http://thesaker.is/bibi-in-banderastan-or-the-importance-of-words/

 

Bibi in Banderastan oder Die Bedeutung von Wörtern

 

vom Saker, 28.08.2019 geschrieben für die Unz Review

 

 

Der israelische Premierminister war heute in Kiew, wo er mit dem (pseudo) „traditionellen“ Slogan der Ukronazis begrüßt wurde: „Ruhm der Ukraine! Ruhm den Helden!“ Für jemanden wie mich, der Zionismus und Nazismus gleichermaßen verabscheut, war es eine süße Ironie zu sehen, wie ein israelischer Premierminister offiziell in die von Nazis besetzte Ukraine reist, um des Massakers an Juden in Babi Jar zu gedenken, und von eben jenem Slogan begrüßt zu werden, den die ermordeten Juden in Babi Jar von ihren Henkern der Bandera-Anhänger hören mussten während sie erschossen wurden.

 

STOP!

 

Könnt ihr bereits den Chor der Stimmen hören, die protestieren? Wie kann jemand erwarten, ernst genommen zu werden, wenn er einen Absatz über den Bürgerkrieg in der Ukraine schreibt und dabei die folgenden Worte benutzt: Ukronazi, Zionismus, Nazismus, von Nazis besetzt, Juden und Banderiten?

 

Das ist eine sehr gute Frage.

 

Aber ich habe eine noch bessere Frage!

 

Wie kann jemand erwarten, ernst genommen zu werden, wenn er einen Absatz über den Bürgerkrieg in der Ukraine schreibt und dabei NICHT die folgenden Worte benutzt: Ukronazi, Zionismus, Nazismus, von Nazis besetzt, Juden und Bandera-Anhänger?

 

Beginnen wir mit der ersten Frage. Die offensichtlich implizierte Kritik hinter der ersten Frage ist sehr einfach und geht davon aus, dass es einen profunden und natürlichen Widerspruch in allem zwischen Nazi und Juden/Zionismus gibt. Von einem „Nazi-Juden“ oder einem „Nazi-Zionisten“ zu sprechen ist genauso unsinnig wie über trockenes Wasser zu sprechen oder über Diamanten, die vom Himmel regnen!

 

Nur dass es in der realen Natur tatsächlich sowohl trockenes Wasser gibt, und auch Diamanten, die vom Himmel regnen. Also ziehen wir keine voreiligen Schlüsse und sehen uns an, welche Widersprüche real sind, und welche nur so aussehen.

 

Ich werde dabei gar nicht in das (köstlich kontroverse) Thema der historischen Fakten über die Zusammenarbeit der deutschen Nationalsozialisten mit verschiedenen zionistischen Organisationen eingehen, die ziemlich naiv dachten, dass ein Nationalist wie Hitler ihren eigenen Nationalismus verstehen würde und ihnen bei der Emigration nach Palästina helfen würde. Aber das geht sogar noch weiter als das, wie Hannah Arendt in ihrem hervorragenden Buch „Eichmann in Jerusalem“ sagte: verschiedene jüdische Organisationen setzten ihre Arbeit mit den Nazis (für sie?) weit über den sogenannten „Holocaust“ fort.

 

(Das Buch von Hannah Arendt gibt es hier zur Gänze – umsonst!: https://archive.org/details/HannahArendtEichmannInJerusalem )

 

(Nebenbemerkung: Um ehrlich zu sein, ich denke, dass wir, die wir gemütlich in unseren Häusern sitzen, nicht vorschnell diese jüdischen Organisationen verurteilen sollten. Ja, natürlich, viele von ihnen waren „naiv“ (und ich bin hier höflich), aber andere müssen erkannt haben, dass die europäischen Juden in großer Gefahr waren und um jeden Preis evakuiert werden mussten, und wenn der einzige gangbare Weg für eine solche Evakuierung ein Handel mit den Nazis war, dann sollte es so sein! Das ist nichts anderes als die Bestechung eines Gefängniswärters, um irgendeinen Gefallen zu bekommen. Daher denke ich, dass jüdische Organisationen, die heute kategorisch leugnen, mit den Nazis kollaboriert zu haben, aus zwei Gründen falsch liegen: Erstens kommt die Wahrheit ans Licht und sie lässt sich nicht unterdrücken, und zweitens ist nichts Schändliches daran, seinen Ekel zu schlucken, wenn man ein Menschenleben rettet. Außer dass für die rassisch wahnhaften Hirne moderner Zionisten so ein Eingeständnis ihre dämliche Vorstellung rassischer Überlegenheit zerstören würde. Daher die kategorische Natur des Gedankenverbrechens, wenn man darüber spricht.)

 

Nein, was ich hier vorschlage, ist etwas ganz anderes: In unserem 21. Jahrhundert hat der größte Teil der Terminologie des 20. Jahrhunderts seine Bedeutung verloren. Was ist ein Liberaler (nein, nicht Hillary!)? Was ist ein Kommunist (nein, nicht Obama!)? Was ist ein Christ (nein, nicht der Papst!)? Was ist ein Patriot (nein, ganz gewiss nicht Trump!)? Was ist ein tyrannischer Diktator (nein, nicht Putin!)?

 

Ihr denkt, ich wäre sarkastisch?

 

Dann erklärt mir mal, wie es sein kann, dass ein tollwütiges Takfiri-Regime wie Saudi Arabien Hilfe vom zionistischen Israel bekommt? Oder dass der „demokratische Westen“ den Takfiris in Tschetschenien, in Bosnien, im Kosovo, Libyen und Syrien seine volle Unterstützung gegeben hat? Wie kommt es, dass während des sogenannten „globalen Kriegs gegen den Terror“ (der angeblich offiziell gegen Al Qaeda und deren verschiedene örtliche Ableger geführt wurde, wegen 9/11) die verschiedenen Takfiri-Gruppen immer stärker wurden? Was wir in Wahrheit sehen, ist, dass die USA für so ziemlich jeden Al Qaeda-Typus Training, Finanzierung, Koordination und sogar Unterstützung aus der Luft bereitstellen.

 

Es gibt zwei Phänomene, die diese allmähliche Auflösung der Bedeutungen in die Bedeutungslosigkeit und in abgeschmackte Kategorien erklären: Erstens wurde die korrekte Bedeutung vieler Begriffe von einer dicken Schicht aus ideologischen Imperativen zugedeckt und zweitens schert es die meisten Politiker des 21. Jahrhunderts einen Dreck, was Worte wirklich bedeuten. Das einzige was sie kümmert ist, die Diskussion dergestalt einzurahmen, damit es ihnen leichter fällt, ihre zahlreichen Verbrechen zu verschleiern.

 

Die Wahrheit über die Ukraine ist ganz einfach: Ja, es gibt hartgesottene Nazis in der Ukraine, und ja, sie haben durch ihr quasi-Monopol an Gewalt und durch den totalen Zusammenbruch des Staates eine Menge Einfluss. Es stimmt, diese hartgesottenen Ukronazi-Freaks sind eine relativ kleine Minderheit, aber eine gut organisierte, gut finanzierte Minderheit, die für den Einsatz von Gewalt bestens vorbereitet ist.

 

Es gibt in der Ukraine auch eine Menge Zionisten. Und während sich diese Typen stillschweigend gegenseitig hassen, so hassen (und fürchten) sie Russland viel, viel mehr; so wie Mafiosi gegeneinander kämpfen, aber sich gegen eine gemeinsame Bedrohung verbünden können (sagen wir, gegen einen ehrlichen Polizei-Chef).

 

                Jewish Bandera

 

Ach, und ja, es gibt in der Ukraine auch viele sehr einflussreiche Juden (Kolomoiskii und Selenski sind derzeit die beiden bekanntesten), und sie haben die volle Unterstützung des AngloZionistischen Imperiums und aller zionistischen Interessen im Westen. Und ich glaube, dass die meisten Menschen das voll verstehen. Der wahre Grund für all die Proteste gegen mich, wenn ich Begriffe wie „Ukronazi“ verwende, hat eine ganz andere Ursache.

 

Das Problem ist, dass man jede Menge Ärger bekommt, wenn man darauf hinweist, dass die USA, die angeblich so ein „Land der Freien und Heimat der Tapferen“ sind, auch bekannt als „die unersetzliche Nation“, mit jenen Typen unter einer Decke stecken, die die US Propaganda-Maschine als die Erz-Bösewichte präsentiert: die Nazis natürlich, aber auch die Takfiris. Was die Zionisten betrifft, so wäre es falsch zu sagen, dass die USA mit ihnen „unter einer Decke stecken“. Nein, es ist viel schlimmer: der viel gescholtene und verunglimpfte Begriff ZOG (wie in „Zionist Occupation Government“) ist viel akkurater, aber er verletzt jene, die sich lieber für die „Herrscher der Welt“ halten anstatt für die stummen Sklaven eines ausländischen Besatzungsregimes!

 

US-Amerikaner lieben es, sich auf die Brust zu klopfen, während sie Mantra-artig irgendeinen Unsinn singen wie „USA is number 1!“ und sie werden echt wütend,wenn man ihnen sagt, dass „die Party vorbei ist“, wie ich in diesem Artikel https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/das-letzte-westliche-imperium-01-08-2019/

 

so beschrieben habe:

 

Sowohl die US-Amerikaner als auch die Europäer werden sich, zum ersten Mal in ihrer Geschichte, wie zivilisierte Menschen benehmen müssen. Was bedeutet, dass ihr traditionelles „Entwicklungsmodell“ (den gesamten Planeten zu verwüsten und jeden bis aufs Unterhemd auszuplündern) durch ein Modell ersetzt wird, in dem diese US-Amerikaner und Europäer wie jeder andere arbeiten müssen, um Reichtum anzuhäufen.

 

Und zufällig hat Paul Craig Roberts kürzlich einen Artikel mit der Titel „Der amerikanische Kapitalismus basiert auf Plünderung“ verfasst. https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/pcr-pluenderung-19-08-2019/

 

Darin beschreibt er, dass die US-Außenpolitik im Grunde vom Zwang nach Plünderung getrieben wird, und wenn dieser Zwang nicht im Ausland realisiert werden kann, dann wird das zuhause umgesetzt (Ich frage mich, ob er da nicht als anti-amerikanisch oder gar als „Kommunist“ beschuldigt werden wird?) Es ist ziemlich verblüffend, einen Ur-Konservativen wie Paul Craig Roberts zu erleben, wie der im Grunde Lenin mit dessen Äußerung interpretiert, dass „der Imperialismus die höchste Stufe des Kapitalismus ist“ (eine historische Binsenwahrheit, die das westliche Propagandasystem mit allen Mitteln vergraben, verwischen und lächerlich machen will, und dergleichen).

 

So etwas zu schreiben führt typischerweise zu einer Breitseite aus persönlichen Beleidigungen, was an sich schon viel aussagt (für gewöhnlich von den 2 oder 3 gleichen Leuten, vielleicht werden einige von ihnen dafür bezahlt). Es gibt ein russisches Sprichwort: „Der Hut auf dem Kopf des Diebes brennt“ (eine Erklärung für diesen sonderbaren Ausdruck gibt es hier: https://translate.google.com/translate?hl=&sl=ru&tl=de&u=https%3A%2F%2Fpremudrosty.ru%2Fna-vore-shapka-gorit.html&sandbox=1 )

 

Und genau das geschieht hier: Jene Leute, die am lautesten protestieren, sind immer jene, die am wenigsten dazu bereit sind, mit der globalen Plünderung aufzuhören, mit ihrer messianischen Arroganz und mit ihrer imperialen Überheblichkeit, in der sie aufgewachsen sind. Es ist ist nicht nur ihr Lebensstil, der von solchen Worten bedroht wird, sondern ihre Identität. Daher ihre sehr echte und sehr große Wut, die sie verspüren.

 

Und schließlich sind da all die Nazi-Sympathisanten, die Juden durch und durch hassen und für die jede Erwähnung einer Zusammenarbeit zwischen Nazis und Zionisten ebenso ein Gedankenverbrechen ist wie für einen zionistischen Juden das Eingeständnis, dass sie in der Vergangenheit oft mit hartgesottenen Nazis kollaboriert haben.

 

Wenn wir jedoch die ideologischen Fesseln beiseite legen, so erkennen wir sofort, dass diese Art von Ideologie der rassischen Überlegenheit, für die die Nazis bekannt sind, sich auch in der judäischen (religiösen) und der zionistischen (weltlichen) Ideologie wiederfindet. In der Tat sind sowohl der Nationalsozialismus als auch der Zionismus nur zwei von vielen Arten des europäischen Nationalismus, der seine Wurzeln in den ideologischen Kategorien des 19. Jahrhunderts hat.

 

Versuchen wir einen anderen Ansatz: Was haben ukrainische „Dobrobats“, Al Qaeda Streitkräfte in Syrien, KLA-Einheiten im Kosovo und israelische Siedler in Palästina gemeinsam? Richtig! Sie sind vor allem und zuvorderst „Gangster“, die sich alle über die Schwachen und Wehrlosen hermachen. In anderen Worten: Sie sind das perfekte Werkzeug, um Zivilisten zur Kapitulation zu zwingen und irgendeine Fremdherrschaft zu akzeptieren. Diese Fremdherrschaft ist in jedem Fall natürlich die des AngloZionistischen Imperiums. Das wiederum bedeutet, dass ihre offiziellen Ideologien nahezu bedeutungslos sind, denn in Wahrheit sind sie alle Sklaven des Imperiums (ob sie es verstehen oder nicht).

 

Erste Schlussfolgerung: Es ist alles eine große Lüge!

 

Ja, es ist eine große Lüge. Alles. Und so haben wir es mit einem israelischen Premierminister zu tun, der nach allen Kriterien nicht nur ein Faschist ist, sondern auch ein Nazi, wenn wir verdeutlichen können, dass seine Sorte von Nazismus ein jüdischer ist und kein germanischer. Und es ist nicht nur Bibi Netanyahu, dem es nichts ausmacht, sich mit Ukronazis abzugeben, sondern auch der Oberrabbiner in der Ukraine (hier Details dazu:

https://www.jta.org/2019/08/26/global/rabbi-helps-dedicate-a-memorial-to-ukrainian-group-that-collaborated-with-the-nazis/amp  )

 

Was die besagten Ukronazis betrifft: Sie wollen jetzt hartnäckig verleugnen, dass Bandera und seine Bande im 2. Weltkrieg Juden ermordet haben. Was Selenski betrifft: Er ist mit ziemlicher Sicherheit kein Nazi, aber er hat sich bereits der Ukronazi-Ideologie gebeugt (d.h., einer Form des Nazismus, die die eher traditionellen germanischen Mythen über die arisch-germanische „Rasse“ durch die Mythen über „antike Ukrs“ ersetzt). Dann ist da noch Kolomoiskii, der einfach ein typischer jüdischer Mobster ist, der überhaupt keine persönliche Ideologie irgendwelcher Art besitzt und der keine Liebe für die hartgesottenen Ukronazis empfindet. Aber er geht sehr vorsichtig dabei vor, wie man sie von der Macht vertreiben kann, er will nicht nochmal enteignet werden. (Anm.d.Ü.: Kolomoiskii war größter Aktionär der PrivatBank, die 2016 verstaatlicht wurde.) Und über all dem haben wir die Führer des Imperiums, die ideologische Kategorien als Beleidigungen verwenden, aber sich einen Dreck darum scheren, wen sie unterstützen, solange es gegen Russland geht.

 

Angesichts dieses Hintergrunds stellt sich diese einfache Frage: Spielen diese Worte überhaupt eine Rolle? Haben diese Begriffe überhaupt eine Bedeutung?

 

Zweite Schlussfolgerung: Ja, Worte spielen immer noch eine Rolle!

 

Ich glaube, dass sie das tun, und zwar sehr! Genau das ist der Grund, warum die alteingesessenen privaten Ziomedien und jene, denen von ihnen das Gehirn gewaschen wurde, so ausflippen, wenn sie Begriffe wie „AngloZionist“, „Ukronazi“ oder sogar das ziemlich sittsame „Israel Lobby“ lesen. Wenn jemand mit einem machtvollen und korrekten Begriff wie etwa „ZOG“ kommt – dann dreht die Propagandamaschine sofort durch und zerreißt jeden Autor und Artikel in der Luft, der ihn gebraucht. Eigentlich gibt es mindestens zwei Arten von Möchtegern-Wortzensoren:

 

TYP EINS: Das echte Ding. Das sind die ernsten Leute (sei es die Nazi- oder die zionistische Überzeugung), die echt empört und beleidigt sind, dass so geheiligte Worte wie Nazi/Zionist (nimm eines) mit so einer „Abscheulichkeit“ wie Nazi/Zionist (nimm das andere) kombiniert werden. Das sind die Drittes Reich-Nostalgiker, die Verteidiger des „weißen christlichen Westens“ und der ganze Rest von diesen Neonazis.

 

TYP ZWEI: Die bezahlten Trolle. Das sind die Leute, deren Aufgabe es ist, die wahren Themen zu verdunkeln und sie unter einem Berg aus hohlem ideologischen Unsinn zu begraben; am besten funktioniert das, wenn man jede Diskussion vom Originalthema ablenkt und entweder mit einer Breitseite aus persönlichen Beleidigungen oder ideologischen Klischees aufs Abstellgleis führt.

 

Im Ernst, wir haben es heute mit einem neuen Zeitalter der Zensur zu tun, in dem Regierung und Konzerne Hand in Hand arbeiten, um alle jene zu vernichten (auszusperren, zu zensieren, zu demonetarisieren, algorithmisch zu säubern und sonstwie zum Schweigen zu bringen), die die offizielle Ideologie und ihre vielen Narrative anzweifeln. Es wäre äußerst naiv anzunehmen, das die sogenannten „Alternativen Medien“ und die Blogosphäre von den Bemühungen verschont würden, ideologische Ketzereien zum Schweigen zu bringen.

 

Wenn dies selbsternannten Vollstrecker der politisch korrekten Meinungen das nächste Mal hervorkommen, dann versucht dieses Experiment: Wenn ihr deren Kommentare lest, dann schaut nicht nur auf das was sie schreiben, sondern versucht zu erraten, warum sie schreiben was sie schreiben und gebt ihren Kommentaren ein geistiges T1 oder T2, und ihr werdet bald erkennen, dass sie einem sorgfältigen Muster folgen :-)

 

Der Saker


 

http://charleshughsmith.blogspot.com/2019/08/the-fantasy-of-central-bank-growth-is.html

 

Das Märchen vom Zentralbank-“Wachstum“ bricht endlich zusammen

 

von Charles Hugh Smith, 27.08.2019

 

Nachdem sie die Disziplin kaputt gemacht haben, kommen die Zentralbanken nicht mehr aus jener Ecke heraus, in die sie uns manövriert haben.

 

Es war so ein wunderbares Märchen: Man gibt einer Handvoll Banker, Finanziers und Konzernen zu fast Nullzinsen Billionen von Dollar, und diese Schwemme aus Kredit und Bargeld für die Spitze der Reichtums- und Machtpyramide würde wundersamerweise eine neue Runde an Investitionen in die Produktivität erhöhende Infrastruktur und Ausrüstung generieren, die in Form von höheren Löhnen zu den Massen hinabtröpfeln und es den Massen ermöglichen würde, mehr für den Konsum zu borgen und auszugeben – ein Nirwana der modernen Ökonomie: eine sich selbsterhaltende, sich selbst verstärkende Ausweitung des Wachstums.

 

Aber leider gibt es keine sich selbst erhaltende, sich selbst verstärkende Ausweitung des Wachstums; es gibt nur massive, zunehmend zerbrechliche Vermögensblasen, stagnierende Löhne und ein Neues Vergoldetes Zeitalter, da die Handvoll Banker, Finanziers und Konzerne, denen man unbegrenzt nahezu kostenloses Geld gegeben hat, sich selbst auf Kosten aller anderer bereichert haben.

 

Die nahe Null liegenden Zinsen und die Billionen an neuen Krediten haben die Disziplin und die Preisfindung zerstört, das Fundament jeder Wirtschaft, sei sie kapitalistisch oder sozialistisch.

 

Wenn die Schuldenaufnahme nahezu kostenlos in unbegrenztem Umfang möglich ist, dann gibt es keinen Grund für Disziplin, und daher kostet ein Jahr an einer Uni statt $10.000 jetzt $50.000, ein Haus, das $200.000 kosten sollte, kostet jetzt eine Million und eine Brücke, die $100 Millionen kosten sollte, kostet jetzt $500 Millionen. Niemand kann sich noch irgend etwas leisten, denn die Antwort im Zeitalter des Zentralbank-“Wachstums“ lautet: Leih' dir einfach noch mehr, es wird dich nicht viel kosten, denn die Zinsen sind so niedrig.

 

Und da das Kapital (d.h., die gesparten Einkommen) dank des ZIRP und NIRP (die Null- oder Negativzinspolitik) der Zentralbanken praktisch keine Rendite erwirtschaftet, wandern die ganzen Kredite in spekulative Vermögenswerte und pumpen nie dagewesene Vermögensblasen auf, die das Finanzsystem zerstören werden wenn sie schließlich platzen, so wie alle Vermögensblasen es irgendwann tun.

 

Niemand weiß mehr, was in dieser Funny-Money-Zeit der Zentralbanken der Preis der Dinge ist. Und da das Kapital nahezu nichts einbringt, ist der einzige Weg, Rendite zu erzielen, dem irren Taumel nach noch riskanteren Anlagen zu folgen und der Plan ist, am Höhepunkt an einen noch größeren Trottel zu verkaufen. Eine Strategie, die Wenige beherrschen, da es den Verkauf in einer Kursrally verlangt, die scheinbar zu den Sternen emporstreben will.

 

Und nachdem die Disziplin zerstört ist – warum knausern und sparen, wenn man sich stets etwas borgen kann um zu kaufen oder zu investieren? – kommen die Zentralbanken nicht mehr aus jener Ecke heraus, in die sie uns manövriert haben. Wenn sie die Zinssätze auf jenen historischen Durchschnitt „normalisieren“ (3% über der realen Inflation), dann werden all die Zombie-Firmen und Haushalte bankrott gehen, die nur überleben, weil die Zinsen so niedrig sind. Und das wird den „Reichtum“ all der Anleihen auslöschen, die nicht mehr bedient werden können.

 

Normalisierte“ Zinsen würden auch die globale Immobilienblase platzen lassen, eine Implosion, die Billionen an Verlusten auslösen würde, indem sie den gepriesenen Vermögenseffekt in die Erkenntnis umwandeln würde, dass wir alle ärmer werden, nicht reicher, und der riskante Berg an Hypothekenschulden würde zusammenbrechen, der weltweit mit absurd überbewerteten Immobilien aufgeschichtet wurde.

 

Im Endeffekt haben die Zentralbanken dem „Geld“ eine Null hinzugefügt und vorausgesagt, dass diese Trickserei zehn Mal mehr von allem erzeugen würde: Zehn Mal so viele produktive Investitionen, zehn Mal so viel Konsum, zehn Mal so viele Menschen, die sich zehn Mal so viel Geld borgen und so weiter.

 

Aber die Trickserei ist gescheitert, und alles was wir haben, sind $200.000-Häuser, die eine Million Dollar kosten, ein Jahr auf der Uni, das statt $10.000 nun $50.000 kostet und so weiter. Nachdem sie die Disziplin und die Preisfindung zerstört haben, versuchten die Zentralbanken, die Realität durch Fantasie zu ersetzen, und diese absurde Fantasie bricht jetzt zusammen. Das Finanzsystem und die reale Wirtschaft wurden beide durch diese Fantasie destabilisiert, und beide sind nun so zerbrechlich wie es wenige verstehen.

 

Die einzige „Politik“, die Zentralbanken haben, ist, noch mehr Kredite zu Negativzinsen herauszugeben. Das bedeutet: Noch mehr von dem zu tun, was spektakulär gescheitert ist, bis diese ganze klapprige Travestie einer höhnischen Täuschung zusammenbricht.

 

                         Schuldverschreibungen, Anleihen und Verbindlichkeiten, alle Sektoren

 

                                          Glaubt irgend jemand, dass so etwas eine Zukunft hat?

 

Dieser Zusammenbruch spielt sich gegenwärtig in Zeitlupe ab, aber angesichts der zunehmenden Instabilität der Vermögensblasen könnte es sich jederzeit beschleunigen.


 

https://www.paulcraigroberts.org/2019/08/28/in-america-emotion-rules-reason/

 

In Amerika geht Emotion vor Vernunft

 

von Paul Craig Roberts, 28.08.2019

 

 

Seit vielen Jahren beobachte und kommentiere ich von Zeit zu Zeit den Anstieg des amerikanischen Narzissmus und den Rückgang der kognitiven Fähigkeiten. Der amerikanische Narzissmus hat eine emotionale Färbung. Völlig ignorante Amerikaner haben kein Problem damit zu glauben, dass sie mehr wissen als Experten, über die sie sich lustig machen, und zeigen gleichzeitig, dass sie überhaupt nicht verstehen, was der Experte geschrieben hat.

 

Emotionale Reaktionen verdrängen allmählich die fakten- und evidenzbasierte Vernunft. Die Wahrheit verliert ihre Verbindung zur Objektivität und wird zu einer Agenda. Wenn es der Agenda dient – und die Agenden basieren zunehmend auf Emotionen – dann ist es die Wahrheit. Viele können den Inhalt dessen, was sie lesen, nicht mehr nachvollziehen. Worte werden zum roten Tuch eines Stierkämpfers. Sie lösen Emotionen aus, keine Gedanken. Abhängig davon, wie Menschen durch ihre Bildung, Indoktrination und Wertvermittlung programmiert wurden, haben sie emotionale Reaktionen. Eine Konsequenz ist, dass die Diskussion durch Denunziation ersetzt wird.

 

Doch selbst ich war fassungslos über die unverzügliche und umfassende Verteufelung von Trump und jenen Amerikanern, die ihn gewählt haben, als "rassistische weiße Suprematisten"; durch die Gesamtheit der US-Medien, die Demokratischen Partei und die amerikanischen liberal-progressiven Linken. Der Katalysator für den Beginn der Hassrede gegen die amerikanische weiße Bevölkerung war eine Massenschießerei in El Paso. Da der Schütze Einwanderer erschossen hatte, wurden Trump und diejenigen beschuldigt, die ihn gewählt hatten, weil Trumps Versuch, die US-Grenzen in Übereinstimmung mit dem US-Recht zu kontrollieren, was seine Pflicht ist, den Schützen angeblich inspiriert habe, obwohl der Schütze in seinem Manifest erklärte, dass Trump nichts damit zu tun habe.

 

Ich war erstaunt, wie vorbereitet diejenigen waren, die das Narrativ kontrollieren, um Trump und der amerikanischen Wählerschaft die Schuld für eine Schießerei zu geben. Es erinnerte mich daran, wie vorbereitet die Deutschen in den 1930er Jahren auf die Angriffe der Nationalsozialisten auf Juden waren, wegen der jüdischen finanziellen und wirtschaftlichen Kontrolle, ob real oder angeblich. Eine lange Zeit der Dämonisierung der Juden endete mit Massakern.

 

Da frage ich mich, wie die Zukunft der weißen Amerikaner und Europäer auf lange Sicht aussehen würde, wenn sie ständig verteufelt würden, da sie als Prozentsatz der Bevölkerung schrumpfen. Wenn die Menschen so machtlos sind, dass sie ihre Länder verlieren, wie können sie dann ihr Leben erhalten?

 

Da frage ich mich auch, wie es sein kann, dass es weiße Menschen sind, denen vorgeworfen wird, nicht-weiße Menschen zu hassen, während sich die gewaltsamsten Hassgefühle gegen weiße Menschen richten.

 

Ich bin mir keiner Ausdrucksformen von Hass auf Hispanoamerikaner, Schwarze oder muslimische Einwanderer durch Weiße bewusst, die den Ausdrucksformen von Hass auf Weiße gleichkommen, und das wird oft von sich selbst hassenden Weißen zum Ausdruck gebracht.

 

In einem kürzlich erschienenen Artikel habe ich einige Beispiele für gewalttätige Ausdrücke gegen Weiße genannt. Ein Professor in Massachusetts sagte: "Wenn du ein weißer Mann bist, verdienst du es nicht zu leben. Du bist ein Krebsgeschwür, du bist eine Krankheit, weiße Männer haben noch nie etwas Positives zur Welt beigetragen! Sie morden, nutzen nur Nicht-Weiße aus und unterdrücken sie!" Berichten zufolge erhielt der Professor stehende Ovationen von seiner Klasse.

 

Ein Professor an der University of California sagte: "Der Präsident ist ein weißer nationalistischer Terrorführer. Seine Anhänger – alle von ihnen – sind per Definition weiße nationalistische Terroranhänger. Der MAGA-Hut ist eine KKK-Haube. Und diese böse, rassistische Plage muss aus der Gesellschaft verschwinden." Er hat das auf Twitter veröffentlicht und wurde nicht gesperrt.

 

In meinem letzten Artikel fragte ich, wie es dazu kam, dass weiße Amerikaner für das Schüren von Rassenhass verantwortlich gemacht werden, wenn so viel Rassenhass gegen weiße Amerikaner gerichtet ist. Wer kann sich das Schicksal eines weißen Amerikaners vorstellen, der sagen würde: "Wenn du ein schwarzer, hispanischer oder jüdischer Mann bist, verdienst du es nicht zu leben" oder ALLE Schwarzen, Hispanos, Juden, Muslime "müssen aus der Gesellschaft ausgerottet werden"?

 

Das sind berechtigte Fragen. Weiße Menschen sind diejenigen, gegen die sich die gewalttätige Sprache richtet, aber irgendwie werden diejenigen, die verteufelt werden, als diejenigen bezeichnet, die Hass predigen.

 

Kennt ihr irgendwelche weißen Universitätsprofessoren in Massachusetts und Kalifornien, das heißt von Küste zu Küste, die Hass gegen Schwarze, Lateinamerikaner, Juden und Muslime predigen? Ich auch nicht.

 

Die weißen Bevölkerungsgruppen in der westlichen Welt nehmen dank ihrer dummerweise gewählten Führung als Prozentsatz der Bevölkerung in ihren eigenen ethnischen Ländern ab. Frankreich wird früher oder später nicht mehr französisch sein. Britannien wird nicht mehr britisch sein. Skandinavien wird nicht mehr skandinavisch sein, und so weiter. So viel zur Erhaltung der Vielfalt. Was passiert mit einem dämonisierten Volk, wenn es eine Minderheit wird? Dies ist eine berechtigte Frage, vor allem, wenn man an den Holocaust glaubt.

 

Nach Angaben von Historikern gab es viele Völkermorde an einer großen Anzahl von Menschen. In meinem Artikel wurden einige davon aufgelistet. Einige von denen, die ausgerottet wurden, waren erobernde Kriegervölker, nicht Menschen, die sich freiwillig ihrer Vernichtung unterwarfen. Wenn wir Historikern glauben können, dann wurden Karthager, Vandalen und Goten vernichtet.

 

In der westlichen Welt, wo emotionalisierte Menschen denkende Menschen ersetzt haben, was soll da verhindern, dass ein dämonisiertes Volk ausgerottet wird? Dies ist eine berechtigte Frage.

 

Karl Marx sagte, dass es keinen guten Willen gibt, nur Klasseninteressen. Die Wahrheit ist das, was dem Klasseninteresse dient. Da es keinen guten Willen zwischen den Klassen gibt, ist allein die Gewalt der Vermittler. Lenin sagte dasselbe und er und Stalin praktizierten diese Lehre ebenso wie Mao und Pol Pot. Die daraus resultierenden Todesfälle waren enorm.

 

Heute haben wir immer noch den Marxismus, nur sind Rassen- und Geschlechterinteressen an die Stelle der Klasseninteressen getreten. Es scheint oft, dass der Rassenhass gegen Weiße und der Geschlechterhass radikaler Feministinnen gegen heterosexuelle Weiße den Klassenhass gegen die Bourgeoisie übertreffen. Wie soll die gleiche Konsequenz vermieden werden?

 

Alle meine ehrlichen Fragen wurden von David William Pear falsch interpretiert, der auf OpEdNews schreibt, dass ich, wenn ich nicht selbst ein Rechstextremer und Rassist bin, ich doch ihre Paranoia fördere, indem ich die gegen sie verwendete Hassrede zitiere. Da Social Media weit verbreitet sind, bezweifle ich sehr, dass die Menschen die von mir zitierten Aussagen nicht kannten.

 

Es fällt Pear nicht ein, zu erklären, warum ich es sein soll, der die Äußerungen zitiert, die die weiße Paranoia nähren, und nicht diejenigen, die diese Äußerungen getan haben. Ja, warum ist es nicht Pears eigener Hass auf Weiße und seine Verteufelung von ihnen, die ihre Paranoia fördern? Pear verwendet Begriffe wie "weißer Nationalist" und "weiße Rassisten (Suprematisten)", die erfunden wurden, um weiße Menschen zu verunglimpfen und zu verteufeln. Es dürfen keine vergleichbaren Wörter verwendet werden, um sich auf Schwarze, Latinos oder Juden zu beziehen.

 

Pears Artikel ist unlogisch, und er ist schuldig an allem, was er mir vorwirft. Und natürlich stellt er mich falsch dar, wann immer es seinem Zweck passt.

 

Pear schreibt: "Weiße Rassisten nehmen isolierte Ereignisse, nehmen Punkte, die sich nicht verbinden, und blasen sie zu einer massiven Verschwörung gegen weiße Menschen auf." Genau das aber tut Pear und all jene, die das einmalige Ereignis der El-Paso-Schießerei nutzen, um Trump und seine Anhänger zu beschuldigen, die "aus der Gesellschaft ausgerottet werden müssen". Aber erwartet nicht, dass Pear das merkt. Er ist zu sehr damit beschäftigt zu emotionalisieren.

 

Pear sagt, dass ich es sei, und nicht er und diejenigen, die Trump und die Weißen angreifen, die "ein paar sensationelle Nachrichten als Kampagne gegen Weiße aufblähen". Das ist es, was Pear und die liberal/progressive/linke Seite gegen Trump und die Weißen mit dem El Paso Shooting tun. Sie haben jene Amerikaner, die Trump gewählt haben, als weiße Rassisten denunziert, die "ausgerottet" werden müssen.

 

 Es wäre leicht für mich, Pear's Artikel in Stücke zu reißen und ihn zum Narren zu machen, aber er ist die Mühe nicht wert. Sein Artikel hat aber einen Wert. Er zeigt den programmierten Hass auf weiße Menschen und den Gebrauch von Hasstiraden gegen sie. Dies ist in der amerikanischen Kultur weit verbreitet. Das hat den sozialen Zusammenhalt zerstört. Identitätspolitik ist die herrschende Ideologie der Liberalen/Progressiven/Linken und der Medien – insbesondere der NY Times und der Demokratischen Partei. Die Identitätspolitik identifiziert weiße Amerikaner als die bösen rassistischen Ausbeuter, die alle anderen schikanieren – Schwarze, Lateinamerikaner, Muslime, Transgender, Homosexuelle. Wenn du ein weißer Mensch bist, "verdienst du es nicht zu leben."

 

Wenn du ein weißer Mensch bist, versuche mal zu schreiben, dass Schwarze, Juden und Hispanoamerikaner es nicht verdienen zu leben, und du wirst sehr schnell herausfinden, dass du nicht „überlegen“ bist.

 

Wie Russia Gate, Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen, iranische Atombomben, die russische Invasion in der Ukraine, Golf von Tonkin, 9/11 und so weiter, leben wir in einer orchestrierten Welt mit kontrollierten Erklärungen, die darauf abzielen, dass wir uns an die herrschende Agenda halten.

 

Amerika, ja ganz Europa, lebt in der Matrix. Ich werde es leid, zu versuchen, euch aus den kontrollierten Erklärungen herauszuholen, die euren Geist kontrollieren. Ich bin kein Morpheus, und ich kann Neo nicht finden. Soweit ich das beurteilen kann, ist die westliche Welt verloren. Anstelle von Verständnis haben wir nun unausgegorene Emotionen, die die Zionisten "Selbsthass" nennen. Wie kann eine Kultur überleben, die sich selbst hasst, ein Hass, der durch das 1619-Projekt der New York Times verstärkt wird?

