Archiv August 2017

 

 

 

  1. Russland bereitet dem amerikanischen Imperium langsam aber sicher ein Ende, von Darius Shahtahmatasebi, 29.08.2017

  2. Venezuela: „Sie haben die überwältigende Unterstützung der Völker der Welt“. Offener Brief an Präsident Nicolas Maduro, von Peter Koenig, 28.08.2017

  3. Sacharowa: Russland ist völlig gegen Sanktionen gegen Venezuela, von Adam Garrie, 29.08.2017

  4. Die Vertuschungen sind endlos, von PCR, 29.08.2017

  5. Geschichte und Journalismus werden zu Waffen, von PCR, 28.08.2017

  6. Manipulierte Minderheiten stellen für demokratische Staaten eine große Gefahr dar, vom Saker, 25.08.2017

  7. Verschwörungstheorie, von PCR, 25.08.2017

  8. Von Richard Spencer bis Otto Weininger, von Gilad Atzmon, 19.08.2017

  9. Netanjahu zu Putin: Der Iran muss Syrien verlassen oder „wir werden handeln“, von Tyler Durden, ZeroHedge, 24.08.2017

  10. ISIS – immer wieder übernehmen sie die Verantwortung, von Peter Koenig, 22.08.2017

  11. Trump und die Geschichte Amerikas sind ermordet worden, von PCR, 21.08.2017

  12. In Amerika hat die Propaganda die Wahrheit besiegt, von PCR, 15.08.2017

  13. Sinkende Erträge, von James Howard Kunstler, 21.08.2017

  14. Die Neokons drängen die USA und den Rest der Welt in eine gefährliche Krise, vom Saker 18.08.2017

  15. Wir brauchen eine soziale Revolution, von Charles Hugh Smith, 18.08.2017

  16. Warum kehren syrische Flüchtlinge zu diesem bösen Diktator zurück, der sie töten will? Von Caitlin Johnstone, 15.08.2017

  17. Charlottesville 2, von PCR, 16.08.2017

  18. Charlottesville, von PCR, 14.08.2017

  19. Lasst uns die Welt retten – Trump muss weg! Von Peter Koenig, 13.08.2017

  20. Nur Idioten glauben, was die US-Regierung über Nordkorea sagt, von Caitlin Johnstone, 09.08.2017

  21. Wo man auch hinsieht – Propaganda verdrängt die Fakten, von PCR, 08.08.2017

  22. Google ist zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit entschlossen, von PCR, 08.08.2017

  23. Die NATO verstärkt ihre logistische Infrastruktur für offensive Einsätze, von Alex Gorka, 06.08.2017

  24. Das letzte Ufer 2017, von John Pilger, 04.08.2017

  25. Venezuela – Die verfassungsgebende Versammlung ist beschlossene Sache – aber der Kampf um die Souveränität ist nicht vorbei, von Peter Koenig, 02.08.2017

  26. Trumps Alternativen, von PCR, 01.08.2017

  27. Orwell oder Huxley? Von The Burning Platform, 02.08.2017

  28. Tony Blairs Sieg vor dem High Court beweist, dass das Recht eine Narretei ist, von George Galloway, 01.08.2017

 

 

 

 

 


1.

 

http://theantimedia.org/russia-defeating-american-empire/

 

Russland bereitet dem amerikanischen Imperium langsam aber sicher ein Ende

 

von Darius Shahtahmasebi, 29.08.2017 Anti-Media (zahlreiche Verknüpfungen im Original)

 

 

In den letzten Wochen haben einige dramatische Geschichten (Charlottesville etc.) und ein möglicher Nuklearkrieg die Aufmerksamkeit der Medien von der Nicht-Story des Russiagate-Wahlskandals abgelenkt. Aber während sich die Aufmerksamkeit vom russischen Hacking-Märchen abwendet, warum werden echte Storys über den tatsächlichen Einfluss Russlands auf die Welt fast vollständig ignoriert?

 

Lasst uns zurückblicken. Washingtons gewalttätiger und verlässlicher Verbündeter und regionaler Machtspieler Saudi Arabien hat sich im Verlauf des Jahres während Russlands vorzeigbarer Erfolge in Syrien an Russland angenähert. Wie Al-Jazeera erläutert:

 

Ende Mai besuchte der stellvertretende Kronprinz Mohammad bin Salman Russland, um mit Präsident Wladimir Putin den Erdölmarkt und die Lage in Syrien zu diskutieren. Der Besuch kam nur drei Wochen bevor Kronprinz Mohammed bin Nayef abgesetzt wurde und bin Salman seine Position einnahm. In Moskau sagte bin Salman, dass „die Beziehungen zwischen Saudi Arabien und Russland gerade ihre besten Momente erleben.

 

Zwei Monate später unterzeichneten Moskau und Riad ein vorläufiges Abkommen über militärische Zusammenarbeit im Wert von $3,5 Mrd. Die Saudis baten um einen Technologietransfer, der den Abschluss des Vertrages begleiten soll.“

 

Al-Jazeera fügte auch an, dass Saudi Arabien dabei mithalf, Ägypten als Vermittler für Verhandlungen zwischen Moskau und der syrischen Opposition zu gewinnen, was für Russland von überaus großer Bedeutung ist:

 

Die Bedeutung dieses Schritts für den Kreml ist offensichtlich. Russland ist sehr am Abschluss eines Abkommens über De-Eskalationszonen interessiert, deren Umsetzung im Rahmen der Dreier-Initiative Russlands, des Iran und der Türkei nicht ohne die Beteiligung anderer Akteure möglich ist. Aus dieser Sicht sind die beiden Kairoer Abkommen zwischen Russland und der syrischen Opposition zu Ost-Ghouta und Rastan sehr wichtig.“

 

Das führt uns zum nächsten Gesichtspunkt. Die Türkei, ein NATO-Mitglied, war einige Zeit lang einer der stärksten Unterstützer der syrischen Opposition bei deren Versuch, die syrische Regierung, einen Alliierten Moskaus, zu stürzen. Die Türkei war so in ihrem Wunsch zum Sturz des Assad-Regimes gefangen, dass sie anscheinend ISIS auf unzählige Weise unterstützt haben. Die türkische Regierung arbeitet jetzt eng mit Teheran und Moskau zusammen, um einen fraglichen De-Eskalationsprozess zu sichern. Das russische Medium Sputnik behauptet, dass nach Angaben einer Regionalzeitung die Türkei ihre Unterstützung für große Teile der syrischen Opposition einstellen wird.

 

Und wo sind die USA bei dem Ganzen? Einfach gesagt, sie sind praktisch nicht zu sehen. Da ist es keine Überraschung, dass die Türkei sogar ihren Wunsch äußert, einem von Russland und China dominierten Sicherheitsblock beizutreten und damit der EU und der NATO vor den Kopf stoßen.

 

Russland hat jetzt auch eine starke Präsenz im ölreichen Libyen, ein Land, das die USA 2011 mit destabilisiert haben, damit deren Führer nicht eine unabhängige Bereicherung dieser afrikanischen Region vorantreiben konnte, unabhängig von den Mächten USA und NATO. Russland hat dem libyschen General Khalifa Haftar politische und militärische Unterstützung gewährt und der kontrolliert einen bedeutenden Teil Libyens. Moskau ist auch in die diplomatischen Bemühungen zwischen zwischen Haftar und der von der UN unterstützten libyschen Regierung involviert (Anm.d.Ü.: die berüchtigte „Einheitsregierung“) und versucht, zwischen den beiden Parteien des Konflikts gute Beziehungen herzustellen.

 

Aber wie – und warum – kommt Russland denn überhaupt nach Libyen? So erklärt es Chatham House, ein unabhängiges (Anm.d.Ü.: das muss Ironie sein) politisches Institut aus London:

 

Die wahren treibenden Kräfte hinter der russischen Einmischung in Libyen sind eine Mischung aus Ambitionen, Gelegenheit und anti-westlichen Empfindungen.“

 

In diesem Zusammenhang macht es auch Sinn, dass die westlichen Mächte plötzlich so viel mehr daran interessiert sind, mit Haftar zusammenzuarbeiten, der sich zu einer bedeutenden libyschen Figur und einem potentiellen russischen Klienten entwickelt.

 

Und man kann nicht über Libyen reden ohne Ägypten zu erwähnen, noch ein Land, das seine Beziehungen zu Russland verstärkt hat. Chatham House spekuliert darüber, sich Russland in Libyen nur mit der Empfehlung Ägyptens festsetzen konnte, das von Anfang an Haftar unterstützte. Russland und Ägypten verbessern auch ihre Zusammenarbeit bezüglich Handel und Wirtschaft und haben in den letzten Jahren gemeinsame Marineübungen und Militärmanöver durchgeführt. Darüber hinaus hat Russland angeblich in Ägypten seine eigenen Spezialkräfte stationiert, die ein besonderes Augenmerk auf Libyen richten.

 

Ebenso distanziert sich Russland von den Praktiken der USA, was es ihm erlaubt, eine bessere Alternative für Staaten in jener Region zu werden, die weniger Kontrolle über Tun wünschen. Wie Forbes anmerkt:

 

Eine militärische Kooperation mit Moskau ist wichtig für Kairo. US-Waffendeals erlauben keine Weiterverkäufe. Diese Einschränkungen gibt es bei Waffendeals mit dem Kreml nicht, und angesichts des korrupten ägyptischen Kapitalismus scheinen die Waffendeals mit Russland attraktiver. Einige der Waffen Moskaus sind für die ägyptischen Bedürfnisse besser geeignet als amerikanische und aus ägyptischer Sicht ist eine russische MIG-29 auch einfacher zu warten als ein amerikanisches Flugzeug.“

 

Die USA sind auch besorgt darüber, dass sich Russland (wieder) in Afghanistan einmischt und auch über die wachsende militärische Zusammenarbeit mit Pakistan. Ein weiteres Paradebeispiel für Russlands wachsende Präsenz in der Region ist die Tatsache, dass sich der Irak, der eigentlich starke amerikanische Unterstützung besitzt, Berichten zufolge an Russland wenden wollte, um Luftunterstützung im Kampf gegen ISIS zu erhalten.

 

Und der Einfluss Russlands reicht nach all dem Gesagten entschieden weiter als bis zum Nahen Osten und seinen Nachbarn, etwa der Ukraine. Erst vor ein paar Tagen hat Russland wie verlautbart seine nuklearfähigen Bomber nahe an die koreanische Halbinsel geflogen, etwa zu der selben Zeit als die USA und Südkorea ihre jährlichen Militärmanöver abhielten.

 

Russland hat seine Finger auch in Südamerika, was vermutlich auch einer der Gründe ist, warum sich die USA so verzweifelt in Venezuela „einmischen“. Wie Anti-Media vor zwei Wochen erklärte:

 

Wie meistens der Fall ist, hat Washingtons Streben zur Zersetzung eines weiteren Landes eben dieses Land in die offenen Arme Russlands getrieben, dem Rivalen Amerikas im Kalten Krieg. Reuters hat gerade einen 'Spezialbericht' veröffentlicht, der Insiderquellen zitiert, die zeigen, dass sich das südamerikanische Land um Bargeld und Kredit an Russland wendet, damit es die kommenden amerikanischen Sanktionen überleben kann und im Gegenzug bieten sie wertvolle staatliche Ölvermögen an.“

 

Das russische Spiel in Venezuela wurde sehr durch den verstorbenen Hugo Chavez erleichtert, der 2006 mit Russland einen Waffen-für-Erdöl-Handel über $4 Mrd. zementierte. Gleichzeitig wies er eine amerikanische Zusammenarbeit vehement ab. So schrieb Anti-Media:

 

Südamerika, einst Teil des allmächtigen Imperiums Amerika, entgleitet langsam aber sicher den amerikanischen Eliten und spielt nach seinen eigenen Regeln... Ecuador sucht ebenso bereits seit längerer Zeit nach einer engen Beziehung mit Russland und versucht, diese Beziehung in den kommenden Monaten auszuweiten.

 

Ebenso hat Russland eine quasi militärische Beziehung zu Peru, Argentinien und Nicaragua, und auch enge wirtschaftliche Beziehungen zu Mexiko und Brasilien. Das hat über die letzten Jahre den Käfig der anti-russischen Paranoia erschüttert.“

 

Dies sind nur ein paar Beispiele die zeigen, dass das amerikanische Imperium langsam Stück für Stück abbricht und in der Folge von Amerikas Kaltem Kriegsrivalen Russland übernommen wird. Das berühmteste Beispiel ist ohne Zweifel die Tatsache, dass Russland auch eine der führenden Nationen der sogenannten BRICS-Koalition ist, die einen Prellbock gegen die amerikanische Dominanz im finanzielle Sektor darzustellen versucht.

 

Das nächste Mal wenn sich die Medien dazu entscheiden, wieder über die angebliche Einmischung Russlands in die 2016-Wahl loszurasseln, sollten sie sich lieber daran erinnern was wirklich auf dem Spiel steht und dass die wahren Motive für eine Konfrontation mit Russland in keinster Weise auf einer Sorge um Demokratie gründen. Die an der Macht sorgen sich um die Notwendigkeit, ein scheiterndes Imperium am Leben zu halten, das von Russland kontinuierlich herausgefordert wird.

     


2.

 

http://www.globalresearch.ca/venezuela-you-have-the-overwhelming-support-of-the-peoples-of-the-world-open-letter-to-president-nicolas-maduro/5606089

 

Venezuela: „Sie haben die überwältigende Unterstützung der Völker der Welt“. Offener Brief an Präsident Nicolas Maduro

 

von Peter Koenig, 28.08.2017

 

 

Sehr geehrter Herr Präsident Maduro,

 

Sie haben die überwältigende Unterstützung der Völker der Welt.

 

Am 25. August hat Präsident Trump eine Präsidentenverfügung unterzeichnet, die Venezuela mit nie dagewesenen wirtschaftlichen Sanktionen straft. Sie lähmen praktisch

 

Venezuela und drohen, das Land in den Hunger zu stürzen. Es ist ein Wirtschaftscoup der übelsten Sorte. Es ist offene finanzielle Kriegsführung. An all die westlichen Nationen, für die so einseitige Aktionen des zionistisch geführten Regimes in Washington ganz normal geworden sind – es handelt sich um einen der größten verbrecherischen Angriffe, die eine Nation einer anderen Nation antun kann.

 

Mit Sicherheit ist es ein Hochverrat am internationalen Recht. Es ist ein Kriegsverbrechen, da es das Leben des venezolanischen Volks gefährdet und bedroht. Darüber hinaus kann Donald Trump ungestraft mit einer offenen militärischen Invasion drohen. „Offen“ deshalb, weil das Militär und die Geheimdienste, d.h. CIA-Personal und ihre trainierten, finanzierten und bewaffneten Stellvertreter schon seit Jahren Unruhen und Tod auf den Straßen von Caracas und im ganzen Land schüren.

 

Zur Rechtfertigung der Maßnahmen sagte das Weiße Haus:

 

(sie) sind sorgfältig justiert, um der Maduro-Diktatur die wichtigen Finanzquellen zu verwehren, die sie zu ihrer ungesetzlichen Herrschaft benötigt.“ Die folgende Stellungnahme von Finanzminister Steven Mnuchin erklärt buchstäblich, dass diese Sanktionen dazu dienen, Venezuela in die Unterwerfung zu „würgen“; jedoch werden „für eine 30-tägige Anfangsperiode Ausnahmen für bestimmte Transaktionen zwischen den USA und Venezuela gemacht, darunter Petroleum-Exporte und Importe, die Citgo, PDVSAs amerikanische Tochter und auch die Finanzierung humanitärer Hilfe betreffen.“

 

Wie „human“ kann man Herrn Mnuchin, einen früheren GoldmanSachs-Partner noch nennen? Wie human ist das gesamte Militärunternehmen von Trump? Wie viel Humanität besitzen solche Menschen noch? In Trumps Präsidentschaft haben drei Generäle das Sagen. Welche Beweise braucht es noch, damit die Welt sieht, dass Washington vom Pentagon regiert wird – dass es ein reiner Militär/Polizeistaat ist, dessen Bevölkerung man 95% ihrer Bürger- und Menschenrechte weggenommen hat – mit immer stärkeren Versionen des Patriot Act und verwandter Gesetze? Menschlichkeit von ihrer schlechtesten Seite.

 

Die Giftigkeit und Bosheit unserer westlichen Gesellschaft erstaunt mich immer wieder aufs Neue. Wie konnten wir so weit kommen? Der Beginn könnte etwa 5.000 Jahre zurückliegen. Aber das ist eine andere Geschichte. Wir leben jetzt, und wir müssen diese egozentrische, blutrünstig krankhafte Gesellschaft der Gier, die Wirtschaft der Gier auslöschen, JETZT – jetzt bedeutet, so viele Menschenleben wie möglich zu retten.

 

Der von Trump genannte Grund für die Bestrafung Venezuelas mit Sanktionen – natürlich eine Lüge, wie alles was aus Washington kommt – ist die kürzliche Volksabstimmung für eine verfassungsgebende Nationalversammlung – ANC – Asamblea Nacional Constituyente. Es ist die höchste Form der Demokratie – eine vom Volk gewählte Nationalversammlung. Jetzt beschwert sich die Opposition, die die Wahl am 30.Juli vehement boykottiert hat, dass sie keine Sitze im ANC hat. Natürlich nicht. Sie hatten keine Kandidaten aufgestellt.

 

Sowohl nach Jimmy Carter, dem ehemaligen US-Präsidenten und Vorsitzenden des Carter Instituts zur Beobachtung internationaler Wahlen, als auch nach Noam Chomsky, dem MIT Professor und renommierten Gelehrten für Geopolitik, besitzt Venezuela die umfassendste Demokratie aller amerikanischen Staaten und womöglich der Welt. Offensichtlich gefällt das dem Weltdiktator und Hauptauftragsmörder nicht, den Vereinigten Staaten von Amerika.

 

Der größte Tyrann der Welt fordert grausame, „erstickende“ Killersanktionen für eine souveräne, Erdöl- und Erdgasreiche Nation im „Hinterhof Washingtons“, unter dem Vorwand, dass sie sich von einer Demokratie in eine Diktatur verwandelt habe, die von der Tyrannei des Nordens nicht geduldet werden kann. Aber mit einer großzügigen Geste gewährt man Venezuela zeitweise „humanitäre“ Erleichterung. Was für eine Heuchelei!

 

Die Trump-Regierung und alle ihre Vorgänger scheren sich einen Dreck um Demokratie und Menschenrechte in den Ländern, die sie dominieren wollen. Ganz im Gegenteil, was sie wollen ist Chaos, um die natürlichen Ressourcen des Landes auszubeuten; und das ist es was sie ständig tun. Im Falle Venezuelas – der Nation mit den größten fossilen Reserven der Welt – ist das Ziel, die Reichtümer zurückzuholen und sie wieder dorthin zu bringen, wo sie vor 1998 waren, als Präsident Hugo Chavez übernommen hatte: nämlich unter die strikte Kontrolle der US-Ölgiganten.

 

Venezuela wird das niemals dulden.

 

Seltsam, es sieht aus als hätte man Trump diktiert, eine neue Doktrin namens „die Plünderungen des Kriegs“ anzunehmen. Seine jüngste Erklärung über eine Truppenverstärkung in Afghanistan – ohne Zeitlimit – hat eindeutig mit dem Mineralreichtum des zentralasiatischen Landes zu tun. Kupfer, Kobalt, Eisen, Baryt, Schwefel, Lithium, Blei, Silber, Zink, Niob und geschätzte 1,4 Millionen Tonnen Seltener Erden (REEs). Die International Security Assistance Force (ISAF) schätzt die Gesamtreserven im afghanischen Boden auf über $1 Billion. Egal, die USA haben in den 16 Jahren des illegalen Kriegs in Afghanistan bereits zwischen $1 und 2 Billionen ausgegeben, was zu Massentötungen geführt hat, mit Zehntausenden von Toten.

 

Im Fall von Nordkorea ist es das Eisenerz, das die USA wollen. Und den strategischen Zugang zu China und Russland. (Anm.d.Ü.: Wusstet ihr, dass Russland eine Grenze zu Nordkorea hat?) In Syrien ist es die berüchtigte Qatari-Pipeline, die es den westlichen Petro-Giganten erlauben würde, Öl und Gas in Billionenwerten nach Europa zu verschiffen, auf Kosten der russischen Gasverträge mit Europa. Bashar al-Assad hat sich der Pipeline verweigert, seit 2008 die CIA auf ihn zukam, genauso wie sein Vater Anfang der 2000er. Diese Weigerung hat Syriens Schicksal besiegelt. In Venezuela ist der beabsichtige Raubzug natürlich Erdöl und Erdgas.

 

Es spielt keine große Rolle, dass sich Trump großartig widerspricht. Sein hartnäckiges und festes Versprechen vor der Wahl – keine Einmischung in weit entfernte Länder, keine weitere „Demokratiebildung“ a la USA; in Zukunft würden die USA den Lebensstil anderer Länder respektieren. „Wir werden unsere Macht in fremden Ländern nicht mehr einsetzen – diese Zeiten sind vorbei.

 

Wunderbar. Vielleicht hat er es so gemeint. Vielleicht hatte er wirklich vor, mit Russland Frieden zu machen. Das ist höchstwahrscheinlich der Grund warum er gewählt wurde. Aber könnte Trump so naiv sein und nicht wissen, dass der militärisch-industrielle Komplex Krieg will – nein BRAUCHT? Dieser teuflische Haufen will die Bodenschätze für den ewigen Krieg.

 

Der weitaus größte Teil der Menschen will Frieden, nicht Krieg. Sie wollen Venezuelas souveräne Demokratie respektieren – und sich nicht einmischen. Es sind ihre faschistischen Puppenmeister (sic-sic) und jene die die regionalen Organisationen Lateinamerikas bilden, die sich dazu verpflichtet fühlen, den Forderungen des nackten Kaisers nachzugeben.

 

Die Rohstoffindustrie, die fossilen Reserven, die Mineralien, sie sind seit dem Aufstieg des Neoliberalismus in den 1980ern exponentiell gewachsen, so wie nie zuvor in der jüngeren Geschichte. Der Grund sind die Kriege und Konflikte. Es wir geschätzt, dass heutzutage fast zwei Drittel der weltweiten Ausbeutung der Rohstoffindustrie an den internationalen Militär-Industrie Komplex gehen, allen voran die US of A – eine unaussprechliche Katastrophe für die menschliche Gesundheit, die örtlichen Kommunen und die Umwelt.

 

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Die neuen Sanktionen über Venezuela sind „Allgemeingut“ geworden, für all die Vasallen des westlichen Globus, die sich aus irgendwelchen obskuren Gründen – aus Angst oder um sich Ansehen zu verschaffen? – tief gebückt haben um die Stiefel Trumps zu lecken. Donald Trump, der Megalo-Psychopath, ist bloß eine Karikatur des amerikanischen Wahlvolks. Trumps Meinung und Politik tanzen im Wind, so wie es nur ein unreifer Meister vollbringen kann. Daher ist die Welt verwirrt und auf Trab gehalten, niemals ganz sicher wann die nächste Bombe platzt.

 

Sehr geehrter Herr Maduro, so eine Kriegshandlung können nur die Vereinigten Staaten von Amerika vollbringen, denn sie befehligen unser auf dem Dollar basierendes westliches Geld-System, vollkommen gefälscht, privat organisiert und auf Schuld und Zinsen basierend – zugunsten der FED und der Wall Street-Bankster. Punkt. Die westliche Welt ist immer noch darin versklavt – wenn auch in ständig abnehmendem Maße, aber immer noch nicht frei. Der Osten, Russland, China und die gesamte Shanghai Cooperation Organization (SCO) lösen sich rasch aus der Dollar-Vorherrschaft.

 

Venezuela hat meiner bescheidenen Meinung nach dasselbe zu tun, so schnell wie möglich. Es gibt keine Zeit zu verlieren: löst euch vom Dollar, was für Auswirkungen das auch auf die Vermögen und finanziellen Verluste haben mag; und es wird dazu kommen, ob ihr es macht oder nicht. Der tollwütige Hund von Washington lässt niemals los, er verbeißt sich sich bis zum Ende, und er wird niemals konfiszierte Vermögen freigeben. Den Beweis dafür gibt es ständig auf der gesamten Welt, schaut nur auf den Iran.

 

Venezuela könnte einen Schuldenschnitt machen und von Neuem beginnen, sich eng mit den Ökonomien von Russland und China verbinden, wie es bereits geschieht – aber der Weg sollte noch rigoroser und radikaler geschehen. Keine Abschlüsse mehr in Dollar. Schluss mit den Dollar/Bolivar-Manipulationen aus Miami. Der Dollar muss für die Öffentlichkeit in Venezuela eine verbotene Währung werden, streng vom Gesetz überwacht, nur für den Gebrauch durch die Regierung. So geschieht es immer noch in Kuba, und Kuba hat 60 Jahre überstanden – und das geht weiter. Auch keine Euros. Der Euro steckt in der gleichen Liga wie der Dollar. Er wurde als ein Ziehkind des Dollars geschaffen – eine Papier-Währung ohne jede Deckung.

 

Neue Transaktionen sollten nur in örtlichen Währungen und/oder den Währungen Russlands und Chinas abgewickelt werden – durch Tauschgeschäfte der entsprechenden Zentralbanken – und durch internationale Zahlungssysteme außerhalb der privat gesteuerten FED, Wall Street, BIS (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) und SWIFT. Zum Beispiel mit dem Chinese International Payment System (CIPS). Russland steht vor dem Start eines ähnlichen Systems, abgekoppelt von den westlich dominierten finanziellen Transaktionssystemen wie SWIFT. Wenn das neue russische internationale Transfersystem erst einmal eingerichtet ist, zusammen mit dem chinesischen CIPS, dann wird das westliche Monopol der internationalen Zahlungen – und Sanktionen – völlig umgeworfen. Der internationale Handel kann dann wieder außerhalb der Dollar-Vorherrschaft funktionieren. Die Wirtschaften Russlands und auch Chinas sind völlig durch Gold gedeckt.

 

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Durch diese massiven und umfassenden Finanzsanktionen, die Venezuela durch das westliche Finanzsystem auferlegt wurden, ist Venezuela im Grunde von allen internationalen Finanztransaktionen abgeschnitten. Gegen die nationale Öl- und Gasgesellschaft PDVSA (Petroleos de Venezuela SA) gibt es eine totale Bankenblockade, was direkte Energietransaktionen unmöglich macht.

 

Es ist ein Würgegriff auf die Wirtschaft Venezuelas zur Plünderung seiner Ressourcen – ein Rezept zum Aushungern eines Landes und seiner Bevölkerung, damit es sich unterwirft und für eine Übernahme geschwächt wird. Venezuela wird NIEMALS zulassen dass so etwas passiert. Citgo, das US-Tochterunternehmen von PDVSA, kann seine Dividenden nicht mehr nach Venezuela überweisen – ein weiterer Schlag gegen die Auslandseinkünfte Venezuelas. Es gibt eine stillschweigende Drohung, dass Citgos Profite in den USA konfisziert werden könnten – das ist nichts anderes als Hochverrat am internationalen Recht.

 

Venezuela hat einem anderen Land nie einen Schaden zugefügt. Im Gegenteil, Venezuela stand anderen Ländern bei, half ihnen mit günstigen Krediten und Anleihen, mit fossilen Brennstoffen zu Vorzugspreisen, als „der Markt“ mit künstlich hochgetriebenen Preisen verzerrt wurde, d.h. US$ 120/Barrel und mehr, was Entwicklungsländer in die Unterwerfung treiben sollte. Heute ist ist der Rohölpreis auf US$ 47/Barrel gefallen, weniger als die Hälfte von vor zwei Jahren. Hinter diesem drastischen Preisverfall stehen die selben Spekulanten, eine weitere Manipulation mit bösartigen Absichten. Ja, durch die saudischen Vasallen, aber mehr noch durch die Wall Street und ihren ausführenden Ober-Mafioso – Goldman Sachs, um insbesondere Venezuela, den Iran und Russland zu schädigen.

 

Das, Herr Maduro, ist ein wirtschaftlicher Staatsstreich. Es handelt sich um offene finanzielle Kriegsführung. Es ist gemäß Kriegsverbrechen kriminell, ungesetzlich und strafbar – wenn es denn auf der Welt einen internationalen Gerichtshof gäbe, der noch nicht von den Vereinigten Staaten und ihren zionistischen Akteuren des Tiefen Staats prostituiert wurde. Die Blockade von Bank-Transaktionen mit Venezuela / Schuld- und Equity Swaps mit Gläubigern / Schuldnern ist ein Verbrechen. Venezuelas staatliche Ölgesellschaft beim Verkauf von Energie ins Ausland zu blockieren ist ein Verbrechen.

 

Russlands Rosneft kaufte einen 6 Milliarden US-Dollar-Anteil an der venezolanischen PDVSA und erwarb zusätzlich 49,9% an dessen US-Tochter CITGO. Das entspricht etwa 13% von Venezuelas Gesamtproduktion, nahezu das gesamte Kontingent wird hauptsächlich in Lateinamerika durch Russland an die Kunden Venezuelas weiterverkauft, trotz der US-“Sanktionen“.

 

Venezuela könnte Verhandlungen über Konzessionsabkommen oder direkte Verkäufe von größeren Anteilen von PDVSA an Rosneft und andere russische und chinesische Ölgiganten in Betracht ziehen und deren Rückkauf, sollte die Krise irgendwann vorbei sein. Schweden hat solche Arrangements getroffen und den Bankensektor verstaatlicht, um die Bankenkrise in den 1990ern zu überwinden; eine elegante Alternative zu Rettungsschirmen. Es hat funktioniert. Banken wurden später wieder privatisiert. Russland könnte venezolanisches Erdöl auf der ganzen Welt verkaufen und vor allem die Verträge mit venezolanischen Kunden erfüllen. Es wären keine Sanktionen aus dem Weißen Haus zu erwarten. Wen sollte man sanktionieren, wenn die Transaktionen außerhalb der Dollar-Wirtschaft stattfinden?

 

Abgesehen von Trumps Drohung mit einer direkten Militärintervention in Venezuela gibt es die große Wahrscheinlichkeit einer Blockade der venezolanischen Häfen durch die US-Navy. Die USA sind jedoch nicht mehr der alleinige Meister des Universums. Russland und China könnten zu einer Gegenblockade eingeladen werden und sogar nach Truppen nach Venezuela entsenden.

 

Russlands Intervention in Syrien, auf Einladung von Präsident Bashar al-Assad, hat Wunder bewirkt; in der Tat, sie hat Syrien von der Belagerung durch NATO, USA, Frankreich, UK und Deutschland befreit. Alles kriminelle Länder, die nach der Pfeife des sterbenden Kaisers tanzen. Russlands jüngste Parade seiner Luftwaffe über dem Pazifik, dem Japanischen Meer, dem Gelben Meer und dem Ostchinesischen Meer, mit nuklearfähigen Tupolew-95MS-Bombern mitten in massiven und provokanten Militärmanövern der USA, Japans und Südkoreas vor der Küste der koreanischen Halbinsel hat Japan und Südkorea zum Start von Abfangjägern veranlasst um die russischen Tupolews zu begleiten. Die russische Demonstration hat gehörigen Respekt eingehaucht. – Warum sollte das keine Abschreckung für eine US-Militärblockade sein? Oder Trumps Drohung einer direkten Militärintervention vorausgehen?


3.

 

http://theduran.com/zakharova-russia-fully-opposed-sanctions-venezuela/

 

Sacharowa: Russland ist völlig gegen Sanktionen gegen Venezuela

 

von Adam Garrie, 29.08.2017

 

 

Russland und China sind sich einig gegen Krieg und Sanktionen gegen Venezuela.

 

Maria Sacharowa, die offizielle Sprecherin des russischen Außenministeriums, hat eine lange Antwort auf eine Frage bezüglich Russlands Position zu Washingtons einseitigen Sanktionen gegen Venezuela gegeben.

 

Es folgt ihre komplette Antwort:

 

Wir sind strikt gegen einseitige Sanktionen gegen souveräne Staaten. Die kürzlich verkündeten Maßnahmen von finanziellem Druck auf Venezuela und Präsident Maduro wurden von Washington beschlossen, als das Land nach den Wahlen zur verfassungsgebenden Nationalversammlung Anzeichen einer relativen Stabilisierung im Inland zeigte. Die Straßenproteste haben allgemein nachgelassen und es wurde ein Zeitplan für anstehende Wahlen vorgelegt, darunter für Gouverneurs- und Präsidentenwahlen. Es wurden auch Schritte vorgeschlagen zu einer Zusammenarbeit mit der Nationalversammlung (Anm.d.Ü.: das Parlament), die in Opposition zur Regierung steht, aber leider wurden sie von ihren radikalen Anführern zurückgewiesen.

 

Unter diesen Umständen sind die Teilsanktionen gegen Venezuelas Finanz- und Rohstoffsektor eindeutig darauf ausgerichtet, die Situation in dem Land weiter aus dem Gleichgewicht zu bringen und verschlechtern seine wirtschaftlichen Probleme. Sie ermutigen die Unversöhnlichen, die nicht sehen, wie sie ihr politisches Potential ohne eine Entfernung der venezolanischen Führer aus ihren Ämtern erreichen können.

 

Die Taten der Personen hinter den Sanktionen sind mit Zynismus getränkt. Wie aus offiziellen Stellungnahmen der USA ersichtlich wird, erkundet die Regierung die Optionen für eine weitere Verschärfung ihrer Politik, darunter die Möglichkeit einer Gewaltanwendung gegen Venezuela, wenn sich in diesem lateinamerikanischen Land „die Situation verschlechtern sollte“. Da stellt sich die Frage: Was sollen die gegenwärtigen Sanktionen erreichen? Sollen sie der venezolanischen Wirtschaft helfen? Ganz klar, die Folge von Sanktionen beinhaltet eine weitere Zunahme der Spannungen.

 

Wir haben bei vielen Gelegenheiten die Gefahr einer innenpolitischen Konfrontation in Venezuela erwähnt, die ein Ausmaß erreichen könnte, wo die Existenz des venezolanischen Staats auf dem Spiel steht. Von außen die Destabilisierung der innenpolitischen Situation zu provozieren und zu ermutigen, das kann nicht den gewöhnlichen Venezolanern helfen, welche politischen Ansichten sie auch haben mögen. Genau das Gegenteil ist nötig: den Dialog zwischen den führenden politischen Kräften zu erleichtern, was die Bedingungen für ein Angehen der wirtschaftlichen Lage schaffen würde. Politische Hilfestellung von außen ist für die Lösung der Fragen von größter Bedeutung.

 

Wir sind bereit, zu einer Lösung in Venezuela beizutragen, soweit es in Anbetracht der internen politischen Dynamik in diesem Land nötig ist. Wir glauben, dass es zu friedlichen und verantwortlichen Gesprächen im Rahmen der legalen Rahmenbedingungen und ohne äußere Einmischung keine Alternative gibt. Alles was über diese Rahmenbedingungen hinausgeht, zielt auf die Schwächung der verfassungsmäßigen Ordnung in Venezuela ab und führt zu neuen Entbehrungen für seine Bürger.

 

Wir werden die Auswirkungen der von den Vereinigten Staaten auferlegten Sanktionen sorgfältig analysieren, und ihre möglichen Folgen auf die Interessen Russlands und russischer Geschäfte. Wir können jetzt bereits sagen, dass sie unseren Willen zu einer Ausweitung und Stärkung der Zusammenarbeit mit der friedlichen Nation Venezuelas und seines Volkes nicht beeinträchtigen wird.“


4.

Ein unerwartetes Schadensbild durch eine angebliche Lkw-Bombe 20 Meter vor dem Gebäude“ (WikiSpooks)

 

 

http://www.paulcraigroberts.org/2017/08/29/no-end-coverups/

 

Die Vertuschungen sind endlos

 

von Paul Craig Roberts, 29.08.2017

 

 

Craig Roberts (ja, es gibt zwei von uns) ist ein ehemaliger US-Marine und war 27 Jahre bei der Polizei in Tulsa, Oklahoma. Er ist fähig und entschlossen. Seit 1989 hat er 13 Bücher geschrieben. Sein neuestes, gerade veröffentlichtes Buch „Medusa File II“ besteht hauptsächlich aus seinen umfangreichen Akten über die Untersuchung des Bombenanschlag auf das Alfred P. Murrah Gebäude in Oklahoma City am 19. April 1995, bekannt als das „Oklahoma City Bombing“

 

Das FBI hat angesichts seiner Fähigkeiten Roberts gebeten, bei der Untersuchung zu helfen. Als offizieller Teil der Untersuchung nahm er die Untersuchung sehr ernst. Die Untersuchung schritt rasch voran und es kamen viele Spuren. Zahlreiche Zeugen sagten, dass sie Timothy McVeigh mit vielen dunkelhäutigen Männern gesehen haben, vor und kurz nach dem Bombenanschlag. Spuren entwickelten sich auch zu Milizen in Elohim City, zu „Andy the German“ Straßmeir und anderen.

(Anm.d.Ü.: siehe: https://wikispooks.com/wiki/Andreas_Stra%C3%9Fmeir

 

Bevor auch nur eine dieser Spuren weiterverfolgt werden konnte, wurde die Untersuchung von Präsident Bill Clintons Justizministerin Janet Reno übernommen. Sobald Washington übernommen hatte, hörte die Untersuchung auf. Stattdessen kam Washingtons Theorie, das sei ein einsamer Protest von Tim McVeigh gewesen. Die umfangreichen Beweise zu den Komplizen oder Aufsehern von McVeigh, wie es der Fall hätte sein können, stand der offiziellen Story im Weg, die der Untersuchung auferlegt worden ist. Viele Menschen leisteten Widerstand gegen die Vertuschung dieses Falls, darunter örtliche Journalisten, die schließlich ihre Jobs verloren haben oder weggezogen sind.

 

Roberts blieb bis zum Ende dran. Genauso wie der schwarze Oklahoma City Polizist (OCPD) Terrance Yeakey. Seinen Widerstand gegen die offizielle Story bezahlte Yeakey mit seinem Leben. Roberts liefert die Gründe warum er glaubt, dass Yeakey endgültige Beweise besaß, dass die offizielle Story eine Vertuschung ist. Das OCPD wurde abgezogen, sobald die offizielle Story ausgegeben worden war. Aber Yeakey wollte nicht aufgeben und wurde zu einem Problem. Der offizielle Polizeibericht besagt dass es Selbstmord war, aber Roberts erkennt einen Selbstmord wenn er ihn sieht. Es gab keine Autopsie und die Polizei weigerte sich, den Polizeibericht an Yeakeys Familie zu übergeben. Da sie schwarz ist, hatte sie wenig Mittel an der Hand. Die verbliebene Skeptiker wurden als „Verschwörungstheoretiker“ abgetan und das war das Ende der Geschichte.

 

Eines der hervorstechenden Details, die Roberts liefert, ist, dass gleich nach dem Durcheinander nach dem Bombenanschlag, als Rettungskräfte Tote und Verwundete aus den Trümmern zog, zahlreiche Bundesbeamte (Verfassungsschützer) erschienen sind und den Rettungskräften befahlen, das Gebäude zu verlassen. Als Grund wurde angegeben, dass es in dem Gebäude noch nicht explodierte Bomben gäbe. Die Rettungsbemühungen kamen trotz der Verschütteten zum Stillstand bis die Bundesbeamten Aktenschränke aus dem Gebäude geborgen hatten. Roberts vermutet, dass die Schränke Akten über die Mena Drogen-Operation enthielten, von der viele glauben, dass der Gouverneur von Arkansas, Bill Clinton, darin verwickelt war und dass Präsident Clinton und Janet Reno nicht wollten, dass diese Akten ans Tageslicht kommen.

 

Für die offizielle Erklärung des Falls, die sich einzig auf McVeighs „Lkw-Bombe“ verlässt, ist die Aussage der Bundesbeamten, es wären noch nicht explodierte Bomben im Gebäude, ein Rätsel. Wenn es in dem Gebäude noch nicht explodierte Bomben gegeben hat, wie kann dann McVeigh der Einsame Wolf sein? Ich musste an General Benton Partin denken, einen Sprengstoffexperten der US Air Force, der einen detaillierten Bericht angefertigt hat, der beweist, dass das Murrah-Gebäude von innen nach außen gesprengt wurde und nicht von außen nach innen. Natürlich war die Sache schon geregelt als Gen. Partin seine Studie fertig hatte und es gab keine Anfechtung oder Neubewertung der offiziellen Vertuschungsgeschichte.

