http://thesaker.is/trump-has-lost-control-over-the-pentagon/

 

Hat Trump die Kontrolle über das Pentagon verloren?

 

Von Scotty, via thesaker.is 17.04.2017 (zahlreiche Links im Original!)

 

 

Das aggressivere militärische Vorgehen des Pentagon.

 

Hier eine kurze Chronik wie das Pentagon die Macht des präsidialen Oberkommandos von Trump übernommen hat.

 

Die Ultimaten begannen am 1. März.

 

Am 1. März 2017 verkündet ein Artikel im „Atlantic“ („Trump und die Generäle“), dass Trumps Generäle „sich zunehmend so anhören als arbeiteten sie für für einen ganz anderen Präsidenten“.

 

Sie beklagten sich über mangelnde Geldmittel, sogar nachdem Trump ihnen zusätzlich $54 Mrd. zugesichert hat, die aus dem Haushalt nichtmilitärischer Agenturen umgeleitet werden. Unmittelbar nach der Ankündigung über den Haushalt wurde offensichtlich, dass das Pentagon diese Summe für ihre Vorhaben als lächerlich klein betrachtete.

 

Sie sperrten sich auch gegen Trumps Wahlversprechen, viele der „Obama-Generäle“ zu feuern.

 

Einer der Generäle, die offen ihre Opposition gegen Trumps Politik äußerten, ist General Tony Thomas vom US Special Operations Command. Berichten zufolge sagte er, „er wolle dass die Amerikaner verstehen, dass diese speziellen Anti-Terrorismus-Operationen jede Nacht durchgeführt werden.“ Er meinte damit, dass sie nicht nur mehr Geld benötigen sondern auch mehr Operationsfreiheiten.

 

Gemäß dem „Atlantic“ „sprechen die Generäle nicht gerne über einen 'Sieg' gegen den Terrorismus. Sie verstehen es und teilen es der Öffentlichkeit und dem Kongress mit, dass die Vereinigten Staaten in einer 10-, 30-, 100-jährigen Schlacht in einem ideologischen Krieg der Ideen vieler Generationen stehen, der weit über das militärische Schlachtfeld hinausgeht.“

 

Der Artikel verlinkt auf eine Veröffentlichung des „Center for a New American Society“ (CNAS): Das virtuelle Kalifat – Ein Sieg über ISIL auf dem physischen Schlachtfeld reicht nicht aus.

 

Der selbe Artikel im „Atlantic“ listet auch weitere Probleme auf, die die Generäle mit Trump haben.

 

Immer und immer wieder hat Trump seine Generäle gehört, dann ging er ans Mikrophon oder zu Twitter und hat sie ignoriert – ein Muster das er im Wahlkampf begann. Im September sagte Trump, dass er wahrscheinlich neue Generäle im Krieg gegen ISIS einsetzen wird und dass die momentan Verantwortlichen unter Obama 'peinlich' seien. Der hätte sie an den Rand gedrängt.“

 

Sie beklagten sich über seine „Unberechenbarkeit“ und drohten sogar damit, dass einige von ihnen unter Protest zurücktreten würden.

 

In den nächsten Monaten wird Trump entweder einen Weg gegen ISIS befehlen, den die militärischen Führer der USA anbieten (und der sich wahrscheinlich nicht von der jetzigen Vorgehensweise unterscheiden wird), oder er wird eine radikale Kehrtwende dessen anordnen was er in dieser Woche angeboten hat. Das könnte dazu führen, dass einige Generäle ihre Ämter aufgeben.“

 

Entweder kürzt er die Gelder für das Außenministerium und verringert die diplomatische und entwicklungspolitische Präsenz Amerikas – einschließlich von Geldern für den Anti-Terror-Kampf – oder er stockt sie auf, um bei diesem Kampf zu helfen und weitere Konflikte zu vermeiden, wie so viele Generäle vorgeschlagen haben.“

 

Entweder mäßigt er seine anti-moslemische Rhetorik, wie es McMaster will, oder er behält sie bei.“

 

Entweder verkündet er der Welt die Bedeutung einer freien und streitbaren Presse für die Demokratie, wie sie nirgendwo besser als in Amerika vorhanden ist, oder er tut das nicht.“

 

Amerika kann seinen eigenen Maßstab wählen, aber es gilt besonders Osteuropa zu beachten. Letztes Jahr haben Präsident Barack Obama und die NATO Tausende amerikanische Soldaten an Russlands Grenze verlegt, mit mehr Panzern, Flugzeugen und Raketen. Wenn Trump sich Putin annähert, dann könnte er das alles rückgängig machen, oder das amerikanische Nukleararsenal verringern.“

 

Was 'die Generäle' sagen hat Gewicht, und was Trump über sie und ihre Ratschläge sagt ist verwirrend.“

 

Das hört sich wie ein Ultimatum an und das war es auch, denn es wurde von einer offen Androhung von Ungehorsam begleitet, überbracht durch das „Daily Beast“.

