http://thesaker.is/how-the-east-can-save-the-west/

 

Wie der Osten den Westen retten kann

 

vom Saker, 30.03.2018 für Unz Review

 

                                                                              Europa: Meine Ehre heißt Solidarität!

 

Das sagt einem alles was man  über den Unterschied zwischen dem modernen Britannien und der Regierung von Wladimir Putin wissen muss. Sie stellen Novichok her, wir Lichtschwerter. Das eine eine heimtückische Waffe, die speziell für Ermordungen da ist. Das andere eine unglaubwürdige Theaterrequisite mit mysteriösem Brummen. Aber welche dieser Waffen ist in der heutigen Welt wirklich effektiver?“

Boris Johnson

 

Beginnen wir diese Diskussion mit ein paar einfachen Fragen:

 

Frage 1: Glaubt jemand ernsthaft, dass „Putin“ (das ist der Sammelbegriff für das russische Mordor) wirklich versucht hat, einen Mann zu töten, den „Putin“ selbst vor langer Zeit entlassen hat, der für Russland überhaupt keine Bedeutung hatte, der wie Beresowski nach Russland zurückwollte und dass „Putin“ für diese Tat einen binären Nervenkampfstoff benutzt hat?

 

Frage 2: Glaubt jemand ernsthaft, dass die Briten ihren „Alliierten“ (ich bin höflich und benutze diesen Euphemismus) unwiderlegbare, oder zumindest sehr starke Beweise vorgelegt haben, dass „Putin“ tatsächlich so etwas getan haben könnte?

 

Frage 3: Glaubt jemand ernsthaft, dass die Massenausweisung russischer Diplomaten Russland den Forderungen des Westens gegenüber gefügiger macht (hier soll uns egal sein, über welche Forderungen wir reden)?

 

Frage 4: Glaubt jemand ernsthaft, dass nach dieser jüngsten Episode die Spannungen irgendwie nachlassen oder gar kleiner werden und sich die Dinge verbessern werden?

 

Frage 5: Glaubt jemand ernsthaft, dass die gegenwärtige, steile Zunahme der Spannungen zwischen dem AngloZionistischen Imperium (auch „der Westen“ genannt) und Russland die beiden nicht auf Kollisionskurs führt, der in einem Krieg enden könnte, womöglich einem Nuklearkrieg, vielleicht nicht absichtlich, aber als Resultat einer Eskalation aus Zwischenfällen?

 

Zwar gibt es in der zombifizierten Welt der ideologischen Drohnen, die tatsächlich in einem durch die Konzernmedien verursachten, dumpfen Trancezustand verweilen, ganz bestimmt solche, die auf einige oder alle diese Fragen mit Ja antworten, aber ich behaupte, dass kein einziger wichtiger westlicher Entscheider ernsthaft an diesen Unsinn glaubt. In Wirklichkeit weiß jeder der wichtig ist, dass die Russen nichts mit dem Skripal-Fall zu tun hatten, dass die Briten keine Beweise vorgelegt haben, dass die Ausweisung russischer Diplomaten die Entschlossenheit Russlands nur stärkt, dass diese ganze anti-russische Hysterie nur schlimmer wird und dass diese ganze Sache zumindest Europa und die USA, wenn nicht die gesamte Welt, in große Gefahr bringt.

 

Und dennoch ist das gerade Geschehene absolut faszinierend: Anstatt fundamentale Prinzipien des westlichen Rechts anzuwenden (unschuldig bis zum Beweis der Schuld, zumindest bis es überwiegende Beweise gibt oder sogar über jeden Zweifel erhaben), Grundregeln des zivilisierten Verhaltens (greife niemanden an von dem du weißt, dass er unschuldig ist), universell akzeptierte moralische Normen (die Wahrheit einer Sache ist wichtiger als politische Zweckmäßigkeit) oder gar ursprüngliche Selbsterhaltungstriebe (deswegen will ich nicht sterben) – die überwiegende Mehrheit der westlichen Führer hat einen neuen Grundsatz zur Entscheidungsfindung gewählt, den man mit zwei Worten zusammenfassen kann:

 

  • höchstwahrscheinlich“

  • Solidarität“

 

Das ist wirklich absolut wesentlich und markiert einen fundamentalen Wandel der Art, wie das AngloZionistische Imperium ab jetzt handeln wird. Sehen wir uns die Voraussetzungen und Konsequenzen dieser beiden Konzepte an.

 

Erstens: „höchstwahrscheinlich“. Zwar hört sich „höchstwahrscheinlich“ wie eine vereinfachte Version von „Überlast von Beweisen“ an, aber was es wirklich bedeutet ist etwas ganz anderes und ein Zirkelbeweis (Anm.d.Ü.: ein Beweisfehler): „Putin“ ist schlecht, Vergiftung ist schlecht, daher ist es „höchstwahrscheinlich“, dass es „Putin“ war. Woher wir wissen, dass die Grundannahme „Putin ist schlecht“ wahr ist? Nun – er vergiftet Menschen, nicht wahr?

 

Ihr denkt ich scherze?

 

Seht euch dieses wunderbare Schaubild an, das „die Regierung Ihrer Majestät“ der Öffentlichkeit präsentiert hat. Titel: „Ein langes Muster der russischen bösartigen Tätigkeit“

 

 

Von den 12 Ereignissen als Beweis eines „Musters der russischen bösartigen Tätigkeit“ ist eines nachweislich falsch (die Invasion 2008 in Georgien), eines bringt zwei verschiedene Anschuldigungen durcheinander (die Besetzung der Krim und die Destabilisierung der Ukraine), eines ist ein Zirkelschluss (der Mordversuch an Skripal) und alle anderen sind komplett unbewiesene Anschuldigungen. Was hier nur noch fehlt ist die Massenvergewaltigung von Baby Pinguinen durch betrunkene russische Matrosen am Südpol oder der Einsatz einer geheimen „Wetterwaffe“, die Wirbelstürme in den USA verursacht. Um das zu erkennen braucht man kein juristisches Diplom, alles was man benötigt ist ein IQ oberhalb der Zimmertemperatur und ein grundlegendes Verständnis der Logik. Bei all meiner Verachtung für westliche Führer, nicht einmal ich behaupte, dass ihnen all das fehlt Und daher braucht es die „Solidarität“:

 

Solidarität“ ist in diesem Zusammenhang einfach ein „begrifflicher Platzhalter“ für Stephen Decaturs berühmtes „Recht oder Unrecht, ich stehe zu meinem Vaterland!“, angewendet auf das gesamte Imperium. Und es kommt einem auch der Vorläufer Meine Ehre heißt Treue in den Sinn, leicht abgewandelt in Meine Ehre heißt Solidarität.

 

Solidarität heißt ganz einfach, dass der Klüngel der herrschenden Eliten im Westen auf Teufel komm raus das sagen und tun wird, was ihnen die AngloZionisten auftragen. Wenn morgen die britischen oder amerikanischen Führer verkünden, das Putin zum Frühstück Babys verspeist oder dass der Westen ein starkes Signal an „Putin“ senden muss, weil eine russische Invasion von Vanuatu nicht geduldet werden kann, dann ist es so: die gesamte AngloZionistische Nomenklatur wird das Leid einstimmig singen, zur Hölle mit den Fakten, der Logik oder gar dem Anstand!

 

Dass in der Politik feierlich Lügen verkündet werden, das ist kaum etwas neues, das ist gar nichts neues. Was neu daran ist, das sind zwei sehr junge Entwicklungen: Erstens, dass jetzt jeder weiß, das es Lügen sind und zum Zweiten, dass das niemand anzweifelt oder entkräftet. Willkommen in der AngloZionistischen Neuen Weltordnung, na so was!

 

Das Imperium: durch Täuschung sollt ihr Krieg führen

 

Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und er hält sich nicht an die Wahrheit, denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von sich selbst; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben.“ – Johannes 8:44

 

 

In den letzten Wochen habe ich etwas beobachtet, das ich ziemlich interessant finde: sowohl auf russischen TV-Kanälen und in den englischsprachigen Medien gibt es einen speziellen Typus von Anti-Putin Individuen, die tatsächlich sehr stolz auf die Tatsache sind, dass sich das Imperium zu einem echt nie dagewesenen Lügenfeldzug gegen Russland aufmacht. Diese Leute sehen Lügen nur als ein weiteres Werkzeug in einer Art „politischer Werkzeugkasten“, die man wie jede andere politische Technik einsetzen kann. Wie ich schon in der Vergangenheit erwähnt habe, ist die westliche Gleichgültigkeit der Wahrheit gegenüber eine uralte Sache, denn sie kommt aus dem Mittelalter: So um die Zeit, als die Franken in Rom beschlossen haben, dass ihre eigene, ursprüngliche Marke des „Christentums“ keine Verwendung für 1000 Jahre Consensus Patrum hat.

(Anm.d.Ü.: im weiteren Sinn ist hier die Orthodoxie gemeint. Siehe: https://orthodoxyindialogue.com/2018/01/06/the-consensus-patrum-what-is-it-by-yulia-rozumna-and-mina-soliman/ )

 

Die Scholastik und ein unersättlicher Durst nach weltlicher, säkularer Macht haben sowohl den Relativismus als auch den Kolonialismus geboren (mit der päpstlichen Bulle und dem Vertrag von Tordesillas). Die Reformation (mit ihrem sehr ausgeprägten judäischen Einfluss) hat die Grundlage für den modernen Kapitalismus geschaffen, der, wie Lenin richtig diagnostizierte, in seiner höchsten Stufe Imperialismus ist. Jetzt wo der Westen seinen Zugriff auf den Planeten verliert (stellt euch vor, einige Drecks-Staaten wagen es, Widerstand zu leisten!), wurden alle ideologischen Rechtfertigungen über Bord geworfen und wir stehen vor den wahren, echten und nackten Impulsen der Anführer des Imperiums: messianische Selbstüberschätzung (im Grunde Selbstbeweihräucherung), Gewalt, und vor allem ein massives Vertrauen auf Täuschung und Lügen auf jeder Ebene der Gesellschaft, von der kommerziellen Werbung, die auf Kinder abzielt bis zu Colin Powell, der im UN-Sicherheitsrat irgendein Waschmittelpulver hochhält, um einen weiteren Aggressionskrieg zu rechtfertigen.

 

Selbstbeweihräucherung und das völlige Vertrauen in brutale Gewalt und Fälschungen – das sind heute die wahren „westlichen Werte“. Nicht der Rechtsstaat, nicht die wissenschaftliche Methode, nicht das kritische Denken, nicht der Pluralismus und ganz sicher nicht die Freiheit. Wir haben uns im Kreis gedreht und stehen wieder dort, wo das ungebildete und rücksichtslose Vorgehen, das die Franken so perfekt verkörperten und was sie in der (damals) zivilisierten Welt (dem südlichen und östlichen Mittelmeer) so in Verruf brachte. Die Agenda ist übrigens die selbe wie bei den Franken vor 1000 Jahren: entweder ihr unterwerft euch und akzeptiert unsere Herrschaft, oder ihr sterbt. Und ihr akzeptiert unsere Herrschaft indem ihr uns erlaubt, all eure Reichtümer zu plündern. Auch hier gibt es keinen großen Unterschied zwischen der Plünderung des Ersten Roms im Jahr 410, der Plünderung des Zweiten Roms im Jahr 1204 und der Plünderung des Dritten Roms im Jahr 1991. Psychologen wissen nur zu gut, dass der beste Indikator für zukünftiges Verhalten das Verhalten in der Vergangenheit ist.

 

Interessant ist, dass die Chinesen diese strategische PsyOp sofort durchschaut haben und sie läuten jetzt in ihrem offiziellen Organ Global Times die Alarmglocken (Hervorhebungen durch den Autor):

 

Die Anschuldigungen, die westliche Länder Russland entgegenschleuderten, basieren auf niederen Motiven, ähnlich wie die Chinesen den Ausdruck „vielleicht ist es wahr“ verwenden, um eine gewünschte Gelegenheit zu ergreifen. Aus Sicht einer Dritten Person sind die Prinzipien und die diplomatische Logik hinter solchen drastischen Maßnahmen fehlerhaft, ganz zu schweigen davon, dass die fast gleichzeitige Ausweisung russischer Diplomaten eine grobe Form des Verhaltens ist. Solche Aktionen bewirken wenig, außer dass sie die Feindseligkeit und den Hass zwischen Russland und seinen westlichen Gegenstücken erhöhen. (…) Die Tatsache, dass große westliche Mächte sich zusammentun und ein fremdes Land „abstrafen“, ohne der selben Vorgehensweise und den Grundsätzen des Völkerrechts zu folgen, an die sich andere Länder halten, das lässt einen frösteln. Während des Kalten Kriegs hätte nicht ein Land des Westens so eine Provokation gewagt, aber heute wird das mit einer ungehinderten Leichtigkeit ausgeführt. Solche Aktionen sind nichts als eine Form der westlichen Schikane, die den globalen Frieden und die Gerechtigkeit gefährdet. (…) Es ist mehr als unverschämt, wie die USA und Europa Russland behandelt haben. Ihre Aktionen repräsentieren eine Frechheit und Rücksichtslosigkeit, die zu einem Charaktermerkmal der westlichen Hegemonie geworden sind, die nur die Vergiftung der internationalen Beziehungen kennen. Jetzt ist für nicht-westliche Nationen der richtige Zeitpunkt gekommen, die Einigkeit und die kollaborativen Bemühungen untereinander zu stärken. Diese Nationen müssen einen Grad der Unabhängigkeit außerhalb der Reichweite des westlichen Einflusses erreichen und gleichzeitig die Ketten der Monopolisierungdeklarationen und der vorbestimmten Entscheidungen brechen und ihre eigenen Urteilsfähigkeiten schätzen lernen. (…) Der Westen ist nur ein kleiner Teil der Welt und hat nicht annähernd die globale Präsenz von früher. Die zum Schweigen gebrachten Minderheiten innerhalb der internationalen Gemeinschaft müssen das realisieren und beweisen, wie groß ihr Verständnis dieser Erkenntnis ist, indem sie es der Welt durch ihr Handeln beweisen.

 

Wie der Franzose sagt: „á bon entendeur, salut!“: Die chinesische Position ist kristallklar, und auch die Warnung. Ich würde es so zusammenfassen: Wenn der Westen auch ein AngloZionistischer Fußabstreifer ist, der Osten ist das mit Sicherheit nicht.

 

(Nebenbemerkung: Ich weiß, das einige Länder in Europa bisher Mut gegen das AngloZionistische Diktat gezeigt haben. Gut für sie. Ich warte lieber ab und schaue wie lange sie dem Druck standhalten können, bevor ich ihnen stehende Ovationen gebe.)

 

Das moderne Ahnenerbe Generalplan Ost

 

Die Entscheidung liegt daher hier im Osten; hier muss der russische Feind, dieses Volk mit zweihundert Millionen Russen, auf dem Schlachtfeld zerstört werden, Person um Person, und zu Tode geblutet werden.“ – Reichsführer SS Heinrich Himmler

 

Dennoch erklärt nichts davon, warum sich die Führer des Imperiums auf ein verzweifeltes „atomares Spiel mit dem Untergang“ einlassen, um wieder einmal Russland dazu zu zwingen, auf die Forderung einzugehen, „verschwindet und haltet das Maul“. Das widerspricht der Intuition und ich bekomme jede Woche Emails, in denen mir gesagt wird, dass es absolut nicht der Fall sei, dass die Führer des AngloZionistischen Imperiums einen Krieg mit Russland wollen, schon gar nicht einen atomaren. Die Wahrheit ist, dass diese westlichen Führer zwar definitiv Psychopathen sind, dass sie aber weder dumm noch selbstmörderisch sind, auch Hitler und Napoleon waren das nicht! Und ja, sie wollen vielleicht wirklich keinen richtigen Krieg mit Russland. Das Problem ist, dass diese Führer aber auch verzweifelt sind, und das aus gutem Grund.

 

Betrachten wir die Lage vor ein paar Monaten. Die USA waren in Syrien besiegt, von der DPRK verhöhnt, Trump wurde in Europa gehasst, die Russen und die Deutschen arbeiteten an Nord Stream, die britischen Führer war dazu gezwungen wenigstens so zu tun als würden sie am

Brexit arbeiten, das ganze „Projekt Ukraine“ ist auf die Schnauze gefallen, die Sanktionen gegen Russland haben versagt, Putin war populärer denn je und die hysterische Anti-Trump Kampagne war innerhalb der USA am Kochen. Der nächste Schritt der AngloZionistischen Eliten war nichts weiter als brillant: man hat eine wirklich plumpe False Flag in Britannien losgetreten und das Imperium hat damit folgende Dinge erreicht:

  

  • Die Europäer wurden zurück in den Anglosphärischen Schoss gezwungen („Solidarität“, ihr erinnert euch?)

  • Die Brexit-Briten sind jetzt wieder so etwas wie der (un)moralische Führer Europas

  • Die Russen sind jetzt in so einem Ausmaß dämonisiert, dass jede Anschuldigung, wie blöd sie auch sein mag, haften bleibt

  • Im Nahen Osten haben die USA und Israel jetzt freie Hand, jeden Krieg anzufangen den sie wollen, die (rein theoretische) europäische Fähigkeit, irgend etwas zu widersprechen was die Anglos wollen, sie ist verdampft. Insbesondere nachdem die Russen durch Ghouta und Salisbury zu „bekannten Chemieverbrechern“ geworden sind.

  • Die Fußball WM in Russland wird mindestens durch eine massive anti-russische Kampagne sabotiert werden. Wenn diese Kampagne wirklich erfolgreich ist, dann besteht Hoffnung, dass die Deutschen endlich einknicken und Nord Stream wenn schon nicht beerdigen, so doch wenigstens aufschieben und damit die Europäer dazu zwingen, US-Gas zu akzeptieren, was sonst?

 

Das ist ein ambitionierter Plan, und wenn nichts Unvorhergesehenes geschieht, dann könnte er funktionieren. Das Problem dieser Strategie ist, dass sie nicht das Ziel erreicht, dass Russland wirklich „verschwindet und das Maul hält“. Neokons sind besonders darauf versessen, ihre Feinde zu erniedrigen (schaut euch an, wie sie immer noch Jagd auf Trump machen, obwohl der arme Mann mittlerweile zu ihrem untertänigsten Diener geworden ist) und es steht enorm viel Prestige auf dem Spiel. Russland muss daher erniedrigt werden, richtig erniedrigt werden. Nicht nur indem man ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen sabotiert oder russische Diplomaten ausweist, sondern durch etwas viel Handfesteres, wie etwa einem Angriff auf die sehr kleine und verwundbare russische Task Force in Syrien.Hier liegt das größte Risiko.

 

Die russische Task Force in Syrien ist winzig, zumindest verglichen mit den enormen Kapazitäten von CENTCOM und NATO. Die Russen haben davor gewarnt, sollten sie angegriffen werden, dann würde sie nicht nur die angreifenden Raketen abschießen sondern auch deren Abschussbasen angreifen. Da die Amerikaner nicht dumm genug sind, ihre Flugzeuge der russischen Luftabwehr auszusetzen, werden sie ihre Luftstreitmacht nur außerhalb der russischen Luftverteidigung benutzen und nur Cruise Missiles einsetzen, um Ziele innerhalb des „Schutzkegels“ der russischen Luftverteidigung zu bombardieren. In Wahrheit bezweifle ich, dass die Russen die Gelegenheit bekommen, viele US-Flugzeuge abzuschießen, zumindest nicht mit ihren weitreichenden S-300/S-400 SAMs. Ihr umfassendes und vorzüglich kombiniertes Waffensystem aus Mittelstrecken Luft-Boden Raketen und Flugabwehr-Artillerie, das Pantsir-System, könnte eine bessere Chance haben, denn ihre Stationierung ist unmöglich vorherzusagen. Aber die echte Frage lautet: werden die Russen auf Schiffe der US Navy feuern, wenn von dort Cruise Missiles auf Syrien abgefeuert werden?

 

Meine rein persönliche Vermutung ist, dass sie das nicht tun werden, außer es wird Khmeimin, Tartus oder ein anderes großes russisches Ziel (etwa offizielle russische Einrichtungen in Damaskus) angegriffen. Ein Angriff auf ein Schiff der US Navy würde einem Kriegsakt gleichkommen und das ist etwas, das die Russen nicht tun wenn sie es vermeiden können. Das Problem mit dieser Zurückhaltung ist, dass es von den „modernen Franken“ wieder einmal als Zeichen der Schwäche und nicht der Kultur interpretiert werden wird (stellt euch einen Neandertaler mit einer nuklearen Keule in der Faust vor). Sollten sich die Russen dazu entscheiden wie die Amerikaner zu handeln und Gewalt einsetzen, um „eine Botschaft zu schicken“, dann wird das Imperium das umgehend als Gesichtsverlust wahrnehmen und als Grund für eine weitere Eskalation, damit die „richtige“ Hierarchie wiederhergestellt wird, zwischen der „unersetzlichen Nation“ und der „Tankstelle, die sich als Land tarnt“. Diese Dynamik ist hier im Spiel:

 

Russland beschränkt sich auf Protestnoten ===>> das Imperium sieht das als Zeichen der Schwäche und eskaliert

 

Russland antwortet entsprechend mit echten Taten ===>> das Imperium fühlt sich erniedrigt und eskaliert

 

Jetzt betrachtet das einmal aus russischer Perspektive und fragt euch, was ihr in dieser Situation tun würdet?

 

Die Antwort ist, so denke ich, offensichtlich: man versucht so viel Zeit wie möglich zu gewinnen und bereitet sich auf Krieg vor. Genau das haben die Russen seit mindestens Anfang 2015 getan.

 

Für Russland ist das nichts wirklich neues: da waren sie schon mal und übrigens erinnern sie sich sehr gut daran. Das „westliche Projekt“ war für Russland seit dem Mittelalter immer das selbe, der einzige Unterschied sind die Folgen des Kriegs. Mit jedem Jahrhundert wurden die menschlichen Kosten der verschiedenen Kreuzzüge gegen Russland schlimmer und schlimmer und jetzt blicken wir nicht nur auf die große Wahrscheinlichkeit eines weiteren Borodino oder Kursk, nicht einmal ein weiteres Hiroshima. Sondern etwas, das wir uns gar nicht wirklich vorstellen können: hunderte Millionen Menschen sterben innerhalb weniger Stunden.

 

Wie sollen wir das aufhalten?

 

Ist der Westen überhaupt in der Lage, anders zu handeln?

 

Das bezweifle ich sehr.

 

  

Der eine Akteur, der den Krieg aufhalten kann: China

 

Es gibt einen Akteur, der den gegenwärtigen Rutsch ins Armageddon vielleicht aufhalten kann: China. Gerade haben die Chinesen offiziell erklärt, dass sie etwas haben, was sie eine „umfassende strategische Partnerschaft der Kooperation“ nennen, später verkürzt auf „strategische Partnerschaft“. Das ist ein sehr geeigneter Ausdruck, denn er spricht nicht von einer „Allianz“: zwei Länder der Größe von Russland und China können keine Allianz im traditionellen Sinn haben – dazu sind sie zu groß und zu verschieden. Sie befinden sich jedoch in einer symbiotischen Beziehung, wie beide Seiten perfekt verstehen (siehe dieses Weißbuch für Details: https://thesaker.is/vineyard-of-the-saker-white-paper-the-china-russia-double-helix/comment-page-2/ )

 

Was das bedeutet ist in einfachen Worten Folgendes: Die Chinesen können nicht zulassen, dass Russland vom Imperium besiegt wird, denn wenn Russland erstmal weg ist, dann stehen sie allein einem vereinten, triumphalen und unendlich arroganten Westen gegenüber (entsprechend möchte ich behaupten, dass es sich Russland aus den selben Gründen nicht leisten kann, dass der Iran vom Westen besiegt wird, und gleiches gilt für den Iran, der nicht zulassen kann, dass Israel die Hisbollah zerstört.) Natürlich ist nach militärischen Maßstäben China im Vergleich zu Russland ein Zwerg, aber in ökonomischen Maßstäben ist Russland zu China ein Zwerg, das ist die „strategische Interessengemeinschaft“. Somit kann China Russland militärisch nicht beistehen. Aber denkt daran, Russland braucht das nicht, wenn es nur um militärischen Beistand ginge um einen Krieg zu gewinnen. Russland will einen Krieg nicht gewinnen, es will ihn unbedingt vermeiden! Und hier kann China einen riesigen Unterschied machen: psychologisch.

 

Ja, das Imperium wendet sich gegenwärtig sowohl gegen Russland als auch China. Aber alle, von den Führern bis zur zombifizierten Bevölkerung denken, das wären zwei unterschiedliche und verschieden Feinde. (Wir bedanken uns bei der Gelegenheit ausdrücklich bei Donald Trump, dass er seinen Handelskrieg mit China so „perfekt“ getimed hat.) Sind sie nicht: Russland und China sind nicht nur Symbionten, die eine Vision für ein blühendes und friedliches Eurasien teilen, vereint durch eine gemeinsame Zukunft rund um OBOR und, das ist wichtig, frei vom US-Dollar, oder was das anbelangt, frei von jeder größeren Rolle der USA. Aber Russland und China stehen auch für genau die selbe Vorstellung einer post-hegemonialen Weltordnung: eine multipolare Welt verschiedener und wahrhaft souveräner Nationen, die zusammen unter einem internationalen Recht leben. Wenn es nach den AngloZionisten geht, dann wird das nie geschehen. Stattdessen werden wir eine Neue Weltordnung bekommen, wie sie von (Papa) Bush versprochen wurde, dominiert von den Ländern der Anglosphäre (im Grunde die ECHELON-Mitglieder, auch „Five Eyes“ genannt). Und an der Spitze der Pyramide steht der globale zionistische Overlord. Das ist etwas, das China nicht zulassen kann und zulassen wird. Und China kann auch keinen amerikanisch-russischen Krieg zulassen, vor allem keinen atomaren, denn China braucht so wie Russland auch den Frieden.

 

Schlussbemerkung

 

Ich kann nicht erkennen was Russland tun könnte, um das Imperium zu überzeugen, seinen gegenwärtigen Kurs zu ändern: die US-Führer sind im Wahn und die Europäer sind ihre schweigsamen, unterwürfigen Diener. Und wie oben gezeigt, was immer Russland auch tut, es lädt zu einer weiteren Eskalation durch das Imperium ein. Natürlich kann Russland den Westen in einen Haufen rauchender und radioaktiver Asche verwandeln. Aber das ist kaum eine Lösung, denn im Gegenzug wird Russland selbst durch das Imperium in einen ähnlichen Haufen aus schwelender, radioaktiver Asche verwandelt werden. Trotz all dem hat das russische Volk mit seiner Stimme ganz deutlich zu erkennen gegeben, dass es nicht im geringsten die Absicht hat, sich dem jüngsten westlichen Kreuzzug zu beugen. Und das Imperium wird niemals die Tatsache akzeptieren, dass sich Russland weigert, sich zu unterwerfen. Daher scheint für mich das Einzige was dieses Armageddon aufhalten kann, dass die Chinesen unablässig den Herrschern des Imperiums und den Menschen im Westen wiederholen, was der Autor in seinem oben zitierten Artikel sagte, nämlich dass „der Westen nur ein kleiner Teil der Welt ist und nicht annähernd die globale Präsenz von früher hat. Die zum Schweigen gebrachten Minderheiten innerhalb der internationalen Gemeinschaft müssen das realisieren und beweisen wie groß ihr Verständnis dieser Erkenntnis ist, indem sie es der Welt durch ihr Handeln beweisen.“

 

Die Geschichte lehrt uns, dass der Westen nur gegen solche Gegner angreift, die er als wehrlos, oder wenigsten als schwächer betrachtet. Die Tatsache, dass die Päpste, Napoleon oder Hitler in ihrer Einschätzung der Stärke Russlands falsch lagen, ändert nichts an dieser Binsenweisheit. In Wahrheit machen die Neokons heute exakt den gleichen Fehler. Es hilfst also nichts, ihnen die Tatsache zu erklären, dass Russland viel stärker ist als die westliche Propaganda sagt und was offensichtlich viele westliche Führer glauben (es läuft immer darauf hinaus, dass man der eigenen Propaganda glaubt). Russlands „Erinnerungen an die Realität“ werden also nicht helfen, einfach weil sich der Westen von der Realität abgekoppelt hat und ihm die Fähigkeit fehlt, seine eigenen Grenzen und Schwächen zu verstehen. Aber wenn China einschreitet und diese essentielle Botschaft überbringt, dass „der Westen nur ein kleiner Teil der Welt ist“, und dass der Rest der Welt dies „mit Taten“ beweisen wird, dann werden sich andere Länder einmischen und ein Krieg kann vermieden werden, denn selbst die momentane, auf Wahn basierende „Solidarität“ wird angesichts eines geeinten Eurasiens zusammenbrechen.

 

Russland kann die Last nicht alleine schultern, um diese das Imperium regierenden messianischen Psychopathen aufzuhalten.

 

Der Rest der Welt, angeführt von China, muss jetzt einschreiten, um den Krieg zu vermeiden.


http://thesaker.is/twitter-exhibit-a-the-u-s-state-departments-awkward-intentions/

 

Twitter Paradebeispiel: Die gefährlichen Absichten des US-Außenministeriums

 

von Phil Butler, 31.03.2018 für den Saker Blog

 

 

Von Zeit zu Zeit macht einem Analysten und Autor seine Arbeit richtig Spaß. Heute ist so ein Tag. Im Morgengrauen des 2. Kalten Kriegs und angesichts der digitalen Golf von Tonkin Affäre, die in London losgetreten wird, ist die Anstellung von Idioten durch das Außenministerium eine willkommene, erheiternde Ablenkung. Ich rede über Twitter und die Psychologie der Agitation via Soziale Medien. Ganz speziell, über den Account der Außenamtssprecherin Heather Nauert. Jene von euch, die nicht in den USA sind, werden am Ende dieser Lektion über das Gedankengut in den Sozialen Medien wissen, was die Absichten Amerikas sind.

 

Es hat noch nie ein aussagekräftigeres Beispiel für die böse Absicht meines Landes gegeben! Wer auch immer diesen Account betreibt, sei es Amerikas Hegemonie-Cheerleaderin Heather Nauert oder irgendein Widerling einer PR-Agentur: der Twitter-Schwall aus Washington verrät unsere Unanständigkeit, Bösartigkeit, Arroganz und unsere ganze Mittelmäßigkeit. Ich will euch kurz zeigen, worüber sich die Public Relation-Kotzbrocken in unserer Hauptstadt Sorgen machen. Ich will euch darüber ins Bild setzen, was die ahnungslosen Lakaien von Donald Trump einer aufwachenden Welt mitteilen.

 

Die folgende Tweet-Serie (vom ältesten zum neuesten) ist ein vernichtender, schwachsinniger Bombast des US-Außenministeriums als Antwort auf Russlands scharfsinnige und hübsche Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. DAS, meine lieben Mitbürger, ist das Bild, das unsere Führer in der Welt abgeben.

 

Am 28. März twittert Nauert:

 

Die Ausweisung von 151 russischen Offiziellen durch die USA & unsere Alliierten wird die Welt sicherer machen. Von #Australien über #Kanada und über #Europa sind wir uns einig, dass #Russlands Feldzug zur Zersetzung des internationalen Friedens & Stabilität, die Bedrohung der Souveränität & Sicherheit von Ländern weltweit gestoppt werden muss.“

 

Schon gut, ihr CNN-Zuschauer werdet es aufgrund der rund um die Uhr laufenden Gehirnwäsche nicht verstehen. Russland hat gar nichts zersetzt, außer den Plan aus den 1990er zur Privatisierung ihrer Nation, so dass unsere Eliten sie mit Gewinn zerlegen können. Das ist unwiderlegbar, wenn ihr euch streiten wollt, dann forscht erstmal fünf Jahre dazu nach. Es ist unser blondes Ankündigungs-Häschen das die Lügen erzählt, nicht das russische Ministerium.

 

Ebenfalls am 28. März, und als wären CIA und MI6 wirklich die verantwortlichen Agenturen, springt der amerikanische Präsident auf den 2018er Massenvernichtungswaffen-Zug auf (oder führt ihn an, soweit wir wissen) und sagt, man müsse einschreiten. Das hier ist die „Fake-Diplomatie“, die die Salisbury-Intrige wegen der angeblichen Vergiftung des Doppelagenten Sergei Skripal und seiner Tochter Yuilia Skripal verwendet:

 

@POTUS und @10DowningStreet sprachen heute über die Bedeutung, #Russlands Spionagenetzwerk in #UK und den USA zu zerlegen. Die beiden Führer waren sich einig, dass wir die heimlichen russischen Aktivitäten einhegen und zukünftige Chemiewaffenangriffe verhindern müssen.“

 

Bitte beachtet, dass diese beiden Tweets hintereinander kommen, da ist keine Ankündigung dazwischen. Es ist auch wichtig dass die amerikanischen Menschen verstehen, dass den Bürgern, den Russen (die beschuldigt werden) oder den Vereinten Nationen und dem Rest der Welt überhaupt keine Beweise mitgeteilt wurden. Als nächstes überspringt der faule Social Media-Betreiber des US-Außenministeriums 100 weitere außenpolitische US- Leckerbissen und meldet:

 

Die USA begrüßen die heutige Unterzeichnung eines Abkommens, das Phase 1 des Kaufs eines Patriot Raketenverteidigungssystems durch Polen abschließt. Dieses Abkommen wird die Sicherheit & Stabilität der USA, #Polens, & #NATO stärken & es wird Arbeitsplätze in den USA & Polen schaffen. https://go.usa.gov/xQr4G

 

MOMENT MAL! Wird euch langsam etwas klar? Lasst die Regierungstätigkeit und die würgenden Großmäuler der Bürokratie in euer Bewusstsein sickern. Könnt ihr das Handbuch über Soziale Medien sehen, das neben der Tastatur jener Person liegt, die hier twittert? Ich kann die tägliche Agenda sehen, jene Liste wichtiger Aussagen, die von oben in der Public Relations-Kette nach unten weitergereicht werden. Und der Tenor dieser Ankündigungen, die von weiter oben in der Nahrungskette der Donald Trump-Regierung durchkonjugiert wurden – also das könnte aus den Protokollen des Treffens von Trump mit seinem Außenminister stammen. Weiter geht’s.

 

29. März, Nauert oder ihre Kleinausgabe twittert über Nordkorea:

 

Die maximale Druckkampagne hat Kim Jong Un aus seiner Isolation herausgetrieben. Wir stehen in engem Kontakt zu unserem Alliierten Republik #Korea, über den #ROK-#DPRK-Gipfel im April und erwarten, dass #Nordkorea echte Maßnahmen zur atomaren Abrüstung unternimmt. Bis dahin wird der Druck bestehen bleiben.“

 

Sieht so aus als würde man sich vom Thema Russland abwenden, nicht wahr? Nun, es ist keine Abkehr von Washingtons andauernden Bemühungen, jedes Land zu destabilisieren und zu schwächen, das außerhalb der US-gestützten liberalen Weltordnung steht. Der nächste Tweet erinnert mich an einen B-Film aus Hollywood, in dem die idiotische Anführerin eines Jubeltrupps sich selbst lobt, sehr zum Verdruss jener Mädchen im Kader, die wirklich Verstand haben:

 

Es war angenehm, heute mit @Sarah_Montague und @BBCr4today über unsere Aktionen zu reden, #Russland für seine destabilisierenden Aktivitäten auf der ganzen Welt zur Verantwortung zu ziehen, von #Syrien zur #Ukraine bis zu #UK. Wir stehen fest an der Seite unseres Verbündeten, dem Vereinten Königreich.“

 

Beachtet bitte das süße kleine Arschküssen in diesem Tweet. Und dann achtet GENAU auf die #Hashtags! Und jetzt fragt euch: „Welches PR-Narrativ würde diese drei Krisenherde beinhalten?“ Ist es fair zu sagen, dass diese Schlüsselländer Teil eines Offensivplans sind? Ich denke ihr kennt die Antwort. Aber machen wir weiter, denn ich will, dass mich Heather Nauert abgrundtief hasst.

 

Nun, als die Russen auf die ungerechtfertigte Ausweisung ihrer Diplomaten und auf die unbegründeten Vorwürfe geantwortet haben, da hat die neue schwachsinnige Lügnerin der Vereinigten Staaten von Amerika auf ihrem Twitter-Account am 30. März das hingerotzt:

 

@PressSec: #Russlands Entscheidung zur Ausweisung amerikanischer Diplomaten verschlechtert die US-russischen Beziehungen nur weiter. Die USA haben mit der Ausweisung nicht deklarierter russischer Geheimdienstoffiziere angemessen auf die tödlichen Attacken in UK geantwortet.“

 

Und dann, bevor die Schicht beim Außenministerium vorüber war, und ohne zu zögern:

 

Heute empfängt #Indien die erste Schiffsladung von amerikanischem Flüssigerdgas #LNG als Teil eines 20-järigen Vertrags mit @Cheniere. Dies ist ein großartiges Beispiel dafür, wie US Energie-Exporte unseren Alliierten und Partnern dabei helfen, ihre Energiequellen zu diversifizieren und ihre Energiesicherheit zu stärken.“

 

Ich weiß, die Zusammenhänge sind hier vielleicht etwas subtiler. Aber für jeden Analysten, der in diesen Gräben des Weltchaos gekämpft hat, bedeutet die Verbindung der #Hashtags und ihrer Folgen #Hegemonie und #Energie#Krieg. Aber wartet, es wird noch niederschmetternder.

 

Am 31. März, gleich nach dem morgendlichen Kaffee und dem Lesen der täglichen Social Media, kamen die Anleitungen vom Jr. Assistant Hein Blöd (ist das die APCO-Chefin Margery Kraus höchstpersönlich?):

 

Botschafterin Nikki Haley: 'Der Beschluss dieses historischen #Sanktions-Pakets ist ein deutliches Zeichen, dass die internationale Gemeinschaft in ihren Bemühungen geeint ist, den Druck auf das Regime #Nordkorea aufrecht zu halten'.“

 

HALT! Ich weiß, ich bin nicht der Einzige, der die Tatsache zur Kenntnis nimmt, dass sich die US-Außenpolitik um die wirklich üblen Sachen mit den freudigen Höhepunkten dreht. Und es kommt noch besser (oder schlechter, je nachdem). Der nächste Tweet ist etwas subversiver und Machiavellisch. Es scheint fast, als hätte jemand mit einem IQ über 100 den Gedanken eingebracht, dass sich die USA einen Scheiß um die Menschen in der Ukraine sorgen. Aber in Wirklichkeit liegt in der Ukraine ein Hauch von Rothschild-Bankern und Privatisierungs-Piraterie in der Luft:

 

Das System zur Deklarierung von Vermögen in der Ukraine sollte öffentlich Bedienstete zur Rechenschaft ziehen und keine unnötigen Belastungen oder Druck auf die #Zivilgesellschaft ausüben. Die Vereinigten Staaten ermutigen die Regierung der Ukraine nachdrücklich, diese Gesetzgebung aufzugeben.“ Https://go.usa.gov/xQYCx

 

Und zu guter Letzt schwingt das Mädchen, deren Gesicht Donald Trump der amerikanischen Außenpolitik aufgedrückt hat, mit ihren Puscheln in täuschendem Protest gegen das Morden in Gaza. Kurz vor Ende der Freitag-Schicht:

 

Wir sind zutiefst traurig über den heutigen Verlust von Leben in #Gaza. Wir fordern die Beteiligten auf, Schritte zum Abbau der Spannungen zu unternehmen. Die Int'l Gemeinschaft konzentriert sich auf Schritte, das Leben der Palästinenser zu verbessern und arbeitet an einem Friedensplan. Gewalt dient keinem dieser Ziele.“

 

Mein Gott. Das ist alles, woran ich denken kann, wie traurig es ist, das Ende der Welt zu sehen. Die Israelis sperren die Palästinenser ein und verwandeln ihr Gefängnis in ein Höllenloch. Die Zionisten stehlen das Land, das Vermächtnis und die Hoffnung, und dann zermalmen sie das Leben von Palästinensern, und die Jubelkohorte von Trump weint Krokodilstränen. Die Vision einer gefakten Miss America, die um Weltfrieden bettelt, kommt mir in den Sinn. Panzer und Jets, Raketen und Drohnen, Gummigeschosse und echte Geschosse wurden gegen 30.000 unbewaffnete Kriegsgefangene eingesetzt! Und jene Leute, die Israel bewaffnet und den Nahen Osten in Brand gesetzt haben, sie rufen zu Frieden auf. Was für eine Verkommenheit.

 

Ich hoffe, ich konnte euch es euch dieses Mal wirksam erklären, die dunklen und heimtückischen Erfindungen, die aus Washington (und London) kommen, damit sie das Licht der Welt erblicken. Manche Menschen werden sagen: „Twitter ist nur ein Tratsch-Kanal.“ Aber die mächtigsten Menschen der Welt tratschen darauf, nicht wahr? Seht euch den Kommunikations-Thread an, meine Freunde. Untersucht die #Hashtags und stellt euch vor, welche Art von seelenlosen PR-Klinikern sie in ihrem Gebrauch unterrichtet haben müssen. Was sagt euch dieser Account? Da ist nicht eine USAID-Botschaft über die Ernährung von Hungernden in Afrika, Südamerika oder in Asien. Es gibt keine trauernden Tweets über die Katastrophe der Ausbreitung der Sahara oder über das zerstörerische Erdbeben in Papua-Neuguinea. Und nein, das US-Außenministerium kümmert sich nicht um die eine Million Menschen in Burkina Faso, die in den nächsten Monaten Nahrungsmittelhilfe benötigen. Anstelle von einem Dutzend wichtiger Krisen, die Trumps Weißes Haus ansprechen könnte, gibt es aufmunternde hegemoniale Worte von einem neuen weiblichen Nachrichten-Sprechautomaten Amerikas. Ihr solltet mal darüber nachdenken, aber wenn euch die Zeit oder die Lust dazu fehlt, dann habe ich hier die #Hashtags in ihrer Reihenfolge – jener Social Media-Symbolismus, der Washington so wichtig ist. Nach diesen Tags beantwortet bitte die einfachster aller Fragen.

 

#Australien, #Kanada, #Europa, #Russlands, #Russlands, #UK, #Polen, #NATO, #Korea, #ROK, #DPRK, #Nordkorea, #Russland, #Syrien, #Ukraine, #UK, #Russlands, #Indien, #LNG, #Sanktionen, #Nordkoreanisch, #Zivilgesellschaft, #Ukraine, #Gaza.

 

Was sind die außenpolitischen Ziele der Vereinigten Staaten?


http://thesaker.is/russian-exodus-from-the-west/

 

Der russische Exodus aus dem Westen

 

von Peter Koenig, 30.03.2018 für den Saker Blog

 

 

Mittlerweile hat der Westen – die USA, Kanada, Australien und die Super-Marionetten Europas, insgesamt mehr als 25 Länder – mehr als 130 russische Diplomaten ausgewiesen. Das alles als Bestrafung, weil Russlands mit einem Nervenkampfstoff angeblich den ehemaligen russischen/MI6 Doppelagenten, Sergei Skripal (66) und seine Tochter Yulia (33), die aus Moskau ihren Vater besuchte, vergiftet habe. Sergei Skripal lebt seit sieben Jahren in UK, seit Präsident Putin 2010 in einem Gefangenenaustausch mit den Briten seine Gefängnisstrafe aufhob. Das Paar Vater und Tochter wurde am 4. März zusammengesackt auf einer Parkbank in Salisbury in England aufgefunden, nicht weit von Sergeis Wohnung. Angeblich wurden an Skripals Haustüre Spuren des gleichen Nervengifts gefunden.

 

Russland hat in der Zwischenzeit als Retourkutsche ebenfalls westliche Diplomaten ausgewiesen – erst einmal 60, plus die Schließung des US-Konsulats in St. Petersburg. Mr. Lawrow sagt, es werden sehr wahrscheinlich weitere folgen. Es wird eine Abwanderung und eine Gegenabwanderung von Diplomaten folgen, West-Ost und Ost-West – es sieht wie ein Kindergartenspiel aus – aber natürlich ist es eine krasse Provokation durch den Westen gegenüber Russland und eine Fortsetzung der Schmähung von Präsident Putin, besonders nachdem er gerade mit einer überwältigenden Mehrheit von 76% wiedergewählt wurde. Es handelt sich um eine Provokation ohne jede Substanz, um damit eine weitere Eskalation der NATO-Aggression gegen Russland zu rechtfertigen. Die Kriegsglocken läuten – wegen einer Lüge, einer widerlichen Farce, sichtbar für jedes Kind. Nur die Blinden, jene Marionetten, ob aus Furcht oder aus Dummheit, jene die es nicht sehen wollen – unterstützen diese von den USA angestoßene, von den Briten ausgeführte Kampagne gegen Russland.

 

Das Nervengas, Novichok genannt, wurde in den 1970ern in der Sowjetunion produziert, aber wurde später verbannt und unter internationaler Aufsicht zerstört. Der „Erfinder“ von Novichok lebt angeblich in den USA. Mr. Putin sagte, wenn das militärische Novichok verwendet worden wäre, die einzige Art, die die Sowjetunion jemals produzierte, dann hätte es keine Überlebenden gegeben.

 

Wonach kaum jemand fragt ist, dass das geheime Labor des britischen Verteidigungs (Kriegs) Ministeriums in Porton Down nur 13km von der Parkbank entfernt ist, auf der Vater und Tochter angeblich bewusstlos aufgefunden wurden. Porton Down ist ein hochgerüstetes Labor für chemische und biologische Waffen, das Verträge über mehr als $70 Millionen mit dem Pentagon besitzt, zur Ausführung von „Experimenten“, an Tieren und Menschen. Porton Down hat die Fähigkeit zur Produktion von Novichok. Hier die ganze Story über Porton Down, von der bulgarischen Investigativjournalistin Dilyana Gaytandzhieva:

 

https://southfront.org/salisbury-nerve-agent-attack-reveals-70-million-pentagon-program-porton/

 

 

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es keinen Beweis dafür – außer dem was die Polizei berichtete – dass Sergei und Yulia Skripal auf der ominösen Parkbank aufgefunden wurden. Es gibt keine zivilen Zeugen. Die britische Regierung will nicht bekanntgeben wo die beiden behandelt werden und wie ihr momentaner Gesundheitszustand ist. Nur das wiederholte Beharren von Mr. Lawrow, dass gemäß einem Abkommen zwischen UK und Russland (der UdSSR) aus den 1960ern beide Länder das Recht haben, über das Wohlbefinden ihrer jeweiligen Bürger Auskunft zu erlangen, gab es heute eine Stellungnahme aus Britannien, die besagt, dass es Yulia besser gehe und sie auf dem Weg der Erholung sei, während ihr Vater immer noch in einem kritischen aber stabilen Zustand sei. (The Guardian, 29. März 2018). Stimmt das? – Was, wenn einer oder beide sich so erholen, dass sie sich mit ihren Erinnerungen an die Öffentlichkeit wenden können?

 

Was, wenn die beiden tatsächlich in der Wohnung von Sergei vergiftet wurden, oder entführt und in das Labor in Porton Down gebracht wurden, um mit Nervengas infiziert zu werden und dann später auf der Parkbank abgesetzt worden sind? (Anm.d.Ü.: ich verweise auf die fehlenden Stunden der abgeschalteten Handys) Warum decken die Briten nicht die „Beweise“ auf, die sie angeblich gegen Russland besitzen? – Keine Details darüber, wo die beiden behandelt werden? – Keine Besuche erlaubt. Russlands Angebot zur Beteiligung an der Untersuchung wird mit einem Lachen abgetan und zurückgewiesen. Handelt es sich um eine gut inszenierte False Flag von MI6/CIA, gefolgt von einer irrsinnigen Verteufelung Russlands und seines neu gewählten Präsidenten Putin durch höchste britische Regierungskreise?

 

Dieses kriminelle Propaganda-Ereignis ist so voller Lügen, falscher Anschuldigungen und Täuschung und zieht (bisher) mehr als 25 westliche Nationen mit hinein, um Russland für etwas zu verurteilen und zu sanktionieren, das Russland mit absoluter Sicherheit nicht getan hat. Man wende einfach Logik an – ich weiß, das ist dieser Tage eine schwere Herausforderung für den vertrottelten Westen – aber Logik würde selbst einem Kind sagen, dass es für Russland keine Sinn ergibt, überhaupt keinen Sinn, so eine bösartige Tat zu begehen. Somit lautet die übliche Frage: Cui Bono? – Wem nützt es? – Und auch die Antwort ist kristallklar: von diesem Schwindel profitieren die kriegshetzerischen USA/NATO, und ihre miserablen Vasallen-Alliierten – seit Jahren ohne Rückgrat – folgen den Lügen. Ihre Regierungen sind sich der Lügen voll bewusst; der Unwahrheit, für die Russland beschuldigt wird.

 

Gehen wir noch einen Schritt weiter. Die diplomatischen Beziehungen zwischen dem Westen und Russland sind völlig auseinandergefallen. Die Türen sind zu. Russland braucht den Westen nicht. Aber der Westen, insbesondere Europa, braucht Russland dringend und mit jedem Tag mehr, einen engen Verbündeten und Handelspartner seit Jahrhunderten. Der Westen, letztlich von Washington im Stich gelassen und jeden Tag mehr versklavt, mit Flüchtlingen, die als Waffen verwendet werden, mit False Flag Terrorangriffen, was zu erhöhter Militarisierung führt, zu Unterdrückung und Zensur, der Privatisierung öffentlicher Güter und Infrastruktur – Griechenland ist nur ein Beispiel – und einer Strangulierung durch das Privatbanking der Wall Street und verordneten Schulden durch die Troika (IWF, EZB und Europäische Kommission), der Westen wird darum betteln, das Russland seine Türen öffnet und ihm seine Güte zeigt – jene Güte und Offenheit, die Russland dem Westen über fast die letzten 20 Jahre gezeigt hat, trotz der endlosen und abscheulichen Schmähung durch den Westen.

 

Das westliche, AngloZionistisch geführte Imperium wird zusammenbrechen. Es ist nur eine Frage der Zeit, aber es wird zusammenbrechen. Heute wissen nicht nur ein paar, sondern alle westlichen „Führer“ (sic!), dass sie Selbstmord begehen, indem sie sich mit dem zerstörerischen Washington zusammentun – und das gegen den Willen der Mehrheit der europäischen Völker. – Und dennoch machen sie auf diesem Weg der Selbstzerstörung weiter. Warum? – Wurden sie persönlich bedroht oder sonstwie üppig belohnt, damit sie dem Diktat des vom Tiefen Staat geführten Weißen Haus und dem Pentagon folgen?

 

Vielleicht kommt der Tag, an dem der Westen verzweifelt an Russlands Tür klopft – bitte redet mit uns, wir brauchen euch. Aber das wird nur geschehen wenn sie sich nicht durch Washington mit in den Abgrund der Vernichtung reißen lassen. Dumm genug wären sie – ein paar weitere Lügen, Russland für Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzuklagen, die es nicht begangen hat, und einen Krieg veranlassen, einen komplett zerstörerischen Nuklearkrieg. Der Vorwand könnte eine weitere False Flag sein, ein syrischer Giftgas-Angriff „auf das eigenen Volk“, den man zu Unrecht Bashar a-Assad anhängt; oder eine Rakete landet in Israel und der Iran wird mit der üblichen unbewiesenen Propagandawut beschuldigt wie es die Briten im Fall Sergei und Yulia Skripal getan haben; oder Nordkorea – im Zuge der Verhandlungen zwischen Trump und Kim Jong-un im nächsten Monat (April) starten die USA/der Westen eine False Flag-Rakete, sagen wir von Guam, die landet in Japan, zerstört Infrastruktur und tötet Menschen und sofort wird die DPRK beschuldigt, ohne jeden Beweis, aber mit einer drastischen Kampagne im britischen Stil, so heftig, dass niemand es wagt, der offensichtlichen Lüge zu widersprechen.

 

Was wenn die gegenwärtige britische, bösartige und brachiale Schmutzkampagne gegen Russland nur ein Testlauf für etwas viel Schlimmeres ist? – Mittlerweile entspricht der Geisteszustand der westlichen Gesellschaft dem Niveau einer Äußerung von Hitlers Propagandaminister Goebbels: „Gebt mir die Kontrolle über die Medien und ich verwandle jede Nation in eine Herde aus Schweinen.“ Ja, das ist aus dem Westen geworden, eine Herde aus Schweinen.


https://www.globalresearch.ca/water-is-life-they-are-stealing-our-livelihood-and-we-arent-even-noticing/5633171

 

Wasser ist Leben – Sie stehlen unsere Lebensgrundlage und wir bemerken es noch nicht mal

 

von Peter Koenig, 23.03.2018

 

 

(Verfasst zum Weltwassertag am 22.03. Es ist auch die Woche, in der sich das 8. Welt-Wasser-Forum (WWF) trifft, vom 18.-23 März 2018 in Brasilia. Es ist sicher kein Zufall, dass Brasilien für dieses WWF-8 auserkoren wurde – es ist in etwa das Wasser-Äquivalent zum World Economic Forum der politischen und Konzern-Eliten in Davos. Wie wir sehen werden, sind die beiden intim verwandt und verflochten.

 

 

Das WWF wird vom World Water Council organisiert, noch so eine Schicht um Verwirrung zu stiften beim Who is Who im Zirkus der Wasser-Giganten, die die Kontrolle über eine lebenswichtige Quelle erlangen wollen – Süßwasser. Das WWF brüstet sich mit einer ehrwürdigen Leitlinie:

 

Förderung des Bewusstseins, Aufbau von politischem Engagement und Einleitung von Maßnahmen gegen kritische Wasserprobleme auf allen Ebenen, um die effiziente Erhaltung, den Schutz, die Entwicklung, die Planung, Bewirtschaftung und die Nutzung von Wasser in all seinen Dimensionen auf umweltverträglicher Basis zum Nutzen allen Lebens zu fördern.“

 

Da haben wir's. Nestlé, Coca-Cola, Pepsi Co, Dow Chemicals und andere transnationale Konzerne mit starken Interessen am Wasser, wie Veolia, Suez (Frankreich), Thames (UK), Bechtel (USA), Petrobras und unzählige andere treffen sich mit der Weltbank, der Inter-American Development Bank (IDB), verschiedenen UN Organisationen und vielen multi- und bilateralen Geldgebern, sogenannten Entwicklungsorganisationen – aber auch mit Dutzenden weiteren ultraliberalen Organisationen, NGOs und Konzernen, die so tun als würden sie für das Wohl der Menschheit arbeiten; für das Wohl von hunderten Millionen Menschen, denen ständig der Zugang zu Trinkwasser fehlt, durch das Gemetzel der Wasserprivatisierung.

 

 

(Hier die Organisatoren und Unterstützer des WWF):

http://www.worldwaterforum8.org/en/organizers-and-supporters

 

Eine weitere Ebene in diesem prominenten internationalen Wasser-Forum ist das Weltbank-Geschöpf Water Resources Group (WRG). Deren Hauptaufgabe ist die Erreichung des Sustainable Development Goal 6 (SDG-6), „Clean Water and Sanitation“. (Anm.d.Ü.: nachhaltiges Entwicklungsziel 6: „sauberes Wasser und sanitäre Versorgung“)

 

Die Führung der WRG setzt sich aus einem Gemisch aus Personen und Institutionen zusammen, etwa dem Vorsitzenden des WEF, der Führung von Nestlé, Coca Cola, Pepsi Co, Dow Chemicals. Der UN (UNDP) … und der Global Water Partnership (GWP), noch so eine Ebene aus dem Labyrinth der globalen Wasser-Mafia, erschaffen von den üblichen 'Verdächtigen', der Weltbank, der UN (UNDP) und einer Reihe multi- und bilateraler Entwicklungsagenturen, deren Schwerpunkt auf Wasser liegt, d.h. die Schweizer, die Schweden, die Holländer...

 

Und nicht zu vergessen, da ist beim WWF noch das International Groundwater Resources Assessment Centre (IGRAC), ein Teil der UNESCO, basierend auf dem IHE Delft Institute for Water Education. Deren Mission ist die Informations-Weitergabe über die weltweiten Grundwasserreserven, um sie zu schützen und sie konzentriert sich hauptsächlich auf die Einschätzung grenzüberschreitender Grundwasserleitungen und die Überwachung des Grundwassers.

 

Im großen und ganzen ist dieses Welt-Wasser-Forum die Summe aus diesem enorm undurchsichtigen, komplexen Koloss aus Institutionen und Technokraten, und sie übernehmen schrittweise die Kontrolle über die weltweiten Grundwasserreserven. Das geschieht vor unseren Augen unter dem anscheinend nichtssagenden Werbelogo PPP = Public Private Partnership. Was in Wirklichkeit bedeutet, dass die Öffentlichkeit dem privaten Sektor seine öffentlich finanzierte und in öffentlicher Hand befindliche Infrastruktur und Wasserressourcen zur Verfügung stellt, die zum Nachteil dieser Öffentlichkeit und zum Profit ausgebeutet werden, die Öffentlichkeit hat für diese Infrastruktur bezahlt und ihr Leben hängt von dieser lebenswichtigen Quelle ab – Wasser.

 

Die Privatisierung von Süßwasser ist ein Verbrechen, aber so läuft das Spiel. Schaut euch nur an, wer in dieser von der Weltbank geschaffenen Water Resources Group prominent vertreten ist – es ist die IFC, die International Finance Corporation (IFC), die Privatsektor-Entwicklungsabteilung der Weltbank-Gruppe.

 

Das Ergebnis dieser vielfachen und oft wiederholten Treffen und Zusammenkünfte ist gleich Null – außer einer ganzen Litanei an Empfehlungen und Resolutionen, deren Umsetzung selten das Licht der Welt erblickt. Stellt euch nur die jährlichen Kosten für den Betrieb dieses Multi-Agentur-Schwindels vor: Business Class Flüge, Essen und Unterkunft (Fünf Sterne Hotels), wie die hochrangigen Technokraten von einer Konferenz zur nächsten rund um den Globus wandern! – Viele Millionen Dollar pro Jahr. Wie vielen Menschen könnte man mit diesem Geld Trinkwasser und sichere sanitäre Versorgung geben?

 

Das Joint Monitoring Program (JMP) der WHO/UNICEF schätzt (im Juli 2017), dass „etwa 3 von 10 Menschen weltweit, oder 2,1 Milliarden, zuhause keinen Zugang zu sicherem, verfügbaren Wasser besitzen, und 6 von 10, oder 4,5 Milliarden haben keine sichere sanitäre Versorgung“ – Und das bei einer Weltbevölkerung von etwa 7,4 Milliarden.

 

 

Maude Barlow, Vorsitzende des Council of Canadians und von World Water Watch, Autorin der Bücher „Blue Gold“ (2002), „Blue Covenant“ (2007) und „Blue Future: Protecting Water for People and the Planet Forever“ (2013), bezieht sich in letzterem Buch auf das WEF 2010, das unter der Führung der WRG eine Plattform zum Beginn einer Public-Private Partnership begonnen hat, damit sich die Regierungen hauptsächlich von Entwicklungsländern einer „Reform“ des Trinkwasser-Sektors zuwenden, d.h. sich in die Hände privater Wasserkonzerne begeben. Viele dieser Länder haben gar keine Wahl, wenn sie weiter „Entwicklungs“-Gelder von der Weltbank und Co. Erhalten wollen. Barlow ist auch Gründerin des Blue Planet Projekts, das sich de Schutz der vitalen Wasserreserven verschrieben hat, etwa dem Guaraní Aquifer für zukünftige Generationen.

 

Zurück zum World Economic Forum in Davos (Januar 2018). Der brasilianische Präsident Temer war diese Jahr beim WEF. Temer, ein korrupter Krimineller, sollte eher im Gefängnis sitzen als das wundervolle Land Brasilien zu ruinieren. Buchstäblich. Sein einziger Zweck in Davos war es, diesem Elite-Forum mitzuteilen, dass er die Absicht hat sein Land zu verkaufen und zu privatisieren, vor allem die Wasserreserven.

 

Wie konnte eine so unredliche Person zum Präsidenten Brasiliens werden? Washington hat ihn eingesetzt, wer sonst. Gegen alle Schwierigkeiten. Die finsteren Zio-Kräfte, die den US Finanzsektor repräsentieren, haben die ehrliche Dilma Rousseff entfernt und sie mit Michel Temer ersetzt, einem zu dem Zeitpunkt angeklagten Betrüger. Die Anklage wurde aufgehoben, denn er sollte Präsident werden. Ich verstehe immer noch nicht wie so etwas passieren konnte, denn Dilma hatte das gesamte Militär auf ihrer Seite und hätte einen Staatsnotstand ausrufen können, um diese parlamentarische „Regimewechsel“-Posse aufzuhalten, die von den USA angezettelt wurde. Hat sie aber nicht. Jemand muss sie bedroht haben.

 

Mittlerweile wissen wir, wie Washington rund um den Globus Wahlen und andere politische Vorgänge manipuliert – mit den finsteren Methoden von Cambridge Analytica (CA), eine „Marketing“ Beratungsfirma, die persönliche Daten aus dem Internet stiehlt, hauptsächlich von Facebook, um auf bestimmte Teile einer Bevölkerung zu zielen, mit bestimmten Botschaften, um ihre Meinung zu beeinflussen. Nach ihren eigenen Angaben wurden die CA-Methoden in den letzten 3 bis 4 Jahren in über 200 Fällen auf der ganzen Welt angewendet, darunter in Argentinien, Brasilien, Peru, Kolumbien, beim UK-Brexit, in Deutschland, Frankreich und vielen mehr. Das ist echte Einmischung in die souveränen Angelegenheiten anderer Länder, durch den einen Schurkenstaat auf dieser Erde, die Vereinigten Staaten von Amerika. Und die reden über russische Einmischung in die US-Präsidentenwahl 2016!

 

Der heimliche Diebstahl gehört zu den neoliberalen Verbrechen, die wir noch nicht ganz verstanden, geschweige denn gemeistert haben.

 

Hinterher ist man immer schlauer. Dieser Artikel soll zur Vorausschau beitragen.

 

                                                                                                                 *

 

 

Brasilien mit seinen jährlich 8.200 Kubikkilometern erneuerbarem Süßwasser ist die Nummer Eins mit etwas einem Achtel der erneuerbaren Süßwasserreserven auf der Welt, die auf 45.000 km3 geschätzt werden. Das Amazonasbecken enthält etwa 73% allen brasilianischen Süßwassers. Erneuerbares Süßwasser ist die Kombination aus der jährlichen Neubildung nachhaltigen Oberflächen- und Grundwassers (aufgefüllt durch Niederschlag und Zufluss von außen). Dass zweitreichste Land mit Wasser ist Russland mit 4.500 km3/Jahr, gefolgt von Kanada, Indonesien, China, Kolumbien, USA, Peru, Indien – alle mit erneuerbaren Wasserquellen zwischen 2.000 und 3.000 km3/Jahr.

