http://www.paulcraigroberts.org/2017/02/27/resurrection-armageddon-paul-craig-roberts/

 

Die Auferstehung des Weltuntergangs

 

von Paul Craig Roberts, 27.02.2017

 

 

Die außerordentliche Kampagne der US-Geheimdienstgemeinde mit den Leaks über angeblich unsaubere Verbindungen zwischen Präsident Trumps Team und Russland soll durch die Verhinderung einer Entspannung einen lukrativen Neuen Kalten Krieg sicherstellen.“ – Gareth Porter

 

Der Tiefe Staat hat nur 24 Tage gebraucht um Präsident Donald Trump zu kastrieren und das Versprechen zu beenden, dass die großen Spannungen mit Russland, die während der Regime von Clinton, George W. Bush und Obama geschaffen wurden, durch eine Trump-Präsidentschaft beendet werden würden.

 

Gareth Porter zeigt schlüssig, dass die Sache gegen General Flynn, Trumps Nationalen Sicherheitsberater für 24 Tage, und folglich gegen Trump selbst, ein Produkt der Fake News ist.

(„Wie die 'Neuen Kalten Krieger' Trump in die Ecke manövriert haben“)

http://www.informationclearinghouse.info/46546.htm

 

John Brennan, Obamas CIA-Direktor, schleuste in die CIA-hörigen Medienhuren, auch als „Presstituierte“ bekannt, falsche Berichte ein, keiner davon hat die Spur eines Beweises enthalten. Die Medienhuren der CIA wussten, dass die Berichte eine Antwort der CIA auf die Bedrohung des $1.000 Milliarden Jahresbudgets für den Militär/Sicherheitskomplex waren. Sie brauchen die „russische Bedrohung“ dringend zu ihrer Rechtfertigung. Aber die Medienhuren – vornehmlich die New York Times, Washington Post, CNN, MSNBC – und auch der ganze Rest, sie dienen mehr ihren CIA-Herren als einem Frieden zwischen Nuklearmächten. Ist es nicht interessant, dass die amerikanischen und westlichen Medien mehr zu einem Konflikt mit Russland entschlossen sind als zu einem Frieden? Trotz der Tatsache, dass 10 Prozent des Nukleararsenals auf russischer oder amerikanischer Seite ausreichen um alles Leben auf Erden auszulöschen.

 

So formuliert es Patrick Lawrence: „Die Lichter gehen langsam aus. Wir wurden mehr oder weniger von einer Presse verlassen, die sich als unfähig erweist, uns über irgend etwas zu informieren, das auch nur annähernd neutral ist. Wie angedeutet: Entweder sind die Medien mehr liberale Clintonianer als Zeitungen und Sender, oder sie sind Diener der Macht, bevor sie uns dienen.“

(„Werden wir Zeuge einer Umsturz-Operation gegen das Weiße Haus von Trump?“)

http://www.informationclearinghouse.info/46532.htm

 

Alles was uns bleibt, sagt Lawrence, sind die alternativen Medien. „Einfach und kurz gesagt: Sie und wir müssen begreifen, dass sie zu gar nichts „alternativ“ sind. Schließlich gibt es so etwas wie „alternative Medien“ gar nicht, das habe ich oft gesagt. Es gibt nur die Medien, und die meisten davon sind hoffnungslos schlecht.“

 

Die alternativen Medien sind die Internet-Medien, Webseiten wie diese, RT, the Intercept, USAWatchdog, Alex Jones, Information Clearing House, Global Research, Unz Review usw. Diese unabhängigen Nachrichtenseiten stehen unter Beschuss. Erinnert ihr euch an die Liste mit den 200 „russischen Agenten/Übertölpelten“? Jede Informationsquelle, die sich nicht dem Geschöpf der Matrix des Tiefen Staats über eine „russische Bedrohung“ fügt (was das Nachfolgemodell des Tiefen Staats für die inszenierte „sowjetische Bedrohung“ ist), ist zum Abschuss freigegeben. Offensichtlich hat Alex Jones bereits Probleme mit Google. Einige Webseiten haben es geschafft von der 200er-Liste zu verschwinden, und die die es geschafft haben sind anscheinend als Mitglieder der Opposition zusammengebrochen.

 

Wie die Nazis schon sagten, es braucht nur die Angst und die Menschen brechen zusammen.

 

Trumps Präsidentschaft ist im Grunde vorbei. Selbst wenn er im Amt bleiben darf, wird er nur die Galionsfigur einer Präsidentschaft des Tiefen Staats sein. Präsident Trump schwimmt bereits auf der Linie des Militär/Sicherheitskomplexes. Er sagte, Russland müsse die Krim an die Ukraine zurückgeben, wo sich doch in Wirklichkeit die Krim an Russland zurückgegeben hat. Er hat einen neuen Vertrag zur Begrenzung strategischer Waffen abgelehnt (START) und geäußert, er wolle eine Vorherrschaft bei der nuklearen Bewaffnung, keinen Gleichstand.

(„Präsident Trump verwirft einen neuen START-Vertrag“)

http://www.strategic-culture.org/news/2017/02/27/president-trump-decries-new-start-treaty.html

 

Obamas Erneuerung des US-Nukleararsenals für eine Billion Dollar wird durch Trump wahrscheinlich noch einen Zuschlag bekommen.

 

Nach einem Monat im Amt hat sich das Ziel von verringerten Spannungen mit Russland in größere Spannungen verwandelt. Die größeren Spannungen werden wir womöglich bald erleben. Es gibt Pläne, Teile Syriens mit US-Truppen zu besetzen, um zu verhindern dass Syrien mit Russlands Hilfe wiedervereinigt wird.

(„Der Plan der RAND Corporation um Syrien zu zertrennen“)

http://www.globalresearch.ca/rand-corporations-plan-for-dicing-up-syria/5577009

 

Ein Teil Syriens geht an die Türkei, ein Teil an die Kurden und Washington behält sich ein Stück. Auf diese Weise kann Washington das Chaos ewig am Laufen halten. Die Russen haben sich dieses Problem selbst zuzuschreiben. Immer voller Hoffnung, dass Washington im Kampf gegen ISIS zusammenarbeitet, hat Russland bei der Beseitigung von ISIS gezögert. Die Aussicht darauf, dass Trump mit Russland auf Grundlage besserer Beziehungen zusammenarbeiten würde, gründete auf der Annahme dass Trump tatsächlich das Sagen hätte, und das hat sich als ein Trugbild herausgestellt.

 

Schwierig zu sagen, ob das neue Trump-Regime mehr Iranophob oder mehr Russophob ist. Die Neigung des Trump-Regimes, das Iran-Abkommen aufzugeben und den Konflikt neu aufzumachen, bedeutet noch mehr Konflikte mit Russland. Washingtons fortgesetzte Provokationen gegenüber Russland und China werden alle anhaltenden russischen Erwartungen für bessere Beziehungen mit Washington zerstreuen.

 

Es ist ein bizarrer Anblick, dass sich die liberal-progressive Linke mit den Kriegshetzern gegen Trump verbündet hat. Während die Neokonservativen ein nukleares Armageddon ausgraben, das Reagan und Gorbatschow beerdigt hatten, verlangt die amerikanische Linke eine Amtsenthebung des Präsidenten, dessen Ziel bessere Beziehungen mit Russland war. Einst der Held der Arbeiterklasse, ist die Linke jetzt der Held der Identitätspolitik. Trumps Ziel von Arbeitsplätzen für die Arbeiterklasse lässt den linken Flügel kalt. Die Linke will die „Erbärmlichen von Trump“ zerstören, sie werden von der Linken als „Rassisten, Frauenfeinde, Schwulenfeinde und Waffennarren“ beschrieben. In der Identitätspolitik ist jede Identität ein Opfer, außer die Identität des Unterdrückers – weiße, heterosexuelle Männer.

 

Wo ist also die Opposition gegen die neokonservative Ideologie, die die US-Außenpolitik zur Weltherrschaft drängt? Es gibt ein paar von uns, aber wir werden als „Putins Agenten“ verschrien. Mit anderen Worten: Jene, die genug Verstand besitzen um zu verstehen, dass Washington keine Hegemonie über Russland, China oder sogar den Iran erreichen wird, sondern mit diesen Versuchen wahrscheinlich nur einen Nuklearkrieg provozieren wird, werden als Verräter abgestempelt.

 

Der Grund, warum es nach über einem halben Jahrhundert Nuklearwaffen noch Leben auf dem Planeten gibt, ist der, dass amerikanische Präsidenten und sowjetische Führer zusammengearbeitet haben um die Spannungen zu reduzieren. Während dieser Jahrzehnte gab es zahlreiche falsche Alarme über anfliegende ICBMs (Interkontinentalraketen). Das jedoch die Führungen der beiden Länder zur Vermeidung eines Nuklearkonflikts zusammenarbeiteten, wurden die Warnungen sowohl von sowjetischer als auch von amerikanischer Seite nicht geglaubt.

 

Heute ist die Situation eine völlig andere. Die letzten drei US-Präsidenten, und jetzt anscheinend auch Trump, haben Überstunden gemacht um die Spannungen zwischen den beiden Nuklearmächten zu erhöhen. Darüber hinaus geschah das auf eine Weise, die die russische Regierung davon überzeugt hat, dass Washington vollkommen unzuverlässig ist. Die fortgesetzten bösartigen Lügen über russische Beziehungen zu Trump und seinen Leuten sind so offensichtlich falsch dass es lächerlich ist. Aber die Russen sehen, dass trotz der Falschheit der Vorwürfe Trumps Nationaler Sicherheitsberater gestürzt ist und dass Trump selbst der nächste sein könnte.

 

Mit anderen Worten: Die Russen beobachten, dass in Amerika Fakten für das Ergebnis keine Rolle spielen. Die Russen haben das bereits am eigenen Leib erlebt, mit den Lügen über Putin, die Ukraine, Georgien und Russlands Absichten gegenüber Europa. Putin wird von US-Politikern, Presstituierten und dem Kandidaten der Demokratischen Partei bei der US-Wahl regelmäßig als „Schurke“ bezeichnet, als „Mörder“, „der neue Hitler“. Hochrangige US-Generäle beschreiben Russland als die „größte Bedrohung für die USA“. NATO-Kommandeure versichern, dass die russische Armee jederzeit das Baltikum und/oder Polen besetzen könnte. Diese sinnfreien Anschuldigungen und Vorhersagen teilen den Russen mit, dass der Westen seine Bevölkerungen für einen Angriff auf Russland vorbereitet.

 

Wie wird in einer so angespannten Lage ein falscher Alarm interpretiert werden? Werden Amerikaner, die davon überzeugt sind, dass Putin und Russland der Leibhaftige selbst sind, dieses Mal einen falschen Alarm glauben?

 

So sieht das extreme Risiko aus, das die irren Neokonservativen, die idiotische liberal-progressive Linke, der gierige Militär/Sicherheitskomplex und die aggressiven Generäle über die Erde bringen.

 

Und die wenigen Stimmen, die vor diesem Risiko warnen, werden als „russische Agenten“ abqualifiziert.


http://thesaker.is/interesting-week-for-vladimir-putin-and-donald-trump/

 

Spannende Woche für Wladimir Putin und Donald Trump

 

vom Saker, 26.02.2017 für Unz Review

 

 

Putins jüngste Schritte

 

Ich verfolge die westlichen Konzernmedien nicht, also weiß ich nicht wie viel Berichterstattung diese Entwicklung im Westen bekommen hat. Aber in Russland und der Ukraine ist die Entscheidung Russlands, offizielle novorussische Dokumente (Anm.d.Ü.: Dokumente aus dem Donbass) wie Reisepässe, Führerscheine, Schul- und Universitätsdiploma usw. anzuerkennen, eine große Sache. Die Russen haben diese Ankündigung sehr genau dargelegt. Sie sagen, dass sei eine temporäre Maßnahme, die aus humanitären Gründen getroffen wurde. Damit haben sie recht. Bisher mussten die Einwohner der Volksrepubliken Donezk und Lugansk (DNR und LNR) in die von Nazis besetzte Ukraine reisen um ihre Dokumente zu bekommen. Was angesichts der Tatsache, wie die Ukronazis jeden aus dem Donbass behandeln, eine vergebliche und mitunter gefährliche Angelegenheit ist. Diese Entscheidung macht aus praktischer Sicht durchaus Sinn. Aber das hat natürlich auch eine weitreichende symbolische Dimension. Und auch das Timing ist wichtig: Durch die Anerkennung der von den Behörden der DNR und LNR herausgegebenen Dokumente haben die Russen im Prinzip diese Behörden, die diese Dokumente ausgeben, „halbwegs anerkannt“. Und das ist eigentlich nur einen kurzen Schritt entfernt von der Anerkennung dieser Republiken.

 

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt dementiert der Kreml solche Gedanken mit Nachdruck. Aber alle Kommentatoren im Kreml-Umfeld sind ziemlich offen darüber, was dies tatsächlich bedeutet. Für sie ist die Botschaft an die Junta in Kiew ganz einfach: Wenn ihr Novorossia angreift, oder wenn ihr das Minsker Abkommen offiziell beerdigt, dann werden wir die beiden Republiken sofort anerkennen. Und wenn das geschieht, dann ist es für die Ukronazis vorbei, dann werden diese Republiken weg sein, so wie Südossetien oder Abchasien. Natürlich wird niemand die Unabhängigkeit dieser Republiken offiziell anerkennen, aber es wird auch niemand etwas ernsthaft dagegen unternehmen. Und seien wir ehrlich: Die russischen Behörden werden sich keine Deut darum scheren, was die westlichen Politiker oder ihre Konzernmedien dazu sagen: Man kennt das alles bereits und was soll man sie noch mehr verteufeln.

 

Der nächste logische Schritt wäre die Verlagerung der russischen Grenzkontrolle von der russischen Grenze an die Demarkationslinie. Oder auch nicht. Wenn die Russen das nicht machen, dann könnte das ein Zeichen sein, dass sie die offizielle Position der Republiken unterstützen, was die Befreiung der gesamten Donezker und Lugansker Region bedeuten würde. Nebenbei bemerkt, das russische Grenzpersonal besteht aus ausgezeichneten und hoch militarisierten Kräften, deren Anwesenheit an der Demarkationslinie in keiner Weise einen novorussischen (Gegen-) Angriff auf die Kräfte der Ukronazis verhindern würde. Daher ist die Entscheidung, wo diese Kräfte stationiert werden, von rein politischer Dimension und ohne echte militärische Konsequenzen.

 

Momentan haben die Ukronazis im Grunde offiziell bekanntgegeben, dass sie die Bedingungen der Abkommen Minsk 1 und Minsk 2 nie akzeptieren werden. Hier sind die Worte von Anton Gerashchenko, einem Sonderberater für das ukrainische Innenministerium und Mitglied im Stab des Innenministeriums der Ukraine, die er offen im nationalen ukrainischen Fernsehen äußerte:

 

Lassen Sie mich gleich vorausschicken, dass das Minsker Abkommen vom Tag der Unterzeichnung im Februar 2015 nicht umgesetzt wurde. Das war von Seiten der Ukraine eine zeitweilige Maßnahme, und das war, ich will das ehrlich sagen, eine gewollte Täuschung. Erinnern Sie sich daran, dass das erste Minsker Abkommen nach dem militärischen Desaster bei Ilovaisk unterzeichnet wurde, als wir keine Truppen hatten, um die Front von Donezk bis Mariupol zu verteidigen. Das zweite Minsker Abkommen wurde unterzeichnet, nachdem die verräterische russische Aggression bei Debaltsewo und der „Kessel von Debaltsewo“ passierte. Diese Abkommen sind keine internationalen Abkommen oder sonst was.“

http://112.ua/video/anton-gerashhenko-narodnyy-deputat-v-vechernem-prayme-telekanala-112-ukraina-21022017-228012.html

(Anm.d.Ü.: Das sollte die Kanzlerin mal kommentieren!)

 

Man muss es nicht betonen: Niemand im Westen hat auf diese Äußerungen reagiert, und warum sollten sie, schließlich war ihre Linie immer die, dass sich Russland nicht an das Minsker Abkommen hält. Selbst wenn Russland nicht Partei ist (Russland ist nur Zeuge und Garant). Und wenn ein hochrangiger ukrainischer Offizieller anderes sagt, wen kümmert's?

 

Dieses erstaunliche Eingeständnis von Gerashckenko ist nur das letzte einer ganzen Reihe von Schritten und Äußerungen von verschiedenen Ukronazis, nach dem Motto „Wir haben genug von Verhandlungen, und ab jetzt werden wir dieses Problem mit Gewalt lösen“. Bisher besteht diese „Gewalt“ hauptsächlich in der totalen Blockade des Donbass, darunter die Verhinderung, eine beträchtliche Menge an Kohle aus dem Donbass in die von Nazis besetzte Ukraine zu transportieren, selbst wenn diese Lieferung bereits bezahlt wurde. Offiziell heißt Poroschenko diese Blockade nicht gut, aber im Prinzip ist er entweder nicht bereit oder unfähig dies zu stoppen. Ein weiteres Anzeichen dafür, dass das Unabhängige Banderastan zerfällt.

 

In Russland herrscht die Meinung, dass Poroschenko machtlos ist und dass die irren Ukronazis nicht Gutes im Schilde führen. Ganz offensichtlich hat NIEMAND in der Elite der Ukronazis die Absicht, die Abkommen Minsk 1 und Minsk 2 umzusetzen. Das ist, nebenbei bemerkt, aus vielerlei Gründe ein gefährlicher Ansatz:

 

Erstens: Diese Abkommen wurden vom UN-Sicherheitsrat genehmigt, und auch von allen anderen Ländern, soweit ich weiß. Somit hat Gerashchenko Unrecht – das Minsker Abkommen ist nach internationalem Recht bindend.

 

Zweitens: Die ukrainischen Behörden haben kürzlich ein Dokument gefunden und veröffentlicht, wonach Janukowitsch eine offizielle Anfrage nach einer russischen Intervention in die Ukraine gemacht habe. Sie wollten zeigen, dass er ein Verräter sei. Aber damit haben sie auch gezeigt, dass der letzte legitime Präsident der Ukraine eine legale Anfrage für eine russische Intervention machte, was auch bedeuten würde, dass zumindest nach rechtlichen Bedingungen eine folgende russische Intervention in die Ukraine zu 100% legal wäre.

 

Es kommt noch besser: Janukowitsch befindet sich noch immer in Russland. Und aus rechtlicher Sicht könnte man argumentieren, dass er noch immer der rechtmäßige Präsident der Ukraine ist. Wenn der im Exil weilende jemenitische Präsident Abdrabbuh Mansour Hadi die Saudis um eine Intervention im Jemen bitten kann, warum sollte es für Janukowitsch keine Option sein, eine solche Intervention in der Ukraine zu verlangen?

 

Gegenwärtig machen die Russen keine solchen rechtlichen Äußerungen. Aber man kann sich sicher sein, dass sie alles genauestens vorbereitet haben, für den Fall dass sie sich für ein offenes Eingreifen in dem Bürgerkrieg entscheiden.

 

Wie wahrscheinlich ist die Möglichkeit einer russischen Anerkennung der abtrünnigen Republiken oder eine offene Intervention in der Ukraine?

 

Ich denke dass es nur davon abhängt, was die irren Ukronazis unternehmen. Wenn sie tatsächlich Novorossia angreifen, dann erwarte ich, dass der Kreml DNR und LNR anerkennt. Eine russische Intervention? Das bezweifle ich, aber nur weil ich glaube, dass DNR/LNR einen Nazi-Angriff abwehren können. Für mich ist also die einzige Frage, wie lange Poroschenko an der Macht bleiben kann und was die wirklich Verrückten tun werden wenn sie einmal an der Macht sind. Momentan hängt das zum Großteil von den USA ab, aber da die US-Eliten in einem verzweifelten Machtkampf blockiert sind, sehe ich nicht, dass Trump irgendwelche dramatischen Entscheidungen trifft, nicht in der Ukraine und auch nicht anderswo. Zumindest solange nicht wie die Frage, wer im Weißen Haus tatsächlich die Macht hat, geklärt ist. Jeder wartet auf das Ergebnis dieses Machtkampfs, einschließlich Moskau und Kiew.

 

Trump – viele Worte, keine Taten, aber gute Worte

 

In der Zwischenzeit hat Trump viele Reden gehalten. Was sich nicht gut anhört, bis man erkennt, dass das gute Reden waren, sogar sehr gute. Zum einen hält er sehr an seiner Linie fest, dass die „Fake News“ (was auf „Trumpianisch“ CNN&Co. + BBC bedeutet) die Feinde des Volkes sind. Die zweite gute Sache ist, dass er sich zweimal hintereinander direkt an das Volk gewendet hat. Hört sich nicht wie eine große Sache an, aber ich halte es für eine riesige Sache, denn die Neokons haben jetzt Trump mit Beratern und Helfern (von mittelmäßigen bis schlechten bis vollkommen bösartigen) schön in eine Ecke getrieben. Die Entlassung von Flynn war ein selbst verursachtes Desaster für Trump, der jetzt mehr oder weniger auf sich allein gestellt ist, mit einem einzigen loyalen Verbündeten, Steve Bannon. Ich bin mir nicht sicher, wie viel Bannon dabei bewirken kann, wie lange es dauert bis die Neokons auch ihn erledigen, aber außer Bannon sehe ich Niemanden, der zu Trump und seinen Wahlversprechen loyal ist. Außer denen natürlich, die ihn an die Macht gebracht haben, die Millionen amerikanischer Wähler.Und deshalb macht Trump das Richtige wenn er sich direkt an sie wendet: Sie könnten sich als seine größte Waffe gegen den „Sumpf von Washington“ erweisen.

 

Außerdem treibt Trump mit seinem Eindreschen auf die Medien, insbesondere auf CNN und die restlichen großen US-Sender, das US-Publikum zu anderen Informationsquellen, einschließlich derer die ihm wohlgesonnen sind, vor allem im Internet. Ein guter Schritt – so hat er das erste Mal gewonnen und so könnte er wieder gewinnen.

 

Die Neokons und der „Tiefe Staat“ der USA müssen das Risiko ihres Rachefeldzugs gegen Trump sorgfältig abwägen. Momentan scheint es so als würden sie sich auf Bannon einschießen. Aber was werden sie tun, wenn sich Trump, anstatt Bannon wie Flynn zu feuern, dafür entscheidet, Widerstand zu leisten und sie mit allem bekämpft was er hat? Was dann? Wenn es etwas gibt was die Neokons und der Tiefe Staat hassen, dann ist es ein helles Licht, das direkt auf sie zeigt. Sie spielen gern im Dunkeln, abseits eines immer potentiell feindlichen öffentlichen Blicks. Wenn sich Trump für den Kampf entscheidet, für einen echten Widerstand, und wenn er sich um eine Unterstützung direkt an die Menschen wendet, dann kann niemand vorhersagen was passiert.

 

Ich glaube fest daran, dass die allgemeine amerikanische Öffentlichkeit tief frustriert und wütend ist. Obamas Betrug all seiner Wahlversprechen haben diese Gefühle nur verstärkt. Aber ich erinnere mich daran, kurz nachdem Obama ins Weiße Haus einzog, da dachte ich, wenn er wirklich versucht hätte, die Kriegsmaschine aufs Korn zu nehmen und er zu der Schlussfolgerung gekommen wäre, dass der „Tiefe Staat“ ihn nicht machen lassen oder ihn bedrohen würde, dann hätte er einfach einen öffentlichen Aufruf um Hilfe machen können und Millionen Amerikaner hätten die Straßen von Washington DC geflutet, zur Unterstützung „ihres Kerls“, gegen die „Bastarde in DC“. Obama war eine Fälschung. Trump ist es vielleicht nicht. Was wenn die Agenturen mit den drei Buchstaben oder der Kongress plötzlich versuchen würden, Trump etwas des Amtes zu entheben, und was wenn er sich entscheiden würde, die Menschen um Unterstützung zu bitten – würden nicht Millionen die Straßen von DC fluten? Ich wette dass allein Florida über eine Million schicken würde. Das gleiche gilt für Texas. Und ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass die Cops zum Äußersten greifen um sie aufzuhalten. Im Grunde ist es so: In jeder Konfrontation zwischen dem Kongress und Trump würden die meisten Menschen Trump unterstützen. Und falls es je dazu kommen sollte und ob es sich lohnt, in jeder Konfrontation zwischen Trump-Hassern und Trump-Unterstützern würden letztere leicht siegen. Der „Haufen Erbärmlicher“ („basket of deplorables“) ist in diesem Land Gott sei Dank immer noch in der Mehrheit und sie haben viel mehr Macht als die verschiedenen Minderheiten, die die Clinton-Bande unterstützt haben.

 

Es gilt auch andere, weniger dramatische, aber sogar wahrscheinlichere Szenarien zu beachten. Angenommen der Kongress versucht Trump des Amtes zu entheben und der wendet sich an die Menschen und erklärt, dass der „Sumpf von DC“ versucht, das Wahlergebnis zu sabotieren und seinen Willen dem amerikanischen Volk aufzudrücken. Und die Gouverneure in Staaten wie Florida oder Texas würden, getrieben von der öffentlichen Meinung, einfach entscheiden dass sie die Rechtmäßigkeit dessen, was ein versuchter Umsturz durch den Kongress gegen den Exekutivzweig der Regierung wäre, nicht anerkennen. Glauben Sie etwa, dass der Kongress wirklich die Mittel hätte, seinen Willen gegen Staaten wie Florida oder Texas durchzusetzen? Ich meine nicht rechtlich, sondern praktisch. Lassen Sie es mich so formulieren: Wenn die Staaten gegen die Bundesregierung rebellieren, hätte die Bundesregierung die Mittel ihre Autorität durchzusetzen? Reichen die Schaffung eines USNORTHCOM und die rechtlich verankerten Ausnahmen zum Posse Comitatus Act (die den Einsatz der Nationalgarde zur Unterdrückung von Aufständen, ungesetzlichen Behinderungen, Versammlungen oder Rebellionen ermöglichen) aus um zu garantieren, dass der „Sumpf von DC“ dem Rest des Landes seinen Willen aufzwingen kann? Ich möchte jedes Mitglied des „Sumpfes von DC“, der diese Zeilen liest, daran erinnern, dass sich die Spezialkräfte des KGB nicht nur einmal sondern zweimal weigerten, auf die Demonstranten in Moskau das Feuer zu eröffnen (1991 und 1993), obwohl sie direkt vom Präsidenten genau dazu die Aufforderung erhalten hatten. Gibt es einen Grund zu glauben, dass amerikanische Polizisten und Soldaten eher als KGB-Kräfte dazu bereit sind, ihre eigenen Menschen zu massakrieren?

 

Vermutlich hat Donald Trump in Washington seine meiste Macht verloren. Aber das bedeutet nicht, dass das im Rest der USA genauso ist. Die Neokons fühlen sich vielleicht als die großen Jungs innerhalb des Beltway, aber außerhalb befinden sie sich hauptsächlich im „Feindesland“, das von den „Erbärmlichen“ kontrolliert wird. Das sollten sie bedenken, bevor sie eine große Krise auslösen.

 

Diese Woche habe ich das Gefühl bekommen, dass Trump seine Hand ausstreckte und direkt um die Unterstützung des amerikanischen Volkes gebeten hat. Ich denke er wird sie bekommen wenn er sie braucht. Wenn dem so ist, dann wird der Fokus seiner Präsidentschaft weniger auf der Außenpolitik liegen, wo die USA großteils gelähmt sind, sondern mehr auf amerikanischer Innenpolitik, wo er noch etwas bewirken kann. Zu Russland haben die Neokons Trump praktisch besiegt – er wird nicht die Mittel haben, sich auf große Verhandlungen mit Wladimir Putin einzulassen. Aber zumindest wird er nicht andauernd versuchen, die Dinge schlechter zu machen. Je mehr sich die US-Eliten untereinander bekämpfen, um so weniger schädlich wird das für den Rest der Menschheit sein. Man muss Gott für die kleinen Geschenke danken...

 

Ich kann nur hoffen, dass sich Trump weiter direkt an das Volk wendet und versucht, die immense Maschine zu umgehen, die ihn gegenwärtig zu isolieren versucht. Natürlich würde ich es bevorzugen, wenn Trump ein paar starke und bedeutende Aktionen gegen den Tiefen Staat unternähme, aber darauf würde ich nicht wetten.

 

Heute Nacht habe ich mich mit einem Freund unterhalten, der weitaus mehr über Trump weiß. Und er hat mir gesagt, dass ich in meinem Urteil über Trump zu voreilig sei und dass zwar die Geschichte mit Flynn definitiv ein Rückschlag gewesen sei, aber der Kampf sei noch lange nicht vorbei und es würde ein sehr langer Krieg. Ich hoffe dass mein Freund recht hat, aber ich werde erst erleichtert sein, wenn ich sehe dass Trump zurückschlägt, und zwar hart. Das wird nur die Zukunft zeigen.

 

Der Saker


http://www.counterpunch.org/2017/02/24/lock-up-england-in-jail-or-an-insane-asylum/

 

Sperrt England hinter Gitter oder in ein Irrenhaus!

 

Von Andre Vltchek, 24.02.2017

 

 

 

Nicht schon wieder! Die gleiche alte und abgedroschene Leier, derselbe allseits bekannte Refrain. Wieder einmal erzählt man der Welt, was sie denken und was sie glauben soll. Die Welt bekommt auch den Rhythmus und das Leitmotiv geliefert, damit der groteske und schräge Tanz beginnen kann.

 

Wer könnte da widerstehen? Der Text zur Musik wird in perfektem Englisch geliefert, mit dem Habitus einer moralischen und kulturellen Überlegenheit, die alle Zweifel ausräumen soll.

 

Am 19. Februar veröffentlichte RT das Folgende:

Der Telegraph, ein beliebter Lautsprecher für Desinformation der britischen Geheimdienste, ist Teil eines Feldzugs aus psychologischer Kriegsführung gegen Russland, sagt der unabhängige Journalist Martin Summers. Russland wird eine weiteres Vergehen vorgeworfen. Ein britisches Blatt brachte eine Story, dass Moskau angeblich hinter einem Mordplan steckte, um im letzten Oktober den montenegrinischen Premierminister zu ermorden … In dem Artikel hieß es, Russland wolle die Regierung des Landes stürzen um sie am Beitritt zur NATO zu hindern.“

 

Jetzt also Montenegro. Gestern waren es die Krim, der Donbass und die US-Wahl. Wieder mal das böse Russland! Das böse China, die bösen sozialistischen Länder Lateinamerikas, das böse Syrien, Eritrea, Simbabwe, Südafrika, Nordkorea, die Philippinen, alle sind böse, die über die Vorstellung einer angelsächsischen Überlegenheit lachen.

 

Dieses Mal schreibe ich keinen langen philosophischen Aufsatz über das Thema „schamlose britische Propaganda“. Ich nehme nur eine kurze Auszeit von meinem Tausend Worte-“Papier“ für die Chinesische Akademie für Sozialwissenschaften (CASS); ein Papier, das die Auswirkungen der sowjetischen Revolution 1917 auf die Welt analysiert.

 

Ich will hier nur festhalten, was ich für offensichtlich halte, aber das es irgendwie nicht ist, zumindest nicht für Milliarden Menschen auf der ganzen Welt:

 

Diesen britischen Kerlen, die das Massenmediengeschäft und das globale Propagandanetzwerk betreiben, ihnen kann man einfach nicht trauen. Jahrhundertelang hat kein anderes Land mehr Kummer über den Planeten gebracht, mehr Leben zerstört, mehr Nationen und Kulturen zerstört und mehr natürliche Ressourcen gestohlen als das Vereinigte Königreich.“

 

All das geschah ohne mit dem Wimper zu zucken, alles wurde mit dem fortschrittlichsten Propagandaapparat der Welt erklärt und gerechtfertigt, alles wurde „moralisch verteidigt“. Das ganze verdrehte Konzept der britischen „Gerechtigkeit“ wurde zuerst in der Heimat eingeführt und dann in alle Ecken der Welt exportiert.

 

Das ging einige Jahrhunderte so, und so geht es auch heute noch: Die Vergewaltiger führen weltweit akzeptierte moralische Standards ein. Massenmörder betreiben internationale Strafgerichte. Berüchtigte Lügner und Diebe belehren die Welt über „Objektivität“. Gurus der Desinformation „erziehen“ sogar ihre eigenen Kinder und auch die Kinder der Eliten aus allen Teilen der Welt, in ihren „renommierten“ Indoktrinationsfabriken – den Schulen und Universitäten.

 

Ja, es gibt einige Länder die hart daran gearbeitet haben, Großbritannien in Sachen Brutalität, Gier und Taktiken der Täuschung zu übertreffen. Man muss diese Weltmeisteranwärter für Völkermord erwähnen, als da wären Frankreich, Deutschland, Spanien und in letzter Zeit die USA. Sie haben entschlossen und eifrig darum gestritten, aber trotz aller Bemühungen haben sie es nie geschafft, dem Spitzenreiter das Wasser zu reichen.

