https://www.fort-russ.com/2019/06/interview-with-fusaro-fools-on-the-left-fight-a-non-existent-fascism-and-accept-the-market/

 

Die Narren aus dem linken Spektrum bekämpfen einen nicht-existenten Faschismus und akzeptieren den Markt

 

Interview mit Diego Fusaro:

30.06.2019

 

 

Interview mit El Confidencial – übersetzt von und für FRN

 

Diego Fusaro ist einer der am meisten kontroversen Intellektuellen in Italien, da er eine ideologische Position vertritt, die konservative und linke Positionen kombiniert.

 

Er ist ein Marxist, und er bezieht sich auf Gramsci, Pasolini und Costanzo Preve. Gleichzeitig ist er Anti-Globalist und für Souveränität, und damit vertritt er Positionen, denen auch viele Salvini-Anhänger zustimmen würden. Einige seiner Bücher wurden in Spanien veröffentlicht, sowohl von Herausgebern aus dem linken Spektrum, etwa „Antonio Gramsci, the passion of being in the world“ (Ed. Siglio XXI) oder „Still Marx“ (Ed. El Viejo Topo), oder aus dem rechten Spektrum, wie das kürzlich veröffentlichte „The counterattack“ (Ed. Fides). Fusaro hat heterodoxe Gedanken, die Kritik von beiden Seiten anzieht, und er wurde oft sowohl als Roter als auch als Faschist gebrandmarkt. Das gilt auch für jene, die ihn interviewt haben und sie werden beschuldigt, dass sie die Aufmerksamkeit auf ihn lenken. Wir tragen hier gerne dieses Risiko, denn die Ideen dieses modernen Philosophen der italienischen Politik verdienen es, bekannt zu werden.

 

 

Frage: Sie haben gerade „La Notte del Mondo“ (Die Nacht der Welt) veröffentlicht. Erläutern Sie bitte, warum wir uns in einer finsteren Nacht befinden und wo sich hier die Wege von Marx und Heidegger kreuzen.

 

Antwort: Mein Buch „La Notte del Mondo. Marx, Heidegger e il tecnocapitalismo“ (UTET, 2019) ist ein Versuch, über die Kategorien von Marx und Heidegger nachzudenken, was Heidegger selbst – mit den Versen von Hölderlin – als „Die Nacht der Welt“ definierte. Die Nacht der Welt ist eine Zeit, in der die Finsternis so gegenwärtig ist, dass wir die Finsternis gar nicht mehr als solche erkennen und wir uns daher dieser Finsternis nicht bewusst sind.

 

Heidegger nennt es „die Nacht, in der die Götter fliehen“, in der wir uns nicht einmal bewusst sind, in welcher Armut und welchem Elend wir uns befinden. Das ist eine extreme Notlage. Marx sagte dazu in „Grundrisse (der Kritik der politischen Ökonomie)“: „Die moderne Welt lässt einen unbefriedigt zurück und wenn etwas befriedigt, dann ist es trivial.“ Das ist eine andere Art zu sagen, dass wir fürwahr in der Nacht der Welt sind, in der wir die enormen Probleme, in denen wir uns befinden, gar nicht sehen. In diesem Buch verwende ich die Kategorien zweier sehr unterschiedlicher Autoren wie Marx und Heidegger, um zu enthüllen, was die Widersprüche unserer Gegenwart sind, in der jeder nur noch rechnet und nicht mehr denkt. In der das Ökonomische und Technische, die technischen und wissenschaftlichen Gründe als die einzig gültigen Gründe auferlegt wurden und darauf abzielen, alle anderen zu ersetzen.

 

Der Knecht muss für national-populäre Souveränität kämpfen, auf der Grundlage der Demokratie der sozialen Rechte.“

 

Frage: Sie pochen darauf, dass die politische Achse nicht links/rechts sein sollte, sondern oben/unten. Und dass wir ideologisch konservativ sein sollten, was die Werte anbelangt (die Wurzeln, Loyalität, Familie, Ethnie, Heimat), aber auch links (Emanzipation, demokratischer Sozialismus, die Würde der Arbeit). Ist es das, was ein Marxist heute ist?

 

Antwort: Ja, ich denke, dass sich die gegenwärtige politische Landschaft grundlegend geändert hat. Heute gibt es eine Art liberalen Totalitarismus, der es uns erlaubt, rechte Liberale zu sein, linke Liberale, Liberale der Mitte, solange wir nur Liberale bleiben. Und damit wird links und rechts zu zwei unterschiedlichen Arten, liberal zu sein, oder genauer, im politischen und wirtschaftlichen Liberalismus, in den liberalen Gewohnheiten und, natürlich, auf geopolitischem Gebiet im Atlantizismus . Ich denke, dass wir heute über eine neue Kategorisierung der politischen Realität nachdenken müssen, entlang der Spaltung Oben/Unten oder der Kategorie Elite/Volk, was manchmal als Synonym verwendet wird. Das bedeutet, dass, wenn die Elite, der globalistische Gott, für eine unbegrenzte Öffnung der Bewegungsfreiheit ist, der Knecht auf der anderen Seite für national-populäre Souveränität kämpfen muss, auf der Grundlage der Demokratie der sozialen Rechte. Es ist heutzutage notwendig, die Verbindung zwischen dem Nationalstaat und der sozialistischen Revolution wiederherzustellen. Das ist der grundsätzliche Sinn.

(Anm.d.Ü.: Oh, wie höre ich die Getriggerten aufheulen!)

 

Die EU ist die Entpolitisierung der Ökonomie und die Einsetzung der Interessen des kosmopolitischen Kapitals gegen nationale Gemeinschaften.“

 

Frage: Wie wird die Zukunft der EU aussehen? Wird sie zerbrechen? Welche Optionen würden sich eröffnen? Glauben Sie, dass es möglich ist, dass eine Allianz der nördlichen Staaten entsteht, etwa aus Deutschland, den Niederlanden, Schweden und anderen, und auf der anderen Seite eine der südlichen Länder? Wie wird sich die internationale Ordnung zusammensetzen, wenn die EU schwächer wird oder zerfällt?

 

Antwort: Wir müssen eine sehr deutliche Definition der Europäischen Union geben. Die Europäische Union ist die Union der herrschenden Klassen Europas, gegen die Arbeiterklassen und die Völker Europas. Es ist der Sieg des Kapitalismus nach 1989, der mit der Auflösung der letzten Bastionen des Widerstands verwirklicht wird: Den souveränen Nationalstaaten mit dem Primat über das Politische und die Demokratie, gegen den totalen Automatismus des Technokapitalismus. Das ist die Europäische Union. Ein Prozess der Globalisierung, der Entpolitisierung der Wirtschaft und die Auferlegung der Interessen des kosmopolitischen Kapitals gegen die Interessen nationaler Gemeinschaften. Daher kann der Kampf gegen den Kapitalismus auf unserem Kontinent kein andere sein als der Kampf gegen die Europäische Union. Das tragische ist, dass die Linke diesen Kampf aufgegeben hat, indem sie vom proletarischen Internationalismus zum liberalen Weltbürgertum übergegangen ist, und damit zulässt, dass der Kampf gegen die Europäische Union von Kräften geführt wird, die – sehr oft – keine menschliche Emanzipation oder eine Solidarität der Arbeiter wollen. Die nur dadurch reagieren wollen, indem sie in eine Vergangenheit blicken, die nicht mehr existiert.

 

Frage: Wie sollten die Länder Europas gegen die USA und China agieren?

 

Antwort: Ich denke, dass Europa nur gerettet werden kann, wenn es einerseits seine kulturelle Identität und seine strukturelle Pluralität wiederherstellt und sich andererseits von der Diktatur namens Europäische Union befreit, sie ist die Diktatur des Kapitals, der Märkte gegen die Arbeiter und Menschen, und wenn es sich vom tödlichen Joch des Washingtoner Atlantizimus befreit. Wir müssen auf eine Eurasische Achse hinarbeiten, die von Putins Russland bis nach China reicht, in anti-atlantischer Funktion. Wir müssen uns davon befreien und unsere Sichtweise ändern.

 

Wir müssen dem Weltbürgertum entfliehen, dass Nationen zerstört. Und dem Nationalismus entfliehen, der ein egoistischer Gedanke ist, der sich nur auf eine einzelne Nation bezieht.“

 

Frage: Sie bestehen darauf, dass es einen Kampf gegen die Globalisierung gibt, dass wir aber auch den Nationalismus nicht unterstützen sollten. Welche Optionen gibt es?

 

Antwort: Ich denke, dass wir heute über Globalisierung und Nationalismus hinaus denken müssen. Letztlich ist Globalisierung nichts anderes als amerikanischer Nationalismus, der weltweit geworden ist und damit zu einer Form von Nationalismus, der seine maximale Entwicklung erreicht hat. Entgegen dieser beiden Gegensätze denke ich, dass es nötig ist, zwischen souveränen Staaten ein solidarisches Modell eines Internationalismus durchzusetzen, basierend auf Demokratie, Sozialismus und mit Rechten für die schwächeren Klassen und folglich eine Art von internationaler, demokratischer und sozialistischer Souveränität, weit entfernt von jenem Weltbürgertum, das Nationen zerstört. Und weit entfernt vom Nationalismus, der ein egoistischer Gedanke ist, der sich nur auf eine einzelne Nation bezieht.

 

Frage: Der Staat ist die Vorherrschaft des Politischen über die Ökonomie. Ist das der Grund, warum die globale Welt die Staaten beseitigen will?

 

Antwort: Die souveränen Nationalstaaten waren in der Neuzeit nicht nur ein Hort für Imperialismus, Nationalismus und Kriege, wie der Gang der vorherrschenden Debatte immer wieder zeigt. Man will die Staaten zerstören, um den Primat des globalistischen Kapitals durchzusetzen, in welchem die Staaten nur noch die Saalordner des Kapitals sind. In Wirklichkeit waren souveräne Nationalstaaten auch Orte der Demokratie und der Errungenschaften der arbeitenden Klassen. Und das ist der Grund, warum das Kapital sie heute zerstören will, sicherlich nicht um Krieg oder Imperialismus zu vermeiden, die im post-nationalen Rahmen mehr denn je gedeihen. Heute kann der Staat der einzige Anschub einer oppositionellen Revolution gegen die kapitalistische Welt sein, denn die Ereignisse in den bolivarischen Ländern wie Bolivien, Venezuela oder Ecuador zeigen, die trotz ihrer strukturellen Grenzen einige Formen des Souveränitäts-, sozialistischen, patriotischen, antiglobalistischen und Identitätspopulismus entstehen lassen.

 

Viele Narren, die sich selbst als „links“ bezeichnen, kämpfen gegen einen Faschismus, der gar nicht mehr existiert, nur um den Totalitarismus des Marktes zu akzeptieren.“

 

Frage: Aufgrund solcher Gedanken hat man Sie als Faschisten bezeichnet. Deren linke politische Positionen erschrecken mehr als von der Rechten. Warum? Welche Rolle spielen bei dieser Dämonisierung die Medien und die Gelehrten?

 

Antwort: Natürlich wird heute die Kategorie des "Faschismus" völlig enthistorisiert und dekontextualisiert verwendet, um den Gesprächspartner einfach zu verteufeln. Wer heute die Notwendigkeit bekräftigt, die Wirtschaft politisch zu kontrollieren und damit die Souveränität gegen die kosmopolitische Öffnung wieder einzuführen, wird verunglimpft und sofort als "faschistisch", "rot" und "stalinistisch" bezeichnet. Die Kategorie des Faschismus ist also völlig enthistorisiert, sie dient nur dazu, das wahre Gesicht dessen zu verbergen, was Pasolini bereits als den wahren Faschismus von heute identifiziert hatte: den der Marktgesellschaft, den Totalitarismus der Märkte und der spekulativen Börsen. Das ist das wahre Gesicht der Macht heute, und viele Narren, die sich als "links" bezeichnen, kämpfen gegen einen Faschismus, der nicht mehr existiert, nur um den Totalitarismus des Marktes voll zu akzeptieren.

Sie sind es, die in Frankreich gegen Le Pen kämpfen, nur um Macron bereitwillig zu akzeptieren. Sie kämpfen gegen einen Faschismus, der nicht mehr existiert, nur um den neuen und unsichtbaren Klub der Marktökonomen zu akzeptieren. Und natürlich spielen die intellektuelle Klasse, der Medienzirkus und der intellektuelle Klerus eine grundlegende Rolle in diesem Prozess. Aufgabe der intellektuellen, akademischen und journalistischen Klasse ist es, sicherzustellen, dass die Beherrschten die Herrschaft der herrschenden Klasse akzeptieren, anstatt zu rebellieren. Also, wie in Platons Höhle, liebe deine eigenen Ketten und kämpfe gegen jeden Befreier.

Frage: Er bestand darauf, dass sie uns mit einer Hand Bürgerrechte geben und mit der anderen soziale Rechte wegnehmen. Worin bestehen die so genannten Diversity-Richtlinien?

Antwort: Die so genannten "Bürgerrechte" sind heute in Wirklichkeit nichts weiter als die Rechte der "Bourgeoisie", die Marx in "Zur Judenfrage" beschrieben hatte. Mit anderen Worten, es sind die Rechte des Verbrauchers, wie wir heute sagen würden, die Rechte des Einzelnen, der alle individuellen Rechte will, die er speziell kaufen kann. … Nun, heute erleben wir einen Prozess, bei dem das Kapital unsere sozialen Rechte wegnimmt, die mit der Arbeit verbunden sind, mit dem Gemeinschaftsleben in der Polis; es hebt diese Rechte auf und erhöht andererseits die Verbraucherrechte, die immer mit dem individuell ausgeübten Konsum verbunden sind, ohne jemals die Produktionsbedingungen in Frage zu stellen.

Darüber hinaus schaffen sie eine Art generalisierter Mikrokonflikte, die als Waffe der Massenablenkung und, man könnte auch sagen, als Waffe der permanenten Massenspaltung fungieren. Auf der einen Seite lenkt man vom kapitalistischen Widerspruch ab, der nicht einmal erwähnt wird, und auf der anderen Seite teilt man die Massen sozusagen in Homosexuelle und Heterosexuelle, Muslime und Christen, Veganer und Fleischesser, Faschisten und Antifaschisten und so weiter. Und während dies natürlich geschieht, erlaubt das Kapital den Menschen, für schwulen Stolz, für Tiere und für alles Mögliche auf die Straße zu gehen, aber wagt es ja nicht, auf die Straße zu gehen, um gegen die Sklaverei der Lohnarbeit, gegen Unsicherheit oder gegen die kapitalistische Wirtschaft zu kämpfen! Wenn doch, dann gibt es Repressionen, wie sie in Frankreich gegen die Gelbwesten stattgefunden haben.

„Der Kapitalismus hat den ethischen Wurzeln im Hegelschen Sinne, den gemeinschaftlichen Formen der Solidarität, den Kampf angesagt.“

 

Frage: Sie weisen darauf hin, dass die stabilen Bindungen, die in der Ehe repräsentiert werden, heute zu etwas Revolutionären geworden sind. Warum? Wie haben sich die Dinge so verändert, dass etwas in der Geschichte so extrem Häufiges heute revolutionär wird? Was ist erotischer Konsumismus?

Antwort: Der gegenwärtige Kapitalismus ist flexibel und prekär. Er zerlegt jede menschliche Gemeinschaft und will überall den Einzelnen ohne Identität und ohne Verbindungen sehen, einen Verbraucher, der auf der Grundlage des Konsums Einwegbeziehungen herstellt. Aus diesem Grund hat der Kapitalismus heute dem, was ich in meinem Buch "Storia e coscienza del precariato. Servi e signori della globalizzazione“ (Bompiani, 2018) („Geschichte und Bewusstsein des Prekariats. Sklaven und Herren der Globalisierung“) als die ethischen Wurzeln im Hegelschen Sinne bezeichne, den Krieg erklärt, d.h. jenen gemeinschaftlichen Formen der Solidarität, die von der Familie über die öffentlichen Organe wie die Gewerkschaften, die Schule, die Universität bis hin zur Realisierung im Staat reichen. Ziel ist es, dies zu zerlegen, um die Welt auf einen einheitlichen Markt zu reduzieren, wie Alain de Benoist sagte: Die Gesellschaft wird zu einem einheitlichen globalen Markt. Aus diesem Grund ist das Reenactment der heutigen Gesellschaft, also die Aufwertung der ethischen Wurzeln im Hegelschen Sinne, eine revolutionäre Geste.

„Es scheint mir, dass Podemos in letzter Zeit immer mehr in die Einheitsfront der einzigen Kapitalpartei eintritt.“

Frage: Sie bekräftigen, dass wir Gramsci zurückerobern und den liberal-libertären Linken entreißen müssen, die heute dominieren und diejenigen sind, die ihn in letzter Zeit am häufigsten benutzt haben und die tatsächlich das verkörpern, was Gramsci bekämpft hat. Wenn wir auf den spanischen Fall eingehen: Würde sie auch Pablo Iglesias oder Íñigo Errejón und Podemos im Allgemeinen als ein kulturelles Phänomen der Verherrlichung des globalisierten Kapitalismus definieren?

 

Antwort: Ja, im Wesentlichen ist Gramsci das Gegenteil von dem, was die Linke in Italien und in weiten Teilen Europas tut, die Linke ist nicht mehr rot, sondern fuchsienfarben, sie ist nicht mehr Sichel und der Hammer, sondern der Regenbogen. Sie kämpfen für das Kapital und nicht für die Arbeit, sie kämpfen für einen liberalen Kosmopolitismus und nicht für den Internationalismus der Arbeiterklasse. Der konkrete Fall von Podemos in Spanien erscheint mir recht interessant, denn er begann als souveräne und sozialistische Kraft, jenseits von rechts und links, aber es scheint mir, dass er in letzter Zeit zunehmend in die vereinte Front der einzigen Kapitalpartei eintritt, und es ist wirklich eine Schande, weil die Podemos-Partei ursprünglich ein Ausweg zu sein schien.

 

Die Linke ist demophob: Sie hasst die Menschen, weil die Menschen außer Kontrolle geraten.“

 

Frage: Welche Rolle sollte der Intellektuelle in diesem Szenario spielen?

 

Antwort: Meiner Meinung nach muss der heutige Intellektuelle das wiederherstellen, was Gramsci die "sentimentale Verbindung mit der Volksnation" nannte, d.h. er muss das Volk wieder mit der Politik, mit der Intelligenz selbst verbinden, damit sich das Volk aus seiner Passivität herausbewegt und in aktive Subjektivität verwandelt, wie es bereits geschieht, sofern das Volk gegen die kosmopolitische Elite rebelliert. Es wählt den Brexit, es wählt Trump, es stimmt in Italien gegen das Verfassungsreferendum, es stimmt in Griechenland für das Referendum gegen die Sparpolitik der Europäischen Union. Aber das Volk, sagt Gramsci, muss "interpretiert" werden, es braucht eine lebendige Philologie, das Volk ist ein Text, der interpretiert werden muss und nicht direkt einstimmig ist. Man muss auf ihre Bedürfnisse, ihre Forderungen – etwas, das die Linke heute nicht tut – hören; die Linke ist demophob, d.h. sie hasst die Menschen; sie hasst die Menschen, weil die Menschen außer Kontrolle geraten, sie fühlen sich nicht mehr durch eine Linke repräsentiert, die dem Kapital und den Herren freundlich gesonnen ist, anstatt den Arbeitern und den Menschen.

 

Frage: Sie schlagen vor, die Verwendung von Italienisch vor das Englische zu setzen und zusätzlich ein gut gesprochenes oder geschriebenes Italienisch wiederherzustellen. Sie verstehen dies als einen wesentlichen kulturellen Kampf. Warum?

 

Antwort: Ja, ich schlage vor, gegen die Neosprache der Märkte, die das Englisch der "Tabellenkalkulationen", der "Ausgabenüberprüfung", der "Austerität" und der "Governance" sprechen, eine schon lange bestehende Sprache zu setzen, die auf der Genesung des Italienischen mit all seinem Reichtum, dem Italienisch von Dante und Machiavelli basiert. Es ist ein kultureller Kampf des Widerstands gegen die Globalisierung und gegen diesen "kulturellen Völkermord", wie Pasolini es nannte. Den die Globalisierung zur Zerstörung von Kulturen im Namen des einzig zulässigen Modells durchführt: nur noch Konsumenten von Gütern, staatenlos, post-identitär, die das Anonyme Englisch der staatenlose Finanzmärkte sprechen.


http://www.en.kremlin.ru/events/president/news/60836

 

Wladimir Putins Interview mit der Financial Times

 

Moskau, 26.06.2019

 

 

Kurz vor dem G20-Gipfel sprach Wladimir Putin mit Lionel Barber, dem Chefredakteur der Financial Times und Henry Foy, dem Moskauer Bürochef der FT.

 

Lionel Barber: Herr Präsident, Sie reisen in Kürze als Staatschef nach Osaka zum G20-Gipfel. Niemand hat in den letzten 20 Jahren an so vielen internationalen Treffen dieser Gruppe und der G7 teilgenommen, während Sie für Russland verantwortlich waren. Bevor wir über die G20-Agenda und das, was Sie erreichen wollen, sprechen: Wir wissen, dass die Spannungen zwischen Amerika und China im Handel zunehmen, die Gefahr von Konflikten im Golf. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie ein wenig darüber sprechen könnten, wie Sie in den letzten 20 Jahren, während Sie an der Macht waren, den Wandel der Welt erlebt haben.

 

Vladimir Putin: Erstens war ich nicht 20 Jahre lang an der Macht. Wie Sie vielleicht wissen, war ich vier Jahre lang Premierminister, und das ist nicht die höchste Autorität der Russischen Föderation. Aber trotzdem bin ich schon seit langem in der Regierung und in der oberen Ebene, so dass ich beurteilen kann, was sich verändert und wie. Tatsächlich haben Sie es gerade selbst gesagt und gefragt, was sich geändert hat und wie. Sie haben die Handelskriege und die Entwicklungen am Persischen Golf erwähnt. Ich würde vorsichtig sagen, dass sich die Situation nicht zum Besseren gewendet hat, aber ich bin bis zu einem gewissen Grad optimistisch. Aber, um es ganz offen zu sagen, die Situation ist definitiv dramatischer und explosiver geworden.

 

LB: Glauben Sie, dass die Welt jetzt stärker fragmentiert ist?

 

VP: Natürlich, denn während des Kalten Krieges war das Schlechte der Kalte Krieg. Das ist wahr. Aber es gab zumindest einige Regeln, die alle Teilnehmer an der internationalen Kommunikation mehr oder weniger einhalten oder zu befolgen versuchten. Nun scheint es überhaupt keine Regeln mehr zu geben In diesem Sinne ist die Welt fragmentierter und weniger vorhersehbar geworden, was das Wichtigste und Bedauerlichste ist.

 

LB: Wir werden auf dieses Thema der Welt ohne Regeln, Fragmentierung und mehr Transaktionen zurückkommen. Aber zuerst, Herr Präsident, sagen Sie uns, was Sie in Osaka erreichen wollen, in Bezug auf Ihre Beziehungen zu diesen anderen Parteien? Was sind Ihre Hauptziele für den Gipfel?

 

VP: Ich würde mir sehr wünschen, dass alle Teilnehmer an dieser Veranstaltung, und die G20 ist meiner Meinung nach heute ein sehr wichtiges internationales Forum für wirtschaftliche Entwicklung, und deshalb möchte ich, dass alle G20-Mitglieder ihre Absicht bekräftigen – zumindest eine Absicht – einige allgemeine Regeln auszuarbeiten, denen jeder folgen würde, und ihre Bereitschaft und ihr Engagement für die Stärkung der internationalen Finanz- und Handelsinstitutionen zeigen.

 

Alles andere sind Details, die die Hauptthemen auf die eine oder andere Weise ergänzen. Wir unterstützen die japanische Präsidentschaft auf jeden Fall. Was die Entwicklung der modernen Technologie, die Informationswelt, die Informationswirtschaft sowie die Aufmerksamkeit unserer japanischen Kollegen für Fragen wie Langlebigkeit und Umwelt betrifft, so ist all dies äußerst wichtig, und wir werden sie sicherlich unterstützen und an all diesen Diskussionen teilnehmen.

 

Auch wenn es unter den aktuellen Bedingungen schwer ist, Durchbrüche oder bahnbrechende Entscheidungen zu erwarten; wir können uns heute kaum darauf verlassen. Aber auf jeden Fall besteht die Hoffnung, dass wir bei diesen allgemeinen Diskussionen und bilateralen Treffen in der Lage sein werden, die bestehenden Meinungsverschiedenheiten auszugleichen und ein Fundament, eine Grundlage für positive Fortschritte zu schaffen.

 

LB: Sie werden ein Treffen mit (dem saudischen Kronprinzen) Mohammed bin Salman in Osaka haben. Können wir eine Verlängerung des derzeitigen Abkommens über die Ölförderung erwarten? Einschränkungen?

 

VP: Wie Sie wissen, ist Russland kein OPEC-Mitglied, obwohl es zu den größten Produzenten der Welt gehört. Unsere tägliche Produktion wird auf 11,3 Mio. Barrel geschätzt, glaube ich. Die Vereinigten Staaten haben uns jedoch überholt. Wir sind jedoch der Ansicht, dass sich unsere Produktionsstabilisierungsabkommen mit Saudi-Arabien und der OPEC im Allgemeinen positiv auf die Marktstabilisierung und -prognose ausgewirkt haben.

 

Ich glaube, dass sowohl die Energieerzeuger, in diesem Fall die Ölförderländer, als auch die Verbraucher daran interessiert sind, denn Stabilität ist derzeit definitiv selten. Und unsere Abkommen mit Saudi-Arabien und anderen OPEC-Mitgliedern stärken zweifellos die Stabilität.

 

Ob wir die Vereinbarung verlängern werden, werden Sie in den nächsten Tagen erfahren. Ich hatte ein Treffen zu diesem Thema mit den Führungskräften unserer größten Ölgesellschaften und Regierungsmitglieder kurz vor diesem Interview.

 

LB: Die sind ein wenig frustriert. Sie wollen mehr produzieren. Ist das richtig?

 

VP: Sie betreiben eine intelligente Politik. Es geht nicht um die Steigerung der Produktion, obwohl dies ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der großen Ölgesellschaften ist. Es geht um die Marktsituation. Sie nehmen die Situation sowie ihre Einnahmen und Ausgaben umfassend wahr. Natürlich denken sie auch darüber nach, die Branche zu stärken, rechtzeitig zu investieren, moderne Technologien anzuziehen und zu nutzen sowie diese wichtige Branche für Investoren attraktiver zu machen.

 

Dramatische Preissteigerungen oder -einbrüche werden jedoch nicht zur Marktstabilität beitragen und keine Investitionen fördern. Deshalb haben wir heute all diese Fragen in ihrer Gesamtheit diskutiert.

 

LB: Herr Präsident, Sie haben vier amerikanische Präsidenten aus nächster Nähe beobachtet, vielleicht fünf, Sie haben direkte Erfahrungen gemacht. Also, warum ist Mr. Trump anders?

 

VP: Wir sind alle verschieden. Keine zwei Menschen sind gleich, so wie es keine identischen Fingerabdrücke gibt. Jeder hat seine eigenen Vorteile und lassen wir die Wähler ihre Schwächen beurteilen. Insgesamt habe ich ausreichend freundliche und stabile Beziehungen zu allen Führern der USA unterhalten. Ich hatte die Gelegenheit, mit einigen von ihnen aktiver zu kommunizieren.

 

Der erste US-Präsident, mit dem ich in Kontakt kam, war Bill Clinton. Im Allgemeinen habe ich dies als eine positive Erfahrung angesehen. Wir haben für kurze Zeit hinreichend stabile und sachliche Beziehungen aufgebaut, da seine Amtszeit bereits zu Ende ging. Ich war damals noch ein sehr junger Präsident, der gerade erst angefangen hatte zu arbeiten. Ich erinnere mich immer wieder daran, wie er mit mir partnerschaftliche Beziehungen aufgebaut hat. Dafür bin ich ihm nach wie vor sehr dankbar.

 

Es gab auch andere Zeiten, und wir mussten verschiedene Probleme mit allen anderen Kollegen ansprechen. Leider handelte es sich dabei oft um Debatten, und unsere Meinungen stimmen bei einigen Themen nicht überein, die meiner Meinung nach als Schlüsselaspekte für Russland, die Vereinigten Staaten und die ganze Welt bezeichnet werden können. Dazu gehört beispielsweise der einseitige Rückzug der USA aus dem ABM-Vertrag, der, wie wir immer geglaubt haben und wovon ich immer noch überzeugt bin, der Eckpfeiler des gesamten internationalen Sicherheitssystems war.

 

Wir haben diese Angelegenheit lange Zeit diskutiert, argumentiert und verschiedene Lösungen vorgeschlagen. Auf jeden Fall habe ich sehr energische Versuche unternommen, unsere US-Partner davon zu überzeugen, sich nicht aus dem Vertrag zurückzuziehen. Und wenn die US-Seite immer noch vom Vertrag zurücktreten wollte, hätte sie dies so tun sollen, dass die internationale Sicherheit für eine lange historische Periode gewährleistet ist.

 

Ich habe das vorgeschlagen, ich habe das bereits öffentlich diskutiert, und ich wiederhole, ich habe das getan, weil ich diese Angelegenheit für sehr wichtig halte. Ich habe vorgeschlagen, gemeinsam an Raketenabwehrprojekten zu arbeiten, an denen die USA, Russland und Europa hätten beteiligt sein sollen. Sie legten spezifische Parameter dieser Zusammenarbeit fest, bestimmte gefährliche Raketenansätze und geplanter Technologieaustausch, die Ausarbeitung von Entscheidungsmechanismen usw. Das waren ganz konkrete Vorschläge.

 

Ich bin überzeugt, dass die Welt heute ein anderer Ort wäre, wenn unsere US-Partner diesen Vorschlag angenommen hätten. Leider ist dies nicht geschehen. Wir sehen, dass sich die Situation in eine andere Richtung entwickelt; neue Waffen und modernste Militärtechnologie treten in den Vordergrund. Nun, das ist nicht unsere Entscheidung. Aber heute sollten wir zumindest alles tun, um die Situation nicht zu verschlimmern.

 

LB: Herr Präsident, Sie sind ein Student der Geschichte. Sie hatten viele Stunden lang Gespräche mit Henry Kissinger. Sie haben mit ziemlicher Sicherheit sein Buch World Order gelesen. Mit Herrn Trump haben wir etwas Neues gesehen, etwas viel Transaktionelleres. Er steht Allianzen und den Verbündeten in Europa sehr kritisch gegenüber. Ist das etwas, das für Russland von Vorteil ist?

 

VP: Es wäre besser zu fragen, was in diesem Fall zu Amerikas Vorteil wäre. Herr Trump ist kein Berufspolitiker. Er hat eine ausgeprägte Weltanschauung und eine Vision der nationalen Interessen der USA. Ich akzeptiere nicht viele seiner Methoden, wenn es um die Lösung von Problemen geht. Aber wissen Sie was ich denke? Ich denke, dass er ein talentierter Mensch ist. Er weiß sehr wohl, was seine Wähler von ihm erwarten.

 

Russland wurde beschuldigt, und so seltsam es auch erscheinen mag, es wird immer noch beschuldigt, trotz des Berichts von Mueller (über die Untersuchung von Vorwürfen der russischen Einmischung in den Präsidentschaftswahlkampf 2016), sich mythisch in die US-Wahlen eingemischt zu haben. Was geschah in Wirklichkeit? Herr Trump untersuchte die Einstellung seiner Gegner zu ihm und sah Veränderungen in der amerikanischen Gesellschaft, und er nutzte dies aus.

 

Wir unterhalten uns hier im Vorfeld des G20-Gipfels. Es ist ein Wirtschaftsforum, und es wird zweifellos Diskussionen über Globalisierung, Welthandel und internationale Finanzen geben.

 

Hat sich jemals jemand Gedanken darüber gemacht, wer tatsächlich profitiert hat und welche Vorteile die Globalisierung mit sich bringt, deren Entwicklung wir seit den 90er Jahren in den letzten 25 Jahren beobachten und mitgestalten?

 

Vor allem China hat die Globalisierung genutzt, um Millionen Chinesen aus der Armut zu befreien.

 

Was ist in den USA passiert und wie ist es passiert? In den USA nutzten die führenden US-Unternehmen – die Unternehmen, ihre Manager, Aktionäre und Partner – diese Vorteile. Die Mittelschicht profitierte kaum von der Globalisierung. Die Netto-Löhne in den USA (wir werden wahrscheinlich später über die Realeinkommen in Russland sprechen, die die besondere Aufmerksamkeit der Regierung erfordern). Die Mittelschicht in den USA hat von der Globalisierung nicht profitiert; sie wurde bei der Aufteilung dieses Kuchens ausgelassen.

 

Das Trump-Team hat dies sehr eifrig und klar gespürt, und das haben sie im Wahlkampf genutzt. Hier sollten Sie nach den Gründen für Trumps Sieg suchen, und nicht nach angeblichen Einmischungen von außen. Darüber sollten wir hier sprechen, und auch wenn es um die Weltwirtschaft geht.

 

Ich glaube, das könnte seine scheinbar extravaganten wirtschaftlichen Entscheidungen und sogar seine Beziehungen zu seinen Partnern und Verbündeten erklären. Er ist der Ansicht, dass die Verteilung der Ressourcen und die Vorteile der Globalisierung im vergangenen Jahrzehnt gegenüber den USA ungerecht war.

 

Ich werde nicht darüber diskutieren, ob es fair war oder nicht, und ich werde nicht sagen, ob das, was er tut, richtig oder falsch ist. Ich möchte seine Motive verstehen, dazu haben Sie mich gefragt. Vielleicht könnte das sein ungewöhnliches Verhalten erklären.

 

LB: Ich möchte auf jeden Fall auf die russische Wirtschaft zurückkommen. Aber was Sie gesagt haben, ist absolut faszinierend. Hier sind Sie, der russische Präsident, und verteidigen die Globalisierung zusammen mit (Chinas) Präsident Xi (Jinping), während Herr Trump die Globalisierung angreift und über America First spricht. Wie erklärt man dieses Paradoxon?

 

VP: Ich glaube nicht, dass sein Wunsch, Amerika an die erste Stelle zu setzen, ein Paradoxon ist. Ich möchte, dass Russland an erster Stelle steht, und das wird nicht als Paradoxon wahrgenommen; das ist nichts Ungewöhnliches. Was die Tatsache betrifft, dass er einige Erscheinungsformen der Globalisierung angreift, so habe ich dies bereits erwähnt. Er scheint zu glauben, dass die Ergebnisse der Globalisierung für die USA viel besser hätten sein können als sie es sind. Diese Ergebnisse der Globalisierung bringen für die USA nicht den gewünschten Effekt, und er beginnt diese Kampagne gegen bestimmte Elemente der Globalisierung. Dies betrifft alle, vor allem die wichtigsten Akteure des Systems der internationalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit, einschließlich der Verbündeten.

 

LB: Herr Präsident, Sie hatten viele Treffen mit Präsident Xi, und Russland und China sind sich definitiv näher gekommen. Legen Sie zu viele Eier in den China-Korb? Weil die russische Außenpolitik, auch unter Ihrer Führung, immer eine Tugend daraus gemacht hat, mit allen zu sprechen.

 

VP: Zuerst einmal haben wir genug Eier, aber es gibt nicht so viele Körbe, in die diese Eier gelegt werden können. Das ist der erste Punkt.

 

Zweitens bewerten wir immer die Risiken.

 

Drittens, unsere Beziehungen zu China sind nicht durch opportunistische politische oder andere Erwägungen motiviert. Ich möchte darauf hinweisen, dass der Freundschaftsvertrag mit China 2001 unterzeichnet wurde, wenn ich mich recht erinnere, lange vor der gegenwärtigen Situation und lange vor den derzeitigen wirtschaftlichen Meinungsverschiedenheiten, gelinde gesagt, zwischen den USA und China.

 

Wir müssen uns nichts und niemandem anschließen, und wir müssen unsere Politik nicht gegen jemanden richten. Tatsächlich richten Russland und China ihre Politik nicht gegen jemanden. Wir setzen unsere Pläne zum Ausbau der Zusammenarbeit nur konsequent um. Das tun wir seit 2001, und wir setzen diese Pläne nur konsequent um.

 

Werfen Sie einen Blick darauf, was dort steht. Wir haben nichts getan, was über den Rahmen dieser Vereinbarungen hinausgeht. Es gibt hier also nichts Ungewöhnliches, und man sollte nicht nach den Auswirkungen der chinesisch-russischen Annäherung suchen. Natürlich bewerten wir die aktuellen globalen Entwicklungen; unsere Positionen stimmen mit einer Reihe von Themen der aktuellen globalen Agenda überein, darunter unsere Haltung zur Einhaltung allgemein anerkannter Regeln im Handel, des internationalen Finanzsystems, von Zahlungen und Vereinbarungen.

 

Die G20 haben eine sehr konkrete Rolle gespielt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2008, als die Finanzkrise ausbrach, hat die G20 viele nützliche Dinge zur Stabilisierung des globalen Finanzsystems, zur Entwicklung des Welthandels und zur Sicherung seiner Stabilisierung geleistet. Ich spreche über den steuerlichen Aspekt der globalen Agenda, den Kampf gegen die Korruption und so weiter. Sowohl China als auch Russland halten an diesem Konzept fest.

 

Die G20 haben viel erreicht, indem sie sich für Quotenänderungen beim Internationalen Währungsfonds und bei der Weltbank einsetzen. Sowohl Russland als auch China teilen diesen Ansatz. Angesichts des starken Anstiegs des globalen Wirtschaftsanteils der Schwellenländer ist dies fair und richtig, und wir haben diese Position von Anfang an vertreten. Und wir freuen uns, dass sich dies weiter entwickelt und mit den Veränderungen im Welthandel Schritt hält.

 

In den letzten etwa 25 Jahren (25, glaube ich) ist der Anteil der G7-Länder am globalen BIP von 58 Prozent auf 40 Prozent gesunken. Dies sollte sich auch in gewisser Weise in den internationalen Institutionen widerspiegeln. Das ist der Gemeinsame Standpunkt von Russland und China. Das ist fair, und das ist nichts Besonderes.

 

Ja, Russland und China haben viele übereinstimmende Interessen, das ist wahr. Das ist der Grund für unsere häufigen Kontakte zu Präsident Xi Jinping. Natürlich haben wir auch sehr herzliche persönliche Beziehungen aufgebaut, und das ist normal.

 

Daher bewegen wir uns im Einklang mit unserer bereits 2001 formulierten bilateralen Agenda, aber wir reagieren schnell auf globale Entwicklungen. Wir richten unsere bilateralen Beziehungen niemals gegen jemanden. Wir sind nicht gegen jemanden, wir sind für uns selbst.

 

LB: Ich bin erleichtert, dass dieser Eiervorrat groß ist. Aber der ernste Punkt, Herr Präsident, ist, dass Sie mit Graham Allisons Buch The Thucydides Trap vertraut sind. Die Gefahr von Spannungen oder einem militärischen Konfliktrisiko zwischen einer dominanten und einer aufstrebenden Macht, Amerika und China. Glauben Sie, dass in Ihrer Zeit zwischen Ihnen, Amerika und China die Gefahr eines militärischen Konflikts besteht?

 

VP: Wissen Sie, die gesamte Geschichte der Menschheit war schon immer voller militärischer Konflikte, aber seit dem Erscheinen von Atomwaffen hat sich das Risiko globaler Konflikte aufgrund der möglichen, global tragischen Folgen für die gesamte Weltbevölkerung verringert, falls ein solcher Konflikt zwischen zwei Atomstaaten auftritt. Ich hoffe, dass es nicht dazu kommen wird.

 

Aber natürlich müssen wir zugeben, dass es nicht nur um Chinas Industriesubventionen auf der einen Seite oder die Zollpolitik der USA auf der anderen Seite geht. Zunächst einmal sprechen wir über sozusagen verschiedene Entwicklungsplattformen, in China und in den USA. Sie sind unterschiedlich und Sie als Historiker werden mir wahrscheinlich zustimmen. Beide haben wahrscheinlich unterschiedliche Philosophien in der Außen- und Innenpolitik.

 

Aber ich möchte Ihnen einige persönliche Bemerkungen mitteilen. Es geht nicht um verbündete Beziehungen zu einem Land oder eine Konfrontation mit dem anderen; ich beobachte nur, was im Moment vor sich geht. China zeigt Loyalität und Flexibilität sowohl gegenüber seinen Partnern als auch Gegnern. Vielleicht hängt dies mit den historischen Merkmalen der chinesischen Philosophie zusammen, ihrem Ansatz zum Aufbau von Beziehungen.

 

Deshalb glaube ich nicht, dass es solche Drohungen aus China geben würde. Das kann ich mir nicht vorstellen, wirklich. Aber es ist schwer zu sagen, ob die USA genügend Geduld haben würden, um keine voreiligen Entscheidungen zu treffen, sondern ihre Partner zu respektieren, auch wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt. Aber ich hoffe, ich möchte das noch einmal wiederholen, ich hoffe, dass es keine militärische Konfrontation geben wird.

 

LB: Rüstungskontrolle. Wir wissen, dass das Abkommen über die Mittelstrecken-Nuklearkräfte (INF) ernsthaft gefährdet ist. Gibt es aus russischer Sicht Platz für zukünftige Rüstungskontrollabkommen oder befinden wir uns in einer neuen Phase, in der wir wahrscheinlich ein neues atomares Wettrüsten erleben werden?

 

VP: Ich glaube, es gibt ein solches Risiko.

 

Wie ich bereits sagte, haben sich die USA einseitig aus dem Raketenabwehrvertrag zurückgezogen und sind kürzlich auch den INF-Vertrag ausgestiegen. Aber diesmal haben sie nicht nur gekündigt, sondern auch einen Grund gefunden um auszusteigen, und dieser Grund war Russland. Ich glaube nicht, dass Russland ihnen in diesem Fall etwas bedeutet, denn dieser Kriegsschauplatz, der Kriegsschauplatz in Europa, wird für die USA wahrscheinlich uninteressant sein, trotz der Erweiterung der NATO und des NATO-Kontingents in der Nähe unserer Grenzen. Tatsache bleibt, dass die USA sich aus dem Vertrag zurückgezogen haben. Nun konzentriert sich die Agenda auf den Vertrag zur Reduzierung strategischer Rüstungsgüter (New START). Ich hoffe, dass ich mit Donald (Trump) darüber sprechen kann, falls wir uns in Osaka treffen.

 

Wir haben gesagt, dass wir bereit sind, Gespräche zu führen und diesen Vertrag zwischen den USA und Russland zu verlängern, aber wir haben keine entsprechende Initiative von unseren amerikanischen Partnern gesehen. Sie schweigen, während der Vertrag 2021 ausläuft. Wenn wir jetzt keine Gespräche aufnehmen, wäre es vorbei, denn es bleibt keine Zeit, nicht einmal für Formalitäten.

 

Unser vorheriges Gespräch mit Donald hat gezeigt, dass die Amerikaner daran interessiert zu sein scheinen, aber dennoch keine praktischen Schritte unternehmen. Wenn dieser Vertrag also aufhört zu existieren, dann gäbe es weltweit kein Instrument, um den Rüstungswettlauf einzudämmen. Und das ist schlecht.

 

LB: Genau, es wird ernst. Besteht die Möglichkeit eines Dreiecksabkommens zwischen China, Russland und Amerika über Mittelstrecken-Nuklearwaffen oder ist das ein Traum, ein Luftschloss? Würden Sie ein solches Ergebnis unterstützen?

 

VP: Wie ich gleich zu Beginn sagte, werden wir jede Vereinbarung unterstützen, die unsere Sache voranbringen kann, d.h., die uns hilft, das Wettrüsten einzudämmen.

 

Man muss sagen, dass das Niveau und der Entwicklungsumfang der chinesischen Atomstreitkräfte bisher viel niedriger sind als in den USA und Russland. China ist eine Großmacht, die über die Fähigkeit verfügt, ihr nukleares Potenzial auszubauen. Dies wird wahrscheinlich in Zukunft geschehen, aber unsere Fähigkeiten sind bisher kaum vergleichbar. Russland und die USA sind die führenden Atommächte, weshalb das Abkommen zwischen ihnen unterzeichnet wurde. Was die Frage betrifft, ob sich China diesen Bemühungen anschließen wird, so können Sie unsere chinesischen Freunde fragen.

 

LB: Russland ist eine pazifische Macht sowie eine europäische und asiatische Macht. Es ist eine pazifische Macht. Sie haben gesehen, was die Chinesen in Bezug auf den Aufbau ihrer Marine und ihre maritime Stärke tun. Wie gehen Sie mit diesen potenziellen Sicherheitsproblemen, den territorialen Konflikten im Pazifik um? Hat Russland eine Rolle bei einer neuen Sicherheitsregelung zu spielen?

 

VP: Sie haben den Aufbau von Seestreitkräften in China erwähnt. Die gesamten Verteidigungsausgaben Chinas betragen, wenn ich mich recht erinnere, 117 Milliarden Dollar. Die Verteidigungsausgaben der USA liegen bei über 700 Milliarden Dollar. Und Sie versuchen, die Welt mit dem Aufbau der militärischen Macht Chinas zu erschrecken? Mit dieser Größenordnung der Militärausgaben funktioniert das nicht. Nein, tut es nicht.

 

Was Russland betrifft, so werden wir unsere Pazifikflotte wie geplant weiterentwickeln. Natürlich reagieren wir auch auf globale Entwicklungen und auf das, was in den Beziehungen zwischen anderen Ländern geschieht. All das sehen wir, aber es hat keinen Einfluss auf unsere Entwicklungspläne für die Verteidigung, auch nicht für den russischen Fernen Osten.

 

Wir sind autark und selbstbewusst. Russland ist die größte Kontinentalmacht. Aber wir haben einen nuklearen U-Boot-Stützpunkt im Fernen Osten, wo wir unser Verteidigungspotenzial gemäß unseren Plänen entwickeln, auch um die Sicherheit auf der Nordmeer-Route, die wir entwickeln wollen, zu gewährleisten.

 

Wir beabsichtigen, viele Partner für diese Bemühungen zu gewinnen, darunter auch unsere chinesischen Partner. Wir können sogar eine Einigung mit den amerikanischen Reedern und mit Indien erzielen, das ebenfalls sein Interesse an der Nordmeer-Route bekundet hat.

 

Ich würde sagen, dass wir auch auf die Zusammenarbeit im asiatisch-pazifischen Raum vorbereitet sind, und ich habe Grund zu der Annahme, dass Russland einen erheblichen, greifbaren und positiven Beitrag zur Stabilisierung der Situation leisten kann.

 

LB: Können wir uns jetzt Nordkorea zuwenden? Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation und glauben Sie, dass letztendlich jedes Abkommen oder jede Vereinbarung die Tatsache akzeptieren muss, dass Nordkorea Atomwaffen besitzt und dass eine vollständige Demontage einfach nicht möglich ist? Wenn ich nur hinzufügen darf, Herr Präsident, dann frage ich Sie das, weil Russland eine recht kleine, aber dennoch eine Landgrenze zu Nordkorea hat.

 

VP: Wissen Sie, ob wir Nordkorea als Atommacht anerkennen oder nicht: die Zahl der Atomsprengköpfe, die es hat, wird nicht sinken. Wir müssen von der jetzigen Realität ausgehen, dass Atomwaffen eine Bedrohung für den Frieden und die internationale Sicherheit darstellen.

 

Eine weitere wichtige Frage ist, woher dieses Problem kommt. Die Tragödien in Libyen und im Irak haben viele Länder dazu inspiriert, ihre Sicherheit um jeden Preis zu gewährleisten.

 

Wir sollten nicht darüber sprechen, wie wir Nordkorea zur Abrüstung bringen können, sondern darüber, wie wir die bedingungslose Sicherheit Nordkoreas gewährleisten und wie wir jedem Land, einschließlich Nordkorea, ein Gefühl der Sicherheit und des Schutzes durch das Völkerrecht vermitteln können, das von allen Mitgliedern der internationalen Gemeinschaft streng eingehalten wird. Darüber sollten wir nachdenken.

 

Wir sollten über Garantien nachdenken, die wir als Grundlage für Gespräche mit Nordkorea nutzen sollten. Wir müssen Geduld haben, sie respektieren und gleichzeitig die daraus resultierenden Gefahren, die Gefahren des Atomstatus und das Vorhandensein von Atomwaffen berücksichtigen.

 

Natürlich ist die derzeitige Situation mit unvorhersehbaren Szenarien behaftet, die wir vermeiden müssen.

 

LB: Als erfahrener außenpolitischer Analyst, Sicherheitsanalyst und Stratege haben sie bestimmt darüber nachgedacht. Wie sehen Sie die Sicherheitslage in Nordasien in den nächsten fünf bis zehn Jahren, bedenkt man Russland, China, Korea und Japan?

 

VP: Sie haben richtig gesagt, dass wir eine gemeinsame Grenze mit Nordkorea haben, wenn auch eine kurze, daher hat dieses Problem einen direkten Einfluss auf uns. Die USA liegen auf der anderen Seite des Ozeans, und das Vereinigte Königreich liegt weit weg, während wir uns hier befinden, in dieser Region, und die nordkoreanische atomare Reichweite liegt nicht weit von unserer Grenze entfernt. Deshalb betrifft uns das direkt, und wir hören nie auf, darüber nachzudenken.

 

Ich möchte auf meine Antwort auf Ihre vorherige Frage zurückkommen. Wir müssen die legitimen Sicherheitsbedenken Nordkoreas respektieren. Wir müssen ihm Respekt entgegenbringen, und wir müssen einen Weg finden, seine Sicherheit zu gewährleisten, das Nordkorea zufrieden stellt. Wenn wir das tun, kann die Situation eine Wendung nehmen, die sich heute niemand vorstellen kann.

