https://www.sovereignman.com/trends/its-official-the-federal-reserve-is-insolvent-24373/

 

Jetzt ist es offiziell: Die Federal Reserve ist pleite

 

von Simon Black, 14.12.2018 (gekürzt)

 

 

Im Jahr 1157 war die Republik Venedig mitten im Krieg und brauchte dringend Gelder.

 

Das war nicht das erste Mal, dass eine Regierung Geld borgen musste, um einen Krieg zu führen. Aber die Venezianer haben sich eine neue Idee ausgedacht.

 

Jeder Bürger, der der Regierung Geld lieh, bekam ein offizielles Papierzertifikat, das garantierte, dass der Staat Zinsen zahlen wird.

 

Diese Zertifikate konnten dann auf andere Menschen übertragen werden... und die Regierung würde jedem Zinsen zahlen, der zu dem Zeitpunkt das Zertifikat hielt.

 

Damit wurde dieser Kredit, den ein Investor der Regierung gab, im Grunde zu einem Vermögenswert – etwas, das man einem anderen Investor in der Zukunft verkaufen konnte.

 

Das war die erste echte Bundesanleihe. Und diese Idee schuf am Ende einen robusten Markt aus Investoren, die diese Sicherheiten kaufen und verkaufen.

 

Wenn sich das Glück/Vermögen einer Regierung änderte und ihre Fähigkeit zu Zinszahlungen fragwürdig wurde, dann fiel der Preis der Anleihe. Wenn das Vertrauen hoch war, dann stieg der Preis der Anleihe.

 

Heute ist das nicht viel anders. Regierungen borgen sich noch immer Geld, indem sie Anleihen herausgeben. Und diese Anleihen werden auf einem robusten Marktplatz gehandelt, wo Investoren täglich kaufen und verkaufen.

 

Und so wie die Preise von Apple-Aktien steigen und fallen die Preise der Bundesanleihen die ganze Zeit.

 

Einer der wichtigsten Faktoren für den Preis von Bundesanleihen ist der Zinssatz: Wenn der Zinssatz steigt, dann fällt der Preis der Anleihe. Und wenn der Zinssatz fällt, dann steigt der Preis der Anleihe.

 

Und dieses Gesetz der gegenläufigen Anleihekurse und Zinssätze ist ebenso unantastbar wie die Gesetze der Schwerkraft.

Bereits im 12. Jahrhundert, als Venedig mit der Emission der ersten Staatsanleihen begann, waren die Zinsen nach modernen Maßstäben schockierend hoch und schwankten zwischen 12% und 20%. In Frankreich und England stiegen die Zinssätze im Mittelalter manchmal sogar über 80%.

Unnötig zu sagen, dass es nicht lange dauerte, bis die Banken daran beteiligten; sie erkannten sehr schnell, dass sie durch die Kontrolle der Staatsverschuldung die Regierung effektiv kontrollierten.

Die Dominanz der Banken über die Regierung kann nicht genug betont werden.

Miriam Beards Buch „History of the Businessman“ zum Beispiel beschreibt mittelalterliche Politiker im italienischen Stadtstaat Genua, dass sie sich den Banken gegenüber loyal versprechen mussten, bevor sie ihr Amt antreten konnten.

Damit begann die tiefe, langwährende Beziehung zwischen den Banken und der Regierung:

Banken kaufen Staatsschulden – sie helfen bei der Finanzierung von Ausgabenpaketen, die die Regierung an der Macht halten.

Und die Regierung rettet die Banken, wenn sie in Schwierigkeiten geraten.

Du kratzt mir den Rücken, ich kratze deinen.

Auf dabei benutzen beide natürlich die ganze Zeit das Geld anderer Leute. Dein Geld. Regierungen helfen den Banken mit Steuergeldern. Banken finanzieren den Staat mit den hart erarbeiteten Ersparnissen ihrer Einleger.

Natürlich ist es jetzt so absurd geworden, dass sie einfach darauf zurückgreifen, Geld aus dem Nichts zu erschaffen, um beiden zu helfen.... und genau das ist es, was die Zentralbanken tun.

Vor einem Jahrzehnt während der globalen Finanzkrise 2008 schufen die Zentralbanken auf der ganzen Welt einen Währungswert von Billionen Dollar, Euro, Yen usw. und verschenkten alles an ihre jeweiligen Regierungen und Geschäftsbanken.

Im Land der Freiheit zauberte die US-Notenbank 4 Billionen Dollar aus dem Nichts und "lieh" den größten Teil davon an die Bundesregierung – zu rekordniedrigen Zinssätzen.

Aber hier ist der seltsame Teil: Ihr erinnert euch an das unverletzliche Gesetz der Anleihepreise – wenn die Zinsen steigen, fallen die Anleihepreise?

 

Und genau das ist passiert.

Die Fed kaufte Staatsanleihen im Wert von Billionen von Dollar zu einer Zeit, als die Zinssätze auf historischen Tiefstständen lagen.

Dann, vor etwa zwei Jahren begann die Fed, die Zinsen langsam anzuheben.

Aber jedes Mal, wenn die Fed die Zinsen erhöhte, sank der Wert der Staatsanleihen, die sie gekauft hatten.

Das scheint verrückt zu sein, oder? Durch die Anhebung der Zinsen schuf die Fed massive Verluste für sich selbst.

Ich habe häufig geschrieben, dass, während die Fed fortfährt, Zinssätze anzuheben, sie schließlich ihre Insolvenz arrangiert.

Nun, das ist jetzt passiert.

Gestern veröffentlichte die Fed ihren letzten Quartalsabschluss, der zeigt, dass der Wert ihrer Anleihen jetzt 66,5 Milliarden Dollar unter dem liegt, was sie bezahlt haben.

Und dieser nicht realisierte Verlust von 66,5 Milliarden Dollar ist weitaus größer als der hauchdünne Kapitalbetrag von 39 Milliarden Dollar der Fed.

 

Das bedeutet, dass das größte und systemisch bedeutendste Finanzinstitut der Welt auf Mark-to-Market-Basis ( auf Neubewertungsbasis) objektiv zahlungsunfähig ist.

 

(Es ist auch bemerkenswert, dass der Jahresabschluss der Fed einen Nettoverlust von 2,4 Milliarden US-Dollar für die ersten neun Monate 2018 ausweist.)

 

Das alles ist wirklich bemerkenswert.... und zeigt, wie völlig absurd das Finanzsystem ist.

 

Unsere Gesellschaft hat einem nicht gewählten Ausschuss die Fähigkeit verliehen, Billionen von Dollar aus dem Nichts zu zaubern und sich selbst insolvent zu machen, um das laufende, gegenseitige Rückenkratzen von Regierungen und Banken zu unterstützen, und zwar auf eure Kosten.

 

Aber was noch bemerkenswerter ist, ist, wie wenig das bemerkt wurde.

 

Man sollte meinen, die Titelseite jeder Finanzzeitung würde lauten: "FED INSOLVENT".

 

Aber man liest es nicht. Niemand scheint zu bemerken, dass die Fed zahlungsunfähig ist. Oder, was das betrifft, dass die meisten westlichen Regierungen zahlungsunfähig sind.

 

Es ist verrückt. Es ist, als ob es keine Rolle spielt, dass die Regierung der größten Volkswirtschaft der Welt eine Billion Dollar pro Jahr verliert, 22 Billionen Dollar Schulden hat, mehr als 30 Billionen Dollar an ungedeckten Pensionsverpflichtungen oder eine Schuldenquote von über 100% aufweist.

 

Oder dass die Zentralbank der größten Volkswirtschaft der Welt nach ihrer eigenem Auskunft auf Mark-to-Market-Basis zahlungsunfähig ist.

 

Es scheint die Erwartung zu geben, dass nichts davon von Bedeutung ist, und dass es weiterhin Regenbögen und Butterblumen für immer und ewig bis zum Ende der Zeit geben werde, trotz einiger der überzeugendsten Beweise für das Gegenteil.

 

Mit solchen Daten ist eine Zukunft ohne Folgen kaum vorstellbar.

 

Den Spitzen, Korrekturen und Krisen usw. gehen oft ähnlich desinteressierte, vorsätzliche Unwissenheit und irrationaler Optimismus voraus.

 

Es wäre töricht anzunehmen, dass es dieses Mal anders ist.


https://straightlinelogic.com/2018/12/16/the-empires-sea-of-woes-by-robert-gore/

 

Ein Meer aus Sorgen für das Imperium

 

von Robert Gore, 16.12.2018

 

 

Die Schlinge zieht sich zu

 

Der zweitklassige George H.W. Bush bekam einen erstklassigen Abschied von Washington. Einen Tag lang unterbrach das den Abwärtstrend an den Aktienmärkten. Es könnte die US-Apotheose der aufgeblähten Grandiosität markieren. Auf der anderen Seite des Atlantiks hat Emmanuel Macron, ein aufgeblasener Fatzke von gallischer Grandiosität, eine wohlverdiente Quittung erhalten. Brexit, Trumps Wahl und nationalistische Aufstände in Süd- und Osteuropa scheinen die Globalisten, die uns regieren, nicht ausreichend zu warnen. Die französischen Randalierer senden einen weiteren Weckruf. Und als wäre das nicht genug ist, tun das auch viele Nationen außerhalb des europäisch-amerikanischen, sozialstaatlichen Irrenhauses.

 

Die Könige, Damen und Höflinge der Verrückten stehen vor einem schwindenden Erbe und einer wachsenden Verschuldung, geben aber viel Geld aus, um den Schein zu wahren. Fallende Märkte und randalierende Steuerzahler sind unerwünschte Erinnerungen daran, dass das Geld ausgeht und ein Stapel von IOUs (Schuldscheinen) zurückbleibt, die nicht bezahlt werden. Die Aristokratie will den Schmerz auf die Bauernschaft abwälzen, aber die Unruhen zeigen, dass die Bauernschaft andere Vorstellungen hat. Unsere Bessergestellten wollen für ihr Meer aus Sorgen auch den Führern Eurasiens die Schuld geben, aber Russland, China, die Türkei und der Iran haben die Schnauze voll davon. Sie sind jedoch erfreut darüber, dass der Westen zusammenbricht, und werden nichts tun, um ihn zu stoppen.

 

Das Imperium ist Amerikas Galgenstrick, die Arroganz ist Amerikas Fluch. Es war einmal, da war es dem amerikanischen Volk oder seinen Politikern egal, was in Asien, Afrika, dem Nahen Osten oder gar Europa geschah. Während des neunzehnten Jahrhunderts kümmerten wir uns größtenteils um unsere eigenen Angelegenheiten und als was für ein Geschäft es sich herausstellte. Amerika wurde zum industriellen, technologischen und kommerziellen Kraftwerk der Welt.

 

Erfolg kann das härteste menschliche Befinden sein, das es zu ertragen gilt. Nur wenige Menschen halten dem stand. Für Imperien ist es immer nur vorübergehend. Sie scheitern und stürzen mit monotoner Regelmäßigkeit vom Gipfel. Dem Sturz voraus geht dieses berauschende Gefühl der Unbesiegbarkeit, genau wie jene, die du auf dem Weg nach oben ignoriert, verachtet oder unterworfen hast, ihre Pläne schmieden, dich zu Fall zu bringen.

 

Der Zweite Weltkrieg sah Amerika und seine Statthalter an der Spitze des globalen Haufens. Weder erkannten sie, dass ihre Position das Ergebnis zufälliger Umstände war, noch dass ihre Umarmung von Einkommenssteuern, Zentralbanken, Wohlfahrts- und Kriegsstaaten und die ständig wachsende Einmischung von Regierungen in das Leben ihrer Bürger ihre Vorrangstellung schließlich untergraben würde. Erst wenn finanzielle Katastrophe, Aufstand und der relative Fortschritt der Nationen außerhalb des Imperiums sie unmissverständlich konfrontiert, werden sie erkennen, dass sich die Dinge verändert haben.

 

Donald Trump, der nominelle Anführer des Imperiums, hat die Nachricht noch nicht erhalten. Er machte während des Wahlkampfs und zu Beginn seiner Regierung einige ermutigende Geräusche über die Bekämpfung von Korruption und die Beschneidung militärische Verpflichtungen gemacht, aber es war nur Gerede. Er könnte noch ein oder zwei Skalps von dem verpfuschten Versuch bekommen, ihn zu abzusetzen, aber er zögerte und hat verloren. Das neue Repräsentantenhaus der Demokraten mit der Mehrheit der Abgeordneten wird ihn auf Schritt und Tritt behindern.

 

Trump's Außen- und Militärpolitik ist nicht zu unterscheiden von der Politik von Bush Vater und Sohn, Clinton Mann und Frau, Cheney, Obama, und dem Rest der neokonservativen/neoliberalen Clownbande, die dieses Land führen. Kein Geschwafel ist zu trivial, als dass die USA nicht eingreifen könnten, kein Dorf zu weit weg, um die Truppen und Ausrüstung zu schicken. Die einzigen Anforderungen sind, dass die Intervention Macht projiziert – Washington-Sprech, um jemanden zu zwingen, das zu tun, was er nicht tun will – und Geld an die Vernetzten weiterzugeben.

 

Trump, Pompeo, Bolton und die bunte Menagerie aus verlogenen Bettlern, die die europäischen und asiatischen Abteilungen der US Empire AG leiten, sollten vielleicht die Bedeutung von Ortsnamen, Karten und die Bilanzen dieser Länder in Betracht ziehen.

 

Warum wird der Persische Golf Persischer Golf genannt, und das Südchinesische Meer das Südchinesische Meer? Hier ist ein Hinweis: die Lage Das erste liegt neben Persien, das zweite neben China. Die Schwierigkeiten weit entfernter Interventionen werden noch größer, wenn Ihre Marinestützpunkte in der Nähe von Nationen liegen, die kämpfen können. Persien oder der Iran, wie es jetzt genannt wird, wäre eine viel härtere Nuss zu knacken als die ungeknackten Nüsse Afghanistan, Irak, Syrien oder Libyen, egal wie viele Flugzeugträger wir am Golf parken. China ist eine wirtschaftliche und militärische Supermacht. Groteskerweise versuchen wir, sie in ihrem eigenen Hinterhof "einzudämmen", während wir uns einer politischen Schizophrenie hingeben. Trump redet von „Let's Make a Deal“, aber unsere nördliche Kolonie verhaftet eine wichtige chinesische Managerin, weil sie unsere Iran-Sanktionen nicht eingehalten hat.

 

Russland spart mit handlichen nomenklaturalen Hinweisen; man muss etwas Geographie kennen, um Einblick in die imperiale Idiotie zu bekommen. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass die Ostsee, das Schwarze Meer und das Asowsche Meer in der Nähe Russlands liegen. Der ukrainische Gauner Petro Poroshenko, der in der Galerie der zweifelhaften US-Verbündeten mit Mohammad bin Salman ganz oben steht, beschließt, den Bären zu kitzeln. Russland reagiert und die USA reden hart, während sie Schiffe in im Wesentlichen russischen Seen parken und Flugzeuge darüber fliegen. Es gibt keine Berichte, dass Putin schlaflose Nächte hat.

 

Wenn nicht Arroganz und Dummheit das Imperium fallen lassen, dann wird es die Insolvenz. Die französische Revolte kann sich wie ein kalifornischer Waldbrand ausbreiten. Das schmutzige Geheimnis des Sozialstaates ist, dass jemand dafür bezahlen muss. Frankreich hat die höchste Steuerbelastung in den Industrieländern, aber es gibt eine lange Liste, hinter der sich eine fast ebenso hohe Belastung verbirgt. Besonders wütend ist die Großzügigkeit, die Einwanderern das Grauen geschenkt wird: Die Steuerzahler könnten auf die Idee kommen, dass sie – und nicht der Staat und seine Wächter – ihr eigenes Leben führen. Rund um den Globus könnte die französische Revolte diejenigen, die die Zeche bezahlen müssen, dazu inspirieren, etwas Drastischeres zu tun als Kandidaten zu wählen, die sich verpflichten, die Steuersätze um ein oder zwei Prozentpunkte zu senken.

 

Ein Zusammenbruch der Aktienmärkte und eine globale Rezession oder noch Schlimmeres würde die Reihen der Gelbwesten erweitern. Abstürzende Anleihemärkte würden die Zinsen für verschwenderische Regierungen in die Höhe treiben und den Galgen enger schnallen, so wie sie mit alternden Bevölkerungen, ungedeckten Verbindlichkeiten, schrumpfenden Volkswirtschaften, Demonstrationen und Ausschreitungen konfrontiert sind. Jede Sympathie für die herrschende Klasse anstelle ihrer Opfer wäre kläglich fehl am Platz.

 

Unterdessen bauen die eurasischen Mächte ein Netz von Handels-, Telekommunikations-, Infrastruktur- und Verkehrsverbindungen, die das Zentrum der Welt von Halford Mackinder umspannen. Wenn diese Verbindungen erfolgreich sind, könnten sie zu einem beispiellosen Frieden und Wohlstand in dieser historisch schwierigen Region führen.

 

In Amerika, insbesondere in Washington, hat sich das Konzept des Patriotismus tragischerweise vom Stolz auf das eigene Land und das eigene Erbe zu einem Begriff verwandelt: Wir regieren die Welt. Straight Line Logic (SLL) hat gesagt, dass das letztendliche Ziel der Außenpolitik von Präsident Trump darin besteht, Frieden mit der Multipolarität zu schließen und die Supermächte China, Russland und die USA in ihren geografischen Einflussbereichen dominieren zu lassen (siehe "Trump's New World Order" und "The Eagle, the Dragon, and the Bear"). Leider könnte SLL falsch liegen. Da Pompeo und Bolton in sein Ohr flüstern, scheint es jetzt, als ob Trump versucht, die Uhr zurück in die Zeit der hässlichen amerikanischen 1950er Jahre zu drehen.

 

Zur Bestürzung von falschen Patrioten wie Pompeo und Bolton ist diese Anstrengung zum Scheitern verurteilt. Überheblichkeit wird keinen Wohlstand schaffen, keine Schulden bezahlen, die Unzufriedenen von der Straße fern halten oder die Ambitionen konkurrierender Weltmächte in Frage stellen. Der imperiale Wahn hat ein weiteres Imperium niedergestreckt. Seine Machthaber und Untergebenen werden es erst erkennen, wenn die gierigen Gläubiger und bedauernswerten Barbaren die Tore gestürmt haben. Bis dahin wird es zu spät sein, um jenes Schicksal zu verhindern, das als ihre tiefste Angst lauert.


https://caitlinjohnstone.com/2018/12/16/dont-laugh%E2%80%8A-its-giving-putin-what-he-wants/

 

Lacht nicht: Damit erreicht Putin nur was er will

 

von Caitlin Johnstone, 16.12.2018

 

BBC News: Wie Putin den Humor in eine Waffe verwandelt

Russlands Regierung will, dass die Menschen was zu lachen haben – solange es auf Kosten ihrer Gegner geht und nicht auf Putins Kosten.“

 

Die BBC hat einen Artikel veröffentlicht mit dem Titel „Wie Putin den Humor in eine Waffe verwandelt“. Darin geht es darum, wie der Kreml jetzt seiner schrecklichen und tödlichen hybriden Kriegsführung eine neue Waffen hinzufügt: die Komödie.

 

Der Artikel stammt von Olga Robinson, die die BBC, ohne eine Spur von Selbsterkenntnis, als „Senior Journalist (Desinformation)“ tituliert. Robinson demonstriert ihre Qualifikation und Klugheit, die ihr den Titel eingebracht haben, indem sie das Publikum der BBC warnt, dass der Kreml Humor verwendet, um die Anschuldigungen abzuwehren und lächerlich zu machen, die westliche Regierungen gegen Russland vorbringen. Das sei eine „Form des Trollens“ und sie berichtet, dass das „absichtlich das Diskussionsniveau herabsetzen“ soll.

 

Mark Ames: „Nun stellt sich heraus, dass Witze eine Desinformationsverschwörung der Russen sind. Sind wir denn vor nichts sicher? Was werden sich diese barbarischen Fremden als nächstes ausdenken? Unsere Tränen in Waffen verwandeln?“

 

"Russlands Schritt in Richtung Humor, um seine Kampagnen zu beeinflussen, ist ein relativ neues Phänomen", erklärt Robinson, ohne darüber zu spekulieren, warum die Russen plötzlich angefangen haben könnten, über ihre westlichen Ankläger zu lachen. Sie hält es nicht für möglich, dass das enge Bündnis der westlichen Nationen, das vor zwei Jahren plötzlich hysterisch über Russland zu kreischen begann, in dieser Zeit einfach viel lächerlicher und leichter zu verulken war.

 

Es kann unmöglich etwas mit dem Entstehen eines dementen Medienumfelds zu tun haben, in dem alles auf der ganzen Welt, von französischen Protesten über amerikanische Kulturkriege bis hin zu britischer Unzufriedenheit mit der Europäischen Union, ohne Fakten oder Beweise Russland vorgeworfen wird. Wobei BBC-Reporter ihre Gäste berichtigen und vor der Skepsis gegenüber antirussischen Erzählungen warnen, weil sich Großbritannien in einem "Informationskrieg" mit dieser Nation befindet. Wo derselbe Kabelnachrichten-Experte zum Russiagate behaupten darf, dass sowohl die Ernennung von Rex Tillerson als auch seine spätere Entlassung das Ergebnis einer russischen Verschwörung zum Nutzen des Kremls waren. Wo Mainstream-Verkaufsstellen eklatant falsche Informationen über Julian Assange und ungenannte "Russen" verbreiten können und dann die Falschheit dieser Berichterstattung den russischen Desinformationen anlasten. Wo Pokemon Go, niedliche Facebook-Memes und $4.700 in Google-Anzeigen aufrichtig als Methoden zitiert werden, mit denen Hillary Clintons $1,2 Milliarden Präsidentschaftswahlkampf übertroffen wurde. Mit Verschwörungstheorien, dass Putin die höchsten Ebenen der US-Regierung infiltriert hat, und was seit zwei Jahren aus den Mainstream-Schlagzeilennachrichten herausbrüllt, mit bisher absolut nichts, was man dafür vorweisen kann.

 

Nein, die einzige Möglichkeit ist, dass der Kreml plötzlich herausgefunden hat, dass Humor eine große Sache ist.

 

Es ist nur so, dass sich die humorvolle Verhöhnung des Russland Narrativs des westlichen Establishments von selbst schreibt. Die Heuchelei ist so karikaturhaft, die Emotionen sind so atemlos übertrieben, die Geschichten so voller Handlungslücken und die ihnen zugrunde liegenden Absichten so offensichtlich, dass sie sich sehr leicht in Lacher verwandeln lassen. Ich selbst habe kürzlich ein Satirestück geschrieben, das viele Menschen liebten und das von zahlreichen alternativen Medien aufgegriffen wurde, und alles, was ich tat, war, all die verschiedenen Eskalationen, die diese Regierung gegen Russland vorgenommen hat, aufzuschreiben, als wären es Befehle, die Trump von Putin gegeben wurden. https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/caitlin-johnstone-27-11-2018/

 

Es war extrem einfach zu schreiben, und es war verdammt lustig, wenn ich das sagen darf. Und es brauchte keine Kreml-Rubel oder dezinformatsiya aus St. Petersburg, um herauszufinden, wie man sowas schreibt.

 

 

"Ben Nimmo, ein Researcher beim Atlantic Council über russische Desinformation, sagte der BBC, dass Versuche, lustige Memes zu erstellen, Teil der Strategie von 'Desinformation für das Informationszeitalter' seien", warnt der BBC-Artikel. Nimmo selbst ist ironischerweise eng mit der britischen Desinformationsfirma Integrity Initiative verbunden, deren zwielichtige, von der Regierung gesponserte PsyOps gegen die Labour Party einen nationalen Skandal ausgelöst haben, der wahrscheinlich noch lange nicht die höchste Intensität erreicht hat.

 

"Die meisten Komödienprogramme im russischen Staatsfernsehen sind heutzutage blutleere Angelegenheiten, die entweder keine politischen Themen berühren oder den Humor auf die im Ausland wahrgenommenen Feinde des Kremls lenken", schreibt Robinson. Das fand ich lustig, da ich erst kürzlich einen ausgezeichneten Aufsatz von Michael Tracey mit dem Titel "Warum hat Late Night das Lachen gegen die Lust nach Mueller getauscht" gelesen hatte.

 

"Wenn die Late Night Comedy der Trump-Ära etwas Ähnliches wie eine Botschaft besitzt, dann ist es, dass große Teile der liberalen Fernsehzuschauer der Nation nervös jede russische Entwicklung mit einer Leidenschaft verfolgen, die der psychischen Gesundheit nicht förderlich sein kann – oder in diesem Fall der politischen Wirksamkeit", schreibt Tracey.

https://spectator.us/late-night-lusting-mueller/

 

Darin dokumentiert er zahlreiche Beispiele für die Art und Weise, wie die Late Night Comedy jetzt ein Publikum hat, das einem US-Insider und Bush-Beauftragten zujubelt, anstatt wie einstige Programme wie The Daily Show die der Macht dienenden Orthodoxien der Medien herauszufordern.

 

Wenn man das Gegenteil von "blutleeren Angelegenheiten" will, dann wären es Komiker, die die Art und Weise verspotten, wie alle Talking Heads des Establishments ihr Publikum manipulieren, um die US-Geheimdienstgemeinde und die FBI-Insider zu unterstützen. Man würde das Medienumfeld heruntermachen, in dem unergründlich mächtige, weltbeherrschende Regierungsbehörden weniger geprüft und kritisiert werden als ein Mann, der in einer Botschaft gefangen ist, der unbequeme Fakten über diese Agenturen veröffentlicht hat. Da wären mit Sicherheit nicht die Darsteller in Saturday Night Live, die "All I Want for Christmas Is You" zu einem gerahmten Porträt singen, wenn Robert Mueller einen Weihnachtsmütze trägt. Viel blutleerer als das geht nicht mehr. (Anm.d.Ü.: Was war Saturday Night Live in den 70ern für eine anarchische Sendung. Aber sie ist wie so viele andere "Comedy Shows" schon lange völlig auf den Hund gekommen!)

 

 

Russland macht sich über die Narrative des westlichen Establishments lustig, weil diese Erzählungen so unglaublich einfach zu verulken sind, dass sie im Wesentlichen darum betteln, und die streberhafte Art und Weise, wie Imperiumsloyalisten plötzlich wie die Opfer weinen, das ist selbst noch mehr Komödie. Als Carole Cadwalladr vom Guardian anfing, darauf hinzudeuten, dass RT, das über eigentlich berichtenswerte Leute wie Julian Assange und Nigel Farage berichtet, eine Verschwörung wäre, um diese Leute zur Weiterentwicklung russischer Agenden "anzukurbeln". Stattdessen amcht ein Nachrichtensender das, was Nachrichtenberichterstattung ist, und RT macht sich zu Recht über sie lustig. Cadwalladr reagierte auf den Spott von RT mit der Behauptung, sie sei ein Opfer von "Angriffen" gewesen, anstatt Empfängerin von perfekt gerechtfertigtem Spott für die Verbreitung einer extrem schwachsinnigen Verschwörungstheorie.

 

Nun gut. Die Menschen sind verrückt und wir streben nach einer direkten Konfrontation mit einer nuklearen Supermacht. Manchmal bleibt einem nichts übrig als zu lachen. Wie Wavy Gravy sagte: "Behalte deinen Sinn für Humor, mein Freund; wenn du keinen Sinn für Humor hast, ist es einfach nicht mehr lustig."


Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Das OSZE-Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte veranstaltet eine Konferenz über die Meinungsfreiheit auf der Krim – und Journalisten von der Krim wird das Rederecht verweigert!

 

 

Journalisten von der Krim durften bei dem OSCE-Meeting The Human Dimension Implementation 2018 des Office for Democratic Institutions and Human Rights (ODIHR) in Warschau , das der Meinungsfreiheit auf der Krim gewidmet war, nicht reden.

 

 

The Crimean Magazine – Spezialausgabe über die Medien auf der Krim

http://journalcrimea.ru/wp-content/uploads/2017/02/MID.pdf

 

Anm.d.Ü.: Schönes Vorwort im Magazin: „Die traurige Tatsache ist, dass im Informationskrieg derjenige, der die Wahrheit sagt, immer verliert. Er ist auf die Wahrheit beschränkt, während der Lügner behaupten kann was er will.“ – Robert Sheckley

 

Seite 64 ff (leicht gekürzt)

 

Jährlich organisiert das Office for Democratic Institutions and Human Rights (ODIHR) das „The Human Dimension Implementation Meeting. Es wurde im September 2018 in Warschau zum 22. Mal abgehalten. Auf der Tagesordnung: Menschenrechte und Fragen zur Demokratie. Dazu insbesondere ausgewählte Themen zur Freiheit der Medien. Das Recht von Migranten und der Kampf gegen Rassismus, Fremdenhass, Intoleranz und Diskriminierung.

https://www.osce.org/odihr/hdim_2018

 

Eine Delegation von Journalisten der Krim kamen nach Warschau, um bei dem Treffen zur Freiheit der Medien auf der Krim zu sprechen.

