http://www.stalkerzone.org/margarita-simonyans-letter-to-the-atlantic-council/

 

Brief von Margarita Simonyan an den Atlantic Council

 

 

(Aus dem Russischen von Ollie Richardson & Angelina Siard)

Antwort auf diesen Artikel:

http://www.atlanticcouncil.org/blogs/ukrainealert/ukraine-s-got-a-real-problem-with-far-right-violence-and-no-rt-didn-t-write-this-headline

 

 

25.06.2018

 

Sehr geehrter Atlantic Council,

 

es sind jetzt vier Jahre, dass wir euch und die ganze Welt davor gewarnt haben, dass die Ukraine von Nazis überflutet wurde. Es sind jetzt genau vier Jahre, dass ihr uns dafür beschuldigt habt und ihr uns Beispiele unserer Fälschungen und Propaganda vorgelegt habt. Ihr und euresgleichen schreibt genau so: „RT ist Fake Propaganda, weil sie behaupten, in der Ukraine würden Nazis ermutigt werden.

 

Und dann veröffentlicht ihr plötzlich diesen Artikel. Ich zitiere den Titel: „Die Ukraine hat ein echtes Problem mit rechtsextremer Gewalt (und nein, diese Schlagzeile stammt nicht von RT)“.

 

Und der Atlantic Council schreibt weiter: Nazi-Gruppen erhalten vom Staat Gelder, sie arbeiten mit lokalen Behörden und mit Organen der Staatssicherheit zusammen, sie greifen Juden, Roma, Umweltaktivisten und Homosexuelle an, und ihnen geschieht nichts.

 

Und natürlich schwört die Regierung in Kiew mit weit geöffneten Augen, dass das gar nicht so wäre.

 

Wie gesagt – quot erat demonstrandum.

 

Vielleicht versteht ihr endlich, dass ihr uns nicht deswegen misstraut weil wir lügen, sondern weil ihr über die Welt rund um euch herum überhaupt nichts wisst; weil ihr schlecht gebildet seid; ihr lest etwas, aber nicht das, was man lesen sollte; ihr geht nicht dahin wo ihr hingehen solltet; ihr kommuniziert mit einer Handvoll voreingenommener und/oder verrückter Leute, die eure arrogante Unwissenheit nur verstärken.

 

Wenn ihr von eurer Korrektheit womöglich nicht so felsenfest überzeugt und nur ein bisschen mehr an der Realität interessiert wärt, dann hättet ihr erfahren, dass Nazis in Odessa Dutzende von Menschen verbrannt haben; dass praktisch alle Menschen auf der Krim tatsächlich zu Russland gehören wollen und dass die zwangsweise Ukrainisierung von ihnen genau als das wahrgenommen wurde – eine zwangsweise Ukrainisierung; dass der Krieg im Donbass nicht deswegen begann, weil sich Putin aus unbekannten Gründen ein weiteres Stück Gebiet aneignen wollte, sondern weil sich die neuen ukrainischen Behörden, die ihr so lobend besungen habt, sich in ihrem ersten Erlass nichts Eleganteres ausdenken konnten als die russische Sprache zu verbieten – in der sich das halbe Land unterhält; dass die Haltung gegenüber Homosexuellen nicht so ist wie in, sagen wir, New Hampshire, aber genauso wie in New Hampshire vor 20 Jahren, als ich dort studiert habe – und an meiner Schule war es den Lehrern verboten, über dieses Thema allgemein zu reden. Und es ist allemal besser als bei euren engen Verbündeten, wo unglücklichen Homosexuellen auf dem Stadtplatz der Kopf abgehackt wird. Diese Liste ließe sich endlos erweitern...

 

Wie schön wäre die Welt, wenn ihr aus euren glatten und dummen Lehrbüchern und Leitfäden aufwachen würdet, und aus euren zärtlichen öffentlichen Versammlungen mit eurer „demokratischen“ Öffentlichkeit (die Fünfte Kolonne – Ed.) und denen in der Nähe, die für euer Geld dazu bereit sind, das zu sagen was ihr hören wollt, den Kindergarten-Analytikern in den Fernsehsendern zuzuhören, die von euren ehemaligen oder zukünftigen Managern geleitet werden – dann würdet ihr das Offensichtliche erkennen.

 

Dann würde ich mit großer Freude in Rente gehen und auf meiner Fensterbank Lavendel anbauen.

 

Und ja, die Schlagzeile stammt von RT.


 

https://www.paulcraigroberts.org/2018/06/23/persecution-julian-assange-proves-western-values-no-longer-exist/

 

Die Verfolgung von Julian Assange beweist,

dass die westlichen Werte tot sind

 

von Paul Craig Roberts, 23.06.2018

 

 

Die westliche Welt wird nicht müde, über ihre „demokratischen Werte“ zu sprechen. Die politische Theorie im Westen besagt, dass Demokratie über Meinungsfreiheit und freie Presse funktioniert. Durch die freie Meinungsäußerung ziehen die Bürger und Medien die Regierung zur Rechenschaft.

 

Diese liberale Tradition bedeutet, dass es keine Wörter oder Begriffe gibt, die man nicht verwende kann, nur weil eine bestimmte „Opfergruppe“ sich beleidigt fühlt. Die Anschläge auf die Meinungsfreiheit durch die politische Korrektheit, die jetzt an Universitäten und Schulen institutionalisiert worden ist, in den presstituierten Medien, in amerikanischen Konzernen wie Google und die in das kulturelle Verhalten der Amerikaner Einzug gefunden hat, sie zeigen einen Niedergang des Ansehens der Meinungsfreiheit. Auch Regierungen haben Anschläge ausgeführt, etwa mit dem „Krieg gegen den Terror“, der als Rechtfertigung für Spionage ohne richterlichen Beschluss, für Massenüberwachung und ein hartes Durchgreifen gegen Abweichler dient.

 

Die freie Presse ist noch dramatischer abgefallen als die Meinungsfreiheit. Die New York Times aus den Zeiten der Pentagon Papiere ist während George W. Bushs erster Amtszeit verschwunden, als die Zeitung auf der Story saß, dass das Bush-Regime ohne richterlichen Beschluss spioniert hat. Die NYT saß über ein Jahr lang auf dieser Story und erlaubte damit die Wiederwahl von Bush ohne Widerspruch und gab der Regierung Zeit, das Ausspionieren im Nachhinein zu legalisieren.

 

Heute sind die Medien ein Propagandaministerium, das sich mit der Dämonisierung von Russland und Trump beschäftigt und das die Kriegsverbrechen von Washington und dessen Vasallen rechtfertigt.

 

Aus diesem Grund gibt es keinen Medienaufschrei über die 6-jährige Inhaftierung von Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London. (Anm.d.Ü.: Und wer jetzt mit dem Argument kommt, er könne die Botschaft ja jederzeit verlassen, der kann mich mal!)

 

WikiLeaks ist eine Nachrichtenorganisation und hat nichts getan, was die freie Presse nicht immer getan hat. Julian Assange ist Staatsbürger von Australien und Ecuador. Er ist kein Amerikaner und kann somit nicht des Hochverrats schuldig sein. Dennoch geht man davon aus, dass Washington ein Großes Geschworenengericht installiert hat, um eine Anklage gegen ihn zu konstruieren.

 

Der neue Präsident Ecuadors ist kein so großer und starker Mann wie sein Vorgänger. Unter dem Druck Washingtons macht Moreno für Assange das Leben in der ecuadorianischen Botschaft so unangenehm wie möglich, um ihn zu einem Verlassen der Botschaft zu zwingen und so den britischen Behörden auszuliefern. Die britische Regierung gibt dem Druck Washingtons nach und wird ihm kein Asyl gewähren. Und das hindert Assange daran, die Botschaft zu verlassen.

 

In dieser Angelegenheit sind keine „demokratischen Werte“ vorhanden. Es ist eine Neuauflage der Behandlung von Kardinal Mindszenty durch die Sowjetunion. Nur ist es Washington und nicht Moskau, das auf dem Angesicht der Freiheit herumtrampelt.

Rollentausch: Wie die USA zur UdSSR wurden“:

https://www.paulcraigroberts.org/2013/07/23/role-reversal-how-the-us-became-the-ussr-paul-craig-roberts/

 

Die australische Regierung hat in ihrer Dienstbeflissenheit gegenüber Washington nichts unternommen um Assange zu helfen. Australien stellt wie jeder andere Vasallenstaat die Interessen Washingtons über das Recht und die Interessen seiner Bürger.

 

Diese Woche gab es in Australien Demonstrationen zur Unterstützung von Assange. Die westlichen Regierungen haben sich jedoch so weit von ihren Bürgern entfernt, die heute wenig mehr als Subjekte sind, dass es unwahrscheinlich ist, dass etwas anderes als eine Revolution die Rechenschaftspflicht von westlichen Regierungen wieder herstellen kann.

 

Westliche Demokratie“ ist zu einem Oxymoron geworden. Dieser Artikel von Mike Head zeigt die Verachtung, die die westlichen Eliten der Meinungsfreiheit, der Pressefreiheit, der Wahrheit und den Bürgerrechten entgegenbringen.

http://www.informationclearinghouse.info/49687.htm

 


 

https://medium.com/@caityjohnstone/anyone-promoting-regime-change-in-iran-is-an-evil-piece-of-shit-13563f46f12b

 

Jeder, der für einen Regimewechsel im Iran wirbt, ist ein mieses Stück Scheiße

 

von Caitlin Johnstone, 23.06.2018

 

 

Das ganze Jahr habe ich schon gesagt, dass das 8chan-Phänomen „QAnon“ ist Schwindel ist, und mit der Zeit werden die Beweise immer überwältigender, dass es sich um eine PsyOp des Establishments handelt, die die populistische Rechte dazu bringen soll, das Narrativ und die Pläne des orthodoxen Establishments zu akzeptieren. Ob sie behaupten, dass jede Kapitulation der Trump-Regierung gegenüber langgehegten neokonservativen Plänen eigentlich eine brillante Strategie in 4D-Schach sei, oder ob sie sagen, dass Julian Assange in Wahrheit gar nicht in der ecuadorianischen Botschaft gefangen sei – die QAnon-Enthusiasten kauen ständig die Stichworte wieder, die ganz zufällig so wunderbar mit den Interessen der Verteidigungs- und Geheimdienstbehörden Amerikas übereinstimmen.

 

Ein frischer „Q drop“ (ein witziger Name für einen anonymen User, der auf einem populären Internet Troll Message Board ohne jede Rechenschaft Texte postet) macht das so klar wie nie zuvor. Der Text geht so:

 

Free Iran!!!

Kämpft

Kämpft

Kämpft

Regime Change.

Die Menschen haben die Macht.

Wir sind bei euch.

Q

 

Wenn man erst mal für einen langgehegten Plan jubelt, der in einem der Länder von George W. Bushs „Achse des Bösen“ verwirklicht werden soll, dann jubelt man dem Establishment zu. Oder um es für die Q-Anhänger deutlich zu machen: man jubelt dem Tiefen Staat zu.

 

 

Da haben wir den Salat: Rechtslastige Populisten mit Verschwörungsgedanken werden manipuliert, um die gleiche Standardstrategie der Bush-Administration zu unterstützen, die Alex Jones zu Beginn seiner Karriere angegriffen hat. Die Unterstützung für den Regime-Change-Interventionismus im Iran beschränkt sich nicht auf die QAnon-Menge. Sie ist jetzt voll im Mainstream bei den Anhängern von Trump angekommen und ich möchte ein paar der Argumente ansprechen, die sie mir entgegnen:

 

Der Iran ist nicht annähernd das gleiche wie Irak, Libyen oder Syrien!“

 

Betrachtet bitte einen Globus und denkt nochmal über eure Position nach. Der Iran ist aus den exakt gleichen Gründen wie seine Nachbarn Irak und Syrien das Ziel für einen Regimewechsel; er liegt in einer Erdölreichen Region an einer strategisch extrem wichtigen Stelle und das US-zentrierte Imperium will darüber die volle Kontrolle. Wenn man glaubt dass es dieses Mal anders sei, weil die Regierung nicht säkular ist, so ist das das Ergebnis einer jahrelangen islamophoben Propaganda; die Plutokraten und ihre alliierten Geheimdienst- und Verteidigungsagenturen kümmert es nicht, welche Religion über ihren Ölquellen ausgeübt wird, und Saudi Arabien (KSA) ist dafür der beste Beweis. Jedes Argument gegen die iranische Theokratie kann man noch viel stärker gegen die KSA-Theokratie vorbringen, aber man wird Sean Hannity (Anm.d.Ü.: ein Kriegshetzer bei FoxNews) nicht erleben, wie er für einen Umsturz gegen die saudischen Royals wirbt, nicht wahr?

 

Aber diese Regimewechsel-Intervention wäre etwas ganz anderes!“

 

Nein, wäre sie nicht. Es gab nicht eine US-geführte Regimewechsel-Intervention im Nahen Osten, die nicht katastrophal war. Das Befürworten eines Regimewechsel-Interventionismus im Iran ist ein Jubel für all die Destabilisierung, das Chaos, den Terror, Tod, Vergewaltigung und Sklaverei, der notwendigerweise mit solchen Interventionen verbunden ist. Es ist ungeheuerlich, wenn man das über die Welt bringen will.

 

Das ist doch etwas anderes! Dieses Mal macht es Trump! Schaut, was er alles mit Nordkorea erreicht hat!“

 

Okay, drei Dinge:

 

  1. Alles was Trump mit Nordkorea erreicht hat ist nur der erste Schritt zu grundlegenden Anfängen für Friedensgespräche. Ich stehe bei diesem Schritt voll hinter ihm, aber man kann es doch nicht als einen „Erfolg“ bezeichnen, der beweist, dass er ein strategisches Genie sei, der die unmögliche Aufgabe eines nicht-katastrophalen Regimewechsels im Iran vollbringen würde.

  2. Selbst wenn Trump zu einem haltbaren Frieden auf der koreanischen Halbinsel beiträgt, so rechtfertigt das nicht einen Regimewechsel-Interventionismus im Iran. Herrgott, selbst wenn Trump es schafft, dass sich Nordkorea denuklearisiert (und er wird es nicht schaffen), dann rechtfertigt das immer noch keinen Regimewechsel-Interventionismus im Iran. Der US-geführte Regimewechsel-Interventionismus ist immer katastrophal, vor allem in der leicht zu destabilisierenden geopolitischen Region des Nahen Ostens.

  3. Die Neokons liegen mit ihrer Außenpolitik immer falsch. Immer. Es gibt keinen Grund zu der Annahme, Trumps Vorantreiben langgehegter Neokon-Pläne würde besser funktionieren als die von Bush oder irgendeinem anderen Neokon.

 

Aber was ist mit den Iranern im Iran, die einen Regime Change wollen?“

 

Was soll mit ihnen sein? Die Tatsache, dass einige Iraner wollen, dass sich ihre Regierung ändert, das hat nichts mit dir oder deiner Regierung zu tun. Die Experten von Fox News und der Washington Post, die ständig darauf hinweisen, dass es im Iran, so wie in Amerika Menschen gibt, die mit ihrem gegenwärtigen Regierungssystem unzufrieden sind, sie wollen nur den Westen gegen Teheran zusammenschweißen. Es gibt keinen vernünftigen Grund, sich wie ein echter CIA-Propagandist aufzuführen, der herumläuft und den Westlern erzählt, wie großartig es wäre, wenn die Mullahs weg wären.

 

Also ich will ja nicht, dass die USA intervenieren, ich will nur, dass sich die Iraner selbst befreien!“

 

Zwei Dinge:

 

  1. Diese Regierung ist bereits am Regimewechsel-Interventionismus im Iran beteiligt. Es gibt zunehmend verdeckte Operationen der CIA und heftige Wirtschaftssanktionen. Und die Beteiligung am iranischen Terror-Kult MEK lässt vermuten, dass die Sache noch viel tiefer geht, ähnlich wie bei der US-Beteiligung an extremistischen Gruppen in Syrien, Libyen und Ukraine.

  2. Warum redet man dann überhaupt darüber? Schon mal darüber nachgedacht, warum du dauernd die Iraner anfeuerst, ihre Regierung zu stürzen? Warum jubelst du ständig für etwas, das überhaupt keine westliche Einmischung benötigt? Wem soll das helfen? Glaubst du die Iraner wüssten nicht längst, dass Amerika ihre Regierung hasst?

 

Das einzige was ihr damit erreicht ist eine Signalverstärkung der Regimewechsel-Propaganda, die die US Verteidigungs- und Geheimdienstagenturen seit vielen Jahren in das öffentliche Bewusstsein Amerikas eingepflanzt haben. Euer „Jaa, befreit den Iran!“ hilft nicht den Iranern, es hilft nur den westlichen Propagandisten dabei, das westliche Publikum zu attackieren. Ihr helft nur dabei mit, dass die Öffentlichkeit zu allen Aktionen gegen die iranische Regierung Ja und Amen sagt, genauso wie die Russiagater dabei mithelfen, eine Eskalation gegen Russland herzustellen.

 

 

Kommt schon, Leute! Strengt euren Grips an! Das ist ganz leicht. Es ist kein reiner Zufall, dass ihr alle zur Unterstützung eines Regimewechsels getrieben werdet, der den Endpunkt der berühmten „Sieben Länder in Fünf Jahren“-Liste der neokonservativen Regimewechsel-Agenda darstellt, die General Wesley Clark vor 17 Jahren aufzählte. Das Einzige was sich geändert hat, ist das Gesicht auf der Agenda.

 

Der Iran unterscheidet sich nicht von den anderen Regimewechsel-Zielen Irak, Libyen oder Syrien. Barack Obama leistete die dritte und vierte Amtszeit von George W. Bush, und Donald Trump dient als seine fünfte. Sie wurden von Amerikas ungewähltem Machtestablishment auf verschieden Weise unter Druck gesetzt, damit sie die verschiedenen Regimewechsel-Pläne vorantreiben, abhängig davon, woher ihre politische Unterstützung kam und welche öffentliche Stimmung zu der Zeit herrschte. Aber alles deutet genau aus den gleichen Gründen auf die genau gleiche Region hin.

 

Lasst den Iran in Ruhe. Lasst das iranische Volk in Ruhe. Es gibt keinen legitimen Grund für euch, einen Regimewechsel im Iran anzufeuern, und jeder, der euch etwas anderes sagt, ist ein mieses Stück Scheiße. Erteilt ihnen eine Absage.


 

https://cluborlov.blogspot.com/2018/06/imperial-collapse-markers.html#more

 

Die Kennzeichen eines imperialen Zusammenbruchs

 

von Dmitri Orlov, 19.06.2018

 

 

Wenn ich über den (derzeit noch) allmählichen Zusammenbruch des Amerikanischen Imperiums nachdenke, so ist der Zusammenbruch der UdSSR, der vor fast drei Jahrzehnten geschah, eine wahre Goldgrube nützlicher Beispiele und Analogien. Bestimmte Ereignisse, die während des sowjetischen Zusammenbruchs geschahen, können als nützliche Wegweiser für den amerikanischen Kollaps dienen. Das erlaubt uns eine bessere Einschätzung des zeitlichen Ablaufs von Ereignissen, die einen schrittweisen Zusammenbruch in einen jähen Kollaps verwandeln können.

 

Als der sowjetische Zusammenbruch geschah, da war die allgemeine Reaktion: „Wer hätte das gedacht?“ Nun, ich wusste es. Ich erinnere mich genau an eine Unterhaltung, die ich im Sommer 1990 mit einem Chirurgen hatte, kurz bevor ich für eine Blindarmoperation unters Messer kam und darauf wartete, dass die Narkose einsetzt. Er fragte mich, was in den Sowjetrepubliken geschieht, vor allem in Armenien. Ich sagte ihm, dass sie in weniger als einem Jahr unabhängig sein werden. Er sah positiv überrascht aus. Ich hatte mich um ein paar Monate geirrt. Ich hoffe, dass ich den Amerikanischen Zusammenbruch mit der gleichen Präzision vorhersagen kann.

 

Ich nehme an, dass ich in einer guten Position war um es zu wissen, und ich will versuchen zu erahnen, wie ich dazu gekommen bin. Mein Fachgebiet zu jener Zeit war die elektronische Messung und Datenaufzeichnung hochenergetischer physikalischer Experimente – und nicht die Sowjetologie. Aber ich war im vorangegangenen Sommer in Leningrad, wo ich aufwuchs und ich wusste einigermaßen, was in der UdSSR vor sich ging. Währenddessen hatte die ganze Schar hochbezahlter, professioneller Russlandexperten, die sich in den verschiedenen Regierungsbehörden in Washington niedergelassen hatte oder in den verschiedenen Stiftungen und Universitäten der USA den Sauerstoff weg atmeten, absolut keine Ahnung davon, was sie erwarten würde.

 

Ich vermute, dass dahinter ein Prinzip steckt: Wenn deine ganze Karriere davon abhängt, dass X weiter existiert, und wenn X gerade den Geist aufgibt, dann hat man keine besondere Motivation, dieses Ereignis genau vorherzusagen. Umgekehrt ist es so: Wenn es dir gelänge, das Scheitern von X genau vorherzusagen, dann wärst du auch clever genug, deine Karriere rechtzeitig zu wechseln und dann wärst du kein Experte mehr für X, und deine Meinung zu dem Thema würde ignoriert werden. Die Leute würden denken, du hättest einen wunderbaren Job hingeschmissen und seist nun verbittert. Jetzt beobachte ich das selbe Phänomen bei den Russland-Experten in den USA: sie können sich nicht vorstellen, dass all die Dinge, mit denen sie sich ihr ganzes Leben lang beschäftigt haben, in rasendem Tempo in die Bedeutungslosigkeit schlittern. Oder vielleicht begreifen sie es, aber sie wollen es sich selbst nicht eingestehen, aus Angst davor, nicht mehr in die Talkshows eingeladen zu werden.

 

Meine Vermutung: Da es beim Expertenwissen darum geht, über ein kleines Gebiet viel zu wissen, ist dessen logischer Endpunkt folgender: Alles über nichts zu wissen – über eine Sache, die nicht existiert. Sei's drum. Aber ich spüre, dass wir Nicht-Experten, ausgestattet mit dem klaren Blick auf das Beispiel des sowjetischen Zusammenbruchs, verhindern können, dass wir über den Amerikanischen Kollaps ähnlich verblendet oder verblüfft werden. Das ist keine akademische Frage: Jene, die das akkurat einschätzen können, könnten in der Lage sein, sich rechtzeitig aus dem Staub zu machen, während die meisten Lichter noch an sind, während noch nicht jeder in einem Drogennebel herumwandert und während Massenschießereien und andere Arten von Chaos noch als Berichtenswert angesehen werden.

 

Dieser Rückblick ermöglicht uns, bestimmte Kennzeichen auszumachen, die sich damals zeigten und die auch heute aufscheinen. Vier davon will ich jetzt diskutieren:

 

  1. Alliierte werden verprellt

  2. Feindschaften lösen sich auf

  3. Ideologie wird bedeutungslos

  4. Die militärische Haltung wird schlaff

 

All dies kann man am Amerikanischen Zusammenbruch bereits mit bloßem Auge erkennen. So wie beim sowjetischen Kollaps gibt es für jede dieser Entwicklungen eine gewisse Inkubationszeit. Das dauert vielleicht ein oder zwei Jahre, aber wenn das vorbei ist, dann bricht alles auf einmal zusammen.