 

Das Amazonasbecken (die südlichen Guianas, auf dieser Karte nicht verzeichnet, sind Teil des Beckens. Quelle Wikimedia Commons)

 

Nach Kontinenten besitzen Nord- und Südamerika weltweit mit 45% den größten Vorrat an Süßwasser, gefolgt von Asien mit 28%. Europa hat 15,5% und Afrika 9%. Dieses Szenario weist unmittelbar auf die Verwundbarkeit Afrikas hin. Afrika ist eindeutig der verwundbarste Kontinent, was Wasserressourcen angeht – und damit sein Überleben. Afrika ist auch der Kontinent mit etwa 60% der verbleibenden und bekannten natürlichen Ressourcen weltweit; Ressourcen, auf die der Westen versessen ist und dafür auch in den Krieg zieht.

 

Ist es da ein Zufall, dass das 8. WWF in Brasilien stattfand? Ich denke nicht. Vor allem nicht, wenn Temer nach Davos geht, wo sich die Creme de la Creme der Weltkonzerne, der Finanz- und Politelite trifft, und er dort die Privatisierung der brasilianischen Wasserressourcen anbietet.

 

                                                                                                     *

 

Wir reden über die Privatisierung des größten einzelnen, erneuerbaren Untergrund-Süßwasserreservoirs in Amerika, dem Guaraní Grundwasserbecken, das 1,2 Millionen km² bedeckt (etwa die Größe von Texas und Kalifornien zusammen). 71% davon liegen unter Brasilien, 19% unter Argentinien, 6% unter Paraguay und 4% unter Uruguay.

 

Das Guaraní Grundwasserbecken wurde in den 1990ern entdeckt. Es ist nach jenen Eingeborenen benannt, die hier für Jahrhunderte gelebt haben. Dass Guaraní enthält geschätzt 46.000 km3 Süßwasser (nicht zu verwechseln mit mit dem jährlich erneuerbaren Süßwasser, wovon Brasilien etwa 8.300 km3 erhält – sieh oben). Die gegenwärtige Extraktionsrate des Guaraní beträgt etwas über 1 km3 pro Jahr, während die potentielle Erneuerungsrate zwischen 45 km3 und 55 km3 pro Jahr beträgt – es gibt also bisher kein Risiko für eine übermäßige Entnahme. Das könnte sich jedoch schnell ändern. Es heißt, dass das Guaraní die Weltbevölkerung für die nächsten 200 Jahre mit 100 Litern pro Kopf pro Tag versorgen könnte.

 

Etwa 30 Millionen Menschen bevölkern die Guaraní-Region. Im brasilianischen Teil des Guaraní werden zwischen 500 und 600 Städte mit dem Guaraní-Wasser versorgt – wie viele dieser städtischen Versorger sind bereits privatisiert?

 

Ende Februar 2018 twitterte die Gründerin von Blue Planet, Maude Barlow:

 

Erschreckend! Coke und Nestlé wollen das Guaraní Grundwasserbecken kaufen! Das muss verhindert werden!!!“

 

So berichtet Mint Press:

 

In Südamerika ist läuft eine konzertierte Anstrengung, wonach das größte Süßwasserreservoir der Welt bald in die Hände transnationaler Konzerne wie Coca-Cola und Nestlé fallen könnte. Berichten zufolge sind Gespräche zur Privatisierung des Guarani Grundwasserbeckens – eines riesigen unterirdischen Süßwasserbeckens unter Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay – bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Der Deal würde einem Konsortium amerikanischer und europäischer Konglomerate für über 100 Jahre die Rechte an dem Grundwasserbecken verleihen.“

 

Nach solchen Konzessionsverträgen sind die zu entnehmenden Mengen für gewöhnlich unbegrenzt, was das gesamte Wasserbecken in die Hände dieser privaten Konzerne geben würde, was ein fester Bestandteil des von Temer verhandelten Deals ist.

 

Der Artikel fügt hinzu:

 

In Brasilien gibt es seit mindestens 2016 intensive Lobbyarbeit für das Wasserbecken. Diese Bemühungen kamen letzten Monat (Januar 2018) beim World Economic Forum in Davos, Schweiz ins Rampenlicht, wo es Berichten zufolge private Gespräche zwischen dem brasilianischen Präsidenten Temer und einer Reihe führender Vorstände mit Interessen an dem Wasserbecken kam, darunter Nestlé CEO Paul Bulcke, Anheuser-Busch InBev CEO Carlos Brito, Coca-Cola CEO James Qiuncey und Dow Chemical CEO Andrew Liveris.“

 

Der Artikel fügt weiter hinzu:

 

Der führende brasilianische Aktivist für Wasserrechte, Franklin Frederick merkte in Brasil do Fato an, dass diese Konzerne zur 2030 Water Resources Group gehören (2030WRG), einem transnationalen Konsortium mit AB Inbev, Coca-Cola, Dow, Nestlé und Pepsi Co. 2030WRG bezeichnet sich selbst als eine „einzigartige Zusammenarbeit zwischen öffentlichem, privatem und zivilgesellschaftlichem Sektor“ und versteckt seine Absicht zur Privatisierung der Wasservorräte von Entwicklungsländern hinter der Behauptung, man würde „offene, vertrauensbasierte Dialogprozesse erleichtern, um Maßnahmen zur Reform der Wasserressourcen in wasserarmen Entwicklungsländern voranzutreiben“ und „die Kluft zwischen Wasserbedarf und -angebot bis zum Jahr 2030 schließen“.

 

Bereits im September 2016 berichtete Reuters, dass Brasilien – Temer – einen „Multimilliarden Dollar-Plan zur Auktion von Erdöl-, Strom- und Infrastruktur-Konzessionen begonnen habe“. Und die Zeitung Correo do Brasil erwiderte, dass dieser „Privatisierungsfeldzug“ sich auf das Guaraní Becken ausdehnen könnte. Ein hoher Beamter der Nationalen Wasserbehörde (ANA) hat enthüllt, dass das Guaraní Wasserbecken auf jener Liste öffentlicher Güter steht, die privatisiert werden sollen.

 

Barlow sagte bereits im November 2011 bei einer Konferenz in Florianopolis, Brasilien, die größte Sorge für die Menschheit sei, dass Guaraní unter die privaten Interessen gerät. Sie fügte hinzu, dass Konzerne bereits bevorzugten Zugang zu diesem Wasser hätten.

 

Ihr sitzt auf eine gigantischen Wasservorrat, in einer sehr durstigen Welt, ein Vorrat, der nicht nur für die Gesundheit und Zukunft dieser Region lebenswichtig ist, sondern für die gesamte Menschheit. Es handelt sich um einen Schatz, der von der Regierung für die Menschen und das Ökosystem der Region geschützt werden muss.“

 

Jüngste Studien weisen auf ein noch größeres Gundwasser-System hin, den „Grundwasserozean“ von Amazonien. Der soll 160.000 km3 Süßwasser enthalten, hauptsächlich unterhalb von Brasilien, aber auch unter Venezuela, Peru, Kolumbien und Ecuador. Die Studien sind noch nicht abgeschlossen und es könnte zu früh sein, endgültige Schlüsse zu ziehen. Diese gigantischen Wasserreserven unter Lateinamerika, und dazu das Nubische Sandstein-Aquifer (NSAS), welches das größte bekannte fossile Grundwasserbecken mit geschätzt 150.000 km3 an nicht erneuerbarem Grundwasser enthält, sie müssen für die Menschheit geschützt werden. 

 Das NSAS liegt unter dem östlichen Rand der Wüste Sahara. Es erstreckt sich über 2 Millionen Quadratkilometer und umspannt vier Länder in Nord- und Zentralafrika: Libyen, Sudan, Tschad und Ägypten.

 

 

Zurück zum WWF in Brasilia, wo sich die „Wasser-Mafia“ trifft, während dieser Artikel in Druck geht und während in Sao Lourenco, Minas Gerais, 600 „Frauen ohne Land“ seit 6 Uhr Morgen, dem 20. März das brasilianische Hauptquartier von Nestlé besetzt halten. Nestlé, der schweizerische Nahrungs- und Wassergigant, hat Wasser zu seinem Geschäftserweiterungsfeld Nummer Eins erklärt. Nestlé kontrolliert bereits mehr als 10% des Weltmarkts für abgefülltes Wasser. Die „Frauen ohne Land“ protestieren gegen Temers Politik, ihre kostbaren Wasserreserven an internationale Konzerne zu übertragen. Sie sind sich des WWF bewusst, sie warnen davor, dass am Rande dieses Forums weitere Konzessionen verhandelt werden.

 

Eine der Anführerinnen sagt:

 

Stellt euch vor, ihr müsst zum Stillen eures Dursts Wasser in Flaschen kaufen. Das ist es was sie wollen, dieses transnationalen Konzerne. Offiziell diskutieren sie in Brasilia über verbessertes Wassermanagement, aber in Wirklichkeit verhandeln sie über Konzessionen zu Schleuderpreisen für unser Wasser.“

 

Wir die Menschen, die 99% dieses Planeten, haben die moralische Verpflichtung, uns gegen dieses globale, neofaschistische und heimliche Gemetzel zur Privatisierung und zum Diebstahl unserer lebenswichtigen Wasserreserven zu wehren –das Überleben der Menschheit. Wasser ist Leben. Wenn wir nicht den Weitblick haben, uns jetzt zu wehren, diese kriminelle Privatisierung UNSERER, der Wasserressourcen der Menschheit aufzuhalten – dann ist die Menschheit dem Untergang geweiht.


 

http://www.internationalman.com//articles/nothing-exceeds-like-excess

 

Nichts geht über Überfluss

 

von Jeff Thomas, 26.03.2018

 

 

Das erste Heilmittel für eine schlecht verwaltete Nation ist die Währungsinflation; das zweite ist der Krieg. Beide bringen zeitweilig Wohlstand; beide bringen dauerhaftes Verderben. Aber beide sind die Zuflucht für politische und wirtschaftliche Opportunisten.“ - Ernest Hemingway

 

Nach den Sozialausgaben sind die Militärausgaben der zweitgrößten Posten im US-Bundeshaushalt. Es ist üblich, dass sie jedes Jahr beträchtlich zunehmen, und der Vorschlag für den Verteidigungshaushalt 2019 beläuft sich auf $886 Milliarden (etwa das Doppelte des Jahres 2003).

 

Die US Militärausgaben sind höher als die der zehn nächst größte Länder zusammen. Die US-Regierung bestätigt zwar nur 682 Militärstützpunkte in 63 Ländern, aber diese Zahl könnte über 1.000 in 156 Ländern liegen (wenn man alle militärischen Einrichtungen dazu zählt). Das Militärpersonal wird insgesamt auf über 1,4 Millionen geschätzt.

 

Man könnte dem Leser verzeihen, wenn er eine US Militärbasis in, sagen wir Djibouti oder auf den Bahamas, für unnötig hält, aber der US Kongress wird die Schließung nicht einer Militärbasis erlauben. (Das überparteiliche Budget-Gesetz von 2013 blockiert die zukünftige Schließung von Militärbasen mit dem Argument, sie seien für die „nationale Sicherheit“ alle unerlässlich.)

 

Und der Kongress hat ein eigennütziges Interesse daran, alle Stützpunkte offen zu halten und so viele Steuer-Dollars wie möglich zu verbrauchen (dazu später mehr).

 

Natürlich müssen diese Basen gut mit Kleinwaffen, Panzern, Raketen und Flugzeugen bestückt bleiben. Aber trotz der eingestandenen, unglaublichen Anzahl von US-Basen rund um den Globus ist der zusätzliche Vorrat an Waffen so groß, dass die Regierung Schwierigkeiten hat, Lagerorte zu finden.

 

Ein Lagerort seht ihr in dem Foto oben – Davis-Monthan Air Force Base in Tucson, Arizona. Trotz der Größe des Fotos zeigt es nur einen Teil der dortigen Flugzeuge. (Und denkt daran, solche Flugzeuge kosten oft über $100 Mio. pro Stück.)

 

Wenn man danach fragt, dann sagt das US Militär, dass man diese Flugzeuge womöglich noch in Dienst stellt, „falls man sie braucht“, obwohl sie dort tot rumliegen und viele überhaupt noch nicht in Gebrauch waren. Wenn sie gebraucht werden, dann sind sie natürlich dort in Arizona kaum von Nutzen. Und darüber hinaus könnten sie zur Kriegsführung gar nicht nützlich sein, denn die Kriegstechnologie hat sich weiterentwickelt seit diese Flugzeuge entworfen wurden.

 

Es wurde gesagt, dass Generäle immer den letzten Krieg führen, und das stimmt sicherlich. Sogar ein Laie kann erkennen, dass diese konventionellen Flugzeuge nie in Gebrauch gehen werden, denn sie haben in der modernen Kriegsführung keinen Zweck.

 

Aber dennoch werden diese Lager jedes Jahr dramatisch aufgestockt.

 

Dieses Jahr wird die Produktion für die F-35 und die F/A-18 Flugzeuge hochgefahren. Um eine Vorstellung über die Kosten eines solchen Erweiterungsprogramms zu bekommen: Die 2.457 Flugzeuge vom Typ F-35 Joint Strike alleine kosten $400 Milliarden. Natürlich ist ein Großteil dieser Kosten für Entwicklung und Erprobung, nicht für die Flugzeuge selbst.

 

Damit ihr nicht rechnen müsst, das bedeutet $162 Millionen pro Flugzeug. (Ich vermute, dass Henry Ford sie etwas günstiger hätte produzieren können. Es ist schwierig sich vorzustellen, woraus sie vielleicht hergestellt werden um ihr außerordentliches Preisschild zu rechtfertigen.) (Anm.d.Ü.: Allein das Preisschild eines Pilotenhelms für die F-35 entspricht schon einem Ferrari)

 

Aber wenn schon so eine Riesensumme für solche Flugzeuge ausgegeben wird, nur um sie irgendwann in ein Lager zu schicken, warum verkauft man dann die Überzähligen nicht kostengünstig oder verschrottet sie und schließt die teuren Stützpunkte, wo sie auf Halde liegen?

 

Nun, da ist ein kleiner Haken an der Sache. Würde man sie verschrotten, dann müste man zugeben, dass sie eigentlich gar nicht notwendig waren. Und wenn sie nicht notwendig waren, warum wurden sie dann angeschafft?

 

Kann gut sein, dass die Antwort in der Tatsache liegt, dass der militärisch/industrielle Komplex ein großer politischer Beitragszahler ist, der riesige Summen für die Wahlkämpfe der politischen Parteien zahlt.

 

Man kann vermutlich mit Sicherheit sagen, dass sie dafür auch etwas als Gegenleistung erwarten und genau das bekommen sie. Wie schon oben erwähnt, liegt das „Verteidigungs“-Budget weit über den Kosten zur Verteidigung der USA, und zwar irre weit.

 

Für die USA wäre es jedoch, was den militärisch/industriellen Komplex angeht, eine ideale Situation, wenn man eine Politik aus ewiger Kriegsführung mit vage definierten militärischen Ziele hätte, und das an vielen Fronten weltweit. Wenn der Kongress ein Budget genehmigen würde, das so etwas erlaubt, dann würden sich die Provisionen für den militärisch/industriellen Komplex nicht nur maximieren, sie wären fortwährend, von einem Jahr zum nächsten.

 

Und, ist das bereits eingetreten?

 

Nun, wenn wir zum Beispiel auf den 2. Weltkrieg zurückschauen, den teuersten Krieg aller Zeiten, dann sehen wir einen Krieg, der auf drei Kontinenten gefochten wurde und zwischen 50 und 80 Millionen Menschen das Leben kostete, aber er wurde nur vier Jahre nach dem Kriegseintritt der USA beendet.

 

Im Vergleich dazu ist der unerklärte Krieg in Afghanistan ein kleiner Krieg, der etwa 150.000 Opfer forderte. Rein rechnerisch hätte dieser Krieg theoretisch im Vergleich zum 2. Weltkrieg in etwas über zwei Monaten beendet sein müssen, aber er dauert bisher schon 17 Jahre und seine täglichen Kosten übersteigen bei weitem die eines Weltkriegs.

 

Sollen wir daraus schlussfolgern, dass das US-Militär so unfähig geworden ist, dass es keinen Krieg mehr kämpfen und gewinnen kann? Egal wie viel Feuerkraft es hat und egal wie lange es dauert?

 

Wenn das der Fall ist, dann kann man daraus nur eine Schlussfolgerung ziehen. (Wie Sherlock Holmes oft sagte: „Wenn man erst mal das Unmögliche eliminiert hat, dann muss das Übrige, egal wie unwahrscheinlich, die Wahrheit sein.“)

 

Und in diesem Fall bleibt nur übrig, dass das Gewinnen des Kriegs gar nicht das Ziel ist und tatsächlich nie das Ziel war. Das Ziel wäre, absichtlich ewigen Krieg zu produzieren; jedes Jahr von den Wählern Milliarden an Steuergeldern abzupressen, damit man die Einkünfte in Form von Rüstungsaufträgen an den militärisch/industriellen Komplex weitergeben kann. Ob diese Waffen gebraucht werden oder gar sinnvoll sind, das hat wenig Bedeutung.

 

In den vergangenen Jahren ist das US-Militär weit über seinen ursprünglichen Auftrag der „Verteidigung“ hinausgegangen. Man hat mehr Länder als je zuvor in der Geschichte erobert, oft ohne irgendeine direkte Provokation, mit der Begründung „die Welt für die Demokratie sicherer zu machen“. (Man sollte nicht vergessen, dass der Einmarsch in ein Land, das man größtenteils zerstört und dann eine Marionettenregierung installiert, nicht wirklich „Demokratie“ ist.) Und darüber hinaus waren es eigentlich keine „Kriege“, denn nach den US-Gesetzen kann nur der Kongress den Krieg erklären und das hat er seit 1942 nicht mehr getan.

 

Und der „Feind“ war jedes Mal wirklich sehr verschwommen. Die USA sind nicht speziell mit irgendeinem Land im Krieg, sondern mit dem „Terrorismus“, ein unbestimmter Feind, einer der noch verschwommener ist als der, den Orwell in 1984 beschrieben hat.

 

Wenn nichts erfolgreicher ist als der Erfolg, dann ist auch richtig, dass nichts über den Überfluss geht. Wenn dieser Gedanke bereits besorgniserregend ist, dann wird er er noch besorgniserregender, wenn die USA ihre Drohung wahrmachen, Nordkorea anzugreifen, ein kleines Land gleich neben China, oder in den Iran einzumarschieren, einen Verbündeten von China und Russland.

 

Wenn erstmal richtig die Fetzen fliegen, dann wird höchst zweifelhaft sein, ob der amerikanische Steuerzahler die erweiterten Kosten eines richtigen Weltkriegs stemmen kann, denn das wäre weitaus mehr als sie jetzt bereits schultern müssen.

 

Und da der Verlierer in einem Krieg fast immer jenes Land ist, dem zuerst das Geld ausgeht - und die USA sind im Grunde pleite - dann wird das Ergebnis eines solchen Kriegs nicht zugunsten der USA ausgehen.


http://www.theblogmire.com/20-more-questions-that-journalists-should-be-asking-about-the-skripal-case/

 

20 weitere Fragen, die Journalisten zum Fall Skripal stellen sollten

 

von Rob Slane, 27.03.2018

 

 

Meiner Kenntnis nach ist keine der Fragen, die ich in meinem vorangegangenen Artikel stellte – „30 Fragen, die Journalisten zum Fall Skripal stellen sollten“ – zufriedenstellend beantwortet worden, zumindest nicht öffentlich. Und trotz der Tatsache, dass diese legitimen Fragen noch nicht beantwortet wurden und viele wichtige Fakten rund um den Fall immer noch unbekannt sind, hat der Fall zu einer ernsten internationalen Krise geführt, durch die außerordentliche Ausweisung russischer Diplomaten am 26. März aus vielen EU-Ländern und insbesondere aus den USA.

 

Hier sollte man mal innehalten. Am 4. März wurden in der Innenstadt von Salisbury ein Mann und seine Tochter vergiftet. Trotz der Tatsache, dass die Ermittler anscheinend noch nicht wissen, wie sie vergiftet wurden, wann sie vergiftet wurden oder wo sie vergiftet wurden, haben eine Reihe westlicher Länder den Zwischenfall als Vorwand für eine koordinierte Ausweisung russischer Diplomaten benutzt, in einem Ausmaß wie wir es nicht einmal am Höhepunkt des Kalten Krieges erlebt haben. Dies sind eindeutig sehr abartige und sehr gefährliche Zeiten.

 

In meinem vorangegangenen Artikel habe ich darauf hingewiesen, dass es nicht meine Absicht ist, auf diesem Blog irgendwelche Verschwörungstheorien zu verbreiten. Es bleibt dabei, dass ich einfach keine ganzheitliche Theorie dazu habe – Verschwörung oder sonst was – wer das durchgeführt hat und ich bleibe für alles offen. Aber da die Regierung meines Landes zu einem vorschnellen Urteil gekommen ist, ohne dass viele der Fakten zu dem Fall bewiesen sind und seither zur größten Verschlechterung der Beziehungen zwischen nuklear bewaffneten Nationen seit der Kuba-Krise geführt hat, da scheint mir, dass es wichtiger denn je ist, weiterhin Fragen zu stellen, in der Hoffnung dass Antworten kommen.

 

Und daher, wozu immer es auch gut sein mag, sind hier weitere 20 wichtige Fragen von denen ich meine, dass die Journalisten sie zu diesem Fall stellen sollten:

  1. Hat die Polizei in dem Fall schon irgendwelche Verdächtige identifiziert?

  2. Wenn ja, gibt es irgendeinen Beweis, der sie mit der russischen Regierung in Verbindung bringt?

  3. Falls nein, wie kann man dann eine Schuldzuweisung treffen, so wie es die britische Regierung getan hat?

  4. In einer Rede an das Parlament hat Theresa May, die britische Premierministerin, am 12. März Folgendes gesagt:

     

    Es ist jetzt klar, dass Mr. Skripal und seine Tochter mit einem militärischen Nervenkampfstoff von einem durch Russland entwickelten Typ vergiftet wurden. Das ist ein Teil einer Gruppe von Nervengiften, die als 'Novichok' bekannt sind. Dies basiert auf der positiven Identifikation dieses chemischen Kampfstoffs durch weltweit führende Experten des Defence Science and Technology Laboratory in Porton Down.“

     

    Im Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 22. März über die Zulässigkeit, Blutproben von Sergei und Yulia Skripal zur Prüfung durch die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zu entnehmen, legte Porton Down Beweise vor Gericht vor (Abschnitt 17 i) in denen es heißt:

     

    Es wurden Blutproben von Sergei Skripal und Yulia Skripal analysiert und die Befunde deuten darauf hin, dass sie einem Nervenkampfstoff oder einer verwandten Verbindung ausgesetzt waren. Die Proben wurden positiv auf das Vorhandensein eines Nervenkampfstoffes der Klasse Novichok oder eines eng verwandten Stoffes getestet.“

     

    Die Premierministerin sagt also, dass Porton Down die Substanz positiv als einen Novichok Nervenkampfstoff identifiziert habe. Die Ausage von Porton Down sagt, dass ihre Tests darauf hindeuten, dass es ein Novichok-Kampfmittel war oder ein eng verwandter Kampfstoff. Besagen diese zwei Äußerungen genau das selbe?

     

  5. Warum wurden die Begriffe „verwandte Verbindung“ und „eng verwandter Kampfstoff“ der Feststellung von Porton Down hinzugefügt, und ist das ein Hinweis darauf, dass die Wissenschaftler nicht 100% sicher waren, dass die Substanz ein „Novichok“ Kampfstoff war?

     

  6. Warum wurden diese Begriffe aus der Rede der Premierministerin im Parlament weggelassen?

     

  7. Warum benutzte die Premierministerin in ihrer Rede das Wort „Novichok“ und nicht das Wort Foliant, was der tatsächliche Name des Programms ist, das von der Sowjetunion eingeleitet wurde, als man in den 1970ern und 1980ern versuchte, eine neue Klasse chemischer Waffen zu entwickeln?

     

  8. In einem Interview mit Deutsche Welle zu der Frage, wie Wissenschaftler in Porton Down so schnell herausgefunden haben, dass der Nervenkampfstoff zur „Novichok“-Klasse der chemischen Waffen gehört, wurde der Außenminister Boris Johnson gefragt, ob Porton Down Proben davon besitze. So hat er geanwortet:

     

    Besitzen sie. Und sie waren absolut kategorisch und ich fragte den Kerl selbst, ich sagte, 'Sind Sie sicher?' Und er sagte, dass es keinen Zweifel gäbe.“

     

    Wenn Mr. Johnsons Äußerung richtig ist und das Defence Science and Technology Laboratory (DSTL) in Porton Down Proben von „Novichok“ in seinem Besitz hat, wo kamen sie her?

    http://www.dw.com/en/boris-johnson-russias-position-in-skripal-case-is-increasingly-bizarre/a-43043873

     

  9. Wurden sie in Porton Down produziert?

     

  10. Wie lange haben sie sie schon in ihrem Besitz?

     

  11. Warum hat das DSTL den Besitz dieser Substanzen nicht bei der OPCW angemeldet, wozu sie gemäß der Chemiewaffen-Konvention (CWC) gesetzlich verpflichtet sind?

     

  12. Deutete diese Äußerung von Mr. Johnson nicht darauf hin, dass „Novichoks“ in jeder modernen Chemiewaffen-Anlage hergestellt werden kann, so wie im Iran 2016 unter der Schirmherrschaft der OPCW?

    https://www.craigmurray.org.uk/archives/2018/03/first-recorded-successful-novichok-synthesis-was-in-2017-by-iran-in-cooperation-with-the-opcw/

     

  13. Wenn dem so ist, wie kann die Regierung so sicher sein, dass die bei der Vergiftung von Mr. Skripal und seiner Tochter verwendete Substanz durch Russland hergestellt oder produziert wurde?

     

  14. In ihrer Rede am Mittwoch den 14. März vor dem Parlament sagte die britische Premierministerin, dass es nur zwei plausible Erklärungen für die Vergiftung von Mr. Skripal und seiner Tochter gäbe:

     

    Entweder war es eine direkte Tat des russischen Staats gegen unser Land. Oder vielleicht hatte die russische Regierung die Kontrolle über einen militärischen Nervenkampfstoff verloren und zugelassen, dass er in andere Hände gelangt.“

     

    Gibt es, abgesehen von der tatsächlich verwendeten Substanz, irgendwelche festen Beweise, die die Regierung zu dem Schluss kommen ließen, dies seien die beiden einzigen plausiblen Szenarien?

     

  15. Am 26. März haben eine Reihe von Ländern als offensichtliche Antwort auf den Vorfall in Salisbury russische Diplomaten ausgewiesen. Die OPCW hat zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber den Fall noch gar nicht untersucht oder die Blutproben analysiert. Warum wurde die eindeutig koordinierte Entscheidung zur Ausweisung von Diplomaten getroffen, bevor die Untersuchung der OPCW abgeschlossen ist?

     

  16. Setzt man damit nicht die OPCW unter gewaltigen Druck, mit der „richtigen“ Schlussfolgerung herauszukommen?

     

  17. Es wird damit gerechnet, dass die OPCW-Untersuchung der Substanz bis zum Ende mindestens drei Wochen dauern wird. Porton Down brauchte weniger als eine Woche für die Analyse. Wie kommt es zu diesem Unterschied?

     

  18. Wird die OPCW jene „Novichok“-Proben verwenden, die laut Boris Johnson in Porton Down aufbewahrt werden, um sie mit den Blutproben von Mr. Skripal und dessen Tochter zu vergleichen?

     

  19. Wenn nicht, auf welcher Grundlage wird dieser Vergleich gemacht werden, da die erste bekannte Synthese eines „Novichoks“ 2016 im Iran gemacht wurde?

     

  20. Falls die OPCW herausfindet, dass die Substanz tatsächlich ein „Novichok“ ist, wird das ein ausreichender Beweis sein um festzustellen wer den Angriff auf die Skripals ausgeführt hat oder wären – angesichts der Tatsache, dass andere Länder eindeutig in der Lage sind, solche Substanzen herzustellen – weitere Beweise notwendig?


https://steemit.com/trump/@caitlinjohnstone/dear-america-please-stop-this-shit-signed-the-rest-of-the-world

 

Verehrtes Amerika,

 

bitte hör mit dem Scheiß auf.

 

Mit freundlichen Grüßen

Der Rest der Welt

 

 

von Caitlin Johnstone, 26.03.2018

 

Sie wollen, dass ihr euch darüber streitet, wer ein Terrorist ist oder nicht, je nach seiner Ideologie oder welche Hautfarbe der letzte Killer hatte. Sie wollen nicht, dass ihr über die Verwendung des Begriffs „Terrorist“ an sich redet bezüglich der Rechtfertigung verfassungswidriger Inhaftierung, Folter, Massenüberwachung und Kriege.

 

Sie wollen, dass ihr euch darüber streitet, ob man die Demokraten unterstützen soll, weil die Republikaner den schwachen Gruppen die Bürgerrechte wegnehmen wollen, oder man die Republikaner unterstützten soll, weil die Demokraten euch die Waffen wegnehmen werden und euch dazu zwingen, schwule Hochzeitstorten zu backen. Sie wollen nicht, dass ihr über die Tatsache redet, dass beide Parteien die Orwellsche Überwachung vorantreiben, die neoliberale Ausbeutung und das neokonservative Blutvergießen, Es ist ein Erpressungsspiel aus guter Cop/schlechter Cop, damit die Amerikaner weiter ihrer eigenen Versklavung zujubeln.

 

Sie wollen nicht, dass ihr darüber debattiert, ob Trump sich mit Russland verschworen hat oder nicht. Sie wollen nicht, dass ihr euch anseht, welche vorbestimmten Pläne die CNN/CIA-Narrative vorantreiben und wer davon profitiert.

 

Übersetzung: Einige erschreckende Botschaften beim #MarchForLives: „Es gibt keinen Grund, dass jemand außer dem Militär und der Polizei solche automatischen Waffen besitzen sollte“. Traurig mit anzusehen, wie dieses von Zentristen auferlegte Drehbuch die Militarisierung der Polizei und die Normalisierung des endlosen Tötens im Ausland rechtfertigt.

 

Sie wollen, dass sich alle um die Krümel auf dem Tisch streiten, während sie unvorstellbare Reichtümer in die Erweiterung und Absicherung ihres Imperiums stecken. Sie vergewaltigen euch tagtäglich mit Propaganda und dann erwarten sie, dass ihr sie vor den von ihnen erfundenen Phantomen beschützt.

 

Sie wollen nicht, dass ihr die wachsende Anzahl der Anzeichen bemerkt, dass die gegenwärtige Regierung sich für ein großes militärisches Blutbad rüstet, das unsere Spezies in einen Dritten und finalen Weltkrieg führen könnte. Sie wollen, dass ihr stattdessen über Stormy Daniels redet.

 

Und mit „sie“ meine ich natürlich die losen, transnationalen Allianzen der Plutokraten und der Verteidigungs- und Geheimdienstagenturen, die das US-zentrierte Imperium kontrollieren, deren vorderste Agenda es immer ist, ihre eigene Macht und ihren Einfluss zu erweitern.

 

 

Diese Einheiten sind sich bewusst, dass ihr Imperium (nach ihren eigenen Angaben) eine Zeit nach der Vorherrschaft betritt, was zu Aufstieg einer multipolaren Welt führen wird, in der das US-zentrierte Imperium plötzlich Rivalen hat, die bei den Ressourcen, Vermögen und Verbündeten mithalten können. Außer sie unternehmen sehr bald etwas Drastisches.

 

Die Ankunft des Endes der Vorherrschaft ist zufällig 2016 mit der Wahl zwischen einer kriegstreiberischen Anhängerin des Establishments, die die Demokratischen Partei und die Propagandamaschine der Medien koste es was es wolle ins Weiße Haus drücken wollten, und einem Milliardär, der wusste was das Volk hören wollte und sich zu hundert Prozent als der gewalttätige Loyalist des Imperiums herausgestellt hat und sich darin nicht von seiner Konkurrentin unterscheidet.

 

Die Wahl war ein Fake und bedeutungslos. Beide Kandidaten sind in der Hand des selben, nicht gewählten Machtestablishments und werden von ihm geführt.

 

Jetzt wird die Trump-Regierung mit mehr und mehr blutrünstigen Neokonservativen aufgefüllt, dieselbe Sorte die Hillary Clinton unterstützt hat, sie werden innerhalb der Regierung in immer höhere Positionen befördert. Der langjährige Iran- und Russlandfalke Mike Pompeo wurde auf Hillary Clintons alten Posten als Außenminister befördert und kurz darauf folgte der Aufstieg von John Bolton, mit Abstand der schärfste neokonservative Kriegsfalke in Washington, zum Posten des Nationalen Sicherheitsberaters.

 

Es gab viele bestens qualifizierte Kandidaten, die als Außenminister und Nationaler Sicherheitsberater hätten dienen können. Aber Trump hat sich aus dem Menü die zwei gewalttätigsten Neokonservativen ausgesucht. Es gibt keien Grund so etwas zu tun, außer man plant für Kriege; keines der zahlreichen windigen Argumente der Trump-Verteidiger kommt auch nur in die Nähe, mich mit einem Argument vom Gegenteil überzeugen zu können. Alles was John Bolton macht ist Krieg. Man ernennt ihn nicht für die führende Position für Nationale Sicherheit, außer man will Krieg.

 

Selbstverständlich reden daraufhin Trumps politische Gegner über nichts anderes als was er mit seinem Penis gemacht hat.

 

Während ich hier schreibe, ist #StormyDanielsDay auf Twitter der US Top Trend. Ich weiß nicht was #StormyDanielsDay ist. Es ist mit egal was #StormyDanielsDay ist. Und euch sollte es auch egal sein. Und allen anderen auch.

 

Bitte hör mit dem Scheiß auf, Amerika. Falls die US Kriegsmaschine auf den Iran oder Russland losgeht, dann wird das wahrscheinlich einen Weltkrieg gegen mehrere nuklear bewaffnete Länder bedeuten, was unsere Spezies den Weg der Dinosaurier gehen lassen könnte, wenn im Nebel des Kriegs eine Atombombe hochgeht. Wir haben nicht die Zeit, uns auf Stormy Fucking Daniels zu konzentrieren.

 

Diejenigen, die sich am teuflischsten dem Dienst des Imperiums widmen, würden lieber dieses Risiko eingehen als mitanzusehen, wie die USA ihre dominierende Rolle auf der globalen Bühne verlieren; für sie gibt es keinen Unterschied zwischen dem Ende ihres Imperiums und dem Ende ihrer Leben. Aus ihrer Sicht kämpfen sie um ihr Leben und sie sind dazu bereit, mit dem Leben aller irdischen Organismen ein Alles oder Nichts Spiel zu treiben, nur um zu gewinnen.

 

Wir blicken in den Abgrund eines Weltkriegs und eines möglichen Aussterbens. Das sollte die Herzen und Hirne der Trump-Gegner und seiner Unterstützer tief bewegen. Hört damit auf, über Stormy Fucking Daniels zu streiten und verbreitet lieber Aufmerksamkeit über die Dinge, die wirklich wichtig sind.


 

https://thesaker.is/what-happened-to-the-west-i-was-born-in/

 

Was ist mit dem Westen passiert, in dem ich geboren wurde?!

 

Vom Saker, 26.03.2018

 

 

Offen gesagt bin ich beeindruckt, erstaunt und sogar betroffen. Ich wurde in der Schweiz geboren, habe die meiste Zeit meines Lebens dort verbracht, habe den Großteil Europas bereist und lebe seit über 20 Jahren in den USA. Und dennoch konnte ich mir in meinen schlimmsten Albträumen nicht vorstellen, wie tief der Westen sinken würde. Nun ja, ich weiß über die False Flags Bescheid, die Korruption, die Kolonialkriege, die Lügen der NATO, die widerliche Unterwürfigkeit der Osteuropäer usw. Ich habe schon oft darüber geschrieben. Aber so wenig perfekt sie auch waren, und das ist milde ausgedrückt, erinnere ich mich an Helmut Schmidt, Maggie Thatcher, Reagan, Mitterand, ja sogar Chirac! Und ich erinnere mich daran, was die Canard Enchainé einmal war, oder sogar die BBC. Während des Kalten Kriegs war der Westen sicherlich nicht der Ritter in der glänzend weißen Rüstung, aber immerhin – die Rechtsstaatlichkeit hatte Bedeutung, so wie auch in einem gewissen Maß das kritische Denken.

 

Jetzt bin ich über den Westen tief betroffen. Und sehr, sehr besorgt.

 

Alles was ich heute sehe ist eine untertänige Herde, angeführt von echten, authentischen Psychopathen (im klinischen Sinn).

 

Und das ist nicht das Schlimmste.

 

Das Schlimmste ist die ohrenbetäubende Stille, die Art wie jeder wegsieht, wie jeder so tut als würde es ihn „nichts angehen“, oder noch schlimmer, dieses ganze groteske Spektakel auch noch ernst nimmt. Was zum Henker ist mit euch Menschen los?! Habt ihr euch alle in Zombies verwandelt?! WACHT AUF!!!!!!

 

Ich muss hier meine Worte sorgfältig abwägen und euch die nackte Wahrheit sagen.

 

Seit dem Neokon-Coup gegen Trump ist der Westen auf exakt dem gleichen Weg wie Nazi-Deutschland etwa Mitte der 1930er.

 

Ja sicher, die Ideologie ist eine andere, der vorbestimmte Prügelknabe auch. Aber die Gedankengänge sind exakt die selben.

 

Die gleichen Ursachen produzieren die gleichen Effekte. Aber dieses Mal stehen auf beiden Seiten Waffen, die den Holocaust in Dresden wie ein kleines Feuer aussehen lassen.

 

Und so haben wir jetzt dieses berührende Schauspiel einer „westlichen Solidarität“ – nicht mit Britannien oder dem britischen Volk, sondern mit der City of London. Ist das nicht rührend?!

 

Jetzt frage ich euch: was war das zentrale Merkmal der britischen Politik gegenüber Europa, hmm, sagen wir seit dem Mittelalter?

 

Richtig: Kriege in Europa anzetteln.

 

Und ihr glaubt, dass es diesmal anders ist?

 

Das beste Anzeichen für zukünftiges Verhalten ist das Verhalten in der Vergangenheit“ – gilt das für UK etwa nicht?

 

Und noch eins: Als Napoleon und Hitler Russland überfallen haben, da steckte es in einer tiefen Krise und war objektiv schwach (Wirklich! Schaut selber nach!) In beiden Fällen war Russland tief in inneren Widersprüchen zerrissen und die Zeit für einen Überfall war ideal.

 

Heute nicht.

 

Darum stelle ich euch diese einfache Frage: Wollt ihr wirklich gegen ein völlig geeintes, nukleares Russland in den Krieg ziehen?

 

Ihr denkt, das wäre übertrieben?

 

Denkt nochmal nach.

 

Die Wahrheit ist, dass die heutige Lage unendlich schlimmer ist als die Kuba-Krise. Erstens gab es während der Raketenkrise in Kuba auf beiden Seiten vernünftige Menschen. Heute gibt es IN DEN USA KEINE EINZIGE VERNÜNFTIGE PERSON MEHR IN EINER MACHTPOSITION. Nicht EINE! Zweitens berichteten während der Raketenkrise in Kuba alle Nachrichten über diese Krise, der gesamte Planet hat gespürt, dass wir am Rande eines Abgrunds standen.

 

Heute scheint sich niemand darüber bewusst zu sein, dass wir drauf und dran sind in den Krieg zu ziehen, womöglich einen thermonuklearen Krieg, in dem die Opfer nach hundert Millionen gezählt werden.

 

Und warum das Ganze?

 

Weil die Menschen im Westen akzeptiert haben oder nicht einmal wissen, dass sie von einer hässlichen Bande unwissender und arroganter Psychopathen regiert werden.

 

Diese Situation wird an diesen Dingen klar:

 

Die repräsentative Demokratie funktioniert nicht.

 

Das Rechtsstaat macht sich nur über die Schwachen und Armen her.

 

Westliche Werte sind zu einem traurigen Witz verkommen.

 

Der Kapitalismus braucht Krieg und Weltherrschaft um zu überleben.

 

Das AngloZionistische Imperium ist am kollabieren. Die einzige offene Frage lautet, wie und zu welchen Kosten?

 

Gerade weisen sie massenhaft russische Diplomaten aus und sie fühlen sich sehr stark und mannhaft. Polnische und ukrainische Politiker erleben einen geradezu historischen Anflug von Mut und Selbstvertrauen! (und verstecken sich dabei hinter der anglischen Feuerkraft)

 

Die Wahrheit ist, dass das nur die Spitze über einem viel größeren Eisberg ist. In Wirklichkeit haben die wichtigen Konsultationen auf Expertenebene, die zwischen nuklearen Supermächten so lebenswichtig sind, schon vor langer Zeit aufgehört. Jetzt gibt es nur noch Telefonate auf höchster Ebene. So etwas geschieht nur, wenn beide Seiten davor stehen, in den Krieg zu ziehen. Seit vielen Monaten haben jetzt Russland und die NATO Vorbereitungen für einen Krieg in Europa getroffen. Und Russland ist bereit. Die NATO mit Sicherheit nicht! Oh, sie haben die zahlenmäßige Übermacht und sie denken sie seien stark. Die Wahrheit ist, dass diese NATO-Zwerge keine Ahnung haben was auf sie zukommt wenn die Russen in den Krieg ziehen, dann werden diese NATO-Kleinstaaten gar nicht kapieren was mit ihnen geschieht. Und sehr schnell wird die wirkliche Aktion den USA und Russland überlassen. Daher wird jeder Konflikt sehr schnell nuklear werden. Und zum ersten Mal in der Geschichte werden die USA sehr, sehr hart getroffen werden, nicht nur in Europa, dem Nahen Osten oder Asien, sondern auch auf dem US-Festland.

 

Ich wurde in eine russische Militärfamilie hineingeboren und habe mein ganzes Leben russische und sowjetische Militärangelegenheiten studiert. Das kann ich euch absolut versprechen und zweifelt nicht eine Sekunde daran: Russland wird nicht nachgeben und wenn es in die Enge getrieben wird, dann wird es eure gesamte Zivilisation auslöschen. Die Russen wollen echt keinen Krieg, sie fürchten ihn (und das sollten sie!) und sie werden alles unternehmen um ihn zu verhindern. Aber wenn sie angegriffen werden, dann erwartet eine Antwort von absolut zerstörerischer Gewalt. Ihr müsst mir nicht glauben, aber lasst es euch von Putin sagen, der das eindeutig so formuliert hat und der, zumindest in dieser Frage, von 95% der Bevölkerung unterstützt wird. Von den Östlichen Kreuzzügen bis zur Nazi-Invasion der Sowjetunion, genug ist genug, und die Russen werden keinen weiteren westlichen Angriff dulden, vor allem nicht mit atomarer Unterstützung. Nochmals, denkt bitte sehr, sehr sorgfältig über die Worte Putins nach: „Wozu bräuchten wir eine Welt wenn es kein Russland gibt?

 

Und wozu das Ganze? Die USA und Russland haben KEINE sachlichen Gründe, etwas anderes zu tun als zusammenzuarbeiten (die Russen sind von der Tatsache total verblüfft, dass die Führung in den USA für diese simple Tatsache so völlig blind ist. Okay, die City of London hat viele Gründe dafür, dass Russland verschwindet und schweigt. Wie Gavin Williams, der kleine Milchbubi, der für die britische „Verteidigung“ zuständig ist, so elegant sagte, Russland solle „verschwinden und das Maul halten.“ Jaja. Ich sage euch – das wird nicht passieren! Bevor Russland verschwindet oder das Maul hält, wird Britannien schon lange ein Haufen radioaktiver Asche sein. Das ist eine simple Tatsache.

 

Was mich verblüfft ist Folgendes: Wollen die amerikanischen Führer wirklich ihr Land wegen einer kleinen, fiesen Clique aus arroganten britischen Prunkärschen verlieren, die immer noch denken, sie seien ein Imperium? Habt ihr euch einmal Boris Johnson, Theresa May und Gavin Williamson angeschaut? Seid ihr wirklich bereit, für die Verteidigung der Interessen dieser Degenerierten zu sterben? !

 

Ich kapier es nicht und Russland auch nicht.

 

Ja, ich weiß, sie haben ja nur ein paar Diplomaten ausgewiesen. Und die Russen werden dasselbe tun. Also was soll's? Aber darum geht es nicht!

 

SCHAUT NICHT WO WIR SIND, SONDERN WOHIN WIR GEHEN!!

 

Man bekommt 200.000 Demonstranten in DC gegen Waffen zusammen (Seufz, Augenroll), aber ÜBERHAUPT NIEMANDEN GEGEN EINEN NUKLEARKRIEG?!

 

Was stimmt nicht mit euch Menschen?!

 

Was ist mit dem Westen passiert, in dem ich 1963 geboren wurde?

 

Mein Gott, ist das wirklich das Ende von allem?

 

Bin ich der Einzige, der diese unausweichliche Katastrophe in Zeitlupe sieht, die uns alle in den Abgrund führen wird?

 

Wenn ihr könnt, bitte gebt mir einen Grund zur Hoffnung.

 

Momentan sehe ich da wenig.

 

 

Der Saker

 

PS: Ja, ich weiß, die Regeln des Blogs verbieten den Gebrauch von GROSSBUCHSTABEN, weil das als Rumbrüllen angesehen wird. Aber dieses Mal WILL ICH SCHREIEN! Ihr dürft also dieses Mal auch Caps benutzen wenn ihr wollt. Die Welt braucht dringend etwas Schreien, sogar virtuelles Schreien.


http://www.theblogmire.com/30-questions-that-journalists-should-be-asking-about-the-skripal-case/

 

30 Fragen, die Journalisten zum Fall Skripal stellen sollten

 

von Rob Slane, 20.03.2018 the blogmire.com (zahlreiche links im Original!)

 

 

Es gibt zum Fall Sergei und Yulia Skripal jede Menge Sachverhalte, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehr unklar und ziemlich seltsam sind. Es könnte für einige oder gar alle davon gute und harmlose Erklärungen geben. Und dann auch wieder nicht. Daher ist es so wichtig Fragen dazu zu stellen, denn bisher gibt es entweder keine Antworten oder nur höchst ungenügende.

 

Einige Menschen vermuten nun, das sei das Gebiet von Verschwörungstheorien. Ist es nicht. Aus dem einfachen Grund, dass ich keine glaubwürdige Theorie habe, um alle Details des Vorfalls in Salisbury von Anfang bis Ende zu erklären – Verschwörung oder nicht. Und ich werde auch keine Theorie anbieten. Ich habe keine Ahnung, wer hinter diesem Vorfall steckt und ich werde weiterhin für viele mögliche Erklärungen offen sein.

 

In der offiziellen Sichtweise stecken jedoch eine Reihe von kuriosen Sachen, die nach Antworten und Richtigstellungen verlangen. Man muss kein Verschwörungstheoretiker oder Verteidiger des russischen Staats sein um das zuerkennen. Alles was man braucht ist eine gesunde Portion Skepsis, etwas „das jeder neugierige Geist entwickelt hat“!

 

Es folgen 30 der wichtigsten Fragen zu dem Fall und auf die Antworten der britischen Regierung, die momentan völlig unbeantwortet sind oder die eine Klarstellung benötigen.

 

  1. Warum gibt es in der Öffentlichkeit seit der ersten Woche der Untersuchung keine Updates über den Zustand von Sergei und Yulia Skripal ?

     

  2. Leben sie noch?

     

  3. Wenn ja, wie ist ihr momentaner Zustand und welche Symptome zeigen sie?

     

  4. In einem kürzlichen Brief an The Times schrieb Stephen Davis, Facharzt für Notfallmedizin beim Salisbury NHS Foundation Trust, Folgendes:

     

    Sehr geehrter Herr, auf ihren Bericht ('Durch die Gifteinwirkung benötigen fast 40 Menschen eine Behandlung', 14. März) möchte ich klarstellen, dass bei keinem Patienten in Salisbury eine Vergiftung mit Nervengas aufgetreten ist und es bisher nur drei Patienten mit einer signifikanten Vergiftung gab.“

     

    Seine Behauptung, es sei bei „keinen Patienten in Salisbury eine Vergiftung mit Nervengas aufgetreten“, ist besonders seltsam, denn sie widerspricht ganz einfach der offiziellen Erzählung. Ist ihm da der Kugelschreiber ausgerutscht oder war es seine Absicht, genau das zu kommunizieren – dass in Salisbury keine Patienten mit Nervengas vergiftet wurden?

     

  5. Es wurde gesagt, dass die Skripals und Detective Sergeant Nick Baley durch „einen militärischen Nervenkampfstoff“ vergiftet wurden. Gemäß einigen Behauptungen könnte der genannte Typ irgendwas zwischen fünf und acht Mal toxischer sein als das Nervengift VX. Bedenkt man, dass beim VX eine Dosis von 10mg als mittlere tödliche Dosis gilt, so scheint es wahrscheinlich, dass der im Fall Skripal erwähnte Typ ihn sofort hätte töten müssen. Gibt es eine Erklärung dazu, wie oder warum das nicht geschah?

     

  6. Obwohl bereits ziemlich bald nach dem Zwischenfall Berichte vermutet haben, dass irgendein Nervengift verwickelt sei, dauerte es nahezu eine Woche bis die englische Gesundheitsbehörde PHE einen Rat an jene herausgab, die an jenem Tag das Pub The Mill oder das Restaurant Zizzi in Salisbury besuchten als die Skripals erkrankten. Warum diese Verzögerung und stellt dies eine Gefahr für die Öffentlichkeit dar?

     

  7. In ihrem Ratschlag empfiehlt Public Health England jenen Menschen, die diese Orte besucht haben, wo anscheinend Spuren eines militärischen Nervengifts gefunden wurden, das Waschen der Kleidung, und:

     

    Wischen Sie persönliche Gegenstände wie Handys, Handtaschen und andere elektronische Geräte mit einem Reiniger oder Babytüchern ab und entsorgen sie die Tücher im Mülleimer (normaler Haushaltsmüll).“

     

    Sind Babytücher eine wirksame und sichere Methode im Umgang mit Objekten, die möglicherweise mit einem „militärischen Nervengift“ kontaminiert wurden, insbesondere wenn dieser Typus 5-8 Mal tödlicher ist als VX?

     

  8. Ursprüngliche Berichte lassen vermuten, dass DS Bailey erkrankte, nachdem er sich um die auf der Parkbank sitzenden Skripals im Maltings (Anm.d.Ü.: Einkaufszentrum) in Salisbury kümmerte. Nachfolgende Behauptungen, zuerst am 9. März vom ehemaligen Metropolitan Police Commissioner Lord Ian Blair geäußert, besagen jedoch, dass er mit der Substanz im Haus von Sergei Skripal in der Christie Miller Road in Kontakt kam. Seither sind die Berichte dazu höchst vieldeutig, wo das doch eine leicht zu verifizierende Tatsache sein müsste. Welches ist die richtige Darstellung?

     

  9. Die Regierung hat behauptet, dass das Gift „ein militärisches Nervengift eines Typs sei, der in Russland entwickelt wurde“. Der Ausdruck „eines Typs, der in Russland entwickelt wurde“ sagt überhaupt nichts darüber aus, ob die im Fall Salisbury verwendete Substanz in Russland produziert oder hergestellt wurde. Kann die Regierung bestätigen, dass ihre Wissenschaftler in Porton Down (Anm.d.Ü.: das Zentrum der britischen Chemie- und Biowaffenforschung) festgestellt haben, dass jene Substanz, die die Skripals und DS Bailey vergiftet hat, tatsächlich in Russland produziert oder hergestellt wurde?

     

  10. Der ehemalige britische Botschafter in Usbekistan, Craig Murray, hat behauptet, dass Quellen im Außenministerium (FCO) ihm gesagt hätten, dass die Wissenschaftler in Porton Down nichts über den Herkunftsort der Substanz sagen wollten, da sie nicht in der Lage waren diese zu bestimmen. Gemäß Mr. Murray haben sie nur unter dem Druck der Regierung letztendlich dieser Kompromissformulierung zugestimmt: „eines Typs, der in Russland entwickelt wurde“. Diese Formulierung wurde seither in allen offiziellen Stellungnahmen zu der Sache verwendet. Kann das Außenministerium in klarem und eindeutigem Englisch kategorisch die Behauptung von Mr. Murray zurückweisen, dass auf Wissenschaftler in Porton Down Druck ausgeübt worden ist, um einer Formulierung zuzustimmen und dass man sich am Ende auf eine verwässerte Version einigte?

     

  11. Für den Fall, dass das Außenministerium die Behauptungen von Mr. Murray zurückzuweisen versucht und dabei wieder die selbe Formulierung „eines Typs, der in Russland entwickelt wurde“ verwendet – Ist das FCO dazu bereit und in der Lage, darüber hinauszugehen und zu bestätigen, dass die Substanz nicht nur „ein Typ ist, der in Russland entwickelt wurde“, sondern dass er in Russland „produziert“ oder „hergestellt“ wurde?

     

  12. Warum hat die britische Regierung der russischen Regierung ein 36-Stunden Ultimatum für eine Erklärung gesetzt, sich dann aber deren Bitte verweigert, die Beweise zu teilen, die angeblich auf ihre Schuld hinweisen (es gäbe ja keine Gefahr dass sie manipulieren, denn Porton Down hat ja seine eigene Probe)?

     

  13. Wie ist es möglich, dass einem Staat (oder eine Person oder ein Unternehmen), der für etwas beschuldigt wird und sich gegen diese Anschuldigung verteidigen soll, der Zugang zu den Beweisen verwehrt wird, die angeblich auf seine Schuld hinweisen?

     

  14. Ist das nicht ein klarer Fall für die Umkehrung der Unschuldsvermutung und des Rechtsstaatsprinzips?

     

  15. Darüber hinaus, warum hat die britische Regierung der russischen Regierung ein Ultimatum gesetzt, was eine Zuwiderhandlung der für diesen Fall vorgesehenen Regeln der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW – sowohl Britannien als auch Russland sind Unterzeichnerstaaten) darstellt, die in Artikel 9, Paragraph ii der Chemiewaffen-Konvention (CWC) eindeutig festgelegt sind?

     

  16. Wenn man davon ausgeht, dass die Untersuchung, die vom Leiter der Untersuchung als „extrem herausfordernde Ermittlung“ beschrieben wurde, und wenn man davon ausgeht, dass viele der Fakten zu dem Fall noch unbekannt sind, etwa wann, wo und wie die Substanz verabreicht wurde – wie ist es da möglich, dass die britische Regierung mit solcher Gewissheit eine Schuldzuweisung macht?

     

  17. Und indem sie das getan hat, hat sie da nicht die Ermittlung politisiert und vorbelastet?

     

  18. Warum sieht sich die britische Regierung genötigt, weniger als eine Woche nach Aufnahme der Untersuchung mit einer Beschuldigung daherzukommen anstatt auf den Abschluss der Ermittlung zu warten?

     

  19. In der Andrew Marr Show am 18. März sagte der Außenminister Boris Johnson Folgendes:

     

    Und ich möchte noch etwas zur Aussage von Mr. Chizhov über den russischen Bestand an Chemiewaffen erwidern. Wir haben in der Tat Beweise aus den letzten zehn Jahren, dass Russland nicht nr die Lieferung von Nervenkampfstoffen zum Zweck der Ermordung untersucht hat, sondern auch Novichok geschaffen und gelagert hat.“

     

    Woher stammt diese Geheimdienstinformation und wurde sie ordentlich verifiziert?

     

  20. Wenn diese Geheimdienstinformation vor dem 27. September 2017 bekannt war – dem Datum, an dem die OPCW in einer Stellungnahme erklärt hat, dass alle 39.967 metrische Tonnen der chemischen Waffen im Bestand der russischen Föderation vernichtet worden sind – warum hat dann Britannien nicht die OPCW über ihre Information informiert, die offensichtlich dieser Behauptung widerspricht? Sie hätten dazu die gesetzliche Pflicht gehabt.

     

  21. Wenn diese Geheimdienstinformation vor dem 27. September 2017 bekannt war – warum hat dann Britannien nicht die OPCW über diese „neue“ Information unterrichtet, wozu sie gesetzlich verpflichtet wäre, denn es zeigt ja angeblich, dass Russland die OPCW belogen hat und ein heimliches Chemiewaffenprogramm unterhielt?

     

  22. In der Andrew Marr Show machte Mr. Johnson auch folgende Behauptung, nachdem er gefragt wurde, ob er sich „absolut sicher“ sei, dass die bei der Vergiftung der Skripals verwendete Substanz „Novichok“ war:

    Offensichtlich handelt es sich nach unserem besten Wissen um einen in Russland hergestellten Nervenkampfstoff, der in die Kategorie „Novichok“ fällt, die nur von Russland hergestellt wird, und um auf den Punkt der internationalen Reaktion zurückzukommen, die so faszinierend ist.“

     

    Ist der Ausdruck „nach unserem besten Wissen“ eine angemessene Antwort auf die Frage von Andrew Marr, ob er sich „absolut sicher“ sei?

     

  23. Ist das eine ausreichende rechtliche Grundlage, um einen anderen Staat zu beschuldigen und deswegen Strafmaßnahmen auszusprechen, oder braucht man mehr Gewissheit, bevor man so eine Anschuldigung machen kann?

     

  24. Nachdem er seine Worte mit der Phrase „nach unserem besten Wissen“ abgesichert hatte, ging Mr. Johnson über die vorherige Behauptung der Regierung hinaus, die Substanz sei „ein Typ, der in Russland entwickelt wurde“ und behauptete, dass es „Russian-Made“ sei. Waren die Wissenschaftler in Porton Down in der Lage festzustellen, dass es tatsächlich „Russain-Made“ ist?

     

  25. Und er ging auch über die vorherige Behauptung hinaus, die Substanz sei „ein in Russland entwickelter Typ“ und behauptete, dass die in den Skripal-Fall verwickelte Substanz „unter die Kategorie Novichok fällt, die nur in Russland hergestellt wird“. Erstens, ist Mr. Johnson in der Lage Beweise vorzulegen, dass diese Kategorie chemischer Waffen in Russland jemals erfolgreich synthetisiert wurde, insbesondere angesichts der Tatsache, dass das wissenschaftliche Beratergremium der OPCW erst 2013 festgestellt hat, dass man „unzureichende Informationen besitzt, um die Existenz oder die Eigenschaften von 'Novichoks' zu kommentieren.'?

     

  26. Wie Craig Murray nochmal darauf verwiesen hat: seit ihrer Stellungnahme von 2013 hat die OPCW (legal) mit iranischen Wissenschaftlern zusammengearbeitet, die diese chemischen Waffen erfolgreich synthetisiert haben. War sich Mr. Johnson darüber bewusst, dass die Chemiewaffen-Kategorie „Novichok“ woanders synthetisiert worden war, als er seine Aussage machte, dass diese Kategorie von Chemiewaffen „nur in Russland hergestellt“ wird?

     

  27. Lässt die Tatsache, dass iranische Wissenschaftler diese Klasse von Chemiewaffen synthetisieren konnten, darauf hindeuten, dass andere Staaten gleichfalls die Fähigkeit dazu haben?

     

  28. Ist sich die britische Regierung darüber bewusst, dass die Hauptfabrik für die Versuche zur Synthetisierung von Novichoks in den 1970ern und 1980ern nicht in Russland lag, sondern in Nukus in Usbekistan?

     

  29. Macht es die Tatsache, dass das US-Verteidigungsministerium diese Fabrik in Nukus dekontaminiert und abgetragen hat (mit Zustimmung der Regierung von Usbekistan) nicht zumindest theoretisch möglich, dass Substanzen oder Geheimnisse innerhalb der Fabrik außer Landes und gar in die Vereinigten Staaten geschafft worden sind?

     

  30. Die Verbindung zwischen Sergei Skripals MI6-Betreuer, Pablo Miller, der zufällig auch in Salisbury lebt, und Christopher Steele, dem Autor des sogenannten „Trump-Dossiers“, ist bekannt. (Anm.d.Ü.: Er arbeitete für Steeles Firma Orbis Business Intelligence). Ebenso die Tatsache, dass sich Mr. Skripal und Mr. Miller regelmäßig in der Stadt trafen. Ist diese Verbindung für die Untersuchung des Vorfalls in Salisbury von irgendeinem Interesse?

 

Wenn es in diesem Land noch Journalisten mit Integrität und investigativem Elan gibt, so wäre ich dankbar, wenn sie damit anfangen könnten, ihren Job zu tun und diesen Fragen nachzugehen, indem sie die zuständigen Leute und Behörden befragen.


https://medium.com/@caityjohnstone/we-are-one-false-flag-event-away-from-world-war-3-fe9244e70fb8

 

Wir sind nur eine False Flag vom 3. Weltkrieg entfernt

 

von Caitlin Johnstone, 25.03.2018

 

 

Im September 2000 hat der extrem einflussreiche neokonservative Think Tank Project for a New American Century (PNAC) einen Bericht mit dem Titel „Rebuilding American Defenses“ („Wiederaufbau der amerikanischen Verteidigung“) veröffentlicht. Darin wird ein Plan zur Sicherstellung der US Weltherrschaft in der Zeit nach dem Kalten Krieg vorgestellt. Es fordert eine massive, umwälzende Veränderung des gegenwärtigen Politik-Modells der USA. Darin wird folgende Beobachtung gemacht:

 

Darüber hinaus wird der Prozess der Veränderung, selbst wenn er revolutionären Wandel bringt, wahrscheinlich ein langwieriger sein, sollte es nicht zu einem katastrophalen und katalysierenden Ereignis kommen – etwa einem neuen Pearl Harbor.“

 

Ein Jahr später haben die Neokonservativen ihr „neues Pearl Harbor“ bekommen, in Form von 9/11.

