Olivia Solon in bester Gesellschaft

 

Eva Bartlett antwortet auf eine Interview-Anfrage zu einer „Story“, die die Retter AlQaedas loben soll und Eva anschwärzen soll.

 

Hier die Korrespondenz:

 

Von: Olivia Solon <olivia.solon@theguardian.com>

 

Gesendet: 6. Oktober 2017

 

An: evakbartlett2017@gmail.com; evabartlettt@hotmail.com

 

Betreff: Interview-Anfragge – The Guardian

 

 

Hallo Eva,

 

ich habe von dir noch keine Antwort erhalten und wir planen, unsere Story am Montag, 9.Oktober zu veröffentlichen, über die Leute, die glauben, dass die White Helmets Terroristen (oder zumindest mit Terroristen verwickelt) und Propagandisten sind, die eine imperialistische Agenda verbreiten.

 

Du wirst in der Story erwähnt und ich hätte gerne deine Stimme dazu. Ich füge die Hauptteile der Story, in der du erwähnt wirst, unten ein. Es wäre großartig, wenn du darauf bis Sonntag, 8. Oktober 2017 18Uhr PT (in zwei Tagen) Punkt für Punkt antworten würdest. Wir werden sicherstellen, dass jeder deiner Kommentare sorgfältig in Erwägung gezogen wird. Solltest du bis Sonntag Abend nicht auf die einzelnen Punkte antworten, so werden wir auf der Grundlage weitermachen, dass du keinen Kommentar abgeben willst.

 

1.Dass du Teil einer Truther-Kampagne bist, die aufdecken will, dass die White Helmets Verbindungen zu Terroristen haben und ein Propagandagefährt sind, um eine US-imperialistische Agenda voranzutreiben – sie sind deiner Ansicht nach Teil einer Bewegung, die die syrische Regierung dämonisieren und destabilisieren will.

 

2.Dass du ein großes Online-Publikum anziehst, verstärkt durch hochgestellte Persönlichkeiten aus dem rechten Flügel und mit Auftritten im russischen Staatsfernsehen.

 

3.Die Syria Campaign (die die Arbeit der White Helmets bewirbt) behauptet, dass deine Arbeit Teil einer „Desinformationskampagne“ ist, die das Leben „friedlicher Menschenhelfer“ aufs Spiel setzt.

 

4.Du glaubst, dass Kinder in den Bildern der White Helmets recycelt werden (etwas, das Channel 4 News und Snopes angeblich widerlegt haben). Glaubst du das immer noch?

 

5.Dass die Kampagne gegen die White Helmets von einer von Russland unterstützten Propagandamaschine unterstützt/beworben wird, die dabei hilft, die öffentliche Wahrnehmung zugunsten von Assad zu formen und die Fragen über die Chemiewaffen-Angriffe stellen.

 

6.Dass du glaubst, dass Assad von den USA dämonisiert wird um einen Regimewechsel zu erreichen.

 

Ich habe auch einige Fragen an dich:

 

1.Hast du von Russland oder Syrien jemals eine Finanzierung oder Bezahlung in Form von freien Reisen oder Geschenken erhalten? (Evas Anmerkung: Nein. Habt ihr von den Establishment-Medien oder den staatlichen Medien, für die ihr gearbeitet oder mitgearbeitet habt, etwas erhalten?)

 

2.Glaubst du, dass Assads Armee (Anm. Eva: es ist die syrische Armee, nicht die von Assad.) Kriegsverbrechen begangen hat/chemische Waffen gegen sein eigenes Volk eingesetzt hat und Hilfskonvois bombardiert hat -- so wie der UN-Sicherheitsrat das glaubt? (Anm.Eva: Anschuldigungen, die wiederholt widerlegt worden sind. Du klammerst dich an Strohhalme.)

 

3.Selbst wenn du glaubst, dass die White Helmets Propagandisten sind, glaubst du, dass sie mit der Rettung von Zivilisten auch gute Arbeit machen? Oder ist das nach deiner Meinung alles ein Betrug? (Anm.Eva: Nein. Aber frag nicht mich. Verlass Kalifornien und geh nach Syrien um mit Zivilisten zu reden, die nicht von den Rettern AlQaedas gerettet wurden.)

 

4.Könntest du kurz deine Ausbildung als Investigativ-Reporterin beschreiben? (Anm.Eva: Könntest du kurz die Quellen für deine „Story“ vorlegen, die nicht von AlQaeda oder ihren Ablegern stammen?)

 

Du kannst mich gerne über mein Handy oder hier über E-Mail kontaktieren.

 

Beste Grüße

 

 

Hier die Antwort von Eva Bartlett:

 

Betr.: Interview-Anfrage – The Guardian

 

Danke, Olivia, aber nein, Danke. Ich habe kein Interesse daran, an deiner ziemlich offensichtlich bereits fertigen „Story“ teilzunehmen (von einem Journalisten eine seltsame Definition für einen Artikel).

 

Du sagst, dass ich in deiner „Story“ erwähnt werde, und mit ist wohl bewusst, dass du ein Zitat von mir brauchst, damit deine „Story“ legitimer aussieht. Und dass du dir aus jeder Antwort, die ich auf deine manipulierten Fragen gebe, nur die Zitate herauspicken würdest, die deinem vorher festgelegten Drehbuch dienen, für deine „Story“.

 

Dir sollte bewusst sein, wenn ich in deiner „Story“ beleidigenden Inhalt finde, dann werde ich eine Gegendarstellung an den Guardian verfassen, von der ich nicht erwarte dass sie ganz oder überhaupt veröffentlicht wird und in diesem Fall werde ich gegen den Guardian eine Beschwerde einreichen.

 

Guten Abend.

 

Eva

 

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