http://thesaker.is/do-you-think-his-assessment-is-accurate/

 

Glaubst du, dass seine Einschätzung richtig ist?“

 

Vom Saker, 02.11.2017 für Unz Review

 

 

Glaubst du, das seine Einschätzung richtig ist?“, stand im Betreff einer E-Mail, die ich vor kurzem von einem Freund erhielt. Die E-Mail bezog sich auf einen Artikel von Paul Craig Roberts: „Eines Tages wird es kein Morgen geben“ https://www.theblogcat.de/übersetzungen/pcr-28-10-2017/

 

Darin wird behauptet, dass „das US-Militär jetzt im Vergleich zum russischen Militär zweitklassig ist“. Der Artikel zählt dann eine Reihe von russischen Waffensystemen auf, die ihren amerikanischen Gegenstücken (so es sie überhaupt gibt) eindeutig überlegen sind. Meine kurze Antwort: „Im Grunde ja. Die USA haben bestimmt einen quantitativen Vorsprung, aber in Sachen Qualität und Training liegen die Russen weit vorne. Es hängt alles von den spezifischen Szenarien ab, aber ja, PCR trifft den Nagel auf den Kopf.“ Dieser E-Mail-Austausch fand statt, nachdem ich ein interessantes Treffen mit einem sehr gut informierten amerikanischen Freund hatte, der im Gegensatz zu PCR darauf besteht, dass die USA gegenüber allen anderen Ländern eine völlige militärische Überlegenheit hätten und dass das einzige, was die USA vom Einsatz dieser überwältigenden Militärmacht abhält, sei, dass die US-Führer nicht an den „brutalen, unbegrenzten Einsatz von Gewalt“ glaubten. Also was ist da los? Warum haben zwei ansonsten sehr gut informierte Menschen so völlig gegensätzliche Ansichten?

 

Zunächst ein Vorbehalt. Um mit Autorität über dieses Thema zu reden, bräuchte ich Zugang zu geheime Daten der US-Streitkräfte und der Russen. Nun, habe ich nicht. Was also folgt, basiert vollständig auf offenen und öffentlichen Quellen, auf Unterhaltungen mit einigen persönlichen Kontakten, gemischt mit etwas, wie soll ich sagen, gesundem Menschenverstand. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass das Folgende den Tatsachen entspricht und logisch analysiert ist.

 

Um den gegenwärtigen Zustand der Dinge zusammenzufassen, würde ich sagen, dass die Tatsache, dass die Streitkräfte der USA in einem ernsten Zustand des Zerfalls sind, nicht so erstaunlich ist wie die Tatsache, dass diese kaum zu verhüllende Tatsache fast weltweit ignoriert wird. Daher wollen wir die zwei Dinge trennen in „was ist passiert?“ und „warum scheint das niemand wahrzunehmen?“

 

Was ist passiert?

 

Beginnen wir beim Anfang: die Streitkräfte der USA waren nie die unbesiegbare Streitmacht, die die US-Propaganda (einschließlich Hollywood) euch glauben machen wollte. Ich habe dieses Thema über die Rolle der westlichen Alliierten in meinem „Letter to My American Friends“ betrachtet und werde das hier nicht alles wiederholen.

http://www.unz.com/tsaker/a-letter-to-my-american-friends/

 

Sagen wir einfach, dass der größte Vorteil der USA während des 2. Weltkriegs war, dass sie eine völlig unberührte Industrie hatten, die es ermöglicht hat, eine irrsinnige Anzahl an Waffensystemen und Ausrüstung zu produzieren, unter nahezu idealen Bedingungen. Einige, wollen wir sie mal höflich „patriotische“ US-Amerikaner nennen, haben das als ein Zeichen der „Stärke“ und „Überlegenheit“ der kapitalistischen Wirtschaftsweise interpretiert, während das in Wahrheit ein direktes Resultat der Tatsache war, dass die USA von zwei riesigen Ozeanen geschützt sind (die Sowjets mussten dagegen ihre gesamte industrielle Basis hinter den Ural und weiter zurückverlegen und die Deutschen mussten unter einer ständigen Bombardierung produzieren). Das Resultat war: die US-Kräfte waren besser ausgerüstet (quantitativ und manchmal auch qualitativ) als Andere und sie konnten eine Feuerkraft aufbringen, die ihre Feinde schwer aufbringen konnte. Und ja, das hat den US-Streitkräften einen starken Vorteil verliehen, aber das hat sie nicht an sich „besser“ gemacht.

