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Unter Trump kommen Kriege nach Amerika, die das Imperium zerstören werden – Teil 3

 

von Michael Krieger, 12.10.2017

 

 

 Mark Aurel: „Das Universum ist Wandel, das Leben ist Einbildung.“

 

 

Die ersten beiden Teile dieser Serie konzentrierten sich darauf, wie Trump-spezifische Faktoren das amerikanische Imperium in eine weitere Serie närrischer und zerstörerischer Kriege führen könnten. Teil 1 diskutierte meine Besorgnis bezüglich der Anerkennung des Iran-Deals und auch Trumps zunehmende Behaglichkeit mit Senator Tom Cotton, dem anscheinend beim Einsatz von Gewalt einer abgeht. Teil 2 hat betrachtet, wie Trump womöglich seine Krieg mit der Schaffung eines Umfelds aus geiferndem und künstlichen Patriotismus verkauft. Und ich habe darüber spekuliert, dass die Konzernmedien sich hinter Trump versammeln könnten, wenn das Ziel seiner Aggression der Iran ist.

 

Der heutige Beitrag ist etwas anders. Die vorherigen Beiträge konzentrierten sich auf Trump-spezifische Betrachtungen darüber, wie sich Amerikas kommende militärische Fehler entwickeln könnten, aber ich will eines klarstellen. Trump trägt zwar für die militärischen Abenteuer im Ausland seine eigenen Risiken, aber das Ganze ist viel größer als Trump.

 

In dem Schlamassel nach der Finanzkrise bin ich zu dem Schluss gekommen, dass sich das US-Imperium niemals aus eigener Kraft reformieren wird. Es steht einfach zu viel Geld und Macht auf dem Spiel und wir wissen bereits, dass die Oligarchen über dm Gesetz stehen, es gibt ein Zwei-Klassen-Justizsystem. Die größten Finanzkriminellen einer Generation sind mit ihren Taten nicht nur dem Gefängnis entgangen, sie wurden sogar reich dafür entlohnt. Die Wall Street hat schon die Obama-Regierung bestimmt und sie bestimmt jetzt die Trump-Regierung. Mir ist klar geworden, dass diese gesetzlosen Elite-Gauner und ihre Handlanger mit ihrer irren und unterdrückerischen Politik weitermachen werden bis das ganze Ding zusammenbricht. Ob Trump, Pence oder Hillary dieses Possenspiel anführen, es ändert nichts an der Richtung dieses Zuges. (Anm.d.Ü.: Volker Pispers lässt grüßen!)

 

Ich sage das weil ich nicht will, dass die Leute glauben, ich würde meinen, alles wäre in Ordnung wenn Trump nicht an der Macht wäre. Unsere Gesellschaft ist außerordentlich korrupt, wahnhaft und systematisch missbräuchlich. Die Öffentlichkeit hat kein Vertrauen mehr in unsere Institutionen und das aus gutem Grund. Unsere Institutionen existieren nur noch als Torwächter, um die räuberischen Gauner vor den Konsequenzen ihrer Taten zu schützen.

 

Der Grund, warum ich mich auf den Krieg konzentriere, der zu einer gefährlicheren Phase des imperialen Zusammenbruchs führen wird, ist, dass ich glaube, dass es wahrscheinlich so enden wird. Wenn ich mir so anschaue, wer in den USA an der Macht ist und Einfluss hat, dann sehe ich keine Menschen, die etwas aus den Lektionen Irak, Libyen und jetzt Jemen gelernt haben. Stattdessen sehe ich einen fortdauernden Konsens der Interventionisten, die nie damit aufhören, nach dem nächsten Ort für ihre Bomben zu suchen. Somit ist wahrscheinlich, dass sie sich für den falschen Kampf entscheiden und danach wird alles ziemlich schnell zerbröseln.

 

Ich denke, dass das wahrscheinlichste Ziel für eine solche Aggression unter Trump der Iran sein wird, aber dieser Zug wird nicht so laufen wie beim Irak-Krieg. Damals, 2003, hatte die US-Führung noch etwas Ansehen in der Welt und bei den eigenen Menschen. Nur zwei Jahre nach 9/11 wurde die amerikanische Regierung in der Welt von vielen noch als eine positive Macht angesehen. George W. Bush und seine Kumpel haben diesen guten Willen benutzt um ein Land zu zerstören, das uns niemals angegriffen hat und sie haben dabei Hunderttausende getötet. Noch schlimmer – die ganze Sache basierte auf Lügen und der Propaganda der Medien. Eineinhalb Jahrzehnte später sind die USA in zahlreiche andere ausländische Katastrophen verstrickt, aber keine davon so groß wie der Irak. Jeder neue größere Konflikt würde in einer Welt geschehen, in der die USA viel mehr verachtet werden als 2003.

 

Traurig das sagen zu müssen, aber im Verlauf des 21.Jahrhunderts hat sich die US-Regierung als ein korrupter Raufbold herausgestellt, nicht nur in der Welt draußen, sondern auch im eigenen Volk. Darüber hinaus sehen die an der Macht und mit Einfluss in Amerika nicht diese Realität, oder es ist ihnen egal. Es ist diese Art der abgehobenen Überheblichkeit, zusammen mit grassierender innerer Korruption, die der wahre Friedhof für Imperien ist. Ich denke, dass sowohl die Verbündeten als auch die Feinde genug davon haben und bei der richtigen Gelegenheit werden sie die USA absaufen lassen.

