausforderung. Für den Propagandisten ist die beste Lüge eine Lüge, die nicht einmal im entferntesten etwas mit der Wahrheit zu tun hat. Eine solche Lüge kann in eine so offensichtliche Wahrheit verdreht werden, dass nicht ein Beweis nötig ist. Wie Nikki Haley und Hillary Clinton so schön sagten: „Beiweise! Wir brauchen keine Beweise. Wir wissen dass Russland unsere Wahlen gehackt hat!“

 

Für einen typischen Amerikaner, der überhaupt nichts weiß, ist das Selbstvertrauen der früheren Außenministerin und „rechtmäßigen Präsidentin der USA“ und das Selbstvertrauen von Präsident Donald Trumps eigener Botschafterin bei den Vereinten Nationen ausreichend, um ihn zu überzeugen, dass die Lüge, Russland hätte für Trump die US-Präsidentschaft gestohlen, die Wahrheit ist. Das wissen wir alle. Warum? Weil wir gehört haben, wie es seit vielen Monaten endlos wiederholt wird. Wie mir ein Bekannter sagte: „Wenn es nicht stimmen würde, dann hätten es die Medien sicher aufgedeckt.“ Diese unbekümmerte Naivität ist charakteristisch für westliche Bevölkerungen.

 

Wie Bernays und Goebbels wussten, kann ein guter Propagandist die Meinung einer Zielgruppe kontrollieren, egal ob es sich um ein Geschlecht handelt oder um eine Nation.

 

Für Bernays war die Zielgruppe ursprünglich die amerikanischen Frauen. Als Propagandist für eine amerikanische Tabakfirma bewarb der „Vater des Spins“ das weibliche Rauchen als ein Zeichen feministischer Unabhängigkeit. Er nannte Zigaretten „Fackeln der Freiheit“. Er lieferte auch die Propaganda, die es der United Fruit Company ermöglichte, dass die US-Regierung 1954 die gewählte Regierung von Guatemala stürzte.

 

Goebbels verwandelte die Deutschen in Diener des Dritten Reichs, eine Leistung, die die die Neokonservativen in den Vereinigten Staaten erst noch erreichen müssen, aber sie arbeiten immer noch daran.

 

Die Neokonservativen, der Militär/Sicherheitskomplex, die Israel-Lobby und die US-Presstituierten haben Trump mit Erfolg daran gehindert, sich aus Syrien zurückzuziehen und die Beziehungen zu Russland zu normalisieren. Sie waren erfolgreich durch den Gebrauch ihrer Lügengeschichte „Russiagate“, um Präsident Trump in den Schwitzkasten zu nehmen. Wenn Trump jetzt die Beziehungen zu Russland normalisieren würde, dann wird das der Welt von den Presstituierten als Beweis dafür präsentiert, dass die Putin/Trump-Verschwörung gegen die westliche Demokratie wahr ist. Würde Trump die Beziehungen normalisieren und damit „die Bedrohung“ beseitigen, die die Macht und den Profit des Budgets des Militär/Sicherheitskomplexes rechtfertigt. Er würde wahrscheinlich als Verräter an den USA ein Amtsenthebungsverfahren bekommen. Trumps Tweets würden von dem Massaker der Presstituierten überwältigt werden.

 

Amerikaner, Briten, Europäer, Russen, Chinesen, Inder und alle Anderen müssen verstehen, dass Washingtons Feindseligkeit gegenüber Russland den mächtigen Interessensgruppen dient. Diese Interessensgruppen sind mächtiger als der Präsident der USA.

 

Israel und seine Vorstellung des Nahen Ostens ist eine dieser mächtigen Interessensgruppen. Wie Admiral Tom Moorer, der Navy-Chef und Vorsitzender der Stabschefs sagte: „Kein amerikanischer Präsident kann Israel die Stirn bieten.“

 

Die Neokonservativen, die sowohl dem zionistischen Staat Israel und dem US-Militär/Sicherheitskomplex dienen, sind eine weitere mächtige Interessensgruppe, die die amerikanische Regierung einengen. Dass die Neokons fest mit Israel verbündet sind und der Militär/Sicherheitskomplex seine Macht und seinen Einfluss erhöht. Präsident Eisenhower warnte die Amerikaner 1961 in seiner Abschiedsrede an das amerikanische Volk, dass die Macht des Militär/Industriekomplexes eine Gefahr für die amerikanische Demokratie sind.

https://www.bing.com/videos/search?q=Eisenhower%27s+warning+of+the+military%2fsecurity+complex&&view=detail&mid=7E7D9C582D8FB406F8927E7D9C582D8FB406F892&rvsmid=9D891E045120807989A89D891E045120807989A8&fsscr=0&FORM=VDQVAP

 

Die Warnung Eisenhowers ist 56 Jahre alt. Wenn schon der Präsident der Vereinigten Staaten vor 56 Jahren über den Militär/Industriekomplex besorgt war, dann versucht euch vorzustellen, um wie viel größer diese Macht nach den Jahrzehnten des Kalten Kriegs und der „sowjetischen Gefahr“ heute ist. Die Macht des Militär/Sicherheitskomplexes ist die größte Macht in Washington.

 

Eisenhowers Rede ist die Beste Rede die je ein amerikanischer Präsident gehalten hat. Sie dauert nur 14 Minuten und 4 Sekunden, aber sie beinhaltet alles. Da ist das Bewusstsein, dass wir Opfer unseres eigenen Erfolgs sein können. Neokonservative, in welcher öffentlichen Position sie auch sind, haben keine andere Wahl als Präsident Eisenhower leidenschaftlich zu hassen, denn er verglich die Gefahr für Amerika durch den Militär/Sicherheitskomplex mit der Gefahr aus der Sowjetunion.

 

Die Amerikaner müssen sich darüber klar werden, so wie auch die Russen, Chinesen und Europäer und alle Anderen, über wen die Neokonservativen ihre Herrschaft ausüben wollen, egal was es kostet. Das Gesamtbudget des US-Militär/Sicherheitskomplexes wurde auf $1,1 Billionen geschätzt, eine Zahl, die 70% des russischen BIP von 2017 ausmacht. Das ist mehr als das BIP von Mexiko und der Türkei. Das sind 45% des BIP von England oder Frankreich und 32% des BIP Deutschlands. Es gibt 145 Länder auf der Welt. Nur 14 davon haben ein BIP, das größer ist als das Budget des US-Militär/Sicherheitskomplexes.

 

Washingtons Kriege im Nahen Osten haben mit vielen Interessen zu tun, darunter so banalen wie die Kontrolle über Pipeline-Routen und Energieflüsse. Sie beinhalten auch die Interessen Israels. Zweimal hat Israel seine Armee in den Südlibanon geschickt, um die Wasserressourcen des Südlibanon zu besetzen und zu annektieren. Und zweimal hat die Hisbollah-Miliz die israelische Armee, deren Kampfkraft überschätzt wird, geschlagen und vertrieben. Hisbollah erhält von Syrien und dem Iran finanzielle und militärische Unterstützung. Israel versucht mit Hilfe seiner neokonservativen Alliierten und dem von der Propaganda inszenierten Hass der Amerikaner auf Moslems, das US-Militär dazu zu bringen, Syrien und den Iran in das selbe Chaos wie den Irak und Libyen zu stürzen. Wenn sie ihrer auswärtigen Unterstützung beraubt sind, dann kann Hisbollah endlich von der israelischen Armee besiegt werden. Mit Syrien und dem Iran im Chaos können die russophoben Neokonservativen den Dschihadismus in die Russische Föderation schicken und den größten Widersacher des US-Unilateralismus aufbrechen.

 

Wenn wir die kombinierte Macht dieser Interessensgruppen bedenken – den US-Militär/Sicherheitskomplex mit einem Jahresbudget, das größer ist als das BIP der meisten Länder, den Neokonservativen mit ihrer Ideologie einer US-Weltherrschaft und einer Allianz mit sowohl der Demokratischen als auch der Republikanischen Partei, und Israel, das die US-Regierung in der Tasche hat und sich damit Rühmt – wie soll es da möglich sein, dass Präsident Trump das tun kann was er ankündigte und die Beziehungen zu Russland normalisieren und die US-Interventionen im Nahen Osten zu beenden? Die Aussichten auf einen Erfolg Trumps sind dünn.

 

Wenn die russische Regierung nicht verstehen kann, dass Präsident Trump nicht der ist, der an der Macht ist, dann wird Russland zusammen mit Amerika und dem Rest der Welt zerstört werden.


15.

Der Finder möge sie bitte in Washington abgeben

 

http://www.theblogmire.com/sensational-report-is-russiagate-a-hoax-ordered-by-vladimir-putin/

 

Sensationeller Bericht: Ist Russiagate ein von Wladimir Putin angeordneter Schwindel?

 

Von Rob Slane, 22.07.2017

 

 

Von unserem Russiagate-Korrespondenten der Washington Post, Russell O'Phobe

(Vorsicht, dieser Artikel kann Spuren von Satire enthalten)

 

Seit fast einem Jahr dominiert neben der Verschwörung mit dem Trumpschen Wahlkampfteam die russische Einmischung in die Wahlen vom letzten Jahr die politische und die Medienlandschaft. Aber ein explosiver, neuer und geheimer Bericht der US-Geheimdienste könnte die ganze Geschichte zu Fall bringen und eine sogar noch größere Story ans Licht bringen, die bisher in allen Kommentaren gefehlt hat.

 

Der Bericht sollte die Antworten auf zwei Fragen liefern. Erstens: warum gibt es fast ein Jahr danach immer noch keinen eindeutigen Beweis, der entweder das Hacking oder die Verschwörung beweist? Und Zweitens: wie kann es sein, dass trotz des Fehlens glaubwürdiger Beweise die US-Medien und die politische Klasse seit Monaten unablässig von nichts anderem reden? Man bekommt den Eindruck, dass sie von der Sache geradezu besessen sind.

 

Der Bericht, der von allen 17 Agenturen unterzeichnet ist – das sind die DIA, CIA, FBI und NSA – kommt zu einer Schlussfolgerung, die man nur als sensationell bezeichnen kann:

 

Wenn es tatsächlich keinen eindeutigen Beweis für Einmischung oder Verschwörung gibt, dann müssen wir die Frage stellen, wie und warum die gesamte politische und die Medienklasse seit Monaten von nichts anderem reden. Eine mögliche Erklärung ist, dass sie alle verrückt geworden sind. Aber da das unmöglich der Fall sein kann, bleibt nur noch eine Erklärung: Russiagate selbst ist ein schlauer aber finsterer Schwindel mit der Absicht, unsere politische Klasse und die Medienklasse so aussehen zu lassen als hätten sie nicht mehr alle Tassen im Schrank und dadurch unsere Demokratie, unsere Werte und unsere Lebensart untergraben.“

 

Und wer hinter einem so ausgefeilten Schwindel steckt, da macht der Bericht ziemlich deutlich wo vermutlich die Schuld liegt:

 

Unsere Einschätzung kommt zu dem Schluss, dass der Schwindel von keinem anderen als Wladimir Putin persönlich angeordnet wurde, denn er hasst unsere Demokratie, unsere Werte und unsere Lebensart.“

 

So sensationell diese Behauptungen auch sind, sie werfen für jene eine Reihe von Fragen auf, die der ganzen Russiagate-Story gefolgt sind. Erstens: Wenn Wladimir Putin die Wahlen tatsächlich nicht gehackt hat oder sich nicht mit der Trump-Kampagne verschworen hat, wie schaffte er es, die Geheimdienstgemeinde, die Politiker und die Medien fast ein Jahr lang glauben zu lassen, dass er es getan hat?

 

Nach Angaben einer ungenannten Quelle, die eng mit den Autoren des Berichts zusammenarbeitete, hat diese Frage die Geheimdienstexperten beschäftigt:

 

Wie um alles in der Welt hast du uns davon überzeugen können, dass du uns gehackt, dich eingemischt und verschworen hast, wenn du es gar nicht getan hast? Und wie hast du uns dazu gebracht, dass wir uns über Monate so in die Sache verbissen haben, dass wir am Ende aussehen als hätten wir nicht mehr alle? Der Gedanke ist beängstigend, dass die Russen die Fähigkeit entwickelt haben könnten, so ausgefeilte Scherze zu erfinden, dass sie uns in den Augen Außenstehender wie eine Lachnummer aussehen lassen.“

 

Die Zweite Frage ist, welche tatsächlichen Beweise es dafür gibt, dass Putin wirklich hinter dem Schwindel steckt. Unsere Quelle sagt, dass es daran keinen Zweifel gibt:

 

Die Tatsache dass man uns glauben ließ, Putins Russland habe sich in unsere Wahlen eingemischt und sich mit dem Präsidenten verschworen, weist stark darauf hin, dass es Putin selbst war, der den Schwindel angeordnet hat. Er hat vielleicht nicht die Wahlen gehackt oder sich mit dem Trump-Team verschworen, aber er hat verflixt noch mal sichergestellt, dass wir alle dachten er hätte. Und dass wir für den Rest des Jahres über nichts anderes reden würden. Das ist ein Trick der ganz nach Putin aussieht.“

 

Die dritte Frage lautet: wenn die ganze Sache tatsächlich ein Schwindel war, um unsere gesamte politische und Medienklasse wie Idioten aussehen zu lassen, wie sollen wir auf diesen einmaligen Angriff auf unsere Demokratie, unsere Werte und unsere Lebensart antworten? Der Bericht nennt eine Reihe von Empfehlungen für eine robuste Antwort:

 

Es ist eindeutig, dass Putins Russiagate-Schwindel, womit er uns zu dem Irrglauben verleitete, er hätte in unsere Wahl eingegriffen und sich mit der Trump-Kampagne verschworen, ein Angriff auf unsere Demokratie, unsere Werte und unsere Lebensart ist. Das darf nicht ohne Antwort bleiben. Wir schlagen weitere Sanktionen gegen den russischen Staat und eine Sonderuntersuchung vor, die herausfinden soll ob Donald Trump an dem Schwindel beteiligt war.“

 

Natürlich besteht durch die Einführung neuer Sanktionen und die Eröffnung einer neuen Untersuchung darüber, wie Russland sich in unsere inneren Angelegenheiten eingemischt hat, das Risiko, dass die darauf folgende umfassende Berichterstattung und die sensationellen Schlagzeilen die US-Geheimdienstgemeinde, die Politiker und die Medien wieder einmal Außenstehenden erscheinen würde als wären sie durchgedreht. Auf die Frage, ob das möglich sei und die Theorie über den Russiagate-Schwindel vielleicht selbst sogar ein Putin-Schwindel sei, sagte unsere Quelle: „Ja, natürlich ist das alles möglich. Und er weiß es; Putins Schwindel könnten Schwindel innerhalb von Schwindeln sein, die in Schwindeln stecken – so wie bei den russischen Puppen. Aber da wir nicht zulassen können, dass er unsere Demokratie untergräbt, unsere Werte und unsere Lebensart, brauchen wir eine robuste Antwort, inklusive 24-stündiger Berichterstattung, einer Menge fadenscheiniger Behauptungen und Verratsvorwürfe gegen jeden, der unsere Einschätzung in Frage stellt. Das wird ihn lehren, dass seine Schwindel nicht toleriert werden.“

 

Was denkt ihr:

 

Hat Putins Plan, die US-Medien und die politische Klasse in Idioten zu verwandeln, funktioniert?

 

Meint ihr, dass neue Untersuchungen und härtere Sanktionen nötig sind, um ihm mitzuteilen, dass er sich nicht in unsere Demokratie, unsere Werte und unsere Lebensart einmischen kann?

 

Meint ihr dass die Möglichkeit besteht, dass wir je aufhören über diese Sache zu berichten? Oder habt ihr euch damit abgefunden, dass das Russiagate-Murmeltier für den Rest eures Lebens täglich grüßt?


16.

http://www.globalresearch.ca/the-american-empire-and-its-media/5600442

 

Das amerikanische Imperium und seine Medien

 

von Swiss Propaganda Research, 18.07.2017 (zahlreiche links im Original!)

 

 

Der Öffentlichkeit ist es größtenteils nicht bekannt: Viele Vorstände und Top-Journalisten nahezu aller großen US-Nachrichtenmedien, aller politischen und Wirtschaftsmagazine, öffentlicher Sender und Presseagenturen sind seit langem Mitglieder des Council on Foreign Relations (CFR).

 

Der CFR wurde 1921 als private und überparteiliche Organisation gegründet und seine annähernd 5.000 elitären Mitglieder haben seit Jahrzehnten die US-Außenpolitik und die politische Debatte darüber geformt. Wie ein Council-Mitglied einmal so berühmt erklärte (Robert Kagan: „The Benevolent Empire“), ist ihr Ziel in der Tat die Errichtung eines „Imperiums“, wenn auch eines „wohlwollenden“.

 

Aufgrund der offiziellen Mitgliederliste zeigt die nachfolgende Illustration zum ersten Mal das weitreichende Mediennetzwerk des CFR und seiner zwei verwandten Organisationen: die Bilderberg-Gruppe (die die USA und Europa abdeckt) und die Trilaterale Kommission (die Nordamerika, Europa und Ostasien abdeckt). Beide wurden von Council-Mitgliedern gegründet um die Kooperation zwischen den internationalen Eliten zu festigen.

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In einer Kolumne mit dem Titel „Ruling Class Journalists“ beschrieb der ehemalige Chefredakteur und Ombudsmann der Washington Post, Richard Harwood, den Council und ihre Mitglieder als „das was dem herrschenden Establishment in den USA am nächsten kommt.“

 

Harwood weiter:

Die Mitgliedschaft dieser Journalisten im Council ist, wie immer sie darüber denken mögen, das Eingeständnis ihrer aktiven und wichtigen Rolle in öffentlichen Angelegenheiten und ihres Aufstiegs in die herrschende Klasse Amerikas. Sie analysieren und interpretieren nicht einfach die Außenpolitik der Vereinigten Staaten; sie helfen sie zu gestalten. … Sie sind Teil dieses Establishments, ob sie wollen oder nicht, und teilen die meisten ihrer Werte und Ansichten der Welt.“

 

Jedoch sind die Persönlichkeiten in den Medien nur ein kleiner Teil des umfassenden Netzwerks des CFR. Wie die folgende Illustration zeigt, gehören zu den wichtigen Mitgliedern des Council on Foreign Relations auch:

 

mehrere US-Präsidenten und Vizepräsidenten beider Parteien;

 

nahezu alle Außen-, Verteidigungs- und Finanzminister;

 

viele hochrangige Kommandeure des Militärs und der NATO;

 

nahezu alle Nationalen Sicherheitsberater, CIA-Direktoren, UN-Botschafter, Vorsitzende der Federal Reserve, Präsidenten der Weltbank und Direktoren des National Economic Council;

 

einige der einflussreichsten Mitglieder des Kongresses (vor allem in Angelegenheiten der Außen- und Sicherheitspolitik);

 

mehrere Vorstände der Medien- und Unterhaltungsindurstrie, Top-Journalisten und Hollywoodschauspieler;

 

viele prominente Akademiker, insbesondere auf den Gebieten Wirtschaft, internationale Beziehungen, politische Wissenschaft, Geschichte und Journalismus;

 

viele Top-Vorstände der Wall Street, der politischen Denkpanzer, Universitäten und NGOs;

 

und auch die wichtigen Mitglieder sowohl der 9/11-Kommission und der Warren-Kommission (JFK)

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In einem Artikel mit der Überschrift „Das amerikanische Establishment“ schrieb einst der politische Kommentator Richard H. Rovere:

 

Die Direktoren des CFR bilden eine Art Präsidium für den Teil des Establishments, das unser Schicksal als Nation leitet … es kommt selten vor, dass nicht ein Mitglied, oder wenigstens einer seiner Verbündeten, in das Weiße Haus kommt. Ja, in der Regel sind sie dazu in der Lage, dass ihnen beide Kandidaten annehmbar sind.“

 

Und in der Tat, bis vor Kurzem schien diese Einschätzung größtenteils gerechtfertigt. So folgte auf den ehemaligen CFR-Direktor George H.W. Bush das CFR-Mitglied Bill Clinton, der wiederum von dem CFR „Familienmitglied“ George W. Bush abgelöst wurde. 2008 verlor das CFR-Mitglied John McCain gegen den Lieblingskandidaten des CFR, Barack Obama, der die Namen seines gesamten Kabinetts bereits einen Monat vor seiner Wahl vom CFR-Vorstandsmitglied (und Citibanker) Michael Froman erhielt.

https://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Froman

 

Froman verhandelte später die Handelsabkommen TPP und TTIP, bevor er als Distinguished Fellow zum CFR zurückkehrte.

 

Erst bei der Wahl 2016 schaffte es der Council offensichtlich nicht, sich durchzusetzen. Gar nicht, noch nicht.

 

 

Quellen:

  1. Council on Foreign Relations:

    Mitgliederliste, 1922 bis 2013 und 2016

    CFR-Mitglieder in der US-Regierung von Barack Obama (Anm.d.Ü.: Wow!!)

    https://swisspropaganda.files.wordpress.com/2017/07/cfr-administration-members-1900-2014.pdf

  2. Bilderberg-Konferenz: Teilnehmerlisten 1954 bis 2014 und 2015 bis 2017

  3. Trilaterale Kommission: Mitgliederlisten von 1973; 1978; 1985; 1995; 2010; und 2017

  4. Laurence H. Shoup (2015): „Die Denkpanzer der Wall Street: Der Council on Foreign Relations und das Imperium der neoliberalen Geopolitik, 1976-2015“, Monthly Review Press

  5. Wikipedia-Seiten über den CFR, die Bilderberg-Gruppe und die Trilaterale Kommission


http://www.washingtonsblog.com/2017/07/can-no-longer-tell-truth.html

 

17. Wenn wir nicht mehr die Wahrheit sagen können...

Das Imperium der Lügen

 

von Charles Hugh Smith, 21.07.2017

 

 

Wenn wir die Wahrheit nicht mehr sagen können, weil die Wahrheit den ganzen verfaulten, zerbrechlichen Status Quo in einen Haufen gebrochener Versprechen und Lügen verwandelt, dann haben wir die perfekte Fehlfunktion erreicht.

 

Ihr kennt den einen wichtigen Grundsatz für „Führung“ in einem dem Untergang geweihten gestörten System: wenn es ernst wird muss man lügen. Mit anderen Worten: die weltliche Gottheit des Status Quo heißt TINA (there is no alternative) – es gibt keine Alternative zum Lügen, denn die Wahrheit würde die ganze korrupte Struktur zum Einsturz bringen.

 

Diese Kerndynamik einer Fehlfunktion ist unabhängig von der Größe. Das bedeutet, dass das Verbergen der Wahrheit die Kerndynamik in einer gestörten Beziehung ist, in einer Familie, in Gemeinden, Unternehmen, Städten, Konzernen, Staaten, Allianzen, Nationen und Imperien: wenn man die Wahrheit nicht sagen kann, weil das die Machtstruktur des Status Quo bedroht, dann ist der Status Quo dem Untergang geweiht.

 

Lügen, Halbwahrheiten und Vertuschungen sind alle Ausdruck fataler Schwäche. Was einem Lügen, Halbwahrheiten und Vertuschungen mitteilen: wir können unsere echten Probleme nicht mehr kitten und anstatt diese Wahrheit rauszulassen müssen wir sie hinter Lügen und heuchlerischen Beteuerungen verbergen.

 

Die Wahrheit ist mächtig, die Lügen sind Schwäche. Alles was wir heute bekommen sind Lügen, Statistiken zum Zwecke der Irreführung und heuchlerische Beteuerungen, der Status Quo sei stabil und beständig. Die Wahrheit ist mächtig, denn sie ist die Kerndynamik zur Lösung von Problemen. Lügen, manipulierte Statistiken und falsche Beteuerungen sind fatal, denn sie vereiteln alle echten Anstrengungen zum Reparieren der Fehler, bevor das System den Punkt erreicht, an dem es kein Zurück mehr gibt.

 

Diesen Punkt haben wir bereits überschritten. Die Zweckmäßigkeit der Lügen hat uns dem Untergang geweiht.

 

Ehrliche Schilderungen von gigantisch erfolgreichen Unternehmen, die plötzlich implodiert sind, haben eines gemeinsam: In allen Fällen wurden Manager dazu genötigt, die Wahrheit vor dem Top-Management zu verbergen, die wiederum die Wahrheit vor den Investoren und Kunden verborgen haben.

 

Das ist auch die Kerndynamik in gescheiterten Oligarchien: Wenn einen die Wahrheit nach Sibirien bringt (oder Schlimmeres), dann wird niemand mit einem gesunden Selbsterhaltungstrieb die Wahrheit sagen.

 

Wenn das Verdunkeln der Wahrheit einem den Job rettet, dann werden die Menschen das tun. Wenn das die Organisation zu Fall bringt, dann ist das für die unmittelbare Selbsterhaltung sekundär.

 

Ein verzerrter Loyalitätssinn gegenüber der Familie, der Gemeinde, der Firma, der Institution, der Behörde oder Nation befördert das Lügen als „Lösung“ für unappetitliche Probleme. Papi ist ein Trinker? Versteckt die Flasche. Die Kirche ist eine Brutstätte für Kindesmissbrauch und Diebstahl? Halte um jeden Preis die Fassade der Heiligkeit aufrecht. Firmenprodukte sind Ladenhüter? Redet es euch schön. Die statistische Wahrheit widerspricht der fröhlichen Story der Partei? Verzerre die Statistiken bis sie das „richtige aussagen“. Die Behörde hat bei der Erfüllung ihrer obersten Aufgabe versagt? Schiebe das Versagen des Managements auf einen Sündenbock.

 

Krankhafte Lügner und Betrüger setzen auf den Selbsterhaltungstrieb und unangebrachte Loyalität, um ihr eigenes Versagen und ihre Korruption zu verbergen. Ein Hinweis hier, ein Kommentar da, und voilà, schon entsteht eine Kultur des Lügens und breitet sich aus.

 

 

Ja, negative Zinsen werden die Wirtschaft reparieren, indem sie die Sparer noch mehr bestrafen – heh, was ist mit meiner Nase los?“

 

Die Wahrheit zu verdunkeln ist das äußerste kurzfristige Mittel. Jetzt wo's ernst wird, da müssen wir lügen. Wir werden die Wahrheit später erzählen, wenn sich alles stabilisiert hat.

 

Aber das Lügen stellt nicht sicher, dass sich etwas jemals wirklich stabilisiert, daher wird es nie zu dem Punkt kommen, wo das System stark und stabil genug ist um die Wahrheit zu überleben.

 

Wir sind jetzt ein Imperium aus Lügen. Der Status Quo hängt zum Überleben politisch, sozial und wirtschaftlich vom Lügen ab, von Halbwahrheiten, Sündenböcken und Vertuschungen. Jede Wahrheit, die dem Gefängnis der Lügen entkommt, gefährdet das gesamte versiffte Gebäude.

 

In einem Imperium aus Lügen sagen die die „Führer“ das was das Volk hören will. Das sichert die Unterstützung der Massen, die lieber falsche Beteuerungen hören die keine Opfer erfordern, keine schwierigen Zielkonflikte, keine harten Entscheidungen und keine Disziplin.

 

Das Imperium der Lügen ist dem Untergang geweiht. Lügen sind Schwäche und sie verhindern jede echte Lösung. Die Wahrheit ist mächtig, aber wir ertragen die Wahrheit nicht mehr, weil sie uns ängstigt. Unsere Schwäche ist systemisch und fatal.

 

 

Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, den Menschen das zu erzählen was sie nicht hören wollen.“


18.

http://www.globalresearch.ca/cnn-russia-is-an-adversary-ukraine-is-not/5599978

 

CNN: „Russland ist ein Feind, die Ukraine nicht.“

Das hätten wir nun geklärt!

 

Von Gary Leupp, 17.07.2017

 

 

Montag Morgen. David Chalian, der politische Direktor von CNN, ist in der CNN-Sendung „New Day“. Im News Ticker: „Wie kann man Trump-Russland und DNC-Ukraine vergleichen?“

Die „New Day“-Moderatorin Alysin Camerota (früher bei Fox) stellte ihrem politischen Direktor diese Frage.

 

Chalians mechanische Antwort: „Russland ist ein Feind, die Ukraine nicht.“

 

Camerota, die wie immer Weisheit verströmt, antwortet:

 

Vielen Dank das wir das erörtert haben.“ (Gut, das wäre erledigt! Da wurde ja viel erörtert, in diesen wenigen wertvollen Minuten voller Standard-Kauderwelsch.)

 

Aber Moment mal, Herr politischer Direktor! (Und überhaupt, wie lautet deine Jobbeschreibung, Dave? Wie genau dirigierst du CNN-Politik? Die Verantwortung muss schwer auf deinen 43-jährigen Schultern lasten.) Welches Gesetz hat je Russland zu einem Feind gemacht? Meinem Feind, deinem Feind? Wurde ein Gesetz verabschiedet, das ich übersehen habe?

 

Unter Jelzin in den 1990ern war Russland kein Feind, als der Zusammenbruch des alten Systems verstörendes Elend produzierte, während die Neokons in diesem Land über den Triumph des Kapitalismus tönten und die Notwendigkeit einer ewig währenden „Full Spectrum Dominance“ der USA. Es war auch kein Feind, als Jelzin 1993 das russische Parlamentsgebäude bombardierte, weil sich die Parlamentarier mit der Unterstützung des Obersten Gerichts weigerten, sich aufzulösen. Wie du weißt, war das zwei Jahre bevor sich die USA in die russischen Wahlen einmischten um Jelzins Wiederwahl zu sichern.

 

Es war auch kein Feind, als der neue Führer Wladimir Putin den USA seine Hilfe in dessen Afghanistan-Krieg anbot und der NATO Transportwege durch Russland anbot.

 

Moskau wurde in den Augen einiger erst zum Feind, als es begann, Washingtons unablässige Bemühungen für eine anti-russische Militärallianz zu erweitern, die NATO. Die Hauptpunkte der ahnungslosen Camerota sind

 

  1. Russland hat 2008 Georgien überfallen,

  2. Russland hat 2014 die Ukraine überfallen, und

  3. Russland bedroht irgendwie die baltischen Staaten. Aber das wird nie gründlich analysiert; das ist einfach eine Litanei offiziell abgesegneter Postulate über die Vergangenheit.

 

Mr. Chalian: Ist nicht doch deine Hauptaufgabe als politischer Direktor bei CNN, die Aufmerksamkeit von jedem kritischen Gedanken zur NATO abzulenken? Und die Tatsache abzubügeln, dass sich die NATO seit 1999 um 13 Mitglieder erweitert hat, um Russland einzukreisen? Ist es nicht eine deiner Hauptaufgaben, die Menschen zu entmutigen sich zu fragen, warum das passiert, oder warum Russen aller Couleur diese Expansion besorgniserregend finden? Und Russlands Widerstand gegen eine geopolitische US-Expansion als Aggression darzustellen?

 

Welche Art logischer Verrenkungen muss man sich selbst auferlegen, um so zu argumentieren wie du? Und in die Liste des russischen Fehlverhaltens auch noch die Unterstützung für die syrische Regierung im Kampf gegen Terrorismus einzubeziehen? Angesichts der zahlreichen Versuche der USA, das syrische Regime zu stürzen, mit al-Nusra verwandten Kräften die von Saudi Arabien unterstützt werden, wie du weißt, du weißt es doch, oder?

 

Und Ms. Camerota: Ist es nicht deine Hauptaufgabe als CNN Morgen-Moderatorin, die Stirn zu runzeln und die Augen zu verdrehen wenn du die (politisch angeordneten) Teleprompter-Texte vorliest, jedes Mal wenn du über irgendwas Russisches berichtest? Und jedes Mal Gleichmut zu verströmen wenn du das US-Militär glorifizierst, egal was sie anstellen? Und John McCain die besten Genesungswünsche übermittelst, als ob der sie – selbstverständlich – verdient?

 

Warum sagst du zu jedem den du interviewst, der in einem US-Krieg gekämpft hat – jedem Krieg, aus jedem Grund – dass „wir uns für ihre Dienste bedanken“?

 

Ist das echt gefühlte Begeisterung für die Beteiligung eines jeden, der an Kriegen teilgenommen hat, die auf Lügen basieren? Oder ist es eine Anstandsregel, die vom politischen Direktor kommt? Denn es ist eine entschieden politische Aussage. Ein Loyalitätsschwur, den du jeden Tag machst, ich vermute er ist die Voraussetzung für eine Weiterbeschäftigung.

 

Versuche mal, einer Person in deinem nächsten Interview folgende Frage zu stellen: Sind Sie wirklich stolz auf das was Sie in Vietnam getan haben? Oder in Afghanistan? Oder im Irak? Sind Sie über die Kriegsverbrechen besorgt? (Danach sitzt du wahrscheinlich in kürzester Zeit in einem Flugzeug zurück nach New Jersey.)

 

Das ist bedauernswert. Ich will das mit dir „erörtern“. Ihr werbt letzten Endes für Krieg. Eure Werbung für Russophobie als Glaubenssatz stellt eine aktive Verschwörung mit der US-Kriegsmaschinerie dar. Ihr seid automatisch aktive, nicht registrierte Propagandisten für die NATO. Und ihr wisst es vielleicht nicht einmal. Vielleicht verwechselt ihr für euch sogar NATO mit UNESCO und ihr könnt nicht um alles in der Welt verstehen, warum sich eine gute Person darüber Sorgen macht.