 

Denken Sie bitte über all das nach, wenn Sie es nicht schon seit Jahren tun. Dann spülen Sie sich gründlich die Augen aus und schauen sich nochmal die Gazetten und die „ernsthaften Publikationen“ an, die in Britannien gedruckt werden. Sehen Sie sich die Indoktrination in den Fernsehsendern an. Wenn Sie noch in der Lage sind, wenigstens etwas Abstand und gesunden Menschenverstand zu behalten, dann vergleichen Sie das was sie sagen, schreiben und senden mit der Realität vor ihrer Haustür. Egal in welchem Eck des Planeten Sie wohnen.

 

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Viele Jahre lang habe ich auf der ganzen Welt gearbeitet, auf allen Kontinenten, in etwa 160 Ländern. Viele Jahre lang hat man mir über die monströsesten und barbarischsten Verbrechen Geschichten erzählt und Beweise gezeigt, die die Briten fast überall auf diesem Planeten begangen haben.

 

Um eine halbwegs komplette Liste zusammenzustellen, müsste man eine beachtliche Broschüre, wenn nicht ein ganzes Buch erstellen. Ich erwähne hier nur ein paar der offensichtlichsten Gräuel, für die „Groß“-Britannien verantwortlich ist: Der Sklavenhandel und die Zerstörung ganzer riesiger Teile Afrikas, wobei zig Millionen Menschen direkt oder indirekt getötet wurden. Die monströse Besatzung des „Subkontinents“, wobei zig Millionen ihr Leben verloren (dazu gehören auch die künstlich erzeugten Hungersnöte). Die Ausplünderung großer Teile Chinas, die Ermordung und Beteiligung an der Brechung der bevölkerungsreichsten Nation der Erde. Brutale Angriffe auf den jungen sowjetischen Staat. Die schreckliche Behandlung der kolonisierten Menschen auf den Inselstaaten, von Ozeanien (Südpazifik) bis zur Karibik. Die Vergasung, Bombardierung und buchstäbliche Auslöschung von Völkern im Nahen Osten, vom heutigen Irak und Kuweit bis Palästina. Es gab Invasionen nach Afghanistan und 1879 die „Terrorherrschaft in Kabul“. Es gab noch zahlreiche andere Dinge, viele albtraumhafte Verbrechen, aber heute will ich mich kurzfassen...

 

In der „Neuen Welt“, die aus Ländern wie den USA, Kanada und Australien besteht, wurden die schrecklichsten Massaker an den Eingeborenen von der ersten und zweiten Generation von Europäern, hauptsächlich Briten, begangen.

 

Britannien hat eigentlich nie damit aufgehört, Verbrechen gegen die Menschheit zu begehen. Seit dem 2. Weltkrieg haben sie die USA angeleitet, strategisch und ideologisch, in der Kunst wie man ein Imperium führt und wie man innerhalb des Westens selbst Einvernehmen herstellt, ja sogar in der Bevölkerung der kolonisierten Länder (im neo-kolonialistischen Kontext).

 

Es war auch an einigen der bösartigsten Taten in der jüngeren Geschichte beteiligt, bezüglich Ländern wie Ägypten, Iran, Irak, Afghanistan, Kongo und auch ganze Teile des asiatischen Pazifiks und der Großen Seen Afrikas.

 

Ich wiederhole, das ist nur eine kurze und unvollständige Zusammenfassung.

 

Da man in der Besatzung riesiger Teile der Welt seit Jahrhunderten Erfahrung hatte, aus erster Hand weiß, wie man die Eingeborenen „befriedet“, haben die Briten nach und nach ihre hoch wirksamen und erfolgreichen Methoden zur Indoktrination entwickelt und an die restliche westliche Welt weitergegeben. Diese haben sich schließlich weiter ausgebreitet – hauptsächlich unter den Eliten der kolonisierten Nationen. Als Resultat entstand eine völlig standardisierte globale Wahrnehmung, und die wird bis heute umgesetzt und aufrechterhalten. Dazu gehören die generelle Sicht auf die Welt, die „Grundsätze“ und die „moralischen Standards“, das Recht und die Gerechtigkeit (inklusive solcher Konzepte wie „Menschenrechte“) und sogar die Palette der allgemeinen Werte.

 

Die Englische Sprache (besonders gut gegliedert; gesprochen mit bestimmten wieder erkennbaren und „akzeptablen“ Akzenten) wurde zum linguistischen Hauptwerkzeug, die sowohl Wahrheit als auch Autorität verkörpert.

 

Nachrichten, die in einer gewissen „objektiven“ Art und mit einem gewissen Akzent (oder einem akzeptablen Akzent) präsentiert werden, wurden für die große Mehrheit der Menschen unterbewusst viel glaubwürdiger als das was „von den Anderen“ geliefert würde, so hat sie ein großer polnischer Journalist, Anthropologe und Philosoph, Ryszard Kapuscinski definiert.

 

Dieses perfekte, anscheinend hieb und stichfeste System produziert Faulheit, Unterwürfigkeit, ja Sklaverei. Das hält den Status Quo erfolgreich aufrecht.

 

Lügen türmen sich auf einen Berg von Lügen, und selbst die offensichtlichsten Fälschungen werden nicht angezweifelt, außer in einigen marginalen und „extremistischen“ Fabrikaten (so werden sie vom westlichen Regime definiert).

 

Das kolonialistische Imperium hat es geschafft zu überleben. Sie haben jetzt vollständige Herrschaft. Es dominiert die Psyche sowohl der Kolonisatoren als auch der Kolonisierten. Die Fortschritte in Befreiungs- und Unabhängigkeitskämpfen durch anti-kolonialistische Kämpfer in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg wurden mit Geschick annulliert. Und dann haben sie offiziell verkündet, der „Kolonialismus sei vorbei“.

 

Irgendwann haben die angelsächsischen Demagogen die „politische Korrektheit“ erfunden, ein weiteres hochwirksames Werkzeug, um jeden ernsthaften Widerstand zu neutralisieren und zu „befrieden“. Die politische Korrektheit behauptet, alle Nationen und Rassen seien gleich; sogar die „kleinen Menschen“ und fast alle „Kulturen der unterentwickelten Nationen“ werden glorifiziert, zumindest verbal, während das Imperium in Wahrheit weiter den Planeten plündert und manipuliert, so wie es das seit jeher gemacht hat. In den Kolonien sind die einzigen die etwas gewinnen die Eliten; diese moralisch korrupten Herrscher der beraubten und immer noch versklavten Welt.

 

Wie in der Vergangenheit wählt das Regime seine Feinde nach pragmatischen Gesichtspunkten und wendet dann die bewährtesten und boshaftesten Taktiken an, startet Verleumdungskampagnen, entmenschlicht die Bürger und Führer gegnerischer Staaten und konstruiert oftmals phantasmagorische, aber hoch wirksame Verschwörungstheorien.

 

Die britischen Medien, die britischen Propagandisten, in der Tat das gesamte britische Establishment, haben auf dem Gebiet der Gedankenkontrolle und der Gehirnwäsche absolute Perfektion erreicht.

 

Wie sonst würde denn jemand, der noch bei Verstand ist, den Worten derer glauben, die für zig Millionen, ja vielleicht Hunderte Millionen toter Menschen in allen Ecken der Welt verantwortlich sind?

 

Wie kann man die Hauptarchitekten unserer irren globalen Anordnung ernst nehmen, außer durch eine gelungene vollständige Indoktrination ihrer „Subjekte“ ?

 

Mancher vermutet, wir würden in einer Welt leben, in der man „Normalität“ nur noch in einem Irrenhaus findet; wo der einzige Platz für einen vernünftigen Menschen nur noch hinter einer Barrikade oder hinter Gittern sei.

 

Allerdings haben nicht viele solche Gedanken, denn sogar (philosophische) Betrachtungen sind bereits fast vollständig standardisiert und kontrolliert. Die so verherrlichte Freiheit wurde reduziert auf eine Handvoll persönlicher, sehr beschränkter, oft eigennütziger Wahlmöglichkeiten, die man noch treffen darf, während man im Allgemeinen voll in das existierende System eingeschlossen ist.

 

Diese britische, europäische, ja westliche Kontrollmanie, mit dem Herrschen über alles in der Welt, hat die natürliche menschliche Entwicklung in der Tat aus dem Gleis gebracht. Anstatt viel höherer Ziele, anstelle von optimistischen Versuchen, eine auf Gleichheit basierende, mitfühlende und freudige Gesellschaft aufzubauen, steckt unsere Menschheit wieder einmal in einer Art Herrschaft und Knechtschaft-Sumpf fest. In etwas, das sogar bereits in Perioden des 19. Jahrhunderts und mit Sicherheit dann im 20. Jahrhundert schon an Anziehungskraft zu verlieren schien.

 

Wie bekämpft man diesen Albtraum? Ich habe es schon oft beschrieben und ich muss es wiederholen: Um die Dinge zu ändern muss man zuerst die Wirklichkeit verstehen. Aber es geht nicht nur um die Kenntnis der Tatsachen; es geht mehr darum sie zu analysieren, wie man die Welt und die wichtigen Ereignisse wahrnimmt.

 

Wir werden mit Informationen, Daten und „Fakten“ bombardiert, ja überflutet. Was fehlt ist ein völlig neuer Ansatz dazu, wie man die Realität, in der wir leben, sortiert und analysiert.

 

Das Imperium hält die Fakten nicht zurück. Es macht etwas viel Finstereres: Es raubt den Menschen die Fähigkeit zu lernen, wie man etwas auf die logischste Weise analysiert.

 

Beginnen wir mit den absolut Grundkenntnissen: „Ein Massenmörder kann kein Richter sein.“ Ein Indoktrinateur (Belehrer) und Hirnwäscher kann kein Lehrer sein.“ „Jene, die Milliarden in Ketten legen und versklaven, sollten nicht über Freiheit predigen dürfen.“

 

Das ist die Realität: Wir haben es mit einer Handvoll gestörter und geistig verwirrter Nationen und Kulturen zu tun, die ganze Nationen und Kontinente geschändet und bestohlen haben und die immer noch unseren schönen, aber bereits schrecklich gezeichneten Planeten beaufsichtigen.

 

Diese moralisch kaputten Nationen haben kein Mitgefühl und keine echte Vernunft mehr. Diese Tatsache haben sie immer und immer wieder bewiesen. Eine Million Opfer, zehn Millionen Opfer – das ist ihnen egal, Hauptsache sie können herrschen. Eine ruinierte Natur, verschwindende Inseln, vergiftete Luft, das ist ihnen egal. Menschen, die sich in indoktriniertes, intellektuell und emotionell einförmiges Vieh verwandeln; schön, wen kümmert's?

 

Es ist eine außerordentlich beunruhigende Realität, aber es ist Realität. Je eher wir sie als das erkennen was sie ist, desto besser.

 

Groß“-Britannien sollte sich auf seinen Arsch hocken und vor Schrecken schreien, sich an all die Verbrechen erinnern die es begangen hat. Es sollte sich die Konzentrationslager vorstellen, die es in Afrika und anderswo gebaut hat, sich an die in Indien und anderswo verursachten Hungersnöte erinnern, an die unschuldigen Menschen denken, die es auf jedem einzelnen Kontinent ermordet hat. Es sollte vor Scham heulen, für den Nihilismus den es verbreitet hat und dabei die Begeisterung, die schönen Träume und Hoffnungen unserer menschlichen Rasse ruiniert hat.

 

Es sollte einhalten und vor Horror weinen, sich die Anweisungen vorstellen, die es Ländern wie Südafrika, den Vereinigten Staaten oder Ruanda gegeben hat – Anweisungen, die unserer Welt schreckliche Blutbäder anstatt Harmonie und Fortschritt gebracht haben.

 

Wozu der ganze Terror? Nur damit UK und seine Konsorten weiter herrschen können! Es geht nicht nur um Gier oder Naturressourcen, es geht um Kontrolle.

 

Ich will deren Analysen überhaupt nicht mehr sehen. Ich will ihre Nachrichten nicht mehr, nicht ihre Filme, ihre Bücher und ihr Propagandamaterial. Selbst wenn man in einer dunklen Höhle säße könnte man die Welt besser verstehen als wenn man ihre Desinformationsblätter lesen oder ihre Indoktrinationskanäle schauen würde. All das ist nur dazu bestimmt, die Menschen zu verwirren, passiv und untertänig zu machen. Ihre Sprecher und auch ihre Autoren sind wie traurige lobotomierte Roboter: In ihren Worten liegt kein Leben, da ist nichts Neues, nichts Wagemutiges oder Revolutionäres. Aber irgendwie funktionieren sie: Sie bewegen sich, sie essen, scheißen und wiederholen das was von ihnen erwartet wird, aber sie leben nicht.

 

Sie schmieren, aber sie inspirieren nicht. Wenn es Optimismus gibt, dann ist der falsch, vorab genehmigt und massenproduziert.

 

Wenn ich darüber nachdenke, so macht das Sinn: Ein Folterer kann kein Visionär sein, oder ein Idealist.

 

Im Vergleich zu China oder dem Iran ist UK eine relativ junge Kultur. Aber es fühlt sich alt, müde, erschöpft und obsolet. Zu viele Verbrechen und zu viele Lügen können selbst ein junges Wesen schlapp und depressiv machen.

 

Wäre England eine Person, die sich in einer normalen Gesellschaft bewegt, sie wäre entweder im Gefängnis oder in einer Irrenanstalt. Das gleiche könnte man über den Rest des Westens sagen.

 

Von einigen mordenden Irren können wir nichts lernen, oder? Die einzige Frage sollte sein: Wie verpasst man einem solchen Individuum eine Zwangsjacke, wie hindert man sie am töten und verwunden Anderer, und wie kann das so schnell wie möglich geschehen?

 

Ich bezweifle auch sehr stark, dass unserem gefährlichen Irren, mit seinem Hintergrund und seiner monströsen Bilanz, erlaubt werden sollte, die Welt öffentlich zu interpretieren, die Menschen zu belehren, ja sogar an einer Diskussion zu den wichtigsten Fragen teilzunehmen, vor denen unserer Planet steht!


https://www.opednews.com/articles/1/Go-post-West-young-man-by-Pepe-Escobar-Allies_America_International_NATO-170221-995.html

 

Go post-West, young man

 

(Anm.d.Ü.: Um den Witz in der Überschrift richtig zu verstehen sollte man auch den ursprünglichen Hintergrund von „Go West, Young Man“ kennen, dem politischen Slogan einer amerikanischen Doktrin des 19. Jahrhunderts, und von Hollywood verbrämt. Alles drin, alles dran: Exzeptionalismus, Nationalismus und Expansionismus, das „Licht der Zivilisation“...)

 

von Pepe Escobar, 21.02.2107

 

 

Die Münchner Sicherheitskonferenz lieferte den vorhersehbare Schaukasten mit einem Westen, der sich weigert, die Entstehung einer multipolaren Weltordnung anzuerkennen

 

Die Münchner Sicherheitskonferenz 2017 hat schon am Anfang alles ausgeplaudert, mit ihrer jährlichen „Diskussionshilfe“ für das dreitägige Ereignis, den Munich Security Report 2017. Der Bericht trägt den Titel „Post-Truth, Post-West, Post-Order?“

 

http://www.eventanizer.com/MSC2017/MunichSecurityReport2017.pdf

 

Post-Truth“ (postfaktisch) ist die neue Normalität, denn dies ist das Zeitalter des Spin (der Meinungsmache).

 

Post-Order“ würde tatsächlich eine neu durchgemischte Neo-Westfälische Ordnung mit Multipolarität bedeuten, etwas das das Establishment auf den Tod bekämpfen wird.

 

Und „Post-West“ hat keine Bedeutung, denn der Westen hat keine Krise. Das wahre Problem ist ein vom Westen erzeugtes Zusammenfließen von Neoliberalismus und „humanitärem“ Imperialismus.

 

Es wäre fruchtlos, von der westlichen politischen Elite zu erwarten, dass sie ihre sorgsam gepflegte Verleugnung der vielzähligen Wütereien aufgeben, die sie quer durch die Entwicklungswelt im Namen des Neoliberalismus angestellt haben, verkleidet als „freiheitliche Demokratie“.

 

Und es wäre fruchtlos, von der westlichen politischen Elite zu erwarten dass sie zugeben, dass sich die post-9/11-Welt – zusammengestellt als ein vom Pentagon dominierter Langer Krieg – in einen Regimewechsel-Feldzug im Nahen Osten verwandelt hat, was wiederum Pandoras Kiste mit dem Salafi-Dschihadismus geöffnet hat, ein andauerndes Geschenk.

 

Das Beste was den westlichen politischen Eliten bei ihrem wirren Haufen am Ende des 19. Februar einfiel ist diese Perle aus Selbstmitleid: „Donald Trumps Bemerkungen darüber, die NATO sei 'obsolet', haben unter den Alliierten Amerikas große Unsicherheit ausgelöst, insbesondere in Zentral- und Osteuropa. Die Europäische Union steht auch unter Druck weil sie mit dem Brexit klarkommen muss, einer populistischen Welle, der Flüchtlingskrise, einer möglichen Wiederkehr der Eurokrise, dschihadistischen Anschlägen und einem revisionistischen Russland.“

 

Dass in diesem westlichen Jammertal der Tränen ja keine Fakten dazwischenkommen. Beschreibe ja keiner die NATO als das was sie ist – eine Militärachse mit einem übermächtigen Anführer und einem Haufen Vasallen, die zusammen einen globalen Robocop darstellen.

 

Und dass mir ja keiner zugibt, dass der einzige einende Faktor, der das Dilemma der westlichen Eliten erklären kann, immer der ultimative Buhmann ist: das „revisionistische“ Russland.

 

Die Geburtswehen der Neuen Welt

 

Also was ist wirklich in München passiert?

 

Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat das Offensichtliche noch mal erklärt: Wir befinden uns in den Geburtswehen (kennt ihr noch Condi Rice?) einer neuen multipolaren Ordnung, die nicht unter westlicher Vorherrschaft steht, die sich stattdessen aus souveränen Staaten zusammensetzt, die dem internationalen Recht folgen und gleichzeitig ihre eigenen nationalen Interessen respektieren.

 

Das bedeutet an der bilateralen US-russischen Front „pragmatische Beziehungen, gegenseitigen Respekt, die Anerkennung unserer besonderen Verantwortung für eine globale Stabilität. Trump nannte die NATO 'obsolet'.“ So legte Lawrow das Konzept dar und betonte, die NATO „bleibe eine Einrichtung des Kalten Kriegs“. Und dann spielte Lawrow seine Trumpf aus: „Wenn Sie wollen, dann können Sie es 'Post-West'-Weltordnung nennen.“

 

Also das ist für die westliche politische Elite ein absolutes Gräuel. Und daher auch das nicht dementierende Dementi des NATO Generalsekretärs Jens Stoltenberg: „Unser Ziel ist nicht eine Isolierung Russlands. Wir wollen keinen Neuen Kalten Krieg, wir wollen keinen neuen Rüstungswettlauf, was wir tun ist angemessen und defensiv.“ Also diese mickrige Truppen im Baltikum und in Polen sind nur eine Abschreckung gegen ein „selbstbewussteres Russland“.

 

Parallel dazu lief die europäische Mattis & Pence Alliierten-Besänftigungs-Tournee.

 

James Mattis und Michael Pence feierten das „transatlantische Bündnis“ enthusiastisch. Mattis nannte die NATO das „Grundgestein“ der transatlantischen Sicherheit. Aber was sie auch sagten, im Grunde geht es um das liebe alte Geld: Ein Jahr beträgt die Frist für Amerikas europäische Verbündete, die Militärausgaben vom EU-Durchschnitt von 1,4% auf 2% des BIP anzuheben. Übersetzt bedeutet das für einen Haufen Austeritäts-geplagter europäischer Länder satte US$ 100 Milliarden mehr im Jahr.

 

Mattis transportierte die unverwässerte Pentagon-Doktrin, als er einen „Bogen der Instabilität am Rande der NATO“ heraufbeschwor. Und während er das sprichwörtlich „unerschütterliche Bekenntnis“ zu NATO gelobte, betonte Pence kraftvoll, Washington würde „Russland zur Rechenschaft ziehen“ wegen der Kriege in der Ukraine und in Syrien. Das waren Mattis' und Pences verschlüsselte Botschaften an den Beltway (Washington).

 

Entscheidend dabei: Nicht ein einziges Wort über die EU. Es ging nur um die NATO. Man fragt sich ob Angela Merkel sich in krachender Lautstärke Bob Dylans Desolation Row anhörte, denn sie fürchtet die offene Präferenz der Trump-Präsidentschaft für populistische und ultra-nationalistische europäische Parteien.

 

Ein kein Wunder dass der europäische Kommissionspräsident Jean-Claude Junckerdaruf pochte, dass die EU den amerikanischen Forderungen nicht nachgeben darf. Er weiß, dass sich die sogenannte Populistische Internationale der europäischen Rechtsaußen-Gruppen bereits voller Freude die Hände reibt.

 

Putin hat es kommen sehen

 

Dann gab es noch eine komische Erheiterung – auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass dies zu amerikanischem Talkshow-Futter wird: Adel al-Jubeir, der Außenminister eines Saudi-Arabiens, das die ideologische Matrix aller Sorten des Salafi-Dschihadismus ist, hat den Iran als „den größten Einzelsponsor für Terrorismus auf der Welt“ bezeichnet.

 

Das Haus Saud fordert wütend dazu auf, dass Teheran bestraft wird. Die internationale Gemeinschaft müsse klare „rote Linien“ ziehen, sprich mehr Banken-, Reise- und Handelssanktionen. Der Kapitolshügel stimmt von ganzem Herzen zu. Britannien und Frankreich werden die „roten Linien“ ignorieren und sich gleichzeitig weiteren lukrativen Waffengeschäften mit Riad hingeben.

 

Man beachte den riesigen (abwesenden) Panda in dem Münchner Saal – China. München könnte man leicht als eine unliberale neoliberale Quassel-Party abtun, gleichzeitig macht China im Turbo-Tempo in Europa Avancen, bei denen es nur um Handel und Investitionen geht. Die EU wird China bald als eine Marktwirtschaft anerkennen, wie der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel bestätigt hat, gleichzeitig tun sich Peking und London zusammen, um die „globalen freien Handelsmechanismen“ voranzubringen.

 

Übersetzung: Ein wirtschaftlicher Protektionismus kann keine Win-Win-Situation sein, weder für die EU noch für das Brexit-Land, und auch nicht für China.

 

Vor zehn Jahren hat Wladimir Putin in München eine verblüffende Rede gehalten (Anm.d.Ü.: ich erinnere mich an das Gesicht von John McCain, er sah aus wie kurz vor einem Magendurchbruch), über die Gefahren von unipolaren internationalen Beziehungen – vor einem „nahezu unbeschränkten Hyper-Gebrauch von Gewalt, militärischer Gewalt“ – und den Wechselwirkungen zwischen diesem Ungleichgewicht und wachsender globaler Ungleichheit.

 

Die westlichen Eliten haben nicht zugehört, war ja klar. Ja, die deutschen Konzernmedien haben die Rede sofort als „den Neuen Kalten Krieg“ gebrandmarkt, dabei war es in Wahrheit ein Aufruf zum endgültigen Ende des Kalten Kriegs.

 

Dieses Mal war Lawrow an der Reihe, die Stimme der Vernunft zu geben. Er sagte den USA und Europa, sie müssten endlich ihre kontraproduktive Weltsicht eines „der Westen gegen den Rest“ aufgeben.

 

Und wieder einmal haben die westlichen Eliten nicht zugehört, war ja klar. Und da wundern sie sich, warum so viele begierig eine „Post-West“-Welt umarmen.


http://www.greanvillepost.com/2017/02/20/legless-abdulbasit-more-fake-news-from-syrias-moderate-rebel-media-machine/

 

 

 

Abdulbasit ohne Beine“ - Noch mehr Fake News von der Medienmaschine der syrischen „moderaten Rebellen“

 

Als Antwort auf die künstliche „Fake News“-Krise der Establishment-Medien, die unabhängige und alternative Medienquellen für Nachrichten und Analysen marginalisieren soll, und wegen des Engagements unserer Leser zu dieser wichtigen Frage, hat 21WIRE seine Aufklärungskampagne #FakeNewsWeek um eine Woche verlängert. Jeden Tag wird unser Redaktionsteam von 21st Century Wire Medienkritik und Analysen zur Berichterstattung der Konzern-Massenmedien über laufende Ereignisse bereitstellen – und das „Fake News“-Fließband der Regierungen und der Massenmedien entblößen...

 

von Barbara McKenzie, 20.02.2017 via 21st Century Wire (Anm.d.Ü.: gekürzt)

 

 

Vor zwei Tagen, am 16. Februar, hat Anne Barnard von der New York Times auf Twitter diese herzzerreißende Story über einen Jungen in Syrien gepostet, der seine Beine bei einem „Regierungs/russischen Bombenangriff“ verloren hat.

 

Das Bild sieht etwas...seltsam aus, also habe ich um weitere Informationen gebeten:

 

 

Es gab sogar ein Video, von „Revolution Syria“, einer Medienfabrik der Aufständischen, die auch das Video für die gleichermaßen betrügerische Behauptung über ein russisches Bombardement einer Schule in Haas im Oktober 2016 lieferte. Aus dem Video wird eindeutig ersichtlich, dass mindestens zwei Kameraleute zufällig vor Ort waren.

 

Und dann bekamen wir das ganze Bild: Diese Standbilder sind wesentlich klarer als das Video:

 

Obwohl bei dem Luftangriff angeblich „Fassbomben“ benutzt worden sein sollen, retwittert Barnard ohne Kommentar über Streubomben und die (unbegründete) Behauptung von „ungebremstem Einsatz von Streubomben in Syrien“.

 

Barnards Quelle ist der BBC Auslandsnachrichten-Produzent Riam Dalati (@Dalatrm), der „seit 2012 über Syrien und den Konflikt in der Region berichtet“. Es könnte jedoch sein, dass auch Louisa Loveluck von der Washington Post von „Aktivisten vor Ort“ kontaktiert wurde: Während Dalati von „Abed“ spricht, bietet Loveluck seinen ganzen Namen: Abdulbasit Taan Al-Satouf.

 

Ein Blick auf das grausamere Bild genügt und man erkennt, dass die ganze Story ein Fake ist.

 

An die Idioten, die dieses Video gemacht haben und jene die es glauben...

 

Der Junge wäre aufgrund der durchtrennten Oberschenkel-Arterien gestorben. Diese Arterie ist eine der Hauptarterien entlang des Oberschenkelknochens. Innerhalb von 2 Minuten wären 1-2 Liter Blut ausgetreten und der Schaden wäre irreversibel. Da auch die Knochen betroffen sind, wäre er in weniger als 45 Sekunden durch einen hypovolemischen/hämorrhagischen Schock (plötzlicher Verlust des Blutvolumens von 25% oder 1/5) ohnmächtig und es kommt zu Organversagen. 500Ml pro Minute pro Bein, das bedeutet Ohnmacht und Tod nach 1.2 Minuten.

Macht keine Fake Videos. Punkt.

 

1: Solche Verletzungen bedeuten verletzte Arterien und Blut überall, nicht nur auf der Wunde.

 

2: Der Junge wäre im Schockzustand oder bewusstlos. Er würde nicht versuchen, sich aufzurichten.

 

3: Niemand – kein Vater, Ersthelfer oder sonst wer –würde den Jungen so halten, mit einer Hand, während er mit der anderen noch sein Walkie-Talkie festhält.

 

4: Es ist wieder wie bei Omar Daqneesh, dem Jungen in dem orangenen Sessel: Es gib´t mindestens zwei Kameramänner, keiner kümmert sich um das Abbinden der Wunde, oder um die Toten und Verletzten – wichtig ist das Foto.

 

5: Es sieht in der Tat so aus als hätte man das Ganze mehr als einmal gefilmt.

 

 

Nach Angaben von CNN hat der Junge die Nacht nach dem Angriff in einem Hospital in Idlib verbracht. Jetzt hat er anscheinend eine schwere Kopfverletzung:

 

 

Auf jeden Fall hat Abdulbasits Kopf eine wundersame Heilung erlebt:

 

 

Während der ganzen Zeit hat niemand die Kleider des Jungen gewechselt.

 

 

(Anm.d.Ü.: Interessant sind die zwei Videos dazu wie man eine Beinamputation fälscht! Bleibt noch die Frage, ob der Junge nicht schon Beinamputiert war.)

 

Die Geschichte ist von vorne bis hinten eindeutig gefälscht. Von den Fake-Quellen („Aktivisten“) über die gefälschten medizinischen Erkenntnisse bis zu dem gefälschten Verhalten. Trotz der offensichtlichen Fragen und dubiosen Quellen gab es von Seiten der Massenmedien keine Versuche die Story zu verifizieren. Im Gegenteil, dieser offensichtliche Schwindel wurde bisher von CNN verbreitet, von Anne Barnard von der New York Times, von Luoisa Loveluck von der WaPo, Riam Dalati von BBC, dem Daily Mail und der Sun. CNN und Daily Mail haben nach dem Besuch von Bana (bei dem Jungen) eine Folgegeschichte gebracht.

 

Die Fake News der Konzernmedien und von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch wurde mehrfach aufgedeckt, bekannt sind die Storys, dass Saddam Hussein kuwaitische Babys aus Brutkästen gestohlen habe und die Lüge, dass Gaddafi schwarzen Soldaten Viagra gegeben hätte um sie zur Vergewaltigung von arabischen Frauen zu ermutigen. Die Philosophie der Medien und der NGOs scheint zu sein, das es nicht ausmacht wenn ihre Fälschungen einmal aufgedeckt werden, Hauptsache sie erfüllen kurzfristig ihren Zweck, wie die Invasion in den Irak oder die Bombardierung Libyens. Oder eine Flugverbotszone über Syrien.

 

Die Konzernmedien und die NGOs hoffen, dass sie mit ihrer gegenseitigen und Eigenwerbung davonkommen, dass wenn sie ihre Lügen nur selbst verbergen, die Öffentlichkeit diese Lügen vergisst und diese Organisationen bei ihrem eigenen Wort nehmen.

 

Die Welt hat sich jedoch verändert: Mit dem Aufstieg des Internets, den alternativen Medien und dem großartigen Teilen von Ideen muss sich niemand mehr auf die Massenmedien verlassen. Darüber hinaus führt die schonungslose Arroganz und Verlogenheit der Medien zu deren Untergang. Die Öffentlichkeit hat vielleicht ein kurzes Gedächtnis, aber schottische Nationalisten werden die Parteilichkeit der BBC gegen die Unabhängigkeit nicht vergessen. Und auch die Unterstützer der Labour-Partei werden die Kampagne gegen Jeremy Corbyn nicht vergessen, so wie über die Lügen zu Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen auch nach 14 Jahren noch geredet wird. Es gab einfach zu viele Lügen, und zu gut enttarnt. Das rächt sich jetzt für die Massenmedien.

 

 


Exklusiv: Demokraten, Liberale und Medienexperten – die eifrig am Stuhl von Präsident Trump sägen – wollen einen Neuen McCarthyismus, der auf Amerikaner zielt die mit Russen geredet haben. Das riecht nach einer neuen Hexenjagd, berichtet Robert Parry

 

https://consortiumnews.com/2017/02/18/the-did-you-talk-to-russians-witch-hunt/

 

Hexenjagd: Haben Sie mit Russen geredet?!

 

Von Robert Parry, 18.02.2017

 

 

In der anti-russischen Ekstase, die durch die amerikanische Politik und die Medien treibt, rufen Demokraten, Liberale und Experten der Massenmedien nach einem Untersuchungsausschuss, der zu einer neuen Form eines Komitees für unamerikanische Umtriebe werden könnte. Um Amerikaner zur Strecke zu bringen, die sich mit Russen unterhalten haben.

 

Die vorgeschlagene Kommission hätte weitgehende Vorladungsgewalt, um angebliche Verbindungen zwischen Trump-Unterstützern und der russischen Regierung zu untersuchen. Das Ziel ist es, die Frage zu stellen, ob sie jetzt oder jemals zuvor mit einem Russen geredet haben, der vielleicht Verbindungen zum Kreml oder seinen Geheimdiensten hat.

 

Ein solches Eingeständnis wäre dem Anschein nach ein Beweis für Untreue, ein „schuldig durch Verbindung Verbrechen“, so wie die Kalter Krieg-Jagd des Senators Joe McCarthy nach „Kommunisten“, die angeblich die US-Regierung, die Film-Industrie und andere amerikanische Institutionen infiltriert haben.

 

Parallel zu den Anhörungen von McCarthy über die Rote Angst gab es das Komitee für unamerikanische Umtriebe (HUAC), ein ständiger Kongressausschuss von 1945-1975, wo bekanntermaßen angebliche kommunistische Subversion und Propaganda untersucht wurde. Einer der großen Erfolge war die Schwarze Liste über die „Hollywood Ten“, deren Karrieren in der Filmindustrie beschädigt oder zerstört wurden..

 

Obwohl der Kalte Krieg schon lange vorbei ist – und Russland oft mit der US-Regierung zusammengearbeitet hat, besonders bei nationalen Sicherheitsfragen wie dem Nachschub für US-Truppen in Afghanistan – scheinen Demokraten und Liberale dazu bereit Amerikaner zu zwingen, dass sie ihre Loyalität beweisen wenn sie sich auf Unterhaltungen mit Russen einlassen.

