https://blog.nomorefakenews.com/2020/02/28/plunging-stocks-pandemic-fears-quarantines-whats-the-real-operation/

 

Fallende Aktienkurse, Pandemie-Angst:

was steckt wirklich dahinter?

 

Von Jon Rappaport, 28.02.2020

 

 

Ein grässlicher alter PR-Profi watschelt in einen Konferenzraum, wo Elite-Technokraten auf seine Einschätzung zu Propagandafragen warten. Er setzt sich, schaut in die Runde und sagt: „Wenn Sie eine getürkte Epidemie ins Laufen bringen wollen, dann ist Festland-China der ideale Ort. Die Regierung wird das Land schneller abriegeln als man eine Rakete von einer Drohne abfeuern kann. Und dann wird niemand mehr herausfinden können, was los ist. Und genau das wollen Sie doch. Dann kann man sagen, es gäbe eine Million epidemische Fälle, man kann sagen, dass Tausende Menschen tot auf den Straßen umkippen, man kann sagen, es sei eine Biowaffe oder ein Fledermaus-Virus. Und man kann vor allem sagen, dass die Regierung gut reagiert und dass wir uns alle ein Beispiel an China nehmen sollten. Denn so soll es doch überall laufen, nicht wahr? China ist der perfekte Ort für eine gefälschte Epidemie. Wie sollen die Menschen bei der Abriegelung herausfinden, dass es ein Fake ist? Dagegen gibt es in, sagen wir Brasilien, noch etwas Freiheit und Spielraum, und die Menschen können Fragen stellen...“

 

Die Lage verändert sich rasch. Wenn dies hier veröffentlicht ist, kann sich die Situation bereits verändert haben.

 

Momentan brechen die Handelsmärkte ein. Regierungen entstauben ihre alten Pandemie-Pläne und füttern die Click-süchtige Presse mit Details. „Kann sein, dass wir Sportarenen zur Massenquarantäne für verdächtige Epidemie-Fälle benutzen müssen...“ „Wir müssen Großereignisse absagen.“ Anscheinend hat China hundert Millionen Menschen auf irgendeine Art abgeriegelt.

 

Es gibt keinen Zweifel, dass dieser Irrsinn weitergehen könnte, unabhängig von de Fakten: wen kümmert es, ob Forscher jemals wirklich den COV-Virus entdeckt haben; wen kümmert es, dass diagnostische Tests zur Bestimmung eines COV-Falls nutzlos sind; wen kümmert es, dass die Fallzahlen ohne Beweise aufgeblasen werden können; wen kümmert es, dass Umweltfaktoren in China (tödliche Luftverschmutzung, der Beginn der 5G-Technik) erklären können, warum die Menschen dort krank werden.

 

Gesundheitsbehörden und Regierungen wissen, dass sie alles sagen können was sie wollen, und dadurch die Angst und die Lügen antreiben. Und auf dieser Basis können sie Ausnahmezustände, Quarantänen, Abriegelungen, Geschäftsschließungen und einen Stillstand des Handels verkünden. Sie können die Polizei oder das Militär an einen Ort schicken, um „die Ordnung herzustellen“.

 

Und das Verrückteste daran ist, dass eine riesige Anzahl von Menschen automatisch glauben wird, dass diese extremen Maßnahmen irgendwie beweisen, dass DER VIRUS gefährlich ist. Die Auswirkung bestätigt die Ursache. Dieser Gedanke wurde von Aristoteles im alten Griechenland getadelt und abgelehnt. Aber ganze Armeen von Zombie-artigen Bürgern akzeptieren ihn immer noch.

 

ALSO... WAS STECKT WIRKLICH DAHINTER?

 

Die grundsätzliche Antwort lautet: es hat mehrere Ebenen. Verschiedene Spieler in verschiedenen Positionen bekommen ein Stück vom Kuchen. Zum Beispiel kann die Pharmaindustrie enorme Mengen an hochgiftigen antiviralen Medikamenten verkaufen und kann enorm profitable, toxische Impfstoffe entwickeln und verkaufen. Die Militärs der Länder lecken sich die Lippen und hoffen darauf, in die großen Städte zu marschieren und die Ordnung aufrecht zu halten. Der Verbund der Einheiten, die ich das medizinische Kartell nenne, können noch mehr Einfluss auf die Gedanken von Milliarden Menschen ausüben: „medizinische Diagnosen und Behandlung, von der Geburt bis zum Tod, ist für das Überleben des Lebens auf dem Planet Erde absolut notwendig.“ Das ist eine GROSSE Sache. Ihr müsst verstehen: Wenn Medikamente und Impfstoffe toxisch sind, dann werden die Menschen verdummt und sind so leichter zu managen.

 

Auf lange Sicht ist das medizinische Kartell der mächtigste Flügel der Schönen Neuen Welt, auch bekannt als Globalisierung. Auch bekannt als Technokratie.

 

Technokratie: Mit dem Aufbau von 5G startet das Internet der Dinge so richtig durch. Smarte Autos, smarte Wohnungen, smarte Städte. Eine Billion Dinge werden verknüpft; und als Ergebnis kann eine weltweite Energiebehörde sich so richtig in den Vordergrund bringen. Was das bedeutet? Die Echtzeit-Überwachung von jeder Energieerzeugung UND dem Verbrauch auf dem Planeten kann gemessen werden – und man kann Energieverbrauchsquoten für Individuen und Länder festlegen, „zum Nutzen aller“.

 

Es nennt sich Kontrolle...

 

China macht gerade mit der „Corona-Krise“ aus Zitronen Limonade. Sie machen mit dem Aufbau vieler smarter Städte weiter. Und die Regierung hat die Macht, eine riesige Anzahl von Menschen in die Städte zu bewegen, wo eine Wand zu Wand-Überwachung an der Tagesordnung ist, „um zukünftige Epidemien vorherzusagen, bevor sie ausbrechen“. Das Internet der Dinge wird es ermöglichen, den Bürgern jede Art von automatischen Quoten aufzuerlegen. Nahrung, Energie, Verkehr usw. Und dann noch die automatische Diagnose zu Krankheit und eine verpflichtende Behandlung – ein weiterer Albtraum.

 

Es nennt sich Kontrolle...

 

Die Globalisierung/Technokratie lässt ihre Muskeln spielen und fällt über die nationalen Ökonomien her. Sie testen ihre Fähigkeiten aus, um in diesem Bereich Schaden anzurichten. In vielen Ländern müssen sie die Ökonomien einebnen, um sie in stärkerem Ausmaß zu übernehmen. Falsch deklarierte Epidemien sind ein Werkzeug für diesen Zweck.

 

Denken Sie in diesem Zusammenhang daran, was bei einem ernsthaften wirtschaftlichen Abschwung oder einer Rezession geschieht. Das würde ich als Operation Close-Out bezeichnen, besser bekannt als Konsolidierung. Wohlhabende Akteure, unterstützt von Banken, ziehen ein, spüren große Unternehmen und Firmen auf, die jetzt am Rande des Scheiterns stehen, und kaufen sie auf. Die Wohlhabenden besitzen mehr, die neuen Armen besitzen weniger.

 

Mit dem Wissen, das diese Akteure haben, dass die Handelsmärkte in die Tiefe stürzen, eröffnet sich natürlich eine hervorragende Gelegenheit, Aktien zu shorten, sie auf dem Weg nach unten zu überwachen und sie am Tiefpunkt zu verkaufen. Eine weitere Goldgrube. Eine weitere Version der Konsolidierung.

 

Wie ich schon sagte, hat die eigentliche Operation hier verschiedene Ebenen. Verschiedene Spieler an verschiedenen Stellen der Machtleiter profitieren davon.

 

Vergesst nie, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) – zusammen mit den US Centers for Disease Control (CDC) – diese Scheinepidemien auf der medizinischen Seite betreibt. Die WHO ist ein Zweig der globalistischen Festung, die sich die Vereinten Nationen nennt. Die WHO hat mit ihren schmierigen Händen die medizinischen Bürokraten in jedem Land der Erde im Griff, und sie kann eine Regierung bedrohen, die nicht mit ausreichendem Alarm reagiert, wenn das bevorzugte Scheinbild einer Epidemie für den öffentlichen Konsum getrieben wird.

 

Die Vereinten Nationen, um es kurz zu machen, wollen einen grenzenlosen, nicht-nationalen, geplanten Planeten. Netter und sanfter. Von oben herab regiert. Von Technokraten.

 

Einer ihrer feuchten Träume sind gefälschte Pandemien.

 

Das uralte Thema der Ordnung aus dem Chaos rückt in den Vordergrund. Aus dem Chaos einer Pandemie heraus werden neue Ebenen der Kontrolle auferlegt – und mit offenen Armen empfangen. Wie viel Ordnung? Das wird immer auf der Grundlage eines Experiments entschieden. Einer Übung. Eines Tests. Das ist es, was diese COV-Operation ist. Unter den vielen Fragen, die die Zampanos stellen: Wie groß wird der wirtschaftliche Schaden sein, den die Nationen, vor allem China, zu tragen bereit sind; wie viel Widerstand wird, wenn überhaupt, von den Bürgern kommen; wie geschlossen werden die medizinischen Forscher auf dem schmalen Weg ihrer absurd gefälschten Ergebnisse marschieren, ohne zu rebellieren; wie viel Geld kann unter der Schirmherrschaft der Nothilfe gestohlen, abgeschöpft und in privilegierte Taschen gesteckt werden; Wie viel Überwachung werden die Bürgerinnen und Bürger während der vorgetäuschten Epidemiekrise und in der Folgezeit bereit sein, zu ertragen; mit welchem Grad der Duldung werden die Menschen das angekündigte Ende der Pandemie akzeptieren; wie stark können wir die nationalen Staatskassen belasten?

 

Und so weiter und so fort. Alles Standarduntersuchungen, die die Grundlage für vertrauliche Berichte nach der Operation bilden. Natürlich zusammen mit vorausblickenden Schätzungen dessen, was beim nächsten Mal in einem neuen und verbesserten Experiment erreicht werden kann.

 

Wie dick darf die Scheibe aus Quatsch beim nächsten Mal sein?


 

https://www.zerohedge.com/geopolitical/trilateral-commission-using-crisis-opportunity-reform

 

Die Trilaterale Kommission:

Der Einsatz von Krisen als Gelegenheit für Reformen

 

von Steven Guinness, 29.02.2020

 

 

Vor einigen Jahren habe ich einen Artikel veröffentlicht, der einen kurzen Abriss über die Trilaterale Kommission gab. Darin habe ich zahlreich ehemalige Mitglieder dieser Institution zitiert und wie ihr übergreifendes Ziel die Integration von Nationalstaaten ist, auf Kosten der Selbstbestimmung.

 

(Ordnung aus den Chaos: Ein Blick auf die Trilaterale Kommission: https://stevenguinness2.wordpress.com/2018/06/12/order-out-of-chaos-a-look-at-the-trilateral-commission/ )

 

In jenem Artikel habe ich behauptet, dass das vorherrschende Modell für Globalisten mindestens seit dem Ersten Weltkrieg darin bestand, die Krise als Chance zu nutzen, indem sie zunächst Perioden des Chaos anstifteten, bevor sie sich als die Ordnung der nachfolgenden Unruhen präsentieren konnten. Vier der größten globalen Institutionen der Welt – die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, der Internationale Währungsfonds, die Weltbank und die Vereinten Nationen – wurden auf diesem Prinzip gegründet. Ohne eine Reihe von Krisen hätte es keinen Grund für ihre Existenz gegeben.

In den letzten Jahren war ein Trend zu beobachten, wie inmitten geopolitischer Konflikte globale Gremien und führende Persönlichkeiten der Welt im Zuge des zunehmenden politischen Nationalismus und Protektionismus substanzielle Reformen der Europäischen Union und der Welthandelsorganisation forderten. Der Drang nach Reformen wurde weitgehend damit begründet, dass die internationale "auf Regeln basierende Weltordnung" – die aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs hervorgegangen ist – bedroht sei, und das alles als direkte Folge des Wachstums von Antiglobalisierungsbewegungen, die oft als "Populismus" bezeichnet werden.

Wenn also die globalen Institutionen ihr Machtniveau durch eine tiefere Zentralisierung erweitern wollen, wo genau passt die Trilaterale Kommission in diesen Zusammenhang? Anfang dieses Monats bin ich zufällig auf einen Blog namens 'Dorset Eye' gestoßen, der 2012 gestartet wurde und sich selbst als „ein Online-Bürger-Medienmagazin beschreibt, „in dem lokale, nationale und internationale Mitglieder der Öffentlichkeit ihre Stimme zur Geltung bringen können.“

https://dorseteye.com/

Einer der jüngsten Artikel von Dorset Eye konzentrierte sich auf die Trilaterale Kommission und bezog sich auf einen von der Institution im Sommer 2019 veröffentlichten Bericht mit dem Titel "Democracies Under Stress": Recreating the Trilateral Commission to Revitalize Our Democracies to Upfold the Rules-Based International Order" („Demokratien unter Stress: Die Trilaterale Kommission zur Wiederbelebung unserer Demokratien und zur Aufrechterhaltung der regelbasierten internationalen Ordnung erneuern“). Seltsamerweise ist die betreffende Broschüre nicht direkt von der Website der Trilateralen Kommission aus zugänglich. Eine Google-Suche nach dem Dokument ergibt eine authentische und herunterladbare PDF-Datei, aber keinen tatsächlichen Ort auf der Webseite der Gruppe. Aus welchem Grund auch immer, die Kommission hat dieses Dokument nicht leicht zugänglich gemacht.

http://trilateral.org/download/files/brochure/Trilateral_brochure-2_7.pdf

Bevor wir uns einige Details der Broschüre ansehen, sei angemerkt, dass sie zwei Jahre nach dem Tod der beiden Gründungsmitglieder der Trilateralen Kommission – David Rockefeller und Zbigniew Brzezinski – im Jahr 2017 veröffentlicht wurde. Das war auch nach dem Tod von Peter Sutherland, der von 2001 bis 2010 europäischer Vorsitzender der Kommission und auch der ehemalige Vorsitzende von Goldman Sachs war. Insbesondere nach dem Tod von Rockefeller und Brzezinski sieht die Trilaterale Kommission nun die Notwendigkeit, sich selbst "neu zu erschaffen" und die Arbeit ihrer Gründerväter fortzuführen.

In der Zusammenfassung der Broschüre stellt die Kommission fest, dass "die globale Ordnung, die am Ende des Kalten Krieges so unbesiegbar schien, heute in Frage gestellt ist":


Ob die Welt sich als fähig erweist, die dringendsten Probleme, denen sich die Menschheit heute gegenübersieht, zu lösen, wird zum Teil von der Fähigkeit der fortgeschrittenen Demokratien abhängen, ihre gegenwärtige Misere zu überwinden und wie in den vergangenen Jahrzehnten zusammenzuarbeiten.

Die Trilaterale Kommission, eine fünfundvierzig Jahre alte Organisation, schafft sich selbst neu, um bei diesen Bemühungen eine führende Rolle zu spielen und eine unverzichtbare Ressource zu sein.

 
Sie sprechen von der "Wiederentdeckung ihrer Wurzeln", der "Schärfung" ihrer Mission und der Notwendigkeit einer "Verjüngung" ihrer Mitglieder – alles unter dem Vorwand, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu überwinden und "die auf Regeln basierende internationale Ordnung aufrechtzuerhalten".

Eine der größten Herausforderungen besteht laut Kommission darin, dass "das Streben nach tieferer Integration und größerer Globalisierung bis vor wenigen Jahren unumkehrbar schien", die "unbeabsichtigten Folgen dieser Trends – von Ungleichheit bis hin zu kultureller Entfremdung – neue Formen der Unzufriedenheit geschürt haben, die einen Anstieg von Populismus und Nationalismus in den fortschrittlichsten Volkswirtschaften und Demokratien der Welt begünstigt haben".

Die Kommission bietet sich selbst als Lösung an, indem sie feststellt, dass "die heutigen Institutionen – sowohl die globalen als auch die nationalen – schlecht gerüstet scheinen, um diesen Trends entgegenzutreten und die Aufrechterhaltung der auf Regeln basierenden internationalen Ordnung zu gewährleisten".

Sie erwähnen, wie die Zunahme von Populismus und Nationalismus dazu geführt hat, dass Nationen auf der ganzen Welt "durch interne Spaltungen kompromittiert und von Institutionen regiert werden, die den Realitäten der Zeit nicht mehr gerecht werden".

Wie zu erwarten ist, hat die Kommission einen Plan, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Erstens bedarf das einer "Wiederbelebung" der Demokratien Nordamerikas, Europas und Asiens und der Säuberung „autoritärer Regime, die an Vertrauen gewinnen und sich auf globaler Bühne stärker etablieren". Zweitens, damit diese "demokratische Erneuerung" erreicht werden kann, bedarf es "neuer Stimmen und eines neuen Denkens aus allen Teilen dieser Gesellschaften".

Ein potenzieller Weg für eine "Erneuerung" ist die Annahme des von der UNO ausgearbeiteten Green New Deal auf nationaler Ebene, der in den Vereinigten Staaten von Alexandria Ocasio-Cortez mit Nachdruck vertreten wird. Bei den Wahlen 2024 wird sie mit fünfunddreißig Jahren für die Präsidentschaft kandidieren können.

Aber anscheinend ist der Drang der Trilateralen Kommission, Reformen zu beginnen, unmittelbarer als vier Jahre in der Zukunft. Inmitten vermeintlich autoritärer Regime und des Zusammenbruchs der internationalen Ordnung glauben sie, dass sie sich in einer idealen Position befinden, um mit den "globalen Übeln" fertig zu werden:

 

Die Trilaterale Kommission ist gut aufgestellt, um bei dieser Wiederbelebung eine entscheidende Rolle zu spielen und versucht, wieder zu einer analytischen Heimat für die Bewertung der Belastungen zu den fortgeschrittenen Demokratien zu werden, sie bietet Lösungen für den Umgang mit ihnen an und katalysiert die Zusammenarbeit zwischen diesen Ländern in globalen wirtschaftlichen, politischen und sicherheitspolitischen Fragen.

 

Wie in der Broschüre erwähnt, war einer der Gründe für die Gründung der Trilateralen Kommission im Jahre 1973, "eine angeschlagene Handelsordnung zu stützen". Wenn man den zunehmenden politischen Protektionismus betrachtet, steht der Handel im Vordergrund der Diskussion. Neben den künftigen Handelsbeziehungen zwischen Großbritannien und der EU und dem anhaltenden Handelskonflikt zwischen den USA und China gibt es nun das zusätzliche Element des Coronavirus, das die globalen Lieferketten einzuschränken droht. Zusammengenommen ist es ein Schmelztiegel aus sich entwickelnden Krisen.

 

Es überrascht nicht, dass die Kommission sich "als einzigartig gut geeignet sieht, die vielen Herausforderungen, die fortgeschrittenen Demokratien gemeinsam sind, anzugehen und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen ihnen anzuregen":

 

Sie ist die einzige Organisation, die alle betroffenen Länder in dieser trilateralen Struktur zusammenbringt und sie gut positioniert, um Experten, Institutionen und andere Einheiten miteinander zu verbinden, um zu diagnostizieren, was diese Demokratien belastet, und um Schritte vorzuschreiben, um sie zu stützen.

 

Ob zufällig oder nicht, wenn es darum geht, im Detail zu beschreiben, wie die internationale Struktur der Kommission in der Lage ist, "drängenden globalen Problemen" zu begegnen, wird als eines der Beispiele dafür der Umgang mit Pandemien genannt. Auch die Verbreitung von Atomwaffen, der Klimawandel und der Protektionismus werden als Probleme anerkannt.

 

Wie ich bereits früher geschrieben habe, stammen die Wurzeln der Kommission aus dem Bereich des Bankwesens. Der Gründer David Rockefeller war früher Vorsitzender der Chase Manhattan Bank, und einst gehörten acht Vorstandsmitglieder der Chase Manhattan Bank zu Rockefellers Kommission. Ein Blick auf die Mitgliederliste für das Jahr 2020 zeigt, dass die Kommission nach wie vor weitgehend von Konzerninteressen im Banken-, Öl- und Mediensektor bevölkert ist. Unter den Mitgliedern befinden sich auch ehemalige Premierminister und Mitglieder der nationalen Parlamente. Im Vereinigten Königreich ist eines der bemerkenswertesten Beispiele Keir Starmer, der derzeit für den nächsten Vorsitzenden der Labour-Partei kandidiert. Michael Bloomberg, der als Kandidat der Demokraten bei den US-Wahlen kandidiert, ist ebenfalls Mitglied.

 

Was einst als eine elitäre Organisation begann, das ist auch heute noch so, da sie nach wie vor von den CEOs, Vorsitzenden und Vertretern einiger der größten Unternehmen und der größten politischen Jurisdiktionen der Welt dominiert wird.

 

Bei einer besonderen Veranstaltung im Jahr 1998 anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Trilateralen Kommission wurde eine Liste der finanziellen Unterstützer von 1973 bis 1998 veröffentlicht, auf der Namen wie Exxon Corporation, AT&T Foundation, The Coca-Cola Company, The First National Bank of Chicago, Morgan Stanley & Co und Goldman Sachs aufgeführt sind. Eine Liste für heute ist nicht ohne weiteres verfügbar.

 

Daneben hat die Trilaterale Kommission bei der Ausarbeitung einer "neuen, stärker fokussierten Mission" eine Handvoll Themen identifiziert, bei denen sie zur Normalität zurückkehren will. Ein Thema davon ist der Populismus. Wenn die Kommission signalisiert, dass der Populismus ein Leitthema für ihr weiteres Vorgehen sein wird, so deutet dies darauf hin, dass das Wiederaufleben von Nationalismus und Protektionismus noch nicht abgeschlossen ist. Wenn man zwischen den Zeilen liest, dann erwarten sie, dass die Verzweigungen des Populismus die Zersplitterung der internationalen Ordnung mit sich bringen werden, und dass es daher notwendig sein wird, die globalen Gremien aufzufrischen, z.B. durch eine stärkere Zentralisierung der Macht, um damit fertig zu werden.

 

Eine weitere interessante Aussage der Kommission ist, dass sie "auch Themen aufzeigt, die durch ihre Mischung aus Politik- und Wirtschaftsführern vorangetrieben werden können und nicht unbedingt eine Annahme durch die nationalen Regierungen erfordern, um Wirkung zu erzielen". Mit dem ganzen Narrativ eines Zusammenbruchs der "regelbasierten globalen Ordnung" ist die Gefahr verbunden, dass die nationalen Administrationen bei der Bewältigung internationaler Herausforderungen ohnmächtig werden. Diese Passage könnte darauf hindeuten, dass in Zukunft das traditionelle Modell der Regierungsgesetzgebung – das oft verleumdet wird, weil es nicht entschlossen oder nicht willens genug ist, Themen wie den Klimawandel zu bekämpfen – zugunsten einer globalen Regierungsführung umgangen werden könnten. Eine Welt, in der Konzerninteressen im Gleichschritt mit reformierten globalen Institutionen faktisch zu einer internationalen Legislative werden.

 

Diese Theorie wird vielleicht noch verstärkt, wenn die Kommission erklärt, dass sie sich nun "auf jene Belastungen konzentrieren wird, die die Fähigkeiten der heutigen fortgeschrittenen Demokratien zur kollektiven Bewältigung globaler Dilemmata beeinträchtigen". Ich glaube, dass die Kommission ohne diese "Belastungen" keine ausreichenden Gründe hat, um ein Vorrücken ihres Einflussbereichs zu rechtfertigen.

 

Die Broschüre lässt keinen Zweifel daran, dass sich die Kommission "neu formiert". Sie will dies unter anderem durch "neue, innovative Rezepte in die nationalen Debatte und Regierungsprozess", um "bessere Ergebnisse in der Innen- und Außenpolitik" zu erreichen“.

 

Da in der Kommission zahlreiche globale Medien sowie bedeutende Konzerninteressen vertreten sind, scheinen sie gut aufgestellt zu sein, um mit der Gestaltung dieser "Rezepte" zu beginnen und den künftigen öffentlichen Diskurs über die Medien der nationalen Presse und der sozialen Medien zu lenken. Schließlich sind innerhalb der Mitglieder Journalisten aus dem Vereinigten Königreich, Europa und den USA vertreten, ein Bindeglied, das die Verbreitung von Informationen von der trilateralen Ebene bis hinunter zur allgemeinen Bevölkerung wesentlich erleichtert.

 

Dies wird nicht das letzte Beispiel sein, das wir über globale Institutionen erfahren, die inmitten der zunehmenden geopolitischen Instabilität weitreichende Reformen anstreben. Das größere Ausmaß an Chaos, das den Nationalstaaten zugefügt wird, wird die Trilaterale Kommission und andere nur stärken, um die nationale Souveränität zugunsten von global ausgearbeiteten Lösungen zu verdrängen.


 

https://off-guardian.org/2020/02/24/the-nobel-peace-prize-is-a-sick-joke/

 

Der Friedensnobelpreis ist ein makaberer Witz

 

von Ben Barbour, 24.02.2020

 

 

Es ist ganz einfach. Der Friedensnobelpreis ist wie jeder andere Auszeichnung. Manchmal liegen die Preisverleiher richtig und manchmal nicht. Jene Leute, die die Auszeichnung erhalten, gewinnen sie nicht aufgrund objektiver moralischer Leistungen. Sie gewinnen diese Preise aufgrund von Medien-Narrativen.

 

Der Friedensnobelpreis wurde 1901 von Alfred Nobel gestiftet, einem Waffenfabrikanten. Sein Familienunternehmen wurde zuerst durch die Waffenproduktion für den Krim-Krieg 1853-1856 bekannt. Alfred Nobel erfand das Dynamit und verschiedene andere mächtige Sprengstoffe. Diese Sprengstoffe wurden benutzt, um Menschen in Konflikten wie dem Spanisch-Amerikanischen Krieg zu zerfetzen.

 

Nachdem Nobels Bruder verstorben war, glaubte die Öffentlichkeit aufgrund eines journalistischen Irrtums, dass Alfred Nobel gestorben sei. In seinem Nachruf wurde er als unmoralischer Geschäftsmann porträtiert, der durch den Tod anderer Menschen Millionen Dollar machte. Seine Kritiker verkündeten, dass „der Händler des Todes tot sei“ und dass Alfred Nobel „reich wurde, indem er Mittel erfand, wie man Menschen schneller als je zuvor töten konnte“.

 

Live Science sagt (in seinem Artikel „Die dunkle Seite der Nobelpreise“), dass diese Entdeckung Nobel geschockt habe, und um seinen Ruf zu verbessern „unterzeichnete Nobel seinen Letzten Willen und Testament ein Jahr vor seinem Tod 1896, in welchem er den Großteil seines riesigen Vermögens für die Einrichtung von fünf Nobelpreisen reservierte, darunter einen für das Streben nach Frieden.“

https://www.livescience.com/40188-dark-history-alfred-nobel-prizes.html

 

Das mag vielleicht eine aufrichtige Tat gewesen sein, aber es ist wichtig, Parallelen zwischen den Ursprüngen der Auszeichnung und dessen nicht so friedlichen Preisträgern zu ziehen.

 

HENRY KISSINGER

 

Henry Kissinger gewann 1973 die Auszeichnung für seine „Bemühungen“, den Vietnamkrieg zu beenden. Was für ein Witz.1968 half Kissinger, die Friedensgespräche von Johnson zu torpedieren, im Auftrag des Nixon-Wahlkampfes zu politischen Zwecken. Kissinger half dabei, die geheime Bombardierung Kambodschas zu orchestrieren. Diese Bombenkampagnen wurden als Operation Menu und Operation Freedom Deal bekannt.

https://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Menu

https://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Freedom_Deal

 

Die Flächenbombardements von Kambodscha haben zum Tod Zehntausender, wenn nicht Hunderttausender kambodschanischer Zivilisten geführt. Die Gesamtzahl der Toten wird auf bis zu 500.000 geschätzt (die meisten Schätzungen liegen zwischen 150.000 und 300.000 Toten). Der überwiegende Großteil dieser Toten wird als Zivilisten eingeschätzt, aufgrund der wahllosen Natur der Flächenbombardements. Dies Bombardierungen haben auch Kambodscha destabilisiert und den Aufstieg des völkermordenden Herrschers Pol-Pot ermöglicht. Diese Bombardierungen waren so grundlos, dass der US-Kongress 1973 die War Powers Resolution verabschiedete, in dem Versuch, die Bombenkampagne einzuschränken.

 

Trotz all dem gewann Kissinger die Auszeichnung für seine Rolle bei den Pariser Friedensverhandlungen. Die Friedensgespräche begannen 1968, in jenem Jahr, in welchem Kissinger die Gespräche torpedierte um eine Wahl für Nixon zu gewinnen. Nachdem das Abkommen im Januar 1973 unterzeichnet war, dauerte es weniger als zwei Monate, bis der Krieg mit voller Wucht im März 1973 wieder ausbrach.

 

Nach dem Gewinn der Auszeichnung unterstützte Henry Kissinger indirekt Pol-Pots Völkermord in Kambodscha. Dies geschah vor allem, um auf die damalige nordvietnamesische Armee Druck auszuüben. Pol-Pots Völkermord tötete zwischen 1,5 und 2 Millionen Menschen (20% bis 25% der kambodschanischen Bevölkerung).

 

Die Verbrechen Henry Kissingers beschränkten sich nicht auf Vietnam. Er besitzt auch in Lateinamerika eine blutige Geschichte. Kissinger war der wichtigste Fürsprecher der Operation Condor.

https://www.latimes.com/archives/la-xpm-2010-apr-11-la-na-kissinger11-2010apr11-story.html

 

Dieser ultra-geheime, von den USA unterstützte Feldzug hat es südamerikanischen Diktatoren ermöglicht, geschätzte 60.000 bis 80.000 Menschen zu töten. Es hat auch zur politischen Verhaftung von 400.000 Menschen geführt. Umschriften von Telefonaten haben enthüllt, dass nach der Wahl von Präsident Allende 1970 Kissinger mit dem CIA-Direktor Richard Helms einen Umsturz plante. Nach dem Staatsstreich 1973 in Chile zurrte Kissinger, der US-Außenminister, die engen Beziehungen zwischen Pinochet und den USA fest.

 

Jahrelang hatte Kissinger weiterhin enge Beziehungen zum chilenischen Diktator Augusto Pinochet, der Tausende seiner politischen Gegner tötete und weitere Zehntausende inhaftierte und foltern ließ. Pinochet machte die Todesflüge bekannt: eine Praxis, bei der Menschen der Bauch aufgeschlitzt wurde, bevor sie auf offenem Meer aus Flugzeugen geworfen wurden.

 

Kissinger hat auch die argentinische Militärdiktatur unterstützt. Er war bester Kumpel von Jorge Videla, einem Diktator, der geschätzt 30.000 politische Dissidenten verschwinden ließ. Videla hat auch politische Gegner und deren Familien in geheimen Konzentrationslagern gefoltert. Kissinger hat diese Brutalität ermutigt und lobte den Diktator für dessen Kampf gegen „Terrorismus“.

 

Henry Kissingers Kriegsverbrechen sind viel zu zahlreich um in einen Artikel zu passen. Für ein besseres Verständnis über seien vielen Kriegsverbrechen empfehle ich das Buch „Die Akte Kissinger“. https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Akte_Kissinger

 

BARACK OBAMA

 

2009 wurde Barack Obama mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, für seine „außerordentlichen Anstrengungen zur Stärkung der Diplomatie und der Zusammenarbeit zwischen den Völkern“. Bevor ich in die Kriegsverbrechen Obamas eintauche, möchte ich ein paar Einschränkungen machen. Obama ist nicht so wie Kissinger.

 

In seinem Wahlkampf 2008 behauptete Obama, er wolle sich ohne Vorbedingungen mit Gegnern treffen. Darüber hinaus hat er dieses Versprechen auf zweierlei Arten erfüllt. Er hat erfolgreich den Iran-Deal verhandelt und das Embargo gegen Kuba gelockert. Diese Errungenschaften sollte man nicht beiseite wischen. Trotzdem werden Obamas diplomatische Errungenschaften durch seine imperialistischen Misserfolge überschattet. Ich schiebe auch die meisten Misserfolge Obamas auf seinen Mangel an Werten und nicht auf machiavellistische Tricks. Die meisten schlechten außenpolitischen Entscheidungen kann man darauf zurückverfolgen, dass er von Leuten im Establishment des Militär/Industrie-Komplexes überredet wurde, etwa von seinem CIA-Direktor John O. Brennan.

 

Barack Obamas verwerflichste Politik war seine Unterstützung des von Saudi Arabien angetriebenen Völkermords im Jemen. Obama genehmigte die Luftbetankung saudischer Bomber (durchschnittlich 2 pro Tag) und er richtete eine Joint Planning Cell (gemeinsame Planungsgruppe) ein, um den Saudis für die Bombardierung des Jemen logistische und Aufklärungsunterstützung zu geben.