 

Die Allianzen

 

Als sich der sowjetische Zusammenbruch entfaltete, da haben sich frühere Freundschaften verschlechtert und sich schließlich in offene Feindschaft verwandelt. Vor dem Kollaps hing der Eiserne Vorhang zwischen Ost- und Westeuropa; drei Jahrzehnte später verläuft er zwischen Russland und den baltischen Staaten, Polen und der Ukraine. In der Nachkriegszeit haben die Länder des Warschauer Pakts von ihrem Bündnis mit Russland und dessen industrieller Macht zwar viele Wohltaten erhalten, aber zum Ende ihrer Mitgliedschaft im sowjetischen Lager wurde das immer mehr zu einem Hindernis für Fortschritt und behinderte ihre Integration mit den wohlhabenderen, weniger gebeutelten Ländern weiter im Westen und mit dem Rest der Welt.

 

Mit den USA und der EU ist es jetzt ähnlich. Auch diese Partnerschaft zeigt große Anzeichen von Spannung, da Washington versucht zu verhindern, dass Europa sich mit dem Rest Eurasiens verbindet. Insbesondere die Drohung mit einseitigen Wirtschaftssanktionen als Teil der vergeblichen Bemühung, weitere russische Erdgaspipelines nach Europa zu blockieren und die Europäer dazu zu zwingen, unsicheres und überteuertes amerikanisches Flüssiggas zu kaufen, das hat offen die Tatsache gezeigt, dass diese Beziehung nicht mehr von gegenseitigem Nutzen ist. Und während sich Britannien von Europa trennt und sich enger an die USA klammert, so entsteht langsam ein neuer Eiserner Vorhang, aber dieses mal geht er durch den Englischen Kanal und trennt die Anglophone Welt von Eurasien.

 

Ähnliche Entwicklungen spielen sich im Osten ab und betreffen Südkorea und Japan. Trumps Hin und Her zwischen wütendem Getwittere und versöhnlicher Rhetorik gegenüber Nordkorea haben die Bedeutungslosigkeit amerikanischer Sicherheitsgarantien zu Tage gefördert. Jetzt erkennen diese beiden Länder die Notwendigkeit, ihre eigenen Sicherheitsarrangements zu machen und ihre Souveränität in militärischen Angelegenheiten in die eigenen Hände zu nehmen. Gleichzeitig ist die Sprunghaftigkeit der USA nur eine Boxenstopp auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit.

 

Die Feindschaften

 

Während der gesamten Periode des Kalten Kriegs waren die Vereinigten Staaten der Erzfeind der Sowjetunion und jede Anstrengung Washingtons, Ratschläge zu erteilen oder Bedingungen zu diktieren, wurde von Moskau mit lautem, synchronisiertem und ideologischem Gekläffe quittiert: Der imperialistische Aggressor mal wieder! Schenkt dem keine Aufmerksamkeit! Dieser selbstgerechte Lärm funktionierte eine überraschend lange Zeit ziemlich gut und hat solange funktioniert, wie die Sowjetunion beeindruckende neue Fortschritte machte – im Weltraum, in der Technologie, Wissenschaft und Medizin, bei internationalen humanitären Projekten und so weiter. Aber als die Stagnation einsetzte, da klang es langsam hohl.

 

Nach dem sowjetischen Kollaps war diese Immunität gegen die amerikanische Ansteckung verschwunden. Westliche „Experten!“ und „Berater“ strömten in das Land und schlugen „Reformen“ vor, etwa die Aufteilung der UdSSR in 15 einzelne Länder (was Millionen Menschen auf der falschen Seite von einigen neu erdachten Grenzen festhielt), die Schocktherapie (die fast die gesamte russische Bevölkerung verarmen ließ), die Privatisierung (die große öffentliche Vermögen in die Hände einiger weniger politisch gut vernetzter, meist jüdischer Oligarchen brachte) und verschiedene andere Pläne um Russland zu zerstören und seine Bevölkerung auszulöschen. Sie hätten damit vermutlich Erfolg gehabt, wäre sie nicht rechtzeitig aufgehalten worden.

 

Umgekehrt betrachtete Washington die UdSSR als ihren Erzfeind. Nachdem sie verschwunden war, herrschte etwas Verwirrung. Das Pentagon versuchte, eine „russische Mafia“ als große Gefahr für den Weltfrieden groß zu reden, aber das schien lächerlich. Aber dann, durch die Zerstörung von ein paar Wolkenkratzern in New York, vielleicht indem sie kleine Nuklearladungen in die Grundfeste unter deren Fundamente legten (das waren die Abrisspläne, die dokumentiert sind), haben sie voller Freude die Idee eines „Kriegs gegen den Terror“ umarmt und haben sich aufgemacht, verschiedene Länder zu bombardieren, die zuvor kein Terrorismusproblem hatten. Aber jetzt mit Sicherheit. Und dann, als dieser dämliche Plan seinen Lauf nahm, hat sich Washington umgedreht und beschimpft und belästigt wieder Russland.

 

Aber mittlerweile liegt in der Luft Washingtons ein seltsamer Geruch: Der Geruch des Scheiterns. Dem Feldzug zur Verteufelung Russlands geht die Luft aus, und diese Luft stinkt faulig. In der Zwischenzeit macht Trump weiter Töne darüber, dass eine Annäherung an Russland wünschenswert sei und dass es zu einem Treffen zwischen den beiden Führern kommen sollte. Und Trump borgt sich ein paar Seiten aus dem Handbuch Russlands: so wie Russland auf die Sanktionen des Westens mit Gegensanktionen geantwortet hat, so beginnt Trump auf westliche Zölle mit Gegenzöllen zu antworten. Wir können erwarten, dass sich die amerikanische Feindschaft gegen Russland auflöst, bevor die amerikanische Haltung gegenüber Russland (und vieles andere) unbedeutend wird. Wir können ebenfalls erwarten, dass, wenn die Fracking-Blase erst einmal geplatzt ist, die USA von russischem Erdöl und Flüssiggas abhängig werden, und das werden sie mit Gold bezahlen müssen. (Das Fracking beinhaltet einen zweistufigen Verbrennungsvorgang: Die erste Phase verbrennt Geld, um Öl und Gas zu produzieren; die zweite Phase verbrennt das Öl und das Gas.)

 

Auch andere Feindschaften verblassen. Trump hat gerade ein interessantes Papier mit Nordkoreas Kim Jong Un unterzeichnet. Der Deal (wenn wir es so nennen wollen) ist eine stillschweigende Kapitulationserklärung. Das wurde von Russland und China eingefädelt. Es bekräftigt, worauf sich Nordkorea und Südkorea bereits geeinigt haben: letztendlich die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel. So wie Gorbatschow der Wiedervereinigung Deutschlands und dem Abzug der sowjetischen Truppen aus Ostdeutschland zugestimmt hat, so macht sich Trump dazu auf, der Wiedervereinigung Koreas und dem Abzug der amerikanischen Truppen aus Südkorea zuzustimmen. So wie der Fall der Berliner Mauer das Ende des sowjetischen Imperiums bedeutete, so wird die Auflösung der koreanischen entmilitarisierten Zone das Ende des Amerikanischen Imperiums bedeuten.

 

Die Ideologie

 

Die USA hatten zwar nie so etwas rigoroses wie das kommunistische Dogma der Sowjetunion, aber ihr Mischmasch aus pro-demokratischer Propaganda, Laissez-Faire-Kapitalismus, Freihandel und militärischer Dominanz war eine Zeitlang mächtig. Als die USA aufgehört haben, das größte industrielle Powerhouse der Welt zu sein und das zuerst an Deutschland und Japan, und dann an China abzugeben, da haben sie eine enorme Verschuldung angehäuft und im Wesentlichen die Ersparnisse der Welt konfisziert und ausgegeben und gleichzeitig den Dollar mit der Androhung von Gewalt verteidigt. Eine Zeitlang herrschte das Einverständnis, dass das Privileg von endloser Gelddruckerei mit dem Blut amerikanischer Soldaten verteidigt werden muss. Die USA haben sich selbst als unersetzliche Nation gesehen und sich auch so verhalten, die in der Lage ist, den gesamten Planeten zu kontrollieren und die Bedingungen zu diktieren und andere Länder nach Belieben zu terrorisieren und zu blockieren. Jetzt liegen all diese ideologischen Zöpfe in Trümmern.

 

Die pro-demokratische Rhetorik wird noch immer pflichtbewusst von den politischen Massenmedien-Lautsprechern ausgestoßen, aber eigentlich sind die USA keine Demokratie mehr. Sie haben sich in ein Paradies für Lobbyisten verwandelt, in denen die Lobbyisten nicht mehr auf die Lobby beschränkt sind, sondern sich selbst in den Kongressbüros eingenistet haben und enorme Teile der Gesetze schreiben, die den privaten Interessen der Konzerne und Oligarchen passen. Die amerikanische Vorliebe für Demokratie lässt sich auch nicht in der Unterstützung nachvollziehen, die die USA den Diktaturen auf der ganzen Welt zukommen lassen. Oder in der zunehmenden Tendenz, extraterritoriale Gesetze ohne internationale Zustimmung einzuführen und durchzusetzen.

 

Auch der Laissez-Faire-Kapitalismus ist so gut wie tot. Er wurde durch eine Vetternwirtschaft ersetzt, die sich durch eine ordentliche Vermischung von Washington und Wall Street ernährt. Das private Unternehmertum ist nicht mehr frei, sondern in einer Handvoll gigantischer Konzerne konzentriert, während etwa ein Drittel der arbeitenden Bevölkerung in den USA im öffentlichen Sektor beschäftigt ist. Das US-Verteidigungsministerium ist der größte Arbeitgeber des Landes und auf der ganzen Welt. Etwa 100 Millionen der arbeitsfähigen Amerikaner arbeiten nicht. Der Rest arbeitet in Dienstleistungsjobs und produziert nichts von Dauer. Eine zunehmende Zahl von Menschen hält sich mit prekären Teilzeit-Jobs über Wasser. Das gesamte System – darunter auch jene Teile, die tatsächlich Brennstoff produzieren, etwa in der Fracking-Industrie – wird mit Schulden befeuert. Kein vernünftiger Mensch würde ein solches verfallenes Szenario beschreiben, wenn man ihn auffordern würde, eine brauchbare Beschreibung des Kapitalismus zu liefern.

 

Bis vor kurzem wurde der Freihandel noch hochgelobt, wenn nicht sogar umgesetzt. Ungehinderter Handel über große Entfernungen ist für alle Imperien das Nonplusultra, auch für das Amerikanische Imperium. In der Vergangenheit wurden Kriegsschiffe und die Androhung einer Invasion benutzt, um Länder wie Japan zu zwingen, sich für den internationalen Handel zu öffnen. Noch vor kurzem war das Obama-Regime ziemlich aktiv, verschieden transozeanische Partnerschaften umzusetzen, aber keine davon hatte Erfolg. Und jetzt macht sich Trump daran, den Rest von Freihandel mit einer Kombination aus Sanktionen und Zöllen zu zerstören. Das ist der törichte Versuch, die verlorene Größe Amerikas durch eine Hinwendung nach innen zurückzuerlangen. Dazu kommt, dass Sanktionen für den Gebrauch des Dollars im internationalen Handel, vor allem gegen wichtige Energieexport-Nationen wie Iran und Venezuela, den Prozess beschleunigen, der den Dollar als Weltreservewährung entthronen und damit das außerordentliche amerikanische Privileg der endlosen Gelddruckerei zerstören wird.

 

Der Militarismus

 

Der sowjetische Rückzug aus Afghanistan war zu einem Teil eine Vorahnung des sowjetischen Zusammenbruchs. Bis zu dem Zeitpunkt war es noch möglich, die „internationale Pflicht“ der Roten Armee hervorzuheben, die Welt für den Sozialismus sicher zu machen (oder zumindest die befreiten Teile davon). Danach war dieses Konzept militärischer Dominanz verloren und Interventionen wie zuvor in Ungarn 1956 und in der Tschechoslowakei 1968 waren nicht mehr denkbar. Als sich Osteuropa 1989 in einer Rebellion erhob, da packte das sowjetische Militärimperium einfach zusammen, verließ seine Stützpunkte und Waffen und zog sich zurück.

 

Was die USA anbelangt, so sind sie immer noch zu einer ganzen Menge Unheil im Stande, aber es wurde klar, dass sie den ganzen Planeten nicht mehr militärisch dominieren können. Das US-Militär ist immer noch riesig, aber es ist auch ziemlich schlapp. Sie sind nicht mehr in der Lage, eine nennenswerte Bodentruppe aufzustellen und beschränken sich auf Luftbombardements, die Ausbildung und Bewaffnung von „gemäßigten Terroristen“ und Söldnern, und sie schippern sinnlos auf den Ozeanen herum. Keines der jüngsten militärischen Abenteuer hat zu etwas ähnlichem wie Frieden geführt, so wie es die amerikanischen Planer ursprünglich vorhatten oder auch nur als wünschenswert betrachtet haben: Afghanistan hat sich in einen terroristischen Brutkasten und in eine Heroinfabrik verwandelt; der Irak ist im schiitischen Halbmond aufgegangen, der sich jetzt vom Indischen Ozean bis zum Mittelmeer erstreckt.

 

Noch immer gibt es auf der ganzen Welt US-Stützpunkte. Sie sollten dazu dienen, die amerikanische Macht über beide Hemisphären des Globus zu projizieren, aber durch das Erscheinen neuer und präziser Langstreckenwaffen, mächtiger Luftverteidigungstechnik und Zaubermitteln der elektronischen Kriegsführung wurden sie zum großen Teil neutralisiert. Diese zahlreichen „lily pads“ (Seerosen) – wie sie manchmal genannt werden – sind das Gegenteil von einem militärischen Pfund. Sie sind nutzlose aber teure Ziele an Orten, die schwer zu verteidigen, aber für mögliche Gegner leicht anzugreifen sind. Man kann sie nur für Kampfübungen und die endlose Serie von Militärmanövern verwenden, so wie in den baltischen Kleinstaaten, direkt n Russlands Grenze. Oder so wie in Südkorea: Sie sollen provokativ sein, aber sie sind der Inbegriff der Sinnlosigkeit, da ein Angriff auf Russland oder Nordkorea ein selbstmörderischer Schritt wäre. Im Grunde handelt es sich um vertrauensbildende Übungen und ihre zunehmende Intensität zeigt ein tiefes und wachsendes Vertrauensdefizit.

 

Die Menschen werden nicht müde, auf das riesige US-Militärbudget hinzuweisen. Aber sie vergessen immer zu erwähnen, dass das, was die USA für ihr Geld erhalten, 10 mal weniger ist als das was z.B. Russland erhält. Es handelt sich um ein aufgeblasenes und ineffektives Erpressungsschema, das riesige Mengen an Geldverschwendung produziert – ein unendlich durstiger öffentlicher Geldschwamm. Egal wie viel Geld er aufsaugt, er wird nie das grundlegende Problem lösen, dass man nicht in der Lage ist, gegen einen entsprechend gerüsteten Gegner in den Krieg zu ziehen, ohne ein inakzeptables Ausmaß an Schäden zu erleiden. Rund um die Welt werden die USA verachtet, aber sie werden immer weniger gefürchtet. Das ist für ein Imperium ein fataler Trend. Aber Amerika war bei der Militarisierung seiner örtlichen Polizei sehr tüchtig, man wird also bereit sein wenn die Zeit kommt um in den Krieg zu ziehen...gegen sich selbst.

 

Diese Analyse liest sich vielleicht wie ein geschichtlicher Überblick, der nichts mit praktischen oder alltäglichen Überlegungen zu tun hat. Aber ich glaube, dass es einen praktischen Zweck erfüllt. Wenn die Bürger der UdSSR vor den Ereignissen von 1990 informiert gewesen wären, über das was über sie kommt, dann hätten sie sich wohl anders verhalten, und eine Menge persönlicher Tragödien wären vermieden worden. Man kann eine sehr nützliche Unterscheidung treffen zwischen einer Kollapsvermeidung (was vergeblich ist, denn alle Imperium kollabieren) und der Vermeidung eines Worst Case-Szenarios, das, wenn der Kollaps Fahrt aufnimmt, zum wichtigsten Anliegen wird. Dein Ansatz ist vielleicht, an einen sichereren Ort zu fliehen, oder sich dort wo man ist auf das Überleben vorzubereiten. Man mag seine eigenen Anzeichen für den Kollaps definieren und seine eigenen Vorhersagen über ihr Eintreffen machen, anstatt sich auf meine zu verlassen. Aber nachdem ich einen Kollaps miterlebt habe und jetzt eine weiteren erlebe, da ist der einzige Ansatz, den ich auf keinen Fall empfehle, der, nichts zu unternehmen und auf das Beste zu hoffen.

 


 

https://www.paulcraigroberts.org/2018/06/21/entire-western-world-lives-cognitive-dissonance/

 

Die gesamte westliche Welt lebt in einer kognitiven Dissonanz

 

von Paul Craig Roberts, 21.06.2018

 

(Anm.d.Ü.: Definition von kognitiver Dissonanz lt. Wikipedia: Kognitive Dissonanz bezeichnet in der Sozialpsychologie einen als unangenehm empfundenen Gefühlszustand. Er entsteht dadurch, dass ein Mensch mehrere Kognitionen hat (Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten), die nicht miteinander vereinbar sind.)

 

 

Ich werde in diesem Artikel drei der gegenwärtigen Top-Nachrichten verwenden, um die Abkopplung zu zeigen, die überall in den westlichen Köpfen herrscht.

 

Beginnen wir mit dem Thema Familientrennung. Die Trennung von Kindern von ihren Immigranten/Flüchtlings/Asyl-Eltern hat einen solchen öffentlichen Aufschrei erzeugt, dass Präsident Trump von seiner Politik abgerückt ist und einen Präsidialerlass unterzeichnet hat, der die Familientrennung beendet.

 

Der schreckliche Anblick von Kindern, die in Lagerhäusern eingesperrt sind, die von privaten Geschäftemachern betrieben werden und die mit dem Geld von US-Steuerzahlern Profite machen, während die Eltern wegen illegalem Grenzübertritt verfolgt werden, das hat sogar selbstzufriedene „einzigartige und unersetzliche“ Amerikaner aus ihrem Stumpfsinn aufgeweckt. Es ist ein Rätsel, warum sich das Trump-Regime dafür entschieden hat, seine Grenzpolizei mit der Familientrennung in Misskredit zu bringen. Vielleicht sollte diese Politik illegale Einwanderung abschrecken, mit der Ansage: wenn ihr nach Amerika kommt, dann werden wir euch die Kinder wegnehmen.

 

Da stellt sich die Frage: Wie kann es sein, dass die Amerikaner diese unmenschliche Politik der Grenzpolizei erkennen und zurückweisen, aber nicht die Unmenschlichkeit der Familienzerstörung sehen, die das überwältigende Ergebnis der Zerstörung durch Washington in sieben oder acht Ländern ist?

 

Millionen Menschen wurden durch den Tod aus Washington von ihren Familien getrennt und seit fast zwei Jahrzehnten gibt es dazu so gut wie keinen Protest. Kein öffentlicher Aufschrei hat George W. Bush, Obama oder Trump von ihren eindeutig und unzweifelhaft ungesetzlichen Taten abgehalten, die von den USA selbst im internationalen Recht als Kriegsverbrechen definiert wurden, gegen die Einwohner von Afghanistan, Irak, Libyen, Pakistan, Syrien, Jemen und Somalia. Dem können wir ein achtes Beispiel hinzufügen: Die militärischen Angriffe des von den USA bewaffneten und unterstützten neonazistischen Marionettenregimes der Ukraine gegen die abtrünnigen russischen Provinzen.

 

Die zahlreichen Toten, die Zerstörung von Dörfern, Städten und Infrastruktur, die physische und mentale Verstümmelung und die Vertreibung haben Millionen Flüchtlinge, die vor Washingtons Kriegen fliehen, über Europa gebracht. Die dortigen Regierungen bestehen aus einer Ansammlung idiotischer Handlanger, die Washingtons enorme Kriegsverbrechen im Nahen Osten und in Nordafrika unterstützt haben. Das hat zu keinem vergleichbaren Aufschrei wie bei Trumps Einwanderungspolitik geführt.

 

Wie kommt es, dass Amerikaner die Unmenschlichkeit der Familientrennung in der Einwanderungspolitik sehen, aber die massiven Kriegsverbrechen gegen die Völker von acht Ländern nicht? Erleben wir eine Art Massenpsychose aus kognitiver Dissonanz?

 

Nehmen wir uns das zweite Beispiel vor: Washingtons Rückzug aus dem UN-Menschenrechtsrat (UNHRC).

 

Am 2. November 1917, zwei Jahrzehnte vor dem Holocaust, der dem national-sozialistischen Deutschland zugeschrieben wird, schrieb der britische Außenminister Arthur James Balfour an Lord Rothschild, dass Großbritannien den Vorschlag unterstützt, dass Palästina zur jüdischen Heimat wird. Mit anderen Worten: der korrupte Balfour negierte die Rechte und das Leben von Millionen Palästinensern, die seit zwei Jahrtausenden oder länger in Palästina leben. Was sind diese Leute schon im Vergleich zum Geld der Rothschilds? Für den britischen Außenminister waren sie nichts.

 

Balfours Einstellung gegenüber den rechtmäßigen Einwohnern Palästinas ist die selbe wie die britische Haltung gegenüber den Menschen in jeder Kolonie oder jedem Gebiet, über das die britische Macht herrschte. Washington hat dieses Verhalten übernommen und es ständig wiederholt.

 

Gerade erst hat Trumps UN-Botschafterin Nikki Haley, dieses irre und durchgeknallte Schoßhündchen Israels, verkündet, dass sich Washington aus dem UN-Menschenrechtsrat zurückzieht, weil das „ein Sumpf aus politischer Voreingenommenheit“ gegen Israel sei.

 

Was hat der UN-Menschenrechtsrat getan, um diese Zurückweisung der Agentin Israels, Nikki Haley zu rechtfertigen? Der Menschenrechtsrat hat Israels Politik der Ermordung von Paläsinensern verurteilt – von Ärzten, kleinen Kindern, Müttern, alten Frauen und alten Männern, Vätern und Teenagern.

 

Israel zu kritisieren, egal wie groß und offensichtlich die Verbrechen auch sind, bedeutet, dass man ein Antisemit und ein „Holocaust-Leugner“ ist. Für Nikki Haley und Israel stellt das den UN-Menschenrechtsrat auf eine Stufe mit Hitler-verehrenden Nazis.

 

Die Absurdität dessen ist offensichtlich, aber wenige können das erkennen, wenn überhaupt. Ja, der Rest der Welt – mit Ausnahme Israels – hat Washingtons Entscheidung kritisiert, nicht nur die Feinde Washingtons, sondern auch die Marionetten und Vasallen Washingtons.

 

Um diese Abkopplung zu erkennen ist es nötig, sich die Formulierungen der Kritik an Washington genau anzusehen.

 

Ein Sprecher der Europäischen Union sagte, dass Washingtons Rückzug aus dem UN-Menschenrechtsrat „riskiert, dass die Rolle der USA als Champion und Unterstützer der Demokratie auf der Weltbühne untergraben wird.“ Kann man sich eine idiotischere Stellungnahme vorstellen? Washington ist als Unterstützer von Diktaturen bekannt, die sich dem Willen Washingtons unterwerfen. Washington ist als Zerstörer einer jeden lateinamerikanischen Demokratie bekannt, die einen Präsidenten gewählt haben, der das Volk repräsentiert und nicht die New Yorker Banken, die kommerziellen Interessen der USA und der US-Außenpolitik.