 

Erinnern Sie sich, welche Wendung die Situation genommen hat, nachdem die Sowjetunion die Politik der Entspannung eingeführt hat? Muss ich noch etwas sagen?

 

LB: Herr Präsident, Sie waren an der Macht oder sehr nah an der Macht. Ich denke, in Davos habe ich Ihnen gesagt, als wir uns trafen – Sie waren nicht an der Macht, haben aber immer noch alle Hebel in Bewegung gesetzt. Hat sich nach 20 Jahren an der Spitze oder in der Nähe der Spitze Ihre Risikobereitschaft erhöht?

 

VP: Sie hat sich nicht erhöht oder verringert. Risiken müssen immer gut begründet sein. Aber das ist nicht der Fall, wenn man den populären russischen Satz verwenden kann: "Wer kein Risiko eingeht, wird nie Champagner trinken." Dies ist nicht der Fall. Möglicherweise sind Risiken unvermeidlich, wenn man bestimmte Entscheidungen treffen muss. Je nach Umfang einer Entscheidung können die Risiken klein oder ernst sein.

 

Jeder Entscheidungsprozess ist mit Risiken verbunden. Bevor man das Risiko eingeht, muss man alles genauestens prüfen. Daher ist ein Risiko, das auf einer Einschätzung der Situation und den möglichen Folgen der Entscheidungen beruht, möglich und sogar unvermeidlich. Närrische Risiken, die die tatsächliche Situation übersehen und die Folgen nicht klar verstehen, sind inakzeptabel, da sie die Interessen einer großen Zahl von Menschen gefährden können.

 

LB: Wie groß war dieses Syrien-Risiko im Hinblick auf Ihre Entscheidung zu intervenieren?

 

VP: Es war ausreichend hoch. Aber natürlich habe ich mir das lange im Voraus genau überlegt, und ich habe alle Umstände und alle Vor- und Nachteile berücksichtigt. Ich überlegte, wie sich die Situation um Russland entwickeln würde und welche Folgen das haben könnte. Ich habe diese Angelegenheit mit meinen Mitarbeitern und Ministern besprochen, einschließlich der Verantwortlichen der Strafverfolgungsbehörden und anderer hochrangiger Beamter. Langfristig habe ich beschlossen, dass der positive Effekt unserer aktiven Beteiligung an syrischen Angelegenheiten für Russland und die Interessen der Russischen Föderation bei weitem die Nichteinmischung und die passive Beobachtung, wie eine internationale terroristische Organisation in der Nähe unserer Grenzen immer stärker wird, überwiegen würde.

 

LB: Wie war die Rendite des in Syrien eingegangenen Risikos?

 

VP: Ich glaube, dass es eine gute und positive Rendite war. Wir haben noch mehr erreicht, als ich erwartet hatte. Zunächst einmal wurden viele Militante, die eine Rückkehr nach Russland planten, eliminiert. Das betrifft mehrere tausend Menschen. Sie planten die Rückkehr nach Russland oder in Nachbarländer, mit denen wir keine Visumspflicht haben. Beide Aspekte sind für uns gleichermaßen gefährlich. Das ist die erste Sache.

 

Zweitens ist es uns gelungen, die Situation in einer nahegelegenen Region auf die eine oder andere Weise zu stabilisieren. Das ist auch sehr wichtig. Damit haben wir die innere Sicherheit Russlands direkt gestärkt. Das ist die dritte Sache.

 

Viertens haben wir ausreichend gute geschäftliche Beziehungen zu allen regionalen Ländern aufgebaut, und unsere Positionen in der Nahost-Region sind stabiler geworden. In der Tat haben wir sehr gute, sachliche, partnerschaftliche und weitgehend verbündete Beziehungen zu vielen regionalen Ländern aufgebaut, einschließlich Iran, Türkei und anderen Ländern.

 

In erster Linie geht es um Syrien, wir haben es geschafft, die syrische Staatlichkeit zu bewahren, egal was passiert, und wir haben dort das Chaos nach libyscher Art verhindert. Und ein Worst-Case-Szenario würde negative Folgen für Russland haben.

 

Außerdem möchte ich offen über die Mobilisierung der russischen Streitkräfte sprechen. Unsere Streitkräfte haben solche praktischen Erfahrungen gesammelt, die sie bei keiner Friedensübung hätten sammeln können.

 

LB: Sind Sie entschlossen, dass (der syrische Führer Bashar) al-Assad an der Macht bleibt, oder können wir irgendwann einen Übergang in Syrien sehen, den Russland unterstützen würde, der nicht Libyen sein würde?

 

VP: Ich glaube, dass das syrische Volk frei wählen sollte, seine Zukunft selbst zu bestimmen. Gleichzeitig möchte ich, dass das Handeln externer Akteure begründet und, wie bei den von Ihnen genannten Risiken, vorhersehbar und verständlich ist, damit wir zumindest über unsere nächsten Schritte nachdenken können.

 

Als wir diese Angelegenheit erst kürzlich mit der früheren US-Regierung besprochen haben, sagten wir: Nehmen wir an, Assad tritt heute zurück, was wird morgen passieren?

 

Ihr Kollege hat aus gutem Grund gelacht, denn die Antwort, die wir erhalten haben, war sehr amüsant. Sie können Sich gar nicht vorstellen, wie lustig es war. Sie sagten: "Wir wissen es nicht." Aber wenn man nicht weißt, was morgen passiert, warum heute aus der Hüfte schießen? Das mag primitiv klingen, aber so ist es nun mal.

 

Deshalb ziehen wir es vor, Probleme aus allen möglichen Blickwinkeln gründlich zu betrachten und nichts zu überstürzen. Natürlich sind wir uns der Ereignisse in Syrien durchaus bewusst. Es gibt interne Gründe für den Konflikt, und sie sollten behandelt werden. Aber beide Seiten sollten ihren Teil dazu beitragen. Ich beziehe mich auf die Konfliktparteien.

 

LB: Herr Präsident, gilt das gleiche Argument auch für Venezuela? Mit anderen Worten, Sie sind nicht bereit, einen Übergang in Venezuela zu sehen, und Sie stehen voll und ganz hinter Präsident (Nicolas) Maduro.

 

VP: Oh, und es schien, als hätten wir so gut angefangen. Bitte nehmen Sie es mir nicht übel, was ich als nächstes sagen werde. Bitte nicht, ja? Wir hatten einen so tollen Start, haben uns ernsthaft unterhalten, und jetzt sind Sie wieder bei den stereotypen Ansichten über Russland.

 

Wir haben nichts mit dem zu tun, was in Venezuela geschieht, wenn Sie wissen, was ich meine.

 

LB: Was machen diese Berater dann in Caracas?

 

VP: Ich werde das jetzt sagen, wenn Sie mich einfach ausreden lassen. Damit gibt es kein Problem.

 

Damals unter (Präsident Hugo) Chávez verkauften wir Waffen nach Venezuela, ohne Grenzen und Probleme. Wir haben dies absolut legal getan, so wie es überall auf der Welt und in jedem Land geschieht, einschließlich der USA, des Vereinigten Königreichs, Chinas und Frankreichs. Wir haben das auch getan – wir haben Waffen nach Venezuela verkauft.

 

Wir haben Verträge unterzeichnet, in denen steht, welche Rolle wir bei der Wartung dieser militärischen Ausrüstung haben, dass wir lokale Spezialisten ausbilden, dafür sorgen müssen, dass diese Ausrüstung in Kampfbereitschaft gehalten wird und so weiter. Wir bieten Wartungsarbeiten an diesem Gerät an. Ich habe das schon oft gesagt, auch gegenüber unseren amerikanischen Partnern: Dort sind keine russischen Truppen. Haben Sie verstanden? Ja, es gibt dort russische Spezialisten und Instruktoren. Ja, sie arbeiten dort. Erst vor kurzem, glaube ich, es ist eine Woche her, hat eine Gruppe unserer Berater und Spezialisten das Land verlassen. Aber sie können zurückkehren.

 

Wir haben eine Vereinbarung, dass unsere Flugzeuge von Zeit zu Zeit dorthin fliegen, um an Übungen teilzunehmen. Und das ist es. Regeln wir das Vorgehen der Rebellen, wie es einige unserer Partner tun, oder das Vorgehen von Präsident Maduro? Er ist der Präsident, warum sollten wir seine Handlungen kontrollieren? Er hat die Kontrolle. Ob er es gut macht oder nicht, das ist eine ganz andere Sache. Wir treffen keine Urteile.

 

Ich glaube, dass dort vieles anders hätte gemacht werden können, wenn es um die Wirtschaft geht. Aber wir mischen uns nicht in die Dinge ein; es geht uns nichts an. Wir haben dort Milliarden von Dollar investiert, vor allem in den Ölsektor. Na und? Auch andere Länder tun dies.

 

Es sieht so aus, als ob alles nur von russischen Waffen bewahrt wird. Das ist nicht wahr. Es hat nichts mit der Realität zu tun. Wo sind die selbsternannten Präsidenten und Oppositionsführer? Einige von ihnen haben Zuflucht in ausländischen Botschaften gesucht, andere verstecken sich. Was haben wir damit zu tun? Dieses Problem sollte vom venezolanischen Volk selbst gelöst werden. Das ist alles.

 

LB: Ich habe nur Ihre Theorie und Ihre Erfahrung mit dem, was in Libyen und im Irak passiert ist, auf Venezuela angewendet. Und deshalb würden Sie logischerweise sagen: "Wir sind Herrn Maduro verpflichtet, weil wir keinen Regimewechsel von außen wollen". Ist das die russische Position? Oder könnten Sie bereit sein zu sagen: "Wir werden (Venezuelas Oppositionsführer Juan) Guaidó unterstützen, weil wir wichtige Ölinteressen in Venezuela haben"?

 

VP: Wir sind auf alle Entwicklungen in jedem Land, einschließlich Venezuela, vorbereitet, wenn sie in Übereinstimmung mit den internen Regeln und der Gesetzgebung des Landes, seiner Verfassung und dem Willen der Bevölkerung erfolgen.

 

Ich glaube nicht, dass die libysche oder irakische Staatlichkeit zerstört worden wäre, wenn es dort keine Intervention gegeben hätte. In Libyen wäre das nicht passiert, dort war die Situation völlig anders. Tatsächlich hat (der ehemalige libysche Führer Muammar) Gaddafi dort seine Bücher geschrieben, seine Theorien dargelegt usw., die nicht bestimmten Normen entsprachen, und seine praktische Arbeit entsprach nicht den europäischen oder amerikanischen Vorstellungen von Demokratie.

 

Übrigens hat der französische Präsident kürzlich gesagt, dass sich das amerikanische demokratische Modell stark vom europäischen unterscheidet. Es gibt also keine gemeinsamen demokratischen Normen. Und wollen Sie, nun ja, nicht Sie, sondern unsere westlichen Partner, dass eine Region wie Libyen die gleichen demokratischen Standards hat wie Europa und die USA? Die Region hat nur Monarchien oder Länder mit einem ähnlichen System wie in Libyen.

 

Aber ich bin sicher, dass Sie als Historiker mir im Grunde genommen zustimmen werden. Ich weiß nicht, ob Sie dem öffentlich zustimmen werden oder nicht, aber es ist unmöglich, den nordafrikanischen Einwohnern, die noch nie unter den Bedingungen französischer oder schweizerischer demokratischer Institutionen gelebt haben, aktuelle und praktikable französische oder schweizerische demokratische Normen aufzuerlegen. Unmöglich, nicht wahr? Und sie versuchten, ihnen so etwas aufzuzwingen. Oder sie versuchten, etwas durchzusetzen, von dem sie nie etwas gewusst oder gehört hatten. All dies führte zu Konflikten und Zwietracht zwischen den Stämmen. Tatsächlich dauert in Libyen ein Krieg an.

 

Warum also sollten wir das Gleiche in Venezuela tun? Wollen wir zur Kanonenbootdiplomatie zurückkehren? Wozu brauchen wir das? Ist es notwendig, die lateinamerikanischen Nationen in der modernen Welt so sehr zu demütigen und Regierungsformen oder Führer von außen durchzusetzen?

 

Übrigens haben wir mit Präsident Chávez zusammengearbeitet, weil er Präsident war. Wir haben nicht mit Präsident Chávez als Einzelperson gearbeitet, sondern mit Venezuela. Deshalb haben wir Investitionen in den Ölsektor geleitet.

 

Und wo wollten wir venezolanisches Öl hinliefern und gleichzeitig in den Ölsektor investieren? Wie Sie wissen, verfügt Venezuela über einzigartiges Öl, das hauptsächlich an US-Raffinerien geliefert wird. Was ist daran so schlimm? Wir wollten, dass der venezolanische Öl- und Gassektor stabil, vorhersehbar und zuversichtlich arbeitet und Lieferungen an diese US-Raffinerien durchführt. Ich verstehe nicht, was daran so falsch ist.

 

Zuerst sahen sie sich mit wirtschaftlichen Problemen konfrontiert, gefolgt von innenpolitischen Problemen. Lasst sie die Dinge selbst in Ordnung bringen, und diese Führer werden mit demokratischen Mitteln an die Macht kommen. Aber wenn ein Mensch ein Platz betritt, seine Augen zum Himmel hebt und sich selbst zum Präsidenten erklärt? Lassen Sie uns das Gleiche in Japan, den USA oder Deutschland tun. Was wird passieren? Verstehen Sie, dass dies weltweit für Chaos sorgen wird? Dem kann man nicht widersprechen. Es wird reines Chaos geben. Wie konnten sie sich so verhalten? Aber nein, sie haben diese Person von Anfang an unterstützt.

 

Er ist vielleicht ein sehr guter Mensch. Er mag einfach wunderbar und seine Pläne gut sein. Aber genügt es, dass er einen Platz betrat und sich selbst zum Präsidenten ernannte? Soll ihn die ganze Welt als Präsident unterstützen? Wir sollten ihm sagen, dass er an den Wahlen teilnehmen und sie gewinnen soll, und dann würden wir mit ihm als Staatsoberhaupt zusammenarbeiten.

 

LB: Reden wir über eine andere Demokratie in Europa, mein eigenes Land. Sie werden ein Treffen mit (Theresa) May haben, was eines ihrer letzten Treffen sein wird, bevor sie als Premierministerin zurücktritt. Sind Sie der Meinung, dass es eine Möglichkeit einer gewissen Verbesserung der anglo-russischen Beziehungen gibt und dass wir von einigen dieser offensichtlich sehr sensiblen Themen wie der Skripal-Affäre wegkommen können? Oder glauben Sie, dass wir für die nächsten drei oder fünf Jahre in einer Tiefkühltruhe bleiben werden?

 

VP: Hören Sie zu, all dieses Getue um Spione und Gegenspionage, es ist keine ernsthafte zwischenstaatliche Beziehung wert. Diese Spionagegeschichte ist, wie wir sagen, keine fünf Kopeken wert. Oder fünf Pfund, was das betrifft. Und die Fragen der zwischenstaatlichen Beziehungen werden in Milliardenhöhe und am Schicksal von Millionen von Menschen gemessen. Wie können wir das eine mit dem anderen vergleichen?

 

Die Liste der Anschuldigungen und Vermutungen gegeneinander könnten immer weitergehen. Sie sagen: "Du hast die Skripals vergiftet." Erstens muss dies nachgewiesen werden.

 

Zweitens hört der Durchschnittsmensch zu und sagt: "Wer sind diese Skripals?" Und es stellt sich heraus, dass (Sergej) Skripal an der Spionage gegen uns (Russland) beteiligt war. Diese Person stellt also die nächste Frage: "Warum habt ihr uns mit Skripal ausspioniert? Vielleicht hättest ihr das nicht tun sollen?" Wissen Sie, diese Fragen sind unendlich. Wir müssen es einfach in Ruhe lassen und die Sicherheitsbehörden damit befassen lassen.

 

Aber wir wissen, dass die Unternehmen im Vereinigten Königreich (übrigens hatte ich ein Treffen mit unseren britischen Kollegen in diesem Raum), sie wollen mit uns zusammenarbeiten, sie arbeiten mit uns zusammen und wollen dies auch weiterhin tun. Und wir unterstützen diese Absicht.

 

Ich denke, dass Frau May trotz ihres Rücktritts nicht anders konnte, als besorgt zu sein, dass diese Spionageskandale unsere Beziehungen in eine Sackgasse gebracht haben, so dass wir unsere Beziehungen nicht normal entwickeln und Geschäftsleute unterstützen konnten, die was tun? Sie verdienen nicht nur Geld, das ist die eine Sache. Sie schaffen Arbeitsplätze und Wertschöpfung und bieten Einnahmen auf allen Ebenen des Steuersystems ihrer Länder. Dies ist ein ernsthafter und vielschichtiger Job mit den gleichen Risiken, die Sie erwähnt haben, einschließlich der Risiken im Zusammenhang mit dem Geschäftsgebaren. Und wenn wir eine unvorhersehbare politische Situation hinzufügen, werden sie überhaupt nicht arbeiten können.

 

Ich denke, dass sowohl Russland als auch das Vereinigte Königreich daran interessiert sind, unsere Beziehungen vollständig wiederherzustellen. Zumindest hoffe ich, dass einige Vorarbeiten geleistet werden. Ich denke, es könnte vielleicht einfacher für Frau May werden, weil sie geht und frei ist, das zu tun, was sie für richtig, wichtig und notwendig hält, und sich nicht um einige innenpolitische Konsequenzen kümmern muss.

 

LB: Einige Leute mögen sagen, dass ein Menschenleben mehr als fünf Pennys wert ist. Aber glauben Sie, Herr Präsident, dass alles, was passiert ist.....

 

VP: Ist jemand gestorben?

 

LB: Oh ja. Der Mann, der ein Drogenproblem hatte und starb, nachdem er das Novichok auf dem Parkplatz berührt hatte. Ich meine, das geschah wegen des Parfüms. Mehr als eine Person ist gestorben, nicht die Skripals. Ich bin einfach nur......

 

VP: Und Sie glauben, dass das absolut die Schuld Russlands ist?

 

LB: Das habe ich nicht gesagt. Ich sagte, jemand ist gestorben.

 

VP: Das haben Sie nicht gesagt, aber wenn es nichts mit Russland zu tun hat..... Ja, ein Mann ist gestorben, und das ist eine Tragödie, da stimme ich zu. Aber was haben wir damit zu tun?

 

LB: Lassen Sie mich das nur fragen und ich möchte wirklich über die russische Wirtschaft sprechen. Glauben Sie, dass das, was in Salisbury geschehen ist, eine unmissverständliche Botschaft an jeden geschickt hat, der daran denkt, den russischen Staat zu verraten, dass er zu Freiwild wird?

 

VP: Tatsächlich ist Verrat das schwerste mögliche Verbrechen und Verräter müssen bestraft werden. Ich sage nicht, dass der Vorfall von Salisbury der richtige Weg dafür ist. Überhaupt nicht. Aber Verräter müssen bestraft werden.

 

Dieser Gentleman, Skripal, war bereits bestraft worden. Er wurde verhaftet, verurteilt und dann ins Gefängnis gesteckt. Er erhielt seine Strafe. Was das betrifft, war er nicht mehr auf dem Radar. Warum sollte sich jemand für ihn interessieren? Er wurde bestraft. Er wurde festgenommen, verhaftet, verurteilt und dann fünf Jahre im Gefängnis gesteckt. Dann wurde er freigelassen und das war's.

 

Was den Verrat betrifft, so muss er natürlich strafbar sein. Es ist das abscheulichste Verbrechen, das man sich vorstellen kann.

 

LB: Die russische Wirtschaft. Sie haben neulich über den Rückgang der Reallöhne der russischen Arbeitskräfte gesprochen, und das russische Wachstum war geringer als erwartet. Aber gleichzeitig, Herr Präsident, haben Sie Devisenreserven und internationale Reserven in Höhe von etwa 460 Milliarden angesammelt. Wofür sparen Sie das an? Was ist der Zweck? Können Sie nicht etwas von diesem Geld benutzen, um die fiskale Seite zu erleichtern?

 

VP: Lassen Sie mich ein paar sehr kleine Details korrigieren. Die Reallöhne sind in Russland nicht rückläufig. Im Gegenteil, sie beginnen sich zu erholen. Es ist das tatsächliche verfügbare Einkommen der Haushalte, das sinkt.

 

Löhne und Einkommen sind zwei leicht unterschiedliche Dinge. Das Einkommen wird durch viele Parameter bestimmt, einschließlich der Kosten für die Kreditbetreuung. Die Menschen in Russland nehmen viele Konsumkredite auf und Zinszahlungen werden auf die Ausgaben angerechnet, was die Realeinkommensindikatoren nach unten zieht. Auch die Schattenwirtschaft wird juristisch angegangen. Ein großer Teil der Selbständigen – ich glaube, 100.000 oder 200.000 – haben ihr Geschäft bereits legalisiert. Auch das betrifft die Realeinkommen der Bevölkerung, die verfügbaren Einkommen.

 

Diese Tendenz hält seit vier Jahren an. Im vergangenen Jahr verzeichneten wir einen leichten Anstieg von 0,1 Prozent. Das ist nicht genug. Es liegt immer noch innerhalb der Fehlergrenze. Aber es ist eines der schwerwiegenden Probleme, mit denen wir uns befassen müssen, und wir befassen uns damit.

 

Die Reallöhne sind in letzter Zeit gestiegen. Im vergangenen Jahr gab es einen Anstieg von 8,5 Prozent. In diesem Jahr ist die Wachstumsrate der Reallöhne aufgrund einer ganzen Reihe von Umständen deutlich gesunken. Ich meine, dass wir im vergangenen Jahr eine Erholung beim Wachstum erlebt haben, und es gibt noch einige andere Faktoren. Aber es geht weiter. Und wir erwarten wirklich, dass es sich auf die realen verfügbaren Einkommen der Haushalte auswirken wird.

 

Dies umso mehr, als wir in letzter Zeit eine Reihe von Maßnahmen ergriffen haben, um das Wachstum der Altersversorgung zu beschleunigen. Im vergangenen Jahr betrug die Inflationsrate 4,3 Prozent und auf der Grundlage dieser Ergebnisse wurden zu Beginn dieses Jahres die Renten um 7,05 Prozent an die Inflation angepasst. Und wir haben uns zum Ziel gesetzt, eine Aufgabe – die, da bin ich mir sicher, erreicht werden wird – die Renten um einen Prozentsatz anzupassen, der über der Inflationsrate liegt.

 

Nun waren auch die Realeinkommen betroffen, weil wir die Mehrwertsteuer von 18 auf 20 Prozent erhöhen mussten, was sich auf die Kaufkraft der Menschen auswirkte, weil die Inflationsrate über 5 Prozent lag.

 

Mit anderen Worten, wir haben erwartet, dass die negativen Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung kurzfristig sein würden, was genau das ist, was passiert ist. Glücklicherweise funktionierte es und unsere Berechnungen erwiesen sich als richtig. Jetzt, da die Inflationsrate sinkt, verbessert sich die makroökonomische Situation; die Investitionen steigen leicht an. Wir sehen, dass die Wirtschaft die Schwierigkeiten überwunden hat, die durch interne und externe Schocks verursacht wurden. Die externen Schocks waren auf Restriktionen und fallende Preise bei unseren traditionellen Exportprodukten zurückzuführen. Die Wirtschaft hat sich stabilisiert.

 

Die makroökonomische Situation im Land ist stabil. Das ist kein Zufall und es wurde von allen Ratingagenturen registriert. Die drei großen Agenturen haben unser Investment-Rating angehoben. Das Wirtschaftswachstum lag im vergangenen Jahr bei 2,3 Prozent. Wir glauben nicht, dass es genug war, aber wir werden natürlich daran arbeiten, das Tempo zu beschleunigen. Die Wachstumsrate der Industrieproduktion lag bei 2,9 Prozent und noch höher, in einigen Branchen (Leichtindustrie, Verarbeitungs- und Bekleidungsindustrie und einige andere) bei bis zu 13 Prozent. Daher ist unsere Wirtschaft insgesamt stabil.

 

Aber die wichtigste Aufgabe, die wir zu erfüllen haben, besteht darin, die Struktur der Wirtschaft zu verändern und ein erhebliches Wachstum der Arbeitsproduktivität durch moderne Technologien, künstliche Intelligenz, Robotik und so weiter zu sichern. Genau deshalb haben wir die Mehrwertsteuer erhöht, um Haushaltsmittel für einen bestimmten Teil dieser Aufgabe, die in die Zuständigkeit des Staates fällt, aufzubringen, um Bedingungen für private Investitionen zu schaffen. Nehmen wir die Entwicklung des Verkehrs und anderer Infrastrukturen. Kaum jemand außer dem Staat ist daran beteiligt. Es gibt noch weitere Faktoren im Zusammenhang mit Bildung und Gesundheit. Eine Person, die gesundheitliche Probleme hat oder keine Ausbildung hat, kann in der modernen Wirtschaft nicht effizient sein. Die Liste geht weiter.

 

Wir hoffen wirklich, dass wir durch die Aufnahme dieser Arbeit in wichtigen Entwicklungsbereichen in der Lage sein werden, die Arbeitsproduktivität zu steigern und diese Grundlage für eine Steigerung der Einkommen und des Wohlstands unserer Bevölkerung zu nutzen.

 

Was die Reserven betrifft, so liegen Sie auch hier nicht ganz richtig. Wir verfügen über mehr als 500 Mrd. Gold- und Devisenreserven statt über 460 Mrd. Euro. Aber das Verständnis ist, dass wir ein Sicherheitsnetz schaffen müssen, das uns Vertrauen gibt und wir die Zinsen für unsere vorhandenen Ressourcen nutzen. Wenn wir 7 Prozent mehr haben, können wir diese 7 Prozent ausgeben.

 

Das ist es, was wir für das nächste Jahr planen, und es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir Erfolg haben werden. Glauben Sie ja nicht, dass dieses Geld nur im Regal liegt. Nein, es schafft bestimmte Garantien für die wirtschaftliche Stabilität Russlands auf mittlere Sicht.

 

LB: Die Zentralbank hat sehr gut dazu beigetragen, die makroökonomische Stabilität zu sichern, auch wenn einige der Oligarchen über die Schließung von Banken klagen.

 

VP: Wissen Sie, erstens haben wir keine Oligarchen mehr. Oligarchen sind diejenigen, die ihre Nähe zu den Behörden nutzen, um Supergewinne zu erzielen. Wir haben große Unternehmen, private oder mit staatlicher Beteiligung. Aber ich kenne keine großen Unternehmen, die aus der Nähe zu den Behörden eine Präferenzbehandlung erhalten, diese gibt es praktisch nicht.

 

Was die Zentralbank betrifft, so ist sie an einer allmählichen Verbesserung unseres Finanzsystems beteiligt: Ineffiziente und kleinräumige Unternehmen sowie halbkriminelle Finanzorganisationen verlassen den Markt, und das ist eine umfangreiche und komplizierte Arbeit.

 

Es geht nicht um Oligarchen oder Großunternehmen; die Sache ist die, dass es leider die Interessen des Einlegers, der Durchschnittsperson, berührt. Wir haben einschlägige Rechtsvorschriften, die die finanziellen Verluste der Menschen minimieren und ihnen ein gewisses Sicherheitsnetz bieten. Aber jeder Fall sollte natürlich individuell betrachtet werden.

 

Im Allgemeinen verdient die Arbeit der Zentralbank meiner Meinung nach Unterstützung. Es geht sowohl um die Verbesserung des Finanzsystems als auch um die kalibrierte Politik in Bezug auf den Leitzins.

 

LB: Herr Präsident, ich möchte auf Präsident Xi und China zurückkommen. Wie Sie wissen, hat er eine rigorose Anti-Korruptionskampagne durchgeführt, um die Partei zu säubern, die Legitimität zu wahren und die Partei zu stärken. Er hat auch die Geschichte der Sowjetunion gelesen, wo (Michail) Gorbatschow die Partei im Wesentlichen aufgegeben und geholfen hat, das Land – die Sowjetunion – zu zerstören. Glauben Sie, dass Herr Xi mit seinem Ansatz, dass die Partei absolut entscheidend ist, Recht hat? Und welche Lehren ziehen Sie für Russland? Wenn ich noch hinzufügen darf, Sie haben vor einigen Jahren etwas Interessantes gesagt, dass der Zusammenbruch der Sowjetunion die größte geopolitische Tragödie des 20. Jahrhunderts war.

 

VP: Diese beiden Probleme sind nicht miteinander verbunden. Was die Tragödie im Zusammenhang mit der Auflösung der Sowjetunion betrifft, so ist dies offensichtlich. Ich meinte damit zunächst den humanitären Aspekt. Es scheint, dass 25 Millionen ethnische Russen im Ausland lebten, als sie aus Fernsehen und Radio erfuhren, dass die Sowjetunion aufgehört hatte zu existieren. Niemand fragte nach ihrer Meinung. Die Entscheidung wurde einfach getroffen.

 

Wissen Sie, das sind Fragen der Demokratie. Gab es eine Meinungsumfrage, ein Referendum? Die meisten (über 70 Prozent) der Bürger der UdSSR sprachen sich für die Beibehaltung aus. Dann wurde die Entscheidung getroffen, die UdSSR aufzulösen, aber niemand fragte das Volk, und 25 Millionen ethnische Russen lebten außerhalb der Russischen Föderation. Hören Sie, ist das nicht eine Tragödie? Ein riesige! Und die familiären Beziehungen? Jobs? Reisen? Es war nichts anderes als eine Katastrophe.

 

Ich war überrascht, als ich die späteren Kommentare zu dem sah, was ich vor allem in den westlichen Medien gesagt habe. Sie sollten einmal versuchen, sich in die Lage ihres Vaters, Bruders oder eines anderen nahen Verwandten zu versetzen, der in einem anderen Land lebt, in dem ein ganz neues Leben begonnen hat. Das versichere ich Ihnen.

 

Was die Partei und das Aufbauwerk des Parteistaates in China betrifft, so obliegt dies dem chinesischen Volk; wir mischen uns nicht ein. Das heutige Russland hat seine eigenen Prinzipien und Lebensregeln, und China mit seinen 1,35 Milliarden Menschen hat seine eigenen. Man versucht, ein Land mit einer so großen Bevölkerung zu regieren. Das ist nicht Luxemburg, bei allem Respekt für dieses wunderbare Land. Deshalb ist es notwendig, dem chinesischen Volk die Möglichkeit zu geben, zu entscheiden, wie es sein Leben organisieren soll.

 

LB: Eine weitere große Frage: Ich habe zu Beginn unseres Gesprächs über Fragmentierung gesprochen. Ein weiteres Phänomen ist heute, dass es eine populäre Gegenreaktion gegen Eliten und gegen das Establishment gibt, und das haben Sie gesehen – Brexit in Großbritannien. Vielleicht haben Sie über Trumps Amerika gesprochen. Man hat es mit der AfD in Deutschland gesehen, man hat es in der Türkei gesehen, und man hat es in der arabischen Welt gesehen. Wie lange glauben Sie, dass Russland gegen diese globale Bewegung der Gegenreaktion gegen das Establishment immun bleiben kann?

 

VP: Man sollte sich die Realitäten in jedem einzelnen Fall ansehen. Natürlich gibt es einige Trends, aber sie sind nur allgemein. In jedem einzelnen Fall sollte man bei der Betrachtung der Situation und ihrer Entwicklung die Geschichte des jeweiligen Landes, seine Traditionen und Realitäten berücksichtigen.

 

Wie lange wird Russland ein stabiles Land bleiben? Je länger, desto besser. Denn sehr viele andere Dinge und seine Stellung in der Welt hängen von der Stabilität ab, von der innenpolitischen Stabilität. Letztendlich hängt das Wohlbefinden der Menschen, möglicherweise in erster Linie, von der Stabilität ab.

 

Einer der Gründe, der inneren Gründe für den Zusammenbruch der Sowjetunion, war, dass das Leben für die Menschen schwierig war und deren Löhne sehr gering waren. Die Geschäfte waren leer, und die Menschen verloren den eigentlichen Wunsch, den Staat zu erhalten.

 

Sie dachten, dass es nicht schlimmer werden könnte, egal was passiert ist. Es stellte sich heraus, dass sich das Leben für sehr viele Menschen verschlechterte, vor allem zu Beginn der 90er Jahre, als die Sozialschutz- und Gesundheitssysteme zusammenbrachen und die Industrie bröckelte. Es mag ineffektiv gewesen sein, aber zumindest hatten die Menschen einen Arbeitsplatz. Nach dem Zusammenbruch haben sie ihn verloren. Daher sollte man sich jeden einzelnen Fall separat ansehen.

 

Was passiert im Westen? Was ist der Grund für das Trump-Phänomen, wie Sie es nannten, in den USA? Was passiert auch in Europa? Die herrschenden Eliten haben sich vom Volk gelöst. Das offensichtliche Problem ist die Kluft zwischen den Interessen der Eliten und der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung.

 

Natürlich müssen wir das immer im Hinterkopf behalten. Eines der Dinge, die wir in Russland tun müssen, ist, nie zu vergessen, dass der Zweck der Tätigkeit und Existenz einer jeden Regierung darin besteht, ein stabiles, normales, sicheres und vorhersehbares Leben für die Menschen zu schaffen und auf eine bessere Zukunft hinzuarbeiten.

 

Es gibt auch die so genannte liberale Idee, die ihren Zweck überlebt hat. Unsere westlichen Partner haben zugegeben, dass einige Elemente der liberalen Idee, wie der Multikulturalismus, nicht mehr tragbar sind.

 

Als sich das Migrationsproblem zuspitzte, gaben viele Menschen zu, dass die Politik des Multikulturalismus nicht effektiv ist und dass die Interessen der Kernbevölkerung berücksichtigt werden sollten. Allerdings brauchen auch diejenigen, die aufgrund politischer Probleme in ihren Heimatländern in Schwierigkeiten geraten sind, unsere Hilfe. Das ist großartig, aber was ist mit den Interessen der eigenen Bevölkerung, wenn die Zahl der Migranten, die nach Westeuropa reisen, nicht nur eine Handvoll Menschen ist, sondern Tausende oder Hunderttausende?

 

LB: Hat Angela Merkel einen Fehler gemacht?

 

VP: Einen Kardinalfehler. Man kann Trump für seine Absicht kritisieren, eine Mauer zwischen Mexiko und den USA zu bauen. Es könnte zu weit gehen. Ja, vielleicht. Ich streite nicht über diesen Punkt. Aber er musste etwas gegen den enormen Zustrom von Migranten und Drogen unternehmen.

 

Niemand unternimmt etwas. Man sagt, das ist schlecht und das ist auch schlecht. Sagen Sie mir, was ist dann gut? Was ist zu tun? Niemand hat etwas vorgeschlagen. Ich meine damit nicht, dass in den Wirtschaftsbeziehungen zu Mexiko eine Mauer gebaut oder die Zölle um jährlich 5 Prozent erhöht werden müssen. Das ist nicht das, was ich sage, aber es muss etwas getan werden. Er sucht zumindest nach einer Lösung.

 

Worauf will ich hinaus? Diejenigen, die sich darüber Gedanken machen, gewöhnliche Amerikaner, sie schauen sich das an und sagen: Gut für ihn, zumindest tut er etwas, schlägt Ideen vor und sucht nach einer Lösung.

 

Was die liberale Idee betrifft, so tun ihre Befürworter nichts. Man sagt, dass alles in Ordnung ist, dass alles so ist, wie es sein sollte. Aber ist es das? Sie sitzen in ihren gemütlichen Büros, während diejenigen, die in Texas oder Florida jeden Tag mit dem Problem zu kämpfen haben, nicht glücklich sind, sie werden bald eigene Probleme haben. Denkt jemand an sie?

 

Das Gleiche geschieht in Europa. Ich habe das mit vielen meiner Kollegen besprochen, aber niemand hat die Antwort. Sie sagen, dass sie aus verschiedenen Gründen keine Hardliner-Politik betreiben können. Warum genau? Nur so. Wir haben Gesetze, sagt man. Nun, dann ändert die Gesetze!

 

Wir haben in diesem Bereich auch einige eigene Probleme. Wir haben offene Grenzen zu den ehemaligen Sowjetrepubliken, aber ihre Menschen sprechen zumindest Russisch. Verstehen Sie, was ich meine? Und außerdem haben wir in Russland Schritte unternommen, um die Situation in diesem Bereich zu straffen. Wir arbeiten jetzt in den Ländern, aus denen die Migranten kommen, und unterrichten Russisch an ihren Schulen, und wir arbeiten auch hier bei uns mit ihnen. Wir haben die Gesetzgebung verschärft, um zu zeigen, dass Migranten die Gesetze, Bräuche und die Kultur des Landes respektieren müssen.

 

Mit anderen Worten, auch in Russland ist die Situation nicht einfach, aber wir haben begonnen, daran zu arbeiten, sie zu verbessern. Die liberale Idee hingegen setzt voraus, dass nichts getan werden muss. Die Migranten können ungestraft töten, plündern und vergewaltigen, weil ihre Rechte als Migranten geschützt werden müssen. Welche Rechte sind das? Jedes Verbrechen muss seine Strafe haben.

 

Die liberale Idee ist also obsolet geworden. Sie ist mit den Interessen der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung in Konflikt geraten. Oder nehmen Sie die traditionellen Werte. Ich versuche nicht, jemanden zu beleidigen, denn wir wurden wegen unserer angeblichen Homophobie verurteilt. Aber wir haben keine Probleme mit LGBT-Personen. Gott bewahre, lass sie leben, wie sie wollen. Aber einige Dinge erscheinen uns übertrieben.

 

Man behauptet jetzt, dass Kinder fünf oder sechs Geschlechterrollen spielen können. Ich kann nicht einmal genau sagen, welche Geschlechter das sind, ich habe keine Ahnung. Lasst alle glücklich sein, damit haben wir kein Problem. Aber das darf nicht die Kultur, die Traditionen und die traditionellen Familienwerte von Millionen von Menschen, die die Grundbevölkerung bilden, überschatten.

 

LB: Beinhaltet das – das ist sehr wichtig, wie Sie sagen – das Ende dieser liberalen Idee, denn – was haben Sie noch gesagt – unkontrollierte Einwanderung, offene Grenzen, definitiv, wie Sie sagen, Vielfalt als Organisationsprinzip in der Gesellschaft? Was ist Ihrer Meinung nach noch im Hinblick auf die liberale Idee zu Ende? Und würden Sie sagen – wenn ich nur hinzufügen darf – dass die Religion daher eine wichtige Rolle in Bezug auf die nationale Kultur und den Zusammenhalt spielen muss?

 

Die liberale Idee sollte nicht zerstört werden; sie hat das Recht zu existieren und sollte in einigen Dingen sogar unterstützt werden. Aber Sie sollten nicht glauben, dass es das Recht hat, der absolute dominierende Faktor zu sein.

 

VP: Sie sollte ihre derzeitige Rolle spielen. Sie (die Religion) kann nicht aus diesem Kulturraum herausgedrängt werden. Wir sollten nichts missbrauchen.

 

Russland ist eine orthodoxe christliche Nation, und es gab immer Probleme zwischen dem orthodoxen Christentum und der katholischen Welt. Genau deshalb werde ich jetzt ein paar Worte zu den Katholiken sagen. Gibt es dort irgendwelche Probleme? Ja, gibt es, aber sie können nicht übertrieben und für die Zerstörung der römisch-katholischen Kirche selbst verwendet werden. Das ist es, was nicht möglich ist.

 

Manchmal habe ich das Gefühl, dass diese liberalen Kreise beginnen, bestimmte Elemente und Probleme der katholischen Kirche als Werkzeug zur Zerstörung der Kirche selbst zu nutzen. Das ist es, was ich für falsch und gefährlich halte.

 

In Ordnung, haben wir vergessen, dass wir alle in einer Welt leben, die auf biblischen Werten basiert? Sogar Atheisten und alle anderen leben in dieser Welt. Wir müssen nicht jeden Tag darüber nachdenken, in die Kirche gehen und beten und so zeigen, dass wir fromme Christen oder Muslime oder Juden sind. Doch tief im Inneren muss es einige grundlegende menschliche Regeln und moralische Werte geben. In diesem Sinne sind die traditionellen Werte für Millionen von Menschen stabiler und wichtiger als diese liberale Idee, die meiner Meinung nach wirklich aufhört zu existieren.

 

LB: Also ist Religion, Religion nicht das Opium der Massen?

 

VP: Nein, ist sie nicht. Aber ich habe den Eindruck, dass Sie von der Religion losgelöst sind, weil es bereits 12.45 Uhr Moskauer Zeit ist, und Sie mich weiterhin foltern. Wie wir hier sagen: Haben Sie keine Gottesfurcht? (Lachen).

 

LB: Das ist Geschichte. Darauf habe ich lange gewartet. Ich habe noch eine letzte Frage. Und danke für Ihre – mach weiter, bitte.

 

VP: Bitte.

 

Henry Foy: Herr Präsident, würden Sie sagen – ich habe über das nachgedacht, was Sie gerade gesagt haben: Einige der Themen, auf die Sie sich bezogen haben, würden in Leuten wie Steve Bannon (ehemaliger Trump-Berater), Herrn Trump selbst und den an die Macht gekommenen Fraktionen in Europa widerhallen. Glauben Sie, wenn das Ende der liberalen Idee vorbei ist, ist jetzt die Zeit der "Illiberalen"? Und erkennen Sie, dass immer mehr Verbündete auf der ganzen Welt zu Ihrer Art und Weise übergehen, wie Sie die menschliche Existenz im Moment sehen?

 

VP: Wissen Sie, es scheint mir, dass rein liberale oder rein traditionelle Ideen nie existiert haben. Wahrscheinlich gab es sie einmal in der Geschichte der Menschheit, aber alles endet sehr schnell in einer Sackgasse, wenn es keine Vielfalt gibt. Alles beginnt auf die eine oder andere Weise extrem zu werden.

 

Unterschiedliche Ideen und Meinungen sollten eine Chance haben, zu existieren und sich zu manifestieren, aber gleichzeitig sollten die Interessen der Allgemeinheit, dieser Millionen von Menschen und ihres Lebens, nie vergessen werden. Das ist etwas, das man nicht übersehen sollte.

 

Dann, so scheint es mir, könnten wir größere politische Umwälzungen und Probleme vermeiden. Das gilt auch für die liberale Idee. Es bedeutet nicht (ich denke, sie hört auf, ein dominierender Faktor zu sein), dass sie sofort zerstört werden muss. Diese Sichtweise, aus dieser Position heraus, sollte auch mit Respekt behandelt werden.

 

Sie können niemandem einfach etwas vorschreiben, so wie sie es in den letzten Jahrzehnten versucht haben. Diktat ist überall zu sehen: sowohl in den Medien als auch im wirklichen Leben. Es gilt als unziemlich, einige Themen auch nur zu erwähnen. Aber warum?

 

Aus diesem Grund bin ich kein Fan von schnellem Abschalten, Abwürgen, Schließen, Auflösen, Verhaften oder Vertreiben von allem. Natürlich nicht. Auch die liberale Idee kann nicht zerstört werden; sie hat das Recht zu existieren und sollte in einigen Dingen sogar unterstützt werden. Aber man sollte nicht glauben, dass sie das Recht hat, der absolute dominierende Faktor zu sein. Das ist der Punkt. Bitte.

 

LB: Sie sind wirklich auf der gleichen Seite wie Donald Trump. Herr Präsident, Sie sind seit fast 20 Jahren an der Macht.

 

VP: Seit 18 Jahren.

 

LB: Sie haben viele Weltführer gesehen. Wen bewundern Sie am meisten?

 

VP: Peter den Großen.

 

LB: Aber der ist tot.

 

VP: Er wird so lange leben, wie seine Sache lebendig ist, genau wie die Sache eines jeden von uns. (Lachen). Wir werden leben, solange unsere Sache am Leben ist.

 

Wenn Sie irgendwelche heutigen Führer aus verschiedenen Ländern und Staaten meinen, von den Personen, mit denen ich kommunizieren konnte, war ich sehr beeindruckt vom ehemaligen Präsidenten Frankreichs, (Jacques) Chirac. Er ist ein echter Intellektueller, ein echter Professor, ein sehr besonnener Mann und auch sehr interessant. Als er Präsident war, hatte er zu jedem Thema seine eigene Meinung, er wusste, wie man sie verteidigt, und er respektierte immer die Meinung seiner Partner.

 

In der modernen Geschichte gibt es allgemein gesprochen viele gute und sehr interessante Menschen.

 

LB: Peter der Große, der Schöpfer des Großrusslands. Muss ich noch mehr sagen? Meine letzte Frage, Herr Präsident. Große Führungskräfte bereiten immer ihre Nachfolge vor. Lee Kuan Yew bereitete die Nachfolge vor. Teilen Sie uns daher bitte mit, wie der Prozess aussieht, nach dem Ihr Nachfolger ausgewählt wird.

 

VP: Ich kann Ihnen ohne Übertreibung sagen, dass ich seit 2000 immer darüber nachgedacht habe. Die Situation ändert sich und auch bestimmte Anforderungen an die Menschen ändern sich. Letztendlich, und das sage ich ohne Theatralik oder Übertreibung, muss die Entscheidung am Ende vom russischen Volk getroffen werden. Unabhängig davon, was und wie der derzeitige Führer tut, egal wer oder wie er es präsentiert, am Ende ist es der Wähler, der das letzte Wort hat, der Bürger der Russischen Föderation.

 

LB: Also wird die Wahl vom russischen Volk in einer Abstimmung bestätigt? Oder durch die Duma?

 

VP: Warum durch die Duma? Durch direkte geheime Abstimmung, allgemeine, direkte und geheime Wahl. Natürlich unterscheidet es sich von dem, was Sie in Großbritannien haben. Wir sind ein demokratisches Land. (Lachen).

 

In Ihrem Land ist ein Führer gegangen, und der zweite Führer, der im Grunde genommen die führende Figur im Staat ist, wurde nicht durch eine direkte Abstimmung des Volkes, sondern durch die regierende Partei gewählt.

 

In Russland ist das anders, da wir ein demokratisches Land sind. Wenn unsere Spitzenbeamten aus irgendeinem Grund gehen, weil sie sich wie Boris Jelzin von der Politik zurückziehen wollen oder weil ihre Amtszeit endet, halten wir eine Wahl in Form einer allgemeinen, direkten und geheimen Abstimmung ab.

 

Das Gleiche wird in diesem Fall geschehen. Natürlich unterstützt der derzeitige Führer immer jemanden, und diese Unterstützung kann substantiell sein, wenn die unterstützte Person den Respekt und das Vertrauen der Menschen hat, aber am Ende wird die Wahl immer vom russischen Volk getroffen.

 

LB: Ich kann nicht widerstehen, darauf hinzuweisen, dass Sie das Amt des Präsidenten vor der Wahl übernommen haben.

 

VP: Ja, das ist wahr. Na und? Ich war geschäftsführender Präsident, und um gewählt zu werden und das Staatsoberhaupt zu werden, musste ich an einer Wahl teilnehmen, was ich auch tat.

 

Ich bin dem russischen Volk für sein Vertrauen damals und danach bei den folgenden Wahlen dankbar. Es ist eine große Ehre, der Führer Russlands zu sein.

 

LB: Herr Präsident, vielen Dank, dass Sie Zeit mit der Financial Times in Moskau, im Kreml verbringen.

 

VP: Vielen Dank für Ihr Interesse an den Ereignissen in Russland und Ihr Interesse daran, was Russland über die aktuellen internationalen Angelegenheiten denkt. Und vielen Dank für unser interessantes Gespräch heute. Ich glaube, es war wirklich interessant.

Ich danke Ihnen vielmals.

 


https://www.strategic-culture.org/news/2019/06/27/monsters-walk-the-earth-why-these-three-countries-are-the-real-troika-of-evil/

 

Monster wandeln auf der Erde.

Warum diese drei Länder die wahre Troika des Bösen sind

 

von Philip Giraldi, 27.06.2019

 

 

Es gibt Monster unter uns. Jeden Tag lese ich über irgendeinem amerikanischen "Plan", entweder einen neuen Ort zu überfallen oder anderweitig Schmerzen zu verursachen, um eine "nicht konforme" ausländische Regierung davon zu überzeugen, sich ordentlich zu verhalten. Letzte Woche war es der Iran, aber nächste Woche könnte es genauso gut wieder der Libanon, Syrien oder Venezuela sein. Oder sogar Russland oder China, die beide als "Bedrohungen" angesehen werden, obwohl amerikanische Soldaten, Matrosen und Marinesoldaten an ihren Grenzen sitzen und nicht umgekehrt. Die Vereinigten Staaten sind vielleicht einzigartig in der Geschichte der Welt, da sie überall Bedrohungen sehen, auch wenn sie in Wirklichkeit von niemandem bedroht werden.

Genauso oft erfährt man von neuen Grausamkeiten durch Israelis, die wehrlosen Arabern zugefügt werden, nur weil sie die Macht dazu haben. Am vergangenen Freitag schoss die israelische Armee wieder und tötete in Gaza vier unbewaffnete Demonstranten und verletzte 300 weitere, während die Polizei des jüdischen Staates in eine palästinensische Waisenhausschule im besetzten Jerusalem einmarschierte und sie schloss, weil die Studenten ein Poetry-Festival "Ja zum Frieden, Nein zum Krieg" feierten. Frieden steht nicht auf dem von Israel genehmigten Lehrplan.

Und dann sind da noch die Saudis, die 37 "Dissidenten" in einer Massenveranstaltung der Barbarei öffentlich den Kopf abhacken und auch einen unglückseligen Journalisten ermorden und zerstückeln. Und nicht zu vergessen die Bombardierung und das absichtliche Aushungern von Hunderttausenden unschuldiger Zivilisten im Jemen.

