https://consentfactory.org/2020/07/29/the-white-black-nationalist-color-revolution/

 

Die weiße schwarznationalistische Farbrevolution

 

von C.J. Hopkins, 29.07.2020

 

 

Nun, die weiße schwarznationalistische Farbrevolution („zum Teil ermöglicht durch GloboCap“) scheint extrem gut zu laufen. Gemäß dem Foreign Policy Magazin klammert sich das Trump-Regime an die Macht, aber es sei nur eine Frage der Zeit, bis die identitären und moderaten Rebellen die von Putin unterstützten Faschisten aus dem Amt verjagen und in der westlichen Welt wieder die Demokratie herstellen.

 

Ja, so ist es. Gerade sah es noch so aus, als wäre der Konzern-gesponserte, total organische und friedfertige Aufstand gegen den Rassismus vorbei und als hätte das russo-faschistische Trump-Regime überlebt, da haben die global-kapitalistischen Anarchisten von Portland und andere militante „Widerstands“-Zellen einen vernichtenden Gegenangriff auf verschiedene faschistische Gebäudefassaden, faschistische Zäune und Geschäfte und dergleichen gestartet, und sind eins gegen eins in den Straßen auf schwer bewaffnete Putin-Nazi-Schlägertrupps losgegangen.

 

Der Guardian und andere Elemente der Untergrund-Resistance-Medien berichten, dass in Portland friedliche Demonstranten die Faschisten mit Steinen, Flaschen, improvisierten Böllern und verschiedenen anderen friedlichen, anti-rassistischen Projektilen angegriffen haben.

https://www.theguardian.com/us-news/2020/jul/26/portland-riot-protesters-trump-agents-police

 

In Oakland haben sie friedfertig das Gerichtsgebäude in Brand gesetzt.

https://abcnews.go.com/US/wireStory/courthouse-set-fire-protest-california-71992914

 

In Austin, Texas wurde ein friedlicher Demonstrant, der mit einer Ak-47 oder so bewaffnet war, von einem vermutliche Faschisten erschossen, dessen Auto friedlich von einem Mob umzingelt worden war, nachdem er „aggressiv an den Demonstranten vorbeifahren wollte“.

https://nymag.com/intelligencer/2020/07/what-we-know-about-the-austin-blm-protest-shooting.html

 

In Los Angeles gerieten friedfertige antirassistische Demonstranten dermaßen in eine gerechte antifaschistische Leidenschaft, dass sie fliegende Gegenstände auf die Cops regnen ließen, worauf sie von denen prompt nach Strich und Faden vermöbelt wurden. Und so weiter... ich denke ihr wisst Bescheid.

https://twitter.com/KTLA/status/1287241665703374848

 

Portland, Oregon (wo nicht einmal 6% der Bevölkerung schwarz sind) war natürlich die Speerspitze der Revolution, so wie schon 2016, als die Russen Hillary Clinton die Wahl gestohlen haben, indem sie leichtgläubige Afroamerikaner mit einer handvoll lächerlicher Facebook-Anzeigen „beeinflusst“ haben. Und dann haben sie Donald Trump und den Rest der Putin-Nazi-Besatzungsregierung ins Amt gehievt. Nicht nur haben örtliche Antifa-Milizen unermüdlich und rund um die Uhr die Banden aus neo-nationalistischen Holzköpfen bekämpft (von denen ihr vermutlich noch nie gehört habt), Portland ist auch das Hauptquartier des Großteils der militanten Antifa-Intelligentsia (Figuren wie Alexander Reid Ross, ein antifaschistischer Geografie-Lehrer, der Kinder mit seinen paranoiden Theorien über die internationale Dugin-Rot-Braun-Verschwörung impft, die die Welt übernehmen und an den Juden Massenmord begehen werden.

https://www.haaretz.com/misc/writers/WRITER-1.6007587

 

Somit ist Portland jetzt natürlich das Epizentrum der weißen schwarznationalistischen Farbrevolution.

 

Aber es handelt sich nicht nur um die üblichen Albernheiten aus Portland. Diese weiße schwarznationalistische Farbrevolution wurde seit vier Jahren geplant. Ab dem Moment als Trump die Nominierung der Republikaner gewonnen hatte, haben die global-kapitalistisch herrschenden Klassen eine radikalisierte Polarisierung geschürt, eine Putin-Nazi Paranoia, und andere Formen der Massenhysterie, in Erwartung der Ereignisse in diesem Sommer. Die Propaganda blieb ständig gleich hoch. Sowohl die liberalen Konzernmedien als auch die alternativen linken Medien haben vorausgesagt, dass Trump voll einen auf Hitler machen würde, das Kriegsrecht einsetzen und sich selbst zum Führer erklären würde, und irgendeine Art von rassistischem Holocaust durchführen wird... aus Gründen, die sie nie so recht erklären konnten.

 

Er hat das natürlich nicht getan, also hatten die global-kapitalistisch herrschenden Klassen keine andere Wahl, als einen Shitstorm aus zivilem Aufruhr loszutreten, um ihn dazu zu bringen, dass er überreagiert... und er war, das ist keine Überraschung, dumm genug um das zu tun. Die Schlägertruppen loszuschicken, das mag vielleicht seine eingeschworene rechte Basis beglücken, aber es wird die Mehrheit der „normalen“ Amerikaner entfremden, die nicht so sehr auf Schlägertrupps stehen (außer die tun ihr Ding in irgendeinem weit entfernten Land). Am wichtigsten, es wird all jene nicht-Clinton aber Obama-Wähler an die Wahlurnen treiben und sie für „Slappy“ Joe Biden stimmen lassen, oder für irgendeine Konzern-Marionette, mit der die Demokraten ihn bis zum 3. November ersetzen. Das scheint die allgemeine Strategie zu sein.

 

Nun, unabhängig davon ob sie das durchziehen können (und welche Gefühle man über GloboCap als de facto hegemoniales Imperium hat), man muss zumindest ihren Wagemut bewundern. Jener Teil, wo die Bürgermeister der großen Städte ihre Polizisten zurückgezogen oder sonstwie behindert haben und die „friedlichen Demonstranten“ Amok laufen ließen, das war meiner Meinung nach besonders wagemutig. Da hat GlobCap echt gezockt. Trump hätte dem Drang widerstehen können, voll totalitär zu reagieren und deren Bluff erkennen können. Er hätte eine Rede halten und den Amerikanern erklären können, wie diese Farbrevolutionen genau funktionieren, wie diese hier genau nach Drehbuch abläuft, und warum er den Köder nicht schlucken wird. Und er die fraglichen Städte sich selbst überlassen wird (bis die Bürgermeister gezwungen wären, selbst für Ordnung zu sorgen). Aber nein, das taktische Genie musste die Schlägertrupps abkommandieren, was natürlich genau das war, was der „Widerstand“ wollte. Jetzt hat er es mit Städten wie Philadelphia zu tun, die damit drohen, dass sie ihrer Polizei befehlen, die Bundespolizisten zu konfrontieren und zu verhaften... ich nehme an ihr wisst, worauf das hinausläuft.

https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-07-22/philly-d-a-threatens-to-arrest-federal-agents

 

Der andere Teil, der besonders heikel war, war der Übergang von den Original-Protesten nach dem Mord an George Floyd durch die Cops, der größte Teil davon war ein authentischer Ausdruck von Frustration und Wut der Schwarzen über den systemischen Rassismus und die Polizeibrutalität (beide sind natürlich sehr real), hin zu den folgenden, inszenierten zivilen Unruhen. Das meiste davon wurde von weißen Menschen koordiniert, finanziert und durchgeführt. Auch das war ein sehr mutiger Schritt, aber wie die großzügigen Typen der Ford Foundation schon im Juli 2016 sagten, als sie den Transfer von $100 Millionen an Organisationen der Black Lives Matter-Bewegung ankündigten:

 

Wir wollen mutige Experimente unterstützen...“

 

Ach, weil wir schon von mutigen Experimenten reden, was gäbe es für eine weiße schwarznationalistische Farbrevolution einen besseren Hintergrund als eine gefälschte apokalyptische Plage, die die Ökonomien der meisten westlichen Länder ruiniert, die Massen in eine hirnlose Gehorsamkeit getrieben und ganze Gesellschaften dermaßen destabilisiert hat, dass fanatische, hirngewaschene GloboCap-Braunhemden Leuten ins Gesicht sprühen, weil die bei einem Picknick im Freien keine Maske trugen und die ganzen Familien den Tod wünschen, wenn die Mutter ihren Kindern keine Masken aufsetzt?

 

 

Ehre wem Ehre gebührt, GloboCap. Mittlerweile sind nicht nur die USA, sondern Länder im gesamten global-kapitalistischen Imperium in einem solchen Zustand von Massenhysterie und politisch dermaßen polarisiert, dass kaum jemand das Drehbuch der Farbrevolution erkennen kann, das direkt vor unserer Nase und ganz offen umgesetzt wird.

 

Oder... Okay, eigentlich sehen es die meisten Trump-Unterstützer. Aber die meisten haben, so wie Trump selbst, fälschlicherweise Antifa, Black Lives Matter und die Demokratische Partei und deren Wähler für den Feind gehalten, aber die sind auch nur Bauern im Spiel des GloboCap. Die meisten Liberalen und Linken können es gar nicht sehen... buchstäblich, denn sie könne es nicht wahrnehmen. So wie Dolores in der HBO-Serie Westworld: „Es sieht nach gar nichts aus“. Sie glauben wirklich, dass sie den Faschismus bekämpfen, dass Donald Trump, ein narzisstischer, Wortsalat spuckender, ehemaliger Gameshow-Gastgeber, buchstäblich die Rückkehr von Adolf Hitler sei, und dass er irgendwie (vermutlich mit Hilfe von Putin) die gegenwärtigen zivilen Unruhen inszeniert hat, so wie die Nazis den Reichstagsbrand inszenierten! (Die New York Times wird dessen gar nicht müde, und auch nicht ihre liberale und linke Leserschaft, die mit einer endlosen Reihe von imaginären Hitlers Schlachten ausficht, seit... nun, seit Hitler).

 

Ich habe es in den letzten vier Jahren immer wiederholt, und ich werde es noch einmal wiederholen: Was wir erleben, ist nicht die „Rückkehr des Faschismus“. Es ist das global-kapitalistische Imperium, das die Ordnung wiederherstellt und den populistischen Aufstand niederschlägt, der überraschenderweise 2016 begann. Die weiße schwarznationalistische Farbrevolution, die gefälschte apokalyptische Plage, der ganze Irrsinn von 2020 ... das war schon die ganze Zeit in der Mache. Seit jenem Moment, als Trump die Wahl gewonnen hatte. Nein, es geht nicht um Trump, die Person. Es ging nie um die Person Trump, so wie es bei Obamas Präsidentschaft nicht um Obama als Person ging. GloboCap muss Donald Trump zerschmettern (und an ihm vor allem ein Exempel statuieren), nicht weil er eine Gefahr für das Imperium wäre (ist er nicht), sonder weil er zu einem Symbol eines populistischen Widerstands gegen den globalen Kapitalismus und dessen zunehmend aggressive, „aufgeweckte“ Ideologie geworden ist. Es ist dieser populistische Widerstand gegen seine Ideologie, die GloboCap mit aller Macht brechen will, egal wie viel soziales Chaos und Zerstörung dabei angerichtet wird.

 

In einem meiner Artikel von letzten Oktober, „Trumpenstein Must Be Destroyed“, machte ich diese Vorhersagen zum kommenden Jahr:

 

2020 wird es um alles gehen. Die global-kapitalistisch herrschenden Klassen werden diesen laufenden populistischen Aufstand entweder niederschmettern oder Gott weiß, in welche Richtung es dann geht. Versetzt euch mal für einen Moment in deren Lage. Stellt euch vier weitere Jahre Trump vor … eine zweite Amtszeit von Trump … Trump ohne Ketten. Glaubt ihr wirklich, dass sie das zulassen werden, dass sie erlauben, dass dieser populistische Aufstand weitere vier Jahre andauert? Das werden sie nicht. Sie werden alles in ihrer Macht stehende tun, um das Monster zu zerstören, nicht die Person Trump, sondern das Symbol Trump. Sie werden uns mit Details über eine Amtsenthebung zuschütten, tröpfchenweise, für die nächsten zwölf Monate. Die liberalen Konzernmedien werden voll einen auf Goebbels machen. Sie werden eine so große Massenhysterie entfachen, dass die Menschen nicht mehr denken können. Sie werden uns gegeneinander aufhetzen und uns zwingen, die eine oder die andere Seite in diesem simulierten Konflikt einzunehmen (die Demokraten gegen die Putin-Nazis), damit wir den tatsächlichen Konflikt (der globale Kapitalismus gegen den Populismus) nicht wahrnehmen. Sie werden uns an den Rand eines Bürgerkriegs treiben...“

https://consentfactory.org/2019/10/04/trumpenstein-must-be-destroyed/

 

Schon gut, das mit der gefälschten Plage habe ich nicht kommen sehen, aber ansonsten war meine Vorhersage nicht schlecht, oder?


http://thesaker.is/russia-and-the-next-presidential-election-in-the-usa/

 

Russland und die nächste Präsidentenwahl in den USA

 

vom Saker, 28.07.2020

 

                                                                                        Illustration: Kent

 

 

Einleitung: Kein hübscher Anblick

 

Beginnen wir mit einem Vorbehalt: In diesem Artikel gehe ich davon aus, dass es im Herbst eine US-Präsidentschaftswahl geben wird. Im Moment scheint es wahrscheinlich zu sein, dass diese Wahl stattfinden wird (es scheint keinen legalen Weg zu geben, sie zu annullieren oder zu verzögern), aber das ist keineswegs sicher (siehe hier einen maschinell übersetzten und sehr interessanten Artikel eines russischen Analysten, der eine Doppelherrschaft nach der Wahl vorhersagt: https://translate.google.com/translate?sl=ru&tl=en&u=https%3A%2F%2Fnews.myseldon.com%2Fru%2Fnews%2Findex%2F234775044 ).

 

Im Augenblick ist der Zustand der US-Gesellschaft sowohl äußerst besorgniserregend (und das aus gutem Grund) als auch potentiell explosiv. Es ist unmöglich vorherzusagen, was ein gut durchgeführter Angriff unter falscher Flagge den USA antun könnte. Es besteht auch die Möglichkeit entweder einer Naturkatastrophe (Hurrikan, Erdbeben usw.) oder sogar einer unnatürlichen (angesichts des Zustands der US-Infrastruktur ist dies fast unvermeidlich), die eine Art Ausnahmezustand oder Kriegsrecht zum "Schutz" der Bevölkerung auslösen könnte. Und schließlich, obwohl ich dies zum jetzigen Zeitpunkt nicht für sehr wahrscheinlich halte, besteht immer die Möglichkeit eines Staatsstreichs irgendeiner Art, vielleicht einer "Regierung der nationalen Einheit" unter Beteiligung beider Parteien, die, wie Noam Chomsky richtig bemerkt, im Grunde nur zwei Fraktionen dessen sind, was man als „die Wirtschaftspartei“ bezeichnen könnte. Es könnte ein Punkt kommen, an dem sie beschließen, auch diese Vortäuschung fallen zu lassen (seht euch nur an, wie viele andere Vortäuschungen die herrschenden US-Eliten in den letzten zehn Jahren haben fallen lassen).

 

Alexander Solschenizyn pflegte zu erklären, dass man alle Regierungen auf einem Kontinuum ansiedeln kann, das von "Staaten, deren Macht auf ihrer Autorität beruht" bis zu "Staaten, deren Autorität auf ihrer Macht beruht" reicht. In der realen Welt liegen die meisten Staaten irgendwo zwischen diesen beiden Extremen. Aber es ist ganz offensichtlich, dass die US-Politik derzeit sehr weit den Weg der "Staaten, deren Autorität auf ihrer Macht beruht" gegangen ist, und von irgendeiner Art "moralischer Autorität" der US-Politiker zu sprechen, ist wirklich ein Witz. Die (wahrscheinlich) bevorstehende "Wahl" zwischen Donald "packt sie bei der Pussy" Trump und Joe "gruseliger Onkel" Biden wird diesen Witz noch lächerlicher machen.

 

Im Augenblick muss die stärkste Kraft im politischen System der USA der Finanzsektor sein. Und natürlich gibt es noch viele andere mächtige Interessengruppen (MIK, Israel-Lobby, die CIA und die lächerlich aufgeblähte Geheimdienstgemeinde, Big Pharma, der US-Gulag, die Konzernmedien, die Ölindustrie usw.), die alle ihre Kräfte bündeln (genau wie ein Vektor in der Mathematik), um einen "Ergebnisvektor" zu erzeugen, den wir "US-Politik" nennen. Das ist in der Theorie so. In der Praxis gibt es mehrere konkurrierende "Politiken", die um Macht und Einfluss konkurrieren, sowohl an der nationalen als auch an der internationalen Front. Häufig schließen sich diese Politiken gegenseitig aus.

 

Nicht zuletzt ist das Ausmaß der Korruption in den USA mindestens so schlimm wie beispielsweise in der Ukraine oder in Liberia, aber die Korruption in den USA ist nicht auf der Straße und in der Portokasse zu finden, sondern wird in Milliarden von Dollar gezählt.

 

Alles in allem kein hübscher Anblick (hier ist ein guter Artikel über den Niedergang der US-Macht: https://www.moonofalabama.org/2020/07/a-significant-decline-is-coming-for-the-us.html#more )

 

Dennoch bleiben die USA eine Nuklearmacht und haben weltweit immer noch jede Menge politischen Einfluss und sie sind daher kein Land, das jemand ignorieren sollte. Einschließlich Russland.

 

Ein kurzer Blick auf Russland

 

Bevor wir die russischen Optionen in Bezug auf die USA prüfen, müssen wir einen kurzen Blick darauf werfen, wie es Russland in diesem Jahr ergangen ist. Die Kurzform wäre: nicht allzu gut. Die russische Wirtschaft ist um etwa 10 % geschrumpft, und die kleinen Unternehmen wurden durch die kombinierten Auswirkungen 1) der Wirtschaftspolitik der russischen Regierung und der Zentralbank und 2) der verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID19-Pandemie und 3) der umfassenden Bemühungen des Westens, vor allem der Anglosphäre, Russland wirtschaftlich zu erwürgen, verwüstet. Politisch gesehen ist das "Putin-Regime" nach wie vor populär, aber man hat das Gefühl, dass es abgestanden ist und dass die meisten Russen eine dynamischere und proaktivere Politik vorziehen würden, die nicht nur auf die Unterstützung der russischen Megakonzerne, sondern auch auf die Unterstützung der normalen Bevölkerung abzielt. Viele Russen haben definitiv das Gefühl, dass der "kleine Kerl" von den dicken Katzen an der Macht völlig ignoriert wird, und dieser Groll wird wahrscheinlich noch wachsen, bis und falls Putin sich nicht entscheidet, endlich alle atlantischen Integrationisten alias die "Washingtoner Konsens"-Typen loszuwerden, die in den russischen Regierungskreisen, einschließlich der Regierung, immer noch gut vertreten sind. Bislang ist Putin seiner Politik der Kompromisse und kleinen Schritte treu geblieben, aber das könnte sich in Zukunft ändern, da der Grad der Frustration in der Bevölkerung wahrscheinlich erst mit der Zeit wachsen wird.

 

Das soll nicht heißen, dass der Kreml sich nicht bemüht. Mehrere der jüngsten Verfassungsänderungen, die in einer nationalen Abstimmung angenommen wurden, hatten einen stark ausgeprägten "sozialen" und "patriotischen" Charakter, und sie haben die "liberalen" 5. Kolonnen, die ihr Bestes versuchten, absolut entsetzt, indem sie 1) zum Boykott aufriefen und 2) Tausende (fast ausschließlich) imaginäre Verstöße gegen die ordnungsgemäßen Wahlverfahren anprangerten und 3) das Ergebnis durch die Erklärung der Wahl zu einem "Betrug" delegitimierten. Nichts davon hat funktioniert: Die Wahlbeteiligung war hoch, es wurden nur sehr wenige tatsächliche Verstöße festgestellt (und diejenigen, die es waren, hatten ohnehin keinen Einfluss auf das Ergebnis), und die meisten Russen akzeptierten, dass dieses Ergebnis das Ergebnis des Volkswillens war. Darüber hinaus hat Putin die strategischen Ziele Russlands für 2030 bekannt gegeben, die sich stark auf die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Durchschnittsrussen konzentrieren (Einzelheiten siehe hier: https://interfax.com/newsroom/top-stories/69346/ ). Es ist unmöglich vorherzusagen, was als nächstes passieren wird, aber das wahrscheinlichste Szenario ist, dass Russland mehrere, sagen wir, "holprige" Jahre vor sich hat, sowohl an der innenpolitischen als auch an der internationalen Front.

 

Worauf kann Russland vernünftigerweise hoffen?

 

Das ist wirklich die Schlüsselfrage: Worauf kann Russland in der besten aller Situationen bei den nächsten Wahlen wirklich hoffen? Ich würde argumentieren, dass es wirklich sehr wenig gibt, worauf Russland hoffen kann, und sei es nur, weil die russophobische Hysterie, die die Demokraten begonnen haben, um Trump zu besiegen, jetzt offenbar von der Trump-Administration und allen Mitgliedern des Kongresses voll und ganz gebilligt worden ist. Was die imperiale Propagandamaschinerie betrifft, so gelingt es ihr jetzt, gleichzeitig zu erklären, dass Russland versucht hat, dem Westen Geheimnisse über den COVID-Impfstoff zu "stehlen" UND dass die russischen Eliten in diesem Frühjahr einen geheimen COVID-Impfstoff erhalten haben. Was die US-Dems betrifft, so kündigen sie bereits an, dass die Russen "Desinformationen" über Biden verbreiten. Sprechen wir über die PRÄ-traumatische Belastungsstörung (um den von meinem Freund Gilad Atzmon geprägten Ausdruck zu verwenden)...

 

[Nebenbei bemerkt: Obwohl ich keine Möglichkeit habe, zu erfahren, was wirklich in den wahnhaften Köpfen der US-Politiker vor sich geht, vermute ich stark, dass die jüngste Hysterie darüber, dass "Russland Geheimnisse über den COV19-Impfstoff stiehlt", wahrscheinlich durch die Schlussfolgerung der US-amerikanischen Geheimdienstgemeinde ausgelöst wird, dass Russland einen Impfstoff vor den USA fertig haben wird. Das ist natürlich etwas absolut Undenkbares für US-Politiker, die (sozusagen) logischerweise zu dem Schluss kommen, dass "wenn diese Russen zuerst einen Impfstoff bekommen haben, dann *müssen* sie ihn uns gestohlen haben" oder etwas Ähnliches (siehe hier für eine gute Analyse dazu: http://globalpaproject.blogspot.com/2020/07/the-russia-card-unmasking-real-meaning.html ). Und wenn die Chinesen das zuerst erreichen, kommt die gleiche Reaktion. Denn wer würde in den US-Altmedien jemals auch nur erwähnen, dass russische oder chinesische Forscher ihren US-Kollegen voraus sein könnten? Niemand, natürlich].

 

Ich würde behaupten, dass dieses Mantra-artige Russland-Bashing etwas ist, das sich in absehbarer Zeit nicht ändern wird. Zum einen haben die imperialen herrschenden Eliten, da sie eindeutig die Kontrolle über die Situation verloren haben, wirklich keine andere Möglichkeit mehr, als alles auf irgendeinen externen Agenten zu schieben. Die "terroristische Bedrohung" hat in den letzten Jahren viel an Zugkraft verloren, die "muslimische Bedrohung" ist politisch zu unkorrekt, um alles offen auf den Islam zu schieben, denn für die anderen Buhmänner, mit denen sich die US-Amerikaner nachts gerne selbst erschrecken (Immigranten, Drogenhändler, Sexualstraftäter, "Inlandsterroristen" usw.), kann man ihnen einfach nicht die Schuld für Dinge wie eine zusammenbrechende Wirtschaft geben. Aber Russland und China schon.

 

Tatsächlich hat der kollektive Westen seit dem (selbstverständlich lächerlichen) "Skripal-Fall" bewiesen, dass er einfach nicht das Rückgrat hat, "nein" oder auch nur "vielleicht" zu irgendeiner von der AngloZionistischen Propagandamaschine energisch vorangetriebenen These zu sagen. Egal wie selbstverständlich dumm die imperiale Propaganda auch sein mag, die Menschen im Westen sind (buchstäblich) konditioniert worden, jeden Unsinn als "höchst wahrscheinlich" zu akzeptieren, solange er von Politikern und ihren renommierten Ziomedien mit genügend Ernsthaftigkeit verkündet wird. Was die Staats- und Regierungschefs der EU betrifft, so wissen wir bereits, dass sie jeden Unsinn, der aus Washington oder London im Namen der "Solidarität" kommt, unterstützen werden.

 

Um ehrlich zu sein, die meisten russischen Politiker (mit der bemerkenswerten Ausnahme des offiziellen Kreml-Hofnarren Schirinowskij) und Analysten sahen Trump nie als einen potenziellen Verbündeten oder Freund. Der Kreml war besonders vorsichtig, was mich zu der Annahme veranlasst, dass die russischen Geheimdienstanalytiker Trumps Psyche sehr gut bewertet haben und schnell herausfanden, dass er nicht besser war als irgendein anderer US-Politiker. Im Moment kenne ich keinen russischen Analysten, der voraussagen würde, dass sich die Beziehungen zwischen den USA und Russland in absehbarer Zeit verbessern werden. Wenn überhaupt, dann sagen die meisten ganz klar: "Leute, wir sollten uns besser daran gewöhnen" (Anschuldigungen, Sanktionen, Anschuldigungen, Sanktionen, usw. usw. usw.). Darüber hinaus ist es für die Russen ziemlich offensichtlich, dass die Krim und MH17 zwar der Vorwand für westliche Sanktionen gegen Russland waren, aber nicht die eigentliche Ursache. Der wahre Grund für den Hass des Westens auf Russland ist so einfach wie alt: Russland kann nicht erobert, unterworfen, untergraben oder zerstört werden. Sie sind seit fast 1000 Jahren dabei, und sie sind immer noch dabei. Tatsächlich steigt ihre Russophobie jedes Mal, wenn es ihnen nicht gelingt, Russland zu zermalmen, auf ein noch höheres Niveau (Phobie sowohl im Sinne von "Angst" als auch im Sinne von "Hass").

 

Einfach ausgedrückt – es gibt nichts, was Russland von den bevorstehenden Wahlen erwarten kann. Überhaupt nichts. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Dinge nicht besser sind als vor 4 oder 8 Jahren. Schauen wir uns an, was sich geändert hat.

 

Der große Unterschied zwischen heute und damals

 

Was hat die Wahl von Trump der Welt gebracht?

 

Ich würde sagen, vier Jahre für Russland, um sich vollständig auf das vorzubereiten, was als Nächstes kommen könnte.

 

Ich möchte meinen, dass Russland und das AngloZionistische Imperium mindestens seit 2013 im Krieg sind, als Russland den US-Plan zum Angriff auf Syrien unter dem Vorwand vereitelte, dass es "höchst wahrscheinlich" sei, dass die syrische Regierung chemische Waffen gegen Zivilisten eingesetzt habe (in Wirklichkeit ein Lehrbuchfall einer von den Briten organisierten falschen Flagge). Das bedeutet, dass sich Russland und das Imperium seit mindestens 2013 im Krieg befinden, seit nicht weniger als sieben Jahren (etwas, das die russische 6. Kolonne und die Neo-Marxisten unter allen Umständen ignorieren wollen).

 

Es stimmt, dass dieser Krieg zumindest bis jetzt zu 80% informativ, zu 15% ökonomisch und nur zu 5% kinetisch war, aber dies ist ein wirklich existenzieller Überlebenskampf für beide Seiten: nur eine Seite wird aus diesem Kampf hervorgehen. Die andere wird einfach verschwinden (nicht als Nation oder als Volk, sondern als ein Gemeinwesen; als ein Regime). Der Kreml hat das voll und ganz verstanden und eine umfassende Reform und Modernisierung der russischen Streitkräfte auf drei verschiedene Arten in Angriff genommen:

 

1. eine "allgemeine" Reform der russischen Streitkräfte, die zu etwa 80% modernisiert werden mussten. Dieser Teil der Reform ist nun praktisch abgeschlossen.

 

2. eine spezifische Reform zur Vorbereitung der westlichen und südlichen Militärbezirke auf einen größeren konventionellen Krieg gegen den vereinigten Westen (wie immer in der russischen Geschichte), an dem die Panzerarmee der Ersten Garde und die russischen Luftstreitkräfte beteiligt sein würden.

 

3. die Entwicklung hochwirksamer Waffensysteme, die im Westen kein Äquivalent haben und die nicht bekämpft oder besiegt werden können; diese Waffen haben besonders dramatische Auswirkungen auf die Stabilität des Erstschlags und auf die Marineoperationen gehabt.

 

Während einige US-Politiker verstanden, was vor sich ging (ich denke an Ron Paul, siehe hier: https://www.unz.com/rpaul/reckless-congress-declares-war-on-russia/ ), verstanden es die meisten nicht. Sie wurden von der US-Propaganda so sehr einer Gehirnwäsche unterzogen, dass sie sicher waren, dass, egal was passiert: "USA! USA! USA!". Leider sah die Realität für sie ganz anders aus.

 

Russische Beamte haben übrigens bestätigt, dass Russland sich auf einen Krieg vorbereitete. Verdammt, die Reformen waren so tiefgreifend und weitreichend, dass es für die Russen unmöglich gewesen wäre, zu verbergen, was sie taten (siehe hier für Details: https://www.unz.com/tsaker/how-russia-is-preparing-for-wwiii/ ; siehe auch Andrej Martyanovs ausgezeichnete Fibel über die neue russische Marine hier: https://smoothiex12.blogspot.com/2020/07/about-russian-navy.html ).

 

Obwohl kein Land jemals wirklich auf einen Krieg vorbereitet ist, würde ich meinen, dass die Russen bis zum Jahr 2020 ihre Ziele erreicht hatten und dass Russland jetzt voll und ganz auf jeden Konflikt vorbereitet ist, den der Westen auslösen könnte, angefangen von einem kleinen Grenzzwischenfall irgendwo in Zentralasien bis hin zu einem umfassenden Krieg gegen die USA/NATO in Europa.

 

Die Menschen im Westen wachen jetzt langsam auf und stellen sich dieser neuen Realität, aber es ist zu spät. Rein militärisch gesehen hat Russland jetzt einen solchen qualitativen Abstand zum Westen geschaffen, dass der noch bestehende quantitative Abstand nicht ausreicht, um einen Sieg der USA/NATO zu garantieren. Jetzt fangen einige westliche Politiker an, ernsthaft durchzudrehen (siehe zum Beispiel diese Dame: https://www.wsws.org/en/articles/2020/07/23/mili-j23.html ), aber die meisten Europäer finden sich mit zwei wirklich schrecklichen Realitäten ab:

 

1. Russland ist viel stärker als Europa und noch viel schlimmer,

 

2. Russland wird niemals zuerst angreifen (was eine Hauptursache der Frustration für westliche Russlandhasser ist)

 

Was die offensichtliche Lösung dieses Problems betrifft, so ist eine freundschaftliche Beziehung zu Russland für diejenigen, die ihre gesamte Karriere damit verbracht haben, mit der sowjetischen (und jetzt russischen) Bedrohung der Welt hausieren zu gehen, einfach undenkbar.

 

Aber Russland verändert sich, wenn auch vielleicht zu langsam (zumindest für meinen Geschmack). Wie ich bereits letzte Woche erwähnt habe, haben eine Reihe polnischer, ukrainischer und baltischer Politiker erklärt, dass die Militärmanöver von Zapad2020, die in Südrussland und im Kaukasus stattfinden sollen, zur Vorbereitung eines Angriffs auf den Westen genutzt werden könnten (siehe hier ein recht typisches Beispiel für diesen Unsinn: https://lithuaniatribune.com/zapad-exercise-alarming-due-to-simulated-attacks-against-nato/ ). In der Vergangenheit hätte der Kreml nur eine öffentliche Erklärung abgegeben, in der er diesen Unsinn lächerlich gemacht hätte, aber dieses Mal tat Putin etwas anderes. Unmittelbar nachdem er die Reaktion dieser Politiker gesehen hatte, ordnete Putin eine groß angelegte und UNABHÄNGIGE militärische Bereitschaftsübung an, an der nicht weniger als 150.000 Soldaten, 400 Flugzeuge und 100 Schiffe beteiligt waren! Die Botschaft hier war klar:

 

1. Ja, wir sind viel mächtiger als ihr, und

 

2. Nein, wir entschuldigen uns nicht mehr für unsere Stärke

 

Und um sicherzugehen, dass die Botschaft klar ist, testeten die Russen auch die Einsatzbereitschaft der russischen Luftwaffeneinheiten in der Nähe der Stadt Riazan, überzeugt euch selbst:

 

Diese Antwort ist, so denke ich, die richtige. Offen gesagt hört niemand im Westen zu, was der Kreml zu sagen hat. Was bringt es also, noch mehr Erklärungen abzugeben, die in Zukunft genauso ignoriert werden wie in der Vergangenheit.

 

Wenn überhaupt, dann wäre die langsame Erkenntnis, dass Russland mächtiger ist als die NATO, sehr hilfreich, um die EU-Politiker sanft dazu zu bewegen, ihre Meinung zu ändern und zur Realität zurückzukehren. Schaut euch dieses aktuelle Video von Sahra Wagenknecht, einer führenden Politikerin der deutschen Linken, an und überzeugt euch selbst:

 

Das Beispiel von Sahra Wagenknecht ist interessant, weil sie aus Deutschland kommt, einem der Länder Nordeuropas; traditionell waren die nordeuropäischen Mächte viel antirussischer als die Südeuropäer, daher ist es ermutigend zu sehen, dass die Anti-Putin- und Anti-Russland-Hysterie nicht immer von allen unterstützt wird.

 

Aber wenn es in der EU sehr langsam besser wird, wird es in den schlechten alten USA nur noch schlechter. Sogar die Republikaner sind jetzt voll und ganz an Bord des Russland hassenden Festzugswagens (direkt hinter einem "Gay Pride", nehme ich an), und sie tragen jetzt ihren eigenen Wahnsinn dazu bei, wie dieser Artikel zeigt, der mit "Kongressrepublikaner": Russland sollte zum Staatssponsor des Terrors ernannt werden" (Russland als Terrorstaat zu bezeichnen, ist übrigens eine alte Idee der Dems).

 

Russische Optionen für den Herbst

 

In Wahrheit hat Russland keine besonders guten Optionen gegenüber den USA. Beide Parteien sind sich nun in ihrem wütenden Hass auf Russland (und natürlich auch auf China) völlig einig. Darüber hinaus gibt es zwar viele gut finanzierte und virulent antirussische Organisationen in den USA (Neokonservative, Papisten, Polen, Freimaurer, Ukrainer, Balten, aschkenasische Juden usw.), aber russische Organisationen in den USA wie diese ( http://www.russian-americans.org/ ) haben nur sehr wenig Einfluss oder gar Relevanz.

 

Da sich das Chaos innerhalb der USA jedoch weiter verschlimmert und die US-Politiker weiterhin so ziemlich den gesamten Planeten entfremden, hat Russland eine perfekte Gelegenheit, den US-Griff auf Europa zu schwächen. Das Schöne an der gegenwärtigen Dynamik ist, dass Russland überhaupt nichts (und schon gar nichts Verdecktes oder Illegales) tun muss, um den Anti-EU- und Anti-USA-Kräften in Europa zu helfen: Alles, was es tun muss, ist, ständig auf die folgende einfache Botschaft einzuhämmern: "Die USA gehen unter – wollen Sie wirklich mit ihr untergehen?“

 

Es gibt viele Gelegenheiten, diese Botschaft zu vermitteln. Die gegenwärtigen amerikanisch-polnischen Bemühungen, die EU daran zu hindern, in den Genuss billigen russischen Erdgases zu kommen, sind vielleicht das beste Beispiel für das, was man als "europäische Selbstmordpolitik" bezeichnen könnte, aber es gibt noch viele, viele weitere.

 

Um die Wahrheit zu sagen, weder die USA noch die EU haben für Russland oberste Priorität, zumindest nicht in wirtschaftlicher Hinsicht. Die moralische Glaubwürdigkeit des Westens im Allgemeinen kann man sicherlich als tot und lange vorbei bezeichnen. Was die militärische Macht des Westens betrifft, so ist sie nur in dem Maße beunruhigend, wie westliche Politiker versucht sein könnten, ihrer eigenen Propaganda zu glauben, dass ihre Streitkräfte die besten in der Geschichte der Galaxis seien. Aus diesem Grund führt Russland regelmäßig große Überraschungsübungen durch, um dem Westen zu beweisen, dass das russische Militär auf alles vorbereitet ist, was der Westen versuchen könnte. Was die ständige Annäherung von immer mehr US/NATO-Streitkräften an die Grenzen Russlands betrifft, so sind diese in politischer Hinsicht offensiv, aber in militärischer Hinsicht bedeutet die Annäherung an Russland nur, dass Russland mehr Möglichkeiten hat, Sie zu vernichten. Der "Vorwärtseinsatz" gehört wirklich der Vergangenheit an, zumindest gegenüber Russland.

 

Mit der Zeit jedoch und in dem Maße, in dem das föderale Zentrum der USA noch mehr die Kontrolle über das Land verliert, könnte der Kreml gut beraten sein, zu versuchen, einige Schauplätze für "populäre Diplomatie" zu eröffnen, insbesondere mit weniger feindlichen US-Bundesstaaten. Die Schwächung der Exekutive hat bereits dazu geführt, dass die US-Gouverneure eine immer wichtigere internationale Rolle spielen, und obwohl dies streng genommen nicht legal ist (nur die Bundesregierung hat das Recht, sich in der Außenpolitik zu engagieren), ist es eine Tatsache, dass dies bereits seit Jahren geschieht. Ein weiterer möglicher Partner innerhalb der USA für russische Firmen wären US-Konzerne (vor allem jetzt, wo sie schwer leiden). Schließlich denke ich, dass der Kreml versuchen sollte, Kommunikationskanäle zu den verschiedenen kleinen politischen Kräften in den USA zu öffnen, die eindeutig nicht die offizielle Propaganda abkaufen: Libertäre, (echte) Liberale und Progressive, Paläokonservative.

 

Was wir vor unseren Augen miterleben, ist der Zusammenbruch des föderalen Zentrums der USA. Dies ist ein gefährlicher und höchst instabiler Moment in unserer Geschichte. Aber aus dieser Krise werden sich Chancen ergeben. Das Beste, was Russland jetzt tun kann, ist, einfach sehr vorsichtig und wachsam zu bleiben und darauf zu warten, dass neue Kräfte auf der politischen Bühne der USA auftauchen.

