https://libertyblitzkrieg.com/2017/06/19/people-are-devolving-into-degeneracy-and-violence-dont-join-the-club/

 

Die Menschen gehen zurück zu Degeneration und Gewalt

 

von Michael Krieger, 19.06.2017

 

 

Der Wanderer,

er entdeckte den Weg zur Wahrheit

und war erstaunt.

Denn der Pfad war dick mit Unkraut überwuchert.

Ha“, sagte er,

ich sehe dass schon lange niemand mehr

hier vorbeigekommen ist.“

Später sah er, dass jedes Unkraut

ein scharfes Messer war.

Nun“, murmelte er schließlich,

zweifellos gibt es andere Wege.“ – Stephen Crane, Der Wanderer

 

Wenn die Zeiten hart werden, dann stehen die Menschen zusammen und verteidigen sich gegen einen gemeinsamen Feind. Oder sie können dahingehend manipuliert werden dass sie sich gegenseitig bekämpfen. Leider ist letzteres auf allen Seiten zunehmend modern geworden, in einem zunehmend gestörten, pubertären und kontraproduktiven politischen Umfeld.

 

Währenddessen sind die wahrhaft mächtigen Menschen, die Oligarchen der Industrie und ihre gekauften politischen Lakaien, diejenigen die tatsächlich profitieren. Der Hauptgrund dieser Webseite war es von Anfang an herauszustellen, wie Macht im imperialen Amerika wirklich funktioniert. In der Hoffnung, dass sich Menschen über das gesamte politische Spektrum vereinigen könnten und sich gegen die verantwortungslosen und Rendite-suchenden Praktiken eines gemeinsamen Feindes zu wehren. Sieht so aus als wäre ich außerordentlich naiv gewesen.

 

Wenn ein Autor und Denker gezwungen ist, so wie ich, einen Fehler einzugestehen, dann ist das eine sehr bittere Pille. Das Schreiben dieses Blogs ist in vielerlei Hinsicht eine undankbare Aufgabe. Im Grunde leiste ich Tag für Tag Freiwilligenarbeit, weil ich leidenschaftlich an die Ideen glaube, die ich veröffentliche. Und wenn ich sehe, dass sie wenig oder gar keinen Effekt auf die öffentliche Debatte haben, dann kann das sehr deprimierend sein. Anstatt zu sehen, dass sich die menschlichen Wesen zusammentun um die räuberischen Ketten loszuwerden die sie fesseln (wie ich gehofft habe), sehe ich Menschen, die sich eigentlich zusammentun sollten, wie sie auf den Straßen aufeinander einprügeln und sich anschreien – und das an einem guten Tag. An schlechten Tagen werden Menschen erschossen oder überfahren, von Virginia bis London. Wenn ich dabei zusehen muss wie sich der ganze Irrsinn entwickelt, während sich die wahren Mächtigen zurücklehnen und grinsen und sicherer auf ihren Posten sitzen als jemals zuvor, dank des sich gegenseitig bekämpfenden Pöbels, da würde ich manchmal lieber mit der Schreiberei aufhören. Was soll das Ganze überhaupt?

 

Aber ich weiß es besser. Ich weiß dass sich das Karma, oder die Tat, nicht um die Früchte deiner Arbeit dreht, sondern dass die Tat selbst alles ist. Ich habe diesen Gedanken ausführlich in dem Artikel „Do Ends Justify the Means?“ („Heiligt der Zweck jedes Mittel?“) diskutiert. Hier ein Auszug:

 

Leider haben viele Menschen von Grund auf gar keine Prinzipien und verbringen ihr Leben einfach mit der Jagd nach ihren eigenen oberflächlichen, materialistischen oder egoistischen Zielen. Das ist jener Typus Mensch, der oft nach dem Motto „der Zweck heiligt die Mittel“ vorgeht. Genau aus diesem Grund müssen jene von uns, die Prinzipien haben, diese Denkweise ablehnen und nach einer bedachteren Art zum Erreichen unserer Ziele streben. Wenn das bedeutet, dass wir unsere Ziele nicht in unserem Leben erreichen, dann ist das etwas das wir akzeptieren müssen.Die Mittel, die wir benutzen, klingen für ewig im Universum nach und werden der Welt dienen, egal ob wir jetzt auf endgültige Resultate hinweisen können oder nicht.“

 

So sehr ich auch das oben Gesagte als wahr erkenne, es macht es für mich nicht leichter, auf die Welt um mich herum zu starren. Es gibt mir jedoch die moralische Festigkeit, an meinen Prinzipien festzuhalten, selbst wenn niemand zuhört oder sich kümmert.

 

Wenn euch irgendetwas von dem anspricht, was ich bisher geschrieben habe, so will ich mit euch ein paar Gedanken teilen, die ich neulich nachts aufgeschrieben habe, während ich über die wachsende Verkommenheit geklagt habe, die sich in der Gesellschaft allgemein ausbreitet.

 

Was ich da draußen sehe ist hässlich. Wirklich hässlich und es kommt von allen Seiten. Es gibt da anscheinend diese pervers zunehmende Philosophie (wenn man es so nennen will), so verdorben zu handeln wie sein vermeintlicher Feind. Ich meine, dass das die schlecht möglichste Antwort ist und nur zu einem führt: Noch mehr Verdorbenheit.

 

Ich selbst halte mich nicht für besonders erleuchtet, aber ich bin zu ein paar Erkenntnissen gekommen. Und die vielleicht wichtigste von allen ist, immer zu versuchen, besser zu sein. Suche nach deiner besseren Natur und versuche ihr zu folgen.Sicher erfülle ich in meiner Sprache oder Kommentaren nicht immer alle Standards, aber ich verstehe, dass, wenn man gegenüber seinem besseren Selbst treu bleibt, man viel glücklicher und zufriedener ist. Es ist besser für einen selbst, es ist besser für deine Beziehungen und es ist besser für die Welt.

 

Viel Leute verlieren anscheinend den Überblick über das große Ganze und konzentrieren sich auf kleinliche Argumente und den Weg zum Ruhm.

 

Auf anderen Menschen herumzuhacken ist einfach, an sich selbst zu arbeiten ist wesentlich schwieriger. Aber es ist um Vieles wichtiger.“

 

Diese Notiz habe ich sowohl für mich als auch für meine Leser geschrieben. Ich hoffe dass es einige von euch anspricht und euch hilft, an eurer besseren Natur festzuhalten, denn die Dinge um uns werden hässlicher. Die gesunde Antwort darauf, dass andere schlechter werden, ist nicht sie zu imitieren, sondern zu versuchen besser zu sein.

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Propapanda (Dienstag, 20 Juni 2017 23:40)

    Eine Erklärung, keine Entschuldigung: "Wer im Hamsterrad seine Runden dreht, und im Sinne diese Rades seine Antworten sucht, entwickelt niemals eine Alternative zum bestehenden Rad." - Urheber unbekannt - aber sicherlich mit ausreichender Frei-Zeit.