 

Sie durften in der Plenarsitzung jedoch nicht reden. Die Organisatoren schalteten kurzerhand die Mikrofone ab, nachdem der Direktor des einzigen krimtatarischen TV und Radiosenders „Millet“ in Russland an der Reihe war und gesagt hatte:

 

Ich bin Ervin Musaev von der Republik Krim, Russische Föderation.“

 

Ich hatte mich offiziell registriert, um über die Ereignisse auf der Krim zu berichten. Kanada, Österreich und die Ukraine haben sich dafür eingesetzt, meinen Bericht zu beenden, da ich angeblich ein Repräsentant einer nicht existierenden Einheit Russlands bin“, sagte Musaev.

 

Er wies darauf hin, dass auch andere Teilnehmer von der Krim vorhatten, auf der Konferenz zu reden. Deren Berichte wurden jedoch abgelehnt. „Nicht einer kam zu Wort. Der Rest musste gehen, bevor sie überhaupt reden konnten. Mir hat man das Wort erteilt, aber nachdem ich mich vorgestellt hatte und sagte, dass ich von der Republik Krim, der Russischen Föderation komme – da sind diese Länder gegen mich eingeschritten“, sagte Ervin.

 

Die ukrainische Delegation nannte die Krim-Journalisten Propagandisten.

 

Ervin Musaev veröffentlichte seinen Bericht in drei Sprachen. Wohlgemerkt in den drei Sprachen der Republik Krim: Russisch, Ukrainisch und Krimtatarisch.

 

Ein tatarischer Krim-Journalist veröffentlicht seine Rede: (Anm.d.Ü.: leicht gekürzt)

 

Meine Damen und Herren! Verehrte Kollegen!

 

Ich bin Ervin Musaev von der Republik Krim, Russische Föderation.

 

Ich bin Krimtatare. Ich bin der Direktor der „öffentlichen Crimean Tatar TV and Radio Company“. Wir haben fast 200 Angestellte. Die meisten davon Krimtataren. Unsere Firma besteht aus zwei Medienteilen: dem TV-Sender Millet und dem Radio Vatan Sedasi, es gibt eine Webseite und Seiten in den Sozialen Medien.

 

Unser Fernseh- und Radiosender berichtet objektiv über das sozio-politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Republik Krim, berichtet schnell über Ereignisse auf der Halbinsel und darüber hinaus in zwei Landessprachen: russisch und Krimtatarisch. Politiker und öffentliche Personen treffen sich in unseren Räumen und wir behandeln die Themen der Krim. Gegenwärtig starten wir ein neues Projekt zur Studie der Krimtatarischen Sprache, über das ländliche Leben und Projekte für Kinder. Ich möchte festhalten, dass unsere Zuhörer zur Verwirklichung solcher Projekte viele Ideen vorschlagen. Wir bekommen viele Rückmeldungen und Geschichten von der ganzen Krim.

 

 

Ich habe einen kurzen Bericht vorbereitet über das, was wirklich auf der Krim vorgeht, aus erster Hand:

 

Nun zu den Fakten.

 

Erstens:

Eines der ersten Dekrete, das der russische Präsident V.V. Putin bezüglich der Krim unterzeichnete, war das Dekret Nr. 268 vom 21.04.2014: „Zu den Maßnahmen zur Rehabilitierung der Armenier, Bulgaren, Griechen, Italiener, Krimtataren und Deutschen und zur staatlichen Unterstützung für ihre Belebung und Entwicklung“.

 

Dieses Dekret lieferte nicht nur die moralische Genugtuung, die ganz sicher notwendig war und auf die wir 70 Jahre lang gewartet haben, sondern auch eine faire finanzielle Lösung. Noch im Frühjahr 2014 hatten viele Orte – Gebiete mit dichter Besiedlung von Krimtataren kein Gas, Licht, Wasser und Straßen. Es gab keine ärztliche Versorgung, Schulen und Kindergärten. Und das alles im 21. Jahrhundert.

 

Das sind nicht nur Worte – das ist das Schicksal von Zehntausenden von Menschen – meinem Volk, Nachbarn und Freunden!

 

Zweitens:

Die beschlossene Verfassung der Republik Krim bekam auf der Halbinsel 2014 den Beinamen „Historische Einheit der Nationen“. Denn der Artikel 10 der Verfassung besagt, dass Russisch, Ukrainisch und Krimtatarisch die  Landessprachen der Republik Krim sind. Die Krimtataren haben 70 Jahre darauf gewartet – heute werden Gesetze und Verordnungen in den Landessprachen veröffentlicht, die Kinder können ihre eigenen Sprachen lernen.

 

Einfache Statistik:

 - keine Wasserversorgung in 31 Siedlungen

 

 - keine Stromnetz in 20 Siedlungen

 

 - keine Gasversorgung in 101 Siedlungen

 

 - keine Kanalisation in 208 Siedlungen

 

 - keine befestigten Straßen in 142 Siedlungen

 

Und nur die Russische Krim hat auf Vorschlag der Städte und Regionen eine Liste von 74 großen Bauvorhaben beschlossen, deren Umsetzung bis 2020 günstige Konditionen für die Menschen herstellen wird:

 

Eine Heimat für nahezu 2.000 rehabilitierte Familien der Krim (19 mehrgeschossige Wohnungsbauobjekte);

 

 - Die Schaffung von 7 Kindergärten für 1.575 Personen;

 

 - Die Schaffung von 3 Sekundarschulen für 1.080 Personen;

 

 - Stromanschluss für 5.000 Familien (12 Objekte);

 

 - Wasseranschluss für 4.100 Familien (9 Objekte);

 

 - Gasanschluss für 3.330 Familien (10 Objekte);

 

 - Kanalisation für 2.000 Familien (5 Bauvorhaben);

 

 - Befestigte Straßen für 2.100 Familien (9 Bauvorhaben);

 

 - Ein Zentrum für multiethnische Kultur.

 

.

 

Ich möchte sagen, dass die Krim seit Jahrzehnten keine solchen Baufortschritte erlebt hat.

 

..

 

 

Die Geschwindigkeit der Bauvorhaben und die soziale Unterstützung ist sehr hoch. Zum ersten Mal seit vielen Jahren fühlen die Krimbewohner, dass sich der Staat kümmert.

 

Meine Damen und Herren, Freunde, Kollegen.

 

Wir diskutieren gerade die wichtigen Fragen mein Heimatland betreffend, meiner Familie und Verwandten, Freunde und die Zukunft der Krim. Entschuldigung, falls ich zu emotionell war.

 

Beantwortet meine Frage: Wem von euch ist es verboten, die Krim zu besuchen? Und wenn es nicht verboten ist, warum kommt ihr dann nicht? Kommt her. Wir hatten bereits Gäste aus Deutschland, der Slowakei, der tschechischen Republik, Österreich, Philippinen, Türkei und aus afrikanischen Ländern. Redet mit den Menschen, schaut wie sich die Halbinsel verändert hat. Vergleicht. Analysiert. Lasst uns professionell und objektiv sein!

 

Wie kann es sein, dass geachtete Organisationen das fundamentale Prinzip der Objektivität verletzt haben? Statt einer umfänglichen und unparteiischen Analyse der Situation konsumiert ihr Spekulationen und Unterstellungen. Kommt her! Riecht den Wind der positiven Veränderung und den Fortschritt, zusammen mit echtem Kaffee, der eine traditionelle Spezialität der Krimtataren ist! Seht es euch selbst an! Nicht vom Hörensagen! Stellt das gebrochene Vertrauen wieder her, denn wir haben eine gemeinsame Aufgabe, die übrigens in der Charta eurer Organisation verankert ist: Die Unterstützung des Abbaus internationaler Spannungen!

 

Besucht die Krim! Die Welt muss die echte Wahrheit über die Krim und ihre Bevölkerung erfahren. Die Bewohner der Krim müssen zumindest gehört werden!


https://www.strategic-culture.org/news/2018/12/15/psychoanalysing-nato-schizophrenia.html

 

Die NATO auf der Couch: Schizophrenie

 

von Patrick Armstrong, 15.12.2018    (Alle rot markierten Stellen sind Verknüpfungen im Original)

 

 

Wehleidig erklärt die NATO auf ihrer offiziellen Webseite ihre Probleme mit Russland:

https://www.nato.int/cps/en/natolive/topics_50090.htm

 

Seit mehr als zwei Jahrzehnten arbeitet die NATO am Aufbau einer Partnerschaft mit Russland und entwickelt den Dialog und die praktische Zusammenarbeit in Bereichen von gemeinsamem Interesse. Die Zusammenarbeit wurde seit 2014 als Reaktion auf die militärische Intervention Russlands in der Ukraine ausgesetzt, aber die politischen und militärischen Kommunikationswege bleiben offen. Die Besorgnis über Russlands anhaltend destabilisierende Form militärischer Aktivitäten und aggressive Rhetorik geht weit über die Ukraine hinaus.

 

Nichts davon ist natürlich die Schuld der NATO: Im Gegenteil, die NATO ist besorgt, dass:

 

Die militärischen Aktivitäten Russlands, insbesondere entlang der Grenzen der NATO, haben zugenommen, und sein Verhalten macht das euro-atlantische Sicherheitsumfeld weiterhin weniger stabil und berechenbar, insbesondere seine Praxis, Spontan-Manöver durchzuführen, Einsätze in der Nähe der NATO-Grenzen durchzuführen, umfangreiches Training und Übungen durchzuführen und den Luftraum der Alliierten zu verletzen.

 

Es genügt zu sagen, dass diese Aussage einen engeren Bezug zur Realität hätte, wenn die Worte "Grenzen der NATO" durch "innerhalb Russlands" ersetzt würden. Und ich wäre daran interessiert, die Details von "Verletzung des alliierten Luftraums" zu erfahren. Weshalb auch der Daily Telegraph im Jahr 2015 mit seiner suggestiven Schlagzeile „Kartografiert: Wie viele Verletzungen des Natoluftraums hat das russische Militär begangen?“ zugeben musste: "Das Verteidigungsministerium sagt, dass die russischen Bomber nie den souveränen Luftraum Großbritanniens verletzt haben, der sich 12 Seemeilen von der Küste entfernt erstreckt". Ebenfalls erweist sich das „16 Mal in den letzten 10 Tagen gegen den US-Luftraum verstoßen“ als Flugabwehr-Identifikationszonen (ADIZ), was keineswegs dasselbe ist. Oder „Die meisten russischen Flugzeuge wurden aufgrund von Fehlern über dem Baltikum abgefangen“, so ein NATO-General. Die Erklärung der NATO bedarf daher einer weiteren Justierung, damit aus "Verletzung des alliierten Luftraums" "Flug im internationalen Luftraum in der Nähe des Luftraums der alliierten Länder" wird.

 

Somit beschuldigt die NATO Russland eigentlich: 1) militärische Übungen in seinem eigenen Territorium durchzuführen, 2) im internationalen Luftraum zu fliegen, 3) sezessionistische Bewegungen an Orten zu unterstützen, die nicht zu Jugoslawien gehörten oder sich nicht im Nahen Osten oder Nordafrika befinden. Und sie werfen Russland vor, in Länder einzudringen, in die die NATO nicht zuerst einmarschiert ist. Die NATO projiziert ihr Verhalten, manipuliert ihr Publikum und bestätigt ihre anfängliche Annahme, wenn Moskau Einspruch erhebt. Aber das ist NATO-Land für dich – die Einhörner wandern frei herum und alles ist sonnig, bis der Bär lächelt.

 

Bei den NATO-Mitgliedern ist eine ausgeprägte Schizophrenie zu beobachten: Russland ist gleichzeitig so schwach, dass es "dem Untergang geweiht" ist und gleichzeitig so stark, dass es NATO-Land zerstört.

 

Russland ist für immer, ewig und endlos verdammt. Immer am Rande des Zusammenbruchs. (Aber Russland war schon immer zum Scheitern verurteilt“, Time 1927) und es war 2001 komplett am Ende. Aber der Untergang geht weiter. „Hat eine 'offene Gesellschaft' Russland zum Scheitern verurteilt?“ (September 2012); „Russland ist verloren“ (März 2014); „Warum Putins Abenteuer in der Ukraine zum Scheitern verurteilt ist“ (April 2014); „Putins Nationalismus- und Expansionsstrategie ist verloren“ (September 2014); Sorry, Putin. Die russische Wirtschaft ist dem Untergang geweiht (Dezember 2014); „Erinnern Sie sich an Russland? Es ist immer noch zum Scheitern verurteilt“ (Januar 2015); „Morgan Stanley denkt, dass Russland zum Scheitern verurteilt ist“ (Februar 2015); „Verteidigungsminister: Russland ist zum Scheitern verurteilt" in Syrien (September 2015); „Ist die russische Wirtschaft zum Zusammenbruch verurteilt?“ (Juli 2016); „Warum das saudisch-russische Ölabkommen zum Scheitern verurteilt ist“ (September 2016); „Putins Brücke zur Krim zum Einsturz verurteilt ist“ (Januar 2017); „Russlands Su-57 Stealth Fighter ist zum Scheitern verurteilt“ (Dezember 2107); „Die russische Wirtschaft sieht verloren aus“ (März 2018); „Russland ist dazu verurteilt, stetig hinter den Rest der Welt zurückzufallen“ (August 2018); „Warum Putins 5-100-Projekt zum Scheitern verurteilt ist“ (Oktober 2018). Und seine Fußballmannschaft auch! „Alterung und Unerfahrenheit: Warum Russland zum Scheitern verurteilt ist“ (Juni 2018).

 

Man sollte meinen, dass bei all diesem Untergang in Russland niemand sich große Sorgen machen würde. Abgesehen natürlich von der Gefahr, dass Teile davon auf dich gespritzt werden, wenn es schließlich zusammenbricht. Dieser Zusammenbruch wurde vor drei Jahren von Alexander Motyl selbstbewusst vorhergesagt, der seinen Wunsch zum Vater seines Denkens machte und erklärte, dass Russland sogar "verschwinden" könnte (Juni 2018):

 

Zum Jahreswechsel machen sowohl die Ukraine als auch Russland stetige Fortschritte. Der Unterschied: Während die Ukraine langsam aber mehr oder weniger stetig eine Reihe von systemischen Reformen durchführt, die es zu einer normalen westlichen Marktdemokratie machen, wird Russland zu einem gescheiterten Staat werden. Wenn sich die aktuellen Trends fortsetzen, was sie wahrscheinlich auch tun werden, könnte Russland sogar verschwinden.

 

Aber erstaunlicherweise ist Russland mächtiger geworden als je zuvor. Nicht einmal Stalin hatte sich in seinen kühnsten Träumen vorgestellt, den nächsten US-Präsidenten zu wählen. Dennoch, selbst da das "schwache und sterbende" Russland im freien Fall ist, hat Putin genau das geschafft: "Vladimir Putin hat einen Plan zur Zerstörung des Westens - und dieser Plan sieht sehr ähnlich aus wie Donald Trump". Trump, so wie Putin es gestalten würde, um "amerikanische Interessen zu untergraben - und seine eigenen voranzubringen". "Trump ist Putins Verbündeter im russischen Krieg gegen den Westen". Aber noch bevor er seine Trump-Marionette animierte, waren seine Tentakeln tief in Washington eingedrungen "Putin hat Amerika genau dort, wo er es will: Und das sind schlechte Nachrichten für Obama". So hat Putin, obwohl er kein Genie und nur ein weiterer Breschnew ist, eine Marionette im Weißen Haus.

 

Aber nicht nur das: Putin (Asperger-Syndrom, "Revolverheldengang", einsamer Psychopath) beeinflusst durch seine "nützlichen Idioten" alles, überall. Brexit. Französische Wahl. Italienische Wahl. Bundestagswahl. Österreichische Wahl. Niederländische Wahl. Kanadas nächste Wahl. Katalonischer Separatismus. Gilets Jaunes. Der ungarische Premierminister ist ein Putinist. Und es ist mehr, so viel mehr: „Russland und die Bedrohung der liberalen Demokratie: Wie Wladimir Putin die Welt für die Autokratie sichert“. Moskaus unaufhaltsamer "Hybridkrieg" mit den Waffen der Information, der Kultur und des Geldes. Separatismus, Migranten, linker Flügel, rechter Flügel.

 

Klingt, als wären wir diejenigen, die verloren sind.

 

In diesem Rennen der Verlorenen: Wer erlebt zuerst den finalen Untergang?


   "Bravo! Jetzt schlachte den Stier! Das wird dem Bären sicher weh tun!!"

 

 

https://www.strategic-culture.org/news/2018/12/14/us-demands-europe-to-join-its-war-against-russia.html

 

Die USA verlangen, dass sich Europa dem Krieg gegen Russland anschließt

 

von Eric Zuesse, 14.12.2018

 

 

Jene Klausel der US-Verfassung, die eine Kriegserklärung des Kongresses verlangt, bevor sie in ein Land eindringen, wurde in den letzten Jahrzehnten ignoriert. Darüber hinaus werden seit 2012 und der Verabschiedung der Sanktionen des Magnitsky Act gegen Russland durch den Kongress Wirtschaftssanktionen der US-Regierung gegen jedes Unternehmen verhängt, das eine von den USA verhängte Wirtschaftssanktion nicht einhält; ein Unternehmen kann sogar mit einer Geldstrafe von über einer Milliarde Dollar wegen Verletzung einer Wirtschaftssanktion der USA belegt werden. Und so sind Sanktionen jetzt die Art, wie der US-Kongress tatsächlich einen Krieg genehmigt – die neue Art und Weise, nicht mehr die Art und Weise, wie sie in der US-Verfassung beschrieben ist. In dieser Phase der wirtschaftlichen Sanktionen eines Krieges – der Anfangsphase – wird der Krieg jedoch direkt gegen jedes Unternehmen geführt, das gegen eine von den USA verhängte Wirtschaftssanktion verstößt, gegen Russland, den Iran oder jedes andere Zielland des US-Kongresses. Durch solche Sanktionen wird tatsächlich ein Krieg der USA genehmigt – ein „Kriegszustand“.

 

Für den US-Kongress dient die Verabschiedung von Wirtschaftssanktionen gegen ein Land somit nun effektiv als Ermächtigung für den US-Präsidenten, das US-Militär anzuweisen, in dieses Land einzudringen, falls und wann der Präsident dies beschließt. Es ist keine weitere Genehmigung des Kongresses erforderlich (außer nach der US-Verfassung). Diese Anfangsphase eines Krieges bestraft nur die Unternehmen, die von anderen Nationen direkt verletzt werden - nicht das Zielland. Obwohl die US-Regierung das verletzende Unternehmen bestraft, ist das eigentliche Ziel das Zielland (sanktioniert). Sanktionen werden eingesetzt, um dieses Ziel zu strangulieren. Die mit Geldbußen belegten Unternehmen sind nur "Kollateralschäden" in dieser Phase der neuen Kriegsführung Amerikas. In dieser Phase, die heute die erste Phase des Krieges der US-Regierung ist, zwingt die US-Regierung die Unternehmen, sich dem amerikanischen Wirtschaftskrieg gegen das jeweilige Zielland anzuschließen - in diesem Fall ist es ein Krieg gegen Russland; Russland ist das Land, das die US-Regierung in diesem speziellen Fall erwürgen will.

 

Am Dienstag, den 11. Dezember, stimmte das US-Repräsentantenhaus einstimmig (kein Mitglied hat Einspruch erhoben) per Stimmabgabe – nicht aufgezeichnet, so dass niemandem später für irgendetwas die Schuld gegeben werden kann – dafür, dass Präsident Donald Trump Sanktionen in Milliardenhöhe gegen jedes in der EU ansässige Unternehmen verhängen sollte, das mit Russland an der russischen Nord Stream II-Pipeline teilnimmt, um Europa mit Gas zu versorgen. Diese "Resolution", H.Res.1035, trägt den Titel "Opposition gegen die Fertigstellung von Nord Stream II und für andere Zwecke" und schließt mit der Behauptung, dass das Repräsentantenhaus der USA "die Verhängung von Sanktionen gegen Nord Stream II gemäß Abschnitt 232 des Countering America's Adversaries Through Sanctions Act unterstützt". Ohne Einwände von Mitgliedern warnt das Repräsentantenhaus damit die Unternehmen, ihre Geschäfte mit Russland einzustellen, denn die US-Regierung ist entschlossen, dass ein solches Geschäft eingestellt wird und vielleicht auch mit einer Geldstrafe belegt wird. Die US-Regierung setzt ihren Willen durch, als wäre sie der Diktator für die ganze Welt, ohne dass sie überhaupt ihr militärisches, sondern nur wirtschaftliches Zwangsmittel einsetzen muss.

 

Der US-Senat hat noch keinen ähnlichen Gesetzentwurf, aber die einstimmige Verabschiedung dieses Gesetzes im Plenum stellt eine starke Warnung für europäische Unternehmen dar, dass sie, wenn sie die US-Sanktionen nicht befolgen, mit hohen Geldstrafen belegt werden. Es gibt nicht viele Themen, in denen der US-Kongress zu fast 100% einig ist, aber in dieser Phase, der Anfangsphase des amerikanischen Krieges gegen Russland (der Krieg gegen Russland gehört sicherlich zu diesen wenigen Fällen), ist er völlig überparteilich.

 

RT titelt am 12. Dezember die Schlagzeile "US-Gesetzgeber wollen einen Korken in die russische Gaspipeline nach Europa stecken": "Am Montag erklärte Rayner Zele, CEO des österreichischen OMV Energiekonzerns, dass das Unternehmen die Finanzierung der Pipeline im nächsten Jahr fortsetzen wird. Die OMV hat bereits rund 531 Millionen Euro (607 Millionen Dollar) in das Projekt investiert, sagte Zele gegenüber Ria Novosti. Anfang Dezember sagte auch Bundesaußenminister Heiko Maas, dass der Verzicht Berlins auf das Projekt keinen Sinn macht, da Russland weiterhin daran festhalten wird. (Anm.d.Ü.: Mal sehen, was die Aussage des Maasanzugs wert ist) Deutschland hatte Trumps Kritik an dem Projekt zuvor zurückgewiesen, nachdem der US-Führer Berlin beschuldigt hatte, ein "Gefangener" Moskaus zu sein, indem er sich auf die angebliche Abhängigkeit Deutschlands vom russischen Erdgas berief.

 

Wenn die US-Regierung es versäumt, die Volkswirtschaften in den Ländern wie Russland und Iran, gegen die sie Sanktionen verhängt hat, zu strangulieren, dann wäre der nächste Schritt natürlich eine Art bewaffnete Invasion des jeweiligen Ziellandes. Bevor die USA 2003 in den Irak einmarschierten, starben durch Amerikas Wirtschaftssanktionen 100.000 bis 500.000 irakischen Kinder (Anm.d.Ü.: laut der damaligen Außenministerin Albright „war es das wert“), aber dann marschierten die USA ein und zerstörten das Land weitaus mehr als nur das.

 

Wirtschaftssanktionen sind ein Versuch, die – faktische – Kapitulation eines Ziellandes zu erzwingen, ohne jedoch eine militärische Invasion als Zwangsmittel einsetzen zu müssen. Jedes sanktionierte Land befindet sich daher in Bombenreichweite Amerikas und wird auf die eine oder andere Weise erobert werden, es sei denn, die US-Regierung gibt irgendwann nach.

 

Laut der umfangreichsten Studie, die jemals über US-Militärstützpunkte weltweit durchgeführt wurde, gibt es über tausend solcher Stützpunkte, und das ist ein riesiges Vielfaches aller nicht-amerikanischen Militärstützpunkte zusammen. Diese Studie wurde 1995 veröffentlicht. Seit 1995 wurden viele neue US-Militärbasen gebaut und bemannt, wie z.B. mehrere Dutzend in nur einem Land, Syrien, wo die souveräne Regierung sie nie eingeladen hat und sie oft zum Abzug aufgefordert hat, aber sie weigern sich zu gehen. Derzeit gibt die US-Regierung mehr als die Hälfte aller Gelder aus, die weltweit für das Militär ausgegeben werden.

 

Was die Nord Stream II-Pipeline betrifft: Wenn diese Pipeline nie fertiggestellt und in Betrieb genommen wird, so werden die Begünstigten die amerikanischen LNG-Produzenten (Liquefied Natural Gas) und auch die amerikanischen Verbündeten wie Saudi-Arabien und Israel sein. Der Dritte Weltkrieg könnte tatsächlich beginnen, weil die US-Regierung den Produzenten fossiler Brennstoffe in Amerika (und seinen Verbündeten) dient, vor allen anderen Bedenken, die nicht nur die globale Erwärmung, sondern sogar den Weltfrieden selbst betreffen. Das sind die Interessen, die sich tatsächlich im Krieg gegen die ganze Welt befinden. Dies ist keine Meinungsäußerung, sondern eine fundierte und gut dokumentierte Tatsache. Es ist die überwältigend dokumentierte Realität.


https://caitlinjohnstone.com/2018/12/11/assorted-thoughts-on-politics-humanity-and-the-world/

 

Allerlei Gedanken über Politik, die Menschheit und die Welt

 

von Caitlin Johnstone, 11.12.2018

 

 

Das Problem ist nicht nur, dass wir von Tyrannen regiert werden, es ist auch, dass unser Verstand voller Propaganda und kultureller Gedankenviren ist, die uns dazu bringen, ihnen zuzustimmen.

 

Russophobie und eine unkritische Hervorhebung von Trump wurde benutzt, um einen ärgerlich großen Teil der amerikanischen Progressiven so zu verunsichern, dass sie ihren Wunsch nach Veränderung darauf verlegt haben, dass die Dinge wieder so werden, wie sie einmal waren. Sie wollen, dass die Dinge wieder so werden wie sie einmal waren, jene Bedingungen, unter denen Trump entstanden ist.

 

Patriotismus ist wie die blaue Pille in The Matrix. Man nimmt sie und dann fühlt man sich gut in seinem Land. Aber man lernt nicht die Wahrheit darüber kennen.

 

Wenn jeder plötzlich tief aus seinem Bauchgefühl heraus verstehen würde, wie schrecklich Krieg ist, dann würden alle militärischen Aktionen, an denen die USA und ihre Verbündeten derzeit beteiligt sind, aufgrund eines Volksaufstandes schnell zu Ende gehen.

 

Zu wenig diskutiert: Geheimniskrämerische Regierungsbehörden unterstützen Silicon-Valley-Unternehmen. Eine Unterstützung, die sie unter Drohungen leicht den Konkurrenten dieser Konzerne hätten geben können, wenn bestimmte Vereinbarungen nicht getroffen würden.

 

Jeder, der sagt, dass Russland kurz davor steht, in die Ukraine oder in die baltischen Staaten einzumarschieren, der lügt entweder oder er ist ignorant. Eine Nation mit dem Bruttoinlandsprodukt von der Größe Spaniens, die ihren Militärhaushalt gekürzt hat, bereitet sich nicht auf den Dritten Weltkrieg vor.

 

Die Persönlichkeit des russischen Militärs ähnelt der Persönlichkeit des stereotypen russischen Militärveteranen: stoisch und zurückhaltend, wenn sie nicht provoziert werden. Aber bereit und dazu in der Lage, einen in einen Rollstuhl zu verfrachten, wenn man in seinen persönlichen Bereich eindringt. Es sollte entsprechend behandelt werden.

 

Menschen, die nicht glauben, dass diese idiotischen Eskalationen gegen Russland zu einem Atomkrieg führen können, haben sich einfach davon abgekoppelt, alle Möglichkeiten voll zu bedenken. Sie haben dies aus intellektueller Feigheit getan.

 

Demokratische Regierung kann in der Tat ein Instrument des Volkes sein, um den Willen der Öffentlichkeit bei der Zuweisung von Ressourcen und der Sicherstellung, dass für jeden gesorgt ist, umzusetzen. Ein solches System würde unendlich besser funktionieren, als das Schicksal der Menschen durch eine Eliteklasse von soziopathischen Plutokraten bestimmen zu lassen. Das Problem ist, dass die Regierungen nicht demokratisch sind und sich nicht im Einklang mit dem Willen der Menschen bewegen, und bis dahin ist ein solches System unmöglich.

 

Auch die Abwesenheit von Regierung ist ein gangbarer Weg, wenn die Menschheit über ihr bösartiges unbewusstes Muster hinausschreitet. Zu glauben, dass Anarchismus funktionieren kann, bedeutet, an die Möglichkeit dieser Transzendenz zu glauben.

 

Zu glauben, dass der Kapitalismus das bestmögliche System ist, bedeutet zu glauben, dass das bestmögliche System ganz natürlich die Gierigsten, die Hinterhältigsten an die Spitze bringt, und Diejenigen, die am meisten dazu bereit sind, alles zu tun, um voranzukommen, bis hin zur völligen Plünderung unseres Planeten.

 

Die Menschheit wird die gleichen unbewussten Muster immer wieder wiederholen, bis sie entweder aufwacht oder sich selbst zerstört.

 

Das kollektive spirituelle Erwachen der Menschheit wird den Prozess des individuellen spirituellen Erwachens widerspiegeln. Die Dinge werden langsam in das Bewusstsein vordringen, wir werden uns der zugrunde liegenden Kräfte bewusst werden, die unserem Leiden zugrunde liegen. Und wenn sie bewusst werden, können wir sie rückgängig machen und sie bewusst durch Prozesse ersetzen, die uns nützen.