 

Das ist fürwahr eine Troika des Bösen, ein Ausdruck, den der amerikanische Sicherheitsberater John Bolton favorisiert, obwohl er ihn auf Kuba, Venezuela und Nicaragua anwandte, alles "sozialistische" Nationen, die derzeit auf Washingtons "Hitliste" stehen. Amerikaner, Saudis und Israelis sind in den Augen des Restes der Welt zu Monstern geworden, auch wenn sie in ihren eigenen Köpfen mit besonderen Privilegien ausgestattet sind, weil sie "Außergewöhnlich", "Von Gott auserwählt" oder "Wächter von Mekka und Medina" sind. Alle drei Länder teilen ein unehrliches Gefühl eines Anrechts, das die Fiktion unterstützt, dass ihr repressives und oft illegales Verhalten irgendwie vollkommen legitim sei.

Sicher, nicht alle Amerikaner, Saudis oder Israelis sind individuelle Monster. Viele sind anständige Menschen, die über das, was ihre jeweiligen Regierungen tun, entsetzt sind. Saudische Bürger leben in einer Despotie und haben wenig zu sagen über ihre Regierung, aber es gibt eine beeindruckende, wenn auch fragmentierte Friedensbewegung im etwas weniger totalitären Israel und in den Vereinigten Staaten wächst die Anti-Kriegs-Stimmung. Das Unbehagen in Amerika wird von dem Gefühl getrieben, dass die Konflikte nach dem 11. September das Land nur tiefer in Kriege verwickelt haben, die keinen Ausweg und kein Ende haben. Leider wird die Friedensbewegung in Israel nie eine wirkliche Macht haben, während die Anti-Kriegsaktivisten in Amerika führerlos und desorganisiert sind und darauf warten, dass jemand die Verantwortung übernimmt.

 

Im Mittelpunkt der aktuellen außenpolitischen Debatte steht die Frage, was Washingtons nächste Schritte im Nahen Osten sein könnten. An der Entscheidungsfindung werden zwangsläufig die USA und ihre "engen Verbündeten" Israel und Saudi-Arabien beteiligt sein, was niemanden überraschen sollte. Es ist zwar klar, dass Präsident Donald Trump einen Angriff auf den Iran anordnete, bevor er die Aktion in letzter Minute absagte, aber wie genau das ablief, ist nach wie vor unklar. Eine Theorie, die vom Präsidenten selbst vertreten wird, ist, dass der Angriff unverhältnismäßig gewesen wäre und möglicherweise Hunderte von iranischen Militärangehörigen im Austausch für eine zugegebenermaßen sehr teure Überwachungsdrohne getötet hätte. Das Töten der Iraner hätte eine sofortige Eskalation durch den Iran garantiert, der sowohl den Willen als auch die Fähigkeit hat, hochwertige Ziele in und um die Golfregion zu erreichen, ein Faktor, der auch in die Präsidentschaftsrechnung eingeflossen sein könnte.

Trumps Absage des Angriffs erzeugte sofort Wutanfälle bei den üblichen neokonservativen feigen Kriegstreibern in Washington sowie eine verhaltenere Wiederholung der israelischen und saudischen Forderungen nach Bestrafung des Iran, obwohl beide auch befürchten, dass eine massive iranische Vergeltung sie hart treffen würde. Sie hoffen beide, dass es Washingtons ungemein mächtigen strategischen Waffen gelingen wird, den Iran schnell und entschlossen auszuschalten, aber sie haben auch beide gelernt, dem Weißen Haus nicht völlig zu vertrauen.

Um die Bestie zu besänftigen, hat der Präsident ein Paket von "großen" neuen Sanktionen gegen den Iran initiiert, die zweifellos das iranische Volk treffen werden, ohne die Entscheidung der Regierung auch nur im Geringsten zu ändern. Es gab auch eine geleakte Geschichte über US-Cyberangriffe auf iranische Militär- und Infrastrukturziele, ein weiterer Versuch, aggressiv zu handeln, um die Geräusche des Neokonservatoriums zu mildern.

 

Um das Stop-and-Go-Verhalten von Trump zu verstehen, muss das Occam'sche Rasiermesserprinzip angewendet werden, d.h. dass die einfachste Erklärung höchstwahrscheinlich korrekt ist. Aus irgendeinem seltsamen Grund will Donald Trump 2020 als Präsident wiedergewählt werden, obwohl er sich im Amt unwohl zu fühlen scheint. Ein schneller, erfolgreicher Krieg würde seine Chancen auf eine zweite Amtszeit erhöhen, was Pompeo wahrscheinlich versprochen hat, aber jede militärische Aktion, die nicht sofort erfolgreich entscheidend ist, würde seine Aussichten beeinträchtigen und sehr wahrscheinlich tödlichen Schaden anrichten. Trump hörte anscheinend eine Fürbitte des Fox-Nachrichtenanalytikers Tucker Carlson, der ihm diese Realität kurz vor seiner Entscheidung, den Angriff abzubrechen, erklärt haben könnte. Tucker ist meiner Meinung nach ein hochangesehener Kritiker, der von der politischen Rechten kommt und skeptisch gegenüber Kriegen als erstes Mittel, der Demokratieförderung und der globalen liberalen Ordnung ist.

 

Die Wahrheit ist, dass die gesamte amerikanische Außenpolitik im kommenden Jahr darauf ausgerichtet sein wird, bestimmte Wahlkreise zu unterstützen, die für die Präsidentschaftswahl 2020 von entscheidender Bedeutung sein werden. Man kann sich darauf verlassen, dass Israel und seinem mörderischen Gangster-Premier Benjamin Netanyahu noch mehr Zugeständnisse gemacht werden, um jüdische Stimmen und, was noch wichtiger ist, Geld einzutreiben. John Bolton war bereits am Wochenende in Israel, um von Netanyahu seine Marschbefehle zu erhalten, und Pence war überschwänglich in seinem Lob für Israel, als er beim Auftritt in Orlando Anfang der Woche sprach und die Trump 2020-Kampagne startete, so dass das Spiel bereits im Gange ist. Es ist ein interessanter Prozess zu beobachten, wie jüdische Oligarchen wie Sheldon Adelson zig Millionen Dollar an jene Politiker spenden, die dann wiederum dem jüdischen Staat im Gegenzug Dutzende von Milliarden Dollar an Steuergeldern überweisen. Die Bestechung korrupter Politiker ist eine der besten Investitionen, die man im heutigen Amerika tätigen kann.

 

Trump wird auch Saudi-Arabien schonen, weil er ihnen Waffen im Wert von Milliarden Dollar verkaufen will, was den Schlüsselwahlkreis des Military Industrial Complex (MIC) glücklich machen wird. Und er wird weiterhin "Maximalen Druck" auf den Iran und Venezuela ausüben, um zu zeigen, wie hart er für sein Make America Great-Publikum sein kann, obwohl er Krieg vermeidet, wenn er es nur kann, falls eines der unglücklichen Opfer versucht, sich zu wehren und ihn zu blamieren.

 

So sieht's aus, Leute. Der Krieg mit dem Iran ist für den Moment angehalten, aber schaut nächste Woche nochmal vorbei, denn das kollektive White House-Gedächtnis reicht nur für drei oder vier Tage. Und nächste Woche schon könnten wir Amerikaner uns mit der Mongolei im Krieg befinden.

 


 

https://caitlinjohnstone.com/2019/06/23/starvation-sanctions-are-worse-than-overt-warfare/

 

Hungersanktionen sind schlimmer als offener Krieg

 

von Caitlin Johnstone, 23.06.2019

 

 

"Wir verhängen am Montag große zusätzliche Sanktionen gegen den Iran", twitterte Präsident Trump heute. "Ich freue mich auf den Tag, an dem die Sanktionen gegen den Iran zurückgenommen und sie wieder zu einer produktiven und wohlhabenden Nation werden - je früher desto besser!"

Die iranische Wirtschaft ist aufgrund der stetig zunehmenden Sanktionen, die die Trump-Administration seit ihrem Rückzug aus dem JCPOA im vergangenen Jahr auf sie ausgeübt hat, bereits in Schwierigkeiten geraten. Wichtige Güter kosten das Vierfache des früheren Preises, kranke Iraner haben Schwierigkeiten, lebensrettende Medikamente zu erhalten, und das Leben allgemein ist für die ärmsten und schwächsten iranischen Bürger viel schwieriger geworden.

Aus diesem Grund kann man mit Sicherheit sagen, dass es Iraner gibt, die wegen der Sanktionen gestorben sind. Wenn es nicht gelingt, genügend lebensrettende Medikamente zu erhalten, wird dies unweigerlich die Sterblichkeitsrate erhöhen, ebenso wie die unzureichende Ernährung und Versorgung von Menschen, deren Gesundheit gefährdet ist. Daran führt kein Weg vorbei, und es wird nur noch schlimmer.

Und das ist genau das, was passieren sollte. Was ihren Verwendungszweck betrifft, so funktionieren die Sanktionen. Sie tun genau das, was sie tun sollten: iranische Zivilisten verletzen.

Woher ich das weiß? Nun, zum einen hat der amerikanische Außenminister es offen gesagt. Die New York Times berichtet Folgendes:

 
„Letzte Woche bestätigte Mr. Pompeo gegenüber Michael J. Morrell, einem ehemaligen CIA-Direktor, dass die Strategie der Regierung die iranische Führung nicht davon überzeugen würde, ihr Verhalten zu ändern.

 

'Ich denke, was sich verändern kann, ist, dass die Menschen die Regierung ändern können', sagte er in einem Podcast zum Moderator Mr. Morrell. Das sah nach einer Werbung für einen Regimewechsel aus.“

 

Die Trump-Regierung richtet diese Sanktionen nicht ein, weil sie glaubt, dass sie Teheran dazu bringen werden, vor Washingtons unmöglichen Forderungen zu kapitulieren; sie wissen sehr wohl, dass das nie passieren wird. Was sie behaupten, basierend auf keinerlei Beweisen oder historischen Präzedenzfällen, ist, dass sie, wenn sie das Leben für das hungrige und unterernährte iranische Volk so schmerzhaft machen, sie gezwungen sein werden, sich gegen ihre Regierung zu erheben, um selbst einen Regimewechsel herbeizuführen.

 

Fällt dir etwas Soziopathischeres ein als so etwas? Ohne lange nachzudenken, mir nicht.

 

@realDonaldTrump:

 „Präsident Obama hat mit dem Iran einen hoffnungslosen und schrecklichen Deal ausgehandelt – Gab ihnen 150 Milliarden Dollar plus 1,6 Milliarden in BAR! Iran steckte in großen Schwierigkeiten und er half ihnen heraus. Gab ihnen einen Freifahrtschein zu Atomwaffen, und BALD. Anstatt sich zu bedanken, schrie der Iran: Tod für Amerika. Ich haben den Deal beendet, der vom Kongress nicht einmal unterzeichnet war, und habe Sanktionen verhängt. Sie sind heute eine viel schwächere Nation als zu Beginn meiner Präsidentschaft, als sie im gesamten Nahen Osten große Probleme verursachten. Jetzt sind sie Pleite!...“

 

Hungersanktionen töten Menschen. Zehntausende von Venezolanern sind Berichten zufolge bereits an den Folgen des unerbittlichen Angriffs dieser Regierung auf ihre Wirtschaft gestorben; diese Menschen sind nicht genauso tot wie wenn die USA sie durch Streubomben auf Caracas getötet hätten. Dennoch haben diese Todesfälle praktisch keine Mainstream-Berichterstattung in den Medien erhalten, und die Amerikaner, obwohl sie sich entschieden gegen einen militärischen Angriff auf den Iran aussprechen, hatten sehr wenig zu sagen über Trumps Angriffe auf die Wirtschaft der Nation. Die Wirtschaft, mit der die Menschen ihre Kinder ernähren, sich um ihre älteren und kranken Menschen kümmern.

Ich nenne diesen Aufsatz "Hungersanktionen sind schlimmer als offener Krieg", und ich meine es ernst. Ich sage nicht, dass Hungersanktionen zerstörerischer oder tödlicher sind als offene militärische Gewalt an sich; was ich sage, ist, dass die Gesamtwirkung schlimmer ist, weil es keine öffentliche Verantwortung für sie gibt und weil sie bewusst auf Zivilisten abzielen.

Wenn die USA eine Flut von Tomahawk-Raketen in einen iranischen Vorort mit dem Ziel der Tötung von Zivilisten starten würden, gäbe es internationale Empörung und der Zusammenhalt die US-zentrierte Machtallianz würde großen Schaden nehmen. Praktisch jeder würde dies als unverzeihliches Kriegsverbrechen erkennen. Doch Amerika ist in der Lage, die gleiche Anzahl von Zivilisten mit der gleichen bewussten Absicht zu töten, tödliche Gewalt anzuwenden, und es würde im Wesentlichen keinerlei Folgen erleiden. Es gibt keinen öffentlichen oder internationalen Druck, der diese Form der Gewalt in Schach hält, weil sie unsichtbar ist und schlecht verstanden wird.

Es erinnert mich daran, wie der Finanzmissbrauch in unserer Gesellschaft übersehen und unterbewertet wird. Finanzieller Missbrauch kann schmerzhafter und strangulierender sein als physischer oder psychischer Missbrauch (und ich spreche aus Erfahrung), besonders wenn man Kinder hat, aber man sieht im Allgemeinen keine Filme und Fernsehsendungen, die darüber gemacht werden. In einer Gesellschaft, in der die Menschen dazu gebracht wurden, zum Überleben vom Geld abhängig zu sein, ist die Einschränkung oder Unterbrechung ihres Zugangs zu diesem Geld dasselbe wie jeder andere gewalttätige Angriff auf ihre persönliche Souveränität und kann leicht genauso destruktiv sein. Aber als Gesellschaft haben wir noch nicht gelernt, diese Gewalt zu sehen und zu verstehen, so dass sie kein Interesse und keine Aufmerksamkeit erregt. Dieser Mangel an Interesse und Aufmerksamkeit ermöglicht es dem Imperium, unbemerkt und ohne jegliche öffentliche Rechenschaftspflicht tödliche Kampagnen gegen die Zivilbevölkerung durchzuführen.

 

 @dancohen3000:

Was sagt uns das über die MSM, wenn Fox News der einzige MSM-Sender ist, der über die @ceprdc Studie berichtete, die zeigt, dass die US-Sanktionen 40.000 Venezolaner getötet haben? NYT, WaPo, MSNBC und CNN haben das Ganze ignoriert und werben für mörderische Sanktionen und Regimewechsel.“


Es ist großartig, dass mehr Menschen beginnen, die Kosten des Krieges zu verstehen, in dem Maße, in dem wir sogar sehen, wie US-Präsidentschaftskandidaten die Opposition gegen das zum Mittelpunkt ihres Wahlkampfes machen, aber das geschieht zu einer Zeit, in der die offene Kriegsführung obsolet wird und durch etwas Subtileres und Unheimlicheres ersetzt wird. Wir als Gesellschaft müssen unser Verständnis dafür entwickeln, was Hungersanktionen sind und was sie bewirken, und aufhören, sie als in irgendeiner Weise als überlegen oder besser zu sehen als offene Kriegsführung.

 

Die Tatsache, dass sich die Menschen in der Regel gegen sinnlose militärische Gewalt aussprechen, aber nicht in der Lage sind, einen langsamen, Boa Constrictor-artigen Tod durch wirtschaftliche Strangulierung zu sehen und zu verstehen, ist der Grund, warum diese Belagerungskriegstaktiken zur Waffe der Wahl für das US-zentrierte Imperium geworden sind. Es ist eine langsamere Art und Weise, Menschen zu ermorden als offene Kriegsführung, aber wenn man alle Ressourcen kontrolliert und eine zugrunde liegende Machtstruktur hat, die sich inmitten des Kommens und Gehens offiziell gewählter Regierungen behauptet, hat man keine Eile. Da es keine öffentliche Rechenschaftspflicht Wir sehen also diese Kriegsstrategie der Belagerung, die überall im US-zentrierten Imperium eingesetzt wird:

 

Man sieht es im Iran und in Venezuela.

 

Man sieht es im Jemen, wo die Saudis mit Hilfe der USA zusätzlich zu den tödlichen Blockaden absichtlich Bauernhöfe, Fischerboote, Märkte, Lebensmittellager und Cholera-Behandlungszentren aufs Korn nehmen.

 

Man sieht es in Nordkorea, wo Boote voller Toter an Japans Ufern gespült wurden, weil Fischer auf See festsitzen und versuchen, Lebensmittel zu fangen, da sie sich nicht genug Treibstoff leisten können, um an Land zurückzukehren, was der ehemalige Außenminister Rex Tillerson den US-Sanktionen zuschrieb.

 

Man sieht es im Gazastreifen, wo den Menschen aufgrund einer israelischen Blockade, die darauf abzielt, "die Palästinenser auf Diät zu setzen", eine ausreichende Menge an Nährstoffen entzogen wird.

 

Man hat es bei Julian Assange erlebt, wo Ecuador mit den USA zusammengearbeitet hat, um das Leben in der Botschaft langsam immer höllischer zu machen, in der Hoffnung, dass er nach draußen gehen würde, um von der britischen Polizei verhaftet zu werden.

 

Man sieht es jetzt bei Chelsea Manning, die aktuell Geldstrafen von $500 pro Tag für ihren grundsätzlichen Widerstand gegen ein korruptes Geschworenengericht gegen Assange anhäuft, die sich im nächsten Monat auf $1.000 pro Tag verdoppeln.

 

Die US-zentrierte Machtallianz ist so mächtig in ihrer Fähigkeit, Nationen mit finanziellem Einfluss zu verletzen, dass 1990, als der Jemen gegen eine Resolution des UN-Sicherheitsrates stimmte, die den Angriff auf den Iran genehmigt hätte, ein hochrangiger US-Diplomat auf einem offenen Mikrofon erwischt wurde, wobei er dem jemenitischen Botschafter sagte: "Das wird die teuerste Nein-Stimme sein, die Sie je abgegeben haben". Laut dem deutschen Schriftsteller Thomas Pogge "Die USA haben die Hilfe für den Jemen in Höhe von 70 Millionen Dollar gestoppt; andere westliche Länder, der IWF und die Weltbank folgten diesem Beispiel. Saudi-Arabien hat etwa 800.000 jemenitische Arbeiter ausgewiesen, von denen viele seit Jahren dort gelebt hatten und dringend benötigte Gelder an ihre Familien schickten."

 

Das ist echte Macht. Nicht die Fähigkeit, ein Land mit Bomben und Raketen zu zerstören, sondern die Fähigkeit, es ohne einen Schuss zu zerstören.

 

Kein Wunder also, dass die Lenker dieses Imperiums so hart daran arbeiten, es weiter auszubauen und zu erweitern. Die Oligarchen und ihre Verbündeten in undurchsichtigen Regierungsbehörden stellen sich zweifellos eine Welt vor, in der alle nicht konformen Nationen wie Iran, Russland und China in das Kollektiv des Imperiums aufgenommen wurden und der Krieg obsolet wird, nicht weil jemand weniger gewalttätig geworden ist, sondern weil ihre wirtschaftliche Kontrolle so vollständig sein wird, dass sie ganze Bevölkerungen auslöschen können, indem sie sie einfach von der Weltwirtschaft abschneiden, wenn einer von ihnen ungehorsam wird.

 

Dies ist der einzige Grund, warum der Iran gerade jetzt ins Visier genommen wird. Deshalb wird man nie ein sachlich und logisch fundiertes Argument hören, das Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen verteidigt; es gibt keines. Es gab kein anderes Problem mit dem JCPOA als die Tatsache, dass es Amerika daran hinderte, dem Iran einen Wirtschaftskrieg aufzuerlegen, den es brauchte, um die Regierung des Landes zu stürzen, damit sie in das Kollektiv des US-Zentralimperiums aufgenommen werden können.

 

Und all die unschuldigen Menschen, die an Hunger und Krankheit sterben? Sie sind unwichtig. Imperiale Gewalt spielt nur dann eine Rolle, wenn es Konsequenzen für sie gibt. Der Preis für die Unterstützung der totalen Hegemonie des Imperiums wird es wert gewesen sein.


 

http://cluborlov.blogspot.com/2019/06/you-are-being-trolled.html

 

Ihr werdet getrollt

 

von Dmitri Orlov, 25.06.2019

 

 

Die Welt steht wieder am Rande eines Krieges. Schon wieder. Und, ja, noch einmal. Und dann stehen wir nicht mehr am Rande eines Krieges.... aber halt, da ist noch mehr! Natürlich gibt es noch mehr, das gibt es immer. US-Flugzeugträger-Kampfgruppen schippern auf Nordkorea zu.... oder auch nicht. Sie dampfen ziellos herum, irgendwo nicht in der Nähe von Nordkorea, aber das auf sehr bedrohliche Weise. Dann treffen sich Trump und Kim Jong Un, kommen gut miteinander klar, unterschreiben ein Stück Papier, das nichts bedeutet und trennen sich freundschaftlich. Jetzt dampfen die Flugzeugträger weit weniger bedrohlich herum. Dann treffen sich Trump und Kim wieder, um ein anderes bedeutungsloses Stück Papier zu unterschreiben, aber dann poltert John Bolton drauf los und futsch ist der Deal. Aber Trump und Kim tauschen weiterhin Liebesbriefe aus, so dass die Romanze nicht tot ist. Auf jeden Fall ist ein Krieg zwischen den USA und Nordkorea nicht nur ungewinnbar, sondern auch undenkbar: Die Hauptstadt Südkoreas befindet sich in Reichweite der nordkoreanischen Artillerie und alle US-Militärbasen in der Region befinden sich in Reichweite der nordkoreanischen Raketen. Der Krieg mit Nordkorea ist definitiv abgesagt. Zusammenfassung: Es passiert nichts. Also, was sollte das Ganze?

Jetzt geht es um Venezuela. Sein demokratisch gewählter Führer wird zum Usurpator erklärt, und ein geeigneter Ersatz wird unter dem Namen Random Guy-doh gefunden. Amerikanische Vasallenstaaten auf der ganzen Welt werden tyrannisiert, um ihm diplomatische Anerkennung als Präsident Venezuelas zu gewähren, obwohl er nur ein zufälliger Typ aus einer Wohnung in Caracas ist. Einige Lastwagen werden auf einer Brücke zwischen Kolumbien und Venezuela angezündet. Sie transportierten humanitäre Güter, etwa Drahtrollen. Es wird von militärischer Intervention gesprochen, aber es ist nur Gerede. Die Bank of England beschlagnahmt Venezuelas Gold, die USA frieren die Bankkonten der venezolanischen Ölgesellschaft in den USA ein und geben sie an einen Haufen zwielichtiger Venezolaner weiter, die das Geld stehlen. Dieser Teil macht Sinn, der Rest davon? Na ja! Auf jeden Fall ist ein militärischer Überfall der USA auf Venezuela nicht möglich: Venezuela verfügt über russische Luftverteidigungssysteme, die es zu einer Flugverbotszone für die US-Luftwaffe machen; außerdem ist die Bekämpfung einer Guerilla-Aktion in venezolanischem Regenwald nichts, wozu das US-Militär fähig ist. Zusammenfassung: Es passiert nichts, schon wieder.

 

Jetzt geht es um den Iran. Trump zieht sich aus dem sorgfältig ausgehandelten internationalen Abkommen mit dem Iran zurück und sagt, er wolle eine anderes Abkommen aushandeln. Falls ihr es bemerkt habt, das ist ein wirklich idiotischer Zug, nach dem Motto: "Ich werde es dir nie zurückzahlen, also leih mir mehr Geld." Wenn ein Land die Vereinbarungen, die es bereits unterzeichnet hat, nicht einhält, warum sollte es sich dann die Mühe machen, weitere Vereinbarungen mit ihm auszuhandeln? (Das ist eine rhetorische Frage.) Der Iran verkündet, dass der Iran den Deal nicht einhalten wird, da die USA den Deal auch nicht einhalten. Ein Haufen Öltanker wird beschädigt und die USA versuchen, den Iran dafür verantwortlich zu machen, aber niemand glaubt den USA. Und so werden ein paar weitere Öltanker beschädigt und die USA versuchen, den Iran wieder dafür verantwortlich zu machen, aber schon wieder glaubt niemand den USA . Und so fliegen die USA eine Drohne in den iranischen Luftraum, beschattet von einem Aufklärungsflugzeug mit einer internationalen Besatzung an Bord, in der Hoffnung, dass der Iran einen Fehler macht und das Aufklärungsflugzeug abschießt. Aber der Iran schießt die Drohne ab und die fällt ins seichte Wasser, in die Hoheitsgewässer des Iran, und nicht in die 100 Fuß tiefen internationalen Gewässer, so wie die USA behaupten, aber niemand glaubt es. Der Iran fischt sie schnell heraus und zeigt stolz das Wrack der nicht mehr streng geheimen Drohne. Die Amerikaner erzählen eine Geschichte über den Wunsch, den Iran anzugreifen, aber in letzter Minute brechen sie den Angriff ab. Der Ölpreis steigt ein wenig. Der US-Ölfleck produziert am Anschlag, aber auch blutend rote Zahlen wie verrückt. Sie braucht höhere Ölpreise, um eine große Welle von Insolvenzen zu vermeiden. Dieser Teil macht Sinn, der Rest davon? Egal! Ein militärischer Angriff auf den Iran ist jedenfalls undenkbar: Der Iran hat die Fähigkeit, die Straße von Hormuz für alle Schiffe zu schließen, ein Drittel aller Ölexporte der Welt abzuschneiden und die Weltwirtschaft, einschließlich der USA, zu sprengen. Zusammenfassung: Nichts passiert, schon wieder mal.

 

Es gibt verschiedene andere Nicht-Ereignisse in anderen Teilen der Welt. NATO-Schiffe tuckern über das Schwarze Meer und die Ostsee, wo sie ziemlich leichte Beute sind, falls die Feindseligkeiten mit Russland kinetisch werden. Das sagt uns also, dass die Feindseligkeiten nicht kinetisch werden, weil diese Schiffe teuer sind und es kein Geld gibt, sie zu ersetzen. Es gibt auch NATO-Übungen im Baltikum, das sich direkt an der russischen Grenze befindet. Sie üben das Eindringen und Abschlachten von Zivilisten in malerischen mittelalterlichen Dörfern, die mit russischsprachigen Statisten besetzt sind, die vorgeben, Bauern zu sein, die sich ergeben wollen. (Technisch gesehen sollte das als Fantasy-Spiel und nicht als Trainingsübung kategorisiert werden.) Die Russen bleiben unbeeindruckt. Sie wollen nichts mit den baltischen Staaten zu tun haben, die früher Transitstaaten für russische Exporte waren, aber jetzt werden sie für nichts mehr gebraucht (außer als NATO-Tummelplatz). Wie auch immer – über einen Krieg mit Russland zu sprechen, ohne die Miene zu verziehen, dazu sind nur extrem dumme Menschen fähig. Zusammenfassung: Es passiert nichts.

Kennt ihr den Refrain? (Ich bin sicher, dass ihr das tut.) Folgendes spielt sich ab: Ein abgehalftertes Land, das nicht aufhören kann, die wenigen Ressourcen, die es für einen nutzlosen, aber lächerlich aufgeblähten militärisch-industriellen Komplex übrig gelassen hat, zu verschwenden, versucht, Aktivität zu erzeugen, um weitere verschwenderische Verteidigungsausgaben zu rechtfertigen. Alle möglichen Experten spielen mit und behaupten, dass die Bedrohung durch diesen oder jenen Krieg sehr real ist und dass wir daher alle darauf achten sollten, was passiert. Aber was passiert, ist, dass ihr getrollt werdet.

Da sie nichts Besseres zu tun haben, versuchen die USA mit allen Mitteln, die ganze Welt zu trollen, aber immer mehr weigert sich die Welt, sich trollen zu lassen oder trollt gleich gegen die USA zurück.

 

- Wenn die USA drohen, den Zugang zum US-Finanzsystem zu unterbrechen, arbeitet die Welt daran, das zu umgehen.

 

- Wenn die USA Zölle und Sanktionen verhängen, reagiert die Welt mit einer Überarbeitung ihrer Handelsbeziehungen, um die USA auszuschließen.

 

- Wenn die USA Länder mit einer militärischen Intervention bedrohen, reagiert die Welt, indem sie neue Allianzen aufbaut und Sicherheitsmaßnahmen trifft, die die USA isolieren.

 

Aber am wichtigsten ist, dass die Welt einfach abwartet. Die USA weisen nun ein Haushaltsdefizit von über einer Billion Dollar pro Jahr auf und häufen Schulden etwa in gleicher Höhe wie während des Höhepunkts des vorangegangenen Finanzkollapses auf. Was glaubt ihr was passieren wird, wenn der nächste Finanzkollaps eintritt? (Nach vielen maßgeblichen Stimmen sollte das entweder in diesem oder im nächsten Jahr passieren.) In der Zwischenzeit hoffe ich, dass es euch Spaß macht, getrollt werden, denn ich bin mir sicher, dass es mehr Trolling aus den USA geben wird, ihr wisst schon, nur um beschäftigt zu bleiben, schätze ich.

   Der amerikanische Troll in seinem natürlichen Habitat


 

https://journal-neo.org/2019/06/22/germany-vs-iran-has-germany-sold-out-to-the-devil/

 

Deutschland gegen den Iran –

Hat sich Deutschland an den Teufel verkauft?

 

Von Peter König, 22.06.2019

 

 

Madame Angela Merkel – die Chefin der stärksten Wirtschaft Europas, der Führung der Europäischen Union, sagte, dass es starke Beweise gäbe, dass der Iran die zwei Tanker im Golf von Oman angegriffen habe. Zehn Tage zuvor reiste der deutsche Außenminister Heiko Maas nach Teheran, offiziell um das Nuklearabkommen (Joint Comprehensive Plan of Action – JCPOA) zu „retten“. Aber in Wirklichkeit um mit Teheran Wege „auszuhandeln“, wie Deutschland und damit auch andere EU-Mitglieder weiterhin Geschäfte mit dem Iran tätigen könnten, gegen einige „Zugeständnisse“ des Irans, um Washington zu beschwichtigen.

 

Irans Präsident Rouhani hat schnell reagiert. AM Maas wurde die kalte Schulter gezeigt und er durfte wieder gehen. Und das zurecht. Maas hat nicht wirklich Deutschland repräsentiert – sondern die Vereinigten Staaten. Der Iran hat der EU ein „Ultimatum“ von 60 Tagen gegeben, damit sie sich an ihre Handels-Verpflichtungen aus dem Atomabkommen halten – obwohl die USA ausgestiegen sind – sonst könnte der Iran einige der Bedingungen gemäß dem JCPOA umgehen. Der EU – die nicht unabhängig ist und deren Mitgliedsländer ihre Souveränität komplett verloren haben, indem sie sich dem Diktat Brüssels unterworfen haben und zweitens der Tyrannei Washingtons – gefiel dieses Ultimatum nicht und drückte das auch in einer gemeinsamen Stellungnahme aus. Sie fügte einen schwachen und kleinlauten Satz hinzu: „wir rufen alle Länder, die nicht am JCPoA beteiligt sind, dazu auf, keine Aktionen zu unternehmen, die die verbliebenen Vertragspartner behindern, um ihren Verpflichtungen voll nachzukommen.“ Sie haben es nicht einmal gewagt, den Namen jenes Landes zu nennen, für das dieser Satz gedacht war: die US of A.

 

Deutschlands Position ist absurder denn je, seit Merkel und der gesamte Bundestag 2014 die von Washington auferlegten Sanktionen gegen Russland akzeptiert hatten – und zusammen mit dem Rest der EU kopiert haben – sogar zu ihrem eigenen Nachteil und zum Nachteil der gesamten EU. Und wieder machen Kanzlerin Merkel und anscheinend der gesamte Bundestag bei Washingtons gleichermaßen absurden und falschen Anschuldigungen mit, dass der Iran die beiden Tanker angegriffen habe, einen japanischen und einen norwegischen. Letzterer gehört einem engen Freund des Iran, und der japanische Tanker, der am stärksten getroffen wurde – genau zu dem Zeitpunkt als Japans PM Shinzo Abe den Ayatollah in Teheran besuchte, um zu diskutieren, wie man den Handel innerhalb des Atomabkommens aufrecht halten könnte, trotz der Sanktionen und Drohungen aus Washington, somit ein Freundschaftsbesuch.

 

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Ein Blinder könnte erkennen, dass dies zwei False Flags waren – so schwach mit schlecht fabrizierten „Videobeweisen“ getarnt, die selbst nach Aussagen der CIA und des Militärs keine schlüssigen Beweise liefern. In Wahrheit überhaupt keine Beweise. Madame Merkel, warum stellen Sie nicht erst mal die offensichtliche Frage „Cui Bono“? – Wem nützt es? Sicherlich nicht dem Iran – aber dem Aggressor, den USA, die seit Jahrzehnten einen Krieg gegen den Iran planen und vorbereiten, seit dem ersten Irak-Krieg unter Vater Bush, 1991. Bei der Invasion in den Irak 2003 hat Bolton ganz offen seinen Traum von einer Zerstörung des Iran ausgedrückt. Er und Pompeo sind Lügner und Kriegsverbrecher, die das Weiße Haus leiten und so tun als ob sie das Pentagon leiten – und die ungestraft handeln. Ihre Macht scheint grenzenlos. Trump – der sieht wie eine bloße Marionette aus.

 

Dass Merkel bei der offensichtlichen US-Lüge mitmacht, der Iran habe die zwei Tanker im Golf von Oman angegriffen, das ist ein strategischer Treffer, der die Glaubwürdigkeit der Lüge stärkt und dadurch dem Rest der Welt einen US-Angriff auf den Iran schmackhaft macht. Aber anscheinend war das nicht genug. Das Pentagon schickte eine hoch fliegende Global Hawk-Drohne in den iranischen Luftraum, eine Provokation, der der Iran nicht widerstehen konnte und die Drohne abschoss. Nicht bevor man Warnsignale abgesetzt hatte, worüber heute niemand mehr spricht. Die Welt sollte nicht wissen, dass der Iran den Anstand hatte, die USA davor zu warnen, dass die Drohne in ihrem Luftraum fliegt. Wie zu erwarten, haben die Zwerge im Weißen Haus bestritten, dass die Drohne in iranischen Luftraum eingedrungen sei und sie taten so, als habe sich die Drohne in internationalem Luftraum befunden, als sie abgeschossen wurde.

 

Das setzte für Washington noch eins drauf, um gegen den Iran eine Angriff zu starten. Alles war bereit für die Nacht von Donnerstag auf Freitag (20./21.Juni), und Trump hat es in letzter Minute gestoppt. Stimmt das? – Könnte sein, denn jemand „Höheres“ als Trump und seine Kriegszwerge muss die Gefahr eines solchen Angriffs für den Rest der Welt erkannt haben – oder gar einen nuklearen Konflikt auslösen könnte. Dass der Angriffsplan gestoppt wurde, bedeutet jedoch nicht, dass er abgesagt wurde. Vielleicht wurde er nur verschoben.

 

In der Zwischenzeit hat die amerikanische Bundesluftfahrtbehörde FAA angeordnet, dass alle US Airlines den Golf von Oman und die Straße von Hormuz umfliegen müssen. Und, wie zu erwarten, haben die Airlines von Washingtons „wahren“ Marionetten-Alliierten nachgezogen: Australiens QUANTAS, Singapur Airlines, die deutsche Lufthansa, British Airways, Air France und ihr Ableger KLM, sowie Malaysia Airlines sagten, dass sie ihre Flüge umleiten, um das Gebiet zu meiden. Andere könnte unter dem direkten oder stillschweigenden Druck der USA folgen. Die japanische ANA sagte, sie würde alternative Flugrouten in Betracht ziehen. Im Endeffekt haben es die USA geschafft, über einem beträchtlichen Gebiet des Iran eine No-Fly-Zone auszurufen.

 

Macht euch nichts vor, alle sichtbaren Schlüsselfiguren an der Spitze des Weißen Hauses werden im Hintergrund von Israel, Netanyahu und dem Auserwählten Volk gesteuert. Jene, die auch die Wall Street und das Banken- und Finanzsystem der westlichen Welt steuern. Israel möchte den Iran in Schutt und Asche liegen sehen, oder besser noch in permanentem Chaos, das Ziel, das für den Irak, Afghanistan ausgerufen wurde und von dem die USA auch für Syrien noch heute träumen. Dieser Haufen einer bösartigen Elite zieht die Fäden und hofft darauf, bald nur noch EINEN Faden für eine globale Hegemonie ziehen zu müssen, unter einer ONE World Ordnung.

 

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Zurück zu Deutschland. Anstatt das sinkende Schiff Washingtons und ihrer getreuen Mannschaft der Willigen zu verlassen – so wie es Ratten tun würden und wie es die Mehrzahl der deutschen Bevölkerung vorziehen würde, ganz zu schweigen von deutschen und europäischen Unternehmen – folgen Madame Merkel und anscheinend ihre ganzen Zirkel, einschließlich dem Parlament in Berlin, der offensichtlichen Lügenpropaganda der USA. Warum? – Nun, so sieht die Abmachung aus: Es gibt viele Arten, sich Top-Politiker zu „kaufen“, mit Drohungen oder mit Geld, oder indem man die Furcht von „Stellvertreter-Morden“ erzeugt.

 

Ist Deutschland erst einmal an Bord – dann wird der Rest von Europa folgen. In diesem Fall glaubt Washington – Trump und Konsorten – dass man den Iran vollständig stranguliert hat, indem man alle Handels- und Finanztransaktionen blockiert und iranische Auslandsvermögen konfisziert – zusätzlich zu scharfen Zöllen, damit der Iran nicht länger lebenswichtige Produktionsgüter importieren kann – oder für das nackte Überleben vom Westen abhängig ist. Ist ein Land erst einmal geschwächt, so kann man es leicht übernehmen. So funktioniert das westliche, AngloZionistische Denken.

 

Der Iran ist stark – abgesehen von seiner Fünften Kolonne – und hat bereits bewiesen, das er sich vom Westen lösen wird. Selbst der Versuch, sich an das Atomabkommen zu halten und für es kämpfen, an das sich der Westen, d.h. Europa nicht halten kann, weil man kein Rückgrat hat, das ist Zeitverschwendung.

 

Um zu zeigen, dass der Iran Alternativen hat, nahm Herr Rouhani am 13. und 14. Juni 2019 auf Einladung Chinas, des Führers des achtköpfigen "Clubs", am Gipfel der Shanghai Cooperation Organization (SCO) in Bischkek, Kirgisistan, teil.

 

SCO steht für die Förderung von Frieden, Handel und einer nicht aggressiven Verteidigungsstrategie (das Gegenmittel gegen die militärische Aggression vom Typ NATO). Von nun an ist Herr Rouhani Beobachter für sein Land, den Iran, der sich in einem fortgeschrittenen Stadium des Beitritts zur SCO als Vollmitglied befindet. Dies könnte später in diesem Jahr oder im Jahr 2020 geschehen. Der Iran würde seine Souveränität, sein wirtschaftliches Potenzial zurückgewinnen und sich vom Westen lösen können – und er wird es tun – so wie Russland und China, die beiden Supermächte, die unter ständigen Angriffen durch Sanktionen, Verunglimpfung und falsche Anschuldigungen stehen.

 

Die Türkei befindet sich in einer ähnlichen Situation. Wenn die Türkei – ebenfalls sehr wahrscheinlich – von der SCO aufgenommen wird, steht ihr NATO-Austritt unmittelbar bevor. Was das für den Rest der NATO bedeutet, können wir an dieser Stelle nur erahnen und träumen, zumal es in ganz Europa eine immer stärkere Volksbewegung zum Austritt aus der NATO gibt. Sie ist besonders stark in Italien und paradoxerweise auch in Deutschland. Die überwiegende Mehrheit der Deutschen will die NATO verlassen, aber die Regierung hört nicht zu. Sie hört "bis jetzt" nicht zu. Die deutsche Anti-NATO-Bewegung nimmt seit den Anti-Atomenergieprotesten Anfang der 70er Jahre und seit den frühen 80er Jahren gegen die von den USA in Deutschland gelagerten Atomwaffen, insbesondere auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein bei Kaiserslautern, wieder an Fahrt auf und intensiviert sich.

 

Dieses "bis jetzt" ist ein Vorläufer für einen Bruch mit der NATO, da der Druck gegen die USAF-Basis Ramstein, gegen die NATO, zunimmt, und wenn Madame Merkel fest beschließt, mit dem sinkenden Schiff unterzugehen – dann riskiert sie, dass Deutschland und sein Volk für einen schier sinnlosen und überholten Gehorsam gegenüber dem darniederliegenden Tyrannen in den Abfluss wandert. Wie absurd!

 

Während der Iran kluge Schritte unternimmt, allmählich weg von der westlichen Ökonomie, weg vom Handel mit dem Westen – und nach Osten wandert – wo die Zukunft liegt, so begibt sich Deutschland buchstäblich in die Umlaufbahn eines sterbenden Monsters, hin zu dem, was immer mehr ersichtlicher wird – einem zerfallenden Imperium.

 

Wann wird Deutschland aufwachen? Wenn die ersten Bomben auf ihre Städte fallen? Ein Neuauflage von WWI und WWII? Nur sind es diesmal vielleicht nicht nur konventionelle Bomben. Es kann sein, dass es sich um ein nukleares Stelldichein in Ramstein handelt. Frau Merkel, Ihre Verpflichtung gegenüber dem Volk, das Sie anscheinend gewählt hat, ist größer als Sie denken und größer als Sie selbst – und viel größer als alles, was in Ihrem Kopf vor sich geht, um einem besiegten Krieger und einer Schurkennation in die Hölle zu folgen.


 

https://www.theautomaticearth.com/2019/06/mh17-compromised-from-the-start/

 

MH17: Von Anfang an kompromittiert

 

von Raúl Ilargi Meijer, 20.06.2019

 

 

Die Untersuchung des Absturzes des Flugzeugs MH17 der Malaysia Airlines in der Ostukraine war von Anfang an kompromittiert. Der Absturz am 17. Juli 2014 erfolgte kurz nach der "Euromaidan-Revolution" in Kiew – die im November 2013 begann und am 23. Februar 2014 in der Amtsenthebung des gewählten Präsidenten Janukowitsch gipfelte, der von John McCain, Victoria Nuland und dem damaligen US-Botschafter in der Ukraine (heute Botschafter in Griechenland) Geoffrey Pyatt für die USA sowie verschiedenen EU-Akteuren freudig unterstützt wurde.

 

Russland reagierte mit der "Annexion" der Krim – eine große Mehrheit seiner Bevölkerung hatte für Janukowitsch gestimmt – und damit war der Zugang zu ihrem einzigen Warmwasserhafen gesichert. Dort wurde kein Schuss abgegeben, aber in der Ostukraine (Donbass) war es ganz anders, wo die Menschen russischer Herkunft auch nicht einem neuen Regime unter Nulands Marionette Yatsenyuk – und später Poroshenko ausgesetzt werden wollten. Sie begannen einen Bürgerkrieg, der bis heute andauert. (Anm.d.Ü.: Den Bürgerkrieg begannen doch wohl die Putschisten aus Kiew!)

 

In diesem heftigen politischen Klima stürzte MH17 ab und tötete alle ihre 298 Passagiere, von denen 196 die niederländische Staatsangehörigkeit hatten. Drei Wochen später, am 8. August, wurde ein Joint Investigation Team (JIT) gebildet, das von Holland geleitet werden sollte und auch Vertreter aus Australien, Belgien und der Ukraine umfassen sollte. Was seltsam ist, denn zu diesem Zeitpunkt war die Ukraine sicherlich ein potenzieller Verursacher des Absturzes.

 

Malaysia trat erst im Dezember bei, angeblich weil es erst dann endlich zustimmte, der Ukraine, einer verdächtigen Nation, ein Veto gegen alle Schlussfolgerungen zu gewähren, die das Team veröffentlichen würde. Malaysia hatte die Black Boxes bereits von pro-russischen Rebellen in der Region erhalten und im August an das Team weitergegeben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Art und Weise, wie das JIT gebildet wurde, sehr merkwürdig war. Die Länder haben sogar eine geheime Vereinbarung unterzeichnet.

 

Unmittelbar nach dem Absturz zeigten Menschen wie der damalige US-Vizepräsident Joe Biden sowie Frans Timmermans, der damalige niederländische Außenminister und heutige Kandidat für den EU-Spitzenposten, mit dem Finger auf Russland als die für den Abschuss des Flugzeugs verantwortliche Partei. Auch merkwürdig, da es keine Untersuchung gegeben hatte und das Flugzeug in einem Bürgerkriegsgebiet abstürzte, in dem der Zugang fast unmöglich war. Damals war die Rede davon, dass die USA Satellitenbilder haben, aber es wurden noch keine veröffentlicht.

 

In dieser Atmosphäre veranstaltete das JIT gestern, am 19. Juni 2019, eine weitere Pressekonferenz, bei der es vier Männer, drei aus Russland und einen aus der Ukraine, beschuldigte, am Abschuss des Flugzeugs "beteiligt" zu sein. Aber auch hier, fast 5 Jahre nach dem Vorfall, legte das Team keine Beweise für seine Anschuldigungen vor und sagte, dass sie erst in neun Monaten vorgelegt werden, wenn ein Prozess in den Niederlanden beginnt.

 

Das JIT warf Russland auch erneut vor, sich der Zusammenarbeit zu verweigern, obwohl Russland seit dem Abschuss von MH17 seine Hilfe angeboten hat. Es ist einfach nicht die Hilfe, die jene Leute wollen, die die Russen beschuldigt haben, bevor es einen Hinweis auf Beweise dafür gab. Und es gibt immer noch keine Beweise. Russland hat lange und detaillierte Berichte über den Vorfall eingereicht, obwohl man sie ignoriert hat. Aber diese Berichte wurden... ignoriert.

 

Der Prozess wird ab dem 9. März 2020 ohne die Angeklagten stattfinden, da Russland seine Bürger nicht ausliefert, ebenso wenig wie die Ukraine. Außerdem wird angenommen, dass sich der Angeklagte aus der Ukraine im Donbass befindet, wo die Regierung keinen Zugang hat.

 

Also wird dies ein Schauprozess sein. Und man muss sich fragen, warum er inszeniert wird. Was nützt ein Prozess, bei dem sich die Angeklagten nicht selbst verteidigen? Sicher, die offizielle Linie ist, dass sie es lieben würden, wenn die Männer eine Verteidigung anbieten würden, aber das riecht ein wenig zu sehr nach dem, was mit Julian Assange passiert ist. Wie stehen die Chancen für ein faires Verfahren, wenn so viele Schlussfolgerungen zu so früher Zeit gezogen wurden?

 

Es gibt keinen Menschen in Europa westlich der russischen Grenze, die nicht glaubt, dass die Russen es getan haben. Die Medien kümmern sich darum. Auch in den USA gibt es keine. Aber der malaysische Ministerpräsident selbst sagte gestern wieder, das Team habe nichts bewiesen und nur Hörensagen produziert. Ich scherze nicht, ich lese heute einen Artikel über die BBC, der fragt, ob der 93-Jährige (Ministerpräsident), der 43 seiner Landsleute verloren hat, das nur gesagt hat, weil er Palmöl an Russland verkaufen wollte.

 

Und in der Zwischenzeit sind die Beweise nicht vorhanden und werden es für weitere 9 Monate, wenn überhaupt, nicht sein, und die EU hat heute ein weiteres Jahr zu ihren russischen Sanktionen gegen die Krim hinzugefügt, und 4 Männer können ihre Beteiligung so verweigern, wie sie wollen, aber sie können erst im März 2020 und erst bei einem Schauprozess mit internationalen Fahndungsbefehlen, die über ihren Köpfen hängen, vorgehen.

 

Den vier fraglichen Männern wird übrigens nicht vorgeworfen, die BUK-Rakete abgefeuert zu haben, die angeblich die MH17 abgeschossen hat. Ihnen wird nur vorgeworfen, den Transport der Rakete und des Trägers von Russland in die Ukraine – und zurück – ermöglicht zu haben. Das ukrainische JIT-Team stützt die gesamte Geschichte dieses Transports auf Seriennummern, die es angeblich gefunden hat.

 

Am 17. September 2018 sagte das russische Verteidigungsministerium in einer YouTube-Antwort auf eine JIT-Ausstellung am 24. Mai 2018, dass es diese Seriennummern 8868720 und 1318869032 und 9M38 aufgespürt habe, und sagte, dass sowohl die Trägerrakete als auch die den Zahlen entsprechende Rakete bereits 1986 von Russland an die Ukraine verkauft wurde, dorthin transferiert wurde und seitdem das Land nie wieder verlassen habe.

 

Ich erhalte diese Informationen aus einem langen, tiefgründigen und sehr empfehlenswerten Essay von Eric Zuesse vom Dezember 2018 „Wende im Fall MH17: Die Schuld der Ukraine ist jetzt bewiesen“ den ich die letzten Tage gelesen habe, in denen Eric sagt: "....wenn die von der JIT gelieferten Beweise authentisch sind – was das ukrainische Team behauptet – dann verurteilt es die Ukraine sofort. Das ist ein beweiskräftiges Schachmatt gegen die ukrainische Seite."

 

Zuesse beschreibt in diesem Artikel auch Behauptungen aus verschiedenen Quellen, dass die MH17 zwar von einer BUK-Rakete getroffen worden sein könnte, aber sicherlich nicht das Einzige war, was sie traf. Es gab mindestens einen Kampfflugzeug, das in der Nähe des Flugzeugs gesehen wurde, bevor es herunterkam, wie mehrere Augenzeugenberichte behaupten, und es wird behauptet, dass sie sicher auf das Cockpit und vielleicht andere Teile des Flugzeugs geschossen haben. Es ist ein ausgezeichneter Artikel, der sehr gut recherchiert und voller Links ist, um seine Punkte zu beweisen.

https://www.zerohedge.com/news/2019-01-01/mh17-turnabout-ukraines-guilt-now-proven

 

Hier auf Deutsch:

https://www.theblogcat.de/archiv/archiv-2018/dezember-2018/

 

Es gibt viele Dinge, die bei der MH17 Untersuchung nicht stimmen. Dass der Premierminister eines Ihrer Mitgliedsländer sich darüber beschwert, dass Sie nach 5 Jahren nur noch Hörensagen produzieren und keine Beweise, das ist die geringste Sorge. Die Niederlande als Hauptopfer, das die Untersuchung leitet, ist seltsam. Wie neutral können sie sein? Ihr Außenminister (Anm.d.Ü.: das Ekel Timmermans) gab Russland die Schuld, bevor die Ermittlungen abgeschlossen wurden. Und Holland war Hauptsponsor der "Euromaidan Revolution", d.h. der Vertreibung eines gewählten Präsidenten.