(Anm.d.Ü.: The 1619 Project: https://en.wikipedia.org/wiki/The_1619_Project )

 

Hier ist Pears Anklage gegen mich und die Weißen:

https://www.opednews.com/articles/Reply-to-Paul-Craig-Robert-by-David-William-Pear-Culture_Discrimination_Fascist_Genocide-190826-566.html

 


http://thesaker.is/the-saker-interviews-max-van-der-werff-about-the-mh-17-conspiracy/

 

Der Saker interviewt Max van der Werff

zur MH-17-Verschwörung

 

28.08.2019

 

 

Einleitung: MH17 ist für Novorossia das, was Markale für Bosnien war und Racak für das Kosovo: eine typische False Flag Operation mit zwei Zielen: Erstens natürlich, um eine militärische Aggression zu rechtfertigen und zweitens, jeden zu zwingen, dass er sich für eine von zwei Optionen entscheidet: entweder so zu tun als glaube man dem offiziellen Narrativ, oder man wird verleumdet und diskreditiert. Aus dieser Sicht war die MH17 False Flag ein voller Erfolg, hauptsächlich durch die extrem erfolgreiche Lobotomie, die die alten Ziomedien der öffentlichen westlichen Meinung verpasst haben (meiner Meinung nach ist das Skripal-Märchen noch lächerlicher als das MH17-Märchen, aber auch das wurde von den meisten westlichen „Experten“ mit Stumpf und Stiel gefressen). Aber wir leben schließlich in einer Welt nach 9/11, wo weder Fakten noch Logik irgendwelche Bedeutung haben, außer für eine ziemlich kleine Anzahl von Menschen, darunter Max van der Werff, der sich als einer der zähesten und mutigsten Investigativ-Journalisten herausgestellt hat. Ich bin ihm sehr dankbar für seine Zeit und seine Antworten!

 

Der Saker

 

(Anm.d.Ü.:

 Zu Markale/Bosnien („Die erste umfänglich erfolgreiche False Flag – das Massaker von Markale“) siehe: https://mightynose.wordpress.com/2018/02/05/the-first-fully-successful-false-flag-operation-the-markale-massacre/

 

Zu Racak/Kosovo („Das Massaker von Racak – ein Angriff unter falscher Flagge und eine Hegelsche Dialektik“) siehe: https://ajitvadakayil.blogspot.com/2017/05/massacre-genocide-at-racak-false-flag.html )

 

*

 

Der Saker: Zuerst eine Frage über dich: Wie und warum kamst du zu dem Thema MH17? Was hast du gemacht, bevor du in dieses Thema eingetaucht bist?

 

Max van der Werff: In dem Moment, als die Nachrichten über den Abschuss der malaysischen Boeing am 17. Juli 2014 herauskamen, da habe ich sofort erkannt, dass dies Tragödie langfristige geopolitische Folgen haben würde. Und es hat mich getroffen, dass die meisten Passagiere Bürger meines Landes, der Niederlande, waren.

 

Seit meiner Kindheit hatte ich ein Interesse an Geopolitik und Geschichte. Die Tatsache, dass mein Vater ein Einwanderer aus Indonesien war, hat sicher dazu beigetragen, dass ich schon als Kind viel über die holländische Kolonialgeschichte gelesen habe. Nachdem Japan kapituliert hatte und der Zweite Weltkrieg zu Ende war, wurden 150.000 holländische Truppen in die alte Kolonie geschickt, um die Pax Hollandia wiederherzustellen, und das Hauptmotiv war, sobald wie möglich die Ausbeutung des „wingewest“ (Profit-Gebiet) wieder aufzunehmen. Die holländische Elite war der Auffassung, dass die japanische Herrschaft über Niederländisch-Indien nur eine kurze Unterbrechung wäre und dass die holländische koloniale Herrschaft für weitere Generationen wieder eingesetzt würde. Diese fatal falsche Wahrnehmung der Realität führte zum Indonesischen Unabhängigkeitskrieg, der von 1945 bis 1949 dauerte und hunderttausende Opfer forderte.

 

Vor der MH17-Untersuchung habe ich viel Zeit in den Archiven und in Indonesien verbracht und nach Beweisen für holländische Kriegsverbrechen gesucht. Es gibt eine Doku über meine Arbeit: https://vimeo.com/288088492

 

Der Saker: Nun, kommen wir gleich zur Kernfrage: nachdem du das Thema MH17 untersucht und analysiert hast, zu welcher Schlussfolgerung kommst du?

Was glaubst du, ist an jenem Tag wirklich geschehen?

 

Max van der Werff: Nachdem ich tausende Stunden in diesem Fall geforscht habe und mehr als einmal vom offiziellen Joint Investigation Team interviewt wurde, mag meine Antwort auf deine Kernfrage für einige enttäuschend sein: Ich weiß nicht, was geschehen ist.

 

Ich will das erläutern. Je nach politischer Neigung haben jede Menge „Experten“ behauptet, sie wüssten mit Sicherheit was passiert ist. Das eine Lager ist sich sicher, dass es eine False Flag war, ausgeführt von der Ukraine. Das gegnerische Lager ist sich sicher, dass Russland verantwortlich ist. Es gibt viele Variationen dazu, wer mitschuldig ist. In den Sozialen Medien sieht man Vorwürfe, die Ukraine sei nur ein Statthalter für die CIA oder den Mossad. Auf der anderen Seite heißt es, dass Russland die Waffen und Rebellen zur Verfügung gestellt habe, die den Airliner vom Himmel geholt hätten.

 

Dann gibt es jene exotischeren Behauptungen, MH17 wäre von einer Drohne abgeschossen worden, von einer modernisierten georgischen SU-25 oder von israelischen Pytho-5 Raketen, die aus der Luft oder vom Boden aus abgefeuert wurden.

 

Ich habe keine glaubhaften Beweise gefunden, die eine dieser Theorien unterstützen würden. Das gilt insbesondere für die offizielle Version. Zu viel Dinge passen einfach nicht zueinander. Ich habe viel über die fragwürdigen Beweise geschrieben, die die offiziellen Ermittler bisher der Öffentlichkeit präsentiert haben, und ich bin einer der Produzenten einer Dokumentation, die auf YouTube bereits mehr als 200.000 Zuschauer hat:

 

Der Saker: Ich habe meine persönliche Einschätzung bereits abgegeben (hier: https://thesaker.is/mh-17-one-year-later/ ), wo ich schrieb, das meiner Meinung nach die Ukronazis das Radar einer Buk benutzt haben, um eine Su-25 in die Nähe von MH-17 zu führen und die SU-25 dann eine R-60 IR-Rakete abfeuerte, die eines der Triebwerke traf, was dazu führte, dass die Boeing eine scharfe Kurve flog und an Höhe verlor – die Su-25 konnte daraufhin die Boeing leicht einholen und mit seiner 30mm Gryazev-Shipunov Gsh-30-2 Bordkanone erledigen (ich haben das in diesem Artikel detailliert erklärt: https://thesaker.is/mh-17-one-year-later/ )

 

Hast du irgendwelche Beweiselemente, die meine Einschätzung untergraben/negieren könnten? Insbesondere, stimmst du zu, wenn alle Seiten jetzt davon ausgehen, dass eine Buk die MH17 getroffen habe?

 

Max van der Werff: Präsident Putin sagte vor kurzem: „Wir haben unsere eigene Version, wir haben sie vorgelegt, leider will uns keiner zuhören. Und solange es keine echten Dialog gibt, werden wir die richtigen Antworten auf diese noch offenen Fragen nicht herausfinden.“

 

Seit fünf Jahren frage ich mich: Was genau ist die offizielle russische Version des Ereignisses?

 

Nach meiner Kenntnis hat die Russische Föderation nie behauptet, die malaysische Boeing wäre von einer Buk abgeschossen worden. Man muss hier präzise sein. Über die Jahre haben russische Medien alle möglichen Versionen über das Geschehen verbreitet. Und eine Version ist abenteuerlicher als die andere.

 

Wie die meisten deiner Leser wissen, hat Almaz Antey, der Hersteller dieses Raketensystems, eine Pressekonferenz abgehalten und ein Live-Experiment mit einer Detonation einer Buk durchgeführt.

 

Während der Pressekonferenz erklärte der Sprecher von Almaz Antey, dass das beobachtete Schadensbild auf der Hülle der Boeing nicht von einer Buk-Rakete stammen könne, die von einem Ort in der Nähe von Snizhne abgefeuert wurde, wie das MH17 Joint Investigation Team (JIT) behauptet wird. Falls eine Buk-Rakete den Schaden verursacht habe, dann muss sie von einem Gebiet südöstlich der Ortschaft Zaroshenskoye abgefeuert worden sein. Man beachte das Wörtchen „Falls“.

 

Was deine Einschätzung einer Su-25 mit einer R-60 IR-Rakete betrifft: Da bekommst du etwas Unterstützung deiner Theorie durch Zahar Omarov, dem Forschungsleiter am Zentralen Forschungsinstitut der Luftwaffe im russischen Verteidigungsministerium:

 

Ich kann sagen, dass unsere Ergebnisse die Schlussfolgerung widerlegen, das Flugzeug sei von einer Rakete des Buk Flugabwehrsystems abgeschossen worden. Am wahrscheinlichsten ist, dass es eine Luft-Luft-Rakete war, mit einem hochexplosiven Sprengkopf mit nicht mehr als 33kg (die Masse des Sprengkopfs einer Buk-Rakete beträgt 70kg).“

 

Omarov hat wiederholt an Treffen der russischen Delegation mit Mitgliedern des Dutch Safety Boards teilgenommen. Hier folgt ein interessanter Ausschnitt über die Erfahrungen während eines dieser Treffen:

 

           -- ZITAT –

 

Bei der ersten Sitzung, an der ich teilnehmen musste, und das war im Februar 2015, berichteten die Niederländer, dass das Flugzeug ihrer Meinung nach von einer Buk-Flugabwehrrakete abgeschossen wurde. Darüber hinaus wurde eine endgültige Modifikation dieser Rakete angegeben, und außerdem wurde sogar das Gebiet, von dem aus sie gestartet wurde, angegeben.

 

Ich will nicht verbergen, dass wir sehr überrascht waren. Schließlich wurden vorher Fragmente des Flugzeugs mit Löchern untersucht, und es gab kein einziges Fragment mit ausgeschnittenen Abschnitten, die auf die Durchführung von Laboruntersuchungen hingewiesen hätten.

 

Ich möchte die Aufmerksamkeit auf einen solchen Dialog lenken, den ich mit einem Experten hatte.

 

Ich habe eine Frage gestellt: "Entschuldigung, haben Sie Kampfschäden an Fragmenten den Flugzeugs untersucht?"

 

Antwort: "Nein. Wir haben nur vor, das zu tun."

 

Frage: "Aber wie haben Sie festgestellt, dass das Flugzeug von einer Buk-Raketenplattform abgeschossen wurde?"

 

Antwort: "Wir haben aus dem Internet erfahren, dass das Flugzeug entweder von einer Bordkanone vom Typ GSh-23, einer R-60-Luftrakete oder einer Buk-Flugabwehrrakete getroffen worden sein könnte. Eines der Stahlstücke, die im Wrack des Flugzeugs gefunden wurden, erinnert unserer Meinung nach etwas an die Form eines "Schmetterlings". Und wir wissen, dass der Sprengkopf einer der Modifikationen der Buk-Rakete schädliche Splitter in Form eines "Schmetterlings" aufweist. Deshalb wurde von den drei Versionen die letzte gewählt."

 

Logik, wie man so schön sagt, ist eisern. Irgendwas erinnert mich an unseren Schulabschluss. Niederländische Experten haben anscheinend eine gute Universitätsausbildung. Für eine solche Arbeit reicht jedoch Bildung allein nicht aus. Natürlich ist Erfahrung notwendig, aber auch das ist nicht das Wichtigste. Es ist notwendig, die Methodik zur Untersuchung solcher Luftfahrtereignisse zu kennen oder im Extremfall zumindest konzeptionell zu verstehen.

  • ZITAT ENDE –

 

Jetzt zurück zu der angeblich verwendeten Luft-Luft-Rakete. Omarov behauptet:

 

Der Gefechtskopf war mit kompakten Splitterelementen von nicht mehr als 4.000 Elementen bestückt. Diese Rakete hat sehr wahrscheinlich einen Matrix-artigen Wärmesuchkopf oder passives Radar. Ich betone, dass die russische Luftwaffe niemals eine Rakete mit ähnlichen Charakteristika in Dienst hatte oder hat.“

 

Der Saker: Russland und Malaysia wurde das Recht zur Teilnahme an der Untersuchung verweigert. Kannst du uns erläutern, wie die rechtlichen Voraussetzungen dafür sind zu entscheiden, welche Länder die Gelegenheit zur Teilnahme erhalten oder nicht? Haben Russland und Malaysia keine rechtlichen Mittel, um die absolut lächerliche Art und Weise anzufechten, wie die offizielle Untersuchung zusammengestellt wurde, und mehr noch, wie diese Kommission ihre Untersuchung durchführt (etwa den Gebrauch von Internetseiten, aber nicht offizielle russische Daten)? Russland ist Mitglied der IATA, Malaysia ebenfalls. Können sie nicht klagen?

 

Max van der Werff: Das ist eine Frage für Rechtsexperten, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Malaysia da ein Argument hätte. Der ICAO Anhang 13 beschreibt detailliert, wie die Zusammenstellung einer Untersuchung einer Flugzeugkatastrophe zu geschehen hat. Ganz sicher muss das Land des Betreibers (in diesem Fall Malaysia) von Anfang an Teil der Untersuchung sein. Und wir wissen alle, dass das nicht der Fall war. Malaysia wurde erst vier Monate nach dem Abschuss von MH17 Mitglied im JIT.

 

Russland könnte argumentieren, dass die Ukraine als möglicher Tatverdächtiger Mitglied der offiziellen Untersuchung ist, und dass als Ausgleich dieser offensichtlichen Anomalie auch die Russische Föderation Mitglied des Untersuchungsteams sein sollte.

 

In Zusammenhang damit hat der Jurist und Experte für internationales Strafrecht, Geert-Jan Knoops geäußert:

 

Nach meiner Ansicht hat das OM (Generalstaatsanwaltschaft) eine falsche Entscheidung getroffen, als man zuerst das JIT-Team mit den Niederlanden und dem Haager Gerichtshof als Standort des Prozesses festlegte, dann den Bericht mit den Verdächtigen präsentierte und dann von Russland erwartet, dass es kooperiert.“

 

und

 

Ich denke, dass Russland kooperativer gewesen wäre, wenn der Prozess in einem neutralen Land und nicht in einem JIT-Land wäre.“

 

Der Saker: Was ist in Russland los? Zuerst weisen sie stark darauf hin, dass irgendein Flugzeug der Ukros MH17 abgeschossen habe, dann erklären sie, dass es eine Buk im Besitz der Ukronazis gewesen sei. Haben sie wirklich ihre Arbeitshypothese geändert und die Su-25 Hypothese zugunsten des (meiner Meinung nach viel weniger glaubwürdigen) Buk-Raketen-Szenarios aufgegeben?

 

Max van der Werff: Das Informationsmanagement der Russischen Föderation ist von sehr geringer Qualität, gelinde gesagt. Russland brauchte vier Tage, um seine Version der Ereignisse darzustellen und behauptete, dass (wahrscheinlich) eine Su-25 auf dem Radar auftauchte, als sie über 5.000 Meter gestiegen war. Russland behauptete ferner, dass es seine Radardaten gelöscht habe, nur um ein paar Tage vor der offiziellen JIT-Pressekonferenz eine Kopie zu finden. Und ein russischer Experte erklärt, dass auf diesen Radardaten kein Kampfjet zu sehen sei. Wir glaubwürdig ist das Ganze und wie kann man erklären, dass auf einem Satz der Radardaten ein Kampfjet sichtbar ist und auf dem anderen nicht?

 

Eine weitere Kritik ist, dass Russland nur reagiert, wenn von den offiziellen Ermittlern neue Anschuldigungen verbreitet werden, aber dass es nie die Initiative ergreift und seine eigene Version der Ereignisse in einfachen, vollständigen und glaubwürdigen Narrativen kommuniziert. Mehr dazu in zwei Radio-Interviews mit Patrick Henningsens 21st Century Wire und Chris Cook auf Gorilla Radio:

 

https://21stcenturywire.com/2019/07/17/interview-max-van-der-werff-discusses-new-mh17-documentary-film/

 

http://www.gorilla-radio.com/2019/07/26/gorilla-radio-chris-cook-max-van-der-werff-july-25th-2019/

 

Der Saker: Derzeit lautet die quasi offizielle Hypothese, dass eine Buk abgefeuert wurde (von irgendjemandem, ganz abgesehen davon, wie?). Trotz der Tatsache, dass eine riesige Rauchwolke zu sehen gewesen sein müsste und trotz der Tatsache, dass so ein Buk-Start ganz gewiss von allen Seiten verfolgt und aufgezeichnet worden wäre. Kommt dir nicht in den Sinn, dass die Buk-Hypothese überhaupt nicht glaubwürdig ist? Um die Frage etwas anders zu stellen: glaubst du, dass das Anzweifeln der Buk-Hypothese noch ein gangbarer Weg ist, oder sollte ich (und ein paar andere) meine Su-25-Hypothese aufgeben und die Buk-Theorie als zweifelsfrei akzeptieren (gar durch ein Übergewicht an Beweisen)?

 

Max van der Werff: Das Narrativ einer Buk-Rakete, die aus von Rebellen besetztem Gebiet angefeuert wurde, war das erste Narrativ, das in den westlichen Medien zirkulierte, und das ist nach fünf Jahren nicht anders und immer noch das dominierende Narrativ. Das ist jetzt auch die offizielle Version des MH17 Joint Investigation Teams.

 

Zu deiner Frage, ob das Anzweifeln der Buk-Hypothese eine gangbare Strategie ist: die Antwort hängt stark davon ab, wer diese Hypothese anzweifelt. Ganz sicher weiß die Russische Föderation viel mehr als sie der Öffentlichkeit mitteilt.

 

Die Tragödie ereignete sich nur 30km von der russischen Grenze entfernt. Es ist für mich unvorstellbar, dass Russland nicht genau weiß, was am 17. Juli 2014 geschah. Welche Fakten und Informationen verbergen sie, sogar fünf Jahre später, und aus welchen Gründen? Wenn nicht eine Buk-Rakete die Mordwaffe war, warum erläutert man das nicht der Welt mit unwiderlegbaren Beweisen?

 

Der Saker: Zum Schluss, Glaubst du, dass irgendwann die ganze Wahrheit über MH17 herauskommen wird und wenn ja, ungefähr wie und wann?

 

Max van der Werff: Sicher wird irgendwann die Wahrheit ans Licht kommen. Ich bin mir jedoch nicht sicher, dass wir lange genug leben werden, um das zu erleben.

 

Der Saker: Vielen Dank für deine Zeit und deine Antworten!

 

 

 

Nachwort vom Saker:

 

Während meiner Jahre als strategischer Aufklärunganalyst konnte ich persönlich erfahren, wie der Luftraum über Europa in Friedenszeiten kontrolliert wurde: Kein einziges Flugzeug konnte starten, ohne sofort von verschiedenen und redundanten Aufklärungsposten der verschiedenen Akteure einschließlich der NATO entdeckt zu werden. Aber auch von deren verschiedenen Mitgliedsstaaten und sogar von einigen neutralen Ländern. Ich kann nur ahnen, welches Ausmaß und welche Konzentration an Geheimdienst- und Aufklärungsmitteln es auf ALLEN Seiten des Konflikts im Donbass gibt. Es gibt nicht den geringsten Zweifel, dass sowohl Russland als auch das Imperium sehr detaillierte Radardaten besitzen, Funkaufzeichnungen und Gott weiß was sonst noch, um ihnen eine allumfassende Sicht über das Geschehen an diesem Tag (und natürlich zuvor und danach) zu liefern. Das bringt mich zu drei verschiedenen Fragen:

 

1. Warum veröffentlichen die Russen nicht der Welt die ganzen und unwiderlegbaren Beweise dafür, was an diesem Tag geschah? Ich könnte verstehen, warum die Russen über 9/11 schweigen, aber in diesem Fall verstehe ich es überhaupt nicht!

 

2. Wie rechtfertigen die verschiedenen NATO-Staaten, dass sie der allgemeinen Öffentlichkeit nicht das ganze Bild über das Geschehen an jenem Tag zeigen? Hat ihnen niemand diese Frage gestellt?

 

3. Wie kommt es, dass Journalisten mit jeder Menge Kontakten (etwa ein Seymour Hersh oder ein Robert Fisk) nicht eine EINZIGE (selbst anonyme) Quelle bekommen, die ihnen das ganze Bild liefert? Es muss HUNDERTE Menschen in den amerikanischen und europäischen Geheimdiensten geben, die genau wissen, was geschehen ist, und die meisten von denen sind wahrscheinlich keine Freunde des Ukronazi-Regimes in Kiew. Warum diese tosende Stille?

 

Ich denke, dass MH-17 so enden wird wie die Kennedy-Ermordung oder wie 9/11: Jeder wird wissen, dass die offizielle Version totaler Quatsch ist, jeder wird seine/ihre Version darüber haben, was wirklich geschehen ist, und wir werden es wahrscheinlich nie sicher wissen.

 

Außer einer von den Hunderten von Menschen, die wirklich die Wahrheit kennen, tritt hervor.


https://libertyblitzkrieg.com/2019/08/26/insiders-dont-criticize-other-insiders/

 

Insider kritisieren keine anderen Insider

 

von Michael Krieger, 26.08.2019

 

 

Nachdem Präsident Obama aus dem Amt ausgeschieden war, hat er viel Kritik auf sich gezogen – unter anderem von den Senatoren Bernie Sanders und Elizabeth Warren – weil er von der Wall Street Investmentfirma Cantor Fitzgerald 400.000 Dollar für eine Rede angenommen hat. Der Vorgang wurde, da er nur wenige Monate nach seinem Abschied erfolgte, als typisch für die kuschelige Beziehung zwischen dem Finanzsektor und den politischen Eliten angesehen.

 

Aber während die Kritiker des Präsidenten sich über diese Entscheidung aufgeregt haben, so haben viele von ihnen gezögert, den rekordverdächtigen Buch-Vertrag über $65 Millionen zu kritisieren, den Barack und Michelle Obama diesen Februar mit Penguin Random House (PRH) abgeschlossen haben.

 

Zwar ist der Deal der Obamas finanziell einzigartig in seiner Summe, aber lukrative Buch-Verträge zwischen Politikern und der Industrie sind nicht einzigartig. In einem kürzlichen Bericht des Roosevelt Instituts sagen die Autoren der Studie, Thomas Ferguson, Paul Jorgensen und Jie Chen, dass der Mainstream-Ansatz zum Geld in der Politik die großen Quellen politischer Ausgaben außer Acht lässt. Zu den am wenigsten anerkannten Strömen politischen Geldes gehören, so sagen die Autoren, Zahlungen an politische Figuren in Form von Regiegagen, Redegeldern und Buchverträgen.“

 

Obiges stammt aus einem Aufsatz in Naked Capitalism von 2017: „Die 'Marktmächte' hinter Obamas rekordverdächtigem Buchvertrag“

 

Als 2009 die Obama-Administration damit beschäftigt war, den Finanziers der Nation zu versichern, dass sie trotz ihrer historischen Verbrechenstour noch größer, noch mächtiger und niemals einen Tag im Gefängnis zubringen würden, da hatte Larry Summers ein Abendessen mit Elizabeth Warren. Während des Essens erklärte er ihr, wie Macht in den USA wirklich funktioniert:

https://bulletin.represent.us/elizabeth-warren-exposes-larry-summers-game-rigged/

 

Eine bezeichnende Anekdote dreht sich um ein Dinner, das Ms. Warren mit Lawrence H. Summers hatte, dem damaligen Direktor des National Economic Council und Top-Berater von Präsident Obama. Das Dinner fand im Frühjahr 2009 statt, nachdem der Aufsichtsrat seinen dritten Bericht veröffentlicht hatte und zu dem Schluss kam, dass Amerikas Steuerzahler weitaus größere Verlustrisiken durch TARP hatten als das Finanzministerium eingestand.

 

Nach dem Essen 'lehnte sich Larry in seinem Stuhl zurück und bot mir einen Ratschlag an', schreibt Ms. Warrren. 'Ich hätte ein Wahl. Ich könne ein Insider sein oder ein Outsider. Outsider können sagen was immer sie wollen. Aber die Insider werden ihnen nicht zuhören. Insider bekommen jedoch jede Menge Zugang und die Gelegenheit, ihre Ideen voranzubringen. Menschen – mächtige Menschen – hören zu, was sie zu sagen haben. Aber Insider verstehen auch eine unumstößliche Regel: Sie kritisieren keine anderen Insider.'

 

Ich war gewarnt“, folgerte Ms. Warren

 

 

Ich habe darüber in letzter Zeit viel nachgedacht, vor allem in Zusammenhang mit der Jeffrey Epstein-Geschichte. Ob er nun mit der einen oder anderen Geheimdienstagentur verknüpft war oder nicht, Epstein war ohne Zweifel ein perfekter Insider. Er war in enge Beziehungen mit einer riesigen Schnittmenge aus der „elitären“ amerikanische Society

 

verwickelt, die alle politischen Linien überschreitet, aber niemand hat je den Mund darüber aufgemacht, was offensichtlich sein wahrer Job war – der sexuelle Missbrauch und der Handel mit Kindern. Jetzt jedoch, wo er tot ist, sind all diese respektablen Mitglieder der High Society – von ehemaligen Präsidenten über Milliardäre bis zu Mitgliedern des britischen Königshauses – völlig schockiert. Niemand wusste etwas!

 

Vielleicht waren einige der zufälligen Bekanntschaften völlig ahnungslos, aber niemand kann mich davon überzeugen, dass das engste Umfeld von Epstein über die Jahre nicht mitbekommen hat, was da ablief. Die US-Regierung wusste, was mit ihm los war, als sie ihm 2008 diesen aberwitzigen und beispiellosen „Amigo-Deal“ verschaffte. Sei wussten es, aber es war egal. Insider schützen andere Insider.

 

                             Ich bin schockiert“

 

Viele aus der Elite um Epstein kannten vielleicht nicht das ganze Bild, aber sie müssen gewusst haben, dass da etwas lief. Und trotzdem haben sie mit dem Kerl Party gefeiert und ihn geschützt. Für manche kam das Schweigen über Epstein vielleicht aus Furcht, andere wollten vielleicht weiter an seine „Diensten“ teilhaben, aber vielleicht war da noch etwas anderes. Epstein war ein Insider, und Insider kritisieren keine anderen Insider. Larry Summers, ein weiterer perfekter Insider, hat es selbst so gesagt.

Krieger: „Ein gemütliches Essen mit Jeffrey Epstein, Alan Dershowitz und Larry Summers. Das ist eure sogenannte amerikanische „Elite“

 

Wenn dies tatsächlich der Kodex ist, nach dem Larry Summers und andere Insider leben, dann ist es nicht zu weit hergeholt zu glauben, dass diese Leute niemals einen der ihren kritisieren würden. Diese verdrehte Mentalität ist ein großer Bestandteil dessen, warum Super-Schurken wie Epstein ihr ganzes Leben damit zubringen können, Kinder zu missbrauchen und niemals Gerechtigkeit erfahren. Ich denke, so handeln Soziopathen.

 

Man sollte auch anmerken, dass Larry Summers dieses Insider-Gespräch mit Elizabeth Warren führte, viele Jahre bevor sie in den US-Senat gewählt wurde. Er warnte sie, sollte sie nicht aufhören, Probleme zu verursachen und nicht bei diesem Spiel des Gangster-Kodex mitzumachen, dann würde sie keine Karriere machen und niemand würde ihr jemals zuhören.

 

Und Summers kann auch nicht so tun als wäre sein Kommentar zu Warren eine hemdsärmelige Äußerung gewesen, die er später bereut habe. Er sagte das fast genau gleiche zum ehemaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis während der Griechenland-Krise.

 

Der Guardian schrieb:

 

Aber Varoufakis' Schilderung der Krise, die Griechenland zwischen 2010 und heute beschädigte, ist etwas ganz Besonderes: Es ist die Insider-Story der hohen Politik aus der Sicht eines Outsiders. Varoufakis begann als Outsider – sowohl für die elitäre Politik als auch der griechischen Linken – wechselte zu den Insidern und hat sich dann abrupt davon abgewendet, nachdem er von seinem ehemaligen Verbündeten, dem griechischen Premierminister Alexis Tsipras im Jul 2015 entlassen wurde. Er schildert mit einer vielsagenden Anekdote dramatisch seine Absichten während der Krise. Er ist zu einem Treffen mit Larry Summers in Washington, dem ehemaligen Finanzminister und Obama-Vertrauten. Summers stellt ihn direkt zur Rede: willst du ein Insider oder ein Outsider sein? 'Outsider geben ihrer Freiheit, ihre Version der Wahrheit zu erzählen, den Vorrang. Der Preis ist, dass sie von den Insidern ignoriert werden, die die wichtigen Entscheidungen treffen', warnte Summers.“

 

Das beweist so ziemlich, dass Summers diese Worte regelmäßig benutzte, um abweichende Leute auf Linie zu bringen. Und diese Äußerung verdient es, genauer untersucht zu werden. Wenn Summers Recht hat und so die Welt der Eliten wirklich funktioniert, was sagt uns das über autonomes Regieren und Demokratie, über ein System, das angeblich die „freie Welt“ von all diesen barbarischen Ländern unterscheidet, die auf der offiziellen Feindesliste Amerikas stehen? Es sagt uns, dass die ganze Sache im Grunde ein Riesenbeschiss ist.

 

Wenn Menschen, die bereits irgendwelche scheinbaren Machtpositionen erreicht haben (wie Warren und Varoufakis), irrelevant und ohnmächtig sind, um Dinge zu ändern, wenn sie nicht das Spiel „Insider kritisieren keine anderen Insider“ mitspielen, was sagt das über den Rest von uns aus? Es bedeutet, dass wir, das Volk, vollkommen und total irrelevant sind. So funktioniert laut Summers die Welt, und er ist in der Position um das zu wissen. Regieren mittels verkommener Insider.

 

Im Gegensatz dazu: Was geschieht mit jenen Personen, die Insider geworden sind und danach enthusiastisch alles umarmen, was mit diesem Status einhergeht? Jene Sorte Menschen, die als Präsident kandidieren und versprechen, sie würden die Wall Street bändigen und dann umgehend Larry Summers und Tim Geithner einstellen, sobald sie gewählt sind. Jemand der zulässt, dass Citigroup sein Kabinett zusammenstellt. Jemand der seine gesamten acht Jahre als Oberbefehlshaber damit zubringt, Rettungsschirme zu spannen und den Status Quo zu erhalten und weiter zu festigen. Was geschieht mit jemandem, der das Spiel genauso spielt wie es Larry Summers vorschlägt?

 

Es geschieht folgendes:

 

2017 gaben die Obamas $8,1 Millionen für ein Haus mit neun Schlafzimmern in Washington DC aus.“

 

Präsident zu sein ist nur eine Stufe auf dem Weg zu einem Oligarchen. Obama ist nicht dumm, er wusste das. Er hat die Banker gerettet und sie reich gemacht. Danach wurde er reich. https://nypost.com/2019/08/22/barack-and-michelle-obama-are-buying-15m-estate-in-marthas-vineyard/


https://kunstler.com/clusterfuck-nation/the-g-7-blues/

 

G-7-Blues

 

von James Howard Kunstler, 26.08.2019

 

 

Bei all diesen internationalen Plaudereien wie der G-7 geht es um die unsicheren Versorgungslinien, die das globale Spiel in Gang halten. Die kritischen Wege liefern Öl in die ganze Welt. China importiert täglich etwa 10 Millionen Barrel, um seinen Betrieb aufrechtzuerhalten. Es produziert weniger als 4 Millionen Barrel pro Tag. Nur etwa 15 Prozent der Importe kommen aus dem Nachbarland Russland. Der Rest kommt aus dem Mittleren Osten, Afrika und Südamerika. Denkt daran: Lange Reihen von Tankschiffen, die große Entfernungen über die Meere zurücklegen und durch enge Meerengen navigieren. Die chinesische Formel ist einfach: Öl rein, Export raus. Es hat in den letzten Jahrzehnten gut für sie funktioniert. Die Dinge gehen weiter, bis sie es nicht mehr tun.

 

Dieses Spiel wird von einem fabelhaften Schuldenstrom geschmiert, der von chinesischen Banken erzeugt wird, die letztendlich der Kommunistischen Partei unterstehen. Die Partei ist der chinesische Puffer zwischen Bankwesen und Realität. Wenn die Partei diese Notsignale, die die Banken aussenden, nicht mag, dann tut sie einfach so, als würden die Signale nicht durchkommen, während sie den Hokus Pokus mit ihrer digitalen Buchhaltung macht, und die Dinge scheinen noch eine Weile länger in Ordnung zu sein.

 

Die USA produzieren täglich etwas mehr als 12 Millionen Barrel Öl. Etwa 6,5 Millionen unserer Produktion sind Schieferöl. Wir verbrauchen fast 20 Millionen pro Tag. (Wir sind nicht "energieunabhängig".) Die Schieferölindustrie wackelt unter der lästigen Schuldenlast, die sie seit 2005 auf sich genommen hat. Etwa 90 Prozent der am Schieferöl beteiligten Unternehmen verlieren Geld. Die Investitionskosten für das Bohren, das Transportieren von einer Fantastilliarde Lastwagenladungen Wasser und Fracking-Sand zu den Bohrtürmen und das Absaugen des Öls übersteigen den Gewinn aus all dem. Es ist einfach alles, was wir tun können, um das Spiel in unserer Ecke des Planeten am Laufen zu halten, aber es ist kein gutes Geschäftsmodell. Nachdem sie endgültig bewiesen haben, dass sie mit dem geborgtem Geld keinen Dollar verdienen können, werden die Kreditgeber aufhören, ihnen mehr Geld zu leihen. Das ist genau das, wo wir jetzt sind.

 

Europa steht kurz vor dem Ende seiner Goldgrube aus Nordseeöl, und es gibt im Umkreis nichts mehr für sie. Deutschland versucht zu beweisen, dass es das Land mit "erneuerbaren Energien" betreiben kann und dieses Experiment ist gescheitert. Sie haben keine Ahnung, was sie tun sollen, um das Spiel in ihrem Flickenteppich aus Ländern am Laufen zu halten. Sie müssen in ihren charmanten Hauptstädten ausflippen.

 

Die nächste wirtschaftliche Pleite wird dem Zusammenbruch des Ölzeitalters und der "globalen Wirtschaft" gleichkommen, die in ihrem späten Stadium entstanden ist. Es ging darum, fantastische Mengen von Dingen über den Planeten zu bewegen. Diese Bewegungen wurden exquisit abgestimmt, zusammen mit den Geldflüssen, die frei zirkulierten, wie Blut, das Sauerstoff zu jedem Organ transportiert. All das geht zu Ende. Die Nationen der Welt müssen sich verzweifelt fühlen, trotz dem Anschein guter Manieren bei Treffen wie der G-7. Was für alle vor dem finsteren Hintergrund auf dem Spiel steht, ist die Fähigkeit, den erst kürzlich erreichten hohen Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Und die Angst dahinter ist, nicht zu wissen, wie weit diese hohen Lebensstandards absinken müssen.

 

Viele Menschen, die in China leben, müssen sich noch an ein tägliches Leben erinnern können, das dem des 12. Jahrhunderts entspricht. In den USA, wo die Demokratie meist durch niederwertiges Denken repräsentiert wird, ist die Erinnerung an das Leben vor Strom und fließendem Wasser längst verloren gegangen. Seit dem Ende des letzten Weltkriegs haben wir in einem Futurama gelebt. Dieser Krieg ist in Europa übrigens nicht ganz vergessen, trotz des ganzen Charmes, der derzeit zu sehen ist und all der Touristen, die dort mit ihren Selfie-Sticks rumlaufen. Der Ort war jahrhundertelang ein Leichenhaus, und die Euro-Leute werden alles tun, um Konflikte zu unterdrücken. In letzter Zeit sieht es so aus, als wären sie bereit, die westliche Zivilisation selbst aufzugeben, nur um den Frieden zu wahren.

 

Gott weiß, was die Strategie von Mr. Trump bei diesen so genannten "Handelsgesprächen" ist. Er hat ausdrücklich genug auf die Reindustrialisierung Amerikas gedrängt, und das bedeutet unter anderem, sich von den sintflutartigen Warenlieferungen Chinas zu entkoppeln und deren Einnahmen zu kürzen. Chinas Zugang zu den US-Märkten abzuschneiden, könnte schon ausreichen, um Chinas zutiefst betrügerisches Bankensystem endgültig zu zerstören. Vielleicht ist es das Ziel, China einfach zu deaktivieren, es von seinem scheinbaren Ziel abzubringen, der nächste Welthegemon zu werden. Glaubt Mr.Trump, dass er das tun kann, ohne den Rest der finanziellen Vereinbarungen auf der Welt zu sprengen? Die Aktienmärkte haben diese Geschichte in letzter Zeit nicht sehr gut verdaut. Könnte die US-Regierung kollektiv so dumm sein zu denken, dass Schieferöl es diesem Land ermöglichen wird, sich wieder zu industrialisieren, während der Rest der Welt in ein dunkles Zeitalter zurückfällt?