 

Roberts weiß nicht wer die Bomben gelegt hat oder warum. Er weiß nur, dass Spuren nicht verfolgt wurden und dass der Fall durch Washington gelöst wurde und nicht durch eine Untersuchung.

 

Genauso wie bei der Ermordung von JFK.

 

Genauso wie bei der Ermordung von RFK.

 

Genauso wie bei der Ermordung von Martin Luther King.

 

Genauso wie bei 9/11.

 

Genauso wie bei Saddam Husseins „Massenvernichtungswaffen“.

 

Genauso wie mit den „Iranischen Atomwaffen“.

 

Genauso wie beim „Golf von Tonkin“.

 

Genauso wie bei Gaddafi und Libyen.

 

Genauso wie Assads „Einsatz von Chemiewaffen“.

 

Genauso wie...

 

Es ist endlos, nicht wahr?

     


5.

http://www.paulcraigroberts.org/2017/08/28/weaponization-history-journalism/

 

GESCHICHTE UND JOURNALISMUS WERDEN ZU WAFFEN

Wir brauchen keine beschissenen Fakten

 

von Paul Craig Roberts, 28.08.2017

 

 

In den Vereinigten Staaten sind Fakten, ein wichtiges Element der Wahrheit, nicht wichtig. Sie sind in den Medien nicht wichtig, nicht in der Politik, den Universitäten, den historischen Erklärungen oder im Gerichtssaal. Faktenlose Erklärungen des Einsturzes der drei Gebäude des World Trade Center werden als die offizielle Erklärung präsentiert. Fakten wurden politisiert, emotionalisiert, zu Waffen gemacht und schlichtweg ignoriert. Wie David Irving gezeigt hat, ist die Anglo-Amerikanische Geschichte zum 2. Weltkrieg zum größten Teil eine Wohlfühlgeschichte. Genauso wie die „Bürgerkriegs“-Geschichte, wie Thomas DiLorenzo und andere gezeigt haben. Natürlich sind diese Geschichten nur für die Sieger Wohlfühlgeschichten. Ihr emotionaler Zweck bedeutet, dass unbequeme Tatsachen ungenießbar sind und ignoriert werden.

 

Die Wahrheit zu schreiben ist für einen Autor kein Erfolgsmodell. Nur ein kleiner Prozentsatz der Leser ist an der Wahrheit interessiert. Die meisten wollen ihre Vorurteile und ihre Gehirnwäsche bestätigt sehen. Sie wollen lesen was sie bereits glauben. Das fühlt sich gut an, gibt Sicherheit. Wenn ihre Unwissenheit herausgefordert wird, dann werden sie ärgerlich. Wie man als Schriftsteller erfolgreich wird: Such dir eine Gruppe aus und gibt ihnen was sie wollen. Es gibt immer einen Markt für romantische Märchen und Geschichten, die den Mythos eines Landes hochhalten. Im Internet sind jene Seiten erfolgreich, die die eine oder andere Ideologie bedienen, die eine oder andere Emotion, oder die eine oder andere Interessensgruppe. Die einzige Regel zum Erfolg: Die Wahrheit auf das zu beschränken, was jene Lesergruppe, die man bedient, glaubt.

 

Behaltet das im Hinterkopf, wenn ihr im September bald meinen vierteljährlichen Aufruf zur Unterstützung dieser Webseite bekommt. Es gibt nicht so viele davon. Diese Seite repräsentiert keine Interessensgruppe, keine Ideologie, keine Hassgruppe, keine ethnische Gruppe oder irgendeine andere außer der Wahrheit. Das soll nicht heißen, dass diese Seite gegen Fehler gefeit ist. Es soll nur heißen, dass ihr einziger Zweck die Wahrheit ist.

 

Karl Marx sagte, es gäbe nur Klassenwahrheiten. Heute haben wir eine breite Palette an Wahrheiten: Wahrheiten für Feministen, Wahrheiten für Schwarze, Moslems, Hispanier, Homosexuelle, Transgender, Wahrheiten für die außenpolitische Gemeinde, die dem Militär/Sicherheitskomplex dient, Wahrheiten für die Neokons, Wahrheiten für das Eine Prozent, das die Wirtschaft kontrolliert und die Ökonomen die ihm dienen, Wahrheiten für „Rechtsextreme“, was für ihre Gegner selbst schon ein Wahrheitsbegriff ist. Diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Die „Wahrheit“ dieser „Wahrheiten“ ist, dass sie eigennützig jener Gruppe dient, die sie ausspricht. Ihr tatsächlicher Bezug zur Wahrheit hat für jene, die diese „Wahrheiten“ unterstützen, keine Bedeutung.

 

Wehe man stimmt nicht mit der Wahrheit von jemandem oder einer Gruppe überein. Nicht einmal der berühmte Filmemacher Oliver Stone ist dagegen immun. Vor kurze äußerte Stone seine Frustration über den „False Flag-Krieg gegen Russland“.

http://russia-insider.com/en/politics/oliver-stone-im-angry-false-flag-war-against-russia/ri20590

 

Ohne Zweifel ist Stone frustriert über die Pöbeleien und Anschuldigungen völlig ignoranter TV-Sprecher als Antwort auf seine Dokumentation Putin, die aus vielen Interviewstunden im Verlauf zweier Jahre entstanden ist. Stone kam in die Schusslinie, weil er uns flüchtige Einblicke in die Wahrheit gab, anstatt Putin und Russland zu dämonisieren um damit die offizielle Story zu bestätigen.

 

Die Organisation Veteran Intelligence Professionals for Sanity hat einen Bericht veröffentlicht, der die falschen Anschuldigungen über Trump und russisches Hacking der US-Präsidentenwahl komplett zerstört (Anm.d.Ü.: das VIPS-Memo an Trump. Siehe: Juli-Archiv Nummer 13: https://www.theblogcat.de/archiv/juli-2017/). The Nation hat einen objektiven Artikel über den Bericht veröffentlicht und wurde von Autoren, Mitarbeitern und Lesern angegriffen, das Veröffentlichen solcher Informationen würde das Anliegen schwächen, das die liberal-progressive Linke zusammen mit dem Militär/Sicherheitskomplex gegen Trump inszeniert. Die Leserschaft des Magazins war der Meinung, das Magazin hätte keine Verpflichtung gegenüber der Wahrheit, sondern die Verpflichtung, Trump aus dem Amt zu schaffen. Angeblich denkt der Herausgeber darüber nach, den Artikel zurückzurufen.

 

Wir haben also den linkslastigen Oliver Stone und das linke Magazin The Nation, die unter Feuer stehen, weil sie Informationen verfügbar machen, die nicht zu der eigennützigen „Wahrheit“ passen, der die liberal-progressive Linke und ihr Verbündeter, der Militär/Sicherheitskomplex, anhängen.

 

Wenn ein Land eine Bevölkerung hat, in der es keine Wahrheiten außer den gruppenspezifischen Wahrheiten mehr gibt, dann ist dieses Land so gespalten, dass es mit ihm aus und vorbei ist. „Ein Haus das sich spaltet kann nicht stehen bleiben.“ Die weißen Anführer der liberal-progressiv linken, spalterischen Identitätspolitik haben keine Vorstellung davon, wo sich diese Bewegung, die sie glauben anzuführen, hinbewegt. Momentan konzentriert sich der Hass auf die „alt-right“, die zu „weißem Nationalismus“ wurde und jetzt zu „Rechtsextremismus“ wurde. Diese „Rechtsextremisten“ werden durch die Statuen von konföderierten Soldaten und Generälen versinnbildlicht. Im ganzen Süden versuchen durchgeknallte Schurken, vom Hass zerfressen, diese Statuen zu zerstören, wenn die örtlichen Regierungen sie nicht abmontieren. In New Orleans hat jemand mit Geld Schurken von außerhalb in Bussen herangekarrt, die Fahnen schwenkten, die offensichtlich von kommunistischen Fahnen abstammen, und damit gegen Ansässige vorgingen, die gegen das Verschwinden ihrer Geschichte im Orwellschen Erinnerungsloch demonstrierten.

 

Was wird passieren wenn alle Monumente verschwunden sind? Wohin wendet sich der Hass dann? Wenn man Nicht-Weißen erst einmal beigebracht hat die Weißen zu hassen, dann werden auch die sich selbst hassenden Weißen nicht mehr sicher sein. Wie sollen jene, denen man Hass beigebracht hat, einen guten Weißen von einem schlechten Weißen unterscheiden? Sie können es nicht und sie werden es nicht unterscheiden. Gemäß der Definition der Identitätspolitik sind Weiße, momentan weiße heterosexuelle Männer, die Schikaneure und alle anderen sind Opfer. Die Absurdität dieses Konzepts ist offensichtlich, dennoch wir das Konzept durch seine Absurdität nicht erschüttert. Weiße heterosexuelle Männer sind die einzigen ohne Quotenprivileg. Sie und nur sie kommen ganz nach hinten in den Bus, wenn es um Universitätszugang, Anstellung, Beförderung geht, und ausschließlich ihre Redefreiheit wird reguliert. Sie und nur sie können gefeuert werden, weil sie „geschlechterspezifische Begriffe“ und rassenspezifische Begriffe benutzen, weil sie unwissentlich irgendein Mitglied einer bevorzugten Gruppe beleidigt haben, mit einem Wort, das nicht länger zulässig ist. Sie können mit einem jeden Wort im Lexikon beschimpft werden, angefangen bei Rassist, Frauenfeind und Schlimmeres, und niemand wird für diese Beleidigung bestraft.

 

Vor kurzem hat mir ein Professor einer Wirtschaftsfakultät einer großen Universität erzählt, dass er in einer Diskussion über Marketing das Wort „Mädchen“ benutzte. Eine junge Frau (womyn) war beleidigt. Das Resultat war, dass er vom Dekan einen Anpfiff bekam. Ein anderer Professor erzählte mir, dass es an seiner Uni eine wachsende Liste verbotener Wörter gibt. Es war nicht klar ob diese Liste offiziell oder inoffiziell war, aber Professoren versuchen einfach, mit der Identitätspolitik Schritt zu halten und vermeiden Wörter, die zu ihrer Entlassung führen könnten. Sie sagen mir, die Macht liege nicht bei den weißen Männern, der wahren schikanierten Klasse.

 

Seit Jahren haben Kommentatoren die schrumpfende Arena der Meinungsfreiheit in den USA bemerkt. Jede Äußerung, die jemanden außer einem weißen Mann beleidigt, kann bestraft werden. Kürzlich hat John Whitehead, Anwalt für Verfassungsrecht und Vorsitzender des Rutherford Instituts, geschrieben, dass es jetzt gefährlich geworden ist, die Meinungsfreiheit auch nur zu verteidigen. Es genügt, sich auf den Ersten Verfassungszusatz zu berufen und man bekommt es mit Denunziation und Androhung von Gewalt zu tun. Ron Unz merkt an, dass eine jede Webseite, die als „kontrovers“ verteufelt wird, von Internetfirmen und PayPal zum Verschwinden gebracht werden kann. Sie beenden einfach die Meinungsfreiheit indem sie den Dienst einstellen.

 

Es muss schwierig sein, bestimmte Fächer zu unterrichten, etwa über den „Bürgerkrieg“. Wie könnte man die tatsächlichen Fakten beschreiben? Zum Beispiel drehte sich über Jahrzehnte vor dem Einmarsch der Union in die Konföderation der politische Nord/Süd-Konflikt um Zölle und nicht um Sklaverei.

 

Der Kampf darum, welche neuen Staaten aus früherem Indianergebiet „Sklavenstaaten“ oder „freie Staaten“ werden, war ein Kampf um eine Balance im Kongress zwischen Protektionisten (Norden) und Freihandel (Süden), damit der aufkeimende industrielle Norden kein Zollregime aufoktroyieren konnte. Zwei Tage vor Lincolns Antrittsrede wurde ein scharfes Zollgesetz beschlossen. Am selben Tag wurde vom Kongress das Corwin Amendment beschlossen, das die Aufrechterhaltung der Sklaverei in den USA in der Verfassung festschreiben sollte – um den Süden dazu zu bringen, die Zölle zu akzeptieren und in der Union zu bleiben oder zurückzukehren (einige Südstaaten hatten sich abgespalten, andere nicht). Das Amendment verbot der Bundesregierung, die Sklaverei abzuschaffen.

 

Zwei Tage später sagte Lincoln in seiner Antrittsrede, die sich an den Süden zu richten schien: „Ich habe nicht die Absicht, mich direkt oder indirekt in die Einrichtung der Sklaverei in jenen Staaten einzumischen wo sie existiert. Ich denke, dass ich kein Recht dazu habe, und ich neige auch nicht dazu.“

 

Lincoln hatte mit dem Süden keinen Streit wegen Sklaverei oder dem Fugitive Slave Act. Lincoln akzeptierte die Abspaltungen nicht und wollte immer noch die Zölle einstreichen, die jetzt Gesetz waren. Nach der Verfassung war Sklaverei Sache der einzelnen Staaten, aber die Verfassung gab der Bundesregierung das Recht, Zölle zu erheben. Lincoln sagte, es müsse wegen der Eintreibung der Zölle „kein Blutvergießen oder Gewalt geben“. Lincoln sagte, er würde die Macht der Regierung nur dazu benutzen um „Steuern und Abgaben einzutreiben“, und dass es „keine Invasion geben werde, keine Anwendung von Gewalt gegen oder mit Menschen irgendwo.“

 

Da haben wir Lincoln, den „Großen Befreier“, wie er dem Süden sagt, dass sie ihre Sklaverei behalten könnten, wenn sie ihre Steuern und Abgaben bezahlten. Wie viele schwarze Studenten und durch Identitätspolitik hirngewaschene Weiße werden dasitzen und so einer Geschichte zuhören und nicht lauthals gegen den rassistischen Professor protestieren, der Rechtsextremismus und Sklaverei verteidigt?

 

Was passiert also mit Geschichte, die nicht sagen darf was ist, sondern stattdessen so umgeschrieben wird, dass sie dem durch Identitätspolitik vorgefassten Glauben entspricht? Der sogenannte „Bürgerkrieg“ ist bei weitem nicht das einzige Beispiel.

 

In seinem Sezessionsdokument argumentierte South Carolina, dass der Verfassungsvertrag durch einige Nordstaaten gebrochen wurde, da sie sich nicht an Artikel IV der Verfassung hielten. Das stimmt. Es stimmt jedoch auch, dass die Südstaaten nicht die Absicht hatten, sich an Absatz 8 des Artikel I zu halten, der besagt, dass „der Kongress die Macht hat, Steuern, Abgaben, Zölle und Konzessionen zu beschließen und einzutreiben.“ Somit war auch der Süden durch das Verweigern von Zöllen nicht verfassungstreu.

 

Bevor Geschichte politisiert wurde haben Historiker verstanden, dass der Norden vorhatte, dem Süden die Kosten für die Entwicklung der Industrie und des Gewerbes zu übertragen. Der landwirtschaftliche Süden bevorzugte die billigeren Güter aus England. Der Süden kapierte, dass ein Zoll auf britische Waren die Importpreise in die Höhe treiben würde, über die Preise des Nordens. Und damit würde der Lebensstandard im Süden zugunsten steigender Lebensstandards im Norden gesenkt. Der Konflikt war rein wirtschaftlich und hatte überhaupt nichts mit Sklaverei zu tun, die es auch im Norden gab. Ja, einige Nordstaaten hatten „Aufenthaltsverbote“ und Anti-Einwanderungsvorschriften, die die Einwanderung von Schwarzen in die Nordstaaten verboten haben.

http://slavenorth.com/exclusion.htm

 

Wäre dem Norden die Befreiung der Sklaven wichtig gewesen und dem Süden die Vermeidung von Zöllen, dann könnte man sich mögliche Kompromisse vorstellen. Zum Beispiel hätte sich der Norden dazu verpflichten können, im Süden Fabriken zu errichten. Wäre der Süden industrialisiert worden, dann wären neue Zentren des Reichtums entstanden, unabhängig von den landwirtschaftlichen Plantagen für den Baumwollexport. Der Arbeitsmarkt hätte sich an die Wirtschaft angepasst und die Sklaverei hätte sich zu freier Arbeit entwickelt.

 

Leider gab es zu viele Hitzköpfe. Genauso wie heute.

 

In Amerika ist nichts als Hass zu sehen. Wohin man in Amerika auch sieht, man sieht nichts als Hass. Putin wird gehasst. Russland wird gehasst. Moslems werden gehasst. Venezuela wird gehasst. Assad wird gehasst. Der Iran wird gehasst. Julian Assange wird gehasst. Edward Snowden wird gehasst. Wei0e heterosexuelle Männer werden gehasst. Denkmäler der Konföderierten werden gehasst. Wer die Wahrheit ausspricht wird gehasst. „Verschwörungstheoretiker“ werden gehasst. Niemand entkommt dem Hass.

 

Hassgruppen haben Hochkonjunktur, besonders bei der liberal-progressiven Linken. Zum Beispiel hat RootsAction im US-Kapitol eine Statue von Robert E. Lee entdeckt und drängt alle guten Menschen dazu, dessen Entfernung zu fordern. Ob das Ausmaß an Ignoranz, das RootsAction zeigt, echt ist oder nur eine Kampagne zum Eintreiben von Spenden, das weiß ich nicht. Aber RootsAction verlässt sich eindeutig auf die Unwissenheit der Öffentlichkeit um die Antwort zu bekommen die sie wollen. Früher, als die USA eine gebildete Bevölkerung hatten, da hat jeder verstanden dass es eine große Anstrengung gab, um den Norden und den Süden zu versöhnen, und diese Versöhnung entsteht nicht durch die Art des Hass-Schürens, wie sie RootsAction und die meisten der Aktionsgruppen und Webseiten der liberal-progressiven Linken befallen hat.

 

Heute ist unser Land weitaus gespaltener als 1860. Identitätspolitik hat die Amerikaner gelehrt, sich gegenseitig zu hassen, aber die zionistischen Neokonservativen versichern uns trotzdem, wir seien „die unersetzliche, außergewöhnlich Nation“. Wir, ein vollkommen gespaltenes Volk, haben angeblich das Recht die Welt zu regieren und jedes Land in die Steinzeit zu bomben, das nicht unserem Willen folgt.

 

Dafür wiederum hasst die Welt Amerika. Washington hat über andere Länder zu viele Lügen erzählt und diese Lügen dazu benutzt, sie zu zerstören. Irak, Libyen, Afghanistan, Somalia und große Teile Syriens und Pakistans liegen in Trümmern. Aber Washington will noch mehr Zerstörung, gegenwärtig liegt Venezuela im Fadenkreuz.

 

Vor elf Jahren hat Venezuelas Präsident Hugo Chavez vielen aus der Seele gesprochen, als er bei seiner UN-Rede sagte: „Gestern stand auf eben diesem Podium der Satan höchstpersönlich (Bush) und redete als würde ihm die Welt gehören; man kann immer noch den Schwefel riechen.“

 

Es fällt schwer, die Schlussfolgerung zu vermeiden, dass Amerika eine Quelle des Hasses ist, sowohl zuhause als auch im Ausland.


6.

 

http://thesaker.is/manipulated-minorities-represent-a-major-danger-for-democratic-states/

 

Manipulierte Minderheiten stellen für demokratische Staaten eine große Gefahr dar

 

vom Saker, 25.08.2017                Diese Analyse wurde für Unz Review geschrieben

 

Zunächst ein Warnhinweis, oder sollte ich sagen eine Klarstellung: Wenn ich wie im Folgenden von Minderheiten spreche, so tu ich das als eine Person, die einer langen Liste von Minderheiten angehört. Ich wurde in einer Familie russischer Flüchtlinge geboren. Schon das macht mich zu einem Teil einer Minderheit (einer ziemlich kleinen). Dann lebte ich die längste Zeit im französischen Teil der Schweiz, das macht mich schon wieder zu einem Teil einer Minderheit. Dann bin ich ein orthodoxer Christ. Auch das ist eine Minderheit innerhalb der sogenannten „christlichen“ Welt (in Wahrheit ist es natürlich eine post-christliche Welt). Darüber hinaus bin ich ein traditionalistisch orthodoxer Christ, eine kleine Minderheit in der viel größeren „orthodoxen Welt“. Und darin bin ich wiederum ein Russe in einer mehrheitlich Griechischen Kirche. Ich habe auch fünf Jahre in Washington D.C. gelebt, das zu etwa 70% schwarz war, und damals gegenüber Weißen oftmals offen rüde war (zuvor hatte ich mich noch nie als eine Hautfarbe gesehen, aber in den fünf Jahren habe ich mich ganz bestimmt so gesehen). Und jetzt bin ich ein „Legal Alien“ der in den USA lebt. Wie auch immer, obwohl ich anscheinend „weiß“ bin (was für eine idiotische Kategorie!), so bin ich deshalb kaum ein typischer WASP (Anm.d.Ü.: die „Weißen Angelsächsischen Protestanten“). Daher bin ich daran gewohnt „zu einer Minderheit“ zu gehören (und ich möchte hinzufügen, das gefällt mir). Ich dachte nur, das könnte eine nützliche Klarstellung sein, bevor ich mich auf das folgende Gedankenverbrechen einlasse.

 

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Frage: Warum unterstützt die US-Außenpolitik immer verschiedene Minderheiten? Geschieht das aus Freundlichkeit? Oder ein Gespür von Fairness? Könnte es das tiefsitzende Schuldbewusstsein sein, den einzigen „Großvölkermord“ in der Menschheitsgeschichte begangen zu haben (den Völkermord an allen ethnischen Gruppen eines gesamten Kontinents)? Oder das tiefe Schuldgefühl wegen der Sklaverei? Sind diese wunderbaren Worte in der Unabhängigkeitserklärung „Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen worden sind“, wirklich eine Inspiration für die US-Außenpolitik?

 

Kaum.

 

Ich behaupte dass die echte Wahrheit ganz anders ist. Meine These ist ganz einfach: Der Grund, warum die USA immer ausländische Minderheiten unterstützen um Staaten zu stürzen und warum sie im Inland Minderheiten benutzen um die Mehrheitsbevölkerung der USA zu unterdrücken, ist der: Minderheiten sind sehr leicht zu manipulieren und Minderheiten stellen für die wahren Herrscher des AngloZionistischen Imperiums keine Gefahr dar. Mehr ist da nicht.

 

Ich denke dass Minderheiten oft, aber nicht immer, Dinge anders wahrnehmen und anders handeln als Mehrheitsgruppen. Hier was ich beobachtet habe:

 

Sehen wir uns zunächst die Minderheiten innerhalb der USA an:

 

  1. Sie sind sich ihres Minderheiten/Identitätsstatus normalerweise wesentlich mehr bewusst als die Mehrheit. Soll heißen: Falls die Mehrheit der Hautfarbe A angehört und die Minderheit der Hautfarbe B, so ist sich die Minderheit weitaus deutlicher ihrer Hautfarbe bewusst.

  2. Sie sind typischerweise weitaus engagierter und aktiver als die Mehrheit. Das gründet wahrscheinlich auf ihrer deutlicheren Wahrnehmung als Minderheit.

  3. Sie kümmern sich nur über Politik zu einem Thema, dieses eine Thema ist natürlich ihr Minderheitenstatus.

  4. Da Minderheiten oft mit ihrem Minderheitenstatus unzufrieden sind, sind sie auch oft gegenüber der Mehrheit missgünstig.

  5. Da Minderheiten zumeist mit den Fragen zu ihrem Minderheitenstatus beschäftigt sind, achten sie selten auf das „größere Bild“, und das bedeutet wiederum, dass die politische Agenda der Minderheiten normalerweise nicht die Mächtigen bedroht.

  6. Minderheiten haben oft einen tief sitzenden Minderwertigkeitskomplex gegenüber der erfolgreicheren Mehrheit (so glauben sie).

  7. Minderheiten suchen auch oft die Identifikation mit anderen Minderheiten, mit denen sie sich gegen die Mehrheit verbünden können.

 

Zu dieser Aufzählung von Merkmalen möchte ich ein einzigartiges Merkmal für ausländische Minderheiten hinzufügen, für Minderheiten außerhalb der USA: Da sie keine oder ganz wenig Aussichten haben, sich gegen die Mehrheit durchzusetzen, sind diese ganz stark dazu bereit, sich mit dem AngloZionistischen Imperium zu verbünden. Und das macht sie wiederum vom AngloZionistischen Imperium abhängig, oft sogar mit ihrem physischen Überleben.

 

Das oben sind natürlich nur sehr allgemeine Charakterisierungen. Nicht alle Minderheiten zeigen all diese Merkmale und viele zeigen nur einige wenige. Aber unabhängig davon, wie sehr jede einzelne Minderheit in diese Liste aus Merkmalen passt: es wird offensichtlich, dass Minderheiten ganz ganz leicht zu manipulieren sind und dass sie für das Imperium keine glaubwürdige (full spectrum) Gefahr darstellen.

 

Die Demokratische Partei der USA ist das perfekte Beispiel für eine Partei, die sich stark auf die Manipulation der Minderheiten verlässt um ihre Macht zu maximieren. Während die Republikanische Partei im Großen und Ganzen die Partei der Weißen, Angelsachsen, christlichen und wohlhabenden Wähler ist, kümmern sich die Demokraten um Schwarze, Frauen, Linke, Homosexuelle, Einwanderer, Pensionäre und all jene, die das Gefühl haben, sie würden nicht ihren gerechten Anteil am sprichwörtlichen Kuchen bekommen. Man muss es nicht erwähnen, aber in Wahrheit gibt es in den USA nur eine Partei, man kann es die Unipartei nennen, die Rebublikraten oder Demolikaner, aber in Wahrheit stehen beide Flügel der Partei des Großen Geldes für exakt dasselbe. (Anm.d.Ü.: warum nur fallen mir da CDU und SPD ein?) Ich sehe mir hier nicht die vermeintlich echten Unterschiede an, sondern die Art und Weise wie sich die Parteien selbst präsentieren. Es sind die gemeinsamen Handlungen dieser beiden im Grunde identischen Parteien, die den Status Quo in der US-Politik garantieren, den ich als „mehr vom Selben, nur schlimmer“ zusammenfassen möchte.

 

Ich möchte einen wichtigen Nebensatz zu meiner These anfügen, dass Minderheiten engagierter sind als die Mehrheit. Wenn wir davon ausgehen, dass Minderheiten in der Regel viel engagierter sind als der Großteil der Bevölkerung, dann sehen wir auch sofort, warum ihr Einfluss auf die Gesellschaft oft in keinem Verhältnis zu ihrem numerischen demografischen „Gewicht“ steht. Es hat nichts damit zu tun, dass diese Minderheiten intelligenter oder kreativer wären. Es hat damit zu tun, dass sie viel mehr Zeit und Aufwand als die meisten Menschen betreiben, ihre Ziele zu verfolgen.

 

Wir haben es also mit leicht zu manipulierenden, kleinen Gruppen zu tun, deren Pläne das Eine Prozent (in Wahrheit viel weniger) nicht bedrohen, und die sich gerne mit anderen ähnlichen Minderheitengruppen gegen die Mehrheit verbünden. Bekommt ihr schon Angst? Es kommt noch schlimmer.

 

Die westlichen „Demokratien“ sind zumeist nur dem Namen nach Demokratien. In den meisten von ihnen sehen wir statt „ein Mensch, eine Stimme“ das „ein Dollar, eine Stimme“. Soll heißen, das große Geld entscheidet, nicht „das Volk“. Die wirklich Mächtigen besitzen immense finanzielle Ressourcen, die sie zynisch einsetzen um die bereits völlig unverhältnismäßige Macht der verschiedenen Minderheiten zu verstärken. Also das ist richtig gruselig:

 

Leicht zu manipulierende kleine Gruppen, hoch motiviert, deren Agenda die herrschende Plutokratie nicht gefährden, die sich gern mit anderen ähnlichen Minderheiten gegen die Mehrheit verbünden und deren Einfluss durch immense Geldsummen der Plutokraten enorm gesteigert wird. Ist das keine Gefahr für die Macht des Volkes, für die Ideale der Demokratie?!

 

Die beängstigende Wahrheit ist, dass die Kombination aus Minderheiten und großem Geld leicht ein vermeintlich demokratisches Land kapern und die Mehrheit der Bevölkerung einer „Herrschaft der Wenigen über die Vielen“ unterwerfen kann.

 

Wenn wir erst einmal dieser Realität ins Auge schauen, dann sollten wir auch eine sehr selten erwähnte Tatsache erkennen: Während man uns beibringt, dass echte Demokratien danach streben sollten, die Rechte der Minderheiten hochzuhalten, so ist das Gegenteil richtig: Echte Demokratien sollten danach streben, die Mehrheiten vor dem Machtmissbrauch durch Minderheiten zu schützen!

 

Ich weiß, ich habe gerade eine lange Liste von schrecklichen Gedankenverbrechen begangen!

 

Jenen, die jetzt auf mich zornig sind, will ich mit nur einem Satz antworten: Nennt mir bitte ein westliches Land, in dem die Ansichten der Mehrheit ihrer Bevölkerung wirklich durch die Politik ihrer Regierungen vertreten werden? Und wenn ihr mit keinem guten Beispiel kommen könnt, dann muss ich euch die Frage stellen: Wenn nicht die Mehrheit an der Macht ist, wer dann?

 

Ich behaupte, dass die plutokratischen Eliten (Anm.d.Ü.: ja, der menschliche Abschaum), die den Westen regieren, uns mit einem sehr einfachen Trick hereingelegt haben: Sie haben es geschafft, unsere Aufmerksamkeit auf die vielen Fälle in der Geschichte zu lenken, wo Minderheiten von Mehrheiten unterdrückt wurden. Aber sie blenden komplett die zahlreichen Fälle aus, wo Minderheiten Mehrheiten unterdrückt haben.

 

Wenn wir schon von Unterdrückung reden: Minderheiten profitieren viel leichter als die Mehrheit und wenden Gewalt an, schon allein weil ihre Weltsicht sich oft um tiefsitzende Verbitterung dreht. Anders gesagt, Minderheiten sind viel anfälliger dafür, für die Fehler (ob echte oder eingebildete) der Vergangenheit Revanche zu nehmen als die Mehrheit, die normalerweise gar nicht in der Kategorie Minderheit gegen Mehrheit denkt.

 

Nicht dass Mehrheiten immer gütig und nett gegenüber Minderheiten wären, überhaupt nicht, die Menschen sind überall ziemlich gleich, aber durch die Tatsache, dass sie weniger motiviert sind, weniger hasserfüllt und ich würde auch sagen, sich weniger über ihren „Mehrheitsstatus“ bewusst sind, dass sie eher weniger leicht in solchen Kategorien handeln.

 

Ausländische Minderheiten spielen in der US-Außenpolitik eine sehr wichtige Rolle. Seit Menschengedenken waren sich Herrscher über die Regel „Teile und herrsche“ im Klaren, das ist nichts Neues. Aber die USA wurden zum unangefochtenen Spitzenreiter in der Kunst, nationale Minderheiten zu benutzen um Zwietracht zu säen und unfolgsame Regime zu stürzen. Der AngloZionistische Krieg gegen die serbische Nation ist ein perfektes Beispiel dafür wie man es macht: Die USA haben jede Minderheit gegen die Serben benutzt, sogar solche Gruppen, die die USA als Terroristen einstuften, solange es gegen die Serben ging. Und außer dass sie orthodoxe Slawen und traditionelle Verbündete Russlands waren, was haben die Serben wirklich „verbrochen“? Natürlich dass sie in der Mehrheit waren! Die Serben brauchten die AngloZionisten nicht, um sich gegen die verschiedenen ethnischen (kroatisch) und religiösen (moslemisch) Minderheiten durchzusetzen, mit denen sie zusammenlebten. Das machte die Serben für das Imperium nutzlos. Aber jetzt wo die USA die Fiktion eines unabhängigen Kosovo erschaffen haben und die Kosovo-Albaner in Prishtina eine Statue für Bill Clinton errichtet haben, und noch wichtiger, dem Imperium erlaubt haben, mitten in ihrem miesen kleinen Staat die Mega-Basis Camp Bondsteel zu errichten, direkt auf dem Land der serbischen Bevölkerung, die während des Kosovo-Kriegs ethnischer Verbreibung ausgesetzt war. US-Demokratieaufbau wirklich vom Feinsten...

 

 

Das Gleiche gilt für Russland (und die Sowjetunion), wo die USA so weit gingen und für nicht-existente „Nationen in Geiselhaft“ das Recht auf Selbstbestimmung einforderten, etwa „Idel-Ural“ und Cossackia“. Ich möchte sogar behaupten, dass das Imperium mehrere Nationen aus dem Nichts geschaffen hat (Was um alles in der Welt ist ein „Weißrusse“?!).

 

Mir ist vollkommen bewusst, dass eine jede Diskussion über Minderheiten, die sich auf ihr negatives Potential konzentriert, beim typischen westlichen Fernsehzuschauer sofort Bilder von Hammer und Sichel, rauchenden Kaminen von Krematorien, Sträflingskolonnen, Lynchmobs usw. hervorruft. Das ist grundlegende und einfache Konditionierung. Sorgfältig inszenierte Ereignisse wie die jüngsten Unruhen in Charlottesville verstärken diese Art der Massenkonditionierung nur weiter. Das geschieht absichtlich und ich möchte hinzufügen sehr erfolgreich. In der Folge löst jede Kritik, selbst vermeintliche Kritik, an einer Minderheit sofort wütenden Protest und aufgeregtes Tugendgehabe aus (ich doch nicht! schaut wie gut ich bin!!)

 

Der sorgfältige Einsatz von Minderheiten ist natürlich nur eine der Taktiken, die die herrschende Plutokratie anwendet. Ein weiterer Trick ist die Schaffung von Konflikten aus dem Nichts oder die Sichtbarkeit eines insgesamt kleinen Themas lächerlich aufzublasen (Beispiel: Schwulenehe). Die Grundregel bleibt aber immer die selbe: Spannungen erzeugen, Konflikte, Chaos, das Untergraben der bestehenden Ordnung (egal wie diese Ordnung aussehen mag), im Grunde sollen sich die Sklaven gegenseitig bekämpfen, während wir herrschen.

 

In der Schweiz wird zur Beschreibung des „Volkes“ oft der Begriff „Souverän“ benutzt. Das ist eine sehr treffende Beschreibung des Status des Volkes in einer echten Demokratie: sie sind „souverän“ in dem Sinn, dass niemand über sie herrscht. In dem Sinn ist es in den USA eine Frage der Souveränität: heute sind in den USA der wahre Souverän die Konzerne, der Tiefe Staat, die Neokons, die Plutokratie, die Finanziers, die Israel-Lobby – wer auch immer, halt NUR das Volk nicht.

 

In diesem System der Unterdrückung spielen Minderheiten eine wichtige Rolle, auch wenn sie sich dessen überhaupt nicht bewusst sind und auch wenn sie letzten Endes nicht davon profitieren. Ihr Bewusstsein oder ihr Mangel an Errungenschaften schmälert in keinster Weise die Rolle, die sie in den westlichen Pseudo-Demokratien spielen.

 

Wie gehen wir mit dieser Gefahr um?

 

Ich denke dass die Lösung innerhalb der Minderheiten selbst liegt: man muss sie über die Techniken aufklären, die zu ihrer Manipulation verwendet werden, und man muss sie davon überzeugen, dass ihr Minderheitenstatus sie in Wahrheit nicht zu Feinden der Mehrheit macht, und dass sowohl die Mehrheit als auch die Minderheiten ein gemeinsames Interesse daran haben, gegen jene zusammenzustehen, die über sie alle herrschen wollen. Ich will gerne meinem Ruf als „Putin Fanboy“ nachkommen und sage, dass ich glaube, dass Russland unter Putin genau das Richtige tut, indem man den zahlreichen russischen Minderheiten in der Zukunft des russischen Staats eine Teilhabe bietet und indem man die Minderheiten davon überzeugt, dass ihre Interessen und die Interessen der Mehrheit der Menschen im Grunde die selben sind: einer Minderheit anzugehören bedeutet nicht, dass man in Opposition zur Mehrheit stehen muss. Es ist eine Binsenweisheit, dass Minderheiten voll in das Geflecht einer Gesellschaft integriert sein sollen, dennoch wird das in der realen Welt selten praktiziert. Das ist etwas, was ich heute in Europa und den USA sicher nicht sehe.

 

Der französische Autor Alain Soral hat etwas vorgeschlagen, was ich für ein brillantes Motto für den Umgang mit der Situation in Frankreich halte. Er nannte seine Bewegung „Gleichheit und Versöhnung“ und derzeit ist es in Frankreich die einzige politische Bewegung, die nicht eine Gruppe auf Kosten anderer bevorzugt. Alle anderen wollen entweder die „französischstämmigen Franzosen“ (die eingeborene, zumeist weiße und römisch-katholische Mehrheit) zugunsten der „Francais de branche“ (Einwanderer, naturalisierte Bürger, Minderheiten) unterdrücken, oder die „Francais de branche“ zugunsten der „französischstammigen Franzosen“ unterdrücken. Versteht sich von selbst, dass die einzigen, die von dieser Auseinandersetzung profitieren, die herrschende zionistische Elite ist (am besten repräsentiert durch die berüchtigte CRIF, die im Vergleich zu ihr die US-AIPAC vergleichsweise ehrenhaft und schwach erscheinen lässt). Soral wird von den offiziellen französischen Medien daher genauso verteufelt wie Trump in den USA von den US-Ziomedien verteufelt wird.

 

Dennoch sind Gleichheit und Versöhnung die beiden Dinge, die die Mehrheiten den Minderheiten anbieten müssen, wenn sie verhindern wollen, dass Letztere den Manipulationstechniken jener Kräfte zum Opfer fallen, die alle in gehorsame und ahnungslose Sklaven verwandeln wollen. Jene Mehrheiten, die sich etwas vormachen und glauben, sie könnten das „Minderheitenproblem“ einfach dadurch lösen, indem man diese Minderheiten wegschafft oder sonstwie verschwinden lässt, sie täuschen sich nur selbst. Das „Minderheitenproblem“ „einfach“ dadurch zu lösen, dass man diese Minderheiten niederschlägt, treibt sie unweigerlich direkt in die warmen Arme der großen Manipulatoren, das macht diese Minderheiten zu einer mächtigen Waffe gegen die Mehrheit. Das ist die große Gefahr der Bewegungen wie Alt-Right oder dem Front National in Frankreich – ihre Aktionen dienen nur dazu, Minderheiten in „Waffen“ zu verwandeln. Denkt daran, das soll nicht heißen, dass die Sorgen und Beschwerden dieser Bewegungen ohne jeden Grund wären, überhaupt nicht. Es sind ihre (Pseudo)-“Lösungen“, die eine echte Gefahr darstellen.

 

Es gibt nur einen effektiven Weg um das explosive Potential der Minderheiten zu entschärfen:

 

  1. Erzieht die Minderheiten und erklärt ihnen, dass sie manipuliert werden

  2. Erzieht jene, die sich Anti-Minderheiten-Bewegungen anschließen, dass auch sie manipuliert werden

  3. Bietet den Minderheiten eine Zukunft an, die auf Gleichheit und Versöhnung basiert

  4. Richtet das Scheinwerferlicht auf jene, die die Flammen des Konflikts anfachen und versuchen, die Minderheiten und die Mehrheiten gegeneinander aufzuhetzen

 

Letzten Endes ist eine eine Frage der Identität. Während wir alle mehrere nebeneinander existierende Identitäten besitzen (etwa deutsch, pensioniert, mit Abitur, weiblich, buddhistisch, Vegetarier, im Exil und wohnhaft in Brasilien - im Gegensatz zu nur „weiß“), wird bei manipulierten Minderheiten eine dieser Identitäten (Hautfarbe, Religion, etc.) aufgeblasen und übertrifft alles andere. Durch die Wiederherstellung einer gesunden Identitätsbalance innerhalb der verschiedenen Minderheiten und durch die Förderung jener Identitäten, die die meisten Einwohner gemein haben, kann eine Gesellschaft dem giftigen Wirken jener entgegenwirken, die nach Konflikt, Chaos und Unordnung streben. Fürwahr, sie sind unser einziger echter Feind und sie sollten so behandelt werden.

      


7.

 

http://www.paulcraigroberts.org/2017/08/25/conspiracy-theory/

 

Verschwörungstheorie

 

von Paul Craig Roberts, 25.08.2017

 

 

In den Vereinigten Staaten wird der Name „Verschwörungstheorie“ jenen Erklärungen angeheftet, die von denen abweichen, die der herrschenden Oligarchie dienen, oder dem Establishment oder wie man auch sonst jene nennt, die die Agenda und die Erklärungen festlegen und kontrollieren, die die Agenda unterstützen.