 

Nennt mir einen Ort, wo Washington die Demokratie unterstützt hat. Um nur die letzten Jahre zu erwähnen, da hat das Obama-Regime die demokratisch gewählte Regierung von Honduras gestürzt und seine Marionette installiert. Das Obama-Regime hat die demokratisch gewählte Regierung der Ukraine gestürzt und ein Neonazi-Regime installiert. Washington hat die Regierungen Argentiniens und Brasiliens gestürzt, man versucht die Regierung von Venezuela zu stürzen und Bolivien ist im Fadenkreuz, zusammen mit Russland und dem Iran.

 

Margot Wallström, die schwedische Außenministerin, sagte: „Es mach mich traurig, dass sich die USA entschieden haben, sich aus dem UN-Menschenrechtsrat zurückzuziehen. Das kommt zu einem Zeitpunkt, wo die Welt mehr Menschenrechte und eine stärkere UN braucht – und nicht das Gegenteil.“ Warum um alles in der Welt glaubt Wallström, dass die Anwesenheit Washingtons, einem bekannten Zerstörer der Menschenrechte – fragt mal die Millionen Flüchtlinge vor Washingtons Kriegsverbrechen, die Europa und Schweden überrennen – im Menschenrechtsrat dieses Gremium stärken und nicht sabotieren wird? Wallströms Abkopplung ist furchteinflößend. Das ist so extrem, dass man es kaum glauben mag. (Anm.d.Ü.: Was erwartet PCR von einer Sozialdemokratin?)

 

Australiens Außenministerin Julie Bishop sprach für den kriecherischsten aller Vasallen Washingtons, als sie sagte, dass sie über die „anti-israelische Einstellung“ des UN-Menschenrechtsrats besorgt sei. So spricht eine Person, die so gehirngewaschen ist, dass sie nicht in der Lage ist, sich mit etwas Realem auseinanderzusetzen.

 

Das dritte Beispiel ist der „Handelskrieg“, den Trump gegen China angefangen hat. Das Trump-Regime behauptet, dass China wegen unfairer Praktiken einen Handelsüberschuss von fast $400 Milliarden mit den USA habe. Diese riesige Summe soll angeblich wegen Chinas „unfairer Praktiken“ zustande gekommen sein. In Wahrheit entstand das Handelsdefizit mit China durch Apple, Nike, Levi's und die große Anzahl von US-Konzernen, die ihre Produkte Offshore in China produzieren und dann den Amerikanern verkaufen. Wenn diese Offshore-Produktion in die USA kommt, dann zählt sie als Import.

 

Darauf habe ich seit vielen Jahren hingewiesen, es reicht zurück bis zu meiner Aussage vor dem China-Ausschuss im US-Kongress. Ich habe darüber zahlreiche Artikel geschrieben, die nahezu überall veröffentlicht wurden. Sie sind in meinem Buch von 2013 zusammengefasst, „The Failure of Laissez Faire Capitalism“.

https://www.amazon.com/Failure-Laissez-Faire-Capitalism/dp/0986036250/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1529582838&sr=1-1&keywords=Paul+Craig+Roberts+books&dpID=51HWdHsbtFL&preST=_SY291_BO1,204,203,200_QL40_&dpSrc=srch

 

Die presstituierten Finanzmedien, die Konzern-Lobbyisten, zu denen viele „namhafte“ akademische Ökonomen gehören, und die glücklosen amerikanischen Politiker, denen es fast gänzlich an Verstand fehlt, sie sind nicht in der Lage zu erkennen, dass das massive US-Handelsdefizit das Ergebnis der Jobverlagerung ist. Das ist das Ausmaß der völligen Dummheit, die Amerika regiert.

 

In „The Failure of Laissez Faire Capitalism“ habe ich den außerordentlichen Fehler dargelegt, den Matthew J. Slaughter, ein Mitglied im wirtschaftlichen Beraterstab von Präsident George W. Bush begangen hat. Er behauptete völlig stümperhaft, dass für jeden ausgelagerten US-Job zwei US-Jobs geschaffen würden. Ich habe auch eine „Studie“ des Harvard-Professors Michael Porter als Schwindel enthüllt, die er für den sogenannten Council on Competitiveness machte, eine Lobbygruppe für das Offfshoring. Darin findet sich die außerordentliche Behauptung, dass die US Arbeiterschaft von der Verlagerung ihrer hochproduktiven und hochwertigen Arbeitsplätze ins Ausland profitieren würde.

 

Die idiotischen amerikanischen Ökonomen, die idiotischen amerikanischen Finanzmedien und die idiotischen amerikanischen Politiker haben immer noch nicht verstanden, dass die Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland die wirtschaftlichen Aussichten Amerikas zerstört und China nach vorne gebracht hat, 45 Jahre vor den Erwartungen Washingtons.

 

Zusammengefasst gesagt sind die westlichen Köpfe, und die Köpfe der russischen Atlantiker und der pro-amerikanischen chinesischen Jugend so voll mit propagandistischem Unsinn, dass es keine Verbindung zur Realität gibt.

 

Es gibt die reale Welt, und es gibt die propagandistisch erfundene Welt, die sich über die reale Welt legt und den Spezialinteressen dient. Meine Aufgabe ist es, die Menschen aus dieser erfundenen Welt zu befreien und in die reale Welt zu führen. Unterstützt meine Bemühungen.


 

https://www.paulcraigroberts.org/2018/06/19/remember-america-free-country/

 

Ich kann mich daran erinnern, als Amerika ein freies Land war

 

von Paul Craig Roberts, 19.06,2018

 

 

Liebe Leser,

in der westlichen Welt sind Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit im völligen Zusammenbruch begriffen. Ohne Information können sie nicht wiederbelebt und wieder hergestellt werden. Die wenigsten Menschen besitzen diese Informationen. Die Jungen wachsen mit dem auf was da ist, und während die Tyrannei von Jahr zu Jahr zunimmt, wird die Tyrannei für sie zu einer natürlichen Sache. Ja, sie erkennen die Tyrannei nicht einmal. Ihre Handys, die sozialen Medien und das Internet geben ihnen die Illusion der Freiheit. Die Alten verlieren sich in den Kontroversen ihrer Zeit: Die Russen sind Kommunisten, nur Hippies, Linke und Kommunisten misstrauen der großartigen und guten US-Regierung. Kurz gesagt, der Großteil der amerikanischen Bevölkerung hat keine Ahnung. Wenn mich Leser nach einer Lösung fragen, was man tun soll, dann lautet meine Antwort, dass man nichts unternehmen kann bis genug Menschen informiert sind. Meine Aufgabe ist die Information. Unterstützt meine Bemühungen und die von einigen anderen, deren Aufgabe die Information ist.

 

In Amerika und der ganzen westlichen Welt wird es immer schwerer, die Wahrheit auszusprechen. Ja, die Wahrheit ist so ein wertloses Gut, dass ihre Äußerung einen schon fast zu einem Kriminellen macht. Wenn ihr wollt, dass die Wahrheit ausgesprochen wird, dann müsst ihr das unterstützen.

 

Und jetzt der Artikel:

 

Ich kann mich daran erinnern, als Amerika ein freies Land war. Man konnte ohne Pass in ein Flugzeug einsteigen. Der Führerschein hatte nicht mal ein Foto. Wenn ein Freund auf seinem Flug an deiner Stadt vorbei kam und er hatte ein paar Stunden Aufenthalt, dann konnte man ihm am Flughafen auf ein Mittag- oder Abendessen treffen. Man konnte Freunde, Kinder und Verwandte am Gate besuchen oder sie dort verabschieden. Eltern konnten ihre Kinder tatsächlich ins Flugzeug begleiten und ihre Großeltern konnten sie dort abholen.

 

Dein Flugticket galt auch für jede andere Airline. Wenn etwas mit de Flug schief lief oder wenn man ihn verpasste, dann konnte man das Ticket bei einer anderen Airline zu der selben Destination verwenden. Bei internationalen Flügen gab es vor dem Bestimmungsort zwei freie Zwischenaufenthalte. Wenn man zum Beispiel nach Athen, Griechenland wollte, dann konnte man zuerst Paris besuchen und dann Rom. Das galt für beide Richtungen, hin und zurück. Mit einem Ticket hatte man so sechs Städte.

 

Ich kann mich daran erinnern, dass man in Manhattan in ein Bürogebäude ohne Ausweis kam. Ohne das man auf einer Checkliste stand oder die Freigabe erhalten hat. Und als man ohne Ausweis in ein Hotel einchecken und seine Rechnung beim Auschecken bezahlen konnte, mit Cash wenn man wollte. Der einzige Beweis für deinen Namen war der, den man beim Check-In angegeben hatte.

 

Autos, Geräte und Baumaschinen haben einen nicht angepiepst. Die Welt war ein ruhigerer, ein weniger mit Lärm verschmutzter Ort.

 

Es war noch mehr gesunder Menschenverstand vorhanden. Heute ist es schwierig, gesunden Menschenverstand zu finden. Das Britische Parlament diskutiert über ein Gesetz, das das unter den Rock fotografieren zu einer Straftat macht. Das „Eindringen in die Privatsphäre“ könnte bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe einbringen. Aber die Regierung darf nach Belieben in unsere Privatsphäre eindringen, mit den Straßenkameras, den Verkehrskameras, sie lesen unsere Emails, sie hören unsere Telefonate ab und überwachen unsere Kreditkarteneinkäufe. Eine ernsthafte Form der Verletzung der Privatsphäre läuft Amok, aber Eltern können nicht herausfinden, ob die minderjährige Tochter schwanger ist oder eine Geschlechtskrankheit hat.

 

Wir hatten als Kinder Freiheiten. Gott bewahre, wenn ein Elternteil das heute zulassen würde. Aber ach, man sagt uns, dass die Welt heute viel gefährlicher ist. Was hat sie heute so gefährlich gemacht? Das Versagen der öffentlichen Politik. Die Regierung hat das Leben gefährlicher und weniger frei gemacht.

 

Denken wir mal kurz über die Strafen für das unter den Rock fotografieren nach. Gesetze werden bis an den Rand ihrer Logik angewandt. Ursprünglich bedurfte eine Strafverfolgung einer Anzeige jener Person, deren Privatsphäre verletzt wurde. Aber es dauerte nicht lange, bis die Tat selbst zu einer Straftat wurde, Anzeige hin, Anzeige her.

 

Der Fotograf des berühmten Rockfotos von Marilyn Monroe (1954) wäre in Schwierigkeiten und vielleicht sogar Marilyn selbst, wegen Beihilfe. Und was ist mit den ganzen Betrachtern des Fotos? Sind sie nicht auch Eindringlinge in die Privatsphäre?

https://www.biography.com/news/marilyn-monroe-seven-year-itch-dress-photos

 

Es gibt sogar eine Statue des Upskirt-Fotos.

https://www.cbsnews.com/pictures/up-skirt-marilyn-monroe-statue-art-or-trash/

 

Was wären heute die rechtlichen Folgen?

Frauen zeigen in Bikinis und Stringtangas oder kurzen Hosen und Spaghetti-Tops absichtlich viel mehr als Fotos unter einen Rock. Würde nach englischem Recht ein Foto der Cheerleaders der Dallas Cowboys in Aktion als eine Straftat bewertet werden?

 

Würden TV-Shows wie diese eine Gesetzesübertretung bedeuten?

 

Schauen wir uns die ernsthafteren Beispiele der irrsinnigen Gesetze unserer Zeit an. Als Beweis für die universelle Andwendbarkeit von US-Gesetzen hat eine Ansammlung aus Schwachköpfen im Kongress ein Gesetz vorgeschlagen, das diejenigen mit einer Geldstrafe von $250.000 und zehn Jahren Haft bestrafen würde, die bei internationalen Sportveranstaltungen verbotene Substanzen verteilen oder einnehmen. Das US-Gesetz würde für Athleten anderer Länder bei Veranstaltungen in anderen Ländern gelten.

 

Washington hat in seiner Überheblichkeit schon lange auf seinem Recht gepocht, für andere Länder Recht zu sprechen, und die dämlichen Regierungen auf der Welt haben sich selbst der rechtlichen Autorität Washingtons unterworfen. Vor kurzem wurde eine französische Bank von Washington mit einer Milliardenstrafe belegt, weil sie Firmen finanziert hat, die mit dem Iran Geschäfte machen. Eine französische Werft wurde von Washington gezwungen, auf eigenen Kosten einen Vertrag mit Russland zu kündigen, was den Beweis liefert, dass Frankreich kein souveränes Land ist. Washington beschließt Sanktionen gegen Russland, und jedes Land, das sich einem Erlass Washingtons widersetzt, wird bestraft. Was Washington betrifft, so regiert Washington die Welt. Und die Souveränität anderer Länder existiert nicht.

https://www.nytimes.com/aponline/2018/06/12/sports/olympics/ap-oly-doping-congress.html

 

Ich kann euch genau sagen, wie dieses Gesetz angewendet wird. Washington wird seine von ihm bezahlten ausländischen NGO-Agenten einsetzen, die von der russischen Regierung oder sonst wo dummerweise toleriert werden, und die über russisches Doping berichten werden. Genau so wie Washington im Verdacht steht, den russischen Labor-Direktor Grigory Rodchenkov bezahlt zu haben und ihm Asyl gewährt, um der Justiz in Russland zu entgehen, weil er Geschichten über einen staatlich organisierten russischen Dopingeinsatz erfunden hat.

https://www.rt.com/news/425357-rodchenkov-cas-lawsuit-doping/

 

Der inszenierte Skandal wurde benutzt, um Russlands Teilnahme an den Olympischen Spielen zu verhindern. Das ist Teil von Washingtons Feldzug zur Dämonisierung Russlands und dessen Ruf anzuschwärzen, damit eine Normalisierung der Beziehungen verhindert wird. Denn das würde den Billionen-Haushalt des US-Militärs gefährden, der aus den Taschen der US-Steuerzahler bezahlt wird und auch die Macht gefährdet, die mit dem Geld kommt. Wir können uns keine Sozialversicherung und keine Krankenversicherung leisten, aber den unnützen Haushalt des Militär/Sicherheitskomplexes von einer Billion Dollar können wir uns leisten.

 

Sollte der Gesetzesvorschlag umgesetzt werden, dann könnte es für russische Athleten extrem gefährlich werden, an Sportveranstaltungen in den USA oder anderen Ländern teilzunehmen, die Verträge mit Washington haben. Denn schon eine Anschuldigung würde zu einer Verhaftung und Beschlagnahme führen. Gemäß dem Gesetzentwurf müssten die beschuldigten Athleten ihre Unschuld beweisen, und das würde Washington zu verhindern wissen. Die russische Regierung müsste irgendein Gesetz anwenden um Amerikaner zu verhaften, um sie gegen die Athleten einzutauschen. Oder einen Krieg anfangen. Oder die Erniedrigung akzeptieren, sie seien nicht in der Lage, die besten Athleten Russlands vor US-Gefängnissen zu bewahren. Von den Kongress-Schwachköpfen, die hinter diesem Gesetz stehen, darf man nicht erwarten, dass sie die ernsten Konsequenzen in Betracht ziehen. Es fehlt ihnen an Verstand. Sie gehen völlig in ihrer amerikanischen Einzigartigkeit auf. Was die Kongress-Schwachköpfe angeht, so ist Amerika das Salz der Erde – nach Israel, natürlich.

 

In den USA zerstören Gesetze jetzt das Recht und die Freiheit, die einmal von den Gesetzen geschützt wurde. Das geschah nach und nach, als verschiedene Ursachen – der Krieg gegen das Verbrechen, der Krieg gegen Drogen, der Krieg gegen Kindesmissbrauch, der Krieg gegen Steuerhinterzieher, der Krieg gegen Terrorismus – die schützenden Eigenschaften der Gesetze abgeschafft haben, um die Opfer leichter festzunehmen und zu verurteilen. Jede Gutmenschen-Agenda hat die Freiheit im Interesse leichterer und ausufernder Verurteilungen reduziert. Alle haben die Frage von Thomas Morus in „Ein Mann zu jeder Jahreszeit“ missachtet: Was passiert, wenn wir die Gesetze so beschnitten haben, um dem Teufel besser nachjagen zu können, und wenn sich der Teufel dann gegen uns wendet? Wo ist unser Schutz, wenn das Gesetz beschnitten wird?

 

Das ist heute das Problem der Amerikaner. Gerechtigkeit ist nicht mehr das Ziel der Justiz.

 

Verurteilungen und Vergleiche vor Gericht sind die Ziele, die Staatsanwälte und Richter vereinen. 97 Prozent aller Vergehen werden durch Vergleiche abgeschlossen, was bedeutet, dass die Beweise gegen den Angeklagten gar nicht vor Gericht kommen. Der Angeklagte wird durch Selbstbezichtigung verurteilt.

 

Ob unschuldig oder schuldig, die Angeklagten und ihre Verteidiger scheuen aus vielerlei Gründen einen Prozess. Prozesse verschlingen wesentlich mehr Zeit als Vergleiche und das macht Staatsanwälte und Richter ärgerlich, denn das mindert die Anzahl der Verurteilungen, die ein Staatsanwalt als Zeichen seiner Effektivität vorweisen kann (in der Zeit eines Gerichtsverfahrens kann man Dutzende von Deals durchziehen) und die den Terminkalender eines Richters übervoll machen, weil er sich mit dem Fall beschäftigen muss. Folglich ist die Strafe nach einem Gerichtsurteil viel schärfer als das Urteil bei einem Gerichtsdeal.

 

Sogar eine unschuldige Person hat vor dem Risiko einer Verhandlung Angst. Staatsanwälte haben das Recht, Zeugen zu bezahlen, ihnen leichtere Strafen zu versprechen und Anklagen fallen zu lassen, damit sie Zeugenaussagen gegen einen Verdächtigen erhalten, den sie verurteilen wollen. Die Zeugenaussage kan falsch sein, aber man nichts dagegen tun, außer der Ankläger klagt seinen eigenen Zeugen an. In einer Jury sind intelligente oder skeptische Personen nicht zugelassen. Die Jury unterliegt dem Glauben „wo Rauch ist, da ist auch Feuer“ und dass der Angeklagte nicht vor Gericht stehen würde, wenn er unschuldig wäre. Große Geschworenengerichte sind noch leichter zu manipulieren und zu täuschen. Sie sind Wachs in den Händen der Staatsanwälte.

 

Dank dem Krieg gegen Drogen sind unschuldige Amerikaner Opfer von Vermögensbeschlagnahme. Es gibt auf einem Interstate Highway in Tennessee einen berüchtigten Abschnitt, auf dem sich verschiedene örtliche Polizeiabschnitte darum streiten, wer Autos anderer Bundesstaaten anhalten und ihnen Bargeld über $100 rauben darf. Begründung: diese Summe weise darauf hin, dass sie entweder zum Kauf oder Verkauf von Drogen benutzt wird. In „Die Tyrannei der guten Absichten“ haben Lawrence Stratton und ich viele Beispiele aufgezählt, wie unschuldige Amerikaner ihr Geld verlieren, ihr Eigentum und sogar ihr Leben, und das alles wegen der Beschlagnahmeregeln des Kriegs gegen Drogen.

https://www.amazon.com/Tyranny-Good-Intentions-Prosecutors-Constitution/dp/0307396061/ref=sr_1_6?s=books&ie=UTF8&qid=1529442763&sr=1-6&keywords=Paul+Craig+Roberts&dpID=51mpPwddOtL&preST=_SY291_BO1,204,203,200_QL40_&dpSrc=srch

 

Zum Beispiel hat Selena Washington, eine farbige Frau, verstanden, dass sie das Baumaterial in Höhe von tausenden Dollar, um ihr von einem Hurrikan beschädigtes Haus zu reparieren, nicht mit einem Scheck bezahlen konnte. Also fuhr sie mit $19.000 Bargeld von ihrer Versicherung auf dem I-95 in Florida, um das Baumaterial zu bezahlen, das sie zur Reparatur ihres Hauses benötigte. Sie wurde angehalten, ohne richterlichen Erlass durchsucht und ihre $19.000 wurden von der Polizei gestohlen. Nach jeder Menge Stress konnte sie schließlich $15.000 aus dem Diebstahl zurückerhalten, nachdem sie zugestimmt hatte, dass die Polizei $4.000 behalten durfte.

Willie Jones, ein farbiger Gärtner der wusste, dass er seine Gärtnerei mit Bargeldkäufen aufstocken musste, hat den Fehler begangen, sich mit Bargeld ein Flugticket zu kaufen, ein legaler Zahlungsvorgang. Der gehirngewaschene Ticketverkäufer der Airline hat die Polizei verständigt, da ein Bargeldkauf eines Tickets mit dem Profil eines Drogenhändlers übereinstimmt. Das Bargeld von Jones wurde konfisziert und seine Gärtnerei wurde nicht aufgestockt.

 

Der Multimillionär Donald Scott verlor sein Leben wegen eines Plans der Polizei, sein 200 Morgen Grundstück in Malibu, Kalifornien für den US Park Service zu konfiszieren. Die korrupte Polizei behauptete, sie hätte nach dem Überflug seines Grundstücks Beweise für Marihuana-Pflanzungen auf seinem Land. Eine Armee aus 30 bewaffneten Agenten drang nachts in sein Heim ein und hat ihn erschossen, nachdem er aus seinem Schlafzimmer herunterkam um nach dem Rechten zu sehen. Auf dem Grundstück gab es keine Marihuana-Pflanzen. Wozu um alles in der Welt sollte ein bekannter Millionenerbe Marihuana anpflanzen um es für Geld zu verkaufen? Dennoch kam die Polizei für den Mord straffrei davon.

 

Die Beschlagnahme von Vermögen wurde über den Drogenhandel hinaus ausgeweitet. Menschen haben ihr Motel verloren, weil ein Kunde eine Prostituierte auf seinem gemieteten Zimmer hatte.

 

Dank dem Krieg gegen den Terrorismus ist das Anwalt-Klient Verhältnis tot, so wie die falsche Inhaftierung von Lynn Stewart gezeigt hat. Dank dem Krieg gegen den Terrorismus sind die Habeas-Corpus-Garantien zusammen mit einem ordentlichen Gerichtsverfahren tot. Amerikanische Bürger können jetzt verhaftet und für den Rest ihres Lebens eingesperrt werden, ohne Gerichtsverfahren oder irgendeinen Beweis vor einem Gericht. Das ist das Geschöpf des kriminellen Bush-Regimes. Amerikaner können jetzt ohne ordentliches Gerichtsverfahren hingerichtet werden, das bedeutet, ohne Beweise gegen sie vor Gericht und eine Verurteilung ohne Beweise. Das ist ein Geschöpf des kriminellen Obama-Regimes. George W. Bush und Obama hatten den Vorsitz über die zwei kriminellsten Regierungen in der Geschichte der Menschheit.

 

Im heutigen Amerika wird das Recht als Erlass der Exekutive deklariert, gerechtfertigt durch unlogische und unsinnige legale Memos, wie solche von John Yoo aus dem korrupten Justiz (sic!) Ministerium. Für seine Dienste für den Polizeistaat wurde John Choo Yoo aus Korea zum Emanuel S. Heller Professor für Jura an der Universität von Kalifornien in Berkeley. Geht zur Berkeley Law School und lernt etwas über die Nicht-Existenz der US-Verfassung und der Bill of Rights. Erfahrt etwas darüber, wie die Exekutive das Gesetz machen will.

