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Geistesgestörtheit und Gefahr am Potomac

 

von David Stockman, 16.06.2017

 

 

Die grausame Schießerei auf dem Trainingsplatz des Baseball-Teams der republikanischen Abgeordneten geschah gestern in der Früh, aber das war noch nicht das Ende des Mittwoch-Wahnsinns am Potomac.

 

Wie sich herausstellt, war das anscheinend ein weiterer zufälliger Ausbruch eines amerikanischen gestörten Einzeltäters – ein Wicht in der selben Liga wie der South Carolina Church-Killer Dylann Roof. Der hat zwar die untersten Schubladen des Internets mit rassistischen Beschimpfungen verpestet und der andere war anscheinend ein engagierter Niemals-Trump-Linker, aber keiner von beiden stellte für den Gleichmut der Nation eine echte Gefahr dar – auch wenn sie einen wilden Gewaltregen über jene unglücklichen Menschen gebracht haben, die sich in der direkten Schusslinie befanden.

 

Nicht so für die 325 Millionen amerikanischen Bürger, auf die im Verlauf des Tages von den angeblich „vernünftigen“ Offiziellen der Imperialen Stadt, die in Amerika das Sagen haben, eingeschlagen wurde.

 

Insbesondere denken wir da an Janet Yellens grässliche PK, in der sie „Auftrag ausgeführt“ verkündete und dass die amerikanische Wirtschaft mit „soliden Grundpfeilern“ gesegnet sei, die sogar noch stärker würden. Und mit der gleichen Irrealität kam kurz danach die 97 zu 2 Abstimmung im Senat, die dem Donald vor den Latz geknallt wurde und die noch mehr Sanktionen gegen Russland vorsieht, was die Nation wieder einen Schritt näher an einen Krieg bringt und in den Bankrott führt.

 

Dröseln wir das mal auf. Das amerikanische Volk wird durch drei Institutionen in den Ruin getrieben, die eine tödliche Gefahr für die Freiheit und Wohlstand sind. Nämlich die Federal Reserve, der Militär/Industrie/Überwachungskomplex und die Frühstücksdirektoren im Kongress, die eine ungeborene Generation in Schulden ertränken – auch wenn sie sich frömmelnd anmaßen, sie würden das Werk Gottes verrichten, indem sie den Lobbyisten in Washington dienen, von denen sie dafür ewig im Amt gehalten werden.

 

Zu Letzteren muss man noch einmal an Folgendes erinnern: Ein amtierendes Kongressmitglied hat bei einer Wiederwahl ein geringeres Risiko seinen Sitz zu verlieren als ein Politbüromitglied in den Hochzeiten der Nachkriegs-Sowjetunion.

 

Daher ist es kein Wunder, dass der Kongress voll ist mit lebenslangen Kriegsstaatlern wie dem Senator John McCain. Dieser senile alte Narr scheint zu glauben, dass er eine Art Prokonsul in den letzten Tagen des Amerikanischen Imperiums ist – der durch Washington spaziert und kriegerische Lügen und krasse Übertreibungen über Washingtons selbsternannte Feinde verbreitet.

 

So hilft McCain, die Imperiale Stadt für die Verteidigungsunternehmen und die Militär- und Geheimdienstbürokratien zu begeistern, die er aus reinem Machtwillen und wütendem Blutrausch anpreist.

 

Es ist daher keine Überraschung, dass diese Woche McCain einer der führenden Autoren und Verfechter hinter diesem Anfall anti-russische Hysterie war. Das Gesetz würde Russland neue Sanktionen auferlegen „als Antwort auf die Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine und der Krim, ihre unverfrorenen Cyber-Angriffe und die Wahleinmischung, und ihre fortgesetzte Aggression in Syrien,“ so die Befürworter des Gesetzes.

 

Diese Beschuldigungen sind natürlich allesamt radikale Lügen. Russland ist auf Wunsch der verfassungsgemäß eingesetzten Regierung in Syrien; es sind die CIA und ihre Lakaien in den Golfstaaten, die die Kopfabschneidenden dschihadistischen Radikalen mit Waffen und Milliarden versorgen, sie sind die wahren Aggressoren in diesem jetzt desolaten Land aus Ruinen und Flüchtlingen.

 

Ebenso war es im Februar 2014 die Aggression Washingtons – mittels finanzieller und politischer Unterstützung – die auf den Straßen Kiews zu einem Staatsstreich geführt hat und einen ehrlich gewählten Präsidenten stürzte. Der hatte den „Fehler“ begangen und die NATO und die EU verschmäht, zugunsten eines ansprechenderen Wirtschaftsdeals mit Moskau – seinem historischen Protektor.

 

Zudem war es der virulent anti-russische Neonazi-Putsch – handverlesen vom amerikanischen Botschafter in der Ukraine – der in den historisch russischsprachigen Gebieten des Donbass und auf der Krim zu einem Volksaufstand gegen das Kiewer Regime geführt hat. Und in Letzterem in einem Referendum zu einer 90% Zustimmung zu einem Wiederanschluss an Russland, dem sie nach 1783 für über 160 Jahre bereits angehört haben.

 

Und zur russischen „Einmischung“ in die amerikanische Wahl 2016 – schon der Gedanke ist aberwitzig. Die überwältigenden „Einfluss“-Quellen in das amerikanische Wahlgeschehen sind die jeweiligen politischen Parteien, die Heerscharen an eigennützigen Lobbyisten und PACs (Anm.d.Ü.: die politischen Aktionskomitees, sprich die Mega-Spender), und die Massenmedien und Kabelsender, die zum allergrößten Teil und ganz irrational Anti-Putin sind.

 

Also woher kommt diese ruchlose „Einflussnahme“? Aus dem Sender RT?

 

Also bitte! Euer Verfasser kann bestätigen, dass er in dem Sender mehrere Male zu Wort kam und und einigermaßen engagiert die oben erwähnten drei verrotteten amerikanischen Institutionen erwähnt hat – die Fed, den Militär/Industrie/Sicherheits-Komplex und den Kongress.

 

Aber nicht einmal haben wir von den Russen Instruktionen erhalten, wie wir unsere Breitseiten formulieren sollen. Das haben wir alles ganz alleine ausgeheckt!

 

Noch wichtiger – wir haben noch nie einen einzigen amerikanischen Zuschauer erlebt. Vielleicht liegt das daran, dass RT anscheinend in den USA weniger als eine Million Zuschauer pro Tag hat.

 

Die ganze Aufregung dreht sich anscheinend um billige Cyber-Angriffe, die das Werk der russischen Regierung sind – oder auch nicht.

 

Was soll das? Auf der Welt gibt es pro Jahr ein massives 200 Milliarden Dollar Geschäft mit der Internetsicherheit, weil das Internet aufgrund seiner Natur ganze Heerscharen von Hackern, Dieben und bösartigen Trollen anzieht.

 

Diese Hacking-Operationen werden für Profit und aus Bösartigkeit überwiegend privat ausgeführt. Aber es gibt einen gigantischen Staatsakteur, der zum Zweck der politischen Einflussnahme und der Einmischung in die Angelegenheiten fast jeden Landes auf Erden handelt.

 

Wir reden über die massive, Multi-Milliarden Dollar Hacking-Operation bei der National Security Agency (NSA), Tailored Access Operations (TAO) genannt (Anm.d.Ü.: der „maßgeschneiderte Zugang“). Dieses Programm hat Milliarden ausgegeben um nicht nur jede Agentur und Behörde der russischen Regierung zu trollen – und die französische Regierung und die kanadische Regierung auch, neben anderen – sondern sich auch in weltweite Cyber-False Flag-Operationen engagiert hat, um russischen oder anderen ausländischen Behörden „Fingerabdrücke“ anzuheften, die Washingtons eigene Betrügereien zu verschleiern.

 

Und das ist nur die NSA. Die CIA betreibt eine vergleichbare Operation im weltweiten Hacking-Geschäft, und das ist vielleicht nur die Spitze eines Eisberges. Schließlich beträgt das bekannte Gesamtbudget für die 17 Agenturen der „Geheimdienstgemeinde“ (IC) über $75 Mrd. Oder fast 50 Prozent mehr als der gesamte russische Militärhaushalt, inklusive Flugbenzin, Soldatenlohn und Ersatzstiefel.

 

Selbstverständlich hören die selbsternannten imperialen Prokonsuln wie McCain gar nicht auf damit zu fragen, ob Washingtons massive Cyber-Kriegsführung vielleicht zu Gegenreaktionen jener auf Washingtons Feindesliste führen könnten, oder noch wichtiger, gar zu etwas noch Heimtückischerem.

 

Dabei wissen McCain und seine Kriegspartei vom Capitol Hill noch nicht einmal mit Sicherheit, ob „fancy bear“ und andere Schurken im russischen Staat mit Codenamen, die in den Massenmedien rauf und runter gejagt werden, nicht doch nur ein paar Fettwanste an ihren Schreibtischen im NSA-Hauptquartier in Ft. Meade sind, die False Flag Cyber-Angriffe verbreiten.

 

Auf alle Fälle war Senator McCain sehr zufrieden mit seiner wöchentlichen Arbeit. Die Zusätze erlauben „breitere neue Sanktionen gegen Russlands Wirtschaft, darunter Bergbau, Metalle, Schiffstransport und Eisenbahn“. Und sie gestatten eine „robuste Hilfe zur Stärkung demokratischer Institutionen und zur Abwehr von Desinformation in zentral- und osteuropäischen Ländern, die für russische Aggression und Einmischung verwundbar sind.“

 

Diese neuen Sanktionen würden auch „korrupten russischen Akteuren“ und jenen auferlegt, die „in ernste Menschenrechtsverletzungen verwickelt sind“. Das betrifft auch jene, die Waffen an die syrische Regierung liefern oder die mit der russischen Verteidigungsindustrie zusammenarbeiten, sowie „jene, die im Auftrag der russischen Regierung schädliche Cyber-Aktivitäten ausführen.“ Und solche „die in die korrupte Privatisierung von Staatseigentum verwickelt sind.“

 

Kurzum: Am Mittwoch Nachmittag ist der US-Senat völlig durchgedreht und greift eine großteils nicht existente Gefahr an, die aus einem Würstchen-Land kommt, das ein BIP von sieben Prozent der USA besitzt und sonst überhaupt keine Kapazitäten hat – außer einem rauchenden, 40 Jahre alten Flugzeugträger und einer Flotte aus Ruderbooten – damit werden sie die Küste von New Jersey angreifen und jeden anderen Ort der USA.

 

Aber diese Realitäten halten einen McCain nicht davon ab, ausgiebig über seine gefährliche Handarbeit Heißluft abzulassen:

 

'Wir müssen in diesem Kampf auf unserer Seite stehen. Nicht als Republikaner, nicht als Demokraten, sondern als Amerikaner', sagte Senator John McCain (R-AZ) vor der Abstimmung. 'Es ist an der Zeit, auf die russischen Angriffe auf die amerikanische Demokratie mit Stärke, mit Entschlossenheit, mit gemeinsamen Zielen und mit Taten zu antworten.'

 

Die Wahrheit ist, dass Russland die amerikanische Demokratie genauso wenig angegriffen hat wie die Nordvietnamesen im Golf von Tonkin oder die Spanier und das Schlachtschiff Maine 1898.

 

Und was noch wichtiger ist: Niemand auf der Welt denkt, dass Russland eine ernste Gefahr darstellt – außer den Bürokraten bei der NATO, die ihren Lebensunterhalt mit der Erfindung solcher Gefahren verdienen; und einigen wirren nationalistischen Politikern in Osteuropa, die nicht müde werden, bei ihrer Sucht nach Macht und Aufmerksamkeit die russische Karte zu spielen.

 

Sogar Donalds eigener Außenminister hat Anfang der Woche folgendes bei einer Kongressanhörung gesagt:

 

'Ich warte noch auf jenes bilaterale Gespräch, unter vier Augen, vertraulich, in dem ein einziger Kollege in irgendeinem Land, sei es Europa, Naher Osten, ja Südostasien, nicht zu mir sagt: Bitte, gehen Sie ihre Beziehungen zu Russland an, das muss besser werden.' So sagte Tillerson am Dienstag, bei einer Aussage vor einem Senatsunterausschuss zum Budget des Außenministeriums.

 

Leute, die Sache ist ziemlich einfach. Solange nicht Washingtons aufgeblasener und verschwenderischer Haushalt von $700 Mrd. für die nationale Sicherheit drastisch zurückgestutzt wird, friert eher die Hölle zu als dass fiskalische Disziplin einkehrt. Solange die Falken in der Republikanischen Partei und die Kriegsbefürworter bei den Demokraten diese massive Finanzierung in den Tiefen Teil des Sumpfes pumpen, wird es auch keine Einschnitte bei den Mittelzuweisungen im Inland und keine Subventionsreformen geben.

 

Ja, seit Ronald Reagans zaghafte Angriffe auf den Sozialstaat im Frühjahr 1981 durch den Capitol Hill (Kongress) entschieden zurückgeschlagen wurden, seitdem ist die „Waffen- und Butterkoalition“ Herr im Haus.Und diese niederträchtige Koalition hat seitdem die Staatsverschuldung von $1 Billion auf $20 Billionen erhöht – und sie mit einem automatischen Wachstum bis ins Jahr 2027 auf $30 Billionen, oder 140% des BIP festgesetzt.

 

Das ist auch der Grund, warum der Tiefe Staat und Washingtons überparteiliche Kriegspartei nicht nachgeben werden, bis der Donald aus dem Amt entfernt ist. Und das wegen der unaussprechlichen Sünde dass er vorschlug, dass eine Verständigung mit Russland und Putin mehr Sinn macht als der Weg in einen Krieg und ein bereits heute stattfindender finanzieller Bankrott.

 

Selbstverständlich kann die Hölle selbst nicht wüten wie die Aussicht auf einen Weltfrieden und auf die Zerlegung des zerstörerischen globalen Reichs des imperialen Washington. Ein winziger Schritt in diese Richtung war alles, was General Mike Flynn mit seinen berüchtigten Gesprächen mit dem russischen Botschafter Ende Dezember unternommen hat – eine willkommene Initiative für die er ohne viel Federlesen gefeuert wurde und jetzt unter ständiger Verfolgung leidet.

 

Aber es kommt noch schlimmer. Nach neuen Leaks an die Washington Post ist jetzt klar, dass der Tiefe Staat die Flynn-Affäre und des Donalds naive Bitte an den ehemaligen FBI-Direktor Comey, er möge Flynn „mit Nachsicht behandeln“, als Vorwand benutzt, um Vorwürfe der Justizbehinderung gegen den Präsidenten selbst zu erheben:

 

Der Sonderausschuss, der die Untersuchung der Rolle Russlands bei den Wahlen 2016 beaufsichtigt, befragt hochrangige Geheimdienst-Vertreter als Teil einer erweiterten Untersuchung, die jetzt eine Untersuchung darüber beinhaltet, ob Präsident Trump versucht hat, die Justiz zu behindern,' sagten Offizielle.

 

Der Schritt des Sonderermittlers Robert S. Mueller III., Trumps eigenes Verhalten zu untersuchen, markiert einen bedeutenden Wendepunkt in der fast ein Jahr dauernden FBI-Untersuchung, die sich bis vor kurzem auf die russische Einmischung während des Präsidentenwahlkampfs fokussiert hat. Und darauf, ob es eine Koordinierung zwischen dem Wahlkampfteam Trumps und dem Kreml gegeben hat. Die Ermittler haben auch untersucht, ob es Beweise für mögliche finanzielle Verbrechen bei den Trump-Verbündeten gab, sagten Offizielle.

 

In Anbetracht dessen ist es wirklich erstaunlich, dass die „Märkte“ noch nicht aus ihrem Rausch erwacht sind. Der Eifer zur Amtsenthebung des Donalds wird die Imperiale Stadt während des Machtvakuums in unregierbares Chaos stürzen – das bedeutet eine unendliche Krise über Schuldenobergrenzen, fortdauernde Resolutionen und Verwaltungsstillstand.

 

Dennoch, vielleicht kann angesichts des heute blutroten Meeres der Hammer, den Yellen gestern bei ihrer PK losgelassen hat, endlich fallen.

 

Unsere ratloses Murmeltier der Keynesianischen Schule behauptet nicht nur fälschlich dass der „Auftrag ausgeführt“ wurde und dass die US-Wirtschaft auf dem Weg in das gelobte Land aus permanenter Vollbeschäftigung und nie dagewesenem Reichtum sei. Sie behauptet auch, dass die Fed bald mit der Normalisierung ihrer Bilanz beginnt, indem sie $50 Mrd. pro Monat an Anleihebeständen abgibt (d.h. im Grunde Anleiheverkäufe) – damit will sie ihren Bestand um $2 Billionen verringern – und dass das kaum zu negativen Verwerfungen führen wird.

 

Wir werden bald mehr darüber berichten, denn der erste Teil von Yellens Verkündigung ist eine lachhafte Lüge. In der industriellen Produktion hat es seit September 2007 keinen Nettozuwachs gegeben. Keinen Nettozuwachs bei den Broterwerbsjobs seit Januar 2001. Und bei den mittleren Familieneinkommen null Gewinn seit 1989. Und das soll permanenter Vollbeschäftigungs-Reichtum sein?

 

Aber der echte Hammer war ihre Versicherung, dass die Normalisierung der Fed-Bilanz nicht aufregender sei als „Farbe beim Trocknen zuzusehen“.

 

Wie bitte?

 

Sicher meint Yellen damit nicht, dass die Gesetze von Angebot und Nachfrage auf dem Anleihemarkt außer Kraft gesetzt sind – dass $2 Billionen an Extra-Nachschub überhaupt keinen Einfluss auf die Preise und Renditen von Regierungsanleihen hätten. Und schließlich, wenn das für den Verkauf von Anleihen durch die Fed gilt, warum hat das nicht zuvor gegolten als sie sie mit vollen Händen gekauft hat?

 

Ja, nach den eigenen Angaben der Fed über ihre $3,5 Billionen Bilanzausweitung nach der Finanzkrise sind die Anleiherenditen um mehr als 100 Basispunkte gesunken – und wir glauben, dass das die Sache schönredet, weil es die „Front Runner-Effekte“ nicht abdeckt.

 

Das heißt: Die Anleihenkäufe durch gewerbliche Spekulanten in Höhe von Hunderten Billionen, die über Nacht 97 Prozent ihrer Investitionen gratis finanzieren konnten, um genau jene Anleihen zu kaufen – die exakt gleichen WKN-Nummern – deren Kauf die Fed angekündigt hatte.

 

Anders gesagt: Was war der Zweck des QE (Anm.d.Ü.: die Geldmengenausweitung), wenn nicht die Verfälschung und Absenkung der Renditen, um die Wirtschaftsaktivität anzukurbeln – selbst wenn dieser „Stimulus“, wie geschehen, nie wirklich die Schluchten der Wall Street verlassen hat?

 

Gleichermaßen: Warum um alles in der Welt würde Yellen erwarten, dass die Front Runner, die die Anleiheblase während des QE angeheizt haben, es jetzt nicht rentabel finden würden, Leerverkäufe auf das zu tätigen was die Fed verkaufen will, sobald ihre Bilanzschrumpfungskampagne losgeht.

 

Unnötig zu sagen, dass ein Anstieg von 100 bis 300 Basispunkten bei 10-jährigen Anleihenrenditen, was das Ergebnis der Fed-Verkäufe und der Anhäufung durch Spekulanten wäre, die gesamte globale Anleiheblase implodieren lassen würde und die gesamte ökonomische Fäulnis, auf der es aufgebaut ist, zerschmettern würde.

 

Wie lange würde beispielsweise unter einem solchen Regime der $2,5 Billionen Schrottkredit- und Schrottanleihenmarkt überleben? Bedenkt man, welchen manischen Sturmlauf nach Renditen die Aktionen der Fed verursacht haben, dann ist der damit verbundene Schaden unvorstellbar.

 

Tatsache ist: wenn es keine neuen Broterwerbsjobs gibt, dann gibt es keinen Zuwachs beim Lebensstandard oder dem echten Wohlstand. Ja, Janet Yellen hat in einem Keynsianischen Rätselpalast die Orientierung verloren – und das sind extrem schlechte Nachrichten für die Kasino-Spekulanten, die sich immer noch weigern, das Offensichtliche zu erkennen.

 

 

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