 

Russland ist nicht mein Feind. Kriegstreiber und ihre Verschwörer sind es. Ihr seid es.

 

 

 

Gary Leupp ist Geschichts-Professor an der Tufts-Universität und Autor zahlreicher Arbeiten über japanische Geschichte. Man erreicht ihn über: gleupp@granite.tufts.edu.

 

Hier gibt es weitere Artikel von ihm:

http://dissidentvoice.org/author/garyleupp/


19.

https://gefira.org/en/2017/07/13/soros-sponsored-immigration-network-in-italy/#more-20191

 

Soros – das gesponserte Einwanderungsnetzwerk in Italien

von GEFIRA.org, 13.07.2017 (39 Quellennachweise im Original)

 

 

Der folgende Artikel basiert auf den Nachforschungen von Francesca Totolo, die auf lucadonadel.it veröffentlicht wurden.

 

Offene Grenzen, Medienzensur

 

Warum gibt es im Mittelmeer eine Migrationskrise? Warum sind NGOs beteiligt? Weil es ein umfangreiches Netzwerk aus Aktivisten für offene Grenzen gibt und dahinter stehen Organisationen; viele von ihnen werden direkt von George Soros' Open Society finanziert oder haben kooperiert. Ist das illegal? Nicht wirklich. Politischer Aktivismus ist ein wichtiger Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Manchmal geht das jedoch zu weit, oder die geförderten Dinge stellen sich als unrealistisch oder untragbar heraus.

 

Das Netzwerk der „Einwanderungslobby“ in Italien besteht aus internationalen NGOs, die von der Open Society Foundation finanziert werden (grün), italienischen NGOs die von OSF finanziert werden (blau) und Organisationen die gemeinsame Projekte mit OSF betreiben (lila).

1 Open Society Foundations und Associazione Carta di Roma

 

Associazione Carta di Roma wurde im Dezember 2011 gegründet, damit ein moralischer Kodex für korrekte Informationen über Einwanderung angewandt wird. Seit Februar 2016 ist das „Verzeichnis“ der Charter of Rome (Carta di Roma) ein wesentlicher Bestandteil der „Einheitlichen Charta über die Pflichten von Journalisten“. Ständig geladene Mitglieder sind der UN High Council for Refugees, die International Organization for Migrations und das National Office against Racial Discrimination.

 

Das Glossar der Carta di Roma wurde überarbeitet und von den Herausgebern korrigiert, damit politische Korrektheit garantiert ist und es wurde der Gebrauch jener Wörter reduziert, die nicht angemessen erscheinen, wenn das Thema eines Artikels mit Neuigkeiten ohne Staatsangehörigkeit ist und in einem fremden Land. Die akzeptierten Begriffe lauten jetzt: Asylsuchender, Flüchtling, Person mit subsidiärem Schutz, Begünstigter des humanitären Schutzes, Opfer von Schmugglern, unrechtmäßiger Migrant (früher für gewöhnlich als heimlicher definiert), gemischter Migrationsstrom. Der Begriff „heimlich“ („clandestine“) wird nun mit Bußgeldern und mit Verwarnungen durch den Order of Journalists bestraft.

 

In der Mehrzahl der Fälle hält es die Charter of Rome für überflüssig, die Nationalität jener zu erwähnen, die auf italienischem Boden Straftaten begehen.

 

Sponsoren der Charter sind Open Society Foundations, das UNHCR und die Valdese Church. Associazione Carta di Roma listet folgende „verlässliche“ Quellen auf, viele davon sind italienische oder internationale NGOs, die direkt von der Open Society Foundation finanziert werden: Amnesty International, ASGI, COSPE, 21 Luglio, Fortress Europe, A Buon Diritto, Medecins Sans Frontieres (MSF) und Save The Children, die gegenwärtig in den Migranten-Verkehr im Mittelmeer involviert sind und schließlich UNAR, jüngst in einen Skandal homosexueller Prostitution verwickelt.

 

2 Open Society und COSPE ONLUS

 

Cospe Onlus ist eine non-profit, private Organisation, gegründet 1983. Sie betreibt in 30 Ländern 150 Projekte, „um gleichberechtigte und nachhaltige Entwicklung zu fördern, den Respekt der Menschenrechte und den Frieden und die Gerechtigkeit für die Menschen“, sie unterstützen das Recht auf internationale Mobilität. Ihr Ziel ist eine Welt, in der „Vielfalt als Wert betrachtet wird, eine Welt mit vielen Stimmen, wo das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Menschen zu gegenseitiger Bereicherung führt und wo soziale Gerechtigkeit mit gleichen Rechten und Chancen einhergeht.“

 

Cospe und die NGOs im Mittelmeer

 

Cospe gehört zu den Gründern und Unterstützern von SOS Mediterranee Italia, eine NGO, die mit Medecins Sans Frontieres auf dem Schiff Acquarius im Mittelmeer kooperiert.

Zu Cospes Partnern gehört die bereits erwähnte Associazione Carta di Roma, die mit Cospe eine Plattform zu „korrekter Kommunikation“ bei Immigrationsfragen teilt; sie haben zu den Themen Immigration und rassische Diskriminierung Seminare für Journalisten organisiert. Carta di Lampedusa (Charter of Lampedusa) ist eine freie Vereinigung von Individuen aus dem Jahr 2014 um gegen Gesetze zu arbeiten, die die Einwanderung begrenzen und für die Abschaffung aller europäischen Gesetze, die die Reisefreiheit einschränken.

 

Das Budget von Cospe

 

Das letzte veröffentlichte Budget stammt aus dem Jahr 2015. Cospe hat Finanzmittel von circa €9,5 Mio. eingesammelt, davon €7,5 Mio. aus öffentlichen Mitteln, die bedeutendsten davon sind die Europäische Union (66%) und das italienische Außenministerium (27%).

 

3 Open Society und ASGI (Association for Juridical Studies on Immigration)

 

Die Aufgabe von ASGI ist es, Ideen zu Einwanderungsgesetzen unter Rechtsanwälten, Juristen und Akademikern zu verbreiten. Sie hat bei der Schaffung nationaler und EU-Gesetze zu Einwanderung, Asyl und Staatsbürgerschaft mitgewirkt und bei der Förderung des politischen Dialogs und dem Schutz von Ausländern. ASGI wurde von der Open Society Foundation gegründet und wird direkt von ihr finanziert.

 

ASGI-Projekte

 

ASGI konzentriert sich stark auf die gegenwärtige Situation in Ungarn. Das UNHCR verlangt eine zeitweise Aufhebung von Asylanträgen in Ungarn, gemäß den Regeln des Dubliner Abkommens: „Aufgrund der sich verschlechternden Situation von Asylsuchenden in diesem Land. Die Politik der ungarischen Regierung ist nicht auf Linie mit europäischem und internationalem Recht.“

 

Anti-Diskriminierungs-Service: ASGI stellt juristische Unterstützung gegen ethnische, rassische und religiöse Diskriminierung in Italien bereit. Mit einem Operationszentrum in Mailand und einer Anzahl von Zweigstellen in Turin, Florenz, Neapel, Rom und Verona. Ein Netzwerk aus Profis, die zur Beobachtung von Diskriminierungsfragen zusammenarbeiten. Finanziert wird es von Charlesmagne Onlus, Tavola Valdese und Open Society Foundations.

 

Das Manifest von ASGI

 

Nach ASGI sind die Gründe für Migration nach Europa: Kriege, unterdrückerische Regime und Diktaturen, die Folgen des Kolonialismus, die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen auf dem afrikanischen Kontinent, das demographische Wachstum und der Klimawandel.

 

Zu den Fragen von Einwanderung, Asyl und Reform des Staatsbürgerschaftsrechts schlägt ASGI vor:

 

--Wege für einen freien Zugang zu einem Land aufgrund von Arbeitsplatzsuche;

 

--Wege um temporäre Visa permanent zu machen;

 

--leichtere Familienzusammenführung;

 

--freiwillige Rückführung oder alternative Maßnahmen im Gegensatz zu erzwungener Rückführung;

 

--lokales Wahlrecht für Nicht-EU-Ausländer, zu gleichen Bedingungen wie für EU-Bürger und leichteren Zugang zur Staatsbürgerschaft;

 

--Zum Asyl sollte die EU: von der feindlichen Politik Abstand nehmen, wie sie letztes Jahr beim EU-Türkei-Abkommen im März 2016 angenommen wurde, und der Zusammenarbeit mit Diktaturen wie Libyen, Sudan und Niger; einen verpflichtenden Verteilungsplan für Flüchtlinge schaffen, die gegenwärtigen Dublin-Regeln durch die Möglichkeit eines Asylantrags in dem vom Asylsuchenden gewünschten Land anpassen.

 

Das Netzwerk von ASGI

 

Migregroup: nimmt an dem Projekt Boats4People teil und unterstützt die Online-Plattform WatchTheMed, die die Todesfälle und die Verletzungen von Migrantenrechten an den Außengrenzen der EU aufzeichnen.

 

WatchTheMed wurde von der NGO Habeshia gegründet, die von Pater Mussie Zerai betrieben wird, (der selbsternannte Vater Moses, für seine Leistung, Migranten nach Europa zu bringen). Die Organisation hat eine Liste für die „guten Migranten“, wo interessierte Menschen Informationen finden, wie man über das Mittelmeer nach Europa gelangt. Die NGO Sea-Watch, gegenwärtig im Mittelmeer präsent um Migranten nach Europa zu transportieren, ist Teil der Plattform von WatchTheMed.

 

ASGI arbeitet mit Associazione 21 Luglio, Senza Confine (No Borders), Doctors for Human Rights und SIMM (Italian Society of Migration Medicine).

 

4 Open Society und CILD (Italian Coalition for Freedoms and Civil Rights)

 

CILD wurde 2014 gegründet und ist ein Netzwerk aus Organisationen um die Rechte und Freiheiten aller zu fördern, mit Werbekampagnen und öffentlichen und privaten Aktionen. CILD unterstützt den leichteren Zugang für Migranten angesichts des „gemischten Zustroms“. Nach einer kürzlichen Gesetzesänderung, um unbegleitete Minderjährige in Italien aufzunehmen, drängen sie jetzt auf eine Änderung des Staatsbürgerschaftsrechts, gegenwärtig geht es um den Versuch, vom „Recht des Blutes“ (Ius Sanguinis) auf das „Recht des Bodens“ (Ius Soli) umzustellen.

 

Ihr Manifest enthält eine Änderung des Blicks auf Einwanderung, als einem nicht kriminellen Asylsystem, basierend auf Aufnahmepflichten und einer Ausweitung der Staatsbürgerschaft.

 

Zu den Aktivitäten von CILD gehören: das Projekt Open Migration, das sich auf den Faktencheck zu Nachrichten über Einwanderung konzentriert; seine Artikel berichten über die Kritik an Untersuchungen zu NGOs im Mittelmeer, die Behauptung, dass Flüchtlingsanträge das Justizsystem nicht überlasten würden, und eine weitere Behauptung, dass Einwanderer im Gefängnissystem wegen präventiver Ingewahrsamnahme überrepräsentiert seien, was jene Daten ignoriert, die zeigen, dass Migranten in Italien sechs Mal mehr Straftaten begehen als Ansässige.

 

Das Netzwerk von CILD

 

Dazu gehören unter anderem:

 

A Buon Diritto: eine Anwaltsgruppe für Einwanderungsfragen. Finanziert von der Open Society;

 

ANSI (National Association Intercultural Press): gefördert und bestehend aus ausländischen Journalisten, unterstützt von COSPE und Open Society;

 

Antigone: eine Organisation für die Rechte und Bürgschaften im Strafsystem, finanziert von der Open Society;

 

ARCI: große Volksbewegung zur Förderung der Emanzipation, mit über einer Million Abonnenten, unterstützt von der Open Society;

 

Associazione 21 Luglio: konzentriert sich auf die Minderheit der Roma. Finanziert von Open Society;

 

CIR (Italian Council for Refugees): finanziert von der Open Society;

 

Cittadini del Mondo (Citizens of the World): Förderer offener Grenzen, finanziert von der Open Society;

 

Cospe Onlus: siehe oben;

 

Fondazione Leone Moressa: Denkpanzer mit Schwerpunkt Einwanderung, finanziert von der Open Society;

 

Lunaria: non-profit mit Schwerpunkt Globalisierung und Migration, arbeitet regelmäßig mit der Open Society zusammen;

 

NAGA: Migrantenrechte mit Schwerpunkt aus die Roma, finanziert von der Open Society;

 

PARSEC: Forschungsinstitut zu Sozialfragen mit Schwerpunkt Einwanderung. Hat das Projekt „parlare civile“ (Bürgergespräch) ins Leben gerufen, das sich auf politisch korrekte Ausdrucksweise konzentriert, unterstützt von der Open Society;

 

5 Open Society und A Buon Diritto

 

A Buon Diritto (Für gute Gesetze) ist eine Anwaltsgruppe, die sich auf Immigration konzentriert. Ihre Webseite ist voll mit Beiträgen der Open Society. Ihr Präsident ist Luigi Manconi, auch bekannt als Simone Dessi, ein früherer Aktivist von Lotta Continua (der fortgesetzte Kampf), einer kommunistische Partei. Zu ihren Veröffentlichungen zählt „Accogliamoli Tutti“ (Begrüßen sie alle), ein Buch das behauptet, „die einzig effektive Einwanderungspolitik ist das Willkommen aller“. Darin wird der Austausch durch Einwanderung zitiert, der Austausch der alten, sterbenden Italiener durch junge Migranten als das Kernelement ihrer These. Es behauptet, dass dieser Ansatz auf „ gesundem Menschenverstand“ basiert und „ein pragmatischer Ansatz zur Steuerung der Einwanderung sei und kein passives Ertragen.“ Das Vorwort schrieb Cecile Kyenge, die frühere italienische Ministerin für Integration.

 

Eine weitere Publikation lautet „Abolire il Carcere“ (Schafft die Gefängnisse ab), ein „vernünftiger Reformvorschlag zur Sicherheit der Bürger“.

 

Zu ihren Initiativen gehören:

 

--“Navigare a vista“ (Navigation auf Sicht), eine „Geschichte über die Such- und Rettungsmissionen durch NGOs im Mittelmeer“;

 

--“Die große Lüge der Taxi-Schiffe: NGOs und Rettung auf hoher See“, eine Konferenz unter Teilnahme von Luigi Manconi, der früheren Außenministerin Emma Bonino, und Repräsentanten der NGOs Proactiva Open Arms, MSF und Save the Children, alle gegenwärtig im Mittelmeer aktiv.

 

Zusammenfassung

 

Das Netzwerk, wie am Beispiel CILD geschildert, ist umfangreich und kompliziert. Es reicht von ehemaligen Ministern, Kyenge (Einwanderung) und Bonino (Außenamt), beide direkt für den großen Zustrom an Migranten verantwortlich, die zwangsweise in Italien akzeptiert wurden, bis zu den Unterstützergruppen, die Pressezensur fördern, aber auch juristische Unterstützung, Interessenvertretung und Publikationen bereitstellen.

 

Nur in einigen wenigen Fällen kann man ihre Budgets einsehen, nicht gerade das was man sich unter Transparenz und Offenheit vorstellt.

 

Das Hauptthema des Open Society-Netzwerks lautet: benutze Anti-Diskriminierungsgesetze um unbegrenzte Zuwanderung durch die Abschaffung der Grenzen zu ermöglichen. Dieser Gedanke steht eindeutig im Manifest vieler Organisationen. Die meisten Organisationen bewerben ihre extremen Ansichten mit „faktenbasiert“ oder „gesundem Menschenverstand“, um sich selbst die Aura eines wissenschaftlichen Ansatzes zu verleihen, während sie subjektive und ideologische Interpretationen von Daten liefern und unangenehme Informationen weglassen. Deshalb sparen sie auch die Nationalität von Kriminellen aus. Das gleicht dem Eingeständnis dass es ein Problem gibt, aber es soll darüber nicht geredet werden. Das ist typisch für totalitäre Regime, undemokratisch und sicher keine „offene“ Gesellschaft. Das behauptete Ziel einer „korrekten Information zum Thema Einwanderung“ wird so sicherlich nicht erreicht.

 

Schließlich wird die grenzenlose Strategie mit breitangelegten Aktionen der Einwanderungslobby zugunsten der im Mittelmeer operierenden NGOs umgesetzt. Ob durch seine Finanzierung und Veröffentlichungen zu dem Thema, durch Konferenzen, Forschung oder Informationskanäle für Migranten: das Netzwerk liefert effektive Unterstützung für Migranten, unabhängig davon ob es legal oder illegal ist.


http://www.atimes.com/article/sun-king-american-friend/

 

20. Der Sonnenkönig und der Amerikanische Freund

Donald Trumps Eiffelturm-Unterhaltung mit dem neuen Goldjungen des französischen Establishments, dem Präsidenten Emmanuel Macron, gipfelte in einer politischen Transaktion (M & A)

 

von Pepe Escobar, 17.07.2017

 

 

Also worüber haben Donald Trump und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron während ihres überschwänglichen, kumpelhaften Pariser Treffens wirklich geredet? Da es Frankreich ist, fangen wir beim Essen an.

 

Ja, dieses Abendessen in Alain Ducasses überteuertem Restaurant Jules Verne neben dem Eiffelturm. Cooler Fensterplatz mit Aussicht. Nur die Chefs mit ihren Gattinnen Melania und Brigitte. Die Macrons sprechen fließend Englisch. Es gab keine Leaks aus dem Elysee-Palast.

 

Das Restaurant ist Teil von Ducasses größer werdendem Imperium und wird von dem Geschäftsmann Xavier Alberti gemanagt. Der ist mit Audrey Bourolleau verheiratet, der zufällig Landwirtschaftsberater von Präsident Macron ist.

 

Bleibt also alles in der Familie. Und Macrons erweiterte Familie ist praktisch ein französisches Who is Who. Es herrscht das grobe Missverständnis, insbesondere in den USA, Macron wäre ein Außenseiter, ein Anti-Establishment-Rebell. Nichts entspricht weniger den Tatsachen.

 

Macron ist der Goldjunge des französischen Establishments. Er wurde von einer riesigen „pragmatischen“ und neoliberalen Galaxie geformt/unterstützt. Von der Saint Simon Foundation bis zu Edmond de Rothschild Group, vom Montaigne Institut und dem Denkpanzer Terra Nova, der nach dem Progressive Policy Institute geformt wurde, gegründet von Bill Clinton und Joseph Lieberman, und dessen Aufgabe es ist, das ökonomische, politische und soziale Leben Frankreichs von der amerikanischen Moderne befruchten zu lassen.

 

Macrons Partei – nach dem präsidialen Sieg nennt sie sich jetzt „die Republik in Bewegung!“ – wurde tatsächlich erst letztes Jahr aus dem Nichts erfunden, vom Montaigne Institut. Reichlich Verbindungen zur Rockefeller Foundation, dem Aspen Institut, dem National Endowment for Democracy und den unvermeidlichen Neokons und Straussianern. Aber am meisten reflektiert der Macronismus den Einfluss von Les Gracques, einer Gruppe rechtslastiger Beamter und Konzernmanager der Sozialistischen Partei, fest entschlossen dass Frankreich stramm neoliberal marschiert.

 

Trump konnte Macrons Status nur beneiden, einen Status, den nur eine kritische Minderheit durchschaut: ein neuer Roi Soleil (Sonnenkönig), der nicht nur die Exekutive sondern auch die Legislative kontrolliert (Anm.d.Ü.: siehe "Ein Vergleich der Staatsstreiche": https://www.theblogcat.de/übersetzungen/ein-vergleich-der-staatsstreiche/), und die Massenmedien und sein eigenes Bild. (Brigitte ist immer von oben bis unten von Louis Vuitton eingekleidet, dessen Besitzer der Milliardär Bernard Arnault ist, ein strammer Macronist; das Bild des Paares wird von der gerissenen Mimi Marchand überwacht, der Königin der Pariser Paparazzis.)

 

Die französische Oligarchie ist von vorne bis hinten Macronistisch. Eigentlich ist also Trump der Außenseiter – nicht nur in Washington, sondern auch bei der Elite von Manhattan, die ihn in im Grunde verachtet.

 

Eine Transaktion (M&A) mit dem Donald

 

Macron der Sonnenkönig, ein Spezialist für Mergers and Aquisitions, hatte keine Schwierigkeiten, das Vakuum zu identifizieren und zuzugreifen. Und er umarmte Trump als den Amerikanischen Freund, während der Rest der Europäischen Union wie zu erwarten weiterhin von den Auswirkungen des „America First“ gelähmt ist.

 

Die Macronisten drehen es offiziell so hin, dass Trump, nachdem er aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen ist, in europäischen Dingen nicht isoliert bleiben sollte. Das ist ein reines Ablenkungsmanöver. Worum es wirklich geht: Macron ist genauso wie Trump über die sehr schlechten („very bad“) Handelsüberschüsse Deutschlands frustriert – und aus französischer Sicht, die Besessenheit mit der Austerität.

 

Wie wäre es, der Kanzlerin Angela Merkel ein paar weitere schlaflose Nächte zu bescheren? Man erhöht die französischen Verteidigungsausgaben auf den 2% BIP-Standard der NATO; man lädt Trump nach Paris ein und schmeißt eine üppige Militärparade zum französischen Nationalfeiertag (inklusive einer Kapelle, die Daft Punk spielte, sehr zur Verwunderung von Trump); und man positioniert sich als sein oberster Vermittler in der EU. Wenn es zu einer Krise kommt, irgendeiner, dann wird Trump im Elysee anrufen, und nicht in Berlin oder Brüssel.

 

Macron will für Europa einen soliden Rahmen für Kapitalmärkte und eine Bankenunion; diese „Restrukturierung“ würde wohl Billionen von Euros für den Eurobond-Markt bringen. Er hat nicht die Zeit um die Austerität-besessene Merkel davon zu überzeugen dass das der Weg ist.

 

Und dann ist da die große Asien-Geschichte

 

Deutschland weiß so gut wie die gesamte EU Export-Maschine, dass die Zukunft Go East lautet. Der Handel der EU mit China, Indien, Japan, Südkorea und ganz Südostasien ist bereits um $300 Milliarden pro Jahr größer als der EU-Handel mit den USA.

 

Und das geschieht bereits, bevor die EU China den „Marktwirtschafts-Status“ gewährt hat und vor dem gerade unterzeichneten Freihandelsabkommen mit Japan.

 

Die Neue Seidenstraße, umbenannt in Belt and Road Initiative (BRI), mit dem Versprechen einer kompletten eurasischen Verbundenheit, ist eine garantierte Win-win-Geschäft, was die deutsche Industrie und ausgewählte EU-Investoren anbelangt. Im Denkpanzer-Land USA wird BRI hingegen als ein zum Scheitern verurteilter „Plan“ lächerlich gemacht.

 

Macron ist sich all dieser Spaltungen wohl bewusst. Und er bewegt sich über das ganze Spektrum und versucht, jedes Vakuum zu besetzen. Und er hat erkannt, dass Trumps gewünschte, ernsthafte Russland-Politik vom Tiefen Staat in eine Zwangsjacke gesteckt wurde. Und so redet er auch mit Wladimir Putin – und sicher gehören dazu auch die geschäftlichen Vorteile.

 

Er verachtet den Iran nicht. Im Gegenteil, er weiß, dass zukünftige, massive Investitionen in die iranische Wirtschaft – von Energie bis Infrastruktur – eine kindische Verteufelung schlagen. Er hätte Trump davon überzeugen können, dass ein Aufkündigen des iranischen Nuklearabkommens ein schlechter Vorschlag ist. Aber wahrscheinlich tat er das nicht, denn er weiß, dass französische und nicht amerikanische Firmen das Extrageschäft machen würden.

 

Paris wird immer an seiner Seite sein

 

Und damit kommen wir zu dem was wirklich im Detail diskutiert wurde: Syrien. Macron ist zwar ein ausgesprochener Falke was nationale Sicherheit anbelangt, aber er steht nicht hinter der „Assad muss weg“-Sackgasse. Und Trump konnte nur zustimmen als Macron betonte, dass die Bedrohung Nummer Eins der salafistisch-dschihadistische Terror ist.

 

Damit haben wir Putin, Trump und Macron praktisch im Gleichklang. Macron hat mit Sicherheit mitbekommen, dass sich die düstere Syrien-Märchen seitwärts bewegen – und zwar schnell. Aleppo konzentriert sich bereits auf seine Dschihad-freie Zukunft. China denkt bereits über Syrien als einen BRI-Knoten nach.

 

EU-Beamte stoßen hohle Drohungen aus, wenn sie erzählen, dass die Union ohne einen Regimewechsel, auch in fernerer Zukunft, keinen Wiederaufbau in Syrien nach dem Krieg finanzieren wird. Damaskus hat bereits angekündigt, dass China, Russland und der Iran Vorrang haben werden. Schließlich war die NATO seit 2011 auf Seiten eines Regimewechsels.

 

Es ist nicht klar, ob Macron dem Amerikanischen Freund den Gedanken vermitteln konnte, dass ein Dschihad-freies, vereintes Syrien geschäftlich absolut Sinn macht – und den Weg für weitere Geschäfte öffnet, an allen Fronten. Natürlich nur wenn die gegenwärtigen und zukünftigen Waffenstillstandsabkommen halten und die wild gewordenen Elemente im Tiefen Staat das Szenario nicht sabotieren.

 

Und jetzt wieder zurück in den Sumpf – und die gleiche alte, hysterische Russiagate-Leier, Tag für Tag.

 

Aber wenigstens wird Paris immer an seiner Seite sein.


http://charleshughsmith.blogspot.de/2017/07/earths-economy-glorifies-waste.html

 

21. Die Weltwirtschaft verherrlicht Abfall, Ausbeutung, Schulden, selbstsüchtige Berechnung und magisches Denken

 

von Charles Hugh Smith, 16.07.2017

 

 

Die Menschheit scheint sich auf magisches Denken zu verlassen, wenn sie mit einer unhaltbaren Situation konfrontiert ist, die einen grundlegenden Wandel bräuchte.

 

Wie würden außerirdische Anthropologen das herrschende sozio-ökonomische System der Erde beschreiben? Man kann sich ihren erschreckenden Bericht unschwer vorstellen:

 

Die Wirtschaft der Erde glorifiziert Abfall. Ihre Ökonomen freuen sich, wenn ein Produkt als Abfall weggeworfen wird und durch ein neues Produkt ersetzt wird. Diese Verschwendung wird pervers als 'Wachstum' bezeichnet.

 

Zielloses Umherwandern, das fossile Treibstoffe verbraucht, wird ebenso als 'Wachstum' bejubelt.

 

Das Ausplündern der Ozeane des Planeten wegen ein paar geliebten Speisefischen wird auch als 'Wachstum' bezeichnet, denn diese Zerstörung des Ökosystems der Ozeane generiert Verkäufe der ersehnten Meeresfrüchte.

 

Was noch perverser ist: die resultierende Knappheit wird von den Eliten des Planeten bejubelt, denn ihre Fähigkeit, diese jetzt knappen Ressourcen zu erwerben, erhöht ihren sozialen Status und ihr grandioses Selbstwertgefühl.

 

Die Verherrlichung der Verschwendung besitzt die selbe Dynamik, die auch die Zivilisation von Zork zerstört hat.

 

Die Wirtschaft der Erde glorifiziert auch die Ausbeutung, denn das maximiert die Gewinne, was anscheinend das planetare Äquivalent zu einer weltlichen Religion ist, die jeder als Naturgesetz wahrnimmt.

 

Daher werden Sklaverei und Monopol als die verlässlichsten Quellen von Profit hoch geschätzt. Wenn moralische Bedenken den tatsächlichen Besitz von Menschen einschränken, dass entwirft die Wirtschaft der Erde feudale Zustände, die die selben Charakteristika wie Sklaverei und Knechtschaft teilen. In der gegenwärtigen Zeit sind die bevorzugten Mechanismen Überverschuldung (Schulden-Knechtschaft) und Besteuerung durch den Staat. Das entzieht etwa 40% sämtlicher Arbeit mittels Androhung mit Gefängnis.

 

Die Eliten der Erde zeigen eine krankhafte Vorliebe für ein Mikromanagement des gemeinen Volks durch die Kriminalisierung eines großen Teils des Alltagslebens und für das Aussprechen von extrem scharfen Strafen für jedes Abweichen oder den Widerstand gegen die Herrschaft der Elite.

 

Das ist die gleiche Dynamik, die die planetare Zivilisation im Blug-System untergehen ließ.

 

Die Wirtschaft der Erde ist gegenwärtig von der Dezimierung fossiler Brennstoffe abhängig und borgt sich aus der Zukunft, um den Verbrauch in der Gegenwart zu finanzieren, sprich mit Schulden. Anstatt sich der Tatsache zu stellen, dass das nicht nachhaltig ist und man nach anderen Lösungen sucht, haben sich die Eliten der Erde für selbstsüchtige Berechnung entschieden und reagieren auf die unvermeidlichen Krisen, die durch die Erschöpfung und Abhängigkeit von Schulden verursacht wurden, mit selbstsüchtiger, aber letztlich zerstörerischer Politik, die die Krise überdecken, aber auf Kosten der Erzeugung größerer Krisen beim nächsten Mal.

 

Die Menschheit scheint sich, wenn sie vor unhaltbaren Situationen steht, die einen Systemwandel erfordern, auf magisches Denken zu verlassen. Das ist eine unheimliche Parallele zu der jetzt verschwundenen Zivilisation von Frum.

 

Es scheint so, als hätte die dominante Spezies der Erde die zerstörerischste Politik und Mentalität gewählt, und man verehrt und himmelt sie an. Die gegenwärtige Zivilisation der Erde ist dem Untergang geweiht, mit nahezu keinen Aussichten auf den nötigen Übergang zu einem nachhaltigeren und weniger ausbeuterischen Umgang.

 

Der Abstieg der Erde ist eine Tragikomödie, so wie der auf Ononon, die unser Heimatpublikum eine Zeit lang gut unterhalten hat.“

 

Falls ihr es verpasst habt, hier folgt ein Schnappschuss der Gesamtschulden im Verhältnis zum mittleren Haushaltseinkommen: von 79% auf 584%. Wenn euch das als „gesundes Wachstum“ erscheint, weil „Schulden keine Rolle spielen“ – dann willkommen im Wunderland des Magischen Denkens!


http://charleshughsmith.blogspot.de/2017/07/the-news-is-content-free.html

 

22. Die „Nachrichten“ sind ohne Inhalt

 

von Charles Hugh Smith, 11.07.2017

 

 

Wir sind „eure“ vertrauenswürdige Nachrichtenquelle, auch wenn wir alle im Besitz von sechs Konzernen oder Milliardären mit einer politischer Agenda sind.

 

Die „Nachrichten“ türmen sich in den Nachrichten – eine klassische selbstreferentielle Schleife, in der die Nachrichten zu ihrem eigenen Inhalt werden. Während der Streit darüber, was „Fake News“ und „Real News“ sind, selbst zu einer Nachricht geworden ist: die nackte Wahrheit ist, dass sämtliche „News“, „real“ oder sonstwie, ohne Inhalt sind.

 

Die „Nachrichten“ sind so inhaltsleer geworden, dass ein einfaches Software-Programm eine halb zufällige tägliche Auswahl an Schlagzeilen, Laufbändern und Radio/TV-Berichten zusammenstellen könnte, aus einem Pool typischer „News“-Storys und der Beimischung von etwas Kontext (irgendeine Autobahn ist verstopft, in einem schlimmen Viertel wird rumgeballert, die Namen irgendwelcher örtlicher Behörden usw.) und der Konsument der „Nachrichten“ hätte Schwierigkeiten, den Unterschied zwischen zufällig ausgewählten „News“ und „echten News“ zu entdecken.

 

Hier ein paar Beispiele des inhaltslosen Zufalls-Nachrichten-Generators, der „News“ produzieren würde, die praktisch nicht von „echten“ Nachrichten zu unterscheiden wären:

 

Der Verkehr staut sich nahe (füge einen üblichen Stauschwerpunkt ein) auf der A- Soundso (Bundesstraße/Autobahn). (TV/Video: zeige einen zufälligen ausgewählten Clip irgendeines langsam fließenden Verkehrs.)

 

Ein schwerer Unfall ereignete sich auf der A-Soundso (Der TV-Reporter schaut finster drein wenn es beim Unfall zu Todesopfern kam).

 

Örtliche Behörden halten eine Pressekonferenz ab (füge ein heißes Thema ein) und sagen was das Volk hören will: Diese Angelegenheit wird von den Behörden angegangen. Wir haben Top-Leute, die daran arbeiten – Top-Leute. (Der Nachrichtensprecher blickt seriös drein.)

 

Irgendwo auf der Welt ist ein schrecklicher terroristischer Anschlag passiert – füge halb zufällig eine Stadt ein, bevorzugt aus dem Kriegsgebiet im Nahen und Mittleren Osten oder aus westlichen Hauptstädten.

 

Irgendein schlechtes Wetter bedroht uns, oder könnte uns in Bälde bedrohen. (Füge einen Clip über eine Überflutung, Starkregen oder sengende Hitze in irgendeiner Wüste ein, etc.)