 

Mit anderen Worten, genauso wenig wie das Recht in Strafverfolgungsbehörden und bei Gerichten respektiert wird, so gibt es in den Rechtsschulen und Anwaltskammern kein Recht.

 

In Amerika gibt es keine Verteidiger des Rechts, außer solchen Organisationen wie dem Rutherford Institut und gelegentlich der American Civil Liberties Union (ACLU). Aber genauso oft ist die ACLU auf Abwegen und sorgt sich um „Transgender-Rechte“, während die Bill of Rights ausgeweidet wird.

 

Die Gerechtigkeit, die Herrschaft des Rechts, sie steht den Eliten im Weg und sie wurde verworfen. Das amerikanische Volk ist so schlecht informiert und erzogen, dass es die Folgen des Niedergang des Rechts nicht versteht, das einst die US-Verfassung hochgehalten hat.

 

Die korrupte, degenerierte und inhumane Welt, die heute die westliche Welt darstellt, ist jene Welt, der die verrückten russischen Liberalen nicht schnell genug beitreten wollen. Diese idiotischen russischen Liberalen haben es nicht besser verdient, aber natürlich bedeutet das, dass die ganze Welt den Bach runter geht, und nicht nur die westliche Welt.

 

Bevor ihr in Verzweiflung ausbrecht, lasst euch gesagt sein, dass meine Artikel international in viele Sprachen übersetzt und veröffentlicht werden. Man hat mir gesagt, dass eine große russische Tageszeitung, die meine Artikel regelmäßig übersetzt und veröffentlicht, nicht weiß, wie viele Menschen die Print-Version lesen, aber die Online-Version meines Artikels „Ist Europa zu sehr einer Gehirnwäsche unterzogen, um die Beziehungen zu Russland zu normalisieren?“ von 300.956 Lesern gelesen wurde.

 

Das ist die Leserschaft einer einzigen Zeitung in Russland. Mein weltweites Publikum ist um ein vielfaches größer als die Leserschaft der New York Times, und meine Glaubwürdigkeit ist trotz der fortdauernden Attacken weitaus größer als die der westlichen TV-Medien.

 

In jenen Zeiten, als die USA ein freies Land waren, hätten große Stiftungen diese Webseite unterstützt. Heute sind sie Teil des korrupten Establishments und dienen nur der Propaganda. Deshalb liegt es ganz an euch, ob diese Webseite weiter existiert.

 

Als Hauptwidersacher der Lügen und der Propaganda, die von den westlichen Hauptstädten ausgeht, bin ich ein Ziel, jemand, der eliminiert werden muss. Wenn ich nicht irgendwann die Klappe halte, wird das irgendwann passieren. Es ist ein großes Risiko für mich, mich für Leute einzusetzen, die sich nicht genug um die Wahrheit kümmern, um sich für diese Webseite einzusetzen.


https://orientalreview.org/2018/06/14/the-babchenko-false-flag-exposed-the-deep-state-journalist-nexus/

 

Die Babtschenko-False Flag enthüllt die Verknüpfungen von Tiefem Staat und Journalisten

 

von Andrew Korybko, 14.06.2018

 

 

Die False Flag „Ermordung“ des freiwillig im Exil lebenden russischen Journalisten Arkadi Babtschenko in Kiew ist zu einem der schändlichsten Medien-Stunts der jüngeren Geschichte geworden.

 

Die meisten Menschen wissen bereits von der dramatischen Nummer, als er nach seiner „Ermordung“ bei einer Live Pressekonferenz erschien und zugab, dass die ganze Sache inszeniert worden war, um seine, wie er behauptet, von Russland gedungenen Mörder zu fangen. Aber viele Menschen haben die größeren Auswirkungen dessen, was gerade passiert ist, noch nicht erkannt. Es wurde seitdem viel darüber geschrieben, wie unverantwortlich es von der Ukraine war, eine False Flag durchzuführen mit dem Ziel, die Welt anzulügen, um die Reputation Russlands kurz vor der WM in den Dreck zu ziehen, mit der Erkenntnis, dass diese hundertprozentige Fake News die Massenmedien noch verdächtiger macht – und vor allem jene, die in der Ukraine arbeiten – noch verdächtiger als je zuvor.

 

In ähnlicher Weise verstärkt das Behauptungen, dass die berühmten Videos der Weißhelme mit toten Kindern in Syrien ebenso gefälscht sind, wie die unabhängige Journalistin Vanessa Beeley mit ihren jahrelangen, umfassenden Investigativberichten bewiesen hat. Ganz zu Schweigen von neu aufkeimenden Zweifeln über die offizielle Sicht auf den Skripal-Fall. Im Nachhinein verleiht diese eingestandene False Flag-Provokation jenen Argumenten zusätzlich mehr Glaubwürdigkeit, dass die zwei oben genannten, prominenten Beispiele ebenfalls inszeniert worden sind. Aber es gibt noch einen weiteren Blickwinkel auf diese Sache, der mehr Aufmerksamkeit verdient. Und das ist die Kooperation zwischen Journalisten und dem „Tiefen Staat“. (Anm.d.Ü.: Ist euch schon aufgefallen, wie viele „Augenzeugen“ bei „Terroranschlägen“ Reporter waren?)

 

Der russische Journalist Arkadi Babtschenko (rechts), der am 29. Mai Berichten zufolge in der ukrainischen Hauotstadt Kiew ermordet wurde. Neben ihm der Chef des staatlichen Sicherheitsdienstes SBU, Vasily Gritsak, während einer Pressekonferenz in Kiew am 30. Mai 2018

 

Inzwischen gilt es als selbstverständlich, dass einige Journalisten heimlich mit ihren faktischen Agenten aus dem permanenten militärischen, nachrichtendienstlichen und diplomatischen Apparat zusammenarbeiten und ihre Aktivitäten sogar mit ihnen koordinieren. Schließlich hat man gesehen, wie die Medien über die letzten drei Jahre bei ihrem Informationskrieg gegen Trump vorgegangen sind. Aber Babtschenkos False Flag-“Ermordung“ stellt dabei eine ganz neue Dimension dar. Überraschenderweise hat das US-finanzierte „Radio Free Europe/Radio Liberty“ berichtet, dass das inszenierte Foto der „Ermordung“ „ursprünglich zuerst auf der Facebook-Seite eines ehemaligen ukrainischen Reporters veröffentlicht wurde, der sagt, dass er jetzt für eine zwielichtige Beratungsfirma im Raum Washington D.C. arbeitet.“

 

 

Die einzige Möglichkeit, wie sie dieses Foto erhalten konnten, war von einem Mitglied des Tiefen Staats der Ukraine selbst, die es der Firma in D.C. weitergegeben haben, in der Absicht, das Foto über die sozialen Medien „weißzuwaschen“ und damit es sich „organisch“ ausbreitet. Das zeigt eine weitere Ebene der Kollaboration zwischen dem „Tiefen Staat“ und sogenannten „Journalisten“.

 

Insgesamt handelt es sich bei dieser False Flag um zwei getrennte, aber miteinander verbundene Beeinflussungs-Operationen durch willige journalistische Teilnehmer, von denen Babtschenko selbst der erste und offensichtlichste war – man sollte ihn eher einen Informations-Provokateur nennen als Journalisten – und der zweite ist die Person in Washington, die das Fake-Bild von Babtschenkos „Ermordung“ weißgewaschen hat.

(Anm.d.Ü.: Und jetzt versucht mal, das "schreckliche" Mordfoto bei Goolag zu finden...)


https://www.paulcraigroberts.org/2018/06/12/europe-brainwashed-normalize-relations-russia/

 

Ist Europa zu sehr einer Gehirnwäsche unterzogen, um die Beziehungen zu Russland zu normalisieren?

 

Von Paul Craig Roberts, 12.06.2018

 

 

Wenn man die Äußerungen der G7- Führer beim jüngsten Treffen betrachtet, so haben Präsident Trumps Ankündigungen von US-Sanktionen gegen Europa und die Missachtung von Europas Interessen – und Washington missachtet die Interessen eines jeden Landes außer Israel – die Europäer nicht dazu veranlasst, sich von Washingtons Feindseligkeit gegenüber Russland abzusetzen.

 

Die britische Premierministerin sagte, dass die G7 „sich über die Bereitschaft einig sind, nötigenfalls weitere restriktive Maßnahmen gegen Russland zu ergreifen.“ Die amerikanische Marionette in Frankreich, Macron, hat Russland fälschlicherweise beschuldigt, in die Ukraine einmarschiert zu sein und und die Krim annektiert zu haben, obwohl es eine Tatsache ist, dass russische Streitkräfte seit vielen Jahren auf der Krim aufgrund eines 50-jährigen Pachtvertrags stationiert sind, der die Krim als russischen Marinestützpunkt bereitstellt. Wie der französische Präsident mit Sicherheit weiß, hat Russland nur das einhellige Votum auf der Krim für eine Rückkehr zu Russland akzeptiert. Die Krim war für drei Jahrhunderte ein Teil Russlands – länger als es die USA gibt – bevor die Krim illegalerweise an die Ukraine übergeben wurde.

 

Die G7-Politiker haben Putin „destabilisierendes Verhalten“ vorgeworfen, indem er „demokratische Systeme untergräbt“ und „Syrien unterstützt“.

 

Europa bleibt Washington untertänig, trotz all der Dinge, die Trump getan hat, um Washingtons Vasallen zu erniedrigen.

 

Putins Antwort auf das, was er „künstlerisches Gebrabbel“ nannte, war, dass Europa sich mit Russland an einen Tisch setzen sollte, um ihre gemeinsamen Interessen herauszuarbeiten.

 

Es gibt gemeinsame Interessen, und Putin sieht sie, aber wie die Äußerungen der G7 zeigen, sieht die G7 Russland nur als Feind.

 

Vom Standpunkt des Westens aus ist Putin ein Problem, weil er auf der russischen Souveränität besteht. Wenn der Westen Russland „destabilisierendes Verhalten“ vorwirft, dann meint der Westen damit, dass es Russlands Unabhängigkeit ist, die Washingtons Weltordnung destabilisiert. Russland wird als eine destabilisierende Einheit betrachtet, weil Putin die Vorherrschaft Washingtons nicht akzeptiert. Diese Einstellung gegenüber Russland kann Putin nicht durch Zugeständnisse und vernünftiges Verhalten überwinden. Es könnte für Russland eine tödliche Illusion sein, zu glauben, dass sanfte Worte den Zorn des verschmähten Hegemons abwenden können.

 

Putin nimmt die Beleidigungen, Provokationen und den Tod von Russen in der Ukraine hin, und auch die israelischen Angriffe auf Syrien, auf ein Land, in das er viel investiert hat, um es von Washingtons „Rebellen“ zu befreien. Er akzeptiert das, um den Europäern zu zeigen, dass Russland keine Bedrohung ist. Betrachtet man die Stellungnahmen der G7 oder G6, so ist es den europäischen Politikern ganz einfach egal, dass Washington die Gefahr ist, und nicht Russland. Washington hat Europa ein russisches Drehbuch überreicht, und Europa scheint sich an dieses Drehbuch zu halten, unabhängig davon wie sich Russland verhält und wie Washington Europa bedroht. Frühere Hoffnungen, dass die europäische Opposition gegen Trumps Bemühungen, das iranische Atomabkommen zu zerstören, zu einer Unabhängigkeit Europas führen würden, werden durch die gemeisame Feindseligkeit gegen Russland zunichte gemacht, wie auf dem jüngsten G7-Treffen sichtbar wurde.

 

Putins Strategie könnte aus zweierlei Gründen nicht funktionieren. Der eine Grund ist, dass Europa seit 75 Jahren keine unabhängige Existenz gehabt hat. Die europäischen Länder wissen nicht was es bedeutet, ein unabhängiger Staat zu sein. Ohne Washington fühlen sich Europas Politiker verloren, also werden sie sich wahrscheinlich an Washington klammern.

 

Putins zweites Problem ist sein Glaube, dass Russland ein Teil Europas sein muss. Die Amerikaner haben diesen Glauben während der Jelzin-Jahre verstärkt. Russische Ökonomen und die russische Zentralbank glauben tatsächlich, dass sich Russland ohne westliche Beteiligung nicht entwickeln kann. Das macht Russland für eine Destabilisierung durch das westliche Finanzimperium anfällig. Eine ausländische Beteiligung gibt Washington die Macht, den Rubel zu manipulieren und den russischen Wirtschaftsüberschuss durch einen Schuldendienst auszutrocknen. Washington will jene russischen Politiker diskreditieren, die einen nationalistischen ökonomischen Ansatz bevorzugen. Michael Hudson und ich haben beschrieben, wie neoliberalisierte russische Ökonomen im Grunde eine Fünfte Kolonne innerhalb Russlands bilden.

 

Jene Länder, die sich dem westlichen Globalismus öffnen, verlieren die Kontrolle über ihre Wirtschaftspolitik. Die Wechselkurse ihrer Währungen und die Preise ihrer Anleihen und Rohstoffe können durch Leerverkäufe (short-selling) an den Terminmärkten nach unten getrieben werden. Vergesst nicht, dass ein einzelner Mensch – George Soros – in der Lage war, das Britische Pfund zum Absturz zu bringen. Heute kann Washington konzertierte Aktionen gegen Währungen organisieren, indem sie Angriffe durch die Federal Reserve, die EZB, die Bank von England und die japanische Zentralbank koordinieren. Nicht einmal so große Länder wie China und Russland können solchen Angriffen widerstehen. Es ist erstaunlich, dass Länder wie China und Russland, die eine unabhängige Politik wollen, sich auf westliche Währungs- und Clearingmechanismen verlassen und sich damit einer Kontrolle ihrer Feinde unterwerfen.

 

Ein Zitat, das Amschel Mayer Rothschild zugeschrieben wird, enthält etwas Wahres: „Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation und es ist mir gleichgültig, wer die Gesetze macht!“ Ein Oxford-Professor schickte mit die Kopie eines Briefes, den er aus der Präsidentenbibliothek von Franklin D: Roosevelt erhalten hatte. Am 21. November 1933 schrieb Präsident Roosevelt an Colonel House:

„Die ganze Wahrheit ist, wie Sie und ich wissen, dass seit den Tagen von Andrew Jackson in den größeren Zentren ein finanzielles Element die Regierung in der Tasche hat – und da schließe ich die Regierung von Woodrow Wilson nicht ganz aus. Das Land durchläuft eine Wiederholung von Jacksons Kampf mit der Bank der Vereinigten Staaten – nur auf einer viel größeren und breiteren Basis.“

 

Da er eine vernünftige und menschliche Person ist, konzentriert sich Wladimir Putin auf die Vermeidung von Konflikten. Es braucht für Putin schon Geduld, die beleidigenden Drohungen eines militärisch bedeutungslosen Landes wie Britannien zu ignorieren, und Putin hat diese Tugend der Geduld.

 

Trotzdem kann Geduld sowohl gegen den Frieden als auch für ihn arbeiten. Die Geduld Putins sagt den Europäern, dass sie für die feindlichen Anschuldigungen und Aktionen gegen Russland keinen Preis zu zahlen haben, und das ermutigt die Neokonservativen zu noch mehr aggressiven Provokationen und Aktionen. Zu viel Geduld kann dazu führen, das Russland in eine Ecke gedrängt wird.

 

Die Gefahr für Russland ist, dass der Wunsch, Teil des Westens zu sein, zu Zugeständnissen führt, die zu noch mehr Provokationen ermutigen, und dass die Bindung an den Globalismus die wirtschaftliche Souveränität Russlands untergräbt.

 

Die russischen Hoffnungen, sich im Kampf gegen den Terrorismus mit dem Westen zu vereinen, lassen außer Acht, dass Terrorismus die Waffe des Westens ist, um jene unabhängigen Länder zu destabilisieren, die eine unipolare Welt nicht akzeptieren.

 

Vielleicht wäre Krieg eine weniger große Gefahr, wenn sich Russland einfach vom Westen verabschieden und sich auf eine Integration mit dem Osten konzentrieren würde. Europa würde früher oder später angekrochen kommen.


https://medium.com/@caityjohnstone/twelve-tips-for-making-sense-of-the-world-43348077cf80

 

Zwölf Tipps, um der Welt einen Sinn zu geben

 

von Caitlin Johnstone, 12.06.2018

 

 

 

In einem Umfeld, das mit Propaganda der Massenmedien durchtränkt ist, kann es schwierig sein herauszufinden wo oben ist, ganz zu schweigen davon herauszufinden, was in der Welt vor sich geht. Hier sind ein paar Tipps, die ich gelernt habe und die mir eine große Einsicht verschafft haben, durch den Nebel aus Verdrehung und Verwirrung zu blicken. Wenn man sie einzeln betrachtet, dann sagen sie einem nicht so viel, aber zusammengenommen ergeben sie ein sehr nützliches Bild der Welt und warum sie so ist wie sie ist.

 

1. Letztendlich geht es immer darum, Macht zu erlangen

 

Auf der Suche nach der Antwort darauf, warum Regierung sich so irrational verhalten, warum teure, sinnlose Kriege gefochten werden, während Wohnungslose mittellos auf den Straßen sterben, warum Millionäre und Milliardäre immer reicher werden, während alle anderen darum kämpfen, ihre Miete bezahlen zu können. Warum wir die Umwelt zerstören, die wir für unser Überleben benötigen, warum ein gewählter Vertreter mehr oder weniger die gleiche schädliche Politik und Agenda vorantreibt wie seine Vorgänger, dann kommen Menschen oft mit Erklärungen daher, die nicht wirklich stimmig sind.

 

Die häufigste Erklärung ist wahrscheinlich die Vorstellung, dass all die Probleme durch den schädlichen Einfluss der einen oder der anderen politischen Partei zu erklären sind. Und wenn nur die andere Partei die Lage kontrollieren würde, dann würden alle Probleme verschwinden. Andere Erklärungen beinhalten den Glauben, dass die Menschheit einfach an sich schlecht ist, es werden Minderheiten wie Juden oder Einwanderer beschuldigt, es wird dem Rassismus oder dem Rechtsextremismus die Schuld gegeben, oder man geht soweit und verirrt sich in den wilden und verwinkelten Kaninchenbau mit Theorien über reptilische Geheimgesellschaften und Baby-fressende pädophile Umtriebe. Aber in Wirklichkeit kann man alle grundlegenden menschlichen Impulse damit erklären, dass sie Macht anhäufen und über ihre Mitmenschen Einfluss ausüben wollen, zusammen mit der Tatsache, dass Soziopathen dazu neigen, an die Schalthebel der Macht zu gelangen.

 

Unsere evolutionären Vorfahren waren Rudeltiere, und die Fähigkeit, im sozialen Rang eines Rudels aufzusteigen, wurde durch entscheidende Fragen bestimmt, etwa ob man beim Fressen zuerst oder zum Schluss drankam, oder ob man sich vermehren konnte. Dieser Drang zum Aufstieg im Rudel ist tief in unserem evolutionärem Erbe verankert. Aber wenn dieser Drang durch einen Mangel an Empathie ohne Kontrolle bleibt, und wenn er auf das weltumspannende 7,6 Milliarden-Rudel ausgedehnt wird, dann kann das zu Individuen führen, die immer mehr Macht anhäufen, bis sie über ganze Gruppen von Nationen einen enormen Einfluss ausüben.

 

2. Geld belohnt soziopathisches Verhalten

 

Die Bereitschaft, alles zu tun um voranzukommen, sich den Weg an die Spitze zu erkämpfen, wenn nötig jeden zu betrügen oder den Wölfen zum Fraß vorzuwerfen, über jeden im Hamsterrad hinwegzutrampeln, diese Bereitschaft wird in unserem gegenwärtigen System belohnt. Die Bereitschaft, Angestellten zu wenig zu bezahlen, das Rechtssystem zu betrügen und Gesetzgeber zu beeinflussen, sie wird um ein vielfaches mehr belohnt. Menschen mit einem Gefühl der Empathie sind oft nicht bereit, solche Dinge zu tun, aber Soziopathen und Psychopathen schon. Etwa vier Prozent der Bevölkerung sind Soziopathen und etwa ein Prozent sind Psychopathen, und zwischen fünf und 15 Prozent sind irgendwo auf der Kippe. Je weniger Empathie man besitzt, desto weiter wird man gehen und desto höher klettert man auf der Leiter.

 

3. Reichtum tötet Empathie

 

Als wäre das noch nicht schlimm genug, so zeigen Studien, dass die Kontrolle großen Reichtums tatsächlich das Gefühl von Mitleid für seine Mitbürger zerstört. Wenn man seinen Reichtum dazu benutzen kann, von der Sicherheit über die Loyalität bis zu persönlichen Beziehungen alles zu kaufen, dann muss man sein Empathiezentrum in seinem Gehirn nicht mehr bemühen, auf das der Rest der Menschheit angewiesen ist, um herauszufinden, was genau die Leute in seinem Umfeld beschäftigt. Die meisten Menschen müssen sich ständig um ihre Familien, Mitarbeiter, Arbeitgeber, Freunde und Bekannte kümmern, um ihre eigene Sicherheit, soziale Stellung und Sicherheit zu gewährleisten, während wohlhabende Personen sich diese Dinge einfach kaufen können. Wenn man mit Reichtum aufgewachsen ist oder ihn schon lange besitzt, dann kann das das Gefühl von Empathie verhindern und ist nicht mehr so stark wie im Rest der Bevölkerung.

 

4. Geld ist Macht

 

 

Ein Princeton-Studie aus dem Jahr 2014 zeigt, dass der gewöhnliche Amerikaner überhaupt keinen Einfluss auf die Politik und das Verhalten seines Landes besitzt, egal wie er wählt, während wohlhabende Amerikaner großen Einfluss besitzen. Denn die Fähigkeit zum Einsatz von Konzern-Lobbying und Wahlkampfspenden kommt praktisch der Bestechung von gewählten Offiziellen gleich, was bedeutet, dass sich Geld direkt in politische Macht umsetzen lässt. Das erzeugt eine herrschende Klasse, die auf natürliche Weise dazu angestiftet wird, ihren Einfluss zu benutzen, um ihren eigenen Reichtum zu vermehren während der von allen anderen abnimmt. Denn da Macht relativ ist, hat die herrschende Klasse umso mehr Macht, je weniger Geld alle anderen besitzen.

 

Aus diesem Grund horten die Milliardäre immer mehr Reichtum und benutzen gleichzeitig legale Bestechung, um eine wirtschaftlich gerechte Gesetzgebung zu unterdrücken. Nicht weil sie sich Tausende von Luxuswagen oder Dutzende Privatjets kaufen wollen; sie können auch nur einen auf einmal benutzen. Sie horten den Reichtum, damit ihn der Rest der Bevölkerung nicht bekommt. Denn Geld ist gleich Macht. Denn den Reichtum zu verteilen, das würde jeden zum König machen, und weil Macht relativ ist, würde das bedeuten, dass keiner König ist.

 

Herrscher haben in der Geschichte ihre Macht nie leicht aufgegeben, und diese elitäre wohlhabende Klasse macht da keine Ausnahme. Daher all ihre aggressiven Versuche, jede Bewegung der ungewaschenen Massen gegen den Status Quo zu unterdrücken.