 

 

Der Saker

 


 

https://americanmind.org/essays/the-covid-coup/

 

Der COVID-Staatsstreich

und wie man sich daraus befreit

 

von Angelo Codevilla 17.07.2020   (gekürzt)

 

 

In Panik vor den von der herrschenden Klasse erzeugten Ängsten willigte das amerikanische Volk ein, im Wesentlichen bis auf weiteres unter Hausarrest gestellt zu werden, wodurch die Gewohnheiten, Vorlieben und Freiheiten, die unsere Lebensweise bestimmt hatten, faktisch außer Kraft gesetzt wurden. Die meisten Amerikaner haben wirtschaftliche Schäden erlitten. Vielen, die keinen geschützten Status genießen, wurden Karrieren beendet und in die Armut getrieben. Soziale Spannungen und Selbstmorde haben sich vervielfacht. Die gewaltsame Zurückstellung jeder Art von medizinischer Versorgung wird mit Sicherheit unnötiges Leiden und Tod bedeuten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die medizinischen und wirtschaftlichen Fehlfunktionen der Lockdowns ein Vielfaches der Todesfälle und des Elends des COVID-19-Virus selbst ausmachen.

 

Schlechte Urteile und widerrechtliche Maßnahmen – der Betrug, nicht die Keime – bestimmen das Ausmaß dieser Katastrophe. Die verheerenden Auswirkungen des COVID-19 auf die amerikanische Politik sind vergleichbar mit dem, was Krankheiten bei Personen im Alter (senectus ipsa est morbus) anrichten, und verschiedene Schwächezustände und Verderbnis bereits auf die schiefe Bahn des Todes brachten.

 

Abgesehen von den wenigen, die durch die Panik Macht und Reichtum erlangt haben (und immer noch erlangen), fragen sich die Amerikaner, was nötig ist, um diese Empörung zu beenden – und nicht, um sie durch irgendeine "neue Normalität" zu ersetzen, die von wer weiß wem und mit wer weiß welcher Autorität beschlossen wird. Da niemand mit Autorität diejenigen führt, die sie beenden wollen, fragen sich die Amerikaner auch, wer diese Sache führen könnte. Im Folgenden werden Antworten vorgeschlagen.

 

Was als der große COVID-Betrug des Jahres 2020 in die Geschichte eingehen wird, basiert auf 1) einer Reihe von Unwahrheiten und grundlosen Behauptungen – oft glatten Lügen – über das neuartige Coronavirus und seine Auswirkungen; 2) der Erzeugung und Aufrechterhaltung physischer Angst durch ein Beinahe-Monopol der Kommunikation, um Herausforderungen an die herrschende Klasse der USA zu verhindern, angeführt von der Demokratischen Partei; 3) der säumigen Opposition der meisten Republikaner, wodurch ihr Status als Juniorpartner der herrschenden Klasse bestätigt wird. Kein Versäumnis war größer als das der christlichen Kirchen Amerikas – angeblich die Hüter der Wahrheit in der Gesellschaft.

 

Wahrheit

 

Da Verschleierung, Vorspiegelung und Lügen in Bezug auf das COVID-19 die wirksamen Mittel der Panik und der willkürlichen Machtergreifung sind, sind Wahrheit und Klarheit über das COVID-19 die Grundvoraussetzungen, um seinen Auswirkungen zu entgehen. Hier ist eine Dosis.

 

Von Anfang März 2020 an stellten die bekanntesten Epidemie-Behörden – die Weltgesundheitsorganisation und die amerikanischen Centers for Disease Control – der westlichen Welt die Atemwegserkrankung COVID-19 als eine der Pest gleichwertige Gefahr dar. Doch die Erfahrungen Chinas, die von seiner Regierung verschleiert wurden, hatten bereits gezeigt, dass das COVID-19-Virus viel weniger mit der Pest als vielmehr mit der Grippe vergleichbar ist. Alles, was seitdem geschehen ist, folgte aus der Verfälschung dieser grundlegenden Wahrheit.

 

Unsere "Besten und Klügsten", die während der Monate Januar und Februar, in denen sich die Seuche von China in den Westen ausbreitete, zunächst die Angst vor einer Ansteckung von Mensch zu Mensch minimiert hatten, erklärten dann, dass das Virus ungewöhnlich ansteckend sei, und stellten – auf Null-Fakten-Basis - fest, dass es bis zu einer von zwanzig Personen, die es infizierte, töten würde – die Infektions-/Tödlichkeitsrate (IFR) liege bei 5%. Auf der Grundlage dieser imaginären Sterblichkeitsrate übernahmen sie mathematische Modelle aus Großbritannien und der Universität von Washington, die vorhersagten, dass bis zu zwei Millionen Amerikaner daran sterben würden.

 

Das U.S. Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) modellierte die maßgeblichen Vorhersagen, auf denen der US-Lockdown beruhte. Sein Modell sagte auch die COVID-Todesfälle für das nicht abgeschottete Schweden voraus. Am 3. Mai schrieb es, dass Schweden bis zum 14. Mai täglich bis zu 2800 Todesfälle erleiden würde. Die tatsächliche Zahl lag unter 40. Unabhängig davon, ob das Aufblasen dieser Unwahrheit leichtsinnig oder vorsätzlich war, lief es darauf hinaus, in einem überfüllten Theater "Feuer" zu schreien. Was rechtfertigt es, Menschen zuzuhören und zu bezahlen, die diese Art von Wissenschaft betreiben?

 

Die Feststellung der wahren Letalität einer Infektionskrankheit ist charakteristisch einfach: Man testet eine große Stichprobe der Bevölkerung, die im Verhältnis zu Ort, Alter, Geschlecht, Rasse und sozioökonomischen Kategorien repräsentativ ist. Führen Sie einen Monat später Folgeuntersuchungen mit den Probanden durch, um die Infektionsrate zu addieren und die Ergebnisse zu erfahren. Punkt. Heute fehlt uns immer noch dieses definitive, direkte Wissen über die wahre Letalität von COVID, weil Bürokraten weit verbreitete Tests verhindert haben, um die eine Zahl zu ermitteln, die am wichtigsten ist. Das liegt daran, dass das Fehlen dieser Zahl es ihnen erlaubt, weiterhin Angst zu schüren.

 

Im Mai mussten die Centers for Disease Control, die bis dahin bereits professionell diskreditiert waren (wenn auch leider nicht in den Massenmedien), zu dem Schluss kommen, dass die Letalitätsrate bei weitem nicht bei ca. 5% lag, sondern bei 0,26%.

https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/hcp/planning-scenarios.html

 

Das Doppelte einer typischen Grippe. Die CDC konnte diese Schätzung nur durch die Berücksichtigung einer unrealistisch niedrigen Zahl asymptomatischer Infektionen hoch halten – ganz zu schweigen von den überhöhten Zahlen der Todesfälle. Doch anstatt ihre Empfehlungen angesichts der Realität zu ändern, versuchte die US-Regierung, die Realität zu verbergen, indem sie ein Hütchenspiel mit der Definition und der Zahl der COVID-"Fälle" spielte.

 

Im März und April hatten die Behörden als "Fälle" Personen definiert, die krank genug waren, um ins Krankenhaus eingeliefert zu werden, und die auch positiv getestet wurden. Wer auch immer die Zahl der gemeldeten Todesfälle (eine Zahl, die durch eine CDC-Direktive aufgeblasen wurde, um Todesfälle aufgrund anderer Ursachen als COVID-Fälle zu zählen) durch die Zahl der so definierten Fälle teilte, war vorhersehbar ängstlich und bereit, "den besten Rat" zu befolgen – nämlich die gesellschaftlichen Einschränkungen, wie man sicher bleibt. Das erwies sich an und für sich als ruinös. Damals definierte man die Zahl dieser "Fälle" als die "Kurve", der wir so viel opfern sollten, um sie "abzuflachen", damit die Welle der Krankenhauseinweisungen unser Gesundheitssystem nicht überfordert. Weil ihre Prämissen falsch waren, kam diese Welle nie.

 

Stattdessen, als im Mai verschiedene nicht-offizielle Umfragen veröffentlicht wurden, die zeigten, dass die Mehrheit derer, die positiv auf COVID getestet wurden, entweder kaum oder gar nicht wussten, dass sie infiziert waren, verdoppelten eben diese Behörden ihre Unehrlichkeit.

https://www.healthline.com/health-news/50-percent-of-people-with-covid19-not-aware-have-virus

 

Sie begannen, bloße Infektionen als "Fälle" zu bezeichnen. Sie trennten die Berichterstattung über diese "Fälle" von der Berichterstattung über die Zahl der Todesfälle und warnten die unaufmerksame Öffentlichkeit vor "COVID-Fällen", als ob die Infektion ein ernstes Risiko darstelle. Sie befürworteten auch weit verbreitete Tests an völlig asymptomatischen Personen auf aktuelle und frühere Infektionen, deren Ergebnisse mit Sicherheit zu einer steigenden Zahl neuer, so definierter "Fälle" führen würden.

 

Und sie spielten mit der Meldung von Todesfällen, indem sie COVID alle Fälle zuschrieben, die "beteiligt" waren oder so aussahen, als ob sie daran beteiligt gewesen sein könnten. Dann nahmen sie Lungenentzündung, Grippe und COVID in die Kategorie PIC auf. Auf diese Weise kam die Zahl der Todesfälle auf über 100.000. Aber wenn die CDC dasselbe Kriterium wie beim SARS-Virus verwendet hätte, nämlich "schweres akutes Atemnotsyndrom", hätte die Zahl Ende Juni etwa 16.000 betragen.

 

Solche nackten Tricks konnten nur deshalb erfolgreich sein, weil die Medien bei dieser Verschwörung mitmachten. In der Aufmacherstory der New York Times vom 27. Mai ging es bedrohlich zur Sache: "Kalifornien ist der vierte Staat mit mehr als 100.000 bekannten Fällen."

 

Währenddessen sank die Zahl der Todesfälle, die dem COVID zugeschrieben wurden, von immer niedrigerer Basis weiter ab. Am 1. Juli lag die Infektionstödlichkeitsrate von COVID-19 bei Menschen unter 70 Jahren bei 0,04%, selbst wenn man die überhöhten Zahlen der CDC für die durch COVID verursachten Todesfälle zugrunde legt. Anstatt sich jedoch zu fragen, wie die Aufklärung von Gefahrenrufen und die abnehmenden Berichte über Todesfälle, die irgendwie damit in Verbindung gebracht werden könnten, zusammenpassen, agitierte die herrschende Klasse, die Rückkehr zum normalen Leben zu verhindern. Seien Sie ängstlich, seien Sie sehr ängstlich. Kopf: Das Haus gewinnt, Zahl: Sie verlieren.

 

Ein unwiderlegbarer indirekter Hinweis darauf, dass COVID keine Pest ist, ergibt sich auch aus dem Vergleich der Zahl der Todesfälle, die COVID-19 in einem bestimmten Zeitraum zugeschrieben werden, mit der Zahl der Todesfälle, die auf alle Ursachen für denselben Zeitraum zurückzuführen sind – trotz der offiziellen Inflation der Zahl der dem Virus zugeschriebenen Todesfälle.

 

Das Imperial College, Londons Stimme für Großbritannien, zeigt aufgeschlüsselt nach dem Todesalter, dass die Wahrscheinlichkeit, an einer COVID-19-Infektion zu sterben, in etwa der Wahrscheinlichkeit entspricht, in einem bestimmten Alter an allen Todesursachen zu sterben, mit Ausnahme der sehr jungen Menschen. Bei Männern beträgt die Wahrscheinlichkeit, gleichzeitig mit dem Virus zu sterben, bis zum Alter von 70 Jahren nicht mehr als 1% oder die durchschnittliche Todesrate. Bei Frauen überschreiten sie die durchschnittliche Sterblichkeitsrate erst im Alter von fast 90 Jahren. In Spanien lag die Sterblichkeitsrate für infizierte Personen über 90 Jahre bei 10%.

 

Das Maß der "übermäßigen Todesfälle" erzählt eine ähnliche Geschichte. Während des sechswöchigen Höchststandes des COVID-Ereignisses im Jahr 2020 übertrafen die Todesfälle in den USA die Zahl der Todesfälle im gleichen Zeitraum des Vorjahres um 82.000. Wenn man bedenkt, dass die Grippesaison 2020 gleichzeitig eine der schlimmsten in den Aufzeichnungen war (typischerweise ist die Grippe für etwa 50.000 Todesfälle während der Saison verantwortlich) und angesichts der von der CDC vorgeschriebenen Vermischung der COVID-Zahlen mit anderen, war die COVID-19-Pandemie an sich nicht sehr groß – außer in New York City, aus Gründen, die nur teilweise bekannt sind. In der Woche vom 20. Juni 2020 meldete die CDC NULL überzählige Todesfälle – was bedeutet, dass die Zahl der wöchentlichen Todesfälle innerhalb der langfristigen normalen Kurve für diese Zeit des Jahres lag.

 

Nicht zufällig starben 1957 etwa 116.000 Amerikaner (bei einer Bevölkerung von zwei Dritteln der heutigen Größe) an der Grippe. Zehn Jahre später betrug die Zahl 100.000 und 2019 61.000. Bis Juni 2020 lag der (überhöhte) Todeszoll von COVID-19 bei 100.000.

 

Kurz gesagt: COVID-19 ist nicht Amerikas Plage. Es hat Amerika nicht erschüttert. Die herrschende Klasse hat es erschüttert. Sie haben es nicht unwissentlich oder aus Versehen getan. Sie haben es getan, um die Öffentlichkeit zur Einhaltung ihrer Agenden zu erpressen. Ihre Behauptung, im Namen der "Wissenschaft" zu sprechen, ist ein Versuch, zu vermeiden, für den enormen Schaden, den sie anrichten, zur Rechenschaft gezogen zu werden. Sie tun es weiterhin, weil sie an der Macht festhalten wollen, die ihnen die Panik gebracht hat.

 

Übrigens: Wann immer Sie jemanden hören, der behauptet, im Namen der Wissenschaft zu sprechen, und sich dabei eher auf Behörden als auf Fakten und Logik bezieht, können Sie sicher sein, dass diese Person ein Betrüger ist.

 

Unwahrheiten

 

Es waren die Unwahrheiten, die zu den Lockdowns geführt haben, die Todesopfer forderten und Leben ruinierten.

 

Die "Lockdowns" der Allgemeinbevölkerung mussten auf der Prämisse beruhen, dass jeder, wenn nicht gleich verwundbar, so doch gleich verantwortlich ist, und dass daher jeder eingesperrt bleiben muss, um zur Sicherheit der anderen beizutragen. Aber weil jedes Wort davon der Realität widerspricht, falsch, eine Lüge ist, hat die Anwendung der "Lockdowns" auf die Gesellschaft unnötige Tode und Leiden verursacht.

 

Bevor wir uns mit den spezifischen Auswirkungen der Abriegelungen befassen, müssen wir uns darüber im Klaren sein, was die Trennung von infizierten oder möglicherweise infizierten Personen von vermutlich nicht infizierten Personen bewirken kann und was nicht. Dies ist seit dem Mittelalter jedem bekannt, der es wissen wollte, und es wurde sogar im bescheidenen Studienleitfaden für das Pfadfinder-Verdienstabzeichen für öffentliche Gesundheit von 1956 wiederholt: Der Schutz der Nicht-Infizierten vor Infektionen durch die Einschränkung ihres Kontakts mit den möglicherweise Infizierten hängt davon ab, dass man weiß, dass die zu schützenden Personen wirklich nicht infiziert sind.

 

Um sicherzustellen, dass niemand, der aus mit der Pest infizierten Orten kommt, diese in die Stadt bringt, verhinderten die Venezianer im Mittelalter vierzig Tage lang das Ausschiffen von Schiffen, die von solchen Orten kommen (Quarantäne). Umgekehrt ist die schnelle Auffindung der wenigen Infizierten unter den vielen Nicht-Infizierten und ihre noch schnellere Entfernung zusammen mit denjenigen, mit denen sie in Kontakt waren (heutzutage als Kontaktverfolgung bekannt), nur in dem Maße wirksam, wie der Großteil der Bevölkerung fast jungfräulich ist.

 

Doch sobald sich eine Infektionskrankheit innerhalb einer Bevölkerung ausgebreitet hat, sind Quarantänen und damit verbundene Maßnahmen bestenfalls eine Verschwendung. Die persönliche Hygiene und die Minimierung von Kontakten (was wir heute als soziale Distanzierung bezeichnen) behalten ihre natürliche Bedeutung, um die Ansteckungschancen eines jeden Individuums bis zu einem gewissen Grad zu verringern – vielleicht sogar die Expositionschancen zu verzögern, bis die Krankheit ihren Lauf genommen hat. Aber sobald eine Ansteckung einmal in einer Bevölkerung verwurzelt ist, machen diese Maßnahmen keinen Unterschied für die allgemeine öffentliche Gesundheit. Die Krankheit, die ihren Lauf nimmt, bedeutet zum Teil, dass genügend Menschen infiziert sind und somit eine Immunität entwickelt haben, so dass sie die Krankheit nicht mehr auf andere übertragen können (Herdenimmunität).

 

So haben menschliche Gemeinschaften mit und durch die unzähligen Epidemien der Geschichte gelebt. Wir haben dies einmal mehr daran gesehen, wie COVID-19 Schweden und US-Bundesstaaten (z.B. South Dakota und Arkansas) betroffen hat, die nie abgeschaltet wurden. Als COVID-19 Deutschland traf, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass ungeachtet dessen, was irgendjemand tat, etwa 70% der Deutschen schließlich infiziert werden würden. Und das wäre es dann.

 

Die Isolation macht jedoch den größten Unterschied zu den Unterkategorien der Bevölkerung aus, die besonders anfällig für die Krankheit sein können. Die Beulenpest war ein unterschiedsloser Killer, ebenso wie die Pocken. COVID-19 scheint jedoch sehr diskriminierend zu sein. Ja, alle Krankheiten sind für die ohnehin schon am stärksten geschwächten Menschen am schädlichsten. Aber diese scheint dies mehr getan zu haben als die meisten anderen.

 

In Italien litten 99,1% der Menschen, die mit oder an COVID-19 starben, auch an anderen Krankheiten.

https://nypost.com/2020/03/18/over-99-of-coronavirus-patients-in-italy-who-died-had-other-illnesses/

 

Aber dieses Virus hat offensichtlich eine besondere Vorliebe für Menschen mit Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, geschwächten Lungen und vor allem für sehr alte Menschen – bis zu dem Punkt, dass in einer Studie des deutschen Innenministeriums gefragt wurde, ob es sinnvoll sei, den Tod von Personen, deren Körper ohnehin dabei war, sich abzuschalten, irgendeiner Ursache zuzuschreiben.

https://hallo-meinung.de/Innenministerium_Bericht2_geschwaerzt.pdf

 

Im Gegensatz dazu ist die Wirkung von COVID-19 auf normale gesunde Personen wesentlich milder als die von normalen Atemwegserkrankungen. Welchen Sinn hätte also eine allgemeine Isolation im Zusammenhang mit COVID-19 überhaupt machen können?

 

Im Zusammenhang mit den (tragisch falschen) Annahmen, Vortäuschungen und Überzeugungen (suchen Sie sich etwas aus) der herrschenden Klasse in den USA ergab es einen gewissen Sinn, dass COVID-19 in seiner tödlichen Gefahr für die Allgemeinbevölkerung so ansteckend und pestartig ist, dass eine Welle von verzweifelt kranken und sterbenden Patienten amerikanische Krankenhäuser überfluten würde, wenn sein natürlicher Verlauf nicht verlangsamt würde. Daher mussten alle medizinischen Stationen von allen anderen Aktivitäten geräumt, Notkrankenhäuser in den Parks gebaut und die Krankenhausschiffe der Marine herbeigeschafft werden.

 

Wie wir gesehen haben, gab es nie auch nur den geringsten Beweis dafür, dass das COVID-19-Virus zu massenhaften Todesfällen führen könnte. Von Anfang an deuteten alle Anzeichen in die entgegengesetzte Richtung. Selbst in New York, wo Gouverneur Cuomo die Panik hyperventilierte, waren die Krankenhäuser im Park und das Krankenhausschiff der Marine praktisch leer.

 

Aber das Festhalten der herrschenden Klasse an ihren Annahmen, Vortäuschungen und Überzeugeungen setzte sich über die offensichtliche Wahrheit hinweg, dass ältere und gebrechliche Menschen besonders vor dem Kontakt mit möglicherweise mit dem Virus infizierten Personen isoliert werden sollten und dass die übrige Bevölkerung ihren Geschäften nachgehen sollte.

 

Die US-Behörden, die "Experten" und die herrschende Klasse entschieden sich dafür, genau das Gegenteil zu tun. Sie "sperrten" eine allgemeine Bevölkerung ein, die praktisch keinem Risiko ausgesetzt ist, und verzögerten damit die Ausbreitung des Virus auf Menschen, denen es nicht schaden könnte und deren Infektion eine Herdenimmunität aufbauen würde. Millionen von Menschen im Haus zu halten, verschlechterte auch ihre Gesundheit. Die Menschen davon abzuhalten, miteinander in Kontakt zu treten und normal zu arbeiten, zerstörte das wirtschaftliche und soziale Leben.

 

Am schlimmsten war, dass diese Behörden, diese Experten, ältere Menschen, von denen bekannt war, dass sie mit dem Virus infiziert waren, in Pflegeheime überwiesen. In Michigan teilten die Behörden einem Pflegeheim sogar einen Helfer zu, von dem bekannt war, dass er mit dem Virus infiziert war. Infolgedessen machen die bisher völlig ungezählten Todesfälle in diesen Einrichtungen, in denen etwa 1,3 Millionen Menschen (etwa 0,39% der Bevölkerung) untergebracht sind, etwa die Hälfte der gesamten US-Todesopferzahl aus. Das ist geschehen, und es ist pervers. Es verdient Bestrafung.

 

Und zwar doppelt wegen der Grausamkeit, mit der es getan wurde. Als bekannte Virusträger und nicht überprüfte Personen eingeliefert wurden, als die Seuche wütete, wurde den geschwächten, machtlosen Insassen der Besuch ihrer Familien untersagt. Da sie fast alle nicht infiziert waren, hätten sie keine Gefahr dargestellt. Hätte man den Familien Besuche gestattet, hätten sie vielleicht Kenntnis von den Geschehnissen erhalten. So wie es war, waren sie machtlos, diese Unschuldigen zu retten, die ohne Fürsprecher effektiv verurteilt wurden. Eine New Yorker Krankenschwester wurde entlassen, weil sie Einspruch erhoben hatte. Dreifach pervers, weil einige der verantwortlichen Beamten – z.B. der Gesundheitsminister von Pennsylvania – wussten, was sie taten, genug, um ihre eigenen Angehörigen aus der Gefahr zu entfernen.

https://www.pennlive.com/news/2020/05/health-secretary-rachel-levines-removal-of-mom-from-care-home-amid-epidemic-draws-scrutiny.html

 

Andere, z.B. der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo, der 4.500 COVID-infizierte Patienten aus Krankenhäusern in Pflegeheime schickte und seine Verantwortung für über 5.000 Todesfälle mit den Worten "Menschen sterben" von sich wies, lenkten später die Verantwortung auf das ab, was legitimerweise als nationale Politik angesehen werden kann. Er zitierte die Leitlinien der Centers for Disease Control: "'Pflegeheime sollten alle Personen aus Krankenhäusern aufnehmen, in denen COVID präsent ist." Sowohl die Abriegelung für normale Menschen als auch die Verlegung von COVID-Trägern in Pflegeheime, so Cuomo, folgten den Empfehlungen der CDC. Cuomo widersetzte sich der Empfehlung nicht. Er war damit beschäftigt, politische Punkte gegen Donald Trump zu sammeln.

 

Im Mai erklärte Dr. Anthony Fauci, der einflussreichste Arzt des föderalen COVID-Teams, im nationalen Fernsehen die kontraproduktive nationale Abriegelung gesunder Menschen. Zuvor hatte er gesagt, Sperrungen seien notwendig, um eine Überfüllung der Krankenhäuser zu verhindern. Da sich dies als sein grober beruflicher Fehler als Epidemiologe erwiesen habe, sagte er nun, dass eine Ausweitung der Abriegelungen notwendig sei, um zu verhindern, dass so viele anscheinend gesunde junge Menschen schließlich die Alten und Gebrechlichen anstecken.

 

Es gibt jedoch keinerlei Hinweise darauf, dass scheinbar gesunde (d.h. asymptomatische, aber infizierte) Menschen andere mit COVID-19 anstecken.

https://www.cnbc.com/2020/06/08/asymptomatic-coronavirus-patients-arent-spreading-new-infections-who-says.html

 

Es gibt Hinweise darauf, dass nur symptomatische Menschen (solche mit Husten und Schnupfen) infiziert werden, und zwar nicht durch zufälligen Kontakt. Wenn es die Absicht von Fauci war, die bekannten Verbreiter von Anfang an zu trennen, warum hatte die CDC dann die Verlegung bekannter COVID-Träger in Pflegeheime angeordnet? Zumindest hat der Mann, der das COVID-Team leitete, dies in einer rücksichtslosen Weise getan, bei der Menschen getötet wurden. Auch er hatte andere Dinge im Kopf – politische Dinge.

 

In ähnlicher Weise haben Gouverneure von New York über Michigan und Illinois bis nach Kalifornien, Oregon und Washington den Bürgern befohlen, in geschlossenen Räumen zu bleiben – was stets die ideale Umgebung für die Übertragung von Atemwegsviren war und sich wieder einmal als ideal erwiesen hat. Der Gouverneur von Illinois kriminalisierte mehr als zwei Personen in einem Boot. Kalifornier wurden verhaftet, weil sie am Strand spazieren gingen, und der Bürgermeister von New York City drohte damit, Schwimmer aus dem Meer zu ziehen. Alles im Namen der Wissenschaft. Online-Recherchen finden keine Wissenschaft, die zeigt, dass Viren in frischer Luft und Sonnenschein gedeihen, geschweige denn in Salzwasser. Der Bürgermeister von Los Angeles wies die Anwohner an, im Freien stets Masken zu tragen, obwohl es keine Beweise dafür gibt, dass dieses Virus durch beiläufige Nähe überall, vor allem aber im Freien, übertragen wird.

 

Im Juli sagte Anthony Fauci, dass Masken notwendig seien. Doch im März hatte derselbe Fauci gesagt, dass sie mehr Schaden als Nutzen anrichteten – ohne den geringsten wissenschaftlichen Beweis.

 

Surrealistisch legte das Gesundheitsministerium von L.A. fest, dass sich die Personen nach dem Aufsetzen ungewaschener Gesichtsschutzmittel die Hände waschen und die Berührung des Gesichts unterlassen sollten – mit Ausnahme der Gesichtsschutzmittel, die die Hände von vornherein schmutzig machen sollten! Das soll Wissenschaft sein? Fauci wies die Gouverneure auch an, den Menschen zu erlauben, sich zu Hunderten in Walmart und Costco zu versammeln, ihnen aber zu verbieten, dies in Kirchen zu tun. Diese Quelle der Wissenschaft gab auch dem Sex unter Fremden sein Imprimatur, riet Christen aber, von der Kommunion abzusehen. Zu intim. Welchen Grad an parteiischer Leichtgläubigkeit braucht es, um irgendetwas davon zu glauben?

 

Man kann sich auch fragen, welches Maß an parteiischer Leichtgläubigkeit es braucht, um Persönlichkeiten wie die Gouverneure von New York, Michigan und Kalifornien und die Bürgermeister von Chicago und Los Angeles ernst zu nehmen, die sich persönlich über die Vorschriften hinwegsetzen, die sie anderen aufzuerlegen versuchen. Einschränkungen für Sie, aber nicht für mich!

 

Die Antwort liegt wirklich in der Tiefe der partei- und klassenpolitischen Solidarität. Die Gouverneure und Funktionäre, die die Abriegelungen verhängt, aufrechterhalten und begründet haben, sind alle bis auf einen (Ohio) Demokraten. Ihre kontrafaktischen Annahmen/Vortäuschungen/Überzeugungen, ihre Falschdarstellungen, ihre Unwahrheiten und unverblümten Lügen sind allesamt Ausdruck des Bemühens ihrer sozialen Klasse, ihre Privilegien gegen eine zunehmend widerspenstige Bevölkerung zu sichern.

 

Politik

 

Zunächst konzentrieren wir uns darauf, wie nahtlos die herrschende Klasse der westlichen Welt das COVID-19-Ereignis in eine weitere ihrer Waffen im Kampf gegen die wachsende Unzufriedenheit der Wähler in diesem Jahrhundert umgesetzt hat. Die Unterstützung für die Abriegelungen ist für die amerikanische etablierte Linke, d.h. für die Demokratische Partei, ebenso wichtig geworden wie der Glaube an Abtreibung, globale Erwärmung, offene Grenzen und Zensur dessen, was sie als "Hassrede" bezeichnen. Um dies zu verstehen, muss man erkennen, dass die Kampagne der herrschenden Klasse bezüglich der öffentlichen Gesundheit, der globalen Erwärmung, der Rasse, der Rechte der Frauen, der Homosexuellen, der Mikro-Aggressionen, der Palästinenser usw. usf. weit weniger mit irgendwelchen dieser Angelegenheiten zu tun hat als mit der Ergreifung von immer mehr Macht für sich selbst

 

Schnittmengen

 

Wir stellen fest, dass die Sprache, die Haltungen, mit denen die herrschende Klasse die gesundheitliche Herausforderung von COVID hochgejubelt hat, in die Identitäten der vielfältigen Komponenten ihres Wahlkreises integriert wurden, um den seit langem bestehenden Forderungen jedes Einzelnen Nachdruck zu verleihen. Wie bereitwillig die Aktivisten für Black Lives Matter, Feminismus, globale Erwärmung usw. alle möglichen sozioökonomischen Beschränkungen auf der angeblichen Grundlage der Rettung von Leben vor dem COVID unterstützen, als ob es ihre eigene Sache wäre, ist eine weitere praktische Manifestation der Theorie der "Schnittmenge" der neuzeitlichen Linken. Während die Aktivisten von Black Lives Matter Gebäude niederbrennen, tragen sie auch Masken, angeblich um ihr Engagement für die soziale Verantwortung für die öffentliche Gesundheit zu zeigen. Nicht zufällig bekennen sie sich auch zur LGBTQ-Sexualität, zur Abtreibung und gegen die Kleinfamilie. Dasselbe gilt für die Unterstützung aller anderen Komponenten.

https://tennesseestar.com/2020/06/29/black-lives-matter-plan-to-disrupt-the-nuclear-family-and-dismantle-cisgender-privilege-gains-support-in-corporate-america/

 

Umgekehrt hat sich jeder Wahlkreis der herrschenden Klasse, ungeachtet der Unterschiedlichkeit ihrer Schwerpunkte, die Forderung zu eigen gemacht, dass die Stimmabgabe bei amerikanischen Wahlen künftig "von zu Hause aus" erfolgen muss, wobei die Stimmzettel von Dritten gesammelt oder "geerntet" werden müssen. Das würde die Macht der Wähler von denen, die wählen, auf diejenigen verlagern, die die Stimmen verarbeiten und zählen, d.h. auf sich selbst. Damit würde die gesamte herrschende Klasse von den Wählern befreit.

 

Jede kleine Wählergemeinde übersetzt den Vorwurf in ihre eigene Ausdrucksweise. In Amerika ist der Vorwurf des Rassismus die niedrigste (leider die häufigste) Form der politischen Anbiederung und Einschüchterung. Da die Sicherung von über 90% der schwarzen Stimmen die conditio sine qua non der Wahlerfolge der Demokratischen Partei ist, war niemand überrascht, als die New York Times, gefolgt von den übrigen großen Medien, feststellte, dass COVID-19 die Afroamerikaner proportional härter traf als andere Rassen, was beweist, dass die amerikanische Gesellschaft sie verächtlich behandelt und sich Reformen unterziehen muss.

 

Doch die Times, CNN usw. wissen, dass dies eine Lüge ist und dass, unabhängig von der Rasse, negative Folgen von COVID-19-Infektionen mit Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes usw. einhergehen. Und sie wissen so gut wie jeder andere, inwieweit Afroamerikaner genau diese Zustände proportional mehr aufweisen als andere Rassen, und dass diese Zustände heute mehr mit Kalorien zu tun haben als mit der Sklaverei vor zwei Jahrhunderten.

 

Das COVID-Ereignis hat die Gesichtsmaske auch zu einem physischen Abzeichen der Stammesidentität gemacht, das allen Untergruppen gemeinsam ist. Beim Tragen der Maske geht es nun darum, die Tugendhaften öffentlich zu unterscheiden und die Bedauernswerten zu beklagen. Der demokratische Gouverneur von North Carolina, Roy Cooper, sagte, dass "eine Gesichtsmaske Stärke und Mitgefühl für andere bedeutet" und "das Tragen einer solchen Maske zeigt, dass Sie sich um die Gesundheit anderer Menschen kümmern".

https://abc11.com/nc-phase-2-plan-bars-and-restaurants-reopening-north-carolina/6198872/

 

Am selben Tag drückte es der New Yorker Andrew Cuomo so aus: "Eine Gesichtsbedeckung bedeutet Stärke und Mitgefühl für andere": "Eine Maske zu tragen ist jetzt cool, ich glaube, es ist cool... Eine Maske zu tragen ist offiziell cool."

 

Anthony Fauci, der im März bei 60 Minutes gesagt hatte, "es gibt keinen Grund, mit einer Maske herumzulaufen", gab im Mai sein wissenschaftliches Urteil ab, dass Masken "ein Symbol dafür sind, dass die Menschen sehen, dass das die Art von Dingen ist, die man tun sollte", während er zugab, dass sie "nicht 100% wirksam" sind. Er hätte kaum anders handeln können, da das New England Journal of Medicine gesagt hatte: "Das Tragen einer Maske außerhalb von Gesundheitseinrichtungen bietet [dem Träger], wenn überhaupt, nur wenig Schutz vor Infektionen" und ist für andere, die gelegentlich Kontakt haben, irrelevant. Zu einem solchen Symbol für eine intersektionelle Identität ist es geworden, dass der demokratische Bürgermeister von Minneapolis, als die Randalierer Minneapolis niederbrannten, die Randalierer, die er Teile seiner Stadt niederbrennen ließ, aufforderte, dabei Masken zu tragen.

https://www.newsbreak.com/minnesota/minneapolis/news/1574535887827/minneapolis-mayor-to-rioters-please-practice-social-distancing-wear-masks

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Abriegelungen von Menschen aufrechterhalten und verlängert wurden, denen Ihre Einhaltung der Vorschriften wichtiger ist als Ihre Gesundheit.

 

Regime der Angst

 

Es geht darum, die Chancen der Demokratischen Partei bei der Wahl 2020 zu erhöhen.

 

Die US-Wahlen 2016 konfrontierten die herrschende Klasse der USA mit der Möglichkeit, dass die enormen Machtbefugnisse der Präsidentschaft genutzt werden könnten, um ihr Netzwerk von Prestige und Privilegien abzubauen. Die Öffentlichkeit beginnt gerade erst zu verstehen, in welchem Ausmaß alle möglichen Bürokraten und Verbündeten ihre Macht genutzt haben, um zu versuchen, die Herausforderung von 2016 zu besiegen, und dann das sozio-politische Äquivalent des "Pressings" beim Basketballs eingeführt haben, indem sie alles und jedes über die Trump-Administration als unrechtmäßig behandelten und offizielle Untersuchungen nicht durchführten, um Informationen zu sammeln, sondern als Vorwand, um ihre Medienpartner mit Verleumdungen zu füttern. Sie versuchten Trump in Meineid-Fallen zu erwischen. Sie spielten mit dem Gedanken, ihn zu Aussagen zu verleiten, die als Grundlage für eine Amtsenthebung ausgelegt werden könnten. Aber die US-Wirtschaft boomte. Trumps Beliebtheitsquoten stiegen. Als das Jahr 2020 anbrach und Trump ein Kinderspiel für die Wiederwahl zu sein schien, griffen die Demokratische Partei und andere nach jedem Strohhalm, um an ihn heranzukommen.

 

Als COVID über den Horizont kam, war der Gedanke, es einzusetzen, bereits in den Köpfen der herrschenden Klasse angekommen. Eine Verschwörung war weder notwendig noch möglich. Das vorhandene Parteigefühl und die Gleichgesinntheit reichten aus, um die Einmütigkeit und Einheitlichkeit zu erzeugen, mit der die herrschende Klasse das COVID-19-Ereignis genutzt hat, um Angst zu erzeugen, zu schüren und aufrechtzuerhalten, um die Agenden ihrer Wählerschaft in ihrem Streben nach Macht zu energetisieren.

 

Im Januar 2017 sagte Dr. Anthony Fauci in einer Rede an der Georgetown University, er habe keinen Zweifel daran, dass die Trump-Administration einem "überraschenden Ausbruch" von "ansteckenden Krankheiten" gegenüberstehen werde. Einige Tage zuvor veröffentlichte The Atlantic einen Artikel mit dem Titel "How a Pandemic Might Play Out Under Trump" (Wie eine Pandemie sich unter Trump auswirken könnte), in dem lautstark der Wunsch geäußert wurde, dass Trumps Umgang mit einem solchen Ereignis seine Präsidentschaft untergraben würde. Doch zuvor hatte der NYU-Professor Arthur Caplan einen Artikel mit dem gleichen Titel veröffentlicht: "Das Ende der Zivilisation und der wahre Donald Trump". Kurz gesagt, ein Ereignis im Bereich der öffentlichen Gesundheit in eine Waffe zu verwandeln, das hatte eifrige Gemüter erregt.

 

Die Aussicht auf eine Abriegelung des Landes, angeblich um es vor COVID-19 zu retten, bot ein Beinahe-Monopol auf die Kommunikation. Trumps Kundgebungen wurden abgebrochen. Vor allem die Kirchen wurden geschlossen, aber auch die zahllosen Treffen von Vereinen, Unternehmen, Freunden usw., die das Lebenselixier dessen sind, was man als Landklasse bezeichnen könnte. Auch dürfen sich die Menschen nicht zu politischen Zwecken versammeln, wie sie es wünschen: Die Restriktionen, die der demokratische Gouverneur von North Carolina dem republikanischen Nationalkonvent auferlegte, machten es unmöglich, ihn in diesem Bundesstaat abzuhalten.

 

Ohne persönlichen Kontakt wurde das Fernsehen zum wichtigsten Kommunikationsmittel – aber es war eine Einweg-Kommunikation, deren Programme und Konzernwerbung den Menschen sofort die Freuden des Gehorsams vermitteln: "wir stecken alle zusammen drin", "allein, zusammen".