 

Am selben Tag, dem 1. März, veröffentlichte „the Daily Beast“ einen Artikel von Kimberley Dozier: „Generäle könnten ohne das OK von Trump neue Schläge gegen ISIS ausführen“

 

Dieser Artikel wurde mit Updates und Kommentaren des Central Command veröffentlicht, unter anderem mit dieser Aussage::

 

Das Weiße Haus denkt darüber nach, mehr Befehlsgewalt an das Pentagon zu übertragen“

 

Präsident Trump hat angedeutet dass er will, dass sein Verteidigungsminister, der pensionierte Marine-General James Mattis eine freiere Hand bei der Durchführung zeitkritischer Aufträge bekommt. Das würde nach Angaben von US-Vertretern den langsamen Genehmigungs-Prozess unter Präsident Barack Obama beenden, der nach Angaben von Kritikern einige Missionen um Stunden und Tage verzögerte.“

 

Beachtet den Link zu Material von 2016 mit dem Titel „Call of Duty“ (Die Pflicht ruft):

(„Die heimliche Bewegung, den General James Mattis zum Präsidenten zu berufen“)

http://www.thedailybeast.com/articles/2016/04/08/the-secret-movement-to-draft-general-james-mattis-for-president.html

 

Gen. James Mattis will nicht unbedingt Präsident werden – aber das hindert eine Gruppe von Milliardären (Geldgebern) nicht daran, einen Plan auszuhecken um ihn dazu zu machen.“

 

Es erinnert uns daran, dass James Mattis von einer „anonymen Gruppe konservativer Milliardäre“ auserkoren wurde, bei der Präsidentenwahl „gegen Donald Trump“ mitzumachen.

 

Mattis, der auch den Spitznamen „Krieger-Mönch“ trägt, wegen seiner nachdenklichen Hingabe an die Kriegskunst, wäre eine Ausweichoption für Anti-Trump-Kräfte.“

 

Jetzt hat diese Anti-Trump-Kraft die nicht gewählte Position als Verteidigungsminister erklommen. Behalten wir dieses wichtige Detail im Auge.

 

Der Artikel schreibt, dass das Pentagon ohne die Genehmigung des Präsidenten Operationen „in Gebieten außerhalb erklärter Kriegszonen“ beginnen könnte.

 

In erklärten Kriegszonen haben US-Kommandeure die Befehlsgewalt für solche Befehle, aber außerhalb solcher Kriegszonen, … könnte eine Genehmigung bis zum Oval Office reichen, um Drohnenangriffe oder Special Operations-Teams loszuschicken.“

 

Trotz der Kontroverse hat Trump signalisiert, dass er mehr wie ein CEO handeln will, wie er es bei seinen privaten Dingen machte und noch mehr Gewalt an Mattis übertragen will. Das wäre eine Neufassung einer der klassifizierten präsidialen Direktiven von Präsident Barack Obama zu potentiell tödlichen Einsätzen in Ländern, in denen die USA offiziell nicht im Kämpfe verwickelt sind.

 

Vertreter Trumps glauben, dass die Auflockerung dieser Vorschriften beim Kampf gegen ISIS helfen kann – und Behörden die sich auf den Terrorabwehrkampf konzentrieren, wie das Joint Special Operations Command (JSOC) des Militärs, bieten neue Ziele an, in Erwartung zahlreicherer und schnellerer Genehmigungen.

 

Das neue Kommando-Modell „gibt vorab Befehlsgewalt an Mattis, diese Befehlsgewalt könnte in der Befehlskette viel weiter nach unten durchgereicht werden – bis hinunter zu dem Drei-Sterne-General, der das JSOC befehligt.“ Das Ergebnis wird „eine Elite-Streitmacht sein, die in Aktion treten kann und den nationalen Sicherheitsapparat informiert, die aber nicht auf Erlaubnis warten muss.“

 

Durchschneidet man den schweren bürokratischen amerikanischen Doppelsprech, so heißt das: Das Weiße Haus wird zwar informiert, hat aber über das US-Militär keine Befehlsgewalt mehr.

 

Neuigkeiten in Kürze:

 

14. März: Die Nationale Nukleare Sicherheitsbehörde der USA hat in Nevada die modernisierte B61-12 Freifall-Bombe Live getestet.

