Britischer Sarkasmus vom Feinsten!

 

https://off-guardian.org/2017/10/26/why-no-one-talks-about-how-nice-hillary-clinton-is/

 

Warum niemand darüber redet, wie „nett“ Hillary Clinton ist...

 

von offguardian, 26.10.2017

 

 

Hillary Clinton lying for 13 minutes straight“ -- "Hillary lügt 13 Minuten am Stück"

 

 

Über 11 Monate nach ihrer (katastrophal miesen) Niederlage bei der Präsidentenwahl betreibt der Guardian immer noch mutig Hillary Clintons Geschäft. Bekanntlich zieht Clinton gegenwärtig durch die Presse, um ihr Buch „What Happened?“ zu bewerben. Der Höhepunkt war ein knallhartes politisches Interview … in der Graham Norton Show. (Anm.d.Ü.: Eine Quatsch-Comedy-Show a la Oliver Welke)

 

Zoe Williams, Leitartiklerin beim Guardian und Spitzenkandidatin für die seichteste Person der Welt, hat das Interview verfolgt und sich entschieden, die knallharte Frage zu stellen:

 

Warum erwähnt niemand, dass

Hillary Clinton total nett ist?“

 

Die Kommentare zu besagtem Artikel gingen sehr ins Detail, wie nett Clinton ist. Daher wurden sie ins Nirwana moderiert und die Kommentarseite nach nur ein paar Stunden geschlossen. Daher werden wir sie hier herausstellen, nachdem der Guardian Ms Williams Fragen nicht beantworten will. Dazu sind wir schließlich da.

 

Kurzum, niemand spricht darüber, wie nett Hillary Clinton ist … weil sie es nicht ist. Sie ist eine Lügnerin und Kriegsverbrecherin. Das ist keine Diskussion oder eine Meinung, das ist eine bewiesene Tatsache. Aber während wir das geklärt haben, so ist es kaum eine faire Antwort auf den Artikel von Ms Williams, die zig Minuten mit dem Verfassen zugebracht haben muss. Daher wäre vielleicht eine ausführlichere Antwort … netter.

 

Beschäftigen wir uns zuerst mit Clintons Persönlichkeit, die Ms Williams so benennt:

 

Das akute Missverständnis über ihre Normalität“

 

Hier versucht die Autorin mit verzweifelter Härte, Clinton als beziehungsfreudig hinzustellen, indem sie ihren Kaffee und ihren orthopädischen Schuh erwähnt.

 

Sie kam mit einem orthopädischen Schuh auf die Bühne, den sie mit einer Anekdote erklärte, die weder interessant noch uninteressant war, aber einfach angenehm anzuhören war, wie Grillenzirpen. 'Ich bin mit einem Kaffee in der Hand die Treppe hinuntergelaufen'.“

 

Wow“, sollen wir denken, „sie ist eine von uns. Sie ist so normal.“ Ich kann mich nicht entscheiden ob Zoe Williams eine völlige Idiotin ist … oder ob sie die Leser für solche hält.

 

Auf alle Fälle zeigt sie ein bemerkenswert schlechtes Verständnis der englischen Sprache – selbst für eine Journalistin des Guardian. Sie scheint keine Ahnung zu haben, was „nett“ und „normal“ wirklich bedeuten. Ms Williams will uns glauben machen, dass es normal ist zu lügen … viel zu lügen … um seine eigenen Ambitionen zu befördern. Es scheint, als denke Ms Williams, dass das Auslösen von Kriegen das Verhalten von „netten“ Menschen ist, und dass ein Militärcoup „einfach so eine Sache ist“.

 

Graham Nortons Art zu Fragen war ziemlich kühn: hat sie sich verhext gefühlt? Ihr wisst, 2008 in den Startlöchern und dann kam Obama daher. Und dann kam 2016 Bernie Sanders daher (obwohl der gar nicht gewonnen hat)

 

Meine Unterstreichung betont eine Lüge. Eine hinterhältige Lüge durch Weglassen. Ja, technisch gesehen hat Bernie Sanders die Vorwahlen verloren … aber es ist auch wahr, dass Clinton betrogen hat. Ihr wurden von ihrem Parteiapparat Duellfragen im Voraus zugeschanzt, das ist eine bewiesene Tatsache. Die verantwortliche Person musste in Schimpf und Schande zurücktreten … nur um sofort danach vom Wahlkampfteam Clintons angestellt zu werden.