 

Der berühmte Sportler XYZ entschuldigt sich wegen (wähle eines oder mehrere aus: Misshandlung des Ehegatten, Spielsucht, mehrfache Untreue, Trunkenheit in der Öffentlichkeit, rüpelhaftes Benehmen gegenüber seinen Fans, etc.) und seine Frau/Familie/Rechtsanwalt sitzen im Hintergrund.

 

Der Trainer XYZ erklärt, warum seine Mannschaft verloren hat: Das andere Team war stärker, wir waren nicht konzentriert, unsere Jungs/Mädels haben ihr Bestes gegeben, aber wir wissen woran wir arbeiten müssen usw.

 

Der letzte Delikatessen-Schrei macht sich in den hippen Vierteln breit (kombiniere eine traditionelle Zutat mit einem asiatischen oder indischen Gewürz: Wassermelone mit Kimchee-Geschmack usw.)

 

Irgend jemand hat seinen Abschluss geschafft (herzerwärmende Story, die dem Sprecher die Gelegenheit zum Lächeln gibt): Abspielen eines Videos von niedlichen Kindergartenkindern, die ihre Zeugnisse bekommen, Großmütter mit Käppi und Talar, etc. (Eine überqualifizierte Gesellschaft sieht gerne Zeugnisse, besonders für Kinder, Ältere und Underdogs – das unterstützt das Märchen, dass unsere Leistungsgesellschaft von der Verleihung von Zeugnissen lebt.)

 

 Gute Wirtschaftsnachrichten: füge eine manipulierte offizielle Statistik ein, über sinkende Arbeitslosigkeit, höhere Durchschnittslöhne, steigende Immobilienpreise etc. Alternativer Bericht: füge eine Story über eine Underdog ein, der zum ersten Mal ein Haus besitzt, einen neuen Imbisswagen für die Kunden usw.

 

Das sieht man nicht alle Tage: füge einen YouTube-Clip ein über eine Person die vom Blitz getroffen wurde aber auf wundersame Weise davon kam, einen Lastwagen, den es auf einer Autobahn überschlägt und riesige Stahlträger verliert, etc.

 

Weitere Beweise tauchen auf, dass uns Russland etwas Schlimmes angetan hat (abspielen eines zufälligen Clips mit Putin, russischen Raketen, etc.)

 

Selbst-gratulierende Werbung: Wir machen hier einen großartigen Job, Leute. Wir untersuchen, was untersucht werden muss und berichten über das, was berichtet werden muss, etc. Bei „echten“ News könnten ihr auf uns zählen. Wir sind „eure“ vertrauenswürdige Nachrichtenquelle, auch wenn wir alle im Besitz von sechs Konzernen oder Milliardären mit einer politischen Agenda sind:  

 


http://knowledge.wharton.upenn.edu/article/dont-believe-hype-ai-driven-world-still-long-way-off/

 

23. Die Zukunft der künstlichen Intelligenz: Warum der Hype die Wirklichkeit überholt hat

 

von Knowledge@Wharton, 16.07.2017 via ZeroHedge

 

 

Roboter die das Essen servieren, selbstfahrende Autos und Drohnen-Taxis könnten Spaß machen und jede Menge Profit abwerfen. Aber freut euch nicht zu früh. Sie sind wahrscheinlich in weiterer Ferne als der Rummel vermuten lässt.

 

Eine Expertenrunde beim jüngsten Wharton Global Forum in Hong Kong hat ihre Sicht über die Zukunft der künstlichen Intelligenz (AI) dargestellt. Roboter, Drohnen, andere technologische Fortschritte und wie das alles in der Zukunft die Arbeitswelt gefährden könnte. Als Fazit wurde dem ganzen Presserummel die Luft herausgelassen , aber es wurden auch die Gefahren für bestimmte Berufe benannt.

 

Ihre Kommentare stammen aus einer Tagung mit dem Titel „Engineering the Future of Business“ mit Geoffrey Garrett von Wharton als Moderator und den Rednern Pascale Fung, einem Professor für Elektronik und Computer-Engineering an der Hong Konger Universität für Wissenschaft und Technik; Vijay Kumar, dem Leiter der Ingenieursabteilung der Universität von Pennsylvania; und Nicolas Aguzin, dem Asien-Pazifik-Vorstand und CEO von J.P.Morgan.

 

Garrett stellte die Eingangsfrage: Wie groß und revolutionär ist die Bewegung der selbstfahrenden Autos?

 

Es stellt sich heraus, dass Vieles von dem, was in den Massenmedien über selbstfahrende Autos (autonomes Fahren) erscheint und dass sie in Kürze kommen, sehr übertrieben ist, sagte Kumar. Voll autonomes Fahren ist aus seiner Sicht viele Jahre entfernt.

 

Eines von Kumars Hauptargumenten: Oft hätten High-Tech Entwickungen zwei Seiten. Die eine Seite bekommt jede Menge Aufmerksamkeit in den Medien – die Fortschritte in der Rechnerleistung, der Software und ähnlichen Dingen. Dort ist der Fortschritt rasant – neue Apps, neue Firmen und neue Produkte sprießen tagtäglich. Jedoch beeinflusst die andere, oft übersehene Seite viele Projekte maßgeblich – dort wo sich die virtuelle Welt auf neue Weise mit der physischen und mechanischen Welt verbinden muss, sagt Kumar, der auch Professor für Maschinenbau an der Penn ist. Der Fortschritt auf diesem Gebiet komme wesentlich langsamer.

 

An einem Punkt kommt die ganze Software in den autonomen Fahrzeugen auf eine holprige Straße. In jener Welt kommt der Fortschritt, so wie bei anderen robotergestützten Anwendungen, aus der Verlagerung von „Daten zu Information zu Wissen.“ Ein fundamentales Problem: die meisten Beobachter realisieren nicht, wie riesig das Datenvolumen ist, das nötig ist um in einer physikalischen Welt zu arbeiten – immer größere Mengen, oder wie es Kumar nennt: „exponentielle“ Mengen. Es wird zwar heute verstanden, dass „Big Data“ wichtig ist, die nötigen Mengen für viele physikalische Operationen sind jedoch weitaus größer als „Big Data“ vermuten lässt. Die Grenzen für das Erheben solch riesiger Datenmengen bremsen die Geschwindigkeit des Fortschritts bei vielen Arten von Projekten, meint er.

 

Mit anderen Worten: viele optimistische Artikel über autonome Fahrzeuge übersehen die Tatsache, dass es viele Jahre brauchen wird um genug Daten zu sammeln, damit selbstfahrende Autos im größeren Maßstab funktionieren – nicht nur ein paar Jahre.

 

Genug Daten zu sammeln um eine 90% Genauigkeit zu erreichen ist „schwierig genug“, sagte Kumar. Manche Software für Objekterkennung ist heute bei der Identifizierung „90% akkurat, gehen Sie auf Facebook, da sind so viele Gesichter – (aber das ist) 90% akkurat. Aber „deine Kollegen aus der Computerwelt würden bei 90% sagen: 'das ist dumm' … Aber von 90% Genauigkeit auf 99% Genauigkeit zu kommen erfordert wesentlich mehr Daten.“ – exponentiell mehr Daten. „Und wenn man von 99% zu 99,9% Genauigkeit will ratet mal? Dazu braucht es noch mehr Daten.“ Er vergleicht den exponentiellen Anstieg der Datenmengen mit einer Kurve die einem Hockeyschläger ähnelt, mit einem plötzliche, scharfen Anstieg. Das Problem mit den autonomen Fahrzeugen ist, so haben auch andere Analysten bemerkt, dass 90% oder auch 99% Genauigkeit einfach nicht gut genug ist, wenn menschliches Leben auf dem Spiel steht.

 

Exponentiell mehr Daten

 

Exponentiell mehr Daten zu erreichen, um alle … Fälle abzudecken, das ist extrem schwierig,“ sagte Kumar. „Und aus diesem Grund glaube ich, dass selbstfahrende Fahrzeuge, was das Reagieren auf Situationen aufgrund von Daten anbelangt, extrem schwer (zu meistern) sind... Ja, es ist ein großartiges Konzept und ja, wir machen große Fortschritte, aber... um es bis zu dem Punkt zu lösen wo wir uns absolut behaglich fühlen – das wird noch lange Zeit dauern.“

 

Warum bekommt man also, wenn man die Massenmedien liest, den Eindruck, dass die selbstfahrenden Autos schon vor der Tür stehen?

 

Um seine Sicht zu erklären, was in den Medien passiert, zitiert Kumar den früheren Fed-Chef Alan Greespan, der die berühmten Worte aussprach, im Aktienmarkt gäbe es eine „irrationale Überschwänglichkeit“, lange vor dem Crash der High-Tech Börsenblase Anfang der 2000er. Kumar meint, dass heute eine ähnliche Übertreibung für die selbstfahrenden Autos gilt. „Da kommt die irrationale Überschwänglichkeit ins Spiel. Es ist eine Technologie die schon fast da ist, aber es wird lange Zeit dauern um sie anzupassen.“

 

Elektrisch angetriebene Drohnen mit Motoren und Batterien, die Menschen in die Luft befördern können – das halte ich für ein Luftschloss.“ – Vijay Kumar

 

Garrett weist darauf hin, dass der Tesla-Chef Elon Musk behauptet, die ganze Technologie, die es neuen Autos erlaube selbst zu fahren, würde bereits existieren (wenn auch nicht unbedingt ohne einen Menschen an Bord, um im Notfall zu übernehmen) und dass das Hauptproblem die „menschliche Akzeptanz der Technologie“ sei.

 

Kumar sagte, da müsse er entschieden widersprechen. „Elon Musk wird euch auch erzählen, dass die Batterien Fortschritte machen und dass sie immer besser werden. Tatsächlich sind es die gleichen Batterien wie vor 5 oder 10 Jahren.“ Der Unterschied liegt darin, dass die Batterien kleiner und billiger werden, „denn immer mehr von uns kaufen Batterien. Aber am Prinzip hat sich nichts geändert.“

 

Auch auf anderen Gebieten ist der Fortschritt langsam. Auch im „physikalischen Bereich“ hat sich bei Energie und Kraft wenig verändert, erklärt Kumar. „Schaut euch die Elektromotoren an, das ist Technologie aus dem 2. Weltkrieg. Wir machen also auf physikalischer Seite nicht die selben Fortschritte wie auf dem Informationsgebiet. Und wissen Sie was? In den USA entstehen 2% des Stromverbrauchs durch Datenzentren. Wenn man wirklich mehr Daten haben will und man es mit dem Hockeyschläger zu tun bekommt, dann wird man eine Menge Energie verbrennen, nur damit die Datenzentren funktionieren. Ich denke, dass es ab einem gewissen Punkt immer härter wird...“

 

Ähnliche Beschränkungen gelten auch für die Drohnentechnologie, sagte er. „Es ist eine simple Tatsache: Um eine Drohne zu fliegen benötigt man etwa 200 Watt pro Kilo. Wenn man also eine Person mit 75 Kilo durch die Luft befördern will, dann ist das eine Menge Leistung. Wo sollen die Batterien herkommen, die das bewerkstelligen sollen?“ Die einzige Energiequelle mit ausreichender Energiedichte, um so eine schwere Last in die Luft zu befördern, ist fossiler Treibstoff. „Man könnte kleine Jet-Turbinen für den Antrieb von Drohnen bekommen. Aber elektrisch angetriebene Drohnen mit Motoren und Batterien, die Menschen in die Luft befördern können – das halte ich für ein Luftschloss.“

 

Das soll nicht heißen, dass man „mit Drohnen nicht interessante Dinge anstellen kann, aber was immer man auch macht – man muss an die angemessene Nutzlast für sein Vorhaben denken.“

 

Auf anderen Gebieten, wie den Elektroautos, geht der Fortschritt schnell voran und Kumar sagt, das gäbe es viel Potential. „Die Chinesen haben das bewiesen, sie sind führend in der Welt. Die Anzahl der Elektroautos in China, die jährlich produziert wird, ist dreimal so hoch wir in den USA … ich denke Elektroautos werden bleiben, aber über Drohnen mit Elektroantrieb bin ich mir nicht so sicher.“

 

Fung griff Kumars Thema auf. Sie arbeitet auch beim Human Laguage Technology Center ihrer Universität mit und zeigte einige der Grenzen der künstlichen Intelligenz (AI) in der absehbaren Zukunft auf. Auch dort überholt der Hype oft die Realität. Zwar könne AI viele eindrucksvolle und wertvolle Aufgaben erfüllen, aber auch hier müssten physikalische Grenzen beachtet werden.

 

... Ein tief lernender Algorithmus, der nur Spracherkennung ausführt, der übersetzt was man sagt, muss mit Millionen Stunden von Daten trainiert werden und „benutzt riesige Datenfarmen,“ sagte Fung. Und während ein tief lernendes Netzwerk vielleicht hunderttausende von Neuronen besitzt, so hat das menschliche Gehirn Billionen. Menschen sind derzeit wesentlich energieeffizienter. Sie können sich „einen ganzen Tag lang mit einem Stück Pizza beschäftigen“, scherzte sie.

 

Die sichersten Jobs vor Robotern werden die ganz oben und unten sein, nicht die in der Mitte.“ – Vijay Kumar

 

Das Rätsel des menschlichen Gehirns

 

Das führte die Tagungsteilnehmer zu einem zweiten unterschätzten Problem: die Bandbreite der Projekte, die AI derzeit erledigen kann. Kumar wies darauf hin, dass Aufgaben wie das Übersetzen relativ begrenzt sind. (Anm.d.Ü.: Wer will, kann sich diesen Artikel ja bei Google Übersetzer ansehen;) Wir haben „bis zu einem gewissen Ausmaß herausbekommen, wie wir von Daten zu Informationen gelangen, jedoch... selbst das ist mit tiefem Lernen sehr schwierig. Von der Information zum Wissen? Wir haben keine Ahnung. Wir wissen nicht wie das menschliche Gehirn funktioniert... Es wird lange Zeit dauern bevor wir Maschinen bauen, die jene Art der Intelligenz haben, die wir mit Menschen in Verbindung bringen.“

 

Kumar wies darauf hin, dass vor gar nicht langer Zeit der Supercomputer Watson von IBM nicht einmal Drei gewinnt (tic tac toe) mit einem Fünfjährigen spielen konnte. Jetzt schlägt er Menschen beim Quiz Jeopardy!. Aber dieser rasante Fortschritt täuscht über die Tatsache hinweg, dass heutige Computer nur eng gefasste Aufgaben erfüllen können, oder „punktuelle Lösungen. Wenn man sich allgemein ansieht, wie viele Dinge Menschen tun – das ist sehr schwierig.“

 

Dennoch ist der Boden bereitet für größere Dinge in der Zukunft. Um diese eng gefassten automatisierten Aufgaben zu erfüllen, müssen Menschen „lernen wie man mit Maschinen kommuniziert“ und das nicht immer erfolgreich, wie der Ärger mit Call Centern und oft auch mit Siri von Apple zeigt, sagte Fung.

 

Heute liegen die Bemühungen darin, das Lehrer-Schüler-Verhältnis umzukehren, damit die Maschinen anfangen zu lernen, wie man mit Menschen kommuniziert. Die „Forschung, Entwicklung und Anwendung von AI-Algorithmen und Maschinen, die für uns arbeiten,“ die uns versorgen, läuft bereits, sagte Fung. „Sie werden unsere Gedanken verstehen, unsere Emotionen, unsere Persönlichkeit, unsere Affekte und all das.“ Das Ziel von AI ist, die „verschiedenen Ebenen“ von Mensch zu Mensch-Beziehungen in Betracht zu ziehen.

 

Wir sehen uns an, wir reagieren auf die Emotionen und Absichten anderer Menschen,“ sagte Fung, die eine der weltweit Führenden ist bei den Bemühungen, dass Maschinen besser mit Menschen kommunizieren. „Wir benutzen Körpersprache. Es sind nicht nur die Worte. Deshalb bevorzugen wir persönliche Treffen und wir bevorzugen sogar Skype vor einem Telefongespräch.“

 

Fung bezog sich auf einen Artikel, den sie für Scientific American geschrieben hat. Darin geht es um die Notwendigkeit, dass man Robotern beibringt, menschliche Gefühle zu verstehen und nachzuahmen. „Im Grunde geht es darum, Maschinen unsere Gefühle und Absichten verstehen zu lassen, mehr als das was wir sagen, und dass sie auf eine menschlichere Art antworten.“

 

Dieses „gefühlsbetonte Rechnen“ bedeutet, dass Maschinen schließlich „Gefühlserkennung“ leisten, die sie aus unserer Stimme, den Worten, den Gesichtsausdrücken und der Körpersprache lernen. Zukünftige „Mensch-Roboter-Kommunikation muss diese Ebene der Kommunikation enthalten.“ Aber Absichten und auch Emotionen zu erkennen ist eine extrem schwierige Herausforderung, fügte Fung hinzu. „Natürliche Sprache ist von Maschinen sehr schwer zu verstehen – und von Menschen. Oft missverstehen wir uns gegenseitig.“

 

Wo wird das also hinführen, wenn es um die Zukunft der Arbeit geht?

 

Maschinen sind immer noch „dumm“

 

In der nahen Zukunft muss sich keiner Sorgen machen, denn Maschinen sind ziemlich dumm...“ sagte Kumar. Als Beispiel nennt Fung, dass sie einen Roboter herstellen könnte, der in der Lage sei, die einfachen Aufgaben im Haushalt zu erledigen, aber „es ist immer noch billiger wenn ich es erledige, oder ich bringe es meinen Kindern oder dem Ehemann bei. In der näheren Zukunft gibt es also massenhaft Jobs wo es zu teuer wäre, sie mit Maschinen zu ersetzen. In 50 oder 100 Jahren ändert sich das wahrscheinlich, so wie sich auch die heutige Welt von der vor 50 oder 100 Jahren unterscheidet.“

 

Aber selbst mit dem Erscheinen neuer Technologie ist nicht immer klar, welche Folgen das haben wird. Zum Beispiel gab es, nachdem die Bankenindustrie die ersten Geldautomaten (Anm.d.Ü.: die elektronischen Bankkassierer) einführte, statt weniger Kassierern „mehr Kassierer“, sagte Aguzin. Die Geldautomaten machten „eine Zweigstelle billiger, und dann gab es mehr Zweigstellen, und daher hatten wir am Ende mehr Bankkassierer.“

 

Mit der Blockchain-Technologie werden die Kosten für eine Transaktion schließlich sein 'wie das Verschicken einer email, gleich Null.' Stellen Sie sich das für den Finanzhandel vor.“ – Nicolas Aguzin

 

Auf der anderen Seite wird die Einführung der Blockchain-Technologie als Kontensystem wahrscheinlich die Notwendigkeit eines Dritten zum Gegenchecken der Buchführung unnötig machen. Alles was einen Abgleich braucht, kann unverzüglich gemacht werden, eine Bestätigung wird unnötig, fügte Aguzin hinzu. Schließlich werden die Kosten für eine Transaktion „wie das Verschicken einer email sein, gleich Null … ohne die Möglichkeit einer Verwechslung entstehen keine Kosten. Stelle Sie sich das für den Finanzhandel usw. vor.“

 

Schon jetzt automatisiert Aguzins Bank dieses Jahr 1,7 Millionen Vorgänge, die noch manuell ausgeführt werden. „Und das sind nicht die niedrigsten, händischen Arbeiten – es liegt etwa in der Mitte.“ In einem frühen Vorstoß zu affektivem Computerrechnen arbeitet seine Bank an Software, die in der Lage sein wird, die Gefühle und Absichten eines Kunden zu erspüren, wenn sie für einen Service anrufen. „Es ist noch nicht perfekt, aber man bekommt ein ziemlich gutes Gespür dafür was sie fühlen, ob sie sich beschweren wollen oder wollen sie nur das Konto einsehen? Werden sie x oder y tun – man spart eine Menge Zeit.“

 

Dennoch bleibt er zuversichtlich, dass als Folge der neuen Technologie neue Jobs geschaffen werden, so wie es nach den Geldautomaten auch der Fall war. Seine Sicht auf die Zukunft der Jobs und der Automation ist nicht so „dramatisch“ wie die mancher Analysten. „Ich bin etwas besorgt über die Geschwindigkeit des Wandels, das sollte uns vorsichtig machen, aber... es werden neue Dinge entstehen. Ich neige dazu, eine etwas positivere Sicht auf die Zukunft zu haben.“

 

 Fung erinnerte die Zuhörer daran, dass sogar in der Finanztechnologie der Fortschritt durch die verfügbaren Daten gebremst wird. „IN manchen Bereichen hat man eine Menge Daten, in anderen nicht.“ Finanzvorstände hätten Fung gesagt, das sie riesige Datenmengen besitzen, aber nach ihrer Erfahrung sei das oft nicht annähernd genug um viele ihrer Ziel zu erreichen .

 

Kumar gibt zu, dass heute mehr Jobs für Roboter als für Menschen geschaffen werden, ein Grund zur Sorge über die Zukunft der menschlichen Arbeit. Aber er bezeichnet sich bei der Job-Frage auch als einen „pathologischen Optimisten“. AI und Robotik werde am besten bei den Anwendungen funktionieren, bei denen „sie mit Menschen zusammenarbeiten.“ So wie Fung sagt er, dass „es eine lange Zeit brauchen würde, bis wir Maschinen bauen, die jene Art der Intelligenz besitzen, wie wir sie von Menschen kennen. Wenn es darum geht, wie wir von der Information zum Wissen zu gelangen, dann haben wir keinen Schimmer. Wir wissen nicht wie das menschliche Gehirn funktioniert.“

 

Sicherheit ganz oben – und unten

 

Bezug nehmend auf Fungs Argument, dass viele Jobs im unteren Fachbereich erhalten bleiben, fügte Kumar an, dass jene Jobs, die verschwinden werden, viele Menschen überraschen könnten. „Worin sind Computer wirklich gut? Sie sind gut beim Ablegen von Prüfungen. Also diese Erwartung, ach, ich habe eine 'gut' von dieser sehr bekannten Universität, ich werde bald einen Job haben – das stimmt nicht.“ Gleichzeitig ist es für einen Roboter „sehr sehr schwierig, hinter deinem Dreijährigen herzuräumen. Ein Essen zu servieren ist sehr sehr schwierig. Das Aufräumen nach einem Abendessen ist noch schwieriger. Ich denke dass diese Jobs sicher sind.“

 

Die Teilnehmer waren sich einig: Die Jobs, die vor einem Ersatz durch Roboter am sichersten sind, sind jene ganz oben und die ganz unten. Aber nicht die in der Mitte.

 

Wie sieht es damit in vielen Jahren aus, wenn die Roboter fortgeschrittener und billig genug sind um mehr und mehr menschliche Aktivitäten zu übernehmen? Was wird aus der menschlichen Arbeit werden?

 

Man wird immer noch einen Roman lesen wollen, der von einem Menschen geschrieben wurde, auch wenn er nicht anders ist als ein Roman, der eines Tages von einer Maschine geschrieben wird. Man schätzt immer noch den menschlichen Touch.“ – Pascale Fung

 

Zum einen, sagt Fung, werde es viel mehr AI-Ingenieure geben und „Menschen, die die Maschinen regulieren, warten und irgendwie entwerfen, bis sich die Maschinen selbst reproduzieren können.“

 

Aber viele Jobs werden sich auch an die neue Welt anpassen. Man stelle sich zum Beispiel vor, dass in einer entfernten Zukunft viele Restaurants robotische Kellner und Personal haben. Die Menschen werden „viel mehr Geld ausgeben um in ein Restaurant zu gehen, wo der Koch ein Mensch ist der Kellner ein Mensch ist.“, sagte Fung. „Damit wird die menschliche Arbeit sehr wertvoll.“

 

Sie sagte auch, dass viele Menschen „Künstler und Köche, und aufführende Künstler werden wollen, denn man wird immer noch lieber ein Konzert hören wollen, das von Menschen aufgeführt wird und nicht von Robotern, die das Konzert aufführen. Und man wird immer noch einen Roman lesen wollen, der von einem Menschen geschrieben wurde, auch wenn er nicht anders ist als ein Roman, der eines Tages von einer Maschine geschrieben wird. Man schätzt immer noch den menschlichen Touch.“

 

Darüber hinaus werde Kreativität bereits immer wichtiger, sagte Fung. Es wird also nicht darum gehen, ob in der Zukunft AI-Ingenieure oder Geschäftsleute das Sagen ahben. „Es wird darum gehen: kreative Menschen gegen nicht kreative Menschen. Es gibt immer mehr Nachfrage nach kreativen Menschen.“ Es scheint für Ingenieur-Studenten bereits immer schwieriger zu werden, „mit den Besten zu konkurrieren, verglichen mit den alten Zeiten.“

 

In der Vergangenheit hat ein guter Universitätsabschluss einen Job garantiert. Heute wählen Tech-Firmen die Bewerber nach „so vielen verschiedenen Kriterien aus“, sagte Fung. Sie blicken über die technischen Fähigkeiten hinaus. Sie suchen nach Kreativität. „Ich glaube dass die Ingenieure mehr nicht-technische Fähigkeiten erlernen müssen, und die Nicht-Ingenieure werden mehr technische Fähigkeiten lernen müssen, inklusive wissenschaftliches Denken und Programmieren...“

 

Kumar stimmte zu. Heute belegen alle Ingenieur-Studenten an der Penn auch Betriebswirtschafts-Lehrgänge. „Der Gedanke eines breit gefächerten Abschlusses, die Idee einer liberalen Erziehung heutzutage, ich glaube das beinhaltet Ingenieurswesen und Kaufmännisches, stimmt's? Was mich beunruhigt: Was passiert mit den Anthropologen, den Englisch-Studiengängen, den Geschichtsstudiengängen... Ich glaube, diese Disziplinen werden sehr unter Druck geraten.“


24.

http://www.greanvillepost.com/2017/07/10/pilger-why-palestine-is-still-the-issue/

 

John Pilger:

Warum Palästina immer noch ein Thema ist

 

John Pilger, 10.07.2017

 

 

Helft mit eure Nachbarn aufzuwecken. Verteilt es weiter. Das Überleben hängt davon ab.

Israelische Soldaten zerstören ein palästinensisches Haus. Die „übliche“ Aufregung, aber sie ist relativ gering. Nach vielen Jahren ideologischer Konditionierung, verstärkt durch die Komplizenschaft bösartiger Medien, wurde die Kriminalität gegen die palästinensische Bevölkerung normalisiert.

 

Als ich in den 1960ern zum ersten Mal nach Palästina kam, da blieb ich in einem Kibbuz. Die Menschen, die ich dort traf, arbeiteten hart, waren beseelt und nannten sich selbst Sozialisten. Ich mochte sie.

Eines Abends beim Abendessen fragte ich sie, wer die Menschensilhouetten am Horizont waren, außerhalb der Eingrenzung.

 

...

 

Araber“, sagten sie, „Nomaden.“ Sie spuckten die Worte fast aus. Israel, sagten sie, und sie meinten Palästina, sei zum größten Teil Brachland gewesen und eine der großen Leistungen der zionistischen Unternehmung sei es gewesen, die Wüste grün zu machen.

 

 

Als ein Beispiel nannten sie den Anbau der Jaffa-Orangen, die in alle Welt exportiert wurden. Was für ein Triumph gegen alle Widrigkeiten der Natur und menschlicher Vernachlässigung.

 

 

Das war die erste Lüge. Die meisten der Orangenhaine und Weinfelder gehörten den Palästinensern, die den Boden bestellt und die Orangen und Weintrauben seit dem 18. Jahrhundert nach Europa exportiert haben. Die ehemals palästinensische Stadt Jaffa war bei ihren früheren Einwohnern als „der Ort der traurigen Orangen“ bekannt.

Im Kibbuz wurde das Wort „palästinensisch“ nie benutzt. Warum, fragte ich. Die Antwort war ein beklemmendes Schweigen.

 

In der gesamten kolonisierten Welt wird die wahre Souveränität der eingeborenen Bevölkerung von denen, die diese Tatsache nie ganz zur Kenntnis nahmen, gefürchtet. Und das Verbrechen, dass sie ihnen das Land gestohlen haben.

 

Diesen Menschen die Menschlichkeit zu verweigern ist der nächste Schritt – das jüdische Volk weiß das nur zu gut. Den Menschen ihr Würde, die Kultur und den Stolz zu nehmen folgt so logisch wie die Gewalt.

 

 

Nach der Invasion des Westufers durch den verstorbenen Ariel Sharon, ging ich zum palästinensischen Kulturzentrum in Ramallah, durch die Straßen mit den zerstörten Autos und Häusern. Bis zum Morgen hatten noch die israelischen Soldaten darin gehaust.

 

Ich traf mich mit der Direktorin des Zentrums, der Schriftstellerin Liana Badr, deren Originalmanuskripte überall auf dem Boden verstreut herumlagen. Die Festplatte mit ihren Romanen und eine Bücherei mit Stücken und Poesie wurden von den israelischen Soldaten mitgenommen. Nahezu alles war zerschlagen und besudelt.

 

Nicht ein Buch hatte noch alle Seiten. Nicht ein einziges Master-Band mit einer der besten Sammlungen des palästinensischen Kinos. Die Soldaten hatten auf die Böden, die Tische, die Stickereien und Kunstwerke gepinkelt und gekotet. Auf Kinderzeichnungen hatten sie Kot geschmiert und – mit der Scheiße – „Born to kill“ darauf geschrieben.

 

Liana Badr hatte Tränen in den Augen, aber sie war nicht gebrochen. Sie sagte: „Wir werden das wieder in Ordnung bringen.“

 

Was jene wütend macht, die kolonisieren und besetzen, stehlen und unterdrücken, mutwillig zerstören und besudeln, das ist die Weigerung der Opfer, aufzugeben. Und das ist der Respekt, den wir den Palästinensern entgegenbringen sollten. Dass sie nicht einknicken. Sie machen weiter. Sie warten – und dann kämpfen sie wieder. Und sie tun das sogar wenn jene, die sie regieren, mit den Unterdrückern zusammenarbeiten.

Arrest und Misshandlung ist fast ein Initiationsritus für die meisten palästinensischen Jugendlichen.

 

Während der israelischen Bombardierung von Gaza hat der palästinensische Journalist Mohammed Omer nie aufgehört zu berichten. Er und seine Familien wurden getroffen; er stand um Nahrung und Wasser an und schleppte es durch die Trümmer. Als ich ihn anrief konnte ich die Bomben vor seinem Haus hören. Er weigerte sich nachzugeben.

 

Die Berichte Mohammeds, zusammen mit seinen grausamen Bildern, waren ein Beispiel für professionellen Journalismus, der die gefügigen und feigen, sogenannten Massenmedien in Großbritannien und den USA beschämt. Die BBC-Sichtweise der Objektivität – die die Märchen und Lügen der Autoritäten verstärkt, etwas worüber sie stolz sind – wird jeden Tag von solchen Menschen wie Mohamed Omer zur Schande gemacht.

 

Mehr als 40 Jahre lang habe ich aufgezeichnet, wie die Menschen in Palästina sich weigern, sich ihren Unterdrückern zu fügen: den Vereinigten Staaten, den Briten und der Europäischen Union.

 

Allein seit 2008 haben die Briten den Israelis Ausfuhrgenehmigungen für Waffen und Raketen, Drohnen und Scharfschützengewehren im Wert von 434 Millionen Pfund erteilt.

 

Diejenigen, die sich dagegen gewehrt haben, ohne Waffen, die sich geweigert haben zu kooperieren, zählen zu den Palästinensern, die ich kennenlernen durfte:

 

Mein Freund, der verstorbene Mohammed Jarella, der für die UN-Behörde UNRWA schuftete, zeigte mir 1967 zum ersten Mal ein palästinensisches Flüchtlingslager. Es war ein kalter Wintertag und die Schulkinder zitterten vor Kälte. „Eines Tages...“, sagte er, „eines Tages...“

 

Mustafa Barghouti, dessen Redegewandtheit ungebrochen ist, beschrieb die Toleranz, die in Palästina zwischen Juden, Moslems und Christen herrschte bis, wie er mir sagte „die Zionisten einen Staat auf Kosten der Palästinenser wollten.“

 

Dr. Mona El-Farra, eine Ärztin in Gaza, die mit Leidenschaft Spenden für plastische Chirurgie für Kinder sammelte, die von israelischen Kugeln und Splittern verunstaltet wurden. Ihr Krankenhaus wurde 2014 von israelischen Bomben zerstört.

 

Der Psychiater Dr. Khalid Dahlan, dessen Kliniken für Kinder in Gaza eine Oase der Zivilisation waren – Kinder, die wegen der israelischen Gewalt fast durchdrehten.

 

Fatima und Nasser sind ein Paar, dessen Wohnung in einem Dorf nahe von Jerusalem war, in der „Zone A und B“, was bedeutet, dass das Land nur für Juden da war. Ihre Eltern haben dort gelebt, ihre Großeltern haben dort gelebt. Heute schürfen die Bulldozer für rein jüdische Straßen, geschützt durch ein Gesetz nur für Juden.