 

Was in Frankreich passiert, zeigt, was passieren kann, wenn die Machthaber die Kontrolle über das Narrativ verlieren. Ein ideologisch übergreifender Aufstand eines Volkes ist das absolut schlimmste Alptraumszenario der herrschenden Klasse; so etwas zu vermeiden ist der eigentliche Grund, warum so viel Energie in eine strenge narrative Kontrolle über plutokratische Medien und politische Manipulation gesteckt wird. (Anm.d.Ü.: Daher werden die Demonstranten als „Gewalttäter“ bezeichnet, als „von Russland gesteuert“ usw.)

 

Eure Herrscher hatten nie Angst vor den Russen, Chinesen, Nordkoreanern oder Terroristen. Das Einzige, was sie je gefürchtet haben, bist du. Konkret hatten sie Angst davor, dass du und deine Landsleute aufhören könnten, den autorisierten Märchen zu glauben; die alten Mechanismen der Unterdrückung und Kontrolle durch schiere Zahlenkraft abzuschütteln, ohne einen Schuss abzugeben, und gemeinsam eine neue Welt zu erschaffen.

 

Wer das Gold hat, macht die Regeln, aber wer das Narrativ kontrolliert, bestimmt, wer das Gold bekommt.

 

Jeder, der versucht, dein Narrativ über dich selbst zu kontrollieren, versucht, dich zu kontrollieren.

 

Niemand hat das Recht, dich zu tyrannisieren oder dir dein Recht zu nehmen, zu deinem eigenen Verständnis der Welt zu kommen, mit deinen eigenen Gedanken, mit deinen eigenen Nachforschungen, indem du keine autoritären Glaubenssätze akzeptierst, egal wie zuversichtlich sie geltend gemacht werden. Ihr seid unendlich qualifizierter, um zu eurem eigenen Verständnis darüber zu kommen, was vor sich geht, als jeder andere, der qualifiziert ist, das für euch zu tun. Und es ist euer souveränes Recht als Mensch, diese Erkenntnis zu äußern.

 

Persönliche, politische und gesellschaftliche Probleme gehen letztlich alle auf die Souveränität zurück. Mit dem Bewusstsein für all die unzähligen Wege gehen wir über unsere eigenen souveränen Grenzen hinaus und dringen in die Souveränität anderer ein, sei es persönlich, ideologisch, national oder ökosystemisch. Das ist der Weg zur Schaffung einer Utopie, in der wir alle im Interesse des Gemeinwohls miteinander und mit unserer Umwelt zusammenarbeiten können.

 

Was in etwa einer Generation entsteht, ist eine von drei Möglichkeiten: totale Freiheit, totale Sklaverei oder totale Vernichtung. Tut mir leid, ihr Zentristen, aber es gibt keine Zwischenoption. Das Zusammentreffen von KI, Automatisierung und einer zunehmend paranoiden und kontrollwütigen Eliteklasse bedeutet, dass wir wahrscheinlich mehr Überwachung, mehr Manipulation, mehr Arbeit für weniger Lohn ausgesetzt sein werden, wenn Arbeitsplätze zusammen mit den (sozialen) Sicherheitsnetzen verschwinden, wenn wir uns nicht ganz zerstören. Oder wir ändern unser Bewusstsein so schnell, dass wir das mangelgetriebene Strafsystem, das von den Menschen verlangt, dass sie für ihren Lebensunterhalt arbeiten, vollständig abschaffen und den Überfluss annehmen, der hier bereits vorhanden ist. Wir werden aus freiem Willen und in unserem eigenen Tempo arbeiten und die Dinge tun, die wir tun wollen. Wenn das schwer vorstellbar ist, flehe ich dich an, versuche, es dir vorzustellen und erkenne, wie es möglich sein könnte. Es ist nicht so schwer. Wir haben bereits alle Werkzeuge, die wir brauchen.

 

Menschen sind so explosionsartig schöne, geniale Zauberer. Es wäre eine verdammte Schande, wenn wir uns auslöschen würden, bevor wir das wirklich erkennen.


http://thesaker.is/saker-2018-man-of-the-year-the-american-dissidents/

 

Der Saker kürt den „Mann“ des Jahres 2018: Die amerikanischen Dissidenten

 

vom Saker, 13.12.2018

 

 

Einmal im Jahr tue ich so, als wäre mein Blog eine Art "respektables" Mainstream-Outlet und ich mache die (zugegebenermaßen völlig alberne!) Ritual, einen "Mann" zu nominieren (sorry, "Person" ist unerträglich politisch korrekt und wenn man diesen Weg geht, bezeichnet man am Ende mental gestörte Freaks als "ze/zir/zee/zee/etc" und dergleichen). Hey, wenn man nicht die Art von Finanzierung anglozionistischer Propagandamöglichkeiten bekommt, dann lasst uns zumindest so tun, als würden wir einmal im Jahr auf gleicher Augenhöhe kämpfen, oder? Einmal im Jahr tue ich so, als wäre ich kein einsamer "Deplorable“ und wähle meine eigenen Helden des Tages und das gibt mir das Gefühl, dass ich mit Propaganda-Klitschen wie Time Mag oder The Economist zeitweise „auf Augenhöhe" bin.)

 

Zu Eurer Information: Zu den ehemaligen Nominierten gehörten "der syrische Soldat" (2013), "der russische Soldat" (2014), "die russischen Piloten in Syrien, Generalmajor Qasem Soleimani und Alexander Zakharchenko". (2015), "der amerikanische Haufen der Bedauernswerten" (2016) und "alle, die ihr Leben für Syrien gegeben haben" (2017).

 

(Jetzt tut bitte so, als würdet ihr einen dramatischen Trommelwirbel hören..........)

 

Meine Damen und Herren, die Auszeichnung "Saker man of the year" 2018 geht gemeinsam an: (in alphabetischer Reihenfolge)

 

Die amerikanischen „Dissidenten“: Stephen Cohen, Bonnie Faulkner, Paul Craig Roberts und Ron Unz

 

Hier sind die Gründe für meine Wahl:

 

Bei all dem leeren Gerede über Meinungsfreiheit, Vielfalt, Pluralismus und dergleichen ist die traurige Wahrheit, dass die USA keine Demokratie sind, sondern eine eher autoritäre Plutokratie mit stark ausgeprägten Elementen eines totalitären Regimes. Es ist wahr, dass (noch!) niemand (von dem ich weiß) in ein Arbeitslager geschickt wurde oder in einem Keller erschossen wurde (noch nicht!), weil er es gewagt hatte, sich gegen die Macht zu stellen. Aber wir müssen uns auch an den Witz erinnern, der besagt, dass "ein totalitäres Regime eines ist, das dir befiehlt, "die Klappe zu halten", während eine liberale Demokratie einfach sagt: "Rede weiter!". Darin steckt viel Wahrheit. Als erfahrener antisowjetischer Aktivist, der sich dem Sowjetregime widersetzte und gegen es kämpfte, kann ich bestätigen, dass es bei der Unterdrückung von Dissens viel weniger effektiv war als das US-Regime. Darüber hinaus bin ich mir auch sicher, dass das Sowjetregime weitaus mehr Unterstützung in der Bevölkerung fand als die derzeitige US-Plutokratie.

 

Nebenbemerkung: Es ist wichtig, an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass mit einigen sehr wichtigen und jetzt leider vergessenen Ausnahmen (wie Alexander Solschenizyn, Igor Ogurtsov, Leonid Borodin und einigen anderen) die überwiegende Mehrheit der so genannten "sowjetischen Dissidenten" überhaupt keine russischen Patrioten waren und viele von ihnen in der Tat tollwütige Russenhasser waren. Außerdem behandelten sowohl der Westen als auch das Sowjetregime die russischen patriotischen Gegner (sie sollten nicht als "Dissidenten" bezeichnet oder mit ihnen in Verbindung gebracht werden) viel schlechter als die Russophobiker. Im Westen wurden russische Patrioten als "autoritäre Monarchisten" und natürlich als "Antisemiten" bezeichnet, während die pro-westlichen Dissidenten bei Radio Liberty, Radio Free Europe, Voice of America, dem Russian Service der BBC und dem Rest der westlichen Propagandamedien volle Unterstützung erhielten.

 

Was das Sowjetregime betrifft, so ist es auch interessant zu sehen, wie es zwischen patriotischen Gegnern und den prowestlichen, russophoben "Dissidenten" unterschieden hat: Erstere wurden typischerweise nach Artikel 70 des Strafgesetzbuches der RSFSR (Antisowjetische Agitation und Propaganda - 3 bis 10 Jahre) hart verurteilt, während letztere typischerweise nach dem viel nachgiebigeren Artikel 190 (Verteilung wissentlich falscher Fabrikationen, Diskreditierung des sowjetischen Staates und des Sozialsystems - bis zu 3 Jahre) verurteilt wurden. Schließlich wurde den Russophoben viel Geld gegeben, während die antisowjetischen Patrioten nur auf die Hilfe des eher kleinen patriotischen russischen antisowjetischen Widerstands innerhalb der UdSSR und im Ausland (einschließlich meiner Wenigkeit) zählen konnten.

 

Noch trauriger ist, dass heutzutage in Russland die russischen patriotischen, antisowjetischen Gegner entweder vergessen oder, schlimmer noch, von Menschen, die noch nie viel von Solschenizyn oder Ogurtsov oder Borodin gelesen haben, diese den Rusophoben gleichgestellt werden, die aber kategorisch behaupten, dass sie "mir einen antisowjetischen Aktivisten zeigen und ich Ihnen einen Russophoben zeigen werde" (was nach dieser Definition auch mich einbeziehen würde....). Ich verstehe, dass dies die unvermeidliche "Rückkehr des historischen Pendels" nach Jahrzehnten ist, in denen die antisowjetische Propaganda die Übel des Sowjetregimes (dessen Übel sehr real waren, aber nicht annähernd so gewaltig und böse, wie es von den antisowjetischen Aktivisten, sehr gerne auch von mir, zu meinem großen Bedauern angenommen wurde) enorm übertrieben hat.

 

Im Moment ist das Pendel viel zu weit entfernt, um die Übel und Verbrechen des Sowjetregimes quasi vollständig zu beschönigen, aber mit der Zeit wird es eine Art faktenbasiertes Gleichgewicht erreichen, bei dem die antisowjetischen patriotischen Gegner als das anerkannt werden, was sie wirklich waren und nicht mit den russophoben Dissidenten in einen Topf geworfen werden.

 

Die Wahrheit ist, dass das Bildungsniveau, einschließlich der politischen Bildung, in der UdSSR weitaus höher war als heute in den USA und dass die sowjetische Propagandamaschine im Vergleich zur milliardenschweren AngloZionistischen Propagandamaschine des Imperiums (vergleichsweise) eher gutartig und völlig ineffektiv und ungeschickt war. Die sowjetische offizielle Ideologie war übrigens viel pluralistischer und die sowjetischen Medien viel vielfältiger als die westlichen Unternehmensmedien (ich weiß, ich habe beide für einige Jahre gelesen). Während westliche Dissidenten also nicht physisch unterdrückt werden (zumindest noch nicht!!), ist ihr Kampf in gewisser Weise viel härter und einsamer. Das sehen wir im Leben meiner vier Nominierten (wiederum in alphabetischer Reihenfolge):

 

Professor Stephen Cohen

 

Bereits während des Kalten Krieges war Professor Cohen ein (damals anerkannter und gefeierter) Weltklasse-Experte für die Sowjetunion und eine respektierte Stimme der Vernunft. Die Liberalen liebten ihn besonders wegen seiner Ansichten. Als Putin an die Macht kam, fiel Stephen Cohen jedoch nicht in die russophobe Falle der US-Liberalen, und er wagte es, sich offen zu äußern und nahm eine Position ein, die der vieler seiner (jetzt ehemaligen) Anhänger diametral entgegengesetzt war. Dafür wurde er verunglimpft, reichlich beleidigt und Dinge wie "Putins amerikanischer Apologet" genannt, "Putins Kumpel", ein "verzweifelter Putin-Apologet" und sogar ein "erbärmliches Putin-Double"! Das zeigt, dass die englische Sprache zwar (noch!) nicht das Äquivalent des "wunderbaren" deutschen Ausdrucks "Putinversteher" hat, aber das Niveau der intellektuellen Intoleranz der US-Liberalen genauso tollwütig ist wie das ihrer deutschen Kollegen. Das gleiche Phänomen geschah mit Alexander Solschenizyn, der anfangs der Liebling des Westens für die Kritik am Sowjetregime war, aber sobald sich seine Kritik gegen den Westen wandte, wurde er sofort gemieden und verunglimpft (von genau den gleichen Leuten, die jetzt übrigens Professor Cohen beschmutzen und verunglimpfen).

 

Bonnie Faulkner

 

Bonnie ist schon seit vielen Jahren eine Heldin von mir. Ihre Show „Guns and Butter“ war eine der interessantesten und originellsten Radiosendungen aller Zeiten und für einen kurzen Zeitraum war das wirklich das Flaggschiff der Pacifica Public Radio Networks. Bonnie, eine der besten Interviewerinnen unserer Zeit, lud regelmäßig faszinierende und einzigartige Gäste ein und führte mit ihnen wunderbare, offene und absolut faszinierende Interviews. Dann beging Bonnie ihr erstes "Verbrechen": Sie wagte es, an dem offiziellen 9/11-Märchen zu zweifeln. Schon das hat sie beim ersten Mal fast verbannt. Dann tat Bonnie etwas noch "Schlimmeres" – sie schluckte nicht dieses ganze offizielle "Putin ist ein Monster"-Sperma, diese "die Russen taten es" Geschichte. Noch schlimmer, Verbrechen aller Verbrechen, wurde Bonnie jetzt vom KPFA General Manager offiziell als "Holocaust-Leugnerin" bezeichnet. Für all diese "Verbrechen" wurde ihre Show einfach beendet (bis Ron Unz sich entschied, sie in der Unz Review zu moderieren!). Der abscheulichste Teil von allem ist, dass Bonnie von jenen zensiert wurde, die verzweifelt versuchen, sich als eine Art "progressive" Bewegung auszugeben, während sie in Wirklichkeit nur die üblichen intoleranten russophoben Trotzkisten sind, die sich unter einem neuen Mantel des Pseudoliberalismus verstecken.

 

Paul Craig Roberts

 

Eine weitere Geschichte eines "in Ungnade Gefallenen" – diesmal von der konservativen Rechten, die Roberts für seine konservativen Werte bewunderte, bis auch er es wagte, die offizielle Erzählung über Putin und Russland in Frage zu stellen, und stattdessen jeden Schritt der Führer des Imperiums verurteilte, die unseren Planeten einem globalen Atomkrieg näher bringen. Wie Kassandra war Roberts eine unermüdliche Stimme in der (quasi totalen) "Wüste", die uns vor der immensen Gefahr warnte, die uns allen aufgrund der kranken messianischen und imperialistischen Ideologie der Führer des AngloZionistischen Imperiums droht. Dafür wurde er verspottet und beleidigt, aber keine dieser hasserfüllten Ad-hominem-Propaganda hat es geschafft, ihn zum Schweigen zu bringen. Roberts fürchtet eindeutig niemanden und seine Stimme bleibt eine der mächtigsten in unserer Friedensbewegung.

https://www.paulcraigroberts.org/

 

Ron Unz

 

Ron Unz' Kampf für die Zukunft der USA (denn genau das ist es) ist nicht so sehr auf Russland ausgerichtet wie der von Stephen Cohen oder Paul Craig Roberts, sondern wie Bonnie Faulkner widmete Ron Unz sein Talent und sein Leben der Erhaltung der wahren, im Gegensatz zur fiktiven, freien Meinungsäußerung in den USA. Die Unz Review ist inzwischen zum de-facto-Führer der freien Meinungsäußerung in den USA geworden, ein Who-is-Who aus politischen Dissidenten, Imperiums-Gegnern und verschiedenen "Gedankenverbrechern" (einschließlich meiner Wenigkeit) und einem sehr breiten Spektrum von Anti-Imperium-Ansichten, das von Paläo-Libertären (wie Ilana Mercer) bis zu dem reicht, was ich einen Paläo-Progressiven nennen würde (wie Michael Hudson), zu Paläokonservativen wie (Pat Buchananan) zu Antizionisten (wie Norman Finkelstein) und vielen, vielen, vielen, anderen. Nicht nur das, sondern Ron hat auch eine erstaunlich mutige und interessante Artikelserie mit dem Titel "American Pravda" gestartet, in der Ron Unz mehr heilige Kühe und unausgesprochene Tabus enthüllte als jede andere Persönlichkeit des öffentlichen Lebens in der jüngsten Erinnerung. Ich empfehle dir sehr, jeden einzelnen dieser erstaunlichen Texte zu lesen und selbst zu sehen, wie intellektuelle Ehrlichkeit und Mut kombiniert werden können, um das zu erreichen, was meiner Meinung nach als eine wirklich historische Leistung für die intellektuelle Freiheit anerkannt werden wird.

http://www.unz.com/author/ron-unz/

 

Besser als nur Dissidenten: " Kinder Gottes"!

 

Stephen Cohen, Bonnie Faulkner, Paul Craig Roberts und Ron Unz sind alle wahre Helden, deren Kämpfe alle eines gemeinsam haben: Sie sind alle Kämpfe für den Frieden. So gelten die Worte Christi "Selig sind die Friedensstifter; denn sie werden die Kinder Gottes genannt werden" (Mt 5,9) voll und ganz für sie alle. Sie sind auch leuchtende Beispiele für das, was ich "den anderen Westen" nenne, einen Westen, der weit davon entfernt ist, ständig auf messianische Arroganz zu setzen (wie es alle "offiziellen" Intellektuellen im gesamten politischen Spektrum tun), sondern die USA zu einem normalen, gesunden und vernünftigen Land zu machen, in dem intellektuelle Freiheit und Meinungsfreiheit nicht nur fadenscheinige Slogans sind. Cohen, Faulkner, Roberts und Unz teilen nicht unbedingt die gleichen Ansichten, und auch ich bin nicht unbedingt immer mit allem einverstanden, was sie sagen, aber diese Gemeinsamkeit des Zwecks, ihr gemeinsamer Wunsch, wahre Freiheit durch Frieden zu erreichen, und ihr immenser persönlicher Mut sind das, was sie, glaube ich, vereint und sie zu idealen Vorbildern und Beispielen für eine viel größere, wenn auch verborgene Realität macht: Es gibt viele Menschen, die in den USA und anderswo für Freiheit und Frieden kämpfen. Die vier Ausgewählten sind alle leuchtende Beispiele für diesen "anderen Westen", aber sie sind auch die Reise eines viel größeren Eisbergs des Widerstandes gegen das Imperium, beginnend mit der großartigen 9/11-Wahrheitsbewegung, aber auch mit vielen, vielen anderen "Widerständlern" (ich denke an Ron Paul, Chris Hedges und möglicherweise sogar an Tulsi Gabbard).

 

Willst du denn den Gerechten mit den Gottlosen umbringen?

 

Selbst in unserer nachchristlichen Welt (die eigentlich sehr ähnlich aussieht wie Sodom und Gomorra) erinnern sich die meisten von uns wahrscheinlich daran, wie Abraham Gott darum bat, die Gerechten nicht mit den Bösen zu vernichten. (Gen 18:23) Cohen, Faulkner, Roberts und Unz sind sehr gute Beispiele für die Art von rechtschaffenen Menschen, um derentwillen wir hoffen können, dass Gott den Westen und den Rest der Welt vor der Zerstörung bewahrt (die die Neokons uns bringen werden, wenn wir sie nicht aufhalten). Cohen und Roberts sind im Runet (russisches Internet) bekannt, Faulkner und Unz weniger, aber ich hoffe, dass mit der Zeit alle an sie erinnert und als Menschen anerkannt werden, die nicht nur weggeschaut oder geschwiegen haben, sondern die ihrem Gewissen gefolgt sind und gehandelt haben.

 

Ich möchte hier mit einem schönen Gedicht von Bobby Sands schließen, das meiner Meinung nach für all jene gilt, deren Gerechtigkeit und Mut uns die Barmherzigkeit Gottes einbringen könnten.

 

Der Saker

 

                                                                                                          The Rhythm Of Time

 

There’s an inner thing in every man,
Do you know this thing my friend?
It has withstood the blows of a million years,
And will do so to the end.

 

It was born when time did not exist,
And it grew up out of life,
It cut down evil’s strangling vines,
Like a slashing searing knife.

 

It lit fires when fires were not,
And burnt the mind of man,
Tempering leadened hearts to steel,
From the time that time began.

 

It wept by the waters of Babylon,
And when all men were a loss,
It screeched in writhing agony,
And it hung bleeding from the Cross.

 

It died in Rome by lion and sword,
And in defiant cruel array,
When the deathly word was ‘Spartacus’
Along the Appian Way.

 

It marched with Wat the Tyler’s poor,
And frightened lord and king,
And it was emblazoned in their deathly stare,
As e’er a living thing.

 

It smiled in holy innocence,
Before conquistadors of old,
So meek and tame and unaware,
Of the deathly power of gold.

 

It burst forth through pitiful Paris streets,
And stormed the old Bastille,
And marched upon the serpent’s head,
And crushed it ‘neath its heel.

 

It died in blood on Buffalo Plains,
And starved by moons of rain,
Its heart was buried in Wounded Knee,
But it will come to rise again.

 

It screamed aloud by Kerry lakes,
As it was knelt upon the ground,
And it died in great defiance,
As they coldly shot it down.

 

It is found in every light of hope,
It knows no bounds nor space
It has risen in red and black and white,
It is there in every race.

 

It lies in the hearts of heroes dead,
It screams in tyrants’ eyes,
It has reached the peak of mountains high,
It comes searing ‘cross the skies.

 

It lights the dark of this prison cell,
It thunders forth its might,
It is ‘the undauntable thought’, my friend,
That thought that says ‘I’m right!’

 

poem by Bobby Sands (1954-1981)

 


https://www.strategic-culture.org/news/2018/12/12/noose-tightens-around-eu-neck.html

 

Die Schlinge um den Hals der EU zieht sich weiter zu

 

von Tom Luongo, 12.12.2018

 

 

Die Proteste vom vergangenen Wochenende in ganz Frankreich könnten weitaus mehr Schaden angerichtet haben, als nur eingeschlagene Fenster und gestohlene iPhones. Die tief sitzende französische Wut über die neoliberale globalistische Politik von Präsident Emmanuel Macron wurde endlich gehört.

 

Und Macrons Antwort könnte genau das sein, was nötig ist, um das zu zerstören, was von der Glaubwürdigkeit des imperialen Europas übrig geblieben ist.

 

Macrons Umgang mit diesen Protesten war einfach nur hundsmiserabel. Er begann den November als Liebling des globalistischen Jet-Sets, den ich gerne The Davos Crowd nenne, und kritisierte jeden Sinn von Nationalstolz, indem er ihn mit Terrorismus verglich.

 

Er forderte auch die Gründung einer Großen Armee der EU und drängte energisch auf die Bankenföderalisierung, um über Brüssel die Macht über die Währung zu festigen, die wahre Achillesferse der EU.

 

Dann führte eine geplante Steuererhöhung für Dieselkraftstoff, die den Franzosen als Mittel zur Bekämpfung der globalen Erwärmung verkauft wurde, als Teil des unstillbaren Wunsches der EU, gegen Klimawindmühlen zu kämpfen, zu landesweiten friedlichen Protesten.

 

Zu diesem Zeitpunkt nannte Macron die Demonstranten "Schläger".

 

Und jetzt, nach zwei Wochenenden der Gewalt und der Abschaffung der Dieselsteuer, taucht Macron aus seinem Bunker auf, um das Engagement Frankreichs zu bekräftigen, gegen die Gewalt vorzugehen. Aber gleichzeitig, wie von Zerohedge berichtet, fordert er erhebliche Steuersenkungen und Sozialausgaben:

 

Macron - dessen Zustimmungswerte auf einem absoluten Tiefpunkt sind, sagt, dass er seine Regierung gebeten hat, ab Januar die Löhne um 100 Euro pro Monat als Teil einer Reihe neuer Maßnahmen zu erhöhen, die am Dienstag im Detail veröffentlicht werden. Er kündigte auch an, dass Überstunden nicht der Lohnsteuer unterliegen werden und dass seine Regierung eine Steuererhöhung für arme und einkommensschwache Rentner abschaffen wird. Darüber hinaus forderte Macron die Unternehmen auf, Jahresabschlussboni zu zahlen, die nicht besteuert werden, und wird eine CSG-Abgabe (Abgaben zur Sozialversicherung) auf Renten unter 2.000 Euro pro Monat aussetzen.

 

Macron sagte auch, dass die Einwanderung "ebenfalls diskutiert werden muss", da sich die Stimmung gegen Einwanderer in ganz Europa ausgebreitet hat.

 

Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber Frankreich weist bereits ein Haushaltsdefizit auf, das den EU-Vorschriften widerspricht. Also, wie wird Macron für diese Programme und Kürzungen bezahlen?

 

Interessiert das Brüssel überhaupt?

 

Nein, tun es nicht, weil Macron einer von ihnen ist, so dass alles, was seine Regierung vor dem Untergang retten kann, toleriert wird. Aber was dieser Schritt von Macron bedeutet, ist, wie nah die Gelben Westen am Sieg sind. Denn es ist unmöglich, dass solche Dinge auf dem Tisch liegen würden, wenn sich die politischen Winde nicht weit genug gedreht hätten, um ihn arg gefährdet dastehen zu lassen.

 

Da seine Zustimmung schneller fällt als der Aktienkurs der Deutschen Bank, musste Macron etwas tun, um die Flut gegen ihn aufzuhalten. Es ist so schlimm, dass selbst der Rest des französischen politischen Establishments seine Messer wetzt, auf der Suche nach einem Misstrauensvotum und seinem Rücktritt.

 

Somit ist dies ein verzweifeltes Angebot, um den Zorn zu unterdrücken, indem es etwas Geld herumwirft und Steuererleichterung für die Leute unterstützt, die gegen ihn randalieren und um die Meinung der Öffentlichkeit zu seinen Gunsten zu drehen.

 

Ich stelle fest, dass Marine Le Pen ihren Mund in dieser Angelegenheit größtenteils geschlossen hielt, sodass der Sturm von selbst Stärke gewinnt. Es ist mehr als eine Woche her, dass sie die Auflösung des französischen Parlaments gefordert hat, das wäre das erste Mal nach 20 Jahren.

 

Und in meinen Augen ist das eine sehr gute Sache. Le Pen ist eine spaltende Figur, und dadurch, dass sie sich da heraushält, gibt es den gefügigen europäischen Medien keine Chance, diese Proteste mit ihr und "rechtsextrem" und "alt-right" zu verknüpfen, die sie besetzen soll.

 

Stattdessen hatten sie nichts anderes zu tun, als sich auf die Proteste selbst zu konzentrieren, während sie ein lahmes "Russland hat schon wieder Proteste gehackt"-Narrativ ohne Beweise oder Ursache vermarkten wollten.

 

Das Beste an diesem Schritt von Macron ist, dass der Italiener Matteo Salvini, ein Mann, der durch die Menschenmassen in Rom spaziert, als wäre er der Messias, dies nutzen kann, um italienische Leidenschaften zu entfachen (keine schwierige Sache, sage ich euch), weil die EU sie in Bezug auf ihren Haushalt ungerecht behandelt.

 

Salvini betrachtet diesen Vorschlag von Macron, als würde wirklich Manna vom Himmel fallen. Aber hat die EU wirklich eine andere Wahl? Wenn du über die Klippe getreten bist und fällst,dann tut man alles, um nicht unten aufzuschlagen, unabhängig von langfristigen Schäden. Es zählt nur noch das Überleben.

 

Und genau dort befinden sich die EU und Macron jetzt. Jede Aktion, die sie unternehmen, um diese dysfunktionale und tyrannische Vereinigung zusammenzuhalten, zieht nur die Schlinge um den Hals weiter zu und beschleunigt ihren letztendlichen Untergang.

 

Je mehr sie kämpfen, um die Kontrolle an einer Stelle zu behalten, desto mehr stärken sie ihre Feinde an einer anderen.

 

Dem kleinen niederländischen Jungen in Brüssel gehen die Finger aus. (Anm.d.Ü.: Das ist eine Anspielung auf ein Kinderbuch über den kleinen Hans Brinker, der Holland vor der Überflutung rettet, indem er seinen Finger in den löchrigen Deich steckt.)


https://www.strategic-culture.org/news/2018/12/12/despite-macron-tv-mea-culpa-france-set-for-showdown.html

 

Trotz Macrons „Mea Culpa“ im Fernsehen steuert Frankreich auf einen Showdown zu

 

von Finian Cunningham, 12.12.2018

 

 

Trotz eines im Fernsehen übertragenen Auftritts von Demut und Sympathie scheint es dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron nicht gelungen zu sein, die Stimmung aus nationaler Wut über weitreichende wirtschaftliche Missstände zu unterdrücken.

 

Die Hauptstadt Paris und andere französische Großstädte werden somit das fünfte Wochenende in Folge von Protesten erleben – oder "Fünfter Akt", wie die Demonstranten sagen.

 

Fast 24 Stunden nach Macrons Fernsehansprache tötete ein Bewaffneter in der östlichen Stadt Straßburg drei Menschen und verletzte Dutzende weitere, was die französischen Behörden veranlasste, den Ausnahmezustand zu verhängen. Die verschärften Spannungen in Frankreich mit den eingesetzten Hochsicherheitskräften kommen, während für dieses Wochenende Protestmärsche gegen die Regierung Macron geplant sind.