 

Dennoch muss die Position der Ukraine in all dem das größte Warnzeichen sein. Sie hatten viel zu gewinnen, wenn sie Gräueltaten begingen und dann Russland für sie verantwortlich machten. Außerdem waren Yatsenyuk und Nuland sowie die USA und die EU mächtig wütend, dass Russland sie auf der ganzen Krim überlistet hatte.

 

Aber anstatt die Ukraine von der Untersuchung fernzuhalten, wurde sie zu einem wichtigen Mitwirkenden und erhielt sogar ein Vetorecht zu allem, was daraus hervorging. Soweit wir wissen, sind sie die einzige Partei mit solchen Rechten. Wenn man einen Krimi oder Film mit solchen Zutaten präsentiert, würde einem niemand glauben. Solche Dinge passieren nicht im wirklichen Leben.


 

https://economicprism.com/feeling-the-heat-of-a-civilization-on-the-downside/

 

Das unangenehme Gefühl einer Zivilisation im Abwärtstrend

 

von MN Gordon, 21.06.2019

 

 

Heute beginnen wir mit einer Liste. Einer teilweisen Liste. In keiner bestimmten Reihenfolge...

 

Angela Merkel. Donald Tusk. Mario Draghi. Donald Trump. Jerome Powell. Shinzo Abe. Haruhiko Kuroda. Theresa May. Boris Johnson. Mark Carney. Xi Jinping. Emmanuel Macron. Wladimir Putin. Justin Trudeau. Juan Trump. Und viele, viele andere...

 

 

Diese zentralen Planer – obwohl sie es vielleicht nicht wissen – stehen vor einer No-Win-Situation. Sie haben die Vergangenheit hochgerechnet und versuchen, den Status quo in die Zukunft zu erhalten. Doch ihre Bemühungen, die Wachstumskurve ihrer Länder und Unionen nach oben fortzusetzen, sind gegen die unerbittlichen Wendungen der Geschichte nutzlos.

 

Die politischen, finanziellen, wirtschaftlichen und sozialen Grundlagen, die in den letzten 75 Jahren – und vielleicht auch in den letzten 220 Jahren – geschaffen wurden, fallen zusammen. Und keine politische Richtlinie, keine Zinsanpassung, kein Handelszoll, kein Fünfjahresplan, keine außergewöhnlichen Maßnahmen, kein Green New Deal, und keine technokratischen Verdrehungen der Wahrheit werden es verhindern. Big Government hat keine Chance.

 

Der gesamte Apparat, von Sozialprogrammen bis hin zu einer lächerlich komplexen Kapitalstruktur, basiert auf ewigem Wachstum. Aber Wachstum, wie wir alle gerade entdecken, ist vergänglich. Die schnelle Schaffung von Falschgeld durch zentrale Planer kann den Abwärtstrend, der einem Mega-Wachstumszyklus folgt, vielleicht aufschieben. Aber sie kann es nicht verhindern.

 

Dennoch unternehmen die zentralen Planer alles Mögliche, um dem Abwärtstrend zu widerstehen. Sie ergreifen Notfallmaßnahmen. Sie verfügen extreme Währungsabwertungen. Sie pflastern die gesamte Wirtschaftslandschaft mit Preiskontrollen. Sie beginnen Kriege. Sie nutzen den Populismus aus. Sie machen das alles – und noch mehr.....

 

Sie stolpern und rutschen und fallen und flattern. Tatsächlich ist dies eine epische Torheit seit ewigen Zeiten. In diesem Zusammenhang folgen einige der besten Beispiele dieser Woche...

 

Dauerhafte Impulse

 

Am Dienstag litt Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Hören der deutschen Nationalhymne unter sichtbarem Zittern. Sie stand neben dem ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky bei einer Begrüßungszeremonie in Berlin, als die Hitze und der Stress sie überkamen. Kann man es ihr verübeln?

 

 

Merkel hat 14 Jahre im Amt verbracht und sich bemüht, das europäische Projekt vor der Fragmentierung zu bewahren. Das ist eine lange Zeit für jeden, der täglich in den Abgrund blickt. Glücklicherweise ging es Merkel nach drei Gläsern Wasser viel besser.

 

Am selben Tag bekräftigte der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario "was auch immer nötig ist" Draghi, sein Engagement für die Abwertung der Währung. Sein Ziel ist es, der Wirtschaft der Eurozone einen dauerhaften Impuls zu geben. Ähnlich wie Elizabeth Warrens Plan eines Wirtschaftspatriotismus zielt Draghi darauf ab, die Exporte durch die Zerstörung des Geldes zu steigern.

 

Nach Draghi's Äußerungen dehnte sich die große europäische Anleihen-Blase in die äußere Stratosphäre aus. Die Rendite der deutschen 10-jährigen Bundesanleihe fiel auf einen Rekordwert von Minus 32 Basispunkten. Zudem rutschte die Rendite des 10-jährigen französischen OAT (Schatzbriefe) zum ersten Mal in der Geschichte kurzzeitig in den negativen Bereich. Aber das ist noch nicht alles...

                                    Rendite 10jährige Bundesanleihe

 

Europas größte Geldkurbel Mario Draghi verspricht eine noch lockerere Geldpolitik und schickt die deutschen 10-jährigen Bund-Renditen weiter in die Niederungen der negativen Renditen bis zur Fälligkeit. Das ist Wahnsinn wie er im Buche steht.

 

Draghi's Äußerungen veranlassten Präsident Trump, den folgenden Twitter-Schuss abzufeuern:

 

"Mario Draghi kündigte gerade an, dass weitere Impulse kommen könnten, die den Euro gegenüber dem Dollar sofort fallen ließen, was es ihnen ungerechterweise leichter macht, gegen die USA zu konkurrieren. Sie kommen seit Jahren damit durch, zusammen mit China und anderen."

 

Natürlich war Trumps beabsichtigter Empfänger dieses Tweets nicht Draghi; es war Fed Chair Jerome Powell...

 

Das unangenehme Gefühl einer Zivilisation im Abwärtstrend

 

Am Mittwoch wollte es das Schicksal, dass Powell an der Reihe war und die unagenehme Hitze einer Zivilisation im Abwärtstrend spürte. Trump will ohne Zweifel, dass Powell den Dollar abwertet und einen durch billige Kredite induzierten Wirtschaftsboom und eine Börsenblase erzeugt, die mit dem Wahltag am 3. November 2020 zusammenfällt. Seit Monaten verspottet er öffentlich die geldpolitische Straffungspolitik von Powell.

 

Powells Mandat, das von der Junitagung der FOMC (dem Offenmarktausschuss der US-Zentralbank) in dieser Woche ausging, bestand darin, Trump zu beruhigen, während er vorgibt, dass es der Wirtschaft einfach gut geht. Als Powell sich darauf vorbereitete, die FOMC-Erklärung der Fed freizugeben, registrierte er daher einen Pucker-Faktor 9 (PF9) von 10 auf der Puckerfaktor-Skala des Militärs (Stress- oder Panik-Faktor). Er schaffte es jedoch, seine Aufgabe ohne sichtbares Zittern zu erfüllen.

 

Die Rendite der 10-jährigen US-Schatzbriefe – auf dem aktuellen Niveau wird sie deutlich unter dem Federal Funds Rate gehandelt.

 

Bisher scheint Powell sein Mandat erfüllt zu haben. Die zentralen Planer der Fed hielten ihre angefeuchteten Finger in den Wind und kamen zu dem Schluss, dass sie den Leitzins weiterhin zwischen 2,25 und 2,5 Prozent festlegen werden. Und um Trump zu beruhigen, fügte Powell in seinen einleitenden Bemerkungen hinzu:

 

"Das Argument für zusätzliche Kreditgewährung hat sich verstärkt."

 

Sowohl der Kreditmarkt als auch die Börse feierten die Zusicherung der Fed, die zukünftige Währungsabwertung sicherzustellen. Die Rendite der 10-jährigen Treasury Note fiel unter 2 Prozent. Am Donnerstag erreichte der S&P 500 Index dann mit 2.954 Punkten ein neues Schlusshoch. Auch der Dow Jones Industrial Average legte mit 27.000 Punkten erneut zu.

 

Sie sehen, mit genügend monetärem Treibstoff und falschem Vertrauen können die Finanzmärkte nach oben schießen. Aber was nützt das, wenn die eigentliche Wirtschaft zurückbleibt?

                                                            S&P 500

 

Die Börse eilt in Richtung neuer Allzeithochs und feiert eine Reihe von Veröffentlichungen der letzten schwachen Wirtschaftsdaten, die Hoffnungen auf mehr geldpolitische Stimulans durch die Fed geweckt haben. Bizarrerweise scheint die Fed begierig darauf zu sein, dem nachzukommen. Hätte uns vor einem Jahr jemand gesagt, dass die Fed bei einer Arbeitslosenquote von 3,6% und dem S&P 500 Index auf einem Allzeithoch ernsthaft über Zinssenkungen nachdenken würde, hätten wir das nie geglaubt. Und doch, da sind wir jetzt.

 

Denken Sie daran, dass es Umsicht, Weisheit und Fleiß braucht, um Wohlstand zu erwerben und aufzubauen. Die Tatsache, dass zentrale Planer versuchen, diese Schritte zu umgehen, indem sie haufenweise Falschgeld ausgeben, ist eine Bestätigung für einen geschädigten menschlichen Geist.

 

An dieser Stelle kann man praktisch die Tage zählen, bis wir  durch ihre Torheit den Ruin erleiden.


http://thesaker.is/trump-claims-he-canceled-an-airstrike-against-iran-at-the-very-last-minute/

 

Trump behauptet, er hätte einen Luftschlag

gegen den Iran in letzter Minute abgeblasen

 

vom Saker, 21.06.2019

 

 

Als erstes muss man sagen, dass wir unmöglich wissen können, was wirklich geschehen ist. Es gibt mindestens zwei mögliche Hypothesen, die erklären können, was geschah:

 

1) eine US-Provokation: es ist gut möglich, dass jemand in der US-Befehlskette entschieden hat, dass man den Iran unter Druck setzen sollte und dass eine US-Drohne an der Grenze zu oder gar innerhalb iranischen Hoheitsgebiets eine ausgezeichnete Methode sei, um dem Iran zu zeigen, dass die USA für einen Angriff bereit sind. Wenn dem so ist, dann war es ein halber Erfolg (die Iraner mussten ihre Radars anschalten und die Drohne anvisieren, das ist sehr gut für US-Aufklärungsarbeit) und ein halbes Scheitern (da die Iraner von der amerikanischen Entschlossenheit eindeutig wenig beeindruckt waren).

 

2) eine iranische Provokation: ja, das ist eine theoretische Möglichkeit, die man nicht von vornherein ausschließen kann: in diesem Szenario war es tatsächlich der Iran, der vor einer Woche die zwei Tanker beschossen hat, und sie haben auch absichtlich über internationalem Gewässer die US-Drohne abgeschossen. Der Zweck? Ganz einfach: zu zeigen, dass der Iran zu einer Eskalation entschlossen und bereit ist und dass man zuversichtlich ist, dass man obsiegt.

 

Nun, in der realen Welt gibt es viele weitere Optionen, darunter sogar Mixturen aus verschiedenen Optionen. Was jetzt zählt, ist nicht nur das, sondern auch die Reaktion von Trump:

 @realDonaldTrump:

...Am Montag haben sie in internationalem Gewässer eine unbemannte Drohne abgeschossen. Wir waren geladen und gesichert, um letzte Nacht auf 3 verschiedene Ziele zurückzuschlagen, als ich fragte, wie viele sterben werden. 150 Menschen, Sir, war die Antwort eines Generals. 10 Minuten vor dem Angriff habe ich es abgeblasen, nicht verhältnismäßig für den Abschuss einer unbemannten Drohne. Ich habe keine Eile, unser Militär ist erneuert, neu und einsatzbereit, bei weitem das beste der Welt. Die Sanktionen greifen & letzte Nacht kamen weitere hinzu. Iran darf NIEMALS Atomwaffen haben, nicht gegen die USA, und nicht gegen die WELT!“

 

Nun, ob es sich jetzt um eine Provokation der USA oder des Iran handelte – die Reaktion von Trump war die einzig richtige. Warum? Weil die Risiken eines "mehr als symbolischen Angriffs" in den USA so groß wären, dass jede Begründung für einen solchen Angriff von vornherein nichtig wäre. Denkt daran: Wir können sehr zuversichtlich sein, dass die iranischen Militäranlagen entlang des Persischen Golfs und der Südgrenze des Iran hochgradig redundant sind und dass, egal wie erfolgreich ein begrenzter US-Raketenangriff gewesen wäre, die tatsächlichen militärischen Fähigkeiten des Iran nicht beeinträchtigt worden wären. Der einzige Weg für die USA, die iranischen Fähigkeiten effektiv zu verschlechtern, wäre ein nachhaltiger, mehrtägiger Angriff auf die gesamte südliche Peripherie des Iran. Mit anderen Worten, ein ECHTER Krieg. Alles andere wäre einfach sinnlos. Die Folgen eines solchen Angriffs wären jedoch nach Putins Worten für die gesamte Region "katastrophal".

Wenn dies eine iranische Provokation war, dann war es eine, die dem Imperium einprägen sollte, dass der Iran genauso "geladen, gespannt und bereit zu rocken" ist. Aber wenn das der Fall ist, gibt es nicht die geringste Chance, dass ein begrenzter Streik etwas bewirken würde. Tatsächlich würde jeder symbolische US-Angriff den Iranern nur signalisieren, dass die USA kalte Füße haben und dass das ganze Säbelrasseln der USA völlig nutzlos ist.

Ich habe so etwas seit vielen Monaten nicht mehr gesagt, aber in diesem Fall kann ich nur zugeben, dass Trump das Richtige getan hat. Kein begrenzter Angriff macht auch dann Sinn, wenn wir davon ausgehen, dass das Imperium die Entscheidung getroffen hat, den Iran anzugreifen und nur auf den perfekten Zeitpunkt wartet. Warum? Je länger die Iraner das Gefühl haben, dass ein Angriff möglich ist, desto mehr Zeit, Energie und Geld brauchen sie, um in sehr hoher Alarmbereitschaft zu bleiben.

 

Die grundlegende Theorie des Angriffs und der Verteidigung besagt eindeutig, dass die angreifende Seite einen großen Vorteil gewinnen kann, wenn sie die andere Seite im Dunkeln über ihre Pläne lassen kann und wenn die Kosten für die Vorbereitung auf einen Überraschungsangriff niedriger sind als die Kosten für eine hohe Wachsamkeit (diejenigen, die an der Rolle und Bedeutung des Überraschungsangriffs in der Abschreckungstheorie interessiert sind, können Richard Betts' hervorragendes Buch "Surprise Attack: lessons for defense planning" lesen).

 

Wie wahr ist diese Geschichte über Trump, der einen US-Angriff in letzter Minute absagt? Das kann man unmöglich zu wissen, aber es scheint mir, dass es sicher ist, dass die durchgeknallten Neokons rund um Trump den Angriff wollten. Aber es ist auch plausibel (wenn auch keineswegs sicher), dass mindestens zwei Gruppen gegen einen solchen Angriff hätten sein können:

 

1) Die Planer von CENTCOM und/oder dem Pentagon.

 

2) Die Planer der Wiederwahlkampagne von Trump.

 

Die ersten würden sich allein aus den oben genannten guten militärischen Gründen gegen einen solchen Angriff einsetzen. Was die zweite Gruppe betrifft, so haben sie wahrscheinlich (zu Recht) entschieden, dass, wenn Trump einen Krieg mit dem Iran beginnt, für den niemand eine "Exit-Strategie" hat, dies zu einem massiven Rückschlag für die gesamte Region führen und Trumps Chancen auf eine Wiederwahl zerstören könnte.

 

In diesem Fall, ob Trump nun auf eine Gruppe hörte oder einfach seinem Bauchgefühl folgte, scheint es wahrscheinlich, dass Trump (vielleicht ein "kollektiver Trump") sagte: "Nein, ich autorisiere das nicht". In diesem Fall verdient er unser aufrichtiges Lob und unsere Dankbarkeit (unabhängig von seinen vergangenen Handlungen und Untätigkeiten).

 

Abschließend möchte ich die Art von phantastisch dummer, ignoranter und kriminell unverantwortlicher Kriegspropaganda zeigen, die die sogenannten "konservativen" US-Medien verbreitet haben. Sieh dir das an:

 

Hannity's Flaggen-schwenkender Sprechdurchfall ist genau die Art von totalem Unsinn, der früher oder später zu einer großen militärischen Katastrophe führen wird, gefolgt von einem Zusammenbruch des Imperiums selbst (für einen detaillierten Überblick darüber, wie dies wahrscheinlich geschehen wird, lesen Sie bitte John Michael Greers hervorragendes Buch "Twilight's Last Gleaming"). Die schiere Zahl der kontrafaktischen und schlichtweg dummen Dinge, die Hannity in knapp 7 Minuten zu bewältigen vermag, ist an sich schon eine bemerkenswerte Leistung.

 

Ja, es ist ein trauriger Tag, an dem man sich freuen muss, dass der US-Präsident etwas weniger dumm und weniger ignorant ist als einer der großen Quatschköpfe der US-Idiotenbox, aber das sind wirklich tragische und äußerst gefährliche Zeiten. Und in solchen Zeiten müssen wir für alles dankbar sein, egal wie minimal, was den unvermeidlichen Krieg im Nahen Osten (oder sogar in der Welt) zurückdrängt.

 

In diesem Zusammenhang: Wie geht es weiter?

 

Meine persönliche Einschätzung und fast grundlose Spekulation ist, dass der Angriff auf die beiden Tanker wahrscheinlich eine israelische False Flag war, die nicht die gewünschten Ergebnisse erzielte. Beachtet bitte dass der Angriff selbst nicht in der Straße von Hormuz stattgefunden hat, sondern südlich davon, in vergleichsweise offeneren Gewässern, in denen sich ein israelisches U-Boot oder ein spezialisiertes Überwasserschiff befand, das von den Iranern weniger leicht zu erkennen war und eine viel bessere Fluchtmöglichkeit hatte (werft einen Blick auf die untenstehende 2. Karte und seht selbst, wie die Wassertiefe im Golf von Oman schnell zunimmt).

 

Als dieser Angriff nicht den gewünschten Effekt erzielte, beschlossen die Israelis und ihre Neokon-Agenten, eine weitere Provokation einzuleiten, diesmal mit einer US-Drohne. Ich finde es wahrscheinlich, dass die Drohne innerhalb des iranischen Luftraums flog, aber wahrscheinlich immer noch über Wasser, so dass das Imperium im Falle eines Abschusses das behaupten kann, was ihr üblicher (und von der CIA geschaffene) Ausweg ist "plausible Bestreitbarkeit".

 

Als die Iraner die US-Drohne abschossen, wollten viele Leute in den USA wahrscheinlich genau herausfinden, wo dieses UAV im Moment des Abfangens flog, und da die Iraner wahrscheinlich viele Radar- und EW-Daten haben, um zu beweisen, dass sich das UAV im iranischen Luftraum befindet, wäre die einzige sichere Vorgehensweise gewesen, alle Formen des Protestes auszudrücken, aber keine einseitigen (und damit illegalen) Maßnahmen zu ergreifen.

 

Es ist auch bemerkenswert, dass die USA beantragt haben, dass der Fall der beiden Tanker und die Abschuss der Drohne im UN-Sicherheitsrat diskutiert werden. n Anbetracht der Tatsache, dass sowohl Russland als auch China gegen jede Resolution zur Verurteilung des Iran ein Veto einlegen werden, scheint dies auch ein Schritt zu sein, um einen Vorwand zu finden, nicht in den Krieg zu ziehen.

 

Natürlich könnte dies auch eine strategische PSYOP sein, die die Iraner in einem falschen Sicherheitsgefühl wiegen soll. Wenn das der Plan ist, wird er scheitern: Die Iraner leben seit 1979 mit einem anglozionistischen Fadenkreuz auf der Stirn, und sie sind es gewohnt, unter ständiger Kriegsgefahr zu leben.

 

Abschließend bin ich derzeit leicht optimistisch (48-52%), dass die USA den Iran kurzfristig nicht angreifen werden.

 

Langfristig bin ich jedoch der Meinung, dass ein AngloZionistischer Angriff quasi eine Gewissheit ist.

 

 

Der Saker


http://charleshughsmith.blogspot.com/2019/06/the-feds-casino-is-giving-away-free.html

 

Das Zentralbank-Casino verteilt Gratis-Chips (aber nur für die Superreichen)

 

von Charles Hugh Smith, 20.06.2019

 

Die Nachricht, dass das Federal Reserve-Casino wieder kostenlose Spielchips verteilt, hat eine hektischen Andrang ausgelöst, bei dem die Bären unter die Räder kommen, auch der arme Yogi-Bär:

 

Es gibt nur einen Haken an diesem Geschenk: Man muss reich sein. Und wenn man mehr als einen kostenlosen Glücksspielchip will, muss man superreich sein. Dann bekommt man einen Haufen Gratis-Chips.

 

Wenn du nicht reich bist – dann gibt’s nichts für dich, Schuldsklave! Wenn man bereits superreich ist, hat das Federal Reserve Casino für einen viele kostenlose Glücksspielchips, die man beliebig in fast jede Anlage "investieren" (heh) kann, da sie alle steigen: Gold, Silber, Bitcoin, Aktien, Anleihen, Bat Guano, Quatloos und natürlich das Shorten von Volatilität, da die Volatilität stirbt, wenn die Glücksspielchips umsonst sind.

 

Wenn du nicht reich bist, darfst du nur mit Bargeld spielen, das du aus hart verdienten Einnahmen gespart hast. Und da dein Einkommen seit Jahren oder Jahrzehnten stagniert, wenn es an die reale Inflation angepasst ist, bedeutet das, dass man nie den Hebel haben wird, den die Superreichen haben, um Vermögenswerte zu erwerben und man kann zusehen, wie sie immer neue Höhen erklimmen, während das Federal Reserve Casino weiterhin kostenlose Glücksspielchips an Finanziers, globale Konzerne, Banken und die Superreichen ausgibt.

 

Die Nicht-Reichen dürfen sich etwas leihen – aber nur zu hohen Zinssätzen, für wertlose College-Abschlüsse, schnell im Wert fallende Pick-Ups, Lebensmittel, Kaffeegetränke für $5, etc.

 

Was von all dieser Kreditaufnahme durch die Nichtreichen übrig bleibt, sind am Ende die Zinsen, die den Superreichen zustehen, die zufällig alle Schulden besitzen.

 

Der einzige Tisch des Federal Reserve Casinos, der für Nichtreiche offen ist, ist das Wohnen, aber mit Preisen auf dem Höhepunkt einer Blase – das ist eine riskante Wette. Obgleich man in der Medienberichterstattung der Konzerne nichts darüber finden wird: wenn man nach gesetzlichen Mitteilungen in den Zeitungen stöbert (ja, die Totbaum-Variante), wird man ein stetiges Rieseln von Zwangsvollstreckungen finden, da alle Verlierer aus dem Immmobilien-Roulette des Casinos von Unternehmen wie der Deutsche Bank National Trust Company als Treuhänder für Morgan Stanley ABS Capital I, Inc. zwangsvollstreckt werden. Trust und Deutsche Bank National Trust Company als Vertrags-Treuhänder für New Century Home Equity Loan Trust 2004-2.

 

Viele dieser ausgefallenen Hypotheken stammen aus der letzten Immobilienblase vor einem Jahrzehnt. Die Kreditgeber und Pools für hypothekarisch gesicherte Wertpapiere (rechtlich gesehen Trusts, die von Unternehmen wie der Deutsche Bank National Trust Company verwaltet werden) haben diese notleidenden Kredite (Non-Performing Loans, in der höflichen Sprache des finanziellen Ruins) in den Büchern gehalten, oft unter absichtlich irreführenden Vorwänden, um die Ungeheuerlichkeit der noch kommenden Verluste zu verschleiern.

 

Die Inhaber der ausgefallenen Hypotheken liquidieren langsam heimlich die Tausende von zwangsvollstreckten Häusern, nun, da absurde Bewertungen wieder die Norm sind. Da viele der zwangsvollstreckten Häuser nicht gepflegt wurden, holen sie auf dem Auktionsblock nicht viel heraus.

 

Der wichtigste Punkt hier ist, dass es Verlierer gibt, auch wenn die Federal Reserve kostenlose Glücksspielchips verschenkt. Da die Börse das wichtigste Signalinstrument ist, dass jeder Spieler ein Gewinner ist (also kaufen Sie weiter!), wird jeder in eine sehr gefährliche Selbstgefälligkeit geworfen, der die Schlagzeilen liest und den täglichen Berichten über Aktien, die auf neue Höchststände steigen, zuhört: Nur die Superreichen werden gerettet, wenn ihre Wetten schlecht ausgehen.

 

Der Rest von uns erstickt an seinen Verlusten, entweder auf einmal oder in bitteren Häppchen, während wir uns durch die finanzielle Ödnis schleppen, die nach dem Platzen von Blasen übrig geblieben ist.


 

http://www.alt-market.com/articles/3810-an-examination-of-the-leftist-cult-and-their-religion

 

Eine Auseinandersetzung mit dem Kult der Linken und ihrer Religion

 

von Brandon Smith, 18.09.2019

 

 

Es gibt ein verbreitetes Missverständnis unter neueren Aktivisten in der Freiheitsbewegung, dass die Idee der "falschen linken/rechten Weltanschauung" bedeutet, dass es kein politisches Spektrum gibt; dass der gesamte Vorstellung von links vs. rechts eine Erfindung ist. Das stimmt nicht ganz. Wenn wir über falsche Paradigmen in Bezug auf die Politik (oder Geopolitik) sprechen, meinen wir damit eigentlich die elitäre Klasse, die auch als Globalisten bekannt ist, und die Tatsache, dass sie keine linke oder rechte politische Orientierung haben. Sie interessieren sich nicht für Demokraten oder Republikaner, sie haben keine Loyalität zu einer der Parteien. Ihre Loyalität gehört ihrer eigenen Agenda, und sie werden BEIDE Seiten ausnutzen, um nach Möglichkeit das zu bekommen, was sie wollen

 

Jenseits der Globalisten fallen Durchschnittsmenschen in der Tat in ein politisches Spektrum, das in eine Reihe von grundlegenden Idealen oder Ideologien zerlegt und vereinfacht werden könnte.

 

Auf der linken Seite des Spektrums finden wir die Kollektivisten und Sozialisten, die glauben, dass die Gesellschaft (die Gruppe) wesentlich wichtiger ist als der Einzelne und dass das Handeln des Einzelnen streng überwacht und gesteuert werden muss, um negative Auswirkungen auf die Gruppe zu verhindern.

Das Kernargument der Linken lautet: "Wir sind alle Teil der Gesellschaft und müssen im Einklang mit der Gesellschaft handeln, damit das System weiter funktioniert. Die Bedürfnisse der Vielen überwiegen die Bedürfnisse der Wenigen...."

Auf der rechten Seite des Spektrums finden wir die Individualisten, Souveränitätsaktivisten und wahre Konservative. Menschen, die in unterschiedlichem Maße glauben, dass die Gesellschaft daran gehindert werden sollte, das Leben des Einzelnen zu bestimmen, und dass die Teilnahme an Gruppen freiwillig sein sollte. Wo Linke versuchen zu zentralisieren, versuchen die Menschen auf der rechten Seite zu dezentralisieren.

Das Argument des Konservativen ist: "Ohne das Individuum existiert die Gruppe nicht. Die Gruppe ist eine Abstraktion, die im Geist geschaffen wurde. Wenn sich Gruppen bilden, sollten sie nur existieren, um den inhärenten Bürgerrechten des Einzelnen zu dienen und sie zu schützen, nicht als Kontrollmechanismus schwacher Menschen, die Angst davor haben, alleine funktionieren zu müssen...."

Diese Trennung der Philosophien ist einfach und leicht zu verstehen. Wo sich die Dinge jedoch verwirren und sich zu vermischen beginnen, ist, wenn politische "Schleusenwärter" oder globalistisch kontrollierte Experten und Medienvertreter sich einmischen und die Sache verworrener machen. So gibt es beispielsweise einige ungeheure Fehlinterpretationen konservativer Prinzipien im Mainstream, insbesondere an Orten wie Europa, wo das Wort "konservativ" als schmutzig angesehen wird und kaum ausgesprochen wird. Schleusenwärter, die keine Loyalität zu tatsächlichen konservativen Werten haben, haben versucht, das Bild der Konservativen als Ganzes zu beschmutzen, indem sie sie auf dem falschen Weg führen oder als falsche Repräsentanten handeln.

Unvermeidlich versuchen diese Rattenfänger, Konservative dazu zu bringen, linke Ideologien zu unterstützen, wie z.B. große staatliche Einmischung in das Leben der Menschen, in die Politik anderer Nationen oder sogar in freie Märkte. Mit anderen Worten, sie wollen echte Konservative sabotieren, indem sie sie wie Heuchler aussehen lassen. Aber die Ideale des Konservativismus und der Zentralisierung schließen sich gegenseitig aus – Wenn ein Konservativer die große Regierungskontrolle unterstützt, ist er kein Konservativer mehr. Punkt.

Es ist sicherlich der Fall, dass ähnliche Schleusenwärter auf der linken Seite des Spektrums die Linken zu destruktiven Zwecken irreführen, aber nicht auf die gleiche Weise, wie sie versuchen, die Konservativen zu täuschen. Während Globalisten versuchen, Konservative zu täuschen, um eher wie Sozialisten zu handeln, so versuchen sie nicht, Linke dazu zu bringen, eher wie Konservative zu handeln. Vielmehr bringen sie Linke dazu, in ihren kollektivistischen Tendenzen noch extremer zu werden.

Das Endziel der globalistischen Intrigen ist es, schließlich einen Punkt zu erreichen, an dem JEDER in der Welt ein Anhänger der totalitären Zentralisierung ist – eine Welt, in der jeder Mensch ein Linker ist, ob er es nun erkennt oder nicht.

Wie sie dieses Ziel erreichen wollen, ist eher indirekt, aber potenziell sehr effektiv. Indem sie eine Seite (die politische Linke) auf die Spitze treiben, hoffen sie, die andere Seite (Konservative) dazu zu bringen, mit extremen Maßnahmen zu reagieren, die sie ansonsten als gegen ihre Prinzipien verstoßend betrachten würden. Um dieses Ergebnis zu vermeiden, müssen Konservative die Grundmotive und Widersprüche dessen verstehen, was zum linken Kult geworden ist. Um nicht dem Wahnsinn zu verfallen, müssen wir das Verhalten der Wahnsinnigen untersuchen.

Es ist schwer zu sagen, wo genau die Linke anfing, sich von einer Politik der Mitte zu lösen und zum Kommunismus aufzubrechen. Einige würden sagen, es begann, als die Frankfurt School of Academics während und nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA eingepflanzt wurde und die Ideologie des kulturellen Marxismus mitbrachte. Einige mögen argumentieren, dass sie dies seit den 1960er und 1970er Jahren während des Aufstiegs der Antikriegsbewegung und der zweiten Welle des Feminismus getan haben. Aber wenn Linke damals wütende Sozialisten waren, gab es unter ihnen nach dieser chaotischen Generation jahrzehntelang zumindest eine gewisse Selbstdisziplin hinsichtlich der Offenlegung ihrer wahren Absichten.

 

Ich würde ihre Transformation – oder ihre gewalttätige Mutation – näher an die von vor 20 Jahren rücken, als sich die Universitäten von einem Fokus auf praktische Fähigkeiten und MINT-Bereiche hin zu abgedroschenen Sozialwissenschaften verschoben haben. Dies war der Moment, in dem die Verschwörung zur vollständigen Radikalisierung der Linken wirklich umgesetzt wurde.

 

Die Colleges wurden zu Gebetsstätten, aber für eine neue Religion namens "Soziale Gerechtigkeit". Diese Religion stützt sich auf die Aufarbeitung und Wiederbelebung alter sozialer Konflikte, als ob die nicht schon Jahrzehnte zuvor von weitaus klügeren Menschen angegangen worden wären. SJWs (die Sozialen Gerechtigkeitskrieger) tun so, als ob Amerika nie mit Sklaverei, Rassismus, Frauenrechten, sexueller Orientierung usw. zurechtkommen wäre, als ob all diese Probleme im Hintergrund köcheln und auf die Krieger der Sozialen Gerechtigkeit warten würden, die uns endlich mit ihrer Anwesenheit beehren und diese Probleme lösen. Die Realität ist, dass es zwar IMMER Konflikte im Zusammenhang mit diesen Themen geben wird, aber heute keine Notwendigkeit für die Existenz von "Sozialer Gerechtigkeit" besteht. Sie sind Rebellen ohne berechtigten Grund, und so schaffen sie Ursachen aus heiterem Himmel.

 

Viele Experten bei der politischen Linken achten darauf, sich nicht öffentlich mit SJWs zu verbinden, und versuchen, Demokraten und Progressive als irgendwie getrennt darzustellen. Und für einige dieser Menschen mag das stimmen. Aber die Mantras und Desinformationen der Sozialen Gerechtigkeit haben die Sprache und das Gespräch der Demokraten absolut durchdrungen. Schleusenwärter-Medien wie die New York Times, Vox und The Atlantic haben dafür gesorgt, indem sie demokratisch orientierte Interneträume mit Artikel über Artikel aus schimpfbeladenen Leitartikeln überfluten, die so präsentiert werden, als wären sie faktischer Journalismus.

 

Viele dieser Artikel sind eher wie persönliche biographische Berichte und anekdotische Geschichten geschrieben; jeder linke Schriftsteller zetert, als wäre er der nächste Steinbeck, anstatt ein objektiver Ermittler von Fakten zu sein. Der wahre Journalismus ist im Mainstream jetzt gestorben – heiße Müllfabriken wie die New York Times und Vox haben ihn getötet und durch ein römisches Badehaus des Narzissmus und des Frevels ersetzt.

 

Die einzige Aufgabe dieser Verkaufsfabriken besteht nun darin, den linken Glauben weiter zu stärken. Die Schulen und Universitäten machten sie zu Eiferern; zu wahnsinnigen Anhänger dieses Kultes, aber die Medien halten sie auf dem Weg und sorgen dafür, dass sie nicht abweichen. Aber welche Überzeugungen definieren diese Religion jenseits vager Vorstellungen von "Sozialer Gerechtigkeit"? Lassen Sie uns ein paar Dinge untersuchen...

Burn It All Down?

Während der Molotow-Cocktail tatsächlich während des Winterkriegs von den Finnen erfunden (oder zumindest populär gemacht) wurde, um eine massive kommunistische Invasion aus der Sowjetunion zu stoppen, ist er heute zu einer Art Symbol der kommunistischen Rebellion im Westen geworden. Die Frankfurter Schule und der Marxismus im Allgemeinen lehren, dass bestehende Systeme nicht diplomatisch verändert, sondern durch die Ausnutzung sozialer Konflikte gewaltsam zerstört werden. Im traditionellen Marxismus war die Idee, den wirtschaftlichen Klassenkonflikt zu nutzen; die Unterschichten zu sammeln, um die Oberschicht zu stürzen. Der kulturelle Marxismus stützt sich nicht nur auf wirtschaftliche Disparitäten, sondern auch auf rassische und politische Spannungen, um eine Zivilisation zu zerstören.

Nachdem sich der Staub gelegt hat, versuchen die Sozialisten/Kommunisten, ihr eigenes "utopisches" System einzuführen und die Kontrolle zu übernehmen, während die Nation schwach und hilflos inmitten des vollständigen Zusammenbruchs liegt. Wenn das bestehende System und die Regierung zu ihren Gunsten arbeiten und ihr Gefühl des öffentlichen Einflusses nähren, loben Linke das über den Klee. Wenn es aufhört, 100% für sie zu arbeiten (und sei es auch nur an der Oberfläche), versuchen sie, es auseinander zu reißen und neu zu machen. Das sind die Menschen, mit denen man keine Schachpartie spielen kann. In dem Moment, in dem sie anfangen zu verlieren, schreien sie „Foul!“ und schmeißen das Brett wütend auf den Boden.

Wird jeder gleich geboren?

Dieser Gedanke ist biologisch absurd, aber er gewinnt in den Bewegungen der Linken an Dynamik. Im Wesentlichen glauben Kollektivisten, dass alle Menschen als unbeschriebenes Blatt geboren werden und dass ihre gesamte Persönlichkeit ein Produkt ihrer Umwelt ist. Während Psychologen, Anthropologen und Wissenschaftler aus dem gesamten Spektrum von Carl Jung über Joseph Campbell bis hin zu Stephen Pinker alle umfangreiche Beweise für angeborene psychologische Merkmale und inhärente Konstrukte innerhalb der menschlichen Psyche gezeigt haben, werden diese Beweise von Linken völlig ignoriert, da sie den meisten ihrer Grundannahmen zuwiderlaufen.

Wenn jeder Mensch anders geboren wird, dann wird die Fairness in der Gesellschaft subjektiv und unanwendbar, und nur auf Leistung, harte Arbeit und Verdienst kann man vertrauen, um festzustellen, was "fair" ist. Wenn die Charaktere der Menschen nicht unbedingt von ihrer Umgebung regiert werden, dann bedeutet das, dass es keinen Sinn macht, eine soziale Utopie zu schaffen, um jeden Aspekt unseres Lebens autoritär und detailorientiert zu führen. Wenn Psychopathen nicht gemacht, sondern geboren werden, dann wird die Frage nach dem inhärenten Bösen möglich, und nach Ansicht der Linken gibt es keine bösen Menschen, sondern nur böse Systeme, die den Geist guter Menschen verderben. Wenn das Geschlecht angeboren ist und die überwiegende Mehrheit der Menschen auf die eine oder andere psychologische, nicht nur biologische Seite fällt, dann können Linke nicht mehr behaupten, dass das Geschlecht ein soziales Konstrukt ist, das aufgelöst werden muss.

Das unbeschriebene Blatt, die Tabula Rasa, ist ein Schlüsselfaktor in der linken Religion, der um jeden Preis verteidigt werden muss. Andernfalls fällt die Hälfte ihrer Ideologie auseinander.

Alles kann und sollte heiter sein?

Jeder, der eine Weile selbständig in der Welt gelebt hat, weiß sehr wohl, dass das Leben nicht darauf ausgerichtet ist, heiter zu sein. Einige Menschen werden mit Vorteilen geboren, während andere mit Behinderungen geboren werden. Einige Vor- und Nachteile haben mit Familie und Vermögen zu tun, während andere einfach genetisch bedingt sind. Es gibt nichts, was jemals dagegen getan werden kann, was unsere Spezies nicht zerstören würde. Was die Linken anscheinend nicht begreifen, ist, dass wahrgenommene Nachteile nicht immer eine schlechte Sache sind.

Menschen, die kämpfen und die Hindernisse des Lebens überwinden, sind in der Regel viel klüger und geschickter als Menschen, die sich nie anstrengen mussten. Linke wollen alle Widrigkeiten beseitigen, nicht im Namen der Chancengleichheit, sondern im Namen des gleichen Ergebnisses. Dabei machen sie die gesamte Gesellschaft schwächer, kümmerlicher, weniger innovativ und weniger produktiv. In einer linken Welt müsste die Menschheit künstliche "Lager der Widrigkeiten" errichten, nur um ihre Überlebensinstinkte zu erhalten. Aber dann würden natürlich auch diese Lager irgendwann durch den Fairness-Filter gehen.....

"Intellekt" ist wichtiger als Erfahrung?

Linke verehren den Intellekt als eine göttliche Macht. So sehr, dass die Vorstellung einer realen Welterfahrung ihnen selten in den Sinn kommt, der für Entscheidungen oder Meinungsbildung so wichtig ist. Wenn die Krieger der Sozialen Gerechtigkeit von Dingen wie "Rassismus" sprechen, haben die meisten von ihnen nie einen legitimen Rassismus erlebt und werden ihn wahrscheinlich auch nie erfahren oder erleben. Sie lesen darüber in Büchern und hören darüber in Vorträgen, haben aber keine persönliche Beziehung dazu. Sie glauben, dass es überall grassiert, an jeder Ecke und unter jedem Bett, weil sie es müssen. Ihre Realität hängt vom blinden Glauben ab, dass dies wahr ist.

 

Die Idee der sozialen Ungleichheit zwischen Männern und Frauen beruht auch auf dem blinden Glauben an falsch dargestellte Statistiken und betrügerische Berichte über Verbrechen, die nie begangen wurden. Bis heute argumentieren diese Leute immer noch, dass das "Lohngefälle der Geschlechter" real ist, obwohl es endlos entlarvt wurde. Dieses Verhalten erfordert eine kultähnliche Hingabe an diese Fantasie. Es ist nicht normal oder logisch, es ist eine extreme Geisteskrankheit. Wenn diese Menschen in die Arbeitswelt gehen und reale Geschäftsmodelle studieren und mit Männern und Frauen sprechen würden, die nicht Mitglieder ihrer eigenen Echokammer sind, würden sie die Erfahrung machen, dass ihre Annahmen falsch sind, aber wenn intellektuelle Vorstellungen die Beobachtung aus erster Hand überwiegen, gibt es keine Hoffnung darauf.

 

Konservative sind böse Menschen?

 

Diesen Aufsatz habe ich teilweise deswegen angefangen, weil ich einen ständigen Strom von Artikeln in den Mainstream-Medien bemerkt habe, die sich als Studien über "konservative Extremisten" tarnen. Ich denke, wenn sie uns ungenau analysieren, dann können wir das besser machen und sie so genau wie möglich analysieren. Wenn ich einige dieser Stücke lese, stelle ich fest, dass Linke ihre eigene Sprache völlig getrennt vom Rest der Welt und der Realität geschaffen haben. Was sie als "Rassismus", "Frauenfeidlichkeit" oder "Faschismus" interpretieren, passt nicht in die Definition dieser Etiketten im Lehrbuch. Sie haben ihr eigenes verwirrendes Vokabular entwickelt, das mit erfundenen Wörtern und unlogischen Konzepten gefüllt ist, um die Welt in einer Weise zu beschreiben, die ihren Wünschen entspricht und ihre Anschuldigungen unterstützt.

 

Konservative leben nicht in dieser Welt, und offen gesagt, wollen wir das auch niemals. Für sie sind wir Ketzer oder Barbaren. In ihren Augen sind wir die schmutzigen Unberührbaren, die "Bedauernswerten". Wir können nicht gerettet werden und sollten zerstört werden. Eiferer versuchen immer, ideologische Außenseiter als Todfeinde zu behandeln, auch wenn diese Individuen ihnen nichts getan haben. Tatsache ist, dass die meisten modernen politischen Verbrechen und Völkermorde im Namen sozialistischer Ideale verhängt wurden; im Namen von Konzepten, die der Linken teuer sind. Wir leiden wir im Namen der Globalisierung weiter unter diesen Idealen.

 

Wie viele Menschen haben durch Dezentralisierung und individuelle Rechte gelitten? Nicht viele, wenn überhaupt. Wie viele Menschen wurden im Namen des Nichtangriffsprinzips ausgerottet? Antworte: Null. Konservative sind sicherlich nicht böse oder extrem. Aber in der Grauzone des linken Denkens sind wir die Monster.

 

Deshalb wird das linke Verhalten so unverständlich. Konzerngiganten wie Sony, Disney, Netflix, Facebook, Google usw. haben sich dafür entschieden, die Ideologie der öffentlichen sozialen Gerechtigkeit zu erzwingen, und haben ihr Geschäft in Gefahr gebracht, weil immer weniger Menschen jene Religion kaufen, die sie verkaufen. Dasselbe gilt für Unternehmen wie Gillette oder Starbucks, die bereit sind, ihren eigenen Kundenstamm zu beleidigen und sich selbst zu sabotieren, nur um das Evangelium der Sozialen Gerechtigkeit zu predigen. Warum sollten sie das tun? Weil sie Konservative als dämonische Kraft sehen, die aus der zivilisierten Gesellschaft gelöscht werden muss. Wir dürfen nicht einmal gehört werden, sonst wird die böse Magie unserer Argumente die Massen hypnotisieren und sie vom Licht des kulturellen Marxismus abbringen.

 

Ein weiterer verdeckter Grund ist, dass Globalisierer durch den Einsatz von populären Medien und den Einfluss der Konzerne in der Lage sind, die nützlichen Idioten auf der linken Seite auszunutzen und sie zu manipulieren, um noch absurder zu handeln als sie es bereits tun. Und infolge dessen hoffen sie, die Konservativen so zu erschrecken, dass sie als Verteidigungsreaktion die Verfassung wegwerfen und komplett faschistisch werden. Sie sind durchaus bereit, ganze Unternehmensstrukturen zu zerstören, um dies zu ermöglichen. Sie setzen alles aufs Spiel.

 

Die linken Götter

 

Die Soziale Gerechtigkeit, die den Atheismus umarmt, scheint sie unerfüllt zurückzulassen, da ihre Existenzerklärungen die angeborene menschliche Beziehung zum Metaphysischen nicht befriedigen. Infolgedessen sucht der linke Kult heutzutage immer nach Göttern, und die alles umfassende Regierung fungiert vorerst als Stellvertreter. Die nächste Gottheit der Linken ist eindeutig die Natur, oder "Mutter Erde", da dieser Gott ihr Bedürfnis nach einer rachsüchtigen und allmächtigen Kraft erfüllt.

 

Viele Linke wünschen sich verzweifelt eine Art Apokalypse, aber eine Apokalypse unter ihren Bedingungen. Die Globalisten geben ihnen eine – oder zumindest eine lächerliche Version namens "Klimawandel", in der die Menschheit die Natur mit ihrer Produktion und ihrem Fortschritt verärgert, aber von der Katastrophe niedergeschlagen wird, während die frommen Linken in ihrer Reinheit zusehen, wie sie sagen: "Wir haben versucht, dich zu warnen, aber du wolltest nicht bereuen....". Dies ist natürlich eine Fiktion, die auf Junk-Science basiert, die von Organisationen mit Agenden finanziert wird, die die echte Wissenschaft und den gesunden Menschenverstand untergraben wollen.

 

Die Lösung für diese Apokalypse ist zufälligerweise immer mehr Regierung, immer mehr Kontrolle über den menschlichen Handel und Fortschritt, Bevölkerungsrückgang und vielleicht sogar globale Regierungsgewalt in allen Bereichen des Lebens. Andernfalls könnten wir den Zorn des großen linken Kriegsgottes der Zerstörung erregen – die durch Kohlendioxid verursachte globale Erwärmung. In den Köpfen der Linken wird das der Moment sein, in dem wir alle verstehen werden, dass sie die Vernünftigen waren, dass ihr Kult die ganze Zeit über richtig war, und wir werden freiwillig zu ihnen kommen und uns vor ihrer mächtigen intellektuellen Überlegenheit niederwerfen.

 

Es ist diese Art von ignorantem Denken, die die Linke zu einem leicht ausnutzbaren Werkzeug für die Machthaber macht. Das ist auch die Quelle der Katastrophe im Verlauf der Zeit. Der Versuch, an die bessere Natur dieser Menschen zu appellieren, wird uns nicht helfen, da sie zu sehr in ihrer eigenen Dimension verloren sind, und auch nicht, wenn man die große Regierung als Waffe gegen sie einsetzen würden. Es ist ein ziemliches Rätsel.


https://www.craigmurray.org.uk/archives/2019/06/the-broader-view-reveals-the-ugliest-of-prospects/

 

Ein größerer Überblick offenbart die hässlichsten Aussichten

 

von Craig Murray, 17.06.2019

 

 

Wenn man etwas Abstand nimmt und die Ereignisse der letzten Wochen beobachtet, ergibt das einen düstereren Blick auf den aktuellen Zustand der westlichen Demokratie.

Wir haben anscheinend im Golf von Oman die am wenigsten überzeugende Flag Flag gesehen. Ich habe bereits erläutert, warum es unwahrscheinlich ist, dass der Iran gerade diese Schiffe angreifen würde.

https://www.craigmurray.org.uk/archives/2019/06/the-gulf-of-credibility/

 

Seitdem haben wir amerikanische Militärquellen, die auf Videobeweise eines voll besetzten kleinen iranischen Bootes verweisen, das angeblich eine Haftmine von jenem Schiff entfernt, an dessen Rettung die Iraner beteiligt waren, was irgendwie beweisen soll, dass es die Iraner waren, die das angebliche Objekt platziert haben. Wir haben auch erlebt, dass der japanische Eigentümer dem amerikanischen Bericht ausdrücklich widerspricht und sagt, dass das Schiff von fliegenden Objekten getroffen wurde.

Die Iraner haben sicherlich eine seltsame Methode der Bombenentschärfung, wenn sie das mit ungeschütztem Personal durchführen, wobei so viele wie möglich in ein kleines Boot gepfercht werden, das in direktem Kontakt mit der "Mine" steht. Es ist auch schwer zu erklären, warum die angeblichen "Haftminen" vier Fuß über der Wasserlinie liegen.

 

 

Haft-Minen platziert man unterhalb der Wasserlinie. Die Gründe dafür sind vielfältig. Erstens werden Löcher über der Wasserlinie ein Schiff nicht versenken. Zweitens hilft das Gewicht des Wassers, die Explosion gegen das Schiff zu richten. Drittens ist es offensichtlich schwieriger, sowohl den Taucher, der die Mine platziert hat, als auch die einmal platzierte Mine zu erkennen, wenn sie sich unter Wasser befindet. Tatsächlich wäre es für einen Taucher sehr schwierig, eine Haftmine vier Fuß über der Wasserlinie zu platzieren, selbst wenn er es wollte.