 

Obama genehmigte auch zig Milliarden an Waffenverkäufen an Saudi Arabien, das zur Vernichtung der jemenitischen Infrastruktur benutzt wurde und das Land in einen massive Hungersnot warf.

 

Allein 2016 führte Obamas Politik zum Tod von 63.000 jemenitischen Kindern. Sie kamen durch vermeidbare Ursachen ums Leben, die mit Unterernährung zusammenhängen. Diese Tode wurden durch die saudischen Bombardierungen verursacht und durch die de facto Blockade humanitärer Hilfe.

 

So hat etwa Saudi Arabien, mit US-Unterstützung, im August 2015 die Kräne im Hafen von Hodeidah bombardiert. 70% aller humanitären Hilfe für den Jemen kam über den Hafen Hodeidah. Die Bombardierung der Kräne in diesem großen Hafen ist ein Kriegsverbrechen.

 

So haben humanitäre Hilfsgruppen davor gewarnt, dass die von den US unterstützten Bombardierungen im August 2015 zu massenhaftem Kindersterben führen werden. Die Unterstützung und Hilfe dieser Kriegsblockadentaktik durch die Obama-Administration war ein gewaltiges moralisches Versagen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Krieg im Jemen ohne die US-Unterstützung möglich gewesen wäre. Weder Saudi Arabien noch die UAE haben die Fähigkeit, eine fortdauernde Bombardierung durchzuführen, es sei denn, mit äußerer Unterstützung durch große imperiale Mächte wie die Vereinigten Staaten.

 

Barack Obama hat auch die Operation Timber Sycamore genehmigt, das Ausbildungs- und Ausrüstungsprogramm der CIA in Syrien. Das Multi-Milliarden-Programm hat Kämpfer bewaffnet und ausgebildet, um Assad zu stürzen. Ich persönlich glaube, dass der Syrien-Konflikt nicht Schwarz-Weiß ist. Da kann man vielen die Schuld geben. Meiner Meinung nach erzählen weder die Pro-Assad noch die Anti-Assad-Autoren die vollständige komplizierte Geschichte. Mehr als ein halbes Dutzend Länder haben den Stellvertreterkrieg mit angefeuert, aus verschiedenen Gründen, und Assad ist nicht bloß ein Opfer westlichen Imperialismus.

 

Abgesehen von diesen Vorbehalten ist eindeutig klar, dass Timber Sycamore eine schreckliche Idee war, die zu einer lehrbuchmäßigen Eskalation geführt und den Syrien-Konflikt gesteigert hat und leicht der Grund sein könnte, dass weitere Hunderttausende Syrier starben. Milliarden von Dollar wurden in die „genehmigten“ Rebellengruppen gepumpt. Viele dieser Gruppen stellten sich als salafistisch-dschihadistische Gruppen und Gruppen mit Verbindungen zur Moslembruderschaft heraus, die ethnische Morde und verschiedene andere Kriegsverbrechen begangen haben.

 

Zu diesen Gruppen, die entwerde Training oder Waffen erhalten haben, zählen Ahrar al Sham, Jaysh al Islam und Nour al-Din al-Zenki, sie alle wurden durch Amnesty International der Kriegsverbrechen beschuldigt. Die massive Lieferung von BGM-71 TOWs durch Timber Sycamore wird manchmal auch (in meinen Augen zurecht) als die Politik angeführt, die Russland zum Einschreiten in Syrien veranlasst habe. Das ist der zuvor erwähnte lehrbuchmäßige Grund für die gegenseitige Eskalation.

 

Obama hat auch das weltweite Drohnenprogramm begründet, das Noam Chomsky „den extremsten terroristischen Feldzug der Moderne“ nannte. Eine Studie zu Afghanistan in einem Zeitraum von sechs Monaten kam zu dem Ergebnis, dass 90% aller bei US-Drohnenangriffen getöteten Menschen keine beabsichtigten Ziele waren. Das Bureau of Investigative Journalism ist eine Quelle, die die hohen Opferzahlen dokumentiert hat, die unter Obamas Drohnenprogramm zustande kamen (und die unter Trumps Administration fortgesetzt und oft erhöht wurden).

 

AUNG SAN SUU KYI

 

Aung San Suu Kyi gewann 1991 den Friedensnobelpreis für „ihren gewaltfreien Kampf für Demokratie und Menschenrechte“. Gegenwärtig ist sie State Counsellor (das entspricht einem Ministerpräsidenten) vom Myanmar. State Counsellor Suu Kyi hat gerade das größte, gewaltsame Projekt einer ethnischen Säuberung im 21. Jahrhundert geleitet. Es hat sich herausgestellt, dass sie für Menschenrechte und Demokratie gekämpft hat... außer man ist ein Rohingya Moslem.

 

Die brutale Verfolgung der Rohingya, die Suu Kyi beaufsichtigte, hat nach konservativen Schätzungen 10.000 Rohingya das Leben gekostet. Das Militär von Myanmar hat Kinder bei lebendigem Leib verbrannt und Tausende Rohingya-Frauen vergewaltigt. Seit 2015 sind mehr als 900.000 Rohingya aus Myanmar geflohen, die meisten in das benachbarte Bangladesch.

 

Es gab Behauptungen, das ethnische Säuberungsprogramm könnte eine Antwort auf gewalttätige, extremistische Gruppen der Rohingya sein, die in der Rakhine-Provinz von Myanmar tätig waren. Ich finde das plausibel, bedenkt man die historische Unterdrückung der Rohingya und ihre folgenden Aufstände, die mehr als ein halbes Jahrhundert zurückreichen.

 

Das ist jedoch mit Sicherheit keine Entschuldigung, Zivilisten der Rohingya mit Macheten zu Tode zu hacken (ähnlich wie es die Hutus den Tutsis im Völkermord in Ruanda antaten).

 

State Counsellor Suu Kyi hat abgestritten, dass es ein ethnisches Säuberungsprojekt gibt und sie hat die militärische Niederschlagung unterstützt. Sie hat den Kriegsverbrechern im Militär mit ihrer Aussage Deckung gegeben: „Es gab Anschuldigungen und Gegenanschuldigungen … wir müssen sie alle anhören.“

 

Suu Kyi wurde zur Führungsfigur, die die Untersuchungen des Internationalen Strafgerichtshofs über Myanmars ethnisches Säuberungsprojekt als „nicht in Übereinstimmung mit internationalem Recht“ attackierte. Bei der UN machte sie mit der Verteidigung der Kriegsverbrechen ihres Militärs weiter.

https://news.un.org/en/story/2019/12/1053221

 

Damit es keine Missverständnisse gibt, wie ich oben angedeutet habe: Nicht alle Rohingya sind in dem Konflikt unschuldig. Es gibt glaubwürdige Berichte, die einige extremistische Gruppen in der Provinz Rakhine mit saudischen Geldern in Verbindung bringen. Aber das ist eine falsche Gleichwertigkeit, die von Verteidigern der ethnischen Säuberung benutzt wird, um alle Rohingya in Myanmar mit Al Qaeda zu verschmelzen. Buddhistische Nationalisten benutzten die (wahrscheinlich) richtige Behauptung, dass der weltweite Terrorismus-Sponsor Saudi-Arabien ein paar Rohingya-Gruppen finanziert, als Vorwand, um eine ethnische Säuberung einer ganzen Bevölkerung, die größtenteils friedlich ist, durchzuführen.


SCHLUSSFOLGERUNG

Es ist ganz einfach. Der Friedensnobelpreis ist wie jeder andere Auszeichnung. Manchmal liegen die Preisverleiher richtig und manchmal nicht. Jene Leute, die die Auszeichnung erhalten, gewinnen sie nicht aufgrund objektiver moralischer Leistungen. Sie gewinnen diese Preise aufgrund von Medien-Narrativen. Als der Friedensnobelpreis an Martin Luther King Jr. verliehen wurde, haben sie es richtig gemacht. Als sie Henry Kissinger den Preis verliehen, haben sie sich als Clowns von höchstem Rang entlarvt. Nehmt Auszeichnungen wie den Friedensnobelpreis nicht ernst. Es sind Popularitätswettbewerbe, bei denen oft diejenigen, die populär sind, eigentlich für eine abscheuliche Politik einstehen.

 

 

Dieser Artikel erschien im Original bei OneWorld.press
http://oneworld.press/?module=articles&action=view&id=1325

 

 

Anm.d.Ü.: 2013 erhielt diesen Preis die OPCW. Begründung: "Für ihre umfänglichen Bemühungen zur Beseitigung chemischer Waffen." Ein weiterer makaberer Witz.


https://off-guardian.org/2020/02/29/media-whipping-covid19-panic-to-unprecedented-heights/

 

Die Medien treiben die Covid-19 Panik in ungeahnte Höhen

 

Ist es nur Massenhysterie oder wird ein größerer Plan verfolgt?

 

Von Kit Knightly, 29.02.2020

 

 

Ein neuer Tag, eine neue Runde schriller Schlagzeilen. Das Corona-Virus könnte sich „in jedes Land der Erde“ ausbreiten (so wie die Windpocken), wir müssen vielleicht die Olympischen Spiele absagen. Verbietet das Händeschütteln! Uns gehen die Masken aus!

 

 

Wir haben uns die Statistiken angesehen, einmal reicht. https://www.worldometers.info/coronavirus/

 

Bisher ist das Corona-Virus, wissenschaftlich gesprochen, nicht sonderlich bemerkenswert.

https://off-guardian.org/category/coronavirus/

 

Aber trotzdem.... es ist so weit. Eine Welt am Abgrund einer totalen, grenzenlosen Panik.

 

Vor zwei Tagen wurde die Angst mit einer Frau in Japan verknüpft, die diese Krankheit angeblich zweimal bekam.

 

Heute sabbern die Behörden wegen einer Diskussion in Australien über Quarantäne in Sportstadien und die Möglichkeit, dass in Großbritannien das Militär dem überlasteten NHS helfen muss.

 

Insgesamt haben sich in diesen beiden Ländern weniger als 50 Menschen infiziert.

 

Die Medien widmen sich zweifelsfrei der Aufgabe, so viel Hysterie wie möglich zu verbreiten, so schnell wie möglich.

 

Vor allem der Guardian legt sich ins Zeug, so wie immer wenn es darum geht, grundlose und flüchtige Angst zu verbreiten. Zuerst kommt eine nette kleine „Fakten-Check“-Geschichte, um die Menschen daran zu hindern, ein Gespür für das Ausmaß zu entwickeln.

 

Ja, es ist schlimmer als die Grippe: Die Entzauberung des Corona-Mythos“ lautete die Schlagzeile, bevor man uns erzählt, dass das Corona-Virus „10 mal tödlicher“ als die Grippe sei, der sie eine Todesrate von „nur 0,1%“ nachsagen.

 

Das tun sie, um a) Artikeln wie diesem entgegenzuwirken, die etwas Realismus verbreiten wollen (anscheinend zählt das jetzt als „Verbreiten von Märchen“) und ist b) so täuschend, dass es an eine glatte Lüge grenzt.

 

Wenn man jeden einzelnen bekannten oder vermuteten Grippe-Fall auf der Welt zählt, dann kann man die Todesrate bestimmt auf 0,1% drücken. Aber wenn man fachgerechter die Grippefälle in Krankenhäusern mit den Covid-19-Fällen in Krankenhäusern vergleicht, dann hat die normale Grippe eine deutlich höhere Sterblichkeitsrate. 5,6% (in den USA) verglichen mit 1 bis 3%.

 

Also warum schließen sie die Welt nicht ab, um uns vor diesem bekannten, aber tödlichen Erreger zu retten?

 

Anderswo warnt uns eine Schlagzeile vor den Gefahren von „Super-Streuern“ und eine andere erklärt, dass „Eine Epidemie kommt: Europa kämpft damit, das Corona-Virus einzudämmen“. Es wird nicht erwähnt, dass diese „Epidemie“, die Europa „einzudämmen versucht“, nur 1093 Menschen auf dem ganzen Kontinent infiziert hat, oder dass nur 23 daran gestorben sind. (Mittlerweile wurde die Schlagzeile etwas verändert, etwas weniger dramatisch.)

 

Das sind nur die Fakten (die früher heilig waren). Die Meinungen sind noch besser.

 

Gabby Hinsliff, das ungekannte Gesicht der dystopischen Zukunfts-Gestalter, glaubt, dass Britannien „zu egoistisch“ sei, um heute mit dem Corona-Virus richtig umzugehen (mit allen 20 Betroffenen). Um dann über Menschen herzuziehen, die ihre Kinder nicht impfen lassen, und die dann ohne Zusammenhang über das „Allgemeinwohl“ faselt.

 

Derweil redet Jonathan Freedland von einem „Krieg gegen die Krankheit“ und klopft dabei dem Westen auf die Schulter, weil der „offen und ehrlich“ ist (im Gegensatz zu China und dem Iran), während er sich auf die einzige Person einschießt, die er kritisiert – Donald Trump. (Jeremy Corbyn ist ja jetzt als Chef der Labour-Partei zurückgetreten)

Anscheinend sollte Trump mehr tun um die Krankheit zu bekämpfen, die bisher 60 US-Bürger infiziert hat, darunter kein tödlicher Fall. Es sind mehr Amerikaner durch Maissirup gefährdet, oder durch das vergiftete Wasser in Flint (aber da man das nicht einfach dem politischen Monster der Woche anlasten kann, wird Freedland auch nicht darüber schreiben).

 

Aber wozu soll das Ganze nützlich sein? Schwer zu sagen, außer dass jede autoritäre Behörde ihren Senf dazugibt.

 

Da haben wir die Kampagne gegen das Bargeld, mit der Behauptung, es würde Krankheiten verbreiten, und wir haben die Impfgegner, die von Vox an den Pranger gestellt werden (als wäre das irgendwie relevant), und Facebook „kämpft gegen die Desinformation“.

 

Ganz allgemein werden wir ermutigt, das „größere Ganze“ zu betrachten. Dass es für alle am besten wäre, wenn diese Gruppe eine Ausgangssperre erhält und in Quarantäne kommt, und eine Reisesperre erhält. Über die Impfpflicht wird noch nicht so viel geredet... noch nicht, aber hier und da wird geflüstert (der Artikel von Gabby Hinsliff ist schon ein kleiner Hinweis darauf).

 

Dann ist da noch der finanzielle Aspekt. Nicht nur die Gelder für die Impf-Forschung oder die Test-Kits, die massenhaft verkauft und verschifft werden, sondern auch das Spiel am Aktienmarkt. Die Titelseiten sind voll damit, dass diese „Pandemie“ den größten Börsencrash seit 2008 verursacht, aber fallende Kurse sind immer noch Gelegenheiten um einen Haufen Geld zu machen.

 

Aktien billig kaufen und auf eine Markterholung warten, Wechselkurse leer verkaufen, oder der irrsinnige Derivate-Markt (im Grunde das Zocken darauf, ob Aktien steigen oder fallen). All das kann einen reich machen, wenn man die Rezession richtig einschätzt, was einem viel leichter gemacht wird, wenn man einen kommenden Crash voraussagen kann … etwa, indem man eine Menge Angst verbreitet.

 

Jeder, der mit Event 201 vertraut ist, einem Szenario, das sich auf eine zoonotische Form eines neuartigen Corona-Virus konzentriert, wird wissen, dass darin ein völliger Zusammenbruch des Finanzmarktes vorausgesagt wird.

http://www.centerforhealthsecurity.org/event201/scenario.html

 

Sollte sich ein sehr ähnliches reales Ereignis abspielen, dann hätten sie ein Motiv, irgendwelche Derivate zu handeln und die Angstmaschine in Betrieb zu nehmen. Leicht verdientes Geld, so wie das Zocken bei einem manipulierten Spiel.

 

Das Szenario wurde von der NGO Center for Health Security abgehalten und von der John Hopkins Bloomberg School of Medicine und der Bill and Melinda Gates Stiftung gesponsert. ( Die Übung endete mit einer Liste mit sieben Empfehlungen, die ihr hier lesen könnt: http://www.centerforhealthsecurity.org/event201/recommendations.html )

 

Währenddessen bekommt eine wichtige Gerichtsverhandlung überhaupt keine Aufmerksamkeit und die Türkei fängt in Syrien womöglich einen richtigen Krieg an. Nur leises Geflüster in den Medien über diese Storys. Die Realität hat gegenwärtig keinen Platz in unseren Schlagzeilen.

 

Dies ist die größte Massenpanik seit langem, an die ich mich erinnern kann, vielleicht seit Y2K (die Panik zum Jahreswechsel 2000). Entweder erlebt die Welt wirklich einen globalen Moment an Massenhysterie, oder irgendeine mächtige Hand treibt gerade ein großes Spiel.

 

Bleibt dran.


https://libertyblitzkrieg.com/2020/02/24/critical-thinking-has-never-been-more-important/#more-63037

 

Kritisches Denken war nie wichtiger als jetzt

 

von Michael Krieger, 24.02.2020

 

 

Es gibt mehrere Gründe, warum ich so viel Zeit mit der Diskussion und Analyse des gegenwärtigen Zustands verbringe. Der wichtigste Grund ist – neben dem Drang, meine persönliche Meinung zu verbreiten und Aufmerksamkeit zu erregen – die Menschen zum kritischen Denken zu ermutigen. Ich will gar nicht, dass die Leser mit allem übereinstimmen was ich sage. Ich will, dass die Menschen angeregt werden selbst nachzudenken.

 

Die herrschende Klasse will nicht, dass ihr eigenständig denkt. Sie wollen, dass ihr einfach die unsinnigen Geschichten akzeptiert, die sie euch erzählen. Dagegen will ich nicht, dass der Leser blind alle meine Schlussfolgerungen akzeptiert. Eher möchte ich, dass meine Arbeit eine Fallstudie ist, wie man unabhängige Logik anwendet und Einsicht zu verschiedenen Themen und Situationen erlangt.

 

Ich habe zwar den Präsidentschaftswahlkampf 2020 hier wenig diskutiert, aber auf Twitter habe ich dazu einiges kommentiert, und die Leute fragen mich oft, warum ich den Zirkus überhaupt diskutiere. Der Grund ist nicht, dass ich erwarten würde, dass ein Politiker daherkommt und uns retten wird und alles in Ordnung bringt. Sondern weil die Antworten des Establishments auf „populistische“ Kandidaten so aufschlussreich sind.

 

Auch wenn Trump wenig getan hat, um die grundlegenden Probleme unserer Nation anzusprechen; etwa das Justizsystem mit zwei Klassen, die Macht der Zentralbank, den finanziellen Feudalismus, den aggressiven Militarismus/Imperialismus, die wild gewordenen Geheimdienstagenturen, den Missbrauch der Bürgerrechte und die Zensur der Tech-Giganten; sein unerwarteter Sieg über die auserwählte Hillary Clinton hat nichtsdestotrotz viele Personen und Institutionen als den Betrug entlarvt, der er ist. Bernie Sanders Kandidatur tut das selbe. Man muss die einzelnen Politiken von Trump oder Sanders nicht mögen, um zu genießen, wie jeder Kandidat mit etwas Grassroots-Populismus die „Eliten“ in Panik versetzt.

 

Trumps Kandidatur hat die Massenmedien als die Scharlatane enthüllt, die sie sind. Bei Bernie geschieht das selbe.

Alles gut. Diese Lektion brauchen wir und wir müssen aufhören, wie Kleinkinder zu sein, die so tun als wären diese Sender irgend etwas anderes als Propaganda.“

--- Michael Krieger (@LibertyBlitz) 22. Februar 2020

 

Es ist wichtig zu verstehen, dass die herrschende Klasse Trump oder Sanders nicht persönlich fürchtet – mit einer einzelnen Person kann man fertig werden. Was sie wirklich fürchten, das seid ihr. Sie haben Angst, dass sich die Menschen um nicht genehme Kandidaten scharen und dann über Dinge reden, von denen das Establishment nicht will, dass darüber geredet wird. Das ist der Hauptgrund, warum das ganze Russia-Gate-Märchen gegen Trump aufgetischt wurde und von den Massenmedien hysterisch aufgeblasen wurde.

 

Indem man sicherstellte, dass „der Widerstand“ gegen Trump sich um ein erfundenes Narrativ der Geheimdienste drehte, konnte die Machtstruktur verhindern, dass eine große Anzahl an Menschen vier Jahre lang über keine echten oder wichtigen Themen redete. Auch wenn es Trump nicht aus dem Amt entfernt hat, so hat es doch bisher erfolgreich die Menschen in emotional gebrochene geistige Zwerge verwandelt.

 

Aus diesem Grund wurde soeben die genau gleiche Taktik gegen Bernie Sanders gestartet und Jeff Bezos' Washington Post hat eine Tag vor dem Nevada Caucus berichtet, dass Russland angeblich auch Sanders hilft. Das ist lächerlich, aber man muss die Strategie dahinter verstehen. Wenn man Sanders nicht an der Nominierung hindern kann, dann braucht das Establishment einen Plan B, und dieser Plan sieht wie ein weiteres Russia-Gate aus. Diese Leute sind nicht sehr erfinderisch.

 

Als klar wurde, dass Trump nicht aufzuhalten war, da wurde er als ein Werkzeug der Russen beschimpft, und die selben Samen werden jetzt rund um die Sanders-Kampagne gepflanzt. So absurd es auch sein mag, das wichtigste Ziel ist, dass niemand über irgend etwas Wichtiges redet. Ohne Russland-Hysterie würde ein Match Sanders gegen Trump schnell zu einer Schlacht darüber, wer der populistischere ist und Themen, die die sogenannte Elite unruhig werden lassen, würden überall diskutiert. Die herrschende Klasse will nicht, dass die Öffentlichkeit über solche Dinge redet, also müssen sie die Wahl in einen völligen Zirkus verwandeln, falls Sanders nicht verhindert werden kann. Anstatt über wirtschaftliche Unsicherheiten zu diskutieren, über Gesundheitsversorgung, Studienkosten und Kriege für das Imperium, lautet das Ziel, Sanders und Trump den gesamten Wahlkampf damit zu verbringen, darüber zu diskutieren wer Russland mehr hasst.

 

Die wichtige Lehre hieraus ist, wie komplett verängstigt und heruntergekommen die herrschende Klasse diese Landes wirklich ist. Sie haben zu keinem wichtigen Thema irgendein Argument oder eine Philosophie. Und so ist ihre einzige Taktik, die Öffentlichkeit mit Unsinn und erfundenen Narrativen zu überwältigen, um die Massen zu spalten, zu verwirren und zu kontrollieren, während sie die imperiale Oligarchie genauso am Laufen halten wie es schon seit Jahrzehnten geschieht. Hat man das Spiel einmal durchschaut, so kann man das nicht mehr rückgängig machen. Und die gute Nachricht ist, dass wir alle selbst die Macht besitzen, die sie am meisten fürchten. Die Macht, selbst zu denken und die lächerlichen Lügen zurückzuweisen.

 

Daher müssen wir auf diese Leute unablässig Druck ausüben und nie damit nachlassen. Wenn sie sich unter Druck fühlen, dann bekommen sie Angst. Wenn sie Angst bekommen, dann werden sie verzweifelt. Wenn sie verzweifelt werden, dann machen sie Fehler. Und wenn sie genug Fehler gemacht haben, dann werden wir gewinnen.


https://caitlinjohnstone.com/2020/02/25/op-ed-stop-revolting-you-insolent-peons/

 

 

 

Op-Ed: Hört auf zu rebellieren, ihr unverschämten Sklaven!

 

 

 

Von Snooty McCentrist, 25.02.2020

 

 

 

Der heutige Artikel von Caitlin Johnstone wurde durch einen Leitartikel von Snooty McCentrist vom National News Conglomerate NNC ersetzt. Seid folgsam!

 

 

Oh mein Gott, hört auf damit. Hört einfach auf. Ich hab die Schnauze voll von euch unverschämten Lohnsklaven und eurer Möchtegern-Revolution. Hört mit diesem Unsinn auf, bevor etwas passiert, das wir alle bereuen werden.

 

Meine Leitartikel-Kollegen und ich haben euch undankbaren Gossenkindern immer und immer wieder von oben herab erklärt, dass grundlegende Sozialprogramme schlecht sind und eine grenzenlose militärische Expansion gut ist. Und der einzige Grund, warum ihr anders denkt, ist die Kreml-Propaganda. Ihr wollt doch Bernie Sanders und ein funktionierendes Gesundheitswesen gar nicht; das ist nur etwas, das euch Wladimir Putin glauben machen will. Ihr wollt doch das gleiche was alle Amerikaner wollen: einen starken nationalen Sicherheitsstaat.

 

Wollt ihr Bernie Bros das, was Putin will? Wollt ihr das? Seid ihr etwa in Putin verliebt oder so? Wisst ihr, wer Putin noch geliebt hat? Hitler.

 

Meine Freunde und ich haben gerade drüben im Country Club darüber geredet, und wir sind uns einig, dass ihr ungewaschenes Gesindel völlig außer Kontrolle seid, auf der ganzen Welt. Wusstet ihr, dass die Demonstranten vor dem Gebäude der Auslieferungsanhörung von Julian Assange so laut waren, dass die Menschen im Gerichtssaal Schwierigkeiten hatten, der Anhörung zu folgen?

 

 

Deepa Driver:

 

 

Ich habe gerade ein paar Kommentare aus der Presse über den Lärm des Pöbels gelesen. Ich möchte diesen Artikel von Craig Murray empfehlen: https://www.craigmurray.org.uk/archives/2020/02/your-man-in-the-public-gallery-assange-hearing-day-1/

 

 

 

 

Eine Konsequenz daraus ist, dass Julian Assange hinten im Gerichtssaal hinter Panzerglas sitzen muss. Mehrmals brachte er bei der Verhandlung vor, dass dieser Umstand es ihm erschwert, dem Verfahren akustisch und visuell zu folgen. Die richterin Vanessa Baraitser hat das mit fleißiger Unaufrichtigkeit als ein Problem interpretiert, das durch das weit entfernte Geräusch der Demonstranten vor den Gebäude verursacht würde, anstatt durch den schusssicheren Käfig, in den Assange eingesperrt ist.“

 

 

 

Wir versuchen, einen widerspenstigen Herausgeber von Leaks an den Eastern District of Virginia auszuliefern, und ihr dreistes Volk habt es fast geschafft, dass unsere Erektionen zusammenfielen.

 

 

 

Wir hatten ein etabliertes System, das seit Generationen prima funktioniert hat, vielen Dank, und wir wollen nicht, dass der Pöbel mit seinen fettigen Hendl-Fingern ins Lenkrad greift. Es passte alles so schön zusammen: wir steuern die Dinge und erzählen euch, was ihr zu denken habt. Und ihr dürft das für den größten Teil eures Lebens im Wachzustand am Laufen halten. In eurer Freizeit dürft ihr die Sachen machen, die der Plebs so liebt: euch im Dreck wälzen, beim Monster Truck Wrestling zuschauen, bei McDennys Fast Food futtern und T-Shirts tragen. Alle gewinnen.

 

 

 

Aber das reicht euch gierigen Bauern ja nicht, stimmt's? Nein, ihr wollt kostenlose Bildung, wozu eigentlich? Ihr könnt euren Stolz nicht hinunterschlucken und nach Yale gehen? Ihr wollt kostenlose Gesundheitsversorgung, weil Mamis und Papis Versorgung für euch nicht gut genug ist? Herrgott nochmal, zapft doch einfach eure Investment-Fonds an, wenn ihr knapp bei Kasse seid.

 

 

 

Die heutige Jugend ist besonders anspruchsvoll. Sie will alles auf einem silbernen Tablett serviert bekommen, anstatt selbst alles auf silberne Teller zu legen, wie normale Erwachsene es tun. Wenn ihr ein Problem damit habt, euren Mercedes oder den Psychiater eures Pudels zu bezahlen, dann müsst ihr euch halt selbst am Haarschopf aus dem Sumpf ziehen und eure Yacht verkaufen, so wie der Rest von uns.

 

 

Ich wurde in den Vorstand von Papas Firma berufen, als ich kaum aus dem Studium heraus war. Ich musste an so vielen Besprechungen teilnehmen – manchmal drei pro Jahr! Aber man muss sich auf die harte Tour durchsetzen, wenn man so erfolgreich sein will wie ich.

Man kann nicht alles haben, ihr Bernie Bros. Nur weil eine klare Mehrheit von euch in jedem Wahlkreis in jedem Staat der ganzen Nation in allen Umfragen und bei allen Wahlen in großer Zahl bestimmte Dinge gefordert hat, heißt das noch lange nicht, dass ihr das auch haben dürft. Dies ist eine Demokratie, ihr erinnert euch?

Die Realität ist, dass man manchmal Opfer für unsere Aktienportfolios bringen muss.

Wollt ihr noch vier weitere Jahre Trump, ihr Bernie Bros? Denn durch die Nominierung von Sanders bekommt ihr vier weitere Jahre Trump; meine Freunde im Club und ich werden alles tun, um dies zu gewährleisten. Glaubt mir, es wird uns viel mehr wehtun als euch, denn dieser Mann twittert manchmal sehr unhöfliche Dinge über uns.

Also tut einfach das Richtige, vergesst eure kleine Revolution und nominiert einen sicheren, gemäßigten Progressiven wie Michael Bloomberg oder Ted Cruz. Dann können wir wieder die Welt regieren, und ihr könnt wieder zu euren Netflix-Fernsehern und euren Donut-Pizzen zurückkehren. Alle sind glücklich, und wir müssen nicht autoritär auf euch unverschämte Ärsche einreden. Kapiert? Habt ihr das verstanden? Alles klar.


http://ronpaulinstitute.org/archives/featured-articles/2020/february/24/trump-s-betrayal-of-julian-assange/

 

Trumps Verrat an Julian Assange

 

von Ron Paul, 24.02.2020

Ron Paul war viele Jahre US-Abgeordneter und dreimal Präsidentschaftskandidat

 

Eine Sache haben wir aus der Präsidentschaft Trumps gelernt: Der „Tiefe Staat“ ist nicht bloß irgendeine verrückte Verschwörungstheorie. In den letzten drei Jahren haben wir gesehen, dass der Tiefe Staat einen Versuch nach dem anderen unternommen hat um das Wahlergebnis zunichte zu machen.

 

Es begann alles mit der verlogenen „Geheimdienst-Einschätzung“ des ehemaligen CIA-Direktors John Brennan zu einer russischen Einmischung in die Wahl 2016. Es wurde behauptet, dass alle 17 US-Geheimdienste darin übereinstimmten, dass Putin Trump ins Amt gehievt habe. Aber später erfuhren wir, dass der Bericht durch eine Handvoll von Brennan handverlesenen Agenten zusammengeschustert wurde.

 

Donald Trump hat als Präsidentschaftskandidat die Pläne Washingtons durchkreuzt und dadurch Elemente des Tiefen Staats gegen ihn mobilisiert.

 

Eines der Dinge, die Donald Trump ein Fadenkreuz des Tiefen Staats auf seinem Rücken verschafft haben, war sein wiederholtes Lob für WikiLeaks. Jene Pro-Transparenz Medienorganisation, die von dem australischen Journalisten Julian Assange angeführt wurde. Mehr als 100 Mal hat Kandidat Trump bei seinen Wahlkampfreden gesagt: „Ich liebe WikiLeaks“.

 

Es hat Trump gefallen, als WikiLeaks die Kriminalität Hillary Clintons und der Demokratischen Partei aufdeckte, denn sie haben betrogen, um Bernie Sanders die Nominierung der Demokratischen Partei zu verwehren. Die Veröffentlichung der DNC-EMails durch WikiLeaks hat die tiefe Korruption im Zentrum der US-Politik offenbart. Und dem Kandidaten Trump hat diese Transparenz gefallen.

 

Dann wurde Trump gewählt.

 

Die echte Tragödie der Präsidentschaft Trumps wird nirgends deutlicher als in Trumps 180 Grad Wende gegenüber WikiLeaks und seinem Gründer Julian Assange. „Ich weiß nichts über WikiLeaks“, sagte er als Präsident. „Das ist nicht wirklich mein Ding.“

 

US-Druck und Bestechung der ecuadorianischen Regierung haben Assanges Asyl in einem Raum der ecuadorianischen Botschaft in London beendet. Nach seiner dramatischen Verhaftung durch die London Metropolitan Police letzten April wurde er im Grunde in einer britischen Gefängniszelle im Auftrag des Tiefen Staats der USA gefoltert.

 

Heute, am Montag, den 24. Februar, steht Assange vor einem britischen Gericht vor einer Anhörung zur Auslieferung. Die Trump-Administration – angeführt von einem Mann, der Assanges Arbeit gelobt hatte – wünscht sich für Assange einen Schauprozess wie in den schlimmsten Sowjet-Zeiten. Die USA wollen eine 175-jährige Haftstrafe.