 

Und dann ist da die seltsame Art der „Siege“ Clintons bei einigen Vorwahlen – Iowa hat sie mit sechs aufeinanderfolgenden Münzwürfen gewonnen, und Nevada durch das Ziehen einer höheren Spielkarte. (Anm.d.Ü.: kein Witz: http://edition.cnn.com/2016/02/17/politics/nevada-caucuses-tiebreaker-draw-high-card/index.html

 

Dazu kommt der offensichtliche Bruch von Wahlregeln in Massachusetts durch ihren Ehemann und das Eingeständnis einiger Demokraten, dass das DNC die Stimmen „manipuliert“ hat. Und schon hat man einen Sieg, der mehr als unsauber ist. Diese verschiedenen Kontroversen nicht zu erwähnen wird zu einem absichtlichen Akt der Täuschung.

 

Aber über ihre Gefühle, über die Niederlage, war sie ganz ehrlich: sie fühlte sich schrecklich. Sie fühlte sich verantwortlich.“

 

Wieder meine Betonung. Wieder eine Lüge. Diese Mal nicht durch Weglassen. Dieses Mal ist es einfach die Leugnung der Realität. Jeder, der sich nur kurz mit der Wahl befasst hat, weiß, dass Hillary ihre Niederlage nie als ihre eigene Schuld akzeptiert hat. Sie hat Bernie Sanders beschuldigt, Barack Obama, James Comey, das DNC, die Öffentlichkeit und (natürlich) Wladimir Putin. Aber nie sich selbst. Ihre Fürsprecher in der Presse gingen soweit zu behaupten, ihre Kampagne sei einfach „zu clever“ gewesen, anstatt ihre favorisierte Kandidatin zu beschuldigen. Zoe hat offensichtlich nicht aufgepasst.

 

Im Ernst, seht euch das noch einmal an. Wie konnte eine Nation einen Kerl – ihr gegenüber – bevorzugen, der nur mit grimmigem Gesicht und Pantomimen durch die Gegend zog?“

 

Ms Williams Verwunderung kennt keine Grenzen. Sie redet davon, dass „ein Bedauern in der Luft hängt“, als hätte Clinton ein goldenes Zeitalter des Friedens und Wohlstands bewirken können. Nicht einmal hat sie das eine Wort erwähnt, das mehr als alles andere Clinton die Wahl gekostet hat: Krieg.

 

Den Krieg, den sie im Irak unterstützt hat. Den Krieg, den sie in Libyen angefangen hat. Den Krieg, den sie in Syrien wollte. Den Krieg, den sie womöglich mit Russland ausgelöst hätte.

 

Was auch immer Trump seit seiner Wahl getan und gesagt hat, er hat seine Außenpolitik auf eine Plattform ohne Krieg mit Syrien gestellt und auf eine Kooperation mit Russland im Kampf gegen ISIS. Die Amerikaner haben die Schnauze voll vom Krieg, vor allem im Nahen Osten, und Hillary hat bei Zweien mitgeholfen und wollte einen Dritten.

 

Nichts davon kann Zoes Meinung über Clintons „Nettigkeit“ beeinflussen. Es ist, als ob Zoe nicht erkennt, dass Kriege existieren.

 

...und hier fällt der Groschen – Zoe Williams lebt nicht in der realen Welt. Wenn man das bedenkt, dann ergibt alles einen Sinn.

 

Darum erwähnt sie nicht die Lügen Clintons über den Bosnien-Krieg oder über Geld (oder alles andere). Darum erwähnt sie nicht das Gefühl von Anspruchsdenken, das die Leute abgeschreckt hat, oder die mysteriöse Krankheit, die die Menschen verunsichert hat. Darum geht sie nicht auf die manipulierten Vorwahlen ein, die Sex-Skandale oder die unangemessenen emotionalen Reaktionen. Aus diesem Grund findet man in ihrem als Artikel getarnten, geistlosen Entschuldigungsschreiben nirgendwo die Worte „Libyen“ und „Honduras“. Sie lebt in einer Traumwelt und hat im Auftrag unserer Firma 2000 Wörter getippt.

 

Kurz gesagt: Der Grund, warum niemand darüber redet, wie nett Clinton ist, ist der, dass wir in der realen Welt leben und uns an die realen Dinge erinnern, die tatsächlich passiert sind. Anscheinend ist das eine Last, die Guardian-Journalisten nicht mehr ertragen können.

 

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