 

5. Die gleiche herrschende Klasse kontrolliert die Medien

 

 

Es ist ja allgemein bekannt, dass die meisten Medien von Plutokraten kontrolliert werden, seien es die alten Geld-Plutokraten, die die alteingesessenen Medien kontrollieren, oder die neuen Geld-Plutokraten aus dem Silicon Valley, die einen Großteil der neuen Medien kontrollieren. Die Medienkontrolle ist ein essentieller Bestandteil der Herrschaft; das war schon immer so, seit der Zeit als Könige angeordnet haben, Bücher zu verbrennen und Bischöfe abweichende Prediger zu Tode gefoltert haben. Das ist der Grund, warum ein neuer Plutokrat, sobald er ein gewisses Maß an Reichtum erreicht, anfängt, Einfluss auf die Medien zu nehmen. So wie Jeff Bezos es tat, als er 2013 die Washington Post kaufte. Bezos hat die WaPo nicht gekauft weil er ein dummer Geschäftsmann ist, der denkt, dass die Zeitung eine lukrative Renaissance erleben wird, sondern weil er ein brillanter Geschäftsmann ist, der weiß, dass der Status Quo, auf den er sein Imperium aufbaut, eine Propagandafirma benötigt, der die Öffentlichkeit vertraut und glaubt.

 

6. Menschen manipulieren sich immer gegenseitig

 

Ein akutes Bewusstsein dafür zu entwickeln, wann man manipuliert wird und zu erkennen, ob jemand dafür ein Motiv hat, das ist ein wichtiger Bestandteil um den Sinn der Welt zu begreifen.

 

Sehr selten begegnet man jemandem, der nicht versuchen würde, einen in irgendeiner Weise zu manipulieren. Im allgemeinen werden Menschen, denen man so im Leben begegnet, versuchen, die Art und Weise zu beeinflussen, wie man sie wahrnimmt und welche Beziehung man zu ihnen hat. In manchen Fällen wollen sie einen für sich gewinnen und in anderen Fällen ausschließen, manchmal für ihre persönlichen Pläne und Ziele gewinnen und so zu formen, dass sie in ihr Bild passen. An diesem Verhalten ist an sich nichts Bösartiges, so handeln Menschen nun mal und haben es immer schon getan. Menschen sind nun mal soziale Wesen und wir tun was wir können, um unsere Position innerhalb unserer sozialen Kreise zu erhöhen.

 

Das große Problem ist, wenn geschickte Manipulatoren ihren Weg in Positionen mit hohem Einfluss finden, etwa in die Regierung oder die Medien. Leider sind das die Typen, die in der Regel auf solche Positionen befördert werden, denn sie können sich ihren Weg hinein manipulieren und in der Regel tun sie das aus Gründen persönlicher Ambitionen anstatt aus Nächstenliebe. Diese geschickten Manipulatoren bilden eine wichtige Streitmacht loyaler Diener der herrschenden Klasse und sie sind die Gehirne hinter den Narrativen des Establishments, die sich in den Denkpanzern, in den Medienplattformen und den Establishment-Lakaien auf dem Capitol Hill ausbreiten.

 

7. Die Gesellschaft besteht aus Narrativen

 

 

Der Großteil der menschlichen Erfahrung wird durch mentale Geschichten gefiltert, durch unser Selbstgefühl, von unseren Ideen darüber wer wir sind, von unserem Glauben darüber, wie wir uns in der Gesellschaft zu verhalten haben, darüber was Geld ist und wie es funktioniert, wo Macht existiert und wem wir gehorchen sollen. All diese Dinge sind rein gedankliche Konstrukte, die nur im Reich der Gedanken existieren. Ein „Dollar“ existiert nur soweit wie wir alle darüber einstimmen so zu tun als sei er ein reales Ding und dass er eine gewissen Kaufkraft besitzt. Wir könnten jederzeit kollektiv entscheiden, die Spielregeln darüber zu ändern wie Macht funktioniert oder was Geld ist und wie es funktioniert, und die Regeln der elitären Klasse würden sich sofort ändern, ohne dass ein Schuss abgefeuert werden müsste. Es wäre wirklich so einfach.

 

So mächtig ist das Narrativ der Macht, dass die herrschenden Plutokraten sehr hart darum kämpfen, uns davon abzuhalten, die Kontrolle darüber zu übernehmen. Deshalb werden Whistleblower und Medien wie WikiLeaks von den Konzernmedien so aggressiv und permanent beleidigt und verteufelt. Wenn sie die Verbreiter von Wahrheit unter Verdacht stellen können, dann können sie sie unglaubwürdig machen und somit erreichen, dass ihnen nicht geglaubt wird. Dieses Werkzeug wurde benutzt, um die Auswirkungen von allem zu minimieren, etwa den Berichten vor Ort über das Geschehen in Syrien bis zu den geleakten Geschichten von Edward Snowden; wenn man nur genug Verdächtiges über jemanden produzieren kann, dann spielt es keine Rolle ob er zu 100 Prozent die Wahrheit sagt; niemand wird ihm glauben, und folglich bleibt das dominante Narrativ bestehen.

 

Das Bewusstsein aufrecht zu halten, dass es stets einen endlosen Kampf um die Kontrolle des Narrativs gibt und es zu manipulieren, um plutokratische Interessen zu fördern, das ist ein wesentlicher Teil des Verständnisses der Welt.

 

8. Die Grenzen zwischen den Nationen sind imaginär

 

Jene Linien auf den Landkarten zwischen Ländern sind auch nur ein reines Narrativ. Sie sind nur so real wie die kollektive Öffentlichkeit darüber einstimmt so zu tun als wären sie es. Die herrschenden Eliten wissen das und nutzen es aus. Sie denken nicht in Begriffen wie Nationen und Regierungen, sie denken in Begriffen wie Individuen und Personengruppen.

 

Eine strategische Schlüsselregion im Nahen Osten? Nicht nötig, das ganze Land zu übernehmen, flute es einfach mit extremistischen Gruppen, die loyal zu deinen Plänen sind und kontrolliere ihre Ölfelder. Ein 1A Marine-Grundstück in der südlichen Hemisphäre? Nicht nötig, es zu annektieren und die Flagge deines Landes darauf zu pflanzen. Sichere dir einfach genug Einfluss über die wichtigen Teile, mittels Konzernverträgen, mit Handelsabkommen, Militär- und Geheimdienstverträgen und geheimen Deals, und du kannst es benutzen wie du willst.

 

Aus diesem Grund lehne ich solche Argumente wie „Israel kontrolliert Amerika“ oder „Amerika kontrolliert Europa“ ab. Es gibt kein „Israel“ oder „Amerika“; das sind erfundene Ideen, die Herrscher einst als real betrachtet haben. Aber in der modernen Zeit der staatenlosen Plutokraten ist das nicht mehr so. Es gibt Individuen, es gibt Konzerne, es gibt Fraktionen und Gruppen, und damit beschäftigen sich die herrschenden Eliten. Regierungsstrukturen sind nur Werkzeuge, die von den herrschenden Eliten zum Zweck der Manipulation, Kontrolle und der militärischen Gewalt benutzt werden, und sie tun das nur solange wie es nützlich ist. Der Gedanke von wirklichen Nationen und Regierungen ist ein putziges Märchen, das den Massen verkauft wird, damit sie die Manipulationen nicht erkennen.

 

9. Die machtvollen Kräfte streben ganz natürlich zu einer Kooperation für gegenseitig nützliche Interessen

 

 

Man kann ein kleiner Millionär sein und immer noch wie ein relativ normaler Bürger leben. Aber wenn man erst einmal riesige Mengen an Reichtum kontrolliert, dann muss damit anfangen, mit den existierenden Machtstrukturen zusammenzuarbeiten, oder sie werden einen beseitigen, um zu verhindern, dass man ihr Boot zu sehr schaukelt, denn, ich wiederhole, Geld ist gleich Macht. Aus diesem Grund hat Jeff Bezos Verträge mit der CIA und sitzt in einem Beratergremium des Pentagon, und aus diesem Grund arbeiten Facebook und Google intensiv mit Regierungsbehörden zusammen; man hätte ihnen niemals erlaubt, so groß zu werden wenn sie das nicht getan hätten. Plutokratische Dynastien, die lange vor Amazon, Facebook und Google existierten, haben das vor vielen Generationen herausgefunden und sie sind sich darin einig, in eine Richtung von gegenseitigem Interesse voranzuschreiten, das den Status Quo nicht tangiert, auf dem ihr Reichtum aufgebaut ist.

 

 

 

Das gilt vor allem für den Westen, wo durch eine komplexe transnationale Allianz aus hauptsächlich westlichen Plutokraten ein effektives Imperium geschaffen wurde, aber das gilt auch außerhalb dieses Imperiums; überall wo es Macht gibt, gibt es auch Machtallianzen.

 

 

 

10. Es gibt ein enormes Ausmaß an Reichtum, das man sich im Chaos von Krieg und Konflikt schnappen kann

 

 

 

 

 

Auf die selbe Weise wie existierende Machtstrukturen dazu drängen, eine jede aufsteigende Macht zu zerschlagen, die ihren Status Quo gefährden könnte, so drängen Allianzen aus Machtstrukturen danach, andere nicht willfährige Machtstrukturen auf der ganzen Welt zu zerschlagen. Wann immer man die enge westliche Allianz und ihre Medienpropagandazweige sieht, wie sie die Interessen Russlands, Chinas, Syriens, Irans, Venezuela usw. angreifen, dann sieht man eine Allianz aus Machtstrukturen, die daran arbeiten, die Interessen anderer Machtstrukturen zu stören, um deren Vermögen zu absorbieren.

 

 

 

Die chaotische Wild West-Umgebung, die durch diese Konflikte erzeugt wird, ermöglicht ein verdecktes Rauben und Plündern, das man in seinem eigenen Land nie durchziehen könnte. Auf die selbe Art und Weise, wie die früheren Kolonialisten und Eroberer niemals das Gold, das Land und die Sklaven anderer Europäer in Madrid oder Rom hätten rauben können. Aber in der Neuen Welt hatte das keine rechtlichen Konsequenzen. Die Kolonialisten und Eroberer drängten unter dem Vorwand nach Amerika, Afrika und Asien, sie würden das Christentum und die Zivilisation verbreiten. Die heutigen Eroberer drängen unter dem Vorwand in die nicht gefügigen Machtstrukturen, sie würden Freiheit und Demokratie verbreiten, das ist genau das selbe.

 

 

 

Dieses Chaos erfordert keinen direkten militärischen Konflikt um profitabel zu sein. Die unkritische Feindseligkeit gegen Russland, die die westliche Plutokratie mit ihrer Medienkontrolle hergestellt hat, erlaubt es ihnen, Russland für alles zu beschuldigen, von den belastenden WikiLeaks-Dokumenten bis zum privaten Raubzug der ukrainischen Oligarchen. Fragen werden dazu nicht gestellt. Jeder der schon mal persönlich mit einem Soziopathen zu tun hatte weiß, wie sehr sie die Grauzonen lieben, die ihnen diese chaotischen Situationen geben. Und geopolitische Konflikte erzeugen eine ganze Menge solcher Situationen.

 

 

 

11. Die Neokons liegen immer falsch.

 

 

 

Das ist wirklich einfach. Wenn man bei einer außenpolitischen Debatte auf der richtigen Seite der Geschichte stehen will, dann sieht man sich an, was PNAC-Neokons der Bush-Ära wie John Bolton und Bill Kristol dazu zu sagen haben, und dann nimmt man die gegenteilige Haltung ein. Die Neokon-Vordenker liegen seit dem Beginn des Jahrhunderts bei allem vollkommen und katastrophal falsch, von Afghanistan über den Irak und Libyen bis zu Syrien. Und sie werden auch jetzt nicht recht haben.

 

 

 

12. Der Weg zur Wahrheit beginnt immer bei einem selbst.

 

 

 

Erfahrene Manipulatoren kann man nicht ausmanövrieren. Der größte Fehler, den die meisten Menschen machen, wenn sie sich mit Soziopathen auseinandersetzen ist, sie zurück manipulieren zu wollen. Versucht es erst gar nicht. Sie haben einen jahrelangen Erfahrungsvorsprung, denn sie haben buchstäblich nichts anderes getan. Während ihr gelacht und geweint habt, euch Sorgen gemacht habt und euch mit Menschen auseinandergesetzt habt, da haben sie herausgefunden wie man Menschen benutzt, so wie Garry Kasparow herausgefunden hat wie man Schach spielt. Und wenn man buchstäblich Teams von Soziopathen hat, die zusammenarbeiten um Macht anzuhäufen, dann hast du keine Chance, mein liebes Kind. Spiel nicht deren Spiel. Du wirst verlieren.

 

 

 

Die einzige Art auf die man gewinnen kann ist, wenn man seinen Kompass kompromisslos auf „Wahrheit“ einstellt. Sei immer ehrlich zu dir selbst. Finde die unterschiedlichen Möglichkeiten wie du andere manipulierst und erkenne sie und akzeptiere sie. Finde dein loyales Umfeld und deinen Wunsch danach, richtig zu liegen und zieh den Hut vor ihrer Existenz. Je selbstbewusster wir sind, desto weniger Hebel gibt es, mit denen man uns manipulieren kann. Wenn man zu einer bestimmten Fraktion blind parteiisch oder loyal ist, dann wird man anfällig für Propaganda, denn dann kommen dein Wunschdenken und Rechthaberei ins Spiel. Sei ehrlich zu dir selbst und darüber wer du bist und was du willst, und du wirst zu einer Schachfigur, die man nicht herumschubsen kann.

 

 

Wenn wir diese Bastarde nicht mit der Wahrheit besiegen können, dann haben wir den Sieg nicht verdient.


https://www.strategic-culture.org/news/2018/06/09/when-where-and-how-will-empire-strike-back.html

 

Wann, wo und wie wird das Imperium zurückschlagen?

 

Von James George Jatras, 09.06.2018 (Zahlreiche links im Original!)

 

 

Es zahlt sich aus, bei jeder Analyse der gegenwärtigen internationalen Politik vorsichtig pessimistisch zu sein. Grundsätzlich kann man im allgemeinen erwarten, dass die Dinge, die den Frieden und die Sicherheit des Planten bedrohen, auch auf jede Art schiefgehen können. Die Erwartung auf eine Verbesserung ist die Wette eines Trottels.

 

Deshalb rebelliert das Bauchgefühl des Analytikers bei jedem Anzeichen dafür, dass sich die Dinge insgesamt in eine positive Richtung entwickeln könnten, wenn auch nur stockend oder indirekt. Aber bedenkt:

 

  • Ein Trump-Putin Gipfel: Präsident Donald Trump hat erneut sein Interesse angedeutet, endlich einen formellen Gipfel mit Präsident Putin abzuhalten. Österreich hat Wien als Austragungsort angeboten.

  • Ein Trump-Kim Gipfel: Obwohl es in Washington mit großer Wahrscheinlichkeit die absichtliche Bemühung gab, das Treffen in Singapur am 12. Juni zu torpedieren, so kommt es dennoch zustande. Zum Missfallen vieler in der US-Nomenklatur, die sich einer permanenten US-Präsenz auf dem ostasiatischen Festland verschrieben haben, besteht vielleicht sogar die Gefahr, dass auf der koreanischen Halbinsel Frieden ausbricht. Oh Gott! Wie sollen wir so eine weitere amerikanische Truppenstationierung rechtfertigen? Was passiert mit der schönen Aussicht auf US-Truppen, die am Yalu-Fluss China gegenüberstehen, wenn es in Nordkorea zu einem Regimewechsel kommt? Wird dann etwa eine transkoreanische Eisenbahn gebaut, die den Süden mit Russland und China verbindet? Die schrecklichen Möglichkeiten will man sich gar nicht ausmalen.

  • Tschüss Russiagate, hallo Spygate: Die Vorwürfe an Trump und sein Team wegen einer Verschwörung mit dem Kreml werden zunehmend als das aufgedeckt was sie sind: ein Deckmantel für eine verfassungsfeindliche Verschwörung innerhalb der Strukturen des Tiefen Staats (CIA,NSA, FBI, Justizministerium usw.) in Komplizenschaft mit – den Russen? – Nein, mit ihren britischen Tochteragenturen (MI6, GCHQ), zuerst um Trumps Präsidentschaft zu vereiteln, dann um ihn zu neutralisieren und aus dem Amt zu vertreiben. Und vor allem um jede Möglichkeit einer Annäherung zu Russland zu blockieren. Zwar haben Mueller und seine Rasselbande aus demokratischen Geldgebern ganz gewiss noch nicht aufgegeben, aber ihre Aussichten schwinden und die Russland-Manie verwandelt sich langsam in einen politischen Klotz am Bein der Demokratischen Partei für die Kongresswahlen im November.

  • Der europäische Populismus marschiert weiter: Viva l'Italia! Der Lieblings-Sizilianer der Europäischen Union, Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella, wollte die Koalition aus M5S und Lega zerschlagen. Der Schlag ging daneben. Jetzt tritt Italien, die drittgrößte Wirtschaft der Eurozone – die zu groß ist um sie wie Griechenland herumzukommandieren – dem populistischen Block der Visegrad-Gruppe bei, neben Österreich. Das ist für die katastrophale offene Einwanderungspolitik der EU (und Deutschlands) von besonderer Bedeutung.

  • Der Handel: Mit seinem kühnsten „America First!“-Schritt bisher hat Trump höhere Zölle auf Stahl und Aluminium gegen praktisch jeden beschlossen. Der Schritt selbst mag zwar etwas tollpatschig sein, aber er hat signalisiert, dass die Zeiten vorbei sind, in denen die USA einseitigen freien Handel zulassen, während unsere Handelspartner Merkantilismus betreiben.

  • Europas Anti-Russland-Sanktionen: Amerikanischer Druck auf Europa bezüglich des Handels mit dem Iran erzeugt – neben Trumps neuen Zöllen – in Europa Feindseligkeit, besonders im mächtigen Deutschland, das sich vor allem gegen Washingtons Sanktionsdrohungen gegen Firmen wehrt, die an Nord Stream 2 teilnehmen. Es mag noch zu früh sein um zu spekulieren, wie bald die EU die anti-russischen Sanktionen aufgibt. Aber es liegt etwas in der Luft, wenn selbst der EU Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagt, dass „die Russland-Schelte aufhören muss“. Die Stimme Italiens wird hier eine Hauptrolle spielen.

  • G7? Oder G6+1? Oder wieder G8?: Trumps Handelspolitik hat beim diesjährigen G7-Gipfel in Kanada eine Fuchs in den Hühnerstall gebracht. Gastgeber des Gipfels ist der angebliche Grapscher Premierminister Justice Trudeau. (Fairerweise muss man sagen, dass der Image-bewusste Justin mit den Medien vielleicht nur enge und intime Kontakte haben wollte.) Die Handelsdifferenzen kommen zu den Klima-Differenzen, und das hat zu einem Twitterstreit zwischen Trudeau und seinem frankophonen Kumpel Emmanuel Macron gegen Trump geführt, der den Klimateil des Gipfels auslassen will, was wahrscheinlich zu einem Kommuniqué führen wird, das die anderen sechs unterzeichnen, aber nicht die USA, was praktisch zu einem G6+1 führen wird. Währenddessen hat Trump die Köpfe der Verschwörungshetzer einer Russland-Verschwörung mit seinem Vorschlag zum explodieren gebracht, Russland sollte wieder in den Klub aufgenommen werden und daraus wieder einen G8 zu machen. Italien hat den Vorschlag befürwortet. Russland hat seinen Mangel an Interesse bekundet.

 

Im Epizentrum all dieser erschütternden Entwicklungen steht ein Mann: Donald Trump.

 

Es wäre ungenau zu sagen, dass dies Schritte der US-Regierung sind, denn Trump hat über sie nur teilweise Kontrolle. Da ihn die permanente Regierung – ganz zu schweigen von seinen eigenen Ernennungen – bei jeder Gelegenheit sabotieren will, scheint sich Trump auf das einzige Werkzeug zu verlassen, das ihm zur persönlichen Verfügung steht: Zerrüttung.

 

https://www.strategic-culture.org/news/2018/05/18/is-wrecking-ball-trump-undermining-america-global-clout-let-hope-so.html

 

 

Vergessen wir nicht, dass jene, die für Trump gestimmt haben, insbesondere im Rostgürtel von Pennsylvania,Ohio, Michigan und Wisconsin, etwas radikal anderes wollten als das übliche Geschäft. Sie haben für ihn gestimmt, weil sie einen Elefanten im Porzellanladen wollten, eine Abrissbirne, eine menschliche Handgranate, ein großes „FU“ an das System.

 

Vielleicht haben sie das bekommen.

 

Allerdings ist keine der oben genannten einzelnen Entwicklungen entscheidend. Aber zusammengenommen deuten sie auf eine bemerkenswerte Ansammlung guter Vorzeichen hin, zumindest aus der Sicht jener, die die gemütlichen Arrangements der sogenannten „liberalen Weltordnung“aufrütteln, ja zerschmettern wollen.

 

Aber jene, deren Karrieren und Privilegien – und in manchen Fällen ihre Freiheit und sogar ihr Leben – davon abhängen, dass diese Ordnung fortbesteht, sie werden nicht so einfach aufgeben. Sie werden nervös. Das gilt speziell für die Elemente der amerikanisch-britischen Geheimdienste, ihre Mitreisenden aus Demokraten und Never-Trump-Republikanern, die Trump-hassenden Fake News Medien und die bürokratischen Ungeheuer in Brüssel (nicht nur in der Europäischen Kommission, sondern auch im NATO-Hauptquartier).

 

Wenn die Vergangenheit ein Prolog ist, dann wird das Imperium zurückschlagen – hart und schmutzig.

 

Man denke an die vergangenen sieben Jahre des Kriegs in Syrien zurück, wo es jedes mal, wenn die USA ihre Bereitschaft zu einem Rückzug angedeutet haben, oder wenn die syrischen Streitkräfte große militärische Fortschritte gemacht haben, dann gab es – RUMMS! – einen Chemiewaffenangriff gab, der sofort und ohne Beweise den Streitkräften der Regierung angelastet wurde, gefolgt von erneutem Geschrei über „Assad bringt sein eigenes Volk um! Assad muss weg!“ (das ist ein Trick, der mindestens bis zum Bosnienkrieg in den 1990ern zurückreicht. Jedes Mal, wenn sich ein Waffenstillstand abzeichnete, gab es einen weiteren „serbischen Granatenangriff“ auf Zivilisten, was zu Rufen nach einer Militäraktion der NATO führte.)

 

Die Frage ist nicht „ob“ es eine Provokation geben wird. Eher ist es eine Frage des wann, wo und wie. Es ist zwar schwierig, Vorhersagen zu treffen, besonders über die Zukunft. Dennoch ist es möglich, einige Möglichkeiten zu erahnen:

 

FIFA WM 2018 in Russland (14. Juni bis 15. Juli): Bedenkt man die riesigen Kosten und Mühen, die Russland für die WM als Schaufenster für die Welt investiert hat, so ist es ein verlockendes Ziel. Erinnert euch daran, dass die verfassungswidrige Absetzung der gewählten Regierung der Ukraine stattfand, als Putins Aufmerksamkeit bei der Winterolympiade 2014 in Sotschi vermutlich von seinem Stolz und seiner Freude abgelenkt wurde. Der Angriff 2008 auf Südossetien durch den damaligen georgischen Präsidenten Mikhail Saakaschwili erfolgte, während die Augen der Welt auf die Olympischen Spiele in Peking gerichtet waren. Beide Initiativen führten zu einer starken Gegenreaktion Moskaus, was wiederum zu einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen Russland und dem Westen geführt hat – einschließlich Russlands Suspendierung aus der G8 im Jahr 2014. (Im Fieberwahn der westlichen Russland-Hasser war es Putin, der die Spiele als Deckmantel benutzte, nicht umgekehrt.) Es könnte eine Provokation gegen das FIFA-Ereignis selbst gerichtet werden – etwa ein Terroranschlag durch ISIS-Agenten, die Berichten zufolge aus dem Nahen Osten nach Russland geschleust werden sollen – oder an einem anderen Ort, der mit Spielpartien in ganz Russland zusammenfällt.