 

7. April: Die Liberty Passion, beladen mit US Militärfahrzeugen, hat im Aqaba Main Port in Jordanien festgemacht.

 

Am 7. April hat das Pentagon Syriens Hauptkommandozentrale im Kampf gegen ISIS bombardiert.

 

10. April: Die USA stationieren Streitkräfte an der syrische-jordanischen Grenze.

 

11. April: Die US-Luftwaffe könnte Piloten gegen ihren Willen dazu zwingen im Dienst zu bleiben, so sagt der Chef der Militäreinheit Air Mobility Command.

 

12. April: Präsident Donald Trump unterzeichnet die amerikanische Genehmigung zur Aufnahme Montenegros in die NATO.

 

13. April: NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg verkündet die verstärkte Stationierung der Allianz in Osteuropa.

 

Am 13. April bombardiert das Pentagon Afghanistan. Das US-Militär hat in Afghanistan seine GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast Bomb (MOAB) eingesetzt.

 

13. April: Die US-geführte Koalition hat in Deir Ezzor Munitions- und Chemiewaffenlager des IS bombardiert, dabei kamen Hunderte von Menschen ums Leben.

 

14. April: Der Lenkwaffenzerstörer USS Stethem (DGG 63) der Arleigh Burke-Klasse wurde im Südchinesischen Meer stationiert.

 

14. April: Die USA schicken F-35 Jets nach Europa.

 

14. April: Washington nimmt nicht an der letzten internationalen Konferenz in Moskau teil, bei der 11 Nationen über Wege zu einem Frieden in Afghanistan diskutieren. Die USA brandmarken es als „einseitigen Versuch der Russen, Einfluss auf die Region auszuüben.“

 

14. April: Die USA haben zwei Zerstörer mit Tomahawk Marschflugkörpern in Stellung gebracht, nahe genug um das nordkoreanische nukleare Testgelände präventiv anzugreifen.

 

Am 16. April stationiert die US-Armee ihr größtes Truppenkontingent in Somalia seit den 90ern.

 

Am 15. April bringt Fox News einen Artikel mit der Schlagzeile „Trump gibt den Generälen mehr Freiheiten um Entscheidungen im Kampf gegen ISIS zu treffen. Trump wiederholt nach dem MOAB-Angriff sein Vertrauen in die US-Truppen.

 

Es ist wichtig zu erkennen, dass Trumps Entscheidung, den US-Generälen mehr Freiheiten bei der Entscheidung zu geben wo sie einen Krieg beginnen (auch der „neue Ansatz“ genannt), nach der Tatsache kam, die „diese Woche in Afghanistan zu sehen war, als Gen. John Nicholson, der dortige Chef der US-Koalition, sich entschied, eine der größten nicht-nuklearen Bomben des Militärs einzusetzen – eine Massive Ordnance Air Blast Bomb, oer MOAB.“

 

Nachdem die MOAB abgeworfen war, ich wiederhole: ohne die Genehmigung des Präsidenten, da priesen die Medien diese Bombardierung Afghanistans als „Amerikas hochrangige Militärkommandeure setzen die Vision um, wie sie von Verteidigungsminister Jim Mattis beschrieben wurde: US-Militärkommandeure treffen mehr eigene Entscheidungen auf dem Schlachtfeld.“

 

Ein hochrangiger Regierungsvertreter sagte, Mr. Trump hätte bis nach dem Einsatz der Waffe nichts gewusst.“

 

Mr. Mattis“ sagte ihnen, „es sei nicht mehr so wie früher, man müsse nicht mehr vor dem Abwurf einer MOAB fragen“, sagte der hochrangige Vertreter der Verteidigung. „rein technisch gibt es kein Papier das besagt, man müsse den Präsidenten für den Abwurf einer MOAB um Erlaubnis fragen. Aber letztes Jahr um diese Zeit, da lief das so ab: 'Ich werde eine MOAB abwerfen, lass es besser das Weiße Haus wissen'.“

 

Es ist nichts formelles, aber es nimmt Form an,“ sagte ein hochrangiger Vertreter im Verteidigungsministerium am Freitag. „es gibt das Gefühl, dass diese Kommandeure in der Lage sind etwas mehr zu unternehmen – und sie tun es.“

 

Während sich Militärkommandeure über das Mikromanagement im Weißen Haus unter dem früheren Präsidenten Barack Obama beklagten, so sagt man ihnen jetzt, dass sie mehr Freiheiten für Entscheidungen haben, ohne Mr. Trump zu konsultieren. Militärkommandeure auf der ganzen Welt werden ermutigt, ihre bestehende Befehlsgewalt notfalls bis an ihre Grenzen zu erweitern, aber sie müssen ernsthaft über die Konsequenzen ihrer Entscheidungen nachdenken.“

 

Der robustere militärische Einsatz nimmt zu...“

 

Mr. Mattis hat einen solchen globalen Plan skizziert, aber die Regierung muss dem noch zustimmen. Während die politische Debatte andauert, wird das Militär ermutigt aggressivere Schritte zu unternehmen … rund um den Globus.