 

Folgt man der Titelseite von „Rebuilding America's Defenses“, so findet man eine Einleitung mit dem Titel „About the Project for a New American Century“, die so beginnt:

 

Gegründet im Frühjahr 1997, das Project for a New American Century ist eine gemeinnützige und erzieherische Organisation, deren Ziel es ist, für die globale amerikanische Führung zu werben. Das Projekt ist eine Initiative des New Citizenship Project. William Kristol ist Vorsitzender des Projekts und Robert Kagan, Devon Gaffney Cross, Bruce P. Jackson und John R. Bolton dienen als Direktoren.“

 

Vielleicht habt ihr bemerkt, dass ich einige dieser Namen in meiner Arbeit ziemlich oft benütze, zuletzt mit einem besonderen Augenmerk auf Mr. John Robert Bolton, der vor kurzem zum neuen Sicherheitsberater von Präsident Trump ernannt wurde. Bolton war eine der führenden Stimmen, die die Gründe für George W. Bushs neokonservative Kriege vorantrieben, und er ist immer noch locker der aggressivste und schärfste neokonservative Kriegsexperte in Washington, denn er verteidigt weiterhin die Invasion in den Irak und wirbt gleichzeitig für eine militärische Aggression gegen jede Regierung, die sich weigert, sich dem US-zentrierten Imperium zu beugen.

 

Ich würde gerne erreichen, dass unser Land wieder zu einer großen Form der Einigkeit zurückkehrt,“ sagte Trump. „Ohne ein großes Ereignis, das die Menschen zusammenschweißt, wird das schwer zu erreichen sein. Aber ich möchte es ohne so ein großes Ereignis erreichen, denn für gewöhnlich ist so ein großes Ereignis keine gute Sache.“

 

Dazu Tweet von Abby Martin @AbbyMartin:

Ich habe nicht gehört, dass Trump sagt, er hoffe er könne das Land einen, ohne ein traumatisches Ereignis, das die Amerikaner betrifft.“

 

Heute hat die Journalistin Abby Martin ein Trump-Zitat vom Januar diesen Jahres hervorgehoben, weniger als drei Monate bevor der Präsident einen führenden PNAC-Architekten und unersättlichen Kriegstreiber zum wichtigsten Beraterposten der Exekutive erwählt hat. Das Zitat ging im Getriebe des Nachrichtenkarussells unter und bekam nicht so viel Aufmerksamkeit wie es verdient hätte. Das Zitat geht folgendermaßen:

 

Ich würde gerne erreichen, dass unser Land wieder zu einer großen Form der Einigkeit zurückkehrt. Ohne ein großes Ereignis, das die Menschen zusammenschweißt, wird das schwer zu erreichen sein. Aber ich möchte es ohne so ein großes Ereignis erreichen, denn für gewöhnlich ist so ein großes Ereignis keine gute Sache.“

 

Wir sollten bei solchem Scheiß besser hinhören.

 

Die „Autorisierung für den Einsatz militärischer Gewalt gegen Terroristen“ wurde vom Kongress nach 9/11 durchgewunken und ermöglicht es den USA, auf unbestimmte Zeit Truppen in jedem Land mit terroristischer Präsenz zu stationieren, selbst wenn diese Terroristen von der US-Regierung bewaffnet und bezahlt wurden. Das den Amerikanern an jenem September-Morgen auferlegte Trauma wurde dazu benutzt, sie für eine Unterstützung zusammenzutreiben, nicht für eine, sondern gleich zwei volle Bodeninvasionen unter Bushs erster Amtszeit, die Millionen Menschen töteten, eine ganze Region destabilisierten und eine ganze Schwemme terroristischer Fraktionen erschufen, mit der die US Kriegsmaschine spielen kann und die dazu benutzt wurden, Libyen und Syrien zu dezimieren.

 

Ich bin keine Expertin für 9/11, aber ich weiß, dass die vorherrschenden Pläne der westlichen Kriegstreiber enorm davon profitiert haben, dass die offizielle Geschichte mit enormen Löchern durchsiebt ist und dass das US-zentrierte Imperium eine gewaltige Geschichte beim Einsatz von Lügen, Propaganda und False Flags aufweist, um eine Unterstützung für die widerlichen Taten der militärischen Gewalt zu erzeugen. Es gibt keinen Grund, ihnen an diesem Punkt einen Vertrauensbonus zu geben und es gibt allen Grund, das nicht zu tun.

 

Video: "On the Morning of 9/11 – Die Wahrheit in fünf Minuten":

 

 

Das US-zentrierte Imperium betritt jetzt nach seinen eigenen Informationen einen Zustand „nach der Vorherrschaft“, was bedeutet, dass zum Voranschreiten der neokonservativen Agenda der globalen Dominanz etwas Drastisches geschehen muss. Nach meiner Einschätzung werden wir heute darauf mit der unaufhörlichen anti-russischen Propaganda vorbereitet.

 

Diese Vorbereitung war notwendig. Wenn uns 2015 die Washingtoner Oberherren gesagt hätten, dass aufgrund irgendeines traumatischen Ereignisses ein Krieg gegen das lose Bündnis aus Iran, Russland und China unvermeidlich sei, dann hätte die Öffentlichkeit gesagt: „Nein, ihr könnt uns mal, das werden wir nicht tun.“ Das wäre wirklich so ein Fall gewesen, wo sie einen Krieg haben und keiner mitmacht. Die Illusion wäre zerstört worden, das Vertrauen in das Establishment zerbrochen, das Vertrauen in die Propagandamaschine der Medien nie wieder hergestellt worden und uns hätte sich eine große offene Tür geboten, uns ihrer Machenschaften aus existierenden Machtstrukturen zu entledigen und etwas Neues und Gutes aufzubauen.

 

Also mussten sie uns präparieren, und sie haben das mit erstaunlichem Erfolg getan. Vor Ende 2016 hat der Durchschnittsamerikaner gar nicht über Russland nachgedacht, oder über Wladimir Putin, und er hatte keinen Ahnung was ein Kreml ist. Jetzt ist der Hass auf Russland im Bewusstsein des Mainstream-Amerika ganz vorne und hat jetzt auch Britannien angesteckt und breitet sich rasch über Australien und Europa aus. Langsam wurde für ein großes kommendes Ereignis das Holz getrocknet und eine False Flag wird auf die Späne wie ein Zündholz wirken. Die Medien werden sich darüber hermachen und es volle Kanne berichten und die Menschen werden durch die Angst wie eine Herde zur Kriegstür geführt werden.

 

Video: "Israel-Lobbyist – Wir brauchen eine False Flag für einen Krieg gegen den Iran!"

 

 

Das muss nicht von der US-Regierung ausgehen. Das neue westliche Imperium ist praktisch grenzenlos und jede Regierung oder Gruppe, die ihm gegenüber loyal ist, könnte beauftragt werden, so einen Plan durchzuführen, was eine False Flag viel schwerer erkennen lässt. Es wird wahrscheinlich sehr viel innere Klarheit erfordern, um über die Täuschung hinauszublicken.

 

Aber wir können immer noch nein sagen. Wir können alle dazu beitragen, die Aufmerksamkeit zu verbreiten, darüber wohin das Ganze führen mag, damit, wenn das Ereignis schließlich stattfindet, wir immer noch sagen können:“Nein, ihr könnt uns mal, das werden wir nicht tun.“ Wir müssen jetzt damit beginnen, den Samen des Zweifels zu säen, um so viel Menschen wie möglich gegen eine zukünftige militärische PsyOp zu impfen. Sagt den Menschen, was John Bolton ist, erzählt ihnen über PNAC, über Amerikas historische Litanei an Lügen, Propaganda und False Flags, die sie zur Unterstützung für Militäroperationen erzeugt haben. Sie können immer noch ihren Krieg haben, bei dem niemand mitmacht.

 

Wenn wir das schaffen, dann können wir die Unterdrückungsmaschine wie einen schweren Mantel an einem warmen Tag ablegen und zusammen eine gesunde Welt bauen. Wir müssen als Spezies nur schnell genug aufwachen bevor sie losschlagen.


https://www.rutherford.org/publications_resources/john_whiteheads_commentary/tolerance_cuts_both_ways_freedom_for_the_speech_we_hate_short

 

Toleranz ist ein zweischneidiges Schwert: Freiheit für die Meinung, die wir hassen

 

von John Whitehead, 20.03.2018 rutherford.org

 

 

Toleranz ist ein zweischneidiges Schwert.

 

Das ist eine bittere Pille, ich weiß, aber so funktioniert Meinungsfreiheit nun mal. Vor allem wenn es um die Tolerierung jener Sprache geht, die wir hassen.

 

Die umstrittensten Fragen unserer Zeit – Schwulenrechte, Abtreibung, Rasse, Religion, Sexualität, politische Korrektheit, Polizeigewalt usw. – sind für jene zu Schlachtfeldern geworden, die behaupten, sie würden an die Meinungsfreiheit glauben. Aber nur wenn es die von ihnen unterstützten Ansichten und Positionen begünstigt.

 

Meinungsfreiheit für mich, aber nicht für dich“, so hat mein guter Freund und Meinungsfreiheits-Purist Nat Hentoff diese Doppelmoral zusammengefasst.

 

Diese willkürliche Herangehensweise an den Ersten Verfassungszusatz hat die Dinge so verworren gemacht, dass selbst Verfassungsgelehrte beim First Amendment manchmal nicht mehr durchblicken.

 

Aber so schwer ist es gar nicht.

 

Das First Amendment garantiert das Recht der Menschen, ungehindert zu sprechen, ungehindert Religion auszuüben, sich friedlich zu versammeln, bei der Regierung eine Petition einzureichen um Missstände zu beseitigen, und das Recht auf eine freie Presse.

 

Nirgendwo im Ersten Verfassungszusatz steht die Erlaubnis, dass die Regierung die Meinungsfreiheit einschränken darf, damit niemand beleidigt wird, nicht die Gefühle von jemandem verletzt werden, um Regierungsgeheimnisse und Regierungsbeamte zu schützen, um Richter vor unzulässiger Beeinflussung zu bewahren, um Schikane zu verhindern, gehässige Ideen und Taten zu bestrafen, um Terrorismus zu eliminieren, Vorurteile und Unwissenheit zu bekämpfen und so weiter.

 

Leider gewinnen in diesem Krieg zwischen den Puristen der Meinungsfreiheit, die glauben, dass die Meinungsfreiheit ein unverkäufliches Recht sei, und jenen, die glauben, dass die Meinungsfreiheit nur ein Privileg sei, das unter bestimmten Bedingungen gewährt wird, die Zensoren die Oberhand.

 

Wir befinden uns in einer egoistischen, isolierten und narzisstischen Zeit, in der Meinungsfreiheit zu regulierter Meinungsfreiheit geworden ist: sie wird gefeiert, wenn sie die Werte der Mehrheit reflektiert und wird ansonsten toleriert, außer sie bewegt sich zu weit außerhalb unserer politischen, religiösen und sozio-ökonomischen Komfortzone, dann wird sie als gefährlich und inakzeptabel eingestuft.

 

In der Tat, Präsident Trump – der beschuldigt wurde, seine eigene öffentliche Plattform zu benutzen um seine Kritiker und Feinde schlecht und sich über sie lustig zu machen und nebenbei versuchte, jene zum Schweigen zu bringen die sich gegen ihn äußern könnten – er könnte das perfekte Abziehbild für dieses Zeitalter der Intoleranz sein.

 

Gleichwohl, Trump kann man an der wachsenden Intoleranz gegen die Meinungsfreiheit in Amerika nicht die Schuld geben.

 

Das Land hat damit schon vor langer Zeit begonnen.

 

Demonstrationsgesetze, Zonen der Meinungsfreiheit, Überschreitungszonen, Gesetze gegen Schikane, gegen Hassrede und ein ganzer Haufen anderer juristischer Krankheiten, ausgedacht von Politikern und Staatsanwälten (und gefeiert von jenen, die Äußerungen unterdrücken wollen die ihnen nicht gefallen), sie haben sich verschworen um unsere Kernfreiheiten zu unterspülen, angeblich zu unserem Besten.

 

Auf dem Papier – zumindest dem der Verfassung – haben wir technisch gesehen Meinungsfreiheit.

 

In Wirklichkeit sind wir jedoch nur so frei zur Meinungsäußerung, wie es die Regierung – oder Konzerne wie Facebook. Google und YouTube – erlaubt.

 

Die Meinungsfreiheit ist nicht mehr frei.

 

Wir haben stattdessen eine regulierte und kontrollierte Meinungsfreiheit, und das ist eine ganz andere Sache.

 

So wie die Überwachung gezeigt hat, dass sie „Widerspruch erstickt und unterdrückt, und sich eine Bevölkerung in Angst wegduckt“, so führt die Regierungszensur zu Selbstzensur, erzeugt Konformität, macht unabhängiges Denken nahezu unmöglich und führt letztendlich zu einer schwelenden Unzufriedenheit, die kein anderes Ventil mehr hat als die Gewalt.

 

Das First Amendment ist ein Druckablassventil. Es erlaubt den Menschen ihre Meinung zu äußern, Dampf abzulassen und zu einem größeren Dialog beizutragen, der hoffentlich in einer gerechteren Welt mündet.

 

Wenn es kein Ventil gibt – wenn es niemanden gibt, der zuhört was die Menschen sagen – dann staut sich Frustration auf, der Ärger wächst und die Menschen werden unberechenbarer und verzweifelter, um eine Konversation zu erzwingen. Indem man den Widerspruch unterdrückt, haben wir einen Dampfkochtopf geschaffen, in dem sich unterdrückter Missmut und Unzufriedenheit aufstauen und das kocht jetzt über und erzeugt jetzt in Teilen der Bevölkerung noch mehr Hass, Misstrauen und Paranoia.

 

Das Stummschalten unpopulärer Ansichten, mit denen die Mehrheit vielleicht nicht übereinstimmt – sei es durch Niederbrüllen, Zensur, mundtot machen oder Kriminalisierung – dient nur den Kontrolleuren des Tiefen Staats.

 

Selbst wenn die Motive hinter dieser streng kalibrierten Neuausrichtung der Sprache der Gesellschaft gut gemeint scheinen – Rassismus und Gewalt zu verurteilen, Diskriminierung und Hass anzuprangern – das Endergebnis ist unweigerlich dasselbe: Intoleranz, Indoktrination und Infantilismus.

 

Der Polizeistaat könnte sich keine bessere Bürgerschaft wünschen als eine, die selbst ihre eigene Zensur, Spionage und Überwachung durchführt.

 

So verwandelt man eine Nation freier Menschen in Erweiterungen des allwissenden, allmächtigen und allgegenwärtigen Polizeistaats und hetzt damit die Bürgerschaft gegeneinander auf.

 

Und wie soll das jetzt weitergehen?

 

Wenn die Amerikaner nicht miteinander umzugehen lernen – wenigstens dass sie zustimmen, einander zu widersprechen und das Recht des Anderen zu respektieren, Überzeugungen und Meinungen zu haben, die beleidigend, hasserfüllt oder einfach anders sein könnten – dann werden wir bald feststellen, dass wir keinerlei Rechte mehr haben (sich zu äußern, zu versammeln, einig zu sein, uneins zu sein, zu demonstrieren, zuzustimmen, dagegen zu stimmen oder unseren Weg als Individuen selbst zu bestimmen).

 

Die Regierung wird die Nation bei der geringsten Provokation absperren.

 

Ja, die Regierung sah den zivilen Aufruhr kommen und hat sich seit Jahren darauf vorbereitet, wir sehen das bei der Aufstockung und Militarisierung der Polizei mit Gewehren und Panzern, den Gefahreneinschätzungen und den Extremismusberichten und den Überwachungssystemen und den privaten Gefängnissen und dem Trainingsvideo des Pentagons, das voraussieht, dass bis zum Jahr 2030 das Kriegsrecht eingeführt werden muss.

https://theintercept.com/2016/10/13/pentagon-video-warns-of-unavoidable-dystopian-future-for-worlds-biggest-cities/

 

Glaubt mir: Wenn der Polizeistaat über uns herfällt, dann wird er keine Unterschiede machen.

 

Wir werden alle zum Schwiegen gebracht werden.

 

 Wir werden alle in den Knast wandern.

 

Wir werden alle als der gemeinsame Feind betrachtet werden, der katalogisiert, bezwungen und eingesperrt werden muss.

 

In der Tat kommt eine jüngste Studie zu dem Schluss, dass eine große überparteiliche Mehrheit der amerikanischen Öffentlichkeit bereits die Gefahren einer Regierung erkennt, die nicht nur ihre Bürger verfolgt, sondern die auch von einem „Tiefen Staat“ aus nicht gewählten Regierungsbeamten kontrolliert wird.

 

Daher ist das letzte was wir brauchen, dass wir der Regierung in die Hände spielen, indem wir gegenseitig über uns herfallen, uns gegenseitig anschmieren und dem stehenden Heer der Regierung einen Vorwand liefern, die Macht zu übernehmen.

 

Fangen wir doch mit etwas mehr Geduld an, etwas mehr Toleranz und Bürgerrechtskunde zum Ersten Verfassungszusatz.

 

Das sollte die Tür öffnen für mehr Meinungsfreiheit und nicht weniger, selbst wenn diese Meinungsfreiheit einige beleidigt.

 

Es wird Zeit, dass wir wieder selber denken.

 

Es wird Zeit, dass wir uns wieder miteinander unterhalten, mehr zuhören und weniger schreien.

 

Und vor allem, wie ich in meinem Buch „Battlefield America: The War on the American People“ zeige, wird es Zeit, dass uns die Regierung wieder zuhört – uns sieht – und uns beachtet.

 

Das ist die ultimative Kraft der Redefreiheit.


https://www.cfr.org/article/liberal-world-order-rip?utm_medium=email&utm_source=public&utm_content=032318&sp_mid=56257601&sp_rid=dGlwc0B6ZXJvaGVkZ2Uub3JnS0

 

Liberale Weltordnung – R.I.P.

 

von Richard Haass, 21.03.2018

 

Die liberale Weltordnung ist durch seinen führenden Architekten in Gefahr: die Vereinigten Staaten

 

New Delhi – Nach einem Zeitraum von fast 1000 Jahren witzelte der französische Philosoph und Autor Voltaire, dass das Heilige Römische Reich weder heilig war, noch Römisch oder ein Reich. Heute, etwa zweieinhalb Jahrhunderte später, ist das Problem, um Voltaire zu interpretieren, dass die schwindende liberale Weltordnung weder liberal ist, noch weltweit oder geordnet ist.

 

Die Vereinigten Staaten, die eng mit dem britischen Königreich und anderen zusammenarbeiten, haben diese liberale Weltordnung als Folge des 2. Weltkriegs eingerichtet. Das Ziel war, sicherzustellen, dass die Bedingungen, die in 30 Jahren zu zwei Weltkriegen führten, nie wieder entstehen.

 

Zu diesem Zweck haben sich die demokratischen Länder zusammengesetzt um ein internationales System zu kreieren, das in dem Sinn liberal war, dass es auf den Regeln der Gesetze und dem Respekt für die Souveränität der Länder und der territorialen Integrität basierte. Menschenrechte sollten geschützt werden. All das sollte für den gesamten Planeten gelten; gleichzeitig war für alle die Teilnahme offen und freiwillig. Es wurden Institutionen aufgebaut um den Frieden zu fördern (die Vereinten Nationen), die wirtschaftliche Entwicklung (die Weltbank) und den Handel und das Investment (der Internationale Währungsfond und was Jahre später die Welthandelsorganisation wurde).

 

Das alles und noch viel mehr wurde von der wirtschaftlichen und militärischen Macht der USA unterstützt, einem Netzwerk von Allianzen in Europa und Asien und Nuklearwaffen, die zur Abschreckung von Aggression dienten. Die liberale Weltordnung wurde somit nicht nur auf den Idealen der Demokratie gegründet sondern auch auf realer Macht. Nichts davon hat sich in die entschieden illiberale Sowjetunion verirrt, die eine grundlegend andere Vorstellung davon hatte, was eine Ordnung in Europa und auf der ganzen Welt ausmacht.

 

Mit dem Ende des Kalten Kriegs und dem Zusammenbruch der Sowjetunion erschien die liberale Weltordnung robuster denn je zuvor. Aber heute, ein Viertel Jahrhundert später, steht seine Zukunft in Frage. Ja, ihre drei Komponenten – Liberalismus, Allgemeingültigkeit und die Erhaltung der Ordnung selbst – werden wie nie zuvor in ihrer 70 jährigen Geschichte herausgefordert.

 

Der Liberalismus ist auf dem Rückzug. Demokratien spüren die Auswirkungen eines wachsenden Populismus. Extreme politische Parteien haben in Europa an Boden gewonnen. Die Wahl des Vereinten Königreichs zugunsten eines Austritts aus der EU bescheinigen den Verlust von Einfluss der Eliten. Selbst die USA erfahren von ihrem eigenen Präsidenten nie dagewesene Angriffe auf die Medien des Landes, die Gerichte und Institutionen der Exekutive. Autoritäre Systeme, darunter China, Russland und die Türkei, wurden noch autoritärer. Länder wie Ungarn und Polen scheinen am Schicksal ihrer jungen Demokratien nicht interessiert zu sein.

 

Es wird zunehmend schwieriger, von der Welt als Ganzes zu sprechen. Wir sehen den Aufstieg von regionalen Ordnungen – oder, am deutlichsten im Nahen Osten, von Unordnungen – jedes mit seinen eigenen Merkmalen. Versuche zum Aufbau globaler Rahmenkonzepte scheitern. Der Protektionismus steigt an; die letzte Runde der globalen Handelsgespräche wurde nie verwirklicht. Es gibt wenige Regeln um den Gebrauch des Cyberspace zu regulieren.

 

Gleichzeitig kehrt die Rivalität großer Mächte zurück. Russland hat die grundlegendste Norm internationaler Beziehungen verletzt, als es bewaffnete Kräfte eingesetzt hat um Grenzen in Europa zu verändern und hat mit ihren Versuchen zur Wahlbeeinflussung 2016 die Souveränität der USA verletzt. Nordkorea missachtet den starken internationalen Konsens gegen eine Weiterverbreitung von Nuklearwaffen. Die Welt hat zugesehen, wie sich in Syrien und im Jemen ein humanitärer Albtraum ausbreitet und bei der UN oder anderswo wenig gegen den Einsatz von Chemiewaffen durch die syrischen Regierung unternommen. Venezuela ist ein scheiternder Staat. Einer von hundert Menschen weltweit ist entweder auf der Flucht oder Binnenflüchtling.

 

Es gibt mehrere Gründe warum das passiert und warum es jetzt geschieht. Der Aufstieg des Populismus ist teilweise eine Antwort auf die stagnierenden Einkommen und die Arbeitsplatzverluste, was hauptsächlich mit den neuen Technologien zu tun hat, aber zum großen Teil den Importen und den Immigranten angelastet wird. Der Nationalismus ist ein Werkzeug, das zunehmend von den Führern eingesetzt wird um ihre Autorität zu stärken, besonders während schwieriger ökonomischer und politischer Bedingungen. Und globale Institutionen haben es versäumt, sich neuen Machtgleichgewichten und Technologien anzupassen.

 

Aber die Schwächung der liberalen Weltordnung ist mehr als alles andere der veränderten Einstellung der USA geschuldet. Unter Präsident Donald Trump haben sich die USA gegen die Trans-Pazifische Partnerschaft entschieden und sind aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen. Man drohte damit, das Nordamerikanische Freihandelsabkommen und das Abkommen mit dem Iran zu verlassen. Man hat einseitig Zölle auf Stahl und Aluminium verhängt und verlässt sich auf eine Rechtfertigung (Nationale Sicherheit), die andere ebenso benutzen könnten, was am Ende die Welt dem Risiko eines Handelskriegs aussetzt. Man hat seine Verpflichtung gegenüber der NATO und anderen Allianzen in Frage gestellt. Und man spricht kaum über Demokratie und Menschenrechte. „America First“ und die liberale Weltordnung scheinen nicht kompatibel zu sein.

 

Es geht mit nicht darum, nur die USA zu kritisieren. Die anderen heutigen Großmächte, darunter die EU, Russland, China, Indien und Japan, könnten dafür kritisiert werden was sie tun, oder nicht tun, oder beides. Aber die USA sind nicht einfach ein weiteres Land. Sie waren der führende Architekt der liberalen Weltordnung und ihr führender Unterstützer. Und sie waren der größte Nutznießer.

 

Amerikas Entscheidung, diese Rolle zu verlassen, die sie für über sieben Jahrzehnte gespielt haben, bedeutet einen Wendepunkt. Die liberale Weltordnung kann nicht von selbst überleben, denn anderen fehlen entweder das Interesse oder die Mittel um sie aufrecht zu halten. Das Resultat wird eine Welt sein, die weniger frei ist, weniger wohlhabend und weniger friedlich, sowohl für Amerikaner als auch andere.


http://thesaker.is/a-truly-historical-month-for-the-future-of-our-planet/

 

Ein wahrlich historischer Monat für die Zukunft

unseres Planeten

 

vom Saker, 23.03.2018 (geschrieben für Unz Review)

 

 

Der März 2018 wird als ein echt historischer Monat in die Geschichte eingehen.

 

1.März: Wladimir Putin hält seine historische Rede vor der russischen Bundesversammlung

 

4.März: Sergei Skripal, ein ehemaliger Spion für die Briten, wird angeblich in Britannien vergiftet.

 

8.März: Britische Behörden beschuldigen Russland, bei dem Mordversuch an Sergei Skripal Nervengas eingesetzt zu haben.

 

12.März: Theresa May beschuldigt offiziell Russland für die Vergiftung und stellt Russland ein 24 Stunden Ultimatum um sich zu rechtfertigen; die Russen ignorieren das Ultimatum. Am selben Tag droht die US-Repräsentantin beim UNSC mit einem Angriff auf Syrien, auch ohne UNSC-Mandat.

 

13.März: Der russische Chef des Generalstabs, Valery Gerasimov, warnt, dass „falls es zu einer lebensgefährlichen Bedrohung unseres Militärs kommt, die russischen Streitkräfte Gegenmaßnahmen ergreifen werden, sowohl gegen die Raketen als auch gegen ihre Abschussbasen.“ Am gleichen Tag kam es zu einem Telefonat zwischen dem Chef des Generalstabs der russischen Streitkräfte, stellvertr. Verteidigungsminister und Armeegeneral Valery Gerasimov und dem Vorsitzenden des US Joint Chiefs of Staff, General des Marine Corps, Joseph Dunford.

 

15.März: Britannien blockiert einen Antrag Russlands zu einer Aussage des Sicherheitsrats bezüglich des Skripal-Falls für eine „dringliche und zivilisierte Untersuchung“ Die USA, UK, Frankreich und Deutschland geben eine Stellungnahme ab und unterstützen Britannien und beschuldigen Russland. Der britische Verteidigungsminister sagt zu Russland „sie sollen das Maul halten und verschwinden.“

 

16.März: Generalmajor Igor Konashenkov nennt den britischen Verteidigungsminister eine „ungehobelte Giftnudel“ und „intellektuell impotent“.

 

17.März: Russische Generäle warnen, dass die USA in Syrien eine chemische False Flag planen.

 

18.März: Putin gewinnt mit überwältigender Mehrheit die Präsidentschaftswahl. Am selben Tag erklärt General Votel, der Kommandeur des CENTCOM in einer Aussage vor dem Streitkräfteausschuss, dass Differenzen mit Russland „über politische und diplomatische Kanäle“ gelöst werden sollten. Auf die Frage, ob es korrekt sei, dass „mit der Hilfe Russlands und des Iran Assad den Bürgerkrieg in Syrien gewonnen hat?“, antwortete General Votel: „Ich denke nicht, dass das eine zu – dass das eine zu starke Feststellung ist. Ich denke, sie haben ihm dazu die nötigen Mittel bereitgestellt, um – um derzeit die Oberhand zu haben.“

 

19.März: Der Rat für Auswärtige Angelegenheiten der EU gibt eine Stellungnahme heraus. Darin wird Britannien voll unterstützt.

 

21.März: Das russische Außenministerium zitiert sämtliche Botschafter zu einem Briefing über den Skripal-Fall. Die bei dem Briefing vom russischen Vertreter benutzte Sprache ist womöglich die schärfste eines russischen (oder gar sowjetischen) Vertreters gegenüber dem Westen seit dem 2. Weltkrieg. Der französische, der schwedische und der US-Vertreter erklären ihre „Solidarität“ mit Britannien.

 

22.März: Der Chef des russischen Generalstabs, stellvertr. Verteidigungsminister und Armeegeneral Valery Gerasimov hat ein weiteres Telefongespräch mit Marine Corps General Joseph Dunford, dem Vorsitzenden des Joint Chiefs of Staff der Vereinigten Staaten. Am gleichen Tag kommt es zu einem weiteren Telefonat zwischen General Gerasimov und dem Kommandeur des US European Command und NATO Supreme Allied Commander Europe, Armeegeneral Curtis Scaparotti.

 

Also was passiert hier wirklich? Sicher glaubt niemand ernsthaft, dass die Briten tatsächlich glauben, dass die Russen irgendein Motiv für einen Mordversuch an Skripal gehabt hätten, oder, was das angeht, wenn sie eine Motiv gehabt hätten, dass sie es auf so dumme Art getan hätten? Und was soll überhaupt die Sache mit Syrien? Wollten die USA ihre False Flag ausführen und bombardieren?

 

Ich denke, dass wir uns zu diesem Zeitpunkt nicht in den Details verlieren sollten. Da ist ein Wald hinter all den Bäumen. Was jetzt am wichtigsten ist, dass die mächtigsten Fraktionen der herrschenden Eliten des AngloZionistischen Imperiums eine gemeinsame Anstrengung unternehmen, um eine geeinte anti-russische Koalition zu schmieden. In der Beziehung ist es sehr aufschlussreich, dass die USA, Frankreich und Deutschland am 15. März eine Stellungnahme herausgaben, ohne sich mit ihren sogenannten „Alliierten“ in der NATO oder der EU abzusprechen. Man erkennt sofort, wer in solchen Situationen „der Boss“ ist, wenn der Rest des Euro-Gesindels einfach keine Rolle spielt (die armen Osteuropäer mit ihrer Wahnvorstellung, sie würden vom Westen geschätzt oder gar respektiert!) Darüber hinaus ist in diesem Fall ziemlich klar, dass die „Anglo“-Komponente des AngloZionistischen Imperiums weit mehr involviert ist als die Zionistische, zumindest was den Vordergrund anbelangt (hinter den Kulissen toben die Neokons über Trump, dass der Putin gratuliert hat und Verhandlungen anbietet). Ich denke, dass eine Vielzahl wichtiger Entwicklungen die USA und die Briten dazu gezwungen haben, den Rest der westlichen Nationen gewaltsam dazu zu zwingen, die Wagenburg um das Imperium enger zu ziehen:

 

  1. Die USA haben eine erniedrigende Niederlage dabei errungen, die DPRK zu schrecken und in die Unterwerfung zu zwingen.

  2. Die AngloZionisten haben den Bürgerkrieg in Syrien verloren.

  3. Die Briten und der Rest der NATO wird militärisch unbedeutend.

  4. Die Ukraine ist abgestürzt und brennt und ein Angriff der Ukronazis auf den Donbass ist sehr wahrscheinlich.

  5. Die politischen Kräfte in Europa, die gegen die anti-russische Politik sind, nehmen zu.

  6. Die Russen können viele EU-Länder durch wirtschaftliche Instrumente für sich einnehmen, einschließlich Nord Stream, während die Sanktionen die EU weit mehr treffen als Russland.

  7. Die Anti-Putin Kampagne ist kläglich gescheitert und Russland ist in seiner Haltung gegen das Imperium völlig geeint.

 

Was das alles bedeutet ist sehr einfach: Das Imperium muss entweder klein beigeben oder den Einsatz verdoppeln. Und klein beigeben ist einfach nichts, was die imperialen Eliten derzeit in Betracht ziehen. Aus diesem Grund benutzten sie jene Werkzeuge, die sie für die effektivsten halten:

 

  1. False Flags: Das ist wirklich eine altehrwürdige westliche Tradition, die von nahezu allen westlichen Mächten eingesetzt wird. Da die allgemeine Öffentlichkeit gehirngewaschen ist und sich zum großen Teil überhaupt nicht vorstellen kann, dass „freiheitsliebende liberale Demokratien“ solche Methoden benutzen könnten, die für gewöhnlich bösen, blutrünstigen und diktatorischen Regimen zugeschrieben werden, sind False Flags das ideale Mittel, um die öffentliche Meinung in den richtigen Geisteszustand zu versetzen, um eine aggressive, feindliche und auch gewalttätige Politik gegen die vermeintliche Bedrohung oder das Hindernis für die Hegemonie zu erlangen.

  2. Soft Power: Habt ihr bemerkt, wie bei den Oscars oder in Cannes immer genau jene „Künstler“ gewählt werden, die das Imperium zufällig politisch bewirbt? Nun, das gilt nicht nur für die Oscars oder Cannes, sondern für nahezu jedes kulturelle, soziale und politische Leben im Westen. Das trifft insbesondere für die sogenannten „Menschenrechte“ und die „Friedensorganisationen“ zu, die einfach politische Wadlbeißer sind, die man auf jedes Land hetzen kann, das einen Umsturz und/oder eine Intervention benötigt. Russland hat noch nie so ein politisches Werkzeug entwickelt.

  3. Verbale Eskalation: Diese Taktik ist extrem roh, aber doch sehr erfolgreich. Man fängt damit an, wütend irgendeine Fälschung zu behaupten. Die Tatsache, dass man das auf so wütende und übertriebene Art tut, erreicht gleich zwei sofortige Ergebnisse: es übermittelt den Freunden und Alliierten die deutliche Botschaft: „Ihr seid entweder für uns oder gegen uns“. Das lässt keine Spielraum für Nuancen oder Analysen und es lässt den ansonsten rückgratlosen Politikern keine Möglichkeit einzuknicken, somit wird ihre „Entschlossenheit“ gestärkt.

  4. Der Herdentrieb: Eine große Anzahl gibt Sicherheit. Wenn man es mit einem potentiell gefährlichen Feind zu tun hat, wie Russland, dann scharen sich die ganzen Kleinen umeinander um größer zu erscheinen, oder wenigstens schwerer aussortiert zu werden. Und: Wenn jeder verantwortlich ist, dann ist keiner verantwortlich. Und der Herdentrieb ist auch politisch zweckmäßig. Und schließlich ändert es die Beziehungsdynamik von Freunden oder Verbündeten zu etwas, das man typischerweise in der Komplizenschaft bei einem Verbrechen findet.

  5. Direkte Drohungen: Das Imperium ist jahrzehntelang mit Drohungen in alle Richtungen davongekommen, und das ist eine Gewohnheit, die man schwer loswird. Gestalten wie Nikki Haley oder Hillary Clinton glauben vermutlich ernsthaft, dass die USA quasi allmächtig sind, oder sie sind umgekehrt vielleicht so von dem schleichenden Verdacht verängstigt, dass das nicht so ist. Drohungen sind auch ein leichter, wenn auch ineffektiver Ersatz für Diplomatie und Verhandlungen, vor allem wenn deine Position objektiv falsch ist und die andere Seite einfach viel schlauer ist als du.

 

Das große Problem ist, dass keine dieser Methoden gegen Russland funktioniert, nein, nicht mehr funktioniert (sie scheinen in der Vergangenheit funktioniert zu haben). Die öffentliche Meinung in Russland ist sich über diese Methoden voll bewusst (dank jener russischen Medien, die nicht von den AngloZionisten kontrolliert werden) und Margarita Simonyan hat diese Gefühle wunderbar zusammengefasst, die in der russischen Bevölkerung hervorgerufen werden:

 

All eure Ungerechtigkeit und Grausamkeit, die inquisitorische Scheinheiligkeit und die Lügen, die ihr uns aufgezwungen habt um euch nicht mehr zu respektieren. Ihr und eure sogenannten „Werte“.

 

Wir wollen nicht so leben wie ihr lebt – nicht mehr. Fünfzig Jahre lang wollten wir, insgeheim und dann offen, so leben wie ihr, wir wollten leben wie ihr, aber das ist vorbei.

 

Wir haben für euch keinen Respekt mehr, und auch nicht für jene unter uns, die euch unterstützen. So kamen die 5% zustande.

 

Und dafür seid ihr verantwortlich. Und die westlichen Politiker und Analysten, die Journalisten und Kundschafter.

 

Unsere Menschen können viel verzeihen. Aber Arroganz verzeihen wir nicht, und keine normale Nation würde das tun.

 

Euer einziges verbliebenes Imperium wäre klug beraten, die Geschichte seiner Alliierten – ehemalige Imperien – zu studieren.. Um zu erfahren, wie sie ihre Imperien verloren haben. Ausschließlich wegen ihrer Arroganz.

 

White man's burden, my ass!“ (Anm.d.Ü.: steht so im Original.)

 

Die nackte Wahrheit ist, dass Russland überhaupt keinen Bedarf oder ein Interesse daran hat, den Westen zu überfallen, zu beschwichtigen oder sonstwie zu gefallen. Überhaupt nicht. Für Jahrhunderte waren russische Eliten mehr oder weniger auf den Westen fokussiert und sie konnten sich ein Russland ohne den Westen gar nicht vorstellen. Das trifft auch heute noch zu, die russischen „Eliten“ wollen immer noch so leben wie die (sehr reichen) Briten oder Deutschen und sie hassen immer noch das einfache russische Volk und Wladimir Putin. Aber diese russischen Eliten wurden jetzt durch das Ausmaß von Putins Sieg bei den Präsidentschaftswahlen niedergerungen. Normalerweise sollten daher noch mehr russische „Businessmen“ nach UK, Frankreich oder Israel auswandern, aber das Problem ist, dass die Briten jetzt damit drohen sie zu bestrafen, weil sie, nun, Russen sind (sogar Russland hassende, pro-westliche Russen). Das Ergebnis ist, dass diese „armen“ pro-westlichen Liberalen nur noch in den sozialen Netzen und den paar verbliebenen, pro-westlichen Medien in Russland jammern können (nein, nicht wegen der Repression, sondern wegen ihrer politischen Unbedeutsamkeit, denn sie haben nur noch etwa zwischen zwei und fünf Prozent Unterstützung in der Bevölkerung.)

 

Aber lassen wir die wohlhabende „Elite“ für einen Moment beiseite. Russland hat als Land und als Nation einfach keinen Verwendungszweck für den Westen und wofür er steht. Jene, die über ein Russland fantasieren, das an „Europa“ interessiert sei, an „weißer Identität“ oder „westlichem Christentum“, sie machen sich nur etwas vor. Sie hoffen, dass das gegenwärtige kulturelle und spirituelle Revival in Russland irgendwie auf sie übergreifen wird und sie sich aus der Gosse befreien können, in der sie gerade liegen. Das wird nicht geschehen. Lest einfach noch einmal, was Simonyan über die westlichen „Werte“ gesagt hat. Für die meisten Russen riecht „Europa“ nach Napoleon, „weiße Identität“ nach Hitler und „westliches Christentum“ nach dem Geschöpf Ukraine und den „Östlichen Kreuzzügen“. Nein, Russland hat deswegen kein Interesse an Rache, es hat einfach keinen Respekt vor und kein Interesse an dem, wofür diese Denkmodelle stehen. (Polen – vermutlich das letzte Land, wo diese Dinge ernst genommen werden und wo man sich liebevoll daran erinnert.) Aber die Russen sind immer noch zu Verhandlungen bereit, um eine gangbare Koexistenz zwischen der westlichen und der russischen Zivilisation zu erreichen. Putin hat das in seiner Rede deutlich gesagt:

 

Es gibt keinen Bedarf an der Schaffung neuer Bedrohungen für die Welt. Lasst uns stattdessen an den Verhandlungstisch setzen und zusammen ein neues und relevantes System internationaler Sicherheit und einer zukunftsfähigen Entwicklung für die menschliche Zivilisation entwickeln. Wir haben das schon immer gesagt. All diese Vorschläge sind immer noch gültig. Russland ist dazu bereit.“

 

Aber wenn die AngloZionisten auf Teufel komm raus mit den Mitteln des Kriegs die Weltherrschaft wollen, dann ist Russland auch dazu bereit. Natürlich kein Aggressionskrieg, nicht einmal gegen die winzigen baltischen Kleinstaaten. Putin hat das deutlich gemacht, als er sagte: „Wir bedrohen niemanden, werden niemanden angreifen oder jemandem etwas mit Waffengewalt wegnehmen. Wir brauchen nichts. Ganz im Gegenteil.“ Aber wenn es angegriffen wird, so wir sich Russland jetzt verteidigen.

 

Und an jene, die in den vergangenen 15 Jahren versucht haben, den Rüstungswettlauf zu beschleunigen und einen einseitigen Vorteil gegenüber Russland zu erlangen, die Restriktionen und Sanktionen eingeführt haben, die nach internationalem Recht illegal sind und die Entwicklung unserer Nation, auch auf militärischen Gebiet, behindern wollen, denen sage ich Folgendes: Alles, was ihr mit eurer Politik verhindern wolltet, das ist bereits geschehen. Niemand hat es geschafft, Russland zu behindern (…) Jeder Einsatz atomarer Waffen gegen Russland oder seine Verbündeten, Kurzstreckenwaffen, Mittelstreckenwaffen oder jeder Reichweite, wird als ein atomarer Angriff auf dieses Land betrachtet werden. Eine Vergeltung wird sofort erfolgen, mit allen zusammenhängenden Konsequenzen. Darüber sollte es überhaupt keinen Zweifel geben.“

 

Warum ist die nukleare Frage so zentral? Weil sich die Russen vollkommen darüber klar sind, dass die AngloZionisten einen konventionellen Krieg mit Russland nicht gewinnen können. Daher ist es für Russland von extremer Bedeutung, die AngloZionisten davon zu überzeugen, dass sie militärisch weder überlegen noch unbesiegbar sind (hier ein komplette Analyse dieser zwei Mythen:

http://www.unz.com/tsaker/war-with-russia-two-great-american-myths/

 

Wenn es eine Art modus vivendi mit dem Westen gibt, dann wird Russland seine Bemühungen auf verschiedene Dinge konzentrieren: die sehr nötigen inneren Reformen und die Entwicklung, die Arbeit mit China an an der Errichtung einer gemeinsamen Eurasischen Zone wirtschaftlicher Sicherheit, Frieden und Wohlstand, die Wiederherstellung des Friedens im Nahen Osten, die Entwicklung von Russlands fernem Osten und Norden – da gibt es viel. Russland hat viel Arbeit zu tun und für nichts davon braucht es westliche Kapazitäten.

 

Und das ist natürlich etwas, das für den Westen so völlig inakzeptabel ist.

 

Daher auch die historischen Entwicklungen dieses Monats, die Russland und den Westen auf direkten Kollisionskurs gebracht haben. Wie gesagt, das Imperium kann jetzt klein beigeben oder den Einsatz erhöhen. Wenn es klein beigibt, dann kann Krieg vermieden werden und es könnten endlich ernsthafte Verhandlungen beginnen. Wenn es den Einsatz verdoppelt, was die Neokons immer tun, dann bedeutet das Krieg mit Russland. Das ist eine harte und sehr schwierige Entscheidung (nein, nicht für normale Menschen, aber für die Psychopathen, die den Westen beherrschen). Und da ist nicht viel, was Russland derzeit tun könnte oder sollte. Und wie jedes Mal wenn eine ernste Krise ausbricht, so wird die anscheinend geschlossene Elite des Westens in verschieden Fraktionen zerfallen und jede dieser Fraktionen wird ihre eigenen, eng umrissenen Interessen verfolgen und bewerben. Es wird zu einem intensiven Kampf kommen (hauptsächlich hinter den Kulissen), zwischen denen, die den Einsatz verdoppeln oder gar einen Krieg mit Russland anzetteln wollen und jenen, die sich vor dieser Vorstellung grausen (nicht unbedingt aus tiefsinnigen moralischen Gründen, sondern nur wegen grundlegender Eigeninteressen und einem gesunden Überlebens-Instinkt).

 

Wer da am Ende obsiegt, da ist eure Einschätzung so gut wie meine. Aber die Tatsache, dass Trump heute McMaster durch einen kriegstreiberischen Psychopathen wie John Bolton ersetzt hat, das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass in den USA die Neokons am Drücker sind und dass die Achse des Freundlichkeit jetzt noch ein ganzes Stück „freundlicher“ werden wird.

 

Der Saker

      


 

http://cluborlov.blogspot.de/

 

Migranten erwünscht – Wozu?

 

Von Dmitry Orlov, 22.03.2018

 

In ihrer aufrüttelnden Version von „In the Year 2525“ (basierend auf dem Song von Zager and Evans aus dem Jahr 1969) prophezeit Laibach: „Flüsse aus Menschen fließen wie Blut“. Aber so lange müssen wir nicht mehr warten. Es geschieht bereits und tut es schon seit einiger Zeit. Bereits 2017 waren über eine Viertel Milliarde Menschen aus ihrer Heimat vertrieben und wandern auf der Suche nach Zuflucht um den Globus. Das hat zu einem großen Teil mit der Zunahme an gescheiterten Staaten zu tun. 2013 schrieb ich:

 

Die Weltbank veröffentlicht eine Liste jener Länder, denen es an effektiver Souveränität fehlt. 1996 waren es elf Länder. 2006 waren es 26. Es vergeht kein Jahr, in dem nicht ein weiteres Land auf das Abstellgleis der Schwachen/Kaputten verschoben wird. Letztes Jahr war es Libyen; dieses Jahr ist es Syrien. Wann ist Griechenland an der Reihe? … Es ist noch nicht klar, ob dieses Zunahme an lebensunfähigen Nationalstaaten linear oder exponentiell verläuft, aber eine einfache Projektion zeigt, dass, falls dieser Trend mit der selben Geschwindigkeit voranschreitet, im Jahr 2030 oder so kein lebensfähiger Nationalstaat mehr existiert.“ (The Five Stages of Collapse, New Society Publishers, 2013, Seite 150)

 

Seit damals hat sich Syrien in einem gewissen Ausmaß erholt und Flüchtlinge kehren nach Damaskus zurück, während sich Libyen immer noch im Chaos befindet. In der Zwischenzeit ist der Jemen eindeutig zu der kaputten Kolonne gestoßen, dank einer saudisch-amerikanischen Bombardierung und Blockade. Und die Ukraine nähert sich definitiv einem gescheiterten Staatswesen, wo die Mehrzahl der Bevölkerung entweder flieht oder in Armut lebt, und bewaffnete Banden aus nationalistischen Schurken ihr Unwesen treiben. Unter der sorgfältigen Anleitung der US-Regierung bleiben ihre zentralamerikanischen Protektorate Guatemala, Honduras und El Salvador verbrechensgeplagte und hoffnungslose Fälle, die einen steten Strom von Migranten erzeugen und jeder, der in den USA darauf hinweist, dass man vielleicht zuerst etwas gegen die riesige Anzahl obdachloser Menschen (insbesondere in Kalifornien) unternehmen sollte, bevor man den Fremden aus weit entfernten Ländern hilft, der wird als Rassist, Faschist oder was auch immer niedergebrüllt. Venezuela bricht unter dem Gewicht der US-Sanktionen völlig zusammen, während die Propaganda-Tröten in den USA behaupten, dass der Sozialismus das Problem sei. Aber das rasche Voranschreiten von Nationalstaaten zu gescheiterten Staaten hat sich 2014 etwas verlangsamt, und ich glaube ich weiß warum.

 

2014 schrieb ich den Aufsatz „Moneybag Logic“. Darin argumentierte ich anhand der USA, dass die westliche Demokratie reine Augenwischerei ist. Die tatsächlichen Entscheidungen werden von großen, anonymen Geldsäcken getroffen, die ihre eigene Logik besitzen. Und Anfang 2017 habe ich in meinem Buch Shrinking the Technosphere diese zutiefst fehlerhafte, halb-gebildete und aufkommende Intelligentsia definiert, die für uns die Entscheidungen trifft. Es ist rein psychopathisch, ohne jede Moral, mit Geld und Kontrolle als ihrem einzigem Wert, unfähig zu langfristiger Planung und unfähig, die begrenzten Ressourcen zu erkennen. Und sie verfolgen einen bestimmten Geschäftsplan, der (ähnlich dem der Unterhosen-Zwerge aus der South Park Show) folgendermaßen lautet:

 

  1. Zerstöre die Nationalstaaten

  2. Zwinge die noch intakten Nationalstaaten, die Flüchtlingswellen aus den zerstörten aufzunehmen

  3. Profit!

 

Sehen wir uns das im Einzelnen an. Während wir das tun, behaltet im Hinterkopf, dass den fraglichen Kontrolleinheiten jeder moralische Anstand fehlt. Glaubt ja nicht, dass die treibende Kraft irgendein altruistischer Impuls ist, Opfer vor dem Missbrauch von Menschenrechten zu schützen oder Menschen in Not eine helfende Hand zu reichen. Solche Gedanken werden eingesetzt wenn sie benötigt werden, um Schwachsinnige und Einfaltspinsel zu kontrollieren. Die fraglichen Kräfte sind nur an zwei Dingen interessiert: Geld und Kontrolle. Die Behauptung, es gäbe andere Motive außer Bereicherung und Beherrschung, das ist reine Propaganda. Selbst die Behauptung eines Selbstschutzes ist fraglich, denn – denkt daran – diese Einheit ist unfähig zur einer langfristigen Planung und kann die Beschränkung der Ressourcen nicht erkennen. Wenn sie an die Grenzen der Ressourcen stößt, dann hält sie das einfach für eine Frage des Geldes.

 

Zerstöre die Nationalstaaten. Für die Sanktionen, Angriffe und andere Schädigungen eines Landes finden sich unzählige Ausreden: erfundene Massenvernichtungswaffen im Irak, die Hilfe und das Anstiften von Osama bin Laden in Afghanistan (der am Ende in Pakistan war), erfundene humanitäre Verbrechen in Serbien und Syrien, ein False Flag Scharfschützenangriff sowohl auf Zivilisten und Behörden in der Ukraine... Es hat gleich mehrere Vorteile so etwas zu tun und sie wirken zusammen:

 

Es erschreckt die Bevölkerung der noch stabilen Nationalstaaten in eine völlige Gehorsamkeit und zwingt sie dazu, drakonische Gesetze wie den Patriot Act (in den USA, und ähnliche Gesetze in der EU) zu akzeptieren, schränkt die Meinungsfreiheit u.a. ein und lässt die Bevölkerung leichter beobachten und kontrollieren.

 

Es zerstört wirtschaftliche Konkurrenten, was es ermöglicht, mehr Ressourcen in die verbleibenden Taschen des Wohlstands fließen zu lassen, auf Kosten aller anderen.

 

Es erzeugt eine Nachfrage nach sicheren Anlagehäfen, da das Geld aus den Gebieten ökonomischer Störungen flieht. Einige Bereiche der globalen Geldwäsche profitieren überproportional – die USA, London und die Schweiz. Der Effekt des Geldflusses in die globalen Finanzzentren ermöglicht, ständig Giralgeld zu drucken ohne eine Hyperinflation auszulösen.

 

Es ermöglicht den blanken Diebstahl der Goldreserven von Ländern, so wie es im Irak, in Libyen und der Ukraine geschehen ist.

 

Es erzeugt eine Flut an Migranten, die man je nach Bedarf zur Ausweitung des Gesamtprogramms einsetzen kann.

 

Zwinge die noch intakten Nationalstaaten, die Flüchtlingswellen aus den zerstörten aufzunehmen. Ich wiederhole: glaubt nicht einen Moment daran, dass dieses Verhalten aus einem selbstlosen Drang kommt, den Flüchtlingen zu helfen. Die beste Art ihnen zu helfen wäre gewesen, ihre Länder in Ruhe zu lassen anstatt sie zu bombardieren, mit Sanktionen zu belegen oder sie politisch durch ausländische Einmischung zu stören. Bedenkt, wie jetzt, da sich Syrien stabilisiert und die vom Westen unterstützten Terroristen besiegt werden, die Kriegstrommeln wieder lauter werden. Das geht ja gar nicht. Der Strom der Flüchtlinge darf nur in eine Richtung fließen, wenn nötig mit False Flag chemischen Attacken und der Bombardierung von Zivilisten, selbst wenn man riskiert, einen Weltkrieg auszulösen. So wichtig ist das.

 

??? Warum werden die Migranten gebraucht? Ganz einfach. Um (noch etwas länger) wohlhabend zu bleiben, müssen die verbliebenen wohlhabenden Bereiche der Konsumgesellschaft des Wohlstands ihren Konsum steigern. Migranten müssen keinen Beitrag zur Wirtschaft leisten, indem sie einer Arbeit nachgehen. Sie können mit Regierungsalmosen leben, die nötigen Mittel werden einfach gedruckt und die Inflation wird mit der Zerstörung anderer Länder in Schach gehalten und damit wird die globale Nachfrage unterdrückt. Sie müssen überhaupt nichts produzieren, denn die meiste Produktion kann mit Robotern gemacht werden, oder dank der Globalisierung in den Billiglohnfabriken auf der anderen Seite des Globus. Sie müssen nur konsumieren. Sie sind wichtig, um die Konsumzahlen hoch zu halten, denn alle entwickelten Länder haben eine alternde Bevölkerung und sie vermehren sich nicht genug. Ältere Menschen konsumieren zu wenig und selbst die Verschwendung vieler Ressourcen zur medizinischen Versorgung am Lebensende reicht nicht aus, um diesen Effekt auszugleichen. Was es braucht sind junge Familien, die von der Stütze leben und gedankenlos Babys in die Welt setzen.

 

Profit! Die Zerstörung und Plünderung von Ländern, ihre Bevölkerungen in die verbliebenen Gebiete des Wohlstands zu treiben, damit sie dort hirnlos konsumieren und sich vermehren, und das endlose Drucken von Geld, um den unvermeidlichen Mangel zu kaschieren. Denn der ganze Geschäftsplan ist ein Weg zur Zerstörung anstatt Reichtum zu erzeugen. Nichtsdestotrotz ist dieser Geschäftsplan für ein paar gigantische Geldsäcke ziemlich profitabel, aber für alle anderen eine Katastrophe. Länder werden zerstört, entweder durch Krieg, durch Sanktionen oder durch politische Zerrüttung. Andere Länder werden zerstört durch eine Überschwemmung mit Migranten aus inkompatiblen Kulturen, die nicht daran denken zu arbeiten oder sich zu assimilieren. Man denkt zurecht, dass das nicht ewig so weitergehen kann.

 

Wie ich zuvor schon erwähnte, nimmt seit vier Jahren die Geschwindigkeit ab, mit der Länder zerstört werden und ich sehe das als ein positives Zeichen. Ich glaube, dass das etwas mit der sogenannten „Multipolarität“ zu tun hat. Schaut, die Logik der Geldsäcke erfordert globale Kontrolle und wenn es anders ist, da sehr große Teile der Welt wie Russland und China diese Logik ignorieren und ihren eigenen Weg gehen können, dann wird eine globale Kontrolle unmöglich. Während ich das hier schreibe, sehen wir giftige Bemühungen, den Krieg in Syrien wieder anzufachen und Damaskus zu bombardieren. Der brillante amerikanische Plan war, Terroristen mit Chlorgasbehältern und Zündern auszurüsten, sie in einem bevölkerten Zentrum hochgehen zu lassen, die Weißhelme/AlQaeda hinzuschicken und diese False Flag auf die Regierung zu schieben, um danach Raketen auf Damaskus fliegen zu lassen. Aber dann haben die Russen unverblümt gesagt, dass sie von diesem Vorhaben wüssten und wenn dieser Plan umgesetzt würde, dann würden sie nicht nur mit dem Abschuss der Raketen antworten, sondern auch die Abschussbasen der Raketen zerstören. Dieses Patt könnte eine Zeit lang andauern, aber ich habe das Gefühl, dass die Amerikaner am Ende das tun was sie in so einer aussichtslosen Situation immer tun: den Sieg erklären und heimgehen.

 

Aber was ist für die gigantischen Geldsäcke das Endspiel, wenn dieser selbstzerstörerische „Geschäftsplan“ schließlich nicht mehr funktioniert? Vielleicht werden sie all ihren „Reichtum“ in eine noch zu benennende Kryptowährung umwandeln und sich in ihre mit Proviant bestückten, gut verteidigten Bunker und Grundstücke zurückziehen. Und dann werden sie feststellen, dass eine Kryptowährung eine vollkommen nutzlose Substanz ist.

     


https://fredoneverything.org/civil-insurrection-a-modest-proposal-for-ending-the-united-states/

 

Ziviler Aufstand: Ein bescheidener Vorschlag zur Auflösung der Vereinigten Staaten

 

von Fred Reed, 20.03.2018

 

 

Ich sehe, dass ein Mann namens Sessions, offensichtlich der Justizminister in Washington, damit droht, die Staatsgewalt auf die Landesregierung von Colorado zu hetzen. Sein Grund ist, dass er die Politik des Bundesstaats bezüglich Marihuana nicht mag. Das ist äußerst merkwürdig. Warum er glaubt, dass ihn die Politik von Colorado etwas angeht, das ist nicht klar. Ebenso merkwürdig ist, warum er glaubt, dass die Polizei von Colorado Menschen aus Colorado verhaften soll, weil sie Dinge tun, die die Menschen dieses Bundesstaats für akzeptabel halten.

 

Mr. Sessions übermäßige Ansicht seiner Wichtigkeit im Universum sieht man auch an seiner Drohung an den Bundesstaats Kalifornien, weil er deren Einwanderungspolitik nicht befürwortet. Der gesunde Menschenverstand würde sagen, wenn er die kalifornische Politik nicht mag, dann soll er halt in einem anderen Staat leben. Ich bin mit sicher, dass Kalifornien das ganz recht wäre.

 

Welche Rechtfertigung hat dieser wilde Wichtigtuer, dass er sich in Sachen einmischt, die ihn nichts angehen? Mr. Sessions hüllt sich in die Verfassung und so in Pergament eingewickelt versichert er, dass ihm die Klausel der Obergewalt das Recht gibt, die Bundesstaaten zu überstimmen. Vernünftige Menschen stimmen damit vielleicht nicht überein. Ich versichere, dass die Staaten nicht die Pflicht haben, die Verfassung zu beachten, da die Bundesbehörden das auch nicht machen.

 

Ein Beispiel unter vielen: Die Verfassung sieht vor, dass das Land nicht ohne eine Proklamation des Kongresses in den Krieg ziehen soll. Aber der Bund macht ständig Krieg, weder mit einer Kriegserklärung noch mit einem Hinweis auf den Willen des Volkes, dessen Grundlagen sie zu Zwecken aussaugen, die nicht die seinen sind. Wenn die Verfassung für die Zentralregierung nicht bindend ist, dann ist sie auch für die Bundesstaaten nicht bindend.

 

Auf alle Fälle repräsentieren die Bundesbehörden nicht den Willen des Volkes. Wie viele von uns wollen Billionen ausgeben für weit entfernte Kriege auf Befehl von – und so ist es nun mal – Israel, der Ölindustrie und dem Imperium? Und dennoch haben wir keine Wahl.

 

Die Frage nach den Rechten eines Staats wird heute als die Phantasie romantischer Konservativer angesehen oder eingebläut, als eine Phantasie romantischer Konservativer, die sich an eine Welt erinnern, die es nie gegeben hat. In Wahrheit sind die Rechte der Staaten unser einziges Bollwerk gegen die Tyrannei. Es ist die Verschmelzung unverdienter Macht in den Händen der Bundesbehörden, die für die Trübsal des Landes im Inneren und Äußeren verantwortlich ist.

 

Ein großer, weiser Mann, ein führender Verfechter der Rechte der Staaten, hat diese trostlose Aussicht schon vor langer Zeit vorausgesehen und gesagt: „Die Konsolidierung der Staaten zu einem riesigen Reich, das mit Sicherheit im Ausland aggressiv und zu Hause despotisch sein wird, wird der sichere Vorläufer zum Ruin sein, der alles übersteigen wird, was ihm vorausging.“

 

Genau so. Ist es nicht das was wir sehen? Wenn eine einzige, entfernte Legislative einen Kontinent kontrolliert, dann muss eine kleine Gruppe, die das Ganze beherrschen will, nur ein paar hundert Mitglieder ihres Kongresses und ein paar Richter am Obersten Gerichtshof zu unterwerfen. Indem sie eine Stadt korrumpieren, können sie jedes Gesetz umsetzen, um es dann auf alle anzuwenden. Dass die Menschen vieler Bundesstaaten das Gesetz anrüchig finden, das spielt kaum eine Rolle, denn sie können nichts dagegen tun.

 

Wenn jedoch die Menschen eines jeden Bundesstaats ihre eigenen Gesetze machen würden, dann müsste sich die kleine Gruppe in New York 50 Legislativen kaufen und eine jede wäre unter Beobachtung der Menschen dieses Bundesstaats. Je lokaler die Regierung, desto verantwortlicher ist sie gegenüber dem Willen der Regierten. Es wäre unmöglich, einen uniformen Despotismus einzuführen...

 

Diesen Despotismus haben wir mittlerweile, und er verschlechtert sich. Heute diktieren die Bundesbehörden jeden Aspekt unseres Lebens und sie kümmern sich nicht um jene, die unter dem Diktat leiden. Sie bestimmen, was wir unseren Kindern in der Schule beibringen dürfen, welche sexuellen Praktiken diesen Kindern vorgebetet werden müssen, welche religiösen Regeln uns erlaubt sind. Wenn sie entscheiden, dass sich zehntausend Papua-Neuguineer in Lendenschurzen in unseren Städten niederlassen müssen, dann hat das so zu geschehen. Sie entscheiden, welche Statuen wir haben dürfen, wie unsere Welt erschaffen wurde und wer unsere Toilette benutzen darf. Sie entscheiden, diese entfernten Menschen, deren Namen wir oftmals gar nicht kennen, mit Loyalitäten und Glauben und Ansichten, die viele von uns als geschmacklos empfinden, mit wem wir Krieg führen müssen.

 

 Wie sollen wir aus den verschiedenen Staaten von diesem weit entfernten schädlichen Einfluss befreien? Mit welchem Recht? Ich bin nur ein Landei mit keiner großen Erfahrung im Regierungswesen. Es erscheint mir jedoch, dass es im Laufe der Menschheitsgeschichte für ein Volk nötig wird, die politischen Bande aufzulösen, die es mit jemand anderem verbunden hat und unter den Mächten der Erde eine getrennte und gleichwertige Lage anzunehmen, zu denen sie die Gesetze der Natur und die Natur Gottes berechtigen, ein angemessener Respekt gegenüber den Meinungen der Menschheit erfordert, dass sie die Ursachen erklären, die sie zu einer Trennung zwingen.

 

Ich denke, dass die Ursachen für eine Trennung im oben Gesagten ausreichend aufgezählt wurden. Bleibt noch die Frage, wie man so eine Trennung erreicht.