 

Ukraine: Wenn man die Taten von Präsident Petro Poroschenko betrachtet, dann muss man alles im Licht der bevorstehenden Präsidentenwahl 2019 betrachten. Poroschenko muss einen Weg finden, in die zweite Runde zu kommen, vermutlich gegen Yulia Tymoschenko. Das Beste was er tun könnte, wäre ein Kaninchen aus dem Hut zu zaubern und einen Friedensdeal mit dem Donbass zu erreichen. Aber die Chancen dafür sind gering, da es von Kiew Flexibilität erfordern würde, die sich Poroschenko nicht leisten kann. Außer er will als russische Marionette beschimpft werden. Umgekehrt kann er die Spannungen mit Russland verschärfen und darauf hoffen, dass sich der Westen hinter ihn stellt. Vielleicht war das kürzliche Fiasko mit dem Fake News Mord des sehr lebendigen Arkadi Babtschenko so ein Versuch, der aber in die Hose ging. Aber es gibt andere Optionen, etwa die Provokationen entlang der Kontrollzone im Donbass (die neu gelieferten Javelin der USA sind da praktisch, ebenso der neue holländische MH17-Bericht). Oder vielleicht ein Angriff auf die neue Kerch-Brücke oder viele andere weniger offensichtliche Möglichkeiten.

 

Syrien: Es wird höchste Zeit für einen weiteren bösartigen, militärisch sinnlosen und kontraproduktiven Chemiewaffenangriff „gegen sein eigenes Volk“, durch das „Monster“ Assad, der mit allen Mitteln eliminiert werden muss. Wer ist dafür verantwortlich? Russland natürlich!

 

Ein Zwischenfall zwischen der NATO und russischen Streitkräften: Die NATO verstärkt ihre provokativen Manöver an der Türschwelle Russlands im Baltikum und im Schwarzen Meer – allerdings nur um sich vor Moskaus Aggression zu schützen. Es könnte jederzeit zu einem Zwischenfall kommen, entweder zufällig oder absichtlich. In jedem Fall wird es die Schuld der feindseligen Russen gewesen sein, was müssen sie auch ihr Land so nahe an unsere Stützpunkte und die Orte unserer militärischen Übungen legen?

 

Der Balkan: Vergesst nie, dass man diesen Serben nicht trauen kann. Srbe na vrbe!

 

Eine Ermordung: Eine von Putins Lieblingsbeschäftigungen ist das Töten, oder zumindest der Versuch, jemanden zu töten, der ihm missfällt. Vielleicht ist es auch wie bei Assad mit seinen Chemiewaffen, dass Putin nur aus reiner Lust und aus Spaß tötet. Die Liste der Opfer ist lang: Babtschenko (nun ja, der nicht), die beiden Skripals (also, die auch nicht), politische Gegner wie Boris Nemtsow und Segei Yushenkov, Sensationsreporterinnen wie Anna Politkovskaya und Natalia Estemirova, der ehemalige Tschekist Aleksandr Litvinenko, der Gründer des Netzwerks RT Mikhail Lesin, kämpfende Anwälte wie Stanislav Markelov und Sergei Magnitsky, der Oligarch Boris Beresowsky und so weiter. Eine zeitlich gut gesetzte Beseitigung einer gut sichtbaren Figur würde einen heilsamen Einfluss auf irgendwelche lästigen Annäherungsversuche zwischen dem Osten und dem Westen haben. Beweise braucht es nicht – allein die Identität des Opfers wäre der unwiderlegbare Beweis für die Schuld Putins.

 

Was den letzten Punkt betrifft, die Ermordung, so sollte man immer daran denken, dass der Mann, der das ganze Schiff zum Schwanken bringt, nicht Putin ist – sondern Trump. Das deutet auf eine ultimative Lösung hin, die verlockend werden könnte, wenn der Donald weiter höher als auf Zimmertemperatur funktioniert, was nicht mehr auszuhalten wäre.

 

Wie Josef Stalin gesagt haben soll: „Der Tod löst alle Probleme. Kein Mann, kein Problem.“ Trump, der für viele mächtige Menschen tatsächlich ein Problem ist, wurde rücksichtslos mit Jean-Marie Le Pen verglichen, mit Silvio Berlusconi, Wladimir Putin – sogar mit Hitler und Mussolini. Und im amerikanischen Zusammenhang mit Andrew Jackson, Huey Long und George Wallace. Man bedenke, dass alle diese drei Amerikaner das Ziel eines Attentats waren. Jackson (den Trump bewundert) überlebte, weil die Pistole seines Angreifers versagte. Das wurde von manchen damals als ein Wunder gepriesen. Der „Kingfish“ (Spitzname von Huey Long) wurde getötet. Wallace wurde für den Rest seines Lebens verkrüppelt.

 

Es gibt Grund zu der Annahme, dass sich Trump über das Schicksal des letzten amerikanischen Präsidenten sehr bewusst ist, der es gewagt hatte, den normalen Lauf der Dinge und das eingefahrene, rücksichtslose Establishment zu gefährden, das so mächtig davon profitiert. Er hat wiederholt sein Interesse daran bekundet, die komplette Akte über die Ermordung Jack Kennedys zu veröffentlichen, wovon er dann wieder aus unerfindlichen Gründen Abstand nahm. Die Erschießung von Robert Kennedy, dem Bruder des Präsidenten, der, wenn er 1968 zum Präsidenten gewählt worden wäre, die Gelegenheit gehabt hätte, die Untersuchung über die Ermordung seines Bruders wieder zu öffnen, ist mit Robert Kennedy Jr. wieder in den Nachrichten. Der drückt seine Zweifel über die offizielle Erklärung aus, dass sein Vater von Sirhan Sirhan getötet worden sein soll.

 

Wenn irgendjemand glaubt, dass die Feinde Trumps nicht zu jedem Mittel greifen würden, der sollte noch mal darüber nachdenken.

 


 

https://thesaker.is/is-putin-really-ready-to-ditch-irani-putin-really-ready-to-ditch-iran/

 

Ist Putin wirklich dazu bereit, den Iran „fallen zu lassen“?

 

Vom Saker, 07.06.2018 für Unz Review (zahlreiche links im Original!)

 

Das Thema Russland in Syrien fasziniert immer noch und bietet viel Anlass für Streit. Das macht Sinn – das Thema wird auf vielen Ebenen zunehmend wichtig, darunter pragmatischen und moralischen. Heute will ich mich ganz an die pragmatische Ebene halten und die moralischen/ethischen/geistigen Überlegungen, wenigstens eine Zeitlang, außer Acht lassen. Darüber hinaus will ich um des Arguments willen so tun, als handele der Kreml einhellig, als gäbe es keine Atlantik-Brücke in der russischen Regierung, keine Fünfte Kolonne im Kreml und als gäbe es keine zionistische Lobby, die in Russland enormen Einfluss ausüben würde. Ich werde mich in der Zukunft mit diesen Themen auseinandersetzen, da ich der festen Überzeugung bin, dass die Zeit und die Ereignisse beweisen werden, wie unbegründet und politisch motiviert diese Leugnungen in Wahrheit sind. Aber zum Zweck dieser Analyse tun wir mal so, als sei im Kreml alles in Ordnung und nehmen an, dass Russland vollkommen souverän ist und frei seine nationalen Interessen schützt.

 

Also was wissen wir über das Geschehen in Syrien?

 

Ich behaupte, dass es offensichtlich ist, dass Russland und Israel eine Vereinbarung getroffen haben. Dass es irgendein gegenseitiges Verständnis gibt, aber da ist eindeutig noch mehr, das nicht offen eingestanden wird. Die Israelis prahlen wie immer über ihren totalen Sieg und veröffentlichen Artikel wie folgenden: „Putin und Netanjahu waren in Syrien schon immer auf der selben Seite“, wo es im Untertitel heißt: „Putin ist dazu bereit, den Iran fallen zu lassen, um Israel glücklich zu machen und Assads Sieg zu retten“.

https://www.haaretz.com/israel-news/.premium-in-syria-putin-and-netanyahu-were-on-the-same-side-all-along-1.6134931

 

Echt?

 

Die chaotische Welt widersprüchlicher Erklärungen und Äußerungen

 

Betrachten wir diese These aus einem rein logischen Gesichtspunkt. Erstens, was waren die ursprünglichen Ziele Israels? Wie ich schon früher erklärt habe, hatten die Israelis folgende Ziele:

  1. Einen starken, säkularen arabischen Staat mitsamt seiner politischen Struktur, den Streitkräften und Geheimdiensten zu zerstören.

  2. In Syrien totales Chaos und Schrecken zu erzeugen, um die Schaffung einer „Sicherheitszone“ durch Israel nicht nur auf dem Golan sondern auch weiter im Norden zu rechtfertigen.

  3. Im Libanon einen Bürgerkrieg anzuzetteln, indem man die irren Takfiris gegen die Hisbollah hetzt.

  4. Die Takfiris und die Hisbollah sollen sich gegenseitig zu Tode bluten, dann wird eine „Sicherheitszone“ geschaffen, aber dieses Mal im Libanon.

  5. Die Schaffung einer schiitischen Achse Iran-Irak-Syrien-Libanon zu verhindern.

  6. Syrien entlang ethnischer und religiöser Linien aufzubrechen.

  7. Ein Kurdistan zu schaffen, das man dann gegen die Türkei, Syrien, Irak und den Iran benutzen kann.

  8. Es Israel zu ermöglichen, im Nahen Osten die unumstrittene Macht zu werden und so Saudi Arabien, Katar, Oman, Kuweit und all die anderen dazu zu zwingen, sich bei jedem Gas- oder Erdölprojekt an Israel zu wenden.

  9. Den Iran schrittweise zu isolieren, zu bedrohen, zu sabotieren und schließlich mit einem breiten regionalen Streitkräfteverbund anzugreifen.

  10. Alle Zentren schiitischer Macht im Nahen Osten zu eliminieren.

 

Halten wir hier einmal inne und stellen uns eine sehr einfache Frage: Wen Putin und Netanjahu von Anfang an auf der selben Seite standen, was hätte Putin tun sollen, um den Israelis zu helfen? Ich schlage diese offensichtliche und unzweifelhafte Antwort vor: absolut gar nichts. Als die Russen ihre (sehr begrenzte, aber auch effektive) Intervention in Syrien begannen, da waren diese Pläne schon voll in ihrer Umsetzung begriffen!

 

Die unleugbare Wahrheit ist, dass Putin den ursprünglichen Plan Israels für Syrien vereitelt hat.

 

Tatsächlich haben die Hisbollah und der Iran bereits in Syrien interveniert und versuchten verzweifelt, in einer kollabierenden syrischen Front die „Löcher zu stopfen“. Wenn überhaupt, so muss man Putin das Verdienst zuschreiben, dass die Israelis ihren „Plan A“ aufgeben und zu „Plan B“ übergehen mussten, den ich hier beschreibe (http://www.unz.com/tsaker/the-warmakers/ ) und der sich so zusammenfassen lässt:

 

Schritt Eins: benutze deine Propagandamaschine und deine infiltrierten Agenten, um das Märchen über ein iranisches Nuklearprogramm aufzuwärmen. (…) Wenn Trump sagt, dass das JCPOA ein schrecklicher Deal ist, dann ist es so. Heh, wir leben in einer „Post-Skripal“ und „Post-Duma“-Ära – wenn einige anglische (oder jüdische) Führer sagen, es sei „höchstwahrscheinlich“, dann muss jeder sofort seine „Solidarität“ zeigen, oder er wird als „antisemitisch“ oder „Verschwörungstheoretiker“ angeklagt (ihr wisst wie das läuft). Also ist Schritt Eins eine Neuauflage aus dem Nichts der Zeitungsente vom iranischen militärischen Nuklearprogramm. Schritt Zwei ist die Verkündung, dass Israel „existentiell bedroht“ ist und (…) sollen doch die doofen Amerikaner gegen die Iraner kämpfen.

 

Wie ich schon ausführlich erläutert habe ( https://www.unz.com/tsaker/why-is-putin-allowing-israel-to-bomb-syria/ ), hat Russland überhaupt keine moralische Verpflichtung, irgend jemanden irgendwo zu schützen, nicht im Nahen Osten und schon gar nicht Syrien und/oder den Iran. Ich habe auch ausführlich erläutert, warum Putin eine Reihe pragmatischer interner Gründe hat, dass sich Russland nicht in einen großen Krieg im Nahen Osten einmischt. https://www.unz.com/tsaker/putin-and-israel-a-complex-and-multi-layered-relationship/

 

Und schließlich habe ich erläutert ( http://www.unz.com/tsaker/it-all-depends-on-your-values/ ), dass die Israelis eindeutig den Iran provozieren, indem sie iranische (oder genauer gesagt mit dem Iran verbündete oder von Iran unterstützte) Ziele in Syrien angreifen. Sie hoffen darauf, dass der iranische Geduldsfaden reißt und dass die Iraner mit genügend Feuerkraft zurückschlagen, um nicht nur Angriffe auf die (relativ wertlosen) iranisch-verbündeten Ziel in Syrien zu rechtfertigen, sondern auf dem Iran selbst. Das würde einen iranischen Gegenschlag auf Israel und damit den Großen Preis garantieren: einen massiven US-Angriff auf den Iran.

 

Schauen wir uns noch einmal die russischen Aktionen an. Wenn Putin „von Anfang an auf der Seite Natanjahus“ stand, dann hätte er den Israelis bei deren Aktionen geholfen, nämlich den Iran zu provozieren, stimmt's? Aber was hat Putin wirklich getan?

 

Alles begann mit einer Äußerung von Außenminister Lawrow, der erklärt hat, dass alle ausländischen Streitkräfte Syrien verlassen müssten. Soweit ich weiß gibt es kein direktes Zitat von Lawrows ursprünglicher Äußerung, nur interpretierende Umschreibungen. Lawrow hat später einige erläuternde Kommentare abgegeben, so wie diesen: „Natürlich muss der Abzug aller nicht-syrischen Streitkräfte auf einer gegenseitigen Basis erfolgen, das sollte keine Einbahnstraße sein. Das Resultat dieser Arbeit, die fortgesetzt werden sollte und fortgesetzt wird, sollte eine Situation sein, wo Repräsentanten der Syrisch Arabischen Armee an der Grenze zu Israel stehen.“ ( http://www.thetower.org/6303-russian-fm-lavrov-all-foreign-troops-including-irans-must-leave-syria/ )

 

Aber halten wir uns nicht mit dem Versuch auf, herauszufinden, was ein lockerer Kommentar war und was „offiziell“ war. Wir sollten vor allem das festhalten: Schon vor Lawrows Kommentar zu „allen ausländischen Streitkräften“ sagte dieser Lawrow auch, dass „alle US-Streitkräfte nach dem Sieg über die terroristischen Kräfte Syrien verlassen müssen.“ Darf ich auch jeden hier daran erinnern, dass Israel den syrischen Golan seit Jahren illegal besetzt hält und dass die IDF damit genau in die Definition einer „ausländischen Streitkraft in Syrien“ fällt? Es kommt noch besser, denn die Syrer, und offen gesagt der gesunde Menschenverstand und das internationale Recht sagen, dass alle ausländischen Streitkräfte Syrien verlassen müssen, außer jene, die sich auf Bitten der syrischen Regierung legal in Syrien aufhalten. Wenn also die Russen sagen, dass alle ausländischen Kräfte – einschließlich der iranischen (angenommen Lawrow hat das so gesagt) – Syrien verlassen müssen, dann haben sie keine legale oder sonstige Autorität um das umzusetzen, außer es gibt zu dieser Forderung eine UNSC-Resolution. Bedenkt man, dass sich die Israelis und die USA einen Dreck um das internationale Recht oder den UN-Sicherheitsrat scheren, so kommt eher der Tag, an dem eine Resolution verabschiedet wird, die sich nur gegen die Iraner richtet und die von den Israelis ignoriert wird. Die Sache hier ist die, dass es in Wahrheit ziemlich wenige iranische „Streitkräfte“ in Syrien gibt. Es gibt viel mehr „Berater“ (die man nicht als Streitkräfte betrachten kann) und viel mehr pro-iranische Streitkräfte, die nicht wirklich „iranisch“ sind. Und es gibt die Hisbollah, aber die Hisbollah wird nicht verschwinden, und sie sind übrigens Libanesen und keine Iraner. Zweifellos würden die Israelis behaupten, dass Hisbollah eine „iranische Streitkraft“ ist, aber das ist blanker Unsinn. Und um die Verwirrung zu vergrößern, machen die Russen jetzt einen auf nett und sagen: „Natürlich muss der Abzug aller nicht-syrischen Streitkräfte auf einer gegenseitigen Basis erfolgen, das sollte keine Einbahnstraße sein.“ Ich schlage vor, dass wir mit der Aufzählung all dieser möglichen Umschreibungen und Interpretationen aufhören und zustimmen, dass die Russen mit ihren Äußerungen ein schönes (oder schlimmes) Durcheinander angerichtet haben. Eigentlich möchte ich behaupten, dass dieses anscheinend schöne (oder schlimme) Durcheinander eine sehr bewusste und schlaue Zweideutigkeit ist.

 

Nach Angaben zahlreicher russischer Quellen geht es bei der ganzen Rhetorik um den Süden Syriens und die Kontaktlinie zwischen Syrien und Israel (aus legaler Sicht ist es keine Grenze). Der Deal sieht anscheinend so aus: Die pro-iranischen Kräfte und die Hisbollah ziehen sich aus dem Süden zurück und im Austausch lassen die Israelis die Syrer, unterstützt von russischer Luftwaffe und „Beratern“ wieder die Kontrolle über den Süden Syriens erlangen, aber ohne irgendwelche Versuche, die Israelis aus dem Golan zu vertreiben, den sie illegal besetzt halten. Unnötig zu erwähnen, dass die Syrer auch darauf bestehen, dass als Teil des Handels die US-Streitkräfte das südliche Syrien verlassen müssen. Aber offen gesagt sehe ich keinen Sinn darin, dass die USA dort bleiben, außer sie planen, auf syrischem Gebiet winzige (und nutzlose) Enklaven einzurichten. Nicht nur das, auch Jordanien ist anscheinend Teil des Handels. Und hier kommt das Beste: es gibt ziemlich gute Beweise, dass die Hisbollah und der Iran auch Teil des Deals sind. Und ratet mal? Auch die Türken.

 

Es sieht sehr danach aus, als hätten die Russen hier einen großen regionalen Deal zusammengezimmert. Wenn das wirklich der Fall wäre, dann würde das auch die intensiven Dementis aus Israel und dem Iran erklären, auf die noch mehr Bestätigungen folgten. Und um die Dinge noch mehr zu verwirren, haben wir jetzt Stoltenberg (ausgerechnet der!), der sagt, dass die NATO Israel im Falle eines iranischen Angriffs nicht beistehen würde, was völliger Blödsinn ist wenn man bedenkt, dass der NATO Generalsekretär keine Macht besitzt, dass die NATO zu 80% aus den USA besteht und dass die USA jetzt als „Stolperdraht“ eine ständige Militärpräsenz in Israel haben und somit behaupten könnten, dass sie angegriffen werden. Aber es ist witzig, weil es „das Chaos vergrößert“.

 

Und dann gibt es offensichtlich den syrischen Plan, die USA aus dem Norden Syriens zu vertreiben, was Uncle Sam natürlich gar nicht gefällt. Und daher reden die beiden Seiten wieder miteinander.

 

Wenn euch das als Beweis für die These erscheint, dass „Putin und Netanjahu schon immer auf der selben Seite standen“, dann frage ich mich, wie man euch vom Gegenteil überzeugen kann, denn für mich sieht das nach einem von drei Dingen aus:

 

  1. Es wurde irgendein großer regionaler Deal gemacht oder

  2. Irgendein großer regionaler Deal ist in Vorbereitung oder

  3. Irgendein großer regionaler Deal wurde gemacht, aber keiner traut dem anderen und jeder will für sich den Deal verbessern

 

und natürlich – jeder will sein Gesicht wahren, indem er alles leugnet oder den Sieg erklärt, vor allem die AngloZionisten.

 

Also stellen wir die Hauptfrage: Gibt es irgendeinen Beweis dafür, dass Putin und/oder Assad „den Iran fallen lassen“?

 

Verlassen wir den Bereich der Erklärungen und Äußerungen und kehren in die Welt zurück

 

Beginnen wir mit einer einfachen Frage: Was will der Iran mehr als alles andere?

 

Ich behaupte, dass die vorrangigste Priorität des Iran ist, einen massiven US-Angriff auf den Iran zu vermeiden.

 

Umgekehrt ist die Auslösung eines solchen Angriffs auf den Iran das Hauptziel der Israelis. Sie geben das ziemlich offen zu. Ihre jüngste Idee ist die Schaffung einer „militärischen Koalition gegen den Iran“, während man der NATO gefallen will, indem man an den anti-russischen Manövern in Europa teilnimmt.

 

Nicht weil ein nicht existentes iranisches Nuklearprogramm Israel bedroht, sondern weil der Iran für das AngloZionistische Imperium und für die saudisch-wahabische Version des Islam ein überaus erfolgreiches und daher gefährlich konkurrierendes Modell liefert. Darüber hinaus wagt es der Iran, im Gegensatz zu Russland (leider Gottes!), das Verbrechen aller Verbrechen zu begehen und Israel öffentlich als einen völkermordenden, rassistischen Staat zu verurteilen, dessen Politik ein Affront für die gesamte zivilisierte Menschheit ist. Und schließlich ist der Iran (schon wieder leider im Gegensatz zu Russland!) ein wirklich souveräner Staat, der sich erfolgreich der Fünften Kolonne entledigt hat und der sich nicht im eisernen Würgegriff von IWF/WB/WTO/etc. befindet. (Ich habe letzte Woche darüber geschrieben, also wiederhole ich es hier nicht: http://www.unz.com/tsaker/it-all-depends-on-your-values/ )

 

Ich behaupte ebenso, dass der Iran eine hohe Priorität auf die Unterstützung aller unterdrückten Völker im Nahen Osten legt. Sich gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit zu wehren, das ist eine Forderung im Koran und ich glaube, dass sich das in der iranischen Interpretation auch auf die nicht-schiitischen Moslems und sogar Christen und Juden ausdehnt. Aber da ich weiß, dass das alle möglichen wütenden Anschuldigungen auslöst, dass ich naiv sei (oder gar ein schiitischer Propagandist), will ich zugestehen, dass die Hilfe für unterdrückte Schiiten in der Region den iranischen Führern wohl wichtiger ist als die Hilfe für alle anderen Unterdrückten. Aus säkularer Sicht bedeutet das, dass der Iran versuchen wird, die Schiiten im Irak, in Syrien und Libanon zu schützen und ihnen zu helfen, und ich sehe darin überhaupt nichts Falsches. Ja, wenn man bedenkt, welches Erbarmen die Hisbollah im Jahr 2000 mit der SLA (die südlibanesische Armee, eine Miliz) gezeigt hat, und der Tatsache, dass die syrischen Sicherheitskräfte momentan in jenen Teilen Syriens mit äußerster Zurückhaltung vorgehen, die den russischen Deal akzeptiert haben (darüber sind sogar einige russische Analysten besorgt), so denke ich, dass die iranisch unterstützten Kräfte, die Syrien von Daesh befreien, das Beste sind, worauf man hoffen konnte.