 

Die Trump-Administration argumentiert, dass der Australier Assange wegen Spionage gegen ein Land verurteilt wird, dessen Bürger er nicht einmal ist. Gleichzeitig argumentiert die Trump-Administration, dass der Erste Verfassungszusatz für Assange nicht gilt, weil er kein US-Bürger ist! Also ist Assange dem US-Recht unterworfen, wenn es um die Veröffentlichung von Informationen geht, die dem Tiefen Staat der USA peinlich sind. Aber er ist dem US-Recht – der US-Verfassung – nicht unterworfen, wenn es um den Schutz von Journalisten geht, was das Rückgrat unseres Regierungssystems ist.

 

Es ist ein Witz, dass Präsident Trump, der das Opfer jeder Menge Einmischung des Tiefen Staats geworden ist, das Geschäft des Tiefen Staats erledigt, wenn es um Assange und WikiLeaks geht. Präsident Trump sollte den unvermeidlichen US-Schauprozess gegen Assange ausbooten, indem er den Journalisten gemäß dem Ersten Verfassungszusatz der Verfassung der Vereinigten Staaten rundweg begnadigt.

 

Der Tiefe Staat, dem Trump dient, indem er Assange verfolgt, ist genau derselbe Tiefe Staat, der weiterhin plant, Trump zu beseitigen. Freiheit für Assange!


http://thesaker.is/understanding-why-they-lie-and-why-they-get-away-with-it/

 

 

 

Damit man versteht, warum sie lügen und warum sie damit davonkommen

 

 

 

vom Saker, 12.02.2020 (geschrieben für die Unz Review)

 

 

                                                            Trumps Ansprache nach dem iranischen Gegenschlag

 

 

 

 

 

Anstelle einer normalen Einleitung: die sich ständig verändernden Opferzahlen (BDA = Battle Damage Assessment)

 

 

 

Freunde, das Pentagon mal wieder. Mittels CNN, natürlich. Hier die „neueste Meldung“:

 

 

 

Über 100 Soldaten der USA wurden leichte traumatische Hirnverletzungen bescheinigt, nach dem Raketenangriff am 8. Januar auf den Militärstützpunkt al Asad im Irak, so ein US-Vertreter mit Kenntnis der neuesten Informationen?

 

https://edition.cnn.com/2020/02/10/politics/traumatic-brain-injuries-iran-strike/index.html?utm_medium=social&utm_term=link&utm_content=2020-02-10T17%3A21%3A09&utm_source=twCNN

 

 

 

Colonel Cassad hat auf seiner Webseite diese, sagen wir mal, „Evolution“ der Wahrheit aufgezeigt, wie sie von den USA berichtet wird:

 

 

 

X steht für „Verwundeter“

 

 

 

Y steht für „Todesfälle“

 

  1. X = 0, Y = 0

  2. X = 11, Y = 0

  3. X = 34, Y = 0

  4. X = 50, Y = 0

  5. X = 64, Y = 0

  6. X = 100+? ,Y = 0

  7. X >200, Y> 80?

 

(Die letzte Zeile ist natürlich hypothetisch, aber während ich hier schreibe, haben wir bereits 109 Opfer!)

 

 

 

Man beachte, dass die Zahl der überlebenden Verwundeten ständig ansteigt, es aber keinen Anstieg der Todesfälle gibt. Es gab nur „Flugzeugabstürze“ (die alle Unfälle waren, so sagt man uns). Fragt irgendeinen Militärspezialisten (oder Militärhistoriker) und er wird euch sagen, dass diese Art von „Entwicklung“ zunehmend unwahrscheinlich ist. (Hier mehr dazu: https://www.iraqbodycount.org/analysis/beyond/indifference-to-injury/3 )

 

 

 

Einfach ausgedrückt – diese Zahlen sind ziemlich offensichtlich unmöglich, was bedeutet, dass von dem Moment an, als der Ober-Idiot „so weit, so gut“ twitterte, die USA bereits gelogen haben:

 

 

 

Alles in Ordnung! Raketen aus dem Iran wurden auf zwei Militärbasen im Irak abgefeuert. Zur Zeit laufen Ermittlungen zu den Opferzahlen und den Schäden. So weit, so gut! Wir haben das mächtigste und am besten ausgerüstete Militär auf der ganzen Welt, bei weitem! Ich werde morgen am Vormittag eine Stellungnahme abgeben. – Donald J. Trump, 8. Januar 2020

 

 

 

Gibt es hier irgendjemanden, der abstreitet, dass die US-Regierung so ziemlich über alles lügt? Und das betrifft nicht nur die Exekutive. Der Kongress lügt womöglich noch mehr (beide Parteien, natürlich). Ja, ich möchte behaupten, dass das Lügen eines US-Politikers notwendig ist UND erwartet wird. Wenn jemand wie Tulsi Gabbard oder Ron Paul sich nicht an diese Regel halten, dann werden sie von den Medien umgehend als „Agenten Putins“ abgekanzelt, oder etwas ähnlich Geistloses.

 

 

 

Die Wahrheit ist, dass das Lügen im westlichen Diskurs zur Norm geworden ist.

 

 

 

Schlimm genug. Aber es gibt etwas Schlimmeres.

 

 

 

Das Schlimmste ist nicht, dass westliche Politiker lügen. Das Schlimmste ist, dass es keinen kümmert.

 

 

 

Das ist echt beängstigend.

 

 

 

Warum?

 

 

 

Weil in einer Gesellschaft, in der erwartet wird, dass jeder lügt, Fakten einfach keine Rolle mehr spielen.

 

 

 

Und das ist die Schlüsselfrage: Kümmert es uns oder nicht?

 

 

 

Nun, einige kümmert es ganz eindeutig. Sonst hätten wir nicht die Bücher von Howard Zinn oder Oliver Stones Filme als Bestseller. Und es gäbe auch keine lebhafte 9/11 Truth-Bewegung. Wollt ihr mehr Beweise?

 

 

 

Klar! Wie steht's mit den Menschen, die bereit sind ins Exil (oder ins Gefängnis!) zu gehen, um das Recht von Historikern zu verteidigen, frei über die Geschichte des 2. Weltkriegs zu ermitteln?

 

 

 

Wie steht's mit Edward Snowden, Julian Assange oder Bradley Manning? Wie steht's mit den Millionen von Menschen im Westen, die auf die Straße gehen, um gegen die verschiedenen Kriege gegen den Terror zu demonstrieren? Nein, es gibt eindeutig viele Menschen, die sich kümmern.

 

 

 

Das Problem ist, dass ihr Einfluss minimal ist, und das ist es, was ich heute betrachten möchte.

 

 

 

Sind Fakten und Wahrheit überflüssig geworden?

 

 

 

Ich bezweifle, dass es hier viele Leser gibt, die nicht bereits darüber Bescheid wissen, dass Kennedy nicht von einem „Einzeltäter“ erschossen wurde. Ebenso kennen wir alle die Wahrheit über den Zwischenfall im „Golf von Tonkin“. Dann gibt es jene, die erkannt haben, dass am Angriff auf Pearl Harbor etwas arg faul war. Einige erinnern sich sogar an die USS Liberty. Die meisten Spezialisten wissen über GLADIO Bescheid. Und ich könnte weitermachen. Tatsache ist, dass die meisten der schlimmsten Lügen des 20. Jahrhunderts in der Tat zweifelsfrei aufgedeckt wurden.

 

 

 

Chris Hedges hat es auf den Punkt gebracht, als er vom „Empire of Illusions“ sprach. Er zählt folgende Arten von Illusionen auf: Die Illusion der Belesenheit, die Illusion der Liebe, die Illusion der Weisheit, die Illusion des Glücks und die Illusion Amerika. Das Buch ist hoch interessant und ich empfehle es sehr. Aber ich glaube, dass es einen sehr wichtigen Aspekt des Imperiums als „Imperium der Illusionen“ gibt, und das ist die Illusion der Realität. Was meine ich damit?

 

 

 

Ich meine Folgendes: den meisten Menschen ist bewusst, dass es da draußen irgendeine Art von „Realität“ gibt. Natürlich ist vielen Menschen bewusst, wie schwierig es sein kann, diese „echte Realität“ wirklich zu bestimmen. Daher ziehen sie es vor, vorsichtig zu sagen, dass die Wahrheit ein sehr schwieriges Unterfangen ist. Das sind jene Menschen, die genug wissen um zu wissen, dass sie in Wirklichkeit nicht viel wissen. Aber es gibt da auch jene, die diese Vorsicht falsch interpretieren und meinen, dass es so etwas wie Realität überhaupt nicht gibt und es nur eine Summe unserer subjektiven Wahrnehmungen davon (von der Realität) gibt. Und bald haben wir diesen Verlauf:

 

 

 

- die Realität ist oft sehr schwierig festzustellen

 

 

 

über

 

 

 

- die Realität kann man unmöglich feststellen

 

 

 

zu

 

 

 

- die Realität existiert eigentlich gar nicht (und wenn, dann spielt sie keine Rolle)

 

 

 

Natürlich würden die meisten Menschen nicht direkt sagen, dass die Realität gar nicht existiert – sie tun nur so als gäbe sie sie nicht.

 

 

 

Alles begann vor Jahrhunderten durch eine ganz gewaltige Gleichgültigkeit gegenüber der Wahrheit seitens der Führer des Papsttums. Diesen Leuten ging es nur um Macht, und wenn die Religion ihnen die Macht geben konnte, dann war die Religion gut, aber wenn die Religion dem, was die Lateiner tun oder nicht tun konnten, Grenzen setzte (wie etwa während der berühmten "Valladolid-Debatte"), dann wurde die Religion plötzlich zu einem Hindernis, das "reformiert" werden musste. Und in der Tat, als das ursprüngliche Christentum "reformiert" wurde (sei es durch die Reform oder die Gegenreformation), brach für den größten Teil der Menschheit die Hölle los, und das Zeitalter des Imperialismus wurde vollständig eingeleitet und das alte Motto "exitus acta probat" („Das Ergebnis rechtfertigt die Taten“) wurde zum de facto-Maßstab der Moral.

Dann kam der erste Schlag der wissenschaftlichen Revolution in der Spätrenaissance, die dem Papsttum nur noch sehr wenig Glaubwürdigkeit verlieh.

Der nächste Schlag kam während des Zweiten Weltkriegs, als das Papsttum sein allerletztes Hurra kommen und gehen sah, und zwar ziemlich schnell (es dauerte genauso lange wie Hitlers "1000 Jahre Reich": 12 Jahre). Am Ende des Krieges lag das westliche Christentum in Trümmern, und noch schlimmer war die Tatsache, dass keiner der Sieger des Zweiten Weltkrieges (reformierte Anglos, atheistische Sowjets, Juden – säkulare und nicht-säkulare – usw.) irgendwelche warmen Gefühle für das Christentum übrig hatte (ehrlich gesagt, Hitler und Mussolini auch nicht). Zu diesem Zeitpunkt beschloss das Papsttum, Selbstmord zu begehen, und organisierte das II. Vatikanische Konzil, das die massivste Kapitulation der zuvor als heilig geltenden Werte in der Geschichte sein musste. Dieser unkluge Versuch, "den römischen Katholizismus mit einem menschlichen Gesicht" zu zeigen, führte zu einem völligen Scheitern. Diejenigen, die das Papsttum hassten, waren unbeeindruckt und mochten es nicht mehr. Was die verwirrten "römischen Katholiken" (die ich als "Lateiner" bezeichne) betrifft, so standen sie vor folgendem Rätsel: Wenn der Papst unfehlbar ist (was er nach dem Ersten Vatikanischen Konzil von 1868 ist), wie kann er dann den Lehren seiner eigenen Kirche (ganz zu schweigen von den Lehren seiner vermeintlich unfehlbaren Vorgänger!) so klar widersprechen? Einige erklärten, der Papst sei ein Ketzer, andere erklärten einfach, der "Heilige Stuhl" sei unbesetzt ("Sedevakantismus"), aber die meisten gaben einfach in totaler Abscheu auf (die Sexskandale halfen auch nicht!) und hörten einfach auf zu fragen, "was ist die Wahrheit"?

Wenn eine Kirche, die sich 910 Jahre (fast ein Jahrtausend!) lang selbst zu „Der Kirche" (alles in Großbuchstaben und unter Ausschluss aller anderen) erklärt hatte, plötzlich so tut, als seien alle Religionen gleichermaßen "wahr" (das ist logisch unmöglich, aber das ist egal), und wenn ein einst mächtiger "Heiliger Vater" (und nichts weniger als der Stellvertreter Christi!) nur eine weitere öffentliche Figur irgendwo zwischen Kim Kardashian und Greta Thunberg wird, dann wisst ihr, dass etwas sehr Großes geschehen ist.

 

 

 

Und etwas sehr Schlechtes.

 

 

 

Die Wahrheit ist nicht nur unwillkommen, sie existiert nicht einmal, richtig?!

Beide Weltkriege waren die Manifestation eines immensen Zusammenbruchs der Zivilisation. Der Erste Weltkrieg sah den Zusammenbruch der traditionellen europäischen Monarchien und Imperien. Der Zweite Weltkrieg und seine absolut beispiellose Explosion des Hasses (politisch, klassenmäßig, rassisch, sprachlich, religiös usw.) sah Europa, einst das Zentrum unseres Planeten, einem monströsen (aber auch höchst vorhersehbaren) Blutbad ausgesetzt, das dazu führte, dass zwei nichteuropäische Mächte die Welt in zwei Einflusssphären spalteten (zumindest war das der Plan). Interessanter ist, dass, während nominell "christliche" Herrscher und Länder nicht offen für den Massenterror eintreten konnten, die "aufgeklärten" säkularen Menschen überhaupt keine solchen Probleme hatten. Lest einfach Trotzkis brillantes, wenn auch eindeutig satanisches "Diktatur versus Demokratie" oder Hitlers 5. Kapitel in Mein Kampf (hier auf Deutsch, wenn ihr es könnt!  https://mk.christogenea.org/_files/Mein_Kampf_German.pdf )

 


Sowohl Dostojewskij als auch Solschenizyn sagten voraus, was unweigerlich mit einer Welt geschehen würde, in der der Nihilismus die Oberhand gewinnt. Dostojewskij fasste das alles sehr einfach zusammen, als er (in den Brüdern Karamasow) schrieb: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt". Die Nihilisten sind einfach logisch zu dem Schluss gekommen, dass, wenn es keinen Gott gibt und alles erlaubt ist, dann existiert nichts wirklich, ganz sicher keine "wirkliche" (objektive) Realität. Selbst die Begriffe "gut" und "böse" sind ohne ein absolutes Bezugssystem absolut bedeutungslos.

Bertrand Russel (und anscheinend auch Voltaire) hat einmal brillant geschrieben, dass "Gott den Menschen nach seinem Bilde erschaffen hat und der Mensch ihm die Gunst erwiderte". Erstaunliche Worte, wirklich! Wenn wir nicht die Schöpfung Gottes sind, sondern Gott unsere Schöpfung ist, dann macht uns das doch sehr gottähnlich, oder? Und verdienen wir es nicht, als "Götter" für uns selbst zu definieren, was "gut" und was "schlecht" ist? Natürlich verdienen wir es! Wenn das Leben/die Existenz erst einmal keine Bedeutung mehr hat, wie können dann Begriffe wie "gut" oder "böse" definiert werden? Und genau das haben wir getan, insbesondere unsere postmodernen Nihilisten des 21. Jahrhunderts!

Zurück zum Ausgangspunkt – Bewertung der "Na und?"-Verteidigung


Ich habe bereits mehrfach die umwerfende Heuchelei der Demokraten erwähnt, die alle auf Trump für seine angebliche "Na und?"-Verteidigung hassen (was übrigens eine falsche Charakterisierung ist – seine Verteidigung war viel solider und logischer), aber absolut keine Probleme mit Leuten wie den Obamas oder, noch besser, den Clintons haben, neben denen Trump fast wie ein Vorbild an Ehrlichkeit, Integrität und einem akuten Sinn für Anstand klingt. Ich meine, wirklich, die Clintons ließen selbst gewalttätige Mafiosi (Italiener oder Juden) rein und unschuldig aussehen. Und wenn sie lügen, ist das absolut keine große Sache. Aber wenn Trump lügt, dann ruft er die Art von blinder, impotenter Wut hervor, die im Evangelium mit den Worten "Weinen und Zähneknirschen" beschrieben wird. Vielleicht ist es das, worauf sie sich beziehen, wenn sie bei den US-Liberalen von einem "Trump-Derangement-Syndrom" sprechen?

Die Wahrheit ist einfach: Wir alle wissen, dass Trump gelogen hat. Über den iranischen Gegenschlag und über viele andere Dinge. Wir wissen auch, dass Obama gelogen hat. Und auch Baby-Bush. Und der Clinton und seine geschlechtslosen Zigarren... Und wir erinnern uns an "Lies mir von den Lippen ab, keine neuen Steuern" genauso gut wie an "Wir haben nicht, ich wiederhole, weder Waffen noch sonst etwas [an den Iran] gegen Geiseln eingetauscht und werden es auch nicht tun". Also ja, wir erinnern uns.

Es ist uns einfach nicht mehr wichtig.

Wir sind nicht nur gegenüber der Wahrheit, sondern sogar gegenüber der Realität völlig unempfindlich geworden.

Na und, oder?

Und die Konsequenzen sind in der Tat schrecklich!

Fazit: Leben in einer realitätsfreien Welt

Die Tatsache, dass wir, die wir innerhalb des Imperiums leben, in einer realitätsfreien Welt leben, hat einen enormen Einfluss auf die Handlungen unserer Herrscher. Denn wenn niemand wirklich an die Realität glaubt oder sich um sie kümmert, warum sollten sich dann unsere Herrscher darum bemühen, die Realität zu verbessern, insbesondere für uns? Es ist viel, viel, viel einfacher, einfach eine "Wohlfühlbotschaft" darüber zu präsentieren, wie großartig "Amerika" ist (wie in "Wir haben das bei weitem mächtigste und am besten ausgerüstete Militär der Welt!"), und dabei ist es egal, dass dieses mächtigste Militär in der Galaxie nicht einmal seine eigenen Soldaten beschützen konnte, obwohl sie genau wussten, wann und wo der iranische Gegenschlag kommen würde.

Natürlich wird mit der Zeit das gesamte von US- und EU-Politikern errichtete Lügengebäude zusammenbrechen, entweder als Folge einer militärischen Niederlage, die nicht zu verbergen ist, oder durch einem großen wirtschaftlichen Schock. Dies wird für diejenigen, die sich dafür entschieden haben, in einer realitätsfreien Welt zu leben, völlig unerwartet kommen.

 

 


Der Saker


http://thesaker.is/erdogans-long-coming-reality-check/

 

Erdogans überfälliger Realitäts-Check

 

von Ghassan Kadi, 14.02.2020 für den Saker Blog

 

 

Es ist schwer zu sagen, ob Erdogan die Wahlmöglichkeiten ausgehen, die Freunde, oder die Zeit, oder alles davon. Und seine Haltung zu verschiedenen Angelegenheiten und die Widersprüche, in die er sich verstrickt, machen seine Lage zunehmend unhaltbarer.

 

Für jene Leser, die davon noch nichts gehört haben: Erdogan jongliert damit, ein türkisch-muslimischer Reformer zu sein, der unter den Fotos des säkularen, anti-muslimischen Gründers der Nation, Mustafa Kemal (Atatürk), aufmarschiert; ein ehrgeiziges Mitglied zur Aufnahme in die EU und gleichzeitig ehrgeiziger Anführer für den globalen Sunnismus; ein Verbündeter Israels und gleichzeitig der Hamas; ein Islamist, der mit dem wahabitischen Islamismus über Kreuz liegt; ein nationalistischer Türke, der die kurdischen Bestrebungen nicht nur in Syrien und im Irak einhegen will, sondern auch im eigenen Land; ein sunnitischer Anführer, der das Sultanat und das Kalifat und die fundamentalistische sunnitische Version eines anti-schiitischen Islam wiederherstellen will, der aber auch ein Freund des schiitischen Irans ist; ein NATO-Mitglied mit einer speziellen Beziehung zu Amerika, und ein spezieller Freund und Verbündeter Russlands.

 

Es ist witzig, trotz all der Widersprüche und Interessenkonflikte hat er es bisher geschafft, das alles nicht nur unter einen Hut zu bringen, sondern auch unter alle Turbane und Feze. Aber es ist klar, dass er damit nicht ewig durchkommen wird und er früher oder später in einer finsteren Ecke landen wird. Ich würde gerne glauben, dass er sich bereits in einer befindet.

 

Erdogan glaubt jedoch, dass er einen Gottesauftrag hat. Nach seinem Wahlsieg im November 2015 schrieb ich einem Artikel mit dem Titel „Erdogan, das trojanische Terrorpferd“:

 

Mit diesem Sieg fühlt sich Erdogan unbesiegbar. Für einen Islamisten, und Erdogan ist einer, bekommt das Gefühl der Unbesiegbarkeit eine ganz neue Bedeutung.“

https://thesaker.is/erdogan-the-trojan-horse-of-terror/

 

Hier die vereinfachte Übersetzung eines Koranverses: „Mit Gott auf deiner Seite kann dich niemand besiegen (Koran, 3:160)

 

Erdogan glaubt, er sei unbesiegbar, weil er glaubt, dass er auf einer Mission ist und Gott auf seiner Seite steht. Sollte er jemals Zweifel an dieser göttlichen Rolle gehabt haben, an die er glaubt, dann hat die Wahl vom November alle Zweifel beseitigt.“

 

Ironischerweise kann Erdogan die Widersprüche anderer verstehen. Während sich Amerika beispielsweise eine Dreck um die syrischen Kurden schert und nur einige verletzliche Führer benutzt, um einen Keil zwischen die syrische Regierung und die syrisch-kurdische Bevölkerung zu treiben, so hat Erdogan sowohl gegenüber Obama als auch Trump ausdrücklich klar gemacht, dass Amerika nicht gleichzeitig ein Verbündeter der Türkei und der Kurden sein kann.

 

Ja, genau dieser Erdogan rechtfertigt für sich die Ausrüstung der Terroristen in Idlib mit neuesten Waffen, um nicht nur Einheiten der Syrischen Armee anzugreifen, sondern auch die russische Luftwaffenbasis in Khmeimin. Die Russen haben bisher unzählige Drohnenangriffe auf den Stützpunkt abgewehrt, und wenn die Türkei diese Waffen auch nicht direkt geliefert hat, so hat sie deren Transport doch ermöglicht.

 

Vergesst nicht, dass das Gebiet Idlib von Tahrir al-Sham kontrolliert wird (ehemals bekannt als al-Nusra) und zwischen von der syrischen Armee kontrolliertem Gebiet und der türkischen Grenze liegt. Dort gibt es eine offen Fernstraße in die Türkei, auf der sich alle Waffen und Kämpfer von der Türkei nach Syrien bewegen.

 

Und obwohl Erdogan mit Russland ein Abkommen unterzeichnet hat, um die terroristische Präsenz in Idlib zu beenden, so will er laut dem erfahrenen palästinensischen Journalisten Abdul Bari Atwan nicht verstehen, warum Russland von ihm und seinen Eskapaden genug hat und warum sich Putin weigert, sich mit ihm zu treffen. In seinem Artikel in der Webseite Raialyoum (https://www.raialyoum.com/index.php/category/english/) argumentiert Atwan, dass sich die Russen dem Aufruf Erdogans zu einem erneuten Treffen für Rückzugsverhandlungen verweigern und dass sich die Türkei an die vereinbarten Abkommen von Sotschi halten muss; die wurden von Erdogan mehrfach gebrochen.

 

Atwan fügt hinzu:

 

Erstens: Das türkische Spiel und ihr Vertrauen in die syrische Opposition und insbesondere die Free Syrian Army ist gescheitert, denn diese Kräfte haben ihre Stellungen aufgegeben und die Syrische Armee ist ohne Widerstand in die Städte Khan Sheikhoun und Maara Al-Numan einmarschiert, und ohne ein einziges Opfer.

 

Zweitens: Die 12 türkischen Beobachtungsposten, die in der Provinz Idlib errichtet wurden, sind zu einer Belastung geworden, da sieben von ihnen von der Syrischen Armee belagert werden und Hundert türkische Soldaten darin eingeschlossen sind und von der Syrischen Armee leicht zerstört werden könnten, sollte die Türkei eine Großoffensive gegen Syrien starten.

 

Drittens: Die russische Unterstützung für die Syrische Armee hat ein ungekanntes Ausmaß erreicht, nachdem die Russen gestern (d.h., am 10. Februar 2020) zwei von Tahrir al-Sham abgefeuerte Drohnen abgeschossen hat.

 

Dazu kommt laut Atwan: „Erdogan hat eine goldene Gelegenheit verpasst, als er die (jüngste) iranische Initiative des iranischen Außenministers Zarif ablehnte, eine politische Lösung für das Dilemma in Syrien zu finden. Das war vielleicht die letzte Gelegenheit, eine diplomatische Lösung zu erreichen, bevor es zu einer direkten und offenen Konfrontation mit Syrien kommt.“

 

In einem Artikel der Financial Times mit der Überschrift „Schwierige Zeiten für Erdogan und Putin“ ist der Autor kurz davor zu sagen, dass die Beziehung zwischen Erdogan und Putin unüberbrückbar sei. So sagt der Autor:

 

Wenn der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nach einem Weg gesucht hat, seinen Zorn über Russland wegen desTodes von acht seiner türkischen Soldaten in Syrien auszudrücken, so hat sein Besuch in der Ukraine dafür die perfekte Gelegenheit geboten.

 

Vor der Ehrengarde vor dem Präsidentenpalast in Kiew rief Erdogan am Montag „Glory to Ukraine“, den nationalistischen Schlachtruf, der fest mit dem anti-russischen Gefühl und dem Kampf des Landes für die Unabhängigkeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verbunden ist..

 

Seine sorgfältig gewählten Worte – an eine Armee, die die von Russland unterstützten Separatisten in der Ostukraine bekämpft --- waren eine deutliche Antwort an Präsident Wladimir Putin.

 

Kurzum, was Erdogan mehr benötigt als alles andere, ist ein lange fälliger Realitäts-Check, und der scheint jetzt zu kommen.

 

Er mag glauben, dass er ein Präsident auf Lebenszeit ist, der den angeblich eintausend Zimmer umfassenden Palast, den er für sich selbst gebaut hat, verdient hat. Er mag hoffen, das Osmanische Reich wieder aufzubauen und das Kalifat wiederzubeleben. Er mag sich vorstellen, dass er, nachdem es ihm gelungen ist, die türkische Wirtschaft auf ein Niveau zu bringen, das ihm eine Position in der G20 eingebracht hat, zum Führer einer Supermacht geworden ist; aber das ist er nicht. Die Türkei ist bestenfalls eine Regionalmacht, aber sie ist nur dann mächtig, wenn sie mächtigere Freunde und Verbündete hat, die sie unterstützen. Solange die Türkei die Russen und/oder die Amerikaner buchstäblich anflehen muss, hochmoderne Waffen zu kaufen, mit denen sie sich verteidigen kann, ist sie nicht in einer Position, die es ihr erlaubt, auf eigenen Füßen zu stehen; nicht so, wie Erdogan es sich wünscht. Er sollte die Geschichte beherzigen und sich die Geschichte ansehen. Mehmet Al-Fatih hat seine eigenen Waffen gebaut, um die Verteidigungsmauern von Konstantinopel zu durchbrechen. Auch wenn der Ingenieur, der sie baute, aus dem Balkan stammte, so waren es doch Mehmets Geschütze, und sie waren damals die größten der Welt.

Ich plädiere nicht dafür, dass Erdogan sein eigenes Atomwaffenarsenal, seine eigenen Kampfjets und seine eigenen Verteidigungs- und Angriffsraketen bauen sollte. In einer idealen Welt sollte das niemand tun. Aber um seine Liste der Widersprüche zu ergänzen: Wenn Erdogan den Turban des Sultans tragen und sich gegen Russland aufplustern will. Dann kann er nicht gleichzeitig auf Don Quichottes Esel reiten.

Und wenn er glaubt, dass er jetzt eine Kehrtwendung machen und der loyale NATO-Führer sein und Russland abservieren kann, dann wird er sich wieder in der gleichen Sackgasse wiederfinden, in der er mit den Amerikanern in der Kurdenfrage steckte. Und was wird dies für seine Handelsgeschäfte mit Russland und dessen Gaslieferungen bedeuten?

Und wenn Erdogan auch denkt, dass Amerika sich melden würde, um ihn in Idlib zu retten, so muss man bedenken, dass die illegale amerikanische Präsenz in Nordost-Syrien Hunderte von Kilometern von Idlib entfernt und durch die von Russland unterstützte syrische Armee getrennt ist. Warum sollte Amerika, selbst Trumps Amerika, eine Konfrontation mit Russland riskieren, um seine Haut zu retten?

Erdogan hat sich bisher dem Karma entzogen, weil er seine Wetten in alle Richtungen absicherte und seine Feinde und Verbündeten gegeneinander aufwiegelt. Aber wenn man nicht mächtig genug ist, um auf eigenen Füßen zu stehen, wenn es nötig ist, dann kann eine solche Strategie auf Dauer nur dazu führen, dass man keine Freunde, eine lange Liste von Feinden und eine Schar von misstrauischen Zuschauern hat.

Vor allem aber: Was erwarten die Türken von der türkischen Präsenz in Syrien? Die Türkei befindet sich seit einem ganzen Jahrhundert nicht mehr im Krieg. Der Führer, der einst "Null Probleme" mit den Nachbarn versprochen hat, beharrt auf seinem Standpunkt und scheint entschlossen zu sein, einen totalen Krieg mit Syrien zu führen. Der türkische Durchschnittsbürger mag sich fragen, warum und zu welchem Zweck?

Erdogan hat sich hoffentlich endlich in eine Ecke verkeilt, aus der er sich nicht ohne Gesichtsverlust herausschleichen kann. Er wird entweder seine militärische Präsenz in Syrien verstärken und gegen die syrische Armee und Russland kämpfen müssen oder sich zurückziehen. Wenn er die erste Option wählt, wird er keine internationalen Unterstützer finden, und möglicherweise wird die Unterstützung seines eigenen Volkes fraglich werden. Aber wenn der psychopathische Größenwahnsinnige das Gefühl hat, dass er sich zurückziehen muss, wird er nach einem gesichtswahrenden Ausweg suchen, aber die Optionen gehen ihm aus.

Russland war bereit, den bewussten türkischen Abschuss der Su-24 im November 2015 hinter sich zu lassen und vorwärts zu gehen. Aufgrund seiner Versprechen und der später von ihm unterzeichneten Vereinbarungen wurde Erdogan damals eine Rettungsleine gegeben. Aber die Zeit hat gezeigt, dass er nur Zeit gewinnen wollte, und dieses Fenster mit Russland ist jetzt geschlossen.

Es wurden bereits Leichensäcke in die Türkei geschickt, und es gibt unbestätigte Zahlen darüber, wie viele türkische Soldaten bei der Verteidigung der Al-Nusra-Kämpfer getötet wurden. Was hier relevant ist, ist, dass im Falle eines totalen Krieges mit Syrien die Syrer mit Hilfe Russlands und regionaler Verbündeter eine existenzielle Schlacht führen werden. Die Türkei wird jedoch eine andere Art von existenzieller Schlacht führen; eine Schlacht für Erdogan, nicht für die Türkei selbst.

Die Türkei hat keinen Grund für eine militärische Präsenz und einen Kampf in Syrien. Es geht nur um Erdogans Ego und seine Träume.


 

http://edwardcurtin.com/the-united-states-of-americas-digital-doll-house-a-vast-tapestry-of-lies-and-illusions/

 

Das digitale Puppenhäuschen der Vereinigten Staaten von Amerika: Ein riesiger Bildteppich aus Lügen und Illusionen

 

von Edward Curtin, 03.02.2020

 

 

Dies ist eine aktualisierte und überarbeitete Version der vollständigen Titelgeschichte, die in der wichtigen Publikation "garrison The Journal of History and Deep Politics, Ausgabe 003“ erschienen ist.

 

http://www.lulu.com/spotlight/MidnightWriterNews

 

Die Ausgabe 004 erscheint diese Woche, und ich bitte die Leser dringend, sie zu kaufen. Sie werden dort Artikel lesen, die Sie nirgendwo anders finden werden. Brillante, Augen-öffnende Analysen zu Themen, die die MSM nie anfassen werden.

"Es ist nie passiert. Es ist nie etwas passiert. Sogar während es geschah, geschah es nicht. Es spielte keine Rolle. Es war von keinerlei Interesse. Die Verbrechen der Vereinigten Staaten waren systematisch, beständig, bösartig und erbarmungslos, aber nur sehr wenige Menschen haben tatsächlich darüber gesprochen. Das muss man Amerika zugestehen. Sie haben weltweit eine recht abgebrühte Machtmanipulation ausgeübt, während sie sich als eine Kraft für das Allgemeinwohl verkleidet haben. Es ist ein brillanter, sogar geistreicher, höchst erfolgreicher Akt der Hypnose."