 

Nach dem 2. Weltkrieg waren die USA das einzige große Industrieland auf der Welt, das nicht in Trümmer gelegt worden war und für die nächsten Jahrzehnte erfreuten sich die USA eines quasi Monopols. Das wiederum hat den US-Streitkräften riesig geholfen, aber in Korea und Vietnam wurde bald klar, dass dieser Vorteil, obwohl tatsächlich vorhanden, nicht unbedingt zu einem US-Sieg führen musste. Nach Vietnam haben die US-Politiker im Grunde ihre Aggression auf viel kleinere Länder beschränkt, die überhaupt keine Chance hatten, bedeutenden Widerstand zu leisten, geschweige denn zu siegen. Wenn wir die Liste der US Militäraggressionen nach Vietnam betrachten, dann sehen wir eindeutig, dass sich das US-Militär auf den Angriff auf wehrlose Länder spezialisiert hat.

 

Dann kamen der Zusammenbruch der Sowjetunion, der Erste Golfkrieg und der Globale Krieg gegen den Terror, als US-Politiker wirklich an ihre eigene Propaganda glaubten, sie seien die „einzige Supermacht“ oder eine „Hypermacht“ und sie haben sich in potentiell viel kompliziertere Militärattacken eingelassen, einschließlich der vollen Invasion in Afghanistan und den Irak. Diese Krieg werden in die Geschichte als Fallstudien eingehen, was passiert, wenn Politiker ihre eigenen Propaganda glauben. Während „Dubya“ den Sieg erklärte, sobald die Invasion komplett war, wurde bald jedem klar, dass dieser Krieg eine Katastrophe war, von dem sich die USA überhaupt nicht mehr lösen konnten (sogar die Sowjets haben das kapiert und sind damals schneller als die Amerikaner abgezogen!). Also was sagt uns das über die US-Streitkräfte? (In keiner bestimmten Reihenfolge):

 

  1. Sie sind groß, viel größer als alle anderen

  2. Sie haben unvergleichliche (weltweite) Fähigkeiten zur (mobilen) Machtprojektion

  3. Ihre Hightech ist riesig, was ihnen in bestimmten Konflikten einen großen Vorteil gibt

  4. Sie haben die Fähigkeit (nuklear), jedes Land vom Antlitz der Erde zu löschen

  5. Sie kontrollieren die Ozeane und die strategischen Flaschenhälse

 

Reicht das, um einen Krieg zu gewinnen?

 

In Wirklichkeit nein, es reicht nicht. Alles was es braucht, um diese Vorteile zu vernichten, ist ein Feind, der das erkennt und der sich weigert, diese „amerikanische Art des Kriegs“ zu kämpfen. (Siehe: „Das Ende der 'billigen Kriege' für die Vereinigten Staaten“):

http://www.unz.com/tsaker/the-end-of-the-wars-on-the-cheap-for-the-united-states/

 

Die jüngsten Kriege im Libanon, Kosovo, Afghanistan und Irak haben eindeutig gezeigt, das gut angepasste Taktiken die oben genannten Vorteile der US-Streitkräfte zumeist zunichte machen oder sie zumindest irrelevant machen.

 

Wenn wir die These von Clausewitz akzeptieren, dass „Krieg die Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln ist“, dann wird klar, dass die USA seit langer, langer Zeit keinen richtigen Krieg mehr gewonnen haben und dass die Liste jener Länder, die sich offen Uncle Sam widersetzen, ständig wächst (und jetzt nicht nur den Iran und Nordkorea enthält, sondern auch Afghanistan, den Irak, den Jemen, Syrien, Venezuela und sogar Russland und China). Was bedeutet, dass es einen wachsenden Konsens unter jenen Ländern gibt, die die USA versuchen, durch Bedrohung in die Unterwerfung zu zwingen, dass trotz den ganzen Drohungen und der Propaganda die USA nicht annähernd der eindrucksvolle Feind ist, den einige euch glauben machen wollen.