 

Es riecht nach Orwell. Die Unternehmen, deren Werbung dafür bezahlt, sind bekannte Namen: Adidas, Amazon, Airbnb, American Express, Bank of America, BMW, Burger King, Citigroup, Coca Cola, DHL, Disney, eBay, General Motors, Goldman Sachs, Google, IBM, Mastercard, McDonald's, Microsoft, Netflix, Nike, Pfizer, Procter & Gamble, Sony, Starbucks, Twitter, Verizon, Walmart, Warner Brothers und YouTube. Die herrschende Klasse.

 

 

Getrieben von der Politik parteiischer Identität nutzte die herrschende Klasse das COVID-19-Ereignis, um das amerikanische Leben zu zerstören.

 

Ein Blick genügt, um die perverse Ungeheuerlichkeit dessen, was es verursachte, zu enthüllen.

 

Da die Lockdowns die meisten Restaurants und Hotels schlossen, in denen etwa die Hälfte der Kalorien des Landes verbraucht wurde, verlagerte sich die Nachfrage nach Lebensmitteln in einer Weise, die es den Vertriebsnetzen und Verarbeitungsbetrieben unmöglich machte, sich nahtlos anzupassen – insbesondere da die Regierung ihren Betrieb einschränkte und die Arbeiter dafür bezahlte, sich krank zu melden. Millionen von Gallonen Milch wurden in die Kanalisation geschüttet, Millionen von Hühnern, Milliarden von Eiern und Zehntausende von Schweinen und Rindern wurden vernichtet, Hektarweise wurden Gemüse und Tonnen von Früchten untergepflügt. Weinberge wurden ausgerissen. Diese verwirrende Zuteilung und die Verschwendung von Nahrungsmitteln führten zu Engpässen. Die Preise auf den Märkten stiegen. An einigen Orten wurden Fleisch und Eier rationiert. Personen, die keine Arbeit haben, haben weniger Geld, um diese Preise zu bezahlen, und kämpfen darum, ihre Familien zu ernähren. Dadurch wurden zahllose selbstversorgende Bürger auf Bittsteller bei den Lebensmittelbanken reduziert.

 

Wer könnte Überschuss und Knappheit gleichzeitig produzieren, wenn nicht Zauberlehrlinge, die die Regierungsmacht ausüben? Damit kennen sie sich aus. Durch die absichtliche Reduzierung des Nahrungsmittelangebots für die Bevölkerung schloss sich die US-Regierung den seltenen Rängen wie Stalins Sowjetunion und Castros Kuba an.

 

Aber kein zurechnungsfähiger Mensch hätte sich jemals vorstellen können, dass die gesamte medizinische Versorgung einer ganzen Nation bis auf eine Krankheit nahezu zum Erliegen kommt. Die US-Regierung tat dies auf Anraten ihrer allerbesten Experten. Zwischen Mitte März und Juli standen die Krankenhäuser fast leer, nachdem sie die Stationen für die (unwissentlich) erwartete COVID-Flut geräumt hatten. Die Patienten wurden entmutigt oder aus anderen Gründen davon abgehalten, die Krankenhäuser zu betreten, Ärzte und Krankenschwestern waren untätig. Nicht wenige wurden beurlaubt. Die Notaufnahmen waren für die meisten ihrer Kunden – die ärmeren Menschen, die dort routinemäßig Routineversorgung erhalten – geschlossen. Privatkliniken und -praxen – in denen die meisten Amerikaner die meiste medizinische Versorgung erhalten – wurden praktisch geschlossen. Viele werden nie wieder öffnen. Vergessen Sie die Zahnmedizin. Dies hat dazu geführt, dass die meisten Amerikaner für etwa ein Drittel eines Jahres im Wesentlichen ohne medizinische Versorgung geblieben sind.

 

Tests wurden versäumt, Krankheiten nicht diagnostiziert, Behandlungen wurden vergessen oder verzögert. Da der menschliche Körper keinen entsprechenden Urlaub genommen hat, ist es unmöglich abzuschätzen, wie viel Leid und Tod dieser Mangel an medizinischer Versorgung verursacht hat und noch verursachen wird – und das alles, während die US-Regierung dafür gesorgt hat dass das passiert. Beamte, die behaupten, klüger zu sein, als wir es angeordnet haben – in unserem eigenen Interesse, so behaupten sie.

 

Mehr als vierzig Millionen Amerikaner haben seit Beginn der Lockdowns Anträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Zu dieser Zahl muss man die bisher unbekannten Dutzende Millionen Besitzer kleiner Unternehmen hinzufügen, die zur Schließung oder zur radikalen Reduzierung ihrer Tätigkeit gezwungen waren. Hinzu kommen die unzähligen Millionen nicht direkt Betroffener – Landwirte, Fachleute – deren Produkte und Aktivitäten durch die Schließungen an Wert verloren haben. Stellen Sie sich die Millionen von Karrieren vor, die zerstört wurden, die Träume zerbrachen, die zu Lebzeiten der Arbeit verwirklicht worden waren, und man sucht nach Worten, um dies zu beschreiben: Katastrophe? Tragödie? Sicherlich von Menschen verursacht.

 

Die Experten, die das verursachten, haben abweichende Meinungen stigmatisiert, sie haben versucht, sie zum Schweigen zu bringen und im Grunde kriminalisiert, als gesundheitsgefährdend und natürlich als rassistisch. Aber es gibt null Beweise dafür, dass alle oder einige der oben genannten Maßnahmen die Lebenserwartung von irgendjemandem erhöht haben, und viele gegenteilige Beweise. Sie haben Amerika Unrecht getan. Aber warum? Und cui bono?

 

Macht

 

All dies diente dem übergreifenden Interesse der herrschenden Klasse an ihrer eigenen Macht. Gibt es irgendwelche Kategorien von Menschen, die von den Schließungen profitiert haben? Die Regierung gewann. Wir wissen von keinem Mitarbeiter der Bundes-, Landes- oder Kommunalregierung, der beurlaubt wurde oder dessen Gehalt gekürzt wurde. Im Gegenteil, alle erhielten zusätzliche Macht. Die Bundesregierung schuf Billionen von Dollar, deren Verteilung die üblichen Verdächtigen in der Verwaltung bereichert. Die Lehrergewerkschaften erhielten die Macht, Zugeständnisse als Preis für die Wiedereröffnung von Schulen zu erpressen. Darunter auch die Einschränkung oder Abschaffung von Charterschulen (Anm.d.Ü.: öffentliche, oft von privaten Firmen geleitete Schulen).

 

Und als die unabhängigen Unternehmen gedrosselt wurden, wuchsen die großen Unternehmen. Das größte, Amazon, war der größte Gewinner. Die Nachrichtenmedien, die uneingeschränkt und im Dienste der Mächtigen stehen, übten selbst eine beispiellose Macht aus. Die sozialen Medienplattformen unterstützten den Staatsstreich, indem sie Dissens von der "Linie" ihrer eigenen aggressivsten Bürokraten und Beamten zensierten. Versuchen Sie, von Google Zahlen zu den Todesfällen von COVID und deren Zählung zu erhalten. YouTube löschte ein viral gewordenes Video von zwei Ärzten, die die Wahrheit über die wahre Letalität des COVID-19 als gefährliche Desinformation bezeichneten, und Twitter fügte dem Einspruch von Präsident Trump gegen eine Abstimmung per Post wegen Beihilfe zum Betrug eine Notiz bei und beschuldigte ihn, die Unwahrheit zu sagen.

 

Verbote wie das Verbot, im Park zu spielen oder im Meer zu schwimmen, sind lediglich Mittel, um die Öffentlichkeit dazu zu bewegen, unbegrenzte bürokratische Willkür zu akzeptieren. Sie können sich im Aldi versammeln, aber nicht in der Kirche. Die Nichteinhaltung von Vorschriften führt dazu, dass normale Bürger ins Gefängnis kommen, während die Gefängnisse Räuber und Kinderschänder freilassen. Sie dürfen die Belegungsgrenzen nicht überschreiten oder keine Maske tragen. Sie dürfen nicht einmal in der Kirche singen.

https://www.sfchronicle.com/bayarea/article/Religious-freedom-advocates-object-to-California-15392201.php

 

Aber wenn Sie und Ihre Freunde den Laden in der Nachbarschaft plündern und anzünden, wird die Polizei einfach nur zusehen. Dennoch feierten alle demokratischen Gouverneure und einige schlossen sich Massen von "Protesten" an – vergessen Sie Masken und soziale Distanzierung. Sie taten dies nicht für die Gesundheit von irgendjemandem, sondern um weitere wenige Prozentpunkte der schwarzen Wählerstimmen für ihre Partei zu sichern und um ihre Machtergreifung über die Polizeikräfte zu nutzen.

 

Wir sollen glauben, dass all dies von der "Wissenschaft" diktiert wird. Im Juni unterzeichneten 1.200 "Gesundheitsexperten" einen Brief, in dem die BLM-Proteste gebilligt wurden, weil, so hieß es darin, "die Vorherrschaft der Weißen ein tödliches Thema für die öffentliche Gesundheit ist".

https://drive.google.com/file/d/1Jyfn4Wd2i6bRi12ePghMHtX3ys1b7K1A/view

 

Aber darin wird gewarnt, dass "dies nicht mit einer freizügigen Haltung zu ... Protesten gegen Lockdown-Anordnungen verwechselt werden sollte". Kurz gesagt, die Coronavirus-Beschränkungen sind, wie der Rest der Gebote der politischen Korrektheit, reine politische Waffen – nichts anderes als eine Umkehrung der Prioritäten des amerikanischen Volkes, die durch niemandes Stimme erreicht wird. Anmaßung der herrschenden Klasse.

 

Kurz gesagt, wir erleben gerade einen Staatsstreich.

 

Die Ausrufung von Notständen als Entschuldigung für die Übernahme "voller Macht" ist der älteste aller Tricks. Erinnert sich jemand an den Reichstagsbrand? Die Aussicht, dass ähnliche Dinge in Amerika geschehen würden, war mit der herrschenden Klasse und dem Verwaltungsstaat gestiegen. Die willkürliche Machtergreifung der Behörden im Namen der Expertise ist der tödlichste Schlag gegen unsere Lebensweise. Die Aussetzung von Recht und Gesetz, die Verabschiedung willkürlicher Verhaltensregeln war zumeist das Werk der von den Demokraten kontrollierten Staats- und Kommunalverwaltungen. Aber die Führung kam von der von den Demokraten kontrollierten föderalen Bürokratie, die von einem als Republikaner gewählten Präsidenten ermächtigt wurde, und mit der stillen Gefälligkeit vielleicht einer Mehrheit republikanischer Politiker.

 

Die Macht- und Geldgewinne der herrschenden Klasse gingen auf Kosten der ländlichen Klasse und hingen von der Unterdrückung der Wahrheit ab.

 

Ein ungeheuerliches Beispiel für überzeugende, offizielle Lügen ist die politische Kampagne der herrschenden Klasse gegen das Medikament Hydroxychloroquin. Präsident Trump hatte auf die Wahrheit hingewiesen, dass diese Standardbehandlung für Malaria seit mehr als einem halben Jahrhundert gegen die frühen und mittleren Stadien der COVID-Krankheit wirksam ist. Diese Tatsache war zufällig entdeckt und durch Studien und Anwendungen in Frankreich, Spanien, Indien und Südkorea bestätigt worden. Im April begannen US-Ärzte damit, es auf breiter Basis zu verschreiben, berichteten über gute Ergebnisse und nahmen es selbst prophylaktisch ein. Die herrschende Klasse fand dies unerträglich, weil es ihrer Erzählung widersprach, dass nichts den Einsturz des Himmels verhindern könne, vor allem aber, weil ihr Erfolg ein günstiges Licht auf Trump werfen könnte. Daher machte sie sich daran, die Wahrheit über Medikamente aus dem öffentlichen Bewusstsein zu streichen und durch ihr eigenes Narrativ zu ersetzen.

 

Die Maschinerie der herrschenden Klasse begann damit, Berichte über den Erfolg des Medikaments als "anekdotisch" zu bezeichnen. Dann gab die Veteranenverwaltung das Medikament in kleinen Dosen an etwa 380 ältere Patienten, die mit/an dem COVID starben. Alle großen Medien berichteten über ihren Tod als Beweis für die Ineffektivität und Gefährlichkeit des Medikaments. Am 22. Mai veröffentlichte The Lancet, die wohl maßgebliche medizinische Fachzeitschrift, eine, wie sie es nannte, Analyse der größten medizinischen Datenbank der Welt, die definitiv zeigte, dass Hydroxychloroquin unwirksam, kontraproduktiv und gefährlich ist. Die Yale School of Medicine kam offiziell zu dem Schluss, dass das Medikament schlecht ist, trotz einer gegenteiligen Studie ihres eigenen Professors für Epidemiologie, Harvey Risch. Der große Anthony Fauci, der, als er unter großem Druck stand, gesagt hatte, dass er das Medikament einnehmen würde, wenn er die COVID-Erkrankung erleiden würde, unterstützte dann die politische Erzählung, indem er witzelte, dass es bis heute keine Behandlung für die COVID-Erkrankung gibt. Die US Food and Drug Administration stoppte klinische Versuche, Apothekenvorstände verweigerten Bestellungen von Ärzten und Einzelhändlern, und Krankenhäuser im ganzen Land verlangten von ihren Ärzten, die Behandlung ihrer Patienten mit dem Medikament einzustellen.

 

Es stellt sich jedoch heraus, dass die Datenbank der Lancet-Studie Teil einer kurzlebigen, streng politischen Operation war und dass ihre Details buchstäblich unglaublich sind – z.B. überstieg die Zahl der gemeldeten Hydroxy-Todesfälle in einem australischen Krankenhaus die Gesamtzahl der Todesfälle im ganzen Land. Kurz gesagt, der Bericht war ein weiterer professionell nicht haltbarer Auftragsmord. Die New York Times berichtete, dass "mehr als 100 Wissenschaftler und Kliniker die Authentizität" der Datenbank sowie die Integrität der Studie in Frage gestellt haben. The Lancet zog ihn beschämt zurück.

 

Aber es war zu spät. Fauci und das medizinische Establishment haben sich nicht entschuldigt. Für die Medien und für die Schlagzeilenleser war der Fall abgeschlossen. Die Lüge blieb bestehen. Dann, am 1. Juli, veröffentlichte das Henry-Ford-Gesundheitssystem von Michigan eine von Fachkollegen begutachtete Studie, die zeigt, dass Hydroxychloroquin die Sterblichkeitsraten selbst bei mittleren bis späten COVID-Fällen signifikant senkte.

https://www.mlive.com/news/2020/07/hydroxychloroquine-is-effective-in-treating-covid-19-says-henry-ford-health-system-study.html

 

Wieder ignorierte die Maschinerie der herrschenden Klasse die Wahrheit. Noch einmal: alle Mainstream-Nachrichten über die COVID-Affäre beziehen sich nur nebenbei auf die Gesundheit. Seien Sie sehr ängstlich.

 

Die COVID-Affäre hat auch nichts mit einem Notfall zu tun – außer vielleicht mit der Wahl 2020. Demokratische Politiker und der Strom der öffentlich-rechtlichen Fernsehwerbung haben keinen Zweifel daran gelassen, dass das Ziel der herrschenden Klasse darin besteht, "eine neue Normalität" zu schaffen, indem sie die Befugnisse, mit denen die Bürokratien die Gesetze und die Lebensweise Amerikas in den Schatten gestellt haben, auf unbestimmte Zeit ausdehnt.

 

Aber da die Behörden zu offen mit der Wahrheit spielten, haben sie sich selbst angeklagt und Autorität verloren. Immer weniger glauben das, was sie von oben hören. Wie die Russen im Kommunismus gelernt haben, ist die Wahrheit in der Regel das Gegenteil. Wann immer die Regierung über reiche Ernten berichtete, haben sie Kartoffeln gehortet.

 

Nachlässigkeit und die Konsequenzen

 

Fairerweise muss festgestellt werden, dass ungeachtet dessen, was Amerikas regierende Linke getan hat, ungeachtet ihrer Hoffnungen, Pläne oder Koordination, das, was den Vereinigten Staaten von Amerika infolge des COVID tatsächlich widerfahren ist, nicht hätte geschehen können, wenn Präsident Donald Trump, ein Großteil der Republikanischen Partei und Amerikas religiöses Establishment nicht zugestimmt hätten.

 

Dies ist eine andere Art zu sagen, dass die herrschende Klasse durch Größe und Verführung herrscht, sowie durch Einschüchterung. Sie hat sich nicht beeilt, die Lockdowns zu erzwingen oder gar zu viel aus COVID zu machen. Ihre Teile und Persönlichkeiten verpflichteten sich erst dann voll und ganz, nachdem sie Präsident Trump davon überzeugt hatten, ihnen den Ausschluss der Opposition zu gewähren, ohne den die Zufügung von so viel Schmerz an so viele Menschen sie der offiziellen und populären Vergeltung ausgesetzt hätte.

 

Präsident Donald Trump, der die Einreisen aus China am 31. Januar und aus Europa am 12. März untersagt hatte, hatte die öffentliche Meinung weiterhin im Griff und wies gleichzeitig auf die Beweise dafür hin, dass das COVID nicht katastrophal ist. Er hielt den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit aus. Doch als das Virus in Amerika Fuß fasste, ging die Opposition dazu über, ihm vorzuwerfen, angesichts einer Seuche nichts getan zu haben. Um dem entgegenzuwirken, hätte man auf der Wahrheit stehen und die zentrale Unwahrheit angreifen müssen, dass das COVID eine Seuche sei und seine Überbringer Lügner. Da sich die Experten immer wieder geirrt hatten, wäre dies machbar gewesen.

 

Doch am 15. März forderte Trump das Land auf, für fünfzehn Tage abzuschalten, um die Ausbreitung der Krankheit zu verlangsamen und die Kurve abzuflachen. Dann, am 31. März, krähte die New York Times siegreich darüber, dass Präsident Trump in der Vorwoche überredet worden war, sein Ziel der Wiederherstellung eines normalen Lebens bis Ostern aufzugeben: "Die Zahlen, die die Gesundheitsbeamten Präsident Trump zeigten, waren überwältigend. Da der Höhepunkt der Coronavirus-Pandemie noch Wochen vor dem Höhepunkt liegt, wurde ihm gesagt, dass Hunderttausenden von Amerikanern der Tod drohe, wenn das Land zu früh wieder geöffnet würde. Auch Umfragen, die die Wahl genau so einrahmten, hatten zu einer weiteren Reihe von Zahlen beigetragen. In der Times hieß es: "Die Wähler zogen es mit überwältigender Mehrheit vor, Eindämmungsmaßnahmen beizubehalten, anstatt die Menschen vorzeitig an ihren Arbeitsplatz zurückzuschicken". Trump ließ sich einschüchtern, sich politisch unter den, wie er annahm, schützenden professionellen Flügeln von Dr. Anthony Fauci und der CDC zu verstecken.

 

Trump glaubte, dass Fauci an einem Plan für die Wiedereröffnung mitarbeiten würde, und rechnete damit, dass die Demokratische Partei sich die Lorbeeren teilen würde, weil sie den Menschen, denen durch die Abriegelungen die Lebensgrundlage entzogen wurde, fast eine Billion Dollar zur Verfügung stellte.

 

Doch sobald Trump die Wahrheit losließ, gab er die Kontrolle ab und begab sich in eine politische Sackgasse. Trump zollte dem De-facto-Bündnis zwischen der Demokratischen Partei, Fauci u.a., der Presse und einer Vielzahl von Profiteuren öffentliche Anerkennung, auch wenn sie ihn auf jede erdenkliche Weise diskreditierten. Sie hatten ihn da, wo sie ihn haben wollten. Als die Abriegelungen Amerika erdrosselten, nutzten sie das politische Druckmittel, um Forderungen zu stellen. Sie zielten sowohl auf seinen politischen Untergang als auch auf wirtschaftliche, soziale und politische Veränderungen ab.

 

Die Richtlinien für eine "Wiedereröffnung Amerikas", die Trump am 17. April enthüllte, resultierten aus diesem Ungleichgewicht von politischer Kreditwürdigkeit und politischem Einfluss.

https://www.whitehouse.gov/openingamerica/

 

Weit davon entfernt, das Land wieder zu dem zu machen, was es gewesen war, würde der "datengesteuerte" Prozess, den sie skizzierten und der von Faucis CDC geschrieben wurde, sicherstellen, dass staatliche und örtliche Beamte, die so geneigt sind, jetzt eine pseudo-legale Tarnung auf höchster Ebene haben, um alle willkürlichen Beschränkungen für Gegner, von denen sie glauben, dass sie damit durchkommen können, beizubehalten oder wieder einzuführen, mit allen Daten, die sie zu diesem Zweck manipulieren können.

 

Die Richtlinien "raten" dazu (das bedeutet "Mandat" für Beamte, die sich so entscheiden), sich nur für einen Prozentsatz der Kapazität zu öffnen, und zwar mit Einschränkungen – z.B. kein Singen in der Kirche – die ihrem Daseinsgrund entgegenstehen. Aber Kirchen und Kleinunternehmen können nicht mit weniger als der vollen Kapazität überleben. Schulen, die nicht für eine maximale Konzentration auf die zu lernenden Dinge eingerichtet wurden, sind kontraproduktiv. Kurz gesagt, die Richtlinien geben den Behörden die Erlaubnis, Amerikas Sektor der Mittelschicht zu strangulieren.

 

Das wohl gefährlichste Vermächtnis der Richtlinien könnte ihre Empfehlung/Aufforderung sein, dass die Regierungen den sicheren Status von Personen für die Arbeit und den Umgang mit der Öffentlichkeit bescheinigen, indem sie Personen, die mit dem Virus infiziert sind – oder sein sollen – verfolgen und isolieren. Dazu müssen Hunderttausende von Personen eingestellt werden, um die Einhaltung der erlassenen Vorschriften über das persönliche Verhalten durchzusetzen – eine "Lifestyle-Polizei", die zumindest befugt ist, jeden für "medizinisch unantastbar" zu erklären.

 

Die Gouverneure von Michigan und Kalifornien (es gibt keinen Dissens unter den Funktionären der Demokratischen Partei) haben "Rassismus" bereits als ein großes Gesundheitsrisiko definiert. Gibt es irgendeinen Zweifel daran, dass sich diese Polizei weniger um die Gesundheit kümmern wird, so wie sie von den einfachen Menschen verstanden wird, als darum, den politischen Gegnern den Willen ihrer Chefs aufzuzwingen? Auf diese Weise könnte jeder ohne Gesetz oder Gerichtsverfahren zwangsläufig von seiner Arbeit, seinem Geschäft oder seiner Familie getrennt werden, bis er vor Gericht klagt – was sich die meisten Menschen nicht leisten können.

 

Würde diese Praxis auf nationaler Ebene eingeführt, wäre sie wirklich das Kernstück einer "neuen Normalität". Im Mai hatte der Bürgermeister von New York bereits Hunderte (wohl ehemalige) Bandenmitglieder und Kriminelle ernannt und sie dafür bezahlt, dass sie sich unter die Bevölkerung mischen, um die Bürger "zu ermutigen" – sagen wir, einzuschüchtern – den Anweisungen des Bürgermeisters zu folgen. Er bot auch Belohnungen für Berichte über Verstöße der Nachbarn gegen diese Befehle an. Dies ist der Beginn einer explizit parteiischen Polizeiarbeit, mehr wie in China als in dem Amerika, in dem wir aufgewachsen sind. Nicht zufällig empfahl die Weltgesundheitsorganisation – ein verlängerter Arm der chinesischen Regierung – den Nationen formell, "eine aktive Überwachung und Rückverfolgung ihrer Bevölkerung zu beobachten". Wenn der nächste Virus auftaucht, wird die Willkür der herrschenden Klasse vermutlich noch eine weitere Kerbe hochschlagen.

 

Traurigerweise behält Anthony Fauci, dessen Ruf keiner Art von Überprüfung standhalten konnte, die Fähigkeit zur Irreführung, weil niemand mit einem großen nationalen Publikum ihn öffentlich unter die Lupe genommen hat.

 

All dies, das muss man sich vor Augen halten, ist so, weil Präsident Trumps Entgegenkommen gegenüber den Unwahrheiten der herrschenden Klasse bezüglich des Virus eine Bestätigung der Wahrheiten, die die Lügen und Vortäuschungen des COVID-Coups negieren, auf hoher Ebene verhinderte. Dass er diese Einwilligung gegen seine Überzeugung gegeben hat, ist nebensächlich. Auf Druck hielt Trump an den Unwahrheiten fest, wie er es am 22. April tat, nachdem der republikanische Gouverneur von Georgia, Brian Kemp, der sich gegen die Abriegelungen ausgesprochen hatte, verkündete, dass er sie in seinem Bundesstaat aufheben werde. Trump züchtigte ihn öffentlich auf das Schärfste, was die Medien zu einer Orgie von Anschuldigungen veranlasste, Kemp würde Georgia in ein Todeslager verwandeln. Wie sich herausstellte, wurde Georgia gesund. Aber das spielte keine Rolle.

 

Die größte und bedeutendste Verfehlung war jedoch die der christlichen Kirchen Amerikas – aller Kirchen – von ihren Hierarchien bis zu ihren Priestern, Pastoren und Geistlichen. Ihr Wohlwollen gegenüber den Abriegelungen hat eine Wahrheit beiseite geschoben, die für die menschliche Würde weitaus wichtiger ist als alles, was mit irgendeinem körperlichen Leiden zu tun hat – die eine Wahrheit, die alle menschliche Macht in die richtige Perspektive rückt, die Wahrheit, auf der unsere Zivilisation selbst beruht: dass keine menschliche Macht Wahres und Falsches, Richtiges und Falsches herstellen kann, genauso wenig wie wir selbst, und dass wir deshalb verpflichtet sind, "dem Kaiser das zu geben, was dem Kaiser gehört, und Gott das, was Gott gehört".

 

Jüdische Gemeinden sind ähnlich feige gewesen.

 

Auch die Zustimmung der Kirchen zur Aussetzung des öffentlichen Gottesdienstes und der Sakramentenspendung widersprach ihrer Pflicht. Bis 2020 fühlten sich die christlichen Geistlichen verpflichtet, nicht nur den öffentlichen Gottesdienst für wen auch immer zu halten, sondern auch die Kranken aufzusuchen, den Sterbenden Sakramente zu spenden, vor allem dort, wo Seuchenopfer zwischen Leben und Tod lagen – ohne Rücksicht auf die Folgen. Da die Kapitulation vor dem weltlichen Diktat, wie sich die Gläubigen zu verhalten haben, auch in der Kirche nicht christlich gerechtfertigt werden kann, wäre sie früheren Generationen von Kirchenmännern nicht in den Sinn gekommen.

 

Hätte diese Generation von Kirchenführern einfach nur ihren Glauben praktiziert, selbst wenn sie lediglich zu den Behauptungen der herrschenden Klasse über das COVID-19 geschwiegen hätte, anstatt sie ignorant und unterwürfig zu unterstützen, hätten sie sich ihren intellektuellen und moralischen Kredit bewahrt, um der allgemeinen Bevölkerung zu helfen, mit der wachsenden Erkenntnis umzugehen, dass sie getäuscht worden waren. Stattdessen wählten sie die Komplizenschaft mit den Westentaschen-Kaisern. Während die Amerikaner der bitteren Tatsache ins Auge sehen, dass wir umsonst wegen weniger als Nichts verletzt worden sind, haben sich die Kirchen daher als Schiedsrichter der Wahrheit weitgehend disqualifiziert.

 

Wahrheit und Klarheit darüber, was die Geschichte als den COVID-Putsch von 2020 aufzeichnen wird, ist die notwendige Voraussetzung dafür, dass das amerikanische Volk seine Auswirkungen überwinden kann. Die Überwindung dieser Auswirkungen muss mit der Diskreditierung dieser Vortäuschungen und des Rufs derer beginnen, die sie begangen haben.

 

Wer wird uns führen?

 

Nicht kompromittierte Führung ist Mangelware, weil nur wenige prominente Personen dem Druck der herrschenden Klasse widerstanden haben, sich dem COVID-Narrativ anzuschließen. Aber die Amerikaner sind so besorgt um die Wahrheit über das, was passiert ist, was geschieht; die Lügen, auf denen der Betrug basiert, sind so wenig überzeugend, und die Ressourcen zur Wahrheitsfindung sind so reichlich vorhanden; die Amerikaner sind so hungrig nach Beispielen für Erfolge bei der Bekämpfung des Betrugs, dass einige wenige mutige Führer an Schlüsselpositionen ausreichen könnten.

 

Im Folgenden wird skizziert, wie der US-Senat in Bezug auf die verschiedenen Aspekte des COVID-Putsches als Wahrheitskommission fungieren kann und wie die so geneigten Gouverneure der Bundesstaaten praktische Führungsarbeit leisten können, um das Leben unabhängig von unserer dysfunktionalen herrschenden Klasse zu motivieren, zu lenken und zu legitimieren.

 

In Bezug auf Letztere stellen wir fest, dass sich die Art und Weise, in der die von Demokraten geführten Staaten und Ortschaften das COVID-Ereignis bewältigt haben, von der Art und Weise unterscheidet, in der anderweitig regierte Orte regiert werden, als ob sie von einander fremden Regimen, Ländern und sogar Zivilisationen stammten. Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass die amerikanische Gesellschaft weitgehend in unvereinbare Teile zerbrochen ist und dass die Vermeidung eines Bürgerkrieges von der gegenseitigen Toleranz gegenüber Trennungen abhängen kann. Mehr dazu weiter unten.

 

Wahrheitskommission

 

In der Vergangenheit, als das Fehlverhalten wichtiger Personen die Amerikaner verwirrte und spaltete, luden kluge Senatoren die an den Kontroversen Beteiligten zu öffentlichen Anhörungen vor, stellten sie unter Eid und damit unter die mögliche Strafe für Meineid und stellten die oft unbequeme Wahrheit fest, auf deren Grundlage das Land zusammenkam. Die Anhörungen von Senator Richard Nixon (R-CA) im Jahr 1948 zeigten zweifelsfrei, wie tief der sowjetische Geheimdienst in unsere Regierung eingedrungen war. Zwischen 1951 und 1957 deckte Senator Estes Kefauver (D-TN) die Kontrolle der Mafia über die US-Arbeiterbewegung auf und demontierte sie damit. 1974 ließen die Anhörungen von Senator Sam Ervin (D-NC) keinen Zweifel an der Rolle von Präsident Nixon bei der Watergate-Vertuschung aufkommen. Da der COVID-Betrug heute auf Lügen und Falschdarstellungen unzähliger wichtiger Personen beruht, könnten rigorose öffentliche Zeugenaussagen unter Eid sie und diejenigen, die sie verbreitet haben, entlarven.

 

Aufgrund der Rechtsprechung und/oder der besonders fähigen Vorsitzenden, des Senatsausschusses für Heimatschutz und Aufsicht, des Ausschusses für Gesundheit, Bildung und Arbeit, des Finanzausschusses und des Justizausschusses, könnte jeder von ihnen bestimmte Aspekte des Problems besonders gut beleuchten.

 

........ (Anm.d.Ü.: hier gekürzt)

 

 

Eltern in ganz Amerika fragen sich, auf welcher Grundlage das Schuljahr 2019-20 halbiert wurde und auf welcher Grundlage das Schuljahr 20-21 kompromittiert wurde. Der Unterausschuss für Kinder und Familien von Senator Rand Paul kann solche Fragen mit Autorität an die Beamten richten, die diese Forderung gestellt haben, die projizierten Risiken mit der Realität konfrontieren und sie gegen die Folgen von Bildungsverlust und sozialen Brüchen abwägen.

 

Die Amerikaner fragen, mit welchem Recht Gouverneure und Bürgermeister Menschen im Wesentlichen ohne ein ordentliches Verfahren unter Hausarrest stellen und sie für solche Aktivitäten wie Spielen im Park oder Paddeln im Meer verhaften lassen; mit welchem Recht sie Gottesdienste schließen usw. Was darf die Regierung unter Verletzung der Bill of Rights sonst noch tun? Welche Grenzen gibt es nach der Verfassung der Vereinigten Staaten für die Pflichten und Rechte eines Bürgers? Dies sind einige der Fragen, mit denen Senator Ted Cruz (R-TX) Bundes-, Staats- und Kommunalbeamte konfrontieren könnte, die vor den Unterausschuss für die Verfassung des Senats für Justiz geladen werden. Cruz würde auch Beamte der Abteilung für Bürgerrechte des US-Justizministeriums vorladen und fragen, warum sie die Verweigerung der freien Religionsausübung und der Versammlungsfreiheit durch staatliche und örtliche Beamte nicht als Verletzung des Ersten Verfassungszusatzes behandelt haben. Wie verstehen sie die Bürgerrechte?

 

Das amerikanische Volk hat ein Interesse daran zu erfahren, wie die Mentalität der derzeitigen Beamten die praktische Bedeutung der Worte der Verfassung verändert. Da Regierungsbeamte die Bedeutung der grundlegenden Vereinbarung zwischen Volk und Regierung geändert haben, könnte Cruz durchaus fragen: Was bleibt von der Verpflichtung des Volkes, der Regierung zu gehorchen?

 

Vorbildliche Führung

 

Die Gedanken, Taten und Konsequenzen der Beamten und Fachleute, die die COVID-Veranstaltung zu einer solchen Tragödie machten, öffentlich denjenigen der Beamten und Fachleute gegenüberzustellen, die in entgegengesetzte Richtungen führten, wäre nicht das geringste der wohltuenden Ergebnisse ernsthafter Anhörungen. Die meisten Amerikaner wissen nicht, sollten aber wissen, dass mehrere US-Bundesstaaten nie geschlossen wurden, während andere ihre Aktivitäten weit weniger reduzierten als Kalifornien und New York. Wie die schwedische Regierung sahen auch die Beamten dieser Bundesstaaten nie Grund zu der Annahme, dass COVID die Pest sei, und glaubten, dass die Ausübung der Eigenverantwortung durch den Einzelnen die sicherste Sicherheitsgarantie für alle ist.

 

Aber die Unterschiede in den Geschehnissen in Kalifornien und Florida, in New Jersey und South Dakota sprechen nicht für sich selbst. Deshalb würde es für die Öffentlichkeit von Vorteil sein, wenn die Gouverneure dieser Bundesstaaten ihre sehr unterschiedlichen Ansichten über das COVID und ihre Ergebnisse verteidigen würden.

 

Perspektive

 

Es sollte klar sein, dass es bei dem COVID-Ereignis in Amerika nur tangential um Gesundheit geht. Es ist im Wesentlichen eine politische Kampagne, die auf dem Vorwand der Gesundheit basiert. Die bloße Durchsicht von Nachrichten aus dem Ausland genügt, um zu erkennen, dass dies auch in der gesamten westlichen Welt zutrifft. Während der ganzen Zeit hat die Kampagne der Regierungen und der mit ihnen verbundenen Eliten die sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten im Wesentlichen erstickt. Nicht zuletzt – und keineswegs nur nebenbei – haben sie die offene politische Opposition erstickt, die besagte Regierungen und Eliten in der ganzen westlichen Welt zunehmend belagert hat.

 

Im Laufe des letzten Jahrzehnts waren die verschiedenen Misserfolge und Unzulänglichkeiten dieser Regierungen und Eliten, des "Davos Man", zum Hauptthema des öffentlichen Diskurses geworden. Zumindest änderte die COVID-Kampagne das Thema in physische Sicherheit und wirtschaftliches Überleben. Der "Davos Man" verschärfte die Kontrolle, indem er die Zwangsgewalt des Staates stärker als in Kriegszeiten einsetzte und seine Klasse dadurch deckte, dass er behauptete, für die "Wissenschaft" in einer Weise zu sprechen, die ein Gegenargument ausschließt.

 

In Amerika wie auch anderswo gab es keinen Zweifel daran, welche Sektoren der Gesellschaft auf welcher Seite standen, wer die Protagonisten, Gewinner und Verlierer der Kampagne waren. Auf der einen Seite standen die Regierungen, ihre Bürokratien, die großen politischen Parteien, die Prominenten und die Medien, der „Davos Man“. Auf der anderen Seite standen die Menschen der Mittelschicht und ihre "populistischen" Vertreter. Da die Sommerzeit auf der Nordhalbkugel das jüngste Atemwegsvirus verbannte, bemühte sich Davos Man darum, so viele Einschränkungen wie möglich zum Teil einer "neuen Normalität" zu machen.

 

In Europa wie in Amerika war die COVID-Affäre nur die letzte Runde, in der sich dieselben Protagonisten gegenüberstanden. Dort wie hier fügen sich die Sprache und die Haltungen, mit denen Davos Man seine vermeintlich Unterlegenen in der COVID-Affäre verunglimpfte, nahtlos in frühere Muster des größeren, langfristigen Kampfes ein. Hatte es irgendeinen Zweifel daran gegeben, dass das COVID-19-Virus mehr ein Anlass als eine Ursache war, so verschwand es Ende Mai, als Davos Man auf beiden Seiten des Atlantiks dazu überging, die einfachen Menschen und ihre Zivilisation zu beschimpfen, und eine weitere Kampagne startete, um die Herausforderungen an seine Macht zurückzuschlagen.

 

 

 

 

*

 

 

 

Angelo Codevilla ist Senior Fellow des Claremont-Instituts und emeritierter Professor für Internationale Beziehungen an der Universität Boston.


 

https://caitlinjohnstone.com/2020/07/30/op-ed-the-exit-of-12000-us-troops-is-the-single-worst-event-in-german-history/

 

Leitartikel: Der Abzug von 12.000 US-Truppen ist das schlimmste Ereignis in der Geschichte Deutschlands

 

von Caitlin Johnstone, 30.07.2020

 

 

Der heutige Artikel von Caitlin Johnstone wurde durch einen Leitartikel des Generals Hank Hammerfist vom National News Conglomerate ersetzt. NNC sagt: Gehorcht.

 

Die Trump-Administration hat damit begonnen, die Truppenpräsenz des US-Militärs in Deutschland von fast ausreichenden 36.000 Soldaten auf praktisch mikroskopische 24.000 zu reduzieren, Ich denke wir sind uns alle einig, dass dies das schlimmste Ereignis in der Geschichte Deutschlands ist, wahrscheinlich sogar der des Universums.

 

Zwar sind sich die meisten Amerikaner nicht bewusst darüber, dass ihre Regierung so viele Truppen in einem Land stationiert hat, das überwiegend für sein Bier und trostlose Dokumentarsendungen bekannt ist, aber Experten und Politiker, die sich auskennen, haben zurecht ihr Entsetzen über dieses katastrophale Ereignis ausgedrückt, welches Gottes natürlichen Plan einer endlosen militärischen Expansion stört, einer Expansion bis der gesamte Planet ein einheitliches Meer aus Tarnanzügen mit winzigen Aufnähern mit amerikanischen Flaggen ist.