Harold Pinter's Nobelpreis-Rede, 2005

 

 

Während Truth-Teller wie Julian Assange und Chelsea Manning in Gefängniszellen sitzen und Edward Snowden im russischen Exil lebt, verkriecht sich das amerikanische Volk in einer illusionären Behausung, die konstruiert wurde, um sie auf Kinder zu reduzieren, die Angst vor der Wahrheit haben. Oder vor der Dunkelheit? Das ist nicht neu; es ist schon seit sehr langer Zeit so, aber es ist ein noch raffinierteres, verwunschenes Puppenhaus geworden, ein elektronisches, mit vielen Glöckchen und Pfeifen und Bildern, die sich schneller bewegen, als das Auge sehen kann. Wir leben jetzt in einem digitalen, technologischen Alptraum, der von Regierungs- und Konzernkräften kontrolliert wird, die jeden Aspekt des Lebens der Menschen beherrschen wollen. Dies gilt trotz der tapferen Bemühungen von Dissidenten, die Technologie für die Befreiung der Menschen zu nutzen. Die alten hölzernen Puppenhäuser, in denen man kleine Finger brauchte, um die Möbel umzustellen, brauchen jetzt nur noch Daumen, die einen in die Fantasiewelt des Smartphones klicken lassen. So viele leben dort in der fabrizierten Realität, die man auch als Propaganda bezeichnet. Das Ergebnis ist eine Massen-Halluzination.


In einem Interview aus dem Jahr 1969 sagte Jim Garrison, der Bezirksstaatsanwalt von New Orleans und die einzige Person, die jemals einen Fall zur Ermordung von Präsident John F. Kennedy vor Gericht gebracht hat, dass das amerikanische Volk als Folge des mörderischen Staatsstreichs der CIA im Namen des militärisch-industriellen, finanziellen und medialen Geheimdienstkomplexes, der das Land bis heute beherrscht, einer erfundenen Realität unterworfen wurde, die es zu einer Nation passiver Eichmanns gemacht hat, die in ihren Wohnzimmern sitzen, Pillen schlucken und fernsehen, während die Militärmaschine ihres Landes die Menschen zu Millionen niedermäht und die Sprecher ihnen all die Dinge erzählen, vor denen sie sich fürchten müssen, wie Bakterien auf Schneidebrettern und russische Spione, die in ihre Friseursalons eindringen. Garrison sagte:

 

Die Schaffung solcher Nichtigkeiten aus akzeptabler Realität und inakzeptabler Realität ist notwendig, um den Superstaat vor seiner größten Gefahr zu schützen: das Verständnis der Menschen für das, was wirklich geschieht. Alle Faktoren, die zu einer aufkeimenden Macht beitragen, sind übertrieben. Alle Faktoren, die seine zersetzende Wirkung auf die Nation offenbaren könnten, werden verschwiegen. Das Ergebnis ist, die Bevölkerung in die Lage von Personen zu versetzen, die in einem Haus leben, dessen Fenster nicht mehr die Außenwelt offenbaren, sondern auf denen Wandbilder aufgemalt sind. Einige der Wandmalereien sind beängstigend und erinnern die Bewohner an die äußeren Bedrohungen, vor denen die väterliche Kriegsmaschinerie sie schützt. Andere Wandmalereien sind angenehm, um sie daran zu erinnern, wie schön die Dinge im Inneren des Hauses sind.

 

Aber so zu leben, ist wie in einem Puppenhaus zu leben. Wenn das Leben uns eine Lektion zu erteilen hat, dann die, dass ein Leben in Illusionen letztlich katastrophal ist.

 

In dem Puppenhaus, in das sich Amerika nach und nach verwandelt hat, sind viele unserer Grundannahmen völlig illusionär.

 

Fünfzig Jahre liegen hinter uns, seit der wortgewaltige und mutige Garrison (lesen Sie: Wer erschoss John F. Kennedy?Auf den Spuren der Mörder von Dallas) metaphorisch die Wahrheit ausgesprochen hat, trotz der beharrlichen Bemühungen der CIA, ihn durch ihre medialen Sprachrohre als verwirrten Irren darzustellen. Heutzutage würden sie ihn wahrscheinlich einfach einsperren oder ihn zur Flucht ins Ausland zwingen, wie bei Assange, Manning und Snowden.

 

Es ist verblüffend, sich an seinem Kommentar zum JFK-Attentat zu orientieren, als er vorschlug, das Szenario des einsamen Attentäters umzukehren und in die UdSSR zu verlegen. Kein Amerikaner könnte eine Geschichte glauben, dass ein ehemaliger russischer Soldat, der in Englisch ausgebildet wurde und auf einem streng geheimen sowjetischen Militärstützpunkt gedient hatte, in die USA übergelaufen war und dann mit Hilfe des KGB nach Hause zurückkehrte, den russischen Premierminister mit einem defekten und schäbigen Gewehr töten konnte und dann im Polizeipräsidium in Moskau von einem Killer mit KGB-Verbindungen erschossen wurde, damit es keinen Prozess gab und der KGB ungeschoren davonkam. Das wäre ein Brüller! Das gilt natürlich auch für die Fiktionen der Warren-Kommission über Oswald.

 

Snowden, Assange und Manning

 

Wenn wir nun diese Denkübung aktualisieren und uns vorstellen, dass Snowden, Assange und Manning alle Russen waren, und dass sie Informationen über russische Kriegsverbrechen, politische Korruption und ein System der totalen elektronischen Überwachung der russischen Bevölkerung veröffentlichten und daraufhin ins Gefängnis oder ins Exil geschickt wurden, die in den USA – ob liberal, libertär oder konservativ – möglicherweise den Anschuldigungen der russischen Regierung glauben würden, dass diese Drei Kriminelle seien.

 

Dennoch stellte Barack Obama, der Präsident der Transparenz, sicher, sie als solche zu behandeln, während er gleichzeitig als "Liberaler" auftrat, der sich um die Redefreiheit und den Ersten Verfassungszusatz kümmert. Er sorgte dafür, dass Snowden und Manning gemäß dem Spionagegesetz von 1917 angeklagt wurden und dass Assange wegen falscher schwedischer Sexualvorwürfe so eingepfercht wurde, dass er in der ecuadorianischen Botschaft in London Asyl beantragen musste (eine Art Gefängnis). Er hat gegen acht Personen Anklage nach dem Spionagegesetz erhoben, mehr als alle ehemaligen Präsidenten zusammen. Er begnadigte Manning scheinheilig auf seinem Weg nach draußen, als ob dies sein verblendetes liberales Erbe aufpolieren würde, nachdem er sie durch sieben Jahre Haft schrecklich leiden ließ. Er schuf die Voraussetzungen dafür, dass Trump Manning wieder ins Gefängnis brachte, um zu versuchen, diese äußerst mutige Frau dazu zu bringen, gegen Assange auszusagen, was sie nicht tun wird, und dass die kollaborierende britische Regierung Assange in Vorbereitung auf seine Auslieferung an die Vereinigten Staaten und einen Schauprozess ins Gefängnis brachte. Was Snowden betrifft, so wurde er in die Unsichtbarkeit verbannt, was einmal gut für die Schlagzeilen und für einen Film war. Aber jetzt ist er verschwunden und vergessen.

 

Obama und Trump, politische "Erzfeinde", haben dafür gesorgt, dass diejenigen, die die schmutzigen Taten des amerikanischen Mordstaates aufdecken, grausam bestraft und zum Schweigen gebracht werden. So funktioniert das System, und für die meisten Amerikaner geschieht es nicht. Es spielt keine Rolle. Es ist ihnen egal, genauso wie es ihnen egal ist, dass Obama den Staatsstreich von 2009 in Honduras unterstützt hat, der zu so vielen Toten durch von den USA ausgebildeten Killern geführt hat, und dass Trump über all diese "nicht-weißen" Menschen gelästert hat, die in die USA fliehen, um einer von den USA geschaffenen Hölle zu entkommen, wie es in ganz Lateinamerika schon so lange der Fall ist. Wer kümmert sich schon um die Wahrheit? Ist jemandem überhaupt aufgefallen, wie die Konzernmedien die "Nachrichten" all dieser verzweifelten Menschen, die von Mexiko aus in die USA einreisen wollen, verschwinden ließen? An einem Tag waren sie dort und in den Schlagzeilen, am nächsten Tag waren sie verschwunden. Das nennt man Nachrichten.

 

Die Schlafwandler

 

Aber auch wenn die Mehrheit der Amerikaner die Erklärung der Regierung für den Mord an JFK nie geglaubt hat, sind sie dennoch unbekümmert ein halbes Jahrhundert lang im Puppenhaus der Illusionen eingeschlafen, während das Töten und die Lügen ihrer eigenen Regierung im Laufe der Jahre zugenommen haben und jeder Anschein eines demokratischen und friedlichen Amerikas erloschen ist.

 

Das Schicksal der mutigen Informanten Assange, Manning und Snowden kümmert sie nicht. Die Schicksale der Honduraner gehen sie nicht an. Die Schicksale der Syrer gehen sie nicht an. Die Schicksale von Irakern, Afghanen, Jemeniten und Palästinensern kümmern sie nicht. Die Schicksale von Amerikas Opfern in aller Welt gehen sie nicht an. Es herrscht Gleichgültigkeit.

 

Wenn ihr dies lest, gehört ihr offensichtlich nicht zu den Schlafwandlern und seid aufgewacht für die Parade der endlosen Lügen und Illusionen und ihr kümmert euch darum. Aber ihr seid in der Minderheit.

 

Das ist bei den meisten Amerikanern nicht der Fall. Wenn etwa 129 Millionen Menschen bei den Präsidentschaftswahlen 2016 ihre Stimme für Donald Trump und HilIary Clinton abgeben, dann wisst ihr, dass Idiotie herrscht und nichts dazu gelernt wurde. Das Gleiche gilt für die Stimmen für Obama, Bush, Clinton usw. Ihr könnt weiter zurückgehen. Das ist eine hässliche Tatsache und traurig. Ein solcher Wiederholungszwang ist ein Zeichen einer ernsten Krankheit, und es wird sich zweifellos bei den Wahlen im Jahr 2020 wiederholen. Die systemische Illusion muss um jeden Preis bewahrt und der Kriegsführungsstaat bei seinen Tötungen unterstützt werden. Das ist der amerikanische Weg.

 

Es stimmt, dass die Durchschnittsamerikaner das Puppenhaus nicht gebaut haben; das ist das Werk der riesigen, miteinander verbundenen und weitreichenden Propagandawaffen der US-Regierung und ihrer Komplizen in den Medien. Aber das macht sie nicht unschuldig, denn sie akzeptieren seit Jahrzehnten eine fabrizierte Realität für den sogenannten Seelenfrieden, indem sie glauben, dass ein völlig korruptes System funktioniert. Der Wille zu glauben ist sehr mächtig, ebenso wie die Propaganda. Die Lektion, von der Garrison sprach, ist bei viel zu vielen Menschen verloren gegangen, selbst bei denen, die gelegentlich das Puppenhaus für einen Spaziergang verlassen, aber aus Angst, zu viel Realität zu sehen und zu viele Punkte zu verbinden, nur leise den Weg hinuntergehen. Es gibt schlichte Unwissenheit, und dann gibt es schuldhafte Unwissenheit, auf die ich noch zurückkommen werde.

 

Die Verweigerung existenzieller Freiheit

 

Eines der ersten Dinge, die eine autoritäre Regierungselite tun muss, ist, die Menschen davon zu überzeugen, dass sie nicht frei sind. Dies geschieht seit mindestens vierzig Jahren, seit den Enthüllungen des Church-Kommitees über die CIA Mitte der siebziger Jahre, einschließlich dessen Programm zur Gedankenkontrolle, MKULTRA. Alle waren über diese Offenbarung entsetzt, deshalb wurde eine andere Taktik hinzugefügt. Sie sagen, diese Programme seien beendet worden, obwohl sie in Wirklichkeit unter anderen, noch tiefer gehenden geheimen Programmen fortgesetzt wurden, und "Experten" – soziale, psychologische und biologische "Wissenschaftler" – wiederholen einfach ad infinitum, dass es keine Gedankenkontrolle mehr gibt, da wir jetzt wissen, dass es keinen Geist gibt; es ist eine Illusion, und alles hängt vom Gehirn ab. Biologie ist Schicksal, außer in kulturell ablenkender Weise, in der die Wahlfreiheit gepriesen wird – z.B. die neuesten Moden, die geschlechtliche Identität, die beste Frisur usw. Programme zur Erforschung des Gehirns werden geschaffen und großzügig finanziert, während gleichzeitig eine enorme Ausbreitung von pharmazeutischen Medikamenten zur Kontrolle des Menschen unterstützt und gefördert wird. Sie tun dies im Namen der Hilfe für Menschen mit emotionalen und Verhaltensproblemen, die in ihrer Biologie verwurzelt sind und sich ihrer Kontrolle entziehen. Und man schafft Kriterien, um die Menschen davon zu überzeugen, dass sie krank seien und dass ihre Not nichts mit dem Staatsstreich zu tun hat, der sie zu "Bürgern" eines Polizeistaates gemacht hat.

 

Man hat uns immer wieder gesagt, dass sich unser Leben um unser Gehirn (unseren Körper) dreht und dass die Antworten auf unsere Probleme in mehr Hirnforschung, Drogen, Gentests usw. liegen. Es ist kein Zufall, dass die US-Regierung die 1990er Jahre zum Jahrzehnt der Hirnforschung erklärt hat, gefolgt von den Jahren 2000-2010 als dem Jahrzehnt des Verhaltensprojekts, und dass unser gegenwärtiges Jahrzehnt der Kartierung des Gehirns und der künstlichen Intelligenz gewidmet ist, die vom Office of Science and Technology Project und der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) organisiert wird. Wie praktisch! George H. W. Bush, Clinton, George W. Bush, Obama, Trump – was für ein Unterschied! Aber das ist Wissenschaft und das Wohlergehen der Welt. Wissenschaft für Idioten.

 

Tropfen für Tropfen, hier und da, nach dem Muster der besten Propaganda, wie der französische Soziologe Jacques Ellul sagt: "Denn Propaganda ist nicht die Berührung mit dem Zauberstab. Sie basiert auf einer langsamen, konstanten Imprägnierung. Sie schafft Überzeugung und Konformität durch unmerkliche Einflüsse, die nur durch ständige Wiederholung wirksam werden.“

https://ratical.org/ratville/AoS/Propaganda-JE-Vintage1973.pdf

 

Artikel, Bücher und Medienberichte haben wiederholt bekräftigt, dass Menschen durch biologische, genetische, soziale und psychologische Kräfte "bestimmt" werden, über die sie keine Kontrolle haben. Die Behauptung, dass Menschen im Sartre'schen Sinne („en soi“, zur Freiheit oder zum freien Willen verurteilt) frei sind, wird mittlerweile als der Glaube eines in der Vergangenheit lebenden wahnhaften Narren, eines schlechten Philosophen, eines Anti-Wissenschaftlers, eines schlecht informierten Glaubensbruders, eines Nostalgikers für existenzielle Cafés, Gauloises und schwarze Baskenmützen angesehen. Einer, der die Wahrheit nicht begreift, da er weder die New York Times liest noch CBS-Fernsehen schaut. Einer, der an verrückte Verschwörungstheorien glaubt.

 

Die konventionelle Propaganda – ich hätte fast gesagt, die Weisheit – die durch jahrzehntelange Wiederholung in Medien und Wissenschaft geschaffen wurde, besteht darin, dass wir nicht frei sind.

 

Lasst es mich wiederholen: Wir sind nicht frei. Wir sind nicht frei.

 

Der Investigativreporter John Rappoport hat die Propaganda entlarvt, die mit der Herstellung und Erweiterung des Diagnostic und Statistic Manual of Mental Disorders (DSM) mit ihren pseudowissenschaftlichen Unwahrheiten und der Absprache zwischen Psychiatern und der pharmazeutischen Industrie einhergeht. Wie er richtig bemerkt, hat sich das MKULTRA-Programm der CIA zur modernen Psychiatrie entwickelt, und zwar mit den gleichen Zielen, nämlich Menschen zu deaktivieren und zu kontrollieren, indem man sie davon überzeugt, dass sie nicht frei sind und ein chemisches Gehirnbad benötigen.

 

Kann jemand, der sich dieser Geschichte bewusst ist, daran zweifeln, dass hinter dieser Entwicklung eine verborgene Hand steckt? Wenn man die Menschen erst einmal davon überzeugt hat, dass sie nicht im tiefsten Sinne frei sind, ist der Rest ein Kinderspiel. In der Überzeugung, dass sie Marionetten sind, werden sie zu Marionetten, die man bereitwillig verarschen kann.

 

"Er hat mit mir gespielt, so wie ich früher mit Puppen gespielt habe", sagt Nora in Ibsens Nora oder Ein Puppenheim.

 

Wer will nun die Leute dazu bringen, zu glauben, dass sie nicht frei sind? Die Antwort liegt auf der Hand, wenn man eine Minute darüber nachdenkt. Es ist nicht nur Noras Ehemann Torvald.

 

Perfekte Beispiele für die Beharrlichkeit der langfristigen, sich wiederholenden und imprägnierenden Propaganda erscheinen ständig in den Schlagzeilen. Hier ist ein ungeheuerliches Beispiel für den wenig verstandenen Fall der Ermordung von Senator Robert Kennedy. Am Freitag, dem 30. August 2019, wurde Sirhan, der seit zweiundfünfzig Jahren für den Mord an RFK, den er nicht begangen hat, im Gefängnis sitzt, von einem anderen Häftling erstochen. Ein schneller Klick durch die MSM-Schlagzeilen, die dies berichteten, zeigt die gleichen Worte, die von allen Unternehmensmedien wiederholt wurden, da sie ihre Funktion als CIA-Stenographen erfüllten. Ein Beispiel von CBS News wird genügen: "Robert Kennedy-Attentäter nach Gefängnismord ins Krankenhaus eingeliefert". RFK-Attentäter, RFK-Attentäter, RFK-Attentäter ... alle Medien sagten dasselbe, was sie seit zweiundfünfzig Jahren tun. Trotz aller Fakten, die ihre Desinformation widerlegen und zeigen, dass Senator Kennedy ermordet wurde, der auf dem Weg war, zum Präsidenten zu werden, so wie sein Bruder John von Kräften des nationalen Sicherheitsstaates ermordet wurde, hält ihre Hartnäckigkeit an.

 

Sartre und die Unaufrichtigkeit

 

Lügen und Heucheln sind allgegenwärtig. Von den Medienlügnern getäuscht zu werden, spiegelt sich im persönlichen Leben der Menschen wider. Menschen lügen und wollen getäuscht werden. Sie stellen sich lieber dumm, um eine Konfrontation mit der Wahrheit zu vermeiden. Sie wollen nett sein („nice“ vom Lateinischen „nescire“, nicht wissen, ignorant sein) und gemocht werden. Sie wollen sich in einen sicheren sozialen und kulturellen Rahmen einordnen, in dem sie sich sicher fühlen. Sie mögen das Puppenhaus. Sie entscheiden sich für das, was Jean Paul Sartre als Unaufrichtigkeit (mauvaise foi) bezeichnete. In seiner Existentialistischen Psychoanalyse hat er es so formuliert:

 

In böser Absicht verberge ich die Wahrheit vor mir selbst. Aber bei dieser "Lüge" gegenüber mir selbst ist derjenige, dem die Lüge erzählt wird, und derjenige, der lügt, ein und dieselbe Person, was bedeutet, dass ich in meiner Eigenschaft als Betrüger die Wahrheit kennen muss, die vor mir in meiner Eigenschaft als Betrogener verborgen ist.

 

Eine solche Unaufrichtigkeit erlaubt es den Menschen, einen zweiten Akt der Unaufrichtigkeit zu fabrizieren: dass sie nicht für ihre Unkenntnis der Wahrheiten verantwortlich sind, die hinter den Lügen und der Propaganda der Regierung und der Konzernmedien stehen, selbst wenn sich die Schatten des Gefängnisses um uns herum bedrohlich schließen und die Welt dem globalen Tod entgegengeht, der in einem Augenblick mit einem Atomkrieg kommen oder für Jahre mit zunehmendem Leid dahinhumpeln könnte.

 

Diejenigen von uns, die über die von den USA geführten verrückten Kriege und Provokationen auf der ganzen Welt und den zusätzlichen Tod der Demokratie zu Hause schreiben, sind ständig verblüfft und entmutigt durch die gewollte Unwissenheit so vieler Amerikaner. Denn während die Mainstream-Medien die Gebote der Machtelite befolgen, gibt es im Internet zahlreiche alternative Nachrichten und Analysen von guten Journalisten und Schriftstellern, die sich der Wahrheit und nicht der Propaganda verschrieben haben. Es ist tatsächlich viel zu viel Wahrheit verfügbar, was ein weiteres Problem aufwirft. Aber man muss kein Genie sein, um zu lernen, wie man wichtige Themen recherchiert und wie man zwischen gefälschten und echten Informationen unterscheiden kann. Es erfordert ein wenig Anstrengung und, was noch wichtiger ist, den Wunsch, mehrere, gegensätzliche Standpunkte zu vergleichen und die Netze, die das Web webt, zu entwirren. Wir werden mit Informationen (und Desinformationen) und sowohl guter als auch schlechter Berichterstattung überflutet, aber sie stehen dem aufmerksamen Fragensteller immer noch zur Verfügung.

 

Das Problem ist der Wille, es zu wissen. Aber warum? Warum die Weigerung, zu untersuchen und zu hinterfragen; warum diese Gleichgültigkeit? Warum diese Dummheit? Okay, das gibt es. Ignoranz? Auch das. Vorsätzliche Ignoranz, dito. Faulheit, in der Tat. Karrierismus und Ideologie? Ganz sicher. Upton Sinclair drückte es milde aus, als er sagte:

 

"Es ist schwierig, einen Mann dazu zu bringen, etwas zu verstehen, wenn sein Gehalt davon abhängt, es nicht zu verstehen.“

 

Schwierig? Nein, es ist fast unmöglich.

 

Aber es gibt auch viele sehr intelligente Menschen, die nichts zu verlieren haben und sich dennoch hartnäckig weigern, alternative Möglichkeiten zu den herrschenden Orthodoxien, die sie in der Hand haben, in Betracht zu ziehen. So wie viele andere kenne ich viele solcher Menschen, die mir endlos zustimmen und dann nie vollständig nachforschen werden. Sie werden in der Schwebe bleiben oder sich selbst zuzwinkern, dass das, was vielleicht wahr ist, nicht wahr sein könnte. Sie machen dicht. Dies ist ein großes Dilemma und eine große Frustration für diejenigen, die versuchen, die Menschen davon zu überzeugen, sich aktiv am Verständnis dessen zu beteiligen, was heute in der Welt wirklich vor sich geht, zumal die Vereinigten Staaten weltweit Krieg führen, Russland, China und den Iran und viele andere bedrohen und ihre Atomwaffenkapazitäten erweitern und modernisieren.

 

Was Assange, Manning und Snowden betrifft, so spielt ihre Notlage überhaupt keine Rolle. Tatsächlich sind sie im Puppenhaus unsichtbar gemacht worden, außer wenn die Wandmalereien an den Fenstern ihre Bilder als Bedrohung für die Bewohner zurückwerfen, russische Monster, die sie auffressen wollen. Wie der große Dichter Konstantin Cavafy vor langer Zeit in seinem Gedicht "Warten auf die Barbaren", die nie kommen, schrieb:

 

"Was wird nun aus uns ohne die Barbaren werden? Diese Leute waren eine Art Lösung."

 

Andererseits muss das Leben für Menschen wie den US-Abgeordneten Adam Schiff, der weiß, dass die russischen Barbaren immer wieder wiederkommen werden, erschreckend sein, da er so mannhaft versucht, die Tore zu verriegeln. Die Russen sind schon so lange die amerikanische Lösung in diesem Märchen, dass es vielen Amerikanern schwer fällt, eine andere Geschichte zu glauben.

 

Das zweiköpfige Monster

 

Auf der einen Seite steht der massive Propagandaapparat, den die amerikanischen Geheimdienste zusammen mit ihren Medienpartnern betreiben.

 

Auf der anderen Seite gibt es die menschliche Vorliebe für Unwahrheiten und Illusionen, das traurige Bedürfnis, getröstet zu werden und sich einer größeren "Autorität" zu unterwerfen, dankbar die Mythen zu akzeptieren, die von den eigenen Herren vorgetragen werden. Diese Tendenz gilt nicht nur für das gemeine Volk, sondern noch mehr für die intellektuellen Klassen, die so tun, als seien sie immun. Erich Fromm, der über die Deutschen und Hitler, aber im weiteren Sinne auch über die Menschen allgemein schrieb, nannte dies die Notwendigkeit, "der Freiheit zu entfliehen", da die Freiheit Ängste vor schwindelerregender Einsamkeit und dem Bedürfnis, sich zu entscheiden, hervorruft, was wiederum die Angst vor dem Tod hervorruft.

(Erich Fromm – Die Furcht vor der Freiheit – ISBN-13: 978-3423350242 )

 

Es gibt auch viele Arten von kleinen Toden, die dem finalen Tod vorausgehen: soziale, berufliche, finanzielle, familiäre usw., die dazu dienen, Menschen im Puppenhaus zu halten.

 

Vor fünfzig Jahren prägte die CIA den Begriff "Verschwörungstheorie" als Waffe, um die Wahrheiten der Kritiker der Ermordung von Präsident Kennedy und von Malcom X, MLK und RFK abzukanzeln. Alle Medien schlossen sich der Linie der CIA an. Während sie den Begriff immer noch benutzen, um abzukanzeln und zu denunzieren, ist ihre Kontrolle über die Mainstream-Medien heute so vollständig, dass jede böse Regierungshandlung sofort unterstützt wird, sei es die Lüge über die Anschläge vom 11. September 2001, die Kriege gegen Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen, Jemen, Iran usw., die als farbige Revolutionen getarnten Staatsstreiche in der Ukraine, Venezuela, Bolivien, Hongkong, der Abschuss des malaysischen Jets, die Drohnenmorde, die iranische "Bedrohung", die Plünderung des amerikanischen Volkes durch die Eliten, die angeblichen Sarin-Gas-Angriffe in Syrien, die antirussischen Beschimpfungen und die Russia-Gate-Farce, die "Kriminellen" Assange, Manning, Snowden – einfach alles. Die New York Times, das Wall Street Journal, der Guardian, Fox News, die Washington Post, CNN, NPR, usw. – sie alle sind Stenographen für den Tiefen Staat.

 

Ein großer Teil der laufenden Propaganda marschiert unter dem Banner des "Kriegs gegen den Terror", der natürlich eine Folge der Anschläge vom 11. September 2001 ist, die in einem wunderbaren Beispiel für sprachliche Gedankenkontrolle angemessen als 9/11 bezeichnet und ständig verstärkt wird: Eine ständige Notfall-Erinnerung, um Angst, Depression, Panik und Verwirrung zu erzeugen, vier der Symptome, die die "Experten" des DSM und ihre Anhänger dazu bringen, Personen zu diagnostizieren und unter Drogen zu setzen. Der Begriff 9/11 wurde erstmals am 12. September 2001 in der New York Times von Bill Keller verwendet, dem zukünftigen Herausgeber der NYT und Cheerleader des Irak-Krieges. Natürlich nur ein zufälliger Zufall.

(Anm.d.Ü.: 911 ist die Notrufnummer in den USA, so wie bei uns die 112)

 

Jacques Ellul über Propaganda

 

Jacques Ellul hat überzeugend argumentiert, dass moderne Propaganda in einer technologischen Massengesellschaft komplizierter ist als der Staat und die Medien, die die Bevölkerung belügen und täuschen. Er argumentiert, dass die Propaganda bestimmten Bedürfnissen der modernen Menschen entspricht und der Prozess der Täuschung daher wechselseitig ist. Der moderne Mensch fühlt sich verloren, machtlos und leer. Ellul sagt:

 

"Er erkennt, dass er von Entscheidungen abhängt, über die er keine Kontrolle hat, und dass diese Erkenntnis ihn zur Verzweiflung treibt.“

 

Aber er kann nicht in Verzweiflung leben; er wünscht sich, dass das Leben einen Sinn hat, und möchte das Gefühl haben, in einer Welt zu leben, die Sinn macht. Er möchte sich beteiligen und Meinungen haben, die darauf hindeuten, dass er den Fluss der Ereignisse begreift. Er will nicht so sehr Informationen haben, sondern Werturteile und vorgefasste Meinungen, die ihm einen Rahmen für sein Leben bieten. Ellul schrieb 1965 in seinem Klassiker Propaganda Folgendes:

 

Die Mehrheit zieht es vor, Dummheiten auszudrücken, anstatt keine Meinung zu äußern: Das gibt ihnen das Gefühl der Beteiligung. Denn sie brauchen einfache Gedanken, elementare Erklärungen, einen 'Schlüssel', der es ihnen erlaubt, Stellung zu beziehen, und sogar fertige Meinungen....Der Mann, der sich auf dem Laufenden hält, braucht einen Rahmen....je komplizierter die Probleme sind, desto einfacher müssen die Erklärungen sein; je fragmentierter die Leinwand, desto einfacher das Muster; je schwieriger die Frage, desto umfassender die Lösung; je bedrohlicher die Reduzierung seines eigenen Wertes, desto größer die Notwendigkeit, sein Ego zu stärken. All das kann ihm Propaganda – und nur die Propaganda – liefern.“

 

Anders ausgedrückt heißt das, dass die Menschen mit Mythen versorgt werden wollen, um sie zur "Wahrheit" zu führen. Aber diese sogenannte Wahrheit wurde in dem übergreifenden Mythos der Propaganda vorgefasst, und während sie das emotionale Bedürfnis der Menschen nach Kohärenz befriedigt, erlaubt sie ihnen auch, sich als freie Individuen zu betrachten, die zu ihren eigenen Schlussfolgerungen kommen, was eine grundlegende Funktion guter Propaganda ist. In der heutigen technologischen Massengesellschaft ist es wichtig, dass die Menschen davon überzeugt werden, dass sie frei denkende und in gutem Glauben handelnde Individuen sind. Dann können sie sich gut fühlen, wenn sie lügen und in bösem Glauben handeln.

 

Schuldhafte Ignoranz

 

Es ist weithin anerkannt, dass die politischen Führer und die Massenmedien regelmäßig lügen und heucheln, was sie natürlich auch tun. Das ist ihre Aufgabe in einer Oligarchie. Heute sind wir einer fast vollständigen, unerbittlichen Medien- und Regierungspropaganda ausgesetzt. Je nach ihrer politischen Neigung richten die Menschen ihren Zorn auf Politiker von Parteien, die sie ablehnen, und auf Medien, die ihrer Meinung nach ihre Berichterstattung zugunsten der Opposition verbiegen. Trump ist ein Lügner. Nein, Obama ist ein Lügner. Und Hillary Clinton. Nein, Fox News. Das ist lächerlich! – Es ist CNN oder NBC. Und so weiter und so fort, in diesem Theater des Absurden, das sich in einem Multiplex der Mainstream-Medienpropaganda abspielt, in dem es viele Sendungen gibt, aber nur einen Produzenten, dessen übergreifendes Ziel es ist, die Zustimmung aller, die mitmachen, zu erwirken, während die verschiedenen Zuschauer gegeneinander ausgespielt werden. Es ist eine sehr erfolgreiche Scharade, die auf allen Seiten Beschimpfungen hervorruft.

 

Mit anderen Worten, für viele Menschen lügen ihre Gegner, wie auch andere Menschen, aber nicht sie. Dies gilt sowohl im persönlichen als auch im öffentlichen Leben. Hier laufen das Persönliche und das Politische zusammen, trotz gegenteiliger Proteste. Die Hingabe an die Wahrheit ist sehr selten.

 

Aber es gibt noch ein anderes Problem mit der Propaganda, was das Bild noch komplizierter macht. Menschen mit unterschiedlichen politischen Überzeugungen können darin übereinstimmen, dass Propaganda weit verbreitet ist. Viele Menschen auf der linken und einige auf der rechten Seite würden der Aussage von Lisa Pease in ihrem Buch "A Lie Too Big to Fail: The Real History of the Assassination of Robert F. Kennedy" über das RFK-Attentat zustimmen, nämlich dass "die Art und Weise, wie die CIA in den 1960er Jahren Amerika übernommen hat, die Geschichte unserer Zeit ist". Das dachte auch Garrison, als er von der Puppenstube sprach.

 

Wenn dem so ist, dann ist die heutige Propaganda in den Ereignissen der 1960er Jahre verankert, insbesondere in den berüchtigten Regierungsmorden an JFK, Malcolm X, MLK und RFK, deren Wahrheit die CIA so hart zu verbergen versucht hat. In den etwa fünfzig Jahren seither hat eine Vielzahl neuer Informationen ausdrücklich klargestellt, dass diese Morde von Elementen innerhalb der US-Regierung begangen wurden, und zwar, um die Stimmen von vier charismatischen Führern zum Schweigen zu bringen, die gegen die amerikanische Kriegsmaschinerie und die Fortsetzung des Kalten Krieges waren. Sich von dieser Wahrheit abzuwenden und ihre Auswirkungen zu ignorieren, kann nur als ein Akt der Unaufrichtigkeit und der schuldhaften Ignoranz oder noch schlimmer beschrieben werden. Aber genau das haben viele prominente Linke getan. Und um das Problem noch zu verschärfen, haben sie dasselbe mit den Anschlägen vom 11. September 2001 getan.