 

Die Erklärungen, die uns die herrschende Klasse auferlegt, sind selbst Verschwörungstheorien. Mehr noch, es sind Verschwörungstheorien, die die wahren Verschwörungen verstecken, mit denen unsere Herrscher operieren.

 

Zum Beispiel ist die offizielle Erklärung von 9/11 eine Verschwörungstheorie. Einige Moslems, hauptsächlich Saudi-Araber, haben einer Supermacht die größte Erniedrigung zugefügt seit David den Goliath erschlug. Sie haben alle 17 US-Geheimdienste überlistet und jene der NATO und von Israel, den Nationalen Sicherheitsrat, die Transportsicherheitsbehörde, die Flugsicherung und Dick Cheney. Sie haben an einem Morgen vier Flugzeuge entführt, drei Wolkenkratzer des World Trade Centers zum Einsturz gebracht, jenen Teil des Pentagons zerstört, in dem Nachforschungen über die verschwundenen $2,3 Billionen liefen, und sie haben die Idioten in Washington dazu gebracht, Afghanistan die Schuld zu geben anstatt Saudi Arabien.

 

Eindeutig, die Saudi-Araber, die Amerika erniedrigt haben, waren in eine Verschwörung verstrickt.

 

Ist das eine glaubwürdige Verschwörung?

 

Die Fähigkeit von ein paar jungen Moslems, eine solche Leistung abzuliefern, ist unglaubwürdig. Ein so komplettes Versagen des nationalen US-Sicherheitsstaats bedeutet, dass Amerika während der Jahrzehnte im Kalten Krieg mit der Sowjetunion nackt verwundbar war. Es es tatsächlich ein so komplettes Versagen des nationalen Sicherheitsapparats gegeben, dann hätten das Weiße Haus und der Kongress nach einer Untersuchung geschrien. Menschen wären in der langen Kette der Sicherheitspannen, die einen solchen Anschlag möglich machten, zur Verantwortung gezogen worden. Stattdessen wurde nicht einer auch nur getadelt, und das Weiße Haus stemmte sich ein Jahr lang gegen eine Untersuchung. Schließlich, um die 9/11-Familien zum Schweigen zu bringen, stellte man eine 9/11-Kommission zusammen. Die Kommission hat brav die Story der Regierung abgeschrieben und das war dann die „Untersuchung“.

 

Darüber hinaus gibt es keinen Beweis, der die offizielle Verschwörungstheorie zu 9/11 unterstützt. Im Gegenteil – alle bekannten Beweise widersprechen der offiziellen Verschwörungstheorie.

 

Zum Beispiel ist es eine bewiesene Tatsache, dass das Gebäude 7 in freiem Fall einstürzte, was bedeutet, dass es für eine Sprengung verdrahtet worden war. Warum wurde es für eine Sprengung verdrahtet? Es gibt keine offizielle Antwort auf diese Frage.

 

Es sind die bekannten Beweise der Wissenschaftler, Architekten, Ingenieure, Piloten und Ersthelfer, die in den Zwillingstürmen waren und am eigenen Leib die zahlreichen Explosionen erlebt haben, die die Türme zum Einsturz brachten. Diese Beweise werden als Verschwörungstheorie bezeichnet.

 

Die CIA hat den Begriff „Verschwörungstheorie“ in die öffentliche Diskussion eingeführt, als Teil ihres Aktionsplans, die Skeptiker des Berichts der Warren-Kommission zur Ermordung von Präsident John F. Kennedy in Verruf zu bringen. Jede andere Erklärung als die vorgegebene, die in Widerspruch zu allen bekannten Beweisen steht, wurde als Verschwörungstheorie abgekanzelt.

 

Verschwörungstheorien sind das Rückgrat der US-Außenpolitik. Zum Beispiel war das Regime von George W. Bush aktiv nei einer Verschwörung gegen den Irak und Saddam Hussein. Das Bush-Regime erschuf gefälschte Beweise über irakische „Massenvernichtungswaffen“, hat die falsche Story einer leichtgläubigen Welt verkauft und dazu benutzt, den Irak zu zerstören und seinen Führer zu ermorden. Auf ähnliche Weise wurde Gaddafi Opfer einer Verschwörung von Obama/HIllary zur Zerstörung Libyens und der Ermordung Gaddafis. Assad von Syrien und dem Iran stand die selbe Behandlung bevor, bis die Russen sich eingemischt haben.

 

Momentan beschäftigt sich Washington mit Verschwörungen gegen Russland, China und Venezuela. Mit der Bekanntgabe einer nicht existierenden „iranischen Bedrohung“ hat Washington an Russlands Grenzen Raketen stationiert und die „nordkoreanische Bedrohung“ zur Raketenstationierung an Chinas Grenze. Der demokratisch gewählte Führer Venezuelas wird von Washington als Diktator bezeichnet und Venezuela unterliegt Sanktionen. Das soll der kleinen spanischen Elite helfen (mit der Washington traditionell südamerikanische Länder regiert), einen Umsturz durchzuziehen und wieder eine US-Kontrolle über Venezuela herzustellen.

 

Jeder ist eine Bedrohung: Venezuela, Jemen, Syrien, Iran, Irak, Afghanistan, Stämme in Pakistan, Libyen, Russland, China, Nordkorea, nur Washington niemals. Die größte Verschwörungstheorie ist heute, dass Amerikaner von ausländischen Bedrohungen umzingelt ist. Nicht einmal vor Venezuela sind wir sicher.

 

Die New York Times, die Washington Post, CNN, NPR und alle anderen Presstituierten sind schnell bei der Hand, alle Erklärungen als Verschwörungstheorien zu entzaubern, die von der Erzählweise der regierenden Interessen (und denen sie dienen) abweichen.

 

Während ich hier schreibe (und das schon seit 9 Monaten mache) befördern jedoch die presstituierten Medien die Verschwörungstheorie, Donald Trump sei in eine Verschwörung mit dem Präsidenten Russlands und russischen Geheimdiensten verwickelt, um die US-Präsidentenwahl zu hacken und Trump, eine russischen Agenten, im Weißen Haus zu platzieren.

 

Für diese Verschwörungstheorie gibt es nicht einen Beweis. Sie braucht keinen Beweis, denn sie dient den Interessen des Militär/Sicherheitskomplexes, der Demokratischen Partei, den Neokonservativen. Und sie erlaubt den Presstituierten, ihre überschwängliche Hingab zu demonstrieren. Durch ständige Wiederholung wird eine Lüge zur Wahrheit.

 

Es gibt eine Verschwörung, und die richtet sich gegen die Menschen Amerikas. Ihre Arbeitsplätze wurden ins Ausland verlagert, damit die Reichen reicher werden. Man hat sie in Schulden getrieben, der vergebliche Versuch, ihren Lebensstandard zu halten. Ihre Bemühungen, sich gegen den Abschwung zu stemmen, indem sie einen Präsidenten wählten, der für sie sprach, diese Bemühungen werden vor ihren Augen durch eine vollkommen korrupte Medienlandschaft und die regierende Klasse unterminiert.

 

Früher oder später wird es ihnen dämmern, dass ihnen nur eine gewalttätige Revolte bleibt. Aber bis sie zu dieser Erkenntnis kommen, ist es wahrscheinlich schon zu spät.

 

Für die Leichtgläubigen und die Naiven, die wegen einer Hirnwäsche glauben, dass jede Erklärung, die von der offiziell abgesegneten abweicht, eine Verschwörungstheorie ist: Es gibt online eine ganze Liste von Regierungsverschwörungen, die darin erfolgreich waren, die Menschen so zu täuschen, dass die Regierung Pläne umsetzen konnte, die die Menschen sonst ablehnen würden.

 

Wenn es auf der Welt noch Freiheit gibt, dann wird das nicht in der westlichen Welt sein. Es wird sie in Russland und China geben, Länder, die das Gegenteil kennengelernt haben und den Preis der Freiheit kennen. Und es wird sie in den südamerikanischen Ländern geben, die für ihre Souveränität und gegen amerikanische Unterdrückung kämpfen, etwa Venezuela, Ecuador und Bolivien.

 

In der Tat (und Historiker, die sich nicht um ihre Karriere scheren, schreiben es bereits): Die wichtigste Lehre aus der Geschichte ist, dass Regierungen ihre Völker belügen.

 

Die Regierungen sind eine Verschwörung gegen das Volk, überall im Westen.

      


8.

 

http://www.gilad.co.uk/writings/2017/8/19/from-richard-spencer-to-otto-weininger

 

 Von Richard Spencer bis Otto Weininger

 

 

 Video: Richard Spencer vergleicht weißen Nationalismus mit Zionismus

 

Richard Spencer: „Man könnte sagen, dass ich ein 'weißer' Zionist bin“

 

(Haaretz): Der weiße Nationalist Richard Spencer wurde vom israelischen Sender Channel 2 news interviewt und hat den Zionismus mit weißem Nationalismus verglichen

 

Richard Spencer: „Sie als ein israelischer Bürger, jemand der seine Identität versteht, der ein Gefühl für nationale Identität und Volk hat und für die Geschichte und die Erfahrung des jüdischen Volks – sie sollten jemanden wie mich respektieren“

 

(Haaretz): Der Moderator sah überraschend sprachlos aus

 

Richard Spencer: "Ich sorge mich um mein Volk, ich will dass wir eine sichere Heimat haben, die für uns und unseresgleichen da ist. Genauso wie ihr in Israel eine sichere Heimat wollt."

 

(Haaretz): Den sozialen Medien hat dieses Interview nicht so gut gefallen (bei 0:50):

Tweet von @dor_zach: Mir gefällt dieses Interview mit Richard Spencer besser

 

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von Gilad Atzmon, 19.08.2017

 

Richard Spencer hat recht (Video oben), es gibt keinen grundlegenden Unterschied zwischen der Hautfarben-orientierten Alt Right und dem jüdischen Staat – ein Staat, der von dem wahnhaften Konzept einer „jüdischen Rasse“ geleitet wird. Schlimmer noch, es gibt auch keinen echten Unterschied zwischen Spencers weiß-zentrierter Sicht und dem judäischen Zentrismus jüdischer „Anti“-Zionisten. Jüdische Anti-Zionisten wie die JVP (Anm.d.Ü.: Jewish Voice for Peace) beanspruchen wie die Zionisten rassisch orientierte politische Identitäten. Weder Spencer noch Mustafa aus Gaza können Vorstandsmitglied bei JVP werden, vor allem weil sie rassisch nicht qualifiziert sind.

 

 Das lässt die Frage offen, was die Grundlage für die jüdisch orchestrierten Angriffe auf Spencer und seine Ansichten sind, wenn Richard Spencer und jüdische ID-Politik beide den biologisch orientierten Fraktionen anhängen? Wenn der jüdische politische Diskurs von Haus aus so außergewöhnlich ist, warum sind dann jüdische politische Institutionen so schnell in der Verurteilung, wenn andere Menschen ihre eigene Kultur feiern?

 

Eine mögliche Antwort lieferte der großartige Otto Weininger, der im frühen 20. Jahrhundert schlussfolgerte, dass „wir im anderen nur hassen, was man nimmer sein will, und doch immer zum Teile noch ist.“ Jene Juden, die Spencer und weißen Nationalismus so heftig kritisieren, tun das vermutlich, weil es ihre eigene rassische Überlegenheit ist, mit der sie nicht umgehen können. Wenn JVP und ADL tapfer genug wären, über ihren eigenen exklusiven Exzeptionalismus nachzudenken, dann könnten sie die geeigneten intellektuellen und politischen Mittel finden um mit weißem Nationalismus umzugehen.

 

Wenn wir Weiningers wichtige Einsicht verinnerlicht haben, dann könnten wir dazu bereit sein, das Ausmaß der Gewalt zu kapieren, wie wir sie letzte Woche in Virginia gesehen haben. Sowohl die Soros-finanzierten Gruppen (Antifa, Black Lives Matter, LGBTIAP-Gruppen usw.) als auch die weißen Nationalisten sind identitäre Gruppen, deren Mitglieder sich über ihre Biologie identifizieren: Hautfarbe, Geschlecht, sexuelle Orientierung. Kann gut sein, dass sie gegenseitig an sich das hassen, was sie an sich selber hassen. Dass Ergebnis ist bösartige und abstoßende Gewalt von spektakulären Ausmaßen.

 

Und doch ist es wichtig zu erwähnen, dass sich die linke identitäre Politik immer am Rande des biologischen Determinismus bewegt (etwas, das zu einer eindeutigen kognitiven Dissonanz führen kann), aber eine Reihe weißer nationalistischer Intellektueller definieren die „Blässe“ eher mit kulturellen, geistlichen und metaphysischen Begriffen als mit Biologie. Sie beziehen sich auf das europäische Erbe aus Wissenschaft, Philosophie, Literatur, Musik und so weiter. Sie sagen oft: wenn Juden ihr Erbe feiern können, dann sollten wir auch in der Lage sein, das zu feiern was uns teuer ist; von Vor-Sokratisch bis Heidegger, Palestrina und Wagner, von Homer bis Celine usw.

 

Für mich ist echte Diversität ein offener Austausch, eine Gedankenschlacht. Sie beinhaltet die Fähigkeit, mit dem in Frieden zu leben, was außerhalb meines Verständnisses liegt.Ich habe mein Leben dem Studium schwarzer und arabischer Musik gewidmet: Kunstformen, die zu Anfang für meine Ohren und meine Kultur fremd waren. Für mich zählen schwarze Leben, schwarze Kultur ist mein Brotverdienst, aber weiße und arabische Kultur sind mindestens genauso wichtig. Es war „Strawinsky trifft auf Afrika“, das John Coltranes Giant Steps ans Licht brachte. Es ist der Gedanke an Coltranes rebellischen Sound, der mich dazu inspiriert hat, meine Musik zu palästinieren, im Namen der Freiheit, der Moral und der Gerechtigkeit.

 

Was wir in Virginia gesehen haben war das widerliche Gesicht einer postmodernen „Diversität“, die sich in eine rohe und mörderische Intoleranz verwandelt. Es war das wahre Gesicht der neuen linken Dystopie mit dem Namen „Tyrannei der Korrektheit“. Ein Stich ins Herz des westlichen Ethos. Wir, die Menschen, werden gezwungen, bedeutungslose, sektiererische Schlachten zu schlagen, anstatt uns auf Frieden und Harmonie zu konzentrieren. Wir haben vergessen, dass es die Liebe zu unserem Nachbarn und das Anbieten der anderen Wange ist, wo der Westen zu der Einsicht gelangte, sich als ein Abenteuer mit Bedeutung zu sehen. Lasst uns NEIN sagen zu ID-Politik in allen Formen. Lasst uns wieder nach dem Elementaren suchen – das was uns alle zu Menschen macht. Lieben wir bei anderen das, was wir auch in uns selbst lieben.


9.

 

http://www.zerohedge.com/news/2017-08-24/netanyahu-putin-iran-must-leave-syria-or-we-will-act

 

Netanjahu zu Putin: Der Iran muss Syrien verlassen oder „wir werden handeln“

 

von Tyler Durden, 24.08.2017 Zerohedge

 

 

Für Netanjahu und andere israelische Offizielle war nie der schwarz gekleidete Todeskult das Hauptproblem, der sich bei der Enthauptung von Amerikanern und beim Verbrennen von Menschen gefilmt hat. „Soll das sunnitische Übel doch siegen,“ sagen sie.

 

Israel droht mit einer militärischen Eskalation in Syrien gegen die vermeintlichen iranischen Interessen. Diese Woche hat Netanjahu erklärt: „Wir werden wenn nötig entsprechend unserer roten Linien handeln.“ Er deutet damit an, dass er an seiner Grenze lieber ISIS in Syrien sieht als mit dem Iran verbündete Kämpfer. Und das zu einem Zeitpunkt da ISIS zerbröselt und zu einer Zeit, da die meisten Weltführer jener Nationen, die den von außen angestachelten Stellvertreterkrieg in Syrien betrieben haben, ihre Rhetorik über das zukünftige Schicksal der Assad-Regierung gemäßigt haben.

 

Nach dem jahrelangen Getrommel mit kriegerischen Stellungnahmen aus dem Westen und wiederholtem Gerede von „Assad muss gehen“, „roten Linien“ und Jahren regelmäßiger, gescheiterter Vorhersagen über „einen bevorstehenden Fall des Regimes“, so scheint es nun eine allgemeine Akzeptanz zu geben, dass die syrische Regierung in dem sechs Jahre dauernden Konflikt als Sieger hervorgeht. Nicht nur hat Trump diesen Sommer die Beendigung des Regimewechsel-Programms der CIA gegen Assad angeordnet, sondern es scheint so, dass sogar Golfstaaten – die seit jüngstem selbst in ihren eigenen politischen Bürgerkrieg der GCC verstrickt sind und öffentlich ihre Schmutzwäsche waschen – dazu gezwungen sind, ihre Rhetorik zu mäßigen. Auch die Türkei hat widerwillig ihre Prioritäten in Syrien verändert, nachdem ihre wohlbekannten und dokumentierten Machenschaften für einen Regimewechsel – dazu gehörte der Transfer von Zehntausenden ausländischer Dschihadisten (der Großteil davon schloss sich ISIS an) über ihre südliche Grenze – größtenteils nach hinten losgingen. Auch internationale Medien, die im Allgemeinen die unbestreitbaren geopolitischen Realitäten wiedergeben, haben ganz offen getitelt: „Und der Sieger heißt: Assad“ und „Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass Assad in Syrien gewinnen wird“ und Wie Assad in Syrien siegt“.

 

Aber es scheint als hätte Benjamin Netanjahu die Botschaft nicht erhalten. Am Mittwoch sagte der israelische Ministerpräsident dem russischen Präsidenten Putin, dass Israel keine iranische Präsenz in Syrien dulden würde und brachte seine Bereitschaft zum Ausdruck, in Syrien in den Krieg zu ziehen um den iranischen Einfluss einzuschränken. „Der Iran macht bereits Fortschritte zur Kontrolle des Iraks, des Jemen und hat in großem Ausmaß praktisch die Kontrolle über den Libanon,“ sagte Netanjahu zu Putin und fügte hinzu: „Wir dürfen keine Minute vergessen, dass der Iran jeden Tag mit der Vernichtung Israels droht. Israel ist gegen die fortgesetzte Verwurzelung des Irans in Syrien. Wir werden uns mit Sicherheit mit allen Mitteln gegen diese und andere Gefahren verteidigen.“

 

Die zwei Führer trafen sich für drei Stunden in dem Schwarzmeer-Resort Sotschi – ihr sechstes Treffen seit September 2015. Putin antwortete öffentlich nicht auf die provozierenden Worte über Syrien, als sich beide den Fragen von Reportern stellten. Netanjahu erzählte später israelischen Reportern, die über das Treffen berichteten:

 

Schiiten in den sunnitischen Einflussbereich zu bringen, das wird mit Sicherheit viele ernsthafte Folgen haben. Sowohl was Flüchtlinge anbelangt und neue Terrorattacken. Wir wollen einen Krieg verhindern und daher ist es besser, frühzeitig die Alarmglocken zu schlagen um eine Verschlechterung aufzuhalten.

 

Netanjahus Hinweis auf die „sunnitische Sphäre“ kam nach seiner Zusammenfassung der Gespräche hinter verschlossenen Türen, als es um „Irans Versuche“ ging, „in Syrien dort Fuß zu fassen, wo ISIS besiegt wurde und verschwindet.“ Netanjahus Bemerkungen spiegeln eine äußerst verstörende Sicht wieder, die in israelischen Verteidigungskreisen so verbreitet ist, dass man es als Establishment betrachten kann: dass ISIS dem Iran und Assad unbedingt vorzuziehen ist. Soll heißen, dass aus Sicht des israelischen Premiers eine fortgesetzte Gegenwart von ISIS in Syrien und dem Irak eine gangbare Option ist und womöglich besser ist als ein pro-iranischer oder gar russischer Einfluss. Natürlich ist dieses „ISIS ist das geringere Übel“ nichts Neues. In Israel gibt es beispielsweise anerkannte Denkpanzer, die Verbindungen zu großen öffentlichen Universitäten haben, die offen dazu aufrufen, dass ISIS in Syrien gedeihen soll.

 

Das Begin-Sadat Center for Strategic Studies beispielsweise, einer von Israels international sichtbarsten und einflussreichsten Denkpanzern (und auf dem Campus der zweitgrößten Universität Israels beheimatet), hat im letzten Jahr ein Politik-Papier veröffentlicht, in dem Israels seine westlichen Partner direkt mit einer unmissverständlichen Botschaft anspricht, die im Titel des Papiers enthalten ist: „Die Zerstörung des Islamischen Staates ist ein strategischer Fehler“. Der Autor und Direktor des Begin-Sadat Centers, Efraim Inbar, argumentiert gegen eine westliche Militärkampagne zur Zerstörung von ISIS und stellt sich die Gruppe als ein wirksames Werkzeug zur Verbreitung von Terror und Chaos im Iran und in Syrien vor. Zusätzlich habe es den Vorteil, dass Russland mit der Verteidigung der Assad-Regierung beschäftigt ist. Inbar hat das ganz deutlich formuliert:

 

Die fortdauernde Existenz des IS (Islamischer Staat) dient einem strategischen Zweck. Die amerikanische Regierung scheint nicht in der Lage zu sein, die Tatsache zu erkennen, dass der IS ein nützliches Werkzeug zur Untergrabung der ambitionierten Pläne des Irans für eine Dominanz im Nahen Osten sein kann.

 

Zwar erkennt man die vollkommen völkermordende Brutalität des Islamischen Staats an, aber das Papier kommt zu dem Schluss:

 

Der Widerwille des Westens für die Brutalität und Sittenlosigkeit des IS sollte nicht die strategische Klarheit überschatten.

 

 

Ein Politik-Papier eines einflussreichen israelischen Denkpanzers mit Kontakten zur NATO argumentiert, dass ISIS ein „nützliches Werkzeug“ für Israels strategische Verteidigung ist.

 

Verschiedene gegenwärtige und ehemalige israelische Verteidigungsbeamte haben diesen Standpunkt über die Jahre wiederholt, darunter der ehemalige israelische Botschafter in den USA Michael Oren, der 2014 das Publikum beim Aspen Ideas Festival in Colorado überraschte, als er zu Kommentaren bezüglich ISIS sagte, dass „die Sunnis im Gegensatz zu den Schiiten das kleinere Übel sind“. Desgleichen war für Netanjahu und andere israelische Offizielle nie der schwarz gekleidete Todeskult das Hauptproblem, der sich bei der Enthauptung von Amerikanern und beim Verbrennen von Menschen gefilmt hat, sondern die Möglichkeit, mit den Worten Henry Kissingers, „ein schiitischer und pro-iranischer Territorialgürtel von Teheran bis Beirut“ (Anm.d.Ü.: der berühmte „Shia Crescent“, oder „schiitischer Halbmond“) und die Einrichtung eines „radikalen, iranischen Imperiums“.

 

 Der ehemalige israelische Botschafter Michael Oren: „Lasst das sunnitische Übel siegen.“

 

Natürlich geht so eine Ansicht auch davon aus, dass es keine syrische und irakische Souveränität gibt (sie wird stattdessen nur als eine bloße Erweiterung des Irans und Russlands gesehen), auch wenn beide Länder jetzt bessere Voraussetzungen für eine einsatzfähige Souveränität haben, jetzt nachdem Syrien Aleppo befreit hat und der Irak Mosul zurückerobert hat. Und vielleicht kommen daher heute die zunehmend ungezügelten Worte aus Israel, dem Golf und D.C: die Party für den erhofften Regimewechsel in Syrien ist vorbei. Daher vielleicht dieses noch krassere und offene Gerede, in denen diese Annahmen zum Ausdruck kommen, während Nabelschau-Strategen ihre Argumente neu sortieren und gleichzeitig immer noch auf den ultimativen Neokon-Preis schielen: Regimewechsel im Iran.

 

Zwar wird es in internationalen Berichten selten erwähnt, aber Israel ist seit mindestens 2012 in offene Kriegshandlungen mit Syrien engagiert und 2013 hat es einen massiven Raketenangriff auf eine syrische Anlage für Verteidigungstechnologie in Jamraya außerhalb von Damaskus verübt. 2016 ging Israel so weit und bombardierte den Internationalen Flughafen von Damaskus, wobei ein bekannter Kommandeur der Hisbollah getötet wurde. Ein bedeutendes Zugeständnis kam letzte Woche, als der Chef der israelischen Luftwaffe zugab, dass über die letzten fünf Jahre die IDF fast 100 Angriffe auf Konvois innerhalb Syriens verübt hat. Anfang dieses Sommers wurde Netanjahu mit einem offenen Mikrofon erwischt, als er darüber prahlte, dass Israel mindestens „ein Dutzend Mal“ syrische Ziele angegriffen habe. Und da haben wir noch gar nicht von der heimlichen Unterstützung Israels für AlQaeda-verwandte Gruppen im Süden Syriens gesprochen, die nach Berichten Waffentransfers und die Behandlung verwundeter Dschihadisten in israelischen Krankenhäusern beinhaltet. Letzteres wurde mit Fototerminen sogar mit Netanjahu selbst weit verbreitet. Wie der ehemalige geschäftsführende Direktor der CIA, Michael Morell, einmal direkt der israelischen Öffentlichkeit erzählte, dass Israels „gefährliches Spiel“ in Syrien darin besteht, dass es sich im Kampf gegen den schiitischen Iran mit AlQaeda ins Bett legt.

 

Der größte Rückschlag für Israels Pläne zum Zurückdrängen der iranischen Präsenz in Syrien kam im Sommer diesen Jahres, als Trump mit Russland einer „De-Eskalationszone“ im Südwesten Syriens zustimmte, was notwendigerweise eine iranische Kooperation beinhaltet. Das Abkommen bezeichnet ausdrücklich die iranischen Truppenpräsenz als legitim und es wurde damals berichtet, dass es „Israels Position fast vollständig ignoriert.“ Aber Analysten stimmen allgemein darüber ein, dass das US-russische Abkommen relativ erfolgreich war und ein Schritt in die richtige Richtung. Selbst ein Reuters-Bericht über das Treffen Natanjahu-Putin diese Woche scheint die Wirksamkeit des Deals anzuerkennen:

 

Russland hat bisher mit Israel Geduld bewiesen und hat einen militärischen Draht eingerichtet, der verhindern soll, dass Kampfflugzeuge oder Luftabwehreinheiten versehentlich über Syrien aneinandergeraten.

 

Aber wenn man bedenkt, dass Israel so heftig in die Absetzung Assads investiert hat und gleichzeitig regelmäßig und ungestraft die Hisbollah angreift, da ist es unwahrscheinlich, dass sie sich bald aus Syrien zurückziehen, selbst während enge westliche Verbündete öffentlich einen anderen Ton anschlagen. Netanjahus kühne Worte an Putin über eine „präventive“ Eskalation in Syrien, um das zu zerstören, was israelische Verteidigungsbeamte gewöhnlich als „iranische Landbrücke“ (oder den sogenannten „schiitischen Halbmond“) bezeichnen, könnten in Wahrheit leeres diplomatisches Gehabe sein. Dennoch zeigt es die zunehmende israelische Verzweiflung, da anscheinend selbst der Westen Netanjahus wiederholt erklärte „rote Linien“ ignoriert.

 

Wie auch immer, Natanjahu bleibt für die Regimewechsel-Lobby in Syrien die größte Hoffnung. Bereits weniger als 24 Stunden nach Netanjahus Russlandbesuch fordern Neokon-Kolumnisten ihn auf, einseitig „Maßnahmen zu ergreifen“.

 

Wenn er wirklich von Anderen, insbesondere von Putin erwartet, dass er es dieses Mal ernst meint, dann muss er von Worten zu Taten wechseln, wenn Israel eindeutig nicht erlauben kann und sollte, dass der Iran den Süden Syriens in einen weiteren Libanon verwandelt.

 

Mit dem Rückzug von ISIS, zurückkehrenden Flüchtlingen in ihre Heimat, einer beginnenden Stabilität in weiten Teilen Syriens und erfolgreichen De-Eskalationszonen über Teile des Landes scheint es so, dass Netanjahu (zusammen mit Terrorbanden wie ISIS) der letzte Unglückliche in der Region ist. Syrien aber macht auf seinem gegenwärtigen hoffnungsvollen Pfad zur Erholung weiter.


10.

 

http://thesaker.is/isis-always-always-claims-responsibility/

 

ISIS – immer wieder übernehmen sie die Verantwortung

 

von Peter Koenig, 22.08.2017

 

 

Jedes Mal wenn eine Terrorangriff Europa oder die Welt trifft, dann muss man nur ein paar Stunden warten und die Polizei oder die Medien melden, dass ISIS/ISIL/Daesh die Verantwortung übernommen hat. Um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen sagen sie für gewöhnlich, dass das von der ISIS Nachrichtenagentur Amaq bestätigt wurde. Sobald diese winzige Information herausgegeben wurde, holt die empörte Öffentlichkeit tief Luft und lehnt sich zurück. Es waren mal wieder die üblichen Verdächtigen. Sie waren es, nicht wir. Uns geht’s gut. Wir können wider weitermachen.

 

Allein in Europa ist das seit Mai 2014 mehr als 40 mal passiert – so viele von „Moslems verübte Terrorangriffe“ sind in Westeuropa passiert; von Paris bis Nizza, Brüssel, London, Berlin, Würzburg, Kopenhagen, Zvornik (Bosnien/Herzegowina), Moskau, Istanbul und viele andere.

https://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_terrorism_in_Europe_(2014%E2%80%93present)

 

Und fast immer wurden ausnahmslos die vermeintlichen Täter getötet, obwohl die meisten nicht bewaffnet waren und von der Polizei festgenommen, befragt und verurteilt hätten werden können. Tote reden nicht. Das ist angenehmer.

 

Der jüngste Terror Amoklauf in Barcelona auf der Rambla ist nicht anders. Er ist ein Paradebeispiel und ein typischer Fall für Verwirrung. Es gab mehrere Hauptverdächtige und Tote. Viele Namen wurden genannt – und natürlich wurde ein Pass gefunden, der auf eine spanische Enklave in Marokko hindeutet. Der Inhaber des Passes wandte sich sofort an die Polizei und sagte, der Pass sei ihm gestohlen worden, mit einem soliden Alibi. Aber dann hat passenderweise sein 17-jähriger Bruder den Pass gestohlen und in dem weißen Transporter zurückgelassen, dann ist er zu Fuß geflohen, verletzt durch eine Explosion am Tag zuvor, in einer Unterkunft 230 km südlich von Barcelona – war er das wirklich? – und mehrere Stunden nach dem Angriff auf die Rambla wurde er von der Polizei in Cambrils geschnappt, 120 km südlich von Barcelona, wo er wieder Fußgänger überfahren wollte – und zusammen mit fünf anderen Terroristen erschossen wurde, die sich alle in einen Audi quetschten. Da fragt man sich: so viele Terroristen in einem Auto? – oder war er überhaupt einer der Getöteten?

http://www.globalresearch.ca/barcelona-the-hypocrisy-of-sorrow/5604767

 

Mittlerweile sind die Menschen echt total verwirrt. Keiner kennt sich mehr in dem Chaos aus. Besser man überlässt es den Behörden. Die wissen am besten wie man mit der Situation umgeht. Machen wir weiter wie vorher – bis zum nächsten Terrorangriff – Allahu Akbar – sehr wahrscheinlich an einem Schauplatz in deiner Nähe, irgendwo in diesem alten, absichtlich und zunehmend militarisierten Polizeistaat namens Europa.

 

Was ist mit dem echten und unschuldigen Inhaber des Passes passiert? – Weiß es jemand? Oder sollen wir zehn „offizielle“ Quellen befragen und zehn verschiedene Antworten bekommen?

 

Wie kommt es, dass die Spezialpolizei in ganz Europa die gleiche Philosophie anwendet – Töten um zum Schweigen zu bringen? Gibt es nicht einen moralischen Polizeikodex – Schießen nur zur Selbstverteidigung? Die meisten Fälle waren keine Selbstverteidigung, da die „Terroristen“ sichtbar nicht bewaffnet waren. Haben die geheimen und speziellen Polizeikräfte Europas ein gemeinsames, konzentriertes Training erhalten: keine muslimisch-terroristischen Überlebenden! (Anm.d.Ü.: bekommen europäische Polizeikräfte nicht auch schon Ausbildung in Israel?)

 

Warum nicht? – Das würde auch erklären, warum niemals jemand die ISIS-Behauptung zu Mord und Chaos in Frage stellt. Warum sollte ISIS/ISIL/Daesh jene schädigen, die sie finanzieren, ausbilden, bewaffnen und ernähren? – Das ist nicht einmal mehr ein Geheimnis. Hillary hat das bereits vor Jahren gesagt. Wir haben sie erschaffen, jetzt müssen wir uns damit auseinandersetzen. Frühere CIA-Beamte gaben zu, dass sie sie angeworben, finanziert, ausgebildet und bewaffnet haben – später wurde das ISIL/Daesh-Territorium mit zusätzlicher Finanzierung durch die Saudis, anderer Golfstaaten und die Türkei erweitert – und natürlich mit all den heiligen westlichen Alliierten. – Also warum sollte ISIS die Kuh töten, deren Milch sie trinkt? Seltsam, nicht wahr?

 

(„Wer steckt hinter den Angriffen in Barcelona und Cambrils? Können wir den offiziellen Berichten glauben? Update“)

http://www.globalresearch.ca/who-is-behind-the-barcelona-and-cabril-attacks-can-we-believe-the-official-reports/5604719

 

Vielleicht ist das, was das Auge sieht, gar nicht die Realität. Könnte es sein, dass ISIS/ISIL/Daesh aus reiner Dankbarkeit gegenüber ihren wohltätigen Sponsoren zugestimmt haben, jedes Mal die Verantwortung zu übernehmen, wenn ein westlich inszenierter Terrorangriff irgendwo in Europa oder im Rest der Welt passiert? Man kann es nicht ausschließen, oder? Das ist nicht mal Erpressung. Schließlich ist es nicht undenkbar, dass man den Großen Brüdern hilft, NATO, Frankreich, Deutschland, UK, US of A und viele andere kleinere Sponsoren, aber trotzdem Sponsoren, die einem am Leben erhalten. – Stimmt's? – Das Ganze geschieht mit stillschweigender Duldung und massiver Unterstützung europäischer Geheimdienste, angeführt von den üblichen Schurken CIA, MI6 und Mossad.

 

Ist es daher zu weit hergeholt um zu folgern, dass europäische Regierungen vollständig bei der Anstachelung und der Ausführung dieser Terrorangriffe „unter falscher Flagge“ mitmachen? Und das Leben von hunderten Zivilisten opfern, nur damit sie ihr Ziel, die totale Militarisierung des Kontinents, erreichen? Dass sie als treue Vasallen dem Muster ihrer transatlantischen Partner folgen – mit dem Ziel der Full Spectrum Dominance – eine Weltvorherrschaft, eine Neue Weltordnung unter einer One-World Ordnung, regiert von Washington und dessen Deep Dark Akteuren? – Barcelona, Paris und Berlin sind nur kleine Steinchen in dem Groß-Mosaik mit der Weltherrschaft. Und die Menschen, die Mütter, Väter, Frauen, Ehemänner und die Kinder, die getötet werden – sie sind nur ein untergeordneter Kollateralschaden. Aber es sind ja nur Sklaven – was sind sie wert?

 

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Peter König ist ein Wirtschafts- und politischer Analyst. Er ist auch ein ehemaliger Mitarbeiter der Weltbank und beschäftigt sich rund um die Welt intensiv mit Umwelt- und Wasserfragen. Er hält Vorträge an Universitäten in den USA, Europa und Südamerika. Er schreibt regelmäßig für Global Research, ICH, RT, Sputnik, PressTV, The 4th Media (china), TeleSur, The Vineyard of the Saker Blog und andere Internetseiten. Er ist Autor von „Implosion – An Economic Thriller about War, Environmental Destruction and Corporate Greed“ – ein Roman, er auf Fakten basiert und 30 Jahren Erfahrung bei der Weltbank rund um den Globus. Er ist ebenso Autor von „The World Order and Revolution – Essays from the Resistance“

  


11.

http://www.paulcraigroberts.org/2017/08/21/trump-american-history-assassinated/

 

Trump und die Geschichte Amerikas sind ermordet worden

 

von Paul Craig Roberts, 21.08.2017

 

 

Als Trump gewählt war, da habe ich geschrieben, dass es unwahrscheinlich sei, dass er die drei Ziele, für die er gewählt wurde, umsetzen könne – Frieden mit Russland, die Rückkehr der ins Ausland verlagerten Arbeitsplätze und wirksame Grenzen für eine nicht-weiße Einwanderung – denn diese Ziele beißen sich mit den Interessen jener, die mächtiger sind als der Präsident.

 

Ich schrieb, dass sich Trump in Washington nicht auskennt und er es nicht schaffen würde, eine Regierung zu ernennen, die seine Ziele unterstützen wird. Ich schrieb, dass Trump ermordet werden würde, falls ihn die herrschende Oligarchie nicht unter Kontrolle bringen kann.

 

Trump wurde unter Kontrolle gebracht, indem man ihn statt mit einer Kugel mit Worten ermordet hat. Nach dem Abschied von Steve Bannon ist jetzt niemand mehr in Trumps Regierung, der ihn unterstützt. Er ist von russophoben Generälen und Zionisten umgeben.

 

Aber das reicht den liberal-progressiven Linken nicht. Sie wollen Trump abgesetzt sehen und aus dem Amt gejagt.

 

Marjorie Cohn, die ich immer für ihre Verteidigung der Bürgerrechte bewundert habe, hat mich enttäuscht. Sie schrieb in Truthout, das leider immer mehr zu einem PropagandaOut verkommt, dass der Kongress ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump beschließen müsse, wegen dessen Machtmissbrauch und bevor er einen neuen Bürgerkrieg und/oder einen Nuklearkrieg anzettelt.

 

Für eine normalerweise intelligente Person ist das eine außergewöhnliche Schlussfolgerung. Welche Macht hat Trump? Wie kann er seine nicht vorhandene Macht missbrauchen? Das herrschende Establishment hat ihm die Eier abgeschnitten. Er ist neutralisiert. Machtlos. Er wurde von der Oligarchie in seiner eigenen Regierung vollständig isoliert.

 

Noch erstaunlicher ist, dass Marjorie Cohn zusammen mit 100% der liberal-progressiven Linken gegenüber der Tatsache blind sind, dass sie dem Militär/Sicherheitskomplex dabei geholfen haben, den einzigen Führer zu zerstören, der für Frieden anstatt für einen Konflikt mit der anderen nuklearen Supermacht war. Cohn hat sich so in ihren Hass auf Trump verrannt, dass sie glaubt es sei Trump, der mit der Normalisierung der Beziehungen zu Russland einen Nuklearkrieg heraufbeschwört.

 

Die amerikanische liberal-progressive Linke kann eindeutig keinen vernünftigen Gedanken mehr fassen. Es regiert der Hass. Ihr Wortschatz besteht nur noch aus Hass.

 

Die amerikanische liberal-progressive Linke ist der Idiotie verfallen. Sie denken, sie würden den „weißen Nationalismus“ im Weißen Haus bekämpfen, und Trump sei ein Champion oder ein Symbol für „weißen Nationalismus“ und dass es keinen Sieg geben würde, bis nicht Trump und alle Symbole des „weißen Nationalismus“ zerstört sind.

 

Sie haben keine Ahnung. Ajamu Baraka erklärt es ihnen auf CounterPunch. Er schreibt, dass der Rechtsextremismus (White Supremacy) in den kulturellen und den Erziehungsinstitutionen des Westens verankert ist. Liberale und linke Weiße sind ebenfalls Rechtsextremisten, sagt Baraka. Und Trump und die „alt-right“ seien nichts anderes als eine künstliche, nützliche Plattform, auf der die rechtsextreme amerikanische liberal-progressive Linke ihre Selbstgerechtigkeit zur Schau stellen kann. Ajamu Barakas Schlussfolgerung ist, „dass für ein Weiterleben der Welt das 525 Jahre alte kolonialistisch/kapitalistische Patriarchat aus rechtsextremen Pan-Europäern sterben muss.“ Aus dieser Äußerung ist unschwer zu erkennen, dass Völkermord die Lösung für die weiße Pest der Menschheit ist. Wen wundert's, dass sich die „alt-right“ Sorgen um die anti-weiße Propaganda der Identitätspolitik macht.