 

Es war nach Mitternacht als Fatimas Wehen bei ihrem zweiten Kind einsetzten. Das Kind kam zu früh; und als sie an einem Kontrollpunkt ankamen, das Krankenhaus bereits in Sicht, da sagte der israelische Soldat, sie benötigten weitere Dokumente.

 

Fatima blutete stark. Der Soldat lachte und äffte ihre Schmerzen nach und sagte: „Geht nach Hause.“ Das Kind kam in einem Lkw zur Welt. Es war blau vor Kälte und starb an den Umständen, ohne Hilfe. Der Name des Kindes war Sultan.

 

Für Palästinenser sind das alltägliche Geschichten. Die Frage ist: warum sind sie in London, Washington, Brüssel und Sydney nicht bekannt?

Einmischer Maximus George Clooney, Mr. Hollywood-Aktivist, hat noch nie einen imperialistischen Krieg gefunden, den er nicht rechtfertigt oder andere dazu drängt das zu unterstützen. Der nützliche Idiot oder der CIA-Mann in der Hauptstadt der Unterhaltungsindustrie. Wie auch immer, Clooney ist die liberale Arroganz in seiner hinterhältigsten Form. Teil einer Ausgeburt von Leichtgewichten, die sich in ernste Angelegenheiten einmischen.

 

Syrien, der jüngste liberale Fall – ein Fall für George Clooney – wird großzügig von Großbritannien und den USA finanziert, auch wenn die Nutznießer, die sogenannten Rebellen, von dschihadistischen Fanatikern dominiert werden. Jenem Produkt der Invasion in Afghanistan und Irak und der Zerstörung des modernen Libyens.

 

Aber die längste Besatzung und der Widerstand der jüngeren Geschichte wird nicht anerkannt. Wenn sich die Vereinten Nationen einmal regen und Israel als Apartheidstaat deklarieren, so wie dieses Jahr, dann gibt es einen Aufschrei – nicht gegen den Staat, dessen „Kernzweck“ der Rassismus ist, sondern gegen eine UN-Kommission, die es wagt das Schweigen zu brechen.

 

Nelson Mandela sagte: „Palästina ist die größte moralische Frage unserer Zeit.“

 

Warum wird diese Wahrheit unterdrückt, Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr? Über Israel – den Apartheidstaat , der für ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gegen mehr internationale Rechtsbrüche als jeder andere Staat schuldig ist – dauert das Schweigen an, unter jenen die es wissen und deren Aufgabe es ist, dass es so bleibt.

 

Zu Israel wird der Journalismus derart eingeschüchtert und kontrolliert, durch ein Gruppendenken, das zu Palästina schweigen fordert, während ehrenwerter Journalismus zu Dissidententum wird: einem metaphorischen Untergrund.

 

Ein einziges Wort ermöglicht dieses Schweigen: „Konflikt“. „Der arabisch-israelische Konflikt“, so tönen die Roboter hinter den Telepromptern. Wenn ein altgedienter BBC-Reporter, ein Mann der die Wahrheit kennt, von „zwei Sichtweisen“ spricht, dann ist die moralische Verzerrung komplett.

 

In ihrem moralischen Dreh- und Angelpunkt gibt es keinen Konflikt, keine zwei Sichtweisen. Es gibt eine militärische Besatzung, die von einer nuklear bewaffneten Macht durchgesetzt wird, unterstützt von der größten Militärmacht der Welt; und es gibt eine monumentale Ungerechtigkeit.

 

Das Wort „Besatzung“ könnte aus den Wörterbüchern verbannt und gelöscht werden. Aber das Gedächtnis der historischen Wahrheit kann nicht verbannt werden: Die systematische Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat. Die Israelis nannten es 1948 „Plan D“.

 

Der israelische Historiker Benny Morris beschreibt, wie David Ben-Gurion, Israels erster Premierminister, von einem seiner Generäle gefragt wurde: „Was sollen wir mit den Arabern machen?“

 

Der Premierminister, so schrieb Morris, „machte eine abweisende und energische Handbewegung.“ „Vertreibt sie!“ sagte er.

 

70 Jahre später wird dieses Verbrechen in der intellektuellen und politischen Kultur des Westens unterdrückt. Oder es wird darüber debattiert, oder es ist umstritten. Hochbezahlte Journalisten lassen sich gerne zu Reisen, Gastfreundschaft und Bauchpinselei der israelischen Regierung einladen, in der Beteuerung ihrer Unabhängigkeit sind sie trotzig. Der Begriff „nützliche Idioten“ wurde für sie erfunden.

McEwan: sanfter Fürsprecher eines fauligen Status Quo

 

Ich war erstaunt, mit welcher Leichtigkeit einer der renommiertesten britischen Romanautoren, Ian McEwan, ein Mann der sich in bourgeoiser Aufklärung sonnt, 2011 den Jerusalem-Preis für Literatur im Apartheidstaat akzeptierte.

 

Wäre McEwan auch nach Sun City in den Apartheidstaat Südafrika gegangen? Auch dort haben sie Preise verliehen und alle Auslagen erstattet. McEwan rechtfertigte sein Handeln mit ausweichenden Worten über die Unabhängigkeit der „Zivilgesellschaft“.

 

Propaganda -- so wie sie McEwan liefert, mit einem symbolischen Verwarnung für seine entzückten Gastgeber – ist die Waffe der Unterdrücker Palästinas. Wie Zucker schleicht es sich heute fast überall ein. Die staatliche und kulturelle Propaganda zu verstehen und zu dekonstruieren ist unsere wichtigste Aufgabe. Wir werden blind in einen zweiten Kalten Krieg geführt, dessen letztendliches Ziel die Unterwerfung und Balkanisierung Russlands und die Einschüchterung Chinas ist.

 

Als Donald Trump und Wladimir Putin auf dem G20-Gipfel in Hamburg mehr als zwei Stunden miteinander geredet haben, offensichtlich über die Notwendigkeit nicht gegeneinander Krieg anzufangen, da waren die wütendsten Gegner jene, die den Liberalismus gesteuert haben, so wie die zionistischen politischen Autoren des Guardian.

 

Kein Wunder dass Putin in Hamburg gelächelt hat“, schrieb Jonathan Friedland. „Er weiß dass er mit seinem wichtigsten Ziel Erfolg hatte: er hat Amerika wieder geschwächt.“ Stichwortgeber für den Bösen Vlad.

 

Diese Propagandisten wissen nicht was Krieg bedeutet, aber sie lieben es ihre Spielchen zu spielen. Was Ian McEwan „Zivilgesellschaft“ nennt, ist zu einer reichen Quelle ähnlicher Propaganda geworden.

 

Nehmen wir einen Begriff der Wächter der Zivilgesellschaft – „Menschenrechte“. So wie ein weiterer ehrenwerter Gedanke, die „Demokratie“, sind die „Menschenrechte“ jeder Bedeutung und jeden Zwecks entleert.

 

So wie „Friedensprozess“ und „Road Map“ wurden die Menschenrechte in Palästina von westlichen Regierungen und den von ihnen finanzierten Konzern-NGOs gekapert und die von sich eine abenteuerliche moralische Autorität behaupten.

 

Wenn also die Regierungen und NGOs von Israel verlangen, die „Menschenrechte in Palästina zu respektieren“, dann passiert gar nichts, denn sie wissen alle, dass es nichts zu befürchten gibt.

 

Beachtet das Schweigen der Europäischen Union, die Israel beispringt und sich gleichzeitig weigert, ihre Verpflichtungen gegenüber den Menschen von Gaza zu erfüllen – etwa die Lebensader des Grenzübergangs Rafah offen zu halten. Eine Maßnahme, die Teil einer Übereinkunft bei der Beteiligung an der Einstellung der Feindseligkeiten 2014 war. Ein Seehafen für Gaza, Brüssel hat dem 2014 zugestimmt – wurde aufgegeben.

 

Die UN Kommission, auf die ich Bezug genommen habe – ihr voller Name lautet UN Economic and Social Commission for Western Asia – beschreibt Israel als, ich zitiere, „konzipiert für den Kernzweck“ der rassistischen Diskriminierung.

 

Millionen von Menschen verstehen das. Was die Regierungen in London, Washington, Brüssel und Tel Aviv nicht kontrollieren können ist, dass die Menschlichkeit sich auf der Straße verändert wie vielleicht nie zuvor. Die Menschen engagieren sich und sind aufmerksam wie nie zuvor, aus meiner Sicht. Einige revoltieren sogar offen. Das Gräuel des Grenfell Towers in London hat die Gemeinschaft lebhaft in einem nahezu nationalen Widerstand vereint.

 

Dank einer Kampagne der Menschen untersucht die Justiz heute die Beweise für eine mögliche Anklage gegen Tony Blair wegen Kriegsverbrechen. Selbst wenn das scheitern sollte, es ist eine wichtige Entwicklung, die eine weitere Barriere zur Öffentlichkeit und ihrer Anerkennung der wütenden Natur der Verbrechen der Staatsmächte abbaut – die systematische Verachtung der Menschlichkeit im Irak, im Grenfell Tower und in Palästina. Diese Punkte warten darauf verknüpft zu werden.

 

Während des größten Teils des 21. Jahrhunderts war der Betrug der Konzernmacht, die sich als Demokratie ausgibt, von der Ablenkung durch Propaganda abhängig: hauptsächlich durch einen Kult des „Ichs“, entworfen um unser Gespür zu unterdrücken, sich um andere zu kümmern, um gemeinsam zu handeln, für soziale Gerechtigkeit und Internationalismus.

 

Klassen, Geschlechter und Rassen wurden auseinandergerissen. Nur das Persönliche wurde zum Politischen und die Medien sind die Botschaft. Die Beförderung bourgeoiser Privilegien wurde als „progressive“ Politik präsentiert. Das war es nicht. Ist es nie. Es ist die Beförderung von Privilegien, und von Macht.

 

Unter den jungen Menschen hat der Internationalismus ein breites neues Publikum gefunden. Schaut euch die Unterstützung für Jeremy Corbyn an und den Empfang, den der G20-Zirkus in Hamburg bekommen hat. Indem wir die Wahrheit und die Gebote des Internationalismus verstehen, verstehen wir auch den Kampf Palästinas. Mandela hat es so ausgedrückt: „Wir wissen nur zu gut, dass unsere Freiheit ohne die Freiheit der Palästinenser unvollständig ist.“

 

Im Herzen des Nahen Ostens liegt die historische Ungerechtigkeit in Palästinas. Bevor das nicht gelöst ist und die Palästinenser nicht ihre Freiheit und ihre Heimat bekommen und Israelis und Palästinenser vor dem Gesetz gleich sind, solange wird es in der Region keine Frieden geben, und vielleicht darüber hinaus.

 

Was Mandela sagte ist, dass die Freiheit gefährdet ist, wenn mächtige Regierungen anderen die Gerechtigkeit verwehren können, andere terrorisieren können und andere einsperren und töten können, in unserem Namen. Israel kennt sicher die Gefahr, dass sie eines Tages normal sein müssten.

 

Aus diesem Grund durfte ihr Botschafter in London, Mark Regev, den Journalisten als professioneller Propagandist wohlbekannt, die Labour-Partei verzerren und ihren Anführer Jeremy Corbyn mit Antisemitismus-Vorwürfen (Ilan Pappe nennt es einen „riesigen Schwindel“) sabotieren.. Aber er hatte keinen Erfolg.

 

Die Ereignisse entwickeln sich jetzt schnell. Die bemerkenswerte BDS-Kampagne (Boycott, Disinvestment and Sanctions) hat Tag für Tag mehr Erfolg. Städte und Gemeinden, Gewerkschaften und Studenten unterstützen sie. Die britische Regierung versucht, örtliche Gemeinderäte an der Umsetzung von BDS zu hindern, hatte aber vor Gericht keinen Erfolg.

 

Es liegt etwas in der Luft. Wenn sich die Palästinenser wieder erheben, und das werden sie, dann haben sie vielleicht zunächst keinen Erfolg – aber wenn wir verstehen, dass sie wir sind und wir sie, dann wird es letztlich zum Erfolg führen.

 

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Dies ist eine gekürzte Version der Rede von John Pilger anlässlich der Palestinian Expo in London am 8. Juli 2017.

 

Pilgers Film „Palestine ist Still the Issue“ kann man hier sehen:

 

http://johnpilger.com/videos/palestine-is-still-the-issue


25.

http://thesaker.is/comparing-coups-macrons-is-one-maduros-is-not/

 

Ein Vergleich der „Staatsstreiche“: Der von Macron ist einer, der von Maduro nicht

 

von Ramin Mazaheri, 11.07.2017 (einige links im Original)

 

 

Der größte Staatsstreich von allen ist natürlich der des amerikanischen Tiefen Staats (jetzt zum ersten Mal erhältlich!) gegen Trump.

 

Nach diesem größten Staatsstreich kommt der gegen Mohammed Mursi, denn Ägypten ist mehr als doppelt so groß wie die Ukraine. Sieht so aus als wäre Mursis größtes Problem gewesen, dass sein „islamistischer Staatsstreich“ durch ein Referendum zustande kam und daher gar kein Staatsstreich war. Was Erdogan aus Ägypten gelernt hat war, dass er bei seinem Staatsstreich stark autoritär vorgehen musste. Ich meine, nur nachdem es einen Staatsstreich gegen ihn gegeben hatte...

 

Staatsstreiche kommen heute anscheinend im Dutzend! Im Iran hat es keinen gegeben und wird es auch nicht (um das einmal gesagt zu haben), aber was anscheinend seltener vorkommt sind Ausnahmezustände.

 

Für den Westen sind Staatsstreiche offensichtlich nicht gleicher Natur, und auch nicht die Ausnahmezustände. Seht euch nur Amnesty International an – die heilige, unvergleichliche NGO des Westens. Hier etwas aus ihrem Menschenrechtsbericht 2017:

 

Amnesty beginnt seinen Abschnitt zu Frankreich damit: „Als Antwort auf mehrere Gewaltakte wurde der Ausnahmezustand vier Mal verlängert...“

 

Amnesty beginnt seinen Abschnitt zu Venezuela so: „Die Regierung erklärte den Ausnahmezustand und hat ihn vier Mal verlängert...“

 

Das Problem dabei ist, und das mag unterschwellig sein, dass die süßen, überbewerteten Funktionäre, die das zusammenstellten– mit ihren oh so reinen Herzen und mit so hübschen Gesichtern dass sie jenseits deiner Liga spielen, du Depp – sich entschieden haben, dass Frankreich eine Begründung verdient hat und Venezuela nicht.

 

Darüber hinaus deutet es an, dass der Terrorismus – die Schwarze Bestie des Westens, oder ehrlicher gesagt, ihr Lebensinhalt – genug Rechtfertigung für eine Verlängerung des Ausnahmezustands ist, aber für Venezuelas Situation ist es nicht ausreichend.

 

Für das romantische Frankreich begründen die NGO-Gutmenschen das ohne auf den Kalender zu sehen, auch wenn die Krise in Venezuela jeden dramatisch betrifft, dass es nicht zu 99,9% aus paranoiden Albträumen besteht. Auch wenn die venezolanische Regierung in der Tat versucht, dem einfachen Volk mehr demokratische Macht zu gewähren anstatt ihre Macht auszuweiten.

 

Macrons Ausnahmezustand verdeckt einen sehr reellen Staatsstreich

 

Heute beginnt das französische Parlament eine Aussprache zu einer Reihe von Dekreten, die der neue Präsident Emmanuel Macron und seine Regierung zu Gesetzen machen will (hauptsächlich um das Arbeitsrecht weiter zu entkernen). Die Parlamentarier können nur mit „Ja“ oder „Nein“ stimmen, daher... hat Macron ihre Macht übernommen und wird eigentlich zu einem Teil der Gesetzgebung.

 

Anders gesagt: Der Monarch Macron entscheidet die Arbeitsgesetze für uns Sklaven. Das ist ein Staatsstreich der Exekutive gegen die Legislative.

 

Das ist inakzeptabel. Und das ist, wofür Nicolas Maduros Regierung im Westen verteufelt wird und wofür Macron im Westen nicht genug angeklagt wird. Im Gegenteil, es wird weitaus mehr rationalisiert und ermutigt.

 

Weil sich Macrons Macht technisch gesehen in der Verfassung findet (so wie die von Maduro), sagt das französische Recht, das sei kein Staatsstreich. Aber die Verfassung Frankreichs ist, um es grob auszudrücken, ein Mist. Und aus diesem Grund hat ihr Präsidentschaftskandidat Nummer 4 dieses Jahr 20% der Stimmen bekommen – und sein Hauptplan war die Schaffung einer 6. Republik. (Anm.d.Ü.: Ich denke er spricht von Melonchon)

 

Man kann endlos darüber debattieren, dass die Buchstaben des Gesetzes das gleiche seien wie der Geist des Gesetzes, aber wenn Politiker die angeborenen Schwächen jener Gesellschaft ausnutzen, für die sie gewählt wurden und sie verteidigen und unterstützen sollten, dann ist das Verrat. Macrons Machtaneignung zeigt das absolute Versagen der „modernen“ französischen Demokratie. Aus diesem Grund wollen so viele eine neue, demokratischere 6. Republik.

 

Wofür Maduro beschuldigt wird ist sein Versuch, eine demokratischere Verfassung zu schaffen. Aber damit können wir uns nicht beschäftigen, denn das ist nicht der einzige Staatsstreich des Medienlieblings Macron!

 

Macron hat gerade den Ausnahmezustand zum sechsten Mal verlängert und das wird das letzte Mal sein. Der abstoßende Grund dafür, warum es das letzte Mal sein wird, ist, dass ein durchgesickertes Gesetz zeigt, dass Macron vorhat, alle Sonderrechte der Polizei aus dem Ausnahmezustand in allgemeine Polizeipraxis überzuleiten – „ _________ ohne richterliche Verfügung, wenn die nationale Sicherheit betroffen ist“ (fülle die Lücke aus).

 

Das ist der zweite Teil von Macrons Staatsstreich: Man kann den Innenminister – den „obersten Cop“ oder „Chefankläger“ – nicht auch noch zum „obersten Richter“ machen! Der Interessenskonflikt ist offensichtlich und aus diesem Grund hat nicht einmal der pro-imperialistische Autokrat General De Gaulle die 5. Republik so konstruiert – er ist damit nicht durchgekommen.

 

Wenn Maduro BEIDE Zweige so neutralisieren wollte wie es Macron tut... niemand würde glauben, dass der Westen sich nicht empören würde, mit Armeen, bezahlten Söldnern und putzigen NGO-Funktionären in Gefechtsbereitschaft.

 

Die Amnestys des Westens werden über Macrons doppelten Staatsstreich leise fiepen und dann ihren Unmut wie PC (politisch korrekt)-beleidigte kleine Mädchen an großen, bösen, unromantischen und sozialistischen Finsterlingen wie Venezuela auslassen (für sie gibt es keine Fließband-Liebe!)

 

Das ist der wahre Zusammenhang, den ich leider nicht an die Veröffentlichungen von Amnesty anheften darf: „Der Westen (die von den USA angeführten „5 Eyes Staaten“, die EU und viele ihrer Alliierten) benutzt wiederholt den Terrorismus, um rechtslastige Maßnahmen auf wirtschaftlicher, politischer und kultureller Ebene durchzusetzen.“

 

Was Maduro vorschlägt, ähnelt nicht einmal dem was Macron getan hat: Maduros versuchter Staatsstreich richtet sich gegen die Reichen. Und ich sollte verdammt werden weil ich dem auch noch einen Deutungszusammenhang zu geben versuche...

 

Das Umschreiben einer Verfassung – böse. Das Kapern einer Verfassung – gut.

 

Maduros Aufruf zu einem Umschreiben der Verfassung durch eine Verfassungsversammlung im August – was soll daran an sich ungesetzlich oder schrecklich sein?

 

Veränderungen sind Teil des Lebens und auch der Politik – die einzigen Fragen sind die moralische Basis und das Ergebnis dieser Veränderungen. Die venezolanische Regierung wird selbstverständlich ein Referendum zu den Verfassungsänderungen abhalten, wo es demokratisch abgelehnt werden kann – wo um Himmels Willen ist das Problem?

 

Grundsätzlich ist das Problem, dass es im Westen keine Diskussion über Sozialismus geben darf, Punkt. Das ist eine kulturelle Frage im Westen.

 

Die politische Frage lautet: Ist es „anti-demokratisch“, wenn etwas dem Volk mehr Macht verleiht und die Macht der reichen Personen reduziert? Aus der westlichen Sicht auf Demokratie ist so etwas verbannt.

 

Die vorgeschlagenen Veränderungen sind Erfahrungen aus Kuba, wo 50% des Parlaments nicht aus Wahlen kommen, sondern aus Graswurzel- und kommunalen Organisationen stammen.

 

Das ist meilenweit von der viel gepriesenen „Zivilgesellschaft“ entfernt, die die Hälfte von Macrons neuer parlamentarischer Mehrheit ausmacht – lauter Vorstände, Bosse und Lobbyisten.

 

Macrons Parlamentarier sind mit der Elite verbandelt und nicht zu irgendwelchen Graswurzeln, außer denen im Garten ihrer Zweitwohnsitze im Süden Frankreichs. Sie alle sind dafür, dass die Dienstleistungsjobs zur Pflege ihrer Gärten erhalten bleiben, logisch. Aber Gott bewahre, dass diese Arbeiter anständige Löhne erhalten und gesellschaftlich aufsteigen – schließlich ist es schon schwer genug, gutes Personal zu finden!

 

Maduros Vorschlag für eine „sektorale“ Vertretung wird als eine Form der „indirekten Vertretung“ kritisiert, sogar von den Chavistas vom rechten Flügel (angebliche Chavistas, möchte ich meinen). Die unangenehmste Ironie dabei ist, dass die Wahl von Parlamentsmitgliedern auch, nun ja, eine indirekte Vertretung ist.

 

Der lateinamerikanische Sozialismus lehnt diese Form der repräsentativen Demokratie jedoch als demokratisch ungenügend ab, aus den Gründen, die in Frankreich heute so klar zu Tage treten (der Verrat der Sozialistischen Partei durch die Austerität, der Verrat von Macrons Partei, die historische Macht der Legislative nicht zu verteidigen usw.)

 

Der Westen hasst diese venezolanische Idee, denn sie sind nicht für eine direkte Vertretung – sie sind für die Herrschaft über die 99% durch das eine Prozent, das wissen wir alle.

 

Wie immer mit Maduro und seinen Genossen ist der Schlüssel die zwei Seiten dieser wertvollen Medaille: Ein Grundpfeiler Ihrer Art zu regieren ist, sicherzustellen, dass sie nach festen gesetzlichen Prinzipien handeln, aber... sie sind eine erdölreiche, ehemals kolonisierte und stark linke Gesellschaft, die im Kreuzfeuer ausländischer Nationen steht, die zu 100% illegal handeln werden um sie zu zerstören.

 

Maduro und die „schrittweise Revolution“ der bolivarischen Bewegung

 

Kann eine Revolution „schrittweise“ erfolgen? Venezuela ist wahrscheinlich heute das beste Beispiel für diese Frage.

 

Aus diesem Grund verdient Maduro höchste Anerkennung: er verlässt sich offensichtlich auf die Unterstützung der Menschen für die moralischen/politischen Grundsätze des Chavismus, denn er ist gewillt, gesetzlich und methodisch vorzugehen, trotz der wirtschaftlichen und politischen Unruhen.

 

Das Graswurzelmodell Venezuelas entstand – ihr ahnt es – in Kuba. Maduro glaubt, zu Recht oder zu Unrecht bei einem Ölpreis von $50/Barrel, dass Kuba so erfolgreich, normal und unvermeidlich wurde, dass die Menschen bei der Wahl dieses Modells mitmachen.

 

Weiß Maduro aber auch, dass der Westen dieselben Kriegsmethoden gegen ihn anwenden wird, wie sie es noch immer mit Kuba machen? Ich bin mir sicher dass er es weiß und deshalb bewegt er sich – nicht mit revolutionärer Geschwindigkeit, aber er bewegt sich, und die verfassungsgebende Versammlung beginnt am 30.Juli.

 

Der Gedanke, dass Venezuela nicht „in der Verfassung“ sei, ein Verfassungsreferendum abzuhalten, ist purer Nonsens. Die Westler können es nicht auf beide Arten haben: dass das Establishment keinen Pieps über die Gesetzmäßigkeit der Wahlen in Mali 2013 gemacht haben, obwohl das Land mitten in einem Bürgerkrieg steckte und hunderttausende Wähler vertrieben waren. Warum? Weil der neue Präsident Ibrahim Boubacar Keita eine neokoloniale Marionette Frankreichs ist, deshalb. Maduro ist zum Glück für das venezolanische Volk keine Marionette des Westens.

 

Jeder echte Linke hofft, dass die Lebensmittelknappheit und das Inflationsproblem nur zu einem Zorn gegen die reiche Bourgeoisie führt. Und die ist in diesem Fall durch die gegenwärtige Nationalversammlung repräsentiert.

 

Wir erinnern uns: Macrons Mehrheit in der Nationalversammlung wird dafür stimmen, dass Macron die Macht erhält, per Dekret zu herrschen – sie sind dazu bereit, sich selbst aus dem Spiel zu nehmen! Sie sind dazu bereit, sich selbst zu entmachten, das höchste Organ der Volksvertretung, das dem gemeinsamen/kommunalen Willen Frankreichs zugestanden wird: der Wahlkreis eines Parlamentariers.

 

Sicher, theoretisch kann man erwarten, dass die vom Westen inspirierte Nationalversammlung Venezuelas sich nicht von Frankreichs Nationalversammlung unterscheidet: grundsätzlich wird der Einfluss eines Individuums (eines Politikers) vor einer Gruppe (Graswurzelorganisationen, Gewerkschaften, Kollektive usw.) bevorzugt.

 

Da die venezolanische Opposition so eindeutig pro-westlich ist und so vom Westen unterstützt wird, müssen wir immer daran denken, dass die westliche Vision einer Revolution vollkommen bourgeois ist. Sogar wenn sie gewinnen, gibt es nur die Richtung rückwärts, um das 1% zu schützen.

 

Jede Volksrevolution kann nur von innen geschehen: 1917 gab es keine ausländische Hilfe, 1979 hatte der Iran keine ausländische Hilfe usw. – sie waren erfolgreich, weil sie von der einzigen Gruppe unterstützt wurden die zählt: den Bürgern. Die Opposition zu Maduros Regierung ist jedoch mit unzähligen ausländischen Führern und Organisationen verbunden.

 

Zum Schluss und um es nochmal zu sagen: Maduros Änderungsvorschläge können nur in einem Referendum abgesegnet werden. Daher liegt hier der versuchte Umsturz in Venezuelas Legislative gegen die Exekutive, eine Umkehrung von Macrons Staatsstreich (einem seiner beiden Staatsstreiche).

 

Andere sagen jedoch, dass in Venezuela nicht die Parlamentarier, Lobbyisten und Finanziers die reiche Bourgeoisie seien, sondern die boliburguesia: die hochrangigen Staatsbeamten und die militärische Klasse des Chavismus.

https://en.wikipedia.org/wiki/Boliburgues%C3%ADa

 

Zugegeben: jede sozialistische Revolution muss sich davor hüten, eine reiche bürokratische Kaste zu erzeugen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Jungen in Venezuela auf die älteren Klasse (und damit unvermeidlich die mächtigeren) schauen, das mit den gegenwärtigen Engpässen und der Inflation verbinden und denken: „Das kann ich sicher besser machen“. Das ist alles ziemlich logisch und es stellt eine Gelegenheit dar, eine Gefahr und eine Realität, mit der man fertig werden muss.

 

Mao war das sehr bewusst und er führte die extrem, extrem, extrem missverstandene Kulturrevolution an. Die sah einen Führer im Zenit seiner Macht, der absichtlich weitere Macht verweigerte und sie stattdessen an die Jungen weitergab, um die Ideale der Revolution frisch zu halten. Deshalb gab es Studenten, die sich an macht-trunkenen Lehrern rächten usw.... Und wir sollten festhalten, dass die chinesische Unterstützung für den Sozialismus bis heute ungebrochen ist...

 

Die „schrittweise Revolution“ lässt einen fragen, ob Venezuela mit dieser Realität fertig werden wird. Wir können es die „Jugendfrage“ nennen, die gleich neben anderen wichtigen sozialistischen Fragen steht, etwa der „Nationalismusfrage“. Im kapitalistischen Westen lautet die Antwort auf die „Jugendfrage“: unterjoche sie mit so vielen Schulden wie möglich (Universität, Wohnen) und mache sie zu willigen und permanenten Sklaven.

 

Die UdSSR konnte weder die Jugendfrage noch die Frage zur reichen bürokratischen Klasse beantworten, und ihre boliburguesia schuf einen Schwarzmarkt, eine kapitalistische Schattenwirtschaft, die von Gorbatschow entfesselt, eine der aufgeklärtesten, intelligentesten und inspiriertesten Gesellschaften der Welt auffraß.

 

Aber das theoretische Verständnis ist wichtig, dass die boliburguesia nicht das Hauptproblem in Venezuela sein kann, denn die echte Bourgeoisie wurde nie wirklich aufgelöst: Denn es war schließlich immer nur eine „bolivarische Bewegung“ – Venezuela hatte nie eine echte Volksrevolution, so wie Iran oder die UdSSR, die sie beseitigt hätte.

 

Keine Frage, einige Mitglieder der venezolanischen Nationalversammlung und ihre Unterstützer stecken mit fremden Mächten und reichen ausländischen Kapitalisten unter einer Decke. Die anscheinend korrupten Mitglieder der boliburguesia haben den entscheidenden Vorteil, dass sie wenigstens keine Ausländer sind. Ohne Souveränität gibt es keine Nation, nur Konzerne – das heißt Kapitalismus.

 

Niemand hat behauptet, dass Maduro – aus vielerlei Gründen – eine der effektivsten Regierungen der Welt anführt. Aber er hat wenigstens nach den Regeln gespielt. Nach den Regeln zu spielen verlangt viel Vertrauen in das eigene Volk, daher sollte man Maduro und seine Regierung loben.

 

Aber ich möchte Maduro daran erinnern: Mursis Verfassung wurde in einem Referendum angenommen. Aber schaut euch an, wo er und die ägyptische Demokratie heute sind...

 

Wessen Ausnahmezustand ist brutaler: der Frankreichs oder der Venezuelas?

 

Diese Frage stellen sich vermutlich die Soldaten der syrischen Regierung, wenn sie sich mal entspannen wollen nach einem Tag mit harten Kämpfen...

 

Ja, bei den Protesten in Venezuela sind mehr gestorben als in Frankreich. Aber das kann nicht das Ende der Debatte sein, denn sonst ist sie unvollständig und führt in die Irre.

 

Von den etwa 90 Toten bisher gehen nur etwa 20 auf die Kappe der venezolanischen Sicherheitskräfte, Punkt. Die Pro-Chavismo Arbeiterführer, die Studentenführer, die Sicherheitskräfte und die Demonstranten, die aufgrund der Opposition gestorben sind, haben mit Sicherheit das gleiche oder mehr Gewicht als die Verbrechen der Regierung.

 

Das ist sehr wichtig. Jedoch beharrt der Westen darauf, dass nur der Chavismus gewalttätig ist und die Opposition die Engel sind. Dieses Bild stimmt nicht, und es ist daher moralisch verwerflich und intellektuell unbefriedigend.

 

Und es wurden mehr als 20 Mitglieder der venezolanischen Sicherheitskräfte verhaftet wegen ihrer Taten gegen Demonstranten. In Frankreich wurde bisher nur ein Demonstrant getötet, und der Polizist wurde freigesprochen (so ist das immer hier – und der Demonstrant war sogar weiß, aber was soll's...)

 

Aber die Anzahl der Verhaftungen ist fast identisch: In Venezuela liegt sie bei 3.132 und in Frankreich bei mindestens 2.000 während der Proteste im letzten Jahr.

 

Lasst mich raten: Ihr werdet sagen, ich vergleiche Äpfel mit Bowlingkugeln; oder ich würde nur die Zahlen betrachten (die Statistiken) und nicht die Qualität (die für ein richtiges Verständnis der Statistiken nötig ist).

 

Ich stimme zu – die Situation in Venezuela ist auf beiden Seiten weitaus intensiver: bei der Opposition, der Regierung, den Bürgern, der ausländischen Einmischung usw.

 

Aber ich mache den Vergleich nicht um die Fehler der Regierung reinzuwaschen, sondern um die unverhältnismäßige Antwort der französischen Regierung zu herauszustellen.

 

Amnesty hat letzten Monat berichtet – zu spät und zu wenig, wenn es um westliche Verbrechen geht – dass von den 155 verbotenen Demonstrationen durch Francois Hollande 90% mit den Protesten gegen die Arbeitsgesetze in Verbindung standen (wie viele wurden abgewürgt allein durch die Angst?). Mindestens 650 pro-demokratische Aktivisten wurden unter Hausarrest gestellt. Natürlich wurden von der den Terrorismus rationalisierenden Amnesty die mehr als 4.000 Razzien und Hausarreste nicht mitgezählt... denn das ginge gegen 99% Moslems.

 

Und das ist die im Westen nicht gestellte Frage: Wie lässt sich das alles rechtfertigen, um die Arbeiterrechte einzuschränken um „das Wirtschaftswachstum wiederherzustellen“?!