 

Oder vielleicht können diese „Zeugen“ in Strafverfahren verwickelt werden, wenn ihre Erinnerung über Unterhaltungen mit Russen nicht mit den Umschriften ihrer abgefangenen Kommunikation übereinstimmen. Eine ähnliche Taktik wurde von Sen. McCarthy und HUAC benutzt, um den Opfern eine Falle zu stellen und sie wegen solch nachrangiger Vorwürfe einzusperren.

 

Der geschasste Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn hat bereits eine solche schlimme Lage mitgemacht, er konnte sich nicht an alle Details eines Telefonats mit dem russischen Botschafter Sergey Kislyak am 29. Dez. 2016 erinnern, nachdem Flynn während eines Urlaubs in der Dominikanischen Republik den Anruf tätigte.

 

Als Überbleibsel der Obama-Regierung im Justizministerium entschieden hatten, einen juristischen Vorwand zur Jagd auf Flynn zu konstruieren, da zitierten sie den Logan Act, ein Gesetz von 1799, das Privatbürger daran hindern soll, mit ausländischen Feinden zu verhandeln. Es kam nie zur Anwendung und niemand wurde danach verurteilt. Dieses Gesetz ist auch verfassungsrechtlich bedenklich und war sicher nie dazu gedacht, auf einen Berater eines gewählten Präsidenten angewendet zu werden.

 

Jedoch haben aufgrund dieses windigen Vorwands FBI-Agenten – mit einer Umschrift des elektronisch abgefangenen Kislyak-Flynn-Gesprächs in der Hand – Flynns Gedächtnis über die Unterhaltung getestet und festgestellt, dass seine Erinnerung unvollständig war. Erwischt – er hat das FBI belogen!

 

Unter dem wachsenden medialen und politischen Druck hat Präsident Trump Flynn gefeuert, anscheinend in der Hoffnung, dass das über Bord werfen von Flynn in die kreisenden Haie die Haie irgendwie beruhigen würde. Aber das Blut im Wasser hat den Tumult nur noch verstärkt.

 

Der Iran-Contra Vergleich

 

Einige prominente Demokraten und Liberale haben die Trump-verbundenen Kontakte zu Russland mit Präsident Nixons Watergate-Skandal oder Ronald Reagans Iran-Contra-Affäre verglichen, eine Sache über die ich gut Bescheid weiß, denn ich habe als Reporter dazu beigetragen, diese Geschichte für die Associated Press in den 1980ern aufzudecken.

 

Der Hauptunterschied: Iran-Contra war eine verfassungswidrige Aktion der Reagan-Regierung, um einen illegalen Krieg gegen die Regierung der Sandinista in Nicaragua zu finanzieren, trotz eines Verbots durch den Kongress. Die mit Trump verbundenen Kontakte mit Russen – soweit sie stattgefunden haben – scheinen darauf abgezielt zu haben, einen neuen und gefährlichen Kalten Krieg zu verhindern, der zu einem nuklearen Holocaust führen könnte.

 

Mit anderen Worten: Bei Iran-Contra ging es darum, einer paramilitärischen Streitkraft zu ermöglichen, dass sie mit ihrem brutalen Plündern in einem Land weitermachen konnten, das keine Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstellte. In dem gegenwärtigen „Skandal“ geht es um Menschen die versuchen, die Feindseligkeiten zwischen zwei atomaren Supermächten zu vermeiden. Eine existentielle Bedrohung, die viele Massenmedien und liberale Experten nicht erkennen wollen.

 

In der Tat gibt es eine besorgniserregende Realitätsverweigerung über das Risiko eines zufälligen oder gewollten Kriegs mit Russland, denn die US-Medien und viele im offiziellen Washingtoner Establishment machen sich eine Riesenspaß aus der Dämonisierung von Russlands Präsident Wladimir Putin und sie triezen die Russen, indem sie NATO-Truppen an ihre Grenzen verlegen und in Osteuropa antiballistische Raketen stationieren. Aus irgendeinem irren Grund fühlen sich die Russen bedroht.

 

Falsche Berichte

 

Das Draufhauen auf Russland und das Hetzen gegen Russland wird von falschen Berichten begleitet, die in den großen US-Zeitungen präsentiert werden, darunter in der New York Times und der Washington Post, um die gestiegenen Spannungen zu rechtfertigen.

 

Zum Beispiel hat Karen DeYoung, eine leitende Redakteurin für auswärtige Angelegenheiten bei der WaPo, den Bürgerkrieg in der Ukraine so beschrieben:

 

Der Konflikt begann, als Russland 2014 einmarschiert ist und die Krim annektiert hat, dann haben sie die Separatisten in der Ostukraine unterstützt, was zu einem aufreibenden Krieg geführt hat, trotz eines Deals zur Beendigung desselben, Minsker Abkommen genannt, der von den Führern Frankreichs und Deutschlands mit Putin ausverhandelt wurde.“

 

Aber De Youngs Übersicht stimmt einfach nicht. Die Krise begann im Herbst 2013, als der gewählte ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch von einem Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union Abstand nahm, das er als kostspielig und inakzeptabel betrachtete. Dieser Schritt führte prompt zu Protesten von Ukrainern auf dem Kiewer Maidan-Platz.

 

Das Außenministerium der Obama-Regierung, amerikanische Neokon-Politiker wie Sen. John McCain und verschiedene US-gestütze „Nichtregierungsorganisationen“ haben dann diese Proteste gegen Janukowitsch angefacht und sie wurden gewalttätig, nachdem (Anm.d.Ü.: u.a. in Polen) trainierte Ultranationalisten und Straßenkämpfer der Neonazis aus der Westukraine einfielen.

 

Anfang 2014 entwickelte sich unter der Führung der stellvertr. Außenministerin Victoria Nuland und des US-Botschafters Geoffrey Pyatt in der Ukraine ein Coup zum Sturz des demokratisch gewählten Janukowitsch . Die beiden wurden Ende Januar oder Anfang Februar 2014 bei einem Telefonat ertappt, wo sie über die Einsetzung einer neuen Führung in der Ukraine konspirierten. (Anm.d.Ü.: Verschwörungsanalyse)

 

Nuland verwarf eine weniger extreme Strategie der europäischen Diplomaten mit den kernigen Worten „Fuck the EU“ und erklärte weiter „Yats ist der Mann“, ihr Favorit Arseniy Yatsenyuk als neuer Führer. Nuland dachte dann darüber nach wie man „das Ding verleimt“ und Pyatt sinnierte darüber wie man „bei der Sache Hilfestellung leisten“ könne.

 

Am 20. Februar 2014 feuerte ein mysteriöser Scharfschütze offensichtlich aus einem Gebäude das vom ultranationalistischen Rechten Sektor kontrolliert wurde, und tötete sowohl Polizisten als auch Demonstranten, was zu einem Tag der Gewalt führte, bei dem 70 Menschen ums Leben kamen, darunter mehr als ein Dutzend Polizisten.

 

Am nächsten Tag haben drei europäische Regierungen (Anm.d.Ü.: auch mit Steinmeiers Unterschrift) einen Handel mit Janukowitsch beschlossen, in dem er vorgezogenen Neuwahlen und einer Einschränkung seiner Macht zustimmte. Aber für die von den USA unterstützen Militanten war dieses politische Abkommen nicht genug, sie stürmten am 22. Februar Regierungsgebäude und zwangen Janukowitsch und seine Beamten dazu um ihr Leben zu fliehen.

 

Anstatt das Abkommen vom 21. Februar anzuerkennen, welches die europäischen Nationen „garantierten“, drängte Nuland und brachte die US-Alliierten dazu, die neue Umsturz-Regierung als „legitim“ anzuerkennen. Yatsenyuk wurde Premierminister und einige hochrangige Regierungsposten gingen an die Ultranationalisten und Neonazis.

 

Die Ausbreitung der Gewalt

 

In den darauffolgenden Tagen breitete sich die rechte Gewalt über Kiew hinaus aus, was das Parlament der Krim dazu brachte, eine Sezession von der Ukraine und einen Wiederanschluss an Russland vorzuschlagen. Die Beziehungen zu der Halbinsel reichen bis in die Tage von Katharina der Großen zurück.

 

Die Krim setzte ein Referendum an, das von dem neuen Regime in Kiew bekämpft wurde. Russische Truppen sind nicht in die Krim „einmarschiert“, denn dort waren bereits etwa 20.000 als Teil eines Truppenstationierungsabkommens an dem Schwarzmeerhafen Sewastopol stationiert. Die Russen haben für Sicherheit bei dem Referendum gesorgt, aber es gab keine Beweise für Einschüchterungsversuche, als die Bürger der Krim zu 96% für eine Abtrennung von der Ukraine und einen Wiederanschluss an Russland votierten. Ein Schritt, den Putin und die russische Duma akzeptierten.

 

Die Ostukrainer versuchten der Krim mit einem eigenen Referendum zu folgen, aber Putin und Russland wiesen ihre Sezessionsgedanken zurück. Als jedoch das Regime in Kiew eine „Anti-Terror-Operation“ gegen die sogenannte Donbass-Region startete – angeführt von ultranationalistischen und Neonazi-Milizen – da lieferte Russland militärische Hilfe, damit diese ethnischen Russen nicht vernichtet würden.

 

Karen DeYoung hat das Minsker Abkommen auch so hingestellt, als wäre es Putin auferlegt worden, dabei war er einer der Hauptbefürworter und Architekten, der 2015 zum Zustandekommen beitrug, als das ukrainische Militär vor Niederlagen auf dem Schlachtfeld stand.

 

Aber die Ministerin Nuland hat in Zusammenarbeit mit Premierminister Yatsenyuk und dem ukrainischen Parlament das Abkommen sabotiert und verlangt von den Donbass-Rebellen zuerst die Kapitulation, was die natürlich nicht machen, denn sie haben kein Vertrauen in die Ernsthaftigkeit des Regimes in Kiew, dass die ihre Verpflichtung erfüllen und dem Donbass die begrenzte Autonomie gewähren.

 

Mit anderen Worten: Kiew hat eine Giftpille eingesetzt, die eine friedliche Lösung verhindert, aber die westlichen Medien und Regierungen schieben die Schuld für das Scheitern von Minsk immer auf Putin.

 

Falls Karen DeYoung die ganze Geschichte in einen Absatz zusammenfassen könnte, dann würde der so lauten:

 

Der Ukraine-Konflikt begann, als US-Vertreter den gewaltsamen Sturz des gewählten Präsidenten Viktor Yanukowitsch unterstützt haben, was die Krim dazu veranlasst hat zu Russland zurückzukehren und es brachte die ethnischen Russen im Donbass dazu, sich gegen das von den USA unterstützte Coup-Regime in Kiew aufzulehnen, das daraufhin die Rebellion zerschlagen wollte. Das Kiewer Regime hat später ein Friedensabkommen torpediert, das von russischen, ukrainischen und europäischen Unterhändlern in Minsk zusammengezimmert wurde.“

 

Aber eine solche Zusammenfassung hätte natürlich nicht den gewünschten Propaganda-Effekt auf das amerikanische Volk. Denn es würde die von den USA unterstützte Seite nicht als die „Guten“ und die prorussische Seite nicht als die „Bösen“ aussehen lassen.

 

Es ist einfach die Wahrheit, dass die ukrainische Geschichte weitaus komplizierter und vielschichtiger ist als die WaPo, die NYT und die meisten US-Massenmedien zugeben wollen. Bei ihnen beginnt alles erst an dem Punkt, an dem die Krim das Umsturzregime zurückgewiesen hat und sie verzerren diese Fakten, um die Situation einfach als eine „russische Invasion“ darzustellen. (Anm.d.Ü.: Fake News-Klassiker #1: die Annexion der Krim)

 

Eine aufgepeitschte Hysterie

 

Die Verzerrungen der großen Medien sind so ungeheuerlich, man könnte es Lügen nennen. Aber es sind Lügen, die sich zum Aufpeitschen der gegenwärtigen anti-russischen Hysterie als sehr nützlich erwiesen haben. Diese Hysterie kreist durch das offizielle Washington und hat einen Neuen Kalten Krieg geboren, der jetzt von einem neuen McCarthyismus begleitet wird, der jeden, der das „Gruppendenken“ nicht akzeptiert, für einen „Fürsprecher Russlands“ oder einen „Agenten Moskaus“ hält.

 

Seit der Wahl im letzten November hat sich dieser Neue McCarthyismus mit dem Hass gegen Donald Trump vermengt, insbesondere seit die scheidende Obama-Regierung unbewiesene Anschuldigungen verbreitete, Russland hätte den Wahlkampf von Hillary Clinton durch das Hacken der E-Mails der Demokratischen Partei (DNC) und von deren Wahlkampfleiter John Podesta untergraben – und diese Informationen an WikiLeaks weitergegeben.

 

Diese E-Mails zeigten, wie das DNC die konkurrierende Kampagne von Sen. Bernie Sanders untergraben hat und die E-Mails haben den Inhalt der Clinton-Reden bei der Wall Street offengelegt, genauso wie die Geld-für-Gunst Aspekte der Clinton Foundation. Informationen, die Clinton vor ihren Wählern verbergen wollte.

 

Aber niemand dachte dass die E-Mails in dem Clinton-Trump-Rennen ein großer Faktor wären; ja, Clinton schob die Schuld für ihre erstaunliche Niederlage dem FBI-Direktor James Comey in die Schuhe, der seine Untersuchung über die Sicherheitsprobleme beim Gebrauch ihres privaten E-Mail Servers während ihrer Außenminister-Zeit zuerst wieder öffnete und dann doch wieder schloss.

 

Aber das Drehbuch dazu, wie Clinton verlor, wurde während Trumps Übergangszeit schnell umgeschrieben, als Präsident Obamas Geheimdienste das Szenario „Russland hat die Wahlen gehackt“ in Umlauf brachten, ohne der Öffentlichkeit Beweise für ihre Anschuldigungen zu zeigen. Auch Vertreter von WikiLeaks haben abgestritten, das Material von Russland erhalten zu haben. Sie vermuten stattdessen, dass es von zwei verschiedenen amerikanischen Insidern geleakt wurde.

 

Ein Ministerium für Wahrheit

 

Trotzdem steigerte sich nach der Wahl die anti-russische Hysterie. Im November prahlte die Washington Post mit Behauptungen einer anonymen Gruppe, PropOrNot genannt, worin 200 Webseiten beschuldigt werden, darunter Consortiumnews.com und andere große unabhängige Medienseiten, sie würden russische „Propaganda“ verbreiten.

 

Die New York Times beteiligte sich an dem Wahnsinn und rief die führenden Technologiefirmen dazu auf, Webseiten zu marginalisieren die angeblich „Fake News“ verbreiten. Ein schwammiger Begriff, der nicht nur auf absichtliche Falschmeldungen angewendet wurde sondern auch auf Informationen, die die offizielle Sichtweise in Frage stellten, egal wie fragwürdig diese Sichtweisen waren. Der Neue McCarthyismus verwandelte sich in einen Neuen Orwellianismus.

(Anm.d.Ü.: siehe Propagandaschau: https://propagandaschau.wordpress.com/2016/12/04/robert-parry-der-orwellsche-krieg-gegen-die-skepsis/

 

Die Bewegung zu einem Ministerium für Wahrheit nahm weiter Fahrt auf, als im Dezember der Kongress ein Gesetz verabschiedete und das von Präsident Obama unterzeichnet wurde: Ein militärische Verfügungsgesetz, in dem eine weitere $160 Millionen-Behörde genehmigt wurde, um angebliche „russische Propaganda“ zu identifizieren und zu bekämpfen.

 

Der Zorn der Demokraten und der Liberalen auf Präsident Trump hat in seinem ersten Monat noch mehr Benzin in die Russland-Hetze gegossen. Einige Demokraten und Liberale sehen es als einen möglichen Weg um Trump zu neutralisieren oder abzusetzen. Daher der Ruf nach einer umfassenden Untersuchung mit Vorladungsvollmachten -- um Dokumente einzufordern und Aussagen zu erzwingen.

 

Während der Gedanke, die volle Wahrheit herauszufinden, vordergründig etwas für sich hat, so birgt er auch die Gefahr eine Hexenjagd loszutreten, die amerikanische Bürger vor Inquisitoren zerren könnte und sie nach irgendwelchen Kontakten zu Russen zu befragen – wie harmlos sie auch sein mögen.

 

HUAC hat in den späten 1940ern und frühen 1950ern auch nur behauptet, man wolle nur die Wahrheit dazu finden, ob einige Amerikaner mit Moskau verbündet waren oder sympathisierten. Sen. Joe McCarthy hat ein ähnliches Verständnis angegeben, als er versuchte, „untreue“ Amerikaner mit der Frage auszumerzen: „Sind Sie gegenwärtig oder waren sie je ein Kommunist?“

 

Dass Demokraten und Liberale, die die McCarthy-Zeit aus verständlichen Gründen verachten, jetzt etwas ähnliches auflegen wollen, das stinkt nach widerlicher Gesinnungslumperei (Opportunismus) und krasser Scheinheiligkeit – Um „Trump zu erledigen“ und eine Aktivisten-Bewegung aufzubauen, die die geschwundenen politischen Hoffnungen der Demokratischen Partei wiederbelebt, ist ihnen jedes Mittel Recht.

 

Aber genau dieser Opportunismus und die Scheinheiligkeit tragen auch die Aussicht in sich, dass die Spannungen mit Russland blind erhöht werden, noch mehr Steuergeld in den militärisch/industriellen Komplex gesteckt wird und absehbar ein nukleares Armageddon entzündet wird  – ob geplant oder ungeplant –  was das Leben auf dem Planeten auslöschen könnte. Vielleicht sollte man diese Anti-Trump Strategie noch einmal überdenken.


http://fredoneverything.org/internal-secession-and-the-road-to-ruin-two-countries/

 

Innere Sezession und der Weg in den Ruin: Zwei Länder

 

von Fred Reed, 16.02.2017

 

 

Trump hat die tiefe Spaltung im Land nicht verursacht. Sie hat ihn verursacht. Es gibt zwei sehr unterschiedliche Amerikas. Ich vermute dass jene Hälfte des Landes die für Trump stimmte, die mit wildem Enthusiasmus abgestimmt hat und zu den großen Versammlungen gepilgert ist, nicht so sehr für Trump gestimmt hat als gegen das andere Amerika. Alleine deswegen weil sie vorher nie eine Chance hatten. Diese beiden Länder haben wenig gemeinsam und gehören nicht auf dieselbe Landkarte.

 

Egal ob Trump sich als der katastrophale Hanswurst herausstellt, der er anscheinend werden will – die gegenwärtigen Proteste heben den krassen Unterschied zwischen seinen Unterstützern und denen von Hillary hervor. Die Kluft geht tiefer als nur Politik, Willkommenskultur, Geschmack, Benehmen und Moral. Die Gruppen sind unterschiedlich und nicht zu vergleichen.

 

Der Unterschied beginnt beim Benehmen. Während des gesamten Wahlkampfs haben sich die Parteigänger Trumps bei riesigen Versammlungen getroffen, applaudiert, sind ruhig nach Hause gegangen und haben dann gewählt. Gleichzeitig sah man auf Clintons Seite ganze Banden schlecht erzogener und rüpelhafte ewig Heranwachsender mit noch schlechterem Benehmen, die Straßen blockierten, Versammlungen störten, sich an Vandalismus beteiligten und Trump-Unterstützer gewaltsam angingen. Autos wurden zerstört, Feuer angezündet und Geldautomaten kaputtgemacht. Black Lives Matter, ganz die Ghetto-Geier, waren am schlimmsten, aber einfältige Studenten und ihre ebenso jämmerlichen Professoren haben sich daran beteiligt. Sie waren obszön und infantil.

 

Und naiv: Sie glauben anscheinend, dass sie Trump weh tun. Aber natürlich treiben sie die Menschen mit ihrem Verhalten in die andere Richtung. Ich bin kein Fan vom Donald, aber ich betrachte das Geschehen und denke: Alles bloß das nicht!

(Anm.d.Ü.: Man google nach "Vagina Lady")

 

Die ewig Pubertierenden wollen schockieren. Grins, grins, schaut mich an, grins, grins.

 

Wir haben Ashley Judd gesehen, angeblich eine Schauspielerin, bei ihrer Rede beim „Marsch der Frauen“:

 

 „Ich bin nicht so eklig wie Rassismus, Betrug, Interessenskonflikt, Schwulenfeindlichkeit, sexueller Übergriff, Transphobie, weiße Vorherrschaft, Frauenfeindlichkeit und weiße Privilegien. Ich bin nicht so eklig und benutze kleine Mädchen wie Pokemons, bevor sich ihren Körper entwickelt haben. Ich bin nicht so eklig und stelle mir meine eigene Tochter als mein liebstes Sexsymbol vor, wie deine eigenen feuchten Träume, durchtränkt mit deinen eigenen Genen.“

 

Das Erstaunliche ist nicht, dass eine lästernde Schwachmatin mit solchen Kloakensprüchen daherkam, sondern dass der „Marsch der Frauen“, der sie gesponsert hat, sie nicht rausgeworfen oder wenigstens zensiert hat.

 

Kann sich jemand vorstellen, dass irgendein Durchschnittsamerikaner und Trump-Unterstützer Obama beschuldigen würde, er hätte Lust auf Inzest mit seinen Töchtern? Diese zwei Lager sind verschiedene Völker. Die eine Hälfte des Landes scheint kulturell vom Ghetto dominiert zu sein. Die andere Hälfte vertritt das normale Verhalten, das man eigentlich in einer zivilen Gesellschaft für konsensfähig halten würde. Trump selbst ist zwar krass, er macht z.B. auf Sendung menstruelle Seitenhiebe gegen Megan Kelly, aber seine Unterstützer nicht.

 

Man kann gegen Trump jede Menge Argumente ins Feld führen, aber dieser Ausbruch an Feindseligkeit, sogar von den Intelligenten, zeugt von Gedankenlosigkeit. Phobie dies, Phobie das, Nazi, Frauenfeind. Putins Schlampe. Die meisten wissen gar nicht was das heißt oder bedeutet.

 

Ein wilder Gedanke: Wir erleben vielleicht eine Darwinsche Regression. Diese intellektuellen Nanopartikel mit den Plakaten und die jammernden Moderatorinnen repräsentieren vielleicht die Rückkehr zum IQ der Einzeller. Sie sind womöglich das lebende Beispiel für das paläontologische Leben vor der Entwicklung. Man stelle sich eine „kambrische Implosion“ vor. Ich stelle mir Rachel Maddow (Anm.d.Ü.: Fernsehmoderatorin auf MSNBC, so 'ne Art Hayali) mit zwölf Körperteilen und Facettenaugen vor.

 

Verschiedene Völker. Ich würde gerne eine vergleichende Umfrage sehen: Wie viele Trump-Wählerinnen würden sich mit den Bemerkungen von Ms. Judd identifizieren? Ich vermute keine. Wie viele Trump-Wählerinnen würden mit einer „Pussy-Mütze“ herumlaufen? Wie viele Väter, die für Trump stimmten, würden ihren Töchtern erlauben oder hätten ihre Töchter so erzogen, dass sie sich wie beim „Marsch der Frauen“ benehmen? Dass ihre Kinder Black Lives Matter kopieren?

 

Verschiedene Zivilisationen. Praktisch keine Überschneidung.

 

Die Medien gehören ganz entschieden zum Amerika von Clinton. In Washington haben zumindest einige Journalisten Pussyhauben aufgesetzt und sich den Demos angeschlossen. Kitschiges Verhalten hat sich in viele Bereiche der professionellen Klasse eingeschlichen. Trump hat vor kurzem einen Journalisten und die Londoner Daily Mail verklagt, weil sie Melania als eine „Edel-Hostess“ bezeichnet haben, soll heißen: ein Call-Girl, eine Prostituierte. Kann sich jemand vorstellen, dass eine konservative Zeitung – sagen wir die Washington Times, The American Conservative, die National Review – Michelle Obama als eine Nutte bezeichnen würde? Oder dass Trump-Fans Hodenmützen tragen würden?

 

Da ist etwas görenhaftes in dem anscheinenden Glauben der Clinton-Amerikaner, sie hätten das Recht auf ein Wahlergebnis nach ihren Wünschen. Wenn sie es nicht bekommen, dann handeln sie wie verzogene Zweijährige. Arme kleine Dinger! Es ist peinlich. Hätte Hillary gewonnen, würden die enttäuschten Trumpianer dann schreiend und mit genitalen Kopfbedeckungen durch die Gegend laufen oder plündern und brandschatzen? Was auch immer die politischen Verdienste auf beiden Seiten sind, die Zwei haben kulturell wenig gemein.

 

Die Spaltung ist wesentlich tiefer und allgemeiner als in dem hitzigen Wahlkampf. Diese sich ausbreitende Klasse, aus der die Demonstranten stammen, nicht nur in Washington und nicht erst seit kurzem, ist gegen das Fundament unseres Demokratieverständnisses. Das ist keine ökonomische Spaltung. An den amerikanischen Universitäten benutzen „Studenten“ fast überall die Taktiken der Braunhemden, um Reden von jedem zu verhindern der nicht mit ihnen übereinstimmt. Sie haben keine Vorstellung von einer vernünftigen Debatte, von der Tolerierung abweichender Meinung, oder Respekt vor dem Gesetz. Anstatt eine Anpassung an amerikanische Normen zu fördern, oder was die amerikanischen Normen waren, die einzige Hoffnung um das Land vor einer Entwicklung in sich bekriegende Stämme zu bewahren, fördern sie Identitätspolitik. Beispielsweise wenden sie sich nicht gegen die Verwüstungen von Black Lives Matter. Jedes Verhalten ist akzeptabel, ja bewundernswert, wenn es von der eigenen Seite betrieben wird.

 

Anstandsregeln und ihr Fehlen sind wiederkehrende Themen. Ich habe keine harten Beweise, aber ich vermute dass das andere Amerika glaubt, dass sich Männer wie Gentlemen und Frauen wie Ladys benehmen sollten; dass Sex eine private Angelegenheit sein sollte und dass insbesondere Kinder nicht zu früh damit in Berührung kommen sollten. Das Amerika von Clinton vertritt mehr die Ansicht, dass eine sexuelle Sprache authentisch und natürlich sei. Blutige Tuberkulose ist auch natürlich, aber man sollte sie vielleicht nicht ermutigen. Und so geht ein Text der bekannten Sängerin Beyonce:

 

Can you lick my Skittles, it's the sweetest in the middle

Pink is the flavor, solve the riddle“

 

Schmerzhaft niedlich. Kann sich jemand vorstellen dass Billie Holiday so etwas singt? Ella Fitzgerald? Von den Rappern gibt es noch weitaus deutlichere, obszönere und sadomasochostischere „Musik“. Ob jemand glaubt dass das Volkskunst ist, der authentische Ausdruck einer unterdrückten Rasse, oder dass so etwas an die Wand einer öffentlichen Toilette gekritzelt gehört, das hängt davon ab wen man gewählt hat. Wie gesagt, zwei Länder.

 

Schlagzeile: „Die Berkeley-Proteste wegen Breitbarts Milo Yiannopoulos haben einen Schaden von $100.000 verursacht.“

 

Diese Vandalen sind die Sturmtruppen von Clintons Amerika. Ich kann mir nicht vorstellen dass das Andere Amerika sich so benehmen würde, egal welcher Redner auch auftreten sollte.

 

Aus welchen Gründe auch immer, diejenigen, die sich als liberal sehen, sind wesentlich anfälliger für Demonstrationen und Ausschreitungen als die Konservativen, und sie sind weitaus vulgärer. Ich sage „die sich als liberal sehen“. Ihr Verhalten steht im Gegensatz zu klassischem Liberalismus. Obszönität ist kein Liberalismus. Und auch nicht das Zündeln. Und auch nicht die Unterdrückung der Meinungsfreiheit. All das ist jetzt an den Universitäten, in den Medien, unter Studenten und Professoren die Norm. Und unter den Demonstranten.

 

Ein Anderes Land.

 

An Protesten an sich ist nichts auszusetzen. Demonstrationen sind legal und von der Verfassung geschützt, wenn sie ordentlich ablaufen, und das war bei den Frauen in Washington der Fall. Es sind die Werte, die sie repräsentieren, die sie als ein anderes Land kennzeichnen. Die Selbstgefälligkeit widert an, der Glaube, sie würden das Universum repräsentieren. Dass sie sich zu ihren gemeinsamen Wutanfällen treffen, sich ständig über Facebook gegenseitig bestätigen, das gibt ihnen vielleicht eine falsche Vorstellung über ihre Anzahl. Daher der ständige Gebrauch der Parole „Wir das Volk“. Eigentlich sind sie „Wir, ein ziemlich große Anteil des Volks“. Während ich hier schreibe beträgt Trumps Zustimmungsrate 52%. Ich schätze dass die endlose Trotzigkeit dieses Mannes diese Rate schrumpfen lässt, aber momentan noch nicht. Und das völlige Scheitern seiner Präsidentschaft wird die Tatsache nicht ändern, dass die eine Hälfte des Landes der anderen Hälfte total überdrüssig ist.

 

Wo soll das hinführen?


http://www.paulcraigroberts.org/2017/02/18/stakes-trump-us-paul-craig-roberts/

 

Was für Trump und uns alle auf dem Spiel steht

 

von Paul Craig Roberts, 18.02.2017

 

 

Wir, und auch Präsident Trump, müssen begreifen, dass der Schwindel „Krieg gegen den Terror“ benutzt wurde, um die Geheimdienste wie die NSA und die CIA und Strafverfolgungsbehörden wie das FBI, in geheime Polizeibehörden wie die Gestapo zu verwandeln. Trump wird jetzt von diesen Behörden bedroht, denn er verweigert sich der neokonservativen Agenda einer US-Weltherrschaft, die ein gigantisches Militär/Sicherheits-Jahresbudget unterstützt.

 

Unsere geheimen Polizeibehörden sind fleißig damit beschäftigt, in den presstituierten Medien „Intelligence“ zu platzieren, dass Trump durch „russische Verbindungen“ geschwächt und für die Vereinigten Staaten ein Sicherheitsrisiko sei. Sie wollen in den Medien daraus eine Affäre machen, so wie es gegen Präsident Nixon geschah, und Trump aus dem Amt vertreiben. Dass man sich einem neu gewählten Präsidenten offen entgegenstellt, das ist von Seiten der Polizeistaatsbehörden ein außergewöhnlich freches Vorgehen, das von enormem Vertrauen zeugt, oder auch von Verzweiflung.

 

Hier kann man sehen, wie CNN offen mit der CIA kooperiert, mit wilden und unverantwortlichen Spekulationen, dass Trump unter russischem Einfluss stehe, als wenn das einen gesicherte Tatsache sei:

http://www.informationclearinghouse.info/46476.htm

 

(Umschrift des Greenwald-Videos bei Democracy Now)

 

Der von CNN und CIA zur Verfügung gestellte „Beweis“ ist ein „Bericht“ der New York Times, der zweifelsohne von der CIA in der NYT platziert wurde.

 

Das ist so offensichtlich, es wird klar, dass CNN und CIA das amerikanische Volk für so leichtgläubig halten dass es an komplette Blödheit grenzt.