 

Nichtweiße Einwanderung wird die Überreste der europäischen Zivilisation erledigen. Alle gegenwärtigen Demographien deutet darauf hin, dass das gesamte Europa und Nordamerika von einer nicht-weißen Mehrheit besetzt sein wird, früher als man denkt.

 

Das Problem sind nicht die Einwanderer an sich, sondern dass ihnen die liberal-progressiven Linken beibringen, die Weißen zu hassen . Die Zerstörung der Statuen wird nicht bei Robert E. Lee aufhören. Thomas Jefferson und George Washington sind die nächsten. Sie besaßen Sklaven, hingegen wurden die Sklaven der Lee-Familie drei Jahre vor Lincolns Überfall auf den Süden freigelassen. Auch die Denkmäler von Washington, Jefferson und Lincoln werden zerstört werden müssen, denn auch sie sind Monumente des Rassismus. In der Tat sind gemäß der Identitätspolitik der liberal-progressiven Linken die Unabhängigkeitserklärung und die US-Verfassung rechtsextreme Dokumente, geschrieben von Rassisten. Das verdoppelt die Anklage gegen Jefferson und fügt alle Gründerväter der Anklage hinzu. Sie alle haben Schuld an der Institutionalisierung des Rechtsextremismus in Amerika.

 

Der nicht informierte, sorglose Durchschnittsamerikaner hält das für einen Witz. Aber nein.

Es ist die Rechtgläubigkeit der weißen, amerikanischen, intellektuellen Klasse. Sie wird auf allen Universitäten gelehrt.

 

In Atlanta reden sie davon, die in Stone Mountain in Stein gehauenen Köpfe von Generälen aus dem Süden zu entfernen. Mount Rushmore in Süd-Dakota ist als nächstes dran. Dort sind die Köpfe von Washington, Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln in den Felsen gehauen. Alles Rassisten, und Roosevelt war obendrein ein Kolonialist und Imperialist. Lincoln war der schlimmste Rassist von allen.

 

Der Ökonom/Historiker Thomas DiLorenzo erinnert uns daran, dass „Lincoln bis in seine letzten Tage damit beschäftigt war, die Deportation aller Schwarzen in Amerika zu organisieren, einschließlich der bald befreiten Sklaven.“

 

Die folgenden Äußerungen finden sich alle in Abe Lincolns Collected Works:

 

Ich sagte, dass die Rassentrennung der einzig perfekte Schutz vor einer Verschmelzung (der weißen und schwarzen Rasse) ist … Eine solche Trennung … muss mit Kolonisation angegangen werden (die Rücksendung nach Liberia oder Zentralamerika).“

(Collected Works of Abrham Lincoln vol II, p. 409)

 

 „Wir sollten zu dem Schluss kommen, dass es das moralisch Richtige ist und … im Sinne unserer Interessen ist, die Afrikaner in ihre heimatlichen Gefilde zu transferieren.“

(Collected Works, vol II, p. 409)

 

Ich bin nicht und war nie für das Aufgreifen von sozialer oder politischer Gleichheit der weißen und der schwarzen Rasse. Ich bin nicht und war nie dafür, aus Negern Wähler oder Richter zu machen, auch nicht für andere Ämter zu qualifizieren und auch nicht für eine Heirat mit weißen Menschen.“

(Collected Works, vol III, pp. 145-146)

 

Wie konnte Lincoln angesichts seiner eignen Worte zu dem Helden werden, der die Schwarzen aus der Sklaverei befreit hat? Die Emancipation Proclamation (zur Abschaffung der Sklaverei) hat nicht einen einzigen Sklaven befreit, wie Lincolns Außenminister geklagt hat. Es war eine Kriegsmaßnahme, die nur für Sklaven im Rechtsgebiet der Konföderierten galt, in der Hoffnung auf eine Sklavenrebellion, die die Soldaten der Südstaaten von der Front abziehen sollte, um ihre Frauen und Kinder zu schützen. 1861, das Jahr in dem der Norden in den Süden einmarschierte, sagte Präsident Lincoln: „Ich habe nicht die Absicht, direkt oder indirekt, mich in die Institution der Sklaverei in den Staaten einzumischen wo sie existiert. Ich glaube, dass ich dazu nicht berechtigt bin, und ich ziehe es auch nicht in Erwägung.“ (Erste Ansprache zur Amtsübernahme) Während des Kriegs schrieb Lincoln 1862 an Horace Greeley: „Wenn ich die Union ohne eine Sklavenbefreiung retten könnte, dann würde ich es tun.“

 

Lincoln wurde in den unverdienten Rang eines Befreiers der Schwarzen erhoben. Und zwar durch die historischen Lügen der weißen liberal-progressiven Linken, die den Süden hassen. Sie sind so von ihrem Hass zerfressen, dass sie nicht verstehen, dass der Hass, den sie lehren, auch sie selbst auffressen wird. Sie sollten Jean Raspails Buch The Good Camp of the Saints lesen. Menschen, denen man rassistischen Hass gelehrt hat, unterscheiden nicht zwischen guten und schlechten Mitgliedern jener Menschen, die man zu hassen gelernt hat. Alle sind gleich schuldig. Wie mir ein Mensch aus der Dritten Welt schrieb: „Alle Weißen sind schuldig“, sogar jene wie ich, die sich gegen die Gräueltaten des Westens gegen die dunkelhäutigeren Menschen aussprechen.

 

Die amerikanische liberal-progressive Linke hat sich lange mit der Dämonisierung weißer Menschen beschäftigt, so wie die Nazis die Juden dämonisiert und die Kommunisten die Kapitalisten dämonisiert haben. Man möchte meinen, dass die liberal-progressiven Linken sich dessen bewusst wären, was mit den Juden und mit den russischen, chinesischen und osteuropäischen Kapitalisten und der bourgeoisen Mittelschicht passierte. Warum glaubt die liberal-progressive Linke, dass sie den Konsequenzen ihrer Hasspredigerei entkommen könnte?

 

Charlottesville hat uns nichts anderes gezeigt als dass der Hass, der in der liberal-progressiven Linken zum Ausdruck kommt, den Hass selbst der weißen Nationalisten übersteigt. Wenn es um Hass geht, dann werden die Rechtsextremen von der liberal-progressiven Linken übertroffen.

 

Hass ist das Markenzeichen der amerikanischen liberal-progressiven Linken, und Hass endet immer in Gewalt.

 

Die herrschenden Wirtschaftsinteressen des Nordens hatten kein Interesse daran, einem Krieg zur Sklavenbefreiung Mittel zu gewähren. Sie wollten dass die Union bestehen bleibt, damit es keine Konkurrenz um die Ländereien westlich des Mississippi gibt. Und dass es einen Agrarsektor gibt, in dem der Norden seine produzierten Güter absetzen konnte, geschützt durch Zölle gegen billigere britische Waren.

 

Auch die Arbeiterschaft im Norden wollte keine befreiten Sklaven. Die große Anzahl irischer Einwanderer, die von der britischen Aushungerungspolitik aus Irland vertrieben wurden, nannten den Krieg Lincolns „eine Krieg der Reichen und eine Kampf der Armen“. Was befreite Sklaven für die Arbeiterschaft im Norden bedeutete: ein größeres Angebot an Arbeitskräften und niedrigere Löhne. Als 1863 die Republikaner den Entwurf annahmen, da randalierten in Detroit und New York die Iren. Die Randalierer ließen ihren Zorn und ihre Frustration an nördlichen Schwarzen aus, viele davon wurden gelyncht. Ich weiß nicht, ob im Norden während des Kriegs mehr Schwarze gelyncht wurden oder im Süden während des Wiederaufbaus. Sollte es irgendwelche Denkmäler für Iren geben, dann müssen auch diese rassistischen Statuen eingerissen werden. Vielleicht ist sogar die Freiheitsstatue rassistisch.

 

Und dabei haben wir noch gar nicht über die Indianer gesprochen. In seiner schmerzvollen Geschichte „The Long Death: The Last Days of the Plains Indians“ beschreibt Ralph K. Andrist den Völkermord an den Prärie-Indianern durch Lincolns Kriegsgeneräle William Tecumseh Sherman, Phillip Sheridan, Grenvile Dodge und andere erste Kriegsverbrecher der modernen Geschichte, die es viel leichter fanden, Krieg gegen die Frauen und Kinder des Südens zu führen als gegen bewaffnete Truppen. Gegen die eingeborenen Indianer führten Lincolns Generäle jetzt eine Politik des Völkermords, die noch schrecklicher und barbarischer war als Sheridans Zerstörung des Shenandoah Valley in Virginia.

 

Der Lincoln-Historiker Professor Thomas DiLorenzo bietet hier eine Übersicht über en Völkermord an den Indianern:

http://www.independent.org/publications/tir/article.asp?a=803

 

Während der achtjährigen Präsidentschaft von General Ulysses S. Grant 1868-76 führten die Generäle der Union eine Politik der Auslöschung gegen die eingeborenen Amerikaner durch. Ganze Dörfer, alle Männer, Frauen und Kinder wurden ausgelöscht. Die Politik der verbrannten Erde durch die Unionsarmee ließ jene Indianer verhungern, die dem Feuer und dem Schwert entkommen konnten.

 

Professor DiLorenzo schreibt:

 

Die Truppen Shermans und Sheridans führten mehr als ein Tausend Angriffe auf indianische Dörfer durch , meistens in den Wintermonaten, wenn die Familien zusammen waren. Die Taten der US-Armee passten zur Rhetorik der Führer über die Auslöschung. Wie zuvor bereits erwähnt, gab Sherman den Befehl, alles und jeden zu töten, einschließlich der Hunde, und alles niederzubrennen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass eventuell Überlebende zu Tode hungern oder erfrieren würden. Die Soldaten führten auch einen Krieg zur Ausrottung des Bisons, die für die Indianer die Hauptnahrungsquelle waren, für die Winterkleidung und andere Güter (die Indianer machten sogar aus getrockneten Bisonknochen Angelhaken und Bogensehnen aus den Sehnen.) Bis 1886 war das Bison nahezu ausgerottet.“

 

Gefangene Indianische Krieger bekamen dieselben Gerichtsverhandlungen und Hinrichtungen wie sie das Regime von George W. Bush Saddam Hussein gab: „Hunderte gefangengenommene Indianer kamen vor ein Militärgericht, das jeweils etwa zehn Minuten dauerte, so Nichols (1978). Die meisten der erwachsenen Gefangenen wurden schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt – nicht weil man einen Beweis für ein Verbrechen besaß, sondern weil sie am Ende der Kämpfe noch immer da waren.“ Mit anderen Worten: Kriegsgefangene wurden exekutiert, wofür die USA deutsche Offiziere in Nürnberg exekutiert haben.

 

Das Massaker der Union an den Indianern begann, bevor der Bürgerkrieg gewonnen war. DiLorenzo berichtet:

 

Einer der berühmtesten Zwischenfälle der Auslöschung der Indianer ereignete sich am 29. November 1864, bekannt als das Sands Creek Massaker. Es gab ein Dorf der Cheyennen und Arapaho am Sands Creek im Südosten Colorados. Diesen Indianer hatte die US-Regierung versichert, dass sie in Colorado sicher seien. Die Regierung ordnete an, dass sie eine US-Flagge über dem Dorf aufziehen sollen um ihre Sicherheit zu gewährleisten, das taten sie. Jedoch hatte eine weitere „Lichtgestalt“ des Bürgerkriegs, Colonel John Chivington, andere Pläne für sie und plünderte das Dorf mit 750 schwer bewaffneten Soldaten. Eine Darstellung der Ereignisse gibt es in dem Buch Crimsoned Prairie: The Indian Wars (1972) des rennomierten Militärhistorikers S.L.A. Marshall, der den Titel als Chefhistoriker für das europäische Schlachtfeld im 2. Weltkrieg inne hatte und 30 Bücher über die amerikanische Militärgeschichte verfasste.

 

Chivingtons Befehle lauteten: 'Ich will dass ihr alle tötet und skalpiert, groß und klein.' (Marshall 1972, p. 37) Dann begannen Chivingtons Truppen trotz der US-Flagge und weißer Kapitulationsfahnen der friedlichen Indianer, 'einen ganzen Tag lang den Blutrausch, die orgiastische Verstümmelung, Plünderung und Zerstörung – Chivington sah zu und befand es für gut.' (Marshall 1972, p. 38). Marshall merkt an, dass die verlässlichsten Schätzungen von einer Anzahl getöteter Indianer 163 lauten, davon 110 Frauen und Kinder' (Seite 39).

 

 „Nach der Rückkehr in ihr Fort demonstrierten Chivington 'und seine Plünderer um Denver herum, wedelten mit ihren Trophäen, mehr als einhundert trocknende Skalps. Sie wurden als erobernde Helden gepriesen, danach hatten sie vor allem gesucht.' Eine republikanische Parteizeitung verkündete: 'Soldaten aus Colorado haben sich wieder einmal mit Ruhm bedeckt' (Marshall 1972, 39).

 

DiLorenzo berichtet: „Die Bücher von Brown und Marshall zeigen, dass diese Art der Barbarei wie sie in Sands Creek, Colorado, passierte, während der nächsten zwei Jahrzehnte viele Male wiederholt wurde.“

 

General Sherman, ein Kriegsverbrecher, weitaus mehr als alles was die Nazis angestellt haben, schrieb früh im Bürgerkrieg seiner Frau, dass seine Aufgabe „die Auslöschung nicht nur der Soldaten, das sei das geringere Problem, sondern des Volks (des Südens)“ war.“

 

Seine Frau antwortete: Führe einen „Auslöschungskrieg“ und treibe alle Südstaatler „wie die Schweine ins Meer. Lasst uns Feuer und Schwert in ihre Staaten tragen, bis keine Siedlung mehr übrig ist.“ (Walters 1973, 61)

 

DiLorenzo merkt an, dass Sherman sein Bestes tat um den Ratschlag seiner Frau umzusetzen.

 

Der extreme Hass und die Barbarei, mit der die Kriegsverbrecher aus dem Norden die Zivilisten der Südstaaten überzogen haben, kam über die Prärie-Indianer wie eine Raserei. Geachtete Millitärhistoriker haben die Befehle, die Phillip Sheridan an General Custer gab, als „die brutalsten Befehle, die jemals an amerikanische Truppen übergeben wurden.“

 

Ganz klar, wenn wir schon Statuen niederreißen, dann können wir nicht bei Robert E. Lee aufhören. Wir müssen die Statuen von Lincoln, Grant, Sherman, Sheridan und dem ganzen Rest der Kriegsverbrecher der Union niederreißen, die umgesetzt haben, was sie selbst „die endgültige Lösung des Indianerproblems“ nannten.

 

Schon die Bezeichnung Bürgerkrieg für den Einmarsch des Nordens in den Süden ist eine Lüge. Der Begriff „Bürgerkrieg“ wird benutzt um die Tatsache zu verschleiern, dass der Norden einen Aggressionskrieg begonnen hatte und so die Kriegssünde des Nordens zu entfernen. Wenn zwei Seiten um die Kontrolle der Regierung streiten, dann ist es ein Bürgerkrieg. Jedoch hatte der Süden kein Interesse oder die Absicht, die Regierung in Washington zu kontrollieren. Alles was die Südstaaten getan haben: ihr verfassungsmäßiges Recht zu nutzen, die freiwillige Assoziation mit anderen Staaten der Vereinigten Staaten zu beenden. Der Süden kämpfte weil er überfallen worden war. Südstaatler betrachteten den Krieg der Aggression des Nordens nicht als Bürgerkrieg. Sie haben eindeutig verstanden, dass der Krieg ein Krieg der Aggression des Nordens war.

 

So brutal Lincolns Armeen aus Kriegsverbrechern gegen die Zivilisten des Südens auch waren, die Unmenschlichkeit der Brutalität gegenüber dem Volk des Südens eskalierte während der langen Periode, die Wiederaufbau genannt wurde (Reconstruction). Die regierenden Republikaner im Norden taten ihr Bestes, um den Süden einer Herrschaft der Schwarzen zu übergeben, während die „Glücksritter“ aus dem Norden alles stahlen was sie bekommen konnten. Keine weiße Frau aus dem Süden war vor Vergewaltigung sicher. „Bürgerkriegs“-Experten haben mir erzählt, dass es im Süden Städte gab, wo alle Frauen in den Wäldern außerhalb der Stadt versteckt wurden, um sie vor den republikanischen Unionssoldaten und den ehemaligen Sklaven zu schützen, die von den republikanischen Agenten des Wiederaufbaus aufgehetzt wurden. Was dem Süden durch die Hände der Republikaner angetan wurde, unterscheidet sich nicht von dem, was Russen und Amerikaner in Deutschland anstellten als die Wehrmacht kapituliert hatte. Der dämonisierte KKK war eine Organisation, die entstanden ist um zu schützen, was von der Ehre des Südens nach den unerträglichen Erniedrigungen noch übrig war.

 

Konsequenterweise hat jahrzehntelang kein Südstaatler Republikanisch gewählt. Die Demokraten haben den „soliden Süden“ verloren, indem sie die Reconstruction-Republikaner nachgeäfft haben und den Wiederaufbau wieder in den Süden getragen haben, dieses mal mit Bundesgewalt anstelle von Überzeugung.

 

Über den sogenannten „Bürgerkrieg“ werden in den USA keine Fakten mehr vermittelt. Anstelle der tatsächlichen Geschichte stehen nur noch Lügen.

 

In einem begleitenden Gastbeitrag erklärt der Ökonom/Historiker Professor Thomas DiLorenzo die wahren Gründe, warum Lincoln den Süden überfallen hat. Er zeigt, dass Lincolns Erfolg bei der Eroberung der Südstaaten den politischen Charakter der Vereinigten Staaten zerstört hat wie er von den Gründervätern geformt worden war. Er zeigt auch, dass die Politik der Union aus Krieg gegen Zivilisten die Präzedenzfälle schuf, die für die massiven Kriegsverbrechen de 20. und 21. Jahrhunderts verantwortlich sind. Selten bekommt man die Gelegenheit, eine erleuchtende und genaue Geschichtslektion in nur einem Aufsatz zu erhalten. Das hat Professor DiLorenzo geschafft.

http://www.paulcraigroberts.org/2017/08/21/lincoln-myth-ideological-cornerstone-america-empire/


12.

http://www.paulcraigroberts.org/2017/08/15/america-propaganda-vanquished-truth/

 

In Amerika hat die Propaganda die Wahrheit besiegt

 

von Paul Craig Roberts, 15.08.2017

 

 

In Durham, North Carolina, dem Ort der Duke Universität, hat eine Bande größtenteils weißer Männer öffentliches Eigentum zerstört, indem sie die Statue eines Konföderierten Soldaten niederrissen. Vielleicht haben sie sich an den Neo-Nazis orientiert, die von Obama und Hillary nach dem US-gesteuerten Umsturz in der Ukraine installiert wurden und die demokratisch gewählte Regierung gestürzt haben. Das erste, was das neue Obama-installierte Neo-Nazi-Regime machte: sie haben sämtliche sowjetischen Kriegsdenkmäler zur Befreiung der Ukraine von Nazi-Deutschland abgerissen. Die Neo-Nazis, die die Kriegsdenkmäler niederrissen, sind die Nachfahren jener Ukrainer, die für Nazi-Deutschland gekämpft haben. Diese Neo-Nazis bilden die Regierung der „Demokratie“, die Obama und Hillary in die Ukraine gebracht haben und es ist die Regierung, die die US-Regierung und ihre europäischen Vasallen unterstützen.

 

Was wurde mit der Zerstörung von öffentlichem Eigentum erreicht und wo war die Polizei?

 

Was die Videos dieses Ereignisses zeigen, ist eine Ansammlung verrückter weißer Leute, hauptsächlich weißer Männer, die auf die Bronzestatue eintreten und spucken und zurück hüpfen, als ob sich die Statue wehren würde. Es war eine Zurschaustellung von ignorantem, psychopathischem Hass.

 

Wo kam dieser Hass her und warum richtete er sich gegen eine Statue? Für diese ignoranten Gangster, sehr wahrscheinlich Studenten der Duke Universität, ist die zerstörte Statue ein Symbol der Sklaverei.

 

Diese ignorante Verbindung zwischen einem Soldaten der Konföderierten und Sklaverei widerspricht jeder bekannten Geschichte. Die Sklaverei in den Südstaaten beschränkte sich auf die großen landwirtschaftlichen Gebiete, bekannt als Plantagen. Sklaven waren die landwirtschaftliche Arbeitskräfte. Diese Einrichtung ist viel älter als die Konföderation und die Vereinigten Staaten selbst. Es war ein geerbte Einrichtung aus der Zeit, als die Neue Welt von europäischen Wirtschaftsinteressen kolonisiert wurde. Sklaven waren keine Erfindung des Südens. Sie wurden lange vor der Unabhängigkeitserklärung herangeschafft, denn es gab Ressourcen auszubeuten, aber es gab keine Arbeitskräfte.

 

Die ersten Sklaven waren weiße Sklaven, aber sie starben wie die Fliegen an Malaria und Gelbfieber. Als nächstes wurden die Indianer als Sklaven benutzt, aber die wollten nicht arbeiten. Dann hat man herausgefunden, dass einige Afrikaner immun waren gegen Malaria und Gelbfieber und schließlich wurde eine Arbeiterschaft gefunden. Die Sklaven wurden von afrikanischen Stämmen gekauft, die Jahr für Jahr gegeneinander Krieg führten und die Sklaven waren die Kriegsbeute. Sozialistische Historiker wie Karl Polanyi, der jüdische Bruder meines jüdischen Oxford-Professors, dem geachteten Chemophysiker und Philosophen Michael Polanyi, dem ich mein erstes Buch widmete, haben detaillierte und genaue Geschichten über den afrikanischen Sklavenhandel aufgezeichnet, der von Schwarzafrikanern durchgeführt wurde.

 

Konföderierte Soldaten besaßen keine Sklaven, und wie jeder ehrliche Historiker weiß, kämpften sie nicht für die Sklaverei. Sie kämpften weil man ihr Land überfallen hatte.

 

Die Konföderation war so wenig ihr Land wie die Vereinigten Staaten. Ihr Land war ihr Staat. Damals galt die Loyalität der Menschen ihrem Staat. Sie hielten ihren Staat für ihr Land. In ihren Augen waren die Vereinigten Staaten so etwas wie die EU für die Franzosen, Italiener, Holländer, Briten usw. Die Franzosen halten sich immer noch für Franzosen, nicht für Euler.

 

Denkt daran, als man Robert E. Lee das Kommando der Unionsarmee angeboten hat, da lehnte er mit der Begründung ab, dass er keinen Krieg in sein eigenes Land tragen will, und damit meinte er Virginia.

 

Lees Armee war die Armee von Nord Virginia.

 

Wie Präsident Lincoln immer wieder sagte, der Krieg dreht sich nicht um die Sklaverei. Er dreht sich um den „Erhalt der Union“, sprich das Imperium. Hätte man dem Süden erlaubt sich abzuspalten, dann hätte das bedeutet, dass es zwei Länder gibt, die um die riesigen Ländereien westlich des Mississippi konkurriert hätten. Das aufkeimende Imperium in Washington wollte keine solche Konkurrenz.

 

Hätte man dem Süden erlaubt, sich abzuspalten, dann hätte der Norden seinen Markt für seine relativ teuren Güter verloren, die er an den Süden zu verkaufen dachte, indem man Zölle auf die billigeren britischen Güter erhob.

 

Dem Süden wurde klar, und mit Recht, dass er davon doppelt getroffen würde. Höhere Preise aus dem Norden und Strafzölle der Briten für ihre Baumwolle.

 

Dieser wirtschaftliche Konflikt zwischen dem Norden und dem Süden zog sich lange Zeit hin, bevor er die Sezession provozierte. Der linke amerikanische Historiker Charles Beard erklärt den sogenannten „Bürgerkrieg“ mit den wirtschaftlichen Gründen die ihn ausgelöst haben. Er hatte überhaupt nichts mit Sklaverei zu tun.

 

Schon allein die Bezeichnung „Bürgerkrieg“ ist eine Lüge. Ein Bürgerkrieg herrscht, wenn zwei Seiten um die Kontrolle der Regierung kämpfen. Der Süden kämpfte nicht um die Kontrolle der US-Regierung. Er kämpfte, weil der Norden in ihr Land einmarschiert war.

 

Lincoln hat die Sklaven nicht befreit. Darüber hinaus, wäre Lincoln nicht ermordet worden, dann wäre sein Plan gewesen, die Schwarzen, die er als den Weißen unterlegen ansah, nach Afrika zurückzuschicken. Das ist eine dokumentierte Tatsache. Es ist vollkommen unmöglich, diese dokumentierte Tatsache abzulehnen.

 

Die Emanzipationserklärung war Propaganda. Sie hatte zwei Ziele: zum einen die Sklavereigegner zum Schweigen zu bringen. Zum anderen diente es dazu, eine Sklavenrebellion in den Südstaaten auszulösen, was die Konföderierten Truppen an der Front ausdünnen würde, weil die zuhause ihre Frauen und Kinder schützen müssten. Wie Lincolns eigener Außenminister William H. Seward sagte: wir haben die Sklaven dort befreit wo wir keine Rechtsprechung haben und sie in der Sklaverei belassen wo wir Rechtsgewalt besitzen. Sewards genaue Worte: „Wir zeigen unsere Sympathie mit der Sklaverei durch die Emanzipation der Sklaven, wo wir sie nicht erreichen können und halten sie in Knechtschaft wo wir sie frei machen können.“

 

Der linke Historiker Richard Hofstadter machte sich über Lincolns Emanzipationserklärung lustig, er hätte die Sklaven nur dort befreit, wo Lincoln keine Macht hatte.

 

Die Absicht Lincolns war es nicht die Sklaven zu befreien, sondern die Sklavenvergewaltigung von Frauen aus dem Süden und die Ermordung von Kindern aus dem Süden zu provozieren. Das würde die Truppen des Südens, die seine Generäle nicht besiegen konnten, von der Frontlinie anziehen, damit die zuhause ihre Familien vor Lincolns Sklavenrevolte beschützen können.

 

Aber die Sklaven haben nicht revoltiert, obwohl dort niemand wer war um sie zu kontrollieren, außer Frauen und Kindern. Also was war das für eine Unterdrückung?

 

Lincoln hat die Proklamation verkündet um die Rebellion der Sklaven hervorzurufen, denn er hatte schon zahlreiche Generäle verbraucht, und obwohl die Armee der Union bei ihren Gefechten mit Robert E. Lee immer die Anzahl der Südstaatler um dass zwei bis dreifache übertraf, manchmal mehr, hat die Armee von Nord Virginia in den ersten zwei Jahren des Kriegs nicht eine Schlacht verloren. Hätte der Süden mehr Menschen gehabt, dann hätten die vielen Schlachtgewinne der Südstaatler zur Eroberung von Washington geführt und der Krieg wäre zu Ende gewesen. Aber der Süden hatte nie die ausreichende Anzahl an Soldaten für eine Reserve, um die militärischen Siege zu verwerten. Im Gegenteil, der Norden hatte einen endlosen Nachschub von Einwanderern aus Irland, von denen die meisten für das amerikanische Imperium starben.

 

Im Norden war der Widerstand gegen den Krieg groß. Lincoln musste 300 Zeitungsbesitzer und Herausgeber im Norden verhaften und einsperren, und einen US-Kongressabgeordneten ins Exil schicken.

 

Die Sklaverei war eine vererbte Institution, keine Erfindung des Südens. Die Sklaverei wäre nach und nach verschwunden, da Einwanderer in den Süden eine Arbeitskraft bildeten und die überbeanspruchten Plantagen ihre Fruchtbarkeit verloren. Die Sklaverei dauerte an, weil die neuen Einwanderer in den Westen gingen, anstatt zu einer ansässigen Arbeitskraft zu werden, sie haben Indianerland besetzt und wurden unabhängige Bauern.

 

Natürlich haben die Abolitionisten so viel Hass wie möglich über den Süden erzeugt. Ja, während meines ganzen Lebens, das ich fast ausschließlich im Süden verbrachte, habe ich beobachtet, wie die Liberalen rassistischen Hass der Schwarzen auf Weiße erzeugten. Und ich habe erlebt, wie Feministen den Geschlechterhass von Frauen auf Männer angestachelt haben. Hass ist das große Thema der Liberalen. Er definiert sie.

 

Die dummen Liberalen haben soziale Feindschaft zwischen Rassen und Geschlechtern gesät. Das Resultat wird die Zerstörung Amerikas sein.

 

Vielleicht brechen wir auseinander, beschäftigt mit Rassen- und Geschlechterkrieg, bevor die Russen und die Chinesen uns vom Antlitz der Erde wischen.


13.

 

http://kunstler.com/clusterfuck-nation/diminishing-returns/

 

Sinkende Erträge

 

von James Howard Kunstler, 21.08.2017 , via Clusterfuck Nation (die Tohubawohu-Nation)

 

 

Es sind diese zwei Worte, die das amerikanische Leben – und die fortschrittliche techno-industrielle Welt – in Richtung Dunkelheit bestimmen. Diese zwei Worte sind wie ein Infekt für die wichtigen Lebensentscheidungen, wie eine Verdauungsstörung, die uns zu Unordnung und Scheitern treibt. Und sie sind so allgegenwärtig, dass wir das wachsende Scheitern um uns herum gar nicht mehr wahrnehmen.

 

Zum Großteil sind diese sinkenden Erträge das Ergebnis unserer Überinvestitionen in komplexe Systeme, die komplexe Systeme noch komplexer machen, zum Beispiel der 37-seitige Glass-Steagall Act (Anm.d.Ü.: ein US-Bundesgesetz von 1932 zur strikten Trennung des Bankensystems), der durch den 848-seitigen Dodd-Frank Act ersetzt wurde, der nur die Zusammenfassung einer nachfolgenden Ausführungbestimmung von über 22.000 Seiten war – alles zusammengebraut von den Lobbyisten der Banken, und nichts davon ersetzt die allerwichtigste Regel von Glass-Steagall, nämlich die Trennung der kommerziellen Bankgeschäfte vom Handel mit Wertpapieren. Dodd-Frank war ein grandioser Akt der Ablenkung der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, ein undurchdringliches Ablenkungsmanöver aus juristischem Geschwätz zu Gunsten der Betrügereien.

 

Für die Wall Street hat Dodd-Frank die Bedingungen geschaffen, dass die Aktienmärkte neun Jahre lang nur eine Richtung kannten, nämlich aufwärts. In der gleichen Zeit ging die amerikanische Wirtschaft für den Durchschnittsamerikaner und echte Dinge ständig nur nach unten, einschließlich der Anzahl der Menschen ohne Arbeit, dem Einkommen jener, die noch Arbeit haben, die Anzahl der Menschen mit Vollzeitjobs, die Anzahl der Menschen, die sich ihre Lebensmittel ohne Hilfe der Regierung kaufen können, oder jener, die sich eine Wohnung leisten oder ihre Kinder auf auf höhere Schule schicken können.

 

Wenn diese makaberen Spannungen sich am Ende entladen, so wie es kommen muss, dann werden nicht nur die Hedge-Jäger auf dem Hamptons betroffen sein. Das gesamte globale Finanzsystem wird betroffen sein, insbesondere Währungen (Dollar, Euro, Yen, Pfund, Renmimbi), die eine blitzschnelle und arge Entwertung erfahren werden und alle Dinge, die damit bemessen werden. Und wenn es passiert, dann wird die Welt in einer neuen Realität erwachen, einer mit heftig verminderten Möglichkeiten zur Unterstützung von über 7 Milliarden Menschen.

 

Die selben Überinvestitionen in Komplexität haben den Ausbeutungskoloss der sogenannten Gesundheitsversorgung erzeugt (früher hieß es Medizin). Falls sich jemand fragt, warum das Wartezimmer beim Doktor genauso aussieht wie das Büro beim Autohändler. Mittlerweile kann man mit Bestimmtheit sagen, dass die Menschen dieses Landes nie so krank waren wie heute, und nebenbei werden sie von ihren „Versorgern“ beschissen und erpresst. Das letztliche Ergebnis wir ein chaotischer Prozess der Vereinfachung sein, und die riesigen Krankenhauskonzerne, die Versicherungen und die übergroßen Arztpraxen werden zusammenbrechen. Und die engagierten Ärzte werden sich zu etwas zusammentun das den Kliniken in der Dritten Welt ähnelt.

 

Wir kämpfen noch immer damit zu verstehen, welchen Schaden die Mobiltelefone den Menschen zufügen – und ich rede noch gar nicht von den möglichen Schäden der Mikrowellen auf die Gehirnzellen. Viele finden es lustig, wenn man ganze Straßenzüge und Unis sieht, die mit jungen Menschen gefüllt sind, die in ihre Telefone starren. Was sie durch den Endorphin-Kick ihrer „Verbundenheit“ bekommen, geht durch den immensen Verlust an echten sozialen Fertigkeiten verloren. Und durch die finsteren Auswirkungen der Verhaltenskonditionierung durch die Programmierer der web-basierten sozialen Netzwerke. Diese Fehler drücken sich in neuen sozialen Phänomenen aus, etwa den Flashmobs und der Manipulation von Studenten zu einer maoistischen Gedankenpolizei – und das sind nur die sichtbarsten Erscheinungen. Ein noch hinterhältigeres Ergebnis wird das Versagen einer ganzen Generation sein, ein Gespür für eine persönliche Beteiligung in einen langanhaltenden Zivilisationsnotstand zu entwickeln, denn genau diese Einstellung braucht es zum Überleben.

 

Zu den populärsten und idiotischsten Themen der sinkenden Erträge gehört der Kreuzzug, Benzin-getriebene Autos durch Elektrofahrzeuge zu ersetzen. Und wofür? Um die Illusion aufrechtzuerhalten, dass wir weiterhin in den Vorstädten leben können und auf Autos angewiesen sind? Keine dieser Wunschvorstellungen wird von der Realität unterstützt. Beide werden bald der fundamentalen Krise der Kapitalknappheit nachgeben. Aber währenddessen ist kaum jemand an der einen Sache interessiert, die ein besseres Resultat für Amerikaner erzielen würde: eine Rückkehr zu Gemeinschaften, die zu Fuß zu erreichen sind, die der wirtschaftlichen Realität angepasst sind.

 

Die Zuckungen wegen Trumps lebhafter Hanswurstiaden sind nur ein Symptom der verborgenen Fäulnis, die an den Fundamenten des amerikanischen Lebens nagt. Was sie am allermeisten zeigen, das ist das Versagen der Sinnesorgane der Gesellschaft – der Nachrichtenmedien – festzustellen, was wirklich mit uns passiert. Und die Erkenntnis dieses Versagens ist für die gegenwärtig schlechte Meinung über die Medien verantwortlich, auch wenn ihre Kritiker sich schlecht artikulieren.


14.

 

http://thesaker.is/the-neocons-are-pushing-the-usa-and-the-rest-of-the-world-towards-a-dangerous-crisis/

 

Die Neokons drängen die USA und den Rest der Welt in eine gefährliche Krise

 

vom Saker, 18.08.2017 for Unz Review (die Unterstreichungen sind Verknüpfungen im Original)

 

 

Als Erstes meine alte Prophezeiung

 

Im Oktober letzten Jahres schrieb ich eine Analyse mit dem Titel „Die USA erleben die schlimmste Krise ihrer Geschichte und wie Putins Beispiel Trump dienen könnte“, und ich finde, dass dies eine gute Zeit ist um sie nochmal zu lesen. Die Analyse begann mit einem Blick auf die Schwierigkeiten, die auf die Vereinigten Staaten zukommen würden, sollte Hillary gewählt werden. Da das nicht passiert ist (Gott sei Dank!), können wir diesen Teil ruhig ignorieren und uns meine Vorhersagen ansehen, was passieren würde, sollte Trump gewählt werden. Das habe ich dazu geschrieben:

 

Trump gewinnt. Das Problem: Er wird völlig alleine sein. Die Neokons haben die totale, ich wiederhole, totale Kontrolle über den Kongress, die Medien, Banken und Finanzen und die Gerichte. Von Clinton bis Clinton haben sie das Pentagon, das Sumpfloch (Washington) und die Agenturen mit den drei Buchstaben tief unterwandert. Die Fed ist ihre Bastion. Wie um alles in der Welt soll Trump mit diesen „Verrückten aus dem Keller“ umgehen? Bedenkt die bösartige Hasskampagne mit all den „Persönlichkeiten“ (von Schauspielern über Politiker bis zu Reportern), die auf Trump einprasselt – sie haben ihre Brücken abgerissen, sie wissen, dass sie alles verlieren wenn Trump gewinnen sollte (und wenn sich herausstellt, dass er leicht zu überreden ist, dann macht die Wahl eh keinen Unterschied). Die Neokons haben nichts zu verlieren und sie werden bis zum bitteren Ende kämpfen. Was kann Trump erreichen, wenn er von Neokons und deren Einfluss-Agenten umzingelt ist? Ein völlig anderes Team zusammenstellen? Wie will er die bestätigt bekommen? Seine erste Wahl als Vizepräsident war Pence – ein Desaster (er sabotiert Trump bereits zu Syrien und zum Wahlresultat). Mich schaudert vor den Gerüchten, wen Trump als Stabschef im Weißen Haus ernennen wird, ich fürchte dass er, um die Neokons zu besänftigen, eine neue Version des berüchtigten Rahm Emanuel ernennen wird... Und sollte sich herausstellen, dass Trump Prinzipien und Moral besitzt, dann können ihm die Neokons immer noch eine Dallas-Behandlung verpassen und ihn mit Pence ersetzen. Et voilà!

 

Des weiteren habe ich vorgeschlagen, dass die einzige Option Trumps wäre, Putins Beispiel zu folgen und den Neokons das antun, was Putin den Oligarchen antat. Das ist eindeutig nicht geschehen. Ja, einen Monat nach der Wahl Trumps schrieb ich eine weitere Analyse: „Die Neokons und der 'Tiefe Staat' haben die Präsidentschaft Trumps kastriert. Es ist vorbei, Leute!“

 

Vor weniger als einem Monat habe ich davor gewarnt dass in den USA eine „Farbrevolution“ läuft. Mein erstes Beweisstück war die sogenannte „Untersuchung“, die die CIA, das FBI, NSA und andere gegen Präsident Trumps Kandidaten für das Amt des Nationalen Sicherheitsberaters, General Flynn, betrieben haben. Heute Nacht hat dieser Plan Erfolg gehabt und General Flynn hat seinen Rücktritt angeboten. Trump hat den Rücktritt angenommen.

 

Wir müssen hier gleich mal etwas klarstellen: Flynn war mit Sicherheit kein Heiliger oder ein perfekter kluger Mann, der die Welt ganz allein gerettet hätte. Das war er nicht. Aber Flynn war in Trumps nationaler Sicherheitspolitik ein Eckpfeiler. … Der von den Neokons am Laufen gehaltene „Tiefe Staat“ hat jetzt Flynn zum Rücktritt gezwungen. Unter dem idiotischen Vorwand, er hätte mit dem russischen Botschafter über eine offene, unsichere und eindeutig abgehörte Telefonleitung Gespräche geführt.

 

Und Trump hat seinen Rücktritt akzeptiert. Seit Trump im Weißen Haus Einzug hielt, hat er von den neokon-kontrollierten Ziomedien, vom Kongress, von allen supergutmeinenden Hollywood-“Stars“ und sogar von europäischen Politkern einen Nackenschlag nach dem anderen einstecken müssen. Und Trump hat jeden Schlag ohne Gegenwehr hingenommen. Nirgendwo konnte man sein berühmtes „Sie sind gefeuert!“ hören. Aber ich hatte immer noch Hoffnung. Ich wollte Hoffnung haben. Ich fühlte mich zur Hoffnung verpflichtet. Aber jetzt hat uns Trump alle betrogen.

 

Noch einmal: Flynn ist nicht mein Held. Aber er war, allen Berichten nach, Trumps Held. Und Trump hat ihn betrogen. Die Konsequenzen daraus werden enorm sein. Zum einen ist Trump damit geknackt. Der „Tiefe Staat“ hat nur Wochen gebraucht um Trump zu kastrieren und ihn dazu zu bringen, vor den herrschenden Mächten zu knien. Jene, die noch hinter Trump standen, spüren jetzt, dass er nicht hinter ihnen stehen wird und sie werden sich alle von ihm abwenden. Die Neokons werden sich durch die Eliminierung ihres ärgsten Feindes ermutigt und durch diesen Sieg gestärkt fühlen und sie werden weitermachen und den Einsatz verdoppeln, immer und immer wieder. Es ist vorbei, Leute, der Tiefe Staat hat gewonnen. 