 

Man kommt nicht umhin, daran zu denken, wie der CIA-Beamte Cord Meyer diese Menschen in den 1950er Jahren nannte: "die kompatible Linke". Er war der Meinung, dass eine effektive CIA-Propaganda neben der Notwendigkeit faschistisch gesinnter Typen wie Allen Dulles und James Jesus Angleton davon abhing, Linke und Liberale in ihre Umlaufbahn „einzuladen". Für so viele der kompatiblen Linken, jene, die viel Geld verdienen und sich als Gegner der herrschenden Eliten ausgeben, aber oft das Geld der Superreichen nehmen, sind das JFK-Attentat und die Wahrheit des 11. September 2001 unbedeutend und nicht erwähnenswert, so als ob es nie geschehen wäre, außer so wie die Behörden es sagen. Indem sie diese höchst persönlichen Ereignisse mit weit geschlossenen Augen ignorieren, hat eine Gruppe einflussreicher Linker die Arbeit von Orwells Verbrechensbekämpfung geleistet und es effektiv geschafft, die aktuellen Ereignisse in einen ahistorischen und daher irreführenden Kontext zu stellen, der der US-Propaganda Vorschub leistet. Sie kürzen die ganze Geschichte ab, um eine Erzählung zu präsentieren, die die Wahrheit verzerrt.

 

Ohne eine kühne Linie zu ziehen, die die Punkte vom 22. November 1963 bis heute verbindet, ist eine Kritik an den mörderischen Kräften, die die Vereinigten Staaten regieren, unmöglich.

 

Zu den bemerkenswertesten dieser Fehlschläge gehören Noam Chomsky, Alexander Cockburn, Howard Zinn und Chris Hedges, Männer, die von vielen Liberalen und Linken vergöttert werden. Und es gibt viele andere, die tief von Chomsky, Cockburn und Zinn beeinflusst wurden und in ihre Fußstapfen treten. Ihre Beweggründe bleiben ein Rätsel, aber es besteht kein Zweifel, dass ihre Verweigerung zu der zunehmenden Macht derer beigetragen hat, die das Puppenhaus kontrollieren. Es besser zu wissen und so wie sie zu handeln, ist sicherlich schuldhafte Unwissenheit.

 

Es wird immer schlechter

 

Fragt euch selbst: Hat die Macht des oligarchischen, permanenten Kriegsführungsstaates mit seinen Propaganda- und Spionagenetzwerken im vergangenen halben Jahrhundert zugenommen oder abgenommen? Wer gewinnt die Schlacht, das Volk oder die herrschenden Eliten? Die Antwort liegt auf der Hand. Es spielt überhaupt keine Rolle, ob der Präsident Trump oder Bill Clinton, Ronald Reagan oder George W. Bush, Barack Obama oder George H. W. Bush, Richard Nixon oder Jimmy Carter heißt. Die Macht des nationalen Sicherheitsstaates ist unter ihnen allen gewachsen, und jeder ist dem Jammern und Stöhnen überlassen und fragt sich, warum. Währenddessen ist das Puppenhaus mit der Zunahme der elektronischen Medien und der Nutzung von Handys immer raffinierter und mächtiger geworden.

 

Der neue Kalte Krieg, der jetzt gegen Russland und China geführt wird, ist eine parteiübergreifende Angelegenheit, ebenso wie das Vertrauensspiel, das die Geheime Regierung spielt, um ein gebrochenes Bewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen. Diese Zersplitterung des Bewusstseins verhindert, dass die Menschen die Gegenwart von innen heraus erfassen, weil so viele an digitaler Demenz leiden, dass ihre Aufmerksamkeit in einem nicht enden wollenden Fluss von vermittelten, körperlosen Daten von Input zu Output hüpft.

Trump und seine Anhänger auf der einen Seite der Medaille; die liberalen Demokraten auf der anderen.

Letztere, deren Bibeln die New York Times, NPR, die Washington Post, Democracy Now, The Guardian usw. sind. – sie können Propaganda nur dann sehen, wenn sie sie Trump oder den Russen zuschreiben können. Erstere sehen alles als eine liberale Verschwörung, um Trump zu Fall zu bringen. Die Liberalen haben sich einen neuen McCarthyismus zu eigen gemacht und sich mit den Kräften des Tiefen Staates verbündet, von denen sie einst angeblich entsetzt waren, einschließlich der Republikaner. Ihre Umarmung des ehemals verachteten Kriegshetzers John Bolton im Amtsenthebungsverfahren gegen Trump wäre ein lächerlicher Punkt, wenn es nicht so verdorben und schleimig wäre. Es ist sicherlich nicht die blutrünstige Politik der Trump-Regierung oder seine blubbernde Persönlichkeit, denn diese Liberalen haben sich mit Obamas antirussischer Rhetorik verbündet, seiner Unterstützung für den von den USA inszenierten neofaschistischen Putsch in der Ukraine, seine Zerstörung Libyens, seine Angriffskriege im Nahen Osten, seine, Krieg gegen den Terror, seine Billionen-Dollar-Nuklearwaffen-Modernisierung, seine Freude am Töten mit Drohnen, seine Unterstützung des Putsches in Honduras, seine Umarmung der CIA und dessen CIA-Direktor John Brennan, seine Verfolgung von Whistleblowern usw. Dieselben Medien, die der CIA über die Jahrzehnte so bewundernswert gedient haben, wurden für die Liberalen zu Vorbildern für die Wahrheit. Es reicht, um einen den Kopf zu verdrehen, und darum geht es. Dreh dich nach links, dreh dich nach rechts, dreh dich rundum, denn wir haben euren Verstand in diesem spektakulären Bilderspiel erobert, in dem scheinbare Paradoxien die Konstanz des Gleichen durch den Unterschied sind, alle Präsidenten von demselben Hersteller geprägt werden, der weiß, dass das Münzwerfen dazu dient, das Publikum zu unterhalten, das nach Hoffnung und Veränderung giert.

 

So funktioniert das politische System, um Veränderungen zu verhindern. Deshalb hat sich in einem halben Jahrhundert wenig zum Besseren verändert und das amerikanische Imperium hat sich erweitert. Es mag zwar stimmen, dass es Anzeichen für ein Ende dieser amerikanischen Hegemonie gibt (davon bin ich nicht überzeugt), aber ich würde die Macht des amerikanischen Propagandaapparats nicht unterschätzen, der die Menschen gefügig und getäuscht im Puppenhaus hält – trotz der tapferen Bemühungen unabhängiger Wahrheits-Verkünder.

 

Wie ist es zum Beispiel möglich, dass so viele Menschen einen so krassen Unterschied zwischen dem verachtenswerten Trump und dem sympathischen Obama sehen? Beide sind Marionetten, die nach den Melodien ihrer Meister tanzen – der gleichen Meister. Beide sind für das Imperium tätig.

 

In seinem ausgezeichneten Buch „Obamas Unending Wars: Fronting the Foreign Policy of the Permanent Warfare State" dokumentiert Jeremy Kuzmarov eifrig Obamas Verbrechen, einschließlich seines CIA-Hintergrunds.

https://www.claritypress.com/product/obamas-unending-wars-fronting-the-foreign-policy-of-the-permanent-warfare-state/

 

Wie Glen Ford vom Black Agenda Report im ersten Satz seines Vorworts sagt: „Barack Obama könnte als der effektivste – und trügerischste – Imperialist von allen in die Präsidentschaftsgeschichte eingehen". Lest das Buch, wenn ihr alle Einzelheiten erfahren möchtet. Sie bilden eine überwältigende Anklage gegen den Betrüger und Kriegsverbrecher, die unwiderlegbar sind. Aber werden diejenigen, die Barack Obama am Altar verehren, es lesen? Natürlich nicht. Genauso wie die Verblendeten, die für den Reality-TV-Blender Trump gestimmt haben, all die sich häufenden Beweise ignorieren werden, dass sie unter einem Präsidenten leben, der Obamas verkleideter Doppelgänger ist, der die Befehle seiner Bosse im nationalen Sicherheitsstaat ausführt, und dass sie verarscht wurden. Auch dies ist gut dokumentiert, und zweifellos wird in den kommenden Jahren ein anderer Schriftsteller auftauchen, der es zwischen die Einbände eines Buches legen wird.

 

Doch selbst Jeremy Kuzmarov sieht nicht die Verbindung zwischen dem JFK-Attentat und Obamas Anpreisen des Kriegsführungsstaats. Seine wenigen Hinweise auf Kennedy sind alle negativ, was darauf hindeutet, dass er entweder nicht weiß, was Kennedy in seinem letzten Lebensjahr getan hat und warum er von der CIA ermordet wurde, oder etwas anderes. In dieser Hinsicht scheint er Noam Chomsky, einem Kennedy-Hasser, zu folgen. Ich weise auf diesen kleinen Makel in einem ausgezeichneten Buch hin, weil es symptomatisch für bestimmte Leute auf der linken Seite ist, die sich weigern, den Kreis zu schließen. Wenn, wie Kuzmarov argumentiert, Obama von Anfang an beim CIA war und dies seine außerordentlich enge Beziehung zu John Brennan erklärt, einem Architekten des außerordentlichen Überstellungsprogramms (Anm.d.Ü.: ein Euphemismus für „kidnapping“) der CIA, und wenn Obama dem CIA-Direktor Panetta sagte, dass die CIA "alles bekommen würde, was sie wolle", und die CIA JFK getötet hat, dann fehlt etwas, eine enorme Lücke in der Analyse unseres gegenwärtigen Zustands.

 

Das Puppenhaus ist ein Psychospiel von außergewöhnlichen Ausmaßen, das von den perversen Machteliten, die die Show leiten, inszeniert wird und von ihren Partnern in den Massenmedien der Unternehmen, sogar einigen in der alternativen Presse, die es gut meinen, aber verwirrt sind oder Desinformationsagenten, die zusammen mit ihren Partnern von der Operation Mockingbird Verwirrung säen, geschickt unterstützt werden. Es ist ein Spektakel der offenen Geheimhaltung, bei dem die CIA alle in ein Verwirrspiel gelockt hat, bei dem nur sie gewinnt.

 

Unsere einzige Hoffnung auf eine Veränderung ist der Versuch, so viele Menschen wie möglich über die Zusammenhänge zwischen den Ereignissen aufzuklären, die mit dem CIA-Staatsstreich in Dallas am 22. November 1963 begannen und durch die Ermordung von Malcolm X, der MLK, der RFK und durch so vieles andere bis zum 11. September 2001 fortgesetzt wurde und uns in die zutiefst deprimierende Situation gebracht hat, in der wir uns jetzt befinden, wo Wahrheits-Verkünder wie Julian Assange, Chelsey Manning und Edward Snowden kriminalisiert werden, während die wahren Urheber der schrecklichen Übel frei herumlaufen.

 

Ja, wir müssen aufklären, aber auch für die Freilassung dieses mutigen Trios agitieren. Ihre Freiheit ist auch die unsere; ihre Gefangenschaft ist auch unsere, ob wir es wissen oder nicht. Die Mauern rücken näher zusammen.

 

Lisa Pease hat so Recht: "Die Art und Weise wie die CIA in den 1960er Jahren Amerika übernommen hat, ist DIE Story unserer Zeit, und zu wenige erkennen dies. Wir können kein Problem lösen, dessen Existenz wir nicht einmal anerkennen können."

 

Wenn wir ihren Rat nicht befolgen, werden wir noch lange wie Puppen gespielt werden. Und daran wird niemand anders schuld sein als wir selbst.


https://www.strategic-culture.org/news/2020/02/08/who-can-now-say-america-hasnt-become-mega-corporate-dictatorship/

 

Wer kann JETZT noch behaupten, Amerika sei nicht zu einer Diktatur der Mega-Konzerne geworden?

 

Von Eric Zuesse, 08.02.2020

 

 

Jon Hellevig hat am 16.Januar beim Saker den Artikel „Kapitalismus in Amerika: Wie ein miserables Zehntel Amerika komplett ausraubt“ veröffentlicht.

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/kapitalismus-in-amerika-16-01-2020/

 

Es handelt sich um das umfangreichste und neueste Kompendium überhaupt, mit Daten zur ökonomischen Ungleichheit in Amerika. Und eine Tatsache sticht besonders hervor: „Das oberste 1% ist heute im Vergleich zum obersten 0,1% – dem miserablen Zehntel – ein Verlierer. Dort spielt die Musik. Das oberste 0,1% besitzt jetzt soviel Reichtum wie die unteren 90% zusammen.“ Dieses oberste 0,1% der Menschen spendet auch den Löwenanteil an jenem Geld, das politische Anzeigen und Organisationen für seine Kandidaten finanziert und gegen jene Kandidaten, die stattdessen von den Milliardären der anderen Partei finanziert werden. Kein Kandidat, der nicht von den Milliardären der einen oder anderen Partei finanziert wird (mit Ausnahme des unabhängigen Bernie Sanders, der wirklich eine Ausnahme darstellt), hat eine realistische Chance, einen Sitz im Kongress zu erobern oder zu behalten.

 

Diese drastische Ungleichheit des Reichtums in Amerika – „das oberste 0,1% besitzt jetzt soviel Reichtum wie die unteren 90% zusammen“ – wurde von der Deutschen Bank berechnet, in ihrer Studie vom Januar 2018: „U.S. Income and Wealth Inequality“:

https://www.db.com/newsroom_news/Inequality_Jan2018.pdf

 

Hier mehr aus dieser Studie:

 

Auf Seite 3 wird gezeigt, dass die USA mit Chile, Israel, Mexiko, Portugal und der Türkei (vor allem diese Länder wurden studiert) bei der „Ungleichheit des verfügbaren Haushaltseinkommens“ vergleichbar sind.

 

Auf Seite 6 : „Ein Höchststand von 30% der Haushalte in den Vereinigten Staaten besitzt kein Vermögen.“

 

Auf Seite 7: Der Höchststand des durchschnittlichen Nettovermögens (Basisdollar) war 2007, mit $119.000, fiel 2010 auf $67.000 und stieg 2016 auf $78.000.

 

Auf Seite 8: „USA: Das oberste 0,1% besitzt so viel Vermögen wie die unteren 90%.“

 

Auf Seite 10: Die USA haben eine höhere Einkommensungleichheit als alle anderen OECD-Staaten.

 

Auf Seite 11: Die Einkommensungleichheit steigt in den USA schneller als in allen anderen OECD-Staaten.

 

Auf Seite 15: Das Jahreseinkommen des obersten 1% betrug 2014 vor Steuern $1,3 Millionen oder mehr.

 

Beim obersten 0,1% betrug es $6 Millionen oder mehr.

 

Also: Wenn das oberste 0,1% in Amerika auch das oberste 0,1% beim Vermögen ist, dann verdienen jene Amerikaner, die mehr als $6 Millionen Jahreseinkommen beziehen, so viel wie alle 90%, die nicht in den obersten 10% sind.

 

*

 

Wenn die Milliardäre eines Landes nicht nur die Mega-Konzerne, sondern auch deren Regierung kontrollieren, dann bildet diese kleine Gruppe – die untereinander Geschäfte treiben – eine nationale Diktatur, die genauso schlecht ist wie in feudalen Zeiten, als eine winzige Aristokratie (die ebenfalls untereinander Geschäfte betrieben) die Regierung kontrollierte und eine kollektive Diktatur über die gesamte Bevölkerung eines Landes ausübte. Es braucht keinen König damit es eine Diktatur ist. Die meisten Diktaturen sind aristokratisch, nicht monarchisch. Darüber hinaus repräsentiert in nahezu allen Monarchien der König und stammt aus seiner Klasse – der Aristokratie. Eine kollektive Diktatur ist nicht besser oder schlechter als die Diktatur einer Person.

 

Gemäß der letzten Zählung von Forbes (2019) gibt es in den USA 607 Milliardäre, und zu diesen Leuten zählen zum Beispiel Jack Dorsey, der Twitter kontrolliert, und Eric Schmidt und John Doerr, die hauptsächlich Google kontrollieren, und auch Mark Zuckerberg, der Facebook kontrolliert. Natürlich gehören zu diesen 607 auch Bezos, Buffett, die Waltons, die Kochs und Hunderte andere: es ist diese Gruppe von Leuten (plus vielleicht Hundert der bloß Hundertfach-Millionäre), die tatsächlich das Amerika der Mega-Konzerne inklusive der Regierung kontrolliert – sie beschäftigen und kontrollieren auch Millionen von Angestellten und andere Agenten, etwa Anwaltskanzleien und Lobbyisten – und die anderen 330 Millionen Amerikaner besitzen diese Kontrolle nicht, sondern arbeiten nur für sie, verkaufen an sie und kaufen von ihnen und sehen die Welt durch deren Medien. Am wichtigsten ist, dass die anderen 330 Millionen Amerikaner ihre TV-, Radio-, Zeitungs- und Illustrierten-“Nachrichten“von den Milliardären des Landes beziehen. Und auf Grundlage dieser Nachrichten den US-Präsidenten und die Mitglieder des Kongresses wählen. Diese Nachrichten werden praktisch vollkommen von den Angestellten dieser 607 Menschen gefiltert, die nicht nur die kontrollierenden Besitzer dieser Medien sind, sondern auch die größten Werbetreibenden all dieser großen Medien. Die größten Werbetreibenden sind es, die zusammen mit den Besitzern der Medien die Medien kontrollieren. Alles die Gruppe der weniger als ein Tausend Personen, die zusammen Amerika kontrollieren.

 

Einige von ihnen – etwa Trump, Bloomberg und Steyer – sind in der Politik oder wollen dorthin. Denn sie wollen Amerika noch direkter kontrollieren als sie es bereits tun, damit ihre Macht noch größer wird als sie eh schon ist. Nun, Trump hat das schon mal erreicht und wir sehen es an dem, was er als Präsident getan hat. Eine angemessene Repräsentation der politischen Absichten der Klasse der Milliardäre, auch wenn er viel krasser ist als, sagen wir, Tom Steyer, der beim Wahlkampf 2016 der größte politische Spender war. Er spendete $91 Millionen, um Hillary Clinton und anderen Politikern der Demokraten zu helfen. Er war damals der größte Spender, um Bernie Sanders zu besiegen und so Clinton dabei zu helfen, die Kandidatur der Demokraten zu gewinnen. Das ist also jene Art von Demokrat, die dieser Milliardär tatsächlich ist: ein Neokonservativer und Neoliberaler. Egal was Tom Steyer und ein weiterer Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei auch sagen, um Stimmen zu gewinnen, sie sind neokonservativ und neoliberal. Sie unterstützen den amerikanischen Imperialismus und sie unterstützen Amerikas Milliardäre – sie sind die tatsächlichen Profiteure des amerikanischen Imperialismus und einer amerikanischen Wirtschaft, die immer mehr vom nationalen Reichtum unter ihre Kontrolle bringt.

 

Hier einige neuere Untersuchungen, die diese Diktatur dokumentieren:

 

Nachdem die USA den iranischen Soleimani ermordet haben, wird die Narrativ-Kontrolle der Sozialen Medien schlimmer“

https://www.rt.com/op-ed/478241-narrative-control-social-media-soleimani-twitter/

 

Wichtiger Account zur Verteidigung Assanges wird von Twitter gelöscht“

http://archive.is/gVf0p

 

Der US-Polizeistaat ist jetzt nicht mehr zu leugnen: Der Fall Assange“

http://archive.is/EN808

 

In Amerika gilt ein Dollar-eine Stimme, nicht eine Person-eine Stimme“

http://archive.li/Kuuux

 

Trumps Steuersenkung beschert Amerikas Top-Banken einen Profit von $32 Milliarden“

http://archive.is/EAjkz

 

Kapitalismus in Amerika: Wie ein erbärmliches Zehntel die Amerikaner komplett ausraubt“

https://thesaker.is/capitalism-in-america-how-a-dismal-decimal-is-robbing-americans-blind/

 

Wäre Amerika eine Demokratie, dann gäbe es keine „Narrativ-Kontrolle der Sozialen Medien“, denn es wäre den Sozialen Medien nicht erlaubt zu zensieren was immer sie zensieren wollen. Sie hätten dazu nicht die Macht. Das First Amendment zur US-Verfassung verbietet der Regierung, jemanden für irgendeine Art von „Rede“ zu bestrafen, sagt aber nichts dazu, um Amerikas Aristokraten daran zu hindern, das zu zensieren, was sie zensieren wollen – indem sie ihre "Sozialen Medien" nutzen, um die Fähigkeit zu erhöhen, was die Superreichen der Öffentlichkeit nicht zugänglich machen wollen. Die Zensur durch die Milliardäre wird in Amerika akzeptiert.

Infolgedessen wird Julian Assange etwa ein Jahrzehnt lang (auf die eine oder andere Weise) inhaftiert gehalten und wird nun in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis unter Drogen gesetzt, während er auf seine Auslieferung an die USA zur endgültigen Abschlachtung wartet, und er wurde noch nie wegen irgendetwas verurteilt, aber die Amerikaner – in dieser Hinsicht die einzigen Menschen der Welt – billigen dies und akzeptieren sowohl einen demokratischen Präsidenten Obama als auch einen republikanischen Präsidenten Trump, der diese illegale Bestrafung gegen ihn verübt, weil er Wahrheiten über ihre Diktatur enthüllt hat.

 

 

Und, das ist nur konsequent, die Vereinigten Staaten haben auch einen höheren Prozentsatz ihrer Bevölkerung im Gefängnis als jede andere Nation – und praktisch alle sind aus der unteren Klasse, nicht die Art von Kriminellen, die durch einen Befehl oder die Unterzeichnung eines Vertrages oder durch den Verkauf eines gefährlichen oder giftigen Produktes morden, sondern durch Messerstecherei oder Erschießen. Die Gauner, die am meisten Schaden anrichten, sind die reichsten, und sie verstoßen nicht nur gegen die Gesetze, sie schreiben (durch ihre Lobbyisten usw.) auch die Gesetze.

Diese Arbeit durch Agenten, die sie bezahlen, führt dazu, dass in Amerika nun wissenschaftlich erwiesen ist, dass ein Dollar-eine Stimme ist, statt eine Person-eine Stimme.

Und so kommt es, dass der Milliardär Trump eine 32-Milliarden-Dollar-Steuergeschenk an die Investoren und Spitzenmanager der größten Banken Amerikas in Kraft setzen kann, die das Geld dann zur Erhöhung der Aktionärsdividenden und zum Abbau von Arbeitskräften verwenden.

Und, wie "Capitalism in America: How a Dismal Decimal is Robbing Americans Blind" dokumentiert, sind es nicht mehr die oberen 1%, sondern das obere Zehntel von einem Prozent, die Geld von den ärmeren 99,90% der US-Bevölkerung einstreichen. Im heutigen Amerika muss man schon ziemlich reich sein, um praktisch alle anderen ausrauben zu können. "Die oberen 0,1% sind jetzt so reich wie die unteren 90% zusammen." Die obersten 0,1% betrügen nun auch die restlichen der obersten 1%. Aber natürlich ist in diesem Land, in dem die obersten 0,01% seit Jahrzehnten (durch ihre Lobbyisten) die Gesetze schreiben, keiner von ihnen irgendwo unter den Millionen Amerikanern, die im Gefängnis sitzen. So reich zu sein, bedeutet, eine "Gehe nicht ins Gefängnis"-Karte zu haben, egal wie viele Menschen man durch seine gefährlichen oder schädlichen Produkte oder Dienstleistungen, wie z.B. betrügerische Hypothekenverträge oder giftige Pharmazeutika, verletzt oder sogar getötet hat.

Also, ganz ehrlich: Wer kann noch behaupten, Amerika sei nicht zu einer Diktatur der Mega-Konzerne geworden?


http://thesaker.is/our-fundamental-disagreement-about-wwii-hitler-jews-and-race/

 

Unsere grundsätzliche Meinungsverschiedenheit

über den 2. Weltkrieg, Hitler, Juden und Rasse

 

vom Saker, 06.02.2020 geschrieben für die Unz Review (leicht gekürzte Übersetzung)

 

 

Das Thema Russland und Juden ist eindeutig ein „heißes“ Thema. In den vergangenen Jahren habe ich einige Artikel zu diesem Thema verfasst, darunter „Putin und Israel: Eine komplizierte und vielschichtige Beziehung“, „Warum erlaubt Putin die Bombardierung Syriens?“, „Russland, Israel und die Werte der 'westlichen Zivilisation' – wo liegt die Wahrheit?“ und „Das Entlarven der Gerüchte, Russland würde vor Israel einknicken“. Trotzdem habe ich seit längerem das Gefühl, dass man zu diesem Thema viel mehr sagen könnte und sollte.

 

Jüngste Ereignisse (darunter Putins und Selenkiis Reise nach Israel oder die neueste polnisch-ukrainische Theorie, die UdSSR wäre ein Komplize beim Holocaust) haben mir das starke Gefühl verleiht, dass die Art und Weise, wie Juden im Westen gesehen werden, wirklich sehr anders ist als wie Juden in Russland gesehen werden. Dennoch wird dieser Unterschied im Westen oft (und eigentlich fast immer!) übersehen und es werden über Russland und die Russen Mutmaßungen angestellt, die einfach nicht berechtigt und am Ende äußerst irreführend sind. Daher will ich heute versuchen, einige dieser Vermutungen zu entkräften.

 

Als Erstes ein sehr schneller und sehr kurzer Blick in unsere jüngste Geschichte

 

Das allerbeste Buch, um über die russisch-jüdischen Beziehungen zu lesen, ist Alexander Solschenizyns „200 Jahre zusammen“. Das Problem mit diesem Buch ist, dass es nie offiziell ins Englische übersetzt worden ist. Ja, richtig gehört. Ein BEDUTENDES Buch eines Nobelpreisträgers kann so kontrovers sein, dass niemand im Verlagswesen es wagt, es zu drucken. (Anm.d.Ü.: Es gibt bei amazon eine deutsche Version, kostet aber gebraucht an die €100, aber Propapanda hat es im Internet Archive aufgespürt:

Band 1: https://archive.org/details/SolschenizynAlexanderZweihundertJahreZusammenBand1/mode/2up

Band 2: https://archive.org/details/SolschenizynAlexanderZweihundertJahreZusammenBand2/page/n1/mode/2up 

 

 

Glücklicherweise bietet eine Reihe von Webseiten inoffizielle „Samisdat“-Übersetzungen an. Die Qualität dieser Übersetzungen kann ich nicht einschätzen, da ich das Buch in Russisch lese, nicht in Englisch. Aber hey, im „Land der Freien“, der angeblich „Tapferen“ bekommt man ein Buch nicht zu lesen, wenn dieses Buch die westliche Sicht auf Russland und die Juden entkräftet. Übrigens, Solschenizyns Meisterwerk ist nicht das einzige Buch dieser Art, das nur auf Russisch existiert. Es gibt viele weitere, darunter Andrei Dikiis „Juden in Russland und der UdSSR“, das man auch nur im Internet-Archiv findet: https://archive.org/details/Andrey.DikyJews.in.Russia.and.in.the.USSR/mode/2up

 

Ich will gar nicht den Versuch machen, diese überaus interessante und kontroverse Historie zusammenzufassen. Alles was ich jetzt sagen möchte ist, dass, wenn wir von „Russen“ und „Juden“ reden, wir diese Kategorien in 4 Unterkategorien unterteilen müssen:

 

- Russen von dort, was wie als das heutige Russland betrachten, mit anderen Worten „Groß-Russen“ („Groß“ soll hier nicht auf eine Überlegenheit verweisen, sondern auf den Wohnort, soll heißen, Russen, die nicht in Zentralrussland leben) Für unsere Zwecke werde ich sie ab jetzt nur die „Russen“ bezeichnen.

 

- Russen von dort, was wir als die heutige Ukraine betrachten, mit anderen Worten „Klein-Russen“ (soll heißen, Russen, die nahe der Wiege der russischen Zivilisation, Kiew, leben.) Für unsere Zwecke werde ich sie ab jetzt als „Ukrainer“ bezeichnen, aber nur im geographischen Sinn, nicht im kulturellen.

 

- Russische Juden (im Gegensatz zu ukrainischen Juden)

 

- Ukrainische Juden (im Gegensatz zu russischen Juden)

 

Diese vier Unterkategorien hatten sehr unterschiedliche historische Erfahrungen und man muss sie getrennt betrachten, denn wenn man diese Kategorien vermischt, bekommt man keine ordentliche Analyse.

 

Nebenbei bemerkt, und ich habe das auch in der Vergangenheit angemerkt,enthält die nationalistische ukrainische Propaganda tatsächlich „etwas“ Wahres. Ja, es ist eine sehr verzerrte Wahrheit und sie ist mit einer Lawine aus Lügen vermischt, trotzdem kann man nicht alles abtun. Zum Beispiel, während es in der Geschichte nie eine „Ukraine“ gab, und während das, was heute als die „ukrainische Sprache“ bezeichnet wird, gar nicht ukrainisch ist („Surschyk“ wäre die richtige Bezeichnung), so bleibt es doch eine unbestreitbare Tatsache, dass die polnische Besetzung des südlichen und westlichen Russlands (das, was „die Ukraine“ ist – Russlands südwestliches „Grenzland“, was die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Ukraine“ ist) einen extrem tiefen Eindruck auf jene Russen hatte, die unter der polnisch-lateinischen Besatzung lebten. Ich will hier nicht in die historischen Details gehen, das habe ich bereits getan ( https://thesaker.is/ukrainian-nationalism-its-roots-and-nature/https://thesaker.is/follow-up-to-my-post-about-the-roots-and-nature-of-ukrainian-nationalism/ ), ich möchte nur sagen, dass diese tragische Geschichte schließlich einen der beliebtesten Sprüche der ukrainischen Nationalisten inspiriert hat: „alle Polacken und Moskals im Blut der 'Kikes“ zu ertränken“ (oder jede andere Variation dieser drei Nationalitäten).

 

(Anm.d.Ü.: zur Entstehung des Begriffs „Kike“ siehe: https://en.wikipedia.org/wiki/Kike )

 

Putzig, nicht wahr?

 

Die unbestreitbare historische Wahrheit ist, dass die Jahrhunderte lange Okkupation des östlichen Grenzlandes Russlands durch die Polen und ihre Lateinischen Herren so viel Hass zwischen all den beteiligten Nationalitäten erzeugt hat, dass sie anscheinend jede Gelegenheit wahrgenommen haben, sich gegenseitig zu verfolgen und zu töten. Hier ein paar Beispiele für diese Art von Gewalt:

 

- Die berühmt/berüchtigten „Pogrome“: das waren spontane und gewalttätige Aufstände und darauf folgende brutale Unruhen gegen Juden durch deren gehässige Nachbarn. Übrigens waren während des Bürgerkriegs die Roten oft die schlimmsten Täter dieser Pogrome, denn sie sahen in den vergleichsweise wohlhabenden Juden die Klassenfeinde, im marxistischen Sinn des Wortes.

 

- Die sehr hohe Prozentzahl von Juden unter der ersten Generation der Bolschewiken (80%-85%, so sagte Wladimir Putin; nun, ich stimme dieser Zahl zu). Diese bolschewistischen Juden waren typischerweise in den Organen der Geheimpolizei konzentriert und sie haben typischerweise die Massaker an Millionen orthodoxer Christen angeführt (die wurden danach von der russisch-orthodoxen Kirche im Exil glorifiziert und später, etwas zögerlich und nur teilweise, vom Moskauer Patriarchat als die „Neuen Märtyrer und Verfolgten von Russland“ geehrt).

 

- Ein sehr hoher Prozentsatz von Juden innerhalb der Parteiführung während der (wahrlich schrecklich brutalen) Zwangskollektivierung und der Entkulakisierung, die in der gesamten Sowjetunion stattfand, was die ukrainischen Nationalisten (und die westliche Propagandamaschine) aber als geplanten ukrainischen Völkermord charakterisiert haben, den sie „Holodomor“ nennen (ja ich weiß, die Wikipedia-Einträge zu all diesen Themen sind pure Propaganda, aber ich verlinke sie trotzdem, damit ihr sehen könnt, was die ukrainische Propaganda schreibt)

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Zwangskollektivierung_in_der_Sowjetunion

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Entkulakisierung

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Holodomor

 

- Ein sehr hoher Prozentsatz von Ukrainern in der sowjetischen Elite nach Stalin, viele von ihnen haben bei den blutigen Säuberungen im Politbüro der KPdSU unter Stalin teilgenommen; und da etwa 80% und mehr der hohen Parteikader Juden waren, beinhalteten diese Säuberungen notwendigerweise eine Menge unterdrückter Juden (ob Schuldige, die unschuldiges Blut an ihren Hände hatten, oder Unschuldige, die einfach mit dem Rest unterdrückt wurden).