 

Glenn Greenwald erklärt Amy Goodman, dass die CIA hinter Trump her ist, denn Trumps Ankündigung einer Politik der reduzierten Spannungen mit Russland steht in Widerspruch zum Bedürfnis des Militär- und Sicherheitskomplexes nach einem großen Feind:

 

Der Tiefe Staat, auch wenn es dafür keine genaue oder wissenschaftliche Definition gibt, verweist im Allgemeinen auf jene Behörden in Washington, die die permanenten Machtgruppen stellen. Sie existieren und üben die Macht aus, auch wenn gewählte Präsidenten kommen und gehen. Üblicherweise üben sie ihre Macht im Geheimen aus, im Dunkeln, und daher unterliegen sie kaum einer demokratischen Rechenschaft, wenn überhaupt. Es handelt sich um Behörden wie die CIA, die NSA und andere Geheimdienstagenturen, die im Grunde dazu dienen, Desinformation, Täuschung und Propaganda zu verbreiten, und sie haben nicht nur darin eine lange Tradition, sondern sie haben auch eine lange Tradition bei den schlimmsten Kriegsverbrechen der Welt, bei Grausamkeiten und Todesschwadronen. Das sind jene, in die nicht nur Bill Kristol, sondern jede Menge Demokraten ihr Vertrauen setzen, sie zu stärken versuchen und ihnen applaudieren, während sie abgetrennt und unabhängig – ja in Gegnerschaft – von den politischen Beamten, denen sie eigentlich untergeordnet sein sollten, ihre Macht ausüben.“

 

Und das geht – es geht nicht nur um Russland. Das geht zurück bis in den Wahlkampf, und man hat führende Mitglieder der Geheimdienstgemeinde gesehen, darunter Mike Morell, der unter Obama geschäftsführender CIA-Chef war, und Michael Hayden, der unter George W. Bush sowohl die CIA als auch die NSA führte, das waren lautstarke Unterstützer von Hillary Clinton. Ja, während des Wahlkampfs ging Michael Morell zur New York Times und Michael Hayden ging zur Washington Post um Hillary Clinton zu loben und zu sagen dass Donald Trump zu einem Werkzeug Russlands wurde. Die CIA und die Geheimdienstgemeinde setzten sich vehement für Clinton ein und waren von Anfang an strikt gegen Trump. Und der Grund dafür war, dass sie die Politik Hillary Clintons lieber mochten als die von Donald Trump. In den letzten fünf Jahren war eine der Hauptaufgaben der CIA ein Stellvertreterkrieg in Syrien, der einen Regimewechsel des Assad-Regimes verursachen sollte. Hillary Clinton war nicht nur dafür, sie kritisierte Obama dafür, dass er das nicht ausweitete und sie wollte über Syrien eine Flugverbotszone einrichten und Russland konfrontieren. Donald Trump vertrat genau die gegenteilige Ansicht. Er sagte, wir sollten uns nicht darum kümmern wer in Syrien regiert; wir sollten den Russen erlauben – und ihnen sogar helfen – ISIS, Al Qaeda und andere Leute in Syrien zu töten. Somit waren Trumps Pläne die völlige Antithese zu dem was die CIA wollte. Die von Clinton waren genau das was die CIA wollte und daher standen sie hinter ihr. Und daher versuchten sie seit vielen Monaten während des Wahlkampfs Trump zu schwächen. Und jetzt wo er gewonnen hat, da schwächen sie ihn nicht nur mit den Leaks, sie wollen ihn aktiv stürzen. Es gibt Vorwürfe dass sie ihm Informationen vorenthalten, mit der Begründung dass er sie nicht haben sollte und dass man ihm nicht vertrauen könne. Sie geben sich selbst das Mandat zu politischen Entscheidungen.“

 

Nun, ich denke dass die Trump-Präsidentschaft extrem gefährlich ist. Ihr habt gerade in euren Nachrichten – in dem Nachrichtenblock vor dieser Show – viele Gründe aufgeführt. Sie wollen den Umweltschutz abbauen. Sie wollen die Milliardäre stärken. Sie wollen eine engstirnige Politik gegen Moslems, Einwanderer und viele andere durchsetzen. Und es ist wichtig, sich dem zu widersetzen. Und es gibt viele wirklich gute Wege um sich dem zu widersetzen, so wie die Gerichtsentscheidungen, die sie einschränken, Bürger-Aktivismus und, am wichtigsten, dass sich die Demokratische Partei selbstkritisch Fragen stellt, wie sie zu einer effektiveren politischen Kraft werden kann, nachdem sie auf allen Ebenen eingebrochen ist. Der Widerstand macht genau das momentan nicht. Was sie stattdessen versuchen, ist wahrscheinlich das einzig Schlimmere als Trump, es ist der Tiefe Staat, die CIA, mit ihrer Bilanz aus Grausamkeiten, und sie sagen, sie sollten sich geradezu für einen sanften Umsturz einsetzen. Sie nehmen sich den gewählten Präsidenten vor und hindern ihn daran seine Politik umzusetzen. Und ich halte das für äußerst gefährlich. Selbst wenn man so wie ich daran glaubt, dass die CIA und der Tiefe Staat einerseits und die Trump-Präsidentschaft andererseits extrem gefährlich sind, so gibt es einen riesigen Unterschied zwischen den beiden: Nämlich dass Trump demokratische gewählt wurde und den demokratischen Kontrollen unterliegt, wie die Gerichte und die Medien gerade bewiesen haben und wie es die Bürger beweisen. Aber andererseits wurde die CIA von Niemandem gewählt. Sie unterliegen kaum einer demokratischen Kontrolle. Daher ist der Aufruf, dass die CIA und die Geheimdienstgemeinde sich selbst ermächtigen, die gewählten Institutionen der Regierung zu sabotieren, der reinste Irrsinn. Das ist ein Rezept zur sofortigen Zerstörung der Demokratie im Namen ihrer Rettung. Und trotzdem fordern und begrüßen das nicht nur viele Neokons, sondern auch die mit den Neokons Verbündeten in der Demokratischen Partei. Und ihnen dabei zuzusehen ist unglaublich verwirrend und gefährlich.“

 

Die Vereinigten Staaten sind jetzt in der außergewöhnlichen Situation, dass sich die liberal-progressive Linke mit dem Tiefen Staat gegen die Demokratie verbündet hat. Die liberal-progressive Linke wirbt für eine Amtsenthebung eines Präsidenten, der kein anklagbares Vergehen begangen hat. Die Neokonservativen haben bekannt gegeben, dass sie einen Umsturz des Tiefen Staats gegen die Demokratie bevorzugen. Die Medien gehorchen mit einer ständigen Flut von Lügen, Anspielungen und Desinformation. Die ahnungslose amerikanische Öffentlichkeit sitzt herum und lutscht am Daumen.

 

Was kann Trump tun? Er kann die Geheimdienstagenturen säubern und ihre von Bush und Obama gewährte Lizenz zur Durchführung verfassungswidriger Aktivitäten beenden. Er kann Anti-Kartell-Gesetze benutzen, um das Medienkonglomerat aufzubrechen, das (Bill) Clinton zugelassen hat. Wenn Bush und Obama mit ihrer eigenen Autorität US-Bürger ohne ordentliches Gerichtsverfahren unbegrenzt einsperren konnten, und wenn Obama ohne ordentliches Gerichtsverfahren US-Bürger ermorden konnte, dann kann Trump die Anti-Kartell-Gesetze benutzen um die Medienkonglomerate aufzubrechen, die mit einer Stimme gegen ihn sprechen.

 

Trump hat jetzt keine Alternative mehr außer dem Kampf. Er kann die Agenturen der Geheimpolizei und die Medienkonglomerate der Presstituierten besiegen, oder sie werden ihn besiegen. Die Entlassung von Flynn war der größte Fehler. Er hätte Flynn behalten und die „Durchstecher“ („Leaker“) feuern sollen, die aktiv Desinformation gegen ihn betrieben haben. Die NSA sollte wissen wer die Leaker sind. Trump sollte in dem korrupten NSA-Management aufräumen und Beamte einsetzen die die Durchstecher identifizieren. Dann sollte Trump die Durchstecher mit der ganzen Härte des Gesetzes verfolgen.

 

Kein Präsident überlebt Agenturen der Geheimpolizei, die seine Zerstörung vorhaben. Wenn Trumps Berater das nicht wissen, dann braucht Trump dringend neue Berater.


http://theeconomiccollapseblog.com/archives/it-is-about-time-that-we-had-a-president-that-was-willing-to-go-to-war-with-the-mainstream-media

 

Es wird Zeit, dass wir einen Präsidenten bekommen, der gegen die Massenmedien in den Krieg ziehen will

 

von Michael Snyder, 17.02.2017

 

 

Die Pressekonferenz vom Donnerstag war vielleicht der bisher denkwürdigste Moment in Donald Trumps Präsidentschaft. Trumps glühende Attacke gegen die Medien war ein ziemliches Spektakel, aber die Wahrheit ist, dass das dringend notwendig war. Jahrzehntelang haben die Massenmedien die politische Debatte in diesem Land dominiert, unabhängig davon wer das Weiße Haus oder den Kongress kontrollierte. Sie wurden zu Meistern in der Leitung und Formung der öffentlichen Meinung und in den letzten Jahren haben sie jeden Anschein von „unparteiisch“ oder „objektiv“ komplett abgelegt. Diese monolithischen Medienorganisationen treiben unablässig die progressive Agenda ihrer Besitzer voran (die globale Elite) und daher sehen die „Nachrichten“ anscheinend immer gleich aus, egal von welchem Sender sie kommen. Ihr Monopol wird langsam durch den Aufstieg der alternativen Medien gebrochen, aber in Wahrheit verlassen sich die meisten Amerikaner für ihre Nachrichten immer noch auf eine Handvoll äußerst mächtiger Medienorganisationen.

 

Und als Trump am Donnerstag auf seiner Pressekonferenz die Massenmedien brutal angriff, da haben Millionen Amerikaner vor Freude gejauchzt, denn sie haben endlich verstanden was man ihnen serviert hat. Und am Freitag twitterte Trump und nannte die New York Times, NBC, ABC, CBS und CNN „den Feind des amerikanischen Volks“...

 

Nach Donald Trumps überraschendem Wahlsieg im November begannen viele der Massenmedien, die alternativen Pro-Trump-Medien als „Fake News“ zu bezeichnen. Aber Trump hat diese Beleidigung jetzt komplett gegen sie gewendet.

 

Seit Wochen bezeichnet Trump CNN als „Fake News“, am Freitag sagte er jedoch, er werde sie ab jetzt als „very fake news“ bezeichnen. Der folgende Wortwechsel zwischen Trump und Jim Acosta von CNN kommt von der offiziellen Webseite des Weißen Hauses...

 

Q: Gerade wegen der Fake News-Attacke und dem Angriff auf unseren Sender wollte ich Sie fragen...

 

Der Präsident: Ich ändere es jedoch von Fake News...

 

Q: Schadet das nicht...

 

Der Präsident: ...auf jetzt Very Fake News. (Gelächter.)

 

Einen solchen Wortwechsel zwischen einem Präsidenten der Vereinigten Staaten und einem bekannten Mitglied der Massenmedien haben wir noch nicht erlebt, aber er war überfällig...

 

Acht Jahre lang haben die Massenmedien über Obama Lob gehudelt und geschleimt, denn er unterstützte die progressive Agenda der globalen Elite. Aber jetzt wo Trump im Weißen Haus sitzt, da ist praktisch jede Geschichte der Massenmedien negativ.

 

Und als sie vom Chefstrategen im Weißen Haus, Steve Bannon, als „die Oppositionspartei“ bezeichnet wurden, da hatte er vollkommen Recht...

 

In einem seltenen Interview mit der New York Times hat letzten Monat der Chefstratege im Weißen Haus, Steve Bannon, der frühere Chef der extrem rechten Breitbart News, Reporter als „Oppositionspartei“ bezeichnet und gesagt, „die Medien sollten sich schämen und bescheiden sein und die Klappe halten und einfach mal eine Zeitlang zuhören.“

 

Sie verstehen dieses Land nicht,“ sagte Bannon. „Sie verstehen immer noch nicht, warum Donald Trump der Präsident der Vereinigten Staaten ist.“

 

 Im Moment sind die Massenmedien derart verzweifelt Trump als einen schlechten Kerl darzustellen, dass sie auf eine moderne Form des McCarthyismus zurückgreifen. Jahrzehntelang haben Liberale immer darauf hingewiesen, dass der McCarthyismus eines der größten Beispiele für Paranoia und Intoleranz in der modernen amerikanischen Geschichte war, aber jetzt betreiben sie dasselbe mit Trump...

 

(aus dem Independent):

Ein bizarres Merkmal der gegenwärtigen Konfrontation ist, dass die Demokraten und die Liberalen den McCarthyismus wiederbelebt haben, etwas das sie bis vor einigen Monaten noch als eine vergiftete Episode in der politischen Geschichte Amerikas beklagt haben. So wie der Senator Joe McCarthy 1950 behauptete, er hätte eine Liste kommunistischer Eindringlinge im Außenministerium, so wird jetzt jeder Kontakt eines Trump-Unterstützers oder eines Regierungsmitglieds mit einem Russen als verdächtig und potentiell verräterisch berichtet. Schwer zu sehen wo Trump falsch lag, als er twitterte: „Die Demokraten mussten sich eine Story ausdenken warum sie die Wahl verloren haben, und schwer verloren haben, also haben sie sich eine ausgedacht – RUSSLAND. Fake News!“

 

Der Grund, warum viele von uns ständig von den Massenmedien als einer Einheit reden, liegt darin, dass sie tatsächlich sehr stramm kontrolliert werden. Wissen Sie, die Wahrheit ist, dass mehr als 90% der Nachrichten, Informationen und Unterhaltung, die die Amerikaner aus ihren Fernsehgeräten beziehen, von nur sechs gigantischen Medienkonzernen stammen. Und selbstverständlich sind diese sechs enormen Konzerne im Besitz der Weltelite und werden von ihr kontrolliert.

 

Der Krieg um unsere Gesellschaft ist ein Krieg um die Herzen und den Verstand, und der Grund warum die Elite so einen Fortschritt dabei gemacht hat ist, weil die meisten Amerikaner es zulassen, dass permanent Abertausende Stunden von „Programmierung“ in ihre Köpfe gepumpt werden.

 

Die folgenden Zahlen stammen direkt von Nielsen (einem großen Marktforschungsinstitut) und sie zeigen, wieviele Nachrichten, Information und Unterhaltung der Durchschnittsamerikaner über die verschiedenen Medien jeden Tag konsumiert...

 

Live-Fernsehen: 4 Stunden 32 Minuten

 

Zeitversetztes Fernsehen: 30 Minuten

 

Radiohören: 2 Stunden 44 Minuten

 

Smartphone: 1 Stunde 33 Minuten

 

Internet auf dem Computer: 1 Stunde 6 Minuten

 

Wenn man nur die zwei oberen Kategorien zusammenzählt, dann konsumiert der Durchschnittsamerikaner jeden Tag mehr als fünf Stunden Fernsehen.

 

Und wenn man alle diese Kategorien zusammenzählt, dann verbringt der Durchschnittsamerikaner auf irgendeine Art mehr als 10 Stunden in der „Matrix“.

 

Wir unterwerfen uns buchstäblich einer Form einer sehr mächtigen Gedankenkontrolle und die außerordentliche Macht der Medien ist etwas, das ich in meinem Roman angesprochen habe. Es gibt einige Menschen die eine komplette Stille tatsächlich nicht ertragen können, denn sie haben sich so daran gewöhnt, dass immer etwas „an“ sein muss. Als Gesellschaft sind wir total süchtig nach Unterhaltung, aber hinter dieser Unterhaltung steckt immer eine Agenda. Darüber habe ich in einem Artikel schon geschrieben...

 

Buchstäblich jede Fernsehshow, jeder Film, Song, Buch, Nachrichtensendung und Talkshow versucht ihre Sicht auf die Realität zu formen. Ob Sie es bemerken oder nicht, Sie werden ständig mit Botschaften bombardiert, über das was wahr ist und was nicht, was richtig und was falsch ist, und darüber was wichtig ist und was unwichtig. Sogar das Weglassen oder das komplette Ignorieren von etwas kann eine extrem mächtige Botschaft senden.“

 

Als Donald Trump sagte, dass die Massenmedien „der Feind des amerikanischen Volkes“ seien, da hatte er 100% Recht.

 

Wenn unser Land eine positive Zukunft haben soll, dann muss die enorme Macht dieser Medienkonzerne über die allgemeine Bevölkerung zerschlagen werden.

 

Es wird Zeit, dass wir einen Präsidenten bekommen, der gegen die Massenmedien in den Krieg ziehen will, und ich begrüße sehr den Standpunkt von Präsident Trump.


 

 

Die Zeit titelt: „Tony Blair ruft zum Widerstand gegen Brexit auf“

(„Es ist an der Zeit, sich zu erheben und das zu verteidigen, an das wir glauben“)

 

George Galloway hat über Tony Blair und dessen Anti-Brexit-Kampagne in seiner wöchentlichen Radioshow TMOATS („Die Mutter aller Talkshows“) am 17.02.2017 das Richtige dazu gesagt:

https://www.youtube.com/watch?v=DZsnc-v5XcU

 

Tony Blair:

Ich weiß nicht ob wir gewinnen werden, aber ich weiß dass wir von zukünftigen Generationen eine bittere Bewertung bekommen werden, wenn wir es nicht versuchen.

 

George Galloway:

 

'Eine bittere Bewertung zukünftiger Generationen' – sagte Tony Blair, der Mann, der das Blut einer Million Menschen an den Händen hat. Ein Mann, der mit Millionen Worten im Chilcott-Bericht (Anm.d.Ü.: der Parlamentsbericht zum Irak-Krieg), der in den Regalen der Regierungsbüros verstaubt, brutal zerlegt wurde, es war eine brutale Anklage gegen einen Krieg, der eine Million Menschen getötet hat. Der zur Verbreitung von ISIS und Al Qaeda beigetragen hat und deren extremistischen Fanatismus breit über die ganze Welt verstreut hat. Das Blut fließt immer noch in Strömen, das ist das Ergebnis dieses Krieges. Das, Herr Blair, ist die 'bittere Bewertung zukünftiger Generationen'! Und wenn Sie eine Zeitlang in schamvollem Schweigen nichts gesagt hätten, dann wäre das in Ordnung gewesen. Andernfalls sollten Sie nur von der Anklagebank in den Haag etwas sagen, in einem Verfahren wegen Kriegsverbrechen. Besser Sie sagen gar nichts!

 

Es ist einfach erstaunlich, dass ein Mann mit seiner Bilanz eine solche Plattform bekommt, ein Forum dieser Größe, einen Ozean aus Sauerstoff für die Öffentlichkeit, für seine offen gesagt mittelmäßigen unlogischen Schlussfolgerungen. Ich habe euch gewarnt dass das passieren wird. Wenn ihr mir zugehört hättet, besonders bei den Vorstellungen zu meinem Film „The Killings of Tony Blair“, wo ich im Detail erläutert habe, was Tony Blairs ausgeklügelte Pläne sind. Es ist der Versuch, sich selbst an die Spitze von etwas zu setzen, was er für eine Armee aus Millionen hält. Aber was wichtiger ist als wie viele Millionen es sind, das ist aus wem die Armee besteht: Aus der BBC, aus dem Staatsdienst, aus einem großen Anteil des Parlaments, aus sämtliche Banken, alle großen Konzerne und den Großunternehmern, und natürlich der Bürokratie der Europäischen Union selbst. Er will sich an die Spitze dieser Armee setzen. Denn er erkennt – und damit hat er Recht – dass sie keinen General haben, keine Strategie. Sie sind wie die Hunde die bellen, während die Karawane weiterzieht. Und er glaubt, dass sie ihn zur ihrer Führung brauchen.

 

Ja, er hat viel Geld für diese Kampagne, die er heute gestartet hat. Er hat, wie er sagt, besser man prüft die Dinge nach die Mr. Blair sagt, 10 Millionen Pfund seines Geldes in dieses neue Institut gesteckt. Das wird keine neue politische Partei, verstehen Sie ihn nicht falsch. Seine eigenen 10 Millionen Pfund werden weitere zig Millionen Pfund anziehen, von der Oligarchie, von der Elite, in deren Auftrag er jetzt spricht und handelt.

 

Also schnallt euch an, das wird eine holprige Angelegenheit, denn Mr. Blair hat seinen neuen Kreuzzug heute bei Bloomberg gerade erst begonnen. Dort hat übrigens zufällig vor zwei Jahren David Cameron über das selbe Podium die Idee zu einem britischen Referendum über die EU lanciert.

 

Offen gesagt, was immer man davon hält, und es gibt eine neue Umfrage, eine ICM Umfrage, in der 68% der Bevölkerung will, dass die Regierung endlich den Brexit vollzieht.

 

Es ist also nicht bloß 52 zu 48, ein beträchtlicher Teil der 48 (Prozent der Remainer) hat akzeptiert, dass das Volk seine Meinung gesagt hat, dass die Entscheidung gefallen ist. Sie haben das ganze „Angst-Projekt“ gesehen, ihre Vorhersagen über einen wirtschaftlichen Absturz, sollten wir für einen Brexit stimmen. Und sie erkennen, dass das alles Fake News waren.

 

Wir werden über Tony Blair reden, aber wir werden auch über die Naiven und Liberalen reden, die auf seine Lippenbekenntnisse hereinfallen. Und wir werden uns insbesondere zwei Einzelne herausgreifen. Gary Linneker, der Twittermann, sagte heute, dass zwar der Irak seinen Ruf beschädigt habe, aber Mr. Blair sei ein ausgezeichneter Redner, mit seinen Aussagen zum Brexit habe er vollkommen Recht. Lassen wir einmal den moralischen Relativismus beiseite – Adolf Hitler, natürlich hat der Holocaust seinen Ruf beschädigt, aber zur Frage der vegetarischen Lebensweise lag er richtig. Und einige seiner Uniformen hatten einen guten Schnitt. Hitler kann in keiner Weise mit irgendeiner Zustimmung genannt werden, wegen seiner gigantischen Verbrechen die er begangen hat, der Ozean aus Blut den er vergossen hat. Niemand bei Verstand würde eine solche Person als Unterstützung wollen! Was kommt als Nächstes? Natürlich haben die Frauenmorde seinen Ruf beschädigt, aber „Peter Sutcliffe (Anm.d.Ü.: bekannt als der „Yorkshire Ripper“) war kein schlechter Sänger'? Also, wo soll diese Art von Relativismus hinführen? Ich halte es mit Boris Johnson als der sagte, wir müssen aufstehen und den Fernseher abschalten sobald Tony Blair erscheint. Denn was auch immer er sagt, es ist besudelt, es ist bis zur Unkenntlichkeit beschmutzt durch die andauernden Verbrechen und Desaster, für die er verantwortlich ist...


http://www.paulcraigroberts.org/2017/02/16/trump-presidency-rip/

 

Die Trump-Präsidentschaft: Ruhe in Frieden

 

von Paul Craig Roberts, 16.02.2017

 

 

Hat Donald Trump seine präsidiale Macht überschätzt? Die Antwort lautet Ja.

 

Ist Steve Bannon, Trumps oberster Berater, politisch unerfahren? Die Antwort lautet Ja.

 

Wir können aus den Antworten auf diese beiden Fragen schließen, dass Trump keinen Durchblick hat und dafür einen hohen Preis zahlen wird.

 

Wie hoch wird der Preis sein?

 

Die New York Times berichtet, dass US-“Geheimdienste … herausfinden wollten, ob Trumps Wahlkampfteam mit den Russen beim Hacking oder anderen Bemühungen zur Beeinflussung der Wahl zusammengearbeitet hat.“

 

John Schindler, ein ehemaliger Spion der National Security Agency (NSA), hat getwittert, dass ihm ein hochrangiger Kollege der Geheimdienstgemeinde eine E-Mail geschickt hat in der steht, dass der Tiefe Staat Trump den Nuklearkrieg erklärt hat und dass „er im Gefängnis sterben wird.“

https://sputniknews.com/us/201702151050723578-intelligence-community-war-trump/

 

Möglich dass das geschieht.

 

Zum Ende des 2. Weltkriegs hat der Militär- und Sicherheitskomplex entschieden, dass der Geldstrom und die Macht durch die Kriege und Kriegsbedrohungen zu groß sind, um sie einer Zeit des Friedens zu opfern. Dieser Komplex hat einem schwachen und unerfahrenen Präsidenten Truman einen unnötigen Kalten Krieg mit der Sowjetunion aufgeschwatzt. Es wurde die Lüge erfunden (und von einer ahnungslosen amerikanischen Bevölkerung geglaubt), dass der Internationale Kommunismus eine Welteroberung plane. Diese Lüge war durchschaubar, denn Stalin hat Leon Trotsky und alle Kommunisten beseitigen und ermorden lassen, die an eine Weltrevolution glaubten. „Sozialismus ist ein Land,“ erklärte Stalin.

 

Gelehrte Experten, die wussten wo etwas zu verdienen war, machten dabei mit und trugen zu der Täuschung bei. 1961 wurde Präsident Eisenhower schließlich die allumfassende Macht des Militär- und Sicherheitskomplexes bewusst. Eisenhower war als 5-Sterne-General im 2. Weltkrieg für die Invasion des von Deutschland besetzten Westeuropas verantwortlich. Die private Macht, die der Militär- und Sicherheitskomplex ausübte (Eisenhower nannte ihn den militärisch-industriellen Komplex), beunruhigte Ike so sehr, dass er in seiner letzten Ansprache an die Nation sagte, dass wir uns gegen deren Unterwanderung der Demokratie wappnen müssen:

 

Bis zum letzten Weltkonflikt hatten die Vereinigten Staaten keine Waffenindustrie. Die amerikanischen Hersteller von Pflugscharen konnten, mit einiger Zeit und wenn nötig, auch Schwerter herstellen. Aber jetzt können wir zur nationalen Verteidigung keine Notfall-Improvisationen mehr riskieren; man hat uns dazu gezwungen, eine permanente Waffenindustrie mit riesigen Ausmaßen zu schaffen. Zusätzlich haben wir dreieinhalb Millionen Männer und Frauen direkt im Verteidigungssektor beschäftigt. Jährlich geben wir für militärische Sicherheit mehr als den Nettogewinn aller amerikanischen Konzerne aus.“

 

Dieses Zusammentreffen eines riesigen Militärsektors und einer großen Waffenindustrie ist für Amerika eine neue Erfahrung. Der totale Einfluss – wirtschaftlich, politisch, sogar seelisch – ist in jeder Stadt zu spüren, in jeder Landesregierung, in jedem Büro der Bundesregierung. Wir erkennen die zwingende Notwendigkeit für diese Entwicklung. Wir dürfen jedoch nicht vergessen welche schweren Auswirkungen das hat. Unser Schweiß, unsere Ressourcen und unser Leben sind damit verbunden; und ja, auch die Struktur unserer Gesellschaft.

 

Wir müssen uns in den Versammlungen der Regierung gegen die Aneignung von ungerechtfertigtem Einfluss durch den militärisch-industriellen Komplex hüten, ob gewollt oder ungewollt. Das Potential für einen katastrophalen Aufstieg fehlgeleiteter Macht besteht und wird weiter bestehen.“

 

Wir dürfen niemals zulassen, dass das Gewicht dieser Kombination unsere Freiheit oder unsere demokratischen Vorgänge gefährdet. Wir sollten nichts als gegeben hinnehmen. Nur eine wachsame und wissende Bürgerschaft kann ein richtiges Gleichgewicht zwischen der riesigen Verteidigungs-Industrie und Militärmaschine und unseren friedlichen Methoden und Zielen erreichen, so dass Sicherheit und Freiheit zusammen erblühen.“

 

Eisenhowers Warnung trifft ins Schwarze. Dazu wäre jedoch „eine wachsame und wissende Bürgerschaft“ nötig, und die haben die USA nicht. Die amerikanische Bevölkerung ist größtenteils sorglos und, über das ideologische Spektrum von links bis rechts, auf dem Weg in die Selbstzerstörung.

 

Die Print- und TV-Medien, die für den herrschenden Militär- und Sicherheitskomplex und die Wall Street-Eliten als Propagandisten arbeiten, sie stellen sicher, dass die Amerikaner nur gefälschte instrumentierte Informationen bekommen. Jeder Haushalt und jeder Mensch, der den Fernseher einschaltet oder eine Zeitung liest, ist darauf programmiert in einer falschen instrumentierten Realität zu leben, die der winzigen Menge dient aus der sich das herrschende Establishment zusammensetzt.

 

Trump hat dieses Establishment herausgefordert ohne sich bewusst zu sein, dass es weit mächtiger ist als bloß ein Präsident der Vereinigten Staaten.

 

Und das ist geschehen: Während Obamas zweiter Amtszeit wurden Russland und sein Präsident durch den Militär- und Sicherheitskomplex und die Neokonservativen mittels der presstituierten Medien verteufelt. Die Dämonisierung hat es den kontrollierten Medienpresstituierten (darunter die New York Times, Washington Post, CNN, MSNBC und der ganze Rest) erleichtert, jeden Kontakt mit Russland und Artikel, die die inszenierten Spannungen zwischen den USA und Russland in Frage stellen, als verdächtige Aktivitäten hinzustellen, wenn nicht gar Landesverrat. Trump und seine Berater waren zu unerfahren um zu erkennen, dass die Folge der Entlassung Flynns war, eine inszenierte Verbindung zwischen der Trump-Präsidentschaft und russischen Geheimdiensten herzustellen.

 

Jetzt stellen die Medienhuren und die politischen Huren jene Frage, die schon benutzt wurde um Präsident Nixon anzuschwärzen und seinen Rücktritt zu erzwingen: „Was wusste der Präsident und wann hat er es erfahren?“ Wusste Trump, dass Gen. Flynn mit dem russischen Botschafter sprach, Wochen bevor Trump sagte er wüsste es? Hat Flynn das Unsägliche getan – mit den Russen zu reden – weil es ihm Trump aufgetragen hat?

 

Die Überbringer der Fake News – die New York Times, Washington Post, CNN, MSNBC und der ganze Rest an widerlichen Lügnern benutzen unverantwortliches Anspielungen, um Präsident Trump in ein Netz aus Verrat zu verwickeln. So lautet die Schlagzeile der NYT: „Wahlkampfhelfer von Trump hatte wiederholt Kontakt mit russischen Geheimdiensten“. Wir sind gerade Zeuge eines Feldzugs des Tiefen Staats, die ihre Medienhuren benutzen um Trump für ein Amtsenthebungsverfahren herzurichten.

 

Jene, die schon die Präsidentschaftswahl 2016 entscheiden wollten, sind so von ihrem Erfolg überzeugt, dass sie öffentlich erklären, sie würden lieber einen Umsturz als Demokratie sehen. Der zionistische, neokonservative Kriegshetzer Bill Kristol hat zum Ausdruck gebracht, dass er lieber einen Umsturz durch den Tiefen Staat hätte als den demokratisch gewählten Präsidenten Trump.

http://www.breitbart.com/big-government/2017/02/15/bill-kristol-backs-deep-state-president-trump-republican-government/

 

Die liberal-progressive Linke hat sich mit dem Einen Prozent gegen die „rassistische, Frauen- und Schwulenfeindliche“ Arbeiterklasse verbündet – die „Erbärmlichen von Trump“ – jene die Trump gewählt haben. Selbst der unwissende Musiker Moby musste auf Facebook seinen ignoranten Schwachsinn absondern:

 

1-das russische dossier zu trump ist wahr. 100% wahr. er wird von der russischen regierung erpresst, nicht nur wegen dem pipi mit russischen huren, sondern wegen viel schlimmerer dinge.

2-die trump regierung steckt mit der russischen regierung unter einer decke, und das vom ersten tag an.“

 

Jetzt wo Trump durch „Verbindungen zu russischen Geheimdiensten“ beschmutzt ist, haben die idiotischen Republikaner laut Bloomberg „am Mittwoch (15 Feb.) gemeinsam mit Demokraten zu einem genaueren Blick auf die Kontakte des Teams des Präsidenten Donald Trump mit russischen Geheimdiensten aufgerufen. Was auf die wachsende Besorgnis in der Partei über die politischen Gefahren hinweist, da über ausführliche Kontakte zwischen den beiden neue Berichte aufgetaucht sind.“

 

Natürlich gibt es keine Beweise über solche Kontakte, aber Fakten spielen in der Kampagne zur Entsorgung Trumps keine Rolle.

 

Flynns Entlassung durch Trump wird von seinen Gegnern als Rechtfertigung für ihre falschen Vorwürfe benutzt, der Präsident der Vereinigten Staaten sei durch russische Geheimdienste belastet. Nachdem sie den Fehler bemerkt hatten, versuchte das Weiße Haus seinen Patzer dadurch auszubügeln indem man sagte, Flynn sei entlassen worden weil Trump das Vertrauen in ihn verloren habe, nicht weil er etwas Illegales getan oder Verbindungen zu russischen Geheimdiensten gehabt hätte. Aber Trumps Gegner hören gar nicht zu. Und die CIA füttert weiter Fake News an die Presstituierten.

 

Von Anfang an habe ich davor gewarnt dass es Trump an Erfahrung mangelt und an dem Wissen, eine Regierung zusammenzustellen die zu ihm steht und seiner Agenda dient. Trump hat jetzt die eine Person entlassen, auf die er sich hätte verlassen können. Die ganz offensichtliche Schlussfolgerung: Trump wird bald vom Fenster weg sein.

 

Das amerikanische Volk wurde in seinem Bemühen, durch Trump wieder die Regierung unter ihre Kontrolle zu bringen, vom Tiefen Staat besiegt.

 

Das Argument von Chris Hedges, dass Revolution der einzige Weg sei wie Amerikaner wieder ihr Land zurückerobern könnten, dieses Argument gewinnt weiter an Glaubwürdigkeit.

 

Hier die Worte Trumps, die sein Schicksal besiegelten, als er den Krieg erklärte bevor er seine Armee beisammen hatte:

 

Es gibt nichts was das politische Establishment nicht unternehmen würde, und keine Lüge die sie nicht erzählen würden, um auf eure Kosten ihre Pfründe und die Macht zu behalten. Das Washingtoner Establishment und die Finanz- und Medienkonzerne die es finanzieren, es existiert nur aus einem Grund: Sich selbst zu beschützen und zu bereichern. Wir stehen vor einer Weggabelung in der Geschichte unserer Zivilisation: Ob Wir Das Volk die Kontrolle über unsere Regierung wiedererlangen oder nicht. Das politische Establishment, das alles unternimmt um uns aufzuhalten, ist die selbe Gruppe, die für unsere katastrophalen Handelsabkommen verantwortlich ist, für die massive illegale Einwanderung und für eine Wirtschafts- und Außenpolitik, die unser Land ausgezehrt haben.“

 

Das politische Establishment hat die Zerstörung unserer Fabriken und Arbeitsplätze gebracht. Die Jobs sind nach Mexiko, nach China und in andere Länder überall auf der Welt gewandert. Das ist eine globale Machtstruktur, die für die ökonomischen Entscheidungen verantwortlich ist, die unsere Arbeiterschicht beraubt hat, unserem Land den Reichtum gestohlen hat und dieses Geld in die Taschen einer Handvoll großer Konzerne und politischer Einheiten befördert hat.“


http://thesaker.is/the-neocons-and-the-deep-state-have-neutered-the-trump-presidency-its-over-folks/

 

Die Neokons und der „Tiefe Staat“ haben die Präsidentschaft Trumps kastriert. Es ist vorbei, Leute!