 

Danach kam ich zu dem Schluss, dass die Folgen dieses Sieges für die Vereinigten Staaten katastrophal sein werden:

 

Mit ihrem hasserfüllten Zorn gegen Trump und das amerikanische Volk (alias „Haufen Erbärmlicher“) haben die Neokons jetzt ihr wahres Gesicht gezeigt. Mit ihrer Ablehnung des Wahlergebnisses, mit ihren Revolten, ihrer Verteufelung von Trump haben die Neokons zwei Dinge klargestellt: Erstens, dass die US-Demokratie ein trauriger Witz ist und dass sie, die Neokons, ein Besatzungsregime sind, die gegen den Willen des amerikanischen Volkes regieren. Mit anderen Worten: So wie Israel haben die USA keine Rechtmäßigkeit mehr. Und da die USA, so wie Israel, ihre Feinde nicht einschüchtern können, haben sie alles verloren, ihre Rechtmäßigkeit und die Fähigkeit Zwang auszuüben. Ja, die Neokons haben gewonnen. Aber ihr Sieg raubt den USA die letzte Möglichkeit, einen Zusammenbruch zu vermeiden.

 

Ich denke was wir heute erleben, das sind die ersten Anzeichen des bevorstehenden Zusammenbruchs.

 

Die Symptome des Todeskampfs

 

 -- Äußerlich ist die US-Außenpolitik praktisch „erstarrt“ und an Stelle einer Außenpolitik haben wir jetzt eine lange Reihe leerer Drohungen, die einer Reihe dämonisierter Staaten entgegengeschleudert werden. Die kommen jetzt mit dem Versprechen von „Feuer und Schwefel“, wenn sie es wagen sollten, Uncle Sam zu widersprechen. Das liefert zwar gute Schlagzeilen, aber es geht in keinster Weise als „Politik“ durch (ich habe dieses Thema ausführlich in meinem jüngsten Interview mit SouthFront diskutiert). Und dann ist da der Kongress, der im Grunde Trump die Macht genommen hat, Außenpolitik zu betreiben. Diese bizarre und illegale Form einer „Misstrauensabstimmung“ zementiert noch mehr die Botschaft, dass Trump entweder ein Verrückter oder ein Verräter ist, oder beides.

 

Im Innern werden die jüngsten Krawalle in Charlottesville Trump in die Schuhe geschoben. Er wird jetzt, nachdem er schon ein Putin-Agent war, auch noch als eine Art Nazi verteufelt (siehe PCRs Warnungen „Charlottesville“ und „Charlottesville 2“ zu diesen Entwicklungen).

 

Organisatorisch wird deutlich, dass Trump von Feinden umgeben ist. Das zeigt die absolut ungeheuerliche Tatsache, dass er nicht einmal mit einem ausländischen Staatsoberhaupt reden kann, ohne dass die Umschrift seiner Unterhaltung an die Ziomedien geleakt wird.

 

Ich glaube dass dies alles vorbereitende Schritte sind um eine große Krise auszulösen und um Trump zu entfernen, entweder mit einem Amtsenthebungsverfahren oder unter dem Vorwand einer Krise. Schaut euch nur die Botschaft an, die die Ziomedien in die Gehirne der US-Bevölkerung gehämmert hat.

 

Die psychologische Vorbereitung für den kommenden Umsturz: Alle zu Tode erschrecken

 

Hier sind drei vielsagende Beispiele von den Titelseiten von Newsweek:

 

Fragt euch: Was ist hier die Botschaft?

 

Trump ist ein Verräter, er arbeitet für Putin, Putin will die Demokratie der Vereinigten Staaten zerstören und diese zwei Männer sind die gefährlichsten Menschen auf dem Planeten. Das ist eine „Verschwörung gegen Amerika“, nicht weniger!

 

Nicht schlecht, oder?

 

Die“ sind eindeutig hinter „uns“ her und „wir“ sind in schrecklicher Gefahr: Kim Jong-un ist dabei, den USA den Atomkrieg zu erklären, Xi und Putin bedrohen die Welt mit ihren Armen, und „unser“ Präsident kam dank dem „russischen KGB“ und „Putin-Hackern“ an die Macht. Er arbeitet jetzt für die Russen und er ist eindeutig auch ein Nazi, ein Rechtsextremer, ein Rassist, und wahrscheinlich ein „neuer Hitler“ (so wie Putin, ist ja klar!)

 

Und dann sind da diese echt fürchterlichen Mosslems und Baraber, die anscheinend nur zwei Dinge wollen im Leben: unseren „Lebensstil“ zerstören und alle „Ungläubigen“ töten. Deshalb brauchen wir auch überall die TSA (Anm.d.Ü.: die „Transportschutzbehörde“), 16 Geheimdienste und die militarisierten SEKs der Polizei; falls die Terroristen kommen und uns zuhause angreifen.

 

Gefährliche internationale Folgen

 

Das wäre alles ziemlich komisch, wenn es nicht gleichzeitig so extrem gefährlich wäre. Zum einen triezen die USA einen echt gefährlichen Feind, wenn sie permanent Kim Jong-un und der Führung der DPRK Angst einjagen wollen. Nein, nicht wegen der nordkoreanischen Nuklearwaffen (die vermutlich keine nuklearfähigen ICBMs haben, aber nicht notwendig kompatible Kombinationen aus nuklearen „Beständen“ und Mittelstreckenraketen). Sondern wegen der riesigen und schwer zu zerstörenden konventionellen nordkoreanischen Armee. Die echte Gefahr sind nicht die Raketen, sondern eine tödliche Kombination aus konventioneller Artillerie und Spezialkräften, die für die USA oder das US-Militär keine sehr große Gefahr darstellen, aber die eine riesige Gefahr für Seoul und den Norden Südkoreas darstellen. Atomwaffen, in welcher Form auch immer, sind da nur ein weiteres Problem, der „giftige“ Tortenguss auf einem eh schon sehr gefährlichen „konventionellen Kuchen“.

 

(Nebenbemerkung – ein wahrer Albtraum: Also wenn ihr euch mal so richtig gruseln wollt und die ganze Nacht wach bleiben wollt, dann stellt euch mal Folgendes vor. Ich persönlich glaube ja, dass Kim Jong-un nicht verrückt ist und dass das oberste Ziel der nordkoreanischen Führung die Vermeidung eine Krieges um jeden Preis ist. Aber was wenn ich falsch liege? Was ist wenn jene, die sagen, dass die nordkoreanischen Führer komplett verrückt sind, Recht haben? Oder was ist (was ich für viel wahrscheinlicher halte), wenn Kim Jong-un und die nordkoreanischen Führer zu der Schlussfolgerung kommen, dass sie nichts zu verlieren haben, dass die Amerikaner sie alle töten werden, einschließlich ihrer Familien und Freunde? Was können sie theoretisch anstellen wenn sie echt verzweifelt sind? Gut, ich werd's euch sagen: Vergesst Guam, denkt an Tokio! Ja, die DPRK könnte Seoul mit ihrer konventionellen Artillerie in Schutt und Asche legen, aber Raketen der DPRK könnten womöglich Tokio angreifen oder die Keihanshin-Region mit Kyoto, Osaka und Kobe, inklusive der Schlüsselindustrien in der Hanshin Industrie-Zone. Das Gebiet Groß-Tokio (die Kanto-Region) und die Keihanshin-Region sind sehr dicht besiedelte Gebiete (37 bzw. 20 Millionen Menschen) und beinhalten eine Vielzahl von Industrien, von denen viele eine Umweltkatastrophe erzeugen würden, sollten sie von einer Rakete getroffen werden. Nicht nur das, aber ein Angriff auf die wirtschaftlichen und finanziellen Knoten Japans würde vermutlich einen 9/11-artigen internationalen Wirtschaftskollaps verursachen. Wenn die Nordkoreaner den Amerikanern so richtig weh tun wollten, dann würden sie Seoul und die Schlüsselstädte Japans angreifen, was zu einer riesigen politischen Krise des gesamten Planeten führen würde. Während des Kalten Kriegs haben wir die Folgen eines sowjetischen Angriffs auf Japan studiert und die Schlussfolgerung war immer die selbe: Japan kann sich überhaupt keinen Krieg leisten. Die Landmasse Japans ist zu klein, zu dicht besiedelt, zu reich an lohnenden Zielen und ein Krieg würde das ganze Land verwüsten. Das gilt heute noch genauso, wenn nicht mehr. Und stellt euch die Reaktionen in Seoul und Tokio vor, wenn irgendein irrer Angriff der USA auf die DPRK dazu führt, dass Seoul und Tokio von Raketen getroffen werden! Die Südkoreaner haben übrigens ihre Haltung unzweideutig klargemacht. Was die Japaner anbelangt, sie setzen ihre Hoffnung offiziell auf Raketen (als ob Technologie die Folgen von Wahnsinn lindern könnte!) Also ja, die DPRK ist überaus gefährlich, und es ist komplett unverantwortlich, sie zur letzten Flucht zu zwingen, mit oder ohne Atomwaffen.)

 

Was wir nun beobachten ist eine Rückkopplungsschleife, in der jeder Schritt der Neokons zu einer immer tieferen Destabilisierung des gesamten Systems führt. Es versteht sich von selbst, dass das extrem gefährlich ist und letztendlich nur in einer Katastrophe/Kollaps münden kann. In der Tat sieht man überall die Anzeichen dafür, dass die USA völlig die Kontrolle verlieren, hier nur ein paar Schlagzeilen um das zu illustrieren:

 

     -- Der Iran könnte das Atomabkommen „innerhalb von Stunden“ aufkündigen, sollten die USA neue Sanktionen beschließen: Rouhani

 

Israel: Netanjahu erklärt seine Unterstützung für einen kurdischen Staat

 

Syrische Streitkräfte erobern mit ihrer ersten Luftlandeoperation drei weitere Städte auf dem Weg nach Deir Ezzor

 

Maduro ruft zu landesweiten „anti-imperialistischen“ Übungen auf, nachdem Trump eine „militärische Option“ angedroht hat

 

Soldaten der (russischen) Basis der 201. in Tadschikistan wurden als Teil eines Militärmanövers in höchste Alarmbereitschaft versetzt

 

Bestätigung: Die Türkei beendet ihre Unterstützung für regierungsfeindliche Terroristen in Syrien

 

Russland plant zusammen mit Weißrussland das große Militärmanöver Zapad 2017

 

Ein französisches Sprichwort lautet: „Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse“. Und genau das passiert derzeit: die USA sind sehr schwach und im Grunde abwesend. Und in Armenien sagt man: „Die Maus träumt Träume, da würde sich eine Katze erschrecken.“ Nun, die „Mäuse“ tanzen und träumen und ignorieren einfach die „Katze“. Jeder Schritt der Katze macht die Dinge für sie nur noch schlimmer. Die Welt bewegt sich weiter während die Katze damit beschäftigt ist, sich selbst zu zerstören.

 

Gefährliche interne Konsequenzen

 

Ganz oben auf meiner Liste stehen die Rassenunruhen. Eigentlich geschehen sie bereits überall in den Vereinigten Staaten, aber sie werden selten als solche präsentiert. Und ich rede nicht von den „offiziellen“ Krawallen von Black Lives Matter, die schon schlimm genug sind. Ich rede von den vielen Mini-Krawallen, die die offiziellen Medien systematisch unterdrücken wollen. Wer sich mit diesem Thema befassen möchte, der sollte das Buch „Don't Make the Black Kids Angry“ von Colin Falherty lesen. Darin erfährt man, dass rassistische Angriffe von Schwarzen auf Weiße (auch „Eisbär-Jagd“ genannt) so ziemlich überall im Land zunehmen. Desgleichen sollte jeder, der hartnäckig den starken Zusammenhang zwischen Rasse und Verbrechen ignoriert, die zukunftsträchtige Analyse „Race and Crime in America“ von Ron Unz lesen. Gut, bevor mich hier jetzt irgendein selbsternannter Freiwilliger der Gedankenpolizei des Rassismus bezichtigt: Ich sage überhaupt nichts über die Ursachen der Rassenprobleme in den Vereinigten Staaten. Ich sage nur, dass die Rassengewalt in den USA ernst ist und sich sehr rasch verschlimmert.

 

Das zweite Problem, das ich auf die US-Gesellschaft zukommen sehe, ist eine extrem schnelle Delegitimierung des gesamten politischen Systems der USA und insbesondere der Bundesregierung. Seit Jahrzehnten wählen Amerikaner für „A“, und jedes mal haben sie „nicht-A“ bekommen. Beispiele dafür sind das berühmte „Lest es von meinen Lippen: keine neuen Steuern“, klar, aber auch das Versprechen Obamas, dumme Kriege zu beenden und jetzt das Versprechen Trumps, den „Sumpf trockenzulegen“. Amerikaner wurden seit Jahrzehnten belogen und sie wissen es. Es gibt eine immer breitere Kluft zwischen den sogenannten „amerikanischen Werten“, wie man sie in der Schule lernt, und der Realität der Macht. Während die USA offiziell angeblich für Demokratie, Freiheit und all die anderen guten Dinge der Gründerväter stehen, so ist es die widerliche Realität, dass die USA mit Wahhabiten, Nazis und Zionisten unter einer Decke stecken. Die allumfassende Scheinheiligkeit des Ganzen droht jetzt das gesamte politische System der USA zu Fall zu bringen, genauso wie die nicht weniger umfassende Scheinheiligkeit des Sowjetsystems die UdSSR zu Fall brachte. (Wer mehr dazu erfahren will:

Wie die ukrainische Krise letztendlich das AngloZionistische Imperium zu Fall bringen wird

http://thesaker.is/how-the-ukrainian-crisis-will-eventually-bring-down-the-anglozionist-empire/

 

Die nackte Wahrheit ist, dass kein Regime auf Dauer überleben kann, wenn es aktiv das genaue Gegenteil von dem unterstützt, wofür es offiziell einsteht. Das Ergebnis? Ich muss noch den erwachsenen Amerikaner treffen, der ernsthaft daran glaubt, dass er/sie „im Land der Freien und der Heimat der Tapferen“ lebt. Kinder glauben das Zeug vielleicht noch, aber sogar Teenager wissen, dass das totaler Käse ist.

 

Drittens: Trotz der ganzen ermutigenden Statistiken über den Dow Jones, die Arbeitslosigkeit und das Wachstum: die Wahrheit ist, dass sich die US-Gesellschaft zügig in eine dreigeteilte verwandelt. Oben eine kleine Anzahl obszön reicher Leute, darunter eine gewisse Anzahl qualifizierter Profis, die den Stinkreichen dienen und sich abstrampeln, damit sie den Lebensstil aufrechterhalten können, den man früher mit der Mittelschicht in Verbindung brachte. Und dann die überwiegende Mehrheit der Amerikaner, die im Grunde nur nach einem „Mindestlohnjob mit etwas oben drauf“ suchen, und die im Grunde deshalb überleben, weil sie keine Krankenversicherung zahlen, die in der Regel zwei Jobs haben, billiges und ungesundes „Prollfutter“ essen und das aufgegeben haben, was in den 1950 und 1960ern jeder amerikanische Arbeiter genießen durfte (ein Elternteil zuhause, bezahlten Urlaub, eine Ferienwohnung etc.). Die meisten Amerikaner sind harte Arbeiter und bisher konnten die meisten von ihnen überleben. Aber meistens sind sie nur eine Gehaltszahlung von wirklich schlimmer Armut entfernt. Viel von ihnen kommen nur über die Runden weil sie von ihren Eltern und Großeltern unterstützt werden (das gleiche gilt übrigens für den Süden Europas). Ein großer Teil der US-Bevölkerung überlebt heute nur wegen Walmart und Dollar Store. Wenn das nicht mehr klappt, dann sind Lebensmittelmarken der letzte Ausweg. Das, oder natürlich das Gefängnis.

 

Man verbinde das Ganze und man erhält eine potentiell extrem explosive Situation. Kein Wunder dass so viele Amerikaner, die Hillarys Bemerkung über den „Haufen Verächtlicher“ gehört haben, das als Kriegserklärung verstanden haben.

 

Und wie wollen die Neokons mit dem Ganzen umgehen?

 

Natürlich mit einer Zerschlagung der Meinungsfreiheit und von Widerspruch! Was sonst?

 

Ihre einzige Antwort – natürlich Repressalien!

 

YouTube, Google, Facebook, Twitter – sie alle unterdrücken „schlechte“ Rede, dazu gehört so gut wie jedes Wald- und Wiesenthema, worüber die selbsternannten „Liberalen“ die Stirn runzeln. GoDaddy und Google machen sogar Jagd auf Domainnamen. Sicher, niemand kommt ins Gefängnis weil er, sagen wir, den 2. Verfassungszusatz verteidigt. Aber sie werden von Geldquellen abgeschnitten und ihre Konten werden einfach gelöscht. Nicht die Cops machen Jagd auf die Meinungsfreiheit, es ist das „Amerika der Konzerne“. Aber im Endeffekt ist es das Selbe. Offensichtlich erkennen die Neokons nicht, dass Zensur im Zeitalter des Internets keine erfolgreiche Strategie ist. Oder vielleicht erkennen sie es und wollen absichtlich eine Gegenreaktion auslösen?

 

Und dann ist da die Schmähkampagne in den Medien: Wenn man nicht zu einer bestimmten „Minderheit“ gehört, dann ist man von Geburt aus verachtenswert und Schuld am ganzen Übel des Planeten. Und dein Führer heißt Trump, klar, oder sogar Putin selbst, siehe oben. Christliche, weiße, heterosexuelle Männer bringen sich besser in Sicherheit...

 

Wie auch immer, mit ihrer manischen Besessenheit, einerseits Trump zu erniedrigen und zu zerstören und andererseits Millionen von Amerikanern zu unterdrücken, begehen die Neokons gleich einen doppelten Fehler. Erstens zeigen sie ihr wahres Gesicht und zweitens untergraben sie genau jene Institutionen, die sie zur Lenkung und Kontrolle dieses Landes benötigen. Das schwächt natürlich die Neokons und die Vereinigten Staaten nur noch weiter und beschleunigt zunehmend die oben erwähnte Rückkopplungsschleife, die jetzt das gesamte internationale System bedroht.

 

Wir und sie

 

Was den allmählichen Zerfall des AngloZionistischen Imperiums so einzigartig gefährlich macht: dass es das bei weitem größte und mächtigste Imperium der Weltgeschichte ist. Kein Imperium hatte je die quasi Monopolmacht, wie sie die USA seit dem 2. Weltkrieg genießen. Nach allen Maßstäben gingen die USA militärisch, ökonomisch, politisch und sozial aus dem 2. Weltkrieg als ein Riese hervor und wenn es auch in den folgenden Dekaden auf und nieder ging, so hat der Kollaps der UdSSR nur bestätigt, was anscheinend ein totaler Sieg der Vereinigten Staaten war. Nach meiner zugegeben subjektiven Meinung war der letzte kompetente (nein, ich habe nicht „gut“ gesagt, ich sagte „kompetent“) US-Präsident George Herbert Walker Bush, der im Gegensatz zu seinen Nachfolgern wenigstens noch wusste wie man ein Imperium führt. Danach ging's nur noch bergab, immer schneller. Und während Obama wahrscheinlich der inkompetenteste Präsident der US-Geschichte ist, so wird Trump der erste sein, der während seiner Amtszeit öffentlich gelyncht werden wird. Und folglich ist das AngloZionistische Imperium jetzt wie ein riesiger Güterzug, der seine Lokomotive verloren hat, der aber immer noch enormen Schwung besitzt, nur hat niemand mehr die Kontrolle. Der Rest des Planeten, mit der unbedeutenden Ausnahme der Osteuropäer, versucht jetzt panisch, dem Horror des herannahenden, außer Kontrolle geratenen Zuges auszuweichen. Die Gleise (der Minimalkonsens, die politische Realität) halten bisher noch mehr oder weniger stand, aber der Crash (politisch, ökonomisch oder militärisch) kann jeden Moment passieren. Und das ist sehr sehr beängstigend.

 

Die USA haben auf der ganzen Welt verstreut zwischen 700 und 1.000 Militärbasen, das gesamte internationale Finanzsystem ist tief mit der US-Wirtschaft verstrickt, der US-Dollar ist immer noch die einzige Leitwährung, die Schatzpapiere der USA sind im Besitz von allen wichtigen internationalen Spielern (inkl. Russland und China), SWIFT wird politisch von den USA kontrolliert, die USA sind das einzige Land der Welt, das so viel Geld drucken kann wie es will, und nicht zuletzt besitzen die USA ein riesiges nukleares Arsenal. Folglich würde ein Kollaps der USA jeden bedrohen und das bedeutet, dass niemand einen Kollaps auslösen will. Der Zusammenbruch der Sowjetunion bedrohte den Rest der Menschheit nur auf eine Art: mit dem nuklearen Arsenal. Im Gegensatz dazu würde ein Kollaps der Vereinigten Staaten jeden auf vielfältige Weise bedrohen.

 

Daher lautet die tatsächliche Frage jetzt: Kann der Rest des Planeten einen katastrophalen Kollaps des AngloZionistischen Imperiums verhindern?

 

Das ist die Ironie unserer Lage: auch wenn der gesamte Planet die Schnauze voll hat von der inkompetenten Arroganz der AngloZionisten, so will niemand da draußen, dass das Imperium katastrophal scheitert. Aber mit den Neokons an der Macht scheint ein solcher Kollaps unvermeidlich, mit möglicherweise verheerenden Folgen für alle.

 

Das ist wirklich erstaunlich, überlegt mal: Jeder hasst die Neokons, nicht nur eine Mehrheit des amerikanischen Volks, sondern der ganze Planet. Und doch hat es diese zahlenmäßig kleine Gruppe irgendwie geschafft, jeden in Gefahr zu bringen, auch sich selbst, wegen ihrer hässlichen Rachsucht, ihrer unendlichen Arroganz und ideologisch bedingten Kurzsichtigkeit. Dass dies jemals geschehen konnte, in globalem Maßstab, ist ein dramatisches Zeugnis für den moralischen und geistliche Verfall unserer Zivilisation: wie konnten wir es nur so weit kommen lassen?!

 

Und die nächste offensichtliche Frage lautet: Können wir sie aufhalten?

 

Ich weiße es echt nicht. Ich hoffe es, aber ich bin mir nicht sicher. Meine größte Hoffnung in Trump war, dass er dazu bereit gewesen wäre, das Imperium zugunsten der USA zu opfern (das Gegenteil von dem was die Neokons machen: sie sind bereit, die USA für das Imperium zu opfern) und dass er es schaffen würde, einen relativ sicheren und hoffentlich gewaltlosen Übergang vom Imperium zu einem „normalen“ Land USA zu managen. Ganz offensichtlich passiert das nicht. Stattdessen bedrohen die Neokons einen jeden: die Chinesen, die Russen, die Nordkoreaner und natürlich die Venezolaner, aber auch die Europäer (wirtschaftlich), den gesamten Nahen Osten (über „die einzige Demokratie im Nahen Osten“), sämtliche Entwicklungsländer und sogar das amerikanische Volk. Himmel, sie bedrohen sogar den US-Präsidenten selbst, und gar nicht mal dezent!

 

Was kommt als Nächstes?

 

Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Aber mein Gespür sagt mir stark, dass Trump aus dem Amt entfernt wird, entweder wegen „Verbrechen und Amtsvergehen“ oder aus „medizinischen Gründen“ (sie werden ihn einfach für verrückt und nicht für das Amt geeignet erklären). Wenn man sieht wie schwach und ohne Rückgrat Trump ist, kann man ihn vielleicht sogar zum „Rücktritt“ überreden. Ich sehe nicht, dass man ihn einfach ermorden wird, denn er ist ja auch kein Kennedy. Danach kommt Pence an die Macht und das Ganze wird wie ein wunderbares Ereignis zelebriert, die Eliten (Anm.d.Ü.: Nicht-Eliten) werden sich umarmen und dann folgt ein sofortiger und gnadenloser Anschlag auf jede Form von politischer Opposition oder Widerstand, den man sofort als rassistisch, schwulenfeindlich, antisemitisch, terroristisch usw. bezeichnen wird. Überall wird man die teuflische Hand des „russischen KGB“ finden (ja, ich weiß, der KGB wurde 1991 aufgelöst), besonders unter den US-Libertären (die wahrscheinlich die Einzigen sind, die verstehen was abläuft). Die (Pseudo) „Linke“ wird jubeln. Sollte dieser Ablauf in unerwarteten Widerstand münden, entweder regional oder sozial, dann ist ein 9/11-Ereignis mit folgenden Krieg das wahrscheinlichste Szenario (warum soll man was anderes machen, wenn es beim ersten Mal so gut geklappt hat?!). Wenn sich die USA nicht dazu entscheiden, wieder in Granada einzumarschieren oder Nauru die verdiente Tracht Prügel zu verpassen, so wird jeder mehr oder weniger richtige Krieg zu einem katastrophalen Versagen der USA führen und an diesem Punkt könnte der Einsatz von Nuklearwaffen durch die irren Neokons zu einem sehr reellen Risiko werden. Besonders wenn symbolische US-Ziele wie ein Flugzeugträger getroffen würde (1991 haben die USA die 82. Airborne in den Irak geschickt und zwischen dieser leichten Infanterie und den irakischen bewaffneten Divisionen stand gar nichts. Hätten die Iraker angegriffen, so sah der Plan den Einsatz taktischer Nuklearwaffen vor. Aber das ist alles schon längst vergessen).

 

Es gibt einen Grund warum die Neokons in Zeiten einer Krise aufblühen: es erlaubt ihnen, sich hinter dem Chaos zu verstecken, vor allem wenn sie diejenigen waren, die das Chaos erst angerichtet haben. Das bedeutet, dass solange die Neokons auch nur in der Nähe der Macht sind, sie nie, niemals erlauben werden, dass plötzlich Frieden ausbricht. Außer das Scheinwerferlicht würde direkt auf sie leuchten. Chaos, Kriege, Krisen – das ist ihr natürlicher Lebensraum. Betrachtet es als ein Nebenprodukt ihrer Existenz. Letzten Endes werden sie natürlich gestoppt und besiegt werden, so wie alle ihre Vorgänger in der Geschichte. Aber mich schaudert wenn ich daran denke, welchen Preis die Menschheit diese Mal zahlen wird. 


15.

 

https://www.peakprosperity.com/blog/110233/we-need-social-revolution

 

Wir brauchen eine soziale Revolution

Unsere Zukunft ist von unserer Bereitschaft zu kämpfen abhängig

 

von Charles Hugh Smith. 18.08.2017

 

 

Aus herkömmlicher Sicht gibt es zwei Arten von Revolutionen: politische und technologische. Politische Revolutionen können friedlich oder gewaltsam sein, und technische Revolutionen können Zivilisationen langsam oder abrupt verwandeln – zum Beispiel revolutionäre Fortschritte in der Technologie der Kriegsführung.

 

Angesichts dessen sind die Triebwerke der Revolution der Staat/die Regierung auf allen Ebenen und in allen Erscheinungsformen – und die Konzernwirtschaft.

 

Bei einer politischen Revolution kann eine neue politische Partei oder Gruppierung Überläufer für ihre Sichtweisen gewinnen. Und diese neue politische Kraft ersetzt die bestehende politische Ordnung, entweder mit friedlichen Mitteln oder durch gewaltsame Revolution.

 

Technologische Revolutionen entstehen aus vielen Quellen, landen aber schließlich in den Händen des Staates und des privaten Sektors, die sich gegenseitig in unterschiedlicher Ausprägung beeinflussen und kontrollieren.

 

Herkömmliche Geschichtsschreibung konzentriert sich auf die von oben gelenkten (top-down) politischen Revolutionen nach Art der gewaltsamen „Regimewechsel“: die Amerikanische Revolution (1776), die Französische Revolution (1786), die Chinesische Revolution (1949) und so weiter.

 

Die Technologie hat ihre eigene revolutionäre Hierarchie: die Fortschritte der Industriellen Revolutionen 1, 2, 3 und jetzt 4 stammten typischerweise von Erfindern und Proto-Industriellen, die sich auf privates Kapital und die Banken verließen, um die großangelegten Ausbauten der neuen Industrien zu finanzieren: Eisenbahn, Stahlproduktion, Schiffbau, das Internet usw.

 

Der Staat kann technologische Revolutionen mit politisch motivierten Projekten anstoßen und finanzieren, zum Beispiel das Manhattan-Projekt zur Entwicklung von Nuklearwaffen und das Weltraumrennen zum Mond in den 1960ern.

 

Diese Revolutionen teilen eine ähnliche Struktur: ein kleiner Kader führt ein großangelegtes Projekt an, basierend auf einer strikten Hierarchie, in der die Revolution in der sozialen Pyramide von den Wenigen an der Spitze nach unten zu den Vielen gedrückt wird. Selbst wenn politische und industrielle Fortschritte von den Massen freiwillig akzeptiert werden, ist die Führung und Struktur der Kontrollmechanismen hierarchisch: die politische Macht, ob gewählt oder nicht, ist in den Händen der Wenigen an der Spitze konzentriert. Konzerne sind kommerzielle Autokratien; Führung ist hochgradig konzentriert und Befehle werden mit militärähnlicher Autorität an die unteren 99% der Angestellten auferlegt.

 

Soziale Revolutionen kommen nicht von oben

 

Aber es gibt noch eine weitere Art von Revolution, aber sie teilt nicht diese hierarchische Struktur und zeigt sich auch nicht in der großen Top-Down Machtpyramide des Staates und der privaten Konzerne: Soziale Revolutionen kommen von unten und haben keine zentralisierte Führung und hierarchische Kontrollmechanismen.

 

Soziale Revolutionen beeinflussen letztendlich den Staat und den privaten Sektor, aber sie benötigen keine Erlaubnis, keine Finanzierung oder Führung von diesen Hierarchien; in aller Regel zerren soziale Revolutionen den Staat und den Konzernsektor voran, tretend und schreiend, da sich das soziale Gefüge und die Werte der Bevölkerung ändern und der Staat und der Konzernsektor sich an den Status Quo klammern.

 

Beispiele für vergangene soziale Revolutionen beinhalten die Bürgerrechtsbewegungen der 1950er und 1960er, die Gegenkultur der 1960er und die Schwulenbewegung. Die Staatsführung sträubte sich gegen jede Revolution und wurde im Grunde gezwungen, die neue soziale Ordnung anzunehmen, da sie zu Mainstream wurde.

 

Als die Konzerne erst einmal herausgefunden hatten, wie man von der verwandelten Sozialordnung profitieren konnte, da haben sie rasch neue Produkte und frisches Marketing eingeführt: Beispielsweise machte Werbung nur für Weiße Platz für Werbung für ausgewählte ethnische Gruppen und gemischtrassige nationale Werbekampagnen.

 

Wenn soziale Revolutionen vom Staat unterdrückt werden, dann können sie eine politische Revolution auslösen, wenn die sozial Unterdrückten erkennen, dass ein Umsturz der autokratischen politischen Ordnung ein nötiger Schritt zur Befreiung ist.

 

In anderen Fällen hatten soziale Revolutionen wenig direkten Einfluss auf politischer Bühne. Die glaubensbasierten sozialen Säkularbewegungen – etwa das Second Great Awakening (protestantische Aufklärungsbewegung) zu Beginn des 19. Jahrhunderts – waren nicht überaus politisch; ihr letztlicher politischer Einfluss kommt erst Jahrzehnte später (Abstinenzbewegung, Frauenrechte und Unterstützung für die Abschaffung der Sklaverei).

 

Zusammengefasst: soziale Revolutionen können politische Wellen erzeugen, aber dazu müssen sie nicht offen politisch sein, und sie verlassen sich nicht auf politische, finanzielle und technologische Hierarchien um die Gesellschaft zu verändern.

 

Der Niedergang der sozialen Gruppen und die Aushöhlung der sozialen Ordnung

 

Robert Putmans Buch von 2000 „Bowling Alone: The Collapse and Revival of American Community“ dokumentiert den Niedergang sozialer Beziehungen und was wir als „Teilnahme“ an einer amerikanische Gesellschaft mit Unmengen von Daten bezeichnen können. Diese Aushöhlung de sozialen Bindungen beschränkt sich nicht nur auf soziale Gruppen wie Bowling-Vereine. Sie ist profan, umfasst jeden sozialen Beziehungstyp vom Familienpicknick über Gemeinschaften zu Nachbarschaftsgruppen.

 

Wenn wir Putmans Ergebnisse auf die menschlichen Kernbeziehungen Familie und Freundschaft ausweiten, so finden wir die selben Risse der sozialen Bindungen; die Menschen haben weniger nahe Freunde, sind isolierter und einsamer, und familiäre Beziehungen sind zunehmend gekünstelt oder durch Entfremdung gekennzeichnet.

 

Die Faktoren, die diesen breiten Niedergang der Verbundenheit und sozialen Kapitals fördern, sind zahlreich: die wirtschaftliche Produktionsweise der Nation hat sich geändert, sie benötigt oft zwei Einkommen, wo früher eines reichte. Und die Globalisierung hat sowohl die Anforderung an jene mit Arbeit erhöht, als auch die Anzahl jener Erwachsener erhöht, die aus dem Arbeitsmarkt herausgefallen sind.

 

Die Wirtschaft des „der Gewinner bekommt das Meiste“ wird begleitet von einer Zunahme politischer Gespaltenheit, einem Politikstil, der die „wir gegen sie“-Zerrissenheit fördert. Und einer Aushöhlung der gemeinsamen Grundlagen durch dämonisierte Gegner und durch eine „Alles oder Nichts“-Loyalität zu einer Partei oder Sache.

 

Die technologischen Revolutionen von Fernsehen und Radio haben die Massenmedien homogenisiert, denn sie bieten künstlichen Ersatz für soziales Engagement. Die Technologie der Sozialen Medien, das Mobiltelefon und engstirnige Echokammern der Einförmigkeit haben noch mehr süchtig machende Formen der Ablenkung geschaffen, die nicht nur die soziale Verbundenheit zerschreddern – sie zerstören unsere Fähigkeit, natürliche soziale Bindungen zu formen, sogar innerhalb von Familien.

 

Dieser Dynamik wurde vor kurzem in einem Aufsatz im The Atlantic nachgegangen: „Haben Smartphones eine Generation zerstört?“

 

Jeder aufmerksame Beobachter eines gegenwärtigen Familienlebens würde hinzufügen, dass die süchtig machende Hinwendung zum Mobiltelefon auch die Generation der Eltern und die Familieneinheit selbst geschädigt hat.

 

Cui Bono: Wem zum Vorteil?

 

Regelmäßige Leser wissen, dass ich eine Untersuchung oft mit der bewährten Frage Cui Bono einleite, wem nutzt es? Wer hat von der Aushöhlung des sozialen Gefüges und des sozialen Kapitals profitiert? Von der Politik der Spaltung und der Massensucht nach einer Technologie künstlicher Verbundenheit?

 

Wir können zwar einen starken Anstieg der Konzerngewinne feststellen und einen kausalen Zusammenhang zwischen diesen Profiten und dem modernen Lebensstil der hoch produktiven Konzernangestellten mit ihrem „immer mit der Arbeit verbunden“ ziehen, aber man kann kaum dagegen argumentieren, dass die Konzerne direkt vom Verlust von sozialem Kapital profitiert haben, welcher das amerikanische Leben charakterisiert.

 

Konzerngewinne nach Steuern“

 

Eher sieht es so aus, dass die unnachgiebige Verfolgung eng definierter Eigeninteressen der Konzerne, sprich die Maximierung der Profite mit allen vorhandenen Mitteln, die Grenzen zwischen Arbeit und Heim als Kollateralschaden verwüstet hat.

 

Auf ähnliche Weise profitieren die Lieferanten der Smartphones und der Software und den Inhalten, die so süchtig machen, nicht notwendigerweise direkt von der Zerstörung intimer, authentischer Bindungen. Aber sie sind mit Sicherheit durch den Absatz der Smartphonesucht reich geworden. Nochmal: der Verlust von authentischer sozialer Verbundenheit ist ein Kollateralschaden.

 

Während es ziemlich offensichtlich ist, dass politische Gruppen die Spaltung zu ihrem eigenen Vorteil verstärkt haben: profitiert der Staat (die Regierung in all ihren Ausprägungen) von einer Zerreißen der sozialen Ordnung? Es ist schwierig, einen direkten Profit des Staats zu erkennen, man könnte jedoch argumentieren, dass eine gespaltene Bevölkerung leichter zu kontrollieren ist.

 

Aber die Aushöhlung der sozialen Ordnung hat sich von einer Spaltung in eine Auflösung verwandelt und es ist nicht zu erkennen, wie Klassenkampf und soziale Zerrissenheit gut sein sollen für den Staat, der sich schließlich für seine Autorität von einem gewissen Maß an sozialer Einheit abhängig ist. Die Autorität ist vom Konsens der Regierten abhängig.

 

Es ist an der Zeit, dass wir uns unsere Zukunft zurückholen

 

In Teil 2, „Die Rettung unserer Zukunft“, konzentrieren wir uns auf die offensichtliche Wahrheit, dass Regierungen und Konzerne die soziale Verbundenheit und Balance unseres Lebens nicht wieder herstellen können. Nur eine soziale Revolution, die sich selbst von unten aus organisiert, kann das bewerkstelligen.

 

Und wir listen die spezifischen Schritte auf, die jeder von uns tun kann und tun sollte, um die Werte und Fähigkeiten zu entwickeln, die nötig sind um echten sozialen Reichtum zu bilden und zu erhalten – der Reichtum von Freundschaft, sozialem Zusammenkommen und Zugehörigkeit.

 

Es braucht Mut und Unabhängigkeit, um gegen den Strom der toxischen Gezeiten unserer Wirtschaft und Gesellschaft zu schwimmen. Die gute Nachricht ist, dass der wahre Reichtum für jeden in Reichweite liegt. Die nötigen Schritte dazu sind klar; es ist nur eine Frage des Willens, Zeit und Mühe zu investieren.

 

Habt ihr sie?


16.

https://medium.com/@caityjohnstone/why-are-syrian-refugees-running-back-to-this-evil-dictator-who-likes-to-kill-them-d9ebdb1581c9

 

Warum kehren syrische Flüchtlinge zu diesem bösen Diktator zurück, der sie töten will?

 

Von Caitlin Johnstone, 15.08.2017 (zu den unterstrichenen Stellen gibt es im Original Verknüpfungen)

 

 

Al Jazeera, die nicht gerade bekannt dafür sind, dass sie an der offiziellen Sichtweise des Establishments über Syrien rütteln, hat einen interessanten neuen Bericht aus einer jüngsten Untersuchung der International Organization for Migration (IOM) veröffentlicht. Nach Angaben der IOM sind zwischen Januar und Juli 2017 fast 603.000 syrische Flüchtlinge in ihre Heimat in Syrien zurückgekehrt.

 

Und natürlich gehen diese Hunderttausende vertriebener Syrer, die nach Hause zurückkehren, alle in Gebiete zurück, die von den Assad-hassenden Freiheitskämpfern und moderaten Rebellen vor dem blutrünstigen Tyrannen Bashar al-Assad beschützt werden, stimmt's?

 

Nun ja, wenn man die Dinge glaubt, die die westlichen Massenmedien über Assad erzählen, dann könnte es so sein. IOM berichtet, dass von diesen vertriebenen Syrern, die heuer zurückgekehrt sind, etwa 400.000 in ihre Heimatstadt Aleppo heimgekehrt sind, die im Dezember von den Pro-Assad Kräften komplett zurückerobert wurde.