 

Schlussfolgerung:

 

Während die Situation Form annimmt ermutige ich euch zu Nachforschungen und über folgende Fragen nachzudenken:

 

Diese hereinkommenden Informationen hören sich wie eine Bestätigung für das an, was ich schon die ganze Zeit vermutet habe: Dass das US-Militär von Gruppen privater Organisationen außerhalb der Regierung geleitet wird. Meine Vermutungen wurden durch Rosa Brooks Buch bestätigt: „Wie alles zu Krieg wurde und das Militär zu allem wurde“.

 

Hilfreich war auch ein Artikel der Washington Post vom Februar diesen Jahres, in dem ihre Meinung über einen laufenden militärischen Umsturz geäußert wurde: „Ein ehemaliger Beamter des Verteidigungsministeriums unter der Obama-Regierung hat die Aussicht auf einen militärischen Coup zur Entfernung Donald Trumps von der Macht geäußert.“

 

In einem Kommentar für 'Foreign Policy' schlägt die hochrangige Pentagon-Beamtin Rosa Brooks öffentlich einen militärischen Aufstand gegen die Trump-Regierung vor, das könnte die einzige Möglichkeit sein, den umstrittensten Präsidenten in der Geschichte Amerikas zu vertreiben.“

 

Wenn ich mich recht erinnere, dann gab es 2011 eine konkrete Drohung von Steve Pieczenik auf YouTube an Obama und seine Regierung, dass das Militär und die Geheimdienste aufhören könnten, die präsidiale Macht als legitim zu betrachten und sich selbst zur wahren Regierung zu machen.

 

Das bedeutet für mich, dass sich, egal wer die Präsidentschaft übernimmt, die bewaffneten Streitkräfte und die Geheimdienstgemeinde weigern, die zivile Regierung des Landes anzuerkennen.

 

Und was bedeutet das für den Rest von uns?

 

Es bedeutet, dass sämtliche Verhandlungen und Abkommen mit dem US-Präsidenten und dem Außenminister sinnlos sind. Das würde das völlige Fehlen eines Interesses Putin zu irgendwelchen Gesprächen mit ihnen erklären. Der Kreml hat nicht einmal eine Stellungnahme zum Treffen Putins mit Tillerson veröffentlicht und es gibt Gerüchte, dass es nichts als ein Austausch von Kraftausdrücken auf beiden Seiten war.

 

Also, die US-Militär nimmt den gesamten Planeten in Geiselhaft indem es sich im Fernen Osten nahe China, Nordkorea und Russland stationiert und in Europa nahe Russlands und droht mit einem nuklearen Konflikt mit vielen Ländern gleichzeitig, falls sie nicht etwas bekommen.

 

Was wollen sie eigentlich, und von wem? Erpressen sie Russland und China? Erpressen sie auch die EU? Oder erpressen sie jemanden in den USA? Wollen sie Geld? Wollen sie Gold? Wollen sie die offizielle juristische Anerkennung der Militär-Regierung? Oder verlangen sie die Abschreibung der US-Schulden?

 

Wie wollen sie damit durchkommen?

 

Vor zwei Tagen machte das Wall Street Journal die Ankündigung, dass das Pentagon „die Freiheit zum Handeln“ bekommen hat.

 

Diese Ankündigung wurde in Russland zur Kenntnis genommen.

 

Falls die Streitkräfte der USA wild geworden sind und das WSJ hat das gerade angekündigt – wäre das für UN-Mitglieder ein legaler Grund, ihre Basen rund um den Globus zu neutralisieren?

 

Wer kontrolliert jetzt die NATO?

 

Halten sie Trump als Geisel und verbieten ihm das Territorium der USA zu verlassen?

 

Wie steht es mit „neuchtenka“ wie PMC (private military contractors), den Special Forces, (GRS)/OGA (global response staff/other government agencies), SAD (special activities division) und anderen?

 

Bedeutet es, dass die USA keine zivile Regierung mehr besitzen und dass sie deshalb Ende April die Regierung absetzen?

 

Nicht identifizierte Videos nur zu Illustrationszwecken (Anm.d.Ü.: siehe Original)

 

 

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