 

Vom Saker, 14.02.2017

 

Vor weniger als einem Monat habe ich davor gewarnt dass in den USA eine „Farbrevolution“ läuft. (Anm.d.Ü.: Siehe dazu meine Übersetzung „Saker, 28.01.2017“) Mein erstes Beweisstück war die sogenannte „Untersuchung“, die die CIA, das FBI, NSA und andere gegen Präsident Trumps Kandidaten für das Amt des Nationalen Sicherheitsberaters, General Flynn, betrieben haben. Heute Nacht hat dieser Plan Erfolg gehabt und General Flynn hat seinen Rücktritt erklärt. Trump hat den Rücktritt angenommen.

 

Wir müssen hier gleich mal etwas klarstellen: Flynn war mit Sicherheit kein Heiliger oder ein perfekter kluger Mann, der die Welt ganz allein gerettet hätte. Das war er nicht. Aber Flynn war in Trumps nationaler Sicherheitspolitik ein Eckpfeiler. Zum einen hat es Flynn gewagt, das Undenkbare zu denken: Er wagte auszusprechen, dass der aufgeblähte US-Geheimdienstapparat reformiert werden muss. Flynn hat auch versucht, die CIA und den Generalstab über den Nationalen Sicherheitsrat unter die Kontrolle des Präsidenten zu stellen. Anders gesagt: Flynn hat versucht, der CIA und dem Pentagon die höchste Macht und Autorität zu entreißen und sie wieder unter die Kontrolle des Weißen Hauses zu bekommen. Flynn wollt auch mit Russland zusammenarbeiten. Nicht weil er ein Liebhaber Russlands wäre. Die Vorstellung dass ein Direktor der DIA ein Putin-Fan sei, ist lächerlich. Aber Flynn war vernünftig, er hat verstanden, dass Russland keine Bedrohung für die USA oder Europa ist und dass Russland und der Westen gemeinsame Interessen haben. So etwas ist in Washington D.C. ein absolut unverzeihliches Gedankenverbrechen.

 

Der von den Neokons am Laufen gehaltene „Tiefe Staat“ hat jetzt Flynn zum Rücktritt gezwungen. Unter dem idiotischen Vorwand, er hätte mit dem russischen Botschafter über eine offene, unsichere und eindeutig abgehörte Telefonleitung Gespräche geführt.

 

Und Trump hat seinen Rücktritt akzeptiert.

 

Es sei daran erinnert wie Obama sein wahres Gesicht gezeigt hat, als er seinen Freund und Pastor Rev. Jeremiah Wright Jr. angeprangert hat. Heute hat uns Trump sein wahres Gesicht gezeigt. Anstatt den Rücktritt Flynns abzulehnen und jene zu feuern die es wagten, sich diese lächerlichen Anschuldigungen gegen Flynn auszudenken, hat Trump den Rücktritt angenommen. Das ist nicht nur eine erbärmliche Feigheit, es ist auch ein erstaunlich dummer und ihm selbst schadender Betrug, denn Trump ist jetzt allein, vollkommen allein, er hat es mit Leuten wie Mattis und Pence zu tun – mit harten Kalten Kriegern, ideologisch bis auf die Knochen, Leuten die Krieg wollen und sich nicht um die Realität scheren.

 

Noch einmal: Flynn ist nicht mein Held. Aber er war, allen Berichten nach, Trumps Held. Und Trump hat ihn betrogen.

 

Die Konsequenzen daraus werden enorm sein. Zum einen ist Trump damit geknackt. Der „Tiefe Staat“ hat nur Wochen gebraucht um Trump zu kastrieren und ihn dazu zu bringen, vor den herrschenden Mächten zu knien. Jene, die noch hinter Trump standen, spüren jetzt, dass er nicht hinter ihnen stehen wird und sie werden sich alle von ihm abwenden. Die Neokons werden sich durch die Eliminierung ihres ärgsten Feindes ermutigt und durch diesen Sieg gestärkt fühlen und sie werden weitermachen und den Einsatz verdoppeln, immer und immer wieder.

 

Es ist vorbei, Leute, der Tiefe Staat hat gewonnen.

 

Ab jetzt wird Trump zu dem sprichwörtlichen „Shabbes Goy“ werden, dem Laufburschen der Israel-Lobby. Hassan Nasrallah hatte Recht, als er ihn „einen Idioten“ nannte.

 

Die Chinesen und die Iraner werden sich öffentlich lustig machen. Die Russen nicht – sie werden höflich sein und lächeln und danach suchen, ob man nach diesem Desaster noch irgendeine vernünftige Politik retten kann. Zumindest Einige werden das versuchen. Aber ein jeder Traum einer Partnerschaft zwischen Russland und den Vereinigten Staaten ist heute Nacht zerplatzt.

 

Die Führer der EU werden natürlich jubeln. Trump war niemals der schreckliche Buhmann den sie fürchteten. Es stellt sich heraus dass er ein Fußabstreifer ist – sehr gut für die EU.

 

Und wo stehen wir jetzt? Die Millionen von anonymen „Erbärmlichen“, die ihr Bestes versucht haben um Imperialismus, Krieg, Gewalt und Ungerechtigkeit zu widerstehen?

 

Ich denke, dass wir mit unseren Hoffnungen Recht hatten – denn das ist alles was wir haben – Hoffnungen. Keine Erwartungen, nur Hoffnungen. Aber ganz objektiv gesehen haben wir jetzt sehr wenig Grund zur Hoffnung. Zum einen wird der Sumpf in Washington nicht ausgetrocknet. Ja, der Sumpf hat gesiegt. Uns bleibt nur der Trost in zwei unzweifelhaften Tatsachen:

 

  1. Hillary wäre schlechter als jede Version einer Trump-Präsidentschaft.

  2. Um Trump zu bezwingen musste der amerikanische Tiefe Staat die USA und das AngloZionistische Imperium enorm schwächen. So wie die Säuberungsaktionen von Erdogan das türkische Militär in Scherben schlugen, so hat die „Farbrevolution“ gegen Trump der Reputation, der Autorität und auch der Glaubwürdigkeit der USA schweren Schaden zugefügt.

 

Ersteres ist offensichtlich. Lassen Sie mich das Zweite erklären: Mit ihrem hasserfüllten Zorn gegen Trump und das amerikanische Volk (alias „Haufen Erbärmlicher“) haben die Neokons jetzt ihr wahres Gesicht gezeigt. Mit ihrer Ablehnung des Wahlergebnisses, mit ihren Revolten, ihrer Verteufelung von Trump haben die Neokons zwei Dinge klargestellt: Erstens, dass die US-Demokratie ein trauriger Witz ist und dass sie, die Neokons, ein Besatzungsregime sind, die gegen den Willen des amerikanischen Volkes regieren. Mit anderen Worten: So wie Israel haben die USA keine Rechtmäßigkeit mehr. Und da die USA, so wie Israel, ihre Feinde nicht einschüchtern können, haben sie alles verloren, ihre Rechtmäßigkeit und die Fähigkeit Zwang auszuüben. Ja, die Neokons haben gewonnen. Aber ihr Sieg raubt den USA die letzte Möglichkeit, einen Zusammenbruch zu vermeiden.

 

Trump hat, trotz all seiner Fehler, die USA als Land dem globalen Imperium vorgezogen. Trump war sich auch genau bewusst, dass „mehr vom Gleichen“ keine Option war. Er wollte eine Politik, die den aktuellen Fähigkeiten der USA angemessen war. Jetzt wo Flynn weg ist und die Neokons wieder die volle Kontrolle haben – ist das vorbei. Jetzt stehen wir wieder am Anfang: Ideologie vor Realität.

 

Trump hätte Amerika, nun ja, vielleicht nicht wieder „Great“ machen können, aber zumindest stärker, zu einer großen Weltmacht, die bei Verhandlungen ihr Gewicht hätte einbringen können, um mit anderen den bestmöglichen Deal zu erreichen. Das ist jetzt vorbei. Mit einem geknickten Trump werden Russland und China wieder zu ihrer Haltung vor Trump zurückkehren: ein entschlossener Widerstand, unterstützt durch die Bereitschaft und die Fähigkeit, die USA auf allen Ebenen zu konfrontieren und zu schlagen.

 

Ich bin mit ziemlich sicher dass im Kreml heute niemand jubelt. Putin, Lawrow und die anderen verstehen ganz genau was passiert ist. Das ist als wenn Chodorkowsky 2003 gegen Putin gewonnen hätte. In Wahrheit muss ich mich bei russischen Analysten bedanken, die schon seit einigen Wochen Trump mit Janukowitsch verglichen haben, der auch von einer Mehrheit der Wähler gewählt wurde und nicht die Entschlossenheit gezeigt hat, die gegen ihn lancierte „Farbrevolution“ zu beenden. Aber wenn Trump der neue Janukowitsch ist, werden dann die USA zur nächsten Ukraine?

 

Flynn war gewiss ein Eckpfeiler der erhofften Außenpolitik Trumps. Es gab die reale Chance, dass er diese riesigen, aufgeblähten und allmächtigen Agenturen mit den drei Buchstaben einhegen könnte und dass er die US-Macht gegen den wahren Feind des Westens konzentrieren könnte: Die Wahhabiten. Jetzt wo Flynn weg ist, ist dieses gesamte erdachte Konstrukt zusammengebrochen. Jetzt haben wir es nur noch mit Typen wie Mattis und seinen anti-iranischen Äußerungen zu tun. Clowns, die nur andere Clowns beeindrucken.

 

Der heutige Sieg der Neokons ist ein großes Ereignis und wird von den offiziellen Medien wahrscheinlich völlig falsch interpretiert werden. Ironischerweise werden das Ganze auch die Trump-Unterstützer kleinreden. Aber die Realität ist, dass es für Trump vorbei ist, wenn nicht noch ein Wunder in letzter Minute geschieht. Und die Hoffnungen von Millionen Amerikanern in den USA und der Rest der Welt sind vorbei, die die Hoffnung hatten, dass die Neokons mit friedlichen Wahlen von der Macht vertrieben werden könnten. Das wird eindeutig nicht passieren.

 

Ich sehe sehr dunkle Wolken am Horizont.

 

Der Saker

 

Update1: Ich möchte auf einen wichtigen Punkt hinweisen: Das Desaster ist nicht so sehr dass Flynn weg ist, sondern dass Trumps Nachgeben gegenüber den Neokons zeigt, was Trump für ein Charakter ist (oder sein Mangel). Stellt euch die Frage – nachdem was mit Flynn passierte, würdest du den Kopf für Trump hinhalten?

 

Update2: Wie vorhergesagt – die Neokons feiern und natürlich verdoppeln sie den Einsatz:

 

Flynn ist weg, aber nicht die Debatte“


http://www.paulcraigroberts.org/2017/02/14/western-interests-aim-flummox-russia/

 

Westliche Interessen wollen Russland verwirren

 

von Paul Craig Roberts und Michael Hudson, 14.02.2017

 

Ein Artikel von Robert Berke in oilprice.com, die sich selbst als die „Erste Quelle für Nachrichten über Erdöl und Energie“ bezeichnen, schildert, wie Interessensgruppen Ergebnisse beeinflussen, indem sie ihre politischen Entscheidungen manipulieren.

 

Berkes Artikel enthüllt, wie die USA ihre Hegemonie behalten und erweitern wollen, indem sie die Allianz zwischen Russland, dem Iran und China aufbrechen wollen und durch eine Privatisierung des Erdölgeschäfts, die dazu führt, dass Länder ihre Souveränität an Erdölfirmen verlieren, die eng mit der US-Regierung zusammenarbeiten. Da Trump seine Präsidentschaft durch die unnötige Annahme des Rücktritts von Gen. Flynn als Nationaler Sicherheitsberater kastriert hat, ist dies wahrscheinlich Trumps Ansatz zu „besseren Beziehungen“ zu Russland.

 

Berke berichtet, dass Henry Kissinger Präsident Trump einen Plan verkauft hat, der die Rücknahme der Sanktionen benutzt, um Präsident Putin von der russischen Allianz mit dem Iran und China wegzulocken. Sollte Putin darauf hereinfallen, dann wäre das ein fataler strategischer Fehltritt, von dem sich Russland nicht erholen würde. Man wird Putin jedoch dazu drängen, diesen Fehltritt zu machen.

 

Der eine Druck auf Putin kommt von den atlantischen Vereinigern, die ein materielles Interesse an ihren Verbindungen zum Westen haben und die wollen, dass Russland in die westliche Welt integriert wird. Ein weiterer Druck kommt durch die Beleidigung, die die Sanktionen für Russland darstellen. Die Rücknahme dieser Beleidigung ist für Russland wichtig geworden, obwohl die Sanktionen Russland keinen materiellen Schaden zufügen.

 

Wir stimmen mit Präsident Putin überein, dass die Sanktionen in Wahrheit eine Wohltat für Russland sind, da sie Russland in eine autarke Richtung führen und zu einer Entwicklung der Beziehungen mit China und Asien. Mehr noch, der Westen mit seinem hegemonialen Drang benutzt wirtschaftliche Beziehungen zu Kontrollzwecken. Ein Handel mit China und Asien stellt für die russische Unabhängigkeit keine derartige Bedrohung dar.

 

Berke sagt, dass ein Teil des angebotenen Deals an Putin ein „vermehrter Zugang zum riesigen europäischen Energiemarkt ist, die Wiederbelebung finanzieller Kredite aus dem Westen und ein Sitz am Tisch der globalen Entscheider, alles was Russland so dringend braucht und will.“ Versüßt wird die Honigfalle durch eine offizielle Anerkennung der „Krim als Teil Russlands“.

 

Russland will das vielleicht alles, aber es ist Unsinn dass Russland etwas davon braucht.

 

Die Krim ist ein Teil Russlands, das war sie für 300 Jahre, und niemand kann etwas dagegen tun. Was würde es bedeuten wenn Mexiko nicht anerkennen würde, dass Texas und Kalifornien Teil der USA sind? Gar nichts.

 

Europa hat kaum Alternativen zur russischen Energie.

 

Russland braucht keine westliche Technologie. Ja, seine Militärtechnologie ist dem Westens überlegen.

 

Und Russland braucht ganz bestimmt keine westlichen Kredite. Ja, es wäre Wahnsinn das zu akzeptieren.

 

Es ist ein selbsterfundener westlicher Mythos, dass Russland westliche Kredite benötigen würde. Dieser Mythos liegt im Tabernakel der neoliberalen Ökonomie, er ist ein Mittel zur westlichen Ausbeutung und Kontrolle anderer Länder. Russlands gefährlichste Bedrohung sind die neoliberalen Ökonomen des Landes.

 

Die Russische Zentralbank hat die russische Regierung davon überzeugt, dass es inflationär wäre, russische Entwicklungsprojekte mit der Ausgabe von Zentralbankkrediten zu finanzieren. Ausländische Kredite seine lebenswichtig, behauptet die Zentralbank.

 

Jemand sollte der Russischen Zentralbank einmal das Einmaleins der Ökonomie lehren, bevor Russland zu einem Vasallenstaat des Westens wird. Das muss man wissen: Wenn zur Finanzierung von Entwicklungsprojekten Zentralbankkredite benutzt werden, dann steigt der Vorrat an Rubel, aber auch der Gewinn durch die Projekte. Mit dem Nachschub an Rubel steigen daher auch die Güter und die Dienstleistungen. Wenn sich Russland aus den Ausland fremde Währungen borgt, dann steigt zwar auch der Geldnachschub, aber auch die Auslandsschulden. Russland gibt die Fremdwährungen nicht für Projekte aus, sondern legt damit Fremdwährungsreserven an. Die Zentralbank gäbe die selbe Menge an Rubel zur Finanzierung der Projekte aus, auch wenn sie keine Fremdkredite besitzen würde. Alles was die Fremdkredite für Russland darstellen sind Zinszahlungen an ausländische Kreditgeber. (Anm.d.Ü.: Griechenland gefällig?)

 

Ausländisches Kapital ist für Länder wie Russland und China nicht von Bedeutung. Beide Länder sind sehr wohl in der Lage, ihre eigene Entwicklung zu finanzieren. Ja, China ist der weltgrößte Gläubiger. Ausländische Kredite sind nur für Länder wichtig, die keine eigenen Ressourcen zur Entwicklung besitzen und sich das Geschäfts-Know-how, die Technologie und die Ressourcen im Ausland besorgen müssen, mit ausländischen Währungen, die ihre Exporte nicht hereinholen können.

 

In Russland ist das nicht der Fall, denn das hat riesige Ressourcen und einen Handelsüberschuss. Die Entwicklung Chinas bekam einen Riesenschub durch die US-Konzerne, die ihre Produktion für den US-Markt ins Ausland verlagert haben, um die Gewinne bei den Arbeits- und den Regulierungskosten einzustreichen.

 

Die Neoliberalen argumentieren, Russland bräuchte Privatisierung um sein Haushaltsdefizit zu decken. Russlands Staatsdefizit beträgt nur 17 Prozent des russischen BIP. Nach offiziellen Angaben beträgt das US-Staatsdefizit 104 Prozent des BIP, 6,1 mal mehr als das in Russland. Wenn man das US-Staatsdefizit nach den wahren berichtigten Maßstäben berechnet, dann beträgt das US-Staatsdefizit 185 Prozent des BIP.

 

http://www.paulcraigroberts.org/2014/07/08/deteriorating-economic-outlook/

 

Ganz klar, wenn die massiven Schulden der US-Regierung kein Problem sind, dann ist das winzige Defizit Russlands auch kein Problem.

 

Berkes Artikel ist ein Teil der Bemühungen zum Beschwindeln Russlands, indem man die russische Regierung davon überzeugt, dass ihr Gedeihen von nachteiligen Deals mit dem Westen abhängt. Da die neoliberalen Ökonomen Russlands daran glauben, besteht die Möglichkeit, dass der Schwindel Erfolg hat.

 

Eine weitere Wahnvorstellung der russischen Regierung ist der Glaube, dass eine Privatisierung Kapital ins Land bringe. Diese Wahnvorstellung hat die russische Regierung dazu gebracht, 20 Prozent seiner Ölfirmen an ausländische Eigner zu übertragen. Das einzige was Russland mit diesem strategischen Fehltritt erreicht hat ist, dass 20 Prozent der Erdölprofite in ausländische Hände gerieten. Für eine Einmalzahlung hat Russland 20 Prozent seiner Erdölprofite weggegeben, auf ewig.

 

Wir wiederholen uns: Die größte Bedrohung für Russland sind nicht die Sanktionen, sondern die Inkompetenz seiner neoliberalen Ökonomen, denen man ordentlich das Gehirn gewaschen hat, damit sie US-Interessen dienen.


http://russia-insider.com/en/rot-system-starting-show-anti-trump-hysteria-establishments-last-stand/ri18890

 

Die Fäulnis im System kommt ans Tageslicht. Die Hysterie gegen Trump ist das letzte Aufbäumen des Establishments.

 

Clintons gescheiterte Präsidentschaftskandidatur könnte der Beginn eines großen Zusammenbruchs werden.

 

Von Emmet Scott, 11.02.2017

 

Die Reaktion der Medien auf den Sieg Donald Trumps als hysterisch zu beschreiben ist fast schon eine Untertreibung. Die schonungslose Verteufelung dieses Mannes, in den Zeitungen, im Fernsehen, im Internet, unter Politikern, Hollywood-Berühmtheiten und Akademikern, ist wahrhaft beispiellos. Schlagen Sie eine Zeitung auf oder loggen Sie sich ins Internet ein, und Sie erleben sofort eine Breitseite schreiender Schlagzeilen, die Ihnen sagen wie schrecklich dieser Kerl ist. Das ist echt seltsam.

 

Man muss kein Genie sein um zu erkennen, dass das Establishment nach einem Weg sucht – irgendeinem Weg – um Trump loszuwerden. Beispielsweise steht es außer Frage, dass es ein Klima des Hasses erzeugt hat und weiter erzeugt, was sogar zu seiner Ermordung führen könnte. Scheitert man damit, so versucht man es anscheinend mit dem Aufstacheln einer Form von allgemeinem Aufstand. Ziel ist es, das Land unregierbar zu machen und dadurch ein juristisches Verfahren zu erleichtern um ihn zum Rücktritt zu zwingen. Ihr Motto scheint zu lauten: Koste es was es wolle, wir müssen ihn loswerden.

 

Für diejenigen, die Trump gewählt haben weil sie in ihm nicht nur eine weitere Marionette des Establishments gesehen haben, sind das sehr gute Nachrichten: Dass er sein eigener Herr ist, ein Mann der die Interessen der arbeitenden Bevölkerung vertritt, für die er während seines Wahlkampfs gesprochen hat und die ihn schließlich ins Weiße Haus gewählt haben.

 

Aber wie soll man den nahezu kranken Hass des Establishments erklären? Keine Frage, dass bestimmte persönliche Interessen durch seine Politik leiden werden. Eine Gesetzgebung gegen das Verlagern von Arbeitsplätzen ins Ausland wird ohne Zweifel die Gewinne vieler multinationaler Konzerne schmälern. Auf der anderen Seite hat sein Versprechen, die Regulierungen aus der Obama-Zeit massiv abzubauen, das Potential um der Industrie und den Gewinnen einen großen Schub zu geben – wie der Optimismus der Aktienmärkte unmittelbar nach seiner Wahl vermuten lässt. Und wenn sein Versprechen, die amerikanischen Kriege im Ausland zu beenden, die Waffenhersteller alarmiert hat, so sollte sein Versprechen, die Stärke des amerikanischen Militärs zu erhöhen, ihre Ängste zerstreuen. Bisher hat er noch keine Anstalten gemacht, das Bündnis mit Saudi Arabien und den anderen Golfstaaten, den größten Abnehmern amerikanischer Militärwaffen, zu beenden (leider).

 

Also werden die Männer mit dem großen Geld wahrscheinlich durch seine Regierung nicht geschädigt; sie könnten sogar profitieren. Trotzdem hassen ihn genau diese Leute: Die nützlichen Idioten, die auf den Straßen demonstrieren und randalieren, sie wurden durch die Hysterie der Medien zu den Aktionen angestachelt. Und die Medien sind das Establishment. (Die Demonstranten selbst sind keine Mitglieder der Arbeiterklasse: Die große Mehrheit sind Studenten und Staatsangestellte „Profis“ der einen oder anderen Sorte.)

 

Woher kommt denn dieser Hass? Die Ideologie des Linken Flügels – insbesondere die Geschlechts-gesteuerte linke Ideologie – hat daran gewiss großen Anteil. Die Demonstranten und die Medien sind nicht so sehr über den Verlust von Sozialleistungen oder über andere wirtschaftliche Fragen besorgt, sondern über Abtreibung und LGBT-“Rechte“ – sie haben Angst, dass das unter Trump ausgehöhlt wird. Ein kürzlicher Artikel von Gavin McInnis mit dem Titel „Die Normalisierung der Verkommenheit“ wies darauf hin, dass einige der Organisatoren der Anti-Trump-Demos Verurteilungen wegen Pädophilie haben. Nach der Meinung von McInnis wollen diese und viele andere Gegner von Trump, dass die unter der Obama-Regierung andauernde kulturelle Revolution weitergehen soll. Die letzten Festungen der christlichen Moral sollen geschliffen werden und alle Formen von Abweichung, darunter Pädophilie, sollen legalisiert werden.

 

Ich glaube dass McInnis recht hat: Dass der Großteil der Opposition gegen Trump überhaupt nichts mit traditionellen linken Fragen zu tun hat, wie etwa der Armut der Arbeiterklasse, sondern fast vollständig durch sexuelle und mit Sex verwandten Fragen angetrieben wird. Trumps Gegner fürchten, dass sie die unter Obama erzielten Errungenschaften im Kultur-Krieg wieder verlieren. Ich vermute jedoch, dass viele Mitglieder des Establishments zusätzlich eine sehr persönliche Angst vor der Trump-Regierung haben: Denn es scheint, dass einige der mächtigsten Menschen Amerikas in Aktivitäten verwickelt sind, die, sollten sie ans Tageslicht kommen, sie beruflich und auch persönlich komplett zerstören würden.

 

Seit einigen Jahren kursieren jetzt schon Gerüchte über einen gewaltigen Pädophilie-Ring in den oberen Rängen der Elite Hollywoods. Dass ein solches Netz existiert, das wurde von verschiedenen hoch geachteten Kinderschauspielern (und ehemaligen) bestätigt. Es gibt zum einen die Fernsehaussage von Corey Feldman, die kann man auf Youtube sehen. Ähnliche Aussagen wurde von Elijah Wood und mehreren anderen gemacht, und es ist ziemlich eindeutig, dass der sexuelle Missbrauch von Kindern in Hollywood für viele Jahre ein Problem war – eines das von einer extrem mächtigen Elite beständig unter den Teppich gekehrt wurde. Nur gelegentlich wurden Täter öffentlich angeklagt – so wie Roman Polanski 1977 – und noch seltener wurden solche Personen der gerechten Strafe zugeführt.

 

Aber es scheint dass die Hollywood-Elite nur ein Teil des Establishments ist, das bis zum Hals in solch ein Verhalten verwickelt ist. Wir wissen, dass Bill Clinton mit Jeffrey Epsteins berüchtigtem „Lolita Express“ 26 Reisen unternommen hat. Das Flugzeug brachte die Gäste Epsteins zu Partys auf seine karibische Insel und andere Orte, wo regelmäßig minderjährige Mädchen auf der Speisekarte standen. Jüngste Enthüllungen über Anthony Weiner, den Ex von Hillary Clintons Wahlkampfmanagerin Huma Abedin, deuten in die selbe Richtung. Und dann gibt es noch die geleakten Podesta-E-Mails und die ganze Affäre „Pizzagate“. Wenn am der ganzen Vorstellung nur etwas Wahres dran ist, dass die in diesen E-Mails benutzte Geheimsprache sich auf sexuellen Missbrauch von Minderjährigen bezieht, dann würde das bedeuten, dass ein erheblicher Teil der Demokratischen Partei (und anscheinend genauso einige Mitglieder der Republikanischen Partei) aktive Pädophile sind.

 

In den USA sind nahezu die gesamten Massenmedien ausgesprochene Parteigänger der Demokraten. Wir wissen von ähnlichen Vorgängen in Britannien und anderswo, dass die Medien und das Establishment im Allgemeinen die mächtigen Kinderschänder ganz selbstverständlich schützen. Kann es sein, dass an den Pizzagate-Beschuldigungen etwas dran ist? Und dass die Demokraten und ihre Kollegen und Freunde von den Medien Angst vor einer Strafverfolgung haben? Vor einer Administration, die im Spiel der Eliten nicht „nach den Regeln spielt“?


https://counterinformation.wordpress.com/2017/02/08/shut-it-wests-free-speech-challenges-are-sign-of-systemic-insecurity/

 

Schnauze! Die Probleme mit der Meinungsfreiheit im Westen sind ein Anzeichen systembedingter Unsicherheit

 

von Finian Cunningham, 08.02.2017

 

In der letzten Woche wurden heilige westliche Institutionen der Meinungsfreiheit zu Kampfarenen für dieses demokratische Grundrecht. Ist das ein Anzeichen von schleichender Intoleranz oder von systembedingter Unsicherheit?

 

Der Sprecher des britischen Parlaments (Speaker), John Bercow, hat diese Woche Kontroversen ausgelöst, als er erklärte, dass US-Präsident Donald Trump bei seinem Staatsbesuch nicht eingeladen wird, um in der Westminster Hall eine Rede vor ausgewählten Abgeordneten und Mitgliedern des House of Lords zu halten. Bercow sagte, diese Entscheidung basiere auf den angeblich unerträglichen Ansichten des Präsidenten über Rassismus und Sexismus.

 

Dieser Schritt hat bei vielen Abgeordneten zu Protesten geführt. Sie sagen, das vorgeschlagene Verbot bringe das Britische Parlament in Verruf – angeblich die „Mutter aller Parlamente“. Auch der britischen Premierministerin Theresa May gefällt das nicht, denn ein Boykott von Trump könnte ihre Bemühungen zum Aufpolieren der besonderen Beziehungen zwischen den USA und Britannien gefährden, die sie letzten Monat so fleißig als erster ausländischer Staatsgast im neuen Weißen Haus erneuern wollte.

 

Letzte Woche geriet eine weitere heilige westliche Institution der Meinungsfreiheit ins Gerede, als randalierende Studenten von der Berkeley Universität von Kalifornien einen Trump-Gefolgsmann dazu zwangen, eine geplante Rede abzusagen. Milo Yiannopoulos, Redakteur der alt-right-Publikation Breitbart, einem großer Unterstützer von Trump, musste von der Polizei vom Campus eskortiert werden während Studenten ihn als „faschistischen Abschaum“ beschimpften.

 

Diese Ironie haben einige bemerkt, darunter die LA Times, die anmerkte, dass die Uni Berkeley das moderne Zuhause der „Bewegung für Meinungsfreiheit“ war, die dort in den 1960ern gegen den Vietnamkrieg und für die Bürgerrechte von Minderheiten entstand. Jetzt verjagt dieses Bollwerk der Meinungsfreiheit Leute, weil diese Ansichten äußern die einige als anstößig betrachten.

 

Vor ein paar Tagen kam eine weitere Schrulle hinzu, als der US-Senat die Senatorin Elizabeth Warren daran hinderte im Kongress eine Rede zu halten. Die demokratische Senatorin wollte aus einem 30 Jahre alten Brief zitieren, den Coretta Scott King geschrieben hatte, die Witwe von Martin Luther King Jr., als Widerspruch zu Trumps Nominierung für das Justizministerium – Jeff Sessions, Senator aus Alabama. Der Brief, der Sessions rassistischer Praktiken während seiner Gouverneurszeit in Alabama beschuldigt, soll Regeln des Senats verletzen.

 

Zurück zu der Sache im britischen Parlament. Das scheint ein außerordentlicher Verstoß gegen das Recht auf Meinungsfreiheit zu sein, und auch gegen die diplomatische Etikette. Man mag Trumps Art der nationalistischen Politik nicht mögen und auch nicht seine selektiven Einwanderungskontrollen gegen bestimmte arabische Länder, angeblich aus Sicherheitsgründen. Aber es scheint eine übertriebene Reaktion, sich abzuwenden und ihn zu einer Persona Non Grata im britischen Parlament zu erklären.

 

Und es stinkt nach Doppelmoral. Parlamentskritiker weisen darauf hin, dass der Speaker zuvor den Emir von Kuwait und den chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Westminster empfangen hat. Beide werden von britischen Menschenrechtsgruppen beschuldigt, in ihren Ländern grobe Menschenrechtsverstöße zu dulden. Was immer auch an diesen Anschuldigungen dran ist, es scheint widersprüchlich, dass das britische Parlament etwas gegen eine Rede Trumps hat.

 

Dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama kam die Ehre zu, im House of Commons zu reden, während sein Militär zu selben Zeit sieben Länder bombardierte. Und er war persönlich mit den Drohnenmorden für die Massenexekutionen von Ausländern verantwortlich. Bei den britischen Abgeordneten gab es keine Bedenken ob Obama reden dürfe.

 

Trotzdem kann man behaupten, egal welche persönlichen Neigungen man hat, dass die Meinungsfreiheit ein Grundrecht ist, das in den westlichen Demokratien angeblich hochgehalten wird und auch alle abweichenden Meinungen schützen sollte.

 

Der internationale Strafrechtsverteidiger Christopher Black sagte mir, dass bei diesem Grundrecht die Gefahr der Rosinenpickerei besteht. Und dass damit eine Büchse der Pandora mit glatter Zensur geöffnet werden könnte, was möglicherweise zu Despotismus führe könnte.

 

Er sagte: „ Die Linken möchten jede Äußerung unterbinden, die sie für faschistisch halten. Aber das Problem damit ist, wenn das gerechtfertigt werden kann, dann kann die politische Rechte damit die Unterbindung der Linken rechtfertigen. Schauen Sie sich an, was die Schwarze Liste in den USA während der Kommunistenjagd in der McCarthy-Ära in den 1950ern erreicht hat.“

 

Der Anwalt fügte hinzu: „Ich denke dass die Meinungsfreiheit respektiert werden sollte, egal welche Meinungen ausgedrückt werden – außer den beleidigenden und verleumdenden, also Aussagen, die dazu dienen, den Ruf einer Person zu schädigen. Der beste Weg um mit Argumenten umzugehen, die wir nicht mögen oder vertreten, ist, bessere Gegenargumente zu finden und herauszuarbeiten warum sie falsch liegen.“

 

Das ist ein treffendes Argument in Bezug auf die Querelen an der Uni von Berkeley. Die anarchistischen Gruppen, die mit der Verhinderung der Rede des Breitbart-Redakteurs von einem „Sieg“ sprachen – unter dem Motto „Kampf dem Faschismus“ – sie haben damit nur ein Eigentor erzielt und dem Magazin und seinen reaktionären Ansichten ein globales Ansehen verliehen. Yiannopoulos, der fragliche Redner, wirkt mehr wie ein Stand-Up Komiker mit anstößigen und sarkastischen Ansichten denn eine Reinkarnation des faschistischen Redners des Dritten Reichs Joseph Goebbels. Übrigens wurde Yiannopoulos für die Rede von einer Republikanischen Studentengruppe der Universität eingeladen. Menschen, die seine oberpeinlichen Ansichten nicht mögen, wurden nicht zum Zuhören gezwungen.