 

Wahrscheinlicher ist, dass alle fortgeschrittenen Nationen diesen Weg gemeinsam nach unten gehen werden. Die USA sind auf einem guten Weg, trotz all der MAGA-Tapferkeit. Das Land taumelt in Misstrauen, Wahnvorstellungen, offizieller Korruption, porno-pharmazeutischem Laster und ethnischem Groll. Die Menschen, die im FlyoverLand leben, kleiden sich wie Westgoten, sind tätowiert und bis an die Zähne bewaffnet und rackern sich wütend am Rande der römisch-dekadenten Küsten-Enklaven ab. Die Eliten wollen sich selbst in ihren Handys verstecken und dort leben. Ratet mal: Das wird kein "sicherer Ort" sein.


 

https://www.theburningplatform.com/2019/08/25/the-greatest-political-leader-of-all-time/#more-203017

 

Der größte politische Anführer aller Zeiten

 

von Bill Bonner, 25.08.2019

 

 

Poitou, Frankreich – Unser Thema heute ist die Politik. Oder genauer, die politischen Anführer.

 

Wir waren keine Freunde von Bill Clinton... auch nicht von George W. Bush... oder von Barack Obama... und auch nicht von Donald Trump.

 

Unser geneigter Leser fragt, ob es welche gibt, die wir mochten. Und wenn ja, wer war der Beste? Churchill? Lincoln? Gandhi?

 

Affentheater

 

Der derzeitige Amtsinhaber im Weißen Haus ist der amüsanteste von allen.

 

Er ist nicht notwendigerweise der Dümmste von allen... oder der Hinterhältigste... aber mit Sicherheit der Frechste. Seine Verblendung offenbart sich vor unser aller Augen.

 

Gestern hat hat er beispielsweise folgendes getwittert:

 

Deutschland verkauft 30-jährige Staatsanleihen mit einem Negativ-Zins. Deutschland steht mit den USA im Wettbewerb. Unsere Zentralbank erlaubt uns nicht, das zu tun was wir tun müssen. Sie beschert uns Nachteile gegenüber unseren Konkurrenten. Starker Dollar, keine Inflation! Sie bewegen sich wie Treibsand. Kämpft oder geht heim!“

 

In dieser Affenkomödie steckt so viel Geschwafel, dass man zur Entschlüsselung lange bräuchte.

 

Ist es gut, wenn deutsche Investoren Geld bezahlen, wenn sie ihrer Regierung Geld leihen? Sollten amerikanische Sparer auch zahlen?

 

Wieso ist es ein „Nachteil“ wenn man einen Zinssatz hat, der etwas weniger irrsinnig ist als der anderer Länder? Wie schnell bewegt sich Treibsand? Kämpfen, gegen wen? Warum?

 

Man kann diesen Tweet jedoch so dekonstruieren, dass er eine einfache Bedeutung offenbart.

 

Der Präsident glaubt, dass die Weltwirtschaft ein Nullsummenspiel ist, in der man um Marktanteile kämpfen muss.

 

Und er hat Angst, dass andere uns überflügeln, indem sie ihre Ökonomien inflationieren und ihre Währungen schneller entwerten als wir.

 

Ein größenwahnsinniger Schwachkopf

 

Die Washington Post berichtet, dass das Trump-Team nach Wegen sucht, wie man inflationieren kann:

 

Zu den Ideen, die durchgespielt wurden, gehören die Verhängung einer Transaktionssteuer bei Währungsgeschäften, was den Dollar schwächen und US-Exporte konkurrenzfähiger machen würde; die Schaffung eines rotierenden Chefpostens bei der Federal Reserve, womit man die Macht von Jerome H. Powell einhegen könnte, den Trump beschuldigt, er würde nicht alles tun um das Wachstum anzukurbeln; und die Unternehmenssteuer auf 15 Prozent zu senken, um damit mehr Investitionen zu stimulieren.“

 

Es wäre ein leichtes, Amerikas Präsidenten als Idioten abzutun. Aber er ist weit mehr als das.

 

Zurück zur Frage unseres geneigten Lesers: Trump ist vermutlich der begabteste, natürliche Politiker, den wir je erlebt haben – frech, rücksichtslos, schamlos, schwachsinnig, größenwahnsinnig... mit einem echten Talent, die Massen zu begeistern.

 

Man kann die Fertigkeiten und Instinkte bewundern, die er zur Schau stellt. Man kann darüber verblüfft sein, wie viele Menschen seinen Tweets folgen, ohne darüber zu lachen. Und man kann den Kerl sogar echt mögen... zumindest den Charakter, den er im Fernsehen spielt.

 

Was man nicht tun darf – wen man etwas Verstand hat – ist, ihm zu glauben. Oder zu vertrauen. Oder zu erwarten, dass er dein Leben verbessern wird.

 

Denn Politik ist im Grunde ein Gewinn-Verlust-Spiel. Und dieses Spiel ist manipuliert.

 

Ein Politiker ist jemand, der die Kontrolle über den starken Arm der Regierung bekommt und diese benutzt, um seine Feinde zu schlagen, seine Freunde zu belohnen und die Massen auszubeuten. Solange man nicht zu den Auserwählten gehört, ist man ein Verlierer.

 

Jeden Cent den er ausgibt... und jedes verlorene Leben in einer seiner Schlachten... ist eines, das er sich aus der Öffentlichkeit nimmt. Und jeder Plan, den er verfolgt, beißt sich mit den Plänen jener Menschen, die ihn gewählt haben.

 

Die besten Politiker sind die Faulenzer und Drückeberger.

 

Sie ziehen sich zurück und bauen Gemüse an, wie Kaiser Diokletian... oder verdrücken sich aus dem Weißen Haus und trinken und spielen Karten mit ihren Freunden, wie Warren Harding... oder werden krank und sterben, wie William Henry Henderson.

 

Nach nur 30 Tagen im Amt war Harrison eine Leiche, und sein Vizepräsident John Tyler kam ins Oval Office.

 

Tyler hat zumindest eine kleine Nische im Pantheon der besten Anführer verdient.

 

Seine Zufälligkeit“ nannten ihn seine Feinde und er weigerte sich hartnäckig, sogar bei den bescheuerten Plänen seiner eigenen Partei mitzumachen. Am wichtigsten ist aus unserer Sicht, dass Tyler gegen die Gründung einer Nationalbank sein Veto einlegte.

 

Andererseits ist Tylers Reputation für ewig dadurch beschmutzt, dass er Texas in die Union aufgenommen hat.

 

Ein Veganer im Steakhaus

 

Wir haben einige Politiker persönlich kennengelernt.

 

Einige waren ehrlich und aufrichtig, und sie haben nur versucht, die Bundesbehörden zu einer vernünftigen Politik zu leiten.

 

Andere waren hohlköpfige Schurken, die Ruhm und Macht und das politische Rampenlicht genossen haben.

 

Und einige waren echte Soziopathen, die sich sicher waren, dass sie wussten, was für die Menschen das Beste war, und die scharf darauf waren, dass man es ihnen gut und kräftig beibrachte.

 

Das Problem mit den Ehrlichen war, dass sie anscheinend nie ihr eigenes Metier verstanden.

 

Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen“, sagte Mao.

 

Ehrliche, gut meinende Männer und Frauen werden entwaffnet; sie haben in der Politik genauso wenig verloren wie ein Veganer in einem Steakhaus oder ein Jungfrau in einem Puff. Das macht den Weg frei für die Wilden und kriminell Verrückten.

 

Die Schurken sind manchmal lustig anzuschauen. Die Verrückten sind oft gefährlich.

 

Aber ein „großer Anführer“ wird für immer ein Oxymoron bleiben. Je mehr er führt, desto mehr Schaden richtet er an.

 

Jeder anständige Bürger weiß, dass Politiker die größte Bedrohung für seine Freiheit und seinen Wohlstand sind; er verachtet sie und misstraut ihnen allen.

 

Und eines der größten Versäumnisse der modernen Demokratie ist, wie wenige von ihnen aufgehängt werden.


 

http://www.unz.com/ishamir/house-niggers-mutiny/

 

Die Meuterei der Hausneger

 

von Israel Shamir, 22.08.2019

 

 

Sklaverei hatte einige gute Seiten, für jene Leute, die es relativ gut hatten. Ein koloniales Gefüge ist etwas besser als Sklaverei, und es ist für Menschen, die wissen, wie sie sich unter den Sahibs und über den 08/15-Eingeborenen einzufügen haben, durchaus attraktiv.

 

Die Hongkong-Revolte ist die Meuterei der Möchtegern-Hausneger, die spüren, dass der Unterschied zwischen ihnen und den Eingeborenen rapide schwindet. Einst stand ein Einwohner von Hongkong weit über den erbärmlichen Kulis (Tagelöhnern) vom Festland. Er sprach Englisch, er hatte nette Gerätschaften, er hatte seinen Platz in den Tentakeln, die dem Festland den Reichtum ausgesaugt haben, und ein Teil dieses Reichtums blieb in seinen klebrigen Händen hängen. Aber nun hat er gegenüber den Menschen in Schanghai oder Peking keine Vorteile mehr. In den großen Städten Rotchinas gibt es einen riesigen Anstieg an Wohlstand. Die Chinesen sind gut gekleidet, reisen ins Ausland und sie brauchen keine Vermittlung durch Hongkong, um mit dem Westen zu verhandeln. Peking hat Hongkong in einem fairen Deal (relativer) Gleichheit angeboten. Es würde ihnen nichts weggenommen werden, aber der schrumpfende Unterschied ist nicht nur unvermeidbar, er ist auch gewünscht.

 

Hongkong war jedoch zu lange der imperiale Brückenkopf in China. Seine Einwohner waren Komplizen, nein, willige Partner bei jedem Verbrechen des Westens gegen China, angefangen beim Opiumhandel und der Plünderung chinesischen Reichtums. Millionen Opium-Abhängige, ruinierte Familien und Haushalte haben das Reich der Mitte nahezu zerstört, und all das hat zum Wohlstand Hongkongs beigetragen. HK war der erste Vertragshafen und der letzte, der nach Hause zurückgekehrt ist. Seine Bevölkerung wurde nicht umfassend entgiftet; sie waren auf einer Leben unter Gleichen ideologisch nicht vorbereitet.

 

Der Vorsitzende Mao hegte große Vorbehalte gegen die Städte der ausländischen Agenten (die Compradores), jene Städte und Personen, die durch die Zusammenarbeit mit dem imperialistischen Feind reich wurden. Er reinigte sie mit kommunistischer und patriotischer Umerziehung; widerspenstige Agenten wurden aufs Land in weit entfernte Dörfer geschickt, damit sie sich wieder mit dem Volk verbinden konnten. Maos Nachfolger hatten einen starken, wenn auch missgeleiteten Glauben an chinesischen Nationalismus als universelles Heilmittel; sie dachten, dass die Chinesen Hongkongs, Macaus und Taiwans sich in jenem Moment anschließen würden wie das koloniale Joch fällt. Das war eine zu optimistische Einschätzung. Die imperialistischen Kräfte haben ihre ehemaligen Haussklaven nicht im Stich gelassen, und sobald sie sie gegen ein unabhängiges China aktivieren mussten, wussten sie, wo sie suchen mussten.

 

 

 

Ihre Zeit kam, als sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China aufheizte. Die geheime Regierung des Westens, auch Deep State genannt, kam zu dem Schluss, dass China viel zu groß geworden ist. Dass es sich nicht mehr begnügt, billigen Tand für Walmart-Kunden zu produzieren. Sie produzieren hochmoderne Güter, die es mit amerikanischen Gütern aufnehmen können, und was noch schlimmer ist, ihre Geräte sind nicht für die NSA-Überwachung zugänglich. Die chinesische Firma Huawei kam unter Beschuss; Sanktionen und Zölle folgten. Als der Yuan unter dem Druck nachgab, wurden die Chinesen beschuldigt, sie würden ihre Währung manipulieren. Das ist ein starker Vorwurf: als Japan in den 1990ern vom Westen attackiert wurde und der Yen wie erwartet nachgab, da hat diese Anschuldigung Tokio dazu gezwungen, den Yen zu stärken, was Japan eine 20-jährige Wirtschaftskrise beschert hat. Aber China hat nicht nachgegeben.

 

 

 

Daraufhin hat die Supermacht seine bestens geübte Waffe ausgepackt: sie haben sich auf die Anstachelung von Unruhen in China verlagert und dem viel Raum in den Medien gegeben. Zuerst haben sie das Schicksal der uigurischen Islamisten hochgespielt, aber mit wenig Erfolg. Die Uiguren sind nicht so zahlreich, selbst in ihrem traditionellen Gebiet sind sie nicht die Mehrheit; ihr Einfluss in China ist begrenzt. Trotz der Schlagzeilen in den liberalen westlichen Medien mit der Behauptung, Millionen Uiguren würden in Konzentrationslager gesperrt, war das Ergebnis gleich null. Kein wichtiges muslimisches Land hat sich um die Sache gekümmert.

 

Dann kam der Jahrestag von Tiananmen (Anfang Juni) und und auch das erregte kein Aufsehen. Aus gutem Grund: Das angebliche Massaker ist ein Märchen, die Chinesen wusste das schon immer, und wir wissen es jetzt mit Sicherheit, dank der Veröffentlichung von wichtigen Depeschen aus der US-Botschaft durch Wikileaks.

https://wikileaks.org/plusd/cables/89BEIJING18828_a.html

 

Es gab keine Tausende von Studenten, die von Panzern überrollt worden seien. Ein paar starben im Kampf gegen die Armee, aber China entging dem bitteren Schicksal der UdSSR. Im eigentliche China ist dieses Ereignis fast vergessen. Ein paar Teilnehmer wiederholen ihre Geschichte gegenüber dem westlichen Publikum, aber der gewünschte Aufstand kam nicht zustande.

 

Und dann kam die Zeit für HK. HK ist ein autonomer Teil Chinas. Und wurde nicht umerzogen. Es gibt genug Menschen dort, die sich an die gute alte Zeit der kolonialen Sklaverei erinnern. Der eigentliche Auslöser für die Meuterei, der geplante Auslieferungsvertrag, war außerordentlich schwach. Seit einem Jahrzehnt ist HK zum beliebten Fluchtort für kriminelle Chinesen vom Festland geworden, den HK hatte Auslieferungsverträge mit den USA und GB, aber nicht mit dem Festland. Das musste geändert werden.

 

(Der Auslieferungsvertrag spielte eine wichtige Rolle im Snowden-Fall. Der Ex-CIA-Spion Edward Snowden hatte sich entschlossen, der Welt das Ausmaß der NSA-Überwachung all seiner Subjekte bloßzulegen, wahrscheinlich aufgrund der WikiLeaks-Vorgänge. Als er dem Guardian in Hongkong ein ausführliches Interview gab, wurde seine Identität offengelegt. Ein Auslieferungsantrag der USA stand kurz bevor. Die chinesischen Behörden teilten Snowden mit, das sie ihn in ein US-Gefängnis schicken müssten, mit Folter und Tod; der Auslieferungsvertrag würde ihnen keine andere Wahl lassen. Nur das rasche Handeln von Snowdens tapferer Assistentin Sarah Harrison verhinderte dieses grimmige Ergebnis und ermöglichte Snowdens Reise ins sichere Moskau.)

 

Während Hongkongs Behörden verpflichtet waren, Snowden auszuliefern, so konnten sie zahlreiche Kriminelle aus dem Festland nicht ausliefern. Das war ein offensichtlicher Fehler, der angesichts der zunehmenden Spannungen dringend korrigiert werden musste. Und da sind die schlafenden Agenten des Westens aufgewacht und haben ihr Netzwerke aktiviert. Sie hatten praktisch unbegrenzte Geldmittel, nicht nur aus dem Westen, aber auch von jenen Kriminellen, die nicht gerade arm waren und ihre Auslieferung befürchteten. Nachdem die Demonstrationen angefangen hatten, haben die westlichen Medien ihnen maximale Berichterstattung gegeben und die Meuterei aufgeblasen und ermutigt.

 

Hunderte von Artikeln, Berichten und Kommentaren in den wichtigen Zeitungen haben die HK-Rebellen angefeuert und ermutigt. „Der Krieg des Volkes kommt nach Hongkong“, schrieb heute die New York Times. Eine erstaunliche Tatsache (wenn man frisch vom Mars angekommen ist): die selbe Zeitung und ihre zahlreichen Geschwister haben dem echten Krieg des Volkes, der in Frankreich tobt, keine Aufmerksamkeit geschenkt, wo die Gelbwesten seit 40 Wochen gegen die Austerität des Macron-Regimes kämpfen. 11 Tote und 2.500 Verletzte in Frankreich – aber die westlichen Medien brabbeln irgendwas über den Antisemitismus der Gelbwesten. Eigentlich nichts Neues. Die selben Medien haben auch die Millionenstarke Demonstration gegen den US-Krieg gegen den Irak nicht bemerkt, Occupy Wall Street wenig Aufmerksamkeit geschenkt und die Proteste gegen US-Kriege und Interventionen ignoriert. 100.000 Menschen marschieren durch New York, aber das bekommt keine Aufmerksamkeit, wenn der Zweck nicht mit den Wünschen der Wahren Regierung übereinstimmt. Aber wenn 3.000 Demonstranten durch Moskau mit seinen 12 Millionen Einwohnern marschieren, dann wird das als die Stimme des Volkes präsentiert, die Vlad den Tyrannen herausfordert.

 

Auf eigenartige Weise erfüllen die Medien ihren Zweck, uns informiert zu halten. Wenn die Massenmedien über etwas berichten, dann sind es für gewöhnlich Lügen; aber wenn die Medien schweigen, dann kann man darauf wetten, dass es etwas Wichtiges ist und man nichts darüber erfahren soll. Das gilt insbesondere bei Protesten. Woher weiß man, dass sie lügen? Ihre Lippen bewegen sich.

 

Die größte Lüge ist es, jene HK-Rebellen, die mit dem Union Jack marschieren, als „Pro-Demokratie“ zu bezeichnen. Diese Leute wollen die Wiederherstellung der Kolonialherrschaft, sie wollen von den rigiden, aber großäugigen Overlords regiert werden.Das mag eine gute oder eine schlechte Idee sein, aber Demokratie ist es nicht. Die zweite große Lüge ist der Slogan „Make Hongkong Great Britain Again“.

 

Hongkong war niemals Teil von Großbritannien. Das stand niemals an, also kann es das auch nicht werden. Selbst die abenteuerlichsten und Diversität-geilsten britischen Politiker würden sieben Millionen Chinesen in einem weit entfernten Gebiet nicht zu britischen Bürgern mit allen Rechten machen wollen, zu Mitgliedern einer nicht perfekten, aber echten britischen Demokratie. HK war eine Kolonie; das ist es, wonach die Demonstranten streben: HK wieder zu einer Kolonie zu machen.

 

Stellt man all diese Unterschiede in Rechnung, dann gilt das auch für die Demos in Moskau. Die Demonstranten in Moskau träumen von einem Russland, das von NATO-Truppen besetzt ist, nicht von einer Demokratie. Sie glauben, dass sie, die Pro-Westler, die wohl Erzogenen, die Unternehmerischen, eine Comprador-Klasse bilden könnten, auf Kosten des Pöbels. Gott sei Dank sind sie nicht so viele. Die Russen haben bereits den Versuch hinter sich, unter der wohlwollenden Besatzung durch den Westen zu leben, von 1991 bis 2000, als der IWF die Finanzen dirigierte und amerikanische Berater aus Harvard die Staatsmaschine gelenkt haben. Gewitzte und rücksichtslose Menschen wie Bill Browder, Boris Berezowsky und Romam Abramovich haben ein Vermögen gemacht, aber Russland war ruiniert und seine Menschen in die Armut geworfen.

 

Nicht viele Russen wollen in die Wilden Neunziger zurückkehren, aber einige schon. Es ist Aufgabe der Mehrheit, diese entschlossene Minderheit von diesem Vorhaben abzuhalten. Wer das nicht aushalten kann, der flieht nach Israel, so wie der junge Herr Yablonsky, der seine jüdischen Wurzel entdeckt hat, nachdem er zwei Nächte in Polizeigewahrsam verbrachte. Er landete im Gefängnis, weil er gewaltsam gegen den Bau einer Kirche in seiner Stadt gekämpft hatte.

 

Die Chinesen werden auf ähnliche Art ihr Leid überwinden. Das kann geschehen, wenn die Regierung nicht verspricht, ihre Gegenmaßnahmen auf schmerzlose und unblutige Maßnahmen zu beschränken. Nur die reale und unmittelbare Androhung schmerzvoller und blutiger Unterdrückung kann solche Maßnahmen unnötig machen. Ebenso wie nur die unmittelbare Androhung eines No-Deal-Brexit den Sturköpfen unter den EU-Führern etwas Verstand einhauchen kann. Ein Staat, der nicht dazu bereit ist, Gewalt einzusetzen, wird letztlich scheitern, so wie der ukrainische Staat unter Mr. Janukowitsch 2014. Blut wird vergossen und der Staat wird ruiniert werden, wenn seine Führer zu zimperlich dabei sind, die Rebellion aufzuhalten.

 

Wir können leicht zwischen einem echten Aufstand des Volkes und einer von außen inspirierten Intervention durch die Compradores unterscheiden. Über Ersteres wird der Mantel des Schweigens gelegt, während Letzteres durch die New York Times verherrlicht wird. So einfach ist das.

 

Ich würde mir über China nicht zu große Sorgen machen.Die chinesischen Führer wussten, wie man mit Tiananmen umgeht, sie wussten, wie man mit aufmüpfigen Minderheiten umgeht, ohne unnötige Grausamkeit und ohne zu Zögern und ohne Tatsachenverdrehung. Sie haben keine Zeit vertrödelt, als die USA ihre Kriegsschiffe nach Hongkong schicken wollten, und sie haben ihnen dieses Vergnügen rundweg verweigert. Sie werden das überstehen.

 

 

 

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Mehr zu China von Israel Shamir gibt es hier: http://www.unz.com/ishamir/yeti-riots/

 

Israel Shamir kann man hier erreichen: adam@israelshamir.net

 


 

https://www.paulcraigroberts.org/2019/08/21/what-globalism-did-was-to-transfer-the-us-economy-to-china/

 

Was die Globalisierung bewirkt hat:

Die US-Wirtschaft wurde nach China transferiert

 

von Paul Craig Roberts, 21.08.2019

 

 

Das Hauptproblem der US-Wirtschaft ist, dass sie von der Globalisierung zerlegt worden ist. Die Auslagerung der US-Jobs hat die US-Industrieproduktion verringert, die Forschung, Entwicklung, Zulieferketten, die Kaufkraft der Konsumenten und die Steuerbasis der Länder und des Bundes. Die Konzerne haben die kurzfristigen Gewinne zu Lasten der dieser langfristigen Kosten erhöht. Damit wird die US-Wirtschaft aus der Ersten Welt in die Dritte Welt verlagert.

 

Die Zölle sind keine Lösung. Die Trump-Administration sagt, dass die Zölle von China bezahlt werden. Aber solange Apple, Nike, Levi und all die anderen Offshoring-Konzerne nicht von diesen Zöllen ausgenommen sind, fallen die Zölle bei jener ausgelagerten Produktion der US-Firmen an, die an US-Konsumenten verkauft wird. Die Zölle werden entweder die Gewinne der US-Firmen verringern oder von den US-Käufern mit höheren Preisen bezahlt. Die Zölle werden China nur weh tun, wenn chinesische Arbeitnehmerzahlen in der Produktion von US-Gütern für den US-Markt verringert werden.

 

Die Finanzmedien sind voller düsteren Vorhersagen über die Folgen des „Handelskriegs“ zwischen den USA und China. Es gibt aber keinen Handelskrieg. Ein Handelskrieg ist es, wenn Länder ihre Industrie schützen, indem sie Zölle auf den Import preiswerterer Güter aus fremden Ländern verhängen. Aber die Hälfte der Importe aus China sind Importe von US-Konzernen. Trumps Zölle, oder ein großer Teil davon, betreffen US-Konzerne oder US.Konsumenten.

 

Man muss sich wundern, dass es in der Trump-Administration, der Zentralbank oder sonst wo in Washington nicht einen einzigen Ökonomen gibt, der die Situation versteht oder in der Lage ist, Präsident Trump die Lage klar zu machen.

 

Eine Folge von Washingtons allumfassender wirtschaftlicher Ignoranz ist, dass sich die Finanzmedien die Story zurechtspinnen, dass „Trumps Zölle“nicht nur die Amerikaner in die Rezession treiben, sondern auch die gesamte Welt. Irgendwie treiben Zölle auf Apple Computer und iPhones, auf Nike Turnschuhe und Levis Jeans die Welt in eine Rezession oder Schlimmeres. Das ist eine außergewöhnliche wirtschaftliche Schlussfolgerung, aber die Fähigkeit zum Denken ist in den Vereinigten Staaten so ziemlich verschwunden.

 

In den Finanzmedien heißt die Frage: Werden Trumps Zölle eine US/Weltrezession auslösen, die Trump die Wiederwahl kostet? Das ist eine sehr dumme Frage. Die USA befinden sich seit zwei oder mehr Jahrzehnten in einer Rezession, da die Produktions-, Industrie- und Ingenieursfähigkeiten ins Ausland verlagert worden sind. Die US-Rezession war für den asiatischen Teil der Welt sehr gut. In der Tat, China verdankt seinen schneller als erwarteten Aufstieg zu einer Weltmacht dem Transfer amerikanischer Arbeitsplätze, dem Transfer von Kapital, Technologie und Geschäfts-Know-how an China, nur damit US-Anteilseigner Kapitalgewinne einstreichen können und US-Vorstände ihre Bonuszahlungen bekommen, weil sie mit geringeren Arbeitskosten produzieren.

 

Anscheinend können neoliberale Ökonomen – ein Oxymoron – nicht verstehen, dass aufgrund der Produktion von Waren und Dienstleistungen durch US-Konzerne, die aus dem Ausland nach Amerika importieren, es die ausländischen Standorte sind, die von dieser wirtschaftlichen Aktivität profitieren.

 

Offshore-Produktion begann eigentlich mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, als Indien und China ihre Ökonomien für den Westen geöffnet haben. Globalisierung bedeutet, dass US-Konzerne mehr Geld verdienen können, indem sie die amerikanische Arbeiterschaft aufgeben. Aber was für den einzelnen Konzern gilt, gilt nicht für das Gesamtresultat. Warum? Die Antwort lautet: Wenn viele Konzerne ihre Produktion für den US-Markt ins Ausland verlagern, verlieren Amerikaner, ob sie arbeitslos sind oder in Niedriglohnarbeit tätig sind, ihre Kaufkraft, um die im Ausland produzierten Güter zu kaufen.

 

Seit Jahren berichte ich darüber, dass US-Jobs keine Mittelschichtjobs mehr sind. Diese Jobs werden seit Jahren immer weniger, in Bezug auf den Mehrwert und das Gehalt. Mit diesem Niedergang schrumpft auch die Gesamtnachfrage. Der Beweis für diese Tatsache ist, dass US-Konzerne seit Jahren ihre Profite nicht in Investitionen für neue Fabriken und Ausrüstung verwenden, sondern für den Rückkauf ihrer eigenen Aktien. Jeder Ökonom, der diesen Namen verdient, sollte sofort erkennen, dass, wenn Konzerne ihre Aktien kaufen und nicht investieren, sie keine Nachfrage für eine erhöhte Produktion sehen. Daher plündern sie ihre Konzerne für Boni und senken in Folge dessen das Grundkapital ihrer Firmen. Man weiß ganz genau, dass es derzeit so abläuft, und das ist mit einer wachsenden Wirtschaft völlig unvereinbar.

 

Das gleiche gilt für die Erwerbsquote. Normalerweise geht Wirtschaftswachstum mit einer Steigerung der Erwerbsquote einher, da mehr Menschen in Arbeit kommen. Aber während des angeblichen Wirtschaftsaufschwungs ist die Erwerbsquote gefallen, denn es gab keine Jobs.

 

Im 21. Jahrhundert wurden die USA dekapitalisiert und die Lebensstandards gingen zurück. Dieser Prozess wurde durch die Ausweitung der Schulden am Laufen gehalten, aber das Einkommen der Konsumenten konnte nicht Schritt halten und der Schuldenstand der Privathaushalte hat seine Grenzen erreicht.

 

Das „plunge protection team“ der Fed/FinMin kann die Aktienmärkte hochhalten, indem es S&P-Futures kauft. Die Fed kann mehr Geld in den Markt schießen um die finanziellen Anlagen in die Höhe zu treiben. Aber dieses Geld treibt nicht die Produktion in die Höhe, denn die Arbeitsplätze und die wirtschaftlichen Aktivitäten dieser Jobs wurden ins Ausland verlagert. Was die Globalisierung bewirkt hat: Die US-Wirtschaft wurde nach China transferiert.

 

Eine echte statistische Analyse zeigt im Gegensatz zur offiziellen Propaganda, dass das fröhliche Bild einer boomenden Wirtschaft eine Illusion ist, die durch statistische Täuschung erzielt wird. Die Inflation wird heruntergerechnet, und wenn das nominelle BIP schrumpft, dann werden höhere Preise als eine Zunahme des realen Outputs gerechnet, d.h., Inflation wird zu echtem wirtschaftlichen Wachstum. Arbeitslosigkeit wird nicht gezählt. Wenn man mehr als 4 Wochen nicht nach einem Job gesucht hat, dann ist man offiziell nicht mehr in der Arbeits-Statistik und deine Arbeitslosigkeit wird nicht gezählt. Die Art und Weise, wie die Regierung die Arbeitslosigkeit berechnet, ist so atemberaubend, dass ich wundere, warum wir keine Arbeitslosigkeit von Null haben.

 

Wie soll sich ein Land erholen, wenn es seine Wirtschaft an ein fremdes Land abgegeben hat und das nun als Feind verteufelt wird? Welch bessere Beispiel gibt es für eine herrschende Klasse, die völlig inkompetent ist, als eine, die ihre Wirtschaft mit Stumpf und Stiel an einen Feind übergibt, so dass ihre Konzernfreunde kurzfristige Reichtümer einstecken können?

Dafür können wir nicht Trump die Schuld geben. Er hat das Problem geerbt, und er hat keine Berater, die ihm helfen können, das Problem zu verstehen und eine Lösung zu finden. Unter den neoliberalen Ökonomen gibt es keine solchen Berater. Mir fallen nur vier Ökonomen ein, die Trump helfen könnten, und einer von ihnen ist ein Russe.

Die Schlussfolgerung ist, dass die Vereinigten Staaten auf einem Weg gefangen sind, der direkt in die Dritte Welt vor 60 Jahren führt. Präsident Trump ist hilflos, etwas dagegen zu unternehmen.

 


 

https://off-guardian.org/2019/08/21/manufacturing-mass-fascism-hysteria/

 

Die Fabrikation von massenhafter Faschismus-Hysterie

 

von CJ Hopkins, 21.08.2019

 

                                                                                               Based Spartan

 

Wenn die herrschende neoliberale Klasse glaubt, dass sie Amerikas Massen bis zur Wahl im November 2020 mit ihrer weiß glühenden Hysterie wegen „Faschismus“ beschäftigt halten kann, dann werden sie etwas Besseres brauchen als Nazis. Die momentanen Nazis werden es einfach nicht bringen. Sie sind weder furchteinflößend noch Nazi genug.

 

Schon gut, die Milizen sehen irgendwie furchteinflößend aus, und dieser „Based Spartan“-Kerl sieht schon recht … äh … schräg aus. Aber die meisten von ihnen sehen wie die typischen alten Hinterwäldler aus. Es kann doch nicht so schwer sein, ihnen ein paar Braunhemden zu besorgen, oder diese Khaki-Hosen, wie sie sie in Charlottesville trugen, oder irgendwelche Nazi-ähnlichen Uniformen.

 

Und ein paar Springerstiefel. Die Leute lieben diese Springerstiefel.

 

Echt, der Widerstand (Resistance) muss die optische Erscheinung seines offiziellen Narrativs in Ordnung bringen, und das muss ohne Verzögerung passieren. Millionen liberaler Menschen stehen bereit, damit ihnen mit einer jahrelangen Panik aus fabrizierter Massenhysterie das Gehirn gewaschen wird, aber sie brauchen schon ein paar halbwegs überzeugende Nazis, damit sie deswegen spastisch ausflippen können. Ein paar hundert Trottel mit MAGA-Käppies, die mit der amerikanischen Flagge durch die Gegend laufen, machen nicht gerade eine Sturmabteilung aus.

 

Ich beziehe mich natürlich auf die jüngste „faschistische Invasion“ in Portland, die am letzten Samstag geschah, die nach Angaben der Konzernmedien und der Antifa und lokaler Faschismus-Experten ein veritables Blutbad gewesen sein soll. Schwer bewaffnete rassistische Terroristen seien aus dem ganzen Land angereist, um wahllos so viele „Schwarze, Asiaten, Latinos, Eingeborene, Einwanderer, Pazifikbewohner, Behinderte, Obdachlose und LGBTQ-Menschen“ wie nur möglich zu ermorden.

 

Diese rassistische Mord-Party der Terroristen sollte die Rache für das präventiv selbstverteidigende Verprügeln von Andy Ngo werden, dem „gefährlichsten faschistischen Gauner in Amerika“, so sagten militante Antifas Anfang des Monats.

https://www.jacobinmag.com/2019/08/andy-ngo-right-wing-antifa-protest-portland-bigotry

 

Ngo (von dem die meisten Menschen nichts gehört haben, bevor er von militanten Antifas grundlos verprügelt wurde), der, obwohl er sich als legitimer Journalist für Blätter wie The Wall Street Journal, The New York Post und Quillette und so ausgibt, ist angeblich ein faschistischer Geheimdienstler, verantwortlich für das Erstellen faschistischer „Kill-Listen“ mit den Namen verschiedener gut bekannter antifaschistischer Personen aus Portland (von denen die meisten Menschen auch noch nie gehört haben, bis sie behaupteten, dass Ngo sie auf eine „Kill-Liste“ gesetzt habe).

 

Alexander Reid Ross zum Beispiel, ein extrem einflussreicher „Faschismus-Experte“, Outreach-Spezialist und Erdkundelehrer, der ganz nah an der Fährte des Putin-Nazi-Plots dran war, einer synkretische Allianz aus Assad-liebenden, Duginistischen, LaRouchianischen Nazis, angeführt von Max Blumenthal und Vanessa Beeley, oder womöglich Glenn Greenwald und Tucker Carlson … oder so etwas in der Art (man sehe sich das paranoide Geschrei von Ross an, die das SPLC, das Southern Poverty Law Center, zurücknehmen musste, wegen dem faschistischen Rechtsbeistand von Blumenthal:

https://chaos.press/2019/08/05/the-multipolar-spin-how-fascists-operationalize-left-wing-resentment/

 

Ross ist Berichten zufolge an einem sicheren und unbekannten Ort versteckt, irgendwo im Nordwesten am Pazifik, angeblich beschützt vom FBI, während er seine wichtige Arbeit fortführt.

 

Und dann gibt es da die berüchtigten Proud Boys, eine Bande aus selbsternannten „westlichen Chauvinisten“, die anscheinend seit Jahren nicht mehr flachgelegt wurden.

 

So schreibt das SPLC (das die Proud Boys offiziell zu einer „Hassgruppe“ ernannt hat):

 

Es gibt drei Stufen der Mitgliedschaft innerhalb der Proud Boys, und um die erste Stufe in der „pro-westlichen Bruderschaft“ zu erklimmen, muss ein kommendes Mitglied nur erklären, dass „ich ein westlicher Chauvinist bin und mich weigere, mich für die Erschaffung der modernen Welt zu entschuldigen“.

 

Um die zweite Stufe zu erklimmen, muss ein Proud Boy eine Prügelei überstehen, bis er die Namen von fünf Frühstücks-Müslis rufen kann (um damit zu beweisen, dass er sein „Adrenalin unter Kontrolle halten“ kann und das Masturbieren aufhört, theoretisch bringt ihn das dazu, dass er mehr ausgeht und Frauen kennenlernt).