 

Wie ich in meinem Aufsatz „Bereitet euch auf den Aufprall vor – Dies ist der Anfang vom Ende des US-Imperiums“ erklärt habe:

 

Wie wird sich das alles abspielen? Offensichtlich weiß das niemand bestimmt, aber ich denke wir haben eine neue Periode der amerikanischen Geschichte betreten. Ich denke, dass es im Grunde für das amerikanische Imperium ein Überschreiten des Rubikon ist. Persönlich erwarte ich in naher Zukunft keine starke und sichtbare militärische Antwort Russlands. Ich glaube nicht, dass Putin den US-Medien und dem frisch ernannten Neokon Donald Trump einen Vorwand bieten wird, damit die irgend etwas echt verrücktes anstellen, etwas das sie im Gerichtshof der öffentlichen Meinung den Russen in die Schuhe schieben können. Ich denk Putin ist dafür viel zu gescheit. Ich denke eher, dass er hinter der Bühne alle möglichen Schritte unternehmen wird um Amerikas wirtschaftliche Macht zu schwächen. Und gleichzeitig wird er kleinere Provokationen machen, damit die Schwachköpfe in der US-Außenpolitik im Ausland weitere Fehler begehen, und die werden das mit Begeisterung annehmen.

 

Mit anderen Worten: Russland wird versuchen, die USA weiter in einer Region zu engagieren, wo echte Erfolge nicht möglich sind und während sich gleichzeitig die amerikanische Wirtschaft weiter verschlechtert. Denkt daran, dass die gegenwärtige sehr schwache wirtschaftliche „Erholung“ seit fast einem Jahrzehnt andauert. Dieser Zyklus ist in die Jahre gekommen und Russland muss sich eigentlich nur zurücklehnen, ein paar Schritte hinter dem Vorhang unternehmen und warten bis die USA unter ihren eigenen Überheblichkeit und Dummheit zusammenbrechen. Ich denke dass genau das passieren wird.

 

Die US-Führung ist so irre und ganz ehrlich dumm, dass sie denkt, dass die Antwort auf schwere Bedrohungen aus dem Ausland noch mehr Aggression ist. Das genaue Gegenteil ist richtig. Ich bin der Ansicht, dass China und Russland sich zurücklehnen und nur darauf warten, dass die USA im Ausland etwas historisch Blödsinniges unternehmen.

 

Viele Amerikaner haben Trump in der Hoffnung gewählt, dass er so ein Szenario vermeiden würde, aber dieser Optimismus sieht zunehmend unangebracht aus. Und so erwarte ich in den kommenden Jahren einen großen militärischen Fehler, der eine Kettenreaktion auslösen wird, die am Ende dem US-Imperium einen riesigen und sehr öffentlichen Schlag versetzen wird. Mit anderen Worten: wer noch zehn Jahre zu leben hat, der wird eine Periode des rasanten Niedergangs des Landes erleben wie wir es kennen.

 

Wenn ich auch glaube, dass so ein Zusammenbruch extrem wahrscheinlich ist, so bedeutet das nicht, dass die Antwort darauf ist, sich verängstigt in die Ecke zu kauern wenn es losgeht. Besser ist es, die Risiken zu verstehen, dann ist man besser vorbereitet, um die kommende Zeit zu überstehen und damit eine Grundlage zu schaffen, um eine chaotische und gefährliche Situation in etwas Positives zu verwandeln.

 

Darum sei ein besserer Mensch. Versuche denen zu helfen die es nötig haben. Verbreite die Ideen zur Dezentralisierung und wirb für eine weltweite Bewegung, weg von den zentralisierten, autoritären Strukturen, wo immer und wann immer möglich. Die Zukunft ist das was wir daraus machen und die Zukunft kann sehr vielversprechend sein. Um eine bessere Welt zu schaffen, brauchen wir eine Bevölkerung bei Besinnung, die auf anständigem Benehmen beruht. Und es gibt keine besseren Ort dafür, als bei sich selbst anzufangen.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    michel o.neland (Mittwoch, 18 Oktober 2017 02:36)

    ,,Um eine bessere Welt zu schaffen, brauchen wir eine Bevölkerung bei Besinnung, die auf anständigem Benehmen beruht. Und es gibt keine besseren Ort dafür, als bei sich selbst anzufangen."
    Das ist edel gedacht, doch haben die Regieungen viel dafür getan, die Bevölkerung nicht zur Besinnung kommen zu lassen.
    Im Gegenteil, das Schul- und Bildungsniveau ist überall gesunken, in den Staaten wie auch in Westeuropa. Aber die Hoffnung bleibt bis zuletzt.

  • #2

    FritztheCat (Mittwoch, 18 Oktober 2017 21:53)

    @ Michel o.neland
    Richtig erkannt. Man ersäuft uns im neoliberalen und kriegshetzenden Dreck. Und das Bildungssystem ist fürwahr eine Katastrophe!