 

Hier liegt der Hase im Pfeffer. Die venezolanische Regierung scheint wesentlich mehr dazu berechtigt einen Ausnahmezustand zu erklären, auf jeder Ebene, denn sie wurden von Demonstranten nahezu belagert, deren Anführer in der Vergangenheit buchstäblich bewaffnete Umstürze unterstützt haben!

 

Aber Brutalität handelt nicht nur vom Blut auf der Straße, zugegeben. Zehntausende wurden von Schah während der iranischen Revolution umgebracht, aber das hat in Englischer Sprache nie jemand erwähnt. (Natürlich verdient der Iran, so wie Venezuela, keinen erklärenden Zusammenhang...)

 

Wer vorgibt, nichts über psychologische Kriegsführung zu wissen, und auch über deren brutalen, entmenschlichenden und langfristigen Auswirkungen, der lebt hinter dem Mond.

 

Eine legale Polizeistaat-Diktatur zu errichten (die offizielle Bezeichnung für den gegenwärtigen Zustand Frankreichs), die wiederholte Ausweidung der Arbeiterrechte, das Retten der Banker und der Ausverkauf Frankreichs an den Höchstbietenden – all das ist eine psychologische Vergewaltigung des französischen Volkes.

 

Warum? Weil es die Arbeitssicherheit reduziert, das Wohnen, die Bildung, Gesundheit und all die Dinge, die Menschen zum Leben brauchen; das sind die Dinge, die Menschen brauchen, damit sie nicht an den schrecklichen, tierischen Kampf um die Notwendigkeiten denken müssen.

 

Daher kann man nichts anderes sagen, als dass die Menschen in Frankreich gezwungen werden, in einer brutalen psychologischen Gemütsverfassung zu leben.

 

Die Venezolaner stehen vor einer psychologischen Brutalität, weil es Knappheit an Nahrungsmitteln und Gütern gibt. Dieses Problem wird vom Ausland nicht gemildert, sondern es wird verschlimmert. Daher scheint die Einsetzung eines Polizeistaats weitaus mehr gerechtfertigt. Aber dass Frankreich einen Polizeistaat errichtet und ihn permanent machen will?

 

Äpfel und Bowlingkugeln; nicht wenn es um die Antwort der Regierungen geht, aber bei den Ursachen. Und dennoch gibt es einen gravierenden Unterschied in der Betrachtung durch das westliche Establishment.

 

Maduros Vertrauen in sein Volk ist so grenzenlos wie das Vertrauen Macrons in sich selbst

 

Dass Abstoßendste ist, dass Frankreich um so viel reicher ist als Venezuela. Es ist eine Schande, dass ein so reiches Land mit so vielen Vorteilen so wenig zustande bringt, auch ethisch. Und dann auch noch, der Gipfel, moralische Überlegenheit beansprucht (und das auch noch geglaubt wird, weil sie auch bei der Medienmacht reicher sind).

 

Und aus diesem Grund hassen wir alle die reichen westlichen Menschen – sie haben keinen Sinn für Verantwortung, und auch nicht für Einheit, im individualistischen Westen.

 

Venezuelas Nationalversammlung ist eine überkommene Ausgeburt des aristokratischen Gefühls der Überlegenheit, aber 2017 sind diese Aristokraten nur noch wütend konkurrierende, machiavellische, sich selbst bedienende und narzisstische Menschen. All diese Eigenschaften wurden auch Macron vorgeworfen, der die Frechheit besitzt, sich öffentlich als einen „Präsidenten wie Jupiter“ zu bezeichnen. Diese abschreckende, gottgleiche Bezeichnung seiner selbst sollte Grund genug sein, sofort nach einer echten Demokratie zu rufen...

 

Man kann nicht behaupten dass „alle Politiker gleich“ seien. Maduro hat seine Fehler, aber will er öffentlich gottgleich regieren? Nein, er will, dass ein besseres demokratisches Modell akzeptiert wird.

 

Der Chavismus zeigt ein enormes Vertrauen, indem er so langsam vorgeht. Indem er sich an die Verfassung hält, indem er „politische Gefangene“ freilässt, die vom Ausland unterstützte Staatsstreiche angeführt haben, usw.

 

Wenn wir jedoch eine historische Betrachtung machen, dann verstehen wir genau, dass die Bolivarische Bewegung keine Revolution ist, denn sie folgt Kuba. Kuba war die Revolution. Der Prozess in Venezuela ist einfach Teil des historischen Trends. (Ich habe darüber spekuliert, dass Syrien in gleicher Weise Teil eines historischen Trends ist, der durch die iranische Revolution ausgelöst wurde.)

 

In Wahrheit versucht nur die Opposition in Venezuela eine Revolution gegen die bestehende Ordnung.

 

Die Bolivarische Bewegung mag keine Revolution sein, aber das bedeutet mit Sicherheit nicht, dass sie kein Fortschritt ist. Und es bedeutet nicht, dass die ausländischen und reaktionären Kräfte nicht dagegen kämpfen.

 

Maduro spielt weiter nach den Regeln, um den entrechteten Individuen mehr Macht zu verleihen; Macron bedient sich der Regeln, um mehr Macht an sich zu reißen, auf Kosten des Volks.

 

Staatsstreich“ oder nicht – dazwischen liegen Welten.

 

 

 

Ramin Mazaheri ist der Chefkorrespondent von PressTV in Paris und lebt seit 2009 in Frankreich. Er war Zeitungsreporter in den USA und hat u.a. aus dem Iran, Kuba, Ägypten, Tunesien, Südkoreas berichtet. Seine Arbeit erschien in verschiedenen Magazinen und Webseiten, und auch im Radio und Fernsehen.


26.

http://www.paulcraigroberts.org/2017/07/10/ever-official-lies-us-government/

 

Und noch mehr offizielle Lügen aus der US-Regierung

 

von Paul Craig Roberts, 10.07.2017

 

 

Die für Amerikaner konstruierte falsche Realität spiegelt perfekt die falsche Realität wieder, wie sie vom Big Brother in Orwells dystopischem Roman 1984 konstruiert wurde.

 

Betrachtet nur die ständige Veränderung der „muslimischen Bedrohung“, von Al Qaeda zu den Taliban, zu al-Nusra, von ISIS zu ISISL, zu Daesh und dann vergleicht es mit Russland. Ganz plötzlich wurden die 16 Jahre Krieg im Nahen Osten gegen „Terroristen“ und „Diktatoren“ zu einer Sache, dass man gegen Russland vorgehen muss. Jenes Land das am meisten vom muslimischen Terrorismus bedroht ist. Jenes Land das am fähigsten ist, die Vereinigten Staaten und ihr Imperium aus Vasallen vom Antlitz der Erde zu löschen.

 

Zuhause versichert man den Amerikanern, dass Dank der Politik des Quantitative Easing (QE) der Federal Reserve, d.h. das Fluten der Finanzmärkte mit neu gedrucktem Geld, das die Preise der Aktien und Anleihen nach oben getrieben hat, Amerika seit Juni 2009 eine wirtschaftliche Erholung genossen hat. (Anm.d.Ü.: Bei der EZB nennt man das QE „Anleihenkäufe“. Dieses Programm läuft seit Mai 2010 und hat sich seit Juni 2016 auch auf den Kauf von Unternehmensanleihen ausgeweitet.) Das muss eine der längsten Erholungen in der Geschichte sein, trotz der Abwesenheit von Wachstum beim mittleren Haushaltseinkommen, trotz des Wachstums bei Immobilienverkäufen, trotz eines sinkenden Anteils der arbeitenden Bevölkerung, trotz des Fehlens von qualifizierten, hochproduktiven und gut bezahlten Arbeitsstellen.

 

Diese „Erholung“ ist mehr als ein Rätsel. Sie ist ein Wunder. Sie existiert nur in den Falschnachrichten.

 

Gemäß CNN, mit Sicherheit eine unzuverlässige Quelle, berichtet Jennifer Tescher, die Präsidentin und Vorsitzende des Center for Financial Services Innovation, das etwa die Hälfte der Amerikaner angibt, dass ihre Lebenshaltungskosten ihre Einkommen auffressen oder übersteigen. Unter den 18 bis 25-jährigen mit Studienkrediten sagen 54%, dass ihre Schulden so hoch oder höher sind als ihr Einkommen. Das bedeutet, dass die Hälfte der US-Bevölkerung KEIN frei verfügbares Einkommen besitzt. Was also treibt die Erholung an?

 

Nichts. Für die Hälfte oder mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung gibt es kein frei verfügbares Einkommen, mit dem man die Wirtschaft antreiben könnte.

 

Und der ältere Teil der Bevölkerung hat auch kein frei verfügbares Einkommen. Seit einem Jahrzehnt gibt es keine Zinsen auf die Ersparnisse der Älteren, und wenn man John Williams von shadowstats.com glaubt, was ich tue, dann sind die tatsächlichen Zinssätze bei null oder sogar negativ, da die Inflation auf eine Weise gemessen wird, die darauf abzielt, eine Anpassung der Sozialversicherungskosten zu verhindern.

 

Mit anderen Worten: Die amerikanische Wirtschaft hat vom Schrumpfen der Ersparnisse und des Lebensstandards ihrer Bevölkerung gelebt.

 

Der Arbeitsmarktbericht vom letzten Freitag ist auch nur eine weitere Lüge der Regierung. Der Bericht sagt, dass die Arbeitslosigkeit bei 4,4% liegt und dass im Juni 220.000 neue Jobs entstanden sind. Ein rosiges Bild. Aber wie ich gerade gezeigt habe, gibt es keine Fundamentaldaten die das unterstützen. Es ist nur eine weitere Lüge der US-Regierung, so wie Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen, Assads Chemiewaffen gegen sein eigenes Volk, Russlands Einmarsch in die Ukraine und so weiter und so fort.

 

Das rosige Bild der Arbeitslosigkeit ist eine totale Erfindung. Die Arbeitslosenrate liegt bei 4,4%, weil entmutigte Arbeiter, die in den letzten vier Wochen keinen Job gesucht haben, in der Statistik nicht als arbeitslos zählen.

 

Das BLS (US-Behörde für Arbeitsstatistik) hat eine zweite Messgröße für Arbeitslosigkeit, bekannt als U6, die selten an die presstituierten Finanzmedien berichtet wird. Nach dieser offiziellen Messgröße liegt die Arbeitslosigkeit in den USA doppelt so hoch wie die veröffentlichte Zahl.

 

Warum? Die U6-Größe zählt auch jene entmutigten Arbeiter, die seit weniger als einem Jahr entmutigt sind.

 

John Williams zählt auch die Langzeitarbeitslosen mit (die seit mehr als einem Jahr entmutigt sind), die früher (vor den „Reformen“) offiziell mitgezählt wurden. Wenn man die Langzeitentmutigten mitzählt, dann liegt die Arbeitslosenrate in den USA bei 22-23%. Das wird von der klaren Tatsache bestätigt, dass die Erwerbsquote während der angeblichen „Erholung“ gefallen ist. Normalerweise würde die Erwerbsquote während einer wirtschaftlichen Erholung steigen.

 

Für die Regierung ist es ein Leichtes, niedrige Arbeitslosenzahlen zu veröffentlichen wenn die Regierung emsig vermeidet, die Unbeschäftigten mitzuzählen.

 

Es ist eine bemerkenswerte Sache, dass, obwohl die US-Regierung selbst berichtet, dass, wenn man einen kleinen Teil der entmutigten Arbeiter als arbeitslos mitzählt und die Arbeitslosenquote bei 8,6% liegt, die presstituierten Finanzmedien, eine Ansammlung professioneller Lügner, angesichts des Eingeständnisses der Regierung immer noch berichten, dass die Arbeitslosenquote bei 4,4% liege.

 

Und jetzt machen wir das, was ich Monat für Monat und Jahr für Jahr getan habe. Schauen wir uns die Arbeitsstellen an, die nach Angaben des BLS geschaffen wurden. Denkt daran: die meisten dieser angeblichen Jobs sind das Ergebnis eines Geburten/Todesfall-Modells, das allein nach Schätzungen 100.000 Jobs pro Monat erzeugt. Mit anderen Worten: diese Jobs entstehen aufgrund eines Modells, nicht aus der Realität.

 

Und wo sind diese veröffentlichten Jobs? Sie sind dort, wo sie immer sind: in den niedrig bezahlten haushaltsnahen Dienstleistungen. In der Gesundheitspflege und Sozialfürsorge, etwa die Hälfte davon in den „Ambulanten Pflegediensten“, sind es 59.000 Jobs. Im Freizeit- und Hotelgewerbe sind es 36.000 Jobs, von denen 29.300 Bedienungen und Kellner sind. Jobs in den örtlichen Regierungen stiegen um 35.000. Im produzierenden Gewerbe, einst das Rückgrat der US-Wirtschaft, sind es magere 1.000 Jobs.

 

Wie ich vor ein oder zwei Jahrzehnten betont habe, entwickeln sich die USA zu einem Dritte Welt-Arbeitsmarkt, in dem die einzig verfügbare Arbeit aus niedrig bezahlten haushaltsnahen Dienstleistungsjobs besteht, die man nicht ins Ausland verlagern kann und die nicht genug abwerfen um eine unabhängige Existenz aufzubauen. Aus diesem Grund leben 50% der 25-Jährigen zuhause bei ihren Eltern und darum gibt es mehr Amerikaner im Alter von 24-34 die bei ihren Eltern leben, als solche die unabhängig leben.

 

Das ist nicht das wirtschaftliche Profil einer „Supermacht“, so wie die idiotischen Neokonservativen von den USA behaupten. Die durch die Verlagerung der Arbeitsplätze der Konzerne und die Finanzialisierung geschaffene amerikanische Wirtschaft ist nicht in der Lage, die enorme Schuldenlast der USA zu schultern. Es ist nur eine Frage der Zeit und der Umstände.

 

Ich bezweifle, dass die Vereinigten Staaten weiter in der Wirtschafts-Liga der Ersten Welt mitspielen können. Die Amerikaner sitzen da und nuckeln an ihren Daumen, während ihre „Führer“ sie zerstören.


27.

http://www.paulcraigroberts.org/2017/07/09/trump-cannot-improve-relations-russia-trumps-government-us-media-oppose-improved-relations/

 

Trump kann die Beziehungen zu Russland nicht verbessern, wenn Trumps Regierung und die US-Medien gegen eine Verbesserung der Beziehungen sind

 

von Paul Craig Roberts, 09.07.2017

 

 

Präsident Trump wird von seiner eigenen Regierung widersprochen, die sich gegen ihn gestellt hat, zu Gunsten von Hillary Clinton, dem Nationalen Komitee der Demokratischen Partei (DNC) und der russophoben presstituierten Medien, die dem Militär/Sicherheitskomplex und den Neokonservativen dienen.

 

Ich befürchte dass der Saker und Finian Cunningham Recht haben. Trumps Treffen mit Putin kann zu keinem Ergebnis führen, denn, so schreibt Cunningham, „Trump hat keine Freiheit oder eine echte Macht. Die wahren Machtspieler in den USA werden sicherstellen, dass der russophobe Feldzug weitergeht, mit weiteren fadenscheinigen Anschuldigungen über eine Einmischung Moskaus zur Zerrüttung der westlichen Demokratien. Trump wird weiter unter einer Wolke aus Verdächtigungen leben, die von den Medien angeheizt werden. Und somit wird auch der Plan zu einem Regimewechsel in Syrien und einer Konfrontation mit Russland weitergehen. Trumps persönliche Meinungen zu diesen Dingen und zu Wladimir Putin sind unwesentlich – ja bedeutungslos für die herrschenden tiefen Mächte.“

 

Cunningham: Trump und Putin trotzen der russophoben Tyrannei“

https://www.rt.com/op-edge/395782-trump-putin-meeting-media-syria/

 

Der Saker: Und das Ergebnis des ersten Putin-Trump-Treffens... so gut wie gar nichts“

http://www.informationclearinghouse.info/47392.htm

 

Cunningham weist darauf hin, dass die US-Medien darüber gemosert haben, dass Trump bei dem Treffen mit Putin zu höflich war, anstatt dass sie das Treffen als den Anfang eines Prozesses zur Entschärfung der großen Spannungen zwischen den beiden großen Nuklearmächten gelobt hätten.

 

Was die Medien in der gesamten westlichen Welt und vielleicht auch in Russland nicht berichtet haben ist das Bewusstsein, dass die gefährlichen Spannungen nicht nur von Hillary und dem DNC, den Neokonservativen, dem US-Militär/Sicherheitskomplex und den Presstituierten orchestriert werden, sondern auch Präsident Trumps eigenen Amtsträgern.

 

Trumps eigene Botschafterin bei den UN, Nikki Haley, und Trumps eigener Außenminister Rex Tillerson hören sich ganz genauso an wie Hillary Clinton, das DNC, die Neokonservativen, die Washington Post, die New York Times, CNN und der ganze Rest der vollständig diskreditierten presstituierten Medien, die dazu entschlossen sind, die Spannungen zwischen den USA und Russland bis zu einem nuklearen Krieg zu erhöhen.

 

Am selben Tag als Präsident Donald Trump sagte, dass „es Zeit sei, eine konstruktive Zusammenarbeit mit Russland voranzubringen“ und einen Tag nachdem er sagte „Ich hatte gestern mit Putin ein wunderbares Treffen“, da widersprach die ignorante, dumme Nikki Haley, die Trump zur UN-Botschafterin ernannt hatte, öffentlich ihrem Präsidenten und äußerte kraftvoll: „Wir können Russland nicht vertrauen und wir werden Russland nie vertrauen.“

 

Die ignorant dumme Haley ist immer noch auf ihrem Posten, das ist eine perfekte Demonstration für Trumps Machtlosigkeit.

 

Die ignorant dumme Haley ging viel weiter als Obamas irre UN-Botschafterin, die neokonservative Samantha Power, indem sie alles in ihrer Macht stehende unternimmt, um die Aussichten auf normale Beziehungen zwischen den zwei großen Nuklearmächten zu ruinieren. Warum arbeitet Nikki Haley zugunsten einer Konfrontation zwischen Nuklearmächten, die das gesamte Leben auf Erden zerstören würde? Was stimmt nicht mit Nikki Haley? Ist sie dement? Oder hat sie ihren Verstand verloren, so sie denn je einen hatte?

 

Wie soll Präsident Trump die Beziehungen mit Russland verbessern, wenn Präsident Trump machtlos dasteht, wenn ihn seine eigene UN-Botschafterin abbügelt? Eindeutig, Trump ist machtlos, einfach eine Null.

 

Nikki Haley zur Seite gestellt hat sich Trumps Außenminister Rex Tillerson. Tillerson, angeblich ein Freund Russlands, macht ebenso Überstunden um die Beziehungen zwischen den beiden Nuklearmächten zu verschlechtern, indem er öffentlich dem Präsidenten der Vereinigten Staaten widerspricht und damit klarmacht, dass Trump nicht einmal eine Null ist. Tillerson, eine Schande, sagte, dass Putins Weigerung zuzugeben, dass Putin durch die Einmischung in die US-Wahlen Trump gewählt hat „als ein Hindernis für unsere Fähigkeit zur Verbesserung der Beziehungen zwischen den USA und Russland im Weg steht und es muss angesprochen werden, wie wir dem amerikanischen Volk versichern können, dass eine Einmischung in unsere Wahlen weder durch Russland noch sonst jemanden geschehen kann.“

 

Trumps Inkompetenz wird durch seine Ernennungen deutlich. Es gibt nicht einen in „seiner“ Regierung, der ihn unterstützt. Jeder von ihnen sägt an seinem Stuhl. Und er sitzt herum und twittert.

 

Also was ist Präsident Putins Glaube wert, dass eine Verständigung mit Washington jetzt erarbeitet werden kann? Keinen Pfifferling. Trump hat null Autorität über „seine“ Regierung. Seine eigenen Ernennungen können ihm frei widersprechen. Der Präsident der Vereinigten Staaten ist ein Witz. Man findet ihn auf Twitter, aber sonst nirgendwo. Nicht im Weißen Haus bei der Gestaltung der Außen- oder Militärpolitik. Der Präsident twittert und denkt das sei Politik.

 

Die Trump-Regierung wurde zerstört als der schwache Donald Trump zugelassen hat, dass die Neokons seinen Nationalen Sicherheitsberater General Flynn entfernt haben. Davon hat sich Trump nicht erholt. „Seine“ Regierung ist mit brutalen Russophoben besetzt. Kriege werden das einzige Ergebnis sein.

 

Zwei Dinge wissen wir über die angebliche russische Einmischung in die Trump/Hillary Präsidentenwahl. Das eine ist, dass John Brennan, Obamas CIA-Direktor und Comey, Obamas FBI-Direktor, wiederholt unterstellt haben, dass Trump gewählt wurde wegen der russischen Einmischung in die Wahl, aber weder die CIA noch das FBI haben irgendeinen Beweis vorgelegt dass es so eine Einmischung gab. Ja, Monate später kann der Sonderermittler, ein früherer FBI-Direktor, keinen Beweis vorlegen. Die ganze Sache ist ein Schwindel, aber er geht weiter. Das wird nicht aufhören, denn es dient dazu, Präsident Trump bei den Menschen in Verruf zu bringen die ihn gewählt haben. Die Botschaft lautet: „Trump steht nicht für Amerika. Trump steht für Russland.“

 

Das ist verblüffend! Die NSA fängt sämtliche übertragenen Daten ab. Hätte sich Russland in die amerikanischen Präsidentschaftswahlen eingemischt, dann wären die Beweise offensichtlich und sofort verfügbar.

 

Trotz der offensichtlichen Lügen von Brennan und Comey, von der New York Times, der Washington Post, CNN, MSNBC und dem Rest des Abschaums wurde niemand verhaftet und für ihre Versuche zum Sturz des Präsidenten der Vereinigten Staaten vor den Kadi gezerrt. Das beweist über jeden Zweifel hinaus, dass der Präsident der Vereinigten Staaten eine Nullnummer ist. Ein Frühstücksdirektor, der zu keiner Handlung fähig ist, die unabhängig vom Tiefen Staat ist, der ihn kontrolliert.

 

Wenn Wladimir Putin wirklich glaubt, dass nach seinem Treffen mit Trump alle inszenierten falschen Vorwürfe gegen Russland beseitigt werden können und normale Beziehungen hergestellt werden, dann befindet sich Putin im Wolkenkuckucksheim. Nikki Haley sagt, dass die USA Russland NIEMALS vertrauen werden. Wenn Putin Washington vertraut, dann wird Russland zerstört werden. Und der Rest der Welt zusammen mit Russland.

 

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Sehr zu empfehlen zu diesem Thema ist auch der (englische) Artikel von Caitlin Johnstone: "Wenn dich dieser Tweet aufregt, dann deshalb weil du ein Stück Scheiße bist"

https://medium.com/@caityjohnstone/if-this-tweet-bothers-you-its-because-you-re-a-piece-of-shit-de0f0cec0e1f

 


28.

http://thesaker.is/how-russia-should-deal-with-the-pilban-syndrome-pbs/

 

Wie Russland mit dem „Pilban-Syndrom“ (PBS) umgehen sollte

 

Vom Saker, 09.07.2017 (viele links im Original!)

 

 

Ein Leser (Sunrise State) hat mir vor kurzem folgende Frage in den Kommentaren gestellt: „Was hältst du für die optimalste russische Strategie gegenüber Polen?“. Als ich das las dachte ich „das ist eine wirklich eine interessante Frage!“ Heute werde ich versuchen, das zu beantworten, Schritt für Schritt.

 

Zuerst die Diagnose.

 

Es gibt ein Polen-Syndrom. Wir können jede Menge Gründe dafür nennen, manche werden die Polen als die heldenhaften Opfer beschreiben, andere als die gierigen Hyänen. Aber für unsere Zwecke müssen wir gar nicht in der Geschichte wühlen um die ganze Liste der Symptome aufzuzählen, die zusammen das ergeben, was wir das „Polnische Syndrom“ nennen können:

 

  1. Eine Phobie (Hass und Furcht) gegen Russland und alles russische.

  2. Der starke Wunsch, „Teil des Westens“ zu sein (im Gegensatz zu einem eingebildeten „despotischen Asien“), während sie in Wahrheit wenig bis gar nichts mit besagtem „Westen“ gemein haben.

  3. Einen tiefen und bitteren Groll, dass sie immer wieder militärisch besiegt wurden und in Folge dessen auf eine grandiose Revanche hoffen.

  4. Ein tief sitzender Minderwertigkeitskomplex gegenüber dem Osten und dem Westen, wie er lyrisch in dem ukrainischen Slogan „lasst uns die Polen in russischem und jüdischem Blut ersäufen!“ zum Ausdruck kommt.

  5. Der Traum, dass die Orthodoxe Kirche endlich dem Papst unterstellt wird (oder wie in den letzten Forderungen, „Russland dem unbefleckten Herzen Marias zu weihen“)

  6. Eine tief sitzende Unsicherheit, die aus einer nicht enden wollenden Politik auf der Suche nach äußeren Alliierten entsteht, inklusive Hitler, um den „großen Kerl“ anzugehen.

  7. Eine Bereitschaft, alles zu sagen und alles zu tun, um den äußeren Alliierten dazu zu bringen, sie zu schützen und Russland zu bedrohen, oder besser noch, an dem lange ersehnten „Marsch auf Moskau“ teilzunehmen.

 

Ich wiederhole: Ob das das Resultat jahrhundertelanger russischer Unterdrückung, Imperialismus und Verfolgung ist oder das Resultat einer papistischen Ideologie, macht für unsere Zwecke überhaupt keinen Unterschied.

 

Und wenn wir uns die verschiedenen Symptome unseres „polnischen Syndroms“ ansehen, dann sehen wir sofort, dass das nicht nur für Polen oder die Polen gilt – die Ukrainer, insbesondere die Westukrainer, zeigen die selben Symptome wie ihre polnischen Nachbarn (so wie die Balten, aber die sind zu klein, schwach und zu unbedeutend um sie hier einzuschließen). Das Syndrom, das wir hier beobachten, ist daher kein rein „polnisches“, sondern ein osteuropäisches. Aber es „osteuropäisch“ zu nennen wäre auch nicht korrekt. Daher werde ich es für unsere Zwecke vereinfachen und es das „Pilban Syndrom“ (PBS) nennen, zu Ehren der zwei „großen Helden“ der polnischen und westukrainischen Nationalisten: Jozef Pilsudski und Stepan Bandera.

 

Zweitens, eine Vorhersage

 

Freunde, das Pilban Syndrom (PBS) wird uns erhalten bleiben. Erstens haben wir es mit einem Syndrom mit tiefen historischen Wurzeln zu tun. Zweitens haben Jahre kommunistischer Herrschaft, gefolgt von einem plötzlichen Zusammenbruch des sowjetischen Imperiums, diesem Syndrom einen riesigen Aufschwung verliehen. Drittens verwendet das AngloZionistische Imperium, besonders in seiner gegenwärtigen Phase des Abstiegs, einen großen Teil seiner Ressourcen darauf, das PBS kräftig am Leben zu halten. Und schließlich wird das totale Scheitern der AngloZionistischen Politik in der Ukraine auf die eine oder andere Art wahrscheinlich sehr dazu beitragen, dass die Lebensfähigkeit des PBS erhalten bleibt. Und ich möchte hinzufügen, dass, während momentan Polen seine sehr ersehnten „Minuten der Berühmtheit“ genießt (indem sie für das Imperium gegen Russland sehr nützlich sind), dieser Tagtraum früher oder später zusammenbrechen wird und dieser unvermeidliche Kollaps zu einem starken Anstieg des PBS führen wird. Zusammengefasst: Das PBS wird bleiben und die Russen wären äußerst naiv zu hoffen, dass es einfach verschwindet.

 

Drittens, eine Warnung

 

Es gibt nichts, aber auch gar nichts, was die Russen tun könnten, um das Ausmaß des PBS zu mildern. Es ist von überaus großer Bedeutung zu verstehen, dass das PBS in seiner Natur und seinen Ursachen zutiefst ideologisch ist. Zu glauben, dass irgendwelche Aktionen (außer kurz vor einem kollektiven nationalen Selbstmord) jene besänftigen könnten, die an PBS leiden, ist illusorisch. Insbesondere der Fall Ukraine zeigt, dass sogar wenn die Russen ihnen Kredite, vorzügliche Handelskonditionen, Sicherheitsgarantien usw. geben, die ukrainischen Nationalisten das als einen heimtückischen Plan oder sonst was sehen um die Ukrainer zu täuschen. Wenn der Kreml morgen Lastwagen voller Gold in die Ukraine oder nach Polen schicken würde, dann würden sie das natürlich annehmen, aber sobald der letzte Lkw die Grenze überquert, würden die polnischen und ukrainischen Nationalisten ihr übliches Mantra anstimmen „noch ist Polen/die Ukraine nicht verloren“ (beide haben sie diese paranoiden Zeilen in ihren ähnlichen Nationalhymnen), zusammen mit ihrer üblichen Politik.

 

Viertens, die große Frage

 

Die große Frage lautet: Wie geht man mit solchen hasserfüllten Irren um, wenn sie deine Nachbarn sind? Aus russischer Sicht verändern dies Nachbarn ihre Position ständig in einem Spektrum zwischen „du gehst mir leicht auf den Sack“ bis zu „existentieller Bedrohung“. Das ist also nichts belangloses. Wenn die Russen etwas aus der Geschichte gelernt haben, dann das: Jedes Mal wenn Russland schwach war, dann sind die Polen einmarschiert. Jedes Mal. Die Ukraine ist ein anderer Fall, da es in der Geschichte nie so etwas wie einen „ukrainischen Staat“ gegeben hat. Seit jedoch die ukrainischen Nationalisten die selben PBS-Symptome wie ihre polnischen Brüder zeigen, können wir davon ausgehen, dass auch sie nur darauf warten, dass Russland schwach wird (aus welchen Gründen auch immer) um es anzugreifen. (In der Tat versprechen die „offiziellen“ Stellungnahmen der Führer der Nazi-Junta in Kiew mehr oder weniger genau das.) Russland hat alle möglichen Strategien gegenüber Polen ausprobiert, von einer echten Teilung bis zur Gewährung von Sonderrechten und der naiven Hoffnung, dass eine gemeinsame Haltung gegen Nazi-Deutschland eine gewisse, wenn schon nicht Brüderschaft, so doch wenigstens zivilisierte nachbarliche Beziehung erzielen würde. Nichts davon hat funktioniert. Es braucht eindeutig einen neuen Ansatz.

 

Fünftens, die offensichtliche Lösung

 

Okay, wir haben also festgestellt, dass PBS unheilbar ist, dass es bleiben wird, dass die Russen es nicht wirksam beeinflussen können und dass die vergangenen Politiken alle gescheitert sind. Was bleibt also übrig? Es bleibt eine offensichtliche Lösung:

 

Tu nichts. Habe keine Politik. Gib es auf. Ignoriere sie. Umgehe sie.

 

Der erste Grundsatz in der Medizin lautet. „Füge keinen Schaden hinzu“. Ich möchte meinen, dass jede russische Politik gegenüber an PBS leidenden Staaten Schaden hinzufügt und die Dinge nur schlimmer macht. Absolut nichts zu tun wird jedoch riesige Vorteile für Russland bringen. Überlegt mal. Nichts zu tun

 

  1. gibt den polnischen und ukrainischen Nationalisten am wenigsten Ausreden, sich auf eine eingebildete äußere Bedrohung zu konzentrieren und wird sie dazu zwingen, sich auf ihre eigenen inneren Problem zu fokussieren. Wenn man bedenkt, dass wir es mit hasserfüllten Ideologen und verblendeten Politikern zu tun haben, so werden sie sich wie die Ratten in einem Käfig aufeinander stürzen.

  2. ermöglicht es Russland, eine pragmatisch wirksame Haltung mit einer moralisch korrekten zu verbinden: egal, wie hasserfüllt und verblendet polnische und ukrainische Nationalisten sind, es ist nicht an den Russen darüber zu urteilen, sie zu erziehen oder ihnen sonstwie die Freiheit abzusprechen, so zu leben wie sie wollen. Sollen sie doch ihre eigene Gesellschaft aufbauen, sollen sie Russland wie ein kleiner Hund anbellen, der sich hinter einem „NATO-Zaun“ versteckt. Und sollen sie ihren „westlichen Traum“ nach ihren Herzenswünschen erfüllen.

  3. ermöglicht es Russland, die sehr nötigen Ressourcen dort zu investieren wo sie gebraucht werden, wo russisches Geld, Schweiß und Blut einen echten Gewinn für die Investitionen bringen. Die PBS-Staaten zu ignorieren wird Russland anfangs Geld kosten, stimmt, aber auf mittlere und langfristige Sicht wird es Russland Milliarden von Rubel sparen.

 

Wenn ich sage „tu nichts“, dann beziehe ich mich jedoch nur auf jene Politik, die Erwartungen betrifft, dass wenn Russland „X“ tut, die polnischen und ukrainischen Nationalisten „Y“ tun. Ein Beispiel für eine solche verfehlte Politik wäre, wenn man von den Polen erwarten würde, dass sie russisches LNG-Gas kaufen würden, wenn die Russen bessere Preise anbieten würden. Das wird nicht passieren – vergiss es, Wladimir!