Es scheint eine bemerkenswerte Diskrepanz zwischen der weit verbreiteten populären Verachtung für einen weiteren gefälschten Kriegsgrund der westlichen Mächte im Nahen Osten und der nahezu universellen Komplizenschaft der britischen politischen Klasse und der Medienklasse bei der Verbreitung dieser transparenten Lüge zu bestehen. Es ist, als ob sogar der Vorwand, die Wahrheit und die Tatsache zu respektieren, innerhalb des britischen Regierungssystems einfach fallen gelassen wurde. Was uns sehr beunruhigen sollte.

Die zweite Entwicklung sollte die größte Mediengeschichte des Jahrzehnts in Großbritannien sein – wenn wir so etwas wie freie und ehrliche Medien hätten. Mike Pompeo, US-Außenminister, machte die Absicht der Trump-Regierung deutlich, die Wahl von Jeremy Corbyn zum Premierminister zu verhindern. Pompeo sagte vor einem Treffen jüdischer Führer:

 

Es könnte sein, dass Mr. Corbyn es schafft, den Spießrutenlauf zu überstehen und gewählt zu werden. Es ist möglich. Ihr sollt wissen, wir werden nicht warten, bis er diese Dinge tut und beginnt, sich zu wehren.“

 

Diese eklatante Einmischung einer ausländischen Macht in die Demokratie des Vereinigten Königreichs ist ein absoluter Skandal. Vergleichen Sie den Mangel an Medienfuror über Pompeos Intervention mit den lächerlichen Behauptungen über weitaus weniger entschiedene russische Einflussversuche. Dieser Vorfall ist ein unbestreitbarer Beweis dafür, dass die Welt tatsächlich so funktioniert, wie ich es hier seit einem Jahrzehnt erkläre. Es ist keine "Verschwörungstheorie", dass die Demokratie durch verborgene Kräfte manipuliert wird, sondern eine Tatsache. Besonders aufschlussreich ist Pompeos Beschreibung von Corbyns Weg zur Wahl als "Spießrutenlauf". Noch aufschlussreicher ist die oberflächliche Berichterstattung über diese Geschichte, und ich habe bis heute keine Beweise dafür gesehen, dass ein MSM-Journalist" versucht, eine Folgeuntersuchung über die Methoden durchzuführen, die die USA gegen Corbyn anwenden wollen – oder wahrscheinlich bereits anwenden.

Jeder sollte dabei vor Zorn glühen, egal wen man wählt.

Etwas anderes, das die Wahrheit darüber enthüllte, wie die politische Welt jetzt funktioniert, und was wiederum nicht annähernd die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zog, die sie verdient, war Matt Kennards erstaunliche Offenbarung darüber, wie der Guardian von den Geheimdiensten übernommen wurde. Ich erkläre seit Jahren, dass der Guardian zur bevorzugten Nachrichtenquelle der Sicherheitsdienste geworden ist, und es ist sehr hilfreich, über Dokumente zu verfügen, um dies zu beweisen.

 

(Anm.d.Ü.: zu DSMA siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/DSMA-Notice

 

Es ist erwähnenswert, dass der Guardian der Anordnung des DSMA-Ausschusses vollständig gehorchte, Pablo Miller in der Berichterstattung über die Fantasy-Version der Skripal-Geschichte des Geheimdienstes nicht zu erwähnen. Wie Kennard betont, ist es auch sehr interessant, dass der Guardian die von Luke Harding fabrizierte Titelseitenstory über ein Manafort/Assange-Treffen veröffentlicht hat – zwei Wochen nachdem MOD-Direktor Dominic Wilson (Direktor im britischen Verteidigungsministerium) dem stellvertretenden Guardian-Redakteur Paul Johnson zur "Wiederherstellung der Verbindung" mit den Geheimdiensten gratulierte hatte. Der Guardian ist, wie andere britische Zeitungen, von den Militär- und Geheimdiensten kontrolliert, wie in jeder anderen anständigen Autokratie

 

Übrigens kann ich Matt Kennards ausgezeichnete Arbeit nirgendwo finden, außer in diesem Twitter-Stream. Sicherlich gibt es irgendwo einen Artikel auf einer Website? Ich kann bei Google nichts finden, aber da es sich genau um die Art von Informationen handelt, die Google routinemäßig unterdrückt, bedeutet das nicht, dass es nicht da draußen ist. Hat es jemand gesehen?

 

Schließlich haben wir natürlich gesehen, wie Sajid Javid (der britische Innenminister) den Auslieferungsantrag für Julian Assange unterschrieben hat, der in die Vereinigten Staaten geschickt werden soll, wegen des "Verbrechens", wahrheitsgemäße Informationen über die Rechtswidrigkeiten der US-Regierung zu veröffentlichen. Julians Auslieferungsanhörung wurde entgegen der üblichen Praxis durchgeführt, obwohl er zu krank war, um persönlich anwesend zu sein. Und es wurde von Richterin Arbuthnot geleitet, trotz der Tatsache, dass ihr Mann ein ehemaliger Tory-Verteidigungsminister ist, der in Zusammenarbeit mit einem ehemaligen Chef des MI6, dem Kriegsverbrecher John Scarlett, eine "Sicherheitsberatungsfirma" gründete, die die Herstellung des Lügendossiers über irakische Massenvernichtungswaffen beaufsichtigte, um einen illegalen Angriffskrieg zu starten, der Millionen getötet und verstümmelt hat. Das Assange-Team hatte sie gebeten, sich wegen dieser ziemlich offensichtlichen Verbindung zurückzuziehen, aber sie hat abgelehnt. Bei einer früheren Anhörung verspottete sie Assange mit der Beobachtung, dass er in der Botschaft auf einem 1,5 Meter breiten kleinen Balkon ausreichend Bewegung bekomme.

 

So wie sich der Guardian nie für die totale Lüge der Assange/Manafort-Geschichte entschuldigt oder sie zurückgezogen hat, so hat sich auch die die Identitätspolitik fördernde falsche "Linke" nie für ihre Verfolgung von Assange wegen sexueller Anschuldigungen in Schweden entschuldigt, die nach einer kleinen Prüfung sich offensichtlich als ein Anlass entpuppten, der dazu bestimmt war, ihn in Gewahrsam zu nehmen. Persönlichkeiten wie David Allen Green, Joan Smith und David Aaronovitch, unter vielen anderen eitrigen Schmierfinken, die diejenigen von uns verspottet und verachtet haben, die immer gesagt haben, dass Assange wegen seiner Veröffentlichungen nicht nach Schweden, sondern in die Vereinigten Staaten ausgeliefert würde, sie haben sich als bestenfalls dumme, naive und unwissentliche Werkzeuge des Staates und eher als unaufrichtige und bösartige Propagandisten entpuppt.

 

Dieser kurze Überblick über aktuelle Themen zeigt, dass westliche Regierungen nicht nur lügen und fälschen, sondern dass sie es wirklich aufgegeben haben, so zu tun als würden sie es nicht tun. Der Machtmissbrauch ist nackt, und die Propaganda wird durch die kleinste Anstrengung offenbart, den dünnen Lack der Demokratie abzukratzen.

 

Ich kann es kaum glauben, dass ich in einer Zeit lebe, in der Assange leidet, weil er die Wahrheit sagt, in der ein engagierter Antirassist wie Corbyn täglich falschen Anschuldigungen des Rassismus ausgesetzt ist und in der die USA und die Geheimdienste die Bemühungen unterstützen, seine demokratischen Aussichten zu vereiteln, in der die lächerlichste False Flag gezeigt wird, um uns in einen Krieg mit dem Iran zu führen, und in der es keinen Anschein von wirklich unabhängigen Medien gibt. Aber ganz klar, wir sind an diesem Punkt. Dies hat auch etwas mit der massiven und schnell wachsenden Ungleichheit des Reichtums zu tun; die Erosion der Freiheit ist die notwendige Voraussetzung dafür, dass die Ultrareichen den Rest von uns plündern können. Es bleibt meine Hoffnung, dass es irgendwann zu einer öffentlichen Reaktion gegen diese politischen Klassen kommen wird, so stark, wie es die Situation erfordert.

 

 

*

 

 

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https://www.craigmurray.org.uk/archives/2019/06/the-broader-view-reveals-the-ugliest-of-prospects/


Der Gedanke, dass die Veröffentlichung der DNC Emails durch einen Hack – nicht durch ein Leak – zustande kamen, ergibt immer weniger Sinn, schreibt Daniel Lazare.

 

 

 

https://consortiumnews.com/2019/06/12/why-didnt-mueller-investigate-seth-rich/

 

 

 

Warum hat Mueller nicht die Sache mit Seth Rich untersucht?

 

 

 

Von Daniel Lazare, 12.06.2019

 

 

 

 

 

Nachdem die Konzernpresse von Anfang an jeden einzelnen Aspekt des Pseudo-Skandals Russiagate verpfuscht hat, nutzt sie nun den Mueller-Bericht, um die Debatte über eine der wichtigsten noch offenen Fragen der Präsidentschaftswahl 2016 zu beenden: die Ermordung des Mitarbeiters des Demokratischen Nationalkomitees (DNC) Seth Rich.

 

 

 

Niemand weiß, wer Rich am 10. Juli 2016 in Washington, D.C. getötet hat. Alles, was wir wissen, ist, dass er um 4:19 Uhr in dem Wohnviertel Bloomingdale "mit sichtbaren Schusswunden am Rücken" gefunden wurde, so der Polizeibericht. Bei Bewusstsein und noch atmend wurde er in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, wo er um 5:57 Uhr für tot erklärt wurde.

 

Die Polizei hat die Verwirrung noch verstärkt, indem sie Informationen nur in kleinsten Portionen stückweise veröffentlicht hat. Richs Mutter Mary erzählte den lokalen Fernsehnachrichten, dass ihr Sohn mit seinen Angreifern gekämpft hatte: "Seine Hände waren zerschrammt, seine Knie verletzt, sein Gesicht ist gequetscht, und doch hatte er zwei Schüsse im Rücken, und doch haben sie ihm nichts weggenommen......". Sie nahmen ihm grundlos sein Leben genommen. Sie haben ihn nicht ausgeraubt, sie haben ihm einfach das Leben genommen."

 

Aber die Polizei sagte kurz nach dem Mord, dass sie keinen unmittelbaren Hinweis darauf habe, dass Raub ein Motiv sei. Trotz des Berichts seiner Mutter über zwei Schüsse in den Rücken, hat der lokale Gerichtsmediziner nur gesagt, dass die Todesursache eine Schusswunde am Oberkörper war. Laut Richs Bruder Aaron war Seth "sehr aufmerksam, sehr gesprächig", als die Polizei ihn auf dem Bürgersteig liegen sah. Dennoch haben sich die Polizisten geweigert zu sagen, ob er seinen Angreifer beschrieben hat. Einen Monat später gaben sie eine Erklärung heraus, dass "es keinen Hinweis darauf gibt, dass der Tod von Seth Rich mit seiner Anstellung bei der DNC zusammenhängt", weigerten sich aber, dies näher zu erläutern.

 

Das Ergebnis ist eine Streuung von unzusammenhängenden Fakten, die verwendet werden können, um fast jede Theorie zu unterstützen, von einem zufälligen Töten bis hin zu einem politischen Attentat. Nichtsdestotrotz ist sich Robert Mueller sicher, dass der Mord nichts mit den E-Mails zu tun hatte – so wie er sich 2003 sicher war, dass der Irak mit Massenvernichtungswaffen übersät war, die „eine klare Bedrohung für unsere nationale Sicherheit darstellen“.

 

Mueller Theorie über Assange ist „heuchlerisch“

 

Mueller ist sich ebenso sicher, dass WikiLeaks-Gründer Julian Assange allein dadurch, dass er die Sorge äußerte, dass der Mord etwas mit der Veröffentlichung Tausender von DNC-E-Mails weniger als zwei Wochen später zu tun gehabt haben könnte, versucht habe, die eigentliche Quelle, nämlich Russland, zu schützen.

 

So heißt es im Mueller-Bericht:

 

"Ab Sommer 2016 gaben Assange und WikiLeaks eine Reihe von Aussagen über Seth Rich ab, einen ehemaligen DNC-Mitarbeiter, der im Juli 2016 getötet wurde. Die Aussagen über Rich implizierten fälschlicherweise, dass er die Quelle der gestohlenen DNC-E-Mails gewesen sei. Am 9. August 2016 wurde dieser @WikiLeaks Tweet veröffentlicht: "ANKÜNDIGUNG: WikiLeaks hat beschlossen, eine Belohnung von 20.000 US-Dollar für Informationen auszusetzen, die zur Überführung wegen der Ermordung des DNC-Mitarbeiters Seth Rich führen".

 

Ebenfalls am 25. August 2016 wurde Assange in einem Interview gefragt: "Warum interessierst du dich so sehr für den Mörder von Seth Rich?" und er antwortete: "Wir sind sehr an allem interessiert, was eine Bedrohung für angebliche WikiLeaks-Sourcen sein könnte. Der Interviewer antwortete auf Assanges Aussage mit den Worten: "Ich weiß, dass Sie Ihre Quelle nicht preisgeben wollen, aber es klingt sicherlich so, als würden Sie einen Mann vorschlagen, der Informationen an WikiLeaks weitergegeben hat, der dann ermordet wurde.

 

Assange antwortete: "Wenn es jemanden gibt, der möglicherweise mit unserer Veröffentlichung in Verbindung steht, und diese Person unter verdächtigen Umständen ermordet wurde, bedeutet das nicht unbedingt, dass die beiden verbunden sind. Aber es ist eine sehr ernste Angelegenheit.... diese Art von Anschuldigungen sind sehr ernst, sie werden von uns sehr ernst genommen". (Bd. 1, S. 48-49).

 

Das ist es, was der Bericht Müller als "heuchlerisch" bezeichnet. Das Fazit löste Jubel in den Redaktionen der Konzernpressse aus, wo die Feindseligkeit gegenüber Russland und WikiLeaks hoch ist. "Die Verschwörungstheorie von Seth Rich muss jetzt beendet werden", erklärte Vox.com. "Der Bericht des Sonderermittlers bestätigte diese Woche, dass Seth Rich... nicht die Quelle war", sagte die New York Times. "Der Mueller-Bericht beendet vielleicht nicht die Debatte über das, was Präsident Donald Trump getan hat", fügte Politifact vom Poynter Instituts hinzu, "aber er hat eine Verschwörungstheorie ruiniert, die einen ermordeten Mitarbeiter der Demokratischen Partei und WikiLeaks betrifft."

 

Für andere eine Verschwörungstheorie

 

Aber alles, was der Mueller-Bericht tat, war, eine Verschwörungstheorie durch eine andere zu ersetzen, die den Kreml und seine Handlanger betrifft, was ebenso wenig überzeugend ist.

 

Bemerkenswert ist, dass es im Mueller-Bericht nichts gibt, was darauf hindeutet, dass der Sonderermittler die forensischen Beweise unabhängig überprüft oder Familienmitglieder und Freunde befragt hat. Er hat Assange, die Person in der besten Position, um zu wissen, wer die Daten geliefert hat, schon gar nicht interviewt, obwohl Craig Murray, der ehemalige britische Diplomat, der als inoffizieller WikiLeaks-Sprecher fungiert, sagt, dass der WikiLeaks-Gründer "sehr bereit gewesen wäre, Mueller Beweise zu liefern", während er in der ecuadorianischen Botschaft in London gefangen war, "was per Video-Link, Interview in der Botschaft oder durch schriftliche Mitteilung hätte geschehen können", sagte Murray

 

Muellers Team unternahm keine Anstrengungen, ihn zu kontaktieren, obwohl er öffentlich erklärt hat, dass er sich heimlich mit einem Mitarbeiter des Leakers in der Nähe des Campus der American University in Washington traf.

 

Warum nicht? Weil Mueller nicht wollte, dass irgend etwas, was seine a priori angenommene Annahme, Russland sei die schuldige Partei, stören könnte. Hätte er sich gegen die Geheimdienstgemeinde gestellt, die – wie in einer formalen Bewertung im Januar 2017 dargelegt – festgestellt hatte, dass der russische Präsident Wladimir Putin eine Einflusskampagne anordnete, die darauf abzielte, Hillary Clintons Kandidatur zu untergraben – wäre das auf allen Titelseiten gewesen, da eine Anti-Trump-Presse die Bewertung bereits als Evangelium akzeptiert hatte. Aber Müller ist viel zu sehr eine Establishment-Kreatur, um etwas so Rücksichtsloses zu tun.

 

So wählte er Beweise zur Unterstützung der offiziellen Theorie, dass "die russische Regierung sich in die Präsidentschaftswahl 2016 umfassend und systematisch eingemischt hat", wie es im Bericht auf der ersten Seite heißt. Und da Assange immer wieder behauptet hatte, dass die Daten das Ergebnis eines Inside-Lecks und nicht eines internen Hacks seien und dass "unsere Quelle nicht die russische Regierung sei," wählte er die Beweise so aus, um zu zeigen, dass Assange ein Lügner ist, nicht nur über Russland, sondern auch über Seth Rich.

 

Kryptischer Austausch

 

Das ist eine Schutzbehauptung, die die Konzernmedien komplett geschluckt haben, weil es auch ihren Interessen dient. Ein Problem bei der Aufdeckung ist jedoch Assanges Versprechen – ein Kernstück der WikiLeaks-Mission – die Identität jener Informanten zu schützen, die sie mit Informationen versorgen. Das Ergebnis war eine Menge Gerede um den heißen Brei herum. Einen Monat nach dem Mord erschien der Gründer von WikiLeaks in der niederländischen Sendung "Nieuwsuur" und nahm an einem kryptischen Austausch mit dem Journalisten Eelco Bosch van Rosenthal teil:

                       Assange während der Unterhaltung mit Rosenthal (YouTube)

 

 

 

Assange: Whistleblower unternehmen erhebliche Anstrengungen, um uns Material zu verschaffen und gehen sehr große Risiken ein. Es gibt einen 27-jährigen – er arbeitet für das DNC – der vor wenigen Wochen aus unbekannten Gründen in den Rücken geschossen und ermordet wurde, als er in Washington die Straße entlang ging, also.......

 

 

 

Rosenthal: Das war nur ein Raubüberfall, glaube ich, nicht wahr?

 

 

 

Assange: Nein, es gibt kein Ergebnis, also...

 

 

 

Rosenthal: Was deutest du an?

 

 

 

Assange: Ich weise darauf hin, dass unsere Quellen Risiken eingehen, und sie werden besorgt, wenn sie solche Dinge sehen.

 

 

 

Rosenthal: Aber war er dann eine deiner Quellen? Ich meine...

 

 

 

Assange: Wir kommentieren nicht, wer unsere Quellen sind.

 

 

 

Rosenthal: Aber warum die Andeutung machen, dass ein junger Mann auf den Straßen von Washington erschossen wurde?

 

 

 

Assange: Weil wir verstehen müssen, wie hoch die Einsätze in den Vereinigten Staaten sind und dass unsere Quellen, Sie wissen schon, ernsthaften Risiken ausgesetzt sind. Deshalb kommen sie zu uns – damit wir ihre Anonymität schützen können.

 

 

 

Rosenthal: Aber es ist schon etwas Besonderes, einen Mord zu vermuten. Das ist im Grunde genommen das, was du tust.

 

 

 

Das war schon fast eine Bestätigung von Assange, dass Rich mit dem Leck verbunden war, ohne es tatsächlich zu sagen. Stunden später twitterte WikiLeaks über die 20.000 Dollar Belohnung.

 

 

 

Vier Monate später erzählte Craig Murray Scott Horton vom Libertarian Institute: "Versteh mich nicht falsch, ich sage nicht, dass er die Quelle der Lecks war. Was ich sage, ist, dass es wahrscheinlich kein unfairer Hinweis darauf ist, dass WikiLeaks glaubt, dass er von jemandem getötet worden sein könnte, der dachte, er sei die Quelle der Lecks." (Zitat beginnt um 11:20 Uhr.)

 

 

 

Dank solch nebliger Rhetorik war es fast unvermeidlich, dass sich Verschwörungstheorien entzünden würden. Zwei Monate nach der Ermordung wandte sich ein ultrakonservativer Talkshow-Moderator namens Jack Burkman – bekannt für die Organisation einer Protestkampagne gegen die Einstellung eines offen schwulen Football-Spielers namens Michael Sam durch die Dallas Cowboys – an Mitglieder der Familie Rich und bot an, in ihrem Namen eine Untersuchung einzuleiten.

 

 

 

Die Familie sagte zu, aber dann zog sie sich zurück, als Burkman großspurig verkündete, dass der Mord eine Aktion des Kremls war. Ein Jahr später wurde die Sache noch bizarrer, als Kevin Doherty, ein Ex-Marine, den Burkman für die Untersuchung angeheuert hatte, seinen Ex-Boss in ein Marriott Hotel in Arlington, Virginia lockte, wo er ihn zweimal in den Hintern schoss und dann versuchte, ihn mit einem gemieteten SUV zu überfahren. Doherty erhielt im vergangenen Dezember eine neunjährige Haftstrafe

 

 

 

Die rechte Washington Times berichtete unterdessen, dass WikiLeaks Seth und Aaron Rich eine nicht genannte Summe gezahlt hatte, eine Geschichte, die sie zurückziehen musste, und Fox News nannte Seth ebenfalls als Quelle. (Ein sympathischer Richter wies eine von der Familie Rich eingereichte Klage aus technischen Gründen ab.) Aber noch immer brodelte die Spekulation weiter, wobei konservative Knallköpfe jeden beschuldigten, von der ehemaligen DNC-Vorsitzenden Debbie Wasserman Schultz bis zur amtierenden DNC-Vorsitzenden Donna Brazile, dem Wahlkampfvorsitzenden von Clinton, John Podesta und Bill und Hillary selbst.

 

 

 

All das spielt in die Hände einer Konzernpresse, die gerne jeden Verdacht als Produkt einer rechtsextremen Paranoia abschreibt.

 

 

 

Aber wenn die Spekulation sich weigern zu sterben, dann aus einem einfachen Grund. Wenn die DNC-E-Mail-Offenlegung ein Hack war, dann hatte Rich offensichtlich nichts damit zu tun, was bedeutet, dass sein Tod nichts weiter als ein schief gelaufener Raub war. Aber wenn es ein Leck war, dann sieht es – basierend auf den umfassenden Hinweisen von Assange und Murray – so aus, als könnte die Geschichte durchaus komplizierter sein. Das beweist an sich nichts. Aber es garantiert, dass die Fragen zunehmen, solange die Washingtoner Polizei bei ihren Ermittlungen keine Fortschritte macht und der Mueller-Bericht weiterhin auseinander fällt.

 

 

 

Und das ist genau das, was passiert. Muellers Darstellung, wie russische Geheimdienste WikiLeaks angeblich mit gestohlenen Daten versorgt haben, macht keinen Sinn, denn laut Chronologie des Berichts verließ die Übertragung WikiLeaks innerhalb von nur vier Tagen, um etwa 28.000 E-Mails und andere elektronische Dokumente auf ihre Echtheit und Unverändertheit zu überprüfen – eine klare Unmöglichkeit. (Siehe "The 'Guccifer 2.0' Gaps in Mueller's Full Report", 18. April.)

 

 

 

Die FBI-Einschätzung, dass Paul Manaforts Mitarbeiter Konstantin Kilimnik "Verbindungen zum russischen Geheimdienst hat" – Müller zitiert das (Bd. 1, S. 133), um zu rechtfertigen, Manafort während der Untersuchung des Russiagate in Einzelhaft zu halten – zerfällt ebenfalls inmitten von Berichten, dass Kilimnik tatsächlich als wichtige Geheimdienstquelle des US-Außenministeriums diente.

 

 

 

So ergibt die Idee eines Hacks immer weniger Sinn und ein Inside-Leak erscheint immer plausibler, weshalb Fragen zum Fall Rich nicht verschwinden werden. Fazit: Man muss kein verrückter Rechtsradikaler sein, um zu vermuten, dass es mehr mit dem Mord zu tun hat, als Robert Mueller uns glauben machen möchte.

 

 

 

 

 

*

 

 

 

 

Daniel Lazare ist der Autor von "The Frozen Republic": How the Constitution Is Paralyzing Democracy" (Harcourt Brace, 1996) und andere Bücher über amerikanische Politik. Er hat für eine Vielzahl von Publikationen von The Nation bis Le Monde Diplomatique geschrieben und bloggt über die Verfassung und verwandte Themen auf Daniellazare.com


https://caitlinjohnstone.com/2019/06/14/seven-reasons-to-be-highly-skeptical-of-the-gulf-of-oman-incident/

 

Sieben Gründe, warum man über den Zwischenfall im Golf von Oman sehr skeptisch sein sollte

 

von Caitlin Johnstone, 14.06.2019 (zahlreiche weitere Links im Original!)

 

 

Mit einem Schritt, den wirklich niemand überrascht hat, versuchte US-Außenminister Mike Pompeo am Donnerstag umgehend den Iran für den Schaden an den zwei Tankern im Golf von Oman zu beschuldigen. Seine Beweise: Exakt Null.

 

Diese Einschätzung beruht auf Aufklärung, auf den verwendeten Waffen, dem Fachwissen zur Durchführung einer solchen Operation, ähnlichen iranischen Attacken vor kurzem auf die Schifffahrt und auf der Tatsache, dass keine Stellvertretergruppe in dem Gebiet die Mittel und die Fähigkeiten hat, so etwas mit so großer Raffinesse auszuführen“, sagte Pompeo der Presse.

 

Die Vereinigten Staaten werden ihre Streitkräfte und Interessen verteidigen, und an der Seite unserer Partner und Alliierten stehen, um den globalen Handel und die regionale Stabilität zu schützen. Und wir rufen alle Nationen, die von den provokativen Handlungen des Iran bedroht werden, dazu auf, sich uns in diesem Unterfangen anzuschließen“, endete Pompeo, bevor er hastig davon watschelte und nicht eine Frage beantwortete.

https://twitter.com/realDonaldTrump/status/1139246407267815430

 

Hier sind sieben Gründe, warum man über Pompeos Gerede extrem skeptisch sein sollte:

 

(1) Pompeo ist ein bekannter Lügner, vor allem wenn es um den Iran geht.

 

Pompeo hat eine wohl bekannte Geschichte bei der Verbreitung blanker Lügen über den Iran und das Verhalten der iranischen Regierung. Und kürzlich erzählte er einem Publikum an der A&M Universität in Texas, dass sie beim CIA unter seiner Führung „gelogen, betrogen und gestohlen haben. Wir hatten ganze Trainingskurse.“

 

 

(2) Das US-Imperium ist dafür bekannt, Lügen und False Flags zu benutzen, um Kriege anzufangen.

 

Die US-zentrierte Macht-Allianz hat eine riesige und gut dokumentierte Bilanz bei der Ausweitung bestehender militärischer Pläne durch Lügen, False Flags und PsyOps, um ausgewählte Regierungen wie den Aggressor aussehen zu lassen. Dieses Muster ist so gut bekannt, dass „Gulf of Tonkin“ kurz nach dem Zwischenfall im Golf vom Oman ein Trend auf Twitter war. Jede Regierungsagentur aus einer beliebigen Anzahl von Nationen in diesem Bündnis könnte beteiligt gewesen sein, darunter die USA, Großbritannien, die Saudis, die VAE oder Israel.

 

 

(3) John Bolton hat offen das Lügen befürwortet, um militärische Vorhaben voranzubringen.

 

Ich habe letzten Monat eine Artikel dazu geschrieben, denn die Trump-Regierung hatte bereits heftig auf eine Art und Weise gegen den Iran eskaliert, die perfekt zur langjährigen Agenda von Trumps Nationalen Sicherheitsberater und psychopathischem Kriegstreiber gegen den Iran passt.

https://medium.com/@caityjohnstone/that-time-john-bolton-said-its-good-to-lie-about-war-4b956c063caa

 

Zu dem Zeitpunkt waren sich die Menschen schon so bewusst darüber, Bolton könnte in die Inszenierung eines weiteren Kriegs im Nahen Osten verwickelt sein, dass das Satireblatt The Onion sich darüber lustig machte:

https://politics.theonion.com/bleeding-john-bolton-stumbles-into-capitol-building-cla-1834847900

 

Ein blutender John Bolton stolpert ins Kapitol und behauptet, der Iran hätte auf ihn geschossen

 

In der Fox News-Sendung Freedom Watch diskutierten im Dezember 2010 Bolton und der Gastgeber Andrew Napolitano über kürzliche WikiLeaks-Veröffentlichungen, und natürlich kam das Thema Regierungsgeheimnisse zur Sprache.

 

Ich will hier für die Geheimhaltung in der Regierung eintreten, wenn es um Belange der nationalen Sicherheit geht, und womöglich für Täuschung, wenn es angemessen ist“, sagte Bolton. „Wissen Sie, Winston Churchill sagte während des 2. Weltkriegs, dass in Kriegszeiten die Wahrheit so wichtig ist, dass sie von einem Leibwächter aus Lügen geschützt werden sollte.“

 

Glauben Sie das wirklich?“ fragte ein skeptischer Napolitano.

 

Absolut“, antwortete Bolton.

 

Sie würden lügen, um die Wahrheit zu schützen?“

 

Wenn ich etwas sagen müsste, von dem ich weiß, dass es falsch ist, so würde ich es tun, um die nationale amerikanische Sicherheit zu schützen“, antwortete Bolton.

 

 

Das ist eben jener John Bolton, der von dem umstürzlerischen MEK Terror Kult exorbitante Redehonorare bekam und dem Kult in einer Rede 2017 versprach, dass sie noch vor 2019 gemeinsam den Regimewechsel in Teheran feiern würden. Eben jener John Bolton, der einmal einem OPCW-Mitarbeiter mit der Ermordung seiner Kinder drohte, sollte er seinen Kriegsplänen gegen den Irak in die Quere kommen.

 

(4) Die Anwendung von False Flags gegen den Iran ist im DC-Sumpf bereits eine bekannte Idee.

 

Bei einem Forum des Washington Institute of Near East Policy sprach der Director of Research dieser Gruppe, Patrick Clawson, offen über den Einsatz von False Flags, um einen Krieg gegen den Iran zu provozieren und zitierte verschiedene Arten, die die USA in vorangegangenen Kriege benutzt hatte.

 

Offen gesagt denke ich, dass das Auslösen einer Krise wirklilch schwierig ist, und ich kann kaum erkennen, wie der US-Präsident uns in einen Krieg mit dem Iran bringen könnte“, begann Clawson.

"Was mich zu dem Schluss führt, dass, wenn der Kompromiss tatsächlich nicht zustande kommt, die traditionelle Art und Weise, wie Amerika in den Krieg zieht, das Beste für die Interessen der USA wäre", fügte Clawson hinzu. "Einige Leute mögen denken, dass Mr. Roosevelt uns in den Krieg führen wollte.... Sie erinnern sich vielleicht, dass wir auf Pearl Harbor warten mussten. Einige Leute mögen denken, dass Mr. Wilson uns in den Ersten Weltkrieg führen wollte; Sie erinnern sich vielleicht daran, dass wir auf die Lusitania-Geschichte warten mussten. Einige Leute mögen denken, dass Mr. Johnson uns nach Vietnam bringen wollte; Sie erinnern sich vielleicht, dass wir auf die Episode im Golf von Tonkin warten mussten. Wir zogen nicht in den Krieg mit Spanien, bis die USS Maine explodierte. Und darf ich darauf hinweisen, dass Mr. Lincoln nicht das Gefühl hatte, die Armee rufen zu können, bis Fort Sumter angegriffen wurde, weshalb er dem Kommandanten von Fort Sumter befahl, genau das zu tun, was die Menschen von South Carolina als Angriff bezeichneten."

 

"Wenn also die Iraner tatsächlich keine Kompromisse eingehen wollen, wäre es das Beste, wenn jemand anderes den Krieg beginnen würde", fuhr Clawson fort. "Man kann andere Druckmittel mit Sanktionen kombinieren. Ich erwähnte diese Explosion am 17. August. Wir könnten den Druck erhöhen. Ich meine, schau mal, Leute, iranische U-Boote gehen regelmäßig unter. Eines Tages wird eines von ihnen vielleicht nicht mehr auftauchen. Wer würde wissen, warum? (Vereinzeltes soziopathisches Lachen im Publikum) Wir können eine Vielzahl von Dingen tun, wenn wir den Druck erhöhen wollen (das befürworte ich nicht), aber ich schlage nur vor, dass dies kein Entweder-Oder-Vorschlag ist – nur Sanktionen müssen erfolgreich sein oder eben andere Dinge. Wir sind im Begriff, verdeckte Mittel gegen die Iraner einzusetzen. Wir könnten dabei noch fieser werden."

 

(5) Das US-Außenminsterium hat bereits PsyOps durchgeführt, um das öffentliche Iran-Narrativ zu manipulieren.

 

 

Beamte des Außenministeriums gaben gegenüber Kongresspersonal bei einer geschlossenen Sitzung am Montag zu, dass eine $1.5 Million Trollfarm "über den Bereich seines Mandats hinaus" hinausgegangen war, indem man amerikanische Kritiker der Iranpolitik der Trump-Regierung als Propagandisten für die iranische Regierung verleumdete, so heißt es in einem neuen Bericht des Independent. Dieses "Mandat" habe angeblich darin bestanden, "der Propaganda aus dem Iran entgegenzuwirken", auch bekannt als Durchführung von Anti-Iran-Propaganda.

 

"Kritiker in Washington sind weiter gegangen und sagen, dass das Programm der Art von Trollfarmen ähnelt, die von autokratischen Regimen im Ausland genutzt werden", sagt The Independent.

 

"Eine Frau hinter der Verleumdungskampagne, eine langjährige iranisch-amerikanische Aktivistin, hat im Laufe der Jahre Hunderttausende von Dollar vom Außenministerium erhalten, um die "Meinungsfreiheit und den freien Zugang zu Informationen" zu fördern", heißt es in dem Bericht.

 

(6) Die Golf von Oman-Geschichte ergibt keinen Sinn.

 

Kim Dotcom: "Es geht schon wieder los. Das US-Imperium erzeugt einen Grund für einen Krieg mit dem Iran. Es ergibt keinen Sinn, dass der Iran einen Krieg mit dem US-Imperium provozieren provoziert, während der Iran versucht, den Nuklear-Deal mit Europa zu retten. Diese Situation sind teuflisch fabriziert aus. Die Kriegs-freundlichen US-Medien können es gar nicht abwarten."

 

Eines der bei den Angriffen beschädigten Schiffe war im Besitz Japans, das andere war auf dem Weg nach Japan. Dies geschah genau zu dem Zeitpunkt, als der japanische Premierminister Shinzo Abe in Teheran versuchte, mit Trumps Segen eine Deeskalation zwischen den USA und dem Iran auszuhandeln, und kurz nachdem der Iran einen Gefangenen entlassen hatte, der beschuldigt wurde, Spionage für die USA durchgeführt zu haben, was viele als eine Geste des guten Willens empfanden.

 

Der Iran hat sich angesichts der unerbittlichen Sanktionen und Provokationen der USA und ihrer Verbündeten bemerkenswert zurückhaltend verhalten; es wäre nicht sinnvoll, wenn er diese Zurückhaltung mit Angriffen auf Seeschiffe plötzlich aufgeben, dann deren Besatzung retten und dann die Angriffe abstreiten würde. Während einer Zeit des diplomatischen Austauschs und beim Versuch, das Atomabkommen mit Europa zu erhalten. Wenn Teheran die Angriffe verübt hätte, um den Amerikanern eine starke Botschaft zu übermitteln, wäre es eine sehr gemischte Botschaft gewesen, die auf eine sehr seltsame Weise mit einem sehr seltsamen Timing gesendet wurde.

 

(7) Selbst wenn der Iran den Angriff ausgeführt hätte, Pompeo würde immer noch lügen.

 

 

Pompeos Aussage verwendet zweimal die Worte "unprovoziert" und einmal "Provokationshandlungen des Iran" und behauptet ausdrücklich, dass sich das US-Imperium nur um seine eigenen Angelegenheiten kümmern würde und den Iran in Ruhe ließ, als man von einem gewalttätigen Aggressor aus heiterem Himmel angegriffen wurde. Manchmal fühlen sich die vom US-Außenministerium herausgegebenen Dinge an, als würden sie Experimente mit uns durchführen, nur um die Grenzen unserer Dummheit zu testen.

 

Wie in diesem Artikel von Moon of Alabama und dieser Diskussion im Ron Paul Liberty Report festgestellt, haben die USA den Iran mit extrem aggressiven und ständig verschärften Sanktionen provoziert, was bedeutet, dass selbst wenn Teheran hinter den Angriffen steckt, es nicht der Angreifer wäre und die Angriffe ganz sicher nicht "unprovoziert" gewesen wären. Wirtschaftssanktionen sind ein Kriegsakt; wenn China der amerikanischen Wirtschaft das antun würde, was Amerika dem Iran antut, würden die USA sofort einen heißen Krieg mit China führen. Es könnte technisch möglich sein, dass der Iran auf US-Aggressionen und Provokationen zurückdrängt, wenn auch auf eine seltsame und für die Neokonservativen genehme Weise.

 

So oder so, wir haben genau null Beweise gesehen, die Pompeos Behauptungen stützen, so dass jeder, den man sieht, wie er sich beeilt, den Iran für den Vorfall am Golf von Oman verantwortlich zu machen, entweder eine Kriegshure oder ein sabbernder Idiot ist, oder beides. Wenn man weiß, was wir über das US-Zentralimperium und seine bereits bestehende Agenda zum Regimewechsel gegen den Iran wissen, gibt es keinen Grund, Pompeo zu glauben und viele Gründe, es nicht zu tun.

 

 

*

 

 

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Die Hitlerisierung von Jeremy Corbyn (und anderen)

 

von C.J.Hopkins, 13.06.2019

 

 

Jedes Mal wenn man denkt, die Konzern-Hysterie des fabrizierten Antisemitismus kann nicht mehr absurder werden, dann schaffen sie es doch noch, sich selbst zu übertreffen. Okay, bleibt dran, denn dies hier ist echt verrückt.

 

Offensichtlich haben sich der amerikanische Hitler und seine Kumpels mit irgendeiner Gruppe „jüdischer Anführer“ verschworen, um den britischen Hitler dabei aufzuhalten, dass er Premierminister wird und alle Juden in Großbritannien auslöscht. Schräg, oder? Aber das ist nicht das Verrückte daran, denn vielleicht will der amerikanische Hitler ja alle Juden in Großbritannien selbst auslöschen, anstatt es dem britischen Hitler zu überlassen … Die Hitlers sind bekannt dafür, dass sie sehr eifersüchtig auf ihre völkermordenden Errungenschaften sind.

 

Nein, der irre Teil ist der, dass jeder weiß, dass der amerikanische Hitler keinen Schritt ohne die Erlaubnis des russischen Hitlers tut, und der ist ebenso versessen darauf, die Juden auszurotten, und das Gewebe der westlichen Demokratie zu zerstören. Also warum sollte der russische Hitler zulassen, dass der amerikanische Hitler und seine Schurken den Aufstieg des britischen Hitlers vereiteln, der zusätzlich zur Vernichtung aller Juden auch noch die Demokratie zerstören will, indem er – ganz faschistisch – das Gesundheitswesen NHS refinanzieren will, die Eisenbahn wieder verstaatlichen will und so weiter?

 

Das ergibt alles keinen Sinn, oder? Wie auch immer, hier ist die offizielle Geschichte:

 

In einer „Aufnahme, die der Washington Post zugespielt wurde“, und die dann vom Rest der Konzernmedien verramscht wurde, sagte der Reichsminister des Auswärtigen, Mike Pompeo, zu einer Gruppe ungenannter „jüdischer Anführer“, dass der amerikanische Hitler (d.h. Donald Trump) sich gegen den britischen Hitler (d.h. Jeremy Corbyn) „zur Wehr setzen“ (d.h. intervenieren) wird, um das Leben der Juden in Großbritannien zu schützen, sollte der britische Hitler Premierminister werden (und womöglich ist er schon auf dem Weg dahin).

https://www.theguardian.com/politics/2019/jun/09/mike-pompeo-leaked-recording-corbyn-labour-jewish-leaders

 

Die Identität dieser „jüdischen Anführer“ wurde von den Konzernmedien nicht offengelegt, vermutlich um zu verhindern, dass sie von den Nazi-Schlägertruppen Corbyns ermordet werden. Wer auch immer sie waren, sie wollten wissen, ob der amerikanische Hitler und sein faschistisches Kabinett „zur Zusammenarbeit (mit ihnen) bereit seien, um Maßnahmen zu ergreifen, falls das Leben für Juden sehr schwierig wird“, nachdem Jeremy Corbyn die Macht übernommen hat, sich zum Führer des Kommunistischen Britanniens ernannt und die sofortige Invasion Frankreichs befohlen hat.

 

Für jeden, der die endlose Berichterstattung der Konzernmedien über Jeremy Corbyns Nazi-Todeskult (d.h. die UK Labour Party) und die globale antisemitische Pandemie aufmerksam verfolgt hat, für den ist es keine Überraschung, dass diese Gruppe „jüdische Anführer“ (wer auch immer sie sind) verhindern will, dass er Premierminister wird. Ich bezweifle, dass ihre Motive viel mit dem Kampf gegen Antisemitismus zu tun haben, oder mit irgendwas anderem spezifisch „Jüdischem“, aber... nun, ich bin da etwas altmodisch. Ich glaube immer noch, dass es zwischen „den Juden“ und der global herrschenden kapitalistischen Klasse einen fundamentalen Unterschied gibt.

 

Ich erkenne, dass sowohl das neoliberale Establishment als auch der neofaschistische Rand mir nicht zustimmen. Und dass beide (aus verschiedenen Gründen) entschlossen sind, diese beide Sachen in der Öffentlichkeit zu verschmelzen. Aber das ist meine Meinung, und ich bleibe dabei. Ich denke nicht, dass die Welt von „den Juden“ kontrolliert wird. Ich denke, dass sie vom globalen Kapitalismus kontrolliert wird.

 

Nur zu, nennt mich einen Verschwörungstheoretiker. So sieht für mich die Antisemitismus-Panik im Vereinigten Königreich aus.

 

Nach nahezu 40 Jahren Privatisierung und Umstrukturierung steht die britische Gesellschaft kurz davor, permanent in jenen Typ eines wilden, neo-feudalistischen und korporatistischen Albtraums verwandelt zu werden, wie es die USA bereits sind. Die herrschende Klasse aus globalen Kapitalisten ist mit diesem Zustand extremst zufrieden. Sie würden gerne die Privatisierung Großbritanniens vollenden, damit sie mit der Privatisierung vom Rest Europas weitermachen können. Das letzte, was sie zu diesem kritischen Zeitpunkt gebrauchen können, ist ein Premierminister Corbyn, der ihren entstehenden neoliberalen Marktplatz wieder in eine Gesellschaft verwandelt … ihr wisst schon, wo das Gesundheitswesen für alle da ist, wo man kein Darlehen aufnehmen muss, um sich ein Zugticket kaufen zu können, und wo die Menschen nicht aus Mülltonnen essen müssen.

 

Im Gegensatz zu den USA, wo es keine funktionierende Linke gibt, und wo das nicht-parlamentarische „Zwei-Parteien-System“ nahezu vollständig von der Konzerndiktatur beherrscht wird, gibt es in UK noch immer ein paar altmodische Sozialisten, und die haben die Labour-Partei von den neoliberalen Handlangern Blairs zurückerobert, die es zuvor geschafft hatten, Britannien in jenen neo-feudalen Albtraum zu verwandeln. Jeremy Corbyn ist der Anführer dieser Sozialisten. Daher muss ihn die Konzernherrschaft vernichten, die Kontrolle über die Labour-Partei zurückerobern und sie in jene gefälschte linke Partei verwandeln, so wie die Demokratische Partei in den USA, damit sie sich auf die Zerstörung der rechtsextremen Populisten konzentrieren können. Daher müssen sie Corbyn zu einem Hitler stilisieren, damit er in ihr offizielles Narrativ passt: Die Demokratie gegen die Putin-Nazis.

 

Und das ist es, was den Krieg der Konzerne gegen den Populismus so irre erscheinen lässt … zumindest für jene, die etwas aufgepasst haben.

 

In den USA ist der populistische Aufstand vor allem ein rechtes Phänomen (denn, wie gesagt, dort gibt es so gut wie keine Linke). Daher konzentrieren sich die neoliberal herrschenden Klassen darauf, Donald Trump zu hitlerisieren und jene Millionen Amerikaner, die für ihn gestimmt haben, als einen Haufen Nazis zu stigmatisieren. Trump zu einem Hitler zu machen, das war lächerlich einfach (er hat sich ja fast selbst hitlerisiert), aber das Endziel ist, jene populistische Einstellung zu delegitimieren, die ihn ins Amt gehievt hat. Diese Einstellung ist vor allem neo-nationalistisch. Somit handelt es sich um eine Aufstandsbekämpfung an einer Front (nämlich Neoliberalismus gegen Neo-Nationalismus).

 

In Großbritannien liegen die Dinge nicht so einfach. Dort führen die neoliberal herrschenden Klassen eine Zwei-Fronten-Kampf gegen die populistischen Kräfte: (1) gegen die Brexit-Befürworter (d.h. Nationalismus); und (2) die Corbynisten (d.h. Sozialismus). Sie werden von links und rechts in die Mangel genommen, und das versaut das offizielle Narrativ (gemäß dem die „Feinde der Demokratie“ angeblich rechtsextreme Neo-Nationalisten sind). Wie absurd und widersprüchlich es auch klingen mag, daher müssen sie den linken und den rechten Populismus zu einem großen, furchteinflößenden hitlerischen Feind vermischen. Sei mussten also Corbyn zu einem Hitler machen. Und voilá … Antisemitismus-Krise bei Labour!

 

 

 

Nun, wer kein schielender Idiot ist, der weiß, dass Jeremy Corbyn kein Antisemit ist und dass die Labour-Partei kein Nazi-Haufen ist. Allein schon dass man so eine Aussage machen muss, zeigt die Macht der Konzernmedien … aber natürlich ist das der Grund für die seit drei Jahren anhaltende Verleumdungskampagne der neoliberalen Konzernmedien.

 

 

 

Schmutzkampagnen sind einfach und effektiv. Das Ziel ist, dein Opfer und seine Verbündeten zu Aussagen wie „Ich bin kein Antisemit“ zu zwingen, oder „ich hatte nie Sex mit Minderjährigen“, oder welche Verleumdung man auch immer vorbringt. Man muss nicht beweisen, dass das Opfer schuldig ist. Man versucht nur, eine „Realität“ heraufzubeschwören, in der jedes Mal, wenn jemand an das Opfer denkt, es mit dem Inhalt der Verleumdungen assoziiert.

 

 

 

Genau das haben die Unternehmensmedien mit Jeremy Corbyn, mit Donald Trump, mit Putin und mit verschiedenen kleineren Figuren getan. Sie haben es 2016 mit Sanders gemacht. Sie tun es jetzt mit Tulsi Gabbard. Das Ziel ist nicht nur, diese Ziele zu beschmutzen, sondern auch und vor allem, eine "Welt" zu beschwören, die das Narrativ ihrer Verleumdungen verdinglicht.... eine binäre "Gut versus Böse" Welt, eine Welt, in der alles, was sie ihren Zielen vorwerfen, was mit ihnen in Verbindung gebracht werden soll (z.B. Terrorismus, Faschismus, Rassismus oder was auch immer), der offizielle Feind von allem Guten ist.

Seit dem Brexit-Referendum und der Wahl von Trump haben die herrschenden Klassen eine Welt beschworen, in der die "Demokratie" ständig von einer globalen Verschwörung von "Russen" und "Nazis" angegriffen wird (so wie sie zuvor eine Welt beschworen haben, in der sie ständig von "Terroristen" angegriffen wurde). Sie haben eine post-orwellsche Realität beschworen, in der "Demokratie" (d.h. globaler Kapitalismus) die einzige Alternative zum "Neofaschismus" ist (d.h. alles, was dem globalen Kapitalismus entgegengesetzt ist).

Und deshalb musste Corbyn hitlerisiert werden, und deshalb müssen Putin, Trump, Assad, Gabbard, Assange, die "Gelbwesten"-Demonstranten in Frankreich und jeder andere, der sich dem globalen Neoliberalismus widersetzt, hitlerisiert werden. Sozialismus, Nationalismus.... es macht keinen Unterschied, nicht für die globalen, kapitalistisch herrschenden Klassen. Es gibt immer nur zwei Seiten in diesen "Welten", die die herrschenden Klassen für uns heraufbeschwören, und es kann nur einen offiziellen Feind geben. Im Moment ist der offizielle Feind der "Faschismus". Deshalb sind alle "bösen Jungs" Hitler, oder Nazis, oder Rassisten, oder Antisemiten, oder eine andere Variante von Hitler.

 

 

 

Die Tatsache, dass diese "Realität", die sie sich für uns ausgedacht haben, völlig psychotisch ist, macht sie nicht weniger real. Und es wird nur noch wahnsinniger werden, solange bis die Konzernherrschaft die "Normalität" wiederhergestellt hat.

Also, wenn ihr euch für "normal" haltet, dann versucht mal, euren Verstand davon zu überzeugen, dass Juden in Großbritannien oder Deutschland, Frankreich oder den USA nicht mehr sicher sind und dass Donald Trump ein russischer Agent ist, der zugleich buchstäblich Adolf Hitler ist, und ein antisemitischer weißer Rassist, der sich mit Israel und Saudi-Arabien in seiner Kampagne zur Zerstörung des Iran und Syriens verschwört, die wiederum Verbündete seiner russischen Meister sind, sowie Venezuela, das er auch bedroht, und dass Jeremy Corbyns Geheimplan darin besteht, das Vereinigte Königreich in ein Nazi-Deutschland zu verwandeln, mit der Unterstützung von Trump, der versucht, ihn zu zerstören, und dass die Gelbwesten von Russland unterstützte Faschisten sind, und dass Julian Assange ein vergewaltigender Spion ist, der sich mit Russland verschworen hat, um Trump gewählt zu bekommen, weshalb Trump ihn verurteilen will, sobald er damit fertig ist, die Juden auszulöschen oder sie vor Jeremy Corbyn oder dem Iran zu schützen oder Afro-Amerikaner einer Gehirnwäsche zu unterziehen, damit sie ihn 2020 mit einer Handvoll russischer Facebook-Anzeigen wiederwählen können.