 

Nach Wochen seines Schweigens über wachsende zivile Zwietracht sprach Macron schließlich die Nation in einer 14-minütigen, zuvor aufgezeichneten Rede am Montagabend an. Er klang zerknirscht und sogar bescheiden und akzeptierte, dass er die Bürger mit seinen distanzierten Worten und seiner Haltung "beleidigt" hatte.

 

Der Präsident kündigte auch konkrete Zugeständnisse an: eine Erhöhung des Mindestlohns um 100 Euro pro Monat, die Abschaffung der Steuern für Rentner mit niedrigem Einkommen und die Befreiung des Überstundenlohns von der Steuer.

 

Aber die Demonstranten in der so genannten Gelbwesten-Bewegung haben zum Ausdruck gebracht, dass sie das verachten. Sie sagten, dass Macrons im Fernsehen übertragene Zugeständnisse "Krümel" und "zu wenig und zu spät" seien. Das Ergebnis ist, dass an diesem Wochenende wieder Demonstrationen in der französischen Hauptstadt und anderen Großstädten stattfinden werden. Der wöchentliche Stillstand bringt die französische Wirtschaft in eine Krise.

 

Die jüngste tödliche Schießerei in Straßburg am Dienstagabend könnte die Wochenendproteste vor den nachfolgenden Sicherheitskonflikten und der Angst vor weiterer Gewalt in Unordnung bringen. Eine Frage, die viele Demonstranten stellen, ist: Wer profitiert vom Zeitpunkt der Straßburger Morde?

 

Was die Regierung Macrons zweifellos weiter verunsichert, ist, dass die öffentlichen Proteste in allen sozialen Sektoren zu wachsen scheinen. Arbeiter im öffentlichen Dienst und Studenten planen, sich an der Sache zu beteiligen. Es entsteht eine generalisierte öffentliche Revolte – sie erinnert an die epische Revolution von 1968, die die amtierende Regierung von Präsident Charles de Gaulle zumindest vorübergehend stürzte.

 

Die Proteste brachen Anfang November erstmals wegen der geplanten Erhöhung der Kraftstoffsteuern der französischen Regierung aus. Französische Autofahrer, die als gesetzliche Sicherheitsmaßnahme gut sichtbare gelbe Westen in ihren Fahrzeugen mitführen müssen, waren die ersten, die auf die Straße gingen. Aber was mit einer spezifischen Kraftstoffsteuerproblematik begann, hat sich ausgeweitet und zu einer breiten Volksrevolte gegen Macrons neoliberale kapitalistische Politik geführt.

 

Das Problem für Macron ist, dass er einfach nicht anders kann, als elitär zu klingen – und unehrlich. Während seines "mea culpa" Fernsehauftritts hat er vielleicht Zugeständnisse bei Löhnen und Steuern gemacht, aber der Präsident hat einen großen Teil seiner nationalen Rede damit verbracht, die Demonstranten wegen Gewaltanwendung zu verurteilen. Er sagte, dass die öffentliche Wut zwar "tief und in vielerlei Hinsicht legitim" sei, es aber "keine Entschuldigung für Gewalt" gebe.

 

Am vergangenen Wochenende waren bis zu 90.000 französische Bereitschaftspolizisten und Truppen im ganzen Land im Einsatz, um Demonstrationen einzudämmen. Hunderte (Anm.d.Ü.: eigentlich sind es Tausende) von Demonstranten wurden verhaftet und "präventiv" inhaftiert. Es gab auch Szenen unnötiger Brutalität durch die Polizei, als friedliche Demonstranten mit Tränengas und Wasserwerfern beschossen wurden.

 

Wenn Macron "es gibt keine Entschuldigung für Gewalt" predigt, klingen seine Worte banal und heuchlerisch, wenn man bedenkt, wie unangebracht die Gewalt ist, die der französische Staat selbst angewendet hat.

 

Darüber hinaus betrachten immer mehr Franzosen eine Wirtschaftspolitik, die den Arbeitnehmern und ihren Familien einen angemessenen Lebensunterhalt vorenthält, als eine Form der staatlich verordneten Gewalt. Politische Entscheidungen, die Menschen in Armut und Entwürdigung treiben, sind ein System der Gewalt.

 

In seiner TV-Mea-Culpa-Vorlesung sagte Macron trotzig, er werde die Steuern für die sehr wohlhabenden Franzosen nicht wieder einführen. Seine frühere Entscheidung, diese Steuer abzuschaffen, brachte ihm den Spitznamen "Präsident der Reichen" ein. Es war diese Befriedigung der Reichen in Kombination mit der Einführung von Kraftstoffsteuern, die die Mehrheit der Arbeiter am härtesten traf, die den gegenwärtigen Aufstand ausgelöst haben.

 

Die vorgeschlagenen Treibstoffabgaben – die Macron inzwischen als Zugeständnis an die Demonstranten aufgegeben hat – wurden als Notwendigkeit geschildert, Steuergelder aufzubringen, um "ökologische Veränderungen" in der französischen Gesellschaft zu bezahlen. Macron hat sich international geschickt als Verfechter des Klimaschutzes präsentiert. Einige politische Beobachter in den USA auf der so genannten "liberalen Linken" haben Macron als "Anti-Trump-Figur" begrüßt. Er spricht sicherlich mit "umweltfreundlicher" Rhetorik und sagt, dass er den Planeten "wieder groß machen" will (ein Seitenhieb auf Trump), und dass wir dringend Maßnahmen ergreifen müssen, um den Klimawandel abzuwenden, denn "es gibt keinen Planeten B".

 

Macrons scheinbar progressive ökologische Rhetorik widerlegt jedoch einen Politiker, der tief konservativ gegenüber dem wirtschaftlichen Status quo ist. Ein Status quo, der über Jahrzehnte hinweg die Verarmung von immer mehr Arbeitern mit sich brachte, während der sehr reiche Reichtum immer mehr Reichtum einbrachte. Das ist die soziale Situation aller kapitalistischen Länder, nicht nur Frankreichs, aber die Franzosen unternehmen etwas dagegen.

 

Was Macron mit seinen inzwischen geplatzten Vorschlägen zur Kraftstoffsteuer zeigte, war eine paternalistische Verachtung für die Mehrheit der Gesellschaft. Er beabsichtigte, die finanzielle Belastung durch ökologische Veränderungen auf die Schultern der einfachen Arbeiter zu legen und gleichzeitig den ohnehin schon Reichen einen großen, fetten Profit zu geben.

 

Der ehemalige Investmentbanker der Rothschilds ist sicherlich kein Progressiver – trotz seiner anspruchsvollen Rhetorik. Wenn er wirklich "den Planeten wieder groß machen" wollte, dann sollte Macron die Reichen und die Konzerne besteuern, nicht arme Arbeiter, die jeden Tag Hunderte von Kilometern fahren müssen, weil sie es sich nicht leisten können, Häuser in Stadtgebieten zu kaufen oder zu mieten. Wenn Macron wirklich fortschrittliche Ideen hätte, dann könnte seine Regierung alle Arbeiter finanzieren, um eine Vier-Tage-Woche bei vollem Lohn zu arbeiten, so dass ein Tag ohne Pendelverkehr die Umweltverschmutzung verringern würde.

 

Es gibt unzählige fortschrittliche Politiken, die innovativ sein könnten, die das Leben der einfachen Menschen verbessern und gleichzeitig die Gesellschaft zu einer ökologisch nachhaltigeren Existenz führen würden. Macron ist ein Plutokrat, der die einfachen Menschen noch mehr für seine reichen Klassenkameraden ausnehmen will – unter dem Deckmantel der "Umweltfreundlichkeit".

 

Französische Demonstranten haben Recht, wenn sie Macrons „Fernseh-Krümel" der Entschädigung durchschauen. Die Ungerechtigkeit, Entmenschlichung und der kriminelle Militarismus des Kapitalismus sind zu weit gegangen, um durch eine Mindestlohnerhöhung oder eine andere schleimige Maßnahme gemildert zu werden.

 

Deshalb stehen die französische Hauptstadt und andere Städte in den kommenden Wochen vor noch mehr Aufständen. Auch die Öffentlichkeit in anderen europäischen Ländern lässt sich von den Franzosen inspirieren, ebenfalls auf die Straße zu gehen und ihre natürliche Gerechtigkeit zu fordern.

 

Macrons scheinbar beruhigende Worte waren ominös mit dunklen Drohungen von mehr staatlicher Gewalt durchsetzt, sollten die Demonstranten seine "Angebote" nicht annehmen. An einem Punkt seiner Fernsehansprache sagte der Präsident, der kürzlich den entehrten Vichy-Chef und Nazi-Kollaborateur Philippe Pétain lobte, über die Proteste: "Wenn Gewalt entfesselt wird, endet die Freiheit."

 

Die tödliche Schießerei in Straßburg am Dienstagabend, 24 Stunden nach der Rede von Macron, hat den Verdacht auf eine vorsätzliche Provokation durch die französischen Sicherheitsdienste geweckt, um die Gesellschaft generell zu militarisieren und geplante Proteste in der Hauptstadt an diesem Wochenende zu verhindern. Berichten zufolge war der Schütze den französischen Behörden als nationales Sicherheitsrisiko bekannt. Sein Haus in Straßburg wurde Stunden vor seinem angeblichen Waffenangriff überfallen, aber der Verdächtige entging der Gefangennahme. Nach der Schießerei, bei der drei Menschen getötet wurden, hat Frankreich seine nationale Alarmstufe auf das höchste Niveau erhöht, was bedeutet, dass die Behörden mehr Truppen auf den Straßen einsetzen, Ausgangssperren in städtischen Gebieten erklären und Menschen ohne Haftbefehl festnehmen können.

 

Frankreich bereitet sich auf einen historischen Showdown vor.


https://off-guardian.org/2018/12/10/the-eu-and-the-warning-signs-of-fascism/

 

Die EU und die Warnsignale des Faschismus

 

von Kit Knightly, 10.12.2018

 

 

Die Dinge geraten in Europa außer Kontrolle, schneller als von vielen vorhergesagt. Neben dem Brexit gibt es in Ungarn, Spanien, Italien, Griechenland und Frankreich ein starkes Anti-EU-Gefühl. Die EU droht zu zerfallen, und Menschen, die Angst vor Machtverlust haben, sind anfällig für extreme Akte diktatorischer Kontrolle.

 

Wie lange noch, bis die EU wirklich zu jener autoritären Kraft wird, die Menschen von beiden Seiten des politischen Spektrums immer befürchtet haben?

 

Die EU-Verteidigungstruppe

 

Anfang dieses Jahres stimmte die EU dafür, eines ihrer eigenen Mitglieder, Ungarn, für die Innenpolitik ihrer gewählten Regierung zu "bestrafen". Um das klarzustellen - was immer man über Viktor Orban denken mag – er wurde vom ungarischen Volk gewählt. Er ist ihr gesetzlich anerkannter demokratischer Führer. Ungarn stimmte für ihn - im Gegensatz dazu hat Ungarn NICHT für einen der 448 Abgeordneten gestimmt, die den von der niederländischen EU-Abgeordneten Judith Sargentini gestellten Antrag unterstützten:

 

Das ungarische Volk hat Besseres verdient … Sie verdienen Meinungsfreiheit, Freiheit vor Diskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit und Gleichheit, all das, was in den Europäischen Verträgen verankert ist.“

 

Beachtet bitte, dass "Demokratie" nicht in dieser Liste enthalten ist. "Toleranz", "Gerechtigkeit" und "Gleichheit", aber nicht Demokratie. Eine freudsche Fehlleistung, vielleicht.

 

Das Votum des Europäischen Parlaments war an sich schon korrupter Unsinn - ein Unsinn, bei dem Enthaltungen ignoriert wurden, damit die 2/3-Mehrheit erreicht werden konnte. Das Durchsetzen eines Gesetzes, das im Wesentlichen einen Regimewechsel in Ungarn vorsieht:

 

...geeignete Maßnahmen zur Wiederherstellung der integrativen Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit und der Achtung der Grundrechte in Ungarn".

 

Eine vorgeschlagene Strafe - "Die Nuklear Option" - ist der Verlust des Stimmrechts. Ungarn wäre immer noch Mitglied der EU, müsste immer noch in die EU einzahlen, müsste immer noch alle EU-Gesetze und Verordnungen einhalten, hätte bei diesen Gesetzen aber kein Mitspracherecht mehr.

 

Dies wäre, theoretisch, zur Verteidigung der "integrativen Demokratie".

 

Wie lange wird es dauern, bis die Missbilligung und Bestrafung bestimmter Führer zu einer vollständigen Absetzung führen wird? Können wir wirklich sagen, dass das nie passieren würde?

 

In diesem Monat hat Paris (und andere französische Städte) die massiven Proteste der Gilets Jaunes gegen die Benzinsteuer, Sparpolitik und Einkommensungleichheit erlebt. Die gewaltsame Unterdrückung dieser Proteste wurde weder von einzelnen Mitgliedsstaaten der EU noch von der EU selbst kritisiert. Auf den Straßen von Paris wurde jedoch ein gepanzertes Fahrzeug mit den Insignien der EU gesehen.

 

 

Sowohl Macron als auch Merkel haben in letzter Zeit von der Notwendigkeit einer EU-Armee gesprochen – werden diese Proteste in Frankreich als Vorwand für die Umsetzung dieser Pläne dienen?

 

Nehmen wir an, die EU-Armee wird aufgebaut – versorgen wir die Europäische Union mit ihrer begehrten "Verteidigungseinheit". 250.000 hypothetische Männer, die aus allen Mitgliedsstaaten stammen. Was ist ihr Zweck? Was ist ihre Funktion?

 

Wären sie beispielsweise im vergangenen Jahr nach Katalonien entsandt worden, um "den Frieden zu wahren"? Wäre eine EU-Armee gegen eine friedliche Abstimmung vorgegangen, um die Integrität der Union zu "verteidigen"?

 

Wäre ein möglicher Schritt im Umgang mit der Regierung von Viktor Orban die Entsendung der EU-Verteidigungstruppe nach Budapest und die Entfernung des Mannes, der eine Bedrohung für die "Gleichheit" darstellt? Würde dies als "geeignete Maßnahmen zur Wiederherstellung der integrativen Demokratie" gelten?

 

Wenn der Brexit als "Bedrohung der Menschenrechte" (oder eine andere Sammlung von Schlagworten) eingestuft wird, würde die EU-Armee dann gepanzerte Fahrzeuge durch die Straßen von London rollen lassen, um uns vor uns selbst zu schützen?

 

Es gab und gibt viele Situationen in der jüngsten Vergangenheit der EU, in denen eine militärische Intervention nur deshalb vermieden wurde, weil sie buchstäblich keine Option war. Eine EU-Armee würde es zu einer Option machen. Vertrauen wir darauf, dass Brüssel sie nicht nutzt?

 

Einige argumentieren, dass eine EU-Armee eine gute Sache wäre, weil sie die Abhängigkeit Europas von der NATO verringern und den Einfluss der USA beseitigen würde. Ich glaube nicht, dass dies der Fall ist, und als Beweis dafür nenne ich die Tatsache, dass die Carnegie Endowment for International Peace, eine bekannte, von den USA unterstützte NGO, den Plan uneingeschränkt unterstützt.

 

Das EU-Wahrheitsministerium

 

Natürlich ist die zunehmende Möglichkeit eines gewaltsamen EU-Konsenses nur ein Teil der Bedrohung.

 

Außerhalb der physischen Repression – sowohl durch die EU (gegen die nationale Souveränität) als auch durch den Staat (gegen das individuelle Protestrecht) – gibt es Warnzeichen für intellektuelle Repressalien. Ein bevorstehendes scharfes Vorgehen gegen die Meinungs- und Redefreiheit.

 

Es gibt heute einen beängstigenden Artikel im Guardian: Russland ebnete den Weg für die Beschlagnahmungen ukrainischer Schiffe mit gefälschten Nachrichtensendungen". Es ist nicht wegen der Schlagzeile beängstigend – es ist beängstigend wegen der Motivationen dahinter und der Auswirkungen auf die Zukunft Europas.

 

Der Inhalt des Artikels ist eine quellenlose, unverlinkte, und beweislose Behauptung russischer Straftaten, und somit gilt Hitchens' Rasiermesser. („Was ohne Beleg behauptet werden kann, kann auch ohne Beleg verworfen werden.“)

 

Die erste Hälfte des Artikels ist gespickt mit Lügen, Auslassungen und Fehlern. Es ist der Guardian, da erwartet man sowas. Ignorieren Sie das Gerede über Cholera und Atombomben. Ignorieren Sie die sachlichen Fehler – auch wenn es viele sind. In diesem Fall ist nichts davon von Bedeutung.

 

Alles, was zählt, ist die zweite Hälfte - die vorgeschlagene "Lösung" für das "Problem", auf das dieser Artikel eine "Reaktion" ist. Nämlich die Online-Desinformationen. Insbesondere "russische" Online-Desinformationen.

 

Julian King, ehemaliger britischer Botschafter in Frankreich und derzeit EU-Sicherheitskommissar, möchte, dass Technologieunternehmen Maßnahmen ergreifen, um die Verbreitung von "Fake News" zu verhindern. Es ist ein Krieg gegen den Dissens, an drei Fronten.

 

Erstens – stelle die "Wahrheit" fest:

 

Letzte Woche kündigte die Europäische Kommission an, ein Schnellwarnsystem einzurichten, das den EU-Mitgliedstaaten helfen soll, Desinformationskampagnen zu erkennen.“

 

Im Wesentlichen wird es eine von der EU vorgeschriebene Liste akzeptabler "Nachrichten" geben, und alles, was davon auch nur im Geringsten abweicht, wird als "Desinformation" bezeichnet. Dies wird es den Menschen ermöglichen, Ansichten, die von ihren eigenen abweichen, zu ignorieren und sich nicht damit auseinanderzusetzen.

 

Zweitens – beseitige Meinungsverschiedenheiten:

 

King sagte, dass Social Media-Plattformen gefälschte Konten identifizieren und schließen müssten, die Desinformationen verbreiteten.“

 

Unter "gefälschten Konten" verstehen wir Konten, die "Desinformationen" verbreiten. Als "Bot" geht es nicht darum, ob man eine echte Person ist oder nicht, sondern darum, ob man die richtigen Meinungen hat oder nicht. Wie sich gezeigt hat, wissen sie entweder nicht oder es ist ihnen egal, wer real ist und wer nicht. In den Medien wurden vollkommen echte Menschen als russische Bots bezeichnet, die nachweislich weder Russen noch bots sind. Ob es sich um Inkompetenz oder Korruption handelt, spielt keine Rolle. Der Punkt ist, dass die Regierungen gezeigt haben, dass sie in dieser Frage nicht vertrauenswürdig sind. (Anm.d.Ü.: In Deutschland gibt es dafür den „Social-Bot-Aufspührer botswatch.de)

 

Drittens - kontrolliere die Erzählung:

 

Wir müssen mehr Klarheit über Algorithmen und Informationen darüber schaffen, z.B. welche Inhalte priorisiert angezeigt werden sollen. Wenn Sie bei Google nach etwas EU-bezogenem suchen, befinden sich Inhalte aus russischen Propagandamedien wie RT oder Sputnik immer unter den ersten Ergebnissen.....All dies sollte einer unabhängigen Aufsicht und Prüfung unterliegen.“

 

Der Google-Algorithmus ermöglicht es, dass Nachrichten, die entweder nicht mit der EU übereinstimmen oder ihr direkt kritisch gegenüberstehen, in ihren Ergebnissen angezeigt werden. Das ist inakzeptabel. Was der EU-Sicherheitskommissar will, ist, dass Google sein System "repariert", um sicherzustellen, dass Nachrichten, die von der Agenda der EU abweichen, nicht in ihren Ergebnissen erscheinen.

 

Nun, wenn Sie denken, dass das nach Zensur klingt, machen Sie sich keine Sorgen, denn:

 

Was wir nicht versuchen, ist das Internet zu zensieren. Es gibt keinen Vorschlag, dass wir – oder jemand anderes – zum Schiedsrichter dafür werden sollten, welche Inhalte Nutzer online konsumieren sollten oder nicht. Hier geht es um Transparenz, nicht um Zensur.“

 

Die EU will, dass Google bestimmte Websites aus ihrem Algorithmus entfernt, aber es geht um Transparenz, nicht um Zensur. Also ist das in Ordnung.

 

Fazit

 

Zusammenfassend lässt sich sagen:

 

Die beiden Hauptakteure der Europäischen Union sind beide für eine EU-Armee.

 

Die Flagge der Europäischen Union ist auf gepanzerten Fahrzeugen angebracht, die die Proteste gegen die Regierung in Frankreich unterdrücken.

 

Die Europäische Union stellt 4,6 Millionen Pfund (5 Millionen Euro) zur Verfügung, um "den Menschen zu helfen, Desinformationen zu erkennen".

 

Die Europäische Union will die Unternehmen der sozialen Medien dazu drängen, Konten zu "schließen", die "gefälschte Nachrichten" verbreiten.

 

Die Europäische Union möchte, dass Google ihren Algorithmus ändert: Nachrichten, die die EU loben, sollen befördert, und Websites, die sich kritisch damit auseinandersetzen, sollen degradiert werden.

 

Die Europäische Union möchte, dass wir verstehen, dass es hier um "Transparenz" geht und es sich definitiv NICHT um Zensur handelt.

 

Klingt das nach einer Organisation, zu der wir gehören wollen? Soll uns die vorgeschlagene multinationale "Verteidigungseinheit" der EU gefallen, die Anti-EU-Märsche auf den Straßen von Barcelona oder Rom niederschlägt? Die Idee zu bejubeln, dass die EU-Armee in nicht-kooperative Mitgliedsstaaten entsandt werden könnte, um "gefährliche" gewählte Führer zu entfernen, weil sie eine Bedrohung für die "Gleichheit" darstellen?

 

Wir werden nicht einmal mehr in der Lage sein, die Wahrheit über diese Dinge zu erfahren, denn die EU wird Twitter und Facebook Listen mit Konten von "gefälschten Nachrichten" in den sozialen Medien zur Verfügung stellen, die sie pflichtgemäß schließen werden. Während Google seinen Algorithmus ändert und immer wieder ändert, um sicherzustellen, dass Nachrichten über die Unterdrückung der Demokratie durch die EU so weit auf den Ergebnisseiten nach unten gedrückt werden, dass es sie vielleicht gar nicht mehr gibt.

 

Die britische Presse, die Experten und die Talking Heads reden ständig von der "Brexit-Krise", aber das ist nur Hysterie und Angstmacherei. Die Neuverhandlung der eigenen Position in einem Handelsblock ist KEINE Krise. Eine Krise ist das, was passiert, wenn eine ungewählte, bürokratische Machtstruktur plötzlich spürt, dass ihr Einfluss auf die Macht nachlässt, und entsprechend handelt.

 

Und eine Krise könnte durchaus in Sichtweite sein. Die Anzeichen sind da, wenn man sie sehen will.


 

https://www.zerohedge.com/news/2018-12-11/us-occupies-territory-syria-size-croatia-russia-slams-illegal-stronghold-evil

 

Stützpunkt des Bösen“ – Russland kritisiert scharf Amerikas illegale syrische Okkupation

 

von Tyler Durden, ZeroHedge, 12.12.2018

 

 

Am Dienstag kritisierte ein hochrangiger russischer Militär scharf die USA, weil sie im Südwesten Syriens ein riesiges Gebiet „illegal besetzt haben“. Es umgibt den amerikanischen Truppenstützpunkt al-Tanf und schützt so etwa 6.000 bewaffnete Militante, die Russland als Terroristen einstuft.

 

Der Vorsitzende des russischen Nationalen Verteidigungskontrollzentrums, Generaloberst Mikhail Mizintsev bezeichnete das US-besetzte Gebiet als „den letzten Stützpunkt des Bösen“, der weiterhin „auf dem Gebiet eines unabhängigen Staates“ gärt. Er identifizierte eine 55km-Zone, die den Stützpunkt in einer Wüstenregion entlang der syrisch-irakischen Grenze umgibt, den amerikanische Spezialkräfte und US-gestützte FSA-Gruppen seit 2016 halten, nachdem der wichtige Übergangspunkt von ISIS befreit war.

 

 

"Vielleicht wollen nur unsere amerikanischen Partner nicht wissen, wie viel getan wurde, um das friedliche Leben in Syrien wiederzubeleben. Sie halten mit unverständlicher Hartnäckigkeit das besetzte 55 Kilometer lange Gebiet um al-Tanf fest, in dem 6.000 bewaffnete Militante frei herumlaufen und die Auflösung des Flüchtlingslagers Rukban verhindern", sagte der General in einer syrisch-russischen Koordinationszentrale, so die TASS.

Das Rukban-Lager liegt in dem von den USA besetzten Gebiet und beherbergt zwischen 50.000 und 60.000 Flüchtlinge, die in der Nähe der trostlosen jordanischen und irakischen Grenze festsitzen, insbesondere nachdem Jordanien 2016 seine Seite der Grenze geschlossen hat. Russland hat die US-Streitkräfte beschuldigt, humanitäre Hilfe daran zu hindern, das Lager zu erreichen, außer durch die Vermittlung von bewaffneten Gruppen, die in dem Gebiet operieren, wobei einige Militante ihren Sitz im Lager selbst haben.

Das russische Außenministerium fragte bereits diese Woche: "Warum bestehen die amerikanischen Partner darauf, sich den Militanten illegaler bewaffneter Gruppen anzuschließen, um humanitäre Hilfe zu leisten, und nicht ihre Zustimmung zu einer echten Hilfe für die Bedürftigen in Rukban zu geben?" Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass das Lager am Rande des Massenhungers steht, wobei sich die USA und Damaskus gegenseitig die Schuld dafür geben, dass Hilfskonvois der Vereinten Nationen nicht in das Lager gelassen werden, das auch von bewaffneten Gruppen besetzt ist, die gegen die syrische Regierung kämpfen.

 

 

Das Außenministerium machte ferner ausdrücklich amerikanische Besatzungstruppen dafür verantwortlich, dass ein Konvoi der UNO und des syrischen Roten Halbmonds im November von der von den USA besetzten Zone abgewiesen wurde.

Der Sprecher des Außenministeriums, Igor Tsarikov, sagte:

     "Die Besorgnis über die zweifelhafte Tätigkeit der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten in Syrien       wächst. Die illegale Besetzung der 55 km langen Zone um die Basis in al-Tanf ist nach wie vor die Hauptquelle der Destabilisierung in diesem Teil Syriens."

In der Zwischenzeit bestätigte The New Yorker kürzlich, dass die US-Präsenz in Syrien viel größer ist als bisher angenommen, und beschrieb die Gesamtgröße des von den Amerikanern besetzten Gebiets als "etwa so groß wie Kroatien".

 

 

Laut dem New Yorker:

Die Vereinigten Staaten haben ein Dutzend oder mehr Basen von Manbij bis Al-Hasakah gebaut, darunter vier Flugplätze, und von Amerika unterstützte Streitkräfte kontrollieren heute ganz Syrien östlich des Euphrats, einem Gebiet von etwa der Größe Kroatiens.

Vor einem Jahr ließ ein Beamter des Pentagons verlauten, dass es in Syrien etwa 4.000 amerikanische Mitarbeiter gibt - eine Zahl, die wahrscheinlich seit damals gestiegen ist.

Es versteht sich von selbst, dass es natürlich nie eine Abstimmung oder Genehmigung des Kongresses zu diesem Thema gegeben hat, genauso wenig wie nach dem 11. September 2001 – dasselbe schäbige Feigenblatt der "Legalität" einer AUMF (Authorization for the Use of Military Force).


https://caitlinjohnstone.com/2018/12/10/how-the-plutocratic-media-keeps-its-staff-aligned-with-establishment-agendas/

 

Wie die plutokratischen Medien ihre Belegschaft auf Linie halten

 

von Caitlin Johnstone, 10.12.12018

 

 

Warum verhalten sich Mainstream-Medienreporter in scheinbar freien Demokratien wie staatliche Medienpropagandisten? Warum sind sie so zuverlässig für das Establishment, überall und in jedem Mainstream-Geschäft? Warum marginalisieren sie so konsequent jede Idee, die nicht in das extrem enge Overton-Fenster der akzeptablen Meinung passt (die Bandbreite der tolerierten Ideen im öffentlichen Diskurs)? Warum befindet sich jeder, der die Macht des westlichen Establishments stört, im medialen Prozesses immer auf der Verliererstraße? Warum sind sie so zuverlässig gegen alles, was in einer jeden Nation außerhalb des US-amerikanischen Machtbündnisses als Fehler wahrgenommen werden könnte, und so zuverlässig Fehler verzeihend gegenüber den Nationen in diesem Bündnis?

 

Wie die westlichen Medien Massenfestnahmen schildern, das ist nicht konsequent. Wenn dies in einem „feindlichen“ Land passiert wäre, dann würde man es als eine staatlich angeordnete Repression durch ein autoritäres Regime bezeichnen.“

 

AFP: „Während der jüngsten Proteste der „Gelbwesten“ wurden in ganz Frankreich 1.723 Menschen verhaftet und 1.220 davon blieben in Gewahrsam, meldete das Innenministerium.“

 

Aus meiner Sicht gibt es nur zwei mögliche Erklärungen für den einstimmigen Konsens in den Massenmedien zu diesen Themen:

Erklärung 1: Der Konsens besteht, weil alle Reporter der Massenmedien die ganze Zeit über die Wahrheit sagen.