 

Darüber hinaus ist es wahr, dass das Ba'athistische Regime in Syrien – bei all seinen anderen Fehlern – gegenüber Minderheiten tolerant war und dass die Hisbollah immer absolut alle libanesischen Menschen geschützt hat, unabhängig von deren Religion oder Ethnie. (Andere mögen anderer Meinung sein als ich, aber nachdem ich mehrere Jahrzehnte die Hisbollah und den Iran studiert habe, komme ich zu der Schlussfolgerung, dass sie – im Gegensatz zu den meisten anderen politischen Akteuren – bei ihren Absichtsbekundungen tatsächlich die Wahrheit sagen.

 

Also wer ist die größte Bedrohung für die Schiiten und, so möchte ich behaupten, für alle Menschen im Nahen Osten? Natürlich die Takfiris von Daesh.

 

Und was haben alle Varianten eines möglichen „großen regionalen Deals“ gemeinsam? Die Eliminierung von Daesh & Co. aus Syrien.

 

Und wie soll das gegen die iranischen Interessen sein?

 

Ist es natürlich nicht.

 

Die Wahrheit ist, dass ich nicht den geringsten Beweis dafür sehe, dass „Putin und Netanjahu schon immer zusammengearbeitet haben“. Was ich sehe ist, dass zwischen zahlreichen Parteien irgendein Deal ausgehandelt wird, bei dem vermutlich einer den anderen zu beschießen versucht. Realpolitik vom Feinsten und Zynischsten – ja. Aber kaum ein Verrat Russlands am Iran.

 

Was jeder zu tun versucht ist das, was der Schmied Vakula in Gogols Weihnachtsgeschichte „Die Nacht vor Weihnachten“ tat: den Teufel auszutricksen. In Russland ist der Teufel als „лукавый“ bekannt, was nicht nur das „Böse“ bezeichnet, sondern was auch schlau, gerissen, täuschend und raffiniert clever meint. Der Versuch, den Teufel hereinzulegen, ist eine gefährliche und schwierige Aufgabe, und ich finde es auch moralisch sehr fragwürdig. Aber im Einklang mit unserem modernen, wertneutralen und „realistische“ Zeitgeist können wir auch „Putins Verrat am Iran“ aus rein zynischen und pragmatischen Gründen entlarven, ohne überhaupt höhere Werte anzusprechen.

 

Für jene, die es noch nicht gesehen haben,empfehle ich sehr dieses Video (mit Englischen Untertiteln) von Ruslan Ostashko, der darüber spricht, was Israel Russland und Putin anbieten kann und was nicht:

 

 

Ostashko hat absolut recht. Die Wahrheit ist, dass Israel – im Gegensatz zum Iran – Putin oder Russland wenig anzubieten hat. Das soll nicht heißen, dass Israel keinen Einfluss auf den Kreml hat, den hat es mit ziemlicher Sicherheit. Aber dieser Einfluss ist nur die Peitsche, nicht das Zuckerbrot (was einer der gedanklichen Fehler in der Position jener ist, die die Existenz einer zionistischen Fünften Kolonne in Russland leugnen – sie leugnen die Existenz der „Peitsche“, während sie gleichzeitig kein „Zuckerbrot“ liefern können, und damit lassen sie die russische Politik zugleich widersprüchlich und unerklärlich erscheinen: daher all die geistigen Verrenkungen um das zu erklären.)

 

Aber Israels „Peitsche“ ist, während sie ohne Zweifel groß ist, im Vergleich zum iranischen Zuckerbrot winzig: Nicht nur die enormen Ressourcen und die Milliarden an Dollar/Rubel/Rial/Euro, die man im Energiesektor, mit Waffen und auch in vielen Sektoren der Wirtschaft machen kann. Da ist auch die Tatsache, dass der Iran wirklich die Regionalmacht Nummer Eins im Nahen Osten ist: Vielleicht nicht groß genug, um anderen seinen Willen aufzuzwingen, aber mit Sicherheit groß genug, jeden großen Plan oder eine Politik zu zerstören, der ihnen nicht gefällt. Noch dazu wo jetzt die internationalen Sanktionen gegen den Iran offiziell aufgehoben wurden (trotz der Ablehnung der Unterschrift durch die USA), kann der Iran der Shanghai Cooperation Organization beitreten und ein wichtiges Mitglied werden (möglicherweise zusammen mit anderen Ländern des Nahen Ostens). All das macht das iranische „Zuckerbrot“ für Russland sehr attraktiv. Und es gibt auch eine gedankliche iranische „Peitsche“: Sollte Israel sich durchsetzen und der Iran würde vom AngloZionistischen Imperium massiv und bösartig angegriffen werden – was wären die Auswirkungen für Russland und seine Alliierten? Ich glaube zwar keinen Moment an diese Möglichkeit, aber angenommen, das Imperium würde in Teheran ein Pro-AngloZionistisches Regime an die Macht bringen und die Islamische Republik stürzen – was würde das für die nationale Sicherheit Russlands bedeuten? Das wäre ein absoluter Albtraum, nicht wahr?

 

Seht euch die Beziehung zwischen Russland und der Türkei vor dem versuchten Staatsstreich gegen Erdogan an. Diese Beziehung war sicherlich viel schlimmer als die Beziehung, die gegenwärtig zwischen der Islamischen Republik und Russland herrscht, richtig? Und dennoch, als die USA versucht haben, Erdogan zu stürzen, was hat Russland getan? Russland hat Erdogan voll unterstützt und hat ihm – so gehen einige Gerüchte – während einiger heikler Stunden sogar physischen Schutz gewährt. Wenn sich Russland gegen das Imperium auf die Seite Erdogans schlägt, warum sollte sich Russland dann nicht auf die Seite der Islamischen Republik stellen, selbst wenn wir nur die Eigeninteressen Russlands in Betracht ziehen?

 

Eine ausgezeichnete iranische Analyse über die russisch-iranische Allianz liefert dieser Artikel von Aram Mirzaei: „Wird die russisch-iranisch-syrische Allianz halten, wenn sich der syrische Krieg dem Ende zuneigt?“

https://thesaker.is/will-the-russian-iranian-syrian-alliance-hold-as-the-syrian-war-draws-close-to-an-end/

 

Fazit:

 

Die einfache Wahrheit ist, dass – unabhängig von Erklärungen und politischen Äußerungen – China, Russland, Iran, Syrien und Hisbollah aufeinander angewiesen sind und sie es sich nicht leisten können, jemanden zu betrügen, außer sie wollen, dass das Imperium einen nach dem anderen zerlegt. Um Franklins Worte zu zitieren: Sie müssen alle zusammenhängen (d.h. zusammenstehen), oder sie werden letzten Endes „einzeln hängen“. Das heißt nicht, dass sie sich alle lieben müssen oder ständig dieselben Ziele haben müssen. Bis zu einem gewissen Grad spielen sie vielleicht auch gegeneinander und versuchen sogar, „am Rande“ einen günstigen Deal mit den AngloZionisten zu erreichen (denkt daran, Assad ließ für die CIA foltern!). Aber die harten Tatsachen und das Zusammenspiel der Kräfte im Nahen Osten begrenzen das Ausmaß solcher „Mini-Betrügereien“, zumindest auf absehbare Zukunft.

 

Richtig, man muss auch den saudischen Faktor ins Kalkül ziehen. Im Gegensatz zu den Israelis bieten die Saudis jede Menge „Zuckerbrot“. Aber die Saudis sind viel zu arrogant, sie legen sich bereits mit russischen Interessen nicht nur in Syrien, sondern auch in Katar an, und ihre Art des Islam ist für Russland wahrlich eine tödliche Gefahr. Momentan halten sich die Atlantischen Integrationisten und die Eurasischen Unabhängigen im Kreml die Waage. Erstere versuchen, die EU von den USA loszulösen und damit viel Geld zu machen. Und Letztere haben die Aufgabe, die nationalen Sicherheitsaufgaben zu betreuen, vor allem in Richtung Süden, aber dieses Gleichgewicht ist innerlich instabil und würde durch einen größeren Angriff der AngloZionisten bedroht werden. Also ja, es gibt in Russland eine Zionistische Lobby und ja, sie gebärden sich als Fünfte Kolonne. Aber die ist nicht, ich betone nicht stark genug, die finanziellen Interessen der russischen Geschäftselite außer acht zu lassen, und noch viel weniger die fundamentalen russischen Sicherheitsinteressen. Das ist einer der größten Unterschiede zwischen den USA und Russland: Russland, das zwar nur teilweise souverän ist, ist weit davon entfernt, ein israelisches Protektorat oder Kolonie zu sein. Und so lange Russland seine teilweise Souveränität behält, wird es den Iran nicht „fallen lassen“, egal wie sehr Israel auch jammert und droht.

 

Meine persönliche Einschätzung ist, dass Putin ein sehr kompliziertes und gefährliches Spiel spielt. Er versucht nicht einen, sondern viele „Teufel“ auszutricksen, und das gleichzeitig. Darüber hinaus sind die USA „nicht fähig zu Abkommen“, und das bereits seit Obama. Und Trump und seine Neokon-Meister haben das nur verschlimmert. Was die Israelis anbelangt, sie lassen selbst Satan höchstpersönlich ehrlich aussehen und sind ideologisch nicht in der Lage, ehrlich (oder auch nur anständig) zu sein. Offen gesagt traue ich Erdogan kein bisschen und ich denke nicht, dass ihm die Russen jemals wieder vertrauen. Nennt mich naiv, aber ich denke, dass sich Assad durch diesen Krieg verändert hat, und auch wenn er in der Vergangenheit tatsächlich mit der CIA zusammengearbeitet hat, so glaube ich, dass er in Zukunft für Russland ein ziemlich guter Alliierter sein wird. Was Ayatollah Ali Khamenei und Hassan Nasrallah anbelangt, so sehe ich die beiden als Männer mit Ehre, die sich an eine jede Allianz halten, der sie formell beitreten (informelle Absprachen und zeitweilige gegenseitige Interessen sind eine andere Sache). Ich halte sie auch für brillante und kluge Geostrategen: sie verstehen voll und ganz, dass der Iran und die Hisbollah Russland „brauchen“, um zu überleben. Somit ist Putins Politik, die zwar gefährlich ist, überhaupt nicht zum Scheitern verurteilt: er versucht Syrien vor den AngloZionisten zu retten und gleichzeitig einen regionalen Krieg zu vermeiden. Die Zeit spielt für ihn, denn Trumps wirre (und das ist vorsichtig ausgedrückt) Politik (eigentlich der Mangel an Politik) fügen dem Imperium tagtäglich einen enormen Schaden zu (dazu die ausgezeichnete Analyse von Dmitri Orlov: https://russia-insider.com/en/politics/russias-maddening-patience-why-doesnt-she-strike-back-when-attacked/ri23653

 

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob Putins gefährliche Strategie aufgehen wird oder nicht. Und ich glaube nicht, dass es sonst jemand weiß (außer den ignoranten Cheerleadern natürlich). Aber selbst wenn mir der Anblick von Bibi Netanjahu mit den Sankt Georgs-Band in Moskau Übelkeit bereitet hat, so ist das absolut kein Anzeichen dafür, dass Netanjahu und Putin zusammenarbeiten oder dass Russland „den Iran fallen lässt“. Wie immer fühlen sich die Israelis allmächtig und stellen ihre Arroganz offen zur Schau. Sollen sie doch. Denkt einfach an das unvermeidliche Ergebnis dieser zionistischen Überheblichkeit in der Vergangenheit und wartet auf das unvermeidliche „oy vey!“.

 

Und schließlich ist da noch die wichtigste einzelne Tatsache: das AngloZionistische Imperium und Russland befinden sich bereits im Krieg, und das seit mindestens vier Jahren oder länger. Dieser Krieg ist zwar noch zu 80% ein Informationskrieg, zu 15% ein Wirtschaftskrieg und zu 5% kinetisch, aber es ist dennoch ein realer Krieg, und er eskaliert. Solange Russland auch nur teilweise souverän bleibt und solange es ein alternatives Zivilisationsmodell anbietet, wenn auch kein perfektes, solange bleibt es für das Imperium eine Bedrohung und solange wird das Imperium für das gesamte russische Zivilisationsgebiet eine Bedrohung bleiben. Während es für Israel von größter Wichtigkeit ist, so ist die ganze Iran-Frage für die transnationalen Führer des Imperiums nur ein Nebenschauplatz. Sie sehen Russland und China als die wahren Konkurrenten, vor allem wenn die durch eine symbiotische Beziehung verbunden sind so wie heute. Daher die Krisen in der Ukraine und auf der koreanischen Halbinsel, daher die ständigen Warnungen über einen möglichen Nuklearkrieg (seht euch Eric Zuesses jüngsten Artikel an, oder die zahlreichen Artikel von Paul Craig Roberts auf dessen Webseite. Oder Dan Glazebrooks exzellente Analyse über den Versuch von Trump, den „Rambouillet-Skandal“ in Korea zu wiederholen). Selbst wenn Putin damit Erfolg hätte, die EU näher an Russland heranzubringen und weg von den (eindeutig irren) USA, und selbst wenn er damit Erfolg hätte, einen direkten Angriff der AngloZionisten auf den Iran zu verhindern, so würde das die AngloZionistischen Führer des Imperiums nur noch mehr davon überzeugen, dass Putin und Russland das absolut Böse sind, das man eliminieren muss. Jene, die darauf hoffen, dass es zwischen dem Imperium und Russland irgendeine Art von Modus Vivendi gibt, die machen sich etwas vor. Denn die ureigenste Natur des Imperium macht das unmöglich. Nebenbei – und Orlov weist richtigerweise darauf hin – bricht die Hegemonie des Imperiums rasch zusammen. Die Propagandamaschine des Imperiums streitet das zwar ab und verschleiert es, und die die es glauben, sehen es nicht – aber die Führer des Imperiums verstehen das alle, daher die Eskalationen an allen Fronten, seit die Neokons im Weißen Haus wieder die Macht übernommen haben. Wenn die Neokons auf ihrem bisherigen Weg weitermachen, und ich sehe kein Anzeichen dafür, dass sie es überdenken, dann stellt sich nur noch die Frage, wann und wo es zuerst zu einem offenen Krieg kommen wird. Da seid ihr genauso schlau wie ich.

 

The Saker


https://steemit.com/propaganda/@caitlinjohnstone/how-humanity-could-become-impossible-to-propagandize

 

Wie es unmöglich werden würde, die Menschheit zu propagandisieren

 

von Caitlin Johnstone, 05.06.2018

 

 

Ich habe viel dazu geschrieben, dass die Fähigkeit zur Kontrolle des öffentlichen Narrativs die einzige echte Macht auf der Welt ist, und wie das Bedürfnis der herrschenden Eliten zur Ausübung dieser Macht alles erklärt. Von der geheuchelten Panik über „russische Propaganda“ und der bizarren Redaktionspolitik von Wikipedia bis zu der Frage, warum Joy Reid immer noch ihren Job hat.

 

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/die-freundliche-maske/

 

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/wikipedia-ist-psyop/

 

https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/caitlin-johnstone-04-06-2018/

 

Meiner Meinung nach ist es unmöglich, die Auswirkungen zu überschätzen, die dieses Narrativ und die unzähligen Vorhaben zu dessen Kontrolle auf das menschliche Leben haben. Ja, wenn eine kritische Masse an Personen ein ausreichend tiefes Verständnis von der Natur dieses geistigen Narrativs besitzen würden, dann könnten alle Herausforderungen an unsere Spezies leicht gelöst werden.

 

Eine Suche nach dem Wort „Narrativ“ ergibt auf der Webseite von WikiLeaks zehntausende Treffer. Das liegt daran, dass den Manipulatoren, die für jene Institutionen arbeiten, aus denen Dokumente an diese Organisation geleakt wurden, sehr wohl bewusst ist, dass die tatsächlichen Rohinformationen über eine Regierung, über eine politische Kampagne, ein Ereignis usw. weit weniger Einfluss auf das Denken der Öffentlichkeit haben als die glitzernden, vereinfachten, getwitterten Geschichten (Narrative), die über diese Dinge in großem Umfang in Umlauf gebracht werden.

 

Fragt man zum Beispiel einen amerikanischen Polit-Experten zu den Verhandlungen des Präsidenten mit Nordkorea, dann bekommt man wahrscheinlich zu hören, dass der Präsident entweder ein brillanter Stratege ist, der nahezu eigenhändig Frieden auf die koreanische Halbinsel bringt, oder dass er ein inkompetenter Knallkopf ist, der sich von Pyongyang „ausspielen“ lässt. Je nachdem, auf welcher Seite der Parteilinie sich der Experte befindet. Beide Seiten haben Zugang zu den gleichen Informationen, aber sie verbreiten darüber total unterschiedliche Narrative, denn jede Seite hat ihre Agenda, von der sie wissen, dass sie sich durchsetzt, wenn ihr Narrativ dominant wird. In Wahrheit hat keines der Narrative viel damit zu tun, was tatsächlich bei den koreanischen Verhandlungen passiert. Aber das ist eine andere Geschichte.

 

 

Das Narrativ beherrscht unsere heutige Welt, von den einfachsten Vorstellungen über uns selbst bis zum Verhalten von Ländern und Regierungen. Jetzt gerade ist deine direkte Erfahrung mit dem Leben wenig mehr als das Ein- und Ausatmen, deine Augenbewegungen von links nach rechts über diesen Text und vielleicht das Gefühl deines Hinterns auf einem Stuhl oder einem Sofa. Ohne ein weiteres Narrativ sind das im Moment deine einzigen Erlebnisse. Nimm ein weiteres geistiges Narrativ dazu, und plötzlich bist du eine bestimmte Person mit einem bestimmten Namen und einer bestimmten Story, die sich womöglich Gedanken macht über die Zukunft oder etwas in der Vergangenheit bereut, mit allen möglichen Wünschen, Zielen, Ängsten und Abneigungen. Soweit es deine aktuelle Erfahrung betrifft, ist all dieses Zeug rein mentales Geräusch. Nichts als ein Narrativ.

 

Dasselbe gilt für Dinge wie Macht, Geld und Regierung. Es gibt nichts, was in den Elektronen des Universums eingepflanzt ist, das besagt, dass die Welt hauptsächlich von ein paar Milliardären und ihren Lakaien regiert werden muss. Nur die erfundenen Regeln darüber, wie Macht, Geld und Regierung funktionieren, verursachen, dass das so ist. Und genauso, dass wir alle kollektiv übereinstimmen und so tun als müsse das so sein. Das sind alles geistige Konstrukte, die sich Menschen ausgedacht haben, und daher können wir das jederzeit ändern wenn wir nur wollen. Das ist der Grund, warum sich die Plutokraten so sehr bemühen um sicherzustellen, dass wir das nicht wollen.

 

Das Narrativ bestimmt unsere Gesellschaft allumfassend. Das bedeutet, dass jemand nur das Narrativ kontrollieren muss, um die Gesellschaft zu kontrollieren. Wenn Menschen krank, hungrig oder arm sind, dann muss man ihnen keine Medizin, Nahrung oder Geld geben; man gibt ihnen stattdessen einfach ein Narrativ. Wenn man sie von der Vorstellung überzeugt, dass die Versuche zur Korrektur dieser Probleme mittels wirtschaftlicher Gerechtigkeit von allen hart arbeitenden Amerikanern abgelehnt und vermieden werden sollten, dann kann man sie auch dazu bringen, die Plutokratie zu verteidigen und ihre eigene Armut zu befürworten – ohne ihnen etwas zu geben. In einer Gesellschaft, in der Macht relativ ist und wo Geld gleich Macht ist, sind die Reichen notwendigerweise motiviert, alle anderen arm zu halten, um die Macht zu behalten. Daher ist der Einsatz narrativer Kontrolle zur Befriedung der Massen eine übliche und nützliche Taktik.

 

Ich betrachte die Menschheit und sehe eine Spezies, die sich in einer heiklen Übergangsphase befindet. Ähnlich den Vorfahren der Vögel, bevor sie diese ganze Sache mit dem Fliegen richtig hinbekommen haben. Wir haben diese riesigen Gehirne entwickelt, die uns das Vermögen zu abstraktem Denken beschert haben. Die uns ermöglicht haben, andere konkurrierende Organismen zu überleben und zu verdrängen. Aber wir sind noch nicht zu einer reifen Beziehung mit dieser neu erfundenen Fähigkeit gekommen. Das menschliche Gehirn kann jemanden so verrückt machen, dass er es sich mit einer Schusswaffe selbst aus dem Schädel pusten kann, mit einer Waffe, die wir unter Verwendung eben jener Fähigkeit zu abstraktem Denken erfunden haben.

 

Die Menschen haben – einfach gesagt – eine ungesunde Beziehung zum Narrativ. Wer je einen Moment geistiger Stille erfahren hat, der weiß, wie friedlich und angenehm diese Erfahrung ist. Das ist natürlich und harmonisch. Erst wenn man das geglaubte mentale Geplapper hinzufügt, dann leiden wir, hassen wir, bekämpfen uns gegenseitig und können durch die Narrative manipuliert werden, die von den plutokratischen Medien in unsere mentalen Prozesse eingeimpft werden.

 

Im menschlichen Organismus ist nichts angelegt, was das Leiden natürlich oder notwendig machen würde; es sind nur die geplapperten, geglaubten Narrative in unseren Köpfen, die Leiden erzeugen. Das Gleiche gilt für unsere Anfälligkeit für die Manipulation der Massenmedien.

 

Wir werden in ein paar Jahrzehnten als Spezies nicht mehr existieren, wenn wir keinen Weg finden, uns aus der Manipulation in den Krieg und die Umweltzerstörung zu lösen, die von plutokratischen Soziopathen betrieben wird, die über uns herrschen, indem sie den Einfluss der Geldes und die Propaganda der Massenmedien benutzen. Wenn auf der anderen Seite der massiven Veränderungen, auf die wir unvermeidlich auf die eine oder andere Weise zustreben, eine Menschheit existiert, dann wird es eine Menschheit sein, die sich auf eine gesunde Beziehung zum mentalen Narrativ zubewegt hat. Das aufgewühlte, jammernde und mentale Geräusch um das Ich und die Welt, um das was vor sich geht und wie jeder sein sollte, das wird seinen dominierenden Platz in der menschlichen Gesellschaft verloren haben. Wir werden einen Weg gefunden haben, uns so auf das Leben zu beziehen wie es ist, und nicht mehr durch die Filter des Narrativs.

 

Was ist Erkenntnis (Adyashanti)“ Video auf Englisch 2:49

 

Gedanken über den gegenwärtigen Wandel im menschlichen Bewusstsein, Jac O'Keeffe“

 

Adyashanti: Der bevorstehende Wendepunkt der Menschheit“

 

Dazu sind wir absolut in der Lage. Seit Tausenden von Jahren haben Mystiker und Philosophen auf der ganzen Welt auf eine andere Art des Funktionierens hingewiesen, in die ein Mensch schlüpfen kann, eine, die nicht in eine eingebildete „Ich“-Erzählung (auch das Ego genannt) eingewickelt ist oder von zwanghaften Geistesangewohnheiten dominiert wird. Diese andere Art des Funktionierens wurde unabhängig in isolierten und ohne Beziehung zueinander stehenden geistigen und philosophischen Traditionen entwickelt, denn es handelt sich um ein Potential, zu dem die ganze Menschheit Zugang hat.