 

Ich könnte noch mehr Beispiele anführen, aber ich denke dies reicht für unsere Zwecke. Was wir sofort erkennen können, ist, dass es signifikante Unterschiede gibt zwischen dem, was im modernen Russland und in der modernen Ukraine geschah, dazu gehören:

 

Ein Beispiel für eine wichtige geografische Unterscheidung wären die „Pogrome“, die, im Gegensatz zur westlichen Propaganda, alle dort stattfanden, wo heute die moderne Ukraine ist, niemals in Russland.

 

Es gibt auch einen zeitlichen Unterschied: Russen in der Ukraine wurden Jahrhundertelang von Polen und Juden verfolgt, während Russen im heutigen modernen Russland vor allem von bolschewistischen Juden verfolgt wurden, und das „nur“ zwischen 1917 und Stalins Säuberungen in der Partei in den späten 1930ern.

 

Und dann ist da der wichtige, wahrlich immense Unterschied, den der Zweite Weltkrieg ausmachte.

 

Schauen wir uns nun an, was während des Zweiten Weltkriegs und der Nazi-Besatzung geschah

 

Als die Nazis ihren Angriff auf die Sowjetunion begannen, da gab es eine Menge Russen und Ukrainer, die die Nazis willkommen hießen, nicht unbedingt weil sie die Nazi-Ideologie mochten, sondern weil viele von ihnen die bolschewistischen Unterdrücker noch mehr hassten als die Deutschen. Schließlich waren der Bürgerkrieg und die Kollektivierung in den Köpfen von Millionen von Menschen sowohl in der ukrainischen SSR und der russischen SSR noch lebendig.

 

[Nebenbemerkung: Ich möchte all jene daran erinnern, die heute hart daran arbeiten, das zu vergessen: Die Nazi-Ideologie charakterisierte sowohl Russen als auch Ukrainer als Untermenschen, deren einziger Zweck es wäre, den Herren der arischen Meisterrasse (Herrenvolk) im neu eroberten Lebensraum zu dienen. Einfach gesagt: Hitler versprach seinen Anhängern, dass sie sehr glückliche Sklavenbesitzer werden würden! Kein Wunder, dass die vorgesehenen Sklaven das ganz anders sahen...]

 

Im Lauf des Krieges taten sich jedoch erhebliche Unterschied auf:

 

Erstens: In der Ukraine hat die Nazi-Ideologie tatsächlich viele Nationalisten inspiriert, aus den gleichen Gründen wie diese Nazi-Ideologie nationalistische Polen inspiriert hat (die Hitlers vorderste loyale Verbündete waren, nur um später von ihm verraten zu werden). Das Papsttum hat im Lauf der Jahrhunderte nicht nur die ukrainische Identität erschaffen, sie hat sie auch jedesmal aktiv gefördert, wenn Russland geschwächt war (wer sich dafür interessiert: https://thesaker.is/ukrainian-nationalism-its-roots-and-nature/ ). Die bittere Wahrheit, an die sich die Menschen im Westen nicht gerne erinnern lassen, ist, dass die Regime von Petain, Franco, Pavelic, Pilsudski etc. allesamt vom Papsttum geschaffen und unterstützt wurden, Das Papsttum hat natürlich auch Bandera und seine ukronazistischen Todesschwadronen unterstützt. Hitler selbst wurde ja anfangs stark von Großbritannien unterstützt (so wie Trotzki von den jüdischen Bankern in den USA unterstützt wurde). Ja, die Russophobie (Angst vor Russland) hat im Westen eine lange und „bedeutende“ Geschichte: Die westlichen Führer kommen und gehen, so wie ihre ideologischen Gründe, aber ihr Hass und die Furcht vor Russland bleiben immer.

 

Im Gegensatz dazu hatte General Andrei Vlasov, der die „Russische Befreiungsarmee“ (ROA) aufbaute, im Westen gar keine Unterstützung und in Russland selbst sehr wenig Unterstützung. Die Ideologie der ROA war eine Mischung aus moderatem Nationalismus mit etwas weniger moderatem Sozialismus. Im Nachhinein betrachtet hatte das keine Chance, in Russland populär zu werden, ganz einfach weil der Anblick eines russischen Generals in Nazi-Uniform etwas war, das Russen nicht ernst nahmen, wohingegen in der gegenwärtigen, von Nazis besetzten Ukraine Nazi-Uniformen und Symbole immer noch sehr beliebt sind. Und last but not least führte die irre und echt völkermordende Politik der Nazis im besetzten Russland zu einer solchen Gegenreaktion, dass der Krieg zur Befreiung Russlands von der Nazi-Herrschaft zu einem Krieg ums nationale Überleben wurde, den die riesige Mehrheit der Russen voll unterstützte.

 

[Nebenbemerkung: Es ist auch interessant, wie unterschiedlich die Ukronazis und die Russen in der ROA von den Anglo-Mächten behandelt wurden: Der Westen hat all die Ukronazis mit offenen Armen in den USA und in Kanada empfangen, die sie bekommen konnten, gleichzeitig hat der Westen Millionen von Russen zwangsweise ausgewiesen, auch Kriegsgefangene und Mitglieder der ROA, mit oft schrecklichen Folgen für die Heimkehrer (Die Opfer von Jalta). Was General Vlasov selbst angeht: er wurde zusammen mit anderen Offizieren wegen Verrats hingerichtet.]

 

Für die ukrainischen Nationalisten begann der 2. Weltkrieg als ein Gottesgeschenk, um endlich ihren Traum zu erfüllen: „alle Polacken und Moskals im Blut der Kikes zu ertränken“. Dann wurde dieser Traum durch den sowjetischen Gegenangriff und die folgende Vernichtung des Großteils (etwa 80%) der deutschen Militärmaschine zunichte gemacht. Und während viele Ukrainer (und Polen) die Sowjets als ihre Befreier vom Schrecken der Nazis sahen, so sahen die Ukronazis offenbar die Sowjetarmee nur als eine Besatzungsmacht, der sie so lange wie möglich Widerstand leisteten (nach dem Ende des Kriegs brauchten die Sowjets immer noch mehrere Jahre um den Ukronazi-Untergrund zu zerschlagen). Und während sich die meisten Russen als die wahren Sieger des 2. Weltkriegs sahen, da fühlten sich die ukronazistischen Nationalisten als Geschlagene. Wieder einmal. Das gleiche gilt übrigens für die Polen (dieses Trauma begründete etwas, das ich das „Pilban-Syndrom“ nenne). (Anm.d.Ü.: eine Mischung aus Pilsudski und Bandera) https://www.unz.com/tsaker/how-russia-should-deal-with-the-pilban-syndrome-pbs/

 

Nun zu den offensichtlichen Binsenwahrheiten über Juden: Zwar war vielen Russen die jüdische Rolle in der bolschewistischen Revolution und vor allem im darauf folgenden Klassenkampf-Terror vollkommen bewusst, aber sie sahen nicht ALLE Juden als Feinde Russlands, vor allem nicht, wenn

 

1. Es jede Menge patriotische Juden gab, die Russland und/oder die UdSSR liebten

 

2. Hitlers irrer Rassismus Juden und Russen unvermeidlich zusammenbrachte, wenn auch nur zeitweilig und vor allem unter der Überschrift „gemeinsamer Feind“.

 

3. Viele Russen (die meisten?) die Tatsache kennen, dass es Nazi-Konzentrations/Vernichtungslager tatsächlich gab, selbst wenn sie nicht 6M Juden getötet hätten, selbst wenn es keine Gaskammern und keine Krematorien gegeben hätte (außer um Krankheiten durch Insekten zu bekämpfen). Warum? Weil es das sowjetische Militär war, das die meisten dieser Lager befreit hat und weil es viele nicht-jüdische Russen/Sowjets in diesen Lagern gab. Und die meisten Russen wussten, neben den Lagern selbst, über die berüchtigten Einsatzgruppen Bescheid, die wahrscheinlich noch mehr Juden (und Nicht-Juden) ermordet haben als alle Konzentrations/Vernichtungslager zusammen. Es ist eine Tatsache, dass die Gräueltaten der Nazis von den meisten russischen Historikern nicht ernsthaft angezweifelt werden.

 

Fazit: Welche (zu jener Zeit sehr echte) Feindseligkeit die Geschichte zwischen Juden und Russen auch immer erzeugt hat, der Zweite Weltkrieg hatte einen enormen Einfluss auf diese Wahrnehmungen. Das soll nicht heißen, dass die Russen die völkermordende Politik von Lenin und Trotzki vergessen haben, aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg fühlten sich die meisten Russen als Sieger, nicht als geschlagene Verlierer.

 

Die ukrainischen Nationalisten dagegen waren „mehrfach geschlagene“ Verlierer: Sie wurden von den Deutschen besiegt, von den Russen und sogar von den Polen (die selten jemanden angreifen, außer ihr angehendes Opfer liegt bereits am Boden oder sie werden von einem „großen Kerl“ geschützt – Churchill hatte mit seinem Kommentar „die gierige Hyäne Europas“ durchaus recht!) Und nun wurden sie erst kürzlich nicht nur einmal besiegt, sondern ZWEIMAL, durch die Novorussen. Diese Art von „Leistung“ führt oftmals zu einer nationalistischen Reaktion.

 

Und das gilt nicht nur für die Ukraine, sondern auch sehr für den Westen von 2020.

 

Leidet auch der Westen unter dem „mehrfach geschlagen“-Komplex?

 

Mir scheint, dass die meisten Menschen, die diese Zeilen lesen, wissen, dass der „kollektive Westen“, auch das „AngloZionistische Imperium“ genannt, in einer miserablen Verfassung ist. Schaut euch nur das politische Chaos in den USA, Frankreich, Deutschland und dem Rest der NATO/EU-Länder an. Der Westen verliert nicht nur militärisch und wirtschaftlich, er liegt auch kulturell, sozial, moralisch und geistig am Boden. Dazu kommt, dass das, was wir als „westliche Werte“ ansehen, jetzt durch einen geschmacklosen „Multikulturalismus“ ersetzt wird, was wie ein frommer Euphemismus für den offensichtlichen Plan aussieht, so gut wie alles aus der westlichen Geschichte und dem kulturellen Erbe auszulöschen. Wie alle Formen der Verfolgung resultiert auch das in einem zunehmend machtvollen Fall von ideologischem Rückschlag: eine sehr gefährliche und giftige Wiederauferstehung von sowohl Faschismus als auch Nationalsozialismus

 

Wie kann eine Person (Hitler) und eine Ideologie (der Nationalsozialismus) in ein und der selben Gesellschaft sowohl als einzigartig böse benannt UND gleichzeitig einer zumindest teilweisen Rehabilitation unterzogen werden? Ganz einfach! Die einzige Voraussetzung, damit diese geschieht, ist es, das Volk so zu konditionieren, dass es diese kognitive Dissonanz akzeptiert und sich nicht sorgt, wenn dies geschieht. Der Durchschnittsbürger des Imperiums wurde von Geburt an darauf konditioniert, eine solche kognitive Dissonanz zu akzeptieren und sogar zu wollen, und er ist darin sehr sehr gut geworden. Aber hier gibt es einen geschichtlichen Rückschlag:

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg und vor allem nach den 1970ern haben die Zionisten einen meiner Meinung nach verheerenden Fehler begangen: sie haben sich dazu entschlossen, Hitler und seine Ideologie als eine spezielle und einzigartige Form des Bösen darzustellen, die alle anderen vorstellbaren Formen des Bösen übertrifft, in der Vergangenheit und sogar zukünftig. Und um sicherzustellen, dass diese Behauptung haften bleibt, haben sie sich dazu entschieden, einige hoch spezifische Behauptungen hinzuzufügen, darunter die „offizielle“ Zahl von 6 Millionen ermordeten Juden, die Gaskammern und Krematorien sind die berühmtesten, aber es gab noch viele andere (darunter die Strom-Hinrichtungs-Pools, Lampenschirme aus menschlicher Haut und die Seifen aus menschlichem Fett – die mussten fallengelassen werden, nachdem sie sich als falsch herausstellten). All diese Behauptungen wurden schließlich von sogenannten „revisionistischen Historikern“ wirksam angegriffen, die inzwischen zweifelsfrei bewiesen haben, dass diese spezifischen Behauptungen falsch waren. Das machte diese Historiker nicht sehr beliebt bei den Herrschern des Imperiums die, anstatt eine gesunde historische Debatte zuzulassen, beschlossen haben, "Revisionismus" zu einem strafbaren Gedankenverbrechen zu machen, für das Historiker ins Gefängnis kommen können, manchmal für Jahre! Die Reaktion auf diese Art von Machtmissbrauch war unvermeidlich.

 

Eines der verhängnisvollsten Ergebnisse dieser Politik der Kriminalisierung historischer Untersuchungen über den Zweiten Weltkrieges war die Tatsache, dass viele Menschen im Westen zu dem Schluss kamen, dass seit diesen spezifischen Behauptungen auch alle anderen Behauptungen über die Gräueltaten der Nazis falsch seien. Ein großer logischer Fehler! Die Tatsache, dass diese spezifischen Behauptungen bereits entkräftet wurden, bedeutet in keiner Weise, dass es andere, weit verbreitete Gräueltaten auch nicht gegeben habe.

…..

Die schlichte Wahrheit ist, dass jeder moderne Staat die Mittel hat, Menschen im industriellen Maßstab zu ermorden, auch ohne den Einsatz so exotischer (und, offen gesagt, ungeeigneter) Techniken wie Gaskammern oder Krematorien (in Ruanda benutzten sie meist grobe Macheten). Aber westlichen Historikern ist es verboten, diese Themen überhaupt zu erforschen!

Diese Situation führte zu einem Umfeld im Westen, in dem man Juden oder Dinge, die jüdisch sind, nicht kritisieren (oder auch nur bezweifeln!) kann, ohne sofort als "Antisemit" bezeichnet zu werden. Das gleiche gilt für jeden, der es wagt, eine andere Version des Zweiten Weltkriegs zu präsentieren. Dass diese Art von kollektiver Gehirnwäsche unweigerlich zu einem massiven Rückschlag führen würde, war leicht vorauszusehen, aber leider hatten die Zionisten nie die Weitsicht, dies kommen zu sehen. Entweder das, oder sie waren ziemlich glücklich, von einem "Anstieg des Antisemitismus" im Westen zu berichten, um noch mehr politische Macht (und Geld!) zu erpressen. Was auch immer der Fall sein mag, es ist im heutigen Westen nahezu unmöglich, diese Themen frei und offen zu diskutieren.

 

Nun ein kurzer Vergleich mit dem modernen Russland

 

Das politische Umfeld in Russland ist radikal anders. Zum einen ist es in Russland nicht illegal (oder gar unangemessen), Juden zu kritisieren, oder das moderne "Judentum" (eigentlich eine moderne Form des rabbinischen Pharisäertums) oder Israel oder die zionistische Ideologie (die die UdSSR übrigens als eine Form des Rassismus angeprangert und bekämpft hat). Ja, es gibt immer noch (ziemlich schlechte) Gesetze, die die Förderung von nationalem Hass und "extremistischer Rede" verbieten, aber die Wahrheit ist, dass, solange man nur historische Themen untersucht (wie die tatsächliche Anzahl der von den Nazis ermordeten Juden) und keine Gewalt befürwortet (oder sich an Gewalt beteiligt), es einem gut geht. Nicht nur das, sondern man kann so ziemlich alle antijüdischen/antizionistischen Bücher im russischen Internet zum einfachen und kostenlosen Herunterladen finden. Schließlich haben zwar viele Juden die UdSSR verlassen, aber diejenigen, die geblieben sind (oder inzwischen zurückgekehrt sind), taten dies aus freiem Willen, und das deutet stark darauf hin, dass viele (die meisten?) russische Juden im Gegensatz zu ihren Brüdern in Israel keine Hassgefühle gegen Russland, das russische Volk oder sogar die orthodoxe Kirche haben (einige tun es natürlich, aber dies ist eine Minderheit).

Einige kurzsichtige Juden beklagen regelmäßig, dass der politische Diskurs in Russland nicht so streng kontrolliert wird wie der im Westen. Ich möchte sie nur daran erinnern, dass das viel freizügigere intellektuelle Umfeld Russlands NICHT zu einer automatischen Verschmelzung von Patriotismus und Judenfeindlichkeit geführt hat, wie es leider im Westen der Fall ist (es sei denn, wir haben es mit dem zu tun, was der französische Philosoph und Dissident Alain Soral "National-Zionismus" nennt, was ein separates Phänomen ist, das ich hier ausführlich besprochen habe: https://www.unz.com/tsaker/the-great-fraud-of-national-zionism/ ).

Es stimmt, wenn Patriotismus (die Liebe zum eigenen Land) in Nationalismus (Liebe zur eigenen Ethnie) umschlägt, dann geht es typischerweise bergab, aber das ist eine Gefahr, der sich der Kreml sehr bewusst ist, und deshalb sind russische Nationalisten nach den russischen Wahabis die nach den Anti-Extremismus-Gesetzen am häufigsten in Russland inhaftierten Personen (man darf nicht vergessen, dass sowohl russische Nationalisten als auch russische Wahabis typischerweise nicht nur "extremistische Literatur" verbreiten, sondern sie sind auch typischerweise in die eine oder andere Form von Gewalt involviert, so dass sie oft auch unter dem Vorwurf des Terrorismus inhaftiert werden).

Immer mehr Russen sind jedoch verwirrt über das, was sie als eine Rehabilitation von Hitler und dem Nazi-Regime in Zeitlupe ansehen. Während zum Beispiel im Westen das offizielle Diktum immer noch lautet, dass Hitler und die Nazis das schlimmste Übel der Geschichte waren, gibt es eine schnell wachsende "alternative" Sichtweise, die sich natürlich vor allem im Internet findet, in der Hitler als eine viel komplexere Person angesehen wird, die zu Unrecht dämonisiert wurde und deren Handlungen in einen "richtigen" historischen Kontext gestellt werden müssen. Und in der Tat ist daran etwas Wahres – Hitler war eine komplexe Persönlichkeit, und die Nazis wurden weit über alles Vernünftige hinaus verteufelt. Schließlich werden die Befürworter dieser "Rehabilitierung" immer darauf hinweisen, dass Hitlers Feinde mindestens ebenso rücksichtslos und böse waren wie er. Auch daran ist wieder viel Wahres. Wenn die EU jedoch in einer feierlichen Abstimmung erklärt, dass Nazi-Deutschland und die Sowjetunion gleichermaßen für den Zweiten Weltkrieg verantwortlich waren, dann wird eine grundlegende rote Linie überschritten, die ein "Gleichheitszeichen" nicht nur zwischen dem Aggressor und den Angreifern, sondern auch zwischen den Besiegten und den Siegern setzt.

https://iadllaw.org/2019/11/iadl-statement-in-opposition-to-european-parliament-resolution-on-european-remembrance-day/


[Nebenbemerkung: Wie ich in der Vergangenheit oft geschrieben habe, ist nach internationalem Recht das ultimative, schlimmste Verbrechen nicht der "Völkermord" oder das "Verbrechen gegen die Menschlichkeit". Es ist das "Verbrechen der Aggression", weil, in den Worten des US-Richters, der dieses Prinzip erklärt hat, "das Verbrechen der Aggression alle anderen Verbrechen enthält", was nur logisch ist. Indem die EU die UdSSR also der Aggression beschuldigt, hebt sie im Grunde die Feststellungen des Nürnberger Tribunals auf, sie macht die UdSSR genauso schuldig an allen Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs wie die Nazis].


Haben die Russen Recht, wenn sie sagen, dass es im Westen eine Rehabilitation in Zeitlupe von Hitler und seiner Ideologie gibt?

Absolut richtig!

Die Tatsache, dass diese Rehabilitation in Zeitlupe noch immer und größtenteils am Rande des politischen Diskurses stattfindet, ändert nichts an dem russischen Bewusstsein, dass Russland und die Russen, egal wie sehr Hitler und seine Gefolgsleute im Westen unbeliebt oder gar gehasst sind, immer noch viel mehr gehasst werden. Dies gilt auch für das, was der Westen als "islamischen Extremismus" bezeichnet, der nur dann "schlecht" ist, wenn er nicht vollständig vom Westen kontrolliert wird (Terroristen!!), und der, axiomatisch gesehen, "gut" ist, wenn er (die Freiheitskämpfer!!) sich gegen Russland oder andere orthodoxe Nationen richtet.

Ist es unter diesen Umständen wirklich überraschend, dass viele (die meisten?) Russen das Gefühl haben, dass der Westen eine viel größere Gefahr für das russische Zivilisationsreich darstellt als alle antirussischen Pläne, die von Juden, Zionisten oder Israelis ausgeheckt wurden?

Auf keinen Fall!

Die meisten Russen hassen nicht nur Hitler und alles, wofür er stand, sie verstehen auch wirklich, dass die große Mehrheit der vom Dritten Reich ermordeten Juden einfache, unschuldige Menschen waren, deren einziges Verbrechen darin bestand, derselben Ethnie/Religion anzugehören wie einige andere Juden, die es in der Tat reichlich verdienten, für ihren rassistischen Messianismus (sei er religiös oder säkular) gehasst zu werden. Das ist eine grundlegende Ungerechtigkeit, die die Russen niemals akzeptieren werden. Denn das zu akzeptieren wäre ein Verrat an der Wahrheit (ein enorm wichtiger Begriff für die russische Zivilisation) und nicht weniger ein Verrat am Gedenken an all die Unschuldigen, die von den Nazis ermordet wurden.

 

Fazit eins: Die Geschichte ist wichtig, sehr wichtig!

 

Was auch immer wir alle über die jüdische Identitätspolitik denken mögen oder was auch immer unsere Meinung über die Sowjetunion ist, es ist unbestreitbar, dass Hitlers Politik sowohl den Russen als auch den Juden unsägliches Leid zugefügt hat. Die westliche Alternative Rechte, die sich immer noch vormacht, dass die Russen an ihren rassistischen Wahnvorstellungen teilhaben, kann dies leugnen und anprangern, aber Tatsache ist, dass die Geschichte für immer ein Band zwischen Juden und Russen geschaffen hat: ihre gemeinsame Erinnerung an die Massengräuel, die von den Nazis an ihnen verübt wurden. Kein noch so großes Ausmaß an politischen Gesten wird daran etwas ändern.

 

Das bedeutet natürlich nicht, dass Putin, der Kreml oder irgendjemand anders ein "Verbündeter" Israels ist oder dass Putin und Bibi Netanjahu zusammen (oder füreinander) arbeiten. Dieser völlige Unsinn ist eine völlig falsche Schlussfolgerung, die aus einer grundlegenden und tiefgreifenden Fehlinterpretation der russischen Geschichte und Kultur resultiert. Aber er geht sogar noch weiter als das. Ich würde argumentieren, dass die Geschichte der russischen Kultur auch grundsätzlich unvereinbar mit jeglichem rassistischen/rassischen Gedankengut ist.

 

Die Ideologie des Russlands vor 1917 kann als "orthodoxer Monarchismus" bezeichnet werden. Das ist aus einer langen Liste von Gründen nicht wirklich richtig (die Realität ist immer komplexer als Schlagworte und Parolen), aber im Großen und Ganzen könnte man sagen, dass das, was als moralisch richtig oder moralisch falsch angesehen wurde, von der russisch-orthodoxen Kirche definiert wurde. Nun, zufällig war das ursprüngliche Christentum (d.h. die Orthodoxie) zwar sehr kritisch gegenüber dem rabbinischen "Judentum" (der Religion und der Weltanschauung), aber dasselbe ursprüngliche Christentum war den Juden (der Ethnie) weit weniger feindlich gesinnt als die westlichen christlichen Glaubensrichtungen. Tatsächlich war das wahre Christentum immer pro-patriotisch, aber anti-nationalistisch. Dies war auch die Praxis im Oströmischen Reich (dessen politische Struktur Russland geerbt hat). Dies gilt übrigens auch für die 2. Religion Russlands, den Islam.

 

Dann, nach der Revolution von 1917, war Russland zunächst zwei Jahrzehnten jüdischen Terrors ausgesetzt, insbesondere einer Art von Terror, der sich gegen das russische Volk und den orthodoxen Glauben richtete. Mit der Machtübernahme Stalins fanden jedoch große Veränderungen statt (und die meisten derer, die Russland in unschuldigem Blut ertränkt hatten, wurden während der berühmten "Säuberungen" selbst hingerichtet). Und obwohl Stalin nie ein "Antisemit" war (dies ist ein dummer Unsinn, dem sowohl Stalins Handlungen als auch seine Schriften direkt widersprechen), haben seine Säuberungen (und Reformen) das Wesen des Sowjetregimes grundlegend verändert, einschließlich der ethnischen Zusammensetzung der Führung der KPdSU, die sehr viel vielfältiger wurde.

 

Wenn wir von der Sowjetunion im Allgemeinen sprechen, ist es auch wichtig, sich daran zu erinnern, dass die marxistisch-leninistische Ideologie auch rassische und ethnische Unterschiede ablehnt und stattdessen für eine Solidarität aller Menschen gegen ihre Klassenunterdrücker eintritt.

 

Daher sind weder die russische Ideologie/Weltanschauung aus der Zeit vor 1917 noch die russische Weltanschauung aus der Zeit nach 1917 ein brauchbarer Grund für den Versuch, rassistische Ideen zu fördern. Und glücklicherweise gilt das auch das moderne ("Putins") Russland nicht.

 

Die Wahrheit ist, dass Russland, wie ich oben erwähnt habe, das politische Erbe des oströmischen Reiches ist (im westlichen Sprachgebrauch als "Byzanz" bekannt), IMMER multireligiös, multikulturell, multiethnisch und so ziemlich jedes andere "Multi" war, das man sich vorstellen kann. Bei all den vielen Sünden des russischen Volkes im Laufe seiner Geschichte war Rassismus nie eine davon!

 

Das ist zum Beispiel auch der Grund, warum die meisten Menschen im Westen den Islam (und die Muslime) zwar als "Ausländer" sehen, die meisten Russen aber völlig daran gewöhnt sind und sie als langjährige Nachbarn betrachten. Das bedeutet nicht, dass die Russen sich nicht an die etwa ein Dutzend Kriege erinnern, die Russland gegen die Osmanen geführt hat, und es bedeutet auch nicht, dass Russland die wahabitischen Gräueltaten in Tschetschenien vergeben hat. Es bedeutet schlicht und einfach, dass die Muslime und sogar die Türken von den Russen nicht als "nationale Feinde" angesehen werden.

 

Dasselbe gilt für Juden. Ja, die Russen erinnern sich daran, was Juden ihnen in den frühen Jahren des bolschewistischen Regimes angetan haben, aber diese Erinnerung, dieses Bewusstsein, führt normalerweise NICHT zu irgendeiner Art von Rassismus, auch nicht zu irgendeiner Art von antijüdischem Rassismus. Auch die von jüdischen Bolschewiken begangenen Gräuel verschleiern nicht alle sehr realen Beiträge verschiedener Juden zur russischen Kultur.

 

[Nebenbemerkung: Übrigens ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass es zwar stimmt, dass die meisten der ersten Generation der Bolschewisten Juden waren, aber es stimmt nicht, dass die meisten Juden Bolschewisten waren. Eigentlich fand man Juden so gut wie überall, etwa unter den Menschewiki, den Anarchisten, dem Arbeiterbund etc.]

 

Also ja, Juden und Russen haben etwa 200 Jahre lang zusammengelebt, und ein Großteil unserer gemeinsamen Geschichte ist tragisch, schmerzhaft und sogar beschämend, aber letztendlich wäre es falsch zu glauben, dass die meisten Russen Juden entweder nicht mögen oder fürchten. Das tun sie nicht. Selbst wenn sie dieser oder jener Persönlichkeit, Ideologie oder Religion kritisch gegenüberstehen (das ursprüngliche Christentum wird immer der ultimative Feind des rabbinischen Judentums sein, so wie das rabbinische Judentum immer der ultimative Feind des ursprünglichen Christentums bleiben wird; wir können verstehen, warum das so ist, oder wir können es bedauern, aber wir sollten das niemals vergessen oder leugnen!)

 

[Nebenbemerkung: Wenn ein selbst beschriebener Antisemit diese Worte liest und über das, was ich gerade geschrieben habe, absolut empört ist, dann lest bitte auch "Die Erfindung des jüdischen Volkes" von Shlomo Sand", der euch zeigen wird, dass der Begriff der "Ethnizität" (ob jüdisch oder nicht) eine moderne Erfindung mit sehr wenig tatsächlicher Grundlage in der Geschichte ist, insbesondere in der Geschichte der multikulturellen Imperien.

https://www.amazon.com/Invention-Jewish-People-Shlomo-Sand/dp/1844676234

Einfach gesagt: In einer Kultur, die nicht wirklich an die Bedeutung der Ethnizität glaubt, kann sich keine wirklich rassistische Ideologie entwickeln. Es ist wirklich so einfach!]

 

Ja, ich weiß von der Abneigung Dostojewskijs und Rosanows gegen Juden (und übrigens auch gegen die Polen), und ja, ich weiß vom Ansiedlungsrayon (ich will hier nicht darauf eingehen, aber es war sicher nicht das, was westliche Historiker im Westen glauben – lest einfach Solschenizyn!) Ich weiß auch von der "Ritualmorden" (auch darauf werde ich hier nicht eingehen, aber ich empfehle euch, das Buch des israelischen Historikers Ariel Toaff aus dem Jahr 2007 "Blood Passover" zu lesen) und von all den anderen Mythen, die im Westen (von Juden und Nichtjuden) über den "russischen Antisemitismus" verbreitet werden. Aber die Wahrheit ist einfach: Während es in der Geschichte viele Fälle gab, in denen Juden und Russen zusammenstießen (einschließlich der Zerstörung des chasarischen Reiches im 10. Jahrhundert durch russische Streitkräfte oder des Kampfes gegen die "Häresie der Judaisten" im 15. Jahrhundert – was übrigens von Wikipedia sehr schlecht beschrieben wird: In Wirklichkeit war dies ein früher Versuch der Kabbalisten, die russisch-orthodoxe Kirche zu infiltrieren, so wie sie erfolgreich das Papsttum infiltriert hatten). Diese Konflikte führten jedoch nicht zu einer größeren Feindseligkeit der Russen gegenüber die Juden (das Gegenteil ist leider nicht annähernd so wahr).

 

Fazit zwei: Putin, Selenskii und die Israelis

 

Die jüngste Reise sowohl von Selenskii als auch von Putin nach Israel hat das Thema des jüdischen, russischen und ukrainischen "Dreiecks" wieder in die Schlagzeilen gebracht. Die Polen nutzten auch die Gelegenheit, die Dinge für sich selbst zu verschlimmern, als sie sich auf das Thema einließen. Ihr habt die Storys gelesen, also muss man hier nicht alles wiederholen. Das Beeindruckendste an diesem Ereignis war, dass Selenskii beschloss, nach Israel zu reisen, um dann zu erklären, dass er an den Gedenkveranstaltungen nicht teilnehmen würde. Warum? Offensichtlich hatte er Angst, dass die Ukronazis ihn anprangern würden, weil er dem zionistischen Druck nachgegeben hat.

 

Putin tat das genaue Gegenteil, er reiste nicht nur nach Israel und sprach bei der Veranstaltung, sondern er erinnerte die (meist jüdischen) Zuhörer auch an die Gräuel, die das russische Volk ebenfalls durch die Nazis erlitt. Offensichtlich fürchtete Putin nicht, dass einige russische Nationalisten ihn beschuldigen würden, dem zionistischen Druck nachzugeben. Warum nicht?

 

Warum konnte Putin so offen reden?

 

Aus zwei einfachen Gründen:

 

Erstens, und im Gegensatz zu den Ukrainern oder Polen, haben die Russen genau null Schuld an den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs. Trotz all der Lügen, die derzeit im Westen verbreitet werden, hat die Sowjetunion den Zweiten Weltkrieg nicht begonnen – die Sowjetunion hat Hitler so ziemlich im Alleingang besiegt und den Krieg beendet (der gesamte angelsächsische Einsatz war nicht mehr als 20% wert und kam erst, nachdem die Sowjets die Wehrmacht und die SS in Stalingrad und anderswo besiegt hatten).

 

Zweitens war die jüdische Vorherrschaft in der UdSSR sehr kurzlebig (etwa von 1917 bis 1937), und weder Putin noch irgendein anderer russischer politischer Führer wird Ansprüche auf exklusives "besonderes" jüdisches Leiden unangefochten lassen. Und obwohl die meisten russischen Politiker keine Notwendigkeit sehen, Zweifel an der "offiziellen" Zahl von 6 Millionen zu äußern, erinnern sie ihre jüdischen Freunde gerne daran, dass die russische Nation im Zweiten Weltkrieg zwischen 20 und 27 Millionen Tote zu beklagen hatte, wodurch den jüdischen Opfern ein höherer Opferstatus als den nichtjüdischen Opfern abgesprochen wird.