ODER

Erklärung 2: Der Konsens besteht, weil es irgendein System gibt, das alle Massenmedienreporter dazu bringt, uns anzulügen und ein falsches Bild davon zu erzeugen, was in der Welt vor sich geht.

Das sind die einzigen beiden Möglichkeiten, und nur eine kann wahr sein, denn jede Mischung der beiden würde zum Verlust des Konsenses führen.

Die meisten Mainstream-Westler beherbergen die unbestrittene Annahme, dass Erklärung 1 die einzige Möglichkeit ist. Die Dinge, die sie auf CNN, der BBC und dem ABC (Anm.d.Ü.: oder ARD, ZDF, RTL) sehen, sind alle genaue Beschreibungen dessen, was wirklich in der Welt vor sich geht, und der Konsens in ihren Beschreibungen existiert, weil alle Massenmedien die gleiche objektive Realität beschreiben.

 

Aber was würde das genau bedeuten? Nun, zum einen, wenn die Mainstream-Medienreporter uns die ganze Zeit die Wahrheit sagen, würde das bedeuten, dass dieselben Machtinstitutionen, die ohne triftigen Grund Millionen in Vietnam und im Irak abgeschlachtet haben, tatsächlich tugendhaft und ehrlich sind. Es würde bedeuten, dass das positive, unkritische Bild, das immer wieder von den gleichen Institutionen gemalt wird, die ununterbrochene Kampagnen des Blutvergießens und der Unterdrückung führen, um den Profit von Wirtschaftsmanipulatoren und Kriegsgewinnlern zu sichern, jenen verdienstvollen Institutionen zu verdanken ist, die insgesamt so positiv sind, dass keine Kritik an ihnen nötig ist. Es würde bedeuten, dass der Status quo der Klimavernichtung, der ständig wachsenden Vermögensungleichheit, ein zunehmend orwellsches Überwachungssystem, eine zunehmend militarisierte Polizei, die zunehmende Internetzensur und die vernichtenden neoliberalen Sparmaßnahmen alles Dinge sind, wofür die Menschen gestimmt haben, unter Verwendung des ausgezeichneten demokratischen politischen Systems, das die Mainstream-Medien verteidigen, basierend auf den akkuraten Informationen, die die Mainstream-Medien ihnen über das, was in ihrem besten Interesse ist, gaben.

Erklärung 1 klingt in diesem Licht unwahrscheinlich. Wir wissen, dass das System spektakulär am Arsch ist, und wir wissen, dass das politische Establishment, das diese Mainstream-Outlets immerzu verteidigen, unverzeihlich böse Dinge tut, so dass wir erwarten sollten, dass es eine viel kritischere Berichterstattung und eine viel geringere Verteidigung des Status quo gäbe. Aber das sehen wir nicht. Wir sehen Kriegsverbrechen ignoriert, Unterdrückung gerechtfertigt, das zweiköpfige Einparteiensystem normalisiert, dissidente Erzählungen werden als Fake News-Verschwörungstheorien angeschmiert und unbewiesene Behauptungen von Regierungsbehörden mit einer bekannten Litanei des Lügens werden als unbestreitbare Tatsache gemeldet.

Aber dann bleibt nur noch Erklärung 2. Wie kann das richtig sein?

Dieser Teil eines Interviews von 1996 zwischen Noam Chomsky und Andrew Marr von der BBC beschreibt ein grundlegendes Element der Erklärung 2: dass es ein System gibt, das sicherstellt, dass alle Reporter in Einflusspositionen nicht faktisch über die Nachrichten des Tages berichten, sondern eine bestimmte Erzählung verkaufen, die dem Staat und dem Status quo gegenüber freundlich ist. Chomsky beschreibt ein "Filtersystem", das sicherstellt, dass nur die Machttreuen innerhalb der plutokratischen Medien nach oben steigen, wogegen Marr Einspruch erhebt, und darauf besteht, dass seine Altersgenossen mutige Wahrheitsverkünder sind, die die Macht zur Rechenschaft ziehen. Anschließend findet der folgende Austausch statt:

 

 

Chomsky: Nun, ich kenne einige der besten und bekanntesten investigativen Reporter in den Vereinigten Staaten, ich werde keine Namen nennen, deren Haltung gegenüber den Medien viel zynischer ist als meine. Tatsächlich betrachten sie die Medien als Täuschung. Und sie wissen es, und sie sprechen bewusst darüber, wie diese versuchen, etwas zu manipulieren. Wenn sie eine kleine Öffnung sehen, werden sie versuchen, etwas hineinzudrücken, das normalerweise nicht durchkommen würde. Und es ist völlig richtig, dass die Mehrheit - ich bin sicher, Sie sprechen für die Mehrheit der Journalisten, die ausgebildet sind, in den Kopf gehämmert bekommen haben, dass dieser Beruf ein Kreuzzug ist, gegnerisch, wir treten gegen die Macht auf. Eine sehr selbstsüchtige Sichtweise. Andererseits haben meiner Meinung nach – ich hasse es, ein Werturteil abzugeben – die besseren Journalisten und tatsächlich diejenigen, die oft als die besten Journalisten angesehen werden, ein ganz anderes Bild. Und ich denke eine sehr realistisches.

 

Marr: Woher wollen Sie wissen, dass ich mich selbst zensiere? Wie können Sie wissen, dass Journalisten....

 

Chomsky: Ich sage nicht, dass du dich selbst zensierst. Ich bin sicher, du glaubst alles, was du sagst. Aber was ich sage, ist, dass, wenn du etwas anderes glauben würdest, du nicht dort sitzen würdest, wo du sitzt.

 

 

"Wenn du etwas anderes glauben würdest, würdest du nicht dort sitzen, wo du sitzt."

 

Es ist eine offensichtliche Tatsache, dass sich die Mainstream-Medien im Besitz der extrem Reichen befinden, wie es seit sehr langer Zeit der Fall ist. Der Besitz von Medien ist an sich schon eine lohnende Investition, "wie eine Lizenz zum Drucken des eigenen Geldes", wie es der kanadische Fernsehmagnat Roy Thomson einmal formulierte. Wenn es also um die Nachrichtenmedien geht, die die Wahrnehmung der Menschen von der Welt prägen, welchen Anreiz hätte ein mächtiger Plutokrat, Anti-Establishment-Stimmen in diesen Medien zu platzieren und Ideen zu säen, die den Status quo stören, auf dem dieser Plutokrat sein Reich aufgebaut hat? Es würde ihm sicherlich nicht mehr Geld einbringen, und wenn Anti-Establishment-Ideen wie Sozialismus, Anarchismus, Nicht-Interventionismus oder Skepsis gegenüber Regierungsstellen im öffentlichen Bewusstsein Fuß fassen würden, könnte es das Fundament der Plutokratendynastie stören und ihn alles verlieren lassen.

 

Plutokraten haben viel Energie in die Beeinflussung der Regierungspolitik gesteckt, um eine Gesetzgebung zu schaffen, die das weitere Wachstum ihres Reichtums und ihrer Macht gewährleistet. Im Laufe vieler Jahre musste eine ganze Menge Manöver unternommen werden, um ein politisches System zu schaffen, in dem staatliche Bestechung in Form von Wahlkampffinanzierung und Firmenlobbyismus legal ist, in dem die Deregulierung von Unternehmen die Norm ist, in dem Steuerschlupflöcher reichlich vorhanden sind und Steuerlasten auf die Mittelschicht verlagert werden, in dem Geld an die Reichsten der Reichen fließt, während die Normalbürger immer ärmer werden. Welchen Anreiz hätten diese mächtigen Oligarchen, diesen heiklen Balanceakt zu stören, indem sie dazu beitragen würden, Ideen zu verbreiten, die das Regierungssystem herausfordern, an dessen Manipulation sie so hart gearbeitet haben, um es zu ihrem extremen Vorteil zu manipulieren? Und wie viele Anreize besitzen sie, damit alle den Status quo unterstützen?

 

Wie schwer könnte es sein, es einfach abzulehnen, den Stimmen der Anti-Establishment-Stimmen eine Plattform zu geben, und stattdessen Loyalisten des Establishments eine Plattform zu geben? Wie einfach wäre es für einen wohlhabenden Medieninhaber oder einflussreichen Investor, sicherzustellen, dass nur etablierte Loyalisten den Job erhalten, Redakteure und Reporter in einem Mainstream-Medienunternehmen einzustellen und zu fördern?

 

 

Jeder MSM-Journo mit einer blauen Checkmark auf Twitter führt ein Bewerbungsgespräch. Eigentlich twittern sie nur: „Schaut mich an, ihr gegenwärtigen oder zukünftigen Arbeitgeber! Ich werde über Julian Assange herziehen! Ich werde das Russland-Narrativ verkaufen helfen! Ich werde sagen, dass Corbyn ein Antisemit ist!“ Und die Bosse der MSM achten auf sowas.

 

Wer sich jemals gefragt hat, was all diese mit einem blauen Häkchen versehenen Journalisten der Konzernmedien motiviert, so viel Zeit auf Twitter zu verbringen, um die Mächtigen zu verteidigen und die Entmachteten anzugreifen, hier habt ihr die Antwort. Sie verbringen ihre eigene freie Zeit damit, Jill Stein zu beschmieren, Jeremy Corbyn als Antisemit zu bezeichnen, Julian Assange anzugreifen, langjährige neokonservative Kriegspläne gegen Russland, Syrien und den Iran zu unterstützen und unkritisch Behauptungen der Geheimdienste als Tatsache zu melden, nicht weil es einen CIA-Offizier gibt, der ständig über ihrer Schulter schwebt und ihnen genau sagt, was sie twittern sollen, sondern weil sie erneut für einen Job vorsingen. Sie erstellen eine öffentliche Aufzeichnung ihrer Loyalität zum Establishment, die gegenwärtige und zukünftige Arbeitgeber bei der Abwägung von Einstellungs- und Beförderungsentscheidungen berücksichtigen werden, weshalb sowohl Journalistenschulen als auch Arbeitgeber jetzt Journalisten ermutigen, eine Social-Media-Präsenz zu pflegen, um ihre Marke "aufzubauen", d.h. ihren öffentlichen Lebenslauf.

 

So ist es sehr einfach, die Jobs in den Massenmedien mit Köpfen zu füllen, die nicht dafür prädestiniert sind, Aufruhr anzuzetteln. Ein Pro-Establishment Konsens wird künstlich aufgebaut, und jetzt haben wir ein Umfeld, in dem jemand, der aufsteht und sagt: "Äh, hey, also haben wir immer noch keine konkreten stichhaltigen Beweise dafür gesehen, dass Russland sich in irgendeiner Weise in die US-Wahlen eingemischt hat", oder was auch immer, sofort von einer Wand des Befremdens und der Scham begrüßt wird (beobachten Sie Aaron Matés Interaktionen mit anderen Journalisten in sozialen Medien als ein gutes Beispiel dafür), was psychologisch schwierig sein kann.

 

 

Aaron Maté@aaronjmate:

 ch möchte festhalten, dass dies eine irre Zeit ist für die liberale Medienkultur. Wenn man eine Trump-Russland Verschwörungstheorie zurückweist, so wird die kleine Anzahl von uns Linken als Ketzer behandelt. Das verletzt mich gar nicht, es ehrt mich sogar, von so leichtgläubigen Menschen verspottet zu werden.

Jonathan Katz@KatzOn Earth:

Ich verstehe nur zu gut, dass du eine Witzfugur bist.

 

Jeder mit höherer Schulbildung kann verstehen, wie mächtig der soziale Druck sein kann, um die Zustimmung von Kollegen zu suchen und sich anzupassen, und jeder, der jemals in einem normalen Job gearbeitet hat, kann die natürlichen Anreize verstehen, die es gibt, sich so zu verhalten, dass es für seine Bosse angenehm ist. In jedem Job mit irgendeiner Art von Hierarchie lernt man schnell die geschriebenen Regeln, und man achtet sehr auf soziale Hinweise, um auch die ungeschriebenen zu lernen. Man tun dies, um zu lernen, wie man Schwierigkeiten vermeidet und wie man die Zustimmung seiner Vorgesetzten gewinnt, welche Verhaltensweisen zu Erhöhungen und Beförderungen führen können und welches Verhalten in eine Sackgasse führt. Man lernt, wofür man von einem Vorgesetzten einen Klaps auf die Schulter bekommt, was extrem egoistisch befriedigend und anregend sein kann.

 

In den Nachrichtenmedien funktioniert es genauso. Reporter sind sich vielleicht nicht immer bewusst, nach welchen Richtlinien sie sich richten sollen, um ihre Karriere voranzubringen, aber sie wissen, wie sich die Reporter, die an die Spitze der Medienleiter aufgestiegen sind, verhalten. Und sie sehen, wie sich die Journalisten verhalten, die Auszeichnungen erhalten. Mit Hilfe von Redakteuren und Kollegen erfahren Sie schnell, wo alle Fallstricke und heiligen Kühe sind und wann Sie den Mund über den Elefanten im Raum schließen sollten. Und für die seltenen Fälle, in denen all diese Filtrationsgeräte es versäumen, abweichende Ideen angemessen herauszufiltern, sieht man das Exempel, das an den wenigen statuiert wird, die sich Ausrutscher erlaubt haben, wie der CNN-Mitarbeiter Marc Lamont Hill für seine Verteidigung der palästinensischen Menschenrechte oder Phil Donahue für seine Opposition gegen die Irak-Invasion.

 

Letzte Woche hielt der CNN-Mitarbeiter Marc Lamont Hill eine Rede vor den Vereinten Nationen, in der er palästinensische Selbstbestimmung und gleiche Rechte einforderte. Weniger als 24 Stunden später war CNN mit ihm fertig.

 

Plutokraten besitzen also die massenmedialen und plattformübergreifenden Status quo-freundlichen Stimmen, was eine Umgebung voller Gruppendruck zur Anpassung und Arbeitsplatzdruck zur Förderung Establishment-freundlicher Narrative schafft. Hinzu kommt das Phänomen des Zugangsjournalismus, bei dem Journalisten dazu angehalten werden, sich an die Macht heranzuwanzen und Softballfragen an Offizielle zu stellen, um Zugang zu ihnen zu erhalten, und so werden die Dinge noch schräger. Es ist leicht zu verstehen, wie all dies ein Konsens-Umfeld schaffen kann, das nichts mit Fakten oder Realität zu tun hat, sondern damit, welche Erzählungen das US-zentrierte Imperium und die Plutokraten, die es kontrollieren, begünstigen. Aber all diese Dynamiken sind nicht die einzigen Faktoren, die dazu beitragen, dass eine konsensorientierte Weltanschauung aufrechterhalten wird. Erinnert ihr euch an den hypothetischen CIA-Offizier, den ich vorhin erwähnt habe, der sich nicht aktiv über die Schulter eines jeden Journalisten beugt und vorschreibt, was er twittern soll? Nun, nur weil er nicht jedes Wort der Massenmedienmaschine diktiert, bedeutet das nicht, dass er nicht beteiligt ist.

 

Geheimniskrämerische und nicht rechenschaftspflichtige Regierungsbehörden haben eine umfangreiche und gut dokumentierte Bilanz über die Beteiligung an Nachrichtenmedien. Es ist eine bekannte und unbestrittene Tatsache, dass die Central Intelligence Agency seit den 1950er Jahren eng in die amerikanischen Nachrichtenmedien eingebunden ist, und das ist es bis heute. Im Jahr 2014 war es ein Skandal, als der Reporter Ken Dilanian bei der Zusammenarbeit mit der CIA zu seinen Publikationen erwischt wurde, aber jetzt füllen Veteranen der US-Geheimdienstgemeinschaft wie John Brennan und James Clapper offen die Reihe der Talking Heads auf MSNBC und CNN. Erst kürzlich veröffentlichte der Guardian ein mit Lügen gefülltes Schmierenstück über Julian Assange, das mit ziemlicher Sicherheit das Ergebnis der Zusammenarbeit mit einer oder mehreren Geheimdienst- und/oder Verteidigungsbehörden war, und als dieser Artikel einen Aufschrei verursachte, wurde er in einem beweisfreien Artikel eines CIA-Veteranen, der anonym in Politico veröffentlichen durfte, als wahrscheinliches Ergebnis russischer Desinformation verteidigt. Die Washington Post gehört ausschließlich Jeff Bezos, der ein CIA-Vertragsnehmer ist und von dem wir sicher sein können, dass er die WaPo nicht unter der Illusion gekauft hat, dass Zeitungen im Begriff seien, ein lukratives Comeback zu feiern. Geheimdienstliche Regierungsbehörden sind tief in die Funktionsweise westlicher Nachrichtenmedien eingebunden, in vielerlei Hinsicht, von denen wir wissen, und in viel mehr Hinsicht, von denen wir nichts wissen.

 

Wenn man all diese Faktoren in Betracht zieht und die Erklärung 1 und 2 am Anfang dieses Artikels wiederholt, sollte es für euch offensichtlich sein, dass die logischste Erklärung für den einheitlichen Konsens zur Unterstützung von Pro-Establishment Narrativen in den Massenmedien deshalb existiert, weil es in der Tat ein System gibt, das alle Massenmedienreporter zum Lügen bringt und uns ein falsches Bild davon zeichnen, was auf der Welt vor sich geht.

 

Noam Chomsky: Die 5 Filter der Massenmedienmaschine

 

 

Das bedeutet nicht, dass diese Nachrichtenmedien immer über alles lügen, es bedeutet, dass sie meist Halbwahrheiten, Verzerrungen und Lügen durch Auslassung liefern, wenn es den Plänen der Mächtigen zugute kommt. Im Grunde ist es dasselbe wie das ständige Lügen. Manchmal sagen Leute zu mir: "Caitlin! Die MSM lügen die ganze Zeit, und sie sagen, dass die globale Erwärmung real ist! Das bedeutet, dass es falsch ist!" Aber so funktioniert es nicht; wenn der Fernseher dir sagt, dass eine Berühmtheit gestorben ist, dann ist es wahrscheinlich wahr, und wenn sie sagen, dass es gleich regnet, solltest du wahrscheinlich deine Autofenster hochkurbeln. Wenn sie die ganze Zeit über alles lügen würden, würden sie sofort jede Glaubwürdigkeit verlieren, und ihre Fähigkeit, effektiv Propaganda zu verbreiten, wäre verloren. Stattdessen propagieren sie beweisfreie Erzählungen, die von undurchsichtigen Regierungsbehörden behauptet werden, sie vermeiden es, unbequeme Wahrheiten hervorzuheben, sie ignorieren dritte Parteien und dissidente Ideen, außer um sie abzukanzeln. Sie kritisieren scharf die Missetaten von Regierungen, die sich dem US-Zentralimperium widersetzen, während sie die Missetaten von imperialen Mitgliedern unter den Teppich kehren, und wenn es eine Gelegenheit gibt, Frieden zu sabotieren oder Krieg zu unterstützen, ergreifen sie sie. Sie verzerren nur dann, wenn sie es müssen, und nur so weit, wie sie es müssen.

 

Auf diese Weise ist es den Mächtigen gelungen, die Narrative der Menschen über das, was in ihrem Land und ihrer Welt geschieht, zu kontrollieren. Das ist das System der narrativen Manipulation, mit dem wir es zu tun haben, wenn wir versuchen, dissidente Ideen in das öffentliche Bewusstsein zu bringen. Und wie das alte Sprichwort sagt, ist es einfacher, Menschen zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht wurden.

 

Und dennoch sind wir auf dem Vormarsch. Die Manipulatoren haben die Kontrolle über das Narrativ verloren, weshalb die Massenmedien seit 2016 so seltsam und verzweifelt handeln. Das nicht gewählte Macht-Establishment hat es nicht geschafft, Unterstützung für seine Möchtegern-Invasion in Syrien herzustellen, es hat es versäumt, die Öffentlichkeit dazu zu bringen, die Russland-Hysterie abzukaufen, das Vertrauen in die Massenmedien ist auf einem historischen Tiefstand, und es sinkt weiter. Immer mehr Menschen wird die Tatsache bewusst, dass sie belogen werden. Das ist gut, denn das Einzige, was sie davon abhält, auf echte Veränderungen zu drängen, ist die Tatsache, dass es all diese Bildschirme im Leben eines jeden gibt, die einem erzählen, dass echte Veränderungen nicht nötig sind.

 

Die Lügner hängen in den Seilen, und sie fangen an, erschöpft auszusehen. Eine populistische Informationsrevolution sieht gewinnbarer aus denn je.

 


 

https://caitlinjohnstone.com/2018/12/09/the-largest-conspiracy-theory-peddlers-are-msm-and-the-us-state-department/

 

Die größten Verbreiter von Verschwörungstheorien sind die Massenmedien und das US-Außenministerium

 

von Caitlin Johnstone, 09.12.2018

 

 

Das US-Außenministerium hat eine Erklärung abgegeben, in der es die syrische Regierung beschuldigt, einen Chemiewaffenangriff unter falscher Flagge im Nordwesten Aleppos durchgeführt zu haben, mit der Absicht, ihn den dschihadistischen Fraktionen in der Region zuzuschreiben. Dabei werden "glaubwürdige Informationen" zitiert, die die Öffentlichkeit nicht sehen durfte. Ganz zu schweigen von der bekannten Tatsache, dass es echte, buchstäbliche AlQaeda-Mitglieder gibt, die den Einsatz von Chemiewaffen in Aleppo zugegeben haben und sogar das Außenministerium selbst hat zugegeben, dass sie chemische Waffen in ganz Syrien eingesetzt haben: Die offizielle Erzählung ist, dass nur die syrische Regierung chemische Waffen verwendet, so dass der Einsatz von Chemiewaffen notwendigerweise eine False Flag sein muss, die vom syrischen Präsidenten Bashar al-Assad inszeniert wurde.

 

Außer, dass sie nicht die Worte "False Flag" verwendet haben. Obwohl diese Anschuldigung die genaue Definition der Sache ist, ein Angriff unter falscher Flagge, werden wir nicht erleben, dass die US-Regierung diesen Begriff verwendet. Und wir werden auch nie erleben, dass der Begriff in diesem Zusammenhang von einer der autorisierten Mainstream-Erzählungsframing-Institutionen wie CNN oder Fox News verwendet wird. Denn der Begriff "falsche Flagge" ist nur erlaubt, wenn es um irre, verrückte Kreml-Propaganda geht. Wie in der wahnsinnigen, aus dem Ruder gelaufenen Überzeugung, dass Terroristen in Syrien möglicherweise irgendein Motiv haben könnten, einen chemischen Angriff unter falscher Flagge durchzuführen, um die USA, das Vereinigte Königreich und Frankreich dazu zu bringen, als ihre Luftwaffe bei einem Vergeltungsschlag gegen die syrische Regierung zu fungieren. Diese Art von falscher Flagge wäre für jeden rechtschaffenen Empire-Loyalisten völlig undenkbar und darüber darf nicht einmal nachgedacht werden.

 

"#MSM versuchen, die Proteste der Gelbwesten mit Russland und Putin in Verbindung zu bringen.

Das einzig Überraschende ist, dass es so lange gedauert hat."

 

Gleichzeitig sehen wir eine Anstrengung von den Massenmedien, ein Narrativ voranzutreiben, dass die Proteste gegen die Gelben Westen in Frankreich auf russischen Einfluss zurückzuführen seien, wobei der den Irak vergewaltigende Neokon Max Boot heute in der Washington Post eine Kolumne veröffentlicht, die sich ganz um den Diskussionspunkt dreht, dass zwei russische Trendthemen in den sozialen Medien "giletsjaune" und "Frankreich" waren, und Bloomberg einen Artikel mit dem krassen Titel "Pro-russische Soziale Medien nehmen Macron ins Visier und die Gelbwesten randalieren" veröffentlicht. Ihre einzige Theorie ist, dass die Proteste gegen Macrons unbeliebte zentristische Politik das Ergebnis einer von Russland gegründeten Verschwörung sind, da es in Russland Menschen gibt, die über ein großes Ereignis sprechen, von dem auch alle anderen auf der Welt sprechen.

 

Aber ihr werdet nie hören, dass diese Theorie über eine russische Verschwörung von der Mainstream-Presse als "Verschwörungstheorie" bezeichnet wird. Die Theorie, dass russische Eliten sich verschworen haben, um die höchsten Ebenen der US-Regierung zu infiltrieren, wurde auf den obersten Ebenen der Medien und des politischen Einflusses ernsthaft behandelt, obwohl es ihr an erkennbaren Beweisen mangelt. Aber wenn sie über diese angeblichen Verschwörungen sprechen, legen sie immer Wert darauf, stattdessen das Wort "Kollusion" zu verwenden. Es gibt keinen wirklichen Unterschied zwischen den Wörtern „collude“ und „conspire“, wenn sie auf diese Weise verwendet werden, aber „collusion“ wird verwendet, weil bewusst versucht wird, das Wort "conspiracy" zu stigmatisieren, während das Wort "collude" in der Öffentlichkeit effektiv neutral bleibt.

 

Aber es ist dabei Tatsache, dass Verschwörungstheorien Mainstream-tauglich geworden sind, und es gibt keinen vernünftigen Grund, die autorisierten, von der Macht gefertigten Verschwörungstheorien bei einem anderen Namen zu nennen als die Graswurzel-Narrative wie etwa über 9/11 oder die JFK Ermordung. Tatsächlich gibt es aufgrund der Natur populistischer Volkserzählungen viel mehr öffentlich zugängliche Beweise, die den offiziellen Attentatsgeschichten vom 11. September 2001 und zu JFK widersprechen, als es für die Russland-Verschwörungstheorien des Establishments gibt, weil diese Erzählungen oft auf nichts anderes hinauslaufen als auf geheimnisvolle Geheimdienste, die sagen: "Es ist wahr, weil wir es gesagt haben". Da sich die Verschwörungstheorien der Basis nicht auf leere Behauptungen der Autorität verlassen können, bauen sie in der Regel auf Informationen auf, die öffentlich zugänglich sind.

 

9/11: Eine Verschwörungstheorie:

 

Einige Leute ärgern sich darüber, dass ich den Begriff Verschwörungstheorie überhaupt verwende, aber ich bestehe darauf, dass der Begriff selbst an sich neutral ist: eine Theorie über eine Verschwörung. Das Problem ist nicht der Begriff, sondern das Stigma, das von den etablierten Medien und Politikern des Establishments an diesen Begriff angehängt wurde; ein Wechsel zu einem anderen Begriff zur Beschreibung von Theorien über Verschwörungen würde nur sicherstellen, dass dieser Begriff durch dieselbe Art von Kampagne auf genau die gleiche Weise stigmatisiert werden würde. Dies würde nur das Überleben der Taktik des Wiederkauens eines vorstigmatisierten Labels im Krieg der Ideen sicherstellen, anstatt tatsächliche Argumente voranzutreiben. Die Tatsache in dieser Angelegenheit ist, dass mächtige Menschen sich tatsächlich verschwören. Diese Verschwörungen müssen in der Tat erwähnt werden, und die größten Verkünder von Verschwörungstheorien sind nicht Infowars oder RT, sondern Mainstream-Medien und das US-Außenministerium.

 

Diejenigen, die eine Idee ablehnen, indem sie sie sie als "Verschwörungstheorie" bezeichnen, ohne weitere Argumente vorzubringen, geben einfach zu, dass sie kein Argument haben, und es ist richtig, darauf hinzuweisen, wenn sie es tun, denn etwas, das eine Verschwörungstheorie ist, bedeutet nicht, dass es nicht auf Fakten beruht. Einige Verschwörungstheorien sind gut und werden durch solide Beweise gestützt, andere sind dumm und werden aus intellektuell unehrlichen Gründen verbreitet. Es war einmal, da wurde man als Verschwörungstheoretiker bezeichnet, weil man sagte, dass der Westen Terroristen in Syrien bewaffnet oder die DNC sich verschworen hat, um den Vorwahlsieg von Hillary Clinton zu sichern; diese Dinge sind jetzt Verschwörungstatsachen, da die Geschichte die soliden Theorien, die sie vorhergesagt haben, bestätigt hat. Andere Verschwörungstheorien werden von schwachsinnigen Parteigängern aus keinem anderen Grund als der schwachsinnigen Partei-Loyalität verbreitet, wie der oben erwähnten russischen Verschwörungstheorie, oder der QAnon-Verschwörungstheorie, die behauptet, dass Donald Trump eine Rebellion gegen den tiefen Staat anführt, wie es von einem anonymen Benutzer auf 8chan kryptisch berichtet wird.

 

Andere Verschwörungstheorien werden einfach deshalb akzeptiert, weil sie Menschen helfen, der kognitiven Dissonanz widersprüchlicher Überzeugungen zu entkommen. Ein starker Gläubiger des Kapitalismus zum Beispiel, der die unbestreitbaren Zeichen sieht, dass eine plutokratische Klasse die Kontrolle über ihre Regierung hat, der aber nicht akzeptieren kann, dass diese plutokratische Übernahme durch ein zügelloses kapitalistisches System erleichtert wurde, das sicherstellt, dass die gierigsten Soziopathen an die Spitze aufsteigen, kann kognitive Dissonanzen vermeiden, indem er die Existenz der korrupten Herrscherklasse mit Verschwörungstheorien über Juden oder Kinder-fressende Kulte erklärt. Ein Liberaler, der nicht akzeptieren kann, dass neoliberale Imperium-Loyalisten wie Macron es versäumt haben, den Zentrismus "cool aussehen zu lassen", wie Max Boot vorausgesagt hat, wird kognitive Dissonanzen vermeiden, indem er das Scheitern der „Kirche des Status Quo“ mit Verschwörungstheorien über russische Social-Media-Kampagnen erklärt.