 

Eine weitere Nebenwirkung ist, dass Präsident Trump damit gedroht hat, wegen dem Debakel der gesamten Universität die Bundeszuschüsse zu entziehen, wegen ihrer offensichtlichen Intoleranz gegenüber der Meinungsfreiheit.

 

Der Breitbart-Redakteur scheint ein wandelnder Widerspruch zu sein – offen schwul, aber vordergründig gegen Schwulenrechte, er prahlt mit seinen sexuellen Beziehungen zu Schwarzen und gleichzeitig vertritt er weiße nationalistische Ansichten. Wie sein selbsternannter „Daddy“ Donald Trump und viele im Team von Trumps Weißem Haus sind die geäußerten Ansichten voller Rätsel aus Anomalien und Fehlern. Die Debatte ist mehr eine Komödie als eine Bedrohung.

 

Bestimmt ist es besser solche Leute reden zu lassen – bis zu einem Punkt wo es physisch verletzend wird. Sollen sie sich mit ihrer Quacksalberei doch in die Vergessenheit reden. Prohibition ist nicht nur ein Bruch der Rechte, sie ist auch kontraproduktiv, denn sie führt in eine zerstörerische Spirale, wie man in vielen anderen Bereichen der Kultur erleben kann.

 

Die Wahl von Donald Trump in den USA und der Aufstieg populistischer Politik woanders versteht man womöglich am besten als einen Zusammenbruch des Status Quo. Dieser Zusammenbruch ist überfällig, denn die politischen Systeme sind verknöchert, elitär und repräsentieren nicht die demokratischen Rechte. Übertriebene politische Korrektheit und „Identitätspolitik“ sind Teil dieser unterdrückerischen Ordnung, die von den Eliten aufrechterhalten wird.

 

Schlagzeile auf RT (6. Februar 2017):
„Donald Trump ist eine 'Rede vor dem Parlament egal', er will beim Staatsbesuch den Prunk und den Protz“

 

Die jüngsten Aufrufe zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit sind mehr ein Anzeichen von Unsicherheit in der Gesellschaft während politisch unruhiger Zeiten. Die Ungewissheit zeigt sich auf beiden Seiten des traditionellen rechten und linken Spektrums. Sie deutet jedoch mehr auf eine Unsicherheit hin als auf eine objektive gesellschaftliche Bewegung zu mehr Intoleranz.

 

Es ist jetzt mehr denn je nötig, die öffentliche Debatte offen zu halten anstatt sie abzuwürgen, nur weil irgendwelche narzisstischen Gefühle verletzt werden. Wo es widerwärtige und verschrobene Ansichten gibt, da sollte man sie herausfordern und ihnen mit intelligenten Argumenten entgegentreten.

 

Es gibt wichtige Diskussionen die man führen könnte, über Gleichheit, Säkularismus, Einwanderung, nationale und ökonomische Rechte, über die Globalisierung, Krieg und Frieden, und viele andere Fragen.

 

Diskussion und Dialog sind der beste Weg um das öffentliche Verständnis zu fördern, national und international.

 

Wenn wir damit anfangen, in der Diskussion eine Apartheid einzuführen, dann wird das Ergebnis das sein, was wir in bestimmten westlichen Staaten sehen, die die russischen Medien irgendwie zu etwas Unzulässigem erklären. Das Beenden der Kommunikation ist oft der erste Akt in einem Konflikt.


http://www.strategic-culture.org/news/2017/02/08/how-ukraine-annexed-crimea-frank-conversation-with-nikki-haley.html

 

Wie die Ukraine die Krim annektiert hat. Ein offenes Gespräch mit Nikki Haley

 

von Arina Tsukanova, 08.02.2017

 

Die Rede der neuen UN-Botschafterin Nikki Haley vor dem UN Sicherheitsrat am 3. Februar unterstützt die Außenpolitik von zwei amerikanischen Regierungen – der vorangegangenen und der gegenwärtigen – und dass es so weitergeht. Haley hat genau das gleiche gesagt wie ihre Vorgängerin Samantha Power: „Unsere Sanktionen in Bezug auf die Krim bleiben bestehen, bis Russland die Kontrolle der Halbinsel an die Ukraine zurückgibt.“

 

Das Weiße Haus unterstützte die Stellungnahme von Haley, dass die Krim an die Ukraine zurückgegeben werden muss. Und der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, sagte bei einem Pressebriefing: „Bezüglich der Sanktionen denke ich, dass Botschafterin Haley unsere Bedenken zu Russland wegen der russischen Besatzung der Krim sehr deutlich gemacht hat. Ich denke dass sie dazu sehr eindrucksvoll und deutlich Stellung bezogen hat.“

 

Es ist interessant dass Frau Haley über das Gebiet der Krim gesprochen hat und nicht über die Menschen. Ich frage mich, wie diese amerikanische Vorstellung über ein „Rückgabe“ der Halbinsel Krim an die Ukraine vor sich gehen soll – mit den Menschen, oder ohne sie? Schade dass diese Frage unbeantwortet blieb.

 

Betrachten sich die Menschen auf der Krim selbst als Ukrainer? Und kennt Nikki Haley die Antwort auf diese äußerst wichtige Frage? Es ist unwahrscheinlich, dass die US-Botschafterin bei der UN will, dass die Menschen die Krim verlassen, damit sie die Halbinsel an die Ukraine zurückgeben kann. Besonders wo sie nicht nur die Lebenden sondern auch die Toten umsiedeln müsste, denn die „ukrainische“ Geschichte der Krim ist sehr kurz, etwa ein Viertel Jahrhundert. Es ist doch überraschend, dass die Bürger eines Landes, dessen Verfassung mit den Worten „Wir, das Volk der Vereinigten Staaten...“ beginnt, alles unternehmen um eine Unterhaltung auf der Grundlage „Wir, das Volk der Krim...“ zu vermeiden. Aber aus dieser Position sieht alles ganz anders aus.

 

Aus der Sicht der Menschen, die auf der Halbinsel Krim leben, hat die Ukraine 1991 die Krim annektiert und die Regeln des internationalen Rechts grob verletzt. Die Krim wurde ungesetzlich zu einem Teil der unabhängigen Ukraine und wiederholte Versuche der Einwohner der Krim, dieses Unrecht zu ändern, trafen auf den Widerstand Kiews.

 

Um das zu erkennen müsste Nikki Haley nur ein paar Fakten kennen.

 

1990 hat das Parlament der ukrainischen SSR die Deklaration der staatlichen Souveränität verabschiedet, versteckt hinter den Worten „Es ist der Ausdruck des Willens des ukrainischen Volkes...“ und es ist die Rede von einem neuen Staat, der innerhalb der existierenden Grenzen der sozialistischen Sowjetrepublik Ukraine entsteht, basierend auf dem Recht der ukrainischen Nation auf Selbstbestimmung. Aber hatte die ukrainische Nation das Recht auf eine Selbstbestimmung auf der Krim, wo die Anzahl der Ukrainer auf der Halbinsel nur 25,8% der Bevölkerung ausmachte?

 

Die Antwort ist offensichtlich – nein, hatte sie nicht. Das war der erste Schritt der Annexion der Krim durch den ukrainischen Staat, der zu diesem Zeitpunkt die ukrainische SSR war, abgetrennt von der Sowjetunion.

 

Am 20. Januar 1991 wurde das erste Referendum auf der Krim abgehalten, über die Wiederherstellung der autonomen SSR Krim, als Teil der UdSSR und als eine Partei des Unionsvertrags. (Zwischen 1921 und 1945 war die autonome SSR Krim Teil der RSFSR, der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik) Bei einer hohen Wahlbeteiligung von 81,37% stimmten 93,26% der Krimbevölkerung für eine Wiederherstellung der Autonomie. Am 21. Februar 1991 wurde wurde die Wiederherstellung der autonomen SSR Krim durch Gesetz beschlossen: Der Oberste Rat der ukrainischen SSR akzeptierte das Ergebnis des Referendums. Das Volk der Krim hatte ihre Selbstbestimmung, und diese Selbstbestimmung wich erheblich von der Selbstbestimmung der ukrainischen Nation ab.

 

Und was hat der ukrainische Staat als nächstes getan? Am 24. August 1991 erklärte der Oberste Rat der ukrainischen SSR, wieder auf Grundlage der Selbstbestimmung, die Unabhängigkeit der Ukraine und erklärte willkürlich die autonome SSR Krim zum Gebiet des neu gegründeten Staats. Damit haben die Gründer der Ukraine ein Gesetz missachtet, das ein separates Referendum auf der Krim über den Status der autonomen SSR Krim innerhalb der Ukraine vorsah. Das geschah absichtlich, denn Kiew wusste ganz genau, dass die Einwohner der Krim niemals dafür stimmen würden, Teil der Ukraine zu werden. Zur gleichen Zeit wurde ein riesiger Schwindel zur Geschichtsfälschung betrieben: Am 1. Dezember 1991 wurde ein ungesetzliches Referendum auf der Krim abgehalten, dabei ging es nicht um den Status der Krim sondern rückwirkend um eine Bestätigung der ukrainischen Unabhängigkeitserklärung der Ukraine in der autonomen Republik. Darüber hinaus konnte jeder wählen, der sich gerade auf der Halbinsel befand. Das sollte den Anschein erwecken als wären die Menschen auf der Krim für die Unabhängigkeit der Ukraine, dabei haben sie zum größten Teil das Referendum boykottiert. Damit hat die Ukraine unter der Hand den zweiten Schritt zur Annexion der Krim unternommen.

 

Die autonome SSR Krim hat sich jedoch gegen die ukrainischen Fälscher aufgelehnt. Ab dem Jahresbeginn 1992 nahmen die Proteste zu – die Bevölkerung der Krim war über die Täuschung empört und verlangte eine Abtrennung von der Ukraine. Unter dem Druck der Bevölkerung beschloss der Oberste Rat der Krim das Gesetz zur staatlichen Unabhängigkeit der Republik Krim, verabschiedete seine eigene Verfassung und genehmigte eine Resolution für ein Referendum am 2. August 1992. Das war ein weiterer Schritt zur Selbstbestimmung, zu der jene Einwohner der Krim, die keine Verbindung zur ukrainischen Nation fühlten, jedes Recht hatten und wonach sie gesetzlich strebten. Die Verfassung der Krim beginnt mit den Worten: „Wir das Volk, aus dem die Vielvölkernation Krim besteht und durch ein Jahrhunderte altes gemeinsames historisches Schicksal vereint ist, sind frei und gleich in Würde und Recht...“

 

Zu dem Zeitpunkt hatte Kiew jedoch bereits Blut geleckt. Niemand wollte mehr den Gedanken aufgeben, dass die Ukraine die Krim annektiert. Das Referendum wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben (es wurde 1994 als eine Meinungsumfrage abgehalten) und die Verfassung der Krim wurde auf Druck von Kiew Dutzende Male umgeschrieben, bis die Halbinsel schließlich an die Ukraine gebunden war. Die erste Präsidentenwahl auf der Krim fand 1994 statt, aber 1995 war das Präsidentenamt und die Verfassung der Krim bereits aufgehoben worden. Ende 1998 haben die ukrainischen Behörden die Gesetzgebung der autonomen Republik der Krim gänzlich an die Gesetzgebung der Ukraine angepasst. Das war der vorletzte Schritt zur Annexion der Krim, der letzte Schritt wäre die Aufhebung des autonomen Status der Krim, durch die Einführung einer Regierungsbezirks Krim als Teil der Ukraine.

 

Das hat Kiew im darauf folgenden Jahrzehnt nicht gewagt, denn jeder Versuch, das Thema einer Abschaffung der Autonomie der Krim anzuschneiden, führte zu breiten Protesten und Forderungen, die Verfassung und Staatlichkeit der Republik Krim von 1992 wieder einzusetzen. Die schleichende Ukrainisierung war ebenfalls ohne Erfolg – selbst angesichts einer Volkszählung 2001, die zeigte dass die russische Bevölkerung auf der Krim um 512.000 gesunken war, scheiterte eine Umstrukturierung der Krim zu mehr Ukraine. Das Verschwinden der russischen Einwohner der Krim kann nicht durch einen natürlichen Schwund der Bevölkerung, durch Wanderungsbewegungen oder andere Zählweisen erklärt werden. Die Zahlen zeigen etwas anderes: Die Ukraine hat einfach eine halbe Million Russen aus dem annektierten Gebiet gelöscht, um eine „ukrainische Krim“ zu errichten. 2012 hat die Partei Swoboda, die sich aus radikalen ukrainischen Nationalisten zusammensetzt, die Abschaffung der Autonomie der Krim zum Parteiprogramm erhoben.

 

Der Februar-Aufstand in Kiew (2014) wurde von der Krim nicht unterstützt, aber Versuche von Krimeinwohnern dagegen zu protestieren, endeten in einer Tragödie: In der Nacht vom 20. auf den 21. Februar fuhren protestierende Einwohner der Krim mit Bussen aus dem chaotischen Kiew nach Hause und wurden von bewaffneten Nationalisten in der Nähe der Kleinstadt Korsun-Shevchenkivskyi aufgehalten. Die Krimbewohner wurden geschlagen, gefoltert, unter Todesdrohungen zum Absingen der ukrainischen Nationalhymne gezwungen und mussten die zerbrochenen Glasscheiben der Busfenster, die mit Stangen eingeschlagen worden waren, mit den bloßen Händen einsammeln.

 

Am 16. März 2014 haben die Menschen der Krim in einem Referendum noch einmal ihre historische Wahl bestätigt, so wie es die Vereinigten Staaten einst taten als sie sich von der britischen Krone lossagten. In der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung heißt es, dass der Schöpfer die Menschen mit unveräußerlichen Rechten ausgestattet hat, das Recht auf Leben, Freiheit und dem Streben nach Glück. Die Einwohner der Krim wollen, so wie die Amerikaner, leben, frei und glücklich sein. Deshalb haben sie seit Jahrzehnten versucht, von dem ukrainischen Dreizack loszukommen, und 2014 haben sie das endlich mit der Rückkehr zu Russland geschafft.

 

Es scheint dass Nikki Haley, wie Millionen ihrer amerikanischen Landsleute, die Geschichte des Kampfs der Menschen der Krim gegen ihre illegale Annexion durch die Ukraine nicht kennt. Sie begann 1990 und endete 2014. Die Entscheidung der Einwohner der Krim 2014 anzuzweifeln scheint der Grund dafür zu sein, warum die ständige US-Vertreterin im UN-Sicherheitsrat über die ukrainische Annexion der Krim im Jahr 1990 so still ist. Schließlich kann niemand auf der Welt das Ergebnis des Referendums vom 20. Januar 1991 anzweifeln. Wenn es sich allerdings um eine absichtliche Verzerrung der Fakten handelt, dann sieht die Lage viel schlimmer aus.

 

Nur eine unwissende oder unehrliche Person kann die Tatsache verleugnen, dass es auf d Krim niemals eine „Selbstbestimmung der ukrainischen Nation“ gab und geben wird, denn es ist eine Tatsache, dass die Ukrainer auf der Halbinsel sehr in der Minderheit sind.

 

Wenn man auf der Seite der Menschen der Krim steht, dann wird die Geschichte über die Wiedervereinigung der Krim mit Russland einfach und verständlich. Man muss nur wissen dass für jedes Territorium, egal ob für die USA oder die Krim,die gleichen Worte wichtig sind: „Wir das Volk...“ Oder glauben Sie, dass wenn sie von der „Krim“ spricht, Nikki Haley nur über das Territorium ohne die Menschen redet?


http://www.strategic-culture.org/news/2017/02/07/things-will-get-worse-until-us-stops-lying-about-crimea.html

 

Solange die USA nicht mit dem Lügen über die Krim aufhören, solange werden die Dinge nur schlimmer

 

von Eric Zuesse, 07.02.2017

 

 

Inhaltsangabe

 

Solange die Lügen der US-Regierung über die Krim – diese „Russland hat die Krim annektiert“-Geschichten – nicht als Lügen anerkannt werden, solange wird ein Krieg zwischen den USA und Russland nur immer wahrscheinlicher. Denn die Welt rutscht mit diesen Lügen in einen Dritten Weltkrieg und wird daher unvermeidlich weiter hinein rutschen, bis diese Lügen von der US-Regierung öffentlich anerkannt werden. Die US-Regierung ist die Ursprungsquelle dieser Lügen. Der Lügner ist hier eindeutig die USA und nicht Russland: Die USA sind die alleinige Quelle für den angeblichen Kriegsgrund zwischen den USA und Russland.

 

Die Kriegsvorbereitungen zwischen den USA und Russland werden im gewohnten Tempo weitergehen -- bis die Vereinigten Staaten öffentlich anerkennen, dass Russland die Krim nicht „annektiert“ hat. Bis sie zugeben, dass der Grund für die ganzen Kriegsvorbereitungen der USA und der NATO und anderer Verbündeter gegen Russland eine künstliche Fälschung ist, eine Lüge der USA. Und dass Russland ganz einfach das amerikanische Opfer in dieser ganzen Angelegenheit ist und gegen die amerikanische Aggression zu 100 Prozent defensiv handelt.

 

Jeder, der so engstirnig ist und die Möglichkeit ausschließt, es könnte sein, dass über die Beziehung zwischen den zwei Ländern die USA lügen und Russland die Wahrheit sagt, der vergeudet hier seine Lesezeit. Denn die solide Dokumentation, die hier folgt, wird beweisen, dass das nicht nur eine Möglichkeit ist; es ist eine Tatsache. Und der weit verbreitete falsche Glaube wird in der Tat widerlegt. Dies zu beweisen ist das Anliegen dieses Artikels. Daher zunächst eine Warnung an jene Leser, die sich dieser Möglichkeit verweigern – diese Leser vergeuden mit diesem Artikel ihre Zeit. Hier die Warnung:

 

(WARNUNG: Der folgende Artikel behauptet, dass viele Dinge, die vom Westen nahezu weltweit propagiert werden, falsch sind. In solchen Fällen wird in der Dokumentation über die Behauptungen ein link bereitgestellt. Ein Leser, der noch nicht weiß dass es sich um die Wahrheit handelt, kommt so leicht an das Wissen darüber, dass er/sie über eine bestimmte Sache bisher getäuscht wurde – der Leser erfährt das ganz einfach durch einen Klick auf den link. (Anm.d.Ü.: 27 links und drei Videos im Original! Ich markiere die links hier mit kursiver Schrift.) Dieser Artikel stützt sich auf diese links, die auf den verlässlichsten Beweisen zu der jeweiligen Sache beruhen – wesentlich verlässlicher als irgendein „Beweis“, der von den Verteidigern der westlichen Position zitiert wird, die Lügen zu der jeweiligen Sache. Die links dienen dazu, dass der Leser es leicht mit dem tatsächlichen Beweis verknüpfen und selbst entscheiden kann wer hier lügt und wer nicht. Es hängt alles von den Beweisen ab. Ein Leser, der die Beweise nicht zur Kenntnis nehmen will, vergeudet hier nur seine Zeit.)

 

 

 

Die Darlegung des Sachverhalts

 

Die Wirtschaftssanktionen von Obama-Trump basieren auf Lügen, die als Lügen (hier durch die links) aufgedeckt werden müssen. Ebenso wie die US-Truppen und Raketenstationierungen an den russischen Grenzen – bereit zum Einmarsch nach Russland – das basiert vor allem auf der Lüge über „russische Aggression auf der Krim“. Der ganze Schub zum 3. WK basiert auf dieser barbarischen Lüge des US-Präsidenten Barack Obama über Russland: Er sagt dass der Transfer der Krim von der Ukraine nach Russland kein Beispiel (war es aber doch) für das von der UN und den USA weltweit anerkannte Recht der Völker auf Selbstbestimmung sei (so wie die USA das für Katalonien und Schottland anerkennen). Vielmehr sei es eine angebliche „Eroberung“ der Krim durch Russland.(Wie dieser link hier dokumentiert: Obamas Vorwurf, die Krim sei durch „Putin erobert“ worden, ist falsch. Und er wusste dass er falsch war; er wusste sehr genau, dass die Menschen der Krim mit überwältigender Mehrheit wollten, dass ihr Land zu Russland zurückkehrt und von Russland beschützt wird. Damit es nicht von den Truppen und Waffen der ukrainischen Regierung überfallen wird, nachdem ein blutiger US-Umsturz durch Obama – weniger als einen Monat zuvor – den demokratisch gewählten Präsidenten der Ukraine gestürzt hat, für den 75% der Einwohner der Krim stimmten. Obamas eigene Agenten steckten hinter dem Umsturz; sie erledigten sein Geschäft. Der Aggressor ist in diesem Fall einzig und allein die USA, nicht Russland, trotz Obamas Lügen.)

 

Sämtliche von der US-Regierung und anderen vom Westen gesponserten Wahlumfragen auf der Krim, sowohl vor als auch nach dem Krim-Plebiszit am 16. März 2014, zeigen, dass eine große Mehrheit der Krim wollte, dass die Krim wieder Teil Russlands wird, so wie das der Fall war, bevor Nikita Kruschtschow 1954 in einem willkürlichen Akt die Krim von Russland an die Ukraine übergab. Der US-Präsident Barack Obama bestand sogar darauf, dass Nikita Kruschtschows Diktat in der Sache auf ewig gelte – dass die Einwohner der Krim niemals in der Lage sein sollten ihre eigene Regierung zu wählen. Sondern dass sie von einem Regime in der Ukraine regiert werden sollten, welches Obama durch einen Staatsstreich eingesetzt hat. Egal wie extrem feindselig die neue Regierung gegen diese Menschen war. Und Obama erließ die Wirtschaftssanktionen auf dieser Basis – die USA als Aggressor bezeichnen Russland als den „Aggressor“, Obamas „neuer Kalter Krieg“ basiert auf dieser Lüge. Das ist eine richtige Lüge - und keine „Flunkerei“.

 

Mit anderen Worten: Die Wiederauflage des Kalten Kriegs (und eines zunehmend heißen Kriegs der USA gegen Russlands Verbündeten Syrien, und anderswo), dieses Mal gegen Russland (und nicht mehr gegen die Sowjetunion, den Kommunismus und das Militärbündnis Warschauer Pakt, denn seit 1991 existiert nichts mehr davon), basiert auf der Weigerung von Barack Obama, den Menschen auf der Krim Demokratie zu gewähren. So einfach ist der Weg in den 3. WK – eine bösartige, gegen Russland gerichtete US-Lüge.

 

Und das ist nicht der einzige Fall bei dem die US-Regierung die Demokratie blockiert, um Russland durch das Einkassieren von mit Russland verbündeten Nationen (zuerst die Ukraine, dann zunehmend Syrien) zu erobern. Der UN Generalsekretär Ban ki-Moon hat an einem Tag zweimal gesagt, dass Obamas Forderung, der syrische Präsident, der Russland-freundliche Bashar al-Assad, müsse bei der nächsten Präsidentenwahl in Syrien daran gehindert werden auf dem Wahlzettel zu stehen, dass diese Forderung nicht akzeptabel ist und (so sagte Ban): „Die Zukunft Assads müsse durch das syrische Volk bestimmt werden.“

 

Warum wird dem Westen gestattet, der Krim und den Syrern vorzuschreiben, sie dürfen ihre eigene Regierung nicht bestimmen?

 

So ist sie, die neue, anti-demokratische Regierung der Vereinigten Staaten. Das ist die Realität.

 

Lawrence J. Korb, ein stellvertretender US-Verteidigungsminister von 1981-1985, hat den Kalten Krieg gegen Russland aufgegeben, als die Sowjetunion, der Kommunismus und der Warschauer Pakt 1991 zu Ende waren. Und er schrieb am 26. Februar 2016 unter der Überschrift „Fallt nicht auf Obamas 3 Milliarden Dollar schwere Aufrüstung an Russlands Türschwelle herein“. Damit hatte er Recht, gegen den von Obama angeschobenen Drang zu einem 3. WK. Aber er verharmlost die Bösartigkeit indem er sagt:

„Es gibt keine russische Wiederauferstehung. Washington spielt mit euren Ängsten über einen Kalten Krieg, damit ihr für etwas bezahlt, was die USA nicht brauchen und sich nicht leisten können. In einem der Hauptgründe für das neue $600 Mrd. Verteidigungsbudget fiel dem Verteidigungsministerium der gute alte Buhmann des Kalten Kriegs wieder ein: Die Gefahr einer russischen Aggression gegen Verbündete in Europa. Man kann zwar die russische Annexion der Krim 2014 und den russisch-georgischen Krieg 2008 nicht beiseite schieben, aber diese Ereignisse als eine Art russischer „Wiederauferstehung“ zu interpretieren ist eine große Übertreibung der Gefahr, die Russland für die NATO und die Vereinigten Staaten darstellt.“

 

Weder in der Ukraine noch in Georgien waren die USA schuldlos – ganz im Gegenteil: Die USA haben diese Konflikte an Russlands Grenzen losgetreten. Und Russland schnappt sich keine Gebiete an den Grenzen Amerikas; die USA schnappen sich Gebiete an Russlands Grenzen. (Versucht Russland etwa, die mit den USA verbündeten Regierungen an den amerikanischen Grenzen – Mexiko und Kanada – zu stürzen und zu ersetzen? Natürlich nicht. Aber die USA versuchen das mit Russland – und beschuldigen dann Russland für etwas, das im Grunde eine angemessene Antwort auf eine solche US-Aggression ist.) Korb sagte weiter:

 

Obwohl die Krim seit Jahrhunderten eine wichtige Schachfigur in Russlands großer Strategie ist, hat sein offener Gebrauch militärischer Gewalt und politischer Manipulation inmitten der ukrainischen Revolution zu einer sofortigen Antwort des Westens in Form von Sanktionen geführt. Russland bezahlt für seine Aggression gegen die Ukraine einen hohen wirtschaftlichen und diplomatischen Preis.“

 

Er nimmt nicht zur Kenntnis dass es keine „Revolution“ war; es war stattdessen ein US-Umsturz in der Ukraine, der dort eine demokratisch gewählte Regierung stürzte und eine illegale einsetzte, die sich aus Faschisten zusammensetzt, die seitdem faschistische Sachen anstellen.

 

Diese Euphemismen – die Lüge, einen Umsturz eine „Revolution“ zu nennen, und so zu tun als wäre die Abtrennung der Krim von der Ukraine nicht eine direkte Folge dieses blutigen und illegalen US-Coups an Russlands Grenze – sie sind es, auf denen die Vorbereitungen zu einem 3. WK aufgebaut sind. Und das muss jetzt aufhören – oder die Zivilisation hört auf.

 

Darüber hinaus ist die stillschweigende Annahme Korbs, das post-sowjetische Russland (nach dem Imperium) würde sich nicht von der UdSSR unterscheiden, es sei alles die gleiche „große russische Strategie seit Jahrhunderten“, eine Schlussfolgerung, die er nicht mit einem Beweis untermauert. Stattdessen ist es eine unbewiesene Annahme, die seiner Sache, sollte sie zutreffen, schwer schaden würde. Es stellt sich als eine falsche Annahme heraus. Im Westen kann eine Person in Regierungskreisen nicht einflussreich werden, wenn sie nicht bestimmte historische und kulturelle Unwahrheiten übernimmt; und Korb würde hier nicht zitiert werden wenn er nicht eine so einflussreiche Person wäre.

 

Und ähnlich ist sein Bezug auf Russlands „Aggression gegen die Ukraine“ eine Unwahrheit. Sie passt zu dem Märchen dass „Russland die Krim annektiert“ habe, aber die Wiederholung solcher Lügen ist der Preis dafür, in diese Regierungskreise aufgenommen zu werden oder bleiben zu dürfen. Egal ob diese Unwahrheiten bewusst oder unbewusst eingebaut werden -- es erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Artikel im Westen veröffentlicht wird. Es wird ein Teil der kulturellen Mythologie (sie ist es, die fast alle Kriege auslöst).

 

Und ganz ähnlich trompetet das restliche amerikanische Establishment diese gefährlichen Lügen in die ganze Welt. Auch das muss aufhören, aber da die US-Presse nur die Stenographen für die US-Regierung sind, ist der einzige Weg um das zu beenden, dass zuerst die Lügen der US-Regierung aufhören.

 

Donald Trump, jetzt der neue US-Präsident, macht mit Obamas Lügen weiter. Am 1. August 2016 klang er noch anders, als Politico titelte: „Trump: Eine Rücknahme der Krim würde einen 3. Weltkrieg auslösen“, und sie zeigten Videoaufnahmen eines Wahlkampfauftritts in Columbus, Ohio (in diesem Video von 57:50 bis 59:00), in dem er sagt, er würde als Präsident die Krim-Angelegenheit begraben, denn :“Ich meine, was haben wir davon? Wollt Ihr den 3. Weltkrieg um sie zurückzubekommen?“ Er wurde also auf der Grundlage gewählt dass er seinen Wählern zu verstehen gab, er würde als Präsident die anti-russischen Sanktionen Obamas und die Drohungen der NATO ganz einfach beenden und die Bestrafungen und Invasionsdrohungen gegen Russland (bis die russische Regierung die Krim zwingt, wieder von der ukrainischen Regierung regiert zu werden, die jetzt noch schlimmer ist als zuvor – Obamas Regierung) nicht fortsetzen. Aber kaum im Amt hat Trump seine Töne schon geändert, in seiner Neuausgabe als neuer Präsident. Seine Agentin bei der UN, die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley, sagte am 2. Februar:

 

Ich muss die aggressiven Handlungen Russlands verurteilen … Die Vereinigten Staaten sind an der Seite des ukrainischen Volks, das seit fast drei Jahren unter russischer Besatzung und militärischer Intervention leidet. Solange Russland und die von ihm unterstützten Separatisten nicht die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine respektieren, solange wird diese Krise andauern … Die Vereinigten Staaten verurteilen weiterhin die russische Okkupation der Krim und rufen zu einem sofortigen Ende derselben auf. Die Krim ist Teil der Ukraine. Unsere Sanktionen bezüglich der Krim bleiben bestehen, bis Russland die Kontrolle über die Halbinsel wieder an die Ukraine zurückgibt.“

 

Mit anderen Worten: Trumps Antwort auf die Frage „Wollt Ihr den 3. Weltkrieg um sie zurückzubekommen?“ lautet: Ja. Das will er tatsächlich. (Außer er nimmt seine Worte schnell zurück)

 

Trumps Entscheidung, mit den bösartigen Lügen Obamas gegen Russland weiterzumachen, anstatt anzuerkennen, dass es Lügen waren und sind (dieses Eingeständnis muss es geben um einen 3. WK zu verhindern), ist extrem gefährlich. Es ist die Entscheidung für einen 3. WK, denn Russland ist hier im Recht und es wird nie bei Amerikas Versuchen klein beigeben, Russland zu zwingen, etwas schändliches zu tun, nur weil es die US-Regierung verlangt.

 

Hier geht es auch um eine Sache fundamentaler Grundsätze, und die US-Regierung steht hier auf der bösen Seite – auch unter dem neuen Präsidenten, der anderes versprochen hat. Das ist eine Tatsache, genauso wie eine Aussage wie „Völkermord ist böse“ eine Tatsachenäußerung ist. Und nicht einfach eine „Meinungs“-Äußerung. In der überhaupt am wichtigsten vorstellbaren Frage – einem möglichen 3. WK – steht die US-Regierung auf der bösen Seite. (Dazu wird es kommen, außer Trump dreht sich wieder einmal um 180 Grad, dieses Mal endgültig. Indem er öffentlich anerkennt, dass Obamas Anschuldigungen, Russland hätte die Krim gestohlen, Lügen waren. Dass Obamas ganze Begründung für einen „neuen Kalten Krieg“ in Wahrheit in Schwindel war. Dass der wahre Aggressor bei er ganzen Angelegenheit Amerika war.)