 

Die Entscheidung Trumps, Truppen aus Deutschland abzuziehen, zeigt ein eklatantes Fehlen von strategischem Verständnis. Es gibt unseren Gegnern ein falsches Signal und lässt unsere Verbündeten angesichts zunehmender globaler Bedrohungen verwundbar zurück. Das ist einfach inakzeptabel“, twtterte der ehemalige Nationale Sicherheitsberater John Bolton, der, wie wir wissen, in Fragen militärischer Angelegenheiten immer Recht hat.

https://www.politico.com/news/2020/07/29/us-to-pull-12-000-troops-from-germany-after-trump-calls-country-delinquent-386136

 

Hat Trump Putin vor dem Abzug von 12.000 US-Truppen aus Deutschland Bescheid gesagt? Gibt es einen Zusammenhang, dass dies eine Art Anzahlung für Wahlkampfhilfe war, ein Vorgeschmack auf das, was in einer zweiten Amtsperiode folgen könnte?“ fragt der superschlaue außenpolitische Experte Bill Kristol.

 

Die USA ziehen fast 12.000 Soldaten aus Deutschland ab, ein Schritt, der Milliarden kosten und Jahre dauern wird“, warnte eine CNN-Schlagzeile, die hilfreich und auch vollkommen vernünftig ist.

 

Der nationale Sicherheitskorrspondent von NPR, David Welna, informiert uns, dass der Schritt „ein Schlag ins Gesicht eines langjährigen Alliierten ist, der von Trump regelmäßig geschmäht wird.“

 

Hinter der Entscheidung des Abzugs von US-Truppen aus Deutschland steckt keine Strategie“, sagt der außenpolitische Experte von Slate, Fred Kaplan. „Es geht nur um Trumps Zorn und Ego.“

 

Der heute von der Administration bekanntgegebene Plan, Tausende von US-Soldaten aus Deutschland abzuziehen, ist ein schwerer Fehler", sagte Senator Mitt Romney in einer Erklärung. "Es ist ein Schlag ins Gesicht eines Freundes und Verbündeten, wenn wir stattdessen in unserer gegenseitigen Verpflichtung, russische und chinesische Aggression abzuschrecken, näher zusammenrücken sollten. Und es ist ein Geschenk an Russland, das zu einer Zeit kommt, in der wir gerade von seiner Unterstützung für die Taliban und von Berichten über Kopfgelder für die Tötung amerikanischer Truppen erfahren haben".

 

"Ein besonderes Geschenk an Putin und ein Schlag für die NATO", twitterte die ehemalige Nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice. "Donald Trump spielt nicht in der amerikanischen Mannschaft."

 

Wir haben September 2020. Trump hat entschieden, 500 Truppen aus der Wüste Sahara abzuziehen, einer militärischen Präsenz, von der bis vor einer Stunde niemand wusste. Alle Experten und Politiker in Amerika schreiben Leitartikel in denen sie erklären, warum das die schlimmste Sache ist, die passieren konnte.“

 

 

Wie ihr also seht, wird dieser Truppenabzug von den besten Leuten mit rechtschaffenem Gewand beantwortet. Was braucht ihr noch mehr Beweise dafür, dass wir endlosen militärischen Expansionismus als Norm betrachten und selbst die geringste periphere Abweichung von diesem Weg als eine verrückte apokalyptische Travestie behandeln sollten?

Ich weine um die armen Deutschen, die zweifellos von untröstlichem Schrecken befallen sind, weil sie ein Drittel ihrer wohlwollenden Beschützer verloren haben. Wer wird Deutschland davor schützen, von einem gewalttätigen und brutalen Regime besetzt zu werden, ohne eine robuste Besatzungsmacht der USA?

Ich für meinen Teil kann es kaum erwarten, dass wir dieses böse, despotische Monster aus dem Weißen Haus herausholen und durch jemanden ersetzen, der versteht, worum es Amerika wirklich geht.


 

https://off-guardian.org/2020/07/27/the-ultimate-divide-and-conquer/

 

 

 

Das ultimative Teile und Herrsche

 

 

 

von Russ Bangs, 27.07.2020

 

 

 

 

Es wurde vielfach die Beobachtung gemacht, dass Terror nur dann vollständig über Menschen herrschen kann, wenn sie voneinander isoliert sind und dass es daher eines der Hauptanliegen einer tyrannischen Regierung ist, diese Isolation herzustellen. Isolation kann der Beginn von Terror sein; sie ist ganz gewiss der fruchtbarste Boden dafür; er ist immer ihr Ergebnis. Diese Isolation ist, das kann man sagen, prätotalitär; ihr Hauptmerkmal ist die Ohnmacht, da Macht immer dann entsteht wenn Menschen zusammen handeln, gemeinsam handeln; isolierte Menschen sind per Definition machtlos.“

 

Hannah Arendt, Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft

 

 

 

 

 

Die westliche Zivilisation, angeführt von der US-Regierung und den Medien, hat einen Feldzug aus psychologischem Terror begonnen, der als Deckmantel für die zusammenbrechende Wirtschaft dient, als ein weiterer Vorwand für die fortgesetzte Plünderung durch die Wall Street, eine radikale Ausweitung des Polizeistaats, um die Menschen gründlich in eine Unterwerfung unter einer totalen sozialen Konformität zu traumatisieren und die anti-soziale, anti-menschliche Atomisierung der Menschen radikal zu verschlimmern.

 

 

 

Der Vorwand für diese Abscheulichkeit ist eine Epidemie, die objektiv mit einer saisonalen Grippe vergleichbar ist und durch die gleiche Art von Coronavirus verursacht wird, das wir bisher ohne totalitären Amoklauf und Massenwahn ertragen haben.

 

 

 

Die globalen Beweise konvergieren mit den Fakten: Diese Grippe ist etwas ansteckender als die Norm und besonders gefährlich für diejenigen, die älter sind und sich bereits in einem schlechten Gesundheitszustand von bereits bestehenden Krankheiten befinden. Für den Rest der Bevölkerung ist sie nicht besonders gefährlich.

Das ganze Konzept des "Lockdowns" steht genau auf dem Kopf, genau die falsche Art und Weise, wie jede vernünftige Gesellschaft auf diesen Umstand reagieren würde.

Es sind die Schwachen, die abgeschirmt werden sollten, während die Natur in der allgemeinen Bevölkerung ihren Lauf nimmt, die ihr Leben wie gewohnt weiterführen sollte. Fundamentalistisch-technokratische Rigidität kann nicht verhindern, dass trotz der Wahnvorstellungen dieser Religion eine Epidemie durch die Bevölkerung kreist, zumal die westlichen Gesellschaften ohnehin viel zu spät mit ihren Maßnahmen begonnen haben.

Daher ist es am besten, die Herdenimmunität sich so schnell entwickeln zu lassen, wie es auf natürliche Weise möglich ist, wobei sich das Virus dann aus Mangel an Wirten zurückzieht (und auf dem Weg dorthin wahrscheinlich in eine mildere Richtung mutiert). Dies ist die einzige Möglichkeit, eine sicherere Umgebung für alle, auch für die am meisten gefährdeten, zu schaffen.

Die Tatsache, dass die meisten Gesellschaften den gesunden, wissenschaftlichen Weg zu Gunsten von zum Scheitern verurteilten Versuchen einer erzwungenen, gewaltsamen Abschottung und Sterilisation abgelehnt haben, ist ein Beweis dafür, dass sich die Regierungen nicht um die öffentliche Gesundheit kümmern (als ob wir das nicht schon aus tausend Politiken der Vergiftung der Umwelt bei gleichzeitiger Ausweidung des Gesundheitssystems wüssten), sondern diese von ihnen künstlich erzeugte Krise leidenschaftlich nutzen, um ihre Polizeistaatsmacht radikal auf totalitäre Ziele auszurichten.

 

 

Das ganze Konzept der Selbstisolation und der antisozialen "Distanzierung" ist radikal anti-menschlich. Wir haben uns über Millionen von Jahren zu sozialen Geschöpfen entwickelt, die in eng miteinander verbundenen Gruppen leben. Obwohl moderne Gesellschaften ideologisch und sozioökonomisch auf eine Vermassung (Massenproduktion, Massenkonsum) und Atomisierung der Menschen hinarbeiten, suchen wir dennoch fast alle noch immer eine enge menschliche Gemeinschaft in unserem Leben.

(Ich vermute, dass die meisten Internet-Polizeistaat-Befürworter nicht nur Faschisten im Herzen sind, sondern ausgewiesene menschenfeindliche Einzelgänger, denen menschliche Nähe völlig unwichtig ist).

Diese Terrorkampagne zielt darauf ab, jede noch verbliebene menschliche Nähe, d.h. jede noch verbliebene Menschlichkeit als solche, in Stücke zu sprengen, umso besser kann man einzelne Atome isolieren, um sie der totalen Herrschaft zu unterwerfen. Arendt schrieb tiefgründig über dieses Ziel totalitärer Regierungen, obwohl selbst sie sich keinen staatlich gelenkten Kult einer buchstäblich physischen Abstoßung jedes Atoms von jedem anderen Atom vorstellte.

Bisher unterwerfen sich die Menschen vollständig einer Terrorkampagne, die der vollständigen Auslöschung jeder noch verbliebenen Gemeinschaft in der Welt gewidmet ist, und vor allem jeder Gemeinschaft, die im Begriff ist, wieder aufgebaut zu werden.

Einige träumen davon, dass diese Terrorkampagne irgendwie eine magische kollektive Transformation herbeiführen könnte. Sie erklären nicht, wie das geschehen soll, wenn jeder so terrorisiert ist, dass er sich verzweifelt physisch aus seinem eigenen Schatten lösen will, geschweige denn physisch mit anderen Menschen zusammenzukommen. Aber jede Art von politischer oder sozialer Aktion, jede Art von Aufbau einer Bewegung erfordert einen engen Kontakt von Mensch zu Mensch.

Es scheint, dass für die meisten Dissidenten, die sich früher selbst als solche bezeichneten, die Tatsache, dass soziale Medien kein Ersatz für persönliche Organisation und Gruppenaktionen sind – eine Tatsache, die von diesen Dissidenten bisher allgemein anerkannt wurde – eine weitere Wahrheit ist, die plötzlich über Bord geworfen und durch ihr völliges Gegenteil ersetzt wird.

Somit ist die Terrorkampagne ein Virus, der diejenigen, die er infiziert, dazu veranlasst, auf jeglichen Aktivismus und jegliche Aussicht auf irgendeinen zukünftigen Aktivismus zu verzichten, solange sie mit dem Fieber dieses Propagandaterrors im Irrsinn verharren.

Viel tiefgreifender und Verzweiflung hervorrufend ist diese Terrorkampagne ein Virus, der diejenigen, die er infiziert, dazu bringt, jeden menschlichen Kontakt, jede Kameradschaft, jede Nähe, alle Dinge, die uns überhaupt erst menschlich gemacht haben, zu fürchten und zu verabscheuen. Frühere totalitäre Regime wollten diesen Mangel an Kontakt und Vertrauen durch Netzwerke aus Informanten erreichen.

Diese Netzwerke sind auch Teil der heutigen Terrorkampagne, die werden von oben ermutigt und entstehen spontan von unten aus dem Gefühl des Terrors sowie aus der Ausübung früherer kleingeistig böser Absichten durch kleinkariert böse Individuen.

Aber das heutige totalitäre Potential ist weitaus schlimmer als das. Jetzt haben die Regime, die eine totale Vorherrschaft anstreben, die große Mehrheit der Menschen terrorisiert und einer Gehirnwäsche unterzogen, so dass automatisch ein physisches Misstrauen gegenüber allen anderen Menschen entsteht. Man fürchtet nicht mehr, dass jemand ein Spitzel ist, sondern man fürchtet die Existenz eines anderen Menschen an sich.

Jede Art menschlicher Beziehungen, von persönlicher Freundschaft und Romanze über freundschaftliche gesellschaftliche Zusammenkünfte und Clubs bis hin zu sozialen und kulturellen Bewegungen werden unter solchen Umständen unmöglich. Dies droht das Ende des Konzepts der gemeinsamen Menschlichkeit selbst zu sein, ersetzt durch einen Ameisenhaufen aus versklavten Atomen, die kein Bewusstsein jenseits der Furcht und der tierischsten Sorge um Nahrung und Obdach haben, was bereits erlaubt oder verweigert wird, so wie es Experimentatoren mit Laborratten tun.

Und je mehr die Menschen die buchstäbliche physische Existenz aller anderen Menschen fürchten und verabscheuen, desto reifer wird die Situation für jede Mordepidemie, von der sprunghaften Zunahme häuslicher Gewalt und Morde über beginnende Lynchmobs bis hin zu Pogromen und Vernichtungskampagnen im Stil der Nazis.

Das ist das Endziel des Systems. Es ist das logische Ende, wohin jeder Trend von heute führt. All dies wird über eine Epidemie ausgeheckt, die objektiv gesehen eine Grippesaison ist, die etwas rauer ist als der Durchschnitt.

Warum will das Volk kapitulieren und alle Realität und Zukunftsperspektive der gemeinsamen Menschlichkeit, des Glücks, der Freiheit, des Wohlergehens, wegen so wenig wegwerfen? Handelt es sich hier wirklich um einen totalitären Todeskult im Endstadium, der Globus als ein einziges massives Jonestown-Massaker?

Bis jetzt scheint es so, als ob die Mehrheit dies wünscht. Wenn sie diese Vollendung des universellen Todes in Geist, Gefühl und Körper nicht wirklich will, sollte sie besser schnell aus ihrem durch Terror verursachten geistigen Delirium ausbrechen, bevor es zu spät ist.


 

https://caitlinjohnstone.com/2020/07/26/narrative-is-crumbling/

 

Das Narrativ zerbröselt

 

von Caitlin Johnstone, 26.07.2020

 

 

Das Narrativ zerbröselt.

 

Es ist nicht leicht zu verstehen, was auf der Welt los ist.

 

Es ist nicht leicht zu verstehen, was auf der Welt los ist, weil mächtige Menschen aktiv das öffentliche Verständnis darüber manipulieren, was auf der Welt los ist.

 

Mächtige Menschen manipulieren aktiv das öffentliche Verständnis darüber, was auf der Welt los ist, weil, wenn die Öffentlichkeit verstehen würde, was auf der Welt los ist, dann würde sie sich erheben und die Kraft ihrer Menge benutzen, um die Mächtigen zu stürzen.

 

Die Öffentlichkeit würde sich erheben und die Kraft ihrer Menge benutzen, um die Mächtigen zu stürzen, wenn sie verstehen würde, was auf ihrer Welt los ist, denn sie würde verstehen, dass sie von den Mächtigen ausgebeutet, unterdrückt, ausgeraubt, betrogen und getäuscht wurde und dabei das Ökosystem zerstört wurde, vernichtende Waffen angehäuft und endlose Kriege geführt wurden, aus keinem anderen Grund als ihre Macht zu behalten und auszubauen.

 

Die Öffentlichkeit erhebt sich nicht und benutzt nicht die Kraft ihrer Menge um die Mächtigen zu stürzen, weil sie erfolgreich dahingehend manipuliert wurden, das nicht zu wollen.

 

Das Narrativ zerbröselt.

 

Die Öffentlichkeit wurde erfolgreich manipuliert, sich nicht zu erheben und ihre Kraft der Menge zu benutzen, um die Mächtigen zu stürzen, die in der Lage waren, die Kontrolle über das Mainstream-Narrativ zu erlangen, indem sie die Massenmedien aufkauften, Think Tanks gründeten, Politiker kauften, Intransparenz der Regierungen einzuführen, die Internetzensur und andere Formen des Wahrnehmungsmanagements vorantrieben.

 

Die Mächtigen benutzen ihre Kontrolle über das Mainstream-Narrativ um sicherzustellen, dass genügend Mitglieder der Öffentlichkeit glauben, sie würden in einer freien Demokratie leben, in der die Dinge nicht perfekt sind, aber das Beste was man verlangen kann. Und nicht in einer Konzern-Oligarchie, in der die Mächtigen sie ausbeuten, unterdrücken, ausrauben, betrügen und täuschen, während sie das Ökosystem zerstören, vernichtende Waffen anhäufen und endlose Kriege führen.

 

So lange die Mächtigen in der Lage sind, die Kontrolle über die Mainstream-Narrative auszuüben, solange wird es nie genügend Mitglieder der Öffentlichkeit geben, die bereit sind, ihre Kraft der Menge zu nutzen, um die Mächtigen abzuschütteln und eine gesunde Gesellschaft aufzubauen.

 

Die Mächtigen werden weiter in der Lage sein, die Kontrolle über die Mainstream-Narrative auszuüben, solange die Öffentlichkeit ihre gegenwärtige, ungesunde Beziehung mit dem geistigen Narrativ beibehält.

 

Das Narrativ zerbröselt.

 

Ein kollektiver Wandel zu einer gesunden Beziehung zum geistigen Narrativ würde bedeuten, dass das Denken zu jenem nützlichen Werkzeug wird, zu dem wir es entwickelt haben, anstatt dieses laute, zwanghafte Geplapper in den Köpfen, das unser Leben beherrscht, wo wir von Angst und Anhänglichkeit getrieben sind, um eine endlose Reihe von mentalen Geschichten mit der Kraft des Glaubens zu durchdringen.

Wenn wir ein gesundes Verhältnis zum geistigen Narrativ hätten, würden wir Geschichten über das, was in der Welt vor sich geht, natürlich viel objektiver betrachten. Denn anstatt sie aus Angst und Anhänglichkeit anzuglotzen, hätten wir psychologisch genug Raum, um sie zu betrachten und kritisch zu prüfen, ob sie für uns nützliche Werkzeuge sind, die wir im gegenwärtigen Moment einsetzen können oder nicht.

Wenn die Menschheit kollektiv einen solchen Wandel im Massenmaßstab vollziehen würde – ein Übergang, zu dem uns die Weisen über die Jahrtausende hinweg versichern, dass die Menschen dazu voll und ganz fähig sind – dann würde es unmöglich werden, die Menschheit wirkungsvoll mit Propaganda zu verseuchen.

Wenn die Menschheit nicht mehr wirksam mit Propaganda überzogen werden kann, dann wird es unmöglich sein, die Lügen durch die Kontrolle des Mainstream-Narrativs zu verbergen, und es wird unvermeidlich sein, dass die Menschheit die Stärke ihrer Menge nutzt, um eine gesunde Gesellschaft zu schaffen.

Und das Komische daran ist, dass auf eine seltsame Art und Weise aus heiterem Himmel, was niemand hätte vorhersehen können, die gegenwärtige Beziehung der Menschheit zum geistigen Narrativ sich dem Ende zu nähern scheint.

 

Das Narrativ zerbröselt.

 

Die Narrative brechen zusammen.

 

Die alten Wege der Menschen, zu verstehen, was in der Welt vor sich geht, passen einfach nicht mehr zusammen.

Das Vertrauen in die Massenmedien ist auf einem historischen Tiefstand, und es wird nur noch geringer.

Die Menschen sind sich mehr denn je bewusst, dass alles, was sie sehen, Propaganda oder Desinformation sein kann.

Die Deepfake-Technologie wird bald so weit fortgeschritten und so zugänglich sein, dass niemand nicht einmal mehr Videos vertrauen wird.

Der Führer des mächtigsten Landes der Erde spricht auf eine Art und Weise, die in keiner Weise eine wirkliche Beziehung zu den Fakten oder der Realität hat, und die Menschen haben gerade erst gelernt, damit umzugehen.

Gewöhnliche Menschen leiden finanziell, aber die Wall Street boomt. Ein eklatantes Handlungsloch in der Wirtschaftsstory, das nur noch ausgeprägter wird.

Die gesamte Medienklasse wird nun Jahre damit verbringen, die Öffentlichkeit auf eine sinnlose Jagd nach russischen Absprachen zu führen und dann so zu tun, als sei es keine große Sache, wenn sich die ganze Sache als völlig unbegründet herausstellt.

Es gibt ein Virus, das eine massive Störung der gesamten menschliche Zivilisation verursacht, und gleichzeitig laufen zwei völlig unterschiedliche Narrative darüber. Und beide Seiten sind zu 100 Prozent davon überzeugt, dass alle Fakten ihre Position voll und ganz bestätigt haben.

Es gibt Proteste, bei denen sich die Menschen immer mehr bewusst werden, dass sie mit leeren Narrativen aus Zustimmung und Verständnis gefüttert werden, während ihre Kernforderungen völlig unbeachtet bleiben.

Es gibt eine Präsidentschaftswahl zwischen zwei offensichtlich an Demenz erkrankten Menschen, und die Massenmedien tun alle so, als ob das in Ordnung und normal wäre, ungeachtet dessen, was die Menschen mit ihren eigenen Augen sehen können.

Neue Eskalationen des Kalten Krieges zwischen dem US-zentralisierten Imperium und den nicht absorbierten Regierungen Chinas und Russlands werden dazu führen, dass die Ätherwellen der Medien auf der ganzen Welt mit immer intensiveren Propaganda-Narrativen gesättigt werden, die die eine oder andere Seite begünstigen und kein Interesse daran haben, den Menschen ehrlich die Wahrheit über die Geschehnisse zu sagen.

Jetzt plappern sie sogar über UFOs.

 

Das Narrativ zerbröselt.

 

Es beschleunigt sich alles in Richtung eines Sättigungspunktes aus weißem Rauschen.

Was glaubt ihr, wie lange können wir so weitermachen?

Wie weit, glaubt ihr, kann die Beziehung der Menschheit zur Narrativ gestreckt werden, bevor es völlig zusammenbricht und eine völlig neue Art des Seins erzwingt?

Wie lange dauert es, bis es immer häufiger vorkommt, dass die Menschen anfangen, sich selbst als Individuen zu betrachten, um zu bestimmen, welche Narrative für sie nützlich sind, anstatt wie früher auf die etablierten Manager des Narrativs zu schauen?

Wie lange wird es dauern, bis Menschen sich immer öfter die Frage stellen: "Ist das wahr?“

Wie lange wird es dauern, bis Menschen sich immer öfter die Frage stellen: "Was ist Wahrheit?“

Wie lange dauert es, bis Menschen sich immer öfter fragen: "Worüber bin ich noch getäuscht worden?“

Wie lange dauert es, bis Menschen sich immer öfter fragen: "Wie habe ich mich sonst noch getäuscht?“

Die gegenwärtige Belastung, die unserer kollektiven Beziehung zum Narrativ auferlegt wird, ist völlig unhaltbar.

Es wäre schlimm, wenn wir eine gesunde Beziehung zum geistigen Narrativ gehabt hätten, aber die haben wir nicht; wir haben eine zutiefst ungesunde Beziehung zum geistigen Narrativ, die uns anfällig gemacht hat für schreckliche Missbräuche in einem gigantischen Maßstab.

Wir sind jetzt als Spezies dabei, uns kollektiv aus unserer alten ungesunden Beziehung zum Narrativ heraus zu zwängen.

Das Narrativ zerbröselt.

 

Es zerbröselt vollständig.

 

Das kann keine schlechte Sache sein.

 

Es könnte am Ende eine sehr sehr gute Sache sein.


https://www.globalresearch.ca/video-the-2020-economic-crisis-global-poverty-unemployment-and-despair/5717157

 

VIDEO: Die Wirtschaftskrise 2020.

Globale Armut, Arbeitslosigkeit und Verzweiflung

 

von Prof. Michel Chossudovsky, 24.07.2020

 

 

Wir durchleben eine der schwersten Krisen in der modernen Geschichte.

 

Michel Chossudovsky sagt, die Corona-Pandemie wird als Vorwand und Rechtfertigung benutzt um die globale Wirtschaft abzuschalten, als ein Mittel zur Lösung eines öffentlichen Gesundheitsproblems.

 

Zur Abschaltung der weltweiten nationalen Wirtschaften ist ein komplizierter Entscheidungsprozess nötig Wir sollen glauben, dass ein Lockdown die Lösung ist.

 

Politiker und Gesundheitsbeamte in mehr als 150 Ländern folgen Befehlen, die von höheren Autoritäten kommen.

 

Infolge dessen gehorchen Millionen Menschen den Befehlen ihrer Regierungen, ohne die Tatsache zu hinterfragen, dass das Abschalten einer Wirtschaft nicht die Lösung ist, sondern in Wirklichkeit die Ursache für globale Armut und Arbeitslosigkeit.

 

Wir haben es mit einem Verbrechen gegen die Menschheit zu tun.

 

 

Angst, Einschüchterung und Medien-Desinformation nehmen überhand. Die Lüge ist zur Wahrheit geworden.

 

Es handelt sich um ein imperiales Projekt, das von mächtigen ökonomischen Interessen ausgeht.

 

Von den Medien wird eine globale Angstkampagne aufrechterhalten. Und jetzt wird von einer sogenannten Zweiten Welle geredet.

 

Die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen werden unbeschreiblich sein.


https://consentfactory.org/2020/07/20/globocap-uber-alles/

 

GloboCap Über Alles

 

von C.J. Hopkins, 20.07.2020 (zahlreiche Links im Original!)

 

 

Also, wie gefällt euch die „Neue Normalität“ bisher? Ist sie euch paranoid und totalitär genug? Wenn nicht... nun, wartet ab, es geht erst richtig los. Da kommt noch viel mehr Totalitarismus und Paranoia.

 

Ich weiß, es fühlt sich bereits wie eine Ewigkeit an, dabei sind erst ein paar Monate vergangen, seit GloboCap das neue offizielle Narrativ in Umlauf gebracht hat. Wir befinden uns noch in der Anfangsphase. Die Phase, in der wir uns jetzt befinden, sieht so aus wie die Zeit um den Februar 2002, ein paar Monate nach den 9/11-Anschlägen, als alle noch in einer Schockstarre waren, der Patriot Act war erst ein paar Monate alt und das Heimatschutzministerium (DHS) gab es noch gar nicht.

 

Ihr erinnert euch zurück an damals, als GloboCap das offizielle Narrativ „Krieg gegen den Terror“ eingeführt hat, nicht wahr?

 

Schon gut, vielleicht erinnert ihr euch, vielleicht auch nicht. Vielleicht seid ihr zu jung, um euch daran zu erinnern, oder ihr wart in der momentanen Aufregung gefangen und habt nicht auf die Details geachtet. Aber einige von uns erinnern sich sehr deutlich daran. Wir erinnern uns daran, wie GloboCap die Invasion, die Destabilisierung und Umstrukturierung des gesamten Nahen Ostens vorbereitete (und wir vergebens dagegen protestierten), als Länder im gesamten globalen, kapitalistischen Imperium „Notstands-Sicherheitsmaßnahmen“ umsetzten (die 18 Jahre später immer noch gültig sind), als uns die Konzernmedien mit offizieller Propaganda bombardierten, die Angst in die Höhe trieben und uns auch sonst für die „Neue Normalität“ von damals vorbereitet haben... einige von uns erinnern sich deutlich daran.

 

Ich persönlich erinnere mich an einen liberalen Akademiker, der im National Public Radio NPR darüber spekulierte, rein hypothetisch, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft etwas von unseren Prinzipien aufgeben und einige Leute foltern müssten, um „Amerika sicher zu halten“. Ich habe das damals anderen Amerikanern erzählt, neben vielen anderen Bedenken darüber, in welche Richtung sich die Massenhysterie nach 9/11 entwickelt. Die meisten sagten zu mir, ich sei einfach paranoid, oder dass es ihnen egal sei, denn wir müssten alles „Nötige“ tun, um Amerikaner zu schützen, und überhaupt hätten es „die Terroristen verdient“. Kurz darauf begann ich Pläne zu schmieden, um endlich aus diesem Land zu verschwinden.

 

Ich erwähne das nicht, um meine Tugend und Moral zur Schau zu stellen – der Abschied aus den USA hat nichts bewirkt, außer meinen Lebensstandard verbessert – sondern um eurem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen, und euch vielleicht dazu zu bringen, jene Zeit mit der heutigen zu vergleichen. Die Parallelen sind überwältigend. Der „Ausnahmezustand“. Die Propaganda. Die Massenhysterie. Das Wesen des Pöbels. Die Übertreibung der tatsächlichen Gefahr. Die Polizeistaat-Atmosphäre. Die Unterdrückung abweichender Meinungen. Die Konfusion. Das Chaos. Die existentielle Angst. Und so weiter. Es kommt einem alles so bekannt vor.

 

Ich beziehe mich natürlich auf die simulierte Pandemie, aber auch auf die radikalisierten zivilen Unruhen und die identitäre Polarisierung, die GloboCap quer durch die Vereinigten Staaten und zum Teil auch im Rest des Imperiums geschürt hat. Ich habe über den Krieg gegen den Populismus berichtet ( https://www.theblogcat.de/archiv/archiv-2019/januar-2019/ ) und seit 2016 über die GlobCap-Propaganda „Trump ist buchstäblich Hitler“. Daher sind die zivilen Unruhen nicht wirklich überraschend. Aber ich gebe zu, diese gefälschte Plage habe ich nicht kommen sehen. Diese beiden PsyOps zusammen zu betreiben war brillant. Die Auswirkungen auf die Menschen sind verheerend. Jeder ist entweder depressiv oder wütend, oder befindet sich in einer Art paranoider Lähmung. Einige wurden so gründlich terrorisiert, dass sie sich buchstäblich weigern, das Haus zu verlassen. Andere stehen vor Waffengeschäften Schlange. Weiße Menschen knien sich hin und waschen Schwarzen in aller Öffentlichkeit die Füße, um „symbolisch ihre Entschuldigung zu zeigen“. Hersteller ändern die Namen ihre Gewürzprodukte. Es ist, als wären wir alle in einer beliebigen, didaktischen Netflix-Zombie-Apokalypse-Serie gefangen, die in der Welt von The Handmaid's Tale spielt, geschrieben, inszeniert und produziert von Spike Lee.

Die offizielle Propaganda könnte nicht Orwellscher sein, ebenso wenig wie die Bereitschaft der Menschen, sich darauf einzulassen. Sie muss nicht einmal sinnvoll erscheinen. Doublethink hat die Macht übernommen. Zum Beispiel war der größte Teil der entwickelten Welt in irgendeiner Form totalitär eingesperrt und anderen polizeistaatlichen Maßnahmen unterworfen (wie z.B. geschlagen und verhaftet zu werden, weil man keine Maske trug), und zwar ohne jeden gerechtfertigten Grund, was seit den letzten fünf Monaten so geht, aber laut den Konzernmedien (und den Millionen von Menschen, die anscheinend einer Gehirnwäsche unterzogen wurden) ist erst jetzt, da Trump seine Homeland-Security-Gorillas nach Portland geschickt hat, plötzlich "die Demokratie unter Beschuss!“

 

Aber halt... nein, das nehme ich zurück, der Orwellianismus wird noch Orwellscher. Gemäß GlobCap und deren frömmelnden Lakaien ist dieser Satz, den ich gerade über Portland geschrieben habe, rassistisch. Denn nahezu alles was man sich vorstellen kann ist rassistisch, oder ist eine potentielle Gefahr für die öffentliche Gesundheit. Randale als „Randale“ zu bezeichnen ist rassistisch. Schweigen ist rassistisch. Meinungsfreiheit ist rassistisch. Keine Maske zu tragen ist rassistisch. Die Black Lives Matter-Demonstranten sind gegen das Virus immun, aber andere große Versammlungen (die selbstverständlich wahrscheinlich rassistisch sind) wurden allesamt verboten. Die Normalität, wie Amerikaner sie kannten, ist vorüber, und sie wird nie, nie wieder zurückkehren, denn der weiße Rassismus hat die Pandemie verursacht. Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland (wo das Leben ohne Massenhysterie weiterging) existieren nicht. Sie haben nie existiert (und wenn, dann waren sie wahrscheinlich rassistisch). Sich in öffentlichen Verkehrsmitteln zu äußern ist tödlich. Der Umgang mit Kindern ist potentiell tödlich, so wie die meisten anderen Formen menschlicher Interaktion... es sei denn, man reißt eine rassistische Statue nieder, oder zündet ein örtliches Familiengeschäft an, während man eine antirassistische Designermaske trägt.

 

Aber im Ernst, so wie 2002, als GloboCap noch das Narrativ „Krieg gegen den Terror“ in Umlauf brachte, sind für jeden, den es kümmert, die Fakten noch vorhanden. Die Fälschung von Covid-Statistiken und Zahlen über Krankenhausauslastungen, die Unzuverlässigkeit der Tests und so weiter... das alles wurde wiederholt dokumentiert. Jeder mit einem positiven Testergebnis, der später an irgendeiner Ursache gestorben ist (einschließlich tödlicher Motorradunfälle) zählt als „Covid-Toter“. Jeder, der aus irgendeinem Grund ein Krankenhaus aufsuchte und positiv auf das Virus getestet wurde, ist ein „Covid-Fall“. Und ich muss leider meine liberalen Freunde enttäuschen (wenn ich jetzt überhaupt noch welche habe), aber der systemische Rassismus und die Polizeibrutalität begannen nicht plötzlich im Jahr 2016.

 

Was 2016 plötzlich begann war ein orchestriertes Unterfangen von GloboCap, einen wachsenden Widerstand gegen den globalen Kapitalismus und dessen herzlose Ideologie zu unterdrücken. Ja, der größte Teil dieser Gegenreaktion ist vom Charakter her neo-nationalistisch, aber darunter befindet sich auch eine beträchtliche Anzahl altmodisch linker Typen wie mich selbst, und eine Menge anderer, nicht aufgeweckter Leute, die noch nicht dazu bereit sind, ihre neue Identität als austauschbare menschliche Ware zu akzeptieren.

 

Wir erleben den Höhepunkt dieser Anstrengung (oder was sie sich als den Höhepunkt dieser Anstrengung erhoffen), diesen zusammengewürfelten populistischen Aufstand niederzuschlagen und sicherzustellen, dass so etwas nie wieder passiert. GolobCap erteilt uns eine Lektion. Diese Lektion lautet:

 

Das kommt davon, wenn man sich mit GloboCap anlegt. Das bekommt man, wenn man für Trump, Brexit und den ganzen Rest dieses 'populistischen' Unsinns stimmt ... globale Pandemien, Rassenkriege, Aufstände, Abriegelungen, wirtschaftliche Depression, gesellschaftlichen Zusammenbruch, Chaos, Angst. Nur zu, legt euch ruhig noch ein bisschen mit uns an. Wir werden euch für immer lächerliche Gesichtsmasken tragen lassen. Wir werden kleine Pfeile und Kästchen auf den Boden malen, um euch zu zeigen, wo ihr gehen und stehen müsst. Wir werden eure Unternehmen in den Bankrott treiben, eure Schulen schließen, eure Kinder psychologisch quälen. Wir werden euch alles injizieren, was wir wollen. Es gibt nichts, was ihr dagegen tun könnt. Wir zwingen euch auf die Knie und ihr entschuldigt euch dafür, dass ihr euch mit uns angelegt habt, oder wir stigmatisieren euch als 'Rassisten', hetzen unsere fanatisierten Massen auf euch und 'annullieren' euch und eure ganze Familie.“

 

Dies ist im Wesentlichen die Botschaft, die GloboCap den ungehorsamen Populisten erteilt (ob links oder rechts, das ist egal; GloboCap ist es egal, an welchen politischen Etiketten wir uns festhalten oder uns gegenseitig ohrfeigen). Es ist unsere letzte Warnung, mit dem Unsinn aufzuhören, uns an das globale kapitalistische Programm zu halten und damit zu beginnen, uns so zu verhalten und zu denken, wie uns gesagt wird ... es sei denn, wir wollen wieder eingesperrt werden und uns befehlen lassen, Dinge auf unseren Gesichtern zu tragen und anderweitig rituell gedemütigt zu werden.

 

Schaut, die so genannte "Neue Normalität" (d.h. das neue ideologische Narrativ, das GloboCap auf den Markt bringt) ist eigentlich gar nicht so neu ... oder, OK, der Teil mit der Pathologisierung ist neu (und ich werde diesen Aspekt genau beobachten), aber im Grunde ist es einfach nur der schlichte alte Totalitarismus.

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/der-neue-totalitarismus-29-06-2020/

 

Es ist kein Staatstotalitarismus, denn unsere Welt wird nicht von Nationalstaaten regiert. Sie wird vom globalen Kapitalismus regiert. Im Moment werden wir an diese Tatsache erinnert ... und es wird uns gezeigt, was passiert, wenn wir anfangen, das zu vergessen.

 

Wohin dieser Weg führt, da darf jeder raten. Meine Vermutung ist, dass es nur noch schlimmer werden wird, bis sie Trump aus dem Amt vertrieben haben, wobei ihnen die Amerikaner wahrscheinlich helfen werden, einfach um dem ganzen Alptraum ein Ende zu bereiten. Sobald er weg ist, werden sie wahrscheinlich die vorgetäuschte Pandemie zurückziehen, die Unruhen absagen und eine Art internationale Feier zur Wiedergeburt der Demokratie inszenieren, wonach sie sich endlich wieder dem Geschäft widmen können, den Planeten rücksichtslos zu destabilisieren, umzustrukturieren und zu privatisieren, die Geschichte zu säubern, die Menschheit von Rassismus, Hass und anderen Krankheiten zu heilen und ansonsten eine rigide Konformität mit der globalen kapitalistischen Ideologie durchzusetzen.

 

Vielleicht könnten sie den Komponisten des Musicals Hamilton dazu bringen, ihnen eine Hip-Hop Version des Deutschlandlieds zu schreiben, das sie als supranationale Hymne verwenden könnten. Sie könnten es GloboCap Über Alles nennen ... das hat doch irgendwie was, oder nicht?

 

 

*

 

 

 

Haftungsausschluss:

 

Dieser Aufsatz ist vollständig das Werk unseres Haus-Satirikers und selbsternannten Politologen CJ Hopkins und spiegelt nicht die Ansichten und Meinungen der Consent Factory, Inc., ihrer Mitarbeiter oder ihrer Vertreter, Tochtergesellschaften oder Beauftragten wider.

 

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http://thesaker.is/there-is-a-dark-and-dangerous-forest-behind-these-burning-trees/

 

Hinter diesen brennenden Bäumen liegt ein

dunkler und gefährlicher Wald

 

vom Saker, 14.07.2020   (Diese Analyse wurde für die Unz Review geschrieben)

 

 

Nachdem etwa das halbe Jahr 2020 um ist, wird es ziemlich offensichtlich, dass es eine Reihe bedeutender Entwicklungen gibt, die nahezu unsere ganze Aufmerksamkeit bekommen, und das aus gutem Grund. Und das sind tektonische Veränderungen, die man wahrlich als „Katastrophe“ bezeichnen darf (unter der Definition: „ein gewaltsamer und plötzlicher Wandel eines Merkmals der Welt“).

 

Diese sind:

 

- Der Beginn des globalen Zusammenbruchs des AngloZionistischen Imperiums.

 

- Die enorme Wirtschaftsblase, deren ständig wachsende Größe das beste Anzeichen für das Ausmaß der gigantischen Implosion ist, zu der es unvermeidlich kommen wird.