 

Unsere grundlegende Meinungsverschiedenheit über den Zweiten Weltkrieg, Hitler und Juden

 

Ebenso, weil die Russen keinerlei Schuldgefühle gegenüber den Juden haben, konnte Putin diese Zahl von 80-85% Juden im ersten bolschewistischen Regime vor einer Versammlung von haredischen Rabbinern erwähnen (seht euch das Video hier an:

 

 

Könnt ihr euch vorstellen, dass Merkel oder Trump es wagen würden, diese Dinge vor einem solchen Publikum zu sagen?

 

Undenkbar!

 

Schlussfolgerung drei:

 

Seit Wladimir Putin an die Macht kam, hat sich Russland allmählich und stetig vom kollektiven Westen abgetrennt. Bei diesem Prozess geht es nicht so sehr darum, "gegen" den Westen zu sein, sondern vielmehr darum, "anders" als der Westen zu sein, aber ohne sich zu entschuldigen! Dies ist besonders sichtbar in der Art und Qualität des politischen Diskurses in Russland, der sich wirklich dramatisch von der Art des übermäßig kontrollierten (und natürlich auch übermäßig manipulierten) politischen Diskurses im Westen unterscheidet. Einfach ausgedrückt: Die Russen leben in einer viel offeneren und vielfältigeren intellektuellen Landschaft als ihre westlichen Nachbarn. Daher wäre es ein großer Fehler anzunehmen, dass zum Beispiel russische Patrioten ähnliche Ansichten vertreten wie westliche Nationalisten. Daher gibt es das, was man als "unsere grundlegende Meinungsverschiedenheit über den Zweiten Weltkrieg, Hitler, Juden und Rasse" bezeichnen könnte.

 

 

Der Saker


https://consentfactory.org/2020/02/10/bernie-sanders-commie-kill-swarm/

 

Bernie Sanders' kommunistische Todesschwadron

 

von C.J. Hopkins, 10.02.2020 (zahlreiche links im Original!)

 

 

Amerika kommt einfach nicht zur Ruhe. Nach drei Jahren brutaler Unterdrückung durch ein von Russland unterstütztes Nazi-Reich unter Donald Trump stellt sich heraus, dass der einzige Kandidat der Demokraten mit einer Chance, ihn im November aus dem Amt zu hieven und die Welt vor den Putin-Nazis zu retten, ein 78 Jahre alter blutrünstiger Kommunist mit einer Khmer Rouge-artigen Armee aus mordlüsternen Anhängern ist.

 

Ja, ich befürchte, dass die Gerüchte wahr sind. Offensichtlich haben sich Elemente aus Jeremy Corbyns kürzlich aufgelöstem Nazi-Todeskult in den Vereinigten Staaten neu gruppiert, eine Allianz mit den Fanatikern Bernie Sanders geschmiedet, und zusammen ziehen sie völlig ungestraft durch das Internet und ermorden auf sadistische Weise haufenweise Kritiker von Sanders und wehrlose anders begabte Personen durch vulgäre Sprache und bösartige Kaka-Mems.

 

Die Konzernmedien geben ihr Bestes, um die Amerikaner vor der unmittelbaren Bedrohung zu warnen. CNN brachte einen Sonderbericht, in dem erklärt wird, wie Sanders „Armee aus Unterstützern“ mit „Schikane“ und „Einschüchterung“ seine Kritiker zum Schweigen bringt.

 

Eine „bekennende Anhängerin von Elizabeth Warren, deren Tochter mit Down-Syndrom sich von einem Krebsleiden erholt“, wurde verbal dermaßen attackiert, dass sie dem Tod nahe war. Einem Aktivisten, der „an der ALS-Krankheit leidet und stirbt“, wurde mitgeteilt, er solle sich „ins Knie fi*ken“. Die Working Families Party bekam es mit einer Reihe unangemessener Adjektive zu tun. Deren Parteiführer, ein Afroamerikaner und persönlicher Freund von Bernie Sanders, wurde durch einen rassistischen Tweet bedroht, was Sanders auf Twitter verurteilte, aber da war es bereits viel zu spät. Seine kommunistische Todesschwadron war schon außer Kontrolle; sie begannen Mems zu twittern, die Elizabeth Warren mit einer Schlange und Pete Buttigieg mit einer Ratte verglichen, und sie haben die amerikanische Öffentlichkeit auch sonst terrorisiert.

 

Der Senior Investigativ-Korespondent Drew Griffin sprach mit mehreren andern „Opfern“ der Tweets von Sanders' kommunistischer Todesschwadron, die sich an ungenannten sicheren Orten von ihren Internet-Traumata erholen und deshalb anonym bleiben wollten. Laut Griffin sind diese emotional traumatisierten Opfer durch die Erfahrungen im Internet so emotional traumatisiert, dass sie ihm nicht einmal erlaubten, die traumatischen „Umstände“ rund um ihre „Angriffe“ zu beschreiben.

 

Und die Beweise über die Gräueltaten von Sanders' kommunistische Todesschwadron sind keine Einzelberichte. Nein, Griffin sprach auch mit Ben Decker, dem „CEO“ von etwas, das sich „Memetica“ nennt (was anscheinend Bens Twitter Account ist), dessen „Facebook-Analyse“ schlüssig beweise, dass Sanders eine Menge Online-Unterstützer hat, mehr als alle anderen Kandidaten, was „das Potential für größeren Schaden“ besitzt. Diese Art von „umfassender Online-Schikane“ ist, so sagt Ben, einfach...nun ja, „irre“.

 

Natürlich ist CNN nicht das einzige Konzernmedium zu dem Fall. In den Tagen vor der Iowa-Abstimmung (die Sanders von Buttigieg stehlen wollte, indem er Tausende Stimmen mehr gewann) wurde eine Flut ernster Warnungen herausgegeben. Die Washington Post titelte: „Die Unterstützer von Sanders haben Facebook in eine Waffe verwandelt“ und würden die Menschen mit „wütenden Mems“ terrorisieren. Die New York Times berichtete, dass „Bernie Sanders und seine Internet-Armee die Progressiven, die sich weigerten ihn zu unterstützen, dazu gezwungen haben, private Sicherheitskräfte einzustellen, um sie vor „Todesdrohungen“ und unanständigen Witzen zu schützen. Daily Beast warnte vor den „toxischen Bernie Bros.“ NBC verglich sie mit den MAGA-Supportern, von denen jeder weiß, dass sie Russland-liebende Nazis sind. SNL-Autoren (Anm.d.Ü.: SNL ist die Comedy-Sendung Saturday Night Live) gingen sogar noch weiter und beschrieben Sanders als Liebling von 4chan … und das sind nur ein paar Beispiele.

 

Aber das bei weitem bombastischste Schauspiel ungezügelter Sanders-Kommunisten-Killerhorden-Panik kam von Chris Matthews von MSNBC, der nach der letzten Debatte vollkommen durchdrehte und etwas über „Sozialisten“ faselte, die im Central Park öffentliche Massenhinrichtungen aufführen wollen. Matthews ist offenbar fest davon überzeugt, dass Sanders, sollte er die Wahl gewinnen, vorhabe, sich wie Fidel Castro zu kleiden und Matthews und dessen Spezis auf der Großen Wiese im Central Park aufmarschieren lässt und ihnen eine Daenerys Targaryen-Behandlung verpasst. Da saß er im nationalen Fernsehen, zitternd, die Augen geweitet von der Paranoia und schwafelte über die gottlosen „Roten“, wie in einer Szene aus Kubricks Dr. Strangelove, die herausgeschnitten wurde, weil sie zu überdreht war.

 

Aber im Ernst, ich bezweifle, dass er sich große Sorgen machen muss. Egal wer dieses Jahr die Wahl gewinnt: Die supranationale Konzernherrschaft, die eigentlich die US-Regierung im Sack hat, wird nicht zulassen, dass Bernie Sanders jene grundlegenden Sozialprogramme umsetzt, die die meisten kapitalistischen Länder auf der Erde für Jahrzehnte ihren Menschen gegeben haben. Gott, man stelle sich den Freiheits-raubenden Horror vor, sollten Amerikaner auf Hochschulen gehen und, nun ja, vielleicht ein oder zwei Kinder aufziehen können, ohne sich für den Rest ihres Lebens zu verschulden! Denkt doch an das Leid, das so etwas für die Banken und die Versicherungskonzerne und die Rüstungsfirmen hervorrufen würde, ganz zu schweigen von der Pharmaindustrie. Gott steh' Amerika bei, sollte so etwas umgesetzt werden! Eh man sich versieht, gäbe es Hochgeschwindigkeitszüge, subventionierte Kunst und nicht chloriertes Hühnchen... gar nicht auszumalen, wo dieser Albtraum enden würde.

 

Schaut, normalerweise beschäftige ich mich nicht mit der alle vier Jahre stattfindenden Demokratie-Simulation, aber dieses Mal steh ich hinter Bernie. Ich glaube nicht, dass er eine Chance hat, aber sollte er es irgendwie schaffen, die Demokraten auszutricksen und diesen Sommer die Nominierung gewinnen, dann wäre es eine Gaudi dabei zuzusehen, wie die Konzernmedien und der Rest des neoliberalen Widerstands auf einen Wahlkampf zwischen Trump und Sanders reagieren.

 

Nicht dass Sanders oder Trump, die Männer selbst, eine Gefahr für das Imperium wären (wie wir im Verlauf der letzte drei Jahre erfahren haben). Aber wir befinden uns mitten im Krieg gegen den Populismus, den die globale Konzernherrschaft gewinnen muss, wenn sie weiter alles destabilisieren, privatisieren und umstrukturieren wollen, so wie sie das seit dem Ende des Kalten Kriegs getan haben. Sanders und Trump sind natürlich nur Symbole, Blitzableiter für den „populistischen“ Zorn … aber Symbole, die das Imperium zerstören muss, um wieder „Normalität“ herzustellen.

 

Die plumpen Bemühungen des neoliberalen Widerstands, um eine Nominierung von Bernie Sanders zu verhindern, sind die verzweifelten Versuche, ein Szenario zu vermeiden, in welchem sie gezwungen sind, eine Wiederwahl von Trump sicherzustellen, Und macht euch nichts vor, sie werden das tun, wenn sie es müssen. (Jonathan Chait hat sich dafür bereits etwas ausgedacht):

 The National Interest: "Bernie Sanders gegen Trump zu nominieren wäre Irrsinn"

 

Sie haben es mit Corbyn gemacht, und sie werden es mit Sanders machen, nur wird das wahrscheinlich extrem peinlich, wenn sie so tun müssen als würden sie ihn widerwillig unterstützen (weil die Alternative ein Mann ist, den sie die letzten drei Jahre beschuldigt haben, er sei ein russischer Spion und buchstäblich Hitler), während sie ihn gleichzeitig als völkermordenden kommunistischen Terroristen hinstellen, dessen Unterstützer ein Haufen weißer Rassisten und Milliardäre abschlachtender Neo-Maoisten ist.

 

Daher diese Hysterie über die „Sanders-Horde“ und die „technischen Schwierigkeiten“ beim Iowa Caucus, und all die andere Propaganda und die schmutzigen Tricks, die der Widerstand plant, um eine Sanders-Nominierung zu verhindern, damit sie mit einem nicht-populistischen Kandidaten gegen Trump verlieren können und weitere vier Jahre lang „Widerstand“ spielen können.

 

Also wenn euch der Gedanke daran nicht gefällt, oder wenn ihr nicht zusehen wollt, wie ein gedemütigter Bernie unterwürfig durch das Land schlurft und für Buttigieg kämpft, so wie er es für Clinton getan hat, dann tut bitte alles was ihr könnt, damit wir eine Wahl „Pol Pot vs. Hitler“ genießen können.

 

Tut das aus reinen Unterhaltungszwecken. Schließlich ist es im Grunde eh nur Show.


https://thegrayzone.com/2020/02/11/new-leaks-shatter-opcws-attacks-douma-whistleblowers/

 

Exklusiv: Neue Leaks erschüttern die Angriffe der OPCW auf die Douma-Whistleblower

 

Ein dritter Whistleblower bei der OPCW:

Eingegangen: Freitag, 28. Juni 2019, 17:30

 

Wir leben in einer gefährlichen Welt, daher muss ich sehr vorsichtig sein, wenn ich über Angelegenheiten rede, die mit der OPCW zusammenhängen. Die Jahre die ich als [geschwärzt] gedient habe, waren die stressvollsten und unangenehmsten in meinem beruflichen Leben, wegen dem, was ich sah, was um mich herum und über mir passierte. Ich schäme mich für diese Organisation und bin froh, dass ich sie verlassen habe. Ehrlich, ich fürchte mich vor jenen, die hinter den Verbrechen stecken, die im Namen der „Menschlichkeit und Demokratie“ begangen wurden; sie werden nicht zögern, mir und meiner Familie Schaden zuzufügen, sie haben schon viel Schlimmeres getan, viele Male, sogar in UK...

 

Zu meinem Glück sind meine Hände und mein Gewissen sauber, mein ethisches Verhalten, das habe ich bei der OPCW von Anfang an klar gemacht habe, hat mich zu jemandem gemacht, er für die Gruppe nicht nützlich war. Deswegen hat [geschwärzt] mich von allen Dingen in direkter Verbindung zur FFM ausgeschlossen und, in gewissem Ausmaß, von allen strategischen Dingen bezüglich Syrien. Ich war nicht der einzige, der so behandelt wurde, ganz gewiss ist [geschwärzt] vom Entscheidungsfindungsprozess der kritischsten ausgeführten Operationen ausgeschlossen,[geschwärzt] ODG war für die FFM ab dem Moment verantwortlich als dieses Instrument geschaffen wurde, sie waren jene mit der vollen Kontrolle über jede und alle wichtigen getroffenen Entscheidungen.

 

[geschwärzt] Ich will mich und meine Familie nicht für ihre Gewalt und Rache entblößen, ich will keine Angst davor haben, eine Straße zu überqueren!

 

Ich bewundere Ihre Arbeit und Ihren Mut, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, aber für mich können die Folgen dessen, was ich sagen könnte, fatal sein.

 

Grüße,

 

[geschwärzt]


https://www.theburningplatform.com/2020/02/07/heres-something-that-makes-absolutely-no-sense/#more-212222

 

Hier etwas, das absolut keinen Sinn ergibt

 

von Simon Black, 07.02.2020

 

                                                                                   Aktienkurs Tesla

 

Ihr habt vielleicht gedacht, dass ihr in den letzten Wochen eine Sternschnuppe über dem Himmel gesehen habt. Aber es stellt sich heraus, dass es die Tesla-Aktie war, die zu astronomischen Höhen aufgestiegen ist.

 

Am Dienstag war der Kurs der Tesla-Aktie im Vergleich zu vor vier Monaten 4 Mal so hoch. Und mehr als doppelt so hoch wie Anfang Januar und im Vergleich zum 1. Februar um 50% höher.

(Derzeit liegt der Kurs 20% unter seinem Höchststand.)

 

Es war ein absolut unglaublicher Anstieg, der beinahe die Bitcoin-Blase 2017 übertroffen hätte.

 

Dennoch beträgt der Wert der Firma derzeit phänomenale $136 Milliarden.

 

Der Kursanstieg wurde hauptsächlich mit den Gewinnen von Tesla in Verbindung gebracht, die Ende Januar bekannt gegeben wurden; die Firma berichtete einen Nettoverlust für das Jahr, und 2019 wurden insgesamt 367.500 Autos verkauft.

 

Ich finde das ziemlich unglaublich; Tesla sagte seinen Investoren Anfang 2019, dass man in dem Jahr zwischen 360.000 und 400.000 Fahrzeuge verkaufen werde. Sie haben das untere Ende dieser Schätzung erreicht.

 

Und das ist schön. Gratulation. Aber der Aktienkurs ist jetzt nur deswegen um ein Vielfaches höher, weil sie das getan haben, was sie angekündigt haben. Das ist ein recht niedriger Standard.

 

Mit $136 Milliarden ist Tesla jetzt mehr wert als Ford, General Motors und Nissan ZUSAMMEN. Diese drei Firmen verkaufen insgesamt mehr als 14 Millionen Fahrzeuge jährlich.

 

Versteht mich nicht falsch – ich habe nichts gegen Tesla. Dies ist keine Schmähschrift gegen eine Firma. Aber ich finde es außergewöhnlich, wie viel Investoren bereit sind, für überteuerte Aktien hinzublättern.

 

Gemäß den letzten Verlautbarungen der Firma hat Tesla im Jahr 2019 $745 Millionen Verlust gemacht.

 

Nun, das ist Okay... neuere Firmen verlieren anfangs oft Geld, bis sie die Reife erreicht haben, während sie noch wachsen.

 

Aber Teslas Bilanz weist auch ein „Vermögen“ von nur $6,6 Milliarden aus.

 

Das ist im Grunde Teslas „Nettowert“, d.h., der Wert aller Vermögen, einschließlich Fabriken, Bares, Inventar, der Markenname usw., abzüglich Verbindlichkeiten wie Darlehen und anderer Verpflichtungen.

 

Denkt daran, die Investoren kaufen im Grunde Anteile von Tesla zu einem Wert von $138 Mrd. Das bedeutet, dass Menschen bereit sind, ZWANZIG MAL mehr zu bezahlen als den Vermögenswert von Tesla, noch dazu wo die Firma Verlust macht.

 

Schauen wir uns mal eine eingesessene Firma an, um einen Vergleich zu haben.

 

Die Volkswagen-Gruppe ist das größte Automobil-Konglomerat der Welt. Sie besitzt Marken wie Porsche, Bugatti, Audi, Bentley, Skoda, Lamborghini, Seat und natürlich VW.

 

Insgesamt verkauft die VW-Gruppe jedes Jahr mehr als 11 Millionen Fahrzeuge. Damit ist sie nach den Verkaufszahlen DREISSIG MAL größer als Tesla.

 

Die VW-Gruppe verdiente im Jahr 2018 $13 Milliarden und wird diese Zahl vermutlich übertreffen, wenn sie die Zahlen für das 4. Quartal 2019 bekannt gibt. Damit zählt Volkswagen zu den 50 profitabelsten Firmen auf der WELT.

 

Und das Eigenkapital von Volkswagen beträgt laut ihrer jüngsten Finanzaussagen $131 Milliarden.

 

Also – Tesla verliert Geld und hat ein Eigenkapital von $6,6, Milliarden. Volkswagen verkauft 40 Mal so viele Autos, ist eine der profitabelsten Firmen der Welt und hat ein Eigenkapital von $131 Milliarden. (Volkswagen zahl auch eine kleine Dividende an seine Aktieninhaber.)

 

Welche dieser Firmen ist mehr wert?

 

Ihr habt es erraten: Tesla.

 

Der Aktienwert von Volkswagen beträgt für die gesamte Firma $95 Milliarden.

 

Investoren sind also bereit, für das unprofitable Tesla für jeden Dollar Eigenkapital $20 auszugeben. Aber für das extrem profitable und viel größere Volkswagen sind sie nur bereit, für jeden Dollar Eigenkapital 72 Cent auszugeben.

 

Warum?

 

An dieser Stelle reden die Leute für gewöhnlich von Teslas „Technologie“, ihrer Führungsrolle bei Elektrofahrzeugen, dem autonomen Fahren usw.

 

Das war vor einigen Jahren vielleicht noch richtig. Aber jeder Autohersteller auf der Welt hatte die Gelegenheit, den Rückstand aufzuholen. Und Tesla ist nicht länger der eindeutige Führer.

 

Volkswagens Audi-Marke hat vor kurzem seinen A8 aufgelegt, mit der fortschrittlichsten autonomen Fahrtechnologie die es gibt. Der A8 ist tatsächlich das einzige Fahrzeug in Produktion auf der Welt mit „Level 3“ autonomer Fahrtechnologie. „Level 3“ ist so ultra-neu, dass es in vielen Ländern noch gar nicht zugelassen ist.

 

Und erst gestern hat Nissans autonomes Fahrzeug in Großbritannien einen Rekord aufgestellt, indem es (auf einer extrem komplizierten Route) ohne Beteiligung eines Fahrers 230 Meilen absolvierte.

 

Und es gibt viele andere Firmen, die führerlose Technologie entwickeln, darunter einige Giganten wie Google. Ich wiederhole: Tesla ist nicht mehr der eindeutige Marktführer auf diesem Gebiet.

 

Noch dazu bietet praktisch jeder Autohersteller jetzt elektrische Fahrzeuge an, von Luxusmarken wie Porsches Taycan und Jaguars I-PACE, bis hin zu erschwinglichen Massenfahrzeugen wie der e-Golf von VW.

 

Viele dieser Modelle bekommen sehr gute Noten und sind extrem konkurrenzfähig zu den Tesla-Produkten.

 

Tesla hat also nicht nur keinen klaren technologischen Vorteil, es hat auch keinen speziell finanziellen oder Herstellungs-Vorteil.

 

Die Automobilproduktion ist ein Geschäft mit ziemlich niedrigen Margen, und Tesla ist da keine Ausnahme. Die Bruttogewinnspanne liegt (laut eigenen Finanzaussagen) bei 20,1%.

 

Das bedeutet, dass Tesla für die Herstellung eines Fahrzeuges 80% des Verkaufspreises aufbringen muss. 80 Cent von jedem Dollar eines Autos sind Produktionskosten. Die anderen 20 Cent müssen für andere Ausgaben herhalten – für Juristisches, Buchhaltung, Mieten etc.

 

20,1% liegt ziemlich im Rahmen der restlichen Industrie; die Volkswagen-Gruppe gibt eine Bruttogewinnspanne von 19,65% bekannt, und die von Daimler (Mercedes) beträgt 19,8%.

 

Aus dieser Perspektive ist Tesla also wie jeder andere Automobilhersteller. Man ist halt nur unprofitabel und viel kleiner... und doch ist ihr Wert höher als die meisten Konkurrenten zusammen.

 

Das macht absolut Sinn.


Die Türkei droht mit Vergeltung gegen Russland und Syrien, sollten die AlQaeda in der syrischen Provinz Idlib angreifen

 

von Eric Zuesse, 06.02.2020

 

 

Der türkische Präsident Tayyip Erdogan sagte auf einer Rede am 5. Februar zu seiner islamistischen AKP-Partei, dass, sollten die syrischen Truppen oder russische Flugzuge AlQaeda in der syrischen Provinz Idlib angreifen, dann wäre die Türkei mit Syrien und Russland im Krieg. Sollte das passieren, dann könnte die Türkei als Mitglied der NATO die USA und alliierte Streitkräfte auffordern, dem Krieg der Türkei gegen Syrien und gegen Russland in jenem Teil Syriens beizustehen.

 

Hier ein Bericht darüber von voltairenet.org:

https://www.voltairenet.org/article209153.html

 

Am 5. Februar 2020 sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan vor Mitgliedern der AKP-Partei:

 

Jeder Boden- oder Luftangriff auf unsere Truppen oder die befreundeten Elemente, mit denen wir zusammenarbeiten, wird mit einer Antwort ohne Vorwarnung begegnet, unabhängig von seinem Ursprung. Niemand kann uns das Recht absprechen, unser Recht auszuüben, wenn die Sicherheit unserer Truppen in Idlib nicht gewährleistet ist.“

 

Die Türkei, deren Armee in Nordsyrien einmarschiert ist, tötete am 1. Februar durch „freundliche Elemente“ vier russische FSB-Offiziere in Aleppo und war in Idlib am 2. und 3. Februar in tödliche Gefechte mit der syrischen Armee verwickelt. Unterstützung erhielt man am 4. Februar von den Vereinigten Staaten, an jenem Tag, an dem der türkische Präsident in der Ukraine die Provokationen gegen Russland hochfuhr. Präsident Erdogan bezeichnet mit den „freundlichen Elementen“ sowohl die Turkmen-Milizen mit Verbindungen zu den Grauen Wölfen und die Dschihadisten von AlQaeda.

 

Die Organisation der Grauen Wölfe in der Türkei ist faschistisch, nationalistisch, rechtsextrem und fremdenfeindlich, und wirbt für eine Türkei, die nur für ethnische Türken da ist und jeden anderen ausschließt. Sie stehen mit den syrischen Turkmen-Brigaden in Syrien in Verbindung. Es handelt sich um eine ethnisch terroristische Organisation. AlQaeda und ihr syrischer Ableger al-Nusra oder Hayat Tahrir al-Sham ist eine extremistische, sunnitisch-moslemische Terrororganisation. Die Vereinigten Staaten haben AlQaeda in Syrien unterstützt, um die säkulare Regierung Syriens zu stürzen und durch eine fundamental sunnitische Regierung zu ersetzen. Und sollte daher die Türkei Amerika wieder nach Syrien einladen, um AlQaeda und die Turk-alliierten Faschisten in Syrien zu verteidigen, so wären die USA auf der Seite AlQaedas und auch auf der Seite der türkischen Faschisten, in der syrischen Prvinz Idlib, gegen Russland und Syrien.

 

Erdogans Äußerungen vom 5. Februar sind auch in einem Video des türkischen TRT World zu hören, unter dem Titel „Erdogan warnt Syriens Regimekräfte, sich von den Idlib-Beobachter-Positionen zurückzuziehen“, mit englischen Untertiteln:

 

Die deutsche Übersetzung lautet:

 

Während unseres Telefonats letzte Nacht habe ich Herrn Putin gesagt, dass das (syrische) Regime in Idlib sich an die Grenzen gemäß dem Sotschi-Abkommen zurückziehen muss, das heißt, hinter unsere Beobachterposten. Jeder Boden- oder Luftangriff auf unsere Soldaten oder die befreundeten Elemente, mit denen wir zusammenarbeiten [mit den türkischen Faschisten und den sunnitischen Dschihadisten] wird entsprechend beantwortet werden, egal von wem es kommt. Da die Sicherheit unserer Soldaten in der Region Idlib nicht gewährleistet werden kann, so kann niemand unser Recht abstreiten, unser Recht dazu auszuüben [d.h., diese Provinz in Syrien permanent zu besetzen].

 

In dem TRT-Video heißt es auch:

 

Die USA haben ebenfalls die Angriffe des syrischen Regimes verurteilt und einige US-Vertreter haben ihre Unterstützung für die Türkei geäußert. Außenminister @SecPompeo [9:19 PM Feb 2020 ,4]: Die USA stehen zu unserem @NATO-Verbündeten #Türkei nach dem Granatenangriff durch Streitkräfte des Assad-Regimes auf türkische Beobachterposten. Das ist eine schwere Eskalation. Das Assad-Regime, Russland, der Iran und Hisbollahs rücksichtslose Aktionen [um sowohl AlQaeda als auch die türkischen Faschisten in der Provinz Idlib zu eliminieren] verhindern die Umsetzung eines Waffenstillstandes.“

 

Also: Erdogan machte diese Äußerungen am 5. Februar, nachdem er die US-Versicherung erhalten hatte, dass Amerika gegen Russland in den Krieg ziehen würde, sollte Russland syrische Truppen verteidigen, die versuchen, die syrische Provinz Idlib von AlQaeda und pro-türkischen Faschisten zu befreien.

 

Das Video von TRT zitiert ferner den US-Senator @LindseyGrahamSC (8:42 PM Feb 2020 .5): „Gut, dass sich die Türkei gegen Assad & Russland wehrt, um das Abschlachten in Idlib zu verhindern. … alle Optionen liegen auf dem Tisch.“

 

Das bedeutet, dass ein Atomkrieg mit Russland auf dem Tisch liegt.


https://ahtribune.com/world/north-africa-south-west-asia/syria-crisis/3705-deceptive-documentary-for-sama.html

 

Ein schöner, aber betrügerischer Dokumentarfilm:

„Für Sama“

 

von Rick Sterling, 09.12.2019

 

(Anm.d.Ü.: Filmstart in Deutschland: 5. März 2020

http://www.filmstarts.de/kritiken/271480.html )

 

Der Dokumentarfilm „Für Sama“ hat in Nordamerika und Europa eine Reihe von Preisen gewonnen. Die Produzenten und Hauptcharaktere, die Syrerin Waad Kateab und ihr Mann Dr. Hamza Kateab haben zusammen mit dem englischen Filmemacher Edward Watts überschwängliches Lob eingeheimst. Und es werden vermutlich weitere Preise hinzukommen.

 

(Anm.d.Ü.: „Für Sama“ hat bereits über 50 Preise bekommen, darunter den Prix L'Oeil d'Or für den besten Dokumentarfilm bei den Filmfestspielen von Cannes, den Grand Jury Award für den besten Dokumentarfilm beim 2019 SXWS Film Festival. Er ist auch für den Oscar nominiert, die Preisverleihung findet am 9. Februar 2020 statt.)

 

Leider ist der Film „Für Sama“ hinter einer Geschichte, die das Leben schreibt, nur Propaganda: verzerrend, irreführend und politisch parteiisch.

 

Grundlegende Fakten zu Aleppo werden versteckt

 

Für Sama“ ist eine Doku in Spielfilmlänge mit einer bewegenden persönlichen Geschichte. Eine Story über eine junge Liebe wird mit der Geburt eines Kindes – Sama – kombiniert, mitten im Krieg. Das macht es fesselnd und persönlich. Aber der Film verzerrt grundlegend die Realität in Ost-Aleppo zwischen 2012 und 2016. Das persönliche Narrativ mag vielleicht stimmen, aber der Kontext und die Umgebung sind verzerrt und unsichtbar. Der Zuschauer wird keine Vorstellung von der Realität erhalten:

 

Die meisten Einwohner von Ost-Aleppo wollten nicht, dass die Militanten ihre Nachbarschaft übernehmen. Das Kurzvideo „Nine Days from my Window“ zeigt die Übernahme des Viertels:

 

Viele Zivilisten sind aus der Ostseite Aleppos geflüchtet, nachdem die „Rebellen“ übernommen hatten. Jene die geblieben sind, waren zumeist Militante (und ihre Familien), zusammen mit denen, die nicht wussten wohin und jenen, die dachten, sie könnten das aussitzen.

 

Die Militanten, die Ost-Aleppo übernommen hatten, wurden zunehmend unpopulär. Der amerikanische Journalist James Foley schrieb: „Aleppo, eine Stadt mit etwa 3 Millionen Einwohnern, war einst das Finanzzentrum von Syrien. Während sich die Lage verschlechtert, verlieren viele Zivilisten die Geduld mit der zunehmend gewalttätigen und undurchsichtigen Opposition – eine Opposition, die durch interne Kämpfe und einen Mangel am Strukturen behindert wird und tief mit ausländischen Kämpfern und terroristischen Gruppen infiltriert ist.“

 

Foleys ehrliche Berichterstattung mag zu seinem Tod beigetragen haben.

 

Die Oppositionsgruppe, die Ost-Aleppo dominiert hat, war die syrische Version von AlQaeda, Jabhat al Nusra. „Für Sama“ ignoriert deren Dominanz, Extremismus und sektiererische Politik. Es gibt nur einen einzigen flüchtigen Bezug und keine Videoaufnahmen darüber, wer genau Ost-Aleppo beherrscht hat.

 

Ja, die Militanten (auch als „Rebellen“ bekannt) waren unglaublich gewalttätig und gemein. Ein paar Beispiele: Postbedienstete wurden vom Dach eines Gebäudes geworfen; sie haben eine Lkw-Bombe ins Al Kindi Hospital gefahren; sie haben syrische Soldaten abgeschlachtet als die das Krankenhaus verteidigen wollten; und sie haben sich selbst gefilmt, als sie einen Jungen enthauptet haben.

                 (Postbedienstete von einem Gebäude geworfen)

 

      (Selbstmordfahrzeug explodiert beim Al Kindi Hospital, Aleppo)

 

                       (Nusra-Milizen töten syrische Soldaten,

                 die das Al Kindi Hospital verteidigen wollten)

 

85% der Zivilisten lebten im von der Regierung kontrollierten Westteil der Stadt. Tausende wurden durch Scharfschützen der Rebellen, durch Mörser und Hell Cannon Raketen aus dem Osten Aleppos getötet. Dieses kurze Video beschreibt die Situation in West-Aleppo, die in der Doku „Für Sama“ völlig ignoriert wird.

https://www.bbc.com/news/av/world-middle-east-27869839/syria-crisis-the-victims-inside-west-aleppo

 

Das Krankenhaus Al Quds wurde NICHT zerstört

 

In der Doku „Für Sama“ wird das „Al Quds Hospital“ gezeigt. Hier hat Hamza gearbeitet und hier wurde Sama geboren. Laut dem Film wurde das Krankenhaus im Februar 2016 zerstört. Zu jener Zeit gab es einen enormen Öffentlichkeitsrummel um das Krankenhaus und Anschuldigungen, die Russen hätten das Hospital absichtlich bombardiert. Doctors Without Borders (Medecins sans Frontieres/MSF) twitterte: „Wir sind wütend über die Zerstörung des Al Quds Hospitals in #Aleppo“. Diese Behauptungen werden in der Doku wiederholt. Es gab zu jener Zeit Fragen und Zweifel über die Authentizität der Schilderung. Es stellte sich heraus, dass das „Al Quds Hospital“ vor dem Konflikt gar nicht existierte und nur ein oder zwei Etagen in einem Wohngebäude waren. Es stellte sich heraus, dass Doctors Without Borders kein Personal vor Ort hatte und einfach die ihnen erzählte Schilderung akzeptiert hat. Nachdem Ost-Aleppo befreit war, besuchte ein bekannter Arzt aus West-Aleppo, Dr. Nabil Antaki, den Ort und fand die Wahrheit heraus. Er war lange Jahre Arzt und hatte noch nie vom Al Quds Hospital gehört. Er berichtete:

 

Ich besuchte am Sonntag, den 12. Februar 2017 das Viertel Ansari-Sukari, um die Krankenhäuser Zarzour und Al Quds zu besuchen. Mein Führer war ein junger Mann, der dort lebte und die Gegend sehr gut kennt.