 

Was Russland als eine Bedingung ihrer „Tu nichts“-Politik tun müsste, wäre eine neue Politik aus rein einseitigen Handlungen zu entwerfen. Was meine ich damit?

 

Erstens, Russland muss seine eigene Sicherheit in militärischer, ökonomischer und politischer Hinsicht sicherstellen . Russland muss die PBS-Staaten so betrachten wie die Holländer die Nordsee: die wissen, wenn ihre Dämme brechen, dann wird das Wasser der Nordsee sofort einen großen Teil des holländischen Landes überschwemmen. Die holländische Deichkontrolle geht nie davon aus, dass sich das Wasser der Nordsee anders verhalten wird, dass man es davon überzeugen könnte dass es nicht eindringt. Nein, für Holland ist es äußerst einfach: wenn unsere Dämme brechen, dann wird uns die Nordsee überfluten. Und hier liegt der Schlüssel: Die Holländer nehmen das der Nordsee nicht übel. Dasselbe für die Russen: sie sollten es den polnischen und ukrainischen Nationalisten nicht übel nehmen, sie sollten einfach dafür sorgen, dass die russischen Dämme (die russischen Streitkräfte) nicht brechen, das ist alles.

 

Zweitens: Russland muss seine Wirtschaft komplett von den PBS-Staaten entkoppeln. Ja, das wollen auch die Nationalisten. Also sollen sie's haben! Der russische Handel und die Investitionen mit den PBS-Staaten sollten auf genau Null schrumpfen. Moderne Technologien machen es sehr einfach, diese Länder zu umgehen und Nord-Stream ist der beste Beweis, dass Russland und Deutschland zusammen Geschäfte tätigen können, ohne die Verrückten zwischen ihnen zu beteiligen. Allen die sagen, das höre sich extrem an, möchte ich antworten: Wenn Russland der Tu-154 der polnischen Luftwaffe nicht erlaubt hätte nach Smolensk zu fliegen, dann wäre der ganze irre Scheiß, den wir heute erleben, nicht passiert. Warum soll man mit jemandem zusammenspielen, der einen immer für alles beschuldigt? Das ergibt keinen Sinn. Ich würde sogar die russischen Vertretungen aus diesen Ländern abziehen und ihre Diplomaten aus Russland werfen (sollen doch die Schweizer ihre Vertreter sein, so wie es die USA mit dem Iran oder Kuba machen). Warum? Wenn morgen der polnische Botschafter in Moskau auf einer gefährlichen Kreuzung ums Leben kommt oder in seiner Badewanne ausrutscht, dann werden die Polen sofort erklären, dass der KGB ihn getötet habe (der KGB existiert seit 1991 nicht mehr, aber was soll's). Wer braucht so einen Mist? Ich denke niemand. Daher sage ich: Entkoppelt alles was man entkoppeln kann, sollen die Nationalisten ihren Traum haben und sollen die Russen ihren viel benötigten Frieden und ihre Ruhe an ihren Westgrenzen haben.

 

Drittens: Halte die Beziehungen auf Nichtregierungsebene offen. Kulturelle Beziehungen, kleine Handelsgeschäfte, Tourismus etc. Es ist nicht nötig irgendwelche Mauern zu bauen (Das machen übrigens die Ukrainer und Letten bereits, und nicht sehr effektiv), oder gegenüber den gewöhnlichen Polen und Ukrainer garstig zu sein. Während es auf Regierungsebene immer heißen sollte „Danke, aber wir sind nicht daran interessiert“, so sollte Russland auf humanitärer Ebene offen bleiben und polnische und ukrainische Menschen willkommen heißen. Die Wahrheit ist, dass es immer noch einige geistig gesunde polnische und ukrainische Menschen gibt, die genau den ideologischen Unsinn ihrer Führer durchschauen, die weit von einer Russophobie entfernt sind und oft russische Dinge wertschätzen. Warum sollen sie unter dem Verhalten ihrer Führer leiden? Russland wäre viel besser dran, wenn es alles unternehmen würde um diese Menschen in Russland willkommen zu heißen und dass sich ihre Haltung gegenüber den PBS-infizierten Nationalisten nicht auf die geistig gesunden Menschen bezieht. Jedoch muss Russland auch damit aufhören so zu tun als wäre alles in Ordnung und dazu muss es erklären, dass ab jetzt ihre Politik gegenüber den PBS-Regimen gar keine Politik mehr ist.

 

Zusammenfassung

 

Ich denke, dass meine Vorschläge einfach, geradlinig, günstig, sicher, moralisch korrekt und überaus machbar sind. Ja, das ist natürlich zu einem gewissen Grad undiplomatisch, denn es beinhaltet die offizielle Erklärung, dass Russland überhaupt nichts mit den PBS-infizierten Regimen zu tun haben will. Da ich aber kein Diplomat bin (Gott sei Dank!), kann ich hier etwas sagen, was russische Diplomaten nicht können: die meisten Russen spüren einen tiefen Ekel und Verachtung für die polnischen und ukrainischen Nationalisten und es wird höchste Zeit, dass russische Diplomaten und Entscheidungsträger damit aufhören, anderes vorzugaukeln.

 

Jahrhundertelang haben russische Führer immer nach Westen geschielt, als die wichtigste strategische Richtung. Und das ist nach geografischen und wirtschaftlichen Faktoren der damaligen Zeit verständlich, denn das machte den Westen wesentlich wichtiger als den Süden oder den Osten (ganz zu schweigen vom Norden). Aber das verändert sich gerade, sehr rasch. In Wahrheit werden die EU und die USA für Russland zunehmend irrelevant, dessen Zukunft liegt im Süden, im Osten und sogar im Norden. Die gute Nachricht ist, dass Putin und seine wichtigen Minister all das sehen (und aus diesem Grund war, im Gegensatz zu dem was der Westen sieht, für Russland das große Ereignis auf dem G20-Gipfel Putins Treffen mit Xi). Zentralasien, der Nahe Osten, der indische Subkontinent, China, Sibirien und die Arktis – das sind die Regionen, in denen sich Russlands Zukunft entscheiden wird und wo Russland seine meisten humanen und materiellen Ressourcen investiert. In einem haben die ukrainischen Nationalisten absolut Recht: während man geographisch als „Europa“ betrachtet wird, ist die russische Nation (im Gegensatz zur herrschenden russischen Elite) viel näher an seinen Nachbarn im Süden und Osten als am sogenannten „Westen“. Es wird höchste Zeit für das russische Volk, zu seiner wahren und historischen Heimat zurückzukehren: der immensen eurasischen Landmasse.

 

Wenn wir die internen Bestandteile des AngloZionistischen Imperiums betrachten, so sehen wir, das für Russland die USA weiterhin die größte Bedeutung haben, gefolgt von der Europäischen Union, aber bereits weniger, und dann kommen die PBS-Staaten, die im Grunde für Russland ohne Bedeutung sind. Russland kann es sich daher leicht leisten, die PBS-Staaten umfänglich zu ignorieren, solange es sein Militär stark hält um mit jeder möglichen Attacke oder militärischen Provokation aus dem Westen fertig zu werden (und das russische Militär schafft das leicht).

 

Noch eines: Es ist traurige Wahrheit, dass die USA immer mehr PBS-infiziert werden, dank der Neokons und ihrer giftigen Russophobie (die UN-Nikki hat gerade erklärt: „Wir können Russland nicht vertrauen und wir werden Russland nie vertrauen“). Stimmt, die USA sind nicht Polen, und Russland kann es sich nicht leisten sie zu ignorieren. Aber solange es vorsichtig, Schritt für Schritt und vor allem in aller Ruhe geschieht, kann und sollte Russland damit anfangen, sich selbst nicht nur von den USA zu entkoppeln, sondern vom gesamten US-kontrollierten internationalen Finanzsystem und seine Vermögen und Investitionen zu der offensichtlichen Alternative zu verlagern. China und den Rest der eurasischen Landmasse.

 

Abschließend möchte ich sagen, dass das, was ich mit meinen Gedanken oben geschildert habe, bereits vor unseren Augen geschieht. Nicht so viel wie ich mit wünsche, so schnell wie ich es mir wünsche, aber es geschieht. Am schnellsten mit der Ukraine, am langsamsten mit den USA. Aber es geschieht. Und dafür sei Gott gedankt!


29.

http://www.paulcraigroberts.org/2017/07/07/putins-assessment-trump-g-20-will-determine-future/

 

Putins Einschätzung über Trump beim G-20 wird unsere Zukunft bestimmen

 

von Paul Craig Roberts, 07.07.2017

 

 

Der Hintergrund des Treffens Putin/Trump sind die Erwartungen Israels und der Neokonservativen. Es sind diese Erwartungen, die die US-Außenpolitik formen.

 

Worum geht es in Syrien? Warum ist Washington so darauf fokussiert, den gewählten Präsidenten Syriens zu stürzen? Wodurch erklärt sich das plötzliche Auftauchen der „muslimischen Bedrohung“ im 21. Jahrhundert? Wie passt Washingtons Voreingenommenheit mit der „muslimischen Bedrohung“ zu Washingtons Kriegen gegen Saddam Hussein, Gaddafi und Assad, jenen Anführern, die den Dschihadismus unterdrückt haben? Was erklärt das plötzliche Auftauchen der „russischen Bedrohung“, die sich ohne jeden faktischen Beweis in eine gefährliche Russophobie gesteigert hat?

 

Die muslimische Gefahr, die russische Gefahr und die Lügen, die zur Zerstörung des Iraks, Libyens und Teilen Syriens benutzt wurden, das sind alles Inszenierungen, die den Erwartungen der Israelis und der Neokonservativen dienen.

 

 Die Israel-Lobby in den Vereinigten Staaten, wahrscheinlich am stärksten in Commentary, im The Weekly Standard und in der New York Times repräsentiert, hat die Anschläge vom 11. September 2001 auf das World Trade Center und das Pentagon benutzt um den US-Präsidenten George W. Bush dazu zu drängen, „einen entschlossenen Auftritt zur Absetzung von Saddam Hussein im Irak“ zu beginnen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Project_for_the_New_American_Century

 

siehe auch:

 

Der Irak: Ein Krieg für Israel“ http://www.ihr.org/leaflets/iraqwar.shtml

 

Saddam Hussein war ein säkularer Führer, dessen Aufgabe es war, die Feindseligkeiten der Sunniten und Schiiten klein zu halten und eine gewaltfreie politische Stabilität im Irak aufrecht zu erhalten. Er, Assad und Gaddafi haben den Extremismus unterdrückt, der zum Dschihadismus führt. Saddam hatte überhaupt nichts mit 9/11 zu tun und unter seiner Herrschaft stellte der Irak NULL Gefahr für die USA dar. Er war ein treuer Vasall und hat für Washington den Iran angegriffen. Washington machte sich Hoffnungen, mit Hilfe des Irak die iranische Regierung zu stürzen.

 

Es ist die Absetzung säkularer Führer, die den Dschihadismus entfesselt. Washington hat durch Regimewechsel den muslimischen Terrorismus entfesselt, der die säkularen Führer ermordet und Länder ins Chaos gestürzt hat.

 

Im Irak Chaos zu erzeugen war der Anfang der Verbreitung von Chaos in Syrien und dann im Iran. Syrien und der Iran unterstützen die Hisbollah, die Miliz im Südlibanon, die zweimal die israelische Armee vertrieben hat, nachdem die den Südlibanon besetzt hatten, damit Israel sich die Wasservorräte aneignen könnte.

 

Die Kriege der Neokonservativen gegen den Nahen Osten dienen dazu, jene Regierungen zu vertreiben, die militärische und finanzielle Hilfe für die Hisbollah gewähren. Mit der Verbreitung des Dschihadismus bis an die Grenzen der Russischen Föderation passen diese Krieg perfekt zu der amerikanischen neokonservativen Politik einer US-Weltherrschaft. Wie es der stellvertretende US-Verteidigungsminister für Politik, Paul Wolfowitz, ausdrückte:

 

Unser vorrangiges Ziel ist die Verhinderung des Entstehens eines neuen Rivalen, entweder auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion oder anderswo, der eine Gefahr in der Größenordnung der ehemaligen Sowjetunion darstellt. Dies ist die vorrangige Beurteilung, die der neuen regionalen Verteidigungsstrategie zugrunde liegt und sie setzt voraus dass wir danach streben, eine jede feindliche Macht daran hindern, eine Region zu dominieren, deren Ressourcen unter einer gefestigten Kontrolle ausreichen würden, um globale Macht zu erzeugen.“

 

Israel will, dass Syrien und der Iran so wie der Irak und Libyen in ein von Amerika verursachtes Chaos stürzen, damit Israel das Wasser im Südlibanon stehlen kann. Wenn Syrien und der Iran ins Chaos stürzen, so wie der Irak unbd Libyen, dann wird die Hisbollah nicht die militärische und finanzielle Unterstützung erhalten um dem israelischen Militär zu widerstehen.

 

Die Neokonservativen haben größere Ziele als Israel. Die Neokonservativen wollen Syrien und den Iran in einem dschihadistischen Tumult haben, damit die Neokonservativen den Dschihadismus in die Russische Föderation und nach China schicken können. China hat eine muslimische Provinz, die an Kasachstan grenzt. Durch die Verursachung von internen Problemen in Russland und China können die Neokonservativen die Fähigkeiten Russlands und Chinas zu einer Verhinderung des US-Unilateralismus reduzieren.

 

Darum geht es in Syrien. Um sonst nichts.

 

Die „muslimische Gefahr“ erschien mit den 9/11-Anschlägen auf das WTC und das Pentagon ganz plötzlich. Der Anschlag wurde sofort dem Moslems in die Schuhe geschoben. Obwohl die US-Regierung darauf besteht, dass sie keine Ahnung davon hatte, dass so ein Anschlag in Planung war, so wusste die US-Regierung sofort wer es getan hat. Ziemlich eindeutig, dass es unmöglich ist sofort zu wissen wer einen Anschlag ausgeführt hat, wenn die Regierung davon nichts gewusst haben will. Es ist zu einem Markenzeichen für jeden „terroristischen Anschlag“ geworden, das am Tatort bequemerweise Ausweispapiere zurückbleiben, die die „Terroristen“ identifizieren.

 

Es gibt jetzt 3.000 Architekten und Ingenieure, die ihren Ruf aufs Spiel setzen und die offizielle Geschichte über den Einsturz der WTC-Gebäude anzweifeln. Nach allen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist die offizielle Erklärung über die Zerstörung der drei WTC-Wolkenkratzer schlicht unmöglich. Online gibt es unzählige Beweise, nicht von den ignoranten Presstituierten, Verschwörungstheoretikern und lügenden Politikern, sondern von echten Experten. Schauen Sie einfach auf der Webseite der Architects & Engineers for 9/11 Truth, der Webseite der Firefighters and First Responders for 9/11 Truth, auf der Webseite der Pilots for 9/11 Truth. Suchen Sie danach, was einige ausländische Regierungsvertreter über die absurde Story der US-Regierung zu sagen haben. Dass auch nur ein Bruchteil der US-Bevölkerung an die offensichtlich falsche offizielle 9/11-Geschichte glaubt, ist ein Beweis für das totale Versagen des amerikanischen Bildungssystems. Ein großer Teil der Bevölkerung ist des Denkens nicht fähig. Die Leute glauben, was auch immer ihnen die Regierung erzählt, egal wie absurd die Erklärung auch ist.

 

Wo kam die angebliche „muslimische Bedrohung“ her? Was hat sie hervorgerufen? 9/11 ist passiert, bevor Washington sieben muslimische Länder ganz oder teilweise zerstört hat, Millionen von Moslems getötet, verstümmelt, zu Waisen gemacht und vertrieben hat. Und die jetzt Washingtons Vasallenstaaten in Europa überrennen. Solche Kriege gegen Unschuldige können Terroristen produzieren, aber 9/1 passierte vor Washingtons Kriegen gegen die Moslems.

 

Osama bin Laden und Al Qaeda waren die Verbündeten Washingtons gegen die Sowjets in Afghanistan. Bin Laden und Al Qaeda hatten ziemlich sicher nicht die Insiderinformationen und Insiderverbindungen, um alle 17 amerikanischen Geheimdienste zu überlisten, den Nationalen Sicherheitsrat, alle Geheimdienste von Washingtons NATO-Vasallen und des Mossads. Und viermal die Flughafenkontrollen zur gleichen Stunde am gleichen Morgen.

 

Darüber hinaus hat bin Laden in seinem letzten Video, das ihm von unabhängigen Experten zugeschrieben wird, gesagt, er hätte kein Motiv für einen solchen Anschlag und er hätte damit nichts zu tun. Ganz allgemein behaupten echte Terroristen ihre Täterschaft, egal ob sie es getan haben oder nicht, denn das stärkt ihre Bewegung und zeigt ihre Fähigkeiten. Es ergibt keinen Sinn, dass sich „der führende Kopf“, der angeblich entschlossen war den Westen zu stürzen, nicht zu der größten Erniedrigung einer Supermacht bekennt. Die Vereinigten Staaten waren durch die Ohnmacht gegen eine Handvoll Moslems mit nichts als Tapeziermessern völlig erniedrigt. Diese Erniedrigung ist ein Weltrekord, der auf ewig Bestand haben wird. Es ist unmöglich, dass der angebliche Terrorist bin Laden eine solche Leistung abgelehnt hätte.

 

Allein diese Tatsache beweist, dass Osama bin Laden und Al Qaeda überhaupt nichts mit 9/11 zu tun hatten.

 

Ein jeder, der die offizielle 9/11-Story glaubt, so wie ein jeder, der glaubt dass Oswald JFK ermordet hat, so wie ein jeder, der glaubt dass Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen und Verbindungen zu Al Qaeda hatte, dass Assad chemische Waffen eingesetzt hat, ein jeder, der die Golf von Tonkin-Lüge glaubt, der glaubt, dass Sirhan Sirhan RFK ermordet hat, dass Russland in die Ukraine einmarschiert ist usw., ist so weit entfernt, dass er nicht mehr aus der Matrix gerettet werden kann in der er lebt.

 

Ich weiß nicht ob die Sorglosigkeit und Ahnungslosigkeit der Menschen im Westen sich auch auf Lateinamerika, Afrika und Asien erstreckt. Einige der Menschen in Venezuela, Ecuador und Bolivien, deren Regierungen auf der Regimewechsel-Liste Washingtons stehen, müssen erkennen, dass sie ihr eigenes Schicksal nicht kontrollieren. Aber wie weit verbreitet ist die Erkenntnis über Washingtons Gier nach Weltherrschaft? Die einzigen Anzeichen von Erkenntnis sind die ursprünglichen und begrenzten Abkommen zwischen Russland und China.

 

Bis zum heutigen Tag hat nicht eine einzige europäische Regierung eine Verbindung gezogen zwischen den Kriegen Washingtons, mit europäischer Unterstützung, und den Millionen von Flüchtlingen aus Washingtons Kriegen, die Europa überrennen und die Sozialleistungen der europäischen Völker beanspruchen und nebenbei europäische Frauen vergewaltigen. Über die Flüchtlinge hören wir alle möglichen Beschwerden, aber zwischen den Flüchtlingen und den von Europa unterstützten Kriegen Washingtons wird keine Verbindung gezogen.

 

Washington hat sich während des Kalten Kriegs so erfolgreich als der Frieden, die Gerechtigkeit und die Wahrheit auf dem Weißen Pferd dargestellt, dass die Welt nicht mehr erkennen kann, dass Satan im Sattel sitzt.

 

Jetzt wo Washingtons 16 Jahre unmenschlicher Krieg gegen muslimische Bevölkerungen das Leben von Millionen von Menschen zerstört hat, warum gibt es da nicht jeden Tag ein 9/11? Stattdessen gibt es nur ein paar angebliche Terrorangriffe von Einzeltätern, die vielen als inszenierte False Flag-Ereignisse erscheinen. Etwa die durch Lkws überfahrenen Menschen in Frankreich und England, die Schießerei in einem französischen Feinkostladen und dem Büro einer Zeitschrift. Aber nicht in den USA, dem „großen Teufel“. Sehr verdächtigt.

 

Das inszenierte Ereignis 9/11 war für die Neokonservativen das „Neue Pearl Harbor“, das die Ausrede für die Kriege lieferte, die ihre und die Zwecke der Israelis befördern. Es waren die Neokonservativen selbst, die gesagt haben, sie bräuchten ein „neues Pearl Harbor“, damit sie ihre Kriege im Nahen Osten anfangen können.

 

Warum wissen die Amerikaner und die Europäer das nicht? Die Antwort ist, weil die USA und Europa keine unabhängigen Medien haben. Sie haben Presstituierte.

 

Washington hat die „Russische Gefahr“ erschaffen, als das abgekartete Spiel des Obama-Regimes zu Assads angeblichem Einsatz von Chemiewaffen scheiterte. Der britische Premier David Cameron bekannte sich zu Großbritanniens Unterstützung für eine Invasion Washingtons in Syrien, aber das britische Parlament stimmte mit Nein. Keine Unterstützung mehr für Washingtons Kriegsverbrechen, sagte das Parlament. Russland schaltete sich ein und sagte, dass es nicht noch mehr Krieg braucht. Wir haben ein Abkommen mit Syrien. Wir werden alle Chemiewaffen einsammeln und sie den USA zur Zerstörung übergeben. Vielleicht benutzen die USA diese von den naiven Russen übergebenen Chemiewaffen für die Chemieangriffe unter falscher Flagge in Syrien.

 

Nachdem sie in ihren Kriegszielen gegen Syrien blockiert waren, wendeten sich die Neokonservativen voller Zorn gegen Russland. Wie können es die unbedeutenden Russen wagen, sich dem außergewöhnlichen und unersetzlichen Volk in den Weg zu stellen! Wir werden den Russen eine Lektion erteilen! Washington hat die von den USA finanzierten NGOs mit $5 Milliarden auf die demokratisch gewählte Regierung der Ukraine angesetzt, so sagte die stellvertretende Außenministerin, die neokonservative Victoria Nuland:

 

https://www.youtube.com/watch?v=U2fYcHLouXY

 

 

Russland hat seine Verwundbarkeit nicht realisiert und war auf die Olympischen Winterspiele in Sotschi konzentriert. Plötzlich haben sie festgestellt, dass in der Ukraine ein Staatsstreich der USA geschah und gegen die russische Bevölkerung in der Ukraine Gewalt angewendet wurde. Sowjetische Führer hatten in der Vergangenheit russische Provinzen der ukrainischen sozialistischen Republik der UdSSR zugeschlagen. Diese Russen, die sich mit der Gewalt der von Washington in Kiew installierten Neonazi-Regierung konfrontiert sahen, verlangten eine Wiedervereinigung mit Russland, zu dem sie ursprünglich gehörten.

 

Russland stimmte zu, die Krim zurückzunehmen, wegen dem russischen Marine-Stützpunkt am Schwarzen Meer. Aber die anderen russischen Gebiete Donezk und Luhansk haben sie abgelehnt. Gegen jeden Verstand hofften sie darauf, Europa davon zu überzeugen, dass Russland nicht aggressiv war. Russland verweigerte die abtrünnigen russischen Republiken und überließ sie der Gnade der Neonazis in Kiew, die sie in Verletzung der Abkommen weiterhin attackierten.

 

Die Toleranz der russischen Regierung gegenüber den Provokationen und Beleidigungen ließ sie in den Augen der amerikanischen Neokonservativen wie Schwächlinge aussehen, die Russland und seinen Präsidenten weiterhin verteufeln und auf weitere Sanktionen und noch mehr Stützpunkte an Russlands Grenzen drängen. Vor seinem Treffen mit Putin hat Trump laut BBC Russland aufgefordert, „mit der Destabilisierung der Ukraine und anderer Länder aufzuhören“ und „sich der Gemeinschaft der verantwortlichen Nationen anzuschließen“. Das nenne ich die Wahrheit auf den Kopf stellen.

 

Der Wunsch Russlands, vom Westen akzeptiert zu werden, kann dazu führen, dass Russland seine Souveränität aufgibt. Washington versucht herauszufinden, wie viel Souveränität Russland bereit ist aufzugeben, im Austausch für eine Akzeptanz durch den Westen.

 

Die Russen sind auch durch ihren Glauben gefährdet, dass der muslimische Terrorismus eine Bedrohung für die Welt sei. Es ist ein Trugschluss der russischen Regierung, zu glauben dass sie mit Washington ein Abkommen zum gemeinsamen Kampf gegen Terrorismus schließen könnten. Die Russen können einfach nicht akzeptieren, dass der Terrorismus die Waffe Washingtons gegen sie ist.

 

Der einzige Grund, warum muslimischer Terrorismus existiert, ist, dass Washington ihn erschaffen hat. Washington hat den Dschihadismus zum ersten Mal gegen die Sowjets in Afghanistan eingesetzt. Dann gegen Gaddafi in Libyen. Als Obamas Pläne für einen Einmarsch in Syrien aufgrund erdachter Vorwürfe wegen Chemiewaffen durch das britische Parlament und Russland blockiert wurden, da schickte Obama ISIS zum Sturz Assads. General Flynn, der der Direktor der DIA war, bestätigte diese Tatsache auf Al Jazeera. Flynn sagte, es sei eine „willentliche Entscheidung“ der Obama-Regierung gewesen, ISIS zum Sturz von Assad einzusetzen. Aus diesem Grund haben die Hoffnungen Russlands auf eine gemeinsame Front gegen ISIS nie einen Sinn ergeben.

 

Der Dschihadismus ist die beste Waffe Washingtons zur Destabilisierung Russlands. Warum sollte Washington Russland helfen, diese Waffe zu zerschlagen?

 

In den westlichen Medien werden so viele Fake News und Desinformation verbreitet, dass es sogar die Russen beeinflusst, vielleicht sogar die Chinesen.

 

Sogar westliche Analysten, die die offizielle Syrien-Story zurückweisen, schlucken die Lüge, Assad sei ein Diktator.

 

Wenn Putin sich mit Trump trifft, dann wird Putin einschätzen müssen, ob Trump ein echter Präsident ist oder er nur ein Strohmann für die mächtigen Interessensgruppen ist, die das Imperium Washingtons am Laufen halten.

 

Wenn Putin zu dem Schluss kommt, dass Trump nur ein Strohmann ist, dann hat Putin keine andere Wahl als sich auf Krieg vorzubereiten.


30.

http://thesaker.is/g20-is-the-west-governed-by-psychopaths/

 

G20 – Wird der Westen von Psychopathen regiert?

 

Von Peter König, 07.07.2017 via the Saker

 

 

Welcome to Hell!“ So lautet der Slogan, mit dem G20-Demonstranten die selbsternannten Führer der Welt bei ihrem Gipfel am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg begrüßen, die unter der Schirmherrschaft von Frau Merkel die Schwierigkeiten unseres Planeten diskutieren und wie man sie löst. Dabei wurden die Probleme der Mutter Erde zum größten Teil von denen verursacht, die den Westen repräsentieren. Und jetzt tun sie so als würden sie sie lösen.

 

Wie überaus arrogant – und scheinheilig!

 

Im Verlauf des Gipfels hat die Polizei aggressiv gegen auf die zumeist friedlichen, unbewaffneten Demonstranten eingeschlagen; aber einige von ihnen waren gewalttätig und vermummt, so wie es die alte Tradition verlangt, damit man sie nicht als die Polizei selbst oder als Handlanger der Polizei erkennen konnte. Viele Menschen wurden verletzt, einige landeten im Krankenhaus. Und das Treffen hatte gerade erst begonnen.

 

Im Vorfeld des Gipfels ist Donald der Trump, der Chef-Psychopath, mit seinem Echo „America First - America First“ Amok gelaufen – und hat versucht, seine Entscheidung, dass die USA aus dem Pariser Klimaabkommen ausscheiden, zu rechtfertigen. Mit einem schäbigen Versuch probiert er, Russland unter der Gürtellinie zu treffen und bietet Europa Gasverkäufe an, damit Europa nicht mehr eine „Geisel“ Russlands ist. Das war wieder arrogant. Der Donald scheint keine Ahnung zu haben was er tut, außer zu glauben dass die Welt seine Marionette ist. Die Europäer kaufen ihre Energierohstoffe viel lieber in Russland als in den blutigen und rücksichtslosen Fängen der Vereinigten Staaten von Amerika zu sein – und jenen finsteren Mächten, die hinter Washington die Fäden ziehen.

 

Es bleibt abzuwarten, in welchem Ausmaß der Ober-Psychopath seine europäischen, australischen und kanadischen Vasallen an die Kandare nehmen und nach seiner Pfeife tanzen lassen kann.

 

Vor dem Gipfel gab es zwischen dem seltsamen Paar Donald Trump und Angela Merkel „informelle“ Gespräche. Die drehten sich anscheinend um Nordkorea, Syrien und die Ukraine – alles Länder, in denen die USA Destabilisierung und „Regimewechsel“ vorhaben – jene Art der Einmischung in die Angelegenheiten souveräner Länder, von der Trump während seines Wahlkampfes versprach, dass er das als Präsident aufgeben würde. Die finsteren einäugigen Meister haben das nicht erlaubt. Und er ist nicht Manns genug um für das einzustehen wofür er gewählt wurde. Nun, man muss es so sehen – er könnte seinen Job verlieren, oder Schlimmeres.

 

Niemand hat die G20 gewählt, oder die G7. „G“ steht für Grand oder Groß. So sehen sie sich selbst. Jeder nimmt sie als gegeben hin, diese selbsternannten Größenwahnsinnigen. Niemand scheint ihre Legitimität in Frage zu stellen. Die Menschen protestieren nur gegen das wofür sie stehen. Dass die G20 die offizielle Vertretung, die Vereinten Nationen, an den Rand drängen, das stört keinen. Vielleicht weil die UN selbst zu einer Marionette der unsichtbaren Meister geworden sind, manipuliert von ihren Vollstreckern, den US of A. Und so ist es auch mit jedem internationalem Gerichtshof, der sie ansonsten für ihre über die Jahrhunderte begangenen Verbrechen (und weitere) zur Verantwortung ziehen könnte. Die G7, eingebettet in die G20, sind die aggressiv treibende Kraft für Kriege, Zerstörung, gnadenloses Töten und ewiges Chaos.

 

Die G7 – Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Großbritannien und die USA – alles westliche Nationen (Japan folgt dem westlichen Spielplan), sind auch die Haupterzeuger von Terrorismus. Sie finanzieren, füttern, trainieren und bewaffnen so renommierte islamische Terrorgruppen wie ISIS/IS, AL Qaeda, Al Nusra – und andere, die in ihr momentanes Modell der Kriegsstrategie (sic!) passen.

 

Aber wie sich gerade herausstellt – kaum zu glauben – ist der Hauptpunkt der ziemlich verschwurbelten Hamburger Agenda der Kampf gegen den weltweiten Terrorismus. Wie scheinheilig: Man erschafft ihn, finanziert ihn, und dann bekämpft man ihn. Die Menschen werden angelogen. Wie lange werden sie diese Lüge noch schlucken?

 

Das erinnert mich an den bekannten früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt, der kurz vor seinem Tod in einem Interview mit der deutschen „Die Zeit“ am 30. August 2007 sagte:

 

Ich habe den Verdacht, dass sich alle Terrorismen, egal, ob die deutsche RAF, die italienischen Brigate Rosse, die Franzosen, Iren, Spanier oder Araber, in ihrer Menschenverachtung wenig nehmen. Sie werden übertroffen von bestimmten Formen des Staatsterrorismus.“

 

Die Zeit: „Ist das ihr Ernst? Wen meinen Sie?“

 

Schmidt: „Belassen wir es dabei. Aber ich meine wirklich was ich sage.“

http://www.zeit.de/2007/36/Interview-Helmut-Schmidt/seite-7

 

Nur westliche, größenwahnsinnige Psychopathen konnten an die „Erschaffung“ einer Allianz denken und sich selbst dazu einladen. Dessen Endziel die Schaffung einer Neuen Weltordnung (NWO) ist, manchmal auch One World Order genannt, Bezug nehmend auf eine unausgesprochene Anglo-Zionistische Einheitsregierung. Und darauf läuft es hinaus: auf die militärische Unterdrückung und finanzielle Unterwerfung unter eine kleine, von Zionisten angeführte finanzielle und militärische Elite.

 

Noch ist es Zeit aufzuwachen, unser Leben in die eigenen Hände zu nehmen, die Mainstream-Propaganda und die blutrünstigen Lügenmedien loszuwerden, sie zu ignorieren. Sich aus dem betrügerischen, in privatem Besitz befindlichen, falschen Dollarwährungssystem zu verabschieden. Alternativen sind vorhanden. Wir müssen sie erkennen und dann auswählen. Es ist an uns, sich aus dem ewig unterdrückerischen Westen zu verabschieden. Aber ein jeder von uns muss das Licht sehen, den kleinen Funken, der ihm oder ihr sagt, dass etwas drastisch falsch ist an dem Leben, das wir führen, das wir die letzten Hundert Jahre geführt haben, dass der Friede gleich um die Ecke liegt. Aber wir wurden in Kriege gelockt, einen nach dem anderen, blutige Konflikte – und noch mehr Krieg. Wir wurden mit dem Gedanken eingeschläfert, dass Konflikt und Aggression der Normalzustand sind, da das immer von „Anderen“ angestachelt und provoziert wird – zumeist vom Osten. Ja, daran glauben wir. Das ist bequem, und es wäre unangenehm wenn wir zugeben müssten, dass wir in einer Lüge gelebt haben – einer krassen Lüge für unser ganzes oder einen Großteil unseres Lebens. Das zuzugeben und sich für Gerechtigkeit einzusetzen, das würde uns selbst und die Zivilisation retten – vielleicht sogar die gesamte Menschheit.