 

Wer zur dritten Stufe aufsteigen will, der muss seine Loyalität beweisen indem er sich ein Proud Boy Tattoo zulegt. Jeder Mann – unabhängig von seiner Rasse oder sexuellen Neigung – kann dieser Bruderschaft beitreten, solange er „anerkennt, dass weiße Männer nicht das Problem sind“.

 

Das ist das Kaliber des Personals der Resistance, wie es in seinen „Faschismus“-Phantasien zum Ausdruck kommt. Wie man sieht, ist das nicht gerade die Creme de la Creme. Wenn sie so mit ihrer „Faschismus“-Hysterie bis November 2020 weitermachen wollen (denn das ist ihre einzige verbliebene Alternative, nachdem ihnen „Russia Gate“ um die Ohren geflogen ist), dann sollten sie sich wenigstens ein paar echte Nazis besorgen, und ein paar halbwegs respektable Nazi-Jäger, und mit diesem kranken Portland-Nonsens aufhören

 

Das wenigstens wäre die Resistance den Liberalen schuldig, vor allem nachdem sie sie mit ihrer lächerlichen „Russia Gate“-Hysterie drei Jahre lang zum Narren gehalten haben.

 

Schon klar, die „Faschismus“-Hysterie lässt sich leicht verkaufen, aber das heißt nicht, dass sie gar nicht dafür Werbung betreiben müssen. Sie können nicht einfach abrupt vom „Russia Gate“-Narrativ auf das „Faschismus“-Narrativ umschwenken (als wäre ihr „Russia Gate“-Schwindel nicht soeben aufgeflogen) und erwarten, dass die Liberalen da einfach so mitmachen, als wären sie Mitglieder eines riesigen Kults.

 

Oder, ich weiß nicht … vielleicht doch. Die New York Times scheint das offenbar zu glauben. Man sehe sich diese Unterhaltung des Vorstandsdirektors Dean Baquet mit einem anonymen Mitarbeiter an, die bei einer Eilsitzung im Verlagshaus zustande kam, nachdem die NYT eine Schlagzeile auf der Titelseite abgeändert hatte, weil sie Trump nicht als rassistisch genug porträtiert hat.

(„Die Umschrift stammt von Slate, die Hervorhebungen stammen von Hopkins).)

 

Mitarbeiter: Ich frage mich, was hier die Gesamtstrategie ist, damit wir diese Administration überstehen und wie wir darüber berichten … die Menschen verstehen es nicht. Ich denke, sie sind verwirrt darüber, was wir zu tun versuchen.

 

Baquet: OK. Ich meine, lasst mich kurz zurückkommen auf das, was ich in meiner kurzen Einführung über die Berichterstattung gesagt habe. Kapitel 1 der Story über Donald Trump, nicht nur für unsere Redaktion sondern auch für unsere Leser war: Hatte Donald Trump unkorrekte Beziehungen zu den Russen, und gab es eine Behinderung der Justiz? Übrigens war das wirklich keine einfache Story, lasst uns das nicht vergessen. Wir haben uns sehr bemüht, diese Story zu berichten. Das muss ich sagen. Wir haben mit dieser Story zwei Pulitzer-Preise gewonnen. Und ich denke, wir haben besser als jeder andere darüber berichtet.

 

An dem Tag, als Bob Mueller aus dem Zeugenstand trat, sind zwei Dinge passiert. Unsere Leser, die wollten, dass Donald Trump abtritt, dachten plötzlich „Heilige Scheiße, Bob Mueller wird’s nicht bringen.“ Und Donald Trump wurde dadurch politisch ein wenig ermutigt, denke ich. Die Gründe sind offensichtlich, wisst ihr. Und ich denke, dass sich die Story verändert hat. Viel von dem Zeug, über das wir reden, entstand vor etwa sechs, sieben Wochen. Bei uns ist etwas die Luft raus. Ich denke, das ist so, wenn eine Story zwei Jahre lang so aussah, stimmt's?

 

Ich denke, dass wir das ändern müssen. Ich meine, die Vision für die Berichterstattung für die nächsten zwei Jahre wird so sein wie ich vorher geschildert habe: Wie berichten wir über einen Kerl, der diese Art von (rassistischen) Bemerkungen macht? Wie berichten wir über die Reaktion der Welt darauf? Wie machen wir das, während wir über seine Politik berichten? Wie berichten wir über Amerika, das durch Donald Trump so gespalten wurde? Wie werden wir mit alle dem Zeug fertig, über das ihr alle redet? Wie schreiben wir über Rasse auf sinnvolle Art und Weise, etwas, das wir seit langer Zeit nicht in großem Maßstab getan haben? Das ist meiner Ansicht nach die Vision für die Berichterstattung. Ihr alle müsst uns helfen, dies Vision zu formen. Aber ich denke, das ist es, was wir in den nächsten zwei Jahren tun müssen.“

 

Für jeden, der nicht fließend die professionelle, Pulitzerpreis gewinnende, journalistische Sprache spricht, lässt sich das in etwa so übersetzen: „OK, Schluss mit dem Russland-Zeug. Wir wechseln zum Faschismus- und Rassismus-Zeug, und wir werden so lange darauf herumreiten bis Trump Geschichte ist.“

 

Soll mir recht sein. Ich mag Donald Trump nicht. Und Amerikaner sind ganz gewiss Rassisten … äh, das heißt, die amerikanische Arbeiterklasse. Sorry, die weiße amerikanische Arbeiterklasse, nicht die Farbigen, oder das Team der New York Times, oder die herrschenden neoliberalen Klassen. Und wenn sie nicht behindert oder obdachlos sind, oder Latinos oder Eingeborene, oder LGBTQ (d.h., die weiße amerikanische Arbeiterklasse, nicht die herrschenden Klassen). In diesem Fall sind sie beim Rassismus außen vor. Aber der Rest von uns sind alles weiße Rassisten und schwulenfeindliche Antisemiten und fremdenfeindliche, rassistische Transphobe, und … nun, im Grunde genommen ein Haufen Nazis.

 

Was? Ihr glaubt nicht, dass die meisten weißen Amerikaner Hitler liebende, Sieg Heil schreiende Nazis sind, die alle Juden und Mexikaner ermorden wollen, und die Afroamerikaner wieder versklaven wollen? Wie glaubt ihr denn, dass Donald Trump gewählt wurde? Jemand hat Clinton die Präsidentschaft gestohlen. Wenn es nicht die Russen waren, dann müssen es die Faschisten gewesen sein! Ich meine, wer denn sonst?

 

 

*

 

 

Anm.d.Ü.: Sascha Lobo hat das Rassismus-Thema schon mal auf Spiegel Online eröffnet:

 

                                             Rassist. Das schmerzlich fehlende Wort lautet: Rassist.“

 

https://www.spiegel.de/netzwelt/web/sascha-lobo-wir-verlieren-den-kampf-um-unsere-koepfe-a-1282994.html

 

 

Den Kampf um seinen Kopf hat Lobo schon lange verloren.

 


 

https://www.strategic-culture.org/news/2019/08/20/russia-europe-relations-should-not-be-up-in-air/

 

Die russisch-europäischen Beziehungen

sollten nicht in der Luft hängen

 

von Brian Cloughley, 20.08.2019

 

 

Die giftige Flut aus anti-russischer Propaganda und falschen Informationen schwillt weiter an, und für jene, die sich wünschen, dass sich die Beziehungen zwischen Russland und Westeuropa verbessern würden, ist das deprimierend. Die Lage ist noch trostloser, wenn man bedenkt, was sich am Himmel abspielt. Denn in jüngster Zeit kam es zu einigen interessanten Zwischenfällen.

 

Als erstes war da die Belästigung eines russischen Passagierflugzeugs, eine Tu-154, die für ihren Flug über der Ostsee eine Flugplan aufgegeben hatte und am 13. August von Kaliningrad nach Moskau unterwegs war, als sie in internationalem Luftraum von einer in Litauen stationierten F-18 der NATO abgefangen wurde. Einer der Passagiere war Sergei Shoigu, Russlands Verteidigungsminister. Dies war das zweite Mal, dass ein Flugzeug mit ihm an Bord von NATO-Jets bedrängt wurde. So schreibt Stars and Stripes: „Ein ähnlicher Vorfall geschah 2017, als eine polnische F-16 sich über der Ostsee dem Flugzeug Shoigus näherte und von einem russischen Jet abgedrängt wurde.“

 

Die Berichterstattung der NATO über diese Geschichte ist unverantwortlich. Fox News zitiert eine NATO-Vertreter, der sagte: „Ein russisches Flugzeug, das von mindestens einem russischen Kampfflugzeug begleitet wurde, wurde heute über der Ostsee verfolgt. Jets der NATO Baltic Air Policing Mission sind aufgestiegen, um das Flugzeug, das nah am alliierten Luftraum flog, zu identifizieren. Nach der Identifizierung des Flugzeugs kehrten die NATO-Jets wieder zur ihrer Basis zurück. Die NATO hat keine Informationen darüber, wer an Bord war.“

 

Diese Aussage enthält eine nackte Lüge – die Behauptung, dass das Flugzeug identifiziert werden musste, wo doch ein Flugplan aufgegeben wurde und der Transponder eingeschaltet war. Und dann gibt es eine Behauptung, die kompletter Unsinn ist, denn wenn die NATO nicht die Bewegungen des russischen Verteidigungsministers kennt, dann können ihre ganzen Geheimdienste einpacken. Die Behauptung, dass es „keine Informationen darüber gab, wer an Bord war“, ist vollkommen absurd. Sergei Shoigu war zur Einweihung einer neuen Militärakademie in Kaliningrad, und es wurde ausgiebig darüber berichtet.

 

Zwei Tage nach dem absurden Affenzirkus der NATO in internationalem Luftraum gab es einen weiteren Zwischenfall mit einem russischen Passagierflugzeug. Dieses Mal flog ein Airbus A321 der Ural Airlines beim Start in Moskau in einen Vogelschwarm. Die Triebwerke gingen aus und der Pilot machte mit seinem Flugzeug eine meisterliche Notlandung in einem Maisfeld.

 

An Passagierpiloten schient etwas Außergewöhnliches dran zu sein. Sicher, manchmal hört man etwas über Disziplinlosigkeit oder gar Kündigungen wegen Alkoholgenuss – aber wenn man ihre große Verantwortung bedenkt, Woche für Woche, wenn sie diese riesigen Maschinen rund um die Welt fliegen, dann könnte man einen gelegentlichen Fehltritt verstehen. Aber die Geschichten über ihre Reaktion in ernsten und womöglich tödlichen Situationen sind am herzerfrischendsten und ich bewundere diese leidenschaftlichen Profis von ganzem Herzen. Für gewöhnlich sind sie in den westlichen Medien die Subjekte anerkennender Berichte, und die Medien erfahren in solchen Fällen eine seltene allgemeine Zustimmung.

 

Die New York Times jedoch, die sich nicht die Mühe machte, einen eigenen Bericht zu schreiben, gab einen Beitrag der Associated Press wieder, in welchem ein Luftfahrt-Professor des MIT, John Hansman, zitiert wird, der die meisterliche Notandung in Moskau so kommentiert: „Der Pilot hat einen guten Job gemacht, aber dafür ist er da.“ Weiß dieser Mensch was er da sagt? Und was denken sich AP und die NYT dabei, einen so herablassenden Müll von einem Akademiker wiederzugeben, der, obwohl er eine Pilotenlizenz besitzt, nicht dazu qualifiziert ist, auch nur die Stiefel von Ural Airlines-Pilot Damir Yusupov zu lecken, der mit seiner coolen und professionellen Leistung das Leben von 233 Menschen gerettet hat.

 

Einige westliche Medienberichte haben zähneknirschend ihr Kompliment ausgesprochen. Der britische Guardian stimmte mit seiner Schlagzeile „Der Kreml lobt die 'Helden', die nach einem Vogelschlag ihr Flugzeug in einem Maisfeld landeten“ einen positiven Ton an, auch wenn der Gebrauch des Wortes „Kreml“ immer einen finsteren Unterton anschlägt. Weiter im Bericht heißt es, das Flugzeug „kam mit eingefahrenem Fahrwerk in einem Feld südöstlich von Moskau herunter, nachdem es mit einem Schwarm Möwen kollidiert war, was die Triebwerke lahmlegte … Einige haben die Landung mit dem US Airways Flug 1549 auf dem Hudson River 2009 in New York verglichen, nachdem er einen Schwarm Gänse traf.“

 

Das Flugzeug „kam herunter“? Ja klar tat es das, aber es nicht nicht einfach abgestürzt. Es wurde meisterlich von einem Piloten so wie jenem gelandet, der, so sagen die selben Zeitungen, „eine Katastrophe vermieden hat und das Leben aller 155 Menschen an Bord gerettet hat, als er das antriebslose Flugzeug auf das eisige Wasser des Hudson Rivers aufsetzte, kurz nachdem er von New Yorks La Guardia gestartet war“, als sein Flugzeug eine ähnliche Kollision mit Vögeln hatte. Der unterschiedliche Ton ist verräterisch, so wie der Seitenhieb des Guardian, dass „Sicherheitsbedenken die russische Luftfahrtindustrie seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 geplagt haben, auch wenn allgemein anerkannt wird, dass sich die Standards in den letzten Jahren erheblich verbessert haben, vor allem auf internationalen Strecken.“

 

Was zum Henker haben „Sicherheitsbedenken“ mit einem Flugzeug zu tun, das in einen Schwarm Vögel geraten ist? Diese Art von Unfällen sind mit Sicherheit bedenklich, aber für die internationalen Standards der Flugsicherheit völlig irrelevant. Schließlich war es keine Neuauflage der Boeing 737 Max Affäre.

 

Und dann kommt die weit verbreitete Bemerkung der Nachrichtenagentur Reuters, dass „das Flugzeug auf dem Weg nach Simferopol auf der Krim war, jene ukrainische Halbinsel, die 2014 von Russland annektiert wurde.“

 

Die westlichen Medien können so eine Gelegenheit nicht auslassen, die angebliche „Annexion“ der Krim zu erwähnen. Trotz der offensichtlichen Tatsache, dass, wie BBC berichtet hat, die überwältigende Mehrheit der Krim-Bewohner in einem Referendum deutlich gemacht hat, dass sie eine Wiedervereinigung mit Russland unterstützen.

 

Dieses Resultat war nicht überraschend, da die meisten Bewohner Russisch sprechen, eine russische Kultur haben und vor der Verfolgung durch die Administration in Kiew standen, die nach dem von den USA unterstützten Umsturz 2014 an die Macht kam. (Es ist schon fast vergessen, dass, wie unter mysteriösen Umständen aufgedeckt wurde, Victoria Nuland, die „entscheidende US-Person für die Ukraine-Krise“ abgehört wurde, wie sie dem US-Botschafter in Kiew sagt, dass „Yats (Arsenyi Yatseniuk, ein anti-russischer Aktivist) der Mann ist .., Warum nimmst du nicht ihm Kontakt auf und schaust, ob er vorher oder nachher reden will?“

https://www.bbc.com/news/world-europe-26079957

 

Aber Präsident Obama behauptete, dass das Referendum „illegal“ sei und hat erklärt, dass es von Washington niemals akzeptiert würde. Die Story, die es zu verbreiten galt, war, dass die Menschen auf der Krim Opfer einer massiven russischen Invasion waren, und das wird jetzt im Westen fest geglaubt und beweist, dass man – wie der Nazi und Propagandameister Joseph Goebbels sagte – „eine Lüge so groß erzählen und immer wiederholen muss, bis die Menschen sie schließlich glauben.“

 

In Übereinstimmung mit Goebbels Rat ist es eine grundlegende Taktik psychologischer Operationen, solche Schnipsel in einen scheinbar relevanten Kontext zu injizieren – daher deren Erwähnung in einen Bericht einer internationalen Nachrichtenagentur über den Vogelschlag eines russischen Airbus A321.

 

Von der Bedrohung eines russischen Flugzeugs im internationalen Luftraum bis hin zur Manipulation einer Nachricht über einen russischen Flugzeugunfall zeigt das westliche Establishment seinen Hang zur Konfrontation und nicht zur Vermittlung. Aber es ist an der Zeit, positiver zu denken. Russland und Westeuropa müssen zusammenarbeiten, um ihre Wirtschaft zu verbessern und ihren Bürgern zu helfen. Annäherung und Harmonie sind der Weg in die Zukunft. Die sinnlosen Luft-Tänze und die spöttische Schräglage der Nachrichten sollten aufhören, sonst hängen wir alle für immer in der Luft.

 


 

https://kunstler.com/clusterfuck-nation/there-is-no-normal/

 

Es gibt kein Normal

 

Von James Howard Kunstler, 19.08.2019

 

 

Das Rad der Zeit dreht sich weiter vorwärts, ohne auf seinen Weg zurückzukehren, aber weil es ein Rad ist, und wir uns in ihm drehen, gaukelt uns eine hartnäckige Illusion vor, dass die Landschaft erkennbar dieselbe ist und dass unser Handeln im Rahmen des regelmäßigen Wandels der Jahreszeiten hübsch normal erscheint. Es gibt kein Normal.

 

Für uns gibt es in diesem Moment in der Geschichte eine besonders harte Wendung (so würden Strauss und Howe sagen), wenn unsere Reise die Ausfahrt aus dem Hochenergiezeitalter nimmt und in die nächste Realität eines langen Notfalls führt.

 

(Anm.d.Ü.: Kunstler bezieht sich mit Strauss und Howe auf deren Generationstheorie „The Fourth Turning“. Die Autoren beschreiben darin, dass jede „Saison“ etwa 20 bis 22 Jahre dauert, vom „Hoch“ nach einer Krise über das „Erwachen“ und die „Auflösung“ bis zur „Krise“.

Die menschliche Schwarmintelligenz spürt, dass etwas anders ist, aber im selben Moment können wir uns nicht vorstellen, alle unsere exquisit abgestimmten Arrangements zu ändern – besonders die denkende Klasse, die für all das verantwortlich ist, selbst verzaubert von pixeligen Fantasien. Die Dissonanz darüber macht Amerika verrückt.

 

Das Rad traf 2008 ein tiefes Schlagloch, als es auf die Abfahrt abbog, und wackelt seitdem stark. 2008 war eine Warnung, dass es nicht ausreicht, das immer gleiche Programm abzuspulen, um ein Ziel zu erreichen, weder national noch für Einzelpersonen, die immer verzweifelter versuchen, ihr Leben zusammenzuhalten. Das kulturelle Gedächtnis der selbstbewussten Jahre, in denen wir zu wissen schienen, was wir taten und wohin wir gingen, verfolgt uns und verspottet uns.

 

Das alles spüren die jungen Erwachsenen am deutlichsten. Der Schmerz veranlasst sie, diese Erinnerung zu dekonstruieren. "Nein, so ist es nicht passiert", sagen sie. All die Geschichten über die Gründung dieser Gesellschaft – von den Großen Männern mit ihren gepuderten Haaren, die die nationale Charta schrieben, und die bemerkenswerte Erfahrung der letzten 200 Jahre – sie sind falsch! Es gab nichts Wunderbares daran. Das Ganze war ein Schwindel!

 

Sie spüren, wie sich das Rad sehr schmerzhaft weiterdreht, da sie wissen, dass sie in den kommenden Jahren viel mehr Drehungen sehen werden, und die Richtung des Rades für sie nach unten gerichtet ist. Das Fazit lautet: weniger von allem, nicht mehr. Das ist ein neues Ethos hier in Amerika und es ist kaum beruhigend: Weniger Einkommen, weniger Komfort, mehr buchstäbliche Härten, weniger Trost für die allgemeine Schwierigkeit, am Leben zu sein. Kein Wunder, dass sie wütend sind.

 

Es ist so einfach. Wir sind vor fünfhundert Jahren in der Neuen Welt gelandet. Es war voll von guten Dingen, die die Menschen kaum zu nutzen begonnen hatten, präsentiert wie ein Bankett. Es gab viel guten Neuland für den Anbau von Lebensmitteln, das beste Holz der Welt, saubere Flüsse und große Seen, Erze voller Eisen, Gold und Silber und tief in der Tiefe eine Bonanza aus Kohle und Öl, um das Rad durch sehr randvolle Zeiten zu treiben. Das vergangene Jahrhundert war besonders aufgeladen, die Öljahre.

 

Stellt euch vor, ihr hättet diese blendende, fantastische Neuheit der Moderne von Anfang an durchlebt! Zurückzuschauen auf die Geschichten und Bilder um Teddy Roosevelt und seine Zeit, und das Selbstvertrauen dieser Zeit erstaunt euch einfach, eine aufstrebende Parade aus Wundern: Strom, Telefon, Eisenbahnen, U-Bahnen, Wolkenkratzer! Und in ein paar Jahren Filme, Autos, Flugzeuge, Radio. Selbst die kleineren Wunder des Alltags waren erstaunlich: Haushaltsinstallation für alle, fließendes Warmwasser, kommunale Wasser- und Kanalisationssysteme, Kältetechnik, Traktoren! Es ist schwer vorstellbar, wie sehr diese Entwicklungen die menschliche Erfahrung des täglichen Lebens verändert haben.

 

Selbst die Traumata der Weltkriege des 20. Jahrhunderts haben dieses Gefühl des erstaunlichen Fortschritts nicht zunichte gemacht, zumindest nicht in Nordamerika, das von den mächtigen Trümmer der Kriege verschont blieb. Das Vertrauen der amerikanischen Gesellschaft nach dem Krieg erreichte ein Niveau an blanker, lächerlicher Hybris – eine Fahrt durch die USA in deinem Chevrolet! – bis John Kennedy erschossen wurde, und danach wich die wahnsinnige Mondlandungseuphorie stetig einer zersetzenden Skepsis, Angst, Bitterkeit und Feindschaft. Meine Generation, die bis ins Erwachsenenalter blühte, dachte naiv, sie könnte das alles mit dem Earth Day, Tofu und mit Computern in Ordnung bringen und das große Rad in ein noch herrlicheres kybernetisches Nirwana rollen lassen.

 

Fakeout – ausgeträumt. Da rollt das Rad nicht hin. Wir haben uns aus der Zukunft alles geliehen, was wir konnten, um so zu tun als ob das System noch funktionieren würde, und jetzt steht die Zukunft vor der Tür, als ob ein Inkasso-Mann kommt, um dir sowohl das Auto als auch das Haus wegzunehmen. Der Zustand des Finanzwesens ist eine ausgezeichnete Analogie zu unserer kollektiven Psyche. Seine Funktionsweise hängt vom einfachen Glauben ab, dass seine Funktionsweise funktioniert. Es ist also leicht vorstellbar, was passiert, wenn dieser Glaube schwindet.

 

Wir sind am Rande vieler Dinge, die auseinander fallen: Nachschublinien, Einnahmequellen, internationale Vereinbarungen, politische Thesen, Versprechen, dies und jenes zu tun. Wir haben keine Ahnung, wie wir es auf dem Weg nach unten zusammenhalten können. Wir wollen nicht einmal darüber nachdenken. Das Beste, was wir im Moment tun können, ist so zu tun als würde die Kehrseite nicht existieren. Und unterdessen kämpfen wir sowohl für soziale Gerechtigkeit als auch dafür, Amerika wieder groß zu machen, zwei scheinbar edle Ideen, beides vergebliche Anstrengungen. Das Rad dreht sich immer weiter und der Saisonwechsel steht kurz bevor. Was wirst du tun?


 

https://www.paulcraigroberts.org/2019/08/19/american-capitalism-is-based-on-plunder/

 

Der amerikanische Kapitalismus basiert auf Plünderung

 

Und das Plündern wird immer schlimmer

 

von Paul Craig Roberts, 19.08.2019

 

 

Der amerikanische Kapitalismus basiert auf Plünderung. Als die kontinentalen USA ausgeplündert waren, da hoffte der amerikanische Kapitalismus, sich durch die Plünderung Russlands zu bereichern, wie es unter Jelzin der Fall war. Für diese Raubzüge bezog man die russischen „Atlantiker“ in die Beute ein, um Unterstützung von den liberalen, progressiven Kräften innerhalb Russlands zu erhalten, um Russland seine Vermögenswerte zu entziehen. Aber Putin stoppte mehr oder weniger die amerikanisch-israelische Vergewaltigung Russlands, obwohl sie immer noch durch die neoliberale Ökonomie fortdauert, die Harvard mit einer Gehirnwäsche in die russische Zentralbank und in die Wirtschaftslehre gespült hat. Gehirngewaschene russische Ökonomen sind der Hauptgrund, warum Washington in der Lage ist, ein mächtiges Land wie Russland mit Wirtschaftssanktionen zu strafen.

 

Die Abhängigkeit des amerikanischen Kapitalismus von Plünderung ist der Grund, warum Washington die Regierung des Volkes von Venezuela stürzen will. Chavez hat in Venezuela eine reformistische Regierung gegründet, die von Maduro fortgesetzt wird. Die reformistische Regierung hat Venezuelas Ölreserven verstaatlicht. Anstatt dass die Profite von amerikanischen Ölkonzernen abgeschöpft werden, sind die Profite im Land geblieben und haben dort die Alphabetisierung erhöht und die Armutsquote gesenkt. Amerikas Kapitalismus will die Profite wieder haben. Daher der Angriff Washingtons auf Venezuela.

 

Das gleiche gilt für den Iran. Die Iraner waren die ersten und erfolgreichsten bei der Abschüttelung des Jochs des amerikanischen Imperialismus. Sie haben 1979 die amerikanische Marionette, den Schah, gestürzt und die Einkünfte aus dem Öl zur Entwicklung des Iran benutzt, anstatt für den Kauf von Waffen vom US Militär/Sicherheitskomplex. Diese ganze Propaganda gegen den Iran ist Teil der Bemühung – ergänzt durch die Sanktionen – um die Kontrolle über den Ölreichtum des Iran wiederzuerlangen und den Iran als Ausrüster der Hisbollah-Miliz auszuschalten, die die israelische Besatzung des Süd-Libanon verhindert.

 

Auch Russland und China sind im Fadenkreuz, und die Regierungen dieser beiden Länder sind weiterhin so arglos, dass sie Washington in die Hände spielen. Beide Länder erlauben von Washington finanzierten NGOs (Nicht-Regierungsorganisationen), in ihren Ländern zu arbeiten, mit offen verräterischen Aktivitäten gegen deren Regierungen. Die andauernden Straßenproteste in Hongkong sind eine Operation Washingtons, die die Reputation und die Stabilität der chinesischen Regierung untergraben sollen. Man muss sich fragen, warum sich die chinesische Regierung für Washington als Zielscheibe hergibt.

 

 

 

Dass Putins Regierung die von Amerika bezahlten Verräter toleriert, hat dazu geführt, dass es zu den jüngsten Unruhen und Demonstrationen kam und die russische Polizei einschreiten musste. Die russische Regierung hat nicht gegen die Demonstranten und ihre amerikanischen Finanziers ermittelt, sondern gegen Polizei, die die öffentliche Ordnung in Russland wieder hergestellt hat! Die russische Polizei wurde dafür kritisiert, sie sei aus Sicht der russischen Regierung „zu brutal“ vorgegangen, gegen die von Amerika organisierten Angriffe gegen die russische Regierung. Eine dermaßen konfuse Regierung hat eine geringe Überlebenschance. Vielleicht ist die Situation innerhalb Russlands anders als sie in den US-Medien präsentiert wird, aber so wie es in den USA präsentiert wird, so wird es auch in der ganzen Welt gesehen. Und das ist nicht zu Russlands Vorteil.

 

Kein Wunder dass Washington Putin und die chinesische Führung als Politiker ansieht, mit denen man leichtfertig umspringen kann.

 

Vielleicht sind Russland und China so verzweifelt auf die Anerkennung des Westens aus, dass sie beweisen wollen wie demokratisch sind und die vom Ausland orchestrierten Aufstände zulassen. Die Hongkonger Jugend, die amerikanische Flaggen schwenkt, ist sich wohl nicht bewusst, dass die USA von einer kleineren und schlimmeren Oligarchie als der von China regiert werden.

 

Die USA erlauben keinem fremden Land die Finanzierung von NGOs, die die Regierung der USA beeinflussen – außer Israel. Mir ist nicht bekannt, dass es irgendwelchen russischen, chinesischen, iranischen oder venezolanischen NGOs gestattet wäre, innerhalb der USA zu arbeiten. Kann sich jemand vorstellen, dass Israel es zulässt, dass palästinensische NGOs in Israel arbeiten dürften und Straßenproteste und Aufstände inszeniert? In den Vereinigten Staaten ist es nicht einmal dem Präsidenten erlaubt, mit Russland zu kommunizieren, ohne dass er als „Handlanger Putins“ beschuldigt wird, der in eine Verschwörung verstrickt ist um Amerika an Russland zu verkaufen.

 

Russland besitzt einen Ökonomen, der die Wirtschaft versteht. Sein Name ist Sergei Glazyev. Glazyev, der kompetenteste Ökonom in Russland, versteht, dass Russlands wirtschaftliche Entwicklung nicht von ausländischen Krediten und Kapital aus dem Ausland abhängt. Kredite aus dem Westen sind nur ein Weg, um Russland in die Abhängigkeit externer Geldgeber zu locken, so wie es mit Griechenland geschah. Ein jüngster Bericht besagt, dass Glazyev von seinem Posten als Berater für Putin abgesetzt wurde. Es scheint als würden die pro-amerikanischen Atlantiker Russland weiter unten halten, bis Russland sich Washington für einen Bailout ergeben muss.

 

Während man auf die Chance lauert, die Ausbeutung Russlands, des Iran, Venezuelas und Chinas wiederaufzunehmen, plündert der amerikanische Kapitalismus den Rest des öffentlichen Landes – die staatlichen Wälder, die Parks, Monumente und Naturschutzgebiete. Darüber könnt ihr hier lesen:

 

 

Das Trump-Regime öffnet die staatlichen Wälder der USA für die Plünderung durch Holzkonzerne

http://www.addisonindependent.com/news/proposed-change-would-cut-public-input-green-mtn-national-forest

 

Falls eine vorgeschlagene Änderung der föderalen Landnutzungsregeln durchgesetzt wird, könnten die 90.000 Hektar des Green Mountain National Forest, die in Addison County liegen, viel mehr kommerzielle Abholzung, Straßenbau und Versorgungskorridore erleben – und das alles ohne Umweltprüfung oder öffentlichen Beteiligung.

"Im Grunde genommen würden die Regeln die Öffentlichkeit aus dem öffentlichen Landmanagement heraushalten", sagte Jamey Fidel, dem Direktor des Forest and Wildlife Program im Vermont Natural Resources Council (VNRC).

Es geht um einen Vorschlag des United States Forest Service (USFS) zur Überarbeitung des National Environmental Policy Act (NEPA), der die Grundlage für die umweltpolitische Entscheidungsfindung in den Vereinigten Staaten bildet. Es verpflichtet Behörden wie die USFS, die Umweltauswirkungen ihrer vorgeschlagenen Maßnahmen zu analysieren, bevor sie Entscheidungen treffen.

Der USFS-Vorschlag würde diese Anforderungen drastisch verändern, indem er die Anzahl und Art der Projekte, die als "kategorische Ausnahmen" gelten, stark ausweiten würde, die ohne Umweltprüfungen oder Folgenabschätzungen genehmigt werden können.

Projekte, die die USFS als "kategorische Ausnahmen" umklassifizieren würden, beinhalten:

- Kommerziellen Holzeinschlag, einschließlich Kahlschlag, auf Flächen bis zu 4.200 Hektar auf einmal.
- Bau neuer Straßen durch den Wald bis zu fünf Meilen auf einmal.
- Rekonstruktion alter Straßen durch den Wald bis zu 10 Meilen auf einmal.
- Planieren von bis zu vier Meilen für Pipelines und die Nutzungsrechten durch den Wald.
- Sperrung von Straßen und Wegen, die für Freizeitzwecke genutzt werden.
- Hinzufügen von illegal gebauten Straßen und Wegen zum offiziellen USFS-Straßen- und Wegenetz.

Neue Regeln würden es dem USFS auch ermöglichen, bei fast jeder Projektentscheidung eine öffentliche Beteiligung zu umgehen.
Nach Schätzungen einer Reihe von Forst- und Umweltorganisationen würde der Vorschlag die öffentliche und ökologische Überprüfung von mehr als 90 Prozent aller USFS-Projekte beseitigen.
Die Forstverwaltung sagt, dass sie dies tun muss, weil die Behörde unter anderem einen Rückstand bei "Sondergenehmigungen oder Verlängerungen" hat, "die auf eine Umweltanalyse und -entscheidung warten, die mehr als 7.000 Unternehmen und 120.000 Arbeitsplätze betrifft". Die Arbeitsplätze würden nicht benötigt, wenn die USA tatsächlich eine Vollbeschäftigung bei einer Arbeitslosenquote von 3,5% haben.

Darüber hinaus nehmen Herausforderungen wie die jüngste Zunahme der Waldbrände immer mehr Ressourcen und Personal der Agentur in Anspruch. Mit anderen Worten, die globale Erwärmung verbraucht den Haushalt der Agentur zur Bekämpfung von Bränden.

 

Was das USFS jedoch nicht erwähnt, ist, dass laut dem Congressional Research Service die Trump-Administration vorgeschlagen hat, die Ausgaben für den Forest Service für das Geschäftsjahr 2020 um fast 1 Milliarde Dollar zu kürzen, einschließlich einer Kürzung von 654,4 Millionen Dollar für das Wildland Fire Management.

"Dies (die vorgeschlagene Änderung der NEPA) geschieht zu einer Zeit, in der der Forstdienst sein eigenes Budget kürzt und nicht über die Mittel verfügt, um zu beurteilen, was er tut", schrieb Sam Evans in der New York Times.
Evans, der in den Nationalwäldern der Süd-Appalachen arbeitet, nannte den USFS-Vorschlag "einen Angriff auf die eigentliche Idee" von öffentlichem Land.

"Wenn es nach der Forstverwaltung geht, werden die Besucher nicht wissen, was auf sie zukommt, bis Holzfäller an ihren Lieblingspfaden auftauchen oder ein Weg für eine Gasleitung unter einer malerischen Aussicht freigeschlagen ist."
Die USFS besteht darauf, dass die Änderungen "sowohl dem Geist als auch der Absicht der NEPA entsprechen", aber Kritiker sehen den jüngsten Vorschlag als Teil eines größeren Trends.

Im Dezember letzten Jahres, nach dem Widerruf von Genehmigungen, die es der Atlantic Coast Pipeline ermöglicht hätten, durch Teile der nationalen Wälder von George Washington und Monongahela sowie über den Appalachian Trail zu bauen, tadelte der 4. U.S. Circuit of Appeals den Forest Service wegen der Erteilung von Genehmigungen, die sowohl gegen den National Forest Management Act als auch gegen die NEPA verstoßen.

Das dreiköpfige Gremium kam zu dem Schluss, dass die Agentur "ihre Verantwortung für die Erhaltung der nationalen Waldressourcen vernachlässigt hat". Besonders hervorzuheben ist die Art und Weise, wie die "Umweltanliegen der Forstverwaltung.... plötzlich und auf mysteriöse Weise rechtzeitig gelindert wurden, um die Termine einer privaten Pipelinefirma einzuhalten".

 

IN DEN GREEN MOUNTANS

 

In Vermont haben die jüngsten USFS-Projekte im Green Mountain National Forest (GMNF) bei einer Reihe von Umweltorganisationen, einschließlich der VNRC, Besorgnis ausgelöst.

 

"In der Vergangenheit, als der Forstdienst Großprojekte mit dem GMNF durchgeführt hat, gab es reichlich Gelegenheit (in Übereinstimmung mit der NEPA) für öffentliche Kommentare und Beiträge", schrieben VNRC-Beamte in einem Blogbeitrag vom 3. Mai. "VNRC hat an diesen Möglichkeiten teilgenommen und wir haben eine kooperative Beziehung mit dem GMNF genossen."

 

Aber ab der zweiten Jahreshälfte 2018 begann die USFS, die öffentliche Meinung zu Projekten einzuschränken – eines, um auf 15.000 Hektar in der südlichen Hälfte des Waldes eine gleichmäßige Holzernte durchzuführen, und ein weiteres, das Dutzende von Meilen neuer Straßen erfordern würde, um 9.630 Hektar Holzernte durchzuführen.

 

Insgesamt, so der VNRC, "plant der Forstdienst in den nächsten 15 Jahren den Bau von 84 Meilen Straßen (57 Meilen neue und temporäre Straßen und 26,7 Meilen rekonstruierte Straßen) ohne Gelegenheit zur öffentlichen Stellungnahme zu den Umweltauswirkungen dieser Aktivitäten".