 

Max Boot: "Um den Populismus zu bekämpfen, braucht Amerika seinen eigenen Macron -- einen charismatischen Führer, der seinen Zentrismus coll aussehen lassen kann."

 

Verschwörungstheorien sind in Wirklichkeit nichts anderes als die Versuche der Menschen, zu erklären, was in ihrer Welt vor sich geht. Warum Trump gewählt wurde. Warum die Dinge trotz unserer vollkommen rationalen Versuche, sie zu ändern, scheiße bleiben. Warum das Wählen nicht viel Unterschied im tatsächlichen Verhalten der eigenen Regierung zu machen scheint. Warum wir weiter in dumme Kriege marschieren, Orwellsche Dystopie und Klimakollaps, obwohl wir jeden Anreiz haben, es nicht zu tun. Warum die Reichsten der Reichen immer reicher werden, während alle anderen immer ärmer und ärmer werden. Einige Versuche, diese Dinge zu erklären, werden von einem gut informierten und intellektuell ehrlichen Ort kommen, und andere werden von einem kurzsichtigen und intellektuell unehrlichen Ort kommen. Ihre individuellen Leistungen können nur von Fall zu Fall beurteilt werden.

 

Und meiner Meinung nach sind die Verschwörungstheorien der mächtigsten Institutionen der Welt die bei weitem unehrlichsten. Ich habe kürzlich einen Beitrag des WikiLeaks Twitter-Accounts gesehen, der die Konzernmedien als "das Narrativ-Geschäft, das vorgibt, im Nachrichtengeschäft zu sein" bezeichnet, was meiner Meinung nach eine perfekte Art ist, es zu formulieren. Die wirkliche Währung der Welt ist nicht Gold, noch ist es ein bürokratisches Fiat(geld), noch nicht einmal eine rohe militärische Kraft; es ist die narrative Kontrolle. Die Fähigkeit, die Geschichten zu kontrollieren, die die Menschen über das, was in ihrer Welt vor sich geht, erzählen, bedeutet die Fähigkeit, zu kontrollieren, wie sie denken, wie sie abstimmen, wie sie sich verhalten und wie sie alle zustimmen, dass Geld und Macht in unserer Gesellschaft funktioniert. Da die Gesellschaft aus Narrativen besteht, ist die Kontrolle der Narrative die Kontrolle über diese Gesellschaft.

 

Verschwörungstheorien sind für die Machthaber ein Weg, das Narrativ zu manipulieren, ohne der Öffentlichkeit tatsächlich harte Fakten und Beweise zu liefern, und die mächtigsten Institutionen der Welt verlassen sich zunehmend auf Verschwörungstheorien, weil sie keine Fakten und Beweise auf ihrer Seite haben. Und warum sollten sie? Dasselbe Machtestablishment, das die Welt getäuscht hat, um den Irak zu zerstören, ist offensichtlich viel zu verdorben, um seine globale Hegemonie mit sachlichen Beweisen begründen zu können. Alles, was sie haben, ist die narrative Kontrolle, und sie fangen an, selbst das zu verlieren.


Original Artikel https://lundi.am/Prochaine-station-destitution

 

Übersetzung von Daniel Megert

 

 

Nächste Station: Entlassung

 

Im Gegensatz zu allem, was wir hören können, ist das Geheimnis nicht, dass wir rebellieren, sondern dass wir es vorher nicht getan haben.

 

Was anormal ist, ist nicht das, was wir jetzt tun, sondern das, was wir bisher ertragen haben. Wer kann den Bankrott des Systems in jeder Hinsicht leugnen? Wer will schon noch für nichts geschoren, ausgeraubt, es beschissener haben? Wer wird weinen, dass das 16. Arrondissement von den Armen ausgeraubt wurde oder dass der Bourgeoisie ihre glänzenden 4X4er verbrannt wurden? Was Macron betrifft, so soll er aufhören, sich zu beschweren, er war es, der uns gerufen hat, um ihn holen. Ein Staat kann nicht behaupten, sich über die Kadaver einer "glorreichen Revolution" zu legitimieren und dann die Randalierer anzuschreien, sobald eine Revolution beginnt

 

Die Situation ist einfach: Die Menschen wollen, dass das System fällt. Das System beabsichtigt jedoch, sich selbst zu erhalten. Damit wird die Situation als aufständisch definiert, wie die Polizei selbst jetzt zugibt. Das Volk ist für sich selbst Masse, Mut, Freude, Intelligenz und Naiv. Das System hat für sich die Armee, die Polizei, die Medien, die List und die Angst vor der Bourgeoisie. Seit dem 17. November nutzen die Menschen jeden Samstag zwei komplementäre Ansätze: die Blockade der Wirtschaft und den Angriff auf das Regierungsviertel. Diese Hebel ergänzen sich, weil die Wirtschaft der Motor des Systems ist, während die Regierung das ist, was sie symbolisch darstellt. Um das System wirklich zu entfernen, muss man beides aufs Korn nehmen. Das gilt für Paris wie für den Rest des Landes: Eine Präfektur anzuzünden und auf die Elysée zu marschieren, ist ein und dasselbe. Seit dem 17. November, jeden Samstag werden die Menschen in Paris von demselben Ziel getrieben: dem Spaziergang auf das Regierungsgebäude. Von Samstag auf Samstag, der Unterschied, der sich ergibt, ist:

 

  1. die zunehmende Brutalität des Polizeisystems, das eingerichtet wurde, um zu verhindern

  2. die Erfahrungen die aus dem Scheitern des vergangenen Samstags gesammelt werden.

 

Wenn es an diesem Samstag noch viel mehr Menschen mit Schwimmbrille und Gasmaske gibt, dann nicht, weil "organisierte Provokateure" die Demonstration "infiltriert hätten", sondern weil die Menschen in der Woche zuvor ausgiebig vergast wurden und die daraus Schlussfolgerungen zogen, die jeder vernünftige Mensch zieht: Komm das nächste Mal ausgerüstet. Außerdem ist dies keine Demonstration, sondern ein Aufstand.

 

Als Zehntausende von Menschen in das Gebiet Tuileries-Saint Lazare-Étoile-Trocadéro eindrangen, dann nicht wegen einer von einigen kleinen Gruppen beschlossenen Belästigungsstrategie, sondern wegen einer diffusen taktischen Intelligenz von Menschen, die von der Polizei einfach daran gehindert wurden, ihr Ziel zu erreichen. Den "Ultra-Linken" bei diesem Aufstandsversuch die Schuld zu geben, ist keine Illusion: Wenn die Ultra-Linken in der Lage gewesen wären, Baumaschinen anzutreiben, um die Polizei anzugreifen oder eine Mautstelle zu zerstören, wäre das bekannt; wenn es so zahlreich, entwaffnend und mutig gewesen wäre, wäre das auch bekannt. Mit ihren im Wesentlichen identitätsbasierten Anliegen wird die so genannte "ultra-linke" durch die breitgefächerte Bewegung der gelben Westen tief gestört; in Wahrheit weiß sie nicht, auf welchem Fuß sie tanzen soll, sie fürchtet, sich als bürgerlich zu kompromittieren, indem sie sich mit dieser Menge vermischt, die in keine ihrer Kategorien passt. Was die "ultrarechte" betrifft, so ist sie zwischen ihren Mitteln und ihren vermeintlichen Zielen eingeklemmt: Sie macht Chaos, indem sie vorgibt, an die Ordnung gebunden zu sein, sie verschaukelt die nationale Polizei, während sie ihre Liebe zur Polizei und zur Nation erklärt, sie will das Haupt des republikanischen Monarchen aus Liebe zu einem nicht existierenden König beschneiden. In diesen Punkten müssen wir daher das Innenministerium seiner Lächerlichkeit überlassen. Es sind nicht die Radikalen, die die Bewegung machen, es ist die Bewegung, die die Menschen radikalisiert. Wer kann glauben, dass die Verhängung des Ausnahmezustands wegen einer Handvoll Ultras in Betracht gezogen wurde?

 

Diejenigen, die die Aufstände nur halbwegs mitmachen, graben nur ihre eigenen Gräber. An diesem Punkt, mit zeitgenössischen Mitteln der Repression, stürzen wir entweder das System oder es überwältigt uns. Es wäre ein schwerer Fehler, den Grad der Radikalisierung dieser Regierung zu unterschätzen. Alle, die sich in den kommenden Tagen als Vermittler zwischen Volk und Regierung aufstellen werden, werden keinen Erfolg haben. Niemand will mehr vertreten sein, wir sind alle alt genug um uns auszudrücken, und zu sehen wer versucht uns zu erweichen, und wer versucht, uns zurückzubinden. Und selbst wenn die Regierung einen Schritt zurücktreten würde, würde dies beweisen, dass wir Recht hatten, das zu tun, was wir getan haben und dass unsere Methoden die Richtigen sind.

 

Nächste Woche ist daher entscheidend: Entweder es gelingt uns, noch mehr von der Wirtschaftsmaschine zu stoppen, indem wir Häfen, Raffinerien, Bahnhöfe, Logistikzentren usw. blockieren, und die staatlichen Einrichtungen und die Präfekturen am nächsten Samstag wirklich übernehmen, oder wir sind verloren. Nächsten Samstag haben die Märsche gegen den Klimawandel keinen Grund sich auf der Straße nicht mit uns zusammen zu schliessen. Sie gehen davon aus, dass diejenigen die uns zu der gegenwärtigen Katastrophe geführt haben, uns auch nicht aus dieser Katastrophe herausführen werden. Wir stehen kurz vor einem Zusammenbruch des Regierungsapparates. Entweder gelingt es uns in den kommenden Monaten, den notwendigen Wandel herbeizuführen, oder die angekündigte Apokalypse wird von einer totalen Überwachung begleitet, in denen soziale Netzwerke in allen erdenklichen Ausmaßen beteiligt sein werden.

 

Die Frage ist daher: Was bedeutet es in der Praxis, das System zu beseitigen? Das bedeutet natürlich nicht, dass neue Vertreter gewählt werden müssen, denn das Versagen des derzeitigen Systems ist genau das Versagen des Repräsentationssystems. Ohne Mittel soll das System lokal, Kanton für Kanton, die gesamte materielle und symbolische Organisation des Lebens übernehmen, denn gerade die gegenwärtige Lebensorganisation steht auf dem Spiel, es ist diese Katastrophe. Wir dürfen das Unbekannte nicht fürchten: Noch nie haben wir Millionen von Menschen verhungern sehen. So wie wir durchaus in der Lage sind, uns horizontal zu organisieren, um Blockaden zu machen, sind wir in der Lage, uns selbst zu organisieren, um eine sinnvollere Organisation der Existenz wieder auf den richtigen Weg zu bringen. So wie der Aufstand vor Ort organisiert wurde, werden auch hier Lösungen gefunden. Der "nationale" Plan der Dinge ist nur das Echo der lokalen Initiativen.

 

Wir können nicht mehr darauf zählen. Die Herrschaft der Wirtschaft ist die Beherrschung der Armut, weil so die gesamte Herrschaft berechenbar ist. Das Schöne an den Blockaden, auf der Straße, bei allem was wir in den letzten drei Wochen getan haben ist, dass wir in gewisser Weise bereits siegreich sind, dass wir aufgehört haben zu zählen, weil wir angefangen haben, aufeinander zu zählen. Wenn es um die Frage der gemeinsamen Lösungen geht, wird die des rechtlichen Eigentums an den Infrastrukturen des Lebens zum Detail. Der Unterschied zwischen den Menschen und denen, die sie regieren, besteht darin, dass sie nicht aus Arschlöchern (crevards) bestehen.

 

 

*

 

 

Dazu noch das Manifest der Gelbwesten laut Internetz-Zeitung: http://internetz-zeitung.eu/index.php/5030-manifest-die-forderungen-der-gelbwesten-im-wortlaut

 

Manifest: Die Forderungen der Gelbwesten im Wortlaut

Die Forderungen der „Gelbwesten“ gehen nun auch offiziell über die bloße Frage der Treibstoffpreise hinaus. In einem langen, der Presse und den Abgeordneten übermittelten Manifest, das in den französischen Medien breite Beachtung fand, listen sie eine Reihe von Forderungen auf, die sie erfüllt haben möchten.

Abgeordnete Frankreichs, wir übermitteln Ihnen die Direktiven des Volkes, damit Sie diese in Gesetze umsetzen.

Abgeordnete, verschaffen Sie unserer Stimme Gehör in der Nationalversammlung!

Folgen Sie dem Willen des Volkes! Setzen Sie diese Direktiven durch:

  • Null Obdachlosigkeit: DRINGEND.
  • Mehr Progression bei der Einkommenssteuer, das heißt, mehr Stufen.
  • Mindestlohn von 1.300 Euro netto.
  • Förderung der kleinen Geschäfte in den Dörfern und Stadtzentren. Einstellung des Baus von großen Einkaufszentren um die Großstädte herum, die den Einzelhandel abwürgen, und mehr kostenlose Parkplätze in den Stadtzentren.
  • Isolierung von Wohnungen im großen Maßstab, um die Ökologie mit Einsparungen in den Haushalten voranzubringen.
  • Steuern: die GROSSEN (McDonald´s, Google, Amazon, Carrefour ...) sollen GROSS zahlen und die Kleinen (Handwerker, Klein- und Mittelbetriebe) zahlen KLEIN.
  • Ein einheitliches System der Sozialversicherung für alle (Handwerker und kleine Selbständige eingeschlossen). Abschaffung der Selbständigen-Sozialversicherung (RSI).
  • Das Rentensystem muss solidarisch bleiben und demzufolge vergesellschaftet werden. Keine Rente nach Punkten.
  • Schluss mit der Erhöhung der Treibstoffsteuer.
  • Keine Rente unter 1.200 Euro.
  • Jeder gewählte Abgeordnete hat das Recht auf den Medianlohn. Seine Reisekosten werden überwacht und, soweit begründet, erstattet. Recht auf Restaurant- und Urlaubsgutscheine.
  • Die Löhne aller Franzosen sowie die Renten und Leistungen sind entsprechend der Inflation zu indexieren.
  • Schutz der französischen Industrie: Verbot von Verlagerungen. Schutz unserer Industrie bedeutet Schutz unseres Know-hows und unserer Arbeitsplätze.
  • Schluss mit der Arbeitnehmerentsendung. Es ist nicht normal, dass jemand, der auf französischem Territorium arbeitet, nicht den gleichen Lohn und die gleichen Rechte erhält. Jede Person, die autorisiert ist, auf französischem Territorium zu arbeiten, ist einem französischen Staatsbürger gleichzustellen und ihr Arbeitgeber muss für sie die gleichen Abgaben entrichten wie ein französischer Arbeitgeber.
  • Zur Sicherung der Beschäftigung: Befristete Arbeitsverträge in großen Unternehmen stärker begrenzen. Wir wollen mehr unbefristete Verträge.
  • Abschaffung der „Steuergutschrift für die Förderung des Wettbewerbs und der Beschäftigung“, CICE (1). Nutzung dieser Gelder zur Förderung einer französischen Wasserstoffauto-Industrie (wirklich ökologisch, anders als Elektroautos).
  • Ende der Austeritätspolitik. Einstellung von Zinszahlungen auf illegitim eingeschätzte Schulden und Beginn der Schuldentilgung – ohne auf das Geld der Armen und weniger Armen zurückzugreifen, sondern durch Aufspüren der 80 Milliarden an Steuerhinterziehungen.
  • Abstellung der Ursachen für erzwungene Migration.
  • Korrekte Behandlung von Asylbewerbern. Wir schulden ihnen Wohnraum, Sicherheit, Ernährung sowie Bildung für die Minderjährigen. Zusammenarbeit mit der UNO zur Einrichtung von Empfangslagern in zahlreichen Ländern der Welt in Erwartung des Ergebnisses des Asylverfahrens.
  • Rückführung abgelehnter Asylbewerber in ihr Ursprungsland.
  • Umsetzung einer tatsächlichen Integrationspolitik. In Frankreich zu leben heißt, Franzose/Französin zu werden – Französisch-Kurse, Kurse in französischer Geschichte und in staatsbürgerlicher Bildung mit Abschlusszeugnis am Ende der Kurse.
  • Festlegung eines Maximallohns von 15.000 Euro.
  • Schaffung von Arbeitsplätzen für Arbeitslose.
  • Erhöhung der Leistungen für Personen mit Behinderungen.
  • Begrenzung der Mieten. Mehr Wohnungen mit gemäßigten Mieten – insbesondere für Studenten und prekär Beschäftigte.
  • Verbot des Verkaufs von Grundstücken und Einrichtungen, die sich im Eigentum Frankreichs befinden – Talsperren, Flughäfen und so weiter.
  • Konsequente zur Verfügung Stellung von Mitteln für Justiz, Polizei, Gendarmerie und Armee. Bezahlung oder Freizeitausgleich von Überstunden der Ordnungskräfte.
  • Einsatz aller Mauteinnahmen für den Unterhalt der Autobahnen und Landstraßen Frankreichs sowie für die Straßenverkehrssicherheit.
  • Da die Gas- und Strompreise seit der Privatisierung gestiegen sind, wünschen wir, dass beides wieder in die öffentliche Hand kommt und die Preise entsprechend gesenkt werden. ( Vergesellschaftung).
  • Sofortiger Stopp der Einstellung kleiner Bahnstrecken, der Abschaffung von Postämtern und der Schließung von Schulen und Entbindungsstationen.
  • Wohlergehen für ältere Menschen. Verbot der Gewinnerzielung auf Kosten älterer Menschen. Statt „Graues Gold“ „Graues Wohlergehen“.
  • Maximal 25 Schüler pro Klasse von der Vorschule bis zur Abschlussstufe.
  • Bereitstellung notwendiger Mittel für die Psychiatrie.
  • Volksentscheide sind in die Verfassung aufzunehmen. Schaffung einer lesbaren und effizienten Website, überwacht durch ein unabhängiges Kontrollorgan, auf der Menschen Gesetzesvorschläge einbringen können. Wenn ein solcher Vorschlag 700.000 Unterschriften erhält, ist er von der Nationalversammlung zu diskutieren, zu ergänzen und gegebenenfalls mit Änderungsvorschlägen zu versehen. Die Nationalversammlung ist zu verpflichten, ihn – ein Jahr nach dem Stichtag der Erlangung der 700.000 Unterschriften – der Gesamtheit der Franzosen zur Abstimmung vorzulegen.
  • Rückkehr zu einem 7-Jahres-Mandat für den Präsidenten der Republik. Die Wahl der Abgeordneten zwei Jahre nach der Wahl des Präsidenten wird dem Präsidenten der Republik ein positives oder negatives Signal hinsichtlich seiner Politik übermitteln. Dies wird dazu beitragen, der Stimme des Volkes Gehör zu verschaffen.
  • Rente mit 60 Jahren. Recht auf Rente mit 55 Jahren für alle Personen, die schwer körperlich arbeiten – beispielsweise Maurer oder Schlachthausarbeiter.
  • Verlängerung des Systems der Zuschüsse für Kinderbetreuung (Pajemploi) über das 6. Lebensjahr hinaus bis zum 10. Lebensjahr des Kindes.
  • Förderung des Schienengütertransports.
  • Kein Quellensteuerabzug.
  • Schluss mit den lebenslangen Bezügen für Altpräsidenten.
  • Verbot der Erhebung einer Gebühr von Händlern für die Zahlung per Kreditkarte durch deren Kunden.
  • Besteuerung von Schiffsdiesel und Kerosin

 

https://www.zerohedge.com/news/2018-12-06/why-russia-wont-invade-ukraine-baltic-statelets-or-anybody-else

 

Warum Russland nirgendwo einmarschieren wird, weder in die Ukraine, die baltischen Kleinstaaten oder sonstwo

 

vom Saker, 07.12.2018 via Unz Review

 

 

Die AngloZionistische Propagandamaschine warnt uns ständig davor, dass Russland kurz davor steht, in ein Land einzumarschieren. Die Liste der Kandidaten für eine Invasion ist lang und reicht von Norwegen bis in die Ukraine und umfasst die baltischen Staaten, Polen und sogar Länder weiter westlich. Natürlich wird uns auch gesagt, dass die NATO und die USA hier sind, um das zu verhindern. Nun, da danken wir Gott dafür, richtig?

 

 

Aber was in dieser Erzählung auffallend fehlt, ist eine Diskussion über die möglichen russischen Motive für einen solchen Militärschlag. Typischerweise wird uns lediglich gesagt, dass Russland die europäische Nachkriegsordnung und die Grenzen durchbrochen hat, indem es die Krim "annektiert" und Streitkräfte in den Donbass geschickt hat. Jeder, der den IQ einer Raumtemperatur oder darüber hat, erkennt inzwischen, dass beide Behauptungen total Gaga sind. Diejenigen, die die internationale Ordnung und die Grenzen nach dem Kalten Krieg tatsächlich gebrochen haben, waren die NATO-Mitgliedstaaten, als sie militärische Gewalt in völliger Illegalität eingesetzt haben, um Jugoslawien zu zerstören. Was das Volk der Krim betrifft, so hatten sie die Möglichkeit, in einem Referendum über ihre Zukunft abzustimmen, ganz im Gegensatz zu den Bewohnern des Kosovo, die keine solche Möglichkeit hatten. Was den Krieg vom 08.08.08 betrifft, so waren es sogar die Europäer, die schließlich und sehr widerstrebend zustimmten, dass es Saakaschwili war, der diesen Konflikt ausgelöst hat, nicht Russland.

 

Aber lassen Sie uns all dies beiseite legen und nehmen wir an, dass die russischen Führer nicht zögern würden, erneut militärische Gewalt anzuwenden, wenn es zu ihrem Vorteil wäre. Nehmen wir an, dass die Russen nichts Gutes im Schilde führen und dass sie durchaus versuchen könnten, ein anderes Stück Land irgendwo in Europa abzubeißen.

 

Eine solche Annahme würde sofort eine entscheidende Frage aufwerfen: Warum sollten die Russen das tun wollen?

 

Aus irgendeinem Grund wird diese Frage selten, wenn überhaupt, gestellt.

 

Oh sicher, uns wird gesagt, dass "Putin die Sowjetunion wieder aufbauen will" oder eine andere Art von Imperium, aber wieder scheint sich niemand zu fragen, warum er das will!

 

Schauen wir uns also die möglichen Gründe für einen solchen Angriff an:

 

Grund Nummer eins: mehr Land zu gewinnen

 

Das ist wahrscheinlich der am wenigsten glaubwürdige Grund überhaupt. Russland ist ein riesiges Land (17.098.246 km2) mit einer relativ kleinen Bevölkerung (144.526.636), was zu einer sehr geringen Bevölkerungsdichte führt. Russland ist nicht nur riesig, sondern sein Territorium verfügt auch über immense natürliche Ressourcen. Das allerletzte, was Russland braucht, ist mehr Land.

 

Zweiter Grund: Erhöhung der russischen Bevölkerung

 

Nun, ja, Russland hat mit Sicherheit ein Bevölkerungsdefizit. Das bedeutet aber nicht, dass einfach jede Bevölkerungszunahme ein Glücksfall für Russland wäre. Beispielsweise wird Russland nur dann in einer schlechteren Verfassung sein, wenn die Zahl der Menschen, die von Arbeitslosigkeit, Sozialdiensten oder Renten abhängig sind, steigt. Ebenso würde Russland nicht von einer politisch feindlichen Bevölkerung profitieren. Während Russland also von einer größeren Bevölkerung profitieren könnte, braucht es mehr junge und gut ausgebildete Russen, nicht arbeitslose und mittellose Ukrainer oder Litauer! Der massive Zustrom ukrainischer Flüchtlinge hat übrigens bereits zu einer Zunahme qualifizierter Spezialisten beigetragen, darunter Ärzte und hochqualifizierte Ingenieure der ukrainischen militärisch-industriellen Spezialisten, die, als sie den Zusammenbruch ihrer Büros und Industrien in der Ukraine sahen, nach Russland umzogen, um weiter zu arbeiten. Es besteht keine Notwendigkeit, dass die Russen irgendwo einmarschieren, um diese hochqualifizierten Spezialisten zu bekommen. Was Ukrainer ohne besondere Qualifikationen betrifft, so sind sie bereits in Russland aufgetaucht, und das Letzte, was Russland braucht, sind mehr von ihnen (sie können Toiletten in Polen oder Großbritannien schrubben gehen). Außerdem gibt es in Russland bereits viele Einwanderer aus anderen Teilen der Welt, und mehr davon zu bekommen, ist kaum eine gute Idee. Während Russland also von qualifizierteren jungen Russen profitieren würde, ist die Invasion in andere Länder nicht der richtige Weg, um sie zu bekommen.

 

Grund Nummer drei: Geostrategische Gründe

 

Was ist mit den Ostseehäfen? Was ist mit den ukrainischen Gaspipelines? Die Wahrheit ist, dass in der Sowjetzeit die Ostseehäfen oder die ukrainischen Pipelines wichtige strategische Vermögenswerte waren. Aber seit ihrer Unabhängigkeit haben sich diese Länder nicht nur selbst ruiniert und die Infrastruktur zerstört, die sie von den "sowjetischen Besatzern" geerbt haben, sondern Russland hat auch erfolgreich die Infrastruktur und die Industrien ersetzt, die es nach 1991 verloren hat. So hat Russland beispielsweise aktiv eigene Handelshäfen an der Ostsee entwickelt, die inzwischen über die in den baltischen Staaten hinausgewachsen sind (siehe hier eine gute Vergleichstabelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Ports_of_the_Baltic_Se

 

Was die ukrainischen Pipelines betrifft, so ist es Russland nicht nur gelungen, "Nord-" und "Süd"-Stream zu bauen, die nicht nur ermöglichen, die Ukraine vollständig zu umgehen, sondern auch die Notwendigkeit, sich mit der verrückten Bandera-Junta in Kiew zu befassen. Die simple Wahrheit ist, dass die baltischen Staaten oder die Ukronazis sich selbst zwar als sehr wertvoller Preis ansehen können, Russland sie aber absolut nicht braucht.

 

In Wahrheit ist das Gegenteil wahr: Russland kann derzeit kaum alle Wiederaufbauprogramme finanzieren, die nach Jahrzehnten nationalistischer Herrschaft auf der Krim so dringend benötigt werden. In Zukunft wird Russland auch beim Wiederaufbau des Donbass helfen müssen. Glaubt jemand ernsthaft, dass die Russen es sich leisten können, noch mehr Länder oder Territorien zu retten?!

 

Vierter Grund: revanchistische Motive

 

Das ist das Argument von Hillary Clinton/Zbigniew Brzezinski: Die Russen sind von Natur aus Expansionisten, Imperialisten, Militaristen und Revanchisten, und sie brauchen kein Motiv, um irgendwo einzumarschieren: Das ist einfach das, was sie tun - eindringen, terrorisieren, unterdrücken. Nun, ein kurzer objektiver Blick auf die Geschichte würde beweisen, dass es der Westen ist, der immer ein solches Verhalten gezeigt hat, nicht Russland, aber wir können sogar diese Tatsache ignorieren. Die Wahrheit ist, dass es in Russland zwar viele Menschen gibt, die sich gut an ihr Leben in der Sowjetunion erinnern, aber es gibt einfach keinen Wahlkreis, der auf die Wiedergeburt der Sowjetunion oder auf irgendeine Art von Imperialismus drängt. Wenn überhaupt, sind die meisten Russen viel isolationistischer, und sie wollen sich nicht in Kriege oder die Invasion fremder Länder einmischen. Dies ist nicht nur das Ergebnis von Erinnerungen an Kriege in Afghanistan oder Interventionen in Deutschland, Ungarn oder der Tschechoslowakei, sondern auch die bittere Erkenntnis, dass selbst die so genannten "orthodoxen Brüder" (von denen einige sogar die Existenz ihres Landes auf einer Weltkarte Russland verdanken!) sich inzwischen vollständig gegen Russland gewandt haben und willige NATO-Kolonien geworden sind (denken Sie an Bulgarien oder Rumänien). Ja, Putin sagte, dass der Zusammenbruch der Sowjetunion eine Tragödie sei (objektiv gesehen war es das, und es brachte Millionen von Menschen immenses Leid), aber das bedeutet keineswegs, dass Putin oder irgendjemand anderes die Sowjetunion tatsächlich "wiederbeleben" will, selbst wenn es machbar wäre (was es nicht ist). Wenn überhaupt, dann waren es die USA, die NATO und die EU, die aus rein ideologischen Gründen ihren Einfluss auf den Osten ausdehnten und sich nun ständig an einer ununterbrochenen Kampagne der Russophobie (Phobie in beiden Bedeutungen von "Angst" und "Hass") beteiligen. Ja, die Russen sind angewidert vom Westen, aber das bedeutet kaum, dass sie dort einmarschieren wollen.