 

Jeder der weitere Hintergründe zu den historischen Wurzeln dieses Übels erfahren will, dem seien diese drei bärenstarken Dokumentationen empfohlen, die die ursprünglichen Quellen dessen präsentieren:

 

Operation Gladio: BBC Doku 1992“ (2 Stunden 25)

https://www.youtube.com/watch?v=GGHXjO8wHsA&t=196s

 

Die nicht erzählte Geschichte der Vereinigten Staaten“, Kapitel 1 und Kapitel 2

(link im Original)

 

Diese drei Dokus liefern die grundlegende und wichtigste Geschichte hinter Obamas Eskalation zu einem Krieg gegen Russland. Jedoch ist eines der wichtigsten Elemente aus dem historischen Hintergrund in diesen Dokus nicht vorhanden. Es wird von diesem Artikel geliefert (http://www.washingtonsblog.com/2015/09/how-america-double-crossed-russia-and-shamed-the-west.html), der die Geschichte nach 1991 beleuchtet – jenen Teil der Operation, an dessen Vollendung Obama so hart gearbeitet hat. (Ein weiterer Aspekt, der bei den drei Dokumentationen fehlt, ist die Verbindung zum „Terrorismus“ oder Dschihadismus, das wird in den folgenden beiden links beschrieben – besonders im zweiten. Er beschäftigt sich mit der königlich saudischen Finanzierung von Al Qaeda):

 

Die USA sollten die Freiheitsstatue wieder nach Frankreich zurückschicken“

 

http://www.washingtonsblog.com/2017/02/65373.html

 

Al Qaeda wird von den königlichen Sauds finanziert, so steht es in US-Regierungsdokumenten“

 

http://www.washingtonsblog.com/2017/01/al-qaeda-funded-royal-sauds-u-s-govt-documents.html

 

Die einfache Ausrede für dieses Böse lautet – wie es der Mitleid heuchelnde (und Demokratie heuchelnde und Anti-Invasion heuchelnde) Obama formuliert hat:

 

Es gibt keine Formel wonach das für Russland am Ende gut sein kann. Die Annexion der Krim verursacht Kosten, sie ist kein Gewinn für Russland. Die Zeiten, in denen die Eroberung von Land irgendwie ein Rezept für die Größe einer Nation war, sie sind vorbei.“

 

Er hat Russland diese Kosten auferlegt – und dann besitzt er den Nerv und beschuldigt Russland für das was es tun musste und wozu es moralisch verpflichtet war, um auf Obamas Aggression gegen Russland zu antworten (auf Obamas vorherige Übernahme der Ukraine).

 

Wenn Donald Trump auf dem Weg Obamas weitermacht anstatt anzuerkennen, dass es auf Lügen basiert, dass die Eingliederung der Krim in Russland eine „Eroberung von Land“ sei, dann bewegen wir uns immer noch zum 3. WK, und wir tun es auf der Grundlage amerikanischer Lügen.

 

Der einzige Weg um das zu beenden -- außer man beendet die Zivilisation, wenn nicht sämtliches Leben auf der Erde – wäre, wenn die US-Regierung die Lügen Obamas über die Krim und Russland zugibt, dass es Obamas Lügen waren. Das wäre eine Abkehr von der vorherigen Administration zu der wichtigsten aller Fragen. Aber dazu müsste Trump öffentlich sagen, dass Obama über die Ukraine, die Krim und Russland gelogen hat.

 

Trump steht somit vor einer bitteren Wahl. Entweder erklärt er dass Obama in diesen Angelegenheiten gelogen hat, oder es wird zwischen den USA und Russland Krieg geben. Das ist seine Wahl.

 

Er ist nicht mehr der lügende und Tatsachen verdrehende Kandidat wie zuvor. Er ist jetzt der amtierende Präsident. Wenn er damit weitermacht, die Politik seines Vorgängers umzusetzen, dann wird das unser Ende sein. Er muss sich entscheiden, das kann ihm keiner seiner Berater abnehmen.

 

Ist die Trump-Regierung schon im Eimer?

 

Von Paul Craig Roberts, 06.02.2017

 

Die Hoffnungen auf die Trump-Regierung leuchten nicht sehr hell. Trumps Militärchef, Gen. Mattis, stellt sich als der wahre „Mad Dog“ (sein Spitzname) heraus. Er verkündete gerade, dass der Iran „der größte einzelne Staatssponsor für Terrorismus auf der Welt“ ist.

 

Er hat Russland zur Nummer Eins Bedrohung für die USA erklärt.

 

Er hat mit einer Intervention in Chinas territoriale Angelegenheiten gedroht.

 

Ich habe mich getäuscht. Ich dachte, Gen. Mattis wäre eine vernünftige Wahl, da er die Wirksamkeit von Folter abstreitet und Trump überzeugt hat, dass „Folter nicht funktioniert“, so sagte Trump. Offenkundig kommt Mattis außer in dieser Erkenntnis nicht über höhere geopolitische Erkenntnisse hinaus. Trump sollte Mattis feuern, denn er stellt das Pentagon in den Weg zu normalen Beziehungen mit Russland.

 

Es gibt im Verhalten des Iran, Russlands und Chinas keinen Beweis, der Gen. Mattis Ansichten bestätigen würde. Seine Definition von Bedrohung ist die der Neokonservativen – jedes Land das in der Lage ist, der Hegemonie der USA zu widerstehen. Für den militärischen Sicherheitskomplex ist das eine gelegene Bedrohung, denn sie rechtfertigt ein unbegrenztes Budget, um solche „Bedrohungen“ zu bezwingen. Es ist dieser hegemoniale Impuls, der die Quelle des Terrorismus ist.

 

Wenn man die Wahrheit aussprechen darf, dann gibt es nur zwei Länder auf der Welt mit hegemonialen Ansprüchen. Al Qaeda wurde von der Carter-Regierung geschaffen, um die sowjetische Besatzung Afghanistans mit Dschihadismus zu bekämpfen. ISIS wurde vom Obama/Hillary-Regime geschaffen, um Gaddafi in Libyen zu stürzen und wurde danach vom Obama/Hillary-Regime zum Sturz von Assad nach Syrien geschickt. Das hat Gen. Flynn, der ehemalige Direktor der Defense Intelligence Agency, im Fernsehen aufgedeckt. Die ukrainischen Neonazis, die die Republiken Donezk und Luhansk überfallen haben, wurden ebenfalls vom Obama/Hillary-Regime losgelassen, um die demokratisch gewählte Regierung der Ukraine zu stürzen. Jeglicher Terror steht mit Washington und Israel in Verbindung.

 

Dass Washington die ukrainische Regierung gestürzt hat, diese Tatsache ist unbestreitbar. Trotzdem glaubt eine große Anzahl hirngewaschener Amerikaner, dass Russland in die Ukraine einmarschiert sei. Genauso wie sie die Fake News glauben, der Iran wäre ein terroristischer Staat.

 

Das letzte Mal als der Iran einen Aggressionskrieg begann, das war Ende des 18. Jahrhunderts, als der Iran den Kaukasus und Georgien wieder besetzte, das der Iran bald danach an Russland verlor.

 

Der heutige Iran hat kein Vergehen begangen, außer dass er sich weigert, ein Vasallenstaat der USA zu werden.

 

Darüber hinaus sind der Iran und das von Russland gerettete Syrien die einzigen Staaten in der moslemischen Welt, die nicht Marionettenstaaten und Vasallen der USA sind, die selber nichts darstellen, ohne unabhängige Außenpolitik und ohne unabhängige Wirtschaftspolitik. Nur der Iran und Syrien haben eine unabhängige Politik.

 

Der Iran ist ein großes Land mit erheblichen Energieressourcen. Der Iran hat eine lange Geschichte der Unabhängigkeit und militärischer Fähigkeiten, die in alte Zeiten zurückreichen. Heute ist der Iran für Russland als Pufferstaat lebenswichtig, gegen den von den USA erzeugten Dschihadismus, den die Neokonservativen in die moslemischen Gebiete der Russischen Föderation exportieren wollen. Folglich ist der Iran das ungeeignetste Ziel für Trump, wenn er mit Russland normale und nicht bedrohliche Beziehungen herstellen will. Jedoch macht sein verrückter Hund im Pentagon rücksichtslos bedrohliche Äußerungen, der Iran sei ein „terroristischer Staat“.

 

Sehen wir in den Drohungen gegen den Iran die Handschrift Israels? Der Iran und Syrien sind die beiden einzigen Staaten im Nahen Osten, die nicht amerikanische Marionettenstaaten sind. Die syrische Armee ist durch den Kampf gestählt und das braucht die syrische Armee, um sich gegen das von den USA unterstützte Israel zu behaupten. Sowohl Syrien als auch der Iran stehen Israels zionistischer Politik für ein Groß-Israel im Weg – vom Nil bis zum Euphrat. Für die Zionisten sind Palästina und der Südlibanon nur der Anfang.

 

Israel hat erfolgreich die korrupten Briten und jetzt die korrupten Amerikaner benutzt, um sich wieder in dem Land festzusetzen, aus dem sie Gott vertrieben hat. Das zeugt nicht vom Verstand und der Moral der britischen und amerikanischen Regierungen. Wie mit allem anderen.

 

Von Mattis (dem Verteidigungsminister) und von Tillerson (dem Außenminister) hören wir auch Drohungen, sich in Chinas Einflussgebiet einzumischen. Die Ernennungen Trumps scheinen nicht verstehen zu können, dass es mit Russland keine Verbesserung der Beziehungen geben kann, wenn sich das Trump-Regime mit dem Iran und China anlegt.

 

Gibt es irgendeine Aussicht, dass die Trump-Regierung ein geopolitisches Verständnis entwickeln kann? Ist die stramm daherredende Trump-Regierung stramm genug, um die Macht zu stürzen, die das zionistische Israel über die US-Außenpolitik und die Stimmen im US-Kongress ausübt?

 

Wenn nicht, dann ist weiterer Krieg unausweichlich.

 

Seit 24 Jahren – acht Jahre kriminelles Clinton-Regime, acht Jahre kriminelles Bush-Regime und acht Jahre kriminelles Obama-Regime – hört die Welt die Drohungen aus Washington, die zu Tod und Zerstörung von Millionen Menschen und ganzen Ländern geführt haben. Die Trump-Regierung muss der Welt ein anderes Washington präsentieren.

 

 


http://thesaker.is/us-vs-iran-a-war-of-apples-vs-oranges/

 

USA gegen Iran – ein Krieg der Äpfel gegen Birnen

 

vom Saker, 07.02.2017 für Unz Review

 

Es ist eine der frustrierendsten Aufgaben, den Hollywood-Mythos über den Krieg zu entblößen, der allgemein in die Köpfe der Amerikaner eingehämmert wurde. Und besonders der über die Spezialkräfte und die Technologie. Als ich letzte Woche meine Kolumne über die ersten SNAFUs der Trump-Präsidentschaft schrieb (Anm.d.Ü.: hier im Blog meine Übersetzung unter dem Titel: „Trump, die Kriege und der Iran“), da habe ich schon erwartet, dass einige meiner Aussagen auf taube Ohren stoßen würden, und so ist es gekommen. Was ich heute versuchen will ist, wieder einmal, den riesigen Unterschied zwischen dem was ich „den amerikanischen Kriegsstil“ nennen möchte, so wie wir ihn aus den Propaganda-Filmen kennen, und der Realität der Kriegsführung zu erklären.

 

Beginnen wir mit der Frage über den Gebrauch von Special Operation Forces (Spezialkampftruppen) und halten gleich einmal fest was sie nicht sind: Special Operation Forces sind kein SWAT-Team oder eine Anti-Terror-Einheit. Die Propaganda-Maschine hat in die Köpfe der Menschen im Westen dieses Bild eingebrannt: Wenn eine Streitkraft „Elite“ ist und „tacti-cool“ aussieht, dann sei das eine „Special Force“. Das ist im übrigen nicht nur eine amerikanische Sünde. Die Russen haben sich auf den exakt gleichen lächerlichen Weg begeben und haben jetzt ihre „Spetsnaz“-Kräfte übers ganze Land verteilt – sogar das Äquivalent zu den US-Gefängnisbehörden hat jetzt „Spetsnaz“-Kräfte, für den Fall von Gefängnisaufständen! Genau das gleiche mit der Anti-Terror-Einheit „A“ (fälschlicherweise „Alpha“ genannt, im Gegensatz zur US „Delta“) – eine Anti-Terror-Einheit und keine militärischen Spezialkräfte. Also was sind, im eigentlichen Sinn, Spezialkräfte? Es handelt sich um Militärkräfte, die an einem allgemeinen Kriegseinsatz teilnehmen aber autonom handeln und nicht mit direkter Unterstützung der Haupt-/konventionellen Streitmacht. Je nach Land und Dienst können sich Spezialkräfte mit ganz verschiedenen Aufgaben beschäftigen, von der Bereitstellung von „Beratern“ bis zu dem was Amerikaner „direct action“ nennen. So wie der jüngste, schief gelaufene Angriff auf ein Al Qaeda-Lager im Jemen. So wie Luftlandekräfte wurden Spezialkräfte oft missbraucht, besonders wenn man sich auf die konventionellen Kräfte nicht verlassen kann. Aber das heißt nicht, dass man SWAT-Teams und Anti-Terror-Einheiten für „Spezialkräfte“ halten sollte. Spezialkräfte sind immer militärische Kräfte und sie handeln unterstützend bei militärischen Einsätzen.

 

(Nebenbemerkung: Einige amerikanische Leser waren durch meine Behauptung leicht angesäuert, die US-Spezialkräfte hätten eine schreckliche Einsatz-Bilanz und sie haben mit einem logisch falschen Argument zu kontern versucht: Was ist mit den russischen Spezialkräften, sind die etwa besser? Als Beispiele wurden Beslan, Nord-Ost und Budennovsk genannt. Es gibt zwei Probleme mit diesem Argument. Erstens: Keines dieser Ereignisse kann als ein „Spezialeinsatz“ beschrieben werden; und Zweitens: Selbst wenn die russischen Spezialkräfte eine schreckliche Bilanz haben, so bedeutet das nicht, dass die Bilanz der US-Spezialkräfte gut ist, geschweige denn besser. Darüber hinaus sind diese drei Tragödien vollkommen verschieden. Die Geisel-Krise in dem Krankenhaus in Budennovsk war in der Tat ein totales Desaster, das vor dem Hintergrund eines weiteren totalen Desasters geschah, dem Ersten Tschetschenienkrieg, und der zu 130 toten Zivilisten führte bei insgesamt 2000. Das heißt dass 93,5% der Geiseln überlebten. Bedenkt man dass die zivilen politischen Behörden wohl zu den schlechtesten der russischen Geschichte gehörten (Anm.d.Ü.: Die „gute alte“ Jelzin-Zeit) und bedenkt man dass die Geiselnehmer weit über 100 gestählte tschetschenische Terroristen waren, dann halte ich es nicht für das „Desaster“, für das es die Zivilisten halten. Dann schauen wir uns Beslan an. Hier hatten wir weit über 1000 Geiseln mit 385 Toten – in der Tat ein weitaus größeres „Desaster“. Aber erinnern wir uns, was an den Tag geschah: Eine Bombe, angeblich eine der größten in der Turnhalle, ging in die Luft, was dazu führte dass örtliche Zivilisten (Eltern) spontan die Schule stürmten. An diesem Punkt haben die Anti-Terror-Einheiten einfach mitgemacht, um so viele Menschen wie möglich zu retten, und viele starben weil sie die Kinder mit ihren Körpern abgeschirmt haben. Man kann Beslan nicht einfach russischen Anti-Terror-Einheiten in die Schuhe schieben. Und zu Nord-Ost: Das ist eine der erfolgreichsten Rettungsaktionen von Geiseln in der Geschichte. Über 900 Geiseln wurden von etwa 45 Terroristen festgehalten. Das Ergebnis der Aktion: Alle Geiseln wurden befreit, alle Terroristen getötet und alle Anti-Terror-Soldaten überlebten. Nicht eine einzige Bombe ist hochgegangen. Die Tragödie passierte jedoch nach der Befreiung, als die medizinischen Rettungskräfte einfach nicht genug Leute hatten um die befreiten Geiseln zu reanimieren, manche starben in Bussen auf dem Weg ins Krankenhaus. Jede der Geiseln bekam eine Vollnarkose (ohne Intubation) und jede einzelne musste von einem Medizinerteam wiederbelebt werden. In ihren schlimmsten Albträumen konnten sich die russischen Anti-Terror-Einheiten nicht vorstellen, dass sie es mit einer so großen Anzahl Zivilisten zu tun bekämen, die sofortige besondere medizinische Hilfe benötigten. Als Folge starben 150 Geiseln, oder etwa 15% der Geiseln. Hätte sich Russland entschieden kein Gas einzusetzen, dann wäre die Zahl der Toten womöglich über 500 gewesen, wenn nicht mehr. Die gesamte Operation würde ich kaum als ein Versagen bezeichnen, einschließlich der zivilen Unterstützung. Als reine Anti-Terror-Operation ist es wahrscheinlich die erfolgreichste Befreiungsaktion von Geiseln in der Geschichte. Lassen Sie mich diese Nebenbemerkung mit einer Frage schließen: Wann haben im Westen zum letzten Mal Anti-Terror-Kräfte mit einer Situation zu tun gehabt, bei der über 1000 Geiseln von einer großen Anzahl rücksichtsloser, militärisch trainierter Terroristen in Geiselhaft genommen wurden?)

 

Wenn jemand unbedingt die russische Bilanz zu Spezialeinsätzen betrachten will, dann würde ich auf die Besetzung des internationalen Flughafens Ruzyne in Prag 1968 verweisen, die Stürmung des Tajbeg-Palasts in Afghanistan 1979 und natürlich die russische Operation 2014 zur Übernahme der Krim. Aber noch einmal, es gibt eigentlich keinen logischen Grund zu beweisen, dass die Russen etwas gut/besser machen als die Amerikaner.

 

Wenden wir uns jetzt der Frage eines möglichen Kriegs zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten zu.

 

Um die möglichen Resultate eines US-Angriffs auf den Iran zu bewerten wäre es das Dümmste, die technologischen Fähigkeiten der beiden Länder zu vergleichen und daraus irgendwelche Schlüsse zu ziehen. Für diese Art von Unsinn sehen Sie sich diesen Artikel an:

 

http://mil-embedded.com/guest-blogs/war-with-iran/

 

Im allgemeinen ist die Besessenheit mit Technologie eine typisch amerikanische Krankheit, die das Ergebnis der Kriege in Übersee gegen weit unterlegene Gegner ist. Ich nenne es die Sicht der Ingenieure auf den Krieg, im Gegensatz zur Sicht der Soldaten. Das soll nicht heißen dass Technologie keine Rolle spielt, das tut sie, aber Taktik, Operation und Strategie spielen eine weitaus größere Rolle. Beispielsweise stimmt es, dass ein moderner M1A2 Abrams einem alten T-55 weit überlegen ist, aber es gibt Umstände (in bergigem Gelände, in Wäldern), wo der T-55, richtig eingesetzt sogar der bessere Panzer sein kann. Genauso können vermeintlich veraltete Panzerabwehrkanonen aus dem 2. Weltkrieg mit verheerenden Folgen gegen moderne gepanzerte Fahrzeuge (APCs) eingesetzt werden, genauso wie veraltete Flugabwehrkanonen in absolut erschreckende Angriffslafetten auf Fahrzeugen verwandelt werden können.

 

Im Falle eines US-Angriffs auf den Iran würde nur der größte Ignorant vermuten, dass die Iraner, sobald sie den US-Angriff entdecken, ihre zumeist veraltete Luftwaffe alarmieren würden um die Lufthoheit zu erzielen, oder dass sie darauf bauen würden, dass ihre Luftverteidigung den US-Angriff aufhalten könnte. Ich darf hier jeden daran erinnern dass Hisbollah während der israelischen Angriffe auf den Libanon 2006 null Gebrauch von ihrer Luftverteidigung machte (MANPADS lagen griffbereit) und dass das Hisbollah nicht daran hinderte, der IDF (israelische Armee) die krachendste Niederlage in ihrer Geschichte beizufügen. Warum?

 

Weil der amerikanische Kriegsstil im allgemeinen nicht richtig funktioniert. Was meine ich mit „amerikanischem Kriegsstil“? Luftschläge und Raketenangriffe, um den Feind derart zu schwächen dass er gezwungen ist aufzugeben. Das wurde gegen das serbische Militär im Kosovo versucht und es war ein erbärmlicher Misserfolg: Die serbischen Kräfte haben 78 Tage massives NATO-Bombardement völlig unversehrt überlebt (ein paar Panzer und APCs wurden zerstört, das war's). Als die NATO-Kommandeure ihren Misserfolg bemerkten, da taten sie was das US-Militär dann immer tut: Sie haben als Vergeltung die serbische Zivilbevölkerung angegriffen (so wie die Israelis im Libanon, klar) und Milosevic einen Deal angeboten: Du kapitulierst und wir lassen dich an der Macht. Er hat das akzeptiert und das serbische Militär aus dem Kosovo abgezogen. Das war ein spektakulärer politischer Erfolg für die NATO, aber rein militärisch betrachtet war es ein Desaster (vor der öffentlichen westlichen Meinung hübsch versteckt, dank der besten Propaganda-Maschine in der Geschichte).

 

Der amerikanische Art des Krieges hat nur ein einziges Mal so funktioniert wie vorgesehen: Während des Ersten Golfkriegs. Und dafür gibt es einen guten Grund.

 

Während des Kalten Kriegs haben Planer und Strategen der US-Streitkräfte eine Anzahl von Konzepten entwickelt um sich auf einen Krieg in Europa gegen die Sowjetunion vorzubereiten. (Anm.d.Ü.: Ich möchte hier an Willy Wimmers Schilderung über seine Teilnahme an den Kriegsspielen erinnern) Zu diesen Konzepten gehörten die Schlacht-Doktrin AirLand oder der Follow-on-Forces Attack (FOFA), die ich hier nicht im Detail beschreibe werde, die aber alle ein großes Schwergewicht legten auf Langstreckensysteme für Aufklärung und Angriff und auf den Gebrauch der Luftwaffe zur Abwehr einer vermuteten konventionellen sowjetischen Überlegenheit besonders bei der Panzerung. Ich denke dass das im Grunde schlüssige Doktrin waren, die auf dem europäischen Schlachtfeld effektiv hätten eingesetzt werden können. Als der Irak in Kuwait einmarschierte, da hatten die USA diese Konzepte nahezu bis zur Perfektion verfeinert und die US-Streitkräfte waren für deren Umsetzung gut trainiert. Saddam Hussein hat dann eine Reihe unverzeihlicher Fehler begangen, der Schlimmste war, den USA viele Monate Zeit zur Stationierung in KSA (Saudi Arabien) zu geben. (Das widerspricht völlig der sowjetischen Militärdoktrin, was mir verrät, dass Saddam Hussein seinen sowjetisch trainierten Generälen nicht zugehört hat oder dass diese Generäle Angst davor hatten etwas zu sagen.)

 

Anscheinend glaubte Saddam Hussein, dass er nach dem Kampf gegen die Iraner während des Irak-Iran-Kriegs (1980-1988) bereit sei, sich mit den USA anzulegen. Nun, das war er nicht. Im Gegenteil, so wie sich die Iraker auf den Angriff der USA vorbereiteten, das war ein Traum für die Planer und Analysten der US-Streitkräfte. Denn Saddam bat ihnen das absolut „perfekte“ Ziel: Große bewaffnete Formationen mitten in der Wüste, ohne Fliegerschutz. Die USA, die sich jahrelang auf einen wesentlich komplexeren Kampf in Zentraleuropa („Mischgelände“: Wald, viele Dörfer und Städte, reißende Flüsse, steile Hügel und Ufer usw.) gegen ein wesentlich gewitzteres konventionelles sowjetisches Militär vorbereitet hatten, konnten ihr Glück kaum fassen: Die Iraker haben sich in der schlecht möglichsten Formation aufgestellt, was sie zum idealen Ziel machte, noch leichter als das was die USA im Wüstentraining trainierten. Das Ergebnis war voraussehbar, die USA haben die Iraker einfach vernichtet und selbst fast keine Verluste gehabt.

 

Ratet mal, wer das gleich hinter der Grenze mit großer Aufmerksamkeit verfolgt hat?

 

Die Iraner natürlich.

 

Wenn jemand ernsthaft glaubt, die Iraner würden sich auf einen US-Angriff dadurch vorbereiten dass sie amerikanischer als die Amerikaner sind, der hat nicht mehr alle Tassen im Schrank.

 

Was die Iraner und Hisbollah perfekt verstanden haben, was der Schlüssel ist um sich gegen die USA zu behaupten, das ist den Kriegsstil der Amerikaner zu verweigern und ihnen eine Kriegsführung aufzuzwingen die sie absolut hassen: Nennen wir es den iranischen Kriegsstil. Hier ein paar Schlüsselkomponenten:

 

  1. Gehe davon aus dass die Amis innerhalb von 24 Stunden die Lufthoheit erreichen und bieten ihnen keine Ziele. Klingt einfach, ist es aber nicht. Dazu ist eine Anzahl von Schritten nötig, deren Umsetzung oft Jahre dauert, darunter unter anderem das Verstecken, Befestigen und Eingraben der wertvollsten zivilen und militärischen Güter, die Schaffung eines mehrfach abgesicherten Kommunikationsnetzwerks und die Vorbereitung teilautonomer Operationen im Falle eines Kommunikationsausfalls, die Schaffung eines landesweiten Systems örtlicher zivil-militärischer Zusammenarbeit mit dem Ziel, grundsätzliche Regierungsdienste wie Recht und Ordnung am Laufen zu halten, Abläufe festzulegen, wie im Falle einer Unterbrechung des Stromnetzes und einer Zerstörung von Hauptverkehrsknoten vorzugehen ist usw. Vielleicht spricht hier mein Schweizer Training aus mir, aber ich vermute dass die Iraner in den letzten 30 Jahren Tausende von Kilometern an Tunnel und unterirdische Schaltzentralen angelegt haben, die es dem Land ermöglichen, so lange wie nötig buchstäblich in den Untergrund zu gehen.

  2. Entwickle eine Anzahl von fortschrittlichen Schlüsseltechnologien wie das Stören von GPS, das Eindringen in und Unterbrechen von Computer-Netzwerken, elektronische Kampfführung, fortgeschrittene Minentechnik, Operationen mit kleinen Booten und natürlich Raketenschläge. Nicht damit die US-Streitkräfte keinen Teil des iranischen Gebiets besetzen würden, sondern um das Risiko und die Kosten von US-Operationen dramatisch zu erhöhen. Hier kann eine begrenzte Anzahl von modernen Luftverteidigungssystemen einen entscheidenden Unterschied machen, besonders wenn sie erfolgreich verborgen sind.

  3. Benutze eine „horizontale Eskalation“: Anstatt seine Kräfte mit dem Abschuss von US-Flugzeugen zu vergeuden, benutze Raketenangriffe zur Zerstörung von US-Flughäfen (und Häfen) in der Region. Diese ist, nebenbei bemerkt, offizielle iranische Doktrin. Oder greife die US-Streitkräfte im Irak oder in Afghanistan an. Greife Israel an, oder noch besser das saudische Regime. Zwinge die US Navy zu Einsätzen an der Küste (da glänzen die russischen U-Boote der Kilo-Klasse) oder zwinge sie zum Rückzug und zur Blockade der Straße von Hormuz (die US Navy hasst Küsteneinsätze und aus gutem Grund, denn die USN ist eine Hochseemarine par excellence). Und die Amerikaner wissen bestens Bescheid, denn sie haben gesehen, was mit der in den USA gebauten israelischen Sa'ar 5 Korvette passierte, als sie von einer in China gebauten C-802 Rakete der Hisbollah getroffen wurde.

  4. Spiele auf Zeit: Die Zeit ist immer gegen das US-Militär, denn es erwartet einen kurzen, leichten Krieg, mit so wenig „Eigenblut“ wie möglich und dann ein schneller „Abzug“. Den Israelis ging nach 33 Tagen der Dampf aus, der NATO nach 78 Tagen – also bereite dich mindestens auf einen 12-monatigen Konflikt vor. Die westlichen Streitkräfte haben kein Durchhaltevermögen, sollen sie von ihrem „Quickie“ ausgehen und dann schauen wir wie sie reagieren wenn das nicht eintritt.

  5. Nutze das traditionelle amerikanische Gefühl der Überlegenheit aus und ihre herablassende Haltung gegenüber „Sand Niggers“ oder „Hadschis“. Versuche erst gar nicht sie einzuschüchtern. Versuche stattdessen diese rassistische Einstellung auszunutzen, damit sie wichtige strategische Fehler begehen. So wie das der Iran getan hat, als er falsche irakische „Überläufer“ dazu benutzt hat, um Falschinformationen über nicht existente irakische Massenvernichtungswaffen zu verbreiten, um die Neokons der USA zu überzeugen, für einen Angriff auf den Irak zum Schutz von Israel zu werben. Ich empfinde die Vorstellung, US-Neokons zu benutzen, damit die USA Saddam Hussein loswerden und damit den Irak praktisch an den Iran zu übergeben, als einen genialen Schachzug. Aus diesem Grund wird das natürlich auch nie in westlichen Quellen erwähnt :-)

  6. Zwinge die Amerikaner dazu, dir mehr Ziele zu bieten: Je mehr US-Streitkräfte in der Nähe zum Iran stationiert werden, umso mehr Ziele bieten sie für iranische Gegenangriffe und umso mehr kommen sie politisch in die Klemme (wie sich jüngst bei der irakischen Drohung zeigte, dem US-Personal im Irak die Visa zu verweigern, als Antwort auf Trumps zeitweiligen Visa-Bann. Es ist eine leere Drohung, aber im Weißen Haus oder im Nebelloch (Washington) hat eindeutig niemand mit dieser Option gerechnet). Im Grunde werden CENTCOM-Streitkräfte überall wo sie sind gehasst.

 

Das sind nur ein paar Beispiele einer langen Liste, wie die Iraner auf einen US-Angriff auf den Iran antworten könnten. Wir können von den Iranern erwarten, dass sie eine viel längere und kreativere Liste besitzen. Übrigens ist an der obigen Liste nichts neu oder originell, und die Amerikaner sind sich dessen bewusst. Es hat seinen Grund warum die USA, obwohl oft nur Stunden von einem Angriff auf den Iran entfernt, zuletzt immer in letzter Sekunde einen Rückzieher gemacht haben. Und so haben wir dieses endlose Tauziehen um einen Krieg: Die US-Politiker (die ihrer eigenen Propaganda glauben) wollen den Iran angreifen, während die Spezialisten des US-Militärs (die so klug sind ihrer eigenen Propaganda nicht zu glauben) ständig versuchen, einen solchen Angriff zu vermeiden. Ich möchte hier den Admiral William Fallon erwähnen, einen echten Helden und Patrioten, der frei heraus erklärte dass ein Angriff auf den Iran „mit ihm nicht zu machen“ sei, eine direkte Befehlsverweigerung gegen seine politischen Vorgesetzten. Ich hoffe dass eines Tages sein Dienst für sein Land in einer sehr schwierigen Situation endlich gewürdigt wird.

 

Und noch etwas: Israel und die anderen regionalen Mächte. Sie sind im Grunde das gleiche wie der Salat in einem Steakhaus: Dekoration. So wie die NATO nur eine Scheinmacht ist, so auch die IDF und der ganze örtliche Rest einschließlich der Saudis – zumindest verglichen mit dem Iran und Hisbollah. Ja, schon klar, sie geben einen Haufen Geld aus und kaufen teure Systeme. Aber sollte ein Krieg ausbrechen, dann werden die Amerikaner mehr als 90% der Last der echten Kriegsführung schultern müssen, ganz im Gegensatz zu einem politisch korrekten Koalitionsgebäude. Der Iran ist ein sehr großes Land mit einer komplexen Geografie und die einzigen, die ihre Machtvorstellungen durch einen Angriff auf den Iran – außer symbolischer Natur – verwirklichen können, das sind die Amerikaner. Selbstverständlich, sollten die USA den Iran angreifen, dann bin ich mir ziemlich sicher dass Israel sich verpflichtet fühlen wird, einige vermeintliche nukleare Ziele anzugreifen, nach Hause zu fliegen und wieder einmal einen Sieg der „unbesiegbaren Tsahal (IDF)“ erklären. Aber die bedeutenden Verletzungen würden von den USA kommen, nicht von Israel.

 

Wird der Iran bei einem US-Angriff ungeschoren davonkommen? In keinster Weise. Ich erwarte dass die Amerikaner das tun, was sie immer getan haben: Sie begehen als Vergeltung für ihr militärisches Versagen Massenmord an Zivilisten. Ich weiß dass ich damit wieder ein paar „Super gut meinende Patrioten“ beleidige, aber das Massakrieren von Zivilisten ist eine amerikanische Tradition, die in die Gründungszeit der Vereinigten Staaten zurückreicht. Jeder der Zweifel hat sollte das hervorragende Buch von John Grenier (USAF Ret.) lesen: „The First Way of War 1607-1814: American War Making on the Frontier“. Darin wird mit ausgezeichneten Details erklärt, wie die Doktrin der Terroroperationen gegen Zivilisten über die Jahrhunderte entwickelt worden sind. Was natürlich die Anglos im Zweiten Weltkrieg angewendet haben, als sie Massenbombardierungen auf deutsche Städte verübt haben, „um ihren Widerstandsgeist zu brechen“. Und sie haben das Im Irak und in Serbien getan, und die Israelis im Libanon. Und das ist genau das was wir im Falle Irans erwarten können. Das ist zumindest das Katastrophenszenario. Im Grunde gibt es tatsächlich zwei grundsätzliche Optionen für einen US-Angriff auf den Iran und ich habe sie 2007 in einem Artikel dargelegt, über „iranische asymmetrische Antwortmöglichkeiten“:

 

Im weiteren Sinn sehen wir dass das Neokon-Imperium zwei Möglichkeiten zu einem Angriff auf den Iran hat:

 

  1. Ein kurzer, begrenzter Schlag auf einige iranische Nuklear- und Regierungseinrichtungen. Das Ziel eines solchen Angriffs wäre rein politisch: Zeigen dass man „etwas unternimmt“, damit die niedergeschlagenen Amerikaner und Israelis weder mit ihren Flaggen wedeln können, „Stärke zeigen“ und „eine deutliche Botschaft schicken“ – den ganzen Unsinn aus dem Außenministerium. Wenn sie Glück haben dann töten sie ein paar iranische Führer (was genau das erreichen soll bleibt im Dunkeln). Und es würde zuletzt die Iraner für ihr „schlechtes Benehmen“ bestrafen.