 

Der Green Mountain National Forest ist einer von nur zwei Nationalwäldern in Neuengland. Er wurde 1932 als Reaktion auf übermäßigen Holzeinschlag, Feuer und Überschwemmungen gegründet. Ab 2011 umfasste der GMNF 821.040 Hektar, von denen fast die Hälfte in staatlichem Besitz war.

 

Mehr als 18 Prozent von Addison County liegen im Wald.

 

The Independent konnte die GMNF-Beamten nicht rechtzeitig für eine Stellungnahme zu dieser Geschichte erreichen.

 

Unterstützer der öffentlichen und ökologischen Überprüfung sehen die vorgeschlagenen NEPA-Änderungen als einen Versuch der Trump-Administration, die jüngsten Praktiken des Forstdienstes zu kodifizieren.

 

Und viele von ihnen wehren sich.

 

Organisationen wie die National Audubon Society über den Sierra Club bis hin zur National Parks Conservation Association fordern die betroffenen Bürger auf, einen öffentlichen Kommentar zu den vorgeschlagenen Regeländerungen abzugeben.

 

Die Frist für die Kommentierung ist der 26. August.

 

"Bitte machen Sie Ihre Kommentare spezifisch und einzigartig für Ihre Anliegen und beziehen Sie Ihre Kommentare auf einen bestimmten nationalen Wald, wie den Green Mountain National Forest", schrieb VNRC-Beamte am 25. Juli. "Der Forstdienst wird ähnliche Kommentare zusammenfassen und sie als einen Kommentar zählen, also machen Sie bitte Ihre Kommentare einzigartig, damit sie gezählt werden."

 

Nach Angaben der Forest Service Website können Kommentare hier abgegeben werden:

 

- online über https://www.regulations.gov/comment?D=FS-2019-0010-0001 (Hinweis: Diese Info wurde aus der Druckversion dieses Artikels aktualisiert.)

 

- oder per Post an die NEPA Services Group, c/o Amy Barker, USDA Forest Service, 125 South State St., Ste. 1705, Salt Lake City, UT 84138.

 

- oder per E-Mail an nepa-procedures-revision@fs.fed.us. (Hinweis: Diese Informationen wurden von der Druckversion dieses Artikels aktualisiert.)

 

Kontaktieren Sie Christopher Ross unter christopherr@addisonindependent.com.


 

http://thesaker.is/ukie-nationalism-vs-otto-von-bismarck/

 

Ukrainischer Nationalismus vs. Otto von Bismarck

 

vom Saker, 14.08.2019 für die Unz Review ( http://www.unz.com/tsaker/ukie-nationalism-vs-otto-von-bismarck/ )

 

                                                Wahnvorstellung und Realität

 

 

Als Selenski an die Macht kam, da konnte er aus zwei fundamentalen Optionen auswählen. Diese Möglichkeiten waren im Grunde:

 

Option #1: Pragmatismus vor Ideologie:

 

Einen entschlossenen Versuch zu unternehmen, die dringendsten Probleme der Ukraine anzugehen. Zumindest hätte Selenski seinen Truppen befehlen können, das Feuer einzustellen und sie aus der Sicherheitszone abzuziehen (Selenski hatte dazu die volle Autorität als er gewählt war und musste niemanden um Beistand bitten). Selbstverständlich hätte so ein Schritt mit den Kräften der LDNR (VR Luhansk und Donezk) koordiniert werden müssen. Und das wiederum hätte zumindest bedeutet, dass Selenski einen direkten Kommunikationskanal mit den beiden Volksrepubliken hätte öffnen müssen. Diese Option könnte man so beschreiben: „Der Beginn einer Umsetzung zumindest der ersten Schritte des Minsker Abkommens“.

 

Option #2: Ideologie vor Pragmatismus:

 

Einen entschlossenen Versuch zu unternehmen, die dringendsten Probleme der Ukraine NICHT anzugehen.An erster Stelle steht hier die entschlossenen Bekundung, das Minsker Abkommen nicht zu beachten: Keine Gespräche mit der LDNR, kein Waffenstillstand, kein Abzug der Streitkräfte, keine Amnestie und ganz bestimmt keine Gespräche über irgendeinen Sonderstatus für den Donbass. Diese Option könnte man als „Weiter-So“ oder „Poroschenko 2.0“ bezeichnen.

 

Von Fürst Otto von Bismarck stammt dieser berühmte Satz: „Politik ist die Kunst des Möglichen“. Und ich denke, das ist eine ausgezeichnete Regel, die man beachten sollte, wenn man versucht, herauszufinden was vor sich geht und was als Nächstes geschehen könnte. Es schwirrt da draußen eine Menge übertriebener Rhetorik umher, aber egal wie wahnwitzig ukrainische Politiker auch sein mögen, die Realität bleibt etwas objektives, und diese objektive Realität wird die Zukunft bestimmen, nicht der hohle ideologische Unsinn, der von Politikern verbreitet wird (seien es ukrainische oder AngloZionistische Politiker).

 

Momentan gehen Experten davon aus, dass Selenski nicht Option #1 ergreifen wird. Das lässt stark vermuten, dass die Ukraine Option #2 anstrebt. Aber wie ich bereits angedeutet habe, ist Option #2 nichts anderes als ein „Weiter-So“. Und das ergibt Sinn, vor allem wenn man bedenkt, dass:

 

1) die selben Ursachen die selben Ergebnisse produzieren (schließlich ist die Definition von Irrsinn, „das Selbe immer wieder zu wiederholen und unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten“, und

 

2) das beste Anzeichen für zukünftiges Verhalten das Verhalten in der Vergangenheit ist.

 

Nun, was ist wirklich geschehen? Warum ist Selenski anscheinend darauf versessen, all die Fehler zu wiederholen, die Poroschenko gemacht hat?

 

 

Wie ich vor kurzem in einem Artikel angedeutet habe, ist die Ukraine keine Demokratie sondern eine Oligarchie: Seit 1991 wurde die einst reichste Sowjetrepublik gnadenlos von einer ganzen Klasse (im marxistischen Sinn des Wortes) von Oligarchen ausgeplündert. Deren größte Furcht war immer, den gleichen „Horror“ (aus ihrer Sicht) zu erleiden wie Russland unter Putin und dies auch in die Ukraine kommen könnte.

 

Hier müssen wir eines klarstellen: Hier geht es NICHT, ich wiederhole, NICHT um Nationalität oder Nationalismus. Die ukrainischen Oligarchen sind wie alle anderen Oligarchen: Ihre Loyalität gehört dem Geld und nichts anderem. Wollte man diese Oligarchen charakterisieren, dann könnte man sie sich als „post-sowjetisch“ vorstellen, was heißt, dass sie sich nicht um Nationalität kümmern, und obwohl ihre Hauptsprache das Russische ist, scheren sie sich einen Dreck um Russland oder das Russische (oder irgendwas anderes!). Da viele von ihnen Juden sind, besitzen sie natürlich in Israel ein Netzwerk aus Unterstützern/Helfern, aber ebenso im Westen und selbst in Russland. In Wahrheit sind dies Typen die echten „Internationalisten“, auf ihre eigene, toxische Art.

 

Eine weitere bedeutende Kraft in der Ukraine sind die west-ukrainischen (galizischen) Nazi-Todesschwadronen und der Mob. Ihre Macht ist auch nicht demokratisch, sondern eine Ochlokratie (Pöbelherrschaft). Diese Typen sind eine Minderheit, eine ziemlich kleine sogar, aber sie haben genug Muskel- und Feuerkraft, um jeden nominellen ukrainischen Führer zu bedrohen. Darüber hinaus haben dies Leute die gesamte Polizei und die Sicherheitskräfte infiltriert, was ihnen theoretisch die Möglichkeit gibt, sie zu kontrollieren oder zu entwaffnen (vor allem der Geheimdienst SBU ist voll mit Ukronazi-Banditen).

 

                     Ein paar feine Exemplare von Ochlokraten

 

Sehen wir uns zunächst die Oligarchen an: Ihre erste Priorität ist die Fortsetzung der Plünderung der Ukraine. Dazu benötigt man das Gegenteil von „Recht und Ordnung“: man benötigt Gesetzlosigkeit, Chaos, Gewalt und, am wichtigsten, man benötigt das Feigenblatt der „Moskauer Aggression“, um sich dahinter zu verstecken. In anderen Worten: Diese Oligarchen wollen vielleicht keinen offenen Krieg mit der DNLR (und schon gar nicht mit Russland), sie wollen nur, dass kein Frieden ausbricht.

 

Die Ukronazis wollen auch nicht, dass Frieden ausbricht, dass ihr Einfluss und ihre Macht gemindert wird und sich dem Durchschnitt der ukrainischen Bevölkerung angleicht. Und da ihre gesamte Ideologie und Weltanschauung sich nur darum dreht, Russland zu hassen und anti-russisch zu sein, ist jeder Friede mit Russland für sie einfach nicht vorstellbar. Sie und ihre polnischen Unterstützer wollen, dass Russland in viele kleine Ministaaten zerbricht, die sie (oder in ihrer Wahnvorstellung die Chinesen) beherrschen können. Diese Leute werden Russland immer als existentielle Bedrohung wahrnehmen. Auf ihre Art haben sie durchaus Recht: Russland wird immer der Realitätscheck für ihre Wahnvorstellungen bleiben. Das galt im 13. Jahrhundert genauso wie heute.

 

Und schließlich sollten wir daran denken, dass weder die Oligarchen noch die Ukronazis wirklich wollen, dass die Menschen auf der Krim und im Donbass Teil „ihrer“ Ukraine sind, denn die überwältigende Mehrheit dieser Menschen würde sowohl die Oligarchen als auch die Ukronazis kategorisch ablehnen. Ja, aus ideologischen und aus Prestigegründen werden diese galizischen Nazis immer behaupten, dass „die Krim für immer ukrainisch sei“ und „wir den Donbass zurückerobern werden“. Aber worüber sie tatsächlich fantasieren, das ist das Territorium, und nur das Territorium. Was die mehr als zwei Millionen virulent anti-nazistischen Menschen auf diesem Gebiet anbelangt, so wollen sie sie entweder tot oder vertrieben sehen.

 

Während also etwa 70% der ukrainischen Bevölkerung wollen, dass Frieden einkehrt und der Horror des Bürgerkriegs aufhört, wollen nur jene beiden Gruppen, die die Macht haben, dass der Bürgerkrieg im Osten weitergeht. Es gibt sogar einige Selenski-Kandidaten, die verkündet haben, dass der Krieg mit der LDNR der einzige Weg zur Lösung der Krise sei. Einige wollen sogar Krieg mit Russland!

 

Die Realität ist jedoch – so sagt man – eine lästige Sache. Wenn dein Kopf im Sand steckt und dein Hintern in die Luft ragt und dieser kollektive Hintern der Ukronazis jetzt seit einigen Jahren für alle zu sehen ist. Dies gilt auch für die angeblichen „Reformen“ der Ukronazi-Kräfte.

 

Etliche Anzeichen deuten darauf hin, dass die meisten dieser sogenannten „Reformen“ und „Reorganisationen“ der Ukronazis sich mehr um Korruption (was sonst?) und Augenwischerei drehen als alle andere. Galizier sind allgemein bekannt als erstklassige Folterer und Henker von Zivilisten, aber nicht wirklich als Militärkommandeure (deshalb suchen die „Historiker“ der Ukronazis verzweifelt jedes Jahr in der Geschichte dessen, was man heute die Ukraine nennt, nach so etwas wie einem „ukrainischen“ Sieg; alles was sie bisher gefunden haben, sind sehr kleine, völlig irrelevante und örtliche Schlachten).Im Gegensatz dazu scheint es den Kräften der LDNR ziemlich gut zu gehen, und ihre Moral scheint besser las je (was nicht überrascht, das ihre militärische Moral auf 1000 Jahren russischer Militärgeschichte basiert). Und nicht zuletzt gibt es da Putins ziemlich deutliche Warnung während er Olympischen Spiele, als er erklärte, dass jeder Angriff der Ukronazis „sehr ernste Konsequenzen für das ukrainische Staatsgebilde“ haben würde.

 

Diese Warnung wurde offenbar sowohl in Kiew als auch in Washington DC vernommen.

 

Die Stimmung in der russischen Öffentlichkeit scheint sich aus totalem Ekel und frustriertem Zorn zusammenzusetzen. Nicht dass Selenski in Russland jemals populär war, aber zumindest war er kein Nazi, und er schien bereit zu sein, den ersten Schritt zu tun, um diesen Wahnsinn zu stoppen. Diese Hoffnung ist jetzt völlig zertrümmert (die russischen Medien berichten täglich über alle anti-russischen Äußerungen der verschiedenen Kandidaten von Selenski).

 

Während der Kreml sich zumeist an die diplomatische Sprache hält, scheinen die meisten russischen Experten von Selenski und seinem Verhalten genug zu haben, und sie drängen nach einer irgendwie härteren russischen Gangart gegen dieses fünf Jahre alte Banderastan. Und der Kreml hat zugehört: Russland verteilt jetzt an praktisch jeden Ukrainer, der einen haben will, einen Pass. Dies ist der erste Schritt in einer bewährten Vorgehensweise, der nächste Schritt könnte die Anerkennung der DNLR als souveräne Staaten sein (so wie es mit Abchasien und Süd-Ossetien geschah).

 

Viele wundern sich, worauf Putin wartet und warum Russland diese Republiken noch nicht anerkannt hat.

 

Die Gründe dafür sind so einfach wie überzeugend:

 

Erstens würde eine vorzeitige Anerkennung nur das westliche Märchen anfeuern, Russland sei in die Ukraine einmarschiert um Land zu rauben. Wenn die AngloZionisten solche Behauptungen schon machen, wenn die russischen Streitkräfte noch in ihren Baracken sind, dann kann man sich das hysterische Gekreische aus dem „kollektiven Westen“ vorstellen, wenn Russland sich wirklich dazu entscheidet, seine Truppen in den Donbass zu schicken, um die Aggression der Ukronazis aufzuhalten!

 

Zweitens: So wie das Imperium mit seinem Ukronazi Banderastan ein „Anti-Russland“ erschaffen hat, so hat Russland mit der LDNR ein „Anti-Banderastan“ erschaffen. Das ist sehr wichtig und darf nicht übersehen werden: Ja, die von Nazis besetzte Ukraine ist eine nicht heilende Wunde auf der Seite Russlands, aber Novorossia ist ebenfalls eine nicht heilende Wunde auf der Seite der von Nazis besetzten Ukraine. Der große Unterschied ist, dass Russland stark genug ist, um mit dieser Wunde fertig zu werden, während das Banderastan der Ukronazis nie eine Chance hatte und bereits jenseits jeder Hoffnung auf eine Überlebenschance zusammengebrochen ist.

 

Drittens: Russland kann es sich einfach nicht leisten, die enorme Rechnung für einen eventuellen Wiederaufbau einer zerstörten Ukraine zu tragen. Allein der Wiederaufbau der Krim ist eine enorme und kostenintensive Aufgabe für Russland, vor allem nach der jahrzehntelangen Vernachlässigung durch die Ukros. Aber zumindest wird letzten Endes ersichtlich, dass die Krim auf dem Weg zu Wohlstand ist und die Rendite für die Investitionen wir riesig sein.Aber den gesamten Donbass eigenhändig wiederaufzubauen, das liegt vermutlich jenseits der russischen Mittel. Gegenwärtig liefert bereits riesige Mengen an Hilfe an die Novorussen und ist praktisch am Anschlag.

 

Abschließend sei daran erinnert, dass der UN-Sicherheitsrat die Minsker Abkommen genehmigt hat und dass sie als solche kein Wahlfach sind: Die Minsker Abkommen sind völkerrechtlich bindend. Und hier ist das Schöne: Russland ist nicht Teil der Minsker Abkommen, nur die Ukraine und die LDNR sind es. Während die Anglozionisten also Mantra-artig wiederholen, dass "Russland dafür bestraft werden muss, dass es sich nicht an die Minsker Abkommen hält" oder "Russland muss mehr tun" – erkennen sie alle insgeheim, dass dies leere Heißluft ist. Außerdem beginnen selbst die geistloseren westlichen Führer jetzt zu erkennen, welche Seite sich wirklich nicht an diese Vereinbarungen halten will.

Diese Abkommen sind in Novorossia noch unpopulärer als in Kiew: Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Novorussen niemals zustimmen werden, jemals wieder von Kiew regiert zu werden. Niemals. Und früher oder später werden sie auf irgendeine Weise Russland beitreten. Aber das liegt in der Zukunft. Für den Moment sind die Novorussen schlau genug zu erkennen, dass sie dabei mitmachen sollten und die idiotischen Ukronzis diese Abkommen öffentlich sabotieren lassen. Und da Selenski und seine Kandidaten jetzt erklären, dass sie niemals mit der LDNR verhandeln werden (was die Minsker Abkommen verlangen), so sind es nicht Russland oder die LDNR, die diese Abkommen zerstören, sondern die ukrainische Regierung, und das ganz offiziell.

 

Eine verblüffende Entwicklung seit der Wahl von Selenski ist die Anzahl der ukrainischen Politiker, die offen verkünden, dass die Ukraine den Donbass ganz einfach militärisch zurückerobern sollte (einige sogar die Krim). Es ist daher vielleicht eine gute Idee, noch einmal die militärischen Optionen auf beiden Seiten zu beleuchten.

 

Die süße Ironie der Ukro-Politik: Ein Ukronazis zerschneidet das Portrait jenes Mannes,

der überhaupt erst die Ukraine erschaffen hat!

 

Beginnen wir mit dem Traum der Ukronazis: Der ist ganz klar, und viele ukrainische Vertreter haben die „kroatische Option“ erwähnt, die sich auf den Überraschungsangriff der Kroaten (mit voller Unterstützung der NATO) gegen die serbischen UN-Schutzzonen in Kroatien bezieht (siehe „Operation Storm“ auf Wikipedia). Dieses Modell ist einfach: Tu so, als würdest du in gutem Glauben verhandeln, bringe die (geneigten) Friedenstruppen dazu, alle Örtlichen zu entwaffnen, und greife sie dann mit allem an was du hast. Wäre die LDNR alleine, von Russland abgeschnitten, dann könnte das theoretisch (wenn auch unwahrscheinlich) bei einem Angriff eine Chance auf Erfolg haben. Aber wir müssen uns daran erinnern, dass die Serben in der Krajina (und auch die bosnischen Serben) von Slobodan Milosevic verraten wurden, der nichts zu ihrem Schutz unternahm. In Wahrheit hat Serbien sogar Sanktionen gegen die Republika Srpska verhängt. Und schließlich hatte die NATO völlige Lufthoheit.

 

Der Fall LDNR könnt nicht unterschiedlicher gelagert sein, denn anstatt den Donbass zu verraten oder wie Milosevic Sanktionen zu verhängen, hat Putin der LDNR die volle Unterstützung Russlands gewährt. Sollten die Ukrainer angreifen, so hat Russland eine große Auswahl an Optionen, darunter:

 

1. Noch mehr humanitäre Hilfe zu schicken

 

2. Noch mehr militärische Ausrüstung zu schicken (das „Voentorg“)

 

3. noch mehr Freiwillige zu schicken (der „northern wind“), vor allem hoch trainierte Profis

 

4. das Teilen von Geheimdienst- und Aufklärungsdaten mit den Kräften der LDNR

 

5. die Stationierung von Fliegerleitoffizieren (FAC) innerhalb der Spezialkräfte, um Artillerieschläge gegen Ukronazi-Ziele jenseits der Grenze zu koordinieren

 

6. der Abschuss ukrainischer Raketen und Flugzeuge (einschließlich UAVs)

 

7. der Einsatz russischer EloKa-Einheiten, um ukrainische Signale zu stören (Radar, Anti-Artillerie-Einheiten, GNSS-Signale, Audio- und Videokommunikation, Data-Links etc.)

 

 

Russland hat dies bereits in der Vergangenheit getan (die Optionen 5,6 und 7 nur in besonderen Fällen).

 

Für gewöhnlich würden die Menschen annehmen, dass die nächste eskalierende Option der Einsatz von Bodentruppen in Novorossia wäre, um direkt die Streitkräfte der Ukronazis zu bekämpfen.

 

In Wahrheit hat Russland viele weitere Optionen für eine Boden-Operation. Zum Beispiel könnte eine weitere russische Option beinhalten:

 

8. Offiziell eine „humanitäre Flugverbotszone“ á la Libyen auszurufen, bei der „alle nötigen Mittel“ eingesetzt werden, um die Aggression zu stoppen und dann umgehend russische Jets und Hubschrauber für den Luftnahkampf einzusetzen, und Angriffsflugzeuge (natürlich mit Deckung von Abfangjägern und Mehrzweckkampfjets) und sogar Bomber, um vorrückende Ukro-Einheiten zu zerstören.

 

Russland könnt mit Leichtigkeit eine Flugverbotszone über dem Donbass ausrufen, ohne auch nur eine Luftverteidigungseinheit über die Grenze zu verlegen: Die Langstrecken-Luftverteidigung Russlands ist mehr als ausreichend, um den gesamten Luftraum abzuriegeln, vor allem in Verbindung mit AWACS und Abfangjägern (mit Langstreckenraketen).

 

Und diese Schritte wären sehr sichtbar nur auf das Einsatzgebiet Donbass beschränkt. Aber Russland könnte einen Schritt weitergehen und bestimmte Ziele in der restlichen Ukraine angreifen. Insbesondere:

 

9. Russland könnte die gesamte (winzige) ukrainische „Flotte“ in den Häfen und auf hoher See versenken. Das wäre militärisch nicht von Bedeutung, aber politisch würde es die richtige Botschaft senden.

 

10. Russland könnte sich dazu entschließen, die ukrainische Luftwaffe durch die Zerstörung ihrer Stützpunkte außer Gefecht zu setzen. Russland könnte das sehr leicht mit seinen weitreichenden Cruise Missiles tun. Sind die Startbahnen, die Kontrolltürme, die Radaranlagen, Treibstoff- und Öllager erst einmal zerstört, würde die ukrainische Luftwaffe aufhören zu existieren (auch wenn einzelne Flugzeuge versteckt und die russischen Angriffe überleben würden)

 

11. Als Nächstes könnte Russland mit den ukrainischen Bodentruppen ernst machen und Kommandoposten, Kommunikationsknotenpunkte, Treibstoff- und Waffenlager, Bunker, Brücken usw. angreifen. Das Ziel wäre dabei nicht, so viele ukrainische Soldaten wie möglich zu töten, sondern die richtigen Ziele anzugreifen, um es dem ukrainischen Militär unmöglich zu machen, koordinierte Offensiv-Operationen durchzuführen.

 

12. Schließlich könnte sich Russland dazu entscheiden, die Jagdsaison auf wichtige Offizielle zu eröffnen und einige der übelsten Nazi-Vertreter zu exekutieren (nur um dem Rest Angst einzujagen).Auch hier wären die Cruise Missiles wahrscheinlich das beste Mittel, aber auch andere Optionen können sehr erfolgreich sein, darunter der „Dudaev-Trick“ (eine Rakete, die sich das Signal eines Satellitentelefons sucht), oder man macht „voll auf NATO“ und beginnt damit, politisch symbolische Gebäude zu sprengen.

 

Ich habe die letzten vier Optionen erwähnt, weil sie durchführbar sind, aber sie wären auch der totale Overkill.

 

Die Wahrheit ist, sollte Russlands jemals echt intervenieren, dann würden die meisten ukrainischen Soldaten fliehen oder sich ergeben (sie haben nicht für Selenski gestimmt, um für eine kranke Nazi-Ideologie und Weltanschauung zu sterben). Ich wiederhole: Die Vergangenheit ist das beste Anzeichen für zukünftiges Verhalten, und das Beispiel Krim hat gezeigt, dass, wenn eine (relativ kleine!) russische Einheit interveniert, niemand den Mut (oder die Motivation) hat, Widerstand zu leisten.

 

Nebenbemerkung:

 

(Ein beliebter Witz geht folgendermaßen: Frag einen ukrainischen Nationalisten, warum die Ukrainer im Donbass kämpfen, und die obligatorische und politisch korrekte Antwort lautet: „weil die Russen dort sind!“ Und dann frag ihn, warum die Ukraine nicht auf der Krim kämpft, und er wird antworten: „weil die Russen dort wirklich sind!

 

Das ist so wahr. Die Ukronazis versuchen sich mit minderen Formen des Terrorismus (Bomben legen, zumeist), aber ohne viel Erfolg.

 

Ein Angriff auf die Krim (mittlerweile wahrscheinlich einer der best verteidigten Orte auf der Welt!) – das wäre für das gesamte Expeditionskorps der US-Marines eine Selbstmordaktion, geschweige denn für das heruntergekommene Ukro-Militär!)

 

Darüber hinaus haben sich die Russen seit mindestens fünf Jahren intensiv auf einen großen Krieg gegen die NATO vorbereitet und sie sind gut darauf vorbereitet, sich dem vereinten Westen zu stellen. Sich also mit der verfallenen, korrupten, demoralisierten, desorganisierten und ganz allgemein „räudigen“ Streitkraft der Ukronazis anzulegen, das wäre kein bedeutender Aufwand. Jeder halbwegs kompetente Militäranalyst weiß das. Sogar die Ukronazis.

 

Was das für die Selenski-Administration bedeutet ist einfach: Sollte sie ein „Kroatien-Szenario“ versuchen, dann werden sie kein „Kroatien-Ergebnis“ bekommen, sondern ein „Georgien 08.08.08-Ergebnis“: die Vernichtung der Streitkräfte in 48 Stunden, gefolgt von einem Verlust von 20% ihres nationalen Territoriums (im Fall der Ukraine wahrscheinlich mehr!)

 

Nebenbemerkung:

 

Seit vielen Jahren erkläre ich, dass das wahre Ziel einer Ukronazi-Attacke auf Novorossia nicht ein Sieg ist, sondern Russland dazu bringen soll, offen zu intervenieren. Diese Strategie ist jedoch gescheitert, während sich das Gleichgewicht der Kräfte, einschließlich der politischen Kräfte, geändert hat. Es ist eine Sache, einen Krieg mit der LDNR anzufangen, nur um Russland zum Einschreiten zu bewegen, und eine ganz andere Sache, sein ganzes Land „ernsthaften Konsequenzen“ für sein gesamtes „Staatsgebilde“ auszusetzen. Putins (ziemlich außergewöhnliche) Drohung hat die Latte für eine mögliche russische Erwiderung um einiges höher gelegt.

 

Gibt es also irgendetwas, das auch nur vage wie „irgendeine“ Lösung aussieht?

 

Nun, theoretisch gäbe es da eine Lösung nach dem Minsker Abkommen. Den Novorussen gefällt es nicht, aber Russland könnte es ihnen wohl auferlegen. Russland selbst könnte sicher mit so einem Ergebnis leben (nein, Russland hat absolut kein Bedürfnis nach weiteren Territorien, vor allem nicht nach verwüsteten!). Aber da die Ukronazis zu ideologisch und wahnhaft sind, um diese Option zu akzeptieren, gibt es da noch den Plan B: Russland erkennt einseitig die LDNR-Republiken an, die dann für einen Anschluss an die Russische Föderation stimmen. Theoretisch könnte der Rest der Ukraine anerkennen, dass diese Situation Vorteile hat, unter anderem, dass man 2 Millionen Anti-Nazis loswird. Aber ihre Ideologie (eigentlich eine lokal einzigartige galizische Form von Ultra-Nationalismus – ähnlich dem Ustascha-Regime in Kroatien im 2. Weltkrieg, das dem gesamten Land auferlegt wurde) macht es diesen wahnsinnigen Nationalisten absolut unmöglich, so einen Gebietsverlust zu akzeptieren, vor allem nach so einem erniedrigenden Bürgerkrieg gegen ihr eigenes Volk (das behaupten sie zumindest). Einfach gesagt: Sie können nicht beanspruchen, die Nachkommen von 200.000 Jahre alten „antiken Ukrs“ zu sein, die die Pyramiden gebaut haben, die das Schwarze Meer gegraben haben, die die arische Zivilisation begründet haben und deren Sprache die Basis von Sanskrit ist, und gleichzeitig zugeben, dass ein großer Teil ihrer eigenen Bevölkerung lieber tot als unter ihrer Herrschaft ist. In Wahrheit sind diese Typen nicht nur nicht bereit, den Verlust von irgendwelchem Gebiet zu akzeptieren (sei es de jure oder de facto), einige von ihnen beanspruchen sogar Gebiete innerhalb der Russischen Föderation.

 

Gott sei Dank machen ihre Wahnvorstellungen keinen Unterschied: Novorossia und die Krim sind weg, für immer, egal was einer sagt.

 

Ehrlich gesagt glaube ich, dass sogar ohne die Krim und sogar ohne Novorossia die von Nazis besetze Ukraine nicht haltbar ist, schon allein weil die südlichen Regionen (Odessa, Nikolaev, Mariupol) niemals zustimmen werden, ein von Nazis besetztes Protektorat jener galizischen Ukronazis zu werden, die i Odessa schon Menschen bei lebendigem Leib verbrannt haben. Die Wahrheit ist, dass die Galizier besser dran wären, ihre (vollkommen künstlichen) Verbindungen zu dem zu trennen, was heute als „die Ukraine“ bekannt ist und sich auf ihre wirklich historischen Ländereien zu beschränken. Ihre Ideologie wird jedoch nie zulassen, dass sie das erkennen. Der Prozess der Auflösung wird wahrscheinlich in der einen oder anderen Form weitergehen.

 

Schlussfolgerung: Wie ein Spruch zu einem ganz anderen führen kann

 

Die gesamte Weltanschauung der Ukronazis kann man in ihrem wohlbekannten Spruch zusammenfassen: „Alle Kikes und Polaken im russischen Blut ersäufen“ (oder eine Variation davon). Das Problem an diesem Spruch ist, das die (relativ kleine) galizische Bevölkerung auf keinen Fall für immer ihre viel größeren (und ehrlich gesagt schlaueren) jüdischen, polnischen oder russischen Nachbarn besiegen kann. Aber immer wieder resultiert die Politik, die mit diesem bekannten Ukro-Spruch beginnt, unvermeidlich zur Variation eines ziemlich schmerzvollen weiteren bekannten Ukro-Spruchs: „Koffer, Bahnhof, Russland“, aber, und das ist wichtig, in einer völlig anderen Zusamenstellung: „Koffer, Bahnhof, und zurück nach Kanada/Israel!“ ;-)

 

Mir persönlich ist egal, was aus diesen Menschen wird oder was mit dem Land geschieht, das sie historisch besiedelt haben. Wenn sie die Österreicher, die Polen, die Ungarn oder die Deutschen haben wollen – dann sollen sie sie gerne aufnehmen. Schließlich sind das jene Leute, die, neben dem Papsttum, die Ukraine und das Ukronazi-Phänomen gegründet haben. Also, viel Spaß damit!

 

Wenn die Menschen irgendeiner Rest-Ukraine stark und klug genug sind, um diesen Nazi-Sumpf auszumerzen – gut für sie, dann können sie auf russische Hilfe und Unterstützung für einen Wiederaufbau zählen. Aber wenn nicht – dann ist es ihr Problem.

 

Wenn die Menschen so weit vom Weg abweichen und die Realität ignorieren, dann haben sie das verdient, was auf sie zukommt.

 

Der Saker


https://caitlinjohnstone.com/2019/08/12/everyones-a-conspiracy-theorist-whether-they-know-it-or-not/

 

Jeder ist ein Verschwörungstheoretiker,

ob er's weiß oder nicht

 

von Caitlin Johnstone, 12.08.2019

 

 

Die plutokratische Propaganda-Klitsche MSNBC hat zu der Eilmeldung, dass der Befund des Leichenbeschauers zur Ursache von Jeffrey Epsteins Tod „von weiteren Informationen abhängt“, die Tatsachen verdreht.

 

Unsere Quellen sagen immer noch, dass es wie Selbstmord aussieht, und ich befürchte, dass das Verschwörungstheoretiker auf den Plan rufen wird“, sagte NBC Korrespondent Ken Dilanian. „NBC News hat den ganzen Tag lang gehört, dass es keine Anzeichen für ein falsches Spiel gibt und dass es wie ein Selbstmord aussieht und er sich in seiner Zelle selbst erhängt hat.“

 

Dilanian, der sich in seiner Eile beim Wort „Verschwörungstheoretiker“ verhaspelte, nur um es gleich in seinen ersten Satz zu packen, ist ein bekannter Zuarbeiter der Central Intelligence Agency. Das ist keine Verschwörungstheorie, das ist eine bestens dokumentierte Tatsache. Ein Artikel im The Intercept von 2014 mit dem Titel „The CIA's Mop-Up Man“ („Die Reinigungskraft der CIA“) enthüllt Emails (die durch einen Freedom of Information Act-Antrag veröffentlicht wurden) zwischen Dilanian und Beamten des Pressebüros der CIA, die „zeigen, dass Dilanian eine enge Beziehung zur Agentur pflegte, ausdrücklich eine positive Berichterstattung versprach und dem Pressebüro manchmal ganze Story-Entwürfe schickte, damit sie es vor der Veröffentlichung durchsehen konnten.“ Es gibt keinen Grund für die Annahme, dass diese kuschelige Beziehung beendet wurde, so dass alles, was er veröffentlicht, mit Sicherheit als Pressearbeit der CIA abgelehnt werden kann.

 

Als ich zu dem Twittervideo von MSNBC Dilanians Verbindungen zur CIA erwähnte, da hat MSNBC seinen Tweet gelöscht und dann ohne Dilanians Namen neu eingestellt. Hier ist ein Screenshot des ersten Tweets, gefolgt von einem eingebetteten Link zum gegenwärtigen Tweet (den ich sicherheitshalber archiviert habe).

 

Bis zu der Neuigkeit, dass Epsteins Autopsie einen Selbstmord nicht endgültig bestätigen konnte, haben die Schlagzeilen der Massenmedien überall ohne Fragen hinausposaunt, dass dies als die Ursache für den Tod des angeklagten Sex-Dealers bekannt sei.

 

(Anm.d.Ü.: Ich erlaube mir, hier meinen Tweet zu dieser Thematik einzufügen)

 

Und das trotz der Tatsache, dass die Untersuchung des FBI es ausdrücklich als „offenkundig Selbstmord“ bezeichnet hat. Und trotz der Tatsache, dass man glaubwürdig annehmen darf, dass er in eine sexuelle Erpressungsoperation mit Verbindungen zu Geheimdiensten involviert war, in die viele mächtige Personen verwickelt sind, von der eine jede von seinem Tod hochgradig profitieren konnte.

 

Und somit spielen sich sehr seltsame Dinge ab und die Menschen sind aus gutem Grund völlig baff. Die Antwort der Narrativ-Manager der Massenmedien darauf lautet natürlich, jeden als „Verschwörungstheoretiker“ abzukanzeln.

 

Jeffrey Epstein: Wie nach dem Tod des Finanziers Verschwörungstheorien ins Kraut schießen“, so lautet eine BBC-Schlagzeile.

https://www.bbc.com/news/world-us-canada-49312746

 

Die Verschwörungen zu Epsteins Selbstmord zeigen, wie vergiftet unser Informationssystem ist“, lautet eine Schlagzeile der New York Times.

http://archive.is/F26o8

 

Nach dem Tod von Epstein kursieren im Internet die Verschwörungstheorien“, warnt das Wall Street Journal.

https://www.wsj.com/articles/conspiracy-theories-fly-online-in-wake-of-epstein-death-11565561364

 

Der Tod des Finanziers Epstein enttäuscht die Opfer und führt zu Veschwörungstheorien“, lautet die Schlagzeile des von der US-Regierung finanzierten Voice of America.

https://www.voanews.com/usa/financier-epsteins-death-disappoints-victims-launches-conspiracy-theories

 

Diese Medien passen im Allgemeinen zur Melodie von Dilanian, der jeden, der die offizielle Story zu Epsteins Tod anzweifelt, als komplett Verrückten hinstellt. Mittlerweile drücken ganz normale Menschen aus dem gesamten politischen Spektrum in den Sozialen Medien ihre Skepsis über das „Selbstmord“-Narrativ aus. Viele von ihnen leiten ihre Zweifel mit einer Abwandlung dieses Satzes ein: „Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, aber...“

 

Ich bin keine Verschwörungstheoretikerin, aber es gibt eine Menge sehr mächtiger Menschen, die möchten, dass dies Epstein-Sache verschwindet. Gibt es eine Untersuchung des diensthabenden Beamten?“ twitterte die Schauspielerin Patricia Heaton.