 

Was und wer sind diese G20? Sie sind die G7, erweitert und verkleidet in ihren üblen Absichten durch 13 andere Wirtschaftskräfte, oft auch „Schwellenländer“ genannt, darunter Russland, China, Brasilien, Indien, Indonesien, Argentinien, Mexiko, Südafrika, Australien, Südkorea, die Türkei und die EU. Spanien hat Beobachterstatus. Selbstverständlich fehlen in Hamburg nicht wichtigen finanzielle Spieler und politischen Institutionen (des Westens) wie der IWF, die Weltbank, die Federal Reserve und die UN mit ihren regionalen Niederlassungen.

 

Die G20 kontrollieren zwei Drittel der Weltbevölkerung, 90% der globalen Wirtschaftsleistung und 80% des Welthandels. Ihre Agenda in Hamburg ist zur Hälfte geheim, außer jenen Fragen, die die Bevölkerung allgemein interessieren könnten, wie der Kampf gegen den Terrorismus. Aber bestimmt werden sie unter dem Anschein von „Sicherheit und Terrorismus“, angeführt vom Team Trump, auch darüber diskutieren, wie man solche Abtrünnigen wie Iran, Venezuela, Bolivien und natürlich das östlichste Glied der neuen Achse des Bösen, Nordkorea, unterwirft. Zum Glück sitzen Russland und China mit am Tisch, und Trump wird bei all seiner Arroganz aufpassen müssen, dass er nicht zur Lachnummer auf dem Gipfel wird.

 

NATO, Wirtschaft und Terrorismus gehen Hand in Hand. Ohne Terror keine Kriege. Ohne Krieg keine Waffenproduktion und ohne den Militär/Sicherheits/Industriekomplex landet die westliche Weltwirtschaft in einer Sackgasse. Die USA sind in ihrer Wirtschaftsleistung zu mehr als 50% von Krieg und der Sicherheitsmaschinerie mit ihren angegliederten Diensten abhängig. Europa wird, wenn es mit seinem Status als US-Vasall weitermacht, in kurzer Zeit den selben Weg gehen. Daher ist Terrorismus ein Muss. Frieden geht gar nicht.

 

Werden NATO-Streitkräfte bald auf der koreanischen Halbinsel sein? Warum nicht. NATO hört sich gut an; die Allianz der Willigen – angeführt von Washington, versteckt hinter dem NATO-Emblem. Im Land der Gesetzlosen ist Straffreiheit grenzenlos.

 

Wusstet ihr, dass am anderen Ende des Globus der Präsident Kolumbiens, Washingtons größter Neokon-Vasall, die NATO um Unterstützung im Kampf gegen „Kriminalität“ gebeten hat – d.h. die FARC, mit denen er einen gefälschten – die Welt soll es glauben – Friedensvertrag unterzeichnete und sie als Teil des Handels großteils entwaffnet hat. Die FARC wurde hereingelegt. Präsident Santos (der Friedens-Nobel – hört sich nach Obama und Kissinger an!) und seine Meister in Washington wollen diese wichtige Landarbeiterbewegung völlig ausradieren, der einzige Widerstand gegen die US-Vorherrschaft über ihr Land, und gegen Washingtons fortdauernde Unterstützung für die Drogenkartelle.

 

Ganz zu schweigen davon, dass die NATO nichts mit Südamerika zu tun hat, oder mit Asien, oder dem Nahen Osten. Die grausige NATO-Tötungsmaschine wird ihre Arbeit zur Unterwerfung überall auf der Welt erledigen. Und die Menschen schließen einfach ihre Augen und Ohren und bleiben stumm. So wie die ungesetzlichen G20 und G7 wird die NATO einfach als Gottgegeben hingenommen. Aber Vorsicht – sie ist eine kriminelle Institution, geschaffen zur Tötung von Gesellschaften und zur Unterwerfung souveräner Nationen. Washingtons momentaner Plan ist die Kontrolle Russlands mit NATO's Aggressionen an den europäischen Ostgrenzen, und die Kontrolle Chinas durch eine ständige Provokation und Bedrohung der Souveränität Nordkoreas.

 

Daher werden die G20 auch über die Vorrechte der NATO bei der Lösung von Krieg und Konflikte reden, und natürlich im Kampf gegen Terrorismus. Russland und China werden darauf mit Sicherheit nicht hereinfallen.

 

Nach der Debatte über Unterstützungsmechanismen zu Krieg und Lügen-Propaganda – Goebbels wäre stolz – werden Wirtschaft und Finanzen das Hauptthema sein. Wie beschleunigt man die finanzielle Globalisierung, damit man innerhalb kürzester Zeit „Full Spectrum financial and monetary Dominance“ erreicht? Der westlichen Wirtschaft geht der Dampf aus – ihr Hauptantrieb ist die Gier und sofortiger Profit für einige Wenige. Die Privatisierung aller staatlichen Vermögen ist Teil des Endspiels. Die Menschen sind die Verlierer. Die Menschen, der Haufen, der konsumieren soll, um das verwerfliche Ziel einer immer kleineren Elite erfüllen soll, zu einem „immer mehr“, einem unersättlichen Appetit. Diese Menschen werden bald in einem ausgetrockneten Raum vegetieren, jeder sozialen Infrastruktur und Wohlfahrt beraubt.

 

Was übrig bleibt ist die Versklavung durch Schulden. Um zu überleben, können sich die Menschen in der Schulden-Reihe anstellen, die sich langsam in eine Todestrakt verwandelt. So wie die unfolgsamen Länder gezwungen werden – Schulden aufnehmen für minimale Überlebensrationen. Griechenland ist das Paradebeispiel für diese rasiermesserscharfe Klinge, die Kehlen und den letzten Kelch des Lebenswassers abschneidet. Solidarität gibt es nicht mehr.

 

Die sterbende Bestie schlägt um sich, links und rechts und nach oben und unten. Sie ist verzweifelt: sie sitzt selber im Todestrakt. Aber wenn sie sterben muss, dann sollen wir alle sterben – das tollwütige Zuschnappen des Hundes, der nicht loslassen kann. Und nicht loslassen wird. Und bis zur letzten Minute nicht loslassen wird – oder bis wir alle dem Tod gegenüber stehen. Das ist das Risiko vor dem wir stehen. Ein nuklearer Holocaust, den niemand überleben wird, wie Herr Putin schon mehrfach gesagt hat, den keiner überleben wird. Die G20 wissen das.

 

Aber vergesst nie – was immer die G20 tun und entscheiden, ist ohne Vollmacht, da sie selbst nicht legitimiert sind. Die Polizei in Hamburg hat kein Recht, eine Bewegung zu unterdrücken, die gegen die ungesetzlichen Mächte irrer Diktatoren protestieren, die ein Gemisch aus ungesetzlichen Gangstern gebildet haben.

 

Die gewalttätige Polizei in Hamburg, auf Anordnung von Merkel, um Widerstand zu unterdrücken, ist nur ein Vorzeichen dessen, was auf Europa zukommt wenn es vollkommen militarisiert wird. Für diejenigen, die nicht aufpassen: In Zusammenarbeit mit der NATO wird gegenwärtig von der Bundeswehr in Sachsen-Anhalt, nicht weit von Hamburg, für Hunderte Millionen Euro eine „Geisterstadt“ errichtet, eines der modernsten Trainingscamps in Deutschland. Ab 2018 wird diese künstliche Stadt bereit sein für die Ausbildung von NATO- und EU-Militärkräften für den Häuserkampf, um möglichen Aufruhr und Protest in Folge der neofaschistischen wirtschaftlichen Maßnahmen zu unterdrücken – a la Griechenland – die Europa aufgezwungen werden. Merkel und die NATO-“Führer“ (sic!) sehen voraus, dass die Menschen das nicht akzeptieren werden.

 

Aus diesem Grund gibt es die Vorbereitungen, Widerstand in europäischen Städten zu unterdrücken. Die Polizei und das Militär werden nicht davor zurückschrecken, ihre eigenen Brüder zu töten. Wir erleben gerade wie das getan wird, und seit sieben Jahren an einer gesamten Nation verübt wird – dem wunderbaren Griechenland, dem Land, das uns die Philosophen beschert hat, die Mathematiker und die Wissenschaftler, die wir immer noch preisen und bewundern – und das wahre Konzept der Demokratie, das der Westen für seine Betrügereien und Täuschungen benutzt und missbraucht hat. Heute ist davon nur noch ein Wunschtraum übrig. Und ein wirkungsvoller Slogan, der von der undemokratischsten Nation und deren Vasallen benutzt wird um jene zu beschuldigen, die sich ihrem Diktat nicht beugen wollen.

 

Die G20 werden ihr Spiel so lange spielen wie man es ihnen erlaubt. Die meisten von ihnen wissen, dass es ihr Endspiel sein könnte, dass die Zukunft im Osten liegt, dass der Westen verspielt hat. Dass es nur eine Frage der Zeit ist, bevor der Westen mit seiner Gier, seiner Aggression und seinen Lügen endgültig Selbstmord begeht.

 

Peter König ist ein Wirtschafts- und politischer Analyst. Er ist auch ein ehemaliger Mitarbeiter der Weltbank und beschäftigt sich rund um die Welt intensiv mit Umwelt- und Wasserfragen. Er hält Vorträge an Universitäten in den USA, Europa und Südamerika. Er schreibt regelmäßig für Global Research, ICH, RT, Sputnik, PressTV, The 4th Media (china), TeleSur, The Vineyard of the Saker Blog und andere Internetseiten. Er ist Autor von „Implosion – An Economic Thriller about War, Environmental Destruction and Corporate Greed“ – ein Roman, er auf Fakten basiert und 30 Jahren Erfahrung bei der Weltbank rund um den Globus. Er ist ebenso Autor von „The World Order and Revolution – Essays from the Resistance“


31.

https://www.unz.com/pgiraldi/the-fraud-of-the-white-helmets/

 

Die arglistige Täuschung der Weißhelme

Hollywood glaubt einer weiteren Lüge

 

von Philip Giraldi, 04.07.2017

 

Ich habe mich echt überwinden müssen, die Dokumentation Die White Helmets anzusehen, die auf Netflix abrufbar ist. 40 Minuten lang, aus filmischer Sicht von hoher Qualität, erzählt es ein überzeugendes Märchen, das als „die Geschichte von Helden aus dem wahren Leben und unmöglichen Hoffnungen“ beworben wird. Es handelt sich im Großen und Ganzen um ein sehr beeindruckendes Propagandastück, mit so viel Erfolg, dass es zahlreiche Preise gewonnen hat, darunter heuer einen Oscar für die beste Kurzdokumentation und die Weißhelme selbst wurden für den Friedensnobelpreis nominiert. Wichtiger ist jedoch die unleugbare Tatsache, dass die Doku dabei mitgeholfen hat, das öffentliche Verständnis zu den Vorgängen in Syrien zu formen. Sie liefert eine manichäische Erzählung, die die „Rebellen“ immer als die Guten schildert und Bashar al-Assad und seine Regierung als das hoffnungslos Böse.

 

Es gibt verlässliche Berichte, wonach Berühmtheiten wie George Clooney, Justin Timberlake und Hillary Clinton die White Helmets Dokumentation sehr mochten und sie empfohlen haben, weil sie glauben, dass sie die Wahrheit über Syrien schildert. Aber das ist natürlich nicht die ganze Geschichte. Der Film, der von den Weißhelmen selbst gemacht wurde, ohne eine Bestätigung des Geschehens von außen, porträtiert die Gruppe als „heldenhafte“, als „unparteiische, lebensrettende Hilfsorganisation“ aus Ersthelfern. Bei den Szenen der Helden unter Beschuss wird die Beziehung der White Helmets mit der Al Qaeda-verwandten Gruppe Jabhat al-Nusra und ihre Beteiligung an Folter und Exekution von „Rebellen“-Gegnern nicht gezeigt. In Wirklichkeit arbeiten die Weißhelme nur in den von Rebellen besetzten Gebieten. Das ermöglicht ihnen, die Erzählung in Bezug auf ihr Wesen und das Geschehen vor Ort zu formen. Aufgrund der wachsenden Aufmerksamkeit über die Hintergrundgeschichte gibt es jetzt eine wachsende Bewegung, die von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences fordert, den Oscar abzuerkennen, weil es sich um eine vollständig und absichtlich falsche Interpretation darüber handelt was die White Helmets wirklich sind.

 

Die White Helmets nutzen ihren Zugang zu westlichen Medien aus und sind im Grunde zu einer Hauptquelle aus „Augenzeugen“ geworden, darüber was in jenen Teilen Syriens geschieht, wo sich europäische und amerikanische Journalisten zu Recht nicht hin trauen. Das Ganze ist Teil einer breiteren, großteils erfolgreichen Kampagne der „Rebellen“, Fake News herzustellen, die die Regierung in Damaskus für Kriegsverbrechen am eigenen Volk beschuldigt.

 

Gewiss haben die Weißhelme unter gefährlichen Umständen einige Leben gerettet (Anm.d.Ü.: was ich bezweifle), aber sie haben auch ihre humanitäre Rolle übertrieben, als sie mit ihren Filmcrews im Schlepptau zu den zerbombten Orten fuhren. Ohne unabhängige Beobachter sind sie dort in der Lage, ihre gewünschte Sichtweise zu arrangieren oder gar zu inszenieren. Ständig haben sie Märchen über Gräueltaten der Regierung gegen Zivilisten verbreitet, um eine Intervention in Syrien von außen zu befördern um in Damaskus einen Regimewechsel zu erreichen. Beispielsweise waren es die Weißhelme, die die Verbreiter der vollkommen falschen, aber propagandistisch effektiven Behauptungen waren, die Regierung hätte sogenannte „Fassbomben“ gegen Zivilisten benutzt.

 

Die White Helmets sind eine großteils ausländische Kreatur, die nach den Unruhen in Syrien zu Bekanntheit gelangten, als Ergebnis des Arabischen Frühlings 2012. Gegenwärtig werden sie zum großen Teil von einer Anzahl von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und auch Regierungen finanziert, darunter Großbritannien und einige Mitgliedsstaaten der EU. Die Vereinigten Staaten haben bis 2016 über USAID (US Agency for International Development) direkt $23 Millionen zur Verfügung gestellt. Und indirekt mit großer Wahrscheinlichkeit noch mehr. Max Blumenthal hat ziemlich detailliert die verschiedenen Finanzquellen und Beziehungen herausgefunden, auf denen die Organisation basiert, zumeist in Europa und den USA.

 

Der ehemalige Waffeninspekteur Scott Ritter hat beschrieben, wie die White Helmets eigentlich nicht für die schwierige Rettungsarbeit ausgebildet wurden, bei der sie sich in ihren selbstgemachten Videos zeigen. Damit haben sie sich bei ihren Aktionen in Syrien ihren Ruf erworben, die Rettung von Zivilisten aus zerbombten Häusern und die Anwendung von lebensrettender Notfallversorgung. Als Experte für Gefahrengüter im New York Task Force 2 USAR-Team berichtet Ritter, dass „diese Videos im Grunde die Beweise liefern für gefährliche Inkompetenz oder noch schlimmer, den Betrug... das Alltagsgeschäft für die selbst verliehene Reputation der Weißhelme ist die Rettung eines Opfers – für gewöhnlich eines kleinen Kindes – aus einem Haufen Trümmer, für gewöhnlich Betonstahl... Die von den Weißhelmen angewendeten Techniken sind nicht nur technisch falsch, sondern gefährlich für jeden Verschütteten... Meiner Meinung nach sind die Videos reines Theater, entweder inszeniert um ein ahnungsloses Publikum zu beeindrucken, oder tatsächlich unter kompletter Vernachlässigung für das Wohlbefinden echter Opfer.“

 

Ritter zitiert auch das fehlende Training im Umgang mit gefährlichen Chemikalien, am besten zu beobachten in den Videos, die die White Helmets über ihre Aktivitäten in Khan Sheikoun am 4. April verbreitet haben. Er merkt an: „So wie bei der 'Rettung' ihrer Opfer in den zerstörten Gebäuden glaube ich, dass die Rettungsbemühungen der White Helmets in Khan Sheikoun eine theatralische Aufführung waren, um die Unwissenden und schlecht Informierten zu beeindrucken... Mit ihren Aktionen... waren die Weißhelme in der Lage, der Geschichte von Chemiewaffenangriffen allgemein Leben einzuhauchen und damit von der Tatsache abzulenken, dass gar keine solchen Waffen existierten...“

 

Aber wahrscheinlich ist der schwerste Vorwurf gegen die Weißhelme, dass es Beweise gibt , dass sie aktiv bei Gräueltaten beteiligt waren, darunter Folter und Mord, ausgeführt von ihren Gastgebern von al-Nusra. Es gibt zahlreiche Fotos von den White Helmets, wie sie direkt mit bewaffneten Terroristen zusammenarbeiten und auch wie sie über die Leichen von Exekutionsopfern und ermordeten irakischen Soldaten jubeln. Die Gruppe hat eine ausgezeichnete Beziehung zu einer Anzahl von Dschihadisten und wird von denen als „Mudschahedin“-Freunde und „Soldaten der Revolution“ betrachtet.

 

Wir sollten uns auf alle Fälle organisieren, damit der White Helmets-Oscar wegen falscher Interpretation und Betrug aberkannt wird. Das könnte sogar als Weckruf für George Clooney und seine Schneeflöckchen-Freunde in Hollywood dienen. Aber die wichtigere Schlussfolgerung zu dem Märchen der White Helmets ist, dass es eine unglückliche Wiederholung der Trampelei einer ahnungslosen US-Regierung ist, die den Nahen Osten zerstört und dabei die Amerikaner ärmer und weniger sicher gemacht hat.- Eine Gruppe von „Moderaten“, in diesem Fall ihre Propagandisten, wird mit Waffen und Geld ausgerüstet um eine Regierung zu stürzen, mit der Washington keinen echten Ärger hat. Und es stellt sich heraus, dass die Moderaten echte Extremisten sind. Wenn sie mit ihrem Regimewechsel in Damaskus Erfolg haben, dann beginnt für die Minderheiten in Syrien und der ganzen Region der echte Albtraum, inklusive Israel und Saudi Arabien, die beide anscheinend entschlossen sind, Bashar al-Assad zu beseitigen. Und die wirklich traurige Tatsache ist, dass Israel und Saudi Arabien wohl einen ignoranten Donald Trump überzeugt haben, dass das der einzige Weg ist. Und so wird sich die Lage in Syrien nur verschlimmern und solange es keinen Richtungswechsel gibt, wird Washington wieder einmal zu Recht die meiste Schuld daran tragen.

  

 


32.

https://medium.com/@caityjohnstone/corporate-media-are-not-the-press-and-they-dont-deserve-your-sympathy-dccbab51e14d

 

Konzernmedien sind nicht „die Presse“ und sie verdienen keine Sympathie

 

von Caitlin Johnstone, 03.07.2017

 

 

Man muss kein Trump-Liebhaber sein, um jedes mal wie ein WWE-Fan zu jubeln wenn die mächtigen Medienkonzerne, die das Denken der Menschen manipulieren, sich ihre Köpfe an der Regierung blutig schlagen wie Vögel an einer klaren Fensterscheibe und dann leblos zu Boden fallen. Diese Propagandisten des Tiefen Staats heulen herum wie verzogenen Bengel, deren Mütter sich nicht die neueste Videokonsole leisten können. So geht das seit der Präsident ein Video getwittert hat, in dem Trump CNN eine schwere Niederlage zufügt und ihre Tränen schmecken als wären sie von Pygmäen gebraut worden. Ich habe mir diesen Tweet peinlich oft angesehen und ich bin immer noch sauglücklich, dass ich das erleben darf:

 

https://www.youtube.com/watch?v=Ci4QZ82n2i8

 

Haha! Bumm! Ich hoffe du magst den Geschmack des Ringbodens, Jeff Zucker!

 

CNN und ihre kaum unterscheidbaren Kollegen vom Rest der Konzernmediensuppe haben über den Tweet mit unendlich mehr Giftigkeit und Panik aufgeheult als sie das je mit den Kriegsverbrechen irgendeines Präsidenten getan haben. Und sie behaupten, Trump hätte der Presse „den Krieg erklärt“ und „animiere zu Gewalt“ gegen sie.

 

Tweets:

 

Chuck Todd von MSNBC geht Trumps Krieg gegen die Presse an: 'Das ist nicht weniger als ein Krieg gegen die Wahrheit'.“

 

Keith Olbermann: „Es geht nicht darum, dass Trump (wieder) zu Gewalt gegen Reporter anstachelt. Es geht darum, dass er als Präsident zu JEDER Gewalt aufhetzt und das er verrückt ist.“

 

Acosta von CNN über Trumps Tweets: 'Wir müssen dagegen vorgehen', bevor jemand verletzt wird.“

 

CNN Newsroom: „Wir haben Gewalt gegen Journalisten gesehen“: @brianstelter spricht über die gegenwärtige Anti-Medien-Atmosphäre“

 

Brian Stelter: „Eine erhöhte Alarmstufe – während einer Zunahme von Drohungen gegen Journalisten – das ist gerade los.“

 

Brian Stelter: „Das geht nicht nur gegen CNN. Es geht gegen die Freiheit der Presse.“

 

Toll. Ihr habt euch die Millionen Dollar Gehaltsschecks echt verdient, Jungs. „Die Presse! Die Presse! Er greift die Presse an! Kümmert sich bitte jemand um die Presse?“ Ich persönlich bin schon ein wenig neugierig was in Syrien passiert und ob wir in einen Weltkrieg mit einer nuklearen Supermacht und deren Alliierten gezogen werden, aber scheiß drauf, ja? Wir sollen uns um Trump sorgen, der ein geshopptes Video über „die Presse“ retweetet.

 

Aber wer genau ist „die Presse“? Ist es wirklich die Handvoll extrem mächtiger Medienkonglomerate, die Trump kritisiert hat? Gäbe es wirklich ein riesiges leeres Loch wo einst die Presse war, wenn der Präsident mit ihrer Zerstörung Erfolg gehabt hätte? Ist es wirklich so, wie diese Experten behauptet haben, dass Trump die Presse jedes mal angreift wenn die sich weigern, vor ihm zu knien und ihn wie eine Gottheit anzubeten?

 

Nein, nein und nochmals nein. In Wahrheit besteht „die Presse“ aus weit mehr als dieser Handvoll Konzernmedien-Giganten, die sich der Präsident vorknöpft. Das Oberste Gericht entschied 1938 im Fall Lovell gegen City of Griffin, dass die Presse „jede Art von Veröffentlichung ist, die ein Transportinstrument für Information und Meinung ist“. Es sind nicht nur diese wenigen gigantischen Medienkonglomerate, die herausgefunden haben, wie man Abermilliarden Dollar scheffelt indem man Establishment-Propaganda für die Oligarchen verbreitet, in deren Besitz sie sind. Es sind die alternativen Medien, die Blogger, die Youtuber, Twitterer, die sozialen Kommentatoren, die Buchautoren und die obskuren kleinen Magazinherausgeber in der Innenstadt.

 

Und auch WikiLeaks.

 

Tweet von William Craddick: „Lustig wie sich CNN über diese Sache so aufregt, wo doch ihre Kommentatoren kein Problem damit hatten, offen zur Ermordung von Assange aufzurufen.“

Tweet von Assange: „...diese 'Journalisten' tun nichts lieber als damit zu drohen, mich, meine Mitarbeiter und meine Quellen zu ermorden, weil wir die Wahrheit sagen...“

 

Im Gegensatz zu den ignoranten Behauptungen des CIA-Direktors Mike Pompeo, vergibt der Erste Verfassungszusatz keine Rechte an US-Bürger, er setzt der Regierung Schranken bei der Einschränkung der Meinungsfreiheit. Es spielt keine Rolle dass Assange australischer Staatsbürger ist, seine Pressefreiheit ist in den Vereinigten Staaten genauso geschützt wie von jedem anderen. Er ist genauso ein Teil der Presse wie CNN, MSNBC, die New York Times oder jedes andere Konzernmedienprodukt, die Zeter und Mordio schreien und behaupten, Trumps Kritik würde zu „Gewalt“ gegen sie aufstacheln. Was wirklich seltsam ist wenn man bedenkt, wie viele Personen aus diesen Konzernmedien aktiv zur tatsächlichen, buchstäblichen Ermordung von Assange aufgerufen haben. Wo war damals der Aufschrei?

 

Die absolute Unverfrorenheit dieser Konzernkobolde, von sich zu behaupten, sie würde Amerika einen nötigen Dienst erweisen, ist erstaunlich. Als ob die Welt nicht besser dran wäre, wenn sie morgen alle aus dem Geschäft verschwinden würden. Ihr wollt wissen was passiert, wenn diese Konzerngiganten nicht mehr da wären? Es würde für den Militär/Industriekomplex schwieriger, Unterstützung für ihre Konzern-Blutbäder Unterstützung zu gewinnen, ein paar Plutokraten würden einen Haufen Geld verlieren, einige Firmen müssten sich andere TV-Sender für ihre Werbung suchen und die Menschen würden anfangen, selbständig zu denken. Nur das passiert. Die Presse würde weiterhin perfekt funktionieren, nur mit ein paar Krebsgeschwüren weniger.

 

Konzernmedien sind nicht „die Presse“. Sie sind ein Teil der Presse, und aus diesem Grund genießen sie den selben verfassungsrechtlichen Schutz wie alle anderen Teile der Presse. Nur sind sie der am wenigsten gesunde Teil. So wenig ich auch Trump mag, seine Regierung war ohne Zweifel sehr gut im Aufrütteln des Medienkriegs und haben genug Bewegung in die Sache gebracht, damit sich eine Menge der Lügen und Manipulationen vom Hintergrund abheben. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Menschen diese hinfälligen Dinosaurier nicht mehr ertragen können und sie endlich für immer verschwinden.

 

Caitlin Johnstone @caitoz

Wie man die Propagandamaschine des Establishments bekämpft und gewinnt“

 

 


33.

https://www.unz.com/tsaker/i-sure-hope-that-i-am-wrong-but/

 

Ich hoffe natürlich dass ich falsch liege, aber...

 

vom Saker, 03.07.2017 (zahlreiche weitere links im Original!)

 

 

Thema der Woche ist das bevorstehende Treffen am Freitag zwischen den Präsidenten Trump und Putin am Rande des G20-Gipfels. Über dieses Thema sind bereits einige sehr gute Artikel veröffentlicht worden, ich empfehle insbesondere Adam Garrie's „5 Hindernisse, die Donald Trump und Wladimir Putin bei ihrem Treffen ansprechen müssen“ für The Duran

http://theduran.com/5-obstacles-donald-trump-and-vladimir-putin-will-have-to-address-in-their-meeting/

 

und Israel Shamirs „Was wird Putin zu Trump sagen?“ für The Unz Review.

https://www.unz.com/ishamir/what-should-putin-tell-trump/

 

Die Tatsache, dass sich diese beiden Männer endlich treffen, ist ohne Frage nicht nur für die amerikanisch-russischen Beziehungen, sondern sogar für die Zukunft der Menschheit von enormer Bedeutung und Wichtigkeit.

 

Oder etwa nicht?

 

Ich muss hier ehrlich sein und sagen, dass meine Erwartungen ziemlich nahe bei Null liegen. Schon klar, sie werden lächeln,vielleicht sogar ausgiebig, und ein paar unbedeutende Fragen wie die Beschlagnahme der russischen diplomatischen Vertretung in den USA könnten gelöst werden. Vielleicht. Womöglich gibt es sogar irgendwelche positiv klingenden Töne über eine „Bekräftigung des Minsker Abkommens“ oder den „Kampf gegen ISIS in Syrien“. Aber im Vergleich zu der langen Liste wirklich essentieller Fragen, die dringend besprochen und gelöst werden müssen, wird das, fürchte ich, nahezu nichts sein. Warum ich das sage?

 

Zunächst sollten wir uns nichts vormachen. Russland und die USA haben keine „Meinungsverschiedenheiten“. Die traurige und beängstigende Realität ist, dass wir zur Zeit näher an einem Krieg sind als während der Kuba-Krise. Es sind nicht nur russische und amerikanische Soldaten im selben Kriegsgebiet stationiert (die amerikanischen völlig illegal), aber im Gegensatz zu dem was während der Kuba-Krise passierte, haben wir einen US-Präsidenten, dem vollkommen die Willenskraft fehlt, sich mit den Irren auf der US-Seite auseinanderzusetzen, ich rede natürlich von den Neokons. Ja, unter Kennedy gab es die echten Neokons noch gar nicht. Jetzt betreiben sie das Weiße Haus, während Trump ihnen Kaffee serviert und in einem anderen Raum fernsieht (ich scherze natürlich, aber nur ein bisschen). Sich unter diesen Umständen „am Rande“ einer G20-Konferenz zu treffen grenzt an kriminelle Verantwortungslosigkeit. Was die Welt bräuchte wäre ein Treffen zwischen Trump und Putin in einer Art „Camp David“, für 3-5 Tage, mit allen wichtigen Beratern und Beamten. Selbst wenn wir annehmen, dass auf beiden Seiten 100% guter Wille herrscht: sich „am Rande“ einer bereits großen Konferenz zu treffen wird zu nichts führen. Im besten Fall könnten Lawrow und Tillerson die Hauptarbeit abseits der Öffentlichkeit erledigt haben. Aber die Wahrheit ist, dass die Russen sagen, dass sich die beiden Seiten bisher noch nicht einmal auf eine Tagesordnung geeinigt haben. Zum Zweiten ist es absolut klar, dass die US-Ziomedien und der Kongress jedes, wirklich jedes positive Ergebnis des Treffens als „Trump ist gegen Putin eingeknickt“ bezeichnen werden, und sie werden versuchen, dass Trump dafür einen politischen Preis zu zahlen hat. Für Trump wird also jeder außenpolitische Erfolg ein innenpolitisches Desaster bedeuten. Und wir wissen bereits, dass der Mann nicht mit solchen Attacken umgehen kann. Offen gesagt ist seine einzige „Taktik“, sozusagen, im Umgang mit den Neokons, dass er sie zu besänftigen versucht. Wenn er also nicht um politisches Asyl in Russland ersucht und irgendwo in Russland zu Snowden stößt, sehe ich nicht, dass er irgendeine unabhängige Aktion ausführt.

 

Drittens, wenn wir uns die Leute rund um Trump ansehen, dann wird ziemlich klar, dass die einzige intelligente und vernünftige Person im Weißen Haus Rex Tillerson ist. Der Rest sind Irre, Wahnsinnige und Schwachköpfe. Die gegenwärtigen amerikanischen – wie soll ich es nennen – „Aktionen“ (Politik kann man es nicht nennen) gegen Syrien beweisen eindeutig, dass die Regierung außer Rand und Band ist. Wir können ganz klar erkennen, dass Mattis und McMaster nicht jene militärischen Genies sind, als die sie uns von den Ziomedien präsentiert wurden. Ja, sie sind beide phänomenal inkompetent und ihre Ansichten zu den Konflikten in Syrien und sogar Afghanistan kann man nur als das völlige Fehlen irgendeiner Art von Vision beschreiben. Und doch scheinen diese beiden „Genies“ das Sagen zu haben. Trotz all seine Intelligenz kann nicht einmal Tillerson diese Nikki-Idiotin bei den Vereinten Nationen einhegen. Wir sollten uns nichts vormachen und aufhören so zu tun als hätten die Russen einen Ansprechpartner. Bestenfalls haben wir es mit einem Kindergarten zu tun. Schlimmstenfalls mit einem bösartigen Kindergarten. Wie auch immer, auf amerikanischer Seite gibt es keinen Ansprechpartner, schon gar nicht jemanden, der anfängt, die vielen zu lösenden Fragen zu lösen.

 

Ich gebe zu dass ich große Hoffnungen in Trump gesetzt habe und seine anscheinende Bereitschaft, mit den Russen eine Unterhaltung unter Erwachsenen zu führen. Ich war besonders inspiriert von Trump's wiederholter Ablehnung der Sichtweise der Ziomedien über Russland und was mir als seine „nüchterne“ Herangehensweise zum Lösen von Dingen erschien. Und, offen gesagt, so war es damals. Letzten Herbst habe ich darüber sogar ein ganzes Kapitel in dem Buch „If I were King: Advice for President Trump“ geschrieben. Der große Unterschied ist, dass wir Trump vor der Wahl nur nach seinen Worten beurteilen konnten. Jetzt können wir ihn jedoch nach seinen Worten und Taten beurteilen und letztere zeigen uns ein durchgängiges Muster an rückgratloser Unterwerfung unter die Neokons und ihre Forderungen, vom Betrug an seinem Freud und Hauptberater Flynn bis zu den jüngsten Drohungen zur Bombardierung Syriens, weil die angeblich den Einsatz von chemischer Munition gegen Zivilisten „vorbereiten“.