  2. Ein größerer militärischer Angriff, der sich nicht auf Luftschläge beschränkt und der zumindest einen Einsatz von Bodentruppen beinhalten müsste. Das wäre der Strategie ähnlich, die ich in meinem Artikel „Wie sie es tun könnten“ beschrieben habe. Das Ziel dieser Option würde sich radikal von der ersten Option unterscheiden: „Die iranische Bevölkerung für ihre Wahl-Unterstützung der 'Mullahs' zu bestrafen (so lautet der Ausdruck in den USA). Das ist genau die selbe Logik, die die Israelis dazu brachte, auf den Libanon mit Bomben, Raketen zu Minen einzudreschen – die selbe Logik, mit der sie über 500 Menschen in Gaza getötet haben – die selbe Logik, mit der die USA ganz Serbien und Montenegro bombardiert haben und die selbe Logik, die das bizarre Embargo Kubas erklärt. Die Botschaft lautet: Wenn ihr die schlechten Jungs unterstützt, dann werdet ihr dafür bezahlen.

 

Die heute erörterte Option ist die zweite, denn damit werden die meisten Menschen getötet. Aber täuschen Sie sich nicht, denn keine der beiden Optionen würde auch nur annähernd einem Sieg ähneln (hierbei handelt es sich um ein politisches Konzept, das das Erreichen eines politischen Ziels definiert). Man kommt zu dem Schluss, dass beide Optionen zu einem Scheitern und einer Niederlage führen werden. Ein solcher Angriff würde auch das Ende der politischen Rolle im Nahen Osten bedeuten, außer natürlich man billigt einem verachteten Elefanten in einem Porzellanladen eine „Rolle“ zu. Aber man täusche sich nicht: Selbst wenn die iranischen Todesopfer in die Hunderttausende gehen, oder wie im Irak sogar über eine Million, die Iraner werden nicht kapitulieren und sie werden siegen. Zum einen hat die Terrorisierung von Zivilisten nie funktioniert. Völkermord kann eine durchführbare Option sein, aber dazu gibt es zu viele Iraner und die haben sich so in ihr Land eingegraben dass diese Option ausscheidet. (Sorry Israelis, sogar ein Nuklearangriff auf den Iran wird keinen Sieg irgendeiner Art erreichen). Die Iraner gibt es seit, was, 3.000-9.000 Jahren (je nachdem wie man rechnet), und sie werden nicht klein beigeben und sich von 200 oder 70 Jahre alten Staaten knechten oder besiegen lassen. Oder von einem AngloZionistischen Imperium, das im Endstadium des Zerfalls ist.

 

Ich glaube dass mittlerweile einige Leser über mich verwirrt sind. Was gäbe es das Schöneres, als diese Diskussion zu beenden und noch etwas Religion hinzuzufügen? Ja, das machen wir!

 

Die meisten Iraner sind Schiiten, das ist bekannt. Aber was weniger bekannt ist: Das Hauptmotto der Schiiten, das wie ich glaube, ein Hauptmerkmal der schiitischen Moral wunderbar ausdrückt, lautet: „Jeder Tag ist Ashura und jedes Land ist Karbala.“ Eine Erklärung dieses Mottos findet man hier:

 

http://en.wikishia.net/view/Every_day_is_Ashura_and_every_land_is_Karbala

 

Im Grunde drückt es die Bereitschaft aus, jederzeit und an jedem Ort für die Wahrheit zu sterben. Millionen von Iranern, sogar jene die nicht so gläubig sind, wurden mit diesem Willen zu Kampf und Widerstand, koste es was es wolle, erzogen. Und jetzt stelle man sich Donald Trump oder General „Mad Dog“ Mattis vor, wie hohl und grotesk sie und ihre Drohungen auf ihre iranischen Gegenspieler wirken.

 

Sollte ich eine Analyse über chinesische Antwortmöglichkeiten auf einen US-Angriff schreiben? Nö – sagen wir einfach: Wenn die USA schon nicht über den Iran siegen können, dann wäre ein Angriff auf China der reinste Selbstmord.

 

 Nächste Woche werde ich jedoch auf die dramatischen Ereignisse in der Ukraine zurückkommen müssen.


https://thetollonline.com/2017/02/03/in-real-life-sportsball-doesnt-matter/

 

Im wahren Leben spielt Sport keine Rolle

 

Solange sie (die Proles) weiterarbeiteten und sich fortpflanzten, waren ihre anderen Aktivitäten ohne Bedeutung. Sich selbst überlassen, wie Vieh auf den Ebenen Argentiniens, sind sie zu einem Lebensstil zurückgekehrt, der für sie natürlich schien, wie für ihre Vorfahren...Schwere körperliche Arbeit, die Pflege von Haus und Kindern, kleinlicher Streit mit Nachbarn, Filme, Fußball, Bier und vor allem das Glücksspiel füllte den Horizont ihres Geistes. Die Kontrolle zu behalten war nicht schwer.“ - George Orwell, 1984

 

 

 

von Uncola, via The Burning Platform, 03.02.2017

 

Heute habe ich von meinem Kind an der Uni folgenden Text erhalten:

 

Habe am morgen die Zeitung gelesen und gesehen, dass seit dem 26. Januar George Orwells 1984 auf Amazon zum Nr. 1 Bestseller geworden ist, weil Kellyanne Conway (Anm.d.Ü.: (Medien-Beraterin von Trump) den Begriff 'alternative Fakten' geprägt hat und das sei Orwellisch. Ich weiß noch wie ich eine Besprechung des Buches gemacht habe. Verrückt wie das jetzt wieder aufkommt.“

 

In der Tat. Absolut verrückt, dass das jetzt wieder aufkommt.

 

Jeder, der seinen Kopf nicht in seinem Hinterteil stecken hat, weiß, dass Kellyanne sich auf die Einseitigkeit der Konzernmassenmedien und auf die Fakten bezogen hat, die sie NICHT erzählen wollen; was einer Art Zensur gleichkommt. Gott sei Dank muss ich mir um den Jungen keine Sorgen mehr machen. Auf dem Gymnasium war er etwas in das Lager der Schneeflöckchen abgedriftet. Es hat mich viel Mühe gekostet, meinem Nachwuchs die Augen zu öffnen, aber heute verstehen sie, dass ganze sechs Konzerne und etwas über 200 Medienvorstände 95% aller Nachrichten und der Unterhaltung kontrollieren.

 

In Wahrheit ist es die Einseitigkeit der Massenmedien, die zunehmend Orwellisch wird.

 

Betrachten Sie die Tatsachen: Die Globalisten der Finanzelite wollen eine Neue Weltordnung (New World Order). Sie besitzen die amerikanischen Medien, die Politiker und den Großteil der Bürokratie, aus dem die US-Regierung besteht. Die Globalisten müssen das als Vereinigte Staaten von Amerika bekannte Gebilde zum Einsturz bringen, damit sie aus den Trümmern ihr neues Eine Welt-System aufbauen können. Und Trump steht ihnen im Weg, denn er ist ein nationalistischer Populist, der Amerika an die erste Stelle setzt.

 

Was wir derzeit in den täglichen Schlagzeilen erleben ist eine Schlacht der Globalisten und der politischen Linken gegen die Trump-Regierung und seine erbärmlichen Unterstützer (Anm.d.Ü.: die berühmten „Deplorables“), und gegen die alternativen Medien, die von den globalistischen Ghuls und ihren Konzernmedien-Lakaien als „Fake News“ verschrien werden. Aus diesem Grund haben Trump und sein enger Berater Steve Bannon die Massenmedien öffentlich als „die Oppositionspartei“ bezeichnet.

 

Die von Trump und seinen Beratern (darunter Kellyanne Conway und Steve Bannon), den Erbärmlichen und der Freiheitsavantgarde in der digitalen Fünften Gewalt geführten Schlacht ist im Grunde nur Teil eines größeren Kriegs: Ein Kampf gegen die politische Korrektheit, die nichts anderes ist als die in Orwells 1984 beschriebene „Gedankenkontrolle“.

 

Um die eine Weltordnung in Orwells dunkler Erzählung zu akzeptieren, wurde der Protagonist Winston Smith dazu gezwungen zu glauben, dass 2+2=5 ist. Um die Neue Weltordnung 2017 zu akzeptieren muss man daran glauben, dass der Klimawandel von Menschen gemacht ist; dass der Islam eine Religion des Friedens ist; dass schwarzes Leben wichtiger als „anderes Leben“ ist und dass das Geschlecht davon abhängt was einer sein will oder die plastische Chirurgie hergibt.

 

Das sind alles Lügen. Glaubt es nicht!“ habe ich meinem Nachwuchs jahrelang gesagt. Politische Korrektheit ist Feigheit und aus diesem Grund hat Trump gewonnen.

 

Aber wie sieht es mit all den Menschen aus, die über die letzten Jahrzehnte durch den Rost gefallen sind? Wie sieht es mit denen aus, die leider nicht in den Genuss einer Erziehung zu einem richtigen Lebensstil kamen? Dass man für das was man im Leben erreichen will arbeiten muss; dass es „nichts umsonst“ gibt; dass man seine Aufgaben erledigen muss; die richtigen Entscheidungen treffen; Verantwortung zeigen; gute Manieren haben; die Älteren respektieren; nicht lügen, betrügen oder stehlen und ansonsten die Gesetze befolgen.

 

Nun, es sind diese Leute, die wir jetzt auf den Straßen randalieren sehen, an den Universitäten und jüngst an den Flughäfen, in ganz Amerika. Warum? Weil sie eine Eingliederung wollen. Sie wollen Einwanderung. Das haben ihnen das Fernsehen und das Kino einprogrammiert. Das ist im Grunde ihr großes „Anliegen“, und ihre Weltsicht wird täglich durch das verstärkt was sie in den Nachrichten sehen.

 

Aber sie kümmern sich nicht darum die Kosten zu bedenken.

 

Gemäß dem Center for Immigration Studies:

 

...unsere beste Schätzung lautet, dass in den USA jeder Flüchtling aus dem Nahen Osten in seinen ersten fünf Jahren den Steuerzahler $64.370 kostet – 12 mal so viel wie nach einer UN-Schätzung die Versorgung eines Flüchtlings in den angrenzenden Ländern des Nahen Ostens kosten würde. Die Kosten der Umsiedlung beinhalten hohe Sozialleistungen für die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten; 91% erhalten Lebensmittelmarken und 68% erhalten Bargeldunterstützung. Die Kosten beinhalten auch die Registrierung der Flüchtlinge, die Betreuung für neue Flüchtlinge und die Hilfe für Gemeinden, die Flüchtlinge aufnehmen.

 

Aber ehrlich, warum sollten sich verzogene Studenten, Sozialhilfebetrüger, Baby-Väter, sozialistische Professoren, korrupte Politiker, verschrumpelte Hippies, Fahnen wedelnde gewalttätige Krawallmacher und eine ganze Palette von Regenbogenflaggen-Anbetern im Land der „Freien“ über irgendwelche Kosten Gedanken machen?

 

Gemäß dem US Bureau of Labor Statitics (Amt für Arbeitsmarktstatistik) beträgt der Anteil der über 16-jährigen Amerikaner am Arbeitsmarkt 62,7% (Stand Dezember 2016) und der US-Zensus behauptet, dass die Gesamtbevölkerung der USA 324 Millionen beträgt. Zieht man davon die Kinder und die Älteren ab, so arbeiten etwa 100 Millionen arbeitsfähige Amerikaner nicht. Sogar liberale Nachrichten stimmen diesen Zahlen zu.

 

Ebenfalls vom Dezember letzten Jahres stammt die Zahl, dass etwa 66 Millionen Amerikaner Sozialleistungen beziehen, während sich die Anzahl der Amerikaner im „Supplemental Nutrition Assistance Program“ (SNAP) (Anm.d.Ü.: Nahrungsmittelbeihilfeprogramm), auch bekannt als Essensmarken, seit 2011 „um die 46 Millionen bewegt“.

 

Die Staatsschulden haben sich in den acht Jahren unter Obama auf 20 Billionen verdoppelt. Aber das hat ihn nicht daran gehindert, öffentlich über den Affordable Healthcare Act (Obamacare) zu lügen, bevor dass Gesetz streng entlang den Parteigrenzen beschlossen wurde, als die Demokraten beide Häuser im Kongress kontrollierten.

 

Affordable (bezahlbar)? Healthcare (Gesundheitsfürsorge)? Leck mich. Wird Zeit dass wir über Orwell reden, oder?

 

Seit Trump damit begonnen hat, seine Wahlversprechen zu „Americas First“ umzusetzen, geben die Medien „Vollgas“ um das Ganze als optisches Chaos zu vergrößern:

Das Ganze dient dazu, eine Armee von Schneeflöckchen aufzuhetzen, um quer durchs ganze Land gegen den angeblichen Verräter an der Neuen Weltordnung zu rebellieren. Das Ministerium für Wahrheit (und für Fake News) hat die Aufständischen identifiziert, die die Hallen der Macht infiltriert haben und erklärt sie zu schlimmeren Feinden als „Emmanuel Goldstein“ in Orwells 1984:

Kein Wunder dass die Rhetorik zunehmend hetzerisch wird.

 

Rosa Brooks, Professorin an der Georgetown Universität und Schwartz Senior Fellow bei der New America Foundation schreibt für Foreign Policy und diskutiert drei Wege wie die Gegner Trumps ihn aus dem Amt befördern könnten:

 

  1. Amtsenthebungsverfahren (Impeachment)

  2. der 25. Zusatz zur Verfassung (indem sich das gesamte Kabinett gegen Trump wendet)

  3. Ein Militärputsch

 

Offenbar hat Frau Brooks das Memo von David Brock gesehen, dem Gründer von Media Matters (von Soros finanziert), mit dem Titel „Democracy Matters: Strategic Plan for Action“. Darin beschreibt Brock einen Vier-Jahres-Plan um Trump und die Republikaner zu attackieren:

 

Das Memo enthält Pläne wie man Trump durch Impeachment besiegen kann, wie man den Auftrag von Media Matters im Kampf gegen „Falschinformation der Regierung“ erweitern kann, wie man eine Kontrolle der Demokraten bei den Halbzeitwahlen 2018 sicherstellen kann, wie man Rechtsklagen gegen die Trump-Regierung formuliert, wie man politische Beratung zu Geld macht, wie man einen „digital attacker“ zur Delegitimierung von Trumps Präsidentschaft und zur Schädigung der Republikaner benutzt und wie man sich mit Facebook zusammenschließt um „Fake News“ zu bekämpfen.

 

Die Dinge heizen sich in Amerika heute so auf, dass viele der reichen und mächtigen Eliten Pläne schmieden, wie man dem Chaos entkommt, das die Medien befördern und von der politischen Linken verursacht wird. Und während die Saus und Braus-Milliardäre in ihre unterirdischen Überlebenshöhlen schlüpfen, beginnen die Zwillingstitanen des Tech, Google und Facebook, mit neuen Strategien für eine Zensur.

 

Oh, diese Ironie! Die Liberalen und die Presse brandmarken Trump als Hitler und seine Unterstützer als Nazis, während sie genau jene Techniken anwenden, die Hitlers Henker Joseph Goebbels, der Reichsminister für Propaganda, angewendet hat:

 

Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben. Man kann die Lüge solange behaupten, wie es dem Staat gelingt, die Menschen von den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen der Lüge abzuschirmen. Deshalb ist es von lebenswichtiger Bedeutung für den Staat, seine gesamte Macht für die Unterdrückung abweichender Meinungen einzusetzen. Die Wahrheit ist der Todfeind der Lüge, und daher ist die Wahrheit der größte Feind des Staates.“

 

Natürlich ist Propaganda am effektivsten wenn sie den Menschen das erzählt was sie hören wollen. Der dänische Philosoph und Theologe Soren Kierkegaard behauptete einst:

 

Es gibt zwei Arten zum Narren gehalten zu werden. Die eine ist zu glauben was nicht stimmt; die andere ist sich zu weigern das Wahre zu glauben.“

 

Und der Kosmologe Carl Sagan behauptete einst:

 

Einen Gläubigen kann man von nichts überzeugen; denn sein Glaube basiert nicht auf Beweisen, er basiert auf dem tief sitzenden Bedürfnis zu glauben.“

 

Mir fällt auf dass ich diese Zitate schon einmal benutzt habe, aber sie gehören hier unbedingt noch einmal dazu, denn wir diskutieren den Orwellschen Reiz der Bullshit-Lieferanten der archaischen amerikanischen Vierten Gewalt auf die hirntoten und zombiefizierten Massen, die sich jetzt in der öffentlichen Arena erheben.

 

Wie sollten Trumps erbärmliche Unterstützer zurückschlagen? Ist es überhaupt möglich gegen eine wachsende Prozentzahl hirngewaschener und unbeschäftigter Amerikaner anzugehen? Wenn die meisten derer, die für Trump stimmten, voll mit ihrer Arbeit beschäftigt sind um ihre Familien zu ernähren und auch die Familien derjenigen, die sich gegenwärtig dem Großen Bruder ergeben?

 

Ayn Rand:

 

Der Unterschied zwischen einem Wohlfahrtsstaat und einem totalitären Staat ist nur eine Frage der Zeit.“

 

Was ist zu tun? Oder vielleicht noch wichtiger: WANN sollen die Festspiele beginnen?

 

Hunderte von Millionen von Menschen sehen sich weltweit den Superbowl an. An das Jahr 2017 wird man sich als das Jahr erinnern, in dem die New England Patriots gegen die Atlantas Falcons kämpften. Aber nächstes Jahr um diese Zeit wird das keine Rolle mehr spielen. Das wahre Spiel, das man beobachten sollte, ist der Krieg der echten amerikanischen Patrioten, die gegen die wahrlich gefräßigen und globalistischen Raubtiere von oben kämpfen.

 

Amerika Zuerst? Oder eine Neue Weltordnung?

 

Es ist echt wichtig schnell zu punkten, also vielleicht ein letzter Wurf aus großer Entfernung, ohne Safety. Und denken Sie daran, bei dem großen Spiel geht es nicht fair zu. Für die Patrioten des echten Lebens wird es viel schwieriger sein zu gewinnen, denn die Schiedsrichter sind offenkundig parteiisch.


http://thesaker.is/trump-presidency-first-snafus-already/

 

Trumps Präsidentschaft – und schon kommen die ersten SNAFUs

(„Lage normal, alles im Arsch“ oder „die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos“)

 

Dieser Artikel wurde für Unz Review geschrieben.

 

http://www.unz.com/tsaker/trump-presidency-first-snafus-already/

vom Saker, 03.02.2017 (Zahlreiche links im Original!)

 

Man erlebt es nicht oft, dass man einen Politiker für die Erfüllung seiner Wahlversprechen kritisieren kann, aber Donald Trump ist ein einzigartiger Präsident und er hat uns diese Woche genau diese Gelegenheit gegeben – nicht einmal sondern gleich dreimal, mit seinen SNAFU-Berichten.

 

Zunächst ist da der vermasselte Angriff auf ein angebliches Al Qaeda-Lager in Yakla, Jemen. Als Erstes will ich mal ein Gedankenverbrechen begehen und jeden daran erinnern, dass trotz der ganzen Hollywood-Filme die Amerikaner eine beschissene Bilanz bei der Durchführung von „Special Ops“ haben (die „Spezialoperationen“). Die letzte war wieder typisch.

 

Erstens: Es waren Navy SEALS (Spezialeinheit der US Navy) dabei, eine der US-Spezialkräfte mit der schlechtesten Bilanz.

 

Zweitens: Es waren Spezialkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) dabei (fragen Sie nicht warum, bitte nicht). Da hätten ja noch die US-Rangers (die Spezialkräfte er US-Armee) bessere Resultate geliefert.

 

Drittens: Sie wurden, wie immer, zu früh entdeckt.

 

Und dann kam es zu Verlusten. Dieses Mal durch weibliche Al Qaeda-Kämpferinnen. Und zum Schluss haben sie die Evakuierung versaut. Sie haben einige Kinder getötet und, so heißt es, einen Al Qaeda-Führer. Mehr über diesen Angriff:

 

http://edition.cnn.com/2017/02/01/politics/us-raid-yemen/

 

https://www.nytimes.com/2017/02/01/world/middleeast/donald-trump-yemen-commando-raid-questions.html

 

 

Wie gesagt, das ist eigentlich ganz normal. Aber ich bin mir sicher, dass es dazu wieder einen Hollywood-Film geben wird, der das Ganze als Heldenhaft und „taktisch“ normal präsentieren wird. Aber in der realen Welt bleibt das Ergebnis das Selbe: Die Amerikaner sollten mit den Special Ops aufhören, sie können es einfach nicht.

 

Und zum Zweiten ist da die absolut schreckliche Pressekonferenz von General Flynn:

 

https://www.youtube.com/watch?v=laqjz9luad4

 

Damit hat Flynn nicht nur dem Iran die gelbe Karte gezeigt wie ein Klassenlehrer einem aufmüpfigen Schüler. Fox TV spricht bereits von einer „Linie im Sand“. Moment mal - waren nicht die „Linien im Sand“, eine der dümmsten Ideen der Präsidentschaft Obamas? Und jetzt, nachdem er nun eine Woche im Amt ist, macht Trump genau dasselbe?

 

Das fragt man sich, ob ein so intelligenter Mann wie Flynn wirklich ernsthaft glaubt, dass er den Iran angehen oder irgendwie einschüchtern kann? Wenn er das glaubt – dann sind wir alle in arger Not.

 

Und die gewählte Sprache bereitet Sorgen. Anstatt von „internationalen Bedenken“ oder den Beschlüssen des UN-Sicherheitsrats zu reden, hat Flynn sich dazu entschieden, die Sprache eines typischen Möchtegern-Weltherrschers zu benutzen. Ich wiederhole mich: Das kennen wir schon. Glauben die wirklich, dass diese Art der imperialen Selbstüberschätzung dieses Mal besser funktioniert als damals für die Neokons?

 

Und zu guter Letzt: Die Ukronazis sind anscheinend wieder auf dem Kriegspfad. Seit Monaten beschießen sie die Novorussen (den Donbass) und sie haben ein paar ziemlich erbärmliche Vorstöße gewagt. Aber diese Mal ist es anders: Die ankommenden Artilleriegeschosse sind nicht zehnfach, sondern tausendfach. Und der Beschuss geschieht entlang der gesamten Grenze. Natürlich ist das nicht direkt die Schuld von Trump, die Ukronazis in Kiew berufen sich auf die frühere Machtkonstellation – das sind die Deutschen, die Neokons und die osteuropäischen Heulsusen wie Polen und Litauen. Während ich hier schreibe gibt es keine Anzeichen, dass Trump die Situation unter Kontrolle bekommt. Die gute Nachricht ist, dass die Russen abwarten, aber bei diesem Ausmaß an Gewalt ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie den Novorussen das grüne Licht für einen Gegenangriff erteilen (die Streitkräfte der Novorussen antworten bereits mit Gegenfeuer, aber sie sind noch nicht vorgerückt).

 

Ich hoffe, dass diese Woche noch kein Vorbote dessen ist was uns die Trump-Präsidentschaft noch bringt.

 

Noch ist es nicht zu spät um den Kurs zu ändern und zu einer Realpolitik zurückzukehren.

 

Zunächst die einfachen Dinge. Wie gesagt, das Pentagon sollte mit denn Special Ops aufhören. Wenn es aus politischen Gründen sein muss, und damit sich „Amerika wieder groß“ fühlt und die USA unbedingt ihre Muskeln spielen lassen müssen, dann schlage ich vor, dass sie wieder in Grenada einmarschieren. Wenn nur einer der Dienste das ausführen soll, dann schlage ich die Marines vor. Für den Rest, und insbesondere den Nahen Osten, sollten die USA endlich zu der Einsicht kommen, dass sie dort niemals einmarschieren sollten, niemals.

 

Schon ein bisschen schwieriger, aber immer noch machbar: Trump sollte die Ukronazis an die Kandare nehmen. Das lässt sich leicht bewerkstelligen: Man schickt einen Sondergesandten nach Kiew, der den Mitgliedern der Junta erklärt, dass sich die Zeiten geändert haben, dass im Weißen Haus ein neuer Boss sitzt und dass sie sich ab sofort besser benehmen sollen, sonst... Die Ukronazis sind diese Sprache gewöhnt, sie werden es verstehen, und sie werden kleinlaut beigeben. Vorausgesetzt sie glauben dass es die USA ernst meinen. Das ist natürlich nur eine Zwischenlösung, eine kurzfristige Lösung um Zeit zu gewinnen und eine langfristige Lösung für das Debakel in der Ukraine zu finden.. Das ist alles sehr komplex und kostspielig und es wird nicht nur die USA betreffen, sondern die gesamte EU und Russland, denn die Summen an Geld, die man zum Wiederaufbau der Ukraine braucht, werden astronomisch sein.

 

Momentan ist das große Problem der Iran. Nun, natürlich nicht der Iran selbst, aber die schwachsinnige Anti-Iran-Rhetorik im Wahlkampf von Trump vor den Wahlen. Meine größte Befürchtung ist, dass Trump und seine Leute um ihn zwar anscheinend zu der (richtigen) Schlussfolgerung gekommen sind, dass sie Russland nicht in die Knie zwingen können. Aber dass sie zu dem Schluss gekommen sind, dass sie das mit dem Iran machen können. Wenn das ihr Plan ist, dann können wir uns auf eine große Katastrophe vorbereiten.

 

Zum einen lebt der Iran seit 38 Jahren mit der Bedrohung eines AngloZionistischen Angriffs, davon 23 Jahre unter der Macht der Neokons in den USA. Zu glauben, dass sie sich ausgerechnet jetzt in die Hosen machen und nach der Pfeife von Uncle Shmuel tanzen, das ist naiv. Die Iraner bereiten sich seit 25 Jahren auf einen Krieg gegen die USA und Israel vor – sie sind gut vorbereitet, sowohl militärisch als auch psychologisch. Sicher, die USA können den Iran mit Cruise Missiles und Luftschlägen angreifen, aber zu welchem Preis und mit welchem Ergebnis? Ein Ergebnis wird sein, dass es einen psychotherapeutischen Effekt für jene Amerikaner haben wird, die sich über ihre militärische Größe unsicher fühlen und wieder groß und mächtig sein wollen. Es werden auch jede Menge Iraner draufgehen und eine ungekannte Anzahl an iranischen Zielen zerstört werden, darunter möglicherweise solche für Raketentechnik und Nukleartechnik. Aber es wird die iranische Politik keinen Deut verändern, noch wird es die Iraner davon abhalten, weiter nach Nuklear- oder Raketentechnik zu streben.

 

Aber eigentlich ging es natürlich nie um Nuklear- oder Raketentechnik. Das ist alles Quatsch, „informational prolefeed“ sozusagen (Anm.d.Ü.: mitteilsames „Proletarierfutter“, aus George Orwells 1984).

 

In Wirklichkeit ging es immer nur um eine Sache: Israel will im Nahen Osten DIE regionale Supermacht sein, und der Iran soll unter allen Umständen daran gehindert werden, diesen Monopol-Status zu gefährden. Mit anderen Worten: Wenn ein islamisches Land im Chaos versinkt und von inkompetenten Fanatikern regiert wird, dann ist das in Ordnung. Aber wenn ein islamisches Land von einer klugen und fähigen Führung geführt wird, die man wegen ihrer populären Unterstützung nicht stürzen kann, dann wird dieses islamische Land zu einem absolut untragbaren Zustand. Und der Iran, mit seiner fortschrittlichen Technologie, seinem mächtigen Militär, seiner starken Wirtschaft und einem allgemein erfolgreichen politischen und sozialen Modell, ist für den rassistischen Wahn des zionistischen Regimes in Palästina eine unglaubliche Beleidigung. Und wenn man bedenkt dass der Iran „offen“ die USA konfrontiert, dann sieht man sofort, warum es das ganze Säbelrasseln und die Drohungen gibt. Trumps Problem ist genau das gleiche Problem wie für Obama, Dubya (George W. Bush) oder Clinton: Die USA können gegen den Iran einen Krieg nicht gewinnen. Warum?

 

Ein Krieg muss irgendein politisches Ziel haben. Eine Definition von „Sieg“. Und beim Iran kann es keinen möglichen Sieg geben. Selbst wenn die USA 1000 oder 2000 Marschflugkörper in den Iran schicken und alle ihr Ziel treffen, kann es keinen „Sieg“ geben.

 

Vor vielen Jahren habe ich einen Aufsatz mit dem Titel „Die asymmetrischen Antwortmöglichkeiten des Iran“ geschrieben. Er ist schon in die Jahre gekommen, seit 2007 ist viel passiert, aber die grundsätzlichen Schlussfolgerungen sind noch gültig: Die USA können nicht gewinnen, und der Iran hat viele asymmetrische Möglichkeiten, vom Aussitzen der Angriffe bis zu einem Angriff auf CENTCOM-Ziele im ganzen Nahen Osten. Aber die größte Veränderung seit 2007 ist der Bürgerkrieg im Irak und in Syrien und Trumps Versprechen, Daesh auszulöschen. Das ist enorm wichtig.

 

Um Daesh (ISIS/ISIL) auszulöschen gibt es keinen anderen Weg als Truppen vor Ort, nicht einen einzigen. Ich glaube wir sind uns alle einig, dass das keine amerikanischen Truppen sein werden. Und auch keine russischen. Obamas Ansatz war eine Mischung aus irakischen, kurdischen und türkischen Truppen, mit der Androhung notfalls saudischer und anderer Truppen aus den Golfstaaten. Wir wissen alle wie das funktioniert hat: Gar nicht. Und das wird es auch nicht. Und da haben wir das hässliche Geheimnis, das jeder kennt, oder zumindest kennen sollte: Die einzigen Truppen, die Daesh zerstört haben, noch immer zerstören und weiter zerstören werden, das sind die iranischen Truppen. Das ist eine Tatsache, tut mit leid. Die Türken sind raus, nach dem versuchten Coup gegen Erdogan und nach den folgenden Säuberungen im türkischen Militär sind sie nur noch ein Schatten ihrer selbst. Die Kurden haben überhaupt keine Lust, sich als Kanonenfutter in einem gefährlichen und schwierigen Krieg gegen Daesh benutzen zu lassen. Die Saudis und der ganze Rest sind ein Witz, gerade noch gut genug um die Zivilisten zu terrorisieren, und sie werden von Daesh bei den erstbesten Scharmützeln geschlagen. Also müssen im Kampf gegen Daesh schon die Kanadier, die Briten, die Polen, die Litauer und vielleicht die Georgier herhalten müssen (nur ein Scherz!). Das einzige Land, das Trumps Wahlversprechen erfüllen kann, ist der Iran (und natürlich Hisbollah).

 

Darüber hinaus wird ein US-Angriff auf den Iran die amerikanisch-russischen Beziehungen in den Keller schicken. Wie schwerwiegend das ist, hängt davon ab wie schwer der Angriff auf den Iran sein wird. Russland wird zwar in einen amerikanisch-iranischen Konflikt nicht eingreifen, aber Russland wird die USA nicht ungeschoren davonkommen lassen und der größte politische Preis für einen Angriff auf den Iran wird eine Verstärkung des Dreiecks Russland-Iran-China sein.

 

Muss ich hier erklären, wie ein Angriff auf den Iran in Peking aufgenommen werden wird?

 

Wenn das passiert, dann wird der US-Angriff auf den Iran in etwa wie der israelische Angriff auf Hisbollah 2006 aussehen. (Anm.d.Ü.: Libanon). Und er wird zu dem selben Ergebnis führen, nur in einem größeren Maßstab. Um es einfach zu sagen – es wird ein einziges Desaster sein und das Scheitern der Präsidentschaft von Trump.

Momentan hat Trump noch ein enorm großes politisches Kapital. Nicht dass die Welt ihm echt vertrauen würde, dazu ist es noch zu früh. Aber da draußen gibt es die große Hoffnung, dass das Amerika von Trump anders ist, ein zivilisiertes, das als ein verantwortlicher und rationaler Spieler handelt. Und kein Obama 2.0. Aber hört man sich die herablassenden Worte von Flynn und die leeren (ganz zu schweigen illegalen) Drohungen gegen den Iran an, dann frage ich mich ob sich die USA erholen und in einer sinnvollen Weise erneuern können, oder ob sie erst einen verheerenden (militärischen oder wirtschaftlichen) Zusammenbruch erleiden müssen, um endlich das Ende der Möchtegern-Weltherrschaft zu erleben.

Der Saker

 

PS: Was immer es bedeutet, die erste Stellungnahme der US-Botschafterin im UN-Sicherheitsrat bestärkt meine schlimmsten Befürchtungen, schaut selbst:

(Nikki Haley's erste Ansprache als US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen):

 

(Anm.d.Ü.: Samantha Power hat sich auch nicht anders angehört:()

 

https://www.youtube.com/watch?v=bDZwiz7VGmE