 

Ein Entkommen durch eine Rebellion hat keine Aussicht auf Erfolg. Die Bundesbehörden kontrollieren die Armee und die Geschichte zeigt, dass Soldaten bald genauso schnell auf ihre Landsleute schießen wie auf alle anderen.

 

Ein aussichtsreicherer, wenn auch langsamerer Weg zur Freiheit ist, die Einschränkungen der sich einmischenden Bundesbehörden zu ignorieren, sich im passiven Widerstand zu engagieren. Washington hat nicht das Personal um in der gesamten Nation die außerirdischen Gesetze durchzusetzen. Wir sehen die Anfänge dieser lobenswerten Entflechtung in den sieben Staaten, die Marihuana legal gemacht haben. Sollten diese Staaten standhaft bleiben und sich weigern, ihrer Polizei zu erlauben, sich als verräterische Privatschnüffler gegen ihre eigenen Bevölkerung zu betätigen, dann könnten sie obsiegen. Der erklärte Widerstand der kalifornischen Regierung gegen die Auferlegung von Gesetzen, die ihr fremd sind, könnte genauso wichtig werden wie die Schlacht bei Yorktown. (Anm.d.Ü.: Die Schlacht bei Yorktown (1781) war der Sieg der amerikanisch-französischen Truppen gegen die britische Armee und führte zur Unabhängigkeit der ehemals britischen Kolonien.) Wenn Kalifornien geht, dann geht auch die Nation.

 

In einem Land, das so mit sich im Zwist liegt, könnte der beste Weg eine Trennung sein. Zuerst von den Gesetzen, dann der Administration und schließlich der Souveränität. Das muss kein ungleicher Kampf sein. Wenn Washington den Bundesstaaten Bundesmittel vorenthalten kann, dann kann ein Bundesstaat den Bundesbehörden auch Steuern vorenthalten, so wie es Kalifornien angedroht hat.

 

Amerika scheint übergroß. Vielleicht sollten die Teile ihre getrennten Wege gehen. Wenn die Föderation für ihre eigenen Kriege zahlen müsste, dann gäbe es keine Kriege. General Lee hatte Recht.

      


 

Trump oder Hillary – so Fake wie ein Wrestling Match

 

Zuerst befördert Trump den CIA-Direktor zum Außenminister. Dann wird eine CIA-Karrieristin, die Leiterin eines Foltergefängnisses in Thailand, zur CIA-Direktorin ernannt. Und jetzt wird einer der glühendsten Zionisten im zionistischen Amerika zum Nationalen Sicherheitsberater ernannt.

 

John Bolton war unter George Bush vom August 2005 bis Dezember 2006 US-Botschafter bei der UN. Er verteidigt den Irak-Krieg von Bush noch heute. Das war es wert, sagte er. Laut Wikipedia gehörte und gehört er zahlreichen einflussreichen Denkpanzern an:

 

  • Institute of East-West Dynamics

  • National Rifle Association

  • Project for a New American Century

  • Jewish Institute for National Security of America (JINSA)

  • Committee for Peace and Security in the Gulf

  • Council for National Policy

  • Gatestone Institute

 

Bolton ist auch ein Förderer der „People's Mujahedin of Iran“ (MEK), eine bewaffnete islamistische Gruppe, die auf der Terrorliste des US-Außenministeriums stand. Bolton hat sich dafür eingesetzt, dass sie aus dieser Liste gestrichen wird.

 

Was hat das zu bedeuten? Ist das der Kampf von Trump gegen den Sumpf?

 

Ein Kommentar auf Zerohedge bringt es auf den Punkt:

 

Es wird immer deutlicher, dass Trump nichts anderes als eine kontrollierte Opposition ist. Das Ganze trägt die Handschrift einer gigantischen psychologischen Operation. Trump wird von Tiefen Staat gar nicht angegriffen, es soll nur der Eindruck erweckt werden, dass er vom Tiefen Staat angegriffen wird, damit die Menschen an der Nase herumgeführt werden können und ihn ihm den Außenseiter sehen, während er immer mehr Neokons installiert, als nächste Phase der Aggression gegen Russland, den Iran und deren Verbündete.“

 

Trump, der sich im Vorfeld der Wahl so vehement gegen den Irak-Krieg ausgesprochen hatte, ernennt ein zionistisches Kriegsschwein, das für den Irak-Krieg mitverantwortlich war und dieses lügnerische Verbrechen heute noch verteidigt, zum Nationalen Sicherheitsberater. Sie machen sich jetzt nicht einmal mehr die Mühe, ihr Vorhaben zu verbergen. Die Maske ist gefallen.

 

Es wird Krieg geben.

 

 

Tweet von Michael Krieger, 22.03.2018:

Trump bastelt weiter an seinem Neokon Kriegskabinett.

 

Die USA sind nicht mehr bloß gestört, sie sind komplett selbstmörderisch.

 

Wenn ihr denkt, das sei nur ein schlechter Scherz, dann habt ihr noch nichts gesehen.“

 

 

Er hat das schon am 15. März vorausgesehen:

Während Trump weiter in Richtung Krieg marschiert, weigert sich der Widerstand, Widerstand zu leisten“

https://libertyblitzkrieg.com/2018/03/15/as-trump-moves-toward-war-the-resistance-refuses-to-resist/#more-51390

     


https://www.zerohedge.com/news/2018-03-21/us-threatens-sanctions-european-firms-participating-russian-gas-pipeline-project

 

USA drohen mit Sanktionen gegen europäische Firmen, die sich an der russischen Nord Stream 2 beteiligen

 

von Tyler Durden, 22.03.2018

 

 

Wir haben schon darüber berichtet, jetzt warnt das US Außenministerium europäische Konzerne, dass sie wahrscheinlich mit Strafmaßnehmen rechnen müssen, wenn sie sich an der Konstruktion der russischen Nord Stream 2 Pipeline beteiligen. Der angegebene Grund: „Das Projekt untergräbt die Energiesicherheit in Europa“. Dabei ist in Wirklichkeit Russland seit Jahrzehnten ein Quasi-Monopolist für den europäischen Energienachschub und hat somit einen beispiellosen Hebel auf die europäische Politik, zumindest hinter den Kulissen.

 

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/nordstream-2/

 

 

Wie viele Menschen wissen, sind wir gegen das Nord Stream 2 Projekt, die US-Regierung ist dagegen“, sagte die Sprecherin der US-Außenministeriums, Heather Nauert am Dienstag in einer PK. „Wir glauben, dass das Nord Stream 2 Projekt die allgemeine Energiesicherheit und Stabilität in Europa untergraben würde. Es würde Russland ein weiteres Werkzeug an die Hand geben, um europäische Länder unter Druck zu setzen, insbesondere Länder wie die Ukraine.“

 

Wenn wir schon von der Ukraine reden, erinnert euch, dass 2014, kurz nachdem das US-Außenministerium den Präsidentenputsch in der Ukraine ermöglicht hat, der Sohn von Joe Biden in das Direktorium von Burisma kam, dem größten Öl- und Gaskonzern der Ukraine. Das war sicherlich nur ein Zufall.

 

Das Projekt, das 2015 begann, ist ein Joint Venture zwischen Russlands Gazprom und europäischen Partnern, darunter die deutsche Uniper, Österreichs OMV, Frankreichs Engie, Wintershall und dem britisch-holländischen Multi Royal Dutch Shell. Die Pipeline soll unter der Ostsee von Russland nach Deutschland führen und die jährliche Kapazität der bestehenden Pipeline auf 55 Mrd. Kubikmeter verdoppeln.

 

Nauert sagte, dass Washington Strafmaßnehmen gegen die Teilnehmer an dem Pipeline-Projekt einführen könnte – gemäß einer Vorschrift im CAATSA-Gesetz (Countering America's Adversaries Through Sanctions Act).

 

 

Wir haben im Außenministerium viel Zeit damit verbracht, mit unseren Partnern und Alliierten in Übersee zu reden und ihnen die Auswirkungen von CAATSA zu erklären und wie Individuen, Konzerne oder Länder gegen CAATSA verstoßen können und Sanktionen auslösen können“, sagte Nauert. „Wir neigen nicht dazu, Sanktionen zu kommentieren, aber wir haben deutlich gemacht, dass es dezidierte Schritte gegen den russischen Energie-Export Pipeline-Sektor geben könnte – wenn sie sich an diesen Geschäften beteiligen – dann könnten sie sich Sanktionen nach dem CAATSA aussetzen.

 

Mehrere EU-Länder, vor allem Deutschland, haben wiederholt ihr Interesse an einer Beteiligung an Nord Stream 2 geäußert. Die Pipeline stößt jedoch bei einigen kleineren EU-Ländern auf Widerstand, darunter Polen, Lettland, Litauen, Rumänien und Ungarn. Ukrainische Behörden sind ebenso vehement gegen das Projekt, denn es würde die Ukraine umgehen und finanzielle Auswirkungen haben.

 

Es gilt festzuhalten, dass CAATSA, das letzten Sommer in Kraft trat, zuletzt vom Finanzministerium benutzt wurde, um 19 Russen und fünf russische Firmen zu bestrafen, darunter Russlands Federal Security Service und das Main Intelligence Directorate (GRU), weil sie sich angeblich in die amerikanische Präsidentschaftswahl 2016 eingemischt haben.

 

 

                                                                                                                 *

 

 

Wie Alex Gorka von Strategic Culture Foundation schrieb, hat am 15. März eine Gruppe von 39 Senatoren beider Parteien, angeführt von John Barrasso (R-WY) einen Brief an das Finanzministerium übermittelt.

 

Sie sind gegen NS2 und fordern sie Regierung auf, das Projekt zu beenden. Warum? Sie wollen nicht, dass Russland in der Lage ist, Europa zu beeinflussen, das wäre „nachteilig“, so sagen sie. Ihr bevorzugtes Mittel zur Umsetzung ihrer quertreiberischen Politik ist der Einsatz von Sanktionen. 39 von 100 ist eine Zahl, die der Präsident nicht ignorieren kann. Auf die Regierung wird mächtig Druck ausgeübt. Schon bevor der Senat seinen Brief abschickte, hat Kurt Volker, der US-Botschafter in der Ukraine, behauptet, dass NS2 ein rein politisches und kein kommerzielles Projekt sei.

 

Kein Zweifel, dass weitere Schritte zur Erhöhung des Drucks auf Europa folgen werden.


https://www.strategic-culture.org/news/2018/03/20/attack-against-nord-stream-2-renewed-with-vigor-whose-interests-does-meet.html

 

Erneut wütende Angriffe gegen Nordstream 2 – Welchen Interessen dient das?

 

Von Alex Gorka, 20.03.2018

 

 

Die Wirtschaft diktiert die nationalen Interessen. Außenpolitik ist das Werkzeug um das voranzutreiben. Moskau muss an allen Fronten dagegenhalten, aber die Wahrheit ist, dass Washington die Chemieangriffe in Ost-Ghouta, die Salisbury-Vergiftung, die Wahleinmischung und so manches anderes Märchen, das sie zur Rechtfertigung ihrer anti-russischen Politik benutzen, ziemlich egal sind. Das sind nur Vorwände um die Wirtschaftsinteressen der USA im Ausland voranzutreiben.

 

Erdgas-Exporte nach Europa bieten spannende Gelegenheiten, aber der Nachschub aus Russland ist billiger und zuverlässiger. Daher müssen die USA ein Hindernis aus dem Weg räumen – die Nordstream 2 Pipeline (NS2), die Erdgas aus Russland nach Deutschland transportieren wird. Washington wird alles unternehmen um sein Ziel zu erreichen.

 

Am 15. März hat eine Gruppe von 39 Senatoren aus beiden Parteien, angeführt von John Barrasso (R-WY) einen Brief an das Finanzministerium geschickt. Sie sind gegen NS2 und fordern sie Regierung auf, das Projekt zu beenden. Warum? Sie wollen nicht, dass Russland in der Lage ist, Europa zu beeinflussen, das wäre „nachteilig“, so sagen sie. Ihr bevorzugtes Mittel zur Umsetzung ihrer quertreiberischen Politik ist der Einsatz von Sanktionen. 39 von 100 ist eine Zahl, die der Präsident nicht ignorieren kann. Auf die Regierung wird mächtig Druck ausgeübt. Schon bevor der Senat seinen Brief abschickte, hat Kurt Volker, der US-Botschafter in der Ukraine, behauptet, dass NS2 ein rein politisches und kein kommerzielles Projekt sei. Kein Zweifel, dass weitere Schritte zur Erhöhung des Drucks folgen werden.

 

Ihre loyalen Freunde in Europa haben zeitgleich mit den US-Abgeordneten in den Chor eingestimmt. Der polnische Außenminister Mateusz Morawiecki hat bewiesen, dass er ein Meister im Erzählen von Schauermärchen ist, über die schrecklichsten Dinge die passieren könnten, wenn die Pipeline einmal steht und läuft. Am 2. März haben die Parlamentssprecher der Ukraine und Moldawiens einen Brief an die Parlamentsvorsitzenden der EU-Länder unterzeichnet und vor den Auswirkungen gewarnt.Das sei ein „destabilisierender Faktor“, der Europa schwächen wird, behaupten sie. Schon klar. Für Gas mehr zu bezahlen, das auf Schiffen geliefert wird, die woanders hinfahren können, wenn sich der Gaspreis woanders verändert, das wird Europa natürlich stärker machen. Super Logik!

 

Am 11. März haben die Parlamentsvorsitzenden von Polen, Lettland und Litauen einen weiteren Brief an die Parlamente der EU-Staaten unterzeichnet. Darin warnen sie vor der Konstruktion der NS2. Das sei kein kommerzielles Projekt, sagen sie, es würde euch von Russland abhängig machen. „Gazprom … ist kein Erdgas-Konzern, sondern eine Plattform für russischen Nötigung“, bestätigt Anders Fogh Rasmussen, der frühere NATO-Generalsekretär, der jetzt als Berater für die Ukraine arbeitet. Auch Estland stimmt in den Chor der stärksten Kritiker von Nordstream 2 ein. Auch die Europäische Kommission ist gegen das Projekt, ihr fehlt aber der legale Grund, um private Investitionen zu verhindern.

 

Europa braucht diesen Rohstoff und Russland verkauft ihn. Warum ist es dann „kein kommerzieller Handel“? Abhängigkeit? Von diesem Standpunkt aus ist jeder Kunde, der eine Wahl getroffen hat, von seinem Verkäufer „abhängig“. Wer hindert sie daran, Erdgas aus anderen Quellen zu beziehen? Die Seewege sind alle offen, wenn sie sie benutzen müssen. Polen und Litauen haben bereits Hafenterminals für Flüssiggas gebaut. Aber das ist teurer und die Preise im asiatisch-pazifischen Raum machen die Märkte dort attraktiver. Um US Frackinggas-Exporteure anzulocken, werden die Europäer mehr bezahlen müssen. Haben sie nicht das Recht das zu wählen, was ihnen am besten passt?

 

Wie die Praxis zeigt ist das Verfassen von Briefen nicht genug. An der Spitze einiger europäischer Staaten sitzen sture Führer, die es wagen, ihre nationalen Interessen in den Vordergrund zu stellen. Stellen Sie sich das vor! „America First“ ist ein hübscher Slogan, aber was ist falsch an einer „Österreich Zuerst“-Politik? Ein junger Mann, der es wagt, die Interessen seines Landes zu schützen, ist der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz. Er unterstützt offen das Nordstream 2 Projekt. Und er ist nicht allein. Deutschland unterstützt es weiterhin, trotz dem Druck. Bundeskanzlerin Angela Merkel glaubt, dass das NS2 Projekt „keine Gefahr für eine Diversifikation“ darstelle. Der deutsche Think Tank ewi Energy Research & Scenarios schätzt, dass das Projekt „einen die Preise senkenden und den Wohlstand fördernden Effekt auf alle 28 EU-Länder hat“.

 

Aber Washington sind seine Alliierten scheißegal, das wird aus der Opposition gegen dieses Projekt deutlich. Seine Interessen sind egoistisch. Die USA fördern nicht nur ihren Flüssiggas-Nachschub in Europa, sie versuchen auch, die Kosten für ihren Plan im Rahmen zu halten, die Ukraine in ihrem Orbit zu halten, als Sprungbrett direkt an der russischen Grenze. Nordstream 2 wird den Gastransport durch die Ukraine überflüssig machen und das Land wird viel von den €1,8 Milliarden (fast 2% des BIP) an jährlichen Transitgebühren verlieren. Dieser Schlag für die ukrainische Wirtschaft würde die finanzielle Unterstützung für Kiew durch die USA und die EU gefährden. Und die Einnahmen aus NS2 wären Profite für Russland, was die Auswirkungen der Sanktionen des Westens schmälern würde. Jene europäischen Länder, die so vehement gegen NS2 sind, wollen auch die US Militärbasen auf ihrem Land erhalten. Und wenn sie dort schon präsent sind, dann wollen sie noch mehr davon.

 

Europa ist in einer Reihe von Fragen gespalten, aber in der EU, der NATO und im Europäischen Rat gibt es ein pro-amerikanisches Lager, das dazu bereit ist, nach der US-Pfeife zu tanzen. Und die Polen und die Balten sind glücklich und zufrieden. Was auch passiert, sie werden zur Stelle sein, die Hacken zusammenschlagen, salutieren und das tun, was Washington ihnen sagt. Das Ergebnis ist, dass ihre Steuerzahler für US-Waffen bezahlen, obwohl sie woanders günstigere und effizientere Systeme beschaffen könnten. Und es werden die gewöhnlichen Menschen sein, die für das über das Meer transportierte US Fracking-Gas blechen werden, statt für den viel billigeren Nachschub aus Russland. So einfach ist das: Die europäischen Steuerzahler werden für diese „America First“-Politik bezahlen, außer die Regierungen von Ländern wie Deutschland und Österreich halten stand und weigern sich, sich dem Druck zu beugen.

      


https://thesaker.is/why-we-dont-respect-the-west-anymore-must-read/

 

Warum wir den Westen nicht mehr respektieren (UNBEDINGT LESEN!)

 

von Margarita Simonyan, 19.03.2018 (aus dem Russischen von Scott)

Original: https://ria.ru/analytics/20180319/1516767644.html

 

 

Im Grunde sollte der Westen nicht darüber entsetzt sein, dass 76% der Russen für Putin gestimmt haben, sondern dass 95% der russischen Bevölkerung konservativ-patriotische, kommunistische und nationalistische Ideen unterstützen. Das bedeutet, das liberale Ideen gerade noch so bei 5% der Bevölkerung überleben.

 

Und das ist eure Schuld, meine Freunde im Westen. Ihr ward es, die den „Russland gibt niemals auf“-Modus aktiviert habt.

 

 Ich habe euch schon seit langer Zeit dazu geraten, normale Berater zu Russland zu finden. Schmeißt diese ganzen Parasiten raus. Mit ihren kurzsichtigen Sanktionen, der herzlosen Erniedrigung unserer Athleten (selbst der Athleten mit Behinderungen), mit ihren „Skripals“ und der prahlerischen Missachtung der grundlegendsten liberalen Werte, wie etwa der Unschuldsvermutung, zusammen mit der erzwungenen Umsetzung ultra-liberaler Ideen in ihren eigenen Ländern, ihrer epileptischen Massenhysterie, was bei einer gesunden Person einen Seufzer der Erleichterung auslöst, dass er in Russland und nicht in Hollywood lebt, mit ihrem Chaos nach den Wahlen in den USA, in Deutschland und in der Brexit-Zone; mit ihren Attacken auf RT, dem sie nicht verzeihen können, dass man die Meinungsfreiheit ausnutzt und der Welt zeigt, wie man sie benutzt und wo sich jetzt herausstellt, dass sie nie dazu gedacht war, dass man sie zu einem guten Zweck einsetzt, sondern nur als Objekt der Schönheit gedacht war, wie ein Mopp aus Kristall, der von weitem schön glitzert, aber nicht dazu geeignet ist, die Ställe auszumisten, mit all ihrer Ungerechtigkeit und Grausamkeit, der inquisitorischen Scheinheiligkeit und den Lügen, die ihr uns aufgezwungen habt um euch nicht mehr zu respektieren. Ihr und eure sogenannten „Werte“.

 

Wir wollen nicht so leben wie ihr lebt – nicht mehr. Fünfzig Jahre lang wollten wir, insgeheim und dann offen, so leben wie ihr, wir wollten leben wie ihr, aber das ist vorbei.

 

Wir haben für euch keinen Respekt mehr, und auch nicht für jene unter uns, die euch unterstützen. So kamen die 5% zustande.

 

Und dafür seid ihr verantwortlich. Und die westlichen Politiker und Analysten, die Journalisten und Kundschafter.

 

Unsere Menschen können viel verzeihen. Aber Arroganz verzeihen wir nicht, und keine normale Nation würde das tun.

 

Euer einziges verbliebenes Imperium wäre klug beraten, die Geschichte seiner Alliierten – ehemalige Imperien – zu studieren.. Um zu erfahren, wie sie ihre Imperien verloren haben. Ausschließlich wegen ihrer Arroganz.

 

White man's burden, my ass. (Anm.d.Ü.: steht so im Original. Siehe Kipling „Die Bürde des Weißen Mannes“)

 

Das einzige verbliebene Imperium, das ihr noch habt, es ignoriert die Geschichte, es unterrichtet nicht darüber und will nichts daraus lernen. Was bedeutet, dass es so enden wird, wie es in solchen Fällen immer endet.

 

Währenddessen habt ihr uns dazu gedrängt, uns um euren Feind herum zu versammeln. Sofort nachdem ihr ihn zum Feind erklärt habt, haben wir uns um ihn herum vereint.

 

Zuvor war er nur unser Präsident, der wiedergewählt werden könnte. Jetzt ist er zu unserem Führer geworden. Wir werden nicht zulassen dass ihr das ändert. Und ihr ward es, die diese Situation erzeugt habt.

 

Ihr ward es, die einen Widerspruch zwischen Patriotismus und Liberalismus erzwungen habt. Obwohl das keine sich gegenseitig ausschließenden Gedanken sein sollten. Dieses falsche Dilemma, das ihr erzeugt habt, ließ uns den Patriotismus wählen.

 

Obwohl viele von uns, ich eingeschlossen, in Wahrheit Liberale sind.

 

Reißt euch zusammen. Ihr habt nicht mehr viel Zeit.


https://www.craigmurray.org.uk/archives/2018/03/on-being-a-dissenting-voice-in-2018/

 

Was es im Jahr 2018 bedeutet,

eine abweichende Stimme zu sein

 

von Craig Murray, 20.03.2018

 

 

(Craig Murray war Rektor der Universität von Dundee und früher britischer Botschafter in Usbekistan)

 

Ich dachte, ich gebe euch einen kleinen Einblick darin, was es für das persönliches Leben bedeutet, wenn man in Britannien im Jahr 2018 seine abweichende Meinung von der Regierungslinie äußert. Fangen wir mit den konzertierten Bemühungen der populärsten britischen Webseite an, Guido Fawkes, die fanatisch die Regierung und die Tony Blair- Mannschaft beim „Guardian“ unterstützt.

 

Diesen Morgen hat sich die Zeitung über den Führer vergangener Tage lustig gemacht und die Schlagzeile zu einer Story lautete: „Britische Vorwürfe angezweifelt: Kritische Stimmen über die Herkunft des Salisbury Novichok“. Das gleicht der Schlagzeile von Seumas Milne, wenn er die Situation mit den irakischen WMDs vergleicht und „Argumente“ in „Sozialen Medien“ zitiert, dass das Novichok auch von „einer nicht-staatlichen Gruppe, vielleicht Kriminellen“ stammen könnte. Er verlinkt sogar auf den Blog des berüchtigten Verschwörungstheoretikers Craig Murray, wo behauptet wird, dass „Israel wie jeder andere Staat zweifellos die technische Fähigkeit besitzt, Novichok zu synthetisieren“. Die Entscheidung, eine Quelle wie Murray zu zitieren, einen Mann, der einige Zeit in einer psychiatrischen Einrichtung verbracht hat, hat im Redaktionsraum des Guardian für Erstaunen gesorgt...

 

Das rot Hervorgehobene steht so im Original.

https://order-order.com/2018/03/16/guardian-u-turns-take-seumas-line/#disqus_thread

 

Nun, es ist richtig, dass, als ich als Botschafter vom Außenministerium entlassen wurde, weil ich die außerordentlichen Überstellungen und den Missbrauch von Folter-Informationen durch die Blair-Regierung angeprangert habe, ich in eine schreckliche Depression verfiel und zur Behandlung freiwillig zehn Tage im St. Thomas Hospital (keine psychiatrische Einrichtung) verbrachte. Ich habe nie versucht, daraus ein Geheimnis zu machen, es ist sogar ein bedeutender Teil meiner Memoiren „Murder in Samarkand“. Und es stimmt auch – und ich habe das immer zugegeben – dass ich andere, weniger ernste depressive Episoden zu Hause behandeln ließ und in meinem 20. Lebensjahr als manisch-depressiv diagnostiziert wurde.

 

Dass wir jemanden wegen einer geistigen Erkrankung stigmatisieren, ihn abschreiben und seine Ansichten zu allem als ungültig betrachten, das ist eine Einstellung, von der ich dachte, dass wir sie im vergangen Jahrhundert überwunden hätten. Wenn dieser Verriss von jemandem innerhalb des Overton Fensters geschrieben worden wäre, dann würde der Guardian so etwas in seinen Kommentarspalten verurteilen. (Anm.d.Ü.: Das „Overton Fenster“ stellt den Rahmen der öffentlich akzeptablen Meinungsvielfalt dar.) Wir bewegen uns in der Tat auf die alte sowjetische Position zu, wo eine Meinungsverschiedenheit zur offiziellen Linie als geistige Krankheit eingestuft wurde. Ich gebe gerne zu, dass mich solche Dinge wirklich schmerzen – wenn ihr mich schneidet, blute ich dann nicht?

 

Der Begriff „Verschwörungstheoretiker“ wurde zur Herabsetzung meiner Ansichten benutzt, seit Jack Straw als Außenminister das Parlament belogen hatte und abstritt, dass Großbritannien jemals Informationen durch Folter erhalten hätte, und er stritt die Existenz des außerordentlichen Überstellungsprogramms ab, das ich angeblich nur herbei phantasiert hätte. Jeden den es interessiert, der kann sich diese Serie von Videos über meine Aussagen vor einem Parlamentsausschuss zu diesen Fragen ansehen. Sie erklären, warum ich heute vom britischen Staat und seinen Gefolgsleuten so gehasst werde, und es ermöglicht euch natürlich, selbst einzuschätzen, ob ich als Verrückter ignoriert werden sollte.

 

Seit dem Zeitpunkt haben mich der Staat und die Konzernmedien als „Verschwörungstheoretiker“ bezeichnet. Obwohl mittlerweile anerkannt wird, dass die Sonderüberstellungen tatsächlich passiert sind und vermutlich wussten sie, tief in ihrem Inneren, dass ich die Wahrheit sagte. Ich sehe auch Leute die verblüfft sind, wenn sie zum Beispiel herausfinden, dass ich weitgehend akzeptiere, dass es bei 9/11 keine Beteiligung der US-Regierung gegeben hat (im Gegensatz zur saudische Rolle) und ich auf meinem Blog keine Diskussion über 9/11 zulasse (Warnung – das gilt immer noch).

 

Ich kann mir tatsächlich keine haarsträubendere Verschwörungstheorie vorstellen als die, dass die russische Regierung heimlich Novichoks hergestellt und gelagert hat, vor der OPCW verborgen, und dann heimlich Mörder ausgebildet hat, nur um die ganze Tat an einem pensionierten Spion auszulassen, der schon vor langer Zeit aus dem Gefängnis entlassen worden war. Dennoch nennt niemand Boris Johnson einen „Verschwörungstheoretiker“ wenn der so etwas behauptet.

 

Aber die Beleidigungen beschränken sich nicht auf das, was Leute über mich veröffentlichen. Ich erhalte auch äußerst unangenehme Emails, diese hier ist ein Beispiel:

 

 

Re: Russia etc.

Ron Temis <ron.temis@aol.com>

19/03/2018

To: craigmurray@mail.ru

 

Ich habe eine Aggressionstherapie gemacht, so gehen wir Juden jetzt mit anti-semitischem Müll um.

 

Ron Temis

ron.temis@aol.com

 

--- Original Message ---

From: craig murray <craigmurray@mail.ru>

Sent: Mar 19 2018

Subject: Russia etc.

 

Ich hoffe wirklich, dass das jüdische Volk noch gedeiht wenn ich schon lange Wurmfutter bin und ich bin mir sicher dass Sie recht haben – ich sehe keinen Grund warum das nicht so sein sollte (außer der Klimawandel versaut allen auf der Welt das Leben). Ich hoffe auch, dass Israel zu der Einsicht kommt, dass die langfristige Sicherheit der jüdischen Bürger nicht in einem Apartheid-Staat liegt, sondern in einem gemeinsamen ethnischen und religiösen Miteinander mit anderen Gruppen. Und in der Zwischenzeit wäre es sehr gut, wenn Israel die Chemiewaffenkonvention unterzeichnen, der OPCW beitreten und seine Chemiewaffen zerstören würde.

 

Alles Gute. Haben sie eine Aggressionstherapie in Betracht gezogen?

Craig

 

From: Ron Temis

Sent: 19 March 2018

To:craigmurray@mail.ru

Subject: Russland etc.

 

Wussten Sie, dass wir Juden auf Sie pissen? Wir werden gedeihen, lange nachdem Sie Wurmfutter sind.

Ron Temis

ron.temis@aol.com

 

Ich hoffe dass Herr Temis sein Geld für die Aggressionstherapie-Sitzungen zurückbekommen kann. Aber es gibt davon jede Menge, einschließlich der guten alten Post. Da muss ich mich schon zum Öffnen überwinden :)

 

Es gibt natürlich die offenen Bemühungen, den Begriff „anti-semitisch“ auf jede Kritik an Israel auszuweiten. Er wird insbesondere auch von den Blair-Anhängern verwendet, um jeden anzugreifen, der eine unterstützerische Haltung für Jeremy Corbyn einnimmt. Ich bin überhaupt nicht anti-semitisch. Jüdische Menschen haben einen überproportionalen, ja großartigen Beitrag für die Welt geliefert, in der Wissenschaft, der Musik, der Literatur, im Handel und anderen Dingen. Das ändert nichts an der Tatsache, dass Israel ein Schurkenstaat ist, wenn es um Chemiewaffen geht, das momentan diskutierte Thema. Sie weigern sich, die Chemiewaffenkonvention zu unterzeichnen und ihr Chemiewaffenarsenal zu zerstören, und sie weigern sich, der OPCW beizutreten.

 

Jemand hat offensichtlich die Skripals angegriffen. Ich habe gesagt, dass es nicht zutrifft, dass Russland der einzige Staat ist, der es getan haben könnte und dabei habe ich unter anderem Israel eingeschlossen. Israel könnte Russland für die Tat anschwärzen wollen, weil die russischen Aktionen in Syrien schwer mit den israelischen Ambitionen in Syrien und Libanon kollidieren. Aber ich habe nie gesagt, dass es Israel, oder wahrscheinlich Israel war – es könnte auch die CIA sein, die Russland hereinlegen will, es könnte auch ein nicht staatlicher Akteur sein (was ich für am Wahrscheinlichsten halte – es könnte von jenen kommen, die eng mit einem Opfer von Skripals Verrat zu tun hatten. Ich glaube jedoch auch, dass die Verbindung zu Orbis Intelligence übersehen wurde).

 

Einige der übelsten Beleidigungen kamen von Journalisten der staatlichen und der Konzernmedien. Sie stufen mich zu Unrecht als einen verrückten Rassisten ein, was ihnen erlaubt, jeden Zweifel an der Establishment-Linie zu Salisbury zu ignorieren und sie – ihrer Meinung nach – von jeder Vernachlässigung ihrer Pflicht zur Aufklärung zu entlasten.

 

Ein fröstelndes Beispiel dafür, wie sie Widerspruch zerschlagen wollen, ist ein prominenter Blair-Anhänger und Journalist der Konzernmedien, James Bloodworth. Er versucht sicherzustellen, dass das in Betracht ziehen einer anderen Möglichkeit als der Regierungslinie nicht einmal im privaten Bereich zugelassen wird. Er belästigt und schikaniert ein Individuum und versucht, ihn dazu zu zwingen, Mr. Bloodworths Version dessen, was ich gesagt habe, zu akzeptieren. Als sich Mr. Law (der als Dozent für Philosophie vermutlich eine Neigung zu intellektueller Ehrlichkeit besitzt) weigert, sanktioniert ihn Bloodworth, indem er sich von dessen Literaturfestival auslädt.

 

James Bloodworth @J_Bloodworth Mar 16

Antwort an @stephenlaw60

Meinen Sie das im Ernst? Er macht einen fadenscheinigen Hinweis auf die Labour Friends of Israel und fügt ein wissendes 'Ich frage mich warum?' hinzu. Sie wissen ganz genau, was diese Anspielung bedeutet.“

 

James Bloodworth @J_Bloodworth Mar 16

Glauben Sie, dass Israel darin verwickelt sein könnte?“

 

Stephen Law @stephenlaw60 Mar 16

Nein. Aber Sie wechseln das Thema. Sie haben gesagt, Murray beschuldigt Israel. Hat er nicht. Er sagte, die verschiedenen Theorien (inkl. Orbis/US) seinen alles nur Spekulationen. Ich verteidige seine Ansicht nicht, aber seien Sie wenigstens akkurat.“

(Zitat Murray: Sowohl die Orbis- als auch die Israel-Theorie sind Spekulationen. Aber sie sind genauso eine Spekulation, und keine Verschwörungstheorie, wie der Gedanke, dass Wladimir Putin heimlich Agenten nach Salisbury schickt, um Skripal mit einem Nervengift anzugreifen. Ich sehe absolut keinen Grund zu glauben, dass dies zu diesem Zeitpunkt eine gültigere Spekulation ist als die anderen.“)

 

 

James Bloodworth @J_Bloodworth Mar 16

Also das ist ein Versuch im Trüben zu fischen. Es ist nicht genauso „gültig“, dass es Israel war oder dass es Moskau getan hat. Und davon abgesehen, darauf habe ich nicht geantwortet. Ich habe auf seinen Tweet über die Labour Friends of Israel geantwortet , denn das war ein antisemitischer Hinweis.“

 

Stephen Law @stephenlaw60 Mar 16

Er hat Israel nicht beschuldigt. Sie haben gesagt er hätte das gesagt. Korrigieren Sie ihren Fehler.“

 

James Bloodworth @J_Bloodworth Mar 16

"Er hat angedeutet - wink wink – dass Israel irgendwie darin verwickelt sein könnte. Ich weiß was das bedeutet. Wenn Sie das nicht sehen können, dann kann ich Ihnen auch nicht helfen.“

 

Stephen Law @stephenlaw60 Mar 16

Er hat es nicht angedeutet, er hat es gesagt. Könnte ist hier das Schlüsselwort. Er sagte auch, es könnten die USA sein und es könnte mit Orbis zu tun haben, oder es könnte Putin sein. Ich bitte nur um grundlegende Genauigkeit.“

 

James Bloodworth @J_Bloodworth Mar 16

OK, nun, dann können Sie mich von der Liste für das Festival nächste Woche streichen. Ich habe nicht die Absicht, mich daran zu beteiligen, wenn Sie den verräterischen Hinweis nicht erkennen können wenn er so offensichtlich ist. Das ist auch meine endgültige Position.“

 

James Bloodworth @J_Bloodworth Mar 16

Sie können auch sofort alle Hinweise auf meine Arbeit von ihrer Webseite löschen. Wenn jemand fragt, dann verweisen Sie ihn auf diesen Thread.“

 

Was heute in den UK passiert, das ist sehr schwer zu verstehen. Aber wenn die BBC in ihrem Hauptnachrichtenprogramm eine Diskussion abhält, vor einem riesigen photogeshoppten Bild des Oppositionsführers mit einer russische Mütze auf dem Kopf vor dem Kreml, dann ist offensichtlich ein fundamentaler Wandel in der Gesellschaft geschehen. Die Salisbury-Attacke hat uns womöglich etwas weit Wichtigeres gelehrt als das ganze Zeug über die Chemiewaffen. Und das ist, dass Britannien auf dem Weg zu einem autoritären Staat schon weiter fortgeschritten ist als wir realisieren.

     


William Banzai7

 

https://tomluongo.me/2018/03/14/the-neocon-full-court-press-for-war-is-here/

 

Jetzt drängen die Neokons aber voll zum Krieg

 

von Tom Luongo, 14.03.2018

 

Die Ereignisse der letzten zwei Wochen waren atemberaubend. Seit der russische Präsident Wladimir Putin in seiner Rede an die Nation die neuen „Weltuntergangs“-Waffen enthüllt hat, ist der Westen völlig übergeschnappt.

 

Mit den Worten des russischen Außenministers Sergei Lawrow: „Ich finde einfach keine normalen Worte mehr um das Ganze zu beschreiben.“

 

Mit der Ausweisung russischer Diplomaten aus UK wegen der Vergiftung des früheren Doppelagenten Sergei Skripal und seiner Tochter Yulia in Salisbury letzte Woche haben wir jetzt die Bewegung hin zur Isolierung Russlands und zur Schaffung der Bedingungen für einen Weltkrieg.

 

Die Fragen lauten: Wer steckt hinter dem Ganzen? Und warum?

 

Die Antwort von Theresa May ist ein Witz. Diese Frau kann nicht einmal mit den Hosentrompetern der EU über die geringsten Zwistigkeiten bei den Brexit-Gesprächen standhalten und plustert sich wie ein Ballon wegen eines Zwischenfalls auf, für den es keine Beweise einer russischen Beteiligung gibt.

 

Diese Situation kommt direkt aus dem neokonservativen Drehbuch: man schaffe einen schrecklichen Zwischenfall und dränge eine Regierung in eine Konfrontation und zu großen politischen Entscheidungen.

 

Und die geschehen derzeit überall auf der Welt.

 

Feuerschutz geben

 

Betrachtet man die Umstände zu Skripals Verbindung angesichts der kollabierenden Russiagate-Story in den USA, so wird das „Wer?“ offensichtlich. Moon of Alabama hat zuerst darauf hingewiesen: Skripal war ein Partner von Pablo Miller und Christopher Steele, beides ehemalige MI6-Agenten, die für Orbis Business Intelligence arbeiten.

 

Welches Motiv hätten die Russen, so kurz vor ihrer Präsidentenwahl Skripal auf so schlampige Weise zu beseitigen?

 

Das würden sie nicht tun. Genauso wie die Assad-Regierung letzten April wegen des Chemiewaffen-Angriffs in Khan Sheikoun alles zu verlieren hatte, so hat Russland heute mit einer Tötung von Skripal und seiner Tochter gar nichts zu gewinnen.

 

Aber wenn Skripal in der Lage war, die schlimmsten Befürchtungen über das Dossier zu bestätigen, dann ergibt es Sinn, die losen Enden zusammenzufügen.

 

Das ist eine False Flag. Das ist wesentlich plausibler als das Geschwätz, das Theresa May im Parlament absonderte.

 

Ein jeder mit drei funktionierenden Gehirnzellen weiß das im Grunde seines Herzens. Warum also so schüchtern?

 

Beantwortet diese Fragen: Wer ist Christopher Steele? Warum hat er nicht ausgesagt? Wenn er sich weigert, warum wird er nicht von der Medienmeute verfolgt, um die Fragen zum Trump-Dossier zu beantworten?

 

Und jetzt stellt die dringlichste Frage: Wer profitiert davon? Russland nicht. Das britische Volk nicht. Europa nicht.

 

Die in die Enge getriebene Neokon-Schlange

 

Schaut. Die Neokons sind in die Enge getrieben. Ihre ganzen großen Anstrengungen zur Zerstörung Russlands und des Iran und die Kontrolle über Zentralasien brechen zusammen. Die EU steuert in großem Tempo auf eine politische Krise zu. Großbritannien ist immer noch loyales Subjekt, aber im Zentrum des Weißen Hauses sitzt ein Krebsgeschwür, Donald Trump. Das Fenster für einen Regimewechsel in Russland schließt sich. Im Grunde heißt es: Jetzt oder nie.

 

Schaut euch meine vorangegangenen Artikel zu dem Thema an. Es zieht sich ein Gedanke durch alle, und wer es sehen will, für den ist es ganz klar.

 

Punkt 1: Trump gewinnt. Er hat bei den Steuern gewonnen. Er hat bei DACA gewonnen. Er hat bei Russiagate gewonnen. Er hat bei NAFTA und den Zöllen gewonnen. Er hat Gary Cohn und Goldman Sachs besiegt. Er hat Tillerson gefeuert, der immer mehr wie ein typischer Neokon-Krake aussieht, wenn man seine Bilanz betrachtet. Und er trifft sich mit Nordkorea.

 

Punkt 2: Putin gewinnt. Die von den USA unterstützte Opposition in Syrien bricht zusammen. Nordstream 2 wird kommen. Die Ukraine wird sich zu Tode frieren. China kauft sein Erdöl und Erdgas und investiert in die Uran- und Ölindustrie. Er gewinnt den diplomatischen Krieg in Afghanistan. Er hat Netanjahu an die Leine genommen.

 

Diese zwei Männer sind die Vorreiter, die sich gegen das globalistische amerikanisch/europäische Imperium stemmen. Die Skripal-Vergiftung war absichtlich schlampig. Es war eine perfekt ausgeführte stümperhafte Operation, um den emotionalen Kompass zu bewegen und die britische Frustration nach außen zu lenken.

 

Aber diese Antwort aus Großbritannien hat sich seit Monaten zusammengebraut. Außenminister Boris Johnson hat sich über die russischen Aktionen in Syrien und der Ukraine das Maul zerrissen. Der britische Verteidigungsminister hyperventilierte neulich, Russland habe vor, Tausende Briten zu töten indem sie Erdgas verkaufen, anscheinend.

 

Schauen wir uns jetzt die Rhetorik zu Ost-Ghouta an, eine Wiederholung von Aleppo. Aber dieses Mal, anstatt tatsächlich Menschen zu vergasen, um die Russen schlecht aussehen zu lassen, heben Apparatschiks wie Nikki Haley und der französische Präsident Emmanuel Macron warnend ihre Finger und drohen jedem, das ja nicht zu tun.

 

In der Zwischenzeit findet die SAA eine Chemiewaffenfabrik in einem Dorf, das gerade aus ISIS/AlQaeda befreit wurde.

 

Aber Fakten sind austauschbar, nicht wahr, Mrs. Haley?

 

Wenn also in den nächsten Tagen in Ghouta ein Chemiewaffen-Angriff erfolgt, werdet ihr glauben, dass es die Russen und Syrer waren? Weil Nikki Haley sagte, sie könnten so etwas tun? Ergibt das für euch irgendeinen Sinn, dass sie so handeln, wenn die Welt dabei zusieht und bereit ist loszuschlagen?

 

Oder werdet ihr euren gesunden Menschenverstand behalten und erkennen, dass jeder chemische Angriff eine inszenierte Provokation war, um ein zynisches politisches Ziel zu erreichen?

 

Aber Haley, der größte Neokon-Lautsprecher, ging sogar einen Schritt weiter:

 

Wir warnen auch jede Nation, die mit chemischen Angriffen und unmenschlichem Leid ihren Willen durchsetzen will , ganz besonders das verbrecherische syrische Regime, dass die Vereinigten Staaten zu Handeln bereit bleiben, wenn wir müssen“, sagte Haley.

 

Die US-Diplomatin schlug eine neue Waffenstillstands-Resolution vor, die „sofort nach der Verabschiedung durch den Rat in Kraft tritt. Sie enthält keine Anti-Terror-Schlupflöcher für Assad, den Iran und die Russen, hinter denen sie sich verstecken können.“

 

Zu Glück für das syrische Volk ist diese Resolution gescheitert. Denn wie immer schlagen die USA nur dort einen Waffenstillstand vor, wo ihre Stellvertreter – in diesem Fall die mit AlQaeda verbündeten Separatisten – schwer am Verlieren sind. Dann wir die Feuerpause genutzt, um sich wiederzubewaffnen, neu loszuschlagen und zu verstärken.

 

Seit der Stationierung der Tiger-Forces der SAA in Ost-Ghouta wurden die Widerstandskessel eingeengt und zerteilt.

 

Und überhaupt, warum bringt Haley eine Waffenstillstands-Resolution bei der UN ein, die „Terorismusbekämpfung“ ausschließt, wenn es doch das ausdrückliche Ziel ihres Bosses Donald Trump ist, die ISIS-Terroristen in Syrien zu bekämpfen, und sonst nichts?

 

Kein Wunder dass es Lawrow die Sprache verschlagen hat.

 

Die SAA und die russische Luftwaffe haben es nicht nötig Chemiewaffen einzusetzen. Es ist eine Tatsache, dass es Haley und die USA waren, die russische Versuche blockiert haben, humanitäre Korridore einzurichten, ähnlich wie in Aleppo, damit die Zivilisten aus der Schusslinie fliehen können.

 

Niederlage in Nordkorea, in Syrien, in Afghanistan und in der Ukraine. Die Unterstützung für eine Integration innerhalb Europa schwindet.

 

Die wahrscheinlichste Schlussfolgerung, die man vernünftigerweise daraus ziehen kann, lautet: Die in die Enge getriebene Neokon-Schlange beißt in der Hoffnung um sich, so viele wie möglich mit sich zu reißen.

 

Der totale Druck

 

In den vergangenen zwei Wochen haben wir eine Reihe von Ereignissen gesehen, bei denen russische Oligarchen und russische Geschäftsinteressen in Europa bestraft werden sollten. Das alles kurz vor der Präsidentschaftswahl an diesem Wochenende.

 

Da war zuerst die idiotische Entscheidung des Stockholmer Schiedsgerichts, das Gazprom zur Zahlung von $4,6 Milliarden verurteilte, weil die Ukraine in so schwierigen wirtschaftlichen Umständen ist. Mit anderen Worten: ein sozialistisches Schiedsgericht ordnete die Umverteilung von Geld an, von denen mit den Geldmitteln zu denen mit den Bedürfnissen.

 

Darüber hinaus wollen der IWF und die EU wieder etwas von ihrem Geld sehen, das sie in den hoffnungslosen ukrainischen Fall gepumpt haben, um die Poroschenko-Regierung für ein weiteres Jahr zu päppeln.

 

Dann war da die geplante Implosion der lettischen ABLV-Bank. Eine Bank, die die Hauptverbindung für russische Geschäfte in der EU war, nachdem 2013 in Zypern die Kunden zur Kasse gebeten worden waren.

 

 Auch dieses Vorgehen richtete sich gegen russische Oligarchen, um ihre Unterstützung für Putin zu einzustellen. Mit der neuen Sanktionsliste, eingebracht vom Finanzministerium via John McCains Sanktionsgesetz vom letzten August, haben die USA die ABLV-Bank zu einem Ort der Geldwäsche und nicht genehmigter Geschäfte erklärt.

 

Bereits nach wenigen Tagen Druck begannen die Bankkunden ihre Geldmittel abzuziehen und die EZB benutzte ihre erweiterte Macht, so ähnlich wie letztes Jahr bei der Banco Popular, um die Kontrolle über die Bank zu übernehmen.

 

Und jetzt haben wir diesen Schritt der nichtsnutzigen Briten. Das wahre Ziel ist dabei die Fähigkeit der Russen, Geschäfte in UK zu betreiben, jetzt wo ABLV aus der Gleichung entfernt wurde. Das ist ein ganz klarer Angriff mit hybrider Kriegsführung auf die Fähigkeit russischer Geschäfte, irgendwo westlich des Dnjeprs in der Ukraine Geschäfte zu betreiben.

 

Und es ist auch ein weiterer Schritt zu einem Krieg mit Russland, denn dessen Zerstörung ist für die Neokonservativen das bestimmende Motiv. Ich glaube weiter daran, dass Trump nicht auf deren Seite steht. Die Neokons wollen Krieg um der Sache willen. Daher schaden sie ihm bei jeder Gelegenheit und legen noch eins drauf wenn er auch nur einen kleinen Sieg einfährt.


https://steemit.com/socialmedia/@caitlinjohnstone/why-i-disagree-with-the-strategy-of-exiting-facebook-twitter-and-youtube

 

Warum ich gegen die Strategie bin, Facebook, Twitter und YouTube zu verlassen

von Caitlin Johnstone, 18.03.2018

 

 

Anfang des Monats hat Ben Swann, eine wichtige Stimme, die ich sehr respektiere, in einem seiner ausgezeichneten Reality Check Videos einen Gedanken zum Ausdruck gebracht, den ich in Anti-Establishment-Kreisen immer häufiger höre, und ich bin sehr dagegen.

 

In einer Präsentation mit dem Titel „Wird das Internet von abweichenden Stimmen gesäubert?“ über die jüngste Zunahme der Zensur von Anti-Establishment-Stimmen durch die großen Konzerne der sozialen Medien sagte Swann folgendes:

 

Das Problem für jede abweichende Stimme ist, dass man beim Einsatz seiner Stimme auf dem Eigentum von jemand anderem, d.h. bei YouTube oder Facebook, niemals die Kontrolle darüber haben wird. Aus diesem Grund müssen dezentralisierte Plattformen das nächste Ziel sein. Plattformen wie Dtube und Steemit, aufgebaut auf Blockchain, werden in Zukunft das Speichermedium für Inhalte sein, für das Gute, das Schlechte und das Hässliche. Und die Bemühungen, die abweichenden Stimmen zum Schweigen zu bringen, werden dann das Ende von YouTube und Facebook sein.“

 

 

Ich kritisiere Swann nicht für seine Unterstützung dezentraler Plattformen wie Dtube und Steemit (beide sind ausgezeichnete und wichtige Waffen bei unserer Revolution gegen die Unterdrückungsmaschine des Establishments), aber ich kritisiere Swanns Gedanken, dass die Zensur abweichender Stimmen durch die sozialen Mediengiganten ihr Ende bringen wird. Das wird es nicht.

 

2017 war ein starkes Jahr für Facebook, aber es war auch ein hartes Jahr,“ sagte letzten Monat Facebooks CEO Mark Zuckerberg. „2018 konzentrieren wir uns darauf sicherzustellen, dass die Benutzung von Facebook nicht nur Spaß macht, sondern auch gut ist für das Wohlbefinden der Menschen und für die Gesellschaft. Wir tun das, indem wir sinnvolle Beziehungen zwischen Menschen ermutigen statt nur den passivem Konsum von Inhalten. Bereits im letzten Quartal haben wir Änderungen vorgenommen um weniger virale Videos anzuzeigen, um sicherzustellen, dass die Menschen ihre Zeit gut verbringen.Wir haben insgesamt Änderungen vorgenommen, die die verbrachte Zeit auf Facebook um etwa 50 Millionen Stunden täglich reduziert haben.“

 

Zwei Fragen:

 

(1) Hört sich das für euch wie normale Konzernsprache an? Ein Konzern, der absichtlich seine Werbeeinkünfte „für das Wohlbefinden der Menschen und für die Gesellschaft“ verringert?

 

(2) Glaubt jemand ernsthaft, dass Mark Zuckerberg sich jemals in seinem Leben um das „Wohlbefinden der Menschen und der Gesellschaft“ gekümmert hat?

 

Fast Company berichtet, dass die verbrachte Zeit auf Facebook um satte 25 Prozent zurückgegangen ist, und das in einem Ton, der wie eine Warnung klingt, die Firma sei in Schwierigkeiten, aber Zuckerberg preist tatsächlich öffentlich den Rückgang und wie gut das für die Menschheit sei. Er hat nicht nur die Zuschauerschaft drastisch beschnitten, sicher unter hohen Kosten, sondern er hat auch seine Betriebskosten massiv erhöht und extra 14.000 Leute angestellt um Fake News zu bekämpfen und diese Zahl soll bis Jahresende auf 20.000 steigen.

 

Was für ein Konzern tut so etwas? Welcher Multi-Milliarden-Dollar-Konzern mindert so drastisch seine Profite, ohne gesetzlich dazu verpflichtet zu sein und tut das noch dazu für das „Wohlbefinden der Menschen und der Gesellschaft“?

 

Diese Fragen machen deutlich, dass wir hier vor zwei Möglichkeiten stehen:

 

(1) Dass ein Techno-Plutokrat des Silicon Valley, der die Meinung politischer Dissidenten zensiert und zig Milliarden Dollar hortet, während Arme wirklich hungern, sich echt um die „Ermutigung sinnvoller Beziehungen“ und für das „Wohlbefinden der Menschen und der Gesellschaft“ sorgt. So sehr, dass er sogar seinen eigenen Profit schmälert damit das geschieht.

 

Oder

 

(2) Es geht nicht darum, den Menschen zu helfen und es geht auch nicht ums Geld. Es geht um die Ausgrenzung abweichender Stimmen als Teil der umfassenden und gut dokumentierten Allianz des Silicon Valley mit dem nationalen Sicherheitsstaat.

 

(53-Minuten-Video: „Surveillance Valley: The Rise of the Military-Digital Complex“)

 

 

Millionäre denken an Geld und Profit. Milliardäre denken an Macht und Dominanz. Zuckerberg filtert die Nicht-Massenmedien aus Facebook heraus, nicht weil es ihm um das Wohl der Gesellschaft geht, und er tut es auch nicht wegen des Geldes. Er tut es, weil er ein Oligarch im grenzenlosen neuen Imperium ist. Und es ist im Interesse des Imperiums, abweichende Stimmen zum Schweigen zu bringen.

 

Silicon Valley ist dermaßen mit den Plänen der Geheimdienste und der Verteidigungsbehörden verknüpft, dass es über den Einsatz von Überwachung und Propaganda hinausgeht und wir sehen jetzt Dinge wie Google, die für das Drohnenprogramm des Pentagons Künstliche Intelligenz (AI) herstellen. In einem Umfeld, in dem sich Geld direkt in politische Macht übersetzen lässt, ist es unmöglich, über eine bestimmte Größe hinauszuwachsen ohne zu lernen, mit den existierenden Machtstrukturen zu kollaborieren. Verteidigungs- und Geheimdienstagenturen sind im neuen Imperium die stärksten Hüter der existierenden Machtstrukturen, und sie werden entweder dich ermächtigen oder deine Konkurrenz, je nachdem wie bereit du zur Zusammenarbeit bist.

 

Mein Argument bei der ganzen Sache ist, dass die paar klarsichtigen Rebellen Facebook, YouTube und Twitter nicht dadurch töten werden indem sie sich selbst ausgrenzen und in die zerstückelten Ränder alternative sozialer Medienerzeugnisse wie Steemit, Dtube, Gab, Minds, MeWe usw zurückziehen. Genau das wollen diese Bastarde nämlich. Sie wollen uns weit weg haben von ihrer Massenherde. Sie wollen, dass wir in irgendwelche Randzirkel verschwinden, für die sie sich dann einen Namen und eine Beleidigung ausdenken. Orte, wo die ganzen Deppen hingehen. Und ganz plötzlich sieht man dann, wie die ganzen Massenmedien gleichzeitig diese Namen auf herabwürdigende und abschätzige Art benutzen („extreme Verschwörungsseite“, „randständige Medien“, wer weiß was noch) und ab da ist ihre Herde vor unserem Einfluss immunisiert.

 

Wir sollten uns absolut in die neuen sozialen Medienplattformen ausbreiten (MeWe ist gegenwärtig eine besonders vergnügliche und partnerschaftliche Seite, weil zur Zeit die Pro-Establishment-Störer noch abwesend sind), aber wir müssen uns auch im Mainstream engagieren, denn sie werden uns nicht nachlaufen. Wenn Facebook mit seinen Aktionen einen 24%igen Schwund verkraften kann, dann kann es auch die viel kleinere Gruppe der Anti-Establishment-Aktivisten verkraften, wenn die gehen.

 

Ich weiß, es ist äußerst gruselig, dass diese Silicon Valley Konzerne benutzt werden, um Informationen über uns zu sammeln. Ich weiß, es ist unglaublich frustrierend ihnen dabei zuzusehen wie sie unsere Anzahl immer weiter in die Ausgrenzung treiben. Aber der Grund, warum sie so hart darum kämpfen, uns aus ihren Massenplattformen auszusieben, ist der, dass sie uns weg haben wollen. Zu sagen „Okay, wenn ihr uns nicht haben wollt, dann gehen wir halt“, das ist keine Bestrafung, das ist eine Belohnung.

 

Caitlin Johnstone-Artikel vom 08.03.2018:

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/google-ist-teil-der-regierung/

 

Wir brauchen alternative soziale Medienplattformen, damit wir miteinander reden können, aber wir brauchen die sozialen Medienplattformen des Mainstream, damit wir unsere Informationen auch in den Mainstream transportieren können. Das Imperium ist glücklich, wenn alle Dissidenten in kleine Randgruppen marginalisiert sind und die sie dann mit ihren Schmierenkampagnen überziehen können; die Gegen-Narrative, die dem Mainstream-Westler gezeigt werden, sie sind der Sand im Getriebe der Propagandamaschine.

 

Im Gegensatz zur Schlussfolgerung aus der Ideologie der Libertären wie Ben Swann ist dies kein Problem das der freie Markt lösen kann, denn dies ist kein freier Markt. Das Spielfeld ist heftig zugunsten jener Medienerzeugnisse verschoben, die am intensivsten mit den Interessen des Imperiums zusammenarbeiten, und dort wird die Mainstream-Bevölkerung auch für absehbare Zeit bleiben. Wir können sie nicht zu Fall bringen indem wir verschwinden und ihnen einen kleinen Teil ihrer Werbeeinkünfte nehmen. Aber wir können sie so sehr frustrieren, dass sie gezwungen werden, ihren plumpen Totalitarismus immer weiter aufzudecken.

 

Indem wir die Revolution tief in die Eingeweide von Facebook, Twitter und YouTube tragen, können wir sie dazu zwingen, uns entweder reden zu lassen oder mit ihrer Zensur immer totalitärer zu werden, bis sie gezwungen sind, dem Mainstream-Amerika offenzulegen, welche Art von Bestien sie eigentlich sind. Auf alle Fälle würden wir es für sie schwieriger machen, anstatt dass wir ihren Job erledigen, indem wir uns selbst marginalisieren.

 

Der Mainstream wird uns nicht folgen wenn wir die Mainstream-Plattformen verlassen und zu den winzigen Webseiten umziehen, von denen die meisten Menschen gar nicht wissen dass sie existieren. Der Durchschnitts-Amerikaner wird nicht sagen: „Hmm, ich stelle in meinem Newsfeed einen enttäuschenden Mangel an anti-imperialistischen Ideen fest, vielleicht sollte ich mal diese Twitter-Imitation mit dem Frosch-Logo ausprobieren?“ Er wird genau da bleiben wo ihn die Propagandisten haben wollen. Da wir sie nicht herausziehen können, müssen wir zu ihnen kommen.

 

Noam Chomsky sagte, es sei die cleverste Art, Menschen passiv und gehorsam zu halten, indem man das Spektrum der akzeptierten Meinungen strikt begrenzt, aber innerhalb dieses Spektrums eine sehr lebhafte Debatte zulässt. Und genau das fabrizieren die Propagandisten mit ihren Zensur-Praktiken auf Facebook, Twitter und Google/YouTube. Das einzige Gericht auf der Speisekarte der Kabelnachrichten ist eine extrem heiße, fortlaufende Debatte, die von der orwellschen Kriegstreiberei des Konzern-Liberalismus auf MSNBC bis zur orwellschen Kriegstreiberei des Konzern-Liberalismus auf Fox News reicht. Und sie wollen, dass diese Debatte auch in den Diskussionen der Online-Medien geschehen.

 

Solange wir uns weigern, die Mainstream-Social-Media-Kreise zu verlassen, ist es so als würden Rachel Maddow und Sean Hannity jedem sagen was sie denken sollen, und ein Haufen heißblütiger Rebellen stürmt immer wieder das Studio und wirft die Schreibtische über den Haufen.

 

Bleibt bitte dort wo sie uns nicht haben wollen, solange ihr dazu in der Lage seid. Wenn ihr euch verabschiedet habt, geht dorthin zurück. Geht wieder dort hin und strahlt so hell wie ihr könnt, zieht so viele Follower wie möglich an und erzählt so viel Wahrheit wie möglich. Geht nicht weg, bis sie euch tretend und schreiend rausschmeißen.


https://www.paulcraigroberts.org/2018/03/17/war-is-on-the-horizon/

 

Krieg am Horizont

von Paul Craig Roberts, 17.03.20118

 

 

Haben Washington und sein britischer Vasall ein Testfeld errichtet, um zu prüfen ob Russland den Schneid für einen Krieg hat? Wie sonst sollen wir die Ankündigung von General Sergy Rudskoy, dem Operationschef des russischen Generalstabs, interpretieren: „Wir haben verlässliche Informationen zur Verfügung, dass US-Ausbilder in der Nähe der Stadt At-Tanf eine Reihe militanter Gruppen darin trainiert, im Süden Syriens Provokationen u.a. mit chemischen Kampfstoffen durchzuführen. Sie bereiten eine Reihe von Explosionen mit chemischer Munition vor. Diese Tat wird benutzt werden, um die Regierungskräfte zu beschuldigen. Die Komponenten zur Produktion chemischer Munition wurden bereits in die südliche Deeskalationszone geliefert, unter dem Mantel humanitärer Konvois einer Anzahl von NGOs. Die Provokationen werden von den USA und ihren Alliierten als Vorwand benutzt werden, um Angriffe auf militärische und Regierungsinfrastruktur in Syrien durchzuführen.“

 

https://www.zerohedge.com/news/2018-03-17/russia-claims-us-training-syrian-militants-false-flag-chemical-attack-justify

 

Und:

 

https://southfront.org/u-s-deploys-naval-strike-groups-for-attacks-on-syria-trains-militants-for-false-flag-chemical-attacks/

 

Und:

 

http://www.presstv.com/Detail/2018/03/17/555774/US-training-Syria-militants-for-false-flag-chemical-attacks-Russian-cmdr

 

Erwartet ja nicht, dass ihr in den völlig verrufenen presstituierten Westmedien irgendwas davon erfahrt. Sie sind ein Propagandaministerium für Krieg.

 

Die russische Regierung muss sich wieder einmal in den Arsch beißen, weil sie ihren Job in Syrien nicht beendet hat und stattdessen Washington erlaubt hat, seine Präsenz in Syrien auszuweiten, seine Söldner zu bewaffnen und auszubilden, chemische Waffen zu liefern und seine Flotte zusammenzuziehen, um syrische Streitkräfte anzugreifen, damit die nicht ihr syrisches Territorium zurückerobern können.