 

Tweets:

Daily on Defense @dailyondefense: (13.12.2016)

Die Vereinten Nationen sagen, dass Zivilisten in Aleppo in ihren Wohnungen von syrischen Regierungskräften erschossen wurden http://washex.am/2hoIE0G

 

Bana Alabed @AlabedBana: (13.12.2016)

Ich heiße Bana. Ich bin 7 Jahre alt. Ich spreche jetzt live mit der Welt aus Ost#Aleppo. In diesem Moment geht es um Leben und Tod. - Bana“

 

Carla Marinucci @cmarinucci (14.12.2016)

Mindestens 20 Frauen haben in Aleppo lieber Selbstmord begangen als sich zu vergewaltigen lassen, so berichten Rebellen http://thebea.st/2gTVsIP (“...Aktivisten und Rebellen in der belagerten Stadt sagen, dass Massenhinrichtungen begonnen haben und Kinder bei lebendigem Leib verbrannt werden während Assads iranisch und russisch unterstützten Kräfte eindringen”)

 

Bana Alabed @AlabedBana: (29.09.2016)

Liebe Welt, es ist besser einen 3. Weltkrieg anzufangen als Russland&Assad zu erlauben, einen #HolocaustAleppo zu begehen”

 

Ihr erinnert euch an Aleppo, ja? Wenn nicht, dann werf ich es euch nicht vor; die Konzernmedien sprechen so gut wie gar nicht mehr darüber. Es ist fast so als wollten sie uns die Horrorgeschichten vergessen machen, als sie von der Stadt erzählten, die von den guten, noblen Freiheitskämpfern besetzt wurde und dann von einer Armee aus verdorbenen Psychopathen angegriffen wurde, die Frauen vergewaltigen, Kinder bei lebendigem Leib verbrennen und Zivilisten in ihren Wohungen erschießen wollten. Ende 2016 jedoch hat man von nichts anderem gehört. Wenn der Westen sich nicht einmischt und Damsakus und Moskau nicht daran hindert, Ostaleppo von den gutherzigen Rebellen zu befreien, dann werden alle von der Armee der syrischen Regierung vergewaltigt, gefoltert und niedergemetzelt.

 

Da schau einer an – ist es nicht seltsam und eigenartig und lustig und interressant, dass es Hunderttausende Syrer gar nicht abwarten können, dorthin zurückzukehren. Genau zu dieser blutrünstigen Regierung, die nichts als Gemetzel, Vergewaltigung und Zerstörung wollte, die noch immer dieses Gebiet kontrolliert, aber die Menschen kehren trotzdem in ihre Stadt zurück um sie aufzubauen.

 

Was ist da los? Kann es denn sein, dass wir über das Geschehen in Syrien in so massivem Ausmaß falsch informiert wurden? Konnten sich die nahezu einstimmigen Experten und Politiker aller Orten in ihrer Ansicht dermaßen irren, dass Bashar al-Assad ein sadistischer Tyrann sei, der mit Freude Zivilisten abschlachtet? Wenn das Verhalten des eigenen syrischen Volkes dem anscheinend so widerspricht?

 

Ron Paul Institute mit Vanessa Beeley (29.09.2016)

https://www.youtube.com/watch?v=I8mA0h7dCKI

 

Tweet:

vanessa beeley @VanessaBeeley (15.08.2017)

SYRER KEHREN HEIM: Die vom Westen unterstützten Terroristen haben nichts als Armut, Tod und Einsamkeit gebracht”

 

http://21stcenturywire.com/2017/08/15/syrians-are-going-home-western-backed-terrorists-brought-nothing-but-weariness-poverty-death-and-loneliness/

 

In einem die Augen öffnenden neuen Artikel “SYRER KEHREN HEIM: Die vom Westen unterstützten Terroristen haben nichts als Armut, Tod und Einsamkeit gebracht” beschreibt die unabhängige Journalistin Vaness Beeley ihre letzte Reise nach Syrien und das überwältigende Verlangen der Menschen, einfach zurückzukehren und ihr friedliches Leben vor dem Krieg wieder aufzunehmen.

 

Ich will einfach nur nach Hause,” sagt ein Mann, der wegen eines Angriffs der Nusra Front Terroristen auf einen Rollstuhl angewiesen ist, zu Beeley.

 

Beeley schreibt:

 

Alle mit denen wir geredet haben -- aus Raqqa, Homs, Ost Ghouta, Daraa – alle sagten das Gleiche. Sie träumten von einer Rückkehr, zurück zum Leben vor dem “Konflikt”, zurück zu ihrem friedlichen Leben vor dem Krieg. Viele der Frauen wollten sich nicht fotografieren lassen, ihre Männer kämpfen in der Syrisch Arabischen Armee und ihr Leben wäre in Gefahr, wenn ihre Bilder veröffentlicht würden. Eine dieser Frauen aus Ost Ghouta, Hadia, erzählte mir:

 

'Vor der Krise hatten wir “Freiheit”. Diese sogenannten “Freiheitskämpfer” haben nichts als Leid gebracht, sie haben uns aus unseren Häusern vertrieben. Sie haben nichts als Mühsal, Einsamkeit, Tod und Armut gebracht.'

 

Diese Menschen sollten nie nach Hause zurückkehren können. Syrien war dazu auserkoren, ein weiterer chaotischer und geschieterter Staat zu werden, wie Libyen. Und währenddessen übernahmen die westlichen Mächte die Kontrolle über Schlüsselfelder in dem strategisch wichtigen Land. Clinton war für den Wahlsieg auserkoren und sollte ihre Flugverbotszone errichten, und die Nusra Front sollte schon mit Nato Luftunterstützung in Damaskus einmarschiert sein. Von Russland hat man niemals erwartet, dass es diesen kühnen Schritt zu einer direkten militärischen Intervention gegen US-trainierte Terroristen unternehmen würde, und von Trump hat man niemals erwartet, dass er die US-Wahl gewinnt. Das ist der Grund, warum Russland jetzt von dem selben ungewählten Machtestablishment aufs Korn genommen wird, das auch versucht Trump zu stürzen. Die Welt hielt sich nicht ans Drehbuch und folgte nicht ihren Möchtegern-Meistern. Es war nicht gedacht, dass sich die Syrer jetzt auf Frieden und Wohlstand freuen sollten.

 

(Anm.d.Ü.: Hier folgen drei widerliche Beispiele der Westpresse, die Caitlin aufzählt)

 

Syrische Flüchtlingsfamilie flieht vor Assads Krieg gegen die Kinder” (12.10.2012)

http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/syria/9622440/Syrian-refugee-families-flee-Assads-war-on-children.html

 

Syrische Flüchtlinge fliehen eher vor Assad als ISIS” (19.10.2015)

http://www.huffingtonpost.com.au/suraina-pasha/syrians-refugees-are-runn_b_8308752.html

 

Syrer flüchten vor Asssads Bomben und nicht vor ISIS” (08.10.2015)

https://www.thetimes.co.uk/article/syrians-are-fleeing-assad-bombs-not-isis-sjvn76z8nx3

 

Letztes Jahr hat Professor Tim Anderson von der University of Syndney einen Aufsatz geschrieben mit dem Titel “Die Syrian Campaign hat ihre Flüchtlings-Umfrage '70% fliehen vor Assad' gefälscht”. Darin zerlegt er die schwer fehlerhafte und falsch interpretierte Umfrage, die 2015 als Dogma des Establishments aufgesogen wurde. Die Lüge, dass eine Mehrheit der syrischen Flüchtlinge vor Assad und nicht vor den Terroristen geflohen sei, wurde von Klitschen wie Huffington Post, Wall Stret Journal und Newsweek als Fakt verkauft.

 

Es war alles eine Lüge. Syrien stand im Zentrum der wohl intensivsten Propaganda-Kampagne der ,menschlichen Geschichte, und jetzt zerfällt die ganze Fake Story an allen Ecken und Enden. Das in den USA zentralisierte Machtestablishment hatte vor, Lügen und Propaganda zu benutzen, um eine weitere routinemäßige geopolitische Machtübernahme so wie immer ducrhzuführen, aber dieses Mal haben sie versagt. Die Verscheierungstaktik zerfällt und die Realität kommt endlich langsam ans Licht.

 

Ich bin einfach nur dankbar, dass die Menschen Syriens nach Hause können.


17.

http://www.paulcraigroberts.org/2017/08/16/charlottesville-2/

 

Charlottesville 2

 

von Paul Craig Roberts, 16.08.2017

 

 

Was die liberal-progressive Linke mit Charlottesville erreichen will: Trump-Unterstützer sollen mit Rechtsextremen assoziiert werden um damit die Trump-Unterstützer zu dämonisieren, so dass sie keine Stimme haben, wenn Trump durch einen Staatsstreich gestürzt wird. Oder man kann es auch anders sagen: Charlottesville wird von Jemandem benutzt um Trump und die Leute, die ihn wählten, schlecht zu machen, damit der Weg für einen Umsturz frei wird. Und die liberal-progressive Linke ermöglicht diesen Plan.

 

Wenn ich darüber nachdenke so glaube ich, dass für die meisten liberal-progressiven Linken die Klagen und die einseitige Interpretation von Charlottesville nur die tiefsitzende, voraussehbare Reaktion von Menschen ist, die mit Identitätspolitik aufgewachsen sind. In der Identitätspolitik ist jeder gut – außer die rassistischen, sexistischen, schwulenfeindlichen, männlichen weißen Waffennarren. Die einzigen akzeptablen weißen Männer sind die, die sich dieser Charakterisierung selbst fügen. Alle anderen sind „Rechtsextreme“ (white supremacists) oder „Nazis“.

 

Was ich so auf progressiven Webseiten lese, so lassen jene, die von der Identitätspolitik erfüllt sind, sich von der Emotionalisierung der Politik davontragen. Mein Freund Rob Kall, der so fair und offen ist und meine Kolumnen auf OpEdNews veröffentlicht, einschließlich jener mit denen er nicht einverstanden ist, schreibt: „Trump ist jetzt der Führer von Rechtsextremen und Nazis.“ Rob kommt zu dieser Schlussfolgerung, weil Trump beide Seiten für die Gewalt in Charlottesville verantwortlich macht. Da er die beiden Seiten als gleich betrachtet, hätte Trump „deutlich gemacht, dass er sich auf die Seite der Rechtsextremen schlägt und ihnen Hilfe, Unterstützung und Ermutigung gibt.“

https://www.opednews.com/articles/Trump-is-Now-the-Leader-of-by-Rob-Kall-Donald-Trump_Hate-Groups-Neo-Nazis_White-Supremacist-170816-650.html

 

(Man erinnert sich vielleicht an Jean Kirkpatrick, die Liberale abkanzelte, weil sie zwischen der Sowjetunion und den USA keine Unterschied sehen.)

 

Ich zweifle daran, dass Trump seine Stellungnahme so gemeint hat. Nach den Videos, die ich gesehen habe, gab es anscheinend auf beiden Seiten jede Menge Hass. Mit Sicherheit gibt es unter den Progressiven jede Menge Hass gegen Trump.

 

Alexandra Petri von der Washington Post empfindet Trumps Worte zur Verurteilung der Gewalt auf beiden Seiten als „verabscheuungswürdige Worte“. Petri glaubt offensichtlich, dass entgegen der Bilder in den Nachrichten sich die Gegendemonstranten nicht auf Gewalt eingelassen haben, oder sie glaubt, dass die Gewalt von jener Seite gerechtfertigt war, aber die Gewalt von der anderen Seite nicht. Sie verurteilt Trump für diese Stellungnahme: „Wir verurteilen aufs Schärfste diese entsetzliche Demonstration aus Hass, Fanatismus und Gewalt auf vielen Seiten.“ Ihrer Meinung nach zeigen seine drei letzten Worte, „auf vielen Seiten“, dass Trump Partei für Rechtsextreme ergreift.

 

Richard Eskow stimmt ein in den Chor. Er verbindet die Todesfälle von Charlottesville, New York, Portland und Charleston zu „weißem Rechtsextremismus“ und macht dafür Trump verantwortlich.

 

The Daily Kos setzt Trumps Verurteilung der Gewalt auf beiden Seiten (was nach den Medienberichten der Fall zu sein schien) ebenfalls mit einer Verteidigung „rechtsextremer/Neo-Nazi Gewalt“ gleich.

 

Joe Macare von Truthout erzählt uns, dass „Truthout weiterhin über die Bedrohung durch Neo-Nazis auf den Straßen berichten wird – und auch über jene im Weißen Haus, die die gleiche Agenda verfolgen. Wir werden mit den Menschen sprechen, die sich auf allen Ebenen gegen Faschismus organisieren.Wir werden nicht „beide Seiten“ gleichsetzen oder verurteilen. Wir tadeln nicht den Hass den die Nazis erhalten. Aber wissen auch, dass dies nicht das einzige Gesicht des Rassismus ist. Ob er sich in der Erziehungspolitik zeigt, oder in der Gentrifizierung, in der ökonomischen Ungleichheit, in der rassistischen Politik oder in der Einwanderungs- und 'Verteidigungs'-Politik der USA – Truthout wird weiterhin den Rechtsextremismus in all seinen Formen aufdecken.“

 

Anna Sutton von Truthout drückt ihren „großen Kummer, Zorn“ aus. Sie weiß gar nicht wo sie anfangen soll. Aber sie sieht eine Gelegenheit für eine Spendenkampagne. Mach eine Spende und Truthout wird „sagen wie es ist“, gegen die „rechtslastigen Konzernmedien“, die „sich verbiegen um Trump und die Gewalt und die Fremdenfeindlichkeit seiner fanatischen Anhänger zu normalisieren.“ Man fragt sich, von welchen rechtslastigen Konzernmedien sie redet. Von der New York Times, der Washington Post, CNN, MSNBC, NPR, die allesamt rund um die Uhr Trump denunzieren?

 

Wie vermeiden wir diese Frage: Wer übertreibt, die „alt-right“ in Charlottesville oder ihre progressiven Kritiker?

 

Bei CounterPunch, einem Relikt der amerikanischen Linken, erzählt uns John Eskow, dass er mit Rechtsextremen aufwuchs, „seit ich gehen lernte. Sie haben mich in der Arbeiterschaft in Utica, New York umgeben – einer frühen Hochburg des amerikanischen Rostgürtels, damals in den 1950ern.“

 

Hier assoziiert die Identitätspolitik die Arbeiterschicht mit Rechtsextremismus. Die allmächtigen, alles bedrohenden Rechtsextremisten konnten nichts gegen die Arbeitsplatzverlagerung ihrer Jobs nach Asien unternehmen. Aber diese Menschen, die so machtlos sind, dass sie nicht einmal ihre eigenen Arbeitsplätze retten konnten, sind eine große Bedrohung für uns gute Menschen, die wir unbekümmert an unseren Daumen genuckelt haben, während ihr wirtschaftliches Leben hingerichtet wurde.

 

Der CounterPuncher John Wight lässt, bevor er das Dogma wiederholt, dass Amerika von Anfang an „ein Synonym für Rechtsextremismus war“, zuerst zwei Fassbomben auf die Liberal/Progressiven los. „Lautstarke Worte gegen den Faschismus in Charlottesville von jenen Leuten, die Faschisten in Kiew unterstützt haben und Weckrufe gegen Extremisten in Amerika von jenen, die diese in Syrien unterstützt haben. Ist das nicht blanke Scheinheiligkeit?“

 

Ach so, warum haben sich dann die Liberal/Progressiven mit dem Militär/Sicherheitskomplex und den Neokonservativen gegen Donald Trump verbündet, der bis zu seiner Entmachtung seine Absicht verkündet hat, die Beziehungen zu Russland zu normalisieren und damit den Feind zu entfernen, der benötigt wird, um das 1.000 Milliarden Dollar Budget des Militär/Sicherheitskomplexes zu rechtfertigen? Diese riesigen Summen hätten in die Gesundheitsvorsorge für die Unterversorgten, in die öffentliche Unterstützung für die Unterversorgten fließen können. Aber die Liberal/Progressiven wollten das nicht. Wenn die Liberal/Progressiven so gegen Gewalt und Hass sind, warum unterstützen sie dann die Hasskampagne gegen Trump und Russland?

 

Hat die Identitätspolitik die liberal-progressive Linke so taubstumm und blind gemacht, dass ihre Realität auf jene Emotionen beschränkt ist, die die Identitätspolitik produziert?

 

Das ist eine berechtigte Frage. Sie ist nicht abwertend gemeint. Sie soll zu einem Verständnis für die Notlage unseres Landes führen. Wie soll ein Land, in dem Schwarzen beigebracht wird Weiße zu hassen, Frauen beigebracht wird Männer zu hassen und dessen Geschichte als eine weiße Unterdrückung erklärt wird, wie soll es erfolgreich mit den drängenden Fragen unserer Zeit umgehen?

 

Ja, so ein Land ist nicht einmal in der Lage, die echten Fragen zu erkennen. Es scheint deutlich genug, dass unser Untergang gewiss ist.

 

Die Identitätspolitik hat die Universitäten, die Medien, alle möglichen Fächer in den öffentlichen Schulen, wie etwa Forschung für Schwarze, Frauen, Rassen, Indianer, und die Demokratische Partei so fest im Griff, dass die Realität aus diesem Bild verschwunden ist. Was von der Identitätspolitik am meisten verachtet wird sind ganz einfach Ergebnisse aus der Geschichte, nicht aus den üblen Absichten weißer Männer. Es war einmal so, dass es die Aufgabe des liberalen Progressivismus war, das Erbe der Vergangenheit, das moralisch gealtert war, zu reformieren. Aber diese progressive Agenda wurde für einen Hass aufgegeben, der genauso falsch und tödlich ist wie der Hass, gegen den sich die Liberal/Progressiven wenden. Somit bleibt uns nur noch: Hass gegen Hass. Das ist nicht vielversprechend.

 

Wir müssen auf diese Frage zurückkommen: Warum gefällt es der liberal-progressiven Linken, sich bei den kriegshetzenden Neokonservativen und dem Militär/Sicherheitskomplex gegen Präsident Donald Trump einzureihen, der bis zu seiner Blockade vorhatte, die für die gesamte Menschheit extrem gefährlichen Spannungen zwischen Russland und den USA zu reduzieren, die über 24 Jahre hinweg durch die Regime von Clinton, George W. Bush und Obama erzeugt wurden? Wenn ihr wirklich gegen Gewalt seid, warum seid ihr dann gegen den einzigen Präsidenten den wir seit Reagan haben, der das Risiko eines nuklearen Konflikts verringern möchte?

 

Ich habe diese Frage schon mehrfach gestellt. Ich habe niemals eine Antwort von der liberal-progressiven Linken erhalten.

 

Sollen wir daraus folgern dass es ihnen nicht bewusst ist, weil sie in ihrem Hass gegen weiße heterosexuelle Männer gefangen sind, dass es ihnen egal ist? Dass sie Trump zerstört sehen wollen, auch wenn uns Pence, der Ersatzmann, in einen nicht zu gewinnenden Krieg mit Russland und China führt?

 

Warum springen die Umwelt- und Naturschutzorganisationen auf diesen Anti-Trump-Zug auf? Sind sie sich der Konsequenzen eines Nuklearkriegs für das gesamte Leben nicht bewusst?

 

Was erklärt die völlige Unwirklichkeit, in der Amerikaner leben? Wir sollen der Führer der Welt sein. Wie sollen wir führen, wenn wir so vollkommen und hoffnungslos blind und dumm und vom Hass zerfressen sind?


18.

http://www.paulcraigroberts.org/2017/08/14/charlottesville/

 

Charlottesville

 

von Paul Craig Roberts, 14.08.2017

 

 

Was ich heute morgen auf NPR (Anm.d.Ü.: National Public Radio) hörte, bestätigt was ich bereits wusste. Charlottesville wir zu einem weiteren Sargnagel im Sarg von Präsident Trump.

 

NPR hatte keinerlei Interesse daran, die tatsächlichen Fakten über das Geschehen in Charlottesville zu berichten. Die „Interviews“ mit den Gleichgesinnten waren Inszeniert, m das gewünschte Propagandaresultat zu liefern: An allem ist Trump schuld.

 

Es ist aus mehrerlei Gründen Trumps Schuld. Er hat die Rechtsextremisten und Nazis ermutigt, indem er während des Präsidentenwahlkampfs ihre rassistischen Ansichten mit seinem Slogan „America First“ angestachelt hat.

 

Natürlich haben die Wähler genau verstanden, was Trump mit „America First“ gemeint hat – das Interesse der breiten amerikanischen Öffentlichkeit sollte vor den Handelsabkommen stehen, die den Interessen anderer Länder und den selbstsüchtigen Profitinteressen globaler Konzerne dienen. Die Propagandisten bei NPR haben jedoch Trump die Worte im Mund umgedreht und die Bedeutung des Slogans so hingedreht: „White America Comes First“.

 

Mit anderen Worten: „America First“ ist gemäß NPR ein Codewort für weißen Rechtsextremismus, um aus dem Wahlmännergremium einen Vorteil herauszuschlagen und einen Führer zu wählen, der über die Stimme des Volkes der dicht besiedelten, eng begrenzten Gebiete des Nordosten und der Westküste siegt, die Zentren der moralischen Verkommenheit. Daher war Trump der Kandidat der weißen Rechtsextremen und somit illegitim.

 

Als nächstes vermittelte NPR die Botschaft, dass Trump der Kandidat der Nazis war, da er beide Seiten für den Ärger in Charlottesville kritisierte. NPR benutzte seine orchestrierten Interviews, um für die Gewalt ausschließlich jene Gruppe zu beschuldigen, die ihre Kundgebung angemeldet hatte. Laut NPR bestand die Gruppe, die keine Erlaubnis besaß und die sich formierte um gegen die Kundgebung zu protestieren, ausschließlich aus Guten, die Amerika vor der Redefreiheit angeblicher Nazis und Rassisten beschützten.

 

Zweifelsohne zieht eine Kundgebung der sogenannten „alt-right“ alle möglichen Sorten von Extremisten an und der Anlass der Kundgebung, anscheinend die Statue von Robert E. Lee vor einer Zerstörung zu schützen oder auch einfach nur die Aufmerksamkeit für die Organisatoren zu erhöhen, erlitt durch den jungen, offensichtlich gestörten Mann Schaden, der ein Auto in die Gegendemonstranten fuhr, nachdem die angemeldete Kundgebung zu Ende war. Das sinnlose Element dieser Aufführung hat einige Amerikaner davon überzeugt, dass die ganze Sache eine Orchestrierung des Tiefen Staats war, als Waffe gegen Trump und die bürgerlichen Freiheiten.

 

Charlottesville hat viele Facetten, die von NPR und dem Rest der Presstituierten ignoriert werden. Zum Beispiel: Wie unterscheidet sich die Bush/Cheney/Obama-Aussage, die Amerikaner seien das „außergewöhnliche Volk“ aus dem „unentbehrlichen Land“, von Trumps Erklärung „Amerika zuerst“? Aus der liberal-progressiven Linken war niemand verstört, als Obama der Welt zurief, Amerikaner seien das außergewöhnliche und unersetzliche Volk. Verwendet Obama nicht eine viel deutlichere Sprache, die Amerika zuerst lautet? Wenn Amerikaner außergewöhnlich sind, dann sind alle Anderen nur gewöhnlich. Wenn Amerikaner unentbehrlich sind, dann sind alle Anderen entbehrlich.

 

Wo liegt der Unterschied? Der eine Unterschied ist, dass Obama von den Guten gewählt wurde, den nicht rassistischen, nicht frauenfeindlichen, nicht rechtsextremen Menschen. Und Trump wurde von den „bedauernswerten“ gewählt, um Hillarys Bezeichnung (deplorables) zu verwenden. Kein Wunder dass sie verloren hat, da sie jeden zwischen den zwei Küsten als „bedauernswert“ abtat. Sie hat aber gar nicht verloren, richtig? Putin und Trump haben sich verschworen und ihr die Wahl gestohlen. Trump ist illegitim und daher muss er aus dem Amt entfernt werden. Er ist doppelt illegitim, da er von weißen, heterosexuellen Männern gewählt wurde. Es gibt diese falsche Behauptung, obwohl Hillary von den Frauen 2 Millionen Stimmen weniger bekommen hat als Obama. Entweder haben 2 Millionen Frauen nicht gewählt oder sie haben für Trump gestimmt.

 

Der andere Unterschied ist, dass sich Trumps „America First“ auf den Verlust von Millionen amerikanischer Durchschnittsjobs und den Verlust der Steuerbasis für ehemalige Produktionsstädte und -staaten bezieht, während sich Bush/Cheney/Obama/Neokonservative mit dem Gebrauch des „außergewöhnlichen, unentbehrlichen Amerika“ auf das Recht Washingtons bezieht, andere Völker in die Steinzeit zu bomben, wenn sie sich nicht an die Anordnungen Washingtons halten.

 

Der Feldzug zur Vertreibung Trumps aus dem Amt geht täglich 24 Stunden lang, seit Trump die Experten verblüffte und die Wahl gewann. Für die liberal-progressive Linke ist Trump der Feind, gegen den sie Krieg führen. Und wie in jedem Krieg wird die Wahrheit durch die Propaganda verdrängt. Die liberal-progressive Linke kommt mit dem Missbrauch der Nachrichtenberichterstattung davon, weil Trumps Absicht, die Spannungen mit Russland zu verringern, als eine Bedrohung für das Einkommen und die Macht des Militär/Sicherheitskomplexes und für die hegemoniale Ideologie der Neokonservativen angesehen wird. Mächtige materielle Interessen, Ideologie und die Medien bilden zusammen eine sehr starke Macht, gegen die ein gewöhnlicher Präsident keine Chance hat.

 

Wenige Amerikaner verstehen die fundamental Veränderung ihrer Politik und Gesellschaft seit den 1960ern, als der Civil Rights Act vom Chef der EEOC (Kommission zur Gleichstellung in Beschäftigung und Beruf), Alfred W. Bloomrosen auf den Kopf gestellt wurde. Der Civil Rights Act verbietet ausdrücklich Rassen- und Geschlechterquoten als Methode zur Bekämpfung der „Diskriminierung“, die hauptsächlich ein Ergebnis der Geschichte war und weniger die Motivation weißer Männer. Aber Geschichte lässt sich schlecht zum Schurken machen und soziale Manipulation profitiert davon, einen Schurken zu überwinden. Damit war der Grundstein für die Identitätspolitik gelegt.

 

In der Anfangsphase der neuen Politik legten Quoten Privilegien für „bevorzugte Minderheiten“ fest, und Bevorzugung begann sich gegen Qualifikation durchzusetzen. Übe die Jahrzehnte haben männliche Weiße langsam aber sicher erfahren, wie sie beim Zugang zu Universitäten, bei der Anstellung, Beförderung und Unijobs benachteiligt wurden, und in ihrer Fähigkeit zur Ausübung der Meinungsfreiheit. Denkt daran, erst vor wenigen Tagen wurde ein hochrangiger männlicher Ingenieur von Google entlassen, weil er eine wahrheitsgemäße Tatsache aussprach – Männer und Frauen haben verschiedene Talente – so etwas ist für Feministen nicht akzeptabel.

 

Vielleicht wurde irgendwann, irgendwo eine Frau oder ein Schwarzer entlassen, weil er etwas Inakzeptables zu einem männlichen Weißen gesagt hat, aber mir ist kein solcher Fall bekannt. Ja, es ist allgemeiner Sprachgebrauch, dass weiße heterosexuelle Männer rassistisch, sexistisch und schwulenfeindlich sind. Das ist die akzeptierte Sprache der Identitätspolitik. Wenige von uns sind tapfer genug, diese herauszufordern.

 

Zusammen mit den Medien hat die liberal-progressive Linke die Arbeiterklasse zugunsten der Identitätspolitik aufgegeben. Identitätspolitik lehrt uns, dass Frauen, Schwarze und Homosexuelle alle Opfer von weißen heterosexuellen Männern sind, die als Täterklasse charakterisiert werden, das heißt, die andere zu Opfern machen. Diese Doktrin spricht heterosexuellen Männern in gleicher Weise das Recht ab, so wie die Nazi-Doktrin den Juden das Recht absprach und die kommunistische Doktrin den Kapitalisten. Es gibt keinen Unterschied.

 

Anfangs überleben männliche Weiße wie der Geschichtsprofessor der University von Virginia, der heute auf NPR war und pflichtschuldigst männliche Weiße verteufelte, die ihren zweitklassigen Status nicht anerkennen, indem sie die Identitätspolitik nachbrabbeln und auf ihren Knien kriechen. Aber das ist nur eine vorübergehende Linderung. Für die Identitätspolitik sind die einzigen akzeptablen weißen heterosexuellen Männer jene, die zugeben, dass ihr Geschlecht und ihre sexuelle Vorliebe Schuld ist und ihre Strafe akzeptieren, da sie Frauen, Schwarze und Homosexuelle zu Opfern machen.

 

In unserem Buch The New Color Line, How Quotas and Privilege Destroy Democracy (1995) haben Larry Stratton und ich beschrieben, wie ein EEOC-Bürokrat durch die Missachtung der gesetzlichen Formulierung des Civil Rights Act (ein Gesetz mit der Absicht, Gleichheit vor dem Gesetz zu schaffen) eine legalisierte Diskriminierung in US-Gesetz eingeführt hat und damit beginnt der Prozess der Delegitimierung männlicher Weißer. Heute wenden sich einige von dieser Tatsache ab, nicht weil sie nicht richtig ist, sondern weil es politisch unkorrekt ist. Als unser Buch vor 22 Jahren erschien, da haben die großen Medien unser Argument unterstützt:

 

Ein kraftvoller und überzeugender Fall … lebhaft dramatisch.“ – New York Times Book of Review

Daraus sind wichtige Lehren zu ziehen .. nicht zuletzt, wie gute Absichten sich ins Gegenteil verwandeln können.“ – The Wall Street Journal

Roberts und Stratton legen überzeugend dar, dass die Gesetze zu den Bürgerrechten der 1960er bis zur Unkenntlichkeit verzerrt worden sind.“ – The Washington Post

 

Die Konsequenzen von Quoten wurden zunächst nicht offensichtlich und es gab Behauptungen, die Quoten wären nur vorübergehend. Aber heute sind die Konsequenzen offensichtlich. Heterosexuelle weiße Männer sind bedauernswert. Heute sagte auf NPR ein Mann, dass die Ansichten männlicher Weißer, die sich und verstorbene männliche Weiße vor Angriffen verteidigen, in der amerikanischen Politik keine Stimme haben sollten.

 

Die liberal-progressive Linke behauptet, dass jeder wisse, dass Robert E. Lee ein übler Rassist war, der für die Sklaverei kämpfte. Und jeder, der seine Statue verteidigt, ist offensichtlich vom selben Schlag. Solche Menschen verdienen kein Gehör, keine Stimme. Sie müssen aus der öffentlichen Diskussion ausgeschlossen werden.

 

Man stelle sich vor, man würde so etwas über eine ander Gruppe sagen, besonders Frauen, Schwarze und Homosexuelle. Wie kann es sein, dass die liberal-progressive Linke wirklich glaubt, dass sie von mächtigen weißen, männlichen Heterosexuellen unterdrückt wird, wenn sie männlich Weiße nach Belieben angreifen kann und dafür nicht angegriffen wird?

 

Wenn männliche Weiße so mächtig sind, wie kann es da sein, dass sie von feministischen Zaren der Gedankenkontrolle so leicht gefeuert werden können, weil sie „schädliche Geschlechterstereotypen aussprechen“? Schädlich für wen? Wie schädlich ist eine Entlassung?

 

Wie Faith Goldy und Stefan Molyneux voraussagen, haben männliche Weiße genug von ihrer Verteufelung und der Verteufelung ihrer Landeshelden. Sie sehen die Zeichen an der Wand und organisieren ihre Selbstverteidigung.

http://www.naturalnews.com/2017-08-12-best-explanation-yet-of-what-happened-in-charlottesville-stefan-molyneux-and-faith-goldy-report-the-truth-you-wont-hear-in-the-media.html

 

Propaganda gegen männliche Weiße ist anscheinend die einzige geistige Fähigkeit, zu der die liberal-progressive Linke im Stande ist. Faith Goldy und Stefan Molyneux haben wahrscheinlich recht, dass Amerika, das durch die Identitätspolitik in Stücke zerbrochen ist, auf einen Bürgerkrieg zusteuert.

 

Ich frage mich, wer die Nuklear- und die Biochemiewaffen kontrollieren wird.

 

Wenn die weißen, heterosexuellen Männer verlieren, wer wird dann die weißen Frauen beschützen? Werden sie das gleiche Schicksal von Vergewaltigung und Gemetzel erleiden wie deutsche Frauen durch Russen und Amerikaner, nachdem die Wehrmacht kapituliert hatte?

 

Das ist natürlich eine unzulässige Frage.

 

Die liberal-progressive Linke ist nicht in der Lage zu verstehen, dass sie mit der Verteufelung weißer heterosexueller Männer alle Weißen verteufeln und damit auch sich selbst. Sie sollten mal die liberalen Weißen in Rhodesien fragen, wie gut es ihnen in Simbabwe unter Robert Mugabe geht. Sie sollten weiße Südafrikaner fragen, wie sicher die sich jetzt fühlen, wo sie die Macht abgegeben haben und eine zweite schwarze politische Partei entsteht, die unter den schwarzen Politikern einen Wettkampf entstehen lässt, welche schwarze politische Partei die Weißen am meisten hasst.

 

Auch das sind unzulässige Fragen.

 

Identitätspolitik führt immer zu Gewalt, und Amerika bleibt nicht verschont.


19.

http://www.globalresearch.ca/lets-save-the-world-trump-must-go/5603920

 

Lasst uns die Welt retten – Trump muss weg!

 

von Peter Koenig, 13.08.2017

 

 

Während der letzten Tage hat der Megalo-Psychopath Donald Trump, der sich auch als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ausgibt und mit einem lockeren Finger auf dem heiß-nuklearen Knopf, mit Drohungen über „Feuer und Zorn“ gegen Nordkorea um sich geworfen, nur weil die aus reinen Selbstverteidigungszwecken ICBMs testeten, weil sie unter einer ständigen Bedrohung durch US Luft- und Seestreitkräfte stehen. Die jüngsten „Fake News“ berichten, dass die Interkontinentalraketen der DPRK in der Lage seien, „miniaturisierte Atombomben“ zu transportieren. – Die meisten Wissenschaftler nennen das falsche Propaganda, aber die kommt dem Reich des Untergangs gerade recht. Glücklicherweise schwindet die Glaubwürdigkeit der presstituierten Massenmedien in raschem Tempo, eigentlich sind sie schon fast tot. Eine zunehmende Anzahl von Leuten wacht auf. Siehe auch:

 

http://thesaker.is/north-korea-killer-sanctions-imposed-by-the-foremost-institution-of-peace-and-justice-the-un-security-council/

 

Heute morgen hat Präsident Trump nicht nur seine Drohungen von Feuer und Zorn gegen die Regierung in Pyongyang verdoppelt, er hatte auch die Unverfrorenheit, Venezuela mit militärischer Intervention zu drohen – um Leben zu retten. Er, der zusammen mit seinen Vorgängern zig Millionen Menschen rund um die Welt mit illegalen Kriegen und Konflikten getötet hat, will jetzt den Erdöl-reichen Nachbarn Venezuela besetzen; zufälligerweise die nahezu einzige verbliebene Demokratie auf dem amerikanischen Kontinent, und womöglich auf dem Globus.

 

Präsident Trump hat sich heute geweigert, einen Telefonanruf von Venezuelas Präsident Maduro entgegenzunehmen, der wahrscheinlich erklären wollte, was das venezolanische Volk mit dieser neu gewählten Nationalen Verfassungsversammlung erreichen will. Sie ist der letzte Schritt zu einer wahrhaften Volksdemokratie. Vielleicht rief er in der Hoffnung an, ein kluger Mann würde das verstehen.

 

Aber er hatte keinen Erfolg. Einer von Trumps Assistenten sagte zu Mr. Maduro, sein Boss würde mit ihm reden wenn er, Präsident Maduro, in Venezuela die Demokratie wieder herstellt. Stell dir vor! – Das von einem Mann, der den größten und unterdrückerischsten Polizeistaat auf dem Globus regiert, der Täuschungen und Fälschungen benutzt, um der westlichen Welt das Gehirn zu waschen dass sie sich in eine Herde Schafe verwandelt, und der Weltdiktator spielt und Menschen auf dem ganzen Planeten abschlachtet, nur weil die ihre Souveränität behalten wollen und nicht bereit sind, sich von dieser lächerlichen und absurden Karikatur eines Imperators unterjochen zu lassen.

 

Über Venezuela hängt eine neue Gefahr. Eine US-Militärinvasion. Das Land wurde bereits von US/CIA-trainierten, finanzierten und bewaffneten Söldnern überfallen, was regelmäßig zur Störung des Friedens beiträgt, Chaos erzeugt und auf den Straßen von Caracas zu Toten führt – Todesfälle, die die Anglo-Zionistisch kontrollierte Presse der Maduro-Regierung zuschreibt – eine glatte Lüge. Der Westen glaubt es zumeist, denn die Lüge wird rund um den Globus eingehämmert. Der Westen hat nicht mehr alle Tassen im Schrank wenn er Trumps blutbefleckte Casino-Stiefel leckt.

 

Dieser Irre im Weißen Haus zieht seine Gefolgschaft hinter sich her, vor allem seinen Kriegsminister „Mad Dog“ General James Mattis und seinen Ölmagnaten, den Außenminister Rex Tillerson, zusammen mit einer gewissen Anzahl von Falken im Pentagon und im Kongress. – Aber, folgen sie ihm aus Überzeugung oder aus Furcht? – Furcht kann man nicht ausschließen, denn das bisschen Verstand, das sie noch haben, verrät ihnen, wozu ihr unberechenbarer Ober-Psychopath noch in der Lage sein könnte. Glücklicherweise sind sich einige Generäle im Pentagon und Kongressabgeordnete der echten Gefahr bewusst, Trump die letztendliche Entscheidung für das Auslösen eines nuklearen Erstschlags zu überlassen. Sie distanzieren sich heimlich von ihm und im Kongress läuft eine Initiative, Trumps Macht als Oberbefehlshaber über den Roten Knopf einzuschränken. Werden sie Erfolg haben – bevor es zu spät ist?

 

Trump muss weg, um die Menschheit und den Planeten zu retten.

 

Es gibt bereits Gespräche – und es sind ernsthafte Gespräche – dass nach der DPRK der Iran an der Reihe ist. Das mit dem Iran nach jahrelangen Verhandlungen erzielte Nuklearabkommen vom 14. Juli 2015 spielt keine Rolle. Dieser sogenannte Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) zwischen den fünf permanenten Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats – plus Deutschland und EU – wonach alle Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden, damit dieses Land, reich an Rohstoffen, Geschichte und Kultur, ein Land, das seinen Nachbarn nie etwas getan hat, wieder in den Chor der Welt-Gemeinschaft integriert wird.

 

Trump und sein tollwütiger Krieger „Mad Dog“ behaupten einfach und ohne jede Substanz, dass sich der Iran nicht an das Abkommen halte und daher bestraft werden muss – neue Wirtschaftssanktionen natürlich, die mittlerweile fast unwirksam sind, da der Iran ein striktes Regime aus Widerstandswirtschaft fährt, sich im Großen und Ganzen aus der westlichen Dollar-Vorherrschaft entfernt und sich für ein alternatives Wirtschaftssystem auf die Shanghai Cooperation Organization (SCO) zubewegt. Viel besser als Sanktionen wären, bedenkt man die Gedankengänge des kranken Killer-Duos, ein paar präventive gezielte Nuklearschläge auf die Atomenergieanlagen des Irans.

 

Das würde sicher dem israelischen Meisterzionisten und engem Freund der Trump-Familie gefallen, Bibi Netanyahu, der momentan in schwere Korruptionsvorwürfe verwickelt ist.

 

Im Englischen gibt es das Sprichwort „the chicken are coming home to roost“ – und es wird sich rächen, eher früher als später, auch im Hinterhof vom Donald.

 

Gibt es irgendeinen friedlichen, diplomatischen Weg um diesen Größenwahnsinnigen davon abzuhalten, Mutter Erde und das Leben, so wie wir es kennen, zu vernichten?

 

Wie wäre es mal mit einer wahren Resolution des UNO-Sicherheitsrats, wahr und sachgerecht in dem Sinn, dass sie für die Weltgemeinschaft und die Sicherheit des Planeten beschlossen wird. Um die Arten zu retten, die Umwelt, das Leben wie wir es kennen. Nicht irgendeine gefälschte „Sicherheit“, die nur dazu dient, die Erhabenheit Washingtons zu vergrößern.

 

Wie wäre es, wenn China und Russland so eine Initiative starten würden und die gesamten Vereinten Nationen dazu aufrufen würden, das Imperium des Schreckens, die Vereinigten Staaten von Amerika bei ihrem stetig zunehmenden Tötungsfeldzug rund um den Globus aufzuhalten, bei ihrem Lenken von Massenmord, Unterdrückung, menschlicher Ausbeutung, der Aussetzung und Verletzung von Menschenrechten und Invasionen, der Verletzung der Souveränität von Völkern und Nationen – eine UNSC-Resolution, die die Welt aufwecken würde und die 192 Mitglieder dazu bringt, dieses eine Imperium der Furcht und Zerstörung aufzuhalten, welches das menschliche Leben und die Lebensgrundlagen gefährdet?