 

- Die Implosion der US-Gesellschaft, durch eine Kombination verschiedener und zutiefst systemischer Krisen (wirtschaftlicher Kollaps, Rassenspannungen, Massenarmut, Entfremdung der Massen, das Fehlen sozialer Netze usw.).

 

- Die Covid-19 Pandemie (alias „es ist nur eine saisonale Grippe!“), die alle oben aufgeführten Faktoren nur noch verschlimmert.

 

- Und zu guter Letzt ist schwer vorstellbar, wie die nächste US Präsidentenwahl aussehen wird, aber eines ist sicher: bis November werden wir bereits einen perfekten Sturm haben.

 

Die US-Wahl wird nur wie eine Batterie wirken, die noch mehr Energie in den bereits perfekten Sturm leiten wird.

 

Gewiss, das sind wahrlich monumentale, historische Entwicklungen, deren Bedeutung man nicht überbewerten kann. Das sind jedoch nicht die einzigen, sehr ernsten Entwicklungen. Es gibt in Wirklichkeit eine Reihe anderer ernster politischer Spannungen, die auch in einer großen Explosion enden könnten, und sei es auch „nur“ regional!

 

Ich werde ein paar davon auflisten, beginnen wir mit dem Sichtbarsten:

 

Türkei:

 

Erdogan hat nichts Gutes im Sinn. Wieder einmal. Eine große Überraschung, oder? Jedes Mal, wenn ich höre, dass jemand etwas über Erdogan schreibt, dass der davon träumt, Sultan eines neuen Osmanischen Reiches zu werden, dann möchte ich mit den Augen rollen, denn das ist ein Klischee. Doch es lässt sich nicht leugnen, dass dieses Klischee wahr ist – die neo-osmanische Ideologie ist in der Türkei definitiv lebendig, und Erdogan will eindeutig "auf diesem Pferd reiten". Lasst uns also einige der Dinge aufzählen, die die Türken im Schilde geführt haben:

 

1. Syrien: Die Türken haben in Nordsyrien eindeutig auf Zeit gespielt, wo, zumindest nach dem Abkommen, das Erdogan mit Putin geschlossen hat, die "bösen Terroristen" schon vor langer Zeit hätten abziehen sollen, und die wichtigste Autobahn hätte unter dem gemeinsamen Schutz der russischen und türkischen Streitkräfte stehen müssen. Nun, die Türkei hat einiges davon getan, aber nicht alles, und die "bösen Terroristen" sind immer noch sehr präsent in Nordsyrien. Vor kurzem versuchten sie sogar, den russischen Luftwaffenstützpunkt in Hmeimim anzugreifen (sie scheiterten, aber das ist immer noch etwas, wofür die Türken sich verantworten müssen, da der Angriff aus einer von ihnen kontrollierten Zone kam). Der Schutz von Terroristen im Austausch gegen das Versprechen von Immunität vor ihren Angriffen wurde in der Vergangenheit schon viele Male versucht, und es hat nie funktioniert – früher oder später entgleiten die terroristischen Gruppen immer der Kontrolle ihrer Herren und wenden sich sogar gegen sie. Dies geschieht jetzt mit der Türkei

 

2. Libyen: Die Türken sind auch tief in den libyschen Bürgerkrieg verwickelt. Tatsächlich wird dem türkischen Militär, das türkisch gebaute Drohnen mit verheerender Wirksamkeit gegen die Streitkräfte von Feldmarschall Khalifa Belqasim Haftar, dem Kommandeur der in Tobruk stationierten libyschen Nationalarmee LNA (die sowohl von Russland als auch von Ägypten unterstützt wird), eingesetzt hat, mit "tief verwickelt" nicht genug Anerkennung gezollt. Nur durch die prompte (und ziemlich mysteriöse) Stationierung russischer Luftabwehr und einer Reihe nicht identifizierter MiG-29 gelang es schließlich, genügend türkische Drohnen abzuschießen, um sie zu einer Pause zu zwingen. Die Ägypter haben klargestellt, dass sie der sogenannten "Regierung des nationalen Einvernehmens" (GNA) niemals erlauben werden, Sirte oder irgendein Land östlich von Sirte einzunehmen. Das libysche Parlament (von Ostlibyen) hat Ägypten nun die offizielle Genehmigung erteilt, direkt in Libyen zu intervenieren. Damit ist eine Art ägyptische Intervention so gut wie sicher

 

3. Hagia Sophia: Und damit es genügend Spannungsherde gibt, haben die Türken jetzt erklärt, dass die Sophienkathedrale in Istanbul kein für alle zugängliches Museum mehr sein wird, sondern eine Moschee. Nun sollte die CIA-Marionette, die bescheiden als "Seine Göttlichste Allheiligkeit, der Erzbischof von Konstantinopel, dem neuen Rom, und ökumenischer Patriarch" Bartholomäus bekannt ist, der lautstärkste Gegner dieses Schrittes sein, aber alles, was er tun, ist, einige Nebensächlichkeiten zu nuscheln (er wollte als der Patriarch in die Geschichte eingehen, der das ukrainische Schisma patronisiert hat, und stattdessen wird er als der Patriarch in die Geschichte eingehen, der nichts getan hat, um die Osmanen daran zu hindern, eine der heiligsten Stätten der orthodoxen Welt zu erobern. Um die Wahrheit zu sagen, er hätte das wahrscheinlich nicht verhindern können (Erdogans Schritt ist ausschließlich auf die bevorstehenden Wahlen in der Türkei zurückzuführen) – aber er hätte es sicher ein wenig besser versuchen können. Dasselbe gilt für den Chef des Moskauer Patriarchats (und übrigens auch für die russische Regierung), die sich besorgt oder bestürzt oder irgendeine Form der Verurteilung äußerten, aber wirklich nichts getan haben, um Erdogan für seinen Schritt bezahlen zu lassen.

 

 

[Nebenbei bemerkt: Was die Türken gerade getan haben, ist eine Schande, nicht nur für die Türkei selbst, was wieder einmal beweist, dass die osmanische Version des Islam eine besonders giftige und gefährliche ist. Es ist auch eine Schande für die gesamte muslimische Welt, die, von einigen bemerkenswerten Ausnahmen wie Scheich Imran Hosein abgesehen, nichts unternommen hat, um dies zu verhindern, und diesen Schritt, wenn überhaupt, gebilligt hat. Schließlich ist dies eine Schande für die gesamte orthodoxe Welt, da es beweist, dass die gesamte weltweite orthodoxe Gemeinschaft in den Augen des türkischen Führers weniger relevant und wichtig ist als der Ausgang von Kommunalwahlen. Vor allem Russland hätte die Art von politischem Muskelspiel, das nötig wäre, um alle möglichen schmerzhaften Formen der Vergeltung gegen die Türkei zu üben, und doch tut Russland nichts. Dies ist ein trauriges Zeugnis für die extreme Schwäche des orthodoxen Glaubens in der modernen Welt].

 

Hinzu kommen all die "traditionellen" Quellen der Instabilität um die Türkei herum, darunter die immer noch ungelöste (und unlösbare!) Kurdenfrage, die Spannungen zwischen der Türkei und dem Irak und dem Iran, die unterschwellige Unterstützung antirussischer Gruppierungen in den verschiedenen ehemaligen Sowjetrepubliken durch die Türkei und die ständige Konfrontation mit Griechenland).

 

Die Türkei ist nach wie vor einer der gefährlichsten Staaten der Welt, auch wenn sich die meisten Menschen dessen nicht bewusst sind. Zwar hat die Türkei in den letzten Jahren viel von ihrer Macht verloren, aber sie verfügt immer noch über eine Fülle beeindruckender Trümpfe (einschließlich einer sehr starken inländischen Fähigkeit zur Herstellung von Waffensystemen), die sie für ein breites Spektrum ruchloser politischer und militärischer Interventionen einsetzen kann.

 

Ägypten:

 

Ägypten ist ein weiteres Land, das regelmäßig Schlagzeilen macht und dann aus der Öffentlichkeit verschwindet. Doch im Moment steht Ägypten nicht vor einem, sondern vor *zwei* möglichen Kriegen!

 

1. Libyen: Wie ich bereits erwähnt habe, könnte es, sollte es in Libyen zu einem offenen Zusammenstoß zwischen der Türkei und Ägypten kommen, zu einer raschen horizontalen Eskalation kommen, bei der sich die anfänglichen militärischen Auseinandersetzungen in Libyen in Auseinandersetzungen um das östliche Mittelmeer und sogar in mögliche Schläge auf wichtige militärische Ziele in der Türkei und Ägypten verwandeln könnten. Die einzige gute Nachricht hier ist, dass es viele wichtige Akteure gibt, die keinen Schießkrieg im östlichen Mittelmeer und/oder im Nahen Osten brauchen. Wenn es nämlich zu einer echten militärischen Konfrontation zwischen der Türkei und Ägypten käme, dann können Sie ziemlich sicher sein, dass die NATO, CENTCOM, Griechenland, Israel und Russland alle große Bedenken hätten. Außerdem ist es schwer vorstellbar, welche Art von militärischem "Sieg" sich die Türkei oder Ägypten erhoffen könnten. Im Augenblick ist die Lage sehr angespannt, aber wir können hoffen, dass alle Parteien erkennen, dass eine Verhandlungslösung, und sei sie auch nur vorübergehend, einem umfassenden Krieg vorzuziehen ist

 

2. Äthiopien: Ägypten hat ein potenziell viel größeres Problem als Libyen zu bewältigen: den Bau des "Grand Ethiopian Renaissance Dam (GERD)" am Blauen Nil durch Äthiopien. Zwar weiß niemand genau, welche Auswirkungen dieser Staudamm letztlich auf den Sudan und Ägypten haben wird, aber es ist ziemlich klar, dass eine Zivilisation, die entlang des Nils gebaut wird, einer großen Bedrohung ihrer Lebensweise ausgesetzt sein wird, wenn die Art und Weise, wie der Nil fließt, erheblich gestört wird (was dieser Staudamm definitiv tun wird).

 

Von den beiden möglichen Konflikten, die ich oben erwähnt habe, ist es der zweite, der mich am meisten beunruhigt. Letzten Endes werden weder die Türkei noch Ägypten entscheiden können, was in Libyen passiert, das meistens eine Art "Schachbrett" mit mehreren Spielern ist, auf dem die "Großen Jungs" (USA, Frankreich, Russland) schließlich über den Ausgang entscheiden werden. Im Fall des Staudamms in Äthiopien werden die lokalen Akteure wahrscheinlich ein entscheidendes Mitspracherecht haben, zumal beide Seiten der Ansicht sind, dass dies für sie ein existenziell wichtiges Thema ist.

Betrachtet man eine Karte der Region, so werdet ihr feststellen, dass die Entfernung zwischen der ägyptischen Grenze und dem Standort des Staudamms an der Grenze zwischen Äthiopien und dem Sudan sehr lang ist (etwa 1.200 km oder 745 Meilen). Sollte es zu einer militärischen Konfrontation zwischen den beiden Ländern kommen, wird diese Entfernung ziemlich genau die Form der Kriegsführung bestimmen, die wir sehen werden: hauptsächlich Luft- und Raketenangriffe. Das Hauptproblem hier (für beide Seiten) besteht darin, dass keine Seite über die Art von Luftwaffe oder Raketen verfügt, die es ihr erlauben würde, das andere Land effektiv anzugreifen. Dies könnte sich jedoch sehr schnell ändern, insbesondere dann, wenn Russland 24 seiner fortschrittlichen Su-35-Mehrzweck-Luftüberlegenheitsjäger an Ägypten verkauft, und noch mehr, wenn Russland einige wenige fähige Luft-Boden-Raketen in das Paket einbringt (die Auslieferung der ersten Sukhois scheint unmittelbar bevorzustehen). Dann ist da noch dieses "kleine Detail", dass der Sudan zwischen den beiden Kämpfern sitzt: Khartum kann einfach nicht wegschauen und so tun, als sei alles in Ordnung, wenn zwei seiner wichtigsten Nachbarn beschließen, sich über sudanesischem Luftraum gegenseitig zu bekämpfen.

 

Theoretisch könnte Ägypten auch versuchen, einen Angriff vom Roten Meer aus zu starten, aber im Moment hat die ägyptische Marine nicht die Schlagkraft, die es ihr erlauben würde, Äthiopien effektiv anzugreifen (vor allem, weil Eritrea zwischen dem Roten Meer und Äthiopien liegt). Aber auch das könnte sich ändern, zumal Ägypten zugestimmt hat, die beiden amphibischen Angriffsschiffe und Hubschrauberträger der Klasse Gamal Abdel Nasser (ex-Mistral) zu kaufen, die zwar nicht ideal sind, aber die Führungs- und Kontrollkapazitäten der Ägypter definitiv stärken würden, vor allem wenn es den Ägyptern gelingt, AWACS und Angriffs-Flugzeuge (Helikopter oder sogar leichte Starrflügel-V/STOL) auf diesen Schiffen einzusetzen. In der Praxis glaube ich jedoch, dass die Ägypter diese Schiffe in Libyen viel wirksamer einsetzen könnten als im Roten Meer (zumal diese Schiffe schlecht gegen Raketenangriffe verteidigt sind).

 

Schließlich wird der GERD- Damm nicht nur durch anständige Luftabwehrsysteme verteidigt (zusammen mit ein paar anständigen, wenn auch alternden Luftwaffenflugzeugen), ein Damm ist ein ziemlich schwer auszuschaltendes Ziel: Er ist groß, stark und hat ein großes Volumen, was allein schon zur "Härte" gegen Angriffe beiträgt.

 

Es gibt also Grund zur Hoffnung, dass ein Konflikt vermieden werden kann, aber es wird sehr schwierig sein, beide Seiten zu Kompromissen in Fragen zu bewegen, die beide Seiten als lebenswichtig für ihre nationale Sicherheit ansehen.

 

Die Ukraine

 

Ja, die Ukraine. Wieder einmal. Dieser Wahnsinn, der mit der Euromaidan begann, hat nicht aufgehört, bei weitem nicht. Tatsächlich ist die Ukraine seit der Wahl von Selenskii so etwas wie ein Irrenhaus geworden, das geradezu urkomisch wäre, wenn es nicht auch für Millionen von Ukrainern so tragisch und sogar schrecklich wäre. Ich erspare euch alle Details, aber wir können die Hauptentwicklung der letzten Monate zusammenfassen: "Selenskii hat die Kontrolle über das Land völlig verloren". Aber das würde der Realität dieser Situation nicht einmal ansatzweise gerecht.

 

Zum einen hat der Wortkrieg zwischen Trump und Biden um das Ukraine-Gate inzwischen die politische Szene der Ukraine "infiziert", und jede Seite ist nun mit dem beschäftigt, was lokal als "schwarze PR" bezeichnet wird: der Versuch, so viel Schmutz wie möglich gegen den Gegner auszugraben. Selenskii ist so schwach, dass der zuvor fast völlig diskreditierte Poroschenko erstaunlicherweise ein starkes Comeback hingelegt hat und dadurch die Unterstützung vieler einflussreicher Nationalisten erlangt hat. Die jüngste unglaubliche (aber wahre!) "Informationsbombe" wurde von einem Mitglied der ukrainischen Rada, Andrej Derkach, gezündet, der eine Aufnahme von Joe Biden und Poroschenko veröffentlichte, in der die Vor- und Nachteile der Organisation eines Terroranschlags auf der Krim diskutiert wurden (Einzelheiten zu dieser erstaunlichen Geschichte finden Sie hier: http://www.donbass-insider.com/2020/07/12/ukraine-wanted-to-carry-out-terrorist-attacks-in-the-crimea-in-august-2016/ ). Das macht sowohl Biden als auch Poroschenko zu "Sponsoren des Terrorismus" (kaum eine Überraschung, aber dennoch). Weitere "saftige" Nachrichten über das von den Nazis besetzte Banderastan sind Selenskii, der möglicherweise ein Kind mit einer Helferin gezeugt hat, und die brutalen Angriffe auf die Mitglieder einer kleinen (aber wachsenden) Oppositionspartei "Sharii", die von den Behörden nicht nur ignoriert, sondern höchstwahrscheinlich überhaupt erst angeordnet wurde. Es ist nicht meine Absicht, hier alle giftigen Feinheiten der ukrainischen Innenpolitik zu erörtern, deshalb werde ich nur auf eine der größten Gefahren eingehen, die sich aus dieser Dynamik ergeben: Es ist wieder von einem Krieg mit Russland die Rede.

 

Okay, wir alle haben seit Jahren die gleichen Gerüchte gehört, und dennoch hat nie ein wirklicher und anhaltender ukrainischer Angriff auf die LDNR oder, noch weniger, auf die Krim stattgefunden (es gab ständige Artillerieschläge und Ablenkungsangriffe, aber diese bleiben unterhalb der Schwelle des offenen Krieges). Doch was wir heute hören, ist ein wenig anders: Immer mehr ukrainische und sogar polnische Beobachter haben erklärt, dass Russland in diesem Sommer oder im September angreifen werde, möglicherweise unter Einsatz militärischer Manöver, um die Truppen an die ukrainische Grenze zu verlegen und anzugreifen. Je nachdem, wen man fragt, könnte ein solcher Angriff aus Weißrussland und/oder aus Zentralrussland kommen – einige machen sich sogar Sorgen über eine russische Amphibienoperation gegen die ukrainische Küste und Städte wie Mariupol, Nikolaev, Kherson oder Odessa.

 

[Nebenbei bemerkt: Die Ukronazis sind wirklich erstaunlich. Zuerst haben sie den gesamten Strom und sogar das Wasser von der Krim abgeschnitten, und dann erklären sie, dass Russland einmarschieren müsse, um die Kontrolle über die Wasserversorgung wiederzuerlangen. Die Vorstellung, dass Russland das Wasserproblem der Krim mit friedlichen und technologischen Mitteln lösen wird, ist für die Führer der Ukronazi offenbar völlig unvorstellbar. In der realen Welt hat Russland jedoch ein umfassendes Programm, um die Wasserprobleme der Krim umfassend zu lösen. Dieses Programm hat mit der Verlegung von Wasserleitungen, der Verbesserung des Bewässerungssystems der Krim, dem Einsatz von Spezialflugzeugen zur Auslösung von Regenfällen und möglicherweise sogar mit der Errichtung einer Entsalzungsanlage begonnen. Die einfache Wahrheit ist, dass Russland die Krim leicht völlig unabhängig von allem Ukrainischen machen kann].

 

 

Und nur zu allem Überfluss hat der Chef der ukrainischen Marine (die größtenteils nur auf dem Papier existiert) jetzt erklärt, dass eine neue ukrainische Rakete, die Neptun, bis nach Sewastopol reichen könnte. Das Problem ist nicht die Rakete selbst (sie ist eine modernisierte Version eines alten sowjetischen Entwurfs, und sie ist langsam und daher leicht abzuschießen), sondern die Art von "mentalen Hintergrundgeräuschen", die diese Art von Kriegsgerede erzeugt.

 

Aus rein militärischer Sicht muss Russland nicht einmal Truppen bewegen, um die ukrainischen Streitkräfte zu besiegen: Alles, was Russland tun muss, ist, seine mächtigen Langstrecken-Stand-off-Waffen und Aufklärungs/Angriffskomponenten einzusetzen, um das ukrainische Militär erst zu enthaupten, dann zu desorganisieren und schließlich zu vernichten. Russlands Überlegenheit in der Luft, zu Wasser und zu Land ist so groß, dass die Ukrainer keine Chance haben, einen solchen Angriff zu überleben, geschweige denn Russland zu besiegen. Die Ukrainer wissen das, denn schließlich konnte ihr gesamtes Militär nicht einmal mit den (vergleichsweise) winzigen und unendlich schwächeren LDNR-Streitkräften fertig werden (zumindest im Vergleich zu den regulären russischen Streitkräften).

 

Dennoch haben die Ukrainer gegenüber Russland einen Vorteil: Auch wenn es äußerst gefährlich wäre, dies zu versuchen, müssen sie sich darüber im Klaren sein, dass Präsident Putin, anders als im Falle ihrer Angriffe auf den Donbass, im Falle eines Angriffs auf die Krim keine andere Möglichkeit hätte, als eine Art Vergeltungsschlag anzuordnen. Jeder ukrainische Angriff oder Schlag gegen die Krim würde wahrscheinlich scheitern, da alle Raketen abgefangen würden, lange bevor sie ihre Ziele erreichen könnten, aber selbst in diesem Fall wäre der Druck auf Putin, dem ein Ende zu setzen, enorm. Das heißt, es wäre nicht falsch zu sagen, dass derjenige, der in Kiew an der Macht ist, Russland zu einem offenen Eingreifen zwingen kann. Das bedeutet, dass in diesem speziellen Fall die schwächere Seite zumindest ein gewisses Maß an Eskalationsdominanz haben kann.

 

Nun kann die Ukraine definitiv keine strategische Überraschung erzielen, und es ist sogar höchst unwahrscheinlich, dass sie eine taktische Überraschung erreichen wird, aber auch hier gilt, dass der tatsächliche Erfolg eines ukrainischen Angriffs auf die Krim nicht voraussetzt, dass die vorgesehenen Ziele des Angriffs zerstört werden: Alles, was – zumindest in einigen Plänen – erforderlich wäre, ist die Fähigkeit, zwei Dinge zu tun:

 

- Russland zum offenen Eingreifen zu zwingen und

 

- Zeitpunkt, Ort und Art des Angriffs wählen, die für die russische Seite am problematischsten sind.

 

Abschließend möchte ich vorschlagen, dass wir diese Frage aus der Sicht des AngloZionistischen Imperiums betrachten: In vieler, wenn nicht sogar in den meisten Fällen hat Banderastan, das der Westen in der Ukraine geschaffen hat, seinen Nutzen überlebt: Die USN werden keinen Stützpunkt auf der Krim bekommen, die jetzt für immer verloren ist (sie ist jetzt einer der am besten verteidigten Orte auf dem Planeten), Russland hat sich nicht offen in den Bürgerkrieg eingemischt, die ukrainischen Streitkräfte wurden von den Novorussen und in wirtschaftlicher Hinsicht umfassend geschlagen, und die Ukraine ist nichts weiter als ein großes schwarzes Loch mit einem ständig wachsenden Ereignishorizont. Was einigen der herrschenden Eliten in den USA suggerieren könnte, dass die Auslösung eines verlorenen Krieges gegen Russland das Beste (und möglicherweise das Einzige) sein könnte, was ihre hässliche Schöpfung für sie tun könnte. Warum?

 

Nun, zum einen wird ein solcher Krieg blutig sein, auch wenn er kurz ist. Zweitens, da es äußerst unwahrscheinlich ist, dass die Russen irgendeinen Teil der heute von den Nazis besetzten Ukraine besetzen wollen, bedeutet dies, dass selbst eine totale militärische Niederlage nicht notwendigerweise zu einem vollständigen Verschwinden des heutigen Banderastan führen würde. Ja, mehr Regionen im Osten und im Süden könnten versuchen, diese Gelegenheit zu nutzen, um sich zu erheben und sich zu befreien, und sollte dies geschehen, könnte Russland die Art von Hilfe anbieten, die es den Novorussen angeboten hat, aber ich glaube nicht, dass irgendjemand ernsthaft glaubt, dass russische Panzer in Kiew oder, noch weniger, in Lemberg (geschweige denn Warschau oder Riga) zu sehen sein werden. Ein militärischer Verlust gegen Russland wäre also kein völliger Verlust für Banderastan, und es könnte sogar eine positive Dynamik für die konsolidierte ukrainische Macht entstehen, die aus einem solchen Konflikt hervorgehen könnte. Eigentlich erwarte ich, dass die Ukronazis in diesem Fall eine Art Dschihad zur Befreiung der von „Moskals“ besetzten Ukraine ausrufen werden. Das bedeutet, dass auf das anfängliche Blutbad ein schwelender militärischer Konflikt auf niedriger bis mittlerer Ebene zwischen Russland und der Ukraine folgen würde, der sehr lange dauern und auch für Russland höchst unerwünscht sein könnte

 

[Nebenbemerkung: Während meines Studiums hatte ich die Ehre und das Privileg, bei einem wunderbaren Oberst der pakistanischen Armee zu studieren, der ein guter Freund wurde. Eines Tages (das war etwa 1991) fragte ich meinen Freund, welche pakistanische Strategie er bei einem möglichen Krieg gegen Indien verfolgen würde. Er antwortete mir: "Sehen Sie, wir alle wissen, dass Indien viel stärker und größer als Pakistan ist, aber was wir alle auch wissen, ist, dass wir ihnen eine sehr blutige Nase verpassen können, wenn sie uns angreifen". Das ist genau das, was die ukrainische Strategie sein könnte: Russland eine "blutige Nase" zu verpassen. Militärisch ist das natürlich unmöglich, aber politisch gesehen wäre jeder offene Krieg gegen die Ukraine eine Katastrophe für Russland. Es wäre auch eine Katastrophe für die Ukraine, aber die Marionettenspieler der Ukronazis in Kiew kümmern sich nicht mehr um die Menschen in der Ukraine als um die Menschen in Russland: Sie wollen nur, dass die Russen eine große blutige Nase bekommen].

 

Zusammenfassend lässt sich ein mögliches Szenario nennen, das zu einer regionalen Katastrophe führen könnte: Wer in der Ukraine an der Macht ist, würde zunächst einmal erkennen, dass das Projekt eines ukrainischen Banderastans bereits gescheitert ist und dass weder die EU und noch weniger die USA bereit sind, weiterhin Geld in das schwarze Loch der Ukraine zu werfen. Außerdem werden kluge Ukro-Politiker erkennen, dass weder Poroschenko noch Selenskii die erwarteten "Güter" an das Imperium "geliefert" haben. Dann erkennen auch die osteuropäischen US-Vasallenstaaten (angeführt von Polen und den baltischen Statelets), dass die EU-Gelder zur Neige gehen und dass sie weit davon entfernt sind, wirkliche wirtschaftliche Fortschritte erzielt zu haben (ganz zu schweigen von einem "Wunder"), und dass sie auch für ihre Herren in der EU und den USA zunehmend irrelevant werden. Und glaubt mir, die politischen Führer dieser US-Vasallenstaaten haben schon vor langer Zeit erkannt, dass ein Krieg zwischen Russland und der Ukraine eine fantastische Gelegenheit für sie wäre, in den Augen ihrer imperialen Oberherren in der EU und den USA einen gewissen Wert zurückzugewinnen. Für Menschen, die so denken wie diese Leute, wäre selbst ein versuchter Neptun-Schlag gegen Sewastopol eine schnelle und durchaus vernünftige Möglichkeit, Putin in die Knie zu zwingen.

 

Abschließend können wir uns nun die Lage in Russland ansehen

 

Russland

 

Man sollte meinen, dass nach dem massiven Sieg, den der Kreml mit der Abstimmung über die Änderungen der russischen Verfassung errungen hat, die politische Situation in Russland idyllisch wäre, zumindest im Vergleich zur sinkenden Titanic des "kollektiven Westens". Leider ist dies bei weitem nicht der Fall. Hier sind einige der Faktoren, die zu einer potenziell gefährlichen Situation innerhalb Russlands beitragen.

 

1. Wie ich bereits in der Vergangenheit erwähnt habe, gibt es neben der "offiziellen" (angeblichen) Opposition in der Duma jetzt zwei sehr unterschiedliche "systemfremde" Oppositionen gegen Putin: die bösen alten "Liberalen" (die ich manchmal als 5. Kolonne bezeichne) und die (relativ neuen) "rosa-nationalistischen" Putin-Hasser, die ich – etwas augenzwinkernd, wie ich zugebe – als 6. Kolonne getauft habe (Ruslan Ostaschko nennt sie "Emo-Marxisten", und das ist auch eine sehr zutreffende Beschreibung). Was so auffällig ist, ist, dass die russischen 5. und 6. Kolonnen sich zwar hassen, Putin aber offensichtlich noch mehr hassen. Viele von ihnen hassen das russische Volk auch, weil sie es nicht "begreifen" (zumindest ihrer Meinung nach) und weil das Volk immer wieder mit und für Putin stimmt. Unnötig zu sagen, dass diese "5. und 6. Kollonnen" (nennen wir sie von nun an "5&6K") erklären, dass die Wahl gestohlen wurde, dass Millionen von Stimmen überhaupt nicht gezählt wurden, während andere viele Male ausgezählt wurden. Nach diesen 5&6K-Typen ist es buchstäblich undenkbar, dass Putin eine so hohe Unterstützung erhalten würde, daher ist die einzige Erklärung, dass die Wahlen manipuliert wurden. Während die Summe dieser 5&6K-Typen wahrscheinlich nicht ausreicht, um Putin oder die russische Gesellschaft wirklich zu bedrohen, muss der Kreml im Umgang mit diesen Gruppen sehr vorsichtig sein, zumal sich der Zustand der russischen Gesellschaft eindeutig verschlechtert:

 

2. Russland hat objektive, reale Probleme, die nicht einfach abgetan werden können. Die meisten Russen würden eindeutig einen viel sozialeren und wirtschaftlich aktiveren Staat vorziehen. Die Realität sieht so aus, dass sich das gegenwärtige politische System in Russland wenig um den "kleinen Mann" kümmert. Die Art und Weise, wie der Kreml und das russische "Großkapital" miteinander verstrickt sind, ist für viele Russen beunruhigend, und ich stimme ihnen zu. Darüber hinaus haben die westlichen Sanktionen zwar eine großartige Arbeit geleistet, um Russland auf die gegenwärtige Krise vorzubereiten, aber es bleibt dennoch wahr, dass Russland nicht in einem so günstigen Umfeld operiert, dass die Einnahmen in vielen Sektoren rückläufig sind und dass die COVID19-Pandemie auch verheerende Auswirkungen auf die russischen Kleinunternehmen hat. Und obwohl die Frage des COVID19-Virus in Russland nicht so hoffnungslos politisiert worden ist wie im Westen, berichten mir viele meiner Kontakte, dass viele Menschen den Eindruck haben, dass der Kreml und die Moskauer Behörden die Krise falsch gehandhabt haben. Während also der nichtsystemische Widerstand der 5&6K-Viren Russland nicht wirklich bedrohen kann, gibt es innerhalb der russischen Gesellschaft doch genügend, wie ich es nennen würde, "toxische und potentiell gefährliche Trends", die sich im Falle des plötzlichen Ausbruchs einer Krise (einschließlich einer Krise, die durch eine immer mögliche ukrainische Provokation ausgelöst wird) zu einer viel größeren Bedrohung entwickeln könnten.

 

3. Immer mehr Russen, darunter auch Putin-Unterstützer, sind frustriert über das, was sie als eine lahme und offen gesagt schlaffe russische Außenpolitik empfinden. Das bedeutet nicht unbedingt, dass sie mit der Art und Weise nicht einverstanden sind, wie Putin mit den großen Themen umgeht (sagen wir Krim oder Syrien oder das Säbelrasseln des Westens), aber sie sind besonders frustriert über das, was sie als lahme russische Reaktionen auf kleinliche Provokationen empfinden. Zum Beispiel haben der US-Kongress und die Trump-Administration weiterhin quasi täglich Sanktionen und dumme Anschuldigungen gegen Russland produziert, doch Russland unternimmt wirklich nicht viel dagegen, obwohl es in seinem politischen "Werkzeugkasten" viele Optionen gibt, um die USA wirklich dafür zahlen zu lassen: Eine weitere Sache, die die Russen irritiert, ist die arrogante, herablassende und geradezu unhöfliche Art und Weise, in der sich westliche Politiker (und ihre bezahlten Journalisten in Russland) ständig in interne russische Angelegenheiten einmischen, ohne jemals ernsthaft herausgefordert zu werden. Sicher, einige besonders üble Charaktere (und Organisationen) sind aus Russland hinausgeworfen worden, aber nicht annähernd genug, um wirklich eine klare Botschaft an Russlands Feinde zu senden.

 

4.Und, nur um die Dinge noch schlimmer zu machen, es gibt einige ernsthafte Probleme zwischen Russland und seinen angeblichen Verbündeten, insbesondere Weißrussland und Kasachstan. Bis jetzt ist noch nichts wirklich Kritisches geschehen, aber die politische Lage in Belarus verschlechtert sich von Tag zu Tag (was einerseits auf die ungeschickte Politik Lukaschenkos und andererseits auf ein Wiederaufleben des kasachischen Nationalismus zurückzuführen ist, offenbar mit Zustimmung der Zentralregierung). Die Destabilisierung zweier großer russischer Verbündeter ist nicht nur eine schlechte Sache an sich, sondern wirft auch die Frage auf, wie Putin beispielsweise mit der Türkei oder Polen umgehen kann, wenn Russland nicht einmal die Lage in Belarus und Kasachstan stabilisieren kann.

 

Zu einem großen Teil teile ich auch viele dieser Frustrationen, und ich stimme zu, dass es für Putin und Russland an der Zeit ist, gegenüber dem (ewig feindlichen) Westen eine viel proaktivere Haltung einzunehmen.

 

Mein Problem mit der Fünften Kolonne ist, dass sie aus tollwütigen Russenfeinden besteht, die ihre eigene Nation hassen und nichts anderes als willige Prostituierte des AngloZionistischen Imperiums sind. Sie wollen, dass Russland eine Art "anderes Polen nur weiter östlich" oder etwas ebenso Geschmackloses und wenig Inspirierendes wird.

 

Mein Problem mit der 6. Kolonne ist, dass sie Putin viel mehr hasst als sie Russland liebt, was sich regelmäßig darin zeigt, dass sie entweder einen Staatsstreich oder eine Revolution oder einen Volksaufstand oder irgendein anderes blutiges Ereignis vorhersagt, das sich Russland aus zwei Hauptgründen einfach nicht leisten kann:

 

1. Russland hat sich im vergangenen Jahrhundert zweimal fast selbst zerstört: 1917 und 1991. Jedes Mal war der Preis, den das russische Volk bezahlte, absolut entsetzlich, und die russische Nation kann sich einfach keinen weiteren größeren internen Konflikt leisten.

 

2. Russland befindet sich im Krieg gegen das Imperium, und obwohl dieser Krieg zu etwa 80 % ein informatorischer/ideologischer, zu etwa 15 % ein wirtschaftlicher und nur zu etwa 5 % ein kinetischer Krieg ist, bleibt es dabei, dass es sich um einen totalen, existentiellen Krieg ums Überleben handelt: entweder das Imperium verschwindet oder Russland wird verschwinden. Es handelt sich also um eine Situation, in der jede Handlung, die ihren Staat, ihr Land und seinen Führer schwächt, immer gefährlich nahe am Verrat ist.

 

Im Augenblick besteht der größte Segen für Russland darin, dass es weder der 5. noch der 6. Kolonne gelungen ist, auch nur eine halbwegs glaubwürdige politische Figur hervorzubringen, die zumindest als marginal fähig erscheint, realistische Lösungen anzubieten. Eine Reihe von Kolumnisten der 5. Kolonne haben beschlossen, auszuwandern und das zu verlassen, was sie als "Putins Mordor" ansehen. Leider sehe ich keinen Strom der 6. Kolonne, die Russland verlassen würde, was sie objektiv zu einem viel nützlicheren Werkzeug für Organisationen wie die CIA macht, die nicht zögern werden, selbst eine vermeintlich anti-amerikanische politische Bewegung zu infiltrieren, wenn dies Russland im Allgemeinen oder Putin persönlich schwächen kann.

 

Gegenwärtig leisten die russischen Sicherheitsdienste eine hervorragende Arbeit, um all diesen Bedrohungen (einschließlich der immer noch sehr realen wahhabitischen Terrorgefahr) gleichzeitig entgegenzutreten. Angesichts der recht instabilen und sogar gefährlichen internationalen politischen Lage könnte sich dies jedoch ändern, wenn alle Kräfte, die Putin und das, was sie als "Putinismus" bezeichnen, hassen, entweder ihre Kräfte vereinen oder einfach gleichzeitig zuschlagen.

 

Fazit

 

Es gibt natürlich noch viele andere potenzielle Krisenherde auf dem Planeten, darunter Indien, Pakistan und China, das Südchinesische Meer, der Persische Golf, die Koreanische Halbinsel und viele andere. Die obige Liste ist daher nur ein Auszug aus einer viel größeren Liste.

 

Die gewaltigen Veränderungen, die sich vor unseren Augen vollziehen, sind real, und sie sind gewaltig. Aber wir sollten nicht dem Beispiel der Konzernmedien folgen und uns nur auf ein oder zwei "heiße" Themen konzentrieren, vor allem nicht, wenn es viele sehr reale Gefahren da draußen gibt. Abgesehen davon besteht kein Zweifel daran, dass das, was in den nächsten Monaten in den Vereinigten Staaten geschehen wird, bei weitem die größte und wichtigste Entwicklung da draußen ist, eine Entwicklung, die die Zukunft unseres Planeten prägen wird, ganz gleich, was tatsächlich geschieht. Und ich spreche nicht von der völlig symbolischen Nicht-Wahl zwischen Biden und Trump.

 

Ich spreche davon, wie die US-Gesellschaft mit einer heftig gegen die USA gerichteten Koalition von Minderheiten umgehen wird, die dieses Land und alles, gut und schlecht, wofür es in der Vergangenheit stand, hassen. Im Moment begehen die US-Eliten nationalen Selbstmord, indem sie sich nicht nur nicht widersetzen, sondern auch die Schläger der BLM und alles, wofür sie stehen, aktiv unterstützen: BLM & Co. erinnern mich an die Ukronazis, deren Hauptausdruck der nationalen Identität darin besteht, alles Russische zu hassen – die BLM-Schläger tun dasselbe: ihre gesamte Weltsicht ist reiner Hass auf den hetero-weißen Mann und die westliche Zivilisation; und so wie die Ukies sich gegenseitig mit Geschichten über die "alten Ukros" verwöhnen, stellen sich die BLM-Leute vor, dass sie die USA irgendwie in eine Art Wakanda verwandeln werden, bevor sie all diejenigen vertreiben (oder noch schlimmer), die nicht bereit sind, ihr Land an umherziehende Banden von analphabetischen Schlägern auszuliefern.

 

Während Russland sich mit dem Potenzial interner Gewalt auseinandersetzen muss, sehen sich die Vereinigten Staaten bereits mit einem gefährlichen und gewalttätigen Aufstand konfrontiert, der sich mit dem vollständigen Ausbruch der durch die Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise wahrscheinlich noch erheblich verschärfen wird. Bisher wurden die Auswirkungen dieser Krise durch eine Kombination aus 1) politischen Leugnungen über die Art der Bedrohung ("Ach, Unsinn, das ist genau wie die saisonale Grippe!"), 2) der massenhaften Verteilung von Geld (was nur vorübergehend geholfen hat) und 3) der Existenz einer riesigen Finanzblase, die die Lage nur noch verschlimmern wird, aber vorübergehend die Illusion erzeugen kann, dass die Dinge nicht annähernd so schlimm sind, wie sie wirklich sind, etwas abgemildert.