 

Da stellt sich die Frage: Wenn die von General Rudskoy zitierten Informationen richtig sind, was wird Russland tun? Wird Russland seine Raketenverteidigung und Luftüberlegenheit benutzen, um US-Raketen und Flugzeuge abzuschießen, oder wird Russland den Angriff akzeptieren und wieder einmal die Illegalität der Aktionen Washingtons beklagen und bei der UN protestieren?

 

 Wenn Russland den Angriff hinnimmt, dann wird Washington den Druck erhöhen. Früher oder später wird Russland nicht mehr in der Lage sein, den Druck weiter zu akzeptieren, und dann wird der Krieg ausbrechen.

 

Wenn der Krieg ausbricht, wird es ein begrenzter konventioneller Krieg sein oder wird Washington es als Ausrede benutzen, um atomare ICBMs nach Russland zu schicken? Diese Fragen müssen durch die Köpfe der russischen Führung gehen. Russland steht vor der ernsten Gefahr, dass Washingtons Fünfte Kolonne in Russland, die Atlantischen Integrationisten, jene Russen innerhalb der politischen und wirtschaftlichen Führung, die glauben, Russland müsse um jeden Preis in die westliche Welt integriert werden, dass diese Kolonne die Regierung in ihrer Unschlüssigkeit blockiert und Russland einem nuklearen Erstschlag aussetzt.

 

Bisher hat sich Russland selbst besiegt, indem es nach den Regeln der Diplomatie und der internationalen Gesetze handelte, trotz der offensichtlichen Tatsache, dass sich Washington an nichts davon hält. In der letzten Woche hat Washingtons britischer Vasall, ein Land ohne militärische oder politische Bedeutung, seine totale Verachtung für Russland und seinen Präsidenten Wladimir Putin demonstriert. Mit anderen Worten: die Beleidigung Russlands geschah durch einen einfachen Vasallenstaat des Washingtoner Imperiums. Eine angebliche Vergiftung durch ein angeblich russisches Nervengas, dessen Existenz US- und UK-Experten bezweifeln, eines unbedeutenden ehemaligen Spions und seiner Tochter wurde – ohne den Hauch eines Beweises – vom britischen Premierminister, dem Verteidigungsminister und dem Außenminister Russland angelastet.

 

Die britische Premierministerin hat Gesetze und Abkommen verletzt, die Britannien unterzeichnet hat, und hat Russland eine 24 Stunden-Frist gesetzt, um auf die Anschuldigungen zu antworten, für die keine Beweise vorgelegt wurden. Gesetze und Abkommen verlangen, dass jenes Land, das die Anschuldigungen vorbringt, die Beweise mit dem beschuldigten Land teilt und dieses danach 10 Tage Zeit hat, um die Beweise auszuwerten und zu antworten. Die britische Regierung weigerte sich, sich an die auch von ihr unterzeichneten Abkommen zu halten. Noch dazu hat der britische Außenminister Boris Johnson den russischen Präsidenten Putin persönlich attackiert, er hätte den versuchten Mord an dem unbedeutenden Spion angeordnet. Für weitere Informationen zu dem ehemaligen Spion und seine mangelnden Folgen und die Absurdität des inszenierten Ereignisses, schaut auf die Beiträge auf meiner Webseite.

 

Mit der beispiellosen Beleidigung Russlands und seines Präsidenten war er nicht zufrieden und so hat der britische Verteidigungsminister eines Landes, das überhaupt nicht die Fähigkeit hat, sich gegen Russland zu verteidigen, selbst mit der Hilfe seines Lehnsherrn, als Reaktion auf die russische Zurückweisung der durch keinen Beweis gedeckten Vorwürfe nachgelegt: „Russland soll still sein und verschwinden.“

 

Das war zu viel für das russische Verteidigungsministerium. General Igor Konashenkov antwortete:

 

Die Rhetorik einer ungehobelten Keifzange, wie sie vom Chef des britischen Verteidigungsministeriums demonstriert wird, macht seine völlige intellektuelle Impotenz deutlich. All das bestätigt nicht nur die Nichtigkeit aller Vorwürfe an Russland, die wir in den vergangenen Jahren aus London hören mussten, es bestätigt auch, dass die „Ankläger“ selbst nichts sind.“

 

Das 'große' Britannien hat sich schon seit langer Zeit nicht nur in ein kuscheliges Nest für Abtrünnige aus aller Welt verwandelt, sondern ist auch zum Umschlagplatz für alle möglichen Fake News-produzierenden Agenturen geworden: von der britischen 'syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte' bis zu den von einem britischen Geheimdienstoffizier gegründeten, pseudo-syrischen 'White Helmets'.

 

Was die rüpelhaften Worte des britischen Verteidigungsministers bezüglich Russland angeht, so scheint es, dass in Ermangelung echter Ergebnisse bei der beruflichen Aktivität die Unhöflichkeit die letzte verbleibende Waffe im Arsenal des Militärs Ihrer Majestät ist.“

https://thesaker.is/official-russian-reply-to-the-british-shut-up-and-go-away/

 

Man beachte die totale Zurückweisung eines „Groß“-Britanniens als militärische und politische Macht durch das russische Verteidigungsministerium. Vom Standpunkt des russischen Militärs aus ist Washingtons britischer Vasallenstaat eine totale Null. Das deutet darauf hin, dass sich das russische Militär auf Washington fokussiert und es den Agenten Washingtons in russischen Regierungs- und Wirtschaftskreisen wahrscheinlich nicht erlaubt wird zu versuchen, Russland durch Unentschlossenheit bloßzustellen.

 

Vielleicht werden sich die Russen dazu entscheiden, dass es höchste Zeit wird, ihre überlegenen militärischen Fähigkeiten zu demonstrieren und sie nicht nur US-Raketen und Flugzeuge aus dem Spiel nehmen, sondern auch ihre Flotte, von der aus die Angriffe gestartet werden. Und gleichzeitig die nuklearen Streitkräfte in den höchsten Alarmzustand zu versetzen. Was würde Washington dann tun? Kann eine Regierung, die sich aus Stänkerern zusammensetzt, die von ihrer Überheblichkeit besoffen sind, zu einer vernünftigen Entscheidung kommen, oder würden diese Leute, die so arrogant sind, dass sie sich als „außergewöhnlich“ und „unersetzlich“ bezeichnen, die Welt zum Tode verurteilen, einschließlich der Pflanzen, der Tiere, der Vögel und aller Kreaturen, die keine Ahnung haben, was für mörderische Geisteskranke die westliche Welt regieren?

 

Es gibt keine größere Bedrohung für das Leben auf der Welt als Washington. Washingtons Entschlossenheit zur Zerstörung allen Lebens auf der Erde einzudämmen, das ist die größte Herausforderung vor der die Menschheit steht. Wenn wir scheitern, dann werden wir alle sterben, jeder von uns und alle Geschöpfe.

 

Trotz Russlands militärischer Überlegenheit stellt die Humanität der russischen Regierung einen Nachteil dar, da es in Washington keine Sorge um die Humanität gibt.

      


https://theduran.com/anatomy-american-propaganda-takes-name/

 

Die Anatomie der amerikanischen Propaganda:

Alles was es braucht ist ein Name

 

von Seraphim Hanisch, 17.03.2018

 

Es hieß mal: „Wir berichten. Sie entscheiden.“ Aber wenn es um Russland geht, so trifft das heute nicht mehr zu.

 

Bitte versteht mich nicht falsch. Meine persönliche Ansicht über Fox News ist eigentlich unter den amerikanischen Massenmedien am höchsten. Zu ihrer großen Ehre waren sie zum Kandidaten und jetzigen Präsidenten Donald Trump sehr gerecht und sie zeigen in aller Regel bei der Darbietung aus einer konservativen Sicht ein gutes Maß an Fähigkeiten – solange es die Innenpolitik betrifft.

 

Aber sobald es um Berichte über den Rest der Welt geht, sind sie Versager. Und wenn sie gar über Russland berichten, oder im besonderen über Präsident Wladimir Putin, hüllt sich dieser ehrwürdige Sender in eine sehr falsche Rhetorik, oder er glaubt gar daran. Und das amerikanische Volk glaubt leicht daran, und das alles mit Hilfe eines sehr einfachen Werkzeugs. Bevor ich mehr erkläre, lasst uns einen Text über die kommende russische Präsidentenwahl betrachten, die am Sonntag, dem18. März stattfindet. Natürlich geht es um den Kandidaten/Präsidenten Putin, und um der Kürze willen habe ich alles weggelassen, was für mein Argument nicht unbedingt nötig ist. Ihr könnt euch aber hier das ganze Stück auf deren Webseite ansehen, das hilft bei der Überprüfung meiner Sichtweise, ob ich voreingenommen bin:

http://www.foxnews.com/opinion/2018/03/16/why-russias-elections-matter-so-much-to-putin-hint-its-not-what-think.html

 

Die bevorstehende russische Präsidentenwahl ist für Präsident Wladimir Putin von entscheidender Bedeutung. Das erscheint seltsam, da das Ergebnis nicht in Frage steht (ich verrate es: Putin wird gewinnen). Aber trotzdem, die Wahl bedeutet viel – und sie sollte es auch für uns tun.

 

Das Ausmaß des Sieges, die Zahlen und die Demographie jener Russen, die wählen, und wie manipuliert die Wahl wahrgenommen wird, all das ist für Putins weitere Stabilität und Macht von Bedeutung. Zum Einen braucht Putin eine breite Unterstützung der Wähler, entweder um die Regeln so zu ändern, dass er unendlich an der Macht bleiben kann oder um einen anderen sicheren Weg zu finden, um am Ende seiner Amtsperiode sicher ausscheiden zu können. Er wird unter der gegenwärtigen Verfassung der Russischen Föderation 2024 nicht mehr als Präsident kandidieren können...

 

Natürlich haben die Russen bei dieser Wahl sowieso keine echte Wahl, da der Kreml brauchbare Opposition an der Teilnahme gehindert hat. Nur zu gewinnen ist für Putin nicht genug. Er muss die selbe populäre Unterstützung wie bei der letzten Wahl erhalten, wenn nicht mehr. Ein schlechteres Ergebnis bei seinem unvermeidlichen Sieg oder die Wahrnehmung, dass er für ein gutes Ergebnis tricksen musste, könnte seine Kontrolle untergraben.“

 

Mit „brauchbarer Opposition“ meint die Autorin dieses Textes Alexey Navalny. Herr Navalny wurde von der Präsidentenkandidatur ausgeschlossen, weil er Straftaten begangen hat. Diese Tatsache bestreitet er, aber man sollte auch anmerken, dass dieser Aktivist und Jurist auch für das Bürgermeisteramt in Moskau kandidiert und verloren hat, mit 27% gegen 51% von Sergey Sobyanin. Man sollte ferner anmerken, dass Herr Sobyanin, der zwar Putins Wahl ist, aus einem Grund gewählt wurde – er ist ein hervorragender Verwalter. Moskau wurde auf erstaunliche Art und Weise modernisiert und aufgepeppt, und es ist ganz offensichtlich, dass hier ein effektive Führung am Werk ist. (Ich lebe in Moskau, ich sehe all das was passiert.)

 

Zurück zu unserem Text:

 

Ein weiteres Thema ist die Massenpsychologie seiner Herrschaft der Stärke. Die meisten Russen denken, dass die meisten Russen Putin unterstützen. Sein eigener Apparat unterstützt ihn zum Teil deswegen weil sie glauben, dass ihn die russische Bevölkerung in großem Ausmaß unterstützt. Putin kann nicht zulassen, dass dieser Glaube untergraben wird.

 

Erstaunlicherweise kümmert sich Putin auch um die wahrgenommene Legitimität der Wahl. Demokratie bleibt ein zentraler Punkt in Putins politischer Selbstdefinition und ist der Kern seiner Ideologie, trotz der andauernden Propagandakampagne gegen die Fehler der westlichen Demokratien.

 

Die Ironie ist, dass die meisten Russen Putin ohnehin wählen würden, trotz der Erkenntnis über die politischen Fehler des Regimes und die Grenzen ihrer bürgerlichen Freiheiten.

 

Viele nehmen Putin als den Garanten für die wirtschaftliche Stabilität Russlands und den Nationalstolzes wahr. Die Mehrzahl der Russen erinnert sich an die schrecklichen 1990er – eine Periode brutaler Armut, schwacher Regierung, sozialem Zerfall und politischer Ungewissheit.“

 

Es gibt hier in Russland keine ausdrücklichen Grenzen für bürgerliche Freiheiten, von denen ich speziell gehört hätte. Die Meinungsfreiheit ist hier ein sehr hoch geachtetes Gut und ich höre jede Menge Zynismus, aber keine Gerede von „Er unterdrückt uns!“ oder so.

 

Aus historischer Sicht waren die Russen oft bereit, bürgerliche Freiheiten aufzugeben, wenn sie damit sicherstellten, dass sie nicht in eine Instabilität zurückfallen. Dieses Phänomen ist in vielen post-diktatorischen Staaten üblich, wenn die Wirtschaftspolitik ihre Bevölkerung zurück in die Autorität treibt.“

 

Das ist ein reine Propaganda, die bei den Amerikanern Erfolg hat, die sich nur an die Schatten der Unterdrückung unter dem Kommunismus der Sowjetunion erinnern. Die meisten Amerikaner haben keine Vorstellung davon, wie das Land jetzt aussieht, und sie wären überrascht zu erfahren, dass die Worte unserer Autorin überhaupt kein Thema sind.

 

Putin verstärkt auch das Bedürfnis für eine Festigung der russischen nationalen Identität und füllt das dann auf. Seine Propagandamaschine spielt die Erniedrigung Russlands in den 1990ern hoch und die historische Größe. Putin bietet eine Quelle des Nationalstolzes, besonders bei den älteren Generationen, mit militärischen Abenteuern, die in Syrien und der Ukraine „den Terrorismus eliminieren“, die „westliche Scheinheiligkeit“ bekämpfen und die russische Streitmacht stärken.“

 

Das ist nach meiner Einschätzung eine Mischung aus Wahrheit und Fälschung. Was gewiss stimmt ist die Feststellung, dass die russische nationale Identität sehr stark ist. Im Gegensatz zu der „Amerika ist schuldig“-Rhetorik der Obama-Jahre und verglichen mit der Zeit eines großen Nationalstolzes in den USA während der 1970er bis in die 1980er, ist der Nationalstolz in Russland eine einigende und zusammenschweißende Kraft. Und es ist ein ziemlich ehrliches Phänomen. Mitanzusehen, wie sich dieses Land mit so einer stillen Entschlossenheit und erfolgreich wieder aufgebaut hat, das ist wirklich erstaunlich. Was die Sache mit Syrien anbelangt, so folgt Russland dem internationalen Recht. Ob richtig oder falsch, Syrien hat um ihre Hilfe gebeten. Die Amerikaner befinden sich dort illegal. Die Syrer wollten sie nie dort haben und die amerikanische Allianz mit AlQaeda verbündeten Gruppen ist eines der erstaunlichsten Beispiele für Scheinheiligkeit in der Geschichte Amerikas. Jeder der 9/11 miterlebt hat, wäre entsetzt wenn er das wüsste.

 

Viele Russen sehen die Ukraine beispielsweise als chaotisch an und dass sie in die Armut der 1990er abrutschen, ohne deutlichen Vorteil. Fast zwei Jahrzehnte lange Propaganda-Märchen über das US-Versagen bei Demokratie im Irak, in Libyen und Afghanistan haben diese Wahrnehmung ebenfalls verstärkt.“

 

Die Ukraine IST in die Armut zurückgerutscht. Die Währung des Landes ist nahezu wertlos. Sogar die BBC bemerkt die ernste Lage. Auch wenn dieser Bericht aus dem Jahr 2014 stammt – jüngste persönliche Berichte über das dortige Leben zeigen keine großen Fortschritte...außer man ist dort ein Politiker, der korrupt ist, auf ausschweifende Reisen geht und für sich Paläste errichten lässt. (Beide Seiten haben dabei schlecht agiert, und das geht so weiter.)

 

Viele junge Menschen in Russland erinnern sich nicht an die 1990er und springen nicht auf den Putin-Zug „Stabilität und Stolz“ auf. Die allgemeine wirtschaftliche Lage ist zwar nicht so schlimm wie in den mageren 90ern, aber sie ist auf einer negativen Talfahrt.“

 

Dass ist total und komplett falsch. Sorry, das ist nicht meine Meinung. Es ist die Einschätzung der Weltbank. Die russische Wirtschaft wächst und ist ziemlich stabil. Die Inflation wurde wieder auf 4,5% gesenkt...

 

 

Darüber hinaus haben Sanktionen, die nach der russischen Einmischung in die US-Wahlen wieder aufgelegt wurden, Putins innersten Zirkel aus Unterstützern aufs Korn genommen und haben negative ökonomische Auswirkungen auf ausländische Investitionen. Folglich stellt sich eine beträchtliche Zahl an Russen die Frage, ob der hohe wirtschaftliche und menschliche Preis von Putins ausländischen Abenteuern gerechtfertigt ist.“

 

Und wieder die alte Leier mit der Einmischung in die Wahlen. Diese Lady aus Florida hat die beste Antwort, die ich je zu dieser alten Story gehört habe: 

 

Nun, das war der größte Teil dieses Artikels. Und womit verkauft die Autorin so vielen Amerikanern die Wahrhaftigkeit der Meinung?

 

Mit ihrem Namen.

 

Nataliya Bugayova. Schöner slawischer Name, daher muss sie Expertin für Russland sein. Das ist jedoch nicht sehr vernünftig, wenn man die restlichen Informationen über sie betrachtet, geliefert von Fox News:

  

Nataliya Bugayova ist Development Direktorin beim Washingtoner Insitute for the Study of War, wo sie über Russlands globalem Einfluss forscht. Zuvor war sie CEO bei der Kyiv Post und diente nach der demokratischen Revolution 2014 in der ukrainischen Regierung.“

 

Unsere Autorin ist also mit Washington DC verknüpft und arbeitete für eine Kiewer Zeitung in der Ukraine. Und DAZU NOCH in der Regierung der Ukraine nach dem EuroMaidan. Sie ist voreingenommen.

 

Nun, es ist nichts falsch daran, ein Stück zu schreiben in dem sie ihre Wünsche ausdrücken kann. Und man muss Fox zugute halten, dass es als „Meinungs“-Beitrag gekennzeichnet ist. Aber es gibt ganz offensichtlich keinen Beitrag zur Unterstützung von Herrn Putin, oder wo eine Sicht auf Russland von innen wiedergegeben wird. Oder die von vielen Diskussionen über das Leben unterstützt wird, mit Menschen, die Bürger sind.

 

Ein ideales, intellektuell ehrliches amerikanisches Medienerzeugnis sollte diesen Standpunkt einnehmen. Fox News hatte einmal einen großen Untertitel: „Wir berichten, Sie entscheiden.“

 

Aber hier wird der Sender der Sache nicht gerecht, und das ist eine Schande.

     


 

https://www.zerohedge.com/news/2018-03-16/syrian-war-dummies-three-versions

 

Syrien-Krieg für Dummies – Drei Versionen

 

von Tyler Durden, 16.03.2018

 

 

Da sich die Ghouta-Kampagne weiter ausbreitet, dürfen wir erwarten, dass uns Politiker und Massenmedien – in den Worten des Philosophen und Theologen Reinhold Niebuhr – „die nötigen Illusionen und emotional mächtigen grobe Vereinfachungen“ liefern. Sie sollen unsere Wahrnehmung der Ereignisse formen.

 

Es versteht sich von selbst, dass solche „emotional mächtigen groben Vereinfachungen“ zu Syrien die vorherrschende Anschauung geformt haben, mit der die amerikanische Öffentlichkeit über die letzten sieben Jahre ihre Informationen erhalten hat. Von den Vertretern des Außenministeriums, den Experten der Think Tanks, der Achse Graham/McCain bis zu den CNN-Gästen, der Neokon-Twitteria und den ganzen üblichen Interventionisten, die alles in ihr manichäisches Gut gegen Böse, Dunkelheit gegen Licht, blutrünstiger Tyrann gegen edles Volk tauchen – sieben Jahre lang mussten wir zu Syrien einen ständigen Strom aus Propaganda ertragen.

 

 

Diese Weltsicht hat der BBC-Filmemacher Adam Curtis akkurat als ein „die Guten und die Bösen“ beschrieben, eine dualistische Vision globaler Ereignisse, die die Öffentlichkeit im Westen in der Illusion hält, dass ihre politischen Führer ständig von der Sorge über Menschenrechte angetrieben werden, von der Verteidigung der Schwachen und Unterdrückten, und dass sie die Demokratie gegen die unaufgeklärten und größenwahnsinnigen Diktatoren auf der Welt verteidigen, die einfach nur ihre eigenen Völker misshandeln wollen.

 

Curtis von der BBC schlussfolgert über die „humanitären“ Kriege, die auf die Welle des sogenannten „Arabischen Frühlings“ folgten (insbesondere in Libyen und Syrien):

 

Die Frage im Kern dieser ganzen Story lautet – Wer war der Bauchredner? Und wer die Puppe? Waren wir möglicherweise die Puppe? Indem wir zugelassen haben, dass das Wahrnehmungsmanagement mit seinen Vereinfachungen, Fälschungen und Übertreibungen eine simplifizierte Sicht auf die Welt geschaffen hat – sind wir in ein falsches Universum aus Gewissheit gefallen, während wir in Wirklichkeit nur einem Pantomimen zugesehen haben.

 

Und da sich jetzt der Arabische Frühling ausbreitet und das wahre Chaos und die Unordnung der realen Welt enthüllt – vor allem der Horror der Ereignisse in Syrien – sehen wir uns völlig unfähig, das zu verstehen oder gar zu wissen was man tun soll. Daher werden diese Geschichten ignoriert, während wir andere mit klareren und einfacheren Dramen verfolgen, wo es anscheinend die offensichtlichen Guten und Bösen gibt – dankt Gott für den Iran, Nordkorea und Jimmy Savile.

 

Obwohl der Syrien-Krieg fast zu Ende ist, verstehen viele Amerikaner immer noch nicht, was in den letzten sieben Jahren geschah, denn das Mainstream-Märchen war eine beschämende Mischung aus Propaganda, Halbwahrheiten und Lügen.

 

Es folgen drei Versionen des Konflikts, so wie sie von Chris Kanthan bei Sott.net präsentiert werden:

https://www.sott.net/article/377588-Syrian-War-for-Dummies-Three-Versions

 

 

Hier werden drei Versionen präsentiert und der Leser kann sich jene aussuchen, die für ihn den meisten Sinn ergibt.

 

Die Disney-Version

 

Es war einmal vor langer Zeit, da wurde ein Land namens Syrien von einem brutalen Diktator regiert, Bashar al-Assad. Er war ein grausamer Mann, der sein eigenes Volk vergaste. Seine Taten haben in Syrien einen Bürgerkrieg ausgelöst. Amerika und Europa haben ihr bestes getan um den zerstörerischen Bürgerkrieg aufzuhalten, und sie haben sogar bereitwillig viele syrische Flüchtlinge aufgenommen. Schließlich marschierte Amerika in Syrien ein, hat ISIS besiegt und versucht jetzt, wieder Stabilität herzustellen.

 

Die obige Version ist bei vielen Amerikanern, Europäern und den westlichen Massenmedien ziemlich populär.

 

 

Die Gymnasium-Version

 

Das syrische Volk, unterdrückt durch Assads brutales Regime, verlangte nach Freiheit und Demokratie. Eines Tages fingen Menschen in einer kleinen Stadt an zu protestieren. Als Antwort darauf tötete Assad viele friedliche Demonstranten. Dieser Schuss ging jedoch nach hinten los und das ganze Land versank in Demonstrationen. Bald brach ein Bürgerkrieg aus, der zu Millionen Flüchtlingen aus Syrien führte.

 

Amerika war angewidert und entschied sich aus humanitären Gründen jenen Syrern zu helfen, die gegen Assad kämpften. Als Assad sein eigenes Volk vergaste, da schritt Amerika ein und beseitigte all seine chemischen Waffen. Unglücklicherweise schaffte es Assad nach ein paar Jahren wieder unschuldige Zivilisten zu vergasen. Dann marschierte Amerika in Syrien ein, besiegte ISIS und versucht jetzt, wieder Stabilität herzustellen.

 

Die obige Version wird in den meisten globalen Massenmedien präsentiert.

 

 

Die Hochschul-Version

 

Kurz gesagt ist der syrische „Bürgerkrieg“ ein illegaler Stellvertreterkrieg gegen Syrien. Unter Missachtung internationaler Gesetze haben viele Länder in den vergangenen sieben Jahren Waffen und terroristische Söldner nach Syrien geschickt (wer mehr darüber erfahren will, wer Assad stürzen will und warum, der lese bitte meinen Artikel „Chaos in Syrien: Teil 1 – Drei Motive und sieben Länder“).

https://www.nationofchange.org/2016/01/26/chaos-in-syria-part-i-3-motives-and-7-countries/

 

 

2011

 

Anfang 2011 haben Spezialkräfte der USA und Großbritanniens eine jordanische Militärbasis benutzt um in einer Grenzstadt namens Daraa Proteste gegen Assad zu organisieren. Mit den Organisationstalenten der Moslem-Bruderschaft und den gefüllten Taschen der Saudis haben sich die Proteste über ganz Syrien verbreitet. Bald wurde von den äußeren Kräften eine organisierte und bewaffnete Miliz geschaffen, bekannt als Frei Syrische Armee (FSA).

 

Nach dem Sturz von Gaddafi Ende 2011 haben das US-Außenministerium und US-Geheimdienste die Verschiffung von Tonnen von tödlicher Waffen organisiert, etwa Stinger Raketen und Sarin-Gas aus dem zerstörten Libyen nach Syrien, über die Türkei. Trotz dieser ganzen Hilfe konnte die amerikanische Stellvertreter-Truppe namens FSA den Krieg nicht gewinnen. An diesem Punkt wollten die NATO und die Neokons Syrien bombardieren, aber Russland und China haben bei der UN ihr Veto dagegen eingelegt. Somit trat der imperiale Krieg der Täuschung in die nächste Phase ein.

 

2012

 

Anfang 2012 hat jemand AlQaeda angerufen (in Regierungsdokumenten werden die als AQ oder AQI bezeichnet). Zawahiri, der Top-Leader von AQ, rief um Hilfe und erfahrene islamistische Terroristen strömten aus der ganzen Welt nach Syrien, über die saudische internationale Rekrutierungsagentur für Dschihadisten. Außenministerin Hillary Clinton erhielt von ihrem Chefberater eine Email in der es heißt „AlQaeda ist auf unserer Seite“.

 

AlQaeda hat sich in al Nusra umbenannt und furchteinflößende Waffen wie Granatwerfer, Mörser, Panzer und Panzerabwehrraketen begannen über die Türkei und Jordanien nach Syrien zu strömen.

 

 

Die CIA gab für das Training eines jeden Rebellen $100.000 aus. Milliarden Dollar der amerikanischen Steuerzahler wurden wieder einmal verschwendet, für die gleiche terroristische Gruppe, die am 11.9. die USA angegriffen hat.

 

Beim Betrachten der westlichen Medien konnte eine normale Person keine Ahnung haben, dass wir AlQaeda unterstützten oder wie schwer bewaffnet diese „Rebellen“ waren.

 

Westliche Medien und Politiker hielten sich auch an ihre Stichwörter und bezeichneten diese ganzen Kämpfer als „gemäßigte Rebellen“. Jedoch sind viele von denen brutale Islamisten, die Selbstmordattentäter benutzen, sogar Kinder enthaupten und unaussprechliche Gräueltaten begehen. Sie sind auch religiöse Fanatiker, die Christen und Schiiten suchen und töten. Ich beschreibe das detailliert in meinem Buch „Deconstructing tthe Syrian War“.

 

Ein Memo des Pentagon warnte vor dieser rücksichtslosen Politik und sagte exakt den Aufstieg solcher Gruppen wie ISIS voraus. Offensichtlich wurde das Memo vom Weißen Haus und anderen Offiziellen ignoriert.

 

2012 war auch das Jahr in dem die Flüchtlingskrise zu einem ernsten internationalen Problem wurde. Am Ende des Jahres waren fast 200.000 Menschen aus Syrien geflohen. In den kommenden Jahren stieg das auf fünf Millionen an.

 

2013

 

Als FSA und AQ damit scheiterten, Assad zu verjagen, da begannen die da oben damit, sunnitische Extremisten aus dem Irak zu rekrutieren. Im April 2013 war die offizielle Geburtsstunde von ISIS. Im folgenden Jahr haben dies barbarischen Söldner einen Großteil von Ostsyrien besetzt.

 

 

Es war auch das Jahr, in dem Obamas rote Linie überschritten wurde – der Einsatz von chemischen Waffen durch Assad. UN-Experten, die zu dem Ort kamen, fanden heraus, dass es in Wirklichkeit die Rebellen waren, die wahrscheinlich chemische Waffen einsetzten. Der Bericht wurde von der westlichen Propagandamaschine rasch abgewürgt.

 

2014-2016

 

Die nächsten beiden Jahre waren nur Wiederholungen der täglichen Kriegsbrutalität und ISIS machte im Osten riesige Geländegewinne. Wann immer die Rebellen an eine Niederlage kamen, wurden entweder mehr Waffen eingeflogen oder Israel flog nach Syrien und bombardierte die syrische Armee.

 

Ende 2015 ersuchte die syrische Regierung Russland um Hilfe. Innerhalb eines Monats schwächte die russische Luftwaffe ISIS, indem sie die meisten Tankfahrzeuge zerstörten, die ISIS zum Abtransport des Erdöls in die Türkei benutzte. Bis Ende 2016 hatte die syrische Regierung die Oberhand – Alleppo war aus den Händen von AlQaeda befreit und ISIS ging das Geld und die Moral aus.

 

 

2017

 

2017 wurde zu einem großartigen Jahr für Assad. Bis zum März hatte ISIS über 300 Städte an die syrische Armee verloren.

 

AlQaeda stand vor einer ähnlichen Niederlage und verlor eine große Stadt nach der anderen.

 

Darüber hinaus hatte Trump im Februar die Bewaffnung der Rebellen gestoppt. Ende März ließen Trump und Tillerson ihren Slogan „Assad must go“ fallen.

 

Schließlich bereitete sich Assad auf eine EU-UN Friedenskonferenz am 4.-5. April vor.

 

In dem Moment – als sich die Ereignisse zugunsten der syrischen Regierung entwickelten – kam es zu den angeblichen Chemieattacken in von den Rebellen kontrolliertem Gebiet in der Provinz Idlib. Und es geschah exakt an jenem Tag an dem die Friedenskonferenz begann.

 

Ohne jede Untersuchung, nur Stunden nachdem die Bilder und Videos erschienen waren, haben westliche Kriegstreiber erklärt, Assad sei dafür verantwortlich. Es wurden keine unabhängigen Doktoren oder Experten an den Ort geschickt. Jeder der sich die Zeit nahm, die Situation kritisch zu analysieren, konnte erkennen, dass der Chemie-Angriff entweder eine Fälschung oder eine False Flag war.

 

2018

 

Nachdem Russland ISIS wirkungsvoll besiegt hatte, da sind die USA nicht einfach aus Syrien abgezogen, denn das wahre Ziel ist es, Syrien zu balkanisieren und einen Krieg gegen den Iran vorzubereiten. Daher versuchen die Globalisten jetzt die Kurden als Stellvertreter-Werkzeug dafür zu benutzen. Es sit möglich, dass die USA für lange Zeit Militärbasen in Syrien haben werden. Solange sich die US-Regierung weiterhin Geld leihen kann, werden diese wilden Abenteuer weitergehen.

 

Auf ihrer Jagd nach hegemonialen geopolitischen Zielen säen die Eliten weiter Chaos auf der ganzen Welt und beschädigen den westlichen moralischen Kompass irreparabel. Die Regel der globalen Mafia scheint zu lauten: Wenn ihr nach unseren Regeln spielt, dann sind wir nett zu euch. Wenn nicht....

 

Das sind die drei Versionen über den syrischen Bürgerkrieg. An welche davon werden die Amerikaner glauben?

 

 

P.S.: Wer zum Syrien-Konflikt eine Doktorarbeit schreiben will, der möge die folgenden Links lesen:

 

a. 1956: Ein CIA-Plot zum Sturz der syrischen Regierung

http://us-foreign-policy-perspective.org/index.php?id=328

 

b. 1983: Ein CIA-Dokument über Pläne, Syrien zu vernichten, damit sie keine Ölpipeline bauen

https://www.cia.gov/library/readingroom/docs/CIA-RDP88B00443R001404090133-0.pdf

 

c. 1986: Ein CIA-Dokument darüber, wie man die Moslem-Bruderschaft benutzt, um einen Religionskrieg in Syrien anzuheizen (Sunniten gegen Schiiten)

https://www.cia.gov/library/readingroom/docs/CIA-RDP86T01017R000100770001-5.pdf

 

d. 2001: Wesley Clarke erzählt, dass die USA 7 Länder in 5 Jahren ausschalten werden (Libyen, Syrien etc.)

https://www.youtube.com/watch?v=9RC1Mepk_Sw

 

e. 2005: In einem CNN-Interview sagt Christiane Amanpour Assad, dass die westlichen Regierungen einen Regimewechsel in Syrien planen.

 (Anm.d.Ü.: Video nicht verfügbar)

 

f. 2006: Depesche des Außenministeriums: Detaillierte Diskussionen über verschiedene Strategien für einen Regimewechsel in Syrien.

https://wikileaks.org/plusd/cables/06DAMASCUS5399_a.html

 

g. 2009: Email des Außenministeriums: Saudi Arabien ist besorgt, dass sich ein schiitischer Halbmond in einen Vollmond verwandeln könnte (das bezieht sich auf eine mögliche Koalition Iran-Irak-Syrien-Libanon)

https://wikileaks.org/plusd/cables/09RIYADH445_a.html

 

h. 2009: Depesche des Außenministeriums: Saudi Arabien ist die Quelle Nummer Eins bei der weltweiten Finanzierung von Terrorismus

https://wikileaks.org/plusd/cables/09STATE131801_a.html

 

i. 2012: Email des Außenministeriums: Eine Eroberung Syrien bedeutet eine Schwächung des Iran und das ist wichtig für Israel

https://wikileaks.org/clinton-emails/emailid/18328

 

j. 2012: Email des Außenministeriums: Man benutze Saudi Arabien, Katar und die Türkei zur Bewaffnung/Ausbildung von Rebellen

https://wikileaks.org/clinton-emails/emailid/18328

 

k. 2014: Hillary Clinton gibt in einer Email zu, dass Saudi Arabien und Katar ISIS finanzieren.

https://wikileaks.org/podesta-emails/emailid/3774

 

l. 2015: Joe Biden sagt, dass Saudi Arabien und Katar AlQaeda in Syrien finanzieren.

https://www.youtube.com/watch?v=SOf7jzc7faY

 

m. 2016: John Kerry erklärt in einer geleakten Audioaufzeichnung, wie die USA die Opposition trainiert/bewaffnet haben und darauf hoffte, ISIS dazu zu benutzen, Assad zu Verhandlungen zu zwingen.

https://www.youtube.com/watch?v=JdVa5qoh_80

 

n. Der israelische Mossad-Chef gibt zu, dass sie AlQaeda helfen und sagt, dass käme, weil AlQaeda Israel nie angreift.

https://www.facebook.com/RethinkingSociety/videos/958429187644729/

 

 

 

 

Über den Autor: Chris Kanthan ist der Autor des neuen Buchs „Deconstructing the Syrian War“. Chris lebt in der San Francisco Bay Area, hat 35 Länder bereist und schreibt über Weltgeschehnisse, Politik, Wirtschaft und Gesundheit. Ein weiteres Buch von ihm heißt „Deconstructing Monsanto“. Folgt ihm auf Twitter: @GMOChannel


 

http://www.informationclearinghouse.info/48967.htm

 

Wenn man sich mit einem Bären abgibt, dann ist Überheblichkeit selbstmörderisch

 

vom Saker, 15.03.2018

 

 

Angenommen, die Menschheit findet in der näheren Zukunft einen Weg, sich nicht selbst zu zerstören und angenommen, dass es im 22. und 23. Jahrhundert noch Historiker gibt, dann werden sie mit Sicherheit das AngloZionistische Imperium erforschen und diese vier Charakteristika als Haupteigenschaften identifizieren: Lügen, vorsätzliche Ignoranz, Scheinheiligkeit und Hysterie. Um meinen Standpunkt zu verdeutlichen, werde ich den „Skripal Nervengas-Anschlag“ verwenden, denn die Story umfasst all diese Charakteristika.

 

Ich werde mir hier nicht die Mühe machen, den offiziellen Schwachsinn zu entkräften, denn andere haben bereits ganze Arbeit geleistet, auf die Idiotie des offiziellen Märchens hinzuweisen. Wenn du wirklich glauben kannst, dass „Putin“ (das ist gegenwärtig die allgemeine Bezeichnung für das böse Reich von Mordor, das zur Zeit die gesamte westliche Zivilisation bedroht) die Ermordung eines Mannes angeordnet hat, der von einem russischen Militärgericht zu nur 13 Jahren Zuchthaus (im Gegensatz zu lebenslänglich oder Todesstrafe) verurteilt wurde und der dann bei einem Gefangenenaustausch mit den USA freikam, wenn du das glaubst, dann kannst du sofort zu lesen aufhören und wieder TV glotzen. Ich persönlich habe weder die Energie noch die Absicht, eine so offenkundig absurde Theorie überhaupt zu diskutieren.

 

Nein, aber ich werde diese Story als perfekte Veranschaulichung verwenden, in welcher Art von Gesellschaft wir jetzt leben, aus moralischer Sicht. Ich habe begriffen, das wir in einer weitgehend Werte-freien Gesellschaft leben, in der moralische Normen durch ideologische Rechtgläubigkeit ersetzt wurden, aber das ist nur ein weiterer Grund für mich, über das zu schreiben was passiert und ich werde mich exakt auf die moralische Dimension der gegenwärtigen Ereignisse konzentrieren.

 

Lügen und die unverfrorene Leugnung der Realität:

 

2015 veröffentlichte ich den Artikel „Eine Gesellschaft sexuell frustrierter Pinocchios“ und schrieb dort:

 

Ich sehe eine direkte Ursache-Wirkung Beziehung zwischen der Leugnung moralischer Realität und der Leugnung physischer Realität. Ich kann das natürlich nicht beweisen, aber hier ist meine These: Fast vom ersten Tag der frühen westlichen Zivilisation an hat sie sich bei der Wahrheit sozusagen die Freiheit genommen, sie zu verbiegen, anzupassen, zu beschönigen und so zu verpacken, dass sie der ideologischen Agenda der Zeit diente. Das war noch nicht der volle und dreiste Relativismus des 19. Jahrhunderts, aber es war ein wichtiger erster Schritt. Mit „Grundsätzen“ wie „der Zweck heiligt die Mittel“ und der umfassenden Verletzung der 10 Gebote, alles „zum größeren Ruhm Gottes“, richtete sich die westliche Zivilisation in dem Gedanken ein, dass es keine echte, objektive Wahrheit gebe, sondern nur die subjektive Wahrnehmung oder gar Darbietung, die eine einzelne Person davon hat. Schneller Vorlauf, etwa zehn Jahrhunderte oder so später, und wir landen im modernen „Gayropa“ (wie Europa jetzt oft in Russland genannt wird): Nicht nur wurde Gott für „tot“ erklärt und alle Vorstellungen über richtig und falsch als „kulturell“ abgetan, sondern es wurde jetzt auch die objektive Realität von politischer Zweckmäßigkeit und von ideologischen Befehlsnormen abhängig gemacht.

 

Dann habe ich George Orwell zitiert um daran zu erinnern, wie er das „Doppeldenk“ in seinem Buch 1984 definierte:

 

Zu wissen und nicht zu wissen, sich der vollkommenen Wahrhaftigkeit bewusst zu sein, während man sorgfältig konstruierte Lügen erzählte, gleichzeitig zwei sich einander ausschließende Ansichten zu vertreten, von denen man weiß, dass die sich widersprechen und an beide zu glauben, die Logik gegen die Logik ins Feld zu führen, die Moral zu verleugnen und gleichzeitig Anspruch darauf zu erheben … Bewusste Lügen zu erzählen und wahrhaftig an sie zu glauben, jede unbequem gewordene Tatsache zu vergessen, um sich bei Bedarf wieder daran zu erinnern; die Existenz einer objektive Realität zu leugnen und die ganze Zeit über die von einem geleugnete Realität einzukalkulieren...“

 

Und er schließt mit den Worten: „Die notwendige Folge dieser Geisteshaltung ist, dass nur der Schein eine Rolle spielt, nicht die Realität.“

 

Und genau das beobachten wir: nicht nur bei der dämlichen Skripal Nervengas-Story, sondern auch bei dem übrigen russophoben Unsinn , den die Propagandamaschine der AngloZionisten hervorbringt, darunter der „Litwinenko Polonium Mord“ und die „Juschtschenko Dioxin-Vergiftung“. Die Tatsache, dass weder Nervengift, noch Polonium oder Dioxin irgendwie effektive Mordwerkzeuge sind, das spielt keine Rolle: eine einfache Erschießung im Vorbeifahren, ein Erdolchen auf der Straße, oder noch besser ein „Unfall“ sind leichter zu arrangieren und unmöglich nachzuverfolgen. Außergewöhnliche Mordmethoden werden eingesetzt, wenn man dem Ziel schwer oder gar nicht beikommen kann (so wie im Fall Ibn al-Khattab, für dessen Ermordung die Russen gerne die Verantwortung übernommen haben; so könnte es auch beim Todesfall von Yassir Arafat gewesen sein). Aber die beste Art jemanden zu ermorden ist: man lässt den Leichnam einfach verschwinden, was eine nachfolgende Ermittlung nahezu unmöglich macht. Schließlich kann man eine Ermordung auch in Auftrag geben, z.B. als die CIA versuchte und dabei scheiterte, den Groß-Ayatollah Mohammad Hussain Fadlallah ermorden zu lassen, indem man den Bomben-Auftrag an örtliche „christliche“ Verbündete abgab, wobei über 80 unschuldige Menschen ums Leben kamen. In Großbritannien gibt es jede Menge gewöhnlicher Verbrechen, und Skripal auszurauben und abzustechen wäre wahrscheinlich die einfachste Methode gewesen. Wenn man davon ausgeht, dass die Russen irgend einen Grund hätten, ihn tot sehen zu wollen. Aber natürlich gibt es dafür keinen Grund.

 

Aber hier die wichtige Sache: Jeder einzelne Kriminal- oder Geheimdienst-Spezialist im Westen versteht das oben Gesagte. Aber das hält die Ziomedien nicht davon ab, Artikel wie diesen zu veröffentlichen („Eine kleine Geschichte versuchter russischer Giftmorde“), darin werden die von Russen vergifteten Menschen aufgelistet:

http://foreignpolicy.com/2018/03/09/a-brief-history-of-attempted-russian-assassinations-by-poison/

 

Skripal mit Nervengas

 

Litvinenko mit Polonium

 

Kara-Murza wurde nicht einmal, sondern ZWEIMAL vergiftet, mit einem unbekannten Gift, er hat überlebt!

 

Markov wurde mit Rizin vergiftet und es waren Bulgarier „vermutlich mit KGB-Untersützung“

 

Khattab mit Sarin oder einem Sarin-Derivat

 

Juschtschenko mit Dioxin

 

Perepilichny mit einer „seltenen, giftigen Blume, Gelsenium“ (ohne Scheiß, checkt den Artikel!)

 

Moskalenko mit Quecksilber

 

Politkovskaya wurde erschossen, aber einmal „wurde ihr übel, als sie einen Tee trankt, von dem sie glaubte, er sei vergiftet

 

Die einzig mögliche Schlussfolgerung aus dieser Liste: Es gibt irgendwo in Russland ein Geheimlabor, wo völlig inkompetente Chemiker jedes Gift ausprobieren, das der Menschheit bekannt ist. Und sie probieren es nicht an Ratten oder Mäusen aus, sondern an sehr bekannten, von den AngloZionisten unterstützten politischen Aktivisten, und besonders gerne vor einem politischen Ereignis.

 

Schon klar.

 

Übrigens, das angeblich bei dem Anschlag verwendete Gas, „Novichok“, wurde in Usbekistan hergestellt und die Reinigung der produzierenden Fabrik wurde – ihr habt es erraten – von einer US-Firma durchgeführt. Ich mein ja bloß...

 

In jeder halbwegs ehrlichen und halbwegs gebildeten Gesellschaft sollten solche Artikel dazu führen, dass die Idioten, die so etwas verfassen, wegen krasser Inkompetenz gefeuert würden und dass die Zeitung/Magazin, die so etwas veröffentlicht, für immer in Misskredit gerät. Aber in unserer Welt ist der Clown, der diesen Schwachsinn geschrieben hat (Elias Groll, ein Harvard-Absolvent und – passt auf – ein Spezialist für „Cyberspace und seine Konflikte und Kontroversen“ (sic!)), ein fester Mitarbeiter des preisgekrönten Magazins Foreign Policy.

 

Also was sagt das uns und zukünftigen Historikern, wenn so ein Mist von einem festen Mitarbeiter eines „preisgekrönten“ Medium verfasst wurde? Zeigt das nicht, dass unsere Gesellschaft jetzt ein Stadium an Verfall erreicht hat (von „Entwicklung“ kann man nicht reden), in der das Lügen zur Norm geworden ist? Groteske und auf den ersten Blick ersichtliche absurde Lügen werden jetzt nicht nur akzeptiert, sie werden erwartet (wenn auch nur um den herrschenden ideologischen Zeitgeist zu verstärken). Das Ergebnis? Unsere Gesellschaft ist heute erstens mit zombifizierten und ideologischen Drohnen vollgepackt, die tatsächlich jeden offiziell verkündeten Schwachsinn glauben und zweitens mit Feiglingen, denen der einfache Mut fehlt, das zu widerrufen wovon sie selbst wissen, dass es falsch ist.

 

Lügen, wie lächerlich und offensichtlich dumm sie auch sein mögen, sind zur Hauptzutat im modernen politischen Diskurs geworden. Jeder weiß es und niemanden kümmert es. Wenn man jemanden damit konfrontiert, dann lautet die typische Abwehr immer so: Du bist der Einzige, der das sagt – davon habe ich noch nie gehört!“

 

Wissentliche Ignoranz als Ausweichmanöver

 

Wir kennen alle diesen Typus. Man erzählt jemandem, dass seine/ihre Theorie absolut keinen Sinn ergibt oder nicht von den Tatsachen unterstützt wird und dann bekommt man als Antwort irgendeine vage formulierte Entgegnung, um sich nicht auf eine Diskussion einlassen zu müssen. Anfangs will man zuerst glauben, dass das Gegenüber nicht besonders hell ist und nicht zu belesen, aber irgendwann realisiert man, dass etwas ganz anderes geschieht: der moderne Mensch unternimmt tatsächlich eine große Anstrengung, nicht logisch denken zu müssen und sich nicht über die grundlegenden Fakten einer Sache informieren zu müssen. Und was für einzelne Individuen gilt, das gilt noch mehr für unsere Gesellschaft als Ganzes. Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Operation Gladio:

 

Gladio“ ist mittlerweile ein offenes Geheimnis. Es wurden ausgezeichnete Bücher darüber geschrieben und Videos gedreht und sogar die BBC hat einen zweieinhalb Stunden Film darüber gemacht. Es gibt sogar eine ganze Webseite über diese riesige, Kontinente umspannende Terrororganisation, die sich auf False Flags spezialisiert hat. Richtig: Ein von der NATO betriebenes Terroristen-Netzwerk hat sich in Westeuropa in False Flag-Massaker verstrickt, etwa der berüchtigte Sprengstoffanschlag auf den Bahnhof in Bologna. Nein, nicht der sowjetische KGB hat die Rote Armee Fraktion Baader Meinhof oder die Brigate Rosse in Italien unterstützt. Nein, die USA und westeuropäische Regierungen haben direkt ein terroristisches Netzwerk organisiert, finanziert und geleitet, gegen die Menschen in Westeuropa, nicht Osteuropa. Ja, gegen ihr eigenes Volk! Theoretisch sollte jeder darüber Bescheid wissen, die Informationen sind überall verfügbar, sogar bei der politisch über-korrekten Wikipedia. Aber, wie gesagt, es kümmert keinen.

 

Das Ende des Kalten Kriegs wurde von einer anscheinend endlosen Reihe an Ereignissen geprägt, die alle einen Vorwand für AngloZionistische Interventionen lieferten (von den Markale-Massakern in Bosnien zum „Völkermord“ in Srebrenica, vom Racak-Massaker im Kosovo bis zum größten von allen natürlich, 9/11). Dennoch hat sich niemand die Frage gestellt, ob die selben Leute oder zumindest die selbe Art von Leuten, die diese ganzen Gladio-Verbrechen begingen, etwas damit zu tun haben. Ganz im Gegenteil: jedes dieser Ereignisse wurde von einer riesigen Propagandakampagne begleitet, bei der die offizielle Sichtweise gleichgültig geschildert oder sogar unterstützt wurde, selbst wenn es offensichtlich überhaupt keinen Sinn ergab (etwas dass 2 Flugzeuge 3 Gebäude zum Einsturz gebracht haben sollen). Und Gladio wurde der Einfachheit halber einfach „vergessen“.

 

Es gibt in der Psychologie, unter anderem und vor allem in der Kriminalpsychologie ein einfaches Prinzip, das ich hier hervorheben möchte: 

 

Der beste Indikator für zukünftiges Verhalten ist vergangenes Verhalten

 

Jeder Kriminalist weiß das und deshalb legen Kriminalermittler so viel Augenmerk auf die Vorgehensweise („Modus Operandi“), d.h. die bestimmte Art oder Methode, die ein Verdächtiger oder ein Krimineller bei der Ausführung seiner Tat verwendet. Auch das weiß jeder Mensch. Lasst uns das in einer einfachen These zusammenfassen:

 

Westliche Regime haben eine lange und gut dokumentierte Bilanz von regelmäßigen und blutig ausgeführten False Flag-Operationen, um politische Ziele zu erreichen, insbesondere jene, die einen Vorwand für illegale militärische Aggressionen liefern.

 

Offen gesagt gebe ich zu, dass diese These in der Tat nicht nur durch eine Überlast an Beweisen gefestigt ist, sondern über jeden Zweifel erhaben ist. Stimmt's?

 

Kann sein. Aber auch das ist völlig irrelevant, da es niemanden einen Scheiß kümmert! Nicht die Reporter, die für ihren Lebensunterhalt lügen und noch weniger die hirngewaschenen Zombies, die deren Unsinn lesen und es für bare Münze nehmen. Die CIA hat 600 Mal versucht, Fidel Castro zu ermorden – wen kümmert's?! Alles was wir wissen ist, dass die guten Jungs in Langley (Anm.d.Ü.: Das Hauptquartier der CIA) niemals einen Russen in UK töten würden, aus Respekt vor dem internationalen Recht – wahrscheinlich...

 

Diese wissentliche Ignoranz siegt leicht über Geschichte, Fakten und Logik.

 

Hier eine einfache Frage, die Journalisten stellen könnten: „Würde jene Art von Leuten, die kein Problem damit hatten, einen großen Bahnhof in die Luft zu jagen oder drei Gebäude mitten in New York zum Einsturz zu bringen, irgendwelche Skrupel haben, eine trottelige Methode benutzen, um einen nutzlosen russischen Ex-Spion zu töten, wenn das weitere feindselige Aktionen gegen ein Land rechtfertigen könnte, das sie unbedingt verteufeln müssen, um die momentane AngloZionistische Weltordnung zu rechtfertigen und am Leben zu halten?“ Die Antwort ist, so denke ich, offensichtlich. Diese Frage soll daher nicht gestellt werden. Stattdessen erzählen uns die „Soy-Boys“, die „Weicheier“ (https://www.urbandictionary.com/define.php?term=Soy%20Boy) vom Foreign Magazine, wie die Russen exotische Blumen benutzen, um hoch präsente Gegner zu töten, deren Tod keinem erdenklichen politischen Ziel dient.

 

Scheinheiligkeit als Haupt-Kennzeichen des modernen Menschen

 

Natürlich ist wissentliche Ignoranz wichtig, aber sie reicht nicht aus. Zum einen ist Ignoranz, die zwar für die Leugnung Fakten-basierter und/oder logischer Argumente nützlich ist, nichts Nützliches, um seine moralische Überlegenheit oder die Rechtmäßigkeit seiner Aktionen durchzusetzen. Das Imperium verlangt von seinen Subjekten weit mehr als nur Gehorsamkeit: was ebenso absolut unerlässlich ist, ist ein starkes Gefühl von Überlegenheit, auf das man sich verlassen kann, wenn man feindliche Aktionen gegen jemand anderen durchführt. Und nichts ist eine solidere Grundlage für ein Gefühl der Überlegenheit als das unverfrorene Vertrauen in eine dreiste Scheinheiligkeit. Nehmen wir ein frisches Beispiel: die jüngsten Drohungen der USA mit Angriffen auf Syrien (wieder einmal).

 

Unabhängig von der Tatsache, dass die USA selbst bescheinigt haben, dass Syrien frei von Chemiewaffen ist und unabhängig von der Tatsache, dass US-Vertreter immer noch sagen, dass sie keine Beweise dafür haben, dass die syrische Regierung in irgendeinen Chemieangriff auf Khan Sheikhoun verwickelt war, so bereiten die USA jetzt Angriffe auf Syrien vor, als „Antwort“ auf zukünftige Chemieangriffe! Ja, ihr habt richtig gelesen. Die AngloZionisten kündigen jetzt ihre False Flags schon vorher an! Der Angriff könnte schon passiert sein, während diese Analyse veröffentlicht wird. Der „schönste“ Teil von dem Ganzen ist, dass Nikki Haley jetzt vor dem UN-Sicherheitsrat angekündigt hat, dass die USA ohne Genehmigung des UN-Sicherheitsrats handeln werden. Was die USA eigentlich angekündigt haben: „Wir behalten uns das Recht vor, internationale Gesetze zu verletzen, jederzeit und aus jedem Grund, den wir für ausreichend halten.“ In der selben Stellungnahme nannte Nikki Haley auch die syrische Regierung ein „illegales Regime“. Das ist kein Witz, lest es selber nach. Die Reaktion im „demokratischen“ Europa: man hat Russland (und nicht die USA) zu einem Schurkenstaat erklärt. QED.

 

Dieser ganze Zirkus wird nur durch die Tatsache ermöglicht, dass die westlichen Eliten alle in „große, gleichgültige, protoplasmische und wirbellose Quallen“ verwandelt wurden (um die wunderbaren Worte von Boris Johnson zu verwenden). Und dass absolut niemand mehr den Mut und den Anstand besitzt, die Dinge beim Namen zu nennen: ein obszönes Schauspiel an totaler Scheinheiligkeit und umfassender Verletzung aller Normen des internationalen Rechts. Der französische Philosoph Alain Soral hatte schon recht als er sagte, dass moderne „Journalisten entweder arbeitslos sind oder Prostituierte“ (Er sprach von den französischen Medien – un journaliste francais c'est soit une pute soit un chomeur – aber das gilt voll und ganz für alle westlichen Medien). Nur möchte ich es auf das gesamte westliche Establishment erweitern.

 

Ich möchte des weiteren behaupten, dass ausländische Aggression und Scheinheiligkeit zu den zwei wesentlichen Stützpfeilern für das Überleben des AngloZionistischen Imperiums geworden sind: Ersteres ist ein ökonomisches und politisches Muss, und das Zweite ist die Voraussetzung für die öffentliche Rechtfertigung des Ersteren. Aber manchmal reicht noch nicht einmal das. Besonders wenn die Lügen so offensichtlich absurd sind. Dann kommt immer das finale, nahezu wunderliche Element ins Spiel: die Hysterie.

 

Die Hysterie als höchste Form des (Pseudo-) Liberalismus

 

Normalerweise kümmere ich mich nicht um die Unterscheidung zwischen Liberalen und Konservativen, zumindest wenn der Kontext und diese Begriffe nicht sorgfältig und genau definiert werden. Ich platziere mich mit Sicherheit nicht in dieses zusammenhängende Ganze und finde es auch analytisch nicht hilfreich.

 

Die theoretische Bedeutung dieser Konzepte unterscheidet sich jedoch ziemlich von dem was meistens unter diesen Begriffen verstanden wird, insbesondere wenn sich Menschen damit selbst identifizieren. Soll heißen: obwohl ich mir nicht ganz sicher bin, dass diejenigen, die sich selbst als Liberale betrachten, in irgendeiner Weise wirklich liberal sind, so denke ich, dass Menschen, die sich selbst oft (meistens?) als „Liberale“ bezeichnen, eine Anzahl von Eigenschaften teilen, von denen die herausragendste eine sehr starke Neigung ist, sich auf eine hysterische Art am Diskurs und an Aktionen zu beteiligen.

 

Die Google-Definition von Hysterie lautet: „Eine übertriebene oder unkontrollierte Emotion oder Aufregung, insbesondere unter einer Gruppe von Menschen (…) deren Symptome die Umwandlung von psychischem Stress in körperliche Symptome (Somatisierung) beinhalten, selektive Amnesie, flache flüchtige Emotionen und überdramatisches oder Aufmerksamkeit suchendes Verhalten.“

 

Ist das nicht eine perfekte Beschreibung von US-Politikern, vor allem der (angeblich) „liberalen“? Denkt nur an die Art, wie sich US-Demokraten bei den (Nicht-)Themen „russische Einmischung“ (extern) oder „Waffenkontrolle“ (intern) vermarktet haben und man erkennt daran, dass die sogenannten „Liberalen“ niemals von einem hochemotionalen Ton herunterkommen. Das beste Beispiel von allen ist aber wirklich ihre Reaktion auf die Wahl von Donald Trump anstelle ihrer Kult-Führerin Hillary: Über ein Jahr ist es her, dass Trump gewählt wurde, aber die liberalen Ziomedien und deren Konsumenten sind immer noch voll im Hysterie-Modus (mit „Pussy-Hats“, „schreit den Himmel an“ und dem Ganzen). Man kann in einer Unterhaltung so einen Liberalen buchstäblich mit Fakten, Statistiken, Expertenaussagen usw. überschütten und trotzdem überhaupt kein Resultat erreichen, denn der Liberale lebt in einer ideologischen Komfort-Zone, die er/sie auf keinen Fall verlassen will oder kann, nicht einmal zeitweilig. Das macht Liberale zu so einem perfekten Publikum für False Flag-Operationen: sie werden die präsentierte Sichtweise niemals auf logische Weise verarbeiten, sondern reagieren darauf sofort auf eine stark emotionelle Weise, für gewöhnlich mit dem sofortigen Aufruf „etwas zu unternehmen“.

 

Dieses „etwas unternehmen“ drückt sich für gewöhnlich in der Anwendung von Gewalt aus (extern) und in der Umsetzung von Verboten/Einschränkungen/Regulierungen (intern). Man kann diesem Liberalen zu erklären versuchen, dass die Russen niemals so eine dämliche Methode anwenden würden, um jemanden zu töten, der für sie von überhaupt keinem Interesse ist, oder erklären, dass die syrische Regierung während einer erfolgreichen Befreiung ihres eigene Territoriums von „guten Terroristen“ niemals irgendwelche chemischen Waffen einsetzen würden – aber damit würde man nichts erreichen: Trump muss abgesetzt werden, die Russen müssen sanktioniert werden und die Syrer müssen bombardiert werden, Ende der Diskussion.

 

Ich bin mir schon bewusst, dass es viele selbsternannte „Konservative“ gibt, die voll in diesen Chor der hysterischen Liberalen mit ihren Forderungen eingestiegen sind, aber diese „Konservativen“ handeln nicht nur jenseits ihres Charakters, sie geben einfach dem sozialen Druck des Tages nach und sind die oben erwähnten „großen, gleichgültigen, protoplasmischen und wirbellosen Quallen“. Ich wiederhole, ich rede hier nicht über echte Liberale und echte Konservative (was auch immer diese Begriffe bedeuten), ich rede über jene, die aus welchen Gründen auch immer sich dieses Etikett umhängen, selbst wenn sie persönlich nur eine vage Vorstellung davon haben, was dieses Etikett bedeuten soll.

 

Da haben wir es: ein Imperium, aufgebaut (und am Leben gehalten) mit Lügen, akzeptiert aufgrund von Ignoranz, gerechtfertigt mit Scheinheiligkeit und betrieben mit Hysterie. Das ist es, wofür die „westliche Welt“ heute steht. Es gibt zwar mit Sicherheit eine lautstarke Minderheit von „Widerständlern“ (auf der linken und der rechten Seite – noch zwei Kategorien, die ich analytisch nicht für hilfreich halte – und aus vielen anderen politischen Gedankenschulen), aber die traurige Realität ist, dass die überwältigende Mehrheit der Menschen um uns herum das akzeptiert und keinen Grund sieht es abzulehnen, geschweige denn etwas dagegen zu unternehmen. Deshalb sind „sie“ mit 9/11 davongekommen, und deshalb werden „sie“ weiter mit zukünftigen False Flags davonkommen, denn die belogenen Menschen realisieren zumindest zu einem gewissen Grad, dass sie belogen werden und trotzdem ist es ihnen egal. Fürwahr, der Slogan von Orwell aus 1984 passt perfekt in unsere Welt: „Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke“.

 

Wenn man sich jedoch mit den sprichwörtlichen russischen Bären abgibt, dann gibt es eine Lektion aus der Geschichte, die die westlichen Führer wirklich niemals vergessen sollten und die sie auch in einen Slogan verwandeln sollten: „Wenn man sich mit einem Bären abgibt, dann ist Überheblichkeit selbstmörderisch“.


https://libertyblitzkrieg.com/2018/03/13/its-impossible-to-overstate-how-terrible-mike-pompeo-is/

 

Man kann gar nicht damit übertreiben, wie schrecklich Mike Pompeo ist

 

von Michael Krieger, 13.03.2018

 

 

Wenn der Direktor des CIA, ein nicht gewählter öffentlicher Bediensteter, öffentlich den Herausgeber von WikiLeaks als einen „Betrüger“, „Feigling“ und „Feind“ verteufelt, dann ist das für alle Journalisten eine Warnung, oder sollte es sein. Pompeos nächstes Stichwort, völlig faktenfrei, ist, dass WikiLeaks ein „nicht staatlicher, feindlicher Geheimdienst“ ist. Das ist ein Dolchstoß in das verfassungsmäßige Recht der Amerikaner, ehrliche Informationen über ihre Regierung zu erlangen. Diese Anschuldigung gleicht anderen Versuchen aus der Geschichte, als Bürokraten versucht haben, und damit scheiterten, Redefreiheit zu kriminalisieren, die ihr eigenes Versagen aufgedeckt haben...