 

Das könnte an seiner, nennen wir es „Las Vegas-Kultur“, liegen – bei Trump geht Form vor Inhalt und Erscheinung vor Fakten. Seht euch nur seine erbärmlichen Drohungen gegen die DPRK an (mit nicht weniger als 3 Flugzeugträgergruppen!) oder seinen dilettantischen Raketenangriff auf den syrischen Luftwaffenstützpunkt: alles eine große Show, mehr nicht. Kein Wunder dass der Mann gerne „twittert“ – er denkt anscheinend in 140 Zeichen langen „Gedankenfetzen“...

 

Das wäre alles nicht so schlimm, wenn die USA und der Westen allgemein halbwegs anständige Medien und Parlamente hätten, die ihren Namen verdienen. Theoretisch könnten sie einen Aufruhr erzeugen und verlangen, dass der Präsident entweder zurücktritt oder anfängt seinen Job zu machen. Aber natürlich tun sie das nicht und werden es nicht tun. Natürlich hassen sie Trump, aber sie haben ihn auch in der Hand. In seiner Freizeit kann er sich in „Tweets“ über sie lustig machen, aber aus politischer Sicht tut er genau das was sie wollen. Und was sie schon gar nicht wollen ist irgendeine „Detente“ mit Russland. Im äußersten Fall werden sie ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump einleiten um ihn zu erniedrigen, aber das war's dann auch schon. Sie müssen nicht einmal ihre „Pence“-Karte ausspielen – Trump ist das, was man im Ghetto allgemein als „punk-ass bitch“ bezeichnet: einen verdammten Poser.

 

Seit sich der unglückselige „GWOT“ (Global War on Terror) mehr oder weniger totgelaufen hat, ist Russland zum unersetzlichen Buhmann geworden, um die Öffentlichkeit zu ängstigen und Multi-Milliarden Korruptionsgeschäfte zu rechtfertigen. Nicht nur das, denn ein „wiedererstarkendes Russland“ ist die Hauptrechtfertigung für die AngloZionistische Paranoia um mehr Geld für den Kriegsstaat, den Polizeistaat und natürlich die Gier der Konzerne auszugeben. Jene an der Macht heizen sogar alte Einschüchterungstechniken aus dem Kalten Krieg an:

 

Die Defense Intelligence Agency (DIA) hat vor kurzem einen Bericht zur „Russische Militärmacht 2017“ veröffentlicht. Der ist ziemlich gut geschrieben, ich empfehle sogar, dass ihr ihn euch herunterladet und lest:

http://www.dia.mil/Portals/27/Documents/News/Military%20Power%20Publications/Russia%20Military%20Power%20Report%202017.pdf

 

Es handelt sich um eine ziemlich gute Information über die russischen Streitkräfte und den üblichen Unsinn über russische Hacker und ihre Cybergefahr für die USA und ihre Alliierten. Lässt man den eindeutig politisch motivieren Unsinn beiseite, so erhält man eine durchaus gute Zusammenfassung darüber, was die russischen Streitkräfte heutzutage bieten.

 

Ich muss der DIA für diesen Bericht danken: ich habe mich wieder jung gefühlt, wie damals in den 1980ern, als alle Studenten des Militärwesens und des sowjetischen Militärs diese jährlichen Berichte über „sowjetische Militärmacht“ mit großem Interesse lasen. Aber abgesehen davon, dass es einige von uns in die Jugend zurückversetzt, ist der wahre Zweck dieses Dokuments klar und unterscheidet sich nicht von denen aus der Zeit des Kalten Kriegs über „sowjetische Militärmacht“: eine Ausgabenerhöhung für die „Verteidigung“ (sprich: „Aggression“) zu rechtfertigen, indem man zeigt wie furchteinflößend diese bösen Kommunisten/Russen waren/sind.

 

Das wäre alles ziemlich lustig und irgendwie nostalgisch, würde es nicht das völlige Fehlen von Vorstellungsvermögen der Leute im Pentagon zeigen.Da ist gar nichts Neues oder Interessantes dabei, nein, sie erwecken Sachen zum Leben, die seit Jahren Staub im Gedächtnis der jetzt zumeist pensionierten Kalten Krieger angesammelt haben. Das ist ziemlich krank, ehrlich.

 

Über die letzten 30 Jahre oder so entwickelte sich Russland von der Sowjetunion über eine Somalia-artige „demokratische Hölle“ während der 1990er in eine völlig neue Einheit – ein „Neues Russland“, das sich dramatisch von der Sowjetunion der 1980er unterscheidet. Im Gegensatz dazu sind die USA völlig in ihren alten Mustern verfangen, nur dass sie jetzt „die selben sind, aber schlechter“. Wenn die USA keine Nuklearwaffen hätten, dann wäre das fast in Ordnung (die Welt kann es schließlich verkraften, wenn „Uncle Sam“ sein verknöchertes Gehirn verliert, wen kümmert's?), aber wenn sich eine nukleare Supermacht wie ein außer Kontrolle geratener Schurkenstaat aufführt, dann ist das sehr sehr furchteinflößend.

 

Also zurück zum G20-Gipfel. Zunächst muss man sagen, dass Trump schwach ist, extrem schwach: er kommt mit den Ziomedien und einem Kongress die ihn hassen und mit einem im Grunde verräterischen Weißen Haus, das eindeutig von Pence, Kushner und dem Rest der verrückten Neokons kontrolliert wird. Was die Dinge noch verschlimmert: Trump kann den Russen absolut nichts anbieten was die wollen oder bräuchten.

 

Glaubt bitte nicht die Zeitungsente mit den Sanktionen. Den Schaden, den diese Sanktionen anrichten konnten, haben sie bereits angerichtet. Die nackte Wahrheit ist, dass die Russen diese Sanktionen bereits überlebt haben und sogar gestärkt daraus hervorgegangen sind. Das wird von internationalen Organisationen und dem privaten Sektor bestätigt. Ja, eine Aufhebung der Sanktionen würde der russischen Wirtschaft sogar schaden, besonders dem Agrarsektor, der enorm von dieser faktisch protektionistischen Protektion profitiert hat, die der russischen Wirtschaft auferlegt wurde. Die russische Verteidigungsindustrie hat sich ebenso erfolgreich an die totale Trennung aller Verteidigungsverträge mit Russland durch das Ukronazi-Regime angepasst und 100% aller russischen Militärsysteme werden jetzt in Russland produziert, kostengünstiger und mit höherer Qualität. Darüber hinaus wird sich nichts ändern bis die Ukraine letztlich in drei oder vier Teile zerbricht, denn der Kongress und die UN-Nikki haben ganz klar zu verstehen gegeben, dass die Sanktionen bestehen bleiben, bis Russland der Rückgabe der Krim an die Ukraine zustimmt.

 

Theoretisch könnte Trump den Russen anbieten, dass er mit der Sabotage des Friedensprozesses in Syrien aufhört, und das würden die Russen sicher gutheißen. Aber da die US-Politik mit ihren illegalen Luft- und Raketenangriffen, zusammen mit der Stationierung von US-Streitkräften auf syrischem Boden scheitert, (siehe:

http://www.moonofalabama.org/2017/07/syria-these-maps-show-a-year-of-progress.html

und

http://theduran.com/two-maps-russia-syrian-war/ ), bekommen die Russen eh was sie wollen, ob die USA das nun wollen oder nicht.

 

Was die Ukraine anbelangt: Die Lage ist dort so schlecht, dass eine zunehmende Zahl von Spezialisten sagt, dass sogar die USA die Kontrolle über Banderastan verloren haben und dass es jetzt nur noch um Ukie-interne Machtspiele geht: die soziale, politische, militärische, kulturelle und ökonomische Katastrophe hat das erreicht, was ich eine „Fluchtgeschwindigkeit“ nennen möchte, wo die verschiedenen Vorgänge im Grunde chaotisch, unvorhersehbar und unkontrollierbar sind. Ich persönlich zweifle stark daran, dass die Amerikaner den Russen irgend etwas anzubieten haben.

 

Und wie sieht es umgekehrt aus? Was könnten die Russen Trump anbieten?

 

Auch hier leider sehr wenig.

 

Die russische Außenpolitik dreht sich nur um die Entwicklung einer multipolaren Welt und Putin ist jetzt schwer mit einigen sehr wichtigen Angelegenheiten beschäftigt. Also was kann Putin Trump anbieten? Ein Versprechen, Litauen nicht zu überfallen? Trump weiß, dass es so eine Gefahr von Anfang an nie gegeben hat. Putin kann nicht so tun als würde er den ständigen Zustrom an NATO-Streitkräften und Ausrüstung nach Osteuropa nicht sehen, denn das stellt eine ernste Bedrohung für die nationale russische Sicherheit dar. Könnten die Russen versprechen, dass sie nicht ohne Transponder über der Ostsee fliegen? Kaum, denn die ersten, die ohne Transponder fliegen, das sind die Amerikaner. Wie steht's mit einem russischen Versprechen, nicht das Zivilflugzeug von Verteidigungsminister Mattis über internationalem Gewässern abzufangen? Ach halt – das war ja andersrum. Es war die NATO (genauer gesagt eine polnische F-16) die das Flugzeug von Shoigu über der Ostsee abgefangen hat, während eines lange angekündigten und offiziellen Besuchs in Kaliningrad (und die sich aus dem Staub machte, nachdem eine russische Su-27 die Raketen unter ihren Flügeln zeigte, was nach den Gepflogenheiten bedeutet: „verschwinde oder ich schieße dich ab!“). Es sind also nicht die Russen sondern die Amerikaner, die ihre kläffenden Pudel im Zaum halten müssen.

 

(Nebenbemerkung: Ich war nie ein großer Bewunderer polnischer Politiker, aber jetzt erreicht Polen einen wahrhaft historischen Tiefpunkt an Feigheit, Ehrlosigkeit und blanker Dummheit. Von ihrem „Krieg gegen Denkmäler“ (Newsweek: „Polen will 500 sowjetische Denkmäler abbauen“) über die idiotische Anschuldigung, russische Fluglotsen hätten ein polnisches Flugzeug absichtlich abstürzen lassen (weil sie sich kategorisch weigern zu akzeptieren, dass ihre eigenen Politiker ihren Piloten einen dummen Befehl erteilten), über den Krieg des Premierministers Kazinsky gegen „Radfahrer und Vegetarier“ bis zur Neubelebung der extrem gefährlichen „Three Seas Initiative“ (es geht um das Gebiet zwischen Adria, Schwarzem Meer und der Ostsee) – Polen ergeht sich permanent in unguter und selbstbetäubender Dummheit. Aber was sollen wir von einem Land erwarten, das einen Charakter wie Pilsudski als Nationalheld betrachtet? Traurig, aber Polen wiederholt seinen größten historischen Fehler: ständig versuchen sie, einen Konflikt zwischen dem Westen und Russland auszulösen (anscheinend haben sie aus der Geschichte nichts gelernt). Und so kläfft der winzige polnische Pudel den russischen Bären an und ist überzeugt, dass Uncle Sam und der Westen ihn beschützen wird wenn der Bär zuschlägt. Fürwahr, menschliche Dummheit ist grenzenlos.)

 

Ich glaube ich ahne was die Amerikaner wollen: eine Teilung Syriens, wenn schon nicht de jure dann de facto. Ich denke nicht dass das funktionieren wird. Zum einen übersehen die Amerikaner (wieder einmal) die Tatsache, dass der Hauptspieler in Syrien nicht Russland sondern der Iran ist und der Iran hat überhaupt keinen Grund, einer solchen Teilung zuzustimmen. Die Russen natürlich auch nicht. Die einzigen, die wirklich an einer Teilung Syriens interessiert sind, das sind die Israelis. Und da sie jetzt wieder im Weißen Haus sitzen, sind sie es, die auf eine „Lösung“ drängen. Aber das ist etwas, das die Türkei und der Iran nicht akzeptieren können, denn das würde nicht nur ein „Wahabistan“ in Ostsyrien schaffen, sondern auch eine Art Kurdistan im Norden – kaum ein Rezept für Frieden. Und schließlich vergessen wir nicht die Syrer selbst. Sie verstehen ganz genau, dass eine Teilung ihre Heimat zwischen Israel im Südwesten und irgend einem verrückten Möchtegern-Kalifat von Daesh im Nordosten einzwängen wird – warum sollten sie so einem fauligen, ganz zu schweigen unhaltbarem Handel zustimmen?

 

Für die Amerikaner ist es natürlich genau umgekehrt: Da sie nicht die schwarze Flagge von Daesh über Damaskus bekommen, sehen sie die Teilung Syriens als einzig akzeptables Ergebnis. Daher werden sie jeden Friedensprozess, besonders einen, der von Russland, dem Iran und der Türkei kommt, mit jedem schmutzigen Trick bekämpfen.

 

Wird das kommende Treffen also kein Ergebnis bringen, gar keines?

 

Das Ergebnis wird sein, dass die beiden Führer miteinander gesprochen haben, von Angesicht zu Angesicht. Das ist nicht unwichtig. Ich hege auch die Hoffnung, dass irgendein „Deeskalations“-Abkommen zwischen Russland und den USA/NATO getroffen wird (schaltet eure verdammten Transponder wieder ein!). Wenn wir eine Wiederaufnahme irgendwelcher Gespräche zwischen Russland und der NATO sehen würden, das wäre auch eine gute Sache, auch wenn damit nichts Konkretes erreicht wird. Ich vermute, dass Trump gerne die Ukraine fallen lassen würde, aber das kann er aus politischen Gründen nicht tun. Wenn die Russen die Amerikaner dazu bringen könnten, die Astana-Gespräche zu Syrien, wenn auch nur verbal, zu unterstützen, dann wäre das gut, denn das würde es dem Pentagon und/oder der CIA erschweren, chemische Angriffe unter falscher Flagge oder anderen Unsinn zu betreiben. Habe ich etwas vergessen? Ja, womöglich eine Art „kulturellen Austausch“ (der kommt ins Spiel, wenn Diplomaten wirklich verzweifelt sind und sonst gar nichts mehr anzubieten haben) oder ein gemeinsamer Plan zum Schutz der Eisbären (man muss Gott auch für die kleinen Dinge danken!).

 

Die Russen werden womöglich versuchen, Trump zu irgendeiner neuen UN-Resolution zu Syrien zu bringen, aber da wir alle wissen, dass die USA UN-Resolutionen sowieso missachten, wird das kein besonderer Sieg sein, selbst wenn sich das eine Zeit lang gut anfühlt.

 

Ich hoffe dass ich falsch liege, echt falsch, ja komplett daneben. Ich werde am Freitag die (hoffentlich gemeinsame) Pressekonferenz von Trump und Putin verfolgen, mit dem verbliebenen und paradoxen Funken Hoffnung, dass vielleicht, nur vielleicht, Trump noch etwas Gutes in sich trägt. Aber ich werde nicht den Atem anhalten. Man sagt die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht. Wir werden es am Freitag herausfinden.


34.

http://www.thedailybell.com/news-analysis/gestapo-is-back-german-homes-raided-over-facebook-posts/

 

Die Gestapo ist wieder da:

Deutsche Wohnungen wegen Facebook-Posts durchsucht

 

The Daily Bell, 01.07.2017

 

 

Deutschland trägt seinen Krieg gegen „Hassrede“, auch als Meinungsfreiheit bekannt, zu den Menschen.

 

Deutschland hat bereits ziemlich strenge Gesetze gegen den Gebrauch von Nazi-Symbolen und die Leugnung des Holocausts. Anscheinend entgeht den Abgeordneten die Ironie, sich wie die Gestapo auf die Meinungsfreiheit der Bürger zu stürzen, egal wie beleidigend sie ist.

 

Aber damit ist es nicht getan. Die deutsche Regierung hat die Wohnungen von 36 Bürgern durchsuchen lassen, sie werden hetzender und beleidigender Postings im Netz beschuldigt.

(„Abends noch auf Facebook gehetzt, morgens von der Polizei geweckt“    http://winfuture.de/news,98187.html ):

 

Bei den Ermittlungen ging es überwiegend um "politisch rechts motivierte Volksverhetzungen", teilte das BKA mit. Ein Verdächtiger wird außerdem der so genannten Reichsbürgerszene, zwei Fälle dem linken Spektrum zugeordnet. Ein Ermittlungsverfahren kam durch die Anzeige eines Nutzers zustande, der aufgrund seiner sexuellen Orientierung angegriffen wurde. 

 

"Unsere freie Gesellschaft darf sich ein Klima von Angst, Bedrohung, strafbarer Hetze und Gewalt weder auf der Straße noch im Internet gefallen lassen. Polizei und Justiz gehen daher heute erneut entschlossen und gemeinsam gegen Internethetzer vor", kommentierte BKA-Präsident Holger Münch.

 

Um unsere freie Gesellschaft zu erhalten, müssen wir die Freiheit der Menschen stark einschränken. Krieg ist Frieden, Hass ist Liebe und so weiter und so fort.

 

Man möchte meinen, dass sie angesichts der deutschen Geschichte die große Bedeutung von offener Diskussion und Debatte verstehen würden.

 

Es gab eine Zeit, da haben Kinder ihre Eltern verraten, weil sie in ihren Wohnungen etwas gegen die deutsche Nazi-Regierung gesagt hatten. Die Menschen fürchteten sich, ihre Meinung zu sagen, politische Diskussionen zu führen oder wichtige Fragen zu diskutieren, da es so viele Spione gab, die sie mit Vergnügen der Regierung ausliefern würden.

 

Aus diesem Grund konnten die Nazis ihre irre Philosophie so weit treiben. Die Menschen wurden daran gehindert, darüber zu sprechen und die Regierung zu kritisieren.

 

Mit dem Internet kann die Regierung ganz einfach selbst hören und sehen, welche Gedankenverbrechen begangen werden, besonders wenn sich die Menschen dazu entscheiden, sie in den sozialen Medien zu posten. Aber warum soll den Menschen nicht erlaubt werden, in den sozialen Medien beleidigend zu sein? Manchmal kommt man nur mit Stichelei und Drängeln zum Kern einer Sache. In einer Gesellschaft gibt es einen Ort für alle Arten von Diskurs, und wenn die Regierung bestimmt was Hassrede ist, dann werden sie einfach die Sprache ihrer Feinde als solches definieren.

 

Mit „Rechtsextremisten“ meinen die deutschen Behörden in Wirklichkeit jeden, der die Einwanderungspolitik Europas in Frage stellt oder der anders denkt als die allgemeine Bevölkerung. Jemanden einfach wörtlich zu beleidigen oder Müll zu reden kann einen in Deutschland fünf Jahre hinter Gitter bringen. Gemäß Paragraph 130 des StGB:

 

Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

 

...einen Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert oder

 

die Menschenwürde anderer dadurch angreift, das er … Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

 

wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

 

 

Wer

 

eine Schrift (§ 11 Absatz 3) verbreitet oder der Öffentlichkeit zugänglich macht oder einer Person unter achtzehn Jahren eine Schrift (§ 11 Absatz 3) anbietet, überlässt oder zugänglich macht, die

 

zum Hass gegen eine in Absatz 1 Nummer 1 bezeichnete Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer in Absatz 1 Nummer 1 bezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung aufstachelt,

 

zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen in Buchstabe a genannte Personen oder Personenmehrheiten auffordert oder

 

die Menschenwürde von in Buchstabe a genannten Personen oder Personenmehrheiten dadurch angreift, dass diese beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden,

 

einen in Nummer 1 Buchstabe a bis c bezeichneten Inhalt mittels Rundfunk oder Telemedien einer Person unter achtzehn Jahren oder der Öffentlichkeit zugänglich macht oder

 

eine Schrift (§ 11 Absatz 3) des in Nummer 1 Buchstabe a bis c bezeichneten Inhalts herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, bewirbt oder es unternimmt, diese Schrift ein- oder auszuführen, um sie oder aus ihr gewonnene Stücke im Sinne der Nummer 1 oder Nummer 2 zu verwenden oder einer anderen Person eine solche Verwendung zu ermöglichen;

 

wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

 

 

Und während die deutsche Regierung an der einen Front diesen Krieg gegen die Bürger führt, zwingt sie Firmen wie Facebook und Google zu einem Krieg an einer anderen Front. Facebook kann nach einem neuen deutschen Gesetz mit bis zu $50 Mio. bestraft werden, wenn sie nicht innerhalb von 24 Stunden „Hassrede“ entfernen.

 

Das lässt sich schwerlich von der restriktiven Natur der deutschen Gesellschaft während der Nazi-Zeit unterscheiden, zumindest was die Meinungsfreiheit anbelangt. Für eine Person ist es gefährlich geworden, ihre Meinung auszudrücken wenn sie als Hassrede eingestuft wird, nur weil es gegen den Mainstream geht. Und für die Firmen ist es teuer geworden, nicht das Unterdrückungsspiel der Regierung gegen das Volk mitzuspielen. Schaut euch die Geschichte an, wohin diese Bedingungen führen können.

 

Der Rest der Welt täte wohl daran, sich genau anzusehen was Deutschland tut. Alle Bemühungen, die „Hassrede“ in Amerika einzudämmen, werden die gleichen willkürlichen Standards annehmen, die von der Regierung definiert werden, die jeden Gegner der Regierung gefährden werden, der nur der freien Rede schuldig ist.


35.

http://www.paulcraigroberts.org/2017/07/02/blacks-enslaved-now/

 

Früher wurden nur Schwarze versklavt, jetzt wir alle

 

von Paul Craig Roberts, 02.07.2017

 

 

Der 4. Juli steht vor der Tür. Wird werden jede Menge patriotischen Mist hören, wie wundervoll wir sind und wie dankbar wir unserem tapferen Militär sind, das unsere Freiheit verteidigt.

 

Über die Zerstörung der US-Verfassung durch die Regime von Bush und Obama werden wir kein Wort hören. Die Verfassung hat einmal unsere Freiheit weitaus besser geschützt als jede Militäraktion.

 

Über Washingtons 16 Jahre völlig willkürliche Kriege im Nahen Osten und Nordafrika werden wir kein Wort hören. Sie haben sieben Länder ganz oder teilweise zerstört und Millionen Kriegsflüchtlinge auf die westliche Welt losgelassen und die Lebensqualität der westlichen Völker verändert.

 

Auch über Washingtons irrsinnige Provokationen gegenüber Russland und China und den Iran und Syrien und Nordkorea werden wir kein Wort hören, das wird womöglich im nuklearen Armageddon enden.

 

In Reden werden die „außergewöhnlichen und unersetzlichen USA“ gefeiert werden und es wird jede Menge Feuerwerk geben, das Vorspiel zu dem heraufziehenden nuklearen Armageddon.

 

Während wir die Reden über unser wunderbares, märchenhaftes Leben hören, wie glücklich wir sein dürfen, dass uns unsere Große Demokratische Regierung so liebt, da hat die American Association of Retired Persons (AARP) (Amerikanische Vereinigung der Ruheständler) ein umfassendes Schreiben herausgegeben, in dem ihre Mitglieder dazu gedrängt werden aufzuwachen und ihre US-Senatoren dazu zu drängen „das vom Repräsentantenhaus verabschiedete American Health Care Gesetz abzulehnen. Dieses schädliche Gesetz gibt den Spezialinteressen Milliarden von Dollar und die einfachen Amerikaner bekommen gewaltige Beitragserhöhungen aufgebrummt. Es beinhaltet eine Alterssteuer, die ältere Amerikaner dazu zwingt, tausende Dollar mehr für ihre Krankenversicherung zu zahlen. Es schwächt Medicare (die öffentliche Krankenversicherung) und nimmt Menschen mit Vorerkrankungen den Schutz. Ich fordere Sie auf, meine Interessen zu vertreten – nicht diejenigen der Arznei- und Versicherungskonzerne.“

 

Der letzte Satz hat mich verblüfft. Wie kann es sein, dass eine Lobbygruppe für Pensionäre tatsächlich daran glaubt, dass das Haus und der Senat irgendein Interesse am Dienst am amerikanischen Volk haben?

 

Das Haus und der Senat dienen den Menschen mit Geld, und das sind nicht die Älteren. Dank der Federal Reserve (der US-Zentralbank) haben die Älteren seit einem Jahrzehnt keine Zinsen auf ihr Erspartes erhalten.

 

Darüber hinaus schrumpft dank der Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland die Mittelschicht und Großeltern müssen mit ihrem Ersparten ihre Kinder und Enkel unterstützen. Die Ersparnisse werden abgehoben und aufgebraucht. Pensionierte Amerikaner haben einfach nicht die Mittel, in Washington mit den Arznei- und Versicherungskonzernen zu konkurrieren, die dazu entschlossen sind, die Älteren auszuplündern.

 

In den USA liegt das Geld in den Händen des Militär/Sicherheitskomplexes, der Israel-Lobby (sie bekommen Geld vom US-Steuerzahler), der Wall Street und den Too Big To Fail-Banken, den Immobilienkonzernen und Versicherungen und Umweltverschmutzern wie den Energie-, den Bergbau-, den Elektrizitäts- und den Landwirtschaftskonzernen. Sonst hat keiner Geld. Daher bestimmen diese Interessensgruppen die amerikanische Innen- und Außenpolitik.

 

Die Politik der US-Regierung lässt sich leicht zusammenfassen: Sie besteht darin, die amerikanische Bevölkerung zu ruinieren und im Ausland Krieg anzuzetteln. Das ist es, was den Geldinteressen dient, die die Regierung kontrollieren.

 

In Amerika gibt es keine Demokratie. Der ganze Schwulst, den wir am 4. hören werden, dient dazu euch in der Matrix gefangen zu halten.

 

Das Gerede von „wir holen uns unsere Regierung zurück“ ist Unsinn. Die Regierung gehört nicht euch. Ihr könnt sie nicht zurückholen.

 

Chris Hedges sagt, dass unsere einzige Alternative der Umsturz der kriminellen Klasse in Washington ist oder eure Sklaverei zu akzeptieren.


36.

https://counterinformation.wordpress.com/2017/07/01/the-dangerous-world-of-western-cliches/

 

Die gefährliche Welt der westlichen Klischees

 

von Timothy Bancroft-Hinchey, 01.07.2017

 

 

Die Menschheit ist ein seltsames Tier. Technisch so fortgeschritten und doch so unterentwickelt, ignorant, beschränkt, so primitiv und so nahe an der Urtierchen-Phase der Evolution. Eine perfekte Gattung für eine Manipulation der öffentlichen Meinung durch eine angemessene Dosis Angst und die Wiederholung von Mantras. Einen Ehrenplatz nimmt der vollkommen idiotische Ausdruck „Anführer der freien Welt“ ein.

 

Diese Woche hat SKY News (berühmt für Berichte wie „Äh...wie verrichten die da ihr Geschäft?“ und „He, Jungs! Wollt ihr euch für 9/11 rächen?“ – wo sie sich am ersten Tag des illegalen Einmarschs in den Irak an amerikanische Soldaten herangewanzt haben) in Bezug auf idiotische Mantras dem Fass den Boden ausgeschlagen. Im konfusen Gerede über Trumps Besuch in Großbritannien haben die Kommentatoren darüber gejammert, dass er als erstes Frankreich besuchen könnte. Also wo liegt da das Problem?

 

Ich zitiere: „Als Anführer der freien Welt sollte er zuerst hierher kommen.“ OK, das hört sich stark an, aber was genau soll es bedeuten? Da ist zunächst diese unterwürfige Charakteristik, nicht wahr, zu behaupten, dass eine vom amerikanischen Wahlvolk gewählte Person der „Anführer“ anderer Länder und Wähler sei. Wie kann er der „Anführer“ von etwas anderem sein, wenn er gewählt wurde um die Vereinigten Staaten von Amerika zu regieren und nur die Vereinigten Staaten von Amerika?

 

Was soll dieser Unsinn mit der „freien Welt“?

 

Und was soll dieser Unsinn mit der „freien Welt“? Soll das heißen, dass einige Länder frei sind und andere nicht? Ich vermute dass jene, die solche idiotischen Mantras wiederholen, Russland nicht zur „freien Welt“ zählen, aber warum nicht?

 

In Russland kann man in freien und fairen Wahlen aus vielen verschiedenen politischen Partien auswählen. Vereintes Russland gewinnt, weil mehr Menschen für sie stimmen als für die zweitpopulärste Partei, die Kommunistische Partei. Aber da werden noch andere Vertreter anderer Parteien gewählt. Und was alles andere betrifft: die Menschen sind absolut frei darin zu tun was sie wollen. Sie dürfen am Morgen rausgehen und frühstücken, sie können zu einem Kiosk gehen und ein erfrischendes Kvass trinken, sie dürfen einkaufen gehen, durch die Stadt fahren, am Wochenende ihre Datscha besuchen oder in eine andere Stadt fliegen oder ins Ausland reisen und ihren Urlaub in Montenegro oder Spanien oder Kuba oder Brasilien oder Vietnam oder wo auch immer verbringen.

 

Schauen wir uns jetzt einmal die sogenannte „freie Welt“ an, von der sie reden. Damit sind die USA und ihre Alliierten gemeint, die engsten davon sind Frankreich und Großbritannien, die zusammen mit ihrem transatlantischen Meister die FUKUS-Achse bilden (Frankreich-UK-USA). Die „freie Welt“ beinhaltet vermutlich die NATO-Länder (Nord Atlantische Terroristen Organisation), zusammen mit den Verirrungen der baltischen faschistischen Verehrer und ein paar osteuropäischen Ländern, in denen der Faschismus anscheinend ein Comeback erlebt. Und die „freie Welt“ beinhaltet mit Sicherheit alle Mitglieder von ASS (Anglo-Saxon Syndikat), darunter Länder wie Australien, die überall auftauchen wo es es einen Kampf gibt um „das australische Volk in Sicherheit zu halten“ (Übersetzung: sich in die Geschäfte anderer Menschen einzumischen und so gehasst zu werden wie die FUKUS-Achse).

 

Ist die NATO rechtsstaatlich?

 

Als Vertreter der „freien Welt“, lasst uns einen Blick auf diese Länder werfen. Es beginnt damit, dass die NATO-Länder dazu gezwungen werden, jedes Jahr zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für das NATO-Budget auszugeben (den Militär/Industriekomplex, der in Washington herrscht). Wie rechtsstaatlich ist denn das, dass eine fremde Macht diktiert, wie der nationale Haushalt verwendet wird und die nationalen Außenpolitik kontrolliert wird?

 

Und was sind die gemeinsamen militärischen Ausgaben dieser wunderbaren freien Länder, so frei, dass sie Milliarden für Washingtons Spielzeuge ausgeben müssen? Das sind für jedes Jahr 1,2 Billionen USA, genug Geld um die globale Armut für immer zu beseitigen, dreifach, mit einer einzigen jährlichen Zahlung. Nun, tut mir leid wegen ihrer Hüftoperation, Mr. Brown; kein Geld für ihre Krebstherapie, Mr. Green, sie kennen unsere Palliativstation, nicht wahr? Kein Geld für Lehrer, kein Geld für Krankenschwestern, kein Geld für Krankenhäuser, kein Geld für Streifenpolizisten, aber jede Menge Geld für die NATO.

 

Ihr wisst also was es bedeutet, ein Mitglied der „freien Welt“ zu sein, das sich den USA unterwirft, die euch sagen, was ihr wofür ausgebt. Wenn euch Washington sagt „springt“, dann fragt ihr „wie hoch?“ Und jetzt sehen wir uns an, was diese Mitglieder der freien Welt tun.

 

Zunächst einmal brechen sie das internationale Recht. Sie überfallen Länder außerhalb der Schirmherrschaft der UNO, sie erfinden Vorwürfe mit gekauften Medien, um eine ahnungslose und desinteressierte Öffentlichkeit zu täuschen. Sie erfinden Gründe um in den Krieg zu ziehen, dann bombardieren sie zivile Einrichtungen mit ihren militärischen Mitteln, verstümmeln und entstellen Kinder, zerschmettern ihre Familien, bombardieren Wasservorräte, damit Babys das wichtigste und kostbarste Gut nicht mehr haben, sie zielen auf das Elektrizitätsnetz, um ihnen „das Rückgrat zu brechen“ (den Zivilisten), dann schlagen sie sich mit ihren eigenen Gruppen auf die Seite der Terroristen. Machen gemeinsame Sache mit Terroristen, die Nonnen vergewaltigen, reihenweise kleine Mädchen vergewaltigen und sie danach enthaupten und ihre Eltern dazu zwingen zuzusehen wie sie zu Tode gefoltert werden. Die auf offener Straße Frauen die Brüste abschneiden und kleine Jungen zu Tode pfählen.

 

Und in dieser wunderbaren „freien“ Welt, können sich da die Menschen irgendwo nachts frei bewegen? Jederzeit frei herumlaufen, irgendwo, ohne die Angst überfallen zu werden oder erstochen zu werden oder zu Brei geschlagen zu werden, nur der Gaudi wegen?

 

Trump ist also der „Anführer der freien Welt“, oder ein Rattenfänger, der einen Haufen Ratten anführt, der oberste Hofnarr an der Tafel einer Art von Alice im Wunderland, wo der Märzhase und der verrückte Hutmacher ein psychedelisches Abendessen veranstalten. Oder der Teufel selbst, der bei einem satanischen Ausflug eine Ansammlung von Dämonen anführt?

 

Timothy Bancroft-Hinchey

 

Pravda.Ru