 

Fünfter Grund: Größenwahn

 

Nun, vielleicht sind die Russen wütend, dass sie den Kalten Krieg verloren haben und jetzt wollen sie wieder eine Supermacht werden? In der Tat, nein. Überhaupt nicht. Die Russen haben nicht nur nicht das Gefühl, den Kalten Krieg "verloren" zu haben, sondern fühlen sich sogar schon als Supermacht: eine, die sich dem Imperium erfolgreich widersetzt und weiterhin um volle Souveränität kämpft, während alle europäischen Länder miteinander um den Titel des unterwürfigsten Lakaien des Imperiums konkurrieren. Wie die UdSSR nach dem Zweiten Weltkrieg hat auch Russland nach dem Alptraum der 90er Jahre sehr erfolgreich wieder aufgebaut, trotz der ständigen Subversion und Sabotage des "Vereinten Westens", der jeden schmutzigen Trick ausprobiert, um zu verhindern, dass Russland sich von den Schrecken erholt, die ihr die westlich unterstützte (und eigentlich regierte) "liberale Demokratie" während der Jelziner Jahre auferlegte. Sicher, die Russen wollen, dass ihr Land wohlhabend und mächtig ist, aber das bedeutet nicht, dass sie zu einem US-ähnlichen Welthegemon werden wollen, der sich in jeden Konflikt auf dem Planeten einmischt. Ehrlich gesagt, selbst die böse alte UdSSR war nicht gegen die USA und hatte nie die Art von globalen Ambitionen, die die USA haben (nun ja, außer Trotzki, aber Stalin gab diesen Verrückten den Laufpass, von denen viele später in die USA emigrierten und sich in Neokons umbenannten). Natürlich gibt es den ewigen russischen "Hofnarr", alias "Zhirik" alias Wladimir Schirinowski. Er hat alle möglichen Drohungen (auch nukleare) gegen verschiedene Nachbarländer Russlands ausgesprochen, aber jeder weiß, dass er nur das ist, ein Hofnarr und dass das, was er sagt, im Grunde genommen völliger Unsinn ist.

 

Grund Nummer sechs: Um Putins "Regime" zu retten.

 

Es ist wahr, dass unbeliebte Regime den Krieg nutzen, um von ihrem Versagen abzulenken und die Bevölkerung dazu zu bringen, ihr Gehirn auszuschalten, um "die Wagenburg zu errichten" und "patriotisch" zu sein. Das ist definitiv das, was Poroschenko im Moment tut. Aber Putin braucht so etwas nicht! Auch wenn ihn die Rentenreform in Sachen Popularität einiges gekostet hat, ist er im Inland (und sogar international!) immer noch weitaus beliebter als jeder politische Führer im Westen und der russischen Wirtschaft geht es trotz der berühmten Sanktionen gut. Zwar ist die zumeist atlantisch/ integrationistische Medwedew-Regierung nicht sehr beliebt, aber die Beamten (wie Shoigu oder Lavrov), die typischerweise mit Putin und seinen eurasischen Souveränisten in Verbindung gebracht werden, bleiben sehr beliebt. Die einfache Wahrheit ist, dass Putin keine "ablenkenden Krisen" braucht, weil er trotz aller Schwierigkeiten, mit denen Russland derzeit konfrontiert ist, bemerkenswert populär bleibt. Wenn überhaupt, dann sind es die Trumps, Macrons, Mays und Co., die einen ablenkenden Krieg brauchen, nicht Putin!

 

Ich könnte noch mehr unsinnige Pseudo-Gründe auflisten, warum Russland irgendwo ein Stück Land besetzen will, jedes weit hergeholt und unbegründeter als das vorherige, aber Ihr versteht schon: Russland hat keinerlei Interesse an militärischen Interventionen. Tatsächlich braucht Russland vor allem Frieden, und zwar so lange wie möglich.

 

Nun, lasst uns zur Realität zurückkehren,

 

Putin ist ein „Nachfahre“ eines weiteren großen russischen Reformers: Petr Arkadievich Stolypin

 

    Petr Stolypin (1862-1911)

 

Der Vorsitzende des Ministerrats und Premierminister Russlands von 1906 bis 1911, Petr Arkadievich Stolypin, sagte einmal die berühmten Worte: "Als nächstes kommt unsere Hauptaufgabe: die Stärkung unserer Unterschichten. In ihnen liegt die Stärke unseres Landes. Es gibt mehr als 100 Millionen davon, und die Wurzeln unseres Staates werden gesund und stark sein, und, glauben Sie mir, die Stimme der russischen Regierung vor Europa und dem Rest der Welt wird ganz anders klingen. Unser Motto, von allen Russen, sollte eine vereinte, gemeinsame Arbeit sein, die auf gegenseitigem Vertrauen basiert. Gebt Russland 20 Jahre Frieden, intern und extern, und du wirst das heutige Russland nicht wiedererkennen" (das ist meine eigene, freie Übersetzung. Dies ist der Originaltext: На очереди главная укрепить наша задача - укрепить низы. В них вся вся сила страны. Их более 100 миллионов и будут здоровы и и крепки корни доверии у государства, поверьте - зазвучат слова Русского Правительства совсем иначе и перед Европой общая и перед целым миром... Дружная, взаимном, основанная на девиз Русских работа - вот девиз для нас всех, Русских. Дайте Государству 20 лет покоя, внутреннего и внешнего, и вы не узнаете нынешней Poccии).

 

Natürlich wurde Stolypin schließlich von einem jüdischen Revolutionär, Mordechai Gershkovich Bogrov, ermordet, und Russland war gezwungen, in den Ersten Weltkrieg einzutreten. Schließlich wurde die russische Monarchie durch eine freimaurerische Verschwörung unter der Führung von Alexander Kerensky gestürzt. Diese "Liberalen" (d.h. Plutokraten) taten genau das, was ihre Nachfolger unter Jelzin taten, und haben Russland in völliges Chaos gestürzt. Acht Monate später ergriffen die Bolschewiki die Macht, und der Bürgerkrieg begann. Anstelle von 20 Jahren Frieden bekam Russland 30 Jahre Krieg. Nach großen Opfern und vielen Schrecken gelang es Russland erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, sich zu erholen.

 

Niemand in Russland will diese schreckliche Erfahrung wiederholen, auch wenn sich am Ende Russland durchsetzen würde. Die Kosten sind einfach zu hoch.

 

Heute, genau wie 1911, braucht Russland vor allem inneren und äußeren Frieden, und das ist nicht das, was es bekommen würde, wenn es sich auf ein ausländisches Militärabenteuer einlassen würde! Tatsächlich wäre es selbstmörderisch, ein Bündnis anzugreifen, das drei Atommächte umfasst, und die Russen sind alles andere als selbstmörderisch.

 

Wenn Russland den Frieden so dringend braucht, warum dann die ständigen Kriegsgerüchte?

 

Das ist ganz einfach! Erstens ist Poroschenko in großen Schwierigkeiten und kurz vor einer schweren Krise und seine einzige Option ist, die Wahl vollständig zu stehlen. Diese letzte Option könnte knifflig sein, denn wenn der "kollektive Westen" wie immer die Augen vor den Aktionen des Ukronazi-Regimes verschließt, so könnte die interne Opposition gegen Poroschenko dies nicht tun. Dann sind schwere innere Unruhen oder sogar ein Gegen-Coup möglich. Daher das dringende Bedürfnis Poroschenkos nach einer Krise.

 

Man sagt, dass ein Bild mehr als tausend Worte sagt. Nun, in diesem Sinne, schaut euch das hier an:

 

Links: Die Kriegsrechtsregionen Rechts: Die Regionen, die 2014 gegen Poroschenko gestimmt haben (übrigens deutet das auf eine Art zukünftige Grenze hin, nicht wahr? :-)

 

QED, richtig?

 

Es gibt noch einen weiteren, besonders beschämenden Grund: Während es wahr ist, dass Hitler und die AngloZionisten sich letztendlich bekämpft haben, ist es auch wahr, dass Hitler in vielerlei Hinsicht den Traum von einem "vereinten Europa" und einer "wiedergeborenen westlichen Zivilisation" (wenn auch heidnisch!) wirklich verkörpert hat. In der Geschichte des europäischen Imperialismus stellt Hitler so etwas wie einen Höhepunkt dar, zumindest bis die USA die Nazis nach dem Zweiten Weltkrieg als globale Hegemonie abgelöst haben. Es gibt keinen großen Unterschied zwischen Hitlers (oh so bescheiden versprochen) "Tausendjährigen Reichs" und Fukuyamas "Ende der Geschichte" (oder, was das betrifft, der marxistischen Idee des realisierten Kommunismus, die auch die Geschichte beenden würde, indem sie die dialektischen Widersprüche löst, die der Motor der Geschichte sind). Psychologisch war Hitler der Fortsetzer der Päpste und Napoleons - ein selbstbeschriebener "Kulturträger", der die "westliche Zivilisation" zu den barbarischen, unmenschlichen "Untermensch"-mongolischen Horden des Ostens brachte. Während Hitler also definitiv ein "Hurensohn" war, war er sicher "unser Hurensohn" (daher die impotente Wut, die meine Verwendung des Begriffs "Ukronazi" bei verschiedenen Arten von Verteidigern der "westlichen Zivilisation" oder, noch besser, einer angeblichen "weißen Zivilisation" hervorruft!) Nun, wir alle wissen, wie diese nationalsozialistischen "kulturtragenden" weißen Rassisten endeten, nicht wahr?

 

In der Tat – sic transit gloria mundi.....

 

 

Diese Träger der Werte eines „vereinten Europas“ und der „westlichen Zivilisation“ wurden von diesen Männern völlig besiegt:

 

Das sind die Männer, die 80% des nationalsozialistischen Militärs zerstört haben und die den Zweiten Weltkrieg *wirklich* gewonnen haben (nicht Patton oder MacArthur!).

 

Diese Erinnerungen sind es, die die westlichen Eliten wirklich erschrecken: die Existenz eines anderen zivilisatorischen Bereichs, der es nicht nur wagt, sich dem AngloZionistischen Reich offen zu widersetzen, sondern der bereits jede westliche hegemoniale Macht besiegt hat, die es gewagt hat, es in der Vergangenheit anzugreifen.

 

Das russische Volk sieht die gegenwärtige Konfrontation übrigens in den sehr ähnlichen "mentalen Koordinaten" wie die westlichen Russophoben, nur mit einem umgekehrten Wertzeichen. Was bedeutet, dass sie vollkommen verstehen, dass die Art von Krieg, den das Imperium gegen Russland führt, jetzt seine Wurzeln im Ergebnis des Zweiten Weltkriegs hat. Dies ist einer der Gründe, warum sie alle die Erinnerung an die Millionen Menschen schätzen, die im Kampf gegen die "westliche Zivilisation" und ein "vereintes Europa" gestorben sind. Dies zeigen am besten die "Unsterblichen Regimenter" in allen russischen Städten:

 

Das „Unsterbliche Regiment“ als Ausdruck des historischen Bewusstseins des russischen Volkes

 

Das historische Bewusstsein zeigt sich auch bei dieser Parade von kriegsgefangenen Ukronazis in Donetsk:

 

 

Auch hier ist der Bezug zum Zweiten Weltkrieg unverkennbar.

 

Wie ich bereits mehrfach in der Vergangenheit gesagt habe, ist einer der wichtigsten Unterschiede zwischen Russland und dem "kollektiven Westen", dass die Russen den Krieg fürchten, aber dennoch bereit sind, ihn zu führen, während die Westler den Krieg nicht fürchten, obwohl sie überhaupt nicht darauf vorbereitet sind. Wahrhaftig, "Narren eilen dorthin, wo Engel Angst haben hinzugehen" (denken Sie hier an Pompeo, Mattis und den Rest von ihnen). Und doch haben die Führer der AngloZionisten trotz dieser scheinbaren Unbekümmertheit eine fast genetische Angst und einen Hass auf Russland, weil sie sich daran erinnern, wie alle ihre Vorgänger schließlich von der russischen Nation besiegt wurden.

 

Und schließlich erinnern wir uns an die entscheidende Frage, die Bertolt Brecht stellte: "Wie kann man die Wahrheit über den Faschismus sagen, wenn man nicht bereit ist, sich gegen den Kapitalismus auszusprechen, der ihn hervorbringt?". Ja, der kollektive Westen hat Faschismus und Nationalsozialismus verurteilt, aber in Worten, und nur in Worten. Aber in Taten? Nein, überhaupt nicht. Deshalb wird der faschistische Abschaum à la Poroschenko immer von den westlichen Eliten unter dem frommen Titel "Er ist ein Hurensohn, aber er ist unser Hurensohn" unterstützt.

 

(Nebenbemerkung: Denkt daran, während des Krimkrieges verbündete sich der vermeintlich "christliche Westen" mit dem (muslimischen) Osmanischen Reich gegen Russland. Während der Revolutionsjahre finanzierten US-jüdische Bankiers die Bolschewiki vollständig. Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg finanzierten die Briten ebenfalls Hitler. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs unterstützte der Westen ukrainische Separatisten, einschließlich echter Nazis. Während des Kalten Krieges unterstützte der Westen die wahabitischen Irren in Saudi-Arabien (nein, MBS ist nicht der erste blutrünstige saudische Wahnsinnige!) und in Afghanistan. Der Westen unterstützte auch die Apartheid in Südafrika so lange wie politisch möglich. In Lateinamerika unterstützten die USA gerne das, was Roger Waters lateinamerikanische "meatpacking glitterati" nannte, d.h. die vielen Militärregime, die alle Wald- und Wiesen-Faschisten waren. Im Kosovo wurde die USAF zur Luftwaffe der UCK, obwohl die USA die UCK zuvor als gefährliche terroristische Organisation betrachtet hatten (das war gegen die Serben, aber laut Strobe Talbott war das Hauptziel hier, Russland zu zeigen, was mit ihr passieren könnte, wenn sie sich widersetzt). Während der Tschetschenienkriege unterstützte der Westen die Takfiri-Verrückten voll und ganz. Dann, nach dem 11. September, steigen die USA endlich mit al-Qaida ins Bett (vor allem in Syrien), obwohl das offizielle Märchen will, dass wir glauben sollen, dass al-Qaida und Bin Laden für den Tod von 3000 Menschen verantwortlich waren (egal, dass NIST durch direkte Implikation die Zerstörung von WTC7 mit Sprengstoff (1) zugab). Zweifelt jemand daran, dass, wenn Satan selbst einen Körper annehmen und vor uns erscheinen würde, die USA ihn vollständig und ganz unterstützen würden, solange er verspricht, antirussisch oder, noch besser, anti-orthodox zu sein? Indem man sich jahrzehntelang mit dem verbündet hat, was man ziemlich gut als den schlimmsten bösen Abschaum der Menschheit bezeichnen kann, sind sie nicht schon seit vielen, vielen, Jahren mit Satan verbündet?)

 

Ehrlich gesagt, wir sollten keine Illusionen über die Natur der westlichen Plutokratie haben, und wir sollten immer auf die marxistische Binsenweisheit achten, die besagt, dass "der Staat ein Gewaltapparat ist, der den Willen der herrschenden Klasse erfüllt". Wir alle wissen, aus wem die herrschende Klasse des AngloZionistischen Imperiums besteht, nicht wahr?

 

Westliche liberale Demokratien sind in Wirklichkeit Plutokratien, die von einer Klasse kapitalistischer Gangstern mit dem Ziel geschaffen wurden, unseren gesamten Planeten zu kontrollieren. Das war vor dem Zweiten Weltkrieg der Fall. Das galt auch während und nach dem Zweiten Weltkrieg, und das hat sich trotz aller lebhaften Verurteilungen von Faschismus und Nazismus nicht geändert.

 

Das bedeutet, dass es die westlichen herrschenden Eliten sind, die Krieg brauchen, um zu überleben und die Neue Weltordnung zu bewahren, die sie versucht haben, uns allen aufzuzwingen. Russland braucht keinen Krieg - es braucht nur Frieden.

 

Fazit: Entspannt euch, Leute, die Russen kommen nicht, versprochen!

 

Ungeachtet der AngloZionistisch paranoiden und kollektiven Halluzinationen kommen die Russen nicht. Ja, sie werden euch vernichten, wenn ihr verrückt genug seid, sie anzugreifen, aber nein, sie kommen nicht, zumindest nicht von selbst. Nicht einmal um die russischen Minderheiten in dem Apartheid-Staat Lettland oder dem von den Nazis besetzten ukrainischen Banderastan zu befreien. Die russische Politik gegenüber diesen Regimen ist sehr einfach: Lasst sie von selbst zusammenbrechen. Schließlich werden sie alle irgendwann einmal anklopfen, da ideologische Wahnvorstellungen gegenüber geografischen Realitäten machtlos sind.

 

Ich werde einen viel besseren Menschen als mich diesen Artikel abschließen lassen.

 

Das hat Professor Stephen Cohen kürzlich zu den Kriegsrisiken gesagt:

 

Er ist tatsächlich „der einsame Rufer in der Wüste“.

 

Werden ihm genug Menschen zuhören, um eine Apokalypse zu vermeiden?

 

Ich weiß es nicht.


 

https://www.zerohedge.com/news/2018-12-06/msm-getting-weirder-more-frantic-and-more-desperate-day

 

Die Massenmedien werden von Tag zu Tag seltsamer,

verkrampfter und verzweifelter

 

von Caitlin Johnstone, 06.12.2018

 

 

Wenn sogar die Washington Post sagt, dass dein Artikel über Russiagate schlechter Journalismus ist, dann ist dein Artikel über Russiagate wirklich sehr schlechter Journalismus.

 

WikiLeaks@wikileaks:

Eine Woche nach der Veröffentlichung einer erfundenen Story auf der Titelseite, die mit einer Geheimdienstagentur verbunden ist, muss die Chefredakteurin des Guardian @KathViner immer noch auf Fragen antworten, darunter von dem Journalisten, der der Zeitung den einzigen Pulitzer-Preis besorgt hat – die Frage, warum sie das getan hat:

Glenn Greenwald@ggreenwald:

Die @washingtonpost zitiere ich mit einer altbekannten Ironie, warum ich die Zeitungen so verachte: „Es ist ironisch, dass jene Institutionen, die von anderen Offenlegungen fordern, selbst am wenigsten dazu bereit sind, transparent zu sein.“

 

In einem Artikel mit dem Titel "The Guardian bot eine Bombengeschichte über Paul Manafort an. Sie ist aber immer noch nicht detoniert.“ weist der WaPo-Autor Pul Farhi darauf hin, dass es eine Woche her ist, seit der Guardian eine Behauptung veröffentlicht hat, dass der ehemalige Trump-Wahlkampfmanager Paul Manafort sich wiederholt mit dem WikiLeaks-Gründer Julian Assange getroffen habe, ohne Beweise, die die Behauptung untermauern, unter Verwendung ausschließlich anonymer Quellen, und trotz der Behauptungen, die den bekannten Aufzeichnungen über Assanges Gäste der ecuadorianischen Botschaft widersprechen. Die Kritik und der Wunsch nach Antworten wurde sowohl von Freunden als auch von Feinden von WikiLeaks immer lauter, wobei sich in der Story des Guardian täglich neue Handlungslücken öffneten und der Skandal nun in das allgemeine Bewusstsein rückt.

Und der Guardian schweigt, so wie dessen Chefredakteurin Katharine Viner, die sich die ganze Zeit weigert, auch nur eine Ton zu ihrer Verteidigung zu sagen. Der einzige Kommentar, den die Publikation abgegeben hat, wurde Tag für Tag wörtlich in jeder Nachrichtenagentur wiederholt, die über dieses bizarre Ereignis schreiben: "Diese Geschichte stützte sich auf eine Reihe von Quellen. Wir haben diese Behauptungen sowohl Paul Manafort als auch den Vertretern von Julian Assange vor der Veröffentlichung mitgeteilt. Beide haben nicht geantwortet und abgestritten dass die Besuche stattgefunden haben. Wir haben die Geschichte seitdem aktualisiert, um ihre Weigerungen wiederzugeben." Was im Grunde genommen nur bedeutet, dass sie jeden verleumderischen Unsinn über jeden drucken können, wenn die Dementis nicht rechtzeitig an die richtige E-Mail-Adresse gesendet werden.

Das ist natürlich völlig Banane.

 

 

Caitlin Johnstone @caitoz:

Erkennen diese Schmierenhändler des Establishments nicht, wie gruselig, verzweifelt und krampfhaft sie sich selber aussehen lassen, wenn sie diese Hetzartikel über anti-imperialistische Stimmen raushauen? Dieser Redakteur bei der HuffPo schriebt diesen Imperiums-Schmutz die ganze Zeit und merkt gar nicht, wie freakig das aussieht.

Chris York @ChrisDYork:

Jemand der objektiv sein sollte und Propaganda verbreitet, ist selbst ein Propagandist.

 

Die Huffington Post hat gerade ein weiteres dreistes Hetzstück über den Professor Piers Robinson von der University of Sheffield veröffentlicht. Und wenn ich dreist sage, meine ich wirklich dreist. Der gesamte Artikel besteht aus nichts anderem als dem leitenden HuffPo-Redakteur Chris York, der akribisch die Tatsache dokumentiert, dass ein Universitätsprofessor "sehr kritisch gegenüber westlichen Regierungen und Medien" ist, der Skepsis gegenüber Narrativen des Establishments zu 9/11, Syrien und Russland äußert. Und er deutet an, dass es für eine Universität schlecht und falsch sei, jemanden mit abweichenden Ansichten anzustellen.

Selbst für ein Hetzstück fühlt sich der Artikel unglaublich gezwungen, tollpatschig und verzweifelt an. Beim Lesen hat man das Gefühl, als ob York in deine Privatsphäre eindringt, sein Gesicht gegen dein Ohr drückt und sagt: "Du sollst nicht an die Dinge glauben, die der schreckliche Mann über das sagt, was in deiner Welt passiert. Ich werde Dir sagen, was du von diesen umstrittenen Ereignissen halten sollst: Big Brother ist dein Freund. Du liebst Big Brother."

Was auch schon ohne die Tatsache schräg genug wäre, dass York in diesem Jahr Robinson und andere antiimperialistische Stimmen immer wieder mit identischen Hetzartikeln persönlich ins Visier genommen hat. Ein leitender HuffPo-Redakteur hat Hetzartikel um Hetzartikel gegen eine kleine Gruppe von Akademikern und Reportern veröffentlicht, die im Vergleich zu einem Massenmedienunternehmen sehr wenig Einfluss haben, aber einem giftigen Wachposten des Imperiums wie York ist das immer noch viel zu viel.

 

 

Noam Chomsky hält Andrew Marr eine Standpauke:

 

 

Und das ist genau das, was heute passiert. In den letzten zwei Jahren hat sich die Massenmedienmaschine sehr, sehr seltsam verhalten, und es wird nicht besser, es wird immer schlechter. Seit dem Vorlauf zur Invasion im Irak haben wir so etwas nicht gesehen, wie die Mainstream-Medien versuchen, uns Narrative so verzweifelt und aggressiv in den Hals zu schieben, und selbst dann taten sie es für einen ganz bestimmten Zweck.

Diesmal sind die Dinge weniger klar. Ich schließe mich nicht dem Glauben an, dass die Veränderung im Verhalten der Medien auf einen Hass des Establishments auf Trump zurückzuführen ist; trotz der Rhetorik und der Erzählungen hat Trump die Interessen der Establishments genauso zuverlässig geschützt wie seine Vorgänger, und jeder, der etwas über Russiagate weiß, weiß, dass es nie zur Entfernung von Trump aus dem Amt führen wird. Eine viel logischere Erklärung ist die Notwendigkeit, die geopolitische Agenda der Isolierung Russlands zu unterstützen und es von der Weltbühne zu verdrängen, um es davon abzuhalten, Chinas Aufstieg zum Supermachtstatus zu schützen, und im Kalten Krieg wird die Verwendung von Propaganda noch wichtiger als im heißen Krieg. Aber ich denke auch, dass es mehr als das ist. Ich denke, ein großer Teil der hektischen Dringlichkeit, die wir von der Propagandamaschine des Establishments sehen, ist nichts anderes als ein Versuch, die Kontrolle über das Narrativ zurückzuerlangen.

Im Jahr 2016, zum ersten Mal überhaupt, liefen einige Dinge nicht so, wie sie für die Propagandisten und Manipulatoren geschrieben wurden, die die Öffentlichkeit dazu bringen sollen, den Plänen von Menschen zu folgen, die man nicht gewählt hat. Weit verbreiteter Internetzugang, alternative Medien, WikiLeaks und Unzufriedenheit mit dem Status quo haben sich vermengt und tanzten 2016 so, dass eine große Anzahl von Menschen erkannt hat, dass sie von den Talking Heads auf ihren Bildschirmen ständig belogen wurden. Eine unannehmbar große Anzahl von Menschen.

 

Das Ende der Könige:

 

Wer das Narrativ kontrolliert, kontrolliert die Welt. Die nicht gewählte Machtinstitution, die über uns herrscht, ist von der narrativen Kontrolle abhängig, um zu regieren, und wenn die Menschen den Talking Heads der Plutokraten, die ihnen sagen, welche Narrative sie glauben sollen, nicht trauen, kann es keine Kontrolle geben. In Frankreich haben wir unkontrollierbare Demonstranten aus dem gesamten politischen Spektrum gesehen, die "Wir haben Köpfe für weniger als das abgehackt" in Graffiti auf dem Arc de Triomphe schreiben. Ihr könnt sicher sein, dass sich die plutokratischen Augen auf der ganzen Welt geweitert haben.

 

Und das ist, glaube ich, der Grund, warum sich die Massenmedien so seltsam verhalten. Seit zwei Jahren greifen und lehnen sie sich überall hin und versuchen, die Kontrolle über die Geschichte wiederzuerlangen, wie ein Anfänger, der versucht, das Gleichgewicht wiederherzustellen, aber dabei kommen sie ihrem Fall nur näher. Das macht den gegenwärtigen Moment wahrscheinlich zur perfekten Zeit, um ihnen einen guten Schubs zu geben. Verbreitet die Wahrheit über die Täuschungen der Massenmedien wie die PsyOp des Guardian gegen WikiLeaks, weckt die Menschen darüber auf, was sie zu erreichen versuchen, indem Sie Menschen in parteiische Echokammern treiben, indem sie Assange verhaften, das Internet zensieren und alternative Medien, die dissidente Geschichten liefern, marginalisieren.

 

Das Einzige, was die Vielen davon abhält, sich wie Löwen gegen die Wenigen zu erheben, um eine neue Welt zu schaffen, die allen zugute kommt, ist die Propagandamaschine des Establishments, und im Moment ist sie wild aus dem Gleichgewicht. Schiebt fest und hör nicht auf zu schieben, bis es umfällt.

 

 

 

Anm.d.Ü.: Ein weiterer ausgezeichneter Artikel über den Guardian hier:

https://www.zerohedge.com/news/2018-12-06/guardians-reputation-tatters-after-forger-revealed-have-co-authored-assange-smear

 

Die Reputation des Guardian liegt in Trümmern, nachdem ein Fälscher aufgedeckt wurde, der das Schmierstück über Assange mitverfasst hat

 

Der Guardian hat seine Reputation zerstört und dabei die Verzweiflung des Establishments aufgedeckt, wenn es um Assange geht.“


https://off-guardian.org/2018/12/04/manufacturing-truth/

 

Die Herstellung von Wahrheit

 

von C.J.Hopkins, 04.12.2018   (die links im Original sind rot markiert)

 

 

Wenn du einer von den Millionen von Menschen bist, die trotz der überwältigenden Beweise immer noch glauben, dass es so etwas wie "die Wahrheit" gibt, dann solltest du diesen Aufsatz vielleicht nicht lesen. Ernsthaft, es kann äußerst beunruhigend sein, wenn man entdeckt, dass es so etwas wie "die Wahrheit" nicht gibt.... oder besser gesagt, dass das, was wir alle seit der Zeit, in der wir Kinder waren, als "Wahrheit" betrachten müssen. Dass es nur das Produkt einer Machttechnik ist und nicht ein empirischer Zustand des Seins. Menschen, die zum ersten Mal auf diese Tatsache gestoßen sind, sind dafür bekannt, völlig auszuflippen und über das "Wort Gottes" oder "die unveränderlichen Gesetze der Quantenphysik" zu plaudern und andere Menschen auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen oder sie einzusperren und ihnen Thorazin zu injizieren. Ich will nicht für so etwas verantwortlich sein, also betrachte dies als einen Warnhinweis.

 

OK, jetzt, da das geklärt ist, lasst uns einen Blick darauf werfen, wie "Wahrheit" hergestellt wird. Es ist eigentlich nicht so kompliziert. Siehst du, die "Wahrheit" ist... nun, es ist im Wesentlichen eine Geschichte. Es ist jede Geschichte, die wir uns zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte erzählen ("wir", das ist die Mehrheit der Menschen, die sich an die Regeln des jeweiligen Systems halten, die genug Macht haben, um die Geschichte zu diktieren, die jeder sich selbst erzählen soll). Jeder versteht das intuitiv, aber die Mehrheit der Menschen tut so, als ob sie es nicht tun, um in einem System zurechtzukommen, das jeden bestraft, der sich nicht an seine Regeln hält oder seiner Geschichte widerspricht. Um also im Grunde genommen die Wahrheit herzustellen, braucht man nur (a) eine Geschichte und (b) genug Macht, um eine Mehrheit der Menschen in Ihrer Gesellschaft zu zwingen, so zu tun, als ob sie es glauben würden.