 

Worte sind wichtig, und ich vermute, dass Pompeo es so gemeint hat als er sagte: „Julian Assange hat keine First Amendment-Freiheiten. Er sitzt in einer Botschaft in London. Er ist kein US-Bürger.“ Aus rechtlicher Sicht ist diese Äußerung einfach falsch. Sie unterstreicht, wie gefährlich es für einen nicht gewählten Beamten ist, dessen Arbeit für die Agency in Lüge und Irreführung wurzelt, alleiniger Schiedsrichter der Wahrheit und Interpret der Verfassung zu sein.“aus Julian Assanges Meinungsbeitrag in der Washington Post: Der CIA-Direktor führt einen Krieg gegen Wahrheitsverbreiter wie WikiLeaks

 

Was an Mike Pompeo so einzigartig ist, das ist nicht die Tatsache, dass er ein schreckliches menschliches Wesen ist. Es ist die Tatsache, dass er so transparent und schamlos darüber ist. Das wurde letzten April kristallklar, als ich die Niederschrift einer Rede las, die er bei dem von den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE) gesponserten Denkpanzer Center for Strategic and International Studies (CSIS) hielt.

 

Ich habe den Kommentar von Pompeo detailliert in dem Stück „Das Amerikanische Imperium unter Donald Trump wird zunehmend verzweifelt, gefährlich und unsicher“ beschrieben, aber falls Einige von euch das verpasst haben, sehen wir uns das noch mal an.

(Anm.d.Ü.: siehe Archiv April 2017 Nr.10 https://www.theblogcat.de/archiv/archiv-2017/april-2017/

 

Erstens hat er WikiLeaks fälschlicherweise als einen feindlichen, nicht staatlichen Geheimdienst charakterisiert (obwohl er sie während des Wahlkampfs gelobt hat). Und dann benutzt er diese falsche Kategorisierung, um einen Angriff auf den Ersten Verfassungszusatz zu starten:

 

Daher stehen wir vor einer entscheidenden Frage: was können wir dagegen tun? Was könnten und sollten die CIA, die Vereinigten Staaten und unsere Verbündeten gegen diese einmalige Herausforderung unternehmen, die diese feindlichen, nichtstaatlichen Geheimdienstagenturen stellen?

 

Es gibt zwar keine schnelle Lösung – keine narrensichere Rezeptur – aber es gibt Schritte, die wir zur Entschärfung der Gefahr unternehmen können. Erstens, es wird höchste Zeit, dass wie jene benennen, die diesen Leakern und sogenannten Transparenz-Aktivisten eine Plattform gewähren. Wir wissen, welche Gefahr Assange und seine gar nicht lustigen Brüder für Demokratien auf der ganzen Welt darstellen. Ignoranz und falsch verstandener Idealismus sind keine akzeptable Ausrede mehr für die Idolisierung dieser Dämonen.

 

Drittens müssen wir erkennen, dass wir Assange und seinen Kollegen nicht länger den Freiraum einräumen dürfen, die Werte der Meinungsfreiheit gegen uns zu verwenden. Ihnen den Freiraum zu gewähren, uns mit falsch verstandenen Geheimnissen zu zerstören, das ist eine Perversion dessen was unsere großartige Verfassung vertritt. Damit ist jetzt Schluss.

 

Nein, Julian Assange und seine Sorte haben nicht das geringste Interesse daran, die bürgerlichen Freiheiten oder die persönliche Freiheit zu verbessern. Sie geben vor, der Erste Verfassungszusatz Amerikas schütze sie vor Gerechtigkeit. Das glauben sie vielleicht, aber da täuschen sie sich.“

 

In der Frage-Antwort-Runde ging Pompeo sogar noch weiter und sagte:

 

Etwas weniger Verfassungsrecht und etwas mehr philosophisches Verständnis. Julian Assange hat keine First Amendment-Privilegien. Er ist kein US-Bürger. Was ich angesprochen habe ist das Verständnis, dass dies keine Reporter sind, die eine gute Arbeit leisten um für uns die Amerikanische Regierung auf Trab zu halten. Dies sind aktiv arbeitende Agenten, die amerikanische Geheimnisse allein mit der Absicht stehlen, den amerikanischen Lebensstil zu zerstören.

 

Das unterscheidet sich fundamental von einer Tätigkeit nach dem Ersten Verfassungszusatz so wie ich ihn verstehe. Darauf wollte ich hinaus. Wir hatten früher Regierungen, die zu zimperlich waren, gegen diese Leute vorzugehen, gegen dieses Konzept des Veröffentlichungsrechts.“

 

Glenn Greenwald antwortete auf diese Behauptung folgendermaßen:

 

Pompeos Anmerkungen verdienen eine viel genauere Prüfung. Erstens ist die Vorstellung, WikiLeaks hätte keine Rechte bezüglich Pressfreiheit, weil Assange Ausländer ist, sowohl falsch als auch gefährlich. Als ich beim Guardian arbeitete, da war keiner meiner Redakteure Amerikaner. Wäre es somit der US-Regierung verfassungsrechtlich gestattet, diese Zeitung zu schließen und die Redakteure einzusperren, weil sie keinen verfassungsrechtlichen Schutz besitzen? Natürlich nicht. Außerdem, welche vernünftige Person könnte mit dieser Festlegung durch die CIA zufrieden sein – wer ein 'echter Journalist' ist, und wer nicht?“

 

Derweil widmet Pompeo viel von seiner Rede der Dämonisierung Assanges, der sei eng mit Diktatoren, und sagt dabei solche Sachen:

 

Wir wissen das, weil Assange und seinesgleichen heute gemeinsame Sache mit Diktatoren machen. Ja, sie versuchen ohne Erfolg, sich und ihre Aktionen in die Sprache der Freiheit und Privatsphäre zu kleiden; sie feiern jedoch nur ihre eigenen Berühmtheit. Ihre Währung sind die Klickköder; ihr moralischer Kompass, er existiert nicht. Ihr Auftrag: Selbstverherrlichung durch die Zerstörung westlicher Werte.“

 

Pompeo hat ganz schöne Nerven wenn er so etwas sagt, bedenkt man Folgendes von Glenn Greenwald vom Intercept:

 

Wie schafft es Mike Pompeo, ein ernstes Gesicht zu machen, wenn er andere beschuldigt, sie würden 'gemeinsame Sache mit Diktatoren machen'? Wo er doch gerade erst die saudischen Tyrannen umarmt und geehrt hat, in einem Gebäude, das von den repressivsten Regimen der Welt finanziert wurde, angeführt von einer Agency, die jahrzehntelang Despoten und Todesschwadronen unterstützt hat? Warum löst diese triefende, eklatante und offenkundige Projektion bei US-Journalisten und Politikern nicht sofort höhnisches Gelächter aus?

 

Der Grund ist, dass dies eine zentrale und altbewährte Propaganda-Taktik der US-Regierung ist, unterstützt von Medien, die zum Großteil wegschauen. Sie behaupten ihre Außenpolitik und ihre Machtprojektion durch das Umarmen, Unterstützen und Aufpäppeln der schlimmsten Tyrannen der Welt und gleichzeitig loben sie sich selbst als die Verfechter der Freiheit und Demokratie, und verurteilen ihre Feinde als die wahren Unterstützer von Diktatoren.

 

Versucht einmal, in den US-Massenmedien einen Bericht über Pompeos Reise nach Riad zu finden und wie er einem saudischen Despoten die höchste CIA-Medaille verleiht. In internationalen Berichten findet man darüber leicht etwas, aber kaum bei CNN oder der Washington Post. Oder versucht Beispiele zu finden, wo Massenmedien auf den Umstand hinweisen, dass es ein unerträglicher Witz ist, dass die selben US-Regierungsbeamten, die andere beschuldigen, sie würden Diktatoren unterstützen, während niemand mehr dafür tut, diese Tyrannen zu unterstützen als sie selbst.

 

Das ist die Diktatur-umarmende Realität der US-Regierung, die der Bevölkerung zumeist vorenthalten wird. Aus diesem Grund kann Donald Trumps CIA-Direktor – gerade der – in einem von Diktatoren finanzierten Think Tank mitten in Washington stehen (nachdem er sich gerade von seinem Jetlag von seinem Flug erholt hat, wo er die saudischen Tyrannen hofiert hatte) und WikiLeaks und „seinesgleichen“ verunglimpfen, sie würden „gemeinsame Sache mit Diktatoren machen“ – und das alles, ohne dass die US-Medien diese enorme Unbequemlichkeit zur Kenntnis nehmen würden.“

 

Wem das noch nicht reicht, hier hat Pompeo bei anderer Gelegenheit Edward Snowden einen Verräter genannt, der in die USA zurückgebracht und hingerichtet werden sollte.

 

Pompeo will Snowden exekutieren lassen:

 

 

Amerika, das ist euer neuer Außenminister.

 

Leider kommt es noch schlimmer. Viel schlimmer. Trotz all seiner Fehler hatte Rex Tillerson eine überraschend vernünftige Einstellung zum Nahen Osten, zumindest relativ. Es ist bekannt, dass er gegen den idiotischen Versuch einer Blockade der Saudis/UAE gegen Katar war und er war auch dafür, den Vertrag mit dem Iran einzuhalten. Pompeo denkt da ganz anders:

 

CNBC berichtet:

 

Pompeo wurde als Trumps Wahl als Außenminister genannt, kurz nachdem der am Dienstag via Twitter Tillersons Entlassung angekündigt hat. Pompeo hat seit seiner Rolle als CIA-Direktor eine bekanntermaßen harte Haltung gegenüber dem Iran eingenommen.

 

Nicht nur hat Pompeo den Iran mit der militanten Gruppe des Islamischen Staats (ISIS) verglichen und nannte bei einer Rede im Oktober das Land einen 'brutalen Polizeistaat', er hat auch versprochen, das Investitionsklima für den Iran einzuschränken und den Nuklear-Vertrag von 2015 rückgängig zu machen.“

 

Brutaler Polizeistaat“. Also etwa so wie Saudi Arabien, wo Pompeo letztes Jahr kein Problem damit hatte, ihm eine CIA-Medaille zu verleihen? 

Aber es geht noch weiter...

 

Im November 2016, als Pompeo die Führung der CIA übertragen wurde, warnte er davor, dass Teheran „die Absicht habe, Amerika zu zerstören“ und nannte den Nuklear-Vertrag 'desaströs'. Er fügte hinzu, dass er sich darauf freue, das Abkommen 'rückgängig zu machen'.

 

Meinungsverschiedenheiten darüber, wie man mit dem Iran umgehen sollte, seien die Ursache für das Zerwürfnis zwischen Trump und Tillerson. Dessen Entlassung folgte auf eine Auseinandersetzung über den Nuklear-Vertrag, sagte der Präsident am Dienstag.

 

'Wenn man sich den Iran-Deal ansieht, so denke ich er ist schrecklich und ich vermute, er dachte der sei in Ordnung … tWir haben nicht wirklich das Selbe gedacht,“ sagte Trump in einer Stellungnahme vor dem Weißen Haus. Er sagte, er und Tillerson seien 'ziemlich gut' miteinander ausgekommen, hätten 'aber verschiedene Denkweisen' gehabt.

 

Der Iran wurde von der Trump-Regierung zunehmend isoliert, man hat sich in der regionalen Schlacht um Einfluss im Nahen Osten auf die Seite Saudi Arabiens geschlagen.“

 

Und jetzt die Zusammenfassung: Wie ich bereits mehrfach letztes Jahr dargelegt habe, ist Trump fest entschlossen, einen Krieg mit dem Iran anzufangen, und Rex Tillerson stand ihm im Weg. Den durchgeknallten Kriegsfalken Pompeo als Außenminister einzusetzen, damit bringt Trump vor einer Konfrontation alles auf Linie. Beobachtet, wie die Werbekampagne für einen weiteren Krieg im Nahen Osten in den kommenden Monaten an Fahrt aufnimmt.

 

Ich glaube, dass dieser kommende Krieg gegen den Iran international fast keine Unterstützung finden wird. Wahrscheinlich nur die autokratischen Regime im Nahen Osten wie Saudi Arabien und die UAE, neben Israel und vielleicht Großbritannien, kommt darauf an wer Premierminister sein wird wenn es losgeht. Der Rest der Welt wird dagegen sein, und das wird zu einem spektakulären Scheitern führen.

 

Es wird zunehmend deutlich, dass ein großer militärischer Fehler, etwa eine neue große Konfrontation im Nahen Osten, das Ende des US-Imperiums bedeuten wird. Eine solche Konfrontation ist jetzt viel wahrscheinlicher, da Tillerson von der Bildfläche verschwindet.

 

Ah ja, und die Person, die Trump als Nachfolgerin für Pompeo bei der CIA auserwählt hat, ist Gina Haspel, eine CIA-Karrieristin mit 33 Berufsjahren. Sie leitete eine schwarzes Foltergefängnis in Thailand.

 

2 Tweets von Edward Snowden @Snowden

 

Die neue CIA-Direktorin war eine Schlüsselfigur beim Folterprogramm und dessen illegaler Vertuschung. Ihr Name war auf einer Top Secret Liste, die die Zerstörung von Bändern forderte, damit sie der Kongress nicht einsehen konnte. Unglaublich.“

 

Sind das wirklich jene Werte, die die USA verbreiten wollen? Die CIA könnte genauso gut damit anfangen, Uniformen mit Totenköpfen und Blitzen auszugeben.“

 

Donny-Boy hat wirklich einen seltsame Art, „den Sumpf auszutrocknen“.

     


https://www.paulcraigroberts.org/2018/03/14/will-humanity-survive-crazed-washington/

 

Wird die Menschheit das irre Washington überleben?

 

Von Paul Craig Roberts, 14.03.2018

 

 

Stephen Lendman stimmt zu, dass die mörderischen Kriminellen in Washington die Menschheit in die Auslöschung treiben.

http://stephenlendman.org/2018/03/perilous-time-world-history-got-worse/

 

Aufgrund der Kontrolle über die Erklärungen, die die Menschen in der westlichen Welt erhalten, sind sich die meisten über die wachsende Gefahr nicht bewusst.

 

In den vergangenen Tagen wurden von Washington und London extreme und ernsthafte Drohungen gegen Russland und Syrien ausgestoßen. Es scheint, als hätten die Russen davon jetzt genug. Das russische Außenministerium informierte die irre britische Premierministerin May, dass man „einer Nuklearmacht nicht ein 24 Stunden-Ultimatum stellt“. Das russische Außenministerium sagte weiter, dass die sogenannte „Skripal-Vergiftung“ eine „kolossale internationale Provokation“ darstelle und „ein weiterer Versuch krummer Versuch der britischen Behörden sei, Russland zu diskreditieren.“

 

Das mächtige Russland hat Großbritannien davon in Kenntnis gesetzt, dass „jede Androhung von „Straf“-Maßnahmen gegen Russland zu einer Antwort führen wird. Die britische Seite sollte sich dessen bewusst sein.“

 

Was Washingtons Drohung über einen Angriff auf syrische Streitkräfte anbelangt, so sagte der russische Außenminister Lawrow, falls es solche Angriffe gebe, „würden die Folgen sehr ernsthaft sein“.

 

Es könnte sein, dass Washington sich angesichts der verschlechternden militärischen Fähigkeiten gegenüber Russland dazu entschlossen hat, anzugreifen, bevor die neuen russischen Waffen voll einsatzbereit sind. Und dass es der Zweck der Drohungen aufgrund der inszenierten falschen Vorwürfe ist, die westlichen Völker auf einen Krieg vorzubereiten.

 

Während der 25 Jahre, die ich in Washington verbracht habe, gab es noch etwas Intelligenz und etwas Integrität in der US-Regierung. Heute existiert in Washington weder Intelligenz noch Integrität.

 

Ihr könnt mit Zuversicht das Schlimmste erwarten.

http://stephenlendman.org/2018/03/lavrov-refutes-accusation-russia-behind-former-spys-poisoning/

      


https://dissidentvoice.org/2018/03/why-is-nato-air-force-moving-from-turkey-to-jordan/

 

Warum zieht die Luftwaffe der NATO von der Türkei nach Jordanien um?

 

Von Andre Vltchek, 13.03.2018

 

 

Die Menschen im Nahen Osten sagen scherzhaft:

Von Incirlik, Türkei, nach Al-Azraq, Jordanien, mit lieben Grüßen.“

 

Wenn sie denn überhaupt die Bewegungen der NATO-Truppen in diesem Teil der Welt verfolgen.

 

Das sollten sie.

 

Mindestens ein wichtiger Teil einer unglaublich tödlichen und aggressiven Macht wurde nach und nach verlagert, von einem „ungewissen“ und dem Westen zufolge plötzlich „unzuverlässigen“ Land (Türkei) in das verarmte aber folgsame Königreich Jordanien.

 

Jetzt wird deutlich, dass sich die NATO nicht sicher ist, in welche Richtung die Türkei fliegt, bildlich gesprochen, und wo sie am Ende landet. Die NATO gerät in Panik und sucht nach einer Ausstiegsstrategie – „nur für den Fall“. Fast schon ein Fluchtweg aus der wichtigsten regionalen Macht.

 

Verliert der Westen wirklich die Türkei? Keiner weiß es. Wahrscheinlich ist man sich nicht einmal in Ankara sicher, einschließlich Mr. Erdogan.

 

Aber was wenn... Was wenn Erdogan sich Russland weiter annähert, oder gar China? Was wenn sich die Beziehungen der Türkei mit dem Iran verbessern? Was wenn Ankara endlich genug davon hat, seit Jahren und Jahrzehnten von der Europäischen Union erniedrigt zu werden? Und was wenn man nicht mehr dem Diktat aus Washington folgen will?

 

Diese „Alptraum“-Szenarien lassen wahrscheinlich viele Apparatschiks in Brüssel, Washington und London zu Schlafwandlern werden.

 

Die NATO will nichts dem Zufall überlassen. Wenn nicht Türkei, wo dann? Wo sollen die ganzen Nuklearsprengköpfe hin, die Kampfflugzeuge, die Bomber und die „westlichen Militärberater“?

 

 

Incirlik, ein riesiger Luftwaffenstützpunkt am Rande der türkischen Stadt Adana, war der perfekte Ort. Incirlik war viele Jahre lang die wichtigste und tödlichste Luftwaffenbasis im Nahen Osten. Vor dort aus hat der Westen verschiedene Ziele in der Region eingeschüchtert und direkt angegriffen und dort haben, so glauben viele türkische Experten, zahlreiche extremistische, dschihadistische Kader, die in Syrien und anderswo agieren, ihre Ausbildung erhalten.

 

Eingang zur Basis Incirlik

 

Alles was der Westen bombardieren will, sei es in Syrien, dem Irak, oder womöglich im Iran, Libanon oder sogar Afghanistan: Incirlik ist da, mit einer perfekten Infrastruktur und einer „fantastischen“ geographischen Lage. Für die NATO ist es wirklich eine Traumlage! Aber nur bis vor kurzem; bis zur Ära Erdogan, bis zum gescheiterten Putsch 2016 und der folgenden, unfassbaren, aber echten „türkischen Rebellion“.

 

Plötzlich kann man der Türkei „nicht mehr trauen“; zumindest in den westlichen Hauptstädten.

 

Das ist vielleicht für die Türkei und dessen Zukunft sehr gut, aber bestimmt nicht für die NATO.

 

                                                                                           *

 

Also wohin soll man Incirlik verlagern?

 

Das Königreich Jordanien scheint der geeignetste Kandidat. Praktisch ist es stark verarmt und es war historisch seinen westlichen Führern untergeben. Es ist im Grunde von ausländischer Hilfe abhängig, hauptsächlich aus dem Westen, und würde nahezu alles tun, um seinen Meistern in Washington, London und Berlin zu gefallen.

 

Am wichtigsten ist für den Westen, dass Amman ausreichend unterdrückerisch ist und keine nennenswerte Opposition besitzt. Wenn der Dissens zu laut wird, dann werden die Mitglieder gekidnappt und gefoltert.

 

In der Nähe der Basis Al-Azraq

 

Daher ist es nur natürlich, dass sich Europäer und Nordamerikaner dort sicher und wie zuhause fühlen. 2017 hat die deutsche Wehrmacht ihre Soldaten, Piloten und Tornados nach Al-Azraq verlegt, mehr als 200 Menschen und Dutzende Flugzeuge insgesamt. Diese Basis ist nur etwa 30km von der saudischen Grenze entfernt und etwa genauso weit von Syrien. Der Irak ist nur 200km entfernt.

 

Es ist offensichtlich, dass Angela Merkel und Recep Erdogan eine gewisse (manche würden sagen „große“) Abneigung gegeneinander haben. Es ist auch eine bekannte Tatsache, das NATO-Länder gerne eng mit unterdrückerischen, marktorientierten und gehorsamen Ländern zusammenarbeiten.

 

Aber Jordanien?

 

 Sogar der deutsche TV-Sender Deutsche Welle (DW) hat den Umzug zynische kommentiert, wenngleich man auch echtes Verständnis für die Situation äußerte:

 

König Abdullah ist ein Führer ganz nach dem westlichen Geschmack. Im Gegensatz zu den Prinzen der Arabischen Halbinsel kleidet er sich für gewöhnlich in einem dunklen Anzug. Er genoss seine militärische Erziehung in Großbritannien und studierte in Oxford und Washington. Unter seiner Führung hat sich Jordanien bei allen großen Nahost-Konflikten verlässlich auf der Linie der westlichen Politik positioniert.“

 

Und das wird sich auch nicht ändern, so Udo Steinbach, der viele Jahre lang das Hamburger Deutsch-Orientalische Institut leitete:

 

Er war ein Mann des Westens, er ist ein Mann des Westens und er hat gar keine andere Wahl als ein Mann des Westens zu sein“, sagte Steinbach. „Jordanien ist ein armes Land und ohne westliche Hilfe könnte es überhaupt nicht überleben.“

 

                                                                                          *

 

Die NATO hat bereits jahrelang die Luftwaffenbasis Muwaffaq Salti nahe Al-Azraq genutzt, hauptsächlich um zahlreiche Ziele auf syrischem Boden illegal zu bombardieren.

 

In Brüssel ist Al-Azraq ein „vertrauter Name“, denn es wurde von der NATO und den Luftwaffen der EU benutzt, konkret von den Belgiern (2014-2015) und jetzt von den Holländern und den Deutschen. Die US-Luftwaffe hat von hier aus bereits seit Jahren operiert.

 

Arbeiten an der Basis

 

Die Basis liegt in einem weiteren trostlosen Teil des Nahen Ostens; ökonomisch heruntergewirtschaftet, zahlreiche kleine Gewerbe und Fabriken mussten schließen und rosten und rotten jetzt vor sich hin und das Azraq Feuchtreservat ist nahezu ausgetrocknet – eine Oase, die einst als „Schutzgebiet für Wandervögel“ bekannt war.

 

Die Oase erstreckte sich nahezu bis zur Grenze zu Saudi Arabien. Jetzt ist fast das gesamte Gebiet des „Reservates“ trocken. Hierher würden sich sowieso nicht mehr viele Vögel verirren, denn sie würden mit dem ohrenbetäubenden Dröhnen der Triebwerke konfrontiert und den Triebwerks-Testständen, ähnlich denen, die ich in Okinawa gesehen habe.

 

Menschen, die in diese Ecke Jordaniens kommen, sind hauptsächlich westliche „Abenteuer-Touristen“, die die nahegelegene Burg „erkunden“ wollen, die einst der glorifizierte, finstere britische Geheimdienst-Agent Thomas Edward Lawrence, bekannt als „Lawrence von Arabien“, als Stützpunkt nutzte. Sie kommen auch wegen des „Naturreservats“ und einiger kleinerer archäologischer Stätten.

 

Ms Alia, die im Handwerker-Zentrum der Al-Azraq Lodge arbeitet, gesteht:

 

Manchmal haben wir große Angst … Denn unser Ort ist gleich neben der Umzäunung des Fliegerhorsts und dient auch als Hotel für ausländische Touristen. Es gibt viele Gründe, warum jemand diesen Ort angreifen könnte...“

 

Aber ist denn das wirklich eine „Touristen“-Unterkunft? fragte ich, nachdem ich vom Parkplatz aus im Hintergrund die zahlreichen Hangars und Militärflugzeuge gesehen hatte. Sie zögerte einen Moment, aber dann antwortete sie:

 

Ursprünglich war das eine Öko-Lodge, aber jetzt kommen die Buchungen hauptsächlich aus der Basis. Sowohl Amerikaner als auch Deutsche nächtigen hier, vor ein paar Jahren noch waren es die Belgier. Offiziere leben hier oft für einen ganzen Monat – sie wissen schon: Training, Meetings … Sie arbeiten in der Basis, aber schlafen tun sie hier.“

 

An einer Wand nahe dem Eingang zur Herberge hängt ein „US Aid“-Schild. Und zahlreiche historische Schwarzweiß-Fotos der Umgebung zieren die Wände und es gibt die Figur eines Soldaten, der eine alte britische Kolonialuniform trägt.

 

Die Stadt Azraq ist staubig und halb verlassen. Sie ist von der brutal trockenen Wüste umgeben. Es gibt zahllose Ruinen von Häusern und Geschäften entlang der Hauptstraße. Einige Menschen leben im Elend, in zerfetzten Zelten.

 

 

Wir hielten vor einer Reihe bescheidener Häuser an. Eine alte Frau in einem schwarzen Kleid wedelte drohend mit ihrem Stock.

 

 Ein alt aussehender Mann näherte sich dem Auto. Er streckte seine Hand aus. Sie war faltig und hart. Ich schüttelte sie. Ich hatte keine Ahnung wie alt er war, wahrscheinlich nicht zu alt, aber er sah müde und bedrückt aus.

 

Diese Basis“, ich deutete mit der Hand irgendwo auf die Mauern: „Hilft sie der Stadt, wenigsten ein bisschen?“

 

Der Mann starrte mich einige Sekunden an. Dann murmelte er:

 

Helfen? Ja, vielleicht … vielleicht nicht … Ich weiß es echt nicht.“

 

Mein Fahrer und Übersetzer, der vor einigen Jahren noch Geschäftsmann war, bevor er die schweren Zeiten zu spüren bekam, sagte zu mir, als wir uns langsam aus Al-Azraq davonmachten:

 

Es ist sehr schlimm hier! Die Lage ist tragisch. West Amman und das hier – als gäbe es zwei verschiedene Universen in einem einzigen Land. Was für ein Kontrast! Nun, sie sehen es ja selbst.“

 

Ich fragte ihn, ob die Menschen in Jordanien etwas gegen diese tödliche Luftwaffenbasis hätten, die sich in ihr Gebiet ausbreitet, in ihrem Land? Schließlich ist ihr einziger Zweck, benachbarte arabische Nationen anzugreifen, wobei zahllose unschuldige Menschen getötet werden.

 

Er zuckte mit den Schultern:

 

Es ist ihnen egal. Die meisten Menschen hier denken nicht über solche Dinge nach. Sie wollen etwas zu essen, sie wollen zurecht kommen. Die Regierung hat sie davon überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit dem Westen ihren Lebensstandard verbessern würde. Nur daran denken sie. Unsere Führer, am Golf und hier, sie sind korrupt und die Menschen werden erniedrigt; sie sehen hier keine gute Zukunft oder irgend einen Ausweg aus dieser Lage...“

 

Etwa 70km vor der Hauptstadt Amman müssen wir abbremsen, denn wir passieren mehrere Checkpoints und Betonzäune, sie sehen denen ähnlich, die der Westen in Afghanistan errichtet hat. Der Fahrer lässt mich wissen:

 

Schau, hier haben sie jahrelang die sogenannte syrische Opposition trainiert.“

 

Zurück in Amman traf ich mich mit einigen Freunden, hauptsächlich Ausländern, die hier arbeiteten.

 

Es gibt in Jordanien bereits einige Luftwaffenstützpunkte des Westens“, sagte einer. „Dieses Thema wird hier nicht offen diskutiert. Ob gut oder schlecht, es spielt keine Rolle. Es kümmert keinen. Diesem Teil der Welt wurde das Rückgrat bereits gebrochen.“

 

                                                                                             *

 

Al-Azraq ist nicht nur eine große Luftwaffenbasis. Es ist auch Synonym für eines der größten Flüchtlingslager im Nahen Osten. Es handelt sich um ein neues Lager, mitten in der Wüste errichtet und dient hauptsächlich der Unterbringung syrischer Menschen, die vor dem Krieg geflüchtet sind.

 

 

2016 und 2017 habe ich hier gearbeitet, genauer gesagt wollte hier arbeiten, bevor ich von aggressiven örtlichen Sicherheitskräften verjagt wurde.

 

Die Flüchtlingskrisen, die westlichen Militärbasen, die Auslandshilfe und der Tourismus, das sind die Haupteinnahmequellen für das Königreich Jordanien.

 

Hier fügt sich alles auf finstere und surreale Art zu einem großen Kreis, „ergibt auf perverse Art Sinn“: Ganze Länder werden von den Militärbasen aus, die Jordanien bereitwillig aufnimmt (natürlich gegen eine satte Gebühr), dem Erdboden gleichgemacht. Die Folge davon: Hunderttausende verzweifelter Flüchtlinge strömen in diese „Insel der Stabilität im Nahen Osten“, was weitere zig, wenn nicht Hunderte Millionen Dollar an Auslandshilfe in die Schatullen Ammans befördert. Es braucht also keine Industrie, Gewerbe oder harte Arbeit.

 

Könnte man dieses Arrangement als „unmoralisch“ definieren? Und spielt es wirklich eine Rolle? Ich habe bei mehreren Gelegenheiten, während dieser und vorangegangener Besuche im Königreich Jordanien, erfahren, dass es „niemanden kümmert“. Nahezu die gesamte Ideologie, zusammen mit dem Geist der Solidarität und des Internationalismus, wurde von den vom Westen gesponserten Bildungs- und Medien-Indoktrinations-Programmen und Kampagnen bereits zerstört, getarnt als „Hilfe“ und „Unterstützung“.

 

Ich sage „nahezu“, denn jetzt gibt es wieder einen kleinen Hoffnungsschimmer. Noch ist nicht alles verloren. Ein Nachbarland – Syrien – wehrt sich noch. Es hat gekämpft und Hunderttausende seiner Menschen verloren, aber es hat es nahezu geschafft, die brutale westliche Intervention zu besiegen. Das könnte der wichtigste Moment in der modernen arabischen Geschichte werden.

 

Die Menschen im Nahen Osten beobachten das. Die Menschen in Jordanien beobachten es. Das türkische Volk beobachtet es. Anscheinend kann man die Imperialisten besiegen. Anscheinend ist Kollaboration nicht der einzige Weg um zu überleben.

 

Die riesige NATO Luftwaffenbasis bewegt sich langsam von der Türkei nach Jordanien.

 

Der Westen hat Syrien bereits verloren. Er könnte auch die Türkei verlieren. Wer weiß: Vielleicht wacht sogar Jordanien eines Tages auf. Einige sagen: „der Domino-Effekt hat begonnen.“

 


https://www.paulcraigroberts.org/2018/03/13/secretary-state-tillersons-firing-means/

 

Was die Entlassung von Außenminister Rex Tillerson bedeutet

 

von Paul Craig Roberts, 13.03.2018

 

 

Der demokratische Senator aus New York, Chuck Schumer, sagt, die Entlassung Tillersons deute darauf hin, dass sich die Trump-Regierung zerlegt. Ich verstehe, warum Senator Schumer das so sieht, vor allem nach all den anderen Entlassungen und Rücktritten.

 

Ich sehe das anders. Die Entlassung von Außenminister Tillerson, die Beförderung des CIA-Direktors Mike Pompeo zum Außenminister und die Beförderung von Gina Haspel, die die geheimen Foltergefängnisse der CIA in Thailand beaufsichtigte (https://www.nytimes.com/2017/02/02/us/politics/cia-deputy-director-gina-haspel-torture-thailand.html ), das deutet darauf hin, dass der Militär/Sicherheitskomplex seinen Griff um das Trump-Regime zuzieht. Es wird kein Gerede mehr über eine Normalisierung der Beziehungen zu Russland geben.

 

Die Kombination aus Israel-Lobby, Neokonservativen und dem Militär/Sicherheitskomplex hat sich als zu mächtig für einen Frieden zwischen den beiden Nuklearmächten erwiesen. Sieht man sich Trumps Regierung an, dann sieht man, dass diese drei Kräfte an der Macht sind.

 

Israel ist weiterhin fest dazu entschlossen, das US-Militär zu benutzen, um Syrien und den Iran zu destabilisieren, damit man die Hisbollah isolieren und deren militärische Unterstützung und den Nachschub abschneiden kann. Die Neokonservativen unterstützen sowohl die Interessen Israels als auch ihren eigenen Wunsch nach Washingtons Vorherrschaft über die Welt. Der Militär/Sicherheitskomplex hält weiter an der „russischen Bedrohung“ fest, als Rechtfertigung seines Budgets und seiner Macht.

 

Die Presstituierten sind in völligem Einklang mit diesem Vorhaben. Obwohl sich Russiagate als ein falscher Vorwurf des DNC, FBI und CIA herausgestellt hat, wiederholen die Presstituierten ihre Vorwürfe, so als gäbe es einen Beweis, der ihre Vorwürfe als wahr darstellen könnte. „Die „gestohlene Wahl“ ist ein Märchen, das sich in eine Tatsache verwandelt hat. Und jetzt haben wir einen neuen Vorwurf, dass Putin angeordnet hat, einen ehemaligen britischen Spion in England zu eliminieren, während er auf einer Parkbank saß, mit einem höchst unwahrscheinlichen militärischen Gift. Der Vorwurf ist lächerlich, aber das wird die Fiktion nicht daran hindern, zu einer Tatsache zu werden.

 

Nachdem ich ein Viertel Jahrhundert in Washington gedient und viele Mitglieder des britischen Parlaments kennengelernt habe, glaube ich nicht, dass irgend jemand von denen die Russiagate oder die Skripal Giftgeschichte glaubt. Das ist passiert: Eine Agenda hat sich der Wahrheit bemächtigt.

 

Das ist eine extrem gefährliche Agenda. Russlands neue Waffen geben dem russischen Militär leicht eine Überlegenheit über die USA. Und da China und der Iran die Situation ähnlich wie Russland sehen, sind die USA ganz schön abgeschlagen. Dennoch bestehen Washington und seine Vasallen darauf, stürmische und falsche Vorwürfe und Drohungen gegen Russland, den Iran und gelegentlich gegen China auszustoßen. Russland, China und der Iran wissen, dass diese Vorwürfe falsch sind. Und Angesichts einer endlosen Reihe falscher und feindseliger Vorwürfe bereiten sie sich auf Krieg vor.

 

Die Welt wird von einer winzigen Minderheit in einen Krieg getrieben, und es wird ein atomarer sein: israelische Zionisten, Neokonservative und der US-Militär/Sicherheitskomplex. Wir werden Zeuge des waghalsigsten und unverantwortlichsten Verhaltens in der Geschichte der Menschheit.

 

Wo sind die Stimmen dagegen?


https://www.zerohedge.com/news/2018-03-13/russia-threatens-military-action-against-us-if-washington-strikes-syria

 

Russland droht mit Militäraktionen gegen die USA, sollte Washington Syrien angreifen

 

von Tyler Durden, 13.03.2018

 

 

Während es über die Äußerung des jetzt ehemaligen Außenministers Rex Tillerson immer noch Rätsel gibt, der am Montag sagte – als er bereits wusste, dass er gefeuert ist – dass Moskau „eindeutig“ hinter der Vergiftung des russischen Doppelagenten Skripal in UK steckt und dass die russische Tat eine Antwort nach sich ziehen wird, und ob das nun eine heimliche Verweigerung gegen Trump war, da er nichts mehr zu verlieren hat, so ist doch klar, dass die Beziehungen zwischen Russland und den USA, wenn auch nicht zu Trump, wieder einmal an einem Tiefpunkt sind, wenn nicht tiefer.

 

Eine Woche nachdem die WaPo berichtet hat, dass die USA neue Militäraktionen gegen Syrien in Betracht ziehen, wegen Assads angeblicher Chemiewaffenangriffe (wie schon jedes Mal zuvor), hat das russische Militär Aktionen angedroht, sollten die USA die syrische Hauptstadt Damaskus angreifen. Die Drohung durch den russischen Generalstabschef Valery Gerasimov wurde den russischen Nachrichtensendern RIA und Tass mitgeteilt, berichtete CNBC.

 

Der General sagte auch, Russland habe „verlässliche Informationen“ über Milizen, die einen gefälschten Chemiewaffenangriff gegen Zivilisten durch die Regierung vorbereiten würden. Mit anderen Worten: eine weitere US False Flag, wie jene 2013, die beinahe einen militärischen Konflikt zwischen Russland und den USA verursacht hätte.

 

Gerasimov sagte voraus, dass die USA diesen Angriff dazu benutzten würden, syrische Regierungstruppen für den Einsatz chemischer Waffen zu beschuldigen. Er fügte hinzu, dass die USA dann Raketenangriffe auf Regierungsbezirke in Damaskus planen würden.

 

In einigen Bezirken von Ost-Ghouta würden eine Menge Frauen, Kinder und älterer Menschen zusammengetrieben, aus verschiedenen anderen Regionen, die als Opfer des Chemieangriffs dienen sollen“, sagte Gerasimov gemäß RIA.

 

Aber was noch unheilvoller ist: Gerasimov sagte, Russland würde auf einen US-Angriff antworten, sollte das Leben russischer Bediensteter bedroht werden. Und man würde die beteiligten Raketen und Abschussbasen angreifen: „Falls es zu einer lebensgefährlichen Bedrohung unseres Militärs kommt, wird die russische Luftwaffe Gegenmaßnahmen sowohl gegen die Raketen als auch ihre Abschussbasen ergreifen,“ sagte der russische General.

 

Die Äußerungen kommen, während das Regime des syrischen Präsidenten Bashar al Assad mit russischer Unterstützung weiter Luftangriffe auf die von Rebellen gehaltene Enklave Ost-Ghouta nahe Damaskus fliegt und wo die USA Assad beschuldigen, wieder Chemiewaffen eingesetzt zu haben. (Anm.d.Ü.: hier schreibt Tyler wohl von den Agenturen ab, die Begriffe „Regime“, „Rebellen“ und „Enklave“ sprechen eine deutliche Sprache)

 

Der UN Sicherheitsrat hat vor zwei Wochen eine Feuerpause in Syrien verlangt. Am Montag drohten die USA damit, „falls nötig zu handeln“, sollte die Waffenstillstands-Resolution der UN weiter ignoriert werden. Die US-Botschafterin bei der UN, Nikki Haley, teilte dem Sicherheitsrat am Montag mit, dass die USA eine neue Waffenstillstands-Resolution beantragen würden, die „keinen Raum für Ausflüchte“ bietet und warnte, dass das Land bereit sei zu handeln. (Anm.d.Ü.: hier wird verschwiegen, dass die UN-Resolution ausdrücklich die Terroristengruppen ausnimmt)

 

Das ist nicht der bevorzugte Weg, aber das ist ein Weg von dem wir gezeigt haben, dass wir ihn einschlagen werden, und wir sind dazu bereit, ihn wieder zu gehen“, sagte Haley am Montag dem Sicherheitsrat. „Wenn die internationale Gemeinschaft ständig versagt zu handeln, dann kommt eine Zeit, wo Staaten auf eigen Faust handeln müssen“, fügte sie hinzu.

 

Dabei geht der syrische Stellvertreterkrieg weiter, bei dem die USA und andere Alliierte „gemäßigte“ Rebellengruppen unterstützen, um das Assad-Regime unter dem Vorwand der Bekämpfung von ISIS zu stürzen. Der Krieg wird auch als eine Schlacht zwischen Russland und dem Westen um Einfluss im Nahen Osten gesehen. Der Einfluss von ISIS schwindet und von Rebellen gehaltene Orte werden zurückerobert. Assad hat in Syrien wieder die Oberhand und damit auch Russland.

 

Das ist der Grund, warum die USA zunehmend so versessen darauf sind, Russland zu provozieren.

 

Dennoch sagte der russische Außenminister Sergei Lawrow am Dienstag, dass die Einrichtung weiterer Deeskalationszonen derzeit keine Priorität habe, berichtete Reuters. Er sagte zu Reportern, dass es wichtig sei, Verletzungen der Waffenstillstandsabkommen in Ost-Ghouta zu verhindern, eine Situation, die er mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlut Cavusoglu, der zu Besuch in Moskau ist, erörtern wolle.

 

Schließlich, wenn die USA wirklich mit den ausgeleierten „Chemiewaffen“-False Flags militärische Aktionen gegen Syrien verfolgen, und wenn Russland wirklich gegen US-Kriegsschiffe in der Region antwortet, dann setzt alles in Aktien, denn nichts ist so bullish – für Keynesianer – wie ein 3. Weltkrieg.

 

 

Anhang:

 

https://www.theburningplatform.com/2018/03/13/countdown-to-war-with-russia/#more-172523

 

Der Countdown zum Krieg mit Russland

 

von Zarathustra, 13.03.2018

 

 

Ich benutze diesen Post, um die sich entwickelnden historischen und zutiefst verstörenden Ereignisse bezüglich eines bevorstehenden bewaffneten Konflikts zwischen den USA, Syrien, Russland, vielleicht Iran und Gott weiß wem zu dokumentieren. Und über die Beseitigung der letzten Spuren von Vernunft aus der Trump-Regierung zu berichten. Die gute Nachricht ist, dass John Bolton nicht der neue Außenminister ist (hätte es einen Unterschied gemacht?). Die schlechte Nachricht ist, dass John McCain immer noch am Leben ist. Vielleicht wird man mir das Gegenteil beweisen, ich hoffe es. Mein Gefühl sagt mir, dass Trump, wenn er bedroht wird, so reagiert wie alle unreifen, hohlen Stänkerer: er wird zurückschlagen. Volle Kanne, ganz offen. Begrüßt das Jahr 1914.

 

Islamic World Update

Moskau: Russland wird antworten, wenn die Vereinigten Staaten Raketenangriffe gegen Syrien starten

 

Brasco_Aad

RUSSLAND WIRD DIE VEREINIGTEN STAATEN ANGREIFEN, WENN DIESE SICH ZU ANGRIFFEN AUF SYRIEN ENTSCHLIESSEN

 

Brasco_Aad

RUSSLAND: IM FALLE EINES SOLCHEN ANGRIFFS WERDEN WIR SOWOHL DIE RAKETEN ALS AUCH DIE ABSCHUSSBASEN ANGREIFEN (JETS, KRIEGSSCHIFFE)

 

Russland wird antworten, wenn sein Militär durch mögliche US-Angriffe in Syrien gefährdet wird

https://sputniknews.com/middleeast/201803131062469487-russia-syria-us-military/

 

Brasco_Aad

RUSSLANDS AUSSENMINISTER SERGEI LAWROW: DIE KONSEQUENZEN EINES MÖGLICHEN US-ANGRIFFS AUF DAMASKUS WERDEN DRASTISCH SEIN

 

13:20

EIN WEITERER MÖGLICHER US-ANGRIFF AUF SYRIEN WIRD FÜR DIE USA ERNSTE KONSEQUENZEN NACH SICH ZIEHEN – LAWROW

 

13:20

LAWROW: MIR FEHLEN DIE PASSENDEN WORTE, UM DIE US-DROHUNGEN ÜBER EINEN ANGRIFF AUF SYRIEN ZU BESCHREIBEN

 

13:19

DIE USA BEWEGEN SICH AUF EINEN REGIMEWECHSEL IN SYRIEN ZU; AUF SEINE AUFTEILUNG – LAWROW

 

13:18

LAWROW: EIN NEUER US RESOLUTIONSENTWURF ZU OST-GHOUTA BEDEUTET; DASS WASHINGTON DEN VORHERGEHENDEN NICHT EINHALTEN WILL

 

Brasco_Aad

Syrische Kampfjets führen massive Bombenangriffe gegen die US-gestützten Rebellen im Süden Syriens durch.

 

Brasco_Aad

Russland schickt immer mehr Kriegsschiffe und U-Boote ins Mittelmeer:

 

RFS 490 'Admiral Esen', eine Fregatte der Admiral Grigorovich-Klasse + RFS 868 'Pytlivyy', eine Fregatte der Krivak II-Klasse + zahlreiche U-Boote der Kilo-Klasse

 

 

 

Russisches Militärpersonal und Berater sind derzeit an zahlreichen syrischen Militärstützpunkten und anderen Einrichtungen vertreten. Das macht jeden möglichen US-Angriff auf syrische Ziele zu einem direkten Angriff gegen russisches Personal.

Darauf würde entsprechend der heutigen Ankündigung des russischen Verteidigungsministeriums geantwortet und entgegnet.

 

Russland „wird auf US-Angriffe auf Syrien antworten“

http://www.news.com.au/world/breaking-news/russia-will-respond-if-us-strikes-syria/news-story/b056cc0462fc3d54c97c6369ce316d40

 

Der Vorsitzende des russischen Generalstabs sagte, Moskau werde zurückschlagen, falls das Leben russischer Bediensteter in Syrien durch US-Angriffe bedroht würde.

 

 

 

EILMELDUNG: Russischer Botschafter in London einbestellt

 

EILMELDUNG: Russland bestellt den britischen Botschafter wegen dem Skripal-Fall ein

 

EILMELDUNG: Die Polizei wird innerhalb von 24 Stunden zum zweiten Mal wegen eines „verdächtigen Pakets“ zum Parlament gerufen

 

Russia in RSA@Embassyof Russia

FM Lawrow: „Russland hat nichts mit der angeblichen Vergiftung von Skripal zu tun.

Wir werden auf das UK-Ultimatum nicht antworten, da sie die @OPCW-Prozeduren und Londons eigene internationale Verpflichtungen ignorieren.

UK hätte Moskau eine Probe der Substanz schicken & Informationen teilen müssen – beides haben sie nicht getan.“

 

Sky News Newsdesk

Ein Sprecher der Premierministerin Theresa May sagt, der Nationale Sicherheitsrat werde Russlands Antwort zu dem Nervengift-Angriff morgen einschätzen und vorher keinen Kommentar dazu abgeben.


 

https://www.counterpunch.org/2018/03/09/americas-troll-farm-media/

 

Amerikas Medien sind eine Troll Farm

 

von Gerald Sussman, 09.03.2018

 

 

Trotz dem ganzen Blendwerk scheinen die meisten Amerikaner zu erkennen, wo uns die Stenographen des Konzernkapitalismus hinführen. Eine jüngste Gallup-Umfrage zeigte, dass zwar 84% der Amerikaner die Medien als „ausschlaggebend“ oder „sehr wichtig“ für die Demokratie ansehen, aber nur 28% sehen, dass die MSM (Massenmedien) der Konzerne tatsächlich Demokratie unterstützen. Sie haben natürlich in beiden Fällen recht. Die Beschaffenheit einer Demokratie ist nur so gut wie die Informationen, mit denen die Menschen sachkundige Urteile über öffentliche Politik und Politiker fällen können.

 

Selbst wo die Massenmedien ständig an Glaubwürdigkeit verlieren, bestehen sie auf einem Gerüchte-schwangeren vollen Druck gegen die „Trump-Putin-Präsidentschaft“, was ihren Mangel an Professionalismus und zunehmender Obszönität nur weiter enthüllt. Das Management und die Aufsichtsratsbosse der MSM haben seit langem erkannt: solange sie ihren „Vakuum-Burger“ weiter füttern, werden sie von den Einschaltquoten und den Werbeeinnahmen im Geschäft gehalten und ihre Anzeigenkunden und die Kunden in der Regierung werden zufrieden sein. Der Boulevard-Journalismus (und das trifft heute auf die meisten amerikanischen Massenmedien zu, selbst wenn sie sich den Anschein von Seriosität geben) ist ständig auf der Suche nach Skandalen, Klatsch und Profit – und nur gelegentlich von öffentlich orientierter investigativer Integrität.

 

Was haben die Bürger noch zu sagen? Nur 18% haben „viel“ Vertrauen in die MSM, während 74% sie als „voreingenommen“ sehen (Pew Research, Juli 2016). Eine Studie der Meinungsforscher von Harvard-Harris hat das im Mai 2017 bestätigt und herausgefunden, dass 65% der Amerikaner die sogenannte „freie Presse“ als voreingenommen betrachten, auf Skandale fixiert, voller „Fake News“ und dass man ihnen deshalb nicht trauen könne. Darunter befindet sich sowohl bei den Demokraten (53%) und den Unabhängigen (60%) als auch den Republikanern (80%) eine Mehrheit. Bei der „informierten Öffentlichkeit“ erlebt das Vertrauen in Amerikas Institutionen allgemein, d.h. in die Regierung, die Geschäftswelt, NGOs und die MSM, die schwerste Krise seit Beginn der Aufzeichnungen, so die Marketing-Firma Edelman 2018. Unter 28 befragten Ländern sind die USA in dieser Umfrage auf dem letzten Platz. Das passt nicht zum Bild einer seriösen „Demokratie“.

 

Über die Berichterstattung der MSM zur nationalen Politik sind die Amerikaner ebenso skeptisch. Eine Rasmussen-Umfrage unter möglichen Wählern vom Juni 2017 zeigt, dass 50% glauben, dass die meisten Reporter gegen den Präsidenten voreingenommen sind und nur 4% glauben, dass die Reporter zu Trump neigen. Dabei geben zwar die 76% der Republikaner den Ausschlag, aber die Studie fand auch heraus, dass 51% der Unabhängigen und sogar 24% der Demokraten dem zustimmen. Unterstützt durch die Milliarden Dollar der kostenlosen, fast durchweg negativen Publicity, die die Massenmedien mit offensichtlich umgekehrter Wirkung während des Wahlkampfs zur Verfügung stellten, wird Trumps Stellung auch von den 47 Millionen amerikanischer Schocktruppen unterstützt, die ihm treu auf Twitter folgen.

 

Am 27. Januar 2018 veröffentlichte die Redaktionsleitung der Washington Post folgende Stellungnahme: „In die Präsidentenwahl 2016 hatte sich eine fremde Macht eingemischt. Das US-Justizsystem versucht der Geschichte auf den Grund zu gehen. Der Kongress sollte alles unternehmen, damit diese Untersuchung stattfinden kann.“

 

Das bezieht sich offensichtlich auf Russland, aber die Stellungnahme der WaPo war und bleibt ohne die Spur eines Beweises, wie der verstorbene Investigativjournalist Robert Parry und viele andere unabhängige und geachtete Autoren festgestellt haben. Es ist mal wieder WMD-Zeit, nur wird dieses Mal die Propaganda hauptsächlich von den Demokraten hinausposaunt. Es würde der Sache der Demokratie mehr dienen, wenn gegen die WaPo wegen ihrer heimlichen Koalition und Verschwörung mit dem Tiefen Staat und dem (rechten) Clinton-Flügel der Demokratischen Partei ermittelt würde. Die Post und das ganze andere Gesocks haben ein böses Russland-Märchen aufgebaut, um Moskaus mutmaßlichen Verbündeten Trump zu unterminieren und das Budget des Pentagons aufzublasen. Das ist ein außerordentlich gefährliches Spiel, das auf einen militärische Konfrontation und eine Massenvernichtung durch die Saukerle in der Regierung und der liberalen Medien hinausläuft.

 

Aber das ist kein neues Spiel, denn trotz ihrer Behauptungen über eine „freie Presse“ waren die großen amerikanischen Nachrichtenmedien schon lange Instrumente der Staatspropaganda. In den 1970ern hat Carl Bernstein die Tatsache aufgedeckt, dass die Auslandszweige der amerikanischen MSM schon lange als Augen und Ohren der „Operation Mockingbird“ der CIA dienten und es ist gut möglich, dass viele von ihnen immer noch Agenten sind. Damals hat Philip Graham, der Herausgeber der WaPo, die Operationen der Medien-Industrie der Agency geleitet, eine Tatsache, die in dem derzeit laufenden Film unter gleichem Namen (Anm.d.Ü.: The Post – Die Verlegerin) nicht erwähnt wird. Unter der GW Bush-Präsidentschaft hat das Pentagon mehr als 75 Generäle angeheuert, um in den Massenmedien Propaganda zu verbreiten, von der Führung des Verteidigungsministeriums, des Außenministeriums, des Justizministeriums und des Weißen Hauses vor die Kameras gesetzt. Ihre Aufgabe war unter anderem ihr Engagement für die großen Sender und Kabelkanäle als „objektive“ außenpolitische und militärische Analysten. Viele von denen erhielten gleichzeitig Gehälter von Rüstungsfirmen. Das Pentagon bezeichnete die aufgeschalteten Militär-Propagandisten als „Stellvertreter“ und „Meinungsmultiplikatoren“.

 

Die Russen kommen

 

Im Februar 2018 wurde der frühere CIA-Direktor John Brennan, jener Mann, der die russische Hacking-Geschichte dem Geheimdienstausschuss unterschob, zu einem Senior-Analysten für nationale Sicherheit und Geheimdienste bei NBC und MSNBC. Das ist die bereits bekannte Praxis der Drehtür zwischen Regierung und Konzernwelt. Brennan war wohlbekannter Verfechter des Auslieferungs- und Folterprogramms der CIA, für das Ausspähen von Kritikern und die Drohnen-Bomben und Morde im Nahen Osten. Und er weiß mit Sicherheit etwas über Hacking, was er zugeben musste, nachdem er zuerst darüber gelogen hatte, nämlich dass sich die CIA in Computer von Senatsmitarbeitern gehackt hat, die die Rolle des Geheimdienstes beim Folterprogramm untersuchten. Ein Mann also, dem die MSM anscheinend einen einwandfreien Leumund für Wahrheitsfindung zugestehen.

 

Die russische „Hacking“-Story hat zwar kurze Beine, aber die interessantere Neuigkeit sind die orchestrierten Bemühungen der Demokraten und einiger Republikaner, Trump zu Fall zu bringen und das Weiße Haus dem Theokraten Mike Pence zu übergeben. Die Mainstream-Experten und Reporter hauen stündlich haltlose Spekulationen über Russland und Trump raus. Eine Reihe von Demokraten, Militärs und der Söldner-Journalist (und ehemaliger Countryclub-Caddy) Thomas Friedman haben die angebliche russische Einmischung als ein neues „Pearl Harbor“ oder „9/11“ charakterisiert. Damit bauen sie einen Kriegsgrund und einen Verrat gegen den Präsidenten auf. Selbst die absurdesten Vorwürfe gegen Russland und Trump haben keine Folgen, es gibt keine Strafen dafür, Dinge zu erfinden, falsch zu interpretieren oder Tatsachen falsch zu präsentieren. Wenn sie ehrlich wären, dann müssten sie im Vorspann sagen: „Diese erfundene Nachricht basiert lose auf einer wahren Geschichte“. Oder: „Jede Ähnlichkeit in dieser Geschichte mit realen Menschen und Ereignissen ist rein zufällig“.

 

Für die Verbündeten des Tiefen Staats der Demokraten ist noch Platz in der Hölle. Ab Mitte 2015 hat Peter Strzok, der FBI-Ermittler zu Hillary Clintons persönlichem Email-Skandal (bevor er die Ermittlungen zur Russischen Wahleinmischung übernahm), seiner Geliebten, der FBI-Anwältin Lisa Page, Emails geschickt. Darin kommt klar zum Ausdruck, dass beide aktiv für Clintons Wahlkampf gearbeitet haben, um Trump auf jede erdenkliche Art zu schaden. Das Paar tauschte sich auch bezüglich einer „geheimen Gesellschaft“ aus, die im Justizministerium und im FBI agierte, um einen Wahlsieg Trumps zu verhindern. Bis zu ihrer Aufdeckung war Strzok die rechte Hand Muellers bei der Trump-Russland-Untersuchung.

 

Und jetzt, zwei Jahre später, geht die Jagd nach der rauchenden Kalaschnikow weiter. Das Beste, was die MSM bisher hervorgebracht haben ist eine St. Petersburger Firma namens Internet Research Agency (IRA), die $100.000 für Werbung auf Facebook ausgegeben hat (im Vergleich dazu haben Trump und Clinton für ihren Wahlkampf $81Millionen ausgegeben), und ein Teil der Werbung richtet sich sogar gegen Trump. Wie Jeffrey St.Clair auf Counterpunch erklärt hat, wurden in den wichtigen Bundesstaaten, in denen Clinton die Wahl verloren hat (in den traditionellen Hochburgen der Demokraten wurden in Michigan $832 für IRA-Werbung, in Pennsylvania $300 und in Wisconsin $1.979 ausgegeben), bis auf $54 von dieser Summe ausgegeben, bevor die Parteivorwahlen überhaupt begannen.

 

Rob Goldman, der Vizepräsident für Werbung bei Facebook, sagte, das tatsächlich der größte Anteil der russischen Anzeigen nach der Präsidentenwahl ausgegeben worden ist. „Wir haben diese Tatsache kommuniziert“, twittere er, „aber sehr wenige (Nachrichten) Sender haben darüber berichtet, denn es passte nicht zum großen Medien-Narrativ“ über Trumps Wahlsieg. Ein Wahlsieg Trumps war einfach nicht Ziel der Russen, sagte Goldman. Alex Stamos, der oberste Angestellte für Sicherheit bei Facebook, stimmt dem zu. Er sagte, die Anzeigen drehten sich mehr um das Säen von Zwietracht, mit Botschaften über Schusswaffen, Einwanderer und rassische Spannungen als um die Beförderung eines bestimmten Kandidaten. Denkt mal an die ganzen amerikanischen (und britischen) Blockbuster-Filme, in denen Russen als finstere, gewalttätige und kriminelle Gestalten dargestellt werden. Erinnert ihr euch an den über-teutonischen Ivan Drago (in Rocky), Sgt. Yushin (in Rambo), die vielen sadistischen Taugenichtse der „russischen“Mafia, zusammen mit den Zeichentrickcharakteren des Kalten Kriegs Boris Badanov und Natasha Fatale? Zu den vielen russophoben Filmen des vergangenen Jahrzehnts zählen: Die Serie The Americans, Air Force One, Projekt: Peacemaker, The Saint – Der Mann ohne Namen, Rambo 3, Red Dawn, Red Heat, die James Bond Filme und der Oscar 2018 für Dokumentationen, Icarus. (Anm.d.Ü.: Darin geht es um das Doping russischer Olympioniken)

Sowjetische Filme und solche aus der Zeit Russlands sind nicht gut in ethnischen Karikaturen und haben keine vergleichbaren stereotypischen amerikanischen Karikaturen.

 

Es gibt ein paar Anzeichen für Leben im Mainstream-Journalismus. Der New York Times-Korrespondent Scott Shane war einer der wenigen Journalisten, die bemerkt haben, dass der Bericht der US Geheimdienste (CIA, NSA, FBI) vom 6. Januar 2017 über russisches „Hacking“ eigentlich keine Beweise enthielt. „Stattdessen lautet die Botschaft der Agenturen eigentlich: 'vertraut uns',“ sagte er. Die Massenmedien haben sechs Monate gebraucht um anzuerkennen, dass die Behauptung der Obama-Regierung, 17 Geheimdienste hätten den Hacking-Vorwurf bestätigt, falsch war. Es waren nämlich nur drei, und sogar die NSA hatte nur „mittelmäßiges Vertrauen“ in das Ergebnis. Letzten Januar hat die NSA eine signifikante Änderung in ihrer Selbstbeschreibung vorgenommen: Man hat die Worte „Ehrlichkeit“ und das Streben nach Wahrheit von seiner Prioritätenliste gestrichen.

 

Selbst wenn es ehrliche Beweise dafür gäbe, dass russische Behörden die Parteizentrale der Demokraten und die Emails von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta gehackt hätten, wie es von den Geheimdiensten behauptet wird, so sollte man das in Zusammenhang mit der langen Geschichte der CIA-Bemühungen sehen, viele demokratisch gewählte Führer zu stürzen, die es gewagt haben, sich der Supermacht entgegenzustellen. Dazu würden gehören: Allende, Arbenz, Mossadeq, Lumumba, Chavez, Goulart, Ortega und andere. Die Liste der US-Interventionen in fremde Wahlen seit Italien 1948 ist umfangreich. Leiden die Massenmedien an Gedächtnisschwund zur Anwesenheit von Victoria Nuland und John McCain auf dem Maidan, wie sie den Umsturz gegen Janukowitsch angestachelt haben, oder ihr berüchtigtes abgehörtes Telefonat mit dem US-Botschafter in Kiew, in dem sie den Nachfolger des geschassten Präsidenten diktierte? Und ist es vernünftig zu erwarten, dass Russland passiv bleibt wenn eine feindliche NATO Truppen entlang seiner Grenzen stationiert? Und wenn es darauf reagiert, wenn man nebenan in der Ukraine ein anti-russisches Regime installiert? In diesem jüngsten historischen Kontext stinken die US-Anschuldigungen über russische politische Einmischung nach kompletter Scheinheiligkeit.

 

Eine Studie von Professor Dov Levin von der Carnegie Mellon Universität kam zu dem Ergebnis, dass sich die USA allein zwischen 1946 und 2000 81 Mal in ausländische Wahlen einmischten, da sind die Invasionen, Blockaden, Sanktionen,Mordversuche und andere Regimewechsel-Initiativen gar nicht mit eingerechnet. „Es ist den USA nicht fremd, sich in die Wahlen anderer Länder einzumischen“, schrieb er. 1996 haben sich die USA in die russischen Wahlen eingemischt, damit die Kommunistische Partei nicht wieder an die Macht kommen konnte. Haben die MSM die ganzen Lügen vergessen, die die Regierung und die CIA über Saddams Massenvernichtungswaffen und seine Verbindungen zu Terrorbewegungen erzählt haben? Oder dass wir Dank Edward Snowdens Enthüllungen wissen, dass Obamas NSA die Telefone von 35 ausländischen Führern angezapft hat? (Anm.d.Ü.: „Abhören unter Freunden, das geht gar nicht!“ sagte Angie. Aber wer redet denn von Freunden?)