 

Das sollte möglich sein. – Russland und China haben nichts zu befürchten. Sie sind mehr als gleichberechtigte Mächte zu dem selbsternannten Hegemon. Schnelles Handeln ist gefragt, bevor es zu spät ist. Der Donald hat seinen Finger am Abzug. Ob er blufft oder nicht, das können wir nicht sagen. Zum Spekulieren ist keine Zeit.

 

Der Völkerbund, heute die Vereinten Nationen, hat nichts zu befürchten – sollte er wieder solidarisch werden. Das Blatt wendet sich. Russland, China und die SCO-Allianz bieten eine neue Perspektive an, ein neues wirtschaftliches Beispiel, eines von Frieden und Gleichheit, anstelle der betrügerischen Dollar-Herrschaft. Das Blatt wendet sich rasch ab von der Versklavung durch fossile Brennstoffe, die von der betrogenen Dollarwirtschaft dominiert und monopolisiert wird. Das Blatt wendet sich zugunsten alternativer Energiequellen. Das Blatt kehrt nach und nach dem falschen, wertlosen Kasinogeld den Rücken, das sich nur auf den scheinheiligen, freimaurerischen Spruch „In God We Trust“ stützt. – Welcher Gott, um Himmels willen? Es ist ihr Gott des Geldes. Ihr Gott des Zinswuchers, ihr Gott der Strangulierung durch Schulden. Das Blatt wendet sich – und es wendet sich rasch.

 

Völker dieses Planeten, des einzigen den wir haben und kennen, wacht auf. Nehmt den Mut in eure Hände und tretet aus der Matrix der blauen Pille aus. In eine neue Welt, die durch eine gesetzlich standfeste UNO-Resolution geboten wird – eure Resolution, Resolution 101 (Anm.d.Ü.: das Einmaleins der Resolutionen), die einzige zur Freiheit; liebe Völker, 192 Nationen vereint gegen einen grauenhaften und bösartigen Despoten. Es gibt nichts zu verlieren.


20.

https://medium.com/@caityjohnstone/only-morons-believe-what-the-us-government-says-about-north-korea-3d5a5157cea2

 

Nur Idioten glauben, was die US-Regierung über Nordkorea sagt

 

von Caitlin Johnstone, 09.08.2017 (Anm.d.Ü.: zu den unterstrichenen Textstellen gibt es im Original Verknüpfungen)

 

 

Politischer Intelligenztest:

Was bedeutet es, wenn CNN, MSNBC, Fox News und die Tweets des Präsidenten alle darin übereinstimmen, dass ein fremder Staat plötzlich eine wachsende Bedrohung für Amerika darstellt?

 

A) Wenn alle darin übereinstimmen, dann muss es stimmen!

B) Gut, einige dieser Stimmen mag ich nicht, aber einer davon traue ich.

C) Die US-Geheimdienstgemeinde würde uns niemals belügen.

D) Hmm... hört sich das nicht ganz so an wie vor dem Irak?

 

Wer etwas anderes sagt als D, der ist natürlich ein Volltrottel. Das Machtgefüge der USA besitzt eine ausführliche Geschichte aus Lügen, False Flags und Propaganda, um ihre Hunderte von Millionen Bürgern so zu manipulieren, dass sie unnötigen militärischen Interventionismus unterstützen. Vom Golf von Tonkin-Zwischenfall über die Falschaussage von Nayirah und das wunderliche Netzwerk aus Lügen rund um Saddam Hussein bis zu der „humanitären“ Intervention in Libyen und der unzumutbaren PsyOp mit Bana Alabed in Syrien: Die US-Kriegsmaschine kann nicht tief genug sinken um die Öffentlichkeit darüber zu täuschen, dass der militärisch-industrielle Komplex dringend sein teures Inventar über irgendein Land der Dritten Welt ausschütten muss. Es gibt keine Grenzen für das Böse, das Amerikas nicht gewähltes Machtgefüge begehen würde um die geopolitische Dominanz zu sichern. Und die Bereitschaft der Propagandamaschine der Massenmedien stellt unaufhörlich die Kriegspropaganda als objektive Tatsache dar.

 

Es ist praktisch nahezu unmöglich, bei solchen Leuten zu paranoid zu sein. Stellt euch vor man hat einen Bekannten der als Berufslügner bekannt ist, der ein umfangreiches Register darin hat, Menschen zu seinem eigenen soziopathischen Vergnügen dazu zu bringen, gegeneinander zu kämpfen. Wie würdest du reagieren, wenn er dir eine Waffe in die Hand drückt und dir erzählt, dass dich dein Nachbar angreifen will?

 

Die US-Regierung lügt über Krieg, und Phil Donahue wurde aus seiner beliebten Show gefeuert, weil er seine Skepsis über die Irak-Invasion ausdrückte. Diese Tatsache sollte über jedem einzelne Element an Nachrichten liegen, die ihr konsumiert. Was auch nur im Entferntesten mit einem möglichen militärischen Rivalen der USA und ihrer Verbündeten/Vasallenstaaten zu tun hat. So wie das ewige Mantra von Dr. Gregory House: „Menschen lügen“, so ist eine Wachsamkeit gegenüber der Liebe zu Täuschung und Manipulation der US-Kriegsmaschine absolut unabdingbar um eine klare Weltsicht zu formen.

 

Das soll nicht heißen, dass der komplett beweislose und quellenlose Bericht der Washington Post – der wie gewöhnlich die Standards des journalistischen Protokolls verletzt, indem sie in ihrer Berichterstattung über US-Geheimdienste nicht angeben, dass ihr einziger Besitzer ein Vertragspartner der CIA ist – über diese Angelegenheit unbedingt völlig falsch sein muss. Es ist durchaus möglich, dass Nordkorea die Miniaturisierung geschafft hat und jetzt in der Lage ist, einen nuklearen Sprengkopf auf eine Interkontinentalrakete zu montieren; die DPRK hat seit März letzten Jahres diese Fähigkeit behauptet. Es ist durchaus verständlich, wenn Kim Jong Un aus den Fehlern Gaddafis gelernt hat, der sein rudimentäres libysches Nuklearprogramm aufgegeben hat. Und sich jetzt so schnell wie möglich nukleare ICBMs zulegen will, da die westliche Kriegsmaschine ein zunehmend heller leuchtendes Fadenkreuz auf die Nation gepinselt hat.

 

Was man bei dieser Überlegung beachten muss ist nicht, ob Nordkorea tatsächlich nukleare Langstreckenfähigkeiten besitzt oder nicht. Was zählt ist, dass euch die US-Kriegsmaschine glauben machen will, dass sie es jetzt schon besitzen. Es wird eine Sichtweise konstruiert, und unser Augenmerk sollte darauf liegen zu welchem Zweck sie das planen. Um ein an den Haaren herbeigezogenes Beispiel zu nehmen: Sollte Guam nächste Woche durch eine nukleare Explosion ausradiert werden, dann werde ich die erste Person sein, die es eine False Flag nennt. Wir haben jeden Grund zu glauben, dass die durchdringend böse US-Kriegsmaschine so etwas tun könnte, um Unterstützung zur Sicherung ihrer geopolitischen Dominanz an Chinas Grenze herzustellen. Und es gibt keinen Grund zu glauben, dass Kim Jong Un spontan so etwas tun würde. Es gibt im DSM (diagnostischer und statistischer Leitfaden psychischer Störungen) keine geistige Krankheit, die sowohl erblich als auch speziell auf unprovozierte Atomangriffe ausgerichtet ist. Was sie über Kim Jong Il gesagt haben, was der tun würde, das sagen sie jetzt über Kim Jong Un, und es ergibt überhaupt keinen Sinn. Glaubt diesen Leuten nicht.

 

Dieses bizarre „Kim Jong Un hat eine Psychose mit dem Nuklearkopf, genauso wie sein Vater“ wurde als eine der vielen schönfärberischen Rechtfertigungen benutzt, um sich einer Deeskalation und diplomatischen Versuchen mit Nordkorea zu entziehen. Denn die liegen auf dem Tisch. Aus dem ausgezeichneten Moon of Alabama:

 

Und jetzt bedenkt, was euch die US-Medien nicht über Nordkorea sagen:

 

Beijing, 8. März (Xinhua) – China schlug eine „zweifache Aufschub“ vor, um die drohende Krise auf der Koreanischen Halbinsel zu entschärfen, sagte der chinesische Außenminister Wang Yi am Mittwoch.

 

Als ersten Schritt könnte die Demokratische Volksrepublik Korea (DPRK) ihre nuklearen und Raketenaktivitäten aussetzen, im Austausch gegen eine Aussetzung der großen Militärmanöver der USA-ROK (Republik Korea)“ Das sagte Wang bei einer Pressekonferenz am Rande der Jahresversammlung des Nationalen Volkskongresses.

Wang sagte, die Nuklearfrage besteht hauptsächlich zwischen der DPRK und den Vereinigten Staaten, aber China ist als nächster Nachbar mit einer engen („Lippen und Zähne“) Beziehung zur Halbinsel bei der Lösung dieser Frage unabdingbar.

 

Außenminister Wang, „die Lippe“, hat ohne Zweifel eine autorisierte Botschaft aus Nordkorea überbracht: „Das Angebot liegt (immer noch) auf dem Tisch und China unterstützt es.“

 

Dasselbe Angebot hat Nordkorea im Januar 2015 gemacht. Die Obama-Regierung hat es abgelehnt. Nordkorea hat das Angebot im April 2016 wiederholt und die Obama-Regierung hat es wieder angelehnt. Diesen März hat die chinesische Regierung das lange bestehende Angebot Nordkoreas überbracht und unterstützt. Die US-Regierung, jetzt unter Trump, hat es sofort wieder abgelehnt. Das Angebot, drei Jahre in Folge vorgebracht und abgelehnt, ist vernünftig. Seine Ablehnung hat das Nukleararsenal nur größer gemacht und zu mehr Raketen mit größerer Reichweite geführt, die schließlich in der Lage sein werden, die Vereinigten Staaten zu erreichen.

 

Ich bin hier nicht daran interessiert, Kim Jong Un zu verteidigen. Ich weise nur darauf hin, dass die US-Kriegsmaschine permanent lügt, um einen Regimewechsel souveräner Staaten zu rechtfertigen. Das ist alles. Durch den gigantischen Schleier der westlichen Medienverdrehungen ist schwer zu beurteilen, ob das über die unfolgsame kommunistische Regierung Gesagte eine Verzerrung der Tatsachen ist. Aber wir können zu 100% sicher sein, dass es sich um ein souveränes Land handelt und dass das Machtgefüge der USA eine ausufernde und fortwährende Geschichte aus Lügen besitzt, um eine Unterstützung für Krieg herzustellen. Seid äußerst skeptisch. Das ist alles was ich sagen will.

 

Das Hiroshima-Märchen

 

Es gibt nur eine Regierung in der Geschichte, die Atombomben auf Menschen abgeworfen hat, und sie tat das ohne Notwendigkeit. Immer noch durchdringt ein patriotischer Mythos das Mainstream-Amerika, das mit Hiroshima und Nagasaki sei unglücklich aber notwendig gewesen, um den Krieg schnell zu beenden und letztlich Leben zu retten. Das ist schlichtweg falsch. Die Alliierten hätten im Mai 1945 von Japan eine Kapitulation mit Vorbehalt erhalten können, was auf einen Schlag den schlimmsten Krieg der Geschichte beendet hätte, wenn sie zugestimmt hätten, dass Japan seine Souveränität und Regierung behalten darf. Das war im Mai. Little Boy und Fat Man wurden im August auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Die US-Kriegsmaschine hat mit dem Einsatz atomaren Horrors nicht 90.000-146.000 Menschen in Hiroshima und 39.000-80.000 in Nagasaki getötet um Leben zu retten – sie haben es getan weil sie darauf bestanden, wie immer, dass es Regimewechsel gibt.

 

Bei dem Ganzen gibt es eine Regierung, die sich als komplett soziopathisch und nicht vertrauenswürdig erwiesen hat, und es ist nicht die DPRK. Seid skeptisch, bleibt wachsam und aufgeweckt.

 

Zum Abschluss ein alter Tweet von Donald J. Trump vom 31.08.2013:

Macht euch auf das Ärgste gefasst, es gibt eine kleine Chance, dass unsere schreckliche Führung uns ohne zu wissen in einen 3. Weltkrieg führt.“


21.

http://www.paulcraigroberts.org/2017/08/08/facts-supplanted-propaganda-wherever-look/

 

Wo man auch hinsieht – Propaganda verdrängt die Fakten

 

von Paul Craig Roberts, 08.08.2017

 

 

Russland wird von den USA wirtschaftlich und mit Propaganda angegriffen. Zusätzlich umzingeln die USA Russland und China mit Militärbasen und Raketen, was die beiden Länder zu der Schlussfolgerung bringt, dass Washington einen nuklearen Überraschungsangriff vorbereitet. Trotz der hohen Bedrohung, die Washington für die zwei Nuklearmächte bedeutet, findet die englischsprachige Presse in Russland die Zeit, um uns vor der zunehmenden Verfolgung männlicher Amerikaner wegen feministischer Märchen zu warnen.

 

RT berichtet über ein Memo, das ein männlicher Ingenieur in der Google-Firma verbreitet hat. Das Memo begeht das unzulässige Vergehen, die feministische Anschuldigung anzuzweifeln, dass Frauen in der Wissenschaft und Technologie wegen männlicher Diskriminierung gegen Frauen weniger verdienen als Männer. Der Ingenieur äußert das stichhaltige Argument – welches einmal als offensichtliche Wahrheit verstanden wurde – dass es trotz Sexismus und dem Ganzen „Unterschiede bei den Merkmalen von Frauen und Männern gibt“. Er zählt männliche Eigenschaften und weibliche Eigenschaften auf, und sagt nirgendwo, dass weibliche Eigenschaften weniger wichtig wären, nur dass sie auf verschiedenen Gebieten liegen.

 

Der Ingenieur sagt, dass man die Wahrheit über männlich/weibliche Unterschiede nicht mehr äußern dürfe, wegen „unserer anprangernden Kultur“, die von Feministinnen und der Identitätspolitik erschaffen wurde. Wir werden dazu verdonnert, jeden faktischen Beweis zu ignorieren, wenn der Beweis nicht die Ideologie unterstützt .

 

Der Ingenieur, bisher nicht entdeckt und gefeuert, wurde von Googles neuer Vizepräsidentin für Diversität, Integrität und Unternehmensführung Danielle Brown – natürlich einer Frau – angegriffen, weil er „falsche Annahmen über die Geschlechter“ verbreitet habe. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, der die Falschheit der Äußerungen des Ingenieurs beweisen würde, und selbst wenn es ihn gäbe, ist nichts ungewöhnliches daran, dass Amerikaner inkorrekte Meinungen besitzen. Was Danielle Brown meint ist, dass all das, was wir als wahr ansehen, in Widerspruch zur feministischen Ideologie steht und daher unzulässig ist.

 

Bleibt die nicht gestellte und unbeantwortete Frage: Wie soll eine Kultur oder auch nur die normale Kompetenz überleben, wenn die Propaganda über die Tatsachen erhoben wird?

 

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http://www.paulcraigroberts.org/2017/08/08/google-committed-suppression-free-speech

 

                                         22.

Google ist zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit entschlossen

 

 

von Paul Craig Roberts, 08.08.2017

 

Dies ist eine Fortschreibung meines früheren Posts:

http://www.paulcraigroberts.org/2017/08/08/facts-supplanted-propaganda-wherever-look/

 

Der Google-Ingenieur, ein Harvard-Doktor, der die nicht faktenbasierte ideologische Kultur innerhalb Google kritisierte, wurde identifiziert und entlassen.

 

Sundar Pichai, Googles Vorstandsvorsitzender, sagte, dass der Angestellte mit seinen Äußerungen Googles Verhaltensregeln verletzt habe und „die Linie mit seinen verletzenden Geschlechtsstereotypen im Arbeitsumfeld“ überschritten habe. Der Angestellte, James Damore, bestätigt, dass er wegen „dem Beharren auf Geschlechtsstereotypen“ entlassen worden ist.

 

Mit der Entlassung von Damore, oder dass er es Googles Zarin der Gedankenkontrolle, Danielle Brown erlaubt hat, lieferte Sundar Pichai eine Karikatur der Scheinheiligkeit. Sundar wandte sich an Damores „Mitarbeiter, die sich fragen, ob sie ihre Meinung am Arbeitsplatz frei ausdrücken können, insbesondere jene mit Ansichten einer Minderheit. Auch sie fühlen sich bedroht, und auch das ist nicht in Ordnung. Menschen müssen ihre widersprechenden Meinungen frei äußern dürfen.“

(Anm.d.Ü.: Arbeitete Sundar auch im Ministry of Silly Talks?)

 

Angesichts der Entlassung Damores für das Äußern seiner Meinung bestätigte Sundar: „Wir unterstützen das Recht der Google-Leute sehr, ihre Meinung zu sagen.“ Sundar sagt, dass „viele Punkte in dem Memo – etwa die kritischen Teile über das Training bei Google, die Frage über Ideologie am Arbeitsplatz und die Debatte ob Programme für Frauen und benachteiligte Gruppen aureichennd für alle anderen offen sind – wichtige Fragen seien. Der Urheber hatte das Recht, ihre (sic!) Ansichten dazu auszudrücken – wir ermutigen ein Umfeld, in dem Menschen das tun können und es bleibt unsere Politik, gegen niemanden vorzugehen, der solche Diskussionen auslöst.“

https://www.recode.net/2017/8/7/16110696/firing-google-ceo-employee-penned-controversial-memo-on-women-has-violated-its-code-of-conduct

 

Aber: Google-Leute dürfen feministische Ideologie nicht in Frage stellen

 

Wir sollten nicht überrascht sein dass Google gegen die Meinungsfreiheit ist. Nach Berichten arbeitet Google Hand in Hand mit NSA und CIA, um die verfassungsfeindliche Spionage gegen jeden und überall auszuweiten und um unabhängige und abweichende Gedanken und Meinungen zu unterdrücken.

 

Zum Beispiel berichtete die World Socialist Web Site am 31. Juli, dass „Google zwischen April und Juni bei seinen Suchmaschinen eine komplette Überarbeitung vornahm, die den öffentlichen Zugang zu Internet-Webseiten scharf einschränkt, die unabhängig von Konzern- und staatlichen Medien arbeiten. Seit er Einführung dieser Änderungen haben viel linke, Anti-Kriegs- und progressive Webseiten einen starken Abschwung bei der Google-Suche erfahren. Die World Socialist Website hat innerhalb nur einen Monats einen Schwund um 70% bei der Google-Suche erlebt.

https://www.wsws.org/en/articles/2017/07/31/goog-j31.html

 

Graham Vanbergen, der für Global Research schreibt, listet 13 Webseite auf, die von Google willkürlich als Fake News oder Verschwörungsseiten bezeichnet werden. Deren Leserschaft hat sich dank Google um 19% bis 67% verringert:

 

wsws.org fiel um 67%

 

alternet.org fiel um 63%

 

globalresearch.ca fiel um 62%

 

consortiumnews.com fiel um 47%

 

socialistworker.org fiel um 47%

 

mediamatters.org fiel um 42%

 

commondreams.org fiel um 37%

 

internationalviewpoint.org fiel um 35%

 

democracynow.org fiel um 36%

 

wikileaks.org fiel um 30%

 

truthout.org fiel um 25%

 

counterpunch.org fiel um 21%

 

theintercept.com fiel um 19%

 

Es ist ganz offensichtlich, dass keine dieser Seiten Fake News oder Verschwörung sind. Diese Seiten stehen unter der Zensur von Google, da sie die offiziellen Lügen in Frage stellen, die zur Kontrolle der Sichtweisen an das Volk benötigt werden. Mit den Print- und TV-Medien und NPR unter ihrer Kontrolle, bewegt sich jetzt die regierende Oligarchie auf ein Abschalten aller Internet-Sichtweisen zu, die von den offiziellen Lügen abweichen, die das Volk fest in der Matrix eingesperrt halten.

 

Google ist ein Monopol. Bevor Monopolisten die Anti-Kartell-Gesetze wie den Sherman Act in tote Gesetze verwandelten, da wäre Google zerschlagen worden. Heute ist Google nicht nur durch das Verschwinden von Anti-Kartell-Gesetzen geschützt, sondern auch durch seinen Nutzen für den US-Polizeistaat. Ohne Googles aktive Mitarbeit wäre es für die NSA nicht möglich, ihr totales Spionagenetz zu vervollständigen. Ein Netzwerk, das nicht der nationalen Verteidigung dient, sondern der Unterdrückung von Widerstand gegen die Agenda der herrschenden Oligarchie.

 

Google missbraucht seine Macht auf vieler Art. Beispielsweise berichtet WikiLeaks, dass sich unter dem Podesta E-Mail-Leak auch eine E-Mail von Googles Eric Schmitt an Cheryl Mills befindet, die Googles Fähigkeiten zum Ausspionieren von Amerikanern anbietet, um den Demokraten zu helfen, die Präsidentenwahl zu gewinnen.

 

http://www.zerohedge.com/news/2016-11-01/wikileaks-reveals-googles-strategic-plan-help-democrats-win-election

 

Offensichtlich hat sich Google dazu entschieden ein Monster zu sein, das anstelle der Wahrheit die Lügen und die Ideologien aufrecht erhalten will. Wenn nicht ein anderes Land gegen Washington den Mut aufbringt und eine konkurrierende Suchmaschine entwickelt, dann wird die Wahrheit von Antlitz der Erde verschwinden.


23.

https://www.strategic-culture.org/news/2017/08/06/nato-beefs-up-logistics-infrastructure-for-offensive-operations.html

 

Die NATO verstärkt ihre logistische Infrastruktur für offensive Einsätze

 

von Alex Gorka, 06.08.2017 (viele links im Original)

 

 

Einige sehr wichtige Nachrichten werden in den Hintergrund gerückt und das zu Unrecht. Setzt man die Informationsstückchen zusammen, so zeigen sie, dass die Nordatlantische Allianz ganz leise zu einem breit angelegten Kampfeinsatz rüstet. Die Kriegsvorbereitungen sind nicht auf die Stationierung von Waffensystemen und Truppenbewegungen beschränkt, die es in die Schlagzeilen geschafft haben. Kein Kampfeinsatz kann ohne Logistik geführt werden.

 

Die offizielle Webseite der US-Armee informiert darüber, dass die Logistik-Abteilung (ECJ4) des US European Command (EUCOM), andere EUCOM-Abteilungen, NATO-Verbündete und Partner und das Joint Logistics Enterprise (JLEnt) eine nie dagewesene Sicherheitstransformation durchlaufen. Sie gehen von einer Fokussierung auf Sicherheitsüberprüfungen zu einem kriegführenden Kommando über, das als Abschreckung und Verteidigung posiert. Während des Fiskaljahres 2017 wird in 28 gemeinsamen und multinationalen Manövern in 40 europäischen Ländern die Aufstockung von vier multinationalen Kampfgruppen der NATO Enhanced Forward Presence (eFP) im Baltikum und sich überlappende Stationierungen rotierender Kampfbrigaden und Fliegergeschwader getestet, ausgewertet und den Machbarkeitsbeweis dieser Infrastruktur und Investitionen in organische Fähigkeiten erbringen.

 

Das NATO-Manöver Saber Guardian 17, eine von der US Army Europe geführte multinationale Übung, fand vom 11.-20. Juli 2017 mit 25.000 Truppen und Streitkräften aus 24 Ländern in Bulgarien, Ungarn und Rumänien statt. Das Ereignis zeigt den gestiegenen Umfang und die Komplexität der Kriegsspiele.Die Übungen fanden vor dem Hintergrund der diesjährigen rotierenden Stationierung von mehr als 4.500 Soldaten in den baltischen Ländern Litauen, Lettland und Estland sowie Polen statt. Soldaten des 2. Kavallerieregiments agieren bereits etwa 100km vor der polnischen Grenze zur russischen Militärenklave Kaliningrad als Abschreckungskräfte.

 

US-Armee Generalleutnant Ben Hodges, der Kommandeur der US-Armee in Europa, zitierte die Lehren aus der Trainingsmission und betonte in einem Interview die Wichtigkeit der NATO-Logistik. Nach seinen Angaben sind Fortschritte zu erkennen, aber es bleibe noch viel zu tun, um die Bewegung militärischen Geräts und von Truppen quer durch Europa im Falle einer echten Krise zu erleichtern. Und Deutschland könnte dabei eine bedeutende Rolle spielen. Hodges merkte an, dass Berlin als Teil seiner Offerte für eine Erhöhung der Militärausgaben von etwa 1,2% des BIP auf das 2%-Ziel der NATO den Zugang zur Eisenbahn garantieren könnte.

 

Der Militärführer betonte die Wichtigkeit der Schaffung einer freien Transitzone für das Militär nach dem Modell des Schengen-Abkommens von 1996, um freie Truppenbewegungen über die Grenzen der europäischen NATO-Mitglieder zu ermöglichen.

 

Währenddessen sind Bauarbeiten im vollen Gang, die es Polen ermöglichen werden, einsatzbereite Kräfte der 33. Air Base auf einem polnischen Fliegerhorst aufzunehmen. Powidz, ein Dorf mit 1.000 Einwohnern, wird zu einem strategisch wichtigen Knotenpunkt der NATO für das Baltikum und Nordeuropa. Die Pläne beinhalten die Lieferung von militärischen Fahrzeugen, Ausrüstung, Artillerie und Personal für mehr als eine Brigade. Im April hat es Generalleutnant Ben Hodges als das „Zentrum des Schwerpunkts“ bezeichnet.

 

Über die nächsten zwei Jahre werden $70 Mio. für 77 militärische Infrastruktur- und Verbesserungsprojekte für Einsätze der US-Armee und der US Air Force ausgegeben. Zusätzliche $200 Mio. an NATO-Geldern werden für das US Army Corps of Engineers ausgegeben um Lagerplatz und Lagerhallen in Powidz zu errichten. Die zunehmende Bedeutung Polens ist das Ergebnis mehrerer Faktoren, sagte Hodges, darunter die geographische Lage und bestehende Stützpunkte, etwa die NATO-Einheit der Verstärkten Vornepräsenz im Nordosten des Landes. „Bei jedem Notfall mit dem wir es zu tun bekommen, werden wir höchstwahrscheinlich durch Polen kommen“, sagte er.

 

General Curtis M Scaparotti, der Chef des USEUCOM, plant für eine Erweiterung der militärischen Präsenz in Europa, die irgendwann eine ganze Division der US-Armee beinhaltet. Wenn das geschieht, selbst auf rotierender Basis, so braucht die Armee wahrscheinlich noch mehr Stützpunkte zur Stationierung der Kräfte.

 

Im Mai verkündete die US Army Europe, dass man in Poznan, Polen, ein neues taktisches Hauptquartier errichtet habe. Ziel sei die Verbesserung des Einsatzkommandos für rotierende US-Streitkräfte und der der US-Armee in Europa zugeteilten Einheiten, die Einsätze durchführen, wo es zuvor keine signifikante militärische Präsenz gegeben hat.

 

Polen liegt also im Zentrum der Infrastruktur-Bemühungen, aber die Pläne reichen viel weiter. Die estnische Stadt Tapa, die an einer wichtigen Eisenbahnkreuzung liegt, ist weniger als 150km von der russischen Grenze entfernt. Sie wurde zur Basis für eine Kampfgruppe der NATO, gemäß dem Konzept der Verstärkten Vornepräsenz (eFP), die auf dem NATO-Gipfel 2016 in Warschau beschlossen wurde. Es sieht die Stationierung multinationaler Kampfgruppen in jedem der drei baltischen Länder und in Polen vor.

 

General Sir Nicholas Patrick „Nick“ Carter, der Befehlshaber der britischen Armee, sagte als Chef des Generalstabs: „Wir würden sehr gerne die Landleitungen der Kommunikation von unseren zunehmenden Basen in Deutschland bis ins Baltikum testen und wir würden vor allem gerne testen, was passieren würde wenn man Verstärkungskräfte dazunimmt – die unverkennbare Ausrüstung, die geeignet ist um zu zeigen, wie man verstärken sollte und um zu verstehen was passieren würde.“ (Anm.d.Ü.: In Anlehnung an Monty Python möchte ich Sir Nick als „minister of silly talk“ bezeichnen...)

 

2016 schlossen Polen und die baltischen Staaten ein Abkommen, das Polen, Finnland und die baltischen Staaten mit dem vereinheitlichten Trans-European Transport Network (NRA) verbindet, das für die Verteidigung der baltischen Länder von großer Bedeutung sein wird. Eine durchgehende Eisenbahnverbindung namens „Rail Baltica“ von Tallinn nach Warschau, über Kaunas (Litauen) und Riga (Lettland) wird für die NATO erhebliche logistische Folgen haben.

 

Thomas Durell Young, ein Programmmanager der Naval Postgraduate School in Monterey, Kalifornien, und Stabsberater der RAND-Corporation, hat vor kurzem ein Buch veröffentlicht mit dem Titel „Anatomie der post-kommunistischen europäischen Verteidigungseinrichtungen“. Er glaubt, dass die neuen Mitglieder der Allianz – Ungarn, Polen, die tschechische Republik, die drei baltischen Staaten, Bulgarien, die Slowakei und einige der Republiken aus dem früheren Jugoslawien – ihre „untauglichen und alten Logistik-Organisationen“ radikal umwandeln müssen, mit Hilfe der „alten“ Mitglieder der Allianz. Professor Young betont die Wichtigkeit einer Reform, da ein möglicher Krieg mit Russland „nahezu sicher“ in Mittel- oder Osteuropa beginnen wird.

 

Der schnelle Aufbau von logistischer Infrastruktur und einige andere Faktoren, etwa die Militarisierung der skandinavischen Halbinsel, passen in das größere Bild der Kriegsvorbereitungen der NATO in Osteuropa und dem Baltikum. Das sind keine Schritte defensiver Art. Ziel ist es, die Fähigkeit zu erlangen, substantielle Streitkräfte in die Gebiete nahe der russischen Grenzen zu verlagern und sich für offensive Operationen in einem bewaffneten Konflikt vorzubereiten.


24.

https://www.opednews.com/articles/1/On-the-Beach-2017-by-John-Pilger-History_Military_Threat-170804-233.html

 

Das letzte Ufer 2017

 

von John Pilger, 04.08.2017

 

 

Der US-Kapitän des U-Bootes sagte: „Irgendwann müssen wir alle sterben, früher oder später. Das Blöde ist, dass man nie dazu bereit ist, denn man weiß nie, wann es so weit ist. Nun, jetzt wissen wir es, und wir können nichts dagegen tun.“

 

Er sagte, er würde im September tot sein. Es würde eine Woche dauern bis er stirbt, aber so genau weiß man es nicht. Tiere leben am längsten.

 

Der Krieg war nach einem Monat vorbei. Die Vereinigten Staaten, Russland und China waren die Hauptfiguren. Es ist nicht klar, ob die Sache zufällig oder ein Unfall war. Es gab keinen Sieger. Die nördliche Halbkugel ist jetzt verseucht und ohne Leben.

 

Eine Wolke aus Radioaktivität bewegt sich nach Süden Richtung Australien und Neuseeland, ins südliche Afrika und Südamerika. Bis September werden die letzten Städte, Dörfer und Weiler darniederliegen. Wie auch im Norden werden die meisten Gebäude unberührt bleiben und einige werden noch kurz im elektrischem Licht aufflackern.

 

 

So wird die Welt enden:

nicht mit einem Knall, sondern mit einem Winseln.

 

Diese Zeilen stammen von T.S.Eliots Gedicht The Hollow Man am Anfang von Nevil Shutes Roman On the Beach, das mich fast zu Tränen rührte. Das Vorwort auf dem Einband sagt das Selbe.

https://de.wikipedia.org/wiki/Das_letzte_Ufer_(Roman)

 

Es wurde 1957 auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs veröffentlicht, als die meisten Schriftsteller geschwiegen haben oder verängstigt waren. Es ist ein Meisterwerk. Zunächst erscheint sie Sprache wie ein braves Relikt; aber nichts was ich über Nuklearkrieg gelesen habe ist so eindringlich wie diese Warnung. Kein Buch ist eindringlicher.

 

Einige Leser werden sich an den Hollywood Schwarz-Weiß-Film mit Gregory Peck erinnern, als Navy-Kommandeur, der sein U-Boot nach Australien steuert um den stillen, formlosen Abgang des letzten Lebens auf Erden abzuwarten.

 

Ich habe On the Beach erst vor kurzem gelesen und grade beendet, als der Kongress sein Gesetz zu einem Wirtschaftskrieg mit Russland beschlossen hatte, der zweit tödlichsten Nuklearmacht der Welt. Für diese irre Abstimmung gab es keine Rechtfertigung, außer das Versprechen zu einem Raubzug.

 

Die „Sanktionen“ sind auch gegen Europa gerichtet, vor allem gegen Deutschland, das von russischem Erdgas abhängig ist und von europäischen Firmen, die mit Russland legale Geschäfte betreiben. Auf dem Kapitolshügel ging es als Debatte durch, und die schwatzhaftesten Senatoren haben keinen Zweifel daran gelassen, dass das Embargo dazu gedacht ist, die Europäer dazu zu zwingen, teures amerikanisches Erdgas zu importieren.

 

Ihr oberstes Ziel scheint Krieg zu sein – echter Krieg. Die Provokationen sind so extrem, dass man nichts anderes daraus folgern kann. Sie sehnen sich anscheinend danach, selbst wenn Amerikaner wenig Ahnung davon haben, was Krieg bedeutet. Der Bürgerkrieg von 1861-65 war der letzte auf ihrem Land. Krieg ist, was die Vereinigten Staaten andern zufügen.

 

Die einzige Nation, die jemals Nuklearwaffen gegen andere Menschen angewendet hat, die seither Dutzende von Regierungen zerstört hat, viele davon Demokratien, und die ganze Gesellschaften in Schutt und Asche gelegt hat – die Millionen Toten im Irak sind nur ein Bruchteil des Gemetzels in Indochina, das Präsident Reagan als „nobles Anliegen“ bezeichnete, und das Präsident Obama in eine Tragödie für das „Außergewöhnliche Volk“ uminterpretierte. Damit hat er nicht die Vietnamesen gemeint.

 

Letztes Jahr habe ich beim Lincoln Memorial in Washington gefilmt und dabei einen Fremdenführer des National Park Service erlebt, der einer Schulklasse aus Teenagern erzählte: „Hört zu,“ sagte er. „Wir haben in Vietnam 58.000 junge Soldaten verloren, und sie sind dafür gestorben, eure Freiheit zu verteidigen.“

 

Mit einem Schlag wurde die Wahrheit ins Gegenteil verkehrt. Es wurde keine Freiheit verteidigt. Die Freiheit wurde zerstört. Ein bäuerliches Land wurde überfallen und Millionen seiner Menschen wurden getötet, verstümmelt, enteignet und vergiftet. 60.000 der Invasoren haben Selbstmord begangen . (Anm.d.Ü.: Gegenwärtig nehmen sich in den USA täglich etwa 22 Veteranen das Leben.) Hört genau zu, ja?

 

An jeder Generation wird eine Lobotomie vorgenommen. Fakten werden entfernt. Geschichte wird herausgeschnitten und durch etwas ersetzt, das das Time Magazine „eine ewige Gegenwart“ nennt. Harold Pinter hat es so beschrieben: „Eine Manipulation der Macht weltweit, die sich als eine Kraft für dass Gute maskiert. Eine brillante, ja schlaue und höchst erfolgreiche Art der Hypnose. Was heißen soll: es ist nie passiert, Nichts ist je passiert. Sogar als es passierte ist es nicht passiert. Es spielte keine Rolle. Es hatte keine Bedeutung.“ (Anm.d.Ü.: siehe Karl Rove)

 

Jene, die sich selbst als Liberale bezeichnen oder tendenziös als „die Linke“ bezeichnen, machen bei dieser Manipulation eifrig mit. Und bei ihrer Gehirnwäsche, die sich heute auf einen Namen reduziert: Trump.

 

Trump ist verrückt, ein Faschist, ein Werkzeug Russlands. Ebenso ist er ein Geschenk für die „liberalen Hirne, die im Formaldehyd der Identitätspolitik eingelegt sind.“ So formulierte es Luciana Bohne denkwürdig. Die Besessenheit mit Trump als Mensch – nicht Trump als Symptom und Karikatur des bestehenden Systems – setzt uns alle einer großen Gefahr aus.

 

Während sie immer noch ihre versteinerte Anti-Russland-Agenda verfolgen, unterdrücken selbstverliebte Medien wie die Washington Post, die BBC und der Guardian den Kern der wichtigsten politischen Story unserer Zeit. Während sie in einem Ausmaß nach Krieg hetzen, wie ich es in meinem Leben noch nicht erlebt habe.

 

Sonst gibt der Guardian seinem Geschwätz, die Russen hätten sich mit Trump verschworen, breitem Raum (das erinnert an das rechte Geschmiere über John Kennedy, der sei ein „sowjetischer Agent“). Aber am 3. August vergräbt die Zeitung auf Seite 16 die Nachricht, der Präsident der Vereinigten Staaten sei gezwungen worden, ein Gesetz des Kongresses für einen Wirtschaftskrieg mit Russland zu unterzeichnen.

 

Im Gegensatz zu jeder anderen Unterschrift Trumps wurde das im Stillen erledigt und mit einem Vorbehalt von Trump persönlich, das sei „eindeutig verfassungswidrig“.

 

Gegen den Mann im Weißen Haus ist ein Umsturz im Gange. Nicht weil er ein ekelhaftes Wesen ist, sondern weil er ständig klar gemacht hat, dass er keinen Krieg mit Russland will.

 

Dieser Funke Verstand, oder simpler Pragmatismus, ist für die „nationalen Sicherheitsmanager“ nicht zu ertragen. Die das auf Krieg, Überwachung, Militarisierung, Drohungen und extremem Kapitalismus basierende System beschützen. Martin Luther King nannte sie die „die heute weltgrößten Lieferanten von Gewalt.“

 

Sie haben Russland und China mit einem Arsenal aus Raketen und Atomwaffen eingekreist. Sie haben Neonazis benutzt, um an Russlands „Grenzmark“ ein instabiles und aggressives Regime einzurichten – über das Hitler einmarschiert ist und den Tod von 27 Millionen Menschen verursacht hat. Ihr Ziel ist die Zerlegung der modernen Russischen Föderation.

 

Im Gegenzug wird von Wladimir Putin unablässig das Wort „Partnerschaft“ benutzt – anscheinend alles was in den Vereinigten Staaten den biblischen Drang zu einem Krieg aufhalten könnte. Die Fassungslosigkeit in Russland hat sich jetzt vielleicht in Furcht und eine gewisse Entschlossenheit verwandelt. Die Russen haben mit ziemlicher Sicherheit Manöver-erprobte nukleare Gegenschläge. Lufteinsatzübungen sind Routine. Ihre Geschichte lehrt sie, bereit zu sein.

 

Die Bedrohung findet gleichzeitig statt. Zuerst Russland, dann China. Die USA haben gerade mit Australien ein großes Manöver namens Talisman Sabre durchgeführt. Sie haben eine Blockade der Malakkastraße und des Südchinesischen See geprobt, durch die Chinas wirtschaftliche Lebensader führt.

 

Der kommandierende Admiral der US-Pazifikflotte sagte, er würde China „wenn nötig“ atomar angreifen. Dass er so etwas in der gegenwärtig aufgeheizten Atmosphäre öffentlich sagt, lässt die Science-Fiction von Nevil Shute langsam zu einer Tatsache werden.

 

Nichts davon steht in den Nachrichten. Keine Verbindung mit der Erinnerung an das Blutgemetzel der Dritten Flandernschlacht vor 100 Jahren. Ehrliche Berichterstattung ist in einem Großteil der Medien nicht mehr willkommen. Schwätzer, auch als Experten bekannt, haben das Sagen. Redakteure sind Manager für Infotainment oder die Parteilinie. Wo es früher das Gegenlesen gab, da gibt es heute die Befreiung durch kreischende Klischees. Journalisten, die nicht mitspielen, bekommen einen Fenstersturz.