 

Man sagt, dass die Natur ein Vakuum verabscheut. Das ist wahr. Es stimmt auch, dass der Zusammenbruch des Imperiums nun mehrere Vakuums geschaffen hat, die durch neue Akteure gefüllt werden, aber es gibt keinerlei Garantie, dass dieser Übergang friedlich verlaufen wird. Während wir also einigen sehr großen Bäumen beim Verbrennen zusehen, sollten wir nicht vergessen, dass sich hinter diesen Bäumen ein großer Wald befindet, der auch brennen kann und möglicherweise einen viel größeren Waldbrand verursacht als die Bäume, die wir heute brennen sehen.

 

 

Der Saker


 

https://kunstler.com/clusterfuck-nation/a-bigger-picture/

 

Das größere Ganze

 

von James Howard Kunstler, 17.07.2020

 

 

Nicht das Coronavirus hat die USA in den Graben gefahren. Es hat nur die Schwäche und Verkommenheit der Richtung des Landes aufgedeckt. Und nun müssen wir Passagiere dieses kaputten Busses entscheiden, ob wir weiter in diesem rauchenden Wrack sitzen bleiben und darüber streiten, wer Schuld hat. Oder ob wir uns zu Fuß auf einen langen und ungewissen Weg aufmachen, auf zu neuen Ufern.

 

1918 wurde das Land von einer viel tödlicheren Pandemie heimgesucht, zur gleiche Zeit als es einen Weltkrieg focht. Und das tägliche Leben wurde dadurch kaum beeinflusst. Damals war die Wirtschaft eine der Produktion, nicht des Konsums von Gütern, die irgendwo anders auf der Welt hergestellt wurden (im Austausch gegen US-Schuldscheine). Und es gab auch keine Bräunungsstudios, Nagelstudios, Streaming Services und Pilates-Studios. Die Wirtschaft war eine Mischung aus großen, mittleren und kleinen Unternehmen, nicht nur florierende Giganten, vor allem im Einzelhandel. Wir lebten verteilt in Städten, in noch nicht überwachsenen Städten und in einer ausgesprochen ländlichen Landschaft, die sich ländlichen Aktivitäten widmete – nicht dem riesigen Abriss-Zirkus entropischer Vorstädte, die als menschlicher Lebensraum keine Zukunft haben. Das Bankwesen machte nur fünf Prozent der Wirtschaft aus, nicht die aufgeblähte Matrix aus Betrug, die jetzt auf mehr als vierzig Prozent des so genannten BIP angeschwollen ist. Die Regierung auf Bundes- und Landesebene war winzig im Vergleich zu dem erstickenden, parasitären Leviathan, der sie heute ist.

Was geschah? Wie in Hemingways altem Witz über einen Mann, der langsam und dann ganz plötzlich pleite geht, ließen wir zu, dass sich im gesamten amerikanischen Leben ein unglückseliger Gigantismus einschlich, der zu schwerfällig ist, um sich an neue Bedingungen anzupassen, und plötzlich haben sich die Bedingungen geändert.

 

Und jetzt bricht alles auseinander: Die sterbenden Ladenketten, die riesigen Zombie-Unternehmen, die nur existieren können, indem sie sich Geld leihen, um ihre eigenen Aktien zurückzukaufen. Die Autohersteller, denen die Kreditprogramme für nicht kreditwürdige Kunden ausgegangen sind, die Schieferöl-Fracking-Firmen, die nie einen roten Heller verdienen konnten, die Landwirte im Agrobusiness, die durch eine Diät aus Krediten und staatlichen Subventionen krankhaft fettleibig wurden (so wie ihre Endkunden durch künstlich hergestellte Snacks fettleibig wurden). Die Wall-Street-Lords der Finanzialisierung, die jedes Vermögen verpfänden, das von Küste zu Küste nicht festgenagelt ist: Die anschwellende Unterklasse, die auf Hilflosigkeit, Sucht und Laster konditioniert ist. Die unausweichliche, allgegenwärtige Tyrannei des Medienrummels, der Propaganda und Desinformation und natürlich die Katastrophe, zu der die Regierung geworden ist.

Ihr müsst das verstehen: nichts von dem, was jetzt wackelt und taumelt, wird wieder auferstehen. Sie werden alle aussterben, so wie das Baluchitherium des Oligozäns. Sie weiterhin künstlich am Leben zu halten – so wie die Federal Reserve eifrig die Finanzmärkte stützt – wird nur die Illusion fördern, dass wir uns nicht weiterbewegen und den Alltag der Menschen nicht anders gestalten müssen. Eine weltweite Kontraktion war bereits im Gange, bevor Covid-19 die Bühne betrat. Die Schrumpfung hat eine sehr laute und klare Botschaft ausgesendet: Der Gigantismus ging so weit, wie er konnte, und jetzt liegt es an den Kleineren und Flinkeren, weiterzumachen. Hütet euch vor den Versprechungen der sklerotischen Behörden, die euch auffordern, weiterhin hörig zu bleiben – und von ihnen abhängig zu sein.

 

Es ist zu erwarten, dass diese Behörden selbst das nächste große Manöver in ihrem eigenen Zuständigkeitsbereich vermasseln werden: die Wahl 2020. Sie wird der Höhepunkt einer Saison politischer Hysterie sein und jenes Kapitel unserer Geschichte abschließen, das uns auf diesem schwelenden großen Bus im Straßengraben zurückgelassen hat. Die Flucht aus diesem Katastrophengebiet wird furchtbar und verzweifelt sein. Ganz gleich, wer am Ende die Kontrolle über die Regierung übernimmt – oder vorgibt, es zu sein – in Wirklichkeit werden die gleichen Kräfte der Kontraktion und Vereinfachung herrschen, und ihr werdet entsprechend handeln müssen.

Viele Menschen werden versuchen, den Orten zu entfliehen, an denen sie jetzt leben, um anderswo eine neue Heimat und Lebensgrundlage zu finden. Diese demographischen Bewegungen sind bereits im Gange. New York City verliert einen Großteil seiner Steuerbasis, da die Reichen fliehen, Chicago ebenfalls und der ganze Bundesstaat Kalifornien. Diese Orte werden von einem funktionalen Bankrott überwältigt werden, auch wenn sie es aus rechtlicher Sicht vermeiden können, ihn zu erklären. Andere Bundesstaaten, Landkreise und Gemeinden – einschließlich vieler vorstädtischer Blasen – werden ebenfalls untergehen, was bedeutet, dass alle üblichen Unterstützungssysteme und Sicherheitsnetze verschwinden werden. Viele Versorgungsketten werden zusammenbrechen. Geld kann entweder knapp oder wertlos werden, was zwei Möglichkeiten sind, pleite zu gehen.

Beginnt jetzt damit, zu planen, wohin ihr gehen könnten und was ihr tun könnt. Der Aufruhr wird voller Gelegenheiten sein, Wege zu finden, wie man anderen Menschen nützlich sein kann, wie man Notlösungen für zerbrochene Systeme und Beziehungen entwickeln kann, wie man Lebensmittel zu den Menschen bringt, wie man Dinge, die man braucht, herstellt, verteilt, kaputte Dinge repariert, wo es möglich ist, und wie man Menschen und Dinge von Punkt A nach Punkt B bringt. Denkt daran, dass es ganz an euch liegt, gute Entscheidungen zu treffen.

Verzweifelt nicht, und wenn ihr euch auf dem Weg dorthin befindet, überwindet euch selbst. Das ist nur ein Teil davon, stärker zu werden, als ihr denkt, und die Zeiten werden es ohnehin von euch verlangen. Die Ämter, die euch Pluspunkte für garantierte Opferbereitschaft vergeben haben, werden ebenfalls schließen. Wird das nicht eine Erleichterung sein? Willkommen zu der freudigen Erleuchtung, dass das Leben für alle schwierig ist. Wer ist bereit für diese lange und abenteuerliche Reise?


 

https://www.theburningplatform.com/2020/07/10/when-will-the-madness-end/#more-220997

 

Wann hört der Irrsinn auf?

 

Von Jeffrey Tucker, 10.07.2020

 

 

 

Ich saß im Green Room eines Fernsehstudios in Manhattan, an jenem Tag, als sich der Sturm anscheinend zusammenbraute. Es war Donnerstag, der 12 März 2020, und ich wartete unruhig auf einen Fernsehauftritt und hoffte, dass der Zugverkehr nicht eingestellt würde bevor ich die Stadt verlassen hatte. Die Züge fuhren weiterhin, aber die Hälfte vom Rest machte dicht.

 

An diesem Tag wusste jeder was kommen würde. Es lag eine Krankheits-Panik in der Luft, die hauptsächlich von den Medien und von politischen Figuren angestachelt wurde. Noch einen Monat vorher war der Gedanke an einen Lockdown unvorstellbar, aber jetzt schien das Unvorstellbare möglich, jederzeit.

 

Mir schräg gegenüber saß ein dünner, klug aussehender bärtiger Mann mit einer Sigmund Freud Brille, er kam gerade aus dem Studio. Er schnaufte tief durch, nachdem er sein Interview gegeben hatte, aber er sah tief besorgt aus.

 

Ich sagte „Angst liegt in der Luft“, um das Schweigen zu brechen.

 

Wir sind vom Irrsinn umgeben. Die Öffentlichkeit entwickelt eine Persönlichkeitsstörung, die ich mein Leben lang behandelt habe.“

 

Was tun Sie?“ fragte ich.

 

Ich arbeite als Psychiater, der sich auf Angststörungen, paranoide Wahnvorstellungen und irrationale Wahnvorstellungen und irrationale Ängste spezialisiert hat. Ich habe das als Spezialist behandelt. Es ist schwer genug, diese Probleme in normalen Zeiten zu behandeln. Was gerade passiert ist, dass sich diese ernste medizinische Verfassung auf die gesamte Bevölkerung ausbreitet. Das kann mit allem geschehen, aber hier erleben wir eine Urangst einer Krankheit, die sich in eine Massenpanik verwandelt. Es scheint fast absichtlich. Es ist tragisch. Wenn das erst einmal anfängt, dann dauert es Jahre, um den psychologischen Schaden zu reparieren.“

 

Ich war etwas verblüfft, zum Teil weil er zu der Zeit so apokalyptische Ausdrücke verwendete und weil er seine Meinung so dezidiert ausdrückte. Seinem kurzen Kommentar lag eine Vermutung zu Grunde, dass an diesem Virus nichts Besonderes war. Wir haben uns mit ihm entwickelt und haben gelernt, ihn ruhig und professionell zu behandeln. Was die gegenwärtige Situation unterschied, so deutete er an,war nicht das Virus, sondern das Freisetzen einer Art von öffentlichem Wahnsinn.

 

Ich war von Anfang an skeptisch gegenüber diesem „Wir werden alle sterben“-Narrativ. Aber nicht einmal ich war mir sicher, ob er Recht hatte, dass das wahre Problem nicht physischer sondern mentaler Natur sei. Damals war sogar ich vorsichtig mit dem Händeschütteln und trug ein Desinfektionsspray mit mir. Später erfuhr ich natürlich, dass jede Menge medizinischer Profis seit Wochen versucht haben, die Menschen zu beruhigen und für einen normalen Umgang in der Gesellschaft zu werben anstatt in Panik zu geraten. Selbst ich habe Wochen gebraucht um zu erkennen, dass er Recht hatte: Die Hauptgefahr, vor der die Gesellschaft stand, war ein psychologisches Leiden.

 

Ich hätte mich sofort einem Buch zuwenden sollen, das mich in meiner Hochschulzeit fasziniert hat: „Extraordinary Popular Delusions and the Madness of Crowds“ von Charles Mackay (1841). (Anm.d.Ü.: auf Deutsch: „Zeichen und Wunder. Aus den Annalen des Wahns“) Ich habe gern gelesen, weil es den menschlichen Irrsinn herausstellte und auch zeigte, dass wir als Zivilisation jene Periode der Geschichte hinter uns gelassen haben.

 

Es gab mir die Möglichkeit darüber zu lachen, wie lächerlich die Menschen in der Vergangenheit waren, die plötzliche Panik über lange Haare und Bärte, Schmuck, Hexen, den Teufel, Prophezeiungen und Hexerei, Krankheiten und Heilmittel, Bodenspekulation, Tulpen, einfach fast alles. In einer erstaunlichen Vielzahl von Fällen schildert er die Rolle von Krankheiten, für gewöhnlich als Beweis einer bösartigen Kraft auf der Welt. Hatte die Angst erst einmal ein bestimmtes Ausmaß erreicht, dann verschwanden Normalität, Rationalität, Moral und Anstand und wurden durch Dummheit und Grausamkeit ersetzt.

 

Er schreibt:

 

Wenn wir die Geschichte der Nationen lesen, stellen wir fest, dass sie wie Individuen ihre Launen und Eigenheiten haben; ihre Jahreszeiten der Aufregung und des Leichtsinns, in denen sie sich nicht darum kümmern, was sie tun. Wir stellen fest, dass ganze Gemeinschaften sich plötzlich auf ein Objekt fixieren und bei dessen Verfolgung verrückt werden; dass Millionen von Menschen gleichzeitig von einer Wahnvorstellung beeindruckt werden und ihr nachlaufen, bis ihre Aufmerksamkeit von einer neuen Torheit erregt wird, die fesselnder ist als die erste. Wir sehen, wie eine Nation plötzlich von ihren höchsten bis zu ihren niedrigsten Gliedern von einem heftigen Verlangen nach militärischem Ruhm ergriffen wird; wie eine andere plötzlich durch religiöse Bedenken verrückt wird; und keine von beiden ihre Sinne wiedererlangt, bis sie Flüsse von Blut vergossen und eine Saat von Schmerzen und Tränen gesät hat, die von ihrer Nachwelt geerntet werden soll... Die Menschen, es ist gut gesagt worden, denken in Herden; man wird sehen, dass sie in Herden verrückt werden, während sie ihre Sinne nur langsam wiedererlangen, und zwar einen nach dem anderen.

 

Nach 2005, als sich das Internet zu einem ernstzunehmenden Speicher für menschliches Wissen entwickelte und über Smartphones und einen nahezu universellen Zugang zugänglich wurde, reizte auch mich der Gedanke, dass wir in ein neues Zeitalter der Aufklärung eintreten würden, in dem der Massenwahn schnell durch aufkommende Weisheit gestoppt werden würde.

Beweise für meine Naivität können Sie in meinem Artikel vom 5. April 2020 sehen: „Mit Wissen kommt Ruhe, Rationalität und möglicherweise auch Offenheit“.

https://www.aier.org/article/with-knowledge-comes-calm-rationality-and-possibly-openness/

 

Mein Gedanke war damals, dass der Beweis für die extrem diskriminierende Wirkung des Virus auf Menschen über 70 Jahre mit Grunderkrankungen zu der plötzlichen Erkenntnis führen würde, dass sich dieses Virus wie ein normales Virus verhält. Wir würden nicht alle sterben. Wir würden Vernunft walten lassen und uns wieder öffnen. Ich erinnere mich daran, dass ich mit einem Gefühl der Zuversicht geschrieben habe, dass die Medien über die neue Studie berichten würden und die Panik ein Ende hätte.

Ich lag absurd falsch, ebenso wie mein vier Monate altes Gefühl, dass all diese Dinge am Montag aufhören würden. Der Psychiater, den ich in New York traf, hatte Recht: Die Droge der Angst war bereits in das öffentliche Bewusstsein eingedrungen. Dort angekommen, dauert es sehr lange, bis man sich erholt. Dies wird durch die Politik, die die Bestie der Angst nur noch mehr gefüttert hat, noch viel schlimmer gemacht. Dies ist die am stärksten politisierte Krankheit in der Geschichte, und dies hat nichts dazu beigetragen, sie in den Griff zu bekommen, und hat alles noch viel schlimmer gemacht.

 

Während dieser Tortur haben wir gelernt, dass wir trotz unserer Technologie, unseres Wissens und unserer Geschichte des Aufbaus von Wohlstand und Frieden nicht klüger sind als unsere Vorfahren und in mancher Hinsicht nicht einmal so klug wie unsere Eltern und Großeltern. Die Erfahrung mit COVID hat einen Massenrückfall in den Aberglauben und die Panik ausgelöst, die sporadisch die menschliche Erfahrung vergangener Epochen geprägt haben.

Irgendwann kamen und kommen die Menschen zur Besinnung, aber es ist, wie Mackay sagte: "Die Menschen werden in Herden verrückt, während sie ihre Sinne nur langsam wiedererlangen, und zwar einen nach dem anderen".


https://kunstler.com/clusterfuck-nation/now-what/

 

Und jetzt?

 

Von James Howard Kunstler, 10.07.2020

 

Woke (/'wouk/), ein politischer Begriff afroamerikanischen Ursprungs, der sich auf ein gefühltes Bewusstsein zu Themen wie sozialer Gerechtigkeit und Rassengerechtigkeit bezieht. Der Begriff stammt von dem afroamerikanisch/englischen Ausdruck „stay woke“ ab („bleib wachsam“) und bezieht sich auf eine fortgesetzte Aufmerksamkeit zu diesen Themen.

Ende der 2010er Jahre wurde woke als ein breiterer Slangausdruck in Verbindung mit linker Politik adoptiert, mit sozial-liberalen Anliegen, Feminismus, LGBT-Aktivismus und kulturellen Themen (woke culture und woke politics). Der weit verbreitete Gebrauch seit 2014 ist das Ergebnis der Black Lives Matter-Bewegung.

 

 

Habt Ihr auch die Schnauze voll von dem Terror der Woke-Inquisition? Denn das ist es natürlich: eine hoch aufgeladene Erpressungs-Aktion, die sämtliche mittelalterlichen Werkzeuge eines maximalen Hirnficks benutzt, um die USA aus seiner eigenen Existenz zu verdrängen. Das bestimmende Prinzip von Black Lives Matter ist nicht Gerechtigkeit sondern Zwang, und es ist nicht nur Zwang, sondern das sadistische Vergnügen, während der Erpressung von Geld und Macht auch noch Schmerz, Verletzung und Erniedrigung zu bereiten.

 

Die Werkzeuge sind gewalttätige Aufstände, Misstrauen und bedingungslose Unehrlichkeit, angewendet wie Daumenschrauben, Pfahlhängen und glühende Eisen auf eine Nation, die durch die Wirrungen eines pandemischen Virus und einer Finanzimplosion torkelt. Jetzt, etliche Wochen nach dem Juni-Wahnsinn mit Plünderungen und Brandschatzungen, ist die wahre Form dieses rassistischen Bauernaufstandes deutlich zu erkennen: sie sind die Sturmtruppen der verzweifelten und dementen Demokratischen Partei. Die rauchenden Ruinen von Minneapolis und Santa Monica sind die Plattform ihrer Parteipolitik. Die autonome Zone von Seattle (CHOP/CHAZ) ist ihre leuchtende Stadt auf dem Hügel. Natürlich sind nicht alle in diesem Land verrückt geworden, und nicht jeder wird bei dem Gedränge mitmachen.

 

Die Kriegshäuptlinge der Nachrichtenmedien bei dieser Woke-Inquisition – New York Times, CNN und MSNBC – machen Überstunden, um die Öffentlichkeit mit einer erneuten Covid-19 Hysterie zu terrorisieren, was den Vorteil hat, dass das Alltagsgeschäft der Amerikaner durch das Auslösen neuer Lockdowns weiter zerstört wird. Die Wirtschaft des Landes war eh schon in genug Schwierigkeiten. Jetzt stellt sich die Frage: Wie wird ein verantwortungsbewusstes politisches Establishment mit dieser Schrumpfung umgehen? Die Antwort der Woke-Inquisition besteht einfach darin, die Plünderungsoperationen auf alles auszudehnen, was nicht niet und nagelfest ist. Die Woke-Inquisition ist wie die parasitäre Wespenlarve, die versucht, sich aus einer dicken Raupe herauszufressen und nichts als eine Schale zurücklässt. Sie greift zuerst das Gehirn und dann die Eingeweide an.

 

Wer ist nicht beeindruckt von der Gedankenlosigkeit dieses bösartigen Pöbels? Im Kern ihrer Beschwerde gibt es keinen Beweis dafür, dass die Polizei landesweit "schwarze Männer jagt". Wenn überhaupt, dann jagen sich Schwarze gegenseitig – und sind sich der Kollateralschäden von Säuglingen und Kindern, die bei ihren Schießereien weggeblasen werden, nicht bewusst. Der Polizei die Mittel entziehen und ihnen die Hände auf den Rücken binden? Nun, die Ergebnisse sind bereits sichtbar: ein enormer Anstieg der Mordraten in Chicago, New York, Houston, Baltimore, Kansas City, Newark, Nashville usw., eine überwältigende Zahl von Verbrechen unter Schwarzen.

 

Das führt natürlich zum Dreh- und Angelpunkt des Wokesterismus: Es ist die Schuld des Weißen. Whitey ist der leibhaftige Rassismus. White Fragility macht eine Erlösung unmöglich. (Anm.d.Ü.: White Fragility: Warum es für Weiße so schwer ist, über Rassismus zu sprechen)

 

Kein Maß an Buße, Entschuldigung oder Abhilfe kann das Problem lösen. Was eine weitere Frage aufwirft: Warum sich überhaupt die Mühe machen, Wiedergutmachung für Sklaverei zu betreiben? Es wird nie genug sein. Was genau der Grund dafür sein könnte, dass das eigentliche Ziel der Woke-Inquisition darin besteht, alle amerikanischen Institutionen zu untergraben und dann die Republik zu zerschlagen.

 

Der zickige "Widerstand", der sich nach Hillarys schockierendem Wahlverlust im Jahr 2016 einschlich, hat den Grundstein dafür gelegt, indem er das FBI, den CIA, den NSC, das DOJ und andere Bundesbehörden zu aufrührerischen Intrigen veranlasste, die den Bundesjustizapparat korrupt und unglaubwürdig aussehen (und handeln) ließen. Alles an der Mueller-Untersuchung war ein Manöver aus Arglist und Niedertracht, wodurch die Motoren der offiziellen Justiz so kaputt waren, dass ihre Missetaten kaum korrigiert, geschweige denn strafrechtlich verfolgt werden können. Bis zum heutigen Tag unterstützen die Streithansel-Kader die fortgesetzte Verfolgung von General Michael Flynn, Monate nachdem das DOJ seine Klage gegen ihn formell fallen gelassen hatte. Meint ihr nicht, dass diese Schandtaten die beträchtliche Zahl von Bürgern, die sich immer noch weigern, sich durch den Terror von Woke in den Wahnsinn treiben zu lassen, in den Schatten stellen?

 

Und wer ist die Galionsfigur, die diese Nötigungstruppe der Demokratischen Partei der Erwachten anführt? Die leere Hülle von Joe Biden, einem stümperhaften Senator, der sich in einen betrügerischen Vizepräsidenten verwandelte und jetzt nur noch das Hologramm eines Kandidaten ist. Die erneute Kampagne der Covid-19-Hysterie in der Woke-Presse könnte nur ein Psy-Op sein, um den armen Joe zurück in seinen Keller zu stopfen und dafür zu sorgen, dass er von der Öffentlichkeit fern bleibt. Sie haben ihn gestern zu einer kurzen Sendung nach Pennsylvania gebracht, ein minderwertiges Fiasko. In einer feierlichen Ansprache sagte Herr Biden: "Heute veröffentliche ich also eine Bauplause („brewplint“) [sic] – ich glaube, die Presse hatte – wie man mit protestantischer Technologie [was du nicht sagst?!] Millionen von gutbezahlten Gewerkschaftsarbeitsplätzen schaffen kann, die wir jetzt und in Zukunft brauchen.“ Hmmm... protestantische Technologie? Was könnte das sein? Klingt nach einem weiteren von Whiteys endlosen Tricks.

 

Nach der Rede drängten einige Medien den Kandidaten neben einer Kampagnen-Limousine in die Ecke. Er lehnte es ab, Fragen zu beantworten und watschelte steif davon, mit glasigen Augen, die Hände seltsam ausgebreitet wie Robbenflossen (ein weiteres Symptom?). Wem wollen sie etwas mit dieser jämmerlichen aufziehbaren Mumie vormachen, dieser nackten Ruine eines krummen alten Politikers? Welches heimtückische Spiel spielen sie jetzt? Was kommt jetzt...?


https://www.theblogmire.com/psychologically-locked-down/

 

Der psychologische Lockdown

 

von Rob Slane, 11.07.2020

 

Wenn man eine Vorstellung der Zukunft haben will, dann stelle man sich eine nutzlose*, erniedrigende Maske vor, die das menschliche Gesicht bedeckt – für immer.“ – George Orwell – leichte Abwandlung für unsere medizinische Tyrannei des 21. Jahrhunderts

* “Die Belege für den Nutzen von Masken durch die allgemeine Öffentlichkeit, vor allem im Freien, sind extrem schwach“ – der britische Gesundheitsminister, Genosse Matt Hancock, 24. April

 

 

Am ersten Tag des Lockdowns schrieb ich Folgendes:

 

"Das war's dann wohl. Das Ende von Großbritannien, wie wir es kannten. ... Ich muss sagen, ich bin erstaunt und traurig, dass dies dem Land, das ich liebe, wegen einer Krankheit passiert ist, die wahrscheinlich nicht mehr Menschen tötet, als während einer sehr starken Grippesaison sterben könnten*. Ich bin erstaunt und traurig über die Tatsache, dass wir einen wirtschaftlichen Zusammenbruch und das unsägliche Elend riskieren, welches das Leben von Millionen von Menschen mit verlorenen Arbeitsplätzen, dezimierten Unternehmen und einem Absturz in die Armut bedrohen könnte. Erstaunt und traurig darüber, dass ein einst freies Volk wie Gefangene eingesperrt wird, was eine enorme Gefahr für seine psychische Gesundheit, sein allgemeines Wohlbefinden und seine zukünftigen Freiheiten darstellt. Erstaunt und traurig, dass so viele frei geborene Menschen all dies zu begrüßen scheinen".

[Covid-19 hat etwa 550.000 in mehr als 6 Monaten weltweit getötet, und die WHO schätzt, dass eine Grippe pro Saison zwischen 290.000 und 650.000 tötet]
https://www.theblogmire.com/notes-from-a-large-prison/

 

Monate später, und nachdem ich alles getan habe, was mir einfiel, um die Menschen zu warnen und sie auf das hinzuweisen, was mit ihnen geschieht und was ihnen angetan wird, sowohl in diesem Blog, auf Twitter und anderswo, durch die Analyse von Daten, durch den Hinweis auf echte Experten, die von den Medien ignoriert werden, und durch sorgfältige Argumentation, hat sich das Erstaunen, das ich einst über diese Dinge hatte, in so etwas wie ein Achselzucken der Resignation verwandelt.

 

Monate nach dem gefährlichsten sozialen Experiment, das je durchgeführt wurde; ohne dass eine politische oder mediale Opposition zu erkennen war; mit einem Tsunami aus Arbeitslosigkeit, der auf uns zukommt; mit dem sozialen und öffentlichen Leben, das aufgrund der anhaltenden Restriktionen eingefroren ist; mit Millionen von Menschen, die immer noch von einem Virus versteinert und in Panik versetzt werden, das sich in der Tat als ungefähr so tödlich erwiesen hat wie eine schwere Grippesaison; mit lokalen "Lockdowns", die jetzt ohne jeglichen rationalen Grund durchgeführt werden; und mit der Verabschiedung von Schedule 21 – vielleicht die unheilvollste Gesetzgebung, die dieses Land seit Jahrhunderten gesehen hat – ohne einen Hauch von Kontroverse.

Coronavirus Act 2020 – Schedule 21“: http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2020/7/schedule/21/enacted

 

Und anscheinend können Millionen Menschen immer noch nicht sehen, was mit ihnen geschieht und was ihrem Leben und ihrem Land angetan wird. Was kann man tun, außer mit den Achseln zu zucken?

Als ich dieses Stück im März schrieb, spürte ich intuitiv, dass etwas geschehen war, von dem wir uns erst in Jahren, Jahrzehnten, vielleicht sogar Generationen erholen würden. Ich staunte über diejenigen, die immer wieder sagten, dass es bald vorbei sein würde – drei Wochen, um die Kurve abzuflachen und all das – nicht wegen irgendeiner Intuition, die ich vielleicht gespürt haben könnte, sondern weil der Bericht, der dazu diente, uns "einzusperren" – Neil Fergusons "schwammiger Mist" "völlig unzuverlässiger Bericht" – kaum deutlicher hätte zeigen können, dass dies nicht der Fall sein würde:
https://www.pressreader.com/uk/the-sunday-telegraph/20200517/281728386707628

 

Bei der Prüfung von Minderungsstrategien gehen wir davon aus, dass die Maßnahmen drei Monate lang in Kraft sind, mit Ausnahme der sozialen Distanzierung der über 70-Jährigen, von der angenommen wird, dass sie einen Monat länger in Kraft bleibt. Es wird davon ausgegangen, dass Unterdrückungsstrategien 5 Monate oder länger in Kraft bleiben.“

 

Und dann gab es das hier:

 

"Eine Mindestpolitik für eine wirksame Unterdrückung ist daher eine bevölkerungsweite soziale Distanzierung in Verbindung mit der häuslichen Isolation der Fälle und der Schließung von Schulen und Universitäten. Um ein Wiederaufflammen der Übertragung zu vermeiden, müssen diese Maßnahmen so lange aufrechterhalten werden, bis große Impfstoffvorräte zur Verfügung stehen, um die Bevölkerung zu immunisieren – was 18 Monate oder länger dauern könnte“ [meine Kursivschrift].
https://www.imperial.ac.uk/media/imperial-college/medicine/sph/ide/gida-fellowships/Imperial-College-COVID19-NPI-modelling-16-03-2020.pdf

 

Seid ehrlich, jene unter euch, die die "Lockdown"-Politik unterstützt und geglaubt haben, dass alles bald vorbei sein würde: Habt ihr den Bericht, der uns dazu veranlasst hat, tatsächlich gelesen, um herauszufinden, was auf uns zukommt? Irgendwie bezweifle ich das.

 

Doch selbst ohne einen Blick auf Fergusons hoffnungslos falschen Bericht zu werfen, (klicken Sie hier, um zu sehen, wie hoffnungslos falsch er war: http://www.theblogmire.com/wp-content/uploads/2020/07/Uppsala-University-Model-10th-July.png ) war es offensichtlich, dass es nicht in drei Wochen vorbei sein würde und dass wir in eine Ära einer, wie ich es nennen würde, medizinischen Tyrannei oder Gesundheits- und Sicherheits-Despotismus eintreten würden, nennt es wie ihr wollt. Und warum? Weil, wenn ein Volk einmal akzeptiert hat, dass diese Aktionen richtig und proportional zur Bedrohung durch ein Virus mit einer ähnlichen Sterblichkeitsrate wie in einer starken Grippesaison sind, wie genau schlagt ihr vor, wieder zur Normalität zurückzukehren? Wenn auf solchen Ebenen Hysterie, Angst und Panik entstehen, dann habt ihr statt Ruhe, Vernunft und Verhältnismäßigkeit nur einen neuen Maßstab für alle zukünftigen Bedrohungen gesetzt, aus denen es nur einen Ausweg gibt – nämlich zuzugeben, dass das Ganze ein monumentaler Fehler war, und zu schwören, ihn nie wieder zu wiederholen.

 

Eine der wenigen Personen in der Öffentlichkeit, die dies wirklich begriffen haben, war der schwedische Epidemiologe Johann Giesecke. Wo andere nicht viel weiter als bis zur Nasenspitze zu blicken schienen, blickte er weit in die Zukunft, nicht nur im Hinblick auf die schwedische Strategie der Herdenimmunität (die, wie ich meine, jetzt weitgehend verwirklicht ist), auch in Bezug auf die wirtschaftlichen und sozialen Folgen. Nein, er sah auch mit erstaunlicher Voraussicht das Rätsel voraus, vor dem wir stehen würden, wobei wir auf der einen Seite die Abriegelung nicht unbegrenzt aufrechterhalten könnten, da sie unsere Gesellschaft zerstören würde:

 

Aber dann, was kommt als Nächstes? Keine demokratische Gesellschaft kann für viele Monate oder Jahre in einem Lockdown verbleiben. Das hält ihre Wirtschaft nicht aus, und die Öffentlichkeit würde es nicht zulassen.“

 

Aber auf der anderen Seite, so Giesecke, könnten wir es nicht vollständig aufheben, denn wenn man so auf ein Virus reagiert, müssten wir gegen jedes weitere Virus mit ähnlicher Letalität auf die selbe Weise vorgehen, oder sogar gegen das selbe Virus, wenn es nicht verschwindet, weil wir einen Präzedenzfall geschaffen haben und weil die öffentliche Angst das verlangen würde:

 

Ihr habt euch in eine Ecke manövriert. Was wollt Ihr in den nächsten 30 Jahren tun? Ich weiß nicht, wie Ihr das handhaben wollt. Aber das ist Euer Problem!“

 

Ganz recht. Was werden wir tun, wenn Covid-19 im Winter zurückkommt? Oder im nächsten Jahr Covid-20 kommt? Ganz zu schweigen von Covids-21, 22, 23 usw.? Oder vielleicht sogar eine wirklich schlimme Grippe? Werden wir unsere Wirtschaft jedes Mal zum Erliegen bringen? Werden wir wieder Millionen von gesunden Menschen unter Quarantäne stellen? Der Präzedenzfall ist geschaffen, die Angst ist geschaffen, die Büchse der Pandora ist geöffnet. Wie können wir sie schließen?

 

Wir haben, indem wir die Politik der Quarantäne von Millionen gesunder Menschen, für die Covid-19 fast keine Gefahr darstellte (Tatsache: die Zahl der unter 60-Jährigen, die ohne Vorerkrankungen in englischen Krankenhäusern an Covid-19 gestorben sind, beträgt 302), die Schließung von Gotteshäusern, Cafés, Pubs, Restaurants usw. akzeptiert und der Regierung erlaubt, die Angst zu schüren, eher wie ein Mensch mit Zwangsstörungen gehandelt. Anstatt zu akzeptieren, dass die Welt ein gefährlicher Ort ist, das Leben riskant ist und wir alle eines Tages sterben werden, haben wir stattdessen zugelassen, dass die scheinbare Bedrohung durch einen Virus uns beherrscht, unsere gesamte Lebensweise prägt, unser Denken und unser Sein verändert, die guten Dinge, die wir hatten, zerstört und uns der Chance beraubt, wie freie Menschen richtig zu leben. Am entsetzlichsten ist meines Erachtens das, was wir den Kindern angetan haben, die wie Aussätzige behandelt werden, denen die Möglichkeit verwehrt wird, eine normale Kindheit in einer normalen Umgebung zu erleben (Tatsache: die Zahl der unter 19-Jährigen, die in englischen Krankenhäusern an Covid-19 gestorben sind, beträgt 16 mit Grunderkrankungen und 4 ohne).

 

Obwohl die schlimmsten Aspekte des landesweiten physischen "Lockdown" aufgehoben worden sein mögen, bleibt das, was ich als Psychologischen Lockdown bezeichnen würde, bestehen. Wir sehen es an dem zunehmenden Druck und dem bald staatlich vorgeschriebenen Tragen von Gesichtsschutz, etwas, das ich zuvor mit einigen der intoleranteren Regime im Nahen Osten in Verbindung gebracht hatte. Das vorgeschriebene Tragen dieser säkularen Burkas ist abscheulich, entmenschlichend und äußerst nervtötend, und der Gedanke, dass meine Kinder diese Dinge tragen und ihr Gesicht bedecken müssen, ist äußerst beunruhigend. Es ist bemerkenswert, dass die Menschen es akzeptieren, von einer Regierung zum Tragen dieser Dinge aufgefordert zu werden, die noch vor drei Monaten alles daran setzte, uns zu sagen, dass sie unnötig seien und dass es keinen Beweis für ihre Wirksamkeit gäbe (und es gibt ihn nicht). Ich finde es auch unglaublich, dass die Leute sie ausgerechnet jetzt, wo die Todesfälle durch das Virus fast ein Ende haben, fröhlich anziehen, und trotzdem kommt es ihnen nicht in den Sinn zu fragen, warum – wenn die Sachen ach so notwendig sind – die Regierung im März davon abgeraten hat, sie zu tragen. Ist dies kognitive Dissonanz auf Doping? Vielleicht, aber andererseits habe ich kürzlich festgestellt, dass viele nicht nur glauben, dass die Regierung der Wissenschaft folgt; sie glauben, dass die Regierung die Wissenschaft ist. Auch wenn das bedeutet, dass man von Tag zu Tag oder von Monat zu Monat völlig widersprüchlichen Botschaften Glauben schenkt:

 

Die Lüge mit den Masken:

 

In vielerlei Hinsicht ist dieser psychologische Lockdown der Höhepunkt einer Reihe von Dingen.

 

Erstens haben wir den Tod außer Sichtweite gebracht, zumindest teilweise, indem wir Krematorien außerhalb der Stadt gebaut haben, wo niemand sie sehen kann, wenn man vorbeifährt, und so sehen wir den Tod kaum noch als eine Sache. Und als den Menschen gezeigt wurde, welches Potenzial der Tod vor ihrer Haustür hat, und als sie von dieser zutiefst unverantwortlichen Regierung mit falschen Zahlen bombardiert wurden (Regierungen sollen regieren, was eine ruhige Führung erfordert und nicht Nacht für Nacht Angstpornos), flippten sie aus. Bis heute flippen die Menschen aus, wenn sie von weiteren 100 Covid-Todesfällen oder so hören, scheinbar ohne zu wissen, dass jeden Tag im Jahr 1.400 bis 1.500 Menschen in diesem Land sterben.

 

Zweitens hat uns eines unserer großen nationalen Idole, Gesundheit und Sicherheit, unfähig gemacht, das Leben zu betrachten und die einfache Frage zu stellen: Ist ein Leben, das damit verbracht wird, alle Risiken zu vermeiden und alles dauerhaft zu sanieren, überhaupt lebenswert? Das klingt für mich äußerst grässlich, die Seele und die Freiheit zerstörend, aber es ist auch für sich genommen kontraproduktiv. Die Praxis, unser Leben zu desinfizieren, bedeutet, dass wir nicht die Immunität aufbauen, die wir aufbauen sollten, und so werden wir ironischerweise anfälliger für Krankheiten, als wenn wir mit unserem Leben weitermachen und unsere Kinder gemeinsam im Schlamm herumwühlen lassen würden. Der Professor der Universität Oxford, Sunetra Gupta, hat genau davor gewarnt in Bezug auf die so genannte "soziale Distanzierung", die natürlich erstaunlich ironisch und doch völlig vorhersehbar wäre. Wir leben in einer Welt von Kompromissen und Konsequenzen, und wir sollten über die möglichen langfristigen Kosten nachdenken, bevor wir – besonders drastische – Maßnahmen ergreifen. Aber leider haben unsere Gesundheits- und Sicherheitskommissare die Menschen davon überzeugt, dass dem nicht so ist und dass wir fast alle Risiken ausschalten können. Nun, nein, das können wir nicht, und offen gesagt, wer will (abgesehen von den Gesundheits- und Sicherheitsommissaren) überhaupt ein so fades Leben führen?