 

Wenn die Massenmedien immer noch verwirrt sind, dann sollten sie dem ehemaligen CIA-Direktor James Woolsey zuhören. In einem Fox-Interview mit Laura Ingraham wurde Woolsey gefragt, ob sich die USA jemals in die Wahlen anderer Länder eingemischt haben. Zuerst sagte er: „Möglich, aber das war gut für das System, damit die Kommunisten nicht übernehmen konnten.“ Ingraham stellte dann diese Frage: „Aber jetzt tun wir das nicht?“ Darauf antwortete Woolsey: „Njam, njam, njam, njam, njam, nur für einen guten Zweck.“ Ein ziemlich blankes Eingeständnis, das Ingraham nur amüsiert hat und die nicht über dieses offensichtliche Zugeständnis amerikanischer Doppelmoral nachhakte. Nachdem er aus der CIA ausschied, wurde Woolsey zum Vorsitzenden von Freedom House, einer rechtslastigen, von der Regierung unterstützten privaten NGO, die mutmaßlich Menschenrechtsangelegenheiten unterstützt und weltweit bei Regimewechsel-Operationen aktiv war – weitaus aktiver als bloßes Facebook-Posting.

 

William Binney, ehemaliger hochrangiger Geheimdienst-Mitarbeiter der NSA und der danach zu einem Whistleblower über die illegalen Überwachungsaktivitäten des Geheimdienstes wurde, nannte die angeblichen russischen Angriffe auf die Demokratische Parteizentrale einen „Affenzirkus“. In einem Gespräch mit Daniel Bernstein von Consortium News sagte Binney, hätte es Datenbündel über den Atlantik gegeben, dann würde die NSA davon wissen, denn sie zeichnen jede Kommunikation aus dem Ausland auf. Die Daten von „Guccifer 2.0“ waren ein Download, und „keine Übertragung über das Netz“, denn dort „wäre eine solche Geschwindigkeit nicht machbar“. Die Geheimdienstbehörden „haben mit uns Spielchen gespielt. Es gibt keinen tatsächlichen Beweis, der einen Hacking-Vorwurf unterstützen würde.“ Wahrscheinlich war es nichts weiter als ein Transfer auf einen USB-Stick, sagte er.

 

Gibt es irgendeine Hoffnung, dass sich die Massenmedien verändern? Es bräuchte schon eine Revolution, damit die MSM demokratischer werden. Ein Bericht des Harvard Shorenstein Centers kam zu dem Ergebnis, dass die Medienberichterstattung über die US-Parteitage 2016 nahezu keine Diskussion über politische Inhalte enthielt und sich stattdessen auf Umfragedaten, Skandale, Wahlkampftaktiken und das Eindreschen auf Trump und Russland konzentrierte. Leslie Moonves, CEO von CBS, sprach für das Medien-Establishment: „Es ist vielleicht nicht gut für Amerika, aber für CBS ist es verdammt gut … Das Geld sprudelt … Es ist schrecklich, das zu sagen. Aber mach nur so weiter, Donald.“

 

Walter Cronkite würde sagen: „Und so sieht's aus.“

 


 

http://www.theblogmire.com/sergei-skripal-salisbury-and-the-dangerously-hysterical-response-of-the-british-government/

 

Sergei Skripal, Salisbury und die gefährlich hysterische Antwort der britischen Regierung

 

von Rob Slane, 12.03.2018 theblogmire.com

 

 

Die Leser meines Blogs wissen vielleicht, dass ich in der recht hübschen Stadt Salisbury lebe – eine Stadt, die bis letzte Woche wegen ihrer wundervollen gotischen Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert bekannt war, und wegen dem 8km entfernten berühmtesten Steinhaufen der Welt. Aber leider ist sie jetzt ein Synonym für internationale Spionage und für etwas, das wie ein Mordversuch mit irgendeinem Nervengift aussieht.

 

Ich habe mich aus einem ganz einfachen Grund geweigert, diese Sache zu kommentieren: Ich habe nicht die Fakten zur Verfügung, die mir einen detaillierten Kommentar über diesen Zwischenfall erlauben. Ja, ich halte mir alle Überlegungen über die möglichen Verdächtigen und ihre Motive offen.

 

Was ich jedoch kommentieren möchte, das ist etwas, das man nur als die irrationale, hysterische und offen propagandistische Reaktion der britischen Medien und der Regierung bezeichnen kann. Nur Stunden nach dem Zwischenfall, bevor ihnen irgendwelche Fakten bekannt sein konnten, sind viele dahergekommen und haben vorbehaltlos oder ausdrücklich mit dem Finger auf den Kreml und Wladimir Putin gedeutet, sie hätten den Mordanschlag angeordnet.

 

Es sollte eigentlich eine enorm komplizierte Untersuchung sein und die Behörden haben noch nicht bestimmen können, wo, wann und wie des Gift verabreicht wurde. Aber heute, nach nur eine Woche, ist Theresa May, die britische Premierministerin, vor das Parlament getreten, um den Vorfall einem souveränen Staat in die Schuhe zu schieben. Damit hat sie die Beweislast auf die russische Regierung übertragen und ihr 36 Stunden gegeben, um wirksam ihre Unschuld zu beweisen, oder man wird sie für schuldig erklären.

 

Ich bin zutiefst beschämt über die Regierung meines Landes und das ganze Parlament (nicht zum ersten und wahrscheinlich nicht zum letzten Mal). Ob jetzt Herr Putin hinter dem Anschlag steckt oder nicht, so geht ein Rechtsstaat einfach nicht vor. Die irre Geschwindigkeit, mit der auf jemanden gezeigt wurde, mit der Anschuldigungen gemacht und Drohungen ausgestoßen wurden, bevor irgendwelche Fakten dazu kommen, wo, wann und wie das Gift verabreicht wurde, geschweige denn wer es verabreichte, das zeigt, dass wir als Land näher an einer Art von Staat sind wie wir es Herrn Putin vorwerfen, näher als wir uns vorstellen können.

 

Nach allem was ich weiß, könnte Herr Putin diesen Anschlag persönlich angeordnet haben. Obwohl ich sagen muss, dass ich schwerlich ein Motiv finde, warum er einen Mann zu ermorden versucht, den seine Regierung vor acht Jahren begnadigt hat, und das auf so stümperhafte Art, dass es rund um die Welt massenhaft Aufmerksamkeit erregt – außer natürlich, dass es jetzt seine Politik ist, sein Land absichtlich in einen internationalen Schurkenstaat zu verwandeln. Ich habe jedoch keine Ahnung wie man Schlussfolgerungen ziehen kann, wenn die Untersuchungen noch gar nicht richtig begonnen haben. Zuerst die Untersuchung, dann die Schlussfolgerung – und nicht umgekehrt, meine Lieben!

 

Lasst mich den großen Sherlock Holmes zitieren, um etwas Vernunft in diesen irrationalen Irrsinn zu bringen, den wir derzeit erleben:

 

Es ist ein großer Fehler, zu theoretisieren, bevor man Daten hat. Unmerklich beginnt man Fakten zu verdrehen, damit sie den Theorien entsprechen, anstatt dass Theorien den Tatsachen entsprechen.“

 

Man möchte meinen, dass das Land von Sir Arthur Conan Doyle das instinktiv verstehen würde. Leider nicht. Stattdessen hat Boris Johnson innerhalb von Stunden, die Abwesenheit von Daten hat diesen aufgeblasenen Wichtigtuer nicht aufgehalten, vor dem Parlament schon mit dem Finger auf den Schuldigen gedeutet. Und es hat auch nicht den Verteidigungsminister Gavin Williamson und andere aufgehalten, das selbe zu tun. Die Medien waren schamlos. Sanktionen wurden angedroht. England könnte sich aus der Weltmeisterschaft zurückziehen.

 

Hier ein paar Fragen, die die „Gesetz“-Geber beantworten sollten: Wie soll jetzt eigentlich noch im Entferntesten die Möglichkeit bestehen, eine faire Untersuchung durchzuführen, geschweige denn eine freie und faire Verhandlung, wenn ihr schon öffentlich erklärt habt, wer dahinter steckt? Habt ihr diese Möglichkeit nicht für immer zerstört? Kümmert euch das?

 

Ich kann gar nicht sagen wie traurig mich dieses Verhalten macht. Ich möchte gerne Gewissheit haben, dass eine faire Untersuchung stattfindet. Ich will die Beweise in einer öffentlichen Verhandlung sehen, dass die Beschuldigten und ihre Anwälte Zugang zu den Beweisen haben. Ich will über jeden berechtigte Zweifel Vertrauen in das Urteil des Gerichts haben. Jeder, der sich für diesen Fall interessiert, sollte das wollen. Es nennt sich Wahrheit und es nennt sich Gerechtigkeit. Vergilbte, alte Vorstellungen, ich weiß. Aber wie soll eine vernünftige Person jetzt noch Vertrauen in die Untersuchung und deren Auswirkungen haben, wenn unsere Regierung schon den Schuldigen benannt und Strafen angedroht hat, bevor die Ermittler auch nur über die grundlegendsten Beweisstücke Sicherheit haben?

 

Gemäß Mrs Mays Stellungnahme ist das einzige entdeckte Beweisstück derzeit, dass der Giftstoff Novichok war, das ist ein Nervengift, das in den 1970ern und 1980ern in der UdSSR entwickelt wurde. Verzeiht mir, wenn ich über diese Behauptung etwas skeptisch bin. Gemäß vielen Berichten ist Novichok acht Mal giftiger als dass Nervengas VX. Und trotzdem leben Mr Skripal und seine Tochter noch. Novichok ist offensichtlich acht Mal giftiger als das Nervengas VX. Und trotz der Tatsache, dass die Behörden behaupten, man hätte Spuren davon im Restaurant Zizzi und im Mill Pub gefunden, ist Detective Sergeant Nick Baley der Einzige, der ernsthaft erkrankt ist. Novichok ist offensichtlich acht Mal so giftig wie Nervengas, aber die Behörden raten den Menschen, die in dem Pub oder dem Restaurant waren, „persönliche Gegenstände wie Handys, Handtaschen und andere elektronische Geräte mit Reinigungs- oder Babytüchern abzuwischen und die Tücher in den Mülleimer zu werfen (den gewöhnlichen heimischen Mülleimer)“. Dass tödliche Nervengift Novichok, das acht Mal so giftig ist wie VX, kann man also mit Babytüchern bekämpfen? Da stimmt doch etwas nicht, oder?

 

Aber sagen wir mal, es könnte so sein. Angenommen es war Novichok. Und? Beweist das, dass „die Russen haben's getan“? Nur, wenn der Gebrauch von VX Nervengas irgendwo auf der Welt beweisen würde, dass es „die Briten waren“, denn VX wurde in Porton Down (Anm.d.Ü.: das Biowaffen-Labor des britischen Militärs) entwickelt, das nicht weit von Salisbury entfernt liegt. Aber das zählt nicht, nicht wahr?

 

Ach ja, und dann ist da die Tatsache, dass Novichok vom Soviet State Scientific Research Institute for Organic Chemistry and Technology in Nukus, Usbekistan produziert wurde. Laut Wikipedia:

 

Seit seiner Unabhängigkeit 1991 hat Usbekistan mit der Regierung der Vereinigten Staaten zusammengearbeitet, um die Stätten abzubauen und zu entgiften, in denen Novichok und andere chemische Waffen getestet und entwickelt wurden.“

 

Ich kann mir vorstellen, dass die Vereinigten Staaten wissen wie man Novichok produziert und ich wäre überrascht, wenn die Kumpels in Porton Down davon nichts wüssten.

 

Von allem anderen abgesehen will uns die britische Regierung glauben machen, dass der russische Staat gerade versucht hat, ein oder gar zwei Menschen zu vergiften und dabei eine Substanz gewählt hat, von der man wusste, dass sie deswegen beschuldigt würde. Wie gesagt, das ist möglich, aber es grenzt an Irrsinn, oder?

 

Versteht mich nicht falsch, ich gebe in keinster Weise einen Kommentar dazu ab, ob die Schlussfolgerung der britischen Regierung letztendlich richtig oder falsch ist. Ich habe keine Ahnung. Ich möchte nur sagen, dass, falls der einzige präsentierte Beweis für ihre Schlussfolgerung der ist, dass Novichok verwendet wurde, sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht im entferntesten die Art von Beweis besitzen, die ihnen ihre bereits erreichte Schlussfolgerung erlaubt. So einfach ist das.

 

Wie sieht's mit anderen Verdächtigen und Motiven aus? Gibt es welche? Natürlich gibt es die. Herr Skripal wurde Mitte der 1990er von einem MI6-Agenten angeworben, den die britische Presse nicht nennen möchte, den die amerikanischen Medien jedoch identifiziert haben. https://edition.cnn.com/2018/03/08/world/sergei-skripal-spy-war/index.html

 

Darüber hinaus lebt dieser Agent ebenfalls in Salisbury und hat sich, so zahlreiche Presseberichte, regelmäßig mit Skripal in einem Restaurant der Stadt getroffen.

 

Der Telegraph berichtet, dass dieser Agent für Orbis Business Intelligence Ltd arbeitete. Interessant, nicht wahr? Und wenn ich euch sage, dass Orbis Business Intelligence Ltd zufällig die Organisation ist, in der Christopher Steele den Vorsitz hatte, der Autor des berüchtigten „Trump Dossiers“? Mit anderen Worten: Skripals MI6-Agent und Betreuer, der in der selben Stadt lebte und sich regelmäßig mit ihm traf, arbeitete für jenen Mann, der für das Dokument verantwortlich war, das der Hauptgrund für die ganzen Verschwörungsvorwürfe zu Trump/Russland ist. Das beweist natürlich keine direkte Verbindung zwischen Mr Steele und Mr Skripal und unterstellt auch nicht, dass die Vergiftung von Mr Skripal damit zusammenhängt. Aber das ist mit Sicherheit eine extrem interessante mögliche Verbindung, die in einer freien und fairen Untersuchung betrachtet würde.

 

Aber leider hat die britische Regierung so etwas unmöglich gemacht, mit möglicherweise horrenden Folgen.


https://www.telesurtv.net/english/opinion/From-the-End-of-History-to-the-End-of-Truth-20180311-0017.html

 

Vom Ende der Geschichte zum Ende der Wahrheit

 

von Tortilla Con Sal, 12.03.2018

 

 

Man kann sich über Fukuyamas triumphalistische und voreilige Schrift (Das Ende der Geschichte) lustig machen, und es ist heute allgemein bekannt, dass die Konzerneliten der USA und ihre europäischen und pazifischen Gegenstücke rund um die Welt zunehmend an Macht und Einfluss verlieren. Ebenso bekannt ist die Beobachtung, dass diese westlichen Eliten und ihre vorgeschobenen Politiker während der letzten 20 Jahre versucht haben, ihre Kontrolle über die entsprechenden neokolonialen Einflussgebiete zu sichern. Die Mächte der Europäischen Union haben das in Osteuropa und Afrika getan, am offensichtlichsten, aber nicht nur, in der Ukraine, Libyen, Elfenbeinküste, Mali und der Zentralafrikanischen Republik. Entsprechend haben die Vereinigten Staaten gehandelt, um ihren Einfluss in Lateinamerika und der Karibik zu sichern, sie haben praktisch Venezuela den Krieg erklärt, den Wirtschafts- und Psychologie-Krieg gegen Kuba aufrechterhalten und intervenieren auch woanders mehr oder weniger offen.

 

Zu den Buhmännern der westlichen Medien gehörten – bevor sie starben – Fidel Castro, Hugo Chavez und Muammar al Gaddafi. Jetzt gehören neben Xi Jinping und Nicolas Maduro auch Wladimir Putin und Bashar al-Assad dazu. Zusammen mit diesen und anderen Weltführern war auch Nicaraguas Daniel Ortega permanent das Ziel endloser und wiederholter Hasskampagnen der westlichen Medien. Diese lange währende und völlig offensichtliche Medienstrategie bereitet regelmäßig und ungeniert die Massenmeinung für eine Aggression der westlichen Regierungen gegen die gerade ausgewählte Regierung vor. Niemandem, der diese Vorgänge aufmerksam verfolgt, wird entgangen sein, welche führende Rolle die Nichtregierungsorganisationen (NGOs) bei der Offensive westlicher Eliten gegen den Widerstand politischer Führer und Bewegungen rund um die Welt spielen.

 

In nahezu jedem Fall haben die Westler Interventionen provoziert, von Venezuela 2002 über Haiti 2004, Bolivien 2008, Honduras 2009, Ecuador 2010, Elfenbeinküste, Libyen und Syrien 2011, bis zur Ukraine 2014. Und die westlichen Medien haben absichtlich irreführende und krass täuschende Berichte westlicher NGOs benutzt, um ihre eigenen Falschberichte der Ereignisse zu unterstützen. Im Fall von Nicaragua haben die üblichen, nicht vertrauenswürdigen NGO-Verdächtigen wie Amnesty International, Transparency International und Global Witness in einer Tour irreführende Berichte und Stellungnahmen veröffentlicht und damit den Präsidenten Daniel Ortega und seine Regierung angegriffen und beschädigt. Im Allgemeinen sind ihre Berichte schwer voreingenommen und unverhältnismäßig, bedenkt man den regionalen Kontext von nicht vergleichbaren schrecklichen Ereignissen und die erbärmlichen Zustände sonstwo in Lateinamerika, aber genauso oft sind sie einfach komplett unwahr.

 

Ein jüngstes Beispiel: Global Witness hat festgestellt, dass Nicaraguas Kanalprojekt „von keinen Umweltstudien und keiner Beteiligung der ansässigen Bevölkerung begleitet wurde“. Diese beiden Feststellungen sind komplett unwahr. Aber diese Große Lüge als Wiederholung ist die Vorgehensweise der westlichen Eliten, die Firmen wie Global Witness, Amnesty International und andere einflussreiche NGOs wie International Crisis Group und Transparency International finanzieren. Zum Beispiel behauptet Amnesty International: „Wir sind unabhängig von jeder Regierung, jeder politischen Ideologie, von ökonomischen Interessen oder Religion.“ Aber es muss ständig daran erinnert werden, dass viele im Vorstand von Amnesty International und die meisten ihrer hochrangigen Mitarbeiter, die für die Berichte der Organisation verantwortlich sind, ideologisch tief verwurzelt sind und Verbindungen zu Konzern-dominierten NGOs wie Purpose, Open Society Institute, Human Rights Watch und anderen haben.

 

Es sollte auch wiederholt werden, dass Global Witness im Jahr 2016 Millionen Dollars von George Soros' Open Society Foundation, von Pierre Omidyars Omidyar Network, der Ford Foundation und NATO-Regierungen erhalten hat. Die Vorstände und Beraterstäbe dieser NGOs setzen sich hauptsächlich aus Menschen aus den westlichen Eliten des neokolonialen Nichtregierungs-Sektors zusammen. Viele von ihnen haben auch einen starken Hintergrund in Konzerngeschäften. Sie alle wechseln leicht von einem hochbezahlten westlichen NGO-Job zum nächsten und dienen den außenpolitischen Zielen der NATO-Länder. Cory Morningstar hat die globale, politische Pro-NATO-Agenda von in den USA stationierten Organisationen wie Avaaz und Purpose aufgedeckt. Und hat angemerkt: „Hauptaufgabe des non-profit Industrie-Komplexes ist und war es immer, genau jenes System zu schützen, gegen das man angeblich ist.“

http://www.theartofannihilation.com/about-the-author/

 

2017 ist es bereits zu einer Binsenweisheit geworden, dass die westlichen NGOS „als der weiche, auswärtige Arm für die Angriffe mit psychologische Kriegsführung der Außenpolitik der NATO-Staaten agieren, das liberale und progressive Publikum attackieren, um dessen Zustimmung für ausländische Aggression und Einschüchterung gegen Regierungen und Bewegungen zu gewinnen, die von der NATO aufs Korn genommen werden. Zu diesem Zweck nutzen sie in täuschender Absicht die Empfänglichkeit von Liberalen und Progressiven bezüglich Fragen zur Umwelt, der Humanität und des Menschenrechts aus.“ Was in der gegenwärtigen Lage immer deutlicher wird: Diese westlichen NGOs und ihre Medienkumpane sind so selbstsicher dass sie komplette Lügen veröffentlichen, denn Tatsachen zu berichten, das spielt keine Rolle mehr. Die öffentliche Debatte im Westen ist so minderwertig, so zusammenhanglos und zerstückelt, dass die Wahrheit nahezu völlig irrelevant geworden ist. Alles was noch zählt ist die Macht, eine Version eines Ereignisses durchzudrücken, egal wie falsch und unwahr sie sein mag.

 

Diese düstere Medienrealität hängt eng mit der Politisierung rechtlicher und administrativer Vorgänge im nationalen Leben der Länder ganz Lateinamerikas zusammen. Die fadenscheinigen Justizprozesse gegen Dilma Rouseff und Lula da Silva in Brasilien, gegen Milagro Sala und Christina Fernandez in Argentinien, gegen Jorge Glas und ganz bestimmt bald gegen Rafael Correa in Ecuador basieren alle auf den gleichen verräterischen und künstlichen Zusammenhängen und der völligen Missachtung faktischer Beweise, wenn Propagandaberichte westlicher Medien und NGOs Venezuela, Bolivien, Kuba und Nicaragua angreifen. Es ist zwingend notwendig, die lächerliche liberale Annahme zu überwinden, dass die Eliten der Region, mit dem Vorteil einer 200-jährigen Gestaltung und Kontrolle über das Rechtssystem und die Medien ihrer Länder irgendwie hochtrabende Bekenntnisse über eine „Gewaltenteilung“ respektieren würden.

      


https://journal-neo.org/2018/03/08/why-the-west-cannot-stomach-russians/

 

Warum der Westen die Russen nicht ausstehen kann

 

von Andre Vltchek, 08.03.2018

 

 

Wenn es um Russland oder die Sowjetunion geht, dann werden die Berichte und historischen Erinnerungen verschwommen, zumindest im Westen und all den „Satellitenstaaten“.

 

Märchen vermischen sich mit der Realität, während weltweit in das Unterbewusstsein von Millionen Menschen meisterhaft Erfindungen eingepflanzt werden. Russland ist ein riesiges Land, ja es ist flächenmäßig das größte Land der Erde. Es ist dünn besiedelt. Es ist tiefgründig und wie ein Klassiker einst schrieb: „Es ist unmöglich, Russland mit einem Gehirn zu verstehen. Man kann nur daran glauben.“

 

Der westliche Verstand mag im allgemeinen keine unbekannten, spirituellen und komplexen Dinge. Seit der „alten Zeit“, insbesondere seit den Kreuzzügen und den monströsen kolonialistischen Expeditionen in alle Ecken der Welt wurden den Westlern Fabeln über ihre eigenen „noblen Taten“ erzählt, ausgeführt zur Plünderung von Ländern. Alles musste klar und einfach sein: „Tugendhafte Europäer haben die Wilden zivilisiert und das Christentum verbreitet, und dadurch wurden diese finsteren, armen primitiven Seelen eigentlich gerettet.“

 

Natürlich starben dabei Millionen von Menschen und weitere zig Millionen kamen in Fesseln und wurden als Sklaven in die „Neue Welt“ gebracht. Gold, Silber und andere Schätze, aber auch die Sklavenarbeit hat für all die europäischen Paläste, Eisenbahnen, Universitäten und Theater bezahlt (und tut es immer noch). Aber das spielte keine Rolle, denn das Blutvergießen war zumeist etwas Abstraktes und weit weg von den hoch sensiblen Augen der westlichen Öffentlichkeit.

 

Die Westler mögen es einfach, besonders wenn es um die moralische Definition von „gut und böse“ geht. Es macht nichts, wenn die Wahrheit systematisch „bearbeitet“ wird, oder wenn die Realität gar völlig fabriziert wurde. Was zählt ist, dass es keine tiefe Schuld und keinen Gewissenskampf gibt. Westliche Herrscher und ihre Meinungsmacher kennen ihre Menschen – ihre „Subjekte“ – nur zu genau, und meistens geben sie ihnen das was sie erwarten. Die Herrscher und ihre Beherrschten leben im allgemeinen in einer Symbiose. Sie zanken sich untereinander, aber meistens haben sie die selben Ziele: gut zu leben, sehr gut zu leben, solange andere dafür bezahlen; mit ihren Reichtümern, mit ihrer Arbeit und oft mit ihrem Blut.

 

Aus kultureller Sicht hassen es die meisten Europäer und Nordamerikaner, für ihre Prasserei die Rechnung zu bezahlen; sie lehnen es sogar ab zuzugeben, dass sie auf großem Fuß leben. Sie fühlen sich gern als Opfer. Sie fühlen sich gerne als „missbraucht“. Sie sehen sich gerne in der Rolle jener, die sich für den Rest der Welt aufopfern.

 

Und darüber hinaus hassen sie die echten Opfer: Jene, die sie ermordet, missbraucht, ausgebeutet und beleidigt haben, und das seit Jahrzehnten und Jahrhunderten.

 

Die jüngsten „Flüchtlingskrisen“ zeigen die Verachtung der Europäer für ihre Opfer. Menschen, die sie reich gemacht und dabei alles verloren haben, werden erniedrigt, verachtet und beleidigt. Seien es Afghanen oder Afrikaner, Menschen aus dem Nahen Osten oder Südasiaten. Oder Russen. Aber Russen fallen in eine eigene Kategorie.

 

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Viele Russen sehen weiß aus. Die meisten von ihnen essen mit Messer und Gabel, sie trinken Alkohol, sind Meister in klassischer Musik, Poesie, Literatur, Wissenschaft und Philosophie.

 

In den Augen von Westlern sehen sie normal aus, aber das sind sie nicht.

 

Russen wollen immer „etwas anders“ sein; sie weigern sich, nach den westlichen Regeln zu spielen.

 

Sie verlangen stur, dass sie anders bleiben, und dass man sie allein lässt.

 

Wenn sie angegangen, wenn sie angegriffen werden, dann kämpfen sie.

 

Sie greifen selten zuerst an, sie marschieren so gut wie nie ein.

 

Aber wenn sie bedroht werden, wenn sie angegriffen werden, dann kämpfen sie mit gewaltiger Kraft und sie verlieren nie. Dörfer und Städte verwandeln sich in Gräber der Invasoren. Millionen sterben während sie ihr Vaterland verteidigen, aber das Land überlebt. Und das passiert immer und immer wieder, die westlichen Horden haben über Jahrhunderte russisches Land überfallen und niedergebrannt, aber nie ihre Lektion gelernt und nie ihren finsteren Traum aufgegeben, diesen stolzen und entschlossenen Koloss zu erobern und zu kontrollieren.

 

Im Westen mögen sie es nicht, wenn sich jemand verteidigt, wenn man gegen einen kämpft, vor allem nicht wenn der gewinnt.

 

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Aber es kommt noch schlimmer.

 

Russland hat eine schreckliche Angewohnheit … es verteidigt nicht nur sich und sein Volk, sondern es kämpft auch für andere und schützt die kolonisierten und ausgeplünderten Nationen und jene, die ungerechtfertigt angegriffen wurden.

 

Russland hat die Welt vor den Nazis gerettet. Es hat das für einen horrenden Preis getan, 25 Millionen Männer, Frauen und Kinder, aber es hat es getan; mutig, stolz und selbstlos. Der Westen hat der Sowjetunion auch diesen monumentalen Sieg nie verziehen, denn das war selbstlos und selbst aufopfernd, und das steht in direktem Widerspruch zu seinen eigenen Prinzipien und ist daher „extrem gefährlich“.

 

Das russische Volk hat sich erhoben; es hat in der Revolution 1917 gekämpft und gesiegt. Ein Ereignis, das den Westen mehr als alles andere zu Tode erschrocken hat, weil es versucht hat, eine völlig egalitäre, klassenlose und rassisch blinde Gesellschaft zu errichten. Das war auch die Geburtsstunde des Internationalismus, ein Ereignis, das ich vor kurzem in meinem Buch „The Great October Socialist Revolution: Impact on the World and the Birth of Internationalism“ beschrieben habe.

 

Der sowjetische Internationalismus hat gleich nach dem 2. Weltkrieg direkt und indirekt Dutzenden Ländern auf allen Kontinenten geholfen, sich gegen den europäischen Kolonialismus und den nordamerikanischen Imperialismus zu erheben und zu kämpfen. Der Westen und insbesondere Europa haben dem Sowjetvolk allgemein und den Russen insbesondere nie vergeben, dass sie bei der Befreiung ihrer Sklaven halfen.

 

Das war der Zeitpunkt, als die größte Propagandawelle der Menschheitsgeschichte ins Rollen kam. Von London bis New York, von Paris bis Toronto wurde ein Netzwerk aus anti-sowjetischer und insgeheim anti-russischer Hysterie aufgezogen, mit einer monströs zerstörerischen Kraft. Es wurden Zehntausende „Journalisten“, Geheimdienstler, Psychologen, Historiker und Akademiker angestellt. Nichts sowjetisches, nichts russisches wurde verschont (außer jenen glorifizierten und oft „fabrizierten“ russischen Dissidenten).

 

Die Exzesse der großen, sozialistischen Oktoberrevolution und die Zeit vor dem 2. Weltkrieg wurden systematisch fabriziert, übertrieben und dann in die historischen Bücher und in die Sichtweise der Massenmedien des Westens eingeritzt. In diesen Märchen steht nichts über die bösartigen Invasionen und Angriffe aus dem Westen, die den jungen bolschewistischen Staat zerstören wollten. Selbstverständlich war da kein Platz für die monströsen Grausamkeiten der Briten, Franzosen, US-Amerikaner, Tschechen, Polen, Japaner und der Deutschen.

 

Der sowjetischen und russischen Sicht wurde so gut wie nie gestattet, in die monolithische und einseitige Sichtweise der westlichen Propaganda einzudringen.

 

Die westliche Öffentlichkeit hat wie gehorsame Schafe die Desinformation gefressen, mit der man sie fütterte. Und viele Menschen in den westlichen Kolonien und „Satellitenstaaten“ haben es ebenso getan. Einer großen Anzahl der kolonisierten Menschen wurde beigebracht, sich selbst für ihr Elend die Schuld zu geben.

 

Und dann geschah das absurdeste, aber irgendwie logische Ereignis: viele Männer, Frauen und gar Kinder in der UdSSR sind der westlichen Propaganda erlegen. Anstatt zu versuchen, ihr nicht perfektes, aber immer noch großartig progressives Land umzugestalten, haben sie aufgegeben, wurden zynisch, aggressiv „desillusioniert“, korrupt und naiv, aber streng pro-westlich.

 

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Es war das erste und höchstwahrscheinlich letzte Mal in der Geschichte, dass Russland vom Westen besiegt wurde. Es geschah mit Täuschung, mit schamlosen Lügen, mit westlicher Propaganda.

 

Was folgte, das kann man durchaus als einen Völkermord bezeichnen.

 

Zuerst wurde die Sowjetunion nach Afghanistan gelockt, dann wurde sie durch den dortigen Krieg tödlich verwundet, durch einen Rüstungswettlauf mit den Vereinigten Staaten und letztendlich durch eine Propaganda, die buchstäblich wie Lava aus den verschiedenen westlichen, staatlich gesponserten Radiosendern floss. Natürlich spielten auch örtliche „Dissidenten“ eine wichtige Rolle.

 

Unter Gorbatschow, einem „nützlichen Idioten“ des Westens, wurden die Dinge extrem bizarr. Ich denke nicht dass er bezahlt wurde um sein eigenes Land zu ruinieren, aber er hat nahezu alles unternommen um es in den Abgrund zu reiten; genau das was Washington von ihm wollte. Und dann hat sich eine mächtige und stolze Union der sozialistischen Sowjetrepubliken vor aller Welt im Todeskampf geschüttelt, laut aufgeschrien und ist zusammengebrochen; ein schmerzhafter und rascher Tod.

 

Es entstand ein neues, turbo- kapitalistisches, räuberisches und wirr pro-westliches Russland. Ein Russland, das von dem Alkoholiker Boris Jelzin regiert wurde; einem Mann, der von Washington, London und anderen westlichen Machtzentren geliebt und unterstützt wurde.

 

Das war ein völlig unnatürliches, krankes Russland – zynisch und leidenschaftslos, errichtet auf den Ideen anderer – ein Russland von Radio Liberty und Voice of America, der BBC, der Schwarzmarkthändler, der Oligarchen und multinationalen Konzerne.

 

Der Westen wagt es jetzt zu behaupten, dass sich die Russen in irgendwas in Washington eingemischt hätten? Haben die den Verstand verloren?

 

Washington und andere westliche Hauptstädte haben sich nicht nur „eingemischt“, sie haben offen die Sowjetunion in Stücke zertrümmert und dann sind sie auf einem Russland herumgetrampelt, das zu dem Zeitpunkt halb tot war. Ist das alles vergessen, oder ist die westliche Öffentlichkeit sich dessen völlig „unbewusst“, was in diesen dunklen Tagen geschah?

 

Der Westen spuckte weiter auf dieses verarmte und verletzte Land und weigerte sich, internationale Abkommen und Verträge einzuhalten. Es wurde keine Hilfe angeboten. Die Multis wurden von der Leine gelassen und begannen damit, die staatlichen russischen Firmen zu „privatisieren“. Im Grunde haben sie all das gestohlen, was die sowjetischen Arbeiter mit ihrem Schweiß und ihrem Blut über Jahrzehnte aufgebaut hatten.

 

Einmischung? Ich wiederhole: es war eine direkte Intervention, eine Invasion, ein Griff nach den Ressourcen, schamloser Diebstahl! Ich möchte darüber lesen und schreiben, aber wir hören nicht mehr viel darüber, oder?

 

Jetzt erzählt man uns, Russland sei paranoid, dass sein Präsident paranoid sei! Der Westen lügt ohne mit der Wimper zu zucken; und tut so als hätte man nicht versucht, Russland zu ermorden.

 

Jene Jahre … diese pro-westlichen Jahre, als Russland ein halber Satellitenstaat des Westens wurde, oder nennt es eine Halb-Kolonie! Von außerhalb kam kein Mitleid, kein Mitgefühl. Viele der Idioten – diese Sofaintellektuellen aus Moskau und der Provinz – sind plötzlich aufgewacht, aber es war zu spät. Viele von ihnen hatten nichts mehr zu essen. Sie haben bekommen wonach sie verlangt haben: nach westlicher „Freiheit und Demokratie“, und nach westlichem Kapitalismus oder kurz gesagt: dem totalen Kollaps.

 

Ich erinnere mich gut daran, wie es „damals“ war. Ich kam wieder nach Russland zurück, erschrocken, arbeitete in Moskau, Tomsk, Nowosibirsk und Leningrad. Akademiker der Akadem Gorodok außerhalb von Nowosibirsk haben in der bitteren Kälte, in den finsteren Passagen der U-Bahn von Nowosibirsk ihre Lehrbücher verhökert … Ansturm auf die Banken … Alte Rentner starben hinter ihren massiven Türen der Betonblöcke an Hunger und Kälte … nicht gezahlte Löhne und hungernde Bergarbeiter und Lehrer.

 

Russland unter der tödlichen Umarmung des Westens, das einzige und hoffentlich letzte Mal! Ein Russland, dessen Lebenserwartung auf schwarzafrikanischen Standard gesunken war. Ein erniedrigtes Russland, wild und in schrecklichem Schmerz.

 

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Aber der Albtraum währte nicht lange.

 

Und das was geschah – diese kurzen, aber schrecklichen Jahre unter Gorbatschow und Jelzin, aber vor allem unter dem westlichen Diktat – es wird nie vergessen, nie vergeben werden.

 

Die Russen wissen ganz genau, was sie nicht wollen, nie wieder!

 

Russland ist wieder aufgestanden. Riesig, empört und dazu entschlossen, sein eigenes Leben zu führen, auf seine eigene Art. Von einem verarmten, erniedrigten und ausgeraubten Land, dem Westen zu Diensten, hat sich das Land in wenigen Jahren zu einem freien und unabhängigen Russland entwickelt, das wieder zu den am meisten entwickelten und mächtigsten Länder der Erde zählt.

 

Und wie vor Gorbatschow ist Russland wieder in der Lage, jenen Ländern zu helfen, die unter den ungerechten und bösartigen Angriffen des westlichen Imperiums leiden.

 

Ein Mann, der diese Renaissance anführt, ist Präsident Wladimir Putin, er ist streng, aber Russland und die Welt sind in großer Gefahr – das ist keine Zeit für Schwächlinge.

 

Präsident Putin ist nicht perfekt (wer ist das schon?), aber er ist ein wahrer Patriot und darf ich hinzufügen, ein Internationalist.

 

Jetzt hasst der Westen wieder Russland und seinen Führer. Kein Wunder, ein unbesiegtes, starkes und freies Russland ist der schlimmste vorstellbare Feind für Washington und seine Leutnante.

 

So fühlt sich der Westen, nicht Russland. Trotz allem was man ihm angetan hat, trotz zig Millionen verlorener und ruinierter Leben war Russland immer kompromissbereit, ja gar zu vergeben, wenn nicht zu verzeihen.

 

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Da steckt etwas zutiefst krankhaftes in der Psyche des Westens. Außer einer vollen und bedingungslosen Unterwerfung kann man nichts akzeptieren. Sie müssen kontrollieren, am Ruder sein und immer oben auf. Man muss sich außergewöhnlich fühlen. Selbst wenn man mordet und den gesamten Planeten ruiniert besteht man darauf, sich dem Rest des Planeten überlegen zu fühlen.

 

Dieser Glaube an den Exzeptionalismus ist die wahre westliche Religion, noch mehr als das Christentum, das seit Jahrzehnten dort keine wichtige Rolle spielt. Der Exzeptionalismus ist fanatisch, er ist fundamentalistisch und unbestreitbar.

 

Er besteht auch darauf, dass seine Sichtweise die einzige auf der Welt ist. Dass der Westen als der moralische Führer angesehen wird, als der Leuchtturm des Fortschritts, als der einzig kompetente Richter und Guru.

 

Die Lügen stapeln sich auf einem Haufen aus Lügen. Es ist wie mit allen Religionen: je absurder die Pseudo-Realität ist, desto brutaler und extremer werden die Methoden, um sie aufrecht zu halten. Je lächerlicher die Fabrikationen sind, desto mächtiger werden die Techniken, die man benutzt, um die Wahrheit zu unterdrücken.

 

Heute sind Hunderttausende „Akademiker“, Lehrer, Journalisten, Künstler, Psychologen und andere hoch bezahlte Profis vom Imperium angestellt, und zwar nur aus zwei Gründen – die westliche Sichtweise zu glorifizieren und alles zu diskreditieren was dem im Weg steht; wagt es nicht, das anzuzweifeln.

 

Russland ist der am meisten gehasste Gegner des Westens, kurz vor China, Russlands engem Verbündeten.

 

Die vom Westen losgelassene Propaganda ist so krank, so intensiv, dass selbst einige der europäischen und nordamerikanischen Bürger anfangen, die Märchen aus Washington, London und sonst wo in Frage zu stellen.

 

Wo man sich auch hinwendet, ist da eine gewaltiges Potpourri aus Lügen, halben Lügen und Halbwahrheiten; ein komplexer und undurchschaubarer Sumpf aus Verschwörungstheorien. Russland wird angegriffen, wegen der Einmischung in die inneren Angelegenheiten der USA, wegen der Verteidigung Syriens, weil es für wehrlose und eingeschüchterte Länder einsteht. Weil es seine eigenen mächtigen Medien hat, weil seine Athleten dopen, weil es immer noch kommunistisch ist, weil es nicht mehr sozialistisch ist; kurzum: für alles vorstellbare und unvorstellbare.

 

Die Kritik an dem Land ist so durchdringend und irrsinnig, dass man sich diese sehr legitime Frage stellt: „Wie sieht es mit der Vergangenheit aus? Wie sieht es mit der westlichen Sichtweise über die sowjetische Vergangenheit aus, insbesondere die post-revolutionäre Periode und die Periode zwischen den beiden Weltkriegen?“

 

Je mehr ich die heutige westliche anti-russische und anti-chinesische Propaganda analysiere, um so entschlossener bin ich, die westliche Sichtweise bezüglich der sowjetischen Geschichte zu studieren und darüber zu schreiben. Ich plane definitiv, diese Dinge in Zukunft zu untersuchen, zusammen mit meinen Freunden – russischen und ukrainischen Historikern.

 

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In den Augen des Westens sind Russen „Verräter“.

 

Anstatt sich den Plünderern anzuschließen, haben sie sich für die „Elenden der Erde“ eingesetzt, in der Vergangenheit und heute. Sie haben sich geweigert, ihr Vaterland zu verkaufen und ihr eigenes Volk zu versklaven. Ihre Regierung unternimmt alles, damit Russland autark wird, völlig unabhängig, wohlhabend, stolz und frei.

 

Denkt daran, dass „Freiheit“, „Demokratie“ und viele andere Begriffe in den verschiedenen Teilen der Welt völlig verschiedene Dinge meinen. Was im Westen geschieht, das würde in Russland oder in China niemals als „Freiheit“ beschrieben werden, und umgekehrt.

 

Frustrierte, zusammenbrechende, zerstückelte und egoistische Gesellschaften in Europa und Nordamerika inspirieren nicht einmal mehr die eigenen Bevölkerungen. Sie flüchten jährlich zu Millionen nach Asien, Lateinamerika und sogar nach Afrika. Eine Flucht vor der Leere, der Bedeutungslosigkeit und der emotionalen Kälte. Aber es ist nicht Aufgabe Russlands oder Chinas, ihnen zu sagen wie sie leben oder nicht leben sollen!

 

In der Zwischenzeit brauchen und müssen sich große Kulturen wie Russland und China vom Westen nicht sagen lassen, was Freiheit und was Demokratie ist.

 

Sie greifen den Westen nicht an, und sie erwarten für sich das selbe.

 

Es ist wirklich peinlich, dass jene Länder, die für Hunderte von Völkermorden verantwortlich sind, für Hunderte von Millionen ermordeter Menschen auf sämtlichen Kontinenten, es immer noch wagen, andere zu belehren.

 

Viele Opfer haben Angst sich zu äußern.

 

Russland nicht.

 

Es ist gefasst und großzügig, aber voll dazu entschlossen, sich wenn notwendig zu verteidigen; sich selbst, aber auch viele andere Menschen, die auf diesem wunderschönen, aber zutiefst verletzten Planeten leben.

 

Die russische Kultur ist enorm: von der Poesie und Literatur bis zur Musik, dem Ballett, der Philosophie … russische Herzen sind weich, sie schmelzen leicht, wenn man sie mit Liebe und Höflichkeit anspricht. Aber wenn Millionen Leben unschuldiger Menschen bedroht werden, dann verwandeln sich die Herzen und Muskeln der Russen schnell zu Stein und Stahl. Während solcher Momente, wenn nur ein Sieg die Welt retten kann, dann ist die russische Faust hart und das gleiche gilt für die russische Rüstung.

 

Dem russischen Mut hat der sadistische, aber feige Westen nichts entgegenzusetzen.

 

Sowohl Hoffnung als auch Zukunft bewegen sich unumkehrbar zum Osten hin.

 

Und deshalb wird Russland vom Westen so verzweifelt gehasst.

     


Artwork: William Banzai 7

 

https://steemit.com/censorship/@caitlinjohnstone/tell-me-more-about-how-google-isn-t-part-of-the-government-and-can-therefore-censor-whoever-it-wants

 

Soll mir noch einer sagen, Google wäre nicht Teil der Regierung und könne daher zensieren wie es will

 

von Caitlin Johnstone, 08.03.2018

 

 

Wenn man einem Establishment-Demokraten erzählt, dass Googles Verstecken und Entfernen von Inhalten eine gefährliche Form der Zensur ist, dann verwandelt der sich auf magische Weise vor deinen Augen in eine Ayn Rand:

 

Das ist eine private Firma und die kann mit ihrem Eigentum machen was sie will“, sagen sie dann. „Es ist schwachsinnig zu behaupten, dass eine Privatfirma, die ihre eigenen Angelegenheiten regelt, das gleiche sei wie eine Regierungszensur!“

 

Das ist nach außen hin absurd, denn Google kann man in keiner sinnvollen Weise von der Regierung trennen. Seit seiner Erfindung war es finanziell mit US-Geheimdiensten verflochten, man bekam Forschungsgelder von der CIA und NSA für Massenüberwachung, man pumpt riesige Geldmengen in das Lobbying und in Washingtoner Denkfabriken, hat eine kuschelige Beziehung mit der NSA und zahlreichen Rüstungsfirmen.

 

Einige der Partnerschaften von Google mit der Geheimdienstgemeinde sind so eng und kollegial und bestehen schon so lange, dass es schwierig wird zu unterscheiden, wo Google Inc aufhört und Spionageoperationen der Regierung anfangen“, schrieb der Journalist Yasha Levine 2014 im Pando Daily. Überschrift: „Oakland Emails liefern einen kurzen Einblick in den Google-Militär-Überwachungskomplex“

https://pando.com/2014/03/07/the-google-military-surveillance-complex/

 

Der Kauf von Keyhole war ein großer Meilenstein für Google und stellt den Moment dar, an dem die Firma aufgehört hat, eine reine Konsumenten-orientierte Internetfirma zu sein und damit begann, sich in die US-Regierung zu integrieren“, schrieb Levine kürzlich in einem Blogpost über sein Buch „Surveillance Valley“. „Während das Public Relation-Team von Google sein Bestes tat, um die Firma weiter mit der falschen Aura zu umhüllen, man sei unbedarft uneigennützig, haben die Firmenvorstände eine aggressive Strategie verfolgt, die Firma zu einem Lockheed Martin des Internets zu machen.“

(Anm.d.Ü.: zu Keyhole siehe): https://de.wikipedia.org/wiki/Keyhole

 

Und jetzt erfahren wir von Gizmondo, dass Google dem Drohnenprogramm des Pentagon mit AI (künstlicher Intelligenz) hilft.

 

 

Ein Sprecher von Google erzählte angeblich Gizmondo, dass die Innovationen, die man zu dem Projekt Maven des Verteidigungsministeriums (DoD) beiträgt, „ausschließlich für nicht-offensive Zwecke dienen“. Das ist so als wenn man sagt, die Bierkrüge, die man an die Burschenschaft liefert, seien nur „für den nicht-alkoholischen Gebrauch“ da. Das DoD und sein Drohnenprogramm existiert, um Feinde des US-Imperiums aufzuspüren und zu töten, und Google wird ihnen dabei helfen.

 

Das Ministerium kündigte letztes Jahr an, dass die AI-Initiative nur etwas mehr als ein halbes Jahr nach seiner Ankündigung von Geheimdienst-Analysten für Drohnen-Angriffe gegen ISIS benutzt wurde, an einem ungenannten Ort im Nahen Osten“, berichtet The Intercept zu der Story.

 

Google lässt sich nicht länger von der US-Regierung unterscheiden wie Lockheed Martin oder Raytheon, und man gibt ihm dennoch eine nie dagewesene Befugnis über die menschliche Sprache und die Art und Weise, wie Menschen kommunizieren und sich Informationen zukommen lassen. Würdest du dich wohlfühlen, wenn Northrop Grumman oder Boeing bestimmen dürften, welche politische Rede zulässig ist und ihnen die Erlaubnis geben, politische YouTube-Inhalte zu löschen und linke und Anti-Establishment Seiten unsichtbar zu machen, so wie das Google tut?

 

Was ist da los? Warum wird es als akzeptabel angesehen, dass eine Firma, die so eng mit der Macht der Regierung verflochten ist, politische Rede zensiert und manipuliert, etwas das einer offiziellen Regierung niemals erlaubt wäre?

 

53-Minuten-Video mit Yasha Levine über „Surveillance Valley“ (das „Überwachungs-Tal", in Anspielung an Silicon Valley)

 

 

Der Gedanke, dass Google eine private Firma sei, getrennt von der Regierung und daher nicht an die Verpflichtung zu Meinungsfreiheit gebunden, das ist ein abwegiger Gedanke. Man erzeugt kein Machtsystem, in welchem Geld direkt in politische Einflussnahme übersetzt wird und wo Privatisierung eine symbiotische Beziehung zwischen Unternehmen und Regierungsbehörden hervorbringt, und schafft einen Silicon Valley-Giganten auf Steroiden mit Forschungsgeldern und Verträgen, damit jeglicher Wettbewerb im Keim erstickt wird, und verwickelt diesen Silicon Valley-Giganten in die Pläne der US-Kriegsmaschine, nachdem man ihm dabei half, den Globus zu dominieren. Und dann legitimerweise zu behaupten, das sei nur ein armseliges Privatunternehmen, das nicht den gesetzlichen Beschränkungen der US-Regierung unterliegen sollte.

 

Wenn ihr daran glaubt, dass eine Regierung nicht das Recht haben sollte, die Redefreiheit zu regulieren, dann gibt es auch für Google keinen legitimen Grund, denn Google ist Teil der Regierung. Ihr wollt doch nicht, dass es ein Schlupfloch gibt, wo Regierungsmacht sich um die verfassungsmäßigen Beschränkungen zur Ausschaltung von Dissens herum mogeln kann, indem jede Äußerung in Institutionen kanalisiert wird, die sie geschaffen haben und mit denen sie zusammenarbeiten. Und dann unterdrückt man die Stimmen gegen das Establishment unter dem Vorwand, man schütze die Öffentlichkeit vor „Fake News“ und „russischer Propaganda“.

 

Es müssen irgendwelche Maßnahmen ergriffen werden, um die Öffentlichkeit vor solchen Manipulationen zu schützen. Entweder trennt man die Konzernmacht von der Regierungsmacht, oder man gesteht ein, dass sie total verflochten sind und erweitert für die Nutzer dieser Mediengiganten den verfassungsmäßigen Schutz, denn die sind in die Regierungsmacht verstrickt . So zu tun als wären Konzernmacht und Regierungsmacht zwei verschiedene Dinge – was sie nicht sind – und dann diese nicht trennbare Symbiose dafür auszunutzen, um politisch abweichende Meinung zum Schweigen zu bringen, das ist nicht akzeptabel.

 

Eine Regierung sollte ein Werkzeug der Menschen sein, um Menschen zu helfen. Und nicht ein Werkzeug der Mächtigen, um die Menschen zu unterdrücken und auszubeuten. Etwas muss sich ändern, und wir dürfen nicht mehr um den heißen Brei herumreden.

 

 

(Anm.d.Ü.: Tja, liebe Caitlin, so ist das, wenn man mit Faschismus konfrontiert wird. Wenn sich Konzern- und Regierungsmacht zusammenschließen. Copyright B. Mussolini)


https://www.paulcraigroberts.org/2018/03/07/stalinist-purge-america/

 

Eine stalinistische Säuberung in Amerika?

 

Von Paul Craig Roberts, 07.03.2018

 

 

Dieses Jahr könnte zum entscheidenden Jahr für die Vereinigten Staaten werden. Es ist klar, dass der US Militär/Sicherheitskomplex und die Demokratische Partei unter Mithilfe ihrer Medienpuppen Donald Trump aus dem Präsidentenamt jagen wollen. Einer der bekennenden Verschwörer hat neulich erklärt, dass wir Trump loswerden müssen, bevor er in einer Wiederwahl einen Erdrutschsieg einfährt.

 

Es ist eine bekannte Tatsache, dass Russiagate eine Verschwörung des Militär/Sicherheitskomplexes, der Obama-Regierung, der Demokratischen Parteizentrale und der presstituierten Medien ist, um Präsident Trump zu zerstören. Die Presstituierten übermitteln diese Tatsache aber niemals der amerikanischen Öffentlichkeit. Trotzdem glaubt eine Mehrheit der Amerikaner nicht den Demokraten und den Presstituierten, Donald Trump hätte sich mit Putin verschworen um die Wahl zu stehlen.

 

Stellt sich eine Frage: Werden Mueller und die Demokraten damit Erfolg haben, Donald Trump zu beseitigen, so wie Josef Stalin Lenins Bolschewiken beseitigte, darunter Nikolai Bukharin, den Lenin den „Goldjungen der Revolution“ nannte? Oder werden sich die Demokratische Partei und die Presstituierten selbst so diskreditieren, dass das Land weit nach rechts rückt?

 

Stalin brauchte keine Fakten und konnte Menschen nach Belieben hereinlegen, da er die absolute Macht hatte. In den USA kümmern sich die presstituierten Medien, so wie Stalin, auch nicht um Fakten, aber die Presstituierten haben nicht die absolute Macht. Es ist so, dass wenige Menschen den Presstituierten trauen, und noch weniger trauen Mueller.

 

Viele sind verwirrt, warum Trump nicht gegen seine Feinde vorgeht, denn die haben keine Beweise für ihre Anschuldigungen. In der Tat haben Muellers Anklagen überhaupt nichts mit den Russiagate-Vorwürfen zu tun. Warum werden nicht Mueller, Comey, Rosenstein und all die anderen für ihre eindeutigen und offensichtlichen Verbrechen angeklagt?

 

Amerikas Zukunft dreht sich um die Beantwortung dieser Frage. Ist es, weil das Trump-Regime zulässt, dass die Presstituierten und die Demokraten seine Glaubwürdigkeit zerstören? Oder ist es, weil Trump schwach und verwirrt ist und nicht weiß, wie er seine Amtsmacht einsetzen kann, um jene zu erledigen, die ihn erledigen wollen?

 

Wenn Ersteres der Fall ist, dann wird Amerika weit nach rechts rutschen. Wen Letzteres der Fall ist, dann wird Amerika selbst eine stalinistische Säuberung bekommen, und diese Säuberung wird wahrscheinlich dem stalinistischen Modell folgen und sich auf jene ausweiten, die für Trump gestimmt haben.

 

Das Versagen der Integrität der liberal/progressiven Linken stellt die USA vor zwei ungenießbare Resultate. Das eine ist eine rechte Regierung, ermöglicht durch die selbstzerstörerische Linke. Das andere ist der Aufstieg eines Staates aus Identitätspolitik, dessen Unterdrückung auf Geschlecht, Rasse und Glauben gründen wird.

 

Das ist nicht die einzige Frage, die sich 2018 klären könnte. Es gibt weitere, und die zwei größten davon sind die wirtschaftliche Situation und die militärische Situation.

 

Ein Jahrzehnt lang haben die Zentralbanken des Westens und Japans jetzt weitaus mehr Geld gedruckt als der Anstieg realer Waren und Dienstleistungen hergeben. Dieses Gelddrucken hat keine massive Inflation der Verbraucherpreise ausgelöst. Stattdessen hat es eine Inflation bei Finanzpapieren und Immobilien verursacht.

 

Der hohe Dow Jones ist ein Resultat dieser Gelddruckerei. Können die Zentralbanken diese Gelddruckerei beenden und zulassen, dass die Zinsen steigen und damit die Aktienkurse und die Pensionskassen einbrechen? Was wären die Folgen?

 

Aus militärischer Sicht hat sich Washington seit dem 2. Weltkrieg auf seine bewaffnete Vorherrschaft verlassen, um die Welt zu beherrschen. Aber jetzt hat der Präsident Russlands den Besitz von Waffen bekanntgegeben, die aus US-Sicht Superwaffen sind, die nicht, wie einige behaupten, Russland auf Augenhöhe mit den USA bringen, sondern Russland eine enorme militärische Überlegenheit über die USA verschaffen, ja über die gesamte westliche Allianz.

 

Russlands Fähigkeiten, die die USA in absehbarer Zeit unmöglich aufholen können, bedeuten, dass Washingtons Politik der Einschüchterung bei den Russen keinen Erfolg haben wird. Wenn Washingtons Politik gegenüber Russland weiterhin so feindlich ist, dann wird Russland womöglich Washington die Zähne einschlagen.

 

Die Katze wurde eingefangen. Amerika ist nicht mehr die „einzige Supermacht“. Es ist eine zweitklassige Macht, deren Arroganz sie wahrscheinlich zu Fall bringen wird. Wird das 2018 geschehen?

 

Wenn ihr weiterhin diese Webseite unterstützt, dann werdet ihr weiterhin die ehrlichsten Analysen unserer gefährlichen Zeit erhalten.

 

Diese Webseite ist eure Alternative zur Matrix. Ohne diese Webseite habt ihr nur die Desinformation von NPR, NYT, WaPo, CNN, Fox News, MSNBC und den Rest der Presstituierten, die euch in eine Akzeptanz Washingtons einlullen werden, für die Interessen des Einen Prozent, auf eure Kosten und was zu einem Krieg führen wird, der euch zerstören wird.

 

Diese Webseite ist euer Portal zur Realität. In den presstituierten Medien oder in den Stimmen Washingtons gibt es keine Realität, außer die Realität der Spezialinteressen, die euch zu ihrem eigenen Vorteil regieren.

 

Steht für die Wahrheit ein. Spendet hier:

https://www.paulcraigroberts.org/pages/donate/

Anm.d.Ü.: Wie weit es mit der Überwachung in den USA bereits gekommen ist, erläutert der Whistleblower William Binney in einem Interviews mit Jimmy Dore (leider nur Englisch)

Faszinierend!!!

 

https://www.youtube.com/watch?v=bGYSuULFzt0&t=1099s

     


https://www.paulcraigroberts.org/2018/03/05/all-i-am-offering-is-the-truth/

 

Alles was ich anzubieten habe ist die Wahrheit

 

von Paul Craig Roberts, 05.03.2018

 

 

Dies ist mein vierteljährlicher Aufruf um Unterstützung. Geht auf die Homepage von www.paulcraigroberts.org und ihr findet dort mehrere Arten um zu spenden.

 

In der westlichen Welt schrumpft der Geltungsbereich der Wahrheit von Tag zu Tag, genauso wie die Möglichkeit, offizielle Erklärungen herauszufordern. Eine Reihe von Internetseiten der alternativen Medien haben ihre YouTube-Plattform verloren und Twitter zensiert das was man posten darf und verhindert den Zugang zu den Benutzerkonten. Google erschwert das Auffinden von Truth-Tellern (jenen die die Wahrheit aussprechen). Und währenddessen lügen offizielle Organisationen wie der Atlantic Council und die Print- und TV-Medien weiter dass sich die Balken biegen. Beispielsweise gehen trotz der vollständigen und totalen Beweise dafür, dass die Vorwürfe zu Russiagate falsch sind (dass die russische Regierung Computer gehackt und Trump beim Diebstahl der Wahl geholfen habe), die falschen und inszenierten Vorwürfe weiter, so als wären sie eine bewiesene Tatsache. Und die Presstituierten rufen weiter nach einer Absetzung von Präsident Trump.

 

Mit anderen Worten: Wahrheit fällt nicht mehr ins Gewicht. Trotzdem werden euch die Print- und TV-Medien und große Bereiche der Internet-Medien nicht die Wahrheit sagen. Ich bezweifle, dass es für die Presstituierten überhaupt noch möglich ist die Wahrheit zu erkennen, geschweige denn zu äußern, denn sie dienen denn materiellen und ideologischen Interessen.

 

Ich kann mich daran erinnern als Amerikaner freie Menschen waren. Das ist nicht mehr der Fall. Das Gefängnis, in welchem Amerikaner leben, ist keine physisches mit Gitterstäben, obwohl viele Amerikaner, darunter unschuldige, hinter physischen Gitterstäben leben müssen. Es ist ein informatorisches Gefängnis, das mit der Kontrolle über die Erklärungen, die man den Amerikanern gibt, erreicht wird. Im Laufe meines Lebens habe ich erfahren, wie die offizielle Propaganda mit der Zeit immer erfolgreicher wurde. Meine Generation wurde in einer Zeit erzogen, in der die Wahrheit noch respektiert wurde, als Tatsachen etwas bedeuteten, als Integrität noch ein Wert war, als noch keine „Opfergruppen“ erzeugt und denen beigebracht wurde, dass sie ein Recht darauf hätten, vor „gefühllosen“ Worten, Konzepten und Fakten beschützt zu werden. Als „politische Korrektheit“ und „Identitätspolitik“ noch nicht existierten. Argumente und öffentliche Debatte konnte man noch nicht mit dem Vorwurf unterdrücken, das sei beleidigend, rassistisch, sexistisch, homophob, weißer Rechtsextremismus. Rechthaberei wurde noch nicht von der Behauptung geschützt, es sei gefühllos, eine Person in einer geschützten Kategorie dazu zu bringen, sich mit der Gültigkeit ihrer Überzeugungen zu beschäftigen. In meiner Generation ging der Kampf darum, die Meinungsfreiheit zu erweitern und nicht zu unterdrücken, so wie es heute sogar in akademischen Institutionen geschieht. In der Tat ist die Identitätspolitik dabei, die Meinungsfreiheit als gefühllos und als Mittel rechtsextremer Kontrolle zu verbannen.

 

Ich erinnere mich daran als die Polizei noch nicht die Erlaubnis hatte, Bürger zu misshandeln oder grundlos auf der Straße oder zuhause über den Haufen zu schießen. Ich erinnere mich daran als eine begründete Position noch höher angesehen wurde als eine emotionelle. Ich erinnere mich daran als Kinder noch draußen spielen konnten, ohne dass die Eltern gleich wegen Vernachlässigung inhaftiert worden wären. Ich erinnere mich daran als Geschichte noch das war was passierte und nicht eine Story, die irgendeinem ideologischen oder materiellen Interesse dient. Ich erinnere mich an so vieles, was jene, die in das gegenwärtige System hineingeboren wurden, niemals erfahren haben und nichts darüber wissen. Vielleicht werde ich eines Tages der qualvollen Traurigkeit gegenüberstehen, darüber zu schreiben, dass ich zu meinen Lebzeiten Zeuge der vollständigen Zerstörung meines Landes geworden bin.

 

Erinnert euch in der Zwischenzeit an unsere Abmachung. Dies ist eure Webseite. Ich schreibe, weil ihr sie unterstützt. Ich kenne die Informationen bereits, die ich euch liefere. Ich liefere sie, weil eure Unterstützung zeigt, dass ihr sie wollt. Ich habe keine Agenda. Alles was ich anzubieten habe ist die Wahrheit.

https://www.bing.com/videos/search?q=YouTube+Matrix+Red+Pill&&view=detail&mid=7F749FC1F4FCE6FDEFD67F749FC1F4FCE6FDEFD6&&FORM=VDRVRV


 

http://kunstler.com/clusterfuck-nation/light-it-up-2/

 

Zündelt nur weiter!