 

Ich halte nichts von Verschwörungstheorien. Aber Epstein hatte zerstörerische Informationen über eine außergewöhnliche Anzahl außergewöhnlich mächtiger Menschen. Es ist nicht leicht, in einem Gefängnis Selbstmord zu verüben. Vor allem nachdem er es angeblich schon einmal versucht hat“, twitterte der Strafverteidiger Scott Hechinger.

 

 

Die Journalistin Abi Wilkinson fasst die Albernheit dieser weit verbreiteten Einleitung sehr schön zusammen und twitterte: „'Ich bin kein Verschwörungstheoretiker' ist, wenn man darüber nachdenkt, eine echt schräge Annahme, der Gedanke, dass es zwischen dem Glauben an sämtliche Verschwörungen und der völligen Ablehnung dieses Konzeptes unter allen Umständen nur ein entweder/oder gäbe.“

 

Ja, ich denke, dass es fair ist zu sagen, dass jeder ein Verschwörungstheoretiker ist, wenn er wirklich ehrlich zu sich ist. Nicht jeder glaubt, dass die offiziellen Storys zu 9/11 und dem Mord am JFK mit Handlungslücken oder was auch immer übersät sind. Aber ich bezweifle, dass jemand, der sich hinsetzt und echt mit der Frage „Verschwören sich mächtige Menschen?“ beschäftigt, dies ehrlich abstreiten würde. Nur sind halt manche selbstkritischer als andere, über die selbstverständliche Realität, dass sich mächtige Menschen die ganze Zeit verschwören, und es ist nur eine Frage des Wie und mit Wem und in welchem Ausmaß.

 

Das Wort „sich verschwören“ wird im Merriam-Webster folgendermaßen definiert: „Sich an einer geheimen Absprache beteiligen, um eine illegale oder unrechtmäßige Tat zu begehen, oder eine Tat, die als Resultat der geheimen Absprache ungesetzlich wird.“ Keine vernünftige Person würde bestreiten, dass so etwas geschieht, und auch nicht, dass dies eine Sache ist, die vermutlich in gewissem Ausmaß unter den Mächtigen in ihrem eigenen Land geschieht. Allein das schon ist per Definition eine Theorie über Verschwörung, und sie passt so ziemlich auf jeden. Da es für so ziemlich jeden gilt, ist das Label im Wesentlichen bedeutungslos, entweder als abwertend oder als etwas anderes.

 

Die Bedeutungslosigkeit des Begriffs wurde durch Russia Gate deutlich veranschaulicht. Seine Anhänger reagieren mit stotternder Empörung, wenn man sie darauf hinweist, dass sie an einer Verschwörungstheorie beteiligt sind. Trotz der selbstverständlichen Tatsache, dass es genau das ist: eine Theorie über eine Gruppe von mächtigen russischen Verschwörern, die sich mit den höchsten Ebenen der US-Regierung verschworen haben. Ihr Protest ist nicht auf den Glauben zurückzuführen, dass sie nicht über eine Verschwörung theoretisieren, ihr Einwand ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass ein stark stigmatisiertes Etikett, von dem sie gewohnt sind, es auf andere Menschen zu kleben, ihnen angeheftet wurde. Dieses Etikett wird abgelehnt, weil seine tatsächliche Definition bis zum Punkt der Bedeutungslosigkeit ignoriert wird.

 

Ajamu Baraka: „Kürzlich kam das FBI mit dem absurden Gedanken daher, dass Verschwörungstheorien eine Gefahr für die nationale Sicherheit sind & Epstein wurde tot in seiner Zelle aufgefunden. Aber wenn Garry Webb die Geheimdienstverschwörung in der Crack Kokain Epidemie aufdeckte, da hat er sich in den Kopf geschossen – zweimal!

Stellt keine Fragen“

 

Das Problem lag nie im Begriff „Verschwörungstheorie“ an sich; das Problem war der beliebige und völlig bedeutungslose Gebrauch als Beleidigung. Die beste Art, dieses Problem anzugehen, wäre ein populistischer Schritt, dieses Etikett zu entstigmatisieren, indem man sich seiner bemächtigt. Letzten Monat twitterte Dave Callum von der Cornell-Universität:

 

Ich bin ein 'Verschwörungstheoretiker'. Ich glaube, dass sich reiche und mächtige Männer und Frauen verschwören. Wenn du das nicht glaubst, dann bist du das, was man einen 'Idioten' nennt. Wenn du Sachen glaubst, aber dich vor dem Etikett fürchtest, dann bist du das, was man einen 'Feigling' nennt.“

 

Das müssten wir alle tun. Die Debatte muss gewaltsam von der absurden Frage weggeleitet werden, ob es Verschwörungen gibt oder nicht, hin zu der wichtigen Frage, welche Verschwörungstheorien gültig sind und in welchem Umfang.

 

Und wir sollten uns besser beeilen. Yahoo News berichtete Anfang diesen Monats, dass das FBI kürzlich ein Dokument veröffentlichte, in welchem „durch Verschwörungen angetrieben inländische Extremisten“ als eine wachsende Bedrohung beschrieben werden. Und das war, bevor die jüngste Flut von US-Schießereien die Narrativ-Manager des Establishments dazu brachte, auf neue inländische Terrorismus-Gesetze zu drängen. Dies, zusammen mit der Tatsache, dass wir nicht einmal Fragen über extrem verdächtige Ereignisse wie den Tod von Jeffrey Epstein stellen dürfen, ohne von der Gedankenpolizei der Massenmedien mit diesem bedeutungslosen Schimpfwort geteert zu werden, was bedeutet, dass wir in naher Zukunft einem extremen Risiko ausgesetzt sind, in etwas viel Orwellianischeres versetzt zu werden.


https://kunstler.com/clusterfuck-nation/rude-awakening/

 

Ein böses Erwachen

 

von James Howard Kunstler, 09.08.2019

 

 

Jetzt, wo alles und jeder, der nicht (politisch) „aufgewacht“ ist, ein Rassist ist, ein weißer Extremist und ein inländischer Terrorist, ist das verbale Gezeter in Amerika komplett. Der Becher mit starkem englischen Tee (einem Getränk der schlimmsten modernen kolonialistischen Nation) auf meinem Schreibtisch ist weiß. Er schämt sich und ist angewidert, dass er das Privileg hat, 200ml eines farbigen Getränks zu fassen. Die größte Beleidigung für das Getränk ist es jedoch, in meinen weißen Körper aufgenommen und durch zahlreiche chemische Prozesse so verändert zu werden, dass es mir zugute kommt und das Getränk sich in Nichts auflöst. Das ist doch wohl eine kulturelle Aneignung, eine Art von Sklaverei und letzten Endes Mord! Man wird mir meinen Frevel niemals verzeihen. Lustig, dabei trinke ich frühmorgens starken englischen Tee um „wach“ zu werden.Vielleicht sollte ich auf Yogi Entgiftungs-Tee umsteigen. (Warme Milch würde nur mein abscheuliches Privileg betonen und mich einschlafen lassen.)

Ihr seht, ich versuche mich in die Gedankengänge eines durchschnittlichen Wokesters zu versetzen.

(Anm.d.Ü.: Wokester = „ein 'Aufgeweckter', ein leicht beleidigter Idiot, der glaubt, dass das Wort 'aufgewacht' ihm das Recht gibt, seine selbst-zentrierte Sicht auf die Welt zu rechtfertigen. Diesen Personen fehlen oft die Fertigkeiten im zivilen Diskurs oder ein gebildeter Hintergrund zu jedem Thema über das sie schimpfen“. – Definition aus dem urbandictionary.com)

 

Wenn die Linke eine Person wäre, dann wäre sie mittlerweile mit vier mal täglich 20mg Haloperidol in einer Anstalt weggesperrt. Aber wir haben die Irrenhäuser schon vor Jahrzehnten aufgegeben. Und so läuft die Linke frei herum, droht damit, jeden Moment einen „Motherfucker ins Herz zu stechen“ und heult im selben Moment über die Waffengewalt. Ich vermute, einem Motherfucker ins Herz zu stechen ist progressiv, denn es ermöglicht einem, ganz nah an den betreffenden Motherfucker heranzutreten und seine Lebenserfahrung mit ihm zu teilen, kurz bevor man ihm die Klinge hineinsticht. Schusswaffen sind so... weiß!

 

Bald könnte sich Amerika die Frage stellen: Was genau ist am verrückt werden „progressiv“? Ich glaube, dass wir uns langsam der Antwort nähern, und die Antwort lautet: Nichts. Die Linke hat es geschafft, dem Wort „progressiv“ jede Bedeutung auszutreiben. Wir werden es in den kommenden Generationen nicht mehr ernst nehmen können (falls es noch kommende Generationen gibt). Die Linke hat alle möglichen Tricks aus ihrer arglistigen Trickkiste angewandt, um allgemein das Denken in dieser Republik lahmzulegen, und die Sprache, die diesem Denken dient. Aber ihre verzerrten Verleumdungen wirken hauptsächlich gegen sie selber, da aus ihren Mäulern eine absurde Idee nach der anderen quillt und in die Twitter-Fenster mit den blauen Häkchen wandert.

Apropos „Motherfuckern ins Herz stechen“: Warum sind jene „Progressiven“, die sich neulich am Abend vor dem Haus von Senator Mitch McConnell versammelt haben, nicht in einem Bundesgefängnis um sich zu entspannen, weil sie gedroht haben, einen Beamten zu ermorden? Das wäre die übliche Vorgehensweise. Wie schwierig kann es sein, sie ausfindig zu machen? Niemand hat diese Fragen gestellt – eine seltsame Entwicklung.

 

Twitter-Boss Jack Dorsey griff zu der vorhersehbaren „progressiven“ Aktion, den Wahlkampf-Account von Senator McConnell lahmzulegen, weil dort ein Video jenes Mobs veröffentlicht wurde, der vor seinem Haus dazu aufrief, dem „Motherfucker ins Herz zu stechen“. Das sollte zumindest für eine anständige Rechtsklage gegen Twitter reichen, um das Bewusstsein der 23-jährigen aufgeweckten Schergen zu schärfen, die Jack Dorsey angeheuert hat, um so zu tun als wäre ihre sorgfältige Verbannung nicht-aufgeweckter Twitterer das Werk angeblicher „Algorithmen“ – und das gilt auch für Mr. Dorsey selbst, diesen arroganten Arsch, der hinter all dem steckt.

 

Jeder anständige, psychologisch geschulte Detektiv kann feststellen, warum die Linke, insbesondere die Demokratische Partei – früher eine Säule unseres politischen Systems – verrückt geworden ist. Der Verlust einer nationalen Wahl vor zweieinhalb Jahren hat die Basis traumatisiert. Dabei machte die Partei die traurige Entdeckung, dass sie keine realitätsnahen politischen Ideen hat. Dies führte zum Beschluss von Ausreden, die auf Wunschrealitäten basieren, um damit das Scheitern als politische Ideen zu tarnen: Russland war's! Trump ist „Putins Marionette“. Dieses klinisch paranoide Mem und die massive Ermittlungsaktivität, die das hervorrief, endete mit einem weiteren Misserfolg, der so tiefgreifend ist, dass sich die Partei immer noch nicht damit abfinden kann.

 

Aber die Demokratische Partei muss spüren, dass sie im Begriff ist, für all das zur Verantwortung gezogen zu werden. Die Beamten des Tiefen Staats, die in ihrem Namen dieses finstere Spiel betrieben haben, mit all den aufrührerischen Obertönen, werden vor Geschworenen-Gerichte geschleppt werden. Das kann jetzt jede Woche passieren. Die Partei selbst, oder zumindest ihre Vorstands-Mafia, das DNC, könnte bei diesem Reinemachen dabei sein. Wirklich schwer zu erkennen, wie die Partei das überleben soll. Ihre loyalen Historiker werden vermutlich sagen, dass irgendein Motherfucker ihr ins Herz gestochen habe. Aber tatsächlich hat die Demokratische Partei zuerst den Verstand verloren und dann Selbstmord begangen.

 


https://caitlinjohnstone.com/2019/08/10/how-to-avoid-being-called-a-russian-agent-online/

 

Wie man vermeidet, im Internet als russischer Agent bezeichnet zu werden

 

von Caitlin Johnstone, 10.08.2019

 

 

Die allzeit verlässlichen NBC-Nachrichten haben einen wichtigen und informativen Artikel veröffentlicht. Der Titel lautet: „Twitter-Konten mit Verbindungen zu Russland fördern das 'Doxing' über Videos zu rassischen Spannungen“ und es werden in dem Artikel furchtlose, investigative Unterstellungen und innovative Verschwommenheit benutzt, um die Leser darüber zu informieren, dass virale Videos über rassistische Amerikaner im Grunde eine russische Lügengeschichte sind.

http://archive.is/do56D

 

Die vier Autoren dieses Artikels dokumentieren kühn die schockierenden und sensationellen Ergebnisse einer Studie der Clemson Universität, dass „nahezu 30 verdächtige Twitter-Accounts“ daran beteiligt waren, die Videos mit rassistischem Verhalten weißer Amerikaner zu retweeten. Und wie der aufmerksame Leser mittlerweile wissen sollte, ist „verdächtigt“ nur ein anderes Wort für „russisch“. Da wir ja alle wissen, dass Rassismus in Amerika noch nie ein Problem war und nur russische Agenten so einen wahnwitzigen Gedanken befördern können, so können wir mit Sicherheit annehmen, dass jeder, der virale Videos mit weißen Amerikanern verbreitet, die gegenüber Minderheiten grausam sind, ein subversiver Agent des Kremls ist.

 

Da man die westliche Demokratie vor dem schädlichen Einfluss aus Moskau schützen muss, ist es für patriotische Bürger zunehmend notwendig, auf diese üblen Propagandisten hinzuweisen, damit die Benutzer der Sozialen Medien nicht durch ihre Seelen-zerfressenden Mems hypnotisiert werden. Daher wird man sehr oft wachsame Netzbürger sehen, die Online Alarm auslösen, immer wenn sie jemanden dabei ertappen wie er etwas Kremliges tut, etwa Zweifel über westliche Geheimdienste zu äußern oder Kamala Harris zu kritisieren. Hier präsentiere ich fünf Dinge, die man tun kann, um nicht ins Kreuzfeuer dieses wesentlichen Informationskriegs zu geraten und selbst als russischer Agent gebrandmarkt zu werden:

 

1. Unterstütze immer alle Aktionen des US-Militärs und seiner Alliierten

 

Es gibt nur eine Person, die von der Skepsis gegenüber den Aktivitäten der westlichen Militärstreitkräfte profitiert, und das ist Wladimir Putin. Nur ein GRU-Agent würde bezweifeln, dass unsere tapferen Männer und Frauen in Uniform da draußen für Freiheit und Demokratie kämpfen, zum Wohle aller Beteiligten. Unsere vertrauenswürdigen Führer haben uns noch nie über den Zweck des Einsatzes militärische Kräfte belogen, und sie werden auch nicht damit anfangen.

 

Diese Regel gilt ebenso für Nachrichten, die die Notwendigkeit militärischer Aktionen demonstrieren. Wenn euch das Fernsehen sagt, dass Bashar al-Assad Giftgas auf eine Gegend voller Kinder und Videokameras abgeworfen hat, und man sich den Kopf über Details zerbricht, etwa dem Fehlen eines strategischen Grunds für so eine Tat, dann entspanne dich einfach und schau weiter fern. Es ist nur dein Verstand, der dich auf die russische Seite ziehen will. Das Fernsehen wird’s schon richten.

 

2. Glaube alles, was dir die Nachrichten-Sprecher erzählen

 

Es ist eine bekannte Tatsache, dass Putins Hauptziel in diesem hybriden Krieg gegen Wahrheit und Freiheit die Schwächung unseres Vertrauens in unsere Institutionen ist. Das ist der erste Schritt in seinem Plan: die Schwächung unseres Vertrauens in unsere Institutionen und Medien. Der zweite Schritt, nun, niemand kennt den zweiten Schritt, aber der dritte Schritt wird die Annektion Amerikas und der EU in die Russische Föderation sein.

 

Die beste Methode zur Vereitelung dieses finsteren Plans ist es daher, so viel Vertrauen wie möglich in die zuverlässigen Nachrichtensender zu stecken, die noch nie und zu keinem Zeitpunkt Fake News oder Propaganda verbreitet haben. Es gibt ein sehr breites Spektrum an vertrauenswürdigen Medien, aus denen man auswählen kann, das reicht über das gesamte politische Spektrum von politisch konservativen Medien wie dem Wall Street Journal und Fox News bis zu den äußerst progressiven Medien wie Washington Post und MSNBC. Es gibt für jeden etwas!

 

3. Akzeptiert Joe Biden als euren Herrn und Retter.

 

Präsident Joe wird kommen. Das ist wie mit einem seiner berühmten Küsse in den Nacken: Es gefällt einem vielleicht nicht, aber es wird so kommen. Also kann man sich schon mal an den Gedanken gewöhnen. Kämpft nicht dagegen an. Protestiert nicht. Seid nicht so russisch.

 

Diese Regel gilt auch für die Ersatz-Bidens, die am Bühnenrand warten, falls Plan A nicht klappt. Kein Widerstand gegen Präsidentin Kamala, Präsidentin Liz und auch nicht gegen Präsident Beto. Wenn die Parteizentrale der Demokraten entscheidet, dass dies das Beste für euch ist, dann wählt ihr das und sagt Danke, ihr unverschämten kleinen Scheißer.

 

4. Küsse die Mächtigen, tritt auf die Unterdrückten ein.

 

Deine Regierung liebt dich. Deine Regierung würde dir nie etwas Schlechtes antun. Deine Regierung würde nie jemandem irgendeinen Schaden zufügen. Jeder, der deine Regierung oder deren Freunde kritisiert, ist dein Feind. Sie sind Russen. Sie müssen zerstört werden.

 

Die ungewaschenen Massen wollen deinen Führern das wegnehmen, was ihnen rechtmäßig zusteht. Die ungewaschenen Massen wurden durch Russland hypnotisiert. Sie wissen nicht, was für sie das Beste ist. Sie sind nützliche Idioten. Loyale Bürger, es ist eure Aufgabe, ihr Denken geradezurücken. Korrigiere so kräftig wie nötig.

 

5. Glaube daran, dass alle Probleme Amerikas im Januar 2017 angefangen haben.

 

Jeder weiß, dass das Weiße Haus vom Kreml infiltriert worden ist, mit einem komplizierten und raffinierten Plan aus Hackern, Facebook Mems, dem Trump Tower und urinierenden russischen Prostituierten. Alle Probleme Amerikas haben damit angefangen, sei es der Rassismus, die Waffengewalt, die Deportationen, die Korruptheit der Republikanischen Partei oder die politische Spaltung. Jeder Versuch, irgendeines dieser Probleme auf eine Zeit vor Januar 2017 zurückzuverfolgen, oder zu einem anderen Ort als Moskau, ist ein Versuch der Russen. Wenn wir Putins Marionette loswerden, dann lösen wir für immer alle Probleme Amerikas.

 

Wenn ihr diese fünf Schritte genau befolgt, treue Bürger, dann könnt ihr sicher sein, nie als russische Agenten bezeichnet zu werden. Wahrscheinlich. Vielleicht. Kommt drauf an, wie gehorsam ihr seid. Ich würde mir keine Sorgen machen.


 

https://consentfactory.org/2019/08/08/the-war-on-white-supremacist-terror/

 

Der Krieg gegen den rechtsextremen (weißen) Terror

 

von C.J.Hopkins, 08.08.2019

 

 

Wenn dir der ursprüngliche Krieg der globalen Konzernherrschaft gegen den islamistischen Terror gefallen hat, dann wirst du ihren jüngsten Ableger, den Krieg gegen den rechtsextremen Terror lieben. Im Grunde ist es das Gleiche wie der alte Krieg gegen den Terror, nur sind dieses Mal die schlechten Kerle alles weiße Rechtsextreme, und Donald Trump ist Osama bin Laden … außer Putin ist Osama bin Laden. Okay, ich bin mir nicht ganz sicher, wer Osama bin Laden ist. Wie auch immer. Es geht darum: Die Terroristen kommen!

 

Jawohl, irgendein rassistischer Verrückter hat in Texas einen Haufen Leute ermordet, darum muss man wieder mal „die Samthandschuhe ausziehen“, irgendeine neue Art von Patriot Act beschließen, die Bürgerfreiheiten weiter einschränken und ganz allgemein die Öffentlichkeit zu einer Massenhysterie wegen des „rechtsextremen Terrors“ aufstacheln.

 

Die Redaktionsleitung der New York Times ist bereits kräftig am werkeln. In einem längeren Kommentar am letzten Sonntag („Wir haben ein Problem: rechtsextremer Terror“) schlägt das Team vor, dass wir alle sicherer wären, wenn die Regierung – aber vermutlich nicht diese Regierung – Menschen nach eigenem Gutdünken als „Terroristen“ oder „potentielle Terroristen“ oder „Terror-Sympathisanten“ einstufen könnte, unabhängig davon, ob sie eine Verbindung zu tatsächlichen Terrorgruppen haben, und... nun, die Redaktionsleitung hat folgendes im Sinn:

 

Die Ressourcen der amerikanischen Regierung und ihrer internationalen Verbündeten würden unverzüglich mobilisiert. Die gewaltige Macht des Staates würde unermüdlich daran arbeiten, zukünftigen Terroristen den Zugang zu Waffen, Geld und Foren zu verweigern, um ihre Ideologie zu verbreiten. Die Bewegung würde von Spionen und Informanten infiltriert werden. Ihre Finanziers würden mit Sanktionen rechnen müssen. Treffpunkte würden überwacht werden. Diejenigen, die den Terroristen Hilfe oder Unterschlupf gewähren, werden strafrechtlich verfolgt.“

 

Die Redaktionsleitung hat die Gulags im Ausland, die Aggressionskriege, die Ermordungen, die Folter und die Massenüberwachung von praktisch Jedem nicht erwähnt, oder andere Dinge wie den ursprünglichen Krieg gegen den Terror. Aber vermutlich ist dieses ganze Zeug in der „gewaltigen Macht des Staates“ inbegriffen, die das Team durch die US-Regierung am liebsten „unverzüglich mobilisieren“ sehen möchte.

 

Und die Bonzen von der New York Times legten danach erst richtig los mit ihrer Terror-Hysterie. Die Dienstag-Ausgabe war voll mit Anspielungen auf „weißen Rechtsextremismus“ und „inländischem Terrorismus“. Hier einige der Schlagzeilen auf der Titelseite … „Trump ist ein Rechtsextremist, der Terrorismus inspiriert“ „Der weiße Terrorismus zeigt Parallelen zum Islamischen Staat“ „Der Ober-Nihilist: wie unser Präsident und unsere Massenmörder durch die selben finsteren psychischen Kräfte verbunden sind“ „Ich habe 25 Jahre lang Dschihadisten bekämpft. Rechtsextreme sind nicht viel anders“ „Trump, Steuersenkungen und der Terrorismus“. Und so weiter.

 

Die NYT ist dabei natürlich nicht alleine. Nach den Schießereien von El Paso und Dayton flippten die Konzernmedien völlig aus und pumpten ihre Massenhysterie über „rechtsextremen Terror“ rund um die Uhr unters Volk. Der Guardian gönnte sich eine Auszeit von der Verleumdung Jeremy Corbyns als Antisemit und verkündete, dass El Paso „von Trump inspirierter Terrorismus“ sei. Der Sydney Morning Herald erklärte, dass die USA jetzt offiziell in einer „weißen nationalistischen Terror-Krise“ stecken. The Atlantic verglich Trump mit Anwar al-Awlaki und versicherte uns, dass „das Schlimmste noch bevorsteht!“ Liberale Journalisten und Politiker stürzten sich auf Twitter, um ihre Follower zu informieren, dass eine globale Verschwörung weißer Rassisten und Terroristen, die durch Donald Trump (der, ihr erinnert euch, ein russischer Geheimagent ist) „ermutigt“ oder „inspiriert“ werden, das schöne Gewebe der Demokratie bedroht, daher wird es Zeit, einige außerordentliche Maßnahmen zu ergreifen!

 

Dabei spielt es keine Rolle, wenn sich herausstellt, dass zwei der drei „rechtsextremen terroristischen“ mutmaßlichen Massenmörder (d.h. bei den Schießereien in Gilroy, El Paso und Dayton) sich gar nicht als weiße Rassisten herausstellten, und das keiner von ihnen Verbindungen zu einer terroristischen Gruppe hatte. Wir leben im Zeitalter des nicht-terroristischen Terrors, in welchem ein jeder als „Terrorist“ oder “spontan selbst-radikalisierter Terrorist“ eingestuft werden kann, unabhängig davon, ob er tatsächlich eine Verbindung zu organisiertem Terrorismus hat.

 

Der Terrorismus ist nicht mehr das, was er einmal war. Damals (das heißt in den 1970ern), da gab es terroristische Gruppen wie die PFLP, ANO, BSO, IRA, RAF, FARC, die Weathermen, und so weiter... mit anderen Worten, echte terroristische Gruppen, die echte terroristische Taten verübten. In jüngerer Zeit gab es AlQaeda und ISIS. Heute jedoch kann mehr oder weniger jeder Aufmerksamkeit suchende Soziopath mit einer Todessehnsucht und einer geklauten AR-15 (oder ein Idiot mit ein paar nicht explodierender Rohrbomben) als solider „inländischer Terrorist“ bezeichnet werden – solange es dem offiziellen Narrativ der globalen, kapitalistischen Herrscherklasse dient.

 

Das offizielle Narrativ unserer Tage lautet: Die Demokratie gegen die Putin-Nazis (auch bekannt als „Der Krieg gegen den Populismus“), was ich in diesen Kolumnen satirisch und auch ernsthafter während der letzten drei Jahre abgedeckt habe. Gemäß diesem offiziellen Narrativ ist „die Demokratie in Gefahr“, durch eine Verschwörung von Russen und Neonazis, die sich auf magische Weise während des Sommers 2016 aus dem Nichts materialisiert hat, genau zu jener Zeit als Trump die Nominierung gewann. Okay, der russische Teil hat vor kurzem etwas nachgelassen, daher gehen die global herrschenden kapitalistischen Klassen und ihre Tröten in den Konzernmedien jetzt voll auf die Faschismus-Hysterie los. Seit Trump die Wahl gewonnen hat, tun sie das ohne Unterlass, wechseln von Woche zu Woche zwischen der Russland-Hysterie und der Faschismus-Hysterie, manchmal stündlich, je nachdem was im Moment gerade „heiß“ ist.

 

Die jüngsten Massenschießereien haben ihnen eine goldene Gelegenheit geliefert, nicht nur wieder einmal auf der Faschismus-Hysterie zu reiten, sondern in jene Terrorismus-Hysterie einzubeziehen, mit der die Amerikaner seit dem 11. September 2001 indoktriniert wurden (das Ziel dieser Indoktrination war es, in der amerikanischen Psyche den „Terroristen“ als den neuen offiziellen Feind einzupflanzen und den „Kommunisten“ als offiziellen Feind zu ersetzen, der diese Rolle während des Kalten Krieges einnahm). Wenn ihr glaubt, dass es beim ursprünglichen Krieg gegen den Terror nur ums Öl oder geopolitische Vorherrschaft ging, der sollte sich die Twitter-Antworten auf die Schießereien in El Paso und Dayton ansehen. Ihr werdet sehen, dass nicht nur hysterische Liberale, sondern „Linke“ und sogar sogenannte „Anarchisten“ über den „rechtsextremen Terrorismus“ kreischen. Am Montag war das der Nummer Eins Hashtag in den USA.

 

Nein, der ursprüngliche Krieg gegen den Terror (was auch immer das war) war vermutlich die effektivste faschistische PsyOp in der Geschichte faschistischer PsyOps. 15 Jahre lange, unablässige Berieselung mit fabrizierter „Terrorismus“-Hysterie hat die meisten Amerikaner (und ganz generell die meisten Westler) so konditioniert, dass sie beim Vernehmen emotioneller Trigger-Wörter wie „Terrorist“ und „Terrorismus“ sofort ihr kritisches Denken ausschalten und fordern, dass die Behörden das Internet zensieren, die Verfassung aussetzen und die Straßen mit militarisierten Fahrzeugen und speziellen „Anti-Terror“-Einheiten mit automatischen Waffen im Anschlag füllen sollen. Dieser Tweet von Geraldo Rivera fängt dieses autoritäre Denken perfekt ein:

 

In der Zwischenzeit muss es an jedem Ort, an dem sich Unschuldige aufhalten, gut geschultes, schwer bewaffnetes Sicherheitspersonal geben.“

 

Ich bin mir nicht ganz sicher, was „In der Zwischenzeit“ bedeuten soll. Vielleicht bedeutet es: Bis die USA, Westeuropa und der Rest des Imperiums in einen glücklichen, Hass-freien, supranationalistischen privaten Polizeistaat umgewandelt werden können, in dem es keinen Rassismus, keinen Faschismus, keinen Terrorismus mehr gibt und niemand jemals wieder schlimme Dinge im Internet sagt.

 

Was wäre das doch für eine glorreiche, transhumane Welt, wie eine lebende und atmende Benetton-Werbung, wenn all diese Rassisten, Terroristen und Extremisten eliminiert sind, oder medikamentös behandelt, oder in Quarantäne und umerzogen sind!

 

Bis dahin wird der Krieg gegen rassistischen Terrorismus, inländischen Terrorismus, islamistischen Terrorismus, russischen Terrorismus, iranischen Terrorismus, antisemitischen Terrorismus der Labour-Partei und jede andere Form von Terrorismus, Extremismus, Hass und Verschwörungsdenken … oh, und gegen Populismus (das hätte ich beinahe vergessen) und jede andere Form von Nicht-Konformität gegenüber der globalen kapitalistischen Ideologie weitergehen , bis wir den Endsieg errungen haben! Er wird kommen … wahrscheinlich eher als ihr denkt.

 

Verdammt, hier sitze ich, am Ende meines Artikels, und ich hätte beinahe vergessen, Trump einen Rassisten zu nennen. Er ist einer, natürlich. Er ist ein großer, fetter Rassist. Ich hätte das gleich zu Beginn schreiben sollen. Ich liege ja schon über Kreuz mit meinen linken Genossen, weil ich das nicht oft genug tue. Ach ja, damit da klar ist, falls irgendwelche anderen Inquisitoren hier mitlesen, ich verleugne auch Satan und sein gesamtes Werk.


Anm.d.Ü.: Ich empfehle auch das Video von James Corbett zu diesem Thema:

Verschwörungstheoretiker sind inländische Terroristen!

Corbett Report:

 

https://www.paulcraigroberts.org/2019/08/07/an-open-invitation-to-tyranny/

 

Eine offene Einladung zur Tyrannei

 

von Paul Craig Roberts, 07.08.2019

 

 

Das FBI hat ein Dokument veröffentlicht, das zu dem Schluss kommt, dass Menschen, die an „Verschwörungstheorien“ glauben, dazu motivieren werden können, Verbrechen zu begehen.

https://de.scribd.com/document/420379775/FBI-Conspiracy-Theory-Redacted#download

 

Angesichts der wachsenden Akzeptanz für präventive Verhaftungen, d.h. die Verhaftung von Personen, bevor sie ein Verbrechen begehen können, für dessen Planung sie verdächtigt werden, wenn sie offizielle Erklärungen anzweifeln, etwa solche, die für die Ermordungen von John F. Kennedy, Robert Kennedy und Martin Luther King oder die offizielle Erklärung für 9/11 angeboten werden, dann kann das jetzt zu einer Überwachung durch Behörden führen, mit der Absicht, einen Grund für eine präventive Verhaftung zu finden. Die Präsidenten George W. Bush und Obama haben mit der Aufhebung von Habeas Corpus und der Ermordung von Staatsbürgern allein aufgrund von Verdächtigungen ohne ordentliches Gerichtsverfahren die Präzedenzfälle für den Polizeistaat geschaffen. Wenn US-Bürger präventiv für unbestimmte Zeit eingesperrt und präventiv ermordet werden können, dann dürfen US-Bürger auch erwarten, dass sie präventiv für Verbrechen eingesperrt werden, die sie nicht begangen haben.

 

Wie Lawrence Stratton und ich in unserem Buch „The Tyranny of Good Intentions“ („Die Tyrannei der guten Absichten“) erklärt haben, wird die historische Errungenschaft einer Gesetzgebung zum Schutz für das Volk heute in eine Gesetzgebung als Waffe in den Händen der Regierung umgewandelt.

https://www.penguinrandomhouse.com/books/155833/the-tyranny-of-good-intentions-by-paul-craig-roberts-and-lawrence-m-stratton/

 

Dieses FBI-Dokument besagt, dass Verschwörungstheorien „für gewöhnlich den offiziellen und vorherrschenden Erklärungen widersprechen“. Man beachte den Gebrauch von „offiziell“ und „vorherrschend“. Offizielle Erklärungen sind die Erklärungen der Regierung. Vorherrschende Erklärungen sind jenen Erklärungen, die die Medien wiederholen. Beispiele für offizielle und vorherrschende Erklärungen sind: Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen, Assads Einsatz von chemischen Waffen, iranische Atomwaffen, die russische Invasion in der Ukraine und die offizielle Erklärung der US-Regierung für die Zerstörung Libyens. Wenn eine Person solche offizielle Erklärungen anzweifelt, dann ist diese Person ein „Verschwörungstheoretiker“.

 

Offizielle und vorherrschende Erklärungen müssen nicht mit Fakten übereinstimmen. Es reicht, dass sie offiziell und vorherrschend sind. Ob sie wahr sind oder nicht, das spielt keine Rolle. Deshalb kann eine Person, die zur Wahrheit steht, als Verschwörungstheoretiker bezeichnet werden, beobachtet werden und womöglich präventiv verhaftet werden.

 

Man denke an 9/11. Nicht eine forensische Untersuchung zu 9/11 wurde jemals offiziell durchgeführt. Stattdessen beschuldigte man für die Zerstörung der Gebäude Osama bin Laden, und es wurden Szenarien und Simulationen erschaffen um diese Mutmaßungen zu unterstützen. Nicht um die Wahrheit herauszufinden. Architekten, Ingenieure, Wissenschaftler, Piloten und Ersthelfer vor Ort können die offizielle, vorherrschende Erklärung nicht mit den Fakten in Einklang bringen. Die wissenschaftlichen Beweise und die Zeugenaussagen, die sie erbracht haben, werden als "Verschwörungstheorie" abgetan. Es sind jene Experten, die auf diesen Beweisen bestehen, die als Verschwörungstheoretiker definiert werden, nicht diejenigen, die die Geschichte von Osama bin Ladens 9/11-Verschwörung erschaffen haben.

Man denke an Russiagate. Hier haben wir eine angebliche Verschwörung zwischen Trump und Russland, die die offizielle, vorherrschende Erklärung war. Dennoch, an die russische Verschwörung zu glauben, machte einen nicht zu einem Verschwörungstheoretiker, da diese Verschwörung die offizielle vorherrschende Erklärung war. Aber die russische Verschwörung zu bezweifeln, das machte einen zu einem Verschwörungstheoretiker.

 

Was der FBI-Bericht absichtlich oder unabsichtlich tut: er definiert einen Verschwörer als eine Person, die offizielle Erklärungen anzweifelt. Mit anderen Worten: Es ist ein Weg, jedwede Rechenschaftspflicht der Regierung zu verhindern. Was auch immer die Regierung sagt, egal wie offensichtlich die Lüge ist, muss als Tatsache akzeptiert werden, oder wir kommen auf eine Liste, um für eine präventive Verhaftung beobachtet zu werden.

 

In der Tat reduziert das FBI-Dokument den Ersten Verfassungszusatz, das heißt, die freie Meinungsäußerung, auf das Recht, die offiziellen und vorherrschenden Erklärungen zu wiederholen. Jede andere Rede ist ein verschwörerischer Glaube, der zur Begehung eines Verbrechens führen kann.

 

Jeder US-Bürger sollte sehr besorgt sein, dass die Regierung in Washington dieses FBI-Dokument nicht als eine offene Einladung zur Tyrannei betrachtet, sich dagegen verwahrt und seine Zurücknahme fordert.


https://tomluongo.me/2019/08/06/forget-iran-china-maxiumum-pressure/

 

Vergesst den Iran, der maximale Druck hat sich

nach China verlagert

 

von Tom Luongo, 06.08.2019

 

 

Letzte Woche haben die USA den Druck auf China täglich eskaliert. Seit die US-Handelsdelegation aus China zurückgekehrt ist (sie hatten kaum das Mittagessen verdaut), hat sich die Trump-Administration mächtig ins Zeug gelegt, um China zu dämonisieren.