 

Und drittens ist es der Höhepunkt von Jahrzehnten, in denen wir den Staat und seine Wissenschaftler dazu eingeladen haben, unser Leben zu managen. C.S. Lewis hat diesen Weg schon damals gesehen:

 

"Aus eben diesem Grund fürchte ich die Regierung im Namen der Wissenschaft. So kommen Tyranneien ins Spiel. In jedem Zeitalter werden die Menschen, die uns unter ihrer Fuchtel haben wollen, wenn sie vernünftig sind, den besonderen Anspruch erheben, den die Hoffnungen und Ängste dieses Zeitalters am stärksten machen. Sie "kassieren". Einst war es die Magie, dann war es das Christentum. Jetzt wird es sicherlich die Wissenschaft sein. Vielleicht halten die wirklichen Wissenschaftler nicht viel von der "Wissenschaft" der Tyrannen – sie hielten nicht viel von Hitlers Rassentheorien oder Stalins Biologie. Aber man kann ihnen einen Maulkorb anlegen."

 

In unserem Wunsch, so zu tun als wäre der Tod keine große Sache. Die Gesundheit und Sicherheit weit über den Wunsch zu stellen, als freie Menschen zu leben; und den staatlichen Wissenschaftlern anzuvertrauen, unser Leben für uns zu ordnen. So weit ist es gekommen.

 

Eine Nation, die psychologisch gefangen und nicht in der Lage ist, zur Normalität zurückzukehren, weil wir Abnormalität als einen Preis akzeptiert haben, den es sich zu zahlen lohnt, um uns vor einem Virus zu schützen, das für alle außer einigen wenigen harmlos ist, die hätten geschützt werden können, es aber nicht wurden.

 

Eine Nation, die psychologisch gefangen und nicht in der Lage ist, zur Normalität zurückzukehren, weil wir die willkürlichen, unwissenschaftlichen Diktate einer Regierung akzeptiert haben, die Millionen von Menschen in Angst und Schrecken versetzt haben, und nun bereit sind, jede ihrer Zumutungen im Namen der Sicherheit zu akzeptieren.

 

Eine Nation, die psychologisch gefangen ist, die den Tsunami aus Arbeitsplatzverlusten, Unternehmensschließungen, der daraus resultierenden Zunahme der Armut, der daraus resultierenden Abnahme der Lebenserwartung, die uns erwartet, leugnet, und die dennoch völlig unfähig ist zu akzeptieren, dass es nicht der Virus war, der das getan hat, sondern die unverhältnismäßige Reaktion.

 

Wie ich eingangs sagte, nachdem ich monatelang versucht hatte, die Menschen davor zu warnen, wohin das führt, nur um dann mit Beleidigungen verunglimpft zu werden oder auf schiere Apathie zu stoßen, zucke ich jetzt einfach mit den Achseln, in einer Art "Na gut, wie Ihr wollt".

 

Natürlich bete ich weiterhin inbrünstig dafür, dass die Zukunft anders sein möge als das düstere Bild, das ich gemalt habe, und als ein zügelloser Christ nach der Jahrtausendwende bin ich zu 100 % davon überzeugt, dass dies eines Tages tatsächlich so sein wird. Aber ich fürchte, wir haben für die absehbare Zukunft einen Weg gewählt, bei dem wir beschlossen haben, die Schlüssel für unsere Leben und unsere Freiheiten der Regierung im Gegenzug für die Illusion von Sicherheit zu übergeben. Davor gibt es nur einen Ausweg – aber dazu müssten wir etwas tun, von dem ich mir nicht sicher bin, ob wir dazu schon bereit sind.


 

https://libertyblitzkrieg.com/2020/07/09/farewell-for-now/#more-65681

 

Ein Abschiedsgruß... vorläufig

 

von Michael Krieger, 09.07.2020

 

 

Denke, welch' ein winziges Stück des ganzen Weltwesens du bist,

 

wie klein und verschwindend der Punkt in der ganzen Ewigkeit, auf den du gestellt bist,

 

und Dein Schicksal – welch ein Bruchteil des gesamten!

 

--- Mark Aurel, Meditationen

 

 

 

Die letzten zehn Jahre habe ich die meiste Zeit meiner wachen Stunden damit verbracht, zu lernen, wie die Systeme, unter denen wir leben, funktionieren und wie Reichtum und Macht in den USA und auch global operieren und sich konsolidieren. Ich habe eine Menge gelernt und ich habe eine Menge weitergegeben. Könnte ich zurückgehen und es nochmal machen, ich würd's tun.

 

Diese ganze Zeit und Energie fürs Schreiben und mein Engagement zu den großen Themen unserer Zeit habe ich aus zwei Hauptgründen gewidmet. Erstens spürte ich, dass es eine Gelegenheit gäbe, das Schiff herumzureißen und das System zu reformieren, um unnötiges, weit verbreitetes Leid und Aufruhr zu vermeiden. Denn das erschien mir sicher, bedenkt man den zerstörerischen Kurs, den unsere herrschende Klasse stur weiterfahren wollte. Zweitens hat mir mein Jahrzehnt an der Wall Street einige wertvolle Innenansichten über das innere Treiben des Finanz-Feudalismus beschert https://libertyblitzkrieg.com/2020/02/18/financial-feudalism/ und wie der bestimmte Segmente der Bevölkerung systematisch und absichtlich bereichert, während die Massen mittels permanenter Ausgabe von gigantischen Schulden versklavt werden, gepaart mit wiederkehrenden Rettungsschirmen der Zentralbank für die Klasse der Gläubiger und der Finanzspekulanten. Als ich zu Schreiben begann, wurde das im Allgemeinen nicht erkannt, daher wurde es für mich ein persönliches Anliegen, so viele Menschen wie möglich zu informieren.

 

Ein ganzes Jahrzehnt lang schrieb ich unablässig über die Oligarchie, das Imperium, die endlosen Kriege, das Abschleifen der bürgerlichen Freiheiten, die Kriminalität der Wall Street, die ungebändigte Macht der Zentralbank und vieles mehr. Ich stellte mir vor, wenn genug Menschen verstünden wie echte Macht funktioniert, dann könnten wir ihre Schädlichkeit eingrenzen. Manchmal lag ich richtig, manchmal lag ich falsch, aber ich habe immer mein Bestes gegeben. Ich bin stolz auf das, was ich geleistet habe, und die Mission allgemein. Aber die traurige Wahrheit ist, dass es nicht die Wirkung hatte, die ich erhofft hatte. Obwohl ich dabei sicher Menschen geholfen und inspiriert habe, so ist die Situation im Ganzen, in der wir uns heute befinden, sogar noch instabiler und gefährlicher als vor einem Jahrzehnt.

 

Trotz flüchtiger Momente der Erkenntnis, als eine große Anzahl begriff, wie die herrschende Klasse in Wahrheit herrscht, wurden solche Wellen aus inspirierter Energie von den Massenmedien, unehrlichen Experten und anderen zumeist schnell umdefiniert und in eine andere Richtung gelenkt, hin zum üblichen rot/schwarzen, künstlich fabrizierten politischen Geplänkel, das sich generell rund um den „Kulturkrieg“ dreht. Die imperiale Oligarchie will, dass wir uns gegenseitig wegen Rasse, Herkunft, Abtreibung, Gender-Toiletten, den Namen von Sportvereinen und 200 Jahre alten Denkmälern bekriegen, oder anderen ähnlichen Fragen, über die sich die Oligarchie nicht wirklich kümmert.

 

So lange wir uns wegen diesem Zeug bekriegen, anstatt uns auf ihren Reichtum, ihre Macht und ihre Kriminalität zu konzentrieren, so lange gewinnen sie. In den letzten zehn Jahren habe ich diese Dinge unzählige Male erlebt, und die allgemeine Öffentlichkeit fällt immer darauf herein. Wenn die Massenmedien ablenken wollen oder ein lächerliches Narrativ in das Zentrum der Aufmerksamkeit stellen wollen, so ist das eine leichte Übung, wenn es nur den Hysterie-Schalter des Kulturkriegs auslöst, der bei so Vielen quer über das ideologische Spektrum vorhanden ist

 

Jetzt wo ich erlebt habe, wie sich das erste Halbjahr 2020 entwickelt hat, habe ich endlich genug gesehen. Ich bin zu dem Schluss gekommen und habe eingesehen, dass die allgemeine Öffentlichkeit einfach nicht bereit oder unfähig ist, die unbedeutenden Differenzen beiseite zu legen, sich zu vereinen und die herrschende Klasse zu den echten großen Themen der Zeit wirksam herauszufordern. Wenn es in diesem Jahr nicht geschieht, wird es nie geschehen – oder genauer gesagt, die Zeit ist zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich abgelaufen, dass sich die Basisbewegungen zusammenschließen und diese dekadente und destruktive Weltanschauung zu einem grundlegenden Wandel zwingen. Vielmehr scheint es viel wahrscheinlicher zu sein, dass das soziale und wirtschaftliche Gefüge, in dem wir leben, einfach unter der Last seiner eigenen Korruption, Verderbtheit, Gewalt und soziopathischen Gier zusammenbricht, bevor "das Volk" auf nationaler Ebene etwas besonders Produktives tut.

Insofern hat es sich als sinnlos erwiesen, weiterhin Artikel darüber zu schreiben, was geschieht und wie Macht, Imperium und Oligarchie funktionieren. Ich habe das Gefühl, dass ich fast alles gesagt habe, was ich zu diesen Themen sagen wollte, und ich würde mich nur wiederholen, wenn ich weitermachen würde. Ich bin einfach nicht inspiriert, mich weiterhin auf die gleiche Art und Weise zu engagieren und Inhalte zu schaffen, also werde ich es nicht tun.

In den letzten zehn Jahren des öffentlichen Schreibens habe ich viele Veränderungen erlebt, sowohl in meiner Sicht auf die Welt als auch in meinen persönlichen Lebensumständen. Als meine per E-Mail verschickten Notizen Anfang 2010 zum ersten Mal auf Zerohedge erschienen, noch bevor ich überhaupt einen Blog hatte, war ich noch ledig und lebte in New York City. Jetzt bin ich verheiratet, habe drei Kinder und lebe in Colorado. Vor zehn Jahren hatte ich mich in meinem Leben vielleicht um eine Tomatenpflanze gekümmert, doch heutzutage verbringe ich mehrere Stunden pro Tag in unserem Garten und lerne, wie man Nahrungsmittel anbaut. Die Dinge, für die ich mich begeistere und die ich am meisten liebe, sind heute andere als früher, und meine Arbeit muss diesen Wandel widerspiegeln.

In Zukunft möchte ich mit den Lesern auf eine andere Art und Weise interagieren als bisher. Ich möchte mehr Philosophie in meinem Leben und weniger Empörung. Ich möchte, dass meine Worte und meine Botschaft inspirieren und nicht entmutigen. Ich möchte angesichts von Unsicherheit und Verrücktheit Widerstandskraft und Weisheit fördern. Ich möchte mich zunehmend auf die Dinge konzentrieren, die ich liebe und die ich kontrollieren kann, und nicht auf die Dinge, die ich verachte und nicht leicht beeinflussen kann.

 

Liberty Blitzkrieg war ein wichtiger Teil meines Lebens und ein nützliches Medium, aber jetzt ist es Zeit für eine andere Leinwand. Seit einigen Jahren habe ich die Idee, eine neue Website mit einer anderen Art von Mission und Perspektive zu starten, und es fühlt sich endlich wie der richtige Zeitpunkt an, um einzutauchen. Daher werde ich mir die nächsten Monate vom Schreiben freinehmen, während ich einige Projekte im Haus durchführe und darüber nachdenke, wie ich genau vorgehen möchte.

Ich weiß, dass es eine neue Website geben wird und dass mein Schreiben in eine umfassendere Richtung gehen wird. In der Zwischenzeit werde ich weiterhin auf Twitter in der gewohnten Weise aktiv sein (@LibertyBlitz) und alle möglichen Themen kommentieren, und wenn ich aus irgendeinem Grund besonders inspiriert bin, in der Zwischenzeit einen Beitrag zu veröffentlichen, werde ich nicht zögern, aus dem Winterschlaf zurückzukehren. Ich werde weiterhin meinen wöchentlichen "Liberty Links"-Post zusammenstellen und an diejenigen verteilen, die meine Arbeit während des Übergangs unterstützen. Liberty Blitzkrieg und alle seine Beiträge werden online bleiben und als Ressource für diejenigen zur Verfügung stehen, die daran interessiert sind oder in Zukunft neugierig werden könnten.

Ich danke euch, dass Ihr bisher auf dieser Reise mitgekommen seid, und ich freue mich darauf, auf der anderen Seite wieder Kontakt aufzunehmen.

Michael Krieger

 


 

https://off-guardian.org/2020/07/05/the-groupthink-pandemic/

 

Die Pandemie des Gruppendenkens

 

von Kevin Smith, 05.07.2020

 

 

Überall um uns herum gibt es Gruppendenken. Bei der Entscheidungsfindung in einer Regierung, bei den Medien und in der Arbeit. Es tötet langsam die Welt.

 

Vor dem Hintergrund der wichtigsten Ereignisse, der Antwort auf Covid-19 und den zunehmenden Spannungen und Konflikten in der Welt, könnte es sich lohnen, einiges davon etwas ausführlicher zu betrachten.

Ich habe Gruppendenken in der Arbeit für große Organisationen erlebt, vor allem in meinem letzten Job. Wir waren damit beauftragt, komplexe Probleme zu untersuchen und zu lösen. Etwas technisches Fachwissen war hilfreich, aber in der Sache nicht entscheidend.

Kritisches Denken und das Abwägen von Beweisen und unterschiedlichen Standpunkten waren entscheidend.

Die Organisation entschied jedoch, dass dies nicht länger erforderlich war, und änderte das gesamte Betriebsmodell zu einem für alle Arten von Callcentern geeigneten Einheitsmodell. Dieser neue risikoreiche Ansatz wurde uns von den externen Beratern von Price Waterhouse Coopers (PWC) empfohlen, die keine Ahnung von unserem Geschäft hatten.

Diejenigen von uns, die in dieser Rolle erfahren waren, argumentierten, dass das Modell nicht funktionieren würde. Aber die Organisation machte ungeachtet dessen weiter. Es war vom ersten Tag an offensichtlich, dass es finanziell nicht plausibel war, was sie zu leugnen versuchten und später verheimlichten.

Die Exekutive ignorierte anfangs weitgehend unsere Bedenken, gab dann aber begrenzte Lippenbekenntnisse ab, als die Dinge aus dem Ruder liefen. Wie auch immer, am Ende haben sie uns Abfindungen angeboten, während sie frische Hochschulabsolventen einstellten, die uns ersetzen sollten. Soweit ich weiß, ist der Laden immer noch uneinsichtig, und das Ding geht den Bach runter.

Gruppendenken wird wie folgt beschrieben:


„Gruppendenken ist ein Begriff, der erstmals 1972 vom Sozialpsychologen Irving L. Janis verwendet wurde und sich auf ein psychologisches Phänomen bezieht, bei dem Menschen nach einem Konsens innerhalb einer Gruppe streben. In vielen Fällen werden die Menschen ihre eigenen persönlichen Überzeugungen beiseite legen oder die Meinung der übrigen Gruppe übernehmen.“

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Gruppendenken

 

Menschen, die gegen die Entscheidungen oder die überwiegende Meinung der Gruppe als Ganzes sind, schweigen häufig und ziehen es vor, den Frieden zu wahren, anstatt die Uniformität der Menge zu stören".

 

Gruppendenken ist dort üblich, wo Gruppenmitglieder ähnliche Hintergründe haben und besonders dann, wenn diese Gruppe unter Stress gesetzt wird, was zu irrationalen Entscheidungsergebnissen führt.

 

Dies sind die wichtigsten Verhaltensweisen, auf die man achten sollte:

 

1. Illusionen der Unverwundbarkeit führen dazu, dass die Mitglieder der Gruppe zu optimistisch sind und Risiken eingehen.

 

2. Unbestrittene Überzeugungen veranlassen die Mitglieder dazu, mögliche moralische Probleme zu ignorieren und die Folgen von Einzel- und Gruppenaktionen zu ignorieren.

 

3. Rationalisierung hindert die Mitglieder daran, ihre Überzeugungen zu überdenken und veranlasst sie dazu, Warnzeichen zu ignorieren.

 

4. Stereotypisierung führt dazu, dass Mitglieder innerhalb der Gruppe Mitglieder außerhalb der Gruppe, die sich den Ideen der Gruppe widersetzen oder diese in Frage stellen, ignorieren oder sogar dämonisieren

 

5. Selbstzensur veranlasst Menschen, die Zweifel haben könnten, ihre Ängste oder Befürchtungen zu verbergen.

 

6. "Gedankenwächter" agieren als selbsternannte Zensoren, um problematische Informationen vor der Gruppe zu verbergen.

 

7. Illusionen der Einmütigkeit führen dazu, dass die Mitglieder glauben, alle seien sich einig und empfinden dasselbe.

 

8. Direkter Anpassungsdruck wird oft auf Mitglieder ausgeübt, die Fragen stellen, und diejenigen, die die Gruppe in Frage stellen, werden oft als illoyal oder verräterisch angesehen.

 

Es gibt noch zwei weitere Beobachtungen, die ich am Arbeitsplatz gemacht habe und die besonders für Gruppen relevant sind, die größere Veränderungen oder/und eine Krise durchmachen.

 

Erstens neigen sie dazu, vom Status quo in das völlige Gegenteil zu verfallen. In unserer Organisation brauchten wir definitiv einige Veränderungen und Anpassungen, aber wir sind auf ein Modell gestoßen, das völlig ungeeignet und in operativer und finanzieller Hinsicht unhaltbar war.

 

Das andere, was mir auffiel, war, dass unsere Arbeitgeber zu Kontrollfreaks wurden. Sie begannen, auf uns und unsere Kunden herabzureden als wären wir Kinder. Sie führten Büroslogans ein, wie "Jetzt mit Volldampf" oder "Wir stecken da alle gemeinsam drin" und lenkten von den Problemen der katastrophalen Reorganisation ab, um die "Diversität am Arbeitsplatz zu feiern". Kritisches Denken, Kreativität und Ausdruck wurden aus der Arbeitsstätte vertrieben.

 

Die offensichtliche Analogie für all diese Verhaltensweisen ist die Reaktion auf Covid-19, als die Regierungsminister kollektiv in Panik gerieten und extreme Entscheidungen über den Lockdown trafen und nur eine bevorzugte Quelle von "Fachwissen" nutzten.

 

Gleichzeitig schoben sie Andersdenkende und unabhängige Experten beiseite, die eine ruhige, rationale Perspektive und eine gezielte Reaktion auf Covid-19 hätten bieten können.

 

Wenn ich dieses Denken und Verhalten zusammenfasse, erinnere ich mich an diese Beobachtungen von Dr. Malcolm Kendrick und Lord Sumption über die Reaktion auf Covid-19. So sagt Dr. Kendrick:

 

Wir sperrten die Bevölkerung ein, bei der das Risiko, ernsthafte Probleme mit der Krankheit zu bekommen, praktisch gleich null war, und verbreiteten sie dann wild unter der hochgefährdeten Altersgruppe. Hätten man einen Plan verfasst, um aus allem einen völligen Schwachsinn zu machen, hätte man sich diesen Plan ausgedacht".

 

Und Lord Sumption schrieb in der Mail on Sunday:

 

Der Premierminister, der in der Praxis die meisten Entscheidungen trifft, hat wenig politische Schlauheit und keinerlei Regierungsgeschick. Er ist nicht in der Lage, ein komplexes Problem eingehend zu untersuchen. Er denkt, während er spricht – in Schlagwörtern.

 

Diese Menschen haben keine Ahnung, was sie tun, weil sie nicht in der Lage sind, über mehr als eine Sache gleichzeitig nachzudenken oder weiter als bis zum Ende ihrer Nase zu blicken.“

 

 

Die BBC – Eine Fallstudie

 

Eine große Organisation, die eine hohe Meinung von ihrem Nachrichtenservice hat. Aber natürlich ist die Realität das Gegenteil. Es gibt so viele Fallbeispiele für Gruppendenken, aber die BBC ist so gut wie jede andere, vor allem, wenn es darum geht, Schwachsinn zu erzählen.

 

Die Führungskräfte der BBC und einige leitende Korrespondenten werden sich zweifellos bewusst sein, dass sie eine politisierte Agenda der Voreingenommenheit und Fehlinformation im großen Stil führen. Außenstehende, die ihre Berichterstattung recherchiert haben, werden dies auch erkennen. Aber für die große Mehrheit der BBC-Mitarbeiter, die Opfer des Gruppendenkens, wird dies nicht offensichtlich sein.

 

Dies kam in einigen von Andrew Marrs ungläubigen Reaktionen auf Noam Chomskys Beobachtungen über die Medien während ihres Interviews zum Ausdruck:

 

Andrew Marr: Woher wollen Sie wissen, dass ich Selbstzensur betreibe?

 

Noam Chomsky: Ich sage nicht, dass Sie Selbstzensur betreiben. Ich bin mir sicher, dass Sie alles glauben was Sie sagen. Aber was ich sage ist, wenn Sie etwas anderes glauben würden, dann würden Sie nicht da sitzen wo Sie sitzen.

 

Ich glaube, dass dieses Problem in der außenpolitischen Berichterstattung der BBC am stärksten zutage tritt. Echte Sachkenntnis und Unparteilichkeit fehlten in den letzten Jahren in allen Berichten, die ich gesehen habe, völlig.

 

Erstens ist es in diesem Beruf zwar nicht ungewöhnlich, aber die meisten bei der BBC beschäftigten Journalisten haben einen Studienabschluss. Wenn man sich die heutigen "Top"-Journalisten der BBC ansieht, so haben viele von ihnen die Eliteuniversitäten besucht, was eine Kultur von Gleichgesinnten mit ähnlichem Hintergrund schafft. Dies wurde als eine der Ursachen für die Entstehung des Gruppendenkens erkannt.

 

Außerdem lassen sich die jüngeren Journalisten innerhalb der BBC-Hierarchie von den Ansichten und der Art und Weise der hochrangigen und bekannten Journalisten leicht beeindrucken.

 

Es wird manchmal gesagt, dass es innerhalb der BBC und anderer Medien keine spezifischen Regeln gibt, die festlegen, was ein Journalist berichten und schreiben darf und was nicht, und dass sie im Allgemeinen nicht wissentlich irreführend sind. Aber sie werden fast instinktiv lernen, sich selbst zu zensieren und sich innerhalb einer Reihe ungeschriebener, unausgesprochener Regeln und in einer Zwangsjacke zu bewegen.

 

Das andere Problem bei der Berichterstattung über auswärtige Angelegenheiten ist, dass BBC-Journalisten und die meisten anderen selten in die Kriegsgebiete reisen. Über Syrien berichten sie in der Regel aus dem Libanon oder der Türkei und wagen sich nur gelegentlich in ein Regierungsgebiet oder in ein relativ sicheres Gebiet, das von Terroristen oder Kurden besetzt ist. Anders als bei früheren Konflikten, wie zum Beispiel in Bosnien, wo ich mich zumindest an ein winziges Maß an Ausgewogenheit erinnere, sehen Journalisten also selten, was tatsächlich vor sich geht.

 

Unter dem Druck von Deadlines verlassen sie sich auf dubiose Quellen wie die Al-Qaeda Terroristen und Bellingcat sowie auf vorher festgelegte Annahmen, die sich bequem in die Anti-Assad-Erzählung der BBC und des Establishments einfügen.

 

Kürzlich traten einige ernsthafte Zweifel am OPCW-Bericht über den Douma-Zwischenfall auf, eine riesige Geschichte, die weitreichendere Auswirkungen hat.

 

 

Die Untersuchungen von Robert Stuart über einen wahrscheinlich zuvor inszenierten Vorfall, an dem BBC-Journalisten beteiligt waren, wurden unter den Teppich gekehrt. Beide Angelegenheiten wurden ignoriert, weil die BBC keine Möglichkeit oder nicht den Willen hat, Beweise zu widerlegen, die ihrer Voreingenommenheit widersprechen.  (Anm.d.Ü.: Es geht um den inszenierten Napalm-Angriff, siehe diesen Tweet):

https://twitter.com/cerumol/status/1167195138604634112

 

Andererseits ist die BBC allzu gerne bereit, ausführlich Anschuldigungen gegen Russland und Trump aus anonymen Quellen zu behandeln, ohne dabei den Hintergrund oder die Ausgewogenheit im Gesamtklima verwandter Anschuldigungen, die widerlegt wurden oder unbewiesen sind, zu berücksichtigen.

 

Und in den letzten Tagen hat die BBC über Hongkong berichtet, was aussieht, als stamme es aus einem Drehbuch.

 

Es ist bekannt, dass BBC-Journalisten über Fehlverhalten schweigen. Wir haben dies beim Jimmy Savile-Skandal und jahrzehntelangem sexuellem Missbrauch gesehen. Diese Haltung ähnelt der, die ich bei meinem Arbeitgeber erlebt habe, der sehr lautstark und stolz auf seine Anti-Mobbing-Politik und seine Politik der psychischen Gesundheit war. Doch als das Personal anonym befragt wurde, ging die Mobbingquote in die Höhe.

 

Ein weiteres offensichtliches Zeichen des Gruppendenkens innerhalb der BBC, insbesondere während der Covid-19-Krise, ist die Verblödung und die mit Slogans gefüllte Website, die so geschrieben ist, als seien ihre Leser Idioten.

 

Ein weiteres starkes Thema ist die Beschäftigung mit Rasse und Diversität, mit amerikanischen Angelegenheiten und allgemeinem Geschwätz, zum Nachteil dringenderer Themen wie den längerfristigen und weiterreichenden Auswirkungen der aktuellen Probleme der Welt.

 

Covid-19 und unsere Reaktion darauf ist wahrscheinlich das wichtigste Ereignis unseres Lebens, aber es gibt kaum einen Hinweis darauf, ob die Reaktion notwendig und verhältnismäßig ist. Stattdessen wird diese völlig rationale Sichtweise immer nur im Zusammenhang mit BBC-Artikeln über Covid-19-"Verschwörungstheorien" erwähnt.

 

Viele der Beispiele, die ich beschrieben habe, fügen sich nahtlos in das Verhalten des Gruppendenkens und die Erfahrungen ein, die ich in einer großen Organisation gemacht habe.

 

Aber ich denke, das größte Problem des Gruppendenkens gibt es bei leitenden BBC-Journalisten. Letzten Endes ist ihre faule Arroganz auf die neueren Journalisten durchgesickert, und so hat sich das falsche Verhalten im Laufe der Zeit immer mehr normalisiert.

 

 

Die BBC-“Granden“

 

Vor einigen Monaten machte Huw Edwards einige Bemerkungen zu Vorwürfen der Voreingenommenheit gegenüber der BBC, und verteidigte das Unternehmen und die Journalisten. Dies sind einige der spezifischen Bemerkungen, die er machte und die für mich ein völliges Unverständnis für die Sorgen der Menschen zeigten.

 

Die BBC wird nicht, um es höflich auszudrücken, wie einige Zeitungen betrieben, bei denen ein allmächtiger Eigentümer und/oder Redakteur den Ton und die Richtung der Berichterstattung bestimmt [...] BBC News ist eine ziemlich beunruhigende Mischung aus unbequemen, konträren und durchsetzungsfähigen Leuten, die (nach meiner sehr langen Erfahrung) mit Vergnügen entweder die Vorschläge von Managern ignorieren oder ihnen einfach sagen, wo sie sich hinverziehen können. So funktioniert es".

 

Ich erinnere mich auch daran, wie zu jener Zeit Edwards auf Twitter zu diesem Thema argumentierte, und er sagte, es sei lächerlich zu sagen, dass Journalisten innerhalb der BBC die Öffentlichkeit absichtlich in die Irre führten. Sein Twitter-Gegner antwortete, dass dies nicht das sei, was er gesagt habe, und erklärte lediglich, dass die BBC dem Gruppendenken zum Opfer gefallen sei. Edwards kam einfach nicht darüber hinweg, während er weiterhin BBC-Kritiker angriff und falsch darstellte.

 

Diese defensive Haltung und Stereotypisierung von Kritikern ist ein klassisches Gruppendenk-Verhalten, an dem er, Nick Robinson und andere teilgenommen haben.

 

Früher habe ich John Simpson bewundert, und in den 1980er Jahren besuchte er den Iran nach der Revolution. Er schrieb über diesen Besuch ein Buch, das ich sehr genoss. Aber in den letzten Jahren hat er gezeigt, dass er die moderne Geopolitik nicht versteht und sie wie die BBC nur im Hinblick auf die ethnozentrische britische Sicht auf die Welt und unseren Einfluss beurteilen kann.

 

In dieser Pressekonferenz von Präsident Putin stellte er die lächerlichste Frage, die man sich vorstellen kann, was bestätigt, dass er den Faden verloren hat. Seine Frage bezog sich auf das russische Verhalten in der Welt und darauf, ob Putin einen neuen Kalten Krieg schaffen wolle.

 

Putin wischte den Boden mit ihm auf und wies auf die Hunderte von NATO-Stützpunkten und zahlreiche Kriege hin, was Simpsons Verleumdungen an ihren rechtmäßigen Platz setzte.

 

Jeremy Bowen ist ein weiterer, der seinen Weg verloren hat. Ich habe vor kurzem einen Bericht von ihm aus der Position einer christlichen Milizeinheit gesehen, die Terroristen in Syrien bekämpft.

 

Auch hier war die Arroganz der BBC wieder voll zur Geltung gekommen. Sein Bericht zog allgemeine Vergleiche zwischen seinen Begegnungen mit Serben in Bosnien in den 1990er Jahren und diesen syrischen Kämpfern und zeigte deutlich, dass er nicht zuhört und sich nicht für die syrischen Ansichten über westliche Komplizenschaft und die Weißhelme interessiert.

 

Im üblichen Gruppen-Sprech beschrieb er die syrische Regierung als "das Regime" und Al Qaida als "Rebellen". Sein Bericht war einfach nur eine Kopie der BBC-Berichterstattung über den gesamten Konflikt.

 

Diese Arroganz ist typisch für Journalisten, die sich auf ihre Errungenschaften der Vergangenheit verlassen und eine Aura von Bedeutung erzeugen, um ihr Publikum zu beeindrucken. Die Realität ist, dass seine Berichterstattung auf keinerlei Substanz und auf überholten und faulen Annahmen beruht.

 

 

Der Irrsinn von John Sweeney

 

Die Arroganz des ehemaligen BBC-Mitarbeiters John Sweeney ist unvorstellbar. In diesen Tagen verbringt er seine Zeit auf Twitter und attackiert Lockdown-Skeptiker wie Peter Hitchens, den er beschuldigt, seine Leser der Kolumne Mail on Sunday mit seinen Ansichten zum Covid-19-Lockdown "zu töten“.

 

Sweeney hat nicht mehr alle Tassen im Schrank, aber die Realität ist, dass es wahrscheinlich schon immer so war, wie dieser Clip während seiner BBC-Zeit zeigt.

 

Dieses Verhalten, so extrem es auch ist, lässt sicher vermuten, dass irgendwann in seiner Karriere das Gruppendenken einen großen Einfluss hatte.

 

Eine Illusion der Vernunft

 

BBC Dateline ist eine TV-Podiumsdiskussion zu aktuellen Themen, die ich mir gelegentlich angesehen habe. Die Diskutanten, die regelmäßig wechselten, waren anscheinend mit ausländischen Schriftstellern und Journalisten gut besetzt, darunter Experten für Russland oder arabische Angelegenheiten.

An diesem Tisch sitzend vermittelten sie den Eindruck von Menschen, die wüssten, worüber sie sprechen.

 

Wenn man jedoch aufmerksam zuhörte, was sie sagten, gab es sehr wenig Substanz. Ihre Argumente, die alle auf der einfachen Prämisse beruhten, dass Russland/Syrien schlecht und der Westen gut sei, wurden mit gelegentlicher Kritik an der westlichen Politik gemildert, um die Illusion eines Gleichgewichts zu vermitteln.

 

Gelegentlich gab es einen eher pro-russischen Experten, aber mit dem vorherrschenden Konsens der übrigen Diskussionsteilnehmer wurde seine oder ihre Meinung lächerlich gemacht. Es kam zu dem Punkt, an dem jedes abweichende Mitglied des Gremiums begann, sich selbst zu zensieren, um glaubwürdiger zu klingen und vielleicht im Gremium zu bleiben. Das ist heute das Dilemma für jeden progressiv gesinnten BBC-Gast.

 

Peter Hitchens, der sich beschwert, dass die BBC ihn nie einlädt, trat kürzlich in Good Morning Britain (Anm.d.Ü.: eine Sendung von iTV) auf. Wie bei vielen GMB-Debatten üblich, ging die Diskussion über Covid-19 zu scharfen Widersprüchen und Beschimpfungen über und war einfach nicht das Forum für Hitchens, um seine gut durchdachten Punkte zum Gesamtbild zu vermitteln.

 

Aber ich glaube nicht, dass er in der BBC besser abgeschnitten hätte. Die BBC erweckt die Illusion einer zivilisierten, intelligenten Diskussion, aber die Realität ist, dass es keine Substanz, Tiefe oder Ausgewogenheit gibt. Die entscheidenden Diskussionspunkte über Covid-19 oder Konflikte in der Welt finden kein Gehör. Die Prämisse und die Regeln sind bereits in Stein gemeißelt, bevor die Gäste eintreffen.

 

 

Abschließende Gedanken

 

Es gibt viele Gründe, warum sich die Welt in ihrem gegenwärtigen Wahnsinn befindet und am Rande eines ernsten Konflikts steht.

 

Das Gruppendenken in der Regierung, in den Medien und in der Öffentlichkeit ist wahrscheinlich ein Schlüsselfaktor, da es die Denkkultur neben und unter jenen Psychopathen und Kriegsverbrechern repräsentiert, die die Fäden ziehen.

 

Es ist fast unmöglich, diesen Kreislauf zu durchbrechen, indem man nur an ihm kratzt. Aber es ist möglich, dass ein großes Ereignis im Zusammenhang mit Covid-19 oder ein großer Krieg der Katalysator ist, der uns aus unserer verzerrten Sicht der Realität aufschrecken könnte.

 

In der Zwischenzeit stellen unabhängige Kommentatoren und Ex-MSM wie Peter Hitchens, Anna Brees und Tareq Haddad ihre Karrieren und Eigeninteressen in den Hintergrund. Wir können andere, die bei der BBC und anderen Medien beschäftigt sind, nur ermutigen, so tapfer zu sein und das Gleiche zu tun.

 

Sicherlich werden die Folgen weitaus verheerender sein, wenn sie nichts tun und sich nicht zu Wort melden.

 

In der plötzlich neu begründeten Bereitschaft, auf der Straße zu demonstrieren, könnten die Teilnehmer vielleicht besser darüber nachdenken, wer und was der wahre Feind ist.

 

Parteipolitik, Brexit und Black Lives Matter spielen wirklich keine Rolle.

 

Gruppendenken, eskalierender Weltkonflikt, All Lives Matter, einschließlich Syrer, Libyer, Palästinenser und Schwarze (einschließlich derjenigen außerhalb der USA, Großbritanniens und Europas), zusammen mit dem Post-Covid-19-Marsch in eine ungewisse „Neue Normalität“ – das sind jene Themen, die jetzt zählen.

 


 

https://www.strategic-culture.org/news/2020/07/04/why-russians-dont-want-to-be-europeans/

 

 

 

Warum die Russen keine Europäer sein wollen

 

 

 

von Patrick Armstrong, 04.07.2020

 

 

Die Pravda hat uns über die UdSSR belogen, aber über den Westen die Wahrheit gesagt.“ – Zeitgenössischer russischer Witz

 

In einem vorherigen Aufsatz habe ich behauptet, dass Russland kein europäisches Land sei. https://www.strategic-culture.org/news/2020/06/13/russia-and-europe-two-different-histories/

 

Dass es etwas eigenständiges sei – ein Zivilisationsstaat. Ich benutzte ein Toynbee-Argument, dass man die Geschichte Europas bis zur Zeit Peter des Großen schreiben könne, ohne einmal das Wort „Russland“ zu benutzen. Ich erwartete, dass das Angst auslösen könnte, bedenkt man die Assoziationen, die das Wort „europäisch“ im Verlauf seiner 500-jährigen Weltherrschaft angesammelt hat. Eine Beförderung in den europäischen Rang war attraktiv, man schaue sich Mohandas Gandhis Fotografie mit steifem Kragen und Krawatte an:

 

Vor allem im späten 19. Jahrhundert verspürten Russen diese Anziehungskraft, als so viele wohlhabende und kultivierte Russen an den modischen Wasserlöchern Europas zu finden waren, dass man eigens Kirchen für sie errichtete.

Russische Kirche in Baden-Baden

 

 

 

Das Glanzlicht eines vornehmen Diners war der Service á la Russe. Einer von Freuds berühmtesten Patienten war ein Russe (Sergei Pankejeff). Vor allem in Frankreich waren Russen willkommen, als Verbündete gegen Deutschland.

 

 

 

Der bolschewistische Umsturz hat diesen Trend ziemlich versaut – auch wenn Sowjet-Russland zu einer Art neuem Ideal für Weltkommunisten wurde. Aber mit dem Ende der UdSSR tauchte diese Idee wieder auf. Der Höhepunkt dieser Vorstellung, dass Russland Europa „beigetreten“ oder gar „wieder beigetreten“ sei, waren die Gorbatschow-Jahre mit dem „vom Atlantik zum Ural“, oder sogar von Vancouver bis Wladiwostok. „Eine neue Ära der Demokratie, des Friedens und der Einheit“, „eine Zeit zur Erfüllung der Hoffnungen und Erwartungen, die unsere Völker seit Jahrzehnten hegten.“

 

(Charta von Paris: https://www.osce.org/files/f/documents/0/6/39516.pdf )

 

 

 

Attraktiv und anziehend; viele haben das begrüßt. Aber nicht alle: Für sie war Russland „Der Feind“, mit oder ohne Kommunisten. Was immer Russland auch tat – die Auflösung des Warschauer Paktes, der Zerfall der UdSSR, die Übernahme der Schulden der UdSSR, der Abzug der Panzer und Waffen aus Europa, die Unterzeichnung einer jeden vom Westen gewünschten Deklaration, das Auffüllen seiner Regierung mit westlichen Beratern – es war nur ein Warten auf den richtigen Zeitpunkt und das Sinnen auf Rache.