Nur zu, versucht mal, das Ganze unter einen Hut zu bekommen... oder egal, versucht es nicht. Nehmt einfach eure Medikamente, die man euch verschrieben hat, dreht ARD, ZDF oder einen anderen Medienkanal voll auf und meldet mich bei der Internetpolizei, weil ich gefährliche "extremistische" Inhalte veröffentlicht habe. In eurem Herzen wisst ihr, dass ich es vermutlich verdient habe.


https://off-guardian.org/2019/06/09/the-force-that-is-ending-freedom/

 

Die Macht, die der Freiheit ein Ende macht

 

von Eric Zuesse, 09.06.2019 (zahlreiche Links im Original)

 

 

Jedes Imperium ist eine Diktatur. Keine Nation, die entweder ein Imperium ist oder einen ihrer Vasallenstaaten führt, kann eine Demokratie sein. Um ein Vasallenstaat innerhalb eines Imperiums zu sein, wird diese Nation natürlich von jenem Land diktiert, dessen Kolonie man ist.

Aber auch die Einwohner der kolonisierenden Nation können nicht frei und demokratisch leben, denn ihre Dienste werden im Ausland benötigt, um der Kolonie oder dem Vasallen-Land die Besatzung aufzuzwingen. Dies ist eine enorme Belastung für die "Bürger" (eigentlich für die Untertanen) der imperialen Nation.

Darüber hinaus müssen sie mit ihren Steuern diese Besatzungstruppe im Ausland in ausreichendem Maße finanzieren, um jeglichen Widerstand der Bewohner einer Kolonie zu unterdrücken.

Jedes Imperium ist aufgezwungen, keines ist wirklich freiwillig. Eroberung schafft ein Imperium, und die ständige Anwendung von Gewalt hält es aufrecht.

Jedes Imperium ist eine Diktatur, nicht nur über seine fremden Bevölkerungen (was selbstverständlich ist, denn sonst könnte es kein Imperium geben), sondern auch über seine einheimische Bevölkerung, seine eigenen Untertanen.

Jedes Imperium braucht Waffenhersteller, die an die Regierung verkaufen. Und ihre einzigen Märkte sind die imperiale Regierung und ihre Vasallen-Nationen oder "Alliierten".

„Feindliche" Nationen hingegen sind jene Länder, die von der imperialen Macht auf ihre Prioritätenliste gesetzt werden – eine Liste von Nationen, die noch nicht erobert wurden. Es gibt zwei Hauptgründe, eine Nation zu erobern.

Ein Grund ist, aus der Kolonie Öl, Gold oder ein anderes wertvolles Gut zu extrahieren. Der andere ist, um sie zu kontrollieren, damit dieses Land als Durchgangsweg für den Export der Produkte dieser Vasallen-Nation von einer Vasallen-Nation in andere Nationen genutzt werden kann.

Der internationale Handel ist die Grundlage für jedes Imperium, und die Milliardäre, die die kontrollierenden Aktienanteile an den internationalen Unternehmen einer Nation besitzen, sind die eigentlichen Herrscher, die Begünstigten des Imperiums, die Empfänger jenes Reichtums, der aus den Kolonien und den inländischen Untertanen gepresst wird.

Die Idee eines Imperiums ist, dass die Herrscher der imperialen Nation – ihre Aristokratie – den Kolonien ihre Produkte entziehen. Und ihren inländischen Untertanen erlegen sie finanziellen und militärischen Lasten auf, um den ausländischen Untertanen ihre internationale Diktatur aufzwingen.

Einige Autoren sagen, dass es einen "Tiefen Staat" gibt und dass er aus (einigen undefinierten) Elementen innerhalb der Nachrichtendienste und des Militärs und des diplomatischen Corps dieser Diktatur besteht; aber eigentlich sind diese Mitarbeiter des Staates nur Angestellte, nicht die eigentlich regierende Gewalt über diese Diktatur.

 

Der eigentliche Deep State sind immer die Aristokraten selbst, jene Menschen, die die Drehtür zwischen dem "Privatsektor" (den Unternehmen der Aristokratie) und der Regierung bilden.

Früher waren viele der Aristokraten selbst Regierungsbeamte (der so genannte "Adel"), aber das ist nicht mehr üblich.

Heutzutage sind die Aristokraten jene Individuen, die kontrollierende Aktienblöcke in internationalen Konzernen besitzen (insbesondere Waffenhersteller wie Lockheed Martin und BAE, denn die einzigen Märkte für diese Unternehmen sind die eigene Regierung dieser Konzerne und die Vasallenstaaten oder "Alliierten"); und solche Individuen sind in der Regel die Milliardäre der Nation und vielleicht einige der bloß Hundertfach-Millionäre.

Eine kleine Zahl davon, in der Regel weniger als 100 dieser äußerst wohlhabenden Personen, ist der größte Geldgeber für Politiker, Think Tanks und andere gemeinnützige Organisationen (letztere sind auch Steuerabschreibungen für die Geldgeber und dadurch werden der Allgemeinheit Steuern vorenthalten). Die oben Genannten sind an der Gestaltung der Politik der nationalen Regierung beteiligt.

Natürlich sind sie auch die Eigentümer und/oder Werbetreibenden in den Propagandamedien, die die zentralen oder wesentlichsten Standpunkte der Aristokratie an die Subjekte der Nation verkaufen, um diese Wähler davon zu überzeugen, nur für die von der Aristokratie ausgewählten Kandidaten und nicht für jene zu stimmen, die sich der Aristokratie widersetzen.

Diese Wenigen, hauptsächlich Milliardäre, sind der eigentliche Tiefe Staat – die Bosse über die Diktatur, die ultimativen Nutznießer in jedem Reich.

 

Um dieses System der internationalen Diktatur oder des Imperiums aufrechtzuerhalten, ist das wichtigste Instrument die Täuschung der Wählerschaft durch die Aristokratie.

 

Die Methode der Kontrolle: Die gekauften Agenten des Tiefen Staates belügen (um die Macht zu erobern) die Öffentlichkeit darüber, was ihre Politik sein wird, wenn sie gewinnen; und dann, wenn sie die Macht erobert haben, tun sie das Gegenteil. Nämlich das, wofür sie schon immer vom Tiefen Staat (der Aristokratie) bezahlt wurden.

 

Somit sind Wahlen nicht "demokratisch", sondern nur 'demokratisch' in Anführungszeichen: Sie sind reine Formalitäten einer Demokratie, ohne den Inhalt der Demokratie. Alle gut finanzierten Kandidaten für die Spitzenämter sind eigentlich Vertreter des Tiefen Staates, und praktisch keiner von ihnen ist Vertreter der Öffentlichkeit. Denn die Wähler wurden getäuscht und hatten die Wahl zwischen zwei oder mehreren Kandidaten, von denen keiner die Öffentlichkeit vertreten wird wenn sie gewählt sind.

 

Hier sind einige aktuelle Beispiele für dieses System – das imperiale System, die internationale Diktatur in Aktion:

 

Während des Präsidentschaftswahlkampfes sagte Donald Trump:

 

Der Ansatz, Assad und ISIS gleichzeitig zu bekämpfen, war Wahnsinn und Idiotie. Sie kämpfen gegeneinander und doch kämpfen wir gegen beide. Wisst ihr, wir haben beide bekämpft. Ich denke, dass ISIS für uns ein viel größeres Problem als Assad ist, das habe ich immer gespürt. Assad ist, wisst ihr, ich sage nicht, dass Assad ein guter Mann ist, weil er es nicht ist, aber unser viel größeres Problem ist nicht Assad, es ist ISIS. .... Ich denke, man kann nicht zwei Menschen bekämpfen, die sich gegenseitig bekämpfen, und sie gemeinsam bekämpfen. Man muss sich für einen entscheiden."

 

Assad ist mit Russland gegen die Saudis verbündet (die der Hauptverbündete der US-Aristokratie sind), so dass die USA (in Übereinstimmung mit einer Politik, die George Herbert Walker Bush am 24. Februar 1990 initiiert hatte und die von allen nachfolgenden US-Präsidenten durchgeführt wurde) entschlossen waren, Assad zu stürzen, aber Trump sagte, dass er entschieden gegen diese Politik sei.

 

Monate zuvor hatte Trump gesagt:

 

Ich denke, Assad ist ein böser Kerl, ein sehr böser Kerl, in Ordnung? Viele Menschen wurden getötet. Ich denke, wir unterstützen Menschen, von denen wir keine Ahnung haben, wer sie sind. Die Rebellen, wir nennen sie die Rebellen, die patriotischen Rebellen. Wir haben keine Ahnung. Viele Leute denken, dass sie ISIS sind. Wir müssen eine Sache nach der anderen machen. Wir können nicht gegen ISIS und Assad kämpfen. Assad kämpft gegen ISIS. Er kämpft gegen ISIS. Russland kämpft jetzt gegen ISIS. Und der Iran kämpft gegen ISIS.

 

Wir müssen eine Sache nach der anderen machen. Wir können nicht hingehen – und ich habe Lindsey Graham beobachtet wie er sagte: ich bin seit 10 Jahren hier und habe gekämpft. Nun, er wird mit dieser Denke noch für weitere 50 Jahre dort sein. Er wird das Problem nicht lösen können. Zuerst müssen wir ISIS loswerden. Nachdem wir ISIS losgeworden sind, werden wir darüber nachdenken. Aber wir können nicht gegen Assad kämpfen. Und wenn du Assad bekämpfst, kämpfst du gegen Russland, kämpfst du – du kämpfst gegen viele verschiedene Gruppen. Aber wir können nicht gegen alle gleichzeitig kämpfen."

 

In der selben Debatte (15. Dezember 2015) sagte er auch:

 

Meiner Meinung nach haben wir 4 Billionen Dollar ausgegeben, um verschiedene Menschen zu stürzen, die offen gesagt, wenn sie da wären und wenn wir diese 4 Billionen Dollar in den Vereinigten Staaten hätten ausgeben können, um unsere Straßen, unsere Brücken und all die anderen Probleme zu reparieren; unsere Flughäfen und all die anderen Probleme die wir hatten, wären wir viel besser dran gewesen.

 

Das kann ich euch jetzt schon sagen. Wir haben einen enormen Bärendienst geleistet, nicht nur für den Nahen Osten, sondern auch für die Menschheit. Die Menschen, die getötet wurden, die Menschen, die vernichtet wurden, und wofür?

 

Es ist ja nicht so, als hätten wir einen Sieg errungen. Es ist ein Chaos. Der Mittlere Osten ist völlig destabilisiert. Ein totales und komplettes Chaos. Ich wünschte, wir hätten die 4 Billionen oder 5 Billionen Dollar. Ich wünschte, sie wären hier in den Vereinigten Staaten ausgegeben worden, für unsere Schulen, Krankenhäuser, Straßen, Flughäfen und alles andere, was auseinander fällt."

 

Hat er das getan? Nein. Hat er stattdessen das intensiviert, was Obama in Syrien zu tun versuchte – nämlich Assad zu stürzen? Ja.

 

Hat er als US-Präsident, nachdem er die Präsidentenwahl 2016 gewonnen hat, hat Trump seine Kritik gegen den Superhawk, den neokonservativen, republikanischen US-Senator Lindsey Graham durchgesetzt? Nein. Hat er sich stattdessen mit genau solchen Superhawks, solchen Neokonservativen umgeben? Ja.

 

Hat er die Bemühungen zum Sturz von Assad intensiviert, wie es Graham und die anderen befürwortet hatten? Ja. Hat der amerikanische Krieg gegen Syrien Erfolg gehabt? Nein. Hat er die Wähler ständig belogen? Ja, ohne Zweifel.

 

Sollte das ein Grund sein, ihn des Amtes zu entheben? Zuvor würde sich eigentlich diese Frage stellen: Wäre ein Präsident Mike Pence anders oder vielleicht sogar schlechter als Trump? Ja.

 

Also: Was wäre dann erreicht, wenn Trump aus dem Amt entfernt würde? Vielleicht würde es die Dinge sogar noch viel schlimmer machen. Aber wie wahrscheinlich wäre es, dass der US-Senat Trump aus dem Amt entfernt, wenn das Abgeordnetenhaus Trump anklagen würde?

 

Zwei Drittel des US-Senats müssten dafür stimmen, den Präsidenten zu entfernen, damit ein Präsident entfernt werden kann, nachdem er vom Abgeordnetenhaus angeklagt wurde. Eine Mehrheit der US-Senatoren, 53 an der Zahl, sind Republikaner.

 

Wenn auch nur 33 von ihnen dafür stimmen, den Präsidenten nicht zu verurteilen, dann wird Trump nicht entfernt. Um ihn zu entfernen, müssten nicht nur alle 47 Demokraten und Unabhängigen für seine Absetzung stimmen, sondern 20 der 53 Republikaner müssten sich ihnen anschließen. Das sind fast 40% der republikanischen Senatoren. Wie wahrscheinlich ist das? Fast unmöglich.

 

Was würden ihre Wähler zu Hause, die sie gewählt haben, davon halten, dass sie so etwas tun? Wie wahrscheinlich ist es, dass solche Senatoren mit einer erfolgreichen Wiederwahl rechnen könnten, dass solche Senatoren aus dem Amt entfernt würden? Würden 20 dieser 53 Personen dieses persönliche Risiko eingehen?

 

Warum dann drängen so viele Demokraten im Haus auf die Amtsenthebung von Trump, da es praktisch unmöglich ist, Trump auf diese Weise aus dem Weißen Haus zu zwingen, und damit nur einen Präsidenten Pence installieren würden, selbst wenn es gelingen würde? Ist diese Initiative der Demokratischen Partei etwas anderes als ein unaufrichtiges politisches Theater, das seine eigenen leichtgläubigen Wähler belügt und die einfach nur Heuchler sind, die ihre Wähler manipulieren, um für sie zu stimmen, anstatt dass sie ihnen tatsächlich dienen?

 

Ist es das, was Demokratie jetzt ist? Ein unaufrichtiges politisches Theater? Ist das "Demokratie"? Amerikas Wähler werden von Lügnern gefangen gehalten, so dass es sich stattdessen bloß um 'Demokratie' handelt. Es ist nur die neue Form der Diktatur. Aber eigentlich ist es so alt wie jedes andere Imperium.

 

Das ist nichts Neues – außer einer Sache: Das US-Regime will das ultimative, das letzte, das finale Imperium sein, der Herrscher über die ganze Welt; deshalb versucht es besonders hartnäckig, "Freiheit, Demokratie und Menschenrechte auf der ganzen Welt zu verteidigen", wie Big Brother sagen würde.

 

Trumps Vorgänger von den Demokraten, Barack Obama, war genauso böse und genauso unaufrichtig wie Trump, aber halt ein weitaus geschickterer Lügner, der seine Wähler in ihrem Glauben täuschte, dass er die Korruption bekämpfen würde, sich für die Verbesserung der Beziehungen zu Russland einsetzen würde, eine öffentliche Option in seinem Krankenversicherungsplan vorsah und anderweitig daran arbeite, wirtschaftliche Ungleichheit zu verringern, die wirtschaftliche Situation für benachteiligte Amerikaner zu verbessern und die Bankster zu verfolgen.

 

Er gab jedes dieser erklärten Ziele auf, sobald er am 4. November 2008 gegen John McCain gewonnen hatte, und dann noch mehr, als er Mitt Romney 2012 besiegte. Und sind nicht einige dieser Versprechungen dieselben, die auch der Kandidat Trump befürwortete und dann aufgegeben hat, sobald er (aus)gewählt war?

 

Die Gefahr für das Imperium

 

Die heldenhaften Kämpfer für die Freiheit aller Menschen auf der Welt sind die Whistleblower, die der Öffentlichkeit über die Korruption und das Böse berichten, die sie von ihren Vorgesetzten, ihren Chefs und von Menschen begangen sehen, die auf der öffentlichen Gehaltsliste stehen oder anderweitig ein höheres Einkommen erzielen, weil sie von der Regierung ausgewählt wurden, um als Mitarbeiter der Regierung einer angeblich öffentlichen Funktion zu dienen.

 

Alle Lügner mit Macht hassen Whistleblower, und sie wollen an jedem Teil der Presse, der die Wahrheiten, ihre Fakten, ihre gestohlenen Dokumente veröffentlicht, ein besonderes Exempel statuieren. Diese Dokumente werden gestohlen, weil sie nur so an die Öffentlichkeit gelangen und den Wählern bekannt werden, so dass die Wähler auf der Grundlage von Wahrheiten wie in einer Demokratie wählen können, anstatt wie in einer Diktatur getäuscht zu werden.

 

Selbst wenn den Lügnern die Wahrheit gestohlen wird, anstatt für sie privat ("vertraulich") gehalten zu werden, tun die Whistleblower dann etwas Falsches, wenn sie den Lügnern die Wahrheit stehlen? Oder sind die Whistleblower stattdessen die Helden: Sind sie die wahren Hüter der Demokratie an der gefährlich dünnen Mauer, die die Demokratie von der Diktatur trennt?

 

Sie sind Letzteres: sie sind die Helden. Leider sind die überwiegende Mehrheit dieser Helden auch Märtyrer – Märtyrer für die Wahrheit und gegen die Lügen. Jede Diktatur versucht, ihre Whistleblower zu zerstören. Das liegt daran, dass jeder Whistleblower eine Bedrohung für das System – für das Kontrollsystem – darstellt.

 

In der gesamten Geschichte der USA waren Trump und Obama die beiden Präsidenten, die Whistleblower und ihre Verleger am unerbittlichsten verfolgt haben. Die Öffentlichkeit wird getäuscht, wenn sie glaubt, dass dies aus Gründen der "nationalen Sicherheit" geschieht, anstatt die Verbrechen und die Kriminalität der Regierung zu verbergen.

 

Allerdings bringt kein einziger der vielen Präsidentschaftskandidaten der Demokratischen Partei dieses Thema, die vielen Verbrechen der US-Regierung und die ständige Lügerei, als das zentrale Element voran, das vor allem kriminalisiert werden sollte, da es "Verrat" darstellt. Keiner von ihnen schlägt eine Gesetzgebung vor, die besagt, dass es sich um Verrat gegen die Öffentlichkeit handelt – gegen die Nation.

 

Jede Aristokratie versucht, ihre Öffentlichkeit zu täuschen, um ihre Öffentlichkeit zu kontrollieren; und jede Aristokratie benutzt dazu das Teile und Herrsche.

 

Aber es geht nicht nur darum, die Öffentlichkeit gegeneinander aufzuhetzen (z.B. Republikanern gegen Demokraten, die in Wirklichkeit beide von der Aristokratie kontrolliert werden), sondern auch Nationen zu spalten, z.B. in Verbündete und Feinde – auch wenn ein bestimmter Feind (z.B. Irak 2003) die Vereinigten Staaten (oder was auch immer das vorgegebene imperiale "uns" sein mag) nie bedroht oder überfallen hat, und so war dies eindeutig ein aggressiver Krieg und ein internationales Kriegsverbrechen, wenn auch ein unbestraftes.

 

Die Öffentlichkeit muss einen "Feind" fürchten, den "Anderen" oder "Fremden", um die Aristokratie selbst nicht zu fürchten und zu verabscheuen – die Aristokratie, die die eigentliche Quelle (und Gewinnerin) der systemischen Ausbeutung der Öffentlichkeit ist.

 

Der Höhepunkt des Totalitarismus des US-Regimes ist der unaufhörliche Angriff auf Julian Assange, der der Ober-Whistleblower ist, der stärkste Protektor für jene Whistleblower, der sicherste Verleger für jene Beweise, die sie von ihren Arbeitgebern und der Regierung ihrer Arbeitgeber gestohlen haben.

 

Er verbirgt die Identität der Informanten auch um die Gefahr seines eigenen Überlebens. Im Moment erhebt sich das US-Regime zu einem Fieberwahn und verdreht nicht nur die US-Gesetze, sondern auch die US-Verfassung, um ihm seinen Willen aufzuzwingen. Präsident Trump wird in diesem Bemühen vom korrupten US-Kongress unterstützt, entweder Assanges Leben zu beenden oder ihn für den Rest seines heldenhaften Lebens in einem Kerker einzusperren, der keine Verbindung zur Außenwelt hat, bis er schließlich in Isolation für seinen heldenhaften letzten Kampf für die Freiheit der Öffentlichkeit und für die Demokratie – seinen Kampf gegen unser 1984-Regime – stirbt.

 

Was Jesus von Nazareth lokal für das römische Regime in seiner Region war, ist Assange für das US-Regime auf der ganzen Welt: ein Beispiel, um alle anderen zu erschrecken, die effektiv auftauchen könnten, um die Autorität des Imperators in Frage zu stellen.

 

Ein Schlüsselland in dieser Operation ist Ecuador, das von dem Diktator Lenin Moreno regiert wird, der das Amt gestohlen hat, indem er die Öffentlichkeit belogen hat und vorgibt, ein Progressiver zu sein, der seinen demokratisch gewählten Vorgänger Rafael Correa unterstützen würde. Aber sobald er die Macht übernommen hatte, hat er die fortschrittlichen Initiativen von Correa rückgängig gemacht, vor allem seinen Schutz für Assange, der in der ecuadorianischen Botschaft in London Zuflucht gesucht hatte.

 

Am 11. April 2019 titelt RT: "Wer ist Lenin Moreno und warum hat er Assange der britischen Polizei übergeben" und berichtet dies:

 

Nach seiner Wahl 2017 gab Moreno nach seinem Amtsantritt schnell sein Wahlprogramm auf. Er hob mehrere wichtige Gesetze auf, die unter seinem Vorgänger verabschiedet wurden und die sich gegen die Reichen und die Banken richteten. Er hob auch eine Entscheidung des Referendums über eine unbefristete Wiederwahl auf und blockierte gleichzeitig jede Möglichkeit für eine Rückkehr von Correa.

 

Er hat viele von Correas Ernennungen in Schlüsselpositionen in der ecuadorianischen Justiz und im Nationalen Wahlrat über den CPCCS-T-Rat, der über supraverfassungsmäßige Befugnisse verfügt, effektiv bereinigt.

 

Moreno hat sich auch bei den USA eingeschmeichelt, mit denen Ecuador unter Correa ein angespanntes Verhältnis hatte. Nach einem Besuch von Vizepräsident Mike Pence im Juni 2018 baute Ecuador seine Sicherheitszusammenarbeit mit den USA aus, einschließlich wichtiger Waffengeschäfte, Trainingsübungen und Informationsaustausch.

 

Nach Assanges Verhaftung beschrieb Correa, der Assange Asyl gewährt hatte, Moreno als den "größten Verräter der ecuadorianischen und lateinamerikanischen Geschichte", der sich eines "Verbrechens schuldig gemacht hat, das die Menschheit nie vergessen wird".

 

Trotz seiner überwältigenden Macht und seines Einflusses sind Moreno und seine Familie jedoch Gegenstand einer umfassenden Korruptionsuntersuchung im Land, da er mit Vorwürfen der Geldwäsche auf Offshore-Konten und Briefkastenfirmen in Panama konfrontiert ist, einschließlich der INA Investment Corp, die sich im Besitz von Morenos Bruder befindet.

 

Belastende Bilder, die angeblich von Morenos Handy gehackt wurden, haben sowohl seine Versuche, sich als Anti-Korruptions-Champion zu etablieren, als auch seine Beziehung zu Assange, den er beschuldigte, die Hacking-Aktivitäten koordiniert zu haben, irreparabel beschädigt.

 

Am 14. April 2019 titelte Denis Rogatyuk in The Gray Zone: "Verrat: Wie Korruption, Wahlbetrug und eine neoliberale Kehrtwende Ecuadors Lenin dazu brachten, Assange aufzugeben, in dem verzweifelten Versuch, seine Regierung bei Washington beliebt zu machen und so von seinen zunehmenden Skandalen abzulenken. Der ecuadorianische Präsident hat Julian Assange geopfert – und die Unabhängigkeit seines Landes.“ Und er beschrieb einige der Dokumente über die Anschuldigungen, dass Moreno korrupt sei.

 

Am 12. April 2019 titelte Zero Hedge: "Facebook entfernt die Seite des ehemaligen Präsidenten Ecuadors am selben Tag wie Assanges Verhaftung" und eröffnete: "Facebook hat die Seite von Ecuadors ehemaligem Präsidenten Rafael Correa entfernt, bestätigte am Donnerstag der Social-Media-Riese, und behauptet, dass der beliebte linke Führer die Sicherheitspolitik des Unternehmens verletzt habe."

 

Am 16. April 2019 titelte Jonathan Turley "'Er ist unser Eigentum': Das D.C. Establishment erwartet Assange mit Entzücken und Zorn", und eröffnet:

 

Sie werden Assange für ihre Sünden bestrafen.

 

Der Schlüssel zur Verfolgung von Assange war immer, ihn zu bestrafen, damit die mächtigen Gestalten, die durch seine Enthüllungen verspottet wurden, nicht erneut blamiert werden. Das bedeutet, ihn davon abzuhalten, darüber zu diskutieren, wie die US-Regierung angebliche Kriegsverbrechen und riesige zivile Verluste verheimlicht hat, jene Art von Offenlegungen, wie sie auch im berühmten Fall der Pentagon Papers gemacht wurden. Er kann nicht diskutieren, wie demokratische und republikanische Mitglieder entweder Komplizen oder in ihrer Aufsicht inkompetent waren. Er kann nicht diskutieren, wie die Öffentlichkeit über das Programm belogen wurde.

 

Ein Blick auf dieses künstliche Ausmaß wurde nur wenige Minuten nach der Verhaftung geworfen. CNN brachte seinen nationalen Sicherheitsanalytiker James Clapper, den ehemaligen Direktor des Nationalen Geheimdienstes, vor die Kamera. CNN hat nie erwähnt, dass Clapper des Meineids beschuldigt wurde, weil er die Existenz des Überwachungsprogramms der National Security Agency leugnete, und war persönlich in den Skandal verwickelt, den WikiLeaks ausgelöst hat.

 

Clapper wurde direkt vom Kongress gefragt: "Sammelt die NSA überhaupt irgendwelche Arten von Daten über Millionen oder Hunderte von Millionen Amerikanern?"

 

Clapper antwortete: "Nein, Sir. ...nicht wissentlich." Später sagte Clapper, seine Aussage sei "die am wenigsten unehrliche" Aussage, die er machen könne.

 

Das würde es natürlich immer noch zu einer Lüge machen, aber so ist Washington – und Leute wie Clapper sind unantastbar.

 

Nach Ansicht des Establishments ist Assange das Problem.

 

 

Am 11. April 2019 titelte das Meinungsforschungsinstitut YouGov "53% der Amerikaner sagen, dass Julian Assange nach Amerika ausgeliefert werden sollte".

 

Am 13. April 2019 titelte ich: "Was die öffentlich Meinung über Assange uns über die Richtung der US-Regierung sagt" und ich berichtete über die einzige internationale Umfrage, die jemals über Meinungen zu Assange durchgeführt worden war, und ihre Ergebnisse zeigten, dass die USA von den 23 befragten Nationen das einzige Land waren, in der die Mehrheit der Öffentlichkeit gegen Assange ist, und dass der Unterschied zwischen den USA und allen anderen enorm groß war. Der Bericht begann so:

 

Die einzige umfassende öffentliche Meinungsumfrage über Julian Assange oder Wikileaks stammt von Reuters/Ipsos am 26. April 2011, "WikiLeaks' Julian Assange ist kein Krimineller: globale Umfrage", und sie umfasste rund tausend Personen in jedem der 23 Länder – insgesamt 18.829 Befragte.

 

Der Nachrichtenbericht von Reuters war vage und nicht mit einer detaillierten Darstellung der Umfrageergebnisse verbunden, aber er sagte, dass "die US-Befragten eine weitaus kritischere Sichtweise" gegenüber Wikileaks hatten als jedes andere Land, und dass 69% der Amerikaner der Ansicht waren, "dass Assange angeklagt werden sollte und 61 Prozent gegen die Mission von WikiLeaks waren". An anderer Stelle im Web war diese detaillierte Präsentation der Ergebnisse von Ipsos Umfrage vergraben:

 

Gegen Wikileaks:

 

61% US

 

38% Großbritannien

 

33% Kanada

 

32% Polen

 

32% Belgien

 

31% Saudi-Arabien

 

30% Japan

 

30% Frankreich

 

27% Indonesien

 

26% Italien

 

25% Deutschland

 

24% Schweden

 

24% Australien

 

22% Ungarn

 

22% Brasilien

 

21% Türkei

 

21% S. Korea

 

16% Mexiko

 

16% Argentinien

 

15% Spanien

 

15% Russland

 

15% Indien

 

12% S. Afrika

 

Sind die USA eine Demokratie, wenn das Regime so wirksam die Köpfe seiner Öffentlichkeit in den Griff bekommt, dass sie gegen den stärksten Kämpfer für ihre Freiheit und Demokratie so feindlich gesinnt sind?

 

Am 13. April 2019 titelte washingtonsblog: „4 Mythen über Julian Assange entlarvt“, und hier ist einer davon:

 

Mythos #2: Assange wird in den USA einen fairen Prozess bekommen.

 

Der 14 Jahre für die CIA tätige John Kiriakou notiert: Assange wurde im östlichen Bezirk von Virginia angeklagt – dem sogenannten "Spionagegericht". Das ist genau das, was viele von uns befürchtet haben. Denken Sie daran, dass im Eastern District of Virginia noch nie ein wegen nationalen Sicherheit Angeklagter für nicht schuldig befunden wurde. Der Eastern District wird auch als "rocket docket" bezeichnet, wegen der Schnelligkeit, mit der Fälle verhandelt und entschieden werden. Nicht bereit, eine Verteidigung aufzubauen? Brauchen Sie mehr Zeit? Haben Sie nicht alle Ihre Unterlagen erhalten? Pech gehabt. Wir sehen uns vor Gericht.

 

.... Ich habe lange vorhergesagt, dass Assange der Richterin Leonie Brinkema gegenüberstehen würde, wenn er im Eastern District angeklagt würde. Brinkema kümmerte sich um meinen Fall, ebenso wie um den Whistleblower Jeffrey Sterling von der CIA. Sie hat auch den Fall Ed Snowden für sich selbst reserviert. Brinkema ist eine Galgen-Richterin.

 

Am 20. Mai 2019 titelte der ehemalige britische Botschafter Craig Murray (der gekündigt hatte, um die Wahrheit zu sagen) "The Missing Step" und argumentierte, dass die einzige Chance, die Assange jetzt hat, darin besteht, dass Schweden sich weigert, Assange in die USA auszuliefern, falls Großbritannien dem schwedischen Antrag auf Auslieferung an Schweden statt an die USA nachkommt (Die Entscheidung darüber wird nun wahrscheinlich vom US-Agenten Boris Johnson statt von der regulären Tory Theresa May getroffen).

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/murray-ueber-asssange-20-05-2019/

 

Wie kann man vernünftigerweise leugnen, dass die USA tatsächlich (wenn auch nicht offiziell) eine Diktatur sind? Alle ihre Verbündeten sind somit Vasallen-Nationen in ihrem Imperium. Das bedeutet, dass einige der häufigen Staatsstreiche und Invasionen des US-Regimes geduldet werden (wenn man nicht sogar dabei mithilft); und es bedeutet, dass sie bei der Verbreitung der Kontrolle des US-Regimes außerhalb ihrer selbst mitwirken, um weitere andere Länder einzubeziehen.

 

Das reduziert die Freiheit und die Demokratie auf der ganzen Welt; das verbreitet die US-Diktatur international. Das ist das Böse an dem, was in Amerika "Neokonservatismus" genannt wird, und in anderen Ländern wird es einfach "Imperialismus" genannt. Unter amerikanischer Herrschaft ist er heute ein verbreitetes Schimpfwort und eine politische Plage für die Menschen auf der ganzen Welt. Selbst ein amerikanischer Whistleblower über die Ukraine, der in der ehemaligen Ukraine lebt, wird vom US-Regime angegriffen.

 

Auf diese Weise wird durch das US-Imperium die Freiheit aller ernsthaft bedroht – das trügerischste Imperium, das die Welt je erlebt hat. Die Märtyrer seiner Lügen sind die Kanarienvögel in seiner Kohlengrube. Sie sind die ersten, die eliminiert werden.

 

Wenn man sich die Liste der 23 Länder noch einmal ansieht, sieht man die USA und acht ihrer wichtigsten Verbündeten (oder Vasallen-Nationen) in der richtigen Reihenfolge: USA, Großbritannien, Kanada, Polen, Belgien, Saudi-Arabien, Japan, Frankreich, Indonesien. Dies sind Länder, in denen die Untertanen bereits gut vom Imperium kontrolliert werden. Sie sind bereits Vasallen, und so werden sie zu "Verbündeten" geweiht.

 

Am anderen Ende befinden sich jene, die am meisten gegen das US-Regime sind: Süd-Afrika, Indien, Russland, Spanien, Argentinien, Mexiko, Südkorea, die Türkei. Dies sind Länder, in denen die Subjekte noch nicht gut vom Imperium kontrolliert werden, obwohl einige ihre derzeitigen Regierungen versuchen, die Meinung ihrer Subjekte zu ändern, damit das Land die US-Herrschaft akzeptiert.

 

Wo immer die Subjekte die US-Herrschaft ablehnen, besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass die Nation auf die Liste der "Feinde" des US-Regimes gesetzt wird. Folglich ist die Wahrscheinlichkeit eines amerikanischen Staatsstreichs oder einer amerikanischen Invasion real, wo immer die Bewohner am stärksten gegen die US-Regierung sind.

 

Der erste Schritt zu einem Putsch oder einer Invasion ist die Verhängung von Sanktionen gegen dieses Land. Eine jede solche Nation, die bereits darunter leidet, ist daher bereits in Gefahr. Jede solche Nation, die sich weigert, mit den bestehenden Sanktionen des US-Regimes zusammenzuarbeiten – etwa gegen den Handel mit Russland, China, dem Iran oder Venezuela – läuft Gefahr, selbst zu einer von den USA sanktionierten Nation und damit offiziell zu einem "Feind" zu werden.

 

Und aus diesem Grund enden Freiheit und Demokratie.

 

Solange das US-Regime selbst nicht erobert wird – entweder innerstaatlich durch eine zweite erfolgreiche amerikanische Revolution (dieses Mal, um die inländische Aristokratie zu eliminieren statt wie damals eine ausländische zu eliminieren), oder durch einen Dritten Weltkrieg, in dem das US-Regime noch schlimmer zerstört wird als das gegnerische Bündnis – solange wird das bestehende und unersättliche Imperium weiterhin auf dem Kriegspfad sein, um jedem auf diesem Planeten seine Diktatur aufzuzwingen.


https://northmantrader.com/2019/06/07/game-over-2/

 

Game over - Das Spiel ist aus

 

von Sven Henrich, 07.06.2019

 

 

Game over. Das große Zentralbankexperiment der letzten zehn Jahre endet in einem heillosen und kompletten Scheitern. Die Spielchen mit billigem Geld und ständigen Interventionen, die uns weltweite Rekord-Schulden in der Größenordnung von $250 Billionen und ein rekordverdächtiges Ungleichgewicht beim Reichtum beschert haben, gehen mit der Verteilung von unreinem Crystal Meth in eine weitere Runde.

 

Australien hat bereits die Zinsen gesenkt, Indien ebenso. Die EZB redet darüber und die Märkte preisen bereits mehrere Fed-Senkungen ein. Das weltweite Zinssenken beginnt bereits von Neuem, bevor die letzte Runde überhaupt beendet wurde. Geht besser in Deckung, denn niemand, wirklich niemand kann wissen wie das endet.

 

Absolut atemberaubend. Wir werden Zeugen eines historischen Zusammenbruchs. Alles was die ganzen Zentralbanker im letzten Jahr sagten, war völlig falsch. Jede Prognose, die sie in den letzten zehn Jahren gemacht haben, war völlig falsch. Kein Wunder, dass Jay Powell (der Fed-Chef) die Diagramme in die Ecke werfen will. Es ist ein öffentliches Protokoll des Scheiterns.

 

Warum sollte man Vertrauen in Leute haben, die auf die Trümmer jener Politik starren, die sie auf die Welt losgelassen haben und jetzt wieder loslassen?

 

All die Verzerrungen von 10 Jahren billigem Geld, Schulden, Vermögensungleichheit, Zombie-Unternehmen, negativen Zinsen, TINA (es gibt keine Alternative) und so weiter, all das wird durch unglückselige und verängstigte Zentralbanker nur noch verschärft, deren einzige Lösung für ihr Versagen ist, noch einmal auf den Zug des billigen Geldes aufzuspringen. Alles unter dem Motto „Verlängerung des Konjunkturzyklus“, um jeden Preis. Und sich niemals fragen, ob sie das tun oder die Konsequenzen bedenken sollten. Aber da sie nicht vom Volk gewählt sind und keine Konsequenzen für ihr Scheitern zu befürchten haben, müssen sie den Kollateralschaden nicht berücksichtigen, den sie verursachen.

 

Ich wiederhole: Die grundlegenden Bären, die vorhergesagt haben, dass die Zentralbanker nie in der Lage sein würden, das von ihnen geschaffene Konstrukt zu normalisieren und was die weltgrößte Schuldenexplosion der Geschichte ausgelöst hat, diese Bären hatten zu 100 Prozent recht. Wir alle starren auf ein kolossales Politikversagen ohne Rechenschaftspflicht.

 

Und so geht’s los:

 

Draghi: Einige Mitglieder des EZB-Rats haben die Möglichkeit von Zinssenkungen vorgebracht, andere die Möglichkeit einer Neuauflage des Programms zum Ankauf von Anleihen oder die Verlängerung der forward guidance (Anm.d.Ü.: die Einschätzung über die Absichten des EZB-Rats mit Blick auf die zukünftige Entwicklung. Volker Pispers würde sagen: die Glaskugel-Besitzer)

 

Zurück zum alten TINA-Unsinn:

 

Zu einem Zeitpunkt, an dem die Bilanz der EZB auf einem Rekord-Hoch ist, bei gleichzeitig einbrechenden Inflationserwartungen:

 

 

Und das bei anhaltenden Negativ-Zinsen:

 

 

Bevorstehende Zinssenkungen in den USA, nach dem erbärmlichsten Zinserhöhungs-Zyklus in der Geschichte, während die öffentlichen Schulden im Vergleich zum BIP höher sind als je zuvor:

 

 

Und die Wirtschaftsdaten, die Renditen und die Inflationserwartungen kollabieren ringsum:

 

 

Und somit ist TINA wieder da, das blaue Meth ist wieder auf dem Markt und Investoren flüchten wieder in Aktien, angesichts sich verschlechternder Fundamentaldaten.

 

Das bringt FOMO zurück (Anm.d.Ü.: die Angst, etwas zu verpassen), mit der Erwartung, dass dies eine neue Ära von Rekord-Hochs bringt und die Zentralbanker im rechten Moment einschreiten, um einen weiteren Einbruch bei den Akteinkursen zu verhindern.

 

Man wird geradezu verleitet, für das große Finale wieder nach Vermögenswerten zu jagen.

 

Nicht wegen der Ergebnisse, nicht wegen des Umsatzes oder des Wachstums. Weil sie es müssen, da die Renditen wieder einbrechen und die Zentralbanker wieder kostenloses Geld versprechen.

 

Wie ich schon seit geraumer Zeit darlege: Die Aktienmärkte können ohne Intervention, ohne helfende Hand, ohne zahme und intervenierende Zentralbanken keine Gewinne oder Rekordpreise erzielen. Dies gilt seit 10 Jahren und auch für 2019, denn dort liegen alle großen Gewinne:

 

 

Dies ist kein Kapitalismus, und diese laufende Farce stellt auch keine freie Marktpreisfindung dar. Es ist eine Polit-Büro basierte Zentralplanung, die verzweifelt versucht, die Bälle in der Luft zu halten.

 

"Um den Konjunkturzyklus zu verlängern", sagte Jay Powell diese Woche. Seit wann ist dies der Hauptzweck der Fed? Was ist mit Inflation und Preisstabilität passiert? Sie werfen bereits ihre angegebenen Inflationsziele über den Haufen und sprechen darüber, die Inflation heißer laufen zu lassen, wenn sie sie auffrischen können. Es gibt keine Integrität, nur bewegliche Ziele und Karotten, die von den Aktienkursen angetrieben werden.

 

Die Vortäuschung ist verschwunden, es geht darum, die Illusion am Leben zu erhalten, dass die Fed weiß, was sie tut, dass sie immer da ist, um die Märkte vor Schwierigkeiten zu bewahren.

 

Aber ihre Erfolgsbilanz ist offensichtlich: Seit 10 Jahren hat die Fed ihre Inflationsziele (so schlecht sie auch sein mögen) nicht erreicht. Sie hat es trotz jahrelanger Versprechungen nicht geschafft, sich zu normalisieren, und wird sich nie normalisieren können. Zwischen 2008-2019 war die Fed nur 3 Monate lang nicht akkommodierend (Anm.d.Ü.: was bedeutet, dass die Zentralbank bei einer Erhöhung der Staatsausgaben mit einer Erhöhung der Geldmenge reagiert). Das explodierte ihnen im Dezember ins Gesicht. Sie werden nie wieder nicht akkomodierend sein. Das können sie nicht.

 

Diese Woche freuen sich die Investoren, wieder auf den kommenden Zug mit kostenlosem Geld aufzuspringen. Sie könnten durchaus für die gleiche Masche belohnt werden, die seit 10 Jahren funktioniert, mit den bereits erkennbaren Folgen: Immer mehr Rekordverschuldung von Regierungen, Unternehmen und Verbrauchern und ja, immer extremere Vermögensunterschiede. Bravo.

 

Alternativ können Anleger auch vorsichtig sein, wenn es darum geht, dem Scheitern der Politik hinterherzulaufen und stattdessen ein Auge auf technische Details werfen, die durchaus auf ein anderes Ergebnis hinweisen könnten:

 

 

Während die Märkte noch über das endgültige Ergebnis streiten, ist das Urteil an der strategischen Front bereits da: Game over. Das große Zentralbankexperiment hat sich als ein kolossales Scheitern herausgestellt. Geht in Deckung.

 


http://thesaker.is/sovereignists-of-all-countries-unite/

 

Souveränisten aller Länder, vereinigt euch!

 

Vom Saker, 07.06.2019 (geschrieben für Unz Review)

 

 

Wir alle wissen, dass die Neokons die bei weitem größte und einflussreichste Sponsorengruppe von US-Aggressionskriegen sind. Sie sind diejenigen, die sich am härtesten für die Invasion des Irak eingesetzt haben, und sie sind diejenigen, die seit Jahrzehnten jeden nur möglichen schmutzigen Trick versuchen, die USA zu Aggressionen gegen den Iran zu locken. Tatsächlich könnten die Neokons völkerrechtlich als Bande von internationalen Kriegsverbrechern angesehen werden. Warum? Weil, wie ich bereits mehrfach betont habe, nach den Grundpositionen des Nürnberger Tribunals das schlimmste mögliche Verbrechen nicht der Völkermord oder ein anderes Verbrechen gegen die Menschheit ist. Das schlimmste Verbrechen ist das Verbrechen der *Aggression*, denn nach Ansicht der Experten, die das Nürnberger Tribunal eingerichtet haben, "beinhaltet" das Verbrechen der Aggression alle anderen Verbrechen (übrigens nimmt der Internationale Strafgerichtshof die gleiche Position ein). Mit den Worten des Nürnberger Chefanklägers Robert H. Jackson "ist es daher nicht nur ein internationales Verbrechen, sondern das höchste internationale Verbrechen, das sich nur dadurch von anderen Kriegsverbrechen unterscheidet, dass es das angesammelte Übel des Ganzen in sich trägt".

 

Nach dieser Definition wäre jeder einzelne US-Präsident ein Kriegsverbrecher (zumindest soweit ich weiß; wenn euch ein US-Präsident einfällt, der das Verbrechen der Aggression nicht begangen hat – auch gegen die Indianer! – bitte lasst es mich wissen). Was die Neokonservativen betrifft, so könnten sie ziemlich gut als "kriminelle Verschwörung zur Begehung des Verbrechens der Aggression" bezeichnet werden. In einer vernünnftigen Welt würde sie das zu internationalen Parias auf Augenhöhe mit den al-Qaeda-Verrückten machen (die, ob sie es nun erkennen oder nicht, von den US-Neokons zusammengefügt wurden und immer noch ihre Auftragsmörder sind, nicht so sehr gegen den Westen, sondern hauptsächlich gegen alle anderen (Nicht-Takfiri, d.h. „nicht rechtgläubigen) Formen des Islam, vor allem die Hisbollah und den Iran). Obwohl die meisten immer noch Angst haben, dies öffentlich zu sagen, glaube ich, dass unter den politischen Analysten die Erkenntnis wächst, dass die Neokons eine gefährliche internationale Bande von kriegslüsternen Gangstern sind.

Weniger bekannt ist jedoch, dass die Neokonservativen und ihre Verbündeten in den USA eine wichtige Kraft waren, um die Bill of Rights, insbesondere die First und Second Amendments, zu demontieren. (Anm.d.Ü.: Der erste Verfassungszusatz dreht sich um die Meinungsfreiheit, der zweite Zusatz um das Recht, Waffen zu tragen)

 

Heute möchte ich ein einfaches, aber dennoch anschauliches Beispiel dafür geben, wie solche Dinge ohne großen Widerstand ablaufen. Und für dieses Beispiel werde ich den US-Bundesstaat nutzen, in dem ich derzeit lebe: Florida.

 

Schauen Sie sich diese atemberaubende Abfolge von Ereignissen an:

 

Am 11. April verabschiedete das Abgeordnetenhaus von Florida einstimmig (114-0) ein House Bill 741, das Antisemitismus folgendermaßen definieren würde:

 

"Eine gewisse Wahrnehmung jüdischer Menschen, die sich in Hass auf das jüdische Volk äußern kann."

 

"Rhetorische und physische Manifestationen des Antisemitismus, die sich gegen eine Person, ihr Eigentum oder gegen jüdische Gemeindeeinrichtungen oder religiöse Einrichtungen richten."

 

 

Das Gesetz enthält auch viele Beispiele für "Antisemitismus", darunter:

 

Der Aufruf, die Beihilfe oder Rechtfertigung der Tötung oder Schädigung von Juden, oft im Namen einer radikalen Ideologie oder einer extremistischen Auffassung von Religion.

 

Juden als Volk oder den Staat Israel zu beschuldigen, den Holocaust zu erfinden oder zu übertreiben.

 

Jüdische Bürger zu beschuldigen, Israel oder den angeblichen Prioritäten der Juden weltweit treuer zu sein als dem Interesse ihrer eigenen Nationen.

 

 

Der Gesetzentwurf sieht auch vor, dass zu den Beispielen für Antisemitismus im Zusammenhang mit Israel gehören:

 

Die Anwendung einer Doppelmoral auf Israel, indem ein Verhalten Israels gefordert wird, das von keiner anderen demokratischen Nation erwartet oder gefordert wird, oder indem Friedens- oder Menschenrechtsuntersuchungen nur auf Israel konzentriert werden.

 

Die Delegitimierung Israels, indem dem jüdischen Volk das Recht auf Selbstbestimmung und Israel das Existenzrecht verweigert wird.

 

 

Am 29. April trafen sich Gouverneur DeSantis und das Florida-Kabinett in Jerusalem (kein Witz!), um ihre Unterstützung für den "jüdischen Staat" (sic) zu bekunden und zu erklären, dass DeSantis der proisraelischste Gouverneur in "Amerika" (sic) sein wird. Die Tatsache, dass die Abhaltung dieses Treffens im Ausland eine Verletzung der Gesetze von Florida ist, hat niemanden gestört (außer der Florida First Amendment Foundation, die eine Klage gegen diesen Wahnwitz eingereicht hat). Ebenso wenig wie die Tatsache, dass Israel der letzte offen und offiziell rassistische Staat auf unserem Planeten ist. Leider ist Florida kaum eine Ausnahme, zwei Dutzend andere Staaten (einschließlich Texas) haben ähnliche Gesetze erlassen.

 

Das winzige kleine Feigenblatt, das den wahren Anti-Bürgerrechtscharakter solcher Gesetze verdeckt, ist die Einschränkung, dass solche Gesetze technisch nicht gegen das First Amendment verstoßen, da sie "nur" für Schulen gelten (FL) oder dass sie die freie Meinungsäußerung als solche nicht verbieten, sondern "nur" Desinvestitionen von Unternehmen und Einzelpersonen zulassen, die es wagen, sich zum "falschen" Standpunkt über Israel (TX) zu bekennen.

 

Das ist natürlich völliger Unsinn.

 

Da die Neokons nicht offen herauskommen und "lasst uns den ersten Verfassungszusatz abschaffen" erklären können, verwenden sie das, was ich einen "legislativen Tod durch tausend Schnitte" nennen würde, was bedeutet, dass sie den ersten Verfassungszusatz nicht offen aufheben, sondern ihn einfach neutralisieren, indem sie unzählige kleine Einschränkungen, Verordnungen, Interpretationen, Beschränkungen usw. usf. auferlegen (übrigens: so versuchen die US-Eliten derzeit auch, den zweiten Verfassungszusatz zu demontieren).