 

Nachdem China am Montag schließlich nach jahrelangen Drohungen zu einem Währungsmanipulator erklärt wurde, kommt jetzt als Neuestes eine Story auf axios.com, dass Vizepräsident Mike Pence eine Liste mit chinesischen Beamten präsentieren wird, die wegen Menschenrechtsverletzungen nach dem Global Magnitsky Act sanktioniert werden sollen.

 

Das basiert natürlich auf einer Lüge. Eine Lüge, die von Bob Fu, dem Chef von ChinaAid befördert wird, einer NGO, die dem Namen nach die Gräueltaten der chinesischen Regierung verringern soll. Zumindest sollen wir das so glauben.

 

Vizepräsident Mike Pence hat signalisiert, dass die Trump-Administration dafür offen ist, das Magnitsky-Gesetz zu benutzen, um hochrangige Beamte in Xinjiang, China zu sanktionieren, wo mehr als 1 Million uigurische Moslems in Internierungslagern gefangen sind, so sagte ein Fürsprecher für religiöse Freiheit in China, der sich am Montag mit Pence im Weißen Haus traf.“

 

Man beachte, wie axios dies immer noch als Tatsache anführt, dass die Chinesen 1 Million Menschen in Konzentrationslagern festhalten, obwohl diese Story schnell als die skrupellose Äußerung von Gay MacDougall, einem Komitee-Mitglied der UNO, enthüllt worden war, der behauptet hatte, die Zahl von einer Million sei real.

 

Sie stimmt nicht, denn wenn es so wäre, dann hätte jemand mit Glaubwürdigkeit es bestätigt. Aber es ist eine Lüge, die seit einem Jahr atemlos wiederholt wird, um die Illusion einer Realität zu erzeugen, damit Pence den ahnungslosen Trump-Unterstützern weiter die „China ist böse“-Story verkaufen kann. Diese Unterstützer sind ganz wild auf die harte Haltung ihres auserwählten Messias gegenüber China.

 

Diese harte Haltung gegenüber China auf wirtschaftlichem Gebiet wird noch mehr Agrarsubventionen benötigen, da China sich jetzt weigert, Sojabohnen, Getreide und andere Agrarprodukte zu kaufen. Das ist das Resultat von Trumps idiotischem Handelskrieg.

 

Weil sich Trump um die Bauern kümmert. Ja, schon klar. Trump kümmert sich darum, wiedergewählt zu werden.

 

Aber es ist Hongkong, wo aus geopolitischer Sicht die Dinge wirklich gefährlich werden.

 

China musste auf die Aufstände in Hongkong mit harter Hand reagieren und wird bei der Unterdrückung des Aufruhrs in eine gefährliche Lage gedrängt. Der Gestank von ausländischem Einfluss ist sehr stark.

(„Gewaltsame „Farbrevolution“ in Hongkong scheitert trotz der starken Unterstützung durch die NYT“)

https://www.moonofalabama.org/2019/07/violent-color-revolution-in-hong-kong-fails-despite-strong-nyt-support.html

 

Und es könnte genauso gut zu einer militärischen Intervention kommen, die von den USA und Großbritannien als eine Verletzung des „1 Land, 2 Systeme“-Abkommens verurteilt werden wird, ein Abkommen, das die Briten bis zum Jahr 2047 absichert.

 

Erkennt ihr das Schema? Dieses Zeug mit den Menschenrechtsverstößen ist zu einem Teil wahr und zu zwei Dritteln Fiktion. Es handelt sich um eine Operation an mehreren Fronten, um China zu dämonisieren.

 

Mir wurde schon vor langer Zeit klar, dass, selbst wenn Trump die Spannungen zu China deeskalieren wollte, er weder das Temperament noch die Kontrolle über seine eigene Administration hat, um dies zu tun.

 

Seine Reaktion auf die magere Zinssenkung und die politischen Äußerungen der Fed war kindisch. Die Aktienkurse in die Knie zu zwingen und Chaos zu erzeugen sind nicht das Werk eines „stabilen Genies“. Und dann China die Schuld zu geben für das, was eine vorhersehbare Marktreaktion war, das war idiotisch.

 

Wenn man Zölle erhöht und den Handel erschwert, dann muss sich der Wechselkurs zwischen den beiden Ländern anpassen. Punkt.

 

Und dann drei Tage später noch eins drauf setzen, mit dem unsinnigen und zumeist symbolischen Vorwurf, China manipuliere seine Währung, das ist einfach traurig.

 

Und nun dieser Bericht über Sanktionen, der unter Amerikanern aller politischen Couleur noch mehr Hass gegen China entfachen wird. Das wird Chaos erzeugen. Dabei sind die ehrlich miesen Akteure sowohl in seiner (Trumps) Administration und im Ausland. Und diese bevorstehende Rede von Pence, über die axios spricht, ist ein todsicheres Anzeichen dafür, dass sie noch nicht am Ende sind.

 

Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr sehe ich diesen Montag als eine Art geopolitischen Umsturzversuch. Die vielfachen Belästigungen aus der Trump-Administration sind eine Sache. Aber dies zu tun, während gleichzeitig die indische Regierung den dramatischen Schritt unternimmt und Kaschmir/Jammu umorganisiert und als Vorwand den jüngsten Terrorismus benutzt und die anhaltenden Aufstände in Hongkong für eine Farbrevolution, das ist unverantwortlich.

 

Und das sind die Fingerabdrücke von jemand anderem.

 

Schaut euch um und ihr werdet sehen, dass das Ausmaß an Chaos rasch anschwillt, aber es gibt da eine durchgängige Linie. Die etablierte Ordnung nach dem Zweiten Weltkrieg ist, offen gesagt, am ausflippen, weil sie die Narrative nicht mehr kontrollieren kann und die Kontrolle nicht mehr behalten kann.

 

Meine derzeitige Arbeitshypothese, und das ist eine Vermutung, die auf meiner Intuition und nicht auf Journalismus beruht, ist, dass sich die durchgängige Linie hier um etwas dreht, das man am besten als den britischen Tiefen Staat bezeichnen kann.

 

Die britische Oligarchie hat tiefe Wurzeln in Indien, in Israel, Hongkong, Saudi Arabien und in den US-Geheimdiensten und dem diplomatischen Korps. Sie hat eine tiefe Abneigung gegen Russland, China und den Iran, weitaus mehr als die USA.

 

Dies ist eine Politik, die mehr als 150 Jahre zurückreicht. Die City of London ist im Land das Haupthindernis gegen den Brexit.

 

Hongkong ist der Hauptschlüssel für die Fähigkeit des Westens, Chinas Wachstum zu kontrollieren, daher macht eine Destabilisierung Sinn. Der Hongkong-Dollar ist eng an den US-Dollar gebunden und die Gewinne im Handel zwischen Offshore- und Onshore-Yuan sind in den Finanzmärkten der Grund dafür, dass „der Schwanz mit dem Hund wedelt“.

 

Wenn Chinas neues Auslieferungsgesetz sich gegen Banker und Händler richtet, die schuldig sind für Währungsmanipulationen beim Offshore-Handel mit dem Yuan, und nichts mit „Menschenrechtsmissbrauch“ zu tun hat, dann ergibt es noch mehr Sinn.

 

Der Schlüssel zu Farbrevolutionen ist, dass es einen Kern an Feindseligkeit gegen die Regierung gibt, gegen die man protestiert. Und es gibt immer jemanden, der sich für seine Regierung schämt, und jeder anständige Mensch sollte das tun (um H.L. Mencken zu zitieren). Aber dieser Kern wird zu etwas viel Hässlicherem aufgeblasen, sobald Akteure von außen zwecks politischer und ökonomischer Vorteile als Katalysatoren auftreten.

 

Das Auslieferungsgesetz ist dafür bestens geeignet.

 

Und mir scheint, dass dieses Aufflammen von Spannungen weltweit in jenem Moment begann, als sich Präsident Trump weigerte, nach dem Abschuss einer Global Hawk-Drohne im Juni gegen den Iran in den Krieg zu ziehen.

 

Denn dieser Krieg wurde Trump auf einem silbernen Tablett präsentiert. Und er sollte so reagieren wie er zuvor auf vergangene Operationen des britischen Geheimdienstes in Syrien reagiert hat: mit Bomben und Sanktionen.

 

Der Iran war in gewisser Weise der Deckmantel für das wahre Ziel: China.

 

Warum reden wir immer noch über die Skripals, wo ihre Story doch schon völlig entkräftet wurde? Die Briten. Warum kümmern wir uns immer noch um den Scherbenhaufen von Russiagate, eine Operation, die im britischen Geheimdienst begann und im Auftrag von Hillary Clinton mit zahlreichen US-Behörden und NGOs koordiniert wurde, um Donald Trump aus dem Amt zu treiben?

 

Ihr kennt die Antwort darauf.

 

Und das führt zu dem, was Matthew Ehret neulich bei Strategic Coulture Foundation über die Rolle sagte, die Trump in all dem spielt. Ehrets These lautet, dass die „special relationship“ zwischen den USA und Großbritannien abkackt, und Gott sei Dank!

 

Ich bin mir nicht sicher, ob ich dem zustimme, aber ich stimme zu, dass Trump in all dem ein Joker ist.

 

Es ist Trump, der dies in seiner tölpelhaften Art möglich macht. Denn er ist, bei all seinen unzähligen Fehlern, kein „britischer Agent“.

 

So sagt Ehret:

Er (Trump) hat ein Regimewechsel-Programm umgekehrt, das seit 9/11 aktiv ist. Er hat sich dafür stark gemacht, Amerika zu einer Zusammenarbeit mit Russland zu bringen. Er hat Jahrzehnte von WTO/City of London-Freihandel zunichte gemacht. Er hat zu einem Wiederaufbau der produktiven Industrie aufgerufen, mit einer Wiederbelebung von Schutzzöllen. Noch dazu liegt er seit über drei Jahren im Krieg mit dem von Briten dirigierten Tiefen Staat und hat überlebt. Jetzt wo (John) Bolton als Verbündeter von Sir Darroch geoutet wurde (Anm.d.Ü.: dem zurückgetretenen britischen Botschafter in Washington mit dem losen Mundwerk), gibt es momentan die offenen Bekenntnisse, dass Trump diesen Neokon-Verräter ersetzt.“

 

Man kann nur hoffen, dass er damit Recht hat. Seit sich Trump im Juni geweigert hat in den Krieg zu ziehen, hat er (Bolton) seine Angriffe auf China dermaßen verstärkt, dass ich meine, dass Bolton noch nicht fertig ist und dass Trump womöglich nicht völlig unter ihrer Kontrolle steht. Aber er ist auch noch weit davon entfernt, ein freier Spieler zu sein.

 

Derzeit müssen wir erkennen, dass das, was geschieht, jenseits von Links und Rechts ist, und auch jenseits von Patriotismus. Und wir sollten extrem aufmerksam sein, wer unsere Freunde sind und wer nicht. Denn wenn man sich die Ereignisse genauer anschaut, dann sieht man, dass diese Definitionen, die man uns eingetrichtert hat, zumindest zweifelhaft sind.


https://www.paulcraigroberts.org/2019/08/05/tulsi-gabbard-r-i-p/

 

Tulsi Gabbard: R.I.P.

 

Von Paul Craig Roberts, 05.08.2019

 

 

Es ist schade, dass Tulsi Gabbard vor der Israel-Lobby eingeknickt ist. Die Mächte des Imperiums haben das als Zeichen der Schwäche erkannt und werden sie zerstören.

 

Die herrschenden Eliten sehen Gabbard genauso als Bedrohung wie sie Trump als Bedrohung gesehen haben. Eine Bedrohung ist ein attraktiver politischer Kandidat, der die Agenda des Imperiums in Frage stellt. Trump stellte die Feindschaft gegenüber Russland in Frage, die vom Militär/Sicherheitskomplex inszeniert wird. Gabbard stellt die Kriege des Imperiums im Nahen Osten in Frage. Das wiederum stellt die Agenda des Militär/Sicherheitskomplexes und der Israel-Lobby in Frage. Falls Gabbard aus Frucht vor Israel für die AIPAC-Sicht zu dem Gesetz gestimmt hat, das Kritik an Israel verbietet, dann wird sie auch ihre Haltung gegen Washingtons Aggression im Nahen Osten nicht halten können. Israel steckt hinter dieser Aggression, da es israelischen Interessen dient.

 

Aber das Imperium geht kein Risiko ein. Das Imperium hat seine Bataillone aus Presstituierten auf sie losgelassen. Josh Rogin (Washington Post), Joy Reid (MSNBC), Wajahat Ali (New York Times und CNN) und natürlich die Twitter-Trolle, die bezahlt werden um öffentliche Personen, die das Imperium auf dem Kieker hat, zu verunglimpfen und falsch darzustellen. Google hat ebenfalls sein Gewicht in die Waagschale geworfen, um Gabbard zu verschleiern.

 

Gabbard, die in der zweiten Debatte der Präsidentschaftskandidaten der Demokratischen Partei die widerliche Kamala Harrris mit Leichtigkeit zerlegt hat, wurde prompt als „Assad-Befürworterin“ bezeichnet und als eine Verschwörerin mit Russland, um sich als Putin-Agentin ins Weiße Haus zu bringen.

 

(„Jetzt behaupten die irren Demokraten, dass es Tulsi Gabbard ist, die sich mit Putin verschworen hat“)

https://www.paulcraigroberts.org/2019/08/01/crazed-democrats-now-claim-it-is-tulsi-gabbard-who-is-in-conspiracy-with-putin/

 

Die Kriege im Nahen Osten gegen Israels Feinde und die Vorbereitung großer Kriege gegen den Iran, Russland und China sind für die Lobby des mächtigen US-Militär/Sicherheitskomplex Alltagsgeschäft. Alles was dem Militär/Sicherheitskomplex wichtig ist, das ist ihr Profit. Nicht, ob wir alle getötet werden. Mit anderen Worten, ihre Propaganda über den Schutz Amerikas ist eine Lüge. Sie bringen uns alle in Gefahr, nur damit sie Feinde haben, um ihren massiven Haushalt und ihre Macht zu rechtfertigen.

 

Diejenigen unter uns, die Bescheid wissen, so wie ich und Stephen Cohen, haben seit Jahren gewarnt, dass die inszenierte Feindschaft gegenüber Russland einen weitaus gefährlicheren Kalten Krieg hervorbringt als der ursprüngliche. Ja, angefangen mit dem kriminellen Regime von George W. Bush wurden die Rüstungskontrollverträge, die unter großen Anstrengungen von US- und Sowjetführern erreicht wurden, von Washington aufgekündigt. Der letzte Vertrag, der von Washington zu Diensten der Lobby des Militär/Sicherheitskomplex beseitigt wurde, ist der Vertrag über nukleare Mittelstreckenraketen (INF) der von Präsident Ronald Reagan und dem Sowjetführer Michail Gorbatschow ausgehandelt wurde. Dieser Vertrag hat Raketen verboten, die Washington in Europa an der Grenze zu Russland stationieren konnte, mit denen man Russland mit kurzer oder keiner Reaktionszeit hätte angreifen können, und russische Raketen, die benutzt hätten werden können, um Washingtons NATO-Marionetten in Europa und Großbritannien anzugreifen. Der Vertrag führte zur Vernichtung von 2.692 Raketen und einem Jahrzehnt mit Inspektionen zur Verifizierung, was beide Seiten des Abkommens zufriedenstellte. Aber plötzlich steigt Washington aus dem Vertrag aus. Der Hauptgrund für den Vertragsausstieg ist es, den Militär/Sicherheitskomplex in die Lage zu versetzen, neue Raketen zu entwickeln und herzustellen, auf Kosten der Steuerzahler. Aber Washington sieht in dem Austritt aus dem INF-Vertrag auch einen militärischen Vorteil.

 

Washington gibt für den US-Austritt natürlich Russland die Schuld, so wie Washington jedem Land die Schuld gibt, das Washington angreifen will. Aber es ist vollkommen offensichtlich, selbst für einen Idioten, dass Russland überhaupt kein Interesse daran hat, aus dem Vertrag auszusteigen. Russische Mittelstreckenraketen können nicht die Vereinigten Staaten erreichen. Russland hat keinen Grund, Europa anzugreifen, denn Europa hat kein Militär von Bedeutung. Die amerikanischen Nuklearraketen auf europäischem Boden sind das Problem.

 

Aber Washington gewinnt durch die Aufkündigung des INF-Vertrags. Auf Europas Kosten, nicht die Amerikas, werden die in Europa an Russlands Grenzen stationierten nuklearen Mittelstreckenraketen Washingtons einen nuklearen Erstschlag gegen Russland ermöglichen. Wegen der Nähe beträgt die Vorwarnzeit nur wenige Minuten. Washingtons verrückte Kriegsplaner glauben, dass damit ein großer Teil der russischen Vergeltungsmittel zerstört werden können, so dass Russland eher kapituliert als mit verminderten Kräften und dem Risiko einer zweiten Angriffswelle zurückzuschlagen.

 

Putin weist genau so wie das russische Militär auf diese Gefahr hin. US-Raketen an Russlands Grenzen bringen die Welt in eine ernste Lage. Abgesehen von der wahrscheinlichen Absicht der kriminellen Neokonservativen sind nukleare Warnsysteme berüchtigt für ihre Fehlalarme. Während des Ersten Kalten Krieges haben beide Seiten daran gearbeitet, Vertrauen aufzubauen. Aber seit dem kriminellen Clinton-Regime arbeitet Washington daran, jegliches Vertrauen zwischen den beiden dominanten Atommächten zu zerstören. Alles was es braucht, um das Leben auf Erden zu vernichten, ist ein falscher Alarm, der bei den Russen eingeht. Und zu verdanken haben wir das den irren Narren in Washington. Im Gegensatz zu früheren Fehlalarmen werden die Russen keine andere Wahl haben als es zu glauben.

 

Nukleare Mittelstreckenraketen lassen keine Zeit für ein Telefonat zwischen Trump und Putin. Der russische Führer hat Hunderte von diplomatischen Beleidigungen einstecken müssen, die Verteufelung seiner Person und seines Landes. Illegale Sanktionen, endlose falsche Anschuldigungen, und endlose Drohungen werden nicht dazu führen, dass er eine Warnung für falsch hält.

 

Die Idioten in Washington und die Presstituierten haben das Ende der Welt programmiert. Wenn der Alarm eingeht, dann wird der russische Führer keine andere Wahl haben als auf den Knopf zu drücken.

 

Jeder verbliebene Zweifel in der russischen Regierung an Washingtons feindlichen Absichten gegen Russland wurden durch Trumps Nationalen Sicherheitsberater, den Neokon-Kriegstreiber John Bolton, zerstreut. Bolton hat vor kurzem angekündigt, dass das letzte verbliebene Rüstungskontrollabkommen START von Washington 2021 nicht verlängert wird.

 

Somit wurde das Vertrauen zwischen den Nuklearmächten, das mit Präsident John F. Kennedy begann und mit Reagan und Gorbatschow seinen größten Erfolg erzielte, zunichte gemacht. Es wird reines Glück sein, wenn die Welt die Zerstörung des Vertrauens zwischen den beiden großen Nuklearmächten überlebt.

 

Die amerikanische Regierung in Washington ist durch ihre Arroganz so vollkommen verblödet, dass sie die gefährliche Situation, die sie, und sie allein, verursacht hat, nicht versteht. Wir alle sind jede Minute unseres Lebens in Gefahr, aufgrund jener Macht, vor der uns Präsident Eisenhower vor mehr als einem halben Jahrhundert warnte, ohne Erfolg, vor dem US Militär/Sicherheitskomplex, eine organisierte mächtige Kraft, die entschlossen und in der Lage ist, jeden amerikanischen Präsidenten zu zerstören, der ihr Budget und ihre Macht durch Frieden gefährdet.

 

Donald Trump ist eine starke Persönlichkeit, aber er ist vor der Israel-Lobby und dem Militär/Sicherheitskomplex eingeknickt. Als amtierender Präsident saß er twitternd rum, während ein Angriff, der vom Militär/Sicherheitskomplex und der Demokratischen Partei – unter 100%-iger Kooperation der amerikanischen Medien – inszeniert wurde, um ihn als russischen Agenten hinzustellen, als Anlass für seine Amtsenthebung.

 

Eine starke Persönlichkeit im angeblich mächtigsten Amt der Welt, der seine gesamte erste Amtszeit darauf verschwenden musste, um seine Gegner von Manipulation und dem Versuch abzuhalten, ihn aus dem Amt zu entfernen – mehr muss man nicht wissen, welches wahrscheinliche Schicksal Tulsi Gabbard bevorsteht.


 

https://www.greanvillepost.com/2019/08/02/americas-voters-want-to-remain-deceived/

 

Amerikas Wähler wollen weiterhin getäuscht werden

 

von Eric Zuesse, 02.08.2019

 

 

Amerikas Wähler wollen nicht zur Kenntnis nehmen, dass sie von lügenden Präsidenten und deren stenografischer „freien Presse“, die die Regierungslügen überträgt, zum Narren gehalten werden – man hat sie also bei der Invasion und Zerstörung des Irak 2003 und bei Libyen 2011 und Syrien 2011 getäuscht. Wenn es um die Frage geht, wer „heute die größte Bedrohung für den Weltfrieden ist“, dann werden die USA weltweit an erster Stelle genannt. Die größte Bedrohung für den Frieden ist nicht der Iran, nicht Russland, nicht China und auch nicht Venezuela, sondern in Wahrheit deren aggressivster Feind, die Vereinigten Staaten von Amerika, die alle beherrschen wollen – diese Diktatur verlangt überall auf der Welt die Umsetzung ihrer „Demokratie“, so wie sie es mit Umstürzen und Invasionen schon hundertfach versucht hat. Sie hat 1953 Irans Demokratie zerstört. Sie hat Guatemalas Demokratie 1954 zerstört. Sie hat Chiles Demokratie 1973 zerstört. Und es gibt viele solche Vorkommnisse, die weniger bekannt sind – darunter sogar viele, nachdem der sogenannte „ideologische“ Kalte Krieg 1991 endete. Aber das amerikanische Volk will über die Hässlichkeit seiner Regierung, die sie angeblich gewählt hat (aber das in Wahrheit gar nicht getan hat – und auch das ist ihm egal), gar nichts wissen, es ist ihnen egal. Amerikaner sind keine physischen Sklaven sondern mentale Sklaven – sie wollen über die Realität des Regimes, das sie beherrscht, gar nichts wissen.

..

 

Amerikaner ziehen es vor, getäuscht zu werden und beschuldigen lieber die Opfer – den Iran, Russland, China, Venezuela und so weiter – selbst wenn unsere Regierung völlig ungerechtfertigte und nicht zu rechtfertigende erstickende Wirtschaftsblockaden („Sanktionen“) gegen Länder verhängt, die Amerikas unersättliche und bösartige Großkonzern-Aristokratie (Amerikas Milliardäre) kontrollieren will, damit dieses Länder weitere Teile der globalen Diktatur des US-Regimes werden.

..

 

Dies ist ein Land wie in 1984, wo Weiß schwarz ist, und Gutes schlecht, wo Krieg Frieden ist und Täuschung Routine, und die Massen sind mit ihrer intellektuellen Versklavung durch die Lügen und Lügner zufrieden.

..

Hier ein Beispiel:

 

Am 1. August titelte das größte Online-Medium der Republikanischen Partei, Breitbart: „Donald Trump: Tulsi Gabbard 'weiß nicht wovon sie redet', wenn es um AlQaeda geht“ und berichtet

 

Präsident Donald Trump kritisierte am Donnerstag die Abgeordnete Tulsi Gabbard, weil sie behauptete, er unterstütze AlQaeda.
Während der Debatte der Demokraten am Mittwoch beschuldigte Gabbard den Präsidenten, das amerikanische Volk über den Terrorismus zu betrügen.
"Wir sollten eigentlich hinter AlQaeda her sein", sagte sie. "Aber über Jahre hinweg sind wir nicht nur nicht hinter AlQaeda her, die heute stärker sind als am 11. September, sondern unser Präsident unterstützt AlQaeda."
..
Gabbard hatte während der demokratischen Debatte am 31. Juli behauptet
:

 

Wir wurden alle belogen. Das ist der Verrat. Das ist der Verrat am amerikanischen Volk, an mir, an meinen Kameraden. Wir wurden alle belogen, man sagte uns, Saddam Hussein besäße Massenvernichtungswaffen, arbeite mit AlQaeda zusammen, und dass das eine Gefahr für das amerikanische Volk sei. Also habe ich mich an 9/11 eingeschrieben, um unsere Land zu schützen, jene zu jagen, die uns an jenem schicksalhaften Tag angegriffen haben, an dem Tausende Amerikaner ums Leben kamen.

 

Das Problem ist, dass uns der gegenwärtige Präsident weiterhin betrügt. Wir waren angeblich hinter AlQaeda her. Aber seit Jahren sind wir nicht nur nicht hinter AlQaeda her, die heute stärker sind als am 11.September – unser Präsident unterstützt AlQaeda.

..

 

Donald Trump und auch die Wähler von Gabbards eigener Demokratischen Partei können die Wahrheit nicht ab, sie weigern sich zu erkennen, dass ihr eigener geliebter Präsident Obama AlQaeda in Syrien geschützt hat, um die souveräne Regierung Syriens zu stürzen und durch eine zu ersetzen, die von der saudischen Familie, dem Eigentümer Saudi Arabiens, ernannt wird.

 

Der Abschaum, der oben auf der US-Regierung schwimmt (inkl. aller vorherigen Präsidenten), ist bei der Unterstützung der Saudis und ihrer israelischen Alliierten überparteilich. Beide sehnen sich danach, dass Amerika in den Iran einmarschiert und ihn zerstört, beide betrachten ihn als ihren Todfeind. Trump will den Iran wirtschaftlich zu Tode würgen, ohne physisch einzumarschieren. Aber das ist auch nicht weniger barbarisch und weniger ungerechtfertigt als eine direkte Invasion (was er immer noch tun könnte) – und der Iran ist nie in Amerika einmarschiert oder hat damit gedroht. Das ist reine US-Aggression, das ist die Art der amerikanischen Regierung. Israel und die Saudis sind nicht reich genug um sich selbst zu schützen? Was? Sie können sich echt nicht selbst schützen? (Und der Iran wird auch keinen von ihnen angreifen, es sei denn er wird selbst angegriffen; also: Was soll das Ganze überhaupt? Nichts als Lügen und Machtgier der US-Regierung und ihrer Alliierten.)

..

 

Einer der seltenen und gut informierten Leser von Breitbart hat dies so kommentiert:

 

windship Doug Dannger: Ich bin kein Amerikaner, also bin ich zu Gabbard neutral, aber der Großteil der Welt, der aufpasst, weiß ganz genau, dass die gesamte Existenz von AlQaeda von der erstaunlichen Großzügigkeit dreier täuschender Nationen abhängt: den USA, Israel und dem Königreich der Sauds. Ein großartiges Teamwork erzeugt Dinge wie 9/11.

 

 

..

 

Warum wollen Amerikaner nicht wissen und verstehen, was diese Person weiß und versteht? Sie weigern sich. Es gibt natürlich Ausnahmen, so wie es einige Amerikaner gibt, die wissen und verstehen, dass das US-Regime die größte Bedrohung für den Weltfrieden ist, aber das sind nur ein paar Ausnahmen. Der Rest sind geistige Sklaven – sie pochen darauf, belogen zu werden.

..

 

Fox News titelte am 1. August: „Tulsi Gabbard verteidigt ihre Behauptung in der Debatte, dass Trump AlQaeda unterstützt“ und berichtet:

 

"Gabbard zitierte Trumps 'Unterstützung und Allianz mit Saudi-Arabien, das sowohl direkte als auch indirekte Unterstützung direkt an Al Qaeda leistet', als sie nach der Debatte mit Shannon Bream von Fox News @ Night sprach: 'Wie kann man sagen, dass Saudi-Arabien ein großartiger Partner bei der Terrorismusbekämpfung ist, wenn sie terroristische Gruppen im Jemen anfeuern und finanzieren?' fügte sie hinzu. Sie sagte, dass Saudi-Arabien auf einen Krieg mit dem Iran drängt, der 'viel verheerender, viel teurer' wäre als der US-Krieg im Irak.“

..

 

Die meisten Leser-Kommentare waren rein parteilicher (d.h.idiotischer) Müll, etwa: „Die Demokraten werden sich nie zu einer Lüge bekennen, selbst wenn sie sich als falsch herausstellt.“ Aber einer war teilweise realistisch:

 

RobtheOld: Wem kann man dafür die Schuld geben...Tulsi oder Fox? Die Saudis haben jahrelang über ihre radikalen Kleriker Geld an AlQaeda gegeben, unter dem Tisch und nicht so unter dem Tisch. Clinton, Bush und Obama wussten das alles. Was haben sie dagegen unternommen? Was erwartet sie von Trump, was er unternimmt? Die Saudis sind einer unserer „besten“ Freunde in der Region, so sagen zumindest die Experten.. Ich kann nicht erkennen, dass das bedeutet, dass Präsident Trump AlQaeda unterstützt. Ich weiß, dass Tulsi einmal einen Vulkanstein von Big Island mitgenommen hat und dass dann Kilauea ausgebrochen ist. Das heißt, Tulsi ist Schuld am Vulkanausbruch, stimmt's?

..

 

Die Realität ist, dass Gabbard die Wahrheit gesagt hat. Aber Amerikaner wollen das nicht wissen. Trump ist so wie Obama ein Unterstützer der Saudis und Beschützer von AlQaeda. Sogar Daily Beast (eine Neokon-Seite) hat am 13. März 2017 (zwei Monate nachdem Trump Präsident wurde) anerkannt: „Die amerikanischen Luftangriffe in Syrien hat bemerkenswerterweise nicht AlQaeda, auch als Jabhat al Nusra bekannt, aufs Korn genommen“.

 

Trump hat die Politik Obamas fortgesetzt. Trump tut was er kann, damit die Saudis die Kontrolle über Syrien übernehmen können. Das US-Regime lügt, dass sich die Balken biegen. Und die Amerikaner haben es geglaubt, jedes Mal, als sei die Bilanz der US-Regierung bezüglich internationaler Angelegenheiten gut, stattdessen ist die Bilanz widerlich und voller Lügen. Donald Trump schützt AlQaeda in Syrien, so wie es Obama tat.

..

 

Am 4. April 2007, als damals die New York Times mit der Überschrift "Pelosi trifft sich mit dem syrischen Führer (Assad)" titelte, haben die Demokraten das gutgeheißen, aber die Republikaner nicht; aber jetzt, als Rep. Gabbard sich am 26. Januar 2017 mit ihm traf, lautete die Schlagzeile bei CBS: "Rep. Tulsi Gabbard verteidigt das Treffen mit dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad", und sie wurde nicht nur von Republikanern verurteilt, sondern von den Demokraten im Stich gelassen. Die USA befinden sich jetzt im Lockdown-Modus – überparteilicher Faschismus – und ihre Öffentlichkeit macht einfach mit. Nicht faschistisch zu sein, wird so behandelt, als ob das unpatriotisch wäre. (Das ist wie in der Zeit des McCarthyismus; aber diesmal gibt es nicht einmal eine ideologische Begründung dafür, sondern nur das reine Böse auf der Seite der Täter, plus die Herzlosigkeit der Öffentlichkeit.) Das amerikanische Volk akzeptiert ein faschistisches Regime; das ist in Amerika sogar überparteilich geworden. Noch nie zuvor war die Selbsttäuschung der Amerikaner so allgegenwärtig. Nur etwa 1% der demokratischen Wähler unterstützt Gabbard, und die Medien tun alles, um diese Zahl noch weiter zu senken. Gleich nach der Debatte am 31. Juli präsentierte CNN ein zehnminütiges Anderson Cooper-Interview mit ihr (etwa von 5:10-8:10 im folgenden Videoclip), das im Grunde ihren Patriotismus und sogar ihren Anstand anzweifelte, weil sie sich mit Assad getroffen hatte. Jamil Smith vom Rolling Stone Magazin, MSNBC und The New Republic sagte, dass ihre Antworten dort "disqualifizierend" waren. Amerikaner von heute haben nichts dagegen, auf der Grundlage reiner Lügen eine Invasion zu starten.


https://libertyblitzkrieg.com/2019/08/05/things-fall-apart/

 

Die Dinge gehen vor die Hunde

 

von Michael Krieger, 05. 08.2019

 

 

Es war die beste aller Zeiten, es war die schlimmste aller Zeiten

es war das Zeitalter der Weisheit, es war das Zeitalter der Dummheit

es war die Epoche des Glaubens es war die Epoche des Unglaubens

es war die Jahreszeit des Lichts, es war die Jahreszeit der Dunkelheit

es war der Frühling der Hoffnung, es war der Winter der Verzweiflung

alles lag vor uns, nichts lag vor uns

wir gingen alle direkt in den Himmel, wir gingen alle direkt in die andere Richtung –

kurzum, diese Periode war bisher wie die gegenwärtige Periode, so dass einige ihrer lautesten Autoritäten darauf bestanden, dass sie nur in den höchsten Vergleichstönen aufgenommen werden sollte – im Guten wie im Schlechten.

Charles Dickens, Eine Geschichte aus zwei Städten

 

 

Du verlierst nicht den Verstand, nur die Anderen. Die Dinge sind verrückt und werden immer verrückter. Etwas muss getan werden. Bitte, jemand muss etwas tun.

 

Wenn dich die Aufmerksamkeit für globale Ereignisse überwältigt und insgesamt zu einem Gefühl von Furcht, Besorgnis und Fassungslosigkeit führt, dann bist du nicht allein. Es liegt nicht einfach daran, weil die Menschen mehr Zugang zu Informationen haben als je zuvor, dass du dich so fühlst. Es scheint da einen Beschleunigung bei der Entfaltung des letzten Kapitels der Menschheit zu geben. Die Dinge fallen wirklich auseinander, aber die Dinge fallen immer auseinander. Ebenso werden stets Dinge aufgebaut, und immer werden Dinge erschaffen. Regierungen kommen und gehen, so wie globale Imperien und Geldsysteme. Alles stirbt und wird gleichzeitig geboren, ständig und für immer. Das wird sich nicht ändern.

 

Dabei gibt es in der Geschichte Perioden, in denen sich die gesamte Weltanschauung, an die man sich gewöhnt hatte zu leben, abrupt und zum Guten ändert. Eine solche Veränderung verschiebt im globalen Maßstab das gesamte Spiel und geschieht wahrscheinlich nur einmal im Leben. Die letzte Veränderung geschah während des Zweiten Weltkriegs und wir leben im nächsten (Weltkrieg). Wie groß dieser Wandel im Zusammenhang der Menschheitsgeschichte sein wird, das bleibt unbekannt, aber wir wissen, dass er groß sein wird. Wirklich sehr groß.

 

Die größte Herausforderung, vor der die meisten von uns stehen, wenn wir mit so einem Moment konfrontiert werden, ist es, während eines solchen Wandels fokussiert und emotional stabil zu bleiben. Das soll nicht Apathie bedeuten, sondern mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben und nicht dem konstanten Nachrichten- und Expertenzirkus aus erboster Empörung und Zorn zu verfallen, der sich bei jedem einzelnen Ereignis entfaltet. Es ist schließlich wichtig zu erkennen, dass nahezu alles, was man in den Nachrichten sieht, hauptsächlich nur ein Symptom von etwas viel Größerem ist, das sich im Hintergrund abspielt. Nämlich, dass die globale Ordnung, die der größte Teil des Planeten in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erfahren hat, nun aus den Fugen gerät. Wenn du dich nicht auf das große Bild konzentrierst, dann wirst du – ohne es zu wissen – leicht und hoffnungslos manipuliert.

 

Der grundlegende Wandel, der sich abspielt, ist, dass das US-Imperium seine Fähigkeit verloren hat, allen Ländern gleichzeitig alle Bedingungen zu diktieren. Diese Fähigkeit zum Diktieren wurde jahrzehntelang mit einem zweigleisigen Ansatz erzwungen. Diese beiden Säulen heißen globale militärische Dominanz und Kontrolle des Finanzsystems.