 

 

 

Die NATO hat sich als friedlich bewiesen und das Bekenntnis des Westens zum Abbau konventioneller Streitkräfte bekräftigt diese Versicherung. Aber wenn Russland sich erholt und aufrüstet, wie die Geschichte es lehrt, dann könnte Moskaus imperialistischer Drang wieder erwachen. Dann wird es zu spät und zu „provokativ“ sein, die Verteidigungslinien neu zu ziehen.“ (William Safire, International Herald Tribune, 3.Okt 1995)

 

 

 

Die Russen können nur sich selbst die Schuld geben für die brutale Diktatur, die sie in ihrem eigenen Land aufgebaut und ihren Nachbarn auferlegt haben.“ (Chrystia Freeland, Financial Times, 29.Mai 1996)

 

 

 

... Caspar Weinberger äußerte eine kraftvolle Warnung, dass amerikanische Politentscheider in ihrer Versessenheit auf eine NATO-Erweiterung die Tatsache versäumen könnten, dass Russland eine wahrhaft unheilvolle eigene Initiative hat – 'die Dominanz über die Energiereserven rund ums Kaspische Meer.' ...'Wenn Moskau damit Erfolg hat, dann könnte sich dieser Sieg als weitaus bedeutender herausstellen als die Erweiterung der NATO durch den Westen'.“ (Center for Security Policy, Washington, 12.Mai 1997)

 

 

 

Wie allgemein bekannt ist, hat Russland große Schwierigkeiten damit, sich der Tatsache anzupassen, dass sein Imperium, über Jahrhunderte durch Eroberungen aufgebaut, 1991 verschwunden ist und die reichen Grenzregionen und nahezu die Hälfte seiner Bevölkerung verloren hat.“ (Richard Pipes: „Russia's Designs on Georgia“, http:/www.intellectualcapital.com , 14.Mai 1998)

 

 

 

Es gibt innerhalb Russlands herrschender Elite eine expansionistische Mentalität, die tief in der Vergangenheit des Landes ruht, was es für sie schwierig macht, eine Partnerschaft mit dem Westen in Betracht zu ziehen. Dieser nahezu ständige Drang nach territorialer Expansion wurde zugleich zu einer Geißel für das russische Volk, das weiterhin in abstoßender Armut lebt, in einem Land voller Ressourcen.“ (Jan Nowak: „What NATO can do for Russia“, Washington Times, 19.April 2000)

 

 

 

Man beachte, dass die obigen Zitate aus der Jelzin-Zeit stammen. Als er ging, wurde die gesamte Periode neu vermarktet, neu verpackt und mit einer neuen Wahrheit in ein potentiell Goldenes Zeitalter verwandelt:

 

 

 

Die USA werden Boris Jelzin als jemanden in Erinnerung behalten, der es trotz seiner Einschränkungen gut gemeint hat und sich dafür einsetzte, sein Land in die Familie der Nationen, in die Freiheit und Menschlichkeit zurückzuholen, die in der gequälten Geschichte Russlands so oft gefehlt haben.“

 

https://www.heritage.org/europe/report/boris-yeltsins-historic-role

Diese Menschen haben den Meinungskampf gewonnen: Statt Respekt, Einigkeit, Hoffnungen und Erwartungen verzeichnete die Realität die NATO-Erweiterung, den NATO/USA-Krieg im Kosovo, die NATO/USA-Interventionen überall, die Farbrevolutionen der NATO/USA, die Einmischung der NATO/USA in Russlands Nachbarn, die NATO/USA-Kriege im Nahen Osten – die nicht enden wollenden "ernsthaften Sicherheitsherausforderungen" durch Russland, Russland, Russland.

 

https://www.cips-cepi.ca/2016/02/08/the-forgotten-vision-of-co-operative-security-from-vancouver-to-vladivostok/

Die Russen müssen sich heute fragen, ob all die Begrüßungsworte und glücklichen Gedanken nur ein Betrug waren, um die Panzer aus Osteuropa herauszubekommen. Für die älteren Russen war die NATO-Erweiterung ein immer engeres Militärbündnis, für die jungen Russen ein Zuschlagen einer Tür ins Gesicht. Für George Kennan war sie ein tragischer Fehler". Es hat wenig Sinn, die drei Jahrzehnte seit der Charta von Paris durchzugehen: Nichts davon ist geschehen. Ich bin nicht hier, um zu versuchen, Schuld zuzuweisen – obwohl die Bedeutung der NATO-Erweiterung nicht mit Floskeln wie "So wie die Ursprünge der NATO-Erweiterung gutartig waren, so waren auch ihre Auswirkungen auf die russische Sicherheit" beschönigt werden kann – aber viele Russen stimmen dem oben zitierten bittersüßen Witz zu: Die Prawda hat gelogen, als sie sagte, die UdSSR sei wunderbar, aber sie hat die Wahrheit gesagt, als sie sagte, der Westen sei schlecht.

Jahrelange Anschuldigungen, dass Putin Reporter tötet, Flugzeuge abschießt, Menschen vergiftet, Geld stiehlt, seine Nachbarn überfällt, zu viele Uhren hat, seinen Hund auf Merkel hetzt, einen provozierenden Gang hat und so weiter und so fort: keine Anschuldigung zu dumm, um Aufmerksamkeit zu erregen. Schlussfolgerungen werden vor Beweisen präsentiert, Beweise sind zu geheim, um gezeigt zu werden, Prozesse unter Ausschluss der Öffentlichkeit, vorgefasste Urteile.

 

 

 

2012 "Der Diktator"

 

https://www.cips-cepi.ca/2016/02/08/the-forgotten-vision-of-co-operative-security-from-vancouver-to-vladivostok/

 

 

 

2016 "Wladimir Putin wird immer Amerikas Feind sein"

 

https://nypost.com/2016/12/11/vladimir-putin-will-always-be-americas-enemy/

 

 

 

2017 "Innerhalb von Putins Kampagne zur Zerstörung der US-Demokratie

 

https://www.newsweek.com/2017/05/26/inside-putin-campaign-destroy-us-democracy-610401.html

 

 

 

2020 "Putin, ein krimineller und inkompetenter Präsident, ist ein Feind seines eigenen Volkes".

 

https://www.theguardian.com/commentisfree/2020/jan/18/putin-criminal-incompetent-president-enemy-of-his-own-people-russia

 

 

 

Die Menschen, die Russland als den einstigen und künftigen Feind bezeichneten, standen in der Jelzin-Periode am Rande, jetzt geben sie den Ton an. Man kann sogar Pulitzer-Preise erhalten, wenn man antirussische Geschichten erfindet.

Ein Vorwurf verblasst, ein anderer taucht auf. Rachel Maddow entschuldigt sich weder bei ihren Zuhörern für all die Zeit, die sie verschwendet hat, noch gibt Hillary Clinton zu, dass sie die Wahl fair und ehrlich verloren hat. Auch bei Putin wird sie sich nicht entschuldigen. Schweigen über den letzten Putin war's!-Betrug, während wir den neuen erfinden: Die Unruhen in den USA stammen aus dem "russischen Drehbuch". Und wenn den Russen nicht feindselig begegnet wird, ist das die absurdeste Herablassung: Mercouris illustriert perfekt, wie Macron versucht, Putin wie ein koloniales Subjekt zu behandeln, das gekommen ist, um Manieren zu lernen.

 

https://theduran.com/how-vladimir-putin-squashed-macron/?fbclid=IwAR1E7Vh9-y-5FrgMuGS0kVq6K6-2HmRdb82h6Ih7uPOQMZK-afttgsz0gKc

 

 

 

Nun, die Russen haben es kapiert: Sie waren nicht willkommen, sie sind nicht willkommen und werden es auch nie sein. Sie sind für immer Fremde. Eine Umfrage aus dem Jahr 2014 zeigt es:

Die Haltung der Russen gegenüber den Vereinigten Staaten und Präsident Barack Obama ist äußerst ungünstig und hat sich in den letzten Jahren stark verschlechtert. Während sich auch die Meinungen gegenüber der Europäischen Union verschlechtert haben, stehen die Russen China zunehmend positiv gegenüber. Die Russen sehen China als Verbündeten und die Vereinigten Staaten und die Europäische Union als Gegner.

Es ist unwahrscheinlich, um es milde auszudrücken, dass weitere 6 Jahre hysterischer Russophobie die russische Öffentlichkeit davon überzeugt haben, dass der Westen gastfreundlicher geworden ist.

Gleichzeitig sind die Russen – das sollte man verstehen, über die Geschehnisse im Westen gut informiert: Viele von ihnen reisen, viele von ihnen haben Internet und können lesen und sehen, was es da draußen gibt – dass der Westen nicht so attraktiv ist, wie sie dachten. Die Westler sind besessen von LBGT-Themen, aber es geht viel tiefer als das. Russland ist nach heutigen westlichen Maßstäben in sozialen Fragen ziemlich konservativ. Das heißt, es ist ähnlich wie der Westen in den 1950er Jahren. Sie sind nicht beeindruckt von dem, was sie sehen. Im Jahr 2004 hielten nur 29% den Westen für ein "gutes Modell", und vier Jahre später waren es vier Punkte weniger. Zehn weitere Jahre mit Unruhen, Arbeitslosigkeit, Polizeigewalt, Kriegen und Opioiden werden keine zusätzlichen Punkte gebracht haben.

Was die Russen betrifft, so hat der Westen also den größten Teil der Attraktivität verloren, die er zu Zeiten der UdSSR ihrer Meinung nach besaß. Ablehnung, Schuldzuweisungen, Anschuldigungen, Herablassung, Beleidigung, Propaganda – ein schnell verblassendes Modell.

Gordon Hahn, ein scharfsinniger Beobachter, sah dies vor einem Jahr. Seit drei Jahrhunderten befindet sich Russland "auf dem Weg in den Westen". Was, so argumentiert Hahn, durch die Verstrickung Russlands in die sich ständig wandelnden Bündnismuster und Kriege Europas nicht viel zum Vorteil Russlands war: "eine gewichtige Kehrseite". Er kommt zu diesem Schluss, nach der westlichen Ablehnung aller Annäherungsversuche Moskaus und nach der Beobachtung der tatsächlichen Praxis des Westens in Bezug auf seine erhabenen "Werte".

Putins Russland lehnt nun den postmodernen Westen und seine neo-imperialen zivilisatorischen, ja "zivilisationistischen" Ambitionen in der Nachbarschaft Russlands und darüber hinaus ab. Anstatt zu versuchen, Teil des Westens zu sein oder das geopolitische Beispiel des Westens zu besiegen, versucht es, zusammen mit China und in gewisser Hinsicht auch mit Indien und einigen weiteren regionalen Mächten eine alternative globale Zivilisation zu der des postmodernen Westens aufzubauen, mit der Russland, China und andere lediglich eine Koexistenz anstreben werden.

Vielleicht, so schließt er, wird sich Russland eines Tages wieder dem Westen zuwenden, aber das wird nicht so bald sein. Wladislaw Surkow, ein Mann, der für einige Zeit in der Macht in Russland verankert war, denkt genauso: Russland versuchte es im Osten, versuchte es im Westen, nirgendwo war es willkommen.

Russland ist ein west-östliches Mischlingsland. (Россия это западно-восточная страна-полукровка.)

Wir haben gerade erlebt, dass Putin selbst Russland als "eigenständige Zivilisation" bezeichnet hat.

Ich stimme zu, es ist vorbei. Die Romanze ist ausgebrannt, zertrampelt und bespuckt worden. Wir kehren zu Simonyans Essay zurück. Sie hat ein Jahr in den USA verbracht, also ist ihr die Realität kaum unbekannt. Der Titel sagt es schon: "Warum wir den Westen nicht mehr respektieren" - man sollte ihn lesen. Ich denke, sie spricht für viele Russen (und viele, viele andere in der Welt auch).

„Mit all eurer Ungerechtigkeit und Grausamkeit, inquisitorischen Heuchelei und den Lügen habt Ihr uns gezwungen, euch nicht mehr zu respektieren. Euch und eure so genannten 'Werte'.“

 

 

 

 

 

 

 

*

 

 

 

 

 

 

 

Anm.d.Ü.:

 

 

 

Ich habe diesen Artikel von Simonyan damals übersetzt, hier ist er nochmal:

 

 

 

 

 

https://thesaker.is/why-we-dont-respect-the-west-anymore-must-read/

 

 

 

Warum wir den Westen nicht mehr respektieren (UNBEDINGT LESEN!)

 

 

 

von Margarita Simonyan, 19.03.2018 (aus dem Russischen von Scott)

 

 

 

Original: https://ria.ru/analytics/20180319/1516767644.html

 

 

 

 

 

Im Grunde sollte der Westen nicht darüber entsetzt sein, dass 76% der Russen für Putin gestimmt haben, sondern dass 95% der russischen Bevölkerung konservativ-patriotische, kommunistische und nationalistische Ideen unterstützen. Das bedeutet, dass liberale Ideen gerade noch so bei 5% der Bevölkerung überleben.

 

 

 

Und das ist eure Schuld, meine Freunde im Westen. Ihr ward es, die den „Russland gibt niemals auf“-Modus aktiviert habt.

 

 

 

Ich habe euch schon seit langer Zeit dazu geraten, normale Berater für Russland zu finden. Schmeißt diese ganzen Parasiten raus. Mit ihren kurzsichtigen Sanktionen, der herzlosen Erniedrigung unserer Athleten (selbst der Athleten mit Behinderungen), mit ihren „Skripals“ und der prahlerischen Missachtung der grundlegendsten liberalen Werte, wie etwa der Unschuldsvermutung, zusammen mit der erzwungenen Umsetzung ultraliberaler Ideen in ihren eigenen Ländern, ihrer epileptischen Massenhysterie, was bei einer gesunden Person einen Seufzer der Erleichterung auslöst, dass sie in Russland und nicht in Hollywood lebt, mit ihrem Chaos nach den Wahlen in den USA, in Deutschland und in der Brexit-Zone; mit ihren Attacken auf RT, dem sie nicht verzeihen können, dass man die Meinungsfreiheit ausnutzt und der Welt zeigt, wie man sie benutzt und wo sich jetzt herausstellt, dass die Meinungsfreiheit nie dazu gedacht war, dass man sie zu einem guten Zweck einsetzt, sondern nur als Objekt der Schönheit gedacht war, wie ein Wischmopp aus Kristall, der von weitem schön glitzert, aber nicht dazu geeignet ist, die Ställe auszumisten. Mit all eurer Ungerechtigkeit und Grausamkeit, der inquisitorischen Scheinheiligkeit und den Lügen, habt Ihr uns gezwungen, euch nicht mehr zu respektieren. Euch und eure sogenannten „Werte“.

 

 

 

Wir wollen nicht so leben wie ihr lebt – nicht mehr. Fünfzig Jahre lang wollten wir, insgeheim und dann offen, so leben wie Ihr. Wir wollten leben wie Ihr, aber das ist vorbei.

 

 

 

Wir haben für euch keinen Respekt mehr, und auch nicht für jene unter uns, die euch unterstützen. So kamen die 5% zustande.

 

 

 

Und dafür seid Ihr verantwortlich. Und die westlichen Politiker und Analysten, die Journalisten und Kundschafter.

 

 

 

Unsere Menschen können viel verzeihen. Aber Arroganz verzeihen wir nicht, und keine normale Nation würde das tun.

 

 

 

Euer einziges verbliebenes Imperium wäre klug beraten, die Geschichte seiner Alliierten – ehemaliger Imperien – zu studieren.. Um zu erfahren, wie sie ihre Imperien verloren haben. Ausschließlich wegen ihrer Arroganz.

 

 

 

White man's burden, dass ich nicht lache! (Anm.d.Ü.: steht so im Original. Siehe Kipling „Die Bürde des Weißen Mannes“)

 

 

 

Das einzige verbliebene Imperium, das ihr noch habt, es ignoriert die Geschichte, es unterrichtet nicht darüber und will nichts daraus lernen. Was bedeutet, dass es so enden wird, wie es in solchen Fällen immer endet.

 

 

 

Währenddessen habt ihr uns dazu gedrängt, uns um euren Feind herum zu versammeln. Sofort nachdem ihr ihn zum Feind erklärt habt, haben wir uns um ihn herum vereint.

 

 

 

Zuvor war er nur unser Präsident, der wiedergewählt werden könnte. Jetzt ist er zu unserem Führer geworden. Wir werden nicht zulassen dass ihr das ändert. Und ihr ward es, die diese Situation erzeugt habt.

 

 

 

Ihr ward es, die einen Widerspruch zwischen Patriotismus und Liberalismus erzwungen habt. Obwohl das keine sich gegenseitig ausschließenden Gedanken sein sollten. Dieses falsche Dilemma, das ihr erzeugt habt, ließ uns den Patriotismus wählen.

 

 

 

Obwohl viele von uns, ich eingeschlossen, in Wahrheit Liberale sind.

 

 

Reißt euch zusammen. Ihr habt nicht mehr viel Zeit.


 

http://charleshughsmith.blogspot.com/2020/07/how-we-got-here-global-economys-75-year.html

 

Wie wir so weit gekommen sind: Das 75-jährige Stolpern

der Weltwirtschaft bis an den Abgrund

 

von Charles Hugh Smith, 03.07.2020

 

 

Es wird nicht nur keine Erholung geben, sondern es kann keine Erholung geben, da diese morschen Extreme für immer verloren gegangen sind.

 

Wie ist die Weltwirtschaft an diesen prekären finanziellen Abgrund geraten? Um eine stichhaltige Antwort zu formulieren, wollen wir eine Tour de Force durch die Geschichte der Weltwirtschaft 1946-2020 machen.

 

Bevor wir den Rundgang beginnen, möchte ich kurz auf meine ersten "Betrachtungen des Jahres" zurückkommen, die am 4. Januar 2020 veröffentlicht wurden, bevor Covid-19 am 23. Januar 2020 offiziell verkündet wurde. (Die "Musings Reports" werden wöchentlich an Patrons und Abonnenten ab 5 Dollar/Monat oder höher verschickt).

 

Die Instabilität nimmt zu: Warum 2020 anders sein wird:

 

"Wirtschaftlich gesehen waren die 11 Jahre seit der globalen Finanzkrise 2008-09 eine relativ kohärente Ära mit bescheidenem Wachstum, zunehmender Wohlstands-/Einkommensungleichheit und koordinierten Anreizen der Zentralbanken, jedes Mal wenn eine Krise die Binnen- oder Weltwirtschaft zu stören drohte.

 

Diese Ära wird im Jahr 2020 zu Ende gehen und eine neue Ära der Destabilisierung und Unsicherheit einleiten".

 

Die langfristigen Trends bilden eine Reihe von Dominosteinen, die die Pandemie zum Sturz gebracht hat. Aber auch jeder andere Luftzug, der den ersten Dominostein zum Fallen gebracht hätte, hätte alle Dominosteine der Fragilität, Instabilität und unhaltbaren Extreme, die die Weltwirtschaft kennzeichnen, zum Fallen gebracht.

 

Die Tour de Force durch die Geschichte der Weltwirtschaft muss diese wesentlichen Dynamiken einschließen: Energie, Währungen, Globalisierung, Verschuldung und Finanzialisierung, was sich im Großen und Ganzen auf alles bezieht, was die Finanzierung (Kreditaufnahme, Hebelung durch Fremdkapital, Spekulation) profitabler macht als die tatsächliche Erzeugung von Gütern und Dienstleistungen.

 

Die "Wirtschaftswunderjahre" (Les Trente Glorieuses) von 1946 bis 1975 waren Jahrzehnte steigenden Wohlstands in der entwickelten Welt (Europa, Japan, Nordamerika) und einer raschen Entwicklung in der ersten Reihe der Entwicklungsländer Südostasiens und anderswo. (Entkolonisierte Nationen und China hatten mit politischen, sozialen und wirtschaftlichen Unruhen zu kämpfen).

 

Die Kosten für Treibstoffe, Wohnraum, Nahrungsmittel, Gesundheitsversorgung, Bildung usw. waren niedrig, da die wiederaufgebauten industriellen Basen preiswertere Güter produzierten und Öl/Erdgas billig waren. Der globale Währungsmarkt war stabil, da der US-Dollar vorherrschend war und Japan und Westeuropa aufgrund des starken Dollars in der Lage war, ihre Waren zu günstigen Preisen nach Amerika zu verkaufen. Diese Politik war ausdrücklich darauf ausgerichtet, die Volkswirtschaften der Verbündeten zu stärken, die sich der Bedrohung durch die globalen Ambitionen der Sowjetunion ausgesetzt sahen.

 

Die "Wirtschaftswunderjahre" waren auch Jahrzehnte steigender Löhne und erschwinglicher, bescheiden wachsender Kredite und niedriger Inflation, da die Geldmenge mehr oder weniger parallel zur Ausweitung von Waren und Dienstleistungen und Krediten wuchs.

 

In den 1970er Jahren brach das zusammen, als die ölexportierenden Nationen die Energiepreise in die Höhe trieben, um einen Anteil an den Gewinnen zu erzielen. Das Gold-gestützte US-Dollar-Regime zerfiel und die Inflation schnellte in die Höhe, was zu einer bis dahin unbekannten wirtschaftlichen Malaise führte, die als Stagflation bekannt ist: hohe Inflation plus stagnierendes Wachstum.

 

Zum gleichen Zeitpunkt wurden schließlich die externen Kosten der industriellen Umweltverschmutzung fällig, und die globale Konkurrenz aus Niedriglohnländern (unterstützt durch Währungen, die mit tiefen Abschlägen zum US-Dollar gehandelt wurden) zermalmte die ineffizienten Industrien in den USA und Europa.

 

In den 1980er Jahren kam es zu einem Wiederaufleben des Wachstums, allerdings mit einer anderen Ursachenmischung. Demographisch gesehen erlebte die globale Babyboom-Generation der Nachkriegszeit ihre höchsten Produktivitäts- und Ausgabenjahre, was die weltweite Nachfrage ankurbelte, die supermassiven neuen Ölfelder, die in den frühen 1970er Jahren entdeckt wurden, kamen endlich ans Netz (Alaska, Nordsee, Westafrika), senkten den Ölpreis dramatisch, während die steigenden Zinssätze die Inflation unterdrückten und den entwickelten Volkswirtschaften die faulen Schulden ersparte, und jene Entwicklungsländer, die in den 1970er Jahren zu kämpfen hatten, hatten endlich Fuß gefasst (Indien, China, Südamerika usw.)

 

Die starken Investitionen in die Verringerung der Umweltverschmutzung begannen sich auszuzahlen, und die erste Welle der Finanzialisierung kurbelte die Fusionen, Übernahmen und Vermögenspreise an.

 

Die 1980er Jahre wurden durch den Niedergang und Fall der Sowjetunion, die Beseitigung der kostspieligen militärischen Rivalität des Kalten Krieges und den Zusammenbruch von Japans massiver Kredit-/Aktiva-Blase 1989/90 gekrönt – ein Warnsignal, das als einmaliges Ereignis ignoriert wurde.

 

In den 1990er Jahren setzte sich der weltweite Wachstumstrend fort, begünstigt durch niedrige Inflation, billige Energie, die zunehmende Globalisierung und die Massenkommerzialisierung von Internet und Computer, da Technologien, die früher teuer und schwierig zu benutzen waren, erschwinglich und zugänglich wurden.

 

Die neoliberale Ideologie – dass der Weg zur Lösung praktisch aller Probleme, von der Armut bis nach oben, darin besteht, alles in einen globalen Markt frei gehandelter Arbeit, Kapital, Güter und Dienstleistungen zu verwandeln – wurde mit einigen Variationen (eine Marktwirtschaft mit chinesischen Merkmalen usw.) zum Standard-Glauben der Weltwirtschaft.

 

Die 1990er Jahre wurden durch das Aufkommen Chinas als Produktionszentrum der Weltwirtschaft gekrönt, eine Rolle, die durch Chinas Aufnahme in die WTO und das Platzen der Dot-Com-Blase im März 2000 institutionalisiert wurde.

 

Als die Globalisierung und Finanzialisierung zu den dominierenden Kräften wurden (die natürliche Folge des Neoliberalismus), traten Instabilitäten auf den Devisenmärkten (der thailändische Baht / die asiatische Krankheit Ende der 1990er Jahre) und auf den Vermögensmärkten (die Dot-Com-Blase am Aktienmarkt) auf. Die Erholung Japans vom Zusammenbruch der Kreditblase geriet ins Stocken und leitete mehr als 30 Jahre einer Stagnation ein, was zu einem übersehenen sozialen Verfall mit außerordentlichen demographischen und wirtschaftlichen Folgen führte, die sich immer noch auswirken.

 

Als sich die Weltwirtschaft 1998-2000 von diesen Instabilitäten erholte, überschwemmten die Zentralbanken die Vermögensmärkte mit neu geschaffener Währung, mit dem Ziel, eine Rezession abzuwehren, die uneinbringliche Forderungen, grenzwertige Investitionen und Unternehmen verbrennt und die Kreditausweitung und den Konsum einschränkte.

 

Anstatt die Risiken einer konventionellen Konjunkturrezession zu akzeptieren, trieben die Zentralbanken die Finanzialisierung zu neuen Höhen – Höhen, die die Märkte schnell verzerrt haben.

 

Infolgedessen verlief das Wachstum der 2000er Jahre anders: Tatsächlich hatten die Zentralbanken eine von Kredit-/Aktiva-Blasen abhängige Wirtschaft geschaffen, wobei das Wachstum nicht auf Kostensenkungen, Produktivitätsverbesserungen und steigende Löhne zurückzuführen war, sondern auf Spekulationen an den Finanzmärkten.

 

Dies war einfach die logische Fortsetzung des Neoliberalismus: Wenn die bestehenden Märkte nicht profitabel genug sind, dann schaffe dir neue Märkte für neue exotische Finanzinstrumente und senke die Kosten der Kreditaufnahme, um Konsum und Investitionen anzukurbeln.

 

Die Vorteile dieser Finanzinstrumente waren asymmetrisch: Die Urheber dieser Instrumente verdienten Milliarden, während die Kreditnehmer, die die Subprime-Hypotheken usw. aufnahmen, Risiken akzeptierten, die sie nicht verstanden. Diese Dynamik trieb die Ungleichheit beim Reichtum und den Einkommen in die Höhe.

 

Offenbar ohne dass die Zentralbanker davon wussten, spornten die extrem niedrigen Zinssätze und die reichlich vorhandene Liquidität nicht zu Investitionen in die Produktivitätssteigerung an, sondern zu spekulativen Wetten mit hoher Hebelwirkung. Dies manifestierte sich in Subprime-Hypotheken zur Finanzierung des massenhaften "house-flipping" („Häusertausch“) und der Entstehung exotischer Finanzinstrumente wie CDOs und CLOs.

 

Letztendlich führte der ungebremste Neoliberalismus der Zentralbanken zur Globalen Finanzkrise (GFC) 2008/09, als die angeblich abgesicherten Risiken explodierten und die Märkte einfroren (d.h. die Märkte wurden illiquide, da die Käufer verschwanden).

 

Wie der ehemalige Fed-Vorsitzende Alan Greenspan einräumte, haben die Zentralbanken nicht erkannt, dass die Märkte nicht so selbstregulierend sind, wie die neoliberalen Gläubigen dachten: Wenn Blasen platzen, verschwinden die Käufer und die Märkte werden bargeldlos/illiquid: Die Verkäufer wollen unbedingt verkaufen, aber es gibt keine Käufer, zu keinem Preis.

 

Dies war das unvermeidliche Endspiel des finanzialisierten, globalisierten Neoliberalismus, und anstatt sich dieser Realität zu stellen, haben die Zentralbanken und politischen Entscheidungsträger die gleiche Politik verfolgt, die 2008 die Blase geschaffen hat, die dazu bestimmt war, mit schrecklichen Folgen für alle zu platzen, die an einem der Spiele des Kasinos beteiligt waren.

 

Wir kommen nun zu den 2010er Jahren, in denen die Finanzialisierung und Globalisierung die Weltwirtschaft im Wesentlichen erobert hat und zu den brüchigen Fragilitäten geführt hat, die sich nun auflösen.

 

Bei steigenden Lebenshaltungskosten und stagnierenden Löhnen bestand die "Lösung" darin, 10 Dollar zu leihen, um 1 Dollar Wachstum zu erzielen. Da die globalen Märkte mit Schulden und Risiken gesättigt waren, kannibalisierten die Kreditgeber die Binnenmärkte, beluden die Studenten mit 2 Billionen Dollar an Studienkrediten und ermöglichten ein „Fracking-Wunder", das weniger ein Energiewunder als vielmehr ein Finanzwunder war, da Unternehmen, die Milliarden verloren, weiterhin billige Kredite erhielten und Anleihen ausgaben.

 

Die Weltwirtschaft steht heute in allen Bereichen vor einem Abgrund: Die Kosten für die Energiegewinnung sind gestiegen, was höhere Ölpreise erfordert, aber die Verbraucher, deren Löhne seit 20 Jahren stagnieren, können sich höhere Preise für Öl oder etwas anderes nicht mehr leisten.

 

Die Globalisierung hat die Profite auf Kosten von allem anderen optimiert: ökologische Nachhaltigkeit, Sicherheit der Nahrungsmittel- und Energiequellen usw., während die Finanzialisierung die Realwirtschaft in einem Asubeutungsprozess entkernt hat, der alle Gewinne in die Hände der wenigen konzentriert, die an der Spitze der Finanzialisierungs-/Globalisierungspyramide stehen: eine Ökonomie der Gewinner, die die politischen und sozialen Ordnungen korrumpiert und verzerrt hat.

 

All die kritischen Dynamiken – Energie, Währungen, Globalisierung, Verschuldung und Finanzialisierung - haben Extreme erreicht, die eine Destabilisierung – d.h. einen Sturz in den Zusammenbruch – unausweichlich machten.

 

Was passiert, wenn sich die naive Hoffnung auflöst, dass die brüchigen, zerbrechlichen Extreme der Weltwirtschaft auf das Niveau von Mitte 2019 vollständig wiederhergestellt werden könnten, und durch die nüchterne Erkenntnis ersetzt wird, dass es nicht nur keine Erholung geben wird, sondern dass es auch keine Erholung geben kann, da diese brüchigen Extreme für immer verloren gegangen sind?

 

Da die Behörden keinen Plan B haben, könnten Ungewissheit, Risiko und Volatilität Extreme erreichen, die nur wenige vorhersehen, da Plan A – Extreme auf noch riskantere Extreme zu schieben – zunehmend unbeabsichtigte Konsequenzen mit sich bringt.

 

Die instabile, brüchige Kante des Abgrunds gibt nach, und darunter ist nichts als Luft.

 

Die oberen 0,7% besitzen 45% des gesamten weltweiten Reichtums

 

Die oberen 8% besitzen 85% des gesamten weltweiten Reichtums


 

https://www.theburningplatform.com/2020/07/03/the-new-party-overalls/#more-220607

 

Die neue Partei-Kleidung

 

von Eric Peters, 03.07.2020

 

 

Der gegenwärtige Trend, Gesichtswindeln zur Pflicht zu machen, wird wahrscheinlich über die Zukunft dieses Landes entscheiden. Über die Freiheit zum Widerspruch in diesem Land.

 

Das hört sich vielleicht übertrieben an, aber bedenkt Folgendes. Wenn sie eine universelle Maulwindel-Pflicht durchsetzen können, dann haben sie es geschafft, die Möglichkeit zum Widerspruch zu zerstören – bis auf den in deinem Kopf, genauso wie bei den Menschen in Orwells 1984.

 

Da trugen alle die selben Overalls der Partei. Alle äußerten die selben Parolen.

 

Alle sahen gleich aus, was einen die Seele zerstörenden Anblick universeller Konformität mit der Parteilinie schuf.

 

 

Widerspruch – außerhalb deines Kopfes – war undenkbar. Oder eigentlich unsagbar.

 

Das führte zu dem Anschein, dass niemand widersprach. Was wiederum zu dem Anschein führte, dass alle zustimmten.

 

Und dass jeder andere verrückt war.

 

Das bricht den Willen. Es führt dazu, dass das Individuum seine eigene Vernunft in Frage stellt.

 

Wie wird sich unsere tatsächliche Welt von Orwells fiktiver Welt unterscheiden, wenn man nicht die Erlaubnis hat (ein hinterhältiges Wort: Wie ist es nur so weit gekommen?), sein Haus ohne Maulwindel zu verlassen, was einem seine Individualität nimmt und dich sichtbar zu einem Mitglied der verängstigten, gehorsamen Herde macht?

 

Dein Gesicht wird sich nicht mehr von anderen Gesichtern unterscheiden. Niemand wird wissen, ob du lächelst oder mürrisch bist.

 

Vor allem wird niemand wissen, dass du gegen die Verordnung bist, denn du wurdest zur Unterwerfung genötigt. Da jeder zur Unterwerfung genötigt wurde.

 

 

Die universelle Maulwindelpflicht eliminiert jeden sichtbaren Beweis von Widerspruch und lässt den Widerspruch an sich als abnormal aussehen.

 

Wohin man auch geht, herrscht der Eindruck von Übereinstimmung, was die Legitimität (die Vernunft) der Sache selbst beinhaltet.

 

Das das Ganze ohne Übereinstimmung verordnet wurde, ist ohne Bedeutung.

 

Du wirst erfahren, dass dein scheinbar isolierter Widerspruch keine Bedeutung hat – gerade weil man ihn nicht ausdrücken darf. Gerade weil man niemanden anderen sieht, der seinen Widerspruch ausdrückt.

Du wirst dich allein und in der Unterzahl fühlen – weil es so erscheint.

Das wird die Windel-Dissidenten demoralisieren - diejenigen, die nicht daran glauben (genau das richtige Wort, denn die gegenwärtige Plage der Krankheitspsychose ist eine religiöse Manie, die nicht auf der Grundlage von Fakten, sondern eher von endzeitlichen Gefühlen gebildet wird), dass es vernünftig sei, darauf zu bestehen, dass jeder wie ein eitriger Leprakranker aussieht und sich so verhält.

 

Und deshalb ist das – vom Staat erzwungene – universelle Vortäuschen aus der Sicht derer, die das Windeltragen vorantreiben, so entscheidend wichtig. Es ist ihnen bereits weitgehend gelungen, die Menschen zu demoralisieren, weil sie etwas Konträres sagen, um den Eindruck zu erwecken, dass alle mit den Rechtgläubigkeit der Partei übereinstimmen.

Jede Orthodoxie muss öffentlich bestätigt werden – was erreicht wird, indem ihnen nicht öffentlich widersprochen wird.

Wenn man seine Meinung nicht sagen kann – außer im gedämpften Flüstern mit einigen wenigen vertrauenswürdigen Mitverschwörern – ist es dann wichtig, was man auf dem Herzen hat? Deine Gedanken sind isoliert – und damit auch du.

 

Phase Eins, wenn man so will.

 

 

Wenn man seinen Widerstand gegen die Krankheitspsychose – oder besser gesagt, gegen die Psychotiker, die die Angst vor der Krankheit nutzen, um sich zu Herren über uns alle zu machen – nicht zum Ausdruck bringen kann, indem man nicht so tut als wäre man ein Teil davon, ist dein Widerstand dagegen ebenso irrelevant.

Es entsteht eine "neue Normalität", in der sich alle darin einig zu sein scheinen, dass alle todkrank sind oder sein könnten – weil alle, die man sieht, in Gesichtswindeln gewickelt sind. Der Eindruck zementiert sich, dass andere Menschen eitrige Leprakranke sind – und man selber auch. Es wird zur "neuen Normalität", sich vor allen anderen zu fürchten – und dass alle tun, was ihnen gesagt wird.

Phase Zwei.

Man kann sich vielleicht vorstellen, was Phase Drei mit sich bringen wird.

Autoritären Kollektivismus – ob im Namen der Arbeiterklasse, der Rasse, der Siiiiicherheit oder (derzeit) der Gesundheit auferlegt – erfordert die Unterdrückung des Individuums. Die Unterdrückung individueller Gedanken und der individuellen Person.

 

 

Die Gesichtswindel erfüllt den selben Zweck wie ein Halsband.

 

Sie ist das Sinnbild des Wesens der Beziehung.

 

Wie der geheime Ketzer Winston Smith in Orwells Buch ist der einzige sichere Raum in deinem eigenen Kopf, und diese letzte Zuflucht muss streng mit Schleiern vorgetäuschter Konformität bewacht werden, selbst in dem Maße, was man trägt und wie man sich bewegt.

 

Aber es ist ein trauriger Raum. Ein einsamer Raum. Ein hoffnungsloser Raum.

 

Orwell hat dieses kranke Kabuki-Theater unserer Zeit vorweggenommen. In seiner imaginären Dystopie von Ozeanien wurden die Menschen nicht nur zum Gehorsam, sondern auch zur Vortäuschung gezwungen. Ihre Rolle in einer kranken Oper des kollektiven Autoritarismus zu spielen. Die Agenten von Goldstein waren überall, wie ein Virus.

 

Es war mehr als nur die Overalls, die alle tragen mussten. Alle mussten auch die gleichen Mienen tragen – grausamer Jubel während des Zwei-Minuten-Hasses, ein fades Lächeln der Zustimmung, wann immer der Name des Großen Bruders erwähnt wurde.

 

Das war ihre Windel – und niemand wagte es, keine zu tragen.

 

 

Der grundsätzliche Horror von Orwells Roman ist nicht die Schilderung physischer Unterdrückung, sondern vielmehr das Eindringen in die Köpfe der Menschen – die Ausweidung ihres Verstandes. Es war nicht genug, Big Brother zu gehorchen.

 

Es war notwendig, ihn zu lieben.

 

Wenn wir gezwungen werden, eine Windel zu tragen, lernen wir, ihn auch zu lieben. Und zeigen, dass wir es tun.

 

Das erzwungene Windeltragen ist ein Wendepunkt. Wenn das zur neuen Normalität wird, wird Dissens zu einer Art bedauernswerter Unlogik. Wir werden akzeptiert haben, dass es vernünftig ist, so zu tun, als ob jeder krank ist oder es für immer sein könnte.

 

Und uns allem zu unterwerfen, um dies zu verhindern, auch für immer.

 

Wir stecken hier alle zusammen drin. Jedenfalls diejenigen von uns, die anderer Meinung sind.

 

Der diesjährige 4. Juli ist vielleicht die letzte Gelegenheit, dies zum Ausdruck zu bringen. Darum ist es so wichtig, genau das zu tun, indem wir uns friedlich zusammenfinden, ohne die Windeln zu tragen. In Gruppen von Menschen, die sich freiwillig und frei zusammenschließen.

 

Merkt euch das.

 

Unser Kollektiv ist nicht autoritär – im Gegensatz zu ihrem. Wir, die wir anderer Meinung sind, fordern nicht, dass diejenigen, die an Gesichtswindeln glauben, nicht das Recht dazu haben.

 

Wir fordern lediglich, dass sie unser Recht respektieren, sie nicht zu tragen.