Meine erste Station war das Krankenhaus von Zarzour (wird im MSF-Bericht erwähnt) und ich erfuhr, dass es ausgebrannt war. Mein Führer erzählte mir, dass die Rebellen es am Tag vor der Evakuierung angezündet haben (Informationen, die von einer hohen Position bestätigt wurden, die beim syrischen Roten Halbmond verantwortlich ist). Auf dem Gehweg fand ich Hunderte von verbrannten neuen Blutbeuteln (zur Sammlung von Blutspenden). Ein Mann, den ich dort traf, lud mich ein, sein Gebäude direkt neben dem Krankenhaus zu besuchen. Sein Gebäude wurde ebenfalls verbrannt und auf den Böden fand ich Hunderte von Infusionsbeuteln.

Dann zogen wir weiter zur Ain Jalout Schule. Tatsächlich gibt es 3 zusammenhängende Schulen. Zwei sind völlig zerstört, eine ist teilweise zerstört. Hinter den Schulen befindet sich eine Moschee namens Abbas-Moschee mit ihrem Minarett. Mein Reiseleiter antwortete mir auf meine Überraschung, dass Schulen durch Luftangriffe zerstört wurden, und sagte mir, dass die Moschee ein Hauptquartier der Rebellen war und eine Schule ein Munitionsdepot und die andere ein Lebensmitteldepot. Ich bemerkte die Flagge von Al Nusra, die auf die Außenwand der Schule gemalt war, und Dutzende von Gebäuden in der Umgebung waren teilweise zerstört.

Dann gingen wir ins Al Quds Hospital. Offensichtlich ist es das am besten erhaltene Gebäude der Straße. Offensichtlich wurde es nicht direkt von Bomben getroffen und wurde wahrscheinlich von einigen Fragmente von Bomben getroffen, die auf ein anderes Gebäude gefallen sind. Ich fragte meinen Reiseleiter, ob eine Instandsetzung oder Reparatur durchgeführt wurde. Er sagte nein.

Mein Gefühl ist folgendes: Die Ain Jalout Schule war das Ziel der Angriffs, die umliegenden zerstörten Gebäude waren Kollateralschäden und das Al Quds Krankenhaus wurde nicht direkt von Angriffen getroffen."

 

 (Die bombardierte Ain Jalout Schule, ein Munitionsdepot und Lager für Nusra)

 

Somit haben wir einen Augenzeugenbericht, plus Fotografien, die zeigen, dass es nicht stimmt, dass das „Al Quds Hospital“ zerstört wurde. Das bedeutet, dass Behauptungen in dem Film über eine getöteten Doktor, angeblich mit einer Kamera in Nahaufnahme gefilmt, ebenfalls nicht wahr sind.

 

(Das „Al Quds Hospital“, Erdgeschoss eines Wohngebäudes an der Straßenecke)

 

Die bewaffnete Opposition und ihre westlichen Unterstützer haben Ereignisse gefälscht, um von Anfang an die syrische Regierung zu verteufeln. Ein Beispiel dafür wurde bekannt: Der Schwindel um die Entführung von Richard Engels, wobei die Militanten das Kidnapping und die „Rettung“ von Engels und seinem Team inszeniert haben.

https://theintercept.com/2015/04/16/nbcs-conduct-richard-engel-kidnapping-serious-brian-williams-scandal/

 

Bezahlt und gefördert vom Westen

 

Waad hatte eine teure Videokamera und endlos Speicherplatten. Sie hatte sogar eine Drohne, um Videos aus der Luft zu machen. Wie Hillary Clinton in ihrem Buch „Hard Choices“ bestätigte, stellten die USA „Satelliten-verlinkte Computer, Telefone, Kameras und Ausbildung für mehr als Tausend Aktivisten, Studenten und unabhängige Journalisten zur Verfügung.“ Waad behauptet, sie sei eine Bürgerjournalistin, aber sie wurde von Regierungen bezahlt und ausgerüstet, die schon lange den Sturz der syrischen Regierung wollten. Schon 2005 warnte Christiane Amanpour Bashar al Assad, dass „aus den USA die Rhetorik für einen Regimewechsel auf Sie zukommt. Sie halten aktiv nach einem neuen syrischen Führer Ausschau … Man redet davon, Sie diplomatisch zu isolieren und womöglich von einem Staatsstreich oder einem Niedergang Ihres Regimes.“

 

Seit 2011 haben der Westen, die Türkei, Israel und die Golfmonarchien viele Milliarden Dollar ausgegeben um die syrische Regierung zu stürzen. Alleine das CIA-Budget für Syrien lag bei nahezu einer Milliarde pro Jahr. Die „Soft Power“-Komponenten beinhalten Videoausrüstung und Ausbildung für Menschen wie Waad, um den bewaffneten Aufstand zu unterstützen, die syrische Regierung zu dämonisieren und die Öffentlichkeit für eine Fortsetzung des Krieges zu gewinnen.

 

Wir haben alle gelitten... Der Unterschied ist, dass einige den Krieg wollten.“

 

Der Arzt aus West-Aleppo, Dr. Antaki, streitet nicht ab, dass es in Ost-Aleppo Leiden gab. Aber er weist auf die Diskrepanz in der Berichterstattung der Medien hin, wo die ganze Aufmerksamkeit den „Rebellen“ gilt. Er weist auch darauf hin, dass alle gelitten haben, aber dass nicht alle verantwortlich waren. Einige, vor allem die Unterstützer der „Revolution“, haben den Konflikt angefangen und weiterbetrieben. Er sagte:

 

"Es gab in West Aleppo viele Geschichten wie 'Für Sama'. Leider hatte niemand die Idee, sie zu dokumentieren, weil wir damit beschäftigt waren, uns vor den Raketen zu schützen,Trinkwasser zu finden, Brot und lebenswichtige Produkte zu beschaffen, die wegen der Blockade von Aleppo durch die bewaffneten Gruppen nicht verfügbar waren. Sie schalteten Strom, Heizung usw. ab. Ja, Menschen, die in den östlichen Vierteln waren, litten unter dem Krieg ebenso wie diejenigen, die in den westlichen Vierteln lebten. Wir alle haben gelitten. Der Unterschied ist, dass einige Menschen den Krieg wollten, ihn initiierten oder unterstützten und sie haben gelitten. Die anderen unterstützten es nicht und haben auch gelitten."

 

Die Nachwirkungen

 

Waad Al Kateab und ihr Ehemann Hamza leben jetzt in UK. Er arbeitet bei einer Finanztransaktionsfirma und kümmert sich um das „Al Quds Hospital“ in Idlib. Wie im Film angedeutet wird, war Waad nie stolz darauf, Syrerin zu sein und wollte in den Westen auswandern. Weit weg im Ausland behauptet sie, sie sei stolz auf die „Revolution“, die zu so einer Zerstörung und zu menschlichem Leid geführt hat.

 

Mittlerweile kehren die Menschen nach Aleppo zurück und bauen die Stadt wieder auf. Es gibt sogar ein paar Touristen. Auch wenn es in Aleppo noch ein paar Heckenschützen gibt, so ist der Al Qaeda-Extremismus hauptsächlich auf die Provinz Idlib begrenzt.

 

Idlib retten?

 

Der Dokumentarfilm "Of Fathers and Sons" aus dem Jahr 2019 basiert auf einem Filmemacher, der mit Militanten in Idlib lebte. Einiges von dem, was in "For Sama" verborgen ist, wird in diesem Dokumentarfilm aufgedeckt. Er zeigt das Leben in der von Nusra dominierten Provinz Idlib. Die Frauen sind auf das Haus beschränkt und müssen verschleiert sein. Jungen im Alter von zehn Jahren werden zur Scharia-Schule und zur Militärausbildung geschickt, um sich auf den Beitritt zu Nusra vorzubereiten. Sie glauben an die Taliban, verherrlichen 9/11 und vertreiben oder bestrafen jeden Menschen, der sich nicht ihrer fundamentalistischen Religion anschließt. Die Jugend wird mit extremistischer Ideologie und dem Glauben an Gewalt indoktriniert. Dies ist das Regime, das diejenigen schützen, die "Idlib retten" wollen.

 

Seit Jahrzehnten unterstützt der Westen fanatische extremistische Organisationen, um unabhängige säkulare sozialistische Staaten zu stürzen oder zu untergraben. Die meisten Menschen im Westen sind sich dessen nicht bewusst, obwohl es in "Devil's Game: How the United States Helped Unleash Fundamentalist Islam" und dem neuen Buch "The Management of Savagery": Wie Amerikas Nationaler Sicherheitsstaat den Aufstieg von Al Qaeda, ISIS und Donald Trump beflügelte" (Anm.d.Ü.: von Max Blumenthal) gut dokumentiert ist.

 

 

Die Zukunft

 

Im Westen ist das nicht bekannt, aber die Mehrheit der Syrer unterstützt ihre Regierung, bewundert ihren Präsidenten und hat das Gefühl, dass die syrische Armee sie beschützt. Selbst diejenigen, die der Regierung kritisch gegenüberstehen, ziehen sie dem Chaos oder dem Salafi-Fundamentalismus vor. Waad und Hamza Al Kateab repräsentieren eine winzige Minderheit der Syrer. Ihre Stimmen und die Perspektive von Edward Watts, dem Filmemacher, der noch nie in Syrien war, werden durch "Für Sama" weit verbreitet und projiziert, während andere Stimmen ignoriert werden.

 

Als Waad und Hamza Aleppo mit den Nusra-Militanten verließen, feierte die große Mehrheit von Aleppo. Oberflächlich betrachtet geht es bei "Für Sama" um Romantik und eine Geburt. Unterhalb dieser Ebene ist es sehr politisch, wie Interviews mit den Produzenten bestätigen.

 

Ich vermute, es wird gerade deshalb so sehr beworben, weil es ein verzerrtes Bild vermittelt. Um den schmutzigen Krieg gegen Syrien fortzusetzen, braucht es das öffentliche Missverständnis.


 

https://slopeofhope.com/2020/02/iowa-kaka.html

 

Iowa Kaka

 

von Tim Knight, 04.02.2020

 

 

Was für ein Durcheinander.

 

Also, ich schau wirklich gern der Politik zu. Das wird ein fantastisches Jahr für politisches Theater und ich freue mich schon seit Monaten auf die Vorwahlen von Iowa. Die Ergebnisse sollten gegen 17 Uhr 30 meiner Zeit vorliegen. Also habe ich den Bildschirm kurz zuvor aktualisiert.

 

Stundenlang habe ich versucht, ein Update zu bekommen, aber da kamen keine Ergebnisse. Mir wurde klar, dass da etwas ernsthaft im Argen lag. Es stellt sich heraus, dass der Grund der Sache eine vollkommen verbockte App war, die von einer Firma namens Shadow entwickelt wurde.

https://shadowinc.io/

 

Den ganzen Morgen flatterten Schlagzeilen herein.....

 

 

Offensichtlich hat die Demokratische Partei über $60.000 an diese Clowns überwiesen (das ist eine irrsinnige und lachhafte Summe für eine einfache App.....) und es wurde zu einer totalen Shit-Show.

 

 

Ich habe versucht, weitere Informationen aufzutreiben, und bin dabei auf einen Großen Moment in der Pop-Up-Werbung gestoßen.

 

 

Auf jeden Fall ist ziemlich offensichtlich, dass Shadow, das von einigen Hillary-Fans gegründet wurde und von dem zuvor erwähnten Pete Butt wohl etwas süßes, süßes Bargeld bekommen hat, jetzt für die Bernie-Bros zum Ground Zero geworden ist, sie wollen den ganzen Ort abfackeln. Ein kurzer Blick auf Shadows Webseite zeigt überall seltsame Patzer, darunter dieses unerklärliche Teil von digitalem Müll:

 

 

Wenn man im High-Tech-Geschäft ist, will man natürlich am allerwenigsten die Bernie-Bros verärgern, aber genau das hat Shadow geschafft. Jedes Siziale Medium, das mit dem ZIP Code von Shadow daherkommt, wird durch den Kakao gezogen.

 

 

Der Gründer von Shadow, Gerard Niemira, hat aus verständlichen Gründe seinen Twitter Account auf Privat gestellt (zumindest ist er nicht wie unsere Freunde von Zerohedge verbannt). Ich vermute, Gerard dachte er sei putzig, als er sein Profil-Bild auf seine Twitterseite hochlud. Wie recht er doch hatte.


https://libertyblitzkrieg.com/2020/02/03/zerohedges-twitter-account-is-permanently-banished/#more-62388

 

Der Twitter Account von Zerohedge ist für immer gelöscht

 

von Michael Krieger, 03.02.2020

 

Die meisten von euch, die das hier lesen, wissen, dass der erfolgreiche und sehr beliebte Twitter Account von Zerohedge mit über 670.000 Followern vom Twitter-Politbüro mit einer lebenslangen Sperre belegt wurde. Dieser Artikel konzentriert sich nicht auf die Details der Sperre. Wer mehr darüber lesen will, der kann das hier tun:

https://www.zerohedge.com/political/zerohedge-suspended-twitter

 

Es ist dringend geboten, sich nicht zu sehr auf die individuellen Opfer dieser Sperren durch die Tech-Giganten zu konzentrieren. Stattdessen sollte man auf das größere Ganze blicken. Statt darüber zu diskutieren ob man Zerohedge mag oder nicht, oder ob sie eine rote Linie überschritten haben, will ich die gefährlichen Folgen dominanter Social Media Firmen herausstellen, die mit lebenslangen Sperren als Waffe praktisch gegen die Meinungsfreiheit vorgehen.

 

Dieser Artikel wird drei Hauptthemen behandeln. Erstens die Tatsache, dass Twitter und andere Social Media Firmen im Grunde ein Kastensystem geschaffen haben, wenn es um das Engagement auf ihren Plattformen geht. Zweitens die Frage, ob eine lebenslange Verbannung von Social Media Plattformen ein moralischer Gedanke ist oder nicht. Drittens die Gefahren, wenn Twitter im Grunde den gesamten Verlauf eines verbannten Accounts in das Gedächtnisloch wirft.

 

Im Grunde genommen hat @Twitter auf seiner Plattform ein Kastensystem geschaffen. Dies widerspricht dem ganzen Geist, warum fast alle von uns den sozialen Medien beigetreten sind. Es ist ein massives, gefährliches Problem, das angegangen werden muss.

Ich werde darauf und auf vieles mehr in einem späteren Beitrag eingehen.

Michael Krieger @LibertyBlitz, 3. Februar 2020

 

Als das Internet und die sozialen Medien an Zulauf gewannen, wurde der Gedanke der „Bürgerjournalismus“ zunehmend populär und die Öffentlichkeit hat entdeckt, wie jede Menge zuvor unbekannten Menschen eine große Menge an versteckten Informationen und interessanten Sichtweisen offenlegen. Das führte zu konkurrierenden Narrativen zu allen möglichen Themen und wir waren uns im Grunde alle einig, dass wir die Menschen am besten als Erwachsene behandeln sollten und sie die Dinge selber herausfinden sollten. Das hießt, bis Hillary Cllinton die Wahl verloren hat.

 

Ab dem Punkt drehte ein bestimmter Teil der Bevölkerung völlig durch und begann damit, von den Social Media Firmen den Kampf gegen und die Zensur von "Fake News" zu fordern. Diese antiliberale Perspektive, die größtenteils von selbsternannten Liberalen gefördert wurde, beeinflusste die Art und Weise, wie Führungskräfte im Bereich der sozialen Medien in den folgenden Jahren über Plattforminhalte nachdachten und damit umgehen. Das Ergebnis war, dass Twitter und andere Tech-Giganten auf ihren Plattformen effektiv ein Kastensystem geschaffen haben. Obwohl sie es nicht ausdrücklich zugeben wollen, scheinen die Führungskräfte dieser Unternehmen nun der Meinung zu sein, dass bestimmte Personen und Organisationen bei der Gestaltung des nationalen Narrativs Vorrang haben sollten, während andere klein gehalten werden sollten. Während sie die letztere Gruppe so lange tolerieren, bis sie zu einflussreich und störend ist, existiert die erstere Klasse auf einem Niveau, das völlig über den Nutzungsbedingungen von Twitter steht. Bestimmten Personen und Organisationen ist es erlaubt, auf der Plattform zu tun, was sie wollen, während andere zunehmend willkürlichen und subjektiven Verboten unterworfen sind. Es entwickelt sich schnell zu einem absichtlich manipulierten System, das darauf abzielt, die Narrativkontrolle in eine bestimmte Richtung umzulenken.

 

Stellt euch diese Frage: Glaubt ihr, dass CNN etwas tun könnte, was zu einem lebenslangen Verbot auf Twitter führen würde? Ich glaube es nicht. Ich glaube wirklich, dass die Nachrichtenorganisation CNN absolut alles tun kann was sie will, auf oder neben Twitter und niemals für ein lebenslanges Verbot in Betracht gezogen würde. Warum? Weil es eine geschützte Organisation ist. CNN steht über dem Twitter-Gesetz und steht als solches an der Spitze des Kastensystems der sozialen Medien. Es ist natürlich nicht nur CNN, es gibt viele Einzelpersonen und Organisationen, die einfach nicht so wie du oder ich den Nutzungsbedingungen von Twitter unterliegen. Ein Politiker, der zu massenhafter Regierungsgewalt im Ausland (Krieg) aufruft, ist ein weiteres Beispiel. Solche Dinge passieren regelmäßig und ohne Konsequenzen. Warum? Twitter hat beschlossen, dass das Eintreten für präventive Regierungsgewalt als vernünftig angesehen wird. Sie haben festgestellt, dass das Eintreten für eine Form von Gewalt (Krieg) in Ordnung ist, das Eintreten für andere Arten von Gewalt jedoch nicht. Niemand hat darum gebeten, aber hier sind wir jetzt.

 

Als nächstes möchte ich über das gesamte Konzept eines lebenslangen Verbots durch ein dominantes Social-Media-Unternehmen wie Twitter reden. Je mehr ich darüber nachdenke, desto ethisch unhaltbarer scheint diese Praxis zu sein. Genauso wie wir eine Person nicht lebenslang ins Gefängnis stecken sollten, außer unter den extremsten Umständen, sollten wir uns nicht damit abfinden, Menschen auf großen Social Media-Plattformen für immer zu verbieten. Solche Maßnahmen setzen voraus, dass sich Menschen nicht ändern können und auch nicht ändern, aber Twitter scheint die Durchsetzung seiner Nutzungsbedingungen nicht aus einem grundsätzlich fairen oder ethischen Standpunkt zu betrachten. Führungskräfte nutzen zunehmend diese extremste Form der Bestrafung, das lebenslange Verbot ohne Vorwarnung für geringfügige oder missverstandene Verstöße. Es gibt viele andere Möglichkeiten, wie Twitter mit den als schwerwiegend empfundenen Verstößen umgehen könnte. Man kann ein drei- oder sechsmonatiges oder sogar einjähriges Verbot verhängen, aber eine lebenslange Verbannung ist in fast allen Fällen, die ich in den letzten Monaten beobachtet habe, eine extreme und nicht zu rechtfertigende Position.

 

Das hat mir klar gemacht, dass Twitter dieses Werkzeug nicht dazu einsetzt um seine Nutzungsbedingungen durchzusetzen, sondern ihre Nutzungsbedingungen existieren dazu, eine Ausrede zu liefern, um jeden Account zu eliminieren, der den Führungskräften oder in Brooklyn ansässigen Konzern-Bloggern als ungenießbar erscheint.

 

Ich frage mich, ob es von den blau gecheckten Buzzfeeds eine Direktverbindung zu @jack gibt, um Gedankenverbrechen zu melden.

1-800 schütze mich vor Meinungen, die mit Yuppie-Brooklyn kollidieren

Michael Krieger @LibertyBlitz, 2. Februar 2020

 

Ich weiß, ich weiß, "Privatkonzern und so". Aber lasst uns über die Realität sprechen. Würde ich persönlich von Twitter verbannt werden, wäre meine Stimme in der Öffentlichkeit erheblich geschmälert.

 

In diesem Fall sollte man mich anweisen, mein eigenes Twitter zu starten oder einer Alternative beizutreten, aber die Wahrheit ist, dass Twitter den sozial und politisch sehr wichtigen Micro-Blogging-Bereich in den USA dominiert. Es ist die bevorzugte Kommunikationsplattform von Präsident Trump, um sich lautstark zu äußern. Sie können dort meine Existenz beenden und meine Stimme auf sehr heftige Weise für die absehbare Zukunft auslöschen, und Twitter kann dies jederzeit aus welchem Grund auch immer tun. Wenn ein Social Media-Unternehmen beschließt, dass es dich loswerden will, kann es sich irgendwann immer eine Ausrede einfallen lassen. Ist das ein großes Problem? Ich denke schon.

 

Wenn ich Trump wäre, würde ich Social-Media-Verbote in den Mittelpunkt meines gesamten 2020-Wahlkampfs stellen.

 

Aber er macht das nicht, weil er sich zu sehr darauf konzentriert, den Aktienmarkt aufzupumpen und Ghislaine Maxwell nicht zu finden.

 

Michael Krieger (@LibertyBlitz) 3. Februar 2020

 

Und ich möchte mit einem weiteren beunruhigenden Aspekt des lebenslangen Twitter-Verbotes schließen. Selbst wenn man es als ein vertretbares Konzept akzeptiert, und ich tue es im Allgemeinen nicht, ist die Art und Weise, wie sie damit umgehen, besonders problematisch. Wenn ein Account wie Zerohegde verbannt wird, verliert man die Möglichkeit, historische Tweets einfach zu durchsuchen, was in diesem Fall bedeutet, dass in einem Jahrzehnt hunderttausende von Kommentaren abgegeben wurden. Wenn man auf den nicht mehr existierenden @Zerohegde-Handle geht, wird man dies sehen:

Diese Seite ist völlig tot. Man kann nicht zurückgehen und sich alte Tweets anschauen, die zu 99% nicht gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen haben und zusammengenommen einen wichtigen Teil der Geschichte nach der Finanzkrise ausmachen. Es wird für jeden von uns oder zukünftige Historiker, die diesen Zeitraum erforschen wollen, viel schwieriger, über Zerohedge und die Rolle, die sie im letzten Jahrzehnt gespielt haben, zu schreiben, da diese Informationen jetzt viel schwerer zu finden sind. Das ist grundsätzlich unethisch und fühlt sich an wie das moderne Äquivalent zum Verbrennen von Büchern. Wenn die Firma Accounts auf Lebenszeit verbieten will, sollte sie zumindest die historischen Aufzeichnungen bestehen lassen und leicht zu finden sein.

 

Aber Twitter ist das egal. Es kümmert sie nicht, weil das lebenslange Verbot als absichtlich willkürliches, grausames und rachsüchtiges Zwangsmittel funktioniert. Es soll den Menschen Angst einjagen und letztlich ein manipuliertes Spielfeld schaffen, auf dem verschiedene Personen und Organisationen nach unterschiedlichen Regeln auf einer Plattform spielen. Auf diese Weise kann das gesamte öffentliche Narrativ in eine bestimmte Richtung manipuliert werden, das sich tendenziell mit den vorherrschenden Konsensmeinungen von San Francisco, New York und Washington D.C. überschneidet.

 

Die Schläge werden so lange fortgesetzt, bis Gedankenverbrechen ausgelöscht sind.

 

 

*

 

Liberty Blitzkrieg ist eine werbefreie Website. Wenn euch dieser Beitrag und meine Arbeit im Allgemeinen gefallen hat, besucht die Support Page, auf der ihr spenden und zu meinen Bemühungen beitragen könnt.

 

https://libertyblitzkrieg.com/support-liberty-blitzkrieg/


 

http://ronpaulinstitute.org/archives/featured-articles/2020/february/01/stumbling-into-catastrophe/

 

 

 

Das Stolpern in die Katastrophe

 

 

 

von Daniel McAdams, 01.02.2020

 

 

 

Für außenpolitische Berater und Analysten – und insbesondere für diejenigen, denen sie dienen – besteht eine echte Gefahr, wenn sie sich in einer Blase, einer Echokammer befinden und alle ihre Schlussfolgerungen auf fehlerhaften Eingaben beruhen. Es ist natürlich noch schlimmer, wenn sie glauben, sie könnten ihre eigene Realität schaffen und Ergebnisse erstunken und erlogen sind.

 

 

 

Unter diesen Umständen laufen die Dinge selten wie geplant.

 

 

 

 

Präsident Trump wurde eine vorteilhafte Rechnung über die Ermordung des verehrten iranischen Militärführers Qassim Soleimani verkauft, wahrscheinlich durch eine Kabale um Außenminister Mike Pompeo und den schon lange diskreditierten Neokonservativen David Wurmser. Der ehemalige Netanyahu-Berater und Irak-Kriegspropagandist Wurmser schickte Berichten zufolge Memos an seinen Mentor John Bolton, während Bolton Trumps Nationaler Sicherheitsberater war (jetzt ist er natürlich der Held des #Widerstands, weil er sich gegen seinen ehemaligen Chef gewandt hat) und versprochen hat, dass die Ermordung Soleimanis eine kostenfreie Operation sein würde, die das iranische Volk gegen seine Regierung katalysieren und den lang erwarteten Regimewechsel in diesem Land herbeiführen würde. Die Ermordung Soleimanis – des Architekten der Niederlage von ISIS – würde "das empfindliche innere Gleichgewicht der Kräfte und die Kontrolle über sie erschüttern, von denen die Stabilität und das Überleben des [iranischen] Regimes abhängt", schrieb Wurmser.

 

 

 

 

Wie es bei Neokonservativen meistens der Fall ist, lag er völlig falsch.

 

 

 

 

Die Operation war nicht kostenfrei. Ganz im Gegenteil. Die Ermordung Soleimanis auf irakischem Boden hatte zur Folge, dass das irakische Parlament – selbst das Produkt unserer "Demokratisierung" des Landes – für die Ausweisung der US-Truppen stimmte, obwohl die Abstimmung der Volksvertreter von dem Volk, das dem Volk die Volksvertreter brachte, rundheraus abgelehnt wurde. In gewisser Weise.

 

 

 

 

Trumps Schritt hatte einen Effekt, der dem von den Neokonservativen versprochenen Effekt entgegengesetzt war. Er brachte die Iraner nicht auf die Straße, um ihre Regierung zu stürzen – er katalysierte die Opposition in den verschiedenen politischen und religiösen Fraktionen des Irak gegen die fortgesetzte US-Militärpräsenz und verbesserte die Beziehung des Irak zum Iran weiter. Und abgesehen von einem katastrophalen Krieg, der von den USA (mit wenig oder keiner Unterstützung der Verbündeten) initiiert würde, kann Trump nichts dagegen tun.

 

 

 

 

Der Vergeltungsangriff des Iran auf zwei US-Basen im Irak wurde von Präsident Trump zunächst nur als ein Nadelstich verkauft. Kein Schaden, kein Foul, keine Verletzungen. Und das, obwohl er von den bei dem Angriff verletzten US-Personal gewusst haben muss. Der Grund für die Lüge war, dass Trump wahrscheinlich versteht, wie verheerend es für seine Präsidentschaft wäre, mit dem Iran zu eskalieren. So begann die Wahrheit langsam herauszutropfen – 11 US-Militärangehörige wurden verletzt, aber es war einfach "wie Kopfschmerzen". Nun wissen wir, dass 50 US-Truppen nach dem Angriff wegen einer traumatischen Hirnverletzung behandelt wurden. Dies ist vielleicht nicht der letzte Stand – aber rechnet nicht damit, dass die Mainstream-Medien darüber berichten werden.

 

 

 

 

Die iranische Nachrichtenagentur FARS berichtete zum Zeitpunkt des Angriffs, dass US-Personal verletzt worden sei, und die Reaktion der US-Regierung bestand darin, dieses Medium im Auftrag des US-Finanzministeriums vollständig aus dem Internet zu verbannen!

 

 

 

 

Heute stimmte der US-Kongress dafür, die Genehmigung für den Krieg gegen den Irak aus dem Jahr 2002 aufzuheben und die Verwendung von Mitteln für einen Krieg gegen den Iran ohne Genehmigung des Kongresses zu verbieten. Es ist ein bedeutender, wenn auch weitgehend symbolischer Schritt, die oft verwendete Entschuldigung der Genehmigung für den Irak-Krieg für eklatant unzusammenhängende Aktionen wie die Ermordung von Soleimani und Obamas Tausende von Luftangriffen auf Syrien und den Irak einzudämmen.

 

 

 

Präsident Trump hat argumentiert, dass ein Verbot von Mitteln für militärische Aktionen gegen den Iran einen Krieg wahrscheinlicher macht, da er von der Art militärischer Nadelstiche wie seinem Angriff auf Syrien nach dem angeblichen Chemieangriff in Douma im Jahr 2018 (Behauptungen, die kürzlich auseinandergefallen sind) ausgeschlossen wäre. Die Logik ist fehlerhaft und spiegelt erneut die Gefahr wider, der eigenen Propaganda zu glauben. Wie wir aus der iranischen militärischen Reaktion auf das Soleimani-Attentat gesehen haben, haben Trumps militärische Nadelstiche eher einen Ratchet-Effekt als einen Druckausgleich oder eine abschreckende Wirkung.

 

 

 

Wie die Analyse der Finanz- und Zeitgeschehnisse auf der Website ZeroHedge vor kurzem feststellte:

 

 

 

 

Seit den „Tanker-Kriegen“ vom letzten Sommer hat sich Trump mit dem Iran in eine Ecke manövriert und springt von Eskalation zu Eskalation (bis zum jüngsten „großen Punkt ohne Wiederkehr“ durch die Anordnung der Ermordung von Soleimani) – und dennoch darauf zu hoffen, einen gro0en direkten Krieg zu vermeiden. Diese Situation erreichte ihren Höhepunkt, als es „keine Auswege“ mehr gab (Trump hatte nur noch zwei schlechte Optionen: entweder nachgeben oder in den Krieg ziehen).

 

 

 

 

Die Iraner haben an diesem Punkt wenig zu verlieren, und die europäischen Verbündeten Amerikas haben, wenn auch impotent, genug von der amerikanischen Besessenheit mit Saudi-Arabien und Israel als Grundlage ihrer Nahostpolitik.

 

 

 

 

Warum also diesen Essay mit einem Foto von Trump eröffnen, wo er seine Totgeburt "Deal of the Century" für Israel und Palästina feiert? Weil dies wieder einmal ein leichtgläubiger und schwacher Präsident Trump ist, der an der Nase in den kommenden Brand im Nahen Osten geführt wird. Ohne auch nur den Anschein von US-Sympathie für ihre Notlage zu haben, werden die Palästinenser nach der Einführung dieses "Friedens"-Plans erneut feststellen, dass sie außerhalb Syriens, des Irans und des Libanon keine Freunde haben. Während Israel weiterhin mit der Idee flirtet, große Teile des Westjordanlandes einfach zu annektieren, ist es klar, dass die Bremsen jeder israelischen Zurückhaltung, auf eine maximale Kontrolle über das palästinensische Gebiet zu drängen, gelöst sind. Was gibt es also zu verlieren?

 

 

 

 

Trump glaubt, dass er den Frieden im Nahen Osten vorantreibt, während die ausgezeichnete Webseite Mondoweiss zu Recht feststellt, dass ein Hauptarchitekt des "Friedensplans", Trumps eigener Schwiegersohn Jared Kushner, "die Palästinenser verspottet. Weil er will, dass sie seinen 'Friedensplan' ablehnen". Die Ablehnung des Plans ist das grüne Licht für einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser.

 

 

 

 

Es scheint, dass das Zentrum möglicherweise nicht hält, dass die selbstreferentielle Echokammer, die als "Experten"-Analyse des Beltway gilt, erneut überrumpelt wird. Das ist der folgenlose Beruf der neokonservativen Außenpolitikanalyse. "Mensch, das haben wir nicht kommen sehen!" Aber am nächsten Tag stehen sie wieder als große Experten in den Fernsehstudios.

 

 

 

 

Wolken ziehen auf...