 

Von James Howard Kunstler, 05.03.2018

 

 

Es ist kein einfaches Geschäft für die Redakteure der New York Times, sich jeden Tag aufs neue so für den Beginn eines 3. Weltkriegs in Rage zu bringen. Die heutige Titelstory, „Russische Bedrohung an zwei Fronten trifft auf strategisches Vakuum in den USA“, zielt darauf ab, eine doppelte Hysterie hochzuhalten: einmal die neue Raketenlücke und dann die Furcht vor einer russischen „Einmischung“ in die Kongresswahlen 2018.

https://www.nytimes.com/2018/03/05/us/politics/trump-nuclear-russia-containment.html?hp&action=click&pgtype=Homepage&clickSource=story-heading&module=first-column-region&region=top-news&WT.nav=top-news

 

Die Weltsicht der Times sieht langsam wie das Drehbuch zu einem neuen Batman-Film aus, mit Vlad Putin als dem Joker in der Rolle des irre kichernden Psychopathen, der um jeden Preis gestoppt werden muss! Amerikas Generäle haben den Batman-Scheinwerfer eingeschaltet, aber Donald Trump in der Rolle des geflügelten Helden zögert und brütet in glanzvoller Isolation in seiner Bat-Höhle in 1600 Penn Avenue und leidet an einer seiner endlosen bipolaren Identitätskrisen. Um Himmels Willen, kreischt die Times, tu etwas! Die Russen kommen! (Die Polizeichefin von Gotham City, Hillary, hat genau das letzte Woche in einem Tweet gesagt!)

 

Ich denke, dass sie die jüngste Botschaft von Herrn Putin missverstanden haben, als er eine neu Hyperschall Raketentechnologie angekündigt hat, die angeblich jede vorstellbare US Raketenverteidigung überlisten kann. Die eigentliche Botschaft an die noch übrigen geistig Gesunden in dieser geifernden Idiotenrepublik lautet: Ein Atomkrieg bleibt unvorstellbar, also hört gefälligst auf darüber nachzudenken.

 

Die andere strategische Position von Putin wird in der Propaganda-Druckwelle der NYT vom Montag auch missverstanden – eigentlich wird sie nicht einmal zur Kenntnis genommen – nämlich die USA von der jahrzehntelangen Politik des Regimewechselns abzuhalten, hier und dort und überall, was ein Trümmerfeld eines gescheiterten Staates nach dem anderen verursacht. Als stramm konservativer Amerikaner muss ich sagen, dass das zwei sehr bewundernswerte Vorschläge sind. Ist es dumm, hinzuzufügen, dass ein Atomkrieg wahrscheinlich niemandem zugute kommt? Oder dass die Welt genug davon hat, dass sich das US-Militär in fremden Ländern „einmischt“?

 

Natürlich beherrscht das ausgelutschte Bild einer russischen „Einmischung“ in die Wahl 2016 immer noch die große Bühne des amerikanischen Politzirkus. Die heutige Times-Story enthält ein weiteren plumpen Versuch, die Erwartung zu erzeugen, dass die Kongresswahlen 2018 von den Russen gehackt werden, um die Hysterie auf Alarmstufe Rot zu halten. Wie üblich geht die Vermutung von der Annahme aus, dass das Hacking von 2016 bewiesen und bedeutend war, wenngleich es auch zwei Jahre später keinen Beweis für ein Hacking gibt, außer der offensichtlich amateurhaften Facebook Troll Fabrik. (Übrigens, wie lässt sich das mit dem verdeckten Sturz des ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch 2014 vergleichen? Rede noch einer von „Einmischung“!)

 

...in öffentlichen Stellungnahmen der vergangenen Wochen haben hohe Geheimdienstbeamte von Mr. Trump eingestanden, dass der Präsident noch die Strategien mit ihnen besprechen muss, wie man die Russen von einer Einmischung in die Wahlen dieses Jahr abhalten kann. Mr. Trump hat schwere Zweifel angemeldet, dass die Russen sich 2016 eingemischt haben und widerspricht damit den Schlussfolgerungen seiner Geheimdienstbeamten.“

 

Mit „Einmischung“ meint die New York Times, dass sie keine Zweifel daran hat, dass die Wahl 2016 verhängnisvoll gehackt wurde, um ihre bevorzugte Kandidatin zu besiegen – obwohl es jede Menge Gründe für die Annahme gibt, dass die gesamte russische „Einmischungs“-Story ein verlogenes PsyOp-Produkt von John O. Brenanns CIA war. Es ist es nur wenige Monate her, dass die Times und die Kabelsender über den Nationalen Sicherheitsberater des Weißen Hauses (General Flynn) gekreischt haben, weil der mit dem russischen Botschafter geredet hat – als ob ausländische Botschafter aus anderen Gründen hier her kommen als die Kommunikation mit amerikanischen Offiziellen aufrecht zu halten.

 

Was hier abgeht, das lässt die Rote Gefahr von 1920 und die McCarthy-Episode der frühen 1950er im Vergleich dazu wie Schnarchveranstaltungen aussehen. Es gibt jeden Grund anzunehmen, dass Offizielle anderer Länder, die dieses miserable, laufende Spektakel mitansehen, zu dem Schluss kommen, dass die Vereinigten Staaten ihren Verstand verloren haben. Würde uns bitte jemand in das Wasserbehandlungszimmer bringen!


http://21stcenturywire.com/2018/01/28/last-men-aleppo-al-qaeda-presented-white-helmets-annual-terrorist-oscarnomination/

 

DIE LETZTEN MÄNNER VON ALEPPO:

AlQaeda werden als „White Helmets“ für die jährliche terroristische „Oscar“-Nominierung präsentiert

 

von Vanessa Beeley, 28.01.2018 (viel weitere Links im Original!)    Teil 1

 

 

Heute ist ein Löwe der Jabhat al Nusra (AlQaeda in Syrien) gestorben und ins Paradies gegangen. Ich bete dafür, dass Gott seine Seele aufnimmt.“

 

Nein, das ist kein Zitat eines Mitglieds einer Terrorgruppe in Syrien. Es ist eine Aussage von Hasan Kattan auf Facebook. Er ist der Regieassistent des letzte Werbe-Blockbusters der White Helmets, „Die letzten Männer von Aleppo“. Kurz nachdem dieser Facebook-Post bekannt wurde, versuchte Kattan das und andere belastende Bilder von seiner Seite zu löschen oder sie für die Öffentlichkeit auf privat/unsichtbar zu stellen. Das volle Geständnis dieses AlQaeda-Militanten, 2014 von Kattan geschrieben, ist sogar noch überschwänglicher poetisch:

 

Sein hübsches Lächeln, das sein Gesicht beleuchtete, ist noch immer in meinem müden Gedächtnis. Er war nicht wie jeder andere Mudschahed (Kämpfer). Er liebte es, unter der Islamischen Flagge zu kämpfen und zu sterben, und er hat das bereits getan. Er war, neben anderen, der Feinste und Religiöseste, er war fromm und hatte einen Sinn für Humor. Heute ist ein Löwe der Jabhat al Nusra (AlQaeda in Syrien) gestorben und ins Paradies gegangen. Ich bete dafür, dass Gott seine Seele aufnimmt.

 

Unten seht ihr ein Foto dieses „Löwen der Nusra Front“ auf Kattans Facebook-Seite. Da steht auch ein Kommentar von Fadi al-Halabi, dem Kameramann von „Last Men in Aleppo“. Halabis Kommentar:

 

Das ist der verstorbene Jaloud, er ging ins Paradies." 

 

Kattan wird von CNN als „Executive Director“ des Aleppo Media Centre (AMC) bezeichnet, ein größtenteils vom französischen Außenministerium ausgebrütetes und unterstütztes Medien-Zentrum, das vieles der westlichen Medienmärchen während der fast fünf Jahre währenden Nusra Front-dominierten Besatzung von Ost-Aleppo produziert hat. Ein Medien-Zentrum, das wie so viele andere ausschließlich bei den verschiedenen terroristischen und extremistischen, militanten Fraktionen eingebettet war und niemals von der „Exklusivität“ der Kriegslobby abwich, die Nusra Front alias AlQaeda genehmigt hat. Sie haben die in ihren kontrollierten Bezirken produzierten Videos abgesegnet.

 

Kattan war für die kultigen Bilder von Omran Daqneesh (der „Dusty Boy of Syria“) verantwortlich. Das berüchtigte zerzauste und staubige Bild von Omran hätte beinahe den Kriegsverlauf in Syrien zugunsten der US-Koalition des Stellvertreter-Terrors verändert, da die UN kurz vor einer Flugverbotszone und einer weiteren gefälschten humanitären Intervention stand, unter dem Vorwand, man müsse weitere Omrans vor der „Brutalität des syrischen Regimes“ und dessen Alliierten (im Grunde Russland) retten.

 

 

Erst nach der Befreiung aller Bezirke Ost-Aleppos aus dem terroristischen Würgegriff im Dezember 2016 erfuhren wir die Wahrheit hinter der Omran-Geschichte, die vom
AMC, den White Helmets und zugehörigen, NATO-verbündeten Medien weltweit so gekonnt manipuliert worden war. Kattan hat Lügen produziert und sie als „unumstößliche Wahrheit“ verpackt, um wieder einmal die öffentliche Meinung gegen die syrische Regierung, die Syrisch Arabische Armee und Verbündete zu drehen. Das hätte beinahe geklappt, bis sich die Familie von Omran Daqneesh 2017 gegen den Missbrauch von Kindern äußerte, was in dem Informationskrieg gegen Syrien durch die kolonialen Medien des Westens und der Golfstaaten ein durchgängiges Thema ist.

 

 

Selbst nach der Säuberung zeigte Kattans Facebook-Seite immer noch seine Treue zur syrischen „Revolution“ und den mittlerweile enttarnten „moderaten“ Extremisten in der Freien Syrischen Armee (FSA). Hat das Publikum von „Last Men in Aleppo“ einfach vergessen, dass sich die FSA als Verbündeter der extremistischeren Fraktionen innerhalb Syriens, wie etwa Nusra Front, herausgestellt hat? Und die gegen das syrische Volk tagtäglich widerliche Verbrechen begehen? Haben sie auch vergessen, dass sich die Weißhelme zu Unparteilichkeit und Neutralität bekennen, ihre Äußerung, dass sie keiner politischen Ideologie in Syrien anhängen?

 

 

Eine Reihe von Szenen in „Last Men in Aleppo“ zeigt die „Helden“ der Weißhelme, wie sie enthusiastisch mit den Unterstützern der „Revolution“ in Ost-Aleppo feiern und demonstrieren. Diese „Unterstützer“ der heuchlerischen „Revolution“ haben während ihrer terroristischen Herrschaft in jenen Bezirken syrische Zivilisten eingesperrt und brutal misshandelt. Sie haben nichts als Tod, Armut, Leid, Zerstörung und Elend gebracht. So sagen jene syrischen Zivilisten, die jetzt in ihre Wohnungen zurück konnten, nachdem die SAA diese Gebiete befreit hatte und die Weißhelme im Dezember 2016 in grünen Bussen nach Idlib abrückten, zusammen mit Nusra Front.

 

Tweet von Vanessa Beeley @VanessaBeeley

#UN #BBC nennen das Vorrücken der SAA gegen Terrorismus in #Idlib ein 'humanitäres Desaster'- Syrische Flüchtlinge aus #Idlib können es nicht erwarten, dass ihre Heimat aus der terroristischen Besatzung befreit wird...RIESIGER Unterschied zwischen der NATO-gemäßen Erzählung & der Realität.“

Jan 17, 2018

 

Idlib ist die letzte Rückzugslinie der Terroristen und die Weißhelme haben ihre Rolle als Schutzschilde und Produzenten des Narrativs „letztes Krankenhaus“ wieder aufgenommen, um unter anderem bei der BBC und der UN die Schreie über ein „humanitäres Desaster“ auszulösen. Kareem Shaheen vom Guardian hat sogar den selbsternannten terroristischen Unterstützer und Führer der Weißhelme in Khan Sheikhoun zitiert, Mustafa al Haj Yusef, in seinem Eifer, die terroristische Sicht aus Idlib zu befördern. Gleichzeitig verurteilt er damit die syrischen Menschen in dieser von der Nusra Front besetzten Provinz zu einem verlängerten Leiden.

 

Die nachfolgenden Hervorhebungen sollen die unbedachten Übertreibungen zeigen, die diese Schlagzeilenjäger der Weißhelme verwenden:

 

Das Bombardement ist unablässig. Es geschieht nicht täglich, sondern stündlich, in der gesamten Region, und es scheint völlig willkürlich zu sein,“ sagte Mustafa al-Haj Youssef, eine für Idlib verantwortliche Rettungskraft der Weißhelme. „Was uns am meisten trifft sind diese Double-Tap-Strikes, wenn das Regime ein Gebiet bombardiert und wir nach dem Eingang der Notrufe dort hinkommen und sie noch einmal bombardieren. Die Vertreibung (der Flüchtlinge) geschieht für gewöhnlich aus Furcht vor den unbedachten Bombardements,“ sagte er.

 

Tweet von White Helmets Exposed @WhiteHelmetsEXP

#Whitehelmets Die Demaksierung von „The Last Men in Aleppo“ – Eine PsyOp der FSA-Terroristen und eine Oscar-nominierte Propaganda-Kampagne“

Jan 26, 2018

 

Um das Kapitel Kattan abzuschließen: Es handelt sich um einen vom französischen Außenministerium bezahlten und Medien-geschulten Mitarbeiter, der den Tod eines AlQaeda-Terroristen in Syrien glorifiziert hat. Kattan hat bereits eine der denkwürdigsten Lügen des sieben Jahre währenden Syrienkonflikts produziert – Omran Daqneesh – und prompt ist er nach seinem kurzlebigen Propaganda-“Triumph“ in den zweiten Hollywood-Blockbuster verwickelt, um die mit der Nusra Front verbündeten Weißhelme zu glorifizieren.

 

Das Zentrum der Weißhelme in Al Insari, Ost-Aleppo

 

Das frühere Zentrum der Weißhelme in Al-Insari, Ost-Aleppo, Januar 2018 (Photo: Vanessa Beeley)

 

Als ich über Neujahr 2018 in Aleppo war, habe ich mit dem örtlichen Journalisten Khaled Iskef das Zentrum der Weißhelme besucht, das in Last Men in Aleppo gezeigt wird. Iskef hat das Gebiet Al Insari vor meiner Ankunft als den richtigen Ort identifiziert. Wir hatten dieses Gebiet bereits im Juli/August 2017 besucht und herausgefunden, dass es ein Frontquartier für die Nusra Front und eine Reihe anderer extremistischer Brigaden war, alle durch die US-Koalition finanziert, einschließlich der Satellitenstaaten Saudi Arabien und Katar.

 

Wie so viele der von den White Helmets und ihren Nusra Front-Ablegern besetzten Gebäude war dieses Gebäude zuvor eine Schule, bevor es in ein Zentrum für „Nusra Front Civil Defence“ umgewandelt wurde. Die Fenon Mädchenschule und die Abu Ayoub Al Insari Schule werden jetzt wieder für ihre ursprüngliche Zwecke hergerichtet und bald wieder säkulare Erziehung für die Kinder von Aleppo bieten.

 

Unten sieht man eine sehr enthüllende Aufnahme eines BBC Arabic Videos, gefilmt im Dezember 2016, veröffentlicht im April 2017, drei Monate nachdem der „Last Men in Aleppo“ beim Sundance Film Festival am 28. Januar 2017 vorgestellt wurde. Erstaunlich, die BBC zog keine Verbindung zwischen ihrer gefilmten terroristischen Aktivität und den in „Last Men in Aleppo“ gezeigten Aufnahmen, obwohl der BBC-Bericht eindeutig an der selben Stelle gedreht wurde und nur kurz vor „Last Men in Aleppo“, der zuvor das Sundance Festival gewann.

 

Im zweiten Teil dieses Artikels wird später deutlich werden, warum die BBC diese kritisch Verbindung nicht zeigen wollte, denn das hätte die Weißhelme als die Terror-Verbündeten gezeigt die sie sind. Wenn man die beiden Fotos vergleicht – 1. mein Foto vom Januar 2018 und 2. der BBC Screenshot – dann wird deutlich, dass sie beide das White Helmets Zentrum von Last Men in Aleppo zeigen, das im Al-Insari Bezirk des von der Nusra Front besetzten Ost-Aleppos liegt.

 

Der erste wichtige Punkt über die Lage des White Helmets Zentrum ist seine Nähe zum Al Mashad Platz, nur 200m von Al-Insari Zentrum. Es war dieser Platz, auf dem die extremistische Nour al Din Zenki Gruppe im Juli 2016 öffentlich einen 12-jährigen palästinensischen Jungen, Abdullah Issa, gefoltert und enthauptet hat. Issa bat seine Folterer darum, ihn zu erschießen, aber er wurde enthauptet und sein Kopf wurde von seinen Henkern auf der Ladefläche eines Pickups in die Höhe gehalten.

 

Hasan Kattan, der sich so beeilt hatte, den westlichen Medien die Fotos und Videos von Omran Daqneesh zu präsentieren, war anscheinend nicht so scharf darauf, Fotos und Videos von der Ermordung von Abdullah Issa zu produzieren, nur einen Monat vor dem Zwischenfall mit Omran. Man kann nur schlussfolgern, dass Kattan nicht wollte, dass die White Helmets-Nachbarn als de facto Terroristen gezeigt werden, die gegen die syrischen Menschen unter ihrer Kontrolle Grausamkeiten begehen. Das wirft jede Menge unangenehmer Fragen und Spekulationen auf, warum die White Helmets unter ihrer Aufsicht und in ihrer Nachbarschaft solche Verbrechen zulassen.

 

Das folgende Video habe ich während meines letzten Aufenthalts beim Al-Insari Hauptquartier der White Helmets gedreht, ich gehe vom Hauptquartier zum Al Mashad Platz. Schaut euch das an:

 

 

Jetzt schauen wir uns die Nachbarn der Al-Insari Weißhelme an. Im benachbarten Gebäude können wir die ehemalige Anwesenheit der Nusra Front-Brigade Khatib Abu Amara (Nusra Front Schutz-Brigade) identifizieren, der Free Syrian Army, Free Syrian Police, Aleppo Media Centre (AMC) und des Aleppo Today Mediengebäudes. Woher wir das wissen? Wegen der Graffitis an den Wänden und den Insignien, die von den syrischen Behörden verdeckt wurden, sie wollten alle Spuren dieser von der US-Koalition unterstützten Terroristen auslöschen, die die syrischen Zivilisten in Ost-Aleppo während ihrer Besatzung unterdrückt, ausgehungert, vergewaltigt und gefoltert haben.

 

Eines der Gebäude neben dem Hauptquartier der White Helmets in al-Insari, Januar 2018 (Foto: Vanessa Beeley)

 

Das folgende Video führt einen durch die Gegend der White Helmets in al-Insari:

 

https://vimeo.com/253058426

 

Als ich das erste Mal erwähnte, dass ich die Gegend von Ost-Aleppo besucht habe und die Stelle der Aufnahmen für Last Men in Aleppo identifiziert habe, da kommentierte der Kamermann des Films, Firas Fayyad, öffentlich auf meinen Facebook-Post, während ich noch in Aleppo weilte. Er versuchte zu protestieren, ich hätte mich im Gebiet geirrt, da so viele Gebäude, insbesondere die „Regierungsgebäude der 'Ba'ath' identisch aussehen.“

 

 

Das ist nicht der Ort wo ich den Film gedreht habe und es gibt mehrere Orte in Aleppo, die die gleiche Farbe haben, und alle Farbe der Ba'ath Hauptquartiere oder anderer Regierungsgebäude sehen in Syrien gleich aus. Es gibt keine Verbindungen oder Beziehungen zwischen den Weißhelmen und dieser Gruppe von Kämpfern oder AlQaeda. … du greifst die Weißhelme an, die die menschlichste Gruppe auf Erden ist, und es gibt Syrer und Menschen, die alles für ihre Gesellschaft tun.“

 

Echt, Fayyad?

 

Standbild aus dem Film Last Men in Aleppo vor dem Al-Insari Hauptquartier der White Helmets

 

Standbild aus dem Film Last Men in Aleppo. Hinter dem Schauspieler sieht man das arabische Zeichen der Syria Civil Defence

 

Foto der selben Straße, rechts das Hauptquartier der Weißhelme, Januar 2018 (Foto: Vanessa Beeley)

 

Ich denke wir können mit Sicherheit sagen, dass Fayyad gelogen hat, als er mich auf die falsche Spur locken wollte. Fühlt sich Fayyad so selbstbewusst, dass ihn seine internationalen Unterstützer schon schützen werden, egal welche Beweise in Syrien ans Licht kommen? Die die White Helmets als eine Unterstützergruppe von Al Qaeda verdammen, die von den selben Regierungen finanziert wird, die auch jene Terroreinheiten bewaffnen, ausrüsten und die Taschen vollstopfen, die immer noch in Syrien agieren.

 

Sehen wir uns zum Schluss in einem Gebäude um, das etwas oberhalb des ehemaligen Hauptquartiers der Weißhelme auf der anderen Straßenseite liegt: 

 

In diesem Gebäude, das auch in Last Men in Aleppo zu sehen ist, finden wir an den Wänden das Tamkeen-Logo. Tamkeen ist ein vom britischen Außenministerium finanziertes Projekt, gemanagt von Adam Smith International and Integrity Consulting, die ich ausführlich in einem vorherigen Artikel analysiert habe und gefragt habe, ob „Global Britain“ terroristische Organisationen und Personen in Syrien finanziert. Tamkeen war eindeutig vor Ort oder hatte im Al-Insari Bezirk Einfluss, der von verschiedenen Terrorgruppen und ihre verwandten Organisationen durchseucht war.

 

White Helmets & Stadträte – Finanziert das Britische Außenministerium in Syrien mit Steuergeldern Terrorismus?

http://21stcenturywire.com/2017/12/02/white-helmets-local-councils-uk-fco-financing-terrorism-syria-taxpayer-funds/

 

Wir haben in Syrien 200 Millionen Pfund ausgegeben – für nichts. Es wird nun deutlich, dass die britische Unterstützung der „Rebellen“ im syrischen Bürgerkrieg nicht nur ein Fehler war, sondern ein Desaster. Die Politik hat einen schrecklichen Krieg noch schlimmer gemacht und das Wachstum von ISIS erleichtert. Obwohl die Regierung sagte, man helfe den „Gemäßigten“, so waren die Hauptnutznießer AlQaeda und andere Dschihadisten...“ – Peter Oborne

 

Zweiter Oscar für AlQaeda?

 

 

Ja, Last Men in Aleppo wurde zu einer zweiten Oscar-Nominierung hochgepuscht. Es ist nichts weiter als ein Werbefetzen für AlQaeda. Den ersten Academy Award gab es für die Netflix-Dokumentation über die Weißhelme 2017, jetzt ist Last Men in Aleppo für 2018 nominiert. Wie um alles in der Welt sind wir so weit gekommen, dass unsere Regierungen beide Seiten des terroristischen Spektrums finanzieren und dafür nicht im Gefängnis sitzen? Nusra Front und die ganzen anderen Umbenennungen der Terrorfraktionen sind ganz einfach die Rückseite der White Helmets Medaille. Die einen können nicht ohne die anderen handeln, und unsere Regierungen bewaffnen, finanzieren und rüsten beide Seiten aus.

 

Tweet Denis Bolotsky @BolotskySputnik

Der Filmregisseur Firas Fayyad bekam in Davos einen Platz in der ersten Reihe. Die White Helmets Story wird in den westlichen Massenmedien aktiv beworben und die Glaubwürdigkeit und Integrität wird von der Mehrzahl der US/europäischen Journalisten und Zuseher selten in Frage gestellt.“

Jan 25, 2018

 

Der Sputnik-Korrspondent Denis Bolotsky hat mir erzählt, dass sich Fayyad während seiner Rede in Davos mit Shakespeare verglich:

 

Ohne Shakespeare hätten wir nie über den Konflikt mit Hamlet erfahren“, sagte er. „Wir hätten nur einen kleinen Ausschnitt des 15. Jahrhunderts gehört. Durch Shakespeare verstehen wir, wie die Menschen damals gelebt haben, welche Konflikte sie durchlebten. Das hier soll sie nicht als White Helmets präsentieren, sondern als Menschen, ich wollte aus diesen Menschen nicht Helden machen.“

 

 

Tweet Vanessa Beeley @VanessaBeeley

Dear @firasfayy, hier etwas Shakespeare für dich. „Die ganze Welt ist eine Bühne. Und alle Fraun und Männer bloße Spieler. Sie treten auf und gehen wieder ab. Sein Leben lang spielt einer manche Rollen.“

Jan 26, 2018

 

Bolotsky beschrieb mir weiter, wie organisierte Kindergruppen aus Davoser Mittelschulen zu der Vorführung von Last Men in Aleppo gebracht wurden. Das ist ein verstörender Aspekt bei der Vermarktung dieses jüngsten White Helmets Unternehmen. Kinder im Alter zwischen 12 und 14 Jahren wurden Bildern ausgesetzt, die für leicht zu beeindruckende Gemüter sicher nicht geeignet sind – die Abbildung verwesender, abgetrennter Gliedmaßen in Gebäuden, vor denen die Weißhelme stehen, das Vorführen der Toten, ausgegrabene Babys für die Kamera, die endlosen Beschimpfungen gegen die syrische Regierung und deren Verbündete.

 

Fayyad scheut sich nicht vor den grausamen Details. Wir sehen Hände, Füße und andere Körperteile im Schutt und auch die offenen Kopfwunden von Kindern: Man kommt bei den Tränen und der Verzweiflung kaum zum Atemholen.“ – The Guardian, Filmkritik von Last Men in Aleppo.

 

Das ist Hirnwäsche und soziales Engineering in industriellem Ausmaß und hätte niemals zugelassen werden sollen.

 

Hanna Elvira, eine auf Psychologie spezialisierte Akademikerin, liefert diese Auswertung.

 

Durch beobachtendes Lernen führt die Exposition von Kindern gegenüber Gewalt in Medien zu verstärkter Aggression, emotionaler Desensibilisierung gegenüber Gewalt, dispositioneller Veränderung und Verhaltensänderung, sowohl kurzfristig als auch im langfristigen Zusammenhang.Selbst beim einmaligen Betrachten eines gewalttätigen Films kommt es zu Kurzzeit-Effekten, unter anderem zeigen die Kinder einen sofortigen Abfall an sympathischem Verhalten und weniger Bedenken und Aufmerksamkeit gegenüber aggressiven Handlungen. Psychologische Langzeiteffekte beinhalten sowohl bei Kindern als auch Jugendlichen Schlafstörungen, Depression, Angstzustände und eine Desensibilisierung gegenüber Gewalt, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, die beobachteten aggressiven Verhaltensweisen zu übernehmen.“

 

Hier mein Interview mit Sputnik, das ich bezüglich der Vorführung von Last Men in Aleppo in Davos gab:

https://soundcloud.com/radiosputnik/this-film-is-showcasing-al-qaeda-affiliates-expert

 

Wer wirbt für „Last Men in Aleppo“?

 

 

Es kommt nicht überraschend, dass der Guardian an der Spitze derer steht, die eine unkritische Unterstützung für den White Helmets Film liefern. Olivia Solons jüngster Versuch, mit einem Medien Lynch-Mob Stück alle Beweise gegen die White Helmets als russische Trollerei, Bots und Abschaum zu verunglimpfen, ging in die Hose. Eva Bartlett, eine von Solon als „Troll“ bezeichnete Autorin, hat eine vollkommene Dekonstruktion über Solons offensichtlich voreingenommene und einzigartig unrecherchierte Verleumdung geschrieben, daher muss ich meine Zeit nicht mit alten Sachen vergeuden. Die Beweise gegen die Weißhelme erheben sich über alle Versuche hinweg, jene zu verhöhnen, die deren kriminelle und terroristische Verbindungen aufgedeckt haben.

 

Tweet von Ian56 @Ian56789

Wie jeder, der das White Helmet-Narrativ anzweifelt, zu einem Opfer der Propagandamaschine des Guardian wurde.

https://off-guardian.org/2018/01/13/journalists-academics-attacked-in-solon-hit-piece-denied-a-platform-to-reply/

 

 

Also, die letzte begeisterte Kritik für das Weißhelm-Konstrukt kommt vom Filmkritiker des Guardian, Charlie Phillips. „Ein bisschen Doku, ein bisschen Politik, vegan und immer weniger Leeds United Fan. Chef für Dokumentarfilme bei The Guardian“, so sagt sein Twitterprofil. Phillips begann seine Kritik mit einer klaren Aussage:

 

Der Mut der White Helmets steht außer Frage“

 

Das stimmt nicht, Phillips. Der „Mut“ der Weißhelme wurde mehrfach angezweifelt, nicht von „russischen Trollen“, sondern von syrischen Menschen, deren Stimme der Guardian systematisch aus unserem Bewusstsein in UK ausblendet.

 

Auch andere Stimmen werden vom Guardian stumm geschaltet. Die Zensur greift beim Guardian um sich, wenn die Kommentare nicht mit der genehmigten Sichtweise des britischen Staats übereinstimmt. Die Kommentare über das Schmierstück von Solon wurden nicht veröffentlicht, die Kommentarfunktion zu Phillips begeisterter Kritik über den White Helmets Film geschlossen, als die Mehrheit nicht zustimmen wollte. Die Kommentare wurden nahezu komplett gelöscht und abgeschaltet, als der Guardian 2016 schamlos für den Nobelpreis für die White Helmets Lobbyarbeit betrieb. Hat das System?

 

Hier ein putziger Twitteraustausch zwischen dem Regisseur von Last Men in Aleppo und Phillips, der sagt: „Ich arbeite für den Guardian, ich bin das gewöhnt.“ Charlie Phillips ist daran „gewöhnt“ beschimpft zu werden, weil er blind die Sichtweisen verstärkt, die der neokolonialistischen Politik und den Praktiken des „Global Britain“ dienen.

 

Es ist schwierig, jemanden dazu zu bringen, etwas zu verstehen, wenn er sein Gehalt dafür bekommt, dass er es nicht versteht.“ – Upton Sinclair

 

Tweet von Feras Fayyad @ferasfayy

Antwort an @charliechar

Danke Charlie, tut mir leid dass du von RT angegriffen wurdest. Ich habe es gelesen.“

 

Tweet von Charlie Phillips @charliechar

Oh Gott, mach dir keine Sorgen, ich arbeite für den Guardian, ich bin's gewöhnt“

 

Phillips hat offenbar einige der subtileren Zeichen in dem Film übersehen: 

 

In diesem Ausschnitt ist der „Held“ in einer Garage zugange, um den Kühler eines White Helmets Fahrzeugs zu reparieren. In der selben Garage steht ein Auto mit einer terroristischen Flagge, die von einer Reihe von Brigaden in Ost-Aleppo benutzt wurde, die aber oft als die des Kaukasischen Emirats identifiziert wird, die sich in ISIS verwandelt haben. Das würde zu der Identifizierung in den terroristischen Gebäuden beim Hauptquartier der White Helmets in Al-Insari passen.

 

 

Dies ist ein eigenartiger Bestandteil des Films Last Men in Aleppo. Warum zeigt man einen Mann, der Reifen auf einen bereits brennenden Haufen aus Gummi wirft? Vor allem wenn das als eine Taktik der in die Opposition eingebetteten „Bürgerjournalisten“ und terrorfreundlichen „Aktivisten“ identifiziert wurde, um den Eindruck von Angriffen der Flugzeuge der Syrisch Arabischen Armee zu erwecken, oder gar der Marine, wie in diesem gefälschten Vorwurf über Angriffe von Kriegsschiffen auf die Küstenstadt Latakia 2011:

 

Das erinnert mich an Berichte vom August 2011 über den Beschuss der Küstenstadt Latakia durch Kriegsschiffe. Drei verschiedene Quellen – zwei Oppositionelle aus der Stadt und ein unabhängiger Journalist aus dem Westen – haben später darauf bestanden, dass es keine Anzeichen von Beschuss gab. Es war auch das erste Mal, dass ich von Syrern erfuhr, dass man Gummireifen auf Hausdächern anzündet, um die Auswirkungen eines Beschusses zu simulieren.“ – Hollywood in Homs und Idlib, von Sharmine Narwani

 

 

Ich könnte Stunden damit zubringen, mich durch die Bilder von Last Men in Aleppo zu wühlen und das schreiend kompromittierte Material zu zerpflücken, aber ich empfehle, dass es jeder selbst mit einem kritischen Blick betrachtet. Warum sollte ein Ersthelfer verwesende Glieder aus einem Stockwerk eines bereits zerstörten Gebäudes werfen, zu einem White Helmet am Boden, mitten im Schutt? Warum sollten diese „Ersthelfer“ dann eine gefühlte Ewigkeit lang auf Film über die Größe und das Alter der Glieder diskutieren? Warum wird das gefilmt? Es ist eine makabre und respektlose Szene für ein Publikum, das anscheinend keinen Horror über das Ausbeuten des sehr realen Leides der syrischen Menschen in Ost-Aleppo zeigt. Wo ist der Zusammenhang? Wer hat das Abtrennen eines Körperteils eines Menschen unter terroristischer Besatzung verursacht?

 

Der Filmemacher lässt einem keine Wahl. Es ist das syrische „Regime“, oder die „russischen Flugzeuge“ – der Film beschreibt nie das schreckliche Leben unter der Nusra Front und deren Kollegen, ja sie werden gar nicht erwähnt! Warum nicht, und warum stellt niemand dieses Weglassen in Frage? Wenn man Last Men in Aleppo sieht, dann könnte man meinen, Nusra Front habe es in Ost-Aleppo gar nicht gegeben. Jene Kinder (in Davos), die diese Propaganda ansehen mussten, verlassen den Saal mit einer für sie umgeschriebenen Geschichte. Umgeschrieben von den räuberischsten Kräften der Welt, die versuchen, dass ihre Generation ein „Imperium aus Friedhöfen“ erbt.

 

Pierre Le Corf, ein französischer Menschrechtsaktivist, der in Aleppo ist, hat den kriminellen Vorgang des „Aussiebens“ von Bildern durch die kolonialen Medien im Westen beschrieben. Ich empfehle sehr, Le Corf zuzuhören, einem authentischen und echten Übermittler syrischer Stimmen, die von Firas Fayyad und seinem Produktionsteam ausgelöscht werden:

 

Tweet von Pierre Le Corf @pierrelecorf

#alep Eine Botschaft, die ich für wichtig halte, ich bin diese fortgesetzte Manipulation leid und bin angewidert über diese Lügen und-oder Halbwahrheiten über das Geschehen in Syrien, lest das:

https://www.facebook.com/pierrelecorf/videos/10156361010669925/

 

Wie John Pilger 2012 in dem Artikel „Geschichte ist der Feind, während „brillante“ psychologische Kriegsführung zu Nachricht wird.“

 

Wie lange müssen wir uns noch dieser „unsichtbaren Regierung“ unterwerfen? Dieser Begriff für heimtückische Propaganda, eingeführt von Edward Bernays, dem Neffen Sigmund Freuds, und Erfinder der modernen Public Relations, war nie zutreffender als heute. Eine „falsche Realität“ erfordert geschichtlichen Gedächtnisverlust, das Lügen durch Weglassen und das Übertragen von Wichtigem auf Unwichtiges. Auf dies Weise wurden politische Systeme, die Sicherheit und soziale Gerechtigkeit versprachen, durch Piraterie, „Austerität“ und „ewigen Krieg“ ersetzt. Ein Extremismus, der sich dem Sturz der Demokratie verpflichtet hat. Würde man das auf ein Individuum projizieren, dann würde man von einem Psychopathen sprechen. Warum lassen wir das zu?“

 

Niemals wird ein glanzvollerer Preis an eine Parade aus Psychopathen auf dem roten Teppich der Academy vergeben werden, und das zweimal hintereinander. Die White Helmets sind für den Oscar nominiert.

 

Eine Intrige aus BBC, Channel 4, Guardian und CNN verteidigt Terrorismus in Syrien

 

Im zweiten Teil dieses Artikels werde ich tiefer in die Verbindungen zwischen BBC, Channel 4, der UN, CNN, Al Jazeera, dem Guardian und ja, auch Walt Disney vordringen, ein Apparat, der für die White Helmet-AlQaeda-Gemeinde in Syrien Werbung betreibt, ein Netzwerk, dessen größter Teilhaber kein geringerer als das „Global Britain“ ist, das 100% Neokon-zertifizierte britische Außenamt.

 

 


 

https://journal-neo.org/2018/03/02/us-propaganda-collapses-in-syria-but-threats-remain/

 

Die US-Propaganda zu Syrien bricht zusammen, aber die Gefahren bleiben

 

von Tony Cartalucci, 02.03.2018

 

 

Die von den USA und ihren Partnern eingesetzte Propaganda in ihrem zerstörerischen Feldzug für einen Regimewechsel der syrischen Regierung ist zusammengebrochen. Westliche Medienplattformen müssen sich auf immer absurdere Erzählungen verlassen, die sie einem immer kleineren Publikum erzählen. Und sie werden rund um die Welt zu einer Zielscheibe der Kritik.

 

Die USA und ihre Alliierten berichten zur Zeit über „Verletzungen“ der UN-Resolution bezüglich des Waffenstillstands in Ghouta. Obwohl der Text der Resolution selbst die Fortsetzung militärischer Operationen gegen AlQaeda und deren Verwandte sowohl in Ghouta als auch dem Rest von Syrien genehmigt.

 

Die UN-Resolution besagt eindeutig:

 

 ...die Einstellung der Feindseligkeiten gilt nicht für militärische Operationen gegen den Islamischen Staat im Irak und der Levante (ISIL, auch Daesh genannt), ALQaeda und Al Nusra Front (ANF) und alle anderen Personen, Gruppen, Unternehmen und Einheiten mit Verbindungen zu AlQaeda oder ISIL und andere durch den Sicherheitsrat bezeichnete terroristische Gruppen.“

 

Sogar westliche „Menschenrechts“-Fassaden wie Human Rights Watch haben zugegeben, dass AlQaeda in Ghouta präsent ist. HRW-Direktor Kenneth Roth hat auf Twitter behauptet:

https://twitter.com/KenRoth/status/968112959770808321

 

Putin-Assad scheinen die Gegenwart einer mit AlQaeda verbündeten Gruppe (Ahrar al-Sham) in einer winzigen Ecke von Ost-Ghouta als Ausrede zu benutzen, um Zivilisten in der gesamten belagerten Enklave anzugreifen, trotz eines Waffenstillstands des UN Sicherheitsrats.“

 

Roth erklärt uns nicht, warum Syrien oder Russland ihr begrenztes Militär dazu einsetzen, „Zivilisten anzugreifen“, anstatt der bewaffneten Terroristen, deren Präsenz in Ghouta Roth selbst eingesteht und die versuchen, die syrische Regierung zu stürzen und syrisches und russisches Personal zu töten – das ist neben anderen zerbröselnden Erzählungen der Grund, warum die westliche Propaganda erheblich an Boden verloren hat.

 

Das ist zwar ein wichtiger Schritt nach vorne, aber die Aufdeckung und Entgleisung der Propaganda-Komponente des westlichen Kriegs gegen Syrien ist alleine nicht ausreichend, um die westliche Militäraggression aufzuhalten – die direkte und die durch Stellvertreter – oder die Gefahr zu eliminieren, vor der Syrien und seine Verbündeten – und auch die gesamte Region – immer noch stehen.

 

Macht geht immer noch vor Recht

 

Die Fähigkeit der USA, gegen Nationen wie den Irak, Libyen, Jemen und Syrien Krieg zu führen, kommt nicht von ihrer Fähigkeit, überzeugende Lügen zu erzählen. Sie kommt stattdessen zuallererst aus ihrer enormen wirtschaftlichen und militärischen Macht, was wiederum ihren gleichermaßen enormen und unberechtigten Einfluss und ihre Macht bringt.

 

Dies spiegelt sich in den durch Konzerne/Banken finanzierten amerikanischen politischen Denkfabriken – Institutionen nicht gewählter Politentscheider, die im Grunde die langfristige US-Außenpolitik entwerfen, die von den Politikern nur noch abgenickt wird. Und die Medienorganisationen bewerben das öffentlich.

 

Die Fähigkeit der USA, sich in Länder rund um den Globus einzumischen, einzumarschieren und zu besetzen, hängt von ihren massiven Ressourcen ab, einschließlich einem Netzwerk aus Militärstützpunkten und logistischen Knotenpunkten, einer Flotte an Schiffen, um Waffen und Ausrüstung an die Schlachtfelder ihrer militärischen Operationen zu befördern und mit einem Mal Truppen über Jahre hinaus zu versorgen. Das ist ein Netzwerk, für das aufsteigende Nationen so groß wie China Jahre benötigen um es zu entwickeln, wenn sie denn je so eines wie die USA entwickeln wollen.

 

Jene Nationen und Blöcke, die versuchen, der westlichen Hegemonie zu widerstreben und die globale Machtstruktur auszubalancieren, verstehen das vollends. Die aufstrebenden Wirtschaftsnationen wie China, die Regionen in Südostasien, die BRICS-Gemeinschaft, ein wiedererstarkendes Russland und andere Entwicklungsländer der Welt werden von den Versuchen begleitet, eine völlig alternative globale Ordnung auf Grundlage einer multipolaren Geopolitik zu schaffen.

 

Dazu gehört die Schaffung von Alternativen zum US-Dollar im globalen Handel, Alternativen zu den von den USA und Europa dominierten Industrien und Märkten und die Schaffung und Verbreitung defensiver Militärtechnologie, die Amerikas lange bestehende Militärvorherrschaft ablehnt.

 

Diese Anstrengungen sind umfangreich, fortwährend und von langer Dauer. Es wird noch Jahre brauchen, um die US-Aggression und die damit verbundene militärische und wirtschaftliche Vorherrschaft zu bändigen. Bis ein globales Gleichgewicht der Macht erreicht ist, wird die Maxime „Macht geht vor Recht“ weiter gelten und die globale Geopolitik der USA und ihrer Alliierten definieren.

 

Die Gefahren für den Einzelnen

 

Für die Nationalstaaten auf der Erde ist dieser Prozess zur Schaffung von Alternativen, um mit der US- und westlichen Hegemonie zu konkurrieren und diese vielleicht zu ersetzen, bereits in Gang. Leider werden von den meisten Menschen auf dem Globus sowohl die fundamentalen Gründe als auch die Lösung des Problems nicht recht verstanden.

 

Von den vielen Menschen, die sich gegen die westliche Propaganda engagieren, finden sich viele, die immer noch tagtäglich in eben jene Konzerne und Finanzinstitute einzahlen, die genau jene Propaganda unterstützen und jene Agenda vorantreiben, die von der Propaganda betrieben wird. Sehr wenige – selbst wenn sie sich dessen bewusst sind – haben das Verlangen, sich auf einen vollständigen Boykott jener westlichen Konzerne einzulassen, die die westliche militärische Aggression global vorantreiben.Noch weniger haben das Verlangen oder die Fähigkeit, zu den Alternativen zu den uralten Monopolen des Westens beizutragen.

 

Es gibt jedoch Hoffnung. Die alternativen Medien selbst sind ein Beispiel für viele normale Menschen auf der ganzen Welt, mit verschiedenen politischen und ideologischen Hintergründen, Alternativen zu den etablierten Westmedien einzurichten. Sie haben die westlichen Medienmonopole dazu gebracht, zu reagieren und sich der wachsenden Konkurrenz anzupassen. Und auf vielerlei Art war es diese wachsende Konkurrenz, die viele der andauernden Narrative des Westens kompromittiert hat, die man einst straflos fortsetzen konnte. Dazu gehört das Narrativ, das die USA gegen Syrien benutzt haben.

 

Der ausschlaggebende Faktor für die alternativen Medien war die Technologie. Es bedurfte einst großer Mengen an Kapital – sowohl finanziell als auch menschlich – um ein Nachrichtenbüro zu betreiben, um Tausende oder Millionen von Lesern zu erreichen. Heute sind die Werkzeuge zur Veröffentlichung von geschriebenen, Audio- oder Videoinhalten kostenlos oder praktisch für jeden billig genug, der es sich leisten kann. Eine einzige Person kann Tausende, ja Millionen Betrachter erreichen. Die in den Entwicklungsländern verfügbaren kleineren Budgets reichen locker aus, um mit der etablierten westlichen Propaganda zu konkurrieren, vorausgesetzt ihre Inhalte haben mehr Substanz als die des Westens.

 

Zwar schlagen die westlichen Monopole mit einer Reihe technologischer Lösungen zurück, darunter Algorithmen zur Bevorzugung von Konzernmedien, aber diese Lösungen liefern nur einen zeitweiligen Aufschub.

 

Der technologische Fortschritt in anderen Industrien, von der Energie bis zur Produktion, helfen dabei mit, die vielen ökonomischen und militärischen Felder zu dezentralisieren, die der Westen so lange dominiert hat. Sogar im Westen selbst ermöglicht die Technologie aufstrebenden Unternehmern, die nicht die Prinzipien (oder den Mangel an Prinzipien) der Wall Street und Washingtons teilen, nach anderen und konstruktiveren Richtungen für den Westen zu suchen.

 

Es ist wichtig zu verstehen, dass der Syrien-Konflikt Teil einer viel größeren globalen Weltanschauung ist. Wenn wir das verstehen, dann können wir gemeinsam jene Spezialinteressen aufdecken und untergraben, die diesen Konflikt befeuern. Momentan haben die USA und ihre Alliierten ihre Stellvertreter aufgebraucht und sind auf dem Weg zu einer direkteren militärischen Intervention in Syrien.

 

Um diese Verschwörung gegen das syrische Volk und den Frieden und die Stabilität der Nahost-Region niederzuschlagen, reicht es nicht aus, dass man die Stellvertreter des Westens aufdeckt und eliminiert. Das muss auch eine Strategie zur Aufdeckung und Eliminierung jener Machtquellen beinhalten, die die westliche Agenda erst antreiben, jenseits der Grenzen Syriens – in der Wall Street, in London und Brüssel. Das muss durch eine Identifizierung und Verdrängung der unbefugten Macht und des Einflusses der westlichen Konzern- und Bankenmonopole geschehen.

 

Der kommende Sieg über die westliche Propaganda ist nur der Anfang. Aber es ist ein Anfang auf dem wir aufbauen können und den wir zu einer fortdauernden Kampagne erweitern können, um die Aufmerksamkeit und den Druck auf die westliche Aggression gegen Syrien zu erhöhen. Aber auch eine Kampagne, die darauf abzielt, den Druck auf jene Spezialinteressen zu erhöhen, die für diese Aggression verantwortlich sind. Und sie vielleicht sogar zu vertreiben.

     


https://steemit.com/america/@caitlinjohnstone/the-us-empire-is-acting-like-a-desperate-cornered-animal-because-that-s-what-it-is

 

Das US-Imperium verhält sich wie ein in die Enge getriebenes verzweifeltes Tier, denn das ist es

 

von Caitlin Johnstone, 02.03.2018

 

 

Ich liebe die Amerikaner. Jedes Mal wenn ich das sage, bekomme ich von meinen eher stumpfsinnigen linken Lesern eins auf die Mütze, denn wenn man mit den Fehlern seiner eigenen Landsleute umgehen muss ist das eine ganz andere Erfahrung als wenn man es von außen tut. Aber ich tue es. Ich bestehe darauf, dass die Amerikaner ganz allgemein gutherzige menschliche Wesen sind, denen einfach nur zu viele Gedanken im Kopf herumschwirren, die nur der Kriegsmaschine der Regierung und den herrschenden Oligarchen dienen.

 

In der Tat, man kann Amerika an sich als eine gigantische PsyOp (psychologische Operation/Kriegsführung) beschreiben, die 323 Millionen ansonsten gesunde Homo Sapiens infiziert hat. Propaganda ist einer der am meisten unterschätzten und übersehenen Gesichtspunkte eines menschlichen Experiments. Die Art und Weise wie die Machthaber die Medien nutzen, um die Menschen dahin zu manipulieren wie sie über die wichtigen Themen denken und abstimmen, das beeinflusst jedes wichtige Problem auf eine wirklich massive Art und Weise. Dennoch kommt das in Unterhaltungen kaum zur Sprache. Amerikaner gehören zu den am heftigsten propagandisierten Menschen auf der Erde und ihre Massenmedienmaschine verhält sich immer seltsamer.

 

Nehmen wir z.B. den heutigen Tag. Das Pentagon hat angekündigt, dass es den Verkauf von 210 Javelin Panzerabwehrraketen und 37 Javelin Command Launch Einheiten an die Ukraine genehmigt hat. Ein weiterer Schritt gegen Russland in der gefühlt nahezu täglichen Eskalation zwischen zwei nuklearen Supermächten. Als Antwort auf diese unablässige Ausweitung der Aggression durch die USA hat Putin angekündigt, dem Arsenal der Russischen Föderation neue Nuklearwaffen hinzuzufügen, darunter nuklear bewaffnete Unterwasserdrohnen und, wie er behauptet, „tief fliegende, kaum sichtbare Cruise Missiles mit nuklearem Sprengkopf und praktisch unbegrenzter Reichweite, unvorhersagbarer Route und der Fähigkeit, praktisch alle Abfanglinien der existierenden und zukünftigen Raketenabwehr und Luftverteidigung zu durchdringen.“

 

Die Tatsache, dass diese Ankündigungen im selben Universum wie die andauernde Geschichte über eine Verschwörung zwischen Trump und Russland geschehen, das ist verwirrend. Erst gestern griff Hillary Clinton zu Twitter, um die Sichtweise zu unterstützen, die von Trumps politischen Gegnern unablässig befördert wird, nämlich dass die gegenwärtige Administration Russland gegenüber viel zu weich sei, und sie fragte den Präsidenten, ob er weiter Russland „ignorieren und kapitulieren“ wird, indem er keine präventiven Cyberangriffe gegen russische Cyber-Operationen genehmigt.

 

 

Kriegsschiffe im Schwarzen Meer, Russen in Syrien töten, eine gefährliche Aggression gegen Russland mit der neuen Nuklearstrategie, Waffenverkäufe an die Ukraine, eine permanente Militärpräsenz in Syrien – und diese Psychos sagen immer noch, er sei NICHT MILITARISTISCH GENUG.“

 

Hillary Clinton @HillaryClinton

Ich sage das als ehemalige Außenministerin und Amerikanerin: Die Russen kommen immer noch. Unsere Geheimdienstprofis drängen Trump zum Handeln. Wird er weiter ignorieren & kapitulieren, oder unser Land schützen?“

 

 

Der Gedanke, dass sich die „Verschwörung“ zwischen Trump und der russischen Regierung als eine ständig steigende Aggressivität gegeneinander manifestiert, das ist lachhaft. Selbst Obama hat aus Angst vor einer Eskalation gegen Moskau Waffenverkäufe an die Ukraine abgelehnt. Und der Gedanke, dass auch Trump gegen eine Bewaffnung der Ukraine war, das war einer der Originalgründe für die Verschwörungsanschuldigung, wie sie in dem berüchtigten Steele-Dossier formuliert wurde, mit dem alles begann. Und trotzdem handelt Trump weitaus aggressiver gegen Russland als seine Vorgänger je erträumten. Er ist die schlimmste Putin-Marionette aller Zeiten.

 

Das ist doch offensichtlich. Um zu verstehen, wie wenig Substanz wirklich im Rest der Russland-Erzählung des Establishments steckt, das erfordert eine Menge Nachforschung, aber der Gedanke, dass sich zwei Parteien „zusammentun“, indem sie gegeneinander direkt feindselig und gegnerisch sind, das ist grundsätzlich und offensichtlich absurd. Und dennoch wird den Amerikanern diese Absurdität unablässig in die Köpfe gehämmert, Tag für Tag für Tag.

 

Warum ist das so? Warum spielen die Propagandisten so ein riskantes Spiel mit ihrer Macht, um in den Augen des Publikums glaubwürdig zu bleiben? Warum überdehnen sie sich mit von Haus aus absurden Erzählungen über Russland und krassen Lügen über Syrien, anstatt ruhig zu bleiben und subtiler zu handeln? Warum benehmen sie sich wie in die Enge getriebene, verzweifelte Tiere, anstatt wie besonnene Herrscher des Planeten, die alle Karten in der Hand halten?

 

Weil eben in die Enge getriebene, verzweifelte Tiere genau so handeln.

 

Eine Risikoeinschätzung des Verteidigungsministeriums (DoD) von 2017 durch das US Army Strategic Studies Institute besagt, dass sich das US-Imperium in einer „Post-Vorherrschaft“ befindet und zur Zeit auf dem absteigenden Ast ist.

 

In dieser Einschätzung steht: „Kurzum: der Status Quo, der von US-Strategen nach dem 2. Weltkrieg erreicht und ausgebaut worden war und für Jahrzehnte der prinzipielle Herzschlag für das DoD war, er scheint nicht nur zu schwinden, sondern zu kollabieren. Folglich könnte sich auch die Rolle in und der Zugang der USA zur Welt fundamental verändern.“

 

Viele, viele mächtige Menschen haben auf diesem riesigen Imperium ihre Königreiche errichtet, und jetzt überschreitet dieses Imperium seinen Höhepunkt. Immer ganz oben zu bleiben und den Aufstieg rivalisierender Supermächte zu verhindern, das war seit langer Zeit der Grundsatz des US-zentrierten Establishments und das scheint das Ziel all jener Schritte zu sein, die man unternimmt, um das russisch-chinesische Tandem zu stören. Aber sie kämpfen während sie in einer Ecke stehen, sie sind verzweifelt und sie überdehnen sich. Deshalb sehen sie auch so lächerlich aus und das ist für jeden, der aufpasst, offensichtlich.

 

Das ist sowohl eine gute, aber gleichzeitig eine womöglich schlechte Nachricht. Die gute Nachricht ist, dass Amerika, wenn es nicht mehr der Sitz einer verkommenen, dominanten Plutokratie ist, die die Welt beherrschen will, keine Eigeninteressen mehr daran hat, die Amerikaner arm, ohnmächtig und blind für Propaganda zu halten, um sicherzustellen, dass die einheimische Bevölkerung nicht aufbegehrt und die politische Macht übernimmt. Die ganzen Ressourcen, die jetzt für endlose Kriege und globale Vorherrschaft ausgegeben werden, könnten dann vom amerikanischen Volk für das amerikanische Volk ausgegeben werden und nebenbei ein Militär aufrechterhalten, das die leicht zu schützenden Küsten der USA zu verteidigen. Es könnte eine echte Wirtschaft entstehen, die nicht mit vorgehaltener Waffe erzeugt wird, und die guten Eigenschaften einer anständigen Bürgerschaft würde ihnen ermöglichen, wie eine reale und normale Nation zu blühen.

 

Die schlechte Nachricht ist, dass in die Enge getriebene Tiere gefährlich sind und verzweifelte Zeiten fordern verzweifelte Maßnahmen. Es besteht tatsächlich die reale Gefahr, dass Amerikas Oligarchen die Nation und ihre Verbündeten in einen die Menschheit bedrohenden Weltkrieg stürzen anstatt sich dem Aufstieg einer multipolaren Welt zu beugen und ihr Imperium zu verlieren. Je mehr Mitmenschen wir über das Geschehen aufwecken können, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit dass Ersteres eintritt und nicht das Letztere. Ich hoffe echt dass wir siegen.

      


 

https://www.globalresearch.ca/the-shadow-of-an-israelius-attack-grows-larger-by-the-day/5630639?platform=hootsuite

 

Der Schatten eines US-israelischen Angriffs wächst von Tag zu Tag

 

von Edward Curtin, 01.03.2018

 

 

Letzte Woche schrieb ich: „Alle Zeichen deuten auf einen bevorstehenden großen US-israelischen Angriff auf den Libanon und Syrien hin. Und alle speichelleckerischen Massenmedien befinden sich in der Küche und bereiten den Festschmaus vor. Russland und der Iran sind das Hauptgericht, und Libanon und Syrien, die zuerst verschlungen werden, sind die Vorspeise.“ Diese Anzeichen werden von Tag zu Tag größer.

 

Israels große Zeitungen Haaretz und die konservativere Jerusalem Post haben beide in ihren Schlagzeilen angekündigt, dass der Iran in Syrien einen Stützpunkt mit Raketen errichtet hat, die Israel beschießen können. Ein Blick in dieses Zeitungen, mit dem Gerede über israelische Kriegsvorbereitungen und die mögliche Ermordung des Hisbollah-Führers Hassan Nasrallah, macht überdeutlich, dass eine Ausweitung des Nahost-Kriegs rasch näher kommt. Russland, Syrien und der Iran werden verteufelt und die Propaganda der Gedankenkontrolle kotzt weiter um sich. Die Konzernmedien der Massen in den USA und in anderen Ländern werden sicherlich auf den Zug aufspringen.

 

Der libanesische Premierminister Saad Hariri ist wieder zurück in Saudi Arabien um sich mit seinen saudischen Herren zu treffen, das erste Mal seit seinem schockierenden Rücktritt am 4. November 2017, den er später zurückgenommen hat. Das Timing seines Besuchs deutet darauf hin, dass eine weitere anti-iranische und Anti-Hisbollah-Ankündigung folgen wird. Wird Hariri eine weitere Stellungnahme machen, in der der Iran und Hisbollah für eine Destabilisierung des Libanon beschuldigt werden und das der Kriegsrhetorik hinzufügen, die aus Israel kommt? Zum selben Zeitpunkt da der Libanon ein Militärabkommen mit Russland unterzeichnet? Die Züge auf dem Schachbrett kommen Fast and Furious. Die Strategie von Saudi Arabien, Israel und den Vereinigten Staaten ist eindeutig „Teile und Herrsche“.

 

 

Hier in den Vereinigten Staaten haben die Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS), eine Gruppe pensionierter Geheimdienstmitarbeiter, gerade eine öffentliche Warnung, oder wie sie es nennen, ein Memo, an Donald Trump herausgegeben (Wozu? Glauben sie wirklich, dass er zuhört oder dass er das Sagen hat?) Titel: „Growing Risk of U.S.-Iran Hostilities Based on False Pretexts“  

https://consortiumnews.com/2018/02/26/growing-risk-of-u-s-iran-hostilities-based-on-false-pretexts-intel-vets-warn/

Diese Gruppe, die einige Vorbehalte über den Iran hat und daher nicht dessen Fürsprecher ist, sagt nichtsdestotrotz Folgendes:

 

In den US-Medien gibt es eine beträchtliche anti-iranische Rhetorik, die den Übergang von einer Situation eines Kalten Kriegs zu einem Heißen Krieg mit Beteiligung von US-Streitkräften erleichtern könnte. Mit einiger Besorgnis beobachten wir seit einiger Zeit die wachsenden Feindseligkeiten gegen den Iran aus Washington und aus den Regierungen Israels und Saudi Arabiens. Der Nationale Sicherheitsberater H.R. McMaster warnt, dass es „jetzt Zeit ist zu handeln“, um die aggressiven regionalen Ambitionen des Iran zu durchkreuzen, während die UN-Botschafterin Nikki Haley in dem jüngsten Zwischenfall mit Syrien und Israel einen „Weckruf“ sieht. Besondere Besorgnis drückte das Weiße Haus darüber aus, dass der Iran schiitische Minderheiten in benachbarten sunnitisch dominierten Staaten ausbeutet, um Unruhen zu erzeugen und auch seine Rolle im benachbarten Irak und Syrien ausweitet.“

 

VIPS zieht auch in Betracht, dass Netanjahu wegen Korruptionsvorwürfen angeklagt werden könnte:

 

es ist vorstellbar, dass er einen „kleinen Krieg“ befürworten würde, um von den wachsenden politischen Problem zuhause abzulenken.“

 

Das selbe könnte man auch über Donald Trump sagen, aber wie wir aus der Geschichte gelernt haben, führen „kleinere Kriege“ zu großen Kriegen, und es ist auch bekannt, dass das letztendliche Ziel dieser Kriegstreiber Russland ist. Und so ein Krieg wäre alles andere als klein.

 

Einer der Unterzeichner des vorher genannten VIPS-Artikels ist Philip Giraldi, ein ehemaliger CIA-Offizier, der in einem eigenen Artikel („Donald Trumps Außenpolitik: Made in Israel?“) (Das Fragezeichen ist überflüssig) zurecht sagt, dass Trump mit den schärfsten Elementen in Israel auf einer Linie liegt und dass „irgendein Vorwand für einen Krieg (mit dem Iran) dazu führen wird, dass die Vereinigten Staaten einen Großteil der Last schultern werden müssen und auch die Folgen, darunter wahrscheinlich hohe Opferzahlen, da die Iraner mit Sicherheit zurückschlagen werden.“ Darüber hinaus sagt Giraldi, dass die USA mit ihrer aktiven Präsenz vor Ort in Syrien auf eine Destabilisierung des Landes und der Entfernung Assads abzielen und die USA angeblich israelische Geheimdienste unterstützen, was denen die Bombardierung eines weiteren souveränen Landes erlaubt, mit dem Vorwand, man schütze Israel durch die Angriffe auf iranische, Hisbollah- und russische Ziele.

http://www.intrepidreport.com/archives/23475

 

Während die amerikanische Öffentlichkeit mit Nachrichten über Jared Kushner und Hope Hicks zu geschüttet wird, mit Propaganda über das Abschlachten von Zivilisten in Ost-Ghouta durch die syrische Regierung (siehe Jonathan Cooks ausgezeichneten Artikel „The Authoritarians Who Silence Syria Questions“) und mit Nachrichten über die Tragödie an der Stoneman Douglas High School ersäuft wird, so steigen nebenbei die Aktien des US-militärisch-industriellen Komplexes und die Oscar-Zeremonie wird der Hollywood-verblödeten Gesellschaft eine „nötige Ablenkung“ von all den Nachrichten verschaffen. Währenddessen lecken sich die blutrünstigen Kriegstreiber erwartungsfroh die Mäuler. Sie schlagen die Kriegstrommeln, und sie schlangen sie jetzt nicht mehr langsam. Der Takt hat sich beschleunigt. Man kann es hören – wenn man zuhört.

https://www.jonathan-cook.net/blog/2018-02-27/authoritarians-syria-questions/

 

Vielleicht wird der Propagandafilm The Post über die Lieblingszeitung der CIA, die Washington Post, den goldenen Fetisch bei den Oscars abräumen, während Israel und die USA ihre Schutzverantwortung für die Unschuldigen übernehmen und noch mehr von ihnen töten und ihre tödlichen Arme noch weiter ausstrecken – zu ihren finalen Zielen.

(Anm.d.Ü.: Wahrscheinlich werden auch die "international anerkannten Weißhelme" ihren Oscar bekommen. Wer den Film kritisiert, der betreibt laut Guardian "russische Desinformation".)

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_letzten_M%C3%A4nner_von_Aleppo

 

 

 

 

Edward Curtin ist ein Autor mit großer Verbreitung. Er lehrt Soziologie am Massachusetts College of Liberal Arts. Seine Webseite ist: http://edwardcurtin.com/