 

Für die Dringlichkeit gibt es viele Beispiele. In meinem Film The Coming War on China beschreibt John Bordne, ein Mitglied der Raketenbereitschaftstruppe der US Air Force in Okinawa, Japan während der Kuba-Krise 1962, wie er und seine Kollegen „den Befehl erhielten, alle Raketen aus den Silos abzufeuern.“Die Raketen zielten, nuklear bewaffnet, auf Russland und China. Ein untergebener Offizier stellte das in Frage, und der Befehl wurde schließlich widerrufen – aber nur nachdem Dienstwaffen ausgegeben wurden und sie den Befehl erhielten jeden zu erschießen, der sich „widersetzt“.

 

Auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs war die anti-kommunistische Hysterie in den Vereinigten Staaten so groß, dass US-Beamte, die sich zu offiziellen Besuchen in China aufgehalten haben, des Verrats beschuldigt und entlassen wurden. 1957 – das Jahr in dem Shute sein On the Beach schrieb – konnte kein Beamter im Außenministerium die Sprache der bevölkerungsreichsten Nation. Mandarin-Sprachige wurden aufgrund von jener Kritik entlassen, wie wir sie heute aus dem gerade beschlossenen Kongressgesetz hören, das auf Russland zielt.

 

Das Gesetz wurde von beiden Parteien befürwortet. Es gibt im Grunde keinen Unterschied zwischen Demokraten und Republikanern. Die Begriffe „links“ und „rechts“ sind bedeutungslos. Die meisten der neuzeitlichen Kriege Amerikas wurden nicht von Konservativen, sondern von liberalen Demokraten begonnen. (Anm.d.Ü.: Ausnahmen bestätigen die Regel)

 

Als Obama aus dem Amt schied, da hatte er den Vorsitz über einen Rekord von sieben Kriegen, einschließlich Amerikas längstem Krieg und einem beispiellosen Feldzug außergerichtlicher Tötungen – Ermordungen – durch Drohnen.

 

In seinem letzten Jahr hat Obama, der „zögernde liberale Krieger“, nach Angaben des Council on Foreign Relations 26.171 Bomben abgeworfen – pro Stunde drei Bomben , 24 Stunden jeden Tag. Nachdem er sich dafür einsetzte „die Welt von Nuklearwaffen zu befreien“, hat der Friedensnobelpreisträger mehr nukleare Sprengköpfe bauen lassen als jeder andere Präsident seit dem 2. Weltkrieg.

 

Trump ist im Vergleich dazu ein Schlappschwanz. Es war Obama – mit seiner Außenministerin Hillary Clinton an seiner Seite – der Libyen als modernen Staat zerstört hat und die menschliche Flutwelle auf Europa losgelassen hat. Zuhause kannten ihn die Einwanderergruppen als den „Abschieber vom Dienst“.

 

Eine seiner letzten Amtshandlungen als Präsident war die Unterzeichnung eines Gesetzes, das dem Pentagon die Rekordsumme von $618 Milliarden überreicht, was den galoppierenden Anstieg von faschistischem Militarismus in der Regierung der Vereinigten Staaten widerspiegelt. Trump hat das unterstützt.

 

Unter den Details vergraben findet sich die Einrichtung eines „Center for Information Analysis and Response“ (Anm.d.Ü.: „Zentrum für Informationsauswertung und Gegenmaßnahmen“). Dies ist ein Wahrheitsministerium. Es ist dazu beauftragt, eine „offizielle Sichtweise der Fakten“ zu liefern, die uns auf die reelle Wahrscheinlichkeit eines Nuklearkriegs vorbereiten wird – wenn wir es zulassen.


25.

http://thesaker.is/venezuela-the-national-constituent-assembly-is-in-place-but-the-fight-for-sovereignty-isnt-over/

 

Venezuela – Die verfassungsgebende Versammlung ist beschlossene Sache – aber der Kampf um die Souveränität ist nicht vorbei

 

von Peter König, 02.08.2017

 

 

Venezuela hat sich am 30. Juli mit deutlichen, annähernd 8,1 Millionen Stimmen, oder 41% der Wahlberechtigten, für eine verfassungsgebende Nationalversammlung (ANC – Asamblea Nacional Constituyente) entschieden. Die Zahlen wurden vom Präsidenten des Nationalen Wahlrats, Tibisay Lucena, bestätigt. Die Chavistas hatten für die Wahl den Schlachtruf Venceremos! - Che Guevaras bevorzugter Revolutionsruf. Und am Tag danach, am 31. Juli, ertönte das siegreiche Ganamos!, begleitet von Tänzen auf den Straßen.

 

Um den Verleumdungen der presstituierten Massenmedien zu Venezuela zu begegnen, die den rechtmäßig demokratisch gewählten Präsidenten einen Diktator nennen, und die Wahl als nicht rechtmäßig bezeichnen und sagen, das wäre gegen die bestehende venezolanische Verfassung – lasst uns zunächst erklären, was die die Verfassung sagt:

 

Artikel 347 der venezolanischen Verfassung:

 

Die ursprüngliche, verfassungsgebende Gewalt liegt beim venezolanischen Volk. Diese Gewalt kann durch die Einsetzung einer verfassungsgebenden Versammlung ausgeübt werden, um eine neue gesetzgebende Ordnung oder eine neue Verfassung zu schaffen.“

 

Artikel 348 besagt:

 

Die Initiative zur Einsetzung einer nationalen verfassungsgebenden Versammlung kann vom Präsidenten der Republik mit seinen Kabinettsministers kommen; von der Nationalversammlung mit Zweidrittelmehrheit; von den Regionalräten in offener Sitzung mit Zweidrittelmehrheit ihrer Mitglieder; und von 15% der Wähler, die im Bürger- und Wahlregister eingetragen sind.“

 

Artikel 349 besagt:

 

Der Präsident der Republik besitzt nicht die Macht, der neuen Verfassung zu widersprechen. Die bestehenden verfassungsgebenden Organe besitzen nicht das Recht, eine verfassungsgebende Versammlung auf irgendeine Weise zu behindern.“

 

Der Ablauf für die ANC ist kompliziert, aber hoch demokratisch. Am 30. Juli wurden 545 Mitglieder für die Nationale verfassungsgebende Versammlung gewählt, davon zwei Drittel (364) durch eine Wahl auf regionaler oder gebietsmäßiger Basis, und ein Drittel (181) auf Basis bestimmter Berufe oder Aktivitäten, d.h. Studenten, Bauern, Gewerkschaften verschiedener Sparten, Angestellte, Geschäftsleute – und so weiter. Dieser Querschnitt einer Volksvertretung ist die solideste Grundlage einer Demokratie. Siehe auch:

http://www.globalresearch.ca/why-is-venezuela-in-the-white-houses-crosshairs/5594240

 

Die 8,1 Millionen Stimmen, 41% der Wahlberechtigten, sehen auf den ersten Blick nicht wie eine absolute Mehrheit aus, aber sie sind eine legitime Mehrheit wenn man es aus mehreren Perspektiven betrachtet. Die einzigen historischen Daten, die wir gegenwärtig über Venezuela haben, sind die der Verfassung von 1999 (die immer noch gültig ist), die der 1998 gewählte Präsident Hugo Chavez Frias anstieß, nachdem er das Volk befragte, ob sie der Einsetzung einer neuen Verfassung zustimmten. Er erhielt überwältigende 80% Zustimmung.

 

Wenn man davon ausgeht, dass 20-25% der Wahlberechtigten nicht zur Wahl gehen (basierend auf 19 Wahlen, seit die Bolivarische Revolutionsregierung 1998 an die Macht kam), dann haben von 20 Millionen Wahlberechtigten etwa 15 Millionen abgestimmt. Mit 8,1 Millionen Unterstützern für die ANC hat die Wahl vom 30. Juli für eine Nationale verfassungsgebende Versammlung eine deutliche Mehrheit, etwa 54% erreicht.

 

Das Wahlergebnis ist ein deutlicher Sieg, wenn man es mit dem Volksbegehren der Opposition vergleicht, das eine Woche zuvor illegal abgehalten wurde. Die Opposition behauptet, sie hätte 7,2 Millionen Stimmen gegen den ANC bekommen. Nach allen Beobachtern, darunter internationalen, ist das jedoch eine sehr fragliche und wahrscheinlich übertriebene Zahl (bedenkt man die Wahllokale, die landesweit nur einen Bruchteil derer der ANC-Wahl ausmachten). Darüber hinaus können die Ergebnisse nicht überprüft werden, da die Wahlzettel von der Opposition verbrannt wurden, nachdem sie die Öffentlichkeit über das Ergebnis der Abstimmung informiert hatten. Und selbst wenn man davon ausgeht, dass die Zahlen korrekt waren – was höchstwahrscheinlich nicht der Fall war – so kommt man insgesamt bei der Abstimmung der offiziellen ANC-Wahl und dem nicht rechtmäßigen Referendum auf 15,3 Millionen Stimmen, und die 8,1 Millionen ergeben etwa 53%, was eine absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen bedeutet.

 

Zu Analysezwecken sehen wir uns einmal die kuriose Zusammensetzung der Stimmen der Opposition an. In ihrem Referendum mussten die Wähler auf drei Fragen mit Ja oder Nein antworten, jede Frage war von vornherein gegen die ANC. Jede der drei Fragen zählte als eine Stimme, daher gab es für jeden Wähler drei Stimmen. Die selben Menschen durften auch in mehreren Bezirken wählen. Während der Pressekonferenz der Opposition fragte ein Journalist, ob es in Ordnung sei, dass Wähler/innen bis zu 17 Stimmen abgeben konnten. Die Antwort eines der Direktoren lautete Ja, aber das könnte bei der endgültigen Zählung entdeckt werden. Es gab auch Gerüchte über 10-jährige und andere Minderjährige die zur Wahl gingen. Es gibt auch 101.000 Wahlberechtigte im Ausland – aber nach Angaben der Opposition gingen fast 700.000 Venezolaner zur Wahl, die außerhalb Venezuelas leben.

 

Die illegitime – ja, illegitime – Abstimmung der Opposition ist eine reine Farce. Obwohl sie nie überprüft werden kann, da die Wahlzettel verbrannt wurden und nach dem oben Gesagten, muss man von dem verkündeten Ergebnis von 7,2 Millionen Stimmen gegen den ANC mindestens 30-50% abziehen. Und ja, illegitim, da die Verfassung keine Einmischung erlaubt, von Niemandem, wenn der ANC-Prozess einmal begonnen hat.

 

Interessant ist jedoch, dass die Opposition, die in der Nationalversammlung die Mehrheit besitzt, selbst eine verfassungsgebende Nationalversammlung hätte einberufen können. Haben sie nicht. Sie hätten aktiv an Präsident Maduros ANC-Wahl teilnehmen und ihre eigenen Kandidaten präsentieren können, wenn sie sie Grundsätze der Demokratie beachtet würden. Auch das haben sie nicht getan. Es ist klar, sie sind nicht an einem demokratischen Prozess interessiert. Sie sind nicht einmal an einem Dialog interessiert, einem von Maduros Grundsätzen zu einer Konfliktlösung. Sie wollen einem gewaltsamen Regimewechsel – das ist es was ihre Washingtoner Meister wollen und wofür sie bezahlt werden.

 

Die lautstärksten Kritiken der Prozedur kamen von den üblichen Schurken CNN, BBC, Washington Post; NYT, sogar dem Guardian, aber relativ wenig aus der EU und ihren Mitgliedern. Eines der Länder, das am meisten mit ungefragten Kommentaren hervorsticht, ist die „neutrale“ Schweiz. Dort hat das Außenministerium den Präsidenten Maduro aufgefordert, die Wahl zur ANC zu annullieren, aus „Respekt vor der Demokratie“. Man hat ferner durch den Schweizerischen Rundfunk SRG verlauten lassen, dass die Wahlen illegal seien, denn sie seien gegen die Verfassung – was eine glatte Lüge ist. Die schweizerische Exekutive weiß das, aber Washington gefällt das bestimmt.

 

Auch die Trump-Regierung sagte, dass sie die Wahl nicht anerkennen würde und verpasste Venezuela heftigere Sanktionen, darunter das Einfrieren von angeblichem „Vermögen in den USA“. Schon das ist an und für sich eine massive und lächerliche Propagandafälschung. Jedem Trottel muss klar sein, dass Präsident Maduro in den USA kein Vermögen hält. Den erzwungenen Sanktionen Washingtons werden wahrscheinlich auch die europäischen Vasallen folgen.

 

Die rechtslastigen Marionetten-Führer (sic) Lateinamerikas haben natürlich auch sofort nach der Pfeife ihres nördlichen Meisters getanzt. Der erste war Pablo Kuczynski, der Präsident Perus, der sagte, dass seine Regierung das Wahlergebnis nicht anerkennen würde. Aber wen kümmert, was Peru über das souveräne Venezuela denkt? – Seine Arroganz ging so weit, dass er den peruanischen Premierminister aufforderte, ein Komitee einzusetzen, das mögliche Aktionen Perus gegen Venezuela überprüfen sollte. Wenn man den Grad der Korruption in Peru bedenkt – eine der schlimmsten , wenn nicht die schlimmste in Lateinamerika – und wie Kuczynski „gewählt“ wurde, oder besser gesagt von den Meistern in Washington eingesetzt wurde, dann kann man nur ungläubig den Kopf schütteln. Wenn es in Peru ein nicht gekauftes, nicht korruptes, funktionierendes Rechtssystem geben würde, dann würden die letzten fünf Präsidenten wegen Korruption und Verbrechen gegen die Menschheit hinter Gittern sitzen, einschließlich des jetzigen.

 

Natürlich haben auch Kolumbien und Mexiko, die zu den treusten Vasallen des nördlichen Imperiums gehören, Venezuelas ANC-Initiative als illegitim und antidemokratisch bezeichnet, und sie diene nur dem Zweck, dass Maduro zu einem Diktator wird und die Verfassung so hinbiegen kann, dass er auf ewig Präsident bleiben kann. Nichts davon ist natürlich beabsichtigt oder möglich, oder nach der Verfassung überhaupt erlaubt, und die Nationalversammlung ist immer noch da. Nach der Verfassung sind ja weder der Präsident noch die Nationalversammlung, die durch die nationale verfassungsgebende Versammlung (ANC) weder aufgelöst noch ersetzt werden, dazu berechtigt, in den Prozess der ANC zur Erstellung einer neuen Verfassung einzugreifen.

 

Bei einem kürzlichen Besuch des ultrarechten (Tea Party) Chefs der CIA, Mike Pompeo, forderte der Mexiko und Kolumbien auf, sicherzustellen, dass die Situation in Venezuela korrigiert wird. Und lasst uns nicht vergessen, dass Kolumbiens Präsident Santos (der neuste Friedensnobelpreisträger!) bereits vor einigen Monaten Brüssel gebeten hat, NATO-Truppen nach Kolumbien zu schicken. Vielleicht sind sie schon da. Mit einer 2.200 km langen durchlässigen Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela wäre eine Infiltration durch kolumbianische und NATO-Truppen nicht schwierig.

http://www.globalresearch.ca/venezuela-washingtons-latest-defamation-to-bring-nato-to-south-america/5575480

 

Zu den wenigen, aber starken Befürwortern für den ANC und die die Welt dazu auffordern, diesen rechtmäßigen und demokratischen Vorgang zu respektieren, gehören Nicaragua, Bolivien, Ecuador, Kuba, Iran, China und Russland. Andere könnten folgen. Brüssel hat bisher nur gemurmelt. Es bleibt abzuwarten, wie diese Länder, vor allem China und Russland reagieren würden, sollte es zu einem möglichen CIA/US/NATO-Staatsstreich kommen, a la Maidan in Kiew, Ukraine 2014.

 

Warum hat Präsident Maduro gerade jetzt zu einer verfassungsgebenden Versammlung aufgerufen, um die Verfassung zu verändern oder neu zu gestalten? – Die Antwort ist einfach. Diktatoren auf der ganzen Welt, etwa Macron in Frankreich, Mme. May in UK und vielleicht bald Frau Merkel in Deutschland könnten das Kriegsrecht ausrufen, um „rechtmäßig“ die Bürgerrechte außer Kraft zu setzen und ihre grauenhafte Militarisierung und Austerität fortzusetzen, und auch „ausländischen Einfluss selektiv einzuschränken“.

 

Präsident Maduro folgt hingegen ganz genau den demokratischen Prinzipien. Der Zweck einer neuen oder der Realität angepassten Verfassung hat genau mit jener ausländischen Einmischung zu tun, die der venezolanischen Wirtschaft schadet. Das beinhaltet eine von außen orchestrierte Nahrungsmittel- und Medikamentenknappheit; einen von Miami aus manipulierten Schwarzmarkt gegen den offiziellen Wechselkurs, was die örtliche Kaufkraft ruiniert und damit Inflation und ein Schrumpfen der Wirtschaft verursacht; die tödliche Propaganda ausländischer Nachrichtensender; und die Infiltration ausländisch trainierter, bewaffneter und finanzierter gewalttätiger Terrorbanden, um der relativ kleinen, elitären venezolanischen Opposition bei der Organisation von Chaos und Bürgerunruhen zu helfen – wie wir es während der letzten Monate vor der ANC-Wahl gesehen haben. Die vom US-Außenministerium finanzierte NED – National Endowment for Democracy – ist ein Hauptsponsor der gewalttätigen Opposition in Venezuela, so wie auch im Rest der Welt. Die neue oder angepasste Verfassung soll der Regierung erlauben, die Souveränität der Grenzen und der Wirtschaft mit allen möglichen Mitteln zu kontrollieren, um die Kriminellen draußen zu halten und die volle Souveränität wiederherzustellen.

 

Diese bösartigen, vom Ausland unterstützten Gruppen haben in den Monaten vor der ANC-Wahl zu etwa 110 Toten geführt, mit schrecklichsten Terrortaten, inklusive Lynchmord, Verbrennung bei lebendigem Leib, Erschießungen, Plünderung von Geschäften, Angriffe auf Schulen, öffentliche Einrichtungen, Polizeistationen und vieles mehr. Es ist eine endlose Liste an schändlichen Verbrechen der sogenannten Opposition – die nichts anderes ist als ein Werkzeug für den Cheftyrannen in Washington, der nicht nachlassen wird bis er einen „Regimewechsel“ erreicht hat.

 

Die Presstituierten präsentieren kein wahres Bild der Vorgänge. Sie schildern die Gewalt und den Blutzoll so als sei die Regierung verantwortlich. Ja, dank der Sorgfalt der nationalen Polizei und 200.000 Militärkräften, die während der letzten Wochen vor der Wahl im ganzen Land stationiert wurden um die Bevölkerung und die Wähler zu schützen, wurde die Gewalt und die Anzahl der Toten minimiert. Ohne die Stationierung des Militärs wären die gewaltsamen Ausbrüche noch schrecklicher gewesen.

 

Eine neue Marionettenregierung würde Venezuela in die Zeit vor Chavez zurückwerfen – oder wahrscheinlich noch schlimmer – und Venezuelas größte Erdölreserven der Welt den amerikanischen Ölgiganten übergeben. Und die Chavistas und jeder, der in der Vergangenheit und heute der gewalttätigen, undemokratischen, unterdrückerischen und Washington dienenden Elite widersteht, würden der Folter ausgesetzt.

 

Was kommt in Venezuela als nächstes? – Nun, es ist nicht vorbei. Die nationale verfassungsgebende Versammlung ist nur der erste Schritt. Die tollwütige Bulldogge wird nicht loslassen. Sie greift weiter an und verbeißt sich unnachgiebig und gnadenlos in das souverän demokratische und ungehorsame Venezuela. Der fortwährende, von außen initiierte wirtschaftliche und soziale Niedergang, die Vorgänge, die Präsident Maduro zu der ANC-Wahl veranlasst haben, erinnert sehr an den faschistischen, von der CIA angeleierten Militärputsch in Chile am 11. September 1973.

 

Auch der Umsturz in Chile begann mit künstlichen und von außen inszenierten Knappheiten von Nahrungsmitteln und Medikamenten – Menschen wurden für Straßenproteste bezahlt. Der einzige Unterschied ist, dass die chilenische Armee gespalten war und hochrangiges Militär gegen Präsident Allende meuterte. Das scheint in Venezuela nicht der Fall zu sein. Die überwältigende Unterstützung der Menschen für den ANC hat die Solidarität innerhalb der Bolivarischen Republik gefestigt – und der Revolution neue Energie verliehen. Venezuela wird siegen. Venceremos!

 

 

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Peter König ist ein Wirtschafts- und politischer Analyst. Er ist auch ein ehemaliger Mitarbeiter der Weltbank und beschäftigt sich rund um die Welt intensiv mit Umwelt- und Wasserfragen. Er hält Vorträge an Universitäten in den USA, Europa und Südamerika. Er schreibt regelmäßig für Global Research, ICH, RT, Sputnik, PressTV, The 4th Media (china), TeleSur, The Vineyard of the Saker Blog und andere Internetseiten. Er ist Autor von „Implosion – An Economic Thriller about War, Environmental Destruction and Corporate Greed“ – ein Roman, er auf Fakten basiert und 30 Jahren Erfahrung bei der Weltbank rund um den Globus. Er ist ebenso Autor von „The World Order and Revolution – Essays from the Resistance“


26.

http://www.paulcraigroberts.org/2017/08/01/trumps-choices/

 

Trumps Alternativen

 

von Paul Craig Roberts, 01.08.2017

 

 

Donald Trump als US-Präsident war die Hoffnung der Menschheit, oder besser gesagt, die Hoffnung jenes Teils der Menschheit, der sich über die Gefahr der Provokation eines Konfliktes zwischen Nuklearmächten bewusst ist. Zwei Jahrzehnte lang haben die Regime von Clinton, George W. Bush und Obama dem russischen Bären Stöcke, Steine und böse Worte entgegengeschleudert. Die USA haben ein Sicherheitsabkommen nach dem anderen gebrochen und aufgekündigt und die Gefahr verstärkt, die Russland durch Kriegsmanöver an Russlands Grenzen sieht. Und durch einen Umsturz in der Ukraine, Jahrhunderte lang eine russische Provinz, und durch einen ständigen Strom falscher Anschuldigungen gegen Russland.

 

Das Ergebnis dieser unverantwortlichen, gedankenlosen und rücksichtslosen Politik gegenüber Russland war die Ankündigung des russischen Oberkommandos vor einigen Wochen (von den US-Medien ignoriert), dass russische Militärplaner zu dem Schluss gekommen sind, dass Washington einen nuklearen Überraschungsangriff auf Russland vorbereitet.

 

Das ist das alarmierendste Ereignis in meinem Leben. Jetzt wo die kriminell Verrückten in Washington Russland davon überzeugt haben, dass Russland Teil von Washingtons Kriegsplänen ist, da hat Russland keine andere Wahl als einen Erstschlag vorzubereiten.

 

Während des Kalten Kriegs haben beide Seiten zahlreiche falsche Alarme über anfliegende ICBMs erhalten, aber weil beide Seiten am Abbau der Spannungen arbeiteten, wurde den Alarmen nicht geglaubt. Aber heute, da Washington die Spannungen so hochgeschraubt hat, glauben wahrscheinlich beide Seiten an einen falschen Alarm. Der nächste falsche Alarm könnte das Ende des Lebens auf Erden bringen, und dafür kann man nur Washington die Schuld geben.

 

Trumps Betonung normaler Beziehungen zu Russland war für Menschen, die klug genug sind um die Folgen eines Atomkriegs zu verstehen, eine große Erleichterung. Aber diese Menschen befinden sich nicht in Washington, in der Demokratischen Partei, der Republikanischen Partei, dem Militär/Sicherheitskomplex oder unter den Presstituierten, die in Amerika als Medien durchgehen. All diese Menschen wollen Trump zerstören, weil er Frieden mit Russland haben will.

 

Von den 535 Mitgliedern des Kongresses haben 530 für ein Gesetz gestimmt, das die Gewaltenteilung verletzt und Präsident Trump daran hindert, die Sanktionen gegen Russland aufzuheben. Da die Abstimmung so überwältigend ist, dass dagegen kein Veto möglich ist, hat das Weiße Haus angekündigt, dass Trump das Gesetz unterzeichnen wird. Damit kapituliert er und gibt sein Ziel auf, mit Russland wieder normale Beziehungen herzustellen.

 

Das Weiße Haus glaubt, da das Gesetz Veto-resistent ist, dass Trump mit einem Veto nur erreichen würde, dass die Vorwürfe, er sei ein russischer Agent und benutze sein Amt um Russland zu schützen, bestätigt würden und das könnte leicht zu einem Amtsenthebungsverfahren führen.

 

Es gibt jedoch Dinge die Trump tun könnte. Und da es von größter Wichtigkeit ist, Russlands Ansicht über die Gefahr zu zerstreuen, ist es für Trump unabdingbar alles zu tun, um den Militär/Sicherheitskomplex mit seinen Dienern im Kongress und die Medien daran zu hindern, Amerika in einem tödlichen Konflikt mit Russland zu binden.

 

Wie ich gestern schon geschrieben habe: https://www.theblogcat.de/übersetzungen/hexenjagd-31-07-2017/

Trump könnte seine Sache dem amerikanischen Volk in einer großen Ansprache vorlegen und darauf verweisen, dass der Kongress die Gewaltenteilung verletzt, die Macht des Präsidenten beschneidet und es ihm nicht erlaubt, die gefährlichen Spannungen zu vermindern, die die vorhergehenden Regierungen mit einer bedeutenden Nuklearmacht geschaffen haben.

 

Trump könnte dem Kongress auch mitteilen, dass dessen Gesetz gegen die Verfassung verstößt und dass er das Gesetz nicht unterschreiben werde und auch kein Veto einlegen werde. Und sollte der Kongress darauf bestehen, dann werde er es vor den Obersten Gerichtshof bringen.

 

Trump könnte auch mit deutschen Politkern und Konzernvorständen telefonieren, die die Sanktionen als illegal verurteilt haben und die nur den US-Geschäftsinteressen auf Kosten Deutschlands dienen. Er sollte ihnen sagen, dass sie Merkel zu der Ankündigung zwingen sollten, dass Deutschland die Sanktionen nicht akzeptieren wird. Auch die EU-Führung hat die Sanktionen verurteilt. Trump könnte mit ein wenig Anstrengung so viel europäischen Widerstand organisieren, dass er dem Kongress sagen kann, dass er als Präsident der Vereinigten Staaten einer Ansammlung hirnloser Idioten (und nichts anderes ist der Kongress) nicht erlauben kann, Washingtons Imperium zu zerstören indem sie die Europäer vertreiben. Wenn Trump die Europäer zum Handeln bringt, dann kann er das Gesetz besiegen, das im Grunde nichts anderes ist als der Dienst des Kongresses für seine politischen Wahlkampfhelfer im Militär/Sicherheitskomplex und in der US-Energieindustrie.

 

Trump ist eine Kämpfernatur. Und dies ist Trumps Kampf. Er kann nur gewinnen wenn er diesen Kampf annimmt, und wir auch. Die gesamte Welt sollte sich hinter Trump stellen, denn es gibt sonst niemanden um die Spannungen zu entschärfen, die in einen Nuklearkrieg führen.

 

Ich war über die Dummheit und Verlogenheit der liberal-progressiven Linken in Amerika erstaunt, die bei dem Vorhaben des Militär/Sicherheitskomplexes zur Zerstörung Trumps mitmachen. Denn Frieden mit Russland beseitigt den Feind, der für das Budget und die Macht des Militär/Sicherheitskomplexes so wichtig ist. Schon klar, Amerika besitzt keine Linke mehr. Die Linke wurde durch Identitätspolitik ersetzt, eine zionistische Kreation, wie Gilad Atzmon in seinem Buch erklärt. Identitätspolitik erweist sich als effektiv, sie zerstört die Gojim indem sie ihnen beibringt, sich gegenseitig zu hassen. In der Identitätspolitik ist jeder ein Opfer weißer, männlicher Heterosexueller, die von der Identitätspolitik als frauenfeindliche, rassistische, homophobe Waffennarren definiert werden – Hillarys „Trumps Miserable“. Da die „Miserablen“ Trump gewählt haben, hassen die Liberal-Progressiven Trump und helfen dem Militär/Sicherheitskomplex, ihn zu zerstören – und wenn es Atomkrieg bedeutet.

 

Ich habe vorhergesagt wie es kam: Trump hatte keine Ahnung wie er eine Regierung zusammenstellen soll, die auf seiner Seite ist, und er hat offensichtlich total versagt. Ihm wird ständig von seiner UN-Botschafterin widersprochen, seinem Außenminister, seinem Nationalen Sicherheitsberater, seinem Verteidigungsminister. Trump ist in seiner Regierung allein.

 

Da kann er genauso gut kämpfen. Sich an das amerikanische Volk wenden. Die verärgerten Europäer organisieren. Dem kriminell verrückten Washington den Kampf ansagen, bevor die Kriminellen die Welt mit einem Krieg zerstören.

 

Allein im 21. Jahrhundert hat Washington sieben Länder ganz oder teilweise zerstört, Millionen Flüchtlinge produziert, die, zusammen mit Einwanderern die Asyl suchen, die Bevölkerungen der europäischen Länder verändern und Europa von der Landkarte tilgen.

http://www.paulcraigroberts.org/2017/07/30/europe-is-history/

 

Das ist Europas Belohnung dafür, ein Vasall Washingtons zu sein.

 

Trump sollte zu Europa sagen: „Es wird Zeit dass ihr Washington sagt, dass ihr die Schnauze voll habt!“

 

Wenn Trump nicht kämpft und sich von den Idioten, die ihn beraten, in das Lager der herrschenden Oligarchen tragen lässt, dann wird Trump, um seine Führungsrolle auszufüllen, amerikanische Kriege gegen die Welt anführen. Als Kriegsführer wird er von der herrschenden Oligarchie unterstützt werden, und die vertrottelten Liberal-Progressiven, die dem Militär/Sicherheitskomplex dabei halfen, Trumps Initiative für einen Frieden mit Russland zu besiegen, werden keine guten Argumente mehr haben.

 

Hier ist meine Vorhersage: Trumps Persönlichkeit zwingt ihn dazu Führer zu sein. Trump, dessen Friedensinitiative durch den Militär/Sicherheitskomplex, die liberal-progressive Linke, die korrupten Demokraten, die korrupten Republikaner und die als Medien bezeichneten Huren zerschlagen wurde, wird mittels Kriegen und Aggression gegen ausländische Feinde die Führung zurückerobern.

 

Trump hat bereits Venezuela mit illegalen Sanktionen überzogen, er hofft die venezolanische Demokratie zu stürzen und Washingtons Herrschaft wiederherzustellen, mit einer kleinen Gruppe rechter Spanisch-Stämmiger, die Venezuela traditionell dominiert haben.

 

Russland und China hatten die Gelegenheit, Venezuela zu Hilfe zu kommen und den Umsturz der demokratisch gewählten Regierung durch Washington zu verhindern. Aber beiden Ländern fehlte die notwendige Vision. Hat Washington erst einmal die venezolanische Regierung gestürzt, dann wird Washington die Regierung in Ecuador stürzen und Julian Assange wird sein diplomatisches Asyl entzogen werden. Wenn Assange unter Folter behauptet, dass WikiLeaks eine russisch/amerikanische Organisation sei, die von Donald Trump und Wladimir Putin finanziert wird, dann wird man Assange umbringen und die verblödeten Amerikaner werden jubeln. Dann wird Washington Bolivien stürzen und in Brasilien eine Säuberung durchführen und alle politischen Führer ausschalten, die nicht auf der Gehaltsliste der CIA stehen.

 

Danach wird Washington Russland und China als „gesetzlose Nationen“ brandmarken und da beide von US-Nuklearraketen und ABM-Stellungen umzingelt sind, wird Washington ihre Kapitulation fordern, oder ihre Zerstörung.


27.

https://www.theburningplatform.com/2017/08/02/quote-of-the-day-753/

 

Orwell oder Huxley?

 

Zitat von Neil Postman zu seinem Buch: „Wir amüsieren uns zu Tode: Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie“

 

 

Wir haben 1984 im Auge behalten. Als das Jahr kam, und die Prophezeiung nicht eintrat, da haben sich umsichtige Amerikaner selbst auf die Schultern geklopft. Die Grundfeste der liberalen Demokratie haben standgehalten. Wo auch immer sonst der Schrecken passierte, so wurden zumindest wir nicht vom Orwellschen Albtraum heimgesucht.

 

Aber wir hatten vergessen, dass es neben Orwells düsterer Vision eine weitere gab – etwas älter, etwas weniger bekannt, aber ebenso schaurig: Aldous Huxleys Schöne Neue Welt. Im Gegensatz zu dem weit verbreiteten Glauben, sogar unter den Gebildeten, haben Huxley und Orwell nicht die selben Dinge prophezeit. Orwell warnte, dass wir von einer von außen auferlegten Unterdrückung überwältigt würden. Aber in Huxleys Vision braucht es keinen Big Brother, um den Menschen ihre Selbständigkeit, ihre Mündigkeit und Geschichte wegzunehmen. Nach seiner Ansicht würden die Menschen ihre Unterdrückung lieben und die Technologien vergöttern, die ihre Fähigkeit zum Denken ausschalten.

 

Orwell fürchtete jene, die die Bücher verbieten wollten. Was Huxley fürchtete war, dass es keinen Grund mehr gäbe Bücher zu verbieten, weil niemand mehr sie lesen wollte. Orwell fürchtete jene, die uns die Informationen vorenthalten würden. Huxley fürchtete jene, die uns so viel davon geben würden, dass wir zu Passivität und Egoismus reduziert würden. Orwell fürchtete, dass man die Wahrheit vor uns verbergen würde. Huxley fürchtete, dass die Wahrheit in einem Meer von Belanglosigkeiten ertränkt würde. Orwell fürchtete, dass wir eine gefangene Kultur werden würden. Huxley fürchtete, wir würden eine belanglose Kultur werden, beschäftigt mit so etwas wie den 'feelies'' (Anm.d.Ü.: Aldous Huxley beschrieb in seiner Anti-Utopie Schöne Neue Welt (1932) die Feelies als zukünftige illusionistische Kinoform – plastisches Raumbild, synthetische Ton- und Geruchsorgeleffekte, Tasteffekte. ), dem orgy porgy (Anm.d.Ü.: in etwa: Drogen, Tanzen und Gruppensex) und dem Centrifugal Bumblepuppy (Anm.d.Ü.: ein Kinderspiel). Wie Huxley in seinem Buch Brave New World Revisited (1958) anmerkt, haben die bürgerlichen Libertären und Rationalisten, die ständig auf der Hut sind um Tyrannei zu bekämpfen, 'nicht bedacht, dass der Mensch einen nahezu unersättlichen Appetit auf Ablenkung besitzt'. In 1984 gibt Orwell zu Bedenken, dass die Menschen durch das Zufügen von Schmerzen kontrolliert werden. In der Schönen Neuen Welt werden sie durch das Zufügen von Vergnügen kontrolliert. Kurzum, Orwell fürchtete, das wir von dem ruiniert werden vor dem wir uns fürchten. Huxley fürchtete, dass wir von dem ruiniert werden was wir uns wünschen.

 

Dieses Buch („Wir amüsieren uns zu Tode: Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie“) handelt von der Möglichkeit, dass Huxley, und nicht Orwell, recht hatte.“

 

 


28.

http://www.westmonster.com/galloway-tony-blairs-high-court-victory-shows-the-law-is-an-ass/

 

Tony Blairs Sieg vor dem High Court beweist, dass das Recht eine Narretei ist

 

von George Galloway, 01.08.2017

 

Wenn es in England wirklich kein Gesetz gegen „aggressiven Krieg“ gibt, dann ist das Recht eine Narretei. Die Entscheidung zweier Richter am High Court, dass Tony Blair nicht wegen des Krieges gegen den Irak angeklagt werden kann, gibt jedem miesen Gauner, der in Britannien Staatsmacht bekommt und das Leben anderer und die wichtigen Interessen des eigenen Landes vergeudet, auf ewig Immunität.

 

Michael Mansfield QC (möge Gott ihn bewahren) argumentierte, dass das internationale Recht, das aggressive Kriege als unrechtmäßig ächtet, auch für Britannien gilt. Schließlich werden wir ständig von anderen über die Extraterritorialität des Rechts in der modernen Zeit belehrt. Nicht zuletzt durch die von Tony Blair höchstpersönlich skizzierte Chicago-Doktrin in Bezug auf das Kosovo. (Anm.d.Ü.: Galloway bezieht sich auf die Rede Blairs vor dem Economic Club in Chicago am 22. April 1999, inklusive der Rechtfertigung des Kosovo-Kriegs:

http://www.pbs.org/newshour/bb/international-jan-june99-blair_doctrine4-23/

 

Das serbische Recht ist ganz eindeutig, wenn es um das Recht des Staates geht, eine bewaffnete Separatisten-Gefahr für die Existenz ihres Staates niederzuschlagen. Als der UN-Sicherheitsrat die Chance für eine Einmischung in serbische Angelegenheiten ausschlug, da schien der Weg klar.

 

Nein sagt die Chicago-Doktrin. Es gebe unveränderliche und zeitlose Gesetze, die über der nationalen Souveränität stehen und – das ist ein neues Konzept – dass Mitglieder des Sicherheitsrats, die ihre UNSC-Kollegen nicht von ihrer Sache überzeugen konnten, mir nichts dir nichts einen Krieg wegen genau jener Vorschläge anfangen, von denen sie den Rat nicht überzeugen konnten.

 

In der Causa Blair ist die Sache jetzt umgedreht. Jetzt kann das internationale Recht, das „aggressiven Krieg“ verbietet, nicht auf England angewendet werden, weil das Britische Parlament nicht ausdrücklich gesagt hat dass es das sollte. Dass die Nichtzulässigkeit eines „aggressiven Kriegs“ in einem Land wie dem unseren, einem wahrhaft internationalen und selbsternannten Polizisten, unumstößlich sein könnte, das hat die Richter nicht sonderlich gestört.

 

Aber es gibt keinen Grund für so eine parlamentarische Entscheidung und es gab auch keine Notwendigkeit für den Beschluss neuer internationaler Gesetze in der Angelegenheit.

 

Britannien hat sein juristisches Gesicht bereits gegen „aggressiven Krieg“ gerichtet und war darin Vorreiter.

 

In den Nürnberger Prozessen hat Britannien die überlebenden Bestien des deutschen Faschismus genau für das Verbrechen „aggressiver Krieg“ angeklagt. Selbst wenn das, was der völkermordende Diktator Deutschlands getan hat, nach deutschem Recht vollkommen „legal“ war, selbst als es noch keine internationale juristische Definition für „Aggressionskrieg“ gab, hat Britannien zu Recht die Nazi-Bestien vor Gericht gestellt und eine große Anzahl von ihnen aufgehängt.

 

Ab dem Moment war de jure die Unzulässigkeit solcher Kriege grundsätzlich in das britische Rechtssystem eingeführt. Außer wir betrachten jetzt die Nürnberger Prozesse als Scheingericht, der wie ein Lynchmob gehandelt hat, ich zumindest tue das nicht.

 

Tony Blairs Krieg gegen den Irak war, so hat es Chilcot befunden, kein Krieg der letzten Option, ein Krieg ohne vernünftige Grundlage und er untergrub die Vereinten Nationen, die wir nach britischem Recht gesetzlich unterstützen müssen.

(Anm.d.Ü.: siehe Chilcot-Bericht – sogar von der BBC als eine „Verdammung“ beschrieben

https://de.wikipedia.org/wiki/Chilcot-Bericht

 

Die Konsequenzen dieses Kriegs gehen in der Schwere auf die Verbrechen Hitlers zu. Mehr als eine Million Menschen sind gestorben und diese Zahl steigt täglich weiter an. Eine fanatische Mutation der islamischen Auslegung wurde ausgesät und umfasst jetzt den Globus.

 

Souveräne Staaten wurden überfallen, besetzt und zerstört. Dass internationale Recht wurde zertrümmert. Folter von illegal entführten Opfern in Geheimgefängnissen und dem Schicksal von Foltertischen der Tyrannei ausgeliefert, unter anderem von uns. Als Ergebnis von Tony Blairs Krieg wird unser jüngstes Kind wahrscheinlich in seinem ganzen Leben nicht einen Moment Frieden und Sicherheit genießen können

 

Die politischen Systeme der Aggressor-Staaten wurden schwer untergraben und die Glaubwürdigkeit ihrer Herrscher ist wohl für immer ruiniert.

 

Ein ganz schönes Anklageprotokoll. Aber keines, so sagt man uns, das man je in einem britischen Gericht untersuchen kann. Wenn das Gerechtigkeit ist, dann bin ich eine Banane.