 

Als jemand, der in den USA studiert und hier zwei Diplome erhalten hat (1986-1991), kann ich bestätigen, dass vor dem 11. September 2001 US-Schulen und Unis eine wunderbare Petrischale für alle möglichen Meinungen und Ideen waren, auch für sehr kontroverse. Die Meinungsfreiheit an den US-Colleges war total, und es wurde verstanden und erwartet, dass alle Meinungen und Ideen auf der Grundlage ihrer eigentlichen Vorzüge konkurrieren und nicht sorgfältig auf Anzeichen von Verbrechensgedanken analysiert wurden. Das hat sich nun völlig geändert: Bis auf wenige Ausnahmen sind die meisten US-Schulen (einschließlich vieler Colleges!) inzwischen ideologisch monolithisch geworden, und die einzig mögliche Meinung ist der totale Hass auf Trump und die bedingungslose Unterstützung der Clinton-Bande.

 

Der giftigste Aspekt dieser die Freiheit zerstörenden Gesetze ist, dass sie sich bewusst an die Jugend richten, denn die herrschende Plutokratie weiß die Tatsache zu schätzen, dass junge Menschen ideologisch viel leichter zu formen und zu indoktrinieren sind. Hinzu kommt, dass der Großteil des US-amerikanischen "Bildungssystems" (zusammen mit den US-amerikanischen Unternehmensmedien) darauf abzielt, die Studenten tatsächlich zu verblöden und konform zu machen (das genaue Gegenteil von dem, was "Bildung" erreichen soll), da alles, was von mehr als 90% der US-Bevölkerung benötigt wird, nur die Grundfertigkeiten sind, die sie benötigen, um ihren Oberherren und herrschenden Eliten zu dienen (die restlichen 10% der Schulen sind hauptsächlich für die Kinder der herrschenden US-Nomenklatura reserviert, wie Ärzte, Anwälte, Ingenieure usw.).

 

Es gibt noch einen weiteren Aspekt dieser Zeitlupen-Dekonstruktion der Bürgerrechte in den USA, auf den ich besonders hinweisen möchte: Ich glaube, dass die absolut empörende Natur solcher Gesetze nicht nur eine Nebenwirkung der unendlichen Arroganz der Neokons ist, sondern auch eine bewusste Manipulationstechnik des Geistes. Indem sie ihre ideologische Arroganz einem so unter die Nase reiben, zwingen die Neokons jeden, der die Gesetze einhält, in eines von zwei Lagern: Erstens, diejenigen, die sanftmütig akzeptieren, was die Neokonservativen wollen, und diejenigen, die es wagen, sich zu wehren. Die erste Gruppe wird dann zu einem Komplizen, einem Zuschauer, der durch Schweigen zustimmt, während die zweite Gruppe zu einem Ziel wird, das mit allen notwendigen Mitteln zum Schweigen gebracht werden soll. Die Ähnlichkeiten unter anderen Umständen sind offensichtlich: 9/11, MH-17, Skripal, fiktive Gasangriffe in Syrien, etc. Die Herrscher des Imperiums fordern, dass jeder ein Narrativ unterstützt, das offensichtlich falsch ist, wodurch ein sehr genaues Instrument geschaffen wird, um den Grad der politischen Unterwerfung jeder Person zu messen, die gefragt wird, ob die offizielle Version wahr ist oder nicht.

 

In diesem Zusammenhang ist es erstaunlich zu sehen, dass nur sehr wenige Menschen es wagen, offen zu hinterfragen, warum und wie eine ausländische Macht eine solche totale Kontrolle über eine angebliche Supermacht erlangt hat. Es gibt natürlich viele mutige Persönlichkeiten, die es wagen, all dies in Frage zu stellen (die Namen von Cynthia McKinney, Ron Unz, Philip Giraldi, Paul Craig Roberts, Catherine Austin-Fitts, Bonnie Faulkner und vielen anderen kommen mir in den Sinn), aber ihre mutigen Stimmen werden von einem Kategorie 5 Orkan pro-zionistischer Propaganda übertönt. Und wenn alles andere scheitert, wird der fadenscheinige und unsinnige Vorwurf des "Antisemitismus" natürlich dazu benutzt, jeden zu diskreditieren, dessen Argumente nicht einfach abgewiesen werden können. Schließlich war der US-Deep State sehr erfolgreich bei seiner verdeckten Unterstützung aller Arten von wirklich rassistischen Bewegungen, Persönlichkeiten und Medien, um jeden (mittels angeblicher Assoziation) zu diskreditieren, der Israel oder den Zionismus kritisiert. Die genau gleiche Technik wurde verwendet, um die 9/11 Wahrheitsbewegung zu diskreditieren, die durch alle möglichen einfach dummen Theorien (Atombomben, russische Raketen, gerichtete Energiewaffen usw.) auf Graswurzel-Ebene beeinflusst wurde, was dazu beitrug, die ernsthaften und rigorosen wissenschaftlichen Studien darüber, was wirklich am 11. September geschah, "aufzulösen".

 

Eine der verheerendsten Folgen dieser Zio-kompatiblen politischen Orthodoxie in den USA war, dass kein US-Politiker die totale Kontrolle der zionistischen Besatzungsregierung erfolgreich in Frage gestellt hat (Zionist Occupation Governemnt: ZOG - ein vielfach diskreditierter, aber meiner Meinung nach absolut korrekter Begriff). Cynthia McKinney versuchte es, und wir alle wissen, was mit ihr passiert ist. Noch kühler ist die Tatsache, dass selbst Menschen wie Ron Paul, Dennis Kucinich, Ralph Nader oder Tulsi Gabbard sich eindeutig entschieden haben, sich von diesem Thema fernzuhalten, damit sie nicht wie Cynthia McKinney verteufelt und aus jeder Machtposition entfernt werden.

 

Das geschieht alles ganz bewusst. Überprüft einfach die von HB 741 verwendete Sprache, die klar und wiederholt jede Ablehnung oder Verurteilung des Zionismus (der eine Ideologie ist) mit dem Hass auf Juden verbindet (als Religion, Ethnie oder Rasse; wozu immer es auch gut sein mag: ich persönlich betrachte Juden als Stamm, nicht als Rasse oder Ethnie). Diese Vermengung ist der Grundstein der zionistischen Macht im Westen, und deshalb wird jede Diskussion darüber als ein belegbarer Beweis für rassistische Gedankenverbrechen angesehen).

 

Dennoch sind diejenigen, die wie ich in den USA leben, vergleichsweise besser dran als alle europäischen Dissidenten, da es in den meisten EU-Ländern (und übrigens auch in Russland) bereits zahlreiche Gesetze gibt, die bestimmte Formen der freien Meinungsäußerung verbieten, darunter sogar die so genannte "Holocaust-Leugnung" und das (vage formulierte) Verbot der "Hassrede": Es gibt keinen Ersten Verfassungszusatz in Europa und das Verbot bestimmter Formen der freien Meinungsäußerung war schon immer in Europa vorhanden (der französische Philosoph Alain Soral riskiert jetzt ein Jahr Gefängnis für verschiedene "Gedankenverbrechen"). Ich werde in naher Zukunft über seine Notlage schreiben).

 

Fazit: In vielerlei Hinsicht haben Russen und Amerikaner das gleiche Problem!

 

Sobald wir uns entschieden haben, die Dinge beim Namen zu nennen, wird deutlich, worum es bei den USA geht: Die USA sind kein wirklich freies oder souveränes Land, sondern ein "besetztes Gebiet", das von einer transnationalen Bande von Gangstern regiert wird, deren Ideologie so rassistisch, messianisch und hasserfüllt ist wie sie nur sein kann (Zionismus); ich würde daher vorschlagen, dass ein perfekter US-“Befreiungsslogan“ "volle Souveränität des Volkes wiederherstellen" lauten könnte. Russland hat, glaube ich, das gleiche Problem, wenn auch in geringerem Maße (der wichtigste Unterschied besteht darin, dass es in Russland immer noch viele Patrioten gibt, die bereit sind, sich gegen diesen Zustand zu stellen, ohne jedoch in die Falle zu tappen, rassistische Ansichten zu unterstützen). Grundsätzlich denke ich, dass es fair wäre zu sagen, dass sowohl Russland als auch die USA darum kämpfen, sich vom Joch einer transnationalen Bande von Gangstern zu befreien, deren Ziel die Weltherrschaft ist, buchstäblich (wenn man naiv genug ist, zu glauben, dass der Zionismus "nur" die Fürsprache einer jüdischen Heimat und eine Umsiedlung bedrohter Juden nach "Eretz Yisrael" ist, irrt man sich völlig. Warum das so ist, siehe hier: https://thesaker.is/why-i-use-the-term-anglozionist-and-why-its-important/ ).

 

Darüber hinaus leiden sowohl Russland als auch die USA unter der internen Unterdrückung einer herrschenden Klasse, die bis ins Mark korrupt und gegenüber allen anderen zutiefst verachtend ist. Und während diese Menschen nicht unter einem Führer oder einer Organisation vereint sind und keine geheimen Koordinationstreffen haben müssen, haben sie eine solche Gemeinsamkeit von Interessen, dass sie immer und instinktiv gemeinsam handeln werden. Ich weiß, dass dies 2019 keine coole Sache ist, aber bei all seinen anderen Fehler hatte Karl Marx Recht mit seiner Erkenntnis, dass Klassenkämpfe die Struktur der meisten Gesellschaften definieren und dass das Klassenbewusstsein oft bestimmt, wie die Machthaber handeln.

 

Wie auch immer wir sie nennen wollen (Neokonservative, Zionisten, Atlantische Integrationisten, 5. Kolumnisten usw.), diese Bezeichnungen sind alle situativ, und wir alle wissen, mit wem wir es hier zu tun haben und wie diese Menschen arbeiten. Und denen, die uns (unvermeidlich) eines Kryptorassismus beschuldigen würden, würden wir einfach mit den Worten eines sehr berühmten Juden, dem Heiligen Paulus, antworten, der sagte: "Denn wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen Fürstentümer, gegen Mächte, gegen die Herrscher der Finsternis dieser Welt, gegen geistige Bosheit an hohen Orten" (Eph. 6,12). Außerdem ist die Schuldzuweisung an Juden für den Zionismus etwa so logisch wie die Schuldzuweisung an Russen für den Bolschewismus, an Deutsche für den Nationalsozialismus oder an US-Amerikaner für den Imperialismus: Das ist sowohl kontrafaktisch als auch zutiefst unmoralisch. Aber keine Sorge, der Papst hat bereits erklärt, dass die Christen um Vergebung für "19 Jahrhunderte christlichen Antijudaismus" bitten müssen! Ich nehme an, dass die Römer den Heiligen Paulus bald zu einem "optionalen Heiligen" erklären werden (wie bei Sankt Nikolaus). Nach der Besessenheit des Papstes, den Antisemitismus zu verurteilen, können wir davon ausgehen, dass bald so berüchtigte "Antisemiten" wie der Heilige Paulus, der Heilige Zyprian von Karthago, der Heilige Gregor von Nyssa, der Heilige Ephrem der Syrer, der Heilige Ambrosius von Mailand, der Heilige Justin Martyr und viele andere "optional" gemacht werden. Am Ende des Tages erwarte ich von diesen Leuten, dass sie Christus selbst "optional" machen, wegen seinem Antisemitismus (besonders in den Evangelien von Matthäus und Johannes, die sicherlich in naher Zukunft "korrigiert" werden).

 

Russen und US-Amerikaner leben in sehr unterschiedlichen Gesellschaften mit sehr unterschiedlichen Geschichten. Doch ich glaube, dass es viel realistischer und produktiver wäre zu hoffen, dass alle Menschen in Russland und den USA, unabhängig von ihrer Rasse, ethnischen Zugehörigkeit oder Religion, ihre Kräfte bündeln, um ihre Souveränität über ihre Länder wiederherzustellen, anstatt aussichtslos zu hoffen, dass Russland eines Tages ein Unterstützer der (vom Tiefen Staat gesponserten und damit wirklich rassistischen) Alternativen Rechten wird. Es spielt keine Rolle, welche Ideologie die transnationale Plutokratie vertritt, solange wir alle erkennen, dass wahre Souveränität das Gegengift ist, das unsere Freiheiten wiederherstellen und Angriffskriege stoppen wird (von denen nur die herrschenden Eliten profitieren). Heute sind die Neokons der Feind Nr. 1 für die USA. Die russische 5. Kolonne ist der Feind Nr. 1 für Russland. Zu zeigen, wie sie auf die gleichen Ziele hinarbeiten, ist meiner Meinung nach eines der ersten Dinge, die diejenigen erreichen müssen, die sich diesen Gangstern widersetzen. In Anlehnung an Marx würde ich diesen Slogan vorschlagen: "Souveränisten aller Länder - vereinigt euch!".

 

Der Saker


https://kunstler.com/clusterfuck-nation/going-where-exactly/

 

Wo genau gehen wir eigentlich hin?

 

Von James Howard Kunstler, 07.06.2019

 

Als Reaktion auf das, was aus einer Nation schamloser Gaunereien geworden ist, lebhafter Vermögensunterschiede und schockierender Armut, die in den Straßen der Stadt zu sehen ist, sucht die Partei des einfachen Mannes nach Lösungen bei der Umverteilung des Kapitals. Das scheint für viele mehr als fair zu sein. Nicht umsonst stilisieren sie es als "soziale Gerechtigkeit", die Wegbereiterin eines Wirtschaftssystems namens Sozialismus – natürlich mit den Obertönen, dass sie zusätzlich die Rassen- und Geschlechterfragen lösen.

 

Der Sozialismus mag wie die Antwort auf all diese Ungerechtigkeiten und Demütigungen erscheinen. Und natürlich konzentriert er sich auf die beiden Aktivitäten, die sich zu den schlimmsten Gaunereien in Amerika entwickelt haben: Hochschulbildung und Gesundheitswesen, auch bekannt als "Eds and Meds" (Anm.d.Ü.: „Education and Medicines“). Beide sind heute grausam aufgeblähte Parodien dessen, was sie einmal waren, und verwandeln ihre Kunden in Schuldsklaven und Bankrotteure, abgesehen von ihrem trostlosen Versagen bei ihren Grundaufgaben: Den sich entwickelnden Geist auf die Realität vorzubereiten und "zuerst keinen Schaden anzurichten".

 

Die vorgeschlagene Abhilfemaßnahme besteht darin, dass die nationale Regierung die Verantwortung für den Betrieb übernimmt und ihre Dienste für alle kostenlos zugänglich macht. Das würde natürlich nichts daran ändern, die offenkundigen Idiotien der Gender Studies-Abteilungen zu reformieren (Anm.d.Ü.: Gruß an Hadmut Danisch!); oder die traurigen Opfer von Adipositas und Diabetes vor ihrem giftigen Konsum von Whoppers, Pizzen und Slushies zu retten. Dieses Kräftespiel läuft auf Feedback-Rädern der Sinnlosigkeit, für die es kein Happy End außerhalb drastischer Veränderungen im Denken und Verhalten gibt.

 

Die Linke verspricht nun die Erlösung von diesen großen Dilemmata, mit einer Wechselmannschaft aus Robin Hood und Weihnachtsmann, die eine neue goldene Ära der kostenlosen Dinge einleiten wird. Das ist vielleicht verständlich, wenn man bedenkt, wie verzweifelt so viele Bürger dieses Landes sind und wie diese Verzweiflung die Rettungsfantasien nährt. Und die Linke könnte sogar nach der nächsten Wahl die Chance bekommen, diese Zauberei auszuprobieren. Aber es ist wirklich nicht der Ort, an den uns die Geschichte führen wird. Amerika wird nicht sozialistisch, es wird mittelalterlich werden. Warum ist das so?

 

Um es einfach zu sagen, das Geld ist nicht da. Aber "Geld" ist nur eine abstrakte Darstellung des materiellen Reichtums der einen oder anderen Art – Energie, Güter, Ressourcen und Liefersysteme – und all das wird immer mehr zu einer flüchtigen Präsenz in der realen Zivilisation. Wir haben nicht mehr die unwiderstehliche Anziehungskraft, diese ausufernden Aktivitäten zu verstaatlichen und zu zentralisieren. Es ist offensichtlich, dass die Regierung nicht nur tödlich bankrott ist, sondern dass sie auch durch Überinvestitionen in Komplexität ein Stadium aus schwindenden Renditen erreicht hat, was zu allgemeiner Inkompetenz führt. Es ist nicht nur Mr. Trump allein, der für die chaotische Lähmung um uns herum verantwortlich ist.

 

Gesellschaften sind selbstorganisierende, sich verändernde Phänomene. Sie reagieren auf die Umstände, die die Realität präsentiert, und sie führen uns in unerwartete Richtungen. Die allgemeine Erwartung in den USA seit dem Zweiten Weltkrieg war, dass der materielle Komfort durch ein unerschöpfliches technisch-industrielles Füllhorn, eine Art kosmische Schlaraffenland-Maschine, immer weiter steigt. Nun, wir sollten unser Denken besser an die Tatsache anpassen, dass das Füllhorn aus Goodies schockierend leer ist und dass kein finanzieller Hokuspokus es wieder auffüllen wird. Mutige Versuche, den bereits vorhandenen Reichtum umzuverteilen, werden sich als enttäuschend erweisen, vor allem, wenn sich die Papier- und digitalen Darstellungen dieses Reichtums aus "Geld" als Erfindungen erweisen – Zahlungsversprechen, die niemals eingehalten werden, weil sie nicht eingehalten werden können.

 

Anstatt also von kostenlosen Doktorandenprogrammen für alle und kostenlosem Insulin für die Massen zu träumen, sollte man stattdessen die Aussicht einer reduzierten Bevölkerung in Betracht ziehen, die auf den Feldern und Äckern arbeitet, um genügend Nahrung aus dem lang missbrauchten Land zu holen, um den nächsten Winter zu überleben. Stellt euch auf eine Welt ein, in der, wenn wir Glück haben, der Strom für ein paar Stunden am Tag vorhanden ist, aber möglicherweise überhaupt nicht. Stellt euch eine Welt vor, in der Männer und Frauen tatsächlich in verschiedenen Arbeitsteilungen und sozialen Räumen funktionieren, weil sie es müssen, um das menschliche Projekt am Laufen zu halten. Stellt euch eine Welt vor, in der die Gedanken in euren Köpfen über diese Welt tatsächlich mit der Art und Weise übereinstimmen müssen, wie diese Welt wirklich funktioniert, und der schweren Strafe, wenn man das nicht erkennt. Das ist die wahrscheinlichere Welt, in die wir uns begeben werden. Es wird den utopischen Träumen von kosmischen Belohnungen kein Ende setzen, aber es wird ein ernüchternder Moment in der Geschichte sein.


 

https://off-guardian.org/2019/06/05/youtubes-latest-purge/

 

Die jüngsten Säuberungen auf YouTube

Die Video-Plattform setzt neue Regeln gegen „extremistische Inhalte“ durch

 

von Kit Knightly, 05.06.2019

 

 

YouTube hat gerade angekündigt, dass sie ihre "Community-Standards" geändert haben, um "extremistische Inhalte" auf ihrer Plattform zu bekämpfen. Dies ist nur der jüngste Schritt im Kampf gegen die freie Meinungsäußerung im Internet.

 

Kein Wunder – die Presse legt seit Wochen, ja sogar Monaten die Grundlagen dafür.

 

Vor drei Wochen berichtete Buzzfeed, dass die monetarisierten Chats von YouTube "Erzeuger zu extremeren Inhalten drängt", und erst gestern wurde berichtet, dass der von YouTube empfohlene Algorithmus von YouTube "Kinder sexualisiert".

 

Man kann sich gar nicht retten vor Geschichten darüber, wie schlecht YouTube ist.

 

Angesichts dessen ist es nicht verwunderlich, dass die Mainstream-Medien diese letzte "Säuberung" feiern. The Guardian berichtete:

 

YouTube sperrt Videos, die Nazi-Ideologie verbreiten“

 

Und die Financial Times titelte so:

 

YouTube sperrt rassistische Videos“

 

Diese beiden Schlagzeilen sind überaus ungenau, spielen sie doch absichtlich die Extremismus/Rassismus-Karte, in der Hoffnung, dass die Menschen das gutheißen und nicht mehr weiterlesen.

 

Vox war in seiner Schlagzeile etwas wahrheitsgemäßer und berichtet:

 

YouTube sperrt endlich Inhalte von Neo-Nazis, Holocaust-Leugnern und Sandy Hook-Skeptikern“

 

Der Independent ebenso:

 

YouTube löscht Tausende von Konten, nachdem man Rassisten, Verschwörungstheoretiker und andere 'schädliche' Nutzer sperrt“

 

Doch selbst diese Schlagzeilen – wenn auch ein wenig näher an der ganzen Wahrheit – lassen einige wirklich wichtige Informationen aus (ich bin mir sicher, ganz zufällig).

 

So sehr die Medien auch die Neonazi-Hassrede-Karte spielen, es steckt sehr viel mehr dahinter.

 

Um wirklich herauszufinden, was das bedeutet, müssen wir die Medien ignorieren und direkt zur Quelle gehen. Dies ist YouTubes offizielle Erklärung zu diesem Thema, die auf ihrem Blog veröffentlicht wurde: https://youtube.googleblog.com/

 

Bei den Verboten geht es, im Gegensatz zu den Schlagzeilen der Medien, nicht um Rassismus. Sie sind viel inkohärenter als das – es geht um "rassistische Inhalte".

 

YouTubes wunderbar vage Beschreibung davon lautet wie folgt:

 

Videos, in denen behauptet wird, dass eine Gruppe überlegen ist, um Diskriminierung, Segregation oder Ausgrenzung aufgrund von Eigenschaften wie Alter, Geschlecht, Rasse, Kaste, Religion, sexueller Orientierung oder dem Veteranenstatus zu rechtfertigen.“

 

Ehrlich gesagt, damit könnte man jedes Video – das eine politische Haltung ausdrückt – so verdrehen, dass es in diese Beschreibung passt. Aber damit hört es nicht auf:

 

Und schließlich werden wir Inhalte beseitigen, die leugnen, dass gut dokumentierte gewalttätige Ereignisse wie der Holocaust oder die Schießerei von Sandy Hook Elementary stattgefunden haben.“

 

Was bedeutet "gut dokumentiert"? Das ist eine absichtlich mehrdeutige Phrase.

 

Die genannten Beispiele, Holocaust und Sandy Hook, werden wegen ihrem Schockwert ausgewählt – aber es sind nur Beispiele: "Wie der Holocaust".

 

Welche anderen Beispiele könnte es noch geben? Der Gasangriff von Douma vom letzten Jahr? Die Vergiftung von Sergei Skripal?

 

Man kann den Leuten nicht das Recht verwehren, einfache Fragen zu stellen. "Ist das wirklich passiert?", "Sagt die Regierung die Wahrheit?"

 

Das sind die grundlegenden Fragen des Journalismus. Man kann Geschichte nicht einfach als "gut dokumentiert" weitergeben und außer Frage stellen. Lasst sie nicht den Holocaust als Beispiel nennen, um euch zum Schweigen zu bringen. Die Meinungsfreiheit gilt für alle Themen und alle Meinungen, egal wie "gut dokumentiert" sie sind.

 

In einer zunehmend gefälschten Welt, in der Regierungshandlungen routinemäßig eher Narrativ- als realitätsbezogen sind, ist die Fähigkeit, Äußerungen wie "Das ist nicht passiert, das hast du erfunden!" zu verbannen, unglaublich mächtig.

 

Und auch damit ist es nicht getan. "Gewalttätige Ereignisse" sind nur der Anfang. Es gibt andere Arten von "schädlichen Inhalten":

 

schädliche Fehlinformationen, wie etwa Videos, die gefälschte Wundermittel für eine ernsthafte Krankheit bewerben, oder die Behauptung, die Erde sei flach.“

 

Beachtet auch hier die Verwendung von Extrembeispielen – flache Erde und "Wundermittel". Es ist eine Manipulation. Wovon sie sprechen, ist "gut dokumentierte" Wissenschaft. Sie meinen die großen Drei: Klimawandel, GMO-Pflanzen und Impfungen. Das Hinterfragen eines davon wird als "schädlich" eingestuft werden.

 

Diese Leute werden sagen: "Offensichtlich sollten die Leute die Impfung nicht in Frage stellen dürfen", aber sie liegen falsch. Die Menschen sollten – die Menschen müssen – alles in Frage stellen dürfen. Das ist es, was freie Meinungsäußerung bedeutet. Stellt euch vor, vor siebzig Jahren war der Konsens der Unternehmen, dass Rauchen gut für euch sei. Studien, die etwas anderes sagen, wären als "schädliche Fehlinformationen" beschrieben worden, die „das Vertrauen der Öffentlichkeit in unsere Branche erschütterten".

 

Ob das Zensieren von Lügen oder der Wahrheit, die Zensur dient der gleichen Agenda – dem Schutz der Autorität. Was sind "schädliche Inhalte"? Schädliche Inhalte sind alles, was den "gut dokumentierten" offiziellen Konsens angreift.

 

Was ist eigentlich Hassrede? Die Phrase wird in der Aussage ein halbes Dutzend Mal verwendet, aber sie kann alles Mögliche bedeuten.

 

Kritiker, die zu Star Wars: The Last Jedi und dem Ghostbusters Remake schlechte Kritiken verfassten, wurden als "Frauenfeinde" bezeichnet, nur weil die Hauptfiguren Frauen waren. Wird die schlechte Rezension von Filmen mit einer Frau oder ethnischen Minderheit als Hauptfigur auch Hassrede sein?

 

Dies mag ein triviales Beispiel sein, aber es überträgt den Filmstudios enorme Macht, negative Meinungen über ihre Filme zu unterdrücken, und Hollywood ist ein riesiger Propagandamarkt für Mainstream-Ideologie. Außerdem ist die Trivialität der Punkt.

 

Dieser Sammelbegriff kann überall angewendet werden, und mit dem immer hysterischeren Ton der Identitätspolitik könnte fast alles als "Hassrede" bezeichnet werden.

 

Wie wir schon oft gesagt haben, ist "Hassrede" ein Begriff, der bedeuten kann, was immer sie wollen. YouTube erweitert das jedoch und kreiert eine ganz neue Kategorie namens "fast wie Hassrede".

 

Ja, du musst nicht einmal mehr die Regeln brechen:

 

Zusätzlich zur Entfernung von Videos, die unsere Prinzipien verletzen, werden wir auch die Verbreitung von Inhalten reduzieren, die nahe an diese Linie herankommen“

 

Siehst du? YouTube wird Kanäle sperren oder zumindest Kreative unterdrücken, die "an diese Linie herankommen".

 

Das heißt, selbst wenn du unglaublich klug bist und ernsthaft daran arbeitest, all das auszuschließen, was ein unehrlicher Kopf möglicherweise in "Hassrede" verwandeln könnte, wird man dich trotzdem verbannen und behaupten, du hättest "fast Hassrede" begangen.

 

Eine weitere Möglichkeit, wie sie all diese "gefährlichen Fehlinformationen" bekämpfen, besteht darin, "autoritative Quellen zu stärken":

 

Zum Beispiel, wenn ein Nutzer ein Video sieht, das nahe an die Verletzung unserer Prinzipien herankommt, so könnten unsere Systeme in der „Nächstes Video“-Rubrik mehr Videos von autoritativen Quellen (wie Top News Kanäle) beinhalten.“

 

Wenn man also z.B. ein alternatives Video mit Vanessa Beeley ansieht, dann wird dein nächstes „empfohlenes Video“ ein Stück aus den Mainstream-Nachrichten (der westlichen Propaganda) sein, von einer autoritativen Quelle (mit massiven Konzerninteressen), die dir sagt, all das, was du gerade gehört hast, zu ignorieren, und Beeley eine „Leugnerin von Kriegsverbrechen“ zu nennen.

 

Das ist ein wunderbares System, echt. Sehr effizient und überhaupt nicht Orwellisch.

 

Aber mach dir keine Sorgen, du darfst die Plattform weiterhin benutzen, solange dir Google vertraut:

 

Zu guterletzt ist es wichtig, dass unser Monetarisierungssystem vertrauenswürdige Erzeuger belohnt, die YouTube einen Mehrwert verschaffen. Wir haben seit langem Werbe-freundliche Richtlinien, die Werbung auf Videos verbieten, die hassvolle Inhalte enthalten und wir setzen das strikt um... Bei Hassrede stärken wir die Umsetzung unserer existierenden Prinzipien im YouTube Partner Programm. Kanäle, die wiederholt gegen unsere Richtlinien zur Hassrede verstoßen, werden aus dem YouTube Partner Programm ausgeschlossen. Das heißt, sie können keine Werbung auf ihren Kanälen schalten oder unsere Finanzierungsmöglichkeiten wie Super Chat nicht mehr nutzen.“

 

Siehst du? Wenn du ein „vertrauenswürdiger Erzeuger“ bist, dann bekommst du deine Werbegelder. Wenn du die Regeln brichst – oder auch nur nahe daran kommst, die Regeln zu brechen, dann hört der Geldfluss auf.

 

Es geht darum, eine Umgebung frei von Hass herzustellen, und es geht NICHT darum, einen staatlich unterstützten Konsens durchzusetzen, indem man vage das finanzielle Wohl der Menschen bedroht. Schäme dich, wenn du was anderes denkst!

 

Also, wie wird YouTube entscheiden, welche Story „nahe herankommt“ oder „Fehlinformationen verbreitet“ oder „Hassrede“? Wie wird festgelegt, welche Nutzer „vertrauenswürdige Erzeuger“ sind?

 

Nun, einfach gesagt, die Regierung wird es ihnen sagen. YouTube gibt das freimütig zu. Abgesehen von ihren WischiWaschi Definitionen, ihren unglaublich vagen Stichwörtern und ihren mit Plattitüden gefüllten „Zusicherungen“, ist der wichtigste Teil in der Stellungnahme von YouTube dies hier:

 

Wenn wir das tun, arbeiten wir eng mit Politikern und der Bürgergesellschaft rund um den Globus zusammen, um die Verbreitung von gewalttätigem und extremistischem Inhalt zu begrenzen.“

 

Die enge Zusammenarbeit mit Politikern“ bedeutet: „Zusammenarbeit mit der Regierung“, im Grunde ein Eingeständnis, dass YouTube alle Videos entfernen wird, die der Staat entfernt haben will.

 

Etwas, das wir bereits wissen, aber es ist erfrischend, wenn sie das so zugeben.

 

Somit stellen sich einige Fragen:

 

  • Ist das der Tod von YouTube als irgendeine Form alternativer Information?

  • Was wird als „Verschwörungstheorien“ eingestuft werden?

  • Wie sieht es aus, wenn Menschen zum Beispiel die offizielle Story des „Douma-Angriffs“ hinterfragen? Oder MH17?

  • lange wird es dauern, bis es eine Massenabwanderung zu alternativen Plattformen geben wird?

- Wird man erlauben, dass diese Plattformen existieren?

 

Wenn ihr erfahrt, dass gute Kanäle angeschaltet werden, dann lasst es uns wissen und wir werden zusehen, dass wir eine Liste erstellen.

 

In der Zwischenzeit schlagen wir vor, dass ihr auf andere Video-Plattformen wandert, etwa d.tube ( https://d.tube/ ) oder bitchute ( https://www.bitchute.com/ ). Wir werden, wann immer möglich, nicht-YouTube Videos verwenden oder auf diese verlinken. Wenn ihr andere Plattformen kennt, die man empfehlen kann, so schreibt sie in euren Kommentaren und wir werden auch diese Links hinzufügen.


 

https://journal-neo.org/2019/06/06/europe-has-no-freedom-but-to-choose-freedom-gas/

 

Europa hat nur eine Freiheit: Sich für das „Freedom Gas“ zu entscheiden

 

von Tony Cartalucci, 06.06.2019

 

 

Das US-Energieministerium (DOE) hat vor kurzem die Flüssigerdgas-Exporte (LNG) in „Freedom Gas“ umbenannt. Aber welche Freiheit für wen? Für Europa, das bereits eine billige und verlässliche Quelle für Erdgas hat? Aber das dazu gezwungen wird, das teurere US-Gas unter Sanktionszwang zu kaufen? Sicher nicht.

 

Oder Freiheit für Russland, das Europa mit einem großen Teil seines Erdgases in einem offen und fairen Konkurrenzkampf mit den Vereinigten Staaten beliefert? Wohl nicht.

 

Oder geht es um die Freiheit der USA vor Konkurrenz? Ja, das ist es.

 

Es ist oft die widersprüchliche Bezeichnung, die verschiedenen Kapitel der US-Unrechtssprechung im Inland (z.B. unter dem drakonischen „Patriot Act“) und im Ausland vorausgeht, wie etwa die illegale Invasion und Besetzung des Irak unter dem zweifelhaften Namen „Operation Iraqi Freedom“.

 

Nicht vom Postillon

 

Die US-Kampagnen mit den Wortschöpfungen „Freedom“ sind so in Verruf geraten, dass nur wenige geglaubt haben, dass die USA ihre Erdgas-Exporte ernsthaft als „Freedom Gas“ bezeichnen. Es handelt sich hierbei allerdings nicht um eine Schlagzeile des Satire-Blogs Postillon, sondern sie stammt vom DOE selbst.

 

In einem Artikel der offiziellen Webseite des DOE unter dem Titel „Department of Energy genehmigt zusätzliche LNG-Exporte vom Freeport LNG“ äußert das Energieministerium:

 

"Die Erhöhung der Exportkapazität aus dem Freeport LNG-Projekt ist entscheidend für die Verbreitung von Freedom Gas in der ganzen Welt, indem den amerikanischen Verbündeten eine vielfältige und erschwingliche Quelle für saubere Energie zur Verfügung steht. Darüber hinaus bedeuten mehr Exporte von US-LNG in die Welt mehr US-Arbeitsplätze und mehr inländisches Wirtschaftswachstum und sauberere Luft hier zu Hause und auf der ganzen Welt", sagte US-Energieminister Mark W. Menezes, der diese Genehmigung auf dem Clean Energy Ministertreffen in Vancouver, Kanada, hervorhob. "Es besteht kein Zweifel, dass die heutige Ankündigung das Engagement dieser Regierung zur Förderung von Energiesicherheit und -vielfalt weltweit fördert."
https://www.energy.gov/articles/department-energy-authorizes-additional-lng-exports-freeport-lng

 

Abgesehen von dem fast komischen Bezug auf "Freiheitsgas" besagt die Behauptungen der DOE, "den Verbündeten Amerikas eine vielfältige und erschwingliche Quelle sauberer Energie zu geben", noch etwas anderes.

Dies steht in direktem Zusammenhang mit Europa und den derzeitigen Importen russischen Gases nach Europa. Russisches Gas, das über Pipelines nach Europa geliefert wird, wird immer billiger sein als verflüssigtes Erdgas aus den USA, das auf dem Seeweg nach Europa transportiert wird. Das heißt, es sei denn, die USA können diese Kosten durch die Androhung von Sanktionen nicht nur gegen Russland, sondern auch gegen die eigenen Verbündeten Washingtons in Europa über den Preis der US-Exporte hinaus erhöhen.

Ein Artikel in Foreign Policy wie "Der U.S. Senat droht mit Sanktionen wegen der russischen Pipeline" machen deutlich, wie weit die USA auf diesem Weg sind.

https://foreignpolicy.com/2019/05/13/us-senate-threatens-sanctions-over-russian-pipeline-nord-stream-two-geopolitics-energy-germany-europe-gazprom/

Der Artikel behauptet:


„Im jüngsten Aufwärtstrend der transatlantischen Spannungen könnten europäische Schiffe, die am Bau einer umstrittenen Gaspipeline von Russland nach Deutschland beteiligt sind, im Rahmen eines neuen parteiübergreifenden Gesetzes, das bereits am Montag im US-Senat eingeführt wird, mit US-Sanktionen belegt werden.“

 

Foreign Policy behauptet auch:

 
„Die Trump-Administration hat Deutschland dafür getadelt, dass es mit dem Projekt weitermacht, eines der jüngsten Themen, die die transatlantischen Beziehungen neben dem Iran, dem Klimawandel und dem Handel belasten. Im vergangenen Juli beschuldigte US-Präsident Donald Trump Berlin, von Russland wegen seiner Energieabhängigkeit von Moskau "gefangen gehalten" zu werden, was von deutschen Beamten scharf zurückgewiesen wurde.“

 

So wird Deutschland nicht nur für seine eigenen Entscheidungen über die deutsche Wirtschafts- und Außenpolitik "getadelt", sondern es wird mit Sanktionen der USA gedroht, weil es sich nicht an die Vorgaben der USA hält. Das LNG, das die USA Nationen wie Deutschland gegen deren Willen zum Kauf aufzwingen wollen, als "Freiheitsgas" zu bezeichnen, das ist eine vorsätzliche Beleidigung, die zu den wirtschaftlichen Schäden hinzugefügt wird, die Washington bereits zu verursachen versucht.

 
"Freedom Gas" ist ein nebulöser Begriff für Diktatur

 
Ende letzten Jahres verabschiedete das US-Repräsentantenhaus die Resolution 1035:

"Widerstand gegen die Fertigstellung von Nord Stream II".


Mit der Annahme dieser Resolution maßen sich die Vereinigten Staaten an, ganz Europa zu diktieren, mit wem sie Geschäfte machen können und mit wem nicht. Und obwohl die Entschließung nicht verbindlich war, bezog sie sich auf Sanktionen, die jetzt bereits in Kraft gesetzt wurden.
Es war klar, dass die Sprache der Resolution in Bezug auf "europäische Energiesicherheit durch Diversifizierung der Versorgung" einfach bedeutete, dass Washington versuchen wird, Europa zu zwingen, statt russischem Gas US-Gas zu kaufen.

Der Gedanke, dass Washington Entschließungen verabschiedet, die sich in erster Linie auf "europäische Energiesicherheit" konzentrieren, ist ein vollständiger Frontalangriff auf die europäische Souveränität und "Freiheit". Nun, da die Absichten der Entschließung in Politik umgesetzt werden – einschließlich Sanktionen gegen europäische Unternehmen – ist sie auch zu einem wirtschaftlichen Angriff auf Europa geworden.

Noch schlimmer ist die Tatsache, dass die USA mehr als nur Sanktionen anwenden müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit der US-Gasexporte zu gewährleisten. Sie muss sich auch zu mehreren Konflikten verpflichten, die die Lieferung russischen Gases behindern – wie etwa in der Ukraine, wo seit fünf Jahren ein bewaffneter Konflikt tobt und Pipelines bedroht, die russisches Gas nach Europa liefern.

 

Die USA stellen Russland als Bedrohung für die europäische Sicherheit und Stabilität dar – trotz der Tatsache, dass Europa selbst freiwillig und gemeinsam die Infrastruktur entwickelt hat, um russisches Gas nach Europa zu bringen und gemeinsam von diesen Importen zu profitieren. So verbreiten die USA kindische Spielereien wie "Freedom Gas" als Nebelkerze dafür, dass Washington – und nicht Moskau – die größte Bedrohung für die europäische Sicherheit, Stabilität und sogar den Wohlstand darstellt.

 

Washingtons Methoden zur Bekämpfung russischer Energie oder der chinesischen Telekommunikationstechnologie haben die USA als unzuverlässigen Verbündeten, als unzuverlässigen Geschäftspartner offenbart, der nicht die Mittel hat, um auf einem freien und fairen globalen Markt zu konkurrieren. Ihre Taktik des „Zwang vor Wettbewerb“ – wenn sie erfolgreich ist – wird die Welt mit minderwertigen Alternativen zurücklassen, die den Nationen zu erpressten Preisen aufgezwungen werden. Die Welt steht vor der Wahl zwischen "Freiheitsgas" und der tatsächlichen Freiheit zu entscheiden, was sie kauft und von wem sie es kauft – eine der grundlegendsten Freiheiten überhaupt und eine Freiheit, die Washington versucht, der Welt vorzuenthalten.


 

http://thesaker.is/why-trump-now-wants-talks-with-iran/

 

Warum Trump plötzlich mit dem Iran reden will

(Das große Bilderberg-Geheimnis 2019)

 

von Pepe Escobar, 05.06.2019

 

Falls Teheran die Straße von Hormuz blockiert, könnte das den Ölpreis explodieren lassen und eine globale Rezession auslösen.

 

Im Gegensatz zu Deep Purples legendärem „Smoke on the Water“ („We all came out to Montreux, on the Lake Geneva shoreline“) hat das 67. Treffen der Bilderberg-Gruppe in dem luxuriösen Fairmont Le Montreux Palace Hotel kein Feuer und keinen Rauch produziert.

 

Die 130 elitären Gäste hatten bei ihrem „informellen Diskussions-Forum über große Themen“ eine ziemlich gute – und theoretisch ruhige – Zeit. Wie üblich waren mindestens zwei Drittel europäische Entscheidungsträger, der Rest kam aus Nordamerika.

 

Die Tatsache, dass einige der großen Player dieser atlantischen Walhalla eng mit der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ, die Zentralbank der Zentralbanken) in Basel verbunden oder direkt mit ihr verknüpft sind, ist natürlich nur ein Detail am Rande.

 

Das Hauptthema dieses Jahr lautete „Eine stabile strategische Ordnung“, ein hochtrabendes Unterfangen, das man entweder als das Entstehen einer Neuen Weltordnung interpretieren kann, oder einfach den edlen Versuch einer selbstlosen Elite, die Menschen zur Aufklärung zu führen.

 

Andere Diskussionsthemen waren viel pragmatischer – von „Die Zukunft des Kapitalismus“ bis „Russland“, „China“, „Die Sozialen Medien als Waffe“, „Brexit“, „Wie geht es weiter mit Europa“, „Die Oral in der Künstlichen Intelligenz“ und last but not least „der Klimawandel“.

 

Schüler von Antisthenes (Anm.d.Ü.: Ein cooler Philosoph: „Meinen Feinden wünsche ich, daß ihre Kinder in Luxus leben!“) würden argumentieren, daß diese Themen exakt die praktischen Grundlagen der Neuen Weltordnung ausmachen.

 

Der Vorsitzende des Führungskomitees der Bilderberger ist seit 2012 Henri de Castries, ehemaliger CEO von AXA und der Direktor des Institut Montaigne, einem bedeutenden französischen Think Tank.

 

Einer der wichtigsten Gäste in diesem Jahr war Clement Beaune, der Europa- und G20-Berater des französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

 

Die Bilderberger sind stolz darauf, daß sie nach den Chatham House-Regeln verfahren, wonach die Teilnehmer all die wertvollen Informationen frei verwenden können, denn jene, die an diesen Treffen teilnehmen, sind daran gebunden, die Quelle jeder sensiblen Information und das genau Gesagte nicht offen zu legen.

 

Das hilft bei der legendären Geheimhaltung von Bilderberg – und ist der Grund für zahllose Verschwörungstheorien. Aber das heißt nicht, dass nicht das eine oder andere Geheimnis nach außen dringt.

 

 Die Achse Castries/Beaune liefert uns das erste offene Geheimnis von 2019. Es war Castries vom Montaigne Institut, der Macron „erfunden“ hat – dieses perfekte Experiment mit einem M&A-Banker, der dem Establishment dient und sich als Progressiver ausgibt.

 

Eine Bilderberg-Quelle ließ diskret verlauten, daß das Resultat der jüngsten EU Parlamentswahlen als ein Sieg interpretiert wurde. Schließlich ging es am Ende um eine neoliberal/grüne Allianz und rechten Populismus; und das hat nichts mit progressiven Werten zu tun.

 

Die Grünen, die in Europa gewonnen haben, sind – im Gegensatz zu den amerikanischen Grünen – allesamt humanitäre Imperialisten, um diese großartige Wortneuschöpfung des belgischen Physikers Jean Bricmont zu zitieren. Und sie alle beten vor dem politisch korrekten Altar. Was aus der Bilderberger-Perspektive von Bedeutung ist: Das Europäische Parlament wird weiterhin von einer Pseudo-Linken dominiert, die weiter die Zerstörung der Nationalstaaten verteidigt.

 

So wie Castries und sein Schüler Macron.

 

Die Zeitbombe der Derivate tickt

 

Das große Bilderberg-Geheimnis 2019 hat damit zu tun, warum Trumps Regierung so plötzlich entschieden hat, „ohne Vorbedingungen“ mit dem Iran reden zu wollen.

 

 

Das Ganze hat mit der Straße von Hormuz zu tun. Eine Blockade der Straße könnte Öl und Gas aus dem Irak, Kuweit, Bahrain, Katar und dem Iran abschneiden – das sind 20% des gesamten Erdöls der Welt. Es gab einige Diskussionen darüber, ob dies geschehen könnte – ob die Fünfte US-Flotte, die in der Nähe stationiert ist, Teheran dabei aufhalten könnte und ob der Iran, der Anti-Schiffs-Raketen auf seinem Gebiet entlang des Persischen Golfs stationiert hat, soweit gehen würde.

 

Eine amerikanische Quelle sagte, dass auf dem Schreibtisch von Präsident Trump eine Reihe von Studien landete und in Washington Panik auslöste. Diese Studien würden zeigen, dass im Falle einer Schließung der Straße von Hormuz, aus welchem Grund auch immer, der Iran die Macht besitzt, das Weltfinanzsystem zu vernichten, indem der globale Handel mit Derivaten explodiert.

 

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich sagte letztes Jahr, daß die „beachtliche Summe ausstehender Derivate-Kontrakte“ $542 Billionen betrage, obwohl der Brutto-Marktwert auf $12,7 Billionen geschätzt wird. Andere schätzen eine Summe von $1,2 Billiarden oder mehr.

 

Teheran hat diese „Nuklear-Option“ öffentlich nicht geäußert. Dennoch hat General Qasem Soleimani, der Chef der Quds-Streifkräfte des Korps der Revolutionsgarden und rotes Tuch für das Pentagon, das in internen iranischen Diskussionen angesprochen. Diese Information wurde pflichtgemäß an Frankreich, UK und Deutschland weitergereicht, die EU-3 Mitglieder des iranischen Atomabkommens (Joint Comprehensive Action Plan), was ebenfalls Panik auslöste.

 

Die Spezialisten für Derivate rund ums Öl wissen nur zu gut, daß bei einer Blockade des Energieflusses im Golf der Ölpreis für einen längeren Zeitraum auf $200 pro Barrel steigen wird, oder noch höher. Ein Zusammenbruch des Derivate-Marktes würde eine nie dagewesene globale Depression verursachen. Trumps Finanzminister (und zuvor bei Goldman Sachs) Steve Mnuchin sollte das ebenfalls wissen.

 

Und Trump selbst hat anscheinend die Segel gestrichen. Er hat im Grunde gesagt, daß der Iran für die USA keinen strategischen Wert besitzt. Gemäß der amerikanischen Quelle: „Er will wirklich einen gesichtswahrenden Ausweg aus diesem Problem, das ihm seine Berater Bolton und Pompeo eingebrockt haben. Washington braucht jetzt einen gesichtswahrenden Ausweg. Nicht der Iran sucht Gespräche. Die USA wollen sie.“

 

Und das bringt uns zu Außenminister Mike Pompeos langem, nicht geplanten Aufenthalt in der Schweiz, am Rande der Bilderberger. Nur weil er „ein großer Fan von Käse und Schokolade“ ist, so seine Worte.

 

Aber jede gut informierte Kuckucksuhr hätte gemerkt, dass er ganz dringend die Ängste der transatlantischen Eliten dämpfen musste, abgesehen von den Gesprächen hinter verschlossenen Türen mit der Schweiz, die bei der Kommunikation mit Washington den Iran repräsentiert.

 

Nach Wochen düsterer Drohungen gegen den Iran sagen nun die USA, daß es bei Gesprächen mit Teheran „keine Vorbedingungen“ geben würde, und das wurde von Schweizer Boden aus geäußert.

 

China zieht seine Linie im Sand

 

Bilderberg kam nicht um eine Diskussion über China herum. Die geo-poetische Gerechtigkeit brachte es mit sich, daß just zur selben Zeit China beim Shangri-La Dialog in Singapur eine mächtige Botschaft aussandte – an den Osten und an den Westen.

 

Der Shangri-La Dialog ist Asiens jährliches Top Sicherheits-Forum und wird im Gegensatz zu Bilderberg stets im selben Hotel in Singapurs Orchard Road abgehalten. Wie auch Bilderberg diskutiert Shangri-La „relevante Sicherheitsthemen“.

 

Man kann sagen, dass Bilderberg diese Diskussion so wie in einer Cover-Story einer französischen Wochenzeitschrift (die einem Macron-freundlichen Oligarchen gehört) darstellt: „Als Europa die Welt regierte“. Shangri-La diskutiert die nahe Zukunft – in der China tatsächlich die Welt regieren könnte.

 

Peking hat dieses Jahr eine hochrangige Delegation zu diesem Forum geschickt, angeführt von Verteidigungsminister General Wei Fenghe. Und am Sonntag hat General Wei die unmissverständlichen roten Linien Chinas dargelegt: eine ernste Warnung an „äußere Kräfte“, die von einer Unabhängigkeit Taiwans träumen, und dem „legitimen Recht“ Pekings, die künstlichen Inseln im Südchinesischen Meer zu erweitern.

 

Da hatte schon jeder vergessen, was der geschäftsführende US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan am Tag zuvor gesagt hatte, als er Huawei beschuldigte, zu nah an Peking zu sein und für die „internationale Gemeinschaft“ ein Sicherheitsrisiko darstelle.

 

General Wei fand auch die Zeit, Shanahan zu zerlegen: „Huawei ist eine private Firma, keine militärische Firma... Nur weil der Vorsitzende von Huawei einst in der Armee gedient hat, bedeutet das nicht, daß seine Firma Teil des Militärs ist. Das ergibt keinen Sinn.“

 

Shangri-La ist wenigstens transparent. Was Bilderberg betrifft, da wird es keine Leaks geben, was die Masters of the Universe den westlichen Eliten über die Profitabilität des Kriegs gegen Terror erzählt haben; über die Entwicklung zur Digitalisierung des Geldes; die totale Herrschaft genetisch veränderter Organismen; und wie der Klimawandel zu einer Waffe umgewandelt wird.