 

Erstere wird durch die Tatsache bedroht, dass wir bereits in eine Welt eingetreten sind, in der es leichter ist, das globale Imperium zu frustrieren als es aufrecht zu halten. Das hat sich im Laufe des 21. Jahrhunderts an verschiedenen Schauplätzen gezeigt. Der Krieg in Afghanistan ist ein fortlaufendes Versagen, obwohl er der längste Konflikt in der Geschichte der USA ist, und der Irakkrieg (der auf Fake News basierte) führte zu Hunderttausenden von Toten und hat nur die Position des Iran in der Region gestärkt. In der Zwischenzeit wurden US-Pläne für einen Regimewechsel in Syrien vereitelt, trotz größter Anstrengungen des Imperiums, und Trumps geisteskranke Mannschaft aus kriegerischen Neokons kann nicht einmal Maduro in Venezuela beseitigen. Du kannst es abstreiten so viel du willst, aber die geopolitische Landkarte hat sich fundamental verändert.

 

Michel Krieger @LibertyBlitz:

18 Jahre und $1 Billion. Hier stehen wir:

Die USA haben ihren Luftkrieg in Afghanistan verstärkt, während man nach einem Frieden mit den Taliban sucht, die jetzt mehr Teile des Landes kontrollieren als je zuvor, seit sie 2001 vertrieben wurden.“

 

In der Zwischenzeit ist selbst das Finanzsystem (eine gewaltige Quelle für die imperiale Macht der USA) fundamental Pleite. Der erste große Fehler in dieser Beziehung geschah am 15. August 1971, als Richard Nixon den Goldstandard aufgab. Ob einer glaubt, ob dies ein Hauptgrund für die vielen negativen Trends war, die sich danach auftaten, das hängt wahrscheinlich von seiner persönlichen Ideologie ab. Aber es ist nicht zu leugnen, dass wir kurz nach diesem Ereignis eine große Zunahme bei der Finanzialisierung (Anm.d.Ü.: auf künstliche Weise Reichtum zu schaffen) von allem erlebt haben, sowie eine Stagnation beim Wachstum der Durchschnittslöhne. Eine globale Zunahme bei der Finanzialisierung und bei betrügerischen Finanzprodukten spielte eine Hauptrolle dabei, uns in die derzeitige Lage zu bringen, und das hat 2008 auch zum zweiten großen Scheitern des globalen Finanzsystems geführt.

 

Das war der Moment, an dem eine ernsthafte Reform und ernste Konsequenzen für die kriminellen Verursacher des wirtschaftlichen Zusammenbruchs einen Neustart des Systems hätten bringen können, um die Welt auf einen zukunftsfähigen Weg zu führen, aber wir wissen alle, dass das nicht geschah. Stattdessen haben die für die Lösung des Problems zuständigen „Eliten“entschieden, ein kaputtes System vorübergehend aufzupäppeln und gleichzeitig sichergestellt, dass sie die Hauptprofiteure einer speziellen Politik waren, die angeblich „die Wirtschaft retten“ sollte. In Wahrheit wurde nichts gerettet. Ein totes System wurde an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen, während unsere selbsternannte heldenhafte Elite sich alles unter den Nagel riss, was nicht Niet- und nagelfest war. Eine heimliche Verbrechenstour, die bis zum heutigen Tag andauert.

 

Ratet mal, wer enorme Mengen an Häusern besitzt, nach dem Bailout für die Banker? Private Equity Firmen. Alleine Blackstone besitzt jetzt in den USA 100.000 Häuser.

 

Die Folgen vergangener Handlungen und das anstehende Scheitern einer globalen Weltanschauung, die für Jahrzehnte die menschliche Existenz dominiert hatte, sie können nicht länger aufgeschoben werden. Sie treten in den Vordergrund, während ich das hier schreibe, und dennoch können sich die Medien und die meisten Menschen nur auf die Symptome des Scheiterns konzentrieren. Die verschiedenen Dinge, über die sich Menschen tagtäglich aufregen, sind typischerweise Symptome, die man auf das Scheitern eines Makro-Systems zurückverfolgen kann. Aber darüber will niemand sprechen. Es ist zu groß, zu beängstigend und anscheinend ohne einen Zusammenbruch nicht zu reparieren.

 

Die Empörung, der Zorn und der Ruf danach, gegen die Symptome eines viel größeren Problems „etwas zu unternehmen“, wird jedoch nur dazu führen, dass in der Zukunft der Überwachungsstaat noch heftiger werden wird. Sich auf die Symptome zu konzentrieren, das ist nicht nur kurzsichtig und eine Energievergeudung, sondern es wird vermutlich mit der Zeit zu noch mehr autoritären Lösungen und Tendenzen führen. Die Fehldiagnose einer Krankheit kann für eine Zivilisation genauso tödlich sein wie für ein Individuum.

 

 

Leider stellen wir überall Fehldiagnosen, da wir unaufhörlich mit unzähligen Dingen bombardiert werden, damit wir uns aufregen und den richtigen Zusammenhang nicht erkennen. Dieser Zusammenhang ist, dass die globale Weltanschauung, unter der wir für Jahrzehnte lebten, gescheitert ist und jetzt seine Todeszuckungen durchlebt. Solche Veränderungen sind nie leicht, sicher oder rational. Ich erwarte nicht, dass es dieses Mal anders sein wird.

 

Und das bringt mich zum Hauptgrund diese Artikels. Es ist unabdingbar, das jene von uns, die das größere Ganze sehen können, so fokussiert und menschlich bleiben wie möglich, während die Dinge auseinanderfallen. Es ist möglich, für das Richtige zu kämpfen, ohne andere Menschen zu entmenschlichen. Wir müssen allen Anstrengungen der Medien und der Experten widerstehen, sogar jenen um uns herum, die uns in eine kollektive Spirale des Wahnsinns ziehen wollen, die die Menschen über das gesamte politische Spektrum hinweg erfasst. Wenn wir es nicht tun, wer denn sonst?

 

Wenn die Dinge vor die Hunde gehen, so ist das nie lustig oder sicher. Das war es nie. Wenn etwas verschwindet, wird es sicher durch etwas anderes ersetzt, und wir können nur versuchen sicherzustellen, dass die Welt der Zukunft auf dem Besten der vorhergehenden Welt basiert und das Destruktive und Unmoralische abgeschafft wird. Das bedeutet ehrlich zu sein über das, was am gegenwärtigen System gut ist und was bis auf auf den Kern verfault ist. Es war nicht alles schlecht, aber es war auch nicht das Ende der Geschichte. Ja, wir treten in eine Periode zunehmender Tumulte auf globaler Basis ein, aber wir können immer noch die Zukunft gestalten. Lasst sie uns zu einer guten Zukunft machen.

 

 

*

 

 

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Vielen Dank,

Michael Krieger

 


https://www.strategic-culture.org/news/2019/08/02/empire-coming-for-tulsi-gabbard/

 

Das Imperium macht Jagd auf Tulsi Gabbard

 

von Tom Luongo, 02.08.2019

 

 

Die zweite Debatte der Präsidentschaftskandidaten der Demokraten war aus zweierlei Hinsicht bemerkenswert. Der Mangel an Anstand unter den meisten von ihnen und Tulsi Gabbards enormem, Karriere-beendendem Angriff auf Kamala Harris' (die Deep State-Kandidatin der Demokraten) Bilanz als Generalstaatsanwältin von Kalifornien.

 

Harris war in der ersten Debatte die klare Gewinnerin und Gabbard hat sie mit den besten Minuten je in einer Fernsehübertragung zurechtgestutzt, seit Donald Trump zu Hillary Clinton sagte: „Dann wärst du im Gefängnis“.

 

Gabbards Zerlegung von Harris war so auf den Punkt, und ihr Schlusskommentar über die unverantwortliche Natur von Trumps Außenpolitik war so kraftvoll, dass man sie auf Twitter aktiv unterdrücken musste.

 

Und nur Minuten nach dem Ende der Debatte drehten die Medien und die politische Maschinerie durch und beschmutzten sie als russische Agentin, als Assad-Fürsprecherin und als Liebling der Alternativen Rechten.

 

Also, ich will euch etwas erzählen. Ich schreibe und rede viel über Gabbard, und jene, die rechts von mir sind, sind wirklich skeptisch ihr gegenüber, sie sei eine Agentin Israels oder des Establishments. Wenn sie das wäre, dann würde sie in bei den Umfragen zu den Debatten nicht bei 1% liegen.

 

Dann würde sie als Harris' stärkste Gegnerin beworben werden und als Konkurrentin zu Harris präsentiert werden.

 

Aber dem ist nicht so.

 

Nein, die Tatsache, dass Gabbard so übel und grundlos von jenen Leuten von rechts und links verleumdet wird, ist der Beweis, den man braucht, dass sie 1) das einzig Wahre ist und 2) dass sie Angst vor ihr haben.

 

Wenn Lindsey Graham nach der Debatte zweimal über sie twittert, und wenn die Neokons von der Washington Post, wie etwa Josh Rogin sie attackieren, dann weiß man, dass sie die Hosen gestrichen voll haben.

 

Wenn das vom Lager von Harris kommt, dann ist das normal. Aber wenn es direkt von Leuten wie Naveed Jamali kommt (einem Doppelagenten, Navy-Geheimdienstler und MSNBC-Mitarbeiter), dann weiß man, dass sich das Imperium langsam Sorgen macht.

 

Naveed Jamali @NaveedAJamali:

So wie Jill Stein und Donald Trump setzt Gabbard auf russische Unterstützung. Deshalb will sie Assad nicht kritisieren. Das ist aus uns geworden. Eine Wahl voll mit fremden Einflüssen. So greifen sie die Sicherheit unserer Wahl an, nicht durch Hacking, sondern indem sie so etwas tun.“

https://twitter.com/JamilSmith/status/1156832983875067904

 

Gabbard bekommt die Ron Paul-Behandlung. Das wird nur noch schlimmer werden. Sie werden alles gegen sie in die Waagschale werfen.

 

Diese Woche hat sie Kamala Harris im Fernsehen vernichtet, Google wegen Wahlkampfbeeinflussung verklagt und sich dem Gesetzesvorschlag von Thomas Massie (R-KY) angeschlossen, die Federal Reserve einer Betriebsprüfung zu unterziehen. Was wird sie nächste Woche tun? Den Krieg gegen die Drogen beenden?

 

Tulsi Gabbard ist offensichtlich ein unfertiges Produkt. Aber was ich in ihr sehe, ist etwas, das das Potential hat, etwas sehr Besonderes zu sein. Sie ist jung genug, sowohl leidenschaftlich mutig als auch bereit, dorthin zu gehen, wo die Wahrheit sie hinführt.

 

Und diese Wahrheit führt sie dorthin, wohin sich die Demokraten seit mehr als 40 Jahren nicht hin trauen: an das US-Imperium.

https://tomluongo.me/2019/07/26/gabbard-google-censorship-election/

 

Die gesamte Zeit meines Lebens war die vorherrschende Meinung, dass das heiße Thema in der US-Politik die Soziale Sicherheit wäre. Das war, wie so viele andere Weisheiten, ein Unsinn.

 

Das wirklich heiße Thema der US-Politik ist das Imperium. Jeder Kandidat, der öffentlich gegen das Imperium ist, ist nicht nur Feind des Staates, dessen Verrätern in den Medien und der Konzerne, die davon profitieren, und der Feind der Partei-Maschine sowohl der Republikaner als auch der Demokraten.

 

Das ist Gabbards Verbrechen. Und das einzige Verbrechen das zählt.

 

Wenn das Imperium auf dem Spiel steht, dann schließen sich in den USA Links und Rechts zusammen und verbünden sich gegen diese Bedrohung. Die gute Nachricht ist, dass sie nur ihr erbärmliches Russland-Bashing und ihre angebliche Autorität in der Außenpolitik haben.

 

Eine Außenpolitik, die übrigens die meisten Menschen in Amerika offen gesagt verachten.

 

Und die Antwort auf ihren Auftritt in der zweiten Debatte war so absehbar wie der Sonnenaufgang im Osten. Und diese Antwort lässt sich auch leicht widerlegen. Gabbard wird von jetzt an ständig unter Beschuss stehen, und wir werden in den nächsten Wochen herausfinden, wie tief das Trump Derangement Syndrom bei den durchschnittlichen Wählern der Demokraten sitzt.

 

Wenn sie in den Wahlumfragen nicht zulegt, dann sind die Demokraten verloren. Dann haben sie sich in ihrer Lust nach der Zerstörung von Trump dem irren Progressivismus und noch mehr Imperium verschrieben. Aber sie werden verlieren, denn nur eine prinzipienfeste Anti-Imperialistin wie Gabbard kann Trump in jene Tage zurückwerfen, als er in den Debatten der Republikaner der Außenseiter war und gegen unsere dämliche Außenpolitik gewettert hat.

 

Zum jetzigen Zeitpunkt ist niemand sonst auch nur annähernd glaubwürdig. Auf diesem Gebiet ist Trump am schwächsten. Er schwächelt nicht bei Frauenrechten, Rassismus, Schwulenrechten oder dem ganzen Rest der idiotischen Identitätspolitik der restlichen demokratischen Kandidaten.

 

Er schwächelt bei jener Frage, die ihn überhaupt erst ins Amt brachte, bei der Außenpolitik. Hillary war die Kandidatin des Imperiums. Trump nicht. Aus diesem Grund sahen wir die Bildung einer internationalen Verschwörung, um ihn und seine Präsidentschaft zu zerstören. Und jetzt mobilisiert sich eben jener Apparat gegen Tulsi Gabbard.

 

Das ist gut. Als Soldatin weiß sie, dass sie sich nah am Ziel befindet, wenn das Sperrfeuer zunimmt. Nun lasst uns hoffen, dass sie in der Lage ist, sich selbst zu erhalten, um diesen Wahlkampf von jenem Wahnsinn der Elite fernzuhalten, der uns ablenken soll und sie sich auf die einzige Sache konzentriert, die die Welt heilen kann: das chaotische Imperium zu beenden.

 

*

 

 

Tom Luongo schreibt auf seinem Blog "Gold Goats 'n Gun": https://tomluongo.me/

Er wird auf zerohedge https://www.zerohedge.com/ und Strategic Culture Foundation veröffentlicht: https://www.strategic-culture.org/


http://thesaker.is/the-last-western-empire/

 

Das letzte westliche Imperium?

 

Vom Saker, 01.08.2019

 

 

Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“ – das ist eine passende Metapher, wenn wir die meisten Kommentare betrachten, die die letzten 20 Jahre oder so beschreiben. Dieser Zeitraum ist aufgrund seiner Anzahl wahrhaft tektonischer Veränderungen beachtlich, die das internationale System durchgemacht hat. Es begann alles mit dem, was ich für die „Kristallnacht des Internationalen Rechts“ halte, als das Imperium 1995 unter direkter und vollständiger Verletzung der meisten fundamentalen Prinzipien des Internationalen Rechts die bosnischen Serben angriff. Dann war da der 11. September (9/11), der den Neokons das „Recht“ gab (so behaupten sie zumindest), jede Person, Gruppe oder Nation auf dem Planeten zu bedrohen, anzugreifen, zu bombardieren, jede Person zu töten, zu verwunden, zu kidnappen, zu ermorden, zu foltern, zu erpressen oder sonst wie zu misshandeln, nur weil „wir die unersetzliche Nation“ sind und „du entweder für uns oder für die Terroristen“ bist.

 

Während dieser Jahre haben wir auch erlebt, wie Europa zu einer drittklassigen US-Kolonie wurde, das unfähig wurde, selbst fundamentale europäische geopolitische Interessen zu verteidigen, während die USA eine drittklassige Kolonie Israels wurden, die genauso wenig in der Lage sind, fundamentale US-geopolitische Interessen zu verteidigen. Im Rückblick ist äußerst interessant, dass, während die USA und Europa unter dem Gewicht ihrer eigenen Fehler zusammenbrachen, Russland und China eindeutig im Aufwind waren; Russland vor allem aus militärischer Sicht und China vor allem wirtschaftlich. Am wichtigsten ist, dass Russland und China sich nach und nach darauf verständigten, eine Symbiose einzugehen, was meiner Ansicht nach sogar stärker und bedeutender ist, als wenn diese beiden Länder eine formale Allianz eingegangen wären: Allianzen können gebrochen werden (vor allem wenn eine westliche Nation beteiligt ist), aber eine symbiotische Beziehung dauert für gewöhnlich ewig (nun, schon klar, nichts dauert ewig, aber wenn man ein Leben in Jahrzehnten misst, dann ist es im Grunde das selbe wie „ewig“, zumindest aus geostrategisch analytischer Sicht). Die Chinesen haben zur Charakterisierung dieser Beziehung zu Russland einen offiziellen, speziellen und einzigartigen Ausdruck erfunden. Sie sprechen von einer „strategischen, umfassenden Kooperationspartnerschaft für das neue Zeitalter“.

 

Das ist der schlimmste Albtraum der AngloZionisten, und ihre etablierten Ziomedien versuchen alles, um die Tatsache zu verbergen, dass Russland und China in der Praxis strategische Verbündete sind. Sie tun auch alles, um das russische Volk davon zu überzeugen, dass China für Russland eine Bedrohung sei (mit Scheinargumenten, aber egal). Es wird nicht funktionieren. Zwar fürchten sich einige Russen vor China, aber der Kreml kennt die wahre Angelegenheit und wird die symbiotischen Beziehungen Russlands zu China weiter vertiefen. Nicht nur das, auch der Iran scheint nach und nach in diese Allianz aufgenommen zu werden. Die offiziellste Bestätigung dieser Tatsache ist die Äußerung von General Patrushev in Israel, nach seinem Treffen mit amerikanischen und israelischen Vertretern: „Der Iran war und wird immer unser Alliierter und Partner bleiben“.

http://www.unz.com/tsaker/debunking-the-rumors-about-russia-caving-in-to-israel/

 

Ich könnte noch weitere verschiedene Anzeichen für den Zusammenbruch des AngloZionistischen Imperiums aufführen, zusammen mit den Anzeichen dafür, dass vor unseren Augen eine neue, parallele, internationale Ordnung entsteht. Ich habe das in der Vergangenheit schon vielfach getan und werde es nicht alles wiederholen (Wer Interesse hat, kann hier nachlesen:

Mr.MAGA und das Ende der westlichen Zivilisation“, Saker 15.03.2019

https://www.theblogcat.de/archiv/archiv-2019/m%C3%A4rz-2019/

Wie der Osten den Westen retten kann“, Saker 30.03.2018

https://www.theblogcat.de/archiv/archiv-2018/m%C3%A4rz-2018/

 

Ich behaupte, dass die AngloZionisten ein Endstadium des Niedergangs erreicht haben, und die Frage nach dem „ob“ wurde durch ein „wann“ ersetzt. Aber noch interessanter wäre die Frage nach dem „was“: Was bedeutet der Zusammenbruch des AngloZionistischen Imperiums wirklich?

 

Ich sehe dieses Thema nicht wirklich diskutiert, und wenn, dann wird es in der Regel mit allen möglichen Versicherungen versehen, dass das Imperium nicht wirklich zusammenbricht, dass es zu mächtig sei, zu reich und zu groß um zu scheitern, und dass die gegenwärtige politische Krise in den USA und Europa nur zu einer Transformation des Imperiums führen wird, wenn die spezifischen Probleme, die sie plagen, erst einmal angegangen werden. Diese Art von wahnhaftem Unsinn geht völlig an der Realität vorbei. Und die Realität ist: Was vor unseren Augen geschieht, ist viel, viel dramatischer und grundlegender als das Lösen von ein paar Problemen hier und da und lustig so weiterzumachen wie bisher.

 

Einer der Faktoren, der uns in ein Gefühl der Selbstzufriedenheit lockt, ist, dass wir so viele andere Imperium in der Geschichte zusammenbrechen sahen, die ziemlich schnell durch andere (Imperien) ersetzt wurden, so dass wir uns gar nicht vorstellen können, was derzeit abgeht und was ein weitaus dramatischeres Phänomen ist: Der schrittweise Übergang einer gesamten Zivilisation in die Bedeutungslosigkeit!

 

Aber lasst und zunächst unsere Begriffe definieren: Bei all dem selbstbeweihräucherndem Unsinn, der in den Schulen im Westen gelehrt wird: Die westliche Zivilisation hat ihre Ursprünge nicht im antiken Rom und noch weniger im antiken Griechenland. Die Realität ist, dass die westliche Zivilisation im Mittelalter geboren wurde, genauer im 11. Jahrhundert, in dem es nicht zufällig zu folgenden Schritten des Papsttums kam:

 

1054: Rom trennt sich von der restlichen Christenheit ab: das sogenannte Morgenländische Schisma

https://de.wikipedia.org/wiki/Schisma_von_1054

 

1075: Rom beschließt das sogenannte Dictatus Papae

https://de.wikipedia.org/wiki/Dictatus_Papae

 

1095: Rom beginnt den Ersten Kreuzzug

https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Kreuzzug

 

Diese drei eng verwandten Ereignisse sind von absolut überragender Bedeutung für die Geschichte des Westens. Der erste nötige Schritt des Westens war es, sich vom Einfluss und der Autorität der restlichen christlichen Welt zu befreien. Als das Band zwischen Rom und der christlichen Welt getrennt war, da war es für Rom nur logisch zu beschließen, dass der Papst nun die extravagantesten Supermächte erhielt, die kein Bischof vor ihm auch nur zu denken wagte. Und diese neue Autonomie und der Wunsch nach absoluter Kontrolle über unseren Planeten resultierte in dem, was man den „ersten europäischen imperialistischen Krieg“ nennen könnte: Der Erste Kreuzzug.

 

Um es kurz und bündig auszudrücken: Die Franken des 11. Jahrhunderts waren die echten Stammväter des modernen „westlichen“ Europas, und das 11. Jahrhundert verzeichnet den ersten imperialistischen „Auslandskrieg“ (um diesen modernen Begriff zu verwenden). Der Name des Fränkischen Imperiums hat sich über die Jahrhunderte geändert, aber nicht in seiner Natur, seinem Wesen oder Zweck. Heute sind die wahren Erben der Franken die AngloZionisten (eine wirklich „superbe“ Diskussion über die Fränkische Rolle bei der Zerstörung der wahren, alten, christlich-römischen Zivilisation im Westen gibt es hier:

Putin, der Papst, das Schisma, die Franken und die Römer“

https://thesaker.is/putin-the-pope-the-schism-franks-and-romans/

 

Im Verlauf der nächsten 900 Jahre oder mehr haben viele verschiedene Imperien das Fränkische Papsttum ersetzt und die meisten europäischen Länder hatten ihren „glorreichen Moment“ mit Überseekolonien und eine Art von Ideologie, die per Definition und grundsätzlich als die einzig gute (oder gar „die einzig Christliche“) verkündet wurde. Während der Rest des Planeten unter unzivilisierten und generell schrecklichen Bedingungen lebte, der nur durch jene erlöst werden konnte, die schon IMMER geglaubt haben, dass sie, ihre Religion, ihre Kultur oder ihre Nation eine messianische Rolle in der Geschichte hatten (nennt es „Manifest Destiny“ („Offensichtliche Bestimmung“), oder „White Man's Burden“ („Die Bürde des Weißen Mannes“), oder „Kulturträger“, auf der Suche nach einem wohlverdienten „Lebensraum“): die Westeuropäer.

 

Es sieht so aus als hätten sich die meisten europäischen Nationen als Imperium und an imperialistischen Kriegen versucht. Sogar so moderne Mini-Staaten wie Holland, Portugal oder Österreich waren einst gefürchtete imperiale Mächte. Und jedes Mal wenn ein europäisches Imperium stürzte, kam stets ein anderes um seinen Platz einzunehmen.

 

Aber heute?

 

Was denkt ihr? Wer könnte ein so mächtiges Imperium erschaffen, um die Lücke durch den Zusammenbruch des AngloZionistischen Imperiums zu füllen?

 

Die übliche Antwort lautet: „China“. Und ich halte das für Blödsinn.

 

Imperien können nicht nur Handel betreiben. Handel allein ist einfach nicht genug, um ein existenzfähiges Imperium aufrecht zu halten. Imperien benötigen auch militärische Macht, und nicht irgendeine militärische Macht, sondern eine militärische Macht, die Widerstand zwecklos macht. Die Wahrheit ist, dass KEIN modernes Land auch nur annähernd die Kapazitäten besitzt, die USA in der Rolle des Welt-Hegemons abzulösen: Nicht einmal die Vereinigung des russischen und chinesischen Militärs könnte dieses Resultat erreichen, denn diese beiden Länder besitzen nicht:

 

1) ein weltweites Netz an Stützpunkten (die USA haben so etwas, je nach Zählweise zwischen 700 und 1.000)

 

2) eine große strategische Machtdurchsetzungs-Kapazität mittels Luftbrücken und Marine

 

3) ein Netzwerk sogenannter „Alliierter“ (in Wahrheit koloniale Marionetten), die bei Fuß stehen, wenn militärische Macht benötigt wird.

 

Aber noch bedeutender ist: China und Russland haben überhaupt nicht den Drang, wieder zu Imperien zu werden. Diese beiden Länder haben endlich die ewig gültige Wahrheit verstanden: Imperien sind wie Parasiten, die sich vom Körper des Wirtes ernähren. Ja, ALLE Imperien sind nicht nur IMMER und GRUNDSÄTZLICH böse, sondern man kann auch argumentieren, dass das erste Opfer des Imperialismus immer jene Länder sind, die „das Imperium bewirten“. Ja sicher, die Chinesen und die Russen wollen, dass ihre Länder wirklich frei, mächtig und souverän sind, und sie verstehen, dass dies nur mit einem Militär möglich ist, das einen Angriff abschrecken kann. Aber weder China noch Russland haben irgendein Interesse daran, Weltpolizist zu spielen oder anderen Ländern einen Regimewechsel aufzuzwingen. Sie wollen nur vor den USA sicher sein. Das ist alles.

 

Diese neue Realität ist vor allem im Nahen Osten sichtbar, wo Länder wie die Vereinigten Staaten, Israel oder Saudi Arabien (das ist die sogenannte „Achse der Freundlichkeit“) gegenwärtig nur in der Lage sind, ein Militär zu stationieren, das Zivilisten massakrieren oder die Infrastruktur des Landes zerstören kann. Aber sie können nicht effektiv gegen zwei große regionale Mächte mit einem modernen Militär vorgehen: den Iran und die Türkei.

 

Aber der erhellendste Lackmustest war der Versuch der USA, Venezuela in die Knie zu zwingen. Nach all den Gift und Galle-Drohungen aus Washington hat der ganze „Bolton-Plan (Pläne?)“ für Venezuela in einem wahrlich peinlichen Scheitern geendet: Wenn die alleinige „Hypermacht“ auf dem Planeten nicht einmal ein enorm geschwächtes Land in seinem Hinterhof überwältigen kann, ein Land, das eine große Krise durchlebt, dann sollte sich das US-Militär auf die Invasion kleiner Länder wie Monaco, Mikronesien oder vielleicht den Vatikan (vorausgesetzt, die Schweizer Garde schießt nicht auf die bewaffneten Vertreter der „unersetzlichen Nation“) beschränken. Tatsache ist, dass eine zunehmende Zahl mittelgroßer, „durchschnittlicher“ Länder langsam die Mittel erwirbt, sich einem US-Angriff zu widersetzen.

 

Wenn dem AngloZionistischen Imperium also die Stunde geschlagen hat, und kein Land die USA als imperialen Welt-Hegemon ersetzen kann, was bedeutet das?

 

Es bedeutet Folgendes: 1000 Jahre europäischer Imperialismus stehen vor seinem Ende!

 

Dieses Mal wird weder Spanien, Großbritannien noch Österreich den Platz der USA einnehmen und zu einem Welt-Hegemon werden. In Wahrheit besitzt kein einziges europäisches Land ein Militär, das auch nur annähernd in der Lage wäre, jene Art „kolonialer Befriedung“ durchzuführen, die nötig wäre, ihre Kolonien in einem passenden Zustand der Verzweiflung und des Terrors zu halten. Die Franzosen hatten ihr letztes Hurra in Algerien, die Briten auf den Falklands, die Spanier können nicht einmal Gibraltar zurückbekommen, und Holland hat keine Marine, die den Namen verdient. Und was die Länder Mitteleuropas betrifft: Sie sind zu beschäftigt damit, dem gegenwärtigen Imperium in den Arsch zu kriechen, um zu einem Imperium zu werden (nun, vielleicht mit Ausnahme von Polen natürlich, das von einem polnischen Imperium träumt, vom Baltikum bis zum Schwarzen Meer; sollen sie träumen, sie haben davon seit Jahrhunderten geträumt und sie werden noch viele weitere Jahrhunderte davon träumen...).

 

Jetzt vergleicht die europäischen Militärs mit jenen bewaffneten Kräften, die man in Lateinamerika oder Asien findet. Bei den meisten Anglos gibt es diesen reflexhaften Gedanken einer Überlegenheit und sie können überhaupt nicht erkennen, dass mittelgroße und sogar kleiner Länder ein Militär aufstellen können, das gut genug ist, um eine direkte US-Invasion unmöglich zu machen, oder zumindest eine Besetzung in punkto Menschenleben und Geld so teuer zu machen, dass es nicht stattfindet.

(„USA gegen Iran – ein Krieg der Äpfel gegen Birnen“, Saker, 07.02.2017

https://www.theblogcat.de/archiv/archiv-2017/februar-2017/

 

Diese neue Realität macht auch die typischen US-Raketen- und Luftschläge ziemlich nutzlos: sie werden ein paar Gebäude und Brücken zerstören, sie werden örtliche TV-Stationen (nach der imperialen Terminologie „Propaganda-Sender“) in riesige Trümmerhaufen aus rauchendem Schutt und Toten verwandeln und sie werden viele unschuldige Menschen töten, aber das wird zu keinem Regimewechsel führen. Die verblüffende Tatsache ist: Wenn wir akzeptieren, dass Krieg die Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln ist, dann müssen wir auch zugeben, dass gemäß dieser Definition das US-Militär völlig nutzlos ist, da es den USA nicht dabei helfen kann, irgendein sinnvolles politisches Ziel zu erreichen.

 

Die Wahrheit ist, dass nach militärischen und wirtschaftlichen Begriffen der „Westen“ bereits verloren hat. Die Tatsache, dass jene, die das verstehen, nicht reden, und dass jene, die darüber reden (und es natürlich leugnen), überhaupt nicht verstehen was geschieht – das macht keinen Unterschied.

 

Theoretisch könnte man sich vorstellen, dass in den USA (die anderen westlichen Länder sind völlig irrelevant) ein starker Führer an die Macht kommt, die Neokons zerschmettert (wie Putin es in Russland gemacht hat) und den brutalen und plötzlichen Zusammenbruch des Imperiums verhindert. Aber das wird nicht geschehen. Wenn die letzten Jahrzehnte etwas zweifelsfrei bewiesen haben, dann ist es, dass das imperiale System in keinster Weise in der Lage ist, sich selbst zu reformieren, trotz Leuten wie Ralph Nader, Dennis Kucinich, Ross Perot, Ron Paul, Mike Gravel oder gar Obama und Trump – sie alle haben bedeutsamen Wandel versprochen und wurden durch das System erfolgreich daran gehindert, etwas Bedeutendes zu erreichen. Somit ist das System immer noch zu 100% effektiv, zumindest in den USA: die Neokons brauchten weniger als 30 Tage, um Trump und seine Versprechen von einem Wandel zu vernichten, und jetzt hat man sogar Tulsi Gabbard dazu gebracht, sich vor der absolut obligatorischen politischen Strenggläubigkeit und den Mythen der Neokons zu verbeugen und einzuknicken.

(„Was Tulsi Gabbards Einknicken vor der Israel-Lobby wirklich zeigt“

http://thesaker.is/what-tulsi-gabbards-caving-in-to-the-israel-lobby-really-shows/

 

Nun, was wird wahrscheinlich als Nächstes passieren?

 

In einfachen Worten: Asien wird die westliche Welt ersetzen. Aber – und das ist enorm wichtig – dieses Mal wird kein Imperium kommen und den Platz der AngloZionisten einnehmen. Stattdessen wird eine lose und informelle Koalition zumeist asiatischer Länder ein alternatives ökonomisches und zivilisatorisches Modell vorschlagen, das für den Rest des Planeten sehr attraktiv sein wird. Was das Imperium anbelangt, so wird es sich sehr effektiv selbst auflösen und langsam in der Bedeutungslosigkeit versinken. Sowohl die US-Amerikaner als auch die Europäer werden sich, zum ersten Mal in ihrer Geschichte, wie zivilisierte Menschen benehmen müssen. Was bedeutet, dass ihr traditionelles „Entwicklungsmodell“ (den gesamten Planeten zu verwüsten und jeden bis aufs Unterhemd auszuplündern) durch ein Modell ersetzt wird, in dem diese US-Amerikaner und Europäer wie jeder andere arbeiten müssen, um Reichtum anzuhäufen. Diese Vorstellung ist für die gegenwärtig herrschenden imperialen Eliten absolut unvorstellbar, aber ich nehme an, dass es von der Mehrheit der Menschen begrüßt werden wird, vor allem wenn dieses (für sie) „neue“ Modell mehr Frieden und Wohlstand bringt als das vorherige Modell!

 

Ja, wenn die Neokons nicht den gesamten Planeten in einem nuklearen Holocaust in die Luft jagen, dann werden die USA und Europa überleben, aber nur nach einer schmerzhaften Übergangsphase, die ein Jahrzehnt oder länger dauern könnte. Einer der Faktoren, die den Übergang vom Imperium zu einem „normalen“ Land komplizieren, ist der fundamentale und immense Einfluss, den 1000 Jahre Imperialismus auf die Kultur des Westens hatten, vor allem auf die völlig größenwahnsinnigen Vereinigten Staaten (Professor John Marcianos Vorlesungsreihe „Empire as a way of life“ spricht dieses Thema hervorragend an – ich empfehle das sehr!)

https://thesaker.is/a-most-interesting-series-of-lectures-and-a-real-treat-for-all/

 

Eintausend Jahre Gehirnwäsche legt man nicht so einfach ab, vor allem auf der unterbewussten Ebene.

 

Zu guter Letzt: Die gegenwärtig ziemlich bösartige Reaktion auf den Multikulturalismus, der von den herrschenden westlichen Eliten auferlegt wurde, ist nicht weniger krank als dieser ätzende Multikulturalismus an sich. Ich beziehe mich auf die neu „entstandenen“ Theorien zum 2. Weltkrieg und wie das Dritte Reich als Inspiration entdeckt wird, nicht zuletzt mit dem Revival rassistischer/rassischer Theorien. Das ist besonders lächerlich (und beleidigend) wenn es von Leuten kommt, die sich als Christen ausgeben, aber an Stelle von Gebeten auf ihren Lippen nur 1488-artigen Unsinn verbreiten. Diese Leute repräsentieren genau jene Art von „Opposition“, mit der sich die Neokons so gerne abgeben und die sie am Ende immer (und ich meine wirklich IMMER) besiegen. Diese „geheuchelte“ Opposition (im Grunde nützliche Idioten) wird so lange stark bleiben wie sie finanziert wird (und das wird sie zur Zeit). Aber sobald dieser gegenwärtige Größenwahn („Wir sind die Weiße Rasse! Wir haben Athen und Rom erbaut! Wir sind Evropa!!!“) mit einer unvermeidlichen Gesichtsklatsche endet, werden die Leute wohl zur Vernunft zurückkehren und erkennen, dass für den momentanen Zustand des Westens kein äußerer Prügelknabe verantwortlich ist. Die traurige Wahrheit ist, dass sich der Westen das alles selbst zuzuschreiben hat (hauptsächlich aufgrund von Arroganz und Stolz!), und dass die gegenwärtige Welle aus Migranten nichts anderes ist als die Rückkehr von 1000 Jahren schlechten Karmas zu seinem Ursprung. Ich will nicht unterstellen, dass die Menschen im Westen alle individuell für das derzeitige Geschehen verantwortlich sind. Aber ich sage, dass die Leute im Westen jetzt mit den Folgen von 1000 Jahren ungezügeltem Imperialismus leben. Das wird hart, sehr hart, den Kurs zu ändern, aber da es die einzig gangbare Option ist, wird es so kommen, früher oder später.

 

Dennoch – es gibt Hoffnung. FALLS die Neokons nicht den Planeten in die Luft jagen und FALLS die Menschheit genug Zeit bekommt, ihre Geschichte zu studieren und versteht, an welcher Stelle sie den falschen Weg eingeschlagen hat, dann könnte es – vielleicht – Hoffnung geben.

 

Ich denke, wir können alle Trost darin finden, dass wir uns – so hässlich, so dumm und böse das AngloZionistische Imperium auch sein mag – zumindest auf einen Planeten ohne Imperium freuen dürfen, nur noch souveräne Länder.

 

Ich denke, das ist eine Zukunft, für die es sich zu kämpfen lohnt.

 

Der Saker