 

Dieser Wandel ist allgemein als spirituelle Erleuchtung bekannt. Und Menschen, die das seit vielen Jahren lehren, sagen, dass es immer bekannter wird. Lehrer wie Eckhart Tolle, Adyashanti und Jac O'Keeffe sagen alle, etwas habe sich in ihrem Studienumfeld verändert und es falle Individuen jetzt leichter, aus dem gewohnten egoistischen Bewusstsein aufzuwachen. Spontane Verschiebungen werden so alltäglich, dass Lehrer wie Tony Parsons jetzt ihren gesamten Lehrstoff auf die Möglichkeit ausrichten, wie man aus seinem alten Bezugsrahmen ausbrechen kann, ohne überhaupt an spirituellen Praktiken teilzunehmen.

 

Und warum geschieht das? Warum haben wir anscheinend einen eingebauten Ausschalter für eben jene Probleme, die uns als Spezies plagen, und warum scheint es für Menschen immer leichter zu werden, diesen auszuschalten? Es ist natürlich möglich, dass spirituelle Erleuchtung nur eine zufällige Marotte der menschlichen Neurologie ist, und es ist möglich, dass langjährige Trainer für Erleuchtung lügen oder sich irren, dass der Weg für Menschen in den letzten Jahren einfacher geworden ist und dass wir tatsächlich nur eine weitere Spezies sind, die den Weg der Dinosaurier ohne Ausweg nimmt. Aber ich halte es wirklich für faszinierend, dass unserer Versklavung durch das geistige Narrativ jene Sache ist, mit der man uns in eine Zustimmung für Krieg, Oligarchie und Umweltzerstörung manipuliert. Und jetzt da es eng wird, scheinen die Menschen auf einen Wandel zuzusteuern, der uns aus dieser Versklavung befreien würde.

 

Eine Menschheit, die spontan aus diesem alten geistigen Narrativ ausbrechen würde, wäre mit Propaganda nicht mehr effektiv zu manipulieren. Verdammt, wenn die Oligarchen auch daraus ausbrechen würden, dann würden sie es wahrscheinlich nicht einmal mehr versuchen und wären plötzlich mit dem zufrieden was sie haben, wenn endlich das Leben zu Wort kommt. Wie auch immer, ich denke, das ist eine Möglichkeit, die es wert ist, darüber nachzudenken. Und sogar zu erkunden, wenn ihr interessiert seid.


 

https://steemit.com/msm/@caitlinjohnstone/whoever-controls-the-narrative-controls-the-world

 

Wer das Narrativ kontrolliert, der kontrolliert die Welt

 

von Caitlin Johnstone, 04.06.2018 (zahlreiche Links im Original!)

 

 

 

Die MSNBC-Moderatorin Joy Reid hat ihren Job immer noch. Obwohl sie krass über „zeitreisende Hacker“ gelogen hat, die für ihre scheinheiligen Posts vor einem Jahrzehnt auf ihrem damals nahezu unbekannten Blog verantwortlich sein sollen. Obwohl sie angeblich mit falschen Angaben eine FBI-Untersuchung ausgelöst hat. Obwohl ihre Kollegen bei MSNBC komplett die Schnauze voll haben, wie der Sender die Kontroverse um sie handhabt – ihre Karriere bewegt sich vorwärts wie ein von Kugeln durchsiebter Zombie.

 

Ganz ehrlich, es ist mir im Grunde egal, ob Joy Reid diese Dinge getan hat. Ich schreibe über Krieg, atomare Eskalationen und die psychopathischen Störungen der US-Regierungsbehörden, die Millionen von Menschen umbringen. Es ist mit egal, ob Joy Reid schwulenfeindlich ist oder war; und es ist mir egal, ob sie zur Vertuschung gelogen hat. Die Kriegsagenda, die MSNBC täglich verbreitet, ist unendlich viel schlimmer als diese Sachen. Und wenn euch das nicht bewusst ist, dann deshalb, weil die militärische Propaganda euch dazu gebracht hat, euch von dem ehrlichen Verständnis darüber, was Krieg ist, abzuschotten.

 

Was mich jedoch interessiert ist die Tatsache, dass die Bosse von Reid ihre Karriere so vehement schützen. Sowohl dadurch, dass sie sich weigern sie zu feuern, und indem sie die Konversation auf ihre kontroversen Blogs lenken anstatt auf die Tatsache, dass sie eine spektakuläre Lüge erzählt hat, um das zu vertuschen. So wird Reid unterstützt. Obwohl diese Geschichte ständig wieder auftaucht und neue Schlagzeilen mit neuen peinlichen Details liefert und obwohl es ihr an erkennbarem Talent oder einem lohnenden persönlichen Charakter fehlt. Das sagt uns etwas Wichtiges darüber, was in dieser Welt vor sich geht.

 

"Joy Reid hat es mit einer neuen Kontroverse zu tun. MSNBC unterstützt sie schon wieder."

 

Es ist nicht schwer, jemanden zu finden, der für viel Geld etwas von einem Teleprompter abliest. Was wirklich schwer ist, das ist jemanden zu finden, der bereit ist zu täuschen und zu manipulieren, um täglich die Pläne der wenigen Privilegierten voranzutreiben. Wer sonst ist schon dazu bereit, den ganzen Tag auf Twitter zu verbringen und jeden zu verunglimpfen, der links von Hillary Clinton steht, und gleichzeitig zu behaupten, man stehe auf der politisch linken Seite? Wer sonst würde die blanke Lüge verbreiten, dass „17 Geheimdienste“ Russland für die Einmischung in die US-Wahl für schuldig erklärt hätten, Monate nachdem diese Behauptung in aller Öffentlichkeit und weit und breit widerlegt worden war? Wer sonst würde öffentlich behaupten, dass Edward Snowdens NSA-Leaks niemandem außer Russland gedient hätten? Auf wen sonst könnten sich Oligarchen wie der Comcast-CEO Brian L. Roberts verlassen, dessen Unternehmen MSNBC kontrolliert, um seine Pläne konsequent weiterzuentwickeln?

 

Es ist zwar leicht, jemanden zu finden auf den man sich verlassen kann, dass er zu einer bestimmten Zeit eine bestimmte Lüge absondert. Aber es ist schwierig jemanden zu finden, bei dem man sich absolut sicher sein kann, dass er Tag für Tag für einen lügt, Jahr für Jahr, durch Wahlperioden und Regierungswechsel und neue Kriegspläne und sich ändernde politische Klimaverhältnisse. Viele Leute, die Ansichten verbreitet haben, die bei MSNBC gegen die politische Rechtgläubigkeit verstoßen haben, etwa Phil Donahue, Ed Schultz und Dylan Ratigan, sind aus dem Äther verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Dagegen sind Reporter, die ständig ihren Kopf einziehen und die Linie des Demokratischen Establishments vertreten, reich belohnt und zum Bleiben ermutigt worden, etwa Chris Hayes, Rachel Maddow und Joy Reid.

 

Die Entmachteten wollen einen Wandel. Jene an der Macht wollen Vorhersehbarkeit und Beständigkeit. Je mehr einer den Mächtigen Vorhersehbarkeit und Beständigkeit garantieren kann, desto mehr werden einen die Mächtigen belohnen.

 

Jene sind von speziellem Interesse, die die Nachrichten bringen und das öffentliche Narrativ formen. Für die US-Oligarchen, die vor langer Zeit die alten Medien aufgekauft haben und alles in ihrer Macht stehende tun, um ihre Einfluss auch auf die neuen Medien zu sichern. Experten wie Joy Reid gehören zu ihrem wertvollsten Besitz, und diesen Besitz schützen sie dementsprechend. Denn wer das Narrativ kontrolliert, der kontrolliert die Welt.

 

 

(The Jimmy Dore Show: Herausgeber von TIME gibt offen zu, dass er für Regeriungspropaganda ist!)

 

Der Council on Foreign Relations ist ein enorm einflussreicher Denkpanzer und zu seinen Mitgliedern zählen die Chefs praktisch aller bedeutenden Medienerzeugnisse in Amerika. Ende April hat er eine Konferenz abgehalten mit dem Titel „Politische Störungen: Der Kampf gegen Desinformation und Fake News“. Dabei hat ein Mann namens Richard Stengel dem Publikum gesagt, dass es für die US-Regierung nötig sei, ihre Bürger zu propagandieren. Stengel ist der ehemalige Managing Editor des TIME Magazine. Diese Position hat er verlassen um für das US-Außenministerium zu arbeiten. Echt, wirklich wahr.

 

Im Grunde schafft jedes Land seine eigene Geschichte und, wissen Sie, mein alter Job im Außenministerium wurde scherzhaft als der Job des 'Chefpropagandisten“ bezeichnet“, erzählte Stengel dem CFR-Publikum. „Wir haben nicht über Propaganda geredet...ich bin nicht gegen Propaganda. Jedes Land tut es, und sie müssen das an ihrer eigenen Bevölkerung tun, und ich denke nicht, das das schlimm ist.“

 

Da kann man noch so sehr zusammenzucken, aber er hat recht. Natürlich nicht damit, dass Propaganda in einer vorgeblich freien Demokratie eine legitime Waffe sei, die man seinen Bürgern aufdrückt. Das Denken der Bürgerschaft so zu manipulieren ist die Manipulation dazu, wie sie wählen und sich organisieren und worüber sie sich einig sind. Und das ist echt soziopathisch. Aber er hat recht damit, dass das ganze Geschrei der USA über russische Propaganda voll für ihr eigenes Verhalten gilt.

 

Wie wir bereits diskutiert haben (https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/wikipedia-ist-psyop/ ), ist die einzige wahre Macht auf der Welt jene Macht, die das öffentlich Narrativ über das Geschehen kontrolliert. Der einzige Grund, warum Regierungen so arbeiten wie sie arbeiten, der einzige Grund, warum Geld so funktioniert wie es funktioniert, der einzige Grund warum Macht dort existiert wo sie existiert, ist der, dass wir alle zugestimmt haben, bei diesem Spiel mit irgendwelchen erdachten mentalen Geschichten über diese Dinge mitzuspielen und so zu tun als wären sie wahr und real. Das einzige was die Bevölkerung davon abhält, gemeinsam zu entscheiden, die Funktion des Geldes zu ändern, zu entscheiden, dass die Arschlöcher auf dem Kapitolshügel nicht mehr das Sagen haben, oder zu entscheiden, dass jeder Milliardär in Amerika wie ein Schwein abgeschlachtet und zu BiFi verwurstet wird, ist die Tatsache, dass diese Gedanken nicht zum dominierenden Narrativ geworden sind. Wenn man jene Storys kontrollieren kann, die sich die Massen selbst einreden, was in ihrem besten Interesse ist, dann kontrolliert man alles.

 

https://medium.com/@caityjohnstone/how-to-fight-the-establishment-propaganda-machine-and-win-449f94e1d40b

 

Aus diesem Grund wird die Allianz zwischen Silicon Valley und den US-Geheimdiensten zunehmend krasser. Aus diesem Grund haben Facebook und der Atlantic Council (die Propaganda-Firma der NATO) verkündet, dass sie eine Partnerschaft geformt haben. Nur Wochen nachdem der Atlantic Council einen Artikel veröffentlichte, in welchem erklärt wird, warum die Menschen im Westen zu ihrem eigenen Wohl propagiert werden müssten. Aus diesem Grund werden die Social Media-Konzerne im Senat instruiert, Schritte zu unternehmen, um die Quellen der Rebellion zum Schweigen zu bringen. Aus diesem Grund wird Julian Assange vom westlichen Imperium aggressiv zum Schweigen gebracht. Und aus diesem Grund hat Joy Reid immer noch ihren Job.

 

Die gute Nachricht an all dem ist, dass wir genau wissen, wo unsere Fesseln sitzen. Unsere Fesseln bestehen aus dem Narrativ und der Fähigkeit der Oligarchen, das zu kontrollieren. Eine populistische Bewegung, die die Narrative des Establishments aufbricht und die Menschen über das wahre Geschehen aufweckt, ist alles was es braucht, um die Fähigkeit unserer Führer zu zerstören, die Art und Weise zu kontrollieren, wie die Bürger der Welt denken und wählen sollen. Ab dem Zeitpunkt können wir unsere eigenen Narrative herstellen und eine Welt schaffen, die uns allen zugute kommt und nicht nur einigen wenigen herrschenden Eliten. Momentan unternehmen genau diese Eliten panische Anstrengungen, unsere Fähigkeit zum Netzwerken und zur Informationsteilung über die neuen Medien einzuschränken. Daher ist momentan unsere revolutionärste Tat, die wir derzeit tun können, dies zu verhindern und sie bei diesem Wettlauf zu überholen.

 

Es geht nicht um der Westen gegen Russland. Es geht nicht um Links gegen Rechts. Derzeit ist der wahre Konflikt in unserer Gesellschaft, dass ein paar herrschende Eliten und ihre Handlanger gegen den natürlichen Impuls der Menschheit kämpfen, dass die gesamte Menschheit profitieren sollte. Wir müssen nur diesen Impuls verstärken , aus unseren von den Oligarchen aufgepfropften Hirnschalen entfliehen und eine neue Welt aufbauen.


https://medium.com/@caityjohnstone/the-one-question-we-should-all-be-asking-about-establishment-russia-hysteria-ee4d6c7a5598

 

 

 

Die eine Frage, die wir alle zur Russland-Hysterie des Establishments stellen sollten

 

 von Caitlin Johnstone, 02.06.2018

 

 

 

 

Was wäre, wenn sich Babtschenko entschieden hätte, „tot“ zu bleiben?

 

 

 

Was wäre, wenn Arkady nicht erschienen wäre und bei der Pressekonferenz nicht 

 

blöd geschaut hätte?

 

 

 

Babtschenko war tot, so begann es. Darüber gab es keinen Zweifel. Die Nachrichten waren voll damit, trauernde Nachrufe wurden gehalten, wütende Tweets, die Moskau verfluchten, schwirrten durch das Netz. Der ukrainische Premierminister Volodymyr Groysman verurteilte die „totalitäre Maschine der Russen“, weil sie einen Journalisten nur wegen dessen „ehrlicher prinzipientreuer Haltung“ ermordet haben. Der britische Außenminister verkündete, dass er „angewidert sei, dass ein weiterer sich lautstark äußernder russischer Journalist, Arkady Babtschenko, ermordet wurde.“

 

Niemand zweifelte es an: der gute Babtschenko war mausetot.

 

Und dann ist er wieder erschienen, wie das Gespenst aus der Weihnachtsgeschichte. Jeder wusste, dass Babtschenko tot war. Sie haben es nicht nur vermutet, sie waren sich ziemlich sicher. Sie wussten es.

 

Und es war alles eine Fälschung.

 

Tweet von Caitlin Johnstone @caitoz

Dieser Artikel bringt es auf den Punkt: hätte Babtschenko sich entschieden, „tot“ zu bleiben und sich zu verstecken, dann wäre sein Tod für die Presse und die Politiker eine unbestrittene Tatsache gewesen, und jeder, der es angezweifelt hätte, wäre als verrückter Verschwörungstheoretiker bezeichnet worden.“

 

https://off-guardian.org/2018/05/31/what-if-babchenko-had-decided-to-stay-dead/

 

Was wäre, wenn sich Babtschenko entschieden hätte, „tot“ zu bleiben?

 

Was wäre, wenn Arkady nicht erschienen wäre und bei der Pressekonferenz nicht blöd geschaut hätte?

 

Der Hauptzweck dieses Artikels ist, die Aufmerksamkeit auf einen wichtigen Kommentar eines Redakteurs vom Off-Guardian zu lenken, in welchem er uns diese enorm wichtige, hypothetische Frage stellt: was wäre, wenn Babtschenko aus irgendeinem Grund entschieden hätte, „tot“ zu bleiben? Was wäre, wenn sich der umstrittene russische Journalist Arkady Babtschenko, nachdem er sich auf einer Pressekonferenz einen Tag nach seiner gefälschten Ermordung bei seiner armen und traumatisierten Frau entschuldigt hat, stattdessen eine Perücke auf den Kopf gesetzt, irgendwelche gefälschten Papiere erhalten und auf Hawaii ein neues Leben begonnen hätte? Was wäre dann passiert?

 

Jeder, der schon einmal Zweifel an einem Teil des Russland-Märchens des Establishments angemeldet hat, kennt die Antwort auf diese Frage. Jeder Zweifel an der von CIA/CNN verlautbarten offiziellen Story über die Skripals, Douma, die von WikiLeaks veröffentlichten Emails der Demokratischen Partei oder was auch immer, wird sofort als verrückter, durchgeknallter Verschwörungs-Irrer angegriffen, der nur dazu geeignet ist, Alex Jones beim Verkauf von dessen Fluorid-resistenten Hodenpräparaten zu helfen. Jeder, der die Behauptung anzweifelt, dass Putin persönlich die Ermordung von Arkady Babtschenko angeordnet hat, wäre öffentlich von den #Resistance-Experten und hochrangigen Mitgliedern des Atlantic Councils als Handlanger des Kreml verleumdet worden. Und jeder, der seinen Tod in Frage gestellt hätte, wäre ausgelacht worden.

 

Aber er wurde nicht ermordet, er ist nicht tot, und die ganze Geschichte scheint von vorne bis hinten ein Fake zu sein. Und wie Moon of Alabama erklärt (der eine großartige Informationsquelle und ehrlich gesagt wesentlich geschickter darin ist als ich, diese ganzen anti-russischen Märchen zu zerlegen): „Die Ermordung, der Mörder und der Auftraggeber, der den Killer anheuerte, sind alle ein Fake.“

http://www.moonofalabama.org/2018/06/ukraine-the-babchenko-hoax-was-part-of-a-corporate-raid.html#more

 

Ich will das mal kurz analysieren

  1. Das „Opfer“ der Ermordung, Babtschenko, hat ganz offensichtlich betrogen.

  2. Borys Herman, der Verdächtige, der jetzt in Gewahrsam ist und der angeblich im Auftrag der russischen Regierung der verantwortliche Mittelsmann für das Anheuern eines Mörders war, sagte, er hätte mit dem ukrainischen Sicherheitsdienst zusammengearbeitet, um bei der Fälschung von Babtschenkos Tod mitzuhelfen.

  3. Alexey Tsymbalyuk, jener ukrainische Staatsbürger, den Herman für die „Ermordung“ Babtschenkos „anheuerte“, hat Berichten zufolge bei der Fälschung der Ermordung ebenfalls mit den Behörden zusammengearbeitet.

 

Kurz gesagt, was die momentanen Informationen betrifft, so gibt es keine Leiche, kein Opfer, keinen Mittelsmann und keinen Mörder. Alles was wir haben ist eine ukrainische Regierung, die im Brustton der Überzeugung sagt, dass der Kreml womöglich einen Journalisten ermorden wollte, der gegenüber Moskau kritisch war. Für diese Aussage über einen politischen Rivalen des westlichen Imperiums, mit dem Kiew derzeit verbündet ist, haben sie natürlich jede Menge Motive.

 

Moon of Alabama legt überzeugend dar, dass dieser spezielle Zwischenfall viel mehr mit einer kommerziellen Machtübernahme durch korrupte Plutokraten zu tun hat als mit Journalismus oder Geopolitik; Russland gibt im gegenwärtigen, bedingungslosen Umfeld einfach einen idealen Sündenbock ab, in dem westliche Machtstrukturen nur allzu versessen darauf sind, eine Story gegen Russland zu erfinden. Auf ähnliche Art wie im rassistischen amerikanischen Süden ein schwarzer Mann leicht für die Verbrechen eines weißen Mannes hereingelegt werden konnte. Die westlichen Nachrichtenmedien sollten über etwas berichten, und sie haben das fraglos so getan wie ihnen befohlen.

 

Denkt einfach mal kurz über die Auswirkungen von so etwas nach. Lasst das mal schön und tief sacken. Wie schwer war es für die ukrainische Regierung, so etwas abzuziehen? Auf wie viel Widerstand sind sie gestoßen, als sie die Welt über eine Ermordung belogen haben und sofort ohne jeden Beweis Moskau die Schuld gaben und eine komplette Fälschung in eine etablierte Tatsache verwandelten? Irgendetwas? Überhaupt?

 

Die Lügenmaschine des Establishments wühlt im Getriebe und versucht, das Ganze in etwas weniger Belastendes umzudeuten, aber die Fakten sind bereits am Tageslicht: jede Regierung im westlichen Imperium kann jederzeit eine Lüge über Russland konstruieren, und es gibt genau null Sicherheitsvorkehrungen um zu verhindern, dass diese Lügen von westlichen Massenmedien und Politikern als etablierte und unbestrittene Tatsachen verkündet werden.

 

Tweet von Boris Johnson @BorisJohnson:

Ich bin angewidert mitanzusehen, wie ein weiterer kritischer russischer Journalist ermordet wird. Meine Gedanken sind bei seiner Frau und seiner jungen Tochter. Wir müssen die Meinungsfreiheit verteidigen und es ist wichtig, dass wir die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.“

 

Tweet von Gary Kasparow @Kasparov63:

Mord. Das ist Tagesgeschäft für Putin in der Ukraine, in UK, in USA, während Macron in St. Petersburg mit Putin die üblichen TOTAL-Geschäfte abzieht. Nach den 298 Ermordeten bei MH17, warum sollte sich Putin Sorgen machen? RIP.“

 

Tweet von Giles Dilnot @reporterboy:

'Aber aber Porton Down, die Russen tun so was nicht. Westliche Verschwörung bla bla bla' Wacht. Auf. Um Himmels willen, wacht endlich auf“

 

Antwort dazu von Paul The Original Centrist Dad @freesprited_p:

Corbyn wird zuerst die Beweise sehen wollen (Emojis: Gesicht mit rollenden Augen und abgedrehtes Gesicht)

 

Antwort darauf von The SKWAWKBOX @skwawkbox:

Na, das ist ja schön gealtert..

 

Das US-zentrierte Imperium plant seit vielen Jahren die Zerstörung Russlands. In die unipolare Welt wurde viel zu viel Macht und Geld investiert, als dass irgendein Mächtiger an der Spitze den Wiederaufstieg einer rivalisierenden Supermacht riskieren würde, sei es Russland, China oder eine unfreundliche Allianz im Nahen Osten. Jede Analyse der Vorwürfe, die Amerika oder seine Verbündeten gegen eine dieser Regierungen erheben, die nicht ihre klaren und offensichtlichen Motive berücksichtigen, dieses Narrativ zu manipulieren, ist fehlerhaft. Aber niemals behaltet jemand in seinen Analysen diesen offensichtlichen Faktor. Es gilt die eingebaute Annahme, dass nur Regierungen wie Russland oder der Iran lügen, und dass westliche Regierungen einen Schutzmechanismus besitzen um so etwas zu verhindern. Offensichtlich gibt es den nicht.

 

Jede einzelne umstrittene Anschuldigung gegen die russische Regierung erlaubt eine laute, aggressive, gründliche und unablässige Skepsis. Eine jede, ausnahmslos. Jeder, der euch etwas anderes glauben machen will, ist Gift fürs Hirn.