 

Das Pentagon hat wenigstens kein Geheimnis daraus gemacht, schon vor Shangri-La, daß Russland und China um jeden Preis eingedämmt werden müssen – und daß die europäischen Vasallen dabei mitmachen müssen.

 

Henry Kissinger war auch 2019 Teilnehmer bei Bilderberg. Gerüchte, daß er seine ganze Zeit damit zubrachte, atemlos seinen „umgekehrten Nixon“ zu propagieren – Russland zu verführen um China einzudämmen – sind vielleicht völlig übertrieben.


 

https://caitlinjohnstone.com/2019/06/04/donald-trump-is-the-most-honest-us-president-of-all-time/

 

Donald Trump ist der ehrlichste US-Präsident aller Zeiten

 

von Caitlin Johnstone, 04.06.2019

 

 

Ich stieß auf einige Bilder von Trumps gestrigem Besuch in Großbritannien bei Queen Elizabeth, was mir normalerweise egal wäre. Die britischen Royals sind im Grunde nur Oligarchen, die einem das ins Gesicht reiben. Und die flauschige Medienwerbung um einen Monarchen eines mörderischen kleptokratischen imperialistischen Regimes, das sich mit dem Führer eines anderen mörderischen kleptokratischen imperialistischen Regimes trifft, ist etwas, das ich normalerweise zu vermeiden suche.

 

Ich habe den Storys über den Besuch selbst absolut keine Beachtung geschenkt, wenn du also wissen willst, welche Art von Tee sie tranken oder wie Trump mit Lord Hothalbotham und der Herzogin von Yorksquire zurechtkam, oder was auch immer, dann bist du hier an den falschen Adresse. Aber ich sah ein Foto von dem Besuch, das mich dazu brachte, innezuhalten und etwas zu erkennen, das es definitiv wert ist, erwähnt zu werden: Donald Trump ist der ehrlichste US-Präsident aller Zeiten.

 

Um das klarzustellen, ich sage nicht, dass Trump mit seinen Worten tatsächlich die Wahrheit sagt; das tut er ganz offensichtlich nicht. Trump ist mit dem Lügen so vertraut, dass er einmal die Behauptung twitterte, dass er nie die Haus-Republikaner gedrängt habe, für ein bestimmtes Einwanderungsgesetz zu stimmen, drei Tage nachdem er getwittert hatte, wo er ausdrücklich die Haus-Republikaner drängt, für dieses Gesetz zu stimmen. Er ließ beide Tweets stehen. Ich meine, das ist nur einen Klick davon entfernt, jemandem buchstäblich in die Augen zu schauen, während er auf dein Bein pinkelt und dir sagt, dass es der Regen sein muss.

 

Nein, wenn ich sage, dass Trump der ehrlichste US-Präsident aller Zeiten ist, meine ich, dass er eine einzigartige Gabe hat, das Gesicht des Imperiums als genau das zu enthüllen, was es ist, in all seiner Verderbtheit, all seiner Täuschung, all seiner Korruption und in diesem Fall, all seiner atemberaubenden Lächerlichkeit. Ich meine, schau dir dieses Foto an:

Schau es dir genau an. Hast du jemals etwas so Lächerliches gesehen? Wer zum Teufel hat ihn angezogen? Und was ist mit dem Freak im roten Kleid los? Und warum laufen diese reichen Arschlöcher alle in Formation? Ist es eine Art seltsame Parade für Leute, die noch nie ihre eigenen Lebensmittel gekauft haben?

 

Obama hätte das normal aussehen lassen können. Bush hätte ein wenig albern ausgesehen, aber nichts, was dich dazu bringen würde, deinen Kaffee auf den Bildschirm zu spucken. Verdammt, Bill Clinton hätte geradezu wie zu Hause ausgesehen, als wäre er im Buckingham Palace geboren worden und würde sein ganzes Leben damit verbringen, Champagner zu trinken und die Dienstmädchen zu begrapschen, während er darauf wartete, dass dieses Foto aufgenommen wurde. Es brauchte die schlecht gekleidete unbeholfene Haltung eines Golf-Fuzzis und TV Reality Stars, der mit Hilfe eines 4chan Streichs Präsident wurde, um diese völlig absurde Royalitäten-Schau als die lachhafte Selbstparodie freizulegen, als die sie angesehen werden sollte.

 

Trumps gesamte Präsidentschaft war so. Offen, taktlos und völlig unmaskiert.

 

Ein Journalist wird von der saudischen Regierung buchstäblich in einer Botschaft abgeschlachtet? Ja, nun, wir wollen da nichts unternehmen, denn sie haben einen Waffenhandel mit uns im Wert von Milliarden von Dollar. Er kommt daher und sagt es einfach so. Wenn sie einen Putsch in Venezuela inszenieren wollen, beschränken sie ihn nicht auf verdeckte CIA-Operationen und Manipulationen hinter den Kulissen; die gesamte Regierung ist auf Twitter und sagt, dass sie weiterhin jeden mit Sanktionen aushungern wird, bis der Präsident der Nation durch den Mann ersetzt wird, den sie bevorzugen. Es liegt alles vor euch, direkt vor eurem Gesicht, wie die verkappte und heimliche Vorliebe von Flavor Flav für Uhren.

 

Trumps gesamtes Kabinett ist im Grunde genommen eine menschliche Version jener Abteilungen, die sie vertreten. Sein Finanzminister war eine Führungskraft von Goldman Sachs. Sein CIA-Direktor folterte buchstäblich Menschen. Sein Nationaler Sicherheitsberater ist ein Irak-vergewaltigender Neokon aus der Bush-Ära. Sein Handelsminister ist eine ehemalige Rothschild-Führungskraft. Sein EPA-(Umwelt)-Administrator ist ein ehemaliger Kohle-Lobbyist. Sein Außenminister kam direkt aus der CIA. Es ist, als hätte er ein praktisches Kennzeichnungssystem für alle entwickelt, die sich nicht sicher sind, was jede Abteilung in der Exekutive der US-Regierung tatsächlich tut.

 

Trump hat alle Schlechtigkeiten seiner Vorgänger fortgesetzt und erweitert, aber er hat es offen getan, so dass es genauso hässlich und ekelhaft aussieht wie es ist. Seine Anhänger versuchen dies zu rechtfertigen, indem sie behaupten, dass er brillante 4-D-Schachmanöver gegen den Deep State macht, aber Trump spielt kein Schach. Er spielt nicht mal Dame. Er spielt Uno, und er spielt es mit Karten, die vollständig offen auf dem Tisch liegen, wobei seine einzige Verteidigung darin besteht, auf eine rote Karte zu zeigen und zu sagen: "Diese ist grün" und auf eine Acht zu zeigen und zu sagen: "Das ist eine Zwei. Es ist die beste Zwei, eine absolut fantastische Zwei."

 

Selbst seine Unehrlichkeit ist in gewisser Weise Ehrlichkeit. Er lügt ständig, dreist und unverfroren, während seine Vorgänger heimlich, subtil und meist nur durch Verzerrungen, Auslassungen und Halbwahrheiten gelogen haben. Trump ist eine wandelnde Ankündigung des öffentlichen Dienstes, dass US-Präsidenten Lügner sind. Und das ist die Wahrheit.

 

 

Und ich persönlich finde das toll. Es ist durchaus möglich, dass Trump 2020 von Joe Biden oder einem der 397 ideologischen Klone von Joe Biden verdrängt wird, die ebenfalls im Rennen sind, und das wird viele Menschen sehr glücklich machen. Es wird sie glücklich machen, weil sie nicht mehr auf das hässliche Gesicht der orwellschen Dystopie schauen müssen, weil ein unendlich glatterer und charismatischerer Führer zurückkehren wird, um es für sie zu verbergen. Und dann wird es endlich wieder so werden, wie es immer war: keine parteipolitische Entzweiung, keine korrupten Politiker, kein Rassismus in Amerika und den ganzen Tag lang Brunch, jeden Tag.

 

Die aggressivsten Anti-Trumper haben kein Interesse an einer wirklichen Veränderung. Sie wollen nur, dass die Dinge wieder so werden, wie sie vor Trump waren, was eigentlich nur bedeutet, dass sie zu den Bedingungen zurückkehren wollen, die zu Trump geführt haben. Sie sind nicht daran interessiert, aufzuwachen, sie sind daran interessiert, eine unbequeme Falte in ihren Bettwäsche zu glätten, damit sie wieder einschlafen können.

 

Und wenn das passiert, gut, was soll's; es ist ja nicht so, als ob sie irgendwelche sinnvollen Maßnahmen gegen das hässliche Gesicht des Imperiums ergriffen hätten. Aber zumindest wurden die Dinge für eine Weile mit ein wenig Ehrlichkeit aufgewühlt. Eine etwas korrupte, blutbefleckte, Knöpfe sprengende Ehrlichkeit.


https://caitlinjohnstone.com/2019/06/03/thirty-two-tips-for-navigating-a-society-that-is-full-of-propaganda-and-manipulation/

 

32 Tips, wie man sich in einer Gesellschaft bewegt,

die voller Propaganda und Manipulation ist

 

von Caitlin Johnstone, 03.06.2019

 

 

Seit es menschliche Sprache gibt, benutzen Menschen sie, um sich gegenseitig zu manipulieren. Die Tatsache, dass es möglich ist, eine Ansammlung von symbolischen Mundgeräuschen geschickt so zusammenzufügen, dass sie Gefälligkeiten, Zugeständnisse, Wahlstimmen und Zustimmung anderer Menschen hervorrufen, hat die Manipulation so verbreitet gemacht, dass sie heute unsere Gesellschaft von oben bis unten durchzieht, von persönlichen Beziehungen zwischen zwei Menschen bis hin zu internationalen Beziehungen zwischen Regierungsstellen und der Öffentlichkeit.

 

Das hat es sehr schwierig gemacht, herauszufinden, was vor sich geht, sowohl in unserem Leben als auch in der Welt. Hier sind 32 Vorschläge für die Navigation durch diese komplexe, mit Manipulationen beladene Landschaft, sei es für die Navigation durch jene Manipulationen, denen ihr in euren kleinen persönlichen Interaktionen begegnet, oder durch die groß angelegten Manipulationen, die die ganze Welt betreffen:

 

1 - Versteht die Tatsache, dass Menschen Tiere sind, die Geschichten erzählen, und dass jeder, der die Geschichten kontrolliert, die Menschen kontrolliert. Das geistige Narrativ dominiert das menschliche Bewusstsein; die Gedanken sind im Wesentlichen ein kontinuierlicher, wirbelnder Monolog über das Selbst und das, was du meinst, was in deiner Welt geschieht, und dieser Monolog besteht vollständig aus geistigen Geschichten. Diese Geschichten können und werden manipuliert werden, auf individueller Ebene von Menschen, denen wir begegnen, und auf Massenebene von geschickten Propagandisten. Wir stützen unser Handeln auf unsere geistigen Einschätzungen dessen, was in der Welt vor sich geht, und diese mentalen Einschätzungen können durch narrative Kontrolle manipuliert werden.

 

https://medium.com/@caityjohnstone/society-is-made-of-narrative-realizing-this-is-awakening-from-the-matrix-787c7e2539ae

 

Auf Deutsch:

"Die Gesellschaft besteht aus Narrativen: Das zu erkennen, bedeutet das Aufwachen aus der Matrix, 22.08.2018"

https://www.theblogcat.de/archiv/archiv-2018/august-2018/

 

 

2 - Sei demütig und offen genug, um zu wissen, dass du getäuscht werden kannst. Deine kognitive Verkabelung ist anfällig für die gleichen Hacks wie alle anderen, und Manipulatoren aller Art sind immer auf der Suche nach einer Ausnutzung dieser Schwachstellen. Es ist nicht beschämend, getäuscht zu werden. Beschämend ist, Menschen zu täuschen. Lass dich nicht von Scham und kognitiver Dissonanz davon abhalten, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass du auf irgendeine Weise betrogen wurdest.

 

3 – Beobachte das Verhalten der Menschen und ignoriere die Geschichten, die sie über dein Verhalten erzählen. Das gilt für die Menschen in deinem Leben, für Politiker und für Regierungen. Narrative können leicht manipuliert und auf viele verschiedene Arten verzerrt werden, während das Verhalten selbst, wenn man es mit größtmöglicher Objektivität untersucht, nicht manipuliert werden kann. Achte auf diese Verhaltensweise und schließlich wirst du anfangen, eine große Lücke zwischen dem zu bemerken, was die Taten einiger Leute einem mitteilen und dem, was ihre Worte sagen. Diese Leute sind die Manipulatoren. Misstraue ihnen.

 

4 - Sei misstrauisch gegenüber Leuten, die dir immer wieder sagen, was sie sind und wie sie sind. Denn sie versuchen, dein Narrativ über sie zu manipulieren. Sei doppelt misstrauisch gegenüber Leuten, die dir immer wieder sagen, was du bist und wie du bist, denn sie versuchen, dein Narrativ von dir selbst zu manipulieren.

 

5 – Lernt zu erkennen, wie Vertrauen und Sympathie von Manipulatoren genutzt werden, um Menschen dazu zu bringen, sich ihren Erzählungen/Narrativen über das Geschehene anzuschließen. Jeder Manipulator benutzt Vertrauen und/oder Sympathie als Grundlage für seine Manipulationen, denn wenn man kein Vertrauen oder Sympathie für sie hat, wird man ihnen ihre Geschichten mental nicht abkaufen. Dies gilt für Massenmedien, es gilt für Pressemitteilungen des Außenministeriums, die euch bitten, Mitgefühl für die Menschen von Nation X zu haben, und es gilt für Familienmitglieder und Mitarbeiter. Sobald du einen Manipulator entdeckt hast, ist es deine Aufgabe, all deine Sympathie und dein Vertrauen in sie abzulegen, egal wie sehr sie anfangen, das Opfer zu spielen, um dich wieder in ihren Bann zu ziehen.

 

6 - Seid misstrauisch gegenüber jedem, der sich weigert, sich klar zu artikulieren. Wortsalat ist eine Taktik, die notorisch von missbrauchenden Narzissten verwendet wird, weil damit das Opfer verwirrt und unfähig gehalten wird, herauszufinden, was vor sich geht. Wenn man keinen klaren Zugriff auf das hat, was der manipulative Täter sagt, kann man keine eigene solide Position in Bezug darauf bilden, und der Täter weiß das. Besteht auf einer klaren Kommunikation, und wenn sie euch verweigert wird, entzieht ihnen das Vertrauen und die Sympathie. Wende dies auf Menschen in deinem Leben an, auf Regierungsbeamte und auf Propagandakonstruktionen á la 8chan.

 

         Du wirst nicht glauben, was ich dir jetzt erzähle.“

                   https://theoatmeal.com/comics/believe

 

 

7 - Mach dich mit kognitiven Vorurteilen vertraut, jenen Störungen in der menschlichen Wahrnehmung, die uns dazu bringen, Dinge auf eine Weise wahrzunehmen, die nicht rational ist. Achte besonders auf Bestätigungsfehler, den Boomerang-Effekt und den illusorischen Wahrheitseffekt. Menschen haben die ärgerliche Neigung, in ihrer Informationssammlung kognitives Wohlbefinden zu suchen und kognitive Dissonanzen zu vermeiden, anstatt herauszufinden, was wahr ist, unabhängig davon, ob es uns kognitive Leichtigkeit oder Dissonanz bringt. Das bedeutet, dass wir dazu neigen, das, was wir glauben, danach auszuwählen, ob es psychologisch bequem ist, und nicht, ob es solide durch Fakten und Beweise untermauert ist. Dies ist eine Schwäche in unserer kognitiven Verkabelung, und Manipulatoren können und werden dies ständig ausnutzen. Und noch einmal: Sei demütig genug, um zu wissen, dass du damit gemeint bist.

 

8 - Vertraue deinen eigenen Einsichten mehr als allen anderen. Es mag nicht perfekt sein, aber es ist ein verdammt besserer Anblick, als seine Einsichten von narrativen Managern und dämlichem parteipolitischen Gruppendenken kontrollieren zu lassen, oder von buchstäblich jedem anderen in einer narrativen Landschaft, die von Propaganda und Manipulation durchdrungen ist. Du wirst nicht alles richtig machen, aber auf deine eigenen Einsichten zu wetten ist die sicherste Wette auf dem Tisch. Es kann einschüchternd sein, allein zu stehen und ganz allein das Wahre vom Falschen zu unterscheiden, aber die Alternative ist, jemand anderem die Autorität über dein Verständnis der Welt zu geben. Es ist beschämend und feige, auf deine Verantwortung zu verzichten, um zu einem klaren Verständnis dessen zu kommen, was in deiner Welt vor sich geht. Sei mutig genug, um darauf zu bestehen, dass du Recht hast, bis du selbst zu der eigenen Einsicht kommst, dass du falsch lagst.

 

9 - Du musst verstehen, dass Propaganda der am meisten übersehene und am meisten unterschätzte Aspekt in unserer Gesellschaft ist. Alle reden ständig darüber, was mit der Welt nicht stimmt, aber kaum eine dieser Diskussionen dreht sich um die Tatsache, dass die Öffentlichkeit manipuliert wurde, um die Entstehung und Fortsetzung dieser Probleme durch massenmediale Propaganda zu unterstützen. Die Tatsache, dass mächtige Menschen ständig die Art und Weise manipulieren, wie wir denken, handeln und abstimmen, sollte im Mittelpunkt des Bewusstseins aller stehen und nicht auf gelegentliche Diskussionen in Randkreisen verlegt werden.

 

10 - Respektiert die Tatsache, dass die Wissenschaft der modernen Propaganda seit über einem Jahrhundert in Forschung und Entwicklung tätig ist. Denkt an all die militärischen Fortschritte, die im letzten Jahrhundert gemacht wurden, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie anspruchsvoll diese Wissenschaft jetzt sein muss. Sie sind uns in Bezug auf die Erforschung und das Verständnis der Methoden zur Manipulation der menschlichen Psyche zu Zwecken, die den Mächtigen zugute kommen, weit, weit voraus. Wenn ihr jemals Zweifel hattet, dass die narrativen Manager fortgeschritten und gerissen genug sein könnten, um eine bestimmte Manipulation durchzuführen, so könnt ihr diesen Zweifel ablegen. Unterschätzt sie nicht.

 

 

11 - Versteht, dass die Propaganda in den westlichen Massenmedien selten aus vollständigen, kompletten Lügen besteht. Diese Sender veröffentlichen zumeist leichtgläubig die Dinge, die ihnen von Regierungsbehörden erzählt werden, und die lügen ständig. Häufiger kommt die Täuschung in Form von Verzerrungen, Halbwahrheiten und Auslassungen. Achtet mehr auf die Diskrepanzen zwischen den Dingen, die abgedeckt werden, und den Dingen, die nicht abgedeckt sind, und darauf, was sie nicht sagen.

 

12 – Bemüht euch, einen guten Nachrichtensinn zu entwickeln, ein Gespür dafür, was berichtenswert ist und was nicht. Das braucht Zeit und Übung, aber es lässt einen erkennen, welche berichtenswerten Geschichten von den Massenmedien nicht berichtet werden und welche Nicht-Geschichten übertrieben werden, um eine Establishment-freundliche Erzählung zu gestalten. Wenn du das festgenagelt hast, wirst du ständig diese Geschichten feststellen: "Warum tun sie so, als ob das eine Nachricht sei" und "Warum berichtet niemand darüber?"

 

13 - Sei geduldig und mitfühlend mit dir selbst, wenn es darum geht, deine narrativen Navigationsfähigkeiten zu entwickeln. Wie buchstäblich bei jeder Fertigkeit wirst du eine Weile daran knabbern. Wenn du erfährst, dass du bei etwas falsch gelegen bist, nimm einfach die neuen Informationen auf, passe dich entsprechend an und mach weiter. Erwarte nicht, dass du diese Sache gemeistert hast, bevor du Zeit hattest, sie zu meistern. Wie mit allem anderen, wenn man die Zeit aufbringt, wird man gut darin.

 

14 – Findet zuverlässige Nachrichtenreporter, die ein gutes Gespür für die Navigation in der narrativen Matrix haben, und behaltet sie im Auge, um euch zu orientieren und auf dem Laufenden zu bleiben. Verwendet einzelne Reporter, kein Produkt; kein Produkt ist zu 100 Prozent solide, aber einige Reporter sind bei einigen spezifischen Themen ziemlich nah dran.

 

Klickt auf diesen Hyperlink, um einen Artikel über eine Möglichkeit zu lesen, wie man einen benutzerdefinierten und zuverlässigen Nachrichtenstrom erstellen kann.

https://medium.com/@caityjohnstone/how-to-make-a-solid-customized-news-stream-that-isnt-manipulated-by-silicon-valley-43e7020a83a5

 

Klickt auf diesen Hyperlink, um eine Liste aller meiner Lieblings-News-Reporter auf Twitter zu erhalten.

https://twitter.com/caitoz/lists/news/members

 

15 - Lass Paranoia nicht dein primäres oder einziges Werkzeug für die Navigation in der narrativen Matrix sein. Manche Leute meinen die Welt nur zu verstehen, indem sie gegenüber allem und jedem intensiv misstrauisch werden, was ungefähr so nützlich ist wie ein Kompass, der einem sagt, dass es in alle Richtungen nach Norden geht. Verbringt mal Zeit in Verschwörungskreisen und medienkritischen Zirkeln, und ihr werdet vielen solchen Menschen begegnen. Alles als falsch abzulehnen, lässt dich ohne Wahrheit zurück. Findet positive Werkzeuge, um zu lernen, was wahr ist.

 

16 - Halte deine Weltanschauung locker genug, damit du sie jederzeit im Lichte neuer Informationen ändern kannst, aber nicht so locker, dass sie dir von jemandem aus dem Kopf geschlagen werden kann, der dir in einem selbstbewussten, autoritativen Ton sagt, was du denken sollst. Wie Carl Sagan einmal sagte: "Es lohnt sich, offen zu sein, aber nicht so offen, dass das Gehirn herausfällt."

 

17 - Apropos selbstbewusste, autoritäre Töne: Seid misstrauisch gegenüber selbstbewussten, autoritativen Tönen. Es ist erstaunlich, wie viel Traktion Menschen mit einer Erzählung bekommen können, nur indem sie sich so verhalten, als ob sie wüssten, dass das, was sie sagen, wahr ist, ob sie nun um einen MSNBC-Experten oder einen beliebten Youtube-Verschwörer handelt. So viele Leute täuschen es nur vor, weil es funktioniert. Man stößt in Debatten in politischen Online-Foren ständig darauf; die Leute kommen mit einer äußerst selbstbewussten Haltung auf einen zu, aber wenn man sie dazu drängt, ihr Wissen über das Thema und die Stärke ihrer Argumente zu präsentieren, steckt eigentlich nichts dahinter. Sie sind nur an Menschen gewöhnt, die annehmen, dass sie wissen, wovon sie reden, und ihre Ansprüche unangefochten lassen, und es wirft sie völlig aus der Bahn, wenn ihnen jemand ihren vorgetäuschten Vertrauenstrick nicht abnimmt.

 

18 – Seid euch bewusst, dass es Soziopathen gibt. Es gibt Menschen, die sich in unterschiedlichem Maße nicht darum kümmern, was mit anderen passiert, und das ist jene Art von Menschen, die Manipulationen nutzen werden, um Recht zu bekommen, wann immer es ihnen dient. Wenn sich jemand nicht um die Wahrheit oder andere Menschen schert, über das Maß hinaus, in dem man sie benutzen kann, dann gibt es kein Hindernis für Manipulationen.

 

19 – Seid euch der Projektion bewusst und seid euch der Tatsache bewusst, dass sie in beide Richtungen geht: Ungesunde Menschen neigen dazu, ihre Bosheit auf andere zu projizieren, während gesunde Menschen dazu neigen, ihre Güte zu projizieren. Lass dich nicht von deiner Güte täuschen, dass es keine Monster gäbe, die dich betrügen und manipulieren, und lass nicht von Soziopathen ihre eigenen finsteren Motive auf dich projizieren, indem sie dir sagen, wie faul du bist. Das verwirrt viele gute Menschen, besonders in ihrem persönlichen Leben. Nicht jeder ist gut, und nicht jeder ist ehrlich. Sieh das klar und deutlich.

 

20 - Sei misstrauisch gegenüber denen, die sich übermäßig für Anstand, Regeln und Höflichkeit einsetzen. Manipulatoren leben von Regeln und Höflichkeit, weil sie wissen, wie man sie manipuliert. Jemand, der bereit ist, außerhalb der Grenzen zu malen und wütend auf jemanden zu werden, der schädlich ist, selbst wenn er innerhalb der Regeln handelt, das macht einen Manipulator sehr unbehaglich. Oft sind diejenigen, die dir sagen, dass du dich beruhigen und dich benehmen sollst, wenn du zu Recht verärgert bist, Manipulatoren, die ein Eigeninteresse daran haben, dich dazu zu bringen, jene Regeln einzuhalten, innerhalb derer sie gelernt haben zu operieren.

 

21 - Meditation, Achtsamkeit, Selbsterforschung und andere Praktiken sind mächtige Werkzeuge, die dir helfen können, deine eigenen inneren Prozesse zu verstehen, was wiederum dir hilft zu verstehen, wie Manipulatoren dich manipulieren können und wie sie andere manipulieren. Vergewissere dich nur, dass du sie zu diesem Zweck benutzt, nicht zur Flucht, wie es die meisten "spirituellen" Typen tun. Du versuchst, dir voll bewusst zu werden, was dich mental, emotional und energetisch ticken lässt; du versuchst nicht, ein kraftloses spirituelles Glückshäschen zu werden. Das Ziel ist nicht, sich besser zu fühlen, sondern besser im Gefühl zu werden. Besser darin, deine eigene innere Welt bewusst zu erleben.

 

22 - Seid unerbittlich ehrlich zu euch selbst über eure eigenen inneren Narrative und die verschiedenen Arten, wie ihr euch an der Manipulation beteiligt. Du kannst nicht durch die narrative Kontrollmatrix navigieren, wenn du dir nicht über deine eigene Rolle in ihr im Klaren bist. Schau in dich hinein und mach bewusst eine Inventur.

 

23 - Verstehe, dass sich die Wahrheit im Allgemeinen nicht auf eine Weise bewegt, die dem Ego gefällt, d.h. auf eine Art und Weise, wie Hollywood-Drehbücher geschrieben werden, um zu gefallen. Jedes Narrativ, das auf ein Hollywood-Ende hinweist, bei dem der Bösewicht mit einem Karate-Tritt in die Lava gestürzt wird und der Held das Mädchen bekommt, ist fabriziert. Russiagate und QAnon sind beides perfekte Beispiele für ein egoistisch ansprechendes Narrativ mit dem Versprechen eines Hollywood-Endes. Entweder dass Trump und seine Kohorten in Ketten gelegt werden, oder dass „die Guten“ den Tiefen Staat besiegen und alle Demokraten und Never-Trumper wegen Pädophilie ins Gefängnis wandern. Das wird nicht passieren, Leute.

 

24 - Versuche, die Welt mit frischen Augen zu betrachten, anstatt mit deinen müden, alten, erwachsenen Augen, die dich gelehrt haben, all das als normal zu sehen. Halte dir ein Bild davon vor Augen, wie eine vollkommen gesunde und harmonische Welt aussehen würde; der scharfe Kontrast zwischen diesem Bild und der Welt, die wir jetzt haben, ermöglicht es dir, die Kampagne der Propagandisten zu durchschauen, die Dinge wie Krieg, Armut, Ökozid und machtlose Wahlsysteme normalisieren, die immer wieder dasselbe Regierungsverhalten sehen, unabhängig davon, für wen die Menschen stimmen. Nichts davon ist normal.

 

25 - Wisse, dass die Wahrheit keine politische Partei hat, und auch die Politikwissenschaftler nicht. Alle politischen Parteien werden benutzt, um die Massen auf verschiedene Weise zu manipulieren, und aus jeder von ihnen können und werden Körnchen der Wahrheit hervorgehen. Das Denken nach parteipolitischen Gesichtspunkten gibt dir garantiert eine verzerrte Sicht. Ignoriere die imaginären Linien zwischen den Parteien. Du kannst sicher sein, dass deine Herrscher das tun.

 

26 – Bleibe dir dieser einfachen Dynamik immer bewusst: Die Menschen, die Milliardäre werden, sind im Allgemeinen diejenigen, die soziopathisch genug sind, um alles zu tun, was nötig ist, um voranzukommen. Diese Klasse war in der Lage, eine nahezu vollständige narrative Kontrolle über Medienbesitz/-einfluss, Unternehmens-Lobbying, Think-Tank-Finanzierung und Kampagnenfinanzierung aufzukaufen und die Öffentlichkeit so zu manipulieren, dass sie jenen Tagesordnungen zustimmt, die niemandem außer den Plutokraten und ihren Lakaien nützen. Das erklärt so ziemlich jedes große Problem, mit dem wir im Moment konfrontiert sind.

 

 

27 - Verstehe, dass Nationen reine narrative Konstrukte sind; sie existieren nur in dem Maße, in dem die Menschen zustimmen, so zu tun als ob sie existieren würden. Die narrativen Manager wissen das, und sie nutzen die Tatsache aus, dass die meisten von uns es nicht tun. Nehmen wir Julian Assange, ein perfektes Beispiel: Er wurde aus der Botschaft ausgeschlossen und inhaftiert, durch eine äußerst offensichtliche Zusammenarbeit zwischen den USA, Großbritannien, Schweden, Ecuador und Australien, aber jeder von ihnen tat so, als ob er als eigenständige, souveräne Nationen völlig unabhängig voneinander agiert hätte. Schweden tat so, als wäre es zutiefst besorgt über Vergewaltigungsvorwürfe, das Vereinigte Königreich so, als wäre es zutiefst besorgt über ein Kautionsvergehen, Ecuador so, als wäre es zutiefst besorgt über Skateboarden und Katzenhygiene in der Botschaft, die USA so, als wären sie zutiefst besorgt über die Einzelheiten der Art und Weise, wie Assange Chelsea Manning half, ihre Spuren zu verwischen. Australien tat so, als wäre es zu sehr darüber besorgt, die souveränen Angelegenheiten dieser anderen Länder zu respektieren, um im Namen seines Staatsbürgers zu intervenieren. Und es fügte sich alles auf eine Weise, die zufällig genau so aussah wie die Inhaftierung eines Journalisten wegen der Veröffentlichung von Fakten. Man sieht ständig dieselbe Dynamik, sei es bei militärischen Interventionen, Handelsabkommen oder narrativ gestalteten Kampagnen gegen bündnisfreie Regierungen.

 

28 - Verstehe, dass Krieg der Klebstoff ist, der das US-Zentralimperium zusammenhält. Ohne die Karotte des militärisch-wirtschaftlichen Bündnisses und die Peitsche der militärisch-wirtschaftlichen Gewalt würde das US-Zentralimperium nicht mehr existieren. Deshalb ist Kriegspropaganda konstant und manchmal so erzwungen, dass sich grelle Handlungslücken auftun; es ist für sie so wichtig, dass sie sie durchdrücken müssen, auch wenn sie die narrative Matrix um sie herum nicht genau richtig aufbauen können. Wenn sie die Konsensfabrik für die unerbittliche Kriegstreiberei des Imperiums abschalten würden, würden die Menschen jegliches Vertrauen in Regierungs- und Medieninstitutionen verlieren, und diese Institutionen würden die Fähigkeit verlieren, die Öffentlichkeit effektiv zu propagieren. Ohne die Fähigkeit, die Öffentlichkeit effektiv zu propagieren, können unsere Herrscher nicht regieren.

 

29 - Denkt daran, dass die Neokonservativen in der Außenpolitik immer falsch liegen. Sie sind in dieser Hinsicht so bemerkenswert konsequent, dass man immer dann, wenn es eine Frage zu einem Narrativ gibt, die Feindseligkeiten zwischen der US-amerikanischen Zentralmacht und einer anderen Nation beinhaltet, einfach nachschaut, was Bill Kristol, Max Boot und John Bolton darüber sagen und dann genau das Gegenteil davon glauben kann. Auf diese Art sind sie eigentlich ein sehr hilfreiches Navigationswerkzeug.

 

30 – Beachtet bitte, wie die Manipulatoren die Bevölkerung in zwei Teile teilen möchten, und sie dazu bringen will, darüber streiten, wie sie dem Establishment dienen sollen. Der Streit darüber, ob es besser ist, die Demokraten oder Republikaner zu wählen, der Streit darüber, ob es besser ist, die Feindseligkeiten mit dem Iran und Venezuela oder mit Syrien und Russland zu erhöhen, darüber, ob man den US-Präsidenten oder das FBI unterstützen soll, der Streit darüber, wie Internet-Zensur geschehen sollte und wer zensiert werden sollte, anstatt darüber, ob Zensur überhaupt passieren sollte. Je länger sie uns dazu bringen können, über den besten Weg zu streiten, wie man den kaiserlichen Schuh leckt, desto länger halten sie uns davon ab, darüber zu reden, ob wir ihn überhaupt lecken wollen.

 

31 - Achtet auf die Appelle an die Emotionen. Es ist viel einfacher, jemanden zu manipulieren, indem man sich an seine Schwächen und nicht an seine Fähigkeit zur rationalen Analyse wendet, Weshalb man jedes Mal, wenn sie eine Unterstützung für militärischen Interventionismus herstellen wollen, überall Bilder von toten Kindern auf Nachrichtenbildschirmen sieht, anstatt ein logisches Argument für die Vorteile der Anwendung militärischer Gewalt, das auf einer gründlichen Darstellung von Fakten und Beweisen basiert. Man sieht die gleiche Strategie, die sie bei den Schuldgefühlen von Wählern dritter Parteien anlegen; es ist alles emotionale Überspitzung, die unter jeder faktenbasierten Analyse zerfällt. Aber sie benutzen sie, weil es funktioniert. Sie schleichen sich in dein Herz, um deinen Kopf zu umgehen.

 

32 - Achtet darauf, wie viel Propaganda in die Aufrechterhaltung der Propagandamaschine selbst investiert wird. Dies geschieht, weil Propaganda für die Aufrechterhaltung dominanter Machtstrukturen eben so zentral ist. Viel Mühe wird aufgewendet, um Vertrauen in die narrativen Managementmöglichkeiten des Establishments zu schaffen und gleichzeitig Misstrauen in die Quellen des Dissens zu erzeugen. Man erlebt komplette Propagandakampagnen, die darauf ausgerichtet sind, nur dies zu erreichen.

 

 

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Der beste Weg, um die Internet-Zensoren zu umgehen und sicherzustellen, dass ihr das seht, was ich veröffentliche, ist, sich in die Mailingliste für meine Website einzutragen, was euch eine E-Mail-Benachrichtigung für alles, was ich veröffentliche, verschafft. Meine Arbeit wird vollständig von Lesern unterstützt, also wenn dir dieses Stück gefallen hat, überlege dir bitte, es zu teilen, mich auf Facebook zu liken, meinen Possen auf Twitter zu folgen, etwas Geld in meinen Hut auf Patreon oder Paypal zu werfen, einige meiner süßen Waren zu kaufen, mein neues Buch zu kaufen Rogue Nation : Psychonautical Adventures with Caitlin Johnstone, oder mein vorheriges Buch Woke: A Field Guide for Utopia Preppers. Für weitere Informationen darüber, wer ich bin, wo ich stehe und was ich mit dieser Plattform zu tun versuche, klickt hier:

 

https://medium.com/@caityjohnstone/who-i-am-where-i-stand-and-what-im-trying-to-do-here-4a113e783578

 

Jeder hat meine uneingeschränkte Erlaubnis, jeden Teil dieses Werkes (oder alles andere, was ich geschrieben habe) in irgendeiner Weise zu veröffentlichen oder zu verwenden, der ihm gefällt, kostenlos.


 

https://www.paulcraigroberts.org/2019/06/02/two-contrasting-commencement-addresses-a-half-century-apart/

 

Zwei unterschiedliche Ansprachen vor Absolventen,

ein halbes Jahrhundert auseinander

 

von Paul Craig Roberts, 02.06.2019

 

 

Am 1. Juni 2019 hielt US Vizepräsident Mike Pence eine Rede vor Absolventen von West Point (Anm.d.Ü.: Die renommierteste Militärakademie der USA). Er sagte zu den Absolventen, dass es sicher sei, dass sie sich „für Amerika auf ein Schlachtfeld begeben werden“ und „zum Klang der Kanonen bewegen werden“.

https://www.whitehouse.gov/briefings-statements/remarks-vice-president-pence-west-point-graduation-ceremony/

 

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/pence-in-west-point-25-05-2019/

 

Pence sagte nicht, für welche Agenda sie kämpfen würden, ob es für die Agenda der Ölfirmen sei, oder für Israel; oder für die New Yorker Banken oder für die neokonservative Ideologie einer US Weltherrschaft, oder für das Drogengeschäft der CIA. Ja, die Absolventen von West Point werden sterben ohne jemals zu erfahren, für wessen Interessen sie kämpften.

 

Die Ansprache von Pence ist ein perfektes Beispiel für die Arbeit der Matrix. Die unschuldigen und unwissenden Absolventen sind leichte Ziele für die Rekrutierung für etwas, das der US Marine-General Smedley Butler als die Killer für amerikanische Konzerninteressen bezeichnete.

https://www.paulcraigroberts.org/2019/05/27/something-to-think-about-on-memorial-day/

 

Krieg und Kriegsvorbereitung sind seit dem Clinton-Regime die Markenzeichen der USA. In der Geschichte Amerikas waren Kriege schon immer für das Imperium und für die ökonomischen und finanziellen Interessen, die vom Imperium profitieren. In der Geschichte Amerikas gibt es nur wenige Jahre, in denen die Regierung nicht mit jemandem Krieg geführt hat.

 

Am 10. Juni 1963, vor 56 Jahren, hielt ein wesentlich größerer Mann als Pence eine Rede vor Absolventen der American University in Washington, D.C. – Präsident John F. Kennedy. Seine Rede verblüffte den militärischen Sicherheitskomplex. Sie zeigte einen Präsidenten, der dazu entschlossen war, eine friedliche Beziehung zur Sowjetunion aufzubauen. Das wäre ein Frieden gewesen, der ihr Budget, ihre Macht und Bedeutung gefährdet hätte. Kennedys mutige Rede war ein Nagel in seinem Sarg. Fünf Monate später wurde er in Dallas, Texas, von der CIA und den Joint Chiefs of Staff ermordet. Ihre Tat wurde auf Oswald geschoben, der prompt im Gefängnis von Dallas von einem Privatmann erschossen wurde, der Zugang erhalten hatte. Somit wurde der vorgeschobene Sündenbock ermordet, bevor er seine Beteiligung abstreiten konnte.

 

Bereits Präsident Eisenhower hatte in seiner Abschiedsrede 1961 am Käfig des militärischen Sicherheitskomplexes gerüttelt, daß der eine Gefahr für Amerikas Demokratie sei.

 

Aber Präsident Kennedy ging an der American University noch weiter und sagte, daß es seine Absicht sei, Frieden zu machen und die Gefahr des Krieges zu beseitigen:

 

"Ich habe diesen Zeitpunkt und diesen Ort gewählt, um ein Thema zu diskutieren, bei dem es zu oft Unwissenheit gibt und die Wahrheit zu selten wahrgenommen wird – dennoch ist es das wichtigste Thema auf Erden: der Weltfrieden."

 

"Was für einen Frieden meine ich damit? Welche Art von Frieden suchen wir? Keine Pax Americana, die der Welt durch amerikanische Kriegswaffen aufgezwungen wird. Nicht der Frieden des Grabes oder die Sicherheit des Sklaven. Ich spreche von echtem Frieden, von jener Art von Frieden, die das Leben auf der Erde lebenswert macht, von der Art, die es Männern und Nationen ermöglicht, zu wachsen und zu hoffen und ein besseres Leben für ihre Kinder aufzubauen – nicht nur Frieden für die Amerikaner, sondern Frieden für alle Männer und Frauen – nicht nur Frieden in unserer Zeit, sondern Frieden für alle Zeiten."

 

"Ich spreche vom Frieden wegen des neuen Antlitz des Krieges. Ein totaler Krieg ist in einer Zeit, in der Großmächte große und relativ unverletzliche Atomstreitkräfte aufrechterhalten und sich weigern können, sich zu ergeben, ohne auf diese Kräfte zurückzugreifen, nicht sinnvoll. Es macht keinen Sinn in einer Zeit, in der eine einzige Atomwaffe fast zehnmal mehr Sprengkraft enthält als alle alliierten Luftstreitkräfte im Zweiten Weltkrieg zusammen. Es macht keinen Sinn in einer Zeit, in der die tödlichen Gifte, die durch einen nuklearen Austausch entstehen würden, von Wind und Wasser und Boden und Saatgut in die entlegensten Winkel der Welt und zu noch ungeborenen Generationen getragen."

https://www.jfklibrary.org/archives/other-resources/john-f-kennedy-speeches/american-university-19630610

 

Kennedy hatte auch ein Vertrauen in Amerika, wie es außer Ronald Reagan kein Präsident seitdem hatte:

 

Wir können eine Entspannung der Spannung anstreben, ohne unsere Wachsamkeit zu lockern. Und wir unsererseits brauchen keine Drohungen zu benutzen, um zu beweisen, dass wir entschlossen sind. Wir müssen keine ausländischen Sender stören, aus Angst, dass unser Glaube untergraben wird. Wir sind nicht bereit, unser System jedem unwilligen Volk aufzuzwingen – aber wir sind bereit und in der Lage, mit jedem Volk auf der Erde in einen friedlichen Wettbewerb zu treten."

 

Vergleichen Sie Washington heute mit Präsident Kennedy, und Sie können den totalen Zusammenbruch Amerikas sehen. Heute versuchen wir, alle Nachrichten auszumerzen, mit Ausnahme derjenigen, die die offiziellen Erklärungen wiederholen. Wir blockieren ausländische Sendungen, indem wir verlangen, daß russische Nachrichtendienste sich als "ausländische Agenten" registrieren. Wir schließen Webseiten und verbieten die freie Meinungsäußerung auf Facebook und Twitter. Wir haben keine Diplomatie, nur Drohungen. Tatsächlich sind Bedrohungen das Markenzeichen Amerikas. Kriegsdrohungen. Androhung von Sanktionen. Der Präsident der Vereinigten Staaten verschenkt die Territorien anderer Länder und entscheidet, wer der Präsident von Venezuela wird. Das heutige Amerika hat Angst vor friedlichem Wettbewerb und erhebt Zölle für alle, von Mexiko bis China.

 

Als John Kennedy Präsident war, da waren die USA ein stolzes Land. Heute ist es ein schändlicher Ort im freien Fall, eine ernste Gefahr für seine eigenen Bürger und für den Rest der Welt.


 

https://www.theburningplatform.com/2019/06/02/what-nsa-gives-israel-all-data/#more-197656

 

Was?!?! Die NSA gibt Israel sämtliche Daten?!

 

Von Yojimbo, 02.06.2019

 

Die NSA gab Israel VOLLEN ZUGANG zu ALLEN ihren Daten über amerikanische Bürger – sogar amerikanische Regierungsbeamte (auf Grundlage eines "Ehrenworts"). Kein Wunder, dass Israel die volle Kontrolle über den Kongress hat – sie haben Erpressungsinformationen über alle von ihnen. Sie haben Informationen über uns alle! Sagen Sie mir noch einmal, dass die USA kein besetztes Land sind. Was für eine Art Beziehung ist das? Die NSA hat ALLE PRIVATEN DATEN über Bürger an ein anderes Land übergeben??? !!!“ – Gastkommentar auf Russia Today

https://www.rt.com/news/460785-nsa-israel-intelligence-partner/

 

Frustriert über ein gesetzliches Verbot des Austauschs von Informationen mit israelischen Agenten, um gezielte Morde gegen die Hisbollah zu verüben, schuf die NSA ein Schlupfloch, das den Israelis völligen Zugang sogar zu den Daten von US-Bürgern gewährte, wie geleakte Dokumente zeigen.

 

Die israelische SIGINT National Unit (ISNU), das Gegenstück der NSA in Tel Aviv, hat die Amerikaner dazu überredet, das gesetzliche Verbot der Bereitstellung von Überwachungsdaten für gezielte Morde während des israelischen Krieges 2006 gegen den Libanon zu umgehen, so die neueste Offenbarung aus den Archiven des Whistleblowers Edward Snowden.

 

Unter Verwendung der bekannten Begründung des "Terrorismus", um die Zusammenarbeit zu entschuldigen, von der sie wussten, dass sie illegal war, fanden die NSA und die ISNU eine Notlösung, indem sie das Büro des Direktors des nationalen Geheimdienstes (ODNI) benutzten, das den Israelis alle Informationen zur Verfügung stellte, die sie brauchten, so ein Artikel in der internen Veröffentlichung der NSA vom Oktober 2006.

 

"Für ISNU stand dieses Verbot [der Weitergabe von Daten für gezielte Morde] nicht nur im Widerspruch zur Unterstützung Israels im Kampf gegen Hisbollah, sondern insgesamt zur Unterstützung des Globalen Amerikanischen Krieges gegen den Terrorismus", heißt es in einem Artikel in SIDToday.

https://theintercept.com/snowden-sidtoday/5987391-the-israel-hizballah-crisis-perspectives-from-an/

 

Der Autor, dessen Name redigiert wurde, beschreibt die "nächtlichen, manchmal angespannten Diskussionen", die er mit ISNU-Beamten führte, die glaubten, sie verdienten eine Ausnahme von dem US-Verbot, um gezielte Morde durchzuführen.

 

Die Dokumente enthalten keine Details darüber, welche "Vereinbarung" schließlich mit dem ODNI ausgearbeitet wurde, aber das israelische Militär benutzte amerikanische Daten, um die Zivilbevölkerung des Libanon zu vernichten, ähnlich wie die technisch überlegenen US-Truppen in Afghanistan und Irak, deren Opferzahlen bei zivilen Opfern anschwollen, nachdem sie Zugang zu NSA-Zieldaten erhalten hatten.

 

"Israel hat wiederholt und in einigen Fällen unerhört gegen das Kriegsrecht verstoßen", sagte der Reporter von Human Rights Watch, Nadim Houry, dem Intercept und fügte hinzu, dass die Israelis "wahllose Luftangriffe" und Streubomben gegen "zivile Infrastrukturen benutzte, die in keinster Weise mit dem bewaffneten Konflikt verbunden waren".

https://theintercept.com/2019/05/29/israel-drone-strikes-intelligence-nsa/

 

Diese "Strategie" hatte einen Namen – die "Dahiyeh-Doktrin" -- und israelische Beamte gaben zu, dass sie absichtlich war, aber trotz dieser Brutalität konnten sie den Krieg nicht gewinnen. Eine durchgestochene Präsentation über die NSA-ISNU-Beziehung stellt fest, dass das "öffentliche Vertrauen in die IDF erodiert" und das "IDF-Bild beschädigt", nachdem die scheinbar ungleichen Hisbollah-Kämpfer die Israelis in Schach halten konnten. Dennoch bereitete sich die israelische Armee (IDF) laut der Präsentation "auf Runde II vor".

 

Offensichtlich unzufrieden mit der Gesetzeslücke, die die Amerikaner für sie geschaffen hatten, suchten und erhielten die Israelis nach dem Krieg vollen Zugang zu den massiven Überwachungsdaten der NSA. Eine Absichtserklärung von 2009 gewährte ISNU offiziell uneingeschränkten Zugang zu den Rohdaten der NSA – einschließlich der Telefon- und Internetaufzeichnungen von amerikanischen Bürgern und Bürgern von Drittländern. Nur die Daten amerikanischer Beamter wurden auf der Grundlage eines Ehrenwortes ausgeschlossen (ISNU wurde angewiesen, alle Aufzeichnungen, die von einem Regierungsbeamten stammen, „bei deren Identifizierung zu vernichten"). Fast keine Bedingungen wurden an diese Bonanza geknüpft – die Israelis konnten sogar die Identitäten der Amerikaner freigeben, deren Informationen in dem Schleppnetz gesammelt worden waren, solange sie die NSA zuerst um Erlaubnis baten, und konnten die Daten an jeden weitergeben, wenn die Namen geschwärzt wurden.

 

Während eine geleakte Präsentation ISNU als "wertvollsten Drittpartei-Partner der NSA" bezeichnet, deutet sie auch darauf hin, dass es bei den Israelis eine "große Angst" gab, "so stark von NSA-Daten abhängig" zu sein. Eine Folie lautet: "Was wollte ISNU? Alles!!!!!" und Beschwerden über die "robuste" Spionage der Israelis gegen Amerikaner tauchen wiederholt im Snowdener Archiv auf. Die NSA schien es nicht zu stören, denn die Israelis waren sehr, sehr dankbar für all die Informationen.

https://theintercept.com/document/2019/05/29/nsa-presentation-on-isnu-relationship/

 

"Während all meiner Diskussionen - egal in welchem Ton oder Thema - betonte ISNU ihre tiefe Dankbarkeit für die Zusammenarbeit und Unterstützung, die sie von der NSA erhalten haben", heißt es im Artikel von SIDToday.

 

Das sind keine Fake News! Sogar in Haaretz gab es eine Story darüber.

 

Israel hat also absolut alles. Dies ist das NSA-Programm, das buchstäblich die gesamte digitale Kommunikation sammelt. Alle eure SMS-Nachrichten, E-Mails, Skype-Kommunikation, private Facebook- und Twitter-Nachrichten, Internet-Verlauf, etc.

 

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die US-Regierung vollständig und illegitimerweise kontrolliert und in der Hand einer ausländischen Nation.

 

Wo steht in der Verfassung, dass eine Regierungsbehörde absolut alle Informationen an eine andere Nation übergeben darf?

 

Versteht ihr nun, wie so ein Abstimmungsverhalten zustande kommt?

 

 

 

 

 

Weißer Nationalismus:

Einstimmige Verurteilung (424-1)

 

Jüdischer Nationalismus:

Einstimmige Unterstützung (424-0)

 

 

 Und nahezu NIEMAND in den Medien berichtet darüber.