 

Ich werde später auf diesen Punkt zurückkommen. Betrachten wir zunächst ein konkretes Beispiel dafür, wie unser System "Wahrheit" herstellt. Ich werde den neuesten eklatant gefälschten Artikel vom The Guardian  ("Manafort hielt geheime Gespräche mit Assange in der ecuadorianischen Botschaft") als Beispiel nehmen, aber ich hätte genauso gut jede Menge anderer gefälschter Geschichten wählen können, die in den letzten zwei Jahren in "respektablen" Zeitungen verbreitet wurden.

 

Die Geschichte der "russischen Propaganda-Hausierer". Die "Russland hat womöglich Hillary Clinton vergiftet"-Geschichte. Die "Russen haben das Stromnetz von Vermont gehackt"-Geschichte. Die Geschichte vom "Pipi-Tape mit der goldenen Dusche". Die Geschichte mit den "Novichok-Mördern". Die "Bana Alabed twittert"-Geschichte. Die "Trump's Secret Russian Server" Geschichte. Die Geschichte der "Labour Antisemitismuskrise". Die Geschichte "Russen inszenierten Brexit". Die Geschichte von "Russland wird die Zwischenwahlen hacken". Die "Twitter Bots"-Geschichte. Und die Liste geht weiter.

 

Ich werde den Guardian-Artikel hier nicht aufdröseln. Er wurde von besseren Entlarvern als mir entlarvt (z.B. Jonathan Cook, Craig Murray, Glenn Greenwald, Moon of Alabama und viele andere). (Hrsg.: einschließlich von uns)

 

Die Kurzfassung: Luke Harding vom Guardian ein schamloser Schmierfink, der seinen Namen an jede Propaganda anheftet, die eine Geheimdienstagentur ihm zuführt, hat vermutet, dass Paul Manafort, Trump's ehemaliger Wahlkampfleiter, sich von 2013 bis 2016 wiederholt mit Julian Assange (und unbenannten "Russen") getroffen hat, vermutlich um sich zu verschwören, um mit den Amerikanern eine Gehirnwäsche zu machen, damit sie nicht für Clinton stimmen. Hardings weltbewegende Behauptungen, die der Guardian prominent herausgestellt und bearbeitet hat, basierten auf... nun, absolut nichts, außer den üblichen anonymen "Informationsquellen". Nachdem tatsächliche Journalisten darauf hingewiesen hatten, überarbeitete der Guardian das Stück ganz leise (ziemlich großzügig unter Verwendung des Konjunktivs), vergrub es auf den hinteren Seiten seiner Website und tat ansonsten so, als hätten sie es nie veröffentlicht.

 

Zu diesem Zeitpunkt war sein Zweck natürlich bereits erfüllt. Die Geschichte war von anderen "respektablen" und "zuverlässigen" Zeitungen aufgegriffen und verbreitet worden, und machte in den sozialen Medien die Runde. Nichtsdestotrotz, aus Übervorsicht und um den oben genannten Entlarvern entgegenzuwirken (und die Zweifel von jedem anderen zu zerstreuen, der noch zu irgendeinem kritischen Denken fähig ist), veröffentlichte Politico dieses „Arsch an die Wand“-Stück und spekulierte, dass, wenn es sich irgendwie herausstellen sollte, dass die Geschichte des Guardian nur Propaganda war, die dazu bestimmt war, Assange und Trump zu beflecken... nun, wahrscheinlich war sie von den Russen eingeschmuggelt worden, um Luke Harding wie einen Idioten aussehen zu lassen. Dieses „Arsch an die Wand“-Stück aus spekulativer Fiktion, das von einem ehemaligen CIA-Agenten geschrieben wurde, ist sofort von Liberalen und "Linken" verbreitet worden, die sehnsüchtig auf die Verhaftung, Überstellung und öffentliche Kreuzigung von Assange warten.

 

An dieser Stelle stelle ich mir vor, dass du dich wahrscheinlich fragst, was das mit der Herstellung von "Wahrheit" zu tun hat. Denn offensichtlich war diese Geschichte des Guardian eine Lüge.... der Guardian wurde beim Lügen erwischt. Ich wünschte, die Sache mit der "Wahrheit" wäre so einfach (d.h. die Lügen der herrschenden Klassen aufdecken und entlarven). Leider ist es das nicht. Hier ist der Grund.

 

So sehr sich die meisten Menschen auch wünschen, dass es einen gibt (und sich so verhalten und reden, als gäbe es einen), es gibt keinen Transzendentalen Schiedsrichter der Wahrheit. Die Wahrheit ist, was derjenige, der die Macht hat, sagt, dass es das ist. Wenn wir nicht damit einverstanden sind, dass diese "Wahrheit" die Wahrheit ist, gibt es kein oberes Gericht, an dem wir Berufung einlegen können. Wir können streiten, bis wir blau im Gesicht sind. Es wird nicht den geringsten Unterschied machen. Kein Beweis, den wir vorlegen, wird den geringsten Unterschied machen. Die Wahrheit wird bleiben, was auch immer diejenigen mit der Macht zu sagen haben, dass es so ist, wie es ist.

 

Es gibt auch nicht viele Wahrheiten (d.h. deine Wahrheit und meine Wahrheit). Es gibt nur die eine Wahrheit.... die offizielle Wahrheit. Die Wahrheit gemäß den Machthabern. Das ist der ganze Zweck des Konzepts der Wahrheit. Das ist der Grund, warum das Konzept der "Wahrheit" erfunden wurde (d.h. um alle anderen "Wahrheiten" als Lügen aussehen zu lassen). So kontrollieren die Machthaber die Realität und zwingen ihre Ideologie den Massen (oder ihren Angestellten, oder ihren Studenten, oder ihren Kindern) auf. Ja, ich weiß, wir möchten sehr gerne eine "objektive Wahrheit" (d.h. was tatsächlich passiert ist, wann auch immer, JFK, 9-11, die Auferstehung Jesu Christi, Schrödingers tote Katze, der Urknall oder was auch immer). Es gibt keine. Die Wahrheit ist nur eine Geschichte.... eine Geschichte, die nie unsere Geschichte ist.

 

Die Wahrheit ist eine Geschichte, die die Macht erzählen darf, und die die Machtlosen nicht erzählen können, es sei denn, sie erzählen die Geschichte der Machthaber, die immer die Geschichte eines anderen ist. Die Machtlosen sind entweder Diener der Macht oder sie sind Ketzer. Es gibt keine dritte Alternative. Entweder plappern sie die Wahrheit der herrschenden Klassen nach oder sie äußern Irrlehren der einen oder anderen Art. Natürlich sehen sich die Machtlosen nicht als Ketzer. Sie betrachten ihre "Wahrheit" nicht als Ketzerei. Sie betrachten ihre "Wahrheit" als die Wahrheit, was Ketzerei ist. Die Wahrheit der Machtlosen ist immer Ketzerei.

 

Ein Beispiel: Während es für einige von uns persönlich beruhigend sein kann, sich selbst zu sagen, dass wir die Wahrheit über bestimmte Themen kennen (z.B., Russiagate, 9-11, etc.), und um unser Wissen mit anderen zu teilen, die mit uns übereinstimmen, und sogar die Lügen der Konzernmedien auf Twitter, Facebook und unseren Blogs oder in irgendeinem linken Webzine (oder einer "furchtlos gegnerischen“ Zeitung, die von einem wohlwollendenOligarchen finanziert wird) enthüllen, so scheren sich die herrschenden Klassen einen Dreck, denn wir sind nur krakeelende Ketzer und das rechtfertigt keine ernsthafte Antwort.

 

Oder.... schon gut, sie scheren sich ein wenig, genug, um ihre Ärsche zu retten, wenn ein Journalist vom Format Glenn Greenwalds (der einen Pulitzer gewonnen hat und häufig im Fernsehen ist) sie sehr vorsichtig und sehr respektvoll fast direkt der Lüge bezichtigt. Aber sie geben sich genug Mühe, dies zu tun, weil Greenwald die Macht hat, sie zu verletzen, und nicht aus Respekt vor der Wahrheit. Aus diesem Grund muss Greenwald auch so vorsichtig und respektvoll sein, wenn er sich direkt mit dem Guardian oder einem anderen Konzernmedium auseinandersetzt und erklären muss, dass sich ihre offensichtlich gefälschten Geschichten theoretisch als wahr erweisen könnten. Er kann es sich nicht leisten, die Grenze zu überschreiten und am Ende als Ketzer gebrandmarkt und in die Outer Mainstream Darkness geschickt zu werden, wie Robert Fisk, Sy Hersh, Jonathan Cook, John Pilger, Assange und andere solche Ketzer.

 

Schaut, ich versuche nicht zu argumentieren, dass es nicht wichtig sei, die Fabrikationen der Konzernmedien und der herrschenden Klassen offenzulegen. Es ist sehr wichtig. Das ist, was ich meistens tue (wenn auch meist satirischer). Gleichzeitig ist es wichtig zu erkennen, dass "die Wahrheit" nicht "die Massen aus ihrem Schlaf wecken" und sie inspirieren wird, ihre Ketten abzuschütteln. Die Menschen werden nicht plötzlich "aufwachen", "die Wahrheit sehen" und "die Revolution" beginnen. Die Menschen kennen bereits die Wahrheit.... die offizielle Wahrheit, die die einzige Wahrheit ist, die es gibt. Diejenigen, die sich ihr anpassen, tun dies nicht, weil sie getäuscht werden, sondern weil es sicherer und lohnender ist, dies zu tun.

 

Und deshalb wird The Guardian auch nicht dafür bestraft werden, dass er eine offensichtlich erfundene Geschichte veröffentlicht hat. Auch Luke Harding wird nicht dafür bestraft, dass er es geschrieben hat. Luke Harding wird dafür belohnt, dass er es geschrieben hat, denn er wurde während seiner Karriere für seinen treuen Dienst an den herrschenden Klassen recht gut belohnt. Greenwald hingegen bewegt sich auf dünnem Eis. Es wird lehrreich sein zu sehen, wie weit er seine Konfrontation mit dem Wächter in dieser Geschichte vorantreibt.

 

Was Julian Assange betrifft, so fürchte ich, dass er erledigt ist. Die herrschenden Klassen haben wirklich keine andere Wahl, als ihn an dieser Stelle zu erledigen. Er hat ihnen keine andere Wahl gelassen. So sehr sie es auch verabscheuen, einen weiteren Märtyrer zu erschaffen, können sie keine Ketzer von Assanges Berühmtheit dulden, die umherlaufen und Löcher in ihre "Wahrheit" schlagen und sich dreist ihrer Autorität widersetzen. Diese Art von Zeug verunsichert die Normalen, und es ist ein schlechtes Beispiel für den Rest von uns Ketzern.


 

https://www.paulcraigroberts.org/2018/12/04/the-disintegration-of-western-society/

 

Der Zerfall der westlichen Gesellschaft

 

von Paul Craig Roberts, 04.12.2018

 

 

Radikale Feministinnen werden jetzt von Twitter verbannt, nicht weil sie Männer hassen, was für Twitter völlig in Ordnung ist, sondern weil sie sich gegen "Transwomen" wehren.

 

Was ist eine "Transwoman"? Soweit ich verstehen kann, ist eine "Transwoman" ein Mann mit einem Penis, der sich als Frau bezeichnet und sein Recht einfordert, zusammen mit Frauen die Frauentoiletten zu benutzen.

 

Die Feministin Meghan Murphy twitterte eine Aussage und eine Frage:

 

"Männer sind keine Frauen."

 

"Wie kann es sein, dassTranswomen nicht Männer sind? Worin besteht der Unterschied zwischen Männern und Transwoman?"

 

Twitter hat das als "hasserfülltes Verhalten" eingestuft und Meghan Murphy verbannt. https://quillette.com/2018/11/28/twitters-trans-activist-decree/

 

Da haben wir es. Gestern waren es die Feministinnen, die ihre besonderen gesellschaftlichen Privilegien ausübten, um Zensur zu üben. Heute sind es die Feministinnen, die zensiert werden. Wenn dieser Wahnsinn der "westlichen Zivilisation" andauert, werden morgen die Transwoman zensiert und verbannt.

 

Was genau geht da vor sich?

 

Meine Leser, die teilweise und manche ganz der Matrix entkommen sind, verstehen, dass dies die weitere Fragmentierung der amerikanischen Gesellschaft ist. Identitätspolitik hat Männer, Frauen, Schwarze, Juden, Asiaten, Hispanoamerikaner und Weiße gegeneinander ausgespielt. Identitätspolitik ist die Essenz der Demokratischen Partei und der amerikanischen liberal/progressiven/linken Partei. Jetzt, mit der Schaffung von "neuen", aber ansonsten nicht existierenden "Geschlechtern", obwohl sie von den kontrollierten Huren, die sich als "westliche Medien" verkleiden, als real geehrt werden, erleben wir radikale Feministinnen, die von Männern zum Schweigen gebracht werden, die vorgeben, Frauen zu sein.

 

Ich habe Verständnis für Meghan Murphy, aber sie hat sich und uns allen selbst zuzuschreiben, indem sie die Identitätspolitik akzeptiert hat. Die Identitätspolitik gab Meghan eine Rechtfertigung für den Hass auf Männer, auch wenn sie es nicht erkannt hat, sie lieferte das Grundlage dafür, in die Ausbeuterklasse aufzusteigen, die zensiert werden muss.

 

Wohin führt das?

 

Es hat bereits so weit geführt, dass die amerikanische Bevölkerung so gespalten und gegenseitig so feindselig ist, dass es keine Zurückhaltung des "amerikanischen Volkes" gegenüber der Regierung und den Elite-Oligarchen gibt, die regieren. "Das amerikanische Volk" ist nicht mehr Realität, sondern ein mythisches Wesen wie das Einhorn.

 

Der Film The Matrix ist der größte Film unserer Zeit. Warum? Weil er zeigt, dass es zwei Realitäten gibt. Eine echte, von der nur wenige Menschen wissen, und eine virtuelle, in der jeder andere lebt.

 

In den Vereinigten Staaten und in der gesamten "Western Brainwashed Civilization" gibt es heute nur noch eine Handvoll Menschen, die in der Lage sind, das Reale von der geschaffenen Realität zu unterscheiden, in der alle Erklärungen kontrolliert und so weit wie möglich von der Wahrheit entfernt gehalten werden. Alles, was die westlichen Regierungen und "Nachrichten"-Organisationen sagen, ist eine Lüge, um die Erklärungen zu kontrollieren, die uns gegeben werden, um uns in der Matrix gefangen zu halten.

 

Die Fähigkeit, das Verständnis der Menschen zu kontrollieren, ist so außergewöhnlich, dass die Amerikaner trotz massiver Beweise des Gegenteils glauben, dass Oswald, allein handelnd, der beste Schütze in der Geschichte der Menschheit war und unter Verwendung magischer Kugeln Präsident John F. Kennedy tötete. Dass eine Handvoll saudischer Araber, die nachweisbar keine Flugzeuge fliegen konnten, den nationalen Sicherheitsstaat überlistete und 3 Wolkenkratzer des World Trade Centers und einen Teil des Pentagon zum Einsturz brachten. Dass Saddam Hussein „Massenvernichtungswaffen“ besaß und gegen die USA einsetzen wollte. Dass Assad "chemische Waffen" gegen "sein eigenes Volk" benutzte. Dass Libyens Gaddifi seinen Soldaten Viagra gab, damit sie besser libysche Frauen vergewaltigen konnten. Dass Russland "in die Ukraine einmarschierte" und dass Trump und Putin die Präsidentschaftswahl von Hillary gestohlen haben.

 

Die Konstruktion einer Scheinrealität garantiert den jährlichen Etat des US-Militär-/Sicherheitskomplexes von 1.000 Milliarden Dollar an Steuergeldern, selbst wenn der Kongress über die Kürzung der Sozialversicherung debattiert, um mehr Geld in die Taschen des korrupten Militär-/Sicherheitskomplexes zu lenken.

 

Die Leser fragen mich, was sie dagegen tun können. Nichts, außer einer Revolte und der Reinigung des Systems, genau wie Gründervater Thomas Jefferson sagte.

 

Ist Thomas Jefferson gesund und munter in Paris?

 

Wenn dieser Bericht stimmt, dann betet, dass sich der Aufstand auf die USA ausbreitet:

https://www.infowars.com/video-french-police-remove-helmets-in-solidarity-with-yellow-vest-protesters/


https://williambowles.info/2018/12/03/the-west-slips-down-another-step-by-patrick-aermstrong/

 

Der Westen rutscht weiter nach unten

 

von Patrick Armstrong, 03.12.2018  (zahlreiche links im Original)

 

 

Im Internet findet man derzeit viel über Dokumente, die angeblich von Anonymous gehackt wurden; diese Dokumente gehören der "Integrity Initiative" und beschreiben eine länderübergreifende Initiative, die von London und Washington finanziert wird, um "russischer Propaganda" und "falschen Nachrichten" entgegenzuwirken. Seitdem diese Geschichte herauskam, wurde viel Verwirrung gestiftet: Wikileaks sei zweifelhaft, und Anonymous selbst sei ausweichend. Auf der anderen Seite leugnet die Integrity initiative nicht ganz.

Aber selbst wenn die Geschichte völlig falsch wäre, so wäre sie in dieser seltsamen Kategorie von "falsch aber wahr": Die Integrity Initiative existiert tatsächlich, und hier ist ihre Website:

https://www.integrityinitiative.net/index.php/

 

Sie engagiert sich ganz gewiss in der antirussischen Propaganda. Es werden Artikel veröffentlicht, die das Scheunentor abschließen, nachdem die Pferde entkommen sind: Ja, "Novichok" ist schrecklich tödlich, aber das bedeutet nicht, dass es dich töten wird. Aber, wenn es nicht stark genug ist, um dich heute zu töten, kann es stark genug sein, um vier Monate später jemanden zu töten. Ihre denkwürdigste Aussage ist sicherlich diese:

 

Der Kreml hat mehr in operatives Denken, in Absichten und Ressourcen zur Desinformation in Europa und anderswo in der demokratischen Welt investiert als jeder andere einzelne Akteur.“

 


Eine Aussage, die jeden verblüffen würde, der jemals in einem Hotel war und durch die Kanäle gesurft ist: RT ist irgendwo da drin, zusammen mit CNN, MSNBC, Fox, BBC, DW, France Télévisions, Rai und so weiter. Eine winzige Stimme in einer brüllenden Menge. Aber schließlich sind dies die Menschen, die uns sagen, dass Russland die US-Wahlen mit einer FB-Botschaft pro 400 Millionen Menschen beeinflusst hat.
https://consortiumnews.com/2018/11/02/33-trillion-more-reasons-why-the-new-york-times-gets-it-wrong-on-russia-gate/

 

Die Integrity Initiative ist eine von vielen. Wir hatten und haben das Legatum Institute, das sich bereits 2013 um "russische Desinformation" sorgte, ein Paar britischer Think Tanker zwei Jahre später auch um "Russlands Informationskrieg in Großbritannien". Dann war es Zeit für den "Hybridkrieg", eine vermeintlich russische Erfindung. Die so genannte Geheimdiensteinschätzung (von "allen 17 Agenturen", aber eigentlich eine handverlesene Gruppe von nur drei, von denen eine nur "mäßiges Vertrauen" hatte) über russisches Hacking widmete fast die Hälfte ihres Raumes einem vier Jahre alten Gerede über RT!

https://williambowles.info/2018/12/03/the-west-slips-down-another-step-by-patrick-aermstrong/

Was für eine Besessenheit mit RT und Sputnik! Wie viele Augäpfel erreichen sie? Anscheinend nicht allzu viele. Wir sprechen von klein - nicht 1/413.000.000.000stel klein - aber klein. Viel weniger als die BBC allein. Fantastisch! Aber der Westen marschiert tapfer seine dürftige Macht gegen den Koloss von RT auf und gründet die "77th Brigade" der Britischen Armee aus Twitter-Kommandos, die USA haben ihre Soldaten in Fort Bragg zum Trollen, das NATO-Kompetenzzentrum in Tallinn pumpt sie heraus und jetzt stößt die Integrity Initiative eine Kopie aus. Selbst das kleine Kanada hat sich auf die Beine gestellt. Dann haben wir die so genannten unabhängigen Think Tanks, die damit beschäftigt sind, "objektive" "unparteiische" "wissenschaftliche" Erklärungen der russischen Bedrohung zu erstellen. Einige davon sind nur Alibi-Klitschen für die Rüstungsindustrie. Ein Beispiel ist CEPA ("ein steuerfreies, gemeinnütziges, unparteiisches, öffentliches Forschungsinstitut"), das unter anderem von der US-Botschaft bei der NATO, der NATO Public Diplomacy Division, der US Naval Postgraduate School, dem US-Verteidigungsministerium, dem US-Außenministerium, der Lockheed Martin Corporation, der Raytheon Company, der European Defense Agency, Chevron Corporation, Bell Helicopter, Textron Systems und BAE Systems unterstützt wird. Seine "unparteiischen" Berichte sagen uns, dass Russland Chaos sät, dass wir den "Suwalki-Korridor" verteidigen müssen, Nord Stream eine schlechte Idee ist und so weiter. Ihr habt vielleicht nicht bemerkt, dass Moskau am katalanischen Separatismus beteiligt ist, aber das waren sie. Alles sehr vorhersehbar und genau die Art von Sache, die ein Unternehmen, das große Waffen herstellt, da draußen will, um sein Verkaufsgespräch zu unterstützen. Bärtige Kerle in Turbanen und Sandalen mit IEDs sind kein großes Geschäft; Russen mit Panzern schon. Eine ziemlich seltsame Vorstellung von "unparteiisch".

 

Aber trotzdem sollen wir glauben, dass RT und Sputnik unheimliche Kräfte haben und dass ein kleiner Tweet von einem russischen Bot eine überwältigende Wirkung hat, gegen die diese "unparteiischen" Outfits einen harten Stand haben. Ein intelligentes Kind kann diesen Unsinn erkennen.

Aber Schluss mit dem Sarkasmus, das ist nicht lustig: Es ist eigentlich sehr ernst. Abgesehen von den Gefahren, Kriegsfieber gegen eine Macht aufzubauen, die den Westen auslöschen könnte, ist es ein deutliches Zeichen für den Niedergang des Westens. Und noch vor zwei Jahrzehnten war man so triumphierend und so zuversichtlich!

Im Kalten Krieg war die Sünde Moskaus, dass man aktiv versucht hat, uns zu stürzen und diejenigen von uns, die nicht erschossen wurden, in einen Gulag zu schicken. Heute ist ihr Verbrechen die Widerspenstigkeit: Sie weigern sich beharrlich, die Schuld, die der Westen ihr auferlegt, zu akzeptieren.

Aber auch viele von uns tun das nicht. Wenn du also, wie ich, der Meinung bist, dass die westliche Version der MH17-Geschichte ein wenig faul ist, du daran zweifelst, dass Assad dumm genug ist, die eine Sache zu tun, die westliche Raketen herbeirufen würde, du die Skripal-Geschichte der Regierung als lächerlich inkohärent betrachtest, du daran zweifelst, dass Litvinenko einen perfekten englischen Satz schreiben könnte, du es absurd findest, dass Putin Menschen mit so leicht erkennbaren Mitteln tötet, du weißt, dass es die ganze Zeit russische Truppen auf der Krim gab, du bemerkt hast, dass die Weißhelme Millionen erhalten haben, sich aber nur Staubmasken und Flip Flops leisten können, du schon einmal von den Krimtataren gehört hast, du bemerkt hast dass die NATO bis an die Grenzen Russlands vorgedrungen ist und nicht umgekehrt, du etwas über die ossetisch-georgischen Beziehungen weißt, du weißt, was die ukrainische Verfassung über die Entlassung von Präsidenten sagt, du dich an Nulands Telefonanruf erinnerst, du dich an all die Menschen erinnerst, die von der westlichen Propagandamaschine fälschlicherweise verteufelt wurden.... Wenn du es wagst, diese Gedanken zu denken, werden diese Menschen dich als Opfer (oder Komplize) der russischen Desinformation bezeichnen und sagen, dass du eine Umerziehung brauchst. Ganz sicher wollen sie nicht, dass man dich hört.

 

Natürlich fordert niemand das Ende der Meinungsfreiheit – nur die Abschaltung der "Fake News". Social Media tut sein Bestes, um dies zu tun, beraten von solchen "unparteiischen" Organisationen, im Falle von Facebook, wie dem Atlantic Council. Der wird von vielen der gleichen Organisationen wie CEPA finanziert, nur mit mehr ausländischen Regierungen und Ölgesellschaften. Lockheed Martin, Raytheon, Northrup Grumman, United Technologies, Boeing: Sie sind nicht daran interessiert, einen Treffpunkt für Menschen zu finanzieren, der das russische Bedrohungsmem in Frage stellt, oder?

 

Es war einmal, da galt die Wahrheit als die beste Verteidigung. Im Kalten Krieg gab es wenig Anstrengungen, die sowjetische Propaganda zum Schweigen zu bringen. Jeder konnte Radio Moskau hören, sowjetische Zeitungen lesen oder etwas anderes. Die meisten Länder hatten eine legale kommunistische Partei, die unter Moskaus strenger Kontrolle für eine kommunistische Übernahme arbeitete und Propaganda so hart wie möglich verbreitete. Unzählige Frontgruppen verbreiteten die kommunistische und sowjetische Politik unter eine Vielzahl von Schutzmänteln. Wir machten uns keine allzu großen Sorgen: Die Wahrheit war die beste Verteidigung. Aber die UdSSR machte sich Sorgen und investierte enorme Anstrengungen, um die westlichen Sendungen zu stören. Ein Kind könnte es herausfinden: Die Seite, die die andere Seite blockiert, hat Angst vor der Wahrheit, sie hat Angst vor Meinungsverschiedenheiten, sie hat Angst vor der Freiheit.

 

Vor zwanzig Jahren hätten die meisten Russen zugestimmt, dass Pravda & Co sowohl über die UdSSR als auch über den Westen lügen. Aber nicht mehr: Lesen Sie, was Margarita Simonyan, die Leiterin der gefürchteten RT, sagt: "Лет пятьдесят - тайно и явно - мы хотели жить не вы, а больше не хотим хотим" ("Seit fünfzig Jahren wollten wir heimlich und offen wie Sie leben, aber das ist vorbei").

Siehe Archiv März 2018, 19.03.2018: https://www.theblogcat.de/archiv/archiv-2018/m%C3%A4rz-2018/

 

Denk darüber nach, was diesen zeitgenössischen russischen bittersüßen Witz hervorgebracht hat: "Pravda hat uns über die UdSSR belogen, aber sie hat die Wahrheit über den Westen gesagt".

 

Am Ende haben die Russen also „den Scheiß nicht mehr geschluckt". Sie waren einmal bereit das glauben, jetzt glauben sie es nicht mehr. Und das ist die Sünde Russlands. Es sind nicht die Bolschewiki, die nach Blut gieren, mit Galgenstricken in den Händen, die heutzutage die Park Lane und die Wall Street hinunterstürmen, es sind die Russen, die hartnäckig russisch sind. Und das ist unverzeihlich für einen Westen, der das Vertrauen verloren hat, dass seine Positionen stark und sichtbar sind.

 

Und der Westen hat es verloren. Warum sonst diese Versuche, die öffentliche Meinung zu manipulieren und Meinungsverschiedenheiten zu verhindern? Es ist, mit einem Wort, sowjetisches Verhalten. Die Seite, die meistens die Wahrheit sagt, hat keine Angst vor den Lügen der anderen Seite. Ich wiederhole: selbst ein Kind kann das herausfinden.

 

Was sie uns sagen (vergesst das ganze Zeug mit Magna Carta, Rede- und Gedankenfreiheit, europäischen Werten mit denen sie vor einigen Jahren geprahlt haben), ist Folgendes:

 

Wir vertrauen nicht darauf, dass du dir eine Meinung bildest, also werden wir es für dich tun.

 

Akzeptiere es, glaube es, wiederhole es. Wir rutschen den Hang hinunter.

 

Erinnert ihr euch an die Vorstellung, die einst populär war – dass die Sowjets und der Westen zusammenkommen würden? Nun, vielleicht haben sie es getan und sind einfach aneinander vorbeigegangen. Bald werden wir in unserer Antwort auf Big Brother völlig sowjetisch sein: glaube das Gegenteil, lies zwischen den Zeilen und nimm das wahr, was dir nicht gesagt wird.

Aber der "Russische Informationskrieg" zahlt sich für jene Menschen aus, die ohne rot zu werden sagen können: "Novichok ist tödlich, außer wenn es nicht der Fall ist" oder "Unsere Geheimdienste verlassen sich auf Bellingcat, um euch mitzuteilen was los ist" oder "Assad vergast Zivilisten, wenn er gewinnt, weil er gerne bombardiert wird" oder "Putin tötet alle seine Feinde außer denen, die euch sagen, dass er das tut" oder "die Panama-Papiere beweisen Putins Korruption, obwohl sein Name nicht darin auftaucht" oder tatsächlich "Russland hat die US-Wahl mit einer belanglosen Anzahl von Social-Media-Posts entschieden". Ach ja, und RT verseucht unseren Verstand. Auch wenn niemand, den du kennst, je RT angeschaut hat.

 

Sie werden bezahlt, um das zu glauben, wofür sie meinen bezahlt zu werden.