 

Warum das niemand zu bemerken scheint

 

Das Paradoxe ist, dass das zwar in den Ländern verstanden wird, die die USA zur Zeit bedrohen und in die Unterwerfung zwingen wollen, aber dass das innerhalb der Vereinigten Staaten selbst völlig ignoriert oder übersehen wird. Die meisten Amerikaner, einschließlich der gut informierten, glauben ernsthaft, dass ihre Streitkräfte „einzigartig“ sind und dass die USA jeden Feind zerschlagen könnten, der es wagt, sich zu widersetzen oder sonstwie das AngloZionistische Imperium ablehnt. Typisch, wenn sie mit dem Beweis konfrontiert werden, dass die USAF, USN und die NATO nicht einmal das serbische Armee-Korps im Kosovo besiegen konnten, oder dass die Leistung des US-Militärs in Afghanistan deutlich schlechter ist als das, was die 40. Sowjetarmee (mit zumeist Wehrpflichtigen!) erreichte, dann antworten meine Gesprächspartner immer mit dem Gleichen: „Ja, vielleicht, aber wenn wir wollten, dann könnten wir Atombomben abwerfen!“ Das ist richtig und falsch. Potentielle Nuklearzeile der USA kann man in drei Kategorien einteilen:

 

  1. Länder, die bei einem Nuklearangriff die USA komplett auslöschen könnten (Russland), oder zumindest in den USA riesigen Schaden anrichten könnten (China).

  2. Jene Länder, die die USA ohne Furcht vor gleichen Gegenschlägen nuklear angreifen könnten, die aber immer noch den USA und ihren Alliierten riesigen konventionellen und asymmetrischen Schaden zufügen könnten (Iran, DPRK).

  3. Jene Länder, die die USA relativ straflos nuklear angreifen könnten, aber die die USA auch mit konventionellen Kräften zerschlagen könnten, was den Einsatz von Nuklearwaffen sinnlos macht (Venezuela, Kuba).

 

Und natürlich würde im Fall eines Ersteinsatzes von Nuklearwaffen der USA das zu einem fantastischen politischen Rückschlag führen, mit völlig unvorhersehbaren und potentiell katastrophalen Folgen. Zum Beispiel glaube ich persönlich, dass der Einsatz von Nuklearwaffen gegen den Iran das Ende der NATO in Europa bedeuten würde, denn so eine Tat würde die EU-US-Beziehungen irreparabel schädigen. Ähnlich würde der Einsatz von Nuklearwaffen gegen Nordkorea zu einer riesigen Krise in Asien führen, womöglich zur Schließung von US-Stützpunkten in Korea und Japan. Andere werden dem ohne Zweifel widersprechen :-)

 

Das Fazit: US-Nuklearwaffen sind nur als Abschreckung gegen andere Nuklearmächte nützlich; für jeden anderen Zweck sind sie praktisch nutzlos. Und da weder Russland noch China an einen Erstschlag gegen die USA denken, könnte man sagen, dass sie fast völlig nutzlos sind (ich sage fast, denn in der realen Welt können sich die USA nicht einfach auf die Vernunft und das Wohlwollen anderer Länder verlassen; somit ist in Wirklichkeit das Nukleararsenal der USA ein wichtiger Bestandteil der Nationalen Sicherheit der USA).

 

Bleiben die Navy und die Armee. Die USN kontrolliert immer noch die Meere und die strategischen Flaschenhälse, aber das wird zunehmend irrelevant, insbesondere im Zusammenhang mit örtlichen Kriegen. Daneben ist die USN immer noch sehr auf die Flugzeugträger fixiert, was beweist, dass eine strategische Vision weit hinter der bürokratischen und institutionellen Trägheit kommt. Was die US-Armee anbelangt, so ist sie zu einer Art Unterstützungskraft für Spezialoperationen und die Marines geworden, was bei kleinen Kriegen Sinn macht (Panama, vielleicht Venezuela), aber bei mittleren und großen Kriegen ist das völlig unzureichend.

 

Wie sieht es mit der Tatsache aus, dass die USA mehr für „Verteidigung“ (sprich „Aggressionskriege“) ausgeben als der Rest des Planeten zusammen? Das ist doch sicher etwas wert?

 

Eigentlich nein. Erstens, weil das meiste Geld zum Schmieren der Taschen einer ganzen Klasse von MIC-Parasiten ausgegeben wird, die Milliarden machen mit der Goldgrube, die dieses irrsinnig aufgeblähte „Verteidigungs“-Budget zur Verfügung stellt. Die nie erwähnte Wahrheit ist, dass im Vergleich zu den USA selbst das Establishment des ukrainischen Militärs nur „gemäßigt korrupt“ aussieht.

 

Nebenbemerkung: Ihr denkt ich übertreibe? Stellt euch eine einfache Frage: Warum brauchen die USA 17 Geheimdienste, während der Rest der Welt mit 2 bis 5 auskommt? Glaubt ihr im Ernst, dass das irgend etwas mit Nationaler Sicherheit zu tun hat? Wenn ja, dann schreibt mir bitte, ich kann euch ein paar Brücken zu einem sehr guten Preis verkaufen! Im Ernst, alleine die Tatsache, dass die USA etwa fünfmal mehr „intelligence“ agencies haben als der Rest des Planeten, ist ein deutliches Symptom für die das wahrhaft astronomische Ausmaß der Korruption im „nationalen Sicherheitsapparat“ der USA.

 

Bei einem Waffensystem nach dem anderen sehen wir Fälle, in denen es die oberste Priorität ist, soviel Geld wie möglich auszugeben, statt ein Waffensystem zu liefern, mit dem die Soldaten tatsächlich kämpfen können. Wenn diese Systeme ausgeliefert sind, dann kommen sie typischerweise gegen Gegner zum Einsatz, die zwei oder drei Generationen hinter den USA her hinken, und da sehen sie natürlich blendend aus. Nicht nur das, sondern die USA haben auch immer einen riesigen zahlenmäßigen Vorteil (daher wählen sie auch kleine Länder an). Aber ich kann euch versichern, dass für wahre Militärspezialisten der Fall der Überlegenheit der US Waffensysteme ein Witz ist. Zum Beispiel sind französische Systeme (etwa die Rafale oder der Leclerc MBT) oft besser und billiger als ihre amerikanischen Gegenstücke, daher auch das Bedürfnis nach großen Bestechungsgeldern und „Kompensationsgeschäften“.

 

Das russische Militärbudget ist winzig, zumindest im Vergleich zu dem der USA. Aber wie William Engdahl, Dmitrii Orlov und andere beobachtet haben: die Russen bekommen wesentlich mehr für ihre Kohle. Nicht nur werden russische Waffensysteme von Soldaten für Soldaten entworfen (im Gegensatz zu von Ingenieuren für Bürokraten), aber das russische Militär ist auch deutlich weniger korrupt als das amerikanische, zumindest wenn es um die ganz großen Geschäfte geht (wenn es um kleine Summen geht, dann sind die Russen immer noch viel schlimmer als die Amis). Am Ende hat man so etwas wie F-35 gegen SU-35/T-50 oder, noch relevanter, die Art von Verhältnis bei Laufzeit zwischen Ausfall und Flugstunden, wie wir es bei jüngst bei den amerikanischen und russischen Streitkräften erlebt haben. Es reicht wenn man erwähnt, dass die Amerikaner nicht einmal darüber nachdenken wollen, welche Einsatzzahlen das winzige russische Luftwaffenkontingent in Syrien erreicht hat. Es bleibt jedoch eine Tatsache, dass die Amerikaner, wenn sie wollten, Hunderte ihrer Flugzeuge über Syrien in der Luft halten könnten, wohingegen das winzige russische Luftwaffenkontingent nie mehr als 35 Kampfflugzeuge hatte. Der gegenwärtige Zustand der russischen Militärindustrie erlaubt einfach nicht die Produktion der Systemzahlen, die Russland bräuchte (aber die Dinge werden langsam besser).

 

So sieht es also aus: Die Amerikaner sind absolut führend in quantitativer Hinsicht; aber aus qualitativer Sicht sind sie bereits hinter den Russen und mit jedem Tag fallen sie weiter und weiter zurück.

 

Weiß das die Führung des US-Militärs?

 

Natürlich wissen sie es.

 

Aber erinnert euch daran, was passiert ist, als Trump die ernsten Probleme des US-Militärs erwähnte? Die Propagandamaschine von Clinton hat ihn sofort angegriffen, er sei nicht patriotisch, er würde „die Truppen nicht unterstützen“, weil er nicht das politisch obligatorische Mantra von „wir sind die Nummer eins, unvergleichlich“ wiederholt und den ganzen infantilen Unsinn, mit der die US Propagandamaschine jene füttert, die noch einen Fernseher in der Wohnung haben. Offen und ehrlich über die wahren Probleme der US-Streitkräfte zu sprechen, ist viel eher eine Tat zur Beendigung der Karriere als ein Weg, ein hoffnungslos korruptes System zu reformieren.

 

Und es gibt noch eine Sache: Ich will nicht weiter in meine These eindringen, dass die meisten Amerikaner nicht gebildet genug sind, um die grundlegende marxistische Theorie zu verstehen. Aber es ist eine Tatsache, dass die meisten von ihnen nichts über Hegelsche Dialektik wissen. Daher betrachten sie die Dinge auf eine statische Art, nicht als einen Prozess. Zum Beispiel: wenn sie sich selbst auf die Schultern klopfen, dass sie „das mächtigste und fähigste Militär in der Menschheitsgeschichte besitzen“ (diese Sprache lieben sie), dann erkennen sie nicht einmal, dass diese angebliche Überlegenheit unweigerlich einen eigenen Widerspruch erzeugt, und das diese Stärke auch ihre eigene Schwäche produziert. Belesene amerikanische Offiziere, und davon gibt es jede Menge, verstehen das, aber ihr Einfluss ist gleich Null, vergleicht man ihn mit der unglaublich korrupten Superstruktur aus vielen Milliarden Dollar, in die sie eingebettet sind. Darüber hinaus bin ich völlig davon überzeugt, dass dieser Zustand unhaltbar ist und früher oder später wird ein militärischer oder politischer Führer auftauchen, der den Mut haben wird, diese Probleme frontal anzusprechen und versuchen wird, das gegenwärtig verknöcherte System zu reformieren. Aber wahrscheinlich wird die Voraussetzung dafür eine massive und enorm peinliche militärische Niederlage der USA sein. Ich kann mir das leicht vorstellen, dass das passiert, falls die USA den Iran oder die DPRK angreifen. Ich kann das sogar garantieren, falls die US-Führung so wahnsinnig wird und Russland oder China angreift.

 

Momentan heißt es nur „rot, weiß und blau“ und Paul Craig Roberts wird ein einsamer Rufer in der Wüste bleiben. Er wird ignoriert werden, ja. Aber das ändert nichts an der Tatsache dass er Recht hat.

 

The Saker

 

PS: Ich für meinen Teil will Paul Craig Roberts und allen anderen „Kassandras“, die die Fähigkeit besitzen, in die Zukunft zu blicken und den Mut haben uns zu warnen, dieses Lied von Vladimir Vysotskii widmen . In aller Regel zahlen sie einen hohen Preis für ihre Ehrlichkeit und ihren Mut.

 

Dies ist eine gute Version des Liedes, aber das Video ist mittelmäßig. Also hört es euch mit geschlossenen Augen an oder schaut einfach weg. Die Übersetzung ist von mir, man findet leicht bessere im Internet. Viel Spaß!

 

 

Lied über die Seherin Kassandra

 

Viele Jahre und trotz der Belagerung

blieb Troja für die Angreifer uneinnehmbar

Und wenn die Trojaner Kassandra geglaubt hätten

dann würde Troja heute noch stehen

 

Unablässig rief die verrückte Maid:

Ich kann deutlich Troja in Ruinen und zerstört sehen!“

Aber Hellseher und Augenzeugen

wurden schon immer auf dem Scheiterhaufen verbrannt!

 

Und am dem Tag, an dem der Tod aus dem Bauch des Pferdes kroch

und über Troja kam

da schrie jemand aus der erschrockenen Menge:

Das ist alles die Schuld der Hexe!“

 

Unablässig rief die verrückte Maid:

Ich kann deutlich Troja in Ruinen und zerstört sehen!“

Aber Hellseher und Augenzeugen

wurden schon immer auf dem Scheiterhaufen verbrannt!

 

In jener Nacht, in dem Massaker, Aufruhr und Zerstörung

als ihre Vorhersagen schließlich wahr wurden,

genauso wie sie voraussagte,

da hätte die Menge die perfekte Gelegenheit gehabt, ihre üblichen Vergeltungsmaßnahmen zu verhängen

 

Unablässig rief die verrückte Maid:

Ich kann deutlich Troja in Ruinen und zerstört sehen!“

Aber Hellseher und Augenzeugen

wurden schon immer auf dem Scheiterhaufen verbrannt!

 

Das Ende war ziemlich enttäuschend, aber ungewöhnlich:

ein Grieche hatte die Wohnung der Maid gefunden

und hat sie nicht als Kassandra

sondern wie ein typischer unersättlicher Eroberer benutzt

 

Unablässig rief die verrückte Maid:

Ich kann deutlich Troja in Ruinen und zerstört sehen!“

Aber Hellseher und Augenzeugen

wurden schon immer auf dem Scheiterhaufen verbrannt!

 

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