http://thesaker.is/fake-news-nobody-beat-the-new-york-times-or-the-financial-times/

 

Fake News? Keiner schlägt die westlichen Medien!

 

Vom Saker, 13.06.2017

 

 

Ich lieb die westlichen Ziomedien. Nicht für das was sie schreiben, aber weil sie ihr wahres Gesicht zeigen. Endlich. Nachdem sie jahrzehntelang so getan haben, als hätten sie hohe professionelle oder ethische Standards, nach jahrelangen pseudo-objektiven Berichten, haben diese Leute endlich ihre Masken fallen lassen und zeigen ihr wahres Gesicht. Wir haben bereits die hysterische, wahrhaft manische Hasskampagne gegen Trump erlebt (und die ist bei weitem noch nicht vorbei) und wir haben die atemberaubend unehrliche Dämonisierung von Putin und allem russischem erlebt. Nun, ich habe ein wunderbares Beispiel dafür.

 

Seht euch dieses Foto an:

 

 

Was ihr hier seht ist eine historische Rekonstruktion eines Festivals mit dem Namen „Zeiten und Epochen“, wo Historien-Fans alle möglichen historischen Ereignisse nachstellen. In diesem Fall sieht man eine Panzersperre aus dem 2. Weltkrieg (im russischen 'Igel' genannt) und Sandsacksperren. Sieht gut aus, oder?

 

Nun ja, nicht für die russischen „Demokraten“.

 

Es begann mit einem Kerl namens Aleksei Venediktov, einem der führenden „Demokraten“ und „Liberalen“ in Russland. Das hat er auf seinem Twitter-Account gepostet: „Die Tverskaia-Straße ist jetzt bereit für den Russland-Tag.“

 

Ein sehr geschickter Zug seinerseits, denn er unterstellt, wenn auch nicht offen, dass diese Barrikaden durch das „Regime“ aufgestellt wurden, gegen das „Volk“, und, logisch, die westliche Propagandamaschine hat es genau so aufgenommen:

 

 

Andere haben es sofort aufgegriffen:

 

(„#Eilmeldung! #Moskau Polizei errichtet Sandsack-Barrikaden um den #Kreml. Bein den Anti-Regierungsprotesten am 12. Juni ist mit Gewalt zu rechnen.“)

 

Und danach haben sowohl die New York Times und die Financial Times diese Lüge wiederholt.

 

Schließlich mussten einige ihre Anschuldigungen zurücknehmen: 

 

Aber natürlich war der Schaden bereits angerichtet.

 

Einige haben jedoch mit Humor geantwortet: 

(„50 Dollar, dass CNN & WaPo dieses Bild als einen verfolgten russischen Oppositions-Aktivisten darstellen werden bevor der Tag vorbei ist.“)

 

Und hier folgt die wahre Geschichte:

 

Die Organisatoren der Proteste haben die Genehmigung erhalten, ihre Demonstration auf dem Sacharow-Platz abzuhalten. Aber einen Tag zuvor haben sie plötzlich angekündigt, dass ihre Lautsprecheranlage nicht gut sei und dass sie ihre Demonstration auf die Tverskaia-Straße verlegen wollen. Ich will hier das Ganze nicht wiederholen und lieber auf einen Artikel von Anatoli Karlin verweisen, der die Strategie der Organisatoren hier erklärt:

(„Wie man Putler mit Nawalny bajonettiert“)

http://www.unz.com/akarlin/bayonetting-putler/

 

Kurz gesagt: Da die Demonstranten wussten dass sie nur eine Kleine Menschenmenge anziehen würden, haben die Organisatoren sich entschlossen, das historische Fest in der Altstadt buchstäblich zu „überrennen“. Das machten sie aus zwei Gründen:

 

  1. Das Fest zieht in der Regel große Menschenmengen an, wer weiß da schon ob nicht alle zum „protestieren“ gekommen sind, nicht wahr?

  2. Da ihr Vorhaben illegal war, wussten sie dass sie verhaftet werden würden.

 

Zur großen Enttäuschung der Ziomedien waren alle Verhaftungen friedlich und ordentlich (besonders im Vergleich zu den üblichen Orgien der Gewalt, die amerikanische oder französische Polizisten gegen eine jede illegale Demonstration anwenden.) Ein Polizist erlitt ein brennendes Auge (er wurde von einem „friedfertigen“ Demonstranten mit Pfefferspray traktiert). Trotzdem hatten die westlichen Reporter die Gelegenheit, die „Unterdrückung“ zu beobachten (Zum Beispiel hier die Fotos des Guardian):

(Anm.d.Ü.: Link leider verschwunden...)

 

Aber am Ende des Tages, und wenn man das Ausmaß an Gewalt berücksichtigt, das von den prowestlichen Organisatoren der Proteste erhofft wurde (beachtet den Kokcharov-Tweet oben), dann war das Ganze am Ende der übliche Dünnschiss.

 

Die westlichen Reporter in Russland tun mit echt leid: Ihre Bosse verlangen Bilder von Protesten, Gewalt, ja Zeichen eines möglichen Zusammenbruchs des „Regimes“ (was haltet ihr von all den (Google-Suche) „putin feeling the heat“-Protesten?). Aber das russische Volk versagt ein ums andere Mal. Sie erscheinen zahlreich bei Sportveranstaltungen, Konzerten, Festivals, religiösen Feierlichkeiten usw. Aber nicht für die Randale, die von der winzigen CIA-gesteuerten russischen „Anti-System-Opposition“ organisiert wird. Schlimmer noch, trotz all dem Propaganda- und Wirtschaftskrieg ist die Beliebtheit Putins immer noch im gewohnten mehr als 80%-Bereich und die meist geachtetste Institution im Land ist das Militär. Anscheinend „kapieren“ es die Russen einfach nicht.

 

Dieser bedauernswerte Zustand zwingt einige Reporter dazu kreativ zu werden. Beispielsweise schrieb ein Typ namens Wladimir Kozlovskii auf der russischsprachigen Webseite der BBC eine Artikel mit dem Titel „Wie ich beim Anhören der Unterhaltung zwischen Oliver Stone und Wladimir Putin eingeschlafen bin“.

http://www.bbc.com/russian/features-40262981

 

Was ihm an dem Interview nicht gefiel? Stone hat nicht die harten Fragen gestellt! Als ob die Journalisten im Westen ihren Politikern harte Fragen stellen würden! Und wen interessiert es schon, wann und wo Mr Kozlovskii einschläft? Aber da das Anti-Putin war, und Anti-Putin ist laut Definition gut, wurde dieser Artikel von der (ehemals) angesehenen BBC trotzdem veröffentlicht.

 

Wie auch immer, zum Schluss eine Warnung: Die Stadt Moskau hat entschieden, eine große Anzahl von Appartmentblöcken in der Stadt aus der Chruschtschow-Zeit zu renovieren. Wer dort lebt wird umgesiedelt und bekommt für die unvermeidlichen Unannehmlichkeiten eine Entschädigung. Einige sind aber nicht glücklich. Es gab und es wird wahrscheinlich dazu weitere Proteste geben. (Man denke nur an den Quadratmeterpreis irgendwo in Moskau!). Es gibt auch Versuche, eine Kampagne zu Demonstrationen gegen die Korruption aufzubauen (die in Russland immer noch vorhanden ist). Nochmal: Demonstrationen sind wahrscheinlich. Und es gibt, so wie der „Russland-Tag“, in diesem Sommer verschiedene Termine, an denen die Menschen Moskaus und in anderen russischen Städten auf die Straße gehen. Manche werden mit gewaltsamen Ausschreitungen einhergehen (wie etwa beim Tag der Luftlandetruppen am 2. August, wenn die Ex-Fallschirmspringer zu viel trinken und sich manchmal wie Arschlöcher aufführen und mit der örtlichen Polizei zusammenstoßen). Die westlichen Medien werden all das als Proteste, Aufstände, einen „russischen Maidan“ und anderen eingebildeten Unsinn darstellen. Um euch also die Anstrengung zu ersparen mache ich euch diese Versprechen: wenn es je zu „echten“ Protesten kommen sollte, die bei den Menschen ankommen, oder wenn es „irgendein“ Anzeichen einer Krise oder eines „Regimewechsels“ in Russland geben sollte, dann werde ich euch sofort informieren.

 

Aber wenn ich nichts schreibe und die westlichen Medien wider einmal durchdrehen, dann spült einfach eure mentale Toilette und genießt den Sommer!

 

Macht's